Trading-Regeln (rules for traders) auf einen Blick - 500 Beiträge pro Seite
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18.03.16 07:38:18
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09.09.14 15:44:24
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#1

Seit 2005 eröffne ich unter dem Pseudonym Bernecker1977 die börsentägliche Diskussion Tages-Trading-Chancen am... rund um Aktienindizes, Währungen, Rohstoffe und Blue Chips im Forum Daytrader.
Der Hintergrund hierfür ist eine Bereitstellung von Links, Informationen und Antworten auf die meistgestellten Fragen im (Day)trading. Zur Linksammlung gelangen Sie direkt hier. Bitte ergänzt diese, um auch zukünftigen Börsianern einen tollen Überblick zu ermöglichen.
Neben der "Vorbildung" sind natürlich Trading-Regeln extrem wichtig, an die es sich mit Disziplin zu halten gilt. Aus diesem Grund habe ich die legendären Trading-Regeln aus den 20 Golden Rules for Traders aufpoliert.
Gerne können wir darüber diskutieren, weitere Regeln und Erfahrungen einstreuen und so die Grundlagen für ein erfolgreiches Trading legen.
Vielen Dank und Gruß Bernecker1977 - Andreas Mueller
#2
Ich erlaube mir mal, Ergänzungen beizutragen.
zu Deinem Punkt 1 noch etwas allgemeiner:
Es kann interessant sein, sich mit wirtschaftlichen und finanzpolitischen Neuigkeiten, Fragestellungen und Zusammenhängen zu beschäftigen. Geht es aber darum, mit Trading Geld zu verdienen, dann streiche die Frage "Warum", also die Frage nach Hintergründen, gänzlich aus Deinem Börsen-Wortschatz. Sie bezieht sich stets auf bereits Geschehenes und damit auf die Vergangenheit und kann darüber hinaus allenfalls bruchstückhaft oder gar nur "scheinwahr" beantwortet werden.
Stattdessen wollen wir die Gegenwart analysieren. Deshalb ersetzen wir die Frage "Warum" durch die Frage "Wie". Wie ist die charttechnische Verfasstheit des Marktes zu beurteilen, ganz konkret, hier, jetzt. Nur das bringt uns einen Nutzen.
zu Deinem Punkt 10:
Erfolgreiches Trading speist sich nicht aus Wissen, sondern aus individueller Handlungsfähigkeit. Nützliches Know How ist im Trading nie theoretisch, es lässt sich nicht (akademisch) studieren, sondern ist immer anwendungsbezogen und damit konkret nutzbar.
Daher lasse alle Bücher liegen und untersuche Charts. Bringe Deine Intuition ein, entdecke, erspüre, erkenne. Finde Regelmäßigkeiten, stelle Regeln auf, handle, analysiere, korrigiere, sammle Erfahrung. Trade.
Neuer Punkt (21):
Verluste lassen sich nicht vermeiden. Sie sind unvermeidbar Teil des Tradinggeschäfts. Das macht aber nichts, denn Verluste lassen sich beherrschen, sie können minimiert werden. Seriöse, erfolgreiche Händler denken ihr Trading vom Verlust aus, vom Risiko, und ihre Lösung heißt Risikomanagement.
Halte Deine Verluste so klein wie möglich, indem Du sie innerhalb Deiner Tradingsstrategie sinnvoll für jeden einzelnen Trade planst und vordefinierst. Auf diese Weise kennst Du bereits im Voraus die Verlustperformance Deines Accounts für einen einzelnen Trade ebenso wie die Performance Deines Accounts für eine Serie von Verlusttrades.
Zu jeder Zeit sollte Dein Account über Wasser sein, auch wenn es sehr schlecht für Dich läuft. Darauf baut alles auf. Erst danach kannst Du an Gewinne denken.
