DAX+1,41 % EUR/USD-0,28 % Gold+0,57 % Öl (Brent)-2,05 %

Jagd auf Bankkundendaten und Steuergelder - 500 Beiträge pro Seite



Beitrag schreiben

Begriffe und/oder Benutzer

 

In der heutigen Krise versuchen viele verschuldete Staaten mit allen Mitteln, an die Gelder ihrer Bürger ran zu kommen. Besonders die USA ist mit ihrem Foreign Account Tax Compliance Act (FACTA) äusserst aktiv und verlangt äusserts rücksichtslos weltweit Auskunft über Bankkonten und deren Besitzer.

Dieser Thread soll auf Gefahren,Risiken und Datenbespitzelung aufmerksam machen, denn wir haben ganz speziell in finanziellen Sachen ein Recht auf Privatsphäre.

Für eine aktive und konstruktive Beteiligung am Thread dankt Euch

Selectrix :)
4. Jan. 2012
Und damit gleich zum ersten Beitrag:

Die neue Steuerwalze

Die USA wollen ihr Steuernetz in einem bisher nicht gesehenen Ausmass ausweiten. Damit provozieren sie weltweit scharfe Proteste von Bürgern, Regierungen und Banken.
Die Pläne sind die bisher letzte, aber mit Abstand schärfste Folgewirkung des Steuerbetrugs der UBS. Die US-Regierung will ab diesem Jahr in mehreren Schritten ein dichtes Informationsnetz für Bankkunden aufziehen. Ähnlich wie dies bereits für die Schweiz gilt, sollen Regierungen und Banken weltweit zu Handlangern der US-Steuerbehörde gemacht werden. Ob die Proteste der Betroffenen fruchten, ist fraglich.

Die Tragweite des Foreign Account Tax Compliance Act (Fatca) haben jene mehrere Zehntausend Kunden von Schweizer Banken, die in irgendeiner Form eine Beziehung zu den USA haben, bereits schmerzhaft zu spüren bekommen. Die Banken lösten ihnen kurzerhand Depots und Konti auf, um den harschen amerikanischen Vorschriften zu entgehen. Was aber Amerikaner in der Schweiz und Schweizer in den USA an Schikanen und finanziellen Verlusten einstecken mussten, wird dem Rest der Welt erst langsam klar. Noch ist das in dieser Form einmalig weitreichende Gesetz nicht in allen Punkten geklärt. Sicher ist aber, dass es ab diesem Jahr in mehreren Etappen eingeführt wird und schliesslich zu einem globalen Informationsnetz über US-Steuerpflichtige führen soll.


Ausser Kontrolle geraten


«Der Kongress griff zum Vorschlaghammer, um die steuerflüchtigen Amerikaner zu treffen», sagt David Rosenbloom von der Kanzlei Caplin & Drysdale in Washington. «Die US-Kunden von Schweizer Banken ahnen bereits, wie weit die Vorschriften übers Ziel hinaus schiessen», erklärt der früher für das Finanzministerium der USA tätige Anwalt dem TA. «Doch die Banken, die Steuerzahler und die Regierungen im Rest der Welt realisieren erst jetzt, wie schwer auch sie betroffen sein werden.»

Das Gesetz fordert von sämtlichen Auslandbanken und -firmen, die US-Wertschriften in Kundendepots halten oder an denen Amerikaner (und Schweizer in den USA) beteiligt sind, sich ab 2012 bei der Steuerbehörde IRS registrieren zu lassen. Damit verbunden ist die Pflicht, über sämtliche Kontoinhaber Erkundigungen einzuziehen und sicherzustellen, dass sie ihre Finanzerträge der IRS deklarieren.

Kleinere Banken in den Konkurs

Weigert sich eine Bank, drohen harte Strafen. Sie muss unter anderem eine Rückhaltesteuer von 30 Prozent einziehen und der US-Steuerbehörde überweisen. Kleinere Banken könnten laut Experten gar in den Konkurs getrieben werden, sofern sie sich nicht dem Steuerdiktat unterziehen. In der Schweiz haben kurz vor Jahresende mehrere Banken noch einmal eine Runde mit Zwangskündigungen von Konti durchgeführt, um den US-Bestimmungen zu entgehen. Selbst Pensionskassenguthaben wurden gnadenlos aufgehoben. Auch deutsche und italienische Banken haben begonnen, sämtliche Dienstleistungen an US-Kunden einzustellen.

In den letzten Wochen und Monaten allerdings ist der Protest gegen das Ansinnen der USA, die Banken zu Spitzeln der IRS zu machen, stark gewachsen. Brasilianische Banken forderten vor Weihnachten rundweg, von der Regelung ausgenommen zu werden. Begründung: Brasilien habe höhere Einkommenssteuern, damit sei der Anreiz zur Steuerflucht aus den USA gering.


Missverhältnis Aufwand - Ertrag


Auch Japans Bankiervereinigung wies das Gesetz zurück, da der Vollzug «extrem mühsam» sei. Japanische Bankkunden halten meist mehrere Konti mit kleinen Beträgen, es wären somit rund 800 Millionen Konti zu prüfen – mit nicht absehbaren Kosten. Die Schweizerisch-Amerikanische Handelskammer geht von Fatca-Kosten von 100 Milliarden Dollar aus. Das Institute of International Bankers in New York bezifferte den Aufwand für den Vollzug der neuen Vorschriften auf mindestens 250 Millionen Dollar, und zwar für jede Grossbank.

Proteste hagelte es auch seitens der EU-Kommission und von Banken in Südostasien und Australien. Am lautesten war der Aufschrei in Kanada, das mit dem Bankensystem der USA eng verbunden ist. Für viele kleinere Finanzhäuser sei das Gesetz «der letzte Nagel im Sarg», befürchtet die kanadische Investment Industry Association. Was Finanzinstitute und Regierungen weltweit erbost, ist auch das Missverhältnis von Aufwand und Ertrag: Während die USA über zehn Jahre hinweg auf zusätzliche 8,7 Milliarden Dollar Steuern hoffen, müssen die Banken im Ausland ein Mehrfaches davon aufwenden, um diese Mittel beschaffen zu helfen.


Auch US-Banken unter Druck


IRS-Direktor Doug Shulman gibt sich in- des ungerührt. Der Kongress habe einen Auftrag erteilt; er werde ihn umsetzen, und zwar «mit unverminderter Härte». Der Steuerfeldzug habe nie nur einem Land (der Schweiz) und nie nur einer Bank (der UBS) gegolten, sagte er Mitte Dezember. Das Risiko, erwischt zu werden, «wird nur noch zunehmen». Er habe die weltweiten Proteste gehört und wolle den Bedenken punkto Übergriff auf ausländische Gesetze und bürokratischem Aufwand Rechnung tragen, so Shulman. Der Direktor der Steuerbehörde versprach, in Kürze präzisere Regeln vorzulegen, die «verantwortlichen Bürgern erlauben, einen gangbaren Weg durch die verwirrenden Probleme zu finden».

Dass die USA das Gesetz überarbeiten könnten, erscheint trotz dessen grober Mängel unwahrscheinlich. Die Grossbanken in den USA halten sich still, um nicht in den Verdacht der Beihilfe zur Steuerflucht zu geraten. Sie aber wären die Einzigen, die genug Druck machen und den Kongress umstimmen könnten. Zudem stecken sie in einem Dilemma, weil das Finanzministerium ihre Meldepflicht ausweiten will.

«Eine sehr, sehr üble Idee»

Es geht vor allem um Banken in Florida, Kalifornien und Texas, die hohe Auslandvermögen von Mexikanern und Südamerikanern verwalten. Sie hatten diese Mittel wegen der innenpolitischen Risiken in die USA verschoben und genossen bis anhin die Vorteile eines Sonderabkommens, das die erzielten Zinszahlungen nicht meldepflichtig machte. Dies wollen die USA nun ändern. Damit aber werde man zur Komplizin der IRS, so die Florida Bankers Association, und dies «ist eine sehr, sehr üble Idee».

«Alle schreien und poltern, aber die Steuerwalze aufzuhalten, ist im heutigen Umfeld unmöglich», so Rosenbloom. Hinzu kommt, dass internationale Anleger US-Staatsanleihen trotz der extrem tiefen Zinsen in rauen Mengen kaufen. Damit aber verliert der Einwand der Banken an Schärfe, das zunehmend aggressive Steuerregime könnte die US-Papiere weniger attraktiv machen. Der IRS kann das nur recht sein. (Tages-Anzeiger)

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/geld/Die-neue-Steuerw…
verstehe das problem nicht...

wer was verdient, muss nach Gesetz einfach seine steuern zahlen..

ich denke das ein aufschrei in der Bevölkerung nicht kommen wird..da es 99 % der Leute nicht trifft. Sie arbeiten im Land und bezahlen ihre steuern über ihren Gehaltszettel..

Solche probleme haben nur die oberen 10 000 somit nicht relevant.

Ich finde das Gesetz der Amerikaner gut und würde mich freuen,wenn so was alle Länder machen würden.
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.546.933 von selectrix am 04.01.12 03:34:33«Der Kongress griff zum Vorschlaghammer, um die steuerflüchtigen Amerikaner zu treffen»

Warum sollte ein ehrlicher Mensch etwas dagegen haben? :confused:
Steuerhinterziehung soll ja angeblich so eine Art "Volkssport" sein.
Und Sport soll ja gesund sein.
Verstehe gar nicht, dass die USA gegen diese doch so schöne Sportart so hart vorgeht.
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.547.279 von Turbodein am 04.01.12 09:05:10Griechisch freistil? :look:
Die Sympathiewerte für Steuerhinterzieher sind
mittlerweile genauso im Keller, wie die Werte
für die äffdäpäh !
Also, waidmannsheil....
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.547.369 von ElLute am 04.01.12 09:23:11trotzdem gibt es noch Leute die einem michael Schuhmacher dem "deutschen" zu jubeln.

und wenn er mit seinem wahnsinns gehalt,das er hier nicht versteuert auf dem steuerzahler finanziertem Nürburgring fährt könnt ich kotzen.
dafür kriegst du einen grünen daumen...

hatte mal einen nachbarn, welcher als betriebsprüfer einen "sagen wir mal -
knallharten ruf hatte"...jeder cent - und da gibt es durchaus spielräume -
welcher er für den fiskus generieren konnte wurde "eingetrieben" ( die
"reichen sollen zahlen") aber wenn "uns Schumi" seine runden fuhr,
hat der volldepp vor seiner hütte die ferrari-fahne gehisst und tränen
in den augen gehabt...der war sein hero!!!

und bei vettel seh ich das ähnlich - die formel 1 ist sowieso
ein idiotensport - ein spielzeug der megareichen, wo mit geld nur
um sich geworfen wird...man nehme nur den ehemaligen gebrauchtwagenverkäufer
w.weber...

deutschland und seine doppelmoral: wenn ein Dax-vorstand 3 mio. verdient
und in D versteuert -
welch ein aufschrei...

aber ein schumi:cry::cry: und ein vettel:cry::cry:die liste wäre endlos!
Ich kann Steuerflüchtige wirklich gut verstehen,
wieviel hart verdientes Geld in endlosen Kriegen der Amerikaner verpulvert wird das ist für Steuerzwahler wohl nur schwer zu verstehen.

Aber natürlich verdienen die Ölmultis, Waffenproduzenten, etc.
sehr gut an diesen Kriegen und diese haben die Lobbys
welche immer neue Kriege arrangieren.
Das ist doch alles Heuchelei und Populismus. Warum meint ihr gibt es keine wasserfesten Steuergesetze?

...genau, die haben keine Lust steuern zu zahlen, während der Kleine alles doppelt und dreifach aufgetrommelt bekommt. Wir befinden uns im Krieg Oben gegen Unten, so einfach ist das.

...und wer jetzt plötzlich anfängt zu Heucheln wegen Steuerflucht, der gehört gesteinigt und nackt durchs Dorf gejagt.
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.547.744 von Goldbaba am 04.01.12 10:37:36Respekt, Euch Steuerflüchtlingen.

Ihr zahlt wenigstens nicht für diesen ganzen EU - Sch ... .

Muss ein zutiefst befiedigendes Gefühl sein.
wem die (steuer)gesetze seines landes nicht gefallen, kann ja auswandern.

nicht motzen sondern handeln.
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.548.539 von raceglider am 04.01.12 12:48:43"Strafgesetzbuch

Wer eine der in § 138 Abs. 1 Nr. 1 bis 4 und in § 126 Abs. 1 genannten rechtswidrigen Taten oder eine rechtswidrige Tat nach § 176 Abs. 3, nach den §§ 176a und 176b, nach den §§ 177 und 178 oder nach § 179 Abs. 3, 5 und 6, nachdem sie begangen oder in strafbarer Weise versucht worden ist,

1. belohnt oder
2. in einer Weise, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören, öffentlich, in einer Versammlung oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) billigt,


wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft."

http://dejure.org/gesetze/StGB/140.html
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.549.009 von AdHick am 04.01.12 14:08:48Danke, Du Schlauberger.

Was eigentlichlich ist an einem Steuerflüchtling rechtswidrig?

Wenn jemand in die Schweiz, auf die Bermudas oder in das Königreich Tonga zieht und sich dort an seinem niedrigst versteuertem Einkommen vergnügt und sich daran aufgeilt, für diesen deutschen und EU-europäischen Schrott nichts zahlen zu brauchen - und wenn man diesen Leuten seine Anerkennung ausspricht - ist das strafbewehrt?

Sind wir wirklich schon soweit?

Da habe ich wohl was nicht mitbekommen.
Bei den Amerikanern ist es ja so, dass sie sogar Bürger, die Ihren Wohnsitz seit Jahren im Ausland und auch ihre Bankkonten im Ausland (d.h. nichts in den USA) haben, besteuern. Bloss weil sie Bürger der USA sind, müssen sie Steuern in den USA abliefern, das ist doch komplett verrückt.
Angenommen ich bin Schweizer Bürger und ausgewandert, habe keine Immobilien in der Schweiz aber ein Bankkonto dort:
Dann muss ich nur für die Zinserträge Steuern zahlen.
Wenn ich nichts in der Schweiz habe (also auch kein Bankkonto), dann brauche ich in der Schweiz selbstverständlich nichts zu versteuern.
Ich nehme an, so ist es auch in den meisten EU-Staaten.

Wie auch immer, als Bankkunde wird man heutzutage aus diversesten Gründen bespitzelt. Die USA verlangen Bankdaten aus Europa immer wieder mit dem Argument der Terrorabwehr (SWIFT, Kreditkarten etc.). Jetzt werden sie immer dreister, es geht (zum Teil....) um Steuereintreibung. Ueberall wird Geld rausgepresst.
Es ist die Macht des (noch) Mächtigen.

Mir geht es darum, solche Machenschaften ins Bewusstsein zu rufen.

Es freut mich, dass der Thread ein solches Echo ausgelöst hat. Das ist schon mal ein guter Anfang.
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.551.548 von Caravest am 04.01.12 21:24:37Willkommen an Bord!
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.551.548 von Caravest am 04.01.12 21:24:37Welche Themen sollen in diesem Thread besprochen werden?

1) Wie Staaten versuchen an Bankdaten zu gelangen und was die wirkliche Absichten sind:
Z.B. FATCA, SWIFT-Abkommen, Kreditkarten- und anderer Datenaustausch in Bank und Steuersachen, Spionagesoftware; Datenbeschaffungen mittels Drohungen, Erpressungen,Verhaftungen und Datendiebstahl, Whistleblower; Doppelbesteuerungsabkommen usw.usw

2)Kriminelle Organisationen:
Skimming, Pishing etc.

3)Welche Staaten sind mit der Datenweitergabe restriktiv bzw. wo wird der Datenschutz noch wirklich ernst genommen etc.

Ueber den Sinn und Unsinn von Steuern, möchte ich hier lieber verzichten.Das ufert bloss in einem enlosen Hin und Her aus. Wenn dazu nicht bereits ein Thread bei w:o vorhanden ist, könnte gegebenenfalls dazu auch einer eröffnet werden.

Bitte nicht einfach Artikel reinstellen ohne Bezug auf das Thema. Also z.B. bei FACTA immer auf den vorherigen FACTA-Beitrag anworten.Das erleichert ein späteres Suchen nach dem Artikel ganz erheblich.Danke!

Selectrix :)
Was ist das SWIFT-Abkommen?

Dazu findet man unter http://de.wikipedia.org/wiki/SWIFT-Abkommen z.B.:

Das SWIFT-Abkommen (vollständig: Abkommen zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten von Amerika über die Verarbeitung von Zahlungsverkehrsdaten und deren Übermittlung für die Zwecke des Programms der USA zum Aufspüren der Finanzierung des Terrorismus)[1] ist ein völkerrechtliches Abkommen zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten, das den Zugriff US-amerikanischer Behörden auf die Daten der SWIFT (Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication) regelt. Eine erste Fassung des Abkommens wurde am 30. November 2009 von den EU-Innenministern im Rat für Justiz und Inneres gebilligt,[2] aber am 11. Februar 2010 mit 378 gegen 196 Stimmen vom Europa-Parlament abgelehnt.[3][4] Daraufhin wurde eine zweite Fassung erarbeitet, die am 8. Juli 2010 durch das Europäische Parlament gebilligt wurde.[5]

Die Daten der SWIFT werden von den USA zum Aufspüren von Terrorfinanzierungen im Rahmen des Terrorist Finance Tracking Program (TFTP) ausgewertet. Kritiker, darunter auch das deutsche Bundeskriminalamt und die Bundesanwaltschaft, bezweifeln jedoch den Nutzen.
Um die Daten dem unmittelbaren Zugriff der US-Behörden zu entziehen, wurden zum Jahreswechsel 2009/2010 zentrale SWIFT-Server aus den USA in die Schweiz[7] und die Niederlande verlagert.[8]

...Durch die Ablehnung des Parlaments kam es zu neuen Verhandlungen zwischen der EU-Kommission und den USA. Dabei wurden höhere Datenschutzanforderungen beachtet und ein Recht auf Einsicht und ggf. Korrektur bzw. Löschung der Daten verankert. Die Verhandlungen endeten Mitte Juni 2010.[15] Auch der neue Entwurf stieß bei Parlamentariern zunächst auf Skepsis,[16][17] schließlich kündigten jedoch die drei größten Fraktionen (EVP, S&D und ALDE) an, mit dem erreichten Kompromiss einverstanden zu sein. Die Fraktion Grüne/EFA lehnte das Abkommen dagegen weiterhin ab.[18] Das Abkommen wurde am 28. Juni 2010 unterschrieben, nachdem alle 27 EU-Mitgliedsstaaten zugestimmt hatten. Am 8. Juli 2010 wurde es auch vom Europäischen Parlament mit einer breiten Mehrheit gegen die Stimmen von Grüne/EFA und GUE/NGL bestätigt.[5] Es trat am 1. August 2010 in Kraft.[19]
Bei einer Überprüfung der Umsetzung der Vereinbarung durch den Europol Joint Supervisory Body (JSB) Anfang März 2011 stellte dieser fest, dass die Datenschutzanforderungen nicht erfüllt würden und deshalb ernsthafte Bedenken bezüglich der Einhaltung von Datenschutzrichtlinien bestehen.[20] Besonders die teilweise nur mündlich erfolgte Begründung der Anfragen zur Übermittlung von Daten durch US-Behörden mache eine Überprüfung der Vorgänge unmöglich...

Inhalt
Gespeichert werden unter anderem die Namen von Absender und Empfänger einer Überweisung und die Adresse. Diese können bis zu fünf Jahren gespeichert werden, Betroffene werden nicht informiert.[10] Innereuropäische Überweisungen sollten von dem Abkommen nicht erfasst werden, innereuropäische Bargeldanweisungen hingegen schon.[12] Im Februar 2011 wurde bekannt, dass die USA auch Zugriff auf innereuropäische Überweisungen haben, die über das Swiftnet Fin abgewickelt werden.[22] Nur Überweisungen, die über SEPA abgewickelt werden, sind geschützt.[22] Widersprüchlich sind Aussagen, ob die Bankdaten an Drittstaaten weitergegeben werden dürfen. Das großflächige Abgreifen von Daten ist von dem Abkommen nicht gedeckt.
Ergänzen der Artikel zu Swift:

31.07.2010 11:03

SWIFT-Abkommen zum Finanzdatentransfer tritt in Kraft

Vom 1. August an können US-Sicherheitsbehörden internationale Finanzströme wieder einfacher durchleuchten. Am morgigen Sonntag tritt die umkämpfte neue transatlantische Übereinkunft zur Weitergabe von Überweisungsinformationen des Finanznetzwerks SWIFT (Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication) in Kraft. Die in Belgien beheimatete Genossenschaft bündelt Überweisungsinformationen von 9000 Banken aus über 200 Ländern. Über das Netzwerk werden täglich im Durchschnitt rund 16 Millionen Transaktionen und Transfers mit einem Volumen von über 4,8 Billionen Euro abgewickelt.

Washington kann mit dem Inkrafttreten des Abkommens nun erneut auf die begehrten Bankdaten zugreifen und sie in das Anti-Terror-Programm TFTP (Terrorist Finance Tracking Program) einspeisen. Es soll helfen, Finanzquellen des internationalen Terrorismus aufzudecken und zu kappen. Ob dies die Weitergabe der Überweisungsangaben effektiv möglich macht, ist aber selbst unter Strafverfolgern umstritten.

Im Rahmen des SWIFT-Abkommens, dem die EU-Abgeordneten Anfang Juli nach zunächst angekündigtem erneuten Widerstand grünes Licht gaben, werden der Name des Absenders und des Empfängers, die Kontodaten sowie die Summe und der Verwendungszweck einer Überweisung übermittelt. Betroffen sind Europäer, die Geld in Länder außerhalb der EU etwa in die USA, nach Afrika, Asien oder Südamerika transferieren. Überweisungen innerhalb Europas sollen außen vor bleiben. Als problematisch gilt vor allem die Tatsache, dass das in Belgien beheimatete Finanznetzwerk nach eigenen Angaben seine Datensätze mehr schlecht als recht filtern kann: An die US-Behörden gehen so komplette Datenpakete mit beispielsweise allen Überweisungen, die Personen aus Berlin an einem bestimmten Tag oder einer ganzen Woche nach Marokko getätigt haben. Die Informationen werden in den USA in der Regel fünf Jahre lang gespeichert.

Im Vorfeld des Inkrafttreten der Regelungen verschärfte der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar noch einmal seine Kritik auch an dem vom EU-Parlament leicht überarbeiteten Abkommen. Dieses entspreche nicht dem durch die Grundrechte-Charta und die allgemeine Datenschutzrichtlinie der EU vorgegebenen Bürgerrechtsniveau und unterlaufe so "unverzichtbare und bewährte Standards", bemängelte der Experte. Es sei zu erwarten, dass der Großteil der an die USA übermittelten Daten Personen beträfen, "die in keinerlei terroristische Aktivitäten verwickelt sind". Weder der Umfang der Informationsübermittlung, noch die Kriterien für den Datenzugriff seien sauber eingegrenzt. Die vorgesehene Speicherdauer sei "unverhältnismäßig", die ermöglichte Datenschutzkontrolle bleibe "lückenhaft".

Als "pikant" bezeichnete Schaar in diesem Zusammenhang, dass mit Europol ausgerechnet eine Behörde über Auskunftsbegehren der USA wachen solle, die zugleich von den US-Diensten mit den aus dem Datenbestand gewonnenen Erkenntnissen versorgt werde. Zwar sehe der Vertrag eine zusätzliche Kontrolle der Datenverarbeitung jenseits des Atlantiks durch unabhängige Prüfer vor, von denen einer durch die EU-Kommission benannt werden solle. Diese hätten jedoch nur eng begrenzte Befugnisse. Bei Verweigerung der Auskunftserteilung erführen zudem weder der Betroffene noch sein nationaler Datenschutzbeauftragter im europäischen Heimatland, ob und gegebenenfalls weshalb jemand in dem US-System gespeichert sei.

Als "einziges Bürgerrechts-Trauerspiel" bezeichnete Jan Korte, Mitglied im Vorstand der Linksfraktion im Bundestag, den Deal um die Finanzdaten. Das neue Abkommen sei "mit unglaublicher Geschwindigkeit" durch die Volksvertretungen gepeitscht worden. Das Projekt sei den europäischen Regierungen so wichtig gewesen, "dass sie nahezu alle Mitwirkungs- und Unterrichtungsrechte der nationalen Parlamente faktisch unterlaufen haben". Nicht einmal eine ausstehende Beurteilung der Übereinkunft durch den juristischen Dienst des EU-Parlaments zur Kontrolle des Bankdatentransfers sei abgewartet worden.

Das Abkommen ist zunächst auf fünf Jahre begrenzt, verlängert sich aber danach automatisch, wenn er nicht rechtzeitig vorher von einer der beiden Vertragsseiten gekündigt wird. Die EU soll in den nächsten Jahren nach dem Willen der europäischen Volksvertreter ein eigenes System zur Auswertung der Finanzdaten aufbauen und damit den massenhaften Datentransfer beenden. Neuer Streit über diesen Ansatz ist jedoch absehbar, weil einige Mitgliedsstaaten eine solche Fahndung bislang ablehnen.

http://www.heise.de/newsticker/meldung/SWIFT-Abkommen-zum-Fi…
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.552.761 von selectrix am 05.01.12 10:03:35Ein weiteres Thema: Fluggastdaten-Abkommen. Auch hier verlangt die USA die Kreditkartennummer....

EU-Innenminister: Grünes Licht für Fluggastdaten-Abkommen mit USA
13. Dezember 2011 14:39
Name, Adresse, Sitzplatz-und Kreditkartennummer ...
Die EU-Innenminister geben Dienstagnachmittag doch grünes Licht für das Fluggastdaten-Abkommen mit den USA. Innenministerin Johanna Mikl-Leitner erklärte vor der Abstimmung in Brüssel, Österreich werde sich ebenso wie Deutschland, das bisher dagegen war, der Stimme enthalten. Generell gelte aber, dass das Abkommen "auf alle Fälle Verbesserungen" enthalte.

"Wer Datenaustausch sagt, muss auch Datenschutz sagen", so Mikl-Leitner. Mit dem EU-Parlament werde es in dieser Sache sicher noch Diskussionen geben. Datenschutz sei ein sehr emotionales Thema, sowohl in der EU als auch in Österreich. Aber das Abkommen führe zu mehr Rechtssicherheit und auch zu einer Verkürzung der Datenspeicherdauer.

Name, Adresse, Sitzplatz-und Kreditkartennummer

Der Vertrag verpflichtet Fluggesellschaften, 19 Datenangaben an die US-Behörden weiterzugeben. Dazu gehören Name, Adresse, Sitzplatz-und Kreditkartennummer jedes EU-Passagiers, der in die USA einreist. Terrorfahnder wie der US-Geheimdienst CIA können die Angaben für die Suche nach Terroristen oder Schwerverbrechern auswerten.
http://derstandard.at/1323222929116/EU-Innenminister-Gruenes…
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.552.926 von selectrix am 05.01.12 10:30:22Ergänzend zum Fluggastdaten-Abkommen:

...Bereits am 9. Dezember kritisierte der europäische Datenschutzbeauftragte Peter Hustinx das Abkommen scharf. Er erklärte unter anderem den Datenspeicherzeitraum (15 Jahre!) für unverhältnismäßig...
http://www.nopnr.org/wachsende-kritik-am-fluggastdaten-abkom…

•Analyse in 8 Punkten (EN): EU/USA PNR Agreement: data protection is weak, proportionality not guaranteed, and obvious safeguards absent.
http://amberhawk.typepad.com/amberhawk/2011/12/euusa-pnr-agr…
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.552.984 von selectrix am 05.01.12 10:38:12Hallo,

ich bin der Meinung das es ein "Fluggastdatenabkommen" bereits zwischen der amerik. Regierung und mindestens den amerik. Fluglinien gab.
Ich beziehe mich hier auf eine selbsterlebte Kontrolle in Südamerika auf dem Flughafen in Montevideo im Jahr 2009-das werde ich mein Leben lang nicht vergessen.
Also kurz berichtet, ich wollte von Montevideo nach Berlin via Argentinien, via Madrid fliegen.
Wobei in Buenos Aires der Umstieg von American Airline in die spanische Maschine Iberia nach nur ca. 45 Flugzeit stattfand.

Also ein Sicherheitsmann von AA fragte mich in Monte auf dem Airport, wohin ich will, wo ich war, wie lange ich hier war, was ich hier gemacht habe, warum ich ein Notebook dabei habe, was ich da für Daten habe und so weiter und so fort ca. 30 Minuten lang- da war die erlebte chilenische Grenzkontrolle in den Anden mit Drogenspürhunden, antreten in Reih und Glied sowie Leibesvisite ein Witz dagegen..

Die Sache mit der angeblichen Terroristenabwehr weltweit durch Kontrollen ist nur ein Vorwand um unschuldige DENKENDE Bürger weiter zu kontrollieren.
Wozu gibt es Geheimdienste?
z.B.:
neues BND-Hüttchen in Berlin
Bruttogeschossfläche von 260.000 Quadratmetern. Die Gesamtkosten liegen am Ende vermutlich, alles in allem, bei knapp 1,5 Milliarden Euro.
http://www.sueddeutsche.de/politik/umzug-des-bnd-geheimes-au…

Satelliten ?
Handyortung-stille SMS?
unbenannte Drohnen ?
GPS- Galileo-Satellitenboykott ?

neuen Perso mit biometrischen Daten und demnächst RFID-Chip ?

Im November 2004 genehmigte die US-amerikanische Gesundheitsbehörde (FDA) den Einsatz des „VeriChip“ am Menschen.[16] Der Transponder der US-amerikanischen Firma Applied Digital Solutions wird unter der Haut eingepflanzt. Geworben wird mit einfacher Verfügbarkeit lebenswichtiger Informationen im Notfall. Andere Lösungen arbeiten dagegen mit Patientenarmbändern und koppeln diese Daten über den PDA des medizinischen Personals mit dem Patienteninformationssystem im Krankenhaus.[17]

Tatsächlich ist ein RFID-Kennzeichen zunächst ein offenes, also allgemein lesbares Kennzeichen, wie beispielsweise ein Kraftfahrzeug-Kennzeichen. Im Zusammenhang mit Bedenken zu RFID-Chips wird dessen ungeachtet von „Spychips“ gesprochen[36]

http://de.wikipedia.org/wiki/RFID

Plastikkarten ?
Paypal ?
Kundenkarten ?
etc..

Irgenwann gibt es auch wieder Stacheldraht und Lagerhaltung.
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.553.930 von Berlinbaer am 05.01.12 13:18:56ich bin der Meinung das es ein "Fluggastdatenabkommen" bereits zwischen der amerik. Regierung und mindestens den amerik. Fluglinien gab

Da gehe ich auch davon aus.Die eigenen Bürger kommen natürlich in den USA zuerst dran. Mit den Leuten habe ich manchmal fast ein bisschen Mitleid....

In unserer Zeit ist es viel einfacher an geheime Daten ran zu kommen...ob das nun Bespitzelung vom Staat ist oder umgekehrt.

Vielen Dank für den interessanten Beitrag. Allerdings möchte ich, dass wir uns hier möglichst auf den finanziellen Bereich beschränken. Das Flugabkommen habe ich deshalb hier erwähnt, weil die Amis so an die Kreditkartennummern von Fluggästen gelangen. Sollte diese Kreditkarte einem Amerikaner gehören und von einer ausländischen Bank ausgestellt worden sein, gehen die Amis der Sache nach und verlangen die Herausgabe von Bankdaten, weil sie Steuerhinterziehung vermuten.
Was mit all den anderen Kreditkartennummern passiert, bleibt vorerst offen....sie werden bekanntlich für 15 Jahre gespeichert.
Ein weiteres Thema, das ich hier ansprechen möchte: Die Tricks der Steuerfahnder. Wie die Steuerbehörde vorgeht ist oft von Land zu Land etwas unterschiedlich.Alle haben aber das gleiche Ziel: An nicht versteuertes Geld ran zu kommen.Nun werden natürlich viele erbost sagen: Schwarzgeld muss versteuert werden, Steuerhinterziehung ist strafbar usw. usw. Alles gut und recht, aber ich bin nach wie vor der Meinung, die Politiker und Behörden haben uns die Schuldenkrise eingebrockt. Ein überdimensionierter Beamtenstaat saugt die Bevölkerung aus, bis es eben nicht mehr geht. Der Thread soll nicht zur Steuerhinterziehung animieren, aber die Leser auf die Methoden der Steuerbehörde aufmerksam machen.Das kann auch einen präventiven Charakter haben. Schon jetzt besten Dank für Eure Beiträge.
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.557.754 von selectrix am 06.01.12 08:21:06Machen wir mal einen harmlosen Anfang, ergänzen lässt's sich alleweil:

Tricks der Steuerfahnder verbunden mit einigen Tipps:

- Hinweise und Tipps von enttäuschten Angestellten, Konkurrenten oder ehemaligen Geschäftspartnern, die nicht auch noch Geld- und Bewährungsstrafen mit ihren Kompagnons teilen wollen. Die betrogene oder gar geschiedene Ehefrau gilt da geradezu als Musterbeispiel (Tip unten beachten). Natürlich gibt es auch Denunzianten aus Gewissensgründen, so wie in Schleswig-Holstein (2010), wo ein Informant den Behörden die Daten schenkte. Sie sind aber die grosse Ausnahme.

- Manche Steuerpflichtige, ahnen gar nicht, wie eng geknüpft das Netz der Finanzverwaltung nach einer Reihe von Gesetzesänderungen inzwischen ist. Auch der technische Fortschritt spielt eine Rolle. Was Hacker im Internet schaffen, das beherrschen heute auch Finanzbeamte.

- Die meisten Fahnder haben sich in der Finanzverwaltung hochgearbeitet. Zunächst waren sie als Steuerrevisoren tätig. In Grossunternehmen und Banken gewannen sie Informationen, die auch für die Steuerfahndung wichtig waren. Viele Tipps kommen daher von Kollegen.

- Raffinierte Fragetechnik.
Steuerfahnder geniessen, worum sie Polizisten beneiden: beachtliche Freiheiten. Sie beherrschen eine Fülle psychologischer Tricks. Vor allem warten sie, wovor Steueranwälte stets warnen, mit einer Fragetechnik auf, der viele Verdächtige nicht gewachsen sind.

- Ohne Denunzianten wäre der Fiskus aufgeschmissen.

- Jeder Staats-Schnüffler wird sofort mißtrauisch, wenn ein Geschäftsmann aus Luxemburg ein Bündel Kontoauszüge und Renditeberechnungen mitbringt. Oder wenn er immer die gleichen Auslandstermine hat: Zürich, Luxemburg, und das Kleinwalsertal etc.

- Fahnder dürfen bei Verdacht privates Telefon und Fax überwachen.

- die Durchsuchung über sich ergehen lassen. Auch Angehörige dürfen sich nie zu einer Aussage provozieren lassen.“

- Erbengemeinschaften streiten gern ums Geld. Das ist besonders gefährlich, wenn das ererbte Geld schwarz im Ausland parkt und der zu kurz gekommene Erbe beim Fiskus plaudert.

- Mittelständische Unternehmer brauchen für kleine Steuerschummeleien oft die Hilfe ihrer Angestellten etwa die des Buchhalters. Der Mitarbeiter wird zum Mitwisser. Und der Chef begibt sich in eine gefährliche Abhängigkeit.

