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Metabox-Only the hard facts (KEINE neuen Meldungen!!!) - 500 Beiträge pro Seite


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WARNUNG-Hier kommen absolut KEINEN Meldungen, nur eine kleine Chronologie des Wertes:
01.09.2000 Metabox: Keine Überraschung bei Halbjahreszahlen

Die Halbjahreszahlen von Metabox (WKN: 692 120) bergen keine Überraschungen: Der Umsatz wächst um 341 Prozent auf 26,4 Mio. DM, der Bilanzverlust der ersten 6 Monate verringert sich von 1,3 Mio. DM auf 979.000 DM.

Die hohen Umsatzzuwächse werden durch einen starken Anstieg bei den Personalkosten und bei den Aufwendungen für die Entwicklung neuer Produkte
kompensiert.

Der Ausblick von Metabox für die nächsten Monate sei positiv: Die Lieferung der Endgeräte soll beginnen, und somit sei von einem weiterhin hohen Umsatzzuwachs auszugehen. Zu den vakanten Großaufträgen sagt die Firma weiterhin nichts.

29.08.2000 Metabox: Chart verspricht erneut Spannung

Die nächste spannende Situation im Kursverlaufvon Metabox (WKN: 692120) bahnt sich an. Ein aufsteigende Dreieck hat sich gebildet, und der Kurs (170 Eur; + 7,5 Prozent) läuft auf die obere Begrenzungslinie zu.

Kann er diese überwinden, könnte der Kurs wieder Richtung Allzeithoch marschieren. Der MACD steht kurz vor einem Kaufsignal, RSI und Momentum
steigen bereits. Das Volumen bleibt im "normalen" Niveau.

Bei Metabox verunsichern nach wie vor die Umstände um die Milliardenaufträge.
Hierzu hat Metabox-Finanzvorstand Geerd-Ulrich Ebeling im Interview mit w:o
Stellung genommen

Die untere Begrenzung des Dreiecks bildet der 50-Tage-Schnitt bei 154 Euro, der
sich bereits öfter als Unterstützung profiliert hat.

24.08.2000 Metabox: "DieAufträge sind durchfinanziert und die Konsorten geprüft"

Eine der meistbesprochenen und diskutierten Aktien am Neuen Markt ist Met@box. Vor und nach der Verkündung eines Letters of Intent über einen neuen Großauftrag für die Internet-Boxen vollzog die Aktie einen steilen Aufstieg. Schnell ging es
von 70 auf über 200 Euro - aber dann auch wieder zurück.

Doch Spekulationen nährten Zweifel an der Werthaltigkeit dieser Absichtserklärung. Zusätzliche Spannung erzeugte das Unternehmen dadurch, dass in letzter Zeit kaum Nachrichten an die Financial Community drangen.

w:o sprach exklusiv mit Met@box Vorstand Geerd-Ulrich Ebeling. Das Interview führte Thomas Siedler.

w-o: Was ist Ihre Vision für die nächsten fünf Jahre?

Ebeling: Die Met@box AG wird sich weltweit als einer der Technologieführer auf dem Markt für interaktives Fernsehen positionieren. Als eines von wenigen Unternehmen decken wir mit internem Know-how die gesamte Wertschöpfungskette auf diesem zukunftsträchtigen Markt ab: von der Entwicklung und der Produktion der
Hardware, den Set-Top-Boxen, bis hin zum Content-Angebot.

w-o: Was wird aus ihren Plänen, wenn Riesen wie Microsoft in den Markt einsteigen?

Ebeling: Der Markt für interaktives Fernsehen (iTV) steckt noch in den Kinderschuhen. In zehn Jahren wird aber eine überwältigende Mehrheit der
Fernsehzuschauer die Möglichkeiten nutzen, die aus der Verbindung von TV und Web erwachsen. Sie werden am TV-Bildschirm spielen, Videos downloaden oder über einen Web-Browser direkt auf dem Schirm einkaufen. Diese Bandbreite zeigt, dass auf dem iTV-Markt Platz für viele Unternehmen ist. Für die Met@box AG besteht angesichts des technologischen Vorsprungs überhaupt kein Grund, sich zu verstecken.

w-o: Wen betrachten Sie mittelfristig als Mitbewerber?

Ebeling: Derzeit ist kein Unternehmen ähnlich umfassend aufgestellt wie die Met@box AG. Die Wettbewerber aus unserer Peer-Group, wie die französische Netgem oder die britische Pace, konzentrieren sich auf die Fertigung von Set-Top-Boxen. Mittelfristig erwarten wir, dass unser Ansatz von anderen Unternehmen kopiert
wird und zugleich neue Konkurrenten auf den Markt drängen. Angesichts explodierender Umsätze sehen wir diese Entwicklung aber sehr gelassen. Zudem geht unser technologischer Ansatz bezüglich der Hardware sehr viel weiter als derjenige des Wettbewerbs. Interaktive TV-Boxen von Met@box machen Multimedia lebendig.

w-o: Wo sehen Sie Handlungsbedarf: Marketing, Vertrieb, Content?

Ebeling: Natürlich würden wir gerne noch schneller weltweite Präsenz zeigen. Beim Thema Content setzen wir bewusst auf Kooperationen. Die Met@TV-Redaktion ist auf die Umsetzung von Inhalten in iTV-Formate focussiert. Den Content selbst liefern Spezialisten wie beispielsweise die Deutsche Presseagentur. Der Schwerpunkt der Met@box AG liegt auf Enabling-Technologien.

w-o: Wie groß sehen Sie ihren Entwicklungsvorsprung?

Ebeling: Realistisch liegt er derzeit bei zwölf bis 18 Monaten. Schauen Sie sich
die Produkte des Wettbewerbs an. Während viele Konkurrenten noch an Set-Top-Boxen der ersten Generation arbeiten, die allein Webinhalte auf den TV-Schirm bringen, dient die neue met@box, die ab Herbst auf den Markt kommt, bereits als Multimedia-Plattform für Privathaushalte. Sie ist unter anderem mit einem DVD-Player und einem Slot für Pay-TV bestückbar.

w-o: Was ist das Besonders an der met@box?

Ebeling: ... das technologische Know-how, das in der Box steckt. Kein Konkurrenzprodukt leistet soviel. Dies beweisen auch die Ergebnisse von Produkttests, wie sie beispielsweise die "Chip"-Redaktion im Frühjahr durchführte. Verschiedene Unternehmen, meist Hersteller von Satelliten-Set-top-Boxen oder Pay-TV Frontend-Geräten versuchen sich heute an interaktivem Fernsehen. Weitestgehend wird hier versucht, vorhandenen Geräten Internet beizubringen. Das ist aus unserer Sicht der verkehrte Ansatz. Interaktives Fernsehen heißt, dabei zu sein, nicht nur davor zu sitzen. Eben mehr als nur den Fernseher als Monitor zu verwenden.

w-o: Bisher haben sich die met@boxen in Deutschland noch nicht durchgesetzt. Was muss passieren, dass Sie sich auch hierzulande einen Durchbruch vorstellen können?

Ebeling: In den vergangen Monaten hat sich unser Geschäft von dem Endkonsumentengeschäft auf Business-to-Business verlagert. Seitdem haben wir im Ausland bereits große Erfolge erzielt. Im Kern liegt das daran, dass hier die Produkte ähnlich dem Handy-Modell von Konsortien subventioniert in den Markt gebracht werden. Zu diesem Konsortium können Pay-TV-Anbieter ebenso zählen, wie
E-Commerce-Firmen, die die Festplatte der Box für ihren Shop nutzen, oder Finanzinstitute, die mittels des eingebauten Smart-Card-Readers ihren Kunden sichere Banktransaktionen anbieten können. Basis dafür ist eine hervorragende Netz-Infrastruktur. Das ist zur Zeit in Deutschland noch nicht gegeben. Im Moment ist allerdings gerade die Landschaft der Kabelnetze extrem im Umbruch. Wir erwarten, dass ganz kurzfristig auch in Deutschland der Markt für Dienstleistungen über die iTV-Plattform der Met@box AG bereit sein wird. Bereits
jetzt reden wir mit potenziellen Konsortialpartnern, um hier auf dem deutschen Markt die treibende Kraft zu sein.

w-o: Was haben Sie noch in der Produkt-Pipeline und wann sind diese Entwicklungen produktionsreif?

Ebeling: Wir unterliegen einem permanenten Entwicklungsprozess und bauen den Stab unserer Hard- und Softwareentwickler massiv aus. Wir denken, wir können auch in Zukunft mit neuen Produkten und Technologien überraschen.

w-o: Welche Aufträge haben Sie schon in der Tasche und welche sind erst angekündigt?

Ebeling: Bislang haben wir über Orders von Set-Top-Boxen aus fünf Ländern informiert: Spanien, Südafrika, Frankreich, Skandinavien sowie einer weiteren Region. Außer in Skandinavien, wo ein "letter of intent" vorliegt, gibt es in allen Fällen feste Verträge.

w-o: Welches sind ihre aktuellen und zukünftigen Zielmärkte und was können Sie über Größe und bisherige Markterschließung sagen?

Ebeling: Als deutsches Unternehmen ist unser Stamm-Markt sicher Kontinentaleuropa. Die jüngsten Aufträge, beispielsweise aus Frankreich, Spanien und Skandinavien, zeigen, dass hier dynamische Unternehmen das Potenzial des interaktiven Fernsehens nutzen wollen. Die Orders aus Südafrika und Israel demonstrieren, dass Met@box auch jenseits der europäischen Grenzen aktiv ist.

w-o: Wie verbindlich und üblich ist der jetzt abgeschlossene Letter of Intent?

Ebeling: Ein Letter of Intent ist besonders dann wichtig, wenn auf beiden
Seiten angefangen wird, Geld für das gemeinsame Projekt auszugeben. Konkret bedeutet das auf Seiten der Met@box die beginnende Lokalisierung, auf der Seite unserer Partner die Vorbereitung der Netzwerke.

w-o: Wie ist ihr Zeitplan für den Abschluss des rechtsgültigen Vertrages?

