Die Zukunft von Drägerwerk seit Corona - 500 Beiträge pro Seite (Seite 2)

eröffnet am 22.04.20 12:55:47 von
neuester Beitrag 24.01.21 20:30:34 von


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14.08.20 09:14:29
Beitrag Nr. 501 ()
Friseuse, dem ist nichts hinzuzufügen
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14.08.20 09:16:44
Beitrag Nr. 502 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.758.370 von Friseuse am 14.08.20 08:09:30
Zitat von Friseuse: Dräger ist einfach unterbewertet



Ja. Trotzdem brauchen wir Geduld.

Meine Befürchtung, dass Drägerwerk die Zusammenlegung der Aktiengattungen
im Zuge der nächsten HV angehen will, reduziert sich bereits heute sehr. Denn
üblicher Weise wird erst der Beschluss gemeldet und anschließend ist er auf der
Tagesordnung zu finden.

Deshalb erinnere ich wiederholt an meine Gegenüberstellung im Chart, die klar
aufzeigt, dass der Kurs der Vorzugsaktie "belastet" ist und nicht umgekehrt.

Auch Drägerwerk selbst hat eine ähnliche Grafik auf Seite 7 im Halbjahresfinanzbericht
veröffentlicht.

In diesem Sinne hat die Vorzugsaktie Aufholpotenzial.

Als Belastungsfaktor mache ich das Agieren SandbarAM´s aus.
Ca. 270.000 Aktien Netto Short ist schon was.
Irgendwann muss das ja beendet werden und dann sollte die Vorzugsaktie
schnell wieder auf den alten Abstand hüpfen, wozu sie mindestens 10 €
mehr als die Stammaktie anzuziehen hätte.


@ deepvalue, ich schrieb ja auch mindestens. ;)
Die steuertechnische Abzugsfähigkeit zum Thema Genussscheine, wurde mir von der IR bestätigt.
Ich dachte, dass ich das hier schon geschrieben hatte. Warum sollten sie das nicht in diesem
Jahr bereits voll anwenden können? Der Verlust ist durch die Kündigung realisiert und wurde
bilanziert. Nun kann er jederzeit zur Verrechnung verwendet werden. Alles andere kann ich
mir nicht vorstellen - abgesehen von der Auslandsthematik.
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14.08.20 09:36:26
Beitrag Nr. 503 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.754.857 von Puhug am 13.08.20 19:21:23Unbegreiflich! :eek:

Mit Wucht durch die gicke grüne Linie durch.

Wenn 73,6 € nicht hält, wäre sogar die Bahn für ca. 66 € frei.
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14.08.20 09:49:43
Beitrag Nr. 504 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.759.594 von Puhug am 14.08.20 09:36:26
Zitat von Puhug: Unbegreiflich! :eek:

Mit Wucht durch die gicke grüne Linie durch.

Wenn 73,6 € nicht hält, wäre sogar die Bahn für ca. 66 € frei.


Moin,
Wucht war das nicht, bei den kleinen Umsätzen reicht es schon wenn ein paar SL gerissen werden.
Die 66€ oder weniger, sehe ich auch schon kommen.
Es fehlen die Käufer, alle warten auf niedrige Einstiegspreise.
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14.08.20 10:24:44
Beitrag Nr. 505 ()
Den Aktienmarkt kann man sehr gut verstehen. Er hat jedes Vertrauen in das Management verloren.

Der europäische Hauptwettbewerber für Dräger bei Beatmungsgeräten ist Getinge. Diese Firma hatte letztes Jahr einen Umsatz von 26,6 Mrd. SEK. Die aktuelle Börsenbewertung liegt bei 55 Mrd. SEK (d.h. mehr als das zweifache des Umsatzes, Rechnung: Aktienkurs 204 SEK*272,4 Mio. Aktien).

Die seit längerem höhere Profitabilität von Getinge (bereits letztes Jahr 12,5% EBITA-Rendite vs. 2,4% bei Dräger) erklärt diesen Effekt nur zu einem Teil, da Getinge trotz starkem Gewinnwachstums mit dem 17,5 fachen des für diesen und dem 20 fachen des für nächstes Jahr erwarteten Gewinns bewertet wird, vs. 10,5 fach bzw. 12 fach bei Dräger (Quelle: Comdirekt).

Interessant dürfte für viele auch sein, dass Herr Bennet immer noch die knappe Mehrheit der Stimmrechte über A-Aktien besitzt.....

Allerdings haben der CEO und auch der CFO andere Namen. Die Investorenpräsentation ist mehr als doppelt so lang wie die bei Dräger und auch wesentlich informativer was so Dinge wie Orderbacklog und Entwicklung der anderen Sparten aufgrund von COVID.

ich wiederhole mich ungerne (gerade auch nach dem gestrigen Post), aber ceterum censeo, der Rückzug von SD aus dem Management (inkl. CFO-Wechsel) würde m.E. zu einem sehr viel größerem Rerating der Aktie führen als COVID 19.

Vielleicht können die Unterstützer des Dräger Management einmal sachliche Gründe für die deutlich schwächere Profitabilität und Bewertung von Dräger gegenüber den Hauptwettbewerbern posten. Mir fällt außer SD nur sehr sehr wenig ein.

Nur meine Meinung. Irrtum vorbehalten.
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14.08.20 10:56:41
Beitrag Nr. 506 ()
Du selbst gibst dir m.E. bereits die Antwort.

Nenne es nur nicht Unterstützung des Managements, sondern benutze das Wort Maßstab
und Chance, auf den sich der Fokus der Meisten hier richtet.

Getinge stieg von 16 auf 20€ im geglätteten Vergleich vor und nach Corona.

Die Stammaktie von Drägerwerk steht diesbezüglich für 40 vs. 65€.

Bei Getinge siehst du kein Potenzial anhand einer besseren Unternehmensführung.
Bei Dräger siehst du es absolut.

Das ist auch ein Grund, weshalb du in Drägerwerk investiert bist.
Bezogen auf den Maßstab sind Getinge und Drägerwerk gut aufgestellt, aber nur
bei Dräger schlummert ein mögliches großes "Extra".

Getinge hatte sein Allzeithoch in 2003 und Drägerwerk in 2015.
Die Konstanz in der Entwicklung Drägerwerks erscheint mir im Vergleich besser.
Da Drägerwerk in diesem Jahr höchsten Jahresumsatz und höchsten Jahresertrag
in der Firmengeschichte erzielen wird, darf man darauf setzen, dass in absehbarer
Zeit das Allzeithoch Drägerwerks geknackt wird. Und im Prinzip dürfen wir darauf
hoffen, dass aufgrund der wegfallenden Genussscheine sich eine höhere Bewertung
um ca. 35% einstellen wird.

Daraus kann man als Ziel 123 x 1,35 = 166€ plus "X" herleiten.
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14.08.20 11:13:56
Beitrag Nr. 507 ()
Hauck & Aufhäuser hebt Ziel für Drägerwerk auf 105 Euro - 'Buy'
14.08.2020 09:18:45
HAMBURG (dpa-AFX Analyser) - Die Privatbank Hauck & Aufhäuser hat das Kursziel für Drägerwerk nach endgültigen Quartalszahlen von 95 auf 105 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Die finalen Resultate des Medizintechnikunternehmens hätten den starken vorläufigen Eckdaten entsprochen, schrieb Analyst Aliaksandr Halitsa in einer am Freitag vorliegenden Studie. Der Experte erhöhte seine Ergebnisprognosen für die Jahre 2020 bis 2022./edh/bek Veröffentlichung der Original-Studie: 14.08.2020 / 08:34 / MESZ Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 14.08.2020 / 08:34 / MESZ
Hinweis: Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenkonflikten im Sinne von § 85 Abs. 1 WpHG, Art. 20 VO (EU) 596/2014 für das genannte Analysten-Haus finden Sie unter http://web.dpa-afx.de/offenlegungspflicht/offenlegungs_pflic…
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14.08.20 14:05:22
Beitrag Nr. 508 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.760.977 von Puhug am 14.08.20 10:56:41Du hast recht, ich habe eine für meine Verhältnisse recht ansehnliche Anzahl von Drägeraktien, da ich davon ausgehe, dass bei einem derart schlecht geführten Unternehmen noch jede Menge Verbesserungspotential besteht, welches ein erhebliches Kurzspotential ermöglichen sollte.

Wo gibt es denn sonst solide finanzierte Unternehmen mit guter Marktposition, die zu gerade mal 20% des Wertes vergleichbarer Unternehmen gehandelt werden? Wenn es nicht die Mehrheit bei SD geben würde, hätte der Kapitalmarkt bereits das Problem auf die eine oder andere Weise gelöst.

Nur meine Meinung. Irrtum vorbehalten.
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14.08.20 14:43:08
Beitrag Nr. 509 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.763.758 von deepvalue am 14.08.20 14:05:22
Zitat von deepvalue: ich habe eine für meine Verhältnisse recht ansehnliche Anzahl von Drägeraktien, da ich davon ausgehe, dass bei einem derart schlecht geführten Unternehmen noch jede Menge Verbesserungspotential besteht, welches ein erhebliches Kurzspotential ermöglichen sollte.

Wo gibt es denn sonst solide finanzierte Unternehmen mit guter Marktposition, die zu gerade mal 20% des Wertes vergleichbarer Unternehmen gehandelt werden? Wenn es nicht die Mehrheit bei SD geben würde, hätte der Kapitalmarkt bereits das Problem auf die eine oder andere Weise gelöst.

Nur meine Meinung. Irrtum vorbehalten.


Ist bei mir auch so.
Entgegen meiner Grundsätze habe ich mich dazu hinreißen lassen in eine einzelne Position mit mehr als x% meines Depotwertes zu investieren.
Wenn das nix wird, würde ich mich deshalb doppelt ärgern, einmal über die Kursentwicklung und einmal über meine Inkonsequenz.
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14.08.20 15:43:05
Beitrag Nr. 510 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.754.053 von hossinger am 13.08.20 18:21:14
Zitat von hossinger: SELBSTVERSTÄNDLICH führt Herr Dräger die Firma wie seine Eigene.....die Familie hat die Mehrheit und damit ist es deren EIGENE, wenn auch nicht alleinige Bude!


Nein. Es ist nicht S.D. eigene Firma. Er darf nicht alles entscheiden, wie er möchte. Er muß den fairen Ausgleich ("At arm´s length") suchen. Dein Beitrag zeigt aber sicher das Selbstverständnis von SD. Anscheinend sollte jemand mal eine Sonderprüfung (dazu braucht man nur 100.000 Aktien) beantragen....

Nur meine Meinung. Irrtum vorbehalten.
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14.08.20 15:44:52
Beitrag Nr. 511 ()
Sorry. Das ging zu schnell für die Sonderprüfung sind natürlich 100.000 Euro nominal Anteil am Grundkapital ausreichend, also etwas weniger als 40.000 Aktien.
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14.08.20 16:38:32
Beitrag Nr. 512 ()
Nachdem ich mich sowohl durch den Halbjahresbericht als auch durch den Conference Call durchgearbeitet habe, komme ich zu dem Schluss, dass wir wahrscheinlich eine weitere Abflachung des Auftragseinganges sehen werden in Q3 und Q4. Zwar wird der UK Auftrag in das Q3 fallen, nimmt man den jedoch heraus, wird man sich weiter an das Niveau des letzten Jahres nähern. Da Dräger bei Ventilatoren bis Mai 2021 ausverkauft ist ("wir nehmen keine Orders ins order buch) und Verbrauchsmaterialien vermutlich vorgeordert wurden, wird der Markt auf der Suche nach dem nachhaltigen Geschäft eher die Verunsicherung spielen. Der Call war gut, mehr als was gesagt wurde zum Geschäft in den nächsten Monaten konnte man nichts sagen, da es von der Konjunktur abhängt. Das Non Covid 19 Geschäft läuft so la la und strategische Projekte (z.B. Krankenhausinfrastruktur etc.) sind rückläufig da sich alles um Covid 19 dreht. Die strategischen Dinge werden wieder kommen und um so mehr als auch Dräger bestätigt dass die weltweiten Gesundheitssysteme mittelfristig eher aufrüsten müssen und daher das Geschäft definitiv nicht auf das Pre Covid 19 Niveau zurückfallen wird. SD hat mehrfach betont, das 2020 in der Profitabilität ein Ausnahmejahr ist und sich dies in 2021 nicht wiederholen wird. Aber auf welches Niveau wir normalisiert zurückkommen hängt in erster Linie von der Konjunktur ab und daher auch die breite Margenguidance für 2020, obwohl die Hälfte des Jahres schon vorbei ist. Meine Sicht: wir werden 2021 und 2022 in etwas ein EBIT von 200 bis 250m sehen, wobei 2021 noch vom Sondergeschäft profitiert und 2022 von underlying Verbesserungen, die in den letzten Jahren angestoßen wurden.
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14.08.20 17:05:05
Beitrag Nr. 513 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.766.158 von washiwashi am 14.08.20 16:38:32Das sehe ich ähnlich. Inhaltlich hätte man sich in dem Call kaum besser darstellen können. So wurde - im Gegensatz zur Investorenpräsentation doch recht viel positives Detail preisgegeben. Auch war man was den Ausblick anbetrifft deutlich offener als Getinge, die keinen Ausblick für 2020! gegeben haben. Man scheint also doch Interesse an einer guten Kursentwicklung zu haben (bzw. will/muß die Banken beruhigen). Das fand ich sehr positiv.

2020 wird eine Ausnahme bleiben (ich rechne mit bis zu 500 Mio. EBIT). 2021 wird vermutlich noch Richtung 300 Mio. EBIT laufen, da bis Mai mindestens die Profitabilität wie in 2020 sein dürfte und erst danach das ganze abflachen dürfte (unterstützend kommen die kleinen FFP-Masken-Fabriken in USA, F und UK).
Ab 2022 wird es dann voraussichtlich magerer. Allerdings hatte ich SD so verstanden, dass er davon ausgeht, dass dauerhaft eine höhere Nachfrage für Beatmungsgeräte erwartet wird, da die Verantwortlichen in den jeweiligen Staaten dem Thema ausreichende Kapazitäten für Notfälle eine höhere Bedeutung zumessen.

Eine Blackbox blieben dagegen die übrigen Bereiche außerhalb des Themas COVID 19. Da wurde mitgeteilt, dass die Nachfrage niedriger sei. Allerdings wurde auf eine Ausblick im Medizinbereich weitgehend verzichtet (bei der Sicherheitstechnik war man da schon konkreter).
Da hat mir die Präsentation von Getinge besser gefallen, wo wenigstens der Auftragseingang für das 2. Quartal aber auch der Hochlauf der Ventilatorproduktion recht plastisch dargestellt wurde und mitgeteilt wurde, dass nicht absehbar ist, ob die Krankenhäuser zukünftig genug Mittel für die anderen Gebiete haben, da sie viele OPs verschieben mußten und jetzt ein Ergebnisproblem haben. Erst wenn sie mehr operieren, wird sich dieses verbessern. Ähnlich ist die Situation bei Dräger, was auch den Kurs belasten dürfte.

Getinge konnte übrigens bereits am 16.7. seine Analystenprästenation halten. Auch solche Sachen interessiert Aktionäre und beeinflußt den Kurs (auch wenn ich verstehen kann, das man in einem Jahr wie 2020 nicht den Fokus auf den IR-Prozess hat, aber andere Firmen haben Fast Close Projekte bereits vor 10,15 Jahren gemacht).

Nur meine Meinung. Irrtum vorbehalten.

Nur meine Meinung. Irrtum vorbehalten.
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14.08.20 22:04:43
Beitrag Nr. 514 ()
Licht am Ende des Tunnels ?
Draeger hat nicht am Tiefpunkt geschlossen und es gab so etwas wie Handelsvolumen.
Trotzdem, einen Teil hab ich in Curevac umgeschichtet.
Jetzt bin ich auch wieder innerhalb meiner Range für max. Anteil vom Depotwert für Einzeltitel.
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14.08.20 23:41:37
Beitrag Nr. 515 ()
1. Denke das Investoren erwartet haben dass Draeger in den vorläufigen Zahlen, die Reduzierung des Auftrags von 10000 Beatmungsgeräte der Bundesregierung, berücksichtigt hat. In den endgültigen Zahlen zeigte sich aber, das dies nicht der Fall ist und Draeger daran fest hält..Vielleicht ist das ein bisschen enttäuschend da sich in der Corona Pandemie die Geräte sowieso irgendwo anders gut verkauft hätten. Der Auftragseingang der Kontinente Amerika und Asien ist leider nicht so groß, obwohl z. B. Südamerika sehr stark in den letzten Monaten mit Corona betroffen wurde... 2. Der höhere Handelsvolumen von heute zeigt das wir eine starke Unterstützung bei 75 Euro haben und diese hat sich mehrmals bestätigt. Die Aufwärtstrendlinie von März hat immer noch gehalten, die Hoffnung ist nicht verloren und von hier aus können wir bald nach oben durchstarten. Die Aktie kann nicht ewig ignoriert werden. 3. Die Corona Pandemie wird eine psychische und medizinische Auswirkung für meherere Jahre hinterlassen. Man wird In Krankenhäusern definitiv mehr acht auf Vorräte geben. Die unterversorgten Staaten werden mehr in die Equipment der Intensivstationen investieren. Und Draeger ist einer der Besten Player hier, außer Frage. 4. Und seien wir ehrlich, die Menschen werden älter, mit dem Alter werden die Menschen kranker und daraus ergibt sich dass auch die Zahl der Intensivpatienten dann nur größer werden kann, dann wird man auch mehr Beatmungsgeräte brauchen. Ein Beispiel in Deutschland aus eigener Erfahrung, für 18 Intensiv Betten (6 davon Uberwachungsbetten) hat man bisher max. 6 Beatmungsgeräte gehabt... in der Zukunft könnte der Ziel werden das jedes Intensiv Betten mit einem Beatmungsgerät ausgestattet werden wird (in diesem Fall auf 12, hieße 100 Prozent Erhöhung).

