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Anleihen der Photon Power AG - Geld der Anleger in Gefahr? - 500 Beiträge pro Seite


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Hallo allerseits,

ich habe als Anleger bei der Photon Power AG grade eine Mail erhalten, die behauptet, dass die Photon Power AG im Rahmen des Insolvenzverfahrens der Holding auf illegale Weise von einem Trio übernommen werden solle, bestehend aus:
* dem Insolvenzverwalter RA Andreas Schmitz,
* einem neuen Aufsichtsrat namens Eric Schell, der Teile aus der Konkursmasse gekauft habe,
* und einem Herrn Pohl, der in die Machenschaften um die Solar Millenium verwickelt gewesen wäre.

Die genannten Personen hätten die alten handelnden Personen rausgeworfen und seinen dabei, bei der Photon Power AG über künstlich erhöhte Kosten eine Insolvenz zu produzieren, um sich die gebauten Solaranlagen dann unter dan Nagel zu reißen.

Als Ansprechpartner für eine rechtliche Vertretung für die Anleihezeichner wird genannt:
Kanzlei Maslaton aus Leipzig, www.maslaton.de, Ansprechpartner Rechtsanwalt Christian Frohberg.

Weiß jemand mehr?

Nachdem es da wohl inzwischen einen Kleinkrieg gibt, könnte es sich ggf auch anbieten, für eine rechtliche Vertretung die Interessen schnell bei einem kompetenten dritten Anwalt zu bündeln, der nicht aus dem Photon Umfeld stammt, aber trotzdem den neuen handelnden Personen auf die Finger klopft.

Meinungen? Weiß jemand mehr?

tfv
Antwort auf Beitrag Nr.: 51.036.738 von tfv am 08.11.15 20:43:40Ich habe dieselbe Email erhalten und lese mich, alarmiert davon, gerade ein.
Tatsächlich scheinen da schon seit mehreren Jahren einige Akteure gegeneinander anzutreten. Unter http://photonwatch.blogspot.de/ gibt es einige Informationen von Photon-Kritikern. Unter anderem scheint die Photon Power AG einen 6-stelligen Betrag (es wurden 340.000, an anderer Stelle auch 454.000 € genannt) an die inzwischen insolvente Photon Europe GmbH verliehen zu haben.

Die Idee, dass sich schädigungsgefährdete Anleger der Photon Power AG zusammentun und Ihre Interessen über einen kompetenten Rechtsanwalt vertreten lassen, ist mehr als überlegenswert. Wie lässt sich das organisieren, wer kann ausfindig machen, welche Anleger hier bereit wären, mitzumachen?

raq
Antwort auf Beitrag Nr.: 51.036.738 von tfv am 08.11.15 20:43:40Auch ich habe diese Mail von Frau Kreutzmann erhalten (wie wohl alle Anteilseigner).

Die von raq zitierte Seite verfolge ich schon länger. Zum Thema Photon Power gibt es aber seit Mitte 2013 dort keine neuen Informationen. Ich denke, das wird sich bald ändern.

Die von Frau Kreutzmann in Ihrer Mail genannte Kanzlei Maslaton wäre, soweit man das aus Beiträgen im Internet beurteilen kann, durchaus eine kompetente Adresse. Ich finde es aber sinnvoller, die Argumente beider Seiten zu hören und erst dann die notwendigen Schritte zu unternehmen.

Die Idee mit dem dritten, unabhängigen Rechtsvertreter ist daher wohl die klügste. Wichtig ist es, die Interessen möglichst vieler Anteilseigner dort zu bündeln, damit am Ende nicht die Anteilseigner von unterschiedlichen Kanzleien vertreten und womöglich gegeneinander handeln.

Ich bin dabei.
Antwort auf Beitrag Nr.: 51.037.734 von berndb1 am 09.11.15 07:36:26Kleines Update von heute: Kanzlei Maslaton wollte das Mandat nicht, empfohlen wird von Frau Kreutzmann nun:

Dr.Wiesmann@vbr.de
www.vbr.de
Tel.: 0241 47086-18
Fax: 0241 4098481
Antwort auf Beitrag Nr.: 51.045.843 von tfv am 09.11.15 20:32:22Und noch ein Update:

Hab mir mal grade die letzte Bilanz der Photon Power AG angeguckt (unternehmensregister.de, die Bilanz für 2013), hier wird der satte Betrag von gut 4 Mio EUR aus Forderung in 2013 wertlos ausgebucht. Bin fast aus den Latschen gekippt.

Meine Vermutung: Es wurde massiv Geld an Dritte (die Photon Holding) verliehen ohne entsprechende Sicherheiten. Da bin ich aber mal gespannt auf die Erläuterungen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 51.046.413 von tfv am 09.11.15 21:35:51Hallo,

Das mit den 4 Mio € finde ich ja sehr bedenklich. Weiß jemand, was es damit auf sich hat?

MfG
m
Antwort auf Beitrag Nr.: 51.065.412 von metatier am 11.11.15 18:47:24Hallo zusammen,
ich nehme heute mit Herrn Dr. Wiesmann per Mail Kontakt auf.
Die Antwort werde ich, sobald da, hier inhaltlich mitteilen.

War inzwischen jemand bei einem 3. Anwalt und kann dessen Einschätzung mitteilen?

Grüße
Harald
Antwort auf Beitrag Nr.: 51.066.441 von HaraldSchon am 11.11.15 20:42:44
Bedenken, wer die Verantwortlichen sind
Möchten Sie wirklich einen Anwalt beauftragen, der von Photon selbst empfohlen wird?
Wer hat die Insolvenz der Photon Holding verursacht? Geschäftsführer waren genau die Personen, welche nun Ratschläge erteilen, an welchen Anwalt man sich wenden möge.
Vertritt dieser Anwalt auch die Gesellschaft selbst oder arbeitet er irgendwie für Photon - das wäre zu prüfen? Wer einerseits die Interessen der Gesellschaft vertritt, kann nur schwer gleichzeitig die Interessen der Anleger vertreten. Oder sehe ich das falsch?
Könnte es hier nicht Interessenkonflikte geben?
Lesen Sie auf http://photonwatch.blogspot.de/ einmal die Geschichten rund um Photon. Oder Berichte namhafter Medien über Photon:
http://www.aachener-zeitung.de/lokales/aachen/aachener-photon-gruppe-staatsanwaltschaft-ermittelt-1.852017
http://www1.wdr.de/studio/aachen/nrwinfos/nachrichten/studios92820.html

Ich empfehle: suchen Sie sich einen Anwalt, der noch nie etwas mit Photon geschäftlich zu tun hatte und auf Anlegerschutz spezialisiert ist, z.B. über Anwaltssuchmaschinen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 51.067.353 von kde am 11.11.15 23:02:46Hallo,
der Herr Anwalt Wiesmann hätte gerne pauschal 200€ brutto um beim Gericht nachzufragen. Dazu hat er eine sehr kurze Frist gesetzt. Das finde ich weniger seriös.

Grüße
Harald
Antwort auf Beitrag Nr.: 51.036.738 von tfv am 08.11.15 20:43:40
Anleihen der Photon Power Ag in Gefahr
Laut der "Insolvenzbekanntmachungen" Site ist jetzt das Insolvenzverfahren gegen die Photon Power AG eröffnet worden, Näheres kann man dort erfahren. Das Letzte, was wir von Anette Kretzschmann erfahren haben, war der 4. Rundbrief an die Anleger, wo sie einen Investor von 400 000 Euro suchte, der zum Wert von 10% der Forderung von 4 Millionen die Forderung der Power AG an die Holding aufkauft. Wenn ich das richtig verstehe, gibt sie damit zu, dass die Power AG 4 Millionen in der insolventen Holding versenkt hat und das direkt abgeschrieben hat, indem sie nie die Rückzahlung erwartet hat. Hat jemand eine Idee, was die geprellten Anleger jetzt machen können, wie wir uns eventuell zusammentun und austauschen können?
Photon Power AG insolvent
Hier gibt es die Information über die Insolvenz der Photon Power AG:

www.insolvenzbekanntmachungen.de/cgi-bin/bl_suche.pl

Das steht da:

Amtsgericht Aachen, Aktenzeichen: 92 IN 299/15

In dem Insolvenzeröffnungsverfahren über das Vermögen

der im Handelsregister des Amtsgerichts Aachen unter HRB 16441 eingetragenen PHOTON Power AG, Avantisallee 80, 52072 Aachen, gesetzlich vertreten durch den Vorstand Michael Pohl, Avantisallee 80, 52072 Aachen und Ralf Heuser, Avantisallee 80, 52072 Aachen



Geschäftszweig: Erzeugung von Elektrizität durch regenerative Ressourcen u.a.



ist am 22.12.2015, um 13:17 Uhr angeordnet worden (§§ 21, 22 InsO):

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wird Rechtsanwalt Dr. Claus-Peter Kruth, Theaterstr. 30-32, 52062 Aachen bestellt.

Verfügungen der Schuldnerin über Gegenstände ihres Vermögens sind nur noch mit Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters wirksam (§ 21 Abs. 2 Nr. 2 InsO).

Den Schuldnern der Schuldnerin (Drittschuldnern) wird verboten, an die Schuldnerin zu zahlen. Der vorläufige Insolvenzverwalter wird ermächtigt, Bankguthaben und sonstige Forderungen der Schuldnerin einzuziehen sowie eingehende Gelder entgegenzunehmen. Die Drittschuldner werden aufgefordert, nur noch unter Beachtung dieser Anordnung zu leisten (§ 23 Abs. 1 Satz 3 InsO).

Maßnahmen der Zwangsvollstreckung einschließlich der Vollziehung eines Arrests oder einer einstweiligen Verfügung gegen die Schuldnerin werden untersagt, soweit nicht unbewegliche Gegenstände betroffen sind; bereits begonnene Maßnahmen werden einstweilen eingestellt (§ 21 Abs. 2 Nr. 3 InsO).

92 IN 299/15
Amtsgericht Aachen, 22.12.2015
Antwort auf Beitrag Nr.: 51.036.738 von tfv am 08.11.15 20:43:40
Insolvenzverfahren Photon Power AG eröffnet
Hier kann man die Information über das Insolvenzverfahren der hoton Power AG erhalten:

https://www.insolvenzbekanntmachungen.de/cgi-bin/bl_suche.pl

Das steht da heute:

Amtsgericht Aachen, Aktenzeichen: 92 IN 299/15

In dem Insolvenzeröffnungsverfahren über das Vermögen



der im Handelsregister des Amtsgerichts Aachen unter HRB 16441 eingetragenen PHOTON Power AG, Avantisallee 80, 52072 Aachen, gesetzlich vertreten durch den Vorstand Michael Pohl, Avantisallee 80, 52072 Aachen und Ralf Heuser, Avantisallee 80, 52072 Aachen



Geschäftszweig: Erzeugung von Elektrizität durch regenerative Ressourcen u.a.



ist am 22.12.2015, um 13:17 Uhr angeordnet worden (§§ 21, 22 InsO):

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wird Rechtsanwalt Dr. Claus-Peter Kruth, Theaterstr. 30-32, 52062 Aachen bestellt.

Verfügungen der Schuldnerin über Gegenstände ihres Vermögens sind nur noch mit Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters wirksam (§ 21 Abs. 2 Nr. 2 InsO).

Den Schuldnern der Schuldnerin (Drittschuldnern) wird verboten, an die Schuldnerin zu zahlen. Der vorläufige Insolvenzverwalter wird ermächtigt, Bankguthaben und sonstige Forderungen der Schuldnerin einzuziehen sowie eingehende Gelder entgegenzunehmen. Die Drittschuldner werden aufgefordert, nur noch unter Beachtung dieser Anordnung zu leisten (§ 23 Abs. 1 Satz 3 InsO).

Maßnahmen der Zwangsvollstreckung einschließlich der Vollziehung eines Arrests oder einer einstweiligen Verfügung gegen die Schuldnerin werden untersagt, soweit nicht unbewegliche Gegenstände betroffen sind; bereits begonnene Maßnahmen werden einstweilen eingestellt (§ 21 Abs. 2 Nr. 3 InsO).

92 IN 299/15
Amtsgericht Aachen, 22.12.2015
Ich bin selbst kein Anleger der Photon Power AG, würde aber zu Folgendem raten:

1. Fragen Sie sich, warum Frau Kreutzmann Rundbriefe schreibt und nicht der Vorstand der Photon Power AG? Hat Frau Kreutzmann überhaupt eine Funktion bei der Photon Power AG (Vorstand? Aufsichtsrat?). Falls sein, sollten Sie sich fragen, welche Motive Frau Kreutzmann hat. Daher würde ich dringend empfehlen, den Vorstand der Photon Power AG, Herrn Ralf Heuser, zu kontaktieren und diesen zu fragen (möglichst schriftlich), wie es zu der Lage kommen konnte und was er von den Vorschlägen von Frau Kreutzmann hält. Ebenso können Sie dies den zweiten Vorstand der Photon Power AG fragen. Auch eine Kontaktaufnahme mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter ist sinnvoll. Sammeln Sie einige Stellungnahmen, um sich ein abschließendes Bild zu verschaffen. Verlassen Sie sich keinesfalls nur auf eine Sicht der Dinge. Diese Sicht kann von Eigeninteressen geprägt sein. Falls Sie selbst diese Fragen nicht stellen wollen, wenden Sie sich telefonisch oder per Email z.B. an die Aachener Zeitung, die Aachener Nachrichten oder Lokalzeit Aachen des WDR und schildern Sie dort die Situation. Ich denke, da auch Aachener Geldanleger betroffen sein könnten, würden diese das Thema dann sauber recherchieren und Sie lesen bzw. sehen dann Hintergründe in den Medien. Dadurch könnten Sie wichtige Informationen erlangen. Klar ist aber auch, dass Medien nur dann tätig werden, wenn man als Betroffener auf sie zugeht. Sie selbst können, wenn Sie dies den Medien sagen, in der Berichterstattung in aller Regel anonym bleiben. Das kann man mit den Medien besprechen.

2. Kürzlich wurde eine neue Gesellschaft gegründet mit 25.000 Euro Startkapital. Geschäftsführerin Annegret Kreutzmann: http://peoplecheck.de/handelsregister/BR-HRB_28271_P-120942
Warum wurde dieses Geld zur Gründung einer neuen Gesellschaft verwendet und nicht zur Rückzahlung der Schulden der Photon Power AG?

3. Sofern Geld der Photon Power AG an andere Gesellschaften der Photon-Gruppe gezahlt wurde: stand diese Möglichkeit im Anlegerprospekt? Hat der damalige Aufsichtsrat der Photon Power AG hier seine Pflichten erfüllt? Ich würde Ihnen dringend empfehlen, dies durch einen Anwalt prüfen zu lassen und Ihren Anwalt zu fragen, ob es sinnvoll sein kann, hier rechtlich vorzugehen. Evtl. kommt ja eine Haftung der damals tätigen Organe in Betracht. Dies ist aber hier nur eine Mutmaßung und heißt noch nicht, dass die damals tätigen sich irgend etwas zu Schulden haben kommen lassen. Aber es wäre zu prüfen.

Insgesamt gilt in solchen Fällen: je mehr Öffentlichkeit Sie schaffen, desto mehr wird recherchiert, desto mehr Hintergründe kommen ans Licht. Selbst alleine werden Sie es nur schwer schaffen, diese Infos zu recherchieren. Daher: Medien kontaktieren. Neben den Lokalmedien könnten auch z.B. Wirtschaftswoche, Süddeutsche oder FAZ an solchen Themen Interesse haben. Oder das Medienmagazin ZAPP - schließlich ist ja indirekt eine Zeitschrift irgendwie beteiligt. Diese berichten immer mal wieder solche Themen. Wichtig dabei: Sie müssen wahrscheinlich mehrere Medien anrufen, bis einer berichtet. Ich wünsche Ihnen hierbei viel Geduld und auch Erfolg. Gut möglich, dass wir bald noch manches erfahren, was bislang nicht bekannt war - und was Ihnen als Anleger nutzt, um Ihre Ansprüche durchzusetzen. Die Alternative ist, dass das Thema versandet, Gelder halt einfach verloren gehen und sich niemand darum kümmert, zu recherchieren. Denken Sie an den Fall Prokon: wahrscheinlich nur, weil die Medien viel recherchiert und berichtet haben, kam Vieles ans Licht.
Ich war schon Anleihezeichner bei Prokon. Leider bin ich schon wieder reingefallen. Es ist unglaublich wie unfähige Geschäftsführungen mit fremdem Geld , das zu treuen Händen gegeben wurde, umgehen.
Ich bin im Umgang mit den Medien nicht geübt. Ich würde gerne erfahren wie das gelaufen ist.
Wie stellt man es an , die verantwortungslosen Typen, die das angerichtet haben zu finden?

Ich habe dort Geld investiert im guten Glauben, das wenn die Anlagen laufen, keine Gefahr besteht Geld zu verlieren, da die Zahlungen aus der EEG - Umlage sicher sind.
Eine Versamlung aller interressierten Anleihezeichner wäre für mich ein erster Schritt.
Wer auch so denkt, sollte sich hier oder beim SDK äußern, um eventuell mit vereinter Kraft und dem Insolvenzverwalter einen Plan zu erarbeiten, der weniger Geld vernichtet.

Die Infos der Frau Annegret Kreutzmann über das Trio Schmitz, Pohl und Schell lassen nichts Gutes vermuten. Verursacher der jetzigen Situation sind allerdings die, die die Zeitschrift über ihr Ableben hinaus mit dem Geld der Photon Power AG finanziert haben.

