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Hilfe, ich habe meine „Börsen-„ Hausaufgaben nicht gemacht... - 500 Beiträge pro Seite


Neuigkeiten zur Millennium Pharmaceuticals Aktie


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Guten Morgen 50ér,

jetzt bin ich „schon“ gut 1 ½ Jahre an der Börse und muß jetzt feststellen, daß ich meine „Börsenhausaufgaben“ nicht gemacht habe ! Was ist passiert ?

Finanzstrategisch steht bei mir alles zum Besten. Ich weis, was ich wann, wie erreichen will, habe mir dazu mein sog. 5-Phasen-Modell aufgebaut, daß mich schrittweise zum Ziel bringen wird.

Die FU will ich durch mein langfristig orientiertes Aktienengagement in Wachstumswerte erreichen. Dazu habe ich mir mehrere Zielerreichungspläne mit unterschiedlichen Modellen (Renditen, Jahres, Monatsdarstellungen, Sparleistungen etc.) eingerichtet. Das ist auch alles OK, denn: Ohne Ziel, keine Zielerreichung !

Doch wie sieht es im „Börsenalltag“ aus ?

Bisher habe ich mich überwiegend mit „Zahlen“ beschäftigt undzwar in dem Sinne, daß ich diverse Statistiken aufgestellt habe aufgrund aktueller Kurs, Kursentwicklungen etc.
So habe ich zu jeder Zeit den aktuellen Stand meines Portfolios. So weit, so gut !

Was ich bisher nur unzureichend berücksichtigt hatte, ist

a) mein eigenes BÖRSENVERHALTEN und
b) meine SPEZIFISCHE SITUATION , das heißt ich habe nur eine begrenzte Zeit für die tägliche Beschäftigung mit meinen Aktien, zur Verfügung:

Für diese beiden Komplexe muss ich noch jede Menge an Hausaufgaben erledigen!
Ziel ist es eine Strategie / System zu entwickeln, wie ich mich tagtäglich börsenmässig auf den neuesten Stand halte und möglichst wenig Fehler mache.

Einige Stichwörter, die ich demnächst konkret angehen werde:

- Verluste (Stichwort „Verluste begrenze“) ?
- Highflyer (Stichwort „Gewinne laufen lassen“) ?
- Wie reagiere ich auf Crashs ?
- Wie sollte ein langfristig orientiertes Depot aussehen, daß auch mal einen Crash aushalten kann ?
- Wie nutze ich die unterschiedlichen Handelsplätze (z.B. München soll gut für asiatische Werte sein) ?
- Wann und warum sollte ich mit Stopp Loss arbeiten ?
- Welche Analysen vor einem Kauf erscheinen mir sinnvoll ?
- Wann gibt es kursbeeinflussende Börsentermine meiner Einzelwerte ?
- Wie sehen die Märkte, Indices aus, in denen ich investiert bin ?
- Wie mache ich mir die Charttechnik zu nutze (Trend, Trendkanal, Trendumbruch etc.)
- Welche Börsenpublikationen beeinflussen den Kurs (z.B. BO, Aktionär, EaS) ?
- Welche Auswirkungen haben StopLoss in Börsenpublikationen auf die Anleger ?
- Wie sieht die Fondstruktur der wichtigsten, großen Fonds aus ?
...

Einen Ausspruch finde ich (zumindest für mich) sehr passend: „Erfahrung ist die Summe aller Fehler“. Dabei will ich möglichst so wenig Fehler machen, wie nur irgend möglich.

Um mein Anlageverhalten besser in den Griff zu kriegen, habe ich mir einen Ordner eingerichtet „Börsenerfahrungsbericht“. Dort werde ich regelmässig versuchen, meine Beweggründe, warum ich dies oder jenes erwäge oder nicht gemacht habe, festhalten. Ziel ist aus den gemachten Fehlern zu lernen und sie nicht zu wiederholen.

Zu einigen wichtigen Bereichen die ich oben genannt habe, werde ich demnächst eigene Threads aufmachen, damit ich später mal sagen kann „Entwarnung, ich habe meine „Börsen-„ Hausaufgaben gemacht !“

Liebe Grüsse

Rolf
Hallo Rolf,

immer wieder betrachte ich mit Staunen deine genaue und systematische
Art,die Dinge anzugehen.Langfristig wirst du damit sicherlich mehr
Erfolg haben als ich mit meinem etwas chaotischen Stil ohne Tabellen
Aufstellungen,genaue Prozente etc.,aber ein wenig Kritik habe ich dennoch.Ich denke,du mußt aufpassen,daß du dich nicht verzettelst(im
wahrsten Sinne des Wortes),denn du schreibst,das Problem läge darin,
daß dir täglich nur eine begrenzte Zeit für die Börse zur Verfügung steht.Und diese Zeit vermehrt sich nicht durch zusätzliche Ordner und
"Hausaufgaben"!-Nichts desto trotz hast du natürlich in diesem Thread
wichtige Punkte angesprochen,über die sich jeder mal Gedanken machen
sollte.
Viele Grüße Hornwatz
Hi Rolf,

grundsätzlich finde ich deine Gedanken gut. Ich habe die FU nur erreicht durch feste Zielsetzung, Strategie und Controlling. Auch ich fertige gerne Diagramme an und feile an meinem Controllingsystem, aber hier besteht immer die Gefahr, das man Spezialist in Nebensächlichkeiten wird. Im Vordergrund muß immer das Ziel stehen.

Noch am Rande:
Meine großen Verluste habe ich nicht durch eigene Fehler erlitten oder durch falsche Markteinschätzungen. Meine großen Verluste waren Zufallsereignisse, wie das Erdbeben in Kobe (Japan), oder das Umkippen der A-Klasse in Schweden (Elchtest), oder der Push-Versuch 1989 in Russland.

Grüße vom Bimbes, der auch gerne seine Erbsen zählt.
ja, rolf

horni hat recht. einerseits ist es sicherlich nützlich, sich mal solche gedanken zu machen, andererseits fehlt mir hier die nötige lockerheit....

z.b. stopp loss brauche ich bestenfalls bei optionsscheinen, aber doch nicht bei meinen aktien. das bringt doch nichts. ich bin sehr überzeugt von diesen aktien und billige ihnen nicht nur 100% p.a. nach oben zu ;) sondern auch mal 30% p.m. nach unten.

kommt ein crash, kannst du ohnehin nicht reagieren, wenn du dein depot nicht schon vorher mit puts abgesichert hast. ein crash kommt nämlich schnell und schmerzlich innerhalb von 1 stunde....bevor du reagieren kannst, kannste gleich wieder günstig einsammeln....

putabsicherung des depots ist oberstes gebot!

wegen asiatischen werten kann ich dir nicht weiterhelfen, ordere dort, wo das marktvolumen am grössten ist, für diese titel kann es münchen oder berlin sein, ich lege dort niemals mein geld an. (asien ist zu weit weg, keine ständigen börseninfo`s, keine kontrolle)


charttechnik kann nützlich sein, insb. wenn du o.s. auf aktien kaufst.

denke daran, nicht dein ganzes geld in high techs zu stecken, nicht ständig 30% unter ath nachzukaufen, diesen punkt haste bisher nicht angesprochen.


gruss
shakesbier am morgen :eek:
hallo rolf,

ich kann mich der Meinung von skakes nur anschließen.

Langfristdepot vielleicht einmal wöchentlich oder sogar nur monatlich betrachten. für deine kurzfristigen anlagen hast du dann die Zeit die du brauchst.

schöne grüße für eine erfolgreiche woche

lucky
Mahlzeit, Ihr 50-er !

@Hornwatz
Danke für Deine konstruktive Kritik. Du hättest Recht, wenn ich jetzt noch damit anfangen würde JEDEN Tag aufs Kleinste aufzuschreiben, dann fein säuberlich übertragen würde, mir für mein Erfahrungbericht wohlmöglich auch noch ein einheitliches Format aussuchen würde. Das ist Gott sei Dank NICHT der Fall.

Ich schreibe mein Gedanken stichwortartig einfach auf, wobei das WIE oder WO aufschreiben, zweitrangig ist (ob auf Post-It, Notizkalender oder Din-A4 Blatt...). Angefangen habe ich im Urlaub damit, in meinem Terminkalender mir stichwortartig Notizen zu machen (da aufgrund der beiden Bücher plus Thread von Aktienfilter). Mittlerweile habe ich an die 150 Einträge, meist sind das Kleinigkeiten (z.B. die Info "Achtung bei sinkenden Umsätzen in investierten Märkte"). Ich will mich hier auch nicht selbst unter Druck setzen, weshalb ich auch nicht vorhabe detailierte Berichte zu schreiben, wohl aber schon anfange, bestimmte Dinge näher zu durchleuchten. Dies geschieht aber mehr auf der gedanklichen Ebene. So bin ich dabei mein bestehendes Depot dahingehend zu strukurieren, welches meine Basisaktien, welche meine Basiskandidaten und welche meine "Spielaktien" sind (mehr dazu werde ich demnächst in meinem Thread "Turboversion" posten.

Eine zweite Sache ist, daß ich mir über grundlegende Dinge klarer werden will. So habe ich erstmal alle anderen Dinge (OS, Fonds, Baskets, Hauptversammlungen besuchen, Börsenstammtisch vor Ort, außerbörslicher Handel...), die darüberhinaus gehen, vorerst zurückgestellt bis ich Klarheit über meine alltägliche Strategie habe.

@bimbesverwalter
Herzlich Willkommen im 50-er Club Forum !
Du bringst es auf den Punkt. "Spezialist für Nebensächlichkeiten" will ich nicht werden, sondern will mich auf das Wesentliches konzentrieren. Momentan bin ich gerade dabei, daß Wesentliche herauszufiltern...

@Shakesbier
Du hast Recht. Mein Engagement für den asiatischen Markt werde ich einfrieren, da ich mich auf o.g. Dinge konzentrieren will. Was danach ist, wird sich schon ergeben. Das käme dann unter der Rubrik "Spielaktien", wie z.B. Asien, OS oder erneuerbare Umwelttechaktien.
Die 30 % Marke unter ATH habe ich aufgegeben. Momentan überlege ich mir selbst, welche (inneren) STopp-Losswerte ich für jeden Einzelwert einsetzen werde...

Liebe Grüsse

Rolf
Hallo Rolf,

es ist gut, sich über seine eigene Strategie im klaren zu sein.

Doch, wie ich Dich kenne, wirst Du die von Dir angegeben Punkte, wieder bis in das kleinste Detail strukturieren und analysieren.

Was dabei herauskomen kann, ist wahrscheinlich eine noch grössere Verwirrung über die eigene Strategie.
Und: Je detailierter es wird, um so mehr Fragen werden aufgeworfen.

Ich wünsche Dir, das Du ein für Dich gutes Fazit findest.

Ich hätte noch 2 Punkte, die mir existentiell wichtig erscheinen, und bei denen ich mich immer wieder ertappe,Fehler zu machen.

1) Geduld
und zwar auf den richtigen Moment für Kauf oder Verkauf zu warten

2) Mut
Mut etwas anderes zu tun, als die Masse der Anleger.

So long Gnomi
Hallo Rolf,

Wer hat die Hausaufgaben gemacht, wenn nicht Du? Muss man doch nicht alles selbst machen, auch abschreiben lohnt sich. Ist dann immer noch eine ganze Menge Arbeit das Abschreiben, wenn man freiwillig eine Menge Zusatzkurse belegt.

Ich würde Dir auch empfehlen, mental Prioritäten zu setzen; Dein Urlaubsarbeitspensum korrespondiert nicht mit den allgemein üblichen Vorstellungen von Relaxing.

Machen wir doch mal eine gemeinsame Bergwanderung - wer von Aktien oder Geld redet, muß den Rucksack vom andern 1km tragen.

Billi - der relaxte
Hallo 50-er,

@gnomi
Es kann durchaus sein, daß ich in der momentanen "Hausaufgabenphase" mir sehr detailiert Gedanken mache über den ALLTÄGLICHEN Börsenalltag. Das wäre mir aber auch egal. Für mich ist es wichtig, daß am Ende aller Überlegungen ein System herauskommt, das ähnlich wie bei meiner Finanzhaushaltsführung, das keinen hohen adminstrativ Aufwand benötigt und nicht zeitintensiv ist.
Übrigens: Geduld ist eine Tugend, die mir leider nie Zuteil wurde...

@Billi
Mental habe ich mir schon Prioritäten gesetzt und gerade die Umsetzung auf den Börsenalltag bezogen, soll mich entlasten, da ich einfach nicht genügend Zeit habe mich stundenlang täglich um meine Aktien zu kümmern.
Da ich aber Controller bin, muß ich immer alles, ohne großen Aufwand und möglichst sofort "im Griff" haben, d.h. wenn ich mich zukünftig auf das (börenmässig) Wesentliche konzentrieren werde, muss ich (für mich mental gesehen) sicherstellen, daß ich auch mit wenig Aufwand immer den Überblick behalten kann. Und genau das ist momentan nicht der Fall...

Übrigens, bin ich mir da gar nicht so sicher, wer bei einer evt. Bergwanderung am Häufigsten das Gepäck des Anderen tragen würde, denn es gibt so viele schöne andere Themen im Leben...

Liebe Grüsse

Rolf
Hallo 50-er,

Danke für die vielen konstruktiven Anregungen.

Wie in meinem "Turbothread" bereits gepostet, habe ich mein Depot neu strukturiert in drei Bereiche

- Basisaktien
- Basiskandidaten und
- "Spielaktien".

So weit so gut. Mein Excelinstrumentarium habe ich daraufhin eingerichtet. Mein "virtuelles" Depot bei comdirect ist aktualisiert.

Als nächstes steht für mich das Setzen von StoppLoss für den Bereich Basiskandidaten an (Spielaktien sind ja noch nicht vorhanden).
Dieses will ich einzelwertspezifisch an den jeweils aktuellen Kursen ausrichten. Orientieren will ich mich auch an den SL einiger Börsenpublikationen. Die SL werden jeden Monat neu angepasst.

-Börsenmedien:
Ob es mir gefällt oder nicht: WEnn der "Aktionär" ein StoppLoss für eine Aktie veröffentlich hat und dieser Kurs erreicht wird hat das Auswirkungen, da viele sich nach den SL gängiger Publikationen richten. Deshalb wird MEIN SL nicht identisch sein mit denen z.B. des "Aktionär". Bisher habe ich solche Dinge immer ignoriert, genauso wie ich mich nur auf Publikationen gestürzt hatte, die mir persönlich gefallen. Nur es nützt nix, es gibt z.B. Magazine (BO; Aktionär, EaS) die Kurse beeinflussen, ob man das wahrhaben will oder nicht. Deshalb will ich auch zukünftig nicht mehr so tun, als wenn mich das überhaupt nichts angehen würde.
Das gleiche gilt für Börsensendungen: Die 3-Sat-Börse und die Telebörse beeinflussen die Kurse, ob ich das gut finde oder nicht. Deshalb werde ich auch versuchen zumindest freitags die Sendungen anzuschauen.

Aus diesen Erkenntnissen heraus (Magazine, Fernsehsendungen) werde ich u.a. meine SL ausrichten.

Kurzum ein wichtiges Themengebiet meiner Hausaufgaben ist mein persönlicher Umgang mit den Medien.
- Ich werde mich, was Börsenmagazine angeht auf BO, Aktionär und EaS konzentrieren.
- 3-Sat-Börse und mind. Freitags Call-in im N-TV sind "Pflicht"
- Newsletter von aktiencheck.de

Also, momentan beschäftige ich mich mit drei Dingen im Rahmen meiner Hausaufgaben:
- Depotstrukturierung (Diskussion siehe "Turbothread")
- Persönlicher Umgang mit Börsenmedien
Berücksichigt Ihr in Euren Kauf- und Verkaufsphasen evt. kursbeeinflussende Meldungen der einzelnen Börsenmedien. Welche speziellen Medien haltet Ihr für kursbeeinflussend und warum ?
- Thematik Stopp Loss
Wie handelt Ihr ? Nach der Rasenmähermethode (alle gleicher %-Satz ?) ?! Nach welcher Basis (Kaufkurs, ATH oder aktueller Kurs) geht Ihr ???

Ach ja, meinen Börsenordner habe ich mittlerweile auch angelegt. Damit ich nicht in Perfektionismus verfalle, habe ich einfach die Notizen, die ich mir in meinem Terminkalender gemacht hatte kopiert und in den Ordner geheftet. Schließlich geht es ja darum die Erfahrungen, Ideen aufzuschreiben und nicht darum ein optimiertes Ablagesystem zu schaffen...

Mal sehen, was dabei rauskommt. Nicht umsonst heisse ich ja "Learner"...

@Lucky
Hallo, habe leider noch keine Zeit gefunden mal auf Deine Diskette zu schauen. Kann sich aber nur um ein paar Jahre handeln, dann gebe ich Dir Feedback...

Liebe Grüsse

Rolf
@rolf

- Ich werde mich, was Börsenmagazine angeht auf BO, Aktionär und EaS konzentrieren.
- 3-Sat-Börse und mind. Freitags Call-in im N-TV sind "Pflicht"


ähhhh......warum börse online und die 3-sat börse :confused:

für satirische sendungen ist sat1 zuständig....

organisier dir mal ne schüssel, bloomberg tv halte ich für viel interessanter, cnbc sowieso.

ansonsten sind tlü an erster stelle zu nennen, erst danach entscheidungen treffen.


gruss
shakesbier am abend :eek:
Hallo shaky,

Börse Online habe ich derzeit auch abonniert, finde ich nicht schlecht. Einen Artikel in der vorletzten Nummer (Vom mehrfachen Millionär zu 450 TDM Schulden) werde ich gelegentlich mal zum Anlass nehmen, etwas im Thread Aktienstrategien zu schreiben. Zeitungen haben gegenüberüber dem Fernseher den Vorteil, dass man sie überall lesen kann, ich habe jedenfalls (noch) keinen Fernseher auf dem Lokus, aber einen Zeitungsständer.

Billi - der auf dem Lokus leider noch keinen Laptopanschluss hat
Hallo Rolf,

mein Tip zu N-TV, 6.00h aufstehen, Kaffee kochen, etwas aus dem von Bill erwähnten Zeitungsständer lesen, Kaffee eingießen und um 6.15h N-TV Abendsendung von 22.15h vom Vorabend schauen.

LG lucky
Um 6:00 Uhr aufstehen. Na Ihr habt ja tolle Tipps hier .

Blaubär99, der bekennender Morgenmuffel ist
@luckyhb

um 6:00h aufstehen :laugh:??? ich hoffe du meinst um 6:00h abends, sonst ist der ganze tag versaut :laugh:.

gruß penny - der frühaufsteher :cool:
Tja lieber Rolf,

die haben hier immer noch nicht kapiert warum du bestimmte Sendungen anschaust und warum du bestimmte Zeitschriften liest.

Aber ich sehe, du hast das Spiel des Marktes verstanden.

MfG und Ade
Tschines
Hallo 50-er,

Nochmals: Was den Bereich "Börsenmedien" angeht, will ich mich (da zeitliche Restriktionen und spezifische Situation zu beachten ist) auf die Medien konzentrieren, die den größten Kurseinfluss bei den Anlegern haben.

Shaky
Natürlich schaue ich mir daneben auch gerne (wenn ich genügend Zeit habe) Bloomberg an...

Billi, Du Zeitungsständerbesitzer im Lokus
Im Gäste-WC habe ich auch einen Zeitungsständer, allerdings nehme ich mir keine Börsenzeitungen mit, da die Sitzungen sonst zu lange werden.

Tschines
Mir fiel es auch im Urlaub wie "Schuppen vor den Augen". Nachdem ich sehr viel über Börsenverhalten und -pschologie gelesen hatte, war mir klar, daß es NICHT sinnvoll ist gegen bestimmte Marktmechanismen zu agieren...

Liebe Grüsse

Rolf
Hallo Learner6

Thema Stop Loss
nach der Rasenmähermethode gehe ich nicht vor, ich habe mein Depot im Rahmen der modifizierten RST (siehe entsprechender Thread) in verschiedene Risikoklassen eingeteilt. Diese Risikoklassen bestimmen dann meine Stopp Loss und Stop Buy grenzen.

Bisher gehe ich bei den Risikoklassen immer noch nach Indexzugehörigkeit, Dax hat die kleinste Risikoklasse, Venture Capital (z.B. Cargolifter) die Höchste. Ich bin mir darüber im klaren, das es nicht nur die Indexzugehörigkeit ist die ausschlaggebend ist sondern auch die anderen Kennzahlen im Umfeld der Aktie, so würde ich z.B. Infinion eine höhere Risikoklasse geben als Bayer oder Siemens.
Anders ausgedrückt, ich habe mir ein grobes Raster geschnitzt mit Grenzen zwischen 15-50%, dieses in 5 Klassen eingeteilt. Wenn ich nun eine Aktie kaufe oder eine neubewertung durchführe lege ich dann die genaue Grenze fest, meist bewege ich mich +/- 5 % um den Tabellenwert herum.


Die Geschichte mit der Beeinflussung durch die Medien ist wahrscheinlich ebenso wichtig, eventuell wichtiger als die fundamentalen Daten der AG, gut das Du das hier zur Sprache bringst. Ein schönes Beispiel ist dafür übrigens der EURO - Kurs, bei der miesen Stimmung die gegen ihn gemacht wird können die Daten noch so gut sein.....
Bis später

IXC
Hi Learner6,

zu deiner Frage nach der StopLoss-Stategie will ich dir mal meine vorstellen, die ich in den letzten Monaten etwas modifiziert habe. Diese Modifikationen schienen mir sinnvoll, da eine Auswertung meiner Transaktionen der letzten 3 Jahren ergeben hat, das die bisher angewandte strikte 20%-ige SL-Regel, mich an so manchem Gewinn hat vorbei laufenlassen.
Also zuerst unterteile ich die Aktien in 3 Kategorien, denen ich verschiedene SL-Grenzen zuordne:
1.Qulitaetswerte aus DAX, Eurostoxx, DowJones etc.(z.B. Daimler, Shell, Cola) - SL = 20 %
2. Wachstumswerte aus DAX, Eurostoxx, DowJones etc( z.B. SAP, Nokia) sowie Qualitätswerte aus NM, Nasdaq etc.(z.B. Aixtron, AMD) - SL = 30 %
3. Wachstumswerte aus NM, Nasdaq sowie emerging Markets (z.B. SER, Bangkok Bank) SL = 40%

Dabei ist mir natuerlich bewusst, dass diese Unterteilung zu einem gewissen Grad subjektiv und fliessend ist.
Von jedem Wert den ich habe oder haben moechte ermittle ich basierend auf den prognostizierten Gewinnen einen fairen Wert. Liegt nun dieser faire Wert oberhalb des Kurswerts schlage ich zu.
Beim Kauf gehe ich allerdings zuerst nur mit der Haelfte des anvisierten Kapitals rein. Faellt der Kurs der gekauften Aktie nun wieder Erwartens unter den SL und hat sich am fairen Wert nichts geaendert invstiere ich die 2. Haelfte und partizipiere am Cost-Leverage-effect.
Hat sich allerdings etwas Grundlegendes an den Gewinnaussichten veraendert, so dass der faire Wert nicht mehr oberhalb des Kurswerts liegt verkaufe ich.
Stoesst aber der Kurs an die obere Grenze meines SL-Intervalls, wird dieses nachgezogen.

Ich hoffe das war nicht zu verwirrend und schaun wir mal ob mir diese Strategie hilft meine in diesem jahr nicht sehr erquickliche Performance zu steigern.

glueckauf
jaroel
Hallo 50-er,

@IXC
Also Du wendest die "Risikoklassenmethode" an (Dax = Niedrigste; Venture Capital = Höchste Stufe)mit 5 verschiedene Klassifizierungen.
"...ich habe mir ein grobes Raster geschnitzt mit Grenzen zwischen 15-50%, dieses in 5 Klassen eingeteilt."
Könntest Du mir bitte Dein Raster mal posten mit den 5 Klassifizierungen und vielleicht anhand eines praktischen Beispieles nach Deiner Methode mal durchspielen ?
Was ist Deine Basis (aktueller Kurs, ATH oder ???)

@jaroel
Danke, daß Du uns Deine SL-Strategie gepostet hast.
Also, Du hast sozusagen eine 20-30-40-SL-Strategie !
Welche Basis benutzt Du (Aktueller Kurs, ATH oder ...)?
Setzt Du den SL real oder nur mental ?

"Faellt der Kurs der gekauften Aktie nun wieder Erwartens unter den SL und hat sich am fairen Wert nichts geaendert invstiere ich die 2. Haelfte und partizipiere am Cost-Leverage-effect.
Hat sich allerdings etwas Grundlegendes an den Gewinnaussichten veraendert, so dass der faire Wert nicht mehr oberhalb des Kurswerts liegt verkaufe ich."

Klingt sehr logisch, so ähnlich habe ich das bisher auch gemacht.

Könntest Du Deine Strategie bitte mal anhand eines Beispieles mir näherbringen, Jaroel ???

Liebe Grüsse

Rolf
Hi Rolf,

als Beispiel fuer meine SL-Strategie nehme ich mal AMD.

Laut den Gewinnprognaosen ermittle ich fuer diese Akte einen fairen innneren Wert von ca. 40 E (genauen Daten habe ich nicht hier sondern daheim).
letzte Woche habe ich mir 80 AMD zu 28 E (also ca. 4 TDM) gekauft. AMD ist ein Qualitaetswert aus dem Nasdaq, d.h. ich setze mein SL-Intervall bei +/- 30 % also bei 20-36 E.
Diesen SL setze ich allerdings nur mental und hoffe auf meine Disziplinstaerke. Heute faellt AMD nun auf 20 E.Wenn es weiter faellt werde ich weitere 4 TDM in AMD anlegen weil sich Fundamental nichts geandert hat. Ich wuerde dann 100 Aktie zu 20 e oder weniger kaufen.
Springt AMD nun ueber 36 E ziehe ich das SL-Intervall nach, also 36 +/- 30%, d.h. 25 + 47 E.

So, nun muss ich zum Kicken mit den lieben Kollegen.

glueckauf
jaroel
@learner6

ich nehme den letzten Kaufkurs, als bemessungsgrundlage.
Genaueres dazu im RST Thread. Aber ich werde Dir mal ein Beispiel basteln, die Methode hat sich doch ein wenig gewandelt seit damals - ist nicht kompliziert in der kürzesten zusammenfassung kann man sagen:
SL bei Daxwerten 20% unter letztem Kaufkurs; bei Nemaxwerten 50% unter dem letzten Kaufkurs. den SB setze ich bei den gleichen Grenzen.

IXC
Hallo Rolf,
ich hätte da noch was für Deinen Keller...

Typischerweise werden Depotzusammensetzungen in Prozentwerten des
Gesamtbuchwertes angegeben (Musterdepots zB).
Andererseits verteilt man beim Aufbau eines Depots das "Eigenkapital"
entsprechend seiner Neigungen (Sado oder Maso)
in verschieden großen "Portionen" auf verschiedene Werte.

Wenn das Depot nun wächst oder schrumpft (entsprechend seiner Neigungen)
ändert sich ja nun nix an der Verteilung des Eigenkapitals jedoch an der
Gewichtung nach Buchwert. Wenn ich nun irgendwann etwas glattstelle
und daraufhin wieder investiere, ist das neue Investetionsbetrag dann
komplett "Eigenkapital" ? So habe ich das bisher gehandhabt,
mit dem zweifelhaften Erfolg, daß ich nach diversen Umschichtungen im Herbst
nun schon einen Buchwert unter Eigenkapital habe...

Beispiel:
- Erstinvestition je 2000 E in zwei Werte A und B
- später Buchwerte von A mit 6000 E und B mit 4000 E
- A wird mit 6000 E realisiert, B verbleibt mit Buchwert von 4000 E
- 6000 E werden in Aktie C neuinvestiert
-Situation nach Kauf von C:
"Eigenkapital" 25% in A und 75% in C, Buchwert 40% in A und 60% in C
- später Buchwerte von A mit 8000 E und C mit 16000 E
also "Eigenkapital" 25% in A und 75% in C bleibt, Buchwert 33% in A und 67% in C
somit "fällt" A auch noch relativ nach Buchwert...

Wie kann man hier eine vernünftige Risiko(Neu)Verteilung abschätzen?

Gruß
Forticus der CMGI-Maso
Hallo 50-er,

gerade "reingekommen" will ich heute mal auf die Spätsendung von N-TV verzichten, da ich was Schönes machen will...

Also Forticus, Du scheinst mir ja den Mathematikern alle Ehre zu machen. Ich glaube, das muss ich mir noch mal in Ruhe durchlesen...

@Jaoel, Du Fussballer (von welchem Verein bist DU denn Fan ?)
Deine Methode habe ich verstanden. Hast Du Dir das in Excel aufgebaut ?

@IXC, Jaroel, Forti
Wie oft schaust Du (da ja mentale SL) auf Deine berechneten SL ?
Ich persönlich möchte eigentlich nur ein Mal im Monat real einen SL setzen und diesen auch nur ein Mal im Monat ggf. neu anpassen.
Die 5 DM Limitgebühren müssen sein...

Für den Bereich Basiskandidaten dachte ich so +- 20 %, für die Spielaktien (Neuemissionen, hochspekulative Einzelwerte und später OS) habe ich noch keinen blassen Schimmer.

Welchen Einfluss nimmt die Spekulationsfrist (?!) auf Eurer SL ?
Setzt Ihr SL unabhängig von der Spekufrist auch wenn Ihr über die Freigrenze hinauskommt (gilt nicht für hochspekulative Einzelwerte bzw. OS) ?

Liebe Grüsse

Rolf, der leider bisher noch NIE einen realen SL gesetzt hat. Aber man lernt nie aus, heisse ja schließlich Learner...
@alle - ja, mich gibt`s auch noch! Buch ist fertig, lektoriert und auf dem Weg in den Druck, ich bin auch fertig und auf dem Weg in den Abgrund der völligen Verzeiflung:laugh:
Rechzeitig vor dem Chaos habe ich mein Depot - wie ja bekannt - in Qualitätswerte umgeschichtet (Amgen, Alcatel, Nokia, Uniphase) Vom neuen Markt nur Kretztechnik und 2 weitere Rohrkrepierer behalten.
Einmal habe ich beim Uniphase einen Stopp gesetzt, Aktie prompt verkauft, worauf sie natürlich zum Höhenflug ansetzte und ich sie beim ersten halbwegs günstigen Kurs wiedergekauft habe. War bei 117.-

(Gestern war sie knapp unter 100.-)
Hätte ich bei allen Werten einen Stopp gesetzt, was du, Shaky ja für Unsinn hälst) könnte ich jetzt sehr, sehr günstig wieder einsammeln und vor allen Dingen viel, viel ruhiger schlafen!
Sicher, keiner kann vorher wissen, ob`s bergauf oder bergab geht. Geht`s bergauf, kann ich mich zwar ärgern, günstige Gelegenheiten verpasst zu haben, aber ich bin nicht gleich bankrott.
Wenn diejenigen Analysten recht haben, die glauben, dass es Jahre dauern wird, bis wir mal wieder anständige Kurse sehen werden, bin ich sicher, wird der eine oder andere Bösianer sehr, sehr alt aussehen.
Ok, mit den Qualitätswerten und eingesetztem Kapitel, das man die nächsten Jahre nicht zwingend braucht, kann man das ganze aussitzen, aber ich stelle doch immer wieder fest, dass ich schlecht davon träume und dass mich dieser ganze Rummel mit den Kursen einfach extrem nervt. Schaue ich also einfach nicht mehr ins Internet, was passiert: WO ich gehe und stehe, höre und sehe ich von katastrophalen Einbrüchen am Aktienmarkt:laugh:
Man kann dem scheinbar nicht entrinnen, nicht mit Strategie, nicht mit Lesen noch so vieler Hefte und auch nicht mit dem Hören und Sehen von Aktiensendungen. Was ich gelernt habe in diesen Zeiten ist, Wert auf Aktien von soliden Firmen zu legen, bei denen die Gefahr einer Pleite gleich NUll ist und auf alle Fälle ein Stopp zu setzen.
Das passiert mir alles nicht noch einmal! :mad:
godele
Hi Godele

schön, daß du wieder da bist.

