Die Jahrtausend-Depots - Musterdepotwettbewerb 2001: Gigaguru - Fuchs Ede! - 500 Beiträge pro Seite

eröffnet am 19.12.00 23:13:59 von
neuester Beitrag 13.11.02 15:58:00 von


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19.12.00 23:13:59
Im Rahmen des Musterdepot-Wettbewerbs im Jahr 2001 treten diesmal Gigaguru und Fuchs Ede gegeneinander an. Beide stellen Anfang des kommenden Jahrtausends in diesem Thread ihre Top10 für das Jahr 2001 vor. Gigaguru und Fuchs Ede verpflichten sich hiermit, bis spätestens zum 01. Januar 2001 um 23 Uhr MEZ ihre Top10-Liste in diesen Thread zu stellen (Fuchs Ede wird das noch bestätigen). Alle Werte sind mit jeweils 10% gewichtet. Die Musterdepots bleiben das gesamte Jahr 2001 über unverändert, es darf also zwischenzeitlich nicht getradet werden. Gekauft wird zum Schlusskurs am 29.12.2000 am umsatzstärksten deutschen Börsenplatz. Verkauft wird am letzten Handelstag des Jahres 2001, ebenfalls zu den jeweiligen Schlusskursen. Wer will, kann außer Konkurrenz an diesem Wettbewerb teilnehmen, wie das im übrigen auch Steve Harmon, Henry Blodget, Mary Meeker oder andere (vermeintliche Ex-)Gurus können, sofern sie sich noch einmal trauen, ihre Favoriten zum Jahresanfang zu nennen.

Gigaguru
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19.12.00 23:17:38
ha ha ha!


ich lach mich kaputt!!!
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19.12.00 23:35:15
Ein lustiges Board ist das hier.

Bin schon auf die Depots gespannt!
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19.12.00 23:38:51
seid ihr eigentlich nicht schon pleite mit euren tips:

pacific internet, nbci, starnet, ... ?
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19.12.00 23:45:01
:laugh:

@Giga, echt lustig! Vielleicht solltest gegen das Sparbuch meiner Oma antreten! :laugh:
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19.12.00 23:48:38
@oppaduska, long rider, rukus!

Wie wäre es denn mit konstruktiven Beiträgen oder eigenen Depots statt Häme?

Übrigens wird niemand gezwungen gg`s Beiträge zu lesen!
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19.12.00 23:56:33
Wieso ausser Konkurrenz mit machen ?????
Was ist wenn ein anderer ein erfolgreicheres Musterdepot zusammenstellt ????

Wird dann dies nicht beachtet oder was ???

Um Antwort gebeten....

mfG
Brasil
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19.12.00 23:57:25
@money_2000,

du hast du recht! Ich trete gegen Giga an!

Ich kaufe
1.) GAR NICHTS
2.) spende ich die hälfte des Depots an die SOS-Kinderdörfer.

Mit diesem Depot dürfte man Gigaguru um LÄNGEN schlagen :laugh:

Echt lustig hier! Respekt Giga, immerhin fährst du jetzt die "lustige" Tour! Besser als Anleger um 90 % Ihres Depots zu bringen, Danke nochmal

Moni

P.S. oder was das etwa ERNST
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20.12.00 00:08:57
@ FrauLewinsky,

na also, es geht doch!;-)

Gruß money_2000
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20.12.00 00:17:55
ich setze mein depot voll auf sparkassenbrief A Oberursel, angelegt auf 12 Monate, Zins 5,5%.
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20.12.00 02:02:49
:)
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21.12.00 10:21:52
Ich hab hier schon länger nicht mehr reingeschaut, aber das ist wirklich lustig.
Gigaguru, Dine Depot für 2000 muß ja eine unglaubliche Performance hingelegt haben mit den defensiven Werten, die Du ausgewählt hast.
Ich könnte mir aber sogar vorstellen, daß Du es schaffst 2001 noch schlechter zu sein.

mfg AON.
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26.12.00 11:17:05
Habe 2000 ausser Konkurenz schon mal mitgemacht und mit SMX und M-dax Titeln in 2000 verdient.
Und ich denke ich werd hier am 01.01.01 auch mal meine Favoriten reinstellen.

An alle die hier mit der hass-kappe rumlaufen:

Wieso seid macht Ihr nicht euer eigenes Ding. Wer nur ohne sich zu informieren auf die Tips der anderen hören und sich nachher noch beschweret ist meiner Ansicht nach ziemlich einfältig und hat an der Börse eh nichts verloren.

Wenn 2000 ein Gutes hatte dann dies eine:

Endlich sind die Amateurzocker pleite und ich hoffe das die dann auch hier das board verlassen !!!!!!!

Also wer sich angesprochen fühlt : Tschüssss
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26.12.00 13:02:13
Okay hört sich ja ganz witzig an !
Will mal just for fun gern ausser Konkurrenz teilnehmen
und stell hier mal meine Favoriten rein.

1.) Beiersdorf 520000
2.) Lambda Physik 549427
3.) Technotrans 744900
4.) Pfizer 852009
5.) Nestle 887208
6.) Millennium Pharm 900625
7.) Vertex Pharm 882807
8.) Medimmune 881824
9.) Articon-Integralis 508770
10.)Bank of Tokyo Mitsubishi / Kein Handel in D

So dann schauen wir mal wie nächstes Jahr aussieht.
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29.12.00 16:38:54
@BurningByte

Du solltest schon die Gewichtung der Einzelnen
Positionen mit angeben sonst bringt das ja nichts.
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29.12.00 19:26:01
In dieser Art Wettbewerb war dies bisher nicht nötig, da alle Werte der einfachheit halber auf 10% gesetzt wurden.

Offi
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29.12.00 22:38:33
Hallo Gigaguru!

Kannst Du mir mal die Performance Deines Depots Top 10 of 2000 mitteilen.

Auch das von FuchsEde würde mich interessieren.

Hier das Ergebnis von Harmon Top 10 of 2000 per 29.12.2000 - Schlußkurs (Splitbereinigt)

AOL - Empfehlung US-$ 75,88 - Schluß US-$ 34,07 - Verlust 55,10 %
CMGI - Empfehlung US-$ 139,44 - Schluß US-$ 5 37/64 - Verlust 96,00 %
CNET - Empfehlung US-$ 56,75 - Schluß US-$ 16 - Verlust 71,81%
NETP - Empfehlung US-$ 42,00 - Schluß US-$ 2 1/16 - Verlust 95,09%
PCNTF - Empfehlung US-$ 46,94 - Schluß US-$ 2 5/16 - Verlust 95,07%
RBAK - Empfehlung US-$ 88,75 - Schluß US-$ 40 13/16 - Verlust 54,01%
SCOC - Empfehlung US-$ 30,38 - Schluß US-$ 1 9/32 - Verlust 95,78%
OPTV - Empfehlung US-$ 50,55 - Schluß US-$ 10 1/2 - Verlust 79,23%
TRLY - Empfehlung US-$ 54,75 - Schluß US-$ 10 5/8 - Verlust 80,59%
USIT - Empfehlung US-$ 43,00 - Schluß US-$ 1/3 - Verlust 99,27%

Hier wurde die Übernahme von Spyglass durch OpenTV (OPTV) berücksichtigt.

Verlust im Gesamtdepot in Höhe von 79,86%.

Seit Ihr besser oder schlechter gewesen?

Weiterhin viel Spaß wünscht
kirschrother_lump
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30.12.00 04:36:40
Meine Top 10 für 2001:


871111 Sun Microsystems 30,60 Euro
917694 InfoSpace 9,40 Euro

875403 Dell Computer 18,50 Euro
878841 Cisco Systems 41,60 Euro

919207 Vignette 21,40 Euro
914850 Inktomi 23,00 Euro

723610 Siemens 139,25 Euro
924107 Commerce One 31,65 Euro

508770 Articon-Integralis 74,50 Euro
534840 TV-Loonland 31,00 Euro


Fuchs Ede
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30.12.00 08:01:37
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30.12.00 14:08:20
Die Top10 für das Jahr 2001:


Aktie/ historischer Höchststand/ Schlusskurs an der umsatzstärksten deutschen Börse am 29.12.2000

CMGI (CMGI)/ 158 Euro/ 6,25 Euro
US-Internetbeteiligungsgesellschaft http://www.cmgi.com

InfoSpace (INSP) 140,5 Euro/ 9,4 Euro
Internetinfrastrukturanbieter http://www.infospace.com

Internet Capital Group (ICGE)/ 198 Euro/ 3,35 Euro
B2B-Beteiligungsgesellschaft http://www.icge.com

Hikari Tsushin/ 2450 Euro/ 15,5 Euro
Japanische Telekommunikations- und Internetbeteiligungsgesellschaft http://www.hikari.co.jp/hikari/englis/index.html

Jafco/ 415 Euro/ 90 Euro
Japanische Internet, Biotech- und Telekommunikationsbeteiligungsgesellschaft http://www.jafco.co.jp/eng/home/index.html

NBC Internet (NBCi)/ 106,8 Euro/ 3,4 Euro
Internetportal http://www.nbci.com

Softbank (SFTBF)/ 566,7 Euro/ 34,1 Euro
Japanische Internetbeteiligungsgesellschaft http://www.softbank.co.jp/e_top.htm

Starnet (SNMM)/ 26,6 Euro/ 0,39 Euro
Onlinegambling-Softwareschmiede http://www.snmm.com

Travelocity.com (TVLY)/ 42,5 Euro/ 10,4 Euro
Online-Reisebüro http://www.travelocity.com

Ventro (VNTR)/ 245 Euro/ 1,29 Euro
B2B-Unternhmen im Bereich Biotechnologie http://www.ventro.com


Der Schwerpunkt der Titelauswahl liegt bei Internetbeteiligungsgesellschaften (CMGI, ICGE, Jafco, Hikari Tsushin, Softbank), darüber hinaus wurden Einzelwerte in den Bereichen Internetinfrastruktur (InfoSpace), Internetportale (NBC Internet), Online-Reisebüros (Travelocity.com), Onlinegambling- bzw. -gaming (Starnet) und B2B (Ventro) ausgewählt. In verschiedenen Threads habe ich zu einigen dieser Werte bereits Beiträge geschrieben (CMGI, ICGE, Jafco: Thread: Die 5 besten Internet-Beteiligungsgesellschaften der Welt: Im Durchschnitt 75% unter Höchstkurs!; Softbank: Thread: Softbank: Wie sehr sich vermeintliche Insider irren können!; InfoSpace: Thread: InfoSpace: Schon bald einer der Giganten im Bereich Internet-Infrastruktur!; Hikari Tsushin: Thread: Hikari Tsushin: Spekulativer Vervielfachungskandidat!; Starnet: Thread: Starnet Communications: Rückblick - aktuelle Situation - Ausblick!; Travelocity.com Thread: Entstehung eines E-Commerce-Giganten - Analyse zu "Preview Travel"!).

Während für Technologiewerte allgemein und speziell für Internetwerte 2000 geradezu ein Crashjahr war (fast alle Internetaktien fielen vom Himmel, deren Kurse – gemessen am historischen Höchststand – zehntelten, zwanzigstelten oder hundertstelten sich geradezu reihenweise), dürfte das Jahr 2001 für viele dieser Werte ein Comeback mit sich bringen. Wenn sich das in den USA gezielt lancierte Rezessionsgerede verflüchtigt hat (hierdurch will man anstehende Steuersenkungen rechtfertigen und durchsetzen) und man begreift, dass die Zinsen (die im langfristigen Bereich bereits vom Hoch mehr als 20% nachgegeben haben) weiterhin nachhaltig sinken werden, wird man auch wieder die exzellenten Wachstumsperspektiven der Internetunternehmen zur Kenntnis nehmen, deren Bewertungen sich inzwischen drastisch reduziert haben. Im Zuge einer notwendig gewesenen Marktkonsolidierung wurde im Jahr 2000 vollkommen undifferenziert alles in den Keller gerissen, worauf Internet stand, so wie dies zuvor in zum Teil irrationaler Art und Weise nach oben getrieben worden war. Ein Rebound dürfte nunmehr bevorstehen und Kurssteigerungen von mehreren hundert Prozent könnten dann ebenso auf der Tagesordnung stehen, wie im Jahr 2000 Kursrückgänge von mehr als 90%.

Die Performance der Internetbeteiligungsgesellschaften Softbank, CMGI und ICGE der letzten 12 Monate im Vergleich zum Nasdaq-Index ist der folgenden Graphik zu entnehmen:



Folgender Chart weist die Performance von Travelocity.com, Starnet, InfoSpace, NBC Internet und Ventro in den letzten 12 Monaten aus:



Die Chartverläufe belegen, dass die für das Jahr 2001 ausgewählten Aktien im Jahr 2000 durch eine mehr oder weniger stark ausgeprägte Underperformance gegenüber dem Durchschnitt der Technologieaktien gekennzeichnet waren. Im Jahr 2001 und in den darauf folgenden Jahren dürfte – bei starken kurzfristigen Schwankungen – allerdings mit einer deutlichen Outperformance zu rechnen sein.

Gigaguru
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30.12.00 14:26:06
@Gigaguru

Falls du es noch nicht begriffen hast, hat Hikari Tsushin schon längst seine Ventures Sparte aufgegeben.Also haben wir es hiermit mit einer Mobilfunkfirma zu tun.Ausserdem solltest du dir bewusst sein, dass es durchaus noch zu einem Totalverlust kommen kann.Mein Kollege in Tokio meinte, dass man durch mehrere Analysen noch weitere Schwächen in Hikaris Kapitalstruktur gefunden hat und man deshalb auch bei der Sensibilitätsanalyse anders vorgegangen ist. WACC bei über 25%.Die anderen Analysen ergaben kein eindeutiges Ergebnis, sowohl EVA und EV/Ebitda sind neutral ausgefallen.Ich hoffe du weisst wovon ich rede.
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30.12.00 14:48:49
Hallo Gigaguru !
Endlich mal wieder ein Börsenspiel hier ( langfristig ) .
Würde auch bei eurem Wettbewerb mit meinen Top 10
mitmachen .
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30.12.00 16:32:20
@jodi

Dann mach halt mit Jodi - Du bist bestimmt auch nicht besser bzw. schlechter als die anderen beiden hier!!!

Niemand kann sagen wie es weiter geht und bei den derzeitigen Kursen auf eine gute Performance im Jahr 2001 zu kommen (wenn, aber nur wenn es wieder nach oben geht) ist sicherlich kein Problem!!!!

Gruß
kirschrother_lump

P.S. Werde mal die Top 10 of 2000 in einem extra Thema bringen!!!
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30.12.00 17:54:34
Okay hier meine Kaufkurse für mein unten genanntes 01`
Depot
1.) Beiersdorf 520000 KK 111,50
2.) Lambda Physik 549427 KK 64,90
3.) Technotrans 744900 KK 125
4.) Pfizer 852009 KK 48,70
5.) Nestle 887208 KK 2480,--
6.) Millennium Pharm 900625 KK 71,20
7.) Vertex Pharm 882807 KK 77,90
8.) Medimmune 881824 KK 51,90
9.) Articon-Integralis 508770 78,50
10.)Bank of Tokyo Mitsubishi / Kein Handel in D Aktueller
Kurs in US$ 9,69 umgerechnet in Euro zu 0,94 Cents = KK 10,31

Okay dann mal schauen
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30.12.00 19:19:48
Wenn jemand so groß sein Musterdepotwettbewerb für das Jahr 2001 ankündigt, sollte er aber auch ein Resumè für das abgelaufene Jahr 2000 ziehen. Er sollte auch einmal kurz Stellung zu seiner damaligen Entscheidung beziehen und die weiteren Aussichten erläutern.

Hier das Ergebnis von Harmon Top 10 of 2000 per 29.12.2000 - Schlußkurs (Splitbereinigt)

AOL - Empfehlung US-$ 75,88 - Schluß US-$ 34,07 - Verlust 55,10 %
CMGI - Empfehlung US-$ 139,44 - Schluß US-$ 5 37/64 - Verlust 96,00 %
CNET - Empfehlung US-$ 56,75 - Schluß US-$ 16 - Verlust 71,81%
NETP - Empfehlung US-$ 42,00 - Schluß US-$ 2 1/16 - Verlust 95,09%
PCNTF - Empfehlung US-$ 46,94 - Schluß US-$ 2 5/16 - Verlust 95,07%
RBAK - Empfehlung US-$ 88,75 - Schluß US-$ 40 13/16 - Verlust 54,01%
SCOC - Empfehlung US-$ 30,38 - Schluß US-$ 1 9/32 - Verlust 95,78%
OPTV - Empfehlung US-$ 50,55 - Schluß US-$ 10 1/2 - Verlust 79,23%
TRLY - Empfehlung US-$ 54,75 - Schluß US-$ 10 5/8 - Verlust 80,59%
USIT - Empfehlung US-$ 43,00 - Schluß US-$ 1/3 - Verlust 99,27%

Hier wurde die Übernahme von Spyglass durch OpenTV (OPTV) berücksichtigt.

Verlust im Gesamtdepot in Höhe von 79,86%.

Und hier die Top 10 of 2000 von Gigaguru:

AMZN - Empfehlung US-$ 76,13 - Schluß US-$ 15 9/16 - Verlust 79,56%
CMRC - Empfehlung US-$ 98,25 - Schluß US-$ 25 5/16 - Verlust 74,24%
CPTH - Empfehlung US-$ 94,38 - Schluß US-$ 30 3/4 - Verlust 67,42%
ICGE - Empfehlung US-$ 170,00 - Schluß US-$ 3 9/32 - Verlust 98,07%
NBCI - Empfehlung US-$ 77,25 - Schluß US-$ 3 1/2 - Verlust 95,47%
PCNTF - Empfehlung US-$ 46,94 - Schluß US-$ 2 5/16 - Verlust 95,07
TVLY - Empfehlung US-$ 52,13 - Schluß US-$ 12,125 - Verlust 76,74%
SNMM - Empfehlung US-$ 2,41 - Schluß US-$ 0,42 - Verlust 82,57%
TMIC - Empfehlung US-$ 24,25 - Schluß US-$ 6 1/2 - Verlust 73,20%
Infomatec - Empfehlung EURO 36,10 - Schluß EURO 1,30 - Verlust 96,40%

Hier wurde der Zusammenschluß Preview Travel in Travelocity.com berücksichtigt.

Verlust im Gesamtdepot in Höhe von 83,72%

Und hier die Top 10 of 2000 von FuchsEde:

EGRP - Empfehlung US-$ 26,13 - Schluß US-$ 7 3/8 - Verlust 71,78%
INSP - Empfehlung US-$ 158,34 - Schluß US-$ 8 27/32 - Verlust 94,41%
HLTH - Empfehlung US-$ 37,50 - Schluß US-$ 7 15/16 - Verlust 78,83%
IBAS - Empfehlung US-$ 28,75 - Schluß US-$ 4 1/8 - Verlust 85,65%
TVLY - Empfehlung US-$ 52,13 - Schluß US-$ 12,125 - Verlust 76,74%
USAB - Empfehlung US-$ 10,25 - Schluß US-$ 1 9/16 - Verlust 84,76%
InternetMediaHouse.com - Empfehlung US-$ 38,20 - Schluß US-$ 4,05 - Verlust 89,40%
SER Systeme - Empfehlung EURO 37,90 - Schluß EURO 16,35 - Verlust 56,86%

Die Übernahme von Go2Net durch Infospace (1,8) wurde berücksichtigt. Sowie Preview Travel in Travelocity.com. Bei InternetMediaHouse.com habe ich den Schlußkurs in Dollar umgerechnet, da der Empfehlungskurs auch in US-$ gewesen ist (Warum US-$-Empfehlung ???)

Leider kann ich zu den Empfehlungen

Media.PoppeTyson und Modem Or??? nichts finden - wer kann hier helfen, um den Gesamtdepotverlust zu berechnen.

Ich denke eigentlich nicht, daß ich bei der Berechnung einen Fehler gemacht habe, sollte es trotzdem so sein, bitte um Aufklärung!

Wenn die Aktien in 2001 wirklich wieder anziehen, dürfte es natürlich eine Leichtes sein, diese Performance zu überbieten. Aber denkt, dann auch immer an die Performance von 2000. D.h., wenn Ihr in 2000 z.B. EURO 50.000,00 eingesetzt hättet, könntet Ihr in 2001 mit folgendem Depotbestand (alles zum 29.12.2000 verkauft) beginnen:

S.H. - EURO 10.070,00

Gigaguru - EURO 8.141,85

FuchsEde - noch unbekannt!!!

Um auf Euer alten Depotbestand zu kommen, müßte das Depot von

S.H. in 2001 - 396,52% plus machen

Gigaguru in 2001 - 514,11% plus

FuchsEde - noch unbekannt!!!

Ich freue mich schon für Euch, wenn Ihr das schafft!!!

Gruß
kirschrother_lump
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30.12.00 21:21:26
Was ist denn jetzt Gigaguru und Fuchs Ede?
Ist dieses Börsenspiel ein Duell zwischen euch?
Oder darf man mitmachen?
Würde vorschlagen alle Depots und die von Harmon und Kollegen später in einem Extratread.
Wird mit Sicherheit ein informatives und interessantes Jahr.
Und genau wie ihr freue ich mich über rege Diskussionen unserer Favoriten.
Also:Wie sieht euer 2001-Börsenspiel aus.
Würde mich freuen wenn ich nicht nur ausser Konkurrenz mitmachen dürfte.
Jeder stellt einfach seine Top-10 mit den Kursen hier rein und fertig.
Auch auf die Werte von Harmon und den anderen freue ich mich.
PS:Bei meiner Registrierung liefs wohl falsch,
Euer Börsennavigator
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30.12.00 21:35:33
@all

Sorry Sorry Sorry der Fehlerteufel ist drin!!!

