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    CBDC EZB entwirft Zweistufenmodell einer digitalen Zentralbankenwährung - 500 Beiträge pro Seite

    eröffnet am 08.01.20 07:16:31 von
    neuester Beitrag 08.01.20 17:25:52 von
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      schrieb am 08.01.20 07:16:31
      Beitrag Nr. 1 ()
      Mein Handy hat mich über irgendeinen Nachrichten Kanal auf dieses Thema aufmerksam gemacht.

      Ich finde das dies eine wichtige Information ist, welche nicht im Nirwana des Internets verloren gehen soll und nur Insider darüber informiert sind. Ich versuche in Zukunft weitere Informationen hier zu veröffentlichen.


      https://www.btc-echo.de/ezb-entwirft-zweistufenmodell-einer-…

      Die Europäische Zentralbank bereitet sich auf die Einführung einer digitalen Zentralbankenwährung (CBDC) vor. Die Nutzung einer digitalen Währung als Wertanlage könnte jedoch das Bankensystem gefährden. Um zu verhindern, dass die Banken ihre Funktion als Kreditgeber einbüßen, schlägt ein neuer Entwurf der EZB ein zweistufiges Zinsmodell einer CBDC vor.

      Nachdem die EZB bereits vor einigen Wochen den Proof of Concept einer digitalen Zentralbankenwährung (Central Bank Digital Currency, CBDC) mitgeteilt hat, nimmt das Konzept einer virtuellen Währung allmählich Gestalt an. In einem aktuellen Paper diskutiert Ulrich Bindseil, Generaldirektor für Marktinfrastrukturen und Zahlungsverkehr der EZB, die Vorteile und Risiken einer CBDC für den europäischen Währungsraum und entwirft das Modell eines zweistufigen CBDC-Systems.


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      Nachdem die EZB bereits vor einigen Wochen den Proof of Concept einer digitalen Zentralbankenwährung (Central Bank Digital Currency, CBDC) mitgeteilt hat, nimmt das Konzept einer virtuellen Währung allmählich Gestalt an. In einem aktuellen Paper diskutiert Ulrich Bindseil, Generaldirektor für Marktinfrastrukturen und Zahlungsverkehr der EZB, die Vorteile und Risiken einer CBDC für den europäischen Währungsraum und entwirft das Modell eines zweistufigen CBDC-Systems.

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      EZB entwirft Zweistufenmodell einer digitalen Zentralbankenwährung
      EZB: Risiko einer Disintermediation
      Laut Bindseil müsse eine CBDC gewährleisten, dass die Geschäftsbanken ihre derzeitige Rolle als Kreditgeber für Unternehmen und Verbraucher beibehalten. Wenn die Verbraucher Vermögen in CBDC halten, bestehe die Gefahr, dass Banken nicht genügend Einlagen haben, um Geld zu verleihen. Dies könnte eine Disintermediation der Banken zur Folge haben, also eine Ausschaltung der Finanzintermediäre im Finanzsystem. Dahingehend erklärt Bindseil:

      Insbesondere die Zentralbanker warnen jedoch vor einer strukturellen oder konjunkturellen Disintermediation von Einlagensammlern, d. h. Banken, die durch die CBDC verursacht werden könnte. Es ist daher von entscheidender Bedeutung, die Ausgabe von CBDC so zu steuern, dass sie der Effizienz des Massenzahlungsverkehrs dient, ohne dabei notwendigerweise die Währungsordnung in Frage zu stellen, indem ein CBDC zu einer wichtigen Form der Wertaufbewahrung gemacht wird.

      Um eine CBDC als reines Wertaufbewahrungsmittel zu verhindern, müsse eine CBDC primär für die Nutzung im Massenzahlungsverkehr konzipiert sein. Daher soll ein zweistufiges Modell dem Risiko, das von der Verlagerung der Einlagen von Geschäftsbanken auf CBDC ausgeht, entgegenwirken.

