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Brauch Hülfe in OS-Taktik - 500 Beiträge pro Seite


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Ich erwarte, daß der Markt bis Januar01 entweder wieder eine ähnlich positive Entwicklung nimmt wie letztes Jahr oder komplett zusammenbricht.
Das nennt man dann glaub ich eine hohe Volatilität.

Zur Frage: In meiner Literatur zu Anlagestrategien bin ich über die Theorie des "Long-straddle" gestolpert, der bei solchen Erwartungen ans Herz gelegt wird. Zwar beschneidet man seine Verluste durch gleichzeitigen Kauf eines Calls und eines Puts, beschränkt jedoch auch seine Verluste. Wenn einem der Zeitfaktor nicht das Fell über die Ohren zieht...

Wer hat Erfahrungen mit dieser Taktik?
Wieviele Prozent muß der Basiswert eines "at-the-money-Calls/Puts" ansteigen, damit man schwarze Zahlen schreibt?
Muß der prozentuale Gewinn des OS bei 100 liegen, um die Verluste des verlierenden OS wettzumachen, oder wie siehts bei 50% aus?

Da ich weder in Dallas wohne, noch ein ausgesprochener Fuxx bin was OS angeht, wäre ich für eine Stellungnahme dankbar.
Bei deinem beschreibenen Szenario ist ein long Straddle eine gute Wahl. Ich hab zwar gleich im Büro erst wieder Zahlen, aber ins blaue gesprochen spricht schon mal folgendes für einen long straddle:
Die impliziten Volas sind aktuell auf einem recht niedrigen Stand (calls bei guten 20 im Vergleich zu knappen 30 im letzten Jahr, puts ähnlich). Ein long straddle würde sich schon lohnen, wenn der Markt weiterhin auf in etwa dem gleichen Niveau handelt, jedoch die Schwankungsbreite erheblich zunimmt.
Allerdings liegt selbst bei einem Eintreten deiner Erwartung das Risiko in dem Ausmaß der Bewegung. Bei einem Rückgang wirst Du wohl kein Problem sehn, da die erfahrungsgemäß sehr heftig ablaufen und das die Vola erhöht. Bei einem Anstieg allerdings besteht die Gefahr, das er in kleinen Schritten vollzogen wird, was die Vola nahezu unverändert läßt, und Dir erheblichen Zeitwert kosten kann.
Genaueres später.
Ciao
Und jetzt ausführlich:
Ein atm put auf den Dax Lz 03/01 kostet Settlement Fr. 415,10 Eur, ein call atm auf den Dax 828,80 Eur. d.h. bezogen auf eine Option kostet dich die Strategie bei Ratio c/p 1/1 415,10 + 828,80= 1243,90 Euro. Der Dax stand Fr bei 7131,40 d.h. um beim letzten Handelstag am 16.März verdient zu haben mußt du einen Rückgang im DAX bis auf ca 6.000 oder einen Anstieg bis auf 8.400 sehen.
Auch auf kurz Sicht per 15.09. verändert sich der untere break even Punkt kaum während der obere bis auf etwa 7750 zurückkommen dürfte.
Ähnlich bei der gleichen Strategie mit Sept. Optionen:
Ein atm put Lz 09/00 220,70 eur ein call 459,10 eur. gesamtkosten c/p 1/1 679,80 oberer Break even ca. 7800 unterer ca 6400.
Hier habe ich gleichbleibende Vola und Zinsen unterstellt, den bei mehreren Veränderlichen bietet sich eine Betrachtung ceteris paribus an.

So weit die Theorie
Du bist von einer kräftigen Bewegung ausgegangen und brauchst die hier auch in jedem Fall. Die Bewegung im Dax mag zwar ausreichen um Dich insgesamt nach vorne zu bringen, allerdings zu welchem Risiko?
Um unterm Strich 20% netto zu realisieren muß der DAX bis LzEnde entweder bei 5640 oder bei 8624 stehen, was einer Bewegung von 20% in die ein oder andere Richtung bedeutet, also hättest Du dabei nochnicht mal den Markt geschlagen. Insg recht hohes Risiko für unwahrscheinliche Bewegung im Underlying. Sag mir mal bescheid, wofür Du dich entschieden hast! In jedem Fall viel Erfolg!
Hi batzo.

Statt einer theoretischen Lösung nur eine praktischeAntwort: Warte und stell noch mehr Fragen!

Welchen Markt meine ich? Wo ist ein Beginn für die positive Entwicklung oder ein Zusammenbrechen?
Wann sehe ich einen Marsch nach oben oder unten am starten, wann ist sicher zu spät dafür, wann weiß
ich, daß ich mit meiner Meinung daneben liege? Kann ich mir selbst sagen oder hab ich jemand, ob ich
damit Erfolg habe? Muß das ein Index sein oder eine bestimmt Aktie? Kann ich mit einem anderen Ansatz
eine bessere Performance und ein geringeres Risiko fahren? ....

Ich will Dir dein Interesse an dem Ansatz nicht nehmen. Wenn Du was lernen willst, mußt Du dafür nicht gleich
Geld ausgeben, Du kannst das ja erstmal auf dem Papier ausprobieren. Und Deine Fragen zeigen mir, daß
Du noch einiges lernen willst. Wenigsten eine einfache Rechnung zu Gewinn und Verlust solltest Du machen
können.

