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Countdown für Griechenland durch Schäuble - 500 Beiträge pro Seite



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Finanzminister Schäuble droht Griechenland mit Zahlungsstopp

Bundesfinanzminister Schäuble hat Griechenland davor gewarnt, die Drohung mit einem Zahlungsstopp nicht ernst zu nehmen. Er sagte der "Bild am Sonntag", niemand solle sich Illusionen machen: Ohne eine positive Feststellung der Troika aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds, dass Griechenland seinen Verpflichtungen nachkomme, könne die nächste Tranche nicht ausgezahlt werden. Deshalb müssten die Griechen Zahlen vorweisen können, die belegten, dass sie im Plan seien. Schäuble mahnte Griechenland, die Mitgliedschaft in einer Währungsunion sei eine Chance, aber auch eine schwere Bürde.
http://www.dradio.de/nachrichten/201109180200/2
Papandreou sagt USA-Reise ab
Der griechische Ministerpräsident Georgios Papandreou hat seine geplante USA-Reise gestrichen. Er will in der Heimat bleiben, um sich auf die Lösung der Wirtschaftsmisere zu konzentrieren. In Athen gibt es offenbar große Sorgen um die nächste Tranche der Finanzhilfe. ...

... Griechische Medien berichteten, die Regierung mache sich nun große Sorgen um die nächste Tranche der Finanzhilfe. Finanzminister Venizelos habe ein "äußerst negatives Klima" beim jüngsten Finanzministertreffen der EU in Breslau festgestellt. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble zeigte sich in Breslau dagegen zuversichtlich , dass die neuen milliardenschweren Hilfen rechtzeitig unter Dach und Fach kämen. ... http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,786874,00.html
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.101.860 von HeWhoEnjoysGravity am 18.09.11 08:14:49Hier ein Komentar aus dem Handelsblatt:

:laugh::laugh::laugh:
Anonymer Benutzer: baroneamarelli

Deutschland 2013/ ESM-Ära/Teil 1
Bundeskanzlerin Gesine Lötsch reist – begleitet von hochrangigen Vertretern der deutschen Wirtschaft – zum Messias nach Amerika. Auf einem festlichen Empfang im Rothschild's Drive In, gab Wirtschaftsminister Gysi bekannt, dass die VEB Commerzbank sich einen lukrativen Auftrag zum Ankauf amerikanischer Wertpapiere sichern konnte.
In einer Presseerklärung machte Regierungssprecher Günther Jauch darauf aufmerksam, dass die von Deutschland verursachten Turbulenzen auf den internationalen Finanzmärkten nunmehr ein Ende gefunden haben sollten. „Seit die Hauptverantwortlichen für die Krise“ – Arno Dübel aus Hamburg und Kevin Müller aus Schwerin - „ihre Haftstrafen angetreten hätten, habe sich die Situation an den Finanzmärkten deutlich entspannt“.
Überschattet wurde das Treffen von der Nachricht, dass Elisabeth Pawelke aus dem thüringischen Krauthausen beim Otto-Versand drei Mitropa-Filterkaffeemaschinen „Arabicus“bestellt haben solle, so Jauch auf Nachfrage zahlreicher Wirtschaftsjournalisten. Die europäischen Warenterminbörse in London reagierte auf diese Nachricht prompt, die Futures auf Kaffee schossen in die Höhe.
Die Reaktion aus Übersee ließ nicht lange auf sich warten. Die an der Wallstreet beheimatete Investmentbank Goldmann Sachs emittierte daraufhin eine Kreditausfallversicherung, welche sich die Staatsbank-Experten ebenfalls sichern konnten.
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.101.866 von Belu1972 am 18.09.11 08:39:25Genau so spielt es sich derzeit in etwa ab.
Finanzminister Schäuble droht Griechenland mit Zahlungsstopp

soso. Ich dachte, die sog. Griechenlandrettung sei alternativlos? Gibt´s also doch Plan B? Das hieße aber, die Kanzlerin lügt.

Diese "Drohung" dient doch nur der Bürgertäuschung. Lächerliches Schmierentheater, was der mann hier abzieht.
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.102.185 von MFC500 am 18.09.11 12:19:22so ist es - ein Schmierentheater !
Allein dass er jetzt durchrechnet, was ein 50% Haircut bei chaotischem GR-Default kostet :eek:
Wenn es wahr wäre, dann wäre es unglaublich fahrlässig !

Würde bedeuten, dass:
- 65 mrd bisher nach GR geschickt wurden, ohne eine Alternative überhaupt nur durchzuspielen
- 50% Haircut bei chaotischem Default jetzt ist pures Wunschdenken, 20-25% sind das höchste der Gefühle.

Was raucht der Schäuble ?:confused: Er war doch einmal ein junges Talent, vor vielen Jahren.
kann mir mal jemand erklären, warum in den USA Bundesstaaten Pleite gehen können, der Dollar insgesamt dadurch nicht bedroht ist, wenn aber ein EU-Land Pleite geht, ist der Euro in Gefahr.

Ich habe diese Frage bereits anderen srd gepostet, aber bislang keine Antwort bekommen.

Ich hoffe ... auf eine Antwort in diesem srd!
Schönen Dank :)
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.102.220 von StellaLuna am 18.09.11 12:35:091. sind die USA ein Bundesstaat mit einer Regierung in Washington, die in Finanzen den Ton angibt.
2. welcher Bundesstaat ist jemals Pleite gegangen ? (unabhängige Republik Texas vor Eintritt in die USA zählt nicht, am nächsten kommt NYC in den 70-ern und die wurden gerettet)
3. Amerikaner sind historisch mobil, sie ziehen aus Krisengebieten in bessere Gegenden. Ein Bundesstaat, der aus dem Dollar auszieht wäre sehr schnell leer.

4. wenn ein EU-Staat pleite geht wäre der Euro in keiner Weise gefährdet, imho. Ganz im Gegenteil wäre der Euro besser ohne den Sündenfall von letztem Mai dran !
Das pleitegegangene Land wäre vernünftigerweise aus dem Euro draussen, was den Rest stärker macht.
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.102.263 von big_mac am 18.09.11 12:52:41p.s.: es kommt bei der Frage sehr auf die Definition des "Euro" an:
also entweder "Euro in jetziger Zusammensetzung" oder "Euro, egal wer noch dabei ist - und wenn es Deutschland allein ist".
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.102.263 von big_mac am 18.09.11 12:52:41USA: Schau mal hier

http://www.wiwo.de/politik-weltwirtschaft/galerien/so-pleite…


zu 4.
Warum dann das Rumgeeier mit Rettung, Zahlungsstopp, Insolvenz, Eurobonds, EU-Rausschmiss oder nicht?

Der beste Weg wäre also, Griechenland und alle überschuldeten Länder Pleite gehen zu lassen. Wie sieht es dann mit Deutschlands Bürgschaften aus?
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.102.220 von StellaLuna am 18.09.11 12:35:09Weil Merkel es dem Franzosen versprochen hat? Seine Banken hängen zu dick drin? Und wie sieht es bei der HRE und den Landesbanken aus? Commerzbank nicht zu vergessen

Merkel und Schäuble wissen nicht wie sie ihren Karren aus dem Dreck ziehen sollen ohne das Gesicht zu
verlieren.

Alles schön nach hinten verschieben und die Nachfolger können es dann richten oder auch nicht
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.102.303 von Belu1972 am 18.09.11 13:16:35Sollte Griechenland die Insolvenz bevorzugen, dann werden die Bürgschaften fällig - sehe ich das richtig?
Die Folge davon wäre doch, dass dann auch Deutschland nicht nur verschuldet sondern sehr stark verschuldet ist, eine Abstufung durch die Ratingagenturen und höhere Zinsen wären die Folgen - möglicherweise machen wir dann das Licht in der EU aus!
Ja, das ist richtig.

Der bis jetzt schon unabwendbare Schaden ist längst eingetreten.

Aber dieser Schlussstrich muss jetzt, unbedingt jetzt, gezogen werden:

Bei noch längerem rumlavieren wird der Schaden für Deutschland immer größer werden; eine bessere Veranschaulichung für ein "Fass ohne Boden" gibt es nicht.

Die Euro-Naivlinge heulen natürlich auf und wollen die Deutschen (der Rest, der das alles angerichtet hat, interessiert nicht) mit dem Hinweis auf die dann zu erwartende Bankenkrise ängstigen.

Natürlich käme es im Falle einer Griechenland-Pleite zu einer Bankenkrise. Aber die könnte in Deutschland beherrscht werden, wenn die Bundesregierung die ansonsten mit Sicherheit für Griechenland, Italien, Spanien, Frankreich etc. fälligen Unterstützungsleistungen den deutschen Banken als Eigenkapitalhilfe (gegen Anteilsabtretungen wie etwa im Falle der Commerzbank; schließlich haben die Deutschen Banken nicht aufgepasst) zur Verfügung stellen könnte.