Das passiert mir alles nicht noch einmal!

Keine falschen Hoffnungen, es wird dir wieder passieren. Nicht morgen oder übermorgen, aber sobald sich alles erholt und beruhigt hat sind die guten Vorsätze wieder weg.

Unser größter Feind ist die Gier!

Gruß Rolf, der sich hier leider an die eigene Nase fassen muß
Hallo Supergoldi, äh ich meine Supermausi und Godele,

ich habe leider auch keine Stopp-Loss gesetzt, da bei mir der "Groschen" erst im Urlaub gefallen ist.

Jetzt warte ich erstmal ab. Wenn sich hoffentlich irgendwann in nächster Zeit mal die Märkte beruhigt haben, fange ich an gezielt für meine drei Depotbereiche individuelle SL zu setzen...

Obwohl eine Crashmeldung nach der Anderen kommt, fühle ich mich (seit meinem Urlaub "Groschenerlebnis" s.o.") börsenmässig sehr wohl, da ich für mich herausgefunden habe, was wichtig ist und womit ich mich nicht mehr so konzentriert beschäftigen möchte. Zwar zahle ich gerade im Moment mal wieder Lehrgeld wegen fehlender SL, aber ich bin ja dabei in diesem Punkt meine Hausaufgaben zu machen...

Liebe Grüsse

Rolf
P.S.: Godele: Gratulation zu Deinem Buch. Meins kommt vielleicht im Jahre 1011 raus (da werde ich nämlich 50)...
Hey, Godele,
ich kann Dich beruhigen. Ich lass es mir zwar nicht anmerken, aber mir gehts genauso wie dir (hatten wir glaub ich schonmal :)) Ich hab auch jede Menge guter Vorsätze aus den letzten Monaten mitgenommen und hoffe, daß diese sich von der Gier nicht unterkriegen lassen.
Also werden wir schon zu zweit immer besser !!!
LG
Bea - im Kampf mit den Vorsätzen und gegen die Gier
@godele

ich habe niemals gesagt, kein stopp-loss zu setzen, wie kommst du darauf?

für optionsscheingeschäfte ist dies dringend erforderlich!

ich habe 90% biotech in meinem aktiendepot, hier setze ich in der tat keinen stopp-loss. weil mich 20% oder 40% kursrückgang nicht interessieren, diese aktien wurden für den langfristigen turbovermögensaufbau gekauft, insofern verbietet sich jegliches verkaufen dieser werte.

das kann ich aber nur deshalb tun, weil ich überzeugt bin von dem mega-boom, der vor uns steht. die schwankungsfreudigkeit dieser werte muss daher zwingend in kauf genommen werden, d.h. kurzfristige verdoppelungen sowie anschliessende 40% korrekturen wird es in diesem bereich immer geben.

auf sicht von drei bis fünf jahren brauche ich daher nur tlü, disziplin und durchhaltevermögen. null problemo.



gruss
shakesbier - der biotechinvestor :eek:
@shakesbier - verrat mir doch um Himmels Willen mal, was TLÜ ist, vielleicht liegt ja mein ganzes Elend nur in der Tatsache begründet, dass ich nicht weiss, was das bedeutet:laugh:
godele
@bea - tröstlich, geteiltes Leid ist halbes Leid, aber 45% Minus tut schon richtig weh. Man kann finanzielle Unabhängigkeit natürlich auch so definieren, dass man irgendwann gar keins mehr hat und auf Staatskosten leben darf:laugh:

@learner - nicht doch! Ich vergesse das bestimmt nie wieder, ich mache in der Regel nämlich den gleichen Fehler nie zweimal. Wozu auch, es gibt doch noch genug andere, die man noch machen kann:kiss:
godele
@godele

Tägliche Lockerungs Übungen, Godele!!!!!!


bringen viel mehr als ständig über stopp-loss nachzudenken.

ich kaufe doch keine aktien, um mir anschliessend gedanken zu machen, ach herrje, wie weit dürfen die jetzt fallen.....was mach ich nur????

nicht doch, dass ist nicht meine vison von aktienanlage!


gruss
shakesbier - der lockere anleger :eek:
Hallo Rolf,

ich empfehle "Euro am Sonntag", da steht hinten immer eine Zusammenfassung drin, was die anderen Heftchen so empfehlen. Es macht aber viel mehr Spaß, durch eigene Überlegung etwas herauszufinden und es dann später in so einem Heft zu lesen. Diesbezüglich ist natürlich das Internet sehr hilfreich, zusätzlich experimentiere ich momentan mit einem Chartprogramm, wo ich aus 25.000 Wertpapieren diejenigen herausfiltern kann, die genau den Chartverlauf haben, den ich mir wünsche. Allerdings habe ich von den Filtern, Indikatoren ect. keine Ahnung und suche diesbezüglich noch ein gutes Buch für Einsteiger. Zudem würde ich mich natürlich niemals nur auf Charts verlassen, ich muss schon die "Story" des Unternehmens verstehen und der "Kennzahlencheck" muß ebenfalls die Qualität des Unternehmens bestätigen.

Der eigentliche Grund, warum ich hier poste, "Börsenhausaufgaben" muß ich auch noch machen, da ich mittlerweile zu der Überzeugung gelangt bin, dass eine strukturierte Vorgehensweise viel Zeit spart. Anstelle einer Zettelsammlung, wie du sie hast, suche ich noch eine intuitiv bedienbare Datenbank, die auch passabel auf einem alten Pentium 100 läuft. Man liest und hört so vieles und wenn man nach einiger Zeit das Gelesene wieder auffrischen will, dann weiß man nicht mehr, wo es stand. Ich suche also ein Programm, was Informationen verwaltet, auf überflüssige Spielereien zu Gunsten der Geschwindigkeit verzichtet und wenig Speicherplatz benötigt, am besten auf Windows (muss) und HTML (wäre schön) - Basis, kennt jemand ein solches Programm?

Gruß Joe :)
habe grad mal wieder ein paar Hausaufgaben gemacht,
klappt hervorragent beim Babylüften im Park.
Habe da so ein paar Ideen von wegen an meinen Strukturen zu feilen,
in Richtung EigenDachFondsManagement. Neues Wort, muß erstmal überlegen
was das bedeutet.

mangels Diktaphon und papier leider die hälfte wieder vergessen...

Gruß
Forticus
Hy Rolf

meine SL und SB sind rein mental, ich werde wohl zukünftig auf Mittwochsschlußkursbasis handeln, dann sind die kurzfristigen einflüsse der Zeitunmgen abgeebbt, bzw noch nicht im Markt

IXC
habe grad mal wieder ein paar Hausaufgaben gemacht,
klappt hervorragent beim Babylüften im Park.
Habe da so ein paar Ideen von wegen an meinen Strukturen zu feilen,
in Richtung EigenDachFondsManagement. Neues Wort, muß erstmal überlegen
was das bedeutet.

mangels Diktaphon und papier leider die hälfte wieder vergessen...

Gruß
Forticus
Hallo 50-er,

ich habe wieder ein Teil meiner "Hausaufgaben" erledigen können. Momentan bin ich ja dabei aus meinen bestehenden Depotwerten eine Strukturierung nach

- Basisaktien: Diese werden später noch ergänzt mit Einzelwerten aus anderen Branchen, da momentan zu technologielastig.

- Basiskandidaten: Hier überlege ich momentan, ob ich evt. den ein oder anderen Wert sogar zu meinen Basisaktien nehme. Zur Erinnerung:
In diesem Bereich habe ich Aixtron, Medion, Intershop, Millennium und
Vertex. Bei Aixtron und Medion bin ich mir nicht sicher, ob ich sie evt. als Basisaktien nehmen soll, was meint Ihr ???

- "Spielaktien"
Hier fallen Singulus (deshalb Spielaktie, weil m.E. der DVD-Markt in den nächsten Jahren durch andere Technologie verdrängt wird) und Ericsson (ursprünglich nur gekauft in der Hoffnung, das wegen UMTS-Lizenzen in D der Kurs in die Höhe geht).

Heute bin ich endlich Worldcom zu 30 Euro losgeworden. Momentan auf der Abschussliste stehen noch ChinaMobile (8 Euro Limit gesetzt) und Yahoo (will ich noch abwarten mit dem Verkauf).

Was SL angeht, so habe ich mich entschlossen einzelwertspezifisch monatsweise real ein SL anzusetzen, wobei ich gesondert die Einzelwerte berücksichtige, die bereits "steuerfrei" sind. Ausgangsbasis wird der aktuelle Kurs zum Zeitpunkt der SL-Setzung sein. Ich habe mir vorgenommen bis Anfang Nov. mir Klarheit zu verschaffen wie die einzelnen SL gesetzt werden, damit ich dann per Ultimo gleich jeweils die entsprechenden SL setzen kann.
Wo ich mir nicht mehr so sicher bin, ist das ursprüngliche Vorhaben die SL bekannter Publikationen in mein System zu integrieren. Dieser sollte als Anhaltspunkt dienen, wann evt. eine größer Schar von Anlegern möglicherweise verkauft. Was meint Ihr, ist es wichtig sich den Wert zu merken ??

Da ich immer einen Überblick haben will, wie die "steuerliche" Situation aussieht, insbesondere
- Welche Werte bzw. gemachte Transaktionen sind bereits steuerfrei
- wie hoch ist der momentane steuerliche Spielraum
habe ich entsprechend ein separates Tabellenblatt "Steuern 2000" in der selben Exceldatei angelegt. Da ich aufgrund der momentanen Bereinigungsaktion einige Verluste gemacht habe, ist es kein Problem auch mal eine Aktie mit Gewinn zu verkaufen, die noch nicht aus der Steuerfrist ist. Genau das sehe ich dann ja, anhand des noch vorhandenen Spielraumes...

Eine weitere wichtige Sache habe ich auch schon integriert undzwar den nächsten wichtigen "Termin" für den jeweiligen Einzelwert (Quartalszahlen, Splitt etc.). Die entsprechende Spalte ist schon eingerichtet, die Termine werden noch eingetragen...

Da ich mehr Konzentration auf das Wesentliche betreiben will, habe ich mich von einigen internen Statistiken getrennt (Ewige Ranglisten, Ranging nach allen möglichen Kriterien wie Länder, Branchen, Segmenten etc.). Meine Ausrichtung ist nicht mehr auf Rankings, sondern auf die einzelnen Depotbereiche und deren Gewichtung ausgelegt.

@Godele
Wenn Du mal lesen willst, WIEVIELE Fehler man so im Laufe von drei Jahren an der Börse machen kann und trotzdem Millionär in drei Jahre wird, kann ich Dir den praktischen Erfahrungsbericht einer 50 jährigen empfehlen. Sie schreibt total lieb, offen und direkt, was ihr so alles passiert ist. Das Buch heißt "Hilfe, ich gehe an die Börse" von Vera Heimann...

@Joe Cool
Danke für Deine Hinweise. Die "Zettelwirtschaft" hat sich aufgelöst. Alle Denkanstösse sind in meinem Börsenordner abgelegt. Es ist tlw. total spannend zu lesen, welche Gedankengänge ich mir z.B. notiert hatte, als ich die 155 Seiten Papier von Aktienfilter durchgelesen hatte...
Die Gefahr besteht nur, daß man wenn man zuviele Ideen hat alles mögliche anpackt und sich wieder verzettelt, weshalb ich erstmal mein bestehendes Depot strukturieren will und dann immer schön eins nach dem anderen..

Liebe Grüsse

Rolf, der sich diese Woche KEINE Börsenzeitschriften kauft, da er erstmal die noch nicht durchgelesenen Börseninfos verarbeiten will...
@rolf

nur eines dazu: behalte aixtron noch mind. fünf jahre. trotz der hohen bewertung ein absolutes muss-investment. die bauen ihre marktführerschaft immer weiter aus, und der sektor boomt noch über jahre hinweg.

deshalb aixtron unbedingt halten, schau sie dir doch an, wie sie sich gehalten haben, akt. bei 153 euro, obwohl der nm mehr als die hälfte an punkten verlor.

ich erwarte schon bald, spätestens nächstes jahr, neue höchststände von über 200 euro.

also, dranbleiben und keinesfalls auch nur an einen verkauf denken!

das musste mal gesagt werden.


gruss
shakesbier am morgen :eek:
@Rolf,

155 Seiten Papier von Aktienfilter,

meinst du seinen Thread im Biotechboard? Der scheint ja ziemlich kompetent und vor allen Dingen auch uneigennützig zu sein.

Wäre schön, wenn der hier auch mal was posten würde, ihr trefft ihn ja heute vielleicht, soweit ich das richtig verstanden habe.
Erfahrung ist durch nichts zu ersetzen, evtl. noch durch Investitionen in Börsenliteratur.

Gruß Joe
Hallo Ihr "Hausaufgabenhelfer",

@Shaky, Du "Rekordhalter, der 50-er Geschichte schreibt durch seine legendären Threads..."
Danke für Deine Einschätzung bezüglich AIXTRON. Ich sehe das auch so, daß dieser Wert auf keinen Fall verkauft wird. Vielleicht rückt er ja zu meinen Basiskandidaten auf...

@Joe
Akienfilter ist ein Mann mit 25-jähriger Erfahrung, der alle Hoch und Tiefs miterlebt hat und seit 10 Jahren von seinem Aktienengagement lebt. Ich schätze ihn (obwohl ich ihn selbst persönlich nicht kenne) sehr und er wäre auch eine Bereicherung für den 50-er Club.
Du kannst versichert sein, "ich arbeite daran..."

Liebe Grüsse

Rolf
@jaroel

Ich finde Deinen Ansatz sehr interessant und glaube, dass ich das auch gerne für mich umsetzen möchte. Könntest du mir vielleicht erläutern, nach welchen Kriterien Du den fairen inneren Wert einer Aktie berechnest.


Gruß & danke,

Tequilla:)
@jaroel

Ich finde Deinen Ansatz sehr interessant und glaube, dass ich das auch gerne für mich umsetzen möchte. Könntest du mir vielleicht erläutern, nach welchen Kriterien Du den fairen inneren Wert einer Aktie berechnest.


Gruß & danke,

Tequilla:)
@jaroel und andere

Ich interessiere mich sehr für die Investitionsstrategie von Euch.

Wenn Ihr erst 50 % eines Wertes kauft, den Ihr gemäß einer persönlichen Bewertung als unterbewertet betrachtet, geht Ihr dann billigst oder mit einem Limit in den Markt? Wenn dann die Kurse steigen, wann kauft Ihr nach? Wird diese Nachorder dann mit Limit oder eventuell Staffellimits oder billigst versehen?:confused:

Dann habe ich noch eine Frage zu Euren Stoploss-Kursen. Gebt Ihr diese als reale Verkaufsorder in Depot, oder sind es überwiegend nur theoretische Werte? Insbesondere bei OS werden Stoplosse ja oft mit einem erheblichen Abschlag vom Broker ausgeführt. Wie umgeht Ihr dieses Risiko?

Gruß,
Tequilla, der viele Fragen hat:eek:
Hallo 50-er,

so der erste Teil meiner "Börsenhausaufgaben" habe ich abgeschlossen.

Ich habe meine vorhandenen Einzelwerte nach den drei Bereichen
- Basisaktien
- Basiskandidaten
- Spielaktien
zugeordnet.

Von vier Einzelwerten werde ich mich noch trennen, es sind
- Intershop (Verkaufslimit: 60 Euro)
- Ericsson (VL: 17 Euro)
- Singulus (VL: 60 Euro)
- Yahoo (VL: 90 Euro)

Die Verkaufsorder gebe ich Anfang November auf, es sei denn der Einzelwert erreicht vorher das gewünschte Limit, dann versuche ich direkt zu verkaufen, sofern ich zu der Zeit online bin.

Für die Basisaktien setze ich virtuelle Limits über comdirect: My-Informer, die mir dann eine Mail schicken, wenn das Limit erreicht ist.

Für die Basiskandidaten setze ich jeweils einen monatlichen realen SL.

Spielaktien habe ich zur Zeit nicht.

Jetzt werde ich mich langsam (Geduld soll ja eine wichtige Eigenschaft von erfolgreichen Börsianer sein...) an dem Kern meiner Hausaufgaben herantasten.

Ich habe mir die vielen Tipps, Anregungen aus meinem Börsenerfahrungsbuch folgenden Rubriken zugeordnet:
- Steuerliche Aspekte
- Eigenes Börsenverhalten
- Informationsbeschaffung
- Verlustanalyse
- Aktieninstrumentarium
- Grundlagen der Charttechnik
- Aktienauswahlkriterien
- Sonstiges

Zurückgestellt wurden vorerst die nachfolgenden Themen, bis die o.g. Teilaspekte angegangen sind:
- Optionsscheine
- Außerbörslicher Handel
- Fonds
- Baskets
- Zertifikate
- Hauptversammlungen besuchen
- Aktienstammtische in der Nähe besuchen

Abschließen werde ich zuerst den Bereich Aktieninstrumentarium, da ich hier am weitesten bin. Hier bin ich insbesondere zwei 50-er (Bimbesverwalter und Luckyhb) dankbar, die mir noch am Freitag den ein oder anderen Denkanstoss gegeben haben.

Danach komme ich zu dem wichtigsten Bereich: Aktienauswahlkriterien.
Hier werde ich zuerst nach Basisaktien aus Bereiche suchen, die NICHTS mit Internet, Telekommunikation und Biotech zu tun haben, da ich in diesen Bereichen gut vertreten bin.

Mal sehen wie´s läuft. Ich halte ich am Laufenden.

Liebe Grüsse

Rolf
Moin Rolf,
danke für den neuen Spikzettel.
Was hälst Du von "Fehlermanagement"...
Fehler erkennen und aufschreiben (nicht bloß merken) und die
daraus abgeleiteten Konsequenzen aufschreiben (nicht bloß merken).
Habe dazu ein Beispiel im thread von Aktienfilter geschrieben.

Gruß
Forticus
Guten Morgen Forti,

davon halte ich sehr viel !

Ich habe Deinen Beitrag in Aktienfilters Thread gestern Nacht gelesen, super. Unsere beiden Beiträge direkt hintereinander. Bei so viel 50-er Power wird es Aktienfilter sich bestimmt nicht nehmen lassen und zu unserem 8.Treffen kommen, was meinst DU ?

Liebe Grüsse

Rolf
Hallo Rolf,

Du hast das Thema "Besuchen von Hauptversammlungen" erst mal zurückgestellt, recht so. Ich habe nämlich genau zu diesem Thema ein Thread Thread: Mens` Health Aktein - Ranking in einem anderen WO-Board eröffnet. Eigentlich müssen aber alle angehenden FUler wissen, warum es sinnlos ist, die HV`s von Siemens, SAP geschweige denn Porsche zu besuchen, sondern besser zu Beate Uhse zu gehen.

Billi
Hallo Rolf,

Du hast das Thema "Besuchen von Hauptversammlungen" erst mal zurückgestellt, recht so. Ich habe nämlich genau zu diesem Thema ein Thread Thread: Mens` Health Aktein - Ranking in einem anderen WO-Board eröffnet. Eigentlich müssen aber alle angehenden FUler wissen, warum es sinnlos ist, die HV`s von Siemens, SAP geschweige denn Porsche zu besuchen, sondern besser zu Beate Uhse zu gehen.

Billi
Hallo Lerner6

ich habe mich am WE mal mit diesem Thread befasst und wollt dann nochmal meinen Senf dazu geben, auch wenn Du einen Teil Deiner Hausaufgaben schon anders gelöst hast. Wie schon verschiedentlich erwähnt, versuche ich der Reverse Scale Technik zu folgen.

-- Börsentagebuch

ein wichtiger Bestandteil der RST ist das Börsentagebuch, eine wie auch immer geführte Auflistung von Regeln und Entscheidungen. Hier werden die Regeln festgelegt und bei jeder Kauf, Verkaufsentscheidung kritisch hinterfragt. Die Regeln werden von der eigenen Anlagestrategie, bzw. Risikobereitschaft geprägt und gelten als Instrumentarium um Aktien zu Bewerten. Außerdem werden alle Kauf und Verkaufsentscheidungen begründet und kritisch mit den eigenen Regeln verglichen. Zum Beispiel werde ich immer sehr kritisch wenn ich meine aufgestellten Regeln aufgrund einer Entscheidung nur für diese eine Aktie umwerfen will, aber sie nicht generell ändern möchte.

--Stop Buy; Stop Loss

Die RST lebt davon, das man Gewinne laufen lässt, halten oder sogar Nachkaufen aber die Verluste begrenzt. Ich gehe also immer mit einem festen Anteil in meine Wunschaktie hinein (außer es handelt sich um eine Neuemmission) , sollte die Aktie über eine vorher bestimmt Grenze, bzw. unter eine gewisse Grenze fallen werden sie nachgekauft oder verkauft.
Beim Nachkauf wird wieder die gleiche Summe wie beim Erstkauf verwendet. Beim Verkauf wird einfach der ganze Posten verkauft.
Um die Grenzen festzulegen werden die Aktien in Risikogruppen eingeteilt. Bislang orientieren sich die Risikogruppen an der Index Zugehörigkeit. Was nur Suboptimal ist aber mit ein wenig gesunden Menschenverstand und Berücksichtigung der Volatilität kann man durch die Bandbreite der Risikogruppen ganz gut damit fahren. Wichtig ist nur, das man die Grenzen nicht Nachträglich verbiegt, nur um eine Aktie noch länger zu halten, obwohl die Grenze unterschritten worden ist.
Die Risikogruppen sind wie folgt eingeteilt:
X= 1,5-2,5 : grosse Indizes : DAX; STOXXs; (Deutsche Bank(1,5), Infineon(2,5))
X= 2,5-3,5 : mittlere Indizes : MDAX ( momentan kein Beispiel)
X= 3,5-4,5 : neue Märkte (Grenke Leasing(3,5) Aixtron; BB Biotech(4): CyBio(4,5))
X= 4,5-5,5 : venture Capital und andere Hochrisiko Anlagen (Cargolifter; Rofin Sinar(5))
Bewertungskurs * 1,X entspricht der Kaufgrenze;
Bewertungskurs / 1,X entspricht der Verkaufsgrenze
Der Bewertungskurs ist der Kurs, bei dem die Aktie zum letzten mal gekauft worden ist, bzw. die Aktie auf die Watchlist gekommen ist. ATH oder ATL interessieren mich nur sekundär bei der Aktienauswahl. Nach dem zweiten Nachkauf liegt der rechnerische Kaufkurs also unter dem Bewertungskurs, je nach Risikogruppe liegt man nach einigen Nachkäufen auf jeden Fall im Plus.

Beispiel:
1.Erstinvestition je 2000E in einen Wert A, die Aktie zu 100E, 20 Stücke
A ist ein stark volatiler Daxwert und wird in die Risikogruppe 2,5 eingeteilt. Daraus folgt, das der Anteil Verkauft wird, wenn der Aktienwert auf 80E sinkt, Nachgekauft wird bei einem Aktienwert von 125E.
2.Alles geht gut, wir kaufen nach zu 125E, wieder zu einem Wert von 2000E, also 16 Stücke, wir haben nun einen rechnerischen Kaufkurs von 111,11E und ziehen die Grenzen nach SL 125/1,25=100 und SB 125*1,25=156,25.
3.Wir haben nochmal Glück und wir kaufen nochmal nach zu 157E wieder zu 2000E also 13 Stücke, wir haben nun einen rechnerischen Kaufkurs von 122,50E und ziehen die Grenzen nach SL 157/1,25= 125,6 und SB 157*1,25=196,25.

4.Und schon wieder Glück wir kaufen nach: 10 Stücke zu 196,50E daraus folgt ein rechnerischer Kaufkurs von 135,50E die neuen Grenzen: SL=157,2; SB=245,625.
5.Wir haben nun 4 Tranchen zu 2000E gekauft macht in Summe 8000E, und einen Buchwert von 11593,5E macht einen Gewinn von 44,91%. Nach RST können wir ab jetzt kein minus mehr machen, es sei denn die Börse hat einen tiefschwarzen Freitag, aber da helfen die wenigsten Strategien, wenn irgendwer eine kennt, kann er sie ja mal Posten. Hätten wir ganz zum Anfang 8000E investiert hätten wir nun einen Buchwert von: 15720E oder eine Steigerung von 96,50%.Jetzt könnte man sagen: Und warum habe ich nicht gleich 8000E investiert?
–Weil ich in mehr als einen Wert investieren wollte, ein Depot ist ja nur die Summe seiner Teile.
–Weil ich zum Startzeitpunkt nur noch 2000E hatte
–Weil ich dadurch ruhiger schlafen kann, wenn nach dem Erstkauf der Kurs unter den SL fällt, verliere ich in dem einen Fall 400E im anderen 1600E also ich kann bei meiner Vermögenslage weder 8000E in einen Einzelwert stecken noch 1600E verlieren.

-- Indexbetrachtungen

Zusätzlich zu den SL und SB kann man den Verlauf des Vergleichsindexes berücksichtigen, bewegt sich die Aktie mit, oder gegen den Markt?

-- Gesamtrisiko

In einer Tabellencalc kann man sehr schön eine Gesamtrisikoklasse für das Depot errechnen lassen. Ist manchmal beruhigend auf diese Zahl zu sehen. Dabei muss man allerdings die Anzahl der Anteile pro Risikogruppe berücksichtigen. Ich liege momentan eher näher am neuen Markt als am Dax, sollte mich das beruhigen??

-- Höchstanteil

Wenn eine Aktie einen Depotanteil von 20% erreicht hat, wird sie nicht mehr Nachgekauft, sondern nur noch bei überschreiten der Grenzen neubewertet. Diese neue Regel ist aus aktuellem Anlass eingefügt worden, BB Biotech hat durch Nachkauf und Steigerung einen Anteil von 32% erreicht, irgendwann ist Schluss, da kann man an einen Wert glauben soviel man will.

-- Arbeitstage

Wie bei dir ist meine Zeit eher knapp bemessen zu viele Hobbies teilen sich meine Zeit (Segeln, Studieren, Börse, Spiele, Computer, Reiserad, Fotografieren, Gremienarbeit) so bin ich darauf gekommen, das ich mich mit den Grenzen nur einmal die Woche befassen möchte, bei mir ist das die Nacht vom Mittwoch auf den Donnerstag. Dort vergleiche ich meine Werte, meine gesetzten Grenzen mit den aktuellen Tagesschlusskursen und gebe gegebenenfalls meine neuen Orders an die Bank weiter. Den Mittwoch habe ich gewählt, da auch ich an die Beeinflussung der Märkte durch die Medien glaube, und ich die These aufstelle, das die Übertreibungen am Mittwoch soweit abgeklungen sein müssten, die meisten beschäftigen sich doch am WE mit der Börse, was man dann jeden Montag mit erschrecken feststellen kann. Also Mittwochs werden meine Mentalen SL und SB zu realen Kauf und Verkaufsorders.
Neue Werte nehme ich nur auf besondere Veranlassung in das Depot auf, irgendwie muss ich auf einen Wert aufmerksam werden.
Wie dieses irgendwie funktioniert kann ich nicht genau beschrieben, meist investiert mein Bauch mit, ich sehe ein Produkt das mir gefällt, ich lese einen Artikel in einer meiner Nichtbörsen-Zeitschriften (CT, Spektrum oder Bild der Wissenschaft usw). Wenn ich dahinter einen Trend zu erkennen glaube, versuche ich ein Unternehmen zu finden bei dem man daran teilhaben kann. So bin ich zB auf Grenke Leasing gekommen, ich glaube, das sich das Leasingeschäft von Arbeitsmaterialien, Laboreinrichtungen und Computeranlagen in Zukunft gut entwickeln wird.
Die Börsenzeitschriften werden nebenbei auf dem Weg zur FH gelesen. Donnerstags stehe ich immer vor den drei Populärblättern BO, Telebörse und Focus Money und sehe mir die Titel an, eine davon wird gekauft, meist BO und eine der andern beiden. Bei den anderen Blättern versuche ich mir noch im Laden ein Bild zu machen und kaufe dann wenn sich der Titel mit meinen Vorstellungen und Interessen deckt. Ich halte es für wichtig, das man sich in eine einliest um dann die Kommentare besser einschätzen zu können.
Fernsehen ich sehe hauptsächlich N24, seltener ntv, bloomberg bekomme ich nicht, da ich die Daten nicht habe, ist bloomberg noch auf Astra? Den Freitags Call In in die Telebörse sehe ich mir in der Zusammenfassung im Teletext an (Seiten 490 bis 499). Ansonsten folge ich dem Vorschlag von luckyhb und stehe schon kurz vor 6 auf und schalte die Rechner an, arbeite ein wenig und lasse mich nebenbei von der Telebörse berieseln.

-- Grosser Bewertungstag

Zweimal im Jahr, im Anfang Juni und Anfang Dezember werden alle Depotaktien genauestens untersucht und neubewertet. Und die Anteile auf ein erträgliches Maß zurückgeschraubt, ca 15% und Aktien die nicht mehr die Voraussetzungen, wie im Tagebuch beschrieben erfüllen, werden verkauft. Hier kommt also Cash in die Kasse. Die Watchlist wird überprüft und gegebenenfalls gekauft, aber dies ist nicht an diese Termine gebunden.

-- Gute Aktie; Schlechte Aktie

Ist eine Aktie gut oder schlecht? Nein, die Stimmung an der Börse ist gut oder schlecht. Deshalb kommen Aktien, die ich aus dem Depot verkaufe auch auf die Watchlist und werden weiter beobachtet und eventuell wieder gekauft, wenn der Abwärtstrend vorbei ist, bzw die Stimmung wieder besser. (greife nie in ein fallendes Messer und versuche nie einen fallenden Amboss aufzuhalten). Watchlisten kann man auch hervorragend mittels RST verwalten.

-- Steuergrenzen

ziehe ich zur Zeit noch nicht in Betracht, ohne nennenswertes Einkommen (Student) habe ich hohe Freigrenzen, später werde ich mal dran denken.

-- RST und Fonds

warum nicht, geht auch ist genauso wie mit Aktien, Risikogruppen müssten allerdings modifiziert werden.

-- Zukünftiges, meine Hausaufgaben

1.Ich werde mich mal mit dem Post von Jaroel auseinandersetzen der eine ähnliche Strategie wie ich fährt.
2.Nochmal den Thread von Joe und Aktienfilter durcharbeiten und so mal sehen, ob und wie eine Aktienbewertung durchzuführen ist, da fehlen mir immer noch nicht stark Bauchabhängige Kriterien.
3.Die im Thread von Aktienfilter angesprochenen Geschenkaktien berücksichtigen.
4.Den Thread: „Was gibt`s im Zukunft„ von Gnomi (?) wieder in den Mittelpunkt rücken, der kommt immer viel zu schnell aus dem Fokus
5.Meinen Neuemmissionsthread und den RST Thread wieder aktiver führen.
6.Irgendwen (LernerRolf) dazu überreden einen Tabellencalc und Börsenprg Thread zu eröffnen. Man könnte sich dort mal über die Kontrollmöglichkeiten mittels TC oder anderen PRGs vergleichen.
7.Für Joe mal das Brainstormingprg raussuchen, ich glaube da gabs ein SharewarePRG auf den letzten CT Jahres CD´s, bin mir aber nicht sicher, unter Linux gibt es so etwas. Ich habe das für mich mit Karteikarten gelöst, die ich in der Datenverwaltung von der Staroffice verwalte und schreibe, hat den Vorteil, der Volltextsuche im Comp und der klaren Lesbarkeit im Park.

So nun Viel Spass dabei, komme wohl erst am So zum Antworten, da ich vom Do bis Sa in Essen auf der Spielemesse bin.

IXC, der sich nun mit seinen Spielen beschäftigen muss.
Hallo IXC,

Whow, das muß ich mir erst mal in Ruhe durchlesen...

Liebe Grüsse

Rolf, der heute Spieleabend hat und "zockt"...
ixc,

über die RST habe ich bei Leonard`s mal was gesehen
wobei die Details nicht auffindbar waren.
Herzlichen Dank an dieser Stelle, das Ganze mal
darzustellen. Hab`s wohl andernorts übersehen.
Nach dem Durchlesen die erste Serie von Fragen:

Verwendest Du RST für alle Deine Wertpapiere?

