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Der Weg zur FU - 500 Beiträge pro Seite


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eigentlich gibt es ja schon den passenden Thread, aber dort sind viele Komentare, die man als Neuling nicht versteht. Ich beginne mit meinem Weg in die Fu und hoffe, das hier noch viele folgen.

Ich war 20 Jahre alt und studierte BWL. In einer Vorlesung zur Finanzmathematik rechnete ich "spaßeshalber" mal aus, wieviel man monatlich sparen müsse, um soviel Kapital zu haben, dass man von den Erträgen nach 20 Jahren leben kann.
Ich ging damals von einem sparsamen Leben als Student aus und kam auf einen Betrag, der gar nicht so hoch war.
Der Gedanke war geboren und lies mich nicht mehr los. Weitere Berechnungen wurden angestellt und verfeinert bis ich schließlich überzeugt war man kann die FU vielleicht nicht in 20 aber innerhalb 25 Jahren schaffen und 750.000,- DM anhäufen. Ich rechnete mit ca. 8% Ertrag p.Anno und 2,5 % Inflation.
In den nächsten Wochen besuchte ich nur noch Vorlesungen und Übungen über Finanzmathematik, Börsenwesen, Steuerrecht, Unternehmenrechnung etc. auch von höheren Semester. Vorlesungen wie Produktion, Marketing, Personalwesen etc. wurden gestrichen. Die Vorlesung Börsenwesen fazinierte mich und ich glaubte immer fester daran, das es möglich ist mit 40 unabhängig zu sein.
Um Kapitalerträge zu erzielen ist natürlich Kapital notwendig, aber das hatte ich nicht und auch nicht in Aussicht (keine vermögenden Eltern oder Erbschaften etc.), also blieb nur arbeiten übrig.
Ich begann Nachtschichten in einer Stanzerei und geizte noch mehr mit meinen Ausgaben. Meine Freundin (heutige Frau) war aus der Familie die einzige die meinen Willen zur FU nachvollzog und meinen Schritt, dass Studium abzubrechen und einen Hilfsarbeiterjob zu machen verstand und mich unterstütze. Meine Eltern hatten gar kein Verständnis und entzogen jegliche Unterstützung. Jeder sagte mir, mit Arbeit ist noch niemand reich geworden und stempelte mich als Spinner ab mit Hilfsarbeiten Millionär werden zu wollen.
Ich arbeitete weiter als Hilfsarbeiter in der Stanzerei, fuhr Nachts Zeitungen aus und reinigte am Wochenende bei einer Reinigungsfirma Maschinen und Werkshallen.
Das Geld legte ich in Aktien an, mit durchschnittlichem Erfolg. Wenn die Börse lief, lief auch mein Depot, brach die Börse zusammen war ich mit dabei.

1987 machte ich mein erstes Geschäft mit Optionen. Ich verkaufte einen Put auf Hoesch. (Damals war ein Kontrakt noch 50 Aktien) wobei die Schwierigkeit darin bestand, eine Bank zu finden, die dieses Geschäft mit einem Hilfsarbeiter macht, denn es gab noch keine Eurex und auch den vorläufer DTB gab es noch nicht. Jedes Geschäft bedeutete eine irrsinnige Prozedur mit Unterschriften und Absegung vom Vorstand usw.
Die Geschäfte entwickelten sich sehr gut und ich entwickelte eine Strategie mit Optionen, die ich bis heute verfolge.
Ich verkaufe auf Aktien mit günstigem KGV und guter Dividendenrendite Puts und auf die Aktien im Depot entsprechend calls.

1989 im Alter von 23 Jahren waren die ersten 100.000,- DM auf dem Konto und mein Finanzplan weit übertroffen. Es war abzusehen das es keine 20 Jahre dauern wird bis das Ziel erreicht ist.
Im Alter von 30 Jahren hätten wir von den Erträgen leben können, aber ich hatte immer noch Angst das es eventuell doch zu wenig sei und machte weiter.
Mit 33 Jahren habe ich dann endgültig alle Jobs gekündigt und lebe jetzt seit 2 Jahren als Privatier.

Im Nachhinein kann ich folgende Tipps geben:

- Mit Arbeit ist noch niemand reich geworden, aber es ist der Grundstein des Reichtums.
- Besonders in der Anfangszeit sparen wo es nur geht und Nebenjobs suchen.
- Sich nicht von Freunden beeinflussen lassen und zu Ausgaben (neue Autos etc.) bewegen lassen
- einen genauen Finanz- und Sparplan erstellen.

Wer mehr erfahren will kann sich ja mal melden.


So, laßt euch nicht unterkriegen - von der Börse schon gar nicht - und zieht das Ding durch.

Viele Grüße Euer Bimbesverwalter.
hallo bimbes,
schöne geschichte.
gefällt mir, erinnert fast an einen hollywoodfilm.
es freut mich für dich, daß du das geschafft hast, was du dir vorgenommen und für das du eine menge riskiert hast.
ich finde es zudem sehr nett das du die geschichte hier reingestellt hast, da sie für viele von uns (für mich in jedem fall)höchstwahrscheinlich einen motivationsschub gibt.
so hatte ich mir eigentlich dei beiträge im thread "ich bin fu- so habe ich es geschaft" vorgestellt.
herzlich willkommen hier bei uns, und mach weiter mit beiträgen dieser art.
schau mal unter dem thread "kd treffen am 20.10. nach", vielleicht hast du ja lust zu kommen.
gruß
schnübbel
Hallo bimbes,

liest sich gut deine Lebensgeschichte und ist Balsam fuer die Seele in diesen freudlosen Boersentagen. Willkommen bei uns und ich wuerde mich freuen mehr von dir zu hoeren.
Wie sah denn dein Finanz- und Sparplan aus?

glueckauf
jaroel
Hi bimbesverwalter,

super Geschichte! Ich will auch mal so eine Geschichte schreiben können, bin aber erst noch am Anfang (21 Jahre, Handwerker,
seit 2,5 Jahren ein Börsianer). Aber ich hab noch 9 Jahre vor mir! Da sollte auch die Rendiete stimmen. im letzen Jahr lief es super (100% Steuerfrei) aber in diesem :(!
Aber ich gebe nicht auf, und aus Fehlern kann man ja lernen!!

Mfg

Tobi
Hallo bimbesverwalter,
schön, dass du einen neuen thread zu diesem thema eröffnet hast. Der ursprüngliche thread wurde ja leider zugemüllt. Kann verstehen, dass dich das als neuling verwirrt, aber solche dinge passieren nun mal in einem offenen forum. Da muß man mit leben.
ich freue mich jedenfalls, dass du den weg zu uns gefunden und deine geschichte erzählt hast. Die meisten von uns befinden sich ja noch auf dem weg zur fu und sind dankbar für jede hilfestellung, die sie von leute bekommen können, die es bereits geschafft haben.
In diesem sinne würde es mich freuen, hier noch oft von dir zu hören.
Schau doch bitte mal in meinen thread „warum ich zwei miliionen dm für die fu brauche“ rein (werde den gleich mal hochholen). Würde mich sehr interessieren, was du als aktiver fu-ler aus deiner erfahrung zu diesem thema beisteuern kannst.

Gruß

Duessel
@ jaroel

Mein Finanz- und Sparplan ist eine längere Geschichte.

Hier die Kurzfassung:
Ich machte einen Plan mit 480 ( in Worten vierhundertachtzig) Spalten, denn ich ging von einer Sparzeit von 20 Jahren aus und eine IST-Spalte und eine SOll-Spalte pro Monat ergaben 480.
In den Zeilen trug ich mein Gesamtvermögen, Börsenvermögen, Ausgaben für Leben, Investitionen (Auto,PC etc) Kapitalertrag etc. ein.
Die Soll-Spalten konnten ausgefüllt und berechnet werden. Die IST-Spalte wurde an jedem Monatsende eingetragen und die Differenz ermittelt. Um die monatlichen Ausgaben exakt zu ermitteln, war es nötig ein Haushaltsbuch zu führen. Ich führte Buch wie ein kleines Unternehmen sogar mit doppelter Buchführung und Kontenrahmen. Das Haushaltsbuch war genauso wichtig wie der Finanzplan, denn hier konnte sofort gesehen werden, wo das Geld hinging und man sah, dass es keinen Sinn macht an Marmelade zu sparen, da der Posten für Wurst oder Bier viel mehr ins Gewicht viel. Also an den größten Posten mindestens 15 % reduzieren.

Der Finanzplan hatte neben der Aufgabe ständig über Ausgaben und Einnahmen informiert zu sein auch die Aufgabe mich selbst zu motivieren. Dazu hing ich ihn direkt über meinen Schreibtisch und darunter eine Grafik oder einen Chart mit dem aktuellen Vermögen und dem geplanten Vermögen. Solange ich mehr Kapital hatte als nach Plan nötig konnte ich eine riskantere Strategie an der Börse verfolgen. Machte ich Verluste und kam an meine Planzahlen heran wurde ich Stock-Konservativ, fragte den Meister ob ich Überstunden machen kann und fuhr mehr mit dem Fahhrad als mit dem Auto. War ich im grünen Bereich würde ich wieder risikofreudiger. Zudem motivierte der Plan zu sparen, denn es musste doch zu schaffen sein den Monat mit den niedrigsten Ausgaben für Lebensmittel noch zu toppen, gerade in schweren Börsenzeiten.

Also:
Der Finanzplan dient vor allem der eigenen Motivation und zwingt die Kosten im Überblick zu behalten
Hallo bimbes,

super Geschichte von Dir.
Macht allen anderen Mut, weiter zu machen.

Am interessantesten, finde ich, das Du auch einen Finanz- und Haushaltsplan führst, und den als wichtigsten Punkt auf dem Weg zur FU ansiehst.

Mit Learner6 und mir, sind wir schon zu dritt, die diese Ansicht haben.
Wir beide stehen nämlich, zumindest mit dem exzessiven Betreiben, ziemlich alleine mit unserer Meinung hier.

Komm am 20. doch einfach in Köln vorbei, und lern einige aus dem Haufen hier kennen.


CU Gnomi
Hallo zusammen,

@ duessel, habe in dem Thread "Warum ich 2 Mio Dm brauche" meine Ansicht reingestellt.

Viele Grüße an Alle
@bimbes (das andere ist mir zu lang):
Danke für Deine schnelle Reaktion. Werd mich noch dazu äußern, im Moment leider wenig Zeit.
Hoffe wir sehen uns nächste Woche in Köln.
Aus welcher Gegend kommst Du denn?

Gruß

duessel
@bimbes (das andere ist mir zu lang):
Danke für Deine schnelle Reaktion. Werd mich noch dazu äußern, im Moment leider wenig Zeit.
Hoffe wir sehen uns nächste Woche in Köln.
Aus welcher Gegend kommst Du denn?

Gruß

duessel
nanu bimbes,

du bist aber ein lustiger bursche :laugh:. hast dir deine fu mit controling und harter arbeit und nicht zu vergessen mit einer gehörigen portion clevernes oder war es glück erwirtschaftet :rolleyes:. absolut prima.

bin mal neugierig, wie hochprozentig du deine fu sicherst oder ausbaust?

gruß penny - neugierig :cool:
Ich werde meine Anlagestrategie nicht wesentlich ändern.
Ich kaufe Werte mit guter Div.Rendite und günstigem KGV z.B. Daimler, Bayer, BASF, MAN, Commerzbank, RWE, Unilever, Procter& Gambel etc. die Dividende reicht zum Leben und ich kann mit den Werten auch ruhig schlafen. Als kick verkaufe ich calls auf die Bestände, hier variiere ich jenachdem welches Risiko ich fahren will oder je nach Marktlage die Laufzeiten und die Basispreise. Die Cashmittel liegen im Geldmarktfond. Gleichzeitig verkaufe ich Puts auf obige Werte. Auch hier variiere ich Laufzeit und Basispreis je nach Börsenlage. In der Regel verkaufe ich am Geld und 1 Monat Laufzeit. Dieses Instrument nutze ich auch um steuerrechtlich gestalten zu können.
Vom Neuen Markt habe ich keinen Plan, weiß noch nicht mal wie man einige Werte schreibt und werde mich dort auch zurückhalten.
Meine renditen schwanken zwischen -4 % und + 42 % p.a im Schnitt liege ich bei 14 % p.a.
Für dieses Jahr liege ich bei + 7 % wobei MAN und RWE noch Dividende zahlen. Zudem kommen noch optionsprämien für 2 Monate.

Gruß vom Bimbes
Hi Bimbes

deine Geschichte erinnert mich an ein Buch von Annie Hill. Mit kleinem Geld auf großer Fahrt, ISBN 3-89365-663-4.

Ein faszinierender Gedanke aber für mich zu extrem.

Gruß Rolf, der auch ein Wohnmobilfan ist.
Hallo Bimbesverwalter,

habe am 20.9. leider keine Zeit nach Köln zu kommen; hätte Dich gern persönlich kennengelernt.
Finde ich cool, Ziel->Strategie->Controling und nicht lockerlassen bis das Ziel erreicht ist.
Eine Frage aber schon jetzt, wenn Du sie nicht hier beantworten willst, macht nichts, wir werden uns bestimmt mal über den Weg laufen:
Dein Ziel hast Du eigentlich nur erreicht, weil Du die volle Unterstützung Deiner Frau hattest. Aber wie ist es jetzt, wo das Ziel erreicht ist; den ganzen Tag aufeinanderhocken - klappt das? Ich kenne Dich nicht und auch nicht Deine Frau, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass es eine Frau auf der Welt gibt, die es mit mir 24 h am Tag, 7 Tage in der Woche das ganze Jahr aushält.

Billi - der Neugierige

Billi - der Neugierige
Hi Billi,

meine Frau und ich hängen sehr aneinander und sind froh über jede Minute, die wir zusammen verbringen, Beziehungsstreß kennen wir eigentlich gar nicht. Meine Frau ist mit Sicherheit ein größeres Glück in meinem Leben als die FU. Würde auch eher meine FU abgeben als meine Frau.
Ehrlich

Grüße vom Bimbes.
Noch eine kurze Anmerkung zu dem thema Frauen:

Wie man es mit der Frau oder den Frauen hält, sollte man sich möglichst früh überlegen. Wir haben unsere FU gemeinsam erreicht und hatten von Beginn an Gütergemeinschaft. Das heißt würde ich mich jetzt von meiner Frau trennen, wäre die Hälfte des Vermögens weg. Meine neue Freundin müßte nicht nur charakterlich, sexuell und optisch gut sein, sondern auch noch mindestens 500.000,- Dm in der Handtasche haben. Solche Frauen sind ja gerade in unseren Kreisen hochbegehrt. Also überlegt zu beginn, ob ihr es zu zweit macht und später das Geld euch aneinander fesselt, oder macht es alleine dann kann man den Partner leichter wechseln. Hierzu würde mich mal eure Meinung Interessieren. Wie schützt ihr euch davor, dass die Partnerin nicht mit dem halben Zaster durchknallt ?

