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Die CLICKBID AG plaziert vorbörslich Aktien - 500 Beiträge pro Seite


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Kommentar der Wytto.de-Redaktion:
Die CLICKBID AG hat vermutlich einen der kürzesten Verkaufsprospekte erstellt, die je verfaßt wurden. Er ist stolze 15 Seiten lang. Um dieses Ergebnis zu erreichen hat man auf unkonventionelle Mittel zurückgegriffen. Während man den Risikobelehrungen noch ganze 18 Zeilen gewidmet hat, so hat man sich bei den Steuerbelehrungen auf 10 Zeilen beschränkt. So „unwichtige" Dinge wie die Eröffnungsbilanz oder Informationen über den Vorstand wurden einfach gänzlich weggelassen. Aber man sollte es der Gesellschaft nachsehen. Denn Papier und Druck sind teuer (weshalb man wohl auch nur schwarzweiß gedruckt hat), und das Geld ist knapp, da das Grundkapital bisher nur zu 25 % eingezahlt wurde. Sehr ambitioniert sind in der Tat die Planzahlen. Während sich die Umsatzerlöse von Euro 778.000 in 2001 auf Euro 3.701.000 in 2002 fast verfünffachen sollen, ist geplant nach einem Verlust von Euro 934.000 in 2001 im Jahre 2002 einen Gewinn von Euro 1.244.000 zu erwirtschaften. Hieraus ergibt sich für 2002 ein KGV von unter 2 – die Aktie wäret also ein richtiges Schnäppchen. Das entspricht außerdem einer Umsatzrendite in 2002 von 33,6 %. Dies allerdings ist erst der Anfang, denn schon 2003 soll die Umsatzrendite über 40 % liegen. Wenigstens der Vorstand scheint an diese Prognosen zu glauben. Denn sonst hätte man den Altaktionären auf der Gründerversammlung sicher kein Optionsrecht auf 50.000 Aktien durch ein bedingtes Kapital von Euro 50.000 eingeräumt. Ein Optionsschein zum Preis von Euro 0,10 berechtigt zum Bezug einer Aktie für Euro 1,20 im ersten und Euro 3,00 im zweiten Jahr. Zwei Jahre ist die Laufzeit des Scheins. Nimmt man den Mittelwert der beiden Bezugspreise, so erhält man Euro 2,10 – ca. ein Neuntel von dem, was die Zeichner jetzt zahlen sollen.

Bei diesem Papier raten wir dringend von einer Zeichnung ab.
Lieber anonymer Wytto-Redakteur,

für Ihren aufschlußreichen Kommentar zur CLICKBID AG und die Möglichkeit hierauf angemessen reagieren zu können, danke ich Ihnen an dieser Stelle sehr.
Die Leser dieses Threads wissen nur zu Gut, daß sich der Mensch über das Sein und nicht den Schein definiert. Ich stand wie viele andere AG-Gründer vor der Frage den Verkaufsprospekt kostenintensiv mit bunten Bildchen und vollmundigen Phrasen aufzublähen um vom Wesentliche abzulenken und den Investor zu blenden, oder es bei den notwendigen Informationen zu belassen um dem potentiellen Investor nicht die Zeit zu stehlen.
Ich bedaure daher umsomehr, daß trotz der Kürze des Prospektes Sie glauben ihn augenscheinlich ungelesen kommentieren zu müssen. Keinesfalls möchte ich Ihnen nämlich unterstellen vorsätzlich dem AG-kundigen Leser die Unwahrheit über die Einzahlung des Stammkapitals zu erzählen. Dem interessierten Leser lege ich zu diesem Punkt die Seite 4, Pkt. 2.1 des Verkaufsprospektes ans Herz.
Jeder, der sich mit dem Aktienrecht und dem Verkauf von Aktien auskennt, wie z.B. unser sehr geehrter Herr Prof. Dr. Klaus Steiner dem ich sehr für die Unterstützung und Beratung bei der Erstellung dieses Prospektes danke, weiß, daß der Prospekt vor Veröffentlichung vom Bundesamt für den Wertpapierhandel geprüft wird. Unser Prospekt erfüllt alle Anforderungen.
Die Entwicklung so mancher Firma am neuen Markt hat nun endlich auch dem letzten analystengläubigen Zocker, dem Aussagen wie die Ihre wichtig sind, gezeigt was Prognosen wert sind, wenngleich sie ein noch notwendiges Relikt sind. Ich hoffe Sie nicht zu enttäuschen, wenn ich Ihnen mitteile, daß dies nicht unsere Investoren-Zielgruppe ist.
Wir verwenden dieselbe Kristallkugel für den Blick in die Zukunft wie andere AG´s.
An erster Stelle steht bei uns jedoch, wie Sie richtig erkannt haben, intelligentes Kostenmanagement bei kreativem Marketing.
Wir suchen den Investor und den Dialog mit ihm, der auch mal einen Blick auf unsere Web-Sites wirft. Dort findet er nämlich Informationen über die Gesellschaft, den Vorstand und div. speziell für ihn reservierte Foren.
Der kundige Gründer sorgt durch Auflegung von Optionsscheinen zur Mitarbeitermotivation und für pot. Kooperationspartner vor. Nicht sind jedoch diese Optionsscheine für den freien Markt bestimmt.
Ich suche den Dialog, auch und vor allem mit dem Investor. Von Ihnen habe ich allerdings außer Ihrem oben aufgeführten erfrischenden Artikel noch nichts weiter gehört seit sich Ihre Redaktion vor Wochen in unseren Presseverteiler hat einschreiben lassen.
Nichtsdestotrotz unterstützt Ihr Beitrag den Investor sich seine Meinung objektiv zu bilden – über Sie und die CLICKBID AG.
Einen Erfahrungsbericht über Wytto in unserer Datenbank: http://www.xperiences.de zu hinterlassen, maße ich mir jedenfalls nicht an.
Eine Kopie diese Mails geht gleichfalls an Wytto.
Ihnen wünsche ich noch viel Erfolg und verbleibe

Ihr
Michael Kranick
(Vorstand)
CLICKBID AG

p.S. Lesen Sie doch bitte auch einmal auf der xperiences-Site unter „Musterprozesse“ wie es der Telekom ergangen ist. Dort finden Sie nützliche Tipps.
Sehr geehrter Kranick,

zuerst sei erwähnt, dass der Vorwurf der Anonymität völlig verfehlt ist. Weiteren Kommentar möchte ich hierzu nicht mehr geben. Jedes Unternehmen hat immer eine Möglichkeit, Stellung zu beziehen, so wie Sie hier!

"Die Leser dieses Threads wissen nur zu Gut, daß sich der Mensch über das Sein und nicht den Schein definiert. Ich stand wie viele andere AG-Gründer vor der Frage den Verkaufsprospekt kostenintensiv mit bunten Bildchen und vollmundigen Phrasen aufzublähen um vom Wesentliche abzulenken und den Investor zu blenden, oder es bei den notwendigen Informationen zu belassen um dem potentiellen Investor nicht die Zeit zu stehlen."

Bunte Bildchen und vollmundige Phrasen sind auch nicht die Dinge, die ein Anlageentscheidung beeinflussen. Informationen über den Vorstand und ausreichende Belehrungen über Anlagerisiken oder Steuerfragen könnten allerdings schon dazugehören.



"Keinesfalls möchte ich Ihnen nämlich unterstellen vorsätzlich dem AG-kundigen Leser die Unwahrheit über die Einzahlung des Stammkapitals zu erzählen"

Wir haben die Tatsache, dass das Grundkapitalvoll eingezahlt ist, schon festgestellt und korrigiert. Von Vorsatz kann, wie von Ihnen schon bemerkt, hier keine Rede sein. Die Ursache dafür lag darin, daß das Stammkapital laut Prospekt erst zu 25 % eingezahlt wurde (Seite 2) und der Restbetrag (Seite4) später. Der letzte Teil ist uns entgangen, was wohl nicht passiert wäre, wenn diese Informationen auf der selben Seite des Prospekts zu lesen wären.