Also wer glaubt ein Treffen von Anleihezeichner ist eine gute Idee, sollte sich hier oder beim SDK melden. Bei genügend großem Interesse sind vielleicht die Medien zu wecken und zu bewegen sich einzuschalten. Es müßten doch wohl mindestens über 500 Anleihezeichner sein, deren Geld da in GEFAHR ist.
Photon Power - spannend wie ein Krimi?
Da mittlerweile unter anderem auch einige Rechtsanwaltsbüros auf die Angelegenheit aufmerksam geworden sind und sie offensichtlich verfolgen und kommentieren, hier ein paar Hintergrundinfos; auch für sonstige Interessierte und Presseleute etc.:

Zum einen der tolle Flyer, der zeigt, was die Anleger eigentlich wollten:
http://www.photon.info/upload/flyer_photon_power_12_2010_651.pdf

Sowie dasselbe kurz in Englisch:
http://www.photon.info/photon_pp_start_en.photon?ActiveID=5931

Dies sind die Informationen, die wir bislang so erhielten darüber, was mit dem von uns gegebenen Geld geschah:
www.photon.info/photon_pp_start.photon

Die Anleihen konnten nur von Abonnenten der Zeitschrift "Photon" gezeichnet werden. Diese ist laut Wikipedia 1996 gegründet worden. Herausgeber war Philippe Welter und Chefredakteurin Anne(gret) Kreutzmann. Später wurde aus der Zeitschrift eine ganze Anzahl Firmen, Photon Laboratory, Photon Europe, Photon Consulting,
Photon Holding etc. Z.B.:
http://www.photon.info/photon_site_consulting_en.photon?ActiveID=1116
http://www.photon.info/photon_laboratory_en.photon?ActiveID=1117
Wobei ich, ehrlich gesagt, den Überblick etwas verliere über die jeweiligen Geschäftsformen und Gruppen und wie sie zueinander stehen, GmbHs, AGs, Tochter- und Muttergesellschaften mit im Wesentlichen denselben Hauptakteuren.

Und dann 2011 halt die Photon Power AG.

In den letzten Jahren sind die ganzen Firmen dann mehr oder weniger schnell pleite geworden. Das muss ziemlich dreckig abgelaufen sein, wie man aus den Beiträgen der Site PhotonWatchBlog ersieht:
http://photonwatch.blogspot.de/
Da scheinen einige Menschen sehr verbittert zu sein und erzählen böse Geschichten; wie wahr sie im Einzelnen sind, kann ich nicht beurteilen.

Zur Person von Annegret bzw. Anne Kreutzmann lässt sich leicht googlen. Sie soll Bio und Physik studiert haben, war mal bei Greenpeace und hat die Zeitschrift "Photon" gegründet, dafür den Umweltmedienpreis 2007 in der Kategorie Printmedien bekommen:

http://www.duh.de/ump_2007.html

2011 wurden dann die ersten schönen Solarfelder der Power AG eingeweiht und, ebenso wie das eindrucksvolle Labor, in einer großen Veranstaltung den Zeichnern der Anleihe gezeigt und erklärt:
http://www.photon.info/photon_pp_Die_Anlagen.photon

Sie haben dann ja auch Super-Erträge geliefert:
http://www.photon.info/photon_pp_Ertraege.photon?ActiveID=2068

http://www.photon.info/photon_pp_start.photon?ActiveID=5222

Allerdings fällt auf, dass viele Einträge auf der Photon Power AG Info Site mehr oder weniger früh abbrechen und nicht weiter aktualisiert worden sind.

Dennoch kam für uns die mail von Anne Kreutzmann am 8.11.2015 völlig überraschend. Darin schreibt sie u.a.:


"Wie sie vermutlich wissen, ist die PHOTON-Gruppe im Zuge der Solarkrise durch eine schwere Zeit gegangen. Viele Mitarbeiter mussten entlassen werden, einige Tochtergesellschaften sind in die Insolvenz gegangen. Trotzdem ist es uns gelungen, die wichtigsten Strukturen zu erhalten und mit Auffanggesellschaften die Geschäfte fortzuführen. Bei der PHOTON Power AG waren derartige Maßnahmen aber nicht erforderlich. Wie Sie selbst wissen, sind Berichte und Unterlagen nie beanstandet worden, alle Zahlungen an die Anteilseigner wurden pünktlich geleistet.

Ich kann deshalb keinen vernünftigen Grund dafür erkennen, dass Mitte Oktober der Insolvenzverwalter der Muttergesellschaft PHOTON Holding GmbH, Rechtsanwalt Andreas Schmitz aus Aachen, bei der PHOTON Power AG einen neuen Aufsichtsrat und einen neuen Vorstandsvorsitzenden installierte. Mehr noch: Die Art und Weise des Vorgehens ist alarmierend. Der bisherige Vorstandsvorsitzende Ralf Heuser wurde zum nicht eigenentscheidungsbefugten Nebenvorstand degradiert, Philippe Welter wurde als Aufsichtsratsvorsitzender und ich selbst als Aufsichtsrat abgesetzt. ...

Trotzdem kann der neue Vorstand mit Rückendeckung des neuen Aufsichtrats jetzt Fakten schaffen. Wir befürchten, dass ebendies auch der eigentliche Grund für das Vorgehen ist und dass hieraus erhebliche negative Konsequenzen für die Anleihezeichner entstehen können."

Sie fordert dann die Anleihezeichner/Anzeilseigner auf, sich anwaltlich zu angagieren, dass ihre Interessen gewahrt werden.

Darauf entstand dann der vorliegende Diskussionsstrang hier in der Wallstreet Online.

Die wichtigste Information dabei war m.E. der Hinweis, dass aus dem Unternehmensregister

https://www.unternehmensregister.de/ureg/result.html;jsessionid=A86C7AB11C739019889AEAE5D97222BA.web01-1

ersichtlich ist, dass zwischen 31.12.2012 und 31.12.2013 ein "nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag" von fast 4 1/2 Millionen Euro entstanden ist.

Wir haben dann, wie andere in diesem Diskussionsforum, gerätselt, was das zu bedeuten hat. Es ist bislang nur eine Vermutung, dass diese 4 1/2 Millionen dieselben sind, von denen Anne Kreutzmann in ihrer mail vom 19.12.2015 spricht:

"Die PHOTON Power AG selbst hat eine Forderung von rund 4 Millionen Euro gegen die Holding, ist also selbst Gläubiger. Altvorstand Heuser hatte diese Forderung nicht zur Tabelle angemeldet, weil ohnehin keine Aussicht bestand, von der insolventen Holding hiervon irgendeinen spürbaren Betrag zurück zu erhalten. Die Forderung wurde jetzt aber vor wenigen Tagen von dem neuen Vorstand auf bestreben des Insolvenzverwalter Schmitz angemeldet und muss jetzt von mir berücksichtigt werden. Damit dies die Beendigung des Verfahrens nach Paragraph 213 (Einigung mit allen Gläubigern) nicht kaputt macht, habe ich folgenden Vorschlag: Es findet sich ein Käufer für diese Forderung, der bereit ist, mindestens 10 Prozent des Nennwertes zu zahlen. Das ist jetzt nicht so absurd, wie es sich auf den ersten Blick anhören mag. Die Forderung steht derzeit in den Büchern der PHOTON Power AG mit Null Euro -
weil in
einem normalen Insolvenzverfahren kaum eine nennenswerte Befriedigung des Forderung zu erwarten wäre. Wenn die Holding aus der Insolvenz kommt, wäre die Forderung sofort wieder werthaltig. Es ist zwar unklar, ob, wann und in welcher Höhe diese Forderung beglichen wird, aber bei einer nicht insolventen Holding sind mit Sicherheit Zahlungen zu erwarten. ...

Also noch mal: Wer bereit ist, diese Forderung ganz oder teilweise zu zehn Prozent des Nennwertes zu kaufen, also für rund 400.000 Euro, melde sich bitte umgehend bei mir. Der Kaufvertrag würde erst nach Beendigung der Holding-Insolvenz in Kraft treten und wäre nichtig, wenn die Insolvenz nicht beendet wird. ..."

Außerdem ersieht man dem Anhang zur Bilanz 2013 im Unternehmensregister, dass es gut 7,7 Millionen in Anleihen gibt, und dazu noch gut 5,4 Millionen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Da sind 4,49 Millionen, die man mal einfach so der Holding schenkt, kein vernachlässigbarer Pappenstil.

Was ist da geschehen ist und wer ist dafür verantwortlich?

Ich halte "Photonopfer"s Idee, über diese Site in Kontakt zu bleiben, für gut. Und falls sich wer von der Presse dafür interessiert, etwas Licht in die Angelegenheit zu bringen, wäre es mir auch sehr recht, ebenso wie Erläuterungen, was jetzt sinnvoll zu tun ist. Erst mal abwarten?
Antwort auf Beitrag Nr.: 51.390.762 von KleinNemo am 31.12.15 04:53:41Vielen Dank für die Zusammenfassung. Ich bin auch Anteilseigner

Erst mal einen guten Rutsch und weiter viel Sonne
ich bin ebenfalls als Anleger der Photon Power betroffen, und habe mittlerweile per Post ein Schreiben der Rechtsanwaltskanzlei Andres&Partner erhalten, in welchem der vorläufige Insolvenzverwalter über das Insolvenzeröffnungsverfahren der Photon Power informiert.
Ich nehme an, dieses Schreiben haben alle Anleihe-Eigner erhalten?

Ich halte es ebenfalls für sehr sinnvoll, wenn eine Plattform zum Austausch zwischen interessierten Betroffenen und zur gegenseitigen Abstimmung nutzbar wäre.
Liebe PHOTON-Foristen,

in der PHOTON-Thematik darf ich auf unseren Beitrag aufmerksam machen.

http://www.muellerseidelvos.de/photon-power-ag-anleiheemittent-im-vorlaeufigen-insolvenzverfahren/

Ich beabsichtige mich hier zu engangieren und würde mich über einen Austausch freuen. Beispielsweise könnte eine gemeinsame Telefonkonferenz zum Ende der 1. KW 2016 sinnvoll sein. Dies würde seitens unserer Kanzlei koodiniert werden. Soweit hieran Interesse besteht, können Anleger mir eine E-Mail an vos (at) muellerseidelvos.de senden.

Beste Grüße
Daniel Vos
Photon Power AG
Schön, das sich hier Betroffene und Interessierte zum Thema " vorläufiges Insolvenzverfahren der Photon Power AG " finden und äußern.

In meiner Vorstellung müßten allerdings wesentlich mehr Anleihezeichner mit einem Beitrag hier zugegen sein, wenn 4,5 Millionen Euro laut Bilanz schon ausgebucht sind.

Eine Bündelung der Interessen auch gegenüber dem Insolvenzverwalter scheint mir alternativlos.
Ich bin grundsätzlich bereit mir durch eine unabhängige Kanzlei helfen zulassen.

Allerdings frage ich mich:

Was zeichnet Müller, Seidel und Vos aus, um genau hier tätig zu werden?
Ist es richtig jetzt oder nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens eine Kanzlei zu beauftragen?
Sollte jeder einzelne oder eine Gruppe jemanden beauftragen?
Was kann eine Kanzlei wirklich durchsetzen?
Was darf die Hilfe kosten?


Ich wäre dankbar für weitere Anregungen.


Schon mal Besten Dank.
Hier ein paar persönliche Worte zu den Anleihen, sowie anschließend einige Fragen, die eventuell relevant für rechtliches Engagement sein könnten:

Wie vermutlich auch andere Anleihezeichner, haben wir die Anleihen nicht nur unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten gezeichnet. Außerdem waren unsere Rendite- und Sicherheitserwartungen anders als bei vergelichbaren finanziellen Produkten.

Die Anleihen konnten nur von Abonennten der "Photon" gezeichnet werden. Wir wir, waren also vermutlich auch andere Zeichner begeisterte Befürworter der Solarenergie, als Alternative zur Abhängigkeit von politisch und menschenrechtlich fragwürdigen Regimes, die wir mit unserern Erdölimporten stützen, gefährlicher Atomenergie und klimaverändernder Kohleverbrennung. Auf uns traf genau zu, was in dem Prospekt für die Zeichner stand: wir hatten mittlerweile eine eigene kleine Anlage auf unserem Dach und keine weitere Fläche zur Verfügung. Da kam die Gelegenheit, Geld SICHER anzulegen und dabei noch die Solarenergie zu fördern gerade richtig.

www.photon.info/upload/Flyer_PHOTON_Power_12_2010_651.pdf

Als die Photon ihren Prospekt herausgab, wurde bei uns gerade etwas Geld frei, welches wir bis dato sehr sicher in sukzessiven Sparverträgen angelegt hatten, da es unsere private Altersicherung sein sollte. Man mag meinen, bei so guter Verzinsung sollten wir uns des Rislikos bewusst gewesen sein. Das traf hier jedoch nicht zu: Mit den Anleihen sollte der Bau von Photovoltaikanlagen finaziert werden, deren Einnahmen durch das Einspeisegesetz staatlich garantiert waren. Wir hätten also erwartet, dass es 20 Jahre lang, das heißt über die Laufzeit der Anleihen = der Laufzeit der staatlichen Einspeiseverträge! keine Probleme geben sollte. Eben so wie mit unserer eigenen Anlage auf unserem Dach, so wie es in dem Prospekt geschrieben war. Probleme wären demnach frühestens in zwanzig Jahren zu erwarten gewesen, wenn die Power AG auf einen Schlag all das geliehene Geld zurückzahlen müsste! Bis dahin hätte sie die Überschüsse irgendwo anlegen müssen, und das konnte natürlich auch schief gehen. Aber bis dahin hätten wir zumindest unser Geld in Form der Zinesn zurückerhalten, und falls die Power AG dann in 20 Jahren pleite gegangen wäre, wären halt die Solar-Anlagen noch da, so dass man sich vielleicht mit den anderen Gläubigern auf etwas hätte einigen können, wie z.B. die Fortsetzung der Einspeisung mit einem neuen Vertrag, Ablösung der Auszahlung der Gesamteinlagen durch kleine weitere Zahlungen oder sonst was. Dies war keine Risikoanlage, als ob wir unser Geld bei einer zypriotischen Bank angelegt hätten, sondern eher vergleichbar einer eigenen Solaranlage, gemäß dem Prospekt! Mit dem zusätzlichen Vorteil all der Expertise der "Photon", und dass sie als Großauftrag billig an die Panels kommen, Was hätte da schief laufen können?

In dem ausführlichen Anleiheprospekt

http://www.photon.info/photon_pp_Dokumente.photon?ActiveID=2171

sind die Risiken ausführlich erläutert. Man sieht daraus, dass Risiken vor allem aus Änderungen der derzeitigen Bedingunegn erwachsen, wie eventuelle rückwirdende Gesetzesänderungen, Lieferanten kommen Pflichetn nicht nach etc. Also Dinge, die ehr nicht zu erwarten sind! Interessant ist allerding Punkt f, Seite 13: "Risiken aus Geschäftsbeziehungen mit nache stehenden Personen". Da steht unter anderem:

"Sowohl Vorstand als auch Aufsichtsrat bestehen
aus Personen, die auch für die übrigen Unter-
nehmen der Aktionärin bzw. der PHOTON-Unter-
nehmensgruppe tätig sind. Allein aufgrund dieser
Personenidentität kann nicht vollständig ausge-
schlossen werden, dass Interessenkonflikte ent-
stehen, z.B. dadurch, dass im Rahmen von Ge-
schäftsbeziehungen mit anderen Unternehmen
der PHOTON-Gruppe vertragliche Regelungen zu
Ungunsten der PHOTON Power AG geregelt werden."

Ich verstehe das allerdings nicht so, dass die Photon Power AG zur Melkkuh für die Schwester- und Muttergesellschaften gemacht werden darf, so dass sie quasi nur als potemkinsches Dorf diente, Menschen zur Finazierung des gesamten Photonkomplexes zu bewegen.

Mir stellen sich vor allem folgende Fragen:

1. Ich hätte gerne sämtliche Geschätsberichte. Was hat die Photon Power AG eingenommen, was ausgegeben und wofür? Insbeondere: wieviel Geld wurde tatsächlich für Solaranlagen ausgegeben?

2. Wofür hat sie die Bankkredite bekommen, und was diente ihr dazu als Sicherheit? Insbesondere: Wurden mit unserem Geld Solaranlagen gebaut (die wir ja gesehen haben), die dann aber als Sicherheit, ggf. mit Grundbucheintrag, für die Bankkredite gedient haben? Falls ja: Wäre so etwas zulässig - sowohl von Seiten der
Power AG als auch von Seiten der Bank? Laut Prospekt waren ja die Anlagen so etwas wie die Sicherheiten für die Anleger - können also nicht gleichzeitig Sicherheit für was anderes sein.

3. Hat Anne Kreutzmann Recht mit ihrer Ansicht, dass die Gläubiger von Photon Holding etc, nicht auf die Power AG zugreifen dürfen? Wurde die Photon Power genutzt, Güter vor den Gläubigern der Holding und anderen "in Sicherheit" zu bringen?

Wir müssen wohl auf die Geschäftsberichte warten! Bis dato könnte man sich erkundigen
- inwieweit ein rechtsstreit gegebenenfalls sinnvoll sein kann
- welche Freiheiten überhaupt bestehen und worüber es einen Rechtsstreit geben könnte (wo nix ist, ist nichts zu holen; anders als z.B. VW hat die Holding nix als Schulden; und wenn Finanzamt und Banken unbestreitbar vorrangig bedient werden, wüsste ich nicht, wofür man streiten sollte. Inwiefern ist die Verteilung der Insolvenzmasse nach einem Haircut eh per default geregelt, welche Freiheiten bestehen?)
- was ein Rechtsstreit gegebenenfalls kostet für jeden einzelnen, und was wären die zu erwartenden Zahlungen, die über das hinausgehen, was wir eh kriegen würden (falls wir denn was kriegen)?

