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ein paar Anfängerfragen - 500 Beiträge pro Seite



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Hallo,
bin noch relativ jung und schon voll mit aktien eingedeckt und jetzt dementsprechend nervös. Ich habe mal ein paar fragen bzgl. der aktuellen Situation.

1. Wenn unser ganzes Finanzsystem nur auf Schulden aufgebaut zu sein scheint und der Euro angeblich so gut wie verloren ist, warum fallen dann die Aktienkurse? Aktien stellen doch immerhin Realwerte dar und die müssten doch in so einer Situation besonders begehrt sein?! kommt das noch irgendwann, bzw was passiet mit den Kursen, wenn der Euro endlich abgesschafft wird, kaufen dann alle Aktien um ihre Euros los zu werden, bevor sie die mit großen verlusten umtauschen müssen?

2. Jetzt mal frei von Panik und schlechten Meldungen, was ist eine angemessene Bewertung für den DAX, also was ist ungefähr der Innere Wert?
(ich weiß das den wohl keiner so genau kennt, aber so PI mal Daumen)

3. Habe jetzt drei große Positionen Süss Microtec, QSC und VW. Sind derzeit alle im Minus, kann ich abwarten und daraus hoffen, dass die wieder kräftig steigen werden, wenn sich der Sturm gelegt hat? oder bergen die substanzielle Risiken von denen ich nichts weiß?

bin für jede Antwort dankbar, grüße
Zitat von Ich901: Hallo,
bin noch relativ jung und schon voll mit aktien eingedeckt und jetzt dementsprechend nervös. Ich habe mal ein paar fragen bzgl. der aktuellen Situation.

1. Wenn unser ganzes Finanzsystem nur auf Schulden aufgebaut zu sein scheint und der Euro angeblich so gut wie verloren ist, warum fallen dann die Aktienkurse? Aktien stellen doch immerhin Realwerte dar und die müssten doch in so einer Situation besonders begehrt sein?! kommt das noch irgendwann, bzw was passiet mit den Kursen, wenn der Euro endlich abgesschafft wird, kaufen dann alle Aktien um ihre Euros los zu werden, bevor sie die mit großen verlusten umtauschen müssen?
a) Kein Wirtschaftssystem kommt ohne Schulden aus, Schulden sind unvermeidlich. Schuldenexzesse wie aktuell sind zwar unschön, aber auch sie sind in der Geschichte immer wieder vorgekommen, auch sie sind also normal.

b) Der Euro ist nicht "so gut wie verloren", das halte ich für eine maßlose Übertreibung.

c) Die Aktien fallen so massiv, weil die Großanleger verkaufen - Punkt. Die Gründe dafür sind vielfältig, einige fürchten wohl eine Rezession, manche fürchten Bankenzusammenbrüche und andere haben auf Kredit spekuliert und brauchen jetzt Geld, um die Kredite abzulösen.

Zu 2. und 3. dürfen andere ran... ;)
1. Aktienkurse fallen, wenn ausreichend viele mit weiter fallenden Aktienkursen rechnen und/oder viele verkaufen müssen (z.B. Aktien auf Kredit gekauft, große Hypothek und Immopreise fallen, ...).

2. Der DAX wird erstmal noch tiefer fallen aber danach vermutlich neue ATHs erreichen.

3. VW sehe ich positiv, kann aber bei einem Crash noch weiter fallen (die anderen beiden Werte kenne ich nicht).

Ein ziemlich sicherer Tipp dürften physische Edelmetalle sein (siehe z.B. Thread: Die Krise als Normalzustand und Thread: Aufruf zum Silberkauf- unterstützt diese Initiative. Bitte weiterverbreiten!). Pfoten weg von Derivaten/Zertifikaten/Optionsscheinen. (alles imho, Irrtum möglich)
Zitat von Ich901: bin für jede Antwort dankbar, grüße
Und noch was: Laß dich nicht von Weltuntergangspropheten und Verschwörungstheoretikern beschwatzen, die dir Gold und Silber andrehen wollen. Gold und Silber sind hochspekulativ und gefährlicher als z. B. deine VW-Aktie.
Zitat von Latinl: haut mir ab wieder mit Edelmetallen ! Das ist die nächste Blase
Stimmt, das ist zwanghaft und wird langsam nervig, diese Bekehrungsnummer. :mad:
danke für die Antworten,