Verwendest Du die RST so mechanisch wie sie in Deinem posting klingt?
Daraus ergeben sich die meisten folgenden Fragen.

Wer legt die X-Werte fest und nach welchen Regeln?
Konkret gesucht: Sun Microsystems.

Wenn zu einem SB kein Geld verfügbar ist, oder mehrere SB an
einem Mittwoch erreicht werden, verfährst Du dann wie unter "Höchstanteil"
beschrieben: nicht kaufen aber SL/SB hochsetzen?
Wenn Du "aussetzen" mußtest, kaufst Du dann beim darauffolgenden SB, oder
ist die Serie dann abgeschlossen?

Wenn Du Mittwochsabends eine Kaufentscheidung fällst, gibst Du die Orders
ohne Limit auf?

Ich nehme an, die neuen SL/SB werden auf den tatsächlichen Kaufkurs bezogen.


Wie sind Deine Erfahrungen mit RST bei Marktüber- und untertreibungen?
Ich denke hier an Auslösen von SB und neu-SL kurz hintereinander
an einem Mittwoch und Donnerstag (Frühjahr?),
oder SL bei soliden DAX Werten an einem schwarzen Mittwoch.

Die Wochenbetrachtungsweise ...

... glättet natürlich: wenns Do/Fr nach unten abrauscht undMo-Di wieder
hochgeht, aber wehe wenn`s von Do bis Mi nach unten rauscht... SL-quadrat?

... wird auch von meiner Börsensoftware benutzt.
Da bekomme ich nur einmal die Woche, Freitags nachts, die Wochenschlußkurse
per email geliefert. Zum einen ist die Software für Langfristanleger gedacht,
zum anderen argumentiert der Autor, daß dann alle Nachrichten der Woche
in den Kursen enthalten sind. Dein Argument mit den Über- und Untertreibungen
am Wochenende ist gut! Da meine Software auch SL und SB Signale gibt,
denke ich mal über ein Kombination nach: SB Freitag nacht ausgelöst aber
frühestens Mittwochs kaufen....

Gruß
Forticus
Hallo Forticus

ich antworte mal in einer eher ungewöhnlichen Form, als ZITAT antwort:

ixc,

> über die RST habe ich bei Leonard`s mal was gesehen
habe RST von VauHa übernommen, der hier mittlerweile nicht mehr aktiv Postet, es gibt
dazu einen Thread im Village/Pers-Finz. den ich als Grundlage für meine modifikationen genommen habe.
Bin aber immer auf der Suche nach neuen Quellen.

> Nach dem Durchlesen die erste Serie von Fragen:
durchaus Berechtigt


> Verwendest Du RST für alle Deine Wertpapiere?
JA, aber...
(geht übrigens auch gut für eine Watchlist)

> Verwendest Du die RST so mechanisch wie sie in Deinem posting klingt?
Nein, RST kann nur ein anhaltswert sein, man muss vor jedem Kauf oder Verkauf die Aktien
neu bewerten, aber ich selektiere dei Werte die ich genauer betrachten muß, ich vernachlässige
quasi Aktien, die keine Grenze erreicht haben.


> Wer legt die X-Werte fest und nach welchen Regeln? Konkret gesucht: Sun Microsystems.
Ich lege die Grenzen fest, in meiner doch eher KURZEN Zeit an Börse haben sich aber die Beschriebenen X-Werte
als ganz passend herausgestellt. Werde mir mal über das WE, hab 10Stunden Zugfahrt vor, mir mal Sun Microsystems
ansehen. Wobei ich gestehen muß das die Bewertung und die festlegung der X Werte immer noch hauptsächlich eine
Bauchgeschichte ist.

> Wenn zu einem SB kein Geld verfügbar ist, oder mehrere SB an
> einem Mittwoch erreicht werden, verfährst Du dann wie unter "Höchstanteil"
> beschrieben: nicht kaufen aber SL/SB hochsetzen?
JA, geht ja nicht anders wenn ich kein Geld habe kann ich auch kein investieren, WPK ist mir noch zu gefährlich. SL und SB werden
dann mit dem aktuellem Mittwochsschlußkurs berechnet, also mit dem fiktiven Kaufkurs.

> Wenn Du "aussetzen" mußtest, kaufst Du dann beim darauffolgenden SB, oder ist die Serie dann abgeschlossen?
Neue Runde neues Spiel, wenn das Signal kommt und ich bin weiter überzeugt, irgendwann setzt ja die Übertreibung ein kaufe ich, natürlich nur wenn ich das Geld habe.

> Wenn Du Mittwochsabends eine Kaufentscheidung fällst, gibst Du die Orders ohne Limit auf?
Kommt darauf an wie sich der Markt bewegt, wie sich die Leute von N24 oder ntv äussern, was BO und Telebörse am nächsten Tag auf dem Titel haben, kommt meist in der Werbung. Psychologie ist wichtig.

> Ich nehme an, die neuen SL/SB werden auf den tatsächlichen Kaufkurs bezogen.
Wenn Du unter dem tatsächlichen Kaufkurs den Kurs verstehst den ich bei der LETZTEN Order inclusive Gebühren für die Aktie Zahlen musste: JA
Wenn du den gemittelten Kurs für die Gesamtposition verstehst: NEIN

> Wie sind Deine Erfahrungen mit RST bei Marktüber- und untertreibungen?
> Ich denke hier an Auslösen von SB und neu-SL kurz hintereinander
> an einem Mittwoch und Donnerstag (Frühjahr?),
> oder SL bei soliden DAX Werten an einem schwarzen Mittwoch.
Denke ich mal drüber nach, kann ich nicht aus dem hohlen Bauch beantworten, kommt mit auf den HAusaufgaben Zettel.


Die Wochenbetrachtungsweise ...

> ... glättet natürlich: wenns Do/Fr nach unten abrauscht undMo-Di wieder hochgeht, aber wehe wenn`s von Do bis Mi nach unten rauscht... SL-quadrat?
hab ich Pech gehabt, aber wenns von Do bis Mi hochgeht habe ich Glück.

> ... wird auch von meiner Börsensoftware benutzt.
über Börsensoftware sollte man mal einen Thread öffnen, ich nutze eine 5 Seitige Tabelle in Starcalc und die Kurse aus dem Videotext von N24, ntv und ARD

Das mit den übertreibungen habe ich übrigens aus der Sendung, der neue Markt auf N24, der eine Moderator (Chefredakteur bei BO) erzählt jeden Dienstag, das die ganzen Kleinanleger sich auf die Empfehlungen der Zeitschriften stürzen und am Di dann die Folgeaufträge fehlen, deshalb sind die Mo Winner auch häufig die Di Looser.

IXC, der nun auf die Spielemesse nach Essen fährt, und allen ein schönes WE wünscht.
Hallo Freunde,

so, nach einer fast einwoechigen Dienstreise und dem damit verbundenem Off-Line-Zustand melde ich mich zurueck. Ich war zu ersten Mal in meinem Leben in Braunschweig obwohl dass nur 70 ICE-Minuten von Berlin entfernt liegt. Nettes Staedtchen.
So, zu den Fragen bezueglich meiner Strategie.

Learner6,
als gebuertiger Berliner bin ich natuerlich im blau-weißen-Fussballdress zur Welt gekommen und stehe zur alten Dame Hertha. Mit ihr musste ich eine lange Durststrecke durchleiden, erst seit einigen Jahren sieht es hoffnungsvoller aus.
Fuer meine Strategie verwende ich wie du das Comdirec Musterdepot + Watchlist. Dort trage ich meine SL ein, setze sie also nur mental. Deshalb muss ich sie auch nur mental anpassen, aber das passiert bei den oben genannten relativ grossen Grenzen recht selten. D.h. einmal pro Tag kurz ins Musterdepot geschaut reicht voellig aus.
Der Steueraspekt ist fuer mich sehr relevant. Steuerpflichtige Gewinne mache ich nicht, eher lasse ich den Kurs wieder etwas fallen. Wenn ich z.B. eine Aktie zu 100 E kaufe mit einem SL-Intervall von 20 % und sie steigt ueber 120 E an, dann ziehe ich den neuen SL auf 96 (120 - 20%). Steigt sie noch weiter an lasse ich den SL trotzdem bei 96 E stehen bis ich aus der Spekufrist bin. Erst danach ziehe ich ihn nach. So kann mir natuerlich mancher Gewinn entgehen aber um die Steuerproblematik muss ich mich ueberhaupt nicht kuemmern.

Tequilla,
die Berechnung des fairen inneren Wert ist natuerlich auch einigen subjektiven Schwankungen ausgesetzt. Hierbei ist die wichtigste Groesse der zu erwartende Gewinn pro Aktie fuer die naechsten 5-7 Jahre. Fuer die folgenden Jahre wird ein "ewiger Gewinn" festgesetzt. Diese prognostizierten Gewinn werden mit einem bestimmten Zinsatz abgezinzt. Dieser Zinsaz ist klein bei risikolosen Substanzwerten (6-9%) und hoch bei Risikowerten (>11%). Die Addition der abgezinsten Gewinne ergibt dann den inneren Wert einer Aktie.
Interessante Hinweise ueber dieses Verfahren findest du unter
Da ich sehr selten richtig marktenge Werte mit relativ großen Volatilitaeten kaufe ist die Frage des Limits nicht so entscheident. Wenn sich die Aktie gut entwickel kauf ich nicht nach. SL setze ich nur theoretisch und von OS halte ich mich bisher fern.

Ixc,
habe dein RST Thread schonmal durchgelesen und mich auch dort geaeussert. Halte deine Taktik fuer sehr interessant, sie ist sozusagen die Turboversion von meiner. Anstatt "Verluste begrenzen, Gewinne laufenlassen" handelst du nach dem Motto "Verlust begrenzen, Gewinne beschleunigen".
Es wuerde mich konkret sehr interessieren wie erfolgreich du damit bist. Meinen "Erfolg" stelle ich zum Monatsende wieder rein. Ich hoffe du bleibst uns hier laenger erhalten, deine Strategie finde ich sehr attraktiv.

glueckauf
jaroel
Hallo 50-er,

ich habe einen wichtigen Teil meiner Hausaufgaben erledigt, die Strukturierung des größten Depotbereiches, meiner Basisaktien.

Ferner habe ich mich schon mit den SL auseinandergesetzt. Für die Basisaktien setze ich sie virtuell. Sie dienen für mich in erster Linie als Hinweis, ggf. nachzukaufen. Ich bin nicht stur nach einem Prozentsatz ausgegangen und habe diesen für alle gleich angewandt, sondern habe mir die Werte im Einzelnen angeschaut. Letztendlich habe ich die SL subjektiv, d.h. nach keiner theoretisch, wissenschaftlich fundierten Grundlage gesetzt.

Bei den beiden anderen Bereichen (Basiskandidaten und Spielaktien) taste ich mich noch ein bischen ran, da sie z.T. sehr volatibel sind (u.a. Biotech). Schaun mer mal.

Was die Medien angeht, so habe ich darauf geachtet, fernsehmässig (wenn es mir die Zeit erlaubt) NTV zu schauen (insbesondere die Freitagssendung), sowie die 3-Sat Börse. Als Magazine habe ich vor BO, Aktionär und EaS zu lesen, da sie m.E. am ehesten Kurse beeinflussen.

@IXC
Habe mir Deinen Thread in eine Datei kopiert. Allerdings bin ich noch nicht dazu gekommen ihn komplett durchzulesen...

@Jaroel, Du "Hertha-Fan"
Wir scheinen ja wieder etwas gemeinsam zu haben. Auch ich habe bisher immer auf die Steuerfrist geachtet (momentan Null-Probleme da ich locker noch für 6 TDM Gewinne realisieren könnte...). My Informer benutze ich auch als Online-Tool.

Liebe Grüsse

Rolf, der nächste Woche auf die Suche nach "Basiskandidaten" geht und sich mit SL auseinander setzt...
Hallo 50-er,

tja Thema Hausaufgaben, da kommen wohl noch sehr viele auf mich zu.
Auch ich mit meinen 20 Jahren möchte FU werden und das in ca. 10-12 Jahren und da fangen meine Probleme an. Bin mir auf meinen Weg zur FU bisher nur über den Zeitraum sicher, obwohl ich nicht weiss ob dieser realistisch ist. Kurz zu mir bin wie oben geschrieben 20 Jahre alt und seit 2 Jahren an der Börse tätig. Hab wohl mit Glück und auf Empfehlungen aus dem Aktionär bis zum heutigen Tag aus ca. 30000,-DM 60000,-DM gemacht. Bin nun seit ca. 2-3 Monaten stiller Leser bei euren Threads und lerne sehr viel daraus (besonderen Dank an Shaky, Wienerin und Learner6). Ich höre mittlerweile nicht mehr blind auf die selbsternannten Gurus sonderen schaue mir die Unternehmen sehr genau an und hole mir andere Meinungen ein. Nun aber zu meinen Problem :

- wie berechne ich eigentlich die FU meine damit welche Performance
muss ich erzielen wenn ich ca. 1,5 - 2 Millionen haben möchte ???
- wie berechne ich meine Monats-,Jahresperformance ???
- gibts iregendwelche Tools, Threads, Programme oder ander Internetseiten die sich mit diesen Fragen zur FU beschäftigen ???

gruss

Stefan - der mit den vielen Fragen
Hallo Stefan,
willkommen!

zu Deinen Drei Punkten:

- Performance berechnen: nimm das was Du hast, überlege Dir, was Du in Zukunft pro Monat
oder Quartal sparen kannst (und nicht mehr brauchst für Auto, Leben, etc), eventuell kannst
Du in 5 jahren mehr sparen, da Du dann einen oder einen besseren Job hast....
Dann mach die per Tabellenkalkulation (Excell, StarOffice) ein Raster mit Zinseszinsrechnung,
und gehe mal von mittleren 10% "Zinsen" aus pro Jahr. In manchen Jahren hast Du mehr,
in manchen weniger. Die Tabelle kann Dir dann ungefähr sagen, wann Du Dein Geld zusammen hat.
Überschlagemäßig verdoppelt sich Dein Geld bei 10% alle ca 8 Jahre.

- Monatsperformance: da gibt es sogar einen thread dazu, muß lange her sein.
Für jeden Monat schauen: ((Endbetrag - Einlagen) / Anfangsbetrag) -1
Fürs Jahr dann einfach Monatsperformance in Prozent plus 1 aufmultiplizieren und wieder 1 abziehen.

- Infomaterial zur FU ist wohl am ehesten hier im 50er board. Kannst ja mal die ganz alten thread
angehen. Lies auch mal den thread von Bimbesverwalter "Weg zu FU", der hat auch ca mit 20 Jahren
angefangen und ist nun fertig mit Mitte 30.

Komm zum Treffen in Dueseldorf, siehe thread dazu

Gruß
Forticus
Stefan,
hab was vergessen. Gibt son Spruch "Reich wird man nicht durch das was man verdient,
sondern durch das was man nichtausgiebt."
Ließ Dir mal das Haulshaltscontrolling von Learner6 durch

Gruß
Forticus
hey stefan,

wenn du aus 60 tdm in 12 jahren 1,5 miodm machen willst, brauchst du ohne sparleistung eine jährliche wertsteigerung von 31%. bei 2 miodm in 10 jahren müssen es schon jährlich 42 % sein. da hilft nur biotech ;).

z.b. jährliche depotperformance: (depotwert zum 31.10.00 - dw 31.10.99) / dw 31.12.99 x 100
z.b. (60.000 - 30.000) / 30.000 x 100 = 100 % :eek:
monatsperformance analog

schau mal in den duessel-threat `warum ich 2 mio zur fu brauche´ :D.

gruß penny - hilfsbereit :cool:
@Forticus

Hat ein wenig länger gedauert, aber ich war am WE auf der Spielemesse in Essen und damit keinen Internetzugang.

Forticus du hattest mich gebeten mal die X-Zahlen (komischer Name) für ein konkretes Beispiel zu basteln. Sun Microsystems waren gefragt, dazu Vorweg drei Bemerkungen:
1.Leider beschäftige ich mich nicht Wirklich mit dem amerikanischen Markt, der europäische ist für mich Momentan einsichtiger und besser analysierbar.
2.Ich habe eine Zeitschriftenanalyse durchgeführt, wie gesagt, ich war das ganze WE unterwegs und habe die 12 Stunden Bahnfahrt mit der Lektüre diverser Börsenzeitschriften verbracht.
3.Ich bin ein fehlbarer Mensch, die Einschätzung ist Subjektiv und soll nicht kopiert werden, sondern zum Nachdenken anregen.

Fangen wir an:

-- nackte Daten:

Sun Microsystems
WKN: 871111
Index: Nasdaq
Branche: Technologie, Server Datenspeicher, Software
Konkurrenten, zum Teil in Teilgebieten: IBM, HP, Intel, Microsoft (unvollständig)
Kurs (24.10): 144,-- E
Gewinn: 1999: 0,82 E
Gewinn: 2000e: 1,17 E
Gewinn: 2000e: 1,61 E
KGV 2001e: 88,9
KCV 2001e: 193,3
Volatilität: 6%

-- Aufstellung, Markposition:

1.SUN ist als einziger Computerhersteller in allen wichtigen Schlüsseltechnologien Vertreten.
Betriebssystem: Solaris ein Server und Workstation Betriebssystem auf Unix Basis
Prozessoren: Sparkprozessoren, Hochleistungsprozessoren für Workstations
Spiecher: Sun Store Edge hierzu fehelen mir noch Daten.
Anwender Software: Star Office, Microsoft ärger Produkt, welches durch aggressive Politik mit weiterreichender Lizensierung in den Massenmarkt gedrückt wird, wird von vielen Experten gleichwertig bis besser als die Office von Microsoft eingeschätzt. Läuft auf fast allen Plattformen.
2.Sun Microsystems ist eins der 6-7 größten Unternehmen in der Nasdaq.
3.Am 6.12 steht ein 1:1 Aktiensplit an.
4.Vorgelegte Quartalszahlen.
Ca 85% Gewinnsteigerung im ersten Quartal.
Ca 55% Umsatzsteigerung im ersten Quartal. Hauptsächlich in den Bereichen Server und Datenspeicher.
5.Analystenmeinungen:
ABM Ambro hebt das Kursziel von 140$ auf 150$.
Bear Stearns hebt die Gewinnschätzung für 2000 um 0,05$ und für 2001 um 0,15% an.

-- Analyse zu den Daten:

1.Listing an der Nasdaq, ich würde die Nasdaq je nach Bereich zwischen Mdax und Nemax anordnen, also setzen wir mal als X-Zahl auf die Spanne von 2,5-4,5 fest.
2.Die Valorarität wird von BO mit 6% angesehen, das bedeutet ich hätte eine "historische" X-Zahl von 0,06 (Warum ich das anmerke, ist schon wichtig, das meine X Zahl nachher deutlich über dieser historischen Zahl liegt, sonst bekomme ich ja andauernd Kauf und Verkaufssignale) Meist arbeite ich zum Vergleich mit der 3-4 fachen Volatilität der Aktie zum Vergleich mit meinem Endwert also X=1,8-2,4.
3.Zu der Marktposition, die breite Aufstellung ist als zweiseitig zu Betrachten:
1 - Breite gute Aufstellung reduziert die Volatilität da es zu ausgleichen zwischen den Bereichen kommt. (-0,5)
2 - Die Abhängigkeit von den Zahlen und Beurteilung anderer Unternehmen steigt, dadurch steigt die Volatilität. (+1)
4.Der Split ist steigert die Volatilität, ist aber nur als Einmaleffekt zu sehen?? (0,1)
5.Analystenmeinungen, neben den beiden genannten gibt Focus Money folgenes bekannt: 24 Kaufempfehlung stehen 2 Halteempfehlungen und einer Verkaufsempfehlung gegenüber.
Dieses kann zum einen als Kontraindikator gewertet werden, wird aber nur bei Einschätzungsänderungen zu einer Volatilitäts änderung führen. (+/-0)
6.Bauchgefühl: nach allem was ich gelesen habe bin ich positiv für die Aktie eingestellt, dieses wäre anders wenn es sich um ein Marktenges Europäisches Unternehmen handeln würde, warum werde ich weiter unten begründen. Dieser Punkt ändert zwar nicht die Volatilität, hat aber viel mit der Einschätzung einer Aktie zu tun.
Warum? Weil ich wenn ich positiv für eine Aktie eingestellt bin:
- einen LURO Chart erwarte, also die X-Grenze nach oben geringer ansetzen möchte, häufiger Nachkaufen reduziert den virtuellen Kaufkurs. (-0,3)
- der Aktie kurzfristig auch Rückschläge zubillige, also die X-Grenze nach unten höher ansetze, langfristig werde ich ja steigende Kurse sehen, warum sollte ich mich ausstoppen lassen. (+0,5)
(diese entscheidung wird vom Bauch gefällt, aber da liegt ja das Geheimnis der meisten Analysen)

-- AUSWERTUNG

1.X sollte eine Spanne von 2,5 bis 4,5 haben, und über 1,8 bis 2,4 liegen. Ich lege mich mal aufgrund der Zahlen auf X=3 fest.
2.-0,5; +1; +/-0 ; -0,3; +0,5 macht in Summe +0,7; ich habe diese Zahlen oben immer in Klammern angegeben sie Beschreiben wie, ich den Einfluss des Arguments auf die Schwankungsbreite einschätze, dabei sind die unter 6 gemachten Ausführungen zu Berücksichtigen

In Summe würde ich die X Zahl für Sun Mikrosystems bei 3,7 festlegen, liegt also bei ca. dem 6 fachen der historischen Volatilität. Daraus folgen für den Kauf am 24.10 zu 145E, folgende Grenzen: Stop Loss=106E; Stop Buy=199E.
Damit werte ich Sun Mikrosystems wie ein Deutsches Neues Marktunternehmen welches ich als ein NM Basisinvestment betrachten würde, z.B BB Biotech, Pfeiffer Vakuum oder Aixtron.

-- Nochmal zum Bauchgefühl

Die BO hat eine Kaufempfehlung ausgesprochen, wenn es sich bei Sun um ein europäisches und eventuell marktenges Unternehmen handelt würden wir bis Mittwoch, eventuell länger abenteuerliche Kursausschläge sehen.
Hier würde ich bei einer Erstbewertung sehr vorsichtigt werden, ich setze in einem solchen Fall den Wert mit dem Vorwochenschlusskurs und meinem X-Wert auf die Watchlist und sehe mir den Wert dann wieder an, wenn die Grenzen verletzt werden, meist nutze ich dann noch den halben X-Wert als Frühindikator.

So, das wars nun, dies sollte eine kleine Anleitung zur Ermittlung eines X-Werts werden, mit mehr Zeit und für mein EIGENES (also selbst bearbeiten) Depot hätte ich noch andere Informationsquellen dazu genommen, z.B. Internet.

IXC, der sich noch von der Nacht auf dem Bahnhof erholen muss, nach 0.00 kommt man Sonntags nicht mehr von Essen nach Lübeck.
ixc,
herzlichen Dank für Deine Arbeit, werde sie als Vorlage für meine Hausaufgaben nehmen.

Wenn ich jaorel richtig verstanden habe, kauft er in bestimmten Fällen nach,
wenn die untere Grenz verletzt wird. Bei Dir sehe ich das nicht und Du bestätigt,
daß Du RST für alle Deine Aktien verwendest. Hast Du demnach kein "Basisdepot",
wo Du Aktien generell hälst und bei schwächen nachkaufst?
naja, das hast Du eigentlich beantwortet. Die Frage ist eher: Warum?

Gruß
Forticus
Hallo 50-er,

@IXC
Du scheinst ja eine sehr ausgefeilte, individuelle Methode gefunden zu haben. Da bin ich noch meilenweit von entfernt, aber ich lerne ja tagtäglich dazu... Für mich ist es wichtig, daß der Zeitaufwand begrenzt und die Methode einfach einwendbar ist.

@Stefel
Es gibt zwei Parameterbereiche bei der Berechnung innerhalb der FU-Strategie:
1. Parameter für die Zeit ab FU (Eintrittszeitpunkt bis Tod)
2. Parameter für die Zeit bis zur FU (heute bis zum Eintritt der FU)

Wichtige Parameter ab FU:
- FU-Eintrittszeitpunkt
- Geplante, jährliche Durchschnittrendite
- Monatlicher oder jährlicher Finanzbedarf zur Abdeckung aller Lebenshaltungskosten

Aus diesen drei Parameter kann dann z.B. das Zielkapital ermittelt werden, daß Du benötigst um bei den angenommenen Voraussetzungen FU zu werden.

Wichtige Parameter bis zur FU:
- Startkapital
- Durchschnittlich, jährliche Sparleistung (insb. in der Anfangszeit)
- Durchschnittlich, jährliche Zielrendite

Klar, je höher das Startkapital, desto bessere Chancen früh ein gutes Kapitalpolster zu haben...

Liebe Grüsse

Rolf
Hallo Leute

Aus aktuellem Anlass muss ich momentan meine Strategie umstricken.
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-------- BB Biotech liegt mittlerweile bei 33% Depotanteil. --------
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Das ist mir nach reiflicher Überlegung doch zu viel, auch wenn ich mich dazu früher anders geäußert habe. Ich werde also eine Obergrenze für Depotanteile festlegen: Ein Wert darf höchstens einen Depotanteil von 30% erreichen. Sollte der Wert über 30% liegen und die Kaufgrenze erreichen wird er Verkauft und auf 1,5 Anteile reduziert. Mit denen wird dann normal weiter verfahren. Ich bin immer noch überzeugt davon, das BBB ein Basisinvest in meinem Depot bleiben sollte, aber was zuviel ost ist zuviel.
Ausserdem komme ich durch einen Teilverkauf dieser Position auf einen virtuellen Kaufpreis von 0 E und hätte damit eine Gratisposition im Depot, hat auch was, oder?.

@jaroel
ich habe mir mal Deine Äußerungen in diesem Thread durchgelesen, wie du sicherlich gemerkt hast, habe ich meine Strategie mittlerweile wieder ein wenig modifiziert. Ich werde meinen erfolg auch dann hier Posten, vielleicht sollte ich dazu doch nochmal einen Thread aufmachen, vielleicht könnten wir den dann mit unsern doch ähnlichen Strategien gemeinsam führen.
Dort könnte man dann auch nochmal genauer auf die Ermittlung des fairen wertes eingehen, ich werde mir mal einen Wert aussuchen und versuchen einen fairen Wert zu ermitteln. Mal sehen ob und wie ich das noch einbauen kann. Aber im Moment schweben mir noch andere Änderungen, aus aktuellem Anlass vor, dazu mehr weiter unten.
Zu Deiner Strategie habe ich noch Fragen:
-- Investierst du die Zweite Tranche auch, wenn die Aktie nicht an der unteren Grenze kratzt?
-- Ziehst Du wirklich nur einmal den SL nach, oder jedesmal wenn der Kurs an die obere Grenze stösst.
-- Läufst Du mit deiner Art des verbilligens nicht gefahr in ein fallendes Messer zu greifen? Ich meine es gibt bestimmt einige Aktien bei denen der faire Wert über dem aktuellem Kurs liegt, die aber in einer unmodernen Branche aufgestellt sind und deshalb nicht laufen. Ich könnte mir vorstellen, das DCX nach deiner Methode schon lange unterbewertet ist, nur so als Beispiel: Am Anfang des Jahres hat DXC noch über 85E gekostet, bei 70E hättest Du dann verbilligt....

@Forticus
Bin sehr daran interessiert zu welchen Schlüssen Du bei Deinen Hausaufgaben kommst.

-- Zu Deiner einen Frage, Du gehst recht in der Annahme, das ich kein Basisdepot habe. Wenn ich eine Aktie verkaufe, kommt sie automatisch auf die Watchlist, zu dem aktuellen Verkaufskurs. In dem Moment indem sich die Aktie wieder fängt, wird sie nach erneuter Prüfung eventuell wieder gekauft, fällt sie weiter fliegt sie auch aus der Watchlist. Auf diese Art gibt es Aktien die immer mal wieder in meinem Depot landen. Deutsche Bank, SGL Carbon stehen kurz vor einer Neubewertung. SGL habe ich im Sommer zu Gunsten meiner Fotoausrüstung verkauft.
Ich führe also letztlich ein virtuelles Basisdepot welches ich am ende einer Schwächephase wieder auffülle.
-- Zu Deiner anderen Frage: "Wie sind Deine Erfahrungen mit RST bei Marktüber- und untertreibungen?
Ich denke hier an Auslösen von SB und neu-SL kurz hintereinander an einem Mittwoch und Donnerstag (Frühjahr?), oder SL bei soliden DAX Werten an einem schwarzen Mittwoch."
Ich weise nochmal darauf hin, das die RST die Signale liefert, auf den Knopf drücken muss man selbst, soll heißen, bei diesen Übertreibungen konnte man eventuell anhand der Randbedingungen den späteren Verlauf erahnen, das Marktumfeld muss bei jeder Kauf, Verkaufsentscheidung betrachtet werden!

@Learner6
Auch ich mit meiner ausgefeilten individuellen Methode muss noch unheimlich viel lernen. Ich weiß zwar sehr genau, wie ich Gewinne laufen lasse und Verluste begrenze, aber wie ich die richtigen Werte auswähle, da fehlt mir noch viel.
Zum Thema Zeitaufwand, ich komme für die Depotpflege mit einer Stunde pro Woche aus. Dazu kommt die Zeitaufwand für das finden von neuen Kandidaten und Erstanalyse von Aktien.

So das wars dann erstmal

Ciao

IXC
Hallo IXC,

ich finde es gut, wenn Du (evt. zusammen mit Jaroel) ein "Strategiethread" aufmachen würdest.

Auch ich habe, was Biotech angeht die "Notbremse" gezogen. Obwohl ich nur 3 von 16 Werte im Biotech habe, haben sie zeitweise bis zu 47 % ausgemacht. Das kam einzig und allein von Qiagen, die tlw. weit über 28 % Anteil hatten. Den Erstkauf habe ich jetzt mit einem steuerfreien Gewinn von über 408 % verkauft. Damit ist mein Biotech-Anteil auf "nur" noch 28,1 % gesunken...

Jetzt bin ich in der glücklichen Lage über etwas Cash zur verfügen, und mein WPK ist wieder auf Null.

Genau richtig um jetzt noch evt. im Power- und Turbobereich zu investieren.

Am Wochende werde ich für mich ein Resümee ziehen, was die Börsenhausaufgaben angeht, da der erste Monat vorbei ist...

Liebe Grüsse

Rolf
Hi Strategen,

Eure Strategien sind ja ganz nett, müßten aber in Abhängigkeit der Depotgröße gesehen werden.
Eine Strategie, bei der man über 30 % in einem Wert investiert ist, der auch noch ein höheres Risiko beinhaltet als Blue Chips, ist sicher bei kleinen Depots, wo Verluste durch Sparleistung ausgeglichen werden können evtl. vertretbar. Bei großen Depots ist es Wahnsinn. Mir wird heiß und kalt bei dem Gedanken 1/3 des Vermögens in BB-Biotech oder Intershop oder wo auch immer zu haben.

Ich möchte hier nicht eure Strategien angreifen, aber in eine Strategie sollte auch das Risk-Managment einbezogen werden.

Grüße vom Bimbes, der jetzt seine Herztabletten sucht.
Hi 50er,

komme erst heute wieder zum posten, hab zur Zeit einen 12-13Std Arbeitstag und wenn man da solange vor dem Bildschirm sitzt hat man wenig Lust das dann zuhause auch noch zumachen.

Zuerst mal vielen Dank an Forticus,penny01 und Learner6 für eure Hilfe. Werde nun mal die ganzen alten Threads angehen, kommt viel Arbeit auf mich zu, aber was solls ohne Arbeit keine FU. Würde ja gerne zum Treffen nach Düsseldorf kommen, ist aber für mich zuweit, komme aus der Nähe von Bamberg (Oberfranken).