An "Photonopfer": Wir haben uns mal die Website der Kanzlei Müller, Seidel und Vos angeguckt; sie scheinen auf so was spezialisiert zu sein. Im Prinzip habe ich nix dagegen einzuwenden, wenn sie hier ihre Dienste anbieten - wir haben bislang keine Anwälte kontaktiert und wüssten auch keine, die sich da speziell auskennen. Und wenn dann eine Kanzlei checkt, dass hier Menschen eventuell Interesse an ihrem Angebot haben und sie erst mal mit einigen allgemeinen Infos versorgen, warum nicht.
Persönliche Worte zu den Anleihen und einige Fragen zu einem eventuellen Rechsstreit
Hier ein paar persönliche Worte zu den Anleihen, sowie anschließend einige Fragen, die eventuell relevant für rechtliches Engagement sein könnten:

Wie vermutlich auch andere Anleihezeichner, haben wir die Anleihen nicht nur unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten gezeichnet. Außerdem waren unsere Rendite- und Sicherheitserwartungen anders als bei vergelichbaren finanziellen Produkten.

Die Anleihen konnten nur von Abonennten der "Photon" gezeichnet werden. Wir wir, waren also vermutlich auch andere Zeichner begeisterte Befürworter der Solarenergie, als Alternative zur Abhängigkeit von politisch und menschenrechtlich fragwürdigen Regimes, die wir mit unserern Erdölimporten stützen, gefährlicher Atomenergie und klimaverändernder Kohleverbrennung. Auf uns traf genau zu, was in dem Prospekt für die Zeichner stand: wir hatten mittlerweile eine eigene kleine Anlage auf unserem Dach und keine weitere Fläche zur Verfügung. Da kam die Gelegenheit, Geld SICHER anzulegen und dabei noch die Solarenergie zu fördern gerade richtig.

www.photon.info/upload/Flyer_PHOTON_Power_12_2010_651.pdf

Als die Photon ihren Prospekt herausgab, wurde bei uns gerade etwas Geld frei, welches wir bis dato sehr sicher in sukzessiven Sparverträgen angelegt hatten, da es unsere private Altersicherung sein sollte. Man mag meinen, bei so guter Verzinsung sollten wir uns des Rislikos bewusst gewesen sein. Das traf hier jedoch nicht zu: Mit den Anleihen sollte der Bau von Photovoltaikanlagen finaziert werden, deren Einnahmen durch das Einspeisegesetz staatlich garantiert waren. Wir hätten also erwartet, dass es 20 Jahre lang, das heißt über die Laufzeit der Anleihen = der Laufzeit der staatlichen Einspeiseverträge! keine Probleme geben sollte. Eben so wie mit unserer eigenen Anlage auf unserem Dach, so wie es in dem Prospekt geschrieben war. Probleme wären demnach frühestens in zwanzig Jahren zu erwarten gewesen, wenn die Power AG auf einen Schlag all das geliehene Geld zurückzahlen müsste! Bis dahin hätte sie die Überschüsse irgendwo anlegen müssen, und das konnte natürlich auch schief gehen. Aber bis dahin hätten wir zumindest unser Geld in Form der Zinesn zurückerhalten, und falls die Power AG dann in 20 Jahren pleite gegangen wäre, wären halt die Solar-Anlagen noch da, so dass man sich vielleicht mit den anderen Gläubigern auf etwas hätte einigen können, wie z.B. die Fortsetzung der Einspeisung mit einem neuen Vertrag, Ablösung der Auszahlung der Gesamteinlagen durch kleine weitere Zahlungen oder sonst was. Dies war keine Risikoanlage, als ob wir unser Geld bei einer zypriotischen Bank angelegt hätten, sondern eher vergleichbar einer eigenen Solaranlage, gemäß dem Prospekt! Mit dem zusätzlichen Vorteil all der Expertise der "Photon", und dass sie als Großauftrag billig an die Panels kommen, Was hätte da schief laufen können?

In dem ausführlichen Anleiheprospekt

http://www.photon.info/photon_pp_Dokumente.photon?ActiveID=2171

sind die Risiken ausführlich erläutert. Man sieht daraus, dass Risiken vor allem aus Änderungen der derzeitigen Bedingunegn erwachsen, wie eventuelle rückwirdende Gesetzesänderungen, Lieferanten kommen Pflichetn nicht nach etc. Also Dinge, die ehr nicht zu erwarten sind! Interessant ist allerding Punkt f, Seite 13: "Risiken aus Geschäftsbeziehungen mit nache stehenden Personen". Da steht unter anderem:

"Sowohl Vorstand als auch Aufsichtsrat bestehen
aus Personen, die auch für die übrigen Unter-
nehmen der Aktionärin bzw. der PHOTON-Unter-
nehmensgruppe tätig sind. Allein aufgrund dieser
Personenidentität kann nicht vollständig ausge-
schlossen werden, dass Interessenkonflikte ent-
stehen, z.B. dadurch, dass im Rahmen von Ge-
schäftsbeziehungen mit anderen Unternehmen
der PHOTON-Gruppe vertragliche Regelungen zu
Ungunsten der PHOTON Power AG geregelt werden."

Ich verstehe das allerdings nicht so, dass die Photon Power AG zur Melkkuh für die Schwester- und Muttergesellschaften gemacht werden darf, so dass sie quasi nur als potemkinsches Dorf diente, Menschen zur Finazierung des gesamten Photonkomplexes zu bewegen.

Mir stellen sich vor allem folgende Fragen:

1. Ich hätte gerne sämtliche Geschätsberichte. Was hat die Photon Power AG eingenommen, was ausgegeben und wofür? Insbeondere: wieviel Geld wurde tatsächlich für Solaranlagen ausgegeben?

2. Wofür hat sie die Bankkredite bekommen, und was diente ihr dazu als Sicherheit? Insbesondere: Wurden mit unserem Geld Solaranlagen gebaut (die wir ja gesehen haben), die dann aber als Sicherheit, ggf. mit Grundbucheintrag, für die Bankkredite gedient haben? Falls ja: Wäre so etwas zulässig - sowohl von Seiten der
Power AG als auch von Seiten der Bank? Laut Prospekt waren ja die Anlagen so etwas wie die Sicherheiten für die Anleger - können also nicht gleichzeitig Sicherheit für was anderes sein.

3. Hat Anne Kreutzmann Recht mit ihrer Ansicht, dass die Gläubiger von Photon Holding etc, nicht auf die Power AG zugreifen dürfen? Wurde die Photon Power genutzt, Güter vor den Gläubigern der Holding und anderen "in Sicherheit" zu bringen?

Wir müssen wohl auf die Geschäftsberichte warten! Bis dato könnte man sich erkundigen
- inwieweit ein rechtsstreit gegebenenfalls sinnvoll sein kann
- welche Freiheiten überhaupt bestehen und worüber es einen Rechtsstreit geben könnte (wo nix ist, ist nichts zu holen; anders als z.B. VW hat die Holding nix als Schulden; und wenn Finanzamt und Banken unbestreitbar vorrangig bedient werden, wüsste ich nicht, wofür man streiten sollte. Inwiefern ist die Verteilung der Insolvenzmasse nach einem Haircut eh per default geregelt, welche Freiheiten bestehen?)
- was ein Rechtsstreit gegebenenfalls kostet für jeden einzelnen, und was wären die zu erwartenden Zahlungen, die über das hinausgehen, was wir eh kriegen würden (falls wir denn was kriegen)?

An "Photonopfer": Wir haben uns mal die Website der Kanzlei Müller, Seidel und Vos angeguckt; sie scheinen auf so was spezialisiert zu sein. Im Prinzip habe ich nix dagegen einzuwenden, wenn sie hier ihre Dienste anbieten - wir haben bislang keine Anwälte kontaktiert und wüssten auch keine, die sich da speziell auskennen. Und wenn dann eine Kanzlei checkt, dass hier Menschen eventuell Interesse an ihrem Angebot haben und sie erst mal mit einigen allgemeinen Infos versorgen, warum nicht.
Antwort auf Beitrag Nr.: 51.410.079 von KleinNemo am 04.01.16 21:45:50
Wer hat welche Motive?
Es wundert sehr, dass Frau Kreutzmann nun fragt, ob jemand 400.000 Euro hat. Denn:

Photon Power hat die Forderung von 4 Mio. Euro an die Photon Holding anfangs nicht anmelden wollen, weil diese nicht werthaltig sei. Jetzt auf einmal soll diese Forderung 400.000 Euro wert sein? Komisch, komisch...

Die Photon Holding würde, sofern deren Insolvenzverfahren abgeschlossen wäre, wieder Zahlungen leisten können.... woher soll die Photon Holding denn Einnahmen erzielen? Denn:
Kürzlich wurde eine neue Gesellschaft gegründet mit 25.000 Euro Startkapital. Geschäftsführerin Annegret Kreutzmann: http://peoplecheck.de/handelsregister/BR-HRB_28271_P-120942
Warum wurde dieses Geld zur Gründung einer neuen Gesellschaft verwendet und nicht als Teil der gesuchten 400.000 Euro? Da sollen andere Leute Geld geben zur Rettung der Photon Holding, aber irgendwelche Leute gründen eine neue Photon? Diese hat zum Zweck "Die Herstellung und Publizierung von Druck- sowie Onlineerzeugnissen, insbesondere von Fachmagazinen für die Solarbranche". Sitz ist nicht in Aachen, sondern in Potsdam. Gehört diese Gesellschaft zur Photon Holding? Ich sehe keinen Hinweis darauf. Wenn nicht, wird sie wahrscheinlich kein Geld an die Photon Holding zahlen. Und aus welchen Geschäftsbereichen wenn nicht aus dem Verlegen von Zeitschriften soll Geld verdient werden, welches dann an die Holding fließt und mit der die 400.000 Euro zurückgezahlt werden können?

Ich frage mich, welche Motive hinter der vermeintlichen Rettung der Photon Holding stehen, für die halt andere Leute 400.000 Euro aufbringen sollen. Würde damit irgendwie die Photon Power gerettet? Ich sehe dafür keine Anzeichen.

Warum ruft Frau Kreutzmann nicht dazu auf, Geld für einen Anwalt zu sammeln, der gegen die Verantwortlichen der Photon Power, deren Vorstand und Aufsichtsrat vorgeht? Sind das evtl. Personen, die mit Frau Kreutzmann irgendwie verbunden sind? Warum soll gegen den vorläufigen Insolvenzverwalter vorgegangen werden (der ja nur seinen Job macht) und nicht gegen diejenigen, welche für die drohende Zahlungsunfähigkeit verantwortlich sind? Schon vor mehreren Jahren gab es Ungereimtheiten, komische Zahlungen der Photon Power an die Photon Publishing:
http://www.pv-magazine.de/downloads/interview-ralf-heuser-vorstand-der-photon-power-ag/?L=1


Warum schreibt Frau Kreutzmann Rundbriefe zur Photon Power und nicht der Vorstand der Photon Power AG - immerhin ist dort auch Herr Heuser dabei, welcher lt. Anleiheprospekt Gesellschafter der Photon Holding ist/war? Hat Frau Kreutzmann überhaupt eine Funktion bei der Photon Power AG (Vorstand? Aufsichtsrat?). Falls sein, sollten Sie sich fragen, welche Motive Frau Kreutzmann hat.

Frau Kreutzmann ist Geschäftsführerin einer neuen Gesellschaft aus Potsdam, die Solar-Medien herausgibt. Diese Gesellschaft heißt Photon International GmbH. Wo liegen die Namensrechte, darf diese Gesellschaft überhaupt den Namen Photon verwenden oder braucht sie dafür evtl. eine Erlaubnis der Photon Holding? Deren Geschäftsführerin ist ebenfalls Frau Kreutzmann, doch momentan läuft dort ein Insolvenzverfahren.

Sehr sonderbar: wer heute ein Photon-Abo abschließt, macht dies mit der Photon International GmbH: http://www.photon.info/upload/PHOTON_Abo_Bestellformular_3988.pdf
Das Geld daraus fließt somit nicht an die Photon Publishing, welche zur Photon Holding gehört, sondern an eine andere Gesellschaft. Wie soll die Photon Holding davon profitieren? Dies sollte der Insolvenzverwalter der Photon Holding gefragt werden.

Überhaupt würde ich, bevor ich nur einen Euro investiere, ausführlich mit dem Insolvenzverwalter der Photon Holding und dem der Photon Power sprechen und den beiden Vorständen der Photon Power. Ich finde sehr sonderbar, dass Frau Kreutzmann all diese Rundmails schreibt, all diese vermeintlichen Rettungsaktionen (für die Holding!) anschieben will, aber z.B. Herr Heuser, seit vielen Jahren Vorstand der Photon Power AG nicht groß an die Öffentlichkeit geht.

Ein guter Anwalt könnte prüfen, ob z.B. der Aufsichtsrat der Photon Power haftet für die Verwendung der Mittel, sofern diese (dies ist bislang nicht bewiesen, nur eine Möglichkeit) nicht prospektgemäß verwendet wurden. Eventuelle gibt es Versicherungen, welche Ansprüche aus dem Handeln von Vorstand und Aufsichtsrat abdecken. Dies wäre zu prüfen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 51.410.067 von KleinNemo am 04.01.16 21:44:29
Zitat von KleinNemoDie Anleihen konnten nur von Abonennten der "Photon" gezeichnet werden.

Gerade dies war auch für mich eher ein Pluspunkt in der Investitions-Entscheidung, denn welcher Unternehmer würde bei seinen Stammkunden (und das sind die Abonnenten neben den Inserenten ja bei der Photon-Gruppe) das Risiko eingehen, diese durch ein fragwürdiges Produkt früher oder später zu vergraulen?

Zitat von KleinNemoMir stellen sich vor allem folgende Fragen:

1. Ich hätte gerne sämtliche Geschätsberichte. Was hat die Photon Power AG eingenommen, was ausgegeben und wofür? Insbeondere: wieviel Geld wurde tatsächlich für Solaranlagen ausgegeben?

2. Wofür hat sie die Bankkredite bekommen, und was diente ihr dazu als Sicherheit? Insbesondere: Wurden mit unserem Geld Solaranlagen gebaut (die wir ja gesehen haben), die dann aber als Sicherheit, ggf. mit Grundbucheintrag, für die Bankkredite gedient haben? Falls ja: Wäre so etwas zulässig - sowohl von Seiten der
Power AG als auch von Seiten der Bank? Laut Prospekt waren ja die Anlagen so etwas wie die Sicherheiten für die Anleger - können also nicht gleichzeitig Sicherheit für was anderes sein.

3. Hat Anne Kreutzmann Recht mit ihrer Ansicht, dass die Gläubiger von Photon Holding etc, nicht auf die Power AG zugreifen dürfen? Wurde die Photon Power genutzt, Güter vor den Gläubigern der Holding und anderen "in Sicherheit" zu bringen?

Wir müssen wohl auf die Geschäftsberichte warten! Bis dato könnte man sich erkundigen
- inwieweit ein rechtsstreit gegebenenfalls sinnvoll sein kann
- welche Freiheiten überhaupt bestehen und worüber es einen Rechtsstreit geben könnte (wo nix ist, ist nichts zu holen; anders als z.B. VW hat die Holding nix als Schulden; und wenn Finanzamt und Banken unbestreitbar vorrangig bedient werden, wüsste ich nicht, wofür man streiten sollte. Inwiefern ist die Verteilung der Insolvenzmasse nach einem Haircut eh per default geregelt, welche Freiheiten bestehen?)
- was ein Rechtsstreit gegebenenfalls kostet für jeden einzelnen, und was wären die zu erwartenden Zahlungen, die über das hinausgehen, was wir eh kriegen würden (falls wir denn was kriegen)?


Ich befürchte nur, dass auch die Geschäftsberichte, wie sie z.B. von AG`s veröffentlicht werden müssen (z.B. im Bundesanzeiger, ich gehe mal davon aus diese sind in oben stehendem Zitat gemeint), nicht ausführlich genug sind, um solche Fragen zu klären. Dafür müsste man wahrscheinlich einen detaillierteren Blick in die Bücher und Aufsichtsratsprotokolle etc., also prinzipiell in vertrauliche, interne Unternehmensinformationen erhalten. Und das bekommt, meiner laienhaften Einschätzung nach, am ehesten nur jemand, der ein berechtigtes Interesse rechtlich abgesichert nachweisen kann, und dann sollte dieser die Daten auch verstehen du interpretieren können.
Liebe PHOTON-Foristen,

zunächst wünsche ich alles Gute für das Jahr 2016! In der PHOTON-Thematik haben wir die Auswirkungen eines Insolvenzverfahrens speziell auf die Ansprüche von Anleihegläubiger in einem weiteren Fachbeitrag aufbereitet:

http://www.muellerseidelvos.de/photon-power-ag-insolvent-handlungsmoeglichkeit-fuer-anleiheglaeubiger/

Für unser Engagement in der Angelegenheit ist ein möglichst breiter Rückhalt bei den Anleihegläubigern entscheidend. Daher lade ich an dieser Stelle nochmals zur Kontaktaufnahme unter vos (at) muellerseidelvos.de ein. Dabei geht es im ersten Schritt ausschließlich um die Bündelung und Koordination von Anlegerinteressen, sodass durch Ihre Meldung keine Kosten ausgelöst werden.

Im Falle von Rückfragen stehe ich auch gerne telefonisch zur Verfügung (0221/277 589-0).

Beste Grüße
Daniel Vos
Hallo,

aufgrund der bisherigen Fragestellungen in euren Beiträgen , der fehlenden Bündelung der Interessen, sowie der bruchstückhaften Information werde ich mich bei ReineckeFuchs melden, mit dem Ziel einen zentralen Ansprechpunkt zu schaffen.

Ich wüßte sonst nicht wie dieser zu bilden wäre.

Außerdem müßen sämtliche Anleger informiert werden, sich bei Müller, Siedel, Vos zu melden.
Das könnte Frau Kreutzmann durchführen, wenn sie es ehrlich meint mit dem Anlegerschutz.
Leider ist damit nicht zu rechnen. Der Insolvenzverwalter wird das auch nicht machen.

Ich denke die entstehenden Kosten durch die Kanzlei werden gut angelegtes Geld sein, gegenüber dem Schaden der bisher angerichtet wurde.

Ich setze auf den Sachverstand von ReineckeFuchs auf die richtigen Knöpfe zu drücken.

Wir brauchen ein gemeinsames Sprachrohr!

