Das Ende des Tradings durch neue Steuerregel? - 500 Beiträge pro Seite (Seite 7)

eröffnet am 17.12.19 08:19:16 von
neuester Beitrag 27.11.20 00:34:20 von


Beitrag schreiben

Begriffe und/oder Benutzer

 

Avatar
04.08.20 18:27:00
Beitrag Nr. 3.001 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.641.430 von MakeCashNotWar am 04.08.20 15:19:21
Zitat von MakeCashNotWar: Herr Binding wirbt mit jährlichen Renditen von 8 % an der Börse:
https://youtu.be/TYYl8J0ylX8


Wenn gleichzeitig behauptet wird, dass die gesetzliche Rente "eine höhere Rendite zu verzeichnen habe", dann scheint irgendjemand zu lügen


Der wirbt tatsächlich mit 8% Dividendenrendite ...

Wer ist dieser "Herr Binding"? Ist das vielleicht ein Anlagebetrüger, der im Gewand einer "sozialen" Partei 8% Dividende anpreist - unten hintenrum mit Steuern abkassieren möchte? :laugh: :confused: :laugh:
2 Antworten?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Avatar
04.08.20 18:34:32
Beitrag Nr. 3.002 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.640.473 von Gerrera am 04.08.20 14:06:19
Zitat von Gerrera: Die Abgeltungssteuer ist ganz nett und ja auch eine SPD-Idee. Von mir aus kann es auch wieder der persönliche Steuersatz werden. Das ist immer noch besser, als auf Verluste Steuern zu zahlen.


Mittlerweile bin ich so weit, dass ich das Steuermodell von 2008 favorisiere, so wie von einigen SPD'lern gefordert.

Also Abgeltungsteuer weg.

Und zurück zum versteuern zum persönlichen Steuersatz, zu Steuerfreiheit nach ein Jahr Haltefrist, und Halbeinkünfteverfahren bei Dividenden. ;)

Ist von mir ernst gemeint!

Nur wahrscheinlich würde die SPD es vehement ablehnen, die Altersvorsorge durch Haltefristen mit Steuerfreiheit auf Kurserträge zu fördern.

Die SPD bekämpft meiner Meinung nach die private Altersvorsorge. Das perfideste war das von Walter Riester eingesetzte "U-Boot", welches beweisen sollte, dass sich die private Altersvorsorge NICHT rentiert ... :mad:
Avatar
04.08.20 18:41:50
Beitrag Nr. 3.003 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.639.006 von Taxadvisor am 04.08.20 12:03:23
Zitat von Taxadvisor: Was wollt Ihr erwarten (aus einer Anfrage zur Umgestaltung der Besteuerung der Kapitaleinkünfte und zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für langfristiges Anlegen):

"Die SPD-Fraktion erklärte in der Aussprache, Altersvorsorge an der Börse zu betreiben, sei der falsche Weg. Für die Sozialdemokraten mache es mehr Sinn, Vertrauen in die gesetzliche Rente zu haben, die eine höhere Rendite zu verzeichnen habe als private Modelle."

Da erübrigt sich jedes weitere Wort...

Gruß
Taxadvisor


Vor 100 oder 150 Jahren wollten Sozialdemokraten (und Kommunisten) noch Produktivkapital in Arbeitnehmerhand bringen.

Diese Zeit ist vorbei.

Die heutige SPD bekämpft Privatanleger und Wohnungskäufer! :mad:

Zum Glück spielt die einstige Kanzlerpartei SPD keine Rolle mehr. Aktuelle Umfrage bei Forsa: 14% :) Und das noch vor der erschütternden Meldung, dass Kevin Kühnert in den Bundestag einziehen möchte ... :laugh:
Avatar
04.08.20 20:24:40
Beitrag Nr. 3.004 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.644.196 von walker333 am 04.08.20 18:27:00
Zitat von walker333: Wer ist dieser "Herr Binding"?


Es wird behauptet, dass er Politiker ist.
Ich habe nur diesen peinlichen Satiriker mit Potential zum Fremdschämen gefunden:
www.youtube.com/watch?v=6MaZl9IfB0M

Vielleicht sollte man mit eingeklappten Zollstock den IQ der Akteure messen und bis da keine deutliche Besserung eintritt, Finger weg von "intellektuell sehr hoch stehenden Gesetzen“: https://www.olafscholz.de/main/pages/index/p/5/846/page/1/ye…


So gesehen ist es schade, dass die Sozen sich noch nicht getraut haben die richtige Bazooka rauszuholen: Keinerlei Verlustverrechnung mehr für alle Handelsinstrumente inklusive Aktien (nicht nur bei Totalverlust) bereits ab 2020.

Das hätte in Kombination mit dem Wirecard-Skandel, beim dem sich Scholz jetzt schon windet wie ein Aal, die maximal mögliche Explosion gegeben.

Man stelle sich vor, das Versagen bei der Kontrolle von Wirecard, der herbe Verlust vieler Wirecard-Aktionäre, die dann im worst case vom Finanzamt zur Steuernachzahlung gebeten werden und dieses "intellektuell sehr schwachsinnige Gesetze“ hier hätte eine ganz andere Aufmerksamkeitsdimension erreicht.

Da hätte selbst das Charisma😶 von Esken und WaBo bei der nächsten Bundestagswahl nichts mehr reißen können.
1 Antwort?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Avatar
05.08.20 15:29:34
Beitrag Nr. 3.005 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.645.765 von justatrader am 04.08.20 20:24:40
Zitat von justatrader: So gesehen ist es schade, dass die Sozen sich noch nicht getraut haben die richtige Bazooka rauszuholen: Keinerlei Verlustverrechnung mehr für alle Handelsinstrumente inklusive Aktien (nicht nur bei Totalverlust) bereits ab 2020.

Das hätte in Kombination mit dem Wirecard-Skandel, beim dem sich Scholz jetzt schon windet wie ein Aal, die maximal mögliche Explosion gegeben.


Das wollten die doch. Die CDU hat sie ja noch runter gehandelt.
Avatar
05.08.20 15:54:57
Beitrag Nr. 3.006 ()
Aber aus den Antworten der Unionsfraktion (wie erwähnt z.b. Frau Tillmann) geht immernoch hervor, dass sie (also die Union) es für Totalverluste beabsichtigt und verstanden hatten. Bleibt also nachwievor die Hoffnung, dass es nachher so ausgelegt wird.

Alle Steuerberater, die jetzt für GmbH etc. trommeln und Panik verbreiten haben am Ende ja auch ein Eigeninteresse.

Ich gehe zwar nach wie vor auch vom worst case aus und bereite mich schon auf Lösungen vor, aber ein kleines bisschen Hoffnung bleibt ja noch.

Es muss aber jetzt auch mal mit der Verfassungsklage von Martin in Gange kommen, das braucht ja auch Zeit. Ich hoffe, das wird die nächsten Tage passieren.
Avatar
05.08.20 16:56:52
Beitrag Nr. 3.007 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.655.527 von WhatTheFunk am 05.08.20 15:54:57
Zitat von WhatTheFunk: Aber aus den Antworten der Unionsfraktion (wie erwähnt z.b. Frau Tillmann) geht immernoch hervor, dass sie (also die Union) es für Totalverluste beabsichtigt und verstanden hatten. Bleibt also nachwievor die Hoffnung, dass es nachher so ausgelegt wird.

Alle Steuerberater, die jetzt für GmbH etc. trommeln und Panik verbreiten haben am Ende ja auch ein Eigeninteresse.


Hinsichtlich der Derivate ist das Gesetz nicht "auslegungsfähig", der Entwurf des Erlasses ist da auch eindeutig.

Panik wolen wir natürlich nicht verbreiten, als StB könnte ich auch gerne auf die Gesetzesneuregelung verzichten (und ohne Software-Lösung würde ich auch keine solche GmbH buchen wollen...). Aber als Berater sollen wir ja Wege und Lösungen aufzeigen, wie man der Situation entgehen kann (in den 19er Erklärungen machen wir bei den betroffenen Mandanten eine Simulation, was ab 2020 für mehr Steuern anfallen würden). Ob die GmbH passt, muss dann halt jeder nach der Beratung selbst entscheiden.

Gruß
Taxadvisor
2 Antworten?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Avatar
05.08.20 19:57:08
Beitrag Nr. 3.008 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.656.544 von Taxadvisor am 05.08.20 16:56:52
Zitat von Taxadvisor: und ohne Software-Lösung würde ich auch keine solche GmbH buchen wollen...


Das Gros des Aufwandes duch dieses Gesetz unterscheidet sich nicht, egal ob man privat oder in der GmbH tradet und der wird direkt beim Trader abgeladen.

Wie Taxadvisor bereits erwähnte, erwartet entweder das Finanzamt oder der StB (durch Software) aufbereitete Trades. Den Aufwand das selbst zu tun, würde ich mir für jeden Mandanten auch nicht antun oder es mir fürstlich bezahlen lassen. Das Finanzamt hat natürlich keine Zeit sich jeden Trade anzuschauen, aber das steuerrelevante Endergebnis muss dem neuen Gesetz genügen und das kann auch Jahre später noch mal überprüft werden.

Und der Aufwand ist keine einfache Differenz aus Plus- und Minus Trades auf Monats- oder Jahresbasis, sondern jeder Trade muss einzeln betrachtet werden.
Bei wenigen Trades oder bei einem Broker, der die Trades bereits passend aufbereitet oder eine Schnittstelle zur Automatisierung anbietet ist das alles natürlich besser zu handeln.


Martin hat in seinem neusten Video www.youtube.com/watch?v=i-fCXq0A2kc darauf hingewiesen und Taxadvisor hat es auch schon erwähnt, dass der reguläre Klageweg in der Finanzgerichtsbarkeit aufgrund des Nichtanwendungserlass bedeudet, dass jeder Einzelne nur für seinen konkreten Fall klagen kann und sich nicht auf andere Urteile berufen kann.
Das bedeudet wohl auch jedes Jahr für jede Steuererklärung neu klagen zu müssen solange das Gesetz bestehen bleibt!?

Das war es wohl auch was unser Menschenfreund aus der SPD meinte, als er darauf verwies, wer ein Problem hat kann ja klagen...stimmt und gewählte Politiker sollten vor Amtsantritt im Interesse der Gesellschaft eine MPU durchlaufen müssen, dann hätten wir alle viel weniger Probleme.:keks:

Wenn man davon ausgeht, dass allein in diesem Forum ink. der stillen Mitleser ein dreistelliges Anzahl an Tradern existiert, die klagen werden, kann man ink. denen, die erst durch Steuerbescheid informiert werden, durchaus vermuten, dass bundesweit eine jährlich fünfstellige Anzahl von Klägern gegen dieses Gesetz existiert.

@Taxadvisor: Kommen solche individuellen Massenklagen aufgrund eines Gesetz im Steuerrecht häufiger vor?
Wenn die Richter der 18 Finanzgerichte sich aufgrund des Nichtanwendungserlass immer wieder mit dem selben Nonsens für jeden Einzelnen befassen müssen und das Gesetz noch nicht bis zum Bundesverfassungsgericht vorgedrungen ist, wann stellt mal jemand die Frage, ob die mangelnde Sinnhaftigkeit nicht am Anfang der Kette zu suchen ist oder geht das dann ewig so weiter?


(auf Youtube dern tatsächlich Subjekte mit besten Absichten und versprechen laut Werbung die ultimativen Lösung bzgl. neuen Gesetz🤢)
1 Antwort?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Avatar
05.08.20 20:28:36
Beitrag Nr. 3.009 ()
gut das ich ein AdBlocker auf YouTube nutze aber ich kann mir auch nicht vorstellen, das StB auf YouTube solche Anzeigen schalten, das traue ich ehr dubiosen Schaufelverkäufern zu die ein 5 Tageswebinar für 3.000 Euro anbieten und da auch nichts wirklich informatives kommt (meine Meinung)

Ich bin ja z.Zt. am Korrespondieren mit dt. Brokern bzgl. Auslandskonto. Das kannst bei den vielen günstigen Anbietern auch gleich vergessen bis auf einige wo man dann hohe Orderkosten hat (damit könnt ich aber leben). Kontakt mit ausländischen Krankenversicherungen von D aus kontaktieren läuft auch ins Leere, nicht mal so eine simple Frage "WIe hoch ist der monatlich maximale Betrag für die KV" kann nicht mal beantwortet werden. (oder man schließt zur Sicherheit doch lieber gleich eine internationale KV ab) ...

Bisschen Zeit ist ja noch aber die rinnt auch schnell dahin
2 Antworten?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Avatar
05.08.20 20:35:12
Beitrag Nr. 3.010 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.659.319 von Chris_M am 05.08.20 20:28:36Find's hier ansonsten recht gut in der Bundesrepublik und Vögel gibt's auch in anderen Ländern.
Deswegen Sozen ab nach China, dann herrscht hier auch wieder besseres Klima.
1 Antwort?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Avatar
05.08.20 20:40:37
Beitrag Nr. 3.011 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.659.385 von justatrader am 05.08.20 20:35:12
Zitat von justatrader: Find's hier ansonsten recht gut in der Bundesrepublik.


Da stimmen hier wohl alle überein ABER die Verlustbegrenzung auf nur 10k und alles andere schön versteuern das schmeckt mir so garnicht
Avatar
05.08.20 20:52:52
Beitrag Nr. 3.012 ()
Um "safe" zu sein, müßte man dann aber komplett aus der EU raus.
Denn eine umfassende EU-weite FTS wird sich irgendwann genauso wenig verhindern lassen wie das Tempolimit.
8 Antworten?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Avatar
05.08.20 22:28:48
Beitrag Nr. 3.013 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.659.028 von justatrader am 05.08.20 19:57:08
Zitat von justatrader: @Taxadvisor: Kommen solche individuellen Massenklagen aufgrund eines Gesetz im Steuerrecht häufiger vor?
Wenn die Richter der 18 Finanzgerichte sich aufgrund des Nichtanwendungserlass immer wieder mit dem selben Nonsens für jeden Einzelnen befassen müssen und das Gesetz noch nicht bis zum Bundesverfassungsgericht vorgedrungen ist, wann stellt mal jemand die Frage, ob die mangelnde Sinnhaftigkeit nicht am Anfang der Kette zu suchen ist oder geht das dann ewig so weiter?


Das erste anhängige BFH-Verfahren bringt weitere Rechtsbehelfe zum Ruhen, aber nicht unbedingt die bereits anhängigen FG-Verfahren. Je nach Finanzamt kann auch schon ein FG-Verfahren zum Ruhen des Verfahrens führen. Dann kann man abwarten.

