Indus (620010) - 500 Beiträge pro Seite

eröffnet am 24.09.00 09:54:03 von
neuester Beitrag 03.02.04 13:11:04 von


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24.09.00 09:54:03
Vorab mal den WO: Bericht von der Startseite:

Gladbach - Die INDUS Holding AG
wird die neuen Aktien im Rahmen der geplanten Kapitalerhöhung für
20,50 Euro pro Stück ausgeben. Dadurch fließen dem Unternehmen
insgesamt rund 90 Mio. DM zu. Die Papiere können vom 27. September
bis zum 11. Oktober 2000 im Verhältnis sieben zu eins bezogen werden.
Der Handel mit den Bezugsrechten läuft bis zum 9. Oktober. Der erste
Handelstag für die neuen Aktien, die für das Jahr 2000 mit voller
Dividendenberechtigung ausgestattet sind, ist für den 13. Oktober
vorgesehen


Nun meine Fragen:
Wie bekomme ich die Jungen Aktien ??
Wie entwickelt sich der Kurs der Aktie vor / nach der Kapitalerhöhung normalerweise ?
Haben die jungen Aktien eine eigene WKN, wenn ja wo erfahre ich die ??

Vieleicht kann mir ja jemand weiterhelfen !

Danke hmmmmm ! :)
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28.09.00 21:52:10
Die WPKN der Bezugsrechte ist 620018. Bezugsrechte werden täglich einmal in Frankfurt gehandelt.
Also einfach die Bank beauftragen pro Aktie 7 Bezugsrechte zuordern und anschließend ausüben.
Oft ist der letzte Handelstag auch der günstigste.
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01.10.00 13:39:12
kommt zu suntrade.de genau solch kompetente leute wir euch können wir sehr gut gebrauchen, zudem ist das niveau von suntrade auch sehr gut.

join us !
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04.10.00 14:38:24
Ist es normal, daß es während der Bezugsfrist zu solchen extremen Schwankungen kommt:
- Indus von 26 auf 21.4 gefallen
- Umsatz in Frankfurt und XETRA am Montag jeweils über 1 Mio. Euro
- Bezugsrecht am Montag mit letztem Kurs 0.02, heute 0.25 oder plus 1150% !

Sind das wieder Einstiegskurse ?

Hier meine konservative Gewinnrechnung in DM unter Berücksichtigung der neuen Aktien.

2000: 105 Mio. JÜ, 5.83 EPS, Dividende 2.04
2001: 115 Mio. JÜ, 6.39 EPS, Dividende 2.24

2000: KGV 7.2, Dividendenrendite 4.8%
2001: KGV 6.6, Dividendenrendite 5.3%

Annahmen:
- 35% Gewinnausschüttung
- Gewinnwachstum: 20% in 2000, 10% in 2001
- Umsatzwachstum: 20% in 2000, 6 % in 2001 (=1 Mrd.)
- Dividendenrendite hier ohne Steuerguthaben berechnet

Negative Faktoren:
- JÜ entstammt aus AG-Abschluß, im Konzern ist dieser durch Goodwill-Abschreibungen wesentlich geringer (bei alternativer Betrachtung ergibt sich keine Unterbewertung!)
- Steuerquote der AG bei nur 21%, Grund ist mir nicht bekannt, könnte steigen
- Beteiligungsqualität teilweise schwer erkennbar, einige Unternehmen konnten Prognosen zum Zeitpunkt der Übernahme nicht einhalten (siehe Umsatzaufstellung im Jahresabschluß im Vergleich zu Pressemeldungen und Vorjahr). Nennenswerter Umsatzrückgang in 99 bei 9 von 28 Beteiligungen: IMECO (-20%), Planetroll (-30%), Nisterhammer (-21%), Fichtron (-16%), Overmann (-6%), SEMET (-21%), MEWESTA (-8%), ALUCOLOR (-22%), BERNER (-11%), REBOPLASTIC (-26%).
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23.10.00 11:27:55
!
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26.10.00 14:55:55
Klaus Hellwig vom Nebenwerte Journal berichtet regelmäßig ca. 2 mal im Jahr über die Indus Holding, seit ich das Journal lese (ca. 4 Jahre).
Bisher wurde immer die gute Geschäftsentwicklung, die hervorragenden Aussichten, so wie die kontinuierliche Entwicklung hervorgehoben.
Inzwischen ist aber auch ein so langmütiger Nebenwertespezialist wie Hellwig frustriert. Sein Fazit in der neuesten Ausgabe:

Weder steigende Gewinne noch die SMAX-Teilnahme haben das Interesse der Anleger für die Indus Holding AG nachaltig erhöhen können. Das in diesem Jahr schon erreichte Kursniveau von EUR 30 erscheint angemessen und entspricht der fundamentalen Entwicklung. Damit hätte der Kurs bei einem 2000er KGV von etwa 7 durchaus ein Potential von ca. 30% auf Sicht von 12 Monaten, doch muß davon ausgegangen werden, dass es dem Vorstand auch künftig nicht gelingen wird, breite Anlegerkreise davon zu überzeugen, dass sich Engagements auf der Basis eines halbierten KGV jetzt erst recht lohnen müssten.
Erklärungsbedürftig sind zudem die Unterschiede in der AG- und der Konzernrechnung, die zu deutlich abweichenden Jahresüberschüssen führt: DM 88,1 Mio. in der AG und DM 21,2 Mio. im Konzern.
Die Indus-Aktie dürfte an der Börse vernachlässigt bleiben.


Ich meine, dass der Kurs von 30 € durchaus vor der nächsten HV erreicht wird.

Ciao
p.
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29.10.00 00:37:35
Ich habe heute die erste Ausgabe meines NJ-Probeabos erhalten. Ich lese also diesen Beitrag, in dem die Indus Holding über alles gelobt wird, und ganz am Schluss dann das hier:

Erklärungsbedürftig sind zudem die Unterschiede in der AG- und der Konzernrechnung, die zu deutlich
abweichenden Jahresüberschüssen führt: DM 88,1 Mio. in der AG und DM 21,2 Mio. im Konzern.


Ich habe ca. 15 Minuten gebraucht, um dieses Rätsel aufzulösen. In der Konzern-GuV auf Seite 29 des Geschäftsberichtes findet sich folgende Anmerkung zum Ergebnis der gew. Geschäftstätigkeit:

darin Abschreibungen aus Erstkonsolidierung: 53,2 Mio. DM (1999) / 43.8 Mio. DM (1998)

Ferner findet sich in den Anmerkungen zu den Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände folgender Hinweis:

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird gegenüber dem Jahresabschluss der AG durch erhebliche Abschreibungen auf Mehrwerte aus Erstkonsolidierungen belastet. Diese Mehrwerte entstehen jeweils bei der Erstkonsolidierung von neu erworbenen Beteiligungen und stellen aus wirtschaftlicher Sicht nichts anderes dar als die Auflösung von stillen Reserven. Folgerichtig handelt es sich bei den vorgenannten Abschreibungen um die erneute Bildung von stillen Reserven. Bei der Beurteilung der Ertragslage stellen diese Abschreibungen keinen eigentlichen Aufwand dar und können demzufolge dem Konzernergebnis zugerechnet werden.

Dies ist eine sehr eigenwillige Interpretation der Buchführung. Es heisst de facto: Das von Indus publizierte (und von Herrn Hellwig zu grunde gelegte) Ergebnis je Aktie, das auschliesslich auf den AG-Daten beruht, ist in Wirklichkeit die Summe aus Ergebnis und einem Teil der Goodwill-Abschreibungen! Es ist also mehr Cash-Flow als Ergebnis. Das von diversen Quellen angegebene KGV für Indus ist somit in Wirklichkeit eine Mischung aus KGV und KCV!

Ihr könnt davon halten, was ihr wollt - ich für meinen Teil halte diese Art der Publikation von Ergebnissen für unseriös. Unter dem Gewinn je Aktie verstehe ich den Quotient aus Konzernjahrsüberschuss nach Anteilen Dritter und der Anzahl der Aktien des Grundkapitals. Dabei komme ich bei Indus für 1999 auf einen Wert von ca. 0,7€ je Aktie und somit auf ein KGV von 35.

Wie hoch die stillen Reserven sind, die durch die Firmenwertabschreibungen entstehen, ist ein ganz anderes Thema. Es mag sein, dass der Cash Flow und das EBITDA tatsächlich eine angemessenere Größe zur Bewertung von Indus sind als der Gewinn und das EBIT, aber das ist keine Rechtfertigung dafür, ein falsches KGV zu publizieren. Es wäre zu klären, ob für die einzelnen Akquisitionen tatsächlich auch angemessene Preise bezahlt wurden. Wenn die Preise zu hoch wären, dann würde nach der Indus`schen Spezial-Definition von "Konzernergebnis" ein schleichender Mittelabfluss entstehen, der irgendwann zu Wertberichtigungen des Anlagevermögens und damit zu ausserordentlichen Verlusten führen würde. Ja, das ist natürlich rein hypothetisch und könnte auch genauso gut umgekehrt aussehen. Ich will damit nur verdeutlichen, dass man Cash Flow nicht einfach mit Gewinn gleichsetzen darf.

Da die Indus Holding - wie ich dem Halbjahresbericht entnehme - weiterhin fleissig Unternehmen aquiriert, werden sich diese Zahlenmissverhältnisse weiterhin fortsetzen.

Warum hat Herr Hellwig das nicht selbst herausgefunden? Warum empfiehlt er über Jahre hinweg eine Aktie unter angabe eines falschen KGV? Soll ich das NJ wirklich abonnieren? Fragen über Fragen..
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30.10.00 11:05:54
Hallo Mandrella,

so viel ich weiß, hat Thoughtbreaker in einem WO thread als erster auf die Vermischung von Konzern- und Ag Bilanz hingewiesen. Herr Hellwig ist wahrscheinlich drurch dieses Posting auf das Problem aufmerksam geworden und hat das Thema sofort in seine Berichterstattung einbezogen. Bis dahin ist in allen Analysen und Besprechungen der Indus AG diese Problematik übersehen worden.

Die Hypothese, dass es zu einem schleichenden Mittelabfluß durch zu teure Übernahmen und damit zu Wertberichtigungen des Anlagevermögens (= ausserordentliche Verluste) kommen könnte, kann ich gedanklich nicht nachvollziehen.
Schließlich werden durch die Abschreibungen auf Firmenwerte im Konzern die Wertberichtigungen bereits durchgeführt.

Diese Praxis zielt meiner Ansicht nach darauf ab, nicht mehr Steuern zu zahlen als nötig, gleichzeitg aber im AG Abschluß den Aktionären die "wahre" Wertentwicklung der Gesellschaft aufzuzeigen.

Ich vermute, dass nach der Steuerreform diese Abschreibungpraxis nicht mehr möglich sein wird.
Bisher stehen Steuerersparnissen durch Bildung stiller Reserven (Abschreibungen) steuerpflichtige Erträge bei Hebung dieser Reserven ( Verkauf von Beteiligungen) gegenüber.
Da ab 2002 Beteiligungsverkäufe steuerfrei sind, glaube ich nicht, dass Abschreibungen auf Firmenwerte weiterhin anerkannt werden. Sonst könnten durch eine "Kauf - Abschreibung - steuerfreier Verkauf" Strategie massiv und systematisch Steuern vermieden werden.

Ciao

panta rhei

P.S. Wer Understatement mag, ist beim Nebenwerte Journal sehr gut aufgehoben.
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30.10.00 11:41:09
Bei der Erstkonsolidierung werden die neuen Firmen bis zum Wert des
Eigenkapitals abgeschrieben.
Es ist doch wohl logisch, das INDUS die Firmen nicht zum erheblich
niedrigeren Buchwert kaufen kann, da es sich ja nicht um Pleitefirmen
handelt.
INDUS versucht die Firmen billiger als wie den Ertragswert einzukaufen.
Die Investmentfonds schreiben doch ihre Aktien auch nicht bis zum
Buchwert ab.
FAZIT: Die publizierten KGVs der INDUS sind also richtig berechnet.
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30.10.00 12:07:50
@68ankop

Die "Rechnung" der Indus ist allenfalls eine Milchmädchenrechnung:

Man nehme den AG-Überschuss und dividiere diesen durch die Anzahl der Aktien.

Das ergibt natürlich tolle Zahlen. Aber der AG-Überschuss ist doch nur deshalb so hoch,
weil durch die Abschreibungen auf die Firmenwerte die Steuerquote drastisch gedrückt wird.

Dies zeigt sich jedoch nur in der Konzernbilanz. Und der Konzerngewinn ist dementsprechend niedrig.

Der "wahre" Gewinn der Indus dürfte also irgendwo zwischen Konzern- und AG-Gewinn anzusiedeln sein.

Aber solange jedes Jahr neue Firmen übernommen werden und man somit ordentlich steuermindernde
Abschreibungen generiert, kann man das Spiel beliebig lange fortführen. Erst wenn sich das Übernahme-
tempo verlangsamt, kommt das böse Erwachen in Form von deutlich höherer Steuerbelastung.
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30.10.00 13:10:23
Thoughtbreaker

Dein Gedankengang erscheint plausibel.
Andererseits wird es durch die Steuerreform möglich sein,die
stillen Reserven steuerneutral zu heben.
Es wäre gut, zu versuchen anhand des Geschäftsberichts diese
ganzen Effekte durchzurechnen.Braucht aber seine Zeit...
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30.10.00 18:14:01
Hi,
mir ist das auch schon aufgefallen mit der Konzern- und AG-Bilanz.
Aber ich habe da nicht so ein problem drin gesehen.
Warum? - Vielleicht habe ich ja was übersehen, aber:
Angenommen Indus würde jetzt sagen: Wir übernehmen
jetzt keine Firmen mehr, sondern wir sind mit unserem
Firmenkreis zufrieden. Dann wäre doch der Konzern-Gewinn
gleich dem AG-Gewinn. Oder nicht?
Sie kaufen aber jedes Jahr Firmen dazu, wodurch die
Indus Holding AG Aktie immer wertvoller wird. Das heisst es wird
echter Mehrwert geschaffen, der aber nicht auf Jahre hinaus durch
Goddwill-Abschreibungen die Gewinne belastet. Dann wird noch ein geringerer
Konzern-Gewinn ausgewiesen, um Steuern zu sparen.
Ich denke mal, dass das os in Ordnung ist. Aber vielleicht
habe ich auch was übersehen.

trick17
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30.10.00 19:53:15
> Die Hypothese, dass es zu einem schleichenden Mittelabfluß durch zu teure Übernahmen und damit zu
> Wertberichtigungen des Anlagevermögens (= ausserordentliche Verluste) kommen könnte, kann ich gedanklich nicht
> nachvollziehen. Schließlich werden durch die Abschreibungen auf Firmenwerte im Konzern die Wertberichtigungen bereits
> durchgeführt.

Ich kritisiere nicht die Konzern-Berichterstattung, sondern die Beschränkung auf die AG-Berichterstattung. Die - rein hypothetischen - Wertberichtigungen würden nicht im Konzern anfallen, sondern in der AG. Man kann das Spiel natürlich auf die Spitze treiben und in der Expansionsphase die AG-Zahlen und später in einer Devestment-Phase dann die Konzernzahlen angeben; das wäre dann aber schon böswillige Täuschung der Investoren.

Wie gesagt: Rein hypothetisch. Ich möchte damit nur sagen, dass die AG-Gewinne keine hinreichende Kennzahl zur Beurteilung der Aktie sind.
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30.10.00 21:24:14
pantarhei, vergiss bitte, was ich da über Wertberichtigungen geschrieben habe - das war natürlich Käse. Der entscheidende Punkt läge im Mittelabfluss: Der Cash Flow aus der Bezahlung des Gooldwill wäre höher als der langfristige DCF aus der Geschäftstätigkeit. Es bringt aber wenig, diesen Gedanken weiterzuspinnen.

Sinnvoller ist, nach einem geeigneten Bewertungsmassstab zu suchen. Wie wäre es z.B. mit folgender Methode, die von der Annahme ausgeht, dass ein angemessener Goodwill gezahlt wurde:

1. das durch den Goodwill gebundene Eigenkapital wird fiktiv verzinst
2. diese Zinsen werden vom Brutto-AG-Gewinn abgezogen
3. auf den resultierenden AG-Gewinn wird ein fiktiver Steursatz angewandt, um die Verzerrung durch die verminderten Steuersätze auszuschalten

Ein angemessener Zinssatz wäre wohl die Eigenkapitalrendite von Indus. In der AG liegt die ausgewiesene brutto-EK-Rendite bei ca. 22%, im Konzern bei ca. 32%. Nehmen wir mal den Mittelwert von 27%. Den fiktiven Steuersatz würde ich in der Größenordnung von 40% ansetzen.

Der Konzern-Anlagenspiegel weist einen kumulierten Goodwill zum Anschaffungspreis von 182 Mio. DM zum 1.1.99 und von 217 Mio. DM zum 31.12.99 aus. Nehmen wir für 2000 ebenfalls mal einen Zugang von 35 Mio. DM und rechnen die Hälfte davon auf die 217 Mio. DM drauf, dann erhalten wir einen Jahresmittelwert von ca. 235 Mio. DM. 27% Zinsen darauf ergibt 63 Mio. DM p.a.

Nehmen wir weiter für 2000 eine Zunahme der AG-Gewinne um 30% an. Dann ergibt sich für den AG-Gewinn:

143 Mio. DM EBT
- 63 Mio. DM Goodwill-Verzinsung
- 32 Mio. DM fiktive Steuern
= 48 Mio. DM
/ 18 Mio. Aktien
= 1,36 € je Aktie

Somit hätten wir ein 2000er KGV von 18.