FuchsEde:

Go2Net wurde zu US-$ 87,00 empfohlen.

Go2Net wurde von Infospace übernommen zu 1,8 Aktien von Infospace für 1 Aktie Go2Net.

D.h. wer damals 1 Aktie Go2Net zu US-$ 87,00 gekauft hat, besitzt nun 1,8 Aktien Infospace zu US-$ 8 27/32. Man hat noch einen Wert in Höhe von US-$ 15 34/37.

Somit beträgt der Verlust bei dieser Position nur 81,70% und nicht 94,41%.

Gruß
kirschrother_lump
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30.12.00 22:28:39
Okay hier sind meine Top 10 of 2001

1. 928787 Freemarkets EURO 23,00
2. 900103 Yahoo EURO 32,40
3. 917694 Infospace EURO 9,40
4. 922459 Redback EURO 52,70
5. 901599 Broadvision EURO 14,85

==> Internet - Titel USA

6. 878613 Immunogen EURO 26,00
7. 911841 Nanogen EURO 9,30
8. 886644 Sciclone EURO 4,75

==> BioTech - Titel USA

9. 928680 Satyam Infoway EURO 4,30

==> Internet - Titel Indien

10. 988562 Pictet G.S.F. Biotech US-$ 264,82

==> Fonds für BioTech - Titel

Das sind meine Top 10 of 2001 - schau mer mal !!!

Gruß
kirschrother_lump
Avatar
30.12.00 23:00:29
Die letzte Bastion ist gefallen:

D E U T S C H E - B A N K - C H E F B R E U E R:

"Ich misstraue den Gurus"


Auch Du mein Sohn Breuer!
Avatar
30.12.00 23:42:42
Lacht er die Gurus jetzt an, oder aus?

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31.12.00 09:58:10
Was ist denn jetzt Gigaguru/Fuchs Ede???
Avatar
31.12.00 12:36:31
@Thommy

Danke!

Hier die neue Aufstellung für FuchsEde:

EGRP - Empfehlung US-$ 26,13 - Schluß US-$ 7 3/8 - Verlust 71,78%
INSP - Empfehlung US-$ 48,33 - Schluß US-$ 8 27/32 - Verlust 81,70%
HLTH - Empfehlung US-$ 37,50 - Schluß US-$ 7 15/16 - Verlust 78,83%
IBAS - Empfehlung US-$ 28,75 - Schluß US-$ 4 1/8 - Verlust 85,65%
TVLY - Empfehlung US-$ 52,13 - Schluß US-$ 12,125 - Verlust 76,74%
USAB - Empfehlung US-$ 10,25 - Schluß US-$ 1 9/16 - Verlust 84,76%
MMPT - Empfehlung US-$ 35,19 - Schluß US-$ 3 5/16 - Verlust 90,59%
InternetMediaHouse.com - Empfehlung US-$ 38,20 - Schluß US-$ 4,05 - Verlust 89,40%
SER Systeme - Empfehlung EURO 37,90 - Schluß EURO 16,35 - Verlust 56,86%

Split bei MMPT wurde ebenfalls berücksichtigt. INSP - hier wurde der Fehler berichtigt!!!

Jetzt fehlt nur noch Orckit - hier habe ich zwar ORCT gefunden, diese Aktie stand aber nicht bei US-$ 34,31 bei der Empfehlung sonder bei ca. US-$ 15,00 (Split wurde keiner vorgenommen!)

Wer weiß hier mehr?????

Gruß
kirschrother_lump
Avatar
01.01.01 12:40:23
ich mache mit :

starnet 910479
em.tv 568460
cmgi 898138
united internet 508903
red hat 923989
netegrity 917514
tiscali 928860
intershop 622700
microsoft 870747
diraba 507230

grüsse,

kly
Avatar
01.01.01 13:35:44
Ob sich Gigaguru bzw. Fuchs Ede trauen gegen mich anzutreten?
Erwarte eine Antwort und bleibe gespannt!!!
Avatar
01.01.01 14:12:00
@kly

Du mußt schon den Schlußkurs vom 29.12.2000 angeben!

@Gigaguru und FuchsEde

Was sagt Ihr zu Euren Depots Top 10 of 2000!!!

Gruß
kirschrother_lump
Avatar
01.01.01 14:46:08
huu,

nochmal ;-)

cmgi 898138 6,25
diraba 507230 38,60
em.tv 568480 5,87
intershop 622700 33,50
microsoft 870747 46,70
netegrity 917514 66,60
red hat 923989 6,75
starnet 910479 0,39
tiscali 928860 17,60
united internet 508903 4,30

angaben von der comdirekt, ich hoffe es stimmt jetzt alles

grüsse,
kly
Avatar
01.01.01 18:01:58
Das vorläufige amtliche Endergebnis des Musterdepotwettbewerbs 2000 (Thread: Internationaler Jahr2000-Musterdepot-Wettbewerb: Gigaguru - Fuchs Ede - Steve Harmon!):

Gigaguru: -83,8%
Fuchs Ede: -80,4%
Steve Harmon: -82,2%

Gigaguru
Avatar
01.01.01 18:21:56
@Gigaguru

Du solltest einmal das "amtlich Endergebnis" kommentieren!

Die -82,20% bei S.H. kann ich so nicht nachvollziehen!

Gruß
kirschrother_lump
Avatar
01.01.01 19:32:22
Abgesehen davon, kirschrother_lump, dass Deine Schlusskurse nicht korrekt sind (bei fast allen Werten gibt es geringfügige Abweichungen zu den tatsächlichen Schlusskursen in den USA, wobei ich mich hier auf den comdirect-Informer beziehe), hast Du für OpenTV, die den Harmon-Wert Spyglass übernommen haben, einen falschen hypothetischen Kaufkurs zugrundegelegt: Harmon hatte Spyglass für 37,91 US-Dollar gekauft und OpenTV den Spyglass-Aktionären für eine Spyglass-Aktie 0,7236 OpenTV-Aktien angeboten, demzufolge ergibt sich für OpenTV ein hypothetischer Kaufkurs von 52,4 US-Dollar (37,91 dividiert durch 0,7236).

Gigaguru
Avatar
01.01.01 20:10:47
Im folgenden die Top10 des Anlegermagazins Der Aktionär (Chefredakteur Bernd Förtsch):

Articon Integralis 74,5 Euro
CE Consumer Electronic 17,5 Euro
Commerce One 31,65 Euro
IDEC Pharmaceuticals 222
Medarex 50
Parsytec 44,44 Euro
Peoplesoft 44 Euro
Qualcomm 95 Euro
Thiel Logistics 125,8 Euro
Vertex Pharmaceuticals 77,9 Euro



Am Nikolaustag (06.12.2000) machte sich Alfred Maydorn retrospektiv betrachtet übrigens selbst zum Weihnachtsmann, als er einen Nasdaq-Jahresschlussstand von 3600 Punkten prognostizierte. Tatsächlich waren es dann 2470 Punkte, also etwa ein Drittel weniger. 2000 war in der Tat nicht gerade das Jahr der Gurus, eher das Jahr des Gurusterbens:


Alfred Maydorn

Kommentar vom 06.12.2000

Fünf Gründe für die Jahresendrallye!

Die so oft zitierte Jahresendrallye hat in diesem Jahr gute Chancen, Unwort des Jahres zu werden. Viele Anleger haben in den vergangenen Wochen auf steigende Kurse zum Jahresende gesetzt und damit bisher eine Menge Geld verloren. Seit Oktober warten die Käufer von Technologieaktien auf die lang ersehnte Trendwende zum Jahreswechsel. Aber statt steigender Kurse verbuchten die Investoren immer neue Kursverluste.

Mittlerweile glaubt so gut wie niemand mehr an steigende Kurse im Börsenjahr 2000. Und es ist ja auch wirklich nicht mehr viel Zeit: Noch etwa 15 Handelstage, dann ist das Jahr vorbei. Aber in diesen Tagen kann noch viel passieren und es gibt gute Gründe, warum die längst abgehakte Jahresendrallye doch noch kommen kann. Fast unbemerkt haben sich in den letzten Tagen und Wochen sämtliche Belastungsfaktoren des Aktienmarktes verflüchtigt.

1. Der Ölpreis ist wieder deutlich unter die Marke von 30 Dollar pro Barrel gerutscht. Noch vor wenigen Wochen prognostizierten Experten erhöhte Inflationsgefahren durch den stark gestiegenen Ölpreis.

2. Der Euro hat sich spürbar von seinen Tiefstständen abgesetzt. Das sorgt für Entlastung bei den US-Exportunternehmen.

3. Nach der jüngsten Rede von US-Notenbankchef Alan Greenspan sind weitere Zinserhöhungen so gut wie ausgeschlossen. Im Gegenteil: Schon für das erste Quartal 2001 erwarten Marktbeobachter Zinssenkungen in Nordamerika.

4. Die US-Präsidentschaftswahlen sind – endlich – so gut wie entschieden. Nach den letzten Gerichtsurteilen wird wohl Bush der neue Präsident der USA. Die Unsicherheit über die politische Zukunft des Landes ist bald vorbei.

5. Durch die Kursverluste der letzten Wochen im Technologiesektor hat sich nicht nur die Überbewertung vieler Aktien abgebaut. Zum Teil hat der Ausverkauf sogar zu deutlichen Unterbewertungen geführt.

Die wichtigsten Belastungsfaktoren der Weltbörsen sind also verschwunden. Dennoch ist die Stimmungslage noch immer sehr angespannt und trotz des jüngsten Kurssprunges des Nasdaq um über 10 Prozent sind viele Experten nach wie vor sehr skeptisch. Eine geradezu ideale Konstellation für weiter anziehende Kurse.

Der breite und dynamische Anstieg des Nasdaq am Dienstag – übrigens der stärkste in der Geschichte des High-Tech-Indizes überhaupt – war höchstwahrscheinlich die Initialzündung für die schon abgeschriebene Jahresendrallye. Und sie wird voraussichtlich sogar stärker ausfallen als es sich die meisten vorstellen können. Meine Prognose für den Nasdaq bis zum Jahreswechsel: 3.600 Punkte!
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01.01.01 22:57:20
@Gigaguru

Nein habe leider nur nicht aufs Komma genau gerechnet, sondern mit 0,72...!

Habe heute natürlich noch einmal kurz bei OPTV nachgeschaut und hier die richtige Zahl gelesen 0,7236 - Dies macht aber nur 0,73% aus!

Da es sich in der Hauptsache um Titel aus der USA handelt, habe ich die Kurse natürlich alle von

quote.yahoo.com/l

geholt. Sollten eigentlich richtigere Kurse, als bei comdirect-Informer sein - Gigaguru!

Also ich glaube wir können davon ausgehen, daß meine Aufstellung richtig ist oder beide Aufstellung ein wenig Wahrheit haben - die paar Prozent machen auch nichts mehr aus!

Gruß
kirschrother_lump
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02.01.01 01:59:50
ist zwar nicht 23 Uhr MEZ, gilt aber trotzdem, oder?

CE Consumer Electronics 17,50 Euro
Heyde 12,25 Euro

PA Power 25,95 Euro

DaimlerChrysler 45,20 Euro
Siemens 139,25 Euro
SAP Vz 150,80 Euro

Infospace 9,40 Euro
Realnetworks 10,00 Euro
Millennium Pharma 71,20 Euro
JDS Uniphase 47,20 Euro

Damit tanze ich wohl etwas aus der Reihe, oder? ;)

Viel Glück in 2001 und auf fette Gewinne!!!!


Fra Diabolo
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02.01.01 02:06:19
Frohes Neues 2001 @ all!

Ich auch, ich auch, ich auch!!!

Internet

Commerce One 924107 31,65
Ariba 923835 64,00
Akamai 928906 25,70

Semiconductor

Applied Materials 865177 41,30
Ce Consumer 508220 17,50
Samsung 881823 28,80

Biotec

Millennium P. 900625 71,20
Genentech 924632 89,50
Mologen 663720 36,80
Vertex 882807 77,90

Alles Schlußkurse 29.12.00 in Frankfurt

Viel Erfolg für alle wünscht

Biologica
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02.01.01 11:30:34
Hier eine Zusammenstellung der langfristigen Favoriten von zwei der am meisten beachteten US-Internetanalysten:

Henry Blodget - Amazon, AOL, Ariba, Doubleclick, Etoys, At Home, Exodus, Homestore, InfoSpace, Internet Capital Group, 24/7 Media, Priceline, Ubid, Webvan, Yahoo

Mary Meeker - Akamai, Amazon, AOL, Ariba, Ebay, At Home, Exodus, Intuit, Priceline, Verisign, Yahoo

Priceline.com, ein Wert, der bei beiden Staranalysten in deren jeweiligen Toplisten vertreten ist, verlor beispielsweise im Jahr 2000 vom Hoch etwa 99%. Der Blodget-Wert Etoys verlor seit Anfang des Jahres 2000 mehr als 99%, vom Allzeithoch im Oktober 1999 sogar 99,8%. Auch die so genannte Staranalystin Abby Joseph Cohen vom US-Investmenthaus Goldman Sachs blamierte sich bis auf die Knochen, als sie Ende November – also einen Monat vor dem Ende des 2. Jahrtausends – noch einmal ein Kursfeuerwerk entzünden wollte, indem sie ihr Kursziel von 1.650 Punkten für den S&P500-Index bekräftigte, es tatsächlich dann aber nur 1320 Punkte und damit exakt 20% weniger wurden. Abby Cohen galt bisher als eine der einflussreichsten Analysten in den USA. 2000 war eben kein gutes Börsenjahr und kein gutes Jahr für Börsengurus!

Gigaguru


ANALYSE: Abby Cohen von Goldman Sachs sieht S&P 500 zum Jahresende bei 1.650

30.11.2000

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Staranalystin Abby Joseph Cohen hat ungeachtet der anhaltenden Kurskorrektur an der Wall Street an ihrem Jahresziel für den S&P 500 festgehalten. Wie die Expertin am Donnerstag in New York bekräftigte, wird der Index INX.IND ihrer Meinung nach am 31. Dezember bei 1.650 Zählern liegen. Gegen 21.30 Uhr hielt sich das Kursbarometer mit minus 3,01% bei 1.301,54 Punkten.

Cohen geht von einem Anstieg der Aktienkurse zum Jahresende aus, da Käufe von Schnäppchenjägern im Dezember die Indizes nach oben treiben sollten. Ihrer Studie zufolge ist genau das eingetreten, was sie bisher angenommen habe: Die Konjunktur habe sich abgeschwächt, die Unternehmensgewinne seien gesunken. Doch werde die Wirtschaft im kommenden Jahr moderat wachsen, jüngst vorgelegte Unternehmensergebnisse widersprächen dieser Einschätzung nicht.

Darüber hinaus gebe es Anzeichen dafür, dass sich die Barbestände angesammelt hatten, die Bewertung der Aktien sei so attraktiv wie im gesamten Jahr nicht./fl/fa
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02.01.01 12:33:18
!
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02.01.01 12:59:49
@ star-cruiser

Versuch doch noch mal so in ca. einer Stunde hier zu posten. Wenn`s nicht mehr klappt, wurdest Du von W:[/i][/i]O[/i] gesperrt.

Gruß an einen zukünftigen Ex-User :laugh: ;) :laugh:

Lifetrader
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02.01.01 13:42:49
Hier meine TOP 10 für das Jahr 2001 :

1. Starnet ( WKN : 910479 )
2. Adultshop ( WKN : 873083 )
3. EM TV ( WKN : 568480 )
4. Nokia ( WKN : 870737 )
5. Ericsson ( WKN : 294821400 )
6. CMGI ( WKN : 898138 )
7. Priceline ( WKN : 919819 )
8. Exodus ( WKN : 912687 )
9. Deutsche Post ( WKN : 555200 )
10. Deutsche Telekom ( WKN : 555750 )


Grüße

Torsten
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02.01.01 16:03:09
@Gigaguru

Von wann ist diese Top-Liste?

Muß etwa Februar bzw. März 2000 gewesen sein, da UBID ja von CMGI gekauft wurde, oder?

Gruß
kirschrother_lump
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02.01.01 20:05:37
Die Top10 von Merrill Lynch:

Aktie/ Schlusskurs am 29.12.2000

Adobe/ 67 Euro
Cisco Systems/ 41,6 Euro
DST/ 74,7 Euro
EMC/ 75,2 Euro
Cadence/ 29,6 Euro
Nortel Networks/ 33,7 Euro
Pivotal/ 40 Euro
Sanmina/ 85 Euro
Solectron/ 37 Euro
Sun Microsystems/ 30,6 Euro


Die genannten langfristigen Favoriten von Henry Blodget und Mary Meeker wurden im Januar des Jahres 2000 beispielsweise in der Wirtschaftswoche veröffentlicht. Die Aufnahme der einzelnen Werte in die jeweiligen Toplisten erfolgte vermutlich zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Die Werte können im übrigen nicht für ein Musterdepot für das Jahr 2001 herangezogen werden, da sie nicht explizit für dieses Jahr genannt wurden, es sollte lediglich aufgezeigt werden, dass auch diese vielbeachteten Internetanalysten nicht davor gefeit sind, dramatische Einbrüche bei ihren Favoriten zu erleiden, obwohl sie nicht einmal eine sonderlich spekulative Auswahl vornahmen, sondern für den Internetsektors zum Teil eher relativ konservative bzw. etablierte Werte (wie etwa AOL, Amazon, Microsoft oder Yahoo).

Gigaguru
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02.01.01 20:25:48
@Gigaguru

Wollen wir mal sehen wo wir am Ende des Jahres stehen!

Was macht Dich eigentlich so positiv für Ventro (VNTR) - sitzt die Umsatzwahrnung nicht tief in den Knochen der Anlger? (US-$ 7,5 Mio. anstatt US-$ 145 Mio. - ist schon ein Hammer, oder nicht?)

Am 06.12.2000, dann die Meldung von der Schließung Chemdex und Promedix Operation!

Wenn ich mir die Zahlen vom III.Quartal 2000 so anschaue, könnte ich denken, daß die es nur noch bis zum II.Quartal 2001 machen!!!

Gruß
kirschrother_lump

P.S. Schauen wir mal!!!
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03.01.01 10:25:53
Nun ja, kirschrother_lump, Kursverluste von über 99% treten ja in der Regel auch nicht ganz ohne Anlass ein. Aber Ventro ist noch nicht tot, im Gegenteil: Zwischen den Jahren legte der Kurs an einem Tag einmal über 100% zu und auch gestern war Ventro leicht im Plus! Sicherlich hat sich einiges verändert und manches ist bei Ventro nicht so gelaufen, wie geplant. Nichtsdestotrotz hat Ventro eine gute Chance auf ein Rebound. Bei 240 US-Dollar war der Wert bei sämtlichen großen US-Investmenthäusern – es war praktisch alles dabei, was Rang und Namen hat – auf „strong buy“ gestellt worden, bei noch einem halben US-Dollar bzw. inzwischen wieder einem US-Dollar will niemand mehr etwas von dem Unternehmen wissen, wobei ich mich davon gerne ausnehme! Ich kann nur jedem anraten, diesen Wert genau im Auge zu behalten. Gut ins neue Jahrtausend gestartet ist auch Starnet, die gestern in den USA 100% zulegten! Bei Starnet hat sich in den vergangenen zwei Jahren viel ereignet und es steht auch ein stürmisches Jahr 2001 bevor. In diesem Jahr wird sich herausstellen müssen, ob sich die Softwareschmiede Starnet als Weltmarktführer im Online-Gambling-Markt wird behaupten können. Sollte dies der Fall sein, steht eine Kursrallye ohnegleichen bevor.

Gigaguru
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03.01.01 10:29:27
Sorry, ich habe gerade festgestellt, dass Ventro gestern gegen Handelsschluss doch noch leicht ins Minus gedreht ist. Mit –3% konnte sich Ventro aber deutlich besser als der Gesamtmarkt schlagen, da der Internet-Index mit 12% im Minus schloss!

Gigaguru
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05.01.01 09:25:59
Top 25 stocks for 2001

Five top-performing mutual-fund managers each pick five stocks for new year

By Staff Writer Alex Frew McMillan

December 29, 2000

http://cnnfn.cnn.com/2000/12/29/investing/q_2001picks

NEW YORK (CNNfn) - Success breeds success, so they say. So who better to turn to for stock tips for 2001 than the managers of the best-performing mutual funds this year?

CNNfn.com tapped five managers whose funds topped their asset class from Jan. 1 through Dec. 15, according to fund tracker Morningstar. Each picked his or her top five stocks for next year.

Of course, investment advisers counsel against chasing returns. There`s no guarantee these funds will top the charts again next year, as the managers freely admit.

"Quite honestly, it`s a good news, bad news situation," said Michael Sandler, one of five managers of the UAM Clipper Focus fund. "The bad news is our portfolio is not as cheap as it was at the beginning of the year."

Timing techs right

Sandler ended last year excited -- he felt confident his portfolio was substantially undervalued. And 2000 proved him right. The fund topped Morningstar`s large-cap value category.

If the managers owned tech, most got out this spring. That helped Clare Brody, one of four managers of the Deutsche European Equity fund, build it into the top-performing Europe fund in 2001. At times, it was as much as 20 percent in cash this year. Its savviest plays were in defensive sectors such as banking, insurance, oil and utilities.