Grüße
Taxadvisor
Avatar
06.08.20 10:05:02
Beitrag Nr. 3.014 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.659.589 von justatrader am 05.08.20 20:52:52
Zitat von justatrader: Um "safe" zu sein, müßte man dann aber komplett aus der EU raus.
Denn eine umfassende EU-weite FTS wird sich irgendwann genauso wenig verhindern lassen wie das Tempolimit.


wenn die FTS kommt, dann werden halt nur noch amerikanische Aktien gehandelt. Von mir gibt es dann keinen Cent mehr. Der Binding hat vom Aktienhandel Null-Ahnung. Schon seine Annahme mit 8% Dividende ist doch ein Witz. Welches Unternehmen schüttet denn bitte 8% Dividende pro Jahr aus?!

https://www.finanzen.net/index/dax/dividenden

dieser Mann soll mit seinen 70 Jahren dahin gehen wo er hingehört, nämlich in den Ruhestand. Das Börsengeschäft ist hart genug, da zählt jeder verdiente Euro. Ich drücke schon genug Kohle ab. Der gute Mann soll mal lieber die Steuerschlupflöcher schließen, die Apple und Co. seit Jahren ausnutzen. Da kommt mehr bei rum!!!
7 Antworten?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Avatar
06.08.20 10:53:22
Beitrag Nr. 3.015 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.664.038 von pi-Trader am 06.08.20 10:05:02
Zitat von pi-Trader: wenn die FTS kommt, dann werden halt nur noch amerikanische Aktien gehandelt.
Von mir gibt es dann keinen Cent mehr.

Die Hardcore Variante (=feuchter Traum der Sozen) sieht vor das sobald nur eine der folgende Bedingungen zutrift die FTS zuschlägt:

- Man handelt ein beliebiges Handelsinstrument (egal ob Aktie mit Unternehmenssitz in der EU, oder FDAX an der EUREX) aus der EU

- Der Trade wird über einen EU-Broker/Bank abgewickelt

- Man wohnt in der EU (da hilft es dann auch nicht den US-Markt zu handeln oder über einen ausländischen Broker)

Klar sind solche Maßnahmen fraglich umzusetzen und völlig kontraproduktiv.
Aber wenn man als Person/Partei sonst keine vernünftigen Ideen hat um gesellschaftliche Herausfordeungen anzugehen, muss man halt Feindbilder kreieren und sie als Lösung all unser Probleme anpreisen.

Zitat von pi-Trader: dieser Mann soll mit seinen 70 Jahren dahin gehen wo er hingehört, nämlich in den Ruhestand. Das Börsengeschäft ist hart genug, da zählt jeder verdiente Euro. Ich drücke schon genug Kohle ab. Der gute Mann soll mal lieber die Steuerschlupflöcher schließen, die Apple und Co. seit Jahren ausnutzen. Da kommt mehr bei rum!!!
👍
1 Antwort?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Avatar
06.08.20 11:11:40
Beitrag Nr. 3.016 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.664.038 von pi-Trader am 06.08.20 10:05:02Der Eindruck entsteht tatsächlich, dass der Gesetzgeber bzw. die Politiker keine Ahnung vom Aktienhandel haben und es deswegen zu solchen Gesetzen kommt.

Aber man darf nicht vergessen, dass im BMF auch hochkarätige Experten und Staatssekretäre sitzen, welche die Finanzbranche hervorragend kennen.
https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardar…

Von daher könnte der Grund für die aktuelle Gesetzgebung auch ein ganz anderer sein.
3 Antworten?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Avatar
06.08.20 11:29:40
Beitrag Nr. 3.017 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.664.794 von justatrader am 06.08.20 10:53:22mal den Teufel nicht an die Wand. Dann bleibt einem ja nur noch die Auswanderung.

vor Kurzem im focus gelesen:

https://www.focus.de/finanzen/altersvorsorge/heute-kaum-zu-e…

Pensionäre bekommen im Schnitt 3030 Euro im Monat

https://www.focus.de/finanzen/altersvorsorge/rente/beamte-be…

Herr Binding einfach mal vor der eigenen Haustür kehren und den Gürtel enger schnallen. Sie sind ja schließlich Sozialdemokrat und stehen für soziale Gerechtigkeit. Solidarisieren sie sich doch mal mit ihrer Wählerschaft und spenden sie ihre üppige Pension. Sie können ja von ihren Dividendeneinahmen in Höhe von 8% p.a. locker leben. :laugh:
Avatar
06.08.20 11:32:57
Beitrag Nr. 3.018 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.665.088 von Karsten_Reuss am 06.08.20 11:11:40
Zitat von Karsten_Reuss: Der Eindruck entsteht tatsächlich, dass der Gesetzgeber bzw. die Politiker keine Ahnung vom Aktienhandel haben und es deswegen zu solchen Gesetzen kommt.

Aber man darf nicht vergessen, dass im BMF auch hochkarätige Experten und Staatssekretäre sitzen, welche die Finanzbranche hervorragend kennen.
https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardar…

Von daher könnte der Grund für die aktuelle Gesetzgebung auch ein ganz anderer sein.


:laugh::laugh::laugh: der Kukies:laugh::laugh::laugh:

Wirecard lässt grüßen :laugh::laugh::laugh:
Avatar
07.08.20 00:40:02
Beitrag Nr. 3.019 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.664.038 von pi-Trader am 06.08.20 10:05:02
Zitat von pi-Trader: dieser Mann soll mit seinen 70 Jahren dahin gehen wo er hingehört, nämlich in den Ruhestand. Das Börsengeschäft ist hart genug, da zählt jeder verdiente Euro. Ich drücke schon genug Kohle ab. Der gute Mann soll mal lieber die Steuerschlupflöcher schließen, die Apple und Co. seit Jahren ausnutzen. Da kommt mehr bei rum!!!

Bei den Tech-Konzernen würden in der Tat jährlich (!) so einige Milliarden Euro in die Bundeskasse gespült. Dafür reicht Bindings politische Macht aber nicht. Deswegen schikaniert er lieber deutsche Kleinanleger, denn das Großkapital trifft seine Gesetzesänderung nicht. Er hat also genau das gemacht, was die SPD auf 14% gebracht hat: Politik gegen die eigenen Wähler.
Avatar
07.08.20 09:50:37
Beitrag Nr. 3.020 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.665.088 von Karsten_Reuss am 06.08.20 11:11:40
Zitat von Karsten_Reuss: Der Eindruck entsteht tatsächlich, dass der Gesetzgeber bzw. die Politiker keine Ahnung vom Aktienhandel haben und es deswegen zu solchen Gesetzen kommt.


Man muß aber gar nichts vom Aktienhandel verstehen: Jeder Bäckermeister würde zu Recht ausrasten, wenn er seine Verkaufserlöse versteuern müßte, seine Ladenhüter (=Verluste) aber nicht gegenrechnen dürfte.
1 Antwort?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Avatar
07.08.20 14:03:03
Beitrag Nr. 3.021 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.679.506 von Ostrakismos am 07.08.20 09:50:37
Zitat von Ostrakismos:
Zitat von Karsten_Reuss: Der Eindruck entsteht tatsächlich, dass der Gesetzgeber bzw. die Politiker keine Ahnung vom Aktienhandel haben und es deswegen zu solchen Gesetzen kommt.


Man muß aber gar nichts vom Aktienhandel verstehen: Jeder Bäckermeister würde zu Recht ausrasten, wenn er seine Verkaufserlöse versteuern müßte, seine Ladenhüter (=Verluste) aber nicht gegenrechnen dürfte.

Naja, 10.000 Euro bekäme er ja als staatliche Gnade.

Wenn der Bäckermeister trotz sehr gutem Controllings am Jahresende eine unvermeidbare (!) Summe von z.B. 20.000 Euro an über das Jahr unverkauften und entsorgten Teigwaren stehen hat, müsste er auf 10.000 Euro davon nachträglich Steuern zahlen.

Man muss die Absurdität des Ganzen immer wieder deutlich an schönen Beispielen erklären.

Der Bäckermeister der morgens 100 Brötchen aufbackt und 100 Teilchen designed, weil er weiß, dass er bis Feierabend exakt 100 Brötchen und 100 Teilchen verkaufen wird, der müsste erst noch gebacken werden. :D
Avatar
07.08.20 14:28:28
Beitrag Nr. 3.022 ()
ok der kleine Bäcker kommt vielleicht noch hin aber es reicht ja auch aus mal als Beispiel den LEH zu nehmen was da wöchentlich ans Lebensmittel bzgl. MDH etc. als Verlust ausgebucht werden, da kommen aufs Jahr pro Filiale locker 20k zusammen ... Sonstiger Schwund noch nicht mal inkludiert
Avatar
07.08.20 14:38:23
Beitrag Nr. 3.023 ()
Heute Vormittag wurde ich in einen anderen THread auf die "Zypern Organschaft" aufmerksam aber das bringt uns glaube ich auch nicht weiter, denn dazu muss man Firmen auf Zypern haben (lfd. Kosten pro Jahr für ca. 10k) und den Wohnsitz in AT haben.

Ein solches Modell scheint es für Deutsche wohl nicht zu geben.

Ich habe heute auch endlich mal eine Antwort der ausl. KV erhalten und den max. zu zahlenden mtl. Betrag. Das ist auch gehoppst wie gesprungen, ob man sich "freiwillig" versichert oder eine internationale KV abschließt. Bei letzteren ist man sonst noch besser abgesichert.
Avatar
07.08.20 15:12:16
Beitrag Nr. 3.024 ()
Die ganzen Beispiele von wegen Bäckermeister bringen aber am Ende wenig. Wie will man gegen Ideologie argumentieren... wir sind in "deren" (einiger SPDler und Linken sowieso) Augen halt böse Parasiten, die hochriskante Finanzwetten auf "Kosten der Allgemeinheit" (auch wenn das bisher keiner erklären kann, wo was und wie das die Allgemeinheit belasten soll) machen und damit im worst case sogar ein "leistungsloses" Einkommen erzielen.

Würde man so ein Beispiel von wegen Bäcker vs Trader in die öffentlichen Medien bringen bin ich mir also nicht mal sicher, ob das unbedingt zu unserem Vorteil wäre bei der mehrheitlichen Meinung, die in unserem Lande herrscht.
3 Antworten?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Avatar
07.08.20 17:19:56
Beitrag Nr. 3.025 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.684.522 von WhatTheFunk am 07.08.20 15:12:16
Zitat von WhatTheFunk: Wie will man gegen Ideologie argumentieren... wir sind in "deren" (einiger SPDler und Linken sowieso) Augen halt böse Parasiten


Die große Enttäuschung ist das Verhalten der CDU, die, Taschenspielertricks von Binding hin oder her, mit für das Gesetz gestimmt hat.
Wird Zeit das jemand die CDU wieder auf eine verlässliche Line bringt.
Die FDP hat sie in der Koalition mit Westerwelle/Rösler leider ins Leere laufen lassen und von einer 15% SPD läßt sie sich immer wieder auf der Nase rumtanzen.
Avatar
07.08.20 17:26:16
Beitrag Nr. 3.026 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.684.522 von WhatTheFunk am 07.08.20 15:12:16
Zitat von WhatTheFunk: bei der mehrheitlichen Meinung, die in unserem Lande herrscht.


Das stammt doch daher das NIE eine Aktienkultur in Deutschland gefördert wurde. Selbst die Börsenspiele 1x pro Jahr an den Schulen durch die Spaßkasse hilft da auch nicht groß weiter.

"Die Rente ist sicher" mit solchen und ähnlichen sozialen Sprüchen punktet die SPD weiter nichts und dann hinterrücks wird einem das Messer in den Rücken gestochen. Mehr Arbeitsjahre und höheres Renteneintrittalter oder Erhöhungen von Mindestlohn nur alle 5 Jahre ... das sind doch alles so schöne Beispiele der Sozialen Demokratischen Partei ...

CDU taugt auch nichts mehr, denn eine klare Linie will man da ja auch nicht fahren.

2021 dann Grün Rot :confused:
1 Antwort?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Avatar
07.08.20 18:06:35
Beitrag Nr. 3.027 ()
@Taxadvisor (oder ähnlich Qualifizierte)

Noch zwei Fragen zu GmbH und § 15 Abs. 4 EStG:

Stillhaltergeschäfte (verkaufte Optionen) sind Termingeschäfte, die manchmal gesondert behandelt werden (auch in der Neuregelung ab 2021); Futures und gekaufte Optionen sind Termingeschäfte im Sinne dieses Absatzes, zählen Stillhaltergeschäfte auch dazu (wäre logisch, eine Quelle behauptet das Gegenteil)?

Man hat also in der GmbH zwei Verlustverrechnungskreise, die einzeln festgestellt werden müssen, also Termingeschäfte und alles andere (Dividenden, Zinsen, sonstige Einnahmen aus Verkauf, Beratungsleistungen, Vermietung, etc.? 'Lauern' bei Trennung dieser Kreise sonstige Probleme mit dieser Regelung?

Herzlichen Dank.
20 Antworten?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Avatar
07.08.20 18:10:18
Beitrag Nr. 3.028 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.686.493 von Chris_M am 07.08.20 17:26:16
Zitat von Chris_M: 2021 dann Grün Rot

Meine Prognose:
2021 Schwarz Grün,
Schwarz Rot oder
Schwarz Gelb

2021 wird von Corona(-nachwirkungen), Wirtschafs-, internationalen Problemen (Beziehung USA-China-Europa) bestimmt werden.
Natürlich hat das auch soziale Auswirkungen, aber das Gros der Bevölkerung will nicht mehr Hartz4, sondern Konzepte um wieder in zukunftsweisende Arbeit zu kommen.
Und da profitiert die CDU von, auch davon dass sich die AfD gerade selbst zerfleischt.

Bei den Grünen und der SPD sehe ich keinen, der für die breite Masse (Vize-)Kanzler kann.
Klar, Habeck hat wohl Stich bei Frauen und Wirecard-Scholz auch eine gewieses Maß an Umgangsformen, aber politisch bleiben beide Luftpumpen. Über Eskimoen und Boringjans muss man nicht reden.

2021 Schwarz Gelb mit starker neuer CDU Mannschaft und einer gut positionierten FDP, die dann auch wichtige Zukunftsthemen (Stärkung des Wirtschaftsstandort, Klima, Rente, Bildung, Forschung, Gesundheit,...) angeht und Nonsens wie diesen hier wieder einfängt, das wäre was.👏
Avatar
08.08.20 16:18:47
Beitrag Nr. 3.029 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.687.045 von Deltaneutral am 07.08.20 18:06:35
Zitat von Deltaneutral: @Taxadvisor (oder ähnlich Qualifizierte)

Noch zwei Fragen zu GmbH und § 15 Abs. 4 EStG:

Stillhaltergeschäfte (verkaufte Optionen) sind Termingeschäfte, die manchmal gesondert behandelt werden (auch in der Neuregelung ab 2021); Futures und gekaufte Optionen sind Termingeschäfte im Sinne dieses Absatzes, zählen Stillhaltergeschäfte auch dazu (wäre logisch, eine Quelle behauptet das Gegenteil)?

Man hat also in der GmbH zwei Verlustverrechnungskreise, die einzeln festgestellt werden müssen, also Termingeschäfte und alles andere (Dividenden, Zinsen, sonstige Einnahmen aus Verkauf, Beratungsleistungen, Vermietung, etc.? 'Lauern' bei Trennung dieser Kreise sonstige Probleme mit dieser Regelung?

Herzlichen Dank.


M.E. sind die Stllhaltergeschäfte in § 20 Abs. 1 Nr. 11 EStG abschließend geregelt, Abs. 6 spricht auch von Einkünften nicht Einnahmen. Habe ich in meinen Veröffentlichungen auch immer so dargestellt. Die entsprechende Passage im BMF-Schreiben wurde auch im Neuentwurf nicht gestrichen.