Die Zukunft von Drägerwerk seit Corona | wallstreet-online.de - Vollständige Diskussion unter:
https://www.wallstreet-online.de/diskussion/1323698-511-520/…
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15.08.20 10:59:15
Beitrag Nr. 516 ()
Eine Getinge lebt als Aktie im Coronazeitalter, wenn auch nicht ausbrechend









Einfaches Einfügen von wallstreet:online Charts: So funktionierts.


Eine Drägerwerk liefert zwar Berichte für Kurse, Kurse selbst nicht

Das irre Spannungsverhältnis zwischen analytisch zwingenden Kursen und jetziger Kursregion will aufgelöst sein, wenn schon nicht in steigenden Kursen in einer diese Kursregion bestätigenden Deppenkapitalerhöhung. Sonst fällt mir da nichts ein

Wie sollen Kurse hier auf Dauer vermurmelt bleiben?
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16.08.20 16:22:58
Beitrag Nr. 517 ()
Im üblichen Bewertungsraster einer Getinge kann sich Dräger aus dem Stand verdoppeln,
sieht das wer anders anders und gibt es überhaupt ähnliche Unterbewertungen in einer noch zu definierenden Peer Group?
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17.08.20 14:02:35
Beitrag Nr. 518 ()
Bei den Stämmen gibt es einen neuen Leerverkäufer, der die Meldegrenze erreicht hat.

Select Equity Group, L.P.New York City, New YorkMitteilung von Netto-Leerverkaufspositionen

Zu folgendem Emittenten wird vom oben genannten Positionsinhaber eine Netto-Leerverkaufsposition gehalten:

Drägerwerk AG & Co. KGaA

ISIN: DE0005550602

Datum der Position: 14.08.2020

Prozentsatz des ausgegebenen Aktienkapitals: 0,53 %
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17.08.20 15:19:28
Beitrag Nr. 519 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.786.009 von Bunney am 17.08.20 14:02:35Bei diesen Meldungen frage ich mich immer, ob die Firmen parallel einen long auf die VZ machen. Dann wäre das Risiko auf den Spread beschränkt.

Das spricht aber m.E. ebenfalls gegen einen Zwangstausch von VZ in Stammaktien.

Nur meine Meinung Irrtum vorbehalten.
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17.08.20 16:38:43
Beitrag Nr. 520 ()
Ich glaube, dass ihr es nicht mitbekommen habt, dass immer alle Leerverkäufe unter der Kennung der Stammaktie gemeldet werden, egal ob es für die Vz oder Stämme geschieht.
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17.08.20 18:03:57
Beitrag Nr. 521 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.788.340 von bluebär am 17.08.20 16:38:43
Zitat von bluebär: Ich glaube, dass ihr es nicht mitbekommen habt, dass immer alle Leerverkäufe unter der Kennung der Stammaktie gemeldet werden, egal ob es für die Vz oder Stämme geschieht.


Das sieht aber im Bundesanzeiger anders aus :

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17.08.20 18:35:04
Beitrag Nr. 522 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.789.663 von Strandlaeufer1 am 17.08.20 18:03:57Du hast den "Schnellzugriff" genutzt und der führt zu unvollständigen Ergebnissen.

Der Bundesanzeiger wurde ja am WE überarbeitet und das hat ganz offensichtlich
nicht geklappt.

Die Melderegel ist eindeutig:

Summe aller Aktiengattungen ist der Berechnungsmaßstab und die
Meldung hat über die Haupt-ISIN zu erfolgen und das ist stets die Stammaktie.

D.h.: die aktuellen Meldepflichtigen sind zusammen mit ca. 370.000 Aktien Netto leer unterwegs.


Sie können noch soviele Stammaktien long halten, dann muss der Leerverkaufsbestand der
Vorzüge immer noch 370.000 Stück größer sein.

Wobei die Größenordnung auch über Derivate (Optionen oder gleichwertiges) abgebildet
werden kann.


Da die Meldepflichtigen stets nur über die Vorzugsaktie Leerverkäufe tätigen, kommt
es leider vor, dass sie in ihre Meldungen manchmal die ISIN der Vorzugsaktie eintragen.
Das ist auch bei Sandbar der Fall, die die ersten beiden Meldungen fehlerhaft einreichten,
aber die 18 folgenden richtig.
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17.08.20 21:01:21
Beitrag Nr. 523 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.790.119 von Puhug am 17.08.20 18:35:04
Zitat von Puhug: Du hast den "Schnellzugriff" genutzt und der führt zu unvollständigen Ergebnissen.

Der Bundesanzeiger wurde ja am WE überarbeitet und das hat ganz offensichtlich
nicht geklappt.

Die Melderegel ist eindeutig:

Summe aller Aktiengattungen ist der Berechnungsmaßstab und die
Meldung hat über die Haupt-ISIN zu erfolgen und das ist stets die Stammaktie.

D.h.: die aktuellen Meldepflichtigen sind zusammen mit ca. 370.000 Aktien Netto leer unterwegs.


Sie können noch soviele Stammaktien long halten, dann muss der Leerverkaufsbestand der
Vorzüge immer noch 370.000 Stück größer sein.

Wobei die Größenordnung auch über Derivate (Optionen oder gleichwertiges) abgebildet
werden kann.


Da die Meldepflichtigen stets nur über die Vorzugsaktie Leerverkäufe tätigen, kommt
es leider vor, dass sie in ihre Meldungen manchmal die ISIN der Vorzugsaktie eintragen.
Das ist auch bei Sandbar der Fall, die die ersten beiden Meldungen fehlerhaft einreichten,
aber die 18 folgenden richtig.


Hallo Puhug,

wenn ich deine Ausführungen richtig deute, bedeutet dies, dass sämtliche Leerverkaufsmeldungen (370.000 Stück) die Vorzüge betreffen?
Danke im Voraus für die Rückmeldung.
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18.08.20 07:34:48
Beitrag Nr. 524 ()
Bei aller Skepsis an der Gewinnentwicklung zurück zur Realität.

Die Entwicklung Q2 20 zu Q1 20 und Q2 19 zeigt Preiseffekte und die Menge kommt erst noch hoch, die Chancen auf ein noch besseres Q3 stehen gut mit der Normalisierung der Lieferketten, Skaleneffekten, überragender Auftragslage im Coronageschäft und Konjunkturerholung im Nichtcoronageschäft.

Die Gewinnperspektive ist steigend, nicht bedroht.

Der vom Spiegel aufgebundene Bär mit gestrichenen Aufträgen ist wieder im Zoo, unser hier erzählter Bär folgt mit guten Aussichten

Die Aktie ist in einer Situation wie SAF Holland in Untergangsandachten bei gut 3 €uro, keiner glaubt an das was aufgestellt ist bei einem KGV um 7. Die satt strukturierte Erfolgsstruktur wird als außergewöhnlich und vergänglich erzählt, dabei ist ein EBIT deutlich über 100 Mio. in später zu berichtenden Quartalen wahrscheinlich und der Quartalsumsatz wandert zusehends auf die Milliarde. Alles kein Geheimnis oder Wunder.

Der Kurs wird im Sinne Kostolanys zur Realität finden, die hiesigen Narrative, Bilder, Ahnungen sind unhaltbar schlecht.
Draegerwerk | 76,00 €
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18.08.20 09:21:00
Beitrag Nr. 525 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.791.934 von Bunney am 17.08.20 21:01:21
Die Netto-Leerverkäufer
Dass sich die Netto-Leerverkaufspositionen ausschließlich auf die Vorzugsaktien beziehen,
ist nur meine persönliche Meinung, die ich anhand der Indizien ableite:

- Wer mit Netto-Leerverkäufen engagiert ist, muss einen Zugriff auf die Aktie nachweisen
können. Derivate wie Optionen beinhalten dies bereits, weil sich der Emittent darum
kümmern muss. Somit dürften bei den Leerverkäufen Optionen eine Rolle spielen.

- Die Vorzugsaktie Drägerwerks wird um ein Vielfaches liquider als die Stammaktie gehandelt.

- Am Markt kann ich keine Optionen und/oder Hebelprodukte auf die Stammaktie finden.

- Eindeutig näherte sich kursmäßig die Vorzugsaktie den Stammaktien und nicht
umgekehrt.

- Die ersten beiden Meldungen tätigte SandbarAM mit der ISIN der Vorzugsaktie.
Warum wohl? Am wahrscheinlichsten, weil sie diese Netto leer verkauft haben.
Anschließend bekamen sie einen Hinweis oder bemerkten, dass die Meldung mit
der Haupt-ISIN eingereicht werden muss.

Wie dem auch sei - da alle Indizien eher für die Vorzugsaktie sprechen, sehe ich keinen
Grund, etwas anderes zu vermuten.


Wichtiger erscheint mir die Frage, warum sie das tun?

Der neue Leerverkäufer Select Equity Group war zuletzt Ende 2015 am Deutschen Markt
mit Leerverkäufen über 0,5% aktiv. Damals in Software AG. Mir erscheint es merkwürdig,
wie sie nach 4,5 Jahren "Pause" ausgerechnet auf Drägerwerk kommen? Ein Unternehmen
aus den USA wählt sich dafür einen kleinen Wert in Deutschland aus. Wo ist die Logik?

SandbarAM hatte ja noch den "Aufhänger" mit der kleinen KE. Aber was motiviert
Select Equity Group? Und SandbarAM soll so dumm sein und nicht recherchiert haben,
dass 76,5 Millionen Kapitalbeschaffung 470 Millionen € für Aktienrückkäufe (hier Genussscheine)
gegenüberstehen? Oder schnallen sie nicht, dass Genussscheine und Vorzugsaktien nahezu ein
und dasselbe sind?


Diesen Ansatz könnten sie vielleicht haben:

Vor Corona 17,76 Millionen Aktien plus 8,3 Millionen Anteile über die Genussscheine.
Nach Corona 18,76 Millionen Aktien plus null Genussscheine.

Der Ablösebetrag von Netto 400 Millionen für die Genussscheine spiegelt das einmalige
Corona Szenario wider.

Dann ist die Rechnung der gewinnberechtigten Anteile 26 Millionen vorher vs. 18,76
Millionen nachher. Der Erlös je Anteil steigt somit um 38,6 %.

Da die Vorzugsaktie vor Corona bei ca. 55 € notierte, kann man einen neuen Wert
von ca. 76 € herleiten. Rechtfertigt dieser Gedanke eine derartige Shortattacke?

Sie werden also davon ausgehen, dass Drägerwerk nicht in der Lage sein wird,
die Netto 400 Millionen Ablösebetrag aus dem cash flow zu generieren und dass das
Geschäft bald auf ein Niveau einbrechen wird, welches unterhalb von 2019 liegt.

Wenn DAS eintreten sollte, dann lägen sie richtig. :rolleyes:
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18.08.20 10:57:30
Beitrag Nr. 526 ()
Sie erklären ihre Auswahlphilosophie für Kaufkandidaten in 5 positiven Kriterien:
-Wachsender Markt
-Darin ein wachsender Marktanteil
-Pricing Power
-Berechenbarkeit/Vorhersagbarkeit
-Vertrauenswürdiges Management

https://www.selectequity.com/investmentPhilosophy.aspx

Dann folgt das übliche US-Marketing mit Research rigoros, diszipliniert, unabhängig, einem besseren Verständnis als der Wettbewerb.

Besonders diszipliniert ist ein Short hier beim Weltmarktführer in einer Wachstumsphase mit gezeigter Preismacht nicht. Sie haben die vergangenen sieben mageren Jahre in die Zukunft projiziert und sehen keinen Game Change.

Kann man machen, ist ungefähr so pfiffig wie Schrottanleihen kurz vor der Finanzkrise zu kaufen und auf eine Fortsetzung des theoretisch abgeleiteten Subprime-Schneeballsystems zu setzen. Perspektivisch ist die SelectEquityGroup hier ein klares Opfer, hier sind strategische Verlierer mit einer kurzfristigen Kurseindrucksfähigkeit am Werk.

Es bauen sich in der Aktie Kaufdruck und Vola auf, bei größerer Schieflage leuchten bei denen die roten Lampen. Sie zocken auf einem sehr schmalen Grat, verwegen

Wir sollten Verbündete suchen und denen das Fell über die Ohren ziehen
Draegerwerk | 76,40 €
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18.08.20 14:27:25
Beitrag Nr. 527 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.795.165 von Puhug am 18.08.20 09:21:00
Zitat von Puhug: Dass sich die Netto-Leerverkaufspositionen (...)


Wichtiger erscheint mir die Frage, warum sie das tun?

(...)


Vielleicht führt ein Blick in die heutige Ad Hoc der Paul Hartmann AG zur Antwort auf diese Frage. Die Hartmann AG erwartet durch Corona deutlich bessere Ergebnisse in 2020, aber negative(!) Einflüsse in den Folgejahren.

Wenn das von der Paul Hartmann AG skizzierte Szenario kommt, wird es auf ein gutes Kostenmanagement ankommen - leider eine Disziplin, in der das Dräger-Management in der Vergangenheit nicht glänzen konnte ... :confused:
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18.08.20 19:33:59
Beitrag Nr. 528 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.799.659 von Herbert H am 18.08.20 14:27:25Frankreich führt die Maskenpflicht ein...!!

Vorzüge heute wesentlich besser gelaufen als die Stämme! Einsenkungen der Short Positionen?
Draegerwerk | 77,80 €
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19.08.20 13:24:15
Beitrag Nr. 529 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.799.659 von Herbert H am 18.08.20 14:27:25
Die Netto-Leerverkäufer
nerven. :laugh:


Hi Herbert,
danke für deinen Hinweis. Mein Standpunkt dazu ist, dass man Drägerwerk
und Hartmann AG lieber nicht vergleichen sollte.

Der Webcast vom 13.08.2020 liefert eine Spur, die Bedeutung haben kann:

https://webcasts.eqs.com/draeger20200813

Ab Minute 36, wurde der Teilnehmer "Nick Kirkman von Sandxxx" vorgestellt.
Das würde ja zu Sandbar passen.

Inzwischen gibt es ja auch das Transkript und so ist es dort protokolliert:

Operator
And we can now take our next question from [Nick Kirkman] from [Sandler].
Unidentified Analyst
Just a question on developing nations like Brazil, South Africa and India who have started building local ventilator capacity as cases rise.
How are you seeing the level of demand there in developing nations at present? And how do you think that's going to translate in the
future?
Gert-Hartwig Lescow Drägerwerk AG & Co. KGaA - CFO, Executive Board Member for IT & Vice Chairman of Executive Board -
Drägerwerk Verwaltungs AG
You are phased out, unfortunately. Would you mind to repeat the question, please?
Unidentified Analyst
Sorry. So some of the developing nations, such as Brazil, South Africa and India, are building local ventilator capacity as the number of
COVID cases rise. Could you talk about the level of demand you're seeing from countries like these at present and how you see this
progressing in the future?
Stefan A. Dräger Drägerwerk AG & Co. KGaA - Chairman of the Executive Board - Drägerwerk Verwaltungs AG
Well, we see that demand is unchanged from -- in particular, from Brazil and India. And given the fact, as I said before, that the demand
is still much better than the combined capacity of our suppliers, when we treat and welcome all new players, that help to ease this
burden and can make reasonably good ventilators. However, it's not that easy. It took us 130 years to be able to make good ventilators
that can treat sick lungs. So -- and don't take air ventilator for a ventilator, there are differences. If you have like a trauma, like a gunshot,
that's much easier to treat than a COVID-19 lung. That needs a, let's say, sophisticated ventilator. So the -- we will see how this develops.
So far, I don't see that our -- the demand for our devices would be anything lower than in 2 months back from now. it's rather the
opposite.