Those sectors still hold a lot of promise, as a perusal of the picks shows. But Tom Barry, whose Bjurman Micro-Cap Growth fund led the small-cap growth pack in 2000, has about a quarter of his portfolio in tech.

Investors are despondent, particularly about techs. "The more despondent they are, the more likely they are they should be putting their money in the market," he said.

Hedging helped Paul Bottum, one of three managers of the American Eagle Capital Appreciation fund, to the top of the large-cap growth charts. His fund, which takes a trading approach that isn`t particularly tax-efficient, isn`t for everyone, he said.

But the ability to hedge, which most funds don`t do, helped the fund lock in gains on stocks such as Corning. The fund only opened this year, too, which also helped.

"In the environment we`re in now, you have to be nimble," he said.

A stock-picker`s market

That`s a theme in these choppy markets. Though the managers often found themselves heavy in "safe" industries such as insurance and finance, most backed into those industries by picking individual stocks, rather than the industry itself.

Michael Prober, whose CRM Mid Cap Value fund was the top mid-cap value performer, likes to search for change. He hunts for undervalued companies going through acquisitions and management changes.

The fund was heavy in four industries last year: energy pipeline companies, utilities, property-and-casualty insurers and education companies. But he took a "bottom up" stock-picking approach.

The companies led him to those industries, rather than the other way round. He thinks that stock-picking approach looks good for 2001, too, as the markets stumble into a new year.

Here are the picks, in alphabetical order by manager:


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Tom Barry

portfolio manager

Bjurman Micro-Cap Growth fund (BMCFX)

top-performing small-cap growth fund, up 33.7 percent YTD through Dec. 15

1. Measurement Specialties (MSS: Research, Estimates)

"We`re going to have a very nice rally in the technology sector," Barry said. But it`s hard to find small-cap techs -- most hot techs have billion-dollar market caps. Barry likes Measurement Specialties, which makes products with electronic sensors, such as bodyweight scales and distance trackers. "It`s a pretty steady grower," he said. He expects earnings growth of 50 percent next year, after 26 percent this year and 200 percent in 1999.

2. MapInfo (MAPS: Research, Estimates)

This maker of mapping software should show earnings growth of around 40 percent in 2001, after something near 55 percent this year, according to Barry. He likes its advanced technology, which can be used for making many kinds of maps, and for businesses to understand their customers.

3. Cubic (CUB: Research, Estimates)

Cubic makes surveillance and military-range instruments. That puts it in the telecom world, but it`s only trading at a price-earnings ratio of 13, as of Dec. 27. He thinks its earnings are likely to grow between 50 percent and 100 percent next year.

4. U.S. Physical Therapy (USPH: Research, Estimates)

USPH is a healthcare play -- and therefore in a defensive sector. The company runs outpatient physical therapy clinics and post-operative services for orthopedic patients. So it stands to gain from the aging population, which should guarantee it "a steady pool of clients," Barry said. He expects earnings growth of 30 percent to 40 percent for the next five years.

5. OceanFirst Financial (OCFC: Research, Estimates)

This holding company for a small, New Jersey-based bank should grow earnings by 15 percent to 20 percent in 2001, according to Barry. "What I really like about these smaller companies and smaller banks is that they really know their customers," he said. As a secondary benefit, there`s a lot of consolidation in financial services. "That`s not the reason we bought the stock," he said. But he`ll take it.


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Paul Bottum

one of three portfolio managers

American Eagle Capital Appreciation fund (AECAX)

top-performing large-cap growth fund, up 83.1 percent YTD through Dec. 15

1. Pharmacia (PHA: Research, Estimates)

"They have a wonderful pipeline of drugs," Bottum said. He expects the company to benefit from the aging population and the new Bush administration`s commitment to Medicare reform. "On the surface, people would be concerned about it. but it will probably bring more people into the pool that can choose drugs like from companies like Pharmacia," he said. The stock is also benefiting from the euro`s turnaround.

2. Gemstar-TV Guide International (GMST: Research, Estimates)

Gemstar develops software that helps companies present information on television. The software is interactive, so viewers can manipulate it. That applies to information from TV Guide magazine right now. But as broadband television takes hold, Bottum expects Gemstar technology to enable viewers to buy goods via TV, make requests and so on. "We`re just very bullish on the concept of that two-way interaction," he said.

3. Sepracor (SEPR: Research, Estimates)

Bottum believes Sepracor will benefit from the large number of patent-protected drugs coming off patent over the next few years. Faced with a patent expiring, the big boys often turn to specialty drug companies such as Sepracor to extend the life of the drug. That may involve changing the way the drug is administered or altering the formula, so it can resubmit the patent. Bottum also likes the way Sepracor is developing its own drugs. That yields greater revenue than typical licensing deals, he noted.

4. Starbucks (SBUX: Research, Estimates)

The public`s appetite for a cup of joe means Bottum expects way more Starbucks stores. "We expect unit growth in the United States to be very aggressive," he said. "But more importantly, they`re really expanding into Japan and Europe aggressively." While the economy may slow, Bottum thinks demand for that daily latte is pretty "inelastic," in econspeak. He thinks lifestyle changes, in which upscale brews sub for sandwiches, and caffeine`s addictive qualities mean Starbucks will hold up in a downturn.

5. Corning (GLW: Research, Estimates)

One of the fund`s top performers for this year, Bottum still likes it for 2001. But he is watching for the need to hedge, to protect gains. Glassworks has a hot product in its large extended area fiber, or LEAF, Bottum notes. It allows a provider to use fewer amplifiers because it holds its signal well. And that means good sales and higher margins for Corning, Bottum says. He also likes its budding business making glass beads for flat-panel screens used on TVs and computers. But the stock is susceptible to an economic downturn and a slowing in capital spending, he says.


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Clare Brody

one of four portfolio managers

Deutsche European Equity fund (MEUEX)

top-performing European stock fund, up 88.4 percent YTD through Dec. 15

1. ING (ING: Research, Estimates)

This diversified financial services company has been through management turmoil and a weak domestic market of late. But Brody thinks it will grow earnings 20 percent over the next three years, driven mostly by its entrance into the U.S. life insurance market and its leading positions in Latin America and Asia, ex-Japan. Deutsche Bank figures it trades at a 25 percent discount to its current "embedded," or inherent, value.

2. Aventis (AVE: Research, Estimates)

This product of the merger between Hoechst and Rhone-Poulenc will see earnings growth of 25 percent, almost twice the pharmaceutical industry average of 14 percent, according to Brody. Its revenue growth will also be superior, she says. But it trades at a discount because investors are waiting for it to spin off its ag-chemical and industrial gas businesses. Its drug pipeline is also much more proven than most drug companies, she says.

3. E.ON (EON: Research, Estimates)

A German electric utility formed by a recent merger, E.ON has been weathering cost-cutting to offset the impact of increased utility competition. Deregulation is under way in Germany, and Brody says E.ON has felt the pains already. It has disposed of noncore businesses and initiated a stock buyback program. She expects another buyback once this one is finished. "We`re seeing the first signs of a recovery in electricity prices because of further industry consolidation and a reduction in domestic capacity," she said.

4. Vivendi Universal (V: Research, Estimates)

Brody likes Vivendi`s transformation from a "boring" French water utility into a global media content company. Vivendi is working to develop a mobile portal to run over mobile-phone company Vodafone`s network, which is early on but has "a good head start," according to Brody. Less than 5 percent of its revenue is exposed to advertising, she said, but Vivendi trades at a discount to such other global media providers as Disney, News Corp. and CNN parent Time Warner.

5. Elan (ELN: Research, Estimates)

Elan is transforming itself from a drug-delivery company into a pure-play pharmaceutical company, Brody explains. She expects 30 percent earnings growth over the next five years. It trades at a 20 percent discount to the pharmaceutical sector, she said, but she feels she knows management well. The risk profile is low with Elan, she says.


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Michael Prober

portfolio manager, CRM Mid Cap Value fund (CRIMX)

top-performing mid-cap value fund, up 44.1 percent YTD through Dec. 15

1. Embraer (ERJ: Research, Estimates)

There are only three companies making regional jet planes, and this is the largest. Prober says it stands to benefit as airlines replace prop planes with small jets -- 50 seats or less -- and because 96 percent of its sales are dollar based. But Embraer, which trades in the United States as an American depository receipt, is a Brazilian company. Does that put people off? "Maybe," Prober admitted. "But that`s the opportunity. This will move from what`s perceived to be a Brazilian company to a world-class aerospace holding."

2. Consol Energy (CNX: Research, Estimates)

Consol is the largest publicly traded coal company in the United States, Prober explained. With oil prices high, "coal prices have increased about 40 percent over the last nine months," he said. There is limited capacity. But that`s only half the story -- Prober loves Consol`s large natural-gas reserves. Not many investors know about that, he said, and he thinks their reserves are underestimated. "Only one or two coal analysts follow the company, but it`s really becoming a gas play."

3. Amphenol (APH: Research, Estimates)

"The stock got crushed," Prober noted, losing close to half its value in November and December. But he said it has strong market share making cable for cable television companies. It also makes connectors for wireless base stations and hand sets. Several competitors have sold out at higher multiples, Prober said. Buyout firm Kohlberg Kravis Roberts & Co. owns the majority of the stock.

4. Aon (AOC: Research, Estimates)

The second-largest insurance broker, after Marsh & McLennan, has grown through acquisition. "They`ve stumbled by integrating all these companies, especially in Europe," Prober said. Problems integrating the back office have depressed the stock, he added. But he thinks that at 14 times 2001 earnings, it`s relatively cheap, low risk and has a good dividend yield. "It`s probably a terrific takeout candidate for Citicorp or some large financial institution," he said.

5. Federated Department Stores (FD: Research, Estimates)

The whole department store group is down, Prober noted. Federated has a double whammy because it also struggled to deal with Fingerhut, a problem credit-card business that it is exiting. Expectations are low after a poor Christmas. But Prober believes that, sometime over the next six months, the $33 stock will be back trading in the $40s.


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Michael Sandler

Portfolio manager, UAM Clipper Focus fund (CLPRX)

Top-performing large-cap value fund, up 38.6 percent YTD through Dec. 15

1. Freddie Mac (FRE: Research, Estimates)

The Federal Home Mortgage Corp. -- Freddie Mac to friends -- is a "cash machine," according to Sandler. He thinks it can grow earnings in the low double digits for 2001. He also likes the growing number of mortgages that Freddie Mac is keeping on its books, historically a small component of its business. "They`ve got the technology and knowledge base to manage those mortgages well," he said.

2. Philip Morris (MO: Research, Estimates)

A quintessential value stock, Big Mo isn`t the deal it was. "It`s not as cheap as it was when it was trading below $40," Sandler noted. It is also the most controversial stock he holds. But Philip Morris has "some of the best brands on earth," he said. Growth prospects for Europe, Asia and Latin America are good. And it sells around 10 times next year`s cash earnings. "There are very few companies that do sell for that level," he said.

3. Equity Residential Properties Trust (EQR: Research, Estimates)

Equity Residential is a stable real estate investment trust (REIT) that Sandler likes for its good management. "It`s a business that is not going to grow very fast. But, again, it`s going to throw off a very stable amount of cash," he said. It has a strong dividend yield, like many REITs. Sandler likes Equity`s focus on apartments, which he says hold up better in down economic times than other kinds of real estate.

4. McDonald`s (MCD: Research, Estimates)

"Everyone around the world knows Mickey D`s," Sandler said. It is well-run, he believes, but it stumbled this year. U.S. same-store sales were weaker than expected, partly because of strong promotions last year. The United Kingdom and Germany are strong markets, too, so the euro`s weakness hurt. Sandler likes the fact that McDonald`s lowest margins are in parts of the world where it has the best growth prospects -- Asia, southern and eastern Europe and Latin America.

5. Manpower (MAN: Research, Estimates)

Manpower is a well-known name in temporary staffing. But many people don`t know that Manpower`s biggest market is France, not the United States, Sandler says. He expects the fruits of its expansion in Spain and Italy to come soon, too. This year, Manpower lost a tax benefit in France, where it is relatively tricky to hire full-time workers Temp workers are also the first to go in poor economic times. But Sandler feels both weaknesses are already embedded in the price.
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05.01.01 22:52:31
hahaaa ich lach mich kaputt, die sogenannten Experten wieder mit einem 100%-Verlust-Depot......;)

Giga, wie finanzierst du eigentlich diese Verluste..
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05.01.01 23:01:00
Zwischenstand nach der ersten Handelswoche:


1. Gigaguru +13,2%

2. Merrill Lynch (u.a. Henry Blodget) -8,2%

3. Fuchs Ede -11,8%

4. Der Aktionär (u.a. Bernd Förtsch) -23,3%


Konkurrenzdepots:

Casanova19 +8,7%
Fra Diabolo -8,2%
Kly -9,1%
kirschrother_lump -10,4%
BurningByte -10,8%
Biologica -20,1%
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05.01.01 23:34:35
OK,hier sind meine Top 5 für das Jahr 2001
Palm 24.3 USD
Juniper Networks 109.8 USD
Aether Systems 35.4 USD
Vertex 54.4 USD
Commerce One 18.5 USD
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06.01.01 01:33:12
Entdeckte den Thread esrt heute, würde geren mitmachen.

Ihr solltet nicht lachen!!!!!!!!!

Trete mit Goldminen an:

der Einfachheit halber die 10 grösten Produzenten nach Fördermenge

Ende 2001 wird dieser Thread wieder von mir raufgeholt.

cu Dottore Lupo

Ps:wie werden hier Schreibfehler korrigiert ,in der Vorschau
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06.01.01 09:24:38
Das sich solche Spinner wie Gigaguru überhaupt nohc trauen, so einen Shcwachsinn zu verzapfen und die Leute mit ihren Scheiß Musterdepots verarschen.
Für viele User ist die Börse nicht bloß ein Spiel, sondern ein Teil ihrer Existenz.
Schaut Euch mal die Top Ten von Giga von 2000 an.
Wer da mit 100.000 gestartet ist, hatte am 31.12.2000 noch sagenhafte 16.200. Um jemals wieder auf Einstand zu kommen braucht Euer selbsternannter Guru eine Performance von 713,8 Prozent im Durschschnitt.
Viel Spaß beim Geldvernichten mit Gigaguru.
Ich hoffe, Guru, Du hast Dein Depot genauso strukturiert, wie Du es hier vorstellst, ansonsten treibst Du damit nur andere in den Ruin. Oder lachst Du Dich etwa über Deine Schrott-Werte und die Armleuchter kaputt, die auf Deinen Rat die Papiere kaufen ???

MFG
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06.01.01 09:58:54
Hat Steve Harmon in diesem Jahr keine Top-10 ?
Kann mir die jemand nennen?
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06.01.01 12:53:32
Würden bei allen Depotwerten Ende 2001 wieder die historischen Höchststände erreicht, ergäbe sich folgende Performance:


1. Gigaguru +5653%

2. Fuchs Ede +429%

3. Der Aktionär (u.a. Bernd Förtsch) +146%

4. Merrill Lynch (u.a. Henry Blodget) +81%


Ich kann bezüglich der zu erwartenden Performance natürlich nicht für die anderen Teilnehmer des Wettbewerbs sprechen, deshalb möchte ich lediglich die hypothetische Performance meines Musterdepots bei Zugrundelegung der von mir für realistisch erachteten – eher zurückhaltend angesetzten – Kursziele angeben.

Projektion der Performance des Gigaguru-Depots für Ende 2001: +1250%

Dies unterstellt, dass im Durchschnitt weniger als 25% der historischen Höchststände wieder erreicht werden!

Gigaguru
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06.01.01 13:38:21
Ich habe den Thread erst jetzt entdeckt, hier sind meine Top ten (KK sind Schlusskurse von 5.1. 2001 )
1. AT&S 922230 32.10
2. Balda 521510 28.50
3. Pandatel 691630 43.00
4. Comroad 544940 32.00
5. Vignette 919207 16.00
6. Altair 902675 2.30
7. Media! 663330 11.77
8. Medigene 502090 61.49
9. VA Linux 929388 8.10
10.Pfeiffer V. 691660 43.55

Ich wäre froh, wenn ich mit diesem Depot 10-20 % Gewinn erreichen würde. Von Eueren dausend Prozent Hoffnungen kann ich nur schmunzeln. Aber trotzdem viel Glück.
Mfg
FrancisI
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06.01.01 19:07:31
Erinnert sich Gigaguru eigentlich an seine Blamage von 2000? Minus 80%? Und jetzt gibt er schon wieder so an und spricht von 1000plusX Prozent? Kann mich Kurspotential nur anschließen, ist doch schlicht Bködsinn, so etwas in dieser Form hier eventuell Börsenneulingen aufzuschwätzen. Natürlich tut Giga das nicht, laut seiner Meinung sollte keiner seinen Empfehlungen folgen. Warum schreibt er dann seit Monaten beinahe Jahren immer so einen Mist ohne jede erkennbare Selbstkritik? Keine Ahnung. Erinnere nur an seine Infomatec-Aussagen.
Nichts gegen einen Wettbewerb, super, aber laßt doch diese utopischen Kursziele. Natürlich muß ich gestehen, daß bei einer deratigen Übertreibung nach unten eventuell dieses Jahr viel Geld an der Börse verdient werden kann. Kann, schreibe ich, weil wir aber womöglich uns auch sehr lange in einer Seitwärtsbewegung aufhalten könnten. Und was dann mit diesen Kurszielen? Gibt es dann am Jahresende irgendeine Einsicht? Bin mal gespannt.

Lob allerdings an Gigaguru, daß er teilweise sehr gut recherchiert. Aber laß einfach diese utopischen Kursziele und äußere dich vielleicht auch mal kritisch zu dir selbst.
Gruß
Rentner
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07.01.01 12:21:00
Der Langfristchart des Nasdaq-Index:

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07.01.01 12:22:42
Aus charttechnischer Sicht steht der Technologieindex Nasdaq derzeit vor einer Weichenstellung: Entweder die mit dem diesjährigen Tiefststand erreichte charttechnische Unterstützung hält – was auf kurz oder lang wieder eine Aufwärtsbewegung einleiten würde – oder es kommt noch ein weiteres Mal zu einer rasanten Abwärtsbewegung, falls die Unterstützungszone gebrochen werden sollte. Dem Langfristchart ist zu entnehmen, dass die untere Begrenzung des sich seit Anfang der 90er Jahre herausgebildet habenden Aufwärtstrends bei etwa 2300 Punkten verläuft. Genau hier ist der Nasdaq-Index bei Erreichung des Jahrestiefststands abgeprallt und es erfolgte – unterstützt auch durch die Leitzinssenkung in den USA – ein Rebound. Die untere Begrenzung des langfristigen Aufwärtstrends seit Ende der siebziger Jahre verläuft hingegen bei nur knapp 900 Punkten. Diese Marke stellt das Rückschlagspotenzial für den Fall dar, dass die Marke von 2300 Punkten nachhaltig nach unten durchbrochen wird.

Betrachtet man den Chart des Nasdaq-Index der letzten 3 Jahre, so zeigt sich, dass die Marke von 2300 Punkten in der Tat eine sehr massive Unterstützung darstellt:



Zum einen liegt hier eine horizontale Unterstützung, die aus dem ersten Halbjahr des Jahres 1999 resultiert. Der Index war Anfang 1999 erstmals auf 2500 Punkte geklettert und testete anschließend mehrfach die Marke von 2300 Punkten, die jedoch nicht mehr nachhaltig durchbrochen wurden, bevor schließlich eine massive Rallye startete, die den Index bis auf über 5100 Punkte steigen ließ. Zum anderen verlaufen bei 2300 Punkten zwei Abwärtstrends, die weitere Unterstützung bieten: Der kurzfristige Abwärtstrend, der sich aus dem Zwischentief von Ende Juli 1999 und den anschließenden lokalen Minima ergibt und der seit einem Jahr geltende Abwärtstrend, der aus dem lokalen Tief Anfang 2000 sowie den Tiefpunkten im April, im Mai und in diesem Jahr resultiert. Somit sind die 2300 Punkte praktisch vierfach abgesichert. Es besteht demnach eine sehr gute Chance, dass die Wende auf den Aktienmärkten bevorsteht und in Kürze wieder eine Rallye startet, zumal die Marktzinsen wie z.B. die 30jährigen US-Bonds bereits seit längerer Zeit deutlich sinken – vom Hoch bereits etwa 20% –und die Bewertungen vieler Aktien sich zum Teil drastisch vermindert haben.

Ein Restrisiko bleibt allerdings: Falls es zu wesentlich stärker als erwartet ausfallenden Gewinnrückgängen bzw. Abschwächungen der Umsatzzuwächse kommen sollte, weil beispielsweise der Wirtschaftsabschwung vor allem in den USA zu deutlich ausfällt und zahlreiche Unternehmen dadurch in den Konkurs getrieben werden, könnte sich das Stimmungsbild nochmals verfinstern. Wenn die Marke von 2300 Punkten beim Technologieindex Nasdaq dann nachhaltig durchbrochen werden sollte, ist eine weitere Halbierung des Indexes denkbar und sogar ein Absturz bis auf unter 1000 Punkte, etwa dem Verlauf des sehr langfristigen Aufwärtstrends seit Einführung des Indexes Ende der siebziger Jahre.

