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Bullenfalle oder Jahresendrallye? - 500 Beiträge pro Seite


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Habe gerade einen interessanten Bericht von
Christian Tempich gelesen und stell ihn mal rein
zur Diskussion.

Bullenfalle oder Jahresendrallye?
Am 5. Dezember verzeichnete der Nasdaq Composite mit 10,5 Prozent den größten Tagesgewinn in seiner fast dreissigjährigen Geschichte. Einige Marktbeobachter bejubelten den Kurssprung als Wende, nachdem der Technologieindex seit seinem Höchststand im März um 50 Prozent zurückgefallen war.
Doch nach zwei schwachen Tagen an der Technologiebörse dämmert den Anlegern, dass es sich bei der vorübergehenden Rallye auch um eine Bullenfalle gehandelt haben könnte. Eine Welle von Ertragswarnungen schwemmte die gute Börsenstimmung davon. Neben der Greenspan-Rede hatte die Hoffung auf ein Ende des US Wahldebakels die Kurse beflügelt: Als der Streit vor den Gerichten anhielt, reagierten die Anleger enttäuscht, auch wenn die Chancen von Al Gore mit jedem Tag schrumpfen. Einige politische Beobacher vermuten, dass der Vizepräsident den Kampf aufgeben wird, wenn er vor dem Obersten Gericht von Florida verliert. Am Freitag Nachmittag steht nur noch das Urteil des Supreme Court in Florida aus, zwei andere Verfahren gingen zum Nachteil des Gore-Teams aus.

Doch ein anderes Problem können weder Greenspan noch Gore vertreiben: Die Flutwelle von Ertragswarnungen setzt vor allem den Technologiewerten zu. Nach Apple, Gateway, Scient und National Semiconductor warnte am Donnerstag nach Börsenschluss Intel vor einem enttäuschenden Umsatz im vierten Quartal. Als Grund wurde einmal mehr die schwache PC-Nachfrage genannt.

Doch die Reaktion der Märkte gibt Anlaß zu Hoffung: Trotz all der negativen Nachrichten kam es am Freitag zu einer kräftigen Rallye unter Führung der Technologiewerte. Eine Erklärung für die Rallye zum Wochenschluß könnte sein, dass der Talboden endlich erreicht und alle negativen Meldungen in den Kursen bereits "eingepreist" sind.

Die Abkühlung der US Konjunktur macht sich auf Unternehmensseite in einem schwächeren Gewinnwachstum bemerkbar. Doch es gibt endlich auch eine Reihe von positiven Faktoren, die den Märkten auf die Beine helfen könnten:

1. Sehr wahrscheinlich wird die US Notenbank auf ihrer Sitzung am 19. Dezember zu einer neutralen Haltung gegenüber Zinsanhebungen zurückkehren, ab nächstem Jahr könnte es dann zu Senkungen kommen.

2. Der Ölpreis ist auf dem Rückzug.

3. Ein Ende der Unsicherheit über den Ausgang der US Präsidentschaftswahlen dürfte den Kursen Rückenwind verschaffen.

ye


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