Ebeling: Natürlich möchten wir so schnell wie möglich zu einem Abschluss kommen. Angesichts der Summen, um die es geht, ist es aber wesentlich wichtiger, sorgfältig zu verhandeln als schnell.

w-o: Beim Auftraggeber sind Sie in der Zwickmühle: Wenn Sie ihn nennen,
fehlt der für ihn wichtige Überraschungseffekt beim Markteintritt. Da Sie Mister X nicht nennen, fehlt so manchem der Glaube daran, dass dieses Geschäft wirklich seriös ist. Wie wollen Sie aus dieser Zwickmühle kommen?

Ebeling: ... indem wir Fakten nennen. Wir haben von Beginn an offen den Stand der Verhandlungen kommuniziert und dabei immer wieder begründet, warum wir über einzelne Punkte noch keine Auskunft geben. Die letzte Skepsis wird erst an dem Tag überwunden sein, an dem wir unsere Auftraggeber vorstellen können. In vielen Gesprächen mit Investoren habe ich aber erlebt, dass diese unsere Position nachvollziehen können.

w-o: Wie haben Sie die Seriosität des Auftraggebers geprüft?

Ebeling: Der von Ihnen angesprochene Auftrag ist bereits heute bis zum Ende durchfinanziert. Einen noch höheren Grad an Seriosität können sie kaum erwarten.
Wir haben natürlich die Konsorten auf Bonität überprüft.

w-o: Ganz kurz vor der Ankündigung des Abschlusses des Letter of Intent gibt es Anzeichen dafür, dass Anleger massiv ausgestoppt wurden. Die Aktie fiel unter 68 Euro und startete am nächsten Tag bei 110 Euro. Schadet Ihnen ein solches Geschehen nicht? Wer hat im Unternehmen gequatscht?

Ebeling: Niemand. Die Met@box-Aktie gehört zu den am meisten diskutierten Aktien am Neuen Markt. Immer wieder lösen Gerüchte sehr hohe Kursschwankungen aus. Genau diese Situation war auch Ende Juni gegeben, kurz bevor wir die Kapitalmärkte über den "Letter of intent" unterrichteten. Auf Grund dieser Schwankungen bin ich sehr froh, dass die Hauptversammlung dem Vorschlag zugestimmt hat, eine Kapitalerhöhung unter Ausschluss des Bezugsrechts der Altaktionäre zuzustimmen. Dies eröffnet uns die Möglichkeit, mit einem "secondary offering" in London gezielt institutionelle Investoren anzusprechen. Wir erhoffen uns von diesen langfristig orientierten Fondsmanagern auch einen Beitrag zu einer größeren Stabilität des Kursniveaus.

w-o: Wie hoch sind die Entwicklungskosten für die met@box und wie wurden sie in die Bilanz eingestellt. Als Aufwand oder wurden diese aktiviert?

Ebeling: Von den Entwicklungskosten in zweistelliger Millionenhöhe wurde
ein Betrag von 4.2 Mio DM aktiviert und wird in den nächsten Jahren abgeschrieben.

w-o: Wie steht es aktuell um den Cash Flow?

Ebeling: In Vorbereitung auf die Großaufträge ist der Cash-Flow natürlich
belastet, aber nicht in drastisch substanzminderner Größenordnung. Details entnehmen Sie bitte aus dem in den nächsten Tagen veröffentlichten
Halbjahresbericht.

w-o: Bis zu der Ankündigung des neuen Auftrags dümpelte der Kurs vor sich hin. Was tun Sie für den Shareholder Value?


Ebeling: Ich bin überzeugt, dass die beste langfristige Maßnahme für den
Shareholder Value ein hervorragend laufendes Geschäft ist - und genau das können wir vorweisen. Zusätzlich stehen wir im ständigen Dialog mit Investoren und Analysten, um ihnen das Unternehmen und seine Perspektiven vorzustellen.

w-o: Wann ist die Lock Up Periode abgelaufen. Gab es Verkäufe in nennenswertem
Umfang?

Ebeling: Die Met@box AG war bereits vorbörslich notiert. Diese Altaktionäre befanden sich bis Januar 2000 in der Lock-Up-Periode. Aufgrund der Tatsache, dass wir Inhaberaktien ausgegeben haben, besitzen wir keinen genauen Überblick, wie viele Personen aus dieser Gruppe danach ihre Anteile veräußert haben. Die Kontinuität beim Aktienkurs in den Wintermonaten zeigt aber, dass der Anteil nicht all zu hoch sein dürfte. Das Management darf noch bis Januar 2001 keine
Aktien verkaufen und hat das auch in Zukunft nicht vor. Wir sehen Met@box nach wie vor als die beste Anlage für unser Kapital.

w-o: Sie haben eine sehr rege Fangemeinde. Wir erhalten anonyme Anrufe mit der
Bitte: "Schreibt mal was positives über Metabox". Wie gehen Sie persönlich mit dem Kultstatus um?

Ebeling: Es ist großartig zu beobachten, wie viele Privatanleger sich intensiv mit unserem Unternehmen auseinandersetzen. Dies sollte aber keinesfalls soweit gehen, dass sie Einfluss auf unabhängige Redaktionen zu nehmen versuchen. Wir bemühen uns, die sehr rege Privatanleger-Gemeinde permanent aktuell zu informieren und nehmen uns immer wieder Zeit, direkt mit ihnen zu diskutieren. Auch in Zukunft wollen wir die Investor Relations Arbeit für diese Zielgruppe weiter verstärken.

w-o: Welche Analysten covern die Metabox-Aktie und welche institutionellen Investoren sind bei Metabox eingestiegen?

Ebeling: Das wachsende Interesse in der Öffentlichkeit für die Met@box AG
zeigt sich auch in der steigenden Zahl von Analysen. Regelmäßig covern Merck, Finck & Co. M.M. Warburg, die Hamburger Berenberg Bank sowie in London Williams de Broë (ING-Group) unser Unternehmen. Wer genau mit wie viel Prozent investiert ist, entzieht sich unserer Kenntnis. Wir bekommen vor allem vom Finanzplatz London ein dermaßen positives Feedback, dass wir dort größere Positionen vermuten.

16.08.2000 Metabox: Charttechnik deutet auf weitere Kursgewinne

Die Aktie hat ihre Korrektur beendet. Wie erwartet ging die Abwärtsbewegung bis in den Bereich von 140 Euro, wo der Kurs Unterstützung gefunden hat.

Zeit also, sich charttechnisch neu zu orientieren. Zwar belastet nach wie vor die Unsicherheit über die Großaufträge, doch die Markttechnik deutet wieder auf einen Aufschwung hin.

Der stark überkaufte Zustand hat sich abgebaut, Relative Stärke und Momentum
drehen wieder ins positive, einzig der MACD gibt derzeit kein Kaufsignal.

Aus rein charttechnischer Betrachtung wäre das Kursziel der Bereich zwischen 190 und 200 Euro. Die fundamentale Unsicherheit um die Großaufträge bleibt aber weiter als Belastung bestehen.

07.08.2000 Metabox: Wo stoppt die Korrektur?

Die Korrektur bei Metabox (WKN: 692 120) ist im vollen Gange. Heute gibt das Papier innerhalb des Tages von 160 Euro zur Eröffnung auf nun 147 Euro nach.

Die überkaufte Situation des Marktes hat sich nach den technischen Indikatoren deutlich abgebaut. Das Volumen ist durchschnittlich, so dass von einem Ausverkauf (noch) nicht die Rede sein kann.

Der Chart weist nach der Kursexplosion der letzten Wochen (Fahnenstange) die nächste größere Widerstandslinie erst bei 95 Euro auf. Die erste Unterstützung dürfte der Kurs bei etwa 140 Euro bekommen. Dort befindet sich ein kleines Top von Ende Juni, dass aufgrund der Fahnenstangen-Formation jedoch keine große Aussagekraft hat.

Bei derartigen Formationen kommt es oftmals zu einer Korrektur von etwa 50 Prozent der vorherigen Aufwärtsbewegung. Im Falle Metabox wäre dies eine Kursverlust von etwa 70 Euro, gerechnet vom Top bei 210 Euro. Auch hieraus ergibt sich eine Unterstützung bei 140 Euro.
2.Teil, Juli:
26.07.2000 341 Prozent Umsatzwachstum im ersten Halbjahr

Metabox (WKN692 120) hat im ersten Halbjahr seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 341 Prozent auf 26,6 Millionen Mark steigern können. Wie das Unternehmen ad hoc mitteilt, konnte auch der Verlust von 1,3 Millionen

Mark aus dem Vorjahr auf eine Million Mark verringert werden. Den im Vergleich zum Umsatz geringen Ergebniszuwachs begründet Metabox mit den Vorleistungen bei Personal und kundenspezifischer Systemsoftware, die durch den ersten Großauftrag im April notwendig wurden. Die Auslieferung der 500.000 Set-Top-Boxen im Wert von 500 Millionen Mark beginne noch im dritten Quartal so die Gesellschaft weiter. Endgültige Halbjahreszahlen will man Ende August vorlegen.

28.07.2000 Metabox: Geht neue Wege als Sponsor im Sport

Metabox (WKN: 692 120) schlägt nicht nur im interaktiven Fernsehen zu, auch die Marketingrechte an einem Sportklub hat man sich nun gesichert: Ab der kommenden Saison agiert das Hildesheimer Unternehmen als Hauptsponsor der Braunschweiger Bundesliga-Basketballer.

Dabei geht Metabox andere Wege des Sponsorings. Das Unternehmen ist mit 54 Prozent an der Marketinggesellschaft Metabox Marketing GmbH beteiligt. Diese Gesellschaft garantiert den Basketballern einen Saisonetat von 4,5 Mio. DM, erhält aber im Gegenzug alle Einnahmen aus Werbung und z. B. dem Verkauf von Fanartikeln.