Problem der Verlustverrechnungskreise ist ggfs. die Zuordnung auch im Rahmen der Erstellung StErkl. Außerdem ist der Zweck der Gesellschaft u.U. ein Problem und die TG werden in die Nähe der vGA gedrängt (Zweck der Gesellschaft sollte immer auch die Verwaltung eigenen Vermögens sein).

Gruß
Taxadvisor
19 Antworten?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Avatar
08.08.20 17:31:16
Beitrag Nr. 3.030 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.693.507 von Taxadvisor am 08.08.20 16:18:47
Zitat von Taxadvisor:
Zitat von Deltaneutral: @Taxadvisor (oder ähnlich Qualifizierte)

Noch zwei Fragen zu GmbH und § 15 Abs. 4 EStG:

Stillhaltergeschäfte ...

Man hat also in der GmbH zwei Verlustverrechnungskreise...


M.E. sind die Stllhaltergeschäfte in § 20 Abs. 1 Nr. 11 EStG abschließend geregelt, Abs. 6 spricht auch von Einkünften nicht Einnahmen. Habe ich in meinen Veröffentlichungen auch immer so dargestellt. Die entsprechende Passage im BMF-Schreiben wurde auch im Neuentwurf nicht gestrichen.

Problem der Verlustverrechnungskreise ist ggfs. die Zuordnung auch im Rahmen der Erstellung StErkl. Außerdem ist der Zweck der Gesellschaft u.U. ein Problem und die TG werden in die Nähe der vGA gedrängt (Zweck der Gesellschaft sollte immer auch die Verwaltung eigenen Vermögens sein).

Gruß
Taxadvisor


@Taxadvisor Vielen Dank!

Nur damit ich es richtig verstanden habe: wir sprechen von §15 (4) EStG und auch in der GmbH sind Futures und gekaufte Optionen in einem extra Verrechnungskreis und verkaufte Optionen und alles andere in der GmbH im 'normalen' Verrechnungskreis? Dann muß auch eine GmbH, die nur Termingeschäfte in der 'üblichen' Definition, also inkl. verkaufter Optionen, tätigt, die Geschäfte entsprechend aufteilen und die Verluste aus Termingeschäften im Sinne des Gesetzes lassen sich auch nicht mit Stillhaltergeschäften verrechnen? Dann hätte ich die Aussage 'Für reine Tradinggesellschaften ohne Zins-/Dividendeneinkommen etc. ist das eher irrelevant' falsch interpretiert.

Sorry für die erneute Nachfrage.
18 Antworten?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Avatar
08.08.20 19:22:08
Beitrag Nr. 3.031 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.693.945 von Deltaneutral am 08.08.20 17:31:16@Taxadvisor
Ergänzend: die GmbH-Regelung, Termingeschäfte NICHT mit Stillhaltergeschäften ausgleichen zu können, wäre in DIESER Hinsicht (nicht in der betragsmäßigen Beschränkung) dann sogar schlechter als im Privatbereich, wo Verluste aus Termingeschäften auch mit Stillhaltergeschäften ausgeglichen werden können?

Vielen Dank.
Avatar
08.08.20 23:43:25
Beitrag Nr. 3.032 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.693.945 von Deltaneutral am 08.08.20 17:31:16
Zitat von Deltaneutral:
Zitat von Taxadvisor: ...

M.E. sind die Stllhaltergeschäfte in § 20 Abs. 1 Nr. 11 EStG abschließend geregelt, Abs. 6 spricht auch von Einkünften nicht Einnahmen. Habe ich in meinen Veröffentlichungen auch immer so dargestellt. Die entsprechende Passage im BMF-Schreiben wurde auch im Neuentwurf nicht gestrichen.

Problem der Verlustverrechnungskreise ist ggfs. die Zuordnung auch im Rahmen der Erstellung StErkl. Außerdem ist der Zweck der Gesellschaft u.U. ein Problem und die TG werden in die Nähe der vGA gedrängt (Zweck der Gesellschaft sollte immer auch die Verwaltung eigenen Vermögens sein).

Gruß
Taxadvisor


@Taxadvisor Vielen Dank!

Nur damit ich es richtig verstanden habe: wir sprechen von §15 (4) EStG und auch in der GmbH sind Futures und gekaufte Optionen in einem extra Verrechnungskreis und verkaufte Optionen und alles andere in der GmbH im 'normalen' Verrechnungskreis? Dann muß auch eine GmbH, die nur Termingeschäfte in der 'üblichen' Definition, also inkl. verkaufter Optionen, tätigt, die Geschäfte entsprechend aufteilen und die Verluste aus Termingeschäften im Sinne des Gesetzes lassen sich auch nicht mit Stillhaltergeschäften verrechnen? Dann hätte ich die Aussage 'Für reine Tradinggesellschaften ohne Zins-/Dividendeneinkommen etc. ist das eher irrelevant' falsch interpretiert.

Sorry für die erneute Nachfrage.


Kein Problem, ich hatte Deine Frage auch nur teilweise richtig gelesen. Die Aussage im ersten Absatz bezog sich auf die Verlustverrechnung im Privatbereich.

Der Wortlaut im § 15 Abs. 4 entspricht aber dem Wortlaut in § 20 Abs. 2 Nr. 3 EStG. Da spricht viel dafür, dass es dort genauso ausgelegt wird wie in § 20. Dann wäre eine Verrechnung von TG-Geschäften mit Stillhaltergeschäften in der GmbH in der Tat nicht möglich. Verluste aus Stillhaltergeschäften wären dann aber mit den übrigen Einkünften der GmbH verechenbar. Die Frage hat sich bisher aber wohl noch keiner gestellt (und wurde bei der Konzeption des §15 Abs. 4 wohl uach nicht bedacht). Wenn der § 15 Abs. 4 anders ausgelegt wird, wäre eine Verrechnung natürlich möglich.

Gruß
Taxadvisor
16 Antworten?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Avatar
09.08.20 13:36:55
!
Dieser Beitrag wurde von CommunityAssistance moderiert. Grund: auf eigenen Wunsch des Users
Avatar
09.08.20 20:34:20
Beitrag Nr. 3.034 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.697.635 von Deltaneutral am 09.08.20 13:36:55Letztmalig: ich hoffe, daß ich die Antworten von
@Taxadvisor
auf meine Fragen richtig verstanden und zusammengefasst habe?
Avatar
11.08.20 10:40:22
Beitrag Nr. 3.035 ()
SPD ist mutig jetzt schon einen KKandiaten zu stellen und schon werden Koalitionsmöglichkeiten in den Raum gestellt rot/rot/grün. Mal sehen ob Olaf bis zum wirklichen Wahlkampf verbrannt ist so wie einige seine Vorgänger.
2 Antworten?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Avatar
11.08.20 17:13:09
Beitrag Nr. 3.036 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.695.406 von Taxadvisor am 08.08.20 23:43:25
Zitat von Taxadvisor: Der Wortlaut im § 15 Abs. 4 entspricht aber dem Wortlaut in § 20 Abs. 2 Nr. 3 EStG. Da spricht viel dafür, dass es dort genauso ausgelegt wird wie in § 20. Dann wäre eine Verrechnung von TG-Geschäften mit Stillhaltergeschäften in der GmbH in der Tat nicht möglich. Verluste aus Stillhaltergeschäften wären dann aber mit den übrigen Einkünften der GmbH verechenbar. Die Frage hat sich bisher aber wohl noch keiner gestellt (und wurde bei der Konzeption des §15 Abs. 4 wohl uach nicht bedacht). Wenn der § 15 Abs. 4 anders ausgelegt wird, wäre eine Verrechnung natürlich möglich.

Gruß
Taxadvisor


Hallo zusammen. Um was genau geht es denn hier? Verschiedene Verlustverrechnungskreise in der GmbH? Wo kann ich was darüber lesen. Ist das nur relevant wenn Optionen geschrieben werden?

Außerdem habe ich mal ein wenig im Thread geblättert, bin ja fasziniert dass das Thema nach wie vor fast täglich diskutiert wird.

Hinsichtlich der automatisierten Buchung von Trades blicke ich inzwischen auf 5 Monate Erfahrung zurück und denke ich habe jetzt einen Ablauf, der pro Monat (wenn man monatlich bucht) nur 10 Minuten Arbeit darstellt.

@Taxadvisor, dazu sollten wir uns gerne nochmal austauschen, vll. lässt sich ja doch eine Lösung erarbeiten, die für andere Kunden interessant ist.
13 Antworten?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Avatar
11.08.20 17:47:07
Beitrag Nr. 3.037 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.723.687 von unimatrix27 am 11.08.20 17:13:09Hallo Unimatrix,

darf ich höflich nachfragen, auf wieviele Trades ungefähr sich die 10 Minuten Buchhaltung im Monat beziehen?
Dann kann ich das besser in Relation zu meinen Trades und ggf entsprechenden Arbeitsaufwand setzten. ;-)

Vielen Dank
4 Antworten?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Avatar
11.08.20 18:14:48
Beitrag Nr. 3.038 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.724.233 von LeDax am 11.08.20 17:47:07Ich habe mir eine kleine Software entwickelt, die aus den Rohdaten des Brokers (bei mir, Interactive Brokers, gilt auch für alle Reseller, z.B. Captrader usw) die Buchungssätze ermittelt und diese in eine CSV-Datei exportiert die z.B. in Lexware importiert werden kann. Hierbei kommt es letztlich nicht auf die Anzahl der Transaktionen an da dies ja alles automatisiert ist. Lediglich die manuelle Prüfung, ob denn an dem Automaten auch alles funktioniert, dauert länger, je mehr Trades man macht und je mehr verschiedene Instrumente man handelt. Da die Software ja selbst entwickelt und noch recht neu ist, kann ich Fehler nicht ausschließen und somit macht eine Manuelle Kontrolle sind. Auf lange Sicht ist es aber nur ein Knopfdruck. (bzw. ein paar Knopfdrücke)

Die Software führt außerdem eine laufenden Positionsverwaltung incl aller Kaufzeitpunkt, welche für die entsprechenden FIFO-Berechnungen herangezogen wird.

In meiner Buchhaltung befinde sich im Moment ca. 200 Buchungen pro Monat, die über das System reinkommen. Ich betreibe aber nur selten Daytrading sondern eher Trades, die ich mehrere Tage halte. Das kann also auch deutlich mehr werden.
3 Antworten?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Avatar
11.08.20 18:50:44
Beitrag Nr. 3.039 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.723.687 von unimatrix27 am 11.08.20 17:13:09
Zitat von unimatrix27: Außerdem habe ich mal ein wenig im Thread geblättert, bin ja fasziniert dass das Thema nach wie vor fast täglich diskutiert wird.



Hallo unimatrix,

wir sind hier nur noch, um uns täglich zu verabreden, dass wir Herrn Binding 🤥 auf Abgeordnetenwhatch.de immer wieder Fragen zur Regelung aus § 20 Abs. 6 Satz 5 EStG schicken, auch wenn diese bereits beantwortet wurden. 😉
Avatar
11.08.20 19:22:16
Beitrag Nr. 3.040 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.724.650 von unimatrix27 am 11.08.20 18:14:48
Zitat von unimatrix27: Ich habe mir eine kleine Software entwickelt, die aus den Rohdaten des Brokers (bei mir, Interactive Brokers, gilt auch für alle Reseller, z.B. Captrader usw) die Buchungssätze ermittelt und diese in eine CSV-Datei exportiert die z.B. in Lexware importiert werden kann. Hierbei kommt es letztlich nicht auf die Anzahl der Transaktionen an da dies ja alles automatisiert ist. Lediglich die manuelle Prüfung, ob denn an dem Automaten auch alles funktioniert, dauert länger, je mehr Trades man macht und je mehr verschiedene Instrumente man handelt. Da die Software ja selbst entwickelt und noch recht neu ist, kann ich Fehler nicht ausschließen und somit macht eine Manuelle Kontrolle sind. Auf lange Sicht ist es aber nur ein Knopfdruck. (bzw. ein paar Knopfdrücke)

Die Software führt außerdem eine laufenden Positionsverwaltung incl aller Kaufzeitpunkt, welche für die entsprechenden FIFO-Berechnungen herangezogen wird.

In meiner Buchhaltung befinde sich im Moment ca. 200 Buchungen pro Monat, die über das System reinkommen. Ich betreibe aber nur selten Daytrading sondern eher Trades, die ich mehrere Tage halte. Das kann also auch deutlich mehr werden.


Hab ich mir auch schon überlegt. Das Problem ist aber: Was wenn das Finanzamt die Unterlagen des Brokers nicht anerkennt. Bisher wurde dann z.B. eine Anerkennung von Verlusten verweigert. Nach neuem Recht, kann es dann aber sein, dass die Verluste garnicht mehr anerkannt werden, die Gewinne jedoch schon. Dann verlangt das FA auf 10.000 Euro Gewinn Steuern, weil sie nichtmal die 10.000 Euro Verluste anerkennen mangels hinreichender Abrechnung vom Broker. Das sind so Sachen auf die ich einfach kein Bock habe.
1 Antwort?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Avatar
11.08.20 20:07:06
Beitrag Nr. 3.041 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.543.464 von Taxadvisor am 25.07.20 15:58:11
Zitat von Taxadvisor:
Zitat von Chris_M: ...

Genau und wenn man 5k oder 10k Profit macht würde sich eine Auswanderung m.M.n. auch nicht rechnen.


Damit würde sich die GmbH-Lösung wohl auch unter Kostengesichtspunkten rechnen. Wenn die Lösung steht, werde ich berichten.

Gruß
Taxadvisor


Welche Lösung steht denn ? Bin interessiert :)

Also nach ein paar Monaten Erfahrung muss ich auch sagen, die Gmbh Gründung war doch echt einfach, 2 mal zum Notar gelaufen, bisschen Schriftverkehr mit FA und Gewerbeamt und ein paar andere Kleinigkeiten, fertig. Also da war meine private Steuererklärung vorher auch nicht leichter, denn auch da muss man sich ja alles mögliche ausarbeiten.

Kosten bisher absolut überschaubar, allerdings habe ich auch noch keine Rechnung vom Steuerberater ;)

Und wer noch anzweifelt dass man das auch ohne kann hier mal ein Einblick aus meiner Bilanz zum Stichtag 31.07. nach 4 Monaten Trading, meistens nur Swingtrading:

Sonst. betriebliche Erträge: 97.189 Euro
Sonst. betriebliche Aufwendungen: 84.115 Euro

Das hätte privat schon sehr weh getan.
2 Antworten?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Avatar
11.08.20 20:10:24
Beitrag Nr. 3.042 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.725.541 von elmuchodingdong am 11.08.20 19:22:16
Zitat von elmuchodingdong:
Zitat von unimatrix27: Ich habe mir eine kleine Software entwickelt, die aus den Rohdaten des Brokers (bei mir, Interactive Brokers, gilt auch für alle Reseller, z.B. Captrader usw) die Buchungssätze ermittelt und diese in eine CSV-Datei exportiert


Hab ich mir auch schon überlegt. Das Problem ist aber: Was wenn das Finanzamt die Unterlagen des Brokers nicht anerkennt. Bisher wurde dann z.B. eine Anerkennung von Verlusten verweigert. Nach neuem Recht, kann es dann aber sein, dass die Verluste garnicht mehr anerkannt werden, die Gewinne jedoch schon. Dann verlangt das FA auf 10.000 Euro Gewinn Steuern, weil sie nichtmal die 10.000 Euro Verluste anerkennen mangels hinreichender Abrechnung vom Broker. Das sind so Sachen auf die ich einfach kein Bock habe.


