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Atomnation ohne Strom - 500 Beiträge pro Seite



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Antwort auf Beitrag Nr.: 38.587.445 von Doppelvize am 17.12.09 15:17:58zum Glück laufen hierzulande die Solaranlagen auf Hochtouren in diesen Tagen...kann uns ja nix passieren ....:rolleyes:
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.587.486 von kiefernberg am 17.12.09 15:21:53Und der Wind weht, und die Biogasanlagen und die Wasserkraftwerke und die Kohlekraftwerke und BHK und und und ;)

Erstaunlich das nach sieben Jahren Rot-Grün nicht das Licht ausgegangen ist, sondern jede Menge Arbeitsplätze entstanden sind;)
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.587.601 von Doppelvize am 17.12.09 15:33:34Dafür müssen jetzt die Franzosen abends unseren Strom importieren. :laugh:

Ansonsten bricht das Stromsystem zusammen.
So eine dümmliche Propaganda habe ich noch selten gelesen wie diesen Spiegel-Artikel. Weil der Wintereinbruch etwas plötzlich kam, und in Frankreich gerade ein paar AKWs abgeschaltet sind oder bestreikt werden, importieren die ausnahmsweise gerade mal ein wenig Strom für ein paar Tage. Der aktuelle Börsenpreis dafür liegt gerade mal bei maximal 70 Euro/MWh, wie man bei der EEX nachlesen kann, während er in Deutschland im Moment ca. 10 Euro billiger zu haben ist.
So billig war Strom bei einem Wintereinbruch in den letzten Jahren noch nie, und auch in Deutschland gab es schon Engpässe, die den Preis auf ein Vielfaches davon getrieben haben, bis zu 3000 Euro/MWh.

Von "betteln müssen" kann da im Leben keine Rede sein, sonst wäre der Preis in ganz andere Höhen gestiegen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.587.601 von Doppelvize am 17.12.09 15:33:34genau, die "Arbeitsplätze" machen jetzt Kurzarbeit :laugh::laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.587.486 von kiefernberg am 17.12.09 15:21:53Die Windkraftanlagen an der Küste laufen auf Hochtouren, der Wind bläst ordentlich.
Wie fast immer.
Auch nachts. ;)

http://www.wetteronline.de/cgi-bin/windframe?&ART=09&LANG=de…
Frankreich braucht 5.100 Megawatt

Windenergie:
Niederlande 74.000 MW
Deutschland >25.000 MW

Ob sie über die "Windrädchen" lachen, wenn die Bude kalt ist?
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.587.601 von Doppelvize am 17.12.09 15:33:34Erstaunlich das nach sieben Jahren Rot-Grün nicht das Licht ausgegangen ist, sondern jede Menge Arbeitsplätze entstanden sind

Ja ne, is klar!



:keks:
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.587.445 von Doppelvize am 17.12.09 15:17:58Bei dieser Mitteilung macht sich Schadenfreude breit :D

Seit vielen Jahren muss Frankreich im Sommer Energie zukaufen, weil sie ihre AKWs wegen der niedrigen Wasserstände nicht kühlen können und deshalb nur wenig Strom erzeugen können, und nun gibt es auch im Winter Probleme.

Diese "umweltfreundliche" Energie dürfte den Franzosen schon kalte Wohnzimmer und nächtliches Wäschewaschen wert sein :laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.589.416 von AdHick am 17.12.09 18:13:59Frankreich braucht 5.100 Megawatt

Windenergie:
Niederlande 74.000 MW
Deutschland >25.000 MW

Ob sie über die "Windrädchen" lachen, wenn die Bude kalt ist?


Das ist noch grösserer Unsinn als der Spiegel-Artikel.

In Deutschland werden pro Jahr ca. 40 TWh Strom aus Windenergie erzeugt, das entspricht im Durchschnitt etwas weniger als 5000 MW, die 25000 MW sind die installierte Leistung, die man aber leider nur zu ca. 20 % der Zeit bekommt.

