>>..AdCapital AG..<<...Umfangreiche Unternehmens-Studie in den "Share-Infos" - 500 Beiträge pro Seite

eröffnet am 28.10.00 09:07:19 von
neuester Beitrag 15.04.03 15:55:04 von


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28.10.00 09:07:19
Unternehmensstudie zur ADCAPITAL AG

Ausführliche Unternehmensdarstellung von unserem Gastautor "Substanzsucher"

Kurzdarstellung:

Die ADCAPITAL AG ist eine Beteiligungsgesellschaft mit dem Schwerpunkt "Private Equity". Die aus der BERLINER ELEKTRO AG hervorgegangene Gesellschaft konnte durch umfangreiche Beteiligungsverkäufe in den letzten Monaten ein umfangreiches Liquiditätspolster von nahezu 450 Mio. DM (!) schaffen, welches die ADCAPITAL in der aktuellen Marktsituation in eine ausgezeichnete Ausgangslage bringt.

Neben dem komfortablen Liquiditätspolster verfügt die Gesellschaft zum Stichtag 30.06. über ein ausgewiesenes Eigenkapital von fast 13 Euro je Aktie, so daß der aktuelle Börsenkurs vollständig mit Eigenkapital unterlegt ist. Der Net Asset Value (NAV) wird von der Gesellschaft per 30.06. mit ca. 20 Euro angegeben, also deutlich über dem aktuellen Börsenkursen von ca. 12,00 Euro für die Stamm- und ca. 11,20 Euro für die Vorzugsaktie. Die Aktie ist daher alleine aus der Betrachtung der bilanziellen Verhältnisse als unterbewertet zu bezeichnen.

Erst vor kurzem hat sich eine recht interessante Veränderung im Aktionärskreis der Gesellschaft ergeben. Der ehemalige Unternehmenslenker Dr. Manfred Bernau hat sich aus dem Unternehmen vollständig verabschiedet. Neuer strategischer Investor ist die Familie Leibinger, die sich in den vergangenen Jahren als solide Geschäftsleute einen guten Namen gemacht haben, so zum Beispiel bei der Maschinenfabrik Berthold Hermle AG.

Markttechnisch betrachtet befindet sich die ADCAPITAL-Aktie aktuell in einer eher kritischen Situation, da der Aufwärtstrend der letzten Monate eindeutig gebrochen wurde. Gemessen an der Entwicklung der meisten anderen Beteiligungsunternehmen hat die ADCAPITAL-Aktie in den letzten Monaten jedoch eine bemerkenswerte relative Stärke gezeigt. Die fundamentale Ausgangslage für eine weitere positive Entwicklung des Unternehmens ist allerdings ausgezeichnet, so daß nach einer Bodenbildung mit einer soliden Aufwärtsbewegung gerechnet werden kann.


ADCAPITAL AG
Stammaktien (WPK 521450): letzter Kurs 12,10 Euro; Börsenplätze Frankfurt und XETRA
Vorzugsaktien (WPK 521453): letzter Kurs 11,20 Euro; Börsenplätze Frankfurt und XETRA


ADCAPITAL AG

Eine Story wird neu geschrieben

Seit Gründung des Börsensegments Neuer Markt hat sich in der deutschen Börsenlandschaft einiges verändert. Bewertungsmaßstäbe, die über viele Jahre das Instrument der Finanzanalysten waren, konnten plötzlich nicht mehr angewendet werden.

Umsätze/Buchwerte in Relation zu Marktkapitalisierung, Dividendenrendite, Gewinnwachstum und ein daraus resultierendes KGV konnten bei Firmen, die über Jahre hinaus keinen Gewinn machen und aufgrund ihrer Ausrichtung auch fast kein Anlagevermögen aufweisen, nicht angewendet werden. Marktstellung, Zukunftsaussichten und Wachstum wurden zu den neuen Bewertungsmaßstäben erkoren. Diese Maßstäbe angewendet auf etablierte Firmen der Old-Economy führten zu dem Ergebnis, “phantasielos und langweilig“

Eine Flut von Neuemissionen (am Neuen Markt sind über 300 Aktien notiert) zwang die Finanzanalysten aufgrund begrenzter Analysekapazität immer mehr zu selektieren. Derzeit werden lediglich die 30 DAX-Werte, die NEMAX 50-Werte, einige NEMAX-All-Share-Werte, ein Teil der MDAX-Werte und ganz wenige sonstige Werte von den deutschen Finanzanalysten gecovert. Auch die Gründung des Börsensegments SMAX hat an der Situation der Nebenwerte nicht viel verändert.

Während bei den Neuen-Markt-Werten die zukünftige Geschäftsentwicklung in Hochglanzprospekten zum Börsengang als best case dargestellt wird und der Markt am Tag des IPO´s diese Entwicklung oft schon eingepreist hat, gibt es bei einigen Nebenwerten Veränderungen, die das Unternehmen in eine andere Dimension bringt ohne daß der Markt diese Veränderung überhaupt wahrnimmt. Die echten Stories finden sich daher weniger im Segment Neuer Markt sondern viel öfter bei den Nebenwerten.

Auf eine dieser Stories möchte ich mit meiner Analyse tiefer eingehen:


ADCAPITAL AG – die Vergangenheit

Bevor man über eine Veränderung spricht, muß man sich zuerst mit der Vergangenheit beschäftigen. Bis Juni 2000 hieß die ADCAPITAL AG noch Berliner Elektro Holding AG (BEH) und fungierte als Dachgesellschaft über eine Vielzahl von Firmen, die im Bereich Elektro/Elektrotechnik angesiedelt sind.

Die BEH wurde im Jahr 1984 von Dr. Manfred Bernau gegründet, deren Vorstandschef er bis April 1996 war und der anschließend in den Vorsitz des Aufsichtsrats wechselte.
Im Lauf der Jahre wurde ein Konglomerat von ca. 80 Firmen erworben, die überwiegend durch Kapitalerhöhungen finanziert wurden und den Anteil von Herrn Dr. Bernau über die Jahre hinweg stetig verringerten.

Mit dem neuen Vorstand Dr. Heibel wurde die ungezügelte Expansion beendet und im Rahmen der Beteiligungsoptimierung viele Beteiligungswerte abgeschrieben, was 1996 zum ersten Verlust in der Firmengeschichte führte.

Im Jahr 1998 führte die Krise im Halbleitersektor und der daraus resultierende Einbruch im Unternehmensbereich Chipmontagetechnik dazu, daß die Vorstellungen über die zukünftige Ausrichtung der Gesellschaft zwischen Vorstand und Aufsichtsrat immer weiter auseinander gingen und der Konflikt auf der Hauptversammlung 1998 offen ausgetragen wurde.

Dr. Heibel wollte einen sechsten Unternehmensbereich aufbauen, was zur Folge gehabt hätte, daß der Konzern über Jahre hinweg seine finanzielle Handlungsfähigkeit riskiert hätte. Im Jahr 1999 kam dann noch die Krise im Bereich Verkehrstechnik hinzu, so daß allen Beteiligten klar war, daß es so nicht weitergehen konnte.

Firmengründer Dr. Manfred Bernau machte für seinen Sohn Maximilian Platz und Vorstand Dr. Heibel verließ das Unternehmen.


ADCAPITAL AG – die Neuausrichtung

Der neue Name ist das äußere Zeichen einer Veränderung, welche die Story des Unternehmens neu schreibt. Aus der in Konzernleitbildern orientierten Beteiligungsgesellschaft BERLINER ELEKTRO HOLDING AG, wurde die Private Equity Investmentgesellschaft ADCAPITAL AG. Neben dem Namen wurde deshalb auf der Hauptversammlung auch der Geschäftszweck mit einer großer Mehrheit verändert. Zukünftig steht nur noch die Vermehrung des Aktionärsvermögen und nicht mehr die Gewinn- und Verlustrechnung eines Konzerns im Vordergrund. Dieser strategische Schritt hat auch wesentliche Auswirkungen auf die Bilanzstruktur des Unternehmens (vor allem auf die Konzernbilanz).


Die Strategie hat den Mehrwert im Fokus

Unternehmensbeteiligungen mit einer unbefriedigenden laufenden Geschäftsentwicklung und nicht überzeugenden Zukunftsperspektiven werden zukünftig konsequent verkauft. Der Fokus der ADCAPITAL wird dabei auf die Wertentwicklung der einzelnen Investments, nicht jedoch auf die Ertragslage im Konzern oder AG in einzelnen Geschäftsjahren bezogen sein. Die Ertragslage der Gruppe wird damit stärkeren Schwankungen unterworfen sein, da der wesentliche Ertragsbeitrag aus der Veräußerung von Unternehmensbeteiligungen resultiert, die nicht periodisch anfallen. Langfristig wird hieraus eine deutliche Steigerung des Aktionärsvermögens erwartet


Private Equity

Im weiteren Sinne fallen unter den Begriff Private Equity sämtliche außerbörslichen Eigenkapitalfinanzierungen. Private-Equity-Investments sind von vornherein auf einen mittelfristigen Zeithorizont begrenzt. Bei der ADCAPITAL AG werden sie auf einen Zeithorizont von 3-8 Jahren angelegt, wobei die präferierten Exits Börsengänge und Verkäufe an strategische Partner sind.

Für die Größe des Investitionsvolumens gibt es bei der ADCAPITAL AG keine festgelegten Regeln. Es werden jedoch Transaktionsvolumen in der Größenordnung zwischen 30 Mio. DM und 250 Mio. DM, also eher Transaktionen im mittleren bis großen Bereich angestrebt.

Der BESI-Deal - 450 Mio. DM Cash als Grundlage der strategischen Ausrichtung

Neben dem günstigen Erwerb einer Beteiligung , ist der richtige Zeitpunkt des Verkaufs ein wichtiger Bestandteil einer erfolgreichen Private-Equity Strategie. Der richtige Zeitpunkt ist erreicht, wenn auf mittlere Sicht keine deutliche Wertsteigerung auf das eingesetzte Kapital mehr erzielt werden kann.

Als die Chipbranche vor ca. zwei Jahren am Tiefpunkt war, notierte die Aktie des Herstellers von Chip-Montageanlagen, BE-Semiconductor, auf einem historischen Tiefstand von 3,5 Euro. Die explodierende Nachfrage nach Speicherchips zwang die Chip-Hersteller wieder kräftig in neue Kapazitäten zu investieren .Von diesem Boom profitierten zuerst die Anlagenhersteller und der Markt honorierte diese Aussichten mit stark steigenden Börsenbewertungen. Als im Frühjahr 2000 die gesamten High-Tech Werte sich in einer Übertreibungsphase befanden, entschloß sich der Vorstand und der Aufsichtsrat zum Desinvestment der BESI. In einem Secondary Placement wurden zum 1.April 2000, 13 Mio. Aktien der BESI zu einem Kurs von 18 Euro verkauft. Durch diese Transaktion flossen der Gesellschaft Mittel in Höhe von etwa 450 Mio. DM zu. Wie richtig dieser Verkauf war, zeigt der heutige Börsenkurs der BESI AG von ca. 10 Euro. Auch die erst kürzlich gemeldete Umsatzwarnung von Intel zeigt, dass sich die gesamte Branche in einer reifen Phase ihres Zyklus befindet. In Analysen zur Halbleiterindustrie ist immer öfters vom „Schweinezyklus“ zu lesen.

Neben den 450 Mio. DM, die der ADCAPITAL AG durch den BESI-Verkauf zuflossen, zeigt der Deal auch, dass die Macher um Vorstand Dr. Schug ein Gespür für Märkte haben und bei Bedarf schnell reagieren. Die ADCAPITAL AG hält derzeit noch einen kleinen Anteil von wenigen Prozenten an BESI, welcher für die Bedienung einer Anleihe benötigt wird, die wahlweise am Fälligkeitszeitpunkt in bar oder vorher in BESI-Aktien zurückgezahlt wird (je 1.000,- DM Nennwert gibt es 33,33 BESI-Aktien. Die Anleiheinhaber ziehen also momentan die Rückzahlung in bar zum Fälligkeitszeitpunkt 02.01.2001 vor).



Venture Capital-Aktivitäten

Zum wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens gehört nicht nur das Wissen um die eigenen Stärke, sondern auch das Erkennen der eigenen Grenzen. Um Risiken bei Investments in junge Unternehmen zu minimieren, sind ganz spezielle Branchenkenntnisse erforderlich, die nur in Teilbereichen wie z. B. e-Banking und der Lichtwellenleitertechnologie vorhanden sind. Um trotzdem am boomenden Markt des Venture Capitals teilhaben zu können, wird man sich gegen Gewährung von Co-Investment-Möglichkeiten an spezialisierten Fonds mit erfahrenem Management beteiligen. Dies hat den Vorteil, dass einerseits die eigene Organisation schlank bleibt und man andererseits am Erfolg der VC-Branche teilhaben kann.


Der Macher – Dr. Christoph Schug

Hinter jedem erfolgreichen Unternehmen stehen Köpfe. Bei der ADCAPITAL AG ist es mit Alleinvorstand Dr. Schug ein Mann, dessen Lebenslauf auf eine zügige und entschlossene Arbeitsweise hindeuten.

Geboren 1955, studierte er in knapp sieben Semestern Volkswirtschaftslehre an der Uni Bonn. Ebenso zügig machte er mit 25 Jahren seine Doktorarbeit mit dem Schwerpunkt Unternehmensplanung an der Uni Stuttgart. Sein Berufsleben begann als Trainee bei der Robert Bosch GmbH wo er später noch Erfahrungen im Controlling sammelte. Seine nächste Station war die Stelle als Leiters Betriebswirtschaft bei der Porsche AG in Stuttgart. Über die Bereichsleitung Strategische Unternehmensplanung bei der STEAG AG Essen, kam er als Vorstandsmitglied bei der Stöhr & Co. AG Mönchengladbach. In seiner letzte Station vor der ADCAPITAL AG war er bei der Peiniger-Gruppe, einem Teilkonzern der AGIV beschäftigt und konnte dort sein großes Know How im Bereich von Restrukturierungen sehr erfolgreich anwenden. Seit dem 15. Juni 1999 gehört Dr. Schug dem Vorstand der ADCAPITAL AG an, deren Vorstandsvorsitzender er seit Ende 1999 ist.


Eigentümerstruktur

Firmengründer Dr. Manfred Bernau hält keine Anteile mehr

Der Gründer und langjährige Vorstandsvorsitzender Dr. Manfred Bernau, der zuletzt nur noch knappe 5 % der Stammaktien hielt hat sich endgültig aus dem Unternehmen verabschiedet.

Mit dem Schweizer Unternehmer Günther Leibinger ist ein langfristig orientierter Investor in die ADCAPITAL AG neu eingestiegen der die strategische Neuausrichtung begleitet. Die Anteile sind wie folgt verteilt:

Stammaktien:

Herr Günther Leibinger: 27,76 %
Frau Maria Leibinger: 5,20 %
Herr Maximilian Bernau: 14,84 %
Streubesitz: ca. 52,00 %

Vorzugsaktien:

Bei den Vorzugsaktien liegt kein Paket bei der meldepflichtigen Größe von über 5 %.


Mit 48 % der Stammaktien verfügen die Familie Leibinger und der Sohn des Firmengründers, Maximilian Bernau über eine stabile Hauptversammlungsmehrheit. Herr Leibinger und Herr Maximilian Bernau sind beide im Aufsichtsrat vertreten und haben auf der letzten Hauptversammlung sehr deutlich ihr Vertrauen in die Arbeit des Vorstands zum Ausdruck gebracht, mit dem sie offensichtlich eng zusammenarbeiten.


Aus fünf Unternehmensbereichen werden viele Beteiligungen

Seit der Hauptversammlung ist die ADCAPITAL eine Private Equity Beteiligungsgesellschaft und keine Holding mehr. Bis zur Änderung des Geschäftzweckes war die Holding die Führungsgesellschaft von fünf Unternehmensbereichen (Elektrotechnik, Bankentechnik, Hochtechnologie, Chipmontagetechnik, Verkehrstechnik), die alle aufgrund eines mehrheitlichen Anteils voll konsolidiert wurden. Zukünftig wird es keine Unternehmensbereiche mehr geben, sondern nur noch Firmenbeteiligungen, wobei im Bereich Old-Economy Mehrheitsbeteiligungen und im Bereich der New-Economy Minderheitsbeteiligungen angestrebt werden. Das operative Ergebnis wird somit stark an Bedeutung verlieren da immer mehr Firmenwert in Minderheitsbeteiligungen entsteht.
Anhand der ehemaligen fünf Unternehmensbereichen sind die gewaltigen Veränderungen am besten zu erkennen. Da sich derzeit alles im Umbruch befindet, kann diese Auflistung nur als Momentaufnahme angesehen werden. Als strategische Beteiligungen werden zukünftig nur noch die euromicron AG und die synfis AG betrachtet.


Unternehmensbereich Elektrotechnik / euromicron AG

Der Unternehmensbereich Elektrotechnik mit der Führungsgesellschaft euromicron AG entstand im Jahre 1998 aus der Berliner Elektro Technik GmbH und repräsentierte in der alten Holdingstruktur den Unternehmensbereich Elektrotechnik als Führungsgesellschaft mit anfänglich 11 ertragsstarken Tochterunternehmen, die in drei Kerngeschäftsfelder ausgerichtet waren:

Lichtwellenleiter- & Sicherheitstechnik
Stromversorgung & Energiemanagement
Prüf- & Regeltechnik

Aufgrund unklarer Strukturen sahen die Analysten die Firma bisher als “Gemischtwarenladen“ an und billigten ihr nur eine extrem niedrige Bewertung zu.

Die euromicron AG gehörte zu den ganz wenigen IPO’s des Jahres 1998, die gemäß Prospektangaben die angekündigten Zahlen für das Jahr 1999 erreicht bzw. überschritten haben. Dem Kurs nützte dies allerdings wenig, denn er notiert heute immer noch mit ca. 23 Euro um einiges unter dem damaligen Einführungskurs von ca. 40 Euro.


Mit Dr. Willibald Späth kam zum 1. April ein Visionär an die Spitze der euromicron AG

In seiner erst kurzen Amtszeit hat Dr. Späth eine gigantische Restrukturierung begonnen, die nach ihrer Beendigung den Konzern in eine neue, New-Economy Dimension bringen wird. Als erstes wurden die Bereiche Lichtwellenleitertechnik und Energiemanagement separiert und die anderen Töchter in einem Bereich Beteiligungen zusammengefaßt. Im zweiten Schritt wurde erst jüngst die endgültige Neuausrichtung bekanntgegeben.

Der Bereich Energiemanagement wird verkauft und aus dem Bereich Beteiligungen werden nur noch die Firmen gehalten, die hochprofitabel sind und die Produkte eine Marktführerposition haben.


Die euromicron AG ist zukünftig ein reinrassiges Technologieunternehmen im Bereich Lichtwellenleiter (LWL) und Glasfaserdatennetze

Der Bereich LWL/Glasfaserdatennetze ist einer der am stärksten wachsenden Märkte Weltweit, dessen Marktvolumen Experten mit 30 Mrd. Dollar bei jährlichen Wachstumsraten von ca. 30 % angeben. Wie weit man in dem Segment Glasfaserdatennetze schon ist, zeigen Aufträge von Kunden wie die Allianz, NordLB, Mobilcom und Siemens. Selbst das Prestigeobjekt der kompletten Vernetzung der EXPO als alleiniger Auftragsnehmer konnte gewonnen werden. Bei den einzelnen Komponenten ist man in Deutschland nicht nur Marktführer, sondern gibt auch den Standart vor. Hier zählen zu den größten Kunden Firmen wie Pandatel und ADVA Optical.

Für das laufende Geschäftsjahr wird bei einem zu erwartenden Gesamtumsatz von
174 Mio. Euro, der Bereich LWL/Glasfaserdatennetze einen Umsatzanteil von 48 Mio. Euro beisteuren. Dies entspricht einem Wachstum von 150 % gegenüber 1999. Für 2001 visiert man einen Gesamtumsatz von 191 Mio. Euro an , wobei in diesen Zahlen das Energiemanagement und diverse Beteiligungen nicht mehr enthalten sind. Die LWL/Glasfaserdatennetze werden mit einem Umsatzanteil von 125 Mio. Euro ein weiteres, internes und externes Wachstum von 160 % vorweisen können. Bei einem Umsatz von 250 Mio. Euro sollen im Jahr 2002 ein Vorsteuergewinn von 20,7 Mio. Euro erzielt werden.

Die euromicron AG ist mit einem 2001 KGV von ca. 11 und einer extrem niedrigen Umsatzbewertung von nur 0,6 selbst ein interessantes Investment. Vergleichbare Unternehmen im Segment LWL/Glasfaserdatennetze werden derzeit mit einem Vielfachen ihres Umsatzes bewertet. Auch zukünftig wird die euromicron AG eine strategische Beteiligung der ADCAPITAL AG bleiben. Es ist jedoch vorstellbar, daß bei einem steigenden euromicron Kurs die Bereitschaft einer Anteilsreduzierung steigt. Im Kurs jeder ADCAPITAL-Aktie steckt ein euromicron Anteil von knapp 0,2 euromicron-Aktien, also aktuell ca. 4,6 Euro je ADCAPITAL-Aktien .


Unternehmensbereich Chipmontagetechnik

Bis März 2000 war die ADCAPITAL AG mit 56,8 % an der BESI beteiligt. Durch den Verkauf wurde ein Mittelzufluß von ca. 450 Mio. DM realisiert, der die Grundlage zur strategischen Neuausrichtung der Gruppe als Private-Equity-Investmentgesellschaft dienen soll. Die noch gehaltenen ca. 5 % werden im Wesentlichen zur Bedienung der bereits genannten Inhaberschuldverschreibung benötigt. Sofern die Anleiheinhaber ihr Wandlungsrecht ausüben (und bei den hohen BESI-Kursen der Vergangenheit dürften dies einige getan haben), ist die BESI-Beteiligung mit Bedienung dieser Anleihe komplett aus den Büchern der ADCAPITAL AG raus. Bei weiterhin schlechten BESI-Kursen besteht die Möglichkeit, daß ADCAPITAL Mitte des kommenden Jahres immer noch einige BESI-Stücke hält. Rein rechnerisch kann es sich hierbei um maximal 1,65 Mio Stücke mit einem Gegenwert von ca. 16,5 Mio. Euro handeln. Vermutlich liegt der Anteil aber bereits deutlich darunter. Im jüngsten Zwischenbericht hat ADCAPITAL bereits berichtet, daß sich der "Umtausch von Inhaberschuldverschreibungen der ADCAPITAL Tochter Berliner Elektro Finance B.V. in BESI-Aktien positiv auf das Ergebnis ausgewirkt" hat. BESI ist für ADCAPITAL jedenfalls kein strategisches Investment mehr und kann bei der zukünftigen Beurteilung des Unternehmens außer Acht gelassen werden.


Geschäftssbereich Verkehrstechnik/ Schaltbau AG

Schaltbau AG wurde noch im Jahr 1999 entkonsolidiert.

Dieser Unternehmensbereich Verkehrstechnik stand unter Führung der Schaltbau AG, für die das abgelaufene Geschäftsjahr sehr schwierig war. Nicht nur die Schaltbau AG, sondern die gesamte Branche litt unter einem veränderten Auftragsverhalten der meist öffentlichen Auftraggeber

Sonderbelastungen und hohe Restrukturierungsaufwendungen führten zu einem Fehlbetrag in 1999 von 90 Mio. DM. Daß die Restrukturierungsmaßnahmen greifen zeigt die wirtschaftliche Entwicklung der Schaltbau AG. Schon in diesem Jahr rechnet man mit einem leicht positiven Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

Die ADCAPITAL AG hat ihre bislang mehrheitliche Beteiligung an der Schaltbau AG zum Ende des dritten Quartals 1999 auf jetzt 49,9% reduziert. Neben dem operativen Verlust entstanden der ADCAPITAL AG aufgrund der Entkonsolidierung noch buchhalterische Verluste.

