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EM.TV und METABOX...genehmigt Euch mal das... - 500 Beiträge pro Seite



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Zum EM.TV Skandal empfehle ich als Lektüre diese aktuelle Kolumne:

Die Sünden der Vorstände
(Dave Balda - 05.12.2000)

Brutale Abrechnung, bei der auch Metabox sein Fett weg bekommt. Denke mal, dass die beiden Papiere wirklich bald nur mehr von Hardcorezockern angefaßt werden...

Zu finden bei:
http://www.dynamitimdepot.de

(oben rechts)
Wirklich nicht schlecht die Lektüre.

Was um Infomatec, Met@box und EM.TV geschehen ist, ist eine riesen Sauerei, vorallem EM.TV wird dem Markt noch lange zu schaffen machen. ALso, lest Euch mal die Kolumne durch, klare Worte...

Gruss
Maiestro
In der FAZ steht heute unter der Überschrift "Kriminellen Vorstände müssen Aktionäre entschädigen" ein Artikel zu den Möglichkeiten von Schadenersatz, was aber wohl nicht so einfach sein wird.
Genannt werden EMTV, Infomatec, Metabox und Gigabell als mögliche Kandidaten.
Laut dem Artikel ist es am besten, sich auf die Prospekthaftung zu beziehen.

clarus
Ich erachte derartige Klagen eher für sinnlos. Aber dennoch besser als stillschweigend nichts zu unternehmen, irgendwie muss man die Verantwortlichen schließlich zur Rechenschaft ziehen.

Gruss
Maiestro
Und hier der Autor dieses bahnbrechenden Artikels:



Ist der Bart angeklebt?
:laugh:
Da frägt man sich doch, was ist härter, der Bart des Autors oder dieser Absatz zu Metabox...
;) ;) ;)

"Bilanzierungsfehler sind schliesslich mittlerweile am Neuen Markt nichts außergewöhnliches mehr. Denken wir nur an Met@box, wo man den Jahresabschluß 1999 noch mal kräftig überarbeitet hat. Statt der ursprünglichen 42,9 Mio. DM sind es jetzt doch nur 17,5 Mio. DM Umsatz gewesen, man hat da bei den Übernahmen etwas den Überblick verloren. Macht aber gar nix, denn für 2001 kündigte man gleich mal satte 600 Mio. DM an. Immerhin konnte man wieder einmal einen Auftrag verkünden, diesmal sind es 100.000 Boxen nach Großbritannien. Wie wir diese Meldung beurteilen, konnten Sie ja im Dynamit vom letzten Wochenende lesen (siehe Letter-Archiv, Ausgabe Nr. 49)."


Ach Leute, das Aussehen des Mannes ist doch nicht entscheidend, im Übrigen, mich stört auch sein Bart nicht.

Aber die Kolumne ist gelungen, der Schreibstil ist locker, ich weiß gar nicht, was ihr habt. Und zudem trifft er den Nagel auf den Kopf...
Darüber, dass Met@box für diesen bilanzfehler nichts konnte und darüber, das sich dadurch das Ergebnis sogar leicht verbessert hat schreibt er natürlich nichts...

MfG
Phili
Die Sünden der Vorstände...
erschienen am: 05.12.2000

...werden an Ihren Aktionären gerächt.

Die kleine Abwandlung eines weisen Spruches unserer Großväter paßt als Zustandsbeschreibung am
Neuen Markt so genau, wie die Ad-Hoc-Faust ins Gesicht des EM.TV-Aktionärs am vergangenen
Freitag.

Ich will Ihnen hier nicht die absolut katastrophalen EM.TV-Zahlen bzw. Schulden ein weiteres Mal
vorbeten, interessanter ist ohnehin die Frage nach dem, wie das alles passieren konnte.