Comments?
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31.10.00 09:07:03
Hallo Mandrella,

dein Modell ist originell und erschien mir zunächst plausibel.
Nach längerem Nachdenken gebe ich zu:
Ich hab das nicht gecheckt!;)

Du berechnest eine Position Zinsen in Höhe der EK-Rendite auf das im Goodwill gebundene Eigenkpital.
In deinem Modell scheinen mir diese Zinsen keine Kosten, sondern Zinserträge zu sein. Das Geld ist ja auch bei Indus "in der Kasse". Warum sollte man den Zinsertrag vom Gesamtgewinn abziehen?

Als Gegenrechnung komme ich zu folgender Aussage:
Wären nicht 235 Mio EK im Goodwill gebunden, würde bei gleicher EK-Rendite der Gesamtgewinn um 63 Mio. höher ausfallen, also 143 + 63 = 206 Mio.
Da es diesen Goodwill aber gibt, liegt der Gewinn um 63 Mio unter dem "möglichen" Gewinn, eben bei 143 Mio brutto.

Was habe ich falsch verstanden?

ciao
panta rhei
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31.10.00 10:31:06
Nach Durchsicht des Geschäftsberichts komme ich zu dem Ergebnis,das es
vollkommen reicht, wenn INDUS jeweils immer den Jahresüberschuß zur
Investition in neue Firmen verwendet um ausreichend Goodwill für die
Goodwillabschreibungen zu erzeugen.
Zusätzliche Kapitalerhöhungen, wie jetzt geschehen, verstärken natürlich diesen Steuerspareffekt.
Mich würde noch das interne Wachstum der Tochterfirmen interessieren.
Bin aber noch zu keinem Ergebnis gekommen.
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31.10.00 10:54:28
@pantarhei:
> In deinem Modell scheinen mir diese Zinsen keine Kosten, sondern Zinserträge zu sein.
> Das Geld ist ja auch bei Indus "in der Kasse". Warum sollte man den Zinsertrag vom Gesamtgewinn abziehen?

Nein, der Goodwill wurde beim Kauf der Firmen bezahlt, er ist also nicht mehr in der Kasse von Indus sondern in der der ehemaligen Firmeninhaber. Erst durch den Verkauf der Beteiligungen würde das Geld wieder zurück an Indus fliessen. Hier bin ich einfach davon ausgegangen, dass beim Verkauf wieder ein Goodwill in gleicher Höhe erzielt würde.

Also: Indus Eigenkapital ----Firmenkauf----> Geld weg ---Firmenverkauf---> Geld wieder in der Kasse

DAS meine ich damit, dass der Goodwill "Eigenkapital bindet". Solange sich die Unternehmen im Besitz von Indus befinden, befindet sich das Geld für den Goodwill nicht im Besitz von Indus., kann also auch nicht arbeiten und sich nicht rentieren. Daher die negative Verzinsung. Alles unter der Annahme, dass keine erhebliche Steigerung des Goodwill stattfindet, während die Firmen sich im Besitz von Indus befinden. Da die Firmen bereits beim Kauf durch Indus hochrentabel arbeiten, halte ich das für eine realistische Annahme.

@68ankop:
Das Ganze ist aber ein Schneeballsystem, das nur so lange funktioniert, wie genügend ertragsstarke Firmen gekauft werden können; und das Kaufvolumen müsste von Jahr zu Jahr steigen. Es gibt aber nicht beliebig viele aufkaufbare, ertragsstarke Firmen.
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31.10.00 11:22:22
@mandrella
Mann, ist das knifflig!
Ich versuch es nochmal:
Indus zahlt Goodwill --> Geld ist weg.
Da Indus prinzipiell keine Beteiligungen veräußert (ist Teil des Geschäftmodells), bleibt es dabei.

-->Indus nimmt für weitere Übernahmen entsprechen mehr Fremdmittel auf
-->Indus zahlt dafür Zinsen an die Banken

Diese Zinsen sind im AG Gewinn bereits verarbeitet. Warum zusätzlich fiktive Zinsen vom real erwirtschafteten Gewinn abziehen?

Ich bin kein BWLer und daher in der Sache etwas begriffsstutzig!

@68ankop
Der Vorstand sieht noch auf Jahre hinaus eine wachsende Zahl von Übernahmekandidaten (Nachfolgeproblematik in Mittelständischen Betrieben). Außerdem wird die Körperschaftssteuer deutlich abgesenkt. Damit sehe ich auf absehbare Zeit keinen Grund zur Sorge von der Steuerseite her.
Dazu eine ältere Pressemitteilng:

Pressemitteilung vom 22. August 2000

INDUS zieht erfolgreiche Zwischenbilanz
Gewinn und Umsatz im ersten Halbjahr mehr als 30% gesteigert
Belebung des Übernahmegeschäfts


Bergisch-Gladbach, den 18. August 2000 - Die INDUS Holding AG ist im ersten Halbjahr kräftig gewachsen und hat aufgrund der konsequenten Expansions-Strategie bei Umsatz und Gewinn deutlich zugelegt. Das Ergebnis vor Steuern stieg im Vergleich zur ersten Jahreshälfte 1999 um 33% auf 40,1 Mio. DM. Der Reingewinn nahm ebenfalls um 33% auf 31,7 Mio. DM zu. Der Gewinn je Aktie erreichte 2,01 DM nach 1,52 DM im gleichen Vorjahreszeitraum. Der Konzernumsatz wuchs um 31% auf 414 Mio. DM.

Die Umsatz- und Ertragsdynamik wurde von allen Beteiligungssparten getragen. Besonders erfreulich entwickelte sich der Bereich Konsumgüter mit einem Umsatzplus von 44% auf 131,5 Mio. DM. Zu diesem Zuwachs trug vor allem der im vergangenen Jahr übernommene Anbieter von Vliesstoffprodukten Imeco bei.

Die erfolgreiche Geschäftsentwicklung wird sich auch in der zweiten Jahreshälfte fortsetzen. Der Vorstand bleibt bei seiner Prognose, dass Umsatz und Gewinn im Gesamtjahr um 15 bis 20% zunehmen werden. Zu berücksichtigen ist dabei, dass abrechnungsbedingte und konzernrechtliche Abgrenzungen das Halbjahresergebnis beeinflusst haben. Eine einfache Hochrechnung der Steigerungsraten der ersten sechs Monate auf das Gesamtjahr ist deshalb nicht möglich.

Generell spürt INDUS zurzeit eine deutliche Belebung des Übernahmegeschäfts. Die Zahl der angebotenen Unternehmen steigt stark an und lässt darauf schließen, dass sich das Expansionstempo der INDUS-Gruppe in den nächsten Jahren beschleunigen wird. Bereits in den kommenden Wochen ist mit einer weiteren Akquisition zu rechnen.
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04.11.00 15:03:28
Mandrella
Pantarhai
Da in meinem Schrank die Nebenwerte-Journale seit Nr. 1! stehen und ich in früheren Jahren - als es WO noch gar nicht gab - bereits die Hinweise von Hellwig auf das dem Aktionär (er meint damit den sog. normalen Kleinaktionär, der nicht Banker oder Betriebswirt ist) schwer verständlich zu machende Indus-Konstrukt gefunden habe, habe ich ihn angemailt mit dem Text von Mandrella. Hier seine Antwort:

"Aus verständlichen Gründen beteilige ich mich nicht aktiv an Boards.
Zu Indus: Seit die Gesellschaft an der Börse ist und seitdem berichte ich ja, ist die besondere Konstruktion der Holding erklärungsbedürftig. Mit erklärungsbedürftig meine ich nicht, dass es mir erklärt werden muss (ich kenne die Besonderheit in den Abschlüssen ja), sondern dass es dem Finanzmarkt erklärt werden muss. Ich kann nur nicht in jedem Bericht die gewählte Form der Rechnungslegung neu erklären, ich habe nicht so viel Platz. Indus ist mit anderen Beteiligungsgesellschaften nicht vergleichbar. Das ist m.E. auch ein Grund für die niedrige Bewertung, da viele Analysten den Ansatz nicht verstehen bzw. es ihnen zu m,ühselig ist, das zu erklären. Es wäre Aufgabe der IR-Abteilung von Indus, doch deren Öffentlichkeitsarbeit ist, wie ich auch immer schreibe, sehr zu verbessern.
Zum Bericht will noch sagen: Die Unterschiede zwischen Konzern und AG sind mir bekannt.d.h. ich habe dies schon vor Jahren "herausgefunden", es ist ja nicht schwer. Im Bericht wird Indus "nicht über alles gelob", sondern es werden die Daten des Untenehmens wiedergegeben; da kann ich ja nur über Zahlen schreiben, wie sie veröffentlicht werden. Wenn sie aus Sicht des Unternehmens positiv sind, steht das so im Bericht. Da Indus mit der gewählten Konstruktion im Kapitalmarkt ist, muss dies so akzeptiert werden. Das veröffentlichte KGV ist aus Indus-Sicht also richtig. Es ist jedoch bei Vergleichen zu hinterfragen und daher mein Hinweis auf den Erklärungsbedarf (den Indus gegenüber dem Kapitalmarkt hat) und auf die mangelnder Öffentlichkeitsarbeit. Da die Themaitik offenbar schwieriger ist als ich annahm, werde ich wohl in Zukunft JEDEM Artikel über Indus eine entsprechende Erläuterung voranstellen.
Schade, dass mich der wahrscheinlich anynome Absender nicht direkt angeschrieben oder angerufen hat. So kann ich ihm nicht anworten; es sei denn, Sie stellen diese Antwort in das Board ein, ich wäre damit einverstanden."
Und hier seine email-Anschrift: nebenwerte@aol.com
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04.11.00 16:28:06
@pantarhei:
Um meine Argumentation zu verstehen, muss Dir die Bedeutung der Eigenkapitalrendite klar sein. Es würde an dieser Stelle zu weit führen, zu erklären, warum in der Regel nur Unternehmen mit überdurchschnittlicher EK-Rendite ein interessantes Investment darstellen. Wenn Dir dieser Punkt nicht klar ist, kann ich z.B. das Buch "Buffetology" von Mary Buffet zur Lektüre empfehlen; hier wird die Bedeutung der Eigenkapitalrendite sehr ausführlich erläutert (vielen Dank auch an Stelax für den Buchtip!)

Nehmen wir mal ein fiktives Beispiel: Indus kauft ein Unternehmen mit einem Buchwert von 10 Mio. DM, das im Jahr 2 Mio. DM Nettogewinn erwirtschaftet, und bezahlt dafür 20 Mio. DM (10 Mio. DM für den Buchwert + 10 Mio. DM für den Goodwill). Nach der Konsolidierung dieses Unternehmens taucht es in der Indus-AG-Bilanz mit einer Eigenkapitalrendite von 20% (2 Mio. DM Gewinn bei 10 Mio. DM Eigenkapital) auf. Tatsächlich hat Indus jedoch 20 Mio. DM bezahlt, und diese 20 Mio. DM rentieren sich nur mit 10% p.a. (2 Mio. DM Gewinn bei 20 Mio. DM Einsatz von Indus-Eigenkapital).

Betrachtet man nur die AG-Bilanz, dann entsteht der Eindruck einer Eigenkapitalrendite von 20%. Tatsächlich sind es jedoch nur 10%. 10% ist eine unterdurchschnittliche EK-Rendite. Ich würde nie in ein Unternehmen mit 10% EK-Rendite investieren, das bei einem KGV von über 10 notiert.

Diese Zahlen sind rein fiktiv. Ich will damit nur zeigen: Der gezahlte Goodwill bringt keine Rendite, und angelegtes Geld, das keine Rendite bringt, muss man langfristig abzinsen.

@Schwerti:
Vielen Dank! Ich freue mich über die ausführliche Stellungnahme von Herrn Hellwig und werde ihm direkt darauf antworten. Ich möchte mich hier auch dafür entschuldigen, dass ich Herrn Hellwig unterstellt habe, ihm sei der Grund für die Differenz zwischen AG- und Konzernzahlen nicht bekannt. Ich schreibe übrigens nicht anonym, sondern unter meinem wirklichen Namen.
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04.11.00 18:44:32
Hallo Schwerti, hallo Mandrella,

toll, wieviel Mühe ihr euch mit meinen Verständnisschwierigkeiten gebt. :)
Danke!

@Mandrella
Mir war bereits in einem anderen Thread aufgefallen, in dem du die Eigenkapitalrendite zur Erklärung des KBV herangezogen hast, dass für dich die EK Rendite ein besonderes Gewicht hat. Ich werde meine Wissenslücken mit Hilfe deiner Buchempfehlung zu schließen versuchen!

Mich würde interessieren, zu welchem Resultat du letzlich bei der Beurteilung von Indus gekommen bist?

Ich selbst habe nicht nur die KE mitgemacht, sondern den damit einhergehenden Kursrückgang für einen Nachkauf genutzt. Bisher bin ich damit ganz zufrieden:D

@Schwerti
Herr Hellwig ist hier einmal besonders zu loben. Ich habe auch schon feststellen dürfen, dass er Leserfragen sehr schnell und kompetent beantwortet. Das NJ ist das einzige Börsenmagazin, das ich abonniert habe. Auch bei den Dikussionen zu ZWL oder Sedlbauer habe ich die älteren Ausgaben u Rate gezogen.

Schönes Wochenende:)
ciao
panta rhei
Avatar
04.11.00 20:22:35
@Mandrella
vielen Dank für die Anwort (ist übrigens ein starker Name) und

@pantarhei, ich kann mir gar keine Mühe mit Deinen Verständigungsschwierigkeiten machen, weil ich nämlich viel zu wenig davon verstehe! Deshalb mein ausdrücklicher Dank an Mandrella, dass er sich für u n s Unwissenden so viel Arbeit macht.
Schönes Wochenende.
Avatar
05.11.00 16:18:58
@ panterhai v. 30.10

Sehr interessanter Thread hier. Erfreulich wieviel Aufmerksamkeit Indus auf sich gezogen hat. Vor Monaten war das noch ganz anders hier.
Ich hatte damals schon auf die besonderen Vorteile der - damals noch geplanten - Steuerreform für Beteiligungsgesellschaften/Holdings, wie z.B. Indus, hingewiesen,
Es ist richtig, daß Abschreibungen auf den Beteiligungsansatz steuerlich als Folge der Steuerreform ab 2002 nicht mehr geltend
gemacht werden könne....Kehrseite der neu eingeführten Steuerfreiheit der Gewinne aus Beteiligungsveräußerungen (übrigens sind auch realisierte Verluste
aus dem Verkauf von Beteiligungen steuerlich dann nicht mehr abzugsfähig). Gleichwohl ist die Steuerreform per Saldo ein Segen für Indus & Co., was nach wie vor kaum gewürdigt wird
und was auch dann gilt, wenn Unternehmen wie Indus tatsächlich kaum Verkäufe tätigen wollen und damit eher selten in den Genuß der steuerfrei reaiserter Gewinne kommen.
So bleiben bspw. die Zinsaufwendungen zum Erwerb der Beteiligungen abzugsfähig. Ferner kann Indus im Gegensatz zu früher auch alle Dividenden aus Kapitalgesellschaften
ab 2002 steuerfrei beziehen, denn auch diese - nicht nur Veräußerungsgewinne - werden steuerfrei gestellt. Die Steuerquote von Indus müßte in den nächsten Jahren gegen Null tendieren, möglicherweise könnten sich sogar steuerliche Verlust-
vorträge aufbauen, da Indus kaum noch steurpflichtige Erträge haben dürfte. Ich bin übrigens nicht sicher, daß die Geschäftsleitung wirklich ihrer Linie treu
bleibt und keine Beteiligungen abgibt. Die Steuerreform lädt geradezu zu einem aktiveren Beteiligungsmanagement ein und vielleicht tut der Kapitalmarkt einnmal sein
übriges.

Ciao für heute
Shortie
Avatar
05.11.00 19:45:50
@Shortguy

Neue Informationen sind immer willkommen, besonders gute :D

Die Frage nach Beteiligungsveräußerungen halte ich nicht für sonderlich wichtig. Dennoch so viel dazu:

Im Zusammenhang mit der Steuerreform wurde auch Indus als Profiteur genannt. Es war Indus immerhin eine Stellungnahme wert, darauf hinzuweisen, dass sie keine Beteiligungen veräußern werden. Warum?
Indus ist spezialisiert auf die Lösung von Nachfolgeproblemen. Hierbei ist wichtiger als der Kaufpreis das Vertrauen des Firmengründers, dass das Unternehmen in seinem Sinne weitergeführt wird und die bestehende Firmenkultur erhalten bleibt.
Dieses Vertrauen verdient sich Indus unter anderem damit, dass sie einen Weiterverkauf des Unternehmens ausschließen.

ciao
panta rhei
Avatar
05.11.00 23:50:06
Die Quartalsberichterstattung der Indus AG verstößt übrigens gegen die SMAX-Regeln. Indus ist als SMAX-Mitglied verpflichtet, auch in den Quartalsberichten eine vollständige Konzern-GuV und eine Konzern-Kapitalflussrechnung zu veröffentlichen.