Das Risiko des Eintretens dieses Szenarios halte ich jedoch für gering (etwa 10%), was auch in der Zusammensetzung meines Musterdepots zum Ausdruck kommt. Man sollte insbesondere nicht vergessen, dass die Cashreserven der Fonds historische Höchststände erreicht haben und die Geldmenge durch weitere Zinssenkungen erhöht wird, was selbst bei weiteren negativen Überraschungen bezüglich der wirtschaftlichen Entwicklung die Märkte stabilisieren wird. Es ist bereits seit einigen Wochen deutlich erkennbar, dass viele ausgebombte Werte nicht mehr sinken, sondern eher Wiederbelebungserscheinungen zeigen. Statt dessen werden in zunehmendem Maße die etablierten und fundamental gut positionierten Werte von einem Ausverkauf betroffen, und zwar auch diejenigen, die keine negativen Nachrichten herausgebracht haben. Dies sowie die noch zunehmende ohnehin schon hohe Volatilität sind sichere Anzeichen für das Ende der Korrektur. Insofern besteht durchaus Anlass, im ersten Jahr des neuen Jahrtausends wieder optimistischer für die Börsenentwicklung gestimmt zu sein. Die Jahrtausend-Rallye könnte schon bald beginnen!

Gigaguru
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07.01.01 13:14:59
Eine weitere charttechnische Unterstützung verläuft bei 2000 Punkten. Diese ergibt sich aus der horizontalen Unterstützung, die aus einem einstigen Widerstand resultiert. Im Juli 1998 erreichte der Index erstmals diese Marke, prallte hieran aber ab. Anschließend korrigierte der Nasdaq um mehr als 30%. Die darauf folgende Rallye machte dann im November 1998 nur noch kurz an der 2000er-Marke halt und führte den Indes dann rasch auf 2500 Punkte und nach einer neunmonatigen seitwärtsgerichteten Aufwärtsbewegung durch eine weitere Rallye bis auf über 5100 Punkte. Verläuft die Entwicklung jetzt wieder ähnlich?

Der Index könnte durch einen finalen Sell-off kurzfristig auf die Unterstützung bei 2000 Punkte fallen, um infolge einer technischen Reaktion rasch wieder auf 2500 Punkte zu steigen und von hieraus in einen Aufwärtstrend einzumünden, der den Index auf neue Höchststände tragen könnte, denn an den Wachstumsaussichten der High-Tech-Werte und insbesondere an den Perspektiven, die mit der Entwicklung des Internets einhergehen, hat sich grundsätzlich nichts geändert. Lediglich die hohen Bewertungen vieler Unternehmen haben sich zum Teil drastisch reduziert. 1999, bei weitaus höheren Bewertungen, waren viele der Ansicht, Internetaktien seien das aussichtsreichste Investment überhaupt. Anfang 2001, bei wesentlich geringeren Bewertungen und einem Internet, das immer noch erst am Anfang seiner Entwicklung steht, verdammen die gleichen Leute diese Aktien, nur weil sie einmal aufgezeigt bekamen, dass an der Börse die Kurse auch sinken können.

Man sollte diese Stimmungen als Kontraindikator betrachten. Ein Problem ergäbe sich nur dann, wenn der Nasdaq-Index nachhaltig unter 2300 Punkten sinken würde, da in diesem Fall der seit Anfang der neunziger Jahre geltende Aufwärtstrend signifikant gebrochen wäre. Falls es dann in den USA zu einer Rezession kommen würde, letztlich bedingt u.a. auch durch die sinkenden Aktienkurse, könnte der Index auf unter 1000 Punkte fallen. Mehr als eine Verdopplung oder mehr als eine Halbierung, das ist hier die Frage! Vieles spricht dafür, dass ersteres der Fall sein wird.

Gigaguru
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07.01.01 21:11:37
Du hast geschrieben, was ich sehr interessant fand, die Cashreserven der Fonds hätten historische Höchststände erreicht. Gibt es dafür irgendwelche Quellen, oder basiert die Aussage auf persönlicher Spekulation?

Grüsse
Genatio
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07.01.01 23:35:18
John Bogle gab bei einem Interview am Freitag Abend auf CNBC eine wohl eher unbedachte, aber doch sehr weitreichende Antwort auf die Frage von Moderator Tyler Mathisen, wie er die Aussichten an den Finanzmärkten dieses Jahr beurteile: "There are billions of redemptions of investement certificates every day."

Jeder sollte sich im darüber im Klaren sein was diese Aussage für die amerikanischen Märkte bedeutet! Ich jedenfalls habe nur noch wenige Positionen: Dazu gehören Puts auf Cisco und den Dow Jones, sowie einige Euro-Calls gegen den japanischen Yen. Japan ist derart hoch verschuldet, dass die einzige Möglichkeit dem Staatsbankrott zu entgehen eine Inflationspolitik sein wird. Weiter überlege ich mir Long-Positionen auf Silber einzugehen.

Ich wünsche insbesondere den Investoren, die Internetwerte immer noch mit mehr als 50% gewichtet haben, lapidar gesagt: Viel Glück. Und vielleicht wird der ein oder andere in ferner Zeit auch die langfristige Profitabilität des Geschäftmodells als entscheidendes Bewertungskriterium heranziehen.

Übrigens sollte sich jeder der die FED für allmächtig hält, die Ereignisse in Japan vor etwas mehr als einem Jahrzehnt nochmal zu Gemüte führen.

Beste Grüsse
Genatio
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08.01.01 07:56:09
@Genatio

die Euro-Yen Calls würden mich auch interessieren.
Hast Du ein paar Vorschläge für liquide, mittelfristig laufende (WKN)?

Vielen Dank!

FD
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08.01.01 09:54:47
Meine Ausführungen beruhen selbstverständlich auf Fakten, Genatio! Die Cashreserven der Fonds sind – was aber allgemein bekannt ist – im historischen Vergleich derzeit sehr hoch. Hierbei beziehe ich mich allerdings in erster Linie auf die USA, da hier die Transparenz deutlich höher und die empirische Erfassung besser als beispielsweise in Deutschland ist. Die Situation dürfte aber auch in Europa ähnlich sein. Ein anderer Aspekt sind die Mittelzu- bzw. -abflüsse. Hier interessiert in erster Linie die Entwicklung, wobei diese wiederum von den Erwartungen hinsichtlich der Börsenentwicklung beeinflusst werden und diese wiederum die Mittelflüsse beeinflusst (eine Art Teufelskreis, der es erschwert, die genaue Richtung exakt zu prognostizieren, da die Wendepunkte zeitversetzt zur fundamentalen Lage der Gesamtwirtschaft sowie der Unternehmen erfolgt). Wenn erst einmal die Trendwende nachhaltig geschafft ist, werden die Aktienmärkte sowohl durch Mittelzuflüsse als auch durch einen Abbau von Liquiditätsreserven getrieben. Aus diesem Grund sehe ich auch gute Möglichkeiten für Beteiligungsgesellschaften, da dieser Liquiditätszufluss den IPO-Stau auflösen wird. Genau diese Liquiditätshausse versucht ja die US-Notenbank zu initiieren.

Gewisse Parallelen zur Lage vor der Weltwirtschaftskrise Ende der zwanziger Jahre sowie dem Beginn der Depression in Japan Ende der achtziger Jahre sind sicherlich nicht abzustreiten, wenngleich die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten eines solchen Szenarios in den USA aus meiner Sicht bei unter 10% liegen dürfte. Zu der von Dir bezüglich Japan angesprochenen Problematik ein Schaubild, das zeigt, wie die US-Notenbank Anfang der dreißiger Jahre versuchte, durch drastische Zinssenkungen der wirtschaftlichen Depression entgegenzuwirken (vergeblich, wie sich herausstellen sollte, seinerzeit brach der Dow Jones innerhalb von drei Jahren um 85% ein und erreichte erst 25 Jahre nach Beginn der Weltwirtschaftskrise wieder neue Höchststände):



In Japan sind die Leitzinsen bereits nahe 0% und der Nikkei-Index notiert derzeit 60% unter dem Stand von Ende der achtziger Jahre. Trotz niedriger Zinsen und gigantischer Konjunkturprogramme ist es zwar gelungen, die Depression zu überwinden, die japanische Wirtschaft befindet sich aber nach wie vor in der Rezession und es ist noch nicht erkennbar, dass diese sehr rasch überwunden sein wird. Wer jetzt in Aktien investiert, der muss sich darüber klar sein, dass dies ein Optionsschein darauf ist, dass eine ähnliche Situation in den USA nicht eintritt. Ich bin wie gesagt der Ansicht, dass die Wahrscheinlichkeit, dass dies verhindert werden kann, bei über 90% liegt, sollte dies indes nicht gelingen, steht der eigentliche Crash – den z.B. einige Internetaktien allerdings ungeachtet dessen vollzogen haben – erst noch bevor!

Gigaguru
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08.01.01 10:20:55
Ich lache sehr gerne aus vollem Hals...deshalb musste ich diesen Thread komplett lesen!!!:):):)

Die Akteure dieses Threads werden von Jahr zu Jahr immer lustiger!!!!Ich hoffe, dass euch niemals das Geld so ausgeht, dass ihr nicht mehr eure Internetkosten bezahlen und nicht mehr posten könnt!!!!

Viele Grüsse Asienfreund
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08.01.01 10:25:38
Wo man lacht, da lass’ Dich nieder, böse Menschen lachen immer wieder!

Gigaguru
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08.01.01 19:26:46
Börse: Droht die lange Baisse?

Der Schatten des Jahres 1929

Von Markus Stahl und Markus Mezger

»Es wird ein Crash kommen – und er könnte schrecklich sein«, warnte der umstrittene Ökonom Roger Babson vor der jährlichen nationalen Wirtschaftskonferenz am 5. September 1929. Die Warnung erfolgte damit nur zwei Tage nach Erreichen des Börsenhochs einer bis dahin beispiellosen Rekordhausse, die den Investoren seit dem August 1921 Zuwächse von annähernd 500 % beschert hatte.

Dagegen waren die Mehrzahl der Bankiers und die große Schar ihrer hoffnungsfrohen Klientel fest davon überzeugt, dass die amerikanische Wirtschaft sich auf dem rechten Weg befände, und dass Wall Street nur das klare Spiegelbild des ungeheuren Fortschritts und des wachsenden Wohlstandes sei. Wenige Tage vor der großen Börsenkatastrophe, am 15. Oktober 1929, sprach der hoch angesehene Börsenoptimist Irving Fischer, Professor an der Yale-Universität, die unsterbliche Feststellung aus: »Die Aktienkurse haben offenbar ein dauerhaft hohes neues Niveau erreicht.« Und: »Ich erwarte, dass die Kurse in wenigen Monaten ein gutes Stück höher als heute stehen werden.«

Nach der markanten Aufwärtsbewegung des amerikanischen Aktienmarktes in den vergangenen zehn Jahren schallen dem Börsenpublikum heute ähnlich kontroverse Stimmen entgegen. Die eine Seite sieht die historisch hohen Kurse auf Grund der »digitalen Revolution« ökonomisch gut fundiert und erwartet für die nächsten Jahre erneut eine Fortsetzung des langjährigen Kursaufschwungs. Auf der anderen Seite wird vor einer spekulativen Kursblase gewarnt, die insbesondere die Aktien aus den Bereichen Telekommunikation, Medien, Internet und Biotechnologie erfasst hätte. Sind diese Warnungen berechtigt? Kann sich das Börsendesaster von 1929 wiederholen?

Die Vision einer neuen Ära

Jede lang währende Hausse scheint als Fundament ein populäres Leitthema zu benötigen, das die Fantasie der breiten Masse der Kapitalanleger für eine lange Zeit anzuregen vermag. Der Auslöser des Börsenrauschs der goldenen 20er Jahre waren die fantastischen technischen Errungenschaften wie Radio, Elektrizität und Auto sowie die organisatorischen Neuerungen, die durch Frederick Taylor inspiriert wurden. Die Fließbandproduktion in der Automobilindustrie und der spektakuläre Transatlantikflug von Charles Lindberg im Jahre 1927 ließen die alte Eisenbahnindustrie verblassen und rückten den Traum grenzenloser individueller Mobilität für viele Bürger in greifbare Nähe.

Dieser ungeheure Fortschritt faszinierte damals Unternehmer, Verbraucher, Politiker und Anleger gleichermaßen. Mit ihm verbunden waren erhebliche Produktivitätssteigerungen, eine ganz entscheidende Triebfeder der amerikanischen Prosperity. Die Arbeitsproduktivität erhöhte sich in nur zehn Jahren um erstaunliche 43%. Damit einher gingen hohe Wachstumsraten bei Preisstabilität und niedrige Arbeitslosenquoten. Von 1922 bis 1929 betrug das durchschnittliche reale Wachstum des Bruttoinlandsprodukts 4,2%.

Goldene Zeiten brachen aber vor allem für die Unternehmer an. Unter dem republikanischen Präsident Calvin Coolidge (1923 bis 1929) wurde eine wirtschaftsliberale Politik betrieben und der Grenzsteuersatz von 73% auf 25% ermäßigt. Die Unternehmensgewinne erhöhten sich von 1923 bis 1929 um über 60%, weil insbesondere die Löhne nur ein Viertel so stark stiegen wie die Produktivität. Die tradierten volkswirtschaftlichen Zusammenhänge schienen den damaligen Zeitgenossen überholt. Amerika war nicht nur nach Ansicht von John Moody, dem Gründer der gleichnamigen Rating-Agentur, in eine »neue Ära« eingetreten.

Siebzig Jahre später scheint sich die Geschichte in neuem Gewande zu wiederholen. Diesmal ist es das rasante Wachstum des Internets, das die Fantasie der Anleger blühen lässt. Die Vernetzung der privaten Haushalte und der Unternehmen hat die Informations- und Datenflüsse weltweit revolutioniert. Die Verbreitung des Internets könnte sich als die Basisinnovation erweisen, die eine neue, lange Wachstumsphase eingeläutet hat.

Wie in den 20er Jahren Radio und Film erschließt das Internet für Produzenten und Verbraucher neue Welten. Informationen können mit dem neuen Medium in Sekundenschnelle weltweit recherchiert, verarbeitet und elektronisch versendet werden. Der Vertrieb homogener Produkte der Finanzbranche (z.B. Kredite, Aktien, Versicherungen) oder der Konsumbranche (Reisen, Bücher, Musik) kann heute zunehmend über das Netz abgewickelt werden. Die größten Produktivitätsgewinne verspricht das Internet aber in der Kommunikation zwischen den einzelnen Unternehmen (Business to Business). So kann beispielsweise der Einkauf großer Unternehmen über elektronische Marktplätze erfolgen, so dass die Transaktionskosten wesentlich gesenkt werden.

Die deutlichen Produktivitätssteigerungen ließen das Bruttosozialprodukt in Amerika von 1991 bis 1999 real um durchschnittlich 3,6% pro Jahr wachsen. Über eine noch dynamischere Entwicklung durften sich Unternehmer und deren Kapitalgeber freuen. Die Unternehmensgewinne legten von 1991 bis 1999 mit durchschnittlich 9,4% deutlich schneller zu als die durchschnittlichen Löhne (3,2%). Die Tatsache, dass diese beachtlichen Zuwächse ohne nennenswerte Inflation erzielt werden konnten, haben wie in den 20er Jahren der These Vorschub geleistet, die USA seien nunmehr in eine »neue Ära« eingetreten, in der hohes Wirtschaftswachstum mit niedrigen Zinsen und niedriger Inflation spannungsfrei einhergehe.

Mit dem tiefen Glauben an eine derartige Goldilock Economy werden Einwände und die historischen Erfahrungen leicht beiseite geschoben oder verdrängt.

Dabei könnten sich viele Internet-Fantasien der Börsianer als Luftschlösser erweisen. In dem Bereich der physischen Freizeitgestaltung (Sport, Wellness) sind dem weltweiten Netz ebenso Grenzen gesetzt wie beim Vertrieb von beratungsintensiven oder inhomogenen Produkten. Noch schwerwiegender dürften sich allerdings die Kräfte des Wettbewerbs erweisen. In den E-Commerce-Bereich neu eintretende Firmen werden von den euphorischen Börsianern bisher noch mit reichlich Eigenkapital versorgt, womit die Grundlage für mehr Wettbewerb in der Zukunft geschaffen wird. Hinzu kommen noch die etablierten Handelskonzerne, die dank ihrer Größe massive Investitionen in diesen Bereichen tätigen können und über einen hohen Bekanntheitsgrad verfügen.

Ob die Internet-Pioniere in einem zunehmend wettbewerbsgeprägten Umfeld die hochgeschraubten Gewinnerwartungen, die in den fantastischen Börsenbewertungen reflektiert werden, jemals werden erfüllen können, scheint zumindest für die Mehrzahl der Anbieter fraglich. Der verlustreichen Investitionsphase könnte statt der erhofften Monopolgewinne eine Phase des ruinösen Wettbewerbs folgen.

Kursrekorde auf dünnem ökonomischen Fundament

Mitte der 20er Jahre mochte noch niemand etwas von der anschließenden Kursexplosion geahnt haben. Von 1921 bis 1924 hatten die Börsianer mit einer Rendite von durchschnittlich 12 % durchaus keine schlechten, aber eben auch keine außergewöhnlichen Jahre hinter sich.

Die Übertreibungsphase begann im Jahr 1926. Immer steiler ging es nun aufwärts, Verschnaufpausen fielen immer spärlicher aus. Allein in den letzten zwölf Monaten der damaligen Hausse zogen die Kurse um knapp 60% an. Am Ende hatte die Gesamtbewegung von August 1921 bis September 1929 eine Rendite von rund 500% oder annähernd 25% pro Jahr erbracht. Auch der enorme wirtschaftliche Fortschritt in den goldenen 20ern konnte derartige Kursgewinne nicht rechtfertigen.

In den 90er Jahren zeigte der amerikanische Aktienmarkt ein vergleichbares Bild. Von 1991 bis 1994 wuchs der S&P100 stetig und nahezu linear an, bis dahin durchaus im Einklang mit den makroökonomischen Einkommensgrößen. Die Hausse gewann ab 1995 richtig an Fahrt.

Die Spekulation wurde insbesondere an der technologielastigen Börse NASDAQ kräftig angeheizt. Der die 100 größten Technologieaktien umfassende Aktienindex Nasdaq100 konnte von Oktober 1998 bis Ende März 2000 noch einmal um 230% zulegen.



Gegenüber dem abgebildeten S&P100, der von Januar 1991 bis März 2000 Kursgewinne von über 400% zu verzeichnen hatte, stieg der Nasdaq-Index in derselben Zeit sogar um unglaubliche 1.960%. Damit stellt die gegenwärtige Bewegung die spekulativen Exzesse der 20er Jahre deutlich in den Schatten.

Die realwirtschaftlichen Größen können mit diesem stürmischen Wachstum längst nicht mehr mithalten. Geht man beispielsweise davon aus, dass der amerikanische Aktienmarkt in den nächsten fünf Jahren auf dem aktuellen Kurslevel stagniert, so müssten die Unternehmensgewinne mit durchschnittlich 13,75% per annum wachsen, um die bereits entstandene Lücke zu schließen. Dies wäre eine deutlich höhere Rate als in den vergangenen fünf Boom-Jahren (Gewinnwachstum 10,93%). Setzte sich allerdings das Tempo der Kurssteigerungen der letzten fünf Jahre mit einer jährlichen Performancerate von 26% in den nächsten fünf Jahren fort, so wäre schon ein Gewinnwachstum von 43% erforderlich, um die dann erreichten Kursstände auch fundamental zu untermauern.

Dabei wird schon von vielen Kritikern vermutet, dass die erheblichen Gewinnanstiege der letzten fünf Jahre teilweise virtueller Natur sein könnten. Beispielhaft lässt sich das Phänomen der Stock Options anführen, mit denen jahrelang die Gewinne hoch- und die Personalkosten kleingerechnet wurden. Da die echten Kosten dieser Optionen nach amerikanischem Bilanzrecht nicht ausgewiesen werden müssen, konnte ein scheinbar stetig steigender Unternehmensgewinn bei tendenziell sinkenden Personalkosten dargestellt werden.

Die Kritiker vergleichen derartige Bilanzmanöver sogar mit den luftigen Buchhaltungspraktiken verschiedener japanischer Firmen in der Bubble-Phase der achtziger Jahre.

Sollte die Wachstumsrate der Gewinne börsennotierter US-Aktiengesellschaften letztlich wieder auf ihren langjährigen Durchschnittswert (1973 bis 1999) von 8,65% zurückfallen, dann müsste der amerikanische Aktienmarkt in den nächsten fünf Jahren um insgesamt 20,5% bzw. 4,5% pro Jahr fallen, um die Schere zwischen fundamentalen Größen und Aktienkursentwicklung wieder zu schließen.

Traditionelle Bewertungsmaßstäbe bedeutungslos

Eine der auffälligsten Parallelen zwischen den 20er und den 90er Jahren ist der Umstand, dass traditionelle Maßstäbe zur Bewertung von Aktien vor allem im Bereich der neuen Technologien zunehmend obsolet wurden. So standen in den 20er Jahren entsprechend dem tiefen Fortschrittsglauben vor allem die neuen Wachstumsindustrien Telefon, Elektronik, Luftfahrt, Chemie und der Versorgungsbranche im Mittelpunkt der Börsenhausse.

Diese Branchen kennzeichneten eine kurze Firmenhistorie und hohe, jedoch kaum kalkulierbare Ertragsperspektiven bei zugleich geringen oder fehlenden Dividendenausschüttungen. Ließen sich die Bewertungen nicht mehr nach traditionellen Maßstäben eingrenzen, so konnte mit neuen Kennziffern und fantasievollen Schätzungen jeder Kurs fundamental begründet werden. Diffuse Gewinnpotenziale scheinen somit ein gutes Fundament für den Bau spekulativer Luftschlösser zu bieten.

