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Börsenhandel an Feiertagen? - 500 Beiträge pro Seite



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Hallo allerseits,

heute ist doch bundeseinheitlich der Christi-Himmelfahrt-Tag ein Feiertag. Und trotzdem wird an den Börsen ge-
handelt, da es diesen Feiertag ja international nicht gibt. Ja und, kümmert es eigentlich die Franzosen, wenn deren
Nationalfeiertag ist, oder die Amis als der Bankenfeiertag am Montag war, was der Rest der Welt an der Börse
so tut. Nein, aber bei uns muß unbedingt gehandelt werden, da man den Anschluß an die anderen internationalen
Börsen nicht verlieren will. Ob das wirklich so wäre, sei mal dahingestellt.

Alles sollte man meiner Meinung nach nicht dem Profit opfern. Immerhin gibt es in Deutschland nur noch wenige
Feiertage und die sollten den Menschen für Dinge vorbehalten bleiben, die an Werktagen flachfallen. Jeder braucht
ab und an freie Tage, um sich zu erholen und aufzutanken. Und da ist so ein Tag zwischendrin nicht schlecht.

Wenn alles nur noch auf Geschäfte hinausläuft, denn stumpft man ab und betrachtet irgendwann alles nur noch mit
dem $-Zeichen in den Augen. Alles nur mit dem Profitdenken betrachten, dürfte den Geist verarmen lassen. Wer
liest denn noch ein Buch, da diese Zeit ja unnütz vergeudet ist. Wer bastelt noch an Oldtimern rum, wenn dieses
Hobby ja auch Geld kostet. Es kann vielen doch eh nicht mehr schnell genug gehen. Dabei tankt man doch aus
der Ruhe Kraft. Bitte mal darüber nachdenken.

Grüße aus Bayern vom Boersenjunky
Ich find´s genauso Quatsch (obwohl ich "nur" Privatanleger bin ). Und die Umsätze heute sprechen ja für sich .....:).
Mir gefällt der Vorschlag der Händler aus einem anderen Thread ganz gut, morgens 1 Sunde später anzufangen und dafür abends länger zu handeln (meinetwegen auch bis 22.00 Uhr, wenn´s dann sein muß aber 20.00 Uhr reicht auch ). Die Feiertage sollten meiner Meinung nach tabu bleiben.
Grüße aus Berlin
Prinzipiell gebe ich Dir recht.
Allerdings bekennt sich in diesem Land kaum einer zum Christentum. Die aus meiner Sicht konsequente Folge: Abschaffung aller kirchlichen Feiertage. Der heutige Tag gilt doch z.B. auch mehr als Vatertag, an dem sich alles besäuft. Das rechtfertigt keinen Feiertag. Darüberhinaus bin ich auch für die Einführung des Samstags und Sonntags als Werktag.
Gruß aus dem hohen Norden
jamcom, der rund um die 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr einkaufen möchte (nicht nur Aktien) :D
Allo Jamcom,

wie bitte? Wahrscheinlich möchtest Du auch noch mit 90 arbeiten. Natürlich zu reduzierten Konditionen, ab bitteschön 60 Std. die Woche. Es geht ja schließlich um den "Standort D" oder um die "Globalisierung" oder sonst was, wenn wir schon kein "Vaterland" mehr haben...

Im Ernst: Warum bin ich gegen Feiertagshandel? Weil auch ich nicht an solchen wie dem heutigen Tage arbeiten möchte, und zwar einfach deswegen, weil ich diesen Tag auch so voll bezahlt bekomme, obwohl ich nicht im Büro hocke. Selbst wenn ich 1 oder meinetwegen auch mehr Mio. an der Büro erspekuliert hätte, ich bin ein Arbeitnehmer und deswegen sind meine Interessen - bei aller notwendigen Kritik - bei den Gewerkschaften am besten aufgehoben. Entscheidend ist nicht, ob der Feiertag als "christlich" bezeichnet wird oder nicht! Oder glaubst Du an das "Christkind"?

Und überhaupt: Ein Feiertagshandel ist, wie man heute sieht, ziemlich einschläfernd. Und außerdem ist es mal ganz nett, nicht unentwegt auf die Kurse wie das Kaninchen auf die Schlange zu starren! Oder siehst Du das anders?

bobnet
Hi bobnet,

"Weil auch ich nicht an solchen wie dem heutigen Tage arbeiten möchte, und zwar einfach deswegen, weil ich diesen Tag auch so voll bezahlt bekomme, obwohl ich nicht im Büro hocke."

Genau deswegen bin ich für die Abschaffung aller Feiertage. Solange Arbeitnehmer so denken, kann es mit diesem Land nicht aufwärts gehen.