Das Braunschweiger Basketballteam soll in drei Jahren zur europäischen Spitze
gehören. Neben PR-Effekten könnte dann auch in der Vermarktung der Rubel rollen. Und warum sollen Spiele der Braunschweiger nicht auch über das interaktive Meta-TV gezeigt werden? Das Interesse bei den Basketballfans sollte groß sein, da die
Sportart bisher im Fernsehen kaum vertreten ist.

27.07.2000 Metabox: Nicht verrechnen bei der Kapitalerhöhung!

Ein Thema des Tages ist die geplante Kapitalerhöhung bei Metabox (WKN: 692 120). Im Rahmen eines Zweitlistings will Metabox noch in diesem Jahr an die Londoner Börse gehen und dort 2 Mio. Aktien platzieren. Im Vorfeld wird es noch Gratisaktien im Verhältnis 1:4 geben, so dass dem Unternehmen auf der jetzigen Kursbasis etwa 80 Mio. Euro zufließen werden.

Spekulationen über einen Kapitalzufluss von 400 bis 500 Mio. Euro bei Finance-Online bzw. im Handelsblatt berücksichtigen hierbei die im Vorfeld durchgeführte Kapitalmaßnahme nicht. Wozu das Kapital verwendet wird, ist jetzt noch vage: Es soll zum Ausbau der Geschäfte im Internet-TV eingesetzt werden, bei dem Metabox ein aussichtsreiches Portal plant.

27.07.2000 Metabox: Schlechte Zahlen und viel Fantasie

Metabox bleibt nach der gestrigen Hauptversammlung und den nicht wie erwartet ausgefallenen Zahlen weiter im Blickpunkt.

Knackpunkt der Diskussion bleiben weiter die Gerüchte um eine unsichere Auftragslage. Vor allem ist immer noch unklar, wer hinter der Inter-Nordic steht, die 1,8 Mio. Stück des Metabox-Hauptproduktes Set-Top-Box (STB) abnehmen will. Mit Inter-Nordic soll es heute "in eine neue Runde gehen", wie Vorstandsvorsitzender Stefan Domeyer im Chat bei w:o sagt. Doch den Mantel des Schweigens um Inter-Nordic will er nicht lüften. Nicht ohne Grund: Domeyer wird die Gesellschafter von Inter-Nordic wohl kaum nennen können, ohne damit die Verhandlungen ernsthaft zu gefährden. Aber: So bleibt weiter unklar, wie 1,8
Mio. der Boxen in Skandinavien untergebracht werden sollen.

Die Verkaufszahlen in Deutschland sind jedenfalls nicht rosig, was auf den
ersten Blick das Vorhaben in Skandinavien noch unmöglicher erscheinen lässt. Eine Umfrage der Zeitschrift ComputerPartner ergibt, dass die Boxen fast aller Hersteller wie Blei in den Regalen der Kaufhäuser liegen. Die Konsumenten nehmen den Fernseher nicht als Multimedia-Station wahr. Bevorzugter Zugangsweg ins Internet bleibt noch der PC.

Hinzu kommt, dass sich die Metabox-Konkurrenz formiert. Die Telekom arbeitet bereits an einer eigenen Box, und deren Marktmacht dürfte ungleich größer sein als die von Metabox.

Zudem ist der Internet-Zugang über die STB von Metabox teurer als über den PC. "Wir nehmen 2 Pfennig mehr als billige Internet Service Provider", so Domeyer im w:o-Chat.

Doch Deutschland ist nicht der eigentliche Zielmarkt von Metabox, wie sich an den bisherigen Aufträgen ablesen lässt. Das Unternehmen konzentriert sich auf Länder, in denen man nicht unbedingt bereit ist, für das Surfvergnügen im Internet einen PC zu kaufen.

Doch hier gibt es ebenfalls Konkurrenz, die ihre Boxen bereits international erfolgreich vermarktet.

Eines von diesen Unternehmen, Scientific Atlanta, hat den Fuß schon in der europäischen Tür. 250.000 Boxen werden nach Großbritannien geliefert. Trotzdem hält Metabox an dem Ziel, 15 bis 20 Prozent des Weltmarktanteils zu erreichen, fest. Der Anfang der Erfolgsstory? Wie wichtig ein Gelingen der Großaufträge für die Hildesheimer ist, sagt Domeyer im Chat selbst: Ohne die Aufträge bleibt der Weltmarktanteil gleich null.

Chart

Der Chart von Metabox verheißt kurzfristig nichts Gutes. Im Bereich um den Höchstkurs hat sich in den letzten Tagen ein Doppeltop ausgebildet. Der kurzfristige, extrem steile Aufwärtstrend kann nicht gehalten werden. Zusätzlich ebbt nach der Kursrally der Umsatz deutlich ab, von der Kaufpanik aus der ersten Juliwoche ist nichts mehr zu spüren. Zusammen mit der deutlich überkauften Lage
bietet diese Formation Abwärtspotenzial bis in den Bereich von 140 Euro.

Allen kurzfristigen Unsicherheiten zum Trotz: Verwirklicht Metabox seine ehrgeizigen Pläne, dürften dem Unternehmen rosige Zeiten ins Haus stehen. Nicht nur Domeyer und den Aktionären wäre dies zu wünschen. Auch dem Neuen Markt stünde eine neue Staraktie gut zu Gesicht.

24.07.2000 Prioritäten für Metabox noch bei 209,50 Euro

Jüngstes Beispiel für gewünschte Transparenz bei Börseninformationen lieferte
ein Börsenbrief, in dem Vorstände und Banken bei Aktien anprangerte die zuerst professionell gepuscht wurden, dann bei der Erfüllung der vollmundigen Versprechen gepatzt haben. Als Kandidaten für Kursmanipulationen machte der Börsenletter Poet und die Deutsche Bank, Letsbuyitcom und Kurt Ochner, Abit mit Ex Vorstand Andreas Zehmisch und Gigabell mit Trinkaus & Burckhardt aus. Wenn es stimmt, Recht so!

Allerdings findet sich auch in dem Musterdepot des nicht unumstrittenen Tippgebers ein möglicher Kandidat für einen potentiell volatilen Kursverlauf. Am 7. Juli wurde die mit viel Phantasie versehene Metabox in das Musterdepot aufgenommen. Zu 209,50 Euro. Da war die Partie allerdings zunächst vorbei, denn nur kurz vorher notierte das Papier um die vergleichsweise billigen 70 Euro.

12.07.2000 Met@box: Details zu den Großaufträgen weiter unklar

Das in Hildesheim ansässige Unternehmen Met@box (WKN: 692 120) tritt in einer AdHoc Spekulationen über "Art und Umfang" der jüngst gemeldeten Großaufträge entgegen.

Wie es in der Meldung weiter heißt, handele es sich bei der Inter Nordic um eine Investorengruppe aus Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland und Island. Met@box habe die Option, der künftigen Plattform-Betreibergesellschaft anzugehören.

Hinsichtlich genauerer Angaben wird die Öffentlichkeit vertröstet: Erst nach Abschluss der Verhandlungen in den nächsten Wochen sollen Details bekannt gegeben werden.

Der Rahmenvertrag mit der französischen World S.A.R.L. soll laut Met@box der erste Schritt zu einer umfassenden Zusammenarbeit darstellen. Als Bedingungen des Vertragsabschlusses werden die Erfüllung der technischen Qualität und die Einhaltungen von Spezifikationen für den französischen Markt. Die Produktion der Geräte soll in Asien geschehen.

Einen langen Atem müssen die Marktteilnehmer trotz dieser Erläuterungen bewahren, denn die zentrale Frage, mit welchem Geschäftsmodell die Set-Top-Boxen vertrieben werden sollen, bleibt weiter ungeklärt.

Met@box schloss gestern mit einem Minus von 10,6 Prozent bei 160,00 Euro.

12.07.2000 Met@box - Was ist dran?

Das in Hildesheim ansässige Unternehmen Met@box AG (WKN: 692120) steht seit einigen Tagen im Fokus der Anleger. Nach einem kurzen Durchhänger des Kurses bis in den Bereich von 67 Euro sprang das Papier trotz (oder wegen?) der katastrophalen Schwäche am Neuen Markt auf deutlich über 200 Euro. Heute muss es weitere Federn lassen und notiert gegenwärtig im Bereich um 150 Euro.

Begleitmusik der Kurssprünge waren einerseits Gerüchte über Insiderverkäufe, andererseits Meldungen über weitere Grossaufträge oder entsprechende Absichtserklärungen aus dem Unternehmen.

Einige Anleger sehen das Papier schon bei Kursen um die 300, andere haben noch nie eine Set-Top Box gesehen und bezweifeln, dass es einen Markt hierfür gibt.

Technik

Eine Set-Top Box (STB) wird im Rahmen der Ankopplung eines Fernsehgeräts an Breitbandkabel (oder Satelliten-Anlagen) immer dann benötigt, wenn hierüber zusätzliche Dienste genutzt werden sollen. Diese zusätzlichen Dienste bestehen in gesondert zahlungspflichtigen Programmen oder auch anderen Features, wie Internet-Anschluss oder separaten eCommerce-Kanäle. Stichwort auch interactive
TV. Bei digitalen Breitbandkabeln werden STB`s immer benötigt, allein schon um TV-Gerät kompatible Signale zu generieren.

Markt

Es lohnt sich, mal über den "Großen Teich" zu blicken. Zwei Unternehmen führen dort den Markt an. Das eine, General Instrument, ist mittlerweile eine Tochter von Motorola und Marktführer. Das zweitgrößte Unternehmen heißt Scientific Atlanta. Wir haben es bereits am Freitag letzter Woche porträtiert und gestern
eine weitere Meldung veröffentlicht

Kurz zusammengefasst: Scientific Atlanta fertigte im letzten Geschäftsjahr Woche für Woche etwa 40.000 STB`s und will im nächsten Jahr auf mehr als 5 Mio. Stück Produktionsvolumen kommen. Umsatz im am 30. Juni 1999 abgelaufenen Geschäftsjahr: Mehr als 1,2 Mrd. US-Dollar. Kursentwicklung Faktor drei gegenüber dem Jahresanfang - beste Performance im S & P 500 Index. Für das Geschäftsjahr 2000 (Juni) werden 82 Cents EPS erwartet nach 65 Cents im Vorjahr.