Meldet euch auch bitte beim SDK oder bei vielleicht bei WDR " Könnes kämpft..."
In diesem Sinne
Einnahmen, Bestand an Solaranlagen und Schulden der Photon Power AG
Hier ein Link auf die jährlichen Einnahmen durch die Solaranlagen der Power AG:

http://www.photon.info/photon_pp_Ertraege.photon?ActiveID=2068

2014 hatten sie also 1 250 000 Euro Einnahmen aus Solarstrom. Leider gibt es noch keine Daten für 2015; es dürfte aber in derselben Größenordnung sein.

Außerdem kann man der Site die bestehenden Solaranlagen der Power AG entnehmen.

Im März 2015 hat Photon Power allerdings die kleinste ihrer Anlagen, Camp Astrid 2, an Colexon Energie verkauft:

http://www.aachener-zeitung.de/lokales/stolberg/neue-vermarktungsoffensive-fuer-das-camp-astrid-1.1057699

http://www.solarparken.com/cms-assets/documents/221957-233979.strategy-guidance-2015-17--1.pdf
Seite 7

Diese Anlage hatte 2014 knap 90 000 Euro Einnahmen aus Solarstrom eingebracht.

Die Vermögenswerte, Schulden etc. der Power AG kann man dem Unternehmensregister entnehmen:

https://www.unternehmensregister.de/ureg/

Hier ein Auszug:

" Aufgliederung der Verbindlichkeiten und Sicherungsrechte mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren.

Art der Verbindlichkeit Gesamt- davon mit einer Restlaufzeit
zum 31.12.2013 betrag kleiner 1 Jahr 1 bis 5 Jahre größer 5 Jahren Sicherheiten

Anleihen 7.742.500,00 - 80.000,00 7.662.500,00
gegenüber Kreditinstituten 5.400.310,00 449.832,00 1.799.328,00 3.151.150,00 1, 2, 3, 4
Lieferungen und Leistungen 702.886,37 702.886,37 - -
sonstige 2.084.457,34 703.160,81 43.882,00 1.337.414,53
Summe 15.930.153,71 1.855.879,18 1.923.210,00 12.151.064,53

Die Nummern der Sicherheitsvermerke bedeuten:

1 = Buchgrundschuld

2 = Selbstschuldnerische Bürgschaft

3 = Sicherungsübereignung

4 = Abtretung Einspeisevergütung"

Wie schön. Man sieht, dass alle Sicherheiten bei den Kreditinstituten sind und für uns Anleihezeichner nix als Sicherheit da ist. (Leider habe ich etwas Probleme mit den Formatierungen, sie scheinen beim Absenden verloren zu gehen. Deswegen bitte auf der Site des Unternehmensregisters schauen!)

Große Frage: Hätten die Kreditinstiture nach dem Flyer und den Infos an die potentiellen Anleger

http://www.photon.info/upload/Flyer_PHOTON_Power_12_2010_651.pdf

Zitate:

"Ertrag und Rendite wie bei der eigenen PV Anlage"
"Viele Leser von PHOTON betreiben bereits eine eigene PV-Anlage und haben ihr
Dach schon ausgenutzt. Andere Leser sind begeisterte Anhänger der Photovoltaik,
haben aber kein geeignetes Dach oder suchen eine weitere Geldanlage im Bereich
der erneuerbaren Energien."
"Dach schon voll? Zu wenig Platz? Kein eigenes Dach? Mit der Photon Power-Anleihe bieten wir Ihnen eine Alternative!"
"Die PHOTON Power AG wird als Tochter der PHOTON-Verlagsgruppe ab 2011 Solar-
stromanlagen errichten und betreiben. Die geplanten Photovoltaikanlagen werden
2011 zunächst in Deutschland gebaut.
Leisten Sie einen Beitrag zum Umweltschutz und tragen Sie zur Energiewende bei.
Lassen Sie uns gemeinsam den Weg zur preiswerten PV beschreiten, mit dem Ziel, eines
Tages wettbewerbsfähig zu moderner Kohleverstromung zu sein.
Die PHOTON Power AG wird mit Ihrer Geldanlage zeigen, dass sich mit Photovoltaik noch
immer eine attraktive Rendite erwirtschaften lässt – trotz Senkung der Einspeisever-
gütung für Solarstrom durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)."


überhaupt diese Kredite so vergeben dürfen, dass "unsere" Anlagen als Sicherheit für die Bankkredite dienen?

Wäre meine erste Frage an einen Anwalt! Ansonsten sehe ich für uns absolut schwarz. Wo nix zu holen ist, hat auch der Kaiser sein Recht verloren.
Kontaktaufnahme
Sehr geehrte Damen und Herren, dies ist mein erster Beitrag in einem Forum, meine Kinder mussten mir dabei helfen. Bitte sehen Sie mir eventuelle Fehler oder nicht eingehaltener Forenregeln aus Unkenntnis nach.
Ich bin auch ein Geschädigter und ein zutiefst enttäuschter Anleiheschuldner der Photon AG.
ich habe auch gedacht das die Erlöse ja 20 Jahre garantiert sind und mein Engagement in der Gesellschaft damit sicher, weil staatlich abgedeckt, sind. Noch mehr bin ich vom Vorstand, von Frau Kreutzmann und den anderen Gaunern enttäuscht. In den letzten zwei Jahren haben sie mit keinem Wort erwähnt, dass Schwierigkeiten oder Probleme im Zeitschriftenverlag Anliegen. Jetzt kommen auf einmal im Wochentakt Mails mit diversen Vorschlägen, den ich aber kein Wort mehr glaube und leider auch nicht verstehe. Heute ist wieder eine Mail gekommen in der ich auf die jährliche Zinszahlung verzichten soll.
Ich bin es gewöhnt solche Probleme persönlich zu regeln und es fällt mir schwer hier einen vernünftigen Beitrag zu schreiben.
Da es sich ja einigen so geht wie mir, ich finde auch dass sich bisher sehr wenige Leute zu diesem Thema geäußert haben, könnten wir Geschädigten uns doch auch einmal treffen. Mein Anfahrtsweg ist etwas länger, aber ich würde dies auf mich nehmen um mich mit anderen Leuten von Angesicht zu Angesicht, eventuell an einem Samstag oder Sonntag, in Aachen vor dem Eingangstor der Photon AG zu treffen. Wir könnten ja auch einmal Präsenz zeigen, um den Damen und Herren unser Missfallen kund zu tun. Ich bin auch bereit mich an einem Prozess oder an einer Anzeige (wegen Untreue vielleicht) zu beteiligen. Leider habe ich von diesen Dingen nicht so viel Ahnung und bin auf eure Mithilfe angewiesen. Ich wäre sehr daran interessiert andere Geschädigte kennen zu lernen. bei Bedarf würde ich hier auch meine Telefonnummer angeben.
Ich habe am Freitag Urlaub und werde mich bei der oben genannten Kanzlei melden.
Antwort auf Beitrag Nr.: 51.422.055 von Photonopfer am 06.01.16 11:13:47
Aufruf zum melden beim WDR und der Aachener Zeitung
Betroffene Anleger sollten sich beim WDR Lokalzeit Aachen und der Aachener Zeitung melden. Nur wenn sich dort möglichst mehrere Betroffene melden, werden diese eine Veranlassung sehen, etwas zu berichten.

Hier die Kontaktdaten:

Email an Lokalzeit Aachen des WDR:
http://www1.wdr.de/studio/aachen/kontakt/index.html

Email oder Tel. Aachener Zeitung:
Aachener Zeitung, Lokalredaktion Aachen
Telefon 0241/5101-311
az-lokales-aachen@zeitungsverlag-aachen.de

Wenn Frau Kreutzmann ein tatsächliches Interesse hat, dass die Anleger die Hintergründe erfahren, wird sie sich bereit erklären, aus ihrem privaten Geld einen Beitrag an die Kanzlei Müller, Siedel, Vos zu zahlen, damit diese unabhängig die Hintergründe der Situation der Photon Power recherchieren und für alle offen legen kann ohne dass dafür die Anleger die Zeche zahlen müssen. Fragen Sie sie danach! Ich halte es allerdings als sehr unwahrscheinlich, dass Frau Kreutzmann solch ein Vorgehen möchte.
Antwort auf Beitrag Nr.: 51.427.635 von Mosaikleger am 06.01.16 19:41:05
Wie Öffentlichkeit herstellen
Hallo,

damit sich die Info-Wellen weiter ausbreiten, habe ich beim WDR angefragt, ob sie schon was von der Photonpleite gehört haben. Bin mal gespannt ob sich jemand meldet.
Eine weitere Möglichkeit ist Facebook, die Info über die vorläufige Insolvenz weiter zu tragen.

Beste Grüße
Hallo allerseits
Als Anleger der PHOTON Power AG bin ich kürzlich auf diese Diskussion gestoßen. Ich bin übrigens auch Gläubiger bei Solar Millennium, deren Insolvenzverfahren seit mehreren Jahren läuft und bei dem schlussendlich mit einem Verlust von 85 bis 90 Prozent der eingebrachten Anlagen zu rechnen ist.
Außerdem war ich in das Insolvenzverfahren von PROKON involviert und habe als Aktiver des Vereins „Freunde von Prokon“ (FvP) an dessen Begleitung von Anfang an mitgewirkt. Hier betrug letztendlich der Verlust knapp 40 %, aber das Unternehmen wird in Form einer Genossenschaft weitergeführt und wird voraussichtlich in absehbarer Zeit wieder Gewinne an die Genossenschaftsmitglieder ausschütten. Der Energiewende konnte m. E. durch die Bildung der Genossenschaft und nicht zuletzt durch die Tätigkeit des Vereins FvP ein guter Dienst erwiesen werden.
Nun zur PHOTON Power AG:
Den Ärger, der aus den Zeilen spricht, die „Photonopfer“ am 30.12.2015 geschrieben hat, kann ich gut nachvollziehen. Dass mit fremden Geld, das in guter Absicht zur Verfügung gestellt wurde, immer wieder verantwortungslos umgegangen wird, ist zweifellos ein Skandal. „Die verantwortungslosen Typen, die das angerichtet haben zu finden“ dürfte allerdings kein Problem sein. Im Falle von PROKON ist an erster Stelle Carsten Rodbertus (C. R.) zu nennen. Bei PHOTON Power AG blicke ich noch nicht ganz durch, aber auch hier kommt nur ein sehr überschaubarer Personenkreis in Betracht, der namentlich bekannt ist. Allerdings warne ich vor einer eilfertigen Verurteilung, ohne sich mit den Motiven der Akteure auseinandergesetzt zu haben. Es ist guter Brauch, vor einer Verurteilung immer auch die Beschuldigten anzuhören und sich mit deren Argumenten auseinanderzusetzen. An der Person von C. R. Kann ich übrigens nach wie vor positive Zuge erkennen, obwohl er sicher die Hauptverantwortung für einen erheblichen Vermögensschaden trägt, von dem ich auch persönlich betroffen bin. Das Verhalten von C. R. im Insolvenzverhalten beurteile ich allerdings negativ, kann es menschlich aber durchaus verstehen. Darum geht es jedoch nur am Rande.
Wir Anleger sollten in erster Linie nach vorne blicken. Zunächst muss es darum gehen, das Insolvenzverfahren abzuwenden und nach meinem Eindruck ist Frau Kreutzmann für dieses Ziel ehrliche engagiert. Sollte es dennoch zum Insolvenzverfahren kommen, ist noch längst nicht alles verloren oder perspektivlos (wie das Beispiel von PROKON zeigt). Durch engagiertes Handeln der Anleger/-innen ist auch im Insolvenzverfahren noch viel zu erreichen! Im Übrigen sollte unser Verhältnis zum Kern der PHOTON Power AG m. E. von kritischer Solidarität geprägt sein.
Deshalb unterstütze ich ausdrücklich die Idee von „Photonopfer“, als ersten Schritt zu einer „Versammlung aller interessierten Anlagezeichner“ zu gelangen. Wo ich mit „Photonopfer“ nicht übereinstimme, ist das Einschalten der Medien zum jetzigen Zeitpunkt. Die Medien verfolgen eigene Interessen und man sollte ihre Einschaltung erst dann in Betracht ziehen, wenn man sich davon einen Nutzen erhoffen kann. Sollte es zum Insolvenzverfahren kommen, muss man dies natürlich erneut überprüfen.
Die vorliegende Plattform von wallstreet-online halte ich für denkbar ungeeignet, um über unsere Probleme zu diskutieren und zwar hauptsächlich aus zwei Gründen
1. Die Diskussion ist öffentlich und kann von diversen Interessengruppen für Ziele genutzt werden, die nicht die unseren sind. Das Beispiel von PROKON hat gezeigt, dass sofort Rechtsanwälte zur Stelle sind, wenn Mandate erhofft werden. (Der Geruch nach Aas lockt stets auch Geier an.) Ich weiß definitiv, dass im Falle von PROKON Rechtsanwälte versucht haben, Anleger/-innen in zum Teil abenteuerliche Verfahren zu locken! Inwieweit hier einige Personen noch zusätzlich viel Geld verbrannt haben, wird wohl ein Geheimnis bleiben! Außerdem muss in Betracht gezogen werden, dass auch im Umfeld der PHOTON-Gruppe (z.B. unter den Gläubigern) möglicherweise erhebliche Interessengegensätze bestehen könnten, was für sich alleine schon ein hinreichender Grund ist, die Debatte nicht auf dem Marktplatz zu führen. Vielleicht stehen auch schon Investoren bereit, die sich die PHOTON Power AG zum Ramschpreis unter den Nagel reißen wollen. Wer weiß!
2. Die Diskussion hier ist anonym. Dafür mag es gute Gründe geben. Ich möchte allerdings wissen, mit wem ich es zu tun habe und ich denke, dass unter uns genügend Vertrauen bestehen sollte, innerhalb einer geschlossenen Plattform unsere Identitäten preiszugeben.
Ich fange damit schon einmal an: Ich wohne in Dortmund und bin unter der E-Mail-Adresse
EckhardAlthaus@gmx.de zu erreichen. Diese Adresse enthält übrigens auch meinen Klarnamen.
Ich schlage also vor, dass alle, die am Aufbau einer solchen geschlossenen Diskussionsplattform interessiert sind, mir ihre E-Mail-Adresse zukommen lassen. Ich werde die Adressen sammeln und allen Personen, deren Adresse bei mir eingeht, auch alle anderen Mail-Adressen schicken, die bei mir eingehen.
Ich verpflichte mich ausdrücklich dazu, die Daten nur für den hier beschriebenen Zweck zu verwenden, was aber eigentlich selbstverständlich und darüber hinaus datenschutzrechtlich erforderlich ist.
Ich werde übrigens auch noch auf einem anderen Weg versuchen, eine Plattform der beschriebenen Art einzurichten. Wenn das gelingt, werdet Ihr davon erfahren, es kann allerdings ein paar Tage dauern.
Was KleinNemo am 04.01.2016 über die Motivation der Anleger/-innen geschrieben hat,
„Wir ... waren ... begeisterte Befürworter der Solarenergie, als Alternative zur Abhängigkeit von politisch und menschenrechtlich fragwürdigen Regimes, die wir mit unserern Erdölimporten stützen, gefährlicher Atomenergie und klimaverändernder Kohleverbrennung“ gilt in jedem Fall auch für mich; lediglich die Vergangenheitsform „wir waren“ möchte ich in die Gegenwartsform übertragen und auch die Windenergie hier ausdrücklich einbeziehen (siehe PROKON).

Abschließende Erklärung: Ich bin in keiner Weise in das operativen Geschäft der PHOTON – Gruppe eingebunden. Meine hier geäußerten Vorstellungen sind in erster Linie von meinem Engagement für die Energiewende getragen, wobei natürlich in zweiter Linie die möglichst weitgehende Werterhaltung für die Anleger/-innen eine wichtige Rolle spielt.
Ich bin auch nicht als Anwalt, Anlageberater oder in ähnlicher Form tätig. Meine ökonomischen Interessen in Sachen PHOTON Power AG sind ausschließlich durch meine Geldanlage begründet.
Antwort auf Beitrag Nr.: 51.435.477 von EAlthaus am 07.01.16 16:09:33
"Kritische Solidarität"?
Sehr geehrter Herr Althaus,

Danke für Ihr Angebot, eine nicht-öffentliche Plattform für die Anleihenzeichner bereit zu stellen. Auf einer öffentlichen Plattform können tatsächlich viele Dinge nicht besprochen werden.

Andererseits möchte ich fragen, wie offen die Plattform inhaltlich sein soll. Denn inhaltlich stimme ich nicht unbedingt damit überein, dass "in erster Linie das Insolvenzverfahren abzuwenden" sei und man die Hauptakteure mit "kritischer Solidarität" begleiten sollte.

Ja, die Photon war eine schöne Zeitschrift - obwohl ich es bedauerte, dass sie so einseitig auf billige Module aus Fernost setzte und dabei jegliche Solidarität mit einheimischen Produzenten vermissen ließ. Damit gruben sie nicht nur der Industrie, sondern auch interessierten Studenten und mancher Forschung an den Hochschulen das Wasser ab. Von dem tollen Ausbau der Solarenrgie in Deutschland hatten deutsche Modulhersteller ja kaum etwas. Auch das hat vielleicht mit zu dem spektakulären Downfall des Solarausbaus und dem Rückzug aus der "Energiewende" bei uns beigetragen - es fehlte einfach an Breite der Basis. Gerade Ralf Heuser und Philippe Welter hätten mit ihrer Begeisterung für ihr eindruckvolles Labor hier Verständnis für die vielen interessierten jungen Meschen haben sollen, die kaum noch Perspektiven in der solaren Grundlagenforschung in Deutschland finden.