Dann könnte man wieder neu anfangen.
das stimmt völlig.

dann gibt es vielleicht die zäsur.
realpolitik ohne die verursacher müsste möglich sein.

ohne die verbrecher die es innerhalb einer dekade geschafft haben,deutschland durch die erschaffung des euro´s in den untergang zu treiben...
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.102.300 von StellaLuna am 18.09.11 13:13:27Der beste Weg wäre also, Griechenland und alle überschuldeten Länder Pleite gehen zu lassen. Wie sieht es dann mit Deutschlands Bürgschaften aus?

Das hätte man machen sollen BEVOR Hilfsgelder ausbezahlt wurden und die EZB die ganzen Junkbonds gekauft hat. Ausser den Ex-Eigentümern der Bonds wurde niemandem damit geholfen.
Noch besser - die Rettung der Landesbanken, IKB, HRE & Konsorten hätte man besser auch sein lassen und nur die Einlagen abgedeckt, allenfalls noch die senior bonds. Alles andere ist Risikokapital.

Jetzt ist die Kuh aus dem Stall, und schlimmer noch: Zumindest bis 2013 ist der eigene Ruf am Spiel.
Nur zur Erinnerung: Die deutschen Staatsfinanzen sind nicht soooo toll. Wehe, Deutschland erfüllt die gegebenen Zusagen nicht - die Kreditwürdigkeit Deutschlands wäre sofort in Frage gestellt !
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.102.370 von raceglider am 18.09.11 13:57:13Danke :)
Ich habe gehofft, dass mein worst scenario ins Reich der Phantasie geschoben wird.

Wir hängen mittlerweile so tief drin, dass die Redewendung "mitgefangen, mitgehangen" Realität ist.

Ich bin auch der Meinung, dass ein Schlussstrich gezogen werden muss. Griechenland sollte in eine geordnete Insolvenz gehen, dann sollte man es auf ein assoziiertes Mitglied der EU zurückstufen mit eigener Währung und anschließend Aufbauhilfe a la Marshallplan leisten.

Einige Banken werden dadurch ins Schleudern geraten, und die könnte man vorübergehend verstaatlichen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.102.416 von big_mac am 18.09.11 14:16:43Deutschland erfüllt die gegebenen Zusagen nicht - die Kreditwürdigkeit Deutschlands wäre sofort in Frage gestellt ! - das sehe ich auch so - Deutschland macht dann das Licht in der EU aus!
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.102.416 von big_mac am 18.09.11 14:16:43Der beste Weg wäre also, Griechenland und alle überschuldeten Länder Pleite gehen zu lassen. Wie sieht es dann mit Deutschlands Bürgschaften aus?
Sind wir nicht überschuldet?
Deutschlands Staatsverschuldung (inkl. Ländern und Kommunen) liegt bei fast 2 Billionen €, die Steuereinnahmen bei rd. 500 Mrd. €.
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.102.416 von big_mac am 18.09.11 14:16:43"Nur zur Erinnerung: Die deutschen Staatsfinanzen sind nicht soooo toll"

Richtig, und für die Erhöhung der Pendler-Pauschale hat das Geld (1-2 Mrd.) nicht gereicht; war zu teuer.

Aber für die Rettung der französischen Banken sind hunderte von Milliarden da.
Klasse Leistung, CDU.

Bin heute mal gespannt, ob das FDP-Verhalten in Sachen Euro-Krise bei der Berlin-Wahl gewürdigt wird.
Hier könnte derWähler ein Zeichen setzen.

Da sich in der Vergangenheit erwiesen hat, dass das Wahlvolk entsetzlich dumm ist, wird meine Hoffnung auf die Zeichensetzung wohl vergebens sein.
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.102.453 von raceglider am 18.09.11 14:30:33Bin heute mal gespannt, ob das FDP-Verhalten in Sachen Euro-Krise bei der Berlin-Wahl gewürdigt wird.
Hier könnte derWähler ein Zeichen setzen.
- hoffentlich nicht! Rösler ist ein Schaumschläger, mehr nicht. Die Partei könnte nur Stimmen gewinnen, wenn sie wegen der Griechenland-Hilfe die Koalition aufkündigt und es zu Neuwahlen kommt. Dann, aber nur dann wäre sie glaubwürdig. So lange sie aber an der Regierung festhält und Parolen unters Volk wirft, so lange ist sie nicht wählbar.
Das pleitegegangene Land wäre vernünftigerweise aus dem Euro draussen, was den Rest stärker macht

Eben. Eine weitere Lüge, daß der € (und Europa) am Ende wäre, wenn ein Land wie Griechenland ausschiede. Natürlich würde das ein kurzes (und wahrscheinlich heftiges) Beben nach sich ziehen. Am Ende wäre der € aber stärker als zuvor. Das ist eine ähnliche Situation, wie wenn ein großer Konzern einen jahrelangen Verlustbringer nicht mehr mit durchziehen will: Massive Sonderabschreibungen und Einmalbelastungen fallen an; man muß ggf die Gläubiger um Zugeständnisse bitten, aber danach steht das Unternehmen wieder auf solidem Fundament und hat eine Perspektive. Den Verlustbringer weiter durchzufüttern hieße am Ende, den gesamten Konzern zu gefährden. Insofern ist es m.E. genau anders herum: Eine weitere Alimentierung gefährdet sowohl den € wie auch Europa weit mehr als ein Schlusstrich (der im Übrigen schon lange überfällig ist).
Zitat von Belu1972: Der beste Weg wäre also, Griechenland und alle überschuldeten Länder Pleite gehen zu lassen. Wie sieht es dann mit Deutschlands Bürgschaften aus?
Sind wir nicht überschuldet?
Deutschlands Staatsverschuldung (inkl. Ländern und Kommunen) liegt bei fast 2 Billionen €, die Steuereinnahmen bei rd. 500 Mrd. €.


Nein, nicht überschuldet. Besser: noch nicht.
Vergleiche einmal Umsatz/Verbindlichkeiten bzw. bei Produktions- u. Handelsfirmen Bruttoergebnis/Verbindlichkeiten. 1:4 ist da schon sehr nieder und überhaupt nicht beunruhigend.

Was uns zum Kern der Malaise führt, und der ist nicht der Schuldenstand sondern die dauernden Defizite !
Solange es die gibt hilft auch ein haircut nicht - im Gegenteil, er nimmt den Druck zu Reformen wieder weg anstatt ihn zu verstärken. Bei den Firmen für o.a. Vergleich wirst du keine dauernden Verluste finden, deshalb sind dort Schulden kein großes Problem.

Ich bin davon überzeugt, dass die PIIGS sanierbar sind - was (bisher) fehlt sind die Sanierer.
Was ich aber überhaupt nicht verstehe ist, dass Geld und Haftungen ohne jede Sicherheit bzw. Kontrolle vergeben wird. Das finnische Modell geht wirklich nicht, aber warum soll sich Deutschland nicht die Goldreserven oder Teile des Staatsgebiets verpfänden lassen ? :confused:
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.102.456 von Belu1972 am 18.09.11 14:33:48Danke!
Dass wir sehr hoch verschuldet sind, ist mir klar und ich bin mir auch ziemlich sicher, dass die Größenordnung der Verschuldung für jeden Normalo nicht mehr (be)greifbar ist. Mittlerweile sind ein paar Millionen Euro Peanuts, erst wenn ein paar Nullen mehr dran hängen, fange ich jedenfalls an, diese Zahl zu akzeptieren. 22 Mrd. Bürgschaften für Griechenland sind mittlerweile für mich Peanuts, 130 Milliarden sind schwer zu stemmen und noch mehr sind der Ruin dieses Landes. Ich gehe von "noch mehr" aus und bin neugierig, wann der Zeitpunkt kommt, dass die Regierung das eingesteht. Und noch spannender ist für mich, wie die Regierung uns dann dafür verantwortlich macht und in welchen Bereichen und in welcher Höhe wir dann sparen müssen um das griechische Desaster zu finanzieren.

Und dann haben wir noch die Bad Bank aus der letzten Finanzkrise.
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.102.453 von raceglider am 18.09.11 14:30:33Uns geht es doch noch gut! Den Höchststeuersatz zahlt man ab ca. 56.000 € Jahreseinkommen. Kritisch wird es dann, wenn dieser Betrag halbiert wird und ALG-2-Empfänger ihre Alimentation auch versteuern müssen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.102.512 von StellaLuna am 18.09.11 15:02:48Keine Bange: Das kommt noch. Was denn sonst?
und schon wieder wird Merkel abgewatscht :D

Euro-Schuldenkrise
Verfassungsrichter stellt Pläne für EU-Wirtschaftsregierung in Frage

Es ist ein Rüffel für Kanzlerin Merkel: Verfassungsrichter Peter Michael Huber fordert in der "Süddeutschen Zeitung" eine Volksabstimmung für die geplante europäische Wirtschaftsregierung. Nur wenn die Bürger das Projekt billigen, sei das Vorhaben grundgesetzkonform.
...