Geschäftsmodell und Markt

Scientific Atlanta liefert die STB`s an Kabelnetzbetreiber oder an die Betreiber von Satellitennetzen. Größter Einzelkunde ist Time Warner mit 16%.

Das Unternehmen hat mittlerweile auch einen Fuß in der europäischen Tür. So wurde im Januar ein Vertragsabschluß mit NTL, dem größten Betreiber von Breitbandmedien in Großbritannien, über die Lieferung von mind. 250.000 Set-Top Boxen bekannt. Laufzeit soll sich über einen Zeitraum von drei Jahren erstrecken.

Morgan Stanley Dean Witter sieht voraus, dass die Breitbandkabelindustrie ungefähr 10 Mrd. US-Dollar investieren wird, um die eigenen Netze zu modernisieren, sprich zu digitalisieren.

Time Warner verfügt über mehr als 13 Mio. Kunden des gegenwärtigen analogen Kabeldienstes. Das Unternehmen rechnet damit, dass sie bei der Digitalisierung mitziehen. Nur so können sie sich alle künftigen, zusätzlichen Dienste der Kabelanbieter erschliessen.

In Europa wird an Umstellungen der Breitbandnetze gearbeitet. Vor einigen Tagen
hatte z.B. Cisco bekannt gegeben, dass man PrimaCom mit Netzwerktechnik beliefert, um die Kabelinfrastruktur Euro-DOCSIS fähig zu machen. Mit diesem, an das amerikanische Pendant angelehnten Standard wird es möglich, Breitbandkabel für Zusatzdienste wie Telefonie- und Datenkommunikation zu nutzen.

Marktgepflogenheiten

Teilweise herrscht in den Diskussionen um vermeintliche Metabox-Aufträge Verwirrung um rechtliche Begriffe.

In Hi-Tech Märkten, die sich noch im Entwicklungsstadium befinden, werden oft Letter of Intends abgeschlossen. Sie sind zwar im rechtlichen Sinne kein Liefervertrag, aber sie sind deutlich mehr als ein Stück Papier, mit dem man sich im Zweifel - na Sie wissen schon...

LoI`s sind eine Absichtserklärung. Von solchen LoI`s kann man nicht ohne weiteres und wllkürlich zurücktreten, ohne erhebliche Schadensersatzforderungen zu riskieren.

Ein Rahmenvertrag ist eine Stufe besser. Meist ist er gekoppelt an einen ersten Abruf der bestellten Ware. Auch er ist nicht so wasserdicht wie ein definitiver Auftrag, aber im rechtlichen Sinne mehr als ein LoI.

Ein definitiver Auftrag ist natürlich das Schönste, was sich ein Unternehmen wünschen kann. Aber auch hier gibt es Rücktrittsklauseln, die normal sind. So werden bestimmte technische Eigenschaften zugesichert, deren Nichterfüllung einen Nichtigkeitsmechanismus in Gang setzen kann. Oft werden auch Vorbehalte eingebaut, die sich am Eintreten bestimmter Marktgegebenheiten orientieren.

Dass in sich entwickelnden Märkten lockere Konsortien gebildet werden, die (noch) keine eigene Rechtspersönlichkeit haben, ist auch nichts Seltsames oder Verdächtiges.

Und dass sich Lieferanten an Kunden beteiligen, ist weder ungewöhnlich, noch
anrüchig, noch schlecht. Im Gegenteil - im Falle STB kann es dem Hardware-Lieferanten die Möglichkeit eröffnen, in einem späteren Entwicklungsstadium des Marktes auch an der Lieferung von Content zu partizipieren.

Konsequenz

Mit dem Gesagten sollen ein paar Ungereimtheiten und mögliche Missverständnisse ausgeräumt werde.

In Nordamerika, dem Mutterland alles technischen Segens, existiert ein ausgewiesener Markt für solches Gerät wie STB`s. Er scheint für die Anbieter solcher Geräte lukrativ zu sein.

Ob Metabox nun entsprechende Aufträge hat oder bekommt oder die Chance hat, ein führender Player in Europa zu werden, kann der Verfasser aufgrund eigener Recherchen (noch) nicht abschließend beurteilen. Dieser Beitrag sollte daher weder in die eine, noch in die andere Richtung interpretiert werden.

Die Aktie

Die Metabox-Aktie notiert gegenwärtig bei 151,50 Euro - 5,9% unter dem gestrigen Schlußstand. Bei Fahnenstangensituationen scheitern charttechnische Betrachtungen gewöhnlich. Klar ist, dass die kurzfristige Technik überkauft ist. Langfristig orientierte Anleger sollten auf den Bestand des Aufwärtstrends aus April achten: Er liegt aktuell bei 103 Euro. Statische Unterstützungen bei 87 Euro, GD30 bei 115 Euro.

10.07.2000 Metabox: Zweifel an Goßaufträgen zurückgewiesen

Met@box AG (WKN: 692 120), die Set-Top Boxen für Fernseher herstellt, um Internetinhalte zu empfangen, hat die Zweifel an den Großaufträgen von Analysten zurückgewiesen.

Das Unternehmen hatte in der letzten Woche einen erneuten Großauftrag aus Frankreich über 500.000 Set-Top-Boxen gemeldet.

Im Handelsblatt wies Vorstandschef Geerd-Ulrich Ebeling die Vorwürfe zurück und sagte, dass die Lieferung der Decoder noch in diesem Jahr beginne. Die Zweifel der Analysten wurde durch die zurückhaltende Äußerung des Unternehmens über ihre Auftraggeber ausgelöst.

Der Kurs steigt um 12,25 Prozent auf 211,00 Euro.

10.07.2000 Ist Phantasie wirklich mehr als Wissen?

Die vergangene Woche wurde von dem Hildesheimer Unternehmen Met@box beherrscht: Die Meldung einer Absichtserklärung für einen weiteren Großauftrag für Set-Top-Boxen trieb den Kurs bis auf über 220,00 Euro hinauf. Seit April hat sich der Kurs der Aktie damit verfünffacht.

In diese phantasiegetriebene Euphorie mischen sich kritische Stimmen. Das Handelsblatt zitiert in einem Artikel nicht namentlich genannte Analysten, die an der Wahrhaftigkeit der Großaufträge Zweifel hegen. Das Unbehagen rührt aus der offenkundigen Diskrepanz des bisherigen Verkaufserfolgs der Set-Top-Boxen und dem geplanten Volumen der Aufträge in einem noch nicht entwickelten Markt. Auffällig ist, dass 1999 gerade einmal 10.000 Boxen verkauft werden konnten - und damit nur ein Viertel der ursprünglichen Metabox-Planungen eingetroffen sind. Nach den derzeitigen Aufträgen, Rahmenabkommen und Absichtserklärungen soll jetzt ein Markt von 2,8 Millionen vorhanden sein.

Auf Nachfrage bei Reinhard Rother, Analyst des Bankhauses Delbrück erläutert dieser, dass grundsätzlich in ein bis zwei Jahren mit einem Massenmarkt für Set-Top-Boxen gerechnet werden könne. Der Trend weg vom PC als Standard-Internet-Zugang zeichne sich deutlich ab.

Nachdenklich stimme ihn jedoch die Geheimhaltung wichtiger Details der Deals. Dabei stehe für ihn vor allem das Schweigen zu dem Geschäftsmodell im Vordergrund: Wie soll die große Anzahl an Set-Top-Boxen an den Kunden gebracht werden?

Auch die Met@box-Vorstände hätten den Versuch, die Boxen via Kaufhaus zu vertreiben, als wenig geeignet erkannt. Neue E-Commerce oder Sponsoring-Modelle, wie im Handy-Markt, seien denkbar. Problematisch nehme sich zudem der Absatz-Markt Nordeuropa aus: Die Zahl der Set-Top-Boxen, die dort verkauft werden sollen, nimmt sich angesichts der Bevölkerungsdichte sehr optimistisch aus.

Reinhard Rother sieht die Notwendigkeit, über diese offenen Fragen die
Anleger zu informieren und die Phantasie durch Fakten zu untermauern. Andernfalls droht, das haben in der jüngsten Zeit zahlreiche Beispiele gelehrt, ein rasanter Absturz. Von Phantasie beflügelt allein mag sich mittlerweile kein Unternehmen mehr am Neuen Markt dauerhaft halten.

Heute hat sich der Kurs zunächst einmal etwas schwächer gezeigt. Erwartungsgemäß dürften erste Gewinnmitnahmen eingesetzt haben, schließlich läuft heute die einjährige Spekulationsfrist aus. Anleger, die schon seit Beginn in dem Wert investiert sind, können heute steuergünstig Kasse machen.

07.07.2000 Metabox: Einstiegskurse am Happy Börsday

"Ich hebe mein Kursziel an, wenn Ende Juli die Verträge unterschrieben sind," kündigte Oliver Graf Wrangel, Neuer Markt Experte des angesehenen Bankhauses Merck, Finck und Co., im Gespräch mit wallstreet:online an. Bisher hat Wrangel für Metabox, die In-Aktie der letzten beiden Tage, ein Kursziel von 150,00 bis 170,00 Euro berechnet.

Aber: In der jetzigen Schätzung sind die neuesten Aufträge natürlich noch nicht
enthalten und auch die schon bekannten Aufträge wurden nur zu dem Teil berücksichtigt, mit dem sie sicheren Umsatz bringen.

Der gestern gemeldete Verkaufserfolg sei zur Zeit lediglich ein Letter of Intent, also nicht mehr als eine Absichtserklärung. Wenn diese Ende Juli in einen Vertrag mündet, so will Oliver Wrangel seine Bewertung überarbeiten.