Gibts eigentlich ein Programm (ausser Excel) mit dem man seine Depot verwalten kann (sprich Anzeige der Monatsperformance, Jahres-performance,usw. denke da an Quicken oder irgendein Wiso-Programm).

gruss

Stefan
@bimbesverwalter
Du hast recht, 30% sind zuviel. BB B ist halt natürlich gewachsen, ich habe aufgrund meiner Strategie 2 mal Nachgekauft und die Aktie ist gut gelaufen, ausserdem musste ich im Sommer ein wenig Geld abziehen, natürlich habe ich dabei die Luschen verkauft, Resultat der Depotanteil stiegt.
Obwohl mir BB B schon wieder ein Kaufsignal gibt, werde ich heute abend den Anteil wieder auf erträgliche 7,5% Depotanteil reduzieren, eigentlich waren 5% geplant aber da es wieder ein Kaufsignal gibt und ich dann die restlichen 7,5% praktisch zum Preis von 0 Euro im Depot habe..........

Aber Dein Aufschrei führt uns zu einer weiteren Hausaufgabenaufgabe: Risk-Managment, Risikoverteilung



Risk Management, Risiko Verteilung

Es gibt mehrere Möglichkeiten, stellen wir mal die Fragen die mir ohne langes Überlegen dazu in den Sinn kommen??
- Wieviel Geld darf ich pro Position verlieren.
- Wieviel Geld darf ich pro Position gewinnen.
- Strukturiere ich mein Depot nach Branchen?
- Strukturiere ich mein Depot nach Indexzugehörigkeit?
- Strukturiere ich mein Depot nach Regionen?
- Wieviele Werte kann ich gut überblicken und analysieren?

Diese Grundfragen führen vieleicht zu einer Diskussion...

IXC
Hi ixc,

ich halte es fuer eine gute Idee gemeinsam einmal den fairen Wert eine Aktie zu ermitteln. Sollten wir wirklich in einem gesonderten Thread machen.

Ich schulde dir noch einige Antworten zu deinen Fragen bezueglich meiner Strategie:

-- Investierst du die Zweite Tranche auch, wenn die Aktie nicht an der unteren Grenze kratzt?
Habe ich nicht vor. Bsp. Singulus zu 50 E gekauft, SL bei 35 E. Kann mir momentan nicht vorstellen die 35 E nochmals zu sehen,d.h. ich kaufe erstmal nicht nach.
-- Ziehst Du wirklich nur einmal den SL nach, oder jedesmal wenn der Kurs an die obere Grenze stösst.
Ich ziehe das SL/SB-Intervall jedesmal nach, wenn der Kurs durch die obere Grenze stoesst, allerdings erst nach Ablauf der Spekufrist. Bsp. wieder Singulus: Kauf 50 E, Intervall 35-65 E, stoesst die Aktie durch die 65 E neues Intervall 45-85 E und dieses Spielchen treibe ich beliebig lange fort.
-- Läufst Du mit deiner Art des verbilligens nicht gefahr in ein fallendes Messer zu greifen? Ich meine es gibt bestimmt einige Aktien bei denen der faire Wert über
dem aktuellem Kurs liegt, die aber in einer unmodernen Branche aufgestellt sind und deshalb nicht laufen. Ich könnte mir vorstellen, das DCX nach deiner Methode
schon lange unterbewertet ist, nur so als Beispiel: Am Anfang des Jahres hat DXC noch über 85E gekostet, bei 70E hättest Du dann verbilligt....
In diese Gefahr laufe ich sicherlich. Um diese etwas zu begrenzen, kaufe ich bei Durchfallen meines SL nur dann nachwenn der von mir ermittelte faire Werte deutlich ueber dem aktuellen Kurs liegt. Bei Daimler ist das sicherlich der Fall. Mein SL liegt bei 51 E der faire Wert ueber 80 E. Faell Daimler unter 51 E werde ich allerdings nicht nachkaufen, da die Position schon recht gross ist, ich werde sicherlich aber nicht verkaufen, es sei denn es aendert sich fundamental etwas.

glueckauf
jaroel
@Jaroel

Eigener Thread, ich habe mich entschlossen einen Thread aufzumachen in dem ich die RST nochmal detailiert Beschreibe. Dort kann man am Praktischen Beispiel eines Realen Depots mal, die Vorgehensweise erklären, es wäre schön, wenn wir das dann gemeinsam machen könnten und so eventuell unsere beiden Strategien vergleichen.

IXC
Hi 50er,
Hi IXC,

auf die Diskussion bin ich sehr gespannt, denn mein Eindruck ist, das viele kein Risk-Managment betreiben und Branchen oder Regionen übergewichten von denen sie glauben, das sei der Markt der Zukunft. Ist man dann noch von einer Aktie absolut überzeugt kommt es vor, das plötzlich das Depot stark von einer einzigen Aktie abhängt.
Liegt man in seiner Einschätzung richtig wird nachgekauft, um noch stärker am guten Lauf der Aktie zu partizipieren. Der Depotanteil der Aktie wächst.
Liegt man in seiner Einschätzung falsch, wird nicht zugegeben das man falsch liegt und die Situation neu bedacht und eventuell umstrukturiert, sondern man sieht den Kursrückgang als gute Kaufgelegenheit um zu verbilligen. Das Risiko wächst und irgentwann kippt das Verhältnis Chance/Risiko und das Risiko überwiegt. Wie gesagt bei kleinen Summen (kleine Summen meiner Meinung nach ca. 1 - 2 Jahresgehälter Depotgröße) kein großes Problem, muß man halt auf konsum verzichten und sparen, doch bei großen Depots nicht zu verantworten, denn die Verluste lassen sich nicht mehr durch Konsumverzicht ausgleichen, sondern können evtl. die FU gefährden.
Das gleiche gilt für den Herdentrieb. Man kauft Aktien nur weil sie alle kaufen, ohne zu wissen was das für ein Laden ist den man da kauft, wobei mir das bei den 50ern nicht so auffällt, da ist man ja meist schon ganz gut informiert. Also, wer schon mit allen bei rot über die Ampel geht, sollte wenigstens nach links und rechts schauen und nicht blind hinterher laufen.
Gut informiert sein, senkt halt auch etwas das Risiko. Wie man das schafft bei zig Werten im Depot ist mit persönlich schleierhaft.
Ich habe maximal 15 Werte im Depot, in der Regel zwischen 8 und 12, und ich habe nur 1 Depot.
Weitere 10-15 Werte habe ich unter Beobachtung um gegenbenenfalls austauschen zu können.

Ich kenne welche die haben ein B2B-Depot, ein Biotech-Depot, ein Medien-Depot, ein Asien-Depot ein Basis-Depot etc. In jedem Depot befinden sich zwar "nur" 10 Werte, aber zu kontrollieren gibt es dann doch fast 100 Werte. Dazu kommt noch die ellenlange Beobachtungsliste.

Mit den obigen Beispiel (zuviele Werte und ein Wert völlig übergewichtet) meine ich keinen hier im Club, sondern waren meine Anfangsfehler.

Ich freue mich auf die Diskussionen die hoffentlich folgen.


Grüße vom Bimbes, dem Konservativen .
@bimbesverwalter
Meine Strategie sieht zwar das Nachkaufen vor, aber nur wenn die Aktie gut läuft, als obere Grenze setze ich mir ab sofort die 30%, die wahrscheinlich zu hoch liegen, aber letztlich bedeuten,. das ich bei 25% keinen Nachkauf mehr tätige. In Zukunft werde ich die 30 Prozenter immer schön auf 5% zurückstutzen.
Verbilligen lehne ich ab, da gibt es so ein fallendes Messer, da greife ich nicht gerne rein, und fallende Ambosse halte ich nicht gerne auf.
Nochmal zu BB B da habe ich knapp 100% zu meinem virtuellen Kaufkurs gemacht, hatte also nur 15% Depotanteil gekauft. Kann man auch als zuviel ansehen.

Ich strebe uch 10-15 Werte im Depot an, momentan bin ich miit 7 Werten allerdings noch weit davon wech, kommt aber noch, immerhin habe ich noch 7 Werte auf der Watchlist, aber kein Kapital, kommt aber heute wieder rein.

IXC
Hallo bimbes,

Du hast vollkommen recht, das man mit Erreichen von Etappenzielen auch seine Strategie, in Richtung Kapitalerhalt, ändern muss.

Ich denke auch, das dieser Ansatz von vielen beherzigt werden wird.
Learner ist ja schon auf einem guten Weg dorthin.

Das Du als FU ein möglichst geringes Risiko eingehen willst ist doch nur logisch. Ich würde auch nicht mehr viel riskieren, wenn mich mein Geld vor einem aufgezwungenem 8 Stunden-Tag schützen würde.

Aber im Aufbau gehe ich Risiken ein, und wenn ich eine Aktie, die 30% meines Depots ausmacht, durch "glückliche" Fügungen auf, was weiss ich, 70 oder 80% Depotanteil kommt, dann habe ich meine S/L so nachgezogen, das mich ein Unterschreiten des S/L nicht mehr Ewigkeiten in meiner Zielerreichung zurückschmeisst.
Das dann freiwerdende Geld werde ich dann mindestens 2 Stufen sicherer anlegen.
Andererseits, wenn die 30% den Bach runtergehen, wirft mich das natürlich zurück, aber eben, wie Du ja sagst, nicht auf dramatische Weise.

Es sollte jedem klar sein, das eine Strategie immer dem momentanen Status angepasst sein soll, so daß sie nicht auf immer und ewig auf derselben Schiene weiterverfolgt werden kann.


Gnomi, der sich im Aufbau befindet
Risiko Management
beginnt mit einer unbequemen Frage:

Welchen Anteil meines gesamt (Buch) Vermögens bin ich bereit, bei dieser Position zu, verlieren?

Sicherlich bekommen viele bei dieser Frage Probleme, sind wir denn nicht an der Börse um unser Vermögen zu erhöhen? Sind wir, aber wir sind auch an der Börse um unser Vermögen nicht zu verlieren. Immer getreu einer der unumstößlichen Börsenregeln:

Verluste reduzieren, Gewinne laufen lassen.

Bei der Entwicklung eines Risikomanagements gibt es verschiedene Ansätze, die zum Teil auch von vielen 50´ern praktiziert werden, zählen wir mal auf:

--- Diversifikation
---------------

ist meiner Meinung nach im eigentlichen Sinne kein Risiko Management, aber eine Risikoverteilung und gehört damit auch an dieser Stelle in diesen Post. Hier werden vielfältige Modelle gefahren und sind auch schon in diesem Thread erklärt worden, ich zähl einfach mal ein paar auf, diese Aufzählung ist Sicherlich nicht vollständig:
-- Risiko Klassen Methode:
Das Depot wird in verschiedene Klassen unterteilt, denen verschiedene Anteil am Depotanteile zugebilligt werden. Learners 3fach Unterteilung in Basisaktien, Basiskandidaten und Spielaktien ist hierfür ein gutes Beispiel. Ich mache bei meiner RST nichts anderes, ich versuche bei einer Gesamtrisikoklasse (X-Wert fürs ganze Depot) zwischen 3,5 und 4 zu liegen .
-- Branchen
Hier kommen wir zu Bimbes Beispiel mit den 10 Depots mit den 10 Werten. Nach allgemeiner Meinung sollte ein Depot über mehrere Branchen gestreut werden. Für die Aufsplittung nach Branchen spricht eine Risikoverteilung, dagegen eine Gewinnminderung.
Zu diesen Beispiel gibt es hier im Board letztlich zwei extreme, da gibt es welche, z.B. IXC die einen Gemischtwarenladen haben und andere, z.B. Shakesbier die Ihr Depot konsequent auf einen Bereich ausrichten.
Letztlich wäre es wohl wichtig sich auf 3-5 verschiedene Branchen zu konzentrieren, die sich nicht allzu sehr gegenseitig beeinflussen und die das Zeug haben während seines eigenen Anlagehorizont gut laufen sollten.
--Länder oder Regionen
Hier gilt fast alles was ich eben zu den Branchen gesagt habe. Allerdings kommen noch Sonderfaktoren hinzu, werden bestimmte Regionen momentan gefördert (Beispiel EU Osterweiterung)? Oder gibt es irgendwelche Sonderfaktor die die Wirtschaft in einer Region beeinflussen WHO beitritt von China, oder Präsidentschaftswahlen in den Staaten
-- Leitwährungen
Allerdings kommt hier noch die Abhängigkeit von den Währungen dazu. Es stellt sich die Frage, welche der Leitwährungen Dollar, Yen oder Euro entwickelt sich am besten schlechtesten. Letztlich muss ich mir bei den Firmen ansehen auf welchen Märkten (in welcher Währung) sie einkaufen und auf welchen sie Verkaufen. Momentan sollte man in Euro einkaufen und in Dollar verkaufen.

--- Fehlermanagement
----------------------

Der am häufigsten gemachte Fehler an den Börsen ist das Wiederholen von Fehlern. Dazu sind unsere Fehler aber nicht da, unsere Fehler sind dafür da, dass wir aus ihnen Lernen. Fehlermanagement besteht aus 4 Schritten: Fehler machen, Fehler erkennen, Analysieren und Fehler vermeiden. Leider oder zum Glück kann man fremde Fehler nicht oder nur sehr schwer zu eigenen Erfahrungen transformieren. Oder einfacher, wenn Jaroel eine Aktie verbilligt ist dass in seiner Strategie ein richtiger Schritt, ich glaube es war Forticus der irgendwo geschrieben hat, das er durch verbilligen schon viel Geld verloren hat; Forticus (?) hat daraus gelernt, dass er in Zukunft keine weitern Verbilligungen mehr durchführt.
Als Tipp zum Erkennen eigener Fehler, hier spielt uns unsere Psyche so manchen Streich, ist das Beschäftigen mit den Börsenregeln. Vielleicht sollte man die mal Sammeln. (Greife nie in ein fallendes Messer oder the Trend is your friend!)

Ach ja Fehler Management ist eng mit dem Risikomanagement verknüpft, denn wenn ich meine Fehler kenne und auf sie reagiere vermindere ich mein Risiko.

--- Stop Loss
--------------

Hier kommen wir wieder zu der oben gestellten Frage:

Welchen Anteil meines gesamt (Buch) Vermögens bin ich bereit, bei dieser Position zu, verlieren? Für ein Risikomanagement muss ich mir diese Frage stellen letztlich muss ich sie noch erweitern, was verliere ich im Worst-Case wenn die Börse crasht, vorausgesetzt, meine SL halten??
Andererseits muss ich mich bei diesem Thema auch fragen, ist ein realer SL das richtige Mittel um mein Depotabzusichern.

--- Put Optionsscheine oder Optionen
------------------------------

Diesen Teil überlasse ich mal allen, die sich damit auskennen, Wienerin, Shakesbier und ihr anderen Optionsscheincracks ihr seid gefragt.


--- Depotanteile
-----------------

Dazu habe ich irgendwo mal über ein mathematisches Modell gelesen, das ich aber nicht mehr hinbekomme, in der Zusammenfassung wurde dort ausgerechnet, wie groß darf ein Anteil einer Aktie bei welchem SL sein, damit ich nicht mehr Verliere als ich vorher festgelegt habe. Ich werde mich aber mal damit noch weiter Beschäftigen, vielleicht finde ich das ja noch.

--- Aktienauswahl
------------------

Dazu gibt es ja den Thread von JoeCool, muss ich hier nicht weiter besprechen, oder? Nur eine Anmerkung, viele der hie genannten Aspekte sind dort schon behandelt worden.



So, das soll es dann auch gewesen sein, das lang hoffentlich erstmal als Diskussionsgrundlage, oder??

IXC, der allen ein schönes WE wünscht.
Hallo 50-er,

dieser Thread hat sich zu einem sehr interessanten Strategiethread entwickelt.

Da gerade Strategiediskussionen etwas Zeit verlangen, werde ich erst am Wochenende dazu kommen, mich aktuell in die Diskussion wieder mit einzubringen. Am Wochenend werde ich selbst für mich Revue passieren nach 1.Monat "Hausaufgaben".

Bis dahin

Liebe Grüsse

Rolf
Hallo 50-er,

vor knapp 1 Monat kam ich zu dem Entschluss, daß ich erstmal meine „Börsenhausaufgaben“ machen muß !

Da ich sehr gerne und sehr oft mein Verhalten selbstreflektiere, stellt sich mir die Frage: Was hat sich bis jetzt getan ?
Vorab:
Finanzstrategisch bleibt die Ausrichtung auf mein Finanzlebensziel „FU mit spätestens 50“ weiterhin bestehen.
Dies werde ich mich 1,4 Mio DM erreichen.
Meine optimistische „Turboversion“ (FU mit 45 Jahre = noch gut 5 Jahre) bleibt vorerst auch als sog. „Best Case“ fester Bestandteil meiner FU-Strategie. Realistisch gesehen, werde ich wohl irgendwann zwischen meinem 45 und 50. Lebensjahr die FU erreichen. Soweit zu meiner FU-Strategie in kurzen Zügen (siehe auch Thread „Turbostrategie“) und zu den Zahlenspielereien.

Seit dem Entschluss mein Depotstrategie zu ändern, hat sich meine Ausrichtung auf das Schielen nach reinen „Zahlen, Zielgrößen und Performance“ hin nach der Suche eines ausgewogenen Depotmixes hin verlagert. Kurz um, ich starre nicht mehr ausschließlich auf die noch benötigten Depotzuwächse, auf meine ellenlangen Statistiken in allen Variationen. Die Auswahl der richtigen Einzelwerte, die zu mir passen steht bei mir im Vordergrund. Die Beschäftigung mit den vorhanden Werte hat eine höhere Bedeutung erlangt; ebenso das Beobachten des Börsenmärkte, der Einflussfaktoren auf die Börse usw.

Mein Depotinstrumentarium in Excel habe ich völlig entrümpelt. Hatte ich vorher in einer Datei 16 einzelne Tabellenblätter, die mir z.B. alle mögliche Rankings anzeigten (Ewige Ranglisten, Durchschnittsperformance pro Tag, Ranking nach Regionen, Segmente, Branchen), so habe ich mich jetzt auf das für mich Wesentliche beschränkt.
Meine vier Tabellenblätter:
1. Depothauptblatt mit allen Einzelwerten nach Transaktionen gegliedert und mit den wichtigsten Kriterien, u.a. auch mit dem nächsten wichtigen Einzelwerttermin, SL

2. Zielerreichungspläne; Soll – Ist Vergleiche (als sog. Frühwarnsystem)
FU seit Start bis zum 50 Lebensjahr nach Jahren
FU seit Start Turboversion nach Jahren
FU aktuelle Hochrechnung nach Jahren
IST Monate Jan bis Aktuell
Grafik IST Monate zu aktuelle Hochrechnung

3. Watchliste, getrennt nach den drei Bereichen

4. Steuerdatei 2000, nach steuerfreien und unterjährigen Transaktionen getrennt, gleichzeitig mit Berechnung, wie hoch momentan noch mein steuerfreies Handlungspotential ist, falls ich unterjährig mit Gewinn verkaufen will.

Das war im Übrigen mit das Erste was ich an Hausaufgaben erledigt habe: Entrümpeln und Blick für das Wesentliche ! Bin zwar noch nicht ganz fertig (Stichwort Unternehmenstermine, die die Kurse beeinflussen), aber ich bin schon ganz gut mit zufrieden.

Das Allerwichtigste aus meiner Sicht, war die Einteilung meines Depot in drei Risikoklassen. Ich kann Euch gar nicht sagen, wie wohl ich mich dabei fühle, zu wissen, daß ich durch meine „Global Player“ auch mal in schwierigeren Börsenzeiten gut gewapnet bin ohne tagtäglich auf die Börse achten zu müssen. Es ist ein schönes Gefühl. Hier werde ich noch ein paar Nachkäufe tätigen, damit die Gewichtung innerhalb des Bereiches einigermaßen gleich ist. Was mich auch beruhigt, ist die Erkenntnis, das ich keine Stopp Loss hier einsetzen muß, wohl aber benachrichtigt werde, wenn ein virtueller SL erreicht wurde (Stichwort: Nachkauf).
Es fiel mir allerdings schwer, mich von einigen Aktien trennen zu müssen. Ich habe mir lange Zeit eingeredet, daß die Werte einfach gut sein, obwohl der Markt mir das Gegenteil bewies. Wahrscheinlich wollte ich mir nicht eingestehen, daß ich „Verlustwerte“ produziert habe. Komischerweise fiel es mir um so schwerer, als ich drei Werte im Depot hatte mit denen ich geistig, moralisch schon längst abgeschlossen hatte, die aber bei einem Verkauf neue „Rekordverlustperformance“ brachten. Noch nie hatte ich eine Aktie verkauft, die über 19 % Verlust machte, das war mein psychologisches Problem. Aber nachdem ich mich dazu entschlossen hatte, die Aktie zu verkaufen, war ich doch sehr erleichtert. Überhaupt bin ich sehr erleichert, wenn ich mich dann endlich mal von einer Aktie getrennt habe, von der ich nicht mehr überzeugt bin. So habe ich im Oktober „Verluste ohne Ende“ produziert, was mir im Nachhinein der Markt auch tlw. Recht gab (Stichworte: Singulus, Ericsson).
Nachdem ich dies mehrfach exerziert hatte, fiel es mir schon deutlich leichter, so daß ich jetzt sagen kann, das ich auf gutem Wege bin, den Standardrat „Verluste zu begrenzen“ zu befolgen.

Ein weiteres psychologisches Hindernis für mich war die Tatsache zu akzeptieren, daß bestimmte Medien Kurse beeinflussen (ob ich das gut finde oder nicht). So hatte ich immer ein Greul den „Aktionär“ zu kaufen, weil ich den Herrn F. „nicht ab kann“. Es nutzt mir aber nichts, wenn ich kurz vor einen Einstieg bei einen Wert bin und genau dieser Wert z.B. von Herrn F. empfohlen wird und ich mich wundere warum ich dem Kurs hinterherlaufe..

So hatte ich mich entschlossen drei publikumswirksame und kursbeeinflussende Börenmagazine öfter zu lesen, die ich vorher mehr oder weniger gemieden hatte.

Genau das selbe Problemchen hatte ich mit Charts bei Einzelwerten. Es gibt halt bestimmte Signale zu beachten, auf die eine breite Anlegerschicht achten (ob ich das gut oder schlecht finde spielt da keine Rolle). Ich werde zwar jetzt nicht zum Chartexperte, werde mir aber vor jeder bevorstehenden Transaktion den entsprechenden Chart nebst mögliche wichtige Unternehmenspezifische Termine genauer anschauen.

Überhaupt gibt mir meine Depotstrukturierung die subjektive Sicherheit nicht dauernd auf sämtliche Kursbewegungen zu schielen, weil ich mich nur dann intensiver beschäftigen möchte, wenn ich eine Transaktion plane oder der Kurs in Nähe meines SL rückt bzw. eine wichtiger Unternehmenstermin bevorsteht.

Was ich bereits mehr oder weniger verinnerlicht habe ist meine subjektive Meinung, daß ich bei Unternehmensvergleiche immer darauf achten muß in welcher Risikoklasse ich mich befinde, da ich sonst u.U. Äpfel mit Birnen vergleiche.

Ich möchte zwar sowohl „Äpfel“, als auch „Birnen“ im Depot haben, will sie aber Performancemässig nicht miteinander vergleichen.

Momentan bin ich gerade dabei mir mehr „Birnen“ äh ich meine Poweraktien ins Depot zu legen. Musste früher bei mir immer alles sofort geschehen, so habe ich jetzt die Sicherheit, daß ich nicht um jeden Preis eine Aktie haben muß, sondern vorher erst mal mich mit dem Unternehmen als Solches auseinandersetzen will. In der Euphorie kann man leicht vergessen, daß es sich NICHT um Monopolygeld handelt, sondern um hartverdientes Geld, daß ich für ein LEBENSZIEL benötige (nicht aus Spielerei oder reinem Zeitvertreib) handelt.

Mein Börsenerfahrungsbuch ist so ne Sache. Ich hefte alles Interessantes ab, komme aber mangels Zeit kaum dazu nachzulesen, so daß ich z.B. einige für mich sehr interessante Thread doppelt und dreifach bereits kopiert habe in Word ohne jedoch mich genau damit auseinanderzusetzen...

Aber wie heißt es so schön: „Nobody is perfect...“

Liebe Grüsse

Rolf, der jetzt gleich zusammen mit seiner Frau, bei einem Glas Wein die Telebörse ansieht...
Risikomanagment

Ergänzungen zu ixc:

- ja, ich habe in Aktienfilter`s thread von meinen negativen Erfahrungen bei Nachkäufen
geschrieben. Meine Schlußfolgerung, nicht zu verbilligen, zog ich aus dem Fortunecity Beispiel
für Akiten, die (noch) keine Gewinne machen. Bei sogenannten Wachstumswerten, würde ich
schon in zB drei Teilpositionen kaufen wegen des Cost Average.

- zu Depotanteile / mathematische Modell:
War das das von Spekulatius bei Tinto? hier isses...
http://www.tinto.de/geld/risiko.htm
habs vor über einem Jahr schon gelesen, fand es faszinierend,
habe aber nie mehr danach geschaut. Werde es sofort in meinen
Hausaufgabenorder .... abheften ;)

Gruß
Forticus
Hi Rolf,

sehr gut wie du deine Hausaufgaben gemacht hast. Wirklich bewundernswert. Gut finde ich deine Konzentration aufs Wesentliche bei deinen Tabellen und den Mut, Erkenntnisse auch in die Praxis umzusetzen. Eigentlich weiß jeder, Schrott muß raus, aber wirklich zu verkaufen, zeichnet den langfristig Erfolgreicheren aus.
Warum sind Kaufaufträge schneller erteilt als Verkaufsaufträge ?
Warum kauft mal lieber calls anstatt puts ?
Warum empfindet man eine steigende Börse angenehmer als eine fallende ?

Investitionen sollte man mehr nach dem Kopf treffen als nach dem Bauch.
Ich denke du bist auf dem richtigen Weg.

Grüße vom Bimbes, der vom Learner noch viel lernt.

P.S. Habe heute meine Jungheinrich vor die Tür gesetzt, der erwartete Ausbruch blieb aus, also weg mit dem Gaul. (gekauft zu 9,30 verkauft zu 9,15)
Hallo rolf,

ich finde es immer wieder faszinierend, wie strukturiert Du alles angehst.
Bei manchen Sachen, hab ich mich wieder gefunden, besonders bei dem "ich muss sofort dabei sein".
Das versuche ich mir langsam abzugewöhnen.
Die Charts gucke ich mir schon an, aber bis auf ein grobes Raster ist bei mir auch keine Ahnung vorhanden.

Die Börsenlektüre habe ich, im Gegensatz zu Dir, drastisch runtergeschraubt. Ich habe zeitweise 10 verschiedene Finanzzeitschriften in der Woche gelesen.
Stiftete aber mehr Verwirrung als Durchblick.

Beim Thema "Schlaf gut Depot" bin ich mir noch nicht so 100%ig sicher, wie ich weiter verfahre.
Immerhin habe ich noch 4 Fonds, die mittels Sparplan bespart werden und die sind allesamt konservativ.
Ich hoffe aber, das ich die nicht bis zur Rente brauchen werde, da sie sowas wie mein "Rettungsanker" sind, falls ich mit meinen anderen Investitionen komplett daneben liege, was ich aber nicht glaube.

Gnomi, der glaubt, seine Gedanken auch mal ein bisschen strukturieren zu müssen.
bimbesverwalter,
Du schriebst zwar, Dein Negativbeispiel mit zuvielen Aktien stamme von Dir...
aber ich fühlte mich dennoch angesprochen. Obwohl, eigentlich habe ich
derzeit nur 9 Aktien. Der Rest sind Fonds (3) und Optionsscheine (9), siehe
http://www.forticus.de/ga/depots.gif (Stand: heute, Wochenschlußkurse)

Rolf,
das sieht ja gut aus!
Was mich nun noch interessieren würde (vielleicht habe ich es überlesen),
hast Du regelmäßige Sparraten, die in Deine 3 Depots laufen?
Wie teilst Du das auf?
Ich habe noch ein Tabellenblatt, wo ich genau die Cash Bestände verfolge,
da ich zwischen Depots schon mal was hin und herleihe. Will aber zB das
Langzeitdepot genau verfolgen, da ich da ja jährliche Meilensteine auf dem
Weg zur FU gesetzt habe.


---

Ich sitze nun schon wieder 2 Abende an meinen forticus.de Seiten,
wie jedesmal zum Monatsabschluß. Nun habe ich aber endlich mal
mit StarOffice (so was wie M$-Office) experimentiert, und siehe da,
mit den Tabellenblättern und der konvertierung übe gif läßt sich einiges viel
schneller machen. Werde wohl in Zukunft einen Abend sparen, den ich dann sinnvoller
einsetzen kann, z.B. an meiner Strategie zu feilen und mal ein paar hausaufgaben
machen.

Gruß
Forticus
Hallo IHr 50-er Nachtschwärmer,

@Forticus
Ich habe keine feste, gleichbleibene monatliche Sparrate, die vom Giro auf das Depotkonto gebucht wird.
Da mein Aktieninstrumentarium mit dem Haushaltführungsinstrumentarium verbunden ist, sehe ich aufgrund der rollierenden Hochrechnung, wann ein Betrag von 5 TDM gespart ist, dieser wird dann auf das Depotkonto überwiesen.

Aufgrund meiner rollierenden Hochrechnung macht es keinen Sinn gleichbleibenen Raten zu überweisen, da bei einigen Monaten ein dickes Minus auf dem Girokonto sonst drohen würde (Thema Versicherung, da alles auf Jahresbasis umgestellt, muß ich aufgrund der Haushaltsführung rechtzeitig in meiner Hochrechnung berücksichtigt, das ich in den jeweiligen Monaten auch über die notwendige Deckung verfüge, das selbe gilt für Sommerurlaube etc.). Ich mache das alles individuell.

In dem Tabellenblatt "Zielerreichungspläne" habe ich zu jedem Zeitraum den ich betrachte, auch das ensprechende Monatsergebnis der investierten Summe berücksichtigt. So kann ich auf einem Blick
- das Depotwachstum
- die Gesamtperformance (ohne Sparleistung)
berechnen, ohne großartig etwas manuell aufzusummieren.

Alles Klaro ???

Ich mache sowieso bald einen Update meines Thread "Finanzhaushaltsführung", dort können wir dann auch im Detail evt. solche Fragen diskutieren.

@Gnomi, Du Finanzexperte
Ich beschränke mich auch nur noch auf drei Börsenmagazine. Die kaufe ich allerdings nur dann aktuell, wenn ich auch die vorherige gelesen habe, nämlich nur für das Ablegen ist mir das Geld zu Schade...

@Bimbesverwalter
Es ist die Frage wer von wenn am meisten lernt. Du hast mich wahnsinnig beeindruckt, als ich Dich persönlich kennenlernte, weil ich sehr vieles bei Dir, was die strenge "Zielausrichtung" angeht, sehr gut nachvollziehen kann. Für mich ist ein Ziel ein "Datum", das ist für mich dann "gedanklich" erreicht, wenn ich es mir gesetzt habe. Danach geht es allenfalls nur noch darum, den Zeitpunkt, die Summe etc. zu verändern, das eigentliche Ziel die FU mit spätestens 50 werde ich NIE aus den Augen lassen, da es für mich ein LEBENSziel ist und die gehe ich mit Hartnäckigkeit, Beharrlichkeit und Vehemenz an...

Liebe Grüsse

Rolf
Bimbes/Alle,
ich hatte die Anzahl meiner Depots vergessen:
mental 6, physisch 8,
darunter gibt es insgesamt 10 Kombinationen,
zB. liegen die biotech-Aktien bei 2 verschiedenen Banken.
Waren schon mehr Kombinationen, und ich sehe möglichkeiten,
auch hier weiter zu vereinfachen.
Gerade habe ich beschlossen, daß rückwirkend zum 1.10.
mein Fondsdepot von meinem Langfrist-Depot aufgekauft wird,
und schwups, da waren es nur noch 5 mentale Depots.

Rolf der rollierende,
siehe Frage im Haushaltsthread.

Gruß
Forticus
Hier und in anderen thread war schon mehrfach individuellen
Tabellenblätter-Instrumentarien die Rede. Werde
ups...