      Zweistufiges CBDC-System


      Das zweistufige CBDC-System enthält eine allgemeine CBDC mit attraktiven Zinssätzen für den Zahlungsverkehr. Der andere Typ entspricht einer kontogebundenen CBDC mit niedrigen Zinssätzen für größere Beträge. Dadurch ließe sich die Funktion einer CBDC für den Zahlungsverkehr stärken und der Anreiz als Wertanlage mindern. In dem Paper heißt es:

      Das gut erprobte Instrument der gestaffelten Vergütung scheint ein wirksames und einfach zu steuerndes Instrument zur Steuerung des CBDC-Volumens zu sein. Das Paper schlägt ein auf den Euroraum abgestimmtes System von Finanzkonten vor, das die Mechanismen und Auswirkungen der CBDC veranschaulicht und die Darstellung der Auswirkungen auf den Zahlungsverkehr ermöglicht.

      Bei dem zweistufigen Zinssatzsystem gilt die untere Stufe für Zahlungen und die zweite Stufe für Wertaufbewahrungen. Im letzteren Fall wären die angebotenen Zinsen verhältnismäßig unattraktiv. Dadurch ließe sich eine CBDC als Wertanlage verhindern und die Funktion der Banken als Geldgeber stabilisieren, so Bindseil.
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      schrieb am 08.01.20 07:31:09
      Beitrag Nr. 2 ()
      Die Bahamas führen CBDC „Sand Dollar“ ein
      Die Zentralbank der Bahamas (CBOB) testet eine digitale Version des Bahama Dollars (BSD) in Exuma. Das „Project Sand Dollar“ soll Anfang kommenden Jahres weitere Teile des Inselstaats erschließen und der Bevölkerung den Zugang zu Finanzdienstleistungen ermöglichen.

      Die Inselgruppe der Bahamas führt eine digitale Zentralbankenwährung (CBDC) ein. Laut einer offiziellen Pressemitteilung vom 24. Dezember startet die Zentralbank der Bahamas (CBOB) am 27. Dezember das Pilotprojekt der digitalen Währung in Exuma. In den kommenden Monaten soll sich das Testgebiet bis nach Abaco, eine Gruppe von Inseln auf den nördlichen Bahamas, erstrecken. Die digitale Währung namens „Sand Dollar“ soll alle Teile der Bevölkerung in die lokale Bankeninfrastruktur einbinden.

      CBDC soll Zahlungssysteme stabilisieren
      Durch die Einführung der digitalen Zentralbankenwährung (Central bank digital currency, CBDC) werde eine Reformierung des inländischen Zahlungssystems angestrebt. Alle Teile der Bevölkerung sollen dadurch Zugang zu Bankdienstleistungen erhalten. Zudem werden neue Kategorien von Finanzdienstleistungen in die digitalisierte Finanzinfrastruktur eingebunden. Darüber hinaus soll die Einführung des CBDC die Maßnahmen der Geldwäsche- und Terrorismusbekämpfung verstärken.

      Dahingehend teilte die CBOB mit:

      Obwohl die durchschnittliche finanzielle Entwicklung und der Zugang auf den Bahamas im internationalen Vergleich hoch ist, sind einige Bevölkerungsgruppen aufgrund der Abgelegenheit einiger Gemeinden außerhalb der Reichweite von physischen Bankdienstleistungen ausgeschlossen. Aufwendigere Kunden-Standards für die Einhaltung der internationalen AML/CFT-Steuervorschriften haben ebenfalls zu Formen des Ausschlusses geführt, einschließlich neuerer Reaktionen auf strengere „Know Your Customer“-Systeme (KYC), die eingeführt wurden, um internationale Korrespondenzbankbeziehungen zu erhalten. Da die jüngsten politischen und regulatorischen Reformen begonnen haben, diese Hindernisse zu beseitigen, ist die Zentralbank bestrebt, die Reform der Zahlungssysteme zu beschleunigen, neue Kategorien von Finanzdienstleistern zuzulassen und die digitale Zahlungsinfrastruktur zu nutzen, um das Angebot an traditionellen Bankdienstleistungen für alle Bevölkerungsgruppen zugänglich zu machen.

      Die Umstellung des Bargeldsystems auf ein digitales Zahlungssystem vernetze zudem Behörden und senke Staatsausgaben durch transparente Steuersysteme:

      Die meisten Vorteile der Einführung einer digitalen Währung sind noch nicht quantifizierbar. Sie umfassen jedoch eine mögliche Unterdrückung der mit der Bargeldnutzung verbundenen wirtschaftlichen Kosten und Vorteile für die Regierung durch verbesserte Ausgaben- und Steuerverwaltungssysteme.

      Sand Dollar gegen Naturkatastrophen
      Die Inselgruppe erholt sich nur schwer nach dem jüngsten Hurrikan „Dorian“, der im September diesen Jahres wütete. Weite Teile der Inselgruppe wurden verwüstet und ein Schaden von geschätzt 3,4 Milliarden US-Dollar hinterlassen. Der CBDC „Sand Dollar“ könnte somit im Inselstaat künftig als sicheres Zahlungsmittel in Krisenzeiten fungieren. Ein digitaler Zahlungsverkehr gewährleistet der Bevölkerung den Zugang zum Geldsystem, auch wenn die lokalen Versorgungssysteme ausfallen. Zentralbankchef John Rolle teilte dahingehend in einem Interview im Oktober mit, dass eine digitale Zentralbankenwährung angesichts derartiger Naturkatastrophen helfen könne, eine Bankeninfrastruktur zu stabilisieren:

      Eine der Auswirkungen des jüngsten Hurrikans auf den Bankensektor des Landes waren die erheblichen Schäden an den physischen Strukturen auf Abaco und Grand Bahama, die auch den Betrieb auf diesen Inseln zum Erliegen brachten. Entscheidend für die Wiederherstellung des Handelsgefühls ist die rechtzeitige Wiederaufnahme des Bank- und Zahlungsverkehrs.

      https://www.btc-echo.de/die-bahamas-fuehren-cbdc-sanddollar-…
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      schrieb am 08.01.20 07:33:55
      Beitrag Nr. 3 ()
      EZB verkündet Proof of Concept einer digitalen Zentralbankenwährung
      Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Proof of Concept einer digitalen Zentralbankenwährung bekannt gegeben. Das Zahlungsmodell soll den Spagat zwischen Anonymität und Transparenz im digitalen Transaktionsverkehr schaffen und dabei den Datenschutz mit gleichzeitiger Einhaltung der Geldwäsche-Richtlinien gewährleisten.

      Im globalen Rennen um die erste Einführung einer digitalen Zentralbankenwährung (CBDC) hat die Europäische Zentralbank einen Etappensieg vermelden können. In einem am 17. Dezember veröffentlichten Paper präsentiert die EZB den Proof of Concept eines CBDC. Das auf der DLT-Plattform Corda entwickelte Projekt vereint in einem zweistufigen Zahlungsmodell die Wahrung der Pseudonymität mit den Anforderungen der Geldwäschebekämpfung (AML) und Terrorismusbekämpfung (CFT).

      Der PoC hat einerseits ein vereinfachtes Zahlungssystem getestet, das bei geringen Transaktionsbeträgen greift und die Anonymität der Person schützt. Bei höheren Beträgen sind hingegen AML- und CFT-Verfahren mit entsprechenden Identitätsnachweisen von Sender und Empfänger erforderlich.

      Der PoC soll den Zahlungsverkehr einer digitalisierten Ökonomie modellieren, heißt es in dem Paper:

      Die fortschreitende Digitalisierung der Wirtschaft stellt eine große Herausforderung für das Ökosystem des Zahlungsverkehrs dar und erfordert ein Gleichgewicht zwischen der Ermöglichung eines gewissen Maßes an Privatsphäre im elektronischen Zahlungsverkehr und der Einhaltung von Vorschriften zur Bekämpfung der Geldwäsche und der Terrorismusfinanzierung (AML/CFT).

      Anonymitätsbelege

      Das Zahlungssystem der EZB verteilt Anonymitätsbelege, mit denen Nutzer geringe Transaktionen abwickeln können, ohne ihre Identität preisgeben zu müssen. Jeder Benutzer wird im Netzwerk mit einem Pseudonym identifiziert und erhält monatlich eine bestimmte Anzahl von Belegen. Bei geringen Transaktionen können die Belege verwendet werden, um die Weitergabe personenbezogener Daten an die Zentralbank oder Vermittler zu verhindern.

      Bei größeren Transaktionen, die den zugelassenen Freibetrag anonymer Überweisungen überschreiten, greifen jedoch die Richtlinien der Geldwäsche und Terrorismusbekämpfung. Spezielle AML-Behörden erhalten dann Einsicht in die Transaktionsdetails und prüfen die Transaktionen auf die Einhaltung der Compliance-Standards. Dazu heißt es in dem Bericht:

      Der Proof of Concept zeigt, dass es möglich ist, mit der Corda-Plattform ein vereinfachtes CBDC-Zahlungssystem aufzubauen, das die Privatsphäre der Benutzer bei niederwertigen Transaktionen schützt und gleichzeitig sicherstellt, dass höherwertige Transaktionen obligatorischen AML/CFT-Kontrollen unterzogen werden.

      Das Zahlungsmodell schaltet zudem Intermediäre im Transaktionsprozess ein und enthält keine Möglichkeit direkter P2P-Zahlungen. In dem Verfahren sind vier Parteien eingebunden: Die Zentralbank, zwei Vermittler und eine Behörde zur Bekämpfung der Geldwäsche, die jeweils durch eine Node im Corda-Netzwerk vertreten sind.

      EZB: Keine baldige Einführung eines CBDC
      Das Paper macht deutlich, dass der PoC keine Herausgabe eines CBDC durch die EZB bedeutet. Der Test soll lediglich die technische Realisierung eines Zahlungsverkehrs mit einer digitalen Zentralbankenwährung demonstriert haben:

      Dieser Proof of Concept ist Teil der laufenden technischen Forschung der EZB zum CBDC und soll zu einer breiteren Diskussion über dieses Thema beitragen. Die geleistete Arbeit ist nicht auf die praktische Umsetzung ausgerichtet und impliziert keine Entscheidung, mit CBDC fortzufahren.

      Das Forschungsnetzwerk EUROchain des Europäischen Systems der Zentralbank (ESZB) führte den PoC mit Accenture und R3 durch. Accenture ist auch an anderen aktuellen CBDC-Projekten beteiligt, darunter in Kanada, Singapur und zuletzt bei der schwedischen Riksbank. Darüber hinaus kooperierte das Unternehmen mit SAP bei der Entwicklung eines nationalen Zahlungssystems, das auch digitale Währungen im Zahlungsverkehr unterstützt.

      https://www.btc-echo.de/ezb-verkuendet-proof-of-concept-eine…
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      schrieb am 08.01.20 07:40:39
      Beitrag Nr. 4 ()
      Die ganze Sache erschließt sich mir nicht, weil sich verschiedene Aspekte beissen.

      Einzige Grund ist eine Zweitwährung innerhalb eines Landes bzw. der EU.

      Ebenso eine Kontrolle des Geldströme über verknüpfte Daten an den Betrag gekoppelt.

      Ebenso ein Rauskicken der Banken aus der Geldschöpfung.
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      schrieb am 08.01.20 17:25:52
      Beitrag Nr. 5 ()
      Also ist doch etwas dran. An das "Bankensterben" wird schon gedacht.

      Auszug aus Finanzennet

      Banken nur noch als Versorger
      Ein weiterer von Macro Hive kommunizierter grauer Schwan betrifft die Bankenbranche, die möglicherweise vor extremen Umwälzungen steht. Insbesondere die Kernkompetenz der Finanzhäuser, die Kreditvergabe, könnte bald nicht mehr in den Händen der Banken liegen, beschreibt Hafeez das Problem. Dabei verweist der Experte darauf, dass der Finanzsektor bereits seit geraumer Zeit starkes Wachstum zeigt und die traditionelle Bankfinanzierung durch außerbilanzielle Finanzierung überholt wurde.
      Setzt sich diese Tendenz weiter fort, sei die Fed gezwungen, ihre Bilanz für die gesamte Wirtschaft zu öffnen und unter Umständen sogar eine eigene zentralbankgestütze Kryptowährung an den Start zu bringen. "Der Verlust ihrer Geldschöpfungskraft ist vielleicht nicht die Todesursache für die Bankenbranche, aber es wäre ein derart massiver Schlag für ihr Modell, dass sie möglicherweise nur noch als 'Versorger' existieren", heißt es.

      Auszug aus Finanzennet

      https://www.finanzen.net/nachricht/aktien/graue-schwaene-app…


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