Das hört sich so an, als ob sie meinen, dass nunmehr alle Welt Beatmungsgeräte produziert
und dieses sehr wahrscheinlich zu viel niedrigeren Kosten als Drägerwerk, was bei Drägerwerk
schnell zum Erliegen der Auftragsspitze und zu Problemen führen muss.

Somit kann es sein, dass sie aufgrund der Antworten SD´s ihr Engagement auf den
Prüfstand stellten und zu dem Ergebnis kamen, sich zurückzuziehen. Deren letzte Meldung wurde
bei der BaFin Ende Juli eingereicht. Wenn die nächste Meldung für Positionsabbau steht, dann
hätten wir tendenzielle Bestätigung.


Der neue Leerverkäufer "Select Equity Group, L.P. New York City, New York" hat allerdings
von 0,53 auf 0,61 % aufgestockt.


Wie dem auch sei, der "normale" Abstand der Vorzugsaktie auf die Stammaktie beträgt
ca. 35 %. Bei Stammaktie 64,50 würde die Vorzugsaktie erst mit ca. 87 € dem entsprechen.

Bei dazu passender Entwicklung, sähe der Chart der Vorzugsaktie richtig bullisch aus.

Hoffentlich liegt deepvalue richtig und Drägerwerk stapelt tief.
Dann kann es Mitte Oktober im Zuge der Veröffentlichung der vorläufigen Geschäftszahlen
zum Q3 zur Sache gehen. Ein Ausgangspunkt über 82 € wäre dafür gut.

Mit einem sukzessiven Ausstieg Sandbars sollte das doch klappen.
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19.08.20 14:19:50
Beitrag Nr. 530 ()
Ich würde auf das Gerede von Institutionellen Anleger nicht allzu viel Wert legen. Habe diesen Typ Mensch schon in unterschiedlichster Form, selbst erleben müssen. Da ist viel Show, Absprache, erlernte Fragemuster und knallhartes Eigeninteresse gemischt in einer unangenehmen Pampe, von der man NIE abhängig sein sollte. Die werden auch investieren, wenn du ihnen einen Tritt gibst, sie sich aber einen Gewinn versprechen und die werden dich fallen lassen, kurz nachdem sie dir ihre ewige Treue verkündet haben, weil ....ach die brauchen doch keine verdammten Gründe!.

Den Spruch mit "jetzt produzieren aber auch Andere XY" kann ich für JEDES Investitionsgut anwenden. Dräger ist zu 96 % (2019) Umsatz eben nicht Beatmungsgeräte und Masken. Wie kann man eine Sonderkonjunktur für einen kleinen Teil der Produktion, IDEAL passend in eine Zeit allgemeiner Auftragsflaute, mies reden?

Leerverkäufer haben langfristig bei einer soliden Firma keine dauerhaften Einflüsse auf den Kurs. Das hätten sie gerne und wollen es Anderen einreden. Warum also sich darüber Gedanken machen? Herr Meier kauft heute doch nicht die angedachten 1.000 Dräger-Aktien und Frau Müller verkauft, weil die Anzahlung für die Küche fällig wird. DAS sind die Kursmacher!
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19.08.20 14:31:07
Beitrag Nr. 531 ()
Zitat von Puhug: Hi Herbert,
danke für deinen Hinweis. Mein Standpunkt dazu ist, dass man Drägerwerk
und Hartmann AG lieber nicht vergleichen sollte.

Drägerwerk und Hartmann vergleichen sollte man nicht, aber der Hinweis der Paul Hartmann AG zum zu erwartenden Verhalten der staatlichen Auftraggeber bzw. Kostenträger ist m. E. kaum von der Hand zu weisen. Beim Streit um die Maskenbestellungen sehen wir die Befürchtungen von Hartmann ja schon bestätigt ... :(
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19.08.20 15:04:02
Beitrag Nr. 532 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.813.288 von Herbert H am 19.08.20 14:31:07Ich hatte die Adhoc von Hartmann so verstanden, dass das Desinfektionsmittelgeschäft boomt und auch für die absehbarer Zukunft (d.h. nächste Monate) ein hohes Niveau erwartet wird. Hierdurch wird Hartmann 2020 genauso wie Dräger insgesamt ein Super Ergebnis erwirtschaften. Über die Aussichten im nächsten Jahr für das Desinfektionsmittelgeschäft war hat man aber wenig/nichts geschrieben
Allerdings hat Hartmann in den anderen Gebieten wie Wundversorgung Probleme, weil weniger operiert wird. Dort wird auch im nächsten Jahr keine größere Verbesserung erwartet.

Ich sehe daher bei Hartmann sehr viel andere Akzente als bei Dräger und kann wenig auf das Geschäft mit Beatmungsgeräten ableiten (da würde ich der Guidance vom Management folgend auch längerfristig ein höheres Niveau als vor Corona erwarten). Vielmehr könnte Dräger länger Probleme in den anderen, insgesamt ein größeres Geschäftsvolumen aufweisenden, Bereichen haben. Allerdings würde ich hier wesentlich geringere Probleme als bei Hartmann erwarten, eben weil kaum Verbrauchsgüter wie Wundbedarf hergestellt werden.

Das Dräger endlich ein echtes Kostensenkungsprogramm benötigt, sehe ich genauso. Hier muß dem Zuwachs der Kosten insbesondere in der Verwaltung, aber auch in den übrigen Bereichen Einhalt geboten werden. Auch produziert Dräger m.E. zuviel im Hochlohnland Deutschland und zuwenig z.B. in Osteuropa.

Aber vielleicht ändert sich das mit dem billigen Rückkauf der Genußscheine. Jetzt hat SD wenigstens eine echte Motivation es besser zu machen.

Nur meine Meinung. Irrtum vorbehalten.
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19.08.20 15:46:09
Beitrag Nr. 533 ()
Im Spiegel findet sich heute ein Artikel, wonach Deutschland an der Maskenproduktion scheitert. Gesundheitsminister JS wollte unabhängiger von Maskenimporten werden und suchte heimische Produzenten. Es bewarben sich Beratungsfirmen, ein Matratzenhersteller und ein Anbieter von Druck-Erzeugnissen. Erster Liefertermin sollte der 15.8.2020 sein. Dräger hat sich beworben? Oder hat man das nicht nötig? Ist eine Frage, ich weiß das nicht.
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19.08.20 20:31:27
Beitrag Nr. 534 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.814.068 von Extrader1 am 19.08.20 15:46:09Die Bundesregierung hat KAUFANZREIZE für die Anschaffung von Gerätschaften, die für eine Maskenproduktion notwendig sind, angeboten. KLUG von jeder Firma, sich an solchen Semi-Lockmitteln nicht zu beteiligen. In Frankreich, den USA und England haben die Länder mit Dräger einen Vertrag über eine Produktion im Land und im Gegenpart eine garantierte Abnahme zu Festpreisen für einen bestimmten Zeitrahmen vereinbart. Weiter haben diese Länder Ausschreibungskriterien, über den Festvertrag hinausgehend, die einen Lieferanten aus dem Ausland (und Dräger zählt da als Inland) bei laufendem Bedarf und Einlagerung, ausschliessen.

In der Deutschen Variante hättest du in 1 Jahr einen Produktionsbetrieb stehen UND wenn Herr Wang von der Firma Chenzsog in Quangding, bei der nächsten Staatlichen Ausschreibung 1 Cent/Maske billiger anbietet, erhält er den Zuschlag.

Da hat Dräger Recht: Entweder ihr gebt uns einen Auftrag über die Produktion, Einlagerung und Auslieferung von Masken für X-Jahre (mit der Garantie der Lieferung zum Festpreis in der Qualität XY) oder BYBYBABY Deutschland!

Gruß
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19.08.20 20:54:58
Beitrag Nr. 535 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.817.524 von hossinger am 19.08.20 20:31:27
Zitat von hossinger: Die Bundesregierung hat KAUFANZREIZE für die Anschaffung von Gerätschaften, die für eine Maskenproduktion notwendig sind, angeboten. KLUG von jeder Firma, sich an solchen Semi-Lockmitteln nicht zu beteiligen. In Frankreich, den USA und England haben die Länder mit Dräger einen Vertrag über eine Produktion im Land und im Gegenpart eine garantierte Abnahme zu Festpreisen für einen bestimmten Zeitrahmen vereinbart. Weiter haben diese Länder Ausschreibungskriterien, über den Festvertrag hinausgehend, die einen Lieferanten aus dem Ausland (und Dräger zählt da als Inland) bei laufendem Bedarf und Einlagerung, ausschliessen.

In der Deutschen Variante hättest du in 1 Jahr einen Produktionsbetrieb stehen UND wenn Herr Wang von der Firma Chenzsog in Quangding, bei der nächsten Staatlichen Ausschreibung 1 Cent/Maske billiger anbietet, erhält er den Zuschlag.

Da hat Dräger Recht: Entweder ihr gebt uns einen Auftrag über die Produktion, Einlagerung und Auslieferung von Masken für X-Jahre (mit der Garantie der Lieferung zum Festpreis in der Qualität XY) oder BYBYBABY Deutschland!

Gruß


Naja, ich sehe das nicht so.
Die Produktion der Masken läuft weitest gehend automatisch, es bleibt am am Ende der Materialpreis.
Hier sollte man also schon zu einem vergleichbaren Preis anbieten können.
Eine Abnahme Garantie für Produkte welche im Cent Bereich liegen und stark nachgefragt werden, hat schon etwas von Luxus, ich empfand diese Forderung- sagen wir mal - exotisch.
So sehr ich Draeger Fan bin, damit kam ich nicht zurecht.

Wie auch immer, der Kurs ist endlich wieder in der richtigen Richtung unterwegs, wenn auch bei dünnen Umsätzen
Und ich bin überzeugt, auch ohne Lieferung von Masken an DE – wird Draeger seinen Weg gehen
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19.08.20 21:10:03
Beitrag Nr. 536 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.817.809 von Mitleser0815 am 19.08.20 20:54:58Tja, wenn Corona im baldigen Herbst weltweit so richtig ausbricht und eine Maskenpflicht auch in Betrieben, Schulen, Behörden usw. überall verpflichtend wird.....dann wollen wir mal sehen, ob eine Produktion im eigenen Land "LUXUS" ist. So ein Vertrag hat ja zwei Seiten, der Staat erhält ja auch SICHERE Lieferungen, in GESICHERTER Qualität zum FESTEN Preis.

Schau dir mal die Autos der Polizei an. Na, wie viele Mazda, Toyota und Fiat hast du schon gesehen? Wären die nicht billiger als ein Passat oder BMW? DA hat die Produktion in Deutschland (oder zumindest der Sitz der Zentrale) offensichtlich noch einen "WERT".
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19.08.20 21:19:18
Beitrag Nr. 537 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.818.055 von hossinger am 19.08.20 21:10:03Moin Hossinger,
ja eben, da hast Du 100% Recht.
Genau deshalb hat die Forderung nach einer Abnahmegarantie keinen Sinn gemacht.
Nicht labern, machen, Draeger ist Unternehmer, kommt von Unternehmen nicht von Unterlassen.

Eine Produktionsstätte bauen und produzieren, so hätte ich mir das gewünscht - Ohne Geflenne nach Garantien
Wenn DE die Masken nicht nimmt, dann ein anderes Land

Wie auch immer, die Masken sind ohnehin nur die "Sättigungsbeilage"
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19.08.20 21:35:46
Beitrag Nr. 538 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.818.139 von Mitleser0815 am 19.08.20 21:19:18Da haben wir halt diesbezüglich andere Ansichten. Ich kenne Firmen in der Baubranche, die haben zig Bauvorhaben zum vereinbarten Preis (trotz einiger nicht selbst verschuldeter Mehraufwände), in perfekter Qualität und im vereinbarten Zeitrahmen, ohne Subunternehmer für den Staat erledigt.....und ......in der nächsten Baukrise bekam eine bekannt fragwürdige Firma, die 17,43 billiger angeboten hat, den Zuschlag. In staatlichen Ausschreibungen steht oft "Zuschlagsbedingung 100 % Preis".

Welchen Wert misst dieser Staat also einer ausserordentlich guten Leistung bei?

Nach den Erfahrungen mit der versuchten Kürzung eines VERTRAGLICH FEST VEREINBARTEN AUFTRAGES durch den Staat, würde ich mit DIESEM Staat nur mit einem festen Vertrag zusammenarbeiten!
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19.08.20 22:07:49
Beitrag Nr. 539 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.818.319 von hossinger am 19.08.20 21:35:46
Zitat von hossinger: Da haben wir halt diesbezüglich andere Ansichten. Ich kenne Firmen in der
xxxxxxxxBaubranche, AUFTRAGES durch den Staat, würde ich mit DIESEM Staat nur mit einem festen Vertrag zusammenarbeiten!


Da bin ich bei Dir,
große Gewerke würde ich auch nur mit Abnahmegarantie erstellen.
Der Kleinkram muss auch so laufen

Aber is eh Wurscht, auf den Kleinkram ist Draeger nicht angewiesen.
Entweder mit vernünftiger Marge oder eben nicht
Garantie wird es keine dafür geben, Spahn würde zerrissen wenn er sich darauf einlassen würde.
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19.08.20 22:33:33
Beitrag Nr. 540 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.818.700 von Mitleser0815 am 19.08.20 22:07:49Deutschland ist halt eines der wenigen Länder, das EU-Vorschriften wirklich ernst nimmt. Deshalb ist eine Vergabe von Aufträgen an Firmen, die NUR in D produzieren sollen, kompliziert. Die Franzosen schreiben zBsp. Bauaufträge so kleinteilig aus, das diese nicht EU-weit ausgeschrieben werden müssen. Da auch Aufträge "mit erheblichem Sicherheitsinteresse oä." wie Militäraufträge NICHT EU-weit ausgeschrieben werden müssen, ist bei den Franzosen eben fast alles von diesem Interesse.

Sollte sich in D eine starke Nachfrage nach Masken entwickeln, kann Dräger die auch aus der Überproduktion von bestehenden Werken, zu dann besser kalkulierbaren Preisen, decken.
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19.08.20 22:56:35
Beitrag Nr. 541 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.818.946 von hossinger am 19.08.20 22:33:33
Zitat von hossinger: Sollte sich in D eine starke Nachfrage nach Masken entwickeln, kann Dräger die auch aus der Überproduktion von bestehenden Werken, zu dann besser kalkulierbaren Preisen, decken.


Die Überproduktion sehe ich noch nicht, sieht nicht gut aus, 2te Welle scheint unausweichlich😟

Im Fall ich brauche Masken und im Regal liegen welche von Draeger
dann muss ich nicht lange überlegen welche ich nehme.