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,786906,00.h…" target="_blank" rel="nofollow">
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,786906,00.h…
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.102.505 von StellaLuna am 18.09.11 15:00:25habe mich schon oft gefragt warum die Volkszählung (bei nicht Auskunft mit Strafen belegt)
mit zum Teil für mich indiskreten Fragen erfolgte.
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.102.498 von big_mac am 18.09.11 14:56:21Einspruch, Euer Ehren.

Deutschland ist überschuldet.

Wenn man nicht (wie die Bundesrepublik dies tut) wie ein Milchmann mit seiner Einnahmen-Überschussrechnung arbeitet, sondern bilanziert, ist Deutschlan überschuldet.

Nimm zu den ausgewiesenen Staatsschulden noch die (versicherungsmathematisch, wie denn sonst) ermittelten öffentlichen Pensionsverpflichtungen, die Unterhaltsverpflichtungen zugunsten der Transfer-Empfänger und - den wichtigsten Posten - die bereits zugesagten Euro-/EU-Verpflichtungen: Dann bist Du da.

Gib´mal bei Google "Spethmann 2,5 Billionen" ein.

Dann weisse Bescheid.
Verfassungsrichter stellt Pläne für EU-Wirtschaftsregierung in Frage
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,786906,00.h…

Das bewerte ich erstmal nur als die persönliche Meinung von Peter Michael Huber und die ist rechtlich nicht bindend. (imho)
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.102.569 von HeWhoEnjoysGravity am 18.09.11 15:29:56ob rechtlich bindend oder nicht, die Tür zur Klage ist damit geöffnet.
Für nähere Diskussionen muss man erstmal die "EU-Wirtschaftsregierung" konkret definieren.

Ich bin ja auch dafür, dass Deutschland genügend nationale Rechte behält aber das kann mit einer Lightversion der "EU-Wirtschaftsregierung" vereinbar sein. (alles imho)
Die bisherige Bilanz der Rettungsmaßnahmen: Insgesamt werden die Hilfskredite für notleidende Euro-Staaten auf bislang 802 Milliarden Euro beziffert. Diese Summe steige mit den Gipfelbeschlüssen vom 21. Juli auf bis zu 1,67 Billionen Euro. Allein das deutsche Haftungsrisiko betrage 465 Milliarden Euro.

Diese Zahlen muß man sich mal auf der Zunge zergehen lassen!!!!!!!!!!!!!!!!!
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.102.582 von HeWhoEnjoysGravity am 18.09.11 15:37:34Wie weit soll der Wasserkopf denn noch aufgebläht werden?
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.102.591 von Belu1972 am 18.09.11 15:41:03Das fragen sich die meisten hier im Forum seit Jahren.
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.102.582 von HeWhoEnjoysGravity am 18.09.11 15:37:34lies den Spiegelartikel, dann weißt Du in etwa, was Merkel mit Sarkozy besprochen hat.

Interessant ist übrigens auch diese Klarstellung:

Der Münchner Professor verteidigte die Entscheidung des Gerichts, dem Parlament bei den Garantiezusagen im Euro-Rettungsschirm einen großen Freiraum einzuräumen. "Es muss Prognosespielräume geben, das Verfassungsgericht kann da nicht starr festlegen: 200 Milliarden Euro, danach ist Schluss." Allerdings spreche einiges dafür, dass die Obergrenze erreicht sei, wenn Deutschland eine Haftung in Höhe eines kompletten Bundeshaushalts übernehmen wollte.
...
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,786906,00.h…

In diesem Fall ist Kreativität gefragt, man könnte den Bundeshaushalt wesentlich höher schätzen als er ist, und hat dann einen größeren Spielraum für Bürgschaften. Sollte sich dann rausstellen, dass man sich verschätzt hat, ist es zu spät, da hat man bereits die Bürgschaft in Höhe des Bundeshaushalts geleistet.
Details müssen doch erst erarbeitet werden. Selbstverständlich soll Deutschland einen angemessenen Handlungsspielraum behalten.

Es ist zu bedenken, dass das Ziel das absolute Ideal ist (zu sein hat) und da ist es ziemlich egal, ob das die EU oder Deutschland befielt - es geht schlicht darum, eine optimale Lösung zu finden.

Wegen der Milliarden sollte man sich nicht unnötig ins Hemd machen, die USA sind stärker verschuldet. In Deutschland werden jährlich Hunderte Milliarden durch Mißstände verschwendet (Korruption, Ineffizienz, mangelhafte Verbrechensbekämpfung, Privatbanken statt Staatsbank, schädliche Lobbyisten, ...) und wenn man die Mißstände behebt, dann ist genug Geld da. (alles imho)
Deutschland hatte keine Probleme 2 Billionen Euro Schulden zu machen, da sehe ich jetzt nicht ein, warum Kleingeister mit willkürlichen Vorgaben jetzt eine Rettung der EU sabotieren wollen.

Ich denke, dass die Zeit der falschen Verfassungsferichtsurteile vorbei ist. (alles imho)
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.102.603 von HeWhoEnjoysGravity am 18.09.11 15:47:21Wie krank ist das denn, wenn man den Maßstab beim Schlechtesten anlegt:confused:

Was soll an dieser Spirale optimal sein?
lesenswerter Artikel:

Währungskrise
Die Lebenslügen des Euro

Immer neue Gipfel und neue Maßnahmen sollen die Finanzmärkte beruhigen, die strukturellen Probleme der Währungsunion jedoch lösen sie nicht. Es ist Zeit für die Politik, sich zu den Lebenslügen des Euros zu bekennen.
...
http://www.handelsblatt.com/politik/international/die-lebens…
Euro-RettungsschirmDeutschland könnte mit 465 Milliarden haften
17.09.2011, 12:25 Uhr, aktualisiert 17.09.2011, 13:35 Uhr

Nach Berechnungen des ifo-Insituts würden Euro-Rettungsmaßnahmen Deutschland im Extremfall mit 465 Milliarden Euro belasten. Unrealistisch, heißt es aus Berlin - die Anhaltspunkte werden jedoch konkreter.
...
Berlin/München/FrankfurtIm schlimmsten Euro-Krisenfall wäre Deutschland nach unterschiedlichen Experten-Berechnungen mit 400 beziehungsweise 465 Milliarden Euro im Risiko. „Die Euro-Krise wird für die deutschen Steuerzahler potenziell immer teurer“, erklärte der Chef des Münchner ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn, am Samstag. Laut einem Bericht der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ müsste Deutschland im äußersten Extremfall mit Garantien von bis zu 400 Milliarden Euro für den erweiterten EFSF einspringen.
...
Sinn erklärte dazu: „Die Märkte beobachten die deutsche Beteiligung an den Rettungspaketen mit zunehmender Nervosität und verlangen immer höhere Versicherungsprämien für deutsche Staatspapiere.
...
http://www.handelsblatt.com/politik/international/deutschlan…

:cry:
Man bedenke, dass die Mißstände in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten gewachsen sind.

Jetzt kommen die Mißstände ans Licht und natürlich kann man die Scheiße nicht an einem Tag wegschaufeln und es wird auch mehr als 100 Milliarden kosten aber der entscheidende Punkt ist:

Jetzt wo endlich was getan wird (und auch schon einiges getan wurde), muss man die Anstrengungen zur Rettung und Besserung der EU verstärken, anstatt kurz vor der möglichen EU-Rettung die EU in den Abgrund zu treten. Einige wollen eine gute EU sabotieren.

Eine Rettung der EU rettet auch das deutsche Geld und den deutschen Einfluß auf die Welt. (alles imho)
Der Bundestag hat in seiner Sitzung am 26. November 2010 den Bundeshaushalt [Glossar] für das Jahr 2011 beschlossen. Der neue Haushaltsplan sieht Ausgaben in Höhe von 305,8 Mrd. Euro [Glossar] vor. Es wird erwartet, dass sich die Einnahmen wieder verbessern. Der Bund kann 2011 mit geschätzten 257,4 Mrd. Euro rechnen. Dennoch bleibt ein Defizit [Glossar], das mit neuen Schulden in Höhe von voraussichtlich 48,4 Mrd. Euro ausgeglichen werden muss. Die Neuverschuldung fällt damit um 9,1 Mrd. Euro geringer aus als ursprünglich angenommen.
...
http://www.bundesfinanzministerium.de/nn_4314/DE/Wirtschaft_…

Lt. Sinn müssten wir im äußersten Extremfall ca. 400 Milliarden leisten - Gedanken dazu brauchen wir uns aber keine zu machen, denn lt. Regierung ist das unrealistisch :D

Mir klingen noch immer die Ohren von den im Jammerton vorgetragenen Aussagen von Politikern aller Coleur "Wir dürfen zukünftigen Generationen keine Schulden hinterlassen", und was macht diese Regierung, sie zockt uns ab und lässt sich im "Namen des Euro" von anderen Ländern abzocken. Und es ist eine Unverforenheit sondersgleichen, dass sie uns auch noch ein schlechtes Gewissen versucht einzureden, indem sie uns erklärt, dass Deutschland der größte Profiteur des Euro und der EU ist. Rechnet man die Bürgschaften dagegen, bleibt unterm Strich, wenn wir viel Glück haben, eine rote Null, aber die ist auch nicht realistisch, unterm Strich bleiben rote Milliarden für Deutschland.
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.102.622 von HeWhoEnjoysGravity am 18.09.11 16:02:50Eine Rettung der EU rettet auch das deutsche Geld und den deutschen Einfluß auf die Welt. - ja, das hatten wir schon mal "am deutschen Wesen soll die Welt genesen", nein Danke!

