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Was nützen uns Analysten??? - 500 Beiträge pro Seite



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Hallo,
wenn man als Musiker nur jede 2.Note richtig trifft, fliegt man ziemlich sofort aus jedem Orchester. Aber Analysten liegen bis auf wenige Ausnahmen mit ihrer Trefferquote nur mit jedem 2.Wert (dann sind sie schon gut!) richtig, die meisten gar nur mit jedem 3. oder 4. Was ist das für ein Beruf!
Ich habe mir die Mühe gemacht, und mit Zahlenmaterial von "Analystencheck.de" für 2000 von 81 Analysten eine kleine Statistik aufgestellt:
11 Analysten gaben mehr als 200 Empfehlungen heraus:

1.WGZ-Bank/202 Empf./Quote 60,9%
2.Merck-Finck /228 Empf. /Quote 59,6%
3.Wertpapier/220 Empf./Quote 59,1%
4.Sal.Oppenheim /241 Empf./Quote 57,3%
5.Frankf.Tagesdienst / 235 Empf. /Quote 57,0%
6.Der Aktionärsbrief / 253 Empf./Quote 56,5%
7.Actien-Boerse / 231 Empf./ Quote 54,1%
8.Boerse-Online / 313 Empf./ Quote 51,8%
9.DG-Bank / 270 Empf./ Quote 45,6%
10.Der Aktionär / 257 Empf./ Quote 45,5%
11.Mainvestor / 239 Empf./ Quote 45,2%

18 Analysten gaben zwischen 100 und 200 Empfehlungen raus:
Ich gebe nur die ersten 3 an:

1. Goldman Sachs / 129 Empf./Quote 63,6%
2. Lehman Brothers / 100 Empf./Quote 56%
3. BfG Bank / 133 Empf./Quote 54,9%

Die restlichen Analysten von
AC Research,Aktienservice Research, Bankges. Berlin, Effekten-Spiegel, Frankf.Börsenbriefe, Hornblower, LB BW, MM.Warburg, Neuer Markt Inside, Platow Brief, Telebörse, West LB Panmure, Wirtschaftwoche und Wirtschaftswoche heute
liegen zwischen 40% und 52%.

25 Analysten gaben zwischen 40 - 100 Empfehlungen:

1.Deutsche Bank/65 Empf./Quote 69,2%
2.Helaba Trust/57 Empf./Quote 64,9%
3.BHF-Bank/62 Empf./Quote 62,9%
4.Finanzwoche/47 Empf./Quote 61,7%
5.Bankhaus Metzler/54 Empf./Quote 59,3%
6.ABN Amro /80 Empf./Quote 57,5%

weitere 8 lagen mit ihren Treffern über 50%:
Bankhaus Lampe, Capital, Focus Money (51,3%),Hypo Vereins-bank, Independent Research, Kant, Merill Lynch (55%) sowie
GSC Research.
Nur weil viele sie kennen: die Prior Börse hatte bei 52 Empfehlungen eine Trefferquote von nur 42,3%.

27 Analysten mit 10-40 Empfehlungen:

1.Julius Bär/32 Empf./Quote71,8%
2.Morgan Stanley /32 Empf./Quote 68,7%
3.J.P.Morgan/32 Empf./Ouote 60%

weitere 15 lagen mit ihren Empfehlungen über 50%,
9 darunter.
Negativer Spitzenreiter ist/sind der/die Analyst/en von "Nice-Letter". Hier liegen von 35 Empfehlungen gerade 5!!! (14%) im Plus.

Alles im allem: Die meisten Analysten können höchstens auf eine Aktie aufmerksam machen. Prüfen und entscheiden muß man dann allerdings selber. Dabei haben Analysten einen entscheidenden Vorteil: sie haben tagtäglich mit der Materie zu tun, sie können Firmeninhaber empfangen oder besuchen, sich selbst ein Bild machen. Das ist für die meisten von uns nicht möglich. Ich hatte eigentlich eine durchgängig höhere Trefferquote erwartet.Von 4 Empfehlungen müssen doch 3 sitzen. Sonst kann ich gleich ne Münze werfen.
Wie seht Ihr das?

Gruß Mm
Hi Mm,
kannst Du bitte näher definieren, was unter "Trefferquote" genau zu verstehen ist?
Wäre sehr hilfreich.
Danke.
Gruß
jamcom
Du hast Dir aber Mühe gemacht. War Dir die Suche nach guten Aktien zu langweilig geworden, oder bist Du überall schon drin.

Saubere Arbeit. Suche doch bitte noch den Wert der von allen (oder den meisten mit "strong by" gewertet wird.

Den kaufen wir dann alle.
Gruß
jo
Hallo,

will euch mal ein Besipiel bringen , betrifft Internet Capital Group:

Kurs 150 $ Strong Buy
Kurs 120 $ Strong Buy
Kurs 35 $ Sell

Das war (bin nicht 100% sicher) von Lehmann Brothers innerhalb 9 Monaten, kam auf n-tv und
Markus Koch schüttelte auch nur noch den Kopf.

Gruß
schweizer
Darf ich auf den

Der `Die schlechtesten Analysen / größten Abzockereien durch Banken und Analysten`-Sammelthread

aufmerksam machen ?