- Auch die geschiedene Gattin könnte auspacken. Dagegen hilft eine Klausel im Scheidungsvertrag: Alle finanziellen Abmachungen werden ungültig, wenn der Fiskus bei einem der Geschiedenen Steuern nachfordert. Dann halten garantiert beide Seiten den Mund.

Noch eine Aufstellung von Tricks und Gegenmassnahmen (sind zwar älteren Datums, sollten aber immer noch hilfreich sein):

Versprechungen: Die Steuerfahnder wollen um jeden Preis, daß der Verdächtigte gesteht. Sie versprechen sogar, daß bei einem Geständnis die Strafe für ihn deutlich niedriger ausfällt.

Konter: Keine Aussage machen. Nicht die Fahnder entscheiden über die Strafe, sondern Finanzbehörden und Justiz.

Rechtsbruch: Die Fahnder wollen den Beschuldigten nicht mit seinem Anwalt telefonieren lassen.

Konter: Auf dem Telefonat bestehen – das ist Ihr Recht. Aber: Dem Anwalt keine verbotenen Anweisungen geben (z.B. „Vernichten Sie sofort alle Unterlagen!“). Dann darf die Steuerpolizei das Gespräch sofort unterbrechen.

Erpressung: Die Steuerpolizei versucht, Familienangehörige oder Freunde des Beschuldigten zu einer Aussage zu zwingen: „Wenn Sie nichts sagen, müssen wir Sie festnehmen.“

Konter: Das dürfen die Fahnder nicht. Deshalb gilt auch für die Angehörigen und Freunde des Verdächtigen: Schweigen ist Gold.

Beschlagnahmung: Steuerfahnder fahren oft mit Kleinlastern vor, sacken möglichst viele Dokumente ein und sortieren dann in Ruhe aus. Ihre Devise: Irgendetwas Belastendes findet sich fast immer.

Konter: Von den Fahndern ein genaues Verzeichnis der beschlagnahmten Dinge verlangen. Sie sollten sich auf keinen Fall mit einer Larifari-Quittung über „fünf Kartons mit Schriftverkehr“. Auf jeden Fall Fotokopien von allen wichtigen Unterlagen ziehen – das ist Ihr Recht.

Akteneinsicht: Die Steuerpolizisten versuchen, den Beschuldigten zu verhören, ohne ihm vorher seine Akten zu zeigen. Nachteil: Er kann sich nicht verteidigen, weil er nicht genau weiß, was gegen ihn vorliegt.

Konter: Nicht mit den Fahndern reden, bevor Sie oder Ihr Anwalt Akteneinsicht erhalten. Außerdem: Die Steuerpolizei darf Zeugen nicht zu einem Verhör zwingen – das kann nur die Staatsanwaltschaft.

Protokoll-Zensur: Die Steuerfahnder protokollieren bei der Vernehmung häufig nur die Aussagen des Beschuldigten – nicht aber ihre Fragen. Und verfälschen so den Gesamteindruck des Protokolls zuungunsten des Verdächtigen.

Konter: Sie sollten auf Vollständigkeit bestehen und kein Protokoll unterschreiben, wenn die Zwischenfragen der Fahnder fehlen.

Protokoll-Fälschung: So mancher Steuerpolizist türkt den Abschlußbericht. Er kreuzt schon vor der Schlußbesprechung Punkt neun an: „Die Prüfungsfeststellungen wurden ... von dem Steuerpflichtigen anerkannt.“ Der liest das Protokoll nur oberflächlich und unterschreibt ahnungslos sein eigenes Urteil.

Konter: Den Abschlußbericht der Fahndung sehr sorgfältig und nur zusammen mit einem Steuerberater oder -anwalt durchlesen.

Amtshilfe: Steuerfahnder brauchen unfähige Amtsrichter. Denn die kennen sich mit Steuern nicht aus und stellen für jede Kleinigkeit einen Durchsuchungsbefehl aus. Derart entgegenkommende Amtsrichter heißen bei den Fahndern „Papa Gnädig“.

Konter: Den Durchsuchungsbefehl nachträglich anfechten. Oft ist er zu allgemein formuliert – es fehlen genaue Jahresangaben, Beträge und Begründungen. Fahnder müssen die Grenzen des Beschlusses beachten

Das wär's mal für heute.Es grüsst: Selectrix :)
Die sog. "Jagd" nach Steuerhinterziehern ist in den letzten Jahren verschärft worden, weil
1. es einfacher geworden ist, denn ein sehr großer Teil des Geldverkehrs wird heute bargeldlos abgewickelt und Giralgeld hinterläßt nun einmal Spuren. Außerdem müssen aufgrund der Geldwäschevorschriften Barzahlungen über einer bestimmten Grenze gemeldet werden.

2. die Vorschriften bzgl. der Besteuerung und der Nachweispflicht verschärft wurden. Das hat zur Folge, daß man einfach Quellensteuern erheben und/oder bei fehlenden Nachweisen leichter schätzen kann.

3. der Umfang der Länder, mit denen eine sog. "große Auskunftsklausel" besteht (lt. EU oder Doppelbesteuerungsabkommen) zugenommen hat. Viele neue DBA werden nur noch geschlossen, wenn eine große Auskunftsklausel vereinbart wird.
Die Liste sowie verschiedene Merkblätter zum intern. Auskunftsverkehr können hier eingesehen werden:

http://www.bzst.de/DE/Steuern_International/Internationale_A…

Diese Umstände machen es heute leichter, Steuerhinterzieher zu verfolgen. Außerdem knicken die bisherigen Fluchtländer vermehrt aufgrund des Druckes anderer Länder ein (Schweiz, Liechtenstein, Kanalinseln).

Insbesondere mit vielen EU-Ländern und mit den USA läuft der Auskunftsaustausch problemlos - tlw. sogar direkt vom dt. Finanzamt zu einer Zentralstelle im Ausland. Selbst der gegenseitige Besuch von Fahndungsbeamten ist nicht unüblich, an der dt. Botschaft in Washington ist z.B. ein Verbindungsbeamter zum IRS, der amerikanischen Steuerbehörde, stationiert.

Es ist daher in meinen Augen unter steuerlichen Gesichtspunkten "gefährlich", wenn man bei einem amerik. Broker sein Wertpapierdepot unterhält und meint, dies dem dt. Finanzamt verschweigen zu können. Die Amerikaner würden, wenn sie eine dt. Anfrage erhielten, die Daten übersenden - sie sind im Auskunftsverkehr den europäischen Partnern gleichgestellt - und mit Sammelauskunftsersuchen haben sie auch keine Schwierigkeiten....

Sind Länder aber relativ "sicher" vor steuerlicher Strafverfolgung verfügen sie meist über keine entsprechende Infrastruktur für Geldanlagen bzw. Börsengeschäfte. Wer will sein Geld schon in Nordkorea, Myanmar oder Transnistrien anlegen? :laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.566.922 von lalin1972 am 09.01.12 07:44:01Es dürfte jedem bekannt sein, dass das Steueramt Jagd auf Steuerhinterzieher macht.Bloss... es geht NICHT NUR um Steuerhinterziehung, es geht um HOEHERE Steuererträge. Um diese zu erreichen greift der Steuervogt je länger desto mehr zu fragwürdigen Mitteln und ausgeklügelter Bespitzelung. Die Geldwäschevorschriften sind auch seit vielen Jahren verschärft, also alles kalter Kaffee...

Was die Doppelbesteuerungsabkommen betrifft, geht es nicht wirklich darum, zu verhindern, dass der Steuerplfichtige für das gleiche Objekt in zwei Staaten besteuert wird, sondern es dient vor allem der Kontrolle und Ueberwachung und um mehr Steuern. Ein höheres Einkommen bzw. ein höheres Vermögen hat schliesslich die Folge, dass der Steuersatz anghoben werden kann.Alles andere ist Augenwischerei.
Wenn man bei einem amerikanischen Broker ein Wertpapierdepot unterhält, ist das Risiko nicht nur gross, dass das das deutsche Finanzamt erfährt...die IRS wird über kurz oder lang auch darauf zugreifen.
Deine Schlussbemerkung ist wirklich zum Lachen. Da gibt's schon noch diverse andere Staaten als Nordkorea, Myanmar oder Transnistrien. Meines Wissens hat z.B. Brasilien kein DBA mit Deutschland.Die wissen auch sehr genau, wieso sie das nicht wollen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.569.227 von selectrix am 09.01.12 16:30:44Das DBA Brasilien ist von D. gekündigt worden, weil das brasilianische Steuerrecht in bestimmten Fällen feste Gewinnmargen in Verrechnungspreisfällen vorschreibt, was dem Fremdvergleichsgrundsatz des DBA widerspricht. Wenn Du Dir die Investitionen deutscher Unternehmen in Brasilien und den damit verbundenen Waren- und Rechnungsverkehr anschaust, hat das schon durchaus Auswirkungen auf das deutsche Steueraufkommen. Mit den hier behandelten Anlegern hat der Grund nichts zu tun.
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.571.404 von lalin1972 am 10.01.12 01:21:57Zu Brasilien/Deutschland kann man sagen, die beiden Länder haben keinen gemeinsamen Nenner gefunden. Das wird sich vermutlich auch so schnell nicht ändern, denn Brasilien wird sich wohl kaum von Deutschland diktieren lassen, wo's mit den Steuern langgeht. Daneben habe ich auch noch andere Länder Zentral- (z.B. Guatemala, Honduras,Costa Rica, Panama...), Südamerikas (z.B. Chile und Peru) und Afrikas, sowie diverse Inselstaaten in der Karibik und im Pazifik gefunden, die mit Deutschland offensichtlich kein DBA haben. Paradebeispiel für Steuerflüchtige ist nach wie vor Panama.Wie auch immer Steuerflucht/-hinterziehung hat viele Nachteile. Ueberschlagsmässig schadet man sich vermutlich mehr, als dass es einen nützt.
Trotzdem, dass Staaten wie Deutschland das Welteinkommen eines Steuerzahlers wissen müssen, ist reinste Abzockerei. Wenn jemand im Ausland Geld verdient, dann sollte er es dort versteuern und nicht in seinem Heimatstaat. Selbst bei Grenzgängern wär das durchaus sinnvoll.Die deutsche Grenzregion zur Schweiz z.B. würde einen rasanten Boom erleben, da bin ich mir ganz sicher. Natürlich ist das unrealistisch....Politiker haben eh keine Weitsicht und denken nur an die nächsten Wahlen.So kommt's eben wie es kommen muss...immer höhere Steuern und immer mehr unzufriedene Bürger.
Nochmals zu den Doppelbesteuerungsabkommen. Früher gab's auch zwischen Deutschland und diversen anderen Ländern vorteilhafte Doppelbesteuerungsabkommen. Diese werden/wurden alle allmählich durch schlechtere ersetzt.Einer der Gründe ist die Angst vor Abwanderung des Humankapitals....d.h.gut ausgebildete und leistungsfähige Arbeitskräfte ziehen weg. Trotzdem lässt sich das mit einer restriktiven Steuerpolitik nicht wirklich aufhalten. Niedrige Steuern und ein gutes wirtschaftliches Umfeld wären da viel erfolgversprechender....
Eine interessante Website zum Thema "Der verfolgte Steuerzahler":
http://www.steuer-wahnsinn.de/steuerzahler.htm

mit Themen:
- Steuererfinder
- Staatstroyaner
- Schwarzgeld-Abkommen mit der Schweiz
- Gläserner Bürger
- Klau-CD's etc.

z.B. Datenkrake Finanzamt:
Was glauben Sie, was das Finanzamt alles über Sie weiß? Was glauben Sie, wer alles das Finanzamt mit Ihren Daten beliefert? Und was glauben Sie, warum Sie als allerletzter -ähnlich wie der Gehörnte beim Ehebruch - davon erfahren? Big Brother sitzt im Finanzamt. Zwei Dutzend Datenangaben, die die Steuerbehörden bei den unterschiedlichsten Stellen eingetrieben haben, sind über jeden Steuerzahler gespeichert. Und in Zeiten der elektronischen Datenübermittlung besteht die Gefahr, dass die Datenkrake Finanzamt immer gefrässiger wird. Die Palette reicht jetzt schon von Beiträgen zur privaten Altersversorgung über Eltern- und Mutterschaftsgeld bis zur Depotübertragung bei der Hausbank.

Die Rentenversicherer zum Beispiel melden dem Finanzamt, welche Beiträge die Versicherten zahlen, sei es für die gesetzliche Rentenversicherung oder die private Altersversorgung. Auch über das Riestern weiß Big Brother im Finanzamt Bescheid. Außerdem wird der Steuerbehörde mitgeteilt, wer welche Leistungen aus Verträgen zur Altersvorsorge, aus Pensionsfonds, Pensionskassen, Direktversicherungen oder Leibrenten erhält.

Die Banken teilen mit, wenn Depots unentgeltlich übertragen werden, zum Beispiel, weil sie der Steuerpflichtige seinen Kindern schenkt. Auch Kapitalerträge, die aus einem Gewerbebetrieb stammen, werden gemeldet, wenngleich sie von der Kapitalertragssteuer befreit sind.

Die Arbeitsämter teilen dem Finanzamt Leistungen wie Arbeitslosengeld, Arbeitslosenhilfe, Zuschüsse zum Arbeitsentgelt bei Aufstockern, Kurzarbeitergeld, aber auch die Höhe des Mutterschafts- oder Elterngeldes mit. Letztere beiden Leistungen muss man zwar nicht versteuern, aber sie erhöhen den Steuersatz.

Die Krankenkassen informieren Big Brother im Finanzamt über die Höhe der Krankenkassenbeiträge - allerdings nur für die Basisabsicherung. Die Beiträge zur Pflegeversicherung erfährt die Steuerbehörde in voller Höhe.

Die Arbeitgeber melden, was der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung zu entnehmen ist: Höhe des Lohnes, steuerfreie Leistungen, Höhe des Solidaritätszuschlags, Sozialversicherungsbeiträge. "Ob die Liste vollständig ist, ist völlig offen", sagt Anita Käding, Leiterin der Steuerabteilung beim Bund der Steuerzahler. "Den genauen Datenfluss kennt ja keiner." Vor allem einer nicht: der Steuerpflichtige. "Die Finanzverwaltung sammelt immer mehr Daten von Dritten", moniert der Bund der Steuerzahler.
Deshalb haben der Steuerzahlerbund, der Deutsche Steuerberaterverband sowie der Bundesverband der Lohnsteuerhilfevereine eine gemeinsame Eingabe an die Mitglieder des Finanzausschusses des Deutschen Bundestags gemacht. Die Verbände fordern darin eine klare gesetzliche Verpflichtung, den Steuerzahler sowohl über Inhalt als auch Zeitpunkt der Meldung seiner Daten zu informieren. "Diese Informationspflicht berührt nicht nur das Steuerrecht, sondern auch das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung", heißt es in der Eingabe der Verbände.
Die Verbände kritisieren auch die Arbeitspraxis der Finanzämter. Häufig würden in der Steuererklärung angegebene Beträge durch elektronisch von Dritten gemeldeten Daten einfach überschrieben. Bemerkt der Steuerzahler das nicht und hat er keinen Einspruch eingelegt, bekommt er keinen Cent zurück. Stellt das Finanzamt nachträglich einen Nachteil für sich fest, wird der Bescheid flugs geändert und für den Steuerzahler eine Nachzahlung fällig
US-Banken verbünden sich gegen Hacker
Banken geben sicherheitsrelevante Informationen an die Konkurrenz heraus – zu diesem Vorgang mit Seltenheitswert könnte es bald in den USA kommen. Grund ist die Furcht vor Cyberkriminalität.

Die Angst vor Hackern geht um: Die Sicherheitsverantwortlichen mehrerer Wall-Street-Firmen werden sich vermutlich noch in diesem Monat mit Vertretern des Polytechnischen Instituts der Universität New York treffen, wie das «Wall Street Journal» schreibt. Mit von der Partie: die Grossbanken Morgan Stanley und Goldman Sachs.

Diskutiert werden soll bei dem Treffen demnach der Aufbau eines Zentrums, das Bankdaten nach Hinweisen auf mögliche Cyber-Attacken durchsucht. Das berichtet das Blatt unter Berufung auf mit der Situation vertraute Leute.

Und es ist nicht die einzige Initiative der Banken. Die Bank of America hat laut dem Bericht damit begonnen, informelle Treffen mit Experten anderer Grossbanken zu veranstalten, bei denen die Rivalen gemeinsam an Lösungen gegen Cyber-Bedrohungen arbeiten.

Die Zahl der Online-Attacken ist in den vergangenen zwei Jahren stark angestiegen, schreibt das Blatt unter Berufung auf eine neue Studie der Beratungsfirma Pricewaterhouse Coopers. Finanzinstitute gehören demnach zu den wahrscheinlichsten Zielen.

Im Juni 2011 war etwa bekannt geworden, dass Hacker bei einem Angriff auf die US-Bank Citigroup die Daten von rund 360'000 Kunden gestohlen hatten.

http://www.handelszeitung.ch/unternehmen/us-banken-verbuende…
CS lieferte Behörden Kundendaten von Nicht-US-Bürgern
Die Credit Suisse hat den Schweizer Behörden in Reaktion auf ein US-Amtshilfegesuch auch umfangreiche Daten von Nicht-US-Kunden ausgeliefert.


Die Grossbank Credit Suisse (CS) hat gemäss der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) den Schweizer Behörden in Reaktion auf ein US-Amtshilfegesuch auch umfangreiche Daten von Nicht-US-Kunden ausgeliefert. Neben Daten zu fünf US-Bürgern habe die Grossbank auch Unterlagen zu 125 weiteren Kunden verschiedenster Nationalität geliefert. Diese Daten seien zudem an Dritte gelangt, so die NZZ. Eine Anwaltskanzlei hat nun Anzeige gegen die CS eingereicht.

Der Wirtschaftsanwalt eines US-Kunden habe den USB-Stick von der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV) erhalten, der Kontounterlagen von insgesamt 130 CS-Kunden enthalte, heisst es in dem NZZ-Artikel. Die insgesamt 4'800 Seiten Bankinformationen, in den auch die NZZ Einsicht erhielt, betreffen Kunden verschiedenster Nationalität. Unter anderem würden darin der Jachtkauf eines Norwegers, der Pferdekauf eines Russen oder die Steuerumgehungen eines Deutschen dokumentiert.

Die Unterlagen beträfen Kunden, die finanzielle Transaktionen über eine international tätige Wirtschaftskanzlei tätigten, erläutert die NZZ. Nachdem die CS die Daten sämtlicher Kunden dieser Kanzlei an die ESTV weitergegeben hat, sind sie offenbar auch an Dritte gelangt.

Die CS erklärte gegenüber der NZZ in einer Stellungnahme, dass sie bei der Datenlieferung nach den Vorgaben der ESTV gehandelt habe. Auch die ESTV sieht gemäss der Zeitung keinen Grund für Kritik. Die betroffene Wirtschaftskanzlei hat nun Klage wegen Verletzung des Bankgeheimnisses bei der Finanzmarktaufsicht (FINMA) eingereicht und beantragt, dass die Daten der Nicht-US-Kunden nicht an die USA geliefert werden dürfen.

http://www.handelszeitung.ch/unternehmen/cs-lieferte-behoerd…
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.546.933 von selectrix am 04.01.12 03:34:33Wieder ein Artikel zu FATCA. Teilweise überholt, denn im Sommer 2011 hoffte man noch, dass es nicht so weit kommt. Ansonsten interessant.

Die zwei Gesichter amerikanischer Steuerpolitik
FATCA heisst das neue Ungeheuer: Wie die USA mit einem neuen Steuergesetz der Schweiz und auch sich selbst schaden.
Von Daniel Mitchell, Brian Garst

Sobald es um Steuerwettbewerb geht, agiert die US-Regierung janusköpfig. Politiker klagen routinemässig über sogenannte Steueroasen und unterstützen das Mobbing von kleineren Rechtssystemen mit niedrigen Steuern. Gleichzeitig sind die USA das grösste Steuerparadies der Welt und davon abhängig, dass ein stetiger Strom von ausländischem Kapital in ihre Volkswirtschaft fliesst.

Nach den heutigen Regeln werden die Zinsen und Kapitalgewinne von in den USA lebenden Ausländern nicht besteuert, und es gibt kein Meldesystem, das es für ausländische Staaten ermöglicht, diese Einkommen im Herkunftsland zu besteuern. Darüber hinaus haben Delaware und Nevada ein sehr freundliches Gesellschaftsrecht, das die Privatsphäre von in den USA lebenden Ausländern schützt.

Die Klage der US-Regierung über vermeintliche Steueroasen ist also völlig widersprüchlich: wie kann ein Staat Steueroasen beherbergen und gleichzeitig andere Rechtssysteme, die ähnlichen Regeln haben, einschüchtern wollen? Politiker sind nicht unbedingt bekannt für intellektuelle Redlichkeit und Prinzipientreue, also sollte diese Janusköpfigkeit eigentlich nicht überraschen. Ebenso wenig sollte es überraschen, dass amerikanische Gesetzgeber immer aggressiver werden in ihren Angriffen auf die Fiskalsouveränität von Rechtssystemen in sogenannten Niedrigsteuerländern. Es scheint die Parole zu lauten: setze dich durch – ohne Rücksicht auf Verluste.

Die Regierungen von George W. Bush und Barack Obama haben in den vergangenen Jahren die Staatsausgaben dramatisch erhöht. In Kombination mit einer schwachen Wirtschaft hat dies zu nichts weniger als zu einer Flut roter Tinte geführt – und Politiker greifen lüstern nach der Möglichkeit, mehr Steuern einzutreiben.

Dieser Kontext hilft zu verstehen, wie es dazu kam, dass ein als Foreign Account Tax Compliance Act (FATCA) bezeichnetes Gesetz verabschiedet wurde, das konzipiert wurde, um ausländische Finanzinstitute zu stellvertretenden Steuereintreibern der US-Steuerbehörde Internal Revenue Service (IRS) zu machen. In diesem Artikel werden wir darlegen, dass FATCA nach hinten losgehen könnte, weil das neue Steuergesetz der amerikanischen Wirtschaft tatsächlich Kapital entzieht. Ungeachtet aller Absichten und Ziele hat die US-Regierung in einem Anfall fiskalischen Zorns eine Waffe in die Hand genommen, die sie sich an den eigenen Kopf hält und dabei ruft: «Niemand bewegt sich, oder der Idiot bekommt die Kugel ab!»

Wie so viel in Washington, ist FATCA das Resultat eines zufälligen Vorgangs. Zu Beginn des Jahres 2010 wurde zunehmend klar, dass Barack Obamas sogenanntes Stimulierungspaket nicht funktionierte. Entgegen den Versprechungen des Weissen Hauses war die Arbeitslosenquote angestiegen. Und der Ärger der Steuerzahler stieg mit jedem Bericht darüber, wie der 800 Milliarden Dollar-Stimulus mit Verschwendung und Korruption einherging.

Also entschieden die Politiker in Washington, ein weiteres Stimulierungspaket mit noch weitergehenden Regierungsmassnahmen zu verabschieden. Einige Steuererleichterungen des Hiring Incentives to Restore Employment Act («HIRE») reduzierten nun die Gesamtsteuerbelastung, was dazu führte, dass man sich in Washington zur Kompensierung dieser Steuerausfälle eine neue Einnahmequelle suchen musste. Also schob man noch kurzerhand die FATCA-Gesetzgebung hinterher – und damit den Vorschlag eines linken Eiferers aus Michigan, Senator Carl Levin.

Mit anderen Worten: als die amerikanischen Gesetzgeber mit einer düsteren ökonomischen und fiskalischen Situation konfrontiert waren, entschieden sie sich, das Pferd von hinten aufzuzäumen. Statt die Ausgaben zu drosseln, weiteten sie die Staatslast aus und liessen sich durch den Glauben in die Irre führen, dass ein grösseres Budget durch Einnahmen finanziert werden können, die man statt der eigenen lieber der globalen Wirtschaft absaugt. Polemisch gesprochen: sie nahmen ihre Farbstifte heraus, malten einen Regenbogen, sagten voraus, dass sie einen Topf voll Gold finden würden und verabschiedeten ein Gesetz, um diesen Topf jagen zu können.

Nun aber kommt die Realität zum Zug. Die Phantasie erleidet Schiffbruch. Warum? FATCA baut auf eine Logik, die eine eigene Zerstörungskraft in sich trägt. Obwohl die amerikanische Steuerehrlichkeit im globalen Vergleich sehr hoch ist, haben US-Politiker entschieden, dass es einen härteren Vollzug brauche, der dann mehr Geld zur Deckung höherer Ausgaben und zur Finanzierung grösserer Budgets in Washington einbringe. Indem sie die Kosten-Nutzen-Analyse über Bord warfen, haben sie gleich mit entschieden, dass keine Kosten zu hoch seien, um jeden letzten Dollar einzufangen, der eine potentielle Steuereinnahme sein könnte.

Dummerweise ist FATCA keine kluge Strategie. Durchschnittliche Amerikaner werden unter den Folgeschäden zu leiden haben, die FATCA der amerikanischen Volkswirtschaft zufügen wird. Ausländische Finanzinstitute werden höhere regulatorische Belastungen erfahren. Und das FATCA-Gesetz schafft ein kräftiges Abschreckmittel für Auslandsinvestitionen in den USA. Unter dem Strich hat FATCA also das Potential, sowohl den ökonomischen Wohlstand der USA als auch deren Steuereinnahmen längerfristig zu verringern.

Das Gesetz will seine Ziele erreichen, indem es neue Meldepflichten und masslose Strafen für deren Missachtungen einführt. Finanzintermediäre, die sich nicht den Meldepflichten für US-Bürger unterwerfen, haben bereits damit begonnen, US-Kunden fallen zu lassen und ihre US-Vermögenswerte zu reduzieren – die Kosten für die korrekte Umsetzung der Regeln wurden für einige Schweizer Banken in den Medien auf 150 Milliarden Schweizer Franken geschätzt. Falls ein ausländisches Finanzinstitut die von FATCA betroffenen Konten nicht automatisch meldet, gibt es für diese bloss zwei Alternativen: entweder wird eine Quellensteuer von 30 Prozent auf die Erträge von US-Wertschriften fällig oder sie ziehen sich vollständig aus dem Amerika-Geschäft zurück. All diese Folgen waren lange absehbar.

Das Gesetz hat bereits Kollateralschäden verursacht. Viele im Ausland lebende US-Bürger berichten davon, dass sie für ihre Geschäfte keine Banken mehr finden. Im Schatten des FATCA-Regimes sind Amerikaner zu toxischen Vermögenswerten geworden. Das Gesetz treibt zudem einige ausländische Banken dazu, auch die Geschäftsbeziehungen mit legal in den USA lebenden Ausländern abzubrechen. Und Anwaltskanzleien berichten, dass sie überrannt werden mit Anfragen von im Ausland lebenden US-Bürgern und Green-Card-Inhabern, die ihre US-Pässe und Green Cards abgeben wollen. Wer dies tun will, muss nunmehr 18 bis 24 Monate warten, bevor er einen Termin auf einer US-Botschaft bekommt. Zugespitzt ausgedrückt: das FATCA-Gesetz ist eine kostspielige Barriere für grenzüberschreitende Wirtschaftstätigkeit. Tatsächlich handelt es sich um eine Form von fiskalischem Protektionismus, der die effiziente globale Allokation von Ressourcen verunmöglicht.

Das Schlimmste aber ist: die ganze Sache ist völlig sinnlos. FATCA verursacht einen Berg von ökonomischen Schäden und führt bloss zu einem Maulwurfshügel an neuen Steuereinnahmen. Die Kosten für die Einhaltung der Regeln werden für das Bankensystem über die nächsten zehn Jahre auf 190 bis 220 Milliarden Dollar geschätzt. Gleichzeitig erwarten US-Politiker dank FATCA bloss Mehreinnahmen von weniger als einer Milliarde Dollar pro Jahr.

Weil davon ausgegangen werden muss, dass die neuen Regeln zu Kapitalflucht von in den USA lebenden Ausländern und im Ausland lebenden US-Bürger führt, sind diese Erwartungen sehr optimistisch. Sie ignorieren die Möglichkeit, dass das Steuersubstrat unter dem Strich sogar schrumpfen könnte. Und selbst wenn sich die Erwartungen als richtig erweisen sollten, machen die zusätzlichen Steuereinnahmen nur einen winzigen Anteil des für 2011 zu erwarteten US-Defizits aus. Kurz: es handelt sich schlicht und einfach um einen fundamental verqueren Denkansatz in der Steuerpolitik. Anstatt das US-Steuersystem für ausländische Investoren gastfreundlicher und für alle Beteiligten verständlicher zu machen und dadurch bessere Rahmenbedingungen für wirtschaftliches Wachstum zu schaffen, hat der US-Kongress sich für die Sisyphusarbeit entschieden, jeden letzten Dollar von allfällig nicht bezahlten Steuern aufzuspüren und einzusammeln – obwohl die USA, wie bereits erwähnt, statistisch eine zum Rest der Welt relativ hohe Befolgungsquote haben.

Wie die Forschungen zeigten, hat Steuerehrlichkeit weniger mit energischer Durchsetzung als vielmehr mit der Höhe der Steuersätze zu tun. Exzessive Besteuerung erzeugt Verstösse. Bürger sind nur bereit, ein gewisses Mass an Korruption und Verschwendung zu akzeptieren, bevor sie sich sagen: genug ist genug. Es ist unmöglich, mit exzessiver Steuereintreibung 100prozentige Steuerehrlichkeit zu erreichen – aber für Politiker ist es selbstverständlich einfacher, dies auch noch als Erfolg zu verkaufen. Logisch: ist dieser Weg doch einfacher, als das Eingeständnis, jahrelang an einem fiskalischen Kartenhaus gebaut zu haben.

Mehr Durchsetzung von bereits hohen Steuersätzen auf Sparvermögen und Investitionen wirkt besonders schädlich auf die langfristige Wirtschaftsleistung – eine Argumentation, die auch die Florida-Delegation des US-Kongresses in einem Brief an Präsident Obama unterstrichen hat. Ein scharfer Umgang mit Kapital bedeutet eine Reduktion von Sparvermögen und Investitionen, was wiederum zu tieferem Wirtschaftswachstum und einem geringerem Steuersubstrat führt. Also erweist FATCA geldhungrigen Politikern auch auf diesem Wege einen Bärendienst. Ein erfolgreicherer Ansatz der Steuerpolitik würde sich von einem auf Sparvermögen und Investitionen basierenden Steuersystem entfernen und sich zu einer wachstumsorientierten Politik bewegen –zum Beispiel hin zu einer einfachen und angemessenen Flat-Rate-Tax.

Als wäre der ökonomische Schaden nicht schon gross genug, belastet FATCA auch jene Nationen, die fundamentale Menschenrechte wie die finanzielle Privatsphäre hochhalten. Das FATCA-Gesetz stellt an ausländische Finanzinstitute Forderungen, die in Ländern mit ausgeprägtem Datenschutz höchstwahrscheinlich Persönlichkeits- und Vertraulichkeitsrechte verletzen. Diese Gesetze sind es wert, geschützt zu werden, und sie sind ein wichtiger Schutz für Menschen aus Ländern, die regelmässig unter Diskriminierungen – seien sieethnischer, religiöser, rassischer, sexueller oder politischer Natur – zu leiden haben. Solche Bevölkerungsgruppen vertrauen auf Finanzinstitute, deren Gesetzgeber auch die finanzielle Privatsphäre respektieren. Sie brauchen Zuflucht vor der Verfolgung in ihren Heimatländern. Die Möglichkeit, ihre Vermögenswerte zu schützen, kann eine Sache von Leben und Tod sein – auch wenn dieses Bewusstsein nicht in allen Teilen der Bevölkerung verankert ist. Leider sind nunmehr gar andere Länder dabei, den imperialistischen Denkansatz der USA zu kopieren, so dass auf der ganzen Welt Gesetze entstehen könnten, die FATCA in ihrer Intention ähneln.

Gesetze zum Schutz der finanziellen Privatheit sind aus Gründen nötig, die über staatlich sanktionierte Verfolgung hinausgehen. In vielen Ländern gibt es hohe Raten von Kriminalität, Erpressung, politischer Korruption und Misswirtschaft. Mexikanische Familien müssen befürchten, dass korrupte Bürokraten in den Steuerbehörden ihre Informationen an kriminelle Banden verkaufen, wodurch sich das Risiko von Entführungen erhöht. Unternehmer in Argentinien müssen befürchten, dass die Währungsabwertungen den Wert ihres auf Bankkonti deponierten Geldes vernichten. In den meisten Ländern leiden Menschen unter einem korrupten Justizsystem. Der Tribut an Menschenleben, der durch das Versagen von Staaten entsteht, die Grundsätze einer zivilisierten Gesellschaft zu pflegen und wahren, müsste ausreichen, um FATCA fallen zu lassen.

Zum Glück ist es für die USA noch nicht zu spät, einen neuen Kurs festzulegen. Ursprünglich sollten die von FATCA verlangten Regeln bis zum 1. Januar 2013 entworfen und umgesetzt werden. Aber angesichts einer starken Gegenreaktion auf die exzessiven Kosten und auch auf kostspielige Bürden für Finanzinstitute aus aller Welt hat das Schatzamt die Umsetzung auf Mitte 2014 verschoben. Finanzinstitute müssten nun diesen Zeitgewinn nutzen, Argumente für die Aufhebung des Gesetzes zu liefern. Vor allem Länder, die vom Steuerwettbewerb profitieren, täten gut daran, US-Politikern die wahrscheinlichen Rückwirkungen von FATCA klar zu machen, zum Beispiel die erheblichen Verluste von Auslandsinvestitionen in der amerikanischen Wirtschaft.

Letztlich sollten die Gesetzgeber wirksamere Massnahmen in Betracht ziehen, die gleichzeitig Steuerehrlichkeit fördern und den Wohlstand erhöhen. Eine fundamentale Steuerreform würde zum Beispiel die Doppelbesteuerung von Ersparnissen und Vermögensanlagen beseitigen und damit die gesamte FATCA-Diskussion obsolet machen. Mit einer Flat-Rate-Steuer nach Vorbild von Hongkong gäbe es keine Zweitbesteuerung von Zinsen, Dividenden und Kapitalgewinnen. Und somit würde es die US-Steuerbehörde nicht länger kümmern, ob Amerikaner ihr Geld in New York oder in Zürich anlegen.

Aber wenn sie törichterweise die Doppelbesteuerung aufrechterhalten wollen, sollten sie zumindest Ansätze prüfen, die vernünftiger sind. Eine einfache Verrechnungssteuer nach Muster der Schweiz wäre zum Beispiel weitaus weniger hemmend. Die Kapitalflucht würde sich in Grenzen halten, wenn die US-Steuerbehörde seine einfache Methode für die Rückerstattung von Steuern fände mit Staaten, mit denen Sie ein Steuerabkommen hat. Ein solches System würde wahrscheinlich mehr Einkünfte bringen. Und erheblich weniger kosten.
http://www.schweizermonat.ch/artikel/die-zwei-gesichter-amer…
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.579.645 von selectrix am 11.01.12 16:44:26Und gleich nochmals FATCA

FATCA: Banken bleibt keine andere Wahl als Kooperation
Es hagelt Kritik an der neuen US-Quellensteuer-Regelung FATCA. Denn obwohl für die Banken das Ganze nicht lukrativ ist, bleibt ihnen wohl nichts anderes übrig, als einen Vertrag mit dem Internal Revenue Service (IRS) einzugehen.