Heute haben wir auf Höchststand geschlossen :)
Ist schon eine Weile her, dass wir das hatten
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20.08.20 08:48:08
Beitrag Nr. 542 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.818.139 von Mitleser0815 am 19.08.20 21:19:18
Zitat von Mitleser0815: Eine Produktionsstätte bauen und produzieren, so hätte ich mir das gewünscht - Ohne Geflenne nach Garantien
Wenn DE die Masken nicht nimmt, dann ein anderes Land

Wenn Du als Aktionär die Verluste unbedingt haben willst, dann muss Dräger das so machen. Hier hat es absolut Sinn gemacht, zurückhaltender zu sein und staatliche Abnahmegarantien zu verlangen, denn die Preise für Masken sind seit dem Höhepunkt im Zeitraum März/April um bis zu 75 % gefallen. Allerdings liegen sie immer noch deutlich höher als vor Corona. Meine Meinung dazu ist, dass die üblichen Schutzmasken zu Weltmarktpreisen in Deutschland nicht herstellbar sind.
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20.08.20 09:39:37
Beitrag Nr. 543 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.820.755 von Herbert H am 20.08.20 08:48:08Dräger hat eine Produktionsstätte in Deutschland und hat diese erweitert. Deshalb verstehe ich das nicht ganz. Aber ganz klar - wenn die Ausschreibung an der Realität vorbeigeht sollte man sich auch nicht beteiligen. Das Desaster für die CDU und Spahn ist groß, wird aber klein gekocht. Hier eine Pressemitteilung von Dräger.
"Dräger baut Produktion von FFP-Masken in Europa aus
Als Folge der COVID-19-Pandemie hat Dräger entschieden, seine Produktionskapazitäten für leichten Atemschutz in Europa auszubauen. Dafür wird das Unternehmen bestehende Produktionsstandorte in Schweden und Deutschland erweitern und eine komplett neue Fabrik in Frankreich errichten.
Rainer Klug, Vorstand Sicherheitstechnik bei Dräger: „Wir gehen davon aus, dass die Nachfrage nach leichtem Atemschutz langfristig höher sein wird als vor Corona. Unser Ziel ist es, eine stabile Versorgung mit qualitativ hochwertigen FFP-Atemschutzmasken in Europa zu sichern.“ Um ein stabiles europäisches Produktionsnetzwerk für Schutzausrüstung aufzubauen, hat Dräger folgende Maßnahmen beschlossen:
Den bereits existierenden Produktionsstandort für FFP-Atemschutzmasken in Schweden wird Dräger deutlich erweitern. Hier werden künftig pro Jahr mehr als doppelt so viele FFP-Masken produziert wie bisher – eine Stückzahl im mittleren zweistelligen Millionenbereich. In Deutschland schafft Dräger zudem zusätzliche Kapazitäten für Gebläsefiltergeräte für den leichten Atemschutz.
Darüber hinaus wird das Unternehmen einen neuen Produktionsstandort in Frankreich errichten. Hier werden künftig FFP2- und FFP3-Masken für ganz Europa hergestellt. Die Investitionen in neue Maschinen werden im Geschäftsjahr 2020 einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag erfordern.
Klug: „Wir freuen uns besonders über die sehr enge und konstruktive Zusammenarbeit mit der französischen Regierung. Der gute Austausch und das gemeinsame Ziel, die Menschen mit hochwertigem Atemschutz zu versorgen, haben uns die Entscheidung für einen zusätzlichen Standort im Elsass erleichtert.“ Und dann der Zuschlag von Großbritannien, das neue Werk in den USA und die Erweiterung in Südafrika - in der Pressemeldung vom 19.7.2020 keine Rede mehr von einer Erweiterung der Produktion in Deutschland und keine Infos an die Aktionäre ob man sich daran überhaupt beteiligt hat oder warm man vielleicht den Zuschlag nicht bekommen hat. Finde das in Ordnung wer will, ich nicht. Würde es sehr begrüßen wenn Dräger sich auch über eine enge Zusammenarbeit mit der deutschen Regierung freuen könnte.
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20.08.20 09:45:22
Beitrag Nr. 544 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.820.755 von Herbert H am 20.08.20 08:48:08
Zitat von Herbert H:
Zitat von Mitleser0815: Eine Produktionsstätte bauen und produzieren, so hätte ich mir das gewünscht - Ohne Geflenne nach Garantien
Wenn DE die Masken nicht nimmt, dann ein anderes Land

Wenn Du als Aktionär die Verluste unbedingt haben willst, dann muss Dräger das so machen. Hier hat es absolut Sinn gemacht, zurückhaltender zu sein und staatliche Abnahmegarantien zu verlangen, denn die Preise für Masken sind seit dem Höhepunkt im Zeitraum März/April um bis zu 75 % gefallen. Allerdings liegen sie immer noch deutlich höher als vor Corona. Meine Meinung dazu ist, dass die üblichen Schutzmasken zu Weltmarktpreisen in Deutschland nicht herstellbar sind.


Moin Herbert,
wir reden aber schon von den zertifizierten ffp2 Masken, nicht die grünen Läppchen.
UVEX kann es, 3M kann es - > aber Draeger nur mit Garantien ?
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20.08.20 10:24:25
Beitrag Nr. 545 ()
Eine Maske, selbst wenn zBsp. FFP-2 klassifiziert, ist dennoch kein absolut vergleichbares Produkt, wie zBsp. 1 Liter Heizöl. Der Staat hat IMMER Probleme, wenn in einer Ausschreibung, nicht einfach klassifizierbare Kriterien (zBsp. Tragekomfort, Optik, Haptik) eine Rolle spielen sollen.

Ich habe mich mal aktuell nach Preisen und Anbietern für FFP2-Masken erkundigt. Das ist ja ein Wust an unterschiedlichsten Produkten und Anbietern mit gewaltigen Preisunterschieden. WARUM hat eigentlich Dräger (oder habe ich da was übersehen) keinen Online-Shop? Auf der Homepage keine Preise, nur Links zu dezentralen Vertrieblern (schon mal was von Direktvertrieb gehört), aber OHNE Link, nur mit Adresse...... Mal angenommen, ich habe einen Betrieb mit 100 Leuten und will nun 2.500 FFP-2 Masken kaufen. Nach 6 Klicks bei Dräger bin ich da doch weg.....und schau bei Amazon und Co. nach. DAS kann doch nicht wahr sein!!!!!!!!!!!!!! UND ja, ich bin noch Aktionär!
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20.08.20 10:37:19
Beitrag Nr. 546 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.822.177 von hossinger am 20.08.20 10:24:25
Zitat von hossinger: Eine Maske, selbst wenn zBsp. FFP-2 klassifiziert, ist dennoch kein absolut vergleichbares Produkt, wie zBsp. 1 Liter Heizöl. Der Staat hat IMMER Probleme, wenn in einer Ausschreibung, nicht einfach klassifizierbare Kriterien (zBsp. Tragekomfort, Optik, Haptik) eine Rolle spielen sollen.

Ich habe mich mal aktuell nach Preisen und Anbietern für FFP2-Masken erkundigt. Das ist ja ein Wust an unterschiedlichsten Produkten und Anbietern mit gewaltigen Preisunterschieden. WARUM hat eigentlich Dräger (oder habe ich da was übersehen) keinen Online-Shop? Auf der Homepage keine Preise, nur Links zu dezentralen Vertrieblern (schon mal was von Direktvertrieb gehört), aber OHNE Link, nur mit Adresse...... Mal angenommen, ich habe einen Betrieb mit 100 Leuten und will nun 2.500 FFP-2 Masken kaufen. Nach 6 Klicks bei Dräger bin ich da doch weg.....und schau bei Amazon und Co. nach. DAS kann doch nicht wahr sein!!!!!!!!!!!!!! UND ja, ich bin noch Aktionär!


Moin Hossinger,
sehe ich genau so, die Masken würden auch ohne Abnahmegarantie laufen, nur so eben nicht.
Da steht sich Draeger selbst im Weg, haben das know how und könnten direkt loslegen. Was wird gemacht, nach Garantien gequäckt.
Klar, Direktvertrieb ist so eine Sache, keine Ahnung was für Verträge mit den Händlern existieren, hätte sich aber auch ein Weg finden lassen.
Sonst bin ich sehr zufrieden wie es bei Dräger läuft, mit den Masken, kann ich nicht verstehen

Dafür macht die Aktie alles richtig, heute werden die 80€ fallen- wie es aussieht
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20.08.20 10:52:28
Beitrag Nr. 547 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.822.390 von Mitleser0815 am 20.08.20 10:37:19Dräger könnte einen Online-Shop mit einer Mindestbestell-Menge für mittlere und große Kunden anbieten. Die Großhändler sind in Zeiten von Online-Handel, eben in Teilen überflüssig. Das mag man traurig, ungerecht oder sonstwas finden....muss man aber in Teilen einfach akzeptieren. Der Hersteller sitzt da immer am längeren Hebel. Die einzige "Gegenwehr" von Großhändlern wäre das Auslisten von Herstellern.......na damit viel Spaß......dann wird das Angebot aber Dünne, wenn nur Ware von Herstellern ohne eigenen Direktvertrieb, angeboten wird.
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20.08.20 10:54:59
Beitrag Nr. 548 ()
Dräger laboriert mit Direktvertrieb über Amazon. Allerdings wurde dieser Versuch zu Beginn der Pandemie zeitweise abgebrochen, aber aktuell kann man die Sachen wieder kaufen:

https://www.amazon.de/stores/Dr%C3%A4ger/page/917A8A61-7241-…

Ich selbst habe mir für meine Familie ca. 4 FFP 3 Gesichtsschutzmasken (wie Gasmaske ohne Gesichtsschutz aber mit auswechselbaren großen Filtern gekauft, gibt es aktuell wieder). Damit habe ich sogar vor 2 Monaten ein Belastungs EKG mit 220 W (lt. Aussagen des Arztes...) gemacht, da man bei diesen Masken fast wie normal atmen kann.

Die normalen FFP3 Wegwerfmasken verkauft Dräger wohl genauso wie alle anderen seriösen Anbieter (3 M etc) in Deutschland nur an medizinische Einrichtungen. Alles was man bei Ebay kaufen kann sind daher Graumarktmengen aus Schweden.

Viel kann man Dräger bzgl. des Direkstvertriebs selbst als eher kritischer Aktionär wie ich nicht vorwerfen. Allerdings würde ich eine Ausweitung der Produktion von Wegwerfmasken gut fnden (man hätte ja in Schweden die Produktionsanlagen auch ggf. vervierfachen können). Andererseits haben solche Machinen etliche Monate Lieferzeit und auch das Fertigungsmaterial ist sehr knapp geworden (ein Freund von mir wollte auch in das Geschäft einsteigen, da er im Gegensatz zu Textilproduzenten ähnliche Produktionsprozesse hat). Auch scheut sich Dräger wohl auch solche Masken für z.B. 2 oder 3 Euro anzubieten, da sich die Firma nicht dem Vorwurfs des Ausnutzens dieser Notsituation machen lassen möchte.

Nur meine Meinung. Irrtum vorbehalten.
Draegerwerk | 80,20 €
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20.08.20 11:07:30
Beitrag Nr. 549 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.821.622 von Mitleser0815 am 20.08.20 09:45:22
Zitat von Mitleser0815: wir reden aber schon von den zertifizierten ffp2 Masken, nicht die grünen Läppchen.
UVEX kann es, 3M kann es - > aber Draeger nur mit Garantien ?

Die geschilderte Preisentwicklung gilt in der Tendenz für alle Arten von Schutzmasken. Übrigens produzieren weder UVEX noch 3M in Deutschland. UVEX produziert m. W. ausschließlich bei Kooperationspartnern in China.
Draegerwerk | 80,20 €
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27.08.20 11:09:52
Beitrag Nr. 550 ()
Die Auswirkung der Kündigungen der Genussscheine auf das Ergebnis der Aktiengattungen
hatte ich bis vor wenigen Tagen unzutreffend eingeschätzt.


Das Thema ist ist auch etwas kompliziert und nun, wo ich denke, den Ansatz
nachvollzogen zu haben, stelle ich es hier mal vor:

Bis 2015 wies Drägerwerk in den Jahresgeschäftsberichten auch das Ergebnis je Aktie aus.
Diese Angaben waren regelrecht irreführend, weil sie die Ausschüttungen an die Genuss-
scheininhaber ausblendeten. Folgerichtig beschränkte man sich ab 2016 nur noch auf die
Angabe der hypothetischen Vollausschüttung, die dem Ergebnis einer "normalen" AG je Aktie
gleichzusetzen ist.

Ein Zitat aus dieser Meldung:
https://www.draeger.com/Corporate/Content/202004-Meldung-Q1-…
Einschließlich der bereits gekündigten Genussscheine der Serie D, würde die Kündigung aller
Genussscheine in einem Gewinnzuwachs pro Stammaktie von rund 36 % bzw. pro Vorzugsaktie
von rund 34 % resultieren (pro forma zum 31. Dezember 2019 ohne Berücksichtigung etwaiger
Refinanzierungskosten).


Inzwischen wurden 1 Million weitere Vorzugsaktien ausgegeben, womit sich nach meiner Auswertung
die angegebenen Zuwächse auf ca. 26,4 bzw. 27,5 % reduzieren.

Wer das nachzuvollziehen möchte, für den ist die Seite 122 im Geschäftsbericht 2019 hilfreich.


Das ist (zum Glück) verzerrend, weil die Dividenden-Sockelbeträge und fiktiven Steuern aufgrund
des niedrigen Ergebnisses in 2019 besonders großen Einfluss nehmen.

Das bisher beste Jahresergebnis erzielte Drägerwerk übrigens 2012 und es bescherte eine
Höchstkursregion der Vorzugsaktie von recht genau 100 €.

Der Vorgang Anfang 2015 mit dem Allzeithoch von 123,80 € war lediglich ein kurzfristiger Börsenhype.

Im Jahr 2012 erzielte Drägerwerk ein EBIT von 229,6 Millionen.
Davon den Aktionären + Genuss. zuzurechnendes Ergebnis = 131,717 Millionen.

Dieses aufzuteilen an 16,51 Millionen Aktien und 0,832 Mio. Genussscheine.
Das Mittel aus den Aktiengattungen ergab eine hypothetische Vollausschüttung von 5,84 €.

Im Prinzip bedeutet das, dass 5,84 € auf 24,83 Mio. Anteile entfallen.
Wenn man nachrechnet, ergibt sich aus 5,84 x 24,83 = 145 Mio. €.
Eine Abweichung von 13,3 Mio. €. - Diese resultiert aus dem Ansatz, dass die Auszahlung
an die Genussscheininhaber steuermindernd wirkt.

Veranschaulicht verhält es sich wie folgt:
131,717 / 24,83 x 8,32 x 30% Steuerquote = 13,24 Mio. € hypothetischer Steuervorteil der
dem Betrag 131,717 zugerechnet wird. ==> (131,717 + 13,24) / 24,83 = 5,84 €.


Übertragung dieser Erkenntnisse auf das Geschäftsjahr 2020:

EBIT mit der Annahme von 350 Millionen €.
Davon den Aktionären + Genuss. zuzurechnendes Ergebnis = 220 Millionen.
220 / 27,08 x 8,32 x 30% Steuerquote = 20,28 Mio. € hypothetischer Steuervorteil der
dem Betrag 220 zugerechnet wird. ==> (220 + 20,28) / 27,08 = 8,87 €.

Gleiches Ergebnis ohne Genussscheine im Jahr 2023 wäre so zu berechnen:
220 / 18,76 = 11,73 € je Aktie. Somit ein Zuwachs von ca. 32 % gegenüber 2020.

Die Unterscheidung zwischen Stamm- und Vorzugsaktien habe ich vernachlässigt,
weil sie in diesen Regionen kaum in´s Gewicht fallen.





Fakt ist, dass die bisher besten Geschäftszahlen im Jahr 2012 eine Bewertungsspitze von
ca. 100 € bewirkten. Das Jahr 2020 dürfte das Jahr 2012 um ca. 50% übertreffen.
Diese Erkenntnis sollte sich m.E. mit den Zahlen zum dritten Quartal 2020 durchsetzen.

Daraus leite ich eine Erwartungshaltung von Kurszielen bis in den Bereich 150 € ab.
Die Zinsentwicklung und das allgemeine Bewertungsniveau sprechen für mehr Potenzial
und der Gedanke, dass Corona nur für eine temporäre Spitze im Drägerwerk taugt,
drücken auf die Erwartung.

Im Ergebnis sind für mich 150 € im Bereich der Jahreswende 2020 / 2021 realistisch.
Mehr wird sich nur entwickeln, wenn Drägerwerk es schafft, die Profitabilität zu steigern
und die Umsätze dauerhaft über 3 Milliarden verbleiben und eine positive Tendenz aufweisen.
Draegerwerk | 76,50 €
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27.08.20 11:18:45
Beitrag Nr. 551 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.898.975 von Puhug am 27.08.20 11:09:52
Die Netto-Leerverkäufer
melden neue Höchststände:

Select Equity Group, L.P. = 0,61 %
Sandbar Asset Management = 1,51 %

In Summe 2,12 % von 18,76 Mio. Anteilen = fast 400.000 Stück.
Draegerwerk | 76,50 €
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27.08.20 11:45:29
Beitrag Nr. 552 ()
Ich freue mich über Leerverkäufer, da die Aktien ja irgendwann zurückgekauft werden müßen. Auch kann man dank der Leerverkäufer billig nachkaufen.
Draegerwerk | 76,60 €
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27.08.20 15:33:41
Beitrag Nr. 553 ()
Draegerwerk | 76,70 €
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27.08.20 16:01:20
Beitrag Nr. 554 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.902.821 von Selda31 am 27.08.20 15:33:41
Zitat von Selda31: https://www.wallstreet-online.de/nachricht/12874379-nordlb-belaesst-draegerwerk-kaufen


Und prompt marschiert Draegerwerk nach unten Richtung 75 Euro...
Draegerwerk | 75,80 €
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27.08.20 16:17:36
Beitrag Nr. 555 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.903.253 von Bunney am 27.08.20 16:01:20
Zitat von Bunney:
Zitat von Selda31: https://www.wallstreet-online.de/nachricht/12874379-nordlb-belaesst-draegerwerk-kaufen


Und prompt marschiert Draegerwerk nach unten Richtung 75 Euro...


Sell on good news, weil der Markt hochgeht, weil der Markt runtergeht.
Ein Grund findet sich immer, hier brauch man wirklich ein dickes Fell.

Hoffe, dass es nur ein Test der 75€ ist und dann endlich mal der Deckel bei 80€ angegangen wird.
Das niedrige Handelsvolumen erlaubt ein Schieben des Kurses in jede Richtung.
Evtl. sorgen die nächsten Quartalszahlen für Abhilfe
Draegerwerk | 75,70 €
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28.08.20 10:15:57
Beitrag Nr. 556 ()
Hornbach lebt in der Coronazeit auf, Dräger nicht?









Einfaches Einfügen von wallstreet:online Charts: So funktionierts.


