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Intershop Communications (WKN: 622700)
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Intershop (bis 1997 noch NetConsult) wurde 1992 von Stephan Schambach (damals 22 Jahre), heutiger CEO und Vorstandsvorsitzender, nach abgebrochenem Physikstudium gegründet. Intershop ist ein e-commerce Unternehmen, das auf Schambachs Vision einer "Digital Economy" aufbaut. Sie erlaubt es den Unternehmen ihre internen und externen Geschäftsprozesse vollautomatisch über das Internet abzuwickeln. Schambach spricht auch vom "Stillen Handel", d.h. "Maschine zu Maschine" ohne menschliches Eingreifen. Eine Niederlassung in den USA schuf Schambach 1996, ein Jahr später erhielt er den "California Govenors IT Entrepreneurial Excellence Award" vom kalifornischen Gouverneur für seine Leistungen bei der Vermarktung von zukunftsweisenden IT-Technologien. Nach dem Börsengang im Juli `98 blieb die Nachfrage nach den Aktien der Jenaer e-commerce-Software-Schmiede zunächst aus. Seit Beginn 1999 zählt Intershop jedoch zu den absoluten Highflyern am Neuen Markt und Liebling der Fondsmanager. Im Oktober 1999 präsentierte Intershop auf den "Intershop Open" in New York die neuste Software - Intershop Enfinity. Zur gleichen Zeit holte sich Intershop eine Galionsfigur in den Aufsichtsrat - Eckhard Pfeiffer, der sich sogar mit einer größeren Summe beteiligte. Eckhard Pfeiffer war von 1991 bis 1999 CEO von Compaq Computer und sorgte hier für eine Kursverelffachung. Gleichzeitig explodierte der Umsatz um 1.000%. Mit diesem Mann sollte es Intershop noch leichter fallen sich vor allem in den USA weiter auszubreiten und sich gegen die Konkurrenz zu behaupten. Denn Pfeiffer kennt die Computer und Wall-Streetszene; seine Kontakte wirken sich auch bei der Verbreitung der neuen Software günstig aus.


Produktportfolio:
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Zunächst ein Wort zu Intershops Produktpalette: Unter dem Motto "Sell Anywhere" (d.h. ein Unternehmen soll in der Lage sein seine Produkte buchstäblich überall zu verkaufen, jede Zielgruppe optimal zu erreichen und die ganze Wertschöpfungskette des Handels im Internet abzubilden), läuft sowohl die Produktreihe von Intershop 4 als auch das neue Intershop Enfinity. Die Software unterstützt verschiedene Geschäftsmodelle: In erster Linie der Direktvertrieb (sowohl Direktverkauf B2B als auch B2C). Hierbei werden Softwarlösungen zum Vertrieb via Online-Store im Internet, Mobiltelefon (WAP) und PDA geboten. Intershop bietet aber auch Software zum Vertrieb über indirekte Distributionskanäle an. So zum Beispiel Verkauf über Partner Websites ("Affiliate Selling"), Unterstützung der Verkaufskanäle durch Einbeziehung bestehender Vertriebspartner ("E-commerce Enabled Channel") und der Verkauf über Online-Marktplätze ("Selling on Marketplaces"). Darüber hinaus werden Produktpaletten für den Aufbau von e-commerce-hosting-services. Sie ermöglichen das "hosten" von Online-Storefronts vor allem für Händler und kleine Unternehmen ("Store Hosting") und die Unterstützung von anderen e-commerce-Applikationen ("Application Hosting"). Last but not least macht es Intershop auch möglich einen eigenen Online-Marktplatz (Online-marketplace) zu errichten. Hierbei steht eine Bandbreite von Applikationen zur Benutzung verschiedener Vertriebsszenarien zur Verfügung


Die Kunden:
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Mehrere zehntausend Internetsites, die auf die Intershop Software zurückgreifen, stehen für sich. Zu den Kunden im Direktvertrieb B2C unter anderem Sony, Mercedes Benz, Motorola, Warner Home Video, Ferrari, EA Store, Cornerhardware.com, Museum of Modern Art, Waterstone`s Online und Sports Nutrition Depot. Auch im B2B Bereich besitzt Intershop bekannte Kunden: Blaupunkt, Bosch, HP Eproducts, Würth und Maxim Integrated Products greifen auf die Softwarelösungen zum Sirektvertrieb zurück. Unter den Kunden im Bereich der indirekten Distribution sind Canon USA, Bosch, Compaq, Würth und Cardinal Health.
Darüber hinaus die Deutsche Telekom, SAP, PSInet, Orbit Commerce, Concentric, Mindspring, Coram Healthcare, QXL, Cobalt Networks und US West.