naja ich weiß ja das Gold wirtschaftlich gesehen kaum nen Wert hat. Aber wenn nunmal alle der Meinung sind, es ist eine Geldanlage, dann steigen nunmal die Preise, aber ich hoffe ja insgeheim das sich die Aktienmärkte genauso schnell wie nach Fukushima erholen. Damals wie heute is ja in Anführungsstrichen nichts pasiert, was negativ für die Unternehmen ist, von denen ich Aktien habe und ich sehe nicht ein warum ich die unter Wert verkaufen soll. Natürlich könnte ich das tun und dann noch tiefer wieder einsteigen aber, das ist ja das Problem. es ist ist realwirtschaftlich absolut nichts passiert, was fallende Kurse rechtfertig.

Silber wird genauso steigen, aber da ist es wenigstens zum Teil wirtschaftlich gerechtfertigt.

Ich will da jetzt auch nicht alles reinstecken, weil eine Erholung der Situation Aktien schneller wieder steigen lassen müsste als die Rohstoffpreise. Im Prinzip Ist das ganze ja ein Nullsummenspiel.
Die die als Erste reagiert haben und auch als erste wieder kaufen, machen nen fetten Gewinn und der andere Teil bezahlt das dann...

Es ärgert mich einfach, dass sich andere jetzt billig eindecken können und ich kaum noch was zum reinstecken habe, obwohl einige Positionen noch mit Plus abgestoßen habe und alles In VW gesteckt habe, da die Aktie schon vor dem Absturz unterbewertet war.
ach noch eine Frage, die sich mir aufdrängt, wenn ich auf Bild.de gehe

"Wie viele Milliarden werden heute vernichtet?"

was soll dieser Mist heißen? Was für Milliarden werden da vernichtet? bisher wurden noch nie Milliarden vernichtet. Wenn einer Sie verliert, gewinnt sie halt ein anderer...

Ist es nicht strafbar solche Panikmache zu betreiben???
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.921.397 von Ich901 am 09.08.11 13:27:02Wenn die "Fachwelt" von vernichten spricht, dann will sie damit nur Leser haben.
Geld wird nicht vernichtet, es wechselt nur den Besitzer.

"das Geld ist nicht weg, es hat nur jemand anders"
Zitat von Ich901: Silber wird genauso steigen, aber da ist es wenigstens zum Teil wirtschaftlich gerechtfertigt.
Silber ist Edelmetall und zugleich Indistriemetall. Kühlt sich die Wirtschaft ab, sinkt auch die Nachfrage nach Silber.
Zitat von Ich901: Im Prinzip Ist das ganze ja ein Nullsummenspiel.
Nein, das ist es nicht.
Zitat von Ich901: Was für Milliarden werden da vernichtet? bisher wurden noch nie Milliarden vernichtet. Wenn einer Sie verliert, gewinnt sie halt ein anderer...
Auch das stimmt nicht, obwohl es immer wieder heruntergebetet wird. Nimm z. B. an, die Marktkapitalisierung aller dt. Aktien beträgt 1 Bio. €. Jetzt kommt ein Crash und die Aktien werden wie wild verkauft, so daß die Kurse sich halbieren. Danach sind 500 Mrd. € an Werten weg, die hat auch kein anderer.
#10 (41.921.639) > Silber ist Edelmetall und zugleich Indistriemetall. Kühlt sich die Wirtschaft ab, sinkt auch die Nachfrage nach Silber.

Bloß, dass Solarzellen nachhaltig im Kommen sind und ganze Kontinente (Afrika, Südamerika, ...) vor einem Wirtschaftsboom stehen. Silber wird vielfältig benötigt. Ist mir aber völlig egal, wenn du kein Silber kaufst, das steigt nämlich auch ohne dich. (imho)
Zitat von HeWhoEnjoysGravity: ...und ganze Kontinente (Afrika, Südamerika, ...) vor einem Wirtschaftsboom stehen.
Das ist so naiv, dass ich darauf nicht näher eingehen werde.
Zitat von Nachtalb:
Zitat von Ich901: Was für Milliarden werden da vernichtet? bisher wurden noch nie Milliarden vernichtet. Wenn einer Sie verliert, gewinnt sie halt ein anderer...
Auch das stimmt nicht, obwohl es immer wieder heruntergebetet wird. Nimm z. B. an, die Marktkapitalisierung aller dt. Aktien beträgt 1 Bio. €. Jetzt kommt ein Crash und die Aktien werden wie wild verkauft, so daß die Kurse sich halbieren. Danach sind 500 Mrd. € an Werten weg, die hat auch kein anderer.


natürlich ist es ein Nullsummenspiel, dauerhafter Gewinn entsteht nur, wenn die Wirtschaft wächst, und damit meine ich nur die Mehrproduktion von werthaltigen Gütern.

zu deinem Beispiel: wenn das ganze von 1Bio auf 500Mrd fällt, dann ist kein einziger vernichtet worden.

