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TC Unterhaltungselektronik - das geht ja ab!! (745420) - 500 Beiträge pro Seite



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Mensch, da habe ich aber richtig Pech gehabt!
Da habe ich doch voll die unschlagbare Performance eines MDAX-Kanditatens verpaßt (Aktuell € 7,60 / E-Kurs €13,50).

Wie kann man nur in diesen Zeiten eine solche Firma an die Börse bringen, um zu verkünden, dass man das Geld aus dem Börsengang ins Marketing steckt.

Die wollen Krieg gegen die Werbeindustrie und die, vor allem privaten, Fernsehsender führen. Wenn ich jetzt ein Wasserstoffauto fertig hätte und es vermarkten wollte, kann sich wohl jeder vorstellen, dass man mir einige Probleme bereiten wird. Und als Robin Hood der unmündigen Fernsehgucker taugt Frau Bauersachs nun wirklich nicht.

Hat da mal einer richtig reingeleuchtet? Ich glaube nicht!

Das Geld für das Marketing haben die auch wirklich nötig, wenn man sich mal die Werbung im "Wertpapier", Ausgabe 20, anschaut. Ist jetzt Märchenstunde, oder was?

Aber die Lemminge scheinen ja langsam aus den Desastern der letzten Zeit zu lernen und verkaufen den Schrott nun mit fast 50% Verlust.
Ich bin einer der "Alt"-Aktionäre. Nachdem sich der Kurs nicht unittelbar nach der Emission stabilisieren konnte, habe ich meine TC-Aktien verkauft.
Ich bin mit keiner Aktie verheiratet und wenn etwas fällt, fliegts raus.
Gleichwohl bin ich von der Story überzeugt und werde wieder zurückkaufen, wenn der Boden nachhaltig gefunden ist. Der Vergleich mit dem Wasserstoffauto ist gar nicht mal so schlecht. Er hinkt trotzdem in einem wichtigen Punkt.
Warum soll ich mir als Erster ein Wasserstoffauto kaufen, wenn ich nirgendwo tanken kann?!
Die Infrastruktur bei der Fernsehfee ist aber bereits komplett!
Man legt 400,-DM auf den Tisch und wird von Werbung verschont.

Man kann darüber streiten, ob man so ein Produkt braucht. Aber braucht man Fernsehen überhaupt? Braucht man Videorecorder? Braucht man VPS, 16X9 Bildschirme, Stereo oder Digitalfernsehen? Man kann alles aus diesem Bereich in Frage stellen. Fakt ist, es wird gekauft. Weil es unterhaltsam ist, oder praktisch oder weil man das Machbare haben will.
Daß der Vorstand von TC die Einnahmen aus dem Börsengang auch für Werbung aufwenden möchte, ist legitim. Für was denn sonst? Das Produkt, ist doch bereits fertig entwickelt. Es muß nur noch verkauft werden. Und ohne Werbung kein Verkauf.
Natürlich kann man alles verkaufen, wie man ja an der Fernsehfee - allein der Name - sehen kann!

Das mit dem Wasserstoffauto ist so: die Tankstellen damit auszurüsten ist easy, den Tank ins Auto zu bringen und den Wasserstoff dann auf nahe -270 Grad Celsius zu bringen, ist unter Berücksichtigung praktikabler Größen schon schwieriger.

Von mir aus können wir auch Biodiesel nehmen. Da gibt es auch nur relativ wenig Tankstellen, obwohl fast alle neuen Dieselmodelle den Betriebsstoff tanken können. Warum tun die es nicht? Weil Sie zu faul sind und 10 Pfennig keinen hinter den Ofen locken.

Genauso ist das auch mit der TV-Werbung. Alle regen sich auf, dass sie Gebühren an die GEZ entrichten müssen, obwohl sie doch "nur" private Sender gucken. Die sind nun mal werbefinanziert! Über den qualitativen Anspruch möchte ich ja gar nicht reden, aber er scheint doch den Schnitt aller gut zu treffen, oder? Sonst würden die Sender nämlich recht schnell wieder von der Bildfläche verschwinden. Das ist Marktwirtschaft pur.