EM.TV trat mit der Mär an, dass die Zeichentrickserien aus dem eigenen Bestand unsterblich seien. Ich
zitiere hier mal meinen Kollegen Gerhard Höller, der in seiner Kolumne vom Montag das Ganze
sarkastisch auf den Punkt gebracht hat: "20 Jahre alte Folgen der Biene Maja sind natürlich mehr wert
als die Flugzeugflotte der Lufthansa".

Ich muss hier dahingehend widersprechend, dass ich glaube, die Biene Maja-Folgen sind bereits
wesentlich älter als 20 Jahre, kann aber der Ironie der Höllerschen Aussage nichts fundamentales
entgegenbringen. Ich frage mich nur, wieso man bei Odeon Film, einem ewigen Verlierer der
Medienunternehmen am Neuen Markt, nicht die selbe Chuzpe hatte wie die Haffa-Brüder. Es gibt gute
Gründe, wieso die Zuschauer auch heute noch gerne die Uraltfolgen von "Ein Fall für Zwei" mit Claus
Theo Gärtner und Günther Strack sehen. Liegt hier nicht eine unerschöpfliche Quelle für ewigen
Aktionärsreichtum in den Schubladen bei Odeon?

Halt, halt, bevor jetzt die Vorstände des "kleinen" Münchner Medienwertes eine große Imagekampagne
mit dieser Idee starten und womöglich sogar das ZDF den Gang an den Neuen Markt anstrebt: Das
spielts nur einmal!

Und jetzt hat es sich ausgespielt, auch wenn man kein Prophet sein muss, um anzukündigen, dass
Aktionärs- und Schutzverbändeklagen gegen Thomas und Florian Haffa natürlich im Sande verlaufen
werden.

Bilanzierungsfehler sind schliesslich mittlerweile am Neuen Markt nichts außergewöhnliches mehr.
Denken wir nur an Met@box, wo man den Jahresabschluß 1999 noch mal kräftig überarbeitet hat.
Statt der ursprünglichen 42,9 Mio. DM sind es jetzt doch nur 17,5 Mio. DM Umsatz gewesen, man hat
da bei den Übernahmen etwas den Überblick verloren. Macht aber gar nix, denn für 2001 kündigte man
gleich mal satte 600 Mio. DM an. Immerhin konnte man wieder einmal einen Auftrag verkünden, diesmal
sind es 100.000 Boxen nach Großbritannien. Wie wir diese Meldung beurteilen, konnten Sie ja im
Dynamit vom letzten Wochenende lesen (siehe Letter-Archiv, Ausgabe Nr. 49).

Aber nicht nur am Neuen Markt werden den Aktionären Hämmer ersten Grades ins Nest gelegt. Und hier
habe ich zum Abschluss für heute noch ein spezielles Zuckerl. Der bei Ihnen wahrscheinlich in
Vergessenheit geratene Hersteller von Motorradbekleidung und -zubehör, die Eurobike AG, hat am 28.
November 2000 für das Geschäftsjahr 1999/2000 ein Vorsteuerergebnis von 35,1 Mio. DM gemeldet.
Einige Tage später teilte man dann allerdings mit, dass hier einige außerordentliche Einnahmen
enthalten waren, die da eigentlich gar nicht hingehörten. Die neue Hochrechnung geht jetzt von einem
Vorsteuergewinn von 5 bis 10 Mio. DM aus, was einen Gewinnrückgang im Vergleich zum Vorjahr
bedeutet. Aber keine Panik, der Eurobike-Aufsichtsrat wird "sehr bald" einen neuen Finanzvorstand
berufen, der auch für das Controlling verantwortlich sein wird.

Zustände wie am Neuen Markt daraufhin am sonst so beschaulichen SMAX, 35 Prozent knickten die
Papiere ein und beendeten somit eine umsatzarme zweijährige Seitwärtsbewegung in enger Range.

Naja, da bleiben wir dann doch besser am Neuen Markt, hier steigen die Aktien wenigstens auch mal
gewaltig, bevor sie zusammengefaltet werden.