Die Anleger die bei der Summe von 1Bio gekauft hatten, verlieren insgesamt 500Mrd ein Teil davon geht an die Leute denen sie die Aktien zu diesen hohen Preisen abgekauft haben. Der andere Teil geht an die die sich freuen dürfen das ganze zu den nun niedrigeren Preisen gekauft zu haben. Wenn es ein reiner Crash war, der so schnell von statten ging, das noch gar nichts in der Realwirtschft passieren konnte, dann sie die Aktien nun zwangsweise super billig und werden nach und nach wieder steigen, wie hoch richtet sich eben wieder dannach ob der Wert der Unternehmen richtig eingeschätzt wird. Auf lange Sicht können die Kurse nur fallen wenn die Wirtschaft schrumpft,

bloß was ist die lange sicht?
Zitat von Ich901: zu deinem Beispiel: wenn das ganze von 1Bio auf 500Mrd fällt, dann ist kein einziger vernichtet worden.
Glaubs mir, es stimmt nicht, was du sagst. Nach deiner Logik müßten auf der anderen Seite zusätzliche 500 Mrd. € an Geldvermögen entstehen, um den Wertverlust der Aktien auszugleichen. Dem ist aber nicht so.
Zitat von Ich901: ...dauerhafter Gewinn entsteht nur, wenn die Wirtschaft wächst, und damit meine ich nur die Mehrproduktion von werthaltigen Gütern.
Richtig, und deshalb ist das alles kein Nullsummenspiel, denn die Wirtschaft wächst normalerweise, der Wohlstand nimmt zu und die Aktienkurse steigen normalerweise. Am Aktienmarkt gibt es einen sog. upside-bias, wenn jemand Kursgewinne hat, muß ein anderer deswegen nicht verlieren.
ich versuch mal anders zu erklären, mal ein Ausschnitt aus dem Großen und Ganzen

A kauft von B eine VW Aktie für 50€ diese steigt dann auf 100€

dannach verkauft B diese an C und macht 50€ gewinn. C hält die Aktie, plötzlich kommt der Crash und sie steht nach einer Woche bei 30€.
C wird nervös und verkauft sie für 30€ und mach einen Verlust von 70€
Dankend kauft D diese Aktie von C. da er klug ist und weiß das der Innere Wert dieser Aktie die ganze Zeit ungefähr bei 50 lag, und dahin wird sie wieder auf Dauer mindestens zurückkehren und er ist 20€ im Plus

--> 50-70+20=0

wenn allerdings der VW Konzern in dieser Zeit eine Rendite von Meinetwegen 10% erzielt, steigt der Innere Wert um 10€ und die Aktie wirde also auch auf 60€ steigen, früher oder später

--> 50-70+20+10=10 Mehrwert
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.922.029 von Ich901 am 09.08.11 14:46:25das mit dem Nullsummenspiel meine ich ich ja auch nur bezogen auf die Kurze Sicht, deswegenverstehe ich ja auch diesen Abverkauf nicht...
Zitat von Ich901: ich versuch mal anders zu erklären, mal ein Ausschnitt aus dem Großen und Ganzen

A kauft von B eine VW Aktie für 50€ diese steigt dann auf 100€

dannach verkauft B diese an C und macht 50€ gewinn. C hält die Aktie, plötzlich kommt der Crash und sie steht nach einer Woche bei 30€.
C wird nervös und verkauft sie für 30€ und mach einen Verlust von 70€
Dankend kauft D diese Aktie von C. da er klug ist und weiß das der Innere Wert dieser Aktie die ganze Zeit ungefähr bei 50 lag, und dahin wird sie wieder auf Dauer mindestens zurückkehren und er ist 20€ im Plus

--> 50-70+20=0

wenn allerdings der VW Konzern in dieser Zeit eine Rendite von Meinetwegen 10% erzielt, steigt der Innere Wert um 10€ und die Aktie wirde also auch auf 60€ steigen, früher oder später

--> 50-70+20+10=10 Mehrwert
Du rechnest nur die Geldbewegungen, die Mesnchen haben aber auch andere Vermögenswerte.

Nehmen wir mal an, ich halte 100.000 € in Aktien und sonst habe ich nichts. Das ist mein gesamtes Vermögen. Jetzt fällt der Markt um 50%, ich tue nichts. Hinterher habe ich noch 50.000 €, ich bin also um 50.000 € ärmer. Wer hat durch den Kursverfall meine 50.000 € bekommen? Niemand!

Aktien sind im Prinzip das selbe wie Geld - nämlich bedrucktes Papier, das einen Wert ausdrückt. Im Prinzip gilt das gleiche auch für alle anderen Vermögenswerte. Wenn dein Haus 400.000 € wert ist und du durch einen Immobiliencrash 100.000 € an Wert verlierst, dann hat den verlorenen Wert ja auch niemand anders.

Du mußt sich nicht so sehr auf Geldvermögen fixieren, Geld ist nur ein Vermögensgegenstand unter vielen, nur eben ein besonders flexibler. Dafür ist Geld aber auch am wenigsten wertbeständig.

Frage: Könnte es ein, dass du sowas wie BWL studierst. :confused:
naja zur Hälfte, studiere Wirtschaftsingenieurwesen im 5 Semester, bzw fängt das im Oktober an

ich weiß nicht was an meiner rechnung nicht stimmen soll, wenn jemand zu teuer kauft und zu billig verkauft geht die Differenz an die Transaktionspartner. siehe Rechnung. dann weißt du auch wer sich deine 50.000€ aufteilt. Wenn du für deine 100,000€ überbewertete Aktien gekauft hast, hast du im Prinzip schon einen Verlust gemacht, der nur noch nicht realisiert wurde.

ob ich nun die Aktien mit Geld oder Goldklumpen bezahle ist im Prinzip voll egal, in dem betrachteten Zeitraum ist der Wert des Geldes nahezu konstant.

klar durch die Inflation wird das Geld langfristig immer weniger Wert, und die einen machen dabei Minus, aber um den selben Betrag machen die plus die das Geld vermehren können, also zum Beispiel die Banken die Zinsen für vergebene Kredite kassieren.
Zitat von Ich901: naja zur Hälfte, studiere Wirtschaftsingenieurwesen im 5 Semester, bzw fängt das im Oktober an
Ja, so ungefähr hat sich das angehört.
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.922.211 von Ich901 am 09.08.11 15:09:34
das sich die Aktienmärkte genauso schnell wie nach Fukushima erholen. ......

das ist ein fataler Trugschluß! Wir haben doch im Vergleich zu Fukushima eine ganz andere Situation.

Ich persönlich denke, das sich der DAX bei ca. 5500 beruhigt. Wir werden aber eine sehr lange Seitwärtsphase bekommen, also nix mit DAX 7000 in kürzester Zeit
Zitat von Nachtalb:
Zitat von Ich901: naja zur Hälfte, studiere Wirtschaftsingenieurwesen im 5 Semester, bzw fängt das im Oktober an
Ja, so ungefähr hat sich das angehört.


ich weiß immer noch nicht wo der Fehler in meiner Rechnung soll?!
Zitat von Ich901: Wenn du für deine 100,000€ überbewertete Aktien gekauft hast, hast du im Prinzip schon einen Verlust gemacht, der nur noch nicht realisiert wurde.
Du gehst davon aus, dass die Aktien überbewertet waren, das muß aber nicht so sein. Viel wahrscheinlicher ist, dass sie nach einem Crash unterbewertet sind.

Dein Konzept ist auch aus einigen anderen Gründen falsch. Du geht z. B. davon aus, dass beim Kauf der Aktien diese überbewertet waren. Wenn sie dann z. B. erst 10 Jahre (!) später fallen, dann hat "der Markt" erst so spät gemerkt, dass ich damals einen Fehler gemacht habe? Mal im Ernst, das ist doch Blödsinn, oder? Schon deshalb, weil sich der innere Wert einer Aktie ständig ändert.