Grüße vom Bimbes, der jetzt doch plötzlich Angst bekommt.
hallo bimbesverwalter,

auch ich habe respekt vor dir und deiner faszinierenden story,leider
kann auch ich am 20. nicht nach köln kommen,um dich persönlich kennen-
zulernen.ich lebe ebenfalls eher bescheiden(bis auf guten wein)und
komme mit wenig ausgaben durch den monat.dein weg wäre mir aber dennoch nicht gemäß,ich wäre nicht willens,wie ein wilder einer für
mich freudlosen arbeit nachzugehen(überstunden usw. usf.),um in
zukunft nicht mehr arbeiten zu müssen.das wäre mir zu sehr mißachtung
der gegenwart.
zum thema frauen und finanzen:ich lebe seit fünf jahren in einer
sehr glücklichen nichtehelichen beziehung.meine freundin wäre eine
"gute partie"(eltern zahnärzte mit ordentlich kohle),aber wir haben
uns für finanztrennung entschieden und sind auch nach verschiedenen
diskussionen dabei geblieben.so entstehen überhaupt keine "verdachts-
momente" in dem sinne,daß man nur der kohle halber zusammen bleibt.
inzwischen glaube ich,daß diese verfahrensweise unserem glück sehr
nützlich war und ist.

viele grüße hornwatz
@bimbes

deine gedanken kann ich nicht nachvollziehen. wenn ich in einer partnerschaft kein vertrauen habe, dann taugt sie nichts.

insofern werde ich auch nicht mit dem geld, was zur hälfte meiner lebenspartnerin gehört, durchbrennen. niemals.

nur ich habe zugriff auf alle konten, es wäre ein leichtes, es auf mein eigenes konto zu übertragen. ich würde das nie tun. im trennungsfall würde ich auf den pfennig genau die hälfte an sie abgeben.

mir wäre dann scheissegal, ob eine neue freundin 10 mio auf dem konto hat oder 50.000 schulden....das ist für mich absolut uninteressant, mich interessiert der mensch, sonst nichts.


ich bin trotzdem froh, mir solche gedanken nur theoretisch machen zu müssen, ich habe sehr viel schwein mit meiner beziehung, eine bessere kann es gar nicht geben.

insofern relativiert sich alles, geld ist beileibe nicht so wichtig.

aber es wird unser leben als rentner, das wir in spätestens 3 jahren angehen wollen, sicherlich etwas angenehmer machen.

angenehmer nicht nur wegen dem finaziellen hintergrund, sondern weil wir und insb. ich dann auch aus priv. gründen wohl endlich die zeitliche unabhängigkeit erreicht haben dürfte......


gruss
ein glücklicher shakesbier am morgen :eek:
@ shakesbier

nicht das du mich falsch verstehst, ich bin genau deiner Meinung, ich würde im Trennungsfall ebenfalls das Vermögen teilen, denn meine Frau hat den gleichen Anteil am Aufbau der Fu gehabt. Ich wollte nur sagen, dass die FU stark an die Partnerschaft gekoppelt ist und es Probleme geben kann wenn ein Partner plötzlich durchknallt. Würde meine Frau sich von mir trennen, müßte ich mir einen Job suchen.
Gruß vom Bimbes
Hallo, bevor sich das Thema hier dreht, mache ich in 10 Minuten einen neuen Thread auf "FU und Partnerschaft"

Billi
@ bimbesverwalter,

kannst Du mir mal ein paar Anhaltspunkte zu deinem Plan posten? Bin gerade am Basteln einer Excell Datei, die noch lange nicht ausreichend sein wird (will mit dieser Tabelle sämtliche Ausgaben Einnahmen Anlagen Rendiete und Verluste berechnen und verknüpfen).
Oder hast Du dir auch so eine Datei erstellt (wenn ja könntest Du mir ein Muster mailen?).

Mfg
Tobi (der heute Frei hat :))
Jaaaa, da wäre ich auch sehr daran interessiert. Ich bastele auch im Moment an sowas, aber wenn ich ein (in der Praxis bewährtes ;)) Muster haben könnte, würde ich vielleicht gleich drei Schritte vorwärts kommen.
mennisenks
Bea
bimbes ist diese woche nicht online, kommt aber morgen zu unserem treffen nach köln und wird sich dann sicher bald wieder in diesem thread melden.

gruss

duessel
Hallo Bimbesverwalter,

Nochmals: HERZLICH WILLKOMMEN Du Finanzstrategie !

Das gibt es doch gar nicht, daß ich Deinen Thread vorher noch nicht genau registriert habe.

Ich finde es gut, daß Du Dir eine individuelle Finanzstrategie aufgebaut hast mit der DU am Besten zurechtkommst.

Was den Part Einnahmen- und Ausgabenübersichten angeht, so sind wir schon zu Dritt (Gnomi, Du und ich) die ein eigenes Finanzhaushaltsführungssystem haben.

Was mich bei Deiner Aktienstrategie ein bißchen wundert ist die Kombination von sehr konservativen Elementen (Stichwort: Dividendenstrategie) und dem Einsatz von Optionsscheinen.

Bimbes, ich hoffe wir sehen uns heute abend und können über das ein oder andere unserer Finanstrategien diskutieren..

Liebe Grüsse


Rolf
@Learner6:

Was den Part Einnahmen- und Ausgabenübersichten angeht, so sind wir schon zu Dritt (Gnomi, Du und ich) die ein eigenes Finanzhaushaltsführungssystem haben.

Sorry, wenn ich dich korrigiere, rolf, aber da sind wir zu viert.

gruß

duessel
Duessel, wußte ich doch das DU darauf anspringst.

Klar, wir Zwillingen habe ich nur als eine Person gerechnet.

Liebe Grüsse

Rolf
@ Bea1
@ Tobias K
leider kann ich euch keinen fertigen Plan liefern, auch nicht ansatzweise.
Mein Finanzplan stammt von 1985 und wurde handschriftlich erstellt bzw. mit Framework, einem Programm das wohl längst vom Markt verschwunden ist. Das Haushaltsbuch, bzw. Buchführung wurde ebenfalls handschriftlich gemacht. Eine Kombination aus mehreren Excell-Tabellen, die untereinander verknüpft sind scheint Learner6 zu haben. Ebenso ist es beim Controlling: Mein Controlling dient in erster Linie dazu meine Optionen im Blick zu behalten und ein Risk-Managment zu betreiben, läßt sich also nicht so einfach auf "normale" Depots übertragen.

Vielleicht stellt Learner6 oder auch andere 50er mal ihre Pläne vor (mit praktischen Tipps), vielleicht in einem neuen Thread, so dass euch geholfen wird.

Grüße vom Bimbes, der hofft, das andere Bea1 und TobiasK helfen.
Bea, Bimbes, Tobias,

hatte seit gestern Abend auf der Autobahn auch so eine Frage auf der Zunge.
Learner-Rolf hat mal sein Haulshaltsbuch system im board vorgestellt.
Er gräbt es sicher gerne wieder aus, gell Rolf ;)
An dem System gefiel mir, daß quasi die wichtigsten posten kontrolliert wurden
und ein größerer Batzen (Sonstiges?) nicht notiert werden mußte, der wurde einfach
aus der Differenz Ist-Soll (oder wars Soll-Ist ;)) angesetzt.
An diesem Punkt kann man dann individuell bei Bedarf detaillerter controllen.

Ich habe mal als Schüler und mal als Studen ein paar Monate ein Haushaltsbuch
geführt. Als Student war das Ende der 80er, kam ich nach ca 4 Monaten auf einen Verbrauch
von ca DM 450,-. Nicht gerechtet wurden Miete, Heimfahrten mit der Bahn (Geld von Eltern) und
die Fresskörbe, die ich alle 4 Wochen mitbekam. insgesamt dürfte ich den Höchstbafogsatz,
locker verbraten haben. Nach ca 4 Monaten habe ich das als Student aufgegeben,
da ich zum einen einen groben Überblick hatte und sich meine Lebensweise nicht änderte,
zum anderen ging es mir irgendwann auf den Keks, daß ich mir das Eis an der Ecke oder
das Kaffestückchen auf dem Weg nicht mehr kauft, weil ich kein Bock hatte, das schon wieder
notieren zu müssen. Ich hatte so ständig einen Controller im Nacken, mich.
Eigentlich eine gesunder Effekt des Controllings. Aber wer mich gestern Abend beim
Essen und triken beobachtete, weiß, daß ich es doch lieber feudal mag.

Gruß
Forticus
Hallo 50-er,

bevor ich offline gehe und mich um meine vier Frauen (incl. Mutter) kümmere: Ich stelle mein Finanzhausführungssystem gern noch mal hier ein. Wollt IHR meine komplettes Finanzstrategiesystem erfahren, oder reicht es den ersten Teil, meine sog. 1. Phase (Finanzieller Überblick verschaffen) auf dem Weg zur FU zu beschreiben. Dies ist das eigentliche Finanzhaushaltsführungssystem, das monatlich geführt wird und neben einer monatlicher G+V, Bilanz, Finanzpläne, Hochrechnungen, Soll-Ist-Analysen, 10-Jahresvergleiche auch die Basis enthält, nämlich die Liquidiätsrechnung ???

Daneben gibt es, wie bereits gepostet
2. Phase: Abdeckung der wichtigsten Lebensrisiken durch Versicherung
3. Phase: Kapitalaufbau zur Grundsicherung
4. Phase: Selbstgenutze Immobilienfinanzierung
5. Phase: FU-Strategie
Alle Phasen bauen aufeinander auf und habe das Ziel, die FU mit 50 zu erreichen. Zu jeder Phase gibt es diverse Unterpunkte, z.B. bei der FU-Strategie, die Aktienstrategie, darunter wiederum als Teilgebiet die Depotstrategie usw..

Ich glaube ich werde mich nur auf die 1.Phase beschränken !

Gibt mir ein bißchen Zeit und ich werde es in Etappe Schritt für Schritt erklären, so wie ich es auch mal in drei Seminaren gemacht habe. Wird dann so ähnlich wie Wienerins Einführungslehrgang in OS.

Aber denkt dran: Ich bin süchtig. Es ist mein Hobby und wenn ich erstmal dran bin bin ich nicht mehr zu stoppen...

Allerdings schon gleich am Anfang der Hinweis. Es ist MEINE persönliche Finanzstrategie, die auf meine PERSÖNLICHEN Sitution zugeschnitten ist. Jeder muss für sich seine eigene finden. Aber als Orientierung ist sie bestimmt nicht schlecht...

Liebe Grüsse

Rolf
guckmal an, da isser ja schon.
Rolf, mach Dir nicht unnötig Arbeit (hier nochmal alles reinklemmen).
Wühl doch einfach den thread rauf, wo DU schon alles geschrieben hast.
Mir selbst würde erstmal reichen Deine monatlich Buchführung
vielleicht mit dem Zusatz, welche hardware und Software du dazu benutzt.

Gruß
Forticus dem Papier hardware genug wäre
Mir fällt gerade die Ausrede wieder ein, warum ich seit Beginn unserer Selbständigkeit
wo eine optimierung der privaten Kosten auch wichtig ist, kein Haushaltsbuch führe:
Wir kennen unser Einkommen nicht. Genauer gesagt, haben wir erst letzte Woche
alle Zahlen für 1998 zusammen bekommen, so daß ich nun weiß, was alles noch
für 1998 zu zahlen ist. Nun könnten wir ein effektives Nettoeinkommen ausrechnen....
Natürlich habe ich immer so pi mal Daumen hochgerechnet, wieviel wir so in etwa
haben könnten, aber der dieser Abschätung dürfte bei 10-20% liegen.

Meine Frage an die Experten, ist ein monatliches Haushaltscontrolling
bei unbekanntem Einkommen 1. sinnvoll, 2. möglich?

Gruß
Forticus der dieses jahr mit -30% rechnet
so, nachdem ich nun von Rolf den thread gefunden habe wo er sein Leben als Kassenwart
beschreibt, wieder zurück zu Bimbes seine Geschichte, die ich gestern live erleben durfte.

Ein Aspekt, der fürher auch schon abundzu aufgetaucht ist. Wie regelt man das mit
der Krankenversicherung, wenn man FU ist...

Bimbes, erzähl doch mal, was ihr da für eine Konstruktion habt,
würde mich freuen.

Gruß
Forticus der immer noch nicht aus der GKV raus will
@Forticus

war 10 Jahre (bis Juli diesen Jahres) selbständig und bin es jetzt nebenberuflich immer noch; bringt einige Vorteile.
Am einfachsten ist es, sich jeden Monat ein Nettogehalt auf ein zweites Konto zu zahlen. Sollte in etwa einem vergleichbaren Gehalt entsprechen. Dann kann man sich freuen, wenn mehr übrig bleibt.
Das Geld, welches man für Sozialabgaben, Steuern usw. braucht nie als verdeckten WPK verwenden, hat schon manchen zugrunde gerichtet.

Gruß - Billi, der nie aus der GKV draußen war
Hallo forti,

eine Möglichkeit, unbekanntes Einkommen zu ermitteln, wäre das durchschnittliche Nettoeinkommen der letzten, sagen wir 5 Jahre zu ermitteln, und diesen Betrag als "Orientierungspunkt" für Deine Budgetierung zu benutzen.

Ich denke nicht, das Ihr ein Geschäft in einer Branche oder Lage habt,wo die Unterschiede von Jahr zu Jahr unheimlich schwanken.
Mit dem gleitenden Durchschnitt müsstes Du eigentlich bis auf 10-20 % Differenz in beide Richtungen hinkommen.
Wobei Du die Negativdifferenz durch einen Abschlag des Durchschnittes fast ausgleichen könntest.

Damit würdest Du zumindest eine grössere Planungssicherheit bekommen.

Gnomi, der gleich auf Piste geht
@Forticus wg Krankenversicherung

Bin schon immer bei TK

Zahle jetzt Mindestsatz. Glaub ca. DM 460,- für 4 Personen.

Hab mir auch schon Privat überlegt. Da muß ich aber zuviel bezahlen.

Wenn meine Frau jetzt z.B. neue Füllungen braucht, die die GKV nicht bezahlt, zahlen wir sie halt selbst.

MfG und Ade
Tschines
Hallo Tschines, Forti,

ich bin privat krankenversichert, aber nur aus einem einzigen Grunde: Da meine Frau Ärztin ist sind wir zu dem sog. Ärztetarif versichert, da zahlen wir nur knapp 50 % der normalen Beiträge...

Sobald wir aber kein regelmässiges Einkommen (steuerlich gesehen) mehr haben werden (Stichwort FU) werden wir zur GKV wechseln.

Liebe Grüsse und noch einen schönen Sonntag

Rolf
P.S. Tschines schau doch bitte mal in Deine WO-Mail-Box
@forticus
ich bin in der gleichen Situation wie Du. Ich plane meine Ausgaben über das ganze Jahr (Firma und Privat), ebenso die Einnahmen (immer konservativ gerechnet!). Einen Teil meines Geldes halte ich auf einem Tagegeldkonto, denn es gibt immer wieder Überraschungen.
Heuer war ich so schnell wie nie und habe die Steuererklärungen für 1999 schon abgegeben (bin echt stolz auf mich). Jetzt versuch ich mich an der Optimierung für 2000 - einfach furchtbar in der BRD.
Ich komme bei einem Soll-Ist Vergleich auf eine Abweichung von max. 10% und das ist für mich ok.
In ein paar Tagen entspanne ich mich aber endlich mal beim segeln auf den Balearen für eine Woche.