Prominentes Beispiel war damals die als »General Motors of the Air« bezeichnete Radio Corporation of America (RCA), die vor allem durch Akquisitionen ein rasantes Umsatzwachstum von über 50% pro Jahr erzielte, jedoch noch keine Dividenden zahlte. Ihr Kurs stieg seit Jahresbeginn 1928 von 85 USD bis zum September 1929 auf 505 USD. Die Aktien der in den 20er Jahren sehr innovativen Versorgungsbranche konnten in den zwölf Monaten vor dem Crash durchschnittlich über 120% zulegen, während die im Dow Jones-Index enthaltenen Industrietitel nur 60% und die als alte Industrie betrachteten Eisenbahnaktien lediglich rund 30% gewinnen konnten. Insoweit war der damalige Markt extrem gespalten.

Die herausragenden Aussichten und Übernahmefantasien, die den Wachstumsaktien zugesprochen wurden, spiegelten sich auch in weit überdurchschnittlichen Kurs-Gewinn-Verhältnissen wider. Das KGV der Versorgerbranche von durchschnittlich 26 wurde nur noch durch ein KGV von über 35 der innovativen Radioaktien übertroffen. Die im Dow Jones-Index enthaltenen Unternehmen wurden im September 1929 insgesamt mit dem einundzwanzigfachen ihrer erwarteten Gewinne bezahlt und damit doppelt so hoch wie der langjährige KGV-Durchschnitt von zehn bis zwölf. In der letzten Phase der damaligen Kursblase hatte sich die Marktkapitalisierung der Wall Street bis zu 89,7 Mrd. USD aufgebläht und überstieg mit dem Faktor 1,1 bereits das gesamte amerikanische Volkseinkommen in Höhe von 81 Mrd. USD.

Die aktuelle Bewertung der US-Aktien stellt heute die damaligen Rekorde längst in den Schatten. Die Marktkapitalisierung des amerikanischen Aktienmarktes in Höhe von 16,8 Billionen USD (NASDAQ: 6,6 und Big Board: 10,2 Billionen USD) übertraf Ende März 2000 mit dem Faktor 1,7 das nominale BSP von 9,5 Billionen USD. Während die neuen Lieblinge der Börsianer, die Internet-Aktien, bis zu den Kursturbulenzen im März und April von einem Allzeit-Hoch zum nächsten kletterten, befindet sich der überwiegende Teil der Aktien der »alten« Industrie in einer tiefen Baisse.

Von den Kursverlusten in den herkömmlichen Branchen, stellvertretend seien die Auto- und die Konsumbranche genannt, lenken die Aufsehen erregenden Höhenflüge der Technologieaktien ab. Von Anfang November 1998 bis Anfang März 2000 hat sich der technologielastige Aktienindex Nasdaq100 noch einmal mehr als verdreifacht, während die Investoren am Gesamtmarkt mit einer Performance von knapp 30% zufrieden sein mussten. Für viele Internettitel musste im März ein Kurs-Gewinn-Verhältnis jenseits der 200 in Kauf genommen werden.

Aktien gegenüber Anleihen relativ teuer

Die Vorliebe für das riskantere Aktiengeschäft wurde bereits in den 20er Jahren durch zeitgenössische Bücher angestachelt. E. L. Smith zeigte seinen Lesern, dass Aktien in den ersten beiden Dekaden des zwanzigsten Jahrhunderts deutlich höhere Erträge als Anleihen erzielt hätten.

So verselbstständigte sich schon damals die Idee, dass Aktien unabhängig von ihrer aktuellen Bewertung Rentenpapieren vorzuziehen seien. Die Dividendenrendite verlor deshalb in der Endphase der Spekulation ihre Funktion als Vergleichsmaßstab für die Rentabilität von Aktien im Vergleich zu Renten. Während die Dividendenzahlungen bis 1927 mit dem Anstieg der Aktienkurse noch einigermaßen mithalten konnten, war wohl der Gewinnsprung bei vielen Unternehmen wie z. B. General Motors 1928 der Auslöser für eine drastische Überschätzung künftiger Gewinnausschüttungen.

Die Hoffnungen auf eine Überrendite der Anlagegattung Aktien zerstoben in der großen Depression, die dem Kurssturz im Oktober 1929 folgte. Erst 25 Jahre später, am 23. November 1954, sollte der Dow Jones Industrials wieder den Höchststand des 2. September 1929 von 381,17 Punkten erreichen. Eine alternative Geldanlage in festverzinslichen Wertpapieren hätte dagegen das Kapital in dieser Zeit um rund 150% anwachsen lassen.

Die langjährige Hausse der Gegenwart hat unter den amerikanischen Investoren heute erneut den Glauben erweckt, dass Aktien festverzinslichen Papieren zu jedem Zeitpunkt überlegen seien. Die laufenden Dividendenrenditen von durchschnittlich rund 1,2% können dabei jedoch kaum als Kaufargumente herangezogen werden. In den letzten Jahren wurden diese Gewinnausschüttungen komplett von den Inflationsraten aufgezehrt. Zudem hat die Relation zwischen Unternehmensgewinnen und Kursniveau mit einer aktuellen realen Rendite von knapp unter einem Prozent ein historisches Tief erreicht hat. Gleichzeitig bekommen Investoren, die nicht allein auf die Zukunft setzen wollen, am kurzen wie am lange Ende des Rentenmarkts deutlich höhere Realzinsen geboten. Die Spannungen zwischen den Aktien- und Rentenrenditen, die sich beispielsweise auch im Sommer 1987 in ähnlicher Größenordnung aufgebaut hatten, entluden sich schließlich am 19. und 20. Oktober 1987, als der Dow Jones Industrials in zwei aufeinander folgenden Handelstagen variabel mehr als 40% seines Werts einbüßte. Die seit Anfang 1999 anziehenden Realzinsen haben die Schere zwischen Eigenkapital- und Fremdkapitalverzinsung erneut weit geöffnet.

Eine expansive Geldpolitik finanziert die Börsenparty

Das Schmiermittel jedes Aktienbooms ist reichlich vorhandene Liquidität der Marktteilnehmer. Im Laufe einer wachsenden Kursblase muss allerdings ein immer größerer Teil der gesamtwirtschaftlichen Geldmenge für die Finanzierung der laufenden Börsenumsätze abgezweigt werden und steht somit für den Güterkonsum nicht mehr zur Verfügung. Dies erklärt auch die jeweils als »neu« gefeierte Kombination aus nahezu unveränderten Konsumgüterpreisen und explodierenden Preisen für Vermögenswerte (Asset Inflation), wie sie für die großen Spekulationsbewegungen der 20er und 90er Jahre kennzeichnend waren.

Die Geldumsätze an den Wertpapierbörsen Amerikas hatten während der goldenen 20er Jahre unglaubliche Höhen erreicht. Im Crashjahr 1929 wurde ein Dollar- Volumen in Höhe des 1,3fachen BSP umgesetzt. Von 1931 bis 1990 war es dann um die US-Börsen verhältnismäßig still geworden. Die Relation der Wertpapierumsätze pro Jahr zum BSP machte nicht einmal mehr 50%, in der Zeit von 1934 bis 1982 sogar weniger als 25% des BSP aus.

Ganz anders das Bild in den boomenden 90ern. Eine verbesserte technische Infrastruktur und elektronische Brokerhäuser erlauben auch dem privaten Anleger den zeitnahen An- und Verkauf von Wertpapieren innerhalb eines Tages (Intraday Trading). Die jährlichen Dollar-Umsätze haben 1999 rund 250% des BSP erreicht und in den ersten Monaten des Jahres 2000 wurde dieser fantastische Wert noch bei weitem übertroffen.

Inwieweit die amerikanische Notenbank den finanziellen Nährboden für diese spekulativen Exzesse bereitet hat, entzweit Ökonomen damals wie heute. Unstrittig ist, dass die Anfangsphase beider Boombewegungen von einer Politik des lockeren Geldes begleitet war. Seit 1921, dem letzten Jahr der zur Bekämpfung der Nachkriegsinflation eingeleiteten restriktiven Geldpolitik, betrieb die amerikanische Notenbank eine akomodierende Geldpolitik, in der der Diskontsatz von 6% im Jahre 1921 bis Mitte 1927 auf 3,5% gesenkt wurde. Die eigentliche Inflation und Kreditschöpfung spielte sich im Wertpapierbereich ab, aber die Überwachung der Kapitalmarktpreise gehörte nicht zu den expliziten Zielvariablen der amerikanischen Notenbank. Als es einigen Mitgliedern des amerikanischen Geldwesens dämmerte, dass die Verbindung von Wertpapierkrediten und Börsenboom Sprengkraft birgt, war es bereits zu spät, um das Spekulationskarussell zu stoppen.

Die Börsen nahmen gerade dann markant Fahrt auf, als sich die Notenbank entschlossen hatte, mit drei Diskontsatzerhöhungen um insgesamt 1,5% bis auf das Niveau von 5% im Sommer 1928 die spekulative Bewegung abzubremsen. Als der Aktienmarkt auch die Warnung des Notenbankpräsidenten Roy Young, dass Zentralbankgeld nicht für kreditfinanzierte Spekulation missbraucht werden darf, sondern nur für produktive Zwecke zur Verfügung stehe, über ein halbes Jahr ignorierte, wurde der Diskontsatz schließlich am 9. August 1929 noch einmal von 5% auf 6% angehoben. Der entscheidende Schlag, wie sich jedoch erst zwei Monate später herausstellen sollte.

Siebzig Jahre später scheint sich die Federal Reserve (Fed) in einem ähnlichen Dilemma zu befinden. Dabei hat die Politik des Notenbankpräsidenten Alan Greenspan bei vielen Beobachtern große Anerkennung gefunden. Alan Greenspan hatte die Wirtschaft seit 1995 reichlich mit Liquidität versorgt, als sich die realen Wachstumspotenziale des Internetsektors abzuzeichnen begannen.

Das in den vergangenen beiden Jahren in Relation zum realen BSP überproportionale Geldmengenwachstum hat sich trotz der hohen Konsumneigung der amerikanischen Haushalte noch nicht in steigenden Güterpreisen niedergeschlagen. Dafür werden in der New Economy auch gute Gründe angeführt. Das Internet sorgt für eine deutlich höhere Markttransparenz und verringert die Preisspielräume für viele Anbieter. Der Personalbedarf im Zuge des stürmischen Wirtschaftswachstums konnte ohne bedeutende Lohnzugeständnisse aus dem amerikanischen Arbeitskräftereservoir und durch Immigration gedeckt werden. Die Arbeitslosenquote ist auf ein Rekordtief von 4,1% gesunken. Wie in den 20er Jahren hat damit die Notenbank den Auftrag der Wahrung von Preisniveaustabilität bei gleichzeitiger Förderung des Wirtschaftswachstums vordergründig mit Bravour erfüllt.

Die expansive Geldpolitik der letzten Jahre hat aber nicht nur die produktiven, sondern eben auch die spekulativen Kräfte der amerikanischen Volkswirtschaft geweckt. Die Notenbankpolitik der verbalen Interventionen (Moral Suasion) erwies sich, nicht zuletzt auf Grund ihres häufigen Gebrauchs durch Alan Greenspan, vorerst als wirkungslos.

Darüber hinaus klafften die Äußerungen und die Handlungen der amerikanischen Notenbank im Herbst 1998 weit auseinander. Angesichts der deflatorischen Wirkungen der Krisen in den Emerging Markets und des starken Kursrückgangs am amerikanischen Aktienmarkt im Herbst 1998 auf Grund des LTCM-Debakels rang sich die Fed zu drei Leitzinssenkungen durch. Vom 28. September bis zum 17. November 1998 wurde die Federal Funds Target Rate jeweils um ein Viertel Prozent von 5,5 auf 4,75% zurückgenommen.

Das war das Signal, auf das die Investoren gewartet hatten. Weil diese Bail Out-Aktion die Balance zwischen Risiko- und Ertragserwartungen der Anleger veränderte, ließen sich die Entfesselung der Spekulationskräfte und die furiose Entwicklung der Internetaktien auch durch den zwischenzeitlichen Übergang zu einer restriktiveren geldpolitischen Linie in den USA nicht mehr aufhalten. Die Erhöhung der Federal Funds Target Rate auf 6% bis zum 22. März 2000 zeigte an den Aktienmärkten keine Wirkung.

Alan Greenspan hat sich mit seinem undogmatischen Krisenmanagement im Herbst 1998 in den Augen einiger Kritiker den fragwürdigen Ruf des Retters erworben, der auch in Zukunft nicht zulassen würde, dass die Kapitalmärkte drastisch unter ihr gegenwärtiges Niveau fallen würden. Damit könnten die Investoren eine implizite Bail Out-Garantie verbinden.

Die Rettungsaktionen und die Übertreibungen der jüngsten Vergangenheit haben erneut die Frage aufgeworfen, ob die Notenbanken auf die Entwicklung der Aktienpreise reagieren sollten. Unstrittig ist, dass Notenbanken Inflationsgefahren, die aus der Höherbewertung des Aktienvermögens und einem entsprechenden Mehrkonsum der privaten Haushalte resultieren, kontrollieren sollten.

Empirischen Schätzungen zufolge hat der Anstieg des S&P500 seit Anfang des Jahres 1995 die Konsumgüternachfrage der privaten Haushalte in den USA mehr als 4% nach oben getrieben. Die Fed hat mit dem jüngsten Übergang zu einer restriktiveren Politik den Märkten signalisiert, dass sie diese indirekte Bedrohung der Preisniveaustabilität nicht hinzunehmen bereit ist.

Die langfristigen Folgen einer geplatzten Spekulationsblase

Sollte die Fed darüber hinaus versuchen, die Schwankungen und Übertreibungen der Aktienmärkte in Richtung geeigneter Fundamentalfaktoren zu glätten? Die Beantwortung dieser Frage hängt wesentlich davon ab, welche langwierigen Folgen für eine Volkswirtschaft nach dem Platzen einer Bubble zu erwarten sind.

Das wichtigste Argument für ein rechtzeitiges Handeln der Notenbank sind die langfristigen Folgen einer geplatzten Spekulationsblase für die Realwirtschaft. Als sich im Oktober 1929 die luftigen Börsengewinne wieder in Luft auflösten, sollte eigentlich nur eine Fiktion verloren gegangen sein. Doch wie alle Fiktionen konnten auch die damaligen Börsenfiktionen tief in das reale Wirtschaftsleben eingreifen.

Verbraucher, die bislang nicht die geringsten Bedenken hatten, ihre Haushaltsbudgets auf Monate hinaus in der Erwartung vorzubelasten, dass sie die fälligen Ratenzahlungen aus Börsengewinnen begleichen könnten, hatten nach dem Crash erhebliche Mühe ihren Verpflichtungen nachzukommen. Rund 60 % aller Automobile und 80 % aller Radios wurden damals auf Kredit gekauft und standen nun auf Abzahlung in den Garagen und Wohnungen der Kunden. Unter diesen Umständen war an neue Anschaffungen nicht zu denken.

Und Unternehmer, die auf der Grundlage ihres Effektenbesitzes Kredite zur weiteren Expansion ihrer Unternehmen aufgenommen hatten, verwandelten sich durch den Crash über Nacht in zweifelhafte Schuldner, denen die Bank die Kredite kündigt. Einmal in Gang gekommen, drehte sich der Teufelskreislauf zwischen Konsumzurückhaltung, Investitionsstopp, Produktionseinschränkung, Lohnverlusten, Stimmungsverschlechterung und erneuter Konsumeinschränkung immer schneller. Ehe man sich versah, war man in einer Depression epidemischen Ausmaßes.

Das Bruttosozialprodukt schrumpfte in drei Jahren um ein Drittel. Die Arbeitslosenquote sollte von 3,2% im Jahre 1929 auf annähernd 25% im Jahre 1933 anwachsen, 85.000 Unternehmen mit Außenständen von 4,5 Mrd. USD gingen in den Konkurs.

Der Finanzkrise ging in den 20er Jahren eine wahrhafte Kreditorgie voraus. So arbeiteten beispielsweise die geschlossenen Investmenttrusts mit hohen Fremdkapitalanteilen. Ihre einzige Aufgabe war es, die gepoolten Anlegergelder des Privatpublikums breit gestreut in Börsenwerten »à la hausse« anzulegen. Oftmals schuf man dabei ein undurchsichtiges Geflecht an mehrstufigen Beteiligungsholdings, also gehebelten Fonds, die Anteile an anderen – ebenfalls gehebelten – Fonds hielten. Aber nicht nur innerhalb der Investmenttrusts wurde mit den vermeintlichen Segnungen des Kredits gearbeitet.

Kapitalschwachen Anlegern wurden von ihren Wertpapiermaklern auch direkt Wertpapierkredite (Margin Loans) gegen Verpfändung der mit diesen Krediten gekauften Aktien zur Verfügung gestellt. Rund 1 Mill. Anleger spekulierten am Aktienmarkt mittels Margin Loans. Unter dem Andrang der Spekulation stieg ihr Volumen von 2 Mrd. zu Anfang der 20er Jahre bis kurz vor dem Crash auf Schwindel erregende 8,5 Mrd. USD, was knapp 10% der ausstehenden Marktkapitalisierung und des Volkseinkommens entsprach.

Auch heute zeigen sich Phänomene einer Kreditinflation. Die permanenten Kursgewinne am amerikanischen Aktienmarkt vermitteln den privaten Haushalten ein trügerisches Gefühl der Sicherheit. Ihr zu Marktkursen bewertetes Vermögen hat sich von 1990 bis 1999 von 24,3 Billionen auf 48,9 Billionen USD mehr als verdoppelt. Während der Vermögenszuwachs bei den realen Gütern (Grundstücke, Immobilien) mit durchschnittlich 4% p. a. vergleichsweise moderat ausfiel und ihr Anteil am Gesamtvermögen in den 90er Jahren von 30 auf 23% zurückging, schnellte das Portfoliogewicht des direkten Aktienbesitzes der privaten Haushalte von rund 7% auf über 16% nach oben. Der Anteil des in Pensions- und Investmentfonds gehaltenen indirekten Aktienbesitzes konnte von rund 16 auf 27,5% zulegen.

Immer mehr Amerikaner wollen auch an dem schnellen Reichtum teilhaben, den der Aktienmarkt verspricht. Der Anteil der Haushalte, die über direkten oder indirekten Aktienbesitz verfügen, ist bis zum Jahre 1998 von etwas mehr als 40% auf knapp 49% gestiegen. Damit liegt dieser Wert weit über der Partizipationsrate von schätzungsweise 5 bis 10% der Haushalte, die in den 20er Jahren am Aktienmarkt spekulierten.

Welche Auswirkungen hat nun die permanente Höherbewertung des Wertpapiervermögens? Es war das Verdienst Milton Friedmans, die Grenzlinien zwischen Konsum, Einkommen und Vermögen neu zu ziehen. Demnach verfügen die privaten Haushalte über ein höheres permanentes Einkommen und können sich entsprechend mehr Konsum leisten, wenn Vermögenszuwächse als dauerhaft interpretiert werden. Die kräftige Ausdehnung der Konsumentenkredite von 863 Mrd. USD im ersten Quartal 1994 auf 1.428 Mrd. USD im vierten Quartal 1999 deutet darauf hin, dass die privaten Haushalte auch in Zukunft Erträge am Aktienmarkt erwarten, die die Zinsbelastung der aufgenommenen Kredite decken.

Angesichts der Aufwärtsdynamik des amerikanischen Aktienmarkts haben die Anleger auch die Scheu vor kreditfinanzierter Spekulation wieder verloren. Die von Banken für Wertpapierkäufe vergebenen Kredite, ausgedrückt in der Belastung von Margin-Konten bei den Mitgliedsfirmen der New York Stock Exchange, haben insbesondere in den letzten Monaten stark zugenommen, nachdem der befürchtete Computercrash zum Jahrtausendwechsel ausgeblieben war. Allein von Februar 1999 bis Februar 2000 haben die Wertpapierkredite um 75% von 151 Mrd. USD auf 265 Mrd. USD zugelegt. Gemessen an der Marktkapitalisierung der Wall Street von mehr als 16,8 Billionen USD sind die Wertpapierkredite mit einem Anteil von 1,6% aber noch verhältnismäßig bedeutungslos.

Allerdings übertrifft die gesamte Verschuldungssituation der privaten Haushalte heute längst die Größenordnungen der 20er Jahre. Im Jahre 1929 erreichte die Verschuldung der privaten Haushalte rund 53% ihres verfügbaren Einkommens. In den 90er Jahren stieg zwar auch das Nettovermögen der privaten Haushalte dank der permanenten Höherbewertung von Aktien deutlich an, die Nettoschulden (Bruttoverschuldung abzüglich finanzieller Forderungen) machen nach 47% im Jahre 1990 aber heute über 67% des verfügbaren Einkommens aus. Insbesondere die Höchststände der Konsumentenkredite in Relation zum BSP zeigen, dass die privaten Anleger den Märkten eine hinreichend offene Flanke für eine schmerzhafte Korrektur bieten.