Ich trade in einer GmbH daher spreche ich ja von Buchhaltung und Buchungssätzen. Natürlich kann falls nötig jeder einzelne Buchungssatz belegt werden (keine Buchung ohne Beleg). Insofern greift das mit den 10K hier nicht. Das ist ja der Sinn der Sache. Wobei ich sagen muss auch ohne Sinn macht es viel Spaß.
Avatar
11.08.20 21:56:21
Beitrag Nr. 3.043 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.726.198 von unimatrix27 am 11.08.20 20:07:06
Zitat von unimatrix27: Welche Lösung steht denn ? Bin interessiert :)


Software-Lösung (über StB-Gesellschaft) mit direkt Import von der Bank, Verbuchung, Steuererklärungen, Jahresabschluss für "kleines" Geld.

Sowie das Paket gebucht werden kann, werde ich berichten.

Gruß
Taxadvisor
1 Antwort?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Avatar
11.08.20 22:04:39
Beitrag Nr. 3.044 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.727.758 von Taxadvisor am 11.08.20 21:56:21ah ok, war leider die letzten Monate hier nicht so drin, da hätte ich auch mit gemacht ;)

Habe ja eine Softwarelösung für mich (natürlich nicht für die Steuererklärungen)
Avatar
12.08.20 03:03:40
Beitrag Nr. 3.045 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.716.535 von Chris_M am 11.08.20 10:40:22
Zitat von Chris_M: SPD ist mutig jetzt schon einen KKandiaten zu stellen und schon werden Koalitionsmöglichkeiten in den Raum gestellt rot/rot/grün. Mal sehen ob Olaf bis zum wirklichen Wahlkampf verbrannt ist so wie einige seine Vorgänger.


Die SPD hat sich gute Chancen herausgearbeitet, als kleiner Junior in einer Linksfront unter grüner Führung dabei zu sein.

Olaf Scholz und Lothar Binding sind ausgewiesene Steuererhöhungsexperten. Das wird den Grünen und den Kommunisten / Linke gut gefallen. :rolleyes:

Olaf Scholz wird von den Medien als Mitte dargestellt, von Partei-"Freunden" gar als rechts. Dabei zeigt sich für uns Steuerzahler - gerade auch hier im Thread - dass er in Wahrheit ein "truly socialist" ist ... :laugh:

Einziger Trost wird nächstes Jahr im TV das Kanzlerduell sein. Da wird "NoOlaf" Scholz nämlich gar nicht eingeladen werden, da zu einem Duell nun mal nur zwei Leute antreten werden (1 x Union und 1 x Grüne)! :p
1 Antwort?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Avatar
12.08.20 09:30:49
Beitrag Nr. 3.046 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.724.650 von unimatrix27 am 11.08.20 18:14:48Hallo unimatrix,
Danke schön für deine schnelle Antwort.

Viele Grüße und gute Trades.
Avatar
12.08.20 10:19:09
Beitrag Nr. 3.047 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.728.976 von walker333 am 12.08.20 03:03:40
Zitat von walker333: Die SPD hat sich gute Chancen herausgearbeitet, als kleiner Junior in einer Linksfront unter grüner Führung dabei zu sein.

Olaf Scholz und Lothar Binding sind ausgewiesene Steuererhöhungsexperten. Das wird den Grünen und den Kommunisten / Linke gut gefallen. :rolleyes:


Kronprinz Kevin ist über KKandidat Scholz not amused. Mit seinen sehr linken Ansichten müßte der eigenlich bei den Linken sein. Rechnet bei der SPD wohl mit größeren Chance auf ein späteres Ministeramt oder Schlimmeres um Deutschland mitzugestalten.🤢

Grün-Rot-Rot: Radikale Klimapolitik, Grundeinkommen für alle, usw. wird ordentlich kosten.
Wir bösen Trader dürfen es dann mitfinanzieren, ach nein geht nicht, Handeln wird dann komplett verboten.
Wie man in 4 Jahren in einem Land wüten kann, sieht man in den USA.

CDU/CSU haben eine Auswahl an guten Kandidaten und auch wenn es noch lange hin ist eine Prognose für die meisten Stimmen. Falls 2021 ähnliche Themen den Alltag beherrschen wird das so bleiben. Hoffentlich vergeigen sie es nicht mit irgendwelchen Scharmützeln, sonst: :cry::mad::O
Avatar
12.08.20 14:31:35
Beitrag Nr. 3.048 ()
@Taxadvisor eine OffTippic Frage bzgl. inländische / Ausländische Einkünfte, weil ich gerade was vom §2 AStG gehört habe.

Zinsen und BitCoingewinne kann man soweit ich gehört habe, weder dem Inland noch Ausland zuordnen

Beispiel Anton sitzt im Ausland (z.B. Italilen) und kauft Zertifikate z.B. an der Frankfurter Zertifikate Börse oder im Direktkauf mit dem Emittenten und veräußert diese wieder mit Gewinn.

Sind diese Gewinne nun steuerrechtlich in Deutschland entstanden oder im Ausland wo man den gewöhnlichen Aufenthalt hat. Das scheint ja auch wichtig zu sein und nicht dass das FA kommt und sich auf §2 AStG beruht und Steuern nachfordern will.

Vielen dank für deine Antwort und ich freue mich schon, wenn du mehr von dem berichtest

"Software-Lösung (über StB-Gesellschaft) mit direkt Import von der Bank, Verbuchung, Steuererklärungen, Jahresabschluss für "kleines" Geld.

Sowie das Paket gebucht werden kann, werde ich berichten."
1 Antwort?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Avatar
12.08.20 14:34:10
Beitrag Nr. 3.049 ()
ach falls das noch informativ für den o.g. Beitrag ist, das Broker Konto ist ein dt. Broker
Avatar
13.08.20 09:41:51
Beitrag Nr. 3.050 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.723.687 von unimatrix27 am 11.08.20 17:13:09Hallo unimatrix,

Zitat von unimatrix27: Um was genau geht es denn hier? Verschiedene Verlustverrechnungskreise in der GmbH? Wo kann ich was darüber lesen.

Ich habe selbst versucht das nachzuvollziehen, hier meine Gedankengänge während ich mich Schritt für Schritt durch das Gesetz hangele. Ich bin Laie. "Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal..." trifft hier zu, ich halte mich bloß nicht dran:

Wir befinden uns in § 15 EStG, der Einkünfte aus Gewerbebetrieb regelt.

§ 15 Abs. 4 Satz 1 EStG: "Verluste aus gewerblicher Tierzucht oder gewerblicher Tierhaltung dürfen weder mit anderen Einkünften aus Gewerbebetrieb noch mit Einkünften aus anderen Einkunftsarten ausgeglichen werden […]"

Aus irgendwelchen Gründen bestimmt das Gesetz, dass gewerbliche Tierzucht steuerliche Nachteile haben sollte, denn der Verlustausgleich mit jeglichen anderen Einkunftsarten wird ausgeschlossen (jedenfalls im selben Jahr, siehe Satz 2).

§ 15 Abs. 4 Satz 3 EStG: “Die Sätze 1 und 2 gelten entsprechend für Verluste aus Termingeschäften, durch die der Steuerpflichtige einen Differenzausgleich oder einen durch den Wert einer veränderlichen Bezugsgröße bestimmten Geldbetrag oder Vorteil erlangt.“

Analog gilt: Verluste aus denjenigen Termingeschäften, die der o.g. Spezifikation entsprechen, dürfen nicht mit anderen Einkunftsarten ausgeglichen werden. Der Wortlaut dieser Spezifikation (“durch die der Steuerpflichtige einen Differenzausgleich oder einen durch den Wert einer veränderlichen Bezugsgröße bestimmten Geldbetrag oder Vorteil erlangt”) ist exakt derselbe wie in § 20 Abs. 2 Nr. 3a.

Diese Spezifikation von Termingeschäften umfasst nach meinem Verständnis keine Stillhaltergeschäfte, denn durch den Verkauf einer Option erhalte ich eine Prämie, die sodann nicht mehr vom Wert einer veränderlichen Bezugsgröße (lies: Basiswert) abhängt, und ein Differenzausgleich ist es auch nicht. Durch den Wortlaut dieser Spezifikation trennt der Gesetzgeber Stillhaltergeschäfte von anderen Termingeschäften und schafft so die begriffliche Basis, die Besteuerung von Stillhaltergeschäften und anderen Termingeschäften unterschiedlich zu regeln (wie auch in § 20 EStG im Fall von Einkünften aus Kapitalvermögen).

Wenn diese Interpretation korrekt ist, bedeutet das für gewerbliche Einkünfte nach § 15 EStG: Verluste aus Termingeschäften (außer Stillhaltergeschäften) können nicht mit anderen Einkunftsarten ausgeglichen werden, also auch nicht mit Verlusten aus Stillhaltergeschäften. Dann muss man auch in einer GmbH einen Verrechnungstopf für diese Termingeschäfte führen.

Für Verluste aus Stillhaltergeschäften finde ich umgekehrt keine solche Beschränkung, die können also mit anderen Einkunfsarten verrechnet werden (nur eben nicht mit anderen Termingeschäften).

So verstehe ich die Ausführungen von @Taxadvisor in seinen Antworten auf @deltaneutral.

Zitat von unimatrix27: Ist das nur relevant wenn Optionen geschrieben werden?

Nein, das Verrechnungsverbot gilt für Termingeschäfte (außer Stillhaltergeschäfte), also ist es auch relevant, wenn keine Optionen geschrieben werden. Wenn man allerdings keine Optionen schreibt, kann man alle anderen Termingeschäfte in einen Topf tun und miteinander verrechnen.

Wenn das so stimmt, macht es die GmbH als Trading-Vehikel nicht gerade kaputt, aber es verkompliziert die Sache für einen Optionshändler. Ich müßte zusehen, dass ich unterjährig die nicht verrechenbaren Verluste im Auge behalte und meine Strategien entsprechend anpasse oder gewichte. Du meine Güte...
6 Antworten?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Avatar
13.08.20 09:56:34
Beitrag Nr. 3.051 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.745.431 von gurkengamma am 13.08.20 09:41:51Das ist so korrekt. Long-/Short-Strategien mit Optionen sind auch in der GmbH nichrt das Gelbe vom Ei (wenn der § 15 Abs. 4 EStG so gelesen wird, wie der § 20 Abs. 3 EStG, geht so aber auch aus einer BFH-Entscheidung hervor).

Allerdings haben wir auch in der GmbH noch den vollen intertemporalen Verlustvortrag/-rücktrag. Ich kenne nicht alle Strategien, aber in der Mehrzahl der Strategien sollten ja sowohl der Long-Teil als auch der Short-Teil der Strategien insgesamt über die Jahre mit Gewinn oder zumindest +/- Null auslaufen. Dann habe ich "nur" in einzelnen Jahren eine höhere Steuerbelastung, die sich über den vollen Verlustvortrag/-rücktrag wieder reinholt.

Und wenn der Short-Teil der Strategie schlecht läuft, müssen halt noch weitere Einkünfte in die GmbH verlagert werden ;-)) (Wenn der Long-Teil der Strategie dauerhaft schlecht läuft, muss allerdings ein Strategie-Wechsel her)

Gruß
Taxadvisor
5 Antworten?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Avatar
13.08.20 11:14:20
Beitrag Nr. 3.052 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.745.614 von Taxadvisor am 13.08.20 09:56:34Ok verstanden. Das ist gut zu wissen aber für mich kein Problem ich kann auf Optionshandel auch verzichten. Danke
Avatar
13.08.20 12:50:37
Beitrag Nr. 3.053 ()
Ich möchte nochmal das Thema Unternehmensgründung bzgl. Termingeschäfte anreizen und freue mich wenn sich @Taxadvisor zur fogenden Struktur äußert.

Festgestellt wurde ja bereits das eine GmbH & Co KG eine Personengesellschaft ist und somit §20 EStG greifen würde.

Bei einer GmbH oder Holding (Holding GmbH und Trading GmbH als Beispiel) ganz klar entfällt die Regulierung des §20 EStG aber das Konstrukt hat ja auch wenig Flexibilität.

Nun mal das Konstrukt einer Doppelten Holding. Ganz oben steht eine GmbH & Co KG und darunter wird dann eine Holding GmbH gegründet und darunter dann die operative Trading GmbH (und ggf. weitere Töchter).

Die operativen Gewinne aus Trading oder was auch immer bleiben in der entsprechenden GmbH bzw. fließen maximal eine Stufe hoch zur Holding GmbH.

Jetzt für mich zum Verständnis, wird durch dieses Organigramm auch der §20 EStG Umgangen oder sagt da die Gesetzgebung wieder "ätsch ist eine Personengesellschaft weil GmbH & Co KG" ???
2 Antworten?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Avatar
13.08.20 12:58:07
Beitrag Nr. 3.054 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.748.479 von Chris_M am 13.08.20 12:50:37
Zitat von Chris_M: Festgestellt wurde ja bereits das eine GmbH & Co KG eine Personengesellschaft ist und somit §20 EStG greifen würde.

Bei einer GmbH oder Holding (Holding GmbH und Trading GmbH als Beispiel) ganz klar entfällt die Regulierung des §20 EStG aber das Konstrukt hat ja auch wenig Flexibilität.

Nun mal das Konstrukt einer Doppelten Holding. Ganz oben steht eine GmbH & Co KG und darunter wird dann eine Holding GmbH gegründet und darunter dann die operative Trading GmbH (und ggf. weitere Töchter).


"Festgestellt" hat das keiner, es besteht ein höheres Risiko, dass es hier zu einer anderen Auffassung der Finanzverwaltung kommt, Buchhaltung ist durch Entnahmemöglichkeiten schwerer zu verproben etc. (wir haben ja hier auch über atypisch still geschrieben, ist auch eine Personengesellschaft, insoweit das geht schon). Nachteil der GmbH und Co. KG ist halt, die sofortige Besteuerung mit dem Spitzensteuersatz auf Anlegerebene ohne Thesaurierungsmöglichkeit.

Doppelte Holding: wie viel willst Du den traden, damit sich der Aufwand für drei Gesellschaften lohnt?

Gruß
Taxadvisor
1 Antwort?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Avatar
13.08.20 13:02:41
Beitrag Nr. 3.055 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.745.614 von Taxadvisor am 13.08.20 09:56:34
Zitat von Taxadvisor: Das ist so korrekt. Long-/Short-Strategien mit Optionen sind auch in der GmbH nichrt das Gelbe vom Ei (wenn der § 15 Abs. 4 EStG so gelesen wird, wie der § 20 Abs. 3 EStG, geht so aber auch aus einer BFH-Entscheidung hervor).