Mehr und mehr bekomme ich den Eindruck, dass der Euro mehr deutsche als europäische Währung ist. Was würde passieren, stiege Deutschland aus dem Euro aus? Dann gäbe es keine Sicherheiten mehr für die schwachen Länder, dann wäre der Euro und die EU am Ende.

Die Briten und Schweden leben ohne Euro auch nicht schlecht.
Beteiligen sich diese Länder an der griechischen Rettungsaktion?
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.102.673 von StellaLuna am 18.09.11 16:27:57UK ist stark an der Irland-Rettung beteiligt. In Griechenland und Portugal haben beide keine großen Interessen.

mMn reicht es völlig, den Euro in 2-3 Währungen zu teilen, 17 wären doch arg unpraktisch. Österreich, Holland Finnland und Luxemburg, ev. auch noch Slovakei und Slowenien passen recht gut zu Deutschland.
Wer verlässt ist eine formale Frage, materiell ist die Trennung.

Die Abgetrennten brauchen keine Sicherheiten, sie hatten vor dem und genaugenommen auch im Euro ja auch keine. Was sie brauchen und im Euro nicht haben können ist die Möglichkeit zur Abwertung.
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.102.603 von HeWhoEnjoysGravity am 18.09.11 15:47:21Nein, es ist selbstverständlich NICHT egal, ob die EU über deutsches Geld bestimmt oder Deutschland (zusammen mit den anderen Nettozahlern) !
Die Nettozahler müssen -solange sie zahlen- alleine bestimmen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.102.946 von big_mac am 18.09.11 18:57:27Die Griechenlandkrise könnte man zum Anlass nehmen für eine Neugestaltung der EU, starke Länder bilden das Kern-Europa, andere Länder werden in einem EU-Verbund zusammen gefasst.

Ich stelle mir als Kern-EU Frankreich, Deutschland, Österreich und die Benelux-Länder vor. Länder, die ihre nationalen Interessen über europäische stellen, gehören in den Verbund. Dazu zähle ich England, Polen, Tschechien, Ungarn, Irland etc.
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.103.006 von StellaLuna am 18.09.11 19:20:44Einem künstlichen Gebilde von Nationalstaaten, deren Wirtschafts- und Finanzpolitik von rein egoistischen Interessen geprägt sind, kann man nicht dauerhaft erfolgreich eine gemeinsame Währung verordnen. So lange die Mehrheit der Menschen kein "Europäer-Gefühl" entwickelt, ist die Europäische Union für mich genau so eine Utopie, wie der Kommunismus. Die Euro-Einführung erfolgte überstürzt, die Zahl der Mitgliedsstaaten ist wesentlich zu hoch, Organisation, Rahmenbedingungen, Koordinierung....alles handwerklicher Pfusch.
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.103.044 von Teufelsturm am 18.09.11 19:41:36Das EU-Konstrukt, das wir derzeit haben, ist nichts Halbes und nichts Ganzes. Wenn ich nur an die Diskussionen zum Lissabon-Vertrag denke, da graut mir noch heute. Jedes Zugeständnis musste teuer erkauft werden. Viele Länder wollten in die EU, sie kamen in die EU und sobald sie Mitglied waren, ging das Geschacher los. Sehr ungut in Erinnerung ist mir in diesem Zusammenhang Irland, Polen und Tschechien.

Es gibt neues von der EU-Front:

Eurokrise
EU-Finanzminister billigen neuen Stabilitätspakt
Der neue Stabilitätspakt ist weitgehend unter Dach und Fach. Er sieht Verschärfungen im präventiven und korrektiven Teil vor. Dadurch können Haushaltssünder früher bestraft werden. Für Abstimmungsregeln wurden Kompromisse gefunden.

Von Werner Mussler, Breslau

18. September 2011

Die Reform der EU-Aufsicht über die Wirtschafts- und Finanzpolitik der Mitgliedstaaten ist weitgehend unter Dach und Fach. Die EU-Finanzminister haben auf ihrem informellen Treffen am Wochenende in Breslau den Kompromisstext gebilligt, den die polnische EU-Ratspräsidentschaft mit Vertretern des Europaparlaments ausgehandelt hatte. Er betrifft vor allem eine wesentliche Verschärfung des EU-Stabilitätspakts und die Einführung eines Verfahrens bei „übermäßigen makroökonomischen Ungleichgewichten“. Nun steht noch die abschließende Beratung im Europaparlament aus.

Die Vorsitzende des Parlamentsausschusses für Wirtschaft und Währung, die britische Liberale Sharon Bowles, kündigte in Breslau an, ihr Ausschuss werde sich mit dem Kompromissvorschlag bereits an diesem Montag befassen, so dass die abschließende Plenumsabstimmung in der kommenden Woche möglich sei. Bowles hob hervor, dass das Parlament eine wesentlich schärfere Überwachung gegenüber dem ursprünglichen Ratsvorschlag durchgesetzt habe. Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet, räumte ein, dass die EZB ursprünglich eine noch schärfere Haushaltsaufsicht gefordert habe. Wenn er aber die ursprünglichen Vorstellungen der Mitgliedstaaten betrachte, sei das jetzige Ergebnis ein Fortschritt. „Ich sage nicht, dass es perfekt ist, aber es ist eine deutliche Verbesserung“, sagte Trichet.
...
http://www.faz.net/artikel/S30638/eurokrise-eu-finanzministe…

Diskutiert wurde in Breslau auch die Finanztransaktionssteuer. Besonders interessant finde ich diesen Pasus:
...
Zur Verwirklichung der Steuer ist eine einstimmige Entscheidung notwendig. Schäuble sagte, er wolle zunächst den Kommissionsvorschlag für alle 27 Länder abwarten. Außerdem müsse koalitionsintern die Position der Bundesregierung abgestimmt werden. Notfalls solle die Steuer aber auch „nur“ in allen 17 Euro-Staaten eingeführt werden. ...
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.102.554 von raceglider am 18.09.11 15:21:33Nimm zu den ausgewiesenen Staatsschulden noch die (versicherungsmathematisch, wie denn sonst) ermittelten öffentlichen Pensionsverpflichtungen, die Unterhaltsverpflichtungen zugunsten der Transfer-Empfänger und - den wichtigsten Posten - die bereits zugesagten Euro-/EU-Verpflichtungen: Dann bist Du da.

Jetzt einmal abgesehen davon, dass diese Pensionsverpflichtungen und Transferleistungen keine echten Zahlungsverpflichtungen sind, da sie der Höhe nach durchaus gesenkt werden können - wenn man sich schon im bilanzieren versucht, dann gibt es in Deutschland zweifellos auch Aktiva in Form von Staatseigentum.

Würden Staaten tatsächlich bilanzieren, so würde man in Deutschland auf eine beträchtliche Eigenkapitalquote kommen.

Frau Merkel könnte endlich auch einmal eiserne Lady spielen. I want my money back.
Länder, die den Euro nicht haben, sollten beim Stabilitätspakt und allgemeinen Finanzthemen, wie z. B. Finanztransaktionssteuer, kein Mitsprache- und Abstimmungsrecht haben, die gehören in die 2. Reihe - meine Meinung!
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.103.079 von StellaLuna am 18.09.11 19:58:40Stella,
die reden nicht mit bei den Themen. Die wollen selbst damit in Ruhe gelassen werden.
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.103.066 von StellaLuna am 18.09.11 19:54:12die Einführung eines Verfahrens bei „übermäßigen makroökonomischen Ungleichgewichten“.

das zeigt doch schon, wohin die Reise geht. Anstatt eindeutiger Quoten verwendet man einen im Zweifelsfall wachsweichen Begriff. Und selbst dann gibt es keinen Automatismus. Alles wie gehabt
Der Countdown läuft für Schäuble,

denn lange lässt sich das Deutsche Volk nicht mehr verarschen!
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.103.633 von thefarmer am 19.09.11 00:53:17Die Frage ist allerdings, ob dem deutschen Volk auch nur ansatzweise Zusammenhänge und Kosten populistischer Forderungen klar sind. Ich bezweifle das stark, zumal sich selbst die Experten nicht einig sind. Schlimm ist, dass die aktuelle Politik nicht Gestalter, sondern Getriebener ist. Die Schuld daran trägt aber vorallem die Politik der Vergangenheit. (Leute wie Herr Kohl sollten ihren Mund halten und lieber über eigene Versäumnisse und Schuld nachdenken.) Enormer Zeitdruck und das Damoklesschwert des Komplettzusammenbruches des gesamten Finanzsystems machen die Sache nicht einfacher. Griechenland ist für sich genommen ein kleines Problem, wird aber u. U. die gesamten Dominosteine zum Fallen bringen. Ich möchte nicht mit den verantwortlichen Akteuren tauschen müssen, zumal sich des Volkes Zorn am Tag X an vergleichsweise Unschuldigen austoben könnte. Diesen Tag sehe ich inzwischen sehr nahe.
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.103.570 von MFC500 am 18.09.11 23:37:43Eine der wenigen vernünftigen Ideen -nämlich Aussetzen des Stimmrechts von Staaten die sich nicht um ihre Finanzen kümmern- wurde letztes Jahr sehr schnell wieder zurückgezogen. Theoretisch drohen Strafzahlungen - ein unsinniger Versuch, einem Nackten in die Taschen zu greifen.