Vergleich wichtiger Indikatoren 1921 bis 1929 und 1991 bis 2000

Indikator: 1921-1929/ 1991-Anfang 2000

Reales Wachstum des BSP: 4,2%/ 3,6%

Unternehmensgewinne: 9,0%/ 9,4%

Arbeitslosenquote am Ende: 3,2%/ 4,0%

Boombranchen: Auto, Radio, Film, Versorger/ Internet, IT, Kommunikation

Überholte Branchen: Eisenbahnindustrie/ Auto, Maschinenbau, Versorger

Performance: 496% (Dow)/ 504% (S&P100)

Kurs-Gewinn-Verhältnis: 10/ 14 (Anfang der Hausse), 21/ 31 (Endphase der Hausse)

Dividendenrendite in der Endphase der Hausse: 3%/ 1%

Leitzinsen in der Endphase der Hausse: 6%/ 6%

Marktkapitalisierung/BSP: 110%/ 170%

Güterpreisinflation: 0,22%/ 2,74%

Nettoverschuldung/Verfügbares Einkommen: 53%/ 67%


Moral Hazard-Probleme lösen

Dass die augenfälligen Parallelen zwischen der Spekulationsblase in den 20er Jahren und den Kursentwicklungen in der jüngsten Vergangenheit nur eingeschränkt zur Analyse der zukünftigen Entwicklung taugen, hält die Börse auch weiterhin spannend. Den vielen Parallelen stehen ebenso viele Unterschiede gegenüber. Stellvertretend sei hier nur angeführt, dass die wirtschaftlichen Blöcke Amerika, Europa und Asien heute nicht über einen festen Wechselkurs verbunden sind, wie dies damals über den Goldstandard der Fall war. Dabei spielte das damalige Festkurssystem eine zentrale Rolle bei der Übertragung der deflatorischen Impulse auf die gesamte Weltwirtschaft. Gemangelt hat es damals auch an einer effektiven internationalen Kooperation der Zentralbanken. Zudem war das damalige Bankensystem infolge fehlender Einlagensicherungssysteme verwundbarer gegenüber Bankenruns. Und schließlich hat im Gegensatz zu den 20er Jahren das Gewicht des relativ konjunkturunempfindlichen Dienstleistungssektors am Bruttosozialprodukt heute erheblich zugenommen.

Angesichts dieser Unterschiede zwischen heute und damals dürfte sich einmal mehr die Erkenntnis durchsetzen, dass der Aktienmarkt auch künftig seinen eigenen Gesetzen folgen wird. Solange jeder Marktteilnehmer und die Institutionen entsprechende Vorkehrungen des Risikomanagements treffen, dürfte der Schatten des Jahres 1929 die Zukunft somit nicht erreichen.

Zu den drängendsten Vorkehrungen der Institutionen zählen Maßnahmen zur Verringerung von so genannten Moral Hazard-Problemen, die aus Ungleichgewichten bei der Gewinn- und Verlustzuweisung zwischen Kapitalanbietern und -nachfragern entstehen können. Vielfach wird im Krisenfalle mit gut gemeinten Notenbankinterventionen, IWF-Hilfspaketen und Staatsgarantien das wesentliche Ordnungsprinzip der Marktwirtschaft verletzt, nämlich das der Haftung. Solange die Anleger keine Bail Out-Erwartungen hegen, dürfte sich auch die Bereitschaft, in eine Preisblase am Aktienmarkt zu investieren, in Grenzen halten.

Institutionellen wie privaten Anlegern muss bewusst werden, dass »No-Risk-Profit-Only-Investments« in Wirklichkeit nicht existieren und sie in voller Eigenverantwortung handeln.
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10.01.01 21:05:18
Die 5 wesentlichen Gründe für die bevorstehende Börsenhausse:

1. Der Nasdaq-Index liegt derzeit auf dem Stand von vor zwei Jahren und hat sich seit dem Höchststand mehr als halbiert. Viele zum Teil weltweit agierende und etablierte Internetaktien liegen immer noch 95 und mehr Prozent unter ihren historischen Hochs, der NM-Index hat sich seit dem Höchststand nahezu geviertelt und liegt auf dem Stand von vor drei Jahren. Demzufolge haben sich die Bewertungen vieler Aktien dramatisch vermindert.

2. Es wird in den USA zu einem so genannten „soft landing“ kommen. Von daher werden auch die Unternehmensgewinne gemessen an den inzwischen stark nach unten revidierten Gewinnerwartungen bald wieder deutlich steigen.

3. Die Zinswende ist bereits vollzogen. Die langfristigen Zinsen haben bezogen auf das Hoch bereits 20% nachgegeben. Vermutlich werden in den USA in diesem Jahr die Leitzinsen noch um 75 bis 100 weitere Basispunkte sinken. Dies wird die Geldmenge und damit die Liquidität erhöhen, die Attraktivität von festverzinslichen Anlagen verringern sowie die Fremdkapitalkosten der Technologieunternehmen vermindern und den Gegenwartswert von deren künftigen Gewinnen erhöhen. Dies wird dem Aktienmarkt und hier vor allem den High-Tech-Werten zugute kommen.

4. Flankierend zu der expansiven Geldpolitik wird auch die Politik der neuen US-Administration expansiv ausgerichtet sein. Dies betrifft zum einen drastische Steuersenkungsprogramme und zum anderen groß angelegte Ausgabenprogramme. Finanziert wird dies durch die in den nächsten Jahren in den USA anfallenden Haushaltsüberschüsse sowie durch die wieder anziehenden wirtschaftliche Dynamik.

5. Die Fonds sowie andere institutionellen Anleger haben in den letzten Monaten ungewöhnlich hohe Cashbestände aufgebaut. Wenn sich an den Börsen eine nachhaltige Trendwende abzeichnet, die diverse Frühindikatoren bereits anzeigen, werden die institutionellen Anleger zudem erhebliche Zuflüsse zu verzeichnen haben. Zudem werden in Europa die Alterssicherungssysteme zunehmend auf Kapitaldeckung umgestellt. Insofern ist in Kürze der Beginn einer liquiditätsgetriebenen Rallye zu erwarten, deren Ausmaß wie so oft in den letzten Jahren wieder viele überraschen wird, nämlich jene Leute, die das einmal mehr nicht für möglich halten. Diese pessimistische Grundhaltungen ist einer der sichersten Garanten dafür, dass es zu der von mir erwarteten Rallye tatsächlich kommen wird.

Niedrige Aktienbewertungen, sinkende Zinsen, bald wieder zu erwartende Umsatz- und Gewinnüberraschungen, eine expansive Steuer- und Ausgabenpolitik sowie hohe Liquiditätszuflüsse werden dafür sorgen, dass die Technologieindizes gegen Jahresende wieder neue Höchststände erreichen, wobei beim Nasdaq-Index das bisherige historische Hoch um etwa 45% und beim Nemax All Share um etwa 20% übertroffen werden dürfte.

Gigaguru
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13.01.01 00:02:44
Hi Gigaguru!

Und was machen die Depots!

Warum schreibst Du eigentlich einmal von einer bevorstehenden Hausse und schreibst uns einen Artikel weiter vorne fast vom Weltuntergang.

Also weiterhin viel Glück bei diesem Spiel, wünscht

kirschrother_lump
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13.01.01 10:23:35
Stand nach der zweiten Handelswoche beim internationalen Musterdepotwettbewerb 2001, der inoffiziellen Weltmeisterschaft der Börsengurus:


1. Gigaguru +28,2%

2. Merrill Lynch (u.a. Henry Blodget) -1,7%

3. Fuchs Ede -8,0%

4. Der Aktionär (u.a. Bernd Förtsch) -17,3%


Konkurrenzdepots:

Casanova19 +23,2%
Kly +1,5%
Fra Diabolo +0,5%
kirschrother_lump -0,7%
BurningByte -11,3%
Biologica -13,9%


Hier sind 48 weitere Musterdepots aufgeführt, die den gleichen Regeln wie unser Wettbewerb unterliegen:

http://www.redmailorder.com/boerse/mag2001.htm


Ich darf Dich vielleicht einmal an zwei Dinge erinnern, kirschrother_lump: Erstens gibt es an der Börse immer verschiedene Meinungen, zweitens ist der letzte Beitrag von mir selbst, während ich im vorletzten Posting einen Artikel von Markus Stahl und Markus Mezger eingestellt haben, der die Meinung der Verfasser darstellt, nicht aber meine eigene. Zuvor hatte ich lediglich einige Fakten dokumentiert, die unbestreitbar Parallelen zur Situation vor der Weltwirtschaftskrise bzw. der Rezession in Japan aufzeigen. Andere Aspekte unterscheiden die Situationen allerdings und ich habe keineswegs suggeriert, dass es zu einer ähnlichen Entwicklung in den USA kommen wird, vielmehr ausgeführt, dass die Wahrscheinlichkeit nach meiner Ansicht bei unter 10% liegt.

Gigaguru
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13.01.01 13:43:09
:D

Den Thread hab` ich leider bisher übersehen.

Mein Depot für 2001 steht auch (aber Ihr dürft mich gerne aufnehmen zum Schlußkurs gestern - werde dennoch siegen):

1) AKAM ($ 27,4375, Nasdaq, 12.01.2001)
2) ATHM ($ 8,7188, Nasdaq, 12.01.2001)
3) CMGI ($ 5,7500, Nasdaq, 12.01.2001)
4) ENGA ($ 1,3125, Nasdaq, 12.01.2001)
5) INKT ($ 16,5626, Nasdaq, 12.01.2001)
6) LNUX ($ 8,9375, Nasdaq, 12.01.2001)
7) MRCH ($ 2,3438, Nasdaq, 12.01.2001)
8) NAVI ($ 3,1875, Nasdaq, 12.01.2001)
9) NBCI ($ 3,7500, Nasdaq, 12.01.2001)
10) PCLN ($ 2,9688, Nasdaq, 12.01.2001)

Ich brauche ja nicht zu erwähnen, daß alleine die durchschnittliche Performance von gestern bei

Welche Kurse darf ich verwenden - sind die Nasdaq-Schlußkurse von gestern ok?

Starte also heute mit einer Vergleichsperformance von 0% (obwohl ich gegenüber dem 01.01.2001 schon dick im Plus wäre... :D - großzügig, nicht wahr??)

Grüße, fs

p.s.:
Dafür, daß Ihr gegen mein Depot in diesem Jahr leider keine Chance habt, möchte ich mich schon vorab entschuldigen.

:cool:
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13.01.01 16:40:49
Hmm fängt ja nicht allzu gut für mich an dieses kleine Börsenspiel.
Na ja da selbst meine konservativeren Werte wie Nestle, Pfizer
und Beiersdorf unter die Räder gekommen sind.
Aber noch hab ich ja genug Zeit.

Gruesse
BurningByte
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14.01.01 21:56:24
@ Frau Diablo

erst einmal sorry für die späte Antwort. War leider die gesamte Woche über unterwegs.

Ich habe folgenden Schein:

WKN: 744541
Emittent: Dresdner Bank
Basispreis: 130
Laufzeitende: 12.12.2001
Spread-Move: 0.283
Delta: 0.20

Beachte aber, dass dieser OS wegen seines hohen Basispreises und dem daraus resultierenden Theta sehr riskant ist. Ich spekuliere darauf, dass der Yen seinen Höhenflug in den nächsten beiden Wochen bis in den Bereich 120 fortsetzt. Kommt es zu einer zwischenzeitlichen Korrektur, ist der OS schlecht dafür geeignet diese auszusitzen.




@Gigaguru

Glaubst du die amerikanische Notenbank kann nach den Wirtschaftsdaten vom Freitag die Zinsen wirklich um die von dir geforderten 75 bis 100 Basispunkte senken? Ich denke eine mögliche Inflation zu vermeiden hat für Alan Greenspan oberste Priorität. Den Spagat zwischen Soft Landing und inflationären Tendenzen zu meistern, ist wahrlich keine einfache Aufgabe.

Neue Höchststände halte ich diesem Jahr für absolut unrealistisch. Im Vergleich zu den Haussen der vergangenen Jahre haben sich die Vorzeichen gewandelt: Der längste Wirtschaftsaufschwung der Geschichte neigt sich seinem Ende zu. Die Unternehmen werden also nicht länger mit aussergewöhnlich guten Quartalsberichten alle Analysten ständig überraschen können. Nachdem die New Economy sich wohl weitgehend als Traum entpuppt hat, werden alte Bewertungskriterien wieder mehr an Bedeutung gewinnen. D.h. die Unternehmen können ihre Umsätze nicht mehr Jahr für Jahr wild in die Höhe katapultieren, ohne dabei die Gewinnsituation aus den Augen zu verlieren. Ein weiterer Faktor, der Kurssteigerungen wie in den letzten Jahren unmöglich macht, ist er inzwischen recht breite Investitionsgrad der Bevölkerung, hauptsächlich in den USA, aber auch in Europa. Eine durch Liquidität getriebene Rally wird daher nicht mehr in früheren Ausmassen möglich sein. Zumal die sich amerikanische Bevölkerung, geblendet durch illusorische Buchgewinne, unter einem Schuldenberg begraben hat, der ohne Einschränkung der Konsumgewohnheiten nicht abzutragen ist. Da Refinanzierungsmöglichkeiten weitergehend fehlen, werden einige US-Haushalte zwangsläufig Kursanstiege am Aktienmarkt nutzen müssen, um bestehende Positionen zur Begleichung ihrer Schulden abzubauen.

Ich rechne mit einem maximalen Anstieg der Nasdaq auf 3500 Punkte. Danach wird sich der Bärenmarkt, untermauert durch schlechte Unternehmenszahlen fortsetzen. Sollte es zu einem Szenario wie von dir beschrieben kommen, wäre mir das vorerst auch recht. Aber ich denke die dann entstandene Abkopplung der Aktienkurse von der realwirtschaftlichen Entwicklung würde zwangsläufig zu einer neuen WWK führen.
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14.01.01 23:59:04
Die Wirtschaftsdaten haben an meiner Einschätzung nichts geändert, Genatio. Arbeitsmarkt- und Inflationsindikatoren gehören zu den so genannten Spätindikatoren. Sie folgen der tatsächlichen konjunkturellen Entwicklung mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung nach. Frühindikatoren, wie etwa die Auftragseingänge, deuten auf eine signifikante Abschwächung der wirtschaftlichen Dynamik hin. Dies ist auch der Grund für die gedämpften Erwartungen vieler Unternehmen für das Jahr 2001. Die US-Notenbank wird deshalb – vorausgesetzt, sie verhält sich rational – in diesem Jahr noch drei Zinsschritte vornehmen, einen auf der nächsten oder übernächsten Sitzung sowie mindestens zwei im weiteren Verlauf des Jahres. Zinssenkungen entfalten ihre Wirkung immer erst zeitverzögert. Demnach muss eine vorausschauende Zinspolitik die künftige Entwicklung anhand von Frühindikatoren antizipieren, um rechtzeitig unerwünschten Entwicklungen entgegenwirken zu können. Es stimmt im übrigen nicht, dass Greenspan primär die Inflation im Auge hat, vielmehr muss er die richtige Balance finden, um die wirtschaftliche Entwicklung auf einem kontrollierten Wachstumspfad zu halten.

Das von mir beschriebene Szenario würde keineswegs eine Weltwirtschaftskrise einläuten, vielmehr wäre dies ein Ausdruck dafür, dass eine solche Entwicklung einstweilen nicht zu erwarten ist. Erst ein dauerhafter Absturz der Aktienmärkte könnte dies befördern, es müssten aber eine Reihe weiterer Faktoren als eigentlich auslösende Ursachen hinzukommen. Insofern wäre in keinem Fall eine erfolgende Hausse eine Primärursache für eine Weltwirtschaftskrise, vielmehr würde sie diese sogar unwahrscheinlicher machen.

Gigaguru
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18.01.01 00:20:44
@genatio

off topic und: DANKE!


@Gigaguru

man, Dein Portfolio... hab Gnade mit uns,... Ventro... man... legt aber erstmal ne Pause ein.

Na ja, das Jahr ist noch lang... für die Realdepots stelle ich hier zum Thema Pennystocks (Hallo fsch!!) ein Posting des Users `dosto` rein. Der bezog es allerdings auf Ariba/B2B

`.... wenn die werte zertrümmert sind (sind sie noch nicht)
kannst du spekulativ kaufen.
traue bloß den langzeitpostern nicht.
grund die 2B2 branche wird noch stürmische zeiten in beide richtungen erleben, also achterbahn. überraschungen wie
kunkurse oder billigübernahmen sind nicht auszuschließen.
alle quartalsergebnisse genau kontrollieren, keine flausen
ins ohr setzen lassen.
das wichtigste: gute gewinne mitnehmen.
auch 50% kann ein guter gewinn sein...`

gilt genauso für die `dodcoms`.
`gute gewinne mitnehmen`. ;)

Nicht vergessen: Schrott bleibt Schrott. Der wird die Tage gemolken, gelle?!

und im Sommer, wenn wieder keiner die Techs und VCs will, hole ich vielleicht ein wenig auf... ;)

Gute Nacht und Fette Beute

wünscht

Fra Diabolo
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18.01.01 01:15:32
Abgerechnet wird Ende diesen Jahres, Fra Diabolo, da hast Du sicher recht! Eine Pause kommt für mich allerdings einstweilen nicht in Betracht. Ich liege zwar aktuell mit 70% im Plus, zumal auch die Internetbeteiligungsgesellschaften (einschl. den japanischen) endlich in die Gänge kommen, bin aber trotzdem erst beim Warmlaufen. Morgen ist ein weiterer Tag der Wahrheit, da u.a. Microsoft, Sun Microsystems und Commerce One Zahlen veröffentlichen. Wenn diese überzeugend ausfallen, dürfte die Tech-Rallye nachhaltig an Dynamik gewinnen. Heute hat bereits mein Depotwert Travelocity.com sensationell gute Zahlen präsentiert, was honoriert werden dürfte. Am Freitag ist dann der Tag der Entscheidung für Starnet. Sollte das Voting für UK durchkommen, wird der Kurs durch die Decke gehen. Es werden dann bereits in Kürze zwei Ziffern vor dem Komma stehen. Wie Du siehst, an eine Pause ist einstweilen nicht zu denken!

Gigaguru
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18.01.01 13:54:08
Travelocity.com

Angesichts der generellen Schwäche der Internetaktien hat sich mein Musterdepotwert Travelocity.com (Kürzel: TVLY; WKN: 936134) in den letzten Monaten achtbar geschlagen. Die gestern gemeldeten exzellenten Zahlen wurden vom Markt sehr gut aufgenommen: Nach einem Kursplus von 9% gestern in den USA (vor den Zahlen) liegt der Kurs in Deutschland heute bereits rund 15% über Parität!



Homepage: http://www.travelocity.com

Kurse, Charts, News, Fundamentaldaten: http://finance.yahoo.com/q?s=TVLY&d=t

Weitere Infos zu TVLY: Thread: Entstehung eines E-Commerce-Giganten - Analyse zu "Preview Travel"!

Gigaguru
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19.01.01 21:10:12
Zwischenstand nach der dritten Handelswoche im neuen Jahrtausend beim internationalen Musterdepotwettbewerb 2001, der inoffiziellen Weltmeisterschaft der Börsengurus:


1. Gigaguru +59,1%

2. Merrill Lynch (u.a. Henry Blodget) +8,5%

3. Fuchs Ede +1,0%

4. Der Aktionär (u.a. Bernd Förtsch) -9,8%



Musterdepot von Gigaguru:

Aktie/ Kaufkurs/ Akt. Kurs/ Performance

CMGI/ 6,25 Euro/ 6,05 Euro/ -3%
InfoSpace/ 9,4 Euro/ 9,8 Euro/ +4%
Internet Capital Group/ 3,35 Euro/ 5,3 Euro/ +58%
Hikari Tsushin/ 15,5 Euro/ 27,0 Euro/ +74%
Jafco/ 90 Euro/ 107 Euro/ +19%
NBC Internet/ 3,4 Euro/ 4 Euro/ +18%
Softbank/ 34,1 Euro/ 49,3 Euro/ +45%
Starnet/ 0,39 Euro/ 1,0 Euro/ +156%
Travelocity.com/ 10,4 Euro/ 21,5 Euro/ +107%
Ventro/ 1,29 Euro/ 2,75 Euro/ +113%


Musterdepot von Merrill Lynch (u.a. Henry Blodget):

Adobe/ 67 Euro/ 63 Euro/ -6%
Cisco Systems/ 41,6 Euro/ 45,0 Euro/ +8%
DST/ 74,7 Euro/ 65,0 Euro/ -13%
EMC/ 75,2 Euro/ 82 Euro/ +9%
Cadence/ 29,6 Euro/ 33,5 Euro/ +13%
Nortel Networks/ 33,7 Euro/ 41,3 Euro/ +23%
Pivotal/ 40 Euro/ 36 Euro/ -10%
Sanmina/ 85 Euro/ 57,5 Euro/ +35%
Solectron/ 37 Euro/ 44,4 Euro/ +20%
Sun Microsystems/ 30,6 Euro/ 32,5 Euro/ +6%


Musterdepot von Fuchs Ede:

Articon Integralis/ 74,5 Euro/ 70 Euro/ -6%
Cisco Systems/ 41,6 Euro/ 45,0 Euro/ +8%
Commerce One/ 31,65 Euro/ 29,2 Euro/ -8%
Dell Computer/ 18,5 Euro/ 27,0 Euro/ +46%
Inktomi/ 23 Euro/ 16,25 Euro/ -29%
InfoSpace/ 9,4 Euro/ 9,8 Euro/ +4%
Siemens/ 139,25 Euro/ 156,5 Euro/ +12%
Sun Microsystems/ 30,6 Euro/ 32,5 Euro/ +6%
TV-Loonland/ 31 Euro/ 42,5 Euro/ +37%
Vignette/ 21,4 Euro/ 8,4 Euro/ -61%


Musterdepot von Der Aktionär (u.a. Bernd Förtsch):

Articon Integralis/ 74,5 Euro/ 70 Euro/ -6%
CE Consumer Electronics/ 17,5 Euro/ 15,75 Euro/ -10%
Commerce One/ 31,65 Euro/ 29,2 Euro/ -8%
IDEC Pharmaceuticals/ 74 Euro/ 60,5 Euro/ -18%
Medarex/ 50 Euro/ 31,6 Euro/ -37%
Parsytec/ 44,44 Euro/ 44,0 Euro/ -1%
Peoplesoft/ 44 Euro/ 53 Euro/ +20%
Qualcomm/ 95 Euro/ 75,5 Euro/ -21%
Thiel Logistics/ 125,8 Euro/ 132,5 Euro/ +5%
Vertex Pharmaceuticals/ 77,9 Euro/ 59,5 Euro/ -23%



Konkurrenzdepots:

Casanova19 +37,2%
kly +26,3%
Fra Diabolo +12,5%
kirschrother_lump +9,2%
BurningByte -8,6%
Biologica -7,1%


Hier sind 48 weitere Musterdepots aufgeführt, die den gleichen Regeln unterliegen:

http://www.redmailorder.com/boerse/mag2001.htm


Gigaguru
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20.01.01 17:06:01
Ich hoffe Gigaguru, du liegst mit deiner Einschätzung richtig. Das wäre für uns alle die wünschenswertere Variante. Ich befürchte jedoch nach wie vor eine harte Landung der US-Wirtschaft. Die Auto-Industrie war schon immer ein guter Indikator für die zu erwartende Konsumfreudigkeit der Bevölkerung. Und gerade in diesem Sektor sieht es ja wahrlich nicht rosig aus. Der Phili Fed Index zeigt ein ähnliches Bild.

