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HypoVereinsbank


Intertainment überdurchschnittlich Datum : 26.07.1999
Zeit : 09.03.55


Positiv überrascht zeigten sich die Analysten der HypoVereinsbank von den
zuletzt präsentierten Halbjahreszahlen der Intertainment AG (WKN 622360).
Die vorgelegten Zahlen hätten die Analystenerwartungen übertroffen. Die
Aussichten für die kommenden Geschäftsjahres seien ebenfalls
vielversprechend. Im laufenden Geschäftsjahr werde der
Filmrechtevermarkter voraussichtlich 0,58 Euro je Aktie verdienen. Die
Gewinnschätzung für das kommende Jahr 2000 laute 4,19 Euro je
Anteilschein. Die Experten raten dem Anleger vor diesem Hintergrund zum
Kauf der Intertainment-Aktie.
Hallo liebe Boardler,

in der Ausgabe von Going Public befindet sich eine Analyse zu Intertainment. Ich habe sie mal in groben Zügen zusammengefaßt bzw. zitiert:

Die Bedeutung der Intependents

Rund 2/3 aller Filme weltweit werden in den USA produziert. Der Markt teilt sich zwischen Majors (große Studios wie z.B. Universal, MGM, Twentieth Century Fox) und Independents auf. In den letzen Jahren ist die Zahl der Independents stark angestiegen. Es gibt zwei wesentliche Unterscheidungsmerkmale zwischen Independents und Majors. Zum einen verfügen Independents in der Regel nicht über die finanziellen Resourcen wie Majors, zum anderen haben sie keine eigene Distribution. Somit sind sie auf die Zusammenarbeit mit internationalen Rechthändlern bzw. Majors angewiesen. Um die Finanzierung eines Films durch eine amerikanische Bank zu ermöglichen, muß ein Teil der Produktion vorab verkauft werden. Deshalb werden ide meisten Filme bereits im Drehbuchstadium verkauft.

Die Preisentwicklung

Die weiterhin das Angebot dan US-amerikanischen Spielfilmen übersteigend eNachfrage (mehr Free- und Pay-TV-Sender, Video on Demand, Internet) hat zu einer Preisexplosion von Filmrechten geführt. Beispielsweise haben sich die Preise in Deutschland innherlab eines Jahres naheu verdopplet. Um trotz dieser Entwicklung noch gute Filme zu einem akzeptablen Preis zu gelangen, schließen finanziell starke Rchtehändler sogenannte Output-Deals ab. Somit sichert sich der Rechtehändler eine Art Vorkaufsrecht auf alle zukünftigen Produktionen eines Studios.

Der Warner Deal

Der deutsche Filmmarkt wird von den US-Majors dominiert. In Europa verteilen sich die Marktanteile nahezu analog. Der Filmverleiher trägt die Ausbingungskosten (überwiegend Werbungskosten), die je nach Produktionsvolumen variieren. High-budget Filme bedingen somit höhere Aufwendungen. Erfahrungswerte verdeutlichen, daß 70% aller in Hollywood produzierten Filme nciht ihre Herausbingungskosten an der Kinokasse verdienen (sie rechnen sich erst durch die Fernehverwertung). Demnach dürfte die Gewinnschwelle eines Verleihs bei rd. 10 veröffentlichen Filmen pro Jahr liegen. Hiervon sollte mind. ein FIlm eine Mio. Besucher (zum Vergleich Titanic: 17,975 Mio Besucher!) haben. Die Vereinbarung mit Intertainment sieht vor, daß Warner in den nächsten fünf Jahren duchschnittlich zwülf Spielfime pro Jahr europaweit vermarktet. Warner trägt die gesamtnen Ausbringungskosten .Sobald Warner den Break-Even erreicht hat, wird der Gewinn teteilt, wobei Intertainment den Löwenanteil erhält. aber auch für Warner bietet die Vereinbarung mit Intertainment Vorteile. Der Major kann durch die gesteigerte Anzahl von Filmen eigene Kapazitäten besser auslasten und somit den Profit steigern. Da diese Art der Kooperation sowohl für den Rechtehändler als auch für den Verleiher von Nutzen ist, erwarten wir eine Duplizierung dieses Geschäftmodells.