Ihr
Dave Balda



Bitte:)
Was heißt denn hier, Met@box konnte nichts für den Bilanzierungsfehler? Ich glaube, ich lese nicht mehr richtig...
also ich verstehe auch nicht, warum die Firma nichts für diese Fehler kann? Letztendlich ist die Bilanzierung Thema der Firma und nicht von irgendwelchen Außenstehenden. Auch Berater können nicht entscheiden, da dies Thema des Unternehmens und dort des Managemenst ist.

Oder bringen die auch die Belege in einer Schuhschachtel zum Steuerberater, der dann einige Wochen später die BWA präsentiert? So kommen mir manche Argumente vor ...


clarus
Und noch etwas zu dem Bilanzierungsfehler! Es kann doch nicht sein, dass man sich um 30 Millionen vertut!!!!!!!! Das geht nicht. Bei 10 Mrd. Umsatz wäre das kein Problem, aber hier waren es ursprünglich mal mehr als 40 Mio., dann wurden daraus knapp 17,5 Mio.!!! Das ist ein Hammer Leute, und wie man daran etwas positives finden kann, bleibt eh fraglich! Dass der Gewinn dadurch gestiegen sein soll, juckt mich nicht sonderlich, muss ich sagen!

Gruss
Maiestro
Hör mal PhiliG,

es wäre schon, wenn Du begründen würdest, warum Met@box nichts für den Fehler kann...

Gruss
Maiestro
Ich denke, dass PhiliG bzgl "MBX kann nichts dafür" meint, dass das die Sache des Bilanzprüfers gewesen sei.

Aber so einfach darf man sich das zweifelsohne nicht machen, das ist ein ZU GROBER Fehler!

Wo sich das Ergebnis VERBESSERT haben soll, kann ich leider überhaupt nicht erkennen, aber vielleicht äußert sich der Kollege ja noch dazu...

Oder ein anderer immer noch treuer MBXler, wo sind die immer, wenns wirklich hart auf hart kommt
;) ;) ;)
Hi Clubsandwich und alle anderen,

ich habe mich damals aus der Met@box Diskussion zurüchgehalten, aber was da geschah, war schon nicht mehr schön. Wer seine Stimme gegen die Settop Boxen Hersteller erhob, wurde hier im Board bitter beschimpft und persönlich angegriffen.

Selbst jetzt noch kommen Leute wie PhiliG und versuchen durch derartig unqualifizerte Aussagen zu retten, was nicht mehr zu retten ist!

Met@box hat einen riesen Mist gebaut, wer das noch nicht erkannt hat, der sollte seine Stellung überdenken und vielleicht Abstand von der Börse nehmen! So einfach ist das! Florian Haffa hat sich ebenfalls mit der Bilanz verzettelt und er wusste, was zu tun war, als es an die Öffentlichkeit gelangte. Er trat zurück...

Gruss
Maiestro
@maiestro, wen interessiert denn der schnee aus dem vorigen jahrhundert? börse blickt in die zukunft, wenn du das nicht begriffen hast, dann solltest du deine eigene empfehlung beherzigen und dir ein sparbuch zulegen.
wie die zukunft von metabox aussehen KÖNNTE, reizt mich persönlich zu einem ordentlichen investment, da weit und breit keine firma zu sehen ist, die derartige gewinne erwarten lässt. kommt es anders, hab ich halt ein paar tausend euro in den sand gesetzt. kein problem, garantien bekomme ich von NIEMANDEM. Also was soll das ganze geseich?

im übrigen verlasse ich mich auch auf meinen steuerberater, wozu habe ich den denn sonst engagiert?
baut der scheisse mit meiner kohle, muss er haften.

hooksie
Ach Hooksie,

was der Scheiß soll? Folgendes: Das Unternehmen hat enttäuscht und nun wiederleg das mal bitte. Oder lass es besser bleiben, eh unsinnig, da unmöglich. So, das Unternehmen hat das Vertrauen der meisten Anleger missbraucht, warum sollte ich den Leutchen dann glauben, dass es nächstes Jahr besser wird?

Gruss
Maiestro


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