Alpenkaeptn, am nebligen Sonntag nachmittag
noch was - ich bin in der GKV, hab Frau und Kind und da ist es das günstigste. Ich überleg mir nur noch eine Zusatzversicherung, da muss ich aber erst suchen wer da günstig ist.
alpenkaeptn
Hi ihr Kranken,

ich bin in der GKV freiwilliges Mitglied, meine Frau und Tochter sind mitversichert. Die Prämien richten sich nach dem zuversteuernden Einkommen. Hier ist es dann wichtig, einen wirklich guten Steuerberater zu haben, denn wenn ich weniger Steuern zahle, zahle ich auch weniger Beiträge in der GKV.

Gruß vom Bimbes
Alle,
vielen Dank für die Hinweise und Kommentare zum unbekannten Einkommen.
Letzte Woche kam die letzte Nachforderung für 1998, userem ersten vollen
Jahr in der Selbständigkeit, so daß ich nun alle Zahlen für 1998 zusammenhabe
um daraus nicht nur endlich das Nettoeinkommen von 1998 zu berechnen,
sondern auch einen Plan für 2001 erstellen kann, schätzungsweise auf 5% genau.
Unsere Branche ist übers Jahr relativ stabil, so daß ich aufgrund eines Jahres
schon einiges sagen kann. Hinzukommt, daß wir in 1999 ca 15% Umsatzzuwachs
hatten ("selbstverschuldet") und in 2000 ungefähr den selben Absolutbetrag
Rückgang haben (nicht selbst verschuldet), so daß auch das Jahr 2000 mit
1998 vergleichbar sein wird.

Unser Nettoeinkommen haben wir immer wieder Pi-mal Daumen hochgerechnet,
wobei ich im Gegensatz zu meinen Börsengeschäften nicht die Reichrechnungsformel
benutze Es sollte also kein böses erwachen geben.

Gruß
Forticus
@Learner6:
Bist Du sicher, dass Ihr dann so einfach in die GKV wechseln könnt?
Ich hab da so meine Zweifel.
Eventuell muß man ein bißchen tricksen. Also erst mal arbeitslos und somit zwangsweise gesetzlich versichert werden. Genau weiß ich das aber nicht.
Aber einfach so von der PKV in die GKV wechseln geht nicht!

Gruß

duessel
@duessel

Duessel, ich stimme Dir zu. Ich kenne zwar ehrlich gesagt die heutige Situation nicht - da hat sich in letzter Zeit viel verändert (verschärft) - doch erinnere ich mich, welche Schwierigkeiten ich hatte, 1996 von der PKV in die Gesetzliche zu wechseln. Wenn ich mich nicht täusche, gilt heute von wenigen Ausnahmen abgesehen "einmal PKV, immer PKV". Ich bin damals gewechselt, da mir die risikoorientierte Kostenspirale im Alter Angst machte. Daher lieber eine gesetzliche Grundversorgung plus entsprechende private Zusatz-Versicherungen.

Dips
Hallo rolf,

ich stimme duessel und dips zu.
Es ist schwer wieder in die GKV zu kommen, wenn Du einmal PKV warst.
Meines Wissens nimmt Dich dann nur noch die AOK, weil die dazu verpflichtet ist, und deren Beitrag entspricht nicht ihrem Klientel.
(Das war jetzt nicht bösartig gemeint)

CU, gnomi

Ach so, nochmal die Bitte: Wäre es möglich über Abstimmung,im neuen Treffthread herauszufinden, ob eine Verschiebung des nächsten Treffs um eine Woche nach vorn(16.11)oder hinten(30.11) möglich wäre?
Würde sehr gerne teilnehmen, kriege aber am 23.11 keinen Urlaub.
Guten Morgen 50-er,

Ihr habt Ja völlig Recht das es nicht einfach ist von der PKV in die GKV zu wechseln.

Ich glaube, es gibt die Möglichkeit, wenn man ein Jahr lang unter der Beitragsbemessungsgrenze lag, daß man dann wechseln kann. Im Detail will ich mich da erst so in drei Jahren drum kümmern, weis aber das ein Nachbar von uns daß praktiziert hat, ohne hier allerdings die Details zu kennen...

Liebe Grüsse

Rolf
P.S. Gnomi, wir können ja mal, wenn Ines den neuen Thread (8.Treffen...) aufgemacht hat, nachfragen, was machbar ist, wobei ich persönlich schon jetzt Terminengpässe bis Ende des Jahres habe...
Hallo,
ganz so schwer ist das nicht, aus zwei Gründen:
1. Arbeitslosigkeit - heisst, man wird zwangsweise wieder gesetzlich versichert und kann dann auch da bleiben.

2. Die GKV´s nehmen Vollzahler - die über der Beitragsbemessungsgrenze liegen - GERNE wieder in ihren Bestand auf. Sie MÜSSEN das nicht tun, aber sie KÖNNEN. D.h., erkundigen, man findet in jedem Fall eine Krankenkasse die einen aufnimmt. Die sprechen aber nicht gerne darüber - Leute die einmal in der PKV waren sind wie Aussätzige, aber wegen der über 900 DM Beitrag die sie zahlen nimmt man sie gerne wieder.

(Eigene Erfahrung)

Ciao for now,
asdfgr
hallo bimbes,

falls du da bist, mach doch mal eben nt-v an, die haben einen Gast, der sich dafür stark macht, dass jeder in sieben jahren 1 mio machen kann :).

lg. ute
liebe ute :kiss:,

war es bodo???

penny - der bodofan :cool:
Hallo Bimbesverwalter,

ich habe mir nochmal Deine ersten Postings durchgelesen, in denen Du beschreibst, wie Du zu Deinem Ziel gekommen bist.

Das Deine "Geschichte" sehr beeindruckend ist, durften wir ja bereits life erleben.

Was mich mal konkreter interessieren würde ist:
Als Du ins Aktienleben eingestiegen bist, welche Anlagestrategie hast Du da verfolgt?
Konservative Global Player, Depotdiversifizierung, Beschränkung auf bestimmte Branchen und Regionen ?

Hat sich diese Anlagestrategie bzw. Dein Anlageverhalten im Laufe der Zeit geändert und wenn ja, aus welchen Gründe bzw. Überzeugung ?

Wenn Du heute zurückblickts, welche Fehler oder welche Risiken würdest Du dann aus dem Weg gehen ?

Dein Thread heißt "Der Weg zur FU". Es wäre schön, wenn Du uns auf unserem Weg zur FU, u.a. durch Deine praktischen Erfahrungen ein Stückchen weiterbringen könntest...

Liebe Grüsse

Rolf
Hi 50er,

@ Rolf:
Zu Beginn hatte ich kein Geld, nur 2500,- DM, da braucht man sich über Strategien keine Gedanken machen.
Mein erstes Geschäft war der Kauf von 5 VW-Aktien zu 524,-DM, weil alle Banken dies empfohlen hatten. Eine eigene Meinung hatte ich nicht.
Von den nächsten gesparten 2500,- Dm kaufte ich Telefonika zu 11,80 DM.
Mein Ziel war es, jeden Monat 2500,- Dm zu sparen und davon Aktien zu kaufen. Nach einem Jahr hatte ich 11 verschieden Werte, ohne Planung zusammengekauft, alles zufällig gestreut. Ich kaufte immer das, was gerade "in" war, immer noch ohne eigene Meinung.
Nach 2 Jahren hatte ich um die 25 Werte, war investiert in Japan, USA, Spanien, Italien, GB, Deutschland, in DAX, M-DAX und S-DAX Werten.
In der Zwischenzeit hatte ich gelernt, das Werte auch fallen können, obwohl alle Banken dies zum Kauf empfohlen hatten.
Wenig Verlust machte ich mit Werten, die ein günstiges KGV bzw. KCV hatten und Global Player waren.
Zudem missfielen mir die vielen Einzelwerte, zumal jeden Monat ein weiterer Wert dazu kam.
Jetzt strukturierte ich das Depot erstmals, beschränkte mich auf 10 Werte, alles Global Player und günstiges KGV.
Hinzu kamen maximal 5 OS, auch nur auf Global Player.
Jetzt machte ich auch die ersten Optionsgeschäfte (short put auf Hoesch und short call auf Bayer). Welche Möglichkeiten sich dort verbergen habe ich damals noch nicht begriffen, meine Intension war, ich wollte Bayer verkaufen, weil ich gut im Plus lag und wollte Hoesch kaufen, wegen des günstigen KGVs. Ich wählte beide Optionen aus dem Geld und beide liefen gegen mich.
Aber ich fand es super, denn die Hoesch hatte ich deutlich billiger als ich 4 Wochen vorher bezahlt hätte, und für die Bayer habe ich mehr bekommen als 4 Wochen vorher.

Mit OS habe ich mehr verloren als gewonnen, also lies ich solche Geschäfte bleiben.
Ebenso schlechte Erfahrungen habe ich mit Werten gemacht, die eine zu geringe Marktkapitalisierung hatten, also kaufe ich keine Pommesbuden mehr.

In vielen Phasen waren meine short Optionen die einzigen Kühe, die Milch gaben, also habe ich diese Kühe besonders gut gefüttert und diesen Bereich weiter ausgebaut und mich darauf spezialisiert.
Dabei merkte ich, das die Schwankungsbreite im Depot abgenommen hat und ich fast jeden Monat mit Plus abschließe. Für mich ein weiterer Grund diesen Bereich zu forcieren.

Dies trifft aber nur für mich zu, andere haben vielleicht mit optionen Geld verloren und verdienen gut mit OS und überbewerteten Pommesbuden.

Aus heutiger Sicht würde ich folgende Ratschläge geben:


Lass dir nichts erzählen von Bankern, Gurus, Analysten, Zeitschriften, Freunden etc.
Höre nicht auf Eintagsfliegen, die erst ein paar Jahre dabei sind und noch keinen Crash kennen.

Aber dir Rolf, brauche ich keine Ratschläge geben, du gehst zielgerichtet vor, machst dein kontrolling, analysierst Fehlinvestitionen, läßt dich nicht von anderen mitreisen zu Investitionen, die du eigentlich nicht willst. Du kalkulierst Chance und Risiko, was soll da schief gehen ?
Ich denke du gehörst zu dem Kreis, die ihr Ziel erreichen.

Grüße vom Bimbes
Hallo Bimbes,

vielen Dank für Deine ausführliche Erklärungen.

Jetzt habe ich mittlerweile schon von Einigen, die tlw. über mehr als einem Jahrzehnt Börsianer sind, gehört das die Depotstrukturierung und die Depotsicherung sehr wichtig sind.

Meine Depotsicherung versuche ich über die Global Player einigermaßen abzudecken, wohlweislich das sie zwar auch bei einem Börsencrash Federn lassen, aber nicht gleich das ganze Depot dermaßen "runterziehen" wie die sog. "Power-" oder "Turboaktien".

Hast Du eigentlich früher SL eingesetzt bzw. setzt Du sie jetzt och ein (wenn ja nur gedanklich oder real) ?

Ich hoffe doch das wir uns bei einem der nächster Treffen mal wiedersehen (vielleicht könnten wir dann mal näher über Deine damaligen Zielpläne diskutieren ?!).

Liebe Grüsse

Rolf, der sich freut, daß Bimbes den Weg zu uns 50-er gefunden hat...
Hi Rolf,

SL setze ich real ein, aber nicht überall.
SL setze ich bei OS, Währungen und Risikowerten (für mich Werte mit KGV > 50), sofern die OS und Währungen nicht zur Optionsstrategie gehören und dort eingebaut sind.

Bei meinen DAX-Werten setze ich keine Sl, da ich ständig calls verkaufe und die Werte als Deckung (oder Teildeckung) dienen. Würde ich SL setzen, könnte mein Wert verkauft werden und ich bin plötzlich im call nackt.

Grüße vom Bimbes
hallo penny,

puh, ich komm schon nicht mehr dazu alle threads zu lesen.

klar, dass war mein freund bodo. ich war ganz erschrocken, der ist ganz schön in die jahre gekommen ;). fu ist wohl ziemlich anstrengend :).


hi bimbes,

kommst du eigentlich zum treffen nach düsseldorf? würde mich sehr freuen, ich löcher dich auch dieses mal nicht mit optionen, hab ja ein buch zum schmökern...

ute - die heute ihrer fu ein stück ferner gerückt ist
Hi Ute,

ganz vergessen mich für den Fernsehtipp zu bedanken. Habe Bodo verpaßt.
Würde gerne zu dem Treffen kjommen, aber das kann ich erst kurzfristig klarmachen.
Ich hoffe, ich krieg dann noch ein Plätzchen. (Kann auch Stehplatz sein).

Grüße vom Bimbes, der sich bei Ute bedankt.
hi bimbes,

was soll dir dazwischen kommen?

ich rechne fest mit dir ;)

lg. ute
liebe ute,

wenn wir mal die gelegenheit haben bodo live zu sehen, sollten wir das unbedingt mal wahrnehmen. wir werden schließlich alle nicht jünger, siehe shaky, gel ute :laugh::laugh::laugh:?

gruß penny - zum scherzen aufgelegt :cool:
Hallo angehende FU´ler,

@Ute, wußte gar nicht das Du Bodo kennst. Was sagt er denn so..

Bei mir ist momentan auch nicht gerade alles zum Besten im Depot. Komischerweise macht mir das gar nicht so viel aus. Ich kann es kaum erwarten, mal wieder auf Einkaufstour zu gehen um meine geliebte, für manche langweiligen Langfristanlagen nachzukaufen. Das juckt so richtig in den Fingern, weil ich riesige Möglichkeiten sehe, jetzt zu schlechten Zeiten, wenn die "Zittrigen" verkaufen, zu kaufen.

Aber bis Montag will ich schon noch abwarten. Außerdem habe ich mir fest vorgenommen vorher noch mal an meine SL zu arbeiten (Danke Bimbes für die Info). Ich werde nämlich nächste Woche die ersten SL real setzen undzwar für die Biotechwerte und für einige andere etwas volatiblen Lieblinge im Depot.

Hatte nicht mal Jemand einen Thread mit SL aufgemacht. Ich glaube den muß ich wohl mal wiederbeleben.

Liebe Grüsse

Rolf, der gleich seine Tochter aus den Bestenlisten eines Flipperspiels entfernen muss. Da spielt man mal eine Woche nicht, schon belegt sie die komplette Bestenliste...
@ rolf

bodo kennen doch fast alle ;)

rolf, wir sind alle auch langfrist-anleger. ich zocke seit dem ich die erste aktie im depot hatte, also seit fast vier jahren, es macht einfach spass und man lernt eine menge dabei. man muss sich viel intensiver mit wirtschaft befassen als bei der langfrist Anlage.
ich mach beides. das mag nicht für jeden das richtige sein, das ist verständlich, aber ich werd beides miteinander vermischen und im moment mache ich mit der zockerei mehr geld als mit meinem depot. aber keine sorge, ich bin locker, ich hab gute nerven...und in ein paar wochen jubeln wir alle wieder...hoffentlich!