Am Montag wird das nächste Metabox-Kapitel geschrieben werden, denn ein Jahr nach dem Börsengang können sich Erstzeichner steuerfrei von den Papieren trennen. Ob dies neue Einstiegschancen auf niedrigerem Niveau bringt?

Wer also die letzte Bärenfalle vor ein paar Tagen verpasst hat, kann am Montag zumindest auf Einstiegskurse hoffen.

Und dann könnte die angehobene Schätzung von Oliver Wrangel wieder hilfreich sein, um wieder für höhere Kurse zu sorgen.

06.07.2000 Met@box: Ist die Kursexplosion fundamental gerechtfertigt ?

Met@box (WKN 692 120)ist am heutigen Tag mit einem Kursplus von 35,87 Prozent auf 173,50 Euro der Highflyer am Neuen Markt. Zurückzuführen ist die Kursexplosion auf eine Meldung des Unternehmens über einen Vertrag mit Worldsat über die Lieferung von 500.000 Set Top-Boxen. Bereits Ende Juni konnte Metabox die Unterzeichnung eines Letters Of Intent mit der skandinavischen Investorengruppe Inter-Nordic über die Lieferung von 1,8 Mio. Set-Top-Boxen melden.

Die Banken überschlagen sich derzeit zu Metabox mit positiven Studien. Unter anderem die Berenberg Bank, Hornblower Fischer oder einer der Designated Sponsors der Metabox, die M.M. Warburg, raten zum Kauf der Aktie.

Michael Bahlmann, Analyst von M.M. Warburg, bekräftigt auf Nachfrage von
wallstreet:online seine Kaufempfehlung und denkt über eine Anhebung der Umatz- und Ergebnisschätzungen für 2001 und 2002 nach. Bahlmann rechnet damit, dass der jüngst abgeschlossene Vertrag mit Worldsat S.A.R.L. ab dem nächsten Jahr umsatz- und ergebniswirksam wird. Bisher geht Bahlmann für das Jahr 2001 von einem
Gewinn pro Aktie von 5,76 Euro und für das Jahr 2002 von 7,01 Euro aus.

Doch neben vielen positiven Studien ruft speziell der Letter Of Intent mit
der skandinavischen Inter-Nordic auch kritische Stimmen auf den Plan. Vor allem ist unklar, wer hinter der skandinavischen Investorengruppe steht und wie Metabox 1,8 Mio. Set Top-Boxen im engen Markt Nordeuropas unterbringen will, der zudem auch noch die höchste Marktdurchdringung bei Internetanschlüssen in Europa aufweist. Hierbei ist auch zu bedenken ist, das die Set-Top-Boxen in Deutschland keinen guten Absatz finden.

Das Unternehmen tritt dieser Kritik offensiv entgegen. Metabox geht davon aus, dass die Medien Internet und Fernsehen in der Zukunft nicht mehr gegeneinander konkurrieren sondern zu einem Interaktiven Fernsehen verschmelzen. Insofern
sieht Metabox bereits vorhandene Internetanschlüsse nicht unbedingt als Konkurrenz.

Die Aufträge, insbesondere der Deal mit der Inter-Nordic, sind abgesichert.
Den Abschluss des endgültigen Vertrages mit dem nordeuropäischen Konsortium wird in den nächsten vier Wochen erwartet. Wer letztendlich hinter dem Konsortium steht, wird man wohl auch erst erfahren, wenn die Tinte auf den Verträgen getrocknet ist. Bis dahin hält sich Metabox zurück.

Umsätze fließen Metabox auf jeden Fall zu, da in den Vereinbarungen eine
Festabnahme der Boxen garantiert sei und diese nicht als Kommissionsware durch die Skandinavier bzw. Franzosen verkauft werden. In letzterem Fall hätte das Risiko eines Flops einzig bei Metabox gelegen. Zu den Gewinnmargen, die Metabox aus den Verträgen ziehen kann, wollte das Unternehmen keine Stellung nehmen.

Für zusätzlichen Druck auf die Aktie könnte sorgen, dass Metabox bald seit einem Jahr am Neuen Markt notiert ist und somit Erstzeichner nach Ablauf der Spekulationsfrist steuerfrei Kursgewinne realisieren könnten.

Letztendlich ist es noch viel Fantasie und Zukunftsmusik, die den Kurs beflügelt. Metabox wird in der nächsten Zeit zeigen müssen, ob das Vertrauen der Anleger gerechtfertigt ist.

06.07.2000


ANALYSE/M.M. Warburg wollen Metabox-Gewinnschätzung anheben

Nach dem erneuten Auftragseingang über 200 Mio EUR wollen die Analystenvon M.M. Warburg in den nächsten Tagen die Gewinnschätzung für das Unternehmen "signifikant" nach oben setzen. Allerdings werde sich der neue Auftrag auf das diesjährige Ergebnis nicht mehr auswirken. Die erst zuletztam 30. Juni erstellte Gewinnreihe sei somit hinfällig. Dort wurde für 2001 ein Umsatz von 700 Mio DEM sowie ein
EBIT von 66 Mio DEM prognostiziert. Dieses Jahr soll sich der Umsatz auf 175 Mio DEM bzw das EBIT auf 22 Mio DEM belaufen. Als Kursziel wurde ein Wert von 150 EUR genannt. Gegenwärtig notieren Metabox mit einem Plus von 37 Prozent bzw 47,30 auf 175,00 EUR

Quelle: M.M. Warburg & Co.

06.07.2000 Analystenschaetzung Metabox: Französischer Verteiler bestellt 500.000 Aufsatzgeräte



Das Unternehmen gab eine grundsätzliche Übereinkunft mit Worldsat S.A.R.L. bekannt, die die Lieferung von 500.000 Aufsatzgeräten für den französischen und nordafrikanischen Markt betrifft und 2001 beginnen soll. Worldsats Kundenstamm umfasst Canal+, France Telecom, Carrefour, Fnac etc. Der Deal wird ein ungefähres Gesamtvolumen von €200 Mio. haben. Noch sind keine
weitern Angaben gemacht worden.

Quelle: Merck Finck & Co

05.07.2000 Analystenschaetzung Tagestipp: Metabox

Die Macht des Internets wurde zuletzt wieder am Beispiel Metabox deutlich. Der Aktienkurs des Anbieters von TV-Settopboxen, die Fernsehgeräte internetfähig machen, hatte sich seit Frühjahr dieses Jahres sehr erfreulich entwickelt, nachdem ein Großauftrag im Volumen von 500 Mio. DM gemeldet worden war. Anfang der Woche setzten im Internet gestreute Gerüchte über angebliche Insiderverkäufe eine Verkaufswelle in Gang. Binnen zwei Tagen stürzte der Kurs um rund 25%. Das interessante daran ist, dass fast ausschließlich Kleinanleger mit Stückzahlen von ein paar hundert oder weniger am Werk waren. Doch während das Volumen der
Orders klein war, war die Zahl der Orders um so größer. Dies zeigt auch, dass Prominenz- Metabox war eines der am meisten dikutierten Unternehmen auf den einschlägigen Web-Seiten - nicht unbedingt ein Vorteil sein muss. Kaum war der Kurs abgestürzt, wurde ein weiterer möglicher Großauftrag bekanntgegeben, der das Volumen des ersten noch überstieg. Der Kurs explodierte an einem Tag um 60%.

Wir halten an unserer Kaufempfehlung für den Börsenhighflyer Metabox fest. Bereits der erste Großauftrag hat dafür gesorgt, dass Metabox bei dreistelligen Wachstumsra-ten bei Umsatz und Gewinn nur mit einem einstelligen Kurs-Gewinn-Verhältnis bewer-tet wird. Jetzt erscheint das Kurspotential noch deutlich höher. Kaufen.

Quelle: Hornblower Fischer AG

05.07.2000 Met@box: Lieferung von 500.000 Set-Top-Boxen an Worldsat S.A.R.L.

Die in Hildesheim ansässige Met@box AG (WKN: 692 120) hat mit der in Frankreich beheimateten Worldsat S.A.R.L einen Rahmenvertrag über die Lieferung von einer halben Millionen Set-Top-Boxen geschlossen. Weiterhin wurde vereinbart, dass ab 2001 die Geräte in Frankreich produziert werden. Das Volumen der Transaktion soll ungefähr 200 Mio. Euro umfassen.

03.07.2000 Analystenschaetzung M.M. Warburg empfiehlt Metabox-Aktien weiter zum Kauf

Die Analysten von M.M. Warburg & Co hat ihre Kaufempfehlung für die Aktien der Metabox AG ( Kurse, News, Diskussion ) bekräftigt. Das teilte das Investmenthaus am Montag mit. Grund für die Einstufung seien die sehr guten Geschäfts-Aussichten für Metabox nach dem Eingang von Großaufträgen in der Sparte Digital-TV. Auf 12-Monats-Sicht sei mit einem Kurs-Ziel der Aktien von 150 Euro zu rechnen. Die Analysten hoben ihre Umsatz-Schätzungen für 2000 von 99 Mio. auf 175 Mio. DM an. Für 2000 sei ein Ergebnis je Aktie von 2,21 Euro und in 2001
von 5,76 Euro zu erwarten.

Metabox habe im Juni einen Großauftrag mit einem Volumen von rund 1 Mrd. DM für seine Seta-Top-Boxen gemeldet. Die Seta-Top-Box ist ein Gerät, dass die Kombinierung von interaktiven Angeboten und digitalem Fernsehen ermöglicht. Nach dem Beschluss der Europäischen Union, das gesamte
analoge TV-Netz bis zum Jahr 2010 zu digitalisieren, sei für solch ein Produkt eine große Nachfrage zu erwarten. Dieses Marktumfeld würde künftig bei Metabox zu signifikanten Umsatz-Steigerungen führen.

