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Die Dämme sind gebrochen, AAA ist weg - 500 Beiträge pro Seite



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Leute, schnallt Euch an!

Die vergangene Nacht stufe ich als historisch ein ...

Die Dämme sind gebrochen, ob nun die Flut (Verfall amerikanischer Staatsanleihen, immerhin Schuldtitel der Weltleitwährung!) schnell oder langsam hereinbricht, ist sekundär. Sie wird jetzt definitiv kommen.

Nach Mexikokrise, Argentinienkrise, Asienkrise (v.a. Thailand und Korea) und Russlandkrise wird es jetzt die USA treffen, und wahrscheinlich auch Europa.

Hoffentlich wird daraus nicht eine weltweite Banken- und Versicherungskrise.

Politisches Vorgehen gegen die Ratingagenturen dürfte zwecklos sein bzw. die Schüsse dürften nach hinten losgehen.

Das Downgrading durch S&P dürfte den Namensvetter S&P500 ebenfalls treffen, und am Montag könnten auch veritable Renditeanstiege bei US-Bonds einsetzen (Kursverluste am Bondmarkt).

Pimco (weltgrößter Renten-Manager, Stichwort Bill Gross) ist bereits vor Wochen ausgestiegen.

Schönes Wochenende wünscht

50667
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.904.581 von 50667 am 06.08.11 06:50:12Meine Gute, was macht ihr euch alle ins Hemd?

Jetzt spricht gerade einmal EINE Rating-Agentur das aus, was die ganze Welt schon seit Jahren weiss.

Oder hat die USA ernsthaft AAA verdient??? Wenn man Geld drucken muss, um Schuldzinsen zu bezahlen?

Der gesunde Menschenverstand verbietet das eigentlich.
Meine Gute, was macht ihr euch alle ins Hemd?


Monatelanges Ahnen, Befürchten, auch Wissen, das ist die eine Seite der Krise.

geschaffene FAKTEN die andere.

Jetzt liegen die Fakten auf dem Tisch.

Die Weltleitwährung hat die Bestnote endgültig verloren.

Die Bonität ist ein für allemal nicht mehr uneingeschränkt.

US-Staatsanleihen, v.a. die berühmten Dreißigjährigen, sind nicht mehr "mündelsicher".
Zieht euch warm an, die Herabstufung bedeutet, das am Montag alle ihre aktien verkaufen.

:laugh:

so ein Schwachsinn, die Ratingagenturen sind sowieso alles Verbrecher-Banden. :laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.904.611 von 50667 am 06.08.11 07:40:52Sorry, das ist doch Quatsch.

Nur weil eine Ratingagentur AAA ausgibt, heisst das nix.

Der Staat kann trotzdem bankrott gehen.

Werden die USA aber nicht.

Die Schuldenhoehe kann beliebig angepasst werden.

Wurde sie auch in der Vergangenheit.

Dass das nicht dauerhaft funktioniert, kann sich jeder Grundschueler zusammenzaehlen.

Irgendwann kommt die Rechnung dafuer.

Aber noch nicht dieses Jahr. Eher 2012 / 2013. Dann aber richtig.
und darauf MÜSSEN Vermögensverwaltungen reagieren, egal ob sie Vermögen von Privaten, Unternehmen, Banken oder Versicherungen verwalten. Der Teil der Portefolios, der als uneingeschränkt sicheres Asset verwaltet wird, DARF nicht mehr uneingeschränkt bedenkenlos in US-Staatsanleihen investiert werden.

Das wissen zwar die meisten Verwalter seit längerer Zeit, aber sie haben es noch längst nicht vollständig umgesetzt. Jetzt wird aber bei Vielen aus dem erkannten Handlungsbedarf ein UmsetzungsZWANG, teilweise sogar gesetzlich vorgeschrieben.
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.904.624 von 50667 am 06.08.11 07:49:41Ja, das ist richtig.

Warten wir mal ab, was passiert.

Aus meiner Sicht nicht allzuviel.

S&P500 runter auf 1.120-1.160. Dann hoch auf 1.400.

neue Tiefs erst in 2012 / 2013. Unter den 2009er Tiefs.
Zitat von 50667: und darauf MÜSSEN Vermögensverwaltungen reagieren, egal ob sie Vermögen von Privaten, Unternehmen, Banken oder Versicherungen verwalten. Der Teil der Portefolios, der als uneingeschränkt sicheres Asset verwaltet wird, DARF nicht mehr uneingeschränkt bedenkenlos in US-Staatsanleihen investiert werden.