Allerdings haben wir auch in der GmbH noch den vollen intertemporalen Verlustvortrag/-rücktrag. Ich kenne nicht alle Strategien, aber in der Mehrzahl der Strategien sollten ja sowohl der Long-Teil als auch der Short-Teil der Strategien insgesamt über die Jahre mit Gewinn oder zumindest +/- Null auslaufen. Dann habe ich "nur" in einzelnen Jahren eine höhere Steuerbelastung, die sich über den vollen Verlustvortrag/-rücktrag wieder reinholt.

Und wenn der Short-Teil der Strategie schlecht läuft, müssen halt noch weitere Einkünfte in die GmbH verlagert werden ;-)) (Wenn der Long-Teil der Strategie dauerhaft schlecht läuft, muss allerdings ein Strategie-Wechsel her)

Gruß
Taxadvisor



Bei einem Bull-Put-Spread verkaufe ich einen Put aus dem Geld und kaufe einen Put noch weiter aus dem Geld.
Dabei führe ich mit dem verkauften Put ein Stillhaltergeschäft aus. Der Grund warum man zusätzlich einen Put weit aus dem Geld kauft ist, dass man das Stillhaltergeschäft absichert.
Geht der Trade auf, kassiert man die Prämie aus dem verkauften Put und verliert die niedrigere Prämie aus dem gekauften Put.

In § 15 IV S.4 EStG steht:
"Satz 3 gilt nicht für die Geschäfte, die ... der Absicherung von Geschäften des gewöhnlichen Geschäftsbetriebs dienen."

Wenn nun Stillhaltergeschäfte zum gewöhnlichen Geschäftsbetrieb gehören, dann müsste doch der Verlust aus der gekauften Option mit der Einnahme aus der verkauften Option verrechenbar sein.

Zitat von Taxadvisor: wenn der § 15 Abs. 4 EStG so gelesen wird, wie der § 20 Abs. 3 EStG, geht so aber auch aus einer BFH-Entscheidung hervor.


Könntest du bitte das Aktenzeichen der BFH-Entscheidung angeben.
3 Antworten?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Avatar
13.08.20 13:10:37
Beitrag Nr. 3.056 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.748.608 von Taxadvisor am 13.08.20 12:58:07Ging mir jetzt weniger um die Kosten sondern ehr um die Umsetzungsmöglichkeit unter Beachtung des §20 EStG.

Die Wegzugsbesteuerung würde u.a. entfallen ...

"wie viel willst Du den traden, damit sich der Aufwand für drei Gesellschaften lohnt?"

nenn doch mal eine Hausnummer. Dieses Jahr lief bisher viel zu gut, wenn das so auch 2021 wäre bräuchte ich mir keine Gedanken machen aber hätte, hätte ..

Hast du meinen Post zu §2 AStG ... das hat mir gestern schon die Laune versaut
Avatar
13.08.20 16:31:24
Beitrag Nr. 3.057 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.748.689 von MakeCashNotWar am 13.08.20 13:02:41Es sieht anscheinend so aus, als wäre auch eine GmbH keine einfache Lösung, wenn man gleichzeitig Futurehandel, Optionshandel (Kauf und Stillhaltergeschäfte inkl. Absicherungsstrategien) und ggf Aktienhandel betreibt.

Ich bin mir unsicher, ob man den ganzen Aufwand betreiben sollte und am Ende dann gegebenenfalls doch Probleme mit dem Finanzamt bekommt, da es unterschiedliche Auffassungen gibt.

So richtig eindeutige Aussagen gibt es irgendwie nicht.....

Es bleibt spannend.

Ich hoffe, wir finden für uns alle noch eine gute Lösung.
2 Antworten?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Avatar
13.08.20 20:57:05
Beitrag Nr. 3.058 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.752.382 von LeDax am 13.08.20 16:31:24Optionen lasse ich wie gesagt weg und ob es zu Problemen kommt kann ich leider erst nach den Steuererklärungen bzw. entsprechenden Festsetzungen im nächsten Jahr sagen.

klar, doppelte Holding ist auch schön mit Personengesellschaft oben drüber, Vorteil wäre wohl auch die Verrechnung der GuV in einer Organschaft, aber das ist eigentlich für operatives Trading unnötig. Die ganzen Unternehmen haben ja an sich keine Werte außer Bargeld d.h. man kann auch jederzeit neue Firmen aufmachen und sofort in das gleiche Geschäft wieder einsteigen. Wenn man ein Unternehmen mit Kunden usw. hat sieht die Sache natürlich anders aus.
1 Antwort?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Avatar
13.08.20 21:00:06
Beitrag Nr. 3.059 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.756.009 von unimatrix27 am 13.08.20 20:57:05Die Wegzugsbesteuerung hast bei der doppelten auch nicht ... und du kannst z.B. die Personengesellschaft ja auch als PLC oder so in den USA haben ... gibt halt viele Möglichkeiten. Für das reine Traden ist die Form aber doch zu umfangreich gedacht, aber wer noch andere Assets hat ..
Avatar
13.08.20 21:02:29
Beitrag Nr. 3.060 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.735.885 von Chris_M am 12.08.20 14:31:35
Zitat von Chris_M: Sind diese Gewinne nun steuerrechtlich in Deutschland entstanden oder im Ausland wo man den gewöhnlichen Aufenthalt hat.


Vll könnte man hier einen Antrag auf verbindliche Auskunft stellen. Kostet geld aber wenn das Auswandern davon abhängt hat man auch einen Grund, den man da direkt mit angeben kann, denn je nach Entscheidung wanderst du ja aus oder nicht.

Auf der anderen Seite ist es ja auch so dass du mit einer normale Unternehmung deutsche Kunden haben kannst das führt ja nicht zur beschränkten Steuerpflicht in DE. Sondern dort wo deine Betriebsstätte bzw. Ort der Geschäftsführung ist.

Aber das ist nur meine laienhafte Einschätzung. das sollte man wirklich ernsthaft prüfen.
Avatar
15.08.20 16:48:25
Beitrag Nr. 3.061 ()
Zweifel an Verfassungsmäßigkeit von Steuergesetz
Zweifel an Verfassungsmäßigkeit von Steuergesetz
Der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages hat verfassungsrechtliche Zweifel an der Regel geäußert, dass Totalverluste von Geldanlagen nur beschränkt steuerlich berücksichtigt werden. Die Frage könnte möglicherweise für Wirecard-Aktionäre relevant werden. Der Verlust aus Aktien mit kleinem Restwert wird anerkannt, Totalverluste dagegen nicht - "diese Unterscheidung erscheint bei wirtschaftlicher Betrachtung wenig tragfähig", heißt es in einem Gutachten, über das die "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (FAS) berichtet.
18 Antworten?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Avatar
15.08.20 19:49:19
Beitrag Nr. 3.062 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.774.159 von YellowDragon am 15.08.20 16:48:25
Zitat von YellowDragon: Zweifel an Verfassungsmäßigkeit von Steuergesetz
Der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages hat verfassungsrechtliche Zweifel an der Regel geäußert, dass Totalverluste von Geldanlagen nur beschränkt steuerlich berücksichtigt werden. Die Frage könnte möglicherweise für Wirecard-Aktionäre relevant werden. Der Verlust aus Aktien mit kleinem Restwert wird anerkannt, Totalverluste dagegen nicht - "diese Unterscheidung erscheint bei wirtschaftlicher Betrachtung wenig tragfähig", heißt es in einem Gutachten, über das die "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (FAS) berichtet.


Da steht wieder nur was von Totalverlusten. Vielen Leuten in Politik und Presse ist noch immer nicht bewußt, daß es hier nicht nur um Totalverluste, sondern generell um alle Verluste aus Termingeschäften geht, und daß dies 100-mal weiterreichend ist als nur die Nichtanrechnung von Totalverlusten, die nur selten auftreten.

Es geht um das Abkassieren von Steuern auf alle Gewinne aus Termingeschäften und das Liegenlassen aller Verluste beim Anleger bzw. Trader ! Bitte endlich den Schalter im Kopf umlegen !


Hier noch der Link für den FAS-Artikel (etwas seriöser als MM-News) : https://www.faz.net/aktuell/finanzen/begrenzung-fuer-abzug-v…
17 Antworten?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Avatar
15.08.20 20:29:07
Beitrag Nr. 3.063 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.775.125 von wolfeck am 15.08.20 19:49:19In dem Artikel geht es aber nun mal nicht um Termingeschäfte sondern bzgl. Fall Wirecard um die Verrechnung von Totalverlusten bei Aktien.

Der §20 (6) ist doch aufgeteilt nach Aktien und Termingeschäften.
16 Antworten?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Avatar
15.08.20 20:35:57
Beitrag Nr. 3.064 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.775.353 von Chris_M am 15.08.20 20:29:07In dem Gutachten des wissenschaftlichen Dienstes auch ? Müssen wir mal abwarten, was dort drinsteht. Die FDP (in Person von Florian Toncar und auch Christian Lindner) hat sich schon immer gegen die gesamte Neuregelung ausgesprochen, nicht nur, was Totalverluste anging.
15 Antworten?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Avatar
15.08.20 20:43:34
Beitrag Nr. 3.065 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.775.383 von wolfeck am 15.08.20 20:35:57mir liegt das Gutachten nicht vor...

Ja soweit ich weiß haben von der Oppositionspartei die gelben und blauen dagegen gevotet ... aber die Mehrheit haben schwarz / rot gehabt ... Da können sich die Renter die solche Partein wählen ja freuen, wenn Ihre Rente sicher ist. ... aber das ist ja ein anderes Thema

Der Clickbait von godemode mit dem "Entwurf" wo u.a. CFD und Zertifikate ausgeschlossen sind, davon habe ich auch weiter noch nichts gelesen ... und es ist schon Mitte August
13 Antworten?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Avatar
15.08.20 20:47:50
Beitrag Nr. 3.066 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.775.413 von Chris_M am 15.08.20 20:43:34Ein clickbait war das wohl. Die werden beim BMF schon wissen, warum sie solange mit den Ausführungsbestimmungen brauchen : weil es um eine völlig absurde Sache geht.

Und daß Optionsscheine mit einem exakten Verfallstag angeblich keine Termingeschäfte wären, CFDs mit unendlicher Laufzeit aber schon - über soviel Lächerlichkeit kann man eigentlich nur noch weinen.
3 Antworten?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Avatar
16.08.20 00:09:39
Beitrag Nr. 3.067 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.775.383 von wolfeck am 15.08.20 20:35:57Möglich, dass im Gutachten sowohl die Totalverluststeuer als auch die Bindingsteuer steht, die FAS aber wegen Wirecard nur über die Totalverluststeuer geschrieben hat. Es würde mich wundern, wenn Florain Toncar nur nach den Totalverlusten gefragt hätte.

Sehr lustig ist ja folgender Satz:

Das Finanzministerium antwortet, wie bei jedem Gesetzentwurf der Regierung sei die Verfassungsmäßigkeit geprüft worden.

Wie soll das funktionieren, wenn die Antwort schon vorher feststeht? Soll irgendein Sachbearbeiter sich gegen die in der Koalition getroffene Entscheidung auflehnen? Selbst wenn er das getan hätte, dann hätte sein Vorgesetzter das gekippt - keine Chance für sowas, auch nicht bei der Verfassungsprüfung durchs Innenministerium. Politik bzw. Macht schlägt Rechtslage immer.

Da können wir nur auf unabhängige Richter (solange wir noch nicht Verhältnisse wie in Belarus haben) hoffen. Mich würde ja interessieren ob Esken und Binding Lukaschenko zum Wahlsieg gratuliert haben, ist immerhin der letzte Sozialist Europas.
Avatar
16.08.20 02:36:34
Beitrag Nr. 3.068 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.775.428 von wolfeck am 15.08.20 20:47:50War kein Clickbait. Es gab wohl schon vor dem Artikel ein Interview mit dem DDV-Chef, der bestätigt hat, dass über eben jene Anpassungen gesprochen wird und die Chancen einer Umsetzung nicht schlecht stehen. Ich gehe persönlich vom Wahrheitsgehalt aus und glaube, dass auch die späte Veröffentlichung kein schlechtes Zeichen ist. Die rechtlichen Bedenken und die Absurdität des Ganzen scheinen doch schon ein wenig Aufmerksamkeit erregt zu haben. Ob letztlich sämtliche Produkte vor dem politischen Zugriff zu retten sind, wird sich zeigen. Denke aber schon, die genannten Ausnahmen kommen durch. Für den Rest wirds vermutlich der Rechtsweg richten müssen. Letztlich ein echtes Trauerspiel.
Avatar
16.08.20 02:39:32
Beitrag Nr. 3.069 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.775.428 von wolfeck am 15.08.20 20:47:50Es gibt dazu sogar eine schlüssige Begründung in genanntem Interview. Hab es nicht mehr im Kopf und ist schon ein paar Seiten her, dass es gepostet wurde. Die Argumentation kann man durchaus so bringen, auch wenn es von außen her etwas schräg wirkt.
1 Antwort?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Avatar
16.08.20 02:53:56
Beitrag Nr. 3.070 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.776.232 von PolarBearX am 16.08.20 02:39:32Seite 276 - letzter Beitrag von startvestor ;-)
Avatar
16.08.20 10:40:39
Beitrag Nr. 3.071 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.775.413 von Chris_M am 15.08.20 20:43:34
Zitat von Chris_M: mir liegt das Gutachten nicht vor...

Habe soeben gelernt: Öffentliche Dokumente des Wissenschaftlichen Dienstes (WD) sind hier: https://www.bundestag.de/analysen

Die FAZ zitiert offenbar aus dieser Analyse des WD vom 26.06.2020 ("WD 4 - 066/20, Verfassungsrechtliche Zulässigkeit von Beschränkungen der Verlustverrechnung bei Termingeschäften und Ausfällen von Kapitalforderungen"): https://www.bundestag.de/resource/blob/707848/80b5fc65cd4b79…

Schwierig zu lesen und voller Fachbegriffe, die ich nicht hinreichend verstehe. Ich sehe da kein klares Ja oder Nein zur Rechtmäßigkeit der Regelungen, das ist vermutlich auch nicht der Job des WD, sondern deren Sätze sind voller Konjunktive und haben die Form von "Es dürfte sich um X handeln, und wenn man zum Schluss käme dass Y, dann könnte man Z".

Ich zitiere aus Abschnitt 3: "Die Beschränkungen des Verlustabzuges nach § 20 Abs. 6 S. 5 und 6 EStG dürften eine Durchbrechung des Leistungsfähigkeitsprinzips darstellen.". Die nachfolgende Diskussion zeigt allerdings Umstände auf, unter denen das zulässig sein könnte.

Auch der Abschnitt 4 ist interessant, da geht es darum, dass eine GmbH von der Neuregelung des Verlustabzuges nicht betroffen ist und dann fragt sich der WD, ob das angesichts der Regelungsabsicht der Gesetzesänderung gerechtfertigt sei, und falls nicht, wie der Gesetzgeber das beheben könnte.
8 Antworten?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Avatar
16.08.20 14:56:58
Beitrag Nr. 3.072 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.776.997 von gurkengamma am 16.08.20 10:40:39Vielen Dank fürs Teilen.