#3
Ergänzung Punkt 16 - das "Gedächtnis" lässt sich sehr gut in Form von GAP's (Kurslücken) und deren Schließung nachvollziehen. Auch heute hatte der DAX zum Handelsstart eine Kurslücke und diese zur Mittagszeit wieder geschlossen.
Gruß Bernecker1977
#4

Klasse !
Punkte 21 ist imho mit Abstand der wichtigste Punkt von allen !
Wie Du schon schreibst, ohne dem geht langfristig, bezogen auf die Konstanz, gar nix.
Sicherlich nicht nur für Anfänger essentiell. Sollte man sich übers Bett hängen!

Greets
#5
ich versuche gerade, ein Demokonto zu Übungszwecken von 3000 auf so ca. 500 zu zerkleinern. Ich finde das gar nicht einfach, obwohl ich meinte, gegentrendig zu handeln. Aber es wird immer mehr
. Was ist falsch an meiner Denke.
Ich bin normalerweise ein Pechvogel, vertraue immer nur meiner
Ratio und habe mich schon oft gefragt, warum ich nicht auf
meinen Bauch gehört habe, es wäre mit Sicherheit - das weiß ich
in vielen Fällen - die bessere Entscheidung gewesen. Jetzt
entscheide ich rational, dass ich das Konto kleiner kriegen
will und es gelingt mir nicht.Deshalb, ich habe auch schon andere Demos relativ lange erfolgreich (auch) mit viel Beobachtung, Abwarten, und Bauchgefühl eher zu früh als zu spät Gewinne eingefahren. Deshalb finde ich das Beobachten von Chartkonstellationen verbunden mit Intuition so wichtig. Und ich habe ja jetzt nicht irgendwie beliebig geglickt, sondern einfach nur gegenteilig dessen, was ich als rational empfunden hätte. Also eher habe ich bisher die Gewinne mit langem Beobachten und dann nach Gefühl zuschlagen eingefahren. Immer nur Demo als Newbie.
Punkt 1 wiederum finde ich eher nicht so zutreffend; natürlich machen m. E. nach auch (wirtschafts)politische Ereignisse die Kurse und dienen manchmal doch eher dem Zweck, Insiderabsprachen dann zu realisieren, wenn irgendein Knallerereignis passiert. Ich denke schon, dass man angesichts dessen in bestimmten Phasen zurückhaltend sein sollte.
Womit ich mich schwer tue, ist wirklich, die Verluste in Kauf zu nehmen. Derzeit wären die Verluste, auf die ich bewusst gesetzt habe, meine Gewinne. Ich bin geneigt, sie einfach laufen zu lassen. Dabei müsste ich sie im umgekehrten Verfahren stoppen.
Mal schauen. Joooo, endlich, immerhin, sind aus + ca. 60 während des Schreibens bereits 113 Miese geworden. Ich versuche, auch beim Runtertraden etwas zu lernen.
Danke, Bernecker, für den Job, den du hier machst. Finde ich klasse, wie!
Grüße
hierrena
#6
Danke schon mal im Voraus!
#7
#8
In andere Marktteilnehmer hinein denken
Ein kleines Beispiel am Dow Jones von gestern. Der Chartverlauf:
Zu sehen ist ein klarer Abwärtstrend
Aber in diesem Trend, gibt es immer wieder Korrekturen, also auch Chancen auf Gewinne mit steigenden Kursen
Soweit ausreichend erläutert?
Gruß Bernecker1977
#9
Mich hatte die Aussage mit dem fehkenden Sell-Off irritiert. Ich dachte, das hätte irgendwie noch ne tiefere Bedeutung.
#10
#11
20 Regeln? Ist das nicht etwas viel? :)
1) Kenne was du kaufst (kaufe Unternehmen, keine Kurse)
2) Warte, denn Zeit ist der einzige Vorteil, den Kleinanleger vor den Börsenprofis wirklich haben.