Auch mit der Power AG haben die Photon-Leute Eindruckvolles geleistet. Wenn ihre Daten stimmen und sie keine weiteren Kredite aufgenommen haben, von denen wir noch nix wissen, dann haben sie mit gut ca. 13 Millionen Krediten und verbachlässigbarem Eigenkapital einen Solarpark hochgezogen, der jährlich 1, 25 Millionen aus Einspeisevergütungen bringt. Und die Idee, das mit Forschung zur Optimierung der Anlagen zu verbinden, ist auch Klasse.

Trotzdem hält sich meine "Solidarität" mit den Photon-Akteuren in Grenzen. Dazu warnen mich zum einen die Stories auf der Site "PhotonWatchBlog"
http://photonwatch.blogspot.de/
sowie die Informationpolitik der Photon gegenüber den Anlegern (auf der Photon Site ist zum Beispiel immer noch Camp Astrid 2 verzeichnet,
http://www.photon.info/photon_pp_Die_Anlagen.photon
welches ihnen schon lange nicht mehr gehört!) und vor allem natürlich auch die Frage, wieso die Photon über vier Millionen Euro an Forderungen gegenüber der insolventen Holding hat und wieso man jetzt nicht mal die Zinsen gegenüber den Anleihenzeichnern bedienen kann. Siehe den letzten Brief von Anne Kreutzmann, in dem sie zur Abwendung der Insolvenz die Gläubiger auffordert, auf ihre Zinszahlungen zu verzichten. Man hat also tatsöchlich kein Geld - und das nach einem Rekord-Sonnenjahr. Da bei den Banken 2011/2012 das Geld unglaublich günstig zu kriegen war, zahlen sie denen bestimmt auch keine 7 1/2 Prozent Zinsen. Da fragt man doch, was haben sie mit dem Geld gemacht. Wenn man natürlcih die gesamten Einnahmen aus den vier Jahren Existenz der Solaranlagen der Holding schenkt, hat man klar kein Geld für die Anleihenzeichner.

Bei der Photon Power AG stecken von mir die gesamten Ersparnisse, d.h. meine private Altervorsorge von fast 20 Jahren, die ich bis dato immer SEHR SICHER angelegt hatte. Ich habe keine große Ahnung von Wirtschaft, aber die Idee, das in Solarfeldern anzulegen, schien mir absolut sicher. Bislang überzeugen ja auch Technik und Erlöse. Dass die Aktöre das Geld anderwo verscherbeln, ist mir dabei nicht in den Sinn gekommen. Aus heutiger Sicht bin ich auch schlauer, da hätte ich das nicht in Anleihen angelegt, wo ich bloß nachrangiger Gläubiger bin gegenüber Kreditinstituten, und die Aktöre ihr Geld als Privatvermögen eh in Sicherheit gebracht haben, Welches sie dann gegebenenfalls wieder als neugeründete GmbH anlegen - die ersten Verdächtigen, die die insolvente Power AG "zum Ramschpreis aufkaufen" wollen, wie Sie es befürchten, sind m.E. Kreutzmann, Welter und Heuser selbst. Siehe die neugeründete Photon-GmbH in Potsdam. Da bin ich leider dem schönen Prospekt auf den Leim gegangen, der unsere Investition in die Anleihen quasi als gemeinschaftliche Solaranlage anpries und habe mich nicht genug über die wirtschaftlichen Beteiligungsformen wie AG, GmbH, Genossenschaft, Anleihenzeichnen etc. kundig gemacht. Sondern einfach den netten kompetenten Menschen der Zeitschrift, die wir abonniert hatten, vertraut. Da ist für mich jegliche "Solidarität" fehl am Platz, und da habe ich auch kein Verständnis für.

Ich denke, dass jetzt erst mal die Bilanzen auf den Tisch müssen und wir erfahren müssen, was da gelaufen ist. Da können die Presse und andere Medien durchaus helfen. Natürlich haben die "eigene Interessen", nämlich interessante Stories zu bringen, welche die Menschen interessieren. Ich sehe nicht, was daran in unserem Fall verkehrt sein soll. Vor allem sehe ich aber keine Alternative dazu, das Insolvenzverfahren zu eröffnen, anders bekommen wir nämlich nicht die Bilanzen. Hier nachsichtig zu sein, haben die Verantwortlichen durch ihre bisherige Informationspolitik gegenüber den Gläubigern, denen sie laut Zeichnungsprospekt regelmäßige Infos versprochen hatten, verspielt.

Interessant finde ich allerdings Ihre Idee von einer Genossenschaft, wie Sie es von der Gläubigergemeinschft bei Prokon schildern. Der Wert der Anlagen liegt ja nicht im Materialwert - bei den vielen pleite gegangenen Solarteuren der letzten Jahre kriegt man jetzt bei ebay ja neue Solarmodule zum absoluten Schleuderpreis, und gebrauchte zum Selbstabholen gibt es so gut wie geschenkt. Der ganze Wert der Power AG liegt in den Verträgen zur Einspeisevergütung. Das heißt, falls die Photon Power AG aufgibt, muss es eine lückenlose Nachfolge geben, welche die Verträge übernimmt. Sonst besteht die Power AG aus ein paar Stücken grüne Wiese, eine Halle im Nirgendwo und vergelcihsweise wertlosen Modulen. Denn neue Verträge zur Einspeisung zu den derzeitigen Tarifen werdern viel, viel, viel weniger bringen. So eine Genossenschaft als Nachfolge zur Power AG klingt mir super.

Warum denkt Kreutzmann nicht darüber nach, die Power AG direkt in das Eigentum der Gläubiger zu geben, wenn sie nicht zahlen kann? Wieso zum Beispiel hält die Holding 100% der Aktien, wieso konnten wir keine Aktien kaufen und damit ein Mitspracherecht bekommen?

Ich denke, über eine eventuelle Genossenschaft zur Übernahme der Einspeiseverträge müssten wir sehr rechtzeitig nachdenken und uns entsprechend organisieren. Wenn Kreditinstitute Insolvenzmasse übernehmen, dafür sehe ich nämlich abschreckende Beispiele aus dem großen Bauboom-Crash in meiner zweiten "Home Town":

https://en.wikipedia.org/wiki/Cranfield_Mill
http://www.failedarchitecture.com/the-modern-ruins-of-ipswichs-waterfront/

Diese Gebäude sind in allerbester Lage, und im unmittelbaren Umfeld sind jetzt im letzten Jahr große Blocks an Wohnungen neu gebaut und fertiggestellt worden. Aber die alten Ruinen von 2009 stehen noch immer so da und verkommen, niemand kümmert sich um Sturmschäden am Wolkenkratzer, niemand baut die Rohwohnungen aus, niemand kümmert es, wenn in Jahren Wind und Wetter in dem benachbarten Rohbau der Beton als Bausubstanz nicht mehr hält.

Banken arbeiten mit Geld, nicht mit realen Dingen. Da ist im Zweifelsfalle niemand verantwortlich, der die Substanz erhält und die Sache an sich weiterführt. Die Kreditinstitute verscherbeln die Substanz gegebenenfalls an den Meistbietenden, oder sie behalten es einfach und es verfällt, weil sich keiner drum kümmert. Da ist doch niemand PERSÖNLICH betroffen, weshalb soll man da also Arbeit inverstieren. Wer wartet die Solaranlagen, wer verwaltet die Einspeisevergütungen? Kreditinstitute sicher nicht.

Das heißt, eine Gäubigergemeinschaft, die gegebenenfalls die Power AG als Genossenschaft übernehmen könnte, müsste als solche schon organisiert sein und als Ansprechpartner zur Verfügung stehen, falls es an die Verteilung der Insolvenzmasse geht.

Das würde ich lieber diskutieren und gegebenenfalls anpeilen, als "Soidarität zum Kern der Photon Power AG" zu zeigen und ihnen zu helfen, auf Deubel komm raus die Insolvenz gegebenenfalls nur zu verschleppen.

http://www.pv-magazine.de/nachrichten/details/beitrag/staatsanwaltschaft-ermittelt-wegen-insolvenzverschleppung-bei-photon-publishing_100017922/
Wenn Frau Kreutzmann wirklich die Interessen der Anleger wichtig wären
würde sie:

1. Alle Bilanzen der Photon Power an die Anleger schicken

2. Einen Bericht erstellen, wann welche Gelder der Photon Power an wen geflossen sind, einschließlich der Zahlungen welche bereits vor einigen Jahren flossen z.B. an die Photon Europe AG (http://solarmedia.blogspot.de/2013/06/photon-anleihen-zeichnerinnen-getauscht.html )
Dabei wäre wesentlich, wer diese Zahlungen veranlasst hat. Frau Kreutzmann könnte Vorschläge machen, wie rechtlich gegen die Verantwortlichen vorgegangen werden kann - sofern sie diese nicht aus irgendwelchen Gründen schonen möchte.

Alle diese Daten könnte Frau Kreutzmann sich vom Vorstand der Photon Power geben lassen oder diesen auffordern, diese selbst an die Anleger zu schicken.

Stattdessen verschickt Frau Kreutzmann Rundmails, in welchen sie die Anleihegläubiger bittet, mal so insgesamt 800.000 Euro zu zahlen, über die Fälligkeit der Zinszahlungen nachzudenken usw.

Falls es Frau Kreutzmann wirklich um die Interessen der Anleger gehen sollte, legt sie erst alle Daten auf den Tisch und verschickt dann Newsletter mit Bitten.

Ebenso komisch: Warum hat Frau Kreutzmann offensichtlich Zugriff auf die Emailadressen der Anleihe-Zeichner (Frau Kreutzmann hat rechtlich keinerlei Funktion bei der Photon Power und Angestellte hat die Power lt. Medienberichten nicht)? Hat der Vorstand der Photon Power AG die Emailadressen einfach so weitergegeben und wenn ja warum?
Antwort auf Beitrag Nr.: 51.444.906 von 123solar am 08.01.16 13:37:31
Emails von Frau Kreutzmann
Da Frau Kreutzmann die Veruntreuung mit verantwortet hat, sie war ja in der Vergangenheit im Aufsichtsrat tätig, geht es ihr jetzt nur darum, die eigene Haut zu retten.
Die Forderung der Photon Power AG musste jetzt zur Insolvenztabelle der Photon Holding angemeldet werden, damit besteht eine zumindest geringe Chance, einen Teil zurückzubekommen.
Wenn die Photon Power AG in Zukunft 1,25 Mio EUR an Einspeisevergütung erhält, werden wir auch als Anleihegläubiger das meiste Geld wenn nicht alles zurückerhalten. Das würde auch ein Insolvenzverwalter feststellen, der ist wenigstens nicht kriminell wie die bisherigen Verantwortlichen.
Es bringt doch nichts, durch Verzicht auf unsere Zinsforderung eine Insolvenz zu verhindern wenn die gleichen Personen verantwortlich bleiben.
Im übrigen habe ich heute Anzeige gegen Frau Kreutzmann erstattet wegen Verwendung von Informationen (Emailadressen) die sie nicht haben dürfte, da sie keinerlei Funktion in diesem Unternehmen mehr hat.
Gründung einer Genossenschaft
Hallo,

ich halte es für geboten, mit uns als Kapitalgeber, die mit 50 prozent an der Investition beteiligt sind,
eine Genossenschaft durchzusetzen. Die Idee die Photon Power AG einer Genossenschaft zu übergeben ist der einzige Weg die Investition zu schützen. Siehe Prokon.

Eventuell kann Prokon die PV-Anlagen bei sich mit eingliedern?

Ich bin immer bereit dazuzulernen. Daher fände ich es gut, wenn dieser Gedankengang hier mit pro/kontra diskutiert würde.
Ich habe mich auf die Mailliste von Herrn Althaus gesetzt und unterstütze das Vorhaben zu 100 %.

Mit den zuerwartenden Einahmen laßen sich die PV-Anlagen weiter betreiben, die Schulden zurückzahlen und das eingesetzte Kapital zurückzuerstatten. Vorraussetzung dafür ist, das die Blutsauger mit Ihren unmoralischen Angeboten vor die Tür gesetzt werden.:look:
!
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Meine Einschätzung:
Frau Kreutzmann ist ganz sicher keine ehrliche Vertreterin der Anleger-Interessen!

Sie (sowie Hr. Heuser) weigern sich strikt, irgendwelche Auskünfte zu den noch vorhandenen Vermögenswerten / Zahlungen an Photon holding etc. zu geben - auch nach mehrfachen Anfragen!

Frau Kreuzmann als Aufsichtsrätin der Photon Power AG hat prospektwidrig dafür gesorgt, dass zwei mal Gelder der Anleger (ca. 4,5 Mio) an die Muttergesellschaft Photon Holding, deren Chefin sie ist, ohne Sicherheiten verschoben und dort vernichtet wurden.

Nun versucht Sie auf Teufel komm raus eine Klärung dieser Sachverhalte durch einen Insolvenzverwalter zu verhindern und kommt mit allen möglichen unverschämten Tricks (wie Übernahme durch einen Dritten der völlig wertlosen Ansprüche an Photon Holding für 400T€, alle sollen auf Zinsen verzichten etc.).

Da die Anlagen pro Jahr angeblich ca. 1,2 M€ Stromeinspeise-Vergütung erbringen sollen, an Zinsen für die Banken und uns Anleger aber nur etwas in der Größenordnung von 700T€ fällig sind, muss hier noch viel mehr Geld in dunkle Kanäle (die nie offengelegten Gehälter von Frau Kreuzmann und Hr. Heuser &Co ?) geflossen und endgültig verloren sein!

Die Übernahme durch eine Genossenschaft der Anleihe-Gläubiger hätte für mich großen Charme - wenn das realisierbar ist.

Die Behauptung von Frau Keutzmann in ihrer neuesten e-mail, dass inzwischen ca. 1/3 der Anleihe-Gläubiger einer Aussetzung der Zins-Zahlungen zugestimmt hätte, könnte ein Bluff sein - nur damit die restlichen ohne eigene Überlegung auch noch schnell zustimmen.


Noch ein Querverweis: Auf der Seite
http://www.photovoltaikforum.com/unternehmensgesellschaften-f70/anleihe-photon-power-ag-t57436-s140.html
gibt es einen Hinweis auf eine Anwaltskanzlei vor Ort, die mir kompetent zu sein scheint.
Natürlich haben die Interesse daran, selbst Geld zu verdienen - aber ohne kompetente Vertretung werden wir als geschädigte Anleger da nicht weiterkommen.

Viele Grüße
@ photonopfer

Ich denke eine Genossenschaftslösung ist ein guter Weg. Betreiber könnten vielleicht Prokon, oder Energiekontor (haben ein Büro in Aachen) oder die Naturstrom AG (arbeiten mit Prokon zusammen) sein.

Ich habe mich auch auf die Mailliste von Herrn Althaus gesetzt
Über rationales und irrationales Verhalten: Offener Brief an Frau Kreutzmann
Sehr geehrte Frau Kreutzmann,

Sie haben uns kürzlich gebeten, der Photon Power AG unsere Zinszahlungen bis Januar 2018 zu stunden, "zum Zwecke der Abwendung der Insolvenz der PHOTON Power AG". Herr Althaus, der selbst Gläubiger ist, hat im Zusammenhang mit einer zu bildenden geschlossenen Diskussionsplattform dazu ein Plädoyer verfasst, in dem er ebenfalls dazu aufruft. Er verweist auf seine Erfahrungen als Gläubiger bei den Insolvenzen von Prokon und Solar Millenium, und dass Insolvenzverfahren mit hohen Kosten verbunden sind und oft mit sehr hohen Verlusten für die Gläubiger ausgehen. Er möchte deshalb die Insolvenz auf jeden Fall vermeiden: "Deshalb plädiere ich dafür, auf den Vorschlag von Frau Kreutzmann einzugehen und möglichst bald die Stundung der fälligen Zinszahlungen zu erklären, sofern das noch nicht geschehen ist! Dadurch entsteht uns kaum ein Nachteil, weil es auch ohne diesen Schritt nicht zu der planmäßigen Zinszahlung an die Anleger/-innen kommen dürfte."

Sie dagegen stellen uns in Aussicht, dass wir Anleger bei Vermeidung der Insolvenz unsere vollen Forderungen beglichen bekommen: "Eine Sanierung des Unternehmens ist nicht nötig, da die Bedienung der Anleihen bis einschließlich der Zahlung der letzten Anleihe im Jahr 2032 im Normalbetrieb gesichert ist."

Was hält mich also davon ab, in dieser doch eindeutig zu scheinenden Wahl mich bislang für das Insolvenzverfahren zu entscheiden? Sind es "emotionale Sperren ..., auf diesen Vorschlag einzugehen", "vage Spekulationen" oder "schlicht Missverständnisse", wie Herr Altmann vermutet?

"Wir sollten versuchen, möglichst rational zu handeln", meint Herr Altmann, und dem stimme ich zu. Lassen Sie mich deshalb meine Bedenken schildern. Ich wäre sehr froh, wenn Sie sie durch entsprechende Fakten, Erklärungen und gegebenenfalls Richtigstellungen zerstreuen würden!

"Rational" ist der Rechenstift. Rational sind ferner Beobachtungen, logische Schlussfolgerungen sowie das Lernen aus Erfahrung, d.h. der Annahme, dass in der Zukunft Ähnliches zu erwarten ist wie in der Vergangenheit, wenn Akteure und Umstände einander gleichen.

Fangen wir mit dem Rechenstift an. Laut der "Ertragsübersicht aller Anlagen" auf der Photon info Site betrugen die Erträge im sonnigen 2014 1250000 Euro, also 1 1/4 Million. in 20 Jahren Laufzeit von sowohl Einspeiseverträgen als auch unseren Anleihen kommen also insgesamt 25 Millionen an Einnahmen zusammen. Das ist gut gerechnet, denn 2014 war ein ausgesprochen sonniges Jahr, und da gab es auch noch Camp Astrid 2 mit einem Jahresertrag von an die 90 000 Euro, welches inzwischen verkauft wurde und Conexon gehört. Laut der Bilanz 2013 der Photon Power AG im Unternehmensregister (die Bilanzen 2014 und 2015 sind noch nicht veröffentlicht) gibt es Anleihen im Wert von 7,7 Millionen, die allermeisten davon langfristig. Hinzu kommen 5,4 Millionen Kredite von Kreditinstituten, davon gut 3 Millionen langfristig. Die Schulden bei den Kreditinstituten sind dabei durch Buchgrundschuld, Selbstschuldnerische Bürgschaft, Sicherungsübereignung und Abtretung der Einspeisevergütung gesichert, die Anleihen durch nichts.