Der vollständige Verkauf des Restpaketes ist eingeleitet. Verhandlungen mit interessierten Firmen haben begonnen und werden ohne Druck geführt. Die Schaltbau AG stellt für die ADCAPITAL heute nur noch eine Minderheitsbeteiligung dar, deren Börsenwert zum aktuellen Kurs ca. 20 Mio. DM beträgt.


Unternehmensbereich Bankentechnik/ synfis AG

Seit dem Frühjahr 2000 heißt die ehemalige BE Gruppe Bankentechnik AG, synfis AG mit Sitz in Düsseldorf und ist eine 100%-Tochtergesellschaft der ADCAPITAL AG. Die synfis AG ( Umsatz 1999: 162 Mio. DM) ist eines der führenden Systemhäuser in Deutschland und ist spezialisiert auf Services und IT-Lösungen für die Kreditwirtschaft. Wie in den anderen Unternehmensbereichen standen alle Aktivitäten auf dem Prüfstand und im Rahmen der Neupositionierung wurden drei synfis –Gesellschaften geschaffen. Die synfis AG als Führungsgesellschaft, die synfis Service GmbH und die synfis Training GmbH. Zur synfis –Gruppe gehören noch die Unternehmen Bank Projekt, DPS Engineering und die engram AG.

Die Aktivitäten der synfis AG gliedern sich in die Geschäftsfelder IT-Lösungen für Bankprozesse (Software-Entwicklung, Projektconsulting, Services), Systeme und Services für das Retail-Banking (Multichannel-Vertriebssysteme, Consulting & Training)

Die synfis Service GmbH leistet den Wartungsdienst für die Bankensoft- und Hardware
Die synfis Training GmbH ist auf Weiterbildungsmaßnahmen für Mitarbeiter der Bankinstitute ausgerichtet.

Durch ihr umfangreiches und differenziertes Angebot ist die synfis AG zusammen mit ihren Beteiligungen in der Lage, e-banking in all seinen Facetten möglich zu machen.

Auch in der synfis AG steht die mittelfristige Wertsteigerung und nicht eine kurzfristige Ertragsoptimierung im Fokus. In diesem Zusammenhang hat man sich im Januar von einer Beteiligung getrennt und bei einer Tochter das Generalunternehmergeschäft aufgegeben.


Synfis-Tochter engram AG - wird demnächst den Weg an den Neuen Markt finden.

Beim Lösungsanbieter für die direkte, visuelle Kommunikation im e-Business, ist die synfis AG mit 23,4 % der zweitgrößte Einzelaktionär. Die Produkte von engram AG verbinden Internet, Videokommunikation, Web-Shops, Call-Center und den klassischen Vertrieb zu ganzheitlichen
e-Communication-Systemen. Der Konsortialführer für den engram IPO steht schon fest, so daß der Börsengang in Kürze erfolgen kann. Es wird sicherlich noch auf ein besseres Marktumfeld gewartet.

Synfis selbst strebt im Jahr 2001 den Gang an den Neuen Markt an.



Unternehmensbereich Beteiligungen/Hochtechnologie

In diesem Unternehmensbereich (Umsatz 1999: 186 Mio. DM) sind eine Vielzahl von unterschiedlichen Beteiligungen zusammengefaßt. Das Spektrum der Produkte reicht vom Hersteller technischer Teile aus Kunststoff für die Elektrotechnik und Elektronik der Kunststoff Technik Schmöll GmbH, über die Gefahrenmelder- und Videoüberwachungssysteme für Gebäudeschutz der Horst Vanderschmidt Elektronik GmbH, hin zu Terminals im High-End-Bereich für Multimediaanwendungen und komplizierteste medizinische Geräte der Sasse Elektronik GmbH. Weitere Firmen sind: Möller-Preussler Transformatoren GmbH, B.Rexroth GmbH, EW Hof Antriebe und Systeme GmbH, Fest GmbH & Co. KG und weitere Unternehmen. Es würde den Rahmen dieser Analyse sprengen, näher auf jede dieser Firmen einzugehen.

Besonders zu erwähnen ist die Jäger-Gruppe, die mit ca. 250 Mitarbeitern in 1999 einen Umsatz von ca. 40 Mio. DM erarbeitet hat. Die Jäger Gruppe ist im Bereich der Elektrischen Verbindungen zwischen Fahrzeug und Anhänger, Fahrzeugspezifische Elektrosätze,Elektronik-Module (Blinkgeber, Steuergeräte, Spannungsreduziergeräte etc.) undLichtanlagen engagiert, wobei sie in einzelnen Bereichen Marktführer ist.

Eine weiter strategische Beteiligung ist die Bode-Panzer AG, Europas führender Hersteller von ATM-Safes (die allseits bekannten Geldautomaten und Kassentresore in den Schalterhallen der Banken). Im Bereich Hochsicherheits-Safes wurde in 1999 ein Marktanteil von ca. 40 % erzielt. Durch eine vollzogene Produktionsverlagerung nach Tschechien erkämpfte man sich neben der Technologieführerschaft auch noch eine Kostenführerschaft.


Aus IQENA-Beteiligung wird Kabel New Media – Paket

Während bei den oben genannten Firmen der Kapitalanteil der ADCAPITAL AG überwiegend bei 100 % liegt, betrug der Anteil an dem Multimedia/e-commerce Spezialisten IQENA 27 %. Im Rahmen einer Portfolio-Optimierung wird derzeit, vor allem aus dem Bereich Hochtechnologie/ Beteiligungen über Desinvestitionen verhandelt. Schon Anfang 1999 schlossen sich die e-commerce Spezialisten von Neurotec (Beteiligung der ADCAPITAL) und Chips at Work unter dem neuen Namen IQENA zusammen. Die Bonner Software Experten IQENA waren ursprünglich für einen eigenen Börsengang vorgesehen. Entgegen den ursprünglichen Absichten, wurde die IQENA nicht selbst an die Börse gebracht, sondern als Sachkapitalerhöhung in die Internet Agentur KABEL NEW MEDIA AG eingebracht. Für die Einbringung wurden die IQENA-Eigentümer mit 1,8 Mio. KABEL NEW MEDIA Aktien bezahlt. Ihrem Anteil von 27 % entsprechend müßte die ADCAPITAL demnach ca. 500.000 KABEL NEW MEDIA-Aktien besitzen. Sie gehört somit zu den größten Einzelaktionären der Internet Agentur.



Betriebs-/Finanzwirtschaftliche Daten

Durch die strategische Neuausrichtung im Jahr 2000, sowie durch die Entkonsolidierung der Schaltbau AG und den Verkauf der BESI macht es wenig Sinn sich näher mit dem Jahresabschluss 1999 zu beschäftigen. Auch der Umbau von einer operativ tätigen Konzernobergesellschaft zu einem Beteiligungsunternehmen macht einen Vergleich der Bilanzzahlen unmöglich.

Bei der Ertragslage stieg das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit im Konzern der ADCAPITAL AG im ersten Halbjahr 2000 auf 135 Mio. Euro an nach - 7 Mio. Euro im ersten Halbjahr 1999. Die deutliche Ertragssteigerung wurde durch den Verkauf der Mehrheitsbeteiligung an der BE Semiconductor Industries N. V. im Rahmen eines Secondary Placements entscheidend beeinflußt. Weitere positive Ergebniseffekte ergaben sich aus dem Verkauf von Beteiligungen, dem teilweisen Umtausch von Inhaberschuldverschreibungen der ADCAPITAL-Tochter Berliner Elektro Finance B. V. in BESI-Aktien sowie die Einbringung der IQENA- Beteiligung im Wege der Sachkapitalerhöhung in die KABEL NEW MEDIA AG. Das operative Konzernergebnis im ersten Halbjahr 2000 hat sich von - 11 Mio. Euro im ersten Halbjahr des Vorjahres um +13 Mio. Euro auf + 2 Mio. Euro ebenfalls verbessert.

Sehr gute Ertragslage

Bei einem zu erwartenden Ergebnis in 2000 von ca. 140 Mio. Euro und einer aktuellen Marktkapitalisierung von nur ca. 220 Mio. Euro ist mit einem KGV von nur 1,6 für das laufende Jahr zu rechnen. Dieser Wert steht selbstverständlich unter dem Einfluß der Sondereffekte aus dem BESI-Deal, zeigt aber zugleich das Ertragspotential der Gesellschaft. Das operative Ergebnis der Mehrheitsbeteiligungen wird zukünftig immer mehr an Bedeutung verlieren, da der Anteil an Minderheitsbeteiligungen weiter zunehmen wird und die Mehrheitsbeteiligungen nur noch auf ein paar strategische Investments reduziert werden. Durch geplante Desinvestments, den Börsengängen der synfis AG und der engram AG stehen weitere positive Effekte an. Selbst bei einer Veräußerung der restlichen Anteile an der Schaltbau AG würden positive Ergebniseffekte durch die Realisierung stiller Reserven anfallen, da die Schaltbau AG mit einer sehr niedrigen Bewertungen in den Büchern steht.

Durch die Entkonsolidierungen hat sich auch die Bilanzsumme der ADCAPITAL AG zum 30.6.2000 von 798 Mio. Euro auf 510 Mio. Euro verringert. Gleichzeitig stieg jedoch das Eigenkapital von 197 Mio. Euro auf 233 Mio. Euro , so dass sich die Eigenkapitalquote von 25% auf 46% erhöhte. Die Finanzschulden haben sich dabei um -232 Mio. Euro reduziert. Insgesamt haben sich die liquiden Mittel auf 243 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt mehr als verdoppelt.


Net Asset Value

Der Net Asset Value erreichte per 30.06.2000 nach Angaben der Gesellschaft einen Wert von rund 370 Mio. Euro. Das entspricht einem Betrag von über 20 Euro je Stamm- und Vorzugsaktie. Der Net Asset Value ist der Betrag, um den die zu aktuellen Preisen bewerteten Aktiva die Verbindlichkeiten übersteigen, wobei bei börsennotierten Beteiligungen die Marktbewertungen und bei nicht börsennotierten Beteiligungen niedrige Buchwerte herangezogen wurden, die sich beispielsweise an den Konditionen der jeweils zuletzt durchgeführten Kapitalerhöhung orientieren.


Wer Cash hat ist König

Die ADCAPITAL AG besitzt derzeit liquide Mittel von 232 Mio. Euro. Diese Gelder stammen in erster Linie aus dem Verkauf der BESI Beteiligung. Zwischenzeitlich kam Kritik auf, weshalb man die Mittel nicht sofort in Neuinvestments investiert hat. Heute zeigt es sich, daß nach der massiven Konsolidierung der High-Tech – Märkte Investments wesentlich preiswerter zu bekommen sind als zum Zeitpunkt des BESI-Verkaufs. Hier bestätigt sich wieder einmal die alte Kaufmannsweisheit: Der Gewinn liegt im Einkauf!

Optionsanleihe

Momentan laufen noch ADCAPITAL-Optionsscheine aus einer alten Optionsanleihe. Die Scheine laufen noch bis zum 30. November 2000. Mit einem Schein kann man je 12 Stammaktien für insgesamt DM 350,- und 12 Vorzugsaktien für insgesamt DM 335,- erwerben. Da der Börsenpreis für 12 Stammaktien momentan nur DM 281,64 und für 12 Vorzugsaktien DM 262,86 beträgt, sind die Scheine rechnerisch wertlos. Da die Restlaufzeit gerade einmal einen Monat beträgt, sind diese Scheine hochspekulativ und werden aus heutiger Sicht vermutlich wertlos verfallen, sofern die Stammaktien nicht bis 30.11. auf mindestens Euro 14,91 und die Vorzugsaktien auf mindestens Euro 14,27 stehen. Für die Hardcore-Spekulanten ist dies ein heißes Geschäft. Die Gesellschaft selbst kann der potentiellen Nicht-Ausübung der Scheine gelassen entgegensehen, denn die es befindet sich genügend Geld für Akquisitionen in der Kasse und ADCAPITAL ist auf den Zufluß von Liquidität aus der Ausübung der Optionsscheine nicht angewiesen.

Zahlen zur Aktie

Das gezeichnete Kapital der ADCAPITAL AG ist 18.007.836 nennwertloser Stückaktien eingeteilt. Es setzt sich zusammen aus 12.122.364 Stammaktien (WPK 521450) und 5.885.472 Vorzugsaktien (WPK 521453). Bei aktuellen Kursen von ca. 12,00 Euro Stammaktie und ca. 11,20 Euro Vorzugsaktie ergibt sich eine Marktkapitalisierung von ca. 211 Mio. Euro.


Fazit

Die ADCAPITAL AG besitzt bei einer Marktkapitalisierung von ca. 211 Mio. Euro liquide Mittel in Höhe von 232 Mio. Euro. Das vorhandene Eigenkapital deckt den Börsenkurs bereits vollständig ab. Neben der Liquidität bestehen aktuell noch zahlreiche werthaltige Beteiligungen, so zum Beispiel der 74,9 %-Anteil an der euromicron AG, die ca. 2 % an der KABEL NEW MEDIA, die Anteile an den Neuen Markt-Kandidaten synfis AG und der 23,4 % Anteil an dem IPO-Kandidaten engram AG. Darüberhinaus gibt es viele weitere Beteiligungen mit einem Gesamtumsatz von ca. 100 Mio. Euro gratis dazu.

Innerhalb eines Jahres hat es die Mannschaft um Vorstand Dr. Schug geschafft, aus der behäbigen Berliner Elektro Holding eine moderne Private Equity Investmentgesellschaft auf den Weg zu bringen. Ganz ohne Kritik kommt die Gesellschaft aber dennoch nicht davon, denn der Konzern benötigt nach meiner Einschätzung aufgrund der weiten Verzweigungen innerhalb der einzelnen Unternehmensbereiche eine starke Straffung der Strukturen. Im Moment stellt sich die Situation für einen Außenstehenden immer noch relativ unübersichtlich dar. Was an der Börse nicht einfach zu erklären ist, wird mit einem Bewertungsabschlag belegt und unter diesem Punkt leidet die Aktie momentan. An diesem Thema arbeitet ADCAPITAL nach eigenen Angaben zwar intensiv, die Hausaufgaben sind hier aber noch lange nicht erledigt.

Im Falle des BESI-Verkaufs wurde jedoch gezeigt, daß man gut die Marktstimmungen einschätzen kann und schnell darauf zu reagieren vermag. Wie es sich gezeigt hat, war es vollkommen richtig, die vorhandene Liquidität nicht sofort zu reinvestieren, sondern auf eine Marktberuhigung zu warten. Momentan sind High-Tech Unternehmen wieder wesentlich preiswerter zu bekommen wie zum Zeitpunkt des BESI Verkaufs. Für November wurden die ersten Neuinvestments angekündigt. Wir können gespannt sein, ob die Macher Der ADCAPITAL AG beim Kaufen auch so eine glückliche Hand haben wie beim Verkaufen.

In dieser Woche ließ eine Nachricht der STEINBEIS TEMMING AG aufhorchen. Ein Konsortium, in welchem eine Großbank und mehrere große Versicherungen zu finden sind, macht den freien Aktionären ein Abfindungsangebot und nimmt die Aktie von der Börse. TEMMING ist ein seit Jahren sehr profitables Unternehmen, welches von der Börse als solches nicht erkannt wurde. Die Ernte dieses Erfolges werden zukünftig nicht mehr die Kleinaktionäre ernten, die ihre Aktien erfahrungsgemäß größtenteils im Rahmen eines Abfindungsangebotes abgeben, sondern vielmehr die Konsortialmitglieder, welche die TEMMING-Aktien vermutlich in verschiedenen Private Equity-Fonds plazieren. Es würde mich nicht wundern, wenn TEMMING nach dem Going-Private auf einmal mit steigenden Dividendenzahlungen aufwarten würde. An diesem Beispiel sieht man einerseits sehr deutlich, wo die Musik im Bereich Private Equity spielt. Auf der anderen Seite kann man auch einmal spekulativ den Blick nach vorne werfen und über die Beweggründe, Pläne und Ziele des neuen Großaktionärs Leibinger spekulieren, der sich hier mit nicht unerheblichen Mitteln in der ADCAPITAL AG engagiert hat. Für ein Going-Private mit vorherigem Abfindungsangebot ist es hier momentan aufgrund der vorhandenen Aktionärsstruktur mit Sicherheit deutlich zu früh. Diesen Aspekt sollte man bei der möglichen (allerdings sehr langfristigen) Entwicklung des Unternehmens im Gedächtnis behalten.

Kurzfristig leidet die ADCAPITAL-Aktie an einem Bruch des mittelfristigen Aufwärtstrends, auch wenn einzelne Indikatoren aktuell ein Kaufsignal erzeugen. Trotz ausgeprägter relativer Stärke gegenüber den anderen Beteiligungsgesellschaften, bietet sich als möglicher Einstiegszeitpunkt potentieller Interessenten der Abschluß einer Bodenbildung im Kurs bzw. eine Trendumkehr an. Rein fundamental betrachtet bietet die Aktie aber aufgrund ihrer ausgezeichneten Ausgangssituation vor allem mittel- bis langfristig orientierten Investoren gute Voraussetzungen für eine solide Entwicklung.

An der Börse wird normalerweise die Zukunft gehandelt. In der ADCAPITAL-Bewertung ist noch nicht einmal die Gegenwart annähernd enthalten.

ADCAPITAL AG
Stammaktien (WPK 521450): letzter Kurs 12,00 Euro; Börsenplätze Frankfurt und XETRA
Vorzugsaktien (WPK 521453): letzter Kurs 11,20 Euro; Börsenplätze Frankfurt und XETRA


Es grüßt Sie herzlich
"Substanzsucher"

(Substanzsucher@web.de)
============================================================

Die Studie ist in den Share-Infos, unter
www.Share-Infos.de
zu finden.
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28.10.00 10:20:15
Irgendwie pushst Du den Wert >(samt Tochtergesellschaft Euromicron) schon seit längerem, ohne durchschlagenden Erfolg.
Fakt ist, daß nicht niedrige Bewertungen, sondern Angebot & nachfrage an der Börse zählen. Es sei denn man spekuliert auf Dividenden.
Kauf Dir lieber etwas, was performt....

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Substanzsucher
12.03.00 18:41:08
Avatar
28.10.00 10:46:03
@alle

Warum findet die Aktie (Adcapital) ihren Kurs denn nicht ?

Mittlerweile hätten doch genug Aktionäre einsteigemnm können bzw. müssen, wenn die Aktie wirklich so gut ist wie der Substanzsucher sagt.

Vielleicht fehlt Adcapital auch eine vernünftige Investor Relations
Abteilung.

Ich bin bei einem solchen Kursverlauf nicht von Adcapital überzeugt,
wenngleich mich das niedrige KGV und die hohe Dividenrendite weiter neugierig bleiben lässt.

DerMaurer
Avatar
28.10.00 13:31:13
Hallo Substanzsucher!

Gute Analyse, echt! Und an mich hast Du ja auch gedacht mit der Umtauschanleihe.

Also, da nix passiert bei der ADCapital macht man sich halt auch mal Gedanken über eine "unbedeutende" (Zitat) 50.000.000 Anleihe.

Meinetwegen können wir das vergessen und mal auf Zahlen starren.

Aber wo bleiben die Zahlen und Fakten?

s0
Avatar
28.10.00 15:06:05
Hallo Substanzsucher,

vielen Dank für die geballten Informationen. Klingt irgendwie wie der letzte Versuch, Adcapital und Euromicron auf die Beine zu helfen.
Ich denke, die Unübersichtlichkeit des Konzerns und die mangelhafte IR-Arbeit sind die entscheidenden Argumente, dass es dazu noch nicht gekommen ist. Als jemand, der zu den Erstzeichnern der Euromicron gehört, kann ich die Skepsis gegenüber den beiden Unternehmen durchaus nachvollziehen. Hinzu kommt das während der Bernau-Zeit zu Bruch gegangene Vertrauen.
Möglicherweise ist sein Rückzug aus dem Unternehmen doch noch nicht überall bekannt.
Ich gehe jedenfalls auch davon aus, dass sich die guten Zahlen langfristig am Markt durchsetzen werden und hoffe insbesondere auf eine bessere Informationspolitik seitens des Unternehmens.

Grüße
Spearhead
Avatar
28.10.00 15:27:35
RE: ADCAPITAL

von den Zahlen, und von der Geschäftsausrichtung hat Adcapital eigentlich genug SEX.

Der Kursverlauf ist mehr als beschissen, ich frage mich nur nach den Gründen ?
wegen dem SMAX-Listing ?
nicht wirklich oder ?
weils noch Vorzugsaktien gibt ?

die kritische Grösse für Fonds hat ADcapital doch.

@substanzsucher

deine Analyse gefällt mir, ich kenne das, es erfordert viel arbeit.
wenn dir noch ne Antwort zum Kursverlauf einfällt ?


SOM
Avatar
28.10.00 16:32:55
Hai!

Auch von mir einen herzlichen Dank für Deine Arbeit.Bei diesen Werten
braucht es halt viel Geduld,die ich auch schon sehr lange beweise.Doch
ist dieser Börsenansatz,wie Du schon in Deinem Namen ausdrückst,der
langfristig erfolgreiche.Und die großen Player (Haie)wissen,was sie tun(neuer Großaktionär).Ich könnte mir vorstellen,daß hier die Beteiligungen weiter ausgebaut werden sollen,und man deswegen gar nicht an soviel Publicity interessiert ist.Auffällig ist der hartnäckig geringe Abstand der Vorzüge. Vieleicht wird sogar hier gekauft,denn mit HV Mehrheit lassen sie sich dann nach Belieben wandeln. auf jeden Fall am Ball bleiben.
Avatar
29.10.00 08:54:07
@ Der Maurer,

die AdCapital Aktien stehen im Moment ca. 20 % unterhalb ihres Höchststandes. Es gibt wenige Papiere, die in der allgemeinen Schwäche nur so wenig an Performance abgegeben haben. Im Bereich VC/Private Equity fällt mir da keine Aktie ein.

@ s0

es freut mich, daß Du die Analyse für gut empfindest. Wenn die restlichen BESI Aktien nicht getauscht werden ist das für unsere AdCapital AG doch kein Beinbruch. Ein Aktienpaket von max. 1,666 Mio. BESI Aktien im Portfolio ist doch nicht schlecht? Getauscht wird, wenn der BESI Kurs über ca. 15,34 € steht. Diesen Kurs wird einer der führenden Chipmontagehersteller bald wieder sehen.

@ Spearhead

Qualität setzt sich immer durch.
Die AdCapital AG stand nicht von ungefähr so tief. Streitereien zwischen Vorstand und Hauptaktionär, der zudem noch Aufsichtsratsvorsitzende war, sind nie gut für steigende Aktienkurse. Diese Zeiten gehören zum Glück schon lange der Vergangenheit an. Seit Dr. Schug am Ruder ist wird nicht mehr gestritten sondern zielstrebig gearbeitet. Für eine aktive Öffentlichkeitsarbeit war einfach keine Kapazität vorhanden. Wie wir alle wissen ist seit 1. Oktober mit Frau Schroiff, als Leiterin Öffentlichkeitsarbeit, ein Profi im Team der AdCapital. Die ersten positiven Auswirkungen sind schon zu spüren. So langsam kommt der Zug in Bewegung.