Ich setze nie ein Stopp, weil ich mit den Jahren festgestellt habe, dass man gute Aktien nie wirklich billig bekommt und weil man bereits nach einigen Monaten den Einstiegskurs vergessen hat. So habe ich MO vor 4 Jahren für 11€ (glaube ich) gekauft und heute stehen sie bei etwas über 39€.
Ich halte nichts von breiter Streuung, denn das verstößt eklatant gegen meine Regel 1)
Ich halte nur 16 Titel, die ich alle kenne, d.h. ich habe mir die Historie angesehen, kenne die Bilanzen und lese mit alle SEC-filings durch (EDGAR, seekingalpha, Yahoo, 8k und 10k). Wenn man breit streut, dann kann man seine Investitionen zwangsläufig nicht kennen.
Ich verliebe mich in meine Titel, das hat den Vorzug, dass man seinen Unternehmen auch eine Chance geben kann, wenn es nicht mal so gut läuft.
Ich versuche nie irgend einen Index zu schlagen und ich versuche nicht mit Bollinger Bändern, Fibonacci-Zahlen oder Dingsbums-Wellen elaboriert die Zukunft vorherzusagen.
Es funktioniert, ich kann von meinen Dividendeneinkünften sehr gut leben und das schon seit Jahren.
Mein Depot?
GIS, GE, JNJ, MO, T, PG, MCD, BP, BHP, KO, CL, ED, VVC, Nestle, Reckitt Benckiser, CommBank of Australia.
Bis auf BP und BHP stehen alle Werte im Plus, weit im Plus (MO 171%, GE 67%, JNJ 72% etc)
BP und BHP halte ich, weil ich mir die Unternehmen angesehen habe und sie haben Potential. Außerdem zahlen beide eine exorbitante Dividende, die, da ich in England lebe, auch noch steuerfrei für mich sind.
Was also sollte ich mit diesen 20 Regeln anfangen?
Gruß
bloom
#12
#13
Klar,
Natürlich, wenn das Traden an sich die eigentliche Motivation des Investierens ist, dann könnte ich mit den 20 Regeln konform gehen, für mich jedoch ist der eigentliche Zweck des Investierens das Erlangen der eigenen Unabhängigkeit und da ist die Wahrscheinlichkeit dass das funktioniert, eben beim Investieren erheblich besser, als beim Spekulieren.
Ich habe beim Traden ziemlich Federn lassen müssen, bis ich feststellte, dass es den Aufwand nicht lohnt. Und dann, ich habe erkennen müssen, dass mir für's Traden einfach die Kenntnisse und Hintergrundinformationen fehlen. Und aus eigenen Erkenntnissen sollte man eben lernen, denke ich.
Aber dann..., jeder wie er mag.
Saluti
bloom
bloom
#14
Ich denke aber trotzdem, dass Berneckers Regeln Sinn machen. denn die meisten, die an der Börse anfangen, investieren nicht, sondern spekulieren. Lese ich aus deinen Worten, dass es bei dir ähnlich war? Da ist es schon ganz sinnvoll, nicht gänzlich unbedarft in dieses Haifischbecken einzutauchen.
Letztendlich muss aber jeder seine eigenen Erfahrungen machen und auch Berneckers Regeln können nur eine grobe Orientierung sein. Es ist unbedingt notwendig, an der Börse einige Male auf die Nase zu fallen um zu erkennen, was geht und was nicht.
#15
Auf die Nase gefallen ...,
Das Problem war nur, ich glaubte damals das ich zu den smartesten Investoren gehörte, die damals herum liefen, dabei hatte ich einfach nur Glück.
Ich kaufte dann VW-Optionsscheine, Dollaroptionen und anderen Krempel und alles ging in die Hose. Dann wurde ich demütig und fragte meine Bank. Die gab mir auch Ratschläge, aber die waren alle auch nichts wert. So kaufte ich damals Signalbau Huber, Herlitz Stämme und was weiß ich noch alles, aber alles lief unter der Kategorie "Auf die Nase gefallen".