Quelle: M.M. Warburg & Co.
Früher:
15.06.2000 Analystenschaetzung Met@box - Kaufen

Die Börsenfachleute von "Der Aktionär" raten dem Anleger zum Kauf der Aktien von Met@box. Mit Hilfe der von Met@box entwickelten Set-Top-Boxen ist es dem Nutzer möglich, während des Fernsehens im Internet zu surfen. Neben der Anbindung von Internet und digitalisiertem Fernsehen bietet die Met@box zusätzlich einen integrierten DVD-Player. Durch die Übernahme des Satelliten-Retailers Amstrad
profitiert man nun auch von der Kombination von Set-Top-Boxen und Satelliten-Receivern. Insgesamt erhält der Kunde ein multimediales Produkt, mit dem Fernsehen zum interaktiven Erlebnis wird.

Trotz der hervorragenden Performance des Aktienkurses ist die durch die Expansion vorhandene Fantasie nach Ansicht des Managements noch nicht in den Notierungen enthalten. Bei einem Umsatzwachstum von 365 Prozent in 2000 und 200 Prozent im Folgejahr soll in 2001
ein Umsatz von 600 Millionen DM erreicht werden. Mit einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von 0,7 und einem 2001-er KGV von nur 17 ist Met@Box angesichts eines Gewinnwachstums von 140 Prozent extrem günstig bewertet. "Der Aktionär" sieht daher ein Kursziel von 140 Euro.

Quelle: Der Aktionär

31.05.2000 Analystenschaetzung Berenberg Bank rät zum Kauf von Metabox-Aktien

Die Berenberg Bank empfiehlt die Aktien der Metabox AG unverändert zum Kauf. Die Ergebnisse des ersten Quartals hätten über den Erwartungen gelegen, teilte Analyst Marc Osigus am Dienstag in Hamburg mit. Positiv seien die Eröffnung eigener Auslandsniederlassungen - wie jüngst in den USA - und Auslandsaufträge für interaktive Set-Top-Boxen zu werten. Zudem habe das Unternehmen weitere Großaufträge in der Pipeline.Trotz der positiven Resultate behält der Analyst seine Prognose für den Umsatz des laufenden Geschäftsjahres mit mindestens 102 Millionen Euro bei. Um in den kommenden Jahren an der dynamischen Entwicklung des Marktes für Set-Top-Boxen zu partizipieren, werde Metabox seine Aufwendungen
für Marketing sowie F&E in den nächsten Quartalen wahrscheinlich erhöhen. Aus diesem Grund würden auch die Erwartungen für das Nettoergebnis von sieben Millionen Euro beibehalten.

Quelle: Berenberg Bank

31.05.2000 Analystenschaetzung Metabox AG - Kaufen

Met@box AG

Wachstum interaktives TV
Met@box baut Aufsatzgeräte (set-top box), die
es 1) Anwendern erlaubt über den Fernseher im Internet zu surfen und 2) das analoge Fernsehen interaktiv macht. Es wird erwartet, dass der Umsatz 2000 sich vervierfacht, obwohl sich dies nicht im gegenwärtigen Kurs wiederspiegelt. Wir
erwarten einen signifikanten Anstieg des Aktienkurses, sobald Investoren erkennen, dass Met@box im Vergleich zu Konkurrenten wie Nezgem und Freedomland stark unterbewertet wird. Kursziel für das Jahresende sehen wir bei €140. Rating: Buy

- Es wird erwartet, dass die Marktpenetration des interaktives Fernsehens kurzfristig gesehen auf 1-2% und längerfristig noch stärker steigen wird. Metabox sollte von diesem Trend profitieren können, 1. durch den Verkauf
der Aufsatzgeräte und 2. durch wiederkehrende Einkünfte von Abonnenten.

-
Ein Vertrag über die Lieferung von 500.000 Aufsatzgeräten, Server-Technologie
und Dazu gehörigen Produkten (Wert €256 Mio.) wird in den nächsten 2 Jahren dafür sorgen, dass die Top-line dramatisch ansteigt. Das Management sagt eine Vervierfachung des Umsatzes im Finanzjahr 2000 voraus. Wir erwarten noch höhere Einkünfte, wenn die Metabox-Technologie sich erst einmal bewiesen hat.

- Neue
Vertriebsvereinbarungen innerhalb Deutschlands sollten das Interesse der und
den Bekanntheitsgrad bei den Kunden erhöhen

Zusammenfassung

Metabox hat seit der
Gründung 1996 seine Fähigkeit bewiesen, Marktnischen erfolgreich ausnützen zu
können. Hauptprodukt ist ein Aufsatzgerät, das es erlaubt den Fernseher für die Nutzung des Internets zu verwenden. Außerdem werden Produkte wie u.a. Satellitenempfangsgeräte und Macintosh Upgrade-Karten hergestellt. Beste Wachstumsaussichten hat jedoch das interaktive Aufsatzgerät.

Zu der Internetfähigkeit kommt noch die Möglichkeit weitere Geräte wie DVD-Spieler, Festplattenspeicher, Smartcard-Lesegerät etc. anzuschließen. Met@box AG arbeitet mit TV-Unternehmen zusammen, um zwei Schlüsseltechnologien, Java TV API und MHP (Multimedia Home Platform), in ihre Produkte einbeziehen zu können.

Bisherige Verkaufszahlen (510.000 Stück) des Aufsatzgeräts während der erst neunmonatigen Vertriebszeit, weisen auf die technischen und kommerziellen Möglichkeiten des Produkts hin. Kurzfristige Marktdurchdringung schätzen wir auf 1-2%, mittelfristig wird das Unternehmen davon profitieren, dass der Trend zu einer
vollständigen Durchdringung des Marktes geht. Metabox` Vorteil besteht u.a.
darin als erstes Unternehmen am europäischen Markt zu sein.

Metabox versucht sich im Geschäft mit dem interaktiven Fernsehen so zu positionieren, dass das Unternehmen von kontinuierlichen Einkommensströmen profitieren kann. Diese werden sich aus der Nutzung der Metabox ISP, der Lizenzierung der Technologie zur Ausstrahlung von Webpages über das Fernsehen und Provisionen für über die Aufsatzgeräte verkauften Produkte ergeben.

Wir setzen das Kursziel auf einen mittleren Wert von €140 einer Spanne von €130 bis €160 fest. Dies würde bedeuten, dass die Metabox-Aktie zurzeit 45% unter Wert gehandelt würde. Auch das Verhältnis von Geschäftswert zu Umsatz und von Geschäftswert zum Gewinn vor
Steuern, Zinsen und Abschreibungen weisen darauf hin, dass die Aktie im Vergleich zu Konkurrenten wie Netgem, Freedomland und Pace Micro Technology stark unterbewertet ist.


Bewertung:
- Metabox ist in Bezug auf Marktkapitalisierung kleinstes Unternehmen der Peer Group trotz der Anzahl der bereits verkauften Geräte

- Vorsprung der Konkurrenz sollte sich verringern, wenn Metabox beginnt, den kürzlich unterschriebenen Vertrag über 500.000 Aufsatzgeräte umzusetzen

- wir sehen den Wert der Metabox-Aktie zwischen €130 und €160, Kursziel für das Jahresende sehen wir bei €140, wobei wir die dreiteilige
Diskontierungsmethode anwenden. Erste Phase lässt nicht veröffentlichten (discrete) Cashflow für 2000 - 2003 außer Acht. Zweite Phase nimmt 12% Wachstum für 2004 bis 2009 an. Dritte Phase nimmt eine gleich bleibend andauernde Wachstumsrate von 3% der Cashflows an. Metabox wird ungefähr auf Höhe des
deutschen BIP wachsen und sich damit nicht mehr in einer Wachstumsphase befinden.

Marktaussichten Deutschland/Europa
- Markt für Internet - TV wird als riesig eingeschätzt; Forrester schätzt weltweite Nachfrage wird in den nächsten vier Jahren 25% pro Jahr wachsen, während der Markt für interaktives TV noch wesentlich stärker wachsen soll

Produkte/Technologie
- in den letzten neun Monaten hat Metabox drei aufeinander folgende Produkte für das interaktive TV entwickelt: Geräte erlauben 1. Ansicht Internet über normalen TV-Bildschirm, 2. Broadcast Online Television (BOT) Inhalte zu empfangen, die auf analogen TV-Kanälen über den normalerweise nicht genutzten horizontalen Blanking Space (Austastlücke) transportiert werden

- Metabox hat vor einigen Jahren der deutschen Telekom die weltweiten Rechte an der BOT-Technologie abgekauft; Vorteil der Technologie sind geringe Download-Zeiten und die Tatsache, dass User die Inhalte gratis erhalten, da Übertragen nicht über ISPs, sondern über TV-Signale erfolgt; Anwendungen für BOT wären z.B. Verbreitung von Versandkatalogen über TV und interaktive Programmüberlagerungen; Werbung könnte interaktiv gestaltet werden, Programme können durch Hintergrundinformationen etc. ergänzt werden

Entwicklung des Produkts
Oktober 1999: Metabox 500 - Internetnutzung, E-Mailservice, Empfang von BOT Inhalten
Dezember 1999(?) Metabox 50 - verschlankte Version des Vorläufers ohne BOT
? 2000: Phoenix - Internetnutzung, E-Mailservice, BOT, Satellitenempfang, Kabel, DVD-Player, CD-Player
etc.; modulare Anordnung erlaubt OEM- und Großhandelskunden auszuwählen, welche
Elemente sie brauchen potenzielle Kunden könnten Kabelgesellschaften, Katalogverkäufer
etc. sein

Geschäftsmodell

- Metabox AG zielt auf den Einzelhandelskunden, was es erlaubt, Einkünfte aus Verkauf der Geräte u. aus wiederkehrenden Einkommensströmen zu beziehen.

- Erfahrungen mit dem amerikanischen Beispiel WebTV (Microsoft) können als Indikator für Metabox` Zukunft betrachtet werden; WebTV hat eine Marktpenetration von 1,4%. Wir gehen davon aus, dass das Metaboxprodukt 2003 eine vergleichbare Position in den Ländern haben wird, die jetzt anvisiert werden.