@penny

bei mir ist die fu erstmal ein wenig mehr in die zukunft gerückt, dank meines langfristdepots, muss mir also um mein aussehen erstmal keine sorgen machen :laugh:

loebe grüße
ute
ich bin ohnehin einer der wenigen langfristanleger hier an board.

rolf, stopp-loss für die biotechs in deinem depot :confused:

heisst mit anderen worten stopp-loss für millennium pharma und vertex!

ich sehe, du hast die materie noch nicht verstanden, die zukunftsaussichten gerade dieser firmen wohl nicht berücksichtigt....

nun gut, deine entscheidung, hau sie raus, wenn sie 10% fallen....:(:(:(:(:(:(:(:(:(:(:(:(:(.....aber komm dann nicht in fünf jahren und jammere.....denn das geschrei wird gross werden.


gruss
shakesbier - der langfristige biotechinvestor, der ohne jegliches stopp-loss in diesem sektor arbeitet :eek:
Hallo Shaky,

wie heisst es so schön, Jedem seine Strategie !

Sag bloß, Du würdest einen SL auf Biotech bei 10 % setzen ???
Wie kommst du nur darauf, daß ich den bei 10 % setze ???

Bei Qiagen werde ich auch einen SL setzen (als einziger Wert innerhalb des Bereiches Global Player.
Falls der überbewertete Bereich der Biotech als Gesamtes mal stark korrigiert...

Liebe Grüsse

Rolf, der vielleicht später noch mal reinschaut, bevor er dann heute Abend mit seiner Frau den Hochzeitstag ausgiebig mit seinem Schützenzug bis morgen früh, aäh vormittag feiert...
hi rolf,
wünsch euch beiden einen wunderschönen hochzeitstag!
meine eltern haben auch am 11.11. (1954) geheiratet - und habens bis zur trennung durch den tod meiner mutter miteinander ausgehalten.
bussl aus wien,
ulrike
Hi, Ulrike, Du super sympathische Ur-50´rin !

DANKE,
Wir haben heute neben unserem Hochzeitstag, auch Verlobungstag und Kennenlerntag. Vor genau 22 Jahren haben wir uns durch totalen Zufall das erste Mal überhaupt gesehen...

So jetzt muss ich aber wirklich mal offline gehen, sonst hält es meine Exverlobte nicht noch mal 22 Jahre mit mir aus...

Liebe Grüsse

Rolf, der jetzt schon um Verzeihung bittet, wenn er morgen nicht ganz auf der Höhe ist...
lieber rolf,

stopp-loss kann man bei biotechs stzen, muß man aber nicht ;). sehe dies wie shaky. eine korrektur kann man locker aussitzen, siehe qiagen, millennium usw.. eine korrektur ist eine ausgezeichnete möglichkeit zum weiteren akkumulieren. turboaktien kann man nie genug haben :laugh:.

gruß penny - ohne sl :cool:
rolf

warum sollen biotechs überbewertet sein? erkläre mir es bitte, ich finde keine gründe. du sprichst von den amerikanischen werten in deinem depot, nehme ich an.

bei qiagen hast du allerdings recht. hier würde ich vielleicht schon mit stopp-loss arbeiten.....qiagen ist aber kein reiner biotechtitel.


gruss
shakesbier am sonntag :eek:
Hallo 50-er,

ich sehe das so, was SL angeht (rein subjektiv):

1. Warum spiele ich als Langfristanleger überhaupt mit dem Gedanken SL bei einem Einzelwert zu setzen ?
Wenn ich persönlich der Meinung bin, daß ein Einzelwert oder vielleicht sogar eine ganze Branche evt. in absehbarer Zeit (über die normalen Maßen und auch nicht im Rahmen einer Gesamtkorrektur) mal sehr stark korrigieren könnte, dann muß ich überlegen, ob ich das einfach "aussetzen" will oder ob ich für mich persönlich besser damit fahre SL zu setzen.

Auch hier versuche ich nicht alles über einen "Kamm" zu scheren, sondern betrachte die einzelnen Depotbereiche, damit ich mir immer bewußt bin über welches mögliche Risiko ich rede.

Für den Bereich "Global Player" kommt für mich eigentich SL nicht in Frage. Nur habe ich unter den Global Player einen Wert, der gehört zur Branche Biotech, nämlich Qiagen. Da diese Branche aus meiner persönlichen, subjektiven Sicht zum Teil wahnsinnig gut gelaufen ist, sehe ich ein Risiko, daß sobald ein Mal von irgendeiner Seite, Analysten, Market Maker oder sonst wen eine Hiobbotschaft verbreitet würde, das dann evt. dieser Bereich massiv in Richtung Süden geht.

Man muss NICHT SL setzen und könnte auch dies aussetzen, da ich persönlich aber gerade in diesem Bereich die Gefahr sehe, daß es evt. zu einem Kursrutsch kommen könnte, will ich (rein Gefühlsmässig und will bei meinen Investments immer ein gutes Gefühl haben) hier evt. für den Fall der Fälle vorsorgen...

2. Bin ich zum Entschluss gekommen, daß SL ein Mittel zur Depotsicherung ist für bestimmte Bereiche ist, wäre es m.E. fahrlässig nicht auch mit dem Gedanken zu spielen, dieses Mittel einzusetzen.

So werde ich für meinen "Powerbereich" auch dementsprechend SL setzen, da ich hier u.a. zwei weitere Biotechwerte habe (Vertex, Millennium,Thematik s.o.) und mit Intershop, Juniper Networks auch sehr volatile Titel zu Hause sind..

Aber wie heißt es so schön "Jeder Jeck ist anders", man muss nicht, sollte aber zumindest überlegen, ob es nicht sinnvoll sein kann SL zu setzen.

Liebe Grüsse

Rolf
Vor ein paar Tagen habe ich dies schon mal im thread "Da lachen die 50er" gepostet, ist aber wohl im allgemeinen geposte untergegangen.
Zur allgemeinen Erheiterung ein kleines Erlebnis beim Finanzamt.
mitlerweile kann ich drüber lachen

...heute war in meinem ansonsten ja recht langweiligem Leben nochmals ein Tag der Spannung und des besonderen Erlebniswertes.
Ermöglicht hat dies, und an dieser Stelle nochmals besonderen Dank an Herrn
Müller (Namen und Ort geändert) der Finanzverwaltung Köln, zuständig für den Bereich Einkommensteuererklärung Kle - Lim.
Wie jedes Jahr war die Steuererklärung akribisch genau erstellt. Insbesondere
der Teil, der 4/5 des Umfanges ausmacht, der im Bereich der KSO zu veranlagen
ist. Jeder Beleg war durchnummeriert und in einer Übersicht extra aufgeführt.
Jeder Teilbereich war gesondert abgerechnet und in einem eigenen Umschlag. Auf
einem gesonderten Blatt waren alle Zwischensummen aufgeführt und addiert und
dieses Summe in das Antragsformular übertragen. Wie ich meine oder meinte
vorbildlich, sofort überprüfbar und überschaubar. Aber ich hatte die Rechnung
natürlich ohne den Wirt bzw. Finanzfachwirt Herrn Müller gemacht.

Nachdem ich im Cafe Wagner gefrühstückt hatte, trat ich den Weg in die
Finanzverwaltung an. Im Foyer schickte man mich ins Zimmer 298. Natürlich falsch, da zuständig für Lohnsteuer, mein Mann sitzt in Zimmer 417.
An der Zimmertür 417 ein Schild "Vertretung in Zimmer 419". In Zimmer 419 - oh welch ein Wunder - komme ich sofort dran.
Die ältere Dame - ausnahmsweise sehr nett (noch)- schaut alle Unterlagen durch. Der allgemeinen Anlagen sind schnell abgehakt, ebenso die Anlagen N.
Anlage KSO: Die Dame - immer noch freundlich - bildet aus meinen Unterlagen drei
Häufchen, rafft sie wieder zusammen und bildet erneut diesmal vier Häufchen.
Plötzlich werden Gesetzesbücher aus der Schublade geholt und nachgeschlagen. Sie
murmelt etwas von § 18 (nicht 218) und Veranlagung nach § 23. Die Zeit vergeht,
es wird ein fünftes Häufchen aus Beständen der vier Häufchen gebildet.
Auf Nachfragen versichert sie mir, dass alles korrekt sei. Doch ihre
Verunsicherung ist deutlich. Wieder werden Gesetze gewälzt.
Das Problem scheint die Zinszahlung einer Anleihe zu sein. Diese wurde von dem
Land Schweden in USA ausgegeben lautet auf US-Dollar, Zinsen werden aber abgekoppelt und in DM in Schweden gezahlt, dort aber nicht besteuert.
Dennoch erhält die Zinszahlung eine Steuerbescheinigung für in den USA gezahlten Steuern, die aber nicht dort gezahlt sind.

Fast erleichtert stellt sie fest: Die Gesamtsumme der Erträge ist so hoch, dass
den Vorgang ihr Vorgesetzter bearbeiten muss.
Die fünf Haufen Papier werden zusammengerafft und passen nicht mehr in den
Umschlag. Den Rest meiner Steuerunterlagen klemme ich mir unter den Arm. Ich muß
zu Zimmer 445 zu Herrn Müller.
Komme sofort dran und lege meine Unterlagen auf den Tisch. Zuerst hält er mir
einen Vortrag wie diese Unterlagen zusammenzustellen sind und das es nicht seine
Aufgabe sei die Unterlagen zu sortieren. Als er die Unterlagen wieder sortiert
hatte, sagte ich ihm das die Unterlagen genau so sortiert waren, wie er ja an
den fortlaufenden Nummern erkennen kann und seine Mitarbeiterin die Papiere
gemischt hatte.
Plötzlich werden wieder Gesetzestexte gewälzt, irgend etwas scheint er zu suchen, sagt aber nicht was. Er fragt warum ich keinen Freistellungsauftrag meiner Bank
erteilt hatte, dies sei doch viel einfacher, da die Bank entsprechende Zinsen
und Steuern bucht. Der Grund ist einfach: Ich wollte mir das ständige Anpassen
der Freistellungssumme ersparen sobald sich Gesetze ändern. Zudem würde meine
Aufstellung noch umfangreicher für den Fall das der Freistellungsauftrag zu
knapp bemessen sei, und da abzusehen war, das die Zinsen weit über 12000,- Dm
liegen habe ich auf die Freistellungsaufträge verzichtet, alles versteuert, und
erwarte jetzt eine entsprechend hohe Erstattung incl. der in USA bescheinigten aber nicht gezahlten Steuern der Schwedenanleihe.
Plötzlich legt er das Gesetz zur Seite, packt meine Unterlagen zusammen und
sagt: dass ich keine Freistellungsaufträge erteilt hätte sei unglaubwürdig, ich
solle von den Banken Bestätigungen einholen, das keine Freistellung erteilt sei.
So würde er den Antrag nicht bearbeiten. Er würde den Antrag an seinen Kollegen
weitergeben, da er über Ostern für zwei Wochen in Urlaub fahre. Aller Protest
half nichts. Ich war sauer - er auch.
Sofort fuhr ich zur Commerzbank und bat um eine entsprechende Bescheinigung.
Solch eine Bescheinigung wollte noch nie jemand haben. Man tippte mir auf ein
Geschäftsbogen die entsprechende Bescheinigung und ich fuhr zur Sparkasse.
Hier wurde es etwas schwieriger. Es gibt nur Bescheinigungen über die Höhe des
erteilten Freistellungsauftrag. Wenn kein Freistellungsauftrag erteilt, gibt es
auch keine Bescheinigung. Meine Bitte nach einer Bescheinigung mit der Summe 0
konnte nicht entsprochen werden, da der Computer nur ausdruckt wenn die Summe
größer 0. Handschriftliche Bestätigungen darf die Dame im Service nicht
ausstellen, nur vorgedruckte Formulare. Also zu ihrem Vorgesetzten. Auch für ihn
war es eine Prämiere eine solche Bescheinigung zu schrieben.
Die Leonberger Bausparkasse konnte ebenfalls keine Bescheigung faxen oder
schicken. Also schrieb ich eine Versicherung, in der ich Herrn Müller mein
Ehrenwort gab, keine Freistellungsaufträge erteilt zu haben.
Wieder beim Finanzamt angekommen war der Schreck groß mich wieder zu sehen.
Ich sagte ihm, dass in der Commerzbank die Berater noch immer gekrümmt vor
Lachen unter dem Tisch liegen. In Zukunft müsse ich nur den Namen Müller erwähnen und das Gelächter beginnt von vorn.
Bei der Sparkasse hielt man es für einen Aprilscherz, aber auch dort wird man
sich in Zukunft an ihren Namen erinnern.
Er murmelte was von Missverständnis und er müsse sich ja Rückversichern.
Widerwillig nahm er sich erneut meine Unterlagen vor. Hakte ab, rechnete Summen
nach und war in die Zahlen vertieft. Plötzlich ein Lächeln: ich hätte ja
Honorarzahlungen für Vermögensverwaltung erhalten, damit sei er nicht zuständig,
sondern sein Kollege in Zimmer 512 für Gewerbetreibende.
Also wieder meine Unterlagen unter dem Arm und ab ins Zimmer 512.
Dieser Finanzbeamte sichtete die Unterlagen und kam zu dem Entschluß, dass die
Einkünfte aus Selbständiger Arbeit so gering seien, das keine Anlage GSE
auszufüllen sei, sondern man könne dies als Sonstige Erträge in der Anlage KSO
eintragen. Zudem sei der Bereich der KSO so komplex, das der Kollege Müller dafür zuständig sei. Also wieder zurück zu Herrn Müller.
Er telefonierte sofort mit seinem Kollegen und meinte dann es sei Auslegungssache wer für mich zuständig sei,
aber sein Kollege verfüge nicht über die Erfahrung die er im Bereich Kapitalerträge habe und sei auch nicht so umfangreich geschult wie er,
daher werde er mein Fall bearbeiten. (Du dummes Schwein).
Plötzlich fragte er warum ich verrechnete Stückzinsen in die Rubrik Werbekosten
eingetragen habe und nicht mit gezahlten Stückzinsen verrechnet habe. Das hatte
ich letztes Jahr gemacht und da sagte man mir ich dürfe nicht selbst aufrechnen,
sondern müsse gezahlte Stückzinsen und verrechnete Stückzinsen gesondert
eintragen und das Finanzamt verrechnet. Ja das war letztes Jahr so, dieses Jahr
ist es so, wie ich es fälschlicherweise letztes Jahr schon gemacht hätte.
Plötzlich wieder Gesetzesbücher.
Im Dezember habe ich Bundesanleihen gekauft, die im Januar Zinsen und Tilgung
zahlen. Also sind natürlich auch Zinsen für die Zeit von Januar bis Dezember an
den Verkäufer zu zahlen und diese sind natürlich mit den erhaltenen Zinsen zu
verrechnen bzw. in Abzug zu bringen. Faktisch sieht es dann so aus, das sich die
gesamten Zinserträge auf 11996,- Dm reduzieren und somit unterhalb des
Freibetrages liegen und steuerfrei sind.
Diese Tatsache, dass der ganze Bimbes jetzt auch noch steuerfrei sein soll, war
es wohl die ihn veranlaßte intensiv in den Gesetzen zu suchen die dieses
untersagen.
Er fand auch Gesetzestexte die sich gar nicht gut anhörten. Jedoch hatte ich
auch Gerichtsurteile in der Zeitschrift Capital gelesen die diese vorgehensweise
als steuerlichen Gestaltungsspielraum gelten lassen, denn es wird ja versteuert,
nur nicht jetzt, sondern vielleicht im nächsten Jahr.
Also sagte ich ihm, dass ich Klagen werde, sollte er mir irgend etwas streichen
und ich dadurch Kapitalerträge zu versteuern habe.
Er machte seinen Haken und meinte nach nunmehr 5 1/2 Stunden, dass er mir eine
neue Steuernummer gebe und ich im nächsten Jahr bei dem Kollegen der
Gewerbetreibende und Selbständige bearbeitet, geführt werde.