Das Gutachten ist m.E. nichts weiter als brotlose Kunst.

Wenn ich prüfen will, ob die Begründung des Gesetzgebers, dass § 20 Abs. 6 S.5 EStG den öffentlichen Haushalt vor finanziellen Risiken schützt, da angeblich der Haushaltsgesetzgeber damit fehlende Steuereinkünfte wegen zu berücksichtigender Verluste ausschließen kann, eine Durchbrechung des Leistungsfähigkeitsprinzips rechtfertigen kann, muss man erst einmal die Frage beantworten, inwieweit der Haushalt überhaupt gefährdet wird.

Wie kann man von einer Gefährdung des Haushalts sprechen, wenn man zumindest innerhalb eines Finanzinstruments alle Gewinne und Verluste uneingeschränkt miteinander verrechnen kann?

Auf diese Frage wurde überhaupt nicht eingegangen und bisher nirgends beantwortet?

Ebenso das Argument mit der Eindämmung der Spekulation.
Was ist Spekulation? Was rechtfertigt ein Quasi-Verbot (für Privatpersonen!, nicht für Banken und sonstige Finaninstitute)
Durch die Verlustverrechnungsbeschränkung in § 20 Abs. 6 S.5 EStG werden ausgerechnet risikobewusste Optionskombinationsstrategien, wie vertikale Spreads, Condors besonders bestraft.
Die Regelung bewirkt genau das Gegenteil und zwingt mich zukünftig zu riskanteren Geschäften.

Und Optionen sind auch nicht spekulativer als Aktien, nur weil man damit eine Totalverlust erleiden kann, da man dieses Risiko über die Positionsgröße berücksichtigt.
Das spekulative Risiko hängt von der Positionsgröße im Vehältnis zur Kontogröße ab.


Fazit: Nur weil Laien mit Begründungen, die nicht der Realität entsprechen über Dinge von denen sie nichts verstehen eine Steuervorschrift rechtfertigen wollen, ist diese Vorschrift nicht automatisch verfassungsgemäß.
7 Antworten?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Avatar
16.08.20 16:53:29
Beitrag Nr. 3.073 ()
Neues Video von Martin: www.youtube.com/watch?v=1nKnWOoVlNk
Avatar
16.08.20 18:55:18
Beitrag Nr. 3.074 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.778.332 von MakeCashNotWar am 16.08.20 14:56:58Das Gutachten ist eine Ansammlung von "dürften" und "könnten" und das Abschreiben von Quellen. Entweder hatten die Verfasser keine Ahnung vom Steuerrecht oder große Angst vor Bindings Macht.

Aber ich will trotzdem mal was rausgreifen:

Willkür kann dem Gesetzgeber somit wohl nicht vorgeworfen werden.

Wenn man die Vorsichtigkeit der Verfasser berücksichtigt heißt das übersetzt: Das war definitiv Willkür. :cry:


Insofern beschränkt sich die gesetzgeberische Erwägung wohl auf den Schutz des öffentlichen Haushaltes vor fehlenden Steuereinkünften. Ob dies als sachlicher Grund genügt, erscheint fraglich.

Bindingsteuer und Totalverluststeuer (oder sollte man die Brehmsteuer nennen?) haben fiskalisch gar keine Bedeutung. Die Summen sind viel zu gering. Außerdem werden die Steuereinnahmen hier eher fallen, weil die Termingeschäfte deutlich zurückgehen werden.


Sollte man dementsprechend zu dem Ergebnis kommen, eine verfassungswidrige Ungleichbehandlung im Sinne des Art. 3 Abs. 1 GG liege vor, könnte der Gesetzgeber diesen Missstand wohl entweder durch die Anpas-sung von Art. 20 Abs. 6 EStG oder § 15 Abs. 4 EStG beseitigen.

Hier seht hier den Weg, wie Binding auch eure neu gegründeten GmbH's drankriegen kann. Seid euch immer bewußt, dass Macht das Recht schlägt. Und viel Macht lässt überhaupt kein Recht zu.
1 Antwort?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Avatar
16.08.20 23:28:38
Beitrag Nr. 3.075 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.779.481 von startvestor am 16.08.20 18:55:18Das ist wirklich amüsant... "wohl" bedeutet im Synonym "wahrscheinlich"... ausgeschlossen ist es damit also nicht ;-)
Avatar
17.08.20 04:10:51
Beitrag Nr. 3.076 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.778.332 von MakeCashNotWar am 16.08.20 14:56:58
Zitat von MakeCashNotWar: Wie kann man von einer Gefährdung des Haushalts sprechen, wenn man zumindest innerhalb eines Finanzinstruments alle Gewinne und Verluste uneingeschränkt miteinander verrechnen kann?

Auf diese Frage wurde überhaupt nicht eingegangen und bisher nirgends beantwortet?


Zitat von MakeCashNotWar: Vielen Dank fürs Teilen.

Das Gutachten ist m.E. nichts weiter als brotlose Kunst.

Wenn ich prüfen will, ob die Begründung des Gesetzgebers, dass § 20 Abs. 6 S.5 EStG den öffentlichen Haushalt vor finanziellen Risiken schützt, da angeblich der Haushaltsgesetzgeber damit fehlende Steuereinkünfte wegen zu berücksichtigender Verluste ausschließen kann, eine Durchbrechung des Leistungsfähigkeitsprinzips rechtfertigen kann, muss man erst einmal die Frage beantworten, inwieweit der Haushalt überhaupt gefährdet wird.



Seh ich auch so.

Der WD, das sind ja irgendwelche Praktikanten und Referendare, die in den Katakomben des BT sitzen und diese Papiere als Dutzendware ausstossen. Entsprechend ist dem Gutachten auch anzumerken, dass für den Ersteller Prio eins ist, sich auf keinen Fall seine Jobchancen mit einer der Seiten (Auftraggeber FDP) oder Regierungskoalition, die das Gesetz gemacht hat, zu verscherzen.

Zuerst füllt er ehrgeizig sehr viele Zeilen damit, verfassungsrechtliche Streitstände aus irgendwelchen Kommentaren zu zitieren (die allesamt im Ergebnis irrelevant sind) um zu zeigen, dass er die alle gelesen hat und kennt. Toll.

Wo es drauf ankommt, übernimmt er dann aber einfach die Begründung ("Daneben schützt § 20 Abs. 6 S. 5 EStG auch den öffentlichen Haushalt vor finanziellen Risiken, da der Haushaltsgesetzgeber damit fehlende Steuereinkünfte wegen zu berücksichtigender Verluste ausschließen kann.) aus der Gesetzesbegründung vom Binding

Eigentlich hätte sich der Schreiber doch damit auseinandersetzen müssen, ob bei einer bereits bestehenden Verlustausgleichsbeschränkung von Verlusten aus Kapitaleinünften (erster Satz in der Einleitung!) dies überhaupt eine tragfähige Begründung sein kann.

Der Gesetzgeber geht offenbar davon aus, dass jeder Bürger bereits auf stattlichen Kapitalerträgen aus Nichttermingeschäften sitzt, auf deren Steueranteil der Staat ein Anrecht hat. Und Lieschen Müller fängt jetzt plötzlich an wild mit Termingeschäften zu traden und ruiniert dadurch ihre nichtrealisierten Kapitalerträge und der Staat geht leer aus. Böse!

Das ist aus Sicht vom Binding offenbar das "Haushaltsrisiko". Alles andere ist ja egal, wenn Lieschen Müller noch Einkommen aus Arbeit o.ä. hat darf sie ja eh nicht verrechnen.

Die menschenverachtende und im Grunde sozialisitsch- totalitäre Ausgangbasis dieses Gedankens stößt schon mal an sich ab. Letzen Endes muss es Lieschen Müllers Sache sein wie sie ihr Geld anlegt und was sie damit macht. Wenn sie zocken will, dann ist das allein ihre Sache und der Staat hat das hinzunehmen.


Davon mal abgesehen, stellt sich dann auch sachlich die Frage, ob der Staat mit der Begründung "dass es sich um Geschäfte handelt, die „spekulativ“ seien, bei denen „einerseits hohe Gewinne und an-dererseits der Totalverlust der Anlage eintreten könnten“ berechtigt ist, der Lieschen Müller das Traden zu verbieten.

Aus meiner Sicht ganz klar nein. Was die ja im Ergenis schlecht finden ist Leverage. Das is aber nunmal ein Grundprinzip der Wirtschaft. Die stören sich daran, dass iherer Meinung nach Termingeschäfte ein höheres Leverage haben als zB Aktien und deswegen verboten werden müssen. Und das stimmt so generell einfach nicht.

MaW kann eine hoch gehebelte Biotechaktie zB. ein höheres Risiko darstellen als eine konservative Option auf einen Langweilertitel. Nur findet die Leverage eben beim einen schon auf Ebene der Bilanz statt. Leverage ist aber schlussendlich überall. Wann ist sie jetzt gut und wann böse? Das steht sicher nicht Binding an zu entscheiden.

Im Ergebnis ist auch eine Aktie Spekulativ und der Totalverlust kann eintreten, so dass Leverage allein keine Begründung sein kann. Das gilt um so mehr wenn dann noch andere Instrumente mit Leverage (Optionsscheine, ,,,) willkürlich ausgenommen werden. Dann wird es komplett widersinnig.

Diese vorgeschobene Begründung mit der eine totalitäre und volkserzieherische Gesinnung bemäntelt werden soll ist also im Ergebnis auch in sich unlogisch und klar abzulehnen.

DAMIT hätte sich der Gutachter auseinandersetzen müssen, statt da sinnlos rumzuschwafeln.

Stattdessen verstrickt er sich dann in eine Diskussion um Art. 3 GG den er selbst aufwirft. Bisher (!) hat selbst Binding gesagt, dass Termingeschäfte in der betrieblichen Sphäre ihren Sinn haben. Entweder kommt der Gutachter also aus dem SPD Lager und weiss was demnächst geplant ist und schreibt das ab oder er will sich beim Binding noch mehr einschleimen indem er einen Weg aufzeigt, im Ergebnis Termingeschäfte in Deutschland komplett zu verbieten.

Vollends Grotesk wenn dann der FDP Mann aus diesem deutlich linken Gutachten dann drei Brocken rauspickt, die unscharf formuliert sind und das dann als Bestätigung seiner Position ansieht.

Wenns alles nicht so traurig wär...
4 Antworten?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Avatar
17.08.20 08:03:20
Beitrag Nr. 3.077 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.780.861 von Gerhard_Mueller am 17.08.20 04:10:51
Zitat von Gerhard_Mueller: Der Gesetzgeber geht offenbar davon aus, dass jeder Bürger bereits auf stattlichen Kapitalerträgen aus Nichttermingeschäften sitzt, auf deren Steueranteil der Staat ein Anrecht hat. Und Lieschen Müller fängt jetzt plötzlich an wild mit Termingeschäften zu traden und ruiniert dadurch ihre nichtrealisierten Kapitalerträge und der Staat geht leer aus. Böse!

Das ist aus Sicht vom Binding offenbar das "Haushaltsrisiko". Alles andere ist ja egal, wenn Lieschen Müller noch Einkommen aus Arbeit o.ä. hat darf sie ja eh nicht verrechnen.


Und selbst, wenn man das so sehen will, kann man damit evtl. noch rechtfertigen, dass Termingeschäfte einen eigenen Verlustverrechnungskreis haben sollen. Nicht aber, dass es innerhalb diieser Termingeschäfte, dann noch eine Verlustverrechnungsgrenze in Höhe von 10.000 € gibt.

Es ist einfach absurd zu behaupten, dass die 10.000-Grenze den Staat vor Haushaltsrisiken schützen würde.

Zitat von Gerhard_Mueller: Davon mal abgesehen, stellt sich dann auch sachlich die Frage, ob der Staat mit der Begründung "dass es sich um Geschäfte handelt, die „spekulativ“ seien, bei denen „einerseits hohe Gewinne und an-dererseits der Totalverlust der Anlage eintreten könnten“ berechtigt ist, der Lieschen Müller das Traden zu verbieten.


Ich dachte immer, dass es für staatliche Eingriffe in die Freiheitsrechte des Bürgers erhebliche Rechtfertigungsgründe geben muss. Die Begründung des Gesetzgebers lautet hier in etwa so:
Was rechtfertigt ein Quasi-Verbot von Termingeschäften für Privatpersonen?
Begründung des Gesetzgebers: Weil man den Privatpersonen Termingeschäfte quasi verbieten will.
3 Antworten?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Avatar
18.08.20 12:30:53
Beitrag Nr. 3.078 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.781.278 von MakeCashNotWar am 17.08.20 08:03:20Es gibt ein neues Video zur Trading-GmbH:
2 Antworten?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Avatar
18.08.20 14:41:25
Beitrag Nr. 3.079 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.798.021 von future_mike am 18.08.20 12:30:53
Zitat von future_mike: Es gibt ein neues Video zur Trading-GmbH:


Die FiBu-Lösung, über die er spricht, kenne ich. Das ist die Gleiche, von der ich auch schon berichtet habe...

Grüße
Taxadvisor
1 Antwort?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Avatar
18.08.20 15:25:05
Beitrag Nr. 3.080 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.799.839 von Taxadvisor am 18.08.20 14:41:25
Zitat von Taxadvisor: Die FiBu-Lösung, über die er spricht, kenne ich. Das ist die Gleiche, von der ich auch schon berichtet habe...
Grüße
Taxadvisor


Hallo Taxadvisor,

In welchem Intervall schickt die Trading-GmbH die Tradingergebnisse zum StB, quasi nach jedem relevanten Tradingtag?

Muss die Trading-GmbH die Tradingergebnisse in eine für die FiBu-Lösung lesbaren Forum aufbereiten oder kann die FiBu alle originalen Tradingreports der gängigen in- und ausländischen Broker/Banken direkt einlesen?

Grüße
Avatar
18.08.20 15:54:23
Beitrag Nr. 3.081 ()
fragt sich was sind die gänginge broker? Bisher kenne ich nur einen broker, wo die Daten überhaupt in einer elektronischen Form hinten raus kommen, dass man damit was anfangen kann. Die meisten dürften ja nur PDF Reports raushauen. Spätestens die FX-FIFO-Berechnung wird bei den meisten falsch gemacht. Das ist allerdings auch schon im privaten Trading ein Problem
2 Antworten?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Avatar
18.08.20 16:10:49
Beitrag Nr. 3.082 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.800.853 von unimatrix27 am 18.08.20 15:54:23
Zitat von unimatrix27: fragt sich was sind die gänginge broker? Bisher kenne ich nur einen broker, wo die Daten überhaupt in einer elektronischen Form hinten raus kommen, dass man damit was anfangen kann. Die meisten dürften ja nur PDF Reports raushauen. Spätestens die FX-FIFO-Berechnung wird bei den meisten falsch gemacht. Das ist allerdings auch schon im privaten Trading ein Problem


Lass Dich überraschen ;-)) Die elektronische Schnittschnelle ist auch das, was den Prozeß bisher verlängert hat. Fremdwährungsberechnung und FiFo ist ja aber bei GmbH kein Problem. Konten werden am Jahresende bewertet und gut.