Wenns Dir aber ums `Zocken` geht (das ist schon auch legitim), dann ist das der falsche Ansatz. Aus Deinem
Posting unterstell ich jetzt einfach, daß Dir auch ein reduzierter Gewinn recht wäre. Nun gibts viele Ansätze,
einer ist einfach: den größten Teil des Geldes `sicher` anlegen und den rechnerischen Gewinn zum Zocken
verwenden, oder auch etwas mehr. Aber auf was? Du kannst Dir einen der zahlreichen Topics rausgreifen,
vermutlich ist sogar egal welchen (nur nicht zu idiotisch) vom NM oder von mir aus auf USD/EUR. Du kannst
warten bis der DAX in die Höhe geschossen ist und putten oder nach einem Absturz auf Calls setzen.
Du kannst Deinen Bänker fragen oder auf ein geschrumpftes Papier kaufen oder oder.

Aber versuch doch bitte nicht irgendwelche Optionsansätze mit eigenem Geld auszuprobieren, wenn Du
die 3 von Dir gestellten Fragen nicht beantworten kannst. Und während Du mit Deinem reduzierten Ansatz
auf dem Papier viel lernst, hast Du durch vermiedenen Verlust virtuell mehr verdient, als Du heute glaubst.

Und ne konkrete Antwort trotzdem: entweder es geht rasch oder Du hast verschissen. Siehe DonRatio.

Sorry, war mir aber mal wieder ein Bedürfnis.
Zunächst mal recht schönen Dank für die Arbeit, die Ihr Euch gemacht habt. Ich fühle mich deutlich aufgehellt.

@ con"don"Ratio
Falls ich denn demnächst wirklich meinen ersten OS kaufen sollte, werde ich nicht mit einer Long-straddle-Taktik beginnen. Ist mir doch ein wenig zu "ein-bißchen-schwanger". Zumindest vorläufig. Sollte sich der Nemax ähnlich rasant entwickeln wie letzten Herbst, also über das ATH oder noch höher, fährt man im mit einem Put wohl nie schlecht. Insgesamt hört sich die L-s-Taktik aber trotzdem interessant an.

@ AVt
Du hast in der Tat recht, ich will noch eine Menge lernen. Mit einem "reduzierten Gewinn" bin ich allerdings nicht zufrieden, auch wenn mein Posting vielleicht den Anschein erweckt hat.
Ein "sicherer Gewinn" wäre zutreffender. Die Sache ist doch die: Wenn solche Grünschnäbel wie ich, anfangen sich mit Aktien oder gar OS zu beschäftigen, dann ist der Punkt erreicht, wo es anfängt heiss zu werden.
Ich frag mich halt nur, ob die Gier der Anleger den Aktienmarkt auf noch höhere Spitzen treiben kann wie das in den letzten Jahren der Fall war, oder ob es zwangsläufig zu einem Crash kommen MUSS.
In jedem Fall aber wirds heftig, da bin ich mir sicher. Mein Bauch sagt mir das. Und warum sollte mein Bauch mich anlügen, frage ich Dich??
Aber auch um "auf dem Papier" zu lernen braucht man gelegentlich ein paar Hülfen und Tüps, sonst gehts nur zäh vorwärts. Immerhin bin ich mittlerweile in der Lage, conRatios Antwort zu verstehen, und das ist doch schon mal was. Ansonsten bin ich mir schon im klaren darüber, daß bei einem OS-Kauf die ganzen Kohlen mal schnell verdampft sein können. Da braucht man nachher dann nicht zu jammern. Werde meine Nase also nicht allzu tief in die Suppe hängen..

Auf Eure Bäuche, batzo
batzo,
ich glaube, du vermischt auch OS und optionen.
anfängertip: (bin selber noch eine - und fahre mit dieser strategie bislang ganz gut)
suche dir eine aktie, von der du überzeugt bist, sie ist im kommen.
dann suche dir bei onvista.de einen für dich passenden schein.
ich persönlich kaufe nur scheine mit langen laufzeiten (mind. 1 jahr) und zwar ein bisschen aus, aber nahe am geld. das sind zwar nicht die wahnsinns-zockerscheine - aber du weisst ja: je mehr gewinnchancen, desto grösser das verlustrisiko.
und nie-nie-nie !!!!! geld reinstecken, das du nicht verschmerzen kannst! ab und an greift man nämlich immer mal wieder daneben.
vielleicht magst du diese strategie mal mit einem virtuellem depot ausprobieren?
LG aus wien!
Hi batzo,

is ok, entschuldige den Ausbruch. Vor ein paar Jahren habe ich auch in der Suppe gestochert, aber der Mensch lernt ja gerne ... und
ich bin damit lange noch nicht fertig. http://ourworld.compuserve.com/homepages/axelvogt/archive/st… ist ne
gezippte HTML-page zur Situation Ende Nov 99. Wg der rasanten DAX-Situation konnte man sich darauf einlassen, heute tät ich das
nicht. Laß Dir einfach raten: Papier ist geduldig, auf Dauer laufen Dir Gewinne nicht davon. Und: `sicherer` ist schwieriger.

Selbst Deine Hoffnung auf eine hohe bezahlte Vola am Markt und deren Vereinnahmung ist spekulativ und kann daneben gehen.
Die wienerin hat ja auch nen praktischen Vorschlag für Dich. Er ist praktikabel, erfordert wenig Theorie.

Gruß
Axel


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