Getinge als Wettbewerber läuft auch nicht harmonisch stetig, ist immerhin aus der langjährigen Seitwärtsbewegung raus









Einfaches Einfügen von wallstreet:online Charts: So funktionierts.


Fundamental sind keine Gründe für zweistellige Kurse ersichtlich, bis auf die vorschnelle Kapitalerhöhung zur vorzeitigen Mitfinanzierung der gekündigten Genussscheine. Da hat sich wer nicht besonders schlau über die Differenz Vorzugsaktienerlös - Genussscheine gefreut und irgendeine schlappe Antiinvestmentbank auf der Suche nach schnellen Euros hat das bestärkt und umgesetzt.

Jetzt hängen sich Kurse auf dem Hilflosenniveau was ab, gefragt sind Kostolanys starke Hände.

Es muss nicht unbedingt ein Elon Musk oder Jeff Bezos vom Himmel fallen, aber was in die Richtung mit Vertrauen in sich selbst hat jetzt was.
Draegerwerk | 75,70 €
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28.08.20 10:17:32
Beitrag Nr. 557 ()
Charttechnik
Das heutige Tief mit 75 € lässt sich recht gut nach Elliott-Wave als Abschluss
zählen. Wenn sich das bestätigt, dann ist zunächst das passende Etappenziel dazu
bei ca. 90 € zu erwarten. Ein bis drei Wochen ist dafür das plausible Zeitfenster.
Draegerwerk | 75,70 €
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28.08.20 10:34:30
Beitrag Nr. 558 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.911.959 von Puhug am 28.08.20 10:17:32
Zitat von Puhug: Das heutige Tief mit 75 € lässt sich recht gut nach Elliott-Wave als Abschluss
zählen. Wenn sich das bestätigt, dann ist zunächst das passende Etappenziel dazu
bei ca. 90 € zu erwarten. Ein bis drei Wochen ist dafür das plausible Zeitfenster.


Moin Puhug,
dann sind wir schon Zwei, die darauf hoffen
Draegerwerk | 76,90 €
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28.08.20 10:58:40
Beitrag Nr. 559 ()
Hauptversammlung ist nächsten Monat, von daher gibts die neuen Quartalszahlen nicht erst im Oktober
Draegerwerk | 76,40 €
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28.08.20 11:36:35
Beitrag Nr. 560 ()
Die Einladung zur HV kann im Internet heruntergeladen werden. Es gibt keine Überraschungen (insbesondere kein Umtausch der Vorzüge in Stammaktien), eine aktuell ganz normale virtuelle HV mit Internetzugang nach Anmeldung.

https://www.draeger.com/de_corp/Investoren/Hauptversammlung#…
Draegerwerk | 76,60 €
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28.08.20 11:38:37
Beitrag Nr. 561 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.912.667 von Friseuse am 28.08.20 10:58:40
Zitat von Friseuse: Hauptversammlung ist nächsten Monat, von daher gibts die neuen Quartalszahlen nicht erst im Oktober


Da irrst du leider.

Homepage Drägerwerk:

Finanzkalender
Dräger veröffentlicht verläufige Geschäftszahlen ca. 2 Wochen vor den jeweiligen Terminen der Quartalsmitteilungen, bzw. des Halbjahresfinanzberichts. Vorläufige Geschäftszahlen für das Geschäftsjahr werden im Januar veröffentlicht.

28.10.2021 --> Bericht ­drittes ­Quartal ­2021, Telefonkonferenz



Demnach ist erst Mitte Oktober mit den vorläufigen Zahlen zu rechnen.
Draegerwerk | 76,60 €
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28.08.20 12:11:18
Beitrag Nr. 562 ()
Auf der HV werden höchstwahrscheinlich keine umfassenden, konkreten Zahlen veröffentlicht. ABER, WENN jemand konkret anfragt UND die GL ein "positives Zahlenwerk" vermitteln will, DANN wären sicherlich Andeutungen hinsichtlich absoluter Auftragszahlen (zBsp. auch aktuell höher als der Umsatz) oder der Entwicklung im sonstigen Med-Tech-Bereich oder der Industrieausrüstung möglich.

WENN die GL das nicht will (damit muss keine schlechte Geschäftsentwicklung einher gehen), dann kann sie sich locker dilatorisch und auf Quartalsmeldungen berufend, verhalten.
Draegerwerk | 76,60 €
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28.08.20 18:31:15
Beitrag Nr. 563 ()
:look:Oha, zwischen 16:00 und 18:30 hat auf Xetra doch tatsächlich so etwas wie Handel stattgefunden.
Scheint jemanden zu geben der unterhalb 75€ auch mal einige Tausend am Stück kauft.
Hoffe mal zu einem guten Zweck
Draegerwerk | 74,80 €
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31.08.20 09:38:13
Beitrag Nr. 564 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.911.959 von Puhug am 28.08.20 10:17:32
Charttechnik
Der Bezugspunkt 73,5 € hat nicht gehalten und damit rückt wieder das Tief
62,70 € in den Fokus.

Man kann den Verlauf seit dem Zwischenhoch 89,10 € als w-x-y-xii-z zählen, was
jederzeit eine Wende zuließe. Die interne a-b-c in der z zielt auf 71,5 € und wurde
bereits erreicht.

Die alternative größere a-b-c hat ein Ziel von 65,1 und ab 67,6 € gute Aussicht
auf einen Wendepunkt.

Tragisch ist das nicht, aber da ein Bruch der 62,7 € einen großen Schatten werfen würde,
gefällt mir der schwache Wochenstart überhaupt nicht. Günstige Kurse sind ja schön und gut,
aber nicht auf Dauer.


Die Belastung könnte von dieser Nachricht ausgelöst worden sein:

https://www.boerse-express.com/news/articles/philips-rudert-…
Draegerwerk | 72,90 €
16 Antworten
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31.08.20 10:04:15
Beitrag Nr. 565 ()
Draegerwerk | 72,60 €
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31.08.20 10:06:51
Beitrag Nr. 566 ()
ja, ich hoffe dräger hat bessere Verträge gemacht, kann das ja nicht so richtig nachvollziehen,
erst ne riesige Bestellung dann wieder stornieren, müsste doch zumindestens ne Entschädigung geben oder?
Draegerwerk | 73,30 €
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31.08.20 10:13:24
Beitrag Nr. 567 ()
Dräger scheint überhaupt nicht tangiert zu sein, geht aber in die Knie?

SNS-Held Ventilator Resources
The Strategic National Stockpile (SNS) can provide a variety of ventilator models to supplement state and local supplies in an emergency, and each ventilator has different features and modes of ventilation. Check out the training resources below to learn more about specific ventilator models.

Covidien (Puritan Bennett) LP10
GE CARESCAPE R860 Ventilator
GE/Ford pNeuton Model A-E
GM/Ventec V+ Pro
Hamilton C-1
Hamilton C-3
Hamilton T-1
Hamilton Military T-1
Hamilton Military T-1
Hillrom Life 2000
Philips EV300
Puritan Bennett™ 560 Ventilator
ResMed Astral 150
Vyaire (CareFusion) LTV1200
Vyaire LTV2 2200
Zoll EMV+ 731 Ventilator
Zoll (Impact Instrumentation) Uni-vent 754
The following ventilators are covered under the Food and Drug Administration (FDA)’s Emergency Authorization Use (EUA).

Vyaire LTV 2200
Medtronic/Covidien – Puritan Bennett 560
GE Healthcare pNeuton A-E
GM-Ventec V+Pro
Combat Medical SAVe II

https://www.phe.gov/emergency/events/COVID19/SNS/ventilators…

Die alarmistische Nachricht von dpa/afx schlug ein

AMSTERDAM (dpa-AFX) - Eine Teilstornierung eines Großauftrages der USA für Beatmungsgeräte verhagelt dem Medizintechnikkonzern Philips die Jahresprognose. Von den im April durch die US-Regierung bestellten 43 000 Geräten würden lediglich 12 300 ausgeliefert, teilten die Niederländer am Montag in Amsterdam mit.

Konzernchef Frans van Houten sprach laut Mitteilung zwar von einer weiterhin soliden Auftragslage, blickt nun aber etwas vorsichtiger auf die Gewinnentwicklung. Während der Umsatz im laufenden Jahr auf vergleichbarer Basis weiterhin leicht zulegen dürfte, werde die bereinigte Ebita-Marge nun wohl auf dem Vorjahresniveau liegen. Bei der Vorlage der Halbjahreszahlen im Juli hatte der Manager noch einen Margenanstieg in Aussicht gestellt. Bei Beatmungsgeräten konkurriert Philips auch mit Drägerwerk./mis/stk

_______________________________________________________

Ändert sich was für Dräger?
Draegerwerk | 73,30 €
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31.08.20 10:22:29
Beitrag Nr. 568 ()
Die Beatmungsgeräte von Dräger haben andere Namen als auf der SNS-Liste

https://www.draeger.com/de_de/Hospital/Portfolio/Beatmungsge…

Was bewahrheitete sich von der Runterschreiberei vom Spiegel, was soll die Drägeranhängung hier von dpa/afx?
Draegerwerk | 73,00 €
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31.08.20 10:47:27
Beitrag Nr. 569 ()
Verträge mit staatlichen Beschaffungsorganen in den USA sind oft flexibel, einseitig zu Gunsten des Auftragsgebers, ausgelegt. Also keine verbindliche Bestellung (so wie in D über zBsp. 10.000 Geräten), sondern eben 4 Lose á 2.500 Einheiten. Das hat für den AG den Vorteil, das er flexibel auf aktuelle Entwicklungen reagieren kann - hat aber auch den Nachteil, das erfahrene Anbieter, eben auch nur auf Basis von 2.500 Stück kalkulieren.

Es scheint sich aber, Stand heute, tatsächlich ein geringerer Bedarf an Beatmungsgeräten heraus zu stellen. Für Dräger ändert sich operativ kurzfristig nichts, für das mittelfristige Geschäft muss jedoch schon jetzt eine entsprechende Weichenstellung erfolgen. ALSO die Sondererträge sinnvoll eingesetzt mitnehmen, kein Aufbau an Fixkosten und Konzentration auf das 97 %ige sonstige Geschäft. Sparen lässt sich am Bestem im Wachstum!
Draegerwerk | 73,00 €
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31.08.20 12:14:37
Beitrag Nr. 570 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.933.566 von Puhug am 31.08.20 09:38:13Der Abstand der Vorzugsaktie auf die Stammaktie beträgt momentan nur 17 % und
Sandbar-AM weitete letzte Woche von Mittwoch bis Freitag die Netto-Leerverkaufsposition
um ca. 22500 Stück aus.

Insgesamt nun mindestens 422000 Stück Leerverkaufsbestände.

Ich bin sehr gespannt, wie das ausgeht. :look:
Draegerwerk | 72,80 €
3 Antworten
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31.08.20 13:54:17
Beitrag Nr. 571 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.935.750 von Puhug am 31.08.20 12:14:37Geht noch bis 66,60 runter:

Was meint Ihr 16,66 % :?

Ich fang prophylaktisch bei 69,20 an zu kaufen;);)
Draegerwerk | 71,50 €
2 Antworten
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31.08.20 14:44:54
Beitrag Nr. 572 ()
Bis zu 7% nach unten, bei einem Handelsvolumen alle Handelsplätze zusammengerechnet, von popelligen 9 Mio
Und das bei einem der weltweit führenden Med. Gerätehersteller mit 2020 wenigstens 3Mrd Umsatz
und KUV von deutlich unter 1

- So macht Börse Spass 🤢
Ich bin echt froh, dass ich am 14.08. einen Teilverkauf zu knapp 76€ getätigt habe.
Draeger ist aktuell der Spielball von wem auch immer, mit wirklich kleinen Beträgen lässt sich der Kurs treiben wie ein Fähnchen im Wind.
Draegerwerk | 70,80 €
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31.08.20 14:45:40
Beitrag Nr. 573 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.936.947 von columbus11 am 31.08.20 13:54:17Fast Stochastik und RSI sind derart überverkauft bzw. laden jetzt zum Einstieg ein.
Könnte sein, dass es das nun war mit der Konsolidierung und die 70 EUR einen guten Einstieg dargestellt haben (selbst bei reduziert erwarteten Earnings für 2021 und 2022 sind wir bei einem KGV von ca 10 von KUV etc. ganz zu schweigen.
Man darf auch nicht vergessen: Drägerwerk hat ein breites Medizinausrüstungssortimemt (nicht nur Masken und Beatmungsgeräte...!)

-> Tolles Chance/Risikoprofil.
Draegerwerk | 70,80 €
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31.08.20 16:29:34
Beitrag Nr. 574 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.936.947 von columbus11 am 31.08.20 13:54:17
Zitat von columbus11: Geht noch bis 66,60 runter:

Was meint Ihr 16,66 % :?

Ich fang prophylaktisch bei 69,20 an zu kaufen;);)


S c h e i s s e , irgendwie verpasst um 13:46 war Sie da unten 69,60 angelaufen🤠,
und mit L + S den falschen Handelsplatz
Draegerwerk | 71,60 €
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31.08.20 16:38:49
Beitrag Nr. 575 ()
Wie heute bekannt wird , haben Sandbar AM ihre Netto-LV-Position am verg. Freitag erneut erhöht gemeldet.
Aktuell bekannter Stand 1,61%.
Draegerwerk | 71,90 €
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31.08.20 18:01:10
Beitrag Nr. 576 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.933.566 von Puhug am 31.08.20 09:38:13Mein @Puhug kannst du bitte einen Chart malen. danke

Auf Finanznachrichten.de finde ich die Nachricht aus Usa nicht.
Draegerwerk | 71,10 €
9 Antworten
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01.09.20 09:47:18
Beitrag Nr. 577 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.940.538 von columbus11 am 31.08.20 18:01:10Ein neuer Chart nützt jetzt auch nichts, denn es ist leicht zu erfassen:

Seit Allzeithoch mit 123,8 gab es eine große A-B-C, die mit 38,32 in 2019 endete.

Von dort bildete sich ein horizontaler Widerstand bei ca. 58 €, der im März 2020
dauerhaft überwunden wurde und auch mit Kursen über 80 € die 0-B Linie durchbrechen
konnte. Die 0 steht natürlich für das Allzeithoch und die B für das Erholungshoch bei 107 €
Mitte 2017.

Für eine sinnvolle, bullische Trendfolge muss nun das Tief vom Juni 2020 mit 62,7 € halten.

Wenn nicht, dann wäre sofort Platz bis zum horizontalen Widerstand bei 58 €, aber auch
bis theoretisch 38,32 €.

Parallel muss man aber auch beachten, dass Drägerwerk aktuell das beste, jemals erreichte Quartal,
erzielen dürfte, welches für ein EBIT von ca. 20 € je Aktie stehen sollte. Da das Q2-2020 auch schon
gut war, muss ganz einfach 62,7 € nun halten.

Mehr gibt es nicht zu beachten. Wenn vorne wieder eine 8 im Kurs steht, dann sieht der Chart
eh wieder gut aus.
Draegerwerk | 70,90 €
8 Antworten
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01.09.20 10:20:37
Beitrag Nr. 578 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.946.712 von Puhug am 01.09.20 09:47:18
Zitat von Puhug: welches für ein EBIT von ca. 20 € je Aktie stehen sollte.


10 € sollte es heißen.


Nun notiert die Vorzugsaktie nur noch 13 % höher als die Stammaktie.
Bezogen auf den normalen Abstand von 35 % müsste die Vorzugsaktie bei
84 € stehen. Die tatsächlichen 70,40 € dürften somit Resultat der Leerverkäufer
sein.
Draegerwerk | 70,10 €
7 Antworten
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01.09.20 11:53:52
Beitrag Nr. 579 ()
Die Vz Aktie hat 10% verloren, weil Konkurrent Philips Medical ein paar Stornos hatte.
Geht Butter, geht Käse - der alte Spruch gilt wohl auch bergab.

Aber in einigen Tagen ist Hauptversammlung.
Dort sind aktuelle Informationen zum Geschäftsgang zu erwarten.
Und die müssen sich ja nicht unbedingt negativ auf den Kurs auswirken.
Draegerwerk | 70,30 €
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01.09.20 12:15:42
Beitrag Nr. 580 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.947.219 von Puhug am 01.09.20 10:20:37
Zitat von Puhug:
Zitat von Puhug: Nun notiert die Vorzugsaktie nur noch 13 % höher als die Stammaktie.
Bezogen auf den normalen Abstand von 35 % müsste die Vorzugsaktie bei
84 € stehen. Die tatsächlichen 70,40 € dürften somit Resultat der Leerverkäufer
sein.
M. E. spielt hier ein anderer Grund eine Rolle. Mit der Rückzahlung der Genussscheine hat Dräger deutlich gemacht, dass man an einer Optimierung der EK-Struktur arbeitet. Vor diesem Hintergrund halte ich es für folgerichtig, dass sich der früher sehr große Abschlag der Stämme gegenüber den Vorzügen verringert hat.
Draegerwerk | 70,30 €
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01.09.20 13:39:53
Beitrag Nr. 581 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.949.100 von Herbert H am 01.09.20 12:15:42
Zitat von Herbert H: M. E. spielt hier ein anderer Grund eine Rolle. Mit der Rückzahlung der Genussscheine hat Dräger deutlich gemacht, dass man an einer Optimierung der EK-Struktur arbeitet. Vor diesem Hintergrund halte ich es für folgerichtig, dass sich der früher sehr große Abschlag der Stämme gegenüber den Vorzügen verringert hat.



