StopLoss hat sehr verzögert ausgelöst..../Vorstellung - 500 Beiträge pro Seite



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erstmal in die Runde, darf ich mich vorstellen? Ralf aus Köln, 48. Neuling. Schon lang hat mich das Thema Aktien gepackt und interessiert, allerdings bin ich erst jetzt finanziell in der Lage und durch die MauZinsen gezwungen, mich mit dem Thema Aktien zu beschäftigen. So hab ich mich über Weihnachten von einem Bekannten beraten lassen und lustig losgelegt. Depot erstellt und mit kleinen Beträgen bis 100€ erst mal angefangen, alles mal ausprobiert, Erfahrungen gesammelt, geschaut ob alles funzt usw.

Ende Februar dann dies: Eine Kauforder mit Folgeorder erstellt, Wert der Aktie, glaub, bei 39,20€. Folgeorder StopLoss dynamisch, 35€, Abstand 4,20€. "Order wird vorgemerkt".

Dann: Rapider Kursverfall um mehrere € innerhlab weniger Sekunden. Ich denke, "Sche***, so schnell kanns kommen!" und dachte, ich nehms sportlich, denn "irgendwie" isses ja auch ein Spiel und an anderer Stelle hab ich natürlich auch schon gut gewonnen. Jetzt das ABER. Der StopLoss löste NICHT aus. Während ich fieberhaft hin- und herklickte, und versuchte, herauszubekommen, was passiert war, löste der StopLoss dann doch noch aus, und zwar ca eine halbe Stunde später. und einige Euros später. Verkauf zu 31€ statt zu 35€. Jetzt ist es so:

Auf meine Anfrage beim Handelsplatz hieß es lapidar:
BItte setzen Sie sich mit Ihrer Depotbank in Verbindung, bei uns gab es eine Kauforder UND eine halbe Stunde später eine Verkaufsorder, die UNTER dem Wert lag und deswegen in eine normale Marktorder umgewandelt wurde. Beide Vorgänge mit Sekunden-Angabe. Die DepotBank aber behauptet auf Anfrage, beide Orders seien gleichzeitig Richtung Handelsplatz rausgegangen.

Meine Fragen: ICh habe Probleme, den ganauen Chart sozusagen minutiös nachzuvollziehen - das muss doch irgendwo gehen? Das würde mir helfen, den Vorgang richtig zu verstehen und daraus zu lernen. Wenn ICH das Geschehen richtig interpretiere, hätte mein StopLoss quasi zeitgleich mit dem Kauf zusammen oder nur gering zeitverzögert auslösen müssen, auf jeden Fall nicht erst eine halbe Stunde später - korrekt? Und: HAbe gelesen, dass der VErkaufswert unter dem StopWert liegen kann - aber so heftig? Mehrere Euros/Aktie? Ist das wirklich normal? Außerdem kann doch ein HAndelsplatz nicht einen StopLOssDyn annehmen, wenn der Wert unter dem Stopwert liegt - oder? FRagen über FRagen...
NAja, ich bin gespannt auf Eure Antworten - versteht mich nicht falsch, ich bin durchaus bereit, einen Fehler als solchen zu nehmen und für mich zu nutzen - aber hier scheint doch was nicht funktioniert zu haben!? UNd, wenn das so passieren kann - dann habe ich glaub ich, schon jetzt an dem Spiel verloren - denn ich muss mich doch auf funktionierende System verlassen können, sonst riskiere ich ja jedes zweite Mal Haus und Hof...

VG,
R
Antwort auf Beitrag Nr.: 63.104.668 von ralfkoeln am 23.03.20 17:41:11Stopps bedeutet ja, das deine Order zum nächst möglichen Kurs ausgeführt wird. So das ist ja gut und schön aber es muss ja auch eine Gegenpartei da sein. ... solange verweilt deine Order im Orderbuch.

Wie das im Orderbuch abläuft wird im folgenden YT erklärt.



Ansonsten mal eine Stop-Limit setzten, wenn es zu tief fällt wird nicht verkauft aber du hast die Position noch im Depot mit einem dicken Minus ..
Antwort auf Beitrag Nr.: 63.104.866 von Chris_M am 23.03.20 17:55:18aber wenn sie doch erst 30 min später beim Handelsplatz eingeht?
Antwort auf Beitrag Nr.: 63.105.046 von ralfkoeln am 23.03.20 18:08:32Lag es vielleicht am Broker ?

Bei Consors wurden in den 90ger Jahren die Orders auch etwa eine halbe Stunde später an die Börse weiter geleitet (via BTX). Oder auch nicht. Gibt ja auch schlechte Broker, die es auch heute noch nicht drauf haben.

Ansonsten ist ein SL eine gefährliche Sache. Vor allem bei ausländischen Aktien an deutschnen Börsenplätzen. Oder bei wenig gehandelten Aktien an "exotischen" Börsenplätzen wie HAM, HAN oder DUS. Da wird man immer "rasiert", wenn man mit Instrumenten wie SL arbeitet.