Hier und in anderen threads waren schon mehrfach individuelle
Tabellenblätter-Instrumentarien vorgestellt worden.
Werde diese Systeme auch mal untersuchen, ob was "brauchbares"
für mich dabei ist.

nochmal Risiko-Management:
- ich erinnere mich, daß ich Ende 1998 und in 1999 oft erst dann
Aktien einer "höheren Risikoklasse" gekauft habe, wenn der mögliche
Verlust bei dieser Aktie bereits in Form von Buchgewinnen bei
Aktien aus "niedrigeren Risikoklassen" da war. So war ein gewisses
Luftpolster gegeben, was sich im Frühjahr bekanntlich zu einer Luftblase
erweiterte. Sicherlich habe ich es zumindest zum Teil diesem Verfahren
zu verdanken, das ich dieses Jahr auf meinem Depottiefpunkt nur "unwesentlich"
unter den Betrag gerutscht bin, den ich insgesamt eingezahlt habe.


Gruß
Forticus
Hallo 50-er Nachtschwärmer,

@Forti
Hast du wirklich real 8 verschiedene Depots ???
Wie behälst Du da bloß den Überblick ???
Ich habe ein einziges Depotkonto bei einer Depotbank mit einem Depot, daß ich allerdings für mich in drei Bereiche aufteile...

Liebe Grüsse

Rolf, der mit der "rollierenden" Hochrechnung !
hmm.... nochmal durchzählen....
Hausbank, Hornblower, 3 x Diraba und 3 Fondsgesellschaften = 8-}
wird sich über die kommenden 12 Monate abe rsicher einiges bereinigen.

Gruß
Forticus der wartet, daß das Thermalbad und die Sauna aufmacht
Hi Forticus,

ich habe nur ein Depot bei einer Bank.
Dies hat auch den Vorteil, dass man leichter über Gebühren und Provisionen verhandeln kann.
Beispiel: Ich rufe meinen Banker an und sage ich möchte meine Depotgebühren auf Null gesetzt haben.
Großes gejammer, man verdient so schon nichts an mir, die Gebühren wären ja auch schon so niedrig, das wird nicht gehen. Eine Stunde später Rückruf: Depotgebühren gleich Null.
Hätte ich bei 8 Banken je ein Depot über 200.000 Dm bräuchte ich gar nicht telefonieren.

Größe macht dich interessant.
Man verliert nicht gern Millionäre an irgentwelche Direktbanken und so sind die Gebühren auch entsprechend günstig.

Grüße vom Bimbes
forticus

ich habe vier depots, bin kein millionär und zahle trotzdem keine depotgebühren.

es kommt auf die richtige auswahl an, wenn sie nicht freiwillig sagen, depotkosten gleich null, muss man sie eben überzeugen.

"hausbanken" kommen für mich ohnehin nicht in betracht.


gruss
shakes :eek:
Hallo Ihr Mehrfachdepotbesitzer,

für mich kämen max. zwei Depots in Betracht. Eins zum Experimentieren (STichwort: OS,da ich ja bei comdirect so meine SChwierigkeiten habe...) und eins ganz solide...

Liebe Grüsse

Rolf, der unheimlich nervös ist, weil seine Tochter Jennifer heute ihr erstes großes Reitturnier in der Nähe von Wesel hat und wir jetzt losfahren...
Bis heute Abend
Hallo Ihr Mehrfachdepotbesitzer,

für mich kämen max. zwei Depots in Betracht. Eins zum Experimentieren (STichwort: OS,da ich ja bei comdirect so meine SChwierigkeiten habe...) und eins ganz solide...

Liebe Grüsse

Rolf, der unheimlich nervös ist, weil seine Tochter Jennifer heute ihr erstes großes Reitturnier in der Nähe von Wesel hat und wir jetzt losfahren...
Bis heute Abend
Hi Shakes,

es gibt Geschäfte, die lassen sich bei Direktbanken nur schwer machen, z.B. Optionsgeschäfte, die mit Fremdwährungskrediten auf YEN finanziert werden.
Oder bei neuen Strategien, da sind gelegentliche Diskussionen mit Fachleuten ganz hilfreich, um Risiken einschätzen zu können, die man vielleicht selbst übersehen oder falsch gewertet hat.
Warum diesen Service nicht nutzen, wenn es ihn gratis dazu gibt ?
Den einzigen Vorteil der Direktbank ist doch der günstige Preis und der relatieviert sich mit der Depotgröße.

Grüße vom Bimbes, dem die Direktbank nur Nachteile bietet.
bimbes

sehe ich anders. mache natürlich auch keine options-geschäfte, obwohl hier fiamatex oder consors auch mitspielen.

die gebühren relativiern sich überhaupt nicht bei zunehmender depotgrösse, sie bleiben immer gleich teuer. entweder ich zahle 0,50 -1,0 % (oder noch mehr?) bei einer hausbank, oder 0,10-0,30% bei meinen banken pro transaktion.

und ich habe sehr viele transaktionen im jahr, weit über 1.000, vermutlich sogar richtung 5.000.

da ist es für mich schon wichtig, ob ich 1 prozent oder oder 0,2 prozent gebühren zahle im durchschnitt.

gruss
shakesbier am sonntag :eek:
Hi Shakes,

so meine ich das mit dem relativieren nicht. Man kann auch mit Geschäftsbanken über Konditionen verhandeln und die Gebühren nach Preisaushang zahlt sowieso keiner mehr.
Ab einer gewissen größe des Depots sind Direktbanken uninteressant, weil die Geschäftsbanken auf die Gebühren einsteigen und teilweise flexibler sind als die Direkten.
Provisionssätze von 0,2 %, keine Limitgebühren, keine Änderungsgebühren, keine Depotgebühren sind auch bei Geschäftsbanken möglich.
Spätestens wenn du Fu bist wirst du einen weiteren Vorteil schätzen lernen, man kann morgens zum Kaffeetrinken in die Bank gehen, auf dem Reutersschirm Kurs verfolgen und über Analystenmeinungen diskutieren.;)

Grüße vom Bimbes, der das mit den Smilies jetzt auch begriffen hat.
Hallo 50-er,

und wieder ist ein Teil der "Börsenhausaufgaben" erledigt. Neben dem Bereich "Global Player", weis ich jetzt auch welche Aktien zukünftigt in dem sog. "Powerbereich" wandern.....

Hurra, jetzt brauche ich noch ca. drei Turboaktien (habe u.a. aufgrund Eure Empfehlungen jede Menge Kandidaten) und dann ist für mich (vorerst) die Depoststrategie bzw. -bestückung nach den drei Risikoklassen erledigt.

Dies will ich auch im Hinblick auf einen hoffentlich guten Dezember noch in diesem Monat erledigen.

Danach werde ich mich nochmals mit meinen virtuellen und realen StoppLoss kümmern, bevor ich dann endgültig eine "Hausaufgabenpause" einlege.

Liebe Grüsse

Rolf
Hallo Bimbesverwalter,

ich habe großen Respekt vor dir und deinem Weg,aber leider bin ich noch kein Millionär und habe deshalb mit meiner Hausbank ganz andere Erfahrungen als du gesammelt:Ahnung von Aktien in meiner Filliale=0, Freundlichkeit=0,Verhandlungsbereitschaft zum Thema
Gebühren=0,Orderausführung=Katastrophe,nach Eingang 13:00 am nächsten
Tag,Zeichnungsmögligckeit=nicht gegeben,obwohl die Bank bei der
betreffenden Aktie im Konsortium saß... ich bin im Spurttempo von der
Aachener Sparkasse zu einer Direktbank gewechselt!!!
Die Behandlung von Nichtmillionären seitens vieler eingesessener
Kreditinstistute ist meiner Erfahrung nach eher mies.

Viele Grüße Hornwatz
Guten Morgen 50-er,

@bimbes
Ich kann mich da nur Horni anschliessen, was meine Hausbank angeht. Dem entsprechenden Kundenberater habe ich mal meine FU-Strategie erklärt, nachdem er mich gefragt hatte, ob ich eine bestimmte Aktie damals zeichnen würde (ist schon was her...).

Liebe Grüsse

Rolf, der bei einer Directbank ist.
ich habe riesen probleme mit banker, da sie meist sehr unkompetent sind. ich werde niemals zu einer "hausbank" zurückkehren.

wozu auch. ich bin alt genug, entscheidungen selber zu verantworten und damit fahre ich garantiert besser.

hausbanken? nein danke!


gruss
shakesbier - der etwas andere anleger :eek:
@forticus

danke für die Ergänzung, noch kurz eine Anmerkung dazu:
Cost average kann man ja in beide Richtungen betreiben, im Rahmen der RST mache ich ja auch nichts anderes ich fange bei einem Kurs an und kaufe nach sobald höhere Kurse erreicht worden sind. Auch hier erreiche ich einen rechnerisch niedrigeren Kurs, gegenüber dem letzten Kauf.
Betreibt man Cost Average indem man bei günstiger Gelegenheit nachkauft, wenn die Kurse zurückgekommen sind läuft man gefahr über den angestrebten Verbilligungseffekt in ein fallendes Messer zu greifen. Man sollte sich also schon sehr darüber im klaren sein was man da tut.

Zu den Depotanteilen, mathematisches Modell: ist in etwa das was ich meinte habe es aber an ganz anderer Stelle gelesen. Danke für den Link.

IXC
Nachtrag zum Risikomanagement, in Schlagwörtern:

- Übersicht über seine Anlagen, ist auch ein wichtiger Punkt. nur so kann man sich auf das Wesentliche konzentrieren.

- Ein klar definiertes Ziel, nur so kann man sehen wie erfolgreich man ist und welche Fehler man gemacht hat und welche Risiken man eingehen muß, bzw. welchen man aus dem wege gehen kann.

IXC
Hy
ich denke die Risikomanagement Diskussion, zu der es hier nicht wirklich zu kommen scheint kann nun in dem Thread von asdfgr geführt zu werden.

IXC
Hallo IXC,

ist okey !

Hier geht es ja eh mehr um "Hausaufgaben" im Allgemeinen.

Sorry IXC, ich habe es immer noch nicht geschafft Deinen eigenen Thread durchzuarbeiten, werde aber versuchen mich an einer neuen Strategiediskussion zu beteiligen...

Liebe Grüsse

Rolf
Hallo 50-er,

ich werde in letzter Zeit häufiger per E-Mails und auch hier im Board angesprochen, warum ich mir eigentlich immer so einen "Stress" mache, was meine persönliche Aktienstrategie angeht !

Für mich ist es sehr wichtig, daß ich bei allen Lebenszielen die ich erreichen will eine Strategie verfolge, die voll auf meine Person und meine individuelle Lebenssituation angepasst ist. Sie soll langfristig Bestand haben und auch mal die ein oder andere Krisensituation bewältigen. Es soll eine Strategie sein, die mir in "Fleisch und Blut" übergeht, mit der ich mich voll identifiziere und die auf meine Person "maßgeschneidert" ist.

Diese Strategien geben mir Sicherheit, Selbstbewußtsein und Auftrieb neue Ziele anzustreben.

Nur; damit ich eine für mich passende Strategie erarbeiten kann, brauche ich Zeit. Ähnlich wie in den Bereichen "Selbstmanagement" und "Finanzhaushaltsführung", bei denen ich für mich sagen kann, daß ich genau weis, daß hier meine Strategien für mich und meine Situation "maßgeschneidert" sind, möchte ich auch für den Bereich "Aktienstrategien" einen maßgeschneidertn "Anzug" haben.

Nur, mit meinen 1 1/2 Jahren (zwar intensiven) Börsenerfahrungen zähle ich mich immer noch zu den Newcomern. Ich habe noch nie einen Crash oder eine langanhaltene Baisse mitgemacht. Ich lerne und suche noch nach eine Strategie, bei der ich mich wohlfühle, bei der ich das Gefühl habe, ich müsste nicht alle Naselang Grundlegendes ändern, nur weil jetzt gerade der oder jene Modetrend ausgebrochen ist ...

Von meiner Philosophie her, nehme ich mir lieber am Anfang sehr viel Zeit, damit ich dann, wenn ich eine Strategie für mich gefunden habe, nicht ständig alles wieder in Frage stellen muß. Meine Maßgabe ist immer (nicht so 100 % genau wörtlich nehmen) 90 % Planung, 10 % Realisierungsaufwand. Damit bin ich immer sehr gut gefahren bei wichtigen Dinge, da ich gründliche Vorarbeiten für den Erfolgsgaranten schlechthin halte. So habe ich damals z.B. als ich mein Haushaltsführungssystem aufgebaut hatte Gott und die Welt genervt. Jetzt wo nur hin und wieder mal kleine Korrekturen anstehen, ist der Aufwand minimal.

Genauso werde ich das auch mit meiner "Börsenstrategie" und meinen Hausaufgaben machen. Jetzt am Anfang erfolgt die intensive Auseinandersetzung damit, um später nicht unnötig das Ganze in Frage
stellen zu müssen. Ich will nicht rein "zufällig" zur FU kommen, nur weil in den vier, fünf, zehn Jahren (wer weis schon genau wie lange das dauert?) in denen ich mich mit Aktien intensiv beschäftige, eine riesige Hausse herrschte und es im Grunde eher eine Kunst wäre keine gute Performance zu machen.

Selbstverständlich weis ich ganz genau, daß man nicht alles planen kann und das es auch kein Sinn macht, sich später nur noch (aus reinem Selbstzweck vielleicht) mit dem einen Thema zu beschäftigen.

Jedoch finde ich es unheimlich wichtig, einige grundlegende Dinge für sich herauszufinden, an die ich dann auch festhalten kann.

Denn bei allen Strategien muss ich für mich immer ein gutes Gefühl haben, muss ich wissen, was für mich gut und was für mich weniger gut ist.

Wie gesagt, ich lerne nie aus. Momentan beschäftigen mich die "Börsenhausaufgaben" sehr intensiv, ich weis aber aus meiner eigenen Erfahrung, daß ich, wenn ich denn mal meine Strategie stehen habe, die Hausaufgaben mehr oder weniger nur noch als "Erinnerungsposten" dastehen, die mich erinnern sollen, daß z.B. vor einer möglichen eigenen hysterischen Börsenreaktion in Boomzeiten, z.B. das eigene Research nicht vergessen werden soll...

Liebe Grüsse

Rolf
Bitte um Eure Meinung zum jetzigen Kurs von Concept.
Die ersten Aktien wurden gekauft mit 31
Stehe vor der Frage zum nachkaufen.
Vielen Dank
@Fortikus

Danke?? ich dachte nur, das wir in diesem Thread jetzt nicht noch ein Thema aufmachen sollten, Risikomanagement ist sollte ein essentieller Teil jeder Strategie sein.

Ich bin halt doch eher für übersichtlichkeit.

IXC
Hallo IXC,

Ich bin auch für Übersicht, weshalb ich Deinen Vorschlag gut finde, hier in diesem Thread das Risikomanagement rauszunehmen und evt. einen eigenen Thread aufzumachen. Was hälst Du davon ?

Leute, das ist der Hausaufgabenthread ?

Habt Ihr Euch mal, vielleicht in einer stillen Stunde, überlegt in welchen Börsenbereichen bzw. welches Börsenverhalten Ihr noch Nachholbedarf habt, oder ist alles palletti ???

Liebe Grüsse

Rolf, der sich als nächstes mit seinem eigenen Börsenverhalten mal näher beschäftigen will...
Hallo 50-er,

es ist schon ein komisches Gefühl, wenn man auf auf einmal vier von fünfzehn Einzelwerte durch SL verliert.

Ich habe mich ja entschlossen für den Bereich der Poweraktien SL zu setzen. Diese wurden erst vor Kurzem an den jeweiligen aktuellen Kursen gerichtet, die ja deutlich "Feder gelassen hatten"...

Jetzt habe ich keine Intershop mehr (ist auch egal, da ich mir eh unsicher war, ob oder ob nicht B2B), keine Aixtron mehr (meine Güte hatte dieser Wert aber auch eine Talfahrt gemacht. Da das Unternehmen solide ist, überlege ich evt. noch mal einzusteigen. Mal sehen.

Meine beiden Biotechwerte Millenium und Vertex sind auch futsch.

Jetzt sitze ich auf 30 % Cash, ein völlig ungewohntes Gefühl.

Gefühlsmässig geht es mir aber trotzdem dabei sehr gut. Ich kann mich nur ärgern, daß ich nicht vorher schon mit SL gearbeitet habe, da wäre z.B. eine Inteshop schon viel früher rausgeflogen (von 136 auf 40, halleluja).

Aber wie gesagt, ich bin ja noch dabei meine Börsenhausaufgaben zu machen.

Als Nächstes werde ich mir überlegen, ob ich wieder "zuschlagen" werde, und u.a. einen der vielen Kandidaten aus den hochinteressanten Threads näher ins Auge zu fassen.

Nachkaufen lohnt sich momentan noch nicht, da zum Einen die "Old Economy" Werte realtiv konstant geblieben sind und die anderen Einzelwerte doch noch etwas von meinem EInstiegslimit entfernt sind.

Ich muss sagen, so langsam gewöhne ich mich daran, das ich nicht direkt zittrig werden, wenn ich mal Cash gesammelt habe...

LIebe Grüsse

Rolf, der nächste Woche verstärkt sich informieren will, wie so die Börsenstimmung ist. Schließlich will ich spätestens Mitte Dez. wieder voll investiert sein...
Hallo 50-er,

vor über einem Monat habe ich festgestellt, daß ich meine "Börsenhausaufgaben" noch gar nicht erledigt habe.

Ich dachte mir vorher immer die Ziele auch so zu erreichen.

Unter zwei Aspekten wollte ich mein Börsenengagement sehen

1.) Mein eigenes (bisheriges und zukünftiges) BÖRSENVERHALTEN soll reflektiert werden

2) Meine SPEZIFISCHE LEBENSSITUATION sollte angemessen berücksichtigt werden (d.h. z.B. ich habe nur eine begrenzte Zeit für die tägliche Beschäftigung mit meinen Aktien zur Verfügung).

Wie sieht es nach gut einem Monat aus. Habe ich mein bisheriges Börsenverhalten analysiert und mein aktuelles Verhalten beobachtet ?

Welche Erkenntnis habe ich daraus gezogen ?

Wo bin ich mir sicher, wo bin ich mir noch unsicher ?

Fragen über Fragen, die ich mir selbst häufiger stelle.

Mein Börsenverhalten hat sich, nach dem es in Südspanien bei mir "Klick" gemacht hat, geändert. Ich starre nicht mehr stur auf meine Kurstabellen, Zahlenkolonnen, Statistiken und Auswertungen.

Vielmehr habe ich gemäß meinem Risikoprofil, das für mich günstigste Depotmix gefunden, indem ich meine ganzen Aktienengagements in drei Risikoklassen aufgeteilt habe.

Früher habe ich immer ALLE Einzelwerte die ich interessant fand miteinander verglichen.

Jetzt vergleiche ich nur noch Werte miteinander, die aus meiner Sicht der gleichen Risikoklasse angehören. Ich will mir bewußt sein, wenn ich den oder jenen Wert kaufe, daß ich damit ein Risiko eingehe oder das dieser (wenn konservativer Einzelwert) keine riesigen Kurssprünge machen wird. Kurzum, wenn ich mich mit Einzelwerte beschäfige, sortiere ich diese vorab schon mal gedanklich in einer meiner drei Risikoklassen, damit ich gefühlsmässig die richtigen Voraussetzung für weitere Unternehmen, Branchenauswertungen und Analysen geschaffen habe.

Aus Depotsicherungsaspekten und da ich nur eine begrenzte Zeit zur Verfügung habe, habe ich durch die SL eine für mich günstige Lösung gefunden, die mir das Gefühl gibt ich müßte gerade jetzt zu diesen unsicheren Zeiten nicht dauernd auf neue Hiobsbotschaften warten.

Ich bin mir ziemlich sicher, daß ich auf dem richtigen Weg bin. Unsicher bin ich, überall dort wo mir schlicht und ergreifend die Erfahrung fehlt. HIer gibt es noch jede Menge Fragen zum SL und ich muss auch noch daranarbeiten in Crashsituationen NICHT gleich wieder das "Kribbeln" in den Fingern zu bekommen, wenn sich günstige Einstiegskurse zeigen.

Aber ich bin ja noch dabei meine "Börsen-" hausaufgaben zu machen...

Liebe Grüsse

Rolf
Hallo IXC,

Du hattest mal den Vorschlag gemacht einen Thread über "Risikomanagement" aufzumachen, wäre doch interessant mal über die gesamte Finanzpalette zu diskutieren...

Hättest Du nicht Lust einen Thread aufzumachen ?

Liebe Grüsse

Rolf
Hallo 50-er,

momentan bin ich total Happy, wenn ich zurückblicke, welche Hausaufgaben ich noch vor zwei Monaten unbedingt machen mußte.

Meine Depotstrategie steht (Aufteilung in drei Risikoklassen).

Mit meiner Depotsicherung durch Stopp Loss bin ich auch zufrieden.

Jetzt stehen eigentlich nur börsenalltägliche Dinge an.

Nachkäufe, da zwei Einzelwerte innerhalb ihrer Bereiche etwas untergewichtet sind (Novartis und Qiagen). Hier möchte ich Kursdellen abwarten.

Neuinvestments in den Bereichen
- Versorger (noch nicht belegt im ersten Risikobereich)
- Konsum (ebenfalls noch nicht belegt im ersten Risikobereich).
- Einstieg im Logistikbereich (2. Risikoklasse). Hier müßte aber dann ein Wert aus der 2. Klasse diesem Wert weichen...
- Einstieg in dem Bereich Erneuerbare Energien.
Hier schwanke ich noch zwischen Energie- und Umweltkontor.
Wenn Ihr da vielleicht noch Infos habt, immer her damit ...

Wichtig bei Allem ist für mich, daß ich ein gutes Gefühl dabei habe, und momentan habe ich was meine persönliche Börsensituation angeht ein tolles Gefühl und freue mich eigentlich schon darauf, daß ich im nächsten Monat meine SL wahrscheinlich wieder etwas höher ansetzen kann...

Wie sehen Eure offene Börsenhausaufgaben aus ?

Alles paletti, wartet Ihr eigentlich nur noch auf die erhoffte Weihnachtsralley, oder habt Ihr bis dahin noch vor Grundlegendes in Angriff zu nehmen ?

Liebe Grüsse

Rolf
Hallo Learner6

herzlichen Glückwunsch zu Deinem Erfolg, viele Themane hast Du für Dich erledigt und wir alle konnten daran teilhaben und

Bitte versteh das nicht Falsch: - schmunzeln, über deine Controllerseele, die uns viele lustige Einblicke gewährt hat in die methodische Herangehensweise an Problemstellungen, die viele von uns noch gar nicht für sich er kannt haben. Also ich konnte was lernen, nicht gerade wenig.

Zu meinen Hausaufgaben, der Risiko und der RST Thread, ja was soll ich dazu sagen:
- Mein Comp ist kaputt und ich kann nicht auf das Diskettenlaufwerkzugreifen und die Internetverbindung ist auch erst nach Weihnachten direkt von dem Rechner möglich.
- Ich habe im Moment keine Zeit einen Thread zu moderieren, neben der lernerei fürs studium stehe ich jeden Tag zwischen 9-11 Stunden im Geschäft und verkaufe Gesellschaftsspiele so mit erklären und so. Geschenktips weiter unten

Ansonsten habe ich ein wenig Vorgearbeitet:
- Der RST Thread dümpelt so vor sich hin, ich komme nicht dazu mich daran zu setzen und etwas im Vorfeld dazu zu schreiben
- Risikomanagement der Thread besteht aus 7 Teilen unterschiedlicher Qualität und istz doch sehr allgemein gehalten, kann aber eine gute Diskussionsgrundlage bilden, der Thread kommt garantiert Zwischen W und S ins Board, versprochen!!


Zu den Gesellschaftsspielgeschenktipps:

- Ohne Furcht und Adel; ca 20.--; 3-6 Spieler; Schnellerklärtes auch spielmuffel interessierendes Spiel, bei dem die Spieler jede Runde in verschiedene Charaktäre schlüpfen und eine Stadt bauen müssen (dauer 30-45 min)

- La Citta; ca 70,-- 2-X Spieler; Sehr komplexes Stadtausbauspiel, für Spielprofies

- Troja; ca 60,-- 2-4 Spieler; von DCX gesponsortes Ausgrabungsspiel, leicht verständlich gut spielbar, tolles Spielmterial

- Drachendeltea; ca 50,-- 2-6 Spieler; Tolles Familien Strategiespiel, leicht erklärt dann taktisch und lustig ab 10-12 Jahren wunderbar Spielbar

- Zapp Zerrapp; ca 60,-- 3-4 Spieler; DAS Familienspiel für Familien mit jüngeren Kindern ab 6, basierend auf Menschärgerdichnicht muß man seine Pöppel in seine Burg bringen, dazu wird gewürfelt und anschliessend durch Schütteln kleiner Behälter versucht die Behälter herauszufinden, die Weniger Steine enthalten als die erwürfelte Zahl angibt, nur wer drunter bleibt darf sich bewegen (wer drüber bleibt muß einen heben (Variante für Erwachsene mit hang zum Alkohol)) zusätzlich noch zwei drei Sonderregeln... Das Schönste Spielmaterial dieses Jahr

- ABOSS; ca 60,--; JENGA variante, man steckt einen BAum zusammen, bis er zusammenbricht, empfehlenswert, die Version mit den Spielkarten.

So das wars

IXC, bis denne schönes WE
Hallo 50-er,

eine Hausaufgabe muß ich mir wohl noch ganz DICK mit einem Rotstrich markieren: Die emotionale Bindung zu meinen Einzelwerten !

Ich hätte z.B. nie gedacht, daß eine GE mal durch meinen SL fällt (10 % unter Monatsanfangskurs).......

@IXC
Danke für Dein Posting.
Las Dir Zeit mit der Aktualisierung Deiner Threads, gut Ding will Weile haben, heißt es immer so schön.

Liebe Grüsse

Rolf, der gleich auf Telebörse gespannt ist...
Hallo 50-er,

ich hatte Mitte Oktober letzten Jahres diesen Thread aufgemacht, weil mir vorher in einem einwöchigen Urlaub in Spanien bewußt wurde, das ich noch jede Menge "Börsenhausaufgaben" erledigen muss...

Da momentan die unsichere Börsenlage mich nicht großartig zu Börsenaktivitäten animiert, nehme ich mir börsenmässig die Zeit um über meine "Börsenhausaufgaben" nachzudenken.

Ich liebe Selbstreflexion, weil ich in der Vergangenheit (nicht nur börsenmässig) u.a. durch die Reflexion meines Verhaltens sehr viel gelernt habe und sich einige Dinge positiv "verfestigen".

Mein gesamtes Aktienengagement ist gekennzeichnet durch
a) mein eigenes BÖRSENVERHALTEN und
b) meine SPEZIFISCHE SITUATION , das heißt ich habe nur eine begrenzte Zeit für die tägliche Beschäftigung mit meinen Aktien, zur Verfügung:

Ziel ist es eine Strategie / System zu entwickeln, wie ich mich tagtäglich börsenmässig auf den neuesten Stand halte und möglichst wenig Fehler mache.

Im ersten Posting hatte ich mir einige Hausaufgaben zur Brust genommen. Wie sieht die Situation bei diesen Themen JETZT aus (Thema Selbstreflexion):

- Wie reagiere ich auf Crashs ?
Ich glaube ich habe "relativ" gut reagiert, in dem ich zwar nicht optimal (da noch in der Lernphase) SL gesetzt habe, aber allein durch das Setzen von SL noch einiges Geld "retten" konnte, um am Ende wenigstens nicht mit einer Minusjahresperformance zu enden.
Zukünftig werde ich, da ich schon viel sicherer im Umgang mit SL geworden bin automatisch nicht bis zum bitteren Ende investiert sein.

- Wie sollte ein langfristig orientiertes Depot aussehen, daß auch mal einen Crash aushalten kann ?
Für mich und meinem Risikoprofil habe ich die Depotmischung gefunden durch meine Einteilung in Risikoklassen.

- Wann gibt es kursbeeinflussende Börsentermine meiner Einzelwerte ?
Die wichtigsten Termine habe ich mir notiert, damit ich nicht gerade dann zur falschen Zeit evt. eine unnötige Ordre (Verkauf oder Kauf) plaziere...

- Wie mache ich mir die Charttechnik zu nutze (Trend, Trendkanal, Trendumbruch etc.)
Hier habe ich noch wenig gemacht. Ich möchte mir zukünftig ein Grundlagenwissen aneignen.

Verzichtet hatte ich vorerst auf Themen, die ABSOLUTES Neuland für mich bedeuten: z.B. Asien und OS !

Sobald ich in den Dingen, die mir für meine Depotsicherheit sehr wichtig erscheinen, eine für mich akzeptable Lösung gefundne haben (noch offen einige Aspekte SL, Einbau von Charterkenntnissen in meinen Entscheidungen) werde ich mich dem nächsten großen Thema intensiver kümmern: Das ist die Welt der Optionen und Optionsscheinen ! Hier beginne ich gerade mich einzulesen...

Liebe Grüsse

Rolf
Hi Rolf,

eine Hausaufgabe hast du noch vergessen.
Schau mal in dein vorletztes Posting vom 15.12.00
Mit einem Rotstift wolltest du dir anstreichen, dich emotional von deinen Aktien zu lösen.
Heute schreibst du immer noch, dass du deine Aktien liebst.

Grüße vom Bimbes
Rolf,
ich befürchte wirklich, dass Du Dich verzettelst. Du wirst immer verspannter in der Materie.
Mach mal Deine Börsenhausaufgaben und denke über stressfreies Anlegen nach. Es lohnt sich, und mehr Zeit für Deine Familie hast Du auch.

Ein sehr freundschaftlicher Rat von

duessel, dem geläuterten
Hallo Rolf,

ich denke, zu einem guten Risikomanagment gehören auch andere Dinge als nur Aktien:
Anleihen,cash u.U Immobilien, Sparbriefe.......
Kurzum, mit Aktien allein kann man in Zeiten wie diesen kein allzu vernünftiges Risikomanagment betreiben.
Zumindest nicht als relativer Anfänger, wie gesagt, die Strategie von bimbes scheint mir einen intensiveren Blick wert.

Gnomi, der leider auch nur Aktien und Fonds besitzt, aber auch noch viel lernen muss.
hi duessel und rolf

habe dazu im anderen thread schon geantwortet....

solche gedanken würde ich professionellen fondsmanagern überlassen, rolf. denk mal ernsthaft über tlü nach, kauf dir ein paar langlaufskier am wochenende und komm in den schwarzwald runter, so spontan für fünf tage....fahr ein paar runden, das macht dir deinen kopf frei...RELAX und entspann dich mal!

gruss
shakesbier im schnee - der am wochenende beim skifahren relaxt :eek:
hi shaky

ist das bei dir schon schwarzwald :confused:

bei uns schneit es sich seit stunden richtig ein, muss vermutlich bald raus zum schnee schippen - ist ja fast wie langlaufen.

gruss eschi - der sich nun doch zuerst einen kaffee macht ;)
nein, eschi, ist nur bekannter als hegau oder turgi.....

ausserdem gibts im schwarzwald wirklich klasse skilaufloipen und natürlich ist auch der feldberg für`s wochenende nicht schlecht.....wenn man wie du in der nähe wohnt.....

rolf hat das dringend nötig, ich selbst weiss aus eigener erfahrung, wie sehr 20 km rundkurs gegen verspannung hilft...:)

leute, wichtigste börsenhausaufgabe heisst daher für mich:

weg von der einzelanlage, hin zu den fonds! risiko streuen und damit minimieren sorgt für freien kopf und freie zeit, die man dann wieder für urlaubsplanungen verwenden kann....


gruss
shakesbier im dauerschnee :eek:
Shakes,
denke, da entsteht ein falscher Eindruck. Kann mir nicht vorstellen, dass Du jetzt in die Fonds wechselst. Später vielleicht, wenn es um Kapitalerhalt geht.
Aber für uns ist das sicherlich ein wohlgemeinter Ratschlag. Im Gegensatz zu Dir dürfte wohl niemand von uns in der Lage sein, sich bis zu 10 Stunden am Tag mit der Börse zu beschäftigen. Ist nun mal ein fulltime-job.