Wann kommt endlich ein Insolvenzrecht wie es für Firmen und Private existiert ?
Die Eckpunkte: Fremdverwaltung, vorrangige Überbrückungskredite, Zwangsverkauf von Staatsvermögen, notfalls Liquidation und Übernahme durch Dritte.

Aber nein, man gibt ihnen einfach mehr Geld und hofft auf Wunder - und das geht nun wirklich nicht !
Eine Aussetzung des Stimmrechts für Pleitestaaten klingt verlockend, ebenso wie eine Verpfändung der Goldreserven aber man muss auch ein bisschen aufpassen, dass man des Volkes Unterstützung in diesen Staaten nicht verliert, denn letztendlich sollen diese Staaten ja besser werden und Druck kann man nur ausüben, wenn sie in der EU bleiben. (imho)
Die Pleite-Staaten brauchen wir nicht.

Also PFIIGS raus aus der EU und em Euro.
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.103.801 von Teufelsturm am 19.09.11 08:06:40Enormer Zeitdruck und das Damoklesschwert des Komplettzusammenbruches des gesamten Finanzsystems machen die Sache nicht einfacher.

zweifelsohne, aber die Frage ist doch, ob wir durch die sog. Griechenlandrettung das Unvermeidliche nicht nur verzögern und dadurch noch verschlimmern. Warum nicht einen klaren Schuldenschnitt machen anstatt immense Kredite zu vergeben, die wir niemals wiedersehen werden, und mit dem "gesparten" Geld die Finanzinstitute stützen? Dann hätten wir eine teilweise Problembereinigung und Griechenland, um das es doch angeblich gehen soll :laugh: , eine echte Chance auf einen Neubeginn. Hinzu käme eine erzieherische Wirkung, wenn die Banken merkten, daß sie ihre Risiken zukünftig selbst tragen müssen. Ein Königsweg wäre das natürlich nicht, jedoch werden wir m.E. ohne Schmerzen nicht aus dieser Krise heraus gelangen.
Das beste Beispiel für die Unfähigkeit und wirtschaftliche Inkompetenz der Politiker war gestern Talk mit Jauch im ARD. Parteiengeplänkel von den Politikern und ein Herr Jauch der Fragen nach Koalitionen und zukünftigen Kanzlerkandidaten für wichtiger hielt. Gut das mit Dirk Müller wenigstens ein kompetenter Talkgast in der Runde saß. Erhellend die Ausführungen von Mr. DAX über die Wirtschaftsleistung der Griechen, Platz 1 im Index geht an den Getränkeabfüller in Rot und 2 an ein Unternehmen das Sportwetten anbietet. Als wieder die Polemik der Politiker über Hand nahm, war er der Einzige der den Mut hatte den scheinbar überforderten Beteiligten über den Mund zu fahren.
....nur im Publikum wurde das nicht honoriert, scheinbar hatte der RTL Moderator sein eigenes Publikum mitgebracht!:cry:

Gute Handelswoche
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.101.814 von knuspelhuber am 18.09.11 02:32:26#1

Bundeswehreinsatz in Griechenland zum Schutz unserer Schulden ?


:confused:
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.104.303 von San242 am 19.09.11 10:01:11was erwartest du? Wowi feiert trotz eines grottenschlechten Abschneidens, die CDU feiert sich, weil Rot/Rot beendet wurde usw. Derlei Talkrunden sind reine Zeitverschwendung
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.102.220 von StellaLuna am 18.09.11 12:35:09USA haben eine Zentralregierung mit dem verlängerten Arm, der FED, die Dollar zur Verfügung stellt. Somit ist der Erhalt des Dollars nicht von einem Bundesland abhängig. Im Euroraum ist dies hingegen nicht der Fall. Hier entscheiden die Nationalregierungen, wieviel Euro die EZB zur Verfügung hat. Darum auch die Diskussion über die Ausweitung des Rettungsschirms. Es soll der EZB genügend Geld zur Verfügung gestellt werden, dass man annähernd amerikanische Verhältnisse erreicht. Ob man das jedoch tun soll, darüber wird gestritten und somit hängt der Euro kurzfristig am Tropf. Hat somit nur indirekt mit Griechenland zu tun, da sich zwischenzeitlich etliche Löcher auftun, wo drigend Euros benötigt werden und die Frage ist, ob diese Euros zur Verfügung stehen werden oder nicht.
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.104.303 von San242 am 19.09.11 10:01:11Fand die Diskussionsrunde recht interessant.

Herr Rössler hat sich wieder in Allgemeinheiten verlaufen und hat eigentlich meiner Meinung nach nichts Wesentliches zur Diskussion beigetragen. Wurde auch von Herrn Röttgen übertrumpft, zeigt mir, dass in Berlin nun Politik ohne die FDP gemacht wird. Hatte sehr wohl den Eindruck, dass Herr Röttgen auch die Dringlichkeit der Probleme verstanden hat, es kamen aber leider keine Lösungsvorschläge. Stimme mit Herrn Wowereit überein, dass hier die Regierung liefern muss, bevor abgestimmt werden kann. Hier ist Frau Merkel und Herr Schäuble ganz klar in der Bringschuld und je länger das dauert, umso schlimmer wird es werden. Sicherlich steckt man nun in einer parteipolitischen Zwickmühle, wenn plötzlich frühere "alternativlose" Aktionen nun doch auf den Prüfstand gestellt werden müssen.

Hatte zum Duo Merkel/Steinbrück wesentlich mehr Kompetenzvertrauen als zu den aktuellen Regierungsvertretern, die sich uns derzeit präsentieren.
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.103.874 von HeWhoEnjoysGravity am 19.09.11 08:29:25was, wenn diese Staaten unter "besser" etwas anderes verstehen als du und die EU ?
Und dieses ist nun wirklich ihr gutes Recht ! Nicht ihr Recht ist der Zugriff auf das Geld anderer Staaten.
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.105.024 von washington66 am 19.09.11 12:35:19Hr. Rösler ist Medizinmann, und die Partei in Panik noch dazu.
Merkel/Steinbrück würde ich nicht als kompetenter einordnen, sicher aber als besser organisiert.
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.105.152 von big_mac am 19.09.11 12:59:51Aufgrund des aktuellen Schlingerkurses von Frau Merkel sollten wir es uns abschminken zu meinen, dass Deutschland den Ton in Europa angibt. Hieraus entsteht ja auch das Misstrauen im Lande, dass wir durch die anderen Eurostaaten ausgenommen werden. Unsere Politiker haben meiner Meinung nach weder die Kompetenz noch das Standing hier der "Staatengemeinschaft" etwas entgegen zu setzen. Hat man durch die "alternativlosen" Aktionen von Frau Merkel ja gesehen. Im Falle Griechenlands kann man schon fast von Insolvenzverschleppund sprechen und trotzdem werden unsere Steuergelder weiter versenkt.

Ich würde lieber die Steuergelder in die Bankenrettung investieren und Griechenland abschreiben. Die Banken haben zumeist ein Geschäftsmodell, welches Ertrag abwirft (ob man dieses nun mag oder nicht, ist eine andere Frage), hieran fehlt es in Griechenland. Somit besteht berechtigte Hoffnung eine Investition in die Banken nach einiger Zeit wieder zurückbezahlt zu bekommen.
#71 (42.105.198) > Ich würde lieber die Steuergelder in die Bankenrettung investieren und Griechenland abschreiben.

Sehr witzig. Die Privatbanken (und korrupte oder dumme Politiker) sind doch Schuld an der Misere.

Die Staaten müssen gerettet werden. Privatbanken werden in einer kontrollierten Insolvenz in einer Staatsbank zusammengefasst.

Eine Staatsbank ist effizienter und macht automatisch alle Gewinne für Staat und Volk. Streng kontrolliert und ohne schädlichen Derivatenhandel kann da praktisch nix mehr schief gehen. (alles imho)
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.105.238 von HeWhoEnjoysGravity am 19.09.11 13:18:22interessanter Artikel:
http://www.nakedcapitalism.com/2011/05/marshall-auerback-to-…
Deutschland verlässt den Euro wäre politisch wahrscheinlich verträglicher.