Ich habe mich inzwischen schlau gemacht und habe eine Bude entdeckt, die auf die 30 Studenten verzichten kann, die Frau Bauersachs beschäftigt. Eine intelligente Bilderkennungssoftware erledigt den Job und ist wesentlich praktikabler. Was passiert eigentlich, wenn es plötzlich 600 Kanäle gibt, will sie dann 600 Studenten beschäftigen, die realtimemäßig glotzen?

Die besagte Firma geht einen ganz anderen, unspektakulären, aber wesentlich erfolgversprechenderen Weg: sie kooperiert mit den Sendern, die die Fernsehfee gefressen haben.

Die Sender haben nämlich tatsächlich ein entscheidendes Problem: Sie müssen werben, um Geld zu verdienen. Die Zeit, dies zu tun, ist vom Gesetzgeber beschränkt. Also ist eine Mehreinnahme nur über die Verteuerung der Werbeminuten möglich. Da spielen aber demnächst die Kunden nicht mehr mit, so dass nur noch einige wenige, sehr kapitalkräftige Firmen sich diese Art von Werbung leisten können (Telekom, Post, Waschmittel, etc.). So, und nun wird klar, warum niemend mehr Werbung gucken möchte. Weil er nämlich auf allen Kanälen, möglichst parallel (Das haben die nämlich untereinander schon so abgestimmt)den gleichen Kram vorgesetzt bekommt.

So, jetzt mal weitergedacht. Wenn die Zeit pro Sender eingeschränkt ist, muß man einfach die Werbung splitten können. Also jedem sein eigenes Werbefernsehen - profilorientiert. Hans kriegt endlich keine Waschmittelwerbung und Sabine keine Autowerbung mehr. Oder man steuert das ganze regional, so dass es sich zum Beispiel auch eine kleine Brauerei leisten könnte, in Ihrem Umfeld auf PRO7 zur besten Sendezeit Werbung zu schalten, ohne zigtausende ausgeben zu müssen.

Nur durch diese Splittung und das Mehrfachverkaufen von Sendezeit können die Sender Mehreinnahmen erzielen. Wenn man sie hierbei unterstützt, hat man gewonnen. Es geht nämlich nicht darum abzuschaffen, sondern zu lenken.

So, jetzt noch mal zu unserer rührigen Fernsehfee. Wer sich soweit aus dem Fenster hängt, sich den Ärger der Großen auf den Pelz lädt, ohne die nötigen Allianzen geschlossen zu haben, begeht praktisch Selbstmord. Die Kunst ist nicht, etwas zu bekämpfen, was nicht zu bekämpfen ist, sondern die Masse und den Schwung des Größeren auszunutzen. Lernt man bei jeder Kampfsportart!

Ich möchte niemanden davon abringen, sein Geld zu versenken. Vielleicht muß ich ja auch bald Abbitte leisten, weil sich der Kurs verhundertfacht. Dann habe ich wirklich Pech gehabt. Im Gegensatz zu den meisten Leuten hier konnte ich mir den Laden jedoch mal von innen anschauen und das hat bei mir keinen guten Eindruck hinterlassen.

Also, Good Luck beim Wiedereinsteigen!
Zitat:"Ich habe mich inzwischen schlau gemacht und habe eine Bude entdeckt, die auf die 30 Studenten verzichten kann, die Frau Bauersachs beschäftigt. Eine intelligente Bilderkennungssoftware erledigt den Job und ist wesentlich praktikabler."

Antwort:Bilderkennungssoftware ist ein alter Hut. Hat so lange funktioniert, bis die TV-Sender reagiert haben und die Trailer variieren. Äußerst unzuverlässig!
Keine Konkurrenz zu TC.


Zitat: " Die Sender haben nämlich tatsächlich ein entscheidendes Problem: Sie müssen werben, um Geld zu verdienen."

Antwort:Richtig! Aber vielleicht nicht so primitiv und lästig.
Konkurrenz belebt das Geschäft.
Ganz abgesehen davon - die Werbeindustrie befürwortet das System von Telecontrol!!! Sie kann bei kleineren Werbefenstern viel zielgerichteter arbeiten. Wie viele wegzappen oder bei Videorecordern vorspulen weiß nämlich niemand so genau.


Zitat: "So, jetzt mal weitergedacht. Wenn die Zeit pro Sender eingeschränkt ist, muß man einfach die Werbung splitten können. Also jedem sein eigenes Werbefernsehen - profilorientiert."

Antwort: Danke, ich verzichte. Werbung ist entweder unterhaltsam, ja das gibts - oder einfach nur schlecht, aufdringlich und penetrant - gibts leider viel zu häufig.
Da sollte der Ansatz für Werbung liegen.
Nicht Werbung durch Masse, sondern durch Klasse. Werbung, die Spaß macht, aber dann bitte nicht 100 Wiederholungen pro Woche.


Zitat: "Wer sich soweit aus dem Fenster hängt, sich den Ärger der Großen auf den Pelz lädt, ohne die nötigen Allianzen geschlossen zu haben, begeht praktisch Selbstmord."

Antwort: Zu spät. Alle gerichtlichen Auseinandersetzungen sind zugunsten TC entschieden. TC ist an der Börse und hat damit genügend Kapital die Vermarktung des fertigen Gerätes voranzutreiben.


Zitat: "Ich möchte niemanden davon abringen, sein Geld zu versenken. Vielleicht muß ich ja auch bald Abbitte leisten, weil sich der Kurs verhundertfacht. Dann habe ich wirklich Pech gehabt."

Antwort: Kann durchaus passieren. Die Marktkapitalisierung ist so lächerlich winzig, daß sich ein enormer Hebel ergibt, wenn das Projekt erfolgreich wächst.
Deshalb reicht ja auch ein verhältnismäßig kleiner Depotanteil, um dabei zu sein. Selbst bei Totalverlust hat man dann nicht viel verloren.


Fazit: Telecontrol bietet die Technik, sich aus der Werbung in der heutigen Form auszuklinken.
Es ist ein Wettbewerb der Systeme und Konkurenz belebt das Geschäft. Werbung wird dann intelligenter, besser und stielt dem Zuschauer nicht länger kostbare Lebenszeit!
Und das kommt beim TV-"User" an.
Die Marktkapitaliserung beträgt ja nur 3 Millionen Euro, laut Onvista. Bei einem angenommenen fairen KGV von 10 und einem Umsatz pro verkauften Gerät von 200 euro ergibt sich folgende Rechnung:

Um das KGV von 10 zu rechtfertigen, muss ein Gewinn von 300.000 Euro erzielt werden. Angenommen TC U. schafft eine Marge von 10 Prozent (wahrscheinlich zu konservativ), springt pro Gerät 20 Euro ab. Um ein KGV von 10 für 2000 zu rechtfertigen, müssen gerade mal 1500 Geräte verkauft werden. Und das im Weihnachtsgeschäft. Wenn sie nur 15000 Geräte verkauft haben, ist die Bewertung gerechtfertigt, TC kann verklagt werden und die Gewinne wieder ausschütten. Wir würden mit + - O die Bücher schließen. Wenn sie im Jahr 2001 weiter arbeiten dürfen, sehen wir hier bewertungsrtechnische gesehen Kaufkurse. Dennoch hochspekulativ, ich habe mich mit dem Produkt noch nicht ausseinandergesetzt, bei einem Denkfehler korrigert mich bitte.

Grüße, skilly, der bald mit kleinem Depotanteil kaufen wird :cool:
Grundfehler: Du definierst "Marge" nicht und vergißt die Kosten bei TC U.
Schau dir mal die Kosten in 99 und 1. Hj 2000 an, extrapoliere die & schlage einen riesengroßen Aufschlag für Marketingkosten drauf.
Zu den Marketingkosten gehören nicht nur die uns alsseits bekannten WErbekosten, sondern auch
- Listungskosten
- Platzierungskosten
- Werbekostenzuschüsse an den Handel

Resultat: Das Unternehmen schreibt erst ab einer deutlich höheren Menge schwarze Zahlen.

Zweiter Denkfehler: (Zitat) "TC U .....Gewinne wieder ausschütten". Du vergißt, daß erst einmal der große Verlustvortrag abgebaut werden muß, bevor eine Dividende bezahlt wird.


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