Thread: Der "Die schlechtesten Analysen/ größten Abzockereien durch Banken und Analysten"-Sammelthread

Grüße,
Donald
@ jamcom,
wenn von 4 empfohlenen Werten 3 tatsächlich im Plus sind, beträgt die Trefferquote 75%.

@ jodu,

gemacht habe ich das nur,weil sich etliche Analysten widersprechen und ich auch immer unsicher werde, wenn ich negatives über meine Aktien lese. So schaue ich auf meine Liste und sehe, daß z.B. die Dresdner Bank eine Quote hat von nur 38% und das würde eine Analystenmeinung aus diesem Haus für mich relativieren. Dagegen würde ich eine Meinung von Julius Bär (71%) schon ernst nehmen müssen.

Gruß Mm
@Milchmädchen

Super Analyse von Dir ! Danke !
Die Website Analystencheck ist eine klasse Einrichtung. Leider hatte ich schon immer eine Aufstellung dort vermißt, wie Du sie jetzt berechnet hast. Das ist eine mühsame Arbeit, jeden Analysten dort aufzurufen, und die Prozentzahlen zu notieren. Ich denke mal, daß die Betreiber der Website aus "politischen" Gründen keine solche Aufstellung bringen :-).

Eines sollte man noch bedenken, daß nämlich in die Auswertungen von Analystencheck nicht das jeweilige Stopp-Loss mit einbezogen ist, womit die Analysten das Risiko absichern. Genaugenommen müßte man nämlich nicht den heutigen Stand mit dem Stand zum Zeitpunkt der Empfehlung vergleichen, sondern ob das Wertpapier nach der Empfehlung gestiegen war, auch wenn zum heutigen Tag der Kurs wieder niedriger ist. Aber wer will sich diese Arbeit machen.

Auf jeden Fall ist Deine Fleißarbeit ein sehr guter Analysten-Gradmesser. Also nochmals vielen Dank !

Gruß GerhardS
Hi Mm,
das dachte ich mir schon. Die Frage ist aber ja, ob die empfohlenen Aktien das angegebene KZ in der angegebenen Zeit erreichen.
Wenn also eine Aktie mit einem 12 Monats-KZ von 100€ empfohlen wird, aber nach 2 Monaten ins Minus rutscht, ist das noch keine Fehleinschätzung. Erreicht die Aktie nach 12 Monaten nicht das KZ, dann war die Empfehlung falsch. Die Annahme, daß irgendjemand eine Aktie zum Allzeittief empfiehlt und sie ab da nur steigt, ist m.E. unrealistisch.
Deswegen interessiert mich Deine Art der Ermittlung der Trefferquote.
Gruß
jamcom
Interessantes Posting, aber in meinen Augen ist die Aussagefähigkeit fast Null.

Nur ganz kurz:

1.) Hast Du in Betracht gezogen, dass jedes Haus seine Empfehlungen anders definiert (manche nehmen absolute Zahlen, manche relativ zum betreffenden Index), verschiedene Stufen (accumulate, buy, übergewichten, usw.) und verschieden Zeiträume (trading buy, short-term, long-term) hat?
Im Handelsblatt war mal eine Übersicht davon, war sehr interessant.

2.) Sind das alles Erstempfehlungen gewesen oder sind auch Folge-Empfehlungen dabei (...behalten unsere Kaufempfehlung...), das macht ja auch einen großen Unterschied.

3.) Welchen Zeitraum legst Du zugrunde? Empfehlungen sind, denke ich, meistens auf ein Jahr oder auf einen anderen Zeitraum ausgelegt. Du kannst also eigentlich nicht Empfehlungen der letzten Zeit nehmen. Wenn jemand für die Aktie XYZ im Mai ein Kursziel von 100 ausgibt und der Kurs steht jetzt bei 70, kannst Du nicht sagen, dass die Empfehlung falsch war.

4.) Du tust irgendwie so, als könnte man Kurse, Performance usw. eindeutig vorhersagen und machst einen Vergleich mit Musikern, was ich gar nicht nachvollziehen kann!

Wenn Du schon länger an der Börse bist, wirst Du mit Sicherheit wissen, dass bei Aktienkursen auch Psychologie, Charttechnik, Momentum, usw. eine Rolle spielt.

Die Analysten, die Du angesprochen hast, verlassen sich aber (denke und hoffe ich) auf Fundamentaldaten und lassen den Rest außer Acht (`Wir stufen den Wert auf Buy, da es der meistdiskutierte Wert in Wallstreet-Online-Board ist` als Aussage in einem Report?).

Stell` Dir vor, Du bist Analyst von Morphosys, machst wochenlanges Research, triffst das Management, analysierst den Markt, gibst ein `Buy` darauf und nichts passiert...bis ein Schnauzbartträger, dessen Name mir gerade nicht einfällt, ein zum Kult-Wort in WO lanciertes Wort namens `Dausend` in die Runde haucht und auf einmal geht der Wert durch die Decke. Watt willste da als Analyst machen??