@Learner6:
Rolf, kannst Du Dich nicht wenigstens zu einem Kompromiss durchringen? Dass, was Du zur Zeit im Depot hast, nimmst Du weiter für die Direktanlage. Die monatlichen Sparraten, die ja bei Dir auch nicht gerade gering sind, packst Du in Fondssparpläne. Nur ein Vorschlag.

Gruß

duessel
liebe schneefreunde,
wie gerne wäre ich jetzt mal im schnee(ist wirklich ernst gemein)...so für zwei drei tage..um es jule zu zeigen, die kennt so etwas moch nicht..
sorry ich komm von thema ab..
KAPITALERHALTUNG:
@duessel
da hast du völlig recht, kapital schaffen oder kapital erhalten, erfordern unterschiedliche ansätze..
ja nun shaky,

wenn schon fonds, welche favorisierst du denn? ich würde im internationalen bereich den dws deutscher vermögensbildungsfonds I (wkn 847652) nehmen (gute wertentwicklung, aber verhältnismäßig geringe einbrüche zu anderen international anlegenden fonds) und im biotech bereich den dg lux biotech lacuna (wkn 989696). der spängler biotechfonds soll ja auch ganz gut gelaufen sein im letzten jahr.

gruss eschi ;)
eschi

da hast du schon die richtigen genannt, je nach persönlicher risikobereitschaft die prozente gewichten.

würde mir noch einen für europäische nebenwerte reinziehen, sowas wie den gartmore cont. euro smallcaps, wkn 926.132 zum beispiel, bester im letzten jahr seiner branche...nur ein beispiel.


duessel

oh doch, ich auch. schon in wenigen jahren......
meine freundin buttert monatlich 2.000 mark in den dws bildungsfonds....ja sehr konservativ, ich weiss.....aber das macht nichts, da ist man gegen horrorcrashszenarien versichert und schafft auch mal über 20% p.a, wenn die märkte wieder anziehen. ein langweiliger fonds, der im laufe der jahre eh zur fu-sicherheitsstrategie unerlässlich erscheint, zumindest für uns zwei....erwarte im durchschnitt 12-15% p.a., das reicht längstens, und dafür gibt es sogut wie kein risiko nach unten.....


gruss
shakesbier am morgen :eek:
so rolf

jetzt hab ich dir mal deine aussagen der letzen wochen zusammengestellt....weil du geschrieben hattest, du fühlst dich sicher mit deiner aktienauswahl, deiner strategie usw.

vielleicht liest du das selbst mal in einem ruhigen moment....der etwas länger dauern wird.......

anschliessend kannst du dir ja das finanzen-test-heft von duessel ausleihen, wo`s um fondsanlagen geht....;)





von Learner6 [W:O] 16.11.00 18:15:09 2367412

Hallo 50-er,

Hurra: Ich gehöre zu den realen „Stopp-Losser“.
Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich reale SL gesetzt !

Wie bereits gepostet und selbstredend, sehe ich SL als eine Form der Depotsicherung an. ( Eine andere Depotsicherungsmassnahme wäre für mich z.B. die Absicherung durch „Puts“ ,ist aber ein anderes Thema).

Nicht vergessen: Dies war meine erste Vorgehensweise, bin noch am lernen und für jeden Tipp dankbar !

Wie bin ich jetzt konkret und praktisch vorgegangen um meine subjektiven, ersten SL meines Lebens real umzusetzen ???

Mein Ziel: Ein Mal im Monat SL überprüfen, setzen bzw. anpassen

Ich habe mir meine Einzelwerte in meinem Excelinstrumentarium angeschaut und dabei folgende Kriterien erstmal berücksichtigt auf Transaktionsbasis (Erstkauf und Nachkauf separat):

- Kaufpreis: Durchschnitt / pro Transaktion
- Steuerfrist: Datum wann steuerfrei
Wenn ich z.B. einen Wert habe, der noch in der Steuerfrist ist, bei Realisierung des SL ein Gewinn anfällt, der deutlich über die noch zu Verfügung stehenden Freigrenze ist, kann ich diesen Umstand nicht außer Betracht lassen.
- 52 Wochen Hoch, 52 Wochen Tief
- Diverse Spielspalten: 10/20/30 % vom KP/vom ATH. Aktueller Kurs zu KP / zu ATH usw. usw.
Ich wollte für mich erstmal ein zahlenmässiges Gefühl bekommen, ob und wie die Einzelwerte sich rein zahlenmässig darstellen, auch im Vergleich untereinander. Daneben habe ich mir den 3-Monatschart und den Jahreschart angeschaut.
Erstmal nur so, ohne Bewertung. Rein um ein Gefühl zu bekommen für das Datenmaterial.

Dann habe ich mir mal überlegt, was es eigentlich bei dem derzeitigen Depotstand ausmachen würde, wenn ich 10,20,30,40 % verlieren würde, diese aber auf x % durch SL beschränken würde.

Es stand für mich danach ausser Frage, daß ich die 5 DM pro Monat, pro SL –Wert einsetze. War auch ein gutes Gefühl, zu sehen, das 50 DM Limitgebühren zu 20 TDM doch ein deutlicher Unterschied darstellen.

Also gabs für mich von der Seite erstmal keine (gefühlsmässige) Begrenzung.

Anhand der vorliegenden Daten, Charts habe ich dann subjektiv für mich entschieden, bei welche Werten ich auf SL real verzichten will.

So habe ich von meinen 15 Einzelwerten den kompletten Block der „Old Economy“ (vier Werte) plus vier weitere Werte (EMC, Medion, Nokia, SUN) rausgenommen. Hier bin ich mir gefühlsmässig relativ sicher , daß es bei diesen Werten momentan (jeden Monat wird dieEntscheidung überprüft) keinen Rutsch nach unten gibt.

So, nachdem ich mir darüber im Klaren war, das ich etwa je zur Hälfte real und mentale Stopps setze, konnte ich mich erst konkret mit der Frage beschäftigen, welchem Basiswert ich nehme !

Ich habe mich für den aktuellen Kurs zum 13. Nov entschieden, aber ich wollte keine Einheitsstrategie anwenden für die sieben Kandidaten. So habe ich für den Bereich Biotech das Limit doppelt so hoch gesetzt als für die anderen vier Einzelwerte. Da zwei der drei Biotech deutlich unter dem EK lagen und zudem stark gebeutelt wurden, habe ich das SL-Limit für den Monat November bei 20 % unter EK gesetzt und bin damit von meiner grundsätzlichen –Vorgehensweise abgewichen (Basis. Aktueller Kurs).

Ich kürze das wohl doch mal ab. Also der Rest hat bei mir 10 % vom aktuellen Kurs bekommen. Dies will ich evt. im Dez. ändern, da jetzt aktuell die Kurse sehr stark abgesackt waren, halte ich für diesen Monat (ab 14. Nov ) die 10 % bzw. 20 % SL für OK.

Ich lerne wie gesagt noch, habe aber für mich festgestellt, das ich keine allgemeingültige Vorgehensweise anwenden möchte und risikoreichere Bereiche, sowie steuerliche Situationen gesondert berücksichtigt will.

Liebe Grüsse

Rolf, der jetzt ein „realer Stopp Losser“ ist ...



von Learner6 [W:O] 19.11.00 23:39:11 3812211292

Hallo 50-er,

Ja so schnell geht das. Anfang Sep. durfte ich noch träumen mein Jahresziel (200 TDM) für die Turboversion deutlich zu übertreffen. Damals hatte ich 189 TDM und es standen noch 8 TDM zusätzliche Spareinlage offen...

Heute mußte ich feststellen, daß ich bei 140 TDM (incl. der 8 TDM) liege und gerade mal eine Gesamtperformance (ohne Sparleistung) von 12,5 % erreicht habe. Diese würde noch nicht mal für meine "Normalversion" reichen...

Aber was mich total optimistisch stimmt, ist die Tatsache, daß ich für mich eine klare Risikostrukturierung (nach den drei Risikoklassen) gefunden habe und mit den SL (nicht für Old Economy WErte) ein Depotsicherungsinstrument in der Hand habe, das mir zumindest gefühlsmässig Sicherheit gibt...

Mit meinem Global Player Bereich bin ich auch sehr zufrieden. Selbst jetzt nach den großen Turbulenzen, hat z.B. Novartis sogar noch etwas zugelegt.
Auch das gibt wieder etwas Sicherheit.

Unentschlossen bin ich eigentlich, was zur Zeit Neuinvestitionen angeht. Da ich mir hier äußerst unsicher bin was in den nächsten Tagen so abgehen wird, werde ich mir vorerst die Kandidaten nur näher anschauen, damit ich dann, wenn ich meine der "Boden" könnte so langsam erreicht sein, direkt wieder einsteigen kann, ohne großartig dann noch Analysen machen zu müssen.

Alles in Allem bin ich mit meiner hier in diesem Thread beschriebenen Strategie zufrieden, könnte mich halt nur ärgern, das ich nicht früher auf den Trichter gekommen bin,

a) Risikoklassen zu bilden
b) SL einzusetzen

Aber wie heißt es so schön: Man lernt nie aus...

LIebe Grüsse

Rolf





von Learner6 [W:O] 20.11.00 16:13:46

Hallo 50-er,


Ich habe mich auch durch den Thread von Aktienfilter inspirieren lassen reale SL zu setzen (leider bin ich viel zu spät darauf gekommen...)

Auch ich habe jetzt meine ersten Einzelwerte durch SL veräußert.

Und Last but not Least: Habe momentan 35 % Cashanteil.
Was machen wir Zwei denn mit der ganzen Kohle ???

Ein bißchen juck es mir schon in den Fingern, die Kohle wieder in den Börsenkreislauf zu bringen. Aber ich will trotzdem zumindest bis das "Wahlthema" durch ist, warten.






von Learner6 [W:O] 20.11.00 20:19:44

Hallo Bimbes,

solange ich mir (gefühlsmässig) nicht sicher bin, wie es weiter geht, warte ich erstmal ab.

Aber es juckt trotzdem in den Fingern...






von Learner6 [W:O] 22.11.00 08:03:52

Guten Morgen Pinoy,

Beim Einkauf schon einen SL zu setzen, genau das ist es, was ich als SL-Anfänger so unwahrscheinlich schwierig finde.

Bimbes, Jaroel, Joe Cool und SL-Experten: Was würdert Ihr uns denn da raten (bedenke bitte dabei, das wir überwiegend KEINE DAX-Werte im Depot haben), wie man an die Sache rangehen kann.

Gestern ist auch mein vorletzter Wert durch das SL gefallen, Siebel System. Jetzt habe ich aktuell nur noch einen Einzelwert mit realen SL (Qiagen). Die haben sich erstaunlicherweise gut gehalten...

Ich stehe momentan bei Aixtron und Siebel aber in den "Startlöchern", da ich diese beiden Werte evt. wieder einsammeln will, wenn sich eine Beruhigung abzeichnet.






von Learner6 [W:O] 22.11.00 12:58:09 3

Hallo 50-er,

@Supermausi
Ich halte es genauso wie Du für sehr schwierig den richtigen SL zu setzen, deshalb habe ich für mich festgelegt, daß ich dies auch NICHT für alle Einzelwerte machen werde, sondern vornehmlich nur bei den Risikoklassen 2 und 3 (lerne aber nie aus).

@Torstelino
Hallo, Du "Alt-50ér".
Ich halte mich für einen Langfristanleger. Da es m.E. immer wieder Phasen geben wird, wo es auch gen Süden geht, möchte ich gern durch eine Depotsicherungsinstrumentarium sicherstellen, daß meine langfristig erzielten Gewinne auch langfristig noch einigermaßen Bestand haben (leichter gesagt, als getan, aber dafür ist ja der Thread da, damit wir unsere Erfahrungen, Befürchtungen etc. hier austauschen können).

@All
Für mich persönlich elementar wichtig ist es, daß ich mich mit dem was ich tue auch identifizieren kann. Und ich muß sagen, daß ich, obwohl jetzt sechs Einzelwerten aufgrund des SL rausgeflogen sind, mich "sauwohl" mit der Entscheidung fühle SL zu setzen...

Für meine vier Old Economy-Werte habe ich KEINEN realen SL gesetzt. So hat z.B. Novartis gestern gerade ein 52 Wochen Hoch erreicht...

Was mich mal besonders interessieren würde bei der Setzung von SL.

- In wieweit berücksichtigt Ihr steuerliche Aspekte bei der individuellen Setzung Eurer SL für die Einzelwerte ?
Behandelt Ihr z.B. die Tatsache, das ein Einzelwert schon steuerfrei ist und sehr große Kursgewinne bescherrt hat anders, als ein Wert den ich gerade erst gekauft habe und zum ersten Mal einen SL setzen will?

Da ich momentan ausreichend Verluste realisiert habe, brauche ich zur Zeit überhaupt keine Steuerthematik berücksichtigt. Ich weis aber nicht, wie es aussehe, wenn es nicht der Fall wäre.


- Macht Ihr für jeden Einzelwert eine Individualbetrachtung, oder z.b. Pauschal einen % Prozentsatz vom Aktuellen Kurs und dieser Prozentsatz wird für alle Einzelwerte angewandt ?

Ich habe eine Individualbetrachtung gemacht und mich nach Durchsicht des Zahlenmaterials und der Charts, z.B. dafür entschieden, das ich bei den Biotechs den doppelten %-Wert wie bei den anderen Einzelwerten berücksichtige.
Ist aber alles subjektiv und ich lerne jeden Tag dazu.

- Setzt Ihr IMMER einen SL, daß heißt vom 01.01 bis 31.12. oder verzichtet Ihr aufgrund Eurer individuellen Erfahrung z.B. im Sommer (weil Börsenschlaf angesagt ist ?!) auf das Setzen des SL ?

Momentan (wer weis, was noch die Erfahrung bringt, vielleicht ja auch aus diesem Thread heraus) werde ich erstmal auch für Dezember später einen SL setzen. Der Rest wird sich bestimmt ergeben, wenn ich mich noch intensiver mit der Materie auseinandergesetzt habe...

- Wie verändert sich Eurer SL-Verhalten, wenn ein Crash oder eine Baisse bevorsteht ?

- Welcher Kurs ist für Euch die Basis: Aktueller Kurs oder All-Time-High oder ???
Bei mir aktueller Kurs.






von Learner6 [W:O] 22.11.00 16:22:29 3812227000

Hallo 50-er,

so jetzt ist auch der letzte SL-Einzelwert gefallen, Qiagen !

Jetzt habe ich nur noch Einzelwerte aus meiner 1. Risikoklasse (Konservativer Bereich, Global Player oder Basisaktien).

Immerhin habe ich mit den insgesamt drei steuerfreien Verkäufen in diesem Jahr zwischen 149 % und 408 % gemacht...

Qiagen und Aixtron (beide "Opfer" des SL) sind aber für mich grundsolide Werte des NM, bei denen ich nach einer hoffentlich baldige Korrektur wieder einsteigen will...





von Learner6 [W:O] 23.11.00 11:38:43

Hallo 50-er,

Stopp Loss scheint ein immer wichtigeres Thema zu werden, gerade in "schweren" Börsenzeiten wie diese...

@Bimbes
Ich muss Dich noch mal nerven (werde dies heute abend wohl noch häufiger tun...).

Du sicherst Dich mit ALLEN Werten zu JEDER Zeit ab. Dabei benutzt Du SL um die ca. 10 % zum jeweiligen aktuellen Kauf.

Da Du nur "konservative" Einzelwerte hast, finde ich das einleuchtend.

Meine Fragen als SL-Neuling, der (wenn er sich einmal in einem Thema "festgebissen" hat, nicht locker läßt...):

- Setzt Du Deine SL auf den kompletten Bestand ?
Wenn Du einen SL auf einen "Teilbestand" setzt, welche konkreten Beweggründe hast Du dann (steuerliche ?) dafür NUR auf einen Teilbestand den SL zu setzen ?

- In wieweit berücksichtigst DU Einzelwerte die kurz vor der Steuerfrist stehen bzw. die schon steuerfrei sind ?
Benutzt Du dann trotzdem die gleiche Verfahrensweise ?
Wenn ja, warum ?
Wenn nein, weshalb ?

- Kaufst Du einmal unter SL gefallene Werte wieder zurück (ich weis habe deine SB Ausführungen gelesen) ?
Wann, wie gehst Du da vor ?
Wartest DU auf eine Bodenbildung und schlägst dann zu oder setzt Du dir gedanklich ein Limit oder oder ?

- Wie ändert sich ggf. Dein SL-Verhalten bei einem Bullish-Markt, wie bei einem Crash-Markt ? Ändert sich überhaupt etwas in Deinem SL-Verhalten ?

Das war nur eine kleine Auswahl an offene Fragen, vielleicht wissen wir heute Abend ja mehr...

Ich benutze für die Old Economy Werte innerhalb meiner konservativen Risikoklasse das SL von 10 % unter aktuellen Kurs als Wiedereinsteig und so habe ich z.B. vor bei GE; Bombardier, Citygroup nachzukaufen, wenn dieses limit erreicht wird..





von Learner6 [W:O] 25.11.00 16:36:31

Hallo 50-er,

durch die intensiven Diskussionen hier im Board, bei den Treffen, durch das Lesen anderer Threads, Magazine bekomme ich immer wieder die ein oder andere Anregung für meine persönliche Aktienstrategie.

Hier in diesem Thread geht es ja um meine persönliche Aktienstrategie, mit der ich die FU erreichen will. Durch ständige Selbstreflexion überprüfe ich mich selber, ob ich mich noch auf dem richtigen „Pfad“ zur Erreichung meines Finanzlebenszieles, die FU, befinde.

Ich möchte kurz darstellen, wie momentan meine Aktienstrategie aussieht:

1. Ziele
Ziel ist die FU mit spätestens 50 !
Dies will ich „ausschließlich“ über mein Aktienengagement schaffen.

Die „Normalversion“ sieht die FU als erreicht an, wenn ich an meinem 50 Geburtstag ca. 1,4 Mio. DM auf dem Depotkonto habe. Dabei benötige ich einen durchschnittlichen, jährlichen Depotzuwachs von 21,5 % (inklusive Sparleistung).

Die „Turboversion“, eine optimistische Einschätzung, sozusagen der „Best Case“ hat die FU mit 45 Jahren als Ziel. Hier benötige ich 1,5 Mio. DM.

2. Zielerreichungsplan
Für beide Versionen habe ich einen sog. „Zielerreichungsplan“, der auf Jahre runtergebrochen ist aufgestellt.
Beginnend mit meinem ersten Jahr, dem IST 1999: 107,1 TDM (79,2 % Performance)
Für beide Versionen habe ich mir ein Jahresziel 2000 von 200 TDM gesetzt = 86,7 % Depotzuwachs.
Kumuliert Oktober stehe ich bei 165 TDM. Es fehlten also zum Monatsabschluss noch 35 TDM bis zur Zielerreichung.
Das Jahr 2000 habe ich „zielmässig“ auf Monate runtergebrochen. Zu jedem Monatsabschluss werden die aktuellen kumulierten Planzahlen mit den IST-Zahlen verglichen und die noch folgenden Monate bis zum Jahresende neu geschätzt, wobei ich immer bei der Endsumme von 200 TDM rauskomme.
Das jeweilige Jahresziel ist für mich die Benchmark. Es ist jeweils etwas höher angesetzt als es für die Erreichung der FU benötigt wird, was die durchschnittlichen, jährlichen Zielrenditen angeht.

3. Depotstrukturierung
Um mein Ziel zu erreichen, dabei gleichzeitig mein eigenes Risikoprofil und meine spezielle Lebenssituation zu berücksichtigen, habe ich mein Depot in drei Risikoklassen eingeteilt.

1. Risikoklasse: Basisaktien (Global Player, konservativer Bereich); Ziel ca. 60 % des Gesamtdepots
2. Risikoklasse: Solide Wachtumswerte ohne großen spekulativen Charakter; ca. 30 %
3. Risikoklasse: Spekulativer Bereich, ca. 10 %

Investiert wird (momentan) ausschließlich in europäische und amerikanische Einzelwerte. Ein Investment in Fonds und OS ist zur Zeit nicht vorgesehen.

Generell kaufe ich immer in „Häppchen“ zu jeweils 5 TDM dazu (gilt für alle Risikoklassen). Dies hat für mich den Vorteil, daß ich später in unterschiedlichen Monaten jeweils einen Teil steuerfrei habe und so mehr Spielraum für mich sehe, falls ich z.B. mal verkaufen will aufgrund der jeweiligen Börsenlage.

Die Einzelwerte in der 1. Risikoklasse sind so gewählt, das ich für jede Branche nur einen Wert (unabhängig von der Region) im Depot habe. Hier wird die Depotdiversifikation „groß“ geschrieben. In diesem Bereich habe ich vor kurzem eine Änderung vorgenommen, was die Zuordnung meiner bestehenden Einzelwerte angeht. Momentan sind in diesem Bereich fünf Werte:

- Bombardier (Verkehr, Kanada)
- Citigroup (Finanzen, USA, Dow Jones)
- General Electric (Elektro-Mischkonzern, USA, Dow Jones)
- Nokia (Telekom, FIN, Euro 50)
- Novartis (Pharma, CH)

Diese fünf Werte, evt. kommt noch ein Wert aus dem Konsumbereich hinzu, sollen derzeit mein Bollwerk darstellen, das mir auch in schlechteren Börsenzeiten einige Sicherheit geben soll.
Da ich von einem Jahreszielwert von 200 TDM ausgehe, dieser Bereich 60 % ausmachen soll, gehe ich von einer Depotzielgröße in diesem Bereich von 120 TDM aus, das bedeutet momentan pro Wert eine Depotgröße von 24 TDM je Einzelwert.

In diese Werte werden ich sukzessive zukaufen. Momentan bin ich noch in der Phase, das ich erstmal meine Lieblinge auf die jeweilige Depotzielgröße (24 TDM) hieven muß. Dazu will ich jeweilige Kursdellen nutzen. So habe ich vor kurzem Bombardier nachgekauft.

Für diesen Bereich benutze ich nur einen mentalen Stopp Loss, den ich allerdings nur dazu nutzen will, um nachzukaufen. Vielleicht ändert sich das ja mal, z.B. aufgrund der aktuellen SL-Diskussionen. Dann würde ich wahrscheinich hier ein sehr engen SL setzen und mit SB mir die Werte wieder ins Depot holen.
So lange sich fundamental nichts ändert bei diesen Einzelwerten und ich zudem noch ein gutes Gefühl habe, bleiben diese Werte (vielleicht sogar bis zu meiner FU) in meinem Depot.
Einziger Wert hier auf der Watchliste ist Nestle, da ich im Bereich Konsum noch keinen Einzelwert habe. Da ich aber momentan nicht von dem Bereich als solches überzeugt bin, ruht hier mein Engagement.

Die 2. Riskoklasse (solide Wachstumswerte, Poweraktien, leicht spekulativ angehaucht)
Hier achte ich nicht so stark auf eine starke Diversifikation nach einzelnen Branchen, sondern suche mir Einzelwerte mit einem (nach meiner Sicht) guten Chancen/Risikoverhältnis. Es sind tlw. Einzelwerte die davorstehen, den Weltmarktführern den Rang abzulaufen. Zieldepotgröße ist ca. 60 TDM (30 % von Jahresziel 200 TDM).
Für diesen, wie auch für die 3. Risikoklasse werde ich SL einsetzen. Momentan bin ich da noch am ausprobieren. So habe ich erstmals am 13_Nov SL für 8 Einzelwerte gesetzt, die allesamt ausgeführt worden sind. Drei davon habe ich bereits wieder zurückgekauft (Aixtron, Medion und Siebel System). Ziel ist es in diesem Bereich eine für mich befriedigende SL evt. sogar in Kombination mit SB Regelungen zu finden. Momentan richte ich mich da nach dem jeweiligen gültigen aktuellen Kurs.

Derzeitige Einzelwerte im Depot (nach Neugliederung, man lernt ja schließlich nie aus):

- Aixton (SL 114, Wiedereinstieg zu 104 Euro)
- EMC
- Medion (SL 97,20 Wiedereinstieg zu 96 Euro)
- Siebel System (SL 99, Wiedereinstieg zu 91,70 Euro)
- Sun Microsystem

Auf meiner Watchliste für diesen Bereich stehen jede Menge Einzelwerte, wobei ich hier ganz klar einen Favoriten habe: Qiagen (durch SL gefallen und leider Wiedereinstiegslimit verpasst).

Meine 3. Risikoklasse (spekulative Werte) glänzt durch gähnende Leere.
Hier steht auf meiner Watchliste ganz oben Millennium, die ebenfalls durch das SL gefallen ist und ich leider den Wiedereinstieg verpasst habe.
Für diesen Bereich ist meine Watchliste am Größten, allerdings auch meine Bereitschaft momentan zu investieren am Geringsten, da ich erstmal sehen will das ich die beiden ersten Risikoklassen bestücke.

Momentan habe ich noch 40 TDM Cashanteil. Mein Hauptaugenmerk richte ich momentan darauf, wie ich schrittweise dieses Kapital einsetze. Zudem beschäftige ich mich mit der Thematik Stopp Loss.

Ich bin eigentlich ziemlich zufrieden mit meiner Strategie. Es wurmt mich nur, das ich nicht so schnell vorwärts komme bei meinen SL-Überlegungen...

Aber, wie sagt der Kaiser immer: Schaun mer mal...

Liebe Grüsse






von Learner6 [W:O] 02.12.00 14:49:52 3812287773

Hallo 50-er,

Dezember, kurz vor Jahresabschluss: Zeit für mich über meine Jahresziele 2001 nachzudenken.

Meine Vorbereitungen für die Planung meines „Finanzhaushalt 2001“ will ich in den nächsten Wochen in Angriff nehmen und vor Weihnachten abschließen. Wichtigste Position hier, ist die Zielsetzung: Wie hoch soll der Jahreserfolg 2001 werden (also der Betrag der sich aus der Subtraktion von Einnahmen minus Ausgaben ergibt)! Dies ist meine „Benchmark“, die ich mir jedes Jahr (seit Ende der 80-er Jahre) neu setze und bisher (toi toi toi auch immer geschafft habe, da ich die Planung sehr konservativ gestalten)!

Ein wesentlicher Faktor hierbei sind meine Aktieninvestments (Erfolg aus Aktientätigkeit die z.B. in meine Haushaltsführung eingehen, die monatlichen Sparleistungen etc.), die ich in meiner Haushaltsführung berücksichtigen muss.

Hier in diesem Thread soll es nur um die Ziele, Zielerreichungsplanung im Bereich Aktien gehen.
Wer sich NICHT für Zahlen interessiert, kann ja getrost weiterlesen.
Wer möchte kann ja mal seine (zahlenmässigen) Ziele für 2001, für seine FU posten. Vielleicht auch welche Grundüberlegungen er dabei getroffen hat.

Ausgangspunkt meiner (rein zahlenmässigen) Aktienplanung ist das Langfristziel „FU mit 50“ !

Hier gilt es zu schauen, ob sich grundsätzliche Parameter im Laufe des Jahres geändert haben, als da wären
- Lebenserwartung: 80 Jahre, d.h. das Kapital muss mindestens bis zum 80 Lebensjahr reichen
- Zielrendite ab 50 bis 80: 10 %
- Jährlich zu erwartende Aufwand für Lebenshaltung: 120 TDM (anfangs, siehe aber Inflationsrate)
- Inflation: Jährlich 2 %
- Benötigtes Kapital: 1,4 Mio DM

Bei mir bleiben alle Grundparameter (bei Eintritt der FU) unverändert. Als nächsten Schritt schaue ich mir meine Planung an, von heute bis zur Erreichung der FU. Hat sich hier etwas verändert ???

JA, da ich in meiner durchschnittlichen Berechnung der jährlichen Depotzuwächse bereits davon ausgegangen bin, daß ich das Jahresziel 2000 schaffe, habe ich den Durchschnittsrendite nur auf die Jahre 2001 bis 2010 angewandt, nicht aber für 2000.

Im Klartext bedeutet dies, das ich einen deutlich höheren durchschnittlichen Depotzuwachs benötige, als ich mit 21,5 % vorher für die Jahre 2001 bis 2010 gerechnet hatte.

Als Basis für die Erstellung des Zielerreichungsplanes 2001 bis 2010 auf einzelne Jahre, habe ich in etwa das momentane Depotvolumen, das ich jetzt habe zu Grunde gelegt (134 habe ich, 130 TDM werde erstmal als Jahresabschluss angenommen).

Also Ausgangsbasis sind 130 TDM, Ziel ist 1.400 TDM am 25. Januar 2011 zu erreichen. Das sind ja mal gerade 1.270 TDM. Um diese Summe zu erreichen brauche ich ein jährliches Depotwachstum von rd. 26,8 %.
Das ist jede Menge Holz und im Vergleich zu bisherigen Planung ein Zuwachs von 5,3 %punkten.

In den 26,8 % sind die jährlichen Sparleistungen schon erhalten, die in den beiden ersten Jahren (50 TDM und 30 TDM) betrugen.

Unter Berücksichtigung der „Durchschnittsmethode“ sieht das aktuelle Szenario folgendermaßen aus:
107,1 IST 1999
134,4 IST 01. Dez 2000
130,0 Annahme 31. Dez 2000 (ich will ja immer schön vorsichtig sein)

164,9 PLAN 31. Dez 2001 (=26,8 % Depotzuwachs zu 130 TDM)
... plus jeweils 26,8 % jährlicher Depotzuwachs
1.400 PLAN 25. Jan 2011

Da wir allein mehr an Sparleistung in 2001 aufbringen wollen, als wir nach der Durchschnittsmethode benötigen, habe ich sozusagen als aktuelle Zielplanung 2001 bis 2011 folgendes Szenario (Basis siehe oben):
130 TDM 31.12.2000
200 TDM PLAN 31.12.2001
Konkret bedeutet dies für das nächste Jahr, daß wir einen Depotzuwachs von 70 TDM (oder 53,8 %) planen.

Die 200 TDM sind also „aktienmässig“ meine Benchmark für 2001 !

Schaue ich mir jetzt die einzelnen Monate in 2001 an mit dem Ziel 200 TDM am Ende des Jahres zu haben, wurde von mir rein subjektiv folgende Annahmen getroffen:

130 TDM 31.12.2000
150 TDM Jan: Ich denke mir einfach, daß wie auch in den Vorjahren einige große Fondgesellschaften wieder stärker einsteigen.
160 TDM Feb bis Oktober
180 TDM Nov (Kleine Herbstralley)
200 TDM Dez (Windowdressing)

Diese Monatszahlen werden nun für mich erstmal als Basis abgespeichert und für weitere Überlegungen genutzt, wann konkreter evt. Sparleistungen zur Verfügung stehen müßten, ob eine angenommene günstige Marktlage auszunutzen, damit ich mein Cash investiere.

Daneben will ich aufgrund der o.g. Annahmen mein SL Verhalten überprüfen, ob ich dies evt. bei Seitwärtsbewegungen im Sommer (wer weis???) ändere, oder überhaupt reagieren will, wenn mit Seitwärts- bzw. Abwärtsbewegungen zu rechnen sind...

Was meint Ihr dazu ?

Habt Ihr Euch auch zahlenmässig Ziele gesetzt ?
Wenn Ihr wollt, könnt Ihr diese ja hier posten.







von Learner6 [W:O] 02.12.00 23:46:01

Hallo Shortput,

meine Planungen sind für mich die Basis für das jeweils zielgerichtete Handeln.

Wichtiger als die Planungen sind aber die jeweiligen Maßnahmen, die man daraus ableitet.

Für mich bedeutet dies konkret, daß ich mir ein SL-System schaffen werden, daß mein sauerverdientes Geld nicht innerhalb von Tagen vernichtet...

Zudem will ich mich mehr mit dem Thema Baisse mental auseinandersetzen. Für mich ist immer entscheidend, daß ich die Dinge BEWUSST tue und dabei auch noch ein GUTES GEFÜHL habe.

Momentan weis ich genau, wo ich HIN WILL, aber z.B. noch nicht wie ich mein Depot gegen Crash am besten absichere.
Das es keine 100 % Methode gibt ist schon klar, ich möchte aber für mich eine Regelung finden, mit der ich gut schlafen kann...