FATCA bedeutet für die Banken vor allem eins: hohe Ausgaben für etwas, das für sie nicht lukrativ ist. Denn der Foreign Account Tax Compliance Act (FATCA) verpflichtet die Banken, amerikanische Kundendaten an den IRS weiterzuleiten, um Steuerhinterziehern auf die Schliche zu kommen. Trotz der Kritik der Geldhäuser an dieser neuen US-Quellensteuer-Regelung bleibt ihnen wohl nichts anderes übrig, als sich mit den Vorgaben einverstanden erklären zu geben und einen Vertrag mit der IRS einzugehen. Grund dafür ist vor allem die Tatsache, dass ihre Kunden zu anderen Banken wechseln würden, die mit dem IRS kooperieren. Bei Nichtteilnahme wird ihre Anlage mit einer Strafsteuer belegt. Ein weiterer Punkt betrifft den US-Eigenhandel der Bank selbst. Schließt die Bank keinen FATCA-Vertrag ab, muss sie entweder Abzüge hinnehmen oder ganz auf das US-Geschäft verzichten.

Neue Verpflichtungen für die Banken durch FATCA
Gehen die Banken eine Kooperation mit der IRS ein, müssen sie nun einigen neuen Verpflichtungen nachkommen. Dazu zählt v.a. die Identifizierung von amerikanischen Kundenkonten sowie die Weitergabe deren Daten an die US-amerikanische Steuerbehörde. Ziel ist es, Steuerhinterziehern auf die Schliche zu kommen.

FATCA bedeutet für Finanzinstitute v.a. hohe Ausgaben
Auch wenn das Ziel der neuen US-Quellensteuer-Regelung vorbildlich ist, für die Finanzinstitute ist FATCA v.a. eins: teuer. Sowohl die Umstrukturierung der IT-Systeme als auch die Anpassung an die FACTA-Regelungen wird die Finanzbranche ca. eine Billion Dollar kosten. Im Vergleich dazu sind die Steuermehrerlöse, die durch FATCA erzielt werden, relativ niedrig: in den nächsten zehn Jahren wird gerade mal mit acht Milliarden Dollar gerechnet
http://www.filogras.eu/fatca-banken-bleibt-keine-andere-wahl…
Die hier erwähnten Verhaltenstipps, sollte eigentlich jeder der Online Banking macht bereits wissen. Trotzdem auch in diesem Thread.
Mein persönlicher Tipp: Für mein Online Banking brauche ich einen separaten Laptop. Da mach in nur meine Banksachen und sonst gar nichts..weder andere Websites aufrufen noch Emails öffnen....

Mehr Sicherheit beim Online Banking
Diese Tipps sollten Sie beherzigen, damit das Online Banking sicher bleibt.

Keine Frage, Online Banking ist einfach, günstig und bequem. Immer noch machen sich jedoch viele Verbraucher Sorgen um die Sicherheit beim Online Banking. Online Banking war noch nie so sicher wie heute, besonders die großen Banken schneiden bei Tests stets gut ab. Das Online Banking der Deutschen Bank AG gilt zum Beispiel als das sicherste, auch das Online Banking der Postbank AG hat sehr gut abgeschnitten. Die wichtigste Sicherheitslücke, das alte TAN Verfahren, haben die Banken mittlerweile geschlossen. Die TAN Liste aus Papier wurde durch neue Verfahren mittels TAN Generator oder SMS ersetzt. In einigen Fällen ist es Kriminellen tatsächlich gelungen, die Sicherheitsvorkehrungen des Online Banking auszuhebeln, indem sie mittels Trojaner die Bankdaten von Kunden ausspioniert haben. Mit diesen Tipps schützen Sie sich vor betrügerischen Angriffen beim Online Banking.

Halten Sie Ihren PC auf dem neusten Stand
Für die Sicherheit beim Online Banking ist es ganz wichtig, dass Ihr PC stets auf dem neuesten Stand ist. Sicherheitsupdates sollten Sie immer sofort ausführen und außerdem natürlich die neuesten Versionen Ihres Internetbrowsers und Betriebssystems verwenden. Ein Antivirenprogramm mit Firewall gehört ebenso zur Mindestausrüstung eines jeden PCs. Selbstverständlich sollten Sie Online Banking nur von Ihrem eigenen PC und nicht zum Beispiel in einem Internetcafé durchführen.

Vorsicht vor Phishing Mails
Immer wieder versuchen Betrüger, Bankdaten von Kunden mit sogenannten Phishing Mails abzufangen. Dabei werden Kunden E-Mails geschickt, in denen sie aufgefordert werden, ihre Bankdaten oder Benutzerdaten über einen Link auf einer Kopie der Seite der Hausbank einzugeben. Fallen Sie nicht auf solche E-Mails rein, Ihre Hausbank wird Sie niemals per E-Mail auffordern, Ihre Daten auf irgendeiner Internetseite einzugeben.

Das Passwort: wichtig für die Sicherheit beim Online Banking
Das Passwort lassen Sie sich am besten von einem Passwortgenerator erstellen oder wählen eine Kombination aus Zahlen, Ziffern, Groß- und Kleinbuchstaben. Gefährlich sind Geburtsdaten, der Name der Ehefrau, der Kinder oder des Hundes, denn diese sind problemlos in Erfahrung zu bringen. Sie sollten außerdem für das Online Banking ein Passwort wählen, das Sie sonst nirgendwo im Internet verwenden

Speichern Sie Bankdaten nicht einfach so auf dem PC
Zum Online Banking setzen Sie am besten kein Lesezeichen und vor allem speichern Sie keine Passwörter sichtlich erkennbar oder auch codiert auf Ihrem PC. Falls Sie sich Ihr Passwort nicht merken können, schreiben Sie es codiert auf einen Zettel und verstecken Sie diesen an einem Ort, wo ihn niemand finden kann. Das ist immerhin sicherer als auf dem PC, denn dieser kann auch mittels Spyware ausspioniert werden.

Beachten Sie die Warnmeldungen Ihres Browsers
Über Schadprogramme oder gehackte Internetverbindungen können Verbraucher theoretisch auf eine Fälschung ihres Online Banking Portals geleitet werden. Dabei handelt es sich um Seiten, die der Startseite der Bank täuschend ähnlich sehen. In diesem Fall werden Sie durch Ihren Browser oft vor verdächtigen oder unsicheren Zertifikaten gewarnt. Bei einer solchen Warnmeldung sollten Sie natürlich keine Transaktionen vornehmen.

Wie Sie eine verschlüsselte Verbindung erkennen

Online Banking funktioniert nur über eine verschlüsselte Verbindung. Diese erkennen Sie in Ihrem Browser an dem https:// anstelle des üblichen http://. Zusätzlich sehen Sie in Ihrem Browser normalerweise das Symbol für die Verschlüsselung. Achten Sie also beim Online Banking immer darauf, dass Sie auch wirklich über eine verschlüsselte Verbindung surfen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.582.639 von selectrix am 12.01.12 09:02:10Transaktionssteuer:
Die alte Dame kehrt zurück
Als sich James Tobin in den 70er-Jahren die Transaktionssteuer ausdachte, wollte er damit für stabile Wechselkurse sorgen. Seither hat sich die Idee weiter entwickelt. Dennoch hat das Konzept erhebliche Schwachpunkte.
...Die Transaktionssteuer geht auf den US-Ökonomen James Tobin zurück. 1972 hatte er sie entworfen. Die Idee: Mit einer sehr niedrigen Steuer von zum Beispiel 0,05 Prozent auf alle internationalen Devisentransaktionen wollte Tobin kurzfristige Spekulationen auf Währungsschwankungen unattraktiver machen. Zu einem Zeitpunkt, als sich der Zusammenbruch des Bretton-Woods Systems fester Wechselkurse abzeichnete, wollte er Devisengeschäfte teurer machen, um die Wechselkurse zu stabilisieren....
...Während Tobin nur Devisentransaktionen besteuern wollte, haben es Merkel und Sarkozy voraussichtlich auf alle Finanzmarkttransaktionen, also auch Aktien, Anleihekäufe und Derivate abgesehen...
...Profitieren würden vor allem die Fiskalbehörden in den Ländern mit den liquidesten Märkten, wie in den USA und Großbritannien. Andere Länder aber mit weniger liquiden Märkten, würden ihren Wettbewerbsnachteil durch eine solche Steuer vergrößern....
Ganzer Artikel sieh...http://www.wiwo.de/politik/ausland/transaktionssteuer-die-al…
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.582.639 von selectrix am 12.01.12 09:02:10Bescheidenes Auftreten und Wohlstand nicht zeigen wär auch ein guter Tipp:

Steuerfahnder stürmten Nobelskiort Cortina

Italiens Regierung macht Ernst: Und sucht mit drastischen Methoden gezielt nach Steuersündern. In Luxusferienorten wurden Finanzbeamte bereits fündig und lösen damit ein Steuerfahnder-Fieber aus.
...Restaurants nahmen plötzlich das Doppelte vom Vortag ein, und Luxusboutiquen verzeichneten das Vierfache an Einnahmen wie noch vor einem Jahr. Woraus die Steuerfahnder schliessen konnten, dass im Normalfall ein Grossteil der Einnahmen nicht versteuert wird....
...nebst den ortsansässigen Unternehmern hatten die Steuerfahnder auch sogenannte «finti poveri», falsche Arme, auf ihrem Radar. Damit werden in Italien seit einiger Zeit jene Leute bezeichnet, die zwar teure Autos und Jachten besitzen, aber praktisch kein Einkommen angeben. So wurden in Cortina insgesamt 251 Luxusautos, die mehr als 100'000 Euro kosten, geprüft. Anhand der Kennzeichen konnten die Besitzer festgestellt werden, und ein Anruf bei den zuständigen Finanzämtern lieferte die Steuererklärung. Das Ergebnis: Rund ein Drittel der Fahrzeughalter lebt laut eigenen Angaben am Existenzminimum und gibt als monatliches Einkommen 1800 Euro – brutto – an....
...Ausserdem ist seit 1. Januar «Serpico» im Einsatz. Der Supercomputer überwacht und analysiert für die Steuerbehörde Millionen von Finanzdaten. Serpico kann auf Datenbanken von 2000 Servern zurückgreifen und vergleicht die Einkommen von Steuerzahlern mit Bewegungen auf Kontokorrenten, aber auch Besitztümer (Immobilien, Fahrzeuge, Flugzeuge, Jachten), genauso wie Strom-, Gas- und Wasserrechnungen oder Versicherungspolicen. Anhand der Daten erstellt der Computer ein Profil. Stimmt dieses nicht mit den Angaben der Steuererklärung überein, schlägt Serpico Alarm...

http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/europa/Steuerfahnder-stu…
Schnüffelbehörde:

Behörden prüfen zunehmend Konten von Privatpersonen
Finanzämter und andere deutsche Behörden überprüfen immer häufiger private Konten. Der Bundesbeauftragte für Datenschutz warnt: Die Abfrage dürfe nicht zur Routine werden...
http://www.welt.de/politik/deutschland/article13810978/Behoe…

Behörden fragen zunehmend Kontodaten von Bürgern ab
Berlin. Finanzämter und Sozialbehörden prüfen immer häufiger die Konten von Privatpersonen. 2011 sei die Zahl der Abfragen um rund zehn Prozent auf fast 63 000 gestiegen, berichtete die «Neue Osnabrücker Zeitung».
http://www.noz.de/deutschland-und-welt/politik/60043627/beho…
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.582.883 von selectrix am 12.01.12 09:42:55Finanzplatz London wär der Profiteur:

Banken warnen vor Folgen einer Transaktionssteuer
11.01.2012
Die Pläne der Bundesregierung zur Einführung einer Finanztransaktionssteuer haben am Finanzplatz Frankfurt und in der Landespolitik heftige Diskussionen ausgelöst.

...„Frankfurt ist heute einer der wichtigsten Handelsplätze weltweit - das gilt vor allem für Derivate und Anleihen“, sagte er am Mittwoch. Raettig sitzt auch dem Bankenausschuss der Industrie- und Handelskammer Frankfurt vor. „Die jahrelang erarbeitete Stärke nun durch eine wettbewerbsverzerrende Steuer zu gefährden, wäre das absolut falsche Signal.“

http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/finanzplatz-frankfurt-…
Die Obama-Regierung plant eine totale Überwachung der Online-Kommunikation in den USA selbst und im Ausland

Die Obama-Administration erarbeitet verschärfte neue Vorschriften, die den Straf­verfolgungsbehörden und den Geheimdiensten der USA die totale Überwachung des Internets und der E-Mail-Kommunikation über soziale Netzwerke und BlackBer­ries erleichtern sollen...
das Weiße Haus beabsichtige, im nächsten Jahr einen Ge­setzentwurf vorzulegen, der alle Online-Dienste dazu verpflichten soll, ihre Kommu­nikationsübermittlung technisch so auszustatten, dass sie komplett überwacht wer­den kann. Davon betroffen wären auch Provider wie BlackBerry mit seinem ver­schlüsselten E-Mail-Verkehr, soziale Netzwerke wie Facebook und Dienste mit direk­ter Nachrichtenübermittlung wie Skype.

Offizielle der Strafverfolgungsbehörden und der Geheimdienste erklärten, die neuen Vor­schriften seien notwendig, weil Terroristen und Kriminelle kaum noch telefonisch, sondern fast nur noch online miteinander kommunizierten.

"Wir sprechen über gesetzlich legitimierte Eingriffe," sagte die FBI-Juristin Valerie E. Ca­proni. "Wir sprechen nicht über eine Ausweitung der bereits bestehenden Befugnisse. Wir sprechen über die Bewahrung unserer Fähigkeit, unsere Aufgabe zu erfüllen, nämlich die öffentliche Sicherheit und der Sicherheit des Staates zu gewährleisten."

Das Weiße Haus plant, den Gesetzentwurf dem Kongress schon im Jahr 2012 zur Ab­stimmung vorzulegen.

Die neuen Vorschriften werfen die Frage auf, wie die Privatsphäre geschützt und gleichzeitig die nationalen Sicherheitsinteressen gewahrt werden können.

- Jeder Provider, der verschlüsselte Nachrichten übermittelt, muss Möglichkei­ten zu deren Dechiffrierung anbieten.
- Alle ausländischen Provider, die auch in den USA Geschäfte machen, müssen ein Büro in den USA unterhalten, das die Möglichkeit zur Überwachung (durch US-Dienste) bietet.
- Softwareentwickler für direkte Kommunikation müssen ihre Produkte so um-gestalten, dass auch sie eine Überwachung (durch US-Dienste) erlauben.

Die NEW YORK TIMES berichtete, nach Meinung einiger Experten, die eine Technologie zum Schutz der Privatsphäre fordern, erhöhten die neuen Vorschriften auch die Zugriffs­möglichkeiten für Hacker.

http://www.informationclearinghouse.info/article26463.htm
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.578.457 von selectrix am 11.01.12 13:04:33Gehört auch noch hier rein:

Montag, 26.12.2011
Anonymous hackt tausende Kreditkarten
Über Weihnachten sind die Daten von tausenden von Kreditkarten-Kunden gehackt worden, wie die US-Sicherheitsfirma Stratfor bestätigte. Die Hacker wollen das Geld offenbar als Weihnachtsgeschenk verteilen.
http://www.drs.ch/www/de/drs/nachrichten/international/31369…
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.585.647 von selectrix am 12.01.12 16:46:4211.1.2012 20.05 Uhr

Stratfor gesteht ein: Daten von Kreditkarten wurden nicht verschlüsselt
Das amerikanische Sicherheitsunternehmen Stratfor hat zugegeben: Es hatte Kreditkartendaten und persönliche Informationen unverschlüsselt gespeichert.

Stratfor war um Weihnachten in die Schlagzeilen geraten. Hacker hatten tausende Kreditkartendaten gestohlen und im Internet veröffentlicht. Betroffen waren auch mehrere hundert Schweizer. Es sei ein Fehler gewesen, dass man die Daten nicht verschlüsselt habe, sagte der Chef von Stratfor am Mittwoch. In Zukunft werde man nicht mehr selber bei Kunden Geld einziehen. Man werde das Bezahlsystem auslagern und damit selber keine Kreditkartendaten mehr speichern.
http://www.drs.ch/www/de/drs/nachrichten/nachrichtenticker/o…
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.585.671 von selectrix am 12.01.12 16:50:03

Kreditkarten-Daten tausender Bürger veröffentlicht

Nach der Verbreitung von tausenden Kreditkartendaten im Internet durch einen mutmaßlichen saudi-arabischen Hacker hat die israelische Regierung mit einem harten Vorgehen gegen die Täter gedroht. Diese Angriffe würden unter „Terrorismus“ fallen und müssten entsprechend beantwortet werden, sagte Israels Vize-Außenminister Dany Ayalon Medienberichten zufolge am Samstag. Angreifer im Internet müssten mit Vergeltungsaktionen Israels rechnen. „Wir können alle treffen, die versuchen, uns zu treffen“, sagte Ayalon.

Ein Hacker hatte in der vergangenen Woche die Daten von Kreditkarten tausender Israelis im Internet veröffentlicht. Der Angreifer gab sich unter dem Namen „0xOmar“ als Mitglied einer saudi-arabischen Hacker-Gruppe aus. Er gab an, die Daten von insgesamt 400.000 Kreditkarten veröffentlichen zu können. Das israelische Informationsportal „Ynet“ berichtete, „0xOmar“ sei ein 19-jähriger Internetnutzer und arbeite über einen Server in Mexiko.
http://futurezone.at/netzpolitik/6726-hackerattacken-israel-…
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.583.104 von selectrix am 12.01.12 10:19:45Behörden kontrollieren Bankdaten
Noch nie wurden so viele private Daten abgefragt
Von Dieter Nürnberger
Bankkunden wollen, dass ihre Kontodaten möglichst geheim bleiben. Deutsche Behörden sehen das unter Umständen anders. Etwa wenn es um Betrug bei Sozialleistungen geht oder Steuerhinterziehung. Im letzten Jahr wurden 63.000 Privatkonten überprüft - ein Rekord.

Wer genau fragt da eigentlich die Bankdaten ab?

Fakt ist, dass nicht nur die Behörden immer mehr Bankkundendaten überprüfen, es ist zudem auch der Kreis der Abfragenden deutlich größer geworden. So zeigt eine Statistik des Bankenverbandes für das Jahr 2010, dass nicht nur Finanz- und Zollbehörden das gesetzlich verankerte Kontenabrufverfahren nutzen können, sondern eben auch Polizei, Staatsanwaltschaft und diverse Sozialbehörden. Gesetzlicher Hintergrund ist die Eindämmung von Steuerhinterziehung oder Sozialbetrug.

Abgefragt werden die Stammdaten der Kunden - also Name, Anschrift und Geburtsdatum des Kontoinhabers. Aber auch Informationen über das Vorhandensein von Bausparverträgen oder Wertpapierdepots dürfen abgefragt werden, allerdings wohl keine konkreten Daten über die jeweiligen Kontobewegungen.

Diese Abrufe oder Kontrollen erfolgen auch meist nicht direkt über die Bank oder Sparkasse, sondern es wird bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, kurz BaFin, nachgefragt. Dort nämlich sind die Daten in einer zentralen Datei gespeichert, die Banken und Sparkassen müssen diese Kontostammdaten der BaFin auch zugänglich machen.

Somit kann eine solche Kontenabfrage wirklich jeden treffen, der ein Konto hat - das kann somit der normale Arbeitnehmer sein, aber auch ein Student, der BAföG erhält oder auch ein Arbeitssuchender, ein Arbeitsloser.

Jetzt kann eine Behörde nicht einfach so auf Ihr oder mein Konto zugreifen. Was sind die rechtlichen Rahmenbedingungen?

Experten zeigten sich heute Vormittag nicht wirklich überrascht darüber, dass Behörden immer mehr Bankdaten abrufen und somit auch kontrollieren. Das berühmte Bankgeheimnis, welches inhaltlich natürlich stets auch ein Bankkundengeheimnis sein sollte, das gehöre schon seit längerem der Vergangenheit an. Dieser rechtliche Anspruch sei somit in den vergangenen Jahren immer löchriger geworden.

Das hängt zum einem mit dem "Gesetz zur Förderung der Steuerehrlichkeit" aus Jahr 2005 zusammen, hier ist das erwähnte Kontenabrufverfahren auch geregelt, zum anderen aber auch mit allerlei Vorschriften und Pflichten aufgrund der Terrorismusbekämpfung.

Datenschutz und Betrugsbekämpfung - das passt nicht gut zusammen. Wie soll dieser Konflikt gelöst werden?

Den Datenschützern geht es nun um eine bessere gesetzliche Regelung, konkret setzt beispielsweise Peter Schaar, der Bundesdatenschutzbeauftragte, auf eine verbesserte Begründungspflicht seitens der abfragenden Institutionen. Schaar bezieht sich hierbei auf ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahr 2007, wonach Behörden die Abrufe wohl nur in Ausnahmefällen vornehmen dürften. Einfach mal so abfragen, sei nicht erlaubt - sagt Peter Schaar.

Wie es nun weitergeht - Der Ball liegt jetzt sozusagen beim Gesetzgeber, ob hier im Sinne des Datenschutzes Konkretisierungen oder generelle Verbesserungen für die Kunden erreicht werden können.
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/umwelt/1650867/
Nicht wirklich themenbezogen, aber lesenswert:

Finanzsystem:
Überweisungen – Der Weg des Geldes
.....Jedes Mal wenn eine Bank einen Überweisungsauftrag erhält, werden dessen Daten gesammelt und ein oder mehrmals täglich an die zentrale Stelle weitergeleitet. Dort werden die Anfragen verschiedener Banken abgeglichen. Geben zwei Banken gleichzeitig die Anweisung exakt den gleichen Betrag an die jeweils andere Bank zu überweisen, so genügt eine fiktive Buchung der Zentralbank, ohne dass auch nur ein Cent reale Währung geflossen ist. Unterscheiden sich die angewiesenen Beträge, so werden die Beträge komplett gebucht, aber nur der Differenzbetrag abgezogen beziehungsweise gutgeschrieben. Klingt komplizierter als es ist, zur Verdeutlichung ein Beispiel:
Bank A übermittelt an die Zentralbank Überweisungsaufträge im Wert von 10.000 Euro an Bank B. Am gleichen Tag übermittelt Bank B Überweisungsaufträge in Höhe von 15.000 Euro an Bank A. Die Zentralbank gleicht die Daten ab, zieht Bank B 5.000 Euro ihres Guthabens ab und schreibt diese Bank A gut. Es wurden Überweisungen in Höhe von 25.000 Euro getätigt, effektiv geflossen sind aber nur 5.000 Euro. Die Banken selbst wiederum, tätigen einen Abgleich ihrer Kundenkonten mit den Daten der Zentralbank. Hat diese die anstehenden Überweisungen gebucht, kann das angewiesene Geld dem Empfängerkonto gutgeschrieben werden. Je nach Bank geschieht dies entweder in Echtzeit, häufig aber auch erst rückwirkend in der Nacht oder am nächsten Morgen. Entsprechend kann es also sein, dass Ihr erwartetes Geld schon gebucht wurde, es aber erst später auf Ihrem Konto sichtbar wird...
http://www.artikelmagazin.de/wirtschaft/finanzen/ueberweisun…
Noch ist es nicht so weit, aber vermutlich kommt's doch:

Bankgeheimnis: Regierung will Blick in Schließfächer werfen
Das Bankgeheimnis ist in Deutschland längst gefallen und beinahe jede Behörde kann sich über Kontostände und Bewegungen jedes Einzelnen per Mausklick informieren. Doch längst hat der Überwachungsapparat die letzte Bastion der Privatsphäre im Visier: das Bankschließfach.
...Vor allem Bankkunden haben nun um den letzten Funken Diskretion zu bangen. Das Innenministerium soll eine zentrale Behörde zur Einholung, Verwaltung und Speicherung von Bankauskünften planen. Eine Neuerung stellt dabei ein Zentralregister über Bankschließfächer dar. Bislang mussten Banken und Sparkassen zwar bereits die Anmietung eines Schließfaches inklusive der Daten des Mieters und sämtlicher Bevollmächtigen an die Behörden melden, der Inhalt blieb jedoch bislang vertraulich. Natürlich nur im Interesse der Terrorbekämpfung möchte man nun prophylaktisch einen Blick in jedes Schließfach werfen. Bankmitarbeiter sollen im Beisein des Kunden den Inhalt jedes Schließfachs protokollieren, registrieren und an das neue Zentralregister weiterleiten – bei jeder Schließfachöffnung versteht sich...
http://www.markenpost.de/bankgeheimnis-regierung-will-blick-…
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.578.490 von selectrix am 11.01.12 13:12:13Die geheime Liste
Falls Bern Amerika meldete, wohin die US-Steuersünder flüchteten: Warum wurden Julius Bär&Co. nicht gewarnt?

13. Januar 2012 / 08:40 /

11 Banken drohen Anklagen der USA. Um den Worst-case abzuwenden, werfen sie ihre US-Kunden raus. Bei welcher Bank diese landen, müssen sie obendrauf den USA melden.

Das sei wohl “seinerzeit auch bei UBS der Fall” gewesen, schreibt die Finanz und Wirtschaft. “Wäre die Finanzmarktaufsicht nicht verpflichtet gewesen, die betroffenen Banken zu warnen, dass ihre Namen an die Amerikaner gingen?”, fragt das Blatt.

Die Existenz einer geheimen Exit-Liste wird erstmals pointiert aufgeworfen. Diese treibt die von der zweiten US-Angriffswelle betroffenen Banken um.

Für sie ist nämlich Pay-Day. Terrabits von Daten werden für den Versand nach Washington bereitgemacht. Alles rund um das US-Offshore-Geschäfte, ausser den konkreten Kundennamen, legen sie offen.

Danach können die Amerikaner in Ruhe entscheiden: Klagen wir weitere Banker an? Packen wir gar eine Bank? Erhöhen wir den Preis für Ablass-Deals?

Hätten hingegen Julius Bär, Wegelin, Basler und Zürcher KB und weitere ab 2008 keine UBS-Kunden aufgenommen, dann hätten die USA kein leichtes Spiel gehabt. So aber ist die Kapitulation total.

Vertreter der 11 Banken äussern den Verdacht, dass sie von Bern verraten wurden. “Das wäre extrem”, sagt ein Spitzenmann. “Die Finma hätte uns wissentlich ins Messer laufen lassen.”

Gab es im Fall UBS eine Exit-Liste, wäre diese mitentscheidend gewesen für das aktuelle Drama. Dank einer solchen Auflistung wüssten die USA haargenau, wohin die UBS die Gelder ihrer “toxischen” US-Kunden überwiesen hätte.

Das geschah ab Frühling 2008, als der US-Steuerstreit publik wurde. Im Juli 2008 gab die UBS ihren Exit aus dem Geschäft bekannt und kündigte ihren US-Kunden.

Diese landeten damals via ihre bisherigen Berater und externe Vermögensverwalter bei Bär&Co.

Einiges spricht für die Existenz einer Liste. Erstens hatte die UBS in ihrem eigenen Verfahren sämtliche Daten, die nicht geschützt waren, den US-Strafbehörden frühzeitig überliefert. Das geht aus Gerichtsakten hervor.

Zweitens begleitete die Bankenaufsicht Finma den UBS-Prozess aufs Engste. Ein Involvierter sagt via Vertrauensmann, dass “jeder Schritt” mit der Behörde abgesprochen worden sei.

Nicht erhärtet ist der Begriff “Exit-Liste”. Dieser hat sich als eine Art “Urban Legend” – eine modere Sage – unter den betroffenen Banken verbreitet.

Sie gehen heute davon aus, dass sie hauptsächlich wegen einer solchen Liste ins Visier der USA gerieten.

Einmal mehr lautet die Kernfrage: Hat die Finma mit ihrer Hilfeleistung für die schlingernde UBS den Rest des Finanzplatzes geopfert? Hätte die Aufsicht die Grossbank ihrem eigenen Schicksal überlassen und gleichzeitig die übrigen Banken von jeglichem Kontakt mit US-Kunden der UBS abhalten sollen?

Wie immer ist das Timing von entscheidender Bedeutung. Ein Vertreter der 11 Banken sagt, dass bis zum “Mauerfall” vom Februar 2009, als die UBS mit Hilfe der Finma 250 US-Kunden via Notrecht offenlegte, niemand ein Problem mit dem US-Offshore-Geschäft erkannt habe. Von der Finma habe man bis dahin keinen Mucks vernommen.

Ihren Bericht zum UBS-Offshore-Fall publizierte die Aufsicht am Tag der Offenlegung am 18. Februar 2009. Das war der erste formelle Warnschuss aus Bern. Einige Banken schlossen danach die Tür für neue US-Kunden.

Erst ab Herbst 2009 begannen Julius Bär und andere Institute, die Amerikaner rauszuschmeissen.

Danach hüllte sich Bern erneut in tiefes Schweigen. Bis Herbst 2010, als die Finma mittels Rundschreiben klarmachte, dass die Banken die speziell hohen Risiken im Offshore-Business zu beachten hätten. Von da an war es für die Banken nicht mehr möglich, wie in der Vergangenheit die Augen vor Steuersünden ihrer Ausland-Klientel zu verschliessen.

Die Warnung kam zu spät. Amerika war längst im Bild über die Praktiken jener Häuser, die mit den heimatlosen US-Kunden der UBS Gewinne machen wollten.

Eine Exit-Liste ändert nichts an diesem Kernversagen: Bär, Wegelin, ZKB und weitere stürzten sich aus Profitgründen auf die UBS-Kunden, ohne sich zu fragen, was sie vom Welt-Sheriff Amerika zu befürchten hätten.

Hingegen könnte eine Exit-Liste erklären, warum die Schweiz derart schnell und widerstandslos eingebrochen ist.

Leadership für eine gemeinsame Abwehrfront hätte von Bern her kommen müssen. Eine Exit-Liste zuhanden der USA ist aber das Gegenteil eines Abwehr-Dispositivs, sondern Ausdruck einer Appeasement-Politik. Die scheinbare Reue der Schweiz besänftigte die USA aber nicht, sondern weckte erst recht deren Jagdtrieb.

Die Appeasement-Strategie hat den Finanzplatz ins Verderben geführt. Sträflich rächt sich, dass die Banken nie ein starkes Bern wünschten.
http://insideparadeplatz.ch/2012/01/13/die-geheime-liste/
Irland:

Jagd auf Renten- und Kindergeld-Schummler

Überstunden stehen für die Fahnder der irischen Steuerbehörden an. Zugunsten der irischen Staatskasse soll es Schummlern und Betrügern an den Kragen gehen – im Visier der Fahnder: Rentner und Kindergeldbetrüger.Die Ermittler spüren ab sofort Rentnern nach, die ihre fälligen Steuern schlicht nicht bezahlt haben oder falsche Angaben zu ihren über die staatliche Rente hinausgehenden Einkünfte gemacht haben. Den Sündern droht neben einer Nachzahlung mit Zinsen und Gebühren auch eine saftige Geldbuße. Vorläufig sollen Fälle der letzten vier Jahre überprüft werden. Experten erwarten Steuermehreinnahmen von 45 Millionen Euro. Parallel dazu haben die Sozialbehörden über 5000 Beziehern die Auszahlung des Kindergelds für den Monat Januar verweigert, weil sie einer bereits im September verschickten Aufforderung zum Nachweis des Wohnsitzes und der Bezugsberechtigung nicht nachgekommen sind. Möglich wurde das Vorgehen durch eine Vernetzung von Datenbanken der Steuer- und der Sozialbehörden, die einen Abgleich der Steuer- und Renteninformationen möglich machen. (Quelle: Irish Independent)

Die irische Grundsteuer lernt laufen
100 Euro pro Haus pro Jahr – so einfach definiert sich das jüngste Kind im irischen Steuer-Panoptikum. Die Grundsteuer ist eine Erfindung des im vergangenen Jahr entwickelten Sparpakets und trifft alle Hauseigentümer gleichermaßen. Die neue Steuer ist unabhängig von der vor zwei Jahren eingeführten Zweitwohnungssteuer. Bis zum 31. März haben Hauseigentümer nun Zeit, ihre 100 Euro an den Fiskus zu entrichten, wobei auch die quartalsweise Zahlung in 25-Euro-Raten gewährt wird. Da in Irland kein Einwohnermeldewesen wie in Deutschland besteht, sind Hauseigentümer aufgefordert, selbst aktiv zu werden, und sich auf einer Website der Steuerbehörden für die Bezahlung der Grundsteuer zu registrieren. Wer nicht zahlt, so die irische Regierung, sollte sich allerdings nicht darauf verlassen, aufgrund des fehlenden Meldewesens nicht belangt werden zu können. Man werde sich der Datensätze anderer Behörden bedienen, um säumige Zahler aufzuspüren und dann mit Zinsen und Strafgebühren trotzdem zur Kasse bitten. Die Steuer betrifft übrigens auch Ausländer mit Ferienhausbesitz in Irland. (Quelle: Irish Times)

http://www.irlandnews.com/category/irland-news/
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.582.968 von selectrix am 12.01.12 09:56:48Kurz, und ohne Gewaehr fuer die Richtigkeit und Inhalt, zusammengefasst:
Alle Wassersporteinheiten (Yachten etc), die in nationalen Haefen liegen oder navigieren, sind steuerpflichtig. Es ist nicht angegeben, ob die Steuer nur fuer in Italien registrierte Yachten gilt.
...taegliche Gebuehr fuer die verschiedenen Schiffslaengen ...
...Sconto 50% fuer Segelyachten, weitere Sconti je nach Baujahr der Yacht (15/30/45% auf 5/10/15 Jahre) jeweils ab 1.Januar nach Bau gerechnet. Winterlieger an Land oder permanente Liegeplaetze an Land, wie z.B. in Aprilia Marittima sind laut Vorlage von der Steuer fuer die Tage an Land befreit...
http://www.leggioggi.it/wp-content/uploads/2011/12/manovra_G…
http://forum.yacht.de/archive/index.php/t-127997.html?s=a4b9…
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.590.360 von selectrix am 13.01.12 14:23:17Steueraspete für Auswanderer aus schweizer Sicht:

Steueraspekte

Immer häufiger verlagern (früh-)pensionierte Schweizer ihren Wohnsitz ins Ausland. Es locken unter anderem ein gnädigeres Klima, vielfach günstigere Lebenshaltungskosten und eine neue Herausforderung zum Beginn des dritten Lebensabschnittes. Nach erfolgter Auswanderungsentscheidung stehen häufig finanzielle Fragen im Zentrum der Wegzugsvorbereitungen. Dabei ist steuerlichen Aspekten ein besonderes Augenmerk zu widmen. Ob die künftige Steuerbelastung höher oder tiefer als in der Schweiz ausfallen wird, hängt vom gewählten Zielland sowie von der eigenen finanziellen Situation ab.