Außerdem sind Analysten meines Erachtens auf das Unternehmen und dessen Zahlen angewiesen. Wenn Unternehmen wie ABIT erst das goldene vom Himmel geloben und anschließend einen negativen Quartalsumsatz melden, ist man zum größten Teil machtlos, oder nicht?

Und wenn jemand, der seit langem an der Börse ist, sich auf fundamentale Daten bezieht und von den Highflyern im Board nicht überzeugt ist, wird er zur größten Pfeife abgestempelt (`Opa` Bernecker, usw.)

Natürlich gibt es auch schwarze Schafe und es wird Mist gebaut (Goldmann/Ixos, usw.), aber Deine Kernaussage halte ich für falsch!

Gruß,

Ruppi

P.S. Eine Trefferquote von über 50/60% halte ich übrigens für super, damit wäre ich hochzufrieden. Du darfst ja nicht vergessen, dass der Rest nicht unbedingt fallen muß (steigender Gesamtmarkt) und wenn ich 60% Outperformer-Anteil in meinem Depot habe, wäre ich zufrieden!
Ruppi ist ein Analyst. Hätte nur noch die Aussage gefehlt, manche Aktien sind im Gegensatz zum Gesamtmarkt unterproportional gefallen. Also waren das absolute Treffer!!!!..Also wenn ich mit sämtlichen Unternehmen reden kann, muß ich wiederhole muß die Quote mindestens 75% betragen. da werden doch noch ganz andere Informationen ausgetauscht.
@BernerSennen

Na klar bin ich ein Analyst (Insider nennnen mich Henry Blodg.)! Deswegen habe ich auch die Zeit, hier zu posten und sämtliche Infos für meine Analysen hole ich hier aus dem Board, was glaubst Du denn?

Mich kotzt nur die generelle Einstellung hier im Board an. Immer dann, wenn die Kurse nicht in die Richtung gehen, die man angenommen hat oder wenn man Verluste macht, sind andere schuld, nie man selber!

Seien es die Fonds (`die die Kurse drücken`), die Banken (`die nachträglich einem schlecht laufende IPOs ins Depot drücken`), die Autoren von Börsenzeitschriften (`die Kulmbacher Gang, die ins Gefängnis gehört`), die Analysten (die die Reichen noch reicher machen und nur darauf achten, dass ihre eigene Bank den Eigenbestand an Aktien hoch verhökern kann), WO (das Pusher-Postings ans BAWE meldet), usw.

Dass man auf das falsche Pferd gesetzt hat oder dass man andere Fehler gemacht hat, darauf kommt keiner.

Und Du, lieber BernerSenner, mußt mir mal ehrlich sagen: Hast Du es geschafft mit mehr als 60% Deiner NM-Investments die Performance des NM in den letzten beiden Jahren zu übertrumpfen?
Wen dem so sein sollte, Hut ab!

Gruß und schönes Wochenende,

Ruppi
Falls Du ein paar Studien suchst:

Bei der BHF-Bank gibt es eine Beispielstudie
http://www.bhf-bank.de/analysen/aktien/beispiel/lin.ssi

Du kannst Dir aber auch sogar Studien von Henry Blodget von Merrill Lynch angucken, mußt Dich nur vorher anmelden.

http://askmerrill.com/mlol/main/index.asp?mlhp

Nutze das Internet!

Gruß,

Ruppi
@ Ruppi,

also in erster Linie hab ich das mal für mich gemacht, denn gerade da ich noch nicht lange dabei bin, weiß ich, wie sehr Analysen einen verunsichern können. Ich finde es hat doch Aussagekraft, wenn man weiß, daß bei bestimmten Analysten von 100 empfohlenen Werten nur 30 dann tatsächlich steigen. Das könnte ich doch vielleicht auch ohne Analyst schaffen. Und außerdem empfehlen sie mir doch zu kaufen! Und gerade weil sie, wie Du schreibst, daß dort wochenlang Research gemacht wird, Management getroffen usw. erwartet man, daß die Werte dann auch in Ordnung sind. OK, keiner weiß, wie sehr sie steigen, aber die Tendenz sollte doch nach oben gehen.
Ich erinnere nur an die Todeslisten, ein Drittel der Werte würden den Bach runter gehen. Jetzt heißt es ,gerade 6 Werte seien gefährdet.Ja zum Kuckuck, auch das waren Analystenmeinungen. Und haben Analysten nicht die Möglichkeit, genauer hinzusehen und zu hinterfragen? Das ist ja ein toller Job, wenn es nicht klappt, schiebt man alles aufs Firmenmanagement und sagt: Keiner konnte das ahnen.

Nichts für ungut. Natürlich ist meine Statistik keine tiefgreifende Untersuchung. Nur ein Momentbild. Es waren nicht nur Erstempfehlungen,
sondern auch Mehrfachempfehlungen dabei.
Mir ging es darum, daß man die Analystenmeinungen nicht überbewerten soll. Stell Dir mal vor, man erwischt bei mehreren Analysten jeweils die Nieten. Die Chancen dafür stehen gut, da bei der Mehrheit die Trefferquote ja nur bis 50% geht! Und das ist eigentlich deprimierend.
Gruß Mm


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