Für ein SL muß eben ein Käufer da sein. ist keiner da, nimmt sich der Makler die Aktien zu einem von ihm bestimmten Preis. Und da kann es schon mal passieren, dass der Kurs eben 20-30% tiefer festgestellt wird.
Antwort auf Beitrag Nr.: 63.106.207 von Topiflex am 23.03.20 19:55:21Versteh was du meinst - das heißt ja im Umkehrschluss, das alles, was irgendwie mit zeitlich sensiblen Abläufen zu tun hat, schon mal nicht zuverlässig ist. Wie soll das mit hochvolatiblen Aktien funktionieren?? Zuverlässig und wenn’s um viel Geld geht doch gar nicht - korrekt? Weil immer die Möglichkeit besteht, das irgendwas nicht zustande kommt oder hängt oder so. Und trotzdem: Wenn mein SL DIREKT - so wie beauftragt - als Folgeorder gesendet worden wäre, wär doch meine Chance größer gewesen, oder irre ich?
SL immer über TP setzen, dann passiert sowas nicht, klassicher Anfängerfehler.😉
Antwort auf Beitrag Nr.: 63.107.959 von Abfischer am 24.03.20 02:19:43bitte übersetzen? TP?
Antwort auf Beitrag Nr.: 63.104.668 von ralfkoeln am 23.03.20 17:41:11um welchen Wert geht es? Datum, Uhrzeit und Börsenplatz bitte mitteilen. ich kann mal nachschauen in der T&S Liste.
Es geht um Alpha Pro Tech (907487). 28.02. Direkthandel. Zwischen 15 und 16 Uhr.
Direkthandel; da nenn doch mal genau den Handelpartner. L&S, Tradegate, Bader Gettex ...

Ist ein volatiler Wert, wie oben schon von Topiflex erwähnt wurde. ...
Antwort auf Beitrag Nr.: 63.117.889 von ralfkoeln am 24.03.20 18:52:17die Aktie kann ich bei meinem Broker gar nicht auf tradegate handeln. Haupthandelsplatz ist ja USA. Darum sollte man auch dort handeln. Letztendlich sind solche Art "pump and dump" Aktien sehr gefährlich. Letztendlich kannst du ja froh sein, dass du noch bei 31 ausgestoppt wurdest. Wenn ich mir den Kurs jetzt ansehe, dann müsste man ja glatt kaufen :laugh:
ja, wohl wahr! 🙃

Aber versteht hier denn jemd das Problem? Dass offensichtlich meine beiden Orders, obwohl als "Einheit" beauftragt, offensichtlich zeitlich getrennt beim Handelsplatz angekommen sind? Die depotführende Bank behauptet, sie habe beides gleichzeitig an die Tradegate angwiesen - DIE behauptet aber, die Folgeorder sei erst um 15.52 eingestellt worden und habe deswegen vorher keine Berücksichtigung finden können.

Wenn du schon den genauen Kurs nachvollziehen kannst, schick mir den doch mal als link, damit ich mir das mal ansehen kann, dann weiß ich doch auch, ob diese halbe Stunde jetzt KOnsequenzen hatte oder ob man sich das ganze Geschreibe sparen kann.
Antwort auf Beitrag Nr.: 63.126.322 von ralfkoeln am 25.03.20 12:32:36Tradegate ist Direkthandel und im Direkthandel popt immer vorher ein Fenster auf als Hinweis.

Bei Limits kommt es je nach dem auch darauf an

a) wird dein Limit sofort an den Partner gesendet und liegt dann dort im Orderbuch, dann kann gut abgefischt werden

oder

b) wird die Order erst verschickt, wenn der Limit erreicht wurde.

Auch dies sollte man in Betracht ziehen.

Ich meine an der Börse Stuttgart laufen die Limits erst im Orderbuch, wenn der Kurs berührt bzw. unterschritten wurde.

Solche volatilen Aktien können auch schnell rausgehauen werden, wenn kein Handel stattfindet. Habe bei L&S beispielsweise erlebt, das der Spread nach Handelsschluss so ausgeweitet wurde, das meine Aktie verkauft wurde. Am nächsten Tag zur Handelseröffnug war der Kurs wieder normal aber meine Aktie wurde verkauft.

von daher solltest du wissen was du tust, insb. wenn man solche volatilen Werte handelt.

