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Was ganz Neues.. :)

Auch Börsenspekulanten von Spielsucht bedroht -
Psychologe - 23.11.2000 17:01

GOTHA (dpa-AFX) - Die
Spielsucht droht nach Ansicht des
Bremer Psychologen Gerhard Meyer nicht
nur am Rouletttisch oder am
Spielautomaten, sondern auch auf dem
Börsenparkett. Dabei könne das
Zockerverhalten von Börsenspekulanten
ganze Volkswirtschaften in
Mitleidenschaft ziehen, warnte Meyer am
Donnerstag auf einer Fachtagung zur
Glücksspielsucht in Gotha. Eine
gigantische Vermögensvernichtung sei
dabei nicht auszuschließen.

Die Gefahr: Immer mehr spekulative
Anleger wollten kurzfristige
Aktienschwankungen Gewinn bringend
nutzen. Auch Privatanleger kämen heute
mühelos an Informationen, die früher
nur Börsenprofis zugänglich waren. Dass
aber auch die Broker selbst nicht vor
der Spielsucht gefeit seien, zeige eine
Erhebung aus den USA: Fast zehn Prozent
der befragten Börsenmakler gaben zu,
zwanghaft zu zocken.

Die gewaltigen finanziellen Risiken und
Chancen gerade bei hochspekulativen
Anlagen, der prickelnde Reiz der
Ungewissheit und die lustvolle Hoffnung
auf schnellen Reichtum bergen nach
Ansicht des Psychologen eine hohe
Suchtgefahr.

Erfolgreiche Transaktionen führten bei
den Zockern zu Euphorie und
Machtfantasien, sie bauten Angst- und
Minderwertigkeitsgefühle ab und wiegten
die Betroffenen in der Illusion, die
Kontrolle über das Börsengeschehen zu
haben. Verluste dagegen stürzten sie in
Angst und Verzweiflung. Dem folge dann
die irrationale Jagd nach dem neuen
Gewinn, der alle Verluste ausgleichen
soll - ein typisches Verhalten von
Glücksspielsüchtigen, meinte der
Psychologe.


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