Gruß
Taxadvisor
1 Antwort?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Avatar
18.08.20 16:15:19
Beitrag Nr. 3.083 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.801.108 von Taxadvisor am 18.08.20 16:10:49Ok ich halte meine Klappe und warte mal ab :)
Avatar
21.08.20 13:26:15
Beitrag Nr. 3.084 ()
hier mal der 2. Teil
Ab wann lohnt sich eine Trading GmbH? - Interview mit Steuerberater Frank Konewka

1 Antwort?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Avatar
21.08.20 17:14:11
Beitrag Nr. 3.085 ()
Eine neue Frage an Binding, die diversen kleinen Anfragen im BT entspricht, die das BMF nicht beantworten konnte. Bin gespannt, wie er sich da rauswindet.

https://www.abgeordnetenwatch.de/profile/lothar-binding/frag…

Welche Steuermindereinnahmen durch den Handel von Privatleuten mit Termingeschäften hat es in den letzen ca. 5 Jahren gegeben. Mit welchen Mehreinnahmen rechnet das Finanzamt daher für 2021 aufgrund der Begrenzung der Verlustverrechnung bei Termingeschäften und welche Annahmen liegen dieser Schätzung zugrunde.


Aber ich will nicht so sein Lothar, du liest hier ja mit, ich gebe dir mal einen Entwurf:

Termingeschäfte sind Zockerprodukte. Diese Zocker verdienen hunderte Milliarden. Es gibt aber keine Milliarden davon im Bundeshaushalt, das ist ein Verbrechen. Ich selbst habe daher aus Selbstlosigkeit auch in Termingeschäfte investiert, weil ich als Mathematiker ein Finanzgenie bin. Die Zocker haben mich betrogen. Ich hasse euch. Ab 2021 rechne ich mit Mehreinnahmen von 500 Milliarden Euro jährlich. Manche werden ihre Steuern nicht zahlen - ich verweise hier gern auf meinen Freund Bernd Riexinger - es gibt Pläne, wie wir die Plage vernichten werden.
Avatar
21.08.20 17:50:39
Beitrag Nr. 3.086 ()
Ich denke eher, er wird wieder auf seine bisherigen Antworten verweisen mit dem Hinweis, dass ja schon alles beantwortet wurde :D Oder er erwähnt wieder dieses Forum und dass die bösen Zocker sich gegen ihn verschworen und verabredet haben, um diese unverschämt sachlichen Fragen zu stellen.
Avatar
23.08.20 16:48:44
Beitrag Nr. 3.087 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 63.747.718 von optionpro am 20.05.20 11:08:46Hallo Optionpro,
da ich gerade deinen neuen Thread bezgl. Handelssoftware gesehen habe, bist du mir als FDax Trader wieder eingefallen.

Hast Du schon eine Lösung für Dich gefunden für nächstes Jahr (GmbH, auswandern, nichts dergleichen...)?

Viele Grüße
Avatar
25.08.20 19:10:51
Beitrag Nr. 3.088 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.838.965 von Chris_M am 21.08.20 13:26:15
Zitat von Chris_M: hier mal der 2. Teil
Ab wann lohnt sich eine Trading GmbH? - Interview mit Steuerberater Frank Konewka

www.youtube.com/watch?v=LdL86qAXwHQ&feature=youtu.be&fbclid=…


Das meint der StB @04:50 nicht ernsthaft:
GmbH Gründung für ein postives Mindset und profitableres Trading :rolleyes:

In so einer Situation wäre dem Privaten eher zu raten: Zurück zum Demo Konto
Avatar
25.08.20 20:12:05
Beitrag Nr. 3.089 ()
Es braucht bloß der erste Trader zu klagen, der mehr Steuern zahlen soll, als er überhaupt übers Jahr verdient hat. Dann ist die Sache vor Gericht hinfällig, das kann gar nicht anders sein. Also : Einspruch gegen den Steuerbescheid einlegen, am besten mit dem Hinweis auf ein solches Verfahren, und gut is. Die endgültige Entscheidung kann dann zwar etwas dauern, aber wen kümmert das ?
2 Antworten?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Avatar
25.08.20 20:28:45
Beitrag Nr. 3.090 ()
ja das mit dem Mindset fand ich auch lustig .. vielleicht hat er bei Kreuter ein Vertriebseminar besucht
Avatar
26.08.20 08:41:51
Beitrag Nr. 3.091 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.879.643 von wolfeck am 25.08.20 20:12:05
Zitat von wolfeck: Es braucht bloß der erste Trader zu klagen, der mehr Steuern zahlen soll, als er überhaupt übers Jahr verdient hat. Dann ist die Sache vor Gericht hinfällig, das kann gar nicht anders sein. Also : Einspruch gegen den Steuerbescheid einlegen, am besten mit dem Hinweis auf ein solches Verfahren, und gut is. Die endgültige Entscheidung kann dann zwar etwas dauern, aber wen kümmert das ?


Zumindest ein Teil der Verlusteinschränkung wird sicherlich fallen, das wird aber mindestens vier Jahre dauern. Ruhen des verfahrens erhält man kraft Gesetz ja auch erst, wenn das Verfahren beim BFH (oder Vorlage des FG beim BVerfG) anhängig ist, das dauert mindestens 2 Jahre (wenn es schnell geht bzw. im vorläufigen Rechtschutz vielleicht schneller aber dann auch nur Indikation). Und ob die fälligen Steuern bis dahin ausgesetzt werden, lässt sich m.E. nicht sagen. Wer dann nicht genügend Liquidität hat, den kümmert das natürlich schon.

Das sollte sich jeder gut überlegen. Wer das aussitzen kann, benötigt dann (vielleicht/wahrscheinlich) auch keine GmbH. Aber ich möchte nicht der Berater sein, der vom Mandanten in Regreß genommen wird, weil der BFH/ das BVerfG nur das als verfassungswidrig einstuft, was mir in seinem Fall nicht hilft oder er die Steuern nicht mehr zahlen kann...

Gruß
Taxadvisor
1 Antwort?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Avatar
26.08.20 09:59:41
Beitrag Nr. 3.092 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.883.036 von Taxadvisor am 26.08.20 08:41:51Auslandsbroker natürlich vorausgesetzt, damit die verfassungswidrige Steuer (u.U. auf Verluste) nicht gleich von vorneherein einbehalten wird.
Avatar
26.08.20 11:26:50
Beitrag Nr. 3.093 ()
Hallo allerseits,

ich verfolge die die Diskussion bereits seit einer Weile, allerdings bestehen für mich noch immer Unklarheiten was meine Situation betrifft.

Ich handle Forex bei einem ausländischen Broker.

Forex ist nach meinem Wissen ein Spot- oder Kassa-Geschäft welches OTC abgewickelt wird. Daher stellt sich mir die Frage, ob FX auch von der begrenzten Verlustverrechnung betroffen sein wird. Zwar ist das Geschäft per Definition kein Termingeschäft nur bin ich mir nicht sicher, ob es nicht einfach vom BMF dazu gemacht wird.

So fallen CFDs auch unter Termingeschäfte, obwohl sie entgegen der eigentlichen Termingeschäfte keinen Liefer-/Erfüllungstermin haben.

Ich habe nun viel gesucht, bin jedoch auf keine klare Antwort gestoßen. Überall wird nur von Devisentermingeschäften gesprochen, was FX an sich nicht ist. (hier würden z.B. FX-Swaps hinzuzählen)

@taxadvisor: hast du hier eventuell Erkenntnisse zu?

Vielen Dank für deine konstruktive Arbeit hier, die vielen Leuten hilft sich auf die kommenden Änderungen einzustellen.

Natürlich sind die anderen auch eingeladen ihr Wissen zu teilen.

Viele Grüße
1 Antwort?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Avatar
26.08.20 11:54:11
Beitrag Nr. 3.094 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.885.589 von nicnac13 am 26.08.20 11:26:50also, wenn du die Diskussion seit geraumer Zeit verfolgst, dann solltest du die Antwort bereits gefunden haben.:look:

Genau diese Thematik habe ich (u.a. mit Links zu entsprechenden Beiträgen vom BFH) breit diskutiert. Taxadvisor hat sich dazu auch mehrfach geäüßert. Schau doch einfach mal meine und seine Beiträge dazu durch.

Aber kurzum, egal ob Spot/cash oder CFD/FX beides fällt leider voll unter die neue Steuerreregelung/Beschränkung der Verlustverrechnung.
Avatar
26.08.20 13:07:46
Beitrag Nr. 3.095 ()
Hallo @Sunny48,

vielen Dank für die Info, muss zugeben, dass ich diese Beiträge nicht kannte.

Gehe davon aus, dass ich diese im Noise in diesem Thread übersehen habe.

Für die, die auch suchen, ich denke der folgende Link führt zu dem aussagekräftigsten Beitrag:

https://www.wallstreet-online.de/diskussion/1317120-1831-184…

Gruß
NicNac
2 Antworten?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Avatar
26.08.20 14:05:51
Beitrag Nr. 3.096 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.886.828 von nicnac13 am 26.08.20 13:07:46hi,
das Urteil, auf das schlussendlich ankommt, ist vermutlich dieses...

https://www.haufe.de/steuern/rechtsprechung/kein-verlustausg…

das Problem ist, dass der BFH unter einem Termingeschäft was ganz anderes versteht, als nur den Handel von Futures und Optionen
vG Sunny
1 Antwort?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Avatar
26.08.20 15:05:05
Beitrag Nr. 3.097 ()
Hi,

der Link ist super.

Anhand der Erklärung kann ich zumindest nachvollziehen, was der BFH als Termingeschäft einstuft. Auch wenn man damit nicht übereinstimmen mag ;)

Aber danach ist verständlich warum FX steuerlich entsprechend klassifiziert wird.

Nochmal danke für die Info.

Gruß
NicNac
Avatar
27.08.20 00:12:35
Beitrag Nr. 3.098 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.887.641 von Sunny48 am 26.08.20 14:05:51Letztenendes ist für Binding und das BMF der Begriff "Termingeschäfte" nur ein Deckmantel. Es geht nicht um eine korrekte Definition, sondern darum, möglichst viele "Zockerprodukte" zu erwischen. Das ist dann nur eine Machtfrage.

Wenn Binding die totale Macht hätte, wären auch Aktien und Fonds solche "Termingeschäfte". Das mag er momentan anders verkaufen. Aber langfristig ist das Ziel eines Linken der Sozialismus. Das geben viele nicht mehr gern zu, weil den real existierenden Sozialismus jeder kennt, aber Ideologie lässt sich davon nicht verbiegen. Und im Sozialismus ist kein Platz für die Börse.
Avatar
27.08.20 11:24:02
Beitrag Nr. 3.099 ()
So Kinners,

nach 299 Seiten Sozenverfluchung, allgemeines Lamentieren über Deutschland, Auswanderungsdrohungen, vermischt mit einzelnen informtiven Beiträgen, leider zuwendig ....

Wie MACHT ihr es denn nun oder habt es bereits gemacht?

Artnaf
17 Antworten?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Avatar
27.08.20 12:18:31
Beitrag Nr. 3.100 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.899.188 von artnaf am 27.08.20 11:24:02Schön zusammengefasst :)

Ich werde erstmal über Fremdkapital Anbieter handel. Ich habe da ein sehr geringes finanzielles Risiko und bürokratischen Hürden gibt es keine.
11 Antworten?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Avatar
27.08.20 13:23:32
Beitrag Nr. 3.101 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.899.188 von artnaf am 27.08.20 11:24:02
Zitat von artnaf: So Kinners,

nach 299 Seiten Sozenverfluchung, allgemeines Lamentieren über Deutschland, Auswanderungsdrohungen, vermischt mit einzelnen informtiven Beiträgen, leider zuwendig ....

Wie MACHT ihr es denn nun oder habt es bereits gemacht?

Artnaf


Weiterhandeln wie bisher, bei der Auslandsfiliale desselben Brokers, in der Annahme, daß sich alles bis Anfang 2023 (da ist die Steuererklärung über einen Steuerberater erst fällig) weitgehend in Luft aufgelöst hat. Wenn nicht, Einspruch einlegen und durch alle Instanzen klagen.
4 Antworten?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Avatar
27.08.20 13:51:59
Beitrag Nr. 3.102 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.899.902 von Nikto am 27.08.20 12:18:31
Zitat von Nikto: Schön zusammengefasst :)

Ich werde erstmal über Fremdkapital Anbieter handel. Ich habe da ein sehr geringes finanzielles Risiko und bürokratischen Hürden gibt es keine.


Gewerbeanmeldung, IHK, usw. scheinst du zu vergessen.

Du schreibst doch dem Fremdkapitalanbieter eine Rechnung, wenn du dein Profit ausgezahlt haben willst.
10 Antworten?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Avatar
27.08.20 13:56:48
Beitrag Nr. 3.103 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.900.868 von wolfeck am 27.08.20 13:23:32Ich wünsche dir viel Erfolg und Glück. Dieser Weg wird kein leichter sein.
2 Antworten?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Avatar
27.08.20 14:06:53
Beitrag Nr. 3.104 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.901.369 von Nikto am 27.08.20 13:56:48Woher weißt Du das ?
1 Antwort?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Avatar
27.08.20 14:14:10
Beitrag Nr. 3.105 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.901.465 von wolfeck am 27.08.20 14:06:53Wissen tue ich es natürlich nicht. Ich wünsche dir und uns allen auch das es sich schnell erledigt, allein der glaube daran fehlt mir.
Avatar
27.08.20 14:22:45
Beitrag Nr. 3.106 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.901.300 von Chris_M am 27.08.20 13:51:59Man braucht kein Gewerbe anzumelden und mein Geld bekomme ich auch ohne eine Rechnung zu schreiben.
5 Antworten?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Avatar
27.08.20 14:23:10
Beitrag Nr. 3.107 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.901.300 von Chris_M am 27.08.20 13:51:59Wie machst du es ab nächstes Jahr?
3 Antworten?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Avatar
27.08.20 14:24:21
Beitrag Nr. 3.108 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.901.717 von Nikto am 27.08.20 14:22:45ok wenn das bei dem Anbieter so ist, dann klingt das ja gut für dich.
Avatar
27.08.20 14:25:33
Beitrag Nr. 3.109 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.901.726 von Nikto am 27.08.20 14:23:10ich warte auf meinen neuen Reisepass und dann ist der Wegzug Priorität, so ist der aktuelle Stand.
2 Antworten?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Avatar
27.08.20 14:30:00
Beitrag Nr. 3.110 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.900.868 von wolfeck am 27.08.20 13:23:32
Zitat von wolfeck: Weiterhandeln wie bisher, bei der Auslandsfiliale desselben Brokers, in der Annahme, daß sich alles bis Anfang 2023 (da ist die Steuererklärung über einen Steuerberater erst fällig) weitgehend in Luft aufgelöst hat. Wenn nicht, Einspruch einlegen und durch alle Instanzen klagen.