Eine neuerliche Rekord-Hausse birgt, in anbetracht des extrem leichtsinnigen Vermögensmanagements der US-Bürger, die große Gefahr einer über den Wohlstandseffekt erneut aufgeheizten Konjunktur, die dann einem erneutem Einbruch des Aktienmarktes nichts mehr entgegenzusetzen hätte. Denn - da wirst Du mir sicherlich zustimmen - ein erneuter liquiditätsgetriebener Aufschwung würde unweigerlich zu einem Crash führen, der den eben erst gesehenen Kursrückgang im Rückblick als geradezu glimpflich erscheinen lassen würde. Insbesondere unter dem Gesichtspunkt, dass sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen geändert haben und das nicht gerade zum Besseren.

Die Börsenampeln sind kurzfristig wieder auf grün gesprungen, insofern dürfte deine Depotstrategie auf ausgebombte Internetwerte zu setzen, sich als goldrichtig erweisen. Zumindest so lange, bis das Sentiment in diesem Sektor wieder dreht. Lediglich der Zeithorizont Deines hier vorgestellten Depots könnte Dir dann noch zum Verhängnis werden. Aber vielleicht erreichst Du auch dein Ziel und steigst zum unangefochtenem Börsenguru der deutschen Finanz-Community auf. :-)

Wie ist deine Einschätzug bezüglich des Euro?


Grüsse
Genatio
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20.01.01 22:10:32
Hallo Gigaguru!

Vielen Dank, daß Du mein Depotstand immer wieder neu berechnest.

Ich denke die anderen sollten ihm auch mal danken.

Also viel Glück noch und Servus

kirschrother_lump
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21.01.01 13:39:06
huu,

ja danke :)

schönen sonntag noch,
kly
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21.01.01 21:02:41
Kann mir jemand einen fundamentalen Grund nennen , warum CMGI langfristig positiv zu bewerten ist ?
Kollege Förtsch meinte kürzlich , dass dieser Wert eventuell vom Kurszettel verschwinden könnte !
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22.01.01 12:10:50
An die WO-Gemeinde (sorry Brsennavigator, daß ich kurz das Thema wechseln muß):

Mir ist klar, daß ein Großteil von Euch lang genug im Börsengeschäft dabei ist um solche selbsternannten Gurus mit Vorsicht zu genießen oder garnicht zu beachten.
Mir geht es um die, die neu dabei sind und glauben daß Menschen wie Gigaguru und Co. in Diskussionsforen unser aller Wohl wollen.
Wenn Ihr Euch mal die Verhaltensweisen solcher Herren genau anschaut, dann fällt sehr schnell auf, daß es ihnen nicht um eine konstruktive Diskussion geht sondern nur um Selbstdarstellung mit der Hoffnung auf erfolgreiche Musterdepots. Nicht selten sind marktenge Werte vertreten und Diskussionsforen wie hier bei WO erreichen inzwischen eine Vielzahl von Anlegern. Leider hat es letztes Jahr nicht so "richtig geklappt", andernfalls hätte es mich nicht gewundert wenn wir inzwischen einen Börsenbrief mehr im Zeitschriftenhandel vorgefunden hätten.
Also: Nicht blind kaufen sondern selbst recherchieren!

Ich wünsche allen letzes Jahr gebeutelten Börsianern ein erfolgreiches Jahr 2001. Ich für mein Teil erwarte eine nur kurzfristige Erholung an den Welt-Börsen, da die US-Wirtschaft angeschlagen ist und der DJ den DAX und alle anderen wieder mal mitreißen wird. Da werden Zinssenkungen nur kurzfristig helfen.

Gruß
Ed
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22.01.01 13:19:07
tja Gigaguru, wenn ich Deine Werte so rennen sehe, da kommen mir mit meinem Schnarchtütendepot natürlich die Tränen... jedoch denke ich, dass meins in eher `mauen` Börsenphasen diabolisch gut performen wird.
Abgerechnet wird jedenfalls am Ende des Jahres!!


Bei den Realdepots wird täglich abgerechnet. Ich möchte nochmal eindringlich daran erinnern, die Gewinnmitnahmen nicht zu vergessen. Auch wenn eine ganze Reihe der Pennystocks und ausgebombten Werte sehr gut abgezogen sind und ein Teil auch noch weiterlaufen wird (Starnet, Infomatec etc.), ändert es nichts daran, dass viele von ihnen völlig zu Recht ausgebombt wurden. Korrekturen der jetzigen Anstiege sind dann unvermeidlich.
Ein augenfälliges Beispiel hierfür ist CMGI: es zeichnet sich immer mehr ab, dass die einfach ein zweitklassiges B2C Portfolio haben, ansonsten nichts, keinerlei Fantasie, IPO-Pipeline. Das Ergebnis setzt sich aus den operativen Ergebnissen der Beteiligungen zusammen, von denen viele mit dem Rücken zur Wand stehen....

Nochmal, was ich schon vor ein paar Tagen geschrieben habe.

`.... wenn die werte zertrümmert sind (sind sie noch nicht)
kannst du spekulativ kaufen.
traue bloß den langzeitpostern nicht.
grund die 2B2 branche wird noch stürmische zeiten in beide richtungen erleben, also achterbahn. überraschungen wie
kunkurse oder billigübernahmen sind nicht auszuschließen.
alle quartalsergebnisse genau kontrollieren, keine flausen
ins ohr setzen lassen.
das wichtigste: gute gewinne mitnehmen.
auch 50% kann ein guter gewinn sein...`

gilt genauso für die `dodcoms`.
`gute gewinne mitnehmen`.

Auf fette Gewinne, vor allem im Realdepot :)

Fra Diabolo
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22.01.01 16:30:03
Weshalb Du Dich jetzt bereits zum zweiten Mal auf ein Posting stützt, Fra Diabolo, dass weder inhaltlich, noch orthographisch sonderlich hohen Ansprüchen genügt, ist mir nicht ganz klar. Ich würde Dir aufgrund dessen, was Du selbst schreibst, durchaus zutrauen, dass Du dies um einiges besser und fundierter würdest darstellen können und Dich auch nicht unbedingt hinter anderen verstecken musst, um eine Meinung zu äußern.

Die Einschätzung von CMGI fällt bei mir grundlegend anders aus: Es ist natürlich nicht in Abrede zu stellen, dass es Probleme gegeben hat, denn mehr als 95% Kursverlust kommen schließlich nicht von ungefähr, allerdings teile ich nicht Deine Ansicht zu den Assets von CMGI. Ventro und Critical Path, um nur zwei namhafte – wenn auch nicht unbedingt in jeder Hinsicht rühmliche – Beteiligungen zu nennen, sind schwerpunktmäßig B2B-Werte. Zwei der wichtigsten Beteiligungen, AltaVista und Lycos, gehören zu den bekanntesten Suchdiensten bzw. Portalen im Internet. Der Wert von AltaVista alleine dürfte über der aktuellen Marktkapitalisierung von CMGI liegen. Engage entwickelte sich zwar leider auch zu einem regelrechten Fiasko, allerdings hat der Wert auf Basis der jetzigen Bewertung auch immenses Potenzial. Engage galt schließlich einmal als eines der besten Unternehmen überhaupt im Internetbereich. Wie man Umsatz- und Gewinnwarnungen von Internetbeteiligungsgesellschaften – wie in der letzten Woche die von CMGI – einzuschätzen hat, muss ich nicht näher ausführen, da sie keinerlei Aussagekraft haben. Die Beteiligungsgesellschaften leiden eben auch weiterhin unter den Unsicherheiten im Internetsektor sowie dem anhaltenden IPO-Stau. Wenn sich hier die Lage entspannt, werden die Kurse explodieren!

Die Unterstellung, ich würde mich auf ausgebombte und substanzlose Werte konzentrieren, die zudem zum Teil markteng seien, ansonsten aber hoch spekulativ, wie das bei einigen anklang, weise ich mit Entschiedenheit zurück. Ganz so banal ist meine Anlegestrategie nämlich nicht. Die ausgewählten Werte sind zwar tatsächlich teilweise massiv abgestürzt, haben aber nicht nur deswegen ein großes Kurssteigerungspotenzial, sondern auch deshalb, weil sie durchweg eine sehr aussichtsreiche Unternehmensstory und auch genügend Substanz haben, um zwangsläufig früher oder später ein glorreiches Comeback zu feiern. Da ich mich mit allen vorgestellten Werten sehr intensiv beschäftigt habe, kann ich es mit gutem Gewissen verantworten, solche Werte als Investment auszuwählen. Mit Starnet könnte ich sogar eine der Microsofts von morgen dabei haben! We will see!

Gigaguru
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22.01.01 16:32:32
Infos zu Starnet (bzw. demnächst World Gaming Plc): Thread: Starnet Communications: Rückblick - aktuelle Situation - Ausblick!!

Gigaguru
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23.01.01 01:26:55
stimmt, ich bin der Meinung, wir sind noch in einem Tradingmarkt mit noch nicht gebrochenem Abwärtstrend. Gerade in solch einem Markt sind Gewinnmitnahmen, vor allem, wenn es sich um sehr schnelle Gewinne handelt, wichtig. Man kann die Aktien schliesslich auch morgen noch kaufen, viele sogar billiger *g*. (Starnet würde und werde ich allerdings nicht verkaufen, da geht sicher noch mehr...).

zu CMGI.
jawohl, Ventro und Critical Path sind zwar B2B, aber nicht so besonders rühmlich. Meine persönliche Einschätzung ist, dass Ventro keine oder bestenfalls keine besondere Zukunft hat. Zu den B2B-Perlen gehören beide nicht.
Wie hoch sind eigentlich hier die Beteiligungen von CMGI?
Aus meiner Sicht hat es CMGI nicht geschafft, sich frühzeitig ein ansprechendes B2B-Portfolio zu schaffen, das jetzt auch die entsprechenden Erträge abwirft.
Und was haben sie in der B2B-Pipeline? Ich wüsste von keinem `Star`.

Für die Venture Capitalisten ist B2B auch schon wieder von gestern. Wo sind die Beteiligungen von CMGI im Breitbandbereich, im M-Commerce oder irgendwelche Firmen, die zur Medienkonvergenz beitragen? Die würden dem Portfolio (vielleicht) IPO-Fantasie einhauchen. Diese Beteiligungen müssten an Technologie- und Marktführern und in signifikanter Höhe sein.
Ich sehe sie nicht. Das hat CMGI auch verpasst. Zumindest gemessen am Anspruch, die stärkste Beteiligungsgesellschaft der Welt zu sein.

Zwei der wichtigsten Beteiligungen sind Lycos und Altavista. Werte der ersten Generation.
Lycos ist sehr einfach zu bewerten, das tut nämlich der Markt für uns. Eine Aussicht auf Mehrwert oder stille Reserven haben wir nicht, schliesslich ist das IPO lange vorbei. CMGI wird hier im Laufe der Zeit Kasse machen.
Und Altavista? Schafft es nie an die Börse. Und entlässt eine Menge Leute. Warum schaffen es die nicht an die Börse? Warum entlassen die Leute? Sind sie doch nicht so finanzkräftig, wie es immer heisst? Und nicht so ertragsstark?
über die Bewertung von Altavista könnten wir wohl lange kontrovers diskutieren. Meine Annahme ist jedoch, dass wir, sollten sie doch noch irgendwann an den Markt gehen, eine eher niedrigeres Multiple erzielen werden als die Wettbewerber Lycos und Yahoo.
Also auch hier eher weniger Fantasie.

Die Umsatzwarnung von CMGI hat sehr viel Aussagekraft, da sie die Ertragskraft der Unternehmenssparten (Beteiligungen) widerspiegelt. Der Markt hielt es auch für relevant und reagierte mit einem 20%-Preissturz.
Wenn die wichtigsten Beteiligungen operativ lahmen und das IPO-Geschäft eine mehr oder weniger leere Pipeline (ausser Altavista) hat, was sagt das denn über die Mutter aus?

Softbank hat ähnliche Probleme, ist aber schlechter finanziert. Ich rate hier allen Investierten, die Lage genau zu beobachten und gegebenenfalls mit engen Stopps zu arbeiten. Jafco ist vermutlich noch der stabilste Wert.

>Die Unterstellung, ich würde mich auf ausgebombte und substanzlose Werte konzentrieren, die zudem zum Teil markteng seien, ansonsten aber hoch spekulativ, wie das bei einigen anklang, weise ich mit Entschiedenheit zurück. Ganz so banal ist meine Anlegestrategie nämlich nicht.

Nun, Du hast selbst vorgerechnet, dass Dein Depot bei weitem am meisten zulegen würde, wenn alle Werte ihren Höchstkurs wiedersehen.
Markteng sind die von Dir gewählten Werte, ausser Starnet, nicht.

Ich kritisiere Deine Strategie nicht. Sie ist in den letzten Wochen extrem erfolgreich gewesen und im übrigen Deine freie Wahl. Wahrscheinlich wirst Du Deinen Performance-Vorsprung in den nächsten Tagen und Wochen noch weiter ausbauen.

Ich finde es nur wichtig, diese schönen Gewinne auch zu erhalten. Denn was sehr schnell steigt, kann auch sehr schnell wieder fallen. Ich würde in einem Realdepot anfangen, Kasse zu machen. Auf jeden Fall würde ich aber mit Stops arbeiten. Zurückkaufen kann man immer, wenn man dumm ausgestoppt wird. Aber man spart unter Umständen einen Haufen Geld.
Meine persönliche Einschätzung, wie ich betonen möchte.

Die Einzelstrategie und -analyse fällt natürlich für jeden Wert individuell aus.

FD
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23.01.01 11:08:22
In einem Nebensatz hast Du ja auch gleich noch Softbank „hingerichtet“, Fra Diabolo, die die Steigerung von Inkompetenz und Verschlafenheit zu sein scheinen, Attribute, die Du ansonsten CMGI zusprichst, wobei CMGI Deiner Meinung nach aber wenigstens besser finanziert sei. Zum Glück hast Du nicht auch noch NBC Internet und vor allem Hikari Tsushin angesprochen, sonst wäre wahrscheinlich der Eindruck entstanden, dass mein halbes Depot aus absoluten Schrottwerten besteht. Ich möchte allerdings nur auf CMGI und Softbank eingehen, die Du auch angesprochen hast. Wir brauchen uns ansonsten hier zwar nicht weiter über Strategien unterhalten, da die Regeln des Depotwettbewerbs expressis verbis festgelegt sind, ich halte es aber für fraglich, ob es Sinn macht, jetzt an Gewinnmitnahmen zu denken. Wir befinden uns faktisch in der Bodenbildungsphase. Es steht aber sehr wahrscheinlich eine massive Liquiditätshausse an, die vermutlich schon bald einsetzen wird. Sollte es dann wieder zu irrationalen Übertreibungen nach oben kommen, was ich für wahrscheinlich halte, wären Gewinnmitnahmen bei einigen Werten dann sicherlich ein Thema.

Ich halte an meiner Meinung fest, dass Quartalszahlen von Internetbeteiligungsgesellschaften keine große Aussagekraft haben. Fragwürdig erscheint mir insbesondere Deine Ansicht, dass hierin die Ertragskraft der Beteiligungen zum Ausdruck käme. Quartalszahlen von Beteiligungsgesellschaften bringen lediglich die Auswirkungen von Portfolioumschichtungen zum Ausdruck, die wiederum von den Ein- und Ausstiegszeitpunkten, den Kursentwicklungen in der Branche und vor allem auch der IPO-Situation beeinflusst werden. Bei ungünstigen Kursen werden ursprünglich vorgesehene Beteiligungsverkäufe vielfach zurückgestellt, weil man günstigere Zeitpunkte abwarten will (und umgekehrt). Was aber hat der Tatbestand, dass derzeit kaum IPO’s möglich sind und was hat die Kursentwicklung im Internetbereich mit der Ertragskraft dieser Unternehmen zu tun? Ich sehe beispielsweise keinerlei Zusammenhang zwischen der Kursentwicklung von InfoSpace und der Ertragsentwicklung dieses Unternehmens. Als Folge längerer Kursschwächen kann sicherlich die Ertragskraft zurückgehen, da notwendige Investitionen nicht mehr finanziert werden können, dies ist aber vielfach dann auch ein Branchenphänomen, weniger eine unternehmensspezifische Entwicklung. Wenn Du von einem Kurseinbruch bei CMGI als Reaktion auf die Zahlen sprichst, dann solltest Du vielleicht nicht unerwähnt lassen, dass der Wert zuvor innerhalb von zwei Wochen um über 100% gestiegen war. Was sind denn schon temporäre 20%? Außerdem hat sich der Kurs im Anschluss schon wieder deutlich erholt.

Die Kursentwicklung von CMGI bzw. generell von Beteiligungsgesellschaften wird in erster Linie vom inneren Wert der Beteiligungen sowie einem mehr oder weniger großen Aufschlag determiniert, der die Phantasie der Portfoliostruktur und die Managementqualität widerspiegelt. Ansonsten profitieren Internetbeteiligungsgesellschaften von dem so genannten Leverageeffekt: Man beteiligt sich vorbörslich an Unternehmen, die man an die Börse bringt und dann teilweise oder ganz veräußert, wodurch stille Reserven aufgedeckt werden, um sich dann wieder an noch nicht börsennotierten Unternehmen zu beteiligen. Bestimmte Beteiligungen, die eine weiterhin gute Entwicklung versprechen bzw. aus strategischen Gründen interessant sind, werden ggf. auch gehalten. Der beschriebene Leverageeffekt kommt natürlich nicht zum Tragen, wenn ein Markt nicht läuft und keine IPO’s erfolgen. Wenn sich die Situation wieder zugunsten des Internetsektors dreht –wovon ich in Kürze ausgehe –, wird dieser Effekt den entsprechenden Gesellschaften dann auch wieder zugute kommen. Wenn Du CMGI und Softbank in dieser Weise verdammst, Fra Diabolo, wer ist dann Deiner Ansicht nach im Hinblick auf Portfoliostruktur, Management und finanziellen Background vorzuziehen?

Softbank mit über 600 und Jafco mit über 2000 Beteiligungen dürften einiges in der Pipeline haben. Im übrigen ist für die Börse weder B2B noch B2C gelaufen – speziell im vielgescholtenen B2C-Bereich wird es ein Revival geben – und speziell Softbank fokussiert sich inzwischen – wenn auch zugegebener Weise etwas später als es wünschenswert gewesen wäre – auch sehr stark auf den Breitband- und Medienbereich (siehe z.B. die Kooperation mit News Corp., die jetzt nur vorübergehend auf Eis gelegt wurde). Bei Softbank kommt hinzu, dass man sich mit der Gründung der Jasdaq und dem Einstieg ins Bankengeschäft zu einem Full-Service-Anbieter im IPO-Bereich entwickelt und somit einen großen Teil der Wertschöpfungskette abdeckt. Softbank ist – wie im übrigen auch CMGI – schon längst keine reine Beteiligungsgesellschaft mehr.

Mich erinnern Deine Aussagen ein wenig an jene der Analysten von vor zwei bzw. drei Jahren, Fra Diabolo. Diese waren seinerzeit geprägt von Skepsis und Warnungen. Ich kaufte damals CMGI und lag nur zwei Wochen später bereits mit 55% im Minus. Anderthalb Jahre danach lag ich dann mit 1.500% im Plus, ohne auch nur einmal eine Aktie zwischenzeitlich verkauft zu haben. Dann allerdings habe ich mir erlaubt, die Bestände abzustocken, jetzt stocke ich wieder auf. Die gleiche Story bei Softbank: Trotz massiver Skepsis einiger Analysten kaufte ich die Aktie Anfang 1999, die im Anschluss innerhalb von nur 12 Monaten um 3.000% stieg. Auch hier stockte ich erst in der Nähe der Höchstkurse ab, bin inzwischen aber wieder drin. Ich möchte – um dies zu illustrieren – im folgenden eine Kommunikation mit einem Möchtegern-Experten zu Softbank wiedergeben (damals war ich selbst noch kein ausgewiesener Kenner von Softbank, siehe auch Thread: Softbank: Wie sehr sich vermeintliche Insider irren können!), in dessen Anschluss Softbank um besagte 3.000% stieg:



xenophanes
posted 15-01-99 23:54 ET

Ich kenne seit ein bis eineinhalb Jahren die Softbank, keiner wollte diesen Wert haben. Nun nehmen sich die Banken/Investmentgesellschaften diesen Wert vor...
..vorher haben sie sich dick ihr Depot damit zugeschüttet, und nun starten sie eine Werbekampanie. Wenn der Zug abfährt, lassen die Banken/Investmentgesellschaften langsam `Luft` aus Ihren Depots ab.