Aber lassen wir das, es führt zu weit. Du behältst deine Meinung und ich behalte meine.
Zitat von Larry_1: das sich die Aktienmärkte genauso schnell wie nach Fukushima erholen. ......

das ist ein fataler Trugschluß! Wir haben doch im Vergleich zu Fukushima eine ganz andere Situation.

Ich persönlich denke, das sich der DAX bei ca. 5500 beruhigt. Wir werden aber eine sehr lange Seitwärtsphase bekommen, also nix mit DAX 7000 in kürzester Zeit


auf die Lange Sicht... aber was ist denn bis jetzt passiert? die USA wurden von einer Top Bewertung auf eine etwas weniger gute Bewertung herabgestuft, deren Staatsverschuldung hat sich dadurch um keinen Cent erhöht und man kann jederzeit nachsehen, wie hoch die USA verschuldet sind. Trotzdem ist die Nachfrage nach deren Staatsanleihen ungebrochen groß,

komischerweise triffts nur die Aktien, obwohl noch nichts passiert ist... und besonders die deutschen Aktien stärker als die aus Amerika, ich habe den Eindruck, dass liegt daran dass die deutsschen besonders nervös sind und wohin führt das? Investoren aus anderen Ländern sammeln das schön billig ein und freuen sich. Es ist doch genug Kaufkraft da nicht um sonst sind die DAX Konzerne mehrheitlich in ausländischer Hand
Zitat von Nachtalb:
Zitat von Ich901: Wenn du für deine 100,000€ überbewertete Aktien gekauft hast, hast du im Prinzip schon einen Verlust gemacht, der nur noch nicht realisiert wurde.
Du gehst davon aus, dass die Aktien überbewertet waren, das muß aber nicht so sein. Viel wahrscheinlicher ist, dass sie nach einem Crash unterbewertet sind.

Dein Konzept ist auch aus einigen anderen Gründen falsch. Du geht z. B. davon aus, dass beim Kauf der Aktien diese überbewertet waren. Wenn sie dann z. B. erst 10 Jahre (!) später fallen, dann hat "der Markt" erst so spät gemerkt, dass ich damals einen Fehler gemacht habe? Mal im Ernst, das ist doch Blödsinn, oder? Schon deshalb, weil sich der innere Wert einer Aktie ständig ändert.

Aber lassen wir das, es führt zu weit. Du behältst deine Meinung und ich behalte meine.


sie müssen ja nicht zwangsläufig überbewertet sein es kann ja auch sein, dass der Verlierer aus der Rechnung sie für 50€ gekauft hat und sie trotzdem auf 30€ gefallen ist. dann hat er eben nur einen Verlust von 20€ gemacht und der andere wird mit hoher Wahrscheinlichkeit 20€ plus machen, wenn die Aktie wieder auf 50€ steigt...
Zitat von Ich901:
Zitat von Nachtalb: ...Ja, so ungefähr hat sich das angehört.


ich weiß immer noch nicht wo der Fehler in meiner Rechnung soll?!
Der Fehler in deiner Rechnung ist, dass du nur die Veränderungen beim Geldvermögen berechnest. Wenn du Buchverluste am Aktienmarkt einfach außen vor läßt, dann hast du bei Transaktionen am Aktienmarkt natürlich ein Nullsummenspiel, denn das Geld wechselt ja nur den Besitzer. Tatsache ist aber, dass all die Aktionäre, die nicht verkaufen, hinterher ärmer sind, ohne das jemand anders dadurch Geld gewonnen hätte.

Diesmal hat die BILD recht, wenn die Märkte einbrechen, werden tatsächlich Mrd. € an Werten vernichtet.

Jetzt bin ich aber wirklich weg... :rolleyes:
Zitat von Nachtalb:
Zitat von Ich901: ...

ich weiß immer noch nicht wo der Fehler in meiner Rechnung soll?!
Der Fehler in deiner Rechnung ist, dass du nur die Veränderungen beim Geldvermögen berechnest. Wenn du Buchverluste am Aktienmarkt einfach außen vor läßt, dann hast du bei Transaktionen am Aktienmarkt natürlich ein Nullsummenspiel, denn das Geld wechselt ja nur den Besitzer. Tatsache ist aber, dass all die Aktionäre, die nicht verkaufen, hinterher ärmer sind, ohne das jemand anders dadurch Geld gewonnen hätte.

Diesmal hat die BILD recht, wenn die Märkte einbrechen, werden tatsächlich Mrd. € an Werten vernichtet.