@ SOM.you

Du kennst doch die Geschichte mit dem Jäger und dem Hund. Der Jäger ist die Wirtschaft und der Hund ist die Börse. Normalerweise rennt der Hund voraus bis er merkt, daß er sich zu weit von seinem Herrchen entfernt hat. Dann dreht er um und kommt zurück, wobei sein Herrchen immer weiter läuft. Im Frühjahr war der Hund ziemlich weit von seinem Herrchen entfernt. In der Marktschwäche der letzten Wochen ist er ein ganzes Stück seinem Herrchen wieder entgegengekommen.

Bei der AdCapital war es genau umgekehrt. Seit Monaten wird zielstrebig nach vorne marschiert, doch der Hund spielt immer noch am Ausgangspunkt.

@ HaiQu

wer sich an die Großen hängt macht sicherlich keinen Fehler. Ein Herr Leibinger kennt den inneren Wert der AdCapital AG ganz genau.
Avatar
29.10.00 11:45:17
@Substanzsucher- Meinen Glückwunsch zu Deiner Veröffentlichung-Einfach Klasse !!
@elwin-irgendwie gepushe-such Dir etwas was besser performt..., kann ich nicht ganz nachvoll ziehen..im Moment gibt es nicht viele Werte die besser performen Ich sehe im
Moment d. Problem immer noch in der IR Arbeit der Adcapital. Kann es sein d. Die "NEUE" nicht so darf wie sie sicherlich will ?Eine offensive IR kann ich im Moment nicht feststellen.
Aber genau d. ist im Sinne der Großaktionäre. Übrigens gibt es aus meiner Sicht noch eine negative Überraschung für uns Adcapital Aktionäre. Unser Anteil an Kabel New Media ist nicht so hoch wie gedacht/gehofft.Oder wurde von AdC schon etwas genaues mitgeteilt ?
Avatar
29.10.00 14:38:21
Hallo Pietschii,

schau einmal, was ich am Freitag Abend für ein e-Mail bekommen habe.
======================================================================
Sehr geehrter Herr .......,

anbei die gewünschten Informationen über unsere Beteiligung an der Kabel New Media AG.

Die 27% ige Beteiligung der BET an der IQENA wurde im Jahr 2000 in die Kabel
New Media AG eingebracht. Unser Paket an der Kabel New Media entspricht etwa
480.000 Aktien. Damit halten wir 2,9% an KNM.


Sollten Sie weitere Fragen haben, so zögern Sie nicht, mich zu kontakten.

Schönes Wochenende.

Mit freundlichen Grüßen
AdCapital AG


Christiane Schroiff

--------------------------------
Christiane Schroiff
Leiterin Unternehmenskommunikation
Adcapital AG
Kurfürstendamm 36
10719 Berlin
Tel. 49 30 885751-20
mailto:cms@adcapital.de
http://www.adcapital.de
Avatar
29.10.00 16:14:48
@elwin: Gute Recherche !

@ Alle: Ihr fragt, warum diese Aktie seit Monaten nicht auch nur den kleinsten Hüpfer nach oben macht ?

Ich kann es Euch sagen: ES PASSIERT NICHTS !!
Ich habe in den Threads von Substanzsucher mehrmals darauf hingewiesen, erst wenn Beteiligungen eingegangen werden, kann die Party losgehen. Dabei ist noch nicht gesagt, ob die Party eine müde Veranstaltung wird oder ein Brüller. Diese Meinung vertrete ich immer noch.

ADCapital hat bisher es nicht geschafft mit dem eingenommenen Geld etwas anzufangen. Die Neuausrichtung ist nebulös. Keiner kann uns sagen, in welche Geschäftsfelder investiert wird.

Und: Die Restrukturierung ist noch längst nicht am Ende (Restanteile Schaltbau, euromicron wird gerade ausgeschlachtet).

Schließlich: Was ist aus dem versprochenen Börsengang von Synfis geworden ????


Viele Fragen, keine Antworten von Adcapital. Dieses wird seit Monaten durch den lahmen Aktienkurs klar ausgesagt.
Avatar
29.10.00 17:54:33
@ ich habe mir lange überlegt ob ich jemandem der den Müll von "elwin" als gute Recherche bezeichnet eine Antwort geben soll.

Ich will mal nicht so sein und versuche Dein Posting zu beantworten.

Wenn die Aktie in den letzten Monaten keinen Hüpfer nach oben gemacht hat ist das sicherlich auch mit der schlechten IR-Arbeit zu begründen. Dies hat sich seit dem 1. Oktober, mit dem Arbeitsbeginn von Frau Schroiff, deutlich verbessert. Sehe dazu mein Posting zur Kabel New Media. In der gleichen Zeit in der die AdCapital Aktien keinen Hüpfer nach oben gemach haben sind viele andere Werte z.T. halbiert oder gedrittelt worden.

Für November sind die ersten Übernahmen angekündigt. Auch ich bin gespannt, in welchen Geschäftsfelder die AdCapital AG investieren wird.

Zur Schaltbau und euromicron ist in der Share Analyse alles beschreiben. Die Profis (Euro am Sonntag, Die Telebörse, Der Aktionär und Andere) haben die Neuausrichtung der euromicron AG durchweg begrüßt.

Börsengang synfis AG.
Im Geschäftsbericht vom Frühjahr steht: Es ist geplant, die synfis AG im Jahre 2001 am Neuen Markt der Deutschen Börse zu platzieren. Das ist aus dem Börsengang geworden!

@ an alle

Seit März betätige ich mich in diesem Board als "Moderator" für die AdCapital AG. Ich hatte nie die Absicht diesen Wert zu pushen. Natürlich bin ich in der AdCapital AG investiert und würde mich über einen schönen Kursanstieg freuen. Wer glaubt, daß er mit der Board Arbeit etwas beeinflussen kann irrt sich ganz gewaltig. Hier im Board geht es doch darum, daß man Gleichgesinnte kennenlernt und über die Aktien von denen man überzeugt ist neue Informationen bekommt.

Solange ich für meine Arbeit mehr positive als negative Reaktionen bekomme werde ich hier weitermachen. Wenn ein Thread zu lange wird oder aufgrund von Vorkommnissen die die Überschrift hinfällig wird, werde ich auch in Zukunft kein Problem haben einen neuen Thread zu eröffnen.
Gruß Substanzsucher
Avatar
29.10.00 18:31:21
@ substanzsucher
auch von meiner seite ein großes lob für deine arbeit.

in der analyse schreibst du zu den im 30. november auslaufenden optionsscheinen:

-hochspekulativ
-aus heutiger sicht vermutlich wertlos verfallen
-für hardcore-spekulanten ein heißes geschäft

hier im board wurde vor ein paar wochen heftig über diese scheine diskutiert.
siehst du noch eine reelle chance für ein ins geld kommen der scheine?


Toggepi
Avatar
29.10.00 20:40:18
Hallo Toggepi,

Schauen wir mal auf die nackten Zahlen.

Bezugsbedingungen:
mit einem Schein kann man je 12 Stämme und 12 VZ beziehen.

1 Stammaktien zu 14,91 €
1 VZ-Aktie zu 14,27 €
Summe: 29,18 €

Derzeit stehen die Aktien bei:
Stämme: 12,10 €
Vorzüge: 11,20 €
Summe: 23,30 €

Der Schein notierte am Freitag bei 0,50 €

Daraus errechnen sich folgenden Konditionen.

Aufgeld: ca. 25,4 %
Hebel: ca. 580

Der große Hebel entsteht aus dem Verhältnis 1:12 (1 ST+1 VZ). Bezogen auf eine Aktie ergibt sich Momentan ein Optionsschein-Kurs von gerade mal 0,02 €.

Nun zu einer Bewertung

Bei den derzeit niedrigen Kursen hat der Schein, wie in der Analyse beschrieben, für Hardcore-Spekulanten einen gewissen Reiz. Denn, sollten die AdCapital Aktien aus irgend welchen Gründen doch noch ins Geld kommen, so bedeutet jeder Euro oberhalb der 29,18 € einen Optionsscheinkurs von 12 €.
Das Aufgeld von 25 % kann an einem einzigen Tag durch einen kräftigen Kursaufschwung verschwinden. Solche Ausschläge sind bei vielen Werten täglich zu beobachten. Ich kann mir derartige Ausschläge allerdings bei der AdCapital nicht vorstellen, da sie in der Vergangenheit keine großen Schwankungen hatte. Realistisch betrachtet läuft der Schein zum 30. November wertlos aus.

Ich habe einmal gelesen, daß über 80 % aller Scheine wertlos verfallen. Es gibt den Spruch: Der Optionsschein-Käufer hat die Phantasie und der Emittent hat das Geld.

Der Markt ist extrem illiquide. Es geht täglich fast kein Material um. Wer sich ein paar Stücke ergattern kann muß davon ausgehen, daß er die Scheine nicht mehr los wird und ein Totalverlust sehr groß ist. Falls der unwahrscheinliche Fall eintreten sollte und die Scheine doch noch ins Geld kommen sollten, wird ein Ausüben sehr teuer. Für 100 Scheine muß beim Ausüben der 2400 Aktien, 35.000 € bezahlt werden. Das übersteigt sicherlich die Geldbörse eines Kleinanlegers.

Der Vorstand einer Private-Equity-Gesellschaft kann sicherlich nicht genug Cash haben und müßte deshalb an einer Ausübung interessiert sein. Aus dem Sichtwinkel eines Großaktionärs sieht die Sache wiederum ganz anders aus. Wenn er seinen Anteil nicht verringern will, muß er die Kapitalerhöhung mitmachen, was natürlich viel Geld kostet. Ihm könnte daran gelegen sein, daß die Scheine wertlos verfallen.

Gruß Substanzsucher
Avatar
29.10.00 20:40:22
Hallo Toggepi,

Schauen wir mal auf die nackten Zahlen.

Bezugsbedingungen:
mit einem Schein kann man je 12 Stämme und 12 VZ beziehen.

1 Stammaktien zu 14,91 €
1 VZ-Aktie zu 14,27 €
Summe: 29,18 €

Derzeit stehen die Aktien bei:
Stämme: 12,10 €
Vorzüge: 11,20 €
Summe: 23,30 €

Der Schein notierte am Freitag bei 0,50 €

Daraus errechnen sich folgenden Konditionen.

Aufgeld: ca. 25,4 %
Hebel: ca. 580

Der große Hebel entsteht aus dem Verhältnis 1:12 (1 ST+1 VZ). Bezogen auf eine Aktie ergibt sich Momentan ein Optionsschein-Kurs von gerade mal 0,02 €.

Nun zu einer Bewertung

Bei den derzeit niedrigen Kursen hat der Schein, wie in der Analyse beschrieben, für Hardcore-Spekulanten einen gewissen Reiz. Denn, sollten die AdCapital Aktien aus irgend welchen Gründen doch noch ins Geld kommen, so bedeutet jeder Euro oberhalb der 29,18 € einen Optionsscheinkurs von 12 €.
Das Aufgeld von 25 % kann an einem einzigen Tag durch einen kräftigen Kursaufschwung verschwinden. Solche Ausschläge sind bei vielen Werten täglich zu beobachten. Ich kann mir derartige Ausschläge allerdings bei der AdCapital nicht vorstellen, da sie in der Vergangenheit keine großen Schwankungen hatte. Realistisch betrachtet läuft der Schein zum 30. November wertlos aus.

Ich habe einmal gelesen, daß über 80 % aller Scheine wertlos verfallen. Es gibt den Spruch: Der Optionsschein-Käufer hat die Phantasie und der Emittent hat das Geld.

Der Markt ist extrem illiquide. Es geht täglich fast kein Material um. Wer sich ein paar Stücke ergattern kann muß davon ausgehen, daß er die Scheine nicht mehr los wird und ein Totalverlust sehr groß ist. Falls der unwahrscheinliche Fall eintreten sollte und die Scheine doch noch ins Geld kommen sollten, wird ein Ausüben sehr teuer. Für 100 Scheine muß beim Ausüben der 2400 Aktien, 35.000 € bezahlt werden. Das übersteigt sicherlich die Geldbörse eines Kleinanlegers.

Der Vorstand einer Private-Equity-Gesellschaft kann sicherlich nicht genug Cash haben und müßte deshalb an einer Ausübung interessiert sein. Aus dem Sichtwinkel eines Großaktionärs sieht die Sache wiederum ganz anders aus. Wenn er seinen Anteil nicht verringern will, muß er die Kapitalerhöhung mitmachen, was natürlich viel Geld kostet. Ihm könnte daran gelegen sein, daß die Scheine wertlos verfallen.

Gruß Substanzsucher
Avatar
29.10.00 23:14:25
Hallo Substanzsucher,
vielen Dank für Deine prima Arbeit zu AdCapital.
Wenn Leute wie elwin den Unterschied zwischen Pushen und Unternehmensanalyse nicht erkennen, ist das deren Problem, und sollte uns nicht kümmern.
Grüße,
gholzbauer
Avatar
30.10.00 01:39:33
@aubstanzsucher
Auch von mir Dank für die gute Analyse. In sich stimmig, Perspektive stimmt, Zahlen auch, aber:
Wenn Du die letzten 5 Jahre (!) betrachtest hatte Adcapital immer bei einer Kapitalisierung von 350-450 Mio ca. 30-50 Mio Gewinn, (Heibel hat das auch nicht begriffen), also ein geglättetes KGV von 9-10. Mehr ist auch nicht drin, weil das Ertragsprofil fehlte (bei 80 Beteiligungen auch logisch). Das KGV von 1,6 ist also einmalig, nicht nachhaltig und deshalb nicht ausagefähig.
Wenn 50% der Stämme festliegen stimmt das nicht, es gibt sicherlich ca. 10-20 Pakete á 100 Tsd Stück, die bei irgendwelchen Fonds/Banken
seit ewigen Zeiten fest liegen. Der "tatsächliche" free-float ist also viel geringer.
Warum aber dieser Kursverlauf, warum kauft niemand ?
Ich meine, das Fonds/Banken in solch eine Situation nicht kaufen, sondern erst, wenn sich im Beteiligungsportfolio was ändert und das auch erst im Falle des IPO`s, nicht so sehr beim Einkauf. Und die Gefahr, das ab 75% Mehrheit ein Delisting durch Abfindung stattfindet, ist nicht von der Hand zu weisen.Letzlich zählt also nicht Substanz (schon gar nicht wenn sie aus Bargeld besteht, das haben andere auch)sondern Wachstum. Und hier ist Schaltbau wirklich eine hässliche Bremse.Trotzdem ist der Kurs 12 natürlich lächerlich.
Gruß und Smile
Avatar
30.10.00 21:17:12
Hallo Smily,

die letzten fünf Jahre sind Vergangenheit. Wie ich in der Analyse geschrieben habe stehen zukünftig nur noch die Vermehrung des Aktionärsvermögen und nicht mehr die Gewinn- und Verlustrechnung eines Konzerns im Vordergrund. Ob im operativen Geschäft 30, 50 oder nur 10 Mio. Gewinn entsteht ist nicht mehr so wichtig. Das KGV von 1,6 ist sicherlich einmalig da solch große Brocken wie der BESI Verkauf in Zukunft nicht mehr anstehen. Mit dem engram und dem synfis IPO stehen für das Jahr 2001 allerdings schon wider zwei gewinnbringende Ereignisse an. Wenn dann noch bei steigenden euromicron Kursen der Anteil etwas reduziert wird, ist der Gewinn für 2001 auch schon gesichert.

Zwanzig Pakete a` 100.000 Stück ergibt 2 Mio. Stück. Damit wären immer noch ca.. 4 Mio. Stammaktien im free-float. Kann ein Delisting nur mit den Stämmen durchgeführt werden? Haben 6 Mio. Vorzugsaktien bei einer so wichtigen Entscheidung wirklich kein Stimmrecht? Vielleicht können diese Fragen beantworten werden.

Ein Teil von dem Bargeld wird derzeit investiert. Für November (2000) sind bekanntlich die ersten Firmenkäufe avisiert.

Die „häßliche“ Schaltbau ist nur noch eine Minderheitsbeteiligung und stellt einen Börsenwert von 20 Mio. DM dar. Im Falle eines Verkaufes wird die Summe wesentlich höher sein. Die Schaltbau ist ein Kandidat, der im Falle eines Verkaufs den Gewinn der AdCapital AG steigern wird.

Gruß Substanzsucher
Avatar
30.10.00 21:52:40
@substanzsucher
natürlich einverstanden in allen Punkten, ich hatte ja nur einige Formulierungsergänzungen, keine Widersprüche, und 12 ist allemal ein Kauf.
Es gibt aber noch einen anderen interessanten Punkt, den man einmal untersuchen sollte. Die gesamte "Private equity und VC-Branche" wird sich m.E. nocheinmal verändern, durch Beteiligung (Roland Berger und BMP, Lampe bei Goldzack), Fusion (Knorr und ? wer war das doch gleich noch) usw. Was tut sich da bei Adcapital, kauft sich eine Bank ein oder gibt es eine Kooperation ? Oder will man dauerhaft mit 9 Angestellten weitermachen ? Ich bezweifel das. Schließlich wird auch die Größenordnung wichtig, und 300-400 Mio verfügbare Masse wird dauerhaft zu wenig. MDAX wäre auch besser als SMAX, also irgendwie gibt es da reichlich Phantasie und/oder eine neue Konzentrationswelle.
Sö ähnlich war es auch bei den Wohnungsbauunternehmen, inder Größe das entscheidende Kriterium wurde.M.E sind Gesellschaften wie ADC, TFG,BMP,UCA, usw. dauerhaft zu klein um die "kritische Masse" zu bewältigen und wo liegt diese ? Fragen über Fragen.
Für eine Abfindung haben Vz. m.E. nix zu sagen, 75% sind notwendig. Realistisch ? ich weiß es nicht, da blicke ich nicht durch.
Gruß Smile
Avatar
30.10.00 22:37:09
@substanzsucher,

Du schreibst:

"Für November sind die ersten Übernahmen angekündigt. Auch ich bin gespannt, in welchen Geschäftsfelder die AdCapital AG investieren wird. "

Leider konnte ich die Ankündigung nirgends finden. Könntest Du angeben, wer wo diese Ankündigung gemacht hat?
Avatar
31.10.00 05:48:51
Hallo saltus,

es stand in einem Artikel der "Berliner Zeitung".

==================================================================================
Gründer der Berliner Elektro steigt als Anteilseigner aus
Großaktionär Manfred Bernau gibt seine restlichen Anteile ab / Nachfolgeunternehmen AdCapital erwartet Rekordgewinn

Peter Kirnich

BERLIN, 12. Oktober. Die aus der Berliner Elektro Holding hervorgegangene AdCapital AG hat eine neue Eigentümerstruktur. Der Gründer und langjährige Vorstandschef von Berliner Elektro, Manfred Bernau, hat sich aus dem Unternehmen endgültig zurückgezogen. Zuletzt hatte der 75-jährige Bernau "nur noch weniger als fünf Prozent der Anteile gehalten", sagte AdCapital-Sprecherin Christiane Schroiff am Donnerstag der "Berliner Zeitung".
Strategie als Finanzdienstleister
Neuer Großaktionär ist der Schweizer Unternehmer Günther Leibinger. Er hält nunmehr 27,76 Prozent der Anteile. 5,2 Prozent hält seine Frau Maria Leibinger. Beide hätten Anteile von der Familie Bernau erworben, die einst 30 Prozent an der Berliner Elektro besaß. Lediglich der Sohn des Firmengründers, Maximilian Bernau, hält noch 14,84 Prozent am neuen Unternehmen. "Die restlichen 52,2 Prozent befinden sich in Streubesitz", sagte Schroiff. Damit habe der AdCapital-Vorstand seinen "ersten Schritt" vollzogen: die Neuordnung der Kapitalstruktur. "Wir wollten damit wieder Ruhe ins Unternehmen bringen", sagte Schroiff.
In den letzten Jahren hatte es wiederholt heftige Auseinandersetzungen zwischen dem Management der Berliner Elektro und dem Großaktionär Manfred Bernau gegeben. Der Streit gipfelte auf der Hauptversammlung im vergangenen Jahr darin, dass ein entscheidender Antrag des Vorstandes auf Grund eines Vetos des Firmengründers gescheitert war. Das Management wollte sich damals den Rückkauf eigener Aktien genehmigen lassen, um den Erlös für weitere Firmenkäufe zu nutzen.
"Wir haben inzwischen zwei Großaktionäre, die voll hinter unserer neuen Firmenstrategie stehen", sagte Schroiff. Neben Leibinger habe sich auch Maximilian Bernau für den Umbau der Berliner Elektro in einen Finanzdienstleister ausgesprochen. Schroiff: "Wir werden uns künftig an einzelnen Unternehmen, die eine gute Wertschöpfung versprechen, mit unserem Kapital beteiligen, sie später gegebenenfalls an die Börse bringen oder wieder veräußern." Dabei werde man sich auch am Management aktiv beteiligen, etwa bei Nachfolgeregelungen in Familienunternehmen oder im Rahmen von Risiko-Kapital-Finanzierungen. Als Investitionshorizont gelte ein Zeitraum von drei bis acht Jahren. Die ersten Beteiligungen könnte es bereits im November geben. Schroiff: "Dann werden wir über konkrete Vorhaben informieren."
AdCapital erwartet für dieses Jahr "den bisher höchsten Gewinn in der Unternehmensgeschichte". Ende Juni lag das Ergebnis des gewöhnlichen Geschäfts bereits bei 135 Millionen Euro (264 Millionen Mark), bei einem Umsatz von 190 Millionen Euro. In dem Ergebnis enthalten sei aber unter anderem der Verkauf der Mehrheitsbeteiligung an dem Chip-Produzenten BE Semiconductor Industries, für den ein Erlös von rund 400 Millionen Mark erzielt worden war. "Bis Ende September sei der Gewinn weiter gestiegen. "Auch im letzten Quartal erwarten wir ein positives Ergebnis", sagte Schroiff, konkrete Zahlen wollte die Sprecherin aber nicht nennen.
Künftig wolle sich AdCapital von weiteren Unternehmen im bisherigen Portfolio trennen, so von der Schaltbau AG, die sich noch zu 49 Prozent im Besitz von AdCapital befindet. Das Unternehmen, das Verkehrstechnik produziert, werde aber nicht "um jeden Preis" veräußert. Insgesamt gehörten zuletzt zur Berliner Elektro 80 bis 90 Unternehmen. "Für künftige Beteiligungen an neuen Firmen haben wir derzeit liquide Mittel in Höhe von 400 Millionen Mark zur Verfügung", sagte Schroiff.
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Gruß Substanzsucher
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31.10.00 10:18:08
@substanzsucher,

vielen Dank für die schnelle Antwort. Dann hoffen wir mal, daß sich im November etwas tut.
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31.10.00 14:21:09
Ich habe da mal 2 Fragen:

1. Wie wird die Euromicron bei der Adcapital bilaziert ?

a) Im Anlagevermögen oder
b) im Umlaufvermögen unter "Wertpapiere und flüssige Mittel"

Ich denke es müßte b) sein.

2. Wieviel operativer Gewinn der Euromicron wurde in den letzten Halbjahreszahlen bei Adcapital bilanziert ?
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31.10.00 17:27:42
hallo substanzsucher,
deine analyse zu ad capital ist wirklich gut. sie beschreibt im wesentlichen den zustand des unternehmens. allerdings frage ich mich,
warum ein privater anleger solche analysen schreibt und veröffentlicht ? analysten werden doch verzweifelt in der branche gesucht.
könnte es sein, dass es sich um auftragsarbeiten handelt ? du quasi
die ir für ad capital im wo organisierst ? wäre doch auch eine tolle geschäftsidee. auf eine ehrliche antwort bin ich sehr gespannt. das ändert aber nichts daran, dass die analyse meines erachtens gut und lesenswert ist.
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31.10.00 21:06:09
@42

Da es sich bei der euromicron AG um eine wesentliche Beteiligung
handelt, wird diese selbstverständlich im Anlagevermögen unter
"Anteile an verbundenen Unternehmen" bilanziert.