PS: die -30% Schwamm drüber und sieh es als Lehrgeld an.
Antwort auf Beitrag Nr.: 63.126.322 von ralfkoeln am 25.03.20 12:32:36





Orginal Chart von der US-Börse mit T&S-Liste. 1 Stunde Zeitverschiebung berücksichtigen.
Also, nach meinem Dafürhalten kann man bei den Kerzen doch sehen, dass, wenn die Verkaufsorder zur gleichen Zeit (15.23) eingestellt - also sozusagen in "Lauerstellung" auf 35 gestanden hätte, dass sie bei 35 hätte auslösen müssen - oder?? Man kann deutlich erkennen, dass, zwischen 1500 und 1530 der Wert nicht unter 35 lag und kurz nach 1530 der StopLoss hätte auslösen müssen - da rutschte der Kurs weit (auf 30, mehrere rote Kerzen) ab. Stattdessen ist der SL erst gegen 15.52 eingestellt worden und hat nach wenigen s (7!!) zu einem niedrigeren Kurs ausgelöst, bzw. es wurde sofort einfach verkauft. Zu 31€. Die Tradegate beschrieb das übrigens so:

.."wie ich Ihnen bereits mitgeteilt habe, wurde Ihre Trailing-Stop-Order im Verkauf mit Ordernummer XXXX am 28.02.2020 erst um 15:52:11 Uhr in das Handelssystem der Tradegate Exchange eingestellt.

Das aktuelle Quote lag zu diesem Zeitpunkt bei 31,00/32,00 EUR. Die Wandlung erfolgte um 15:52:11 Uhr auf die angezeigte Verkaufsseite von 32,00 EUR, die Ausführung der gewandelten Order erfolgte um 15:52:18 Uhr auf die aktuelle Kaufseite von 31,00 EUR."

und:

"..ich kann nur bestätigen, das Ihre Trailing-Stop-Order erst um 15:52:11 Uhr ins System der Tradegate Exchange eingestellt wurde. Damit kann sie vorher auch keine Berücksichtigung finden."

Was sagt ihr??
Antwort auf Beitrag Nr.: 63.130.294 von ralfkoeln am 25.03.20 18:09:30dann hat dein Broker wohl Mist gebaut. Am besten wechseln zu interactive brokers und US-Werte in den USA handeln. Da sind auch die Gebühren wesentlich günstiger als in Deutschland. Fürs Daytrading brauchst du aber mehr als $25.0000 auf dem Konto, weil sonst die PDT-Rule greift.
Hallo, jetzt ist Folgendes passiert:
Ich bin da standhaft geblieben, dann gab es ein Gespräch zwischen trade und meiner Bank, man habe „meinen Fall klären können“, ich solle mich bei Fragen an...wenden. Aha. Kurze Zeit später sackte mein Kontostand um einen sehr großen Betrag. Bei näherem Hinsehen stellte ich fest, dass besagte Folgeorder gelöscht und ersetzt wurde durch eine, die nur wenige min später ausgeführt wurde zu einem Preis von 34,20. Okay. Allerdings , so habe ich im Orderrmanager gesehen, hat man dann noch mal zu diesem Preis 34,20 gekauft - im Ordermanager steht: Status: gelöscht und ausgeführt, Grund für Löschung: abgelaufen.
Vielleicht ist da ja was schiefgegangen bei der ganzen Löscherei und NeuOrderei (es mussten jeweils Teilmengen storniert werden? Unterm Strich steh ich jetzt auf jeden Fall mit zwar ner zeitlich passend ausgeführten Folgeorder da - mannhaft mit also offensichtlich Recht gegeben. Aber gleichzeitig hab ich jetzt den ganzen Remmel, dessen Kurs ja jetzt im 75% gefallen ist DOCH im Depot. Logisch betrachtet bin ich da raus. Oder kann es sein, dass das Storno der Kauforder erst am Mo erfolgt?
Antwort auf Beitrag Nr.: 63.160.234 von ralfkoeln am 28.03.20 09:56:21Update: Man hat TATSÄCHLICH mein "Geschäft" nachreguliert. Und zwar hat die Trade mit der ING telefoniert (s.o.), dabei festgestellt, dass es einen Time Out gegeben hat und deswegen mein SL nicht rechtzeitig getriggert worden ist. Dann hat in dem Gespräch die Trade den richtigen Wert (nämlich 34,20 statt 31..) eingeschätzt. Die ING hat dann meinen SL aus dem Februar storniert (und mir über das WE ein ERHEBLICHES Minus beschert, 5-stellig..OHNE mir davon auch nur einen Piep zu sagen - ich war ganz schön nervös deswegen), dann am Montag den Verkauf korrigert (zu 34,20 statt 31) abgwickelt. Da war das Konto wieder voll. Hat viel Geld ausgemacht, die Korrektur - vierstellig. Der Typ war ganz schön kleinlaut, der mich dann angerufen hat. Hätte ich nicht mit Ombudsmann und BaFin argumentiert, hätte ich bestimmt meine Geld nicht wieder bekommen - schließlich haben sie mir bestimmt 5 mal von verschiedenen Seiten gesagt, alles wäre oaky gelaufen. MESSAGE: Nicht aufgeben! Dranbleiben!! Deutlich werden!!
DANKE EUCH, wir lesen uns demnächst hier..
Ombudsmann glaube ich hilft natürlichen Personen nicht. War bei den FB Fall so wo der Trader mit Arbitage Geld verdienen wollte und es zum Schuss nach hinten gekommen ist.

Die BaFin hingegen würde dem Vorstand einen Brief senden und dann würde m.M.n. auch alles geklärt werdern. So zumindest sind meine Erfahrungen.


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