Bekanntlich sind unsere langfristigen Anleihen mit 7,5% verzinst. Der Einfachheit halber rechne ich 7,7 Millionen mal 7,5 geteilt durch hundert als ca. 500 000. Mal zwanzig Jahre, macht 10 Millionen in Zinszahlungen an die Anleger. Will man am Ende auch unsere Anleihen zurückzahlen, wären von den 25 Millionen schon über 17 weg. Plus rund 5 Millionen Kreditrückzahlung an die Kreditinstitute, sind noch knapp 5 Millionen da. Davon müssen die Zinsen an die Kreditinstitute sowie sämtliche laufenden Ausgaben, die nicht durch die Kredite bezahlt wurden, beglichen werden. Ich weiß nicht, wie lange die Verträge mit den Banken laufen und nicht, wie hoch die Zinsen sind. Aber es ist klar, dass es so eng ist, dass es schon so kaum funktionieren kann und am Ende unsere Rückzahlungen weitgehend in Form der Solarparks bestehen müssen. Schon da stellt sich die Frage, ob die dann 7 1/2 Millionen wert sein werden. (In der Bilanz 2013 ist das Anlagevermögen mit etwa 10 1/2 Millionen veranschlagt.) Aber das war ein bekanntes Risiko, welches die meisten von uns eingingen, weil wir die Solarenergie so schön finden.

Keinesfalls aber ist da Raum für über 4 Millionen, die man mal so einfach der Photon Holding schenkt. Sie selbst schreiben in ihrem 3. Update vom 19.12. 2015: "Ich habe hierzu jetzt noch eine Hürde zu nehmen, die ich bis dato übersehen hatte. Die PHOTON Power AG selbst hat eine Forderung von rund 4 Millionen Euro gegen die Holding, ist also selbst Gläubiger. Altvorstand Heuser hatte diese Forderung nicht zur Tabelle angemeldet, weil ohnehin keine Aussicht bestand, von der insolventen Holding hiervon irgendeinen spürbaren Betrag zurück zu erhalten. Die Forderung wurde jetzt aber vor wenigen Tagen von dem neuen Vorstand auf bestreben des Insolvenzverwalter Schmitz angemeldet und muss jetzt von mir berücksichtigt werden."

In diesem Forum wurde ganz zu Anfang des Diskussionsstrangs auf die Bilanzveröffentlichungen des Unternehmensregisters hingewiesen. Demnach hat die Photon Power AG im Geschäftsjahr 2013 Forderungen in ihren Aktiva von etwa 4,3 Millionen am 31.12.2012 auf 162 Tausend am 31.12.2013 herabgestuft. Wohl infolgedessen ergab sich ein Jahresfehlbetrag 2013 von etwa 4 1/2 Millionen, gegenüber einem Jahresfehlbetrag von etwa 50 Tausend im Jahre 2012.

Erste Frage von mir: Sind das die gut 4 Millionen, von denen Sie in Ihrem 3. Update sprechen, die einfach so abgeschrieben wurden? Ich habe wenig Ahnung von Wirtschaft und nachschlagen müssen, was das bedeutet, "zur Tabelle anmelden". Es bedeutet laut Lexikon, dass, wenn eine Firma pleite geht, sich diejenigen, die von der Firma noch was zu bekommen haben, melden und ihre Forderungen eintragen lassen. Und das hat die Photon Power AG nicht getan??? Und Sie als Geschäftsführerin der Photon Holding haben das Geschenk angenommen??????? Da bin ich aber froh, dass der jetzige Insolvenzverwalter das wieder berücksichtigt!

In den folgenden Jahren liegt in erster Linie die Zinszahlung und Tilgung der Bankkredite an. Denn wenn das versäumt wird, ist die Photon Power AG wieder insolvent und gehört den Banken - siehe die Sicherungen. Ich möchte Sie fragen:
Wie hoch sind die Forderungen, die die Kreditinstitute noch an die Power AG haben, und was sind die Laufzeiten und Zinsraten?

Denn nur dann können wir ausrechnen, wieviel uns Anleihezeichnern noch bleibt.

Aber das war ja schon 2013. Das erklärt nicht, wieso auf einmal jetzt, 2016, nach einem weiteren Rekordjahr Sonne und entsprechend Einspeisevergütung von über einer Million, unsere Zinsen in Höhe von 500 000 nicht gezahlt werden können. Insbesondere, als im Frühjahr Camp Astrid 2, wie auf der Photon Info Site angekündigt, verkauft worden ist. Im Gegensatz zu den Ankündigungen, dass der Erlös für äquivalente andere Solarfelder ausgegeben werden sollte, habe zumindest ich bislang nichts über einen Neubau von Solarfeldern erfahren. Für ein Feld, das fast 90 000 Euro im Jahr an Einspeisevergütung bringt, gehe ich davon aus, dass es vermutlich so an ein Million oder mehr eingebracht haben muss. Wo ist also das Geld hin? Sind davon die Bankforderungen beglichen worden? Oder ist noch mehr Geld irgendwo in Ihrer Holding GmbH versackt?

Alles, was die Power AG nicht auszezahlt oder rückgestellt hat für die zukünftigen Forderungen der Banken und Anleihezeichner; alles, was der Mutter Holding oder insolventen Schwesterfirmen der Power AG gegeben wurde, ist ja von der Gesamtsumme der Einnahmen von 20-25 Millionen Euro Erlösen Einspeisevergütung in 20 Jahren verloren. Da die Gesamtsumme dann nicht reicht, ist die Frage der erneuten Insolvenz dann lediglich eine Frage der Zeit. Wie lange das angesichts der schon verschwundenen 4 Millionen dauert, hängt wesentlich vob den noch laufenden Bankkrediten ab. Deshalb noch mal:

Können Sie uns bitte die noch laufenden Forderungen der Banken an die Power AG offen legen? Sowie eventuelle weitere Forderungen, die aus anderen Krediten entstehen und entstanden sind, so wie jetzt Leute Kredite zur Abwendung der Insolvenz angeboten haben, durch Stundung der Zinsen oder anderweitig? Können Sie bitte auch schildern, was die durchschnittlichen laufenden Ausgaben sind (Gehälter, Wartung, Reparaturen etc.), die man ja von den Erlösen abziehen muss? Und können Sie bitte über die gesamte Restlaufzeit der Anleihen überschlagsmäßig vorrechnen, wie angesichts der schon verschwundenen vier Millionen und den vorrangigen Forderungen der Banken, verglichen mit den Erlösen durch die Einspeisevergütungen, die "Bedienung der Anleihen bis einschließlich der Zahlung der letzten Anleihe im Jahr 2032 im Normalbetrieb gesichert" werden soll?

So viel zum Rechenstift.

Nun zur Erfahrung und der Annahme, dass die Zukunft so ist wie die Vergangenheit, wenn man auf ähnliche Umstände und Aktöre trifft. Sie schreiben in Ihrem 5. Update, wo Sie um die Stundung unserer Zinszahlungen bitten: “Ich musste auf dieselbe Art Mitte 2014 für die PHOTON Publishing GmbH einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens abwehren (ein Fremdantrag, nicht wie in diesem Fall ein Eigenantrag). Damals haben nahezu 100 Prozent der Gläubiger einer Stundung bzw. Ratenzahlung zugestimmt, das Gericht hat erwartungsgemäß keinen Insolvenzgrund mehr gesehen, das Verfahren wurde nicht eröffnet. Es funktioniert also.”

Das ist eine Halbwahrheit. Dem pv magazine vom 21. Januar 2015 kann man entnehmen: “Nun läuft ein Verfahren wegen Insolvenzverschleppung gegen die Geschäftsführung der Photon Publishing. Dies bestätigte die Aachener Staatsanwaltschaft auf Nachfrage.” Ich weiß nicht, was aus den staatsanwaltlichen Ermittlungen wurde – aber jedenfalls ist die Photon Publishing doch jetzt insolvent, oder? Oder weshalb ist im Mediakit der Photon-Zeitschrift
http://www.photon.info/upload/Media_kit_PHOTON_Germany_2015_4652.pdf
“Photon International” und nicht “Photon Publishing” als Ansprechfirma genannt? Diese “Photon International”, in der Sie wie in der Holding und der Publishing GmbH Geschäftsführerin sind, ist im Unternehmensregister im September 2015 neu eingetragen worden, mit Sitz in Potsdam!
Wird hier die Ablösung der insolventen Photon Europe durch die Photon Publishing im Jahre 2013 wiederholt? Soll das das Vorbild auch für das Vorgehen bei der Photon Power AG sein?

Als die Photon Europe insolvent wurde, berichtete das pv magazine am 18. April 2013: “Laut einer Gläubigerliste der Photon Europe GmbH stehen 9 Millionen Euro an Verbindlichkeiten zwei Millionen an Vermögenswerten gegenüber. Die Zahlen werden am Freitag im Gläubigerausschuss diskutiert.” Auf der Website des PhotonWatchBlog werden darüber viele Einzelfälle der Gläubiger berichtet. Das reicht von nicht bezahlten Gehältern über nicht bezahlte Hotelrechnungen bis zu nicht bezahlten Leistungen von fast 11000 Euro vom Caritas Behindertenwerk.
http://photonwatch.blogspot.de/search/label/Caritas
7 Millionen Euro Einzelschicksale!

Damals wurde dann die Zeitschrift Photon von der Photon Publishing weitergeführt. Das pv magazine schreibt dazu am 6. Februar 2013: “Die Photon Holding hält die Verwertungsrechte der Marke Photon. Die insolvente Photon Europe hat die Magazine lediglich produziert und vermarktet. Bei einer Insolvenz, die jetzt eingetreten ist, kann die Photon Holding die Verwertungsrechte letztlich an beliebige Dritte lizenzieren. Im Falle einer Insolvenz der Produktions- und Vertriebsgesellschaft gehen deren Gläubiger leer aus, obwohl die Gesellschafterin Photon Holding über Tochtergesellschaften die Geschäfte vor und nach der Insolvenz steuert. Die Konstruktion der Photon Publishing scheint jetzt die gleiche wie bei der Photon Europe zu sein, so dass die Mutterholding und ihre Eigentümer, falls es wieder zu einer Insolvenz kommen sollte, wieder durch die Rechte abgesichert sein würden und lediglich mit dem Mindeststammkapital der  GmbH in Höhe von 25.000 Euro für mögliche Schulden der Photon Publishing als Produzentin der Magazine einstehen müsste.”

Als Photon Europe insolvent wurde, hatte man eine Zeitlang versucht, die Gesellschaft zu retten durch Zahlungen der Photon Power AG. Diese seien jedoch weitgehend zurückgeflossen, wie der Power AG Vorstand Ralf Heuser in einem Interview mit dem pv magazine erläuterte.
http://www.pv-magazine.de/downloads/interview-ralf-heuser-vorstand-der-photon-power-ag/?L=1
Damals wurde auch schon in diversen Medien die Rechtmäßigkeit eines Geldtransfers als Kredit von der Power AG zur Publishing GmbH diskutiert, weil das Risiko einer Investition in Printmedien doch viel größer sei als in Solarfelder mit staatlich garantierter Einspeisegarantie. Das hat jedoch offensichtlich weder Herrn Heuser als Vorsitzender der Power AG noch Herrn Philippe Welter als Vorsitzenden des Aufsichtsrats der Power AG noch Sie als Aufsichtsrätin in der Power AG oder Sie als Geschäftsführerin sowohl der Muttergesellschaft Photon Holding GmbH als auch der Photon Publishing GmbH daran gehindert, über vier Millionen als Anschubfinanzierung in die “neugegründete” Photon Publishing und die Holding zu stecken! Und das dann für die Power AG als wertlos abzuschreiben, als die Publishing GmbH wie die Photon Europe insolvent wurde.

Ich möchte fragen: Wenn jetzt tatsächlich die aktuelle Insolvenz der Power AG abgewendet werden sollte, und falls tatsächlich nach Bezahlung der Bankkredite Geld übrig sein sollte – was sollte dann Sie, Herrn Heuser und Herrn Welter daran hindern, die Power AG wiederum für die neugegründete Photon International in Potsdam zu melken? Was könnte Sie daran hindern, nach Camp Astrid vielleicht ein weiteres Solarfeld zu verkaufen, ohne dass das Geld uns Anleihezeichnern zugute kommt? Wenn wir jetzt weitere zwei Jahre auf unsere Zinszahlungen verzichten, wer garantiert uns, dass in dieser Zeit nicht der Rest der Power AG, der uns jetzt vielleicht noch bleibt, auch noch verscherbelt wird? Sie schreiben in ihrem 6. Update: “Wird die Insolvenz abgewendet würde ich gern zu einer Versammlung der Anleihezeichner einladen und Möglichkeiten vorstellen, die PHOTON Power AG von der Holding zu lösen, damit eine solche Situation künftig nicht mehr auftreten kann …. Bei dem Treffen können wir dann gerne die Zahlen im Detail durchgehen und auch Annahmen, wie z.B. die jährliche Degradation der Module, diskutieren.” Ich meine, dazu war seit Anfang November, als Sie Ihre erste mail an die Anleger schickten, genug Zeit. So etwas muss vorher, vor irgendeiner Hilfe von uns, besprochen werden, nicht als Treffen für hinterher angekündigt. Solche Fragen waren doch vorhersehbar und lagen die ganze Zeit auf der Hand. Tatsächlich hätte man uns als Leser der Photon und Inhaber der Anleihen schon viel eher informieren und ins Vertrauen ziehen sollen. Wir sehen, was uns von den schönen Versprechungen auf dem Flyer und den Dokumenten zur Power GmbH blieb. Wie die Engländer sagen: “Fool me once, shame on you – fool me twice, shame on me.”

Jetzt uns anzustacheln mit dem Schreckgespenst des weitgehenden Kapitalverlusts auf der einen Seite und mit dem Zuckerbrot der gesunden Firma, bei der nach Abwendung der Insolvenz “die Bedienung der Anleihen bis einschließlich der Zahlung der letzten Anleihe im Jahr 2032 im Normalbetrieb gesichert” sei, wobei weder das eine noch das andere durch irgendwelche Daten untermauert wird, und uns anzutreiben mit dem Argument des zeitlichen Drucks: “Bitte beachten Sie, dass das vorläufige Insolvenzverfahren in einem außergewöhnlich hohen Tempo voran getrieben wird. Der vorläufige Verwalter hat bereits für nächste Woche den Besuch eines Verwertes angekündigt. Üblich ist dies normalerweise erst im eröffneten Verfahren. Ich gehe deshalb davon aus, dass uns bis zur Verfahrenseröffnung nur noch wenige Tage bleiben. Ein einmal eröffnetes Verfahren kann dann nicht mehr gestoppt werden”, wie Sie es in Ihrem 7. Update tun, finde ich zutiefst manipulierend und unseriös.

Ich halte es nach all dieser Vergangenheit für dringend nötig, dass wir als Anleihezeichner nicht nur dumme nachrangige Gläubiger sind, sondern Einsicht in laufende Geschäfte und Mitspracherecht bekommen. Ich sehe ein, dass es schön wäre, wenn das ohne teures Insolvenzverfahren geht. Könnten wir Anleihezeichner zu Aktionären der Power AG werden? Uns vielleicht unsere Zinsen in anteiligen Aktien auszahlen lassen? Oder kann man die Power AG als Anlegergenossenschaft weiterführen?

Sie sind die Geschäftsführerin der Holding, in der mehr als die Hälfte des Werts der Anleihen spurlos versackt ist. Wie haben Sie das mit Ihrer Rolle als Aufsichtsrat in der Power AG vereinbaren können? Jetzt schicken Sie uns seit zwei Monaten mails, dass Sie die Power AG vor dem bösen Insolvenzverwalter retten wollen, und wir Ihnen dabei durch allerlei Zahlungen helfen sollen. In all dieser Zeit haben Sie nicht erklärt, wieso die Power AG eigentlich ihre Zinszahlungen nicht bedienen kann – trotz Supersonnenjahr und Verkauf von Camp Astrid 2.

Fazit: Ich weiß nicht, wo ich irrational oder emotional handele, wenn ich unter diesen Bedingungen meine Zinszahlungen nicht stunde. Ich glaube, dass vielmehr diejenigen, die ohne irgendwelche Kenntnis der derzeitigen Finanzlage der Power AG ihre Zinsen stunden, emotional handeln, weil das so geschickt und manipulierend dargestellt wird. Ich habe keinen Hinweis darauf, dass ich schlechter stehe mit einem Insolvenzverwalter, der die uns bislang vorenthaltene Daten auf den Tisch legt und wenigstens dafür sorgt, dass unsere Forderungen nicht stillschweigend unter den Teppich gekehrt werden, als mit Gesellschaftern und Aktionären, die die Power AG als Melkkuh für andere Zwecke als die im Anlegerprospekt beschriebenen missbrauchten und eventuell weiter missbrauchen werden.