Jetzt bin ich aber wirklich weg... :rolleyes:


warum sollten sie nachher ärmer sein? wenn das Unternehmen munter weiterproduziert und die Kurse aus unberechtigten Gründen fallen, weil die Leute der Meinung sind sie müssten verkaufen, dann sind die Aktien irgendwann so günstig, bis sie ein anderer freudig einsammelt, dadurch steigen die Kurse und noch mehr Leute springen auf den Zug auf, bis der Kurs den alten Wert angenommen hat. Wenn du von Anfang an dabei warst und nicht verkauft hast, bist du um keinen Cent ärmer. Verlieren tun eig. nur die die zu billig verkaufen und dann vergessen wieder einzusteigen.
@Ich901: Deine Logik sehe ich als richtig an. Was an den Börsen abgeht ist an sich mal wieder ein psychologischer, sich selbst verstärkender Prozeß. Wenn man Aktien auf Pump kauft, kann man sich allzu große Verluste eben nicht leisten, und dann muß man panisch verkaufen.

Als Kleinanleger, wenn man auch noch angemessen streuen will, lohnt sich ein raus und rein und eine so hohe Handelsintensität aber nicht. Bei 1000€ Einsatz macht die Ordergebühr ja schon 1%. Da braucht man schon 2% für +-0.

Insofern muß man jetzt wohl die Nerven haben und nachschießen.
Danke für die Bestätigung

Aber es stellt sich mir doch die Frage, warum der Boden solange auf sich warten lässt? Die DAX und Co Aktien sind unterbewertet. Also können die, die das Geld haben und von der Unterbewertung wissen, alles aufkaufen, aber warum dauert das so lange?! Meiner Meinung nach lassen die den Markt so richtig ausbluten und warten geduldig ab. Aber woher wissen die dann, wann der richtige Zeitpunkt zum Aufkaufen ist, schließlich haben die ja kein kollektives Bewusstsein und werden sich wohl kaum alle Absprechen.

so ein Kartell würde sich auch nicht als stabil erweisen, weil der einzelne davon profitiert wenn er sich nicht an Vereinbarungen hält.
Zitat von Geldler: Bei 1000€ Einsatz macht die Ordergebühr ja schon 1%. Da braucht man schon 2% für +-0.
Mit solchen Summen hat man an der Börse nichts verloren, für sowas gibt es Tagesgeldkonten und Sparbücher.
Zitat von Ich901: Aber es stellt sich mir doch die Frage, warum der Boden solange auf sich warten lässt?
Bist du neu an der Börse?
Zitat von Narwal:
Zitat von Ich901: Aber es stellt sich mir doch die Frage, warum der Boden solange auf sich warten lässt?
Bist du neu an der Börse?


meine Eigenen Trades mache ich seit ca. 6 Monaten, aber das Geschehen beobachte ich auch schon seit Jahren, meine Eltern haben das Vorher alles für mich geregelt.

und ja ich weiß bis auf Welchen Wert der DAX im Zuge der Finanzkrise gefallen ist.
Zitat von Ich901:
Zitat von Narwal: ...Bist du neu an der Börse?


meine Eigenen Trades mache ich seit ca. 6 Monaten, aber das Geschehen beobachte ich auch schon seit Jahren, meine Eltern haben das Vorher alles für mich geregelt.

und ja ich weiß bis auf Welchen Wert der DAX im Zuge der Finanzkrise gefallen ist.
Die längste Baisse am deutschen Aktienmarkt, die ich erlebt habe, ging drei Jahre, nämlich vom März 2000 bis zum März 2003. Und fragst du nach ein paar Tagen, wann denn nun endlich der Boden kommt? :laugh:
Zitat von Narwal:
Zitat von Geldler: Bei 1000€ Einsatz macht die Ordergebühr ja schon 1%. Da braucht man schon 2% für +-0.
Mit solchen Summen hat man an der Börse nichts verloren, für sowas gibt es Tagesgeldkonten und Sparbücher.


Nicht jeder erbt Millionen. Aber wenn man einen 1000€ Einsatz auf 1300 steigern kann ist es besser, als wenn das Geld auf dem Sparbuch weginflationiert wird.
Zitat von Geldler:
Zitat von Narwal: ...Mit solchen Summen hat man an der Börse nichts verloren, für sowas gibt es Tagesgeldkonten und Sparbücher.