Im Bereiche der Einkommenssteuern erzielen Auswanderer häufig markante Steuervorteile, wenn sie in Länder ziehen, die nach dem Territorialprinzip besteuern. Solche Länder, so etwa manche lateinamerikanische oder afrikanische Länder, erfassen ausländische Einkünfte nicht, so dass Pensionäre dort bei richtiger Vermögenshaltung fast steuerfrei leben können. Dasselbe gilt für Zuzüger in Länder, die nur Einkünfte, die ins Staatsgebiet transferiert werden, belasten (z.B. Grossbritannien und Thailand) oder überhaupt keine Einkommensteuern kennen (manche karibische Nationen). Ebenso leben Weltenbummler (sog. perpetual traveler) faktisch steuerfrei, indem sie konsequent lokale Steuerpflichten vermeiden, was auch in Hochsteuerländer vielfach bei einem Aufenthalt unter 183 Tagen pro Jahr möglich ist.

Das Gros der nicht mehr erwerbstätigen Schweizer Auswanderer zieht es aber ins benachbarte Ausland, wo durchwegs (Ausnahmen: Monaco, Andorra) nach dem Welteinkommensprinzip besteuert wird. Der lokale Fiskus erfasst demnach analog zum Schweizer Vorgehen sämtliche (in- und ausländischen) Einkünfte, erlaubt diverse Abzüge und wendet auf dem Nettoeinkommen zum Teil hohe Steuersätze an. Besonders für die Hochsteuerländer Frankreich und Deutschland lohnen sich Vorabklärungen der mutmasslichen Steuerlast, wenn hohe Renten fliessen oder Wertschriftenbestände (Kursgewinne werden besteuert) deklariert werden müssen. Eine zeitige Auseinandersetzung mit der ausländischen Einkommenssteuer unter Berücksichtigung der Schweizer Doppelbesteuerungsabkommen sowie der lokalen Gestaltungsmöglichkeiten ermöglicht es, dass in den meisten Länder zumindest für Jahreseinkommen unter 100'000 Franken keine höhere Steuerbelastung als beim Beibehalten eines helvetischen Wohnsitzes anfallen sollte.

Aus Schweizer Perspektive ist eine Auswanderung aus vermögensteuerlicher Sicht häufig interessant. Die meisten Länder erheben keine generelle Vermögenssteuer, - so z.B. Deutschland, Italien, Griechenland, Australien, die USA wie auch fast alle Schwellen- und Drittwelt-Länder. Unter den klassischen Auswandererdestinationen gilt dies speziell für Frankreich (progressive Belastung ab einem Vermögen von 732'000 € bis zu einem Höchstsatz von 1,8% bei einem Gesamtvermögen ab 15,225 Mio. €), Spanien (Steuersätze von 0,2% bis 2,5%, Freibetrag 162.273 €, Höchstsatz ab 10,7 Mio. €) und die skandinavischen Länder nicht.

Eine indirekte Belastung des Vermögens ergibt sich in vielen Ländern über den Grundbesitz. Liegenschaften sind typischerweise immobil, so dass die Steuerbehörden gerne darauf greifen. So sind einmalige Steuern (Grunderwerbssteuern, Registersteuern, usw.) beim Kauf, laufende Steuern (etwa Taxe Fonciére und Taxe d'Habitation in Frankreich oder imposta comunale sugli immobili in Italien) und Wertzuwachssteuern beim Verkauf zu vergegenwärtigen. Auch Miet- und Pachterträge werden besteuert. Vielen immobilienbezogenen Steuergesetzen ist eine unumstrittene Komplexität (diverse Steuersätze, Abzugsmöglichkeiten, Freibeträge, Ausnahmen) gemeinsam, so dass der Auswanderer oft gut beraten ist, lokale Steuerberater beizuziehen.

Schliesslich haben sich auswandernde Pensionäre zum Wohle ihrer Erben auch Erbschaftssteuerbelange zu berücksichtigen. Viele Länder kennen zwar keine Erbschaftssteuerpflicht (z.B. Italien, Australien oder wiederum manche Schwellen- und Drittweltländer), manche schonen Ehegatten und direkte Nachkommen und einige belasten Vermögende oder Erben über Gebühr. So können z.B. bei Wohnsitz Frankreich oder Spanien konfiskatorische Belastungen von über 60% anfallen, wenn Personen ausserhalb des Familienkreises beerbt werden. Indes bestehen vielfach Schlupflöcher, die bei versierter Beratung und entsprechenden Gestaltung, zu einer tragbaren Belastung führen können.

Überhaupt geht es für Auswanderer im Steuerbereich grundsätzlich darum, die individuell relevanten Bestimmungen zu identifizieren und zweckgerichtete Massnahmen zu treffen. Dies beginnt bereits in der Schweiz vor dem Wegzug ins Ausland. So muss beispielsweise im Bereiche der Vorsorgeleistungen die folgenreiche Entscheidung "Rente oder Kapitalbezug" gefällt werden. Vielfach drängt sich dabei ein Kapitalbezug auf, weil einerseits Schweizer Renten im Ausland voll besteuert werden können und andererseits bei Frankenzahlung der Auswanderer, der sich in einem anderen Währungsraum bewegt, lebenslang das volle Währungsrisiko tragen muss. Der Transfer des angesparten Vorsorgekapitals ins disponible Vermögen sichert darüber hinaus eine gewisse Flexibilität hinsichtlich Änderungen der Steuerbestimmungen oder Lebenssituationen. Zudem können auch sehr hohe Vorsorgevermögen ab 100'000 Franken bei treffender Gestaltung und Bezug aus dem Ausland zu einem Quellensteuersatz von ca. 4,6% bezogen werden. Eine derart tiefe Steuerbelastung auf den Bezug höherer Vorsorgekapitalien ist bei Schweizer Wohnsitz nicht erzielbar. Zudem kann diese Abgabe bei Neuwohnsitz in diversen Ländern (z.B. Frankreich) nach entsprechender Deklaration voll rückerstattet werden, so dass der Kapitalbezug steuerfrei erfolgt.

EMIGRATION NOW rät allen Auswanderern, welche im Ausland Altersruhe suchen, sich zeitig mit finanziellen und steuerlichen Belangen auseinander zu setzen. Anlässlich unserer Orientierungsgespräche kann der entsprechende Planungs- und Handlungsbedarf abgeschätzt werden.

http://www.auswanderung.ch/index.cfm?nav=2,20&SID=1&DID=2&Ne…
Die Liste der weltweiten Steuerparadiese: Schweizer Kantone ganz weit oben
Dass die Schweiz eine Steueroase ist, ist weithin bekannt. Doch nun stellte BAKBASEL die einzelnen Kantone in den internationalen Vergleich und untersuchte die steuerliche Attraktivität der Standorte für Unternehmen, Investoren und hochqualifizierte Arbeitnehmende.

Der veröffentlichte BAK Taxation Index 2011 legt es offen: Der Kanton Zug belegt mit 23,7 Prozent Steuerabgaben international den dritten Platz. Noch weniger Steuern zahlen alleinstehende Arbeitnehmende mit 100.000 CHF Jahreseinkommen nur in Singapur mit 11,3 und in Hongkong mit 16,1 Prozent. Am meisten zieht der Schweizer Fiskus mit 36,4 Prozent den Arbeitnehmenden in Genf ab; international belegen die Belgier mit satten 57 Prozent Steuerabgaben den letzten Platz. Und ebenso für die Unternehmen bleibt die Schweiz auch im internationalen Vergleich ein steuerlich äusserst attraktiver Standort. Am wenigsten zahlen die Unternehmen in Hong Kong mit 9,7 Prozent. Der Kanton Nidwalden belegt mit 10,6 Prozent direkt danach den zweiten Platz; gefolgt von den Kantonen Appenzell, Obwalden, Schwyz und Zug. Der steuerintensivste Kanton ist auch hier Genf mit 21,5 Prozent; international belegt New York mit 41,4 Prozent den steuerlich teuersten und letzten Platz.
http://www.success-and-career.ch/de/news/2011-12-29-die-list…

Und wer's ganz genau wissen möchte: Hier der Link zur BAK-Liste:
http://www.bakbasel.ch/downloads/services/news_media/media/m…
Keine Fortschritte für Deutschland:

Studie
Steuerlast kleiner und mittlerer Unternehmen weltweit rückläufig 14.12.2011 - Die Steuer- und Abgabenlast für kleine und mittlere Unternehmen ist weltweit gesunken. Nur deutsche Betriebe zahlen ebenso viel wie eh und je.

Das ist ein Ergebnis der Studie "Paying Taxes 2012" der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC mit der Weltbank und der International Finance Corporation (IFC). Von niedrigeren Steuersätzen, einem vereinfachten Steuersystem und von weniger Bürokratie profitieren demnach Betriebe in 123 von insgesamt 183 Staaten.

Erhebliche Fortschritte bei der Steuerentlastung weltweit
Im Jahr 2010/2011 machten laut PwC weltweit 33 Staaten das Steuerzahlen einfacher: Allein 23 Länder führten Online-Systeme zur Steuererklärung bzw. -zahlung für Unternehmen ein oder erweiterten bestehende Systeme um neue Merkmale.

Der Anteil aller Steuern und Abgaben am Unternehmensgewinn ("Total Tax Rate", TTR) fiel im Jahr 2010 im globalen Durchschnitt auf 44,8 Prozent – 8,5 Prozentpunkte weniger als 2006.

Der nötige Zeitaufwand für die Steuer- und Abgabenverwaltung in den Unternehmen liege nunmehr bei 277 Stunden. Das seien 54 Stunden weniger als 2006. Die Zahl der Steuertermine reduzierte sich um fünf auf 28,5 pro Jahr.

Wenig Fortschritte in Deutschland
Gegenüber der Vorjahresstudie sei der Standort Deutschland um zwei Positionen auf Rang 86 geklettert. Die deutsche Steuer- und Abgabenquote liege klar über dem weltweiten Durchschnitt.


Im weltweiten "Total Tax Rate"-Ranking veränderte sich Deutschland kaum – von Platz 128 im Vorjahr auf Platz 130 im Jahr 2011: Die "Total Tax Rate" sei geringfügig von 48,2 Prozent auf 46,7 Prozent gesunken. Grund dafür ist laut PwC die vorübergehende Verbesserung der Abschreibungsmöglichkeiten.

Der bürokratische Zeitaufwand sei gegenüber 2010 mit 221 Stunden statt 215 Stunden fast unverändert geblieben. PwC geht allerdings davon aus, dass der Zeitaufwand durch die zukünftige Verpflichtung zur E-Bilanz in den nächsten Jahren weiter steigen wird.

Beispiel-Unternehmen untersucht
Gegenstand der deutschen Betrachtung war laut PwC ein Produktionsunternehmen mit 60 Arbeitnehmern mit Sitz in Berlin.

Untersucht wurden alle Steuern und Abgaben, die dieses Produktionsunternehmen zahlt, darunter Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag sowie "versteckte" Steuern und Abgaben wie der Arbeitgeberanteil am Sozialversicherungsbeitrag oder Energiesteuer, Grundsteuer, Versicherungsteuer und LkW-Maut.

Das Ergebnis: Zu jedem Euro, den das Produktionsunternehmen an Gewerbesteuer und Körperschaftsteuer zahlt, kommen "versteckte" Steuern von 1,45 Euro hinzu. (uqrl)

http://www.mittelstanddirekt.de/home/recht_und_steuern/nachr…

Und hier noch die Tabelle:
http://www.pwc.com/gx/en/paying-taxes/data-tables.jhtml
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.585.756 von selectrix am 12.01.12 17:01:28Bundestrojaner – Kann jeder von uns schon bespitzelt worden sein?

Was dürfen Fahnder eigentlich alles machen um verdächtige Personen zu überwachen? Eine sehr gute Frage! Klar ist, dass Gespräche aufgezeichnet werden dürfen – Darf denn eigentlich auch auf die persönlichen Daten der Festplatte eines Verdächtigen zugegriffen werden? In der Verfassung steht seit 2008: “Wird ein komplexes informationstechnisches System zum Zweck der Telekommunikationsüberwachung technisch infiltriert („Quellen-Telekommunikationsüberwachung“), so ist mit der Infiltration die entscheidende Hürde genommen, um das System insgesamt auszuspähen.“.

Der Chaos-Computer-Club (kurz CCC) hat nun eine Festplatte in die Hand bekommen, auf dem der so genannte “Bundestrojaner” aufgespielt war (dieser kann getarnt als Update z.B. installiert worden sein). Durch Analyse der Software durch die Hacker wurde nun herausgefunden, dass die Polizei viel mehr Daten einsehen kann. Neben Telefonaten kann quasi der ganze Inhalt der Festplatte angeschaut werden,...

http://it-runde.de/8345/bundestrojaner-kann-jeder-von-uns-sc…
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.585.756 von selectrix am 12.01.12 17:01:28Steuerfrust auch in Österreich:

Steuerhölle Österreich:Fast nur in Schwellen- und Entwicklungsländern greift der Grenzsteuersatz noch früher, ist aber meist tiefer!

Auch wenn derzeit wieder heftig über eine Anhebung des Grenzsteuersatzes diskutiert wird (oder ein Zuschlag dazu), Stichwort Reichen- oder Gutverdienersteuer: Österreich zählt laut einem großen Vergleich der KPMG international bereits zu den Spitzenreitern: Nur Dänemark, Schweden und Holland in Europa und die Karibikinsel Aruba haben einen noch höheren Grenzsteuersatz. Selbst Deutschland liegt mit 45% hinter Österreich mit 50% und der Spitzensatz greift zudem erst bei weit höheren Beträgen, in Deutschland bei 358.000 USD (!), in China bei 186.000 USD, in Griechenland bei 143.000, während man in Österreich bereits ab 85.666 USD Hemd und Hose verliert. Die meisten Länder außer die seit je steuerunfreundlichen Skandinavier, bei denen der Spitzensteuersatz dermaßen früh einsetzt, sind Entwicklungs- und Schwellenländer.
In der 80-seitigen Studie findet man auch alle Länder, die Kapitalgewinne nicht besteuern bzw. die Details, falls sie besteuert werden.
Die Einkommenssteuer und Sozialabgaben werden anhand zweier Modell-Jahreseinkommen, 100.000 und 300.000 USD, konkret Land für Land berechnet. Zu jedem der in die Studie einbezogenen Länder gibt es noch eine kurze Übersicht.
Falls wer aus Steuergründen auswandern will, hier findet er alle Details, für Afghanistan bis Zimbabwe! Billiger als in der Steuerwüste Österreich ist es bald einmal wo
http://www.foonds.com/article/16123
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.595.729 von selectrix am 15.01.12 02:59:00Und da wir bei den Steuerhöllen sind...gleich noch das:

Das sind die wahren SteuerhöllenEine
Rangliste der Steuerbelastung zeigt: Nirgends sind die Abgaben an den Staat so hoch wie in Belgien. Die Schweiz ist im vorderen Mittelfeld platziert. Gut haben es die Bewohner Katars.
Beinahe bis Ende Juni arbeitet ein Belgier für den Staat. Erst danach kann er bildlich gesprochen mit dem Lohn seine übrigen Lebenskosten bezahlen...
http://www.20min.ch/finance/news/story/15141627
Zum Schluss noch ein Zitat:

Steueroasen gibt es nur, weil runderherum Steuerwüsten sind!

Einen schönen Sonntag :)!
Selectrix
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.590.360 von selectrix am 13.01.12 14:23:17Bekanntlich musste der Chef der Schweizerischen Nationalbank (SNB) kürzlich zurücktreten, weil seine Ehefrau von der Festsetzung des CHF-Kurses auf EU/CHF 1.20 durch eine Devisenspekulation in USD profitierte.Jetzt geht man der Frage nach, wie die Bank Sarasin die Whistleblowing-Aktion hätte verhindern können:

Ein IT-Spezialist sieht alles
Auch ein Nummernkonto hätte Philipp Hildebrand nicht geschützt

Wäre Philipp Hildebrand heute noch im Amt, wenn er ein Nummernkonto gehabt hätte statt eines, das auf seinen Namen (mit Vollmacht für seine Frau) lautet? Und hätte die Bank Sarasin den Datendieb Reto T. frühzeitig stoppen können, wenn sie Überwachungskameras montiert hätte, welche den IT-Spezialisten beim Fotografieren der hildebrandschen Bankdaten ertappt hätten?

Nein, sagen Experten. Irgendwann stösst auch das ausgeklügeltste Sicherheitssystem an seine Grenzen. «Vor IT-Spezialisten mit ausreichender krimineller Energie kann man sich nicht vollständig schützen», sagt Francisco Ferndandez, Chef der Bankensoftware-Firma Avaloq, zu deren Kunden auch Sarasin gehört....

ganzer Artikel...http://www.sonntagszeitung.ch/wirtschaft/artikel-detailseite…
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.552.984 von selectrix am 05.01.12 10:38:12Zu den Fluggastdaten, Interview mit Bundesinneminister Friedrich:

"Letztlich ist es das Abwägen zwischen Sicherheit und Freiheit"

Fluggastdaten: Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich hat keine verfassungsrechtlichen Bedenken gegen die anlasslose Vorratsdatenspeicherung von Fluggastdaten durch US-Behörden. Er versteht auch die Argumentation der Amerikaner, die das Reiseverhalten von islamischen Terroristen über viele Jahre beobachten wollen. Doch, das gesteht er im Gespräch mit den VDI nachrichten: "Als Privatmann ist es mir wichtig, überzeugt davon zu sein, dass das Abkommen notwendig ist."

VDI nachrichten: Herr Dr. Friedrich, wie wird Ihr Votum im Innenministerrat in Brüssel zum Passagierdatentransfers in die USA ausfallen?

Friedrich: Wir werden uns aller Voraussicht nach enthalten.

Sind Sie nicht auf der Basis der Verfassungsgerichtsrechtsprechung gehalten, sogar mit Nein zu stimmen? Immerhin resultiert das Abkommen in der vorgelegten Form praktisch in einer anlasslosen Vorratsdatenspeicherung für Reisende auch aus Deutschland.

Das sehe ich nicht so. Das Verfassungsgericht hat ja keineswegs gesagt, dass es gar keine Vorratsdatenspeicherung geben kann. Vielmehr hat sie eine solche Speicherung an strenge Voraussetzungen geknüpft. Insbesondere der Zugriff auf die Daten ist sehr restriktiv geregelt. Beim PNR-Abkommen (PNR = Passenger Name Record - die Red.) werden zwar Passagierdaten übermittelt, aber die US-Behörden dürfen nicht einfach darauf zugreifen.

15 Jahre Speicherzeit ist eine lange Speicherdauer ...

Die Argumentation der Amerikaner geht dahin, dass sie das Reiseverhalten von mutmaßlichen islamistischen Terrorismus über viele Jahre beobachten müssen. Wir haben durchaus noch ein Problem mit der Speicherfrist, aber auch mit dem Rechtsschutz für die Bürger. Verbesserungen beim Rechtsschutz werden dadurch erschwert, dass die Amerikaner nicht bereit sind, eigene Gesetze zu ändern. Ich habe das vergangene Woche sowohl mit der Heimatschutzministerin Janet Napolitano als auch mit Eric Holder, dem US-Justizminister, in Paris diskutiert.

Wäre ein deutsches Nein zum Abkommen ein diplomatisches Problem?

Wichtig ist doch, dass wir in der PNR-Debatte auch auf amerikanischer Seite ein Bewusstsein geschaffen haben für die besonderen deutschen Standards im Datenschutz. Auch in den USA gibt es den Trend, den Datenschutz stärker zu beachten.

Ist Industriespionage für Sie ein Thema bei den gespeicherten Daten?

Wir haben uns mit solchen Vorstellungen beim Transfer von Bankdaten auseinandergesetzt und waren dabei extrem vorsichtig. Ich würde sagen, wie schon bei der Übertragung der Bankdaten, dem sogenannten TFTP-Abkommen, haben wir auch beim Abkommen zu den Flugpassagierdaten einiges erreicht. Die amerikanische Seite hatte beim TFTP vorher noch viel weitergehende Vorstellungen bezüglich ihrer Auskunftsrechte.

Machen Sie sich selbst Gedanken, dass Ihre Reise- oder Bankdaten auf lange Zeit im Ausland gespeichert sind?

Als Minister bin ich ohnehin immer auf Schritt und Tritt in der Hand vieler. Als Privatmann ist es mir wichtig, überzeugt davon zu sein, dass das Abkommen notwendig ist. Letztlich ist es das Abwägen zwischen Sicherheit und Freiheit. Aber: Wenn wir die Sicherheit nicht mehr garantieren können, können wir auch die Freiheit nicht mehr gewährleisten.

Wir müssen beim Zugriff auf persönliche Daten sehr sorgfältig sein. Wir müssen es aber gleichzeitig schaffen, Gefahren für die in unserem Land lebenden Menschen abzuwehren.

http://www.vdi-nachrichten.com/artikel/Letztlich-ist-es-das-…
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.585.384 von selectrix am 12.01.12 16:10:05FATCA: Die US-Gesetzesinitiative erfordert schnelles Handeln
Auf 18 bis 24 Monate veranschlagen die FATCA-Fachleute von PwC die Zeit, die ein Finanzinstitut braucht, um sich richtig auf die neuen Meldeverpflichtungen vorzubereiten, die durch den Foreign Account Tax Compliance Act (FATCA) auf Banken und Fondsgesellschaften zukommen. Die Vorgaben wirken sich erheblich auf Prozesse und Systeme in allen Unternehmensbereichen aus. Weil die Neuregelung größtenteils zum 1. Juli 2013 greift, rät PwC-Fachmann Achim Obermann: "Finanzinstitute sollten schnellstmöglich analysieren, welche Geschäftsbereiche betroffen sind und welcher Handlungsbedarf sich für sie ergibt."
Bis zum 30. Juni 2013 müssen Finanzinstitute ihre Prozesse so angepasst haben, dass sie als FATCA-compliant gelten. Wer sich gegen FATCA entscheidet und die Zusammenarbeit mit der US-Steuerbehörde, dem Internal Revenue Service (IRS) verweigert, oder die Umstellung nicht rechtzeitig abschließt, muss mit einer 30-prozentigen Strafsteuer auf alle eigenen Erträge aus US-Quellen zum 1. Januar 2014 rechnen
"Der Foreign Account Tax Compliance Act (FATCA) erhöht die internationale Steuertransparenz, bedeutet aber auch einen erheblichen Umstellungsaufwand für die deutschen Banken und Fondsgesellschaften", sagt FATCA-Fachmann Achim Obermann von PwC.

FATCA verpflichtet Finanzinstitute, Daten zu allen US-Kunden und -Investoren an die US-amerikanische Steuerbehörde weiterzuleiten. Schließlich will die US-Regierung mit der FATCA-Regulierung weltweit Steuerhinterziehung bekämpfen. Über die Zusammenarbeit mit den US-Steuerbehörden schließen Finanzinstitute einen Vertrag mit dem IRS. Damit kommen dann diverse Verpflichtungen auf die Unternehmen zu:

Identifikation der US-Kunden
Unter das FATCA-Regime fallen nicht nur US-Bürger, sondern auch Gesellschaften, die sich zu mehr als zehn Prozent in US-Besitz befinden.
Erweiterte Prüfungs- und Due-Diligence-Verfahren
Jährliches Reporting an die amerikanische Steuerbehörde
Einbehalten einer 30-prozentigen Quellensteuer, wenn der Kunde die Weitergabe seiner Daten ablehnt
Viele Finanzinstitute sind derzeit noch unsicher
"Das neue US-Gesetz greift tief in die Prozesse der Finanzinstitute ein", sagt Achim Obermann. "Noch ist vielen Unternehmen unklar, inwieweit sie betroffen sein werden. Das ist abhängig von der Konzernstruktur, dem Kundenkreis und der Geschäftsstrategie. Die Banken müssen jetzt dringend handeln, denn der Zeitplan zur Umsetzung ist eng." Zahlreiche Geschäfts- und Querschnittsbereiche seien in aller Regel bei der FATCA-Umstellung zu berücksichtigen, berichtet Obermann.
http://www.pwc.de/de/finanzdienstleistungen/10-minuten-fatca…

Weitere Informationen finden Sie in dem PDF-Dokument
http://www.pwc.de/de/de/finanzdienstleistungen/assets/10-min…
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.595.726 von selectrix am 15.01.12 02:49:10Ortungswanze Handy:

Behörden peilen Handys tausend Mal am Tag
Polizei, Zoll und Verfassungsschutz nutzen in bislang unbekanntem Ausmaß ein Ortungsverfahren per stiller SMS - damit kann jeder Handy-Nutzer aufgespürt werden, ohne dass er etwas davon mitbekommt. Datenschützer sind entsetzt.
Behörden peilen Handys tausend Mal am Tag
Polizei, Zoll und Verfassungsschutz nutzen in bislang unbekanntem Ausmaß ein Ortungsverfahren per stiller SMS - damit kann jeder Handy-Nutzer aufgespürt werden, ohne dass er etwas davon mitbekommt. Datenschützer sind entsetzt.
...Deutsche Behörden haben in bislang unbekanntem Ausmaß sogenannte stille Überwachungs-SMS auf Mobiltelefone verschickt. Im Jahr 2010 nutzten die Zollfahndungsbehörden diese Methode rund 237 000 Mal, das Bundesamt für Verfassungsschutz 108.000 Mal und das Bundeskriminalamt (BKA) 96.000 Mal...
...Fachleute des Chaos Computer Clubs (CCC) bezeichnen das Handy deshalb schon länger als „Ortungswanze“. Wie erfolgreich die Ortung verläuft, hängt vom Umkreis der jeweiligen Funkzelle ab. Deren Radius beträgt je nach Technik, Landschaft und Bevölkerungsdichte etwa hundert Meter bis einige Kilometer...
http://www.fr-online.de/politik/handy-ueberwachung-behoerden…
Mit Gold dem Fiskus ein Schnippchen schlagen?

Anlegen im Ausland
Nicht alles auf eine Karte setzen

Konten und Golddeponien in der Schweiz oder in Singapur sind vergleichweise einfach zu eröffnen. Doch macht das auch Sinn?...
...Egal, wo das Vermögen am Ende landet: In Deutschland gilt das so genannte Wohnsitzland- und Welteinkommensprinzip. Das heißt: Wer hierzulande einen festen Wohnsitz oder einen gewöhnlichen Aufenthalt hat, ist auch in Deutschland steuerpflichtig und wird mit seinem gesamten Vermögen besteuert. Das gilt für Auslandskonten, Dividenden ausländischer Unternehmen und sonstige Kapitalerträge. Wenn jemand ein Konto oder ein Schließfach im Ausland eröffnet, erfolgt zwar kein automatischer Datenaustausch mit Deutschland. Dennoch sind Anleger verpflichtet, Kapitalerträge anzugeben. Gleichzeitig behalten ausländische Staaten oft eine pauschale Quellensteuer ein, wenn Anleger dort Kapitalerträge erzielen. Seit 2009 verrechnet die Bank die anrechenbare ausländische Quellensteuer direkt mit der deutschen Abgeltungsteuer. Liegen die Papiere im Depot einer ausländischen Bank, muss der Anleger die Erträge in der Steuererklärung angeben....
...Bargeldausfuhren aus Deutschland sind ab einer Summe von 10 000 Euro anmeldepflichtig. Kann die Herkunft plausibel belegt werden – viel Spaß und freie Fahrt. Wichtig: Bargeld umfasst auch Münzen, Wechsel oder sonstige Wertpapiere. Und: Wer gegen die Regelung verstößt, muss mit einem Bußgeld von bis zu einer Million Euro rechnen. Ob sich dann auch noch das Konto in der Schweiz rechnet, ist die Frage. Der Ausfuhr von Gold sind dagegen keine Grenzen gesetzt – vorausgesetzt, es gilt in dem jeweiligen Land nicht als gesetzliches Zahlungsmittel. Beim Transport in Drittstaaten wie die Schweiz wird Gold wie eine Ware behandelt. Es reicht aus, bei der Ausfuhr- und der Einfuhrzollstelle eine mündliche Anmeldung zu machen.
http://www.focus.de/finanzen/news/staatsverschuldung/tid-244…
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.605.527 von selectrix am 17.01.12 16:22:54Nochmals zu Gold und Fiskus:

Muss man Gold versteuern?

Gold wird nicht nur als Felsen in der Brandung während Krisenzeiten als eine der lohnenden Anlagen propagiert, sondern auch immer wieder als eine sichere Anlageform, die aufgrund ihrer Steuerfreiheit besonders attraktiv sein soll. Aber: Muss man Gold überhaupt versteuern? Oder handelt es sich hier vielmehr um einen reinen Werbegag?

Gold – nicht immer steuerfrei
Wie immer hat die Medaille zwei Seiten, denn Gold kann sowohl steuerpflichtig als auch steuerfrei sein – es kommt letztendlich darauf an, in welcher Form Gold erworben und wie in Gold investiert wird. Denn Gold kaufen ist nur dann steuerfrei, wenn hierfür eine Reihe von Vorbedingungen erfüllt und bestimmte Bedingungen nach dem Kauf eingehalten werden.

Steuerfrei ist Gold nur dann, wenn es sich hierbei um Gold in physischer Form handelt und dieses einen Feingehalt von mindestens 995 (99,5 % Materialanteil) in Barren oder Plättchenform aufweist und in einem marktüblichen Gewichtsmaß gehandelt wird (z. B. als Unze) oder es sich um Münzgold handelt, welches einen Feingehalt von mindestens 900 aufweist sowie nach dem Jahr 1800 geprägt und als Zahlungsmittel im Einsatz ist oder wahr – außerdem darf die Goldmünze nicht zu mehr als 80 % des Materialwertes gehandelt werden.

Dass auf das physische Gold keine Abgeltungssteuer entfällt, kann jedoch als reines Werbemittel verstanden werden, da z. B. ein Goldbarren im Gegensatz zur Werbeaussage nicht als Kapital oder Wertanlage gilt, sondern als Gegenstand – und als Gegenstand kann ein Goldbarren, genauso wie ein Tisch oder ein Stück Papier, keine Gewinne und Einkünfte aus Kapitalvermögen erwirtschaften.

Wichtig: Wie auch bei anderen Gewinnen aus privaten Veräußerungsgeschäften kann Gold , wenn zwischen Ankauf und Verkauf die Spekulationsfrist von unter einem Jahr unterschritten wird, auch der Einkommensteuer unterliegen. In diesem Fall wird der individuelle Einkommensteuersatz als Steuer auf das Gold fällig.

Siehe dazu ausführlich:
Gold aus der Werbung: Abgeltungsteuer?
Wenn Gold als sichere Geldanlage beworben wird, handelt es sich dabei jedoch häufig um Goldzertifikate oder Anteile an Goldfonds – diese sind jedoch nicht steuerfrei, sondern unterliegen der Abgeltungssteuer, da es sich hier um Wertpapiere und Kapitalanlageprodukte handelt und nicht um physisches Gold.

Häufig wird hier mit einer steuerrechtlichen Besonderheit geworben, die angeblich doch eine Steuerfreiheit von Goldzertifikaten, Goldfonds oder anderen Wertpapieren in Aussicht stellt, denn: Wird der Gewinn in Gold ausgezahlt, kommt es steuerrechtlich zu einem Problem, wie dieser besteuert werden sollte, da Gold steuerbefreit ist, es sich aber um einen Gewinn aus einer Kapitalanlage handelt, welcher der Abgeltungssteuer unterworfen ist.

Das Finanzamt besteuert aktuell auch Goldauszahlungen aus dieser Form der Goldanlage, jedoch existiert aktuell noch ein abschließendes Urteil des Bundesfinanzhofes oder der Finanzgerichte, welches diese Praxis des Finanzamts als zulässig oder unzulässig einstuft. Kunden wird oft eine mögliche Steuerrückerstattung im Falle eines Urteils, welches die Praxis des Finanzamtes als unzulässig einstuft versprochen, welche jedoch keineswegs sicher ist.

Fazit: Wer in Gold in Form von Goldbarren oder Goldplättchen investiert oder Schmuckgold mit einem Feingehalt von mindestens 995 kauft (oder Goldmünzen, die die oben genannten Kriterien erfüllen) und dieses mindestens über die Spekulationsfrist hinaus hält, der muss sein Gold nicht versteuern oder Steuern dafür bezahlen. Alle anderen unterliegen (bisher) der Steuerpflicht – auch auf Gold!

http://www.steuerncheck.net/gold-versteuern/
In Österreich ein einsamer Rufer in der Wüste:

Senkt die Steuern!

12. Januar 2012 00:55 | Autor: Andreas Unterberger 104 Kommentare
Die Schizophrenie der derzeitigen Diskussion ist unerträglich. Täglich wird nach Wachstum verlangt, zugleich hören wir täglich neue Vorschläge, welche Steuer eingeführt und welche erhöht werden solle; jede dieser Forderungen wird absurderweise mit „Gerechtigkeit“ begründet. Völlig verstummt ist hingegen das Anliegen einer Steuersenkung; niemand wagt es mehr, es als ungerecht zu bezeichnen, dass Österreich bei der Steuer auf Einkommen weit über den anderen Staaten liegt.

Die Höhe dieser Steuer richtet aber schweren Schaden an, am Wachstum wie an der Summe der Staatseinnahmen. Sie ist entscheidend bei der Absage von Spitzenkräften – ob Wissenschafter, Ingenieure oder sonstige Leistungsträger – an Job-Angebote aus Österreich. Internationale Manager verlieren das Interesse, einen Firmensitz nach Österreich zu verlegen, sobald sie hören, dass sie selbst dort 50 Prozent Steuern zahlen müssen (die Tricks mit dem 13. und 14. Gehalt durchschauen ja nur Inländer). Dementsprechend geht die Zahl der Europazentralen internationaler Konzerne in Wien ständig zurück. Gilt doch in anderen mitteleuropäischen Ländern eine Flat Tax von 15, 16 oder 19 Prozent. Und die Telefone funktionieren dort längst so gut wie in Wien.

Die Initiative proMarktwirtschaft (eine der erfreulichsten Entwicklungen der letzten Zeit) hat einen weiteren Schaden der hohen Einkommensteuer analysiert: den Brain Drain. Immer mehr der tüchtigsten jungen Österreicher wandern aus. Und lassen sich – trotz teurer Initiativen der Regierung – angesichts der Steuerlast fast nie mehr zurückholen. Sie genießen die niedrigeren Steuern des Auslandes und haben kein Problem damit, dass man dort ein paar Jahre länger arbeiten muss (und darf!).

Besonders schwachsinnig ist die von Sozialdemokraten, aber erstaunlicherweise auch von einigen sonst klugen Jungliberalen vorgeschlagene Akademikersteuer. Denn eine solche würde ja noch mehr der besten Uni-Absolventen vertreiben! Einmal im Ausland werden diese nur noch über die Wünsche aus Österreich lachen, dass sie solcherart für die Unis spenden sollten – nur weil es hier populistische Parteien aus Feigheit verhindert haben, dass jeder für sein Studium auch zahlt.

Besonders absurd wäre eine Akademikersteuer, sollte sie wie vorgeschlagen nur für Besserverdienende gelten: Dann würden Absolventen der allerunnötigsten, aber massenweise belegten Studien in der Regel nichts zahlen – im Gegensatz zu jenen mit schweren, aber dringend benötigten Ausbildungen. Das wäre also ein zusätzlicher Anreiz, falsche, aber leichte Studien zu belegen. Studiengebühren zwingen hingegen zu viel besser überlegter Studienwahl.