Ein anderer Punkt ist, daß ich aus meinen Fehler lernen will, d.h. ich will nicht wieder die selben Fehler machen, z.B. Kurse hinterherlaufen etc.

Aber alles eins nach dem Anderen. Mit den Zielen und meiner Depotstrukturierung kann ich verdammt gut leben. Daneben finde ich es für mich wichtig, das ich es verinnerlicht habe, daß ich etwas gegen radikale Kursabstürze machen muss.

Das ist ja schon mal der erste Schritt in die richtige Richtung...






von Learner6 [W:O] 04.12.00 10:27:59

Hallo 50-er,

Nach gründlichen Überlegungen habe ich für mich jetzt endlich eine (vorrübergehende ?!) Lösung gefunden, wie ich meine SL einsetze.

Aus meiner Sicht ist es sehr wichtig zu unterscheiden in welcher Kapitalsituation ich mich befinde. Hier unterscheide ich zwei wichtige Szenarien:

- Ich befinde mich kurz vor der FU, oder bin bereits FU
- Ich befinde mich noch in der Kapitalaufbauphase

In dem erstem beschriebenen Szenario ist die Kapitalsicherung oberstes Gebot. In dieser Phase sind m.E. enggesetzte SL eine gute Voraussetzung für die Kapitalsicherung und ich kann mich mit den Überlegungen von Bimbes und Supermausi voll anfreunden.

Da ich mich in der Kapitalaufbauphase befinde und deshalb neben den konservativen Werten auch Einzelwerte mit z.T. sehr hohen Schwankungsbreiten im Depot habe, muß ich m.E. etwas anders vorgehen.

Wie, beschreibe ich nachfolgend. Wichtig für mich ist es, daß ich mich mit dem was ich mache, voll identifizieren kann und vor Allem ein gutes Gefühl dabei habe.
So werde ich gemäß meinen drei Risikoklassen unterschiedlich meine SL anwenden.

1. Risikoklasse (Konservativ, Basisaktien, Global Player)
Hier soll eigentlich NUR der Fall abgedeckt werden, wenn AUSSERGEWÖHNLICHE , UNTERNEHMENSPEZIFISCHE Ereignisse eintreffen, die keiner voraussehen kann. Ansonsten bin ich von diesen Einzelwerten fest überzeugt und würde diese selbst in meiner FU Phase noch in meinem Depot haben.
OK, ich trage immer noch das Risiko, daß evt. die erste Kursnotierung nach einem plötzlichen Ereignis deutlich UNTER meinem realen SL liegen kann. Damit muß ich aber leben, da ich es besser finde ÜBERHAUPT einen realen SL gesetzt zu haben, als KEINEN und mir möglicherweise (wenn ein Katastrophenfall eintreten würde) bei einer Talfahrt die Kurse davonlaufen, ohne das ich reagieren kann, weil ich z.B. genau an diesen Tagen gerade nicht online bin...
Hier habe ich mich entschlossen, den SL 10 % unter dem jeweiligen aktuellen Kurs real zu setzen und dieses SL ein mal im Monat anzupassen. Bevor ich den SL setze, schaue ich mir die letzten fünf Tageskurse an und würde ggf. falls in dieser Woche etwas ungewöhnliches passiert ist, einen Durchschnittswochenkurs bilden. Ist dies nicht der Fall, ist der aktuelle Kurs die Basis und ich nehme davon 10 % als SL-Berechnung.

Soweit zur ersten Risikoklasse, Viel schwieriger gestalten sich die SL, was die beiden anderen Risikoklassen angeht. Hier habe ich noch wenig Erfahrung und auch noch kein abschließend gutes Gefühl. Nichtdestotrotz werde ich aber gerade in diesen Bereichen einen SL setzen müssen, da diese Einzelwerte am ehesten „kursgefährdet“ sind. Doch dazu später mehr...

Was haltet Ihr von meiner SL-Strategie für konservative Werte, wenn man sich in der Kapitalaufbauphase befindet ?

Würdet Ihr auch (vorsichtshalber), falls in der jeweiligen Woche die Kursentwicklung des zu betrachtenden Einzelwertes etwas ungewöhnlich verlaufen ist, eine Durchschnittswochenbetrachtung machen, oder lieber generell vom aktuellen Kurs aus den SL setzen ?

Es geht hier in diesem Posting erstmal NUR um KONSERVATIVE Einzelwerte unter Berücksichtigung das ich mich noch in der KAPITALAUFBAUPHASE befinde.






von Learner6 [W:O] 04.12.00 11:56:51

Hallo Bimbes,

danke für den Hinweis.

Eine Überlegung habe ich bisher noch außer Acht gelassen: Berücksichtige ich meinen GESAMTEN DEPOTBESTAND des jeweiligen Einzelwertes, oder gibt es da Unterschiede ?

Hier berücksichtige ich die steuerliche Situation und die Tatsache, ob ich mit dem jeweiligen Einzelwerte z.B. deutlich in der Gewinnzone bin.

So habe ich aus den besprochenen 1.Risikobereich bei Nokia (zwei Einkäufe, einer ist bereits steuerfrei und mit guten Kursgewinn) nur den Bereich genommen, der noch nicht steuerfrei ist und den ich auch erst im Oktober nachgekauft hatte, berücksichtigt.

Wie macht Ihr das denn so, Alles unter SL setzen oder nur Teilbestände ?

Wenn nur Teilbestände, warum ?






von Learner6 [W:O] 04.12.00 15:46:11 3812296615

Hallo 50-er,

da ich ein Transparenzfreak bin, zuerst noch mal die Ausführungen zu meiner 1. Risikoklasse, bevor ich weiter fortfahre mit meinen beiden anderen Risikoklassen.

1. Risikoklasse (Konservativ, Basisaktien, Global Player)
Hier soll eigentlich NUR der Fall abgedeckt werden, wenn AUSSERGEWÖHNLICHE , UNTERNEHMENSPEZIFISCHE Ereignisse eintreffen, die keiner voraussehen kann. Ansonsten bin ich von diesen Einzelwerten fest überzeugt und würde diese selbst in meiner FU Phase noch in meinem Depot haben.
OK, ich trage immer noch das Risiko, daß evt. die erste Kursnotierung nach einem plötzlichen Ereignis deutlich UNTER meinem realen SL liegen kann. Damit muß ich aber leben, da ich es besser finde ÜBERHAUPT einen realen SL gesetzt zu haben, als KEINEN und mir möglicherweise (wenn ein Katastrophenfall eintreten würde) bei einer Talfahrt die Kurse davonlaufen, ohne das ich reagieren kann, weil ich z.B. genau an diesen Tagen gerade nicht online bin...
Hier habe ich mich entschlossen, den SL 10 % unter dem jeweiligen aktuellen Kurs real zu setzen und dieses SL ein mal im Monat anzupassen. Bevor ich den SL setze, schaue ich mir die letzten fünf Tageskurse an und würde ggf. falls in dieser Woche etwas ungewöhnliches passiert ist, einen Durchschnittswochenkurs bilden. Ist dies nicht der Fall, ist der aktuelle Kurs die Basis und ich nehme davon 10 % als SL-Berechnung.

Was haltet Ihr von meiner SL-Strategie für konservative Werte, wenn man sich in der Kapitalaufbauphase befindet ?

2. Risikoklasse (Solide Wachstumswerte, Poweraktien)
Puh, das war ein schweres Stück Arbeit !
Zunächst einmal konnte ich, aufgrund der Kursschwankungsbreiten nicht Einheitlich vorgehen (wie bei der 1. Risikoklasse). So habe ich mir zu den letzten 20 Tagesabschlusskursen zusätzlich noch die jeweiligen Schwankungen pro Tag, pro Woche und des letzten Monates ermittelt.
Zur Auswahl als Basis standen drei Kurse in der Gegenüberstellung (Durchschnitts-EK; Aktueller Kurs; Durchschnittkurs der letzten Tagen, wobei ich hier erst den Tag berücksichtigt hatte, der die Trendumkehr aufgrund der allgemein schlechten Börsenlage markierte, das war tlw. je Einzelwert unterschiedlich, da sich einige Werte besser gehalten hatten gegen den Crashtrend als andere).

Zunächst einmal habe ich wie auch oben, 10 % zu den drei o.g. Kurse als Limit runtergerechnet. Bei den Einzelwerte, die ich schon länger als ein Jahr hatte (z.B. Medion, Sun Mico) war dieser Wert unbrauchbar, da bereits dicke Gewinne erzielt wurden. Für sie kam nur der Durchschnittskurs bzw. der aktuelle Kurs als Basis in Frage. Je nach Tagesvolatibilität war z.T. der Durchschnittskurs im Vergleich zum aktuellen Kurs zu hoch, so das die SL-Marke bei einer geringen Schwankung von 2,3 Prozent bereits erreicht würde. In diesen Fällen, habe ich den aktuellen Kurs als Basis genommen.
Ich bin auch hier in allen fünf Fällen dieser Risikoklasse von 10 % ausgegangen, jedoch im Unterschied zur 1. Risikoklasse wurden hier häufig die Durchschnittskurse genommen.

In drei Fällen ist mir aufgefallen, daß der von mir errechnete SL in den letzten 20 Tagen (obwohl Crash) NIE erreicht wurde. Hier überlege ich sogar nachzukaufen. Es sind Medion, Siebel System und Sun Microsystem.

Mal sehen, angesichts immer weniger werdender Cash hätte ich bei Nachkäufen meine Knete aufgebraucht und müsste Notfalls später wieder auf meinen WPK zurückgreifen.

Wie sieht Ihr SL bei soliden Wachstumsaktien (nicht bei Einzelwerten mit extrem hohen Kursschwankungen) ?

Jetzt fehlt nur noch die 3. Risikoklasse (Spekulative Werte, Turboaktien). Hier bin ich mir überhaupt noch nicht sicher, ob bei derlei hohen Kursschwankungen überhaupt ein SL angebracht ist (z.B. bei Millennium, die ich wieder im Depot habe). Schaun mer mal.

Demnächst mehr von dieser Klasse.








von Learner6 [W:O] 13.12.00 13:04:39 3812349806 Hallo 50-er,

MarkV und der Thread Unternehmensbewertung von PaulPanther haben mich animiert, mir noch konkretere Gedanken zu machen, wie meine Aktienstrategie aussehen soll.

Ziel meiner Aktienstrategie
Erreichung der FU mit spätestens 50 Jahren durch Kapitalansammlung von 1,4 Mio. DM, alleine durch Aktien.

[b) Aufbau der Aktienstrategie
Ich unterscheide in folgenden drei Phasen:
- Kapitalaufbauphase (0 bis 700 TDM, entspricht dem aktuellen Status).

- Kapitalgrundstock erreicht (ab 700 TDM)

- FU-Phase erreicht (ab 1,4 Mio. DM)

Entsprechende der jeweiligen Kapitalphase werde ich risikoreicher investieren bzw. später mich auf meine Kapitalsicherung konzentrieren.

Depotaufbau
In allen drei Phasen wird mein Depot in die folgenden drei Risikoklassen aufgeteilt:

1. Risikoklasse: Konservative Depotbereich
2. Risikoklasse: Wachstumswerte
3. Risikoklasse: Spekulative Wachstumswerte

Je nachdem in welcher Kapitalphase ich mich befinde, ändern sich die Inhalte der einzelnen Risikoklasse. Jetzt in der Kapitalaufbauphase investiere ich NICHT in Fonds (1.Risikoklasse). Bin ich später in der FU-Phase werde ich den überwiegenden Teil wohl in Fonds anlegen. Genauso wird es bei der Gewichtung sein. In der jetzigen Phase muß ich überwiegend in den Klasse 2 und 3 investieren, während später in der FU Phase kaum noch in der letzten Klasse investiert wird.


Benchmark
Generell ist die Benchmark für mich der jährliche, durchschnittliche Depotzuwachs in % den ich benötige, um FU zu werden. Momentan liegt dieser bei 24,2 %.
Also Ziel ist es ein jährliches Depotwachstum von 24,2 % sicherzustellen.
Daneben gibt es für mich ein aktuelles Jahresziel. In diesem Jahresziel werden die konkreten Sparleistungen (die ich für die nächsten 10 Jahren nicht genau bestimmen kann, wohl aber für das jeweils aktuelle Jahr) berücksichtigt.
Da wir nächstes Jahr planen 50 TDM Spareinlage zu leisten. Ich jetzt knapp bei 160 TDM liege, würde nach der Durchschnittsmethode 199 TDM zum Jahresende ausreichen. Mit den gesparten 50 TDM komme ich aber schon auf 210 TDM, weshalb ich mein konkretes Jahresziel für 2000 auf 250 TDM setzen. Dies würde mir bei deren Erreichung für die Folgejahre einen deutlich niedrigeren durchschnittlichen Zuwachsrate bescherren...

Also konkrete Benchmark, wenn sich bis zum Jahresende nichts wesentliches ändern ist eine Depotsumme von 250 TDM zu erreichen.

Depotsicherung
Ab hier gelten die Ausführungen nur für meine momentanen Kapitalphase, nämlich der Kapitalaufbauphase, in der ich mich noch befinde. In späteren Phasen werden die SL bzw. evt. die Absicherung durch Puts wohl etwas anders gestaltet werden. Aber das hat ja noch Zeit.

Da ich mich nicht mit Puts auskennen, werde ich ausschließlich mit realen Stopp Loss mein Depot absichern.
Hier werde ich gemäß den drei Risikoklassen unterschiedlich vorgehen.
Unabhängig davon, werde ich ein besonderes Augenmerk auf Einzelwerte richten, die innerhalb eines Jahres die 100 % Performancegrenze schnell erreicht haben. Hier kann es sein, daß ich ein Teil verkaufe um die Gewinnspitzen mitzunehmen, der Rest ist ja immer noch mit SL abgesichert.

1. Risikoklasse (Ziel: 40 % des Gesamtdepot)
10 % vom aktuellen Kurs bei Festlegung des monatlichen SL. Sollte der Kurs am Schlusstag sehr stark gestiegen oder gesunken sein, werde ich einen Durchschnittskurs bilden (maximal aus den letzten 20 Tagesschlusskursen).
Wobei ich je nach aktueller Börsenlage schaue, ob dieser errechnete Wert überhaupt schon mal in den letzten zwei Monaten erreicht wurde.

Habe ich steuerfreie Anlagen so wird der SL nur nach der Menge der steuerlicher Anlage bemessen. D.h. fallen die konservative Aktien unter dem SL habe ich trotzdem noch ein oder zwei Tranchen...

Nachgekauft wird es
- wenn mindestens noch mal ein so hoher Kursverlust erreicht wird (z.B. 10 % bei der 1. Risikoklasse)
- wenn ein Trendwechsel erkennbar oder aller Wahrscheinlichkeit bevorsteht.
Hier sehe ich überhaupt mein größtes Problem, zu erkennen wann ein Trendwechsel einsetzt.


2. Risikoklasse (40 % des Gesamtdepots)
Das Gleiche in „Grün“, jedoch ist hier der Prozentsatz 15 % und je nachdem in welcher Börsensituation sich der Wert befindet, wird eher zu einem Durchschnittssatz zurückgegriffen.

3. Risikoklasse (20 % des Gesamtdepots)
Wie bei der 2. Risikoklasse, nur hier ist der Prozentsatz 20 % und die Basis auch ein Durchschnitt.


Depotumschichtungen
Nach „Hausse-Phasen“ werde ich die Gewinnspitzen realisieren und das Kapital meiner 1. Risikoklasse zuführen. Grund: Durch die überdurchschnittliche Performance (hoffentlich) sind die Anteile überdurchschnittlich gestiegen. Zudem könnte eine zu schnelle Kurssteigerung auch wieder zum deutlichen Kursrückgang führen. Da will ich doch vorher die Gewinnspitzen mitnehmen.
Nach „Baisse-Phasen“ wenn eine Bodenbildung erreicht ist, werde ich von meinem Kapital aus der 1. Risikoklasse rausziehen und in Einzelwerte für die beiden anderen Risikoklassen investieren.
Grund: Die konservativen Werte sinken in der Regel nicht so stark wie in den beiden anderen Risikoklassen. Da jetzt aber Zeit zum „Einsammeln“ ist, nutze ich das Geld um wieder in Einzelwerte, die möglicherweise alle durch das SL gefallen sind, einzusammeln.
Ich weis, ist alles etwas „idealtypisch“..

Cash
Ich möchte ca. 10 Prozent immer Cash haben. Zusätzliche Mittel werden über meinen Wertpapierkredit restriktiv eingesetzt. Hier werde ich aber max. nur 50 Prozent meines zur Verfügung stehenden WPK-Rahmen ausschöpfen..

Auswahlkriterien für die 1. Risikoklasse
In diesem Bereich sind die konservativen Einzelwerte zu Hause, also die Werte, bei denen man „nichts falsch machen kann“, die aber auch nicht unbedingt das große Kurswachstum bringen müssen (Gesamtdepotziel =24 % inclusive Sparleistungen).

Dieser Depotbereich wird nach Branchengesichtspunkte aufgebaut. Für jede der nachfolgenden Branchen suche ich mein Top-Favorit.

Die Branchen sind:
- Finanzen
- Konsum
- Pharma
- Telekommunikation
- Elektonik
- Versorger

Auswahlverfahren.
Jede Branche für sich wird separat betrachtet.
Wichtige Kriterien sind:
- Marktführerschaft in Ihrer Branche
- Top-Management
- Stetiges Gewinnwachstum in der Vergangenheit
- Stetiges prognostiziertes Gewinnwachstum in der Zukunft
- Günstige Bewertung, insbesondere anhand des KGV

Daneben werden alle zur Verfügung stehende Kriterien in Excel kopiert und mit den jeweiligen Konkurrenzdaten pro Branche verglichen.
In dieser Risikoklasse wird für jede Branche jeweils mein Topfavorit ins Depot genommen. Daneben kann es sein, das ich auch aufgrund der excellenten, aussergewöhnlichen Unternehmenssituation auch einen Wert mit reinnehme, der nicht zu diesen Branchen gehört. Dies ist z.B. bei dem Gemischtwarenkonzern General Electric der Fall.

Ich setze in dieser Risikoklasse bewußt keine Benchmarks oder zahlenmässige exakt definierte Kriterien ein, die ein Unternehmen erst dann zu einem Depotkandidaten machen, wenn alle analysierten Kriterien auf die Kommastelle, erreicht sind.

Letztendlich entscheidet, nach einer gründlichen Branchenanalyse, mein „Bauch“ wer bei mir im Depot landet...

Auswahlkriterien für die 2. Risikoklasse
Hier sind meine Wachstumswerte zu Hause, die sich bereits am Markt etabliert haben über eine gewisse Marktkapitalisierung verfügen und die Gewinnprognossen zuversichtlich aussehen.

Diese Risikoklasse sollte das Kurspotential haben, meine jährliche, durchschnittliche Perfomancezielsetzung (ca. 24 %) zu übertreffen.

In diesem Risikobereich befinden sich tlw. Werte, die auch schon zu den Global Player gehören (z.B. Sun Micro, EMC) aber aufgrund ihrer höheren Kursschwankungsbreite nicht den konservativen 1. Risikobereich zugeordnet werden.

Auch hier werden zunächst die Kriterien gefiltert, wie sie bereits für die 1. Risikoklasse beschrieben wurden.
Allerdings ist hier der Schwerpunkt der Bewertung NICHT auf das KGV ausgerichtet, sondern vielmehr auf die zukünftigen Gewinnaussichten. Daher zählt hier der PEG, das Geschäftsmodell, die Wachstumsausrichtung des Unternehmens mehr als eine etwas, nach alten Maßstäben gesetzten KGV.

Von der Philosophie her versuche ich mir bereits gestandende Großunternehmen zu holen, die das Potential haben einmal Weltmarktführer zu werden. So ist z.B. Siebel System, die NR. 2 hinter Oracle auf dem besten Weg dazu.

Wichtig anzumerken gilt hier, daß es sich um Großunternehmen handelt, die bereits den Beweis angetreten sind, daß sie über einen längeren Zeitpunkt hinaus gute Zahlen abgeliefert haben, Ihrer Wachstumsstrategie in Takt ist und die zukünftigen Gewinnaussichten stimmen.

Dabei gilt hier NICHT, wie in der 1. Risikoklasse die Konzentration auf ein ausgewogenes Branchenmix, sondern vielmehr auf das gesunde Chancen/Risikoverhältnis.
Die Einzelwerte sollen mindestens 1. Jahr gehalten werden (außer wenn sie natürlich durch den SL fallen oder sich Grundlegendes geändert hat).
Nach einem Jahr erfolgt eine gründliche Analyse, ob der Wert wirklich noch zu meinen Favoriten in dieser Risikoklasse gehört.

Auswahlkriterien für die 3. Risikoklasse
Hier handelt es sich um spekulative Einzelwerte, die aufgrund Ihres Geschäftsmodelles, Ihrer tlw. agressiven Wachstumsausrichtung überdurchschnittliche Erfolgschancen bei einem vertretbarem Risiko, bieten.

Hier sind auch kleinere Unternehmen zu Hause, unabhängig von Ihrer Branchenzugehörigkeit.

Von der Philosophie her betrachte ich hauptsächlich zukunftsorientierte Branchen, wie z.B Biotech oder Erneuerbare Energien.
Da die Risiken aber nicht zu verachten sind, wird der Einsatz in der Kapitalaufbauphase auf max. 20 % beschränkt (später sogar auf 10 % begrenzt).

Als Hauptkriterien werden hier Kursgewinnaussichten auf mindestens 1 Jahr herangezogen, wobei auch hier gilt: Bei der Erstanalyse werden ALLE verfügbaren Zahlen berücksichtigt und mit dem jeweiligen auch in Frage kommenden direkten Konkurrenten verglichen.

Oberstes Ziel bei allen drei Risikoklassen ist aber immer, daß ich auf dem richtigen Weg bleibe meine jährliche, durchschnittliche Zielperformance zu erreichen.

Aber da mache ich mir momentan (trotzdem wir in den letzten Monaten doch arg gebeutelt wurden) keine Sorgen, da ich Stand 12 Uhr auch für dieses Jahr wieder einen Depotzuwachs von 45 % und eine reine Performance von 22 % erreicht habe.

Liebe Grüsse






von Learner6 [W:O] 15.12.00 21:47:06 3812368158

Hallo 50-er,

eine Hausaufgabe muß ich mir wohl noch ganz DICK mit einem Rotstrich markieren: Die emotionale Bindung zu meinen Einzelwerten !

Ich hätte z.B. nie gedacht, daß eine GE mal durch meinen SL fällt (10 % unter Monatsanfangskurs).......






von Learner6 [W:O] 20.12.00 15:53:24

Hallo 50-er,

ich weis ja nicht, wie es Euch so im Einzelnen heute börsenmässig geht?!

Bei mir weist das Depot zum zweiten Mal in diesem Jahr (nach dem 30.Nov) eine negative Jahresperformance für 2000 aus ! Es ist schon deprimierend, wenn man immer nur Kurse gen Süden sieht...

In der jetzigen Börsensituation werde ich mein Cash (wenn überhaupt)nur noch dafür einsetzen, meine Basisaktien (1.Risikoklasse: Bombardier, General Electric und Nokia) aufzustocken. Hier habe ich heute erste Nachkäufe getätigt bzw. bin bei GE wieder neu eingestiegen.

Für diesen Bereich spare ich mir (nach reiflicher Überlegung) Stopp Loss ! Es wird auch der einzige Bereich sein, in dem ich bewußt keine SL einsetze.
Es ist schon eine Kruix. Ich habe noch nicht zu meiner SL-Strategie gefunden.

An eine Ausweitung der Basisaktien um mehrere Einzelwerte denke ich zur Zeit nicht, da ich noch immer in der Kapitalaufbauphase bin und mir hier erstmal DREI Bollwerke reichen müssen. Der Kapitalanteil wird in Phasen wie diese genutzt um den Bestand weiter aufzubauen. Sollte ich mal wieder deutlich über 200 TDM kommen (was momentan bei knapp 130 TDM gerade zu vermessen klingt...) werde ich diesen Bereich vielleicht wieder um ein, zwei Einzelwerte aufstocken. Vorher nicht!

Falls Nokia auf ca. 47,50 Euro sinken sollte, werde ich noch einen weiteren Nachkauf tätigen (Bisher 3 Käufe). Das gleiche gilt für Bombardier unter 16 Euro (bisher 3 Käufe)und GE unter 54 Euro (bisher nur Wiedereinstieg).

In meiner 2. Risikoklasse gehe ich mit gemischten Gefühlen rein. Zwei meiner drei Käufe von Siebel System sind durch den SL gefallen, sodaß ich nur noch einen kleinen Teil von Siebel habe. Das gleiche gilt für EMC.

Aixtron und Medion haben sich bisher ganz gut gehalten. Diese werden wohl auch noch dieses Jahr SL-mässig überstehen.

Auf meiner Watchliste stehen Juniper Networks, Nortel und Oracle neben Singulus und Loewe.

Aber wie gesagt, in der derzeitigen Situation sind keine Aktivitäten in den Risikoklassen Zwei und DRei geplant.

Einen EInstieg und damit auch z.b.weitergehenden Analysen für den Bereich Erneuerbare Energien (3. Risikoklasse) wird erstmal zurückgestellt.

Millennium und Qiagen, meine beiden einzigen Vertreter der 3. Kategorie halten sich SL-mässig ganz gut.

Bei Qiagen bin ich mir nicht mehr so sicher, ob ich sie nach einer Hausse noch langfristig halten will, da sie schon eine wahnsinnige Performance hingelegt hat.

Millennium bleibt solange im Depot bis der SL uns trennt.

Mal sehen, was diese und nächste Woche noch so auf uns zukommt.

Liebe Grüsse






von Learner6 [W:O] 21.12.00 17:23:41

Hallo 50-er,

@Godele
Du hast Recht: Es macht mir was aus, wenn ich seit dem 03. Sep 75 TDM Verluste eingefahren habe (und nicht nur Buchverluste, da ich mittlerweile nur noch, rein von der Anzahl her betrachtet, ca. die Hälfte an Einzelwerte besitze, die andere Hälfte ist wg. SL jetzt bei einem anderen Aktionär...) !

Es macht mir sogar verdammt viel aus, da ich es nur sehr schwer ertragen kann, wenn ich z.T. durch eigene „Dummheit“ meine Ziele nicht erreiche !

@Alle
Jetzt haben wir wieder Gelegenheit über unsere gemachten Fehler nachzudenken, da momentan eh keiner einschätzen kann, wie es weiter geht.
Ich persönlich komme immer mehr dazu, daß es im Börsengeschäft wichtiger ist eine eigene Fehleranalyse zu betreiben, als kurzfristig hektisch irgendwelche Einzeltitel nachzujagen.
Mein größter Fehler war es, daß ich im Oktober, als ich mich für eine SL-Strategie entschieden hatte, diese nicht sofort umgesetzt hatte. Sie war zwar noch nicht ausgereift, aber...
Mein nächster Fehler war es, daß ich dachte es geht wieder Aufwärts gegen Ende Oktober und wieder sämtliches Cash investierte. Da es aber damals keinen eindeutigen Trend nach oben gab, hätte ich auf meinen zeitweise 40 % Cashbestand hocken bleiben sollen...
In einer derartig unruhigen Phase setzte ich aber wieder alles Geld um, um dann später zu der nächsten schmerzhaften Erkenntnis zu kommen. Es nützt nichts, wenn ich zwar überall SL setzen, dann aber wenn er realisiert werde nicht lange genug abwarte bis ein eindeutige Trend nach oben zeigt...
Also ging das Ganze von Vorne los. Fast alles durch den SL gefallen.

Die Fehler die ich gemacht habe, lagen nicht darin das ich SL gesetzt habe, sondern vielmehr darin, daß ich als mir zum ersten Mal 10 Einzelwerte durch den SL gefallen sind, die Börsenlage komplett falsch einschätzte, nämlich das die Bodenbildung erreicht wurde.
Also machte ich eigentlich den größten Fehler überhaupt erst dann, als ich zum zweiten Mal alles voll investierte und dann natürlich JETZT prompt ausgestoppt wurde undzwar im wahrsten Sinne des Wortes !

Die Moral von der Geschicht: Investiere in Crashzeiten NICHT (erst wenn eine Trendwende erkennbar ist)!

Diese schmerzliche Erfahrung hat mich um einige Zehntausender ärmer gemacht. Ich sehe das übrigens nicht als Monopolygeld oder reines Buchgeld an, sondern als reales Geld !

Bevor ich jetzt wieder in Wachtumswerte neu investiere, will ich auf jeden Fall eine Trendwende abwarten und wenn ich auf die ersten 10 % verzichten sollte...

Momentan investiere ich nur in meine drei Basiswerte Nokia, Bombardier und GE, für die ich KEINEN SL mehr setze.

Liebe Grüsse







von Learner6 [W:O] 26.12.00 01:37:09 3812415283

Hallo 50-er,

da ich am Wochenende meine Finanzplanung für 2001 abgeschlossen habe, mußte ich mir vorher abschließend Gedanken machen wie meine (zahlenmässigen) Aktienziele aussehen.

Es sind zwar noch drei Börsentage in diesem Jahr. Ich gehe aber von keinen großen Veränderungen mehr aus, so das ich mal meinen jetzigen Depotniveau 140 TDM als Jahresabschluss annehme.

Da nächstes Jahr 50 TDM liquide Mittel frei werden, die ich zusätzlich in Aktien investieren werde, wäre ich demnach bei 190 TDM. Ich versuche die 250 TDM (60 TDM Performance = 32 %) zu schaffen. Damit würde ich deutlich über den jährlichen Zieldurchschnittssatz liegen, der mir mit 50 Jahren meine FU sichern sollte...






von Learner6 [W:O] 03.01.01 20:36:43

Hallo 50-er,

ja wie sieht den jetzt mein "Turbodepot" aus (Shaky, hast recht ist nicht mehr der richtige Titel).

Da es hier in diesem Thread (ursprünglich Turboversion) um meine Strategie geht und ich nur noch die "Normalversion=FU mit 50" betrachte, dafür aber keinen eigenen Thread aufmachen will, poste ich hier über mein Depot.

PUH, gearde mal zwei Börsentage im neuen Jahr vorbei, und was für welche. Hier mal die Kursabweichungen meiner einzelnen Titel im Vergleich zum Jahresabschluss (in Klammer Risikoklasse):

Siebel System (2) -20,5%
Millennium (3) -12,9%
---------------------------------
Medion (2) -8,5%
Aixtron (2) -7,6%
General Electric (1) -6,7%
EMC (2) -5,6%
---------------------------------
Bombardier (1) -4,2%
Qiagen (3) -3,2%
Nokia (1) -2,8%

Nokia, Basisaktie, hat die zwei Tage nicht überraschend für mich, relativ gut überstanden.

Siebel und Millennium (gehöre ja auch bei mir bewußt eine andere Risikoklasse an, hatten es da nicht so leicht...

Nun will ich mal den morgigen Börsenstart abwarten und evt. bei Siebel, EMC erste Nachkäufe tätigen.

Meine Basisaktien lasse ich unverändert. Ich möchte hier eigentlich (wenn sich fundamental nichts gravierendes ändert) übers Jahr gesehen den Depotbestand nicht anrühren...

Um nicht volles Risiko zu gehen, werde ich mich vorerst nur auf meinen 2. Risikobereich konzentrieren (Aixtron, Medion, EMC, Siebel) evt. noch SUN dazukaufen.

Aber alles gemach...

Hoffen wir also, daß wir eine kleine Ralley erleben werden.

Liebe Grüsse





von Learner6 [W:O] 04.01.01 14:41:22 3812456842

Hallo Depotrisikomanager,

wo war ich stehen geblieben, ähm.....
Puh, IXC, da hast Du ja gleich jede Menge Einzelaspekte in Deinen Ausführungen berücksichtigt. Also müßte doch für Jeden etwas Interessantes dabei sein...

Die Depotdiversifikation ist für mich persönlich der erste Schritt zur Depotsicherung.

Nur kann man das m.E. nicht verallgemeinern, da Andere mit anderen Risikoprofilen und anderen Börsenhintergrund z.B. nur in Aktien investieren mit denen sie beruflich zu tun haben, ihnen dies oder jenes nicht zusagt.