Die Mitbewerber:
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Der Markt der e-commerce-Software ist hart umkämpft. Intershop steht einer starken Konkurrenz gegenüber. So z. B. BroadVision, Open Market, IBM, Microsoft, etc. Intershop ist in Europa Nr.1 und weltweit Nr.2 hinter BroadVision. Intershop besitzt jedoch bereits einige Vorteile gegenüber der Konkurrenz: Mit der neuen Software Internet Enfinity setzt Intershop auf die neuen XML und Java Technologien. Die neue Software läßt sich problemlos integrieren und individuell anpassen. Hierfür sind darüber hinaus keine Programmierkentnisse erforderlich. Auch sind die Programme darauf ausgelegt, zukünftige Software bzw. Updates schnell integrieren zu können. Darüber hinaus glänzt Intershop nicht durch großspurige Versprechen, sondern überzeugt durch Fakten: Mit über 3.000 Kunden weltweit und mehr als 100.000 verkauften Lizenzen gehört Intershop zu den weltweit führenden Anbietern von e-commerce Softwarelösungen. Inzwischen gehören 70 % aller Telefongesellschaften Europas und mehr als 40 % der Telcos in den Vereinigten Staaten zu Intershops Kunden. Mehr als 200 große Telefongesellschaften und Internet Service Provider weltweit benutzen heute das Intershop-Hosting-Produkt, und über 60.000 Online-Shops laufen mit Intershop Software. Allein die Lizenzeinnahmen lagen im Jahr 1998 bei 29,5 Millionen Dollar. Das Problem mit dem Intershop immer noch zu kämpfen hat ist sein noch geringer Bekanntheitsgrad in USA. Der geplante Nasdaq-Gang soll sowohl die Medienbeachtung als auch das Interesse von Markbeobachtern erhöhen. Hiermit hofft Intershop auch sich Grossunternehmen leichter als Kunden zu sichern. Auch das neue Produkt Intershop Enfinity ist auf die Bedürfnisse grössere Unternehmen zugeschnitten. So will Schambach auch diese "Lücke" schliessen. Sein Ziel: in 12 - 24 Monaten an die Nr. 1 weltweit.


Aktuelle Entwicklung:
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Seine Stärke konnte Intershop auch in den letzten Wochen beweisen. Während der Korrektur bewies Intershop seine wahren Blue-Chip-Qualitäten: Trotz erheblicher Kurseinbrüche blieb Intershop im Vergleich zu ähnlichen Aktien stark. Intershop erlitt Kursverluste von ca. 40% auf Schlusskursbasis, halbiert sich also nicht (3/4 aller US-Hightechaktien halbierten sich). Lediglich in einer Intraday-Schwäche rutschte der Kurs etwas ab und die Aktie halbierte sich kurzfristig. Zur Zeit zeichnet sich ein mittelfristiger Aufwärtstrend ab, der Abwärtstrend ist gebrochen. Bereits am 28.4 sorgte eine Erfolgsmeldung wieder für Kursschübe: Die Münchener GloMediX AG (Global Medical Exchange) will einen Europäischen Online-Marktplatz für medizinische Produkte erzeugen. Dies geschieht in Zusammenarbeit mit Intershop, die mit Intershop Enfinity die Software liefern. Schambach sieht das Projekt aussichtsreich und für Intershop als eine "Top-Referenz für einen Marktplatz in der Gesundheitsindustrie". Für weitere Phantasie sorgen die anstehenden Quartalszahlen am Dienstag. Gerüchten zufolge soll der Break-Even vor der Tür stehen und auf jeden Fall in diesem Jahr noch erreicht werden. Anleger erwarten auch schon ungeduldig die Hauptversammlung am 27.06.00. Bereits am 9.3.00 hatte Intershop einen Zulassungsantrag zum Handel von 4.3 Millionen Aktien an der Nasdaq. Jetzt sollen bei der HV konkrete Pläne zum Nasdaq-Listing besprochen werden.


Charttechnik:
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Auch charttechnisch präsentiert sich die Aktie einwandfrei. Es hat sich bei 400 Euro eine solide Unterstützung gebildet die bis jetzt (auf Schlusskursbasis) gehalten hat. Der Abwärtstrend scheint durch einen neuen mittelfristigen Aufwärtstrend gebrochen zu sein. Auch haben die Indikatoren schöne Kaufsignale generiert. Der MACD zeigt ein klares Kaufsignal, auch die Durchbrechung der 38-Tage-Linie bei 514 Euro steht kurz bevor. Auch das Momentum zeigt ein starkes Kaufsignal. Seit Dienstag steigt der Umsatz überproportional an. Laut Consors gehörte Intershop in der letzten Woche zu den Top10 der meistgehandelten Aktien. Am 17.4 zeigte sich charttechnisch bereits ein "Morning Star" (Doji), was schon damals positive Entwicklungen erhoffen ließ. Sicherlich ist ein Pullback auf 400 Euro möglich, darunter wird es aber wohl nicht mehr fallen. Ein Stop wäre bei 380 (Schlusskurs) zu empfehlen.


Fazit:
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Intershop ist und bleibt der Highflyer am Neuen Markt. Gerade zu diesen Zeiten ist Intershop als "Strong Buy" anzusehen. Die Aktie ist für unter 550 Euro vergleichsweise billig, Kurse unter 400 Euro werden wir wohl kaum mehr sehen. Vor allem vor der HV im Mai sollte massiv gekauft werden, da hier mit einem Kurssprung zu rechnen ist. Wir werden sicher in kürze Intershop wieder auf alten Höhen sehen. Kursziel für ein Jahr: 1000 - 1200 Euro.


Optionsscheine:
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Darüber hinaus wären zwei Optionsscheine auf Intershop zu empfehlen:
752250 - Call auf Intershop mit einem Basispreis von 460.00 Euro, die Laufzeit ist relativ lang gewählt (Fälligkeit: 23.03.01). Der Optionsschein scheint relativ fair bewertet und ist mit seiner langen Laufzeit, dem relativ niedrigen Aufgeld und seiner Moneyness >1 (im Geld) für konservativere Anleger geeignet. Ein Omega von fast 2 ist hier durchschnittlich.
845551 - Call auf Intershop mit einem Basispreis von 600.00 Euro. Dieser Schein ist besser geeignet für spekulative Anleger, seine Laufzeit ist kürzer (bis 15.12.00). Der Schein ist aus dem Geld, der Break-Even dürfte jedoch bald erreicht sein. Der Schein besitzt ein Omega von 2.6 und scheint fair bewertet zu sein.

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