Hi Herbert, ein guter Gedanke, den ich bereits abarbeitete und nach meinem Ergebnis
trifft das nicht zu: Nach meiner Recherche gab es 2012 noch ca. 1,4 Mio. Genussscheine,
von denen via Kaufangebot 0,6 Mio. zu 210.-€ Stück eingesammelt wurden.
Ein erstaunliches Ergebnis, denn seinerzeit notierte die Vorzugsaktie zu ca. 80 €
und indizierte somit einen weit höheren Wert der Genussscheine.
In diesem Sinne zahlt Drägerwerk jetzt mit 550.-€ sehr viel mehr, weil der
Kurs der Vorzugsaktie sich in identischen, ja eher niedrigeren Kurs-Regionen tummelt.

Im Ergebnis hatten wir bei Dräger stets einen großen Aufschlag auf die Vorzugsaktie
und einen großen Abschlag auf die Genussscheine. Der Grund ist die Liquidität und
Zugehörigkeit zum Tec- und SDAX der Vorzugsaktie. Da sich daran nichts geändert hat,
bleibe ich dabei, dass sich der Abstand temporär verringerte, weil die Vorzugsaktie durch
die Netto-Leerverkaufspositionen in Höhe von mindestens ca. 420.000 Stück belastet ist.

Und überhaupt, dieser Ansatz wurde klar in 2012 offenbart und änderte im Nachgang
auch nichts am großen Abstand der Vorzüge gegenüber den Stämmen.

Anfang 2012 konnte die Vorzugsaktie nach Abschluss der Kaufaktion bis Mitte 2013
immerhin eine Kursspitze von über 100 € erreichen. Die Vorzeichen für eine analoge oder
eher ausgeprägtere Entwicklung, dürften nicht so schlecht sein.

Auch damals ging es nach Ende der Kaufaktion in der zweiten Jahreshälfte 2012 zuerst ein
wenig in den Keller bis unter 70 €. ;)
Draegerwerk | 70,30 €
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01.09.20 13:50:00
Beitrag Nr. 582 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.950.246 von Puhug am 01.09.20 13:39:53
Sandbar AM
hat gestern seine Netto-Leerverkaufsposition um ca. 22500 Stück ausgeweitet und
meldete an die BaFin nun 1,75 % = ca. 330.000 Stück plus die ca. 115.000 Stück
bei Select macht eine neue Summe von fast 450.000 Stück. :eek:

Das gab es m.E. bei Drägerwerk zuvor noch nie.
Draegerwerk | 70,30 €
4 Antworten
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01.09.20 14:06:09
Beitrag Nr. 583 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.950.354 von Puhug am 01.09.20 13:50:00Ich die wissen nicht was sie tuen.
Bei dem Marktengen Wert kann das kräftig in die Hosen gehen, sollte man besonders in der aktuellen Situation meinen.

Schlecht wäre, die wissen was sie tuen und haben mehr Infos als wir.
Draegerwerk | 70,60 €
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01.09.20 15:37:23
Beitrag Nr. 584 ()
Die veröffentlichten Netto-LV-Positionen belaufen sich aktuell auf 2,36% des ausgegebenen Aktienkapitals. Die Gesamtzahl könnte (durch kleinere Positionen, die die Veröffentlichungsschwelle von 0,5% unterschreiten) darüber liegen, möglicherweise sogar deutlich. Das kann der normal sterbliche Aktionär aber nicht wissen.
Draegerwerk | 70,20 €
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01.09.20 15:54:56
Beitrag Nr. 585 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.950.573 von Mitleser0815 am 01.09.20 14:06:09
Zitat von Mitleser0815: Schlecht wäre, die wissen was sie tuen und haben mehr Infos als wir.
Angesichts des Volumens, dass da bewegt wird, dürfen wir schon davon ausgehen, dass die beteiligten Adressen ein wenig informiert sind. In aller Regel ist es ja auch nicht so, dass der Kurs fällt, weil Leerverkäufer aktiv sind, sondern eher anders herum ...
Draegerwerk | 70,60 €
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01.09.20 16:11:06
Beitrag Nr. 586 ()
Mal ein anderer Gedanke: Wie wäre es denn (technische oder juristische Fallstricke mal aussen vor) gewesen, WENN man den Genußscheininhabern einen Tausch in Vorzugsaktien angeboten hätte und dies mit einem kleinen Vorteil (vgl. Wandelanleihe) gekoppelt hätte?

Die Firma müsste (für den Teil der "Zustimmer") keine Ablöse zahlen, viel Geld bleibt in der Firma, das Eigenkapital schrumpft nicht, es wäre keine Kapitalerhöhung nötig gewesen UND die Familie hätte ja immer noch die Mehrheit der Stimmen!
Draegerwerk | 70,50 €
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01.09.20 16:19:46
Beitrag Nr. 587 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.952.211 von Herbert H am 01.09.20 15:54:56
Leerverkäufer Sandbar AM
Das ist ja ein schöner Zufallsfund:

https://shortnordic.com/history_player.php?player=SANDBAR%20…


Sandbar nahm an der Halbjahrestelefonkonferenz von Drägerwerk teil und stellte
Fragen zu den Beatmungsgeräten und ließ durchblicken, dass sie der Meinung sind,
dass diese von Schwellenländern viel billiger produziert werden können.

Der obige Link belegt, dass sie auch bei Getinge aktiv sind. Sie haben es also auf die
Hersteller von Beatmungsgeräten abgesehen.

Eine schöne Seite bei den Skandinaviern, die dem Sachverhalt einen guten Überblick gibt.
Draegerwerk | 70,60 €
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01.09.20 16:35:31
Beitrag Nr. 588 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.952.523 von hossinger am 01.09.20 16:11:06Hi hossinger,

aus Kostengründen keine gute Idee.
Wie gesagt, in 2012 konnte Drägerwerk über 40 % aller Genussscheine für weniger als
30 % ihres ideellen "Nennwertes" einsammeln.

Die jetzige Kündigung des Restbestandes von 0,832 Mio. kostete trotz ähnlicher
Rahmenbedingungen weit mehr als das Doppelte.

So wie du es meinst, wäre es wegen des Aktiengesetzes nicht gegangen und m.E.
hätte es 10 Vorzugsaktien je Genussschein gekostet. Also ein Gegenwert von über 700 €.

Effektiver wäre es gewesen, wenn Drägerwerk von 2013 - 2019 immer mal Käufe
getätigt hätte.
Draegerwerk | 70,60 €
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01.09.20 16:41:34
Beitrag Nr. 589 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.952.883 von Puhug am 01.09.20 16:35:31Sehen wir es doch mal so:

Sandbar AM hat den Bogen überspannt und damit die Vorzugsaktie um 10 € gedrückt.
Wenn sie den Pfeil abschießen, dann wird es 10 € in die entgegengesetzte Richtung bewirken,
womit die Vorzugsaktie 20 € steigen wird. Das Szenario halte ich im Oktober für gar nicht mal
unwahrscheinlich. Dann sehen wir Kurssteigerungen aufgrund des besten Quartales in der
Firmengeschichte, welches zusätzlich durch die Eindeckungen der Leerverkäufer befeuert wird.

Aus dem Gemisch können sich dann endlich Kurse über 100 € etablieren.
Draegerwerk | 70,80 €
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01.09.20 19:52:31
Beitrag Nr. 590 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.952.883 von Puhug am 01.09.20 16:35:31Früher Geschichten helfen ja nicht weiter. Ich verstehe das nicht, warum soll es für den Genusscheininhaber UND für Dräger ein schlechteres Geschäft sein.....als der nun festgelegte Rückkaufkurs der Genussscheine? Bei einer, wie auch immer gearteten Wandlung, solange diese freiwillig ist UND jederzeit die Alternative zur Auszahlung bestehen bleibt, würde doch ein Genussscheininhaber nichts verlieren, aber eine Alternative erhalten.

Dräger müsste, wenn niemand die Wandlung zeichnet, keinen Euro mehr zahlen als jetzt. Bei Jedem Zeichner würde ja (bis auf den Bonus) nichts gezahlt und es wäre eben ein Kapitaltausch, statt nun eines Kapitalabflusses.

Aber egal, der Drops ist eh gelutscht.

Ein vergleichbares Spiel "Dräger" vs. "Philips", hinsichtlich gekürzten "Corona-Aufträgen und einer sichtbaren Mithaftung der Kurse, gibt es auch zwischen "Abott" und "Stratec".............Einziger Unterschied, der Hersteller von Analyse-Geräten Stratec, ist derzeit mit einem KGV 2020 von ca. 50 - 70 bewertet. Über 2021 Umsätze können die alle auch nur Spekulieren.
Draegerwerk | 70,00 €
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01.09.20 20:42:00
Beitrag Nr. 591 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.952.985 von Puhug am 01.09.20 16:41:34
Leerverkäufer
Ich sehe das auch eher als Chance, da sich Sandbar logischerweise dann auch irgendwann wieder mit Hunderttausenden von Aktien eindecken muss.
Natürlich hat es den Kurs gerade gegenüber den Stammaktien deutlich gedrückt.
Aber langsam sind wir ja fast auf Stammaktienniveau angelangt - die Luft wird nun immer dünner - selbst konservative Gewinnschätzungen für 2021 und 2022 die schon 30 % Gewinnrückgänge im Vergleich zum Corona Boomjahr 2020 implizieren besagen ein KGV von 10 ( 7 EUR EPS).
Also ganz ehrlich da habe ich am Aktienmarkt aktuell schon wesentlich schlechtere Chance/Risikoprofile gesehen.
Schöne Kaufgelegenheit bei 71 EUR.
Draegerwerk | 71,80 €
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02.09.20 12:38:39
Beitrag Nr. 592 ()
Leerverkäufer
Wie heute gemeldet wird, hat auch die Select Equity Group gestern ihren Leerverkaufsanteil von 0,61 auf 0,78 Prozent erhöht. Zusammen mit Sandbar (1,75 Prozent) ist der gemeldete Leerverkaufsstand dann bei aktuell 2,53 Prozent. Das erklärt für mich auch die große Kursschwäche in den vergangenen wenigen Tagen. Im Vergleich zu den Stämmen ist die Vorzugsaktie hier deutlich unter die Räder gekommen. So konnten die Stämme in der letzten Woche rund 1 Prozent zulegen, wohingegen die Vorzüge knapp 3 Prozent verloren haben.
Bin gespannt, wie dies weitergeht. Ich bleibe weiter investiert und warte gespannt auf die HV Ende des Monats und die Zahlen zum 3. Quartal in rund 6 Wochen.
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02.09.20 12:42:27
Beitrag Nr. 593 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.952.211 von Herbert H am 01.09.20 15:54:56
Zitat von Herbert H:
Zitat von Mitleser0815: Schlecht wäre, die wissen was sie tuen und haben mehr Infos als wir.
Angesichts des Volumens, dass da bewegt wird, dürfen wir schon davon ausgehen, dass die beteiligten Adressen ein wenig informiert sind. In aller Regel ist es ja auch nicht so, dass der Kurs fällt, weil Leerverkäufer aktiv sind, sondern eher anders herum ...


Herbert - kannst du mir bitte erklären, weshalb die Leerverkäufe deiner Einschätzung nach für den Kurs eher dienlich sein sollten? Das verstehe ich nicht. Vor allem schon gleich gar nicht, wenn ich mir die gestiegenen Leerverkaufspositionsmitteilungen der letzten Tage mit dem Kursverlauf der Stämme im Vergleich zu den Vorzügen ansehe. Wenn die Leerverkäufe die Vorzüge betreffen, dann ist die deutliche Diskrepanz der Kursentwicklung zwischen Stämmen und Vorzügen für mich verständlich.
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02.09.20 13:07:18
Beitrag Nr. 594 ()
Grundsätzliches zu einem Leerverkauf. Ein Aktionär will einen grossen Posten der Aktie XY noch mindestens bis zum Datum X behalten. Ein Investor bietet diesem Aktionär nun an: Ich leihe mir deine Aktien für diesen begrenzten Zeitraum aus und du bekommst dafür eine Leihgebühr. Die geliehenen Aktien werden nun von dem Investor, in Spekulation auf fallende Kurse, schnell wieder verkauft. Der Kurs fällt also, bei steigenden Leerverkäufen, tendenziell, allein wegen diesem Akt.

Da aber JEDER der eine Aktie geliehen hat, diese auch zurückgeben MUSS, MUSS er diese dann auch wieder am Markt kaufen und, tendenziell, steigt der Kurs allein deswegen wieder an. Eine stetig stark anwachsende Zahl an geliehenen und dann verkauften Aktien, führt schnell zu einer "Sich-Selbst-Erfüllenden-Prophezeiung". ALSO XY spekuliert auf fallende Kurse, verkauft Aktien, diese Aktie fällt dann tatsächlich, dann leiht und verkauft er noch MEHR dieser Aktien usw......ABER irgendwann ist das Spiel bei einem Substanzwert eben zu Ende. Dann dreht sich das ganze, einfache, logische, spekulierte Abwärtsspielchen in die andere Richtung. Dann naht das Ende der Leihfrist, dann steigt der Kurs, dann will auch niemand mehr (oder zu steigenden Konditionen) neu verleihen...............dann MUSS er verkaufen, Preis egal, er MUSS einfach!!!
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02.09.20 13:32:41
Beitrag Nr. 595 ()
Versetzen wir uns mal in die Lage der Leerverkäufer:
Wir / ich habe Bauchschmerzen mit Bruch der 62,70 € Marke.
Die Leerverkäufer dürften mit Bruch der Marke 89,10 € große Sorgen bekommen.

Die Marke 89,10 € sollte also für den Beginn eines Ausstiegsszenarios stehen.

Andererseits hoffen sie auf Bruch der 62,70 € und das ließe Träume von bis zu 40 € zu.
Anscheinend haben die Leerverkäufer in den letzten Tagen nicht nur "investiert", sondern
gezielt drücken wollen.

Der Chart der Stammaktie sieht jedoch gut aus. Der letzte Anstieg wurde um 61,8 % korrigiert
und konnte sich von dort (60,5 €) bereits absetzen und steht kurz vor einem Ausbruch.

Wenn im Zuge der Q3-Zahlen das beste Ergebnis in der Unternehmensgeschichte bekannt
gegeben wird (wovon ich definitiv ausgehe), dann müsste es einen regen Handel bewirken.
Da werden es die Leerverkäufer richtig schwer haben, dagegenzuhalten. Daraus kann dann ganz
schnell resultieren, dass die Vorzugsaktie sich gegenüber der Stammaktie wieder um 35 % absetzt
und die Stammaktie nachfolgend "mitzieht".

Die Netto-Leerverkaufspositionen auf Drägerwerk haben ein noch nie gesehenes Ausmaß
erreicht und konnten dennoch keinen Bruch der 62,7 bewirken. Sie brauchen nur ein wenig
pausieren bzw. locker lassen und schon steigt der Kurs bereits moderat.

Ich kann es beleuchten wie ich will, aber das bessere Blatt sehe ich bei uns Bullen. ;)
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02.09.20 13:53:35
Beitrag Nr. 596 ()
Leerverkäufe und das damit verbundene Risiko eines "short squeeze" sind schon auf sehr traurige Weise in die deutsche Industriegeschichte eingegangen.
Siehe https://www.reuters.com/article/us-merckle-newsmaker-sb/germ…
Um's Haar wäre damals auch die mit dem Slogan "gute Preise - gute Besserung" bekannt gewordene Firma am Ende gewesen.

Solche tragischen Geschichten will natürlich niemand. Die aktuellen Leerverkäufer können sich da aber gelassen zurücklehnen, sie spielen ja nur mit dem Geld ihrer Kunden.
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02.09.20 14:01:49
Beitrag Nr. 597 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.963.161 von hossinger am 02.09.20 13:07:18
Zitat von hossinger: Grundsätzliches zu einem Leerverkauf. Ein Aktionär will einen grossen Posten der Aktie XY noch mindestens bis zum Datum X behalten. Ein Investor bietet diesem Aktionär nun an: Ich leihe mir deine Aktien für diesen begrenzten Zeitraum aus und du bekommst dafür eine Leihgebühr. Die geliehenen Aktien werden nun von dem Investor, in Spekulation auf fallende Kurse, schnell wieder verkauft. Der Kurs fällt also, bei steigenden Leerverkäufen, tendenziell, allein wegen diesem Akt.