"Jeder, der sich mit dem Aktienrecht und dem Verkauf von Aktien auskennt, wie z.B. unser sehr geehrter Herr Prof. Dr. Klaus Steiner dem ich sehr für die Unterstützung und Beratung bei der Erstellung dieses Prospektes danke, weiß, daß der Prospekt vor Veröffentlichung vom Bundesamt für den Wertpapierhandel geprüft wird. Unser Prospekt erfüllt alle Anforderungen."

Vielleicht sollten Sie auch gleich so fair sein, und uns allen mitteilen, was genau geprüft wird. Denn das ist ja schließlich relevant!

Es wird nicht geprüft, ob und in wie weit Sie sich als Gründungsaktionär reich emittieren! Es wird keines Falls geprüft, ob der Einstiegspreis der Neuaktionäre fair gestaltet ist! Es wird auch nicht geprüft, ob Ihr Unternehmen auch nur die geringsten Chancen hat, die nächsten 3 Monate zu überleben!



"Die Entwicklung so mancher Firma am neuen Markt hat nun endlich auch dem letzten analystengläubigen Zocker, dem Aussagen wiedie Ihre wichtig sind, gezeigt was Prognosen wert sind, wenngleich sie ein noch notwendiges Relikt sind."

Prognosen haben wir nicht abgegeben. Wir haben lediglich Ihre Prognosen kommentiert.



"An erster Stelle steht bei uns jedoch, wie Sie richtig erkannt haben, intelligentes Kostenmanagement bei kreativem Marketing."

Bitte legen Sie uns nicht etwas in den Mund, das wir nie behauptet haben. Von "intelligentem Management" ist bei uns keine Rede gewesen!


"Der kundige Gründer sorgt durch Auflegung von Optionsscheinen zur Mitarbeitermotivation und für pot. Kooperationspartner vor. Nicht sind jedoch diese Optionsscheine für den freien Markt bestimmt."

Natürlich ist eine Unternehmensbeteiligung des Teams enorm wichtig. Und da von den 50.000 Optionsscheinen 40.000 von Ihnen übernommen wurden, können die Aktionäre von Ihnen hoffentlich ein ganz besonderes Engagement erwarten.


MFG,

K. Preugschat

Mitglied der Wytto.de-Redaktion
CLICKBID Vorstand


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Michael Kranick, ein erfahrener und kreativer Wassermann und Unternehmer.

aus der Clickbid Website...

Na dann ist doch der Gang an den Neuen Markt so gut wie sicher...
@wallstone
der "Gang an den neuen Markt" ist eigentlich keinesfalls sicher. Bedauerlicherweise leiden dort einige gute Unternehmen am schlechten Ruf des neuen Marktes aufgrund zu vieler unqualifizierter Unternehmen und Unternehmer. Die Zeit wird zeigen inwieweit hier eine Selbstreinigung des Segmentes bis zu unserem geplanten Börsengang vollzogen ist.

@Miss LINUX
Sie sind nahe dran. Aber bei uns in Hamburg sind es die mit dem Balken über den Schultern und den Wassereimern an den jeweiligen Enden. Hummel,hummel,....
Prof. Dr. Klaus Steiner steht auch hinter East Vision und European Capital Beteiligungen, die zB Maddox gebracht haben und bei M.Technologies (frueher Delta) involviert sind. Zu Ende denken muesst ihr aber selbst.

Tschoe, Istanbul.
@ MIss Linux

Also ein erfahrener Klempner hätte gute Chancen am neuen Markt.
Er könnte die ganzen Rohrkrepierer und Rohrbrüche bei den ganzen Unternehmen wieder reparieren. Die Auftragslage sollte von Beginn an hervorragend sein.
Also bei Rohrkrepierer denke ich zuerst an die GCM - damit hätte er wohl auf Jahre ausgesorgt.

Obwohl - kann man GCM reparieren ? Wohl kaum....


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