Nach Sondierung der bekannten Alternativen werde auch ich in 2021 weitesgehend so weiter traden. Vieleicht mit Anpassungen bei Trades die erfahrungsgemäß zwar ein großes Potential bieten, aber auch die Gefahr eines erweiterten temporären Drawdowns bergen.
Avatar
27.08.20 14:33:03
Beitrag Nr. 3.111 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.901.765 von Chris_M am 27.08.20 14:25:33Diesen Weg würde ich auch gerne gehen, dafür brauche ich aber noch größere Rücklagen. Mit etwas Glück tue ich es dir gleich in 1-2 Jahren.
Darf man fragen wohin es dich zieht ?
Avatar
27.08.20 14:43:49
Beitrag Nr. 3.112 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.901.765 von Chris_M am 27.08.20 14:25:33
Zitat von Chris_M: ich warte auf meinen neuen Reisepass und dann ist der Wegzug Priorität, so ist der aktuelle Stand.


wohin geht die Reise?
Avatar
27.08.20 15:43:51
Beitrag Nr. 3.113 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.901.717 von Nikto am 27.08.20 14:22:45
Zitat von Nikto: Man braucht kein Gewerbe anzumelden und mein Geld bekomme ich auch ohne eine Rechnung zu schreiben.


Bist du angestellt?

Gruß
Taxadvisor
3 Antworten?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Avatar
27.08.20 16:20:36
Beitrag Nr. 3.114 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.902.995 von Taxadvisor am 27.08.20 15:43:51Laut Vertrag wäre ich "independent contractor" , bis jetzt Handel ich noch ganz normal für mich. Laut meines Wissens wird dieses Einkommen als Einkommen aus selbständiger Arbeit versteuert, falls du mehr weisst als ich wäre ich dir natürlich sehr dankbar wenn du mich berichtigst 😊
2 Antworten?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Avatar
27.08.20 16:23:41
Beitrag Nr. 3.115 ()
Das mit "independent contractor" hat doch Felix auch ... und bei TST schreibst du TST an, wenn du ausbezahlt werden möchtest und das nennt man eine Rechnung schreiben.

Aber ich halte mich da raus, ich möchte kein Unwissen verbreiten.
2 Antworten?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Avatar
27.08.20 16:31:28
Beitrag Nr. 3.116 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.903.676 von Chris_M am 27.08.20 16:23:41Ok, da habe ich dich falsch verstanden. Ich bin von einer formalen Rechnung ausgegangen, wie ich die auch in meinem Gewerbe schreibe.
Eine E-Mail muss ich natürlich schreiben und man kann es natürlich als Rechnung sehen.
1 Antwort?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Avatar
27.08.20 16:34:31
Beitrag Nr. 3.117 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.903.808 von Nikto am 27.08.20 16:31:28
Zitat von Nikto: Ok, da habe ich dich falsch verstanden. Ich bin von einer formalen Rechnung ausgegangen, wie ich die auch in meinem Gewerbe schreibe.
Eine E-Mail muss ich natürlich schreiben und man kann es natürlich als Rechnung sehen.


ja das gleiche ist bei wikifolio, da muss man auch eine Email an wikifolio schreiben, wenn man eine Auszahlung möchte und das fällt unter den Begriff "Rechnung schreiben"

Weiteres kann ich aber nicht sagen, ich stecke da nicht so in der Materie wie Taxadvisor als StB
Avatar
27.08.20 17:14:05
Beitrag Nr. 3.118 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.903.619 von Nikto am 27.08.20 16:20:36
Zitat von Nikto: Laut Vertrag wäre ich "independent contractor" , bis jetzt Handel ich noch ganz normal für mich. Laut meines Wissens wird dieses Einkommen als Einkommen aus selbständiger Arbeit versteuert, falls du mehr weisst als ich wäre ich dir natürlich sehr dankbar wenn du mich berichtigst 😊


Das ist m.E. gewerbliche Tätigkeit (nach Steuerrecht) und keine freiberufliche Tätigkeit. Also bei Überschreiten des Grenzwertes auch GewSt (die aber auf die ESt angerechnet wird). Wie man die Abrechnungen dann auch immer nennt, es sind steuerlich Rechnungen.

Gruß
Taxadvisor
1 Antwort?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Avatar
27.08.20 17:30:00
Beitrag Nr. 3.119 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.904.483 von Taxadvisor am 27.08.20 17:14:05Vielen Dank für deine Auskunft ! Da würde mir anscheinend Stuss erzählt (Von einem Steuerfachmann).

Dann melde ich noch ein Gewerbe an, ist ja im Grunde kein Aufwand und kein Nachteil.
Avatar
28.08.20 13:19:55
Beitrag Nr. 3.120 ()
Danke soweit für eure Antworten!

Also haben wir bis jetzt

1) Auswandern in ein Land wo Milch und Honig aber keine Steuern fliessen
2) Augen zu und durch unter den neuen Rahmenbedingungen
3) Steuerklärung verzögern bis 2023 und dann lernen die mich schon kennen
4) Sich einer Prop Trading Firma angedeihen und

Also keiner der seinen Tradingstil grundsätzlich ändern wird oder völlig andere Assets traden möchte.

Noch weitere Vorschläge?
13 Antworten?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Avatar
28.08.20 14:01:14
Beitrag Nr. 3.121 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.914.680 von artnaf am 28.08.20 13:19:55
Zitat von artnaf: Danke soweit für eure Antworten!

Also haben wir bis jetzt

1) Auswandern in ein Land wo Milch und Honig aber keine Steuern fliessen
2) Augen zu und durch unter den neuen Rahmenbedingungen
3) Steuerklärung verzögern bis 2023 und dann lernen die mich schon kennen
4) Sich einer Prop Trading Firma angedeihen und

Also keiner der seinen Tradingstil grundsätzlich ändern wird oder völlig andere Assets traden möchte.

Noch weitere Vorschläge?


5) Trading über eine GmbH mit Full-Service-Buchhaltung zum Festpreis für TEUR 3 zzgl. USt p.a.

Nähere Informationen folgen demnächst, ansonsten BM.

Grüße
Taxadvisor
3 Antworten?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Avatar
28.08.20 14:12:48
Beitrag Nr. 3.122 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.914.680 von artnaf am 28.08.20 13:19:55einige hier sind nicht so aktiv und es wurde "Anpassung des Tradings" genannt ... z.B. die Verluste bis max -10k nutzen und dann ruhen lassen oder Wechsel auf z.B. Aktien oder ETF´s

Wo fließt denn Honig und Milch außer im Schlaraffenland :confused:
Avatar
28.08.20 14:13:35
Beitrag Nr. 3.123 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.914.680 von artnaf am 28.08.20 13:19:55
Zitat von artnaf: Danke soweit für eure Antworten!

Also haben wir bis jetzt

1) Auswandern in ein Land wo Milch und Honig aber keine Steuern fliessen
2) Augen zu und durch unter den neuen Rahmenbedingungen
3) Steuerklärung verzögern bis 2023 und dann lernen die mich schon kennen
4) Sich einer Prop Trading Firma angedeihen und

Also keiner der seinen Tradingstil grundsätzlich ändern wird oder völlig andere Assets traden möchte.

Noch weitere Vorschläge?

Naja, Tradingstil ändern ist schön und gut. Theoretisch wäre es möglich weiter zu machen, wenn der Profitfaktor hoch genug ist und bleibt. Aber dafür gibt es keine Garantie.

Ich bin noch unschlüssig, ob ich so weiter trade und dabei genauestens den Profitfaktor tracke, oder ob ich auf US-Aktien umswitche für intraday-Handel - das mache ich derzeit teilweise auch schon testweise und klappt ganz gut. Nur zeitlich ist das natürlich nervig, weil es sich in Richtung Abend verlagert.

Die Situation rund um Trading GmbHs möchte ich erst mal abwarten, nicht, dass man doch noch auf die Idee kommt eine "Gleichbehandlung" einzuführen mit dem neuen Gesetz (dass auch Trading-GmbHs davon betroffen sind nachher).

Aber du siehst, einen 100% klaren Plan hab ich auch nicht. Zuletzt bleibt die kleine Hoffnung, dass die Verfassungsklage von Martin Hlouschek Erfolg hat, aber ich rechne da mit längerer Dauer.
7 Antworten?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Avatar
28.08.20 17:27:29
Beitrag Nr. 3.124 ()
Ich suche eine Anstellung in meiner alten Tätigkeit.

Traden ist durch für mich.

Ich will es nicht riskieren, am Ende auf einer riesigen Steuerschuld sitzen zu bleiben.

Die anderen "Trader" in diesem Strang versuchen es ja offenbar mit der ihnen eigenen Zockermentalität.

Viel Spaß dann in Vollstreckungshaft 😘
3 Antworten?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Avatar
28.08.20 19:10:17
Beitrag Nr. 3.125 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.915.229 von Taxadvisor am 28.08.20 14:01:14mal eine Frage an die Steuerexperten in diesem Thread. Kann man eigentlich Depotwerte auf das Depot einer dritten Person übertragen. Kann man hohe Buchverluste eines geschädigten Wirecard Aktionärs sich ins eigene Depot einbuchen lassen zwecks eigener Steuerentlastung. Habe dieses Jahr einfach zu hohe Gewinne gemacht, da darf ich gar nicht an die Steuererklärung 2020 denken + Steuervorauszahlung. Gibt es vielleicht andere Möglichkeiten ein wenig die Steuerlast zu senken oder muss ich in den sauren Apfel beißen?
Avatar
28.08.20 19:21:27
Beitrag Nr. 3.126 ()
Das ist also eine Schenkung und zw, dt. Brokern gibt es beim Depotübertrag die OPtion (aber meist bei Ehepartnern ggf. auch Kindern) .. bei dritten kann ich es dir nicht sagen

Bei der Schenkung werden aber keine Verlustvorträge übertragen.
1 Antwort?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Avatar
28.08.20 19:37:29
Beitrag Nr. 3.127 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.918.262 von Blaubeermuffin am 28.08.20 17:27:29
Zitat von Blaubeermuffin: Ich suche eine Anstellung in meiner alten Tätigkeit.

Traden ist durch für mich.

Ich will es nicht riskieren, am Ende auf einer riesigen Steuerschuld sitzen zu bleiben.

Die anderen "Trader" in diesem Strang versuchen es ja offenbar mit der ihnen eigenen Zockermentalität.

Viel Spaß dann in Vollstreckungshaft 😘



Schuldturm gibt's heute nicht mehr. Erstmal sich informieren, bitte.
Avatar
28.08.20 19:45:06
Beitrag Nr. 3.128 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.918.262 von Blaubeermuffin am 28.08.20 17:27:29
Zitat von Blaubeermuffin: Ich suche eine Anstellung in meiner alten Tätigkeit.

Traden ist durch für mich.

Ich will es nicht riskieren, am Ende auf einer riesigen Steuerschuld sitzen zu bleiben.

Die anderen "Trader" in diesem Strang versuchen es ja offenbar mit der ihnen eigenen Zockermentalität.

Viel Spaß dann in Vollstreckungshaft 😘


Außerdem, FALLS ein Trader durch die Bindingsteuer tatsächlich in die Insolvenz getrieben werden sollte, wäre das das beste Argument für die Grundgesetzwidrigkeit. Es kann in keinem Rechtsstaat der Welt vorkommen, daß jemand mehr Steuern zahlen soll, als er überhaupt verdient hat und gleichzeitig besitzt. Einen besseren Nachweis der Grundgesetzwidrigkeit kann man sich eigentlich gar nicht wünschen, wenn man noch alle Tassen im Schrank hat.
1 Antwort?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Avatar
28.08.20 20:00:22
Beitrag Nr. 3.129 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.919.753 von Chris_M am 28.08.20 19:21:27erstmal danke Chris für die Info und alles Gute für deine Auswanderung.

meine Idee funktioniert wohl nicht

Avatar
29.08.20 00:23:17
Beitrag Nr. 3.130 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.920.047 von wolfeck am 28.08.20 19:45:06
Zitat von wolfeck:
Zitat von Blaubeermuffin: Ich suche eine Anstellung in meiner alten Tätigkeit.

Traden ist durch für mich.

Ich will es nicht riskieren, am Ende auf einer riesigen Steuerschuld sitzen zu bleiben.

Die anderen "Trader" in diesem Strang versuchen es ja offenbar mit der ihnen eigenen Zockermentalität.

Viel Spaß dann in Vollstreckungshaft 😘


Außerdem, FALLS ein Trader durch die Bindingsteuer tatsächlich in die Insolvenz getrieben werden sollte, wäre das das beste Argument für die Grundgesetzwidrigkeit. Es kann in keinem Rechtsstaat der Welt vorkommen, daß jemand mehr Steuern zahlen soll, als er überhaupt verdient hat und gleichzeitig besitzt. Einen besseren Nachweis der Grundgesetzwidrigkeit kann man sich eigentlich gar nicht wünschen, wenn man noch alle Tassen im Schrank hat.



Ach Gottchen bist du naiv.

Ist ja fast schon niedlich :laugh::laugh::laugh:
Avatar
29.08.20 10:13:32
Beitrag Nr. 3.131 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.915.409 von WhatTheFunk am 28.08.20 14:13:35Binding hat nun "geantwortet", wobei er die konkreten Fragen nicht beantworten konnte/wollte:

https://www.abgeordnetenwatch.de/profile/lothar-binding/frag…

Es ist wieder viel Arroganz und Ideologie enthalten. Und er stellt wieder mal den Erziehungsgedanken voran.

Es ist eines der Ziele dieser Regelung Risiken zu begrenzen, die aufgrund der Komplexität einigen privaten Anlegerinnen und Anlegern in ihrer Dimension gar nicht bewusst sind. Das ist auch ein Beitrag zur Sicherung der Finanzstabilität. Die Erzielung von Steueraufkommen steht hier nicht an erster Stelle.

Solche Aussagen sind oft Scheinargumente, um die wahren Ziele zu verdecken.

Das Verbot der Corona-Demo in Berlin wurde z.B. medizinisch begründet, war aber eher ein politisches Verbot gegen "Rechte", quasi ein Gesinnungsverbot. Ich bin kein Fan der Corona-Leugner, aber werde immer mehr Fan von Richtern, die sich gegen die linke Revolution stellen.

Binding will keinen Trader schützen. Die Trader sind für ihn "rechts", denen will er schaden - siehe auch hier in seiner Antwort:

Abschließend möchte ich noch eine Bemerkung machen. Es fällt auf, dass sich im Zuge dieses Gesetzes eine kleine Gruppe lautstark zu Wort meldet, die bei ihren Termingeschäften große Verluste vermutet. Wenn die Annahme richtig ist und die Verluste wirklich groß sind, wirkt das Gesetz genau richtig. Stimmt die Annahme hingegen nicht und die Verluste sind kleiner, ist auch die Aufregung nicht nachvollziehbar.

Diskussionen sind da zwecklos, so wenig wie man mit Lukaschenko oder Putin diskutieren kann, geht das auch mit "kleinen" Ideologen nicht. Da muss man Macht organisieren, das ist das einzige, was wirkt.

Ich hoffe weiter auf das BVerfG, leider hat sich Martin schon weider eine Woche lang nicht gemeldet. :cry:
6 Antworten?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.