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ciao Börsianer,

was meint ihr zu diesem Beitrag den ich im Finanztreff gefunden habe.

Eure Meinung ist gefragt!!!


Behalten Sie Ihre US-Aktien im Auge!

Das empfiehlt unser Mann in New York. Oder: Warum das Geschehen am Währungsmarkt für den Aktienanleger wichtg ist...

von K.C. Grainger, Instock New York

Der Währungsmarkt soll wichtig sein für Durchschnitts-Anleger? Klar, schlechte Wechselkurse machen aus Ihrem Auslandsurlaub unter Umständen eine kostspielige Angelegenheit - davon können die Europäer ja zur Zeit ein Lied singen. (Manchmal ist es aber auch umgekehrt - als sich etwa in den 80ern dank des starken Yens den Japanern das Ausland wie ein Schnäppchen darbot...)
Doch mal angenommen, Sie haben keine Reisepläne und Sie wollen nur in Ihrem eigenen Land investieren - spielt in diesem Fall die Währung eine Rolle?
Da kann es keinen Zweifel geben. Die Antwort lautet: ja!

Viele Anleger wissen nicht, dass Währungs-Schwankungen eine der Hauptursachen des Zusammenbruchs des Aktienmarktes im Jahre 1987 war.
Meist wird davon ausgegangen, dass damals der Markt schlichtweg überbewertet war - und eine starke Korrektur überfällig. Innerhalb von zwei Monaten brach der Markt denn auch um 40 Prozent ein. Ein Zusammenbruch solchen Ausmaßes würde allerdings sonst im Durchschnitt über den Zeitraum eines Jahres vonstatten gehen.
Doch die Überbewertung war nicht verantwortlich für den Crash.

Ein Großteil der Schuld rührte von der Arroganz der G-7-Länder her (heute G-8), die die Boden bereiteten für den bis dahin größten Kollaps und riesige Verluste am Aktienmarkt. In ihrer unendlichen Weitsicht hatten die G-7-Staaten unmittelbar vor dem Crash eine Abwertung des Dollars um 40 Prozent beschlossen. Der US-Dollar war ihrer Meinung nach zu stark geworden und eine Abwertung war überfällig.

Eine Untersuchung der Charts zeigt, dass der US-Dollar-Future von 164 Punkten im Jahre 1985 auf gerade mal 105 Punkte kurz vor dem 1987er Crash gefallen war. Doch die G-7-Staaten hatten nicht realisiert, dass die Abwertung des Dollars zu einem solch hohen Prozentsatz zu einem massiven Verkauf der US-Aktien durch Investoren im Ausland führen würde - was letztlich zum großen Crash beitrug.

Heute haben wir wieder einen Dollar, der meiner Meinung nach überbewertet ist - allerdings nicht um vierzig Prozent. Ich gehe davon aus, dass der US-Dollar abgeben wird und infolge dieser Abwertung der Aktienmarkt anfällig für einen Bärenmarkt sein könnte.

Wie die Geschichte uns zeigt, sind Anleger gut beraten, sehr genau auf Tumulte am Währungsmarkt zu achten, denn diese können ausschlaggebende Faktoren für eine Performance des Aktienmarktes sein. Zum Beispiel dann, wenn sich der Euro wieder gegenüber dem Dollar erholt...

Wenn es irgendwann wieder so weit sein sollte und Sie entschließen sich zu einem Trip in die Staaten, da die ganze Angelegenheit nicht mehr so teuer zu werden verspricht, schauen Sie zuvor ganz genau auf Ihre US-Aktien: Es könnte der Fall eintreten, dass sich die Kurse auf eine Talfahrt begeben.

Anmerkung der Redaktion: Dieses Szenario mag für Sie weit weg sein. Schließlich markierte der Euro heute mit 0,8689 Dollar einen neuen Tiefstand. Doch bleiben Sie besser dran am Thema - vielleicht mit dem Artikel: Euro auf Rekordtief


cu Mirto:)


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