Da aber JEDER der eine Aktie geliehen hat, diese auch zurückgeben MUSS, MUSS er diese dann auch wieder am Markt kaufen und, tendenziell, steigt der Kurs allein deswegen wieder an. Eine stetig stark anwachsende Zahl an geliehenen und dann verkauften Aktien, führt schnell zu einer "Sich-Selbst-Erfüllenden-Prophezeiung". ALSO XY spekuliert auf fallende Kurse, verkauft Aktien, diese Aktie fällt dann tatsächlich, dann leiht und verkauft er noch MEHR dieser Aktien usw......ABER irgendwann ist das Spiel bei einem Substanzwert eben zu Ende. Dann dreht sich das ganze, einfache, logische, spekulierte Abwärtsspielchen in die andere Richtung. Dann naht das Ende der Leihfrist, dann steigt der Kurs, dann will auch niemand mehr (oder zu steigenden Konditionen) neu verleihen...............dann MUSS er verkaufen, Preis egal, er MUSS einfach!!!


Herzlichen Dank Hossinger für deine Ausführungen. Bedeutet die Leerverkaufsmeldung dann, dass die zusätzlichen Leerverkaufspositionen - wie etwa die gestrige gemeldete Erhöhung - nur erhöht wurden, jedoch tatsächlich noch nicht verkauft worden sein müssen? Wie ist das zu verstehen? Ich hoffe meine Frage ist verständlich.
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02.09.20 14:20:29
Beitrag Nr. 598 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.963.521 von Puhug am 02.09.20 13:32:41
Zitat von Puhug: Die Netto-Leerverkaufspositionen auf Drägerwerk haben ein noch nie gesehenes Ausmaß
erreicht und konnten dennoch keinen Bruch der 62,7 bewirken. Sie brauchen nur ein wenig
pausieren bzw. locker lassen und schon steigt der Kurs bereits moderat.

Ich kann es beleuchten wie ich will, aber das bessere Blatt sehe ich bei uns Bullen. ;)


Geht mir genau so.
Finde kein Haar in der Suppe und das ist mein Problem, so einfach ist es in der Regel nicht.
Immer wenn etwas offensichtlich ist, übersieht man etwas ganz fundamentales.
Oder ist es diesmal wirklich so einfach ?
Wenn ja, wird das noch sehr erfreulich für uns.
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02.09.20 14:53:57
Beitrag Nr. 599 ()
Die Leerverkäufer und der Markt gehen davon aus, dass der Verkauf von Beatmungsgeräten zukünftig durch ein strakes Überangebot und sinkende Absatzzahlen geprägt sein wird.

Weiß jemand, wieviel Umsatzanteil die Beatmungsgeräte bei Dräger und Getinge ausmachen?
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02.09.20 15:44:09
Beitrag Nr. 600 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.963.851 von Bunney am 02.09.20 14:01:49Das Ausleihen von Aktien ist ja noch nichts Relevantes. Erst der vollzogene Verkauf ist dann eine Meldung bzw. Kursbeeinflussung wert. Wobei ich nicht glaube, das sämtliche Leerverkäufe offiziell gemeldet werden. WENN da ein Trust auf den Jungferninseln, mit weltweiten Depots, mit einem internationalen Trader einen Leih-Deal vereinbart...........Dann sieht man objektiv nur. AHA die Firma X hat Dräger Aktien und verkauft die heute und in 75 Tagen kauft diese Firma wieder Dräger in gleichem Umfang auf. FERTIG.
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02.09.20 23:18:57
Beitrag Nr. 601 ()
Das Verhalten des Unternehmens Drägerwerk ist nicht gerade Aktionärsfreundlich!

Jegliche Gegenmaßnahmen glänzen mit Abwesenheit.

Dabei gibt es zahlreiche Maßnahmen, die man SOFORT ergreifen MÜSSTE !! :

Defense Manual: Möglichst schnell reagieren

Wurde das Unternehmen Ziel eines Angriffs, ist es besonders wichtig, schnell reagieren zu können. Daher sollten börsennotierte Unternehmen ein sogenanntes Defense Manual in der Schublade haben, also einen Leitfaden, der die ersten Schritte und Gegenmaßnahmen nach einem erfolgten Angriff detailliert beschreibt. Ein solcher Leitfaden legt dar, welche Gremien (Vorstand, Aufsichtsrat), Abteilungen (Investor Relations, Rechtsabteilung) und Berater (Investmentbanken, Kommunikationsberater, Rechtsberater) unter welchen Kontaktdaten unverzüglich zu informieren sind und aus welchen Personen sich das Team zusammensetzt, das die Verteidigung gegen den Angriff koordiniert. Es enthält Listen der Opinion Former, die eine möglichst weite Verbreitung der eigenen Botschaften ermöglichen. Weiter führt es die möglichen Kommunikationsformen auf, einschließlich konkreter Formulierungsvorschläge für verschiedene Arten von Nachrichten.

In Betracht kommen Pressemitteilungen, Frage-Antwort-Runden im Rahmen von Telefonkonferenzen oder persönlichen Treffen mit Analysten oder Investoren, Printanzeigen, schriftliche Stellungnahmen oder Briefe beziehungsweise E-Mails an die Aktionäre. Um eine durchgängige Präsenz in der Presse zu ermöglichen, sollten mehrere Pressemeldungen hintereinander geschaltet werden. Unberechtigte Vorwürfe sind vehement und begründet zurückzuweisen. Eine ausführliche schriftliche Stellungnahme bietet sich an, wenn die Vorwürfe oder die zugrundeliegenden Tatsachen komplex sind. Das Defense Manual beschreibt auch konkrete Gegenmaßnahmen, die ergriffen werden können. Dazu zählen mögliche rechtliche Schritte oder Kurspflegemaßnahmen.
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03.09.20 00:00:49
Beitrag Nr. 602 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.971.804 von ArivaKlei am 02.09.20 23:18:57
Zitat von ArivaKlei: Das Verhalten des Unternehmens Drägerwerk ist nicht gerade Aktionärsfreundlich!

Jegliche Gegenmaßnahmen glänzen mit Abwesenheit.

Dabei gibt es zahlreiche Maßnahmen, die man SOFORT ergreifen MÜSSTE !! :

Defense Manual: Möglichst schnell reagieren

Wurde das Unternehmen Ziel eines Angriffs, ist es besonders wichtig, schnell reagieren zu können. Daher sollten börsennotierte Unternehmen ein sogenanntes Defense Manual in der Schublade haben, also einen Leitfaden, der die ersten Schritte und Gegenmaßnahmen nach einem erfolgten Angriff detailliert beschreibt. Ein solcher Leitfaden legt dar, welche Gremien (Vorstand, Aufsichtsrat), Abteilungen (Investor Relations, Rechtsabteilung) und Berater (Investmentbanken, Kommunikationsberater, Rechtsberater) unter welchen Kontaktdaten unverzüglich zu informieren sind und aus welchen Personen sich das Team zusammensetzt, das die Verteidigung gegen den Angriff koordiniert. Es enthält Listen der Opinion Former, die eine möglichst weite Verbreitung der eigenen Botschaften ermöglichen. Weiter führt es die möglichen Kommunikationsformen auf, einschließlich konkreter Formulierungsvorschläge für verschiedene Arten von Nachrichten.

In Betracht kommen Pressemitteilungen, Frage-Antwort-Runden im Rahmen von Telefonkonferenzen oder persönlichen Treffen mit Analysten oder Investoren, Printanzeigen, schriftliche Stellungnahmen oder Briefe beziehungsweise E-Mails an die Aktionäre. Um eine durchgängige Präsenz in der Presse zu ermöglichen, sollten mehrere Pressemeldungen hintereinander geschaltet werden. Unberechtigte Vorwürfe sind vehement und begründet zurückzuweisen. Eine ausführliche schriftliche Stellungnahme bietet sich an, wenn die Vorwürfe oder die zugrundeliegenden Tatsachen komplex sind. Das Defense Manual beschreibt auch konkrete Gegenmaßnahmen, die ergriffen werden können. Dazu zählen mögliche rechtliche Schritte oder Kurspflegemaßnahmen.


Ich habe mir den Call vor wenigen Tagen angehört. Da wurde ausführlich zum gegenwärtigen "Flow" im Unternehmen berichtet. Und die Aussichten für die nächsten Quartale wurden auch als nicht allzuschlecht beurteilt. Siehe meine früheren Posts. Also von dieser Seite sieht es gut aus. Ich sehe, wie meine Vorreddner, auch die guten Chancen im Vergleich zum Risiko gegenwärtig... auch wenn mein gemischter Einstiegskurs nach wie vor bei 77 Euro liegt.
Nur meine Meinung.
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03.09.20 08:27:55
Beitrag Nr. 603 ()
Keine gute Meldung für Drägerwerk

US-Regierung storniert Bestellungen von Beatmungsgeräten / Quelle: Guidants News https://news.guidants.com
Draegerwerk | 73,60 €
3 Antworten
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03.09.20 08:28:51
Beitrag Nr. 604 ()
Die Leerverkäufer sind nur der kleinere Teil des Kursdumpings, der größere Teil ergab sich aus der Kapitalerhöhung in Volltollqualität:rolleyes:









Einfaches Einfügen von wallstreet:online Charts: So funktionierts.


Zusammen ergibt das weit über eine Million am Markt ungewollte Aktien, reingeworfen in den Markt ohne jeden Aktienentwicklungsversuch von offensichtlich nicht sonderlich begnadeten Bank-en (?) und einem in Börsenfragen nicht affinen Management. Anders wäre Sinn in die Geschichte gekommen, von Erfolg erzählen, Topkurse zeitigen, Aktionäre beteiligen, die Erfolgsstory entwickeln, die bestätigenden Nachrichten sind eh klar.

Die Kapitalerhöhung zu Discountkursen war ein Verliererauftritt, eine völlig falsche Signalsetzung der Marke Not und Elend unter Zeitdruck.

Wir machen uns hier einen Kopf um die Relevanz von fundamentalen Daten und daraus sollen sich Kurse bilden, was sie auch Monate später bei dem gestellten Millionensonderangebot an Aktien nicht machen.

Welche Dorfbank ohne Platzierungskraft verantwortet das?

Und wird das Management lernen können oder droht in Zukunft auch wieder so eine Aktionärsdüpierung?

Gewollt ist an der Börse eine steigende Aktie, die bei diesen Umfeldbedingungen zu liefern ist Standard und nicht besonders anspruchsvoll. Wie konnte man nur diesen Malefizstein an KE davor setzen? Offensichtlich schnallt der Hauptaktionär seine Selbstschädigung nicht, lässt sich von BankentopverkäuferInnen unter Erfolgsdruck an der Nase durch den Ring führen.

Wir müssen hier bei Basics Klarheit schaffen, gehen wir einen gemeinsamen Weg und wenden dafür den völlig normalen Handwerkskasten an Management-Skills an oder bleibt die Zukunft dieser Aktie riskiert/verworfen?
Draegerwerk | 73,60 €
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03.09.20 08:35:24
Beitrag Nr. 605 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.972.995 von translokator am 03.09.20 08:27:55
Zitat von translokator: Keine gute Meldung für Drägerwerk

US-Regierung storniert Bestellungen von Beatmungsgeräten / Quelle: Guidants News https://news.guidants.com


Ein Wettbewerber hat einen Teilauftrag in Letter of Intend Qualität verloren, Pech für Phillipsaktionäre

Blätter mal zurück
Draegerwerk | 73,60 €
2 Antworten
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03.09.20 10:03:31
Beitrag Nr. 606 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.973.067 von Friseuse am 03.09.20 08:35:24Sagt aber auch etwas über eine Firma aus, wenn Verträge mit einer Intent-, Rahmen- oder Alternativvereinbarung (also Aufträge in Stückzahl von/bis), locker flockig mit der Höchstmenge publiziert werden. Keine Bank würde die "unsicheren" Vertragsbestandteile als Sicherheit akzeptieren, kein Alleinunternehmer würde hierfür schon Rüstmaterial einkaufen usw. ABER dem "dummen" Aktionär hauen wir die Sensationsmeldung mal vor den Latz!

Dräger hat mit der Bundesregierung einen FESTVERTRAG geschlossen!

Da noch eine User nach dem Umsatzanteil Beatmungsgeräte gefragt hat. VOR Corona lag der bei 3 %, dürfte mittlerweile aber kräftig gewachsen sein und der Auftragsbestand reicht bis weit ins nächste Jahr.
Draegerwerk | 72,30 €
1 Antwort
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03.09.20 12:37:55
Beitrag Nr. 607 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.974.357 von hossinger am 03.09.20 10:03:31
Zahlenspiele
Danke hossinger,

man darf wohl davon ausgehen, dass der auf Beatmungsgeräte entfallende
Umsatz aktuell im Bereich von 10 % liegen dürfte.


Sollte Drägerwerk hinsichtlich der Umsatzentwicklung nach den Corona Einflüssen
auf die vorherige Entwicklung zurück fallen, dann bliebe immer noch eine plausible
Größenordnung im Bereich von 3 Milliarden.

Im Hause Drägerwerk wird / wurde davon ausgegangen, dass der Corona Einfluss
grob zu 400 Millionen Netto-Ertrag führen kann, die umgehend in die Ablösung der
Genussscheine investiert wird.

Fakt ist, dass vor Corona die Stammaktie einen gewichteten Durchschnittskurs von 40 €
und die Vorzugsaktie von ca. 55 € widerspiegelte.

Im Beitrag 550 stellte ich die Ableitung vor, dass das Prozedere zu einem rechnerischen
Bewertungsplus von 32 % führt.

Wenn man das Corona Szenario als Einmaleffekt abhakt, dann wäre das "normale",
ja quasi äquivalente Maß nach Corona anstelle 40 zu 55 € somit 53 zu 73 €.

Dann gilt es aber auch zu berücksichtigen, dass dieses Niveau für einen Tiefpunkt
nach mehrjähriger Konsolidierungsphase steht, die von zukunftsweisenden Investitionen
begleitet wurde. Drägerwerk hatte in dieser Phase seine Leistungsfähigkeit deutlich verbessert,
was dem Unternehmen aktuell in der Corona bedingten Auftragsspitze zu Gute kommt.

Man kann zur Veranschaulichung den zusätzlichen Nettoertrag von ca. 400 Mio. aufgrund
Corona auch als Sockelbetrag definieren. Dieser stünde dann für ca. 20 € je Aktie.

Über drei unterschiedliche Ansätze (+ 32 %, Sockelbetrag und Kapitalerhöhung), erhält man
für die Vorzugsaktie die orientierenden Basisgrößen von 73 , 75 und 76,50 €.


Mindestens vier, eher fünf aufeinanderfolgende Quartalsergebnisse (ab Q2-2020) werden für
ein Zahlenwerk stehen, welches Kurse über diesen "Basisgrößen" rechtfertigt.

Der Markt spielt ja nicht nur Perspektiven (die kann man negativ und/oder positiv einschätzen),
sondern auch im erheblichen Maße den realen Status Quo. Und danach ist und bleibt meine
Erwartungshaltung, dass die Drägerwerkaktien im Bereich der kommenden Jahreswende ein
neues Allzeithoch generieren werden.

Die aktuellen Kurse sind jedenfalls für die Leerverkäufer ganz dünnes Eis.
Diese haben heute schon wieder einen neuen Höchststand gemeldet.
In Summe reicht es nun schon fast an 0,5 Millionen Aktien heran.

Nach meinen Auswertungen liegen sie zusammen mit ca. 4 Millionen € Gewinn vorn.
Im Prinzip entspricht deren Buchgewinn nicht einmal dem Betrag, um den sie die
Vorzugsaktie runterprügeln konnten. D.h. , im Zuge einer Glattstellung dürfte sich der
Buchgewinn dramatisch reduzieren und kann locker in einen realen Verlust münden.

Es ist meine feste Überzeugung, dass die Leerverkäufer für wesentliche Gewinne die
Marke 62,7 € brechen müssen. Dafür haben sie nach meiner Sicht der Dinge noch 5 Wochen
Zeit. Alternativ könnte deren Planung sein, dass sie eh bis Mitte Oktober raus wollen.
Dann würde ich davon ausgehen, dass sich deren Shortquote ganz nah am Höhepunkt
befindet, denn um 500.000 Aktien einzudecken braucht man ein paar Tage. ;)
Draegerwerk | 71,60 €
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04.09.20 09:15:53
Beitrag Nr. 608 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.933.566 von Puhug am 31.08.20 09:38:13
Zitat von Puhug: Der Bezugspunkt 73,5 € hat nicht gehalten und damit rückt wieder das Tief
62,70 € in den Fokus.