Für die Niederlande habe ich keine zahlen parat, aber dort ist die Produktion mit Sicherheit nur ein Bruchteil davon. Mit 74000 MW könnte man im Mittel etwa den kompletten deutschen Stromverbrauch abdecken. Deshalb ist die Zahl mit Sicherheit Schwachsinn.
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.587.486 von kiefernberg am 17.12.09 15:21:53Stimmt, wir haben mittlerweile 5 Tage Dauersonne hinter uns.:eek::eek:
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.589.533 von flitztass am 17.12.09 18:29:48Hast Recht, ich war nicht bei der Sache, habs nur überflogen.
Die 74.000 MW sind installierte Leistung in der EU.

http://home.kpn.nl/windsh/N-cijfers.html
kauft denn etwa deutschland nie strom bei franzosen?

der deutsche michel fuehlt sich diese paar tage wegen windraeder und solar den 'froschfressern' sooo ueberlegen und vergisst dabei, dass er ueber EEG das zehnfache aus der eigenen tasche darauf aufschlagen darf, was frankreich sich zum niedrigpreis in D erkauft.

prost.
Deutschland bezieht seine Energie zu

29,5 % aus AKWs - in 1990 waren es noch 31,2 %
22,2 % aus Steinkohlkraftwerken - 1990 23,8 %
26´% aus Braunkohlekraftwerke - 1990 32,5 %
2,6 % übrige Festbrennstoffe - 1990 1,2 %
1,6 % Heizölverbrennung - 1990 2,0 %
13,8 % Gaskraftwerke - 1990 8,2 %
4,3 % Wasser-/Windkraftwerke - 1990 1,1 %

http://de.wikipedia.org/wiki/Energiequelle#Anteil_der_einzel…

Frankreich bezieht seinen Strom zu ca. 90 % aus AKWs.
Im Sommer muss seit Jahren zugekauft werden und jetzt auch im Winter. Die Stromversorgung Deutschlands steht auf vielen Beinen und ist demnach sicherer.
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.593.192 von StellaLuna am 18.12.09 09:19:34http://www.erneuerbare-energien.de/files/pdfs/allgemein/appl…

Hier sind Zahlen über den Anteil der erneuerbaren Energien am Gesamtenergieverbrauch.

Sind schon eindrucksvolle Steigerungsraten...

Wie gesagt ENERGIE nicht nur Strom...

Wie gut das ich einen Holzofen (zusätzlich) habe ;)
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.593.192 von StellaLuna am 18.12.09 09:19:34Frankreich bezieht seinen Strom zu ca. 90 % aus AKWs.
Im Sommer muss seit Jahren zugekauft werden und jetzt auch im Winter. Die Stromversorgung Deutschlands steht auf vielen Beinen und ist demnach sicherer.


Das ist und bleibt aber die ganz grosse Ausnahme, dass Frankreich Strom aus Deutschland importiert. Ich finde es ganz schön überheblich, darauf rumzureiten, und stolz zu sein, da nach wie vor Frankreich sehr viel mehr Strom nach Deutschland exportiert als umgekehrt. Habe mal ne Graphik von 2004 gefunden, aber daran hat sich wenig geändert seither.



Aus Frankreich und Tschechien wird viel Strom importiert von deren AKWs. Exportiert wird in die Länder, die keine AKWs haben. Das ist allgemein so international. Besonders krass ist das bei Italien, die viel weniger Strom erzeugen als sie brauchen, weil sie keine AKWs haben wollen, und deshalb extrem viel aus Frankreich importieren müssen, was mal zu einem berühmten Blackout führte, als eine Leitung zusammenbrach.
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.594.908 von flitztass am 18.12.09 11:59:48Super Grafik!!!

Wir solten vielleicht jetzt schnellsten den Volksentscheid in Deutschland einführen.

:D:D:D:D:D

Und dann schalten wir den Holländern einfach das Licht aus!


:laugh::laugh::laugh::laugh::laugh:
Die Import und Exportwerte zwischen zwei Ländern sind nicht bewsonders aussagekräftig, da Strom am besten über die kürzeste Leitung bezogen wird. So ist es für den Osten Frankreichs sinnvoller sich an die Stromkapazitäten des Ruhrgebietes zu hängen, als den Saft quer durch Frankreich zu leiten.
Für Sachsen ist es anscheinden auch billiger Strom von den Chechen zu saugen, als von den Windmühlen an der Ostsee (siehe Graphik Flitzass). Europäische Stromosmose also.

:)
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.595.497 von Jens T am 18.12.09 13:01:53Hmm, keine Ahnung wie diese unterschiedlichen Zahlen zustande kommen.:rolleyes:

Hier noch eine schöne Graphik für ganz Europa:

http://www.entsoe.eu/fileadmin/user_upload/_library/resource…

Die scheint die Daten der ersten von mir zitierte Graphik zu bestätigen, und da steht, dass man "physical energy exchange" von "contractual energy exchange" abgrenzen muss. Vielleicht erklärt das die unterschiedlichen zahlen.