Wenn ich das falsch sehe – ich wäre wirklich, wirklich froh, wenn Sie das sachlich richtig stellen, meine Fragen beantworten und vor allem die finazielle Situation offen legen.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Träumer, der unangenehm geweckt wurde

KleinNemo
Antwort auf Beitrag Nr.: 51.463.698 von KleinNemo am 11.01.16 15:59:14
Das trifft den Nagel zu 100% auf den Kopf!
Sehr guter Beitrag - Danke!
bin mal gespannt, ob da was anderes als Nebelkerzen und unseriöse Vorschläge als Antwort kommt.
Eine geschlossene Diskussionsplattform lässt sich übrigens sehr leicht und kostenlos über Yahoo Groups herstellen:

https://en.wikipedia.org/wiki/Yahoo!_Groups
https://groups.yahoo.com/neo
https://help.yahoo.com/kb/SLN2444.html

Wir bräuchten nur einen Moderator, der die Gruppe einrichtet und die Mitgliederliste verwaltet, Neuzugänge aufnimmt, Abmeldungen löscht und gegebenenfalls auf die Gruppendisziplin achtet. Die regionalen Homeschooling-Gruppen in England zum Beispiel arbeiten mit geschlossenen Yahoo Groups.
Ein Unsicherheitsfaktor ist natürlich bei solchen Gruppen, dass der Moderator nicht feststellen kann, ob die, die sich melden, wirklich die sind, die sie vorgeben zu sein. In den Homeschool-Gruppen wird das Problem dadurch gelöst, dass man bloß reinkommt, wenn ein anderer, der schon Mitglied ist, einen dem Moderator bestätigt, oder man sich selbst und seine Kinder auf einem der zahlreichen Treffen anderen persönlich vorgestellt hat. Ich weiß nicht, ob wir so eine Sicherheit brauchen?

Jedenfalls fände ich es schön, wenn so eine geschlossene Gruppe ergebnisoffen ist. Der Moderator kann natürlich eine dezidierte Meinung haben, aber die Gruppe sollte nicht zum Ziel haben, eine Insolvenz zu vermeiden oder anzustreben oder sonst etwas. Zudem sollten die Interessen der Photonspitze oder auch Insolvenzverwaltern, Rechtsanwälten etc, und uns Anlegern nicht vermischt werden, was m.E. die Aufnahme von ihnen als Mitglied oder auch ihre technische Mithilfe bei der Erstellung der Plattform ausschließt.
An KleinNemo: sehr schöner Beitrag! Der bringt die Sachverhalte sehr gut zur Geltung.

Auch ich finde es eine absolute Unverschämtheit, dass die von Frau Kreutzmann als Geschäftsführerin damals geleitete Photon Europe GmbH lt. obigen Link zu Photonwatch dem Caritas Behindertenwerk GmbH Lieferungen und Leistungen vom 31.10.2011 bis zum 30.06.2012
in Höhe von 10.969,96 Euro nicht bezahlt hat. Die Insolvenz kam viel später, nämlich Ende 2012. Man fragt sich: wie wichtig war der Geschäftsführerin der Photon Europe die Bezahlung der Rechnungen von Gläubigern, welche diese sicherlich sehr notwendig brauchten, wie z.B. dem Behindertenwerk?

Auf http://www.kununu.com/de/all/all/so/photon-publishing1/a/T0BoU1N2 ist nachzulesen, dass Mitarbeiter ihre Löhne gegenüber der ebenfalls von Frau Kreutzmann geführten Photon Publishing GmbH gerichtlich durchsetzen musste - durch Pfändung des Kontos der Photon Publishing!!! Es ist davon auszugehen, dass die Mitarbeiter Arbeitsverträge hatten.
All dies Indizien dafür, inwieweit diesem Unternehmen wichtig ist, gegenüber Dritten gemachten Zusagen einzuhalten.

Ich glaube jedenfalls dem vorläufigen Insolvenzverwalter. Dieser ist kein böser Mann, sondern ist vom Gericht bestellt und macht einfach seine Arbeit. Eine Insolvenz deckt alles auf und vor allem beendet es das Handeln der bisher Verantwortlichen.

Ich kann KleinNemo nur zustimmen: Frau Kreutzmann hätte bereits mit ihrer ersten Mail zu einer öffentlichen Versammlung einladen können (wobei weiterhin fraglich ist, warum nicht Herr Heuser diese Mails schreibt und ob Frau Kreutzmann überhaupt rechtmäßigen Zugriff auf die Email-Daten der Anleihegläubiger haben darf). Bei dieser Versammlung hätte Herr Heuser alle Daten und Zahlen auf den Tisch legen können. Diese hätte man dann innerhalb der folgenden Tage von unabhängigen Fachleuten überprüfen lassen können.

Aber jetzt Zeitdruck zu machen ohne dass alle Daten, Bilanzen und Fakten auf dem Tisch sind oder gar auf Zinszahlungen zu verzichten... warum sollte sich dann am Verhalten der Beteiligten etwas ändern?

Ein Insolvenzverfahren der Photon Power AG dürfte der beste Weg sein, um einen maximalen Anteil der Gelder der Anleihegläubiger zu retten. Denn nur dann gibt es andere handelnde Personen und die Überweisungen dürfen nicht mehr von den bisherigen Verantwortlichen veranlasst werden, sondern vom Insolvenzverwalter. Dies ist nur meine private Meinung.
Sehr geehrte Foristen,

wie bereits in der Vergangenheit angekündigt und aufgrund von Interessensbekundungen verschiedener Gläubiger lade ich interessierte PHOTON-Anleger zu einer Telefonkonferenz ein, die am kommenden

Donnerstag, den 14. Januar 2016 um 19:00 Uhr

stattfinden soll.

Die Einwahldaten werde ich interessierten Anlegern auf Wunsch individuell mitteilen. Sie erreichen mich telefonisch oder per E-Mail unter vos (at) muellerseidelvos.de.

An dieser Stelle verweise ich ergänzend auf meine bisherigen Ausführungen zur PHOTON-Thematik, die Sie auch auf unserer Homepage www.muellerseidelvos.de im Bereich "Unsere Fälle" / PHOTON Power AG finden.

Viele Grüße
Daniel Vos
Organisation einer geschlossenen Mailgruppe der Anleger
Schon melden sich Rechtanwälte und beginnen die Organisation der Anleger. Wenn wir eine unabhängige kostenlose Alternative wollen, muss das sehr bald, sprich jetzt geschehen. Auch das nach Anne Kreutmanns Rundmails "ungewöhnlich schnelle" Vorgehen des Insolvenzverwalters - wofür der vielleciht gute Gründe hat, die durchaus in unserem Interesse sein können, aber nicht müssen - rät zur Eile. Ich finde das toll, wenn Herr Altmann das organisiert - möchte aber hier einen Vorschlag zur Beschleunigung der Prozedur machen.

Meines Erachtens könnte man sofort auf der Stelle und jetzt eine geschlossene Yahoo Group "Photon Power AG Anleihezeichner" einrichten, und wer dann dazu stoßen will, kann sich ja dann bei dieser Yahoo Group anmelden. Auch da kommt dann dann jeder in der Group an die mail-Adresse der anderen, aber das wird dann ja schon aus seiner Anmeldung klar, dass er damit übereinstimmt. Man braucht also gar keine Adressen sammeln oder Einwilligungen oder Erklärungen abgeben. Worauf warten wir eigentlich noch?

Das einzige Hindernis ist meines Erachtens die Verifizierungsprozedur, dass derjenige, der sich da anmeldet, tatsächlich ein Anleihezeichner der Power AG ist. Keine Ahnung, wie Herr Althaus das derzeit macht. Derzeit kann jeder, der irgendwie an sein "Formular" in Annegret Kreutzmanns 7. Rundmail drankommt, sich bei ihm für einen Anleger ausgeben. Außerdem hat man nicht die Gewähr, dass Frau Kreutzmann wirklich alle Anleger anmailt und so alle sein Formular erhalten haben. Last not least ist derzeit nicht ganz klar, in welchem Zusammenhang Frau Kreutzmann und die von ihr und Herrn Altmann gehoffte Abwendung der Insolvenz mit der von Herrn Althaus geplanten Mailgroup steht. Meines Erachtens sollte eine Mailgroup, welche Anlegerinteressen vertritt, geschlossen gegenüber Photon Akteuren sein; sonst ist ein ehrlicher Austausch unter den Anleihezeichnern unmöglich.

Als Alternative könnte man ein System machen, wie es sonst bei vielen geschlossenen Gruppen gemacht wird: Jemand, der schon drin ist, bestätigt, dass er den kennt, der da rein will. Ansonsten wird zu regionalen Treffen aufgerufen, wo man sich persönlich vorstellt und und gegebenenfalls ausweist.In unserem Fall könnten wir einen Ausweis und das Anleihezertifikat mitbringen.

Die Eröffnung einer Gruppe kann heute, jetzt geschehen. Ihre mail-Adresse bzw. Group-Name kann dann an alle, die sich bei Herrn Althaus gemeldet haben, von ihm rundgemailt werden sowie öffentlich hier auf der Wallstreet online Site gepostet werden. Hier gucken sehr viele drauf, auch wenn nur eine Handvoll selber posten. Auch andere Medien könnte man einspannen, zu berichten, auf welcher Site sich die Anleger organisieren. Ein Verifizierungsprozess wie oben geschildert ist absolut sicher und könnte auch in ein, zwei Wochen geschehen sein. Das funktioniert nach einigen regionalen Anfangstreffen als Schneeball - jeder wohnt irgendwo, wo er sich mit irgendeinem Mitglied der Group treffen kann, der ihn verifiziert. Aus meiner Erfahrung mit geschlossenen Yahoo Groups klappt das prima, Ich war allerdings nie Owner oder Administrator einer Group, und wenn Herr Althaus das macht, fände ich das sehr toll.
Antwort auf Beitrag Nr.: 51.473.286 von KleinNemo am 12.01.16 15:55:41
Wolf oder Schaaf
Grundsätzlich sollte man doch mal überlegen wer ist hier der Wolf und wer ist das Rotkäppchen. Wo sind die Gelder hingegangen und wer hat diese Gesellschaften verwaltet? Wie liegt die wahre Interessenslage von Frau Kreutzmann? Sie war im Aufsichtsrat nahezu aller Gesellschaften und ist somit vertraut mit dem Zahlenwerk. Warum kommt all dies erst jetzt heraus wenn die Forderungen der AG schon vor Jahren abgeschrieben wurden? Nun sollen alle auf Ihre Ansprüche verzichten zugunsten derer die die Situation verschulden und noch mehr den Verursachern mit neuem Geld helfen? Frau Kreutzmann, Ihre Updates sind ja ganz nett aber Ihre Ziele nicht im Sinne der Anleger. Erklären Sie erst mal wo das Geld letztendlich hin gegangen ist und wie Sie verantworten können das die Gelder entgegen der Versprechungen bei der Ausgabe der Anleihen nicht zum Bau der PV Anlagen verwendet wurden. Warum wurden Fremdkredite stattdessen aufgenommen? Sie sollten zunächst mal mit offenen Karten spielen.
Fragen zu der Einspeisung von Avantis 1 und der Avantis Halle
Hallo alle,

SMA Wechselrichter bietet eine Online Überwachung der von ihnen versorgten Anlagen namens "Sunny Portal" an, in der auch das Avantis 1 Feld und die Avantis Halle verzeichnet sind. Es gibt dazu auch einen Link auf der Photon.info Power Site, auf der "Ertragsübersicht" Site ganz unten. Wohl als Service, dass man uns Anleihezeichner, wie versprochen, regelmäßig informiert.

Die Einträge zu Avantis 1 und der Halle

https://www.sunnyportal.com/Templates/PublicPageOverview.aspx?page=b7afb09a-9d90-47a5-9bf2-59b30a4bfa08&plant=de0444d0-a920-4237-9c95-63c2591e687d&splang=en-US

https://www.sunnyportal.com/Templates/PublicPageOverview.aspx?page=aa151943-4ea7-4eac-b25d-d09b9e88fc54&plant=3726a65e-4488-48b7-8568-4655f1003e9a&splang=de-DE

brechen ab März 2014 ab und werden erst im April 2015 wieder aufgenommen. Im Sommer 2015 gibt es dann eine Aufzeichnungslücke von Anfang Juni bis Mitte September.

Kann sein, dass das in Zusammenhang mit der auf der Photon Info "Firma/Aktuelles" Site Anfang 2014 angekündigten Experimentiererei mit Wechselrichtern steht und lediglich die Daten für das Sunny Portal nicht übertragen wurden. Könnte aber auch heißen, dass hinter den tollen Ertragskurven auf der Photon Info Site genausoviel Realität ist wie hinter den Photon Ausgaben Ende 2015, oder den Heften und Abonnentenzahlen für die Photon 2016 im Media-Kit für die Leute, die Werbung schalten wollen. (Mich jedenfalls wird die Photon nicht mehr zu ihren Abonennten zählen. Müssen wir sie dazu abbestellen, oder hat sich das mit dem Nichterscheinen der Photon Magazine ab Mitte 2015 von selbst erledigt? Nicht dass wir demnächst von einem Heft überrascht werden und damit dann ein weiteres Jahr Abo postuliert wird ....)

Ich bin jedenfalls sehr gespannt darauf, endlich mal Daten und unabhängig belegbare Fakten zu erfahren. Wenn nicht von den Photon Akteuren, dann halt vom Insolvenzverwalter ....
Antwort auf Beitrag Nr.: 51.481.551 von KleinNemo am 13.01.16 14:57:00
Verlässlichkeit Photon
Die Abonnenten von Photon haben gültige Aboverträge. So wie es aussieht, wurden diese nicht informiert, dass die Hefte aktuell nicht mehr erscheinen. Geschäftsführerin der Photon Publishing GmbH ist Frau Kreutzmann. Soviel in Sachen Verlässlichkeit von Zusagen.

Ich würde mein Abo von Photon, wenn ich es nicht mehr möchte (ich habe längst gar keines mehr), schriftlich per Einschreiben kündigen. Nur für die Zeichnung der Anleihen war ein Abo notwendig, nicht für das Halten der Anleihen.

Auf
http://www.photovoltaikforum.com/sonstiges-f13/umfrage-photon-erscheinungsverzug-akzeptabel--t5678-s210.html
steht:

"Eigentlich hat man ja einen Vertrag mit der Photon Publishing GmbH mit dem HRB Aachen 18023.
Zumindest war das im Jahr 2013 und 2014 noch so.

Und nun schreibt einen die Firma Photon International GmbH mit dem HRB Potsdam 28271 an....???? mit Rechnungsstellung per mail an die bei Photon-Control angegebene Adresse.

Bisher erfolgte keine Info das die Firma gewechselt hat. bzw. wurde auch keine Datenfreigabe gegeben die persönlichen Daten an eine andere Firma weiter zu geben. Oder ist dies über die Holding-Struktur gedeckelt?
Auch gab es keine Information ob sioch die AGB geändert haben..??

Wie ist denn hier überhaupt der Rechtsstatus??"

Ich weiß nicht, ob es dabei um ein Abo geht. Doch es zeigt, dass die neue Firma bei welcher Frau Kreutzmann Geschäftsführerin ist, offensichtlich bereits operativ tätig ist, zumindest die Rechnung verschickt hat. (sofern das stimmt, was auf photovoltaikforum.com steht, doch ich wüsste nicht, warum das sich jemand ausdenken sollte)

Grob gesagt: sofern Photon z.B. eine Zusage zur monatlichen Zeitschriftenlieferung nicht einhält, gibt es keine Rundmail von Frau Kreutzmann. Sofern Photon aber etwas möchte von bestimmten Gruppen, halt mal so, dass die Zinsen jetzt nicht gezahlt werden müssen oder halt mal 800.000 Euro, dann gibt es sehr viele Mails. Selbstverständlich ohne vorher alle Daten und Fakten auf den Tisch zu legen.

Im Fordern sind sie echt klasse, beim Einhalten von eigenen Zusagen sind sie nicht gerade der Meister.
Bemerkenswert finde ich auch, dass die Forderung der "Photon Power AG" über ca. 4 Mio € (verlorener Kredit an die Muttergesellschaft "Photon Holding") vom Geschäftsführer Hr. Heuser im Rahmen der Insolvenz der letzteren anscheinend nicht angemeldet wurde. Trotzdem versuchte Frau Kreuzmann als Aufsichtsrätin der der "Photon Power AG" per e-mail jemand dazu zu bewegen, diese Forderung für 400T€ abzukaufen.
Wie passt denn das zusammen? Entweder ist sie komplett wertlos - da bei der "Photon Holding" eh nichts mehr zu holen ist - oder diese Forderung wurde absichtlich zum Schaden der Anleihegläubiger und zum Vorteil der "Photon Holding" nicht angemeldet.
Existiert eigentlich Hr. Heuser, der nominelle Geschäftsführer der "Photon Power AG" noch? Ich habe bisher keine Stellungnahme von ihm gesehen. Eigenartigerweise wurde ja auch die Insolvenz der "Photon Power AG" nicht von ihm angemeldet, sondern von der Aufsichtsrätin Frau Kreutzmann. Offensichtlich regiert Frau Kreutzmann alle Firmenteile im Alleingang?
Antwort auf Beitrag Nr.: 51.491.526 von ktpv am 14.01.16 15:11:33
Inkonsistenzen, virtuelle Photon-Ausgaben und Camp Astrid 2
Ja, dieser Widerspruch ist offensichtlich, dass Frau Kreutzmann jemandem Forderungen verkaufen möchte, die sie selbst gemeinsam mit den anderen Photon Akteuren als wertlos abgeschrieben hat; und das spricht sie auch selbst in ihrer mail an, ohne es wirklich zu entkräften.

Aber je mehr ich in die Sites zur Photon gucke, desto mehr Fragen tun sich mir auf. Man gucke auf die aktuelle englische Photon.info-Startseite:

http://www.photon.info/photon_home_en.photon

Hat jemand hier eine Photon 10/2015 erhalten?

Oder die Vorgänge um Camp Astrid 2 und das abgebrochene Avantis 3 Feld:

Laut der Photon.info Power Aktuelles Site, stellt man im September 2013 den Bau des im April 2013 angefangenen Avantis 3 Feldes ein, weil die Vergütungen für Module so gering geworden seien, dass sich das nicht rechnen würde. " ...der absolute Ertrag wäre dann so klein, das der Aufwand für den Bau und Betrieb nicht gerechtfertigt wäre und ein zu großes Risiko darstellen würde."

Im Dezember 2014 schreibt man dann:
"Anfang. Dezember wurde beschlossen im Frühjahr 2015 die Planungen zum Bau von neuen Solaranlagen wieder aufzunehmen. Das weiterentwickelte Montagesystem und die automatische Montage sollen ausprobiert werden. Die neuen Anlagen sollen in drei kleineren Einheiten von 120 bis 250 Kilowatt gebaut werden. Diese neuen Anlagen könnten auf Reserveflächen auf den eigenen Grundstücken errichtet werden. Damit könnten die Baukosten sehr niedrig gehalten werden, da vorhandene Infrastruktur genutzt werden kann. Die Finanzierung der neuen Anlagen soll über eine Umschichtung im Portfolio gestaltet werden. Favorisiert wird der Verkauf von Camp Astrid 2, der kleinsten Freilandanlage. Mit den neuen Anlagen sollen die wegfallenden Erträge der verkauften Anlage in gleicher Größenordnung kompensiert werden."

Auf der Photon.info Power Die Anlagen Site ist Camp Astrid 2 noch verzeichnet. Das sind die angegebenen Daten:


Camp Astrid 2

Inbetriebnahme am 27.09.2012 (Netzanschluss 27.11.2012)

Leistung 648 kW

spezifischer Jahresplanertrag: 825kWh/kW

Einspeisevergütung: 0,159€/kWh

Jahresertragserwartung im ersten vollen Jahr: 85.000€

Die "gleiche Größenordnung" der "drei kleineren Einheiten von 120 - 250 Kilowatt" bezieht sich also bestenfalls auf die Leistung, nicht auf den Erlös. Denn während die Einspeisevergütung im September 2012 für Astrid 2 noch fast 16 Cent pro kWh beträgt, ist die Vergütung 2015 laut der tatsächlich erschienenen Photon 6/2015 durchschnittlich 9,17 Cent. ("Die Kleinen sind raus", S. 14f.) Und wenn ich die beste Annahme rechne, dass man zwei Einheiten a 250 und eine a 120 bauen will, komme ich auch nur auf 620 kW, während Astrid 2 648 kW hat.

Auch wenn man die "Baukosten sehr niedrig" hält, erzählt mir der Taschenrechner, dass ich mit den "geplanten" drei neuen Anlagen dann nur wenig mehr als die Hälfte der Einnahmen des verkauften Camp Astrid 2 habe. Astrid 2 hatte eine Jahresplanerwrtung an Vergütungen von 85 000 Euro. Das neue hätte gerade mal etwas unter 47000 gebracht. Differenz 38 000, mal 20, macht 760 000 Euro weniger an Einnahmen über die Laufzeit unserer Anleihen.

Ehrlich, ich habe den Verdacht, dass die "geplanten" neuen Anlagen wenig mehr als ein Alibi sind. Camp Astrid 2 wurde nicht verkauft, weil man mit neuen Montagemethoden experimentieren wollte, sondern weil sich Ende 2014 abzeichnete, dass man irgendwofür Geld brauchte, und die Montagemethoden sind lediglich ein Vorwand. Und es wurde dann ja auch meines Wissens nix gebaut, jedenfalls steht davon auf der Photon.info Site nix.

Das Wichtigste an Erkenntnissen der letzten zwei Monate ist aber, dass, wie Frau Kreutzmann selbst geschrieben hat, über vier Millionen der Holding geschenkt hat. Zusammen mit dem Wegfall von Camp Astrid 2 ist es damit , wie ich in meinem Offenen Brief (siehe oben) auf dieser Site vorgerechnet habe, so gut wie unmöglich, die Bankkredite und Zinszahlungen für die Anleihen zu bedienen und die Bankkredite zurückzuzahlen mit dem Gesamterlös, was die Anlagen in 20 Jahren einnehmen. Geschweige denn, dass wir unser Geld am Schluss zurückkriegen! Mit diesem "Geschenk" an die Holding war die Insolvenz vorprogrammiert.

Ich vermute, der Insolvenzverwalter hatte gute Gründe, die Spitze der Photon Power AG auszutauschen (ertse mail von Anne Kreutzmann). Insbesondere nachdem Anne Kreutzmann das sinkende Schiff verließ und im September/Oktober 2015 eine neue GmbH Photon International in Potsdam anmeldete, Zweck des Unternehmens: die Photon Zeitschriften zu produzieren. Wie hier auf dieser Site jemand schrieb, es ist fraglich, ob diese neue GmbH Teil der Holding ist. Das macht alles Sinn, inclusive dass Anne Kreutzmann jetzt mit unserer Hilfe die Power AG aus der Holding lösen will, so wie sie vermutlich die Photon Zeitschriften Hertsellung und Vertrieb daraus gelöst hat. Von 25 000 Euro GmbH Einlagen kann man keine große Zeitschrift finanzieren, wie sie es vorhat.

Es ist dringlich, dass das Insolvenzverfahren eröffnet wird und wir die Daten bekommen und die Power AG in eine andere Geschäftzsform überführt wird, wo die Anleger die Besitzer sind.
Aktion und Aufbruch
Hallo,
die gestrige Telefonkonferenz mit RA Vos und weiteren fünf Teilnehmern hat mich überzeugt, Herrn Vos zu bevollmächtigen. Das Insolvenzrecht gibt die Möglichkeit eine unabhängige Kontrolle durch Dritte durchzuführen.
Dazu mehr auf:
http://www.muellerseidelvos.de/photon-power-ag-insolvent-handlungsmoeglichkeit-fuer-anleiheglaeubiger/

Da Herr Vos Sprecher der " Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger " ( SDK ) ist und auch im Fall Prokon beraten hat, scheint mir seine Bevollmächtigung sinnvoll.
Ich halte es für notwendig uns Anleihezeichner zu einer Gemeinschaft zu Organisieren, die den Sachverstand des RA Vos nutzt gegenüber den beteiligten Banken.
Zudem ist ein gemeinsames Sprachrohr gegenüber dem Insolvenzverwalter zu unserem Vorteil. Die Gefahr durch die Banken abgedrängt zu werden ist hoch. Eine Bank interessiert ein Totalverlust der Anleihezeichner nicht. Zudem haben beteiligte Banken auch großen Einfluß auf Insolvenzverwalter!
Ich habe Herrn Vos gebeten sich mit Herrn Althaus in Verbindung zusetzen. Die Mailliste des Herrn Althaus wächst. Laut Herrn Althaus haben sich bisher 150 Kontakte ergeben.
Eine brilliante Analyse der Gründe für die zustandegekommene Situation, ohne daraus abgeleitete Taten reicht nicht aus, um die Täter zu beindrucken.

Ich bin geschädigter Anleihezeichner von Prokon und Photon. Beide Geschäftsführungen haben durch Fehleinschätzungen, Gier und Überheblichkeit zu diesem Ergebnis geführt und tragen dafür die Verantwortung. Ich versichere, das ich nicht am Verdienst der Kanzlei Vos beteiligt bin, sondern nur an dessen Erfolg interessiert bin.

Retten, was zu retten ist!
Beste Grüße
Liebe Zeichner der Photon-Anleihe

Wir sind dem Vorschlag von Herrn Althaus gefolgt und haben ein eigenes Forum gegründet, das nur den Zeichnern der Photon-Anleihe offen steht.
Sie können das Forum hier finden: http://photon-power.bhb-software.de

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass auf der genannten Seite derzeit nur 166 User für den geschützten Bereich freigeschaltet werden, die sich im Rahmen einer Umfrage als Zeichner gemeldet haben. Sollten Sie nicht auf dieser Liste stehen, sich aber als Zeichner der Anleihe ausweisen konnen, so melden Sie sich bitte beim Administrator der Seite (Impressum)
Antwort auf Beitrag Nr.: 51.499.623 von Photonopfer am 15.01.16 12:35:31
Werbung für RA Vos mit falschen Angaben
Der Beitrag erweckt den Eindruck, Herr Vos sei bei PROKON dabei gewesen. Das ist definitiv falsch. Es war die SdK, die damit zu tun hatte. Herr Vos berät zwar auch die SdK, war aber wie gesagt bei Prokon selbst nicht dabei.

Mit solchen Falschmeldungen, schadet man Herrn Vos mehr, als man ihm nützt und ich vermute, dass er nicht daran interessiert ist, dass mit solchen Methoden für ihn geworben wird.

Ceterum censeo: Wann hört diese unappetitliche Debatte auf Wallstreet-Online endlich auf?
Der Versuch, das PHOTON-Geflecht etwas zu entwirren
Alte Unternehmen von Frau Annegret Kreutzmann und/oder Philippe Welter/ Michael Schmela/ Ralf Heuser:

Unternehmen................................Neueintragung...............Kapitalerhöhung........Insolvenz........Letzer Finanzbericht

Heliotec Photovoltaikanlagen.............1995................................................................... 1998
GmbH *

Solar-Verlag-GmbH...............................vor 2006

Fortführung als
Photon Holding GmbH........................... 2008.......................2009.................................2014...........................2010

Grand Systems GmbH...........................vor 2006..................2012......................................................................2010

Solar Beteiligungen GmbH...................vor 2006.................April 2010........................2014............................2014
....................................................................................................September 2010
....................................................................................................August 2011

Philippe Welter Consulting **................?

Töchter der Photon Holding GmbH:

Photon Europe GmbH............................2008...................... 2012....................................2013...........................2010
.................................................................................................................................................real: 2009/2010 ***

weitergeführt als
Photon Publishing GmbH....................... 2013

Photon Laboratory GmbH.......................2009.......................2012.....................................2015..........................2010

Photon Power AG.....................................2010.......................2012.........................................................................2013

Ausländische Töchter
oder assoziierte Unternehmen:

Photon USA Inc. **** ................................?.............................................................................2013

Photon Consulting LLC (in Boston, USA) *****


Neue Unternehmen
von Annegret Kreutzmann:

Photon International GmbH.......September 2015

Photon Production GmbH...........September 2015

Photon Distribution GmbH..........Oktober 2015

Photon Service GmbH..................November 2015


Quellen:

Unternehmensregister https://www.unternehmensregister.de/ureg/

außer:

* Kommentar zu Teil 10 Gedächtnisprotokoll der Gläubigerversammlung Photon Europe 2013, PhotonWatch

** Teil 10 Gedächtnisprotokoll der Gläubigerversammlung Photon Europe 2013, PhotonWatch

*** Teil 9 Gedächtnisprotokoll der Gläubigerversammlung Photon Europe 2013, Photon Watch

****Teile 3 und 5 Gedächtnisprotokoll der Gläubigerversammlung Photon Europe 2013, PhotonWatch

http://photonwatch.blogspot.de/


***** Photon.info http://www.photon.info/photon_home_en.photon
von dort Link auf:
https://www.photonconsulting.com/

Diese Liste beansprucht keine Vollständigkeit. Tippfehler kann ich trotz aller Sorgfalt nicht ausschließen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 51.695.320 von KleinNemo am 09.02.16 11:54:31
Bilanz 2014
In der Auflistung fehlt noch die Photon International SA in Luxenburg.
http://www.firmenwissen.de/az/firmeneintrag/2449/9370034813/PHOTON_INTERNATIONAL_SA.html
Ich bin gespannt ob dies auch eine der neuen Gesellschaften ist und wer dort drin sitzt.

Zudem ist die 2014 er Bilanz im Bundesanzeiger zu sehen. Leider wiederum mit erschreckenden Zahlen! Was wird dann wohl die 2015 er bringen?

Offensichtlich wurde vom Vorstand und Aufsichtsrat versucht diese Zahlen unter dem Tisch zu halten. Wie ist Vorstand Heuser in den anderen Gesellschaften involviert? Hält er Anteile an der Holding oder an anderen Gesellschaften der ehemaligen Gruppe? Warum wurden vom Ihm die Forderungen der Power nicht zur Insolvenz der Holding angemeldet? Hat es etwas zu tun mit der Absicht von Frau Kreutzmanns diese aus der Insolvenz zu holen? Anscheinend lagen die Interessen sowohl des alte Aufsichtsrates als auch des Vorstandes außerhalb der Power! Nach der Pleite der Photon Europe und den damit verbundenen Verlusten von 340.000,-- € sagte Vorstand Heuser doch noch im Interview das diese Forderungen gesichert sein. Es ist nun wirklich an der Zeit hier nochmal nachzuhaken und zu fragen wie Vorstand Heuser nach dem Debakel nochmals einen vielfach größeren Betrag an die Holding hatte ausleihen können? Dies ist mehr als grobfahrlässig. Seit der alte Aufsichtsrat vor die Tür gesetzt wurde kommen immer mehr erschreckend Informationen aus der Power. In der 14 er Bilanz fehlen schon wieder fast 800.000,-- €! Wo ist das Geld hin und warum hat weder Vorstand noch Aufsichtsrat dies im vergangenen Jahr nicht mitgeteilt?

Nach meiner Auffassung sollten sowohl Aufsichtsrat als auch Vorstand persönlich haften wenn man deren Versagen oder gar Vorsatz nachweisen kann. Sollte Vorstand Heuser in den anderen Gesellschaften aktiv beteiligt sein, so muss er gewusst haben wenn diese in Schieflage geraten. Die Aufsichtsräte Welter und Kreutzmann hatten in allen Unternehmen Führungsrollen und hätten rechtzeitig die Sicherheiten überprüfen müssen die bei einem Darlehn in dem Umfang wie bei der Europe oder anscheinend auch bei der Holding notwendig sein müssten. Wessen Interessen wurden hier bedient? In jeden Fall gibt es hier viele offen Fragen und mit Sicherheit auch strafrechtliche Aspekte die überdacht werden müssen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 51.727.129 von Ergo888 am 12.02.16 06:14:11Die luxemburgische Photon International SA existierte von 1994-2005.
http://lucompanies.eu/en/photon-international-s-a.WYf.luxembourg-company-profile.html
Ich konnte aber bisher nicht herausbekommen, ob sie tatsächlich mit Philippe Welter oder Anne Kreutzmann verbunden ist - oder eine ganz andere Firma, die halt bloß den gleichen Namen hat. Auch jetzt gibt es ja eine "Photon Europe" - nur ist das eine tschechische Firma für Blitzlicht und photographische Beleuchtung und hat mit Philppe Welter, Anne Kreutzmann, Michael Schmela etc, nichts zu tun. Wenn da tatsächlich eine Verbindungbestünde, dann wär das interessant, diese Firma wäre dann ja älter als die deutsche Photon Zeitschrift - der Solarverlaf wurde ja erst 1996 gegründet.
Aber danke für den Hinweis, dass die Bilanz 2014 draußen ist!
Antwort auf Beitrag Nr.: 51.734.776 von KleinNemo am 12.02.16 19:18:21
Photon Luxenburg
In Luxemburg scheint es aber auch eine Holding zu geben:
http://www.firmenwissen.com/en/az/firmeneintrag/6783/9370264976/PHOTON_HOLDING_SA.html?locale=en
und diese scheint neu zu sein. Leider kann man online nicht einsehen wer dort Verantwortung trägt.
In jeden Fall bin ich gespannt was das Jahr 2015 noch bringen wird. Es ist übrigens sehr interessant das Interview von Vorstand Heuser zu lesen welches in 2012 im PV Magazin abgedruckt wurde. Mit dem aktuellen Wissen um die Darlehn oder Schenkungen an die Holding ergibt dies ein ganz neues Bild!

http://www.pv-magazine.de/downloads/interview-ralf-heuser-vorstand-der-photon-power-ag/?L=1%5C
Antwort auf Beitrag Nr.: 51.737.014 von Ergo888 am 13.02.16 09:11:25
Aktuelle Presseberichte über Photon
Aktuell sind zwei Berichte über Photon erschienen:

1. Aachener Zeitung
http://www.aachener-zeitung.de/lokales/stolberg/solarzellen-im-camp-astrid-laufen-trotz-insolvenzverfahren-weiter-1.1294481

2. Der Journalist

Dies ist die Zeitschrift des Deutschen Journalistenverbandes - sehr seriös. Den Komplettartikel kann man z.B. auf https://blendle.com/signup/kiosk im Rahmen eines kostenloses Testzuganges lesen oder das Epaper sich hier kaufen: https://epaper.journalist.de/

Hier einige Zitate aus dem Artikel, aus Urheberschutzgründen möchte ich ihn nicht kopieren:

So verlieh die Photon Power AG mehrfach Kredite... Die Kredite kamen nur teilweise zurück. Dabei widersprechen solche Kredite dem Versprechen im Anlageprospekt.

Ein ehemaliger Mitarbeiter der Zeitschrift Photon sagt, er musste das Konto seines ehemaligen Arbeitgebers pfänden, um an sein Gehalt zu kommen.

Schriftliche und telefonische Anfragen von der Zeitschrift Journalist an das Photon-Management blieben unbeantwortet.

Wenn das Photon-Management, welches teilweise selbst im Journalismus tätig ist, selbst Presseanfragen von dem Magazin der eigenen Branche nicht beantwortet, möge sich jeder seinen eigenen Teil denken.

Sehr viele Journalisten wissen nun über Photon viele Details. Photon erscheint aktuell unregelmäßig, vielleicht brauchen sie dringend neue journalistische Mitarbeiter. Die Chancen dafür dürften nun nochmals rapide gesunken sein. Man kann es auch keinem wünschen, in einem Unternehmen tätig zu sein, bei dem er arbeitet und in der Vergangenheit ehemalige Mitarbeiter ihr Geld nur durch Pfändung des Kontos erhalten haben.
Insolvenzverfahren eröffnet
Laut dem Justizportal "Insolvenzbekanntmachungen"

www.insolvenzbekanntmachungen.de/

ist jetzt am 15.3. offiziell das Insolvenzverfahren über die Photon Power AG eröffnet worden, wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung.

www.insolvenzbekanntmachungen.de/cgi-bin...solvenzverfahren.htm

Die eigentliche Gläubigerversammlung wird am Do, den 09.06.2016 um 9:00 Uhr im Amtsgericht Aachen stattfinden.

Die Anleihezeichner diskutieren auf einem internen Portal; wer Anleihezeichner ist, kann sich dort melden:

http://photon-power.bhb-software.de/index.php


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