Man kann den Verlauf seit dem Zwischenhoch 89,10 € als w-x-y-xii-z zählen, was
jederzeit eine Wende zuließe. Die interne a-b-c in der z zielt auf 71,5 € und wurde
bereits erreicht.

Die alternative größere a-b-c hat ein Ziel von 65,1 und ab 67,6 € gute Aussicht
auf einen Wendepunkt.


Tragisch ist das nicht, aber da ein Bruch der 62,7 € einen großen Schatten werfen würde,
gefällt mir der schwache Wochenstart überhaupt nicht. Günstige Kurse sind ja schön und gut,
aber nicht auf Dauer.



Somit läuft die alternative a-b-c.
Standardziel wie schon gesagt 65,1.
Unter Anwendung Welle 1 gleich Welle 5 innerhalb der c, beträgt das Ziel 68,7 €.
Mindestziel von 71,2 wurde schon lange erreicht. Statistisch ist die Zone 66,9 +/-
3,6 sehr wahrscheinlich.

Während ich hier schreibe leuchtete als Tagestief 68,3 € auf. Könnte also bereits passen.

Schön sieht anders aus. Das einzige was wirklich zählt ist und bleibt die Marke 62,7 €.
Diese hat zumindest eine realistische Chance, die Stirn zu bieten.
Draegerwerk | 69,50 €
1 Antwort
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04.09.20 15:44:46
Beitrag Nr. 609 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.986.477 von Puhug am 04.09.20 09:15:53Der Trend ist halt negativ aber schwups die genossenschaftl. sagt::

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Draegerwerk | 69,60 €
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04.09.20 21:42:50
Beitrag Nr. 610 ()
FRANKFURT (dpa-AFX) - Die DZ Bank hat Drägerwerk von "Halten" auf "Kaufen" hochgestuft und den fairen Wert je Aktie von 86,20 auf 88,50 Euro angehoben. Die zuletzt schwache Kursentwicklung spiegele die Risiken von Stornos bei Beatmungsgeräten bereits wider, schrieb Analyst Sven Kürten in einer am Freitag vorliegenden Studie. Er senkte seine Gewinnschätzungen an den unteren Rand der Unternehmensprognose für 2020. Dennoch sei der Medizintechnikhersteller im Sektorvergleich günstig bewertet./ajx/ck

ANALYSE-FLASH: DZ Bank hebt Drägerwerk auf 'Kaufen' | wallstreet-online.de - Vollständiger Artikel unter:
https://www.wallstreet-online.de/nachricht/12901296-analyse-…
Draegerwerk | 69,20 €
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04.09.20 21:45:55
Beitrag Nr. 611 ()
Ganz interessant die Einschätzung von DZ-Bank. Upgrade trotz Annahme, dass das Ergebnis 2020 nur am unteren Rand der Guidance des Management kommt. Geht man davon aus, dass Dräger bis Mai im Bereich Beatmungsgeräte ausgebucht ist, sollte man in Kenntnis des Dräger Management ein deutliches Übertreffen der Ergebnisziele erwarten. Also sollte es nach dem nächsten Zwischenbericht erhebliche Upgrades durch die Analysten geben...

Nur meine Meinung. Irrtum vorbehalten. Keine Handlungsempfehlung.
Draegerwerk | 69,20 €
1 Antwort
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04.09.20 22:14:23
Beitrag Nr. 612 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.995.672 von deepvalue am 04.09.20 21:45:55
68 bzw 63
Wie @PUHUG meint jetzt oder später pullbag

https://www.godmode-trader.de/analyse/draegerwerk-kann-man-h…

hier sieht man die fetten Unterstützungen

200tage Linie berührt!!
Draegerwerk | 68,85 €
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04.09.20 22:26:42
Beitrag Nr. 613 ()
Die fundamentale Bewertung nimmt nun langsam aberwitzige Züge an (siehe historisches KGV):
https://de.marketscreener.com/kurs/aktie/DRAGERWERK-AG-CO-KG…

DZ Bank stuft auf kaufen hoch heute (Ziel 88 EUR).
Draegerwerk | 68,80 €
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04.09.20 23:02:36
Beitrag Nr. 614 ()
Reaktion
Auch ich hoffe wie Puhug auf eine Gegenreaktion in den nächsten Wochen. Ende September - in 3 Wochen - ist die HV. Und die Zahlen zum Q3 sollten dann Mitte Oktober kommen samt Ausblick. Fundamental gibt es aktuell wenige Werte im deutschen Aktienbereich, welche in Zeiten von Corona eine derartiges EPS aufweisen. Ich bin nach wie vor optimistisch, dennoch nähern sich Vorzüge und Stämme weiter an. Stand jetzt sind es nur noch gute 10 Prozent (68 vs 61 Euro). Ich bin wirklich gespannt, wie sich das weiter entwickelt. Es fällt zwar mit den Buchverlusten schwer, aber ich bleibe long investiert.
Einzig die deutliche Zunahme der Leerverkäufer macht mich etwas stutzig bei den besten Unternehmensquartalen der Geschichte und einer dabei aktuell sowieso nur mäßigen Bewertung ...
Draegerwerk | 68,80 €
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05.09.20 10:06:36
Beitrag Nr. 615 ()
aber genau der nun auf ein Minimum geschmolzene Abstand von den Stämmen zu den Vorzügen macht mich immer zuversichtlicher...das Risiko wird (auch wegen der aberwitzigen Bewertung und einer mustergültigen charttechnischen Situation (massive Unterstützungen erreicht an der unteren aufwärtstrendlinie bei überberkauften Oszilatoren wie RSI und Slow Stochastik) immer begrenzter nach unten.
Und irgendwann müssen die 400-500 TSD Aktien am Markt auch wieder zurückgekauft werden...;)!!
Draegerwerk | 68,00 €
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06.09.20 22:03:36
Beitrag Nr. 616 ()
Guter Artikel im morgigen Handelsblatt!!!

Schnelle Entscheidungen im Ausnahmejahr

Die Corona-Pandemie beschert Drägerwerk eine nie da gewesene Nachfrage. Für den CFO ist das eine massive Herausforderung.

Maike Telgheder Frankfurt

Normalerweise ist das Geschäft von Drägerwerk für Finanzchef Gert-Hartwig Lescow verlässlich planbar. Saisonale Schwankungen der Nachfrage sind vorhersehbar, die Kapazitätsauslastung gut zu berechnen. Doch dieses Jahr gab es durch die Corona-Pandemie bei dem Medizintechnik- und Sicherheitskonzern gleich im ersten Quartal einen mehr als doppelt so hohen Auftragseingang. "Ein Ausnahmejahr", sagt Lescow. "Insbesondere wenn man bedenkt, dass das Gros dieser Aufträge in den letzten beiden März-Wochen bei uns einging."

Vor allem Beatmungsgeräte und Schutzausrüstung wie FFP2-Masken von Dräger sind gefragt: Nicht nur die üblichen Kunden, auch viele Regierungen haben im großen Stil bei Dräger geordert. Wo möglich, hat das Lübecker Unternehmen in den Werken die Kapazitäten ausgebaut. In Lübeck etwa werden mittlerweile im Schichtbetrieb Beatmungsgeräte gebaut - die Produktionsmenge soll in diesem Jahr vervierfacht werden. Mehr als 400 neue Mitarbeiter wurden in der Produktion eingestellt.

Ausbau der Kapazitäten

Der Nachfrageboom fordert auch den Finanzchef und seine Abteilung massiv heraus: Es galt und gilt, immer wieder sehr schnell Entscheidungen zu treffen. "Zum einen müssen wir sicherstellen, dass die Investitionen für den Ausbau der Kapazitäten getätigt werden können", sagt Lescow. "Und mit den Lieferanten musste die Versorgungssicherheit für Maschinen und Material abgesichert werden."

Lescow ist seit April 2008 Vorstand Finanzen bei Drägerwerk, seit 2016 zusätzlich verantwortlich für IT. 2015 wurde er zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden berufen. Das mehr als 130 Jahre alte Unternehmen mit zuletzt 2,78 Milliarden Umsatz baut Beatmungstechnik und Überwachungssysteme für Kliniken, aber auch für Feuerwehr und Industriebetriebe. An der Spitze steht seit 15 Jahren Stefan Dräger, der das börsennotierte Unternehmen in fünfter Generation führt und über eine Kommanditgesellschaft auf Aktien kontrolliert.

"Ein erheblicher Teil der Arbeit ist derzeit, abzuschätzen, wie die Aufträge durchwirken und mit welchen Zahlungszielen man rechnen kann", sagt Lescow mit Blick auf die Frage, wann der Kunde bezahlt. Drägerwerk hat Fristen von 30 bis über 300 Tagen und geht auch in Vorleistung. Schließlich hat auch die Liquiditätsplanung eine sehr viel höhere Bedeutung bekommen. "Unsere Finanzplanung ist granularer geworden", sagt der 53-jährige Finanzchef. "Der aktuelle Investitions- und Working-Capital-Bedarf weicht auf Monatssicht erheblich von unserer gewöhnlichen Entwicklung und unserer Jahresplanung ab."

Die Herkunft aus dem hohen Norden ist bei dem in Rendsburg geboren Manager unüberhörbar. Er gilt als umgänglich und als jemand, der die Ruhe bewahrt. Als Naturwissenschaftler sei er analytisch und genau, sagen Mitarbeiter. Lescow hat Physik in Hamburg studiert, machte seinen MBA an der MIT Sloan School of Management in Cambridge/USA und arbeitete dann einige Jahre als Berater für McKinsey in Boston. Mit der Geburt des ersten Sohnes wechselte er mit der Familie wieder nach Deutschland.

Es folgten Stationen beim Mobilfunkunternehmen Mobilcom und dem Maschinenhersteller Voith, bevor es ihn nach Lübeck zu Dräger zog. "Technik für das Leben" zu machen, zitiert der Vater von fünf Kindern den Unternehmensslogan, das sei für ihn motivierend. "Teil eines solchen Unternehmens zu sein und den Menschen schnell helfen zu können, zumindest einen Teil dieser Coronakrise beherrschbar zu machen, das gibt meiner Arbeit Sinn", sagt er.

Gerade ist Lescow dabei, die Finanzplanung sicherzustellen für die Investitionen in den Aufbau gleich drei neuer Schutzmaskenfertigungen in den USA, in Großbritannien und in Frankreich. "Wir werden hier einen Betrag von rund 50 Millionen Euro investieren, das ist für uns eine nennenswerte Summe", sagte Lescow.

Der Nachfrageboom hat auch die Jahresziele verändert. Drägerwerk plant jetzt für 2020 mit einem währungsbereinigten Umsatzwachstum zwischen 14 und 22 Prozent. Für die Ebit-Marge wird eine Bandbreite zwischen sieben und elf Prozent prognostiziert. Dabei dachte das Management vor Jahresfrist angesichts des geringen Umsatzwachstums, einer negativen Marge und steigenden Kosten noch über Personalabbau nach.

Die Coronakrise hat die Lage für Drägerwerk also zum Positiven gewendet. Die Aussicht auf höhere Gewinne ermöglicht es dem Unternehmen auch, einen Schlussstrich unter das leidige Thema Genussscheine zu ziehen. Die waren in den 80er- und 90er-Jahren ausgegeben worden, um Drägerwerk mehr Finanzierungsspielraum zu geben. Mit der Einführung des neuen Bilanzierungsstandards IFRS verloren die Genussscheine ihre Bedeutung als Eigenkapitalinstrument. Was blieb, waren hohe Dividendenzahlungen an die Genussschein-Inhaber.

Im März, als der Aktienkurs von Dräger noch niedrig war, tüftelte Lescow mit Stefan Dräger den Rückkauf aus. Der wird das Unternehmen allerdings in den nächsten Jahren 500 Millionen Euro kosten. Deswegen initiierte Lescow auch noch eine Kapitalerhöhung. Über die Ausgabe neuer Vorzugsaktien wurden brutto mehr als 76,5 Millionen Euro eingenommen.

Bindeglied zum Kapitalmarkt

Die Vereinfachung der Kapitalstruktur zahlt auch auf das Ansehen von Lescow in der Finanz-Community ein. "Herr Lescow kann als Bindeglied zum Kapitalmarkt die beiden Welten Kapitalmarkt und Familienunternehmen gut miteinander versöhnen", sagt Thomas Schießle, Geschäftsführer der Research-Gesellschaft Equits GmbH. "Schon die Struktur einer KGaA bei Drägerwerk ist für internationale Investoren befremdlich. Genussscheine sind es noch mehr. Deswegen war der Rückkauf der Genussscheine und die Vereinfachung der Kapitalstruktur ein richtiger Schritt, um das Unternehmen wieder attraktiver für Investoren zu machen."

Was jenseits der Corona-Herausforderung noch zu tun ist, auch dafür hat Lescow eine klare Agenda: Das Unternehmen muss profitabler und innovativer werden. "Die Kritik der Investoren an der zu geringen Profitabilität von Drägerwerk ist berechtigt. Deswegen haben wir das Unternehmen umstrukturiert und von der regionalen Struktur auf die beiden Geschäftsbereiche Medizintechnik und Sicherheitstechnik neu ausgerichtet", sagt er. So sei man schneller in den Entscheidungen geworden, was dem Unternehmen auch in der Corona-Pandemie zugutekam. Die Herausforderung, rentabler zu werden, sieht der Finanzchef aber nach wie vor: " Es gilt insbesondere, die Innovationsgeschwindigkeit in der Medizintechnik zu steigern und die Erneuerung unseres Portfolios zu beschleunigen. Da sind wir auf dem Weg, aber noch nicht fertig."

CFO des Monats

Serie:Das Handelsblatt porträtiert regelmäßig die wichtigsten Finanzchefs in deutschen Unternehmen.
Draegerwerk | 68,00 €
2 Antworten
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07.09.20 08:41:56
Beitrag Nr. 617 ()
In dieser Situation bekommt der CFO keine Vorabzahlungen und langfristige Verträge geregelt, lässt völlig unnötige Risiken offen?

Das konnte selbst die deutsche Solarindustrie besser
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07.09.20 09:50:33
Beitrag Nr. 618 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 65.004.597 von BrokerPK am 06.09.20 22:03:36Seht guter Artikel
Hochstufungen, gute Presse und anstehende Q3 Zahlen.
Also, wenn ich hier short wäre, würde mir der Hintern auf Sandbar gehen - oder wie man sagt.
Der Tsunami kommt, das Wasser geht schon zurück.
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07.09.20 09:53:16
Beitrag Nr. 619 ()
sehe ich genauso.

Zwischen den Zeilen ist doch klar herauszulesen dass das Ganze kein Corona-Schnellschuß ist bei Drägerwerk sondern eine generelle Umwälzung / Reformation bewirkt hat.

Die Person selbst sehe ich in der Tat als gutes Ergänzung zu Herrn Dräger an Bord.
Draegerwerk | 69,60 €
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07.09.20 10:58:26
Beitrag Nr. 620 ()
Tja man merkt, die meisten Teilnehmer sind noch nicht lange bei Dräger investiert.

Herr Lescow verspricht eine Erhöhung der Profitabilität schon seit vielen, vielen Jahren. Leider hat sich seitdem - abgesehen von sehr kurzen Phasen höherer, aber immer noch nicht ausreichender Profitabilität - nichts geändert.

Dräger verdient nachhaltig viel zu wenig und nur Bruchteile von dem anderer Medizintechnikunternehmen.
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07.09.20 13:38:43
Beitrag Nr. 621 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 65.004.597 von BrokerPK am 06.09.20 22:03:36Das ist leider kein guter, eher ein sehr schlecht recherchierter Beitrag der an den Realitäten völlig vorbeigeht. Schon eher eine Selbstdarstellung und Beweihräucherung und der Versuch einer Rechtfertigung der schlechten Zahlen für die letzten Jahre. Wer sich auskennt und das schon länger verfolgt weiß das es aber nicht gelungen ist. Das Handelsblatt hatte auch mal mehr Substanz und man kann nicht ernst mehr nehmen was da über Dräger geschrieben wird. Klingt wie bezahlter Journalismus. Tsunami? Laues Lüftchen wäre schon ok.
Draegerwerk | 67,70 €
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07.09.20 14:53:56
Beitrag Nr. 622 ()
Das Ziel von über 300 Mio. EBIT in 2020 ist mit dem Interview wieder greifbar, so ganz für die traditionelle Katz ist das hier auch nicht.
Draegerwerk | 67,50 €
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07.09.20 14:55:20
Beitrag Nr. 623 ()
Allein schon die Bemerkung, 50 Mio seien kein kleiner Betrag, ist in gewisser Weise ein Affront.
Ja, das ist kein kleiner Betrag, aber Vor fünf Jahren hat Dräger für einen solchen Betrag eine Zehn-Mann-Klitsche mit einer angeblich marktreifen Technologie gekauft. Von einem Ergebnisbeitrag dieser Investition habe ich bis heute nirgends etwas gelesen.
Draegerwerk | 67,60 €
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