Noch Fragen ???

Meine neue Steuernummer hatte ich übrigens schneller als die Erstattung.

Liebe Grüße vom steuerfreiem Bimbes

Wer hat den ähnliches beim FA erlebt ?
Danke Bimbesverwalter für Deine herrliche Geschichte, wir haben Tränen gelacht.
Gut, daß Du mittlerweile auch darüber lachen kannst. Es war sicherlich sehr nervig.
Gruß Jane
@ bimbes

Hallo Deine Geschichte hat mir gefallen.
Meine lief etwas anders ab:
Kurz vor meinem 11. Geburtstag habe ich meine Eltern solange genervt, bis sie mir erlaubt haben Aktien zu kaufen (meine Eltern hatten mit Aktien nie was am Hut). Leider hat mein Taschengeld damals nur zu 5 Lufthansa Aktien gereicht. Nach einiger Zeit waren die Aktien um 10 DM gestiegen. Das hat mich so gefreut, daß ich gleich verkauft habe. Wenige Tage später hat dann Lufthansa zu einem ziemlichen Höhenflug angesetzt. Das war meine 1. Lektion: Gewinne laufen lassen. Das Lufthansa Geld habe ich dann in VW Aktien investiert, die sich dann prächtig entwickelt haben (ich habe auch lange genug gewartet). Ich habe dann auch noch ein paar weitere Werte gekauft.

Mit 17 war mir aber klar, daß ich mit meinem Taschengeld und dem Geld was ich durch Jobs verdiene nicht reich werden kann. Also habe ich es das erste Mal mit Optionen probiert.
BMW schien mir ein aussichtsreicher Weg: Leider stieg BMW erst wenige Tage nachdem der Verfalltag der Option war; meine Option war schlicht wertlos da verfallen und das wegen 10 Tagen !!!. Da war mir klar, daß man mit Optionen wenn überhaupt besser als Stillhalter Geld verdienen kann. Probleme formaler Art gab es nie, obwohl ich sicher bin, daß man mit 17 keine Boersentermingeschäftsfähigkeit kriegen kann - aber da hat sich die Raiffeisenbank auf dem Land vermutlich nicht ausgekannt und sie haben vermutlich aus Scham nicht nachgefragt.

Jedenfalls habe ich mich dann kräftig als Stillhalter betätigt, Calls und Puts. Ich hatte kaum Geld und deswegen waren das immer ungedeckte Calls bzw. Puts - vermutlich hätte die Bank den Verlust tragen müssen. Zum Glück ist alles gut gegangen und ich hatte mit 23 nach Lehre und Zivildienst genug Geld zusammen um mir ein angenehmes Studiendasein zu gönnen. Das Geld habe ich dann während des BWL Studiums verprasst. Danach habe ich 1 Jahr im öffentlichen Dienst gearbeitet. Da dort wenig zu tun war hatte ich viel Zeit und ich habe wieder mit dem Spekulieren angefangen. Aus ein paar Tausend Mark konnte ich mit Optionsscheinen etwa 70.000 Mark erwirtschaften (zum großen Teil Thyssen OS). Das Geld habe ich dann zusammen mit einem Freund in einen kleinen Buchladen investiert. Der lief nach 2-3 Jahren relativ gut, so daß ich wieder Zeit zum Spekulieren hatte.

Mit ein paar Tausend Mark habe ich 1996 / 1998 mit Deutsche Bank OS, Commerzbank OS, Metro OS und einigen anderen Werten etwa 250.000 DM erwirtschaftet. Einen Teil des Geldes habe ich in eine Internetfirma investiert (eine kleine GMBH und profitabel) an der ich auch heute noch beteiligt bin. Meinen Buchladenanteil habe ich letztes Jahr verkauft. Im September bin ich nach Thailand gezogen, wo ich jetzt mit meinem Freund lebe.

Mein (thailändischer) Freund hat dort einen Bauernhof etwa 25 km westlich von Bangkok. Mein Tagesrhythmus sieht jetzt so aus, daß ich gegen Mittag aufstehe, ein bischen Motorrad fahre, schwimmen gehe. Dann lese ich im Internet die Wirtschaftszeitungen, recherchiere die Optionspreise vom Vortag und bin dann bereit, wenn um 15 Uhr Ortszeit die deutsche Boerse öffnet. Im Prinzip will ich jetzt die gleiche Strategie wie Bimbes verfolgen, wobei ich etwas mehr Nervenkitzel brauche und auch noch meine Performance durch ungedeckte Calls aufbessere (ideal in Zeiten wie diese). Ich brauche etwa 2.000 DM im Monat und kann von diesem Geld in Thailand sehr sehr gut leben. Deutschland fehlt mir jetzt im Winter erstmal nicht - ich werde nur im Sommer wohl 2-3 Monate dort sein. Ich bin jetzt 36 Jahre alt.

Schoene Gruesse

Stefan
Was ich noch vergessen habe:

Einen FinanzPlan hatte ich nie; das hat immer so hingehauen und meine Transaktionen habe ich gut im Kopf. Meine Lebenshaltungskosten sind allerdings relativ gering, da ich z.B. nie ein Auto besass.
Hi Se2027,

dein Lebensweg beeindruckt mich sehr, super.
Leider bin ich noch nicht in der Lage, längere Sätze zu formulieren, müsste möregn wieder klappen.
Dann werde ich auch im optionsthread posten.

Grüße vom nüchtern werdenden Bimbes,
@Bimbes:
Du betrunken? Und dann noch um 18:44? Das erstaunt mich dann doch sehr...

Was ist nur mit den jungen Leuten los?

Ein ratloser

duessel, fast nüchtern
anscheinend hat der gute bimbes zu lange und zu doll sylvester gefeiert! :laugh: ;)
hallo 50-er,

da alles auf alan greenspan wartet, könnten wir uns ja mal die zeit mit einem erstklassigen thread versüssen...;)

es ist die FU-Geschichte unseres über einem jahrzehnt (mit der gleichen strategie) agierenden bimbesverwalter !

liebe grüsse

rolf
@Learner6

Habe ich richtig gelesen, dass Ihr - Carpediem und Du - Euch am 11.11.1978 kennen gelernt habt? An dem Tag haben mein Männe und ich uns um 11.11 Uhr verlobt!!! Ist doch auch Euer Verlobungs- und sogar Hochzeitstag?!

Wenn das obige stimmt, können wir uns in Zukunft an diesem Tag doch aus der Ferne immer zuprosten, weil wir so ein Glück haben, oder?!

Gruß
Dreierbande
hallo dreierbande,

ist doch klasse, das wir uns an unserem "besonderen" tag zuprosten können...;)

es stimmt:
am 11.11.78 habe ich zum ersten mal meine frau gesehen. seit dem sind wir zusammen.
am 11.11.82 haben wir uns verlobt..:)
am 11.11.86 haben wir geheiratet...:)

liebe grüsse

rolf
liebe w:o-mitarbeiter,


warum hat sich mein freund bimbes verdünnisiert???

ist er gesperrt???

oder habt ihr einen fehler im programm???

ute :confused:
HALLO!!!

gibt es hier noch 50er :look: ???

es geht immer noch um die frage:

warum ist bimbesverwalter nicht mehr fett


kann mir das jemand beantworten?

danke.

ute
hallo ute,

vielleicht hat er abgenommen :laugh: :laugh: , ne, im ernst, habe keine ahnung warum.

gruss eschi - der noch hier ist
Liebes WO,

ich möchte auch, dass Bimbesverwalter wieder Fett auf die Rippen bekommt - und wir vielleicht eine Erklärung, warum die Verdünnisierung stattfand, nech, Triuls?

Gruß
Dreierbande
Ute,
woher weist du, dass bimbes nicht mehr fett ist?

gruss

duessel
duessel,

sieht er nicht ein wenig mager aus?
all,

hab nochmals einen sehtest gemacht, bimbes ist ganz klar abgemagert.

habe heute früh bereits eine boardmail an th.leber gesandt mit der bitte um kalorienreiche bimbeskost :).

vermutlich hat sich ein klitzekleiner fehler eingeschlichen :eek:.

sollte ich jemals abnehmen :look:, dann bitte ich schon heute um eure hilfe :lick: :laugh:, nicht dass ich hier plötzlich magersüchtig werde und elendig zugrunde gehe :D..


eschi + dreierbande, schön, dass ihr auch da seid :).

liebe grüße
ute
ute :kiss:

die von w:o haben gesagt, ich müsse mich für eine id entscheiden.

gruß penny - ohne bimbes :cool:
penny :),

alles was recht ist...:laugh:...er ist ein wenig größer als du und er ist verheiratet und er hat ein womo...und ...und...und

du bist bei der w:o-polizei, also musst du wissen, warum man ihn verhaftet hat...raus mir der sprache :D ;)...



lieber bimbes,

mail mich an :)...meld dich unter bimbesderwahre neu an, damit du wieder fett wirst ;)...soll ich dir was zu futtern schicken :)...mein kühlschrank ist voll...

ute :)
ute :kiss:

werde mich mal fragen woran das liegt.

vielleicht weiß die waage eine antwort, ... oder der spiegel, ... oder ...

möglicherweise melde ich mich unter bimbes neu an.
meinst du, das merkt jemand :laugh:

gruß penny - einmalig :cool:
Freiheit für Bimbesverwalter

Hallo W.O.

Nun seid mal locker und entsperrt den Bimbes wieder. Überhaupt solltet ihr viel lockerer und vor allem gerechter werden! Es gibt und gab wesentlich schlimmere Fälle, die wurden entweder überhaupt nicht ge- aber auf jeden Fall wieder entsperrt :D

Bimbes hat hier nie ein schlechtes Wort verloren, war immer seriös und sehr informativ. Außerdem wird er von vielen persönlich geschätzt.

Auch ich schätze ihn sehr, ohne ihn persönlich zu kennen!

Deshalb entsperrt ihn wieder, ohne viel Aufsehen zu machen, Freiheit für Bimbes!


Vielen Dank.


gruss
shakes
shakes,
biste wohlreingefallen,... ins Sommerloch.
Der "fette" Bimbes hatte sich doch vor ein paar Tagen im Board gemeldet.
st wohl ein falsch gesetztes Flag in irgend einer Kiste bei WO, die sich nur auf diesen thread bezieht.

Gruß
Forticus der auch nicht gerade dünn ist
nun gut forticus!

er ist wieder fett.

was ist eigentlich finanzelle unabhängigkeit und wie wird sie definiert?


gruss
shakes
nun ja, es geht doch :)...

also wieder einen gut genährten bimbes...

ute :)
Liebe 50er,

danke für euren Einsatz beim W:o-team und meine Entsperrung.

Vor ein paar Tagen wollte ich im Optionsthread posten, aber mein Eingabefeld hatte kein Textfeld.
Mein erster Gedanke war, Wallstreet hat kein Geld mehr und möchten auf geschickte Weise ihre User los werden.
Zweiter Gedanke: ein Softwareproblem bei W.o
Dritter Gedanke: ich bin zu doof und habe vergessen wie man es richtig macht. Vielleicht am Vorabend zuviel Rotwein.

Ich entschied, dass der dritte Gedanke wohl der Richtige sei und wollte es einige Zeit später nochmals versuchen.
Erst als Learner6 mich telefonisch fragte, warum ich gesperrt sei, kam der Gedanke, dass jemand anderes zuviel wein getrunken hat.

Meine Witze waren nicht die Feinsten und zickige Emanzen hätten sicher einer Sperrung zugestimmt.
Ich habe gepostet, das ich die Commerzbank für kaufenswert halte, aber Breuer von der deutschen Bank hat die Commerzbank viel mehr gepusht.

Egal, ist jetzt Geschichte

Grüße vom Bimbes, der nach wie vor an Bayer, Commerzbank, Degussa, MAN und Thyssen festhält
hallo bimbes, du nachtschwärmer,

schön, das du wieder fett bist ...;)

es war überhaupt kein problem dich entsperren zu lassen.
ich habe mir gar nicht großartig erklärungen anhören müssen, weil ich daniel balke sofort erklärte, das er dich entsperren möchte, da es sich bei dir nur um ein versehen handeln kann !!!

commerzbank hin, breuer her. es war ein mehr als peinliches versehen ...

liebe grüsse

rolf, der lange zeit nur bahnhof verstand, als es hies du hättest "abgenommen...
hallo bimbes,

mail funktioniert wieder. schaue doch bitte mal in deine wo-mail-box...

liebe grüsse

rolf
@ll

Wer wurde eigentlich ausser mir & bimbesverwalter mal gesperrt ????

Olsi
...wenn es ein paar Meinungen dazu gibt, dann mache ich mal einen extra thread auf :

"Was machen wenn man gesperrt wurde!"

Hilfen, Tips und Kontakte...

Olsi
Wenn man gerade davon spricht...

Ich wollte gerade etwas in einem Thread posten
(Thread : kennt ihr noch andere Boardlinks)
da kommt auf einmal :"sie sind nicht berechtigt in diesem forum zu posten":eek:
Schreck, ich dachte ich sei gesperrt ;)
Aber der Thread wurde gesperrt....

Olsi
...100 hams angeschaut, aber keiner hat was gepostet ;)

Olsi
hi olsi,

du warst schon gesperrt ?? wie den das ?

lg manfred :)
also das 1.mal weil ich mich 7 mal angemdelt hatte
und das 2. mal gab es ein techn. problem ????

-warte mal, ich wurde nochmal später gesperrt...aus versehen (verwechslung)
-einmal hat mich auch jemand angeschwärzt...dann in einer meiner vorigen nics wegen spamming...;)

...aber der herzensgute Daniel:kiss: hat sich scheinbar für mich eingestezt :)

Olsi
morgen olsi :),


bimbes sperrung war ein versehen von w:o...


liebe grüße
ute :)
guten morgen liebe 50-er auf dem weg zur fu...;)

olsi. da hast du ein interessanten thread aus der versenkung geholt. leider ist unser sympathischer, hilfsbereiter 50-er fu-ler bimbes zur zeit "50-er mässig" etwas untergetaucht, aber das thema ansich ist ja interessant.

wie sieht denn dein weg zur fu aus ?

hier noch mal als einstieg das erste posting:

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

eigentlich gibt es ja schon den passenden Thread, aber dort sind viele Komentare, die man als Neuling nicht versteht. Ich beginne mit meinem Weg in die Fu und hoffe, das hier noch viele folgen.

