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#### Crash am Neuen Markt - Sind es die Altaktionäre ????? ###### - 500 Beiträge pro Seite



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Hier wird ja wild spekuliert, ob Mittelabflüsse von Fonds oder Depotliquidationen für den NM-Chrash verantwortlich sind.

Ich finde, dass man sich mal genauer anschauen sollte, ob nicht vielleicht der eine oder andere Altaktionär versucht, seine schwindenden Millionen oder Milliarden in Cash zu verwandeln. Leider fehlt uns ja nach Ablauf der Lock-up eine entsprechende Meldepflicht für solche Verkäufe.

Eure Meinung ??
Sehe ich auch so. Einige Altaktionäre brauchen
Cash da Ihre Depots, mit den exorbitanten Aktiengewinnen,
60-80% gegenüber März/ April abgenommen haben.

... und bei einigen 10.000 Aktien, waren das schon
einige Millionen die sich in Luft aufgeöst haben.

Villa, Jacht, Auto alles will auch 2001 bezahlt sein,
und mit schwindendem Aktionvermögen ist da wenig
möglich. Also raus, ohne Rücksicht auf Verluste.

MD
Mal ein Beispiel:

Intershop
lt. Onvista
Marktkapitalisierung 3,284 Mrd. Euro

Anteilseigner:

65,00% Streubesitz
27,00% Gründer
6,00% Venture Capital-Investoren
2,00% Mitarbeiter
Nein, es sind die institutionellen Anleger:


Institutionelle Anleger reißen den Neuen Markt in die Tiefe




Frankfurt (vwd) - Institutionelle Anleger haben durch Verkäufe auf
breiter Front den Neuen Markt am Vormittag in die Tiefe gerissen. Viele
Fondsmanager würden sich von schlecht laufenden Titeln trennen, um
diese zum Jahresende in ihren Portfolios nicht mehr ausweisen zu
müssen, sagte ein Händler auf Anfrage von vwd. Betroffen seien vor
allem Nemax-50-Werte. Es fehle zudem an Käufern, so dass ein Ende
der Talfahrt nicht in Sicht sei. Die Stimmung am Markt sei extrem
schlecht. Einige Marktteilnehmer sprechen gar von einem
"schleichenden Crash". Bis 12.30 Uhr verliert der Nemax 50 7,05
Prozent auf 3.213,77 Punkte, der Nemax-All-Share 6,82 Prozent auf
3.081,72 Zähler. +++ Manuel Priego Thimmel
vwd/22.11.2000/mpt/tr/maa
... und die Lemminge.


SPIEGEL ONLINE - 22. November 2000, 18:21
URL: http://www.spiegel.de/wirtschaft/finanzen/0,1518,104181,00.h…
Neuer Markt

"Wie die Lemminge"



Der große Ausverkauf steht dem Neuen Markt noch bevor, glaubt der Münchner Vermögensverwalter Jens Ehrhardt. Er sprach mit SPIEGEL ONLINE über die Situation an der Börse und Alternativen zu den Wachstumswerten.

SPIEGEL ONLINE: Herr Ehrhardt, der Neue Markt ist am Mittwoch erneut stark eingebrochen. Wäre es jetzt nicht eine glänzende Gelegenheit, Wachstumswerte billig nachzukaufen?


© DPA

Anzeigetafel für den Neuen Markt (in Frankfurt): Überteuerte Qualitätstitel

Jens Ehrhardt: Das empfehlen die Banken ja schon seit dem Beginn der Kursverluste, und bisher war es immer falsch. Viele Berater haben noch vor wenigen Wochen heile Welt gespielt und zu Zukäufen im Herbst geraten. Deshalb sind die Anleger gerade erst so weit, dass sie am Neuen Markt nicht mehr nachkaufen. Sie verkaufen aber immer noch nicht.

SPIEGEL ONLINE: Also ist der Neue Markt noch nicht auf der Talsohle angelangt?

Ehrhardt: Nein. Im Frühjahr sind die Anleger so an den Neuen Markt gestürmt, wie ich das in über 30 Jahren Börsenerfahrung noch nie in einem Börsensegment erlebt habe. Bei einer so übertriebenen Begeisterung muss es auch eine extreme Gegenbewegung geben, und die war bislang noch nicht ausreichend.

SPIEGEL ONLINE: Wann ist Ihrer Meinung nach mit einem Aufschwung zu rechnen?