Gravity, was soll eine Rettung des Staates sein ? Griechenland wird nicht in der Ägäis versinken.
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.105.238 von HeWhoEnjoysGravity am 19.09.11 13:18:22Die Privatbanken, welche vor zwei Jahren mit Steuergeldern gestützt wurden, machen zwischenzeitlich wieder gute Gewinne und zahlen die Einlagen an den Staat zurück. Nur die sogenannten Staatsbanken, man kann diese auch Landesbanken etc nennen, hängen immer noch am Tropf. Hierin ist sicherlich der Unterschied zwischen privatwirtschaftlichem gewinnorientiertem Wirtschaften und der Politikwirtschaft zu suchen.

Darum wäre mir eine Einlage bei den Privatbanken jederzeit lieber als mein Geld Politikern anderer Länder oder Staatsbanken anzuvertrauen. Darum meine Meinung, Griechenland nicht weiter unterstützen und die Privatbanken, falls erforderlich mit Einlagen, welche zu verzinsen sind, stützen. Bin mir sicher, dass dies für Deutschland auf Sicht von 2-3 Jahre kein schlechtes Geschäft wäre.

Ist natürlich klar, dass wir hier über SEHR hohe Beträge der Bankenrettung sprechen, wenn auch Spanien und Italien ins Wanken kommen, aber ich würde diese Zahlungen als Investition zu "Schnäppchenpreisen" in den Bankensektor sehen. W. Buffett ist mit seiner Goldman Sachs Investition doch auch sehr profitabel gefahren, warum sollen sich nicht auch solvente Staaten hier ihre Hilfe bezahlen lassen? So war es ursprünglich auch gegenüber Griechenland geplant. Nur leider macht hier der Schuldner nun anscheinend die Grätsche...
#73 (42.105.285) > Gravity, was soll eine Rettung des Staates sein ?

Entmachtung schlechter Menschen. Schaffung effizienter Strukturen. Mehr soziale Gerechtigkeit.

Wenn man Griechenland fallen lassen würde, könnte die Mafia gewinnen.

Ansonsten kann ich nur darauf hinweisen, dass die Mehrheit (der Mächtigen) eine Rettung von EU-Staaten nicht in Frage stellt - es gibt eigentlich nur noch Streit mit Gegnern einer Rettung (mögen ihre wahren Motive bekannt werden) und wie man eine Rettung am besten anstellen könnte. Oder kürzer: Griechenland (Italien, ...) wird gerettet, basta. (alles imho)
#74 (42.105.309) Es gibt weltweit Derivate im Wert von vielleicht ca. $ 1 Billiarde (15 Nullen) und die Banken operieren nur mit ca. 5% Eigenkapital. Die Frage ist nur noch wann der Crash kommt. (imho)
Entmachtung schlechter Menschen. Schaffung effizienter Strukturen. Mehr soziale Gerechtigkeit.

Gut, das alles kostet kein Geld sondern spart welches,und erfordert nur den Willen zur Umsetzung.

Wenn man Griechenland fallen lassen würde, könnte die Mafia gewinnen.
eher nein. Wäre man zynisch könnte man sagen "Eine Mafia gewinnt immer, offen ist nur welche Mafia".
Den Zielen aus dem ersten Absatz würde man aber nicht helfen.

Ansonsten kann ich nur darauf hinweisen, dass die Mehrheit (der Mächtigen) eine Rettung von EU-Staaten
nicht in Frage stellt - es gibt eigentlich nur noch Streit mit Gegnern einer Rettung (mögen ihre wahren Motive bekannt werden) und wie man eine Rettung am besten anstellen könnte. Oder kürzer: Griechenland (Italien, ...) wird gerettet, basta. (alles imho)


Geschenkt - die Mächtigen sehen die Gefahr, hinterher nicht mehr mächtig zu sein. Wobei auf der Zahlerseite die Mehrheit am Abbröckeln ist - die Witzekanzler in D+A, die Finanzminister in D+A lassen Äußerungen los, die vor kurzem noch undenkbar waren.

Griechenland zu retten ist nicht so schwer. Italien dagegen ist zu groß für die Retter. Mindestens gleich viel Schulden wie Deutschland - in absoluten Zahlen !
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.105.309 von washington66 am 19.09.11 13:34:26W. Buffett ist mit seiner Goldman Sachs Investition doch auch sehr profitabel gefahren, warum sollen sich nicht auch solvente Staaten hier ihre Hilfe bezahlen lassen?

Tatsächlich haben das die Staaten auch.
Commerzbank, Erste Bank und UBS waren für die helfenden Staaten ein gutes Geschäft, Aushängeschilder für die Staatsbeteiligung. Bei HRE, Hypo Alpe Adria und diverse Landesbanken ist ein Boden des Fasses dagegen bestenfalls zu erahnen.
http://diepresse.com/home/meinung/rundschau/694138/Werden-di…

Da wird gepokert bis zum Ende....hoffentlich wird das nicht bitter.

Klarerweise sollte man Griechenland retten, aber mit jemandem, der so vorgeht, wie die momentane griechische Regierung, will ich als Nicht-Grieche so wenig wie möglich zu tun haben....und diese Meinung macht sich wohl auch in der Bevölkerung in Mitteleuropa breit.
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.107.655 von minister.grasser am 19.09.11 20:39:28Seit August nahm Griechenland den Reformzwang auf die leichte Schulter.

seit August??? Wann wurde das erste Hilfspaket geschnürt? Inwieweit wurden damalige Auflagen erfüllt?

Heute würde jede Rechtsänderung, die über den Lissabon-Vertrag hinausgeht, in Referenden scheitern.


darüber müssen wir uns hierzulande keine Gedanken machen. Schließlich werden wir ganz bestimmt nicht über so weitreichende Entscheidungen abstimmen dürfen

Der Pakt soll die papierenen Sanktionsmöglichkeiten gegen Schuldner endlich schärfen. Auch peilt er harmonisierte Sozial- und Steuerstandards an. Alles nur Absichtserklärungen ohne Biss. Für Frankreich sind „automatische Sanktionen“ tabuisiert wie eh und je.


exakt. Schon deswegen dürfte es keine Zustimmung zu diesem Rettungspaket geben. Das wird ein Freibrief mit unabsehbaren Konsequenzen
#77 (42.106.999) > Italien dagegen ist zu groß für die Retter. Mindestens gleich viel Schulden wie Deutschland - in absoluten Zahlen

Italien hat aber auch noch ein bisschen Zeit und die kann man nutzen.

In allen Ländern wird viel Geld verschwendet (u.a. mit ineffizienten Strukturen, Privatbanken, Korruption, mangelhafter Verbrechensbekämpfung, ...) und wenn man diese Mißstände behebt, dann ist genug Geld zur Schuldentilgung vorhanden.

Warum redet keiner hier vom Zerfall der USA, wo die doch viel höher verschuldet sind? Geld drucken kann die EU zur Not auch.

Schulden sind nicht so schlimm, wenn man den effektiven Jahreszins des real zur Verfügung gestellten Geldes einfach auf z.B. max. 2-3 Prozent senkt. Einfach - zappp - per Gesetz. Dann können die EU-Schulden leicht zurück gezahlt werden. Die meisten EU-Staatsschulden sind doch nur intern.

Wenn die Länder ihre Schuldzinsen bezahlen können, dann ist die Lage schon mal stabilisiert und bei 2-3 % sollte das locker der Fall sein. Dann werden Mißstände behoben und es kann an die Schuldentilgung gehen. (alles imho)
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.109.041 von HeWhoEnjoysGravity am 20.09.11 09:03:30#81

"..Warum redet keiner hier vom Zerfall der USA, wo die doch viel höher verschuldet sind? ..."

Weill die USA nunmal nicht zum Euro-Raum gehören und wir die zum Glück nicht auch noch "retten" müssen...

:eek:
Möglicherweise gibt es in Griechenland bedeutendere Öl-/Gasvorkommen:
http://www.wallstreet-online.de/community/posting-drucken.ph… (Thread: Gewaltige Ölfelder in Griechenland?)

Das wäre doch ein prima Grund, um Griechenland in der EU zu halten, oder?

Dann können die Griechen auch mit Leichtigkeit ihre Schulden zurückzahlen. (alles imho)
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.109.369 von HeWhoEnjoysGravity am 20.09.11 09:58:53#83

In Saudi-Arabioen und im Iran gibt es auch massig Erdöl. Ein Grund für einen EU-Beitritt ?

:confused:
Zitat von Blue Max: #83

In Saudi-Arabioen und im Iran gibt es auch massig Erdöl. Ein Grund für einen EU-Beitritt ?