Prinzipiell sagen aber eh alle Zahlen das gleiche: Frankreich ist mit Abstand Europas grösster Stromexporteur, und Länder wie Italien verlassen sich voll und ganz darauf, dass Frankreich immer genügend Strom produziert.
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.591.848 von gurine am 17.12.09 22:35:25der deutsche michel fuehlt sich diese paar tage wegen windraeder und solar den 'froschfressern' sooo ueberlegen und vergisst dabei, dass er ueber EEG das zehnfache aus der eigenen tasche darauf aufschlagen darf, was frankreich sich zum niedrigpreis in D erkauft.

Atomenergie ist nur billiger, wenn man die vielen verdeckten Kosten nicht einrechnet. Viele Kosten werden vom Staat oder der Bevölkerung getragen ohne das man es in den Stromkosten in Cent sieht.

Der Bau von AKWs ist exorbitant teuer und kann kaum von einem Stromlieferer bezahlt werden. Man spielt mit unser aller Gesundheit und Wohlstand, denn die Dinger sind unversicherbar, weshalb wir alle die Kosten für Störfälle tragen.

Auch Entsorgung der Altlasten wird vom Staat gemacht, aber Atomenergie ist ja sooooo billig im Gegensatz zu den "überteuerten" Wind und Solar. Desweiteren darf ich an die fast 1 Million Arbeitsplätze erinnern die die neue Energieindustrie in Deutschland geschaffen hat.
#22 So ist, es will nur keiner hören....

Da die Bürger die AKWS mit bezahlen, wie sieht es mit einer Dividendenzahlung von RWE oder EON aus :confused:;)
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.596.889 von flitztass am 18.12.09 15:27:14Hmm, keine Ahnung wie diese unterschiedlichen Zahlen zustande kommen.

Möglicherweise liegt es daran, dass der Journalist Udo Leuschner, von dem deine Grafik stammt, im Bereich Public Relations verschiedener Einrichtungen der Elektrizitätswirtschaft tätig ist.
http://de.wikipedia.org/wiki/Udo_Leuschner

Aus welchem Topf der Atomwirtschaft wirst eigentlich du gesponsert?

Oder willst du uns weismachen, dass dein andauerndes Engagement pro-Atomkraft rein privater Natur und sozusagen ehrenamtlich ist.
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.605.339 von bares@nobles am 20.12.09 17:21:31Von wem wirst du denn bezahlt, dass du dir nicht vorstellen kannst, dass jemand auch ohne Bezahlung hier versucht, Vernunft in eine Diskussion zu bringen, bei der die meisten rein emotional agieren, ohne auch nur die geringste Ahnung zu haben? :rolleyes:

Und in dem Spiegelartikel wird jede Menge Unsinn verzapft, ebenso wie in den letzten Postings. Die externen Kosten von Stromerzeugung sind bei regenerativen Energien erheblich höher als bei Kernkraft.

Die Ausnutzung von Windenergie zur Stromerzeugung macht ja in gewissem Rahmen durchaus Sinn, und ist auch nicht mehr allzu weit weg von Wirtschaftlichkeit, aber die gigantische Subventionierung von Photovoltaik mit zig Milliarden Euro ist so ziemlich das dümmste, was in Deutschland jemals gemacht wurde. Photovoltaik in unseren Breiten wird nie sinnvoll sein, und die zur Zeit verwendete Technik dafür hat nicht die geringste Zukunft. Wenn man in Deutschland Sonnenenergie einfangen will, dann ist es um ein vielfaches effizienter und billiger, die in Form von Solarthermie zu machen, die dann direkt in die Heizung eingespeist wird. Daran wird sich auch nie etwas ändern, weil das einfache Physik ist.