Der letzte operative Gewinn in der Halbjahresbilanz dürfte 0,00
betragen haben, da bei Beteiligungserträgen nur der "echte" Geldfluß
bilanziert werden darf. Nach meinem Kenntnisstand wurde aus
dem Bilanzgewinn des Jahres 1999 keine Dividende ausgeschüttet.

Gruß Agio
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31.10.00 21:08:49
Hallo zusammen,


nachdem die euromicron AG schon am 20. Oktober einen Großauftrag über 4 Mio. DM Auftragsvolumen vermelden konnte, wurde heute ein weiterer Millionenauftrag veröffentlicht.
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euromicron erhält weiteren Millionenauftrag

Frankfurt, 1. November 2000 - Erneut hat die euromicron AG einen Millionenauftrag im Geschäftsbereich Lichtwellenleiter/Datennetztechnologie gewinnen können. Das Frankfurter Technologieunternehmen wird die Technische Universität Berlin (TU) ans Netz bringen. Es handelt sich dabei um die Erneuerung bzw. den Erstausbau des Daten- und Fernmeldenetzes inklusive des Kabelwegebaus in einem bestehenden Gebäude und dem Neubau des physikalischen Instituts der TU. Der Umfang des Auftrages hat ein Volumen von 2,3 Millionen DM. In beiden Gebäuden werden ca. 4.700 m hochfaserige Lichtwellenleiterkabel verlegt und mit optischen Verteilerboxen abgeschlossen. Damit verschafft euromicron der TU den Zugang zu den neuesten Übertragungsstandards für Hochgeschwindigkeitsnetze.
Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte an:
euromicron AG Dr. Willibald Späth, Vorstandsvorsitzender
Kennedyallee 97 a
60596 Frankfurt
Telefon: 069 / 631583 0
Fax: 069 / 631583 20
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Gruß Substanzsucher
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31.10.00 22:41:32
@42

Gerade habe ich im Geschäftsbericht der euromicron den Gewinnverwendungsvorschlag entdeckt. IN der Tat wurde
eine Dividende von insgesamt 11.650.000 DM vorgeschlagen.
Unter Berücksichtigung der Beteiligungsquote von 74,90%
ergibt sich für die ADCapitalein Beteiligungsertrag von ca. 8,7 Mio. DM plus anteilige Steuergutschrift (falls EK 40 in Höhe von 3/7)

Gruß Agio
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31.10.00 23:08:23
@ Smily

Wieso ist die Größenordnung für eine Private Equity Gesellschaft wichtig?

Ich vertrete mehr die Grundsätze:

Der schnelle frißt den langsamen.
Ertrag vor Größe.

Die AdCapital AG soll lieber der Porsche und nicht der Daimler-Chrysler im Bereich der Private Equity werden.

Gruß Substanzsucher
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01.11.00 17:14:46
@Agio (und andere die sich mit Bilanzen auskennen)

Das ist die aktuelle Bilanz aus dem HJ-Bericht 2000
Da sehe ich nicht den Punkt "anteile an verbundenen Unternehmen" ???
Meinst Du wirklich es ist in den 53 Mio Sachanlagen ????

AKTIVA in Mio €

Anlagevermögen 122

Immaterielle Vermögensgegenstände 49
Sachanlagen 53
Finanzanlagen 20

Umlaufvermögen 386

Vorräte 54
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 90
Wertpapiere und flüssige Mittel 242
Rechnungsabgrenzungsposten 3


Bilanzsumme 510
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01.11.00 19:32:22
@ goldjunge2000

Du möchtest eine ehrliche Antwort: Durch meine WO-Boardarbeit zur AdCapital Aktie bin ich dem Herausgeber der Share-Infos, Christoph Schäfers, aufgefallen. Er hat mich angesprochen, ob ich Interesse hätte als Gastautor für die Share-Infos eine Analyse zu erstellen. Da mich die Aufgabe reizte, habe ich, ohne zu wissen was für eine Arbeit dahintersteckt, sofort zugesagt. Es war also im weitesten Sinne eine Auftragsarbeit.

Wie Du schreibst, werden Analysten verzweifelt gesucht und deshalb gibt es für die Werte der zweiten und dritten Reihe fast keine Reseachkapazitäten.
Wir können alle froh sein, daß es noch Personen wie Christoph Schäfers gibt, die sich dieser Firmen annehmen. Wie ich schon in der Analyse geschrieben habe, finden die echten Stories nämlich nicht im Neuen-Markt, sondern bei den Nebenwerten statt.
Neben den Share-Infos möchte ich auch noch auf das Portal der GSC-Research verweisen. Auch dort wird eine hervorragende Arbeit im Bereich Nebenwerte geleistet.
Ich stelle einmal die Links ein.

http://www.share-infos.de/
http://www.gscresearch.de/

Zu meiner Schande muß ich gestehen, daß ich es mit meinen 40 Jahren noch nicht geschafft habe, nach Berlin zu kommen. Mit Frau Schroiff ist die IR-Abteilung seit 1. Oktober hervorragend besetzt, so daß die AdCapital AG auf einen Amateure, wie mich nicht angewiesen ist.

Gruß Substanzsucher
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01.11.00 19:39:48
@42

Anteile an verbundenen Unternehmen siehst Du nur im Anlagespiegel,
der die Sach-und Finanzanlagen aufklappt. Der Anlagespiegel wird
meistens nur zum Ende des Geschäftsjahres erstellt und nicht bei
Zwischen = Kurzberichten. Für eine ausführliche Bilanzanalyse
ist immer der ausführliche Bericht über das vorangegangene
Geschäftsjahr heranzuziehen.

Gruß Agio
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02.11.00 16:41:20
@agio

O.K., glaube ich jetzt auch. Bleibt die Frage:
Was machen die mit den ganzen flüssigen Mitteln ?
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02.11.00 18:00:42
Hallo zusammen,

die Ankündigung für den engram IPO sollte so langsam erfolgen wenn er, wie angekündigt, noch in diesem Jahr erfolgen soll. Bei der engram AG (AdCapital mit 23,4 % beteiligt) laufen die Geschäfte außerordentlich gut. In einer im April erschienen Pressemitteilung war noch von 41 Mitarbeitern die Rede. Heute schreiben sie von 51 Beschäftigten und auf der home-page sind noch jede Menge offene Stellen ausgeschrieben.
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Bremen, 30. Oktober 2000

engram AG präsentiert VideoExpert for Web
auf dem European Banking Congress 2000
(Halle 5 Stand C45)

Die engram AG präsentiert auf dem diesjährigen European Banking Congress 2000 in Frankfurt erstmals ihre Videokonferenz-Software "VideoExpert for Web", die Bank- und Anlageberatern die direkte und individuelle Kundenberatung ermöglicht. Mit dieser Videokonferenz-Anwendung können zwei Personen elektronische Dokumente an unterschiedlichen Standorten "live" bearbeiten und sich dabei über eine Kamera gegenseitig sehen. Der "VideoExpert for Web" erweitert damit die klassischen Organisations- und Vertriebsstrategien zu ganzheitlichen elektronischen Kommunikations-Systemen (e-Communication). Geschäftsprozesse, Dialoge und letztendlich alle Kundenbeziehungen können damit selbst über große Distanzen hinweg persönlich, effizient und damit erfolgreich gestaltet werden. Die engram AG bietet Schlüsseltechnologien für die direkte, visuelle Kommunikation im e-Business. Die Kommunikationssysteme der engram AG verschmelzen Internet, SB-Terminals, Call-Center- und Videokonferenzing-Systeme mit hoher Kompatibiltiät zu einer leistungsfähigen Verbundlösung für professionelle Online-Beratung und -Marketing und damit zu ganzheitlichen electronic-Commerce- Systemen. In Bremen ansässig, beschäftigt die engram AG derzeit 51 Mitarbeiter.
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Gruß Substanzsucher
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02.11.00 20:43:18
@ 42 bzw. alle

Eine "ruhige Hand" bei Beteiligungskäufen ist besser, als hektisches hin und herjonglieren.
Kaufgelegenheiten suchen - nicht erzwingen heißt die "hohe Kunst" des Investments!

Gruß Agio
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02.11.00 21:07:00
Hallo!

@Subtanzsucher bzw. Alle

Kannst Du / Ihr eine Aussage zu dem Herren Günther Leibinger machen?
Mich als Aktionär würde schon interessieren ob und wie Herr Leibinger in der Vergangenheit als Investor in Erscheinung getreten ist.
Ich hoffe das Du / Ihr etwas posten kannst / könnt bzw.mir einen Tip geben kannst / könnt für eigene Recherchen.
Vielen Dank für die Antwort voraus.

Gruß von einem Alfisti!
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02.11.00 21:30:32
Herr Günther Leibinger ist u.a. bei der Maschinenfabrik B. Hermle engagiert. Der verzweigte Familienclan Leibinger ist darüberhinaus in vielen anderen Firmen als Mehrheitaktionär oder im Management tätig, so u.a. bei der Ditziger Maschinenperle TRUMPF. Geschäftsführer ist hier ein gewisser Prof. Dr. Berthold Leibinger, der u.a. auch Vorsitzender des Aufsichtsrats der BASF ist. Das sind jedenfalls andere Kaliber als die Micky Maus-Vereine am Neuen Markt.

Grüße

Peer Share
www.share-infos.de
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02.11.00 21:46:31
Hallo zusammen,

was der Gunther Leibinger anfaßt wird zu Gold. Ich stelle mal eine alte Meldung vom Januar ein.
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Gosheim, 20. Januar 2000 - Die Maschinenfabrik Berthold Hermle AG hat den Konzernumsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr 1999 nach ersten vorläufigen Berechnungen um etwa 28% auf rund 118 Mio Euro erhöht. Der Vorjahreswert belief sich bereinigt um die Ende 1998 veräußerte PTM GmbH, Mahlstetten, auf rund 92 Mio Euro. Beim Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, das 1998 im Konzern 19,1 Mio Euro betragen hatte, wird ein stärkerer Zuwachs erwartet, so dass sich die Brutto-Umsatzrendite weiter erhöht. Damit konnte Hermle die erfolgreiche Geschäftsentwicklung auch 1999 fortsetzen. In den vergangenen fünf Jahren hat sich der Umsatz des Werkzeugmaschinenspezialisten mehr als verdreifacht, das Vorsteuerergebnis wurde seit 1995 im Jahresdurchschnitt jeweils verdoppelt.
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Der Chart von Hermle sieht auch nicht schlecht aus.



Gruß Substanzsucher
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02.11.00 22:38:21
der mehrjahreschart sieht für einen maschinenbauer super aus. ein delisting hat es bei hermle auch noch nicht gegeben.

Toggepi
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02.11.00 23:04:05
Halllo!

@Peer Share

Dank für das Posting. Da Du dich sehr rahr machst hier Bei WO habe ich nicht damit gerechnet gerade von Dir einen Beitrag zu den
Fragen eingestellt zu bekommen. Das lesen Deiner Page ist zu einer Gewohnheit von mir geworden, weiterhin viel Erfolg bei Deiner Arbeit!

@Substanzsucher

Bei der vielen Arbeit die Du hast bedanke ich mich auch bei Dir für die prompte Beantwortung. Die Beiträge von Dir lese ich mit großer
Aufmerksamkeit, da mir als Kleinstaktionär noch so manches nicht geläufig ist.
Der Chart von Hermle sieht wirklich gut aus, grübel.

Gruß von einem Alfisti!
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03.11.00 08:38:08
Hallo zusammen,

wenn ich einen Blick auf den Chart der Vorzüge werfe habe ich das Gefühl, daß die Konsolidierung dem Ende zugeht. Die 200-Tagelinie hat gehalten und der Kurs greift wieder die 38-Tageline an. Bin zwar kein Chartexperte aber für meinen laienhaften Blick sieht der Chart doch ziemlich gut aus.



Gruß Substanzsucher
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04.11.00 10:45:27
@substanzsucher

Ich glaub eim Moment nicht an einen starken Kursanstieg bei Adcapital und auch den VC - Gesellschaften wie BMP/TFG/Knorr/VMR etc. !

Dies wird erst besser, wenn der Neue Markt und damit auch neue IPO`s
besser bei den Aktionären ankommen.

Im Moment sind die Marktteilnehmer skeptisch, warum soll in einer solchen Situation eine Adcapital einen Kurssprung machen ?

Außerdem wird Liquidität von Aktie Gelb vom Markt abgezogen.

DerMaurer
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04.11.00 21:41:31
@Der Maurer

Die AdCapital AG führt noch ein Eigenleben und ist deshalb mit den von Dir genannten Gesellschaften schwer zu vergleichen. Für viele Investoren ist die AdCapital immer noch ein weißes Blatt. Seit dem Umbruch im Dezember 1999 wurde so gut wie nichts im Bereich IR getan. So wie ich die Sache beurteile, hatten die Verantwortlichen mit der Neuausrichtung genügend zu tun. Bis Oktober war nicht einmal die Stelle der Öffentlichkeitsarbeit besetzt. Es gab so gut wie keine Pressemitteilungen und von Analystenkonferenzen und Road-Shows reden wir schon gar nicht. Selbst die Einbringung der IQENA in die Kabel New Media (Beteiligungswert ca. 20 Mio. DM) wurde bis heute noch nicht gemeldet.

Es gibt nun begründete Hoffnungen, daß die Zeiten der „no news“ endgültig vorbei sind. Mit Frau Schroiff wurde ein Profi, als Leiter Öffentlichkeitsarbeit, eingestellt und für die nächsten Wochen sind die ersten Akquisitionen avisiert.

BMP/TFG/Knorr/VMR etc. sind doch allseits bekannt. Kein Musterdepot in dem nicht mindestens einer dieser Werte vertreten ist. Seit bestehen dieser Firmen wird ein Großteil ihres Tuns in die Öffentlichkeitsarbeit gesteckt. Mit Gewinnprognosen für die nächsten fünf Jahre wird geworben ( wobei ich bis heute noch nicht kapiert habe, wie man Gewinnprognosen für VC-Gesellschaften berechnen kann) und jede neue Minibeteiligung wird als großer Deal gefeiert. Der Markt ist, begründet durch das schlecht High Tech Umfeld, vorsichtiger geworden und hat dashalb die Bewertungen etwas zurückgenommen.
Vergleiche mal die Börsenbewertung dieser Firmen mit dem Börsenwert ihrer börsennotierten Beteiligungen. Du wirst ein rissiges Loch entdecken. Ob dieses Loch wirklich mit den nicht notierten Beteiligungen aufgefüllt werden kann möchte ich bei einzelnen Gesellschaften anzweifeln.

Die Börse reagiert nicht rational und bewertet das Charisma eines Vostandes oft höher als Substanz. Wenn ich sehe, wie am Neuen Markt momentan die Vorstände (besonders Finanzvorstände) ausgewechselt werden ist mir eine AG mit viel Substanz lieber, als eine AG deren Börsenwert zu einem gewissen Teil durch das Charisma eines Vorstandes abgesichert ist.

Wenn die AdCapital AG mit der Öffentlichkeitsarbeit richtig anfängt, wird sich die Bewertung dem inneren Wert kurz/mittel/langfristig annähern.

Gruß Substanzsucher
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05.11.00 12:27:58
Wer auf Substanz setzt ist mit der ADCapital bestenz beraten. Auf dauer duldet die Börse keine Unterbewertung und wird sie
Ausgleichen. Eindeutiger als bei der ADC kann eine Unterbewertung kaum sein. Details hat Substanzsucher ja mehr als gut
recherchiert.
Ein Wert der ebenfalls im Venture Capitalbereich vertreten ist und auch den Vorteil bietet in noch kaum einem Musterdepot
vertreten zu sein, ist die Valora Effekten AG. Schuldenfrei, ein seit 3 Jahren stetiges Gewinnwachstum von über 200% und
ein KGV in 2000 von ca. 5. Im Gegensatz zu einigen anderen VC firmen beweisen die seit Jahren das sie Geld verdienen
können. Die geringe Marktkap. dürfte bald der Vergangenheit angehören. 11 Monatszahlen kommen in der zweiten
Dezemberwoche und werden laut Hr. Helfenstein in den Erwartungen liegen. Ich denke über. Bei einer Kursverdoppelung die
wohl nicht mehr alzulange auf sich warten lassen wird, dürften dann auch Analysten und Fonds Interesse an Valora finden.
Eine vollständige Analyse findet Ihr unter:

http://www.dieAnalysten.de/Empfehlungen/Valora/valora.html

Zudem sollte die Steuerreform im nächsten Jahr Wind in in die Ganze VC Branche bringen. Ich werde mit ADCapital und
Valora Effekten dabei sein.

Gruß kA
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05.11.00 20:17:25
@kleines A.

habe mir die Valora mal genau angeschaut. Du hast recht, ein hochinteressanter Wert. Habe die Valora auf meine watch Liste gesetzt.

@alle

die Meldung über die gehaltenen Kabel New Media Aktien ist etwas untergegangen. Das mail von Frau Schroiff war die erste offizielle Bestätigung über die gehaltenen KNM Aktien. Der Deal mit der IQENA-Einbringung ist schon Monate her und nun diese Bestätigung.
In den Kabel New Media Threads wird momentan viel über einen Aufkäufer diskutiert. Immer zum Börsenschluß würden große Order im Bereich von 3000 bis 5000 abgewickelt werden. Vielleicht steckt hinter den Käufen unsere AdCapital AG. Wenn ich 480.000 Kabel New Media Aktien besitzen würde und diese gemäß Vereinbarung nicht vor drei Jahren veräußern dürfte, würde ich mir bei den derzeitigen KNM-Kursen eine Aufstockung überlegen. Die Liquidität ist ja vorhanden.

Gruß Substanzsucher
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05.11.00 20:56:33
An substanzsucher:
Glaub ich nicht. ADCAPITAL hat besseres zu tun, als sich NM-Werte zu Marktpreisen zu besorgen. Da geht die Gesellschaft schon etwas professioneller vor.

Grüße

Peer
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05.11.00 23:54:49
Hallo Peer,

Du hast natürlich vollkommen recht wenn Du schreibst: Die AdCapital AG hat besseres zu tun als NM-Werte zu Marktpreisen einzusammeln.

Der Kabel New Media AG gehört zu den bekannteren Werten im Neuen-Markt und ich bin schon der Meinung, daß eine gewisse Beteiligungsgröße an solch einem renommierten Unternehmen nützlich für das Image der AdCapital AG sein kann.
Wenn heute die Schaltbau AG eine schlechte Nachricht meldet hat das sofort Auswirkung auf die Aktien der AdCapital AG obwohl die Schaltbau AG seit ende 1999 nur noch eine strategisch, unbedeutende Beteiligung ist. Daß die AdCapital AG ein ebenso hoch bewertetes Paket an der Kabel New Media hält ist nicht bekannt. Bis die euromicron AG den Stellenwert erhält den sie verdient, ist die KNM Beteiligung der interessanteste Wert im Portfolio der AdCapital AG.
Die Gewissheit, neben den Firmengründern der größte Aktionär an der KNM zu sein, wäre mir schon die Investition von 10 Mio. DM aus der vorhandenen Liquidität wert.
Die KNM-Aktie zählt sicherlich nicht zu den preiswerteren Papieren am Neuen-Markt und doch traue ich der Aktie noch ein gewisses Kurspotential zu.

Gruß Substanzsucher
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07.11.00 07:49:09
@substanzsucher

der besitz von 700.000 kabel new media aktien würde auch nicht sensationeller klingen als die vorhandenen 480.000 kabel new media aktien. wichtig wäre es allerdings, daß die 480.000 stück endlich einmal via pressemeldung der öffentlichkeit vermittelt werden. was nützen einer börsennotierten private equity gesellschafft die tollsten beteiligungen, wenn die gehaltenen beteiligungen niemand kennt!


Toggepi
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08.11.00 22:28:17
Hallo zusammen,

ich ziehe nur mal kurz den neuen Thread nach oben.

Gruß Substanzsucher
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12.11.00 10:39:35
Hi!

@Substanzsucher

Schau dir mal die 350201 an!

Der wertlose Verfall der OS auf Adcapital nimmt die cum Anleihe ziemlich mit. Im Gegensatz zur 350202 ex Anleihe.

Spinnen die Leute? Ohne OS zahlen Sie 100% für die Anleihe (kaum Umsätze) und mit OS nur 97 %. Das macht 11% Rendite!

Zweifeln die Jungs etwa an der Solvenz von ADCAPITAL?

s0
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12.11.00 22:50:12
Hallo s0,

zwischenzeitlich kann man davon ausgehen, daß die Scheine wertlos verfallen werden. Unter diesem Gesichtspunkt müßten eigentlich beide Anleihen den gleichen Kurs haben. Die Rendite von 11 %(habs nicht nachgerechnet) sollte man eigentlich mitnehmen.

Gruß Substanzsucher
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13.11.00 21:12:32
Sehe ich genauso!

Irgendwie spinnen die Römer!

;)

Adcapital und wenig in der Kasse um Schulden zu tilgen. Ha, das ich nicht lache.
Avatar
13.11.00 21:29:10
Auf der letzten HV wurde der sehr große Liquiditätsbestand von AdCapital bemängelt. Dies vor allem, weil eine kontinuierliche Anlagepolitik angekündigt wurde, die eine schnelle Verwendung aller verfügbaren Mittel nicht in Aussicht stellte.

Im Schluß heißt dies, daß die vorhandene Liquidität erst kontinuierlich eingesetzt wird. Der Umkehrschluß besagt allerdings, daß über einen längeren Zeitraum Liquidität zur Verfügung steht, die vermutlich festverzinslich angelegt wird. Hier hat ADCAPITAL momentan die Möglichkeit, eigene Anleihen zurückzuerwerben und einen entsprechenden a.o. Ertrag zu erzielen, denn neben der bereits kalkulierten Zinszahlung, die nun eingespart werden kann, kauft man eine Anleihe unter Nennwert zurück, die im nächsten Sommer zu Pari zurückzuzahlen wäre.

Durch diese Transaktion wird die Ertragslage positiv beeinflußt. Den Effekt darf man aber nicht überbewerten: Je 1 Mio Nennwert Anleihe kommen durch den Kurseffekt lediglich 20.000,- DM zusätzlich in die Kasse, ein Betrag, der in der ADCAPITAL-Ertragsrechnung untergeht und keine wesentliche Bedeutung hat. Der Zinseffekt dürfte sich weitgehend aufheben und falls hier ein positiver Effekt auftritt, so dürfte dieser ebenfalls von untergeordneter Größenordnung sein.

Aber wie heißt es so schön: Kleinvieh macht auch Mist!

Grüße

Peer Share
www.share-infos.de
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13.11.00 23:06:14
Hallo zusammen,


Am 20.11.00 um 19:00 IR-Chat mit Dr. Späth CEO der euromicron AG hier im WO-Chat.

Am 20. November werden auch die Zahlen zum dritten Quartal veröffentlicht.
Die Teilnahme am Live-Chat ist für mich die letzte Bestätigung, daß die Zahlen exzellent ausfallen werden. Vielleicht wird auch eine weiter Übernahme im Bereich Lichtwellenleiter und Glasfaserdatennetze bekanntgegeben.

Gruß Substanzsucher
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16.11.00 10:06:55
Hallo zusammen,

die lange Zeit des Wartens geht langsam dem Ende zu. Am Montag, dem 20. November meldet die euromicron AG Quartalszahlen die wiederum sehr positiv ausfallen werden. Euromicron Vorstand Dr. Späth wird danach um 19.00 Uhr im WO-Live Chat uns Aktionären, Rede und Antwort geben. Vielleicht werden schon vorab am morgigen Freitag die ersten Zahlen veröffentlicht. Wer den Gedanken trägt eine Position bei der euromicron AG aufzubauen, sollte dies noch vor den Zahlen tun.

Spätestens am 30. November meldet dann die AdCapital AG selbst ihre Quartalszahlen. Wie schon angekündigt wird eine weiter Ergebniszunahme vermeldet werden.

Ebenfalls am 30. November werden die Optionsscheine (leider) verfallen. Es gab Zeiten in denen man den Eindruck hatte, daß der Kurs bewußt nicht über den Basiswert steigen durfte. In den letzten Wochen hatte ich zwar nicht mehr diesen Eindruck, aufgrund des extrem schlechten Umfeldes war eine Deckelung jedoch auch nicht Notwendig. Wenn der Schein ein Hinderungsgrund für einen schnelleren Anstieg der AdCapital Aktien war, so ist ab dem 1. Dezember der Weg nach oben frei.

Eine Frage an die Experten. Wenn ein Optionsschein wertlos verfällt (innerhalb 12 Monaten), sind dies Spekulationsverluste oder muß ein Verlust durch Verkauf realisiert werden?

Gruß Substanzsucher

P.S.: Es gibt im Moment leider sehr wenig zu diskutieren. Das wird sich ab dem 20. November hoffentlich wieder ändern. Wenig Diskussion bei stagnierenden Kursen ist mir jedoch viel lieber, als bei stark einbrechenden Kursen eine lebhafte Diskussion.
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16.11.00 10:25:57
Hi Substanzsucher,

in dem Fall, daß die Optionsscheine wertlos verfallen, mangele es an dem für ein
Spekulationsgeschäft charakteristischen Tatbestand der Veräußerung. So das
Finanzgericht Düsseldorf in einem Urteil vom 21.10.1969. Aus diesem Grund ent-
stehe bei wertlosem Verfall des Optionsscheines - unabhängig von der vorherigen
Haltedauer - kein Spekulationsverlust.

Grüße,

der_geringste.
Avatar
16.11.00 19:11:48
Hallo zusammen,

bei einer Anteilsquote von 74,9% die AdCapital an euromicron
hält habe ich mich heute für die "sichere Variante"
entschieden und meine AdCapital Anteile um 25%
aufgestockt.


Gruß Agio
Avatar
16.11.00 20:24:12
@ Substanzsucher:

Zu Deiner Aussage "Wer den Gedanken trägt eine Position bei der euromicron AG aufzubauen, sollte dies noch vor den Zahlen tun. "
kann ich nur sagen: Völlig falsch ! Abgesehen davon, daß es im Moment sowieso kaum steigende Aktien gibt, kann man schon
seit einiger Zeit das Phänomen beobachten, daß die Kurse von Unternehmen, die gute Zahlen gemeldet haben, anschließend
"ordentlich" sinken (-> sell on good news).
Avatar
16.11.00 21:36:16
Hallo kleiner Prinz

Die euromicron Aktie hat in den letzten Monaten immer positive auf gute Nachrichten reagiert. Das Dilemma war eigentlich nur, daß der Aufstieg nicht nachhaltig war und der Kurs relative zügig wieder nach unten ging.
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Ich stelle mal die Halbjahreszahlen vom August ein.

euromicron AG: Ergebnisplus im ersten Halbjahr für Restrukturierung verwendet

Die euromicron AG hat im ersten Halbjahr 2000 den Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von
119 Millionen DM um 42 % auf 169 Millionen DM gesteigert. Das operative Ergebnis ohne Berücksichtigung von Sondereinflüssen konnte sogar um über 90 % auf 14,5 Millionen DM erhöht werden. Die angekündigten
ergebnisbelastenden Restrukturierungen sind einmaliger Natur und können aus eigener Kraft finanziert werden.

Im Zuge des euromicron-Zukunftsprogramms wurden strategische Investitionen in Höhe von rund 9 Millionen DM getätigt. Das ausgewiesene Ergebnis vor Ertragssteuern (EBT) beläuft sich somit auf 5,5 Millionen DM (1999: 7,5 Millionen DM).
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Aus einem Umsatz von 169 Mio. DM wurden 14,5 Mio. DM operative erarbeitet. Hochgerechnet auf das dritte Quartal ergibt dies ein operatives Ergebnis von über 20 Mio. DM. Das EBT wird ohne zusätzliche Restrukturierungskosten stark ansteigen.

Ich bin stark am überlegen ob ich nicht eine Tradingposition über das Wochenende eingehen soll. Drei Euro sind immer drin!
Bei den Aktien, die aufgrund guter Nachrichten nachgeben, sind jede Menge Zocker drin. Bei der euromicron AG habe ich bis jetzt noch keinen Zocker/Trader festgestellt.

Gruß Substanzsucher
Avatar
20.11.00 11:47:32
Hallo!

Am 20.11.2000, um 19:00 Uhr, im IR Chat bei W O der CEO von Euromicron Herr Späth!

Gruß von einem Alfisti!
Avatar
20.11.00 19:11:58
Nur eine subjektive Einschätzung:
Es scheinen sehr viele starke Hände diese Aktie zu halten, die schwachen Hände scheinen jetzt wieder drausen zu sein.
Es gibt offenbar kaum noch Abgabedruck, dafür eine zwar niedrige, aber beständige Nachfrage.
Es ist vielleicht an der Zeit übers nachkaufen nochmals nachzudenken!
Avatar
20.11.00 21:21:29
Hallo zusammen,

die Quartalszahlen der euromicron AG waren über den Erwartungen. Der Kurs hat trotzdem nachgegeben.
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20.11.2000
euromicron übertrifft Planzahlen
Ad hoc

Die euromicron AG (WKN 566000), Frankfurt/M., international tätiger Anbieter in den Bereichen Lichtwellenleiter und Energiemanagement hat in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2000 ihre erfolgreiche Entwicklung fortgesetzt. Insbesondere konnte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 29,4 % auf DM 241,5 Mio. DM (Vj.: 186,6) gesteigert werden. Das operative Ergebnis von 22,2 Mio. DM liegt mit einem Zuwachs von 80,5 % über dem Wachstum in 1999.

Diese positive, operative Entwicklung ermöglicht es, sowohl die Belastungen aus der laufenden Restrukturierung als auch die Investitionen für die strategische Neuausrichtung der AG zu verarbeiten. Auf das EBIT per 30.09.00 wirken sich die Belastungen mit einer Reduzierung von minus 8,9 % auf 15,4 Mio. DM (Vj.: 16,9) aus. Das konsolidierte Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) betrug nach US-GAAP 10,7 Mio. DM (Vj.: 12,3). Das Ergebnis je Aktie stellte sich entsprechend auf 0,87 DM (Vj.: 1,10 DM).

Sämtliche Sondereffekte aus den Restrukturierungsmaßnahmen sind nach Angaben des Vorstandes der euromicron AG einmaliger Natur und werden zum Erfolg im Rahmen des Abverkaufs der Energiemanagementgesellschaften und der Beteili- gungen beitragen.

Hierfür würde das operative Jahresergebnis 2000 eingesetzt, um dann im kommenden Geschäftsjahr die aggressive Wachstumsstrategie im Bereich Lichtwellenleitertechnik auf die drei Business Units "Komponenten und Konfektionierung", "Projektgeschäft" sowie "Handel und Dienstleistungen" frei von Sondereffekten vorantreiben zu können.

Durch die Wandlung der euromicron AG von einer breitgefächerten Industrieholding zu einem zukunftsorientierten Technologiekonzern werden insbesondere die Kunden und Aktionäre der euromicron AG nachhaltig profitieren.
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Gruß Substanzsucher
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20.11.00 23:31:47
@kleiner Prinz,

Du hattest recht. Die euromicron Zahlen waren sehr gut und der Kurs ist gefallen. Zum Glück bin ich keine Trading- Position eingegangen.

@Jungzauberer

wenn ich sehe was derzeit an der Börse so läuft, frage ich mich schon, wie lange der AdCapital Kurs auf diesem Niveau verharren kann. Je tiefer die allgemeinen Kurse fallen, desto mehr sind die Marktteilnehmer geneigt, Aktien die noch auf einem relativ hohen Niveau stehen zu verkaufen, um vermeintliche Sonderangebote einzukaufen. Wir können alle nur hoffen, daß der generelle Abschwung endlich zur Ruhe kommt.

Gruß Substanzsucher
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21.11.00 19:47:43
@Substanzsucher

Ich frag mich immer wieder, wie Du neben dem Job die Zeit findest, Deine Lieblingsaktie samt Umfeld zu umwerben.Ich schaffe es gerade mal bei dem knappen Dutzend Aktien, die mich interessieren, auf dem laufenden zu bleiben.
Eine "starke Hand" würde wohl die günstigen Kurse zum nachkaufen nutzen. Für mich ist eine "starke Hand" ein Marktteilnbehmer, der auf Grund eignerer Recherchen und eigener Überlegungen Wertpapiere kauft. Ein altmodischer Spekulant oder Investor eben, der das kauft was ihm gefällt, dabei immer Liquiditätsreserven hat die er auch einsetzen kann.
Mir fehlen gerade die Liquiditätsreserven (hab mir ein Ölgemälde gekauft, is auch ne schöne Geldanlage), im übrigen sehe ich die Sache so. Die Ad C bringt es derzeit auf eine Marktkapitalisierung deutlich unter 500 Mio. DM, Die Cash- Reserven betragen etwa 400 Mio. DM, das Eigenkapital liegt bei etwa 750 Mio. DM, man bekommt für eine Mark die man in Ad C Aktien steckt, mehr als 1,50 DM Eigenkapital. Im Grunde könnten die all jene Aktien kaufen, die mich sonst noch so interessieren, für die aber nicht genug Geld übrig ist.
Vielleicht gar nicht mal eine so schlechte Idee, die Ad C könnte einen Teil Ihrer Cash- Reserven dazu nutzen, um einen Basquet (wird irgendwie so ähnlich geschrieben) renditestarker Nebenwerte zusammenzustellen. Das könnte sie auch für Fonds attraktiver machen, denen sind ja Nebenwerte zu wenig Liquide, und denen fehlen die Research- und Ananlysekapazitäten für solche Aktien.

Vielleicht habt Ihr hier im Board auch noch so ein paar Ideen, welche Aktien/ komplette Firmen würded Ihr kaufen, wenn man Euch 200 Mio. Euro anvertrauen würde?
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21.11.00 21:38:18
Zum OS: Es war klar, dass die Hauptaktionaere versuchen werden, die Ausuebung der OS zu verhindern. Mir war aber ueberhaupt nicht klar, wie sie das bei den bekannten Fakten schaffen wollen. Nun, jetzt scheint klar, dass sie es geschafft haben. Hat mich zwar ein paar Groschen gekostet ... aber Respekt, die Leute hinter AdCapital verstehen etwas von ihrem Job. Waren eben eine Nummer zu gross fuer mich ;) Die Aktie wird IMHO ab Dezember anziehen.

Tschoe, Istanbul.

PS: Obwohl ich nicht mehr bei AdCapital drinstecke und es auch nicht mehr vorhabe einzusteigen, lese ich doch immer wieder gerne diesen Thread. Danke an Substanzsucher, aber auch an die anderen.
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21.11.00 22:59:42
@Jungzauberer und Istanbul,

darf/muß mich bis Freitag im Ausland rumtreiben. Werde mir mal in Ruhe überlegen, was ich mit 200 Mio. € so alles kaufen würde.

Gruß Substanzsucher
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22.11.00 11:16:39
Heute im Platow zum Thema Venture Capital:
Mit Neuemissionen lässt sich durchaus noch Geld verdienen
s Der Markt für Venture Capital in Deutschland ist in den letzten Jahren erst so richtig in Fahrt gekommen. Er soll sich bis 2005 nochmals um 400% vergrößern. Das verlockende für den Anleger: Die Renditen der VC-Unternehmen errei-chen
im Durchschnitt über 30%. Neben etablierten VC-Gesell-schaften drängen nun auch die Töchter der Old Economy
auf den Markt. Um sich ein Stück vom ertragreichen Kuchen abzuschneiden, gründen sie eigene VC-Unternehmen. Dabei sind die cleveren Fondsmanager der VC-Gesellschaften schon jetzt auf der Suche nach der nächsten Boom-branche, die die ausgelutschten Bereiche Internet und Biotechnologie ablöst. Über den Erfolg oder auch Misserfolg entscheidet stets ein ausgewogenes Beteiligungsportfolio. Neben Highflyern, die Renditen von über 1000% bringen, gibt es auch Totalaus-fälle. Der Verkauf der Beteiligungen über die Börse bringt dabei den Renditekick. Die Steuerreform, wonach ab 2002 Beteiligungsverkäufe steuerfrei sind, sorgt für zusätzliches Wachstum. Außer den konsortialführenden
Banken verdienen sich meist auch die Alteigentümer bei Neuemissionen eine goldene Nase.
Die einfachste Art, an diesem Geldsegen zu partizipieren, ist der Kauf einer börsennotierten VC-Aktie. Zwar mussten
auch diese bei der jüngsten Technologiebaisse bluten, schneiden im Jahresvergleich jedoch weit besser ab als der
Nemax. Ein Wichtiges Auswahlkriterium sind die bereits erfolgten Börsengänge.
Die im Smax notierte TFG erhöhte ihre Prognosen und die letzten IPO‘s waren trotz schwächelnder Börsen durch-aus
erfolgreich. Ein Einstieg zum jetzigen Zeitpunkt scheint lohnenswert. Die Berliner BMP AG dagegen wurde zuletzt
auf Grund schlechter 9-Monatszahlen abgestraft. Ein Engagement drängt sich hier nicht auf.
Gold-Zack konnte trotz Beteiligung der Lampe Bank, eines guten Zahlenwerkes und sogar der Mitgliedschaft im
MDax kursmäßig nicht überzeugen. Zu sehr zehren misslungene Börsengänge am Image der Gesellschaft.
Knorr Capital Management und ebenso VMR schafften es, sich nach ihrem eigenen IPO vom Gold-Zack-Konzern
loszulösen. Beide sehen in ihrer beabsichtigten Fusion erhebliches Wachstumspotenzial.
3i, die größte in Deutschland tätige VC-Gesellschaft, ist zugleich die unbekannteste. Dabei landete die Gesell-schaft,
die ihren Hauptsitz in Großbritannien hat, erst jüngst mit der Übernahme der Technologie Holding einen großen
Coup. Zurzeit befinden sich in ihrem Beteiligungsportfolio weit mehr als 1 000 Unternehmen. Der Wert ihrer Beteili-gungen
hat sich seit 1996 mehr als verdoppelt. Die Aktie ist in unseren Augen ein solides langfristiges Basisinvestment.

Andere handeln:

InternetMediaHouse.com AG kooperiert mit VTC Partners Strategische Partnerschaft beschlossen: Einstieg über Barkapitalerhöhung, VTC Partners übernimmt zwei Vorstandsmandate Meldung der Neun-Monatszahlen: Umsatzsprung um 221 Prozent im Vorjahresvergleich Grünwald, 21.11.2000 Strategische Partnerschaft beschlossen Die Beteiligungsgesellschaft VTC Partners (München) und die InternetMediaHouse.com AG (Grünwald) sind eine strategische Partnerschaft eingegangen. VTC Partners steigt über eine Barkapitalerhöhung von 10% des Grundkapitals bei der InternetMediaHouse.com AG ein. Gleichzeitig sind Richard G. Ramsauer und Jürgen Max Leuze, beide Managing Directors bei VTC Partners, in den Vorstand der InternetMediaHouse.com AG gewechselt. Der bisherige Alleinvorstand Andreas Werb scheidet aus dem Vorstand aus. Neuer Vorsitzender des Aufsichtsrats wird Dr. Thomas Robl, ebenfalls Managing Director und Partner von VTC Partners, der für Dr. Wolfgang Kühn in den Aufsichtsrat wechselt. "Unser gemeinsames Ziel wird sein, das Potenzial der InternetMediaHouse.com AG als börsennotierte Beteiligungsgesellschaft voll auszu-schöpfen", erklärten die neuen Vorstände. "Wir werden im nächsten Quartal das Portfolio konsolidieren und bereinigen sowie gleichzeitig unsere bestehenden zukunftsträchtigen Beteiligungen weiterentwickeln. Damit ist im nächsten Schritt die Voraussetzung für einen Ausbau des Portfolios geschaffen." "Es gelte nun," so ergänzte der designierte Vorsitzende des Aufsichtsrats, Dr. Thomas Robl, "das Vertrauen der Öffentlichkeit in die IMH durch harte und konsequente Arbeit wieder zu stärken." Mittelfristig sollen sämtliche Aktivitäten der VTC Partners in die InternetMediaHouse.com AG überführt werden, das bestehende Beteiligungsportfolio sei hierfür eine hervorragende Basis.

Was tut sich bei AdCapital ??
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22.11.00 12:57:49
Ich hoffe, dass AdCapital weiterhin etwas abwartet. Mit jedem Tag, den sie in letzter Zeit abwarteten, wurden die potentiellen Uebernahmen ein paar Prozent billiger.

IMH ist ein gutes Beispiel, wie man es nicht machen sollte.

Tschoe, Istanbul.

PS: AdCapital ist einer meiner persoenlichen Indikatoren fuer eine Trendwende an den Technologiemaerkten. Wenn sie eine fuer mich nachvollziehbare Beteiligung eingehen, heisst das, dass es wieder Kaufkurse gibt.
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23.11.00 18:59:09
Die Vorzüge haben heute ganz schön gelitten (-5%). Euromicron werden von Börso Online auf verkaufen gesetzt. Die Stimmung für die Ad Capital ist momentan nicht gerade zu. Gerade beim derzeitigen Börsenumfeld bieten sich günstige Gelegenheiten zum investieren. Schläft Ad capital ?
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24.11.00 08:20:54
Frankfurter Börsenbriefe von heute:
Was passiert hinter den Kulissen von AdCapital (521 450)? Bei der früheren Berliner Elektro scheint eine große Kauforder bei 12 EUR im Markt zu liegen. Wer dahinter steht, ist auch dem Unternehmen selbst nicht bekannt. Vor einigen Wochen hat der Gründer Manfred Bernau seinen Anteil an G. Leibinger abgegeben, der daraufhin mit etwa 27,8 % beteiligt war. Sohn Maximilian Bernau hält immer noch ein Paket von 15 %. Bitte vergessen Sie nicht, daß die Berliner extrem unterbewertet sind. Der (übrigens zeitlich gut gelegene) Verkauf von BE Semiconductor spülte etwa 400 Mio. DM in die Kasse, was zusammen mit den übrigen Be-teiligungen
der Holding etwa 650 bis 700 Mio. DM an innerem Wert auf die Waage bringt. Dem steht eine Börsenkapitalisierung von lächerlichen 415 Mio. DM gegenüber. Fazit: Legen Sie Ihre Order knapp vor die Kauforder im Markt, also mit einem Limit von 12,05 bis 12,15 EUR. Kalkulieren Sie aber eine längere Lauf-zeit ein, da der Markt momentan sehr wenig Vertrauen in die Aktie hat.
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24.11.00 08:40:49
ich kaufte mir ADCAP Vz. Das scheint mir ein spitzenpapier für eine dezemberrally zu sein. im gegensatz zu sparta ist hier geld und sichtbare substanz vorhanden!

vielleicht werden andere spartabeobachter hier einsteigen!
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24.11.00 23:57:21
Hallo zusammen,
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Bremen, 24. November 2000
engram AG feiert Geburtstag

Die in Bremen ansässige engram AG, Anbieter von Schlüsseltechnologien für die direkte, visuelle Kommunikation
im e-Business, feiert heute ihr 10-jähriges Bestehen im Ambiente, Osterdeich 69 a, Bremen. Auf der Gästeliste befinden sich, neben Vertretern der regionalen Wirtschaft, wichtige Entscheider und Top Manager der New & Old Economy aus ganz Deutschland. 1990 entwickelte sich das Gründungsvorhaben der beiden Vorstände, Thomas Koch und Jens Wünderlich, im Rahmen einer gemeinsamen Diplomarbeit zum Thema "Elektronischer Prospekt für
Dachfenstersysteme". Vom Kleinstunternehmen im angemieteten Dachbodenzimmer in Fischerhude bis zum heutigen Systemhaus mit 70 Angestellten am Airport Bremen vollzog die engram AG innerhalb der letzten Dekade eine rasante Entwicklung. Die Kommunikationssysteme der engram AG verschmelzen Internet, SB-Terminals, Call-Center- und Videokonferenzing-Systeme mit hoher Kompatibilitiät zu einer leistungsfähigen Verbundlösung für
professionelle Online-Beratung und -Marketing und damit zu ganzheitlichen electronic-Commerce-Systemen.

Ansprechpartner:
Karin Denk
engram AG
Otto-Lilienthal-Str. 16
D-28199 Bremen
Phone: +49 [0] 4 21 5 57 09-32
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Die engram AG muß derzeit ein gewaltiges Wachstum erfahren. In einem Artikel vom Frühjahr war noch von 41 Mitarbeitern die Rede. Mittlerweile sind es schon 70 Mitarbeiter und auf der home-page sind noch jede Menge offene Stellen ausgeschrieben. Das IPO müßte eigentlich in den nächsten Wochen erfolgen. Bei diesem schlechten Umfeld wird man es sich nochmals genau überlegen, ob eine Verschiebung nicht sinnvoller ist als ein riskanter Börsengang. Sowohl die Plenum AG als größter Aktionär, als auch die AdCapital AG sind auf die Gelder des IPO Erlöses derzeit nicht angewiesen.

Gruß Substanzsucher
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25.11.00 22:23:57
So oder so - bis zum 30.November wird sich bei AdCapital wohl nicht mehr viel tun. Trotdem bleibt die Frage wer hat den Kurs über die letzten Wochen bei 12 € gestützt bzw. wer hat da eingesammelt ?????
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26.11.00 08:54:09
Die Taktik von Adcapital ist entweder heimlich schlau oder unheimlich blöd!
Das Rückkaufprogramm ist doch offensichtlich noch gar nicht richtig ausgeführt worden, denn die Adcapital könnte damit über 1,5 Jahre lang jeden Tag 5000 Stück Aktien kaufen. Mal sehen, ob darüber etwas im Quartalsbericht auftaucht. Andererseits wäre das Rückkaufprogramm kontraproduktiv gewesen, wenn dadurch der Kurs über das Ausübungsniveau der Optionsscheine gestiegen wäre, weil dadurch mehr Aktien auf den Markt gekommen wären, als man durch den Rückkauf vom Markt genommen hätte. Die Großaktionäre würden außerdem mit allen Mitteln eine Kapitalverwässerung vermeiden wollen, da sie ansonsten zur Sicherung ihrer HV-Mehrheit selbst nachschießen müßten. Außerdem wird bei weniger Aktien sehr viel an Dividende gespart. Hier rechne ich nämlich in 2001 mit einer Ausschüttung von 1 Euro/Aktie, da man die ausgefallene Dividende 2000 nachzahlen wird, quasi als BESI-Bonus. Immerhin knapp 10 % Rendite, wenn man auf ein Jahr rechnet. Zur Erinnerung: Im letzten Jahr ist der Kurs der damals noch Berliner Elektro von 11,20 Euro auf den am 02.12.99 erreichten Jahrestiefststand von 6,11 Euro gefallen, um dann bereits zwei Monate später wieder auf über 11 Euro zu stehen und im Jahresverlauf ein Top von 13,45 Euro zu erreichen. Ich rechne mit einer ähnlichen Entwicklung in den nächsten Monaten und sehe für Mai 2001 (nach der Dividendenbekanntmachung) für die Vorzüge einen Kurs von über 15 Euro. Was sagt ihr dazu?
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26.11.00 14:03:54
Dein Wort in Gottes Gehörgang!

;)
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26.11.00 15:39:11
@ börsendj

Wenn Du der Meinung bist, daß die AdCapital Aktien die Tiefstände von 1999 wiedersehen werden, dann mußt Du heute verkaufen.
Bevor Du verkaufst, würde ich allerdings die Situation der AdCapital von 1999 und heute vergleichen. Ende 1999 sah es um die Berliner Elektro doch trostlos aus. Vorstand Heibel wurde gegangen, die Entkonsolidierung der Schaltbau AG kostete Millionen, so daß im Abschluß rote Zahlen entstanden sind und mit einer Dividende für 1999 konnte nicht gerechnet werden. Zusätzlich waren die Besitzverhältnisse unklar und über die weitere Ausrichtung konnte man nur spekulieren. Von den BESI Millionen wußten wir auch noch nichts.

Heute können wir für 2000 mit einer dicken Dividende rechnen, die Gesellschaft hat Cash ohne Ende und mit den ersten Übernahmen wird wieder Bewegung in den Kurs kommen.

@ Jungzauberer

Peer Share hat in einem Posting mal geschrieben, daß die AdCapital AG besseres zu tun hat als börsennotierte Gesellschaften zu Marktpreisen zu erwerben. Dem stimme ich prinzipiell zu, doch gibt es manche Gesellschaften deren Marktpreis weit unterhalb dem inneren Wert steht und in so einem Fall hätte ich nichts gegen solche Investments einzuwenden.
In Deutschland gibt es Tausende von produzierenden Firmen bei denen die Nachfolgeregelungen nicht geklärt sind oder die Gesellschafter sich aus der Firma zurückziehen möchten. In solchen Fällen bietet es sich doch an, Anteile an unsere AdCapital AG zu veräußern.
In anderen Fällen kann notwendiges Wachstum nur mit größeren Investitionen erzeugt werden wobei für solche Investitionen keine Mittel vorhanden sind und bei den Banken aufgrund idiotischer Ranking Systemen die Konditionen nicht finanzierbar sind. Auch hier bietet sich eine Private Equity Gesellschaft an, die weniger auf die Rendite, sondern vielmehr auf die mittelfristige Wertsteigerung schaut.

Wenn die AdCapital AG genauso erfolgreich agiert wie ihr Hauptaktionär Günther Leibinger bei der Hermle AG, ist mir um die Zukunft nicht bange.

Gruß Substanzsucher
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26.11.00 16:41:44
@ Substanzsucher
Die Ad Capital als zeite Gesco? Na, ich weiss ja nicht. Klar gibt es tausende Mittelständler bei denen die Nachfolgesituation unklar ist und viele von denen verdienen gutes Geld. Aber das sind Self- Made- Unternehmen, die alten Patriarchen habe Sie aufgebaut und man braucht schon einen guten Geschäftsführer, um ein solche Unternehmen weiterhin erfolgreich zu führen. Wer diesen Kurs steuert bindet Management- Kapazitäten, die Ad C würde dann langfristig zu einem Sammelsurium unterschiedlichster Firmen verkommen. Wer einen solchen Kurs steuert sollte eine klare Strategie haben, sollte wissen welche Art Firmen man aufkaufen will (sympatisch wären mir Firmen im Bereich Elektro/ Elektronik, besonders Elektromotorenhersteller).

Ich hätte da ein paar andere Ideen. Hab mich letzten Sommer mal in Prag herumgetrieben, is schon interessant wo Durchschnittsverdienst und Durchschnittsmiete in dieser Stadt liegt. Früher oder später wird Tschechien genauso wie Polen und Ungarn der EU beitreten, Durchschnittseinkommen und Durchschnittsmiete werden deutlich streigen. Bin mittlerweile mit halben Herzen dabei mich nach einen Inmobilienfond umzuschauen, der ausschließlich in den Haupstädten der EU- Beitrittskandidaten investiert.
Ist zwar ein artfremdes Geschäft für die Ad C, es sollte sich jedoch langfrsitig als profitabel herausstellen.
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26.11.00 18:46:14
Jungzauberer,
"die Ad C würde dann langfristig zu einem Sammelsurium unterschiedlichster Firmen verkommen"

Das ist die AdCapital bereits.

Hoffen wir, daß es sich ändert, und die Firma eine für den Kapitalmarkt erkennbare Fokussierung erreicht. Erst dann wird der Marktwert sich dem Substanzwert annähern oder ihn sogar übersteigen.
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26.11.00 21:15:19
@ Jungzauberer

Schuster bleib bei deinen Leisten. Ein Engagement in einer artfremden Branche würde der Markt garantiert mit einem Abschlag bewerten, egal wie profitabel das Engagement auch wäre.
Der AdCapital AG sollte es gelingen im Laufe der Jahre eine erste Adresse im Bereich der Private Equity für Technologieunternehmen werden. Die range kann dabei vom Automobilzulieferer bis hin zum Internetdienstleister sein.

Ich habe beruflich sehr viel mit mittelständischen Unternehmen zu tun und traue mir deshalb zu, die Situation etwas einschätzen zu können. Vor kurzem ist mir folgender Fall begegnet.

Firma mit ca. 200 Mitarbeiter und ca. 50 Mio. DM Jahresumsatz bekommt einen sehr großen Auftrag, der das Unternehmen aus strategischer und wirtschaftlicher Sicht weit nach vorne bringen wird. Für den Auftrag entstehen erstmals Vorleistungen an Investitionen in Gebäude und Maschinen von ca. 10 Mio. DM. Erste Umsätze frühestens in 12 Monaten. Der Geschäftsführer geht zu drei Banken um über die Finanzierung der 10 Mio. DM zu verhandeln. Von den drei Banken boten ihm zwei kein Darlehen, sondern eine Beteiligung (Private Equity) an und die dritte Bank Konditionen die nicht tragbar waren.
Was hat er gemacht? Er hat sich eine Beteiligungsgesellschaft gesucht, die mit 25 % als Gesellschafter eingestiegen ist. Seine Aussage war: Die wollen keine Rendite, lassen mich in Ruhe arbeiten und wenn wir in ein paar Jahren die Börsenreife haben verfügt die Beteiligungsgesellschaft über das notwendige know how eines IPOs. Mit Banken werde ich in Zukunft nicht mehr verhandeln müssen.

Gruß Substanzsucher
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26.11.00 23:41:13
@ Substanzsucher
Du hast mich wohl total mißverstanden, natürlich ist die Situation bei Adcapital nicht mit der des letzten Jahres bei Berliner Elektro vergleichbar, wenn man die Fundamentalsituation betrachtet. Ich beziehe mich aber auf die zyklische, bzw. psychologische Situation und meine, man sollte bis zum 01.12. investiert sein. Danach rechne ich mit dem Anlauf des Rückkaufprogramms und mit einem Einstieg derer, die aufgrund des Quartalsberichts kaufen. Der Quartalsbericht ist immerhin der erste der neuen Leiterin für Unternehmenskommunikation, mit dem die Adcapital ihre Road-Shows bis zum Erscheinen des Jahresberichts im April 2001 bestreiten muß. Übrigens ist es erstaunlich, daß die Summe der Höchstkurse von Stamm- und Vorzugsaktie nach Anlauf des Rückkaufprogramm mit 28,85 Euro nur knapp unter den 29,18 Euro Ausübungspreis für die Optionsscheine lag. Es wäre nebenbei gesagt doch schlau gewesen, wenn man seine Aktien bei der Summe von 28,85 Euro verkauft hätte und z.B. für 2400 Aktien 100 Optionsscheine gekauft hätte. Der Totalverlust bei den Optionsscheinen wäre dann jetzt immer noch deutlich geringer als der Substanzverlust, wenn man die Aktien durchgehalten hätte. Jetzt wäre der Rückkauf für den Einzelanleger mit 2400 Stück kein Problem, sollten diese Taktik jedoch zuviele verfolgt haben, sind nicht genügend Stücke für den Rückkauf auf dem Markt. Hier könnte zusammen mit dem Firmenrückkaufprogramm eine explosive Mischung entstehen. Bernau sen. wird nicht unter 16 Euro ausgestiegen sein, denn schon im letzten Jahr wurde von dort mitgeteilt, daß ihm ein solcher Kurs schon mehrfach angeboten worden sei.
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27.11.00 08:11:29
Ad hoc-Service: Schaltbau AG


- Restrukturierungsmaßnahmen bei Schaltbau greifen - Verkehrstechnik-Konzern schreibt wieder deutlich schwarze Zahlen

München, 27. November 2000 - Die Schaltbau Holding AG , München, hat ihr Restrukturierungsprogramm weiter erfolgreich umgesetzt und schreibt wieder deutlich schwarze Zahlen. In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2000 verzeichnete der Verkehrstechnik-Konzern einen Überschuss in Höhe von 12,1 Millionen DM. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum musste das Unternehmen noch einen Fehlbetrag von 22,7 Millionen DM ausweisen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg auf 12,9 Millionen DM. 1999 hatte es in der Berichtsperiode noch bei minus 10,1 Millionen DM gelegen.

Der Verkauf der verlustbringenden Bereiche "Elektrische Kuppelungen" der FABEG GmbH, Bretten, und "Stationäre Akustik" der Infosystems GmbH, Wuppertal, sowie der PFA Partner für Fahrzeug-Ausstattung GmbH, Weiden, hat zwar Umsatzeinbußen von rund 124 Millionen DM gebracht. Gleichzeitig konnte jedoch im verbliebenen Kerngeschäft ein Umsatzplus von etwa 24 Millionen DM erwirtschaftet werden. Damit lag der Umsatz in den ersten neun Monaten bei 440,5 Millionen DM nach 540 Millionen DM im Vorjahr. Die Umsatzentwicklung konzentriert sich immer stärker auf das stabile und ertragsstarke Kerngeschäft des Konzerns. Der Personalaufwand ist auf 148 (Vorjahreszeitraum: 192) Millionen DM gesunken. Der Materialaufwand konnte gleichzeitig auf 211 (296) Millionen DM reduziert werden.

Auch für das vierte Quartal erwartet Schaltbau - angesichts des konsequent fortgesetzten Restrukturierungskurses - wieder ein positives Ergebnis. Die generell gute Konjunkturlage und die anstehenden Investitionen im Markt für Schienenverkehrstechnik stimmen optimistisch. Nun soll die Ertragskraft nach- haltig gestärkt und die hohe Verschuldung abgebaut werden. Ansprechpartner: Wolfdieter Bloch Schaltbau Holding AG Tel.: 089 93005 209 Fax:089 93005 318 Ende der Mitteilung


Autor: dpa - AFX , 08:05 27.11.00
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27.11.00 09:54:16
Wollte mir mal die www-Seite von AdCapital anschauen, leider gelingt
mir nur das Absuchen bis zur zweiten Ebene, also etwa
Investor Relations und dann nicht weiter. Mich hätten
wohl schon Pressemitteilungen interessiert.
Liegt der Fehler bei mir?
Danke
be.
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27.11.00 10:51:46
Bei mir hat es auch nicht geklappt.
Ist schon eine Schande, die haben wohl Probleme mit ihrer Seite.
Gruß R.L.
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28.11.00 20:06:25
@Substanzsucher
Die Geschichte mit dem Mittelständler kommt mir irgendwie bekannt vor, fängt der Name der Firma die den 200 Mio. DM Auftrag erhielt zufälligerweise mit "B" an, genauso wie die Firma die den Auftrag vergab?

Ich wollte hier nur einige Möglichkeiten aufzeigen, wie man mehr als "nur" 5 Prozent Bankzinsen auf die 2345 Mio Euro herausholen kann.
Bei mir hat sich der Eindruck verfestigt, das die Ad C Unternehmensführung nicht so recht weiss wohin mit dem üppigen Geldsegen.
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28.11.00 22:09:04
Hallo Jungzauberer,

ich schrieb von 200 Mitarbeitern und die Firma fängt nicht mit "B" an.


Am Donnerstag gibt es die Zahlen zum 3. Quartal. Wenn ich die hohen Umsätze und die relativ stabilen Kurse sehe, wird von vielen Marktteilnehmen eine weitere, positiv Entwicklung des Ergebnisses erwartet. Die euromicron AG hat ja schon sehr gute Zahlen gemeldet. Die Schaltbau AG, wenn auch nicht mehr konsolidiert, hat positiv überrascht. Vielleicht wird neben den Zahlen endlich eine erste Beteiligung gemeldet. Es wird nämlich langsam Zeit!

Gruß Substanzsucher

P.S.: In Berlin wird sicherlich ab und zu ein Blick auf unserer Arbeit hier im Thread geworfen. Deshalb macht es schon Sinn, Ideen oder Anregungen hier einzustellen.
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29.11.00 02:32:09
Hallo Substanzsucher,
ich beobachte Adcapital/Berl.Elektro nun schon über 7 Jahre und handele regelmäßig in der Aktie und bin froh, mich diesmal nicht geirrt zuhaben. Die Bewertung einer solchen Aktie ist äußerst kompliziert und wird mit dem Net Asset Value (iHv 21 ) hier m.E. völlig falsch interpretiert. Dieser Wert ist an der Börse NICHT erzielbar, es sei denn,besondere Umstände liegen vor (hier aber nicht). Ich habe meinen Bestand von einigen TSD Stück im Sommer geplättet und erwäge auch so bald keinen Neueinstieg mehr, warum:

1. Bei 76 Beteiligungen (oder 83, ist mir egal) gibt es seid 4 Monaten nicht eine einzige Meldung, ich habe den Eindruck, da arbeitet niemand. Das hatten wir bei Heibel schon mal. Scheinbar ist nur die Einstellung von MA meldenswert, ich sehe das anders.Es muß ja nicht alles ad-hoc sein, aber man wird doch erfahren dürfen, was da geschieht
2. Ein Neuengagement für die 400 Mio drängt sich nicht auf, die Börsen bleiben instabil unter Druck, cash ist fesh, aber hier weiß man wohl nicht einmal wo man hin will.
3. Adcap hat kein Netzwerk, 9 MA für 1 Mrd Investments ist eigentlich ok - wenn man Warren Buffet heißt.
4. Leibinger wird früher oder später Adcap vom Netz (Börse) nehmen und per Abfindung den free float auskaufen, alles andere macht keinen Sinn. Ob er das finanzieren kann oder Partner hat weiß niemand, ist auch egal, ich würde es an seiner Stelle machen und aus der Firmenkasse finanzieren.
5. Institutionelle fassen das Ding nicht mehr an. Begründen brauche ich das wohl nicht mehr
6. Solch eine Börsensituation ist ideal für Aufkäufer, kein Streß und fallende Kurse, wer hat heute eigentlich die 21 Tsd Stück weggekauft ?? und das bei 11 ??
7. Wer Adcap übernommen hat um etwas zu verändern, hat bisher nichts (außer der Besi Verkauf, aber das hätte auch jeder andere getan, der nicht Heibel heißt, sonst hätte BE eine gewaltige Schieflage bekommen können) unternommen- warum auch-, es hat sich nichts, aber auch gar nicht verändert, wer das wollte, hätte es längst getan.
8. Stil und Ton der Ad-hocs hat sich verbessert, das war aber auch nicht schwer, wenn man Heibels geschwollenen Ton kannte. Inhaltlich zugeknöpft ist man immer noch.
9. Strategisch bleibt die Aufteilung in 4-5 U-Bereiche, daß sind langfristig Renditekiller. Ich investiere lieber in den NM wenn er geschlachtet ist, da passiert was.
10. Eine Abfindungsspekulation würde mich reizen (15 gibts allemal,von 11 aus sind das 40%), aber die hungern Adcap aus, das kann Jahre dauern, also uninteressant, diese Rendite bekomme ich woanders bei der Börse auch wenn ich Geduld mitbringe und gut überlege. Bei Adcap ist nicht zu kalkulieren, was passiert- ein großes Manko- offene Komuunnikation ist tabu.
11. Die große Chance ist m.E. Kooperation,strategisches Zusammengehen, Fusion,Überkreuzbeteiligung etc. mit U-Berater, MA-Unternehmen etc. um Größe zu generieren (Finanzkraft etc) und in D Marktführer zu werden-- jaja, das ist möglich und Aufstieg in den MDAX. Größe und Know-how wird hier so entscheidend sein wie bei Bäcker Kamps. Deshalb auch Goldzack/Lampe und Knorr/VMR und BMP/R.Berger etc. Aber Adcap ist weder U-Berater noch wesentlich groß- hier muß m.E. was passieren und zwar jetzt und schnell- so lange die anderen schlafen.
12. müßte ich für meine Rente vorsorgen, würde ich Adcap blind kaufen, so alt bin ich aber noch nicht- ich will es noch etwas aufrengender.

Trotzdem wünsche ich (insbesondere Dir) gutes Gelingen, 11 ist ein klarer Kaufkurs und mir jeucken die Finger wenn ich das sehe, aber ich will einfach nicht mehr, diese Bude hat mich genug Nerven gekostet und ich habe nunmehr viele Alternativen angetragen bekommen.Andere Mütter haben auch schöne Töchter. Sollte ich Dir trotzdem helfen könne, freue ich mich über jeden Anruf.
Smiley
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29.11.00 02:38:14
Immerhin war Adcapital ja ein glänzendes Geschäft wenn ich das letzte Jahr betrachte, also nicht ganz so traurig wie die Börse sich jetzt darstellt. Der Blick zurück wird dadurch etwas freundlicher lächelnd. Aber das solls dann auch gewesen sein.
Nochmals Grüße
Smiley
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29.11.00 18:18:24
@smiley
Ich denke auch, das die Ad C für Fonds derzeit unatraktiv ist, ich bleibe drinne, auch weil ich an meine Rente denke:
1.- Die 235 Mio Euro sind nun mal da, allein die Barreserven übersteigen die Marktkapitalisierung. Dieses Geld wird nicht verschwinden, langfristig kann man nicht verlieren, man muss nur durchhalten können.
2. Neuemissionen, allein die geplanten Neuemissionen verbieten die Kleinanleger gänzlich zu verkraulen. Diese werden schließlich zu nicht unerheblichen Teilen synfis und Co kaufen. Durch nichts anderes liessen sich in den vergangenen Jahren höhere Gewinne erzielen, als durch gelungene Neuemmissionen.
3. Der Ad C stehen alle Wege offen das Bild der Gesellschaft neu zu formen, warum sollte Sie sich einiegeln und das einmal Verdiente eifersüchtig vor den eignenen Kleinaktionären verstecken, wenn mit dem offensiven Einsatz der Potentiale dieser Firma sich lanfgfristig viel höhere Gewinne erzielen lassen?
4. Wir dürfen nicht vergessen, das wir 2 Großaktionäre haben.
Avatar
29.11.00 23:22:13
Hallo Smiley,

schön, mal wieder was von Dir zu lesen. Inhaltlich stimme ich allerdings in manchen Punkten nicht mit Dir überein.

Man kann von den Damen und Herren in Berlin denken halten man will, aber bisher haben sie noch keinen Fehler gemacht.

Da ich wenig Zeit habe, will ich nicht auf die einzelnen Punkte eingehen. Nur so viel:

Leibinger wird die AdCapital nicht von der Börse nehmen. Begründung: Wenn er es wollte würde er anders vorgehen. In diesem zittrigen Umfeld hätte es doch genügt ein paar Zehntausend ADC Aktien unlimitiert auf den Markt zu schmeißen und der Kurs wäre eingebrochen. Anschließend hätte er in Ruhe zu sehr niedrigen Kursen einsammeln können. Er hat es nicht gemacht! Bei der Hermle AG hat er auch kein Delisting durchgeführt.

Andere Mütter haben auch schöne Töchter. Wenn das nicht so wäre würde an der Börse kein Handel stattfinden. Oft kommt allerdings nichts besseres nach. Wenn ich derzeit viele Töchter sehe, die im Frühjahr noch schön geschminkt und im richtigen Licht präsentiert wurden sehe und genauer betrachte, erkenne ich, daß bei vielen der Lack ab ist und sie z.T. schon sehr verlebt aussehen. Solange die ADC mich nicht enttäuscht bleibe ich treu und sehe über gewisse Eigenarten hinweg.

Sieben Jahre durchhalten und dann auf der Ziellinie umdrehen. Ich kanns nicht glauben. Du weißt schon was Morgen für ein Tag ist. Morgen werden nicht nur die Neunmonatszahlen präsentiert, sondern auch der Optionsschein läuft aus. Wenn, wie hier mehrfach vermutet, der Schein ein Grund für nicht steigende Kurse war, so ist dieses Hindernis ab Morgen nicht mehr vorhanden.

Gruß Substanzsucher

P.S.: Werde mich mal wieder bei Dir melden.
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29.11.00 23:27:39
Darf ich mal kurz was anderes fragen:

Gibt es eine Website, bei der ich Charts mehrerer WKNs übereinanderlegen kann?
Bei Comdirect kann man z.B. nur einen Index über eine WKN legen.
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30.11.00 00:39:52
@Substanzsucher
Natürlich hast Du Recht, daß bisher keine Fehler gemacht wurden,aber schau mal auf BMP, da kommen alle 4 Wochen 2 Mitteilungen - nicht mal nur ad-hoc- .
Ich kenne das Potential von Adcapital- aber die leckersten Sachen am NM bekomme ich zu ganz anderen Konditionen, das reizt mich jetzt mehr. Nach 7 Jahren kapituliere ich nicht auf der Ziellinie, ich habe viel verdient dabei, aber jetzt reicht es mir, ich wende mich anderen intreressanten Sachen zu, ich mag diese Gemischtwarenläden nicht mehr, sie erzielen nie ihre Rendite, schau nur mal auf Euromicron, da können einem schon die Tränen kommen.
Dein Argument bzgl. Leibinger ist nicht stichhaltig, wenn jemand aufkaufen will, läßt er u.U. auch die KE ausfallen, den Kurs braucht niemand drücken, der fällt von alleine, es hält ja niemand dagegen, das reicht schon. Das Ding ist ein klarer Kauf bei 11 aber wen interessierts.
Trotzdem, geht sie auf 9, kaufe ich wieder welche, ich kanns doch nicht lassen.
Smile
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30.11.00 09:18:53
Ad hoc-Service: AdCapital AG

Ad-hoc Mitteilung übermittelt durch die DGAP. Für den Inhalt der
Mitteilung ist allein der Emittent verantwortlich.

AdCapital AG: 9-Monatszahlen - Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit zum 30.09. von minus 4 Mio. Euro auf +137 Mio.
Euro gesteigert - Eigenkapital der AG beträgt + 313 Mio. Euro, Net
Asset Value + 367 Mio. Euro - Wachsendes Engagement im Bereich
Private Equity und Venture Capital

Berlin, 30. November - Mit der erfolgreichen Neuausrichtung der AdCapital AG als Private Equity Gesellschaft wird das
Berliner Unternehmen zum Jahresende das mit Abstand höchste Ergebnis der Unternehmensgeschichte verbuchen.

Nach neun Monaten des Geschäftsjahres 2000 beläuft sich das Ergeb- nis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit im Konzern der
AdCapital AG auf +137 Mio. Euro nach minus 4 Mio. Euro im Vorjahr. In diesem Ergebnisanstieg sind die Erträge aus dem
Verkauf der Beteiligungen an der BE Semiconductor Industries N.V. sowie an der GEVA Datentechnik enthalten. Aber auch das
operative Ergebnis konnte im Vorjahresvergleich deutlich von minus 9 Mio. Euro um 14 Mio. Euro auf + 5 Mio. Euro verbessert
werden. Nach Steuern beträgt das konsoli- dierte Ergebnis für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2000 +130 Mio. Euro
nach minus 10 Mio. Euro im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

Das Eigenkapital in der AG, das für die Berechnung des Net Asset Values wichtig ist, erreichte per 30.09.2000 beachtliche 313
Mio. Euro (Vorjahr: 236 Mio. Euro), entsprechend einer Eigenkapitalquote von nun mehr 73 %. Die Nettofinanzposition der AG
hat sich von minus 23 Mio. Euro auf + 210 Mio. Euro verbessert. Zum 30.9.2000 beträgt der Bestand an liquiden Mitteln 230
Mio. Euro .

Der Net Asset Value der AG erreichte per 30.09.2000 einen Wert von rd. 367 Mio. Euro (Vorjahr rd. 276 Mio. Euro). Das
entspricht einem inneren Wert von über 20 Euro je Stamm- und Vorzugsaktie. Dies verdeutlicht anschaulich den Substanzwert
und das vorhandene Kurspotenzial der AdCapital-Aktie.

AdCapital hat sich zum Ziel gesetzt, im stark wachsenden Private Equity- und Venture Capital-Markt eine führende Position
einzunehmen. Sie stützt sich dabei auf ihre Technologiekompetenz in den Bereichen Telekommunikation, Software /
IT-Services, Internet / e-Commerce und Hochtechnologie. Das Investitionsvolumen für Neu-Engagements der AdCapital AG wird
in den nächsten Monaten zunehmen. Der Vorstand rechnet noch in 2000 mit Neuinvestitionen in Beteiligungen in Höhe von
30-50 Mio. Euro.
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30.11.00 14:58:44
Hi,

jetzt nicht in Vergessenheit geraten lassen!

Schliesslich heisst die Firma nicht Ade-Capital sondern völlig anders.

Ohne zu wissen ob ich auf neustem Stand bin, aber ich kann mich nicht erinnern, dass schon irgend ein Börsendienst den
Mut aufgebracht hat, unsere ADC auf "Kauf" zu stellen.

Hier ist also ein erster, behutsamer Ansatz:

Grüsse

Fanny
-------------------

27.11.2000
AdCapital vorsichtig kaufen
Frankfurter Börsenbriefe
Die Frankfurter Börsenbriefe raten AdCapital (WKN 521450) zu kaufen.
Bei der früheren Berliner Elektro scheine eine große Kauforder bei 12 Euro im Markt zu liegen. Wer sich dahinter verberge, sei auch dem Unternehmen selbst nicht bekannt. Vor einigen Wochen habe der Gründer Manfred Bernau seinen Anteil an G. Leibinger abgegeben, der daraufhin mit etwa 27,8 % beteiligt gewesen sei. Sohn Maximilian Bernau halte immer noch ein Paket von 15 %.
Es sei zu beachten, dass die Berliner extrem unterbewertet seien. Der (übrigens zeitlich gut gelegene) Verkauf von BE Semiconductor habe etwa 400 Mio. DM in die Kasse gebracht, was zusammen mit den übrigen Beteiligungen der Holding etwa 650 bis 700 Mio. DM an innerem Wert auf die Waage bringe. Dem stehe eine Börsenkapitalisierung von lächerlichen 415 Mio. DM gegenüber.
Anleger sollten jetzt mit einem Kauflimit von 12,05 bis 12,15 Euro agieren. Allerdings müsse man dem Papier länger Zeit geben, weil der Markt momentan sehr wenig Vertrauen in die Aktie habe.
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30.11.00 22:53:40
Hallo zusammen,

Der Vorstand rechnet noch in 2000 mit Neuinvestitionen in Beteiligungen in Höhe von 30-50 Mio. Euro.

Für mich war das der interessanteste Satz in der heutigen Ad hoc. Der Rest war nichts neues. Wenn jetzt die Neuinvestitionen noch vom Markt als zukunftsweisend eingestuft werden, kann es mit dem Kurs eigentlich nur nach Norden gehen. Es war schon toll mit anzusehen, wie sich unsere ADCapital Aktien bei diesem miesen Umfeld behauptet hat.
Hättet ihr gedacht, daß man mal für eine AdCapital Aktie wieder mal ne VMR bekommt?



Gruß Substanzsucher
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01.12.00 01:04:33
@substanzsucher
das ist ja das was ich meine. Einen NAV von 21 und alle freuen sich, daß die Aktie sich bei 11 gehalten hat trotz der schlechten Börse und nun ist sie 12. Man muß schon 110% liquide Mittel bieten, damit jemand sich dieser Aktie erbarmt, möglichst noch mit 100% Garantie. Das erinnert mich an die Heilsarmee, dort kan man mit mit Spendenbescheinigung investieren.
Es ist ein Armutszeugnis und zeigt, wie die Börse über so eine Aktie denkt.Ein Superinvestment, hier kann niemand etwas falsch machen, diese Aktie kann man sogar zu 100% finanzieren, aber Spaß macht es trotzdem nicht.
Sie müßte 19 sein, ist es aber nicht. M.E. investieren sie (Vorstand und AR)viel zu schnell, dieses Umfeld drängt nicht zur Eile. (Sie sehen das warschweinlich genauso und melden deshalb nur 30-50 Mio, am liebesten würden sie gar nix machen, jedenfalls nix kaufen). Nein, ich gehe nicht mehr rein obwohl 11 ein klarer Kauf war, die langen Jahre der Mühsal und ständigen Enttäuschungen waren das nicht wert.Allen Investierten wünsche ich trotzdem Glück und Erfolg, die Zeit ist genau richtig für so eine Aktie. Elektro war immer gut für die schlechten Tage, ich gehe lieber Skilaufen.
Smiley
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01.12.00 01:26:54
ich habe gekauft! sparta soll einen hohen nav haben, ad capital hat es!
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03.12.00 10:38:55
Moin!

Ich dacht, ich könnte mal was Neues berichten,

ABER

AdCapital, die am Aktionstag Börse in Berlin angemeldet waren, haben kurzfristig abgesagt und keinen Stand mehr aufgebaut.

Schade, so bekommt man keine Publicity.

s0
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04.12.00 20:50:31
@substanzsucher
was denkst du? soll ich einen teil meiner adcapital aktien in aktien der knorr capital ag, mit der überlegung tauschen, daß die kcp aktie aufgrund des ausgebombten kurses mehr potential hat als die adcapital aktie?
bitte eine ehrliche antwort.


Toggepi
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04.12.00 22:26:26
Hallo Toggepi,

du möchtest eine ehrliche Antwort. Wenn Du ein Trader bist ja, wenn nicht, nein. Nur weil eine Aktie von einem hohen Niveau kommt ist sie noch lange nicht billig.

Die Knorr und VMR haben im Moment doch zwei große Probleme.

Erstens:
Das Vertrauen in die Verantwortlichen ist total zerstört und was das bedeutet wissen wir Berliner Elektro/AdCapital Aktionäre doch nur zu gut. Bis das Vertrauen zurückgewonnen wird, dauert es oft Jahre.

Zweitens:
Bei Knorr und vielen VC-Gesellschaften ist das Geschäftsmodell wie ein Schneeballsystem aufgebaut. Es wird in Firmen investiert die ohne IPO nicht überlebensfähig sind. Bis das VC-Kapital aufgebraucht ist muß der IPO erfolgt sein, nur so ist der Fortbestand vieler Firmen gesichert. Wenn nun aufgrund des schlechten Umfeldes der IPO nicht erfolgen kann hat der Kapitalgeber und die Firma ein großes Problem. Der Firma gehen die liquiden Mittel zum weiterexistieren aus und der Kapitalgeber hat das Problem, daß er entweder nachschießen muß oder liquidieren.
Wenn jetzt eine Firma wie Knorr viele kapitalhungrige Start-Up Investments am Hals hat und diese nicht an den Markt bringen kann gehen ihr irgend wann die Mittel aus. Das Schneeballsystem funktioniert dann nicht mehr.

Auch die euromicron AG unterhält derzeit ein Start-Up Investment in Amerika und hat in diesem Jahr schon ca. 6,5 Mio. DM hineingebuttert.

Bei der AdCapital sieht die Sache etwas anders aus. Hier sind die Investments von vorne herein auf ca. 5- bis 7 Jahre ausgelegt. Ein schnelles Exit ist deshalb nicht gewollt und nicht notwendig.

Nochmals zu Deiner Frage. Natürlich kann eine technische Reaktion die ausgebombten Werte schnell mal wieder um 30-50 % anheben. Wenn der Markt allerdings sich nicht sehr schnell erholt, passiert das oben skizzierte Szenario und dann entstehen die Probleme erst recht.

Gruß Substanzsucher
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05.12.00 20:25:45
Hallo zusammen,

beim lesen des Zwischenberichtes sind mir im Ausblick folgende interessante Punkte aufgefallen.

Die AdCapital AG ist seit 1. Oktober ordentliches Mitglied im Bundesverband der Kapitalbeteiligungsgesellschaften.

Der Vorstand rechnet noch in 2000 mit Neuinvestitionen in Beteiligungen von 30-50 Mio. DM. (Anmerkung: bis Weihnachten sind es noch 13 Börsentage)

Zur optimalen Nutzung dieser Hebel wird das bereits bestehende Netzwerk von strategischen Partnern der AdCapital AG in Einzelfällen durch Kapitalbeteiligungen untermauert.

....wird aus heutiger Sicht das Ergebnis im Jahresverlauf weiter verbessert.

Gruß Substanzsucher
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07.12.00 08:26:30
Hallo s0,

wir haben uns schon öfters über die Wandelanleihe unterhalten. In den Share-Infos habe ich dazu folgendes geschrieben.
==================================================================================
Unternehmensbereich Chipmontagetechnik

Bis März 2000 war die ADCAPITAL AG mit 56,8 % an der BESI beteiligt. Durch den Verkauf wurde ein Mittelzufluß von ca. 450 Mio. DM realisiert, der die Grundlage zur strategischen Neuausrichtung der Gruppe als Private-Equity-Investmentgesellschaft dienen soll. Die noch gehaltenen ca. 5 % werden im Wesentlichen zur Bedienung der bereits genannten Inhaberschuldverschreibung benötigt. Sofern die Anleiheinhaber ihr Wandlungsrecht ausüben (und bei den hohen BESI-Kursen der Vergangenheit dürften dies einige getan haben), ist die BESI-Beteiligung mit Bedienung dieser Anleihe komplett aus den Büchern der ADCAPITAL AG raus. Bei weiterhin schlechten BESI-Kursen besteht die Möglichkeit, daß ADCAPITAL Mitte des kommenden Jahres immer noch einige BESI-Stücke hält. Rein rechnerisch kann es sich hierbei um maximal 1,65 Mio Stücke mit einem Gegenwert von ca. 16,5 Mio. Euro handeln. Vermutlich liegt der Anteil aber bereits deutlich darunter. Im jüngsten Zwischenbericht hat ADCAPITAL bereits berichtet, daß sich der "Umtausch von Inhaberschuldverschreibungen der ADCAPITAL Tochter Berliner Elektro Finance B.V. in BESI-Aktien positiv auf das Ergebnis ausgewirkt" hat. BESI ist für ADCAPITAL jedenfalls kein strategisches Investment mehr und kann bei der zukünftigen Beurteilung des Unternehmens außer Acht gelassen werden.
==================================================================================
Im aktuellen Zwischenbericht steht folgendes:

......Im Portfolio der AdCapital AG sind noch rund 1,4 Mio. Aktien an der BESI vorhanden, wovon ein Teil (ca. 1,0 Mio. Aktien) zur Bedienung einer Umtauschanleihe (Juni 2001) benötigt wird.


Somit ist dieses Thema auch geklärt.

Gruß Substanzsucher
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07.12.00 20:42:01
Berlin (vwd) - Die AdCapital AG, Berlin, erweitert ihr Beteiligungsportfolio um einen weiteren Börsenkandidaten. Die synfis AG, Düsseldorf, an der AdCapital 99 Prozent hält, führt ihren Geschäftsbereich Identifikationssysteme mit der Softpro GmbH, Böblingen, zusammen. An der neuen Gesellschaft hält AdCapital über die synfis 33 Prozent der Anteile und wird größter Anteilseigner, teilte ihr Vorstand am Donnerstag ad hoc mit. Durch das Zusammengehen der Softpro mit dem Geschäftsbereich Identifikationssysteme der synfis, entstehe das weltweit führende Unternehmen im Markt für Unterschriftenprüfsysteme.



Die Zielmärkte der Gesellschaft lägen im e-banking und B2B-Commerce. Zur synfis-Gruppe, Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für Bankentechnologie und e-Banking, gehören neben der Dachgesellschaft synfis AG die Unternehmen synfis Service, Bank Projekt, DPS engineering und engram. 1999 erzielte die Gruppe einen Umsatz von weit über 100 Mio DEM. Die Softpro GmbH hat sich auf elektronische Prüfung von Unterschriften spezialisiert. Das Unternehmen werde 2000 einen Umsatz von rund elf Mio DEM erreichen. In den nächsten beiden Jahren will Softpro durchschnittlich um über 30 Prozent wachsen. Das EBITDA solle 2001 über sechs Mio DEM betragen und 2002 stärker als der Umsatz wachsen.

NA ENDLICH !!!!!!!

Handelt es sich dabei um die versprochene Akquisition ??

Es ist gut möglich, dass für so ein Unternehmen 30 Mio.DM und mehr bezahlt wurde. Hoffentlich wird damit die Braut synfis hübscher.

Ob das mit der marktbeherrschenden Stellung stimmt, glaube ich nicht, weil:
1. es andere wirklich große Gesellschaften in dieser Branche gibt (z.B. CGK in Konstanz) und
2. das Kartellamt so einen Zusammenschluß wohl nicht erlauben würde.
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07.12.00 20:43:24
Eine kleine Nachricht am Rande:
Katrin Schumacher, zuletzt Vorstandsassistentin und im Laufe dieses und letzten Jahres zuständig für Investors Relation hatte heute ihren letzten Arbeitstag bei Adcapital.
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07.12.00 20:50:02
Hoffentlich gehoert Sparta nicht zu den "strategischen Partnern" (die brauchen naemlich dringend Cash) und man "untermauert nicht das bereits bestehende Netzwerk durch Kapitalbeteiligungen" in zB preipo.
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07.12.00 22:22:21
Hallo zusammen,

die lange Zeit des Wartens ist endlich vorbei. Was ich in der Kürze der Zeit über die Softpro lesen konnte, macht einen hervorragenden Eindruck. Ich stelle man den Linkt zur Softpro home-page ein.

http://www.softpro.de/index_d.html

========================================================================================

Softpro und synfis führen Unterschriftenprüfung zusammen

[BÖBLINGEN] 07. 12. 2000: Die Böblinger Softpro GmbH fusioniert mit dem Geschäftsbereich Identifikationssysteme der Düsseldorfer synfis AG. Aus dem Zusammenschluss entsteht durch die neu formierte Softpro GmbH der weltweit führende Spezialist für Systeme zur Unterschriftenprüfung. Die synfis wird durch die Investition eines zweistelligen Millionenbetrages gemeinsam mit ihrer Berliner Muttergesellschaft, der AdCapital AG, mit rund 33 Prozent größter Anteilseigner der Softpro GmbH.
Die Märkte der bisherigen Wettbewerber ergänzen sich in idealer Weise. Softpro hat bisher über 80 Prozent seines Umsatzes durch Kunden im Ausland erwirtschaftet. Im Markt für Unterschriften- Prüfsysteme ist Softpro bereits heute weltweit führend. Mehr als 150 Kreditinstitute arbeiten mit Produktkomponenten aus dem SignPlus System, darunter fünf der zehn größten Banken der Welt. Innerhalb Deutschlands ist synfis die Nummer eins. Über 300 deutsche Banken und Sparkassen arbeiten im Bereich der Unterschriftenprüfung mit der Software des Düsseldorfer Unternehmens.
Die Basis der automatischen Unterschriftenprüfung in SignPlus von Softpro und InfoSign von synfis beruht auf der gleichen IBM-Technologie, die sich heute im Besitz von Softpro und synfis befindet. Für das nächste Jahr ist die Zusammenführung von InfoSign in SignPlus geplant. Den Kunden beider Unternehmen wird über mehrere Jahre der Wartungsservice beider Produktlinien garantiert. Ein langfristiger Investitionsschutz ist somit gesichert. Durch die Zusammenführung des Know-Hows beider Firmen profitieren die Kunden beider Häuser.
Seit 1998 ist Softpro ausschließlich als Spezialist für Unterschriften-Prüfsysteme aktiv. Seitdem konnte das Unternehmen zahlreiche Neuinstallationen seines Systems auf nahezu allen Kontinenten vermelden. Auch innerhalb Deutschlands wurden namhafte Kunden gewonnen. Der Zusammenschluss ermöglicht beiden Seiten eine Fokussierung auf die Kernkompetenzen in den jeweiligen Produktlinien. Softpro ist somit in der Lage, schneller und effizienter als bisher zu expandieren. Die Böblinger können so auch zukünftig als Wegbereiter innovativer Technologien für die Praxis agieren.
"Unterschriftenprüfung ist zur Zeit in den unterschiedlichsten Geschäftsbereichen ein aktuelles Thema geworden: Im klassischen Zahlungsverkehr wird fortwährend nach Potentialen zur Senkung von Kosten und Risiken gesucht. Rund um die elektronische Signatur bestehen Sicherheitslücken in der Authentifizierung. Nicht nur in diesen beiden Fällen sind wir gefordert, sichere und effiziente Lösungen anzubieten". so Heinz Reschke, Geschäftsführer von Softpro. Damit befindet sich Reschke im Einklang mit der Strategie seiner zukünftigen Partner AdCapital/synfis: "Wir investieren in Zukunftstechnologien, die eine sinnvolle Verbindung von "New Economy", etablierten Geschäftsprozessen und konkretem Kundennutzen darstellen."
Aktuelle Studien prognostizieren für die biometrischen Authentifizierungstechniken, wie der Erkennung der händischen Unterschrift, in den nächsten Jahren außergewöhnliche Umsatzchancen. Grund: Im Gegensatz zum Fingerabdruck oder der Iris ist die Unterschrift das einzige biometrische Merkmal, welches nie zufällig abgegeben wird. Die Einführung der elektronischen Signatur birgt zusätzliche Marktchancen: Die Authentifizierung der Nutzer elektronischer Signaturen kann nur durch biometrische Merkmale sichergestellt werden. SmartCards, Passwörter und PIN-Codes sind keine personengebundenen Merkmale und können unbeabsichtigt weitergegeben werden. Im Zeitalter des Electronic Banking wird die Unterschrift per Hand also eher noch an Bedeutung gewinnen. Zukünftig wird man sich am Point-Of-Sales oder bei Online-Banking-Systemen keine Geheimnummer mehr merken müssen - die eigene Unterschrift auf einem sensitiven Pad wird zum sichersten Zahlungs- oder Zugangscode.
Sicherer e-Commerce, insbesondere zwischen Geschäftspartnern, wird erst durch die Kombination von "klassischer Unterschrift" und elektronischer Signatur gewährleistet. Von vertraulichen Dokumenten über Verträge bis hin zu finanziellen Transaktionen reicht die Bandbreite der zukünftigen Anwendungen. Ein weiteres Potential liegt in der Bekämpfung von Betrug mit Kreditkarten, insbesondere am Point of Sale, wo Sicherheit durch Unterschriftenprüfung derzeit ein Fremdwort zu sein scheint.
Mittlerweile kann durch die automatische Unterschriftenprüfung mit SignPlus auch auf Belegen erkannt werden, ob es sich um Fotokopien oder nachgezogene Unterschriften handelt. Dazu werden Merkmale der Schreibpastenverteilung ausgewertet, aus denen sich zusätzlich Rückschlüsse auf die relativen dynamischen Schreibmerkmale, wie Schreibgeschwindigkeit und Schreibdruck, ziehen lassen.
Die Softpro GmbH ist die Dachgesellschaft der in Deutschland aktiven Softpro GmbH & Co. KG und ihrer Tochtergesellschaften in USA und Asien.
Die synfis-Gruppe ist einer der führenden deutschen Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für Bankentechnologie und e-Banking. Zur Gruppe gehören neben der Dachgesellschaft synfis AG die Unternehmen synfis Service, Bank Projekt, DPS engineering und engram. Derzeit werden insgesamt ca. 400 Mitarbeiter beschäftigt. 1999 erzielte die Gruppe einen Umsatz von weit über 100 Mio. DM.
Die AdCapital geht mit der Beteiligung an Softpro den Mitte des Jahres eingeschlagenen Weg zu einem erfolgreichen Private Equity Investor konsequent weiter. Wichtiger als das Halten der Mehrheit von Unternehmen ist dabei das Wachstumspotenzial der Beteiligung und - speziell bei Technologieunternehmen - die Führerschaft in aufkommenden Märkten.
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Gruß Substanzsucher
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08.12.00 13:06:38
Hallo Substanzsucher!

Ich stimme voll mit Dir überein, bis (wie eigentlich immer ;) ) auf den letzten Satz.

Zu diesen dreckigen BESI Kursen tauscht niemand die Anleihe um.

So dämlich kann keiner sein. Also ADC wird auf allen BESI Aktien sitzen bleiben, die sie jetzt noch haben.

Den Verlust (Buch-) habe ich schon einmal vorgerechnet.

Aber ich denke das Thema ist mit der Rückzahlung in einem halben Jahr erledigt.

Viel wichtiger finde ich:

1. Wie teuer war die softpro Klitsche?

2. Wieviel Cash Flow bringt die?

s0
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10.12.00 01:44:17
Hallo s0,

Du und die BESI = a never ending story

Wie wir jetzt wissen besitzt die AdCapital AG noch ca. 1,4 Mio. BESI Aktien, von denen ca. 1,0 Mio. Stück für eine Wandelanleihe benötigt werden. Bei den derzeitigen BESI Kursen von ca. 10 € wird wohl keiner der Anleihebesitzer in Aktien wandeln. D.h.: Die AdCapital AG wird die 1,4 Mio. BESI-Aktien nach Auslauf der Wandlungsfrist weiterhin halten. Für mich stellt sich die Frage ob das von Nachteil ist. Ich meine nein.

Ein Blick auf die BESI home page zeigt, daß die Geschäfte hervorragend laufen.

1. Quartal

Umsatz: 37,8 Mio. € ( 1999: 18,4 Mio. € )
Gewinn: 2,3 Mio. € ( 1999: -1,9 Mio. € )

2. Quartal

Umsatz: 44,3 Mio. ( 23,1 )
Gewinn: 5,7 Mio. ( 0,3 )

3. Quartal

Umsatz: 53,8 Mio. ( 29,9 )
Gewinn: 1,8 Mio. ( 0,7 )

Neunmonatszahlen

Umsatz: 135,9 Mio. € ( 1999: 71,4 Mio. € )
Gewinn: 9,8 Mio. € ( 1999: -0,9 Mio. € )
Gewinn pro Aktie: 0,33 € ( 1999: -0,04 )

Aktienanzahl: ca. 29,7 Mio. Stück
Börsenkapitalisierung: ca. 300 Mio. €

Umsatzbewertung: ca. 1,6
KGV: ca. 20

Der Verkauf im Frühjahr von 13 Mio. BESI Aktien zu einem Kurs von 18 € war vollkommen richtig. Wenn das noch verbliebene BESI Paket über die Wandelfrist hinaus gehalten werden muß, ist das kein Beinbruch, sondern eine interessante 5 % Beteiligung an einem moderat bewerteten high-tech Unternehmen.

Für diejenigen, die den Verkauf im Frühjahr kritisiert haben, stelle ich nochmals den BESI Chart ein.



Gruß Substanzsucher
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10.12.00 11:33:28
Nach über 6 Wochen (!) Hardwaredefekt melde ich mich auch mal wieder.

Die Story der Übernahme überzeugt, AdCapital ist damit in dem zentralen Knackpunkt bei der Umsetzung der gesamten New Economy in Deutschland bestens aufgestellt. Das hat eine andere Qualität als vieles, was am Neuen Markt als Geschäftsidee angeboten wird (Hat metabox wieder einen "Großauftrag"?)

Neulich wurde ich auf meinen Tipp AdCapital angesprochen - ich hörte gar leichte Häme.
Meine Antwort: Wenn ein Hunderter für 60 E ein gutes Geschäft ist, dann ist er für 50 erst recht günstig.

gruß an alle.

value
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10.12.00 18:58:12
@ valueinvestor

schön mal wieder was von Dir zu lesen. Wie kannst Du es sechs Wochen ohne PC aushalten?

@ alle

Habe mich etwas näher mit der Softpro beschäftigt. Bei dieser Firma stimmen die Produkte, die Marktstellung und die Zukunftsaussichten. Profitabel wird zudem auch noch gearbeitet.

Ein paar Fragen sind allerdings aufgetaucht.

Auf der einen Seite ließt man von Fusion der Softpro GmbH mit dem Synfis Geschäftsbereich Identifikatiponssysteme und auf der anderen Seite wird von Investition eines zweistelligen Millionenbetrages geschrieben. War die Sacheinlage der Synfis AG weniger als 33 % der neuen Softpro GmbH wert?

Die Synfis AG ist eine 100%ige Tochter der AdCapital AG. Nun lese ich, daß an der Synfis AG die AdCapital AG mit 99 % beteiligt ist. Wer hat das fehlende Prozent erworben und warum?


Angaben zur Softpro

Das Unternehmen werde 2000 einen Umsatz von rund elf Mio. DEM erreichen. In den nächsten beiden Jahren will Softpro durchschnittlich um über 30 Prozent wachsen. Das EBITDA solle 2001 über sechs Mio. DEM betragen und 2002 stärker als der Umsatz wachsen.

Ich gehe mal davon aus, daß in diesen Zahlen der Synfis Bereich noch nicht einhaltet ist. Werde am Montag versuchen eine Antwort auf die offenen Fragen zu bekommen.

Kursentwicklung AdCapital Aktien. Am Freitag haben die Stämme bei 12 € und die Vorzüge bei 11 € im Geld geschlossen. Ein Blick auf den Chart zeigt, daß nächste Woche die große Chance besteht die 38-Tage Durchschnittslinie von unten zu durchstoßen. Es können in diesem Jahr noch sehr gute AdCapital Tage kommen.



Gruß Substanzsucher
Avatar
11.12.00 19:59:28
haben wir den durchbruch, wie von substanzsucher prognostiziert, geschafft?

Vorzüge: 11,85 € (Frankfurt: 1503 Stück)

Stämme: 12,45 € (Frankfurt: 1462 Stück


Toggepi
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12.12.00 07:50:51
Hallo Toggepi,

die Schlußauktion in Frankfurt war schon mal sehr vielversprechend. Seit drei Monaten wurde die 38-Tagelinie das erste mal wieder überschritten und das bei deutlich anziehenden Umsätzen. Dem heutigen Tag können wir dementsprechend sehr hoffnungsvoll entgegensehen.

Gruß Substanzsucher
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12.12.00 13:48:17
Hallo substanzsucher!

Es ist gar nicht so schlimm ohne die Kiste. Trotzdem gönne ich Apple den Kursabsturz natürlich von Herzen, zumal sich da eine antizyklische Chance entwickelt...
Ich habe nur verpasst, wie Rheinmetall aus dem MSCI geflogen ist und größere Verluste realisieren müssen, der Rest Intern. Paper, Waste Management, Buderus und König und Bauer liefen ja ganz gut.

Endlich gibt es ja auch vom AdCapital Chart etwas positives zu berichten, wenn man es auch mit der Lupe suchen muß.
Naja; irgendwann heißt es dann "völlig überraschend": AdCapital Dividende 1 E, und dann wird auch der etwas müde gewordene Chart wieder aufwachen.
Avatar
12.12.00 21:27:14
Hallo!

@Substanzsucher

Ich schlage vor, daß wir nicht mehr über 133035 reden bis die fällig ist und Du sagst mir stattdessen:

WARUM STEIGT DIE ADCAPITAL SO STEIL?

WER KAUFT?

s0

;)
Avatar
13.12.00 08:15:53
@ s0

WARUM STEIGT DIE ADCAPITAL SO STEIL?

Habe auch nur Vermutungen.

1. Mit den Neunmonatszahlen wurden noch für dieses Jahr mehrere Beteiligungskäufe angekündigt. Vielleicht steht noch in diesem Jahr was großes an und mache Anleger wissen mal wieder etwas in voraus.
2. Der Optionsschein ist im 30. November wertlos verfallen. Vielleicht ist der ADC-Kurs, noch einer Schamfrist von knapp zwei Wochen jetzt endlich freigegeben.

Was mich wundert: In der Vergangenheit sind bei Anstiegen die Stämme den Vorzügen immer voraus gelaufen. Die aktuelle Stärke der Vorzüge ist deshalb schon etwas überraschend.

Gruß Substanzsucher
Avatar
13.12.00 09:10:31
Mit der Indexumstellung haben alle Companies mit Vorzügen zu kämpfen.

Die Umwandlung von Stämme in Vorzüge ala MLP wird überall gespielt, ABER das dürfte bei ADC anders aussehen:

1. Großaktionär würde gerne seine HV-mehrheit behalten.

2. In den MDAX schafft es ADC eh nicht, auch wenn es nur eine Aktiengattung gibt.

;)
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13.12.00 14:02:59
Ja irgendwie scheint der Schein das Sein der AdCapital bestimmt zu haben. Was würde Heidegger dazu sagen??

Es wird Einigen hier im thread sicher weh getan haben, aber für die Aktionäre ist das Verfallen des Scheines nicht so schlecht. Mangelnde Liquidität - sonst das a und o - ist bekanntermaßen nicht das Problem der AdCapital.
Was mir nicht so gut gefällt: Hier ist "jemand" stark genug, den Kurs irgendwohin zu schicken. Das jetzt anstandshalber nach 2 Wochen der Kurs wieder dreht, läßt mich fragen: Hoffentlich will der "jemand" das Gleiche wie ich!

An eine Umwandlung der Vorzüge glaube ich nicht; Leibinger hat sich jetzt gerade eine so schöne Mehrheit gekauft.
Auch der MDAX ist selbst bei Kursverdopplung nicht drin, das haben wir in einem der früheren Threads schon mal überprüft Trotzdem ist der Spread auffallend niedrig.

Hauptsache die Richtung stimmt wieder!
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13.12.00 14:08:30
In Kürze findet eine DVFA-Analystenkonferenz von AdCapital statt. Der Kursanstieg könnte hiermit im Zusammenhang stehen, wenngleich dies eine reine Vermutung ist.

Grüße

Peer Share
www.share-infos.de
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13.12.00 22:02:46
Hallo zusammen,

DVFA-Analystenkonferenz (!) Die Nachricht hör ich wohl................

Wird in einer Aktiengesellschaft, in der der Großaktionär ein Delisting beabsichtigt, Beteiligungen vermeldet oder sogar eine Analystenkonferenz veranstaltet? Wohl kaum! Dieses Thema ist wohl endgültig vom Tisch.

Umwandlung Vorzüge in Stämme

Wird langfristig kommen. Es gibt ca. 12 Mio. Stämme und nur ca. 6 Mio. Vorzüge. Der Rückkauf von bis zu 10 % der Aktien ist genehmigt. Es gibt beim Aktienrückkauf keine Beschränkung, es muß nur liquiditätsschonend gemacht werden. Wenn mit dem Rückkaufprogramm ca. 1,8 Mio. Vorzüge zurückgekauft würden, wäre eine Wandlung der restlichen ca. 4,2 Mio. Vorzüge in Stämme nicht mehr so problematisch für den Großaktionär.

Gruß Substanzsucher
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14.12.00 06:57:30
Hallo zusammen,

auf der home-page unter Termine nachzulesen:

Analystenkonferenz am Montag, den 18. Dezember um 14.00 Uhr in Frankfurt

Gruß Substanzsucher
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14.12.00 08:52:26
Ad hoc-Service: AdCapital AG Investments



Ad hoc-Service: AdCapital AG <ADCG.DE> Investments


Ad-hoc Mitteilung übermittelt durch die DGAP.
Für den Inhalt der Mitteilung ist allein der Emittent verantwortlich.
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AdCapital AG erweitert Beteiligungsportfolio


Berlin, 14. Dezember 2000 - Die im SMAX notierte AdCapital AG
beteiligt sich mit 9% an der CMC Capital Markets Consulting AG,
München, sowie mit 14 % an der zooplus.com AG ebenfalls aus
München.

CMC ist eine bankenunabhängige Consultinggesellschaft für den
Kapitalmarkt und Spezialist für die IPO-Beratung und Finanzmarkt-
kommunikation. Mit dem finanziellen Engagement will AdCapital nicht
nur die Geschwindigkeit der europaweiten Expansion von CMC
vorantreiben, sondern sieht darin auch die Basis für eine strategische
Partnerschaft. Durch die Etablierung eines Netzwerks von
strategischen Partnerschaften verstärkt AdCapital als Private Equity-
und Venture Capital-Gesellschaft den Deal Flow außerhalb
bestehender Marktkanäle und Auktionen. Darüber hinaus versetzen
die Partner AdCapital in die Lage, Beteiligungen in allen
Wachstumsphasen mit hoher Kompetenz und Effektivität zu
begleiten. CMC wird AdCapital vorwiegend bei der Vorbereitung von
Exits über die Börse unterstützen können. Zumal CMC Partner-
unternehmen des Neuen Marktes und des DAI ist.

Seit ihrer Gründung in 1999 ist CMC stark gewachsen. Am Sitz des
Unternehmens in München beschäftigt die CMC-Gruppe zur Zeit 42
Mitarbeiter, davon 30 Consultants. Bereits 2001 will CMC 15 Mio.
Euro umsetzen und ein deutlich positives Ergebnis erzielen.

Zooplus wurde am 30. Juni 1999 gegründet und beschäftigt zur Zeit
50 Mitarbeiter. Das Start-up vertreibt über 10.000 Artikel für Pferde,
Hunde, Katzen, Fische, Vögel und Reptilien über das Internet. Rund
500.000 Nutzer besuchen monatlich ihre Internet-Seiten. Im August
wurde die zooplus.com AG von den Unternehmensberatern Bain &
Company in den e25-Index der vielversprechendsten Internet-Start-
ups aufgenommen. Zooplus will dieses Jahr 3,5 Mio. Euro umsetzen
und ab 2002 bereits profitabel arbeiten. Mit dem neuen Partner
AdCapital kann die Erfolgsgeschichte von zooplus weiter konkre-
tisiert werden: das Wachstum in Deutschland und die behutsame
Internationalisierung werden vorangetrieben. Marktforscher schätzen,
dass im Jahr 2004 in Europa der Umsatz aller über das Internet
getätigten Käufe von Haustiergütern rund 600 Mio. Euro betragen
wird. Das entspricht 5% des Gesamtumsatzes dieser Branche.

Über CMC
Das Münchener Beratungsunternehmen unterstützt Unternehmen bei
der Beschaffung von Eigenkapital, börslich und außerbörslich, beim
Börsengang sowie bei der damit verbundenen
Finanzmarktkommunikation. Zu den Kunden von CMC zählen in erster
Linie junge wachstumsstarke Technologie-, Internet- und Medien-
unternehmen. Mit Trend Micro und der Knight Trading Group verfügt
CMC auch über internationale - an der Nasdaq notierte - Unternehmen
als Kunden. CMC ist Hauptaktionär von EquityStory.com, dem ersten
B2B-Internet-Marketplace für Investor Relations, und Partner von
TradeCross, einer innovativen Internet-Emissions- und Handelsplattform.


Über zooplus
Zooplus ist das führende deutsche Consumer Direct Unternehmen für
Haustierbedarf. Mit einer Mischung aus Community-Bereich (Tier-Talks,
virtueller Tierarzt) und Online-Shop sowie Printkatalog für
Markenprodukte (zur Zeit rund 10.000 Artikel) für alle Arten von
Haustieren (Hunde, Katzen, Fische, Pferde, Vögel, Nager und Reptilien)
ist zooplus der Ansprechpartner für alle Tierbesitzer und -liebhaber.
Das im Juni 1999 in Unterföhring gegründete Unternehmen ist von Zouk
Ventures, Burda Medien und AdCapital finanziert. Im Mai 2000 startete
die europäische Expansion mit dem Launch der französischen Website
www.zooplus.fr.
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14.12.00 14:25:20
Langsam lichten sich die Nebel um AdCapital

Das Ganze sieht mittlerweile doch eher nach VC als nach private equity aus. AdCapital als deutsche cmgi??? Persönlich hätte ich ja nichts dagegen, wenn bei Konzernumstrukturierungen (Z.B. Preussag) Teile von der AdCapital übernommen würden, aber für die Börse ist es glaube ich besser, wenn man keinen mittelständigen KfZ-Zulieferer übernimmt.

zur adhoc: In Amiland mußte pets.com gerade den Laden zusperren (dot.gone); hoffentlich macht zooplus das besser.

Unterstützung bei ipos tut dagegen sicher gut: wichtig ist ja bekanntlich, was hinten rauskommt!

Auf jeden Fall sehen wir aktuell die bedeutendsten Kursausschläge seit über einem Jahr: Wird gerade der Holding-Bewertungsabschlag von 50% abgebaut?
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14.12.00 20:15:07
Hallo zusammen

Zooplus.com ag (!) Meine erste Reaktion werde ich hier nicht schriftlich wiedergeben. Als Tierfreund besitze ich keine Haustiere und kenne mich dementsprechend in der Branche nicht aus. Mit etwas Abstand betrachtet, scheint das Geschäftsmodell zukunftsträchtig zu sein. Von den in der Pressemeldung veröffentlichten 15 Mio. DM kommt nur ein Teil von der AdCapital AG. Was unter dem Strich bezahlt wurde werden wir hoffentlich irgend wann einmal erfahren.

Mit der anderen Beteiligung, der CMC habe ich mich noch nicht beschäftigt.

Gruß Substanzsucher

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Weitere 15 Millionen DM Venture Capital für zooplus
Ein Konsortium von Private Equity Investoren beteiligt sich mit weiteren 15 Millionen DM an der zooplus.com ag, dem führenden deutschen Internetunternehmen für Haustierbedarf. Zu den bestehenden Investoren tritt in dieser Finanzierungsrunde auch ein neuer Kapitalgeber.
Unterföhring, 14. Dezember 2000 - Die zooplus.com ag hat weitere 15 Millionen DM in Venture Capital erhalten. Die aus einer Kapitalerhöhung stammenden neuen Finanzmittel ermöglichen dem schnell wachsenden Unternehmen der New Economy, seine Marktführerschaft weiter auszubauen. Das Finanzierungsvolumen aus dieser Runde soll vorrangig in konstante Steigerung der Produktqualität sowie in die Ausweitung der Vertriebsplattformen investiert werden, um so zielstrebig auf dem Weg zu profitablem Wachstum voranzuschreiten. Akquisitionen im europäischen Ausland sind vorerst nicht vorgesehen.

In der trotz schwierigen Börsenumfelds abgeschlossenen Finanzierungsrunde investierte mit der Private Equity und Venture Capital Gesellschaft AdCapital AG auch ein neuer Investor in zooplus. Der in Berlin ansässige Risikokapitalgeber verfügt über ein Beteiligungsvolumen von etwa 450 Millionen DM und konzentriert sich in seinen Investments auf innovative und schnell wachsende Unternehmen, die in ihrem Segment Marktführer sind.

Auch die Investoren aus der ersten Finanzierungsrunde sind wieder eingestiegen. So haben Zouk Ventures, London, sowie die Burda Media Holding, München, ihre Aktienanteile an dem jungen Unternehmen, das laut Bain & Company zu den erfolgreichsten deutschen New Economy Gründungen zählt, weiter aufgestockt. Im Zuge mehrerer Finanzierungsrunden sind mittlerweile insgesamt etwa 30 Millionen DM in das Start-up Unternehmen geflossen.

„Jetzt zahlt sich unsere Mischung aus kapitalkräftigen Partnern und operativer Exzellenz aus“, erklärt Roland Honekamp, Vorstand und Mitgründer von zooplus.

Die bisherigen Erfolge des Münchner Unternehmens, das im Sommer 1999 gegründet wurde und mittlerweile mehr als 50 Mitarbeiter beschäftigt, können sich sehen lassen: Umsatzwachstum von mehr als 100 Prozent pro Quartal auf einen geschätzten Umsatz von 7 Millionen DM in 2000, dazu ein tragfähiges Geschäftsmodell, das hohe Kosteneffizienz mit hoher Kundenakzeptanz verbindet.
„Wir werden auch in Zukunft für unsere Aktionäre ein gutes Investment sein“, so Honekamp.



Kurzinfos zu zooplus:

zooplus ist das führende deutsche Consumer Direct Unternehmen für Haustierbedarf. Mit einer Mischung aus Community-Bereich (Tier-Talks, virtueller Tierarzt) und Online-Shop sowie Printkatalog für Markenprodukte (zur Zeit rund 10.000 Artikel) für alle Arten von Haustieren (Hunde, Katzen, Fische, Pferde, Vögel, Nager und Reptilien) ist zooplus der Ansprechpartner für alle Tierbesitzer und –liebhaber.

Das im Juni 1999 in Unterföhring gegründete Unternehmen ist von Zouk Ventures, Burda Medien und AdCapital finanziert und beschäftigt rund 50 Mitarbeiter. Im Mai 2000 startete die europäische Expansion mit dem Launch der französischen Website www.zooplus.fr. Zudem wurde zooplus bereits zum zweiten Mal in den e25-Index von Focus Money und Bain & Company aufgenommen und zählt damit zu den 25 Top-Internet-Gründungen in Deutschland.

Marktforscher schätzen, dass im Jahr 2004 in Europa der Umsatz aller über das Internet getätigten Käufe von Haustiergütern rund 600 Millionen Euro betragen wird. Das entspricht 5 % des Gesamtumsatzes dieser Branche.

Kontakt:
zooplus.com ag
eichenweg 4 rg.
85774 unterföhring
http://www.zooplus.de

corinna baumeister
telefon: +49.89.95 00 61 22
telefax: +49.89.95 00 65 00
e-mail: corinna.baumeister@zooplus.com

stefanie heun
telefon: +49.89.95 00 61 23
telefax: +49.89.95 00 65 00
e-mail: stefanie.heun@zooplus.com


Kurzinfos zu Zouk Ventures:
Zouk Ventures ltd, London, ist ein britischer Venture Capital Fund, der sich auf Investments in europäische E-Commerce, Kommunikations und Technologie Unternehmen spezialisiert hat. Im Fokus stehen dabei führende Unternehmen aus diesen Branchen. So hat Zouk beispielsweise auch in living systems investiert. Mehr Informationen unter www.zouk.com

Kurzinfos zu Burda:
Die Burda Media Holding, München, ist eines der größten und innovativsten Unternehmen der deutschen Medienlandschaft. In den letzten Jahren hat der Konzern eine Vielzahl erfolgreicher Private Equity Investments in junge deutsche Internet-Unternehmen getätigt. Z.B. in das bereits börsennotierte Internet-Unternehmen Onvista.

Kurzinfos zu AdCapital:
Die AdCapital AG, Berlin, ist eine börsennotierte Private Equity Gesellschaft, die in allen Phasen des Lebenszyklus eines Unternehmens investiert. AdCapital ist Ansprechpartner für wachstumsstarke, innovative Unternehmen aus der New Economy sowie für mittelständische Unternehmen, wenn es um Management Buy-outs oder zukunftsweisende Eigenkapitalkonzepte geht. Mehr Informationen unter www.adcapital.de
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15.12.00 10:51:32
Platow 15.12.00

Euromicron mit Auftrag
ie im Energiemanagement tätige Euromicron-Tochter Lechmotoren GmbH hat einen Großauftrag von Adtranz erhalten. Dies erfahren wir exklusiv aus guter Quelle. Der Auftrag beinhaltet die Lieferung von rd. 350 Generatoren für die Zugstromversorgung.
„Mutter“ Euromicron befindet sich noch immer „im Wandel“. Nach dem Vorstandswechsel vor einigen Monaten und dem Dienstantritt von Dr. Willibald Späth ist erneutes Umstrukturieren und Neuausrichten angesagt. Die große Unbekannte in der Gleichung stellt unserer Meinung nach der Anteil von Großaktionär AdCapital (ehemals Berliner Elektro) dar. Wir halten es für durchaus realistisch, dass AdCapital seine Beteiligung künftig herunter fährt. Euromicron (WKN 566 000) hat in jüngster Vergangenheit massiv eingebüßt und krebst derzeit um das Allzeittief. Die schlechten Nachrichten sollten zwar im Kurs eingepreist sein, um sich jedoch wieder nachhaltig vom Boden zu lösen, muss die Umstrukturierung erst nachhaltig greifen. Warten Sie deshalb mit Käufen ab und beobachten Sie zunächst noch die weitere Entwicklung über einige Quartale.
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15.12.00 13:02:04
Na toll!

Jetzt tritt das ein was ich die ganze Zeit befürchtet habe.

Die haben fette Kasse in Crashzeiten und weil alle labern etwas mit dem Geld anzustellen, gehen die jetzt jede dreckige Beteiligung ein.

Ich habe gebetet, bitte kein B2C! Die Kohle können wir abschreiben, wie AMAZON.COM die Beteiligung an Pets.com.

Die Zerschlagung unter sofortiger Auflösung aller Positionen ist wohl doch die beste Lösung!

Denen kann man sein Geld doch nich anvertrauen. Das Geld kann ich auch selbst in Letsbuyit.com anlegen und sehen wie es den Berg hinunter geht!

s0
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15.12.00 13:11:11
Meine Pommes-Bude an der Ecke ist auch ein Consumer-direct-Unternehmen.

Was hat sich AdCapital nur dabei gedacht....
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15.12.00 14:36:45
Bitte, AdCapital, kauf BESI zurück!
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15.12.00 17:44:27
Katzeklo, Katzeklo, ja das macht die Katze froh! Neues von Adcapital:
Ich war überrascht als ich diese Woche den Stand des Rückkaufprogramms erfuhr:
Die Adcapital hat bereits 2,65 % des Grundkapitals zurückgekauft, nämlich genau 195.393 Stamm- und 282.217 Vorzugsaktien (Stand 12.12.). Der Durchschnittseinstand lag dabei bei den Stämmen bei 12,86 Euro und bei den Vorzügen bei 12,85 Euro, so dass wohl unter 12,85 Euro alles Material aufgekauft wird. Heute ist übrigens Aufsichtsratssitzung bei Adcapital, wahrscheinlich um Montag noch Neuigkeiten präsentieren zu können, eventuell eine Aussage zur Dividende.