Vernünftige Politik senkt die Einkommensteuern, sie verflacht die steile Progression und reduziert auch notwendigerweise den Spitzensatz. Dann – und nur dann – kann man auch über die vielen Erhöhungsideen nachdenken und über den Schaden, den jede einzelne anrichtet.
http://www.andreas-unterberger.at/2012/01/senkt-die-steuern/
Natürlich gibt's auch je länger je mehr Wirtschaftsspionage... mit gravierenden Folgen.

12. Januar 2012
Vorsicht Falle: Spionage im Unternehmen
Von Doris Hülsbömer

Der chinesische Praktikant schaffte es innerhalb kürzester Zeit, den Zugang zu allen Daten in einem mittelständischen Unternehmen zu erhalten. Bereitwillig übernahm er jede Arbeit und wirkte rundum sympathisch und kompetent. Damit hatte er schnell das Vertrauen der Kollegen gewonnen. Ohne die Überwindung irgendwelcher Sicherheitsschranken machte er sich dann in aller Ruhe daran, die gesamten Daten des Unternehmens zu kopieren: Kunden- und Lieferantendaten, Fertigungszeichnungen, Produktionsdaten....
...Jährlich werden beim Bundeskriminalamt einige Hundert Fälle von Wirtschaftsspionage gezählt. Doch die Dunkelziffer beträgt nach Einschätzung der Behörde 80 Prozent. Die Schäden werden zwischen 20 und 30 Milliarden Euro im Jahr geschätzt...
http://www.marktundmittelstand.de/portal/nachrichten/3235/vo…
Auch in der Schweiz:
4550 Steuersünder leisten Abbitte
Auch im zweiten Jahr der Mini-Steueramnestie haben sich in 24 Kantonen über 4550 Steuersünder selbst angezeigt. Dem Fiskus bringt das 236 Millionen ein. In einem Kanton gab es besonders viele Selbstanzeigen...
http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/4550-Steuersuen…
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.593.734 von selectrix am 14.01.12 00:35:20Und da wir bei den Steuersündern sind, gleich auch noch Italien:

19. Januar 2012, 13:28, NZZ Online

Italiener noch grössere Steuersünder als angenommen
Neue Berechnungen - Steuereinnahmen könnten um einen Drittel höher sein
Die Italiener haben laut einem Zeitungsbericht im Jahr 2009 knapp 120 Milliarden Euro an den Steuerbehören vorbeigeschleust. Dies entspricht rund viermal dem Umfang des neu aufgelegten Sparprogramms des hoch verschuldeten Euro-Landes.
Bisher waren die Behörden davon ausgegangen, dass dem Staat im Jahr 2009 lediglich 100 Milliarden Euro an Abgaben vorenthalten worden waren. Die Zeitung «La Repubblica» beruft sich in ihrem Bericht über Schwarzgeld in Italien auf neue Berechnungen. Anhand von offiziellen Daten aus dem vergangenen Jahr hätten die Steuerbehörden die unversteuerten Beträge zurückgerechnet.

In den meisten Fällen seien Einkommenssteuer und Umsatzsteuer hinterzogen worden. Der an den Steuern vorbeigeschleuste Betrag entspricht insgesamt knapp 30 Prozent der gesamten Einnahmen des italienischen Fiskus.

Italiens Ministerpräsident Mario Monti bemüht sich derzeit, das Land aus dem Schuldensumpf zu führen und hat dabei auch Steuersündern den Kampf angesagt.
http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/italien_ste…
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.597.604 von selectrix am 16.01.12 00:23:57USA an vordester Front:

USA mit Rambo-Methoden gegen Steuersünder
Die US-Behörden jagen Steuersünder mit einer Methode, die sonst gegen Drogenschmuggler eingesetzt wird: Bei Verdacht auf geheime Konten in der Schweiz müssen Amerikaner diese unter Strafandrohung offenlegen.

Auf der Jagd nach Steuersündern greifen die US-Behörden zu einer neuen Taktik, die sonst vor allem gegen Drogenschmuggler und Geldwäscher eingesetzt wird. Bei Verdacht auf geheime Konten in der Schweiz fordern Staatsanwälte US-Steuerzahler unter Strafandrohung auf, ihre Konten offenzulegen.

Damit richtet sich der Druck nicht mehr nur gegen die Banken, sondern auch gegen die Kunden selbst. «Das ist im Moment ein sehr heisses Thema», sagte Nathan Hochman von der Kanzlei Bingham McCutchen.

Seit rund einem Jahr sind den Anwälten von Betroffenen zufolge mindestens ein Dutzend sogenannter Subpoenas ausgestellt worden. Die Staatsanwälte ordnen mit diesem Zwangsmittel die Herausgabe von Einzelheiten zu den Bankkonten seit 2003 an. Steuerzahler, die sich weigern, solche Beweismittel gegen sich selbst einzubringen, müssen mit Geldbussen oder sogar Gefängnis rechnen.

Subpoenas als neue Zwangsmittel

Bei den Steuerzahlern, die Subpoenas erhalten haben, handelt es sich um Personen, die sich zu spät gemeldet haben, um vom freiwilligen Offenlegungsprogrammen der US-Steuerbehörden zu profitieren. Amerikaner, die ihre zuvor geheimen Auslandskonten offen legten und eine Strafsteuer bezahlten, blieben dabei vor strafrechtlichen Konsequenzen verschont.

Daneben sind offenbar auch Kunden betroffen, die von ihren Bankbetreuern im Zuge von Strafanzeigen und sogar Anklagen ans Messer geliefert wurden.

Damit steigen die Spannungen zwischen der Schweiz und den USA weiter. Die US-Behörden verdächtigen Zehntausende vermögende Amerikaner, in den vergangenen Jahren Milliarden von Dollar über Schweizer Banken am Fiskus vorbeigeschleust zu haben.

Gegen elf Institute läuft bereits eine strafrechtliche Untersuchung. Dazu gehören die Credit Suisse, die Bank Julius Bär, die Privatbank Wegelin sowie die Basler Kantonalbank.
http://www.handelszeitung.ch/konjunktur/amerika/usa-mit-ramb…
Nach Herabstufung wird Frankreich vorsichtiger:

Paris wagt keinen Alleingang bei Finanzsteuer mehrBörsenumsatzsteuer statt Finanztransaktionssteuer - die Banken in Frankreich konnten sich offenbar in dieser Frage durchsetzen. Ob Berlin sich jetzt dem französischen Vorstoß anschließt ist noch unklar.
...In den vergangenen Tagen hatten die Banken Gespräche mit dem Finanzministerium geführt und mit der Verlagerung eines großen Teils ihres Geschäfts nach London gedroht. Dadurch wären Arbeitsplätze verloren gegangen und das Aufkommen der Steuer viel geringer ausgefallen. Paris fährt allerdings zweigleisig: Die umfangreichere Transaktionssteuer will man später mit EU-Partnern einführen...

http://www.handelsblatt.com/politik/international/paris-wagt…
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.597.571 von selectrix am 16.01.12 00:00:24Setzt sich Europa oder knickt wieder ein? Es geht in erster Linie um den Datenaustausch in Zusammenhang mit dem Anti-Terror-Gesetz Patriot-Pact aber auch um SWIFT, Fluggastdaten etc.

USA torpedieren EU-Datenschutz-Verordnung

EU-Justizkommissarin Viviane Reding hat ihren Entwurf zur Datenschutz-Verordnung noch nicht einmal vorgestellt, schon grätschen die USA rein: Washington behauptet, die neue Regelung habe negative Folgen für den internationalen Handel.
Ein neuer Streit über den Datenschutz droht die Beziehungen zwischen EU und USA abermals zu belasten. Nach FTD-Informationen versucht Washington, mit massiver Lobbyarbeit die neue Datenschutzverordnung von EU-Justizkommissarin Viviane Reding noch vor der offiziellen Vorstellung am kommenden Mittwoch abzuschwächen. Die Luxemburgerin will mit der Gesetzesreform dem fast unkontrollierten Zugriff von US-Geheimdiensten auf Millionen Daten von EU-Bürgern ein Ende bereiten...
http://www.ftd.de/politik/international/:lobbyarbeit-in-brue…
Bundesfinanzagentur
Ihre Ausweise, bitte!

Bis Ende Januar müssen mehrere Hunderttausend Sparer bei der Bundesfinanzagentur eine beglaubigte Kopie ihres Ausweises einreichen. Tun sie dies nicht, droht die Kündigung ihrer Konten

Zwischen Weihnachten und Neujahr wurde es eng in der Filiale der Bundesfinanzagentur. In die Niederlassung im Norden Frankfurts drängten Hunderte Kleinsparer, um ihren Personalausweis vorzulegen. Ganz freiwillig kamen sie nicht: Aufgrund einer Gesetzesänderung fordert die Agentur von den Anlegern eine Identifizierung. Und langsam wird die Zeit knapp. Wer seine persönlichen Daten nicht bis zum 31. Januar hinterlegt, dessen Konto wird gesperrt.

Die Bundesfinanzagentur verwaltet nicht nur die Schulden der Bundesrepublik, sondern führt für mehrere Hunderttausend Sparer Schuldbuchkonten, in die Bundeswertpapiere – etwa Finanzierungsschätze oder Bundesanleihen – eingebucht sind. Das Beste daran: Das Konto ist gratis. Und auch für die Transaktionen fallen in aller Regel keine Gebühren an. Ausnahme ist der Verkauf börsennotierter Wertpapiere während der Laufzeit. Das kostet 0,4 Prozent des Kurswerts.

Was Kunden von anderen Kreditinstituten seit Jahren kennen, gilt seit April 2011 auch für die Bundesfinanzagentur: Anleger müssen sich ausweisen, um ein Konto führen zu können. In der Finanzagentur war es dagegen bis zum vergangenen Frühjahr möglich, auch ohne Ausweis Wertpapiere zu kaufen und zu verwalten. Anleger mussten noch nicht einmal ihre Staatsangehörigkeit oder ihr Geburtsdatum angeben.

Ab August 2011 bekamen daher knapp 425 000 Sparer Post von der Finanzagentur. Sie wurden im Schreiben aufgefordert, eine beglaubigte Kopie ihres Personalausweises an die Agentur zu senden oder eben in die Frankfurter Filiale der Finanzagentur zu kommen, um den Ausweis vorzulegen.

Das Problem: Das Schreiben war in bestem Bürokratendeutsch formuliert. Und daher schickten Tausende Anleger zwar eine Kopie ihres Ausweises an die Finanzagentur, allerdings ohne Beglaubigung. Und damit ist die Kopie wertlos. „Das Schreiben der Finanzagentur war sehr kompliziert formuliert“, bestätigt Annabel Oelmann von der Verbraucherzentrale in Nordrhein-Westfalen. Auch geübte Anleger hätten schlichtweg überlesen können, dass eine Beglaubigung erforderlich sei...

ganzer Artikel:
http://www.capital.de/finanzen/geldanlage/vermoegensverwalte…
Investitionsstandort Russland – Steuerhighlights

21. Jänner 2012 15:20

Die Wirtschaft in Russland wächst stark und stabil. Österreichische Investoren können durch Niederlassung in Sonderwirtschaftszonen steuerliche Vorteile lukrieren. Das russische Steuerrecht ist im Vergleich zum österreichischen Steuerrecht relativ jung. Ende der 90-iger Jahre wurde eine große Steuerreform eingeleitet und bis heute kommt es häufig zu fundamentalen Änderungen im Steuerrecht.

Bei Gewinnsteuer auf Abzugsfähigkeit achten.
Der österreichischen Körperschaftsteuer ähnlich regelt die russische Gewinnsteuer die Besteuerung des Einkommens juristischer Personen. Der allgemeine Steuersatz beträgt 20%, Sondersteuersätze gelten für Dividenden sowie für Einkünfte aus dem Verkauf von Anteilen an russischen Unternehmen. Steuergegenstand der Gewinnsteuer ist der vom Unternehmen erzielte Gewinn, der sich aus der Summe der steuerpflichtigen Einkünfte abzüglich der abzugsfähigen Aufwendungen ermittelt. Für ausländische Unternehmen, die über Betriebsstätten in Russland tätig sind, gelten die durch diese Betriebsstätten erzielten steuerpflichtigen Einkünfte abzüglich der abzugsfähigen Aufwendungen als Gewinn.

Aufwendungen müssen durch entsprechende Unterlagen nachgewiesen werden und die Kosten wirtschaftlich veranlasst sein. Die russischen Steuerbehörden versuchen häufig, die einschlägigen Tatbestände sehr weit auszulegen, um die Abzugsfähigkeit verweigern oder einschränken zu können. Soweit jedoch die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind, sind die Chancen einer gerichtlichen Anfechtung meist sehr gut. Weiters können nach russischem Recht auch Verluste vorgetragen werden und innerhalb von 10 Jahren mit positiven steuerlichen Ergebnissen verrechnet werden. Zinsen sind im fremdüblichen Ausmaß abzugsfähig; bei Konzernverbindlichkeiten ist festzuhalten, dass Zinsen nur insoweit abzugsfähig sind, als die Konzernverbindlichkeiten nicht das dreifache Eigenkapital übersteigen.

0% Gewinnsteuer in Sonderwirtschaftszonen.
In Russland gibt es derzeit 24 Sonderwirtschaftszonen für die Bereiche Technologie, Industrie, Tourismus und Hafenlogistik. Deren Ziel ist es, durch Steuer- und Zollbegünstigungen neue Investoren anzulocken und Technologiecluster zu bilden. Je nach Region kann der Gewinnsteuersatz in Sonderwirtschaftszonen auf bis zu 2%, in manchen Fällen sogar auf null reduziert werden.
http://www.be24.at/blog/entry/670070/investitionsstandort-ru…
China will:

Steuerlast verringern
20. 01. 2012
Um die Belastungen der Unternehmen zu reduzieren, die Binnennachfrage anzukurbeln und die Importwirtschaft zu fördern, will die Regierung im neuen Jahr die Steuerlast verringern.

Als Maßnahmen zur strukturellen Steuerentlastung wird China die Importzölle weiter senken. Seit 1. Januar liegen die durchschnittlichen Zölle für über 730 Produktkategorien bei 4,4 Prozent.

Dies ist eine gute Nachricht für Unternehmen, die ihre Waren nach China exportieren wollen. Da in der Rezession der Weltwirtschaft viele Staaten mit schrumpfenden Exporten zu kämpfen haben, können die gesenkten Zolltarife die Konkurrenzfähigkeit ausländischer Waren auf dem chinesischen Markt erhöhen. Außerdem können sich mehr chinesische Verbraucher die verbilligten Waren leisten, so dass der Binnenkonsum angeregt wird.

Weitere Steuersenkungen in Aussicht gestellt

"China wird weiter strukturelle Steuerentlastungen durchführen und den Kreis der Nutznießer erweitern," sagte Finanzminister Xie Xuren am 25. Dezember 2011 auf der nationalen Finanzkonferenz.

Als Teil struktureller Steuerentlastungen kann die Senkung der Importzölle die Einfuhr häufig nachgefragter Energieträger, von Rohstoffen, modernen Industrieanlagen und Komponenten fördern.

Zudem können auch die Mikro- und Kleinunternehmen von den strukturellen Steuerentlastungen profitieren. Xie kündigte eine Reihe von Maßnahmen an, darunter die Anhebung der Freigrenze bei der Mehrwert- und Gewerbesteuer für Mikro- und Kleinunternehmen.

Das Finanzministerium hat vor kurzem angekündigt, die Freibeträge für Mikro- und Kleinunternehmen mit einem Jahresumsatz von weniger als 60 000 Yuan zu erhöhen. Der Steuersatz bleibt unverändert bei 20 Prozent, aber die Bemessungsgrundlage wird dahingehend verändert, dass nur noch die Hälfte des Unternehmensertrags versteuert werden muss. Diese Steuererleichterung soll zwischen 2012 und 2015 wirksam werden.

Xie führte aus, dass 2012 noch weitere Maßnahmen zu Steuerentlastungen umgesetzt werden sollen, darunter der Wegfall von Gebühren für die Unternehmensführung sowie Anpassungen beim Autobahnmaut und anderen Nutzungsgebühren.

Inzwischen hat China die Reform des Steuersystems beschleunigt. Ab 1. Januar 2012 wird China ein Pilotprojekt lancieren, bei dem in der Logistik und einigen weiteren Dienstleistungsbranchen die Gewerbesteuer gegen die Mehrwertsteuer ersetzt werden soll. Nach Xie wird die Regierung im Interesse eines Ausbaus des modernen Dienstleistungssektors das Pilotprojekt gegebenenfalls erweitern.

Außerdem wird das Land im Jahr 2012 Logistikunternehmen durch eine Senkung der Gewerbesteuer begünstigen und die Errichtung von Lagerhäusern auf städtischem Grund fördern. Der Groß- und Einzelhandel von Gemüse wird von der Mehrwertsteuer befreit werden.

Im nächsten Jahr wird China die Reform der Rohstoffbesteuerung vertiefen, um so Energieeinsparung und Umweltschutz zu fördern, sagte Xie, "außerdem wird das Pilotprojekt zur Reform der Vermögenssteuer vorgezogen und das System der Verbrauchssteuern weiter verbessern."

"Bei den Verbrauchssteuern wollen wir die Zahl der Kategorien und die Höhe des Steuersatzes regulieren, um die Einsparung von Energie zu fördern und die Verbraucher zu einem vernünftigen Konsumverhalten zu motivieren", fügte er hinzu.

Der gesamte Umfang der strukturellen Steuerentlastungen bleibt jedoch unklar. In einem aktuellen Bericht der China International Capital Corp. Ltd. soll die Reform der Mehrwertsteuer in Shanghai für die betreffenden Wirtschaftszweige eine Entlastung in Höhe von 70 Milliarden Yuan schaffen.

Während Unternehmen und Steuerbürger von den Entlastungen profitieren können, wächst andernorts die Sorge über Mindereinnahmen des Fiskus. Aber Liu Shangxi, der stellvertretende Direktor des Forschungsinstituts für Finanzwissenschaft beim Finanzministerium, macht deutlich, dass der Umfang der Steuerreduzierungen begrenzt ist und zudem die Reform von Energiesteuern sowie der Vermögenssteuer und der Umweltschutzsteuer zu einer Erhöhung der Steuereinnahmen führen werden.

Schon in den 90er Jahren waren strukturelle Steuerentlastungen Bestandteil von Chinas aktiver Fiskalpolitik. Heute kommen die Instrumentarien des Steuerrechts zum Einsatz, um den Auswirkungen der Finanzkrise des Jahres 2008 zu begegnen. Der Umfang der Steuerreduzierungen soll erweitert werden. Gao Peiyong, der Direktor des Instituts für Finanz- und Handelswirtschaft bei der Chinesischen Akademie der Sozialwissenschaften, nennt drei Gründe für diesen Ansatz in der Steuerpolitik:

Erstens sei die schwache Weltwirtschaft ein Hemmschuh für Chinas Wirtschaftwachstum, auch wenn die Auswirkungen der Krise heute nicht so groß seien wie in den Jahren 2008 und 2009. China brauche die makroökonomische Steuerung nur ein wenig anzupassen, eine übermäßige Expansion der Geldmenge sei nicht erforderlich.

Zweitens sei eine Strukturreform der Wirtschaft nach den von der Regierung getätigten massiven Investitionen im Rahmen von Konjunkturpaketen eine dringend zu leistende Aufgabe. China solle einerseits das Wachstum seiner Wirtschaft aufrecht erhalten, andererseits aber müsse es das Wachstumsmodell ändern. Strukturelle Steuerermäßigungen seien dazu ein geeignetes Mittel, da sie die Wirtschaft stimulieren könnten.

Drittens belief sich das Steueraufkommen in China im Jahr 2011 auf über eine Billion Yuan, so dass sich das Land massive Steuersenkungen leisten könne.

Nach Gao Peiyong verfolge die Steuerreform zwei Ziele: Eine Minderung der Steuerlast für Unternehmen und Bürger sowie eine Optimierung der Struktur des chinesischen Steuersystems.

Vorschläge

Lin Shuanglin, Direktor der Abteilung für öffentliche Finanzen an der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Peking Universität, weist der Steuerentlastung eine größere Rolle bei der Stärkung des Wirtschaftswachstums zu.

"Um die Finanzkrise zu bewältigen, hat China in den letzten Jahren eine expansionistische Finanzpolitik betrieben, was zu einer höheren Verschuldung des Staates und der Lokalregierungen geführt hat," sagt Liu.

"Ohne Zweifel kommt eine weitere Verschuldung der öffentlichen Hand in China nicht länger in Frage. Aber die Steuerentlastungen sind noch nicht groß genug."

Lin meint, dass Chinas Steuersätze auf einem zu hohen Niveau lägen. Der Steuersatz für Unternehmensgewinne beträgt 25 Prozent und ist damit im Vergleich zu Singapur, Russland und Großbritannien relativ hoch angesetzt.

"Viele chinesische Unternehmen, vor allem private Unternehmen, kämpfen verzweifelt gegen die Folgen der globalen Rezession," sagt er. "Umfangreichere Steuerentlastungen würden neuen Schwung in die Wirtschaft bringen und dem Arbeitsmarkt wichtige Impulse liefern."

Lu Zhengwu, Chefökonom der Industrial Bank Ltd., meint: "Anstelle einer bloßen Senkung des Steuersatzes sollte China neue Maßnahmen durchführen, wie die Erweiterung der Produktkategorien, die in den Genuss von Steuerermäßigungen kommen und eine Änderung bei der Ermittlung der Berechnungsgrundlage."
http://german.china.org.cn/business/txt/2012-01/20/content_2…
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.582.762 von selectrix am 12.01.12 09:23:14Nur so nebenbei:
Weltweit agierende Betrüger zapften in Ratingen Kreditkartendaten ab

Ein Geschäft für Tiernahrung in Ratingen war Ausgangspunkt für einen weltumspannenden Kreditkartenbetrug. Derzeit geht es um eine Schadenssumme von 150.000 Euro. Tendenz steigend. Betroffen sind Kunden aus Essen, Duisburg, Heiligenhaus und Düsseldorf.

1000, 2000 oder 3000 Euro – einfach abgebucht. Weg. Verschwunden in den USA, Kolumbien oder Mexiko. Bei der Kreispolizei in Mettmann stapelten sich am Mittwoch die Anzeigen. Über 60 waren es am Nachmittag, Tendenz steigend. Entsprechend kletterte die Schadenssumme auf rund 150.000 Euro, was anscheinend auch nur ein Zwischenstand ist. Die Betroffenen kommen nach Angaben der Polizei aus Essen, Duisburg, Heiligenhaus und Düsseldorf.

Die Fäden für diesen weltumspannenden Kreditkartenbetrug laufen in einem Geschäft für Tiernahrung an der Boschstraße in Ratingen zusammen. Den ersten Ermittlungen zu Folge haben dort Unbekannte das Kartenterminal so manipuliert, dass sie über einen langen Zeitraum hinweg Kartennummern und Geheimzahlen angreifen konnten....

http://www.derwesten.de/staedte/duesseldorf/weltweit-agieren…
Damit würde der Zahler völlig überwachbar und bei Bedarf macht man den Geldhahn einfach zu:

Banken wollen den Deutschen das Bargeld abgewöhnen

Noch zahlen die Deutschen am liebsten bar. Das wollen Banken und Kreditkartenfirmen aber ändern. Nach Visa und Mastercard starten mehrere deutsche Banken ein neues bargeldloses Bezahlsystem.
Die Banken forcieren die Einführung des kontaktlosen Bezahlens und wollen so den Deutschen ihr geliebtes Bargeld abgewöhnen: "Girogo" heißt das System, das die deutsche Kreditwirtschaft ab April testet. Im Kern geht es dabei um das kontaktlose Bezahlen: Für Kleinbeträge kann die dafür vorgesehene Karte mit Chip genutzt werden, indem sie kurz vor ein entsprechendes Lesegerät gehalten wird...

http://www.ftd.de/unternehmen/finanzdienstleister/:beruehrun…
Datenschützer lesen „kleine Spione“ in Kleidung aus
17.01.2012, 12:04 UhrProtest gegen Schnüffel-Etiketten: Der Datenschutz-Verein FoeBud hat RFID-Chips ausgelesen, die in Kleidung von Kunden eines Gerry-Weber-Geschäfts versteckt waren...
http://www.handelsblatt.com/technologie/it-tk/it-internet/da…

Einsatz von RFID:

Aus einer Werbebroschüre der Firma ADT für RFID-Lösungen im Handel:
"Stellen Sie sich vor, Ihre Ware denkt mit. Sie wird geklaut - und gibt ein unüberhörbares Signal von sich. Gar nicht dumm. Durch die intelligente Quellensicherung von ADT kann jeder noch so kleine Artikel präpariert werden. Schon bei der Herstellung. Das ist kostengünstig für Sie - und nicht sichtbar für den Kunden. Und auch durch keine spezielle Tüte oder dicke Jacke zu entschärfen."..

Oder:
"Die Extra Future Card - die persönliche Kundenkarte: Die neue mit Magnetstreifen, Barcode und RFID-Chip ausgestattet Kundenkarte dient zur Identifikation der Kunden. Der Kunde wird von den Geräten persönlich begrüßt, hat Zugriff auf verschiedene Serviceleistungen und wird in Zukunft die Karte als Kreditkarte bei der Bezahlung nutzen können."
https://www.foebud.org/rfid/die-pro-rfid-lobby
Neues aus Absurdistan:

Ex-UBS-Kunde muss krank ins Gefängnis
Ein 82-jähriger Ex-UBS-Kunde soll wegen Steuerbetrug 45 Tage ins Gefängnis –obwohl er an Krebs, Demenz und anderen gesundheitlichen Problemen leidet.

Die Geschichte könnte auch unter Neues aus Absurdistan laufen, doch mit den Amerikanern ist nicht zu Spassen. Dass Kenneth Heller seine Schuld gestanden hat und mit den US-Steuerbehörden kooperierte, war diesen nicht genug, wie das US-Wirtschaftsmagazin «Businessweek» berichtet.

Dass der Rentner bisher schon 9,8 Millionen Dollar Strafe gezahlt hat und die hinterzogenen Steuern für die Jahre 2006 bis 2008 auch zurückzahlt, ändert an dem Verdikt nichts.

Ursprünglich drohtem ehemaligen Anwalt Heller sogar 15 Jahre Gefängnis. Laut seinen Rechtsvertretern sind jedoch schon die 45 Tage, die ihm nun bevorstehen, lebensbedrohlich.

«Er ist in einer kritischen physischen Verfassung, hat nur noch eine sehr kurze Lebenserwartung und leidet unter permanenten Schmerzen» sagte der Anwalt von Kenneth Heller gegenüber «Businessweek».
http://www.finews.ch/news/banken/7513-ex-ubs-kunde-muss-kran…
Was ist das Kontenabrufverfahren und wer ist berechtigt, Kontenabfragen zu tätigen?
Kreditinstitute, Kapitalanlagegesellschaften und Zahlungsinstitute sind nach § 24c Abs. 1 KWG verpflichtet, eine Datei zu führen, in der bestimmte Kontostammdaten (z.B. die Kontonummer, der Name und das Geburtsdatum der Kontoinhaber und Verfügungsberechtigten, das Errichtungs- und Schließungsdatum) gespeichert sind. So genannte Bewegungsdaten wie Kontostände oder Umsätze werden nicht in der Kontenabrufdatei gespeichert.

Die BaFin darf einzelne Daten aus dieser Datei abrufen, soweit dies zur Erfüllung ihrer aufsichtlichen Aufgaben erforderlich ist. Darüber hinaus erteilt die BaFin auf Ersuchen Auskunft aus der Kontenabrufdatei an die in § 24c Abs. 3 KWG genannten Behörden. Dazu gehören unter anderem die ordentliche Gerichte, Staatsanwaltschaften, Polizeibehörden, Zollfahndungsämter sowie Steuerfahndungs-, Bußgeld- und Strafsachenstellen bei den Finanzämtern. In privatrechtlichen Angelegenheiten (z.B. Insolvenzverfahren oder Erbschaftsangelegenheiten) darf die BaFin keine Auskunft über Kontoinformationen erteilen
http://www.bafin.de/nn_2294058/SharedDocs/FAQ/DE/Verbraucher…
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.597.571 von selectrix am 16.01.12 00:00:24Wieder etwas über FATCA. Aus der Sicht einer Amerikanerin:

FATCA wird verheerende Auswirkungen auf Amerikaner im Ausland haben

FATCA Will Have Devastating Impact on American Expatriates
Most of us are aware how U.S. government regulations hurt people living in the United States. But too little attention is paid to how federal regulations can be damaging towards U.S. citizens living outside the country. American expatriates cannot even escape the regulatory nightmare that’s coming out of Washington, D.C.

United States citizens should be free to live in a different country without the U.S. federal government breathing down their necks. The United States has a worldwide tax system which means that a U.S. citizen living outside of the United States cannot legally escape the wrath of the Internal Revenue Service (IRS). The United States is the only industrialized nation that taxes citizens on income earned abroad, even if they are taxed in their country of residence. Taxing U.S. citizens living and working abroad undermines individual liberty as well as the sovereignty of other nations.
Stringent new banking regulations have further hurt expats living abroad....

ganzer Artikel: http://www.freedomworks.org/blog/jborowski/fatca-will-have-d…
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.645.570 von selectrix am 25.01.12 14:40:27Schweiz/Liechtenstein

Bankenverbände tauschen sich aus

Traditionell trafen sich am Montag die beiden Bankenverbände der Schweiz und Liechtensteins zum alljährlichen Gedankenaustausch in Zürich....
...Beidseitig haben derzeit die Entwicklungen rund um die Steuerabkommen und Finanzmarktregulierungsfragen, insbesondere die «Too-Big-To-Fail»-Diskussion, oberste Priorität. Diskutiert wurden zudem Sachfragen zu den Themen Potentatengelder, Hypothekarmarkt, Einlegerschutz sowie Zahlungsverkehr zwischen beiden Ländern. Wichtige Dossiers, welche die USA wie auch die EU betreffen, standen ebenfalls auf der Agenda. Dazu gehören Fragen zu FATCA, die Beziehungen der Schweiz zur EU, neue FATF Regulierungen und die Umsetzung der Richtlinie betreffend Manager alternativer Investmentfonds...
http://www.vaterland.li/index.cfm?source=lv&id=16477
FATF = Financial Action Task Force

Financial Action Task Force
Die FATF, eine 1989 vom Gipfeltreffen der G-7 eingesetzte, der OECD beigeordnete und in Paris ansässige Organisation, gibt 40 verbindliche Umsetzungsempfehlungen hinsichtlich der Geldwäschereibekämpfung ab. Aufgrund der terroristischen Anschläge vom 11. September 2001 hat die FATF im Herbst 2001 ausserdem eine Reihe von so genannten «Special Recommendations» zu verschiedenen Einzelthemen – unter anderem die Empfehlung «SR VII on Wire Transfers» - herausgegeben, um neu auch den Kampf gegen die Terrorismusfinanzierung führen zu können.

Zur Überprüfung der Umsetzung ihrer Empfehlungen in den verschiedenen Ländern führt die FATF sogenannte Länderexamen durch. Der jeweilige Bericht über diese Examen wird im Anschluss auf ihrer Internetseite veröffentlicht. Die FATF hat im Jahr 2005 zum dritten Mal ein Länderexamen in der Schweiz durchgeführt. Geprüft wurden der Stand der Umsetzung der 40 Empfehlungen und der Special Recommendations bei den Behörden, Banken und übrigen Finanzintermediären. Der daraus resultierende Länderbericht attestiert der Schweiz ein gut funktionierendes Netz von Präventivmassnahmen gegen Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung. Die FATF hat deshalb am 14. Oktober 2009 beschlossen, die internationale Aufsicht über die Schweiz, die im Rahmen dieses weltweiten Evaluationsprozesses des 3. Zyklus (2004-2011) eingeführt wurde, zu beenden. Damit wird die Schweiz künftig nur noch alle zwei Jahre in einem einfacheren, nur noch schriftlichen Verfahren überprüft.

Die FATF hat ihr Mandat neu revidiert und entsprechend formuliert. Vorgesehen ist eine kleine Revision der eigenen Empfehlungen und der Überprüfung der Wirksamkeit einzelner Standards, Dokumentation und Prozesse, was als Vorbereitung eines weltweiten Evaluationsprozesses des 4. Zyklus gilt. Dieser 4. Evaluationszyklus inkl. Länderexamen wird voraussichtlich ab 2013 stattfinden. In die Revision ihrer Empfehlungen hat die FATF auch den Auftrag seitens der G20 aufgenommen, die fordern, dass „tax crimes“ als Vortat zur Geldwäscherei zu gelten haben. Die Bankiervereinigung hat in Zusammenarbeit mit economiesuisse, SwissHoldings, dem Schweizerischen Versicherungsverband sowie dem Forum SRO GwG im öffentlichen Vernehmlassungsprozess Stellung zu diesen Arbeiten bezogen.

Des Weiteren erarbeitet die FATF derzeit auch Empfehlungen zur Bekämpfung der Finanzierung des Kaufs und Verkaufs von chemischen, biologischen oder atomaren Waffen sowie die Bekämpfung der Finanzierung von Gütern, Technologien oder Know-how, mit denen derartige Waffen hergestellt oder erworben werden können (sog. Proliferation Financing). Die Banken werden durch diese Regelung in den Bereichen «Correspondent Banking» und «Trade Finance» betroffen sein. Die FATF hat dazu am 29. April 2010 einen Zwischenbericht “Combating Proliferation Financing: A Status Report on Policy Development and Consultation” auf ihrer Internetseite publiziert

http://www.swissbanking.org/home/dossiers-link/geldwaeschere…
Spionage à la Google:

Google will User komplett überwachen
Von Andreas Müller
Google hat angekündigt, ab dem 1. März 2012 eine geänderte Datenschutzrichtlinie und AGB zu verwenden. Diese sollen laut einem Blog-Post der Google-Datenschutzchefin Alma Whitten die über 70 verschiedenen Dokumente ersetzen, die Privatsphäre und Datenschutz in den einzelnen Google-Diensten regeln. Im Kern besagen die neuen Richtlinien, dass Nutzerdaten der verschiedenen Google-Dienste wie der Google Plus, Maps, News, Youtube oder Picasa, aber auch Geodaten von verbundenen Android-Smartphones verknüpft und aufgezeichnet werden. Dies führt angeblich zu einer besseren Internet-Erfahrung, da diverse persönliche Informationen in die Suchkriterien einbezogen werden können. So könne man zum Beispiel einfacher bestimmen, ob ein User mit dem Stichwort “Apple” die Firma oder das Obst meine und entsprechende Suchergebnisse vorziehen. Auch für ein gezielteres Einblenden von Werbung sollen die Daten genutzt werden.

Our new Privacy Policy makes clear that, if you’re signed in, we may combine information you’ve provided from one service with information from other services. In short, we’ll treat you as a single user across all our products, which will mean a simpler, more intuitive Google experience.

Die Nutzer bekommen allerdings keine Gelegenheit, den neuen Regeln zu widersprechen. Das einzige, was gegen die Datensammlung hilft, ist das konsequente ausloggen aus allen Google-Diensten sowie das Löschen aller Cookies.