Ich war 20 Jahre alt und studierte BWL. In einer Vorlesung zur Finanzmathematik rechnete ich "spaßeshalber" mal aus, wieviel man monatlich sparen müsse, um soviel Kapital zu haben, dass man von den Erträgen nach 20 Jahren leben kann.
Ich ging damals von einem sparsamen Leben als Student aus und kam auf einen Betrag, der gar nicht so hoch war.
Der Gedanke war geboren und lies mich nicht mehr los. Weitere Berechnungen wurden angestellt und verfeinert bis ich schließlich überzeugt war man kann die FU vielleicht nicht in 20 aber innerhalb 25 Jahren schaffen und 750.000,- DM anhäufen. Ich rechnete mit ca. 8% Ertrag p.Anno und 2,5 % Inflation.
In den nächsten Wochen besuchte ich nur noch Vorlesungen und Übungen über Finanzmathematik, Börsenwesen, Steuerrecht, Unternehmenrechnung etc. auch von höheren Semester. Vorlesungen wie Produktion, Marketing, Personalwesen etc. wurden gestrichen. Die Vorlesung Börsenwesen fazinierte mich und ich glaubte immer fester daran, das es möglich ist mit 40 unabhängig zu sein.
Um Kapitalerträge zu erzielen ist natürlich Kapital notwendig, aber das hatte ich nicht und auch nicht in Aussicht (keine vermögenden Eltern oder Erbschaften etc.), also blieb nur arbeiten übrig.
Ich begann Nachtschichten in einer Stanzerei und geizte noch mehr mit meinen Ausgaben. Meine Freundin (heutige Frau) war aus der Familie die einzige die meinen Willen zur FU nachvollzog und meinen Schritt, dass Studium abzubrechen und einen Hilfsarbeiterjob zu machen verstand und mich unterstütze. Meine Eltern hatten gar kein Verständnis und entzogen jegliche Unterstützung. Jeder sagte mir, mit Arbeit ist noch niemand reich geworden und stempelte mich als Spinner ab mit Hilfsarbeiten Millionär werden zu wollen.
Ich arbeitete weiter als Hilfsarbeiter in der Stanzerei, fuhr Nachts Zeitungen aus und reinigte am Wochenende bei einer Reinigungsfirma Maschinen und Werkshallen.
Das Geld legte ich in Aktien an, mit durchschnittlichem Erfolg. Wenn die Börse lief, lief auch mein Depot, brach die Börse zusammen war ich mit dabei.

1987 machte ich mein erstes Geschäft mit Optionen. Ich verkaufte einen Put auf Hoesch. (Damals war ein Kontrakt noch 50 Aktien) wobei die Schwierigkeit darin bestand, eine Bank zu finden, die dieses Geschäft mit einem Hilfsarbeiter macht, denn es gab noch keine Eurex und auch den vorläufer DTB gab es noch nicht. Jedes Geschäft bedeutete eine irrsinnige Prozedur mit Unterschriften und Absegung vom Vorstand usw.
Die Geschäfte entwickelten sich sehr gut und ich entwickelte eine Strategie mit Optionen, die ich bis heute verfolge.
Ich verkaufe auf Aktien mit günstigem KGV und guter Dividendenrendite Puts und auf die Aktien im Depot entsprechend calls.

1989 im Alter von 23 Jahren waren die ersten 100.000,- DM auf dem Konto und mein Finanzplan weit übertroffen. Es war abzusehen das es keine 20 Jahre dauern wird bis das Ziel erreicht ist.
Im Alter von 30 Jahren hätten wir von den Erträgen leben können, aber ich hatte immer noch Angst das es eventuell doch zu wenig sei und machte weiter.
Mit 33 Jahren habe ich dann endgültig alle Jobs gekündigt und lebe jetzt seit 2 Jahren als Privatier.

Im Nachhinein kann ich folgende Tipps geben:

- Mit Arbeit ist noch niemand reich geworden, aber es ist der Grundstein des Reichtums.
- Besonders in der Anfangszeit sparen wo es nur geht und Nebenjobs suchen.
- Sich nicht von Freunden beeinflussen lassen und zu Ausgaben (neue Autos etc.) bewegen lassen
- einen genauen Finanz- und Sparplan erstellen.

Wer mehr erfahren will kann sich ja mal melden.


So, laßt euch nicht unterkriegen - von der Börse schon gar nicht - und zieht das Ding durch.

Viele Grüße Euer Bimbesverwalter.
xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

liebe grüsse

rolf
@Ute & Rolf

Bimbes Geschichte klingt wie ein HollywoodFILM mit HappyEnd :)

...das es soetwas auch in echt gibt...
Olsi
hallo olsi;)

du hättest damals mal bei dem ersten stammtisch mit unserem freund bimbes dabei sein sollen...

als er seine lebensgeschichte erzählte war es mucksmäuschenstill (was selten bei den 50-er vorkommt...;)

liebe grüsse

rolf
guten morgen zusammen :),


hi olsi :),

es gibt dinge, die kann man kaum glauben...das gebe ich gerne zu...vielleicht nur, weil manche leute nicht tolerant genug sind, dinge anzunehmen, die sie nicht begreifen können...;)...wäre auf jeden fall eine verfilmung wert...ich hoffe, er schreibt zumindest eine autobiografie...und diese wird dann unterrichtsgegenstand an allen schulen ;)...



liebe grüße an bimbes :)...ein super netter 50er.



ute :)
hallo liebe 50-er;)

damit wir unseren bimbesverwalter wieder aus der (hoffentlich) vorrübergehenden abstinenz befreien, hier sein erstklassiges, informatives und persönliches eingangsposting wie er es geschafft hat !

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx
eigentlich gibt es ja schon den passenden Thread, aber dort sind viele Komentare, die man als Neuling nicht versteht. Ich beginne mit meinem Weg in die Fu und hoffe, das hier noch viele folgen.

Ich war 20 Jahre alt und studierte BWL. In einer Vorlesung zur Finanzmathematik rechnete ich "spaßeshalber" mal aus, wieviel man monatlich sparen müsse, um soviel Kapital zu haben, dass man von den Erträgen nach 20 Jahren leben kann.
Ich ging damals von einem sparsamen Leben als Student aus und kam auf einen Betrag, der gar nicht so hoch war.
Der Gedanke war geboren und lies mich nicht mehr los. Weitere Berechnungen wurden angestellt und verfeinert bis ich schließlich überzeugt war man kann die FU vielleicht nicht in 20 aber innerhalb 25 Jahren schaffen und 750.000,- DM anhäufen. Ich rechnete mit ca. 8% Ertrag p.Anno und 2,5 % Inflation.
In den nächsten Wochen besuchte ich nur noch Vorlesungen und Übungen über Finanzmathematik, Börsenwesen, Steuerrecht, Unternehmenrechnung etc. auch von höheren Semester. Vorlesungen wie Produktion, Marketing, Personalwesen etc. wurden gestrichen. Die Vorlesung Börsenwesen fazinierte mich und ich glaubte immer fester daran, das es möglich ist mit 40 unabhängig zu sein.
Um Kapitalerträge zu erzielen ist natürlich Kapital notwendig, aber das hatte ich nicht und auch nicht in Aussicht (keine vermögenden Eltern oder Erbschaften etc.), also blieb nur arbeiten übrig.
Ich begann Nachtschichten in einer Stanzerei und geizte noch mehr mit meinen Ausgaben. Meine Freundin (heutige Frau) war aus der Familie die einzige die meinen Willen zur FU nachvollzog und meinen Schritt, dass Studium abzubrechen und einen Hilfsarbeiterjob zu machen verstand und mich unterstütze. Meine Eltern hatten gar kein Verständnis und entzogen jegliche Unterstützung. Jeder sagte mir, mit Arbeit ist noch niemand reich geworden und stempelte mich als Spinner ab mit Hilfsarbeiten Millionär werden zu wollen.
Ich arbeitete weiter als Hilfsarbeiter in der Stanzerei, fuhr Nachts Zeitungen aus und reinigte am Wochenende bei einer Reinigungsfirma Maschinen und Werkshallen.
Das Geld legte ich in Aktien an, mit durchschnittlichem Erfolg. Wenn die Börse lief, lief auch mein Depot, brach die Börse zusammen war ich mit dabei.

1987 machte ich mein erstes Geschäft mit Optionen. Ich verkaufte einen Put auf Hoesch. (Damals war ein Kontrakt noch 50 Aktien) wobei die Schwierigkeit darin bestand, eine Bank zu finden, die dieses Geschäft mit einem Hilfsarbeiter macht, denn es gab noch keine Eurex und auch den vorläufer DTB gab es noch nicht. Jedes Geschäft bedeutete eine irrsinnige Prozedur mit Unterschriften und Absegung vom Vorstand usw.
Die Geschäfte entwickelten sich sehr gut und ich entwickelte eine Strategie mit Optionen, die ich bis heute verfolge.
Ich verkaufe auf Aktien mit günstigem KGV und guter Dividendenrendite Puts und auf die Aktien im Depot entsprechend calls.

1989 im Alter von 23 Jahren waren die ersten 100.000,- DM auf dem Konto und mein Finanzplan weit übertroffen. Es war abzusehen das es keine 20 Jahre dauern wird bis das Ziel erreicht ist.
Im Alter von 30 Jahren hätten wir von den Erträgen leben können, aber ich hatte immer noch Angst das es eventuell doch zu wenig sei und machte weiter.
Mit 33 Jahren habe ich dann endgültig alle Jobs gekündigt und lebe jetzt seit 2 Jahren als Privatier.

Im Nachhinein kann ich folgende Tipps geben:

- Mit Arbeit ist noch niemand reich geworden, aber es ist der Grundstein des Reichtums.
- Besonders in der Anfangszeit sparen wo es nur geht und Nebenjobs suchen.
- Sich nicht von Freunden beeinflussen lassen und zu Ausgaben (neue Autos etc.) bewegen lassen
- einen genauen Finanz- und Sparplan erstellen.

Wer mehr erfahren will kann sich ja mal melden.


So, laßt euch nicht unterkriegen - von der Börse schon gar nicht - und zieht das Ding durch.

Viele Grüße Euer Bimbesverwalter.
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bimbes: wo bist du ? du fehlst uns sehr...

liebe grüsse

rolf, der jetzt ins bett geht...
Liebe 50 - iger !

mit welchen Programmen arbeitet eigentlich ein erfolgreicher 50 - iger,
was fuer ein aktien - bzw. aktienfondsverwaltungsprogramm?
was fuer ein Steuerprogramm, gibt es ggfls. ein solches, mit dem ich jederzeit meine zu erwartende einkommenssteuer errechnen kann ?
ich bin dankbar fuer jeden auch konkreten hinweis auf konkrete Programme, die auch fuer jdn mit wenig steuerlichem wissen anwendbar sind.
vielen dank !
curacanne
kan bimbes schon a bisserl verstehen, warum er sich nicht mehr meldet. ist nicht immer lustig, über`s internet über geld zu quatschen.

ich nenne längst keine summmen mehr, und das ist auch gut so :laugh:

gut, ja, es gäbe auch andere themen....wie neueste rezepte oder wohnmobiltouren....;)

werde ihm mal mailen, hätte ihn schon mal gerne getroffen, komme schliesslich gleich zweimal in die region die nächsten wochen.

schau mer mal.


gruss
shakes
curi,

falscher thread :D

dennoch, ich nutze steuertips pc von der akademischen arbeitsgemeinschaft. natürlich von der steuer absetzbar :laugh:

gruß penny - thread mißbrauchend :cool:
Soweit ich weiß macht Bimbes einen längeren Urlaub.
Servus Stefan,

schon lange nix von Dir gehört, wo steckst Du eigentlich immer? Urlaub?

Gruß

Bilsenkraut
gute morgen stefan;)

ich schliesse mich bilse an und habe schon befürchtet du wärst verschollen...;)

übrigens vergesse nicht rechtzeitig einen knopf in dein taschentuch zu machen für das 2. interantionale grillfest im sommer (du hast ja schon 50-er grillerfahrung..), wo unser bimbesverwalter (DER wo-mo freak schlechthin bei den 50-er) bstimmt wieder auftaucht.

wie hält er das nur so lange aus OHNE die 50-er ?!
ist mir echt ein rätsel....;)

liebe grüsse

rolf, der hoffentlich mit bilse, bimbes und stefan gemeinsam auf dem grillfest gemütlich bei einem bier und würstchen das 50-er leben so richtig in vollen zügen geniest..;)
Hallo Learner

ich bin nicht verschollen, war die ganze Zeit zu Hause in Bangkok - außer mal für ein paar Tage in Saigon und Manila auch sehr schön. Wenn mir Thailand mal nicht mehr gefällt ist Manila eine Alternative.

Bei den Stillhaltern poste ich momentan nicht, weil mir die Optionsprämien zu niedrig sind. Momentan bin ich vor allem in kleinere Valuewerte investiert - das hatte ich auch vor ein paar Monaten geschrieben. Bei den Werten passiert aber kaum was, so daß es nichts zu posten gibt.

Zum Grillfest komme ich gerne - wann ist es denn ?

Zum Novembertreffen nach Berlin kann ich leider aufgrund der klimatischen Verhältnisse in Mitteleuropa nicht kommen. Nach mittlerweile 2 Jahren Thailand traue ich mich nur noch im Sommer nach Deutschland. Abgesehen davon, daß ich gar keine Winterkleidung mehr habe. :)
hi stefan :)...

die berliner werde dir bestimmt ein paar klamotten beschaffen :laugh:...sei kein frosch...wenn du kommst, komme ich auch :D...

ute :)
hallo stefan;)

das grillfest ist ...:

"NRW: fr/sa 12 und 13. juli findet unser 2. internationales grillfest in köln statt
Organisation: supermausi"

übrigens ist es deshalb international, wei DU dabei bist. ist doch klasse...;)

ute hat es ja schon gesagt, auf einem INTERNATIONALEN JAHRESTREFFEN dürfen unsere thailändischen 50-er auf gar keinen fall fehlen.

also du "frostbeule": nicht kneifen!!. wir sind meistens eh in gebäuden...ute kommt auch auf jeden fall... und ulrike mit fragezeichen...dafür sind die nrw wieder voll (hicks;) vertreten..

liebe grüsse

rolf, der es KLASSE findet das du zum grillfest kommst...
...im juli ist die "glückliche familienpackung---blieni´s" komplett in deutscheland...da müsste man mal überlegen :rolleyes:

blieni..mit grillanzünder :)

hallo steffan

schade , mit dem november...und wenn wir beim rotenkreuz mal nach winterlkleidung für dich fragen :laugh:

sonnige grüße
blieni
Schönes Ziel, nach wie vor, die FU. Ich bin jedoch der Meinung, dass die FU niemals erreichbar ist. Wie hoch sollte dieser Betrag denn bitteschön sein. Und egal wie hoch der Betrag auch ist, wäre damit wirkliche FU erreicht?


Auf Eure Meinungen bin ich gespannt.