Nicht jeder erbt Millionen. Aber wenn man einen 1000€ Einsatz auf 1300 steigern kann ist es besser, als wenn das Geld auf dem Sparbuch weginflationiert wird.
Nur ist die Kohle dabei am Ende meist weg. Ich finde, mit dieser Mentalität (30% auf die Schnelle) gehört man mit seinen 1000 € ins Spielcasino.
auf jeden Fall da hast du recht

aber für mich persönlich sind die Ordergebühren kein großes Ding

aber bei dem was momentan abgeht, sollten die für niemanden entscheidungsrelevant sein...
Die Banken können sich für 1% Geld leihen und die Sparbücher Ihrer Kunden
neunfach als Kredit wieder verleihen und kräftig Zinsen einnehmen.

Wenn sie wollen das Gold fällt, fällt Gold.
Wenn sie wollen das Silber fällt, fällt Silber.
Und wenn sie wollen das der Markt wie 2008 oder 2000 einbricht dann bricht er auch ein.

Da helfen keine guten Zahlen der AGs oder Käufe von Kleinanlegern.

Deine Aktien sind alle überverkauft, Du kannst abwarten ob sich die Lage bessert.
Sie können sich noch erholen und Du könntest Dich besser, breiter aufstellen,
denn... nach dem Crash ist vor dem Crash.
Zitat von Narwal: Nur ist die Kohle dabei am Ende meist weg. Ich finde, mit dieser Mentalität (30% auf die Schnelle) gehört man mit seinen 1000 € ins Spielcasino.


Wenn man angenommen eine Summe von 15.000€ für Börseninvestitionen zur Verfügung hat (über Tagesgeld, Festgeld usw. hinaus), würdest du dann alle auf eine Aktie setzen, oder lieber stückeln? Wenn man eine Mischung von Substanzaktien davon kauft und etwas zum Nachschießen bereit hält, ist das bei weitem keine Casinomentalität.
Gewisse Strategien scheiden natürlich mit den Beträgen aus. Man muß da am besten Antizykliker sein, dann kann man etwas gut machen.
so hoffentlich reicht der Schwung noch für heute und dann sollte es schnell wieder (zumindest teilweise) nach oben gehen. ich tippe jetzt einfach mal auf die "Fukushima-Formation"
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.923.062 von Ich901 am 09.08.11 16:41:06Die Frage ist, ob die ganze miese Stimmung auf fundamentaler Seite durchschlägt. Die Börse nimmt ja solche Geschichten oft vornweg. Ich glaube aber, daß die Regierungen keine Rezession zulassen können und lieber den Markt über die Notenbanken mit noch mehr Geld fluten.
Denke nicht, dass es eine Rezession der Wirtschaft geben wird, die diese massiven Kursabschläge rechtfertigt.
Darf es gar nicht. Wenn jetzt eine Rezession käme, dann bricht alles zusammen. Dann gehen die Staaten reihenweise pleite und dann kommen ganz andere Maßnahmen. Selbst dann ist Aktienbesitz aber wahrscheinlich noch besser, als die wertlosen Scheine. Insofern kann man mit einem Kauf jetzt nicht viel falsch machen.
dem ersten Satz stimme ich nicht ganz zu aber dem zweiten.

Die Rezession ist für mich in diesem Maße gar nicht möglich. und warum? weil die U.S.A. früher oder später eh ihre Spitzenposition abgeben müssen, an China und Indien. Das ergibt sich schon aus der demografischen Entwicklung bzw. deren wirtschaftlichen Nachholbedarf, die Weltbevölkerung wird immer weiter wachsen und damit auch die Weltwirtschaft.
Zitat von Ich901: dem ersten Satz stimme ich nicht ganz zu aber dem zweiten.

Die Rezession ist für mich in diesem Maße gar nicht möglich. und warum? weil die U.S.A. früher oder später eh ihre Spitzenposition abgeben müssen, an China und Indien. Das ergibt sich schon aus der demografischen Entwicklung bzw. deren wirtschaftlichen Nachholbedarf, die Weltbevölkerung wird immer weiter wachsen und damit auch die Weltwirtschaft.
Die Wirtschaft verläuft zyklisch, deshalb sind immer Rezessionen drin. Hinzu kommt die große Schuldenkrise, allein die wird für eine heftige Rezession in den entwickelten Ländern sorgen.


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