Google will so offenbar zu sozialen Netzwerken wie Facebook aufschließen, die bereits seit längerem Profile ihrer Nutzer anlegen. Ob die neuen Richtlinien mit den geplanten Änderungen der EU-Datenschutzverordnung übereinstimmen, wird zu klären sein. Dass die Vorteile einer besser personalisierten Werbung angesichts ständig steigender Nutzerzahlen von Werbefiltern wie AdBlock Plus (150 Mio. Downloads) zum Tragen kommen, darf allerdings bezweifelt werden.
http://netzpolitik.org/
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.582.968 von selectrix am 12.01.12 09:56:48Großer Teil im Ausland geparkt
Italienische Steuerfahnder haben im vergangenen Jahr Fälle von Steuerhinterziehung im Wert von mehr als 50 Milliarden Euro aufgedeckt. Wie die Finanzpolizei am Montag mitteilte, seien davon allein 21 Milliarden Euro im Ausland deponiert gewesen. Demnach wurden Verfahren wegen Betrugs gegen mehr als 12.000 Menschen eingeleitet.

Die Finanzpolizei meldete überdies den Hinterzug von Mehrwertsteuer in einer Höhe von mehr als acht Milliarden Euro. Schätzungen zufolge verliert Italien jährlich zwischen 120 und 150 Milliarden Euro durch Steuerbetrug. Laut der Tageszeitung „Corriere della Sera“ sind dem Fiskus mehr als 7.500 Personen überhaupt unbekannt.

Regierungschef Mario Monti hatte einen entschiedenen Kampf gegen die im Land weitverbreitete Steuerhinterziehung angekündigt. Es sei inakzeptabel, dass Arbeiter Opfer bringen müssten, während ein großer Teil von Italiens Reichtum am Fiskus vorbei geschleust würde und sich dadurch der Druck auf „ehrliche Steuerzahler“ erhöhe, so Monti kürzlich. Die italienischen Staatsschulden belaufen sich auf 1.900 Milliarden Euro, was ungefähr 120 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) entspricht.

Aufsehenerregende Razzien in Cortina
Monti will mit eisernem Griff Steuerhinterziehern in Italien das Leben schwer machen. Das Land gilt europaweit als eines der Länder mit der höchsten Steuerhinterziehungsrate. Seit 1. Jänner werden Konto- und Depotauszüge in regelmäßigen Abständen an die Steuerbehörden geschickt. Damit kann der Fiskus Widersprüche zwischen dem deklarierten Einkommen und den Beträgen auf den Bankkonten aufdecken. Zu Jahresbeginn ist der italienische Wintersportort Cortina d’Ampezzo ins Visier der italienischen Steuerfahnder geraten. 80 Beamte stürmten die Berggemeinde in den Dolomiten und nahmen Hoteliers, Restaurants sowie Besitzer von Villen und Luxusautos ins Visier.

42 von 251 Luxusautobesitzern meldeten ein Jahreseinkommen unter 30.000 Euro. 118 Geschäftsleute und Unternehmer wurden mehrstündigen Kontrollen unterzogen. Damit signalisieren die italienischen Finanzbehörden ihren Willen, mit verschärften Steuerkontrollen den leeren Staatskassen zusätzliche Einnahmen zu bescheren.

Lkw- und Taxifahrer streiken
Unterdessen protestieren Lkw- und Taxifahrer in Italien gegen die Sparpläne der Regierung. Von Gioia Tauro im Süden bis Turin im Norden blockierten Fernfahrer am Montag die Straßen, während in Städten wie Rom Taxistreiks erneut Flughäfen und Bahnhöfe trafen. Während die Lastwagenfahrer unter anderem eine Deckelung der Versicherungsbeiträge fordern, wandten sich die Taxifahrer gegen die Vergabe zusätzlicher Lizenzen. Die Maßnahmen unterstreichen den Widerstand gegen die Reformen von Monti, mit denen er die Schuldenkrise bekämpfen will.

Innenministerin Annamaria Cancellieri sagte dem Sender RAI, die Regierung verfolge die Proteste aufmerksam. „Wir können nicht ausschließen, dass diese Unzufriedenheit zu einer anderen Form von Protesten führt“, sagte sie offenbar in Anspielung auf die Furcht, die Aktionen könnten außer Kontrolle geraten.

Die Regierung in Rom hatte im Dezember ein Sparpaket und höhere Steuern beschlossen, die unter anderem zu einem Anstieg des Benzinpreises um 8,2 Cent auf 1,76 Euro pro Liter geführt haben. Am Freitag beschloss das Kabinett zusätzliche Reformen, die unter anderem Apotheken, Banken, Notare und Tankstellen betreffen. Unter den Betroffenen regt sich Unmut. Die Maßnahmen könnten noch modifiziert werden und bedürfen der Zustimmung des Parlaments.
http://orf.at/stories/2101181/2101186/
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.595.729 von selectrix am 15.01.12 02:59:00SPÖ für österreichische "Liste der Schande"
Generalsekretär Kräuter spricht sich für "rigorose Maßnahmen" gegen Steuerhinterziehung aus. Die ÖVP spricht dagegen von einem "Armutszeugnis".
http://kurier.at/wirtschaft/4482328-ak-kann-sich-liste-der-s…
S&P in Italien durchsucht
Vor einer Woche stuft die Ratingagentur Standard & Poor's Italiens Bonität gleich um zwei Stufen herab. Jetzt bekommt die italienische Filiale der US-Agentur in Mailand ungebetenen Besuch von der Steuerfahndung.


Die italienische Justiz hat weiter die Ratingagentur Standard & Poor's im Visier: Wie bereits im August durchsuchte die Polizei am Donnerstag erneut Mailänder Büroräume von Standard & Poor's, wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Die im vergangenen Sommer eingeleiteten Ermittlungen sollen jetzt auch die jüngste Herabstufung Italiens durch die amerikanische Agentur vom 13. Januar mit einbeziehen.

Bei den Razzien ging es der Finanzpolizei schon bisher um mehrere „unbegründete“ negative Beurteilungen der schwierigen italienischen Finanz- und Bankenlage. Es gehe um den Verdacht der Marktmanipulation und Missbrauch von Informationen, hieß es damals. Ermittelt wird seit längerem auch gegen die Agentur Moody's. Standard & Poor's wies am Donnerstag erneut alle Anschuldigungen als völlig unbegründet zurück.

Die Ermittler hatten bei ihrer letzten Aktion vor allem Unterlagen zu einer Risikoeinschätzung der Banken des Landes zu negativen Beurteilungen zur Schuldenkrise Italiens von 2011 im Visier. Die zuständigen Staatsanwälte von Trani in Apulien halten die negativen Beurteilungen der Ratingagenturen auch für „unvorsichtig“.

Diese hatten Einbrüche auf dem Aktienmarkt und bei den italienischen Staatstiteln nach sich gezogen. Italien macht von den 2010 in Kraft getretenen Möglichkeiten einer schärferen Überwachung der Agenturen Gebrauch. (dpa)
http://www.fr-online.de/wirtschaft/rating-agenturen-s-p-in-i…
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.645.903 von selectrix am 25.01.12 15:26:47....und auch Fitch:

Büros von Fitch in Mailand durchsucht
Gegenstand der Untersuchung sind unerlaubte Marktmanipulationen
Die italienische Polizei hat nach Standard & Poor's und Moody's nun auch die Rating-Agentur Fitch im Visier. Sie durchsuchte deren Büroräumlichkeiten in Mailand.
(Reuters) Die Steuerpolizei hat am Dienstag die Geschäftsräume der Rating-Agentur Fitch in Mailand durchsucht, wie der leitende Staatsanwalt in der süditalienischen Kleinstadt Trani sagte.

http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/ficth_1.145…" target="_blank" rel="nofollow">
http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/ficth_1.145…
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.628.502 von selectrix am 22.01.12 08:45:48Immer dreister:

Skimming: Bande knackt Geldautomat der Migrosbank
Einer Skimmingbande gelang es, an einem Geldautomaten der Migrosbank eine Kamera zu installieren und so Daten von Karteninhabern zu entwenden. Jetzt setzen Schweizer Banken dem Treiben ein Ende.

Schöne Bescherung: Mehrere Bankkunden sind über die Weihnachtsfeiertage Opfer einer Skimmingbande geworden. Die Reihe der Verbrechen an den Geldautomaten reisst damit nicht ab. So stellt sich einmal mehr die Frage: Wie kann es überhaupt dazu kommen?

Rückblende. Es ist davon auszugehen, dass sich Datendiebe in der Nacht vom 21. auf den 22. Dezember an der Zürcher Stockerstrasse Zutritt zu einem Geldautomaten der Migrosbank verschafften - und dort eine versteckte Kamera zu installierten. So konnte die Skimmingbande an den darauffolgenden Weihnachtsfeiertagen die Passwörter der ec- und Kreditkarten von Kunden der Migrosbank erbeuten. Die Migrosbank bestätigt denn auch entsprechenden Recherchen der «Handelszeitung Online».

Auch Raiffeisen-Kunden sind betroffen

Damit aber nicht genug: «Handelszeitung Online» liegen Informationen vor, dass vom Datendiebstahl auch Karteninhaber der Raiffeisenbank betroffen waren. «Uns sind drei Vorfälle am erwähnten Migrosbank-Bancomaten bekannt», bestätigt ein Raiffeisen-Sprecher. Zudem habe die zur SIX Group gehörende SIX Card Solutions laut dem Raiffeisen-Sprecher die Tat erst am 28. Dezember entdeckt und die Migros- und Raiffeisenbank daraufhin informiert.

Nachdem die Raiffeisenbank vom Vorfall erfuhr, informierte sie ihre Kunden schriftlich über den Vorfall und liess die betroffenen Karten vorsorglich sperren. Insgesamt blockierte die Raiffeisen in allen drei bekannten Fällen zwölf Karten über einen Zeitraum vom 22. bis und mit 24. Dezember. Die Migrosbank spricht von einer «tiefen einstelligen Kundenzahl». Inzwischen reichte die Migrosbank bei den Ermittlungsbehörden eine Strafanzeige ein.

Klein- und Regionalbanken sind beliebtes Ziel

Es nicht das erste Mal, dass die beiden Banken Opfer einer Skimmingbande wurde. Die Raiffeisenbank spricht gegenüber «Handelszeitung Online» von über 100 Fällen im vergangenen Jahr. Mit 1500 Bancomaten verfügt die Bankengruppe über das grösste Geldautomatennetz der Schweiz. Bei der Migrosbank waren es laut eigenen Angaben bei 7 Millionen Transaktionen pro Jahr durch eigene Kunden eine «einstellige Anzahl an erfolgreichen Skimming-Angriffe».

Über die Höhe des finanziellen Schadens hüllen sich die beiden Banken in Schweigen - auch punkto weitere Details bei den Angriffen an den Weihnachtsfeiertagen. Die Migrosbank betont nur, dass der Schaden «sehr gering» ausfiel. Die beiden Banken versichern, dass die Kunden den finanziellen Schaden nicht stemmen müssten.

Skimmingfälle sind 2011 explodiert

Aber nicht alle Schweizer Banken kommen so glimpflich davon - im Gegenteil: Im vergangenen Jahr verzeichnete die SIX Group insgesamt 29'818 betrügerische Bezüge an ausländischen Geldmaschinen. Zwei Jahre zuvor waren es gerade 11'991 unberechtigte Zugriffe. Konkret betrug die Schadenssumme 2011 satte 15,7 Millionen Franken - noch 2009 waren «lediglich» 4 Millionen.
Seit die Finanzinstitute aber gegen die Skimmingbanden mit harter Hand vorgehen und ihre Bancomaten mit Millioneninvestitionen aufgerüstet haben, konnten die Schweizer Banken den Aufwärtstrend stoppen. «Dank den Zusatzinvestitionen verzeichnen wir inzwischen nicht mehr als zwei bis drei Fälle pro Tag, sondern nur noch einen bis zwei pro Woche», sagt ein SIX-Sprecher.

M12 Banken haben «Geoblocking» eingeführt
Mit diesen Erfolgen gibt sich die Branche aber nicht zufrieden: Die SIX Group hat ein neues System entwickelt, das es ermöglicht, den Einsatz der ec- und Kreditkarten geografisch und limitenmässig für bestimmte Länder einzuschränken. «Rund ein Dutzend Banken machen bereits von unserer neuen Dienstleistung Fraud Controll Gebrauch», sagt der SIX-Sprecher. Und: «Weitere Banken klären ab oder bereiten sich vor».

Um welche Banken es sich dabei handelt, wollte die SIX nicht sagen. Die Raiffeisenbank will dieses System noch nicht implementieren, sagt aber: «Wir haben vorgängig eine länderspezifische Limitenreduktion eingeführt». Die Migrosbank «prüft» lediglich Massnahmen, wie es heisst.
http://www.handelszeitung.ch/unternehmen/skimming-bande-knac…
Zuerst Rente ins Ausland überweisen und dann Steuererklärung und Steuer verlangen...Würde wohl auch einfacher gehen: Direkt abziehen.

Gestörte Rentneridylle

Immer öfter bittet das Finanzamt Senioren zur Kasse, die ins Ausland gezogen sind. Der Bundesfinanzhof sieht bereits eine Klagewelle anrollen.
Saint Tropez statt Baggersee: Hunderttausende deutsche Rentner haben sich den Traum erfüllt, ihren Ruhestand dort zu verbringen, wo sie vorher Urlaub gemacht haben. Ob an der Côte d'Azur, an den norditalienischen Seen oder auf Mallorca - in beliebten Ferienregionen haben sich ganze Communities deutscher Senioren angesiedelt, die vor demrauen Klima in der Heimat geflohen sind.
Doch die Idylle wird nun vielerorts gestört. Durch Post aus Neubrandenburg, einem überaus unspektakulären Städtchen im Hinterland Mecklenburgs. 500.000 Auslandsrentner wurden von dort aus angeschrieben, denn in Neubrandenburg sitzt das Finanzamt, das für sie zuständig ist. In den Briefen wiesen die Beamten darauf hin, dass deutsche Renten auch dann hierzulande zu versteuern sind, wenn der Wohnsitz ins Ausland verlagert wurde. Die Empfänger sollten deshalb bitte eine Steuererklärung Richtung Heimat schicken.
Der lange Arm des deutschen Fiskus erreicht die Senioren oft völlig überraschend. "Viele sind weit über 70 Jahre alt und werden überrumpelt"....
http://www.capital.de/steuern-recht/:Steuerfluechtlinge--Ges…
Steuerabkommen Schweiz/Deutschland

Steuersünder haben ein Luxusproblem

...Das dominierende Thema am diesjährigen Seminar war jedenfalls die Regularisierung der schätzungsweise 100 bis 200 Milliarden Euro an deutschem Schwarzgeld, die noch immer auf Schweizer Banken liegen.

Das Steuerabkommen Schweiz-Deutschland ist zwar noch nicht ratifiziert, soll aber schon 2013 in Kraft treten. Darum stand es dieses Jahr am Steuerseminar im Zentrum. Und damit ging es auch um die Frage, wie deutsche Hinterzieher den Weg zurück in die Steuerehrlichkeit finden, Korruptionsgelder weisswaschen können oder wie sie weiterziehen in eine andere Steueroase....
...Ein deutscher Freiberufler, der zehn Jahre lang 150 Euro schwarz auf ein Schweizer Konto einbezahlt und so ein unversteuertes Einkommen von 1694 Euro ansammelt habe, fahre mit der Abgeltungssteuer besser und spare 443 Euro, rechnet Randt vor.
Grund: Die Abgeltungssteuer betrage in seinem Fall nur 30 Prozent, während er bei einer Selbstanzeige 55 Prozent versteuern müsste. Ein deutsches Ehepaar, das über dreissig Jahre in der Schweiz ein kleines Wertpapierdepot hatte, fährt laut Randt hingegen mit einer Selbstanzeige beim deutschen Fiskus besser.

Das Geld kann unversteuert in der Schweiz bleiben
«Die Option des Abschleichens aus dem Abkommen kann ich nicht empfehlen», sagt der Schweizer Berater Andreas Kolb - wie die anderen Teilnehmer weiss er indes, wie das geht: «Denkbar ist etwa eine Überweisung des Kontoguthabens ins Ausland, zum Beispiel auf ein Konto in Panama oder Singapur.» Das Geld kann laut dem deutschen Steuerberater Karsten Randt gar unversteuert innerhalb der Schweiz bleiben. Man müsse das Vermögen einfach in eine Schweizer Lebensversicherung einbringen....
...die Gefahr für Steuerhinterzieher, entdeckt zu werden, wird immer grösser. Mit den geplanten Gruppenanfragen bei der Amtshilfe zwischen den Ländern wird die Lage ungemütlich. Diese Gruppenanfragen werden von der OECD Mitte Jahr wohl zum Standard erhoben.
Laut dem Schweizer Steuerberater Daniel Holenstein ist es denkbar, dass Deutschland zu einem späteren Zeitpunkt mit einer Gruppenanfrage die Namen aller Steuerpflichtigen verlangen kann, die ihr Vermögen aus der Schweiz ins Ausland transferiert haben....
..«Der internationale Druck ist unvermindert und tendiert Richtung automatischen Informationsaustausch», sagt Kolb...
http://www.sonntagszeitung.ch/fokus/artikel-detailseite/?new…
US-Wahlkampf

Mitt Romneys Schweizer Bankkonto

Dass der republikanische Präsidentschaftskandidat über 20 Millionen Dollar pro Jahr verdient, ist die eine Sache. Dass er bis 2010 ein Konto auf den Cayman Islands hatte, ist eine andere. Aber dass er ein SWISS BANK ACCOUNT hatte, gibt politisch doch am meisten her im laufenden Wahlkampf.

Heute wurde bekannt, wieviel Geld Mitt Romney besitzt, versteuerte und wo er es deponiert hatte. Zusammengefasst: Er besitzt viel an vielen Orten, aber die Rede ist vor allem von einem – vom SWISS BANK ACCOUNT. Dass es auch noch ein UBS-Konto war, stellt für viele Kommentatoren dabei das Tüpfelchen auf dem i dar.

Wer die Schlagzeilen ansieht, die derzeit aus den USA herüberkommen, ahnt denn auch: Der Nimbus der Schweizer Banken ist immer noch gewaltig – wenn auch zweifelhaft. Denn obwohl Romney sein SWISS BANK ACCOUNT offenbar steuerlich deklariert hatte, obschon er sogar auf der windigeren Insel Bermuda ein Depot besass, ist eines klar: Die Schweizer Bankverbindung erscheint als Symbol für (irgendwie) unsaubere Geschäfte.

«The Atlantic» titelte: «Romney's Swiss Bank Account is A Gift for Democrats», und «Vanity Fair» wagte heute die Voraussage: «Wenn wir jedes Mal, wo Newt Gingrich in den nächsten Wochen das Schweizer Bankkonto erwähnt, eine Münze kriegen, werden wir reich.»

Soll man da frustriert die Achseln zucken? Ach was. Wir wagen eine andere Voraussage: Die Ausrufezeichen, mit denen diese Konti erwähnt werden, könnten am Ende fast wieder wieder nützlich sein für den brand namens Schweizer Bank.

Denn eine Lektion, die da einmal mehr wiederholt wurde, lautet: Ein SWISS BANK ACCOUNT ist halt schon etwas Besonderes. Und ziemlich aufregend.
http://www.finews.ch/news/finsiderch
Staat freut sich über Rekord-Steuereinnahmen
Noch nie hat der deutsche Staat in einem Monat so viele Steuern eingenommen wie im Dezember. Anlass zu uneingeschränkter Freude sieht das Finanzministerium trotzdem nicht. Der Steuerboom der letzten Monate lasse spürbar nach.
Der deutsche Staat hat im Dezember 2011 mit knapp 71 Milliarden Euro so viel Steuern wie noch nie in einem einzelnen Monat eingenommen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat seien die Steuereinnahmen um 4,1 Prozent gestiegen, berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf das Bundesfinanzministerium. Erstmals hätten die Steuereinnahmen - ohne die gesondert erfassten Gemeindesteuern - die Marke von 70 Milliarden Euro durchbrochen.
...Abgeltungs- und Luftverkehrssteuer unter Erwartungen
Nicht zum Steuerboom beigetragen hat 2011 die Abgeltungsteuer auf Zins- und Veräußerungserträge. Sie ging im Vorjahresvergleich sogar um 7,9 Prozent auf gut 3,53 Milliarden Euro zurück...
http://www.stern.de/wirtschaft/news/fast-71-milliarden-euro-…
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.652.636 von selectrix am 26.01.12 16:30:50Steuerstreit Schweiz / USA

Eveline Widmer-Schlumpf will US-Steuerstreit lösen
Freitag, den 27. Januar 2012 um 10:58 Uhr
In diesem Jahr soll es im Steuerstreit mit den USA zu einer Lösung kommen. Die Wahrung der Schweizer Interessen steht im Vordergrund, nicht bloss der Zeitplan.

Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf nutzt die Gunst des WEF, um mit US-Finanzminister Timothy Geithner über den Steuerstreit zu reden. Gegenüber dem Schweizer Fernsehen äusserte sie sich verhalten positiv über das erste Treffen mit Geithner.

Sie habe auch ihre Bedenken gegenüber Geithner zum Ausdruck gebracht, vor allem, was passieren würde, wenn man zu keiner Lösung käme, sagte die derzeitige Bundespräsidentin im Interview. «Er hat das sehr wohlwollend aufgenommen.»

Vergangenheit soll endlich Vergangenheit werden

Auf die Frage, ob die drohende Klage gegen die elf Schweizer Banken thematisiert wurde, wich die Finanzministerin zunächst aus und sagte, man wolle mit der Vergangenheit abschliessen und das Vergangene endlich Vergangenheit werden lassen.

Gegenüber der Nachrichtenagentur «Reuters» sprach sie dann Klartext: «Ich nehme an, dass wir das Problem sowohl für die elf Banken als auch den gesamten Bankensektor lösen können», sagte Widmer-Schlumpf.

Eine Gesamtlösung wurde im Fall UBS versäumt

Es bleibt zu hoffen, dass die USA die Anliegen der Schweiz am Verhandlungstisch dann nicht genauso «wohlwollend» ignoriert.

Dass nicht nur eine Klage gegen die elf verdächtigten Banken abgewendet wird, sondern eine Lösung gefunden wird, die den gesamten Finanzplatz Schweiz in Zukunft vor steuerrechtlichen Übergriffen der USA schützt, ist zentral.

Im Fall UBS wurde dies noch versäumt. Worauf die USA zu einem spätere Zeitpunkt einfach andere Schweizer Banken angegriffen hat. Dies soll nun verhindert werden.
http://www.finews.ch/news/finanzplatz/7559-widmer-schlumpf-w…
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.645.667 von selectrix am 25.01.12 14:57:06Mit dem Argument Terrorismusbekämpfung wurde das Bankgeheimnis geknackt.Nächstes Ziel: Geldwäscherei:

Geldwäscherei: Schweiz muss sich bewegen
Auf Druck aus dem Ausland soll die Schweiz im Bereich der internationalen Geldwäscherei-Bekämpfung künftig besser kooperieren. Der Finanzplatz befürchtet mögliche Missbräuche im Ausland im Fiskalbereich.
...Künftig soll die schweizerische Meldestelle für Geldwäscherei (MROS) trotz des Bankgeheimnisses mit ausländischen Behörden Finanzinformationen austauschen können....
...Das zentrale internationale Forum im Bereich der Bekämpfung der Geldwäscherei- und der Terrorismusfinanzierung, die Financial Action Task Force (FATF), verlangt von den nationalen Geldwäschereistellen, sämtliche Informationen untereinander auszutauschen. Länder, welche die Vorgaben nicht umsetzen, landen auf einer schwarzen Liste.
Druck macht auch die sogenannte Egmont-Gruppe, ein Zusammenschluss von weltweit 127 Geldwäscherei-Meldestellen. Da die MROS weltweit die einzige ist, die Finanzinformationen unter dem Vorbehalt des Bankgeheimnisses zurückbehalten muss, hatte ihr die Egmont-Gruppe im vergangenen Sommer mit der Suspendierung der Mitgliedschaft gedroht, sollte die Schweiz nicht innerhalb eines Jahres eine Gesetzesänderung einleiten...
..."Grundsätzlich sehen wir ein, dass die Schweiz in einer ungemütlichen Lage ist. Wir haben kein Interesse, auf graue oder schwarze Listen zu gelangen", sagt Markus Hess, Präsident des Forums der schweizerischen Selbstregulierungs-Organisationen (SRO) gegenüber swissinfo.ch.
"Wir sind allerdings der Ansicht, dass die Schweiz hier nicht vorauseilen darf. Wir bezweifeln, dass die Vorlage des Bundesrates die nötigen Schranken setzt. Wir dürfen im Sinn der Kundschaft unserer Finanzintermediäre nicht Daten preisgeben, die auch ein vernünftiger Datenschützer nicht herausgeben würde", so Hess.
Der SRO-Präsident bezweifelt, dass diese Daten im Ausland wirklich nur zur Aufklärung von Geldwäschereidelikten gebraucht werden, wie dies im Gesetz vorgesehen sei. Es fehlten die Kontrollmechanismen.
http://www.swissinfo.ch/ger/wirtschaft/Geldwaescherei:_Schwe…
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.622.334 von selectrix am 20.01.12 12:07:36US-Steuerstreit zwingt Traditionsbank Wegelin zu Verkauf
Freitag, 27. Januar 2012, 19:09 Uhr
Die älteste Schweizer Bank hat im Steuerstreit mit den USA die Waffen gestreckt.
Die St. Galler Bank Wegelin, der das amerikanische Justizministerium Beihilfe zu Steuerhinterziehung vorwirft, verkauft den größten Teil ihres Geschäfts an die Schweizer Raiffeisen Banken. Einzig das US-Geschäft bleibt bei den bisherigen Teilhabern. Dem Namen nach bleibe die Bank "bis zur Abarbeitung noch bestehender US-Kunden" bestehen, teilte Wegelin am Freitag mit. Händler sprachen von einem Warnschuss vor den Bug der Schweizer Bankbranche.

Nach Ansicht der US-Justizbehörden haben Mitarbeiter der Bank reichen Amerikanern geholfen, mindestens 1,2 Milliarden Dollar vor der Steuer zu verstecken. Die Bank habe noch Steuersündern eine Zuflucht geboten, als in den USA in der gleichen Sache schon Ermittlungen gegen die Großbank UBS liefen - und Kunden übernommen, die die UBS nicht mehr haben wollte. Die Spitze der Bank war nach Ansicht der Amerikaner mit diesem Vorgehen einverstanden. Gegen die Bank selbst gibt es bisher keine Anzeige, im US-Justizministerium hieß es aber, rechtliche Schritte würden vorbereitet. Solche Klagen können die Existenz einer Bank bedrohen, da Geschäftspartner und Kunden abspringen. Bei Wegelin kommt hinzu, dass die Bank als Partnerschaft organisiert ist und die acht Partner mit dem Bankier Konrad Hummler an der Spitze mit ihrem gesamten Vermögen haften.

HUMMLER WILL KÄMPFEN

Hummler, der die einstige Mini-Bank in zwei Jahrzehnten zu einem Geldhaus mit 700 Mitarbeitern und knapp 25 Milliarden Franken Kundenvermögen machte, sieht nun sein Lebenswerk zerstört, wie er in einer Mitteilung erklärte. Die ungeheuer schwierige und existenzbedrohende Lage infolge der rechtlichen Auseinandersetzung mit den US-Behörden lasse aber keine andere Wahl als einen Verkauf unter höchstem Druck. In der Schweiz hat Hummler sich einen Namen als Verteidiger des Bankgeheimnisses gemacht. Es sei nicht Aufgabe einer Bank zu prüfen, ob ein Kunde seine Steuern bezahle, erklärte er einmal in einem Interview. Nun will er sich möglicherweise noch einmal für das Bankgeheimnis in die Bresche werfen. "Wir sind gewillt, die rechtlichen Auseinandersetzungen zu bestehen", erklärte er für sich und seinen Partner Otto Bruderer.

Auf Wegelin gekommen waren die amerikanischen Steuerbehörden durch einen geständigen amerikanischen Steuersünder. Der 81 Jahre alte Ex-Anwalt gab im letzten Sommer zu, 2008 Geld von der UBS zu Wegelin verschoben zu haben. Seitdem muss Hummler geahnt haben, was auf ihn zukommen kann. Auf die Frage, was er tue, wenn die Amerikaner seine Bank verklagen, sagte er dem "Tages-Anzeiger" im November: "Dann wird es vor allem richtig spannend. Wir sind gut vorbereitet".

Möglicherweise sind die Amerikaner damit zufrieden, dass der Name Wegelin von der Bildfläche verschwindet. "Wir sind in ständigem Kontakt mit allen Behörden", sagte der frühere Wegelin-Teilhaber Adrian Künzi, der das an Raiffeisen verkaufte Geschäft leiten wird. "Wir hoffen, dass wir in den nächsten Monaten eine Lösung finden in dem Steuerstreit. Aus meiner Sicht liegen dafür Indizien vor", sagte er weiter.

Auch Analysten gehen davon aus, dass die Auseinandersetzungen mit den USA bald zu einem Abschluss kommen könnten. Darauf deuteten auch die Ausführungen der Schweizer Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf hin, die nach einen Gespräch mit ihrem US-Kollegen Timothy Geithner von Fortschritten sprach. "Wegelin könnte dabei die bedauerliche Rolle des Bauernopfers spielen", sagte ein Analyst. "Für die anderen zehn betroffenen Banken wären das grundsätzlich erfreuliche Nachrichten."

Neben Wegelin stehen zehn weitere Banken im Visier der US-Justiz, darunter Credit Suisse und Bank Bär. Die Amerikaner wollen Namen von mutmaßlichen Steuersündern. Die Schweizer Banken können die Informationen nicht ohne weiteres herausgeben, da dies gegen Schweizer Recht und das Schweizer Bankgeheimnis verstoßen würde. Aus diesem Grund wurde der Steuerstreit auf eine zwischenstaatliche Ebene gehoben, um die unterschiedlichen Rechtsauffassungen zu überbrücken.

Raiffeisen kann sich mit der Übernahme den lange gehegten Traum einer eigenen Privatbank erfüllen. Im vergangenen Herbst hatte Raiffeisen auch ein Angebot für die Übernahme der Bank Sarasin vorgelegt, gegen die brasilianische Safra aber das Nachsehen gehabt. Raiffeisen wollte nicht sagen, wieviel sie für Wegelin bezahlt, es handle sich aber um einen marktüblichen Preis. Üblicherweise werden zur Zeit rund ein bis zwei Prozent der verwalteten Vermögen bezahlt. Die Wegelin-Vermögen, die nun zu Raiffeisen gehen, belaufen sich auf 21 Milliarden Franken.
http://de.reuters.com/article/companiesNews/idDEBEE80Q085201…
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.622.334 von selectrix am 20.01.12 12:07:36Nochmals Bankgeheimnis:

Was Banken über ihre Kunden preisgeben dürfen
Für die meisten Bankkunden entspricht das Bankgeheimnis einer Wand des Schweigens: Keine auch noch so kleine Information über die finanziellen Angelegenheiten der Kunden dringt nach draußen. Doch ist dem wirklich so? Die D.A.S. Rechtsschutzversicherung erklärt, wem eine Bank Auskunft geben darf und was man tun kann, wenn eine unberechtigte Datenweitergabe stattgefunden hat.
Eine Bank ist verpflichtet, die Vermögensinteressen des Vertragspartners zu schützen und nicht zu beeinträchtigen. Dazu gehört auch das Bankgeheimnis. „Im Gegensatz zu anderen Staaten ist das deutsche Bankgeheimnis jedoch nicht ausdrücklich gesetzlich geregelt. Es wird allerdings sowohl vom Gesetzgeber als auch von der Rechtsprechung als bestehend vorausgesetzt und wegen der langen Übung – seit Gründung der „Hamburger Bank“ im Jahr 1619 – als Gewohnheitsrecht anerkannt“, so Anne Kronzucker, Juristin der D.A.S. Rechtsschutzversicherung. Meist wird das Bankgeheimnis über vertragliche Regelungen garantiert. So sichern beispielsweise die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) für Kreditinstitute in Ziff. 2 zu, dass diese das Bankgeheimnis wahren: „Die Bank ist zur Verschwiegenheit über alle kundenbezogenen Tatsachen und Wertungen verpflichtet, von denen sie Kenntnis erlangt (Bankgeheimnis).“ Mit der Unterschrift bei der Kontoeröffnung willigt der Kunde in diese AGB ein. Das Bankgeheimnis ist also das oberste Gebot einer jeden Bank und bildet die Basis des gesamten Vertrauensverhältnisses zwischen Kunden und Finanzinstitut.

„Was dreie wissen, wissen hundert“?

Ganz geheim bleiben die Kundendaten bei der Bank allerdings nicht. Denn die Bank darf trotz Bankgeheimnis in bestimmten Fällen Daten über den Kunden weitergeben: Zum einen, wenn der Kunde ausdrücklich mit der Weitergabe der Daten einverstanden ist. Und dieses Einverständnis erteilt er bei der Eröffnung eines Kontos. Hier stimmt er neben dem Bankgeheimnis oftmals auch einer sogenannten Schufa-Klausel zu, die zur Datenweitergabe an die Schufa berechtigt. Zum anderen müssen Bankmitarbeiter im Rahmen von Vernehmungen Auskunft geben, wenn Behörden im Hinblick auf eine Strafverfolgung Daten benötigen. Also wenn ein Strafverfahren oder auch ein Steuerstrafverfahren gegen den Kunden eröffnet wurde. Im Rahmen des Berufsgeheimnisses besteht im Strafverfahren zwar generell ein Zeugnisverweigerungsrecht (§§ 53 bis 55 StPO), für Bankangestellte und Kreditinstitute gilt dies allerdings nicht. Die Mitarbeiter sind deshalb verpflichtet, gezielte Fragen der Staatsanwaltschaft wahrheitsgemäß zu beantworten. Auch im regulären Besteuerungsverfahren haben die Finanzämter die Möglichkeit, die Bank zur Auskunft über Kontostand und Zahlungsvorgänge zu ersuchen – aber nur, wenn sie keine andere Möglichkeit haben, die zur Berechnung der Steuern erforderlichen Informationen zu bekommen.

Wer hat noch Konteneinsicht?

Seit 1999 gilt mit dem Steuerentlastungsgesetz für Banken eine Anzeigepflicht gegenüber dem Finanzamt: Neben der Angabe, ob Freistellungsaufträge für Kapitalerträge erteilt wurden, informieren die Kreditinstitute das Bundeszentralamt für Steuern auch über die konkrete Höhe des tatsächlich in Anspruch genommenen Freistellungsbetrages. So können nicht nur Rückschlüsse auf die Kontostände gezogen werden - die BAföG-Ämter haben ebenfalls die Möglichkeit zu überprüfen, ob Antragsteller falsche Angaben gemacht haben (§ 41 Abs. 4 BAföG). Stirbt ein Bankkunde, wird das Bankgeheimnis gelockert: „Eine Bank ist bei Kenntnis vom Tode eines ihrer Kunden verpflichtet, der Erbschaftssteuerstelle des Finanzamtes die Höhe des Vermögens mitzuteilen, das sie für den Erblasser verwaltet hat (§ 33 ErbStG). Diese Meldepflicht gilt für alle Konten und Depots, inklusive Schließfächer und Treuhandkonten“, so die D.A.S. Rechtsexpertin.

