wallstreet:online
42,10EUR | 0,00 EUR | 0,00 %
DAX-0,17 % EUR/USD+0,42 % Gold-0,13 % Öl (Brent)0,00 %

falsche Abrechnungen Umtausch Argentinienanleihen - 500 Beiträge pro Seite


ISIN: DE0005450258 | WKN: 545025
47,00
18.10.19
Stuttgart
0,00 %
0,00 EUR

Neuigkeiten zu Argentinien Staatsanleihe 10,00 % bis 09/07


Beitrag schreiben

Begriffe und/oder Benutzer

 

:mad::mad::mad:
hallo, wer hat am umtausch der argentinienanleihen im juni 2010 teilgenommen? weiss jemand zu welchen kursen die alten anleihen z.b. 545025 aus- und die neuen anleihen wie a0dudm a0vtzv a0vtz1 und a0vtz4 eingebucht wurden. offenbar hat das jede bank anders gehändelt mit sehr negativen steuerlichen konsequenzen der anleihebesitzer. die neuen anleihen wurden mit einem steuerlichen kurs eingebucht der erheblich unter dem marktkurs liegt z.b. a0vtz1 wurde mit 7,3% statt 36% eingebucht was zu einem steuerlichen gewinn von ca. 29% des nominal führt obwohl überhaupt kein gewinn angefallen ist? (hatte die paroption gwählt). Weiss jemand in welchem verhältnis die neuen anleihen zu den alten eingetauscht wurden und welche neuen anleihen man erhalten hat.. Auch hier scheint bei jeder bank ein anderes ergebnis zustande gekommen sein.
Antwort auf Beitrag Nr.: 40.829.300 von golden nugget am 09.01.11 20:10:12Wenn es jede Bank anders handhabt, sind wahrscheinlich verschiedene Abrechnungsvarianten möglich, das muss also nicht unbedingt falsch sein. Soweit die Tauschanleihen bei Einbuchung noch nicht im Handel waren, ist es ja schwierig mit dem korrekten Kurs.

Für viele Anleger dürfte ein niedriger Eingangskurs erstmal günstiger sein, denn es ist ja so, dass der Tausch steuerlich als Verkauf eingestuft wird, also eine Veräußerung unterstellt wird, die ggfs sofort zu abgeltungssteuerpflichtigen Gewinnen oder Verlusten führt. Ein niedriger Eingangskurs wirkt sich dann erst später beim Verkauf der neuen Anleihen negativ aus. Hat man getauscht und die Anleihen vor 2009 angeschafft, sind die Altanleihen aus der Spekulationsfrist, dann sieht es natürlich anders aus.

Es kommt dazu, dass die beim Tausch sozusagen als Dreingabe zu PARs und Discounts eingebuchten A0DUDM und A0VTZ4 sofort bei der Einbuchung mit Abgeltungssteuer belastet werden. Wenn bei Dir also statt dieser Steuerbelastung nur ein besonders tiefer Eingangskurs bei den PARs zu Buche steht, würde ich mich nicht beschweren.

Stell doch mal insgesamt ein, was die Bank abgerechnet hat und wann war die Anschaffung der Altanleihen?

Für 545025 müsstest Du für 1.000 Euro nominal (1.0316,66 Tauschwert) bekommen haben:
A0VTZ1 787
A0VTZV 82 (33,7% von 244)
A0VTZ4 26 (11% von 244)
A0DUDM 787 + 244 = 1.031
Barzahlung zur PARvariante wieviel war das?
Zinszahlungen zu A0VTZ1 und A0VTZV aus 2010 müssten zusätzlich gutgeschrieben sein.
Wieviel Steuer wurde insgesamt einbehalten und wie sind die Eingangskurse der 3 anderen Wertpapiere? Insgesamt passt es dann wahrscheinlich wieder.
Antwort auf Beitrag Nr.: 40.831.703 von honigbaer am 10.01.11 12:26:40hallo honigbär, also generell wäre gegen einen niedrigen einstand der neuen anleihen nichts zu sagen aber in meinemm fall hat das nämlich die negative konsequenz das die altanleihen auch nur zu einem erheblich niedrigeren kurs ausgebucht werden. in meinem fall war der steuerrelevante kurs für die wkn 545025 49,87 aber meine bank hat die dann mit 31,36% im schnitt verkauft. die differenz von 18,51% (sind immerhin pro nominal 10.000= 1851€) sind aufgrund des niedrigen einstandes bei den neuen anleihen nun steuerpflichtig. bei den altanleihen wäre der gewinn steuerfrei gewesen da ausserhalb der speku und vor 1.1.2009 gekauft. meine altanleihen hatten einen fairen wert von ca. 55% der wäre komplett steuerfrei gewesen. bleibt es jetzt bei der abrechnung muss ich eben diese 18,51 % zusätzlich versteuern. als ob die argentinienanleger nicht schon genug gelitten hätten. ausserdem war die ganze aktion ein tausch sodass normal nur die alten aus únd die neuen anleihen eingebucht werden. meine bank (flatex) hat hier verkaufs- und kaufsabrechnungen erstellt mit total marktfremden kursen. die neuen anleihen sollten einen einstands:wert von um die 55 % auf die nominalen der Altanleihen ergeben.

also pro 1000€ nominal habe ich

a0vtz1 787,4 a0vtzv 82,3 a0vtz4 26,85 a0dudm 1021,6 erhalten zuzüglich € 75,96 gutschrift- steuern € 4,03 pro 1000 nom.

wie gesagt das hauptproblem ist eben das steuerfreie gewinne jetzt versteuert werden müssen. und ich bin da sicher kein einzelfall
Also wenn Du weiter keine Steuer bezahlt hast, bist Du doch sehr glimpflich davon gekommen.
Offenbar gab es da tatsächlich Auslegungsmöglichkeiten, die meisten Banken haben aber auf das Eingangsvolumen A0DUDM und A0VTZ4 sofort 25% Abgeltungssteuer einbehalten. Und das war nicht die Idee der Banken und auch nicht, dass der Tausch steuerlich wie Kauf & Verkauf zu behandeln ist. Wenn Du statt des sofortigen Steuerabzugs einen tiefen Eingangskurs bei A0VTZ1 verzeichnest, der sich ja erst bei einem späteren Verkauf auswirkt, ist das doch OK. Ich glaube auch nicht, dass die Bank willkürliche Kurse angesetzt hat, sondern vermutlich waren bei Einbuchung alle Kurse bis auf A0VTZ1 als Börsenkurse bekannt. Um nicht sofort bei Einbuchung den Tauschgewinn besteuern zu müssen (die Altanleihen waren vorher ja tatsächlich nur zu ca. 30% an der Börse gehandelt, die Tauschanleihen aber weitaus höher im Kurs) wurde vielleicht der letzte Kurs der Altanleihen, verringert um die bekannten Komponenten der Tauschgegenleistung (A0VTZV, A0VTZ4 und A0DUDM) als Kurs für A0VTZ1 angesetzt. Und da kam eben der tiefe Einstandskurs heraus. (Nur meine Vermutung, vielleicht war die Vorgehensweise auch ganz anders.) Vielleicht kannst Du das mit den Eingangskursen der anderen Komponenten nachvollziehen. Also ich glaube nicht, dass diese Art der Abwicklung nachteilig ist.

Klar, für Besitzer der Altanleihen mit Kaufdatum vor der Abgeltungssteuer wäre ein höherer Kurs besser, aber die Steuer orientiert sich nunmal am tiefsten Börsenkurs vor dem Tausch, und die Kurse der Altanleihen waren eben damals nicht 55% sondern eher 30%.

Im Tauschprospekt stand ja, man würde sich wünschen, dass der Tausch tatsächlich als steuerfreier Wertpapiertausch gehandhabt wird, mit Fortführung der Anschaffungskosten. Aber die Abgeltungssteuergesetze werden von den Behörden scheinbar dahingehend ausgelegt, dass sowas nicht vorgesehen ist. Oder allenfalls bei echtem Split in gleiche Wertpapiere, aber nicht bei so einer aus-eins-mach-4-Transaktion. Aber dafür kann die Bank nichts!


Beitrag zu dieser Diskussion schreiben


Es handelt sich hier um einen ältere Diskussionen, daher ist das Schreiben in dieser Diskussion nicht mehr möglich. Bitte eröffnen Sie hier ein neue Diskussion.