Ist eine lange Geschichte. Kannst sie nachlesen in meinem Buch "Finanzberatung? Nein Danke!"
Dort habe ich meine Strategie genau erläutert.
Saluti
bloom
#16
Wichtig ist, dass man dann trotzdem dabei bleibt und sich nicht von der Börse abwendet.
Dass du demütig gworden bist, würde ich jetzt nicht sagen. Eher unsicher. Die Sicherheit, die du nicht hattest, sollte dir dann dein Bankberater geben. Nur Banken geben keine Sicherheiten. Die wollen Geschäfte machen. Das sollen sie auch.
Wärst du demütig gewesen, hättest du dich hingesetzt und nach dem Fehler in deinem System gesucht. Wenn ich dich hier richtig lese, war das erst der Fall, nachdem du auch mit deinen Bankberatern auf die Nase gefallen bist.
Man kommt an der Börse einfach nicht daran vorbei, sich eine eigene Strategie zu überlegen, und diese ständig auf Fehler zu analysieren.
#17
Zitat von Abpraller: Erst mal Dankeschön für die Eröffnung dieses Threads. Bin mal gespannt, ob ein paar Goldene Regeln genauer erklärt werden. Mich würde zum Beispiel mal interessieren, wie die Nr. 4 zu verstehen ist, und wie man sie praktisch umsetzen kann. Die habe ich irgendwie noch nicht kapiert.
Danke schon mal im Voraus!
nabend zusammen!
aufgrund der sinnigkeit der goldenen regeln ist mir der gedanke gekommen zu jeder dieser einzelnen regeln des noch besseren verständnisses wegen, diese mit einem chart(wenn möglich), und oder bildchen oder text zu erstellen, um das optimum aus diesen regeln raus zu holen. Ein gutes beispiel dafür ist die erläuterung zu regel 4 die hier erstellt wurde.
Jeder der meint er hätte es drauf......den bitte ich drum

warum ich nicht??....hmh.....ich habs nicht drauf....

danke euch!!
#18
Bedeutung Regel Nr. 5
Kannst du bitte Regel Nr. 8 bitte definieren.
Benutzt man nicht die Durchschnitte als Widerstände oder Unterstützer?
Danke im Voraus
#19
Eingezeichnet ist der gleitende Durchschnitt die 38Tage-Linie. Wie du siehst hat der DAX diesen Durchschnitt von November bis zum Januar immer wieder leicht unterschritten, ist jedoch nie wesentlich tiefer gesunken als eben unter jene 38er. Man bezeichnet das auch als "antesten". Der Markt prüft, ob es möglich ist, eine Unterstützung bzw. Widerstand zu brechen.
Dies hielt an bis Ende April. In dieser Zeit war die 38er also eine Unterstützung. Dann rutschte der DAX unter besagte 38er. Im Mai und im Juni hat der Dax versucht, diese zu überwinden, was aber nicht gelang. Nun ist die 38er zu einem Widerstand geworden.
Vor einigen Tagen nun stieg der Dax wieder deutlicher über seine 38er und das hält bis zum Moment auch an. Ob die 38er nun wieder eine Unterstützung wird, muss sich zeigen. Dafür müsste der Dax entweder stark weiterlaufen oder aber nochmal etwas sinken um mindestens nochmal in die Nähe der 38er zu kommen, darf sie dabei aber nicht wesentlich unterschreiten.
#20
Aber dann verstehe ich den Sinne der Regel 5 nicht.
Dann an welchen gleitenden Durchschnitt darf ich kaufen bzw. verkaufen?
#21
Allgemeine Gültgkeit hat die 200Tage-Linie, weil entlang der die großen Trends laufen, die manchmal über Jahre gehen. Ist aber eben nichts für eine kurzfritige Spekulation.
Ansonsten wäre es gut, warum, oder was Bernecker meint, wenn er sagt, dass man keinen gleitenden Durchschnitt handeln soll.
#22
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