Das wissen zwar die meisten Verwalter seit längerer Zeit, aber sie haben es noch längst nicht vollständig umgesetzt. Jetzt wird aber bei Vielen aus dem erkannten Handlungsbedarf ein UmsetzungsZWANG, teilweise sogar gesetzlich vorgeschrieben.


Na das wird die Schweizer freuen. Deren export-orientierten Unternehmen koennen bald alle dicht machen. Die Bundesanleihe wird noch billiger und der Ruf zum Eurobond noch staerker und der Widerwillen der deutschen Regierung bei einer solchen mitzumachen noch groesser.

Insgesamt ist es fuer die Ratingagenturen selbst wichtiger als fuer jeden anderen, die US runterzugraden. Die haben sich ja nur noch laecherlicher gemacht mit dem Verharren auf AAA.

Insgesamt sehe ich hier keine sooo grossen Auswirkungen. Vielleicht werden die Maerkte kurzfristig noch zittern, andererseits sind die Maerkte derart ueberverkauft und die Fundamentaldaten der Unternehmen derart gut, dass ich vermute, dass sich hier ein Boden gefunden hat (Dow Werte so billig wie Ende der '80 hoerte ich irgendeinen Experten sagen).

Vielleicht sehen wir aus Europa besondere politische Signale als reaktion. Bin mal gespannt.
Musste mir von meinem Opa immer wieder anhören wie das Deutsche Reich zweimal pleite ging. Fast so schön wie die Geschichten von dem Bajonett, dass man nur rausziehen konnte, wenn man gegen den Körper trat. Das wird dann wieder kommen und schuld daran sind nicht die Honneckers, Hitlers, sondern die, die den Karren gegen die Wand gefahren haben. Für den, der sowieso verhungern muss, ist es doch egal, ob ein ganzes Land mit kaputt geht. Bevor Deutschland pleite geht, kommen erst einmal noch ganz andere Typen hoch, dann ist es vorbei mit zweimal im Jahr in Urlaub fahren, jeder ein Auto und rumhuren bis zum Abwinken. Da graust es mir davor. Hoffe das Angie es besser macht als von Papen und co. Beten bis zum Umfallen, kommunistische oder nazionalsozialistische Lieder singen bis zum Umfallen ... nee ...
Der Goldpreis steigt und steigt. Jetzt frage ich mich, was passiert, wenn die ganzen Währungen, also das Papiergeld, wertlos werden!? Der Golpreis wird in Dollar notiert. Jetzt wird der Dollar immer unsicherer und unwichtiger. Was machen die Leute dann mit dem ganzen Gold, wenn man den Wert nicht mehr anhand einer Währung definieren kann??? Etwa damit einkaufen gehen, oder was? Was meint ihr dazu?
Zitat von Trendliner: Der Goldpreis steigt und steigt. Jetzt frage ich mich, was passiert, wenn die ganzen Währungen, also das Papiergeld, wertlos werden!? Der Golpreis wird in Dollar notiert. Jetzt wird der Dollar immer unsicherer und unwichtiger. Was machen die Leute dann mit dem ganzen Gold, wenn man den Wert nicht mehr anhand einer Währung definieren kann??? Etwa damit einkaufen gehen, oder was? Was meint ihr dazu?


Gold ist ja immer noch in Gewichteinheiten messbar oder im Verlgeich zu anderen commodities wie Weizen, Kupfer oder Kakao. 1kg Kakao = 1g Gold oder so. D.h. Gold wird zur Messeinheit selbst und alle anderen commodities werden in Goldeinheiten gemessen. (Ich persoenlich halte aber nichts von Gold).
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.905.158 von springtide am 06.08.11 11:06:47So sehe ich das auch. Das Papiergeld war von Anfang an zum scheitern verurteilt.
Vielleicht ist es ja jetzt langsam soweit.
Die Ratingagenturen arbeiten mit den Shortsellern zusammen.
Und so eine Nachricht übers Wochenende ist da besonders effektiv.
Man will die Finanzmärkte zum Zusammenbruch bringen, um am Elend kräftig verdienen zu können.
Zitat von Seuchenvogel: Die Ratingagenturen arbeiten mit den Shortsellern zusammen.
Und so eine Nachricht übers Wochenende ist da besonders effektiv.
Man will die Finanzmärkte zum Zusammenbruch bringen, um am Elend kräftig verdienen zu können.