Auch die Arbeitsagenturen haben seit 1. April 2005 durch das "Gesetz zur Förderung der Steuerehrlichkeit" Zugriff auf die Bankdaten. Fällt den Ämtern auf, dass ein Hartz-IV-Empfänger beispielsweise ein Konto nicht angegeben hat, ist ihr Misstrauen geweckt. Der Sachbearbeiter kann nun von der Bank auch Informationen zu Kontostand und Kontobewegungen verlangen.

Was können Kunden tun?

„Sollten Sie feststellen, dass die Bank Daten zu Ihrer Person, zur Kontoführung, zu Kontodaten oder zu Ihrer Bonität weitergegeben hat, müssen Sie in Erfahrung bringen, wer diese Daten erhalten hat und zu welchem Zweck sie verwendet wurden“, erklärt die D.A.S. Expertin. „Meist erfolgt ein solcher Vorgang allerdings stillschweigend und heimlich, ohne dass der Kunde etwas davon erfährt“, so die Juristin weiter. Gibt ein Banksachbearbeiter beispielsweise auf eine Nachfrage von besorgten Eltern bereitwillig Auskünfte über den Kontostand ihres 18-jährigen Sohnes, ohne dessen Zustimmung, verstößt der Angestellte gegen die Sorgfaltspflichten aus den Geschäftsbeziehungen. Dabei haftet die Bank auch für das Verhalten ihrer Mitarbeiter (§§ 278, 831 BGB). „Ist Ihnen infolge des Verstoßes gegen das Bankgeheimnis sogar ein Schaden entstanden, können Sie die Bank auf Schadensersatz verklagen“, so Anne Kronzucker und ergänzt: „Allerdings müssen Sie davon ausgehen, dass die Durchsetzung solcher Ansprüche ein schwieriges Unterfangen darstellen dürfte, denn die Beweislast liegt bei Ihnen.“
http://www.extremnews.com/ratgeber/verbraucherinfos/460713c8…
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.622.334 von selectrix am 20.01.12 12:07:36Österreich: Steuergerechtigkeit ist nicht wirklich gerecht.

Auf der „Insel der Seligen“ lebten zwei Brüder, die mit ihrer tüchtigen Arbeit gut verdienten. Von ihrem Einkommen forderte der König etwa die Hälfte als Steuern und andere Abgaben ein zur Finanzierung von Verwaltung, Schulwesen, Pensionen etc.

Der eine Bruder legte von dem ihm verbleibenden Rest Monat für Monat einen bestimmten Betrag zur Seite und baute damit im Laufe seines 40-jährigen Arbeitslebens ein Vermögen auf, das er als Vorsorge für sein Alter geplant hatte.

Der andere Bruder hingegen verbrauchte alles, was er verdiente.

Als des Königs Schatztruhe leer war, erhob er Steuern auch auf das angesparte (und als Einkommen schon einmal besteuerte) Vermögen des einen Bruders, vom anderen Bruder war aber mangels Vermögens nichts zu holen. Da lachte des Königs Hofnarr und sang: Steuergerechtigkeit hahaha!
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.585.035 von selectrix am 12.01.12 15:21:47Transaktionssteuer
Kaskadenartige Mehrfachbesteuerung

Daneben führt eine Finanztransaktionssteuer zu einer kaskadenartigen Mehrfachbesteuerung. Die Steuer fällt beispielsweise an, wenn ein Bankkredit eingeräumt wird, und sie fällt erneut an, wenn das Kreditinstitut seine Forderung aus der Kreditgewährung weiterverkauft.

Eine Finanztransaktionssteuer verteuert sämtliche von ihr erfassten Finanzierungsvorgänge – unabhängig von den Motiven oder Anlässen der Transaktionen. Sie beeinträchtigt so nicht nur die reine Finanzspekulation, sondern auch die Finanzierung von Handel und Produktion sowie die längerfristige Vermögensanlage der Bürger. Auch gesamtwirtschaftlich sinnvolle Geschäfte werden dadurch einzelwirtschaftlich uninteressant und unterbleiben.

Viele Gegner

Es überrascht daher nicht, dass Deutschland und Frankreich bei ihrem Drängen auf eine Transaktionssteuer auf internationalen Widerstand stoßen. Nicht nur die USA und Großbritannien, sondern auch die Niederlande, Schweden und weitere Mitgliedstaaten der Euro-Zone entpuppen sich als entschiedene Gegner. Schweden hat in der Vergangenheit bereits schlechte Erfahrungen mit einer solchen Steuer gemacht – und sie wieder abgeschafft. Finanztransaktionen wanderten damals aus dem Land in großem Stil nach London und anderen Finanzzentren ab. Zwar verweist so mancher Befürworter auf Großbritannien, wo es eine Börsenumsatzsteuer gibt; diese jedoch lässt die Masse der Finanztransaktionen außen vor. Eine allgemeine Steuer lehnt die britische Regierung rigoros ab, da sie einen Exodus des Finanzgeschäfts befürchtet.

Was aber ist die Alternative? Um die Stabilität des Finanzsystems sicherzustellen, ist ein abgestimmtes internationales Vorgehen nötig– und im Mittelpunkt muss die Stabilisierung systemrelevanter Banken stehen. Eine Bank ist systemrelevant, wenn ihr plötzlicher Ausfall die Solvenz anderer Finanzinstitutionen bedrohen und somit eine Krise des gesamten Finanzsystems auslösen würde.
http://www.wiwo.de/politik/europa/denkfabrik-kaskadenartige-…
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.660.506 von selectrix am 27.01.12 20:21:36Diese Anklage zwang die Bank Wegelin in die Knie
Für die US-Justiz ist klar: Zwischen 2005 und 2010 sammelten Wegelin-Mitarbeiter über 1,2 Milliarden Dollar Schwarzgeld ein. Im vermeintlich sicheren St. Galler-Hafen landeten auch etliche Ex-UBS-Kunden. Die US-Anklage im Original.

Als die UBS im Jahr 2008 alle Konten ihrer US-Kunden zu schliessen begann, eröffneten Kundenberater der Bank Wegelin nach und nach Dutzende neuer Schwarzkonten. In der Privatbankerszene war es ein offenes Geheimnis, dass etliche Ex-UBS-Kunden bei Wegelin eine neue Zuflucht fanden. Zwischen 2005 und 2010 parkten gemäss Anklageschrift «Case 1:12-cr-00002-JSR» über 100 US-Kunden bei der Bank Wegelin ihre Gelder schwarz.

Die Wegelin-Banker lockten Steuerhinterzieher gemäss der Anklageschrift auch mit dem Argument an, man habe eine lange Tradition im Bankkundengeheimnis und verfüge über keine Niederlassungen in den USA. Darum sei man im Gegensatz zur UBS nicht anfällig auf mögliche Aktionen der US-Justiz. Auch intern fühlte man sich sicher: Man sei eine kleine Bank, nicht in den Medien. Und es lockten hohe Profite: Die Ex-UBS-Kunden könne man mit hohen Kommissionen schröpfen, denn sie hätten Angst vor der US-Justiz.

Zürcher Filialleiter beim Verkaufstraining

Diese neue Strategie wurde gemäss der Anklageschrift vom Filialleiter (und Bank Wegelin-Teilhaber) C. H. in Zürich mitgetragen. Immer wieder taucht in der Anklageschrift C.H. auf, er überwachte auch entsprechende Verkauftsgespräch-Trainings seiner Angestellten. Die angeklagten Banker sollen diverse Scheinfirmen und Stiftungen in Liechtenstein, Panama oder Hong Kong für ihre Klientschaft unterhalten haben.

Auch für einen Datendiebstahl war Wegelin gewappnet: Die Konten bei der Bank wurden auf Codenamen ausgestellt («N1 PULTUSK», «N1 DREW», «N5771») oder gehörten Scheinfirmen in Offshore-Paradiesen (White Tower Holdings/Nevis, Magabri Foundation/Liechtenstein), so dass die wahren Inhaber nicht ersichtlich waren. Auch wurde tunlichst darauf geachtet, keine Bankauszüge per Post in die USA zu schicken.

Die Schwarzgeld-Akquisitionen wurden aktiv betrieben, indem mögliche Kunden durch E-Mails oder Postmailings angegangen wurden. Dazu benutzten die Wegelin-Banker weitere Dienstleister, etwa die Hintermänner der Website Swissprivatebank.com. Diese Homepage richtete sich in deutlicher Sprache an Steuerhinterzieher. Wenn sich dort Schweizer Nummernkonto-Interessenten meldeten, wurden sie auch an Wegelin-Banker weitergeleitet und bekamen entsprechende Offerten – per E-Mail oder gleich per Post.

2005 schon 240 Millionen Dollar eingesammelt

Der Zürcher Filialleiter C.H. erhielt gemäss Anklageschrift quartalsweise Updates und zahlte die zwischengeschalteten Webseiten-Verantwortlichen. Schon im frühen Stadium 2005 soll sich diese Werbeaktion mehr als gelohnt haben: Die US-Behörden beziffern die versteckten Gelder auf 240 Millionen Dollar. 2010 soll es bereits 1,2 Milliarden Dollar Schwarzgeld gewesen sein.

Nachdem es den Finanzberatern zu heiss wurde, per E-Mail oder Telefon mit den Steuerhinterziehern zu kommunizieren – auch wenn die Kunden schon damals gerne Codenamen benutzten, etwa «Elvis», veranlassten die Banker ihre Klienten, in die Schweiz zu reisen um hier die einschlägigen Geschäfte zu regeln. In einigen Fällen wurde den Kunden auch geraten, nur per SMS mit den Bankern zu kommunizieren, «weil die Strafverfolgungsbehörden noch nicht in der Lage sind, die Riesenvolumen an Textnachrichten zu verfolgen».

Um die Schwarzgelder wieder in die USA zurückzuführen, stellten die Banker Checks aus, die auf ein Korrespondenz-Konto der Bank bei der UBS lautete oder schickte die Checks gleich per Post durch eine Privatfirma nach Amerika.

Bei der Scheckausgabe wurde jeweils darauf geachtet, den Betrag von 10'000 Dollar nicht zu überschreiten. Denn im Zuge der Drogen- und Geldwäschereibekämpfung machten die USA in den 70er-Jahren Beträge über 10'000 Dollar meldepflichtig

http://www.handelszeitung.ch/unternehmen/diese-anklage-zwang…
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.660.506 von selectrix am 27.01.12 20:21:36Verdacht auf Steuerhinterziehung
Fiskus-Fahnder stürmen Dutzende Häuser
Die Staatsanwaltschaft startet eine bundesweite Razzia: Fahnder und Polizisten haben rund 60 Wohnungen und Geschäftsräume durchsucht. Die Verdächtigen sollen unter anderem beim Kauf von Flachbildschirmen zu hohe Umsatzsteuern angegeben haben...
...haben die Verdächtigen unter anderem Bildschirme günstig im europäischen Ausland gekauft. Dem deutschen Finanzamt sollen sie jedoch vergegaukelt haben, sie hätten die Flachbildschirme über ihre Firmen in Deutschland erworben und 19 Prozent Umsatzsteuer bezahlt. Die ließen sie sich dann vom Finanzamt erstatten.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,811903,00.h…
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.661.892 von selectrix am 28.01.12 11:39:31Steuerstreit Schweiz/USA

Härtere Haltung im Steuerstreit gefordert
Die Lösung mit den USA droht ohne Druck in weite Ferne zu rücken
Eveline Widmer-Schlumpf hat sich in Davos gegenüber dem US-Finanzminister Tim Geithner frustriert über den Verlauf der Verhandlungen geäussert. Sie will nun rasch eine Lösung finden. Die Banken drängen auf eine härtere Gangart.
Felix E. Müller, Davos

In Davos hat die Meldung vom Verkauf der Bank Wegelin wie ein Brandbeschleuniger für die bereits intensiven Diskussionen um den Steuerstreit mit den USA gewirkt. Nun erheben einzelne Banker und Anwälte die Forderung, dass der Bund gegenüber den USA härter auftreten müsse.
...Will die Schweiz endlich strengere Saiten aufziehen, steht laut einem Anwalt folgendes Instrument im Vordergrund: Artikel 271 des Strafgesetzbuches würde es erlauben, alle ausländischen Behördenvertreter anzuklagen, die Schweizer Staatsbürger zu einer Verletzung des Schweizer Rechts anzustiften versuchten. Diesen Tatbestand hätten die Staatsanwälte im DOJ teilweise erfüllt, indem sie Druck auf einzelne Bankinstitute zur Herausgabe von Kundendaten ausgeübt hätten. (ich bezweifle aber sehr,dass die Bundesräte den Mut dazu haben....:( )
Ebenfalls werfe die Schweiz viel zu wenig die Tatsache in die Waagschale, dass sie in absoluten Zahlen der grösste (!) Investor in den USA sei...

siehe..http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/haertere…
Frankreich: Den Konsumenten soll's wieder mal ans Portemonnaie gehen..

Die Mehrwertsteuer als Allzweckwaffe
Frankreich ist auch nach der geplanten Erhöhung in Europa noch lange nicht Spitzenreiter.
In seinem TV-Auftritt vom Sonntag hat der französische Präsident Sarkozy eine Erhöhung der Mehrwertsteuer auf neu 21,2 Prozent angekündigt. Damit will er andernorts entstandene Löcher im Staatshaushalt stopfen. Aus Schweizer Sicht ist der neue Satz sehr hoch, doch EU-Länder greifen zum Teil noch viel mehr zu.
....Italien und Grossbritannien haben einen Satz von 20 Prozent, das benachbarte Belgien ebenfalls 21 Prozent. Traditionell belasten skandinavische Länder die Konsumenten besonders stark. Finnland hat eine Mehrwertsteuer von 23 Prozent, Dänemark und Schweden gar 25 Prozent. Doch seit dem 1. Januar 2012 gibt es einen neuen Spitzenreiter: Ungarn hat die Mehrwertsteuer auf 27 Prozent erhöht....
http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/die_mehrwer…
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.663.871 von selectrix am 29.01.12 11:40:54Rückgrat zeigen, wär dringend nötig....

Die Lehren aus dem Fall Wegelin
Der Ausgang des Steuerstreits Schweiz - USA ist in der Schwebe
Der Untergang der Bank Wegelin mag in der politischen Schweiz als reinigendes Gewitter wirken. Schon am kommenden Mittwoch im Bundesrat könnte etwas klarer werden, ob sich die Schweizer Reihen im Steuerstreit mit den USA nun schliessen.
Hansueli Schöchli

Die Teilhaber der Ostschweizer Privatbank Wegelin haben zweifellos Fehler begangen. Viele Branchenvertreter schüttelten den Kopf angesichts der Unbekümmertheit, mit welcher die Bank nach dem Platzen der UBS-Steueraffäre von der UBS US-Kunden mit undeklarierten Geldern übernommen hatte. Selbst aus rein betriebswirtschaftlicher Sicht – erwartete Zusatzerträge contra Zusatzrisiken – hätte die Sache damals als Vabanquespiel erscheinen müssen. Der wirtschaftliche Schaden des Wegelin-Untergangs ist zudem begrenzt, weil der Hauptteil der Bank durch die Verschiebung in die Raiffeisen-Gruppe gerettet wird (NZZ 28. 1. 12).


Die Drohung genügt schon
Doch der Fall eröffnet beunruhigende Fragen. Aus rechtsstaatlicher Sicht erscheint es inakzeptabel, dass alleine schon die amerikanische Drohung mit einer Klage den Untergang einer Schweizer Bank herbeiführen kann. Selbst Banken ohne Niederlassung in den USA haben oft betont, dass eine Strafklage existenzbedrohend sein könne, da die USA potenzielle Geschäftspartner (etwa Korrespondenzbanken) mit mehr oder weniger grossem Druck die Aufgabe der Geschäftsbeziehungen mit der angeklagten Bank «nahelegen» würden. Kurz gesagt: Es geht bei den Drohungen der USA nicht um «Recht» (bzw. Gerichtsurteile), sondern um eine reine Machtfrage. Angesichts solcher Unsicherheiten verlor Wegelin zuletzt erhebliche Kundengelder, weshalb sich das Institut zum Radikalschnitt gezwungen sah. Was passiert, so fragen sich nun viele, wenn als Nächstes zum Beispiel die Bank Julius Bär oder eine Kantonalbank in eine ähnliche Situation gerät?

Im Finanzdepartement gibt es Hoffnungen, dass diese Frage jenen Schulterschluss in der Schweiz herbeiführen könnte, der bisher im US-Steuerstreit zu oft gefehlt hat. Zum einen hielt sich bisher das Interesse der im Visier der US-Justiz stehenden Banken an einer Branchenlösung in Grenzen – jedem war das eigene Hemd am nächsten, das Gesamtbild interessierte wenig. Zum andern gab es auch im Bundesrat oft keine Einigkeit. So ist die Frage, wieweit die Schweiz sich überhaupt für die Banken einsetzen soll, bis heute umstritten. Aus Staatssicht liesse sich argumentieren, dass die Banken ihre Probleme in den USA selber lösen sollen. Aber die Staatsintervention drängte sich auf, weil die US-Forderungen nach Kundendaten die Banken gemäss früherem UBS-Muster in einen Konflikt zwischen zwei Rechtssystemen bringen.

Aufwind für «Blockadebefehl»?
Am kommenden Mittwoch soll der Bundesrat erneut über die Frage diskutieren, ob die Schweiz mit einem «Blockadebefehl» das politische Signal geben will, dass sich das Land auch von einer Grossmacht nicht alles bieten lässt. Inhaltlich würde ein solcher Beschluss im Prinzip nur bekräftigen, dass die Banken bezüglich Datenlieferungen kein Schweizer Recht brechen dürfen bzw. können. Wichtiger wäre indessen das besagte politische Signal. Dieses bedingt aber den Willen, den Beschluss im Ernstfall auch durchzusetzen. Bisher war dieses Signal im Bundesrat nicht mehrheitsfähig. Denkbar ist, dass der Fall Wegelin das eine oder andere Departement etwas aufrüttelt.

Zur Diskussion stehen auch weitere Signale in Richtung «Rückgrat zeigen». So ist der Vorschlag zu vernehmen, dass die Schweiz einmal einen US-Staatsanwalt wegen Anstiftung zu verbotenen Handlungen für einen fremden Staat (Artikel 271 Strafgesetzbuch) anklagen solle. Allerdings gibt es Zweifel an der Wirkung eines solchen Signals – die Bandbreite der Prognosen reicht von «null Wirkung» bis zu «Provokation».

Aus der Bankbranche sind derweil Stimmen zu hören, wonach die Schweizer Behörden die Schlagkraft einer US-Klagedrohung gegen Schweizer Institute dämpfen sollten. In dieser Lesart könnte eine vorbeugende Garantie der Nationalbank, im Notfall das Fremdwährungs-Clearing für Schweizer Institute weiterzuführen, die Unsicherheit der Bankkundschaft reduzieren. Ob eine solche Massnahme der Bank Wegelin entscheidend geholfen hätte, ist allerdings umstritten. Auf Behördenseite ist dieser Vorschlag bisher dem Vernehmen nach auf wenig Gegenliebe gestossen. Zweifel über die Wirksamkeit sowie juristische und politische Bedenken könnten eine Rolle gespielt haben. Die Finanzmarktaufsicht (Finma) will sich nicht öffentlich über diskutierte Lösungsvarianten im Fall Wegelin äussern. Die Finma betont lediglich, dass für sie nicht der Schutz der Bankteilhaber entscheidend sei, sondern der Schutz der Kunden, der Anlagegelder und des Finanzsystems.

Kluft in der Bussenfrage
Ob der Steuerstreit Schweiz - USA in eine Lösung mündet, bleibt offen. Über die meisten Punkte herrscht zwar Einigkeit, doch die zwei Haupthindernisse sind noch nicht aus dem Weg geräumt. So fehlt noch die Zustimmung des Schweizer Parlaments zur Zulassung von Gruppenanfragen auf Basis von Verhaltensmustern in der Amtshilfe mit den USA. Nachdem der Ständerat im Dezember sein Plazet gegeben hat, wird der Nationalrat im März darüber befinden. Nach wie vor weit auseinander sind die beiden Länder in der Frage der Gesamtbusse für die Banken. Während die Schweiz eine nachvollziehbare Rechnungsformel möchte, drängen die USA auf einen «politischen» Betrag. Die ursprüngliche Forderung lag dem Vernehmen nach nahe bei 10 Mrd. Fr., was für die Schweiz einer erpresserischen Forderung gleichkommt. Zudem muss die Schweiz berücksichtigen, dass hohe Zahlungen an die USA andere Länder auf den Geschmack bringen könnten.

Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf hat sich vergangene Woche zuversichtlich gezeigt, dass bis Ende Jahr eine Lösung zustande komme. Das war einerseits weniger zuversichtlich, als es klang (man hatte einst auf eine raschere Lösung gehofft), anderseits aber vielleicht dennoch zu optimistisch. Es ist laut Beobachtern nach wie vor gut möglich, dass die Verhandlungen platzen. Dann würde wohl jede Bank für sich selber eine bilaterale Lösung anstreben. Die offizielle Schweiz müsste dies zulassen – aber nur, wenn die Datenlieferungen in den ordentlichen Amtshilfekanälen und damit im Rahmen der Gesetze bleiben.
http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/die_lehren_…
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.660.942 von selectrix am 27.01.12 22:02:51Nochmals Frankreich:

Frankreich prescht bei Finanztransaktionssteuer vor

Fiskalpolitik. Präsident Nicolas Sarkozy kündigte die Einführung der Steuer mit einem Satz von 0,1 Prozent ab August an...
http://www.wirtschaftsblatt.at/home/international/wirtschaft…
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.670.894 von selectrix am 30.01.12 21:54:34Millionen von Banken-Mails für die USA
Widmer-Schlumpf erhöht den Druck im Steuerstreit

Der Bundesrat soll laut Schweizer Radio DRS den amerikanischen Steuerbehörden mehrere Millionen Daten der Grossbank Credit Suisse und weiterer Banken angeboten haben. Die Daten sollen verschlüsselt verschickt werden.
Laut Radio DRS hat der Bundesrat den amerikanischen Steuerbehörden mehrere Millionen verschlüsselte Daten der Grossbank Credit Suisse und weiterer Banken angeboten. Bundespräsident Eveline Widmer-Schlumpf habe die Wirtschaftskommission des Nationalrats darüber informiert, dass die Grossbank Credit Suisse und andere Schweizer Banken den USA weiter entgegenkommen wollen. Die Banken wären bereit gewesen, die Daten ohne grösseren Widerstand auszuliefern, heisst es.

Das Finanzdepartement war bisher noch nicht für eine Stellungnahme erreichbar.

Bei diesem Angebot der Schweiz dürfte es sich um die Daten der elf Schweizer Banken handeln, die im Fokus der Steuerbehörden der USA stehen. Vor Weihnachten hatte die USA von der Credit Suisse, Julius Bär, Bank Wegelin, der Basler und der Zürcher Kantonalbank und anderen die Auslieferung der umfassenden Information rund um ihr US-Offshore-Geschäft verlangt. Sämtliche Korrespondenz, Belege, Präsentationen und Telefonanrufe müssten geliefert werden, so wurde verlangt, ausgenommen davon waren einzig die Kundennamen, die abgeschwärzt werden konnten. Bern amtete als Vermittlungsstelle, die Banken schickten die Daten in der Folge an die Verwaltung.

Eigentlich war das letzte Ultimatum von Seiten der USA am 23. Januar abgelaufen, bis zu diesem Zeitpunkt hätten alle elf Banken ihre Daten liefern sollen. Offen ist, ob Bern einen Teil oder alle Daten zurückbehalten hat, um so einen weiteren Joker im Verhandlungspoker von Staatssekretär Michael Ambühl, der mit den amerikanischen Behörden um einen globalen Deal für den Bankenplatz Schweiz ringt, im Ärmel zu haben.

Radio DRS beruft sich auf eine Quelle, die behauptet, dass erst auf Intervention des Bundesrates einzelne Daten verschlüsselt oder abgedeckt worden seien.( Die Abdeckung der Kundennamen war von Seiten Banken allerdings nie bekämpft worden – das Bankgeheimnis konnte nur so gewahrt werden. Diskussionen gab es allerdings über die Abdeckung der Namen der Kundenberater, die USA verlangte auch diese. Offen ist, ob diese jetzt abgedeckt werden oder nicht.

Verschlüsselte Daten
Der Bundesrat wolle damit den Druck auf die US-Steuerbehörden erhöhen, führt Radio DRS weiter aus. Sobald mit den USA eine Globallösung für alle Schweizer Banken stehe, werde der Entschlüsselungsmechanismus – wohl bezogen auf die Kundenberaternamen – nachgeliefert. Im Gegenzug sollen allfällige Klagen gegen Schweizer Banken fallen gelassen werden.

http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/millionen_v…
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.672.966 von selectrix am 31.01.12 12:02:20Ergänzend:
Betriebsunfall mit verhängnisvollen Folgen

Das Bundesamt für Justiz verhinderte, dass Namen von Kundenberatern an die USA weitergegeben wurden – und liess damit ein US-Ultimatum verstreichen. Die Amerikaner deckten daraufhin die Bank Wegelin mit Klagen und Drohungen ein.

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konju…
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.673.034 von selectrix am 31.01.12 12:12:04Bank Wegelin: Ein Whistleblower ist auch involviert

Wegelins Birkenfeld
Ex-Kadermann kooperierte mit USA - jetzt folgen anonyme Vorwürfe gegen Wegelin-Chefs.
“Ich gelange an Sie als intimster Kenner der Bank Wegelin und möchte Ihnen einige Informationen mitteilen, welche ich loswerden möchte.”
Es ist der Beginn eines anonymen Mails, das derzeit auf Schweizer Redaktionen landet. Der Anonymous versichert darin, dass “diese Informationen der Wahrheit entsprechen.”
Damit erreicht der Fall Wegelin eine neue Dimension. Es zeigt sich erstmals offiziell, dass auch die untergegangene Sankt-Galler Privatbank ihren Whistleblower hat...
http://insideparadeplatz.ch/2012/01/31/wegelins-birkenfeld/
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.585.647 von selectrix am 12.01.12 16:46:42Hacker gehen auf Brasilien's Banken los:

Hackers Attack Website of Brazil's Itau; May Try Other Banks

..."Attention sailors: target hit! The http://www.itau.com.br is sinking! TANGO DOWN!" the group proclaimed via Twitter and on Facebook, under the AnonBRNews feed...
...The hackers didn't appear to give a specific reason for their attack, other than to say that "We will make everyone open their eyes, for better or for worse!" They said this was "just the first day" and indicated that they have planned a series of raids on Brazilian banks, which they are referring to as OpWeeksPayment...
...The Brazilian Federation of Banks in a statement said that it has been calling for a law to criminalize "electronic attacks and fraud."..
http://online.wsj.com/article/SB1000142405297020465290457719…
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.645.808 von selectrix am 25.01.12 15:14:36Ausnahmsweise ein vernünftiger Ansatz:

Plan: Mit Geld aus Kampf gegen Steuerhinterziehung Steuern senken
Steuerhinterziehung ist weit vor dem Fußball der mit Abstand beliebteste Volkssport in Italien. Schätzungen von Experten zufolge werden jährlich ca. 120 Milliarden Euro hinterzogen. Geld, das dem hochverschuldeten Staat dringend fehlt. Deshalb hat sich die Regierung Monti dem Kampf gegen die Steuerhinterziehung verschrieben.

Die Einnahmen aus dem Kampf gegen die Steuerhinterziehung könnten in Italien aber künftig nicht mehr nur für das Stopfen von Haushaltslöchern verwendet werden.

Die Regierung plant laut einem Bericht der Tageszeitung „Repubblica“, dass das Geld künftig verpflichtend für die Senkung von Steuern genutzt wird.

Eine entsprechende Bestimmung könne schon bald vom Ministerrat verabschiedet werden, so die Zeitung.

Damit wolle Monti - nach der Einführung von neuen Steuern und Reformen in der Wirtschaft und der Verwaltung - die dritte Phase seiner Regierungszeit starten.

Der Plan sieht laut der „Repubblica“ vor, dass die Einnahmen aus der Steuerhinterziehung eines Jahres – schätzungsweise 12 bis 15 Milliarden Euro – im darauffolgenden Jahr genutzt werden, z.B. um die Einkommenssteuer Irpef um einen oder mehrere Prozentpunkte zu senken.

Ob alle Steuerzahler davon profitieren würden, oder nur die niedrigen Einkommen, ist noch unklar.

Als Alternative zu einer solchen Steuersenkung könnte die Regierung aber auch Familien, Arbeitern und Rentnern bei Abschreibungen entgegenkommen, so die “Repubblica”, denn hier werde die Regierung durch Kürzungen 20 Milliarden Euro einsparen: fünf Milliarden im laufenden Jahr, 15 Milliarden im Jahr 2013.

Eingreifen will die Regierung aber auch bei den Ausgaben: Am Freitag hat sie ein Komitee eingesetzt, das den Staatshaushalt bei einem sogenannten „spending review“ durchforsten soll.

Das Komitee, das am Montag seine Arbeit aufnehmen wird, soll Ausgabenprogramme, Ämter und Tätigkeiten ausfindig machen, die abgeschafft oder rationalisiert werden, ineffiziente Sektoren aufdecken und klären, welche Gesetze, die obsolete Finanzierungen vorsehen, gestrichen werden können.

“Damit beginnen werden die Experten in den Ministerien”, so die “Repubblica”.
http://www.stol.it/Artikel/Politik-im-Ueberblick/Politik/Pla…
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.673.475 von selectrix am 31.01.12 13:17:30Radio Vatikan :laugh: :

Italien: „Steuerhinterziehung ist Sünde“

Die Kirche muss im Kampf gegen Steuerhinterziehung beispielhaft handeln. Das forderte Kardinal Angelo Bagnasco bei der Eröffnung des ständigen Rates der Bischofskonferenz am vergangenen Montag. Er bezeichnete Steuerhinterziehung als „Sünde“, sprach aber auch die Befreiung der Kirche von einigen Steuern an: Es handle sich dabei um keine lukrative Angelegenheit, so Bagnasco. Im Zuge der Finanzkrise war im vergangenen Jahr vermehrt Kritik an den Steuerbefreiungen der katholischen Kirche geübt worden.
http://www.radiovaticana.org/ted/articolo.asp?c=557560
Schweiz: Scheindomizil

Wie sich Reiche vor Steuern drücken
Ein hochrangiger Zürcher Banker hat ein Scheindomizil im steuergünstigen Wollerau SZ, aber niemand schreitet ein. Dem Staat entgehen durch solche Fälle Millionen.

Nur ein Sofa und eine Lampe mit Zeitschaltuhr hat der Kadermitarbeiter einer grossen Schweizer Bank im Wohnzimmer. Keinen Fernseher, kein Telefon, kein Radio. Vor der Küche seiner 3½-Zimmer-Mietwohnung in Wollerau SZ stehen ein dunkler Tisch und vier Stühle – Marke Ikea. Die Küche selbst ist nur mit drei Gläsern ausgerüstet. Offenbar kommt der Banker, der sich um vermögende Kunden kümmert, ohne Teller, Tassen, Messer, Löffel und andere Küchenutensilien aus. Schränke sowie Kühlschrank und Gefrierfach sind leer. Einziges Möbelstück in der Küche: eine Lampe. Ähnlich karg präsentiert sich das Schlafzimmer. Am Boden liegt eine Matratze. Daneben steht eine weitere Stehlampe mit Zeitschaltuhr.

So sieht der Lebensmittelpunkt eines hochrangigen Schweizer Bankers aus. Die Gemeinde Wollerau SZ bestätigt, dass der Mann unter dieser Adresse seinen Wohnsitz hat. Damit profitiert er von den rekordtiefen Steuern der Schwyzer Gemeinde. Das zahlt sich aus. Bei einem steuerbaren Einkommen und Vermögen von beispielsweise einer Million Franken spart der Bankmanager jedes Jahr 192'840 Franken, denn in der Stadt Zürich müsste er 267'580, in Wollerau hingegen bloss 74'740 Franken an Gemeinde- und Staatssteuern zahlen. Da lohnt sich die Miete für eine Wohnung allemal, auch wenn man sie nicht bewohnt.

Anzeige:Ganz anders sieht die andere Unterkunft des kinderlosen Bankers aus, die sich im Zentrum von Zürich befindet. Eine Kollegin des Mannes, die hier letztes Jahr ein und aus ging, sagt: «Ich kenne niemanden, der in einer so grossen Wohnung lebt. Es wirkt, als habe man mehrere Wohnungen zu einer grossen zusammengelegt.» Die Bleibe in Wollerau habe der Manager einmal erwähnt. «Er meinte, dort lagere er jeweils die Winterkleider und anderen Gerümpel.» In der Zürcher Wohnung hingegen stünden überall Designermöbel. An der Klingel steht kein Name.

In Zürich hat der Banker gemäss Auskunft des Steueramts nie Steuern bezahlt. Es besteht also der Verdacht auf Steuerhinterziehung, da er mit seinem Wohnsitz in Wollerau wohl ein Scheindomizil vortäuscht. Verfahren zur Aufklärung solcher Fälle sind schwerfällig und kompliziert. Mehrere Behörden auf kommunaler und kantonaler Stufe müssen zusammenarbeiten. Die Gemeinde Wollerau SZ hat sich den Kampf gegen Scheindomizile auf die Fahne geschrieben und zusammen mit Freienbach und Feusisberg sogar eine Website geschaffen, auf der man solche melden kann. «Wir decken rund ein Dutzend Fälle pro Jahr auf», sagt Joanne Imfeld von der Wollerauer Einwohnerkontrolle. Dabei handle es sich meist um Mietverträge, die gezielt über den Jahreswechsel und befristet auf wenige Monate abgeschlossen wurden. Oder um Fälle, wo zu viele Leute für eine Wohnung gemeldet sind.

Und was macht man, wenn wie im Fall des Bankers aus Zürich starke Hinweise vorliegen, dass eine Wohnung gar nicht bewohnt wird? «Da unternehmen wir nichts», sagt Imfeld. Er könnte ja auch ein externer Wochenaufenthalter sein, der bloss am Wochenende in Wollerau wohnt. Also keine Überprüfung des Wasser- und des Stromverbrauchs? Nein.

Véronique Risi, Steuerexpertin der Steuerverwaltung des Kantons Schwyz, meint hingegen: «Seien wir doch ehrlich: Ein gut verdienender, junger, kinderloser Mann wird durch das Freizeitangebot der Städte am Wochenende mehr angezogen als von der familienfreundlichen, ländlichen Idylle in Wollerau.» Bei Risi laufen seit 2009 alle Fälle von vermuteten Scheindomizilen zusammen, obwohl sie nicht dafür angestellt ist. Eigentlich kümmert sie sich um Pauschalbesteuerungen im Kanton Schwyz und um die VIP, die besonders wichtigen und reichen Steuerzahler. Sie untersucht Scheindomizile quasi im Nebenamt, obwohl es vom Aufwand her ein Fulltime-Job wäre.

Im kargen Sitzungszimmer in einem einfachen Bürobau in Schwyz, direkt dem Bundesbriefmuseum gegenüber, sagt Risi engagiert: «Im Kanton Schwyz herrscht Nulltoleranz für diese Form der Steuerumgehung.» Doch sie ist ernüchtert. «Wir wissen zwar, dass es im Kanton Schwyz Scheindomizile gibt, aber uns sind die Hände gebunden, wenn der Wegzugskanton trotz unseren Hinweisen nichts unternimmt.» Das Versteckspiel mit dem Fiskus wirkt offenbar ansteckend. «Einer im Kollegenkreis fängt an, und andere machen es ihm nach», meint Risi. Hört man sich in Bankenkreisen um, wird dies bestätigt.