Es gibt genügend Studien, die z.B. die CO2-Vermeidungkosten berechnen. Bei Photovoltaik liegen die bei mindestens 700 Euro/t CO2, wobei die meist noch schöngerechnet sind, indem man davon ausgeht, dass durch Photovoltaik Kohlekraftwerke ersetzt werden. Tatsächlich ersetzt Photovoltaik aber höchstens Gaskraftwerke weshalb die wahren Vermeidungskosten wohl weit über 1000 Euro/t liegen.
Bei Solarthermie liegen die Kosten bei ca. 70 Euro/t, bei Kernkraft kommen Berechnung vom Öko-Institut auf ca. 20 Euro/t, andere Studien auf deutlich weniger, nahe Null.
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.607.619 von flitztass am 21.12.09 10:56:45:confused:

china hat jedenfalls die prioritäten für eine preiswerte und saubere versorgung begriffen und handelt danach.. für die zukunft wird diese art der energieversorgung der wettbewebsvorteil nr. 1 sein... Neben den aufgeführten fest geplanten werken sollen wohl dem vernehmen nach weitere 60 stück vorbereitet werden.

die mit diesem preiswerten strom billig hergestellten sonnenkollektoren und windräder können wir uns dafür billig in den garten stellen...

China Sanmen 1 [3] AP-1000 [4] - - 1100 MW Bruttoleistung, 1000 MW Nettoleistung, In Planung
China Sanmen 2 [5] AP-1000 [4] - - 1100 MW Bruttoleistung, 1000 MW Nettoleistung, In Planung
China Yangjiang 1 [6] CPR-1000 [4] - - 1080 MW Bruttoleistung, 900 MW Nettoleistung, In Planung
China Yangjiang 2 [7] CPR-1000 [4] - - 1080 MW Bruttoleistung, 900 MW Nettoleistung, In Planung
China Hongyanhe 2 [8] CPR-1000 [4] - - 1080 MW Bruttoleistung, 1000 MW Nettoleistung, In Planung
China Hongyanhe 3 [9] CPR-1000 [4] - - 1080 MW Bruttoleistung, 1000 MW Nettoleistung, In Planung
China Hongyanhe 4 [10] CPR-1000 [4] - - 1080 MW Bruttoleistung, 1000 MW Nettoleistung, In Planung
China Haiyang 1 [11] AP-1000 [4] - - 1100 MW Bruttoleistung, 1000 MW Nettoleistung, In Planung
China Haiyang 2 [12] AP-1000 [4] - - 1100 MW Bruttoleistung, 1000 MW Nettoleistung, In Planung
China Hongshiding 1 [13] Druckwasserreaktor - - ? MW Bruttoleistung, ? MW Nettoleistung, In Planung
China Hongshiding 2 [14] Druckwasserreaktor - - ? MW Bruttoleistung, ? MW Nettoleistung, In Planung
China Fangjiashan 1 [15] CPR-1000 [4] - - 1080 MW Bruttoleistung, 1000 MW Nettoleistung, In Planung
China Fangjiashan 2 [16] CPR-1000 [4] - - 1080 MW Bruttoleistung, 1000 MW Nettoleistung, In Planung
China Fuqing 1 [17] CPR-1000 [4] - - 1080 MW Bruttoleistung, 1000 MW Nettoleistung, In Planung
China Fuqing 2 [18] CPR-1000 [4] - - 1080 MW Bruttoleistung, 1000 MW Nettoleistung, In Planung
China Taohuajiang 1 [19] Druckwasserreaktor - - ? MW Bruttoleistung, ? MW Nettoleistung, In Planung
China Taohuajiang 2 [20] Druckwasserreaktor - - ? MW Bruttoleistung, ? MW Nettoleistung, In Planung
China Taishan 1 [21] EPR [4] - - 1700 MW Bruttoleistung, 1600 MW Nettoleistung, In Planung
China Taishan 2 [22] EPR [4] - - 1700 MW Bruttoleistung, 1600 MW Nettoleistung, In Planung
China Ningde 2 [23] CPR-1000 [4] - - 1080 MW Bruttoleistung, 1000 MW Nettoleistung, In Planung
China Ningde 3 [24] CPR-1000 [4] - - 1080 MW Bruttoleistung, 1000 MW Nettoleistung, In Planung
China Ningde 4 [25] CPR-1000 [4] - - 1080 MW Bruttoleistung, 1000 MW Nettoleistung, In Planung
China Xianning 1 [26] Druckwasserreaktor - - ? MW Bruttoleistung, ? MW Nettoleistung, In Planung
China Xianning 2 [27] Druckwasserreaktor - - ? MW Bruttoleistung, ? MW Nettoleistung, In Planung
Uranabbau in Niger
"Die Gesundheit von 80.000 Menschen ist bedroht

Der französische Staatskonzern Areva schürft seit Jahrzehnten in Niger Uran - und hat dabei offenbar lange die Gesundheitsrisiken für Arbeiter und die Bevölkerung in Minenstädten ignoriert. Im SPIEGEL-ONLINE-Interview spricht Greenpeace-Expertin Rianne Teule über die schmutzige Seite der Kernkraft.