:confused:
Der Union ist doch jeder willkommen der ihre Taschen füllt;)
Warum es nur einen Ausweg aus der Griechen-Misere gibt
... Eine Staatspleite würde die Probleme nicht lösen, sondern wäre die wohl riskanteste und teuerste aller Optionen. Am besten können wir Athen und dem Rest der Euro-Zone helfen, wenn wir das Land wieder aufbauen. ... http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,787125,00.h…
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.110.026 von HeWhoEnjoysGravity am 20.09.11 11:57:16#86

Wie einfach der Aufbau eines heruntergewirtschafteten Landes ist, lässt sich ja in Ostdeutschland besichtigen, wo es auch nach 22 Jahren Aufbau Ost noch immer keine sich selbst tragende Wirtschaft gibt...

:eek:
Diese einseitigen Milchmädchenrechnungen könnten von einem französischen Bänker sein.:laugh:

Moral aus der Geschicht: EUro Staaten macht Schulden und ihr bekommt ein umfangreiches
EU-Investitionsprogramm.

...........ist denn schon wieder Weihnachten ;)
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.110.026 von HeWhoEnjoysGravity am 20.09.11 11:57:16Griechenland wäre im Fall der Pleite viel schlimmer dran als Argentinien, und die Pleite wäre viel schlimmer.
Argentinien ist am Dollar peg eingegangen, bzw. weil sie ihn nicht gelöst haben wie Brasilien das getan hat.
Und Griechenland hat kaum Exporte, nur etwas veralteten Tourismus. Aufbauhilfe Griechenland wird sehr populär sein, wenn hier Banken und Versicherungen krachen und die Portugiesen und Italiener vor der Türe stehen.

Relativ am billigsten scheint ein Rückkauf der griechischen Staatsanleihen am Markt durch den ESM zu sein, und das Land dann einfach sich selbst zu überlassen, als Mahnmal für gescheiterte Politik.
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.110.219 von San242 am 20.09.11 12:31:13#88

Wenn ein Unternehmen in betrügerischen Konkurs geht, bekommt es auch keine Geldgeschenke.

Stattdessen werden die Betrüger vor Gericht gestellt, und Gerichtsvollzieher verhökern den gesamten Unternehmensbesitz...

:eek:
Wie gesagt, ist es bei weitem die beste Lösung, Griechenland zu helfen.

Aber: Soll man eine griechische Regierung finanzieren, die unverschämt das Geld anderer an die eigenen Bürger verteilt.

Lustig finde ich immer wieder solche Argumente, wie: Es wird dann Spannungen in Griechenland geben, weil dort der Lebensstandard sinken wird. Wenn das nicht so:cry: wäre, wäre es :laugh: .
Wenn die Griechen es nicht kapieren, dass ihr Lebensstandard von ihrer Wirtschaftsleistung abhängig ist, dann werde sie es leider auf die harte Tour zur Kenntnis nehmen müssen, wie die Lage ist. Sprich: Der Lebensstandard muss rapide sinken, und zwar plötzlich.
Irgendwann haben die Ostdeutschen auch kapiert, dass ein paar Propagandaphrasen auf die Dauer die Regale nicht füllt. So weit ist man in Griechenland offensichtlich noch nicht. Dort wird ein korruptes Steuerhinterziehungssystem mit einem überragenden ineffizienten und unproduktiven staatlichen Sektor gefahren und wenn die Frage aufkommt, wer an der Misere Schuld ist, zeigen alle mit dem Finger auf Europa und den Kapitalismus.

Es war eben von vornherein ein Fehler, unterschiedlich entwickelte Länder mit verschiedenen Systemen zusammenzuspannen.
auf all die Fragen warum die USA oder der dollar in aehnlichen situationen NICHT...in der EU jedoch DOCH gibt es nur eine - volkswirtschaftliche - Antwort:

- in den USA geht man sehr klar bei/gegen strategischen Vorgaben vor

- in der EU laeuft das ehr Walldorfschulen aehnlich. Jedes darf noch ein wenig spielen bis es muede ist und geht dann moeglichst selbst, eigenverantwortlich und ohne Aerger ins Bett geht.
Aber welche "Kinder" bringen das mehrheitlich schon.

Die EU ist eine ehr antiautoritaer ueberlassene als gefuehrte Gesellschaft, und dass das im Zusammenspiel mit so unterschiedlichen Kulturen nicht funktioniert, das sehen wir ja.

Alle jammern nur ueber die unerzogenen Kinder, aber niemand moechte sie an die Hand nehmen und fuehren.

What to do, ich denke auswandern ist keine schlechte Option.
...weil...wer soll diese soziale Grundeinstellung! schon EU-weit aendern wolen, ich jedenfalls nicht, obwohl ich eine klar andere Meinung habe und verfolge.

What to do
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.109.369 von HeWhoEnjoysGravity am 20.09.11 09:58:53"Möglicherweise gibt es in Griechenland bedeutendere Öl-/Gasvorkommen"

Dann wird Deutschland ja bald am Ida-Gebirge verteidigt. Damit unsere Jungs sich nicht langweilen, nachdem sie aus Afghanistan rausgejagd worden sind. Liegt außerdem auch auf dem Weg.
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.111.960 von Borealis am 20.09.11 17:39:45Das ist genau wieder so eine ziellose Angabe welche nur polarisiert aber nichts zum Kern bei traegt!
als Griechenland in die EU eingetreten ist hat KEINER! so genau auf deren billanzfaelschungen geschaut

Jetzt kommen die Griechenland-Probleme wie zu erwarten war hoch und der Buerger soll das mal eben laessig eimerweise wegtragen tragen.
Ja sagt mal seid Ihr / sind wir denn bescheuret oder was?

Was ist mit dem Denken von Anfang an geschehen?

Ok, wer nur reagieren will weil er damit wenig (preventive) Arbeit hat, (wer wusste schon im Voraus wie sich seine Kinder entwickeln werden) der muss jetzt eben blechen - ich jedoch trage das ganz klar nicht mit!
mir jammert hier keiner mehr bloed daher wenn er nicht nachweisen kann dass er preventiv! etwas zum Wohle des Gesamt EU-Systems beigertragen hat um sichtbare Probleme im Vorfeld zu vermeiden.

Ich spreche hier nicht von raschen, undurchdachten finanziellen Hilfen, sondern von preventiven, transparenten Hilfen BEVOR! die zu erwartewnden Probleme eintreten.
Da waren ja inzwischen fast 10 Jahre Zeit zu!

So viele unerzogene EU-Kinder hier, unglaublich.
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.112.120 von GaneshMK am 20.09.11 18:09:30für den EU-Beitritt war es auch völlig egal, ausserdem waren das andere Zeiten - NATO-Südflanke war ein ernstes Thema, die Ruskis nicht aus dem schwarzen Meer lassen war schon was wert.

Ich bin entsetzt, wie nonchalant hier EU mit Euro verwechselt wird - es sind 2 völlig verschiedene Dinge :eek:
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.112.526 von big_mac am 20.09.11 19:32:17...und am Ende fuehrt eine Verwechslung (bei den Verwechslern) doch wieder auch den Euro raus, so what :laugh:
Auf jeden Fall sollte Griechenland unbedingt in der EU gehalten werden, alles andere wäre ein falsches Signal.
Aber weg mit dem Euro und hin zur Drachme, diese wird stark gegenüber dem Euro abgewertet und dann kennt ihr das Lieblingssommerurlaubsziel der Deutschen 2012. ;)
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.119.813 von San242 am 22.09.11 09:38:03"Auf jeden Fall sollte Griechenland unbedingt in der EU gehalten werden, alles andere wäre ein falsches Signal".:laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh:

Diese Betrüger? Raus damit!

Im übrigen wäre diese €-Krise gut geeignet, Deutschlands gesichtswahrenden Rückzug aus dem EURO zu ermöglichen. Deutschland und den Deutschen (welche damals schon mit grißer Mehrheit gegen die D-Mark-Aufgabe waren) ist damals von den D-Mark-Neidern und den eigenen dmarkabschaffenden Politikern zugesagt worden, dass
- der EURO eine stabile Währung sein solle
- Verstöße gegen die Stabilitätsnormen geahndet werden
- die EZB eine regierungsunabhägige Institution sei und dies auch bleiben werde
- die vorrangige Aufgabe der EZB der Erhalt der Geldwertstabilität sei
- der EURO eine Gewinn für die Deutschen darstellen werde
- kein Teilnehmerland für die Schulden eies anderen Landes aufzukommen habe (no-bail-out)
- usw.,usw.

Alle diese Versprechungen wurden gebrochen.
Insbesondere die Deutschen wurden belogen und betrogen.
War dies die Grundlage der EURO-Einführung?
Nein; damit sind die Vertragsgrundlagen hinfällig, so dass die auf diesen nicht mehr vorhandenen Vertragsgrundlagen basierenden Verträge hinfällig ohne weiteres gekündigt werden können.

Der riesige Schaden, den Deutschland und die Deutschen bis jetzt durch dieses naive EURO-Abenteuer schon jetzt belastet, könnte durch eine EURO - Aufkündigung wenigstens auf den heutigen Stand festgeschrieben werden. Mit jedem Tag, mit dem dem Deutschland im EURO verbleibt, wird dessen Schaden größer.