Gruß F 50!
hallo f50;)

finanzielle unabhängigkeit spielt sich meines erachtens ERSTMAL (unabhängig vom finanziellen) im kopf ab...

allein die definition der fu ist eine individuelle sache.
für mich (wie für einige andere 50-er auch, die damals dies in der intensiven grundsatzdiskussion gepostet haben) besteht dann eine FU, wenn ich meinen JETZIGEN LEBENSSTANDARD halten kann OHNE arbeiten gehen zu MÜSSEN !

jetzt beginnt erst die rechnerei !

wie hoch ist mein lebensstandard ?
was fällt mit eintritt der fu an kosten weg (kinderaufwendungen, hausdarlehen etc.), was kommt neu hinzu (erhöhte reisekosten).
mit welchen inflationsraten muss ich ab gewünschten fu-eintritt rechnen.

ich glaube es gibt keinen vernünftigen EINHEITS-FU-BETRAG, der für alle 50-er gültigkeit hat, weil wir in unterschiedlichen (familien-) konstellationen leben mit unterschiedlichen ansprüchen.

mein eigentlicher beweggrund FU zu werden, ist ein ganz anderer. ich möchte nämlich ZEITLICH UNABHÄNGIG sein !
und das geht leider nur mit dem nötigen kleingeld...;)

warum bist du der meinung das du die fu niemals erreichen wirst ?

wie ist deine persönliche definition von fu ?

wie hoch ist für DICH dein individueller betrag, den du brauchst um nach deiner DEFINITION FU zu sein ?

da momentan hier etwas tote hose herrscht, finde ich eine erneute diskussion über unser gemeinsames 50-er ziel gut. danke das du die diskussion eröffnest hast;)

liebe grüsse

rolf
Hallo Learner6,

genau das ist das Problem:

Finanzielle unabhängigkeit spielt sich auch meines erachtens ERSTMAL (unabhängig vom finanziellen) im kopf ab.

D.h. im Grunde wäre man finanziell und zeitlich unabhängig, wenn die gleiche Summe, die jetzt mit irgendeiner zeitaufwendigen Arbeit erwirtschaftet wird, zur Verfügung stehen würde, ohne dieser Arbeit nachzugehen.

Durch die Börse macht man sich jedoch erstmal stärker finanziell und zeitlich abhängig. Dabei haben vermutlich viele zunächst in den letzten zwei Jahren den Abstand zu ihrer anvisierten FU vergrößert und sind vielleicht tiefer in Richtung FA (Finanzielle Abhängigkeit) geschlittert.

Angenommen ich hätte, den für meine individuell errechnete FU ermittelten Betrag heute zur Verfügung. Dann würde ich mich trotzdem ständig in einer starken marktbedingten finanziellen Abhängigkeit befinden, da ich plötzlich am Markt auftretende Ereignisse nicht beeinflußen kann, diese aber meine FU gefährden könnten. Somit wäre ich wieder in der ungeliebten FA, hätte aber ständig die Zeit mir Gedanken zu machen, wie ich die FU erhalten kann.

Es scheint ein Teufelskreis zu sein.

Im Kopf wird man m.E. so gut wie kaum FU, es sei denn man war noch nie FA, wie z.B. Diogenes!?


Viele Grüsse F 50!
Hi,

F 50, finanzielle Unabhängigkeit ist für mich schon erreicht, wenn ich nicht mehr zu jedem "Scheiß" Ja und Amen sagen muss, ob ich dabei arbeite oder nicht, spielt mittlerweile nur noch eine sekundäre Rolle, Hauptsache, daß Leben bringt Spaß, irgendwann stellt wohl jede/r einmal fest, daß wir Menschen keine vollkommene Freiheit erreichen können, sondern Kompromisse in der Realität eingehen, mit denen wir glücklich sein können, je weniger dein Ego diese Situationen bestimmt, um so leichter sollte es Dir fallen.
Ob Du viel Geld gewinnst oder viel Geld verlierst, entscheidend ist, wie der/die einzelne damit umgeht, sich immer wieder auf die neuen Realitäten einstellen können, das ist für mich FU.

gruss ekonti:)
hallo f50;)

"Durch die Börse macht man sich jedoch erstmal stärker finanziell und zeitlich abhängig."
finanziell NEIN,
da ich BEWUSST von anfang an nur geld einsetze das ich zusätzlich zu dem notgroschen, neben den sonstigen rücklagen etc. erwirtschafte...
zeitlich JA
hier habe ich noch nicht das richtige mass für mich gefunden, da börse mittlerweile mein hobbie ist...

" Dabei haben vermutlich viele zunächst in den letzten zwei Jahren den Abstand zu ihrer anvisierten FU vergrößert"
JA

"und sind vielleicht tiefer in Richtung FA (Finanzielle Abhängigkeit) geschlittert."
NEIN, siehe oben

"Angenommen ich hätte, den für meine individuell errechnete FU ermittelten Betrag heute zur Verfügung. Dann würde ich mich trotzdem ständig in einer starken marktbedingten finanziellen Abhängigkeit befinden, da ich plötzlich am Markt auftretende Ereignisse nicht beeinflußen kann, diese aber meine FU gefährden könnten. Somit wäre ich wieder in der ungeliebten FA, hätte aber ständig die Zeit mir Gedanken zu machen, wie ich die FU erhalten kann."
die gefahr besteht, weshalb ich persönlich versuchen möchte, je nach kapitalphase (aufbauphase, basiskapital vorhanden, fu) das risiko zu minimieren. ich weis "leichter gesagt als getan". wenn ich fu wäre, würde ich auf JEDEN fall (nach derzeitigem kenntnisstand) eine strategie verfolgen die (relativ) risikolos ist. da mache ich mir aber heute noch keine gedanken...


liebe grüsse

rolf
Hi zusammen,
habe gerade ein recht langes Posting geschrieben. Ist aber nicht angekommen. Entweder komme ich mit der Technik nicht mehr zu recht, weil inzwischen verblödet, oder das posting kommt später aus den weiten des Netzes zurück.

Sonst schreibe ich es später nochmal.

Grüße vom Bimbes
hallelujah bimbesverwalter !!!!

es tut so unwahrscheinlich gut mal wieder was von dir zu lesen...

schau doch bitte mal in den termine-thread rein. GRILLFEST im juli.. weltpremiere in dortmund...im september haben wir unsere erste valuerunde...

mensch bimbes: ich freue mich, das du wieder zurück bist;););)

ganz ganz liebe grüsse ins 50-er bimbeskalische land

rolf
So, nochmal:

Vor 8 Monaten fuhr ich mit einem Freund nach Algerien und Niger. Seitdem war ich verschollen. Aus folgendem Grund:
Nach der Reise besuchte ich einen Freund der als Sozialarbeiter Suchtkranke betreut.
Dieser meinte, bei mir eine Internetsucht fest zu stellen.
nun war ich zwar wirklich viel im Internet, empfand das aber nicht als Sucht.
Meine Freund meinte, alles worauf man nicht von sofort an für mindestens 6 Monate völlig verzichten kann, sei Sucht.
Habe da etwas drüber nachgedacht und vielleicht hat er ja recht. Hier mal chatten, dort ständig im Globetrotterforum, zwischendurch hier bei Wallstreet und natürlich auch hier und da mal nach Aktienanalysen gesehen.
Um es kurz zu machen. Ich war ein halbes Jahr nicht im Internet (email ausgenommen), aber das ist jetzt vorbei.
Werde jetzt das Internet gezielter nutzen, meine online Zeit deutlich reduzieren, denn wozu ist man finanziell unabhängig wenn man sich in der dadurch gewonnenen Zeit wieder abhänig macht ?

Grüße vom Bimbes, der nicht mehr ganz so oft postet wie früher.
Naja, ich könnte auch keine 6 Monate Leben ohne eine einzige Zeitung zu lesen - glaube aber nicht deswegen in Behandlung zu müssen...da fallen mir noch einige schlechte Beispiele ein, aber was solls...

Was ich sagen will - Internetsucht gibts, ist glaube ich aber etwas extremer als wir das hier praktizieren (vor allem Chaträume sollen da Beispiele sein)

See ya
Christian
klar, ich war nicht internetsüchtig.
Letztendlich ging es nur um die Frage, kann ich 6 mOnate drauf verzichten oder nicht.
Ich sagte ich kanns, und mein Freund meinte, ich könne es nicht.
Also, habe ich es ihm bewiesen.
Grüße vom Bimbes
@bimbes, na hauptsache du bist wieder da :)

->wie siehts mit nem posting im thread :

http://www.wallstreet-online.de/ws/community/board/threadpag…

aus ;)?

gruß,
Olsi
hallo bimbes,

kann aus persönlicher erfahrung bestätigen, das es internetsucht gibt...;););)

liebe grüsse

rolf, der keine entzugserscheinungen mehr hat, wenn er mal einen tag nicht im 50-er club-forum ist...;)
hi bimbes :) :)...


welche freude :laugh:...tja...sucht :D...ne, wir frönen keiner sucht, nur freundschaften ;)...

schön, dass du wieder da bist :)...

:kiss: ute
guten morgen, 50er folks.

ich habe das klassenziel erreicht und möchte mich nun etwas zurückziehen, mich auch bei euch auf diesem weg für eure gesellige "virtuelle runde" bedanken. aber der reihe nach....

lockbucheintrag: wir schreiben das jahr 2002, es ist herbst, ein goldener oktober steht vor der tür, aber es wird ein kalter winter werden. :eek:

die abende werden länger und dunkler, die resignation aufgrund der internationalen börsenlage immer grösser, börsenforen wie dieses hier - was wohl einen zusammenhang hat - immer leerer....und dennoch, wie bei den galliern...ein paar wenige von euch sind geblieben, die einfach spass haben am täglichen oder wöchtentlichen kommunizieren :)

ich habe nun, dax 2002 sei dank, mein finanzielles ziel - meine persönliche fu - erreicht und werde daher nächste woche - erstmal - meine börsentätigkeit beenden.

meine "börsengeschichte" lässt sich schnell zusammenfassen:

angetreten im januar 1998 mit ca. 3.000 mark kapital hatte ich das grosse glück, die idiotensichere zeit der calloptionsscheine auf daxtitel sowie nebenbei die neuenmarkt-euphorie in vollen zügen ausnutzen zu können, dieses umfeld war schuld daran, dass mein vermögen bis ende 2000 beträchtlich stieg, ich konnte da gar nicht viel falsch machen, die bullen waren stets mit mir.

so entschied ich mich bereits im august 1998, nach ca. 6 monaten des erfolgreichen tradings, mit meinem job aufzuhören, kündigte daher und fortan war ich nur noch am traden. was meine geschäftskollegen dachten, sagten, meine freunde, meine lebenspartnerin....nun, das würde ein buch füllen, lassen wird das mal lieber...meine entscheidung war endgültig und rückblickend goldrichtig.

ich ging dann erstmal 2 monate in die usa, urlauben, und hatte dabei auch noch riesenschwein.
der börsenabsturz ging völlig an mir vorbei, hielt zu dieser zeit selbstverständlich 100% cash und kam dann aber rechtzeitig zur nächsten euphorie-welle, welche 2 jahre weiter gehen sollte, zurück. (von irgendwelchen put-strategien hielt ich zu dieser zeit gar nichts, kannte ich auch nicht, und hätte daher erheblich an geld eingebüsst.)

weiter ging die zeit der nm-aktien und call scheine....es kamen stetige gewinne dazu, später dann, im jahre 2000, auch aus dem biotechsektor, bis ich dann endlich ziemlich hart auf die schnauze flog.

ich brauchte lange zeit, bis ich einsah, dass weder biotech mir den nötigen erfolg bringen würde und meine calloptionsschein-strategie einfach nicht mehr funktioniert, also scheine auf aktien kaufen und einfach ein paar tage warten, bis 20 oder 30% gewinne realisiert waren, das funktionierte nicht mehr.

ein sechstelliger dm-verlust bis märz 2001, welcher innerhalb von 3 monaten aufgelaufen war, zwang mich zur besinnung und neuorientierung, hätte ich so weiter gemacht wie bisher, wäre ich heute pleite.

natürlich war mein weiterer weg weiter von fehlentscheidungen (?!) geprägt, aber nun nicht mehr so gravierend wie diese wenigen wochen, die mir sehr weh taten.

ich fing mit dem daytraden an und konzentrierte mich nur noch auf den dax, call-und vorallem putoptionsscheine zack rein, zack raus bestimmten nun mein tägliches tun, je volatiler der dax, desto leichter war es, gewinne einzufahren, der dax tat und tut mir ja den gefallen noch bis heute.

so beschloss ich, den grossteil der auflaufenden gewinne weiterhin via "cost-average" verfahren in die fonds zu stecken, welche aber immer nur eine richtung kannten, in den süden. :rolleyes:

so ging`s erstmal weiter bis zum frühjahr 2002. dann der wechsel von call/putscheinen hin zu turboscheinen, was nun geschah, verstehe ich bis heute noch nicht so ganz.

dank eines fast schon beänstigt starken anstieges der volatiltiät im dax war es mir möglich, weit mehr zuzulegen als die monate und jahre vorher, ich konnte innerhalb der letzten vier monate die schwankungen, wohin sie auch gingen, stark ausnutzen und das sorgte natürlich für einen riesenschub, schneller als ich jemals davon geträumt hätte.

auf der anderen seite die weiter fallenden fonds, ich wollte dem nicht mehr tatenlos zusehen. so stoppte ich erst meine fondssparpläne, entschied ich mich schliesslich....leider viel zu spät, alles zu verkaufen und in cash zu gehen. ich hatte einfach keine lust mehr nur via "cost average" ständig verbilligen zu dürfen, auch haben sich meine langfristigen ansichten dahingehend verändert, dass für mich nun sicherheit absolute priorität hat im depot.

daher werde ich auch rund 90% meines geldes im frühjahr neu und "idotensicher" anlegen. warum ich nun mit dem zocken aufhöre? mir reicht`s, in jeder hinsicht. geld ist nicht alles im leben, das was ich erreicht habe, ermöglicht mir ein sorgenfreies leben, wenigstens von den finanzen her, sicher ein nicht zu bestreitendes gutes gefühl, also, was will ich auf im hinblick auf die finanzen denn mehr?

ganz aufhören tue ich ja nicht, ab januar werde ich mich als freizeitspass-zocker versuchen, mal sehen, was daraus wird ;)

nun bin ich erstmal müde nach rund fünf jahren des tradens, müde des ständigen online sein`s, auf der anderen seite hoffnungsvoll und erleichtert, ab anfang 2003 wieder arbeiten zu dürfen, ich habe ja eine neue stelle gesucht und gefunden :)

zusammen mit meiner ebenfalls halbtags arbeitenden frau haben wir genügend geld für den lebensunterhalt, so dass unser kapital wenn auch "nur" noch mit einstelliger performance dann doch weiter wachsen wird. ich möchte erst mit 48-50, wenn ich endgültig beabsichtige "in rente" zu gehen, via auszahlungsplan davon profitieren, zum leben reicht die jährliche rendite dann allemal, auch wenn es dann nur noch 3% im jahr gibt, bis dorthin ist noch viel zeit und das ist auch gut so.