SPIEGEL ONLINE: Frau Teule, Sie waren im November mit einem Greenpeace-Team in Niger, um die Auswirkungen des Uranbergbaus dort zu prüfen. Seit 40 Jahren schürft Areva in dem afrikanischen Land den Brennstoff für europäische Atomkraftwerke. Was haben Sie gefunden?

Teule: Es gibt in den Minenstädten Arlit und Akokan überall radioaktive Kontamination: in der Luft, im Wasser, in der Erde. Wir fanden eine hohe radioaktive Belastung in den Straßen von Akokan. Das bei der Uranförderung übriggebliebene Gestein liegt im Freien herum. Dadurch gelangt Radon in die Luft, das schon in geringen Konzentrationen Krebs verursachen kann. All das bedroht die Gesundheit der 80.000 Menschen, die dort leben.
...
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,686633,00.ht…

Wie kann man nur behaupten, dass Atomstrom ein sauberer Strom ist?
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.588.345 von kiska am 17.12.09 16:37:12Erstaunlich das nach sieben Jahren Rot-Grün nicht das Licht ausgegangen ist, sondern jede Menge Arbeitsplätze entstanden sind

zähl mal die milliarden subventionen die wir dafür ausgeben zusammen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 39.270.904 von rohrberg am 03.04.10 12:16:36Atomstrom wurde und wird auch subventioniert. Oder glaubst Du allen Ernstes, dass Zwischen- und Endlager allein von den AKW-Betreibern finanziert werden?
Da kommen noch so hohe Kosten auf die Steuerzahler zu, dass wir uns alle die Augen reiben werden. Ganz zu schweigen von den Risiken die mit dieser Energiegewinnung verbunden sind.

Du solltest Dich mal kundig machen, was uns der Uran-Abbau der DDR nach der Wiedervereinigung gekostet hat, und zwar nicht nur was die Stilllegung anbelangt sondern auch die Folgekosten für "Re-Naturierung" plus Entschädigungszahlungen und Krankheitskosten der Arbeiter im Uran-Abbau.

Umweltschäden und Sanierung Wismuth:
....
Bis zum Ende des Jahres 2006 wurden 85 % der geplanten Sanierungsmaßnahmen durchgeführt und dafür 4,8 Milliarden Euro der bereitgestellten Mittel verwendet.
Standorte, die vor dem 31. Dezember 1962 von der Wismut an andere Träger abgegeben wurden und 1990 nicht mehr im Besitz des Unternehmens waren, müssen durch die Wismut GmbH bzw. ihren Träger nicht saniert werden. Allerdings wurde für die sächsischen Altstandorte 2003 ein Verwaltungsabkommen zwischen dem Freistaat Sachsen und dem Bund getroffen zur Sanierung dieser Objekte durch die Wismut GmbH. Diese Maßnahmen werden allerdings nicht aus dem 6,2-Milliarden-Euro-Budget der Wismut finanziert.[15] Nach Wismut-Angaben wurden bis Ende 2009 rund 5,3 Milliarden der 6,4 insgesamt geplanten Milliarden ausgegeben.[16] Für die Sanierung, welche in ihrem Umfang einzigartig ist, musste die Wismut GmbH eine Reihe neuer Technologien erarbeiten, wie z. B. für die Abdeckung der Industriellen Absetzanlagen. Diese Techniken werden heute von der 2002 gegründeten Tochtergesellschaft Wisutec GmbH vermarktet.
...
http://de.wikipedia.org/wiki/Wismut_%28Unternehmen%29#Umwelt…
Wer vor diesem Hintergrund behauptet, dass Atomstrom ein sauberer Strom ist, rennt nicht mit Scheuklappen durch die Gegend sondern mit einem Betonklotz vor dem Kopf.
14.12.1992

Altlasten
Hohe Schwelle

Noch eine schlechte Nachricht für den Finanzminister: Bonn muß für die gesundheitlichen Schäden einstehen, die der Uranbergbau in der DDR verursachte.

Herbert Kleinherne hat keinen Job, der in Bonn besonderes Aufsehen erregt. Den Vorsitzenden des Hauptverbands der Gewerblichen Berufsgenossenschaften kennt ein Finanzminister normalerweise nicht.