Grundsätzlich stimme ich dir da zu. Die L&S Taxe sieht den Dax aktuell bei 6140 Punkten. Die Abschläge halten sich also noch in Grenzen, wobei das natürlich am Montag anders aussehen kann. Die Märkte sind pervers ausgebombt und überverkauft. Eine Gegenbewegung wird bald einsetzen. QE3 ruft.
Der Goldpreis steigt und steigt. Jetzt frage ich mich, was passiert, wenn die ganzen Währungen, also das Papiergeld, wertlos werden!?


es gibt noch andere Währungen als den Dollar und den €uro.

Und die meisten von Ihnen werden kaum betroffen sein bzw. von Fluchtgeldern getrieben im Wert steigen.

Hoffen wir, dass sich die Märkte wieder beruhigen.

Aber eins ist klar: USA und ihre 10- bis 30-Jährigen haben endgültig ihr Ansehen und ihre Einstufung mit der Note höchstmöglicher Bonität verloren. Wer kauft jetzt noch 30-Jährige ohne Risiko-Aufschlag? Die Zinsen für diese langlaufenden Papier werden steigen, die Renditen sinken, und damit die Refinanzierungskosten für die USA steigen und die Bilanzierungswerte in den Büchern der Finanzinstitute sinken.

Es wird vielleicht Überreaktionen geben, die sich danach wieder abbauen, aber das Anlageinstrument US-Staatsanleihen wird nicht mehr so unproblematisch und billig einsetzbar sein wie bis zum Ende des gestrigen Tages (v.a. für die Hauptgläubiger FED und für CHINA)
Regulär sind in den usa in 15 Monaten Präsi-Wahlen.

Bis dahin wird Obama wohl systematisch weiter demontiert, u. U tritt der vielleicht sogar vorher zurück.
Oder er verstirbt urplötzlich, hatten wir in der Vergangenheit ja auch schon paarmal....:cry:
Da Wahljahre in den us fast gesetzmäßig gute Börsenjahre waren, ist die aktuelle baisse eigentlich nicht verwunderlich, denn es muss schließlich erstmal bischen Luft her, nach oben.

Bei allem Apokalypsen-Gelaber sollte man m.M nicht vergessen, sich rechtzeitig im Markt zu positionieren (und zwar long) etliche blue-Chips werden zwischenzeitlich wahrscheinlich noch auf Schnäppchen-Niveau runtergeprügelt und brauchen nur gelassen eingesammelt zu werden, wobei man garnicht erst versuchen sollte, das jeweilige low punktgenau zu treffen.

Fakt ist, dass die amis spätestens im nächsten Jahr eine grosse Wundertüte präsentieren werden und die Märkte wieder entzückt nordwärts marschieren.
Das ist so sicher, wie die Schwerkraft.
Zitat von Seuchenvogel: Die Ratingagenturen arbeiten mit den Shortsellern zusammen.
Und so eine Nachricht übers Wochenende ist da besonders effektiv.
Man will die Finanzmärkte zum Zusammenbruch bringen, um am Elend kräftig verdienen zu können.



Nein. Das Gegenteil ist der Fall! Man hat das absichtlich freitags nach Marktschluss veroeffentlich, gerade weil man den Marktteilnehmern zwei Tage Zeit geben wollte die Nachricht zu verdauen, damit nicht gleich neue Panik ausbricht.
Was macht Ihr eigentlich uebers Wochenende?

Ich werde mir in aller Gemuetsruhe ein paar DAX-Calls mit gestaffelten Strikes und kurzen Restlaufzeiten raussuchen um gegebenenfalls schnell handeln zu koennen, wenn der Rebound kommt.:)
Zitat von beachbernie:
Zitat von Seuchenvogel: Die Ratingagenturen arbeiten mit den Shortsellern zusammen.
Und so eine Nachricht übers Wochenende ist da besonders effektiv.
Man will die Finanzmärkte zum Zusammenbruch bringen, um am Elend kräftig verdienen zu können.



Nein. Das Gegenteil ist der Fall! Man hat das absichtlich freitags nach Marktschluss veroeffentlich, gerade weil man den Marktteilnehmern zwei Tage Zeit geben wollte die Nachricht zu verdauen, damit nicht gleich neue Panik ausbricht.