- in Deutschland hat Metabox zurzeit nur eine Marktpenetration von 0,03% bei 10.000 verkauften Geräten; wir erwarten aber
kurzfristig eine Penetration von 1-2%

- zusätzlich besitzt und betreibt die Metabox AG den ISP, den Deutschen BOT-Service + Produktion von BOT-Inhalten, Abdeckung ist Bundesweit, über N-TV, was eine technische Abdeckung von 88% der deutschen Haushalte bedeutet

- wiederkehrende Einkommensströme sind vielfältig: 1. Gebühren für Online-Zeit von der deutschen Telekom 2. aus dem Online-Verkauf von Produkten und Services

- Vertrieb wird diese Jahr anziehen, da Vertriebsvereinbarungen mit großen deutschen Einzelhandelsunternehmen (Media Markt, Galeria Kaufhof, Expert)

- größtes Potenzial für Massenverbreitung bieten Versandhausgesellschaften; Metabox befindet sich in Verhandlung mit Unternehmen dieser Branche, um zu überzeugen, dass Kataloge online gestellt werden und dann über BOT verbreitet werden.

Außerhalb Deutschlands: Großhandelskunden

- außerhalb Deutschlands werden Großhandelskunden anvisiert, die dann den BOT-Service selbst betreiben; ausländische Käufer stellen vielleicht den größten Markt für Metabox dar

Konkurrenz

- drei unmittelbare Konkurrenten: Netgem (Frankreich), Freedomland (Italien), Pace Micro Technology (UK)

- Netgem hat ähnliches Geschäftsmodell wie Metabox, verkauft aber nicht an Endverbraucher, sondern ISPs, Telefongesellschaften etc.

- Freedomland hat ein ganz anderes Modell und bezieht die Geräte über Netgem und nutzt Infostradas ISP-Service; weiterer großer Unterschied ist Verkauf über Vertreter

- Pace Micro Technology verkauft die Geräte an Verteiler wie z.B. BskyB und beteiligt sich nicht an wiederkehrenden Einkommensströmen

- weitere Konkurrenten sind digitale Pay-TV-Gesellschaften, die ähnliche Geräte herausbringen, und Spielekonsolen mit Internetzugang wie Sega Dreamcast oder die nächste Nintendo-Generation

Andere Metabox-Produkte und Tochtergesellschaften

- in Bezug auf den Umsatz waren die größten Produkte Macintosh Upgrade-Karten, Satellitenempfänger und elektronische Registrierkassen. Diese wurden alle über Tochtergesellschaften vertrieben: u.a. 1. Met@box Corp., Austin, Texas 2. Amstrad, Frankfurt/M 3. ICS Hildesheim (4. Secom, Hildesheim, Satellitenprodukte)

Risiken

- sollte Innovation nicht weiterhin vorangetrieben werden, könnte das Aufsatzgerät zu einem "one-hit wonder" werden; Fähigkeit des Managements sich an Veränderungen anzupassen, wurde durch schnellen Einstieg in das Geschäft mit Macintosh Upgrade-Karten

- BOT-Technologie könnte überholt werden, wenn TV-Signale von analogem zu digitalem Format überwechseln, doch das wäre voraussichtlich nicht vor 2008 und bis dahin wird Metabox wahrscheinlich neue Produkte entwickelt haben; außerdem ist zurzeit nur
ein geringer Teil des öffentlich-rechtlichen TV-Angebots (3%) digital zu empfangen gegenüber (20%) im Pay-TV-Bereich, sodass Metabox kurz- bis mittelfristig einen großen analogen Markt zur Verfügung hat

Quelle: Williams de Broe

30.05.2000 Met@box: Gewinne im ersten Quartal

Die auf dem Internet-TV-Markt positionierte Met@box AG (WKN: 692120), die einen Internetzugang über Fernsehkabel oder -satellit ohne PC anbietet, erzielte im ersten Quartal 2000 einen Gewinn von 2,5 Mio. DM. Im Vorjahreszeitraum gab es noch einen Verlust von 0,08 Mio. DM bei einem Umsatz von 3,3 Mio. DM. Der Umsatz in diesem Jahr stieg auf 17,4 Mio. DM.

Die Met@box verbuchte vor allem im Ausland deutliche Zuwächse. In Spanien wurde
dabei ein Abschluss in Höhe von 1,1 Mio. DM abgeschlossen. Zudem wurden Niederlassungen, unter anderem in den USA, gegründet.

Bereits im April hatte der Unternehmensvorstand seine Umsatz- und Gewinnschätzung nach oben revidiert. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet
die am Neuen Markt notierte Gesellschaft einen Umsatz von 200 Mio. DM und einen Gewinn von mehr als 14 Mio. DM.

Gestern ging Met@box bei 79,40 Euro (+7,15 Prozent) aus dem Handel.

30.05.2000 Analystenschaetzung Metabox AG - Kaufen

Met@box - Starkes 1. Quartal Die Met@box AG hat für das 1. Quartal 2000 über unseren Erwartungen liegende Ergebnisse bekannt gegeben.

Danach stiegen die Umsatzerlöse um 532% auf EUR 8,9 Mio. (erwartet EUR 8,4 Mio.) gegenüber EUR1,69 Mio. im Vorjahr. Das Rohergebnis belief sich auf EUR 4,2 Mio. (erwartet EUR 3,6 Mio.). Somit konnte das Unternehmen ein deutlich positives Nettoergebnis von EUR 1,3 Mio. ausweisen, was einen Gewinn je Aktie von EUR 0,52 bedeutet.

Highlights:

Auslandsaufträge für interaktive Set-Top-Boxen aus Spanien und einem unbenannten Land (EUR256 Mio.)

Eröffnung eigener Auslandsniederlassungen (zuletzt USA)

Weitere Großaufträge in der Pipeline
Trotz der positiven Resultate bleiben wir bei unserer Prognose für den Umsatz des laufenden Geschäftsjahres von mindestens EUR102 Mio. Um in den kommenden Jahren an der dynamischen Entwicklung des Marktes für Set-Top-Boxen zu partizipieren, wird Met@box seine Aufwendungen für Marketing und F&E in den nächsten Quartalen vermutlich erhöhen. Aus diesem Grund behalten wir unsere
Erwartungen für das Nettoergebnis (EUR 7 Mio.) bei.

Wir bleiben bei unserer Empfehlung: Kaufen.

Quelle: Berenberg Bank

30.05.2000 Analystenschaetzung Berenberg: Metabox-Zahlen "über Erwartungen"/"Kaufen"

"Deutlich besser als erwartet" sind die Quartalszahlen von Metabox nach Ansicht der Analysten der Berenberg Bank ausgefallen. Mit einem Umsatz von 17,4 Mio DEM und einem Rohergebnis von 8,3 Mio DEM habe das Unternehmen die Prognosen von 16,4 Mio DEM bzw 6,9 Mio DEM klar übertroffen. Die Anlageempfehlung lautet daher weiterhin "Kaufen", wobei das bisherige mittelfristige Kursziel von 93 EUR so wie die Gewinnreihe aber nach oben korrigiert werden sollen. Hierzu wolle
man aber zunächst genauere Angaben zur Auftragslage bei Metabox abwarten, so die Berenberg-Analysten. Die Aktie sei trotz der bisherigen Kurssteigerungen im Vergleich zu den Wettbewerbern noch immer günstig.

Quelle: Berenberg Bank

23.05.2000 Analystenschaetzung Met@box AG - Kaufen

Fernsehen der Zukunft Investment Highlights

Auf dem Weg zum Weltmarktführer - Mit dem 2. Auftrag in der Größenordnung des jüngst gemeldeten (500.000 Set-Top-Boxen) wäre Metabox bereits Weltmarktführer. Dies ist ein Beleg für die bislang wenig ausgeprägten Strukturen in dieser Branche.

Aktiv in einem Wachstumsmarkt - Forrester prognostiziert, dass die Zahl der TV-Surfer allein in den USA von 1999 bis 2003 um 1600% ansteigen wird. Metabox sollte als einer der technischen Vorreiter in dieser Branche erheblich von der Entwicklung partizipieren.

Wandel des Geschäftsmodells - Ist das Unternehmen zur Zeit vorwiegend als Hardwarehersteller tätig, werden die Umsätze ab dem Jahr 2002 verstärkt aus dem Content (Musik, Filme, Spiele usw.) für das Web-TV kommen. Metabox kann seine Rohertragsmarge damit erheblich verbessern.

Trotz des jüngsten Kursanstieges ist Metabox noch erheblich unterbewertet. Nach unseren Erwartungen wird die Metabox-Aktie auf Basis des Geschäftsjahres 2003 mit 0,6x EV/Umsatz und einem KGV von 10,6 bewertet. Selbst für einen Hardwarehersteller ist diese Bewertung nur zum Teil mit dem Risikoabschlag resultierend aus der Restunsicherheit des gewonnenen Großauftrages zu rechtfertigen. Berücksichtigt man darüber hinaus, dass der Wandel des Geschäftsmodells zum Serviceanbieter zu einer erheblichen Margenverbesserung führen dürfte, und Metabox auf dem besten Weg ist, einer der technologisch führenden Anbieter im Wachstumsmarkt Interactive TV zu werden, dürfte bald eine weitere Höherbewertung des Unternehmens erfolgen. Wir halten eine Bewertung mit 1,0x EV/Umsatz und 8x EV/EBIT für das Geschäftsjahr 2003 für mehr als gerechtfertigt. Auf Basis unserer Schätzungen für das Geschäftsjahr 2003 ergibt
sich damit ein mittelfristiges Kursziel von EUR93. Wir empfehlen die Aktie zum Kauf.

Quelle: Berenberg Bank

11.04.2000 Met@Box: Vertrag im Volumen von einer halben Milliarde DM

Der Set-Top-Boxen Hersteller Met@Box hat einen Vertrag mit einem ausländischem Unternehmen über den Kauf von 500.000 Multimedia-Set-Top-Boxen, Server
Technologie und BOT-Ausstattung im Wert von einer halben Milliarde DM.