Die Intertainment AG - ein reiner Rechtehändler?

Intertainment erzielte 1998 Umsätze ausschließlich mit dem Verkauf von Filmrechten aus US-Independen-Produktionen. Als zweitesy Standbein wird der Bereich Merchandising bis Ende des Jahres ausgebaut. So besitzt das Unternehmen die Vermakrtungsrechte für die bekannte Weihnachtsfigur "Rudolph - The Red-Nosed-Reindeer" von UNICEF. Darüber hinaus beinhalted ein kürzlich erworbenes Filmpaket auch die Merchandisingrechte. Hierduch kann im Bereich Merchandising zum einen die kritische Größe erreicht weren und zum anderen die starke Abhängigkeit vom Weihnachtsgeschäft reduziert werden. Mittelfirstig dürte der Bereich in einen Umsatzanteil von 10% hineinwachsen.

Die Intertainment AG in Zahlen

Mit einer Quorte von über 50% vom Umsatz bilden die Abschreibungen für Filmvermögen, welche in den Materialkosten ausgewiesen werden, die größte Aufwandsposition in der Gewinn- und Verlustrechnung von Intertainment. Durch den Einkauf großer Filmpakete (Investitionsvolumen rd. 1,3 Mrd. DM) dürften sich die Abschreibungen erst ab dem Jahr 2001 reduzieren. Intertainment verfügt über eine sehr schlanke Struktur. Aktuell sind 12 Mitarbeiter beschäftigt. Wir erwarten, daß die Personalaufwendungen deutlcih unterproportional zum Umsatz steigen.

Umsatzreihe von Intertainment

1998: 15 Mio. Euro
1999: 24 Mio. Euro
2000: 152,6 Mio. Euro
2001: 266,6 Mio. Euro

EBITDA

1998: 8,7 Mio. Euro
1999: 15,2 Mio. Euro
2000: 98,4 Mio. Euro
2001: 171,3 Mio. Euro

EBIT

1998: 4,4 Mio. Euro
1999: 7,7 Mio. Euro
2000: 49,2 Mio. Euro
2001: 83,1 Mio. Euro

Jahresüberschuss:

1998: 1,8 Mio. Euro
1999: 2,9 Mio. Euro
2000: 21,5 Mio. Euro
2001: 33,5 Mio. Euro

Fazit:

Im Vergleich zu den Wettbewerben (Kinowelt und Highlight)( verfügt Intertainment über internationale Filmrechte (EU-Europa, OSteuropa und China). Durch den Deal mit Warner ist die Vermarktung der FIlme in allen Territorien ohne große Investitionen, also somit risikolos, gesichert. Da es in der Branche üblich ist, Filme im Drehbuchstadium zu kaufen, sehen wir in der Tatsache, daß die Filme erst noch produziert werden, ein überschaubares Risiko. Darüber hinaus hat Intertainment nur Produktionen von bekannten Produzenten und Schauspielern eingekauft. Intertainment vermarktet alle Rechte in Split-Reights-Deals. D.h., der Verkauf an ie einzelnen Verwertungsstationen (Kino, Video, Pay-TV, Free-TV) erfolgt nacheinander. Die Rechte fallen wieder an Intertainment zurück und können nochmals ans Fernsehen verkafut werden. Die Erlöse aller weiteren Zyklen fließen nahez direkt in den Gewinn. Hierdurch erwarten wir ein erhebliches Ergebnispotential für die Zukunft. Darüber hinaus hat Intertainment seit dem Börsengang eine gut gefüllte Kasse (rd. 80 Mio. DM), die für Akquisitionen bzw. den Erwerb einer Filmbibliothek zur Verfügung steht. Wir empfehlen die Aktie mittel- bis langfrisitgen Investoren zum Kauf.


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Ich hoffe ich konnte euch mit dieser Analyse von Going Public ein bißchen weiterhelfen. Ich persönlich halte Intertainment auch für aussichtsreich. Mein persönliches Kursziel liegt für die nächsten 12 Monate bei 280 EUR.

- invest only in the best -

Paravisiodio


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