Der beste Weg, aber bei der deutschen Mentalität sicherlich nicht zu realisieren, wäre es, wenn jeder seine Arbeitszeit selbst einteilen könnte. Aber dann auch entsprechend bezahlt wird. Soll heißen: Wer unbedingt meint, er kann nur 35 Stunden in der Woche arbeiten, ist das okay. Aber dann darf er auch nur entsprechend wenig verdienen. Wer 70 Stunden arbeiten möchte, müßte (bei gleicher Produktivität) das doppelte bekommen. Dafür müßte das soziale Netz natürlich stark abgebaut werden. Ansonsten würden die Deutschen gar nicht mehr arbeiten, weil´s hier ja auch ohne geht. Also Sozialhilfe und Arbeitslosengeld runter.

Beste Lösung: alle Deutschen entlassen und ein paar Millionen Green-Cards ausgeben. Wäre mal ein echter Fortschritt.

Gruß
jamcom

P.S.: Ich finde, daß Börse die härteste Arbeit überhaupt ist. Daß man da entsprechend entlohnt wird, ist eigentlich selbstverständlich. Und daß diese qualvolle Arbeit auch noch besteuert wird, ist die absolute Frechheit. Zumal dies steuersystematisch auch falsch und ungerechtfertigt ist (dieser Schluß ist ein Nebenprodukt meiner Diplomarbeit).
Genau warum überhaupt Feiertage?? Überlegt mal selber, heut ist ChristiHimmelfahrt, also ein Christlicher Feiertag, wer von Euch war den heut in der Kirche?? Aha keiner wußt ichs doch, also warum noch solche Feiertage? Klar es ist schön einen Tag mal nicht arbeiten zu müßen, aber warum man nicht arbeiten brauch wissen die meisten eh nicht :):):):):):):):):):) Bis auf den 1.Mai sollten diese Feiertage abgeschaft werden, wäre auch besser für die Wirtschaft......



Iron


Doch ich bin katholisch, und komme nicht aus Bayern ;););)
Hi Iron,
der 1. Mai ist in meinen Augen ein kommunistischer und nationalsozialistischer Feiertag. Also wech damit!
So!
Die eh bereits dünnen Umsätze werden noch dünner und ein Handel ist kaum machbar...irrationale Kursbewegungen am NM die folge...

Naja wer es braucht...

Mfg MH
hallo,
handel an feiertagen ist absoluter schwachsinn.
bei den umsätzen kann man teilweise die kurse auswürfeln.
purer zufall.
die einzigen die profitieren sind die driektbanken.
deutschland macht sich zum sklaven des mammons.
mfg perkins
Wieso profitieren die Direktbanken, wenn Deiner Ansicht nach der Umsatz so gering ist?
kleinvieh macht auch mist und die großbanken haben ja wohl zu, wenn man
keinen Internetzugang hat.
dass es nun auch handel an "kirlichen feiertagen" gibt find ich gut. gezwungen wird ja niemand an diesen tagen zu handeln, also bleibts jedem überlassen ob er nun frei machen will oder nicht.

was ich jedoch gut fände. wenn der handel morgens erst um 10.00 beginnen würde. ob die verlängerung am abend der bringer sein wird weiss ich nicht so recht. da wird sowieso nur noch am dow und nasdaq nachgehächelt. also kann ich ab 15.30 gleich etwas im dow oder nasdaq kaufen
@jamcom

Entweder hast Du überhaupt keine Familie, oder zuhause ein Frauchen, das dir sämtliche Hausarbeit abnimmt. Somst könntest Du nicht solch eine - mit Verlaub - unreife Bemerkung zum Thema Arbeitszeit posten!

Sicher kann man auch mal eine 70-Stunden Woche schieben, wenn ein Projekt es nötig macht. 45 Wochen oder mehr im Jahr halten die meisten das nicht durch. Und jene die 10 oder mehr Jahre lang 70 Wochenstunden arbeiten (die Produktivität sei mal dahingestellt, viele `Besserverdienende` neigen da zur Selbstüberschätzung), nehmen anschließend das soziale Netz in diversen Herzkliniken umfangreicher in Anspruch als die meisten Anderen. Wenn sie nicht mit Ende 40 direkt in der Kiste landen.
Hallo Leute,

danke für die Postings. Die Meinungen sind eigentlich sehr gespalten. Doch die dürftigen Umsätze am Cristi Himmelfahrttag sprechen
schon für sich. Warum? Tja, nachdem viele Banken oder Broker geschlossen hatten, kamen eh kaum Orders an die Börse. Und die
meisten Kunden hatten was anderes vor, als umfangreiche Trades an den Markt zu bringen. Ob nun eine Sauftour oder einen Kirch-
gang, lassen wir doch einfach mal dahingestellt. Aber jedes Land und seine Bevölkerung sollte soviel Selbstbewußtsein haben, um
seine Feiertage zu feiern und nicht alles dem Kommerz zu opfern.

Grüße aus Bayern von Boersenjunky (und war in der Kirche und anschließend in einem Biergarten)
ach, was zerbrechen wir uns den kopf über dinge die nicht aufzuhalten sind. in 10 jahren wird die cyberbörse realität sein. 24 stundenhandel 365 tage das jahr....prosit


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