Nach einem Versuch zusammen mit der deutschen Telekom soll die Implementierung der BOT-Technologie bei einem heimischen Fernsehsender stattfinden, so das Abkommen weiter.

Nach Unternehmensangaben ist es das Ziel des Käufers einer E-Commerce-Plattform auf Grundlage der Multimedia-Systeme von Met@Box in Deutschland aufzubauen. Dazu gehören ein Hochgeschwindigkeits-Internetzugang und dessen Nutzung durch Digital-Video, interaktives und digitales Fernsehen.

Der Vertrag über den Vertrieb der Technologie erstreckt sich über zwei Jahre und sieht zunächst vier Länder vor.
Der Kurs schloss gestern bei 38,90 Euro.

11.04.2000 Met@box: Großauftrag als Quantensprung in neue Dimensionen?

Stellen Sie sich vor, Sie sitzen in einigen Jahren vor dem Fernseher und schauen ein spannendes Fußballspiel oder einen Thriller. In der Werbepause wird ein Werbespot gezeigt, der Ihr Interesse an einem bestimmten Produkt weckt. Was tun Sie nicht? Sie gehen zum PC, um das Produkt über das Internet zu ordern und Sie gehen auch nicht erst am nächsten Tag in das Geschäft, um das Produkt zu kaufen? Was tun Sie stattdessen? Sie bleiben bequem am TV sitzen, schalten mit
der Fernbedienung von dem TV-Kanal auf den Internetkanal um, suchen sich am TV-Bildschirm die betreffende Internetseite heraus und bestellen das Produkt.

Dass das zuvor aufgezeigte Szenario keine Vision bleibt, erhofft sich das am Neuen Markt notierende Unternehmen Met@box. Das Hauptprodukt der Hildesheimer sind sogenannte Set-Top-Boxen, die den Internetempfang über den Fernseher ermöglichen sollen. Diese Box umfasst eine eigene konfigurierte internetfähige TV-Benutzeroberfläche. Im abgelaufenen Geschäftsjahr generierte Met@box allein 82 Prozent seiner Erlöse über den Verkauf der TV-Boxen. Darüber hinaus liefert Met@box aber auch alle wichtigen Zusatzgeräte, wie z.B. Bauteile, Satellitenempfangsgeräte, TV-Zubehör samt Kabeln und verkauft auch Technologielizenzen. Die Lösung umfasst somit "in one hand" die gesamte Wertschöpfungskette samt Endgeräte, Netze, Portale einschließlich dem Medien- und E-Commerce-Content-Angebot. Eine wichtige Zukunftskomponente in der Strategie des Unternehmens ist auch die patentierte BOT-Technologie, über die das Unternehmen autonom ihr Web-Fernsehprogramm namens met@TV ausstrahlt. Über met@TV wird eine eigene Plattform für E-Commerce und Online-Shopping offeriert. Außerdem hat Met@box sein Produktportfolio noch durch Akquisitionen im Bereich Upgradekarten für Macintosh-Systeme und Kassen (Netzwerk)-Systeme diversifiziert.

Am heutigen Tag war die Aktie von Met@box der einzige Silberstreif am dunklen
Neuer Markt-Horizont. Während der Wachstumsmarkt um bis zu acht Prozent in die Knie ging, ist die Met@box-Aktie mit starken Gewinnen im zweistelligen Bereich der Gewinner des Tages am Neuen Markt. Bis 16.30 Uhr hat das Papier um auf 22,11 Prozent auf 47,50 Euro zugelegt, - der Tageshöchstkurs belief sich auf 48,95 Euro. Auffällig sind heute auch die hohen Umsätze, das Papier ist heute ausnahmsweise in den Top 10 der meistgehandelten Werte zu finden.

Ausschlaggebend für den heutigen Kurssprung war heute eine Ad-Hoc-Mitteilung des Unternehmens von gestern Abend, nachdem eine strategische Allianz mit einem namentlich nicht genannten ausländischen Unternehmen abgeschlossen wurde. Der Kontrakt beinhaltet den Verkauf von 500.000 Set-Top-Boxen inklusive Server-Technologie und sieht zudem einen Feldversuch gemeinsam mit der Deutschen Telekom vor. Bei dem Feldversuch geht es um die Integration der BOT-Technolgie bei einem deutschen TV-Sender. Die Auslieferung soll im dritten Quartal starten.
Der neue Vertrag dürfte zwei Elemente beinhalten, die das Geschäftsmodell besonders beflügeln könnte: die Umsatzkomponente und die Internationalisierungskomponente.

Wie es heißt, soll dem Unternehmen durch den Vertragsabschluss Einnahmen von insgesamt 500 Mio. DM in die Kassen gespült werden. Für das laufende Geschäftsjahr hat das Unternehmen heute seine Umsatzprognosen vom 99 auf 200 Mio. DM nach oben revidiert. Für 2001 wurden die Umsatzerwartungen sogar vervierfacht, statt mit 150 Mio. DM rechnet Met@box jetzt mit einem Erlös von 600 Mio. DM. - Dieses neue Umsatzvolumen wäre für Met@box ein Quantensprung
nach vorne, zumal das Unternehmen im letzten Geschäftsjahr 1999 lediglich Erlöse im Volumen von 42,9 Mio. Euro generierte.

Auch die Experten sind sich einig, dass die heutige Meldung für Met@box ein Durchbruch darstellen könnte. So bezeichnet Oliver Kantimm vom Frankfurter Börsendienst den heutigen Auftrag als Sprung in eine "neue Dimension", die bei dem Unternehmen eine Neubewertung erforderlich machen könnte. Vorher hatte Kantimm die Aktie kritisch gesehen. Kantimm bremst aber zu hohen Erwartungen,
da sich Met@box in einem wettbewerbsträchtigen Marktumfeld bewege, das auch in Deutschland mit Mitbewerbern wie Löwe und Infomatec schon seit 2-3 Jahren existiere.

Studien besagen, dass der weltweite Markt für das Web-TV von derzeit 30.000 auf
14,7 Mio. Nutzer steigen könnte.

Auch Oliver Graf Wrangel von Merck Finck & Co. glaubt, dass jetzt der Knoten
geplatzt sein dürfte und ist überzeugt, dass alle Analysten ihre Einschätzungen nach oben setzen dürften. Entscheidend dürfte jedoch sein, ob Met@box weitere Folgeaufträge erhalten wird.

Eine Gefahr für die Marktstellung von Met@box lauert generell von Seiten der "Elefanten" aus den USA, Microsoft und AOL, die dergleichen in den Internet-TV-Markt einsteigen möchten.

Letztlich hängt das Schicksal von Met@box entscheidend vom Erfolg der Produktidee ab: wenn der Verkauf schleppend verläuft und sich nicht durchsetzen
wird, dürfte das einseitig ausgerichtete Geschäftsmodell ins Wanken geraten. Oliver Graf Wrangel wirft hierbei einen interessanten Aspekt in die Diskussion: Met@box solle sich auf Länder und Regionen konzentrieren, die zwar eine hohe TV-Durchdringungsrate, aber nur eine geringe PC-Penetrationsquote besitzen. In Ländern, die eine hohe Computerdurchdringung hätten, sei es schwieriger, die PC-Nutzer von ihrer Nutzungsgewohnheiten abzubringen.

Wichtig für Met@box in diesem Zusammenhang könnte auch der Internalisierungsfaktor des Kooperationsvertrages sein. Der Vertrag sieht nämlich vor, dass die Set-Top-Boxen in vier ausländischen Ländern vertrieben
werden sollen. Eine Ausweitung in weitere Länder ist nicht ausgeschlossen. Bislang war Met@box ausschließlich auf den deutschsprachigen Raum fokussiert, was natürlich nicht ausreichen dürfte. Einen ersten Schritt in diese Richtung hat Met@box mit der Errichtung einer Vertriebsstruktur in Südafrika getan, interessante Regionen seien nach Meinung das Analysten Wrangel zudem Osteuropa und der Nahe Osten. Der Merck Finck & Co.-Analyst verweist aber auch auf
den wichtigen US-Markt, wo das Hildesheimer Hardware- und Softwareunternehmen
in Austin /Texas eine Niederlassung gegründet hat.

Das zuletzt publizierte Ergebnis fiel mit minus 5,7 Mio. Euro (1998: plus
183.000 DM) enttäuschend und unter den Erwartungen aus. Zu berücksichtigen ist jedoch, dass das Ergebnis von Met@box neben dem IPO-Kosten auch durch eine Verdreifachung des Werbeaufwands belastet wurde. Der neue Deal soll Met@box aber auch beim Ergebnis in eine neue Dimension bringen, die Prognosen für das Nettoergebnis wurden heute von 12,1 auf 14 (2000) bzw. 14 (2001) nach oben revidiert.

Sind Sie davon abzubringen, weiterhin den PC für Ihre Internet-Aktivitäten zu nutzen? Nein? Na, wenn alle Konsumenten derart unflexibel sind, dann dürfte
der Geschäftsidee von Met@box keine gute Zukunft beschieden sein

09.03.2000 Metabox: Beteiligung eines israelischen Unternehmens

Met@box, die den Internetzugang über das TV anbieten, haben Aktien aus dem genehmigten Kapital an das israelische Unternehmen AMPA Investments Ltd. ausgegeben. Der Wert der Transaktion soll nach Angaben von Met@box rund sieben Millionen DM betragen.

Ampa Investment Ltd. baut zur Zeit seine internationalen Beziehungen im
Aufbau von E-commerce-Plattformen aus.

Die Met@box AG produziert Set-Top-Boxen, mit denen der Zugang zum Internet über den Fernseher möglich ist und betreibt auch ein eigenes Internet-TV-Programm. Sie bietet damit eine eigene Plattform für E-commerce und Online-Shopping an.

Das Papier gehört heute zu den Hauptverlierern des deutschen Neuen Marktes, es fiel bis 13.00 Uhr um 7,33 Prozent auf aktuell 43,00 Euro.


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