Warum handeln unsere Politiker nicht?

Weil sie dumm sind?
Weil sie starrsinnig sind?
Weil sie uneinsichtig sind?
Weil sie von ihren Europa-Kollegen korrumpiert wurden?
Warum handeln sie nicht?
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.120.926 von raceglider am 22.09.11 12:25:01.. der Schweizer Franke war auch stabil - zu stabil!;)
Es wird jeden Tag verrückter!

Wie oft wird der Deutsche noch in den Ar... getreten?

"Das Troika-Drama darf sich nicht alle drei Monate wiederholen"
22.09.2011, 16:17 Uhr

Der Chef der EU-Taskforce für Griechenland will das Land ohne harten Schuldenschnitt zum Wachstum zurückführen. Dabei zählt er auf deutsche Unterstützung - nicht zuletzt die Stromkunden könnten draufzahlen.

Auch Stromkunden in Deutschland müssen damit rechnen, für den Aufbau einer Solarenergieproduktion in Griechenland zu Kasse gebeten zu werden. Das sagte der Chef der EU-Taskforce für Griechenland, Horst Reichenbach, dem Handelsblatt:
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.120.926 von raceglider am 22.09.11 12:25:01...und weil sie dumme Leute haben die geduldig mit gehen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.122.561 von Belu1972 am 22.09.11 16:38:10dieser arme Kerl wird bei seiner Arbeit ganz sicher auch noch zusammen brechen oder resignieren.
Ich kenne das aus 10 Jahren Rumaenien, gegen diese verflochtene, protektionistische Brut kommt man als Deutsch-Denkender kaum an.
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.120.926 von raceglider am 22.09.11 12:25:01Deutschland und den Deutschen (welche damals schon mit grißer Mehrheit gegen die D-Mark-Aufgabe waren) ist damals von den D-Mark-Neidern und den eigenen dmarkabschaffenden Politikern zugesagt worden, dass
- der EURO eine stabile Währung sein solle
- Verstöße gegen die Stabilitätsnormen geahndet werden
- die EZB eine regierungsunabhägige Institution sei und dies auch bleiben werde
- die vorrangige Aufgabe der EZB der Erhalt der Geldwertstabilität sei
- der EURO eine Gewinn für die Deutschen darstellen werde
- kein Teilnehmerland für die Schulden eies anderen Landes aufzukommen habe (no-bail-out)
- usw.,usw.


1) BISHER war der Euro eine sehr stabile Währung - bei Einführung 1,18 gegen den Dollar und ca. 120 gegen den Yen. Im Inneren niedrige Inflation.
2) Dummerweise war Deutschland eines der ersten Länder, die dagegen verstoßen haben.
3) Sie ist unabhängiger als die meisten Notenbanken, das ist nicht das Problem.
4) siehe 1) - bisher erfüllt.
5) War es bisher auch - die innereuropäischen Konkurrenten können nicht mehr durch Abwertung billiger werden.
6) Das hätte man im Mai 2010 durchziehen müssen, jetzt ist es zu spät - bis 2013.
"Wie oft wird der Deutsche noch in den Ar... getreten?"

Noch viel zu wenig.
Der Michel braucht das eben. Solange es nicht weh tut, kapiert der nix.
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.123.338 von GaneshMK am 22.09.11 18:47:09und Frau Merkel ist der Überzeugung (nach Vieraugengespräch mit seiner Heiligkeit:rolleyes:) das sie und ihre Mannen kreativhandeln
Papandreou beim BDI
Mister Krise färbt schön
Keine Kritik, kein Insolvenz-Gerede - bei seinem Auftritt vor den Spitzen der deutschen Industrie wird der griechische Premier Papandreou äußerst herzlich empfangen. Er dankt es mit praller Zuversicht in Sachen Schuldenkrise. Seine Botschaft: "Yes, we can!"

Berlin - Ach, wenn die Welt doch nur immer so nett zu ihm wäre. "Herzlich willkommen!" darf der Premier schon über dem Eingang lesen, "Herzlich willkommen!" heißt es auch auf der großen Bühnenleinwand, das feine Publikum strömt pünktlich ins Plenum, aus den Boxen schallen Vivaldis "Vier Jahreszeiten". Georgios Papandreou lächelt, die Häppchen schmecken, die Bosse klopfen ihm auf die Schulter. ... http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,788631,00.h…
Schäuble wehrt sich gegen Trickserei-Vorwurf
... Finanzminister Schäuble versprach jetzt, dass das Parlament immer mitbestimmen soll. ... http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,789036,00.h…

Bundestag gibt 211 Milliarden für Euro-Rettung frei
Mit breiter Mehrheit hat der Bundestag die Aufstockung des Euro-Rettungsschirms EFSF beschlossen. 523 Abgeordnete stimmten mit Ja, 85 mit Nein, 3 enthielten sich. ... http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,789070,00.h…

Schwarz-Gelb erreicht knapp die Kanzlermehrheit
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,789089,00.h…
... Beim Treffen der EU-Finanzminister sei ein Schuldenschnitt "intensiv" diskutiert worden, sagt Wolfgang Schäuble. ...

... Hebel: EFSF-Volumen könnte auf bis zu zwei Billionen Euro steigen ... http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,789932,00.h…
Vorsicht Plünderer: Pleite-Griechen kaufen mit Geld aus dem nächsten EU-Rettungsschirm 400 Kampfpanzer
Sitzen Sie gut? Die Athener Regierung fühlt sich wegen der Sparmaßnahmen zunehmend vom eigenen Volk bedroht. Und jetzt kauft sie amerikanische Kampfpanzer. Ein Scherz? Nein, keineswegs.

Hellenic Defence ist eine griechische Webseite, die sich mit Fragen der Landesverteidigung befasst. Und dort wurde jetzt die Bombe veröffentlicht: Die USA haben einem Ersuchen der Griechen nach Lieferung von 400 amerikanischen Kampfpanzern des Typs M1A1Abrams zugestimmt. Zudem werden die USA den Griechen etwa 100 gepanzerte Militärfahrzeuge liefern. Schwedische Journalisten reiben sich verwundert die Augen, Wirtschaftsjournalisten kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus – und in Deutschland schweigen die Medien dazu. ... http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/europa/udo-ulfkotte…

Europa soll keine Rüstungsgüter aus den USA kaufen (außer Einzelexemplaren zu Forschungszwecken). Des Weiteren ist ja wohl klar, dass dieser Deal (400 Ami-Panzer und 100 Militärfahrzeuge) den Griechen nicht nur verboten werden soll, sondern dass es auch gründliche Untersuchungen ob der Hintergründe geben soll und zwar mit dem Ziel, schlechte Menschen zu entmachten. Ach ja und wenn die Story stimmt (was natürlich zu prüfen ist), dann sollen die deutschen Medien darüber berichten und zwar empört auf Seite 1. (imho)
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.181.551 von HeWhoEnjoysGravity am 07.10.11 05:32:55Vorsicht Plünderer: Pleite-Griechen kaufen mit Geld aus dem nächsten EU-Rettungsschirm 400 Kampfpanzer
Sitzen Sie gut? Die Athener Regierung fühlt sich wegen der Sparmaßnahmen zunehmend vom eigenen Volk bedroht. Und jetzt kauft sie amerikanische Kampfpanzer. Ein Scherz? Nein, keineswegs.

Hellenic Defence ist eine griechische Webseite, die sich mit Fragen der Landesverteidigung befasst. Und dort wurde jetzt die Bombe veröffentlicht: Die USA haben einem Ersuchen der Griechen nach Lieferung von 400 amerikanischen Kampfpanzern des Typs M1A1Abrams zugestimmt. Zudem werden die USA den Griechen etwa 100 gepanzerte Militärfahrzeuge liefern. Schwedische Journalisten reiben sich verwundert die Augen, Wirtschaftsjournalisten kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus – und in Deutschland schweigen die Medien dazu. ... http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/europa/udo-ulfkotte…

Europa soll keine Rüstungsgüter aus den USA kaufen (außer Einzelexemplaren zu Forschungszwecken). Des Weiteren ist ja wohl klar, dass dieser Deal (400 Ami-Panzer und 100 Militärfahrzeuge) den Griechen nicht nur verboten werden soll, sondern dass es auch gründliche Untersuchungen ob der Hintergründe geben soll und zwar mit dem Ziel, schlechte Menschen zu entmachten. Ach ja und wenn die Story stimmt (was natürlich zu prüfen ist), dann sollen die deutschen Medien darüber berichten und zwar empört auf Seite 1. (imho)



Na ja, vielleicht hat die griechische Regierung kein Vertrauen zu
Eugendfor?

http://www.jan-gaspard.de/entries/11-EUGENDFOR-und-die-Europ…



oder mal etwas lässig

http://www.youtube.com/watch?v=9azjNBjF5Q8


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