Ich frage mal bei der DBAG nach, was sie davon halten bzw. ob es für Indus eine Ausnahmeregelung gibt.
Avatar
12.11.00 22:33:16
Eben habe ich ein anderes Unternehmen entdeckt, das mit dem gleichen Trick arbeitet wie Indus: Die Köhler & Krenzer Fashion AG. Nur dass hier die Goodwill-Abschreibungen noch nicht einmal in der Konzern-GuV auftauchen, sondern nur im Kleingedruckten zur Bilanz. Das kann man schon als gezielte Irreführung ansehen.
Avatar
12.11.00 23:15:01
Brokerface hat einen Thread angefangen, um die Frage der Bewertung von Holding AGs zu diskutieren. Thread: Bewertung von Beteiligungsgesellschaften - wie?
Die Ertragskraft der Beteiligungen spielt dabei bisher gar keine Rolle.
@Mandrella
Wie wäre es, wenn du deine Haltung zur Goodwill-Abschreibung dort einbringen würdest?
ciao

panta rhei
Avatar
13.11.00 11:19:43
In dem Thread von brokerface geht es um Unternehmen, die Beteiligungen nur mittelfristig halten und wieder verkaufen. In solchen Fällen werden die Beteiligungen normalerweise nicht konsolidiert und auch kein Goodwill abgeschrieben, sondern sie werden zum Einkaufspreis im Umlaufvermögen bilanziert. Die Indus AG passt nicht in dieses Schema, weil sie die Beteiligungen ja grundsätzlich konsolidiert und nicht wieder veräußert.
Avatar
23.11.00 20:25:36
Indus: Übernahme der S.M.A. Metalltechnik

Die Indus Holding AG übernimmt 80 Prozent der S.M.A. Metalltechnik. Laut einer vwd-Meldung vom Donnerstag würden die restlichen 20 Prozent beim Management des schwäbischen Autozulieferers verbleiben, der im laufenden Jahr mit 255 Mitarbeitern seinen Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 16 Prozent auf etwa 70 Mio. DM steigern werde. Angaben zum Kaufpreis seien nicht gemacht worden, hieß es weiter.
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28.11.00 00:27:22
Eines habe ich noch nicht ganz verstanden: Schreibt Indus bei der Erstkonsolidierung den erworbenen Goodwill wirklich vollständig, also im Jahr der Anschaffung ab ? Dies wäre eine Erklärung für den hohen Betrag von 82,3 Mio. DM in 1999 (1998: 67,8; Daten aus GuV bei www.hoppenstedt.de).

Oder wird der Goodwill wie üblich über die geplante Nutzungsdauer abgeschrieben. Dafür spricht zumindest das Vorhandensein eines kumulierten Goodwill. Scheinbar vertragen sich hier einige Aussagen im Thread nicht ganz.
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28.11.00 01:07:24
@Blue Joe:

In der Konzern-GuV für 99 sind Abschreibungen von insgesamt 82,3 Mio. DM angegeben. Davon sollen 52,2 Mio. DM auf "Abschreibungen aus Erstkonsolidierungen" entfallen. Laut Konzern-Anlagespiegel teilen sich die Abschreibungen wie folgt auf:

14,3 Mio. DM Goodwill
29,6 Mio. DM sonstige immaterielle Vermögensgegenstände
38,1 Mio. DM Sachanlagen
0,3 Mio. DM Finanzanlagen

Der aktuell bilanzierte Goodwill liegt bei 140 Mio. DM, und wird jeweils ab Erstkonsolidierung über 15 Jahre abgeschrieben.

So, nun werd daraus mal schlau :)
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30.11.00 17:05:10
INDUS steigert Umsatz und Ertrag deutlich
Die INDUS Holding AG konnte ihr deutliches Umsatz- und Ertragswachstum in den ersten neun Monaten dieses Jahres fortsetzen. Das Ergebnis vor Steuern stieg im Vorjahresvergleich um 18 Prozent auf 61,3 Mio. DM. Der Reingewinn kletterte um 16 Prozent auf ca. 51 Mio. DM, wobei der Gewinn pro Aktie nach 1,43 Euro im gleichen Vorjahreszeitraum 1,66 Euro erreichte. Beim Konzernumsatz ergab sich ein Wachstum von 28 Prozent auf 625 Mio. DM, was hauptsächlich dem Maschinenbau zu verdanken ist, der beim Umsatz um 54 Prozent zulegen konnte. Für das Gesamtjahr erwartet man ein Umsatzzuwachs von 20 Prozent auf über 940 Mio. DM und ein Jahresüberschuß, der erstmals die Marke von 100 Mio. DM überschreiten soll. INDUS hat in diesem Jahr bereits vier Unternehmen übernommen: die im Medical-Care-Markt tätige Ofa Bamberg, das Mikro-Optik-Unternehmen MIKROP, den Feinblechverarbeiter Bacher und den schwäbischen Autozulieferer S.M.A Metalltechnik.
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09.12.00 13:13:53
Das 3. Quartal ist nicht so gut gelaufen bei Indus. Der Gewinn (in der AG!) liegt mit 19 Mio. DM leicht unter dem Vorjahreswert von 21 Mio. DM, während der Gewinn im 1. Halbjahr noch um 32% zugenommen hatte. Das dritte Quartal soll nach den Prognosen aber wieder etwas besser aussehen; das Gewinnwachstum für das Gesamtjahr läge dann in der Gegend von knapp 20%.

Wie der tatsächliche (Konzern)gewinn aussieht, hat Indus mal wieder nicht verraten; die Konzernzahlen fehlen auch im Neunmonatsbericht.
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09.03.01 10:06:10
in der smax-studie der gmb bibs `ne analyse zu indus

http://ww2.Gontard-MetallBank.de/imperia/md/content/boerse/r…


gruss J.R.Ewing
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09.03.01 18:07:15
Danke, J.R., für den Hinweis auf die interessante Studie.

Auf den ersten Blick stimmen bei Indus die Angaben zur Dividende nicht: DM als € angegeben!

Darauf, dass der angegebene Gewinn eigentlich als Cash Flow genommen werden sollte, hat Mandrella schon öfter hingewiesen.

ciao
panta rhei
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12.03.01 09:29:13
Montag, 12.03.2001, 09:21

Indus Holding erweitert Beteiligungsportfolio

Indus Holding übernimmt rückwirkend zum 1. Januar 2001 die
bayerische Max Schuster Wärme und Kälte Klima GmbH & Co. KG.
Dies ist bereits die 33. Beteiligung der im Smax notierten Indus
Holding. Max Schuster ist spezialisiert auf Lüftungs- und
Klimatechnik und erzielte im Jahr 2000 Umsätze in Höhe von 20
Mio.DM.

Indus verfolgt nach eigenen Angaben eine Strategie, die sich konsequent auf ertragsstarke Unternehmen der Old Economy
konzentriert, deren Geschäftsmodelle sich wie bei Max Schuster schon seit Jahrzehnten bewähren. Das Indus-Portfolio
reicht von der Automobilindustrie über die Energiewirtschaft, den Bau und den Maschinenbau bis hin zum
Konsumgütersektor.
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12.03.01 19:40:19
Das Geschäft von Indus läuft wie ein Uhrwerk. An der Börse interessiert das keinen. Was soll`s?
Es sind ohnehin nur noch die Geduldigen investiert.
ciao
panta rhei
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21.03.01 20:05:40
...heute per E-Mail erhalten:

---------------------------------
Termine der INDUS Holding AG

Bergisch-Gladbach, den 21. März 2001 – Die INDUS Holding AG gibt folgende Termine bekannt:

28. März 2001: Veröffentlichung der Eckdaten des Jahresabschlusses 2000
4. Mai 2001: Bilanzsitzung des Aufsichtsrats mit Beschluss des Dividendenvorschlags
11. Juni 2001: Bilanz-Pressekonferenz in Düsseldorf
12. Juni 2001: DVFA-Analystenkonferenz in Frankfurt
17. Juli 2001: Hauptversammlung in Köln

Die Termine für die Veröffentlichung der Quartalsergebnisse werden jeweils rechtzeitig im voraus bekannt gegeben.

Kontakt:
Raimund Brichta
bv medien GmbH
Tel.: 030-827 029 44
Fax: 030-827 029 45
info@bvmedien.com
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28.03.01 17:07:59
...heute per E-Mail erhalten:

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INDUS erzielt erstmals mehr als eine Milliarde DM Umsatz
- Jahresüberschuss übersteigt 100 Mio. DM
- Dividendenerhöhung angekündigt
- Weiteres Wachstum geplant

Bergisch-Gladbach, den 28. März 2001 – Die im Börsensegment SMAX notierte INDUS Holding AG (WKN 620010) hat Umsatz und Ertrag im vergangenen Jahr erneut deutlich gesteigert. Die Konzernerlöse nahmen um 30,5% auf 1,024 Mrd. DM zu und übertrafen damit zum ersten Mal die Milliardenschwelle. Der Jahresüberschuss stieg um 18,9% auf den Rekordwert von 103,6 Mio. DM. Auch die Beteiligungserträge erreichten mit 139,3 Mio. DM (plus 8,8 %) ein zuvor noch nicht gesehenes Niveau.

"Beim Ertrag haben wir unsere Planungen voll erfüllt und beim Umsatz sogar übertroffen“, stellte der Vorstandsvorsitzende Winfried Kill fest. Für das Jahr 2000 hatte INDUS einen Umsatz von über 940 Mio. DM und einen Jahresüberschuss angekündigt, der erstmals die Marke von 100 Mio. DM überschreiten sollte. Die Dividende (Vorjahr 2,00 DM) wird nach Kills Angaben wahrscheinlich zum 6. Mal in Folge angehoben. Wie hoch die Ausschüttung ausfallen wird, steht aber noch nicht fest. Die neuen Aktien sind mit voller Dividendenberechtigung ausgestattet.

Die Beteiligungsgesellschaft, die auf ertragsstarke mittelständische Unternehmen spezialisiert ist, rechnet auch in diesem Jahr mit einem weiteren Umsatz- und Ertragswachstum, hauptsächlich aus Zukäufen. Das Angebot an erfolgreichen Nischenanbietern, für die eine langfristige Unternehmer-Nachfolge gesucht wird, ist nach wie vor groß. Übernahmeverhandlungen mit mehreren interessanten Unternehmen laufen bereits. Erst vor kurzem hatte INDUS den bayerischen Lüftungs-und Klimatechnik-Spezialisten Max Schuster übernommen und damit das Beteiligungsportfolio auf
33 Unternehmen aufgestockt.

Hintergrundinformationen zur INDUS-Holding:

Die INDUS-Strategie basiert auf dem Kerngedanken, ertragsstarke Small Caps in einer börsennotierten Gesellschaft zu bündeln und den Aktieninvestoren damit Zugang zu einem Bereich hochrentabler Unternehmen zu verschaffen. So ist ein Portfolio renditestarker Anbieter entstanden, die sowohl exzellente Positionen in ihren jeweiligen Märkten innehaben als auch ein dauerhaftes Umsatz- und Ertragswachstum erwarten lassen. Mehr als die Hälfte der INDUS-Beteiligungsunternehmen erzielt nachhaltig EBIT-Margen von über 15%; fast ein Drittel der Firmen bringt es sogar auf Umsatzrenditen von mehr als 20%.

Dabei setzt INDUS konsequent auf Diversifikation: Das Portfolio erstreckt sich hauptsächlich auf die Bereiche
Automobilindustrie, Bau, Maschinenbau und Konsumgüter, für die INDUS separate Spartenergebnisse veröffentlicht. Mit dieser Aufteilung macht sich das Unternehmen unabhängig von einzelnen Branchen und Konjunkturen, minimiert das geschäftliche Risiko und erreicht eine Ertragsqualität, die ihresgleichen sucht. Der Jahresüberschuss stieg seit dem Börsengang 1995 im Durchschnitt um 20% p.a. Damit liegt INDUS in der Spitzengruppe aller Werte, die im SDAX vertreten sind, dem Index für die 100 bedeutendsten Unternehmen des Börsensegmentes SMAX. Gewichtet nach der Marktkapitalisierung ist INDUS zurzeit das zehntgrößte Unternehmen im SDAX.
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28.03.01 18:42:06
Beeindruckend ist die weitreichende Planungssicherheit der Indus Holding AG. :D
Bereits auf der HV am 15. Juli 1999 wurde das Ziel, im Jahr 2000 in der Gruppe einen Jahresüberschuß von 100 DM zu erreichen, bestätigt. (Kurs damals 32,50 €)

ciao
panta rhei
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28.03.01 20:41:40
Von 100 DM :laugh:
Sorry! natürlich Mio
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28.03.01 21:12:32
Die haben schon wieder Konzern- und AG-Zahlen kunterbunt durcheinandergewürfelt. Mit "Konzernerlösen" ist der Umsatz im Konzern gemeint, mit "Jahresüberschuss", der Gewinn in der AG. Das ist gezielte Irreführung, auch in der adhoc-Meldung.
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02.04.01 19:54:57
richtig netter und informativer Thread geworden :-)

Freut mich !

Und freut euch über ne nette Dividende in einem ansonsten
unsicheren Markt !!

Gruß an alle Indusser !
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10.04.01 17:18:37
Bei Indus ist es heute spannend!
Auf Xetra ist der Widerstand bei 26€ intraday klar durchbrochen.
Mal sehen, ob wir auch darüber schließen?
ciao
panta rhei
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11.04.01 19:17:48
Schön, dass es hier wieder Leben gibt.
@ Mandrella, hast du Antwort auf dein Schreiben vom 5.11. an die DB AG erhalten (Zwischenberichte + Konzernbilanz)?
Reist jemand zur HV?
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11.04.01 20:42:42
@Schwerti
Ja, die DBAG hat geantwortet, dass Indus abgemahnt wurde. Nun bin ich gespannt auf den Bericht zum 1. Quartal.
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11.04.01 20:43:50


Ein neues Hoch seit der Kapitalerhöhung!
Indus profitiert als liquider Wert mit niedriger Bewertung von den neuen SMAX-Fonds und -Zertifikaten.
Während in der Hochpase des VC das Geschäftsmodell als konfus bezeichnet wurde, sieht man es heute als bewährtes Konzept an.
Indus erweist sich als zuverlässig, auch was die immer gleichen Mängel in der Berichterstattung betrifft. Das KGV ist höher als ausgewiesen, aber meiner Asicht nach nicht zu hoch.
Ich erwarte, dass der Kurs bald erneut an der 30€ Marke scheitert.
ciao
panta rhei
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08.05.01 10:54:49
Die obligatorische Dividendenerhöhung bei Indus:

Indus Holding AG: erhöht die Dividende auf 2,20 DM je Aktie
Bergisch Gladbach, den 08. Mai 2001 - Die INDUS Holding AG wird der Hauptversammlung am 17. Juli 2001 für das vergangene Geschäftsjahr eine Dividende von 2,20 DM je Aktie vorschlagen. Darüber hinaus erhalten die im Inland steuerpflichtigen Aktionäre eine Steuergutschrift von 0,90 DM je Aktie. Im Vorjahr hatte INDUS eine Dividende von 2,00 DM (plus 0,86 DM Steuergutschrift) gezahlt. Da die neuen Aktien aus der jüngsten Kapitalerhöhung für das Geschäftsjahr 2000 mit voller Dividendenberechtigung ausgestattet sind, steigt die Ausschüttungssumme um 26% auf 39,6 Mio. DM nach 31,5 Mio. DM im Vorjahr. INDUS erhöht damit die Dividende zum sechsten Mal in Folge.

(Quelle: Indus Holding AG)
08.05.2001 10:35
©boerse.de
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31.05.01 11:04:02
Wirklich ein Jammer, dass Indus diese Schwäche (Unterschlagung des Goodwill) in der Berichterstattung nicht abstellt.
Sonst könnte man sich über die gewohnt guten Zahlen wirklich freuen:

INDUS ist im 1. Quartal weiter gewachsen

Umsatz um 34% gestiegen Gewinn nach Steuern legte um 19% zu

Bergisch Gladbach, den 31. Mai 2001 Die im Börsensegment SMAX notierte INDUS Holding AG (WKN 620010) setzt ihren seit Jahren anhaltenden Aufwärtstrend konsequent fort. Auch im ersten Quartal 2001 erzielte die auf ertragsstarke mittelständische Unternehmen spezialisierte Beteiligungsgesellschaft zweistellige Zuwachsraten bei Umsatz und Ertrag. Die Konzernerlöse stiegen auf 137,5 Mio. Euro und lagen damit um 34% über dem entsprechenden Vorjahreswert. Umsatzstärkstes Segment war der Bereich Konsumgüter vor den Automobilzulieferern.

Die Beteiligungserträge in der INDUS Holding AG nahmen um 15% auf 17,2 Mio. Euro zu. Der Gewinn nach Steuern erhöhte sich um 19% auf 11,3 Mio. Euro. Auch für das Gesamtjahr rechnet der Vorstand mit einem anhaltenden Wachstum bei Umsatz und Gewinn.

Ende der Ad-hoc-Mitteilung © DGAP 31.05.2001

ciao
panta rhei
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31.05.01 12:10:57
@pantarhei
Bekommst Du die Quartalsberichte von Indus per Mail oder Post? Auf www.smax.de werden sie anscheinend nicht mehr veröffentlicht. Mich würde mal interessieren, ob die Berichterstattung jetzt endlich den SMAX-Regeln entspricht.
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31.05.01 14:53:59
Hallo Mandrella,

ich lasse mir die Berichte von Indus nicht schicken, sondern hole sie mir für gewöhnlich von der Homepage. (Bei meinen zahlreichen Positionen würde ich leicht in der Papierflut ersticken!)
Den GB für 2000 vermisse ich ebenfalls, aber die BPK ist erst am 11. Juni 2001.
Der QB sollte in den nächsten Tagen verfügbar sein - die Ad-hoc-Mitteilung ist doch heute erst erschienen.

Ich bin gespannt, ob auf der HV die Quartalsberichte angesprochen wurden. Falls nicht, werde ich die IR-Abteilung anschreiben.

Solange beurteile ich Indus nicht nach dem KGV. Ich gehe aber davon aus, dass zumindest die Dividende tatsächlich verdient wurde und nicht aus der Substanz bezahlt wird (Kurs/Dividende = 24).
Gleichzeitig halte ich ein langjähriges Wachstum von 15% für eine konservative Annahme. Da in meinem Szenario das Wachstum bei Vollausschüttung des Gewinns erzielt wird, denke ich, dass Indus kein schlechtes Investment ist.
In 10 Jahren würde die Dividende auf 4,55€ wachsen und ein Kurs von 68€ wäre gerechtfertigt (Kurs/Dividende = 15). Unter Berücksichtigung der unverzinsten Ausschüttungen von ca. 27€ ergäbe sich eine Rendite von 13,5%/Jahr.

Ich denke, es gibt keinen Grund, noch tiefer zu stapeln.

ciao
panta rhei
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31.05.01 15:19:34

Wow, 14000 gehandelte Aktien von 14:45 bis 15:00 Uhr in ffm.
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31.05.01 18:36:43
Gruß an alle Indus Aktionäre und Interessierten,
ich möchte Eure Einschätzung wiso die Anschlußaufträge nach
dem Kurssprung ausbleiben.
Gruß Michael
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05.06.01 11:28:32
Jetzt wirds brenzlig.Habe am Freitag zu 27,51 noch gekauft.
Den Angstschweiß im Nacken mal wieder auf dem falschen Fuß erwischt zu werden.
Gruß Michi
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11.06.01 10:59:42
Die gewohnt konservative Planung für das laufende Geschäftsjahr:

Indus Holding erwartet Umsatz 01 bei 600 Mio EUR/plus 15 Proz
Düsseldorf (vwd) - Die im SMAX notierte Indus Holding AG, Bergisch Gladbach, strebt im laufenden Jahr einen Gruppenumsatz von rund 600 Mio EUR an. Im Vergleich zum Vorjahr entspreche dies einer Steigerung von etwa 15 Prozent, sagte Vorstandsvorsitzender Winfried Kill am Montag in Düsseldorf. Auch beim Gewinn rechne er 2001 mit einer weiteren Erhöhung. Genaue Zahlen nannte er dabei aber nicht. Das Indus-Beteiligungsportfolio werde in Kürze voraussichtlich aufgestockt, sagte Kill weiter.

Derzeit befinde sich das Unternehmen in konkreten Übernahmeverhandlungen, mit einem ausichtsreichen Kandidaten aus Deutschland. In der zweiten Jahreshälfte dürften ein bis zwei weitere Beteiligungen hinzukommen. Gegenwärtig umfasse das Portfolio 33 Unternehmen. +++Christian Hartel

vwd/11.6.2001/har/hei/mr


Alles wie immer! :O

ciao
panta rhei
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11.06.01 13:26:31
Weitere Details von der BPK:

Indus Holding erwartet Umsatz 01 bei 600 Mio EUR ... (Erg)
Im vergangenen Jahr hatte die Indus Holding ihren Umsatz um 30,5 Prozent auf 1.024 (785) Mio DEM gesteigert. Das Ergebnis je Aktie wuchs um 14,8 Prozent auf 6,35 (5,53) DEM, wobei eine Kapitalerhöhung im Oktober vergangenen Jahres zeitanteilig berücksichtigt wurde. Umsatz und Ergebnis der breit gestreuten Beteiligungen hätten sich im Jahr 2000 unterschiedlich entwickelt, sagte Kill weiter. In den Segmenten Automobilindustrie, Konsumgüter und Maschinenbau habe der Umsatz um jeweils 40 bis 50 Prozent zugelegt, in der Bauindustrie dagegen nur um vier Prozent.

Das Vorsteuerergebnis (EBT) der Bauindustrie-Unternehmen sei konjunkturell bedingt um 53 Prozent auf 7,2 Mio DEM zurückgegangen, während der Maschinenbau um 56 Prozent auf 27,1 Mio DEM zugelegt habe. In der Automobilindustrie habe das EBT um 31 Prozent auf 35,8 Mio DEM zugenommen, im Konsumgüterbereich um 19 Prozent auf 28 Mio DEM. Das Ergebnis der übrigen Beteiligungen sei um 20 Prozent auf 21,7 Mio DEM gewachsen. Im ersten Quartal steigerte das Unternehmen das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit um elf Prozent auf 13,2 (11,9) Mio EUR und den Gewinn je Aktie um fünf Prozent auf 0,63 (0,60) EUR.

Die Quartalsergebnisse könnten nicht auf das Gesamtjahr hochgerechnet werden, betonte Kill. Indus bleibe beim strategischen Ansatz, langfristig in mittelständische Unternehmen zu investieren, die mit Nachfolgeproblemen an der Spitze zu kämpfen hätten. "Wir haben noch nie ein Unternehmen verkauft", bekräftigte Kill. Auch werde kein Venture Capital vergeben. Pro Jahr würden jeweils drei bis vier weitere Beteiligungen mit einem Investitionsvolumen von 75 Mio EUR angestrebt. Zu deren Finanzierung schloss Kill weitere Kapitalerhöhungen nicht aus. In jedem Fall soll die Eigenkapitalquote bei etwa 55 Prozent gehalten werden. +++ Christian Hartel

vwd/11.6.2001/har/mr
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14.06.01 11:26:38
Und ich dachte immer "buy on bad news - sell on good news" wäre eine amerikanische Regel. Aber unsere alte Indus verliert sogar, wenn die new economics fallen. Schlechte Zeiten!
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14.06.01 11:44:14
INDUS fehlen einfach anständige Umsätze an der Börse, dann wäre INDUS längst im M-DAX und würde etwas mehr Beachtung finden. Ein größerer Streubesitz, möglicherweise auch durch eine KE wäre deshalb in dieser Hinsicht durchaus sinnvoll.
Ansonsten kann man dem Vorstand nur Respekt zollen für dieses gute Ergebnis, hoffentlich folgen die Kurse auch bald der wirtschaftlichen Entwicklung.
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14.06.01 14:14:13
Laut Geschäftsbericht 2000 der INDUS AG weist die GuV einen Gewinn nach Abzug des Gewinnanteils Konzernfremder von ca. € 17 Mio aus.

Das ergibt bei 18 Mio Aktien einen Gewinn pro Aktie von knapp € 1,-.

Indus zieht die G/W Abschreibungen von ca. € 25 Mio ab und berücksichtigt wohl nicht einmal den daraus resultierenden Steuervorteil bei ihrer eigenen Gewinnangabe pro Aktie.

Kein Wunder, daß Indus laufend neues Kapital benötigt zum Wachsen.

Würde in Indus mit einer P/E von ca. 20 nicht investieren, besonders angesichts der KE.

CU, goldmine
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18.06.01 19:48:11
ein paar Empfehlungen ... (Quelle: aktiencheck.de)

BlueJoe

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13.06.2001
Indus Holding Marketperformer
WGZ-Bank

Die Analysten der WGZ-Bank stufen die Aktien der Indus Holding (WKN 620010) weiterhin als Marketperformer ein.

Während die Eckdaten (Umsatz, Beteiligungserträge, Jahresüberschuss) für das Gj. 2000 Ende März veröffentlicht und von den Analysten der WGZ-Bank kommentiert worden seien, habe Indus auf der Bilanzpressekonferenz weitere Informationen zu einzelnen Segmenten geliefert. Gemessen am Ergebnis vor Steuern würden die Automobilzuliefereraktivitäten mit 30,0% die größte Gruppe darstellen (Umsatzanteil 25,0%). Bei einem Umsatzanstieg von 48% habe beim Ergebnis vor Steuern ein Plus von 31% realisiert werden können.

Dahinter würden Konsumgüter (Ergebnisanteil 23,3%), Maschinenbau (22,5%), Übrige (Medizintechnik, Energiewirtschaft mit 18,3%) folgen. Es überrasche nicht, dass sich im Segment Bau (5,8%) das Ergebnis mit 3,6 Mio. Euro halbiert habe. Die Q1-Zahlen würden an das erfolgreiche Gj. 2000 anknüpfen. Zwar scheine den Analysten der Titel unterbewertet (Kursziel 34) zu sein, das positive Gesamtmarktszenario lasse auf 6-Monatssicht jedoch nur eine Marktperformance erwarten.

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15.06.2001
Indus Interview mit Vorstandschef
Handelsblatt

Frank Wiebe vom Handelsblatt hat mit dem Vorstandsvorsitzender der im SDAX notierten Indus Holding AG (WKN 620010), Winfried Kill, ein Interview geführt. Das Unternehmen kaufe mittelständische Unternehmen und verdiene damit viel Geld. Der Kurs der Gesellschaf bewege sich aber kaum.

Kill arbeite mit drei sehr kompetenten Kollegen im Vorstand zusammen. Aus dem operativen Geschäft halte er sich ohnehin mehr und mehr heraus. Nach Aussagen vom Vorstandsvorsitzenden sei die Indus Holding ein komplexes Unternehmen. Wer sich mit der Firma beschäftige, müsse sich schon ein oder zwei Tage Zeit nehmen. So viel Zeit hätten viele der Analysten jedoch nicht. Außerdem sei man mit keinem anderen Unternehmen vergleichbar. Die Indus Holding sei kein Unternehmen, das Beteiligungen kaufe und nach ein paar Jahren wieder verkaufe, sondern übernehme mittelständische Unternehmen und behalte sie auf Dauer.

Mit der Rechtsform GmbH & Co. KG würden sich Gesellschaften wesentlich leichter führen lassen, weil nicht so viele Formalien wie bei Kapitalgesellschaften einzuhalten seien, so die Vorstandschef der Indus Holding.

Bei der Auswahl von Beteiligungen gebe man keine Suchaufträge, sondern die Angebote würden an die Indus Holding herangetragen. Es handele sich in der Tat häufig um Unternehmen, die Nachfolgeprobleme hätten. Bei der Beurteilung verlasse man sich ganz auf sich selbst. Man schaue, ob der Geschäftsplan plausibel sei und hole nur ergänzend externe Informationen ein. Die Indus Holding bevorzuge grundsätzlich Unternehmen mit einer für Außenstehende überschaubaren Geschäftstätigkeit. Mode, IT und Dienstleistungen meide man. Der Schwerpunkt liege in klassischen Produktionsunternehmen, die sich auf bestimmte Marktnischen spezialisiert hätten, so etwa die Ofa aus Bamberg, die eines der führenden Unternehmen für Kompressions- und Stützstrümpfe in Deutschland sei.

Das Unternehmen aus dem SDAX habe jetzt 33 Unternehmen. In diesem Jahr habe man schon nach Aussagen von Kill ein Unternehmen gekauft und ein weiteres würde in Kürze folgen und mit hoher Wahrscheinlichkeit noch zwei in der zweiten Jahreshälfte.

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15.06.2001
Indus halten
Hanseatischer Börsendienst

Für die Analysten vom Hanseatischen Börsendienst ist die Aktie der Indus Holding AG (WKN 620010) weiterhin eine Halteposition.

Das Unternehmen erwarte im laufenden Geschäftsjahr einen Umsatzanstieg von 15% auf 600 Millionen Euro. Auch der Gewinn solle weiter zulegen. Zudem beabsichtige die auf mittelständische Firmen fokussierte Beteiligungsgesellschaft weitere Akquisitionen in nicht allzu ferner Zeit. Weitere Kapitalerhöhungen seien auch möglich.

Bei den Aktionären habe diese News nicht gerade eine Begeisterung hervorgerufen. Die Aktie habe zuletzt schwächer notiert und laufe Gefahr aus dem seit Oktober 2000 bestehenden Aufwärtstrend nach unten auszubrechen.

Obwohl aus charttechnischer Sicht ein Risiko bestehe, halte das Researchteam an dem Titel weiter fest.

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18.06.2001
Indus Holding renditeträchtig
Frankfurter Börsenbriefe

Die Frankfurter Börsenbriefe bezeichnen Indus Holding (WKN 620010) als geeignetes Investment für konservative Anleger.

Die Beteiligungsgesellschaft aus Bergisch Gladbach setze sehr konservativ und langfristig auf Beteiligungen an mittelständischen Nischenproduzenten aus der Investitions- und Konsumgüterindustrie.

Binnen 4 Jahren sei der Umsatz auf 1 Mrd. DM und der Jahresüberschuss auf 104 Mio. DM verdoppelt worden. Seit dem Börsengang vor rund 6 Jahren sei der Gewinn im Mittel um 20% p.a. gesteigert worden.

Gegenwärtig seien in der Holding 33 Gesellschaften in fünf Segmenten angesiedelt. Vor kurzem sei bekannt geworden, dass mehr als die Hälfte der Beteiligungen EBIT-Margen von mehr als 15 % erwirtschaften würden, ein Drittel schaffe sogar Umsatzrenditen von mehr als 20%.

Zum sechsten Mal in Folge solle den Aktionären in der nächsten HV am 17.07. eine Dividendenerhöhung vorgeschlagen werden. Gegen diese unternehmerische Qualität stehe ein KGV von lächerlichen 6,6.

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Avatar
18.06.01 20:49:32
Die Empfehlungen von Analysten, die ihren Job nicht verstehen, machen aus Indus kein Sonderangebot.

Das KGV liegt unter Einbeziehung der goodwill Abschreibungen - und auch, wenn man nur die Steuervorteile der G/W-Am. wegläßt - eben weitaus höher.

Offensichtlich liebt Ignoranz Gesellschaft.

CU, goldmine
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18.06.01 23:08:38
Noch zwei Dinge, die stutzig machen sollten:

1) Auf Finanzanlagen wurden über 7. Mio. DM abgeschrieben, so dass
das Erg. der gew. Geschäftigstätigkeit im AG-Abschluss nur um
etwas mehr als 1% gestiegen ist. Der gestiegene Jahresüberschuss resultiert
allein aus einer in diesem Jahr extrem niedrigen Steuerquote.
Gerademal 6,8 Mio. werden dort in diesem Jahr ausgewiesen, nach
über 23,4 Mio. im letzten Jahr.
Sollten sich diese Abschreibungen auf Finanzanlagen
wiederholen, bzw. ausweiten, was bei dem ständig größer
werdenden Beteiligungsportefeuille nie ausgeschlossen werden kann,
wird es eng für Indus. Dann kann man noch so viele buchhalterische
Tricks bemühen, hier kommt man dann nicht mehr heraus.

2) Der Aufsichtsrat (zweimal taucht dort der Name "Kill" auf!)
genehmigt sich sage und schreibe 469.300 DM!!! Hier sind wohl
die Maßstäbe völlig aus dem Ruder gelaufen. Aber es bleibt ja
zum großen Teil in der Familie Kill... Und ausserdem: Frau Rosemarie
Kill, ihres Zeichens Dipl. Bibliothekarin, verdient natürlich
aufgrund dieser aussergewöhnlichen Qualifikation für den Aufrichtss-
posten die hohe Vergütung! Sie dürfte in etwa derselben Höhe
bewegen, was eine Dipl. Bilbliothekarin bei Ausübung ihres
Berufes per anno verdienen würde. Aber warum arbeiten, wenn
man im Indus-Aufsichtsrat sitzt?

Überhaupt ist mir der ganze Geschäftszweck der Indus suspekt.
Es wird Geld in Beteiligungen gesteckt, diese werden mehr oder
weniger sich selbst überlassen, wenn das Kapital aufgebraucht ist,
holt man es sich via KE wieder neues herein, um es umgehend wieder
in weitere Gesellschaften zu stecken. Das führt zu einem immer
unübersichtlicheren Konglomerat (oder euphemistisch: Diversifisierung)
das im Laufe der Zeit nicht mehr zu managen sein wird.

Und der Vorstand betont auch noch, dass man sich aus der Geschäftsführung der
übernommenen Gesellschaften heraus halte. Hmm, wofür wird der
Vorstand dann eigentlich (fürstlich noch dazu) bezahlt? Geld
der Aktionäre auszugeben ist doch eigentlich eher Vergnügen als
Arbeit.

Fazit:

Ich sehe auf absehbare Zeit keinen EINZIGEN Grund, der eine
Höherbewertung der Aktie rechtfertigen würde.
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27.06.01 15:10:48
Im wesentlichen teile ich inzwischen die kritische Sicht, wie sie z.B. Goldmine formuliert hat.
Allerdings ist Indus in den letzten Wochen von verschiedenen Publikationen zum Kauf empfohlen worden. Allen Empfehlungen gemeinsam ist unkritische Verwendung der publizierten AG-Zahlen mit dem irreführenden, niedrigen KGV.
Die Presse ist anscheinend weiterhin bereit, die Goodwillabschreibungen und die niedrige Steuerquote zu übersehen.
Im Zusammenhang mit dieser konsequenten Desinformation sind natürlich noch Kurssteigerungen möglich.

@Thoughtbreaker
Das Geschäftsmodell erscheint mir durchdacht und konsequent umgesetzt. Es erinnert an einen Private Equity Fonds.

ciao
panta rhei
Avatar
16.07.01 08:49:51
@panta rhei

Deine Anmerkung wg. Private Equity Fonds scheint mir der richtige Weg. Normalerweise wird da ja auch der Unternehmenswert als ein Vielfaches des EBITDA ausgedrueckt - damit koennten wir diese ewige Diskussion um KGVs in der AG oder im Konzern auch beilegen

Ich versuchs mal :

Unternehmenswert :
18 Mio Aktien * 50DM = 900Mio DM
Schulden (inkl. Rueckstellungen) : 780 Mio DM
Cash : 145 Mio DM

ergo : 1.535 Mio DM

EBITDA

Cash-Flow : 137 Mio
Steuern : 26 Mio
Zinsen : 35 Mio

ergo : 198 Mio

also :

7,75 mal EBITDA - das ist im Rahmen der 6-8 mal fuer Private Equity, aber auch nicht spektakulaer billig.

Die gleichen 1.535 Mio sind uebrigens ziemlich genau 1,5 mal Umsatz - auch nicht geschenkt.

Fazit : fuer mich ist`s eine Halteposition...

OPJ

P.S. alle Zahlen aus 2000er Konzern Geschaeftsbericht - sollte ich mich verrechnet haben, bin ich fuer Hinweise dankbar
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31.10.01 12:32:10
Indus scheint in diesem Jahr das externe Wachstum entgegen den bisherigen Ankündigungen stark zu verringern. Ein Blick auf das jeweils zugekaufte Umsatzvolumen:

1994: 37,2 Mio. DM
1995: 60,4 Mio.
1996: 82,3 Mio.
1997: 84,2 Mio.
1998: 87,5 Mio.
1999: 98,6 Mio.
2000: 210,3 Mio.
2001: 33,5 Mio. bisher

Angesichts der hohen Verschuldung und der letztens stark gestiegenen Zinszahlungen sicherlich sinnvoll. Andererseits gehören Akquisitionen nunmal zum Geschäftsmodell.

BlueJoe
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31.10.01 21:13:01
Hallo BlueJoe,

es ist offensichtlich, daß 2000 deutlich hervorsticht.
Der Zeitpunkt der Übernahmen war wie folgt:
Ofa 46 Mio. Umsatz, April 2000
Mikrop 13 Mio. Umsatz, Juni 2000
Bacher 32 Mio. Umsatz, Sept. 2000
SMA 121 Mio. Umsatz, Nov. 2000
Gut möglich, daß die Gewinne 2000 dieser Unternehmen nur teilweise an INDUS geflossen sind; dies hängt von den Vereinbarungen mit den Verkäufern ab.
Wenn das so ist, dann braucht Indus dieses Jahr nicht so stark investieren und kann dennoch mit höheren Erträgen rechnen.

Viele Grüße,
Dackelbert
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01.11.01 00:10:24
Hallo Dackelbert,

Danke für den Hinweis. Die Umsatzsumme der Beteiligungen betrug in 2000 ca. 1116 Mio. DM gegenüber 1024 Mio. im Konzernabschluß. Die Differenz dürfte (von geringen Innenumsätzen abgesehen) sich als Wachstum in diesem Jahre bemerkbar machen.

Gruß
BlueJoe
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28.11.01 10:51:38
Wer kann mir sagen, warum der Kurs von Indus in den letzten 6 Wochen so abgefallen ist.

Kann es sein, dass jemand daran Interesse hat?

Oder auch kein Interesse? Bei solch geringen Umsätzen ist es ein leichtes durch entsprechende Kurspflege ein besseres Bild abzugeben.

Loewenherz1
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28.11.01 14:52:53
Die 9-Monats-Zahlen sollten spätestens Freitag veröffentlicht werden, dann wissen wir mehr.

BlueJoe
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28.11.01 20:19:05
Ich vermute, daß zunächst Umschichtungen in spekulativere Anlagen (Neuer Markt o.ä.) und zuletzt die Angst vor Enttäuschungen (z.B. Gesco mit Gewinnrückgang) den Kurs belastet haben.
Wenn überhaupt, dann gibt es bei Indus aufgrund des Geschäftsmodells allenfalls geringe Rückgänge. Ich tippe eher auf ein leichtes Plus.

Gruß Dackelbert.
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28.11.01 21:54:35
Füe 19 Euro lege ich mir auch ein paar in Depot.
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30.11.01 11:11:03
INDUS im 3. Quartal weiterhin erfolgreich
Gewinn und Umsatz in den ersten neun Monaten erneut gewach-sen

Bergisch Gladbach, den 30. November 2001 – Die im SDAX notierte INDUS Hol-ding AG (WKN 620010) konnte in den ersten neun Monaten dieses Jahres an ihre erfolgreiche Wachstumsstrategie anknüpfen. Entgegen dem derzeitigen konjunk-turellen Trend hat die Mittelstandsholding Umsatz und Ertrag erneut gesteigert. Die Konzernerlöse stiegen auf 419,2 Mio. € gegenüber 319,6 Mio. € des entspre-chenden Vorjahreszeitraums. Die Konsumgütersparte und die Automobilindustrie trugen am stärksten zu dem Umsatzanstieg bei. Für das Gesamtjahr bekräftigt der Vorstand seine Prognose, wonach der Umsatz auf rund 600 Mio. € steigen soll. Das wäre ein Anstieg von 15 Prozent gegenüber dem Jahr 2000.

Weiterhin positiv entwickelte sich auch das Ergebnis. Die Beteiligungserträge in der AG haben sich von Januar bis September dieses Jahres um 16 Prozent auf 48,8 Mio. € erhöht. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit lag mit 35,1 Mio. € rund 12 Prozent über dem entsprechenden Vorjahreswert. Nach Steuern hat INDUS rund 28,7 Mio. € verdient, das sind 10 Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Für das Gesamtjahr geht der Vorstand von einer a-bermaligen Steigerung des Jahresüberschusses aus.

Der Vorstand ist überzeugt, dass INDUS unabhängig von Konjunkturschwankun-gen die solide Unternehmenspolitik erfolgreich fortsetzen wird. Dabei ist nicht zu verkennen, dass sich auch die Beteiligungsunternehmen in einem wirtschaftlich schwieriger gewordenen Umfeld behaupten müssen. Aufgrund der Spezialisie-rung und Flexibilität sind die Gesellschaften jedoch in der Lage, dem wachsenden Preis- und Kostendruck zu begegnen.

In wenigen Tagen steht die Übernahme eines weiteren Unternehmens an. Nach Max Schuster und Weinisch wird dies die dritte neue Beteiligung in diesem Jahr . (Quelle: Indus)
30.11.2001 10:40
©boerse.de
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03.12.01 12:57:22
Einige Anmerkungen, auch wenn es sich nur um die AG-Zahlen handelt:
- Das Wachstum des Überschusses ist seit drei Quartalen rückläufig: Q1 +19.4%, Q2 +8.2%, Q3 +2.9%
- Bei gleichzeitig hohem Umsatzwachstum aufgrund der Übernahmen des letzten Jahres ist ein Rückgang der Netto-Umsatzrendite zu beobachten, hier der Rückgang: Q1 -11.1%, Q2 -15.5%, Q3 -22.0%

Entscheidend für INDUS ist das Ergebnis im vierten Quartal, welches regelmäßig über die Hälfte des Jahresergebnisses ausmacht. Daher rechne ich zunächst nicht mit deutlich höheren Kursen.

Gruß

BlueJoe
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03.12.01 20:50:27
Hallo Indus-Interessierte,

nicht zu leugnen, die Zahlen sind eher enttäuschend. Unerfreulich die Cash Flow Rechnung, die ein Ansteigen der Verschuldung anzeigt. Der Vorstand begründet das mit Forderungen der Kunden nach höherer Lieferbereitschaft, d.h. Vorratshaltung. Die will finanziert werden. Ob das so stimmt, wird letztlich die Konzern G+V zeigen. Bis dahin vergeht noch viel Zeit...
Der Kurs nimmt meiner Meinung nach einen leichten Gewinnrückgang vorweg. Aufgrund der Unsicherheit wird er aber wohl noch weiter schwächeln.
Interessant ist, daß seit einiger Zeit hohe Umsätze zu verzeichnen sind. Dies gipfelte heute mit einem Umsatz von an die 100000 Stück im Wert von ca. 2,1 Mio. Euro!!!
Das ist fast 4 x mehr als der nächstplatzierte (Zapf).

Beachtlich immerhin, daß der Kurs bei derartigen Abgaben nicht stärker fällt. Dies zeigt, daß neben mir auch ein paar andere noch an die Aktie glauben.

Gruß, Dackelbert
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19.12.01 00:55:40
"In wenigen Tagen steht die Übernahme eines weiteren Unternehmens an."

Seit der Meldung sind nun 18 Tage vergangen, die Zeit wird knapp.

Ich möchte noch einmal daraufhinweisen, daß trotz erfolgter Kapitalerhöhung bisher in diesem Jahr erst 33,5 Mio. DM an Umsatz zugekauft worden sind. Damit ist das absolute Wachstum so gering wie seit 1989 nicht mehr. Relativ gesehen ist es das niedrigste Wachstum in der Unternehmensgeschichte.

Gruß

BlueJoe
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28.12.01 22:30:22
Hier eine kurze Jahreszusammenfassung:

01.01.: 23,45 E
28.12.: 20,10 E

Rendite -14,3% plus 1,12 EUR Dividende gleich -9,5%. Der Kursverlauf war recht unterschiedlich, bis Mai alles im Lot, dann bergab, zum Jahresende fast auf September-Crash-Tief:

Tief: 19,50 E im September
Hoch: 28,50 E im Mai

Gruß

BlueJoe
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30.12.01 14:05:50
Hallo,

auch mit den nur kleinen Übernahmen in 2001 (Max Schuster und Weinisch) wird das Umsatzziel von 600 Mio. Euro erreicht werden.
Per 30.09.2001 wurden 419,2 Mio. Euro Umsatz generiert.
Im Q4 2000 wurden 204 Mio. Euro umgesetzt.
Selbst wenn im noch laufenden Quartal weniger als letztes Jahr umgesetzt werden sollte (was ich bezweifle), werden die 600 Mio. also erreicht.

Bzgl. der angekündigten weiteren Übernahme könnte ich mir vorstellen, daß diese aufgrund veränderter Gesetze erst 2002 wirksam werden soll - entsprechend auch die Verzögerung der Mitteilung.

Gruß Dackelbert.
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30.12.01 16:01:05
Ob weitere Übernahmen kurzfristig gelingen oder nicht ist doch unerheblich. Viel wichtiger ist für mich, ob die Gewinne der laufenden Beteiligungen angesichts der aktuellen Wirtschaftslage annähernd erhalten bleiben. Hier ist ein Blick ins Portfolio von Indus notwendig. Die Sparten Konsumgüter und Automobilzulieferer dürften weiter gut laufen, während Bauzulieferer und Maschinenbau zur Zeit eher zu kämpfen haben um ihre Margen.
Ich denke, Indus ist mittlerweile derart niedrig bewertet, dass selbst bei Stagnation bzw. leichten Einbussen beim Ergebnis der aktuelle Kurs mit einem KGV 01 von ca. 7 sehr attraktiv ist. Die Dividende von fast 6 % scheint jedenfalls ungefährdet. Als Langfristanlage interessant aber nix für Zocker.
Doby
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03.01.02 10:50:53
Indus jetzt unter 20 Euro. Das KGV, basierend auf den Konzernzahlen, ist für ein so intransparentes Unternehmen wie Indus auf diesem Niveau immer noch zu teuer. Bei ca. 15 Euro wäre die Aktie fair bewertet.
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03.01.02 11:51:31
fairer Wert = 15 Euro plus Stetigkeitszuschlag, falls Indus es schafft, auch in 2001 und 2002 wieder den Gewinn zu steigern.
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03.01.02 12:02:26
@Mandrella

Da habe ich so meine Zweifel. Eventuell stehen noch Wertberichtungen auf das Beteiligungsportefeuille an. Man weiß ja nie...

Überhaupt müsste der Indus-Gewinn doch in diesem Jahr allein durch die niedrigere KÖST enorm gestiegen sein, aber davon war bei den bis jetzt veröffentlichten Zahlen nichts zu spüren.

Sehe die Aktie sehr skeptisch. Falls der Kurs sich erholen sollte, wird man so schnell wie möglich eine KE machen. Wie diese vom Markt aufgenommen wird, hat man ja bei der letzten gesehen.
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03.01.02 19:31:27
@Thoughtbreaker
> Eventuell stehen noch Wertberichtungen auf das Beteiligungsportefeuille an.

Haha. Indus hat bisher immer den gesamten Goodwill im Kaufjahr abgeschrieben. Was willst Du da noch wertberichtigen?

> Überhaupt müsste der Indus-Gewinn doch in diesem Jahr allein durch die niedrigere KÖST enorm gestiegen sein

Soso, welche Steigerung hast Du denn erwartet, ausgehende von der letztjährigen Steuerquote von ca. 5% in der AG? -20%?
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03.01.02 20:26:11
@mandrella

<<<Indus hat bisher immer den gesamten Goodwill im Kaufjahr abgeschrieben. Was willst Du da noch wertberichtigen?<<<


Ich meinte hier den Fall einer Insolvenz im Beteiligungsportefeuille. Bei über 30 Gesellschaften in teilweise sehr gefährdeten Branchen nicht auszuschließen.

<<<Soso, welche Steigerung hast Du denn erwartet, ausgehende von der letztjährigen Steuerquote von ca. 5% in der AG? -20%<<<

Ich meine natürlich den Konzerngewinn und nicht den AG-Gewinn.
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03.01.02 21:33:50
@Thougtbreaker
Das Risiko einzelner Pleiten halte ich für gering. Die Bet. wurden v.a. auch unter dem Aspekt der Marktposition gekauft. Alle sind Nischenplayer, die aufgrund ihrer Position Renditen von im Schnitt über 10% erwirtschaften.

Natürlich können einzelne Unternehmen auch in die Verlustzone geraten - vor einigen Jahren war dies bei Reboplastic der Fall. Dies hatte zur Konsequenz, daß in der AG-Rechnung einige Mio des AV berichtigt wurden und zusammen mit dem Management des Unternehmens ein Ausweg aus der Krise gesucht wurde - offenbar erfolgreich.

Bzgl. der Problemsparte "Bauindustrie", wo in 2000 aus 175.6 Mio. DM immerhin noch ein EBT von 7,2 Mio erwirtschaftet wurde, erwartete der Vorstand zum Zeitpunkt der HV ein wieder verbessertes Ergebnis für 2001.

Freilich lastet über dieser Prognose die zwischenzeitlich deutlich verschlechterte konjunkturelle Situation.
Indus wird die Konjunkturdelle aber besser überwinden als viele andere Unternehmen.

Gruß Dackelbert.
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03.01.02 21:55:37
@thoughtbreaker
> Überhaupt müsste der Indus-Gewinn doch in diesem Jahr allein durch die niedrigere KÖST enorm gestiegen sein, aber davon war bei den bis jetzt veröffentlichten Zahlen nichts zu spüren.

> Ich meine natürlich den Konzerngewinn und nicht den AG Gewinn.

Es wurden bis jetzt noch keine Zahlen zum Konzerngewinn in 2001 veröffentlicht.
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05.01.02 16:03:07
Boden bei 20 Euro gefunden ?
Im 1 Jahres Chart sieht es so aus.
Der 5 Jahres Chart ist aber wirkilch Grottenschlecht.
KZ bis zur HV ?
MFG
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11.01.02 11:34:22
Ausgabe 7 vom 11.1.2002 - Finanzmärkte



Indus-Aktie gleicht einem Fonds für Mittelständler

Von Martin Dunzendorfer

Die Kurs-Performance von Indus ist für die Aktionäre alles andere als ein Quell der Freude. Die Aktie der Unternehmensholding notiert derzeit unweit dem Rekordtief von 19,50 Euro. Dies verblüfft, denn während in Deutschland Rezessionsängste aufkommen und bei den Unternehmensergebnissen für das vierte Quartal 2001 mit dem Schlimmsten gerechnet wird, glänzte Indus zuletzt mit ausgezeichneten Zahlen und viel versprechenden, in der Vergangenheit stets erfüllten Ergebnisprognosen. Der Gewinn pro Aktie 2001 dürfte höher als je zuvor sein.
Was hält die Anleger also von einem Einstieg bei dem SDax-Wert ab? Nicht die Angst vor bösen Überraschungen, sondern die als langweilig empfundene Geschäftsidee, die mangelnde Liquidität in dem Papier und das Fehlen vernünftiger Investor-Relations-Aktivitäten.


34 Firmen im Portfolio

Schon die TMT-Rally ging an Indus praktisch spurlos vorbei, denn die Holding konzentriert sich - im Gegensatz etwa zu der im Neuen Markt gelisteten Augusta - auf den Erwerb von Unternehmen, die der Old Economy zuzurechnen sind. Vergleichbar sind in dieser Hinsicht die beiden Smax-Werte Gesco und M.A.X. Holding. Dass es sich bei den derzeit im Portfolio enthaltenen 34 Firmen nach Angaben von Indus um ertragsstarke, mittelständische Gesellschaften handelt, deren Geschäftsmodelle sich schon seit Jahrzehnten bewähren, und Indus mithin als defensiver Wert gelten kann, half dem Kurs selbst in der im März 2000 einsetzenden Phase der Ernüchterung nicht weiter.

Für WestLB-Analyst Martin Peter ist das nicht weiter überraschend. In der Phase der Börseneuphorie hätten sich die Anleger auf Blue Chips und Wachstumswerte gestürzt. In der Baisse verabschieden sich die Investoren ganz aus dem Aktienmarkt - ohne Rücksicht auf Börsensegmente oder Branchen -, wohingegen sie - wie das neuerlich keimende Interesse zeigt - in einer Aufwärtsbewegung wieder auf Gesellschaften mit "Storys" setzen, die zudem stärkere Aufmerksamkeit in den Medien finden, so Peter. Das trifft auf Indus kaum zu.

Die Folge: Trotz konstant positiver Entwicklung der Unternehmenszahlen weist der Kurstrend seit Sommer 1998 abwärts. Im September 1995 war der Titel zu einem (um zwei Kapitalerhöhungen bereinigten) Emissionskurs von umgerechnet 14,83 Euro an die Börse gekommen. Nach einer Seitwärtsbewegung bis Anfang 1997 stieg der Wert bis Mitte 1998 auf das Rekordhoch von 38 Euro.

In den vergangenen beiden Jahren kam es aufgrund des engen Marktes zu zwei für die Kurs-Performance nicht untypischen Ausschlägen - in beiden Fällen nach unten. Während der Sturz im August 2000 von knapp 30 auf 21 Euro auf einen in Konsortialkreisen als "unglücklich" bezeichneten Verlauf der Kapitalerhöhung zurückzuführen war, waren die Terroranschläge in den USA die Ursache für den Fall im September des Vorjahres von rund 25 auf 19 Euro. Eine leichte Erholung auf über 23 Euro hatte nicht lange Bestand, obwohl der Titel nach einhelliger Meinung unterbewertet ist.


KGV für 2002 von 5,6

Die Ibes-Konsensschätzung für den Gewinn je Aktie im Jahr 2001 (2002) liegt bei 3,41 (3,75) Euro, wobei die Zahl der berücksichtigten Prognosen allerdings nur 4 (3) beträgt. Bei einem aktuellen Kurs von rund 21 Euro ergibt sich ein KGV von 6,2 (5,6) - selbst für einen Small Cap ist das eine niedrige Bewertung. So könnte es sein, dass nur ein Anstoß von außen notwendig ist, bevor es zu schnell anziehenden Kursen kommt. Peter verweist in diesem Zusammenhang auf Bilfinger Berger und Babcock Borsig.

Bilfinger stiegen, während der Gesamtmarkt baissierte, seit Herbst 2000 um rund 125 %. Nicht das Kerngeschäft, sondern die Spekulation um die Zukunft des Buderus-Paketes trieb den Kurs. Babcock haussierten seit November 2001 um 85 %. Ursache dürfte der Einstieg von Wyser-Pratte Management gewesen sein. Der US-Investor glaubt offenbar, Babcock sei ein stark unterbewertetes Unternehmen.

Die Spekulation, dass sich Ähnliches bei Indus ereignen könnte, scheint realitätsfern, denn Analysten kritisieren die schlechte Informationspolitik, die keine institutionellen Investoren - schon gar nicht ausländische - anlocken dürfte. Der Kapitalmarktauftritt muss verbessert werden, fordert Jörg Natrop von der WGZ-Bank. Darüber hinaus störe die geringe Streubesitzquote. Die Familie von Vorstandschef Winfried Kill hält eigenen Angaben zufolge über 60 % aller Indus-Aktien.


Lauwarmer MDax-Kandidat

Auch eine Aufnahme in den MDax, die durchaus möglich erscheint, dürfte dem Kurs keine Flügel verleihen. Mit einer Marktkapitalisierung von 361,8 Mill. Euro und einem Umsatz von 59,6 Mill. Euro in den vergangenen zwölf Monaten lag Indus in der jüngsten Dax-100-Rangliste per 31. Dezember 2001 auf den Plätzen 90 und 100. Da etwa ein halbes Dutzend MDax-Unternehmen beim nächsten Überprüfungstermin um ihre Mitgliedschaft bangen müssen, könnte Indus schon bald aus dem ungeliebten SDax in den nicht ganz so uninteressanten MDax aufrücken.

Freilich dürfte der für diese Entscheidung zuständige Arbeitskreis Indizes der Deutschen Börse berücksichtigen, dass Indus nur einen geringen Streubesitz aufweist. Schon ab Mitte dieses Jahres, wenn die Kapitalisierung auf Basis des Free Float berechnet wird, könnte es dann für den MDax knapp werden. Von Beschlüssen, die schnell rückgängig gemacht werden müssen, hält man beim Arbeitskreis aber wenig.

Trotz dieser eher bescheidenen Aussichten für die Kursentwicklung bewerten die vier Reseach-Häuser, die den Titel "covern", mit Rücksicht auf die guten Fundamentaldaten (und die Tatsache, dass drei von ihnen das Unternehmen beim Börsengang begleiteten) tendenziell positiv. Die WestLB empfiehlt "Kaufen", M. M. Warburg rät "Halten", und die WGZ-Bank steht nach Angaben von Natrop noch zur Empfehlung "Langfristig akkumulieren", obwohl die Beobachtung des Wertes mangels Anlegerinteresses eingestellt wurde. Independent Research empfiehlt "Übergewichten".


Nicht-zyklisches Ergebnis

Indus investiert in Unternehmen, die sich durch einen hohen Spezialisierungsgrad auszeichnen. Die Aktivitäten der Tochtergesellschaften reichen von der Kunststoffverarbeitung über Sicherheitssysteme bis hin zu Spikes für Autoreifen. Die darin zum Ausdruck kommende Diversifikation ist Kern der Unternehmensstrategie. Dadurch will Indus eine weitgehende Unabhängigkeit von Branchen und Konjunkturen erreichen, was nach Ansicht der Analysten auch gelungen ist. "Indus gleicht einem Fonds für mittelständische Unternehmen", so Peter.

In der Gruppe obliegt den Geschäftsführern der Töchter die alleinige operative Führung und Ergebnisverantwortung. Die Holding wirke nur unterstützend, heißt es. Die vier mit Abstand bedeutendsten Töchter wiesen für 2000 Umsätze zwischen 38 und 62 Mill. Euro aus. Der Masse der Beteiligungen lag unter 20 Mill. Euro. Ein Ende November angekündigter Unternehmenskauf kam im Vorjahr nicht mehr zustande, soll nach Angaben des Vorstandsvorsitzenden aber in nächster Zeit bekannt gegeben werden. Dies könnte kurzzeitig wieder etwas Leben in den Kurs bringen. Für das Gesamtjahr wird mit mindestens drei bis vier Übernahmen gerechnet.

Indus erwartet für 2001 einen Rekordumsatz von rund 600 Mill. Euro gegenüber 523,7 Mill. Euro im Vorjahr. Darüber hinaus wird mit einem Rekordgewinn gerechnet. Für die Zukunft ist der Vorstandschef optimistisch: Er geht von weiterem Umsatz- und Ertragswachstum aus.


Börsen-Zeitung, 11.1.2002
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11.01.02 12:29:04
Dass immer noch sog. Analysten auf die Mär vom niedrigen KGV hereinfallen.

Solange Indus kein Ergebnis nach DVFA veröffentlicht, wird die Aktie nicht
steigen. Die Angaben im Geschäftsbericht sind sogar bewusst irreführend gestaltet.
Dem Konzernumsatz wird der AG-Gewinn untergeschoben. Die fehlenden
Angaben zum Konzernüberschuß in den Quartalsberichten zeigen, wie "seriös"
Indus die Öffentlichkeit informiert.

Ich bleibe bei meinem Kursziel von 15 Euro.
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02.02.02 16:22:07
Wer stellt denn da immer tausende Scheinchen zu 21.50 auf XETRA ins ASK ?
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13.02.02 15:59:22
Aus der FTD vom 13.2.2002
Indus und DIS Aspiranten für MDax-Aufstieg
Von Tim Bartz, Frankfurt

Der Aktienindex der mittelgroßen deutschen Unternehmen MDax wird nach Einschätzung von Experten bei der aktuellen Überprüfung mindestens zwei Änderungen erfahren.

Der Arbeitskreis Aktienindizes der Deutschen Börse werde auf seiner Sitzung am Mittwoch vermutlich die Aufnahme von Indus und DIS in den MDax beschließen, hieß es am Dienstag in Frankfurter Finanzkreisen. Als Abstiegskandidaten werden Deutz und die Baader Wertpapierbank gehandelt. Der Arbeitskreis Aktienindizes berät routinemäßig über die Zusammensetzung der deutschen Börsenindizes. Dabei stehen alle Kursbarometer auf dem Prüfstand. Grundlage der Entscheidungen sind die Ranglisten, die die Börse regelmäßig veröffentlicht. Darin werden alle deutschen Aktien nach der Höhe ihrer Marktkapitalisierung und ihres Börsenumsatz sortiert.

Für die Aufnahme in den 30 Werte umfassenden Dax qualifiziert sich, wer in beiden Kategorien zu den jeweils ersten 35 gehört. Für eine Mitgliedschaft im MDax, der die 70 nächstgrößeren Unternehmen abdeckt, gilt die "110/110"-Regel. Wer in den Nemax 50, den Auswahlindex des Neuen Marktes strebt, muss in beiden Kriterien zu den jeweils 60 größten Firmen gehören. In den SDax kommt analog zum MDax hinein, wer jeweils unter den Top-110 rangiert. Der SDax umfasst 100 Aktien und ist der Auswahlindex des Kleinwertesegmentes Smax, der 121 Titel umfasst.


Während im Dax alles beim Alten bleiben dürfte, sind Änderungen im MDax wahrscheinlich. Den Ranglisten der Börse zufolge liegt die auf Nischenanbieter spezialisierte Beteiligungs-Holding Indus beim Handelsvolumen derzeit auf Platz 98, bei der Marktkapitalisierung sogar auf Rang 89. Jobvermittler Deutsche Industrie Service (DIS) liegt auf den Plätzen 105 und 94. Mit 4,1 Prozent und 3,9 Prozent gehören Indus und DIS bislang zu den SDax-Schwergewichten. Die Aktienkurse beider Unternehmen haben in jüngster Zeit deutlich angezogen.



Gerry Weber aussichtsreich


Auch Gerry Weber, zurzeit mit 2,1 Prozent im SDax gewichtet, werden Chancen auf einen Aufstieg in den MDax eingeräumt. Bei Handelsvolumen und Marktkapitalisierung rangiert der Hersteller von Damenoberbekleidung auf den Plätzen 94 und 106. Unter den Abstiegskandidaten nehmen Baader die Plätze 117 und 129, Deutz sogar 130 und 131 ein. Für Deutz wäre der Zwangsabschied aus dem MDax um so bitterer, weil der Hersteller von Diesel- und Gasmotoren erst am vergangenen Freitag die Rückkehr in die Gewinnzone in diesem Jahr signalisiert hatte. Die Aktie war daraufhin um 20,1 Prozent in die Höhe geschossen.



Nemax 50: Nordex und FJA gelten als Favoriten


Mit Blick auf den Nemax 50 werden in den Kreisen Nordex und FJA als "logische Aufsteiger" genannt. Während der Anbieter von Windkraftanlagen bei den Kriterien Handelsvolumen und Marktkapitalisierung auf den Plätzen 52 und 21 liegt, findet sich das Beratungs- und Softwarehaus für die Versicherungsbranche auf den Rängen 49 und 20 wieder.


Als "logische Absteiger" gelten dagegen Carrier1 und Heyde. Das Telekom-Unternehmen hatte am Dienstag die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt. Heyde-Vorstandschef Dirk Wittenborg war am Dienstag zurückgetreten, nachdem der IT-Dienstleister im abgelaufenen Jahr seine Geschäftsziele verfehlt und die Umsatzprognose für 2002 gesenkt hatte. Um ihren Verbleib kämpfen müssen auch Primacom und Trintech. Aufstiegschancen werden dagegen Funkwerk, Jumptech und Gericom eingeräumt.



© 2002 Financial Times Deutschland
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13.02.02 16:49:39
weiß man schon die Zusammensetzung ???
Ist Indus in den MDax aufgenommen worden??

Euer Hansi Krankl
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13.02.02 18:34:36
Die Deutsche Börse gibt die modifizierte Zusammensetzung der Indices heute, 13.2.2002 um 22.00 bekannt, wobei das Aufsteigen der Indus Holding hoch wahrscheinlich ist.

Grüße,
thinkaboutit
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13.02.02 20:17:06
Na dann !!!!!
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13.02.02 23:30:01
GESCHAFFT !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
---------------------->
Mittwoch, 13. Februar 2002
Neue Mischung
Index-Änderungen


Die Deutsche Börse in Frankfurt hat am Mittwoch abend die neue Zusammensetzung von Nemax50 und MDax ab dem 18. März 2002 bekanntgegeben. In den Nemax50 neu aufgenommen werden Nordex, FJA und Funkwerk. Dafür werden Carrier1, Heyde und Primacom ausscheiden. In den MDax aufsteigen werden DIS, Gerry Weber und Indus Holding - sie ersetzen die Werte Baader, Depfa und Deutz.

(quelle n.tv)
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14.02.02 12:43:52
wenn man die Umsätze betrachtet,
verhält sich Indus ja schon wie ein MDax Wert
schön...
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15.02.02 19:00:41
Eine meiner wenigen Aktien die nach oben laufen. Erster Widerstand bei €23. Potential bis €27-28

Gruß Komet ;)
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15.02.02 19:59:10
Bekommen wir durch die MDAX-Aufnahme endlich Quartalsberichte mit den AG-Zahlen ?

Gruß

BlueJoe
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15.02.02 22:49:50
Die immer wieder vorgebrachte Kritik an den Quartalsberichten ist obsolet. Da seit Anfang des Jahres Goodwillabschreibungen nur noch vorzunehmen sind, wenn ein bleibender Wertverfall bei Beteiligungen eingetreten ist, werden die Unterschiede zwischen AG und Konzern-Bilanz ab diesem Jahr stark zurückgehen.
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15.02.02 23:17:52
Die Veränderungen bei Goodwillabschreibungen betreffen vorerst nur die Bilanzierung nach US-GAAP. Indus hat bisher nur HGB-Bilanzen veröffentlicht und dürfte wohl bald auf IAS umstellen?
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15.02.02 23:33:18
Laut Prof. Baetge wird die Rechnugslegung nach IAS aber auch bald dementsprechend angepasst.
Ciao Nick
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15.02.02 23:35:42
Noch was:

Bei allen Bilanzierungsfragen muss man sich ja doch vor Augen halten, dass sie an den Tatsächlichen wirtschaftlichen Verhältnissen direkt nichts ändern.

Der Markt insb. in den USA in den letzten Wochen hat gezeigt, dass er dies ebenfalls (zunehmend?) berücksichtigt. Insofern ist das Problem bei Indus keinesfalls vom Tisch!


Ciao Nick
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16.02.02 11:28:16
Nun geht es aber erst einmal um Phantasie, nicht um Zahlen!!

Die Umsätze waren ja in den letzten zwei Tagen enorm. Vorbei die Zeiten wo mann mit 5000 Stücken im XETRA im ASK schön blockieren konnte !
Die Story ist intakt.

MFG
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16.02.02 21:00:18
Hallo,

es scheint, als ob sich Institutionelle seit einigen Wochen positionieren. Ich halte es für denkbar, daß die Insties den Kurs mittelfristig hochjubeln, um dann das Feld wieder den Kleinen zu überlassen. Dieses Spiel wurde schon in den Jahren 1997 / 1998 gespielt, als der Kurs von ca. 18 auf 36 Euro stieg. Bin gespannt, wie sich die Sache weiter entwickelt.

Grüße - Dackelbert.
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17.02.02 21:50:52
Jups, habe mich auch "positioniert" ;) Vielleicht war`s aber auch nur ein Strohfeuerwerk in Zusammenhang mit der MDAX-Aufnahme und Indus bleibt so langweilig wie in den letzten Jahren. Dass die gleiche Aktie im Abstand weniger Jahre zweimal gespielt wird, ist ja eher selten.
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22.02.02 12:34:06
22.02.2002
Indus eine Perle
der aktionärsbrief

Die Analysten von "der aktionärsbrief" halten die Indus-Aktie (WKN 620010) für eine Perle.

Die Gesellschaft beteilige sich ausschließlich in konservativen Branchen wie der Energiewirtschaft, dem Bau, den Konsumgütern und der Automobilindustrie. Vor uneingeschränkten Wachstumsphantasien gehe die Substanzhaltigkeit der Beteiligungen. Die sei der richtige Weg in der Vergangenheit gewesen und werde dies auch in der Zukunft sein.

Gewinn und Umsatz wüchsen zweistellig. Bei einem KGV von 6 und einer Umsatzbewertung von ca. 70% könne man nicht viel falsch machen. Die Schere zwischen Umsatzentwicklung und Kursentwicklung könne nun endlich durch die Aufnahme in den MDAX geschlossen werden.

Die Experten von "der aktionärsbrief, empfehlen die Indus-Aktie als Perle


na hoffentlich macht sich das bald auf
meinem Depot bemerkbar

euer Hansi Krankl
Avatar
22.02.02 19:08:27
@mandrella:

Vielleicht wäre es besser das MDAX-Spiel mit Gerry-Weber zu spielen?


M.f.G. thomtrader
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28.02.02 09:52:21
Was ist denn eigentlich aus der im November
für "die nächsten Tage" angekündigten weiteren
Übernahme geworden?
Bis jetzt hab ich immer noch nix davon mitbekommen...
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10.03.02 11:27:33
Profil: Winfried Kill ist Chef der Mittelstands-Holding Indus AG


Der mildtätige Firmencoach


Von GEORG WEISHAUPT, Bergisch-Gladbach


Er ist oft als Fossil belächelt worden. Doch Kill hält daran fest, sich langfristig an Firmen in vielen Branchen zu beteiligen – mit Erfolg.


Welch ein Idyll! Draußen ein gepflegter Privatpark mit plätscherndem Bach, großem Teich und nimmermüdem Gärtner. Auch drinnen ist alles nur vom Feinsten: Granitfußboden, Edelholzwände, elegante Büromöbel. Da passt auch der Herr des Hauses, Winfried Kill, mit seinem dunklen Anzug und der gediegenen Hornbrille perfekt ins Bild von Stil und Vermögen.

Aber der Vorstandschef der Indus AG will zunächst gar nicht über das Geschäft sprechen. Also über die soliden Mittelständler, an denen er sich mit seiner Industrieholding aus Bergisch-Gladbach beteiligt hat. Er will auch nicht darüber reden, wie gut Indus im Vergleich zu anderen im vergangenen Jahr abgeschnitten hat oder dass er bald vier Firmen übernehmen wird.

Nein, der 62-Jährige mit dem sauber gescheitelten, weißen Haar spricht lieber von seinem Projekt in Kathmandu. „Wir haben dort mit der Hilfsorganisation Maiti Nepal ein Zentrum für Mädchen eröffnet, die verstoßen, in Bordelle verschleppt und schwer misshandelt wurden“, erzählt Kill, noch sichtlich bewegt von der Eröffnungsfeier, von der er eben heimgekehrt ist. Er zeigt Fotos, die ihn umringt von Kindern zeigen.

Die zweieinhalb Millionen Euro für den Gebäudekomplex mit Wohnheim, Krankenhaus und Schule stammen aus der Sonja-Kill-Stiftung. Winfried Kill hat sie 1992 mit seiner Frau Rosemarie gegründet, kurz nachdem ihre damals 21-jährige Tochter Sonja bei einem Fahrradunfall tödlich verunglückte – ein schwerer Schock für den Privatmann Kill, dessen Büro mit Bildern seiner Tochter geschmückt ist.

Der Geschäftsmann Kill lässt sich hingegen durch nichts so schnell erschüttern. „Wir haben ein klares Konzept, und das ziehen wir durch, schon seit Anfang der achtziger Jahre“, erklärt er selbstbewusst. Der promovierte Betriebswirt, der das Beteiligungsgeschäft bei Industrieveteran Otto Wolff von Amerongen gelernt hat, steigt mehrheitlich bei ertragsstarken Mittelständlern ein. Schwerpunkte liegen in der Bau-, Maschinenbau-, Auto- und Konsumgüterindustrie. Er will die Firmen nicht ausschlachten oder zügig an die Börse bringen. „Wir investieren dauerhaft, weil wir für die Firmengründer und die Geschäftsführer berechenbar sein wollen“, versichert Kill.

Bisher hat er Wort gehalten. Noch von keiner seiner inzwischen 34 Beteiligungen hat er sich getrennt. Zum Beweis seiner ernsthaften Absichten hat Perfektionist Kill die Firmennamen im Foyer der Holding wie in einem Museum auf Metallschildern verewigt.

Sein Konzept der „soliden Finanzierung, Risikostreuung und Unabhängigkeit“ scheint sich zu bewähren. Im vergangenen Jahr dürfte der Indus-Umsatz um 15 Prozent auf rund 600 Millionen Euro gestiegen sein. Genaue Zahlen legt er Anfang der Woche vor.

Nur an der Börse verhallte seine konservative Botschaft bislang ungehört. „Da werden wir oft wie ein Fossil betrachtet“, ärgert sich Kill über Analysten, die sich trotz des Neue-Markt-Crashs mit soliden Werten noch schwer tun. Aber es tröstet ihn, dass Indus, an dem seine Familie und Freunde 65 Prozent halten, am 18. März in den M-Dax aufsteigt.

Unternehmer Kill, den der Begriff „Manager“ auf die Palme bringt, bevorzugt ein straffes Regiment. Die Holding besteht nur aus zwölf Personen – „davon sind zwei Fahrer“, wie der Kölner lächelnd anmerkt. Jeder der vier Vorstände ist zugleich Geschäftsführer in mehreren Beteiligungsfirmen. Kill, der sich früher mit dem damaligen Star Wilhelm Bungert im Tennis gemessen hat, sieht sich heute für die Mittelständler als „Coach“ in Personal- und Finanzierungsfragen.

Wer so gut organisiert ist wie Kill, hat anscheinend noch genug Zeit, sich täglich eine ausführliche Mittagspause zu gönnen, impressionistische Gemälde zu sammeln und „sich weltweit die schönsten Konzerte anzuhören“.

Doch im Mai will Kill wieder nach Nepal reisen. „Ich werde dabei sein, wenn Maiti Nepal junge Mädchen aus indischen Bordellen befreit“, verkündet der mildtätige Firmencoach.


HANDELSBLATT, Donnerstag, 07. März 2002, 19:02 Uhr
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16.03.02 11:25:32
Zur Schlußauktion auf XETRA 16451 Stücke bestens, schon ziemlich außergewöhnlich für 620010 !
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19.03.02 11:03:08
Wie schauen denn die Zahlen aus ???

Hat irgendwer Infos ???

Der Kurs hat sich ja in der letzten Woche schön entwickelt...

Euer Hansi Krankl
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19.03.02 20:19:02
@Mandrella. Wie ich jetzt gerade lese, bist Du bei der Indus AG investiert. Ein plötzlicher Sinneswandel, oder bist Du nur plötzlich schwach geworden ;) Wenn ich mich an kritische Beiträge am Anfang dieses Threads entsinne, bestand bei Dir hierzu ein gewisser Konsenz ... Oder gibt es neue Erkenntnisse hinsichtlich der Bewertung der Indus AG??
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20.03.02 10:49:33
INDUS setzt Wachstumskurs in schwierigem Umfeld fort

Der Umsatz steigt im Jahr 2001 um 12 und der Jahresüberschuss um 6 Prozent

Bergisch Gladbach, den 20. März 2002 - Die INDUS Holding AG blickt trotz des schwierigen Umfeldes auf ein erfolgreiches Jahr 2001 zurück: Die Konzernerlöse stiegen um 12 Prozent auf 586 Mio. Euro. Der Jahresüberschuss erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 6 Prozent auf 56 Mio. Euro. Die Beteiligungserträge betrugen 73,6 Mio. Euro gegenüber 71 Mio. Euro im Jahr 2000. „Wir sind zufrieden, konnten im vergangenen Jahr aber nicht ganz an die hohen Zuwachsraten der Vorjahre anknüpfen", sagt Dr. Winfried Kill, Vorstandsvorsitzender der auf mittelständische Unternehmen spezialisierten Holding. Zum einen konnten sich einzelne Unternehmen des Portfolios - insbesondere die der Baubranche - der schwierigen Marktsituation nicht entziehen. Zum anderen wurde eine für Ende 2001 geplante Übernahme aus steuerlichen Gründen in das Jahr 2002 verlegt.

Neben der Übernahme von zwei mittelständischen Nischenanbietern hat ein überproportionales internes Wachstum zum Umsatzanstieg der Gruppe im vergangenen Jahr beigetragen. „Dies verdeutlicht , dass unsere Beteiligungsunternehmen aufgrund ihrer Spezialisierung und Flexibilität grundsätzlich in der Lage sind, auch bei schwacher Konjunktur erfolgreich zu sein", sagt Kill.

Die INDUS Holding, die seit dem 18. März im MDAX notiert ist, will auch 2002 an die seit Jahren positive Umsatz- und Ertragsentwicklung anknüpfen. Dazu wird in erster Linie wieder die Übernahme von erfolgreichen Mittelständlern beitragen: INDUS befindet sich zurzeit mit mehreren Unternehmen in fortgeschrittenen Vertragsverhandlungen, deren Abschluss in Kürze bekannt gegeben wird.

(Quelle: INDUS Holding AG)
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20.03.02 11:22:01
10:02 Uhr: Blitzmeinung von Frank Lansky


Indus investiert nicht am Ganges


Indus investiert sein Geld in Deutschland, und zwar in mittelständischen Firmen. Die Beteiligungsholding aus Bergisch Gladbach hat sich vor allem auf Unternehmen aus Bau, Maschinenbau, Automobilindustrie und aus dem Sektor Konsumgüter konzentriert. Daher ist es nicht verwunderlich, dass im vergangenen Jahr Umsatz und Erlöse nur mäßig gewachsen sind. Das wird die Börse langfristig kaum stören, denn was zählt ist die Kursfantasie. Sobald die Konjunktur wieder nachhaltig anzieht, werden die Beteiligungen an Wert gewinnen. Dazu beflügelt die Aufnahme in den MDax. Die Aktie steigt.




© 2002 sharper.de
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20.03.02 20:48:07
Hallo,

erfreuliche Nachrichten von Indus. Es fällt auf, daß trotz geringerem Umsatz in Q4/2001 gegenüber Q4/2000 die Erträge höher sind. Vielleicht ein Effekt aus der Übernahme von SMA in Q4/2000 (Gewinnausschüttung erst in 2001?).
Letztlich wird ein Blick in Bilanz und Cash flow Rechnung eine bessere Beurteilung des Ergebnisses ermöglichen.

Indus ist jedenfalls nach wie vor eine Anlage mit ausgezeichnetem Chance/Risiko Verhältnis. Ich fühle mich hier erheblich wohler als bei den überteuerten DAX-Werten.

Gruß, Dackelbert.
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20.03.02 22:05:21
Wie immer wirft Indus Konzern- und AG-Zahlen kunterbunt und absichtlich irreführend durcheinander:

"Die Konzernerlöse stiegen um 12 Prozent auf 586 Mio. Euro. Der Jahresüberschuss erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 6 Prozent auf 56 Mio. Euro."

Damit ist nicht der Konzernjahresüberschuss gemeint, sondern der AG-Jahresüberschuss.

"... hat ein überproportionales internes Wachstum zum Umsatzanstieg der Gruppe im vergangenen Jahr beigetragen."

Was bitte ist ein "überproportionales internes Wachstum"?
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22.03.02 12:03:41
Pressemitteilung vom 22. März 2002

INDUS erweitert Portfolio um zwei mittelständische Spezialanbieter
ASS Maschinenbau entwickelt innovative Greifertechnik
Schäfer zählt zu den führenden Entwicklungsunternehmen für die Automobilindustrie

Bergisch Gladbach, 22. März 2002 – Die im MDAX notierte INDUS Holding AG (WKN 620010) stärkt ihr Beteiligungsportfolio um zwei erfolgreiche mittelständische Unternehmen. Die auf den Mittelstand fokussierte Gesellschaft erwirbt 90 % der Geschäftsanteile an der ASS Maschinenbau GmbH aus Overath-Untereschbach bei Köln, einem führenden Hersteller für die Greifertechnik. Zu 100 Prozent wird die Firmengruppe Schäfer mit Sitz in Osnabrück und Mühlhausen (Thüringen) übernommen. Das Unternehmen ist auf anspruchsvolle Entwicklungsaufgaben namhafter Automobilhersteller spezialisiert. Mit den beiden Neuerwerbungen wächst das Beteiligungsportfolio der INDUS auf 36 Unternehmen.

ASS Maschinenbau stellt seit 19 Jahren Greifersysteme für die Kunststoffverarbeitung her. Zu den Kunden zählen bekannte Kunststoffmaschinenbauer sowie fast alle großen Automobilhersteller. Neben hochwertigen Greifergeräten bietet ASS als einziges Unternehmen auch komplette Robotersysteme an, die außer greifen auch bohren oder lackieren können. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr mit 55 Mitarbeitern mehr als 8 Mio. Euro umgesetzt. Geliefert wird weltweit: Der Exportanteil liegt derzeit bei 20 Prozent. Angestrebt wird eine Quote von 40 Prozent. Wie gewohnt legt INDUS auch bei dieser Übernahme Wert auf Kontinuität in der Firmenleitung: Der Sohn des Firmengründers, Marc Schwope (30 Jahre), wird zukünftig das Unternehmen führen.

Die Firmengruppe Schäfer zählt zu den hochqualifizierten Formen- und Modellbauern und hat sich als wichtiger Entwicklungspartner für die Automobil- und Luftfahrtindustrie etabliert. Das 1901 in Thüringen als „Mühlhauser Modellfabrik“ gegründete Traditionsunternehmen fertigt komplette Prüf- bzw. Funkti-onscubings von der Außenhaut sowie der Inneneinrichtung der Fahrzeuge. D. h. Schäfer liefert die für die Testphase im Vorserienbereich benötigten Prototypen in der originalen Beschaffenheit sowie Werkzeuge und Formen. Vor kurzem wurde das Unternehmen von BMW zur sogenannten Leading Company ernannt, unter deren Verantwortung umfangreiche Neuprojekte konzipiert und ausgeführt werden. Die rund 90 Mitarbeiter der Gruppe haben im vergangenen Jahr rund 15 Mio. Euro umgesetzt. Der bisherige Eigentümer der Gesellschaft steht weiterhin als Geschäftsführer zur Verfügung.


(Quelle: Indus Homepage)
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05.04.02 10:31:24
Die Weigand Bau GmbH aus Bad Königshofen in Oberfranken ist die Nummer 37 im Portfolio.
Übernahme schon zum 1. Januar!?
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05.04.02 10:52:59
Da warst Du aber schnell Pannettone, habe die Mail von Indus gerade erst erhalten.
Mich wundert auch ein bißchen, dass die Übernahme scheinbar rückwirkend zum 01.01. erfolgte, normalerweise sollte man so etwas doch etwas früher bekannt geben und nicht erst nach ´nem Vierteljahr. Die nächste Übernahme ("Systemanbieter für die Industrie", sehr genaue Beschreibung....) ist auch schon angekündigt, das geht im Moment ja wie´s Brezelbacken...
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12.04.02 10:18:52
INDUS übernimmt 80% der M. Braun GmbH Garching, welche Glove-Boxes (das sind keine Handschuhfächer für Autos...)für Industrie und Forschung herstellt. 20% des Unternehmens verbleiben in den Händen der Firmengründer. Der Umsatz der GmbH lag 2001 bei ca. 30 Mio. €.
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25.04.02 12:11:24
Hat jemand eine Ahnung, wie hoch im Sommer die Dividende sein wird?
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25.04.02 20:14:38
HV 17.07.02
1,22 Euro pro Stück

MFG
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26.04.02 16:50:38
War schon mal jemand bei der HV? Lohnt sich das?
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08.05.02 15:51:21
Indus Holding: Dividende 01 von 1,15 (1,12) EUR/Aktie

Bergisch Gladbach (vwd) - Die Indus Holding AG, Bergisch Gladbach, will
ihren Aktionären für das abgelaufene Geschäftsjahr eine Dividende von 1,15
(1,12) EUR zahlen. Ein entsprechender Vorschlag soll der Hauptversammlung am
11. Juli zur Abstimmung vorgelegt werden, teilte Indus am Mittwoch mit. Die
Ausschüttungssumme für 2001 liegt mit insgesamt 20,7 Mio EUR leicht über dem
Vorjahresniveau. Indus erhöht eigenen Angaben zufolge die Dividende zum
siebten Mal in Folge.
vwd/12/8.5.2002/mim/mr
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29.05.02 10:32:37
Wechsel im INDUS-Vorstand

Bergisch Gladbach, 29.05.2002 - Dr. Winfried Kill scheidet mit Ablauf der Hauptversammlung am 11.07.2002 als Vorstandsvorsitzender der INDUS Holding AG im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat aus.
Es wird der Hauptversammlung vorgeschlagen, ihn zum Mitglied des Aufsichtsrates zu wählen. Helmut Ruwisch, Mitglied der Geschäftsleitung des Bankhauses Lampe, ist mit Wirkung vom 12.07.2002 als Nachfolger von Herrn Dr. Kill zum Vorstandsvorsitzenden bestellt worden. Mit dem Wechsel an der Unternehmensspitze soll die Nachfolge von Herrn Dr. Kill frühzeitig geregelt werden und mit seinem Eintritt in den Aufsichtsrat die Kontinuität der erfolgreichen Unternehmensentwicklung gewahrt bleiben.
(Quelle: INDUS Holding AG)


29.05.2002 08:40
© boerse.de
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29.05.02 21:14:47
Das hat er übrigens schon vor vielen Monaten angekündigt.

Datum weis ich nicht mehr, kam aber in Chefsache unter N24 oder so.

Er suchte schon lange nach einem Nachfolger. Also alles seit langer Zeit vorbereitet.

mfg
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29.05.02 22:12:09
Kill geht. Wer ist Ruwisch.?
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31.05.02 10:10:21
INDUS setzt im ersten Quartal Wachstum auf hohem Niveau fort

Umsatzanstieg wird vom erfolgreichen Konsumgütersegment getragen

Bergisch Gladbach, den 31. Mai 2001 - Die INDUS Holding AG hat in den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen ihre Aktivitäten weiter ausgebaut. Allerdings hat sich das Wachstumstempo auf hohem Niveau etwas verlangsamt. Der Umsatz stieg um 3,4 Prozent auf 142,2 Mio. EUR. Einige Beteiligungsunternehmen der Gruppe konnten sich der konjunkturellen Abkühlung nicht entziehen und mussten Umsatzrückgänge hinnehmen. Insbesondere im Segment „Übrige Beteiligungen" gingen die Erlöse um fast ein Viertel zurück. Kompensiert wurde dies durch die Sparte Konsumgüter. Hier kletterte der Umsatz um 16,4 Prozent auf 47,5 Mio. EUR. Die Segmente Bau, Maschinenbau und Automobil zeigten sich gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal nahezu unverändert. Etwas schwächer als in den Jahren zuvor haben sich die Zuwachsraten beim Gewinn entwickelt. Die Erträge aus Beteiligungen erhöhten sich um 6,3 Prozent auf 18,3 Mio. EUR. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit lag mit 13,3 Mio. EUR auf dem Niveau des Vorjahresquartals. Nach Steuern hat INDUS 11,5 Mio. EUR verdient, ein Plus von rund 2,4 Prozent. Pro Aktie errechnet sich daraus ein Gewinn von 64 Cents, nachdem im Vorjahr 63 Cents pro Aktie ausgewiesen wurden.

„Trotz allgemein eher verhaltener Konjunkturprognosen werden wir im laufenden Geschäftsjahr unseren soliden Wachstumskurs fortsetzen", sagte Vorstandsvorsitzender Dr. Winfried Kill. Neben den vier neuen Beteiligungen werde auch internes Wachstum zu einer Umsatz- und Ergebnisverbesserung führen.

(Quelle: INDUS Holding AG)


31.05.2002 08:57
© boerse.de
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06.06.02 08:32:44
Habt ihr schon den Relaunch der Indus-Homepage bemerkt? Jetzt sieht es nicht mehr so ganz unzeitgemäß und selbstgestrickt aus wie vorher. Außerdem scheint mir, das auch mehr Informationen zugänglich sind als früher...
Es gibt auch schon wieder ´ne neue Pressemitteilung:

Bergisch Gladbach, den 5. Juni 2002 - Die im MDAX notierte INDUS Holding AG will auch im laufenden Jahr trotz der verhaltenen Konjunkturprognosen ihren Wachstumskurs fortsetzen. "Wir streben einen Umsatz von rund 670 Mio. EUR an", sagte Vorstandsvorsitzender Dr. Winfried Kill anlässlich der Bilanzpressekonferenz in Düsseldorf. Im Vorjahr wurden Gesamterlöse von 589,2 Mio. EUR ausgewiesen. Zu dem geplanten Anstieg von rund 14 Prozent sollen in erster Linie die vier neuen Beteiligungen beitragen, die bereits in diesem Jahr in das Portfolio aufgenommen wurden. Auch beim Jahresüberschuss erwartet Kill weitere Steigerungen. 2001 hatte die auf den Mittelstand spezialisierte Holding nach Steuern 56,2 Mio. EUR verdient.

Mit dem Ergebnis 2001 ist INDUS zufrieden, auch wenn sich einige Beteiligungen der Gruppe der konjunkturellen Schwäche einzelner Branchen nicht gänzlich entziehen konnten. Gegen den Branchentrend sehr positiv haben sich die Unternehmen des Segmentes Bauindustrie entwickelt. Allen Beteiligungen ist es gelungen, ihre Ergebnisse zu steigern: Der Umsatz konnte um rund 20 Prozent ausgeweitet und der Gewinn auf 7,5 Mio. EUR verdoppelt werden. Neben internem Wachstum haben vor allem die Firmen Max Schuster und Weinisch, die im vergangenen Jahr übernommen wurden, zum Ergebnisanstieg beigetragen. Weiterhin erfreulich entwickelten sich die Sparten Automobil und Konsumgüter. Die Autozulieferer aus dem INDUS-Portfolio konnten im vergangenen Jahr erneut von dem positiven Trend der Branche profitieren und aufgrund ihrer Spezialisierung und ihres Know-hows die Wettbewerbsposition weiter verbessern. Insgesamt stiegen die Erlöse und der Gewinn um jeweils rund 7 Prozent. Trotz der schwachen Verbrauchernachfrage hat sich das Segment Konsumgüter im vergangenen Jahr sehr gut entwickelt. Dieser Bereich, der den größten Anteil im INDUS-Portfolio ausmacht, trug mit 169,3 Mio. EUR mehr als 28 Prozent zum Konzernumsatz bei. Der Gewinn vor Steuern erhöhte sich um 6 Prozent auf 15,2 Mio. EUR.

Die Unternehmen der Maschinenbau-Sparte konnten nicht ganz an das äußerst erfolgreiche Jahr 2000 anknüpfen: Der Umsatz in diesem Bereich lag zwar mit 5,3 Prozent über dem Branchendurchschnitt, der Gewinn sank jedoch um rund ein Viertel auf 10,3 Mio. EUR. Dabei ist zu berücksichtigen, dass im Jahr 2000 die Abrechnung eines Großprojektes erheblich zu dem guten Ergebnis beigetragen hatte. Im Segment Übrige Beteiligungen, in denen Firmen aus den Bereichen Medizintechnik, Datenverarbeitung und Energiewirtschaft gebündelt werden, mussten einzelne Unternehmen spürbare Umsatzrückgänge hinnehmen. Die Erlöse reduzierten sich um 12 Prozent und das Vorsteuerergebnis von 11,1 Mio. EUR auf 7,0 Mio. EUR.

Insgesamt hat sich die Portfolio-Strategie von INDUS in dem abgelaufenen Geschäftsjahr erneut bewährt. Aufgrund der bisherigen Entwicklung dürfte sich dies auch im laufenden Jahr bestätigen.
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23.11.02 13:19:59
Da weist mal einer kurz bei n-tv auf INDUS hin, und gleich steigt der Kurs innerhalb einer Woche bei ziemlich dürftigen Umsätzen gleich um 10 %.
Das zeigt wie krank de sog. Kapitalmarkt derzeit ist!
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15.12.02 15:36:02
..........weiss jemand, warum das Teil so abkackt die letzten Tage ???
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15.12.02 21:52:37
Es kann "windows dessing" bei den Institutionellen sein.

Oder der Bericht über die Risiken bei Indus:

Die Indus AG wird zu Unrecht in Sippenhaft genommen


Wie ein Schnäppchen entsteht


Von Ulf Sommer


Beteiligungsgesellschaften haben es in schlechten Börsenzeiten doppelt schwer. Neben der Marktschwäche drückt auf den Aktienkurs das geringere Ergebnis, das sich aus dem sinkenden Börsenwert der Beteiligungen ergibt. In diese Sippenhaft nehmen Anleger die Indus AG. Der Börsenwert fällt und fällt, obwohl die Holding Jahr für Jahr gute Erträge erwirtschaftet.


DÜSSELDORF. Auch 2002 trotzt Indus dem schlechten Konjunkturtrend: Umsatz und Erträge erhöhten sich in den ersten neun Monaten um gut fünfeinhalb Prozent. Gemessen am Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von knapp sieben auf Basis der diesjährigen (!) Gewinne und einer Dividendenrendite von 6 % gab es die Aktie nie so günstig wie heute.

Indus hat keine börsennotierten Gesellschaften im Portfolio. Auch beabsichtigen die Bergisch Gladbacher nicht, eine erworbene Firma jemals wieder zu verkaufen – so wie es meistens das Konzept von Beteiligungsgesellschaften ist. Wer waghalsige und gewinnträchtige Turn- around-Finanzierungen oder einen Kapitalgeber für Startups vermutet, ist bei Indus ebenfalls an der falschen Adresse. Der Fokus liegt auf mittelständische, meist alt eingesessene Firmen, die beispielsweise ein Nachfolgeproblem haben, wenn der Chef in den Ruhestand geht.

Von einer Million mittelständischer Unternehmen kommen rund 100 000 für Indus hinsichtlich Struktur und Ertragskraft in Frage. Da bereitet es keine Sorge, jedes Jahr zwei oder drei Firmen zu übernehmen, so dass Indus vorausschaubar wächst. Indem man sich auf die Unterstützung bei Finanzfragen, Recht und Technik, vor allem aber auf die Suche nach einem Geschäftsführer für die neue Gesellschaft konzentriert, werden die Vorteile einer Unternehmensgruppe mit der Flexibilität mittelständischer Untergesellschaften verknüpft.

Die Konzentration auf solide „Old Economy“ aus dem Konsum- und Investitionsgüterbereich heißt aber nicht, dass die Aktie ohne Risiken ist. Diese liegen nur woanders, als viele Anleger vermuten. So leidet das Geschäft weder unter schwachen Börsen noch unter einer schlechten Wirtschaft. Im Gegenteil. In der Rezession 1993 ging die Strategie auf, hochrentable Mittelständler zu kaufen, die dann besonders günstig waren. Das könnte sich jetzt wiederholen: In diesem wirtschaftlich schwierigen Jahr gab es bereits vier Übernahmen; die fünfte und damit insgesamt 39. soll noch im Dezember in trockenen Tüchern sein, wie dem Handelsblatt gestern bestätigt wurde.

Passende, dauerhaft profitable Firmen und den erfolgreichen Geschäftsführer ausfindig zu machen – das sind die Aufgaben, bei denen der Holding wenig Kunst- und Rechenfehler unterlaufen dürfen. Hier liegen zugleich die Risiken für den Anleger. Holdingsgründer und Ex-Chef Winfried Kill, der nach zwölf Jahren Vorstandstätigkeit im Sommer in den Aufsichtsrat wechselte, hatte diesen Instinkt. Aktionäre müssen nun darauf vertrauen, dass Helmut Ruwisch, der vom Bankhaus Lampe kommt und Fachmann für Mittelstandsfinanzierung ist, erfolgreich weiter arbeitet.

Wenn der 55-Jährige ein genauso glückliches Händchen hat, dann ist die Aktie preiswert. Ein Schnäppchen ist sie, wenn Ruwisch zur Ertragssteigerung auch künftig mehrere Unternehmen pro Jahr erwirbt, ohne dass sich die Schulden der Holding drastisch erhöhen. Das dürfte nicht ganz einfach sein. 1997 und 2000 legte Indus den Grundstein für neue Beteiligungen durch die Herausgabe neuer Aktien. Diese Strategie geht nur in normalen oder boomenden Börsenzeiten auf. Solange wir davon entfernt bleiben, scheidet diese Einnahmequelle aus.


HANDELSBLATT, Freitag, 13. Dezember 2002, 06:31 Uhr
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16.12.02 10:38:46
Kann mir bitte jemand erklären
warum die erträge um 5% im vergleich
zum vorjahr gestiegen sind,

der gewinn pro aktie aber von 3,12 auf
2,23 euro eingebrochen ist??
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16.12.02 13:24:12
Was wird denn da wieder konstruiert ?

Klein Enron in Bergisch-Gladbach Bensberg ?

Wohl kaum !
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16.12.02 16:37:24
16.12.2002
Indus Holding kaufen
Independent Research

Die Analysten von Independent Research empfehlen derzeit, die Aktien der Indus Holding AG (WKN 620010) zu kaufen.

Der Aktienkurs der Gesellschaft sei in den vergangenen zwei Wochen ohne fundamentale Nachrichten um 17% auf 17 Euro gesunken. Das Kursniveau liege nun nahe dem Allzeittief vom September von 16,34 Euro.

Im Rahmen der Neunmonatsberichterstattung im November habe der Aktienkurs deutlich zulegen können. Der Umsatz sei um 5,6% auf 442,8 Millionen Euro gestiegen. Insbesondere die Unternehmen aus dem Konsumgüterbereich hätten sich positiv entwickelt und die Erlöse um 14,1% auf 139,9 Millionen Euro steigern können. Die höhere Konjunkturunabhängigkeit dieser Unternehmen stabilisiere die Umsatzentwicklung des Unternehmens. Die Beteiligungserträge seien auf 51,4 Millionen Euro gestiegen. Der Gewinn je Aktie habe schließlich bei 1,64 Euro gelegen.

Der aktuell Kursrückgang sei unter anderem auf Gerüchte zurückzuführen, wonach auf mittelgroße Unternehmen fokussierte Fonds Liquidität hätten schaffen müssen. So könnten auch die hohen Handelsumsätze der letzten beiden Tage erklärt werden. Die fundamental positive Entwicklung der Holding spiele sich nicht im aktuellen Börsenkurs wider.

Die Analysten von Independent Research würden davon ausgehen, dass die Gesellschaft auch für das Jahr 2002 eine Dividende von 1,15 Euro ausschütten werde. Dies entspreche einer Dividendenrendite von 6,8% und mache die Aktie insbesondere unter diesem Aspekt sehr interessant. In Anbetracht der steilen Abwärtsbewegung der letzten beiden Börsentage rate man aber vorerst dazu, eine Stabilisierung des Aktienkurses abzuwarten. In der laufenden Woche könne die Aktie durchaus noch auf alte Jahrestiefs zurückfallen.

Die Analysten von Independent Research empfehlen aus fundamentaler Sicht weiterhin, die Aktien der Indus Holding AG zu kaufen.
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17.12.02 10:15:03
Indus übernimmt 60 Proz an Vulkan Strahltechnik
Bergisch Gladbach (vwd) - Die Indus Holding AG, Bergisch Gladbach, hat 60 Prozent an der Vulkan Strahltechnik GmbH, Hattingen, von der Hackforth Holding GmbH & Co KG, Herne, übernommen. Die restlichen 40 Prozent verbleiben beim bisherigen Eigentümer Bernd Hackforth, wie Indus am Dienstag mitteilte. Der Hersteller von granulierten Strahlprodukten werde 2002 einen Umsatz von rund 18 Mio EUR erreichen und beschäftige knapp 70 Mitarbeiter weltweit. Mit der Vulkan Strahltechnik erhöhe sich die Zahl der zum Indus-Verbund gehörenden Unternehmen auf 39.


vwd/12/17.12.2002/mim/apo
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19.12.02 15:33:52
Vielleicht wegen ausserordentlicher Kosten? Immerhin hat Indus in diesem Jahr schon 5 Unternehmen gekauft, da scheint es billige Preise zu geben...
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29.01.03 21:56:46
Heute ein neues All-time-low bei 15,90.

Bezogen auf die AG-Zahlen von 2001:
- KGV 4,85
- Dividendenrendite 7,2%

Gruß

BlueJoe
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02.02.03 17:09:47
- Erstmals vergab die Leserjury in diesem Jahr die Auszeichnung auch in der Kategorie "Unternehmer des Jahres im Bereich Mittelstand". Hier geht "Der Goldene Bulle" an Dr. Winfried Kill, den Gründer der Indus Holding. -

http://www.finanzen.net/goldenerbulle2003/

Im Rahmen der "FINANZEN-NACHT" zeichnete der Finanzen Verlag München, eine Tochtergesellschaft des Axel Springer Verlages, den "Unternehmer des Jahres", den "Unternehmer des Jahres im Bereich Mittelstand" sowie den "Fondsmanager des Jahres" mit dem Preis "Der Goldene Bulle" aus. Die Gala mit rund 700 geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft, Sport und Show fand am 31. Januar 2003 auf der Münchner Praterinsel statt. Die Preise überreichte Dr. Andreas Wiele, Vorstand Zeitschriften und Internationales Axel Springer Verlag.
Die Leser von FINANZ€N, EURO am SONNTAG und die User von www.finanzen.net sowie bereits zum zweiten Mal die Zuschauer von 3sat ("3satBörse") wählten Dr. Helmut Panke, Vorstandsvorsitzender der BMW AG, zum "Unternehmer des Jahres".

Erstmals vergab die Leserjury in diesem Jahr die Auszeichnung auch in der Kategorie "Unternehmer des Jahres im Bereich Mittelstand". Hier geht "Der Goldene Bulle" an Dr. Winfried Kill, den Gründer der Indus Holding.

Der "Fondsmanager des Jahres" wurde traditionell von der FINANZ€N-Redaktion gewählt. Gewonnen hat den Preis in dieser Kategorie für 2002 Christian Schiweck, Deka-ConvergenceRenten CF.
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02.02.03 17:39:15
ich habe seit neuestem ne kleine position indus und denke, dass das keinen totalreinfall geben wird.:look:
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12.02.03 02:45:35
Abstieg in den SDax ab 24.03., dort Platz 32.

Gruß

BlueJoe
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12.02.03 02:48:41
sorry, bei dem "Platz" handelt es sich um die Position in der A-Z-Liste ...
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12.02.03 09:06:31
die indus aktie kam erstam 18.03.2001 in den mdax. vielleicht schaffen sie den aufstieg wieder, ich möchte das mal nicht ausschliessen.
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13.02.03 19:36:48
derzeit 16,50. Nach der heutigen Busch Rede halte ich 14,xx für wahrscheinlich, 13,xx für möglich:eek:
Avatar
14.02.03 18:15:22
das orderbuch gefällt mir derzeit

kauf:

270 15,75
300 15,76
2 472 15,77
200 15,80
3 809 15,90
1 300 15,91
1 300 15,93
4 067 16,00
570 16,05
100 16,21


verkauf

16,32 500
16,33 1 300
16,40 1 300
16,57 700
16,58 500
16,60 400
16,70 150
16,80 300
16,87 62
17,50 4



besonders die 400 bei 16,00 und die hohen 3000 bei 15,90

ich hoffe, die dividende ist sicher mit 1,15, glatte 7 prozent:eek:
Avatar
11.03.03 22:39:35
Heute ein neues All-time-low bei 15,35.

Gruß

BlueJoe
Avatar
11.03.03 22:52:56
der mdax wird ihnen fehlen, ich frage mich an welcher bewertugnsstelle die stehen. Noch ein paar übernahmen und pleiten, dann könnte indus wieder aufrücken, oder?


Gibts dazu Informationen im Net?
Avatar
12.03.03 13:01:55
wo steht bitte geschrieben,
dass indus aus dem mdax verschwinden soll??
Avatar
12.03.03 16:23:02
Beitrag Nr. 148 (