Das hat sich geändert. Am 11. November schrieb Kleinherne an Theo Waigel einen Brief, und seither gilt der unbekannte Verbandschef im Finanzministerium als 500-Millionen-Mark-Risiko.

Das Schreiben war höflich, der Inhalt brisant. Der Bund müsse, so Kleinherne, die "gesundheitlichen Folgekosten aus dem Uranerzbergbau" der Ex-DDR "zumindest mitfinanzieren".

Wie das Problem zu lösen sei, schrieb Kleinherne auch: Der Minister möge "die Gesamtproblematik" doch einfach durch eine "einmalige pauschale Zahlung" an die für Berufskrankheiten zuständigen Berufsgenossenschaften "abschließend erledigen".

Der Finanzminister weiß: Kleinherne hat recht. 500 Millionen Mark wird Waigel der Brief des Funktionärs wohl kosten. Es geht um Tausende an Lungenkrebs erkrankte Arbeiter, um Gesundheitsvorsorge, Unfall- und Hinterbliebenenrenten.

Die neue Groß-Forderung ist nur ein kleiner Brocken aus dem sozialistischen Erbe der "Sowjetisch-Deutschen Aktiengesellschaft Wismut" (SDAG). Seit 1946 verwüstete die von den Sowjets vollständig beherrschte Firma auf der Suche nach dem Bombenstoff Uran weite Teile Thüringens und Sachsens, sie richtete riesige Umweltschäden an.

Die ökologische Sanierung der ausgebeuteten Regionen kostet in den nächsten Jahren über 13 Milliarden Mark, und zahlen muß sie der unglückliche Erbe dieser strahlenden Hinterlassenschaft, der Bund.

Das Umweltproblem beschäftigt die Politiker seit Auflösung der einzigartigen deutsch-sowjetischen Uran-Partnerschaft zum 1. Januar 1991. Von den etwa 600 000 Menschen, die zwischen 1946 und 1989 unter extrem gesundheitsgefährdenden Bedingungen im Uranbergbau gearbeitet haben, war dagegen kaum die Rede.
...
Mit der Geheimniskrämerei war es spätestens nach dem 1. April 1991 vorbei. Zu diesem Zeitpunkt übernahmen die westlichen Unfallversicherungen nach dem "Prinzip der Zufallsverteilung" die Altrentner der Wismut. .Träger dieser Unfallversicherung sind die Berufsgenossenschaften. Sie werden durch Arbeitgeberbeiträge finanziert

Verbandsmanager Joachim Breuer ließ über 1000 Meter Akten auf Datenträger übertragen, er erforschte die Geschichte der Wismut, förderte Unterlagen und Dokumente zutage.

Selbst nach DDR-Maßstäben war das Ergebnis erschreckend. Noch 1989 betrug der Anteil der Wismut-Arbeiter an neugemeldeten Berufskrankheitsfällen 11 Prozent, ihr Anteil an der Gesamtzahl der DDR-Beschäftigten dagegen nur 0,5 Prozent. Bei neuen Silikose-Fällen stellte die Wismut-Belegschaft fast 40 Prozent, bei Lungenkarzinomen gar 97 Prozent (siehe Grafik).
...
Die erst jetzt zugänglichen DDR-Statistiken schönen die Wirklichkeit im real existierenden Sozialismus noch. Zum Beispiel erkannten die Wismut-Ärzte Lungenkrebs nur dann als Berufskrankheit an, wenn die Strahlenbelastung einen bestimmten, nach grobem Raster ermittelten Schwellenwert überschritten hatte.

Im Laufe der Zeit senkten die DDR-Strahlenmediziner diesen Wert zwar. Die Zahl der anerkannten Fälle aber lag unabhängig vom Grenzwert Jahr für Jahr jeweils zwischen 200 und 270.

In der alten Bundesrepublik gibt es bei Lungenkrebs überhaupt keine Schwellenwerte. Entscheidend ist allein die ursächliche Verknüpfung zwischen dem schädlichen Stoff und der Erkrankung.

Trotz der extrem hohen Schwelle blieb den DDR-Gesundheitsbürokraten keine Wahl: 5600 Krebsfälle mußten sie als berufsbedingt anerkennen; rund 2000 Anträge lehnten sie ab, etwa 700 entschieden sie einfach nicht. "Eine Vielzahl der abgelehnten Fälle", meint Genossenschaftsmanager Breuer, "muß sicherlich sowohl nach altem DDR-Recht als auch nach seit dem 1. Januar 1992 geltendem bundesrepublikanischen Recht anerkannt werden."