Steuerdetektive gibt es nicht
Immer wieder stolpern die Schwyzer Steuerbeamten bei der normalen Veranlagung über Lohnausweise oder Bankauszüge, die an einen Wohnort in einem andern Kanton adressiert sind. Dann bittet die kantonale Steuerverwaltung die Gemeinden um Abklärungen vor Ort. Doch die haben kein spezialisiertes Personal. Steuerdetektive analog zu Sozialdetektiven gibt es in keinem Kanton der Schweiz. Zudem werden die Nachforschungen der Steuerbehörden vom Datenschutz erschwert. Die Post etwa darf keine Auskunft geben, ob jemand einen Umleitungsauftrag erteilt hat. Auch auf die Angaben über Wasser- und Elektrizitätsverbrauch kann nur ein Teil der Gemeinden zurückgreifen. Die Herausgabe von Cumulus- oder Kreditkartenabrechnungen können sie nicht erzwingen.

Erhärtet sich der Verdacht trotzdem und lenkt die betreffende Person nicht ein, macht Risi Meldung an den Wegzugskanton – pro Jahr mehrere Dutzend Male. Und dann kommt oft der Frust, weil sie überzeugt ist, dass ein Scheindomizil vorliegt, aber dennoch nichts passiert. Dann kann auch Risi nichts mehr machen. Erklärt kein anderer Kanton, dass der Gemeldete bei ihm steuerpflichtig sei, kann der Kanton Schwyz den mutmasslichen Steuerhinterzieher nicht einfach aus dem Register streichen, weil der Betroffene sonst nirgends steuerpflichtig wäre. Und bei vermuteten Scheindomizilen von Personen aus dem Ausland würde sich ein Steuerkommissär gar strafbar machen, wenn er seinen Verdacht einem anderen Land meldet.

Die Meldung über den Topbanker mit mutmasslichem Scheindomizil in Wollerau landete in der Stadt Zürich. Zuerst kümmerte sich die Einwohnerkontrolle darum. Nach rund einem Monat winkte Franz Behrens, Leiter des Personenmeldeamts der Stadt Zürich, ab. «Wir haben die Adresse abgeklärt und keine konkreten Hinweise, dass die gemeldete Person Wohnsitz in Zürich hat.» Diese Einschätzung beruhe auf verschiedenen Abklärungen. Der Banker habe erklärt, dass er an der Adresse im Zentrum seine Kunst aufbewahre. Der Vermieter habe betont, dass die Örtlichkeit keine Nasszonen aufweise und fürs Wohnen gar nicht eingerichtet sei. «Blödsinn», meint die Bekannte des Bankers, die die betreffende Wohnung von Besuchen her kennt und wiederholt dort übernachtet hat. «Es hat ein grosses Bad, sogar mit Sprudeleinsatz.»

Trotzdem legt die Stadt Zürich den Fall ad acta. Kein Steuerkommissär wird ihn prüfen. Was macht Behrens mit dem Hinweis, dass die Wollerauer Wohnung leer und unbewohnt ist? «Wir sind nicht befugt, unsere Abklärungen auf diesen Ort auszudehnen. Vielleicht wohnt der Mann irgendwo anders. Für weitere Abklärungen brauchen wir konkrete Anhaltspunkte», so der Chefbeamte. «Wir können Leute nicht einfach von Detektiven beschatten lassen.»

Das erinnert an den Fall des Unternehmers Heinrich Frei. Er ist gemäss «Tages-Anzeiger» seit zwei Jahren in der steuergünstigen Zürcher Gemeinde Winkel angemeldet, wohnt aber weiterhin in Kloten. Der Zürcher SVP-Kantonsrat wurde Anfang April abgewählt. Doch die Klotener Stadtverwaltung liess Frei unbehelligt, weil er die notwendigen Belege beigebracht habe. Man prüfe nicht, ob das Bett am Morgen noch warm sei. Kriminalistische Nachforschungen stelle man bei Wohnortswechseln im Normalfall nicht an.

Zürcher Steueramt will nicht mehr tun
Bei einem Sozialhilfe- oder IV-Bezüger macht man aber genau das. Bei Verdacht auf Missbrauch observieren Detektive, und Sozialarbeiter machen unangemeldet Hausbesuche. Allein die Stadt Zürich beschäftigt zwölf Sozialdetektive. Im ganzen Kanton – wie auch in allen anderen Kantonen – gibt es dagegen wie erwähnt keinen einzigen Steuerdetektiv. Dem Verdacht auf Steuerhinterziehung müssen die Steuerbeamten nachgehen – neben den ihnen zugewiesenen rund 200 bis 250 normalen Dossiers, die auf Bearbeitung warten. Da die Leistung der Beamten nach Erledigungen bemessen wird, stürzt sich kaum jemand in mühsame Abklärungen von Scheindomizilen. Adrian Hug, Chef des Steueramts des Kantons Zürich, sieht aber keinen Handlungsbedarf. «Im Steueramt wird im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten die notwendige Zahl Steuerkommissärinnen und Steuerkommissäre angestellt, um den gesetzlichen Auftrag korrekt erfüllen zu können.»

Die Schwyzer Steuerkommissärin Véronique Risi sieht das etwas anders. «In gewissen Kantonen könnte es sich lohnen, Steuerdetektive einzuführen», sagt sie. «Sie würden der Staatskasse viel mehr Steuern einbringen, als sie kosten.» Im Kanton Zürich wäre der Einsatz von zusätzlichem Personal vor allem auch nötig, um jene 100 reichen Personen zu überprüfen, die sich nach der Abschaffung der Pauschalbesteuerung Anfang 2010 offiziell in andere Kantone abgemeldet haben.

Mit Seitenblick auf die Sozialdetektive sagt Steuerbeamtin Risi: «Offenbar ist es leichter, Sozialversicherungsbetrüger aufzuspüren, als falschen Steuerdomizilen nachzujagen, auch wenn es bei diesen Steuerfällen durchaus um viel höhere Beträge gehen kann.»
http://www.beobachter.ch/justiz-behoerde/buerger-verwaltung/…
San Marino
Tod einer Steueroase
Früher galt die kleine Republik am Fuße des Apennins als sicherer Anlageort für Schwarzgeld, doch sie wurde mit voller Wucht von der Wirtschaftskrise und Roms verschärften Maßnahmen gegen Kapitalflucht getroffen.

Marco Alfieri
Das Steuerparadies der Republik San Marino scheidet unter den ersten herbstlichen, über der Festung aufziehenden Nebelwolken dahin. Der letzte Räumungsbefehl wurde Anfang Oktober ausgegeben, als die italienische Zentralbank eines ihrer Verwaltungsmitglieder an die Spitze der Sparkasse von Rimini setzte, die wiederum den san-marinesischen Credite industriale, eine der zwölf Banken der Republik, kontrolliert. Weiter geben die Inspektoren aus der Via Nazionale, [dem Sitz der italienischen Zentralbank,] an, das Geldwäschegesetz sei unbestreitbar verletzt worden.

Früher war San Marino ein Auswanderungsland. Doch in den 60er Jahren erfuhr die Adriaküste mit dem Aufkommen des Tourismus und mit der Entwicklung in Handel und Industrie einen Wirtschaftsboom. Während sich der materielle Wohlstand einrichtete, tauchte das erste Schwarzgeld auf: Hoteliers und Händler aus der Emilia Romagna legten ihre Gewinne in San Marino an.

Das organisierte Verbrechen nistete sich ein
Bis zur Überdosis der 80er Jahre. Neben den vier historischen Banken waren 59 Geldinstitute und acht Kreditanstalten hauptsächlich damit beschäftigt, Geldmittel zu sammeln und anzulegen, doch sie boten nur wenige Finanzdienste: ein echtes Schlaraffenland für alle, die illegales Geld durchschleusen wollen. Denn das schmutzige Kapital, das San Marino anzieht, stammt nicht nur aus Italien: neun von zehn Euro kommen aus dem Ausland.

Die Russen erschienen auf der Bildfläche, um Großhandel zu betreiben, und das organisierte Verbrechen schlug seine Wurzeln in der Enklave. Dann platzten bald Finanzskandale, etwa beim Delta-Konzern, der von der glorreichen, Ende des 19. Jahrhunderts mit den Ersparnissen der Bauern und Arbeiter gegründeten Sparkasse kontrolliert wurde und im Lauf der Zeit zum Zentrum der Veruntreuungen geworden war. Schließlich musste das Steuerparadies klein beigeben, denn es wurde vom weltweiten Wirtschaftstsunami, von den Mahnungen an die Steueroasen, von der Erstellung schwarzer Listen bei der OECD und vom Embargo der italienischen Regierung erfasst.

Dann schlug San Marino über die Stränge
„Heute sind diese Zeiten vorbei. San Marino ist zu weit gegangen“, gibt Industrie-Staatssekretär Marco Arzilli zu. Die derzeitige Regierung – eine seit 2008 eingesetzte Koalition der im Untergang begriffenen Christdemokratie – tut ihr Bestes, um das der Festung anhaftende Image einer Schiebungshauptstadt abzuschütteln. „Als wir an die Regierung kamen, entsprach der Staat noch nicht den Bewertungskriterien von MONEYVAL und stand auf der grauen Liste der OECD. Innerhalb von zwei Jahren haben wir vieles ins Rollen gebracht“, erklärt auch die Staatssekretärin für Auswärtige Angelegenheiten, Antonella Mularoni.

„Wir haben die Aktiengesellschaften und das Bankgeheimnis abgeschafft; uns bei der Transparenz der Banken an die internationalen Modelle angeglichen; wir haben zahlreiche fiktive Unternehmen schließen lassen. Zudem sind wir im Begriff, zwei Abkommen zu unterzeichnen: das erste über die Zusammenarbeit zwischen unserer und der italienischen Polizei, das zweite über die Möglichkeit, den Inspektoren der italienischen Zentralbank Zugang zu den Institutionen unserer Republik zu gewähren. Nur dass sich die italienische Regierung bezüglich dieser Frage taub stellt.“ Genau wie der IWF in Washington. „Dieses Verhalten ist völlig unverständlich“, fügt sie hinzu.

Eines ist sicher: In San Marino versuchen die Bankiers, nicht aufzufallen. Letztes Jahr war der Kapitalrückfluss katastrophal: Die Zentralbank spricht von einem Rückgang um 35 Prozent. Die Steuerflüchtlinge trauen dem Monte Titano [auf dem San Marino steht] nicht mehr und die [in Italien verabschiedeten] Spitzensteuersätze haben alle Tresore geleert: Fast sechs Milliarden der angelegten vierzehn Milliarden Euro wurden abgezogen. Unterdessen trifft die Krise alle Branchen, mit einem Einstellungsstopp und einem Liquiditätenrückgang für die Institute, die keinen Zugang zum Interbankenmarkt haben.

"Man will uns an den Kragen"
Darüber hinaus will der Koloss UniCredit Bank seinem historischen Bündnis mit der Banca Agricola e Commerciale ein Ende setzen. „Man will uns an den Kragen“, davon ist Marco Beccari, Sekretär der demokratischen Arbeitergewerkschaft von San Marino überzeugt. „Natürlich haben die Betrüger unser Image zerstört, doch im Grunde genommen ist unsere Wirtschaft gesund und wir müssen sie schützen. 31.000 Einwohner, 20.000 Arbeitnehmer, davon 6.500 Grenzgänger aus der Emilia Romagna.“

4.000 Angestellte im öffentlichen Dienst und 15.000 Arbeitnehmer im privaten Sektor – in den Bereichen Handel, Mechanik, Stahlindustrie, Pharmaindustrie und Keramik – arbeiten in den Industriegebieten in Grenznähe. Dieser Mikrokosmos, der jahrelang unverändert geblieben ist, leidet heute unter den Folgen der drastischen Sparmaßnahmen der italienischen Regierung. Es ist die Rede von einem diesjährigen Haushaltsdefizit von 80 Millionen Euro für den Staat San Marino und von mindestens doppelt so viel für 2011. Und auch von einem eventuellen Eingreifen des IWF, der die Republik San Marino durch Kreditlinien unterstützen würde, wie Griechenland oder Argentinien.

„Manche Firmen sind nach Italien zurückgekehrt, andere nehmen unsere Rechnungen nicht mehr an. Als hätten wir die Pest“, beschwert sich Beccali. Die Wirtschaftskrise hat ihren Zoll gefordert: Letztes Jahr verlor ein Prozent der Arbeitnehmer den Arbeitsplatz. Das Arbeitslosengeld für die 1500 Angestellten explodierte und die Schwarzarbeit nahm zu. Diese Zahlen mögen lächerlich klingen, doch sie fallen in der idyllischen Welt des großzügigen Wohlfahrtstaates San Marino durchaus ins Gewicht: Hier wurden die Renten noch nach der Vergütung berechnet, Firmenkantinen boten Mahlzeiten zu 1,50 Euro an, es gab eine gute Sozialversorgung, Eigenheimkredite und Kinderkrippen.

Letzte Hoffnung Lega Nord
Diese Garantien werden heute durch das Embargo aus Rom bedroht und durch den Sturz der Immobilienbranche erschwert. Auf dem Monte Titano wurde jede kleinste Ecke bebaut, die Immobilienbranche war eines der Netzwerke für die Geldwäsche. Heute stehen mindestens 7000 Immobilien leer.

„Unser Ziel ist es, die gesunde Wirtschaft zu retten“, erklärt man bei der Handelskammer. „Sonst geht alles den Bach hinunter, auch für die italienischen Arbeitnehmer und die Unternehmen aus der Umgebung, die für San Marino arbeiten.“ Die letzte Hoffnung ist die Lega Nord, die bei den Grenzgängern zahlreiche Stimmen einheimst. „Sie alleine kann die italienische Regierung zur Vernunft bringen“, heißt es in San Marino, wo man sich daran erinnert, dass der italienische Wirtschaftsminister Giulio Termonti früher einmal Consultant für die Banken in San Marino war...
http://www.presseurop.eu/de/content/article/363971-tod-einer…
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.673.692 von selectrix am 31.01.12 13:55:15Ein anderes Steuerparadies dagegen profitiert:

Letzte Zuflucht Singapur
...Nicht einmal Goldbarren in europäischen Banktresoren gelten noch als sicher. Denn ein Verbot des privaten Goldbesitzes, wie es in den USA von 1933 bis 1974 in Kraft war, halten Vermögensverwalter wie Heinz-Werner Rapp von Feri Finance nicht mehr für ausgeschlossen, falls der Goldpreis weiter steigen sollte.
Da verwundert es nicht, dass Wohlhabende statt in Euro und Dollar lieber in asiatische Währungen investieren, deren Wert in den kommenden Jahren noch steigen könnte. Dass sie einen Teil ihrer Goldbarren in einem Banktresor in Singapur deponieren möchten, wo Zwangsmaßnahmen und Goldverbote unwahrscheinlich sind - und dass sie dazu gleich ein Konto, Aktien und Immobilien in Asien anschaffen, wo keine Strafsteuern und Zwangsanleihen drohen...
...Heute leben in dem tropischen Finanzparadies bereits 183.000 Dollar-Millionäre; im Jahr 2016 werden es mehr als doppelt so viele sein, schätzt Credit Suisse .
Attraktiv wirken nicht zuletzt die kapitalstarken Banken hier...
..."Es gab bereits einen enormen Kapitalabfluss aus der Schweiz nach Singapur, und der wird in den kommenden Jahren noch einmal massiv anschwellen"...
...Der Inselstaat hat zwar in den vergangenen Jahren ebenfalls Doppelbesteuerungsabkommen unterschrieben, unter anderem mit Deutschland - aber in der Praxis hat sich nichts geändert. "Das Bankgeheimnis ist mindestens so gut wie das der Schweiz in den besten Zeiten", sagt Sorg....
...Dass die Lage im Tropenstaat noch paradiesisch ist, liegt nicht nur am Steuergeheimnis. Kapitalerträge wie Zinsen und Dividenden sind steuerfrei. Die Einkommensteuer ist bei 20 Prozent gedeckelt. Ausländer zahlen sogar nur einen Pauschalsatz von 15 Prozent, und auch der lässt sich oft ganz vermeiden...
...die hohen Lebenshaltungskosten machen selbst wohlhabenden Deutschen zu schaffen. Zum Beispiel beim Wohnungskauf...
http://www.manager-magazin.de/magazin/artikel/0,2828,807281,…
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.670.944 von selectrix am 30.01.12 22:03:24Schaden grösser als Ertrag:

Wen trifft die geplante Finanztransaktionssteuer wirklich?

Die Investmentgesellschaft Union Investment begrüßt ausdrücklich, dass die Hessische Landesregierung die Einführung der sogenannten “Finanztransaktionssteuer” (financial transaction tax = FTT) an die Bedingung knüpft, diese in allen 27 Mitgliedstaaten der EU einzuführen – und nicht nur im Euroraum.

Allerdings geht die FTT, wie sie derzeit von der EU-Kommission konzipiert ist, am Ziel vorbei. Denn mit der Einführung der FTT würde schon alleine in der EU-27 keine “Entschleunigung” des Handels erreicht – alle anderen weltweiten Finanzplätze blieben von der Steuer ohnehin unberührt. Ferner würden Finanzinstitutionen wie Banken – vom Eigenhandel abgesehen – keinen nennenswerten Beitrag zu den Kosten der aktuellen Finanzkrise leisten. Dies gilt umso mehr bei einer Beschränkung der Steuer auf die Eurozone. Letztlich ist sogar die Aufkommenswirkung nach einer Studie der EU-Kommission vom 28. September 2011 deutlich zu hinterfragen. Entsprechende Erfahrungen hat Schweden bereits in den 1980er Jahren gemacht, als der Handel an der Stockholmer Börse nach Einführung einer nationalen FTT im Jahr 1984 um rund 60 Prozent einbrach. Von den erhofften jährlichen Einnahmen von 1,5 Billionen skr konnten nur 50-80 Millionen skr realisiert werden, so dass die Steuer sieben Jahre später wieder abgeschafft wurde.

Der Vorstandsvorsitzende des genossenschaftlichen Fondsanbieters Union Investment, Hans Joachim Reinke, betont: „Die unausgegorenen Pläne eines EU- oder Euroraum-weiten ‚Beitrags der Finanzindustrie‘ sind letztlich nichts anderes als eine verkappte Steuererhöhung für die Bürger. Das ist ein Schlag ins Gesicht derjenigen, die langfristig sparen und als Steuerzahler sowieso schon die Kosten der Krise tragen.“ So hätte beispielsweise ein durchschnittlicher Riester-Fondssparer mit einem monatlichen Beitrag von 100 Euro am Ende einer 40-jährigen Ansparphase aufgrund der FTT über 14.000 Euro abgeführt – wobei derzeit völlig unklar ist, ob der deutsche Staat (Bund und Länder) oder ein fiktives EU-Finanzministerium das Geld erhält und wofür dies verwendet wird.

Vor diesem Hintergrund lehne Union Investment als eine der größten Fondsgesellschaften in Deutschland im Interesse ihrer Anleger die Einführung der FTT innerhalb des Euroraums ab. Darüber hinaus sollten
die Anwendungsgebiete der Steuer geändert werden, so dass Sparer mit Investmentfonds nicht belastet werden

http://www.allfinanzmagazin.de/wen-trifft-die-geplante-finan…" target="_blank" rel="nofollow">http://www.allfinanzmagazin.de/wen-trifft-die-geplante-finan…
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.673.118 von selectrix am 31.01.12 12:24:59Trotz allem Ungemach:

Michel Guignard: «Nach wie vor fliessen Gelder aus den USA in die Schweiz»

Hände weg von amerikanischen Kunden? Im Gegenteil. Der Zürcher Vermögensverwalter Bellecapital setzt auf Kunden aus den USA. Michel Guignard, Managing Partner von Bellecapital International, über die Chancen im grössten Wealth-Management-Markt der Welt.

Herr Guignard, die Bank Wegelin ging wegen ihrer US-Kunden unter – Sie dagegen bemühen sich um amerikanische Kunden. Wie gehen Sie da mit der Steuerproblematik um?

Im Gespräch mit den Kunden sollte man dieses Thema offen diskutieren und danach dokumentieren. Finanzinstitute haben Dokumentationspflichten in dieser Hinsicht zu erfüllen. Dazu gehört bei US-Kunden die Einreichung eines W9-Formulars. Es ist allerdings nicht die Pflicht eines Finanzinstituts, sicherzustellen, dass die Kunden ihr Einkommen auch versteuern.

Wo lag Ihrer Ansicht nach der heikelste Punkt bei der Politik von Wegelin?

Ich möchte andere Unternehmen nicht kommentieren.

Warum hat sich Bellecapital entschieden, ausgerechnet auf amerikanischen Kunden zu setzen?

Die USA sind der grösste Wealth-Management-Markt der Welt und werden es noch eine ganze Weile bleiben. Amerikanische Anleger sind im Quervergleich mit anderen Ländern sehr aufgeklärt und fordernd.

Die letzten Jahre waren für die Investoren generell schwierige Jahre. Entsprechend haben sich die Anlageziele vieler Kunden entwickelt – von Kapitalzuwachs hin zu Kapitalerhalt. Der breiten Diversifikation der Anlagen kommt dabei eine tragende Rolle zu. Für US-Anleger bedeutet dies, vermehrt Anlagen in ausländischen Märkte und Währungen zu tätigen, also auch in der Schweiz.

Aber ist die Schweiz bei den ständigen Verdächtigungen – etwa in der amerikanischen Politik und Öffentlichkeit – noch ein attraktiver Anlage-Platz für US-Kunden?

Die Schweiz hat sich über Jahrzehnte hinweg zu einem führenden Finanzplatz entwickelt: Fach-Know-how, Technologie, Servicequalität sind im internationalen Vergleich auf absolutem Top-Niveau. Nach wie vor fliessen Gelder aus den USA in die Schweiz, insbesondere von sehr vermögenden Privatkunden, die ihre Gelder international anlegen und aus Sicherheitsgründen ausserhalb der USA deponieren wollen.

Welche Ziele setzen Sie sich in diesem Geschäft konkret?

Als Unternehmer wollen wir das Geschäft mit US-Kunden markant ausbauen. Dabei stellen wir hohe Ansprüche an die Servicequalität zu Gunsten unserer Kunden und entsprechend an die Qualität der Mitarbeiter. Amerikanische Kunden zu betreuen, bedeutet, die gesamten Vermögensverhältnisse dieser Menschen zu verstehen, die Vermögensziele zu besprechen und regelmässig zu hinterfragen; ferner Vermögensplanungs-Strategien zu initiieren und mit einem Netzwerk von ausgewiesenen Spezialisten zu implementieren.

Als Vermögensverwalter wollen wir eine nachhaltige und überdurchschnittliche Rendite im Rahmen des Risikoprofils und der Anlageziele der Kunden erzielen. Bellecapital unterscheidet sich durch einen fokussierten Anlageansatz von den meisten Mitbewerbern in der Schweiz. Bei der Performance wird auf die Rendite nach Steuern und Kosten geachtet.

Fürchten Sie auch manchmal, mit der US-Justiz in den Clinch zu kommen?

Wer die Gesetze und Regeln befolgt, hat nichts zu befürchten. Aber dies ist harte Arbeit, da sich das Umfeld dynamisch verändert und man so organisiert sein muss, dass man die Entwicklungen laufend mitkriegt und Anpassungen im Geschäftsmodell schnell vornehmen kann.

Dieses Geschäft lässt sich heute nicht mehr nebenbei betreiben. Deshalb hat Bellecapital mit Bellecapital International eine separate Vermögensverwaltungsgesellschaft nur für US-Kunden aufgebaut. Das Unternehmen ist bei der amerikanischen Wertpapierbehörde SEC registriert. Die Mitarbeiter blicken auf mehrere Jahre Erfahrung in der Betreuung dieser anspruchsvollen Klientel zurück.

Gibt es überhaupt noch ein Schweizer Bankgeheimnis gegenüber dem USA?

Im aktuellen Umfeld ist die Situation tatsächlich sehr verworren. Beim Neugeschäft sind sich die Marktteilnehmer alle sicher. Das Problem liegt bei der Behandlung des historischen Geschäfts. Hier braucht es dringend und schnell Lösungen zwischen den beiden Staaten.

Sollte die Schweizer Regierung gegenüber den US-Behörden standhafter auftreten?

Wir fokussieren unsere Aktivitäten auf die Kunden. Dennoch verfolgen wir natürlich, was aktuell passiert. Entscheidend ist, dass die Hauptbetroffenen – Politik, Banken, der Regulator – das Problem mit oberster Priorität und mit dem notwendigen Ressourceneinsatz bearbeiten und jetzt schnell zu einer Einigung kommen, die mit den US-Behörden verhandelt werden kann.

Ohne Einigung muss letztendlich die Politik selbst entscheiden und verhandeln. Solange dies nicht passiert, sind einzelne Institute wehrlos ausgeliefert. Je länger diese Situation bestehen bleibt, desto mehr wird dies als Zeichen der Schwäche unseres Finanzplatzes interpretiert.

Wird FATCA dem US-Geschäft von Schweizer Banken den Todesstoss versetzen? Wie richten Sie sich darauf ein?

Mit der Einführung von FATCA werden die Reporting-Pflichten für die betroffenen Finanzinstitute komplexer. US-Konten gemäss Definition FATCA werden dann transparent an die USA gemeldet. Die Einhaltung der entsprechenden Richtlinien werden strikte geprüft, und einzelne Mitarbeiter werden sogar persönlich haftbar gemacht werden.

Klar ist, dass bis zur Einführung von FATCA ein sehr grosser Anpassungsprozess vollzogen werden muss und entsprechend eine grosse Bereinigung bei der Betreuung von US-Kunden notwendig sein wird. Für US-Kunden, deren Identifikation geheim bleiben soll, gibt es bei Finanzinstituten, die das Agreement unterschreiben werden, keinen Platz mehr.

Wie unterscheiden sich die Anforderungen an einen Vermögensverwalter, der SEC-registriert ist?

Die Regeln, wie ein SEC-registrierter Vermögensverwalter seine Geschäfte führt, sind sehr klar beschrieben. Aufbauorganisation und Arbeitsprozesse müssen strikt und detailliert gestaltet und dokumentiert werden.

Der Überwachung von Mitarbeitern und der Kontrolle von Arbeitsabläufen kommt eine sehr grosse Bedeutung zu. Letztlich ist dies mit einem grösseren administrativen Aufwand verbunden. Zugute kommt dies der Kundschaft, die von einem grossen Schutz vor Regelmissbräuchen profitiert.

Was sollten Finanzinstitute mit US-Geschäft jetzt tun?

Auf politische Lösungen zu warten, wäre ein schlechter Rat. Das proaktive Anpacken der eigenen Situation bezüglich US-Geschäfts mit dezidierten Ressourcen ist entscheidend. Dazu gehören eine saubere Risikoanalyse des rechtlichen und regulatorischen Umfeldes für dieses Marktsegment, eine detaillierte Analyse des Kundenportfolios, die Hinterfragung des aktuellen Geschäftsmodells sowie ein Abgleich mit den rechtlichen und regulatorischen Auflagen.
Schliesslich gehört auch die Entscheidung dazu, allfällige Divergenzen zu bereinigen, damit das neue Geschäftsmodell vollständig den rechtlichen Auflagen der USA entspricht. Entscheidend ist dann, mit der Implementierung des angepassten Geschäftsmodells zu beginnen. Die Einführung von FATCA im Jahr 2014 macht diese Arbeiten absolut zwingend.

Und was heisst das konkret fürs Geschäft?

Das kann bedeuten, dass man sich von Teilen oder sogar vom ganzen Geschäft trennen wird. Ein wichtiges Ziel von Bellecapital International ist es, Finanzinstitute sowohl während der Projektphase als auch bei der Umsetzung der Strategie zu unterstützen. Beispiele zeigen, dass durch die frühzeitige Einbindung eine sehr hohe Erfolgsquote erreicht werden kann: Viele Kunden bleiben.
http://www.finews.ch/news/finanzplatz/7603-michel-guignard-l…
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.670.944 von selectrix am 30.01.12 22:03:24Sarkozys Steuerplan drückt Frankreichs Banken

Frankfurt (Reuters) - Die Pläne von Präsident Nicolas Sarkozy zur Einführung einer Finanztransaktionssteuer haben die französischen Banken am Montag tief ins Minus gezogen.
Die Titel von Credit Agricole und Societe Generale verloren jeweils 6,8 Prozent. Die Aktien von BNP Paribas sackten um 7,3 Prozent ab, Natixis notierten 5,3 Prozent schwächer. Damit gehörten die Papiere zu den größten Verlierern im europäischen Branchenindex, der um 3,6 Prozent einknickte.

Zusätzlich machte den Aktien Händlern zufolge die unsichere Lage in den südeuropäischen Ländern zu schaffen, in denen die französischen Institute stark engagiert sind. Die Pläne Sarkozys kratzten nun am ohnehin schon angeschlagenen Vertrauen in Frankreichs Banken, sagte Michael Symonds von Daiwa CM. Bank of America Merrill Lynch nahm zudem die Bewertung von SocGen und BNP herunter und verwies auf Vorschläge des sozialistischen Präsidentschaftskandidaten Francois Hollande, der unter anderem eine höhere Bankensteuer ins Spiel gebracht hatte.
http://de.reuters.com/article/marketsNews/idDEBEE80T08I20120…
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.673.475 von selectrix am 31.01.12 13:17:30Schweiz/Italien

Die Rückkehr der Geldschmuggler?

Italiener bringen wieder vermehrt Kapital in die Schweiz. Während Tessiner Banken die Höhe der Beträge relativieren, sehen Finanzexperten darin einen Erfolg der Weissgeldstrategie. Bei der Mehrheit der Gelder handle es sich um deklarierte Vermögen.

Glaubt man dem Chef der italienischen Steuerbehörde "Agenzia delle Entrate", Attilio Befera, erfolgt zur Zeit eine Kapitalflucht in grossem Stil aus dem krisengeschüttelten Italien in die Schweiz. In einem Interview mit der Tageszeitung "La Repubblica" erklärte Befera diese Woche, dass man den Kampf gegen Steuerflüchtlinge verschärfen werde. Allein im Jahr 2011 seien 11 Milliarden Euro beschlagnahmt worden, die illegal aus dem Land geschafft werden sollten.
Die Beschlagnahmung von Geldern durch die Finanzpolizei an der Grenze sei um 50 Prozent gestiegen. "Und die Ausfuhr von Goldbarren in die Schweiz hat um 30 bis 40 Prozent zugenommen", so der oberste italienische Steuereintreiber.
Selbst alte Schmugglerpfade zwischen Italien und der Schweiz würden reaktiviert. Mehr noch: Die Schweizer Banken müssten Safes in Hotels anmieten, "um die abnorme Nachfrage von Seiten italienischer Kunden stillen zu können."
Solche Aussagen über eine massive Kapitalflucht aus Italien sind nicht ganz neu. Ende Dezember hatte "La Repubblica" bereits berichtet, dass einige Kapitalflüchtlinge selbst mit primitiven Methoden – Schmuggeln von Geld in Koffern oder unter der Kleidung – vorgingen, so wie es in den 70er- und 80er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts der Fall war. Auch das Wochenmagazin "L’Espresso" hatte eine entsprechende Recherche publiziert.

Nicht die ganz grossen Beträge
Auf dem Finanzplatz Tessin, dem klassischen Bestimmungsort italienischer Fluchtgelder, werden die Aussagen relativiert. "Ein gewisser Fluss hat eingesetzt, aber nicht in ganz grossem Stil", meint der Ökonom und Journalist Alfonso Tuor, der am Bankenzentrum in Lugano-Vezia Kurse zu aktuellen finanzpolitischen Entwicklungen abhält. Seiner Meinung nach handelt es sich um kleinere Beträge.
Credit Suisse wollte im Tessin auf Anfrage keine Details zu Kapitalflüssen bekannt geben. Alfredo Gysi, Verwaltungsratspräsident der BSI mit Sitz in Lugano und Präsident der Auslandsbanken in der Schweiz, räumte hingegen Anfang Januar in einem Zeitungsinterview eine gewisse Kapitalflucht von Italien in die Schweiz ein, "wenn auch nicht in Milliardenhöhe, wie zuweilen behauptet wird".
Bei der BSI habe es Kontoeröffnungen gegeben und bestehende Kunden hätten mittelgrosse Summen neu in die Schweiz gebracht. Es handele sich aber ausschliesslich um deklarierte Gelder.

"Deklarierte Gelder"
Diese Einschätzung teilt auch Wirtschaftsanwalt und Finanzexperte Paolo Bernasconi aus Lugano. Eine Reihe italienischer Kunden transferiere seit einigen Monaten offiziell ausgewiesene Guthaben ganz legal von Italien in die Schweiz.
Die Möglichkeit der Insolvenz einiger italienischer Banken führe neben der Schulden- und Eurokrise und einer Strategie zur Risikoverteilung zu diesem Schritt. Man vertraue in dieser Situation der Schweiz.
"Der Zufluss legaler Gelder zeigt, dass die Weissgeldstrategie zu funktionieren beginnt – das ist ein gutes Zeichen", so Bernasconi. Dies sei wichtiger als das Schmugglerphänomen, das es durchaus auch gebe.

Noch schlummert Schwarzgeld
In der Tat herrscht am Finanzplatz Tessin kein Interesse, erneut als Fluchtort für nicht-deklarierte Gelder aus Italien zu gelten. Italien hatte den Finanzplatz Schweiz im Allgemeinen und das Tessin im Besonderen wiederholt scharf kritisiert und im Rahmen des Kampfes gegen Steuerhinterziehung auch die Kontrollen an den Grenzen verschärft.
Die so genannten "Fisco-Velox", mit denen die Finanzpolizei systematisch Autos fotografierte, welche über die Grenze in die Schweiz fuhren, sorgten für einigen Unmut.
Es wird geschätzt, dass immer noch rund 150 bis 160 Milliarden Euro an italienischen Schwarzgeldern in der Schweiz liegen. Italien hat im letzten Jahrzehnt drei Steueramnestien durchgeführt, die es möglich machten, Schwarzgeld bei milden Sanktionen und Gewährung von Straffreizeit zu repatriieren.
Allerdings plant die neue Regierung unter Mario Monti, neue Steuern auf die Amnestie-Gelder zu erheben. Die letzte Amnestie von 2009/2010 erlaubte es übrigens, Gelder auf Schweizer Konten zu belassen, wenn sie über ein Treuhandbüro in Italien ordentlich gemeldet wurden.

Schmunzeln über Hotelsafes
Keinen Kommentar zu den neuesten Entwicklungen gibt es von der Schweizer Bankiervereinigung in Basel. "Wir verfügen nicht über die entsprechenden Zahlen", erklärt Sprecherin Rebeca Garcia mit Verweis auf die Einzelbanken.
Eher schmunzeln muss man indes in der Bankenbranche über die Geschichte von den in Hotels angemieteten Safes. In Lugano jedenfalls sieht man diese Story vor allem als Teil einer gewissen Einschüchterungsstrategie gegenüber italienischen Kunden
http://www.swissinfo.ch/ger/Wirtschaft/Finanzsektor_im_Umbru…