Deshalb halte ich es auch für unwahrscheinlich wichtig, daß JEDER für sich selbst herausfindet, was für ein Risikomensch er ist und mit welcher Art von Aktien er das beste Gefühl hat.

Wenn also diese Grundvoraussetzungen feststehen (das eigene Risikoprofil wird berücksichtigt,die eigenen Aktienziele sind bekannt und verinnerlicht) kann man m.E. konkret überlegen, welche Depotsicherungsmassnahmen für einem Selbst am Besten sind, z.B. Stopp Loss oder Putabsicherung !

Bei mir ist es SL; wahrscheinlich weil ich mich nie so ganz mit dem Optionsgeschäft bisher anfreunden konnte (kann sich aber ändern...).

OK, dann soll meine Depotsicherung also über SL vorgenommen werden (wie gesagt, daß ist MEINE Überlegung, ANDERE liegen Puts vielleicht mehr).

Wenn ich, wie oben geschildert, eine Depotdiversifikation habe, muss ich wenn ich zum Thema SL komme, diese auch berücksichtigen, d.h. ggf. für unterschiedliche Depotklassen auch unterschiedliche SL setzen.

Auch hier kann es m.E. individuell unterschiedlich ausfallen, was die Höhe des SL angeht.

Als Anfänger (setze erst seit Oktober REAL SL) fehlt mir noch jede Menge Erfahrung.

Das macht aber nichts. Da ich von SL ÜBERZEUGT bin (das ist m.E. der erste und wichtigste SChritt überhaupt zur erfolgreichen Depotsicherung) ist es wichtig, daß ich überhaupt damit anfange.

Jetzt stehe ich natürlich auch vor dem Problem WIE setze ich den SL ?

Welcher Kurs ist mein Basiskurs ?

Welchen % Satz nehme ich usw., usw.

Um es vorweg zu sagen. Ich habe noch KEINE Vorgehensweise gefunden von der ich ÜBERZEUGT bin, bin also noch in der praktischen Testphase...

Ich unterscheide, was die Depotdiversifikation angeht mein Depot, wie gesagt, in drei Klassen.

Für die 1. Risikoklasse setze ich (mittlerweile) bewußt KEINEN Stopp Loss mehr. Im Oktober und November habe ich noch SL gesetzt, was dazu geführt hatte, das GE das Weite gesucht hatte...

Ich bin von den drei Einzelwerten langfristig total überzeugt und verzichte hier auf einen SL. Trotzdem bin ich mir auch hier bewußt, daß z.B. bei einem plötzlichen Tod des Konzernchefs von GE, dem mehrfach ausgezeichneten J. Welch, die Kurse kurzfristig drastisch nach unten gehen könnten. Na und, das Restrisiko nehme ich dann bewußt in Kauf. Es gibt halt keine 100 %ige Absicherung. Für mich ist es sehr wichtig, daß ich mir darüber BEWUSST im Klaren bin, wenn ich dies oder Jenes tue, das mir dann evt. das oder dies passieren kann...

Jetzt komme ich zu meinen Wachstumswerte mit überdurchschnittlichen Chance/Risikoprofil (aus meiner Sicht).
- Hier sind schon mal größere Schwankungen möglich.
- Auch hier gibt es vergangensheitsorientiert unterschiedliche Schwankungsbreiten.
- Jeder hat Chartechnisch seine individuellen Unterstützungs- und Widerstandlinien usw.

Kurz um. Ich schaue mir zwar die Charts, die Kursentwicklung der letzten 20 Tage an, meine steuerliche Situation und und und.
Letztendlich habe ich aber trotzdem KEIN einheitliches Schema, da ich aus der Fülle der vorliegenden Infos bisher (kann sich vielleicht auch ändern) meistens einen Kurs nehme, der ca. 10 % unter dem aktuellen letzten Tagesschlusskurs des Börsenortes Frankfurt ist.

In Sonderfällen, wenn gerade am letzten Monatstag die Kursschwankung sehr hoch war, nehme ich einen Durchschnittskurs oder manchmal sogar den Einstandskurs als Basis. Es gibt für mich momentan kein PATENTREZEPT mit dem ich mich identifizieren kann...

Nur bin ich nicht bereit z.B. einen SL von 30 % (nur ein Beispiel) unter EK zu setzen. Das ist mir eindeutig ein zu hoher Kursverlust, da möchte ich, wenn ich mich schon entschlossen habe meine Depot zu SICHERN, auch vorher schon draussen sein.

Das Wichtigste aus meinen zweimonatigen realen SL-Erfahrungen ist, das neben der Höhe des SL, der Zeitpunkt eines evt. Wiedereinstieg in den ausgestoppten Einzelwerten sehr schwierig festzulegen ist.

Hier fehlt mir auch das Fingerspitzengefühl, die Erfahrung. Ich bin z.B. im November viellllllll zu früh wieder neu eingestiegen...

IXC
Mist.Ich muss leider immer wieder das SChreiben unterbrechen...

Liebe Grüsse

Rolf






von Learner6 [W:O] 07.01.01 10:55:23

Guten Morgen IXC,

ich finde es absolut Klasse, wie Du dieses Thema strukturiert angehst !

Ja, es stimmt. Zu dem Bereich Fehlermanagement gibt es bestimmt noch viele offene Punkte. So habe ich gleich zum Anfang dieses Jahres wieder einen großen Fehler begangen, als ich, in Erwartung auf einen guten Jahresstart, meine Stopp Loss erst am ersten oder zweiten Börsentag setzen wollte und mich der Markt überrannt hat.

Jetzt sitze ich hier am PC und könnte mich irgendwo hinbeissen, daß ich für diesen Monat keine SL gesetzt habe und überlege, ob ich mich, trotz tlw. beachtlichem Kurrückgang morgen entweder aus meinem 3. Risikobereich (momentan nur Biotech) VORERST komplett verabschiede (momentan minus 17 % Performance zum Einstand) und / oder SL setze für 2. und 3. Risikobereich.

Womit ich gleich zu einem anderen Aspekt komme, den Du in Deinem vorletzten Posting angerissen hast:"wie lebe ich mit meinem Depot und dessen Schwankungen" !

Da ich mir stets bewußt bin, daß ich nicht mit Monopolygeld handel, sondern meine Investition auf ein Lebensziel hingerichtet sind, ärgere ich mich über mich selbst, wenn ich z.B. durch dumme Fehler (siehe oben SL) meiner eigenen Strategie untreu werde, nur weil ich zu bequem bin, z.B. sofort die SL für den jeweils aktuellen Monat einzugeben (nein ich mußte ja unbedingt warten bis der Markt mich bestrafte).

Weiterhin ärgere ich mich, daß ich NACH den Kurskorrekturen nicht sofort aus dem Bereich Biotech ausgestiegen bin. Gefühlsmässig war ich mir sicher, daß dieser Bereich sehr stark gefährdet ist, weshalb er auch momentan als einziger in meiner 3. Risikoklasse zu finden ist.
Zudem haben einige erfahrene Anleger in diesem Board(z.B. Aktienfilter oder Capoon, um nur zwei zu nennen) immer wieder auf mögliche Gefahren hingewiesen.

Aber nur duch Fehler lernt man. Sie (für sich) zu erkennen und auch dazu zu stehen ist ja schon mal der erster Schritt zur Besserung.

Liebe Grüsse





von Learner6 [W:O] 08.01.01 12:22:03 3


Hallo Bimbes,

die Frage mentale oder reale SL habe ich heute für den Monat Januar "real" beantwortet.

Ich hatte ja, wie schon erwähnt, vergessen SL am Anfang des Monats zu setzen und habe mich gestern Abend (nach langem Surfen nach Kursverläufen, kurfristige Einschätzungen diverser Börsendienstleister und vielem mehr) entschieden HEUTE "Nägel mit Köppen" zu machen und zu entscheiden, wie ich für diesen Monat SL-mässig vorgehen will.

Von den in Frage kommenden 7 Werte hatten drei Einzelwerte ganz klar meinen SL-Kurs, (den ich mir am Anfang des Monats gesetzt hatte, aber vergessen hatte einzugebenn) deutlich unterschritten. Diese habe ich heute verkauft.

Zwei waren zwar auch unter dem SL-Kurs, aber nur minimal. Hier habe ich einen neuen, 2 % unter dem aktuellen Kurs gerichtetetn SL gesetzt.

Die beiden anderen Werte, die selbst bei realer SL-Setzung das Limit noch nicht erreicht hätte, wurden mit einem SL versehen.

Kurzum: Meine beiden letzten Risikoklassen sind für den Monat wieder abgesichert...

Zudem liegt Nokia und GE hart an der Limitgrenze für Nachkäufe. Also hab ich gleich zwei weitere Order eingegeben.

Schlimmstensfalls kann es mir passieren, daß ich schon heute bzw. Ende des Monats nur noch mit drei Einzelwerten darstehe (Basisaktien = ohne SL). Aber das nehme ich in Kauf. Ich habe jetzt wieder ein sehr gutes Gefühl und hoffe, das ich auch die Thematik "Wiedereinstieg nach SL-Realisierung" einigermaßen in den Griff kriege. Da habe ich in der Vergangenheit zu früh gehandelt...

Also, Bimbes diesen Monat habe ich sozusagen die mentalen SL in reale SL nachträglich eingesetzt...






von Learner6 [W:O] 09.01.01 12:44:44

Hallo Bimbes,

habe gerade Deine konstruktive Kritik zu meinem SL-Verhalten im Januar gelesen.
Danke auch für die "harten" Worte (fand ich eigentlich gar nicht so hart, zumal sie aus Deiner Sicht VÖLLIG berechtigt sind!).

Sorry: Es handelt sich um ein Missverständnis !
SL ist mir in "Fleisch und Blut" übergegangen und wird für mich vom 01.Januar bis 31. Dezember real gesetzt (außer für den Basisbereich)

"du setzt kein SL, weil du von steigenden Kursen im neuen Jahr ausgegangen bist."

Ich will IMMER SL setzen, egal ob ich steigende oder fallende Kurse erwarte, weil es für mich persönlich von meinem Kenntnisstand her, die einzige Möglichkeit ist mein Depot abzusichern (kenne mich noch nicht mit Puts aus, sonst wäre das die zweite Möglichkeit die ich sehe).

Seit Oktober habe ich reale SL per ultimo gesetzt und möchte das auch so machen.

Ich hatte am 02.Januar, aus reiner BEQUEMLICHKEIT noch keine
SL gesetzt, weil ich es schlicht vergessen bzw. als ich am 01.Januar (noch benebelt von Silvester) meine vorher ausgerechneten SL-Werte eingeben wollte, hatte ich entdeckt, das meine TAN-Liste in meinem Aktenkoffer war, der aber zu der Zeit nicht in meinem Katakomben sich befand. Da ich aber zu faul war zwei Etagen höher zu latschen um die TAN-Liste zu holen und mir gedacht hatte, ich könnte dies auch am ersten Börsentag immer noch machen, wurde ich von den ersten Kursstürzen kalt erwischt...

Da ich aber von SL als Depotsicherung völlig überzeugt bin, habe ich gestern alles nachgeholt und bis auf ein Wert sind alle Werte aus meinem Depot rausgeflogen...

Ich persönlich finde, das JEDER (der nicht eh schon sein Depot über Puts absichert) sich einmal Gedanken darüber machen sollte, ob er nicht reale SL einsetzen sollte.


@Alle: ich habe mal eine ganz andere Frage bezüglich SL.

Wenn Ihr von einem Einzelwert durch Teilkäufe (z.T. steuerfrei) mehrere Positionen habt, würdet Ihr dann den SL immer auf ALLE Positionen setzen, oder z.B. den steuerfreien Teil außen vor lassen. Wenn ja mit welcher Begründung ?!
Was könnte dafür sprechen, was dagegen ?

Es gibt noch drei Dinge bei SL, bei denen ich für mich noch keine endgültige Lösung gefunden habe, mit der ich mich auch voll identifiziere.

- SL auch für meine drei Basisaktien ?
- Zeitpunkt des Wiedereinstieg bzw. Neueinsteig ?
- SL immer auf alle Positionen oder nur Teilpositionen pro Einzelwert (siehe oben) ?

Was meint Ihr ?

Liebe Grüsse






von Learner6 [W:O] 09.01.01 15:52:02

Hallo Bimbes,

danke für Deine Hinweise !

Was den SL für Basiswerte angeht: Heute wäre dann Nokia dem SL verfallen, da sie obwohl sehr gute Absatzzahlen geliefert, vom Markt "abgestraft" wurden sind, weil die Erwartungen noch höher waren.
Ich habe hier zu 38 Euro 120 Stück nachgekauft...

Bimbes, ich bin mir da selbst nicht sicher, ob ich meine drei Basiswerte mit einem SL versehen soll...
Ich "liebe" diese drei Werte und will nicht, daß sie durch einen "Zufall" flöten gehen...

Ein anderer wichtiger Aspekt ist für mich die evt. Behandlung von SL auf Teilpositionen.
Ich habe momentan bei Nokia (Käufe davor wurden steuerfrei verkauft) insgesamt sechs Einzelkäufe zu den u.g. Kursen getätigt, wobei der Erstkauf (26,81 Euro) steuerfrei ist.

26,81
38,95
49,10
47,30
44,90
38,00

Die Einkäufe wurden mit unterschiedlicher Stückzahl getätigt. Der größte Einkauf war heute mit 120 Stück, dann entweder 50 oder 60 Stück.

Aber lassen wir mal die Stückzahl ausser Betracht.

Würdert Ihr aufgrund der o.g. Informationen evt. positionsweise einen SL setzen oder für die gesamte Menge einen SL ??
Es geht mir hier nicht um die Bewertung der Firma Nokia, sondern um die Vorgehensweise bei der SL-Setzung
Liebe Grüsse





von Learner6 [W:O] 09.01.01 21:26:16

Hallo 50-er,

ich hatte Mitte Oktober letzten Jahres diesen Thread aufgemacht, weil mir vorher in einem einwöchigen Urlaub in Spanien bewußt wurde, das ich noch jede Menge "Börsenhausaufgaben" erledigen muss...

Da momentan die unsichere Börsenlage mich nicht großartig zu Börsenaktivitäten animiert, nehme ich mir börsenmässig die Zeit um über meine "Börsenhausaufgaben" nachzudenken.

Ich liebe Selbstreflexion, weil ich in der Vergangenheit (nicht nur börsenmässig) u.a. durch die Reflexion meines Verhaltens sehr viel gelernt habe und si
hier der rest, hat nicht ganz drauf gepasst....



von Learner6 [W:O] 09.01.01 12:44:44

Hallo Bimbes,

habe gerade Deine konstruktive Kritik zu meinem SL-Verhalten im Januar gelesen.
Danke auch für die "harten" Worte (fand ich eigentlich gar nicht so hart, zumal sie aus Deiner Sicht VÖLLIG berechtigt sind!).

Sorry: Es handelt sich um ein Missverständnis !
SL ist mir in "Fleisch und Blut" übergegangen und wird für mich vom 01.Januar bis 31. Dezember real gesetzt (außer für den Basisbereich)

"du setzt kein SL, weil du von steigenden Kursen im neuen Jahr ausgegangen bist."

Ich will IMMER SL setzen, egal ob ich steigende oder fallende Kurse erwarte, weil es für mich persönlich von meinem Kenntnisstand her, die einzige Möglichkeit ist mein Depot abzusichern (kenne mich noch nicht mit Puts aus, sonst wäre das die zweite Möglichkeit die ich sehe).

Seit Oktober habe ich reale SL per ultimo gesetzt und möchte das auch so machen.

Ich hatte am 02.Januar, aus reiner BEQUEMLICHKEIT noch keine
SL gesetzt, weil ich es schlicht vergessen bzw. als ich am 01.Januar (noch benebelt von Silvester) meine vorher ausgerechneten SL-Werte eingeben wollte, hatte ich entdeckt, das meine TAN-Liste in meinem Aktenkoffer war, der aber zu der Zeit nicht in meinem Katakomben sich befand. Da ich aber zu faul war zwei Etagen höher zu latschen um die TAN-Liste zu holen und mir gedacht hatte, ich könnte dies auch am ersten Börsentag immer noch machen, wurde ich von den ersten Kursstürzen kalt erwischt...

Da ich aber von SL als Depotsicherung völlig überzeugt bin, habe ich gestern alles nachgeholt und bis auf ein Wert sind alle Werte aus meinem Depot rausgeflogen...

Ich persönlich finde, das JEDER (der nicht eh schon sein Depot über Puts absichert) sich einmal Gedanken darüber machen sollte, ob er nicht reale SL einsetzen sollte.


@Alle: ich habe mal eine ganz andere Frage bezüglich SL.

Wenn Ihr von einem Einzelwert durch Teilkäufe (z.T. steuerfrei) mehrere Positionen habt, würdet Ihr dann den SL immer auf ALLE Positionen setzen, oder z.B. den steuerfreien Teil außen vor lassen. Wenn ja mit welcher Begründung ?!
Was könnte dafür sprechen, was dagegen ?

Es gibt noch drei Dinge bei SL, bei denen ich für mich noch keine endgültige Lösung gefunden habe, mit der ich mich auch voll identifiziere.

- SL auch für meine drei Basisaktien ?
- Zeitpunkt des Wiedereinstieg bzw. Neueinsteig ?
- SL immer auf alle Positionen oder nur Teilpositionen pro Einzelwert (siehe oben) ?

Was meint Ihr ?

Liebe Grüsse




von Learner6 [W:O] 09.01.01 15:52:02

Hallo Bimbes,

danke für Deine Hinweise !

Was den SL für Basiswerte angeht: Heute wäre dann Nokia dem SL verfallen, da sie obwohl sehr gute Absatzzahlen geliefert, vom Markt "abgestraft" wurden sind, weil die Erwartungen noch höher waren.
Ich habe hier zu 38 Euro 120 Stück nachgekauft...

Bimbes, ich bin mir da selbst nicht sicher, ob ich meine drei Basiswerte mit einem SL versehen soll...
Ich "liebe" diese drei Werte und will nicht, daß sie durch einen "Zufall" flöten gehen...

Ein anderer wichtiger Aspekt ist für mich die evt. Behandlung von SL auf Teilpositionen.
Ich habe momentan bei Nokia (Käufe davor wurden steuerfrei verkauft) insgesamt sechs Einzelkäufe zu den u.g. Kursen getätigt, wobei der Erstkauf (26,81 Euro) steuerfrei ist.

26,81
38,95
49,10
47,30
44,90
38,00

Die Einkäufe wurden mit unterschiedlicher Stückzahl getätigt. Der größte Einkauf war heute mit 120 Stück, dann entweder 50 oder 60 Stück.

Aber lassen wir mal die Stückzahl ausser Betracht.

Würdert Ihr aufgrund der o.g. Informationen evt. positionsweise einen SL setzen oder für die gesamte Menge einen SL ??
Es geht mir hier nicht um die Bewertung der Firma Nokia, sondern um die Vorgehensweise bei der SL-Setzung
Liebe Grüsse





von Learner6 [W:O] 09.01.01 21:26:16

Hallo 50-er,

ich hatte Mitte Oktober letzten Jahres diesen Thread aufgemacht, weil mir vorher in einem einwöchigen Urlaub in Spanien bewußt wurde, das ich noch jede Menge "Börsenhausaufgaben" erledigen muss...

Da momentan die unsichere Börsenlage mich nicht großartig zu Börsenaktivitäten animiert, nehme ich mir börsenmässig die Zeit um über meine "Börsenhausaufgaben" nachzudenken.

Ich liebe Selbstreflexion, weil ich in der Vergangenheit (nicht nur börsenmässig) u.a. durch die Reflexion meines Verhaltens sehr viel gelernt habe und sich einige Dinge positiv "verfestigen".

Mein gesamtes Aktienengagement ist gekennzeichnet durch
a) mein eigenes BÖRSENVERHALTEN und
b) meine SPEZIFISCHE SITUATION , das heißt ich habe nur eine begrenzte Zeit für die tägliche Beschäftigung mit meinen Aktien, zur Verfügung:

Ziel ist es eine Strategie / System zu entwickeln, wie ich mich tagtäglich börsenmässig auf den neuesten Stand halte und möglichst wenig Fehler mache.

Im ersten Posting hatte ich mir einige Hausaufgaben zur Brust genommen. Wie sieht die Situation bei diesen Themen JETZT aus (Thema Selbstreflexion):

- Wie reagiere ich auf Crashs ?
Ich glaube ich habe "relativ" gut reagiert, in dem ich zwar nicht optimal (da noch in der Lernphase) SL gesetzt habe, aber allein durch das Setzen von SL noch einiges Geld "retten" konnte, um am Ende wenigstens nicht mit einer Minusjahresperformance zu enden.
Zukünftig werde ich, da ich schon viel sicherer im Umgang mit SL geworden bin automatisch nicht bis zum bitteren Ende investiert sein.

- Wie sollte ein langfristig orientiertes Depot aussehen, daß auch mal einen Crash aushalten kann ?
Für mich und meinem Risikoprofil habe ich die Depotmischung gefunden durch meine Einteilung in Risikoklassen.

- Wann gibt es kursbeeinflussende Börsentermine meiner Einzelwerte ?
Die wichtigsten Termine habe ich mir notiert, damit ich nicht gerade dann zur falschen Zeit evt. eine unnötige Ordre (Verkauf oder Kauf) plaziere...

- Wie mache ich mir die Charttechnik zu nutze (Trend, Trendkanal, Trendumbruch etc.)
Hier habe ich noch wenig gemacht. Ich möchte mir zukünftig ein Grundlagenwissen aneignen.

Verzichtet hatte ich vorerst auf Themen, die ABSOLUTES Neuland für mich bedeuten: z.B. Asien und OS !

Sobald ich in den Dingen, die mir für meine Depotsicherheit sehr wichtig erscheinen, eine für mich akzeptable Lösung gefundne haben (noch offen einige Aspekte SL, Einbau von Charterkenntnissen in meinen Entscheidungen) werde ich mich dem nächsten großen Thema intensiver kümmern: Das ist die Welt der Optionen und Optionsscheinen ! Hier beginne ich gerade mich einzulesen...



les es nochmal, rolf, immer wieder.....


gruss
shakesbier am abend :eek:
hi leute,

war ein paar tage unterwegs und bin nun wohlbehalten nach hause (hierher!) zurückgekommen ;).

ich bin mir fast sicher mal wieder im falschen thread zu posten, aber seis drum, da müsst ihr jetzt durch.

hi rolf, wirst mir doch bestimmt nicht böse sein, gelle :).



an alle fondsgemanagten und -kenner,

ich bin auf der suche nach einem guten renditeträchtigen asienfond.
falls ihr einen empfehlen könnt, her damit...



zu den hausaufgaben kann ich nur sagen, auch ich habe meine natürlich nicht gemacht und es steht in den sternen, ob ich jemals so fleißig werde...
habe in den letzten tagen gekauft und heute wieder mal was verkauft...und morgen kaufe ich dann einen wert, von dem ich glaube, dass ich das ei des kolumbus gefunden habe...wartet ab. ende des monats lege ich wieder einen rechenschaftsbericht ab :), bis dahin müsst ihr euch gedulden.

liebe grüße

und bitte her mit den asiaten


ute
ute, was willst du denn mit einem asien-fonds...:confused:

brauchst du verlustvorträge :laugh:

mit oder ohne japan :confused:

gruss
shakes 2001 :eek:
@Triuls:
Klar kenne ich einen guten Asien-Fonds. Versuch’s mal mit dem nordasia.com, der ist immer eine Sünde wert ;););)
Kleiner Scherz am Rande...
Hast Du mal den Risikomanagement-Thread gelesen? Vielleicht solltest Du Dein Anlageverhalten auch mal überdenken. 100 % p.a. ist nämlich leider nicht drin.

@Learner6:
Tja, Rolf, da ist mir der Shaky zuvorgekommen. Die Idee hatte ich auch, Dir Deine Postings mal gesammelt zum Lesen zu präsentieren. Willst Du im Ernst immer noch behaupten, dass Du Dich bei Deinen Anlageentscheidungen sicher fühlst? Dann ist Dir leider nicht mehr zu helfen.
Mach Deinem Nickname endlich mal Ehre und fang wirklich an zu lernen.
Sorry für die deutlichen Worte, aber da ich Dich nun mal gut leiden kann, tut es schon weh zu sehen, wie Du einen Fehler nach dem anderen machst und nicht bereit bist, die erforderlichen Konsequenzen zu ziehen.
Nicht böse sein, Shaky und ich wollen Dir nichts böses, ganz im Gegenteil.
Wenn ich Dir das Finanztest-Heft über Fonds nächste Woche mitbringen soll, sag Bescheid. Ich fahr dann erst mal nach Südafrika, da brauch ich das nicht.

Gruß

duessel, der gerade bei der DAB seinen 11. und 12. Fondssparplan eingerichtet hat (beide auf Threadneedle American Select Growth, WKN 987653)
hi shaky,

du bist ja super zuverlässig :kiss:.

aber ich brauch keine verluste mehr, hab mehr als ich vertragen kann.

japan wäre hervorragend, genau um den teil asien gehts.

habe mich heute im büro mit einem unserer bankbetreuer unterhalten. wir kamen irgendwann auf aktien und er empfahl mir, mal einen blick gen osten zu wagen. muss ja nicht heute sein, kann ja auch morgen noch unser geld kleinkriegen.

warst du nicht auch letztens von asien überzeugt??? langfristig natürlich...:laugh:


also shaky, japan solls sein. die performance grundsätzlich im hohen 2-stelligen bereich, 9 als erste ziffer wär schön.

bin schon gespannt

lg. ute
Ute,
jetzt wird es aber höchste Zeit, dass Du Dir mal den Risikomanagement-Thread reinziehst. Träumst Du wirklich immer noch von solchen Renditen?
Und der FC wird bestimmt auch Deutscher Meister...

Gruß

duessel
Hallo triuls,

ich bin zwar nicht gefragt, poste aber dennoch.

Japan ? wenn dein Bankberater dir das empfiehlt, wechsel den Berater.

Japan leidet extrem unter dem starken Yen, die Wirtschaft wird erst wieder in Fahrt kommen, wenn der Yen deutlich schwächer wird, aber die Währungsverluste fressen einen Teil der Gewinne auf.
Die Wirtschaft wird noch viel eher in eine Rezession geraten als die amerikanische.

Ich würde Japan zur Zeit untergewichten bzw. mit Depotanteil Null fahren.
Übergewichte Europa ohne GB.

Wenn du Geld verzocken willst, lege 80 % von dem was du für Japan geplant hast aufs konto und riskiere mit den 20 % einen Euro/Yen Call.

Grüße vom Bimbes
Nochmal zum Verständnis,

die Währungsverluste fressen einen Teil der Kursgewinne der Aktien, bzw. des Fonds, nicht die Gewinne der Unternehmen.

Für Japaner ist Japan sicherlich interessant, aber nicht für $ oder Euro Anleger.

Bist du Japanerin dann kauf dir einen japanischen Fond.

Liebe Grüße vom Bimbes
ute

ich nenne dir hiermit keinen einzigen.

weil ich nicht möchte, dass du dein geld verzockst.

vergess japan, nicht in 2001, nicht in 2002. vielleicht kommen wir in 2003 auf das thema zurück, wenn der nikkei deine gewünschte 9 vorne weg stehen hat, bei ca. 9.000 indexpunkten können wir über die vielleicht veränderten rahmenbedingungen reden.

japan - nicht heute, und nicht morgen, nichts zu machen, ute.


gruss
shakesbier am abend :eek:
liebster duessel

sorry, dass ich erst gerade deine beiden posts gesehen habe.

also, was wirklich klar wie kloßbrühe ist

...DER 1. FC KÖLN WIRD IN DIESEM JAHR DEUTSCHER MEISTER!...

ich freu mich schon drauf. und klar ist auch, dass fortuna düsseldorf nicht aufsteigt...:).

also zum risiko-thread. ich war die letzten 2,3 tage nicht
besonders fleißig, was das board hier angeht. was mein depot angeht allerdings schon. im risiko-thread hab ich schon mal quer gelesen...ist alles sehr interessant. jeder muss jedoch seine eigene strategie finden und bis vor ca. 1 jahr hatte ich auch eine. was nicht lief und runterfiel wurde gnadenlos aussortiert. in den vergangenen 12 monaten hab ich fast alles laufen lassen, immer wieder gehofft, dass alles besser würde...für hoffnung kann man sich aber bei hunger nix zu essen kaufen. ich muss wieder mehr meine eigene linie fahren...und vor allem häufiger hausaufgaben machen ;).


duessel, laß mich ein wenig von 100 % träumen, wenn es nicht klappt, dann hab ich wenigsten an erfahrung gewonnen.
und das wichtigste im leben, kostet eh kein geld :).

danke für dein fondsangebot, werd ich aber wahrscheinlich die finger von lasssen ;).





liebster bimbes,

hier ist jeder gefragt. du selbsterständlich auch.

dir verdanke ich einen teil meiner neuen/alten strategie -die ich ab morgen früh umsetze-.

mit deinen worten "...wenn ihr keinen stopp setzt, vernichtet ihr euer kapital..." oder so ähnlich, hast du dich vor ein paar tagen so deutlich ausgedrückt, dass selbst ich es nun kapiert habe...und das schlimmste ;), du hast vollkommen recht.

werde ab morgen bei den neu hinzugekommen werten einen stopp setzen. diese werden kontrolliert und nach bedarf nach oben angepasst...

...außerdem führe ich seit januar ein haushaltsbuch...du hättest deine helle freude...mein mann war schon ganz erschüttert...mußte ihn erst beruhigen, dass sich für ihn nichts ändert ;););).


du meinst also, es sei besser von japan die finger zu lassen...ich werds im hinterkopf behalten.



übrigens zur ehrenrettung meines bankberaters sei gesagt, dass er mir nicht zu asien riet, sondern der bankbetreuer unserer firma.

danke für eure antworten und empfehlungen.

liebe grüße
ute - die hofft, dass sie nicht schon wieder umsonst geschrieben hat und der server gefunden wird :cool:
@shaky

ok, bin schon geheilt...wer solche freunde sein eigen nennen darf...braucht kein asieninvestment :cool:

shaky, hab ich das richtig gelesen, du kommst am 19. nach köln, find ich klasse, super klasse. nimm nen flug bei der lufthansa und bring deine mädels mit.

lg. ute
Hey Ute,

du machst mir Spaß, führst Haushaltsbuch, setzt SL, super.(hab das mit dem küssenden Smilie wieder vergessen, würde sonst einen hier machen).

Dein Mann wird nicht gut auf mich zu sprechen sein, wenn er jetzt dünnen Kaffee kriegt.

Liebe Grüße vom Bimbes
ute

ich flieg am 19....richtig.....nach teneriffa....:D


gruss
shakesbier - der urlaub dringend nötig hat :D
Liebe Ute,

du wirst mir das mit dem Kiss schon noch beibringen, dass ich es nicht nach 3 Tagen vergesse.
:kiss: :kiss:
Lieb Grüße vom Bimbes :kiss:
hallo, ihr zwei,

schön, dass ihr da seid.

hab in casels thread mal ordentlich aufgemischt :laugh: hat sich aber keiner von beieindrucken lasse ;), was nicht ist, kann ja noch werden.

lg. ute
@blieni:
Wird gemacht. Freuen uns schon riesig auf das Treffen mit Euch.

@Triuls:
Wenn der 1. FC Köln in diesem Jahr deutscher Fußballmeister wird, lege ich meine Düsseldorfer Staatsbürgerschaft ab und werde bis an mein Lebensende dem geliebten Altbier entsagen. Du kannst mich beim Wort nehmen!

Offensichtlich kennst Du Dich in der Regionalliga nicht besonders aus. Bei Fortuna Düsseldorf geht es schon lange nicht mehr um den Aufstieg. Wir können froh sein, wenn die dieses Jahr nicht in die Oberliga absteigen. Schau mal in die Tabelle.
Aber die Zukunft ist rosig. Wir bekommen ein neues Stadion und in einigen Jahren wird es in Düsseldorf auch wieder Erstligafußball geben. Und dann sitzen wir zwei gemeinsam auf der Tribüne und schauen zu, wie die Fortuna den FC verprügelt.

:kiss:
duessel
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