Ehrhardt: Man muss darauf warten, dass die großen Verkäufe einsetzen. Der Neue Markt kommt erst zum Stehen, wenn die Anleger ihre Fonds verkaufen. Die Gewinne vieler Fonds waren ja teilweise nur durch irrwitzige Manipulationen möglich. Um Kursverluste bei den umsatzstärkeren Werten aufzufangen, wurden kleinere Titel in den Portefeuilles künstlich gestützt. Wenn die Anleger das begreifen - und das wird nicht mehr lange dauern - werden sie solche Fonds wieder abstoßen. Und wenn eine Verkaufswelle bei den Fonds einsetzt, dann ist der Neue Markt unten und man kann die Aktien einsammeln.

SPIEGEL ONLINE: Wenn sich nun die Spreu vom Weizen trennt, in welche Werte würden Sie am Neuen Markt überhaupt noch investieren?

Ehrhardt: Am Neuen Markt gibt es einerseits solche Werte, die in ihrer Bewertung von den Fonds nach oben verzerrt sind. Und es gibt Titel, die von ihrer Substanz her gut sind, wie etwa Aixtron, Adva, Quiagen und Singulus. Aber mittlerweile sind auch diese Qualitätstitel überteuert. Die Anleger haben die Aktien gekauft, als ob sie nur noch steigen könnten und sich nicht gefragt, ob ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 1500 nicht ein bisschen überzogen ist.

SPIEGEL ONLINE: Welche Alternativen gibt es zu den Wachstumswerten am Neuen Markt?

Ehrhardt: Einige Mid-Cap-Werte, also mittelgroße Titel, sind von der Bewertung her günstig. Im letzten Jahr haben alle wie die Lemminge diese Werte abgestoßen und in die New Economy investiert, was zu viel zu niedrigen Bewertungen bei den Mid-Cap-Stocks geführt hat. Natürlich gibt es da auch viele langweilige und schlechte Unternehmen. Aber bei einigen Unternehmen mit Substanz liegt der Kurs unter dem Buchwert.

SPIEGEL ONLINE: Wie reagieren die institutionellen Anleger auf den Kursrutsch am Neuen Markt?

Ehrhardt: Die institutionellen Anleger sind nicht unbedingt die Ersten, die handeln. Am Neuen Markt haben ja auch zuerst die Privatanleger die Werte nach oben getrieben, bevor die Institutionen nachzogen. Sie müssen auch nicht zwangsläufig erfolgreicher sein als die Privatanleger. Die Privatanleger argumentieren zwar häufig nur relativ simpel anhand des Kursverlaufes, haben aber oft mehr gesunden Menschenverstand als manche Analysten, die den steigenden Kursen nur eine Begründung hinterherschieben.

Das Interview führte Martin Paetsch


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© SPIEGEL ONLINE 47/2000
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Frankfurt (vwd) - Institutionelle Anleger haben durch Verkäufe auf
breiter Front den Neuen Markt am Vormittag in die Tiefe gerissen. Viele
Fondsmanager würden sich von schlecht laufenden Titeln trennen (nenn mir doch bitte einer mal gut laufende Titel;)), um
diese zum Jahresende in ihren Portfolios nicht mehr ausweisen zu
müssen(Demnach sind die Portfolios der Fonds Ende des Jahres leer;)Dann kann es ja am 2.1.2000 wieder aufwärts gehen! Mann wird das ´ne Rallye- alle Fonds nur Cash;)), sagte ein Händler auf Anfrage von vwd. Betroffen seien vor
allem Nemax-50-Werte. Es fehle zudem an Käufern, so dass ein Ende
der Talfahrt nicht in Sicht sei. Die Stimmung am Markt sei extrem
schlecht. Einige Marktteilnehmer sprechen gar von einem
"schleichenden Crash".(nein sowas, das mußte mir aber erst gesagt werden. Viele Werte mit 90% im minus und der INDEX 70% verloren- das mir das nicht aufgefallen ist! Jetzt muß ich aber schnellstens verkaufen;)) Bis 12.30 Uhr verliert der Nemax 50 7,05
Prozent auf 3.213,77 Punkte, der Nemax-All-Share 6,82 Prozent auf
3.081,72 Zähler. +++ Manuel Priego Thimmel
vwd/22.11.2000/mpt/tr/maa
Oops,
ich meine natürlich 2.1.2001
Ich hätte ja nichts gegen eine Wiederholung des Börsenjahres
2000 in 2001! Dann wüßte ich wenigsten, wann ich aussteigen muß;)und wieder ein!
Bye Netfox
Die Institutionellen Anleger werden künftig das Geld zu
Sparzinsen auf Banken anlegen!!
Aktienmarkt ist völlig überbewertet.Wer glaubt Heute schon
an Morgen,jeder Tag kann der Letzte sein.
Sleep well.
@kasseklingt
Ist nur kurzfristig und partiell möglich.
Wenn das Angebot von Sparern größer wird, sinken die Zinsen,
und dann wieder die Aktien
Gruß
DerHabicht


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