es gilt nun, wieder intensiver zu leben, sich selbst auch wieder fordern, in jeder hinsicht, das habe ich wohl vernachlässigt die letzten jahre, vieles wird nun nachgeholt. nicht nur urlauben, nein, noch zwei sprachen möchte ich lernen, mich auf marathonläufe vorbereiten und vieles mehr.

solange es bei w.o. noch funzt, werde ich dem forum noch erhalten bleiben, mich aber zukünftig zu börseneinschätzungen und sonstigem bla bla über aktien oder fonds zurückhalten, weil ich das nun nicht mehr verfolgen werde. im schachthread bin ich sicher noch anzutreffen, im bergwanderthread werde ich berichten und hoffentlich auch von euch berichte lesen, kurzum, zu "nebensächlichkeiten" schau ich gerne noch vorbei, solange noch ein paar von euch mit sind von der partie :)

noch ein wort zu meinem letzten, den "ich-will-auch-mal-geld-an-der-börse-verdienen" thread.....

er lief ja ganz erfolgreich bisher, wo viele schon das erreicht haben oder daran arbeiten, was ich mir immer gewünscht habe...dass jeder von euch das potential des dax-tradings via turboscheinen erkennt, egal ob berufstätig, halbtags engagiert oder immer online, es gibt eine menge möglichkeiten, gerade mit dieser turbo-strategie sich ein vermögen hin bis zur FU aufzubauen. bei vielen vermisse ich noch die konsequenz, auch nach unten, also via puts vom dax zu profitieren, wenn dieses - ich weiss es aus eigener erfahrung - blöde gefühl, auf fallende kurse zu setzen der erkenntnis gewichen ist, dass man immer profitieren sollte und muss, solange der dax schwankt, dann kann nicht mehr viel schief gehen.
professionelle "helfer" wie daytrading-programme mögen euch anfangs eine hilfe sein, mit einem gewissen feeling lässt sich dann nach einer zeit auch ohne hilfsmittel der ein oder andere "happy-trade" verwirklichen.

der weg ist das ziel, ihr alle könnt es bis zur finaziellen unabhängigkeit schaffen, vielleicht sogar mit einer einfachen fondsstrategie, wie es duessel und andere noch praktizieren...wer weiss das heute schon....

ich wünsche euch dazu viel erfolg.


nochmals vielen dank für zweieinhalb jahre nonstop-50er-forum, es war eine schöne und unterhaltsame zeit, nun werde ich mich allerdings etwas rarer machen und auf "freizeit-niveau" reduzieren :)

es grüsst euch

shaky shakesbier im herbst 2002 :)
Moin,

Shakes, so weit ist es mir Dir gekommen...finanziell unabhängig...:)...wir sind mit Dir und befinden uns wohl noch in der Rolle des Han Solo.

Das Leben hat seine Phasen und so kann man sich immer wieder auf die nächste Phase freuen.

Man sieht sich ja sowieso nur in der Kulinarik, beim Wein, beim Fussball und beim Schach.

gruss ekonti:), Herzlichen Glückwunsch zur Entscheidung (und bis zum nächsten Deal;))
Herr Shaky Shakesbier,

kurz und bündig:

Danke !

Du warst mir immer ein großartiger Lehrmeister.
Rundum.

Unsere einzige Meinungsverschiedenheit wird wohl bestehen bleiben.
Aber / und das ist gut so.

Ich wünsche Dir viele neue, interessante Herausforderungen.

nette Grüße

p.s.: falls Du auf Deinen Streifzügen mal was Neues zu H. Hesse findest, ich habe jederzeit Interesse.
Danke.
Hallo Shakesbier,

da kann ich nur gratulieren - toll, daß Du es geschafft hast die FU zu erreichen... und das in relativ kurzer Zeit :)

Alles Gute
Selter
Hi shakes,

saugut gemacht. Freu Dich Deines Lebens. Du hast erkannt, dass der Mensch eine Aufgabe braucht und wirst sicher Freude und Genugtuung bei Deinem Behindertenprojekt erhalten. Es wäre aber schön wenn Du uns mit Deinen Meinungen, wenigstens gelegentlich, erhalten bleibst.

Beste Grüße aus dem kalten Oberbayern
alpenkaeptn
willkommen im FUclub und Gratulation zu der Entscheidung,dass Börse nicht alles im Leben ist!

Und immer dran denken:
Der Weg ist das Ziel..................................
/
ja, leute, danke euch.

ist ja immer so eine sache, soll man überhaupt was sagen anlässlich der akt. börsenkrise??! aber nun gut, dafür sind wir ja angetreten in diesem forum und jetzt isses halt raus.

völlig korrekt, alpenkaeptn, sehe das auch nur als beruhigendes ruhekissen, mehr nicht, wichtig ist, sich richtige und sinnvolle ziele zu setzen, nur vor dem internet hocken kann es nun wirklich nicht sein. nach einer pause melde ich mich sicher wieder, ab und zu.

bist du das auf der düne, ld? ;) ja, der nächste urlaub kommt bestimmt :)

selter, ich will nicht verschweigen, dass im frühjahr 2001 a bisserl was von meiner frau dazu kam, die „kapitalaufstockung“ machte es ein wenig leichter ;)

und stachel....meinungsverschiedenheit? weiss zwar nicht wo, aber das gehört doch dazu, wäre ja auch schlimm, wenn man keine kontroversen standpunkte hätte. i

ein „lehrmeister“ konnte ich nie sein, und das wollte ich auch nicht, wo denkst du hin.. viel zu oft wechselte ich meine strategien, musste mich selbst immer wieder kritisch hinterfragen, und was das daytraden angeht, ich glaube, ich habe lediglich die bereitscahft bei manchen von euch geweckt, turbomässig zu zocken, ein feeling muss jeder selbst entwickeln, und wenn sich dann erfolge einstellen, dann ist das allein euer verdienst :)

mach mich nun aber etwas rarer die nächste zeit, wer schach spielen will, kann sich ja im entsprechenden thread melden ;)

wünsche euch einen goldenen herbst, in jeder hinsicht. :)


gruss
shakes
Hi Shaky,

angekündigt hattest Du Dein Ausscheiden aus dem „Daytrader-Clübchen“ ja schon seit geraumer Zeit. Aber es ist doch etwas anderes, wenn so ein Austritt dann wirklich vollzogen wird.

Zur Zeit fühle ich jedenfalls einen intensiven inwendigen Schmerz darüber, dass ich nicht mehr jeden Tag/Stunde/Minute im Bord etwas von Dir lesen kann, dass Du nicht mehr so erreichbar bist wie meine Kollegin am Schreibtisch gegenüber.

Auf jeden Fall möchte ich Dir für die vielen, vielen Anregungen, die Du hier auf den verschiedensten Gebieten eingebracht hast, von Herzen danken. Wie ich sie aufgreife und umsetze, werde ich ganz auf meine Veranlagung und Bedürfnisse abstellen müssen, aber durch Dich habe ich Zugang zu Börsenbereichen gefunden, an die ich allein nicht gedacht hätte. Und ich fühle mich auch dazu ermuntert, weitere unbekannte Gebiete zu erkunden.

Dir und Deiner Frau wünsche ich für die Zukunft ein erfülltes Leben abseits der Börse.

Fühle Dich gedrückt
von Deiner Dreierbande
Gratulation

Bei Deinen schriftstellerischen Fähigkeiten solltest Du ein Buch übers Trading schreiben.

;)
Glückwunsch Shakesbier ;)

Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie Du mal das Daytradenn kritisiert hattest, es sei zu öde... Aber 1-2 Jahre durchziehen lohnt sich doch, oder? ;)
Aber Deine Stärke war zweifelsohne die Flexibilität, hast ja die Strategien wirklich ständig gewechselt. Auf den ersten Blick mag das vielleicht überhastet erscheinen, aber es war wohl doch goldrichtig. Mit Comroad&Co. wäre ich heute auch pleite... Nehmen wir Konrad Adenauer beim Wort "Was intersiert mich mein Geschwätz von gestern?"

Grüße
casel
so shakyschatz :)...

ich habs mir für heute abend aufgehoben :D...

du hast fertisch :laugh: ?!?!...nö!!...shaky hat niemals fertisch :D :laugh:..wir machen weiter wie bisher ;)...und geld stinkt nicht und frau/mann kann nie genug davon haben.

klar, bin ich einverstanden, dass du dir einen nebenjob suchst :laugh:....aber für immer hier verschwinden, schlag es dir aus dem kopf...ich brauch dich noch, denn ich hab längst nicht fertisch...kaue hier auf trockenem brot :lick:...und träume jede nacht vom zopf :cool:...


oki :)...urlaub wurde ja bereits durch die "w:o-die50er-zockerbande" genehmigt :rolleyes:...mehr kannst du wirklich nicht verlangen :cool:...


:kiss: uti
hallo shakes,
auch von einem fast stillen mitleser alles gute beim geniessen der fu.
hut ab vor deiner konsequenten entscheidung,rechtzeitig einen schlusstrich zu ziehen.sicher kein leichter schritt,nach nervenaufreibenden jahren des daytradings.
es gibt genügend beispiele von leuten mit einem "gewissen finanziellen polster" ;wie die gier das hirn frist.
die kunst besteht aber meiner meinung darin,beim erreichen der ziellinie auch loslassen zukönnen.es wäre sträflicher leichtsinn,jetzt mit grossen summen noch weiter zumachen,so verlockend die volas zur zeit auch sind,bleib standhaft!!!
für alle aktiven und freunde dieses boards wäre es aber toll,noch öfter mal deine meinung zum boersengeschehen zu hören.
so long,kojum
herzlichen glückwunsch shaky,

vor zwei jahren waren wir noch gleichauf, heute hab ich nur noch die hälfte. du siehst, hart arbeiten lohnt sich :laugh:

ich freue mich umso mehr für dich, daß du eines deiner ziele erreicht hast.

mein weg geht gnadenlos weiter mit aktienfonds- und indexsparen. nehme mir die jahrzehnte, durch die baisse hindurchzusparen.

tod oder freiheit habe ich auf meiner fahne stehen.

wir sehen uns ;)

gruß penny - auf dem weg zur fu :cool:
hallo shaky,

großartig, gut hast du es gemacht, nun hast du ja öfters zeit für eine ente ;)

gruss eschi - hungrig
tod oder freiheit habe ich auf meiner fahne stehen.

...die Fahne gefällt mir, Penny....

gruss ekonti:)
hallo liebe 50-er;)

ein wahnsinnig interessantes eingangsposting von bimbesverwalter...

hier noch mal zum mitlesen...:

eigentlich gibt es ja schon den passenden Thread, aber dort sind viele Komentare, die man als Neuling nicht versteht. Ich beginne mit meinem Weg in die Fu und hoffe, das hier noch viele folgen.

Ich war 20 Jahre alt und studierte BWL. In einer Vorlesung zur Finanzmathematik rechnete ich "spaßeshalber" mal aus, wieviel man monatlich sparen müsse, um soviel Kapital zu haben, dass man von den Erträgen nach 20 Jahren leben kann.
Ich ging damals von einem sparsamen Leben als Student aus und kam auf einen Betrag, der gar nicht so hoch war.
Der Gedanke war geboren und lies mich nicht mehr los. Weitere Berechnungen wurden angestellt und verfeinert bis ich schließlich überzeugt war man kann die FU vielleicht nicht in 20 aber innerhalb 25 Jahren schaffen und 750.000,- DM anhäufen. Ich rechnete mit ca. 8% Ertrag p.Anno und 2,5 % Inflation.
In den nächsten Wochen besuchte ich nur noch Vorlesungen und Übungen über Finanzmathematik, Börsenwesen, Steuerrecht, Unternehmenrechnung etc. auch von höheren Semester. Vorlesungen wie Produktion, Marketing, Personalwesen etc. wurden gestrichen. Die Vorlesung Börsenwesen fazinierte mich und ich glaubte immer fester daran, das es möglich ist mit 40 unabhängig zu sein.
Um Kapitalerträge zu erzielen ist natürlich Kapital notwendig, aber das hatte ich nicht und auch nicht in Aussicht (keine vermögenden Eltern oder Erbschaften etc.), also blieb nur arbeiten übrig.
Ich begann Nachtschichten in einer Stanzerei und geizte noch mehr mit meinen Ausgaben. Meine Freundin (heutige Frau) war aus der Familie die einzige die meinen Willen zur FU nachvollzog und meinen Schritt, dass Studium abzubrechen und einen Hilfsarbeiterjob zu machen verstand und mich unterstütze. Meine Eltern hatten gar kein Verständnis und entzogen jegliche Unterstützung. Jeder sagte mir, mit Arbeit ist noch niemand reich geworden und stempelte mich als Spinner ab mit Hilfsarbeiten Millionär werden zu wollen.
Ich arbeitete weiter als Hilfsarbeiter in der Stanzerei, fuhr Nachts Zeitungen aus und reinigte am Wochenende bei einer Reinigungsfirma Maschinen und Werkshallen.
Das Geld legte ich in Aktien an, mit durchschnittlichem Erfolg. Wenn die Börse lief, lief auch mein Depot, brach die Börse zusammen war ich mit dabei.

1987 machte ich mein erstes Geschäft mit Optionen. Ich verkaufte einen Put auf Hoesch. (Damals war ein Kontrakt noch 50 Aktien) wobei die Schwierigkeit darin bestand, eine Bank zu finden, die dieses Geschäft mit einem Hilfsarbeiter macht, denn es gab noch keine Eurex und auch den vorläufer DTB gab es noch nicht. Jedes Geschäft bedeutete eine irrsinnige Prozedur mit Unterschriften und Absegung vom Vorstand usw.
Die Geschäfte entwickelten sich sehr gut und ich entwickelte eine Strategie mit Optionen, die ich bis heute verfolge.
Ich verkaufe auf Aktien mit günstigem KGV und guter Dividendenrendite Puts und auf die Aktien im Depot entsprechend calls.

1989 im Alter von 23 Jahren waren die ersten 100.000,- DM auf dem Konto und mein Finanzplan weit übertroffen. Es war abzusehen das es keine 20 Jahre dauern wird bis das Ziel erreicht ist.
Im Alter von 30 Jahren hätten wir von den Erträgen leben können, aber ich hatte immer noch Angst das es eventuell doch zu wenig sei und machte weiter.
Mit 33 Jahren habe ich dann endgültig alle Jobs gekündigt und lebe jetzt seit 2 Jahren als Privatier.

Im Nachhinein kann ich folgende Tipps geben:

- Mit Arbeit ist noch niemand reich geworden, aber es ist der Grundstein des Reichtums.
- Besonders in der Anfangszeit sparen wo es nur geht und Nebenjobs suchen.
- Sich nicht von Freunden beeinflussen lassen und zu Ausgaben (neue Autos etc.) bewegen lassen
- einen genauen Finanz- und Sparplan erstellen.

Wer mehr erfahren will kann sich ja mal melden.


So, laßt euch nicht unterkriegen - von der Börse schon gar nicht - und zieht das Ding durch.

Viele Grüße Euer Bimbesverwalter.


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