Die krebskranken Wismut-Arbeiter sind nicht nur ein Problem aus der DDR-Vergangenheit. Die rücksichtslose Ausbeutung der Arbeitskraft im Arbeiter-und-Bauern-Staat wirkt in die Zukunft fort.

Bronchialkarzinom hat eine Latenzzeit von 30 bis 60 Jahren. Das heißt: Wer vor 30 Jahren der Strahlenbelastung über oder unter Tage ausgesetzt war, der kann jetzt krank werden.

Das Kapitel ist deshalb noch längst nicht abgeschlossen. Das Krebs-Potential aus den frühen Jahren ist noch weitgehend unbekannt. Auch die Arbeitsbedingungen der späteren Jahre werden wahrscheinlich noch zu vielen Bronchialkarzinomen führen.

Mit großem Aufwand machten die Berufsgenossenschaften sich inzwischen daran, die abgelehnten Altfälle zu überprüfen. Gleichzeitig starteten sie eine Aktion, um möglichst viele der rund 600 000 Wismut-Werker ausfindig zu machen und zu kostenloser medizinischer Untersuchung und Betreuung einzuladen.

So sollen Krebsfälle früh erkannt und behandelt werden. Über 100 000 Personen, das ist schon jetzt sicher, werden sich beteiligen.

Zu den 5600 anerkannten DDR-Fällen kommen also etwa 1000 nachträgliche Anerkennungen früher abgelehnter Antragsteller und jährliche Neuzugänge in unbekannter Höhe. Jeder Fall kostet inklusive medizinischer Versorgung, Rente und Hinterbliebenenrente trotz der begrenzten Überlebenszeit der Kranken bis zu 750 000 Mark.

Insgesamt geht es, so schätzen Experten in ersten Hochrechnungen, um eine Milliarde Mark. Die wollen die Berufsgenossenschaften, sonst stets stolz darauf, ohne Staatsgeld auszukommen, in diesem Falle nicht allein zahlen. Sie fordern eine Bundesbeteiligung von 500 Millionen.

Genossenschaftsfunktionär Breuer hat gute Gründe für den Ruf nach dem Staat. Die Wismut-Hinterlassenschaft ist nur durch Zufall über die Berufsgenossenschaften gekommen; sie ist eigentlich eine Kriegsfolgelast.
...

Doch Waigel muß auch für die Wismut-Arbeiter einstehen, die später freiwillig bei der AG anheuerten, gelockt durch guten Lohn sowie reichliche Schnaps- und Nahrungsmitteldeputate. Den Berufsgenossenschaften jedenfalls kann der Finanzminister die Last nicht zuschieben.

Theoretisch könnte der Bund zwar die früheren Eigner der sowjetischdeutschen AG, also die DDR und die UdSSR, verantwortlich machen. Im Abkommen über die Übernahme von Wismut hat Bonn aber ausdrücklich alle Ansprüche aufgegeben.

Trotz eindeutiger Rechtslage verharrt der Finanzminister seit Wochen in Schweigen. Der Hauptgeschäftsführer der Berufsgenossenschaften, Günther Sokoll, hat dafür sogar ein gewisses Verständnis: "Auf Zuruf reagiert der Bund bei dieser Größenordnung nicht."

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13691841.html
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.587.445 von Doppelvize am 17.12.09 15:17:58#1

Deshalb werden die ja auch zahlreiche neue AKW bauen...

:eek:
Antwort auf Beitrag Nr.: 39.279.822 von Blue Max am 06.04.10 15:08:15#32 Die sie dann nicht gekühlt kriegen oder undicht werden:laugh:

Und den Müll nehmen sicher die Bayern...;)
Antwort auf Beitrag Nr.: 39.285.816 von Doppelvize am 07.04.10 11:22:31Müllermeister Glos wird sich fachkundig um den Müll kümmern. :D
Antwort auf Beitrag Nr.: 39.287.645 von AdHick am 07.04.10 15:07:12Den kann der Michel durchmahlen und in die Oblaten der Katholischen Kirche verbacken...

Millionen Fliegen mit einer Klappe...:laugh:

So kann er sich wenigstens etwas auf den Gürtel sticken:D


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