Ich halte es für gut möglich, dass das wirklich gut gemeint war. Aber in Wirklichkeit ist der Zeitpunkt m.E. absolut verheerend. Denn in den zwei Tagen wird JEDER zu dem Schluss kommen, dass der einen Herabstufung noch weitere Herabstufungen anderer Agenturen - und damit weitere Kursstürze - folgen werden. Wer bitte will vor diesem Hintergrund investiert sein/bleiben?
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.906.680 von BartS. am 06.08.11 21:13:31[21:15] Leserzuschrift-DE - Info zur Börse am Montag:

Habe soeben von einem Banker im Vorstand einer großen Bank die Mitteilung bekommen, dass am Montag die Börsen geschlossen bleiben sollen.


http://hartgeld.com/Systemkrise.html
:rolleyes::rolleyes::rolleyes:
Effekthascherei und Panikverbreitung?
Falls jemand schwarze Geldtransporter sieht, bitte melden.:cry:
Ich fasse mal zusammen: Der Dow geht einen halben Prozentpunkt im Plus aus dem Markt und am Abend gibt es dann die Abwertung des Ratings. Wenn die Nachricht wirklich so verheerende Auswirkungen auf dem Markt haben sollte, warum ist denn der Dow am Freitag noch gestiegen? Es ist ja wohl mehr als realistisch anzunehmen, dass die politische Führung der USA vorzeitig informiert war. Trotz Informationsvorsprung gab es keine Marktteilnehmer, die den Dow dann stärker ins Minus gedrückt haben?

Ich will nicht sagen, dass wir am Montag steigende Börsen sehen, aber wenn der Markt fällt, fällt er in erster Linie wegen Europa und der Angst vor einem Rückgang des Wirtschaftswachstums in den USA. Im übrigen hat sich die Wahrscheinlichkeit erhöht, das QE3 schneller kommt als viele dachten. Irgendwer muss ja die Staatsanleihen kaufen (bis zum Jahresende müssen 1,5 Billionen refinanziert werden). Wer die Anleihen wohl zu den Mickerzinsen kaufen soll, wenn nicht die FED?
laut meinem Informanten ist beim CIA die
ganse Sache geplant worden, damit die Chinesen als
Hauptgläubige der USA, ihr Geld abgeknöpft bekommen.
Da sieht man es mal wieder.
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.906.824 von straßenköter am 06.08.11 22:26:38"Ich fasse mal zusammen: Der Dow geht einen halben Prozentpunkt im Plus aus dem Markt und am Abend gibt es dann die Abwertung des Ratings. Wenn die Nachricht wirklich so verheerende Auswirkungen auf dem Markt haben sollte, warum ist denn der Dow am Freitag noch gestiegen? Es ist ja wohl mehr als realistisch anzunehmen, dass die politische Führung der USA vorzeitig informiert war. Trotz Informationsvorsprung gab es keine Marktteilnehmer, die den Dow dann stärker ins Minus gedrückt haben?"

Genau das fragen ich mich auch. Waren vielleicht wirklich alle unvorbereitet. Nicht einmal Gerüchte
oder Annahmen wurden von den Analysten geschrieben, zumindest habe ich nichts in den letzten
Tagen gelesen.
Historisch ist der gestrige Tag allemal und wird auch m.E. bedeutend für die Zukunft sein.
Im Jahr 2003 war der DAX unter 2000 Punkte, wegen Irak-Krieg
Im Jahr 2008 gab es starke Einbrüche beim DAX aufgrund der Bankenkrise, eingeläutet durch
Lehman-Brothers
Bisher war alles noch mit Geld zu regeln. Der DAX steht nun über 6000 Punkte. Meiner Meinung nach
viel zu hoch für diese Gegebenheiten. Ob man da noch was mit Geld zu regeln hat?
Die gute Wirtschaftslage in Deutschland kann genauso schnell vorbei sein, wie sie gekommen ist.
gerade bei n-tv:

So schnell kein "AAA" mehr
USA droht lange Rating-Durststrecke

Die Ratingagentur Standard & Poor's legt nur kurz nach der historischen Herabstufung der US-Kreditwürdigkeit nach. Die Bonitätswächter rechnen nicht damit, dass die Vereinigten Staaten rasch wieder zu einem Spitzenrating gelangen. Eine weitere Herabstufung hält S&P hingegen durchaus für möglich. Die USA sehen sich hingegen als Opfer eines Rechenfehlers


wie gesagt, ich halte den vergangenen Freitagabend für historisch. Die langfristigen Konsequenzen können verheerend sein, die Herabstufung ist für mich der Anfang vom Ende der Hegemonie der USA und des US-Dollars als Weltleitwährung.
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.904.615 von Vivian664 am 06.08.11 07:43:42Werden die USA aber nicht.

das ganze ist doch nur ein verar... spiel.
meint ihr wirklich die agentur würde ohne genehmigung durch die fed sowas durchziehen können?

asserdem, was ist AA+
eine nette erinnrung an die politiker mit ihrn spielchen die welt nicht zu ärgern.
die chinesen haben sie auf jeden fall geärgert


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