Gruß,
Xenophanes


Gigaguru
posted 16-01-99 12:22 ET

Hallo Xenophanes, wenn man die deutschen Banken einmal á la Prior filzen würde, sollte man vorher unbedingt Bauaktien kaufen, da dann in Deutschland immens viele neue Gefängnisse gebaut werden müßten. Wie sieht eigentlich die Portfoliostruktur von Softbank aus und wo kann man sich über den Wert näher informieren (z.B. im Internet)? Die Spielchen der Banken sind ja hinlänglich bekannt, nichtsdestotrotz kann Softbank natürlich ein interessantes Investment sein. Allerdings bin ich mir nicht ganz sicher, ob nicht ein Direktinvestment in Yahoo letztendlich doch mehr bringt, wenngleich ich im Falle Cybermind/Cybernet bekanntlich Cybermind den Vorzug gebe, ebenso CMG vor Lycos. Bei Softbank kann ich das derzeit allerdings noch nicht genau einschätzen. Vielleicht kannst Du Deine Kenntnisse einmal kurz darstellen, da Du den Wert ja wohl schon einige Zeit verfolgst.

Gigaguru


xenophanes
posted 16-01-99 04:49 ET

Softbank ist eine Venturekapitalgeselschaft, ich glaub so ähnlich wie die VMR. Die hatten die ersten Internet-Firmen mit Kapital ausgestattet. Bis auf das Aktienportfolio war (ist ?) die Aktie nichts besonderes. Schaut euch die Gewinnentwicklung an... bäääh. Ich denke mal das 80-90% der Aktienbesitzer die Banken und Investmentgesellschaften sind. Nun wollen sie den Kleinaktionären die Aktie schmackhaft machen. Die Spekulation für die Kleinanlegeer kann aufgehen, aber besonderes große Kurssprünge sind *nicht* drinnen. Bei stark angestiegenen Kursen wird die eine oder andere Bank Kasse machen und geben wollen.

Klar die Softbank ist mit dem Yahoo-Anteil wertvoll... Na, und ich habe auch ein paar Yahoo-Aktien = will man mich jetzt kaufen? Bin ich jetzt jetzt interessanter?

Überlegt mal! Wie gesagt man kann Geld in Softbank jetzt machen, nur daß wir Kleinanleger die Marionetten von den Fonds, Banken und Großinstituellen sind.

Laßt euch jetzt nicht irre machen daß jetzt alles nach Softbank SCHREIT. IRRE sind die Banken, und Anlageberater (Zeitschriften mit eingenommen).

Denkt auch an das Währungsrisiko und Marktrisiko in Japan, überlegt ob ihr es eingehen wollt. An der Nasdaq ist die Aktie auch nicht notiert... irgendwie komisch, auch keine ADR`s!

Gruß,
Xenophanes


Gigaguru
posted

Also xenophanes, ich werde Deine Argumentation jetzt einmal umdrehen, weil erst dann ein Schuh daraus wird. Japan stellt ein Marktrisiko dar, aber auch eine riesige Chance, denn irgendwann wird der Markt dort wieder nach oben drehen. Dann werden aus Europa und den USA Mittel abgezogen, die dann nach Asien fließen. Dies kann noch in diesem Jahr passieren oder erst in zwei Jahren. Tatsache ist aber, es wird passieren. Softbank ist (noch) nicht an der Nasdaq notiert. Jetzt stell Dir einmal vor, was passieren würde, wenn es zu einem Listing an der Nasdaq kommt und die Amerikaner merken, daß Softbank u.a. 30% von Yahoo gehört. Mit den von Dir genannten Punkten spielst Du auf zwei wesentliche Gesichtspunkte an, denn diese erhöhen den spekulativen Reiz dieser Aktie noch zusätzlich.

Im folgenden wird ein Überblick über die Beteiligungen der Softbank (WKN: 891624) gegeben:

31% an YAHOO (entspricht 8,8 Mrd. Euro, gekauft 1996)
Ziff Davis (1,1 Mrd. Euro)
27% an der E*Trade Group (0,9 Mrd. Euro)
30% an GeoCities (0,45 Mrd. Euro, seit 1997)

Weitere Beteiligungen: 911 Entertainment, abuzz, Academic Systems, Andromedia, Art Technology Group, Asymetrix, BackWeb, Career Central, Buy.com, Cisco Japan Ltd., Concentric Network Connected, CyberCash, Cyber Communications Inc., Decisive Technology, Differential Digimarc, Dimensional Media Associates, Electric Classifieds Electric Communities, Email Publishing, ENGAGE Games Online, eShare Technologies, Express Plus, FastParts, Firefly Networks, GT Interactive Software, Gamebank Corp., Harmonix Music Systems, I/Pro,I-Search, InfoBeat, Interactive Search, Internet Profiles, InterTrust Technologies, Intervista Software, Investools, JSkyB, Kinesoft Development, Kingston Technology, Launch Media, Message Media, LiveWorld Productions, Mainspring Communications, Mediabank Corp., Multex Systems, Novell Japan Ltd., OnLive! Technologies, Onsale, Pasona Bank Inc., PersonaLogic, PlanetU, PointCast, Reachcast, Red Herring, SaveSmart, Sega Entertainment, ShareWave, SOFTBANK Interactive Marketing, SOFTBANK Korea Co. Inc., Sonnet Financial, The Fourth Communications Network, The Palace, Trend Micro, Third Age Media, UTStarcom, UTStarcom Inc. (China), USWeb, VeriSign, WebCel Communications, Yahoo! Japan Corp., Yoyodyne Entertainment, Zip2.

Die Marktkapitalisierung von SOFTBANK liegt bei 5,9 Mrd. EURO, alleine der Beteiligungswert an Yahoo liegt um rund 50% darüber. 1998 hat sich der Beteiligungswert von Softbank verzehnfacht, der Kurs aber gerade einmal verdoppelt.

Gigaguru


xenophanes
posted 16-01-99 21:52 ET

an Gigaguru:

ich gebe Dir in vielen Punkten recht, aber viele wissen nicht was sie mit der Softbank kaufen. Und warum der Kurs dann hochgeht. Die Softbank hat im Moment ein KGV von 120 und die weitere Gewinnentwicklung ist negativ (siehe Börse Online Seite 58). Nachrichten oder Zahlenmaterial von Analysten sind Mangelware. ich halte die Softwank nicht für eine Aktie die dem breitem Puklikum ohne weiteres vorgestellt werden kann, ich hätte sonst vor einem Jahr diese Aktie mir angeschaut.

Aber wie ist das mit Beteiligungsgesellschaften? Hä? Augusta wird vom Markt auch sträflich vernachlässigt, und daß bei dem niedrigen KGV von 17 !! (Quelle: http://www.ariva.de/cgi-local/r_fund.pl?ABE).

Die Softbank kann erst höher bewertet werden wenn Sie Aktienpositionen verkaufen, aber was passiert dann? Die Aktien die verkauft werden sollen kommen unter Druck, weil die Softbank unter den Insider zu zählen ist. Die werden sich sehr genau überlegen ob sie etwas abstoßen. Wenn sie etwas abstoßen dann nur um die Finanzlöcher, die der Gesellschaft durch die japanische Rezession zugefügt wurde, notdürftig zu stopfen.

Ich bleibe dabei daß die Softbank im Moment mit einem KGV mehr als fair bewertet ist.

Gruß,
Xenophanes



Gigaguru
posted

Hallo Xenophanes,

es ist interessant, daß Du Dich bei den Gewinnschätzungen auf BO berufst. Dann mache ich das auch einmal: BO erwartet für Yahoo in diesem Jahr eine Gewinnsteigerung von 40%. Das 99er KGV liegt derzeit bei 345. Du erwartest für dieses Jahr eine Versiebenfachung des Kurses von Yahoo. Das 99er KGV würde dann - wenn die Gewinnschätzungen von BO zutreffen - auf 2415 ansteigen und die Marktkapitalisierung auf über 200 Mrd. Euro! Mit dem gegenseitigen Austauschen von KGV’s werden wir aber nicht allzu weit kommen. Schon gar nicht, wenn wir uns hinsichtlich der Gewinnschätzungen von Unternehmen, die sich mit dem Internet befassen, auf BO beziehen. KGV und Internet, na ja, das würde ich ohnehin ganz schnell vergessen. Im übrigen werden Holdinggesellschaften keineswegs in erster Linie anhand der Gewinnentwicklung bewertet. Vielmehr sind der innere Wert der Beteiligungen und der Cash-Flow relevant. Auf den Beteiligungswert muß natürlich ein gewisser Holdingabschlag vorgenommen werden, dieser liegt aber im Fall Softbank bereits bei über 50%, wenn man alleine die 6 größten Beteiligungen berücksichtigt. Die mehr als 50 kleineren Unternehmen dürften aber auch einen nicht unbeträchtlichen Wert haben, zumal bei einigen dieser Internetfirmen das Kurssteigerungspotential exorbitant sein dürfte. Gerade in den kleineren Werten liegt wohl das größte Phantasiepotential von Softbank. Trotzdem möchte ich noch einmal betonen, daß eine Verdopplung des Yahoo-Kurses für sich alleine genommen den Beteiligungswert der Softbank um 150% der derzeitigen Marktkapitalisierung erhöhen würde. Und Softbank dürfte wohl in etwas anderen Töpfen rühren, als eine Augusta - bei allem Respekt. Das Bild in BO, das den Vorstandschef Masayoshi Son neben Bill Gates sitzend zeigt, dürfte dafür ein ebenso anschaulicher Beleg sein, wie die Beteiligungsstruktur. Softbank ist vom Markt zwar nicht gerade sträflich vernachlässigt worden und war mit einer Kursverdopplung 1998 immerhin ein Highflyer in Japan, trotzdem dürfte der Wert unterbewertet und mit viel Phantasie ausgestattet sein. Ich selbst setze bei Internet-Werten grundsätzlich eher auf Beteiligungsgesellschaften als auf Direktinvestments, deshalb habe ich Cybermind und nicht Cybernet sowie CMG und nicht Lycos. Und ich werde Softbank kaufen und nicht Yahoo.

Gigaguru
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23.01.01 12:20:49
gigauru, der `langfrist-investor` im internetbereich, der anscheinend seine bestände zu den hochkursen doch verkauft hat. so langsam könnten diese ` ich bin langfrsit-investor` schreier aus den boards verchwinden, sie haben genug kleine anleger in die sch... geritten.
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23.01.01 12:44:35
lassen wir`s gut sein, Gigaguru, es ist ja in der Tat so, dass das mit dem Spiel nichts zu tun hat.

Liquiditätshausse:
ich bin natürlich auch gespannt, wie hoch diese ganzen Werte wieder laufen. Ich bin allerdings der Ansicht, dass die faire Bewertung vieler dieser Fallen Angels der ersten Stunde viel näher beim jetzigen Kurs als beim ATH ist.

Die Zeit wird`s zeigen :)

`Wenn Du CMGI und Softbank in dieser Weise verdammst, Fra Diabolo, wer ist dann Deiner Ansicht nach im Hinblick auf Portfoliostruktur, Management und finanziellen Background vorzuziehen?`

Du meinst Beteiligungsgesellschaften? In meinem Realdepot bin ich im Moment in keiner investiert und kann Dir folglich auch keine sexy Alternative vorschlagen. Das Problem ist, dass längst nicht alle guten börsennotiert sind und vor allem, dass nicht abzusehen ist, wann der IPO-Markt wieder zum Leben erwacht.
Erst dann ist eine Neubewertung fällig.


`Im übrigen ist für die Börse weder B2B noch B2C gelaufen – speziell im vielgescholtenen B2C-Bereich wird es ein Revival geben – `

Nein, `durch` ist das Thema natürlich nicht. Beides sind jetzt allerdings viel reifere Industrien als vor drei Jahren, und die Anleger haben inzwischen, sagen wir mal, sehr viele Erfahrungen gesammelt und wissen über die Unternehmen sehr viel mehr.
Das führt zu einer Bewertung nach neuen Kriterien, bei denen Profitabilität und ein gutes Ressourcenmanagement viel mehr im Mittelpunkt stehen als vor bis zu einem Jahr, wo es gereicht hat, sich auf die Zukunft und Fantasie eines Wertes zu berufen.
Ich würde mal sagen, die `Schwerkraft` hat diese Werte eingeholt und wird sie nie mehr in der vor einem Jahr erlebten Weise loslassen.
Gute Unternehmen werden auch gute Kurse erzielen, klar. Die sich aber mit traditionellen Kritierien messen lassen müssen. Siehe Yahoo. Siehe Amazon. Siehe auch Infospace, wenn der Trouble vorbei ist. Und NBC Internet, wo Du sie schon ansprichst? Die haben in den letzten beiden Quartalen herb enttäuscht und die vielgelobte und beliebte Seite Xoom zugemacht. Das bedeutet etwas weniger Fantasie und wird den Kurs belasten. Denen, die für Dezember-Tiefstkurse gekauft haben, wird es immer noch reichen, die allermeisten dürften jedoch, soweit sie noch dabei sind, ziemlihc tief in der Tinte stecken.

`Mich erinnern Deine Aussagen ein wenig an jene der Analysten von vor zwei bzw. drei Jahren, Fra Diabolo. Diese waren seinerzeit geprägt von Skepsis und Warnungen.`

Nun, ich bin kein Xenophanes. Skepsis ist jedoch ein aus meiner Sicht ein grundlegender Erfolgsfaktor an der Börse.
Und die Ausgangslage hat sich inzwischen geändert.

Wie gesagt, time will tell :)
und ich freue mich für Dich, wenn Dein Depot explodiert. Ich hoffe weiterhin, dass Du diese Werte, die Du ja schon sehr lange propagierst, spät genug und dann in sehr grosser Menge nachgekauft hast... ;)
buy and hold war gut in 1998
buy and hold war gut in 1999
buy and hold war eine Katastrophe in 2000
und in 2001? wahrscheinlich wird es gut sein, aber man sollte sich nicht zu sehr darauf verlassen.

Fra Diabolo (der schon mehrfach Kasse gemacht hat in 2001 ;))
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23.01.01 13:34:36
Wir sind uns insoweit wohl einig geworden, Fra Diabolo, dass der Markt zeigen wird, wohin die Reise geht, denn der Markt hat immer recht, selbst wenn man meint, es müsste bzw. sollte anders sein – zumindest kann man es auch dann nicht ändern!

Was ist denn Deiner Ansicht nach ein Langfristanleger, rukus? Heute werden Aktien von Daytradern doch vielfach lediglich ein paar Stunden gehalten. Gemessen daran sind Anlagehorizonte von mehr als einem Jahr sehr wohl als langfristig zu bezeichnen. Ich brauche mir im übrigen keine Genehmigung von einem Herrn rukus einholen, wenn ich Aktien kaufen bzw. verkaufen will. Ich habe immer den Standpunkt vertreten, dass man in offensichtlichen Übertreibungsphasen Wertpapiere abstoßen sollte, um sie ggf. später zurückzukaufen. So kann man nämlich sowohl steigende als auch sinkende Kurse nutzen. Bei den hohen und möglicherweise noch zunehmenden Volatilitäten ist eine solche Strategie absolut probat. Wenn Du meinst, ein Investor (= langfristig ausgerichteter Anleger) müsse auf Gedeih und Verderb eine Aktie für alle Zeiten halten und führe sich selbst ad absurdum, wenn er auch mal Aktien verkauft, dann bist Du auf dem Holzweg (was nicht heißt, dass Du es nicht bist, selbst wenn Du es nicht so siehst).

Gigaguru
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23.01.01 13:54:10
Eine Frage noch, Fra Diabolo (ein Konkurrent des Depotwettbewerbs hat die Aktie in seinem Depot): Was hältst Du eigentlich von EM.TV? Meine Meinung ist Thread: EM.TV: Die Analyse - Bestandsaufnahme und Aussichten! zu entnehmen. Wenn man einmal davon absieht, dass sich plötzlich 250 Mio. Euro Gewinn im Jahr 2000 in Luft aufgelöst haben, zwei Vorstände innerhalb der Lockup-Frist Aktien verkauft haben, von denen einer noch als Vorstandsvorsitzender im Amt ist (wobei man wohl einräumen muss, dass es eine Lapalie ist, wenn Thomas Haffa von seinen über 60 Mio. Aktien 0,2 Mio. verkauft, aber es verstieß eben gegen rechtliche Vereinbarungen und führt diese ad absurdum) und der Aufsichtsratsvorsitzende ein Spiel treibt, dass bestenfalls eigenen Interessen dient, nicht aber den Interessen der Aktionäre von EM.TV, dürfte EM.TV in zwei bis drei Monaten wieder bei 30 bis 40 Euro notieren. Das wäre dann bezogen auf den Tiefstkurs in diesem Jahr auch immerhin eine Verzehnfachung!

Gigaguru
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23.01.01 15:20:18
es ist nichts dagegen einzuwenden, vermeintliche Schrottaktien billig zu kaufen und später teurer weiterzuverkaufen.

Ich hatte letzte Woche in meinem Realdepot u.a. Gauss Interprise, Fantastic, Infomatec und I-D Media. Und hatte Spass mit allen.

Ich mag sie zu früh verkauft haben, denke aber, dass ich sie, falls sich die fundamentale Lage ändern sollte, immer noch zu einem akzeptablen Preis zurückkaufen kann.

zu EM.TV

well, `wer einmal lügt, dem glaubt man nie`. Tatsache ist, dass die dem NM als Segment enormen Schaden zugefügt haben und die Verhaltensweise der Vorstände als skandalös zu bezeichnen ist.
Ich rechne mittelfristig mit zweistelligen Kursen und bin sehr gespannt, wie die Formel 1- Karte am Ende tatsächlich gespielt wird.
Für mein Realdepot würde ich mich, wenn schon Medientitel, auf andere Werte mit IMO günstigerem Chance-Risiko-Verhältnis konzentrieren, zB Senator.


Das Schöne an der momentanen Marktsituation (bei aller Unsicherheit) ist, dass es an allen Ecken auch Qualität zu annehmbaren Preisen gibt. :)


Giga, was hälst Du denn von PA Power?
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23.01.01 15:53:54
Na ja, mit SMAX-Werten beschäftige ich mich im allgemeinen weniger. Allerdings soll es dem Vernehmen nach im zweiten Halbjahr des letzten Jahres Werte gegeben haben, die schlechter als PA Power performten! Was mir nicht sonderlich gefällt, ist die Kundenstruktur, die sehr stark von zyklischen Branchen der Old Economy geprägt ist. Ansonsten handelt es sich, soweit ich es beurteilen kann, um ein fundamental solides Unternehmen mit guten Perspektiven. Davon gab es aber – das hat die Erfahrung leider gelehrt – auch am Neuen Markt sehr viele, von denen sich nicht wenige als faule Eier herausgestellt haben. PA Power ist einfach noch nicht lange genug an der Börse, um abschließend beurteilen zu können, ob das Unternehmen den Anforderungen der Kapitalmärkte dauerhaft und nachhaltig wird nachkommen können. Grundsätzlich handelt es sich aus meiner Sicht um keinen sonderlich interessanter Wert, da es derzeit zu viele attraktive Alternativen gibt.

Gigaguru
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23.01.01 21:54:20
Der Lieferant dieser Grabsteine ist inzwischen selber verstorben:



Einige meiner Depotwerte heute:

CMGI +6%
ICGE +16%
Jafco +5%

Einige meiner Depotwerte seit Jahresanfang:

CMGI +12%
ICGE +64%
Hikari Tsushin +55%
Jafco +41%
NBC Internet +18%
Softbank +42%
Starnet +336%
Travelocity.com +112%
Ventro +109%

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25.01.01 10:37:07
Im folgenden eine interessante Pressemitteilung zu meinem Depotwert Softbank:


Donnerstag, 25.01.2001, 08:37

Cisco kauft sich in japanischen Softbank-Konzern ein

TOKIO (dpa-AFX) - Der US-Netzwerkkonzern Cisco Systems übernimmt Anteile am Kapital des japanischen Unternehmens Softbank als Teil einer Allianz für den Aufbau einer Internet-Infrastruktur in ganz Asien. Wie die beiden Unternehmen am Donnerstag bekannt gaben, wird Cisco anlässlich einer Sonderausgabe von Softbank-Aktien im kommenden Monat 1,65 Prozent des Firmenkapitals erwerben. Cisco will demnach am 13. Februar 5,56 Millionen Aktien zum Stückpreis von 4197 Yen kaufen. Zusammen sind das 23,3 Milliarden Yen (fast 420 Millionen Mark). Cisco Systems ist Weltmarktführer bei der Ausrüstung von Netzwerken zur Datenübertragung vor allem über das Internet. Softbank ist Japans führendes Internