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IDS Scheer überzeugt mit Joint Venture/06102000 - 500 Beiträge pro Seite


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IDS Scheer überzeugt mit Joint Venture
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IDS Scheer greift im Logistik Markt an. Durch das gemeinsam mit einer Tochter der Speditionsgruppe Fixemer gegründete Joint Venture Escate AG entsteht ein Logistik Provider, der mit einem guten Gedanken an den Markt geht und in drei Jahren – vorsichtig geschätzt – 40 Mio. DM in dem 800 Mrd. Markt Logistik umsetzen will.
Grund genug für w:o bei IDS Vorstand Helmut Kruppke und Matthias Bothe, dem Vorstand der Escate AG, mehr zu erfahren.
„Escate organisiert das Zusammenspiel zwischen dem Produzenten, dem Lieferanten und dem Transporteur und entwickelt sich damit zum klassischen Logistik Provider“, erläutert Helmut Kruppke knapp das Outsourcing-Konzept des neuen Unternehmens, welches schon in diesem Monat gestartet ist.
Wenn zum Beispiel DaimlerChrysler seine Produktion „Just in Time“ steuern will, so beschäftigt das Unternehmen eine ganze Abteilung um dies – und vor allem die Änderungen - mit Lieferanten und Spediteuren abzustimmen. Diese logistische Meisterleistung will Escate den Unternehmen gegen Provision abnehmen. „Der Trend in der Logistik geht nicht mehr nur dazu, den Transport im Unternehmen zu organisieren, sondern heute geht es darum, übergreifende Netzwerke aufzubauen. Und da haben wir schon 15 Jahre Erfahrung“, beschreibt IDS-Vorstand Kruppke den derzeitigen Trend in der Branche.
„Auch das Geschäft mit den E-Commerce-Plattformen ist für uns interessant, denn die wesentliche Frage für ein Gelingen ist, wie die Waren zum Kunden kommen,“ beschreibt Escade-Vorstand Matthias Bothe einen weiteren Zukunftsmarkt. Dabei geht es nicht darum, die Transportmittel der europaweit aufgestellten Fixemer-Gruppe weiter auszulasten, denn die Wahl des geeigneten, preiswerten Transporteurs ist ein weiteres Pfund, mit dem Escade wuchern kann. Hier hilft die enge Zusammenarbeit von IDS Scheer mit zum Beispiel SAP und Intershop, Wege zu neuen Kunden zu ebnen.
Den Schritt zwischen den heutigen Erträgen der Old Economy und den Visionen der B-to-B-Marktplätze kann man relativ ruhig entwickeln. Mit Heyde ist erst ein gewichtiger Wettbewerber im Markt, aber Kruppke schätzt ein: “Von der technologischen Plattform her haben wir einen Vorsprung.“
Auch die durch Kursfeuerwerke gefeierten Logistik-Aktien sind kaum Konkurrenz. Man kann sich partiell sogar eine Zusammenarbeit vorstellen.
Kein Wunder, dass es weiter Empfehlungen hagelt. Gerstern war eine Analystenkonferenz in Berlin; nicht wenige Stücke des 40 Prozent Freefloats befinden sich in Händen Institutioneller Investoren: Sal. Oppenheim und die BfG-Bank halten den Titel weiterhin für kaufenswert. Das Unternehmen schreibt schwarze Zahlen und wuchs – organisch – allein im ersten Halbjahr um 33 Prozent. Über 200 Mitarbeiter konnten hinzu gewonnen werden und auch die Ankündigungen werden verlässlich eingehalten.
So zeigt sich IDS auch in diesen stürmischen Zeiten als Fels in der Brandung: Während der Nemax All Shares im letzten Monat um über 17 Prozent nachgab, konnte IDS sogar noch ein Plus von 2,6 Prozent verzeichnen.
Heute legt der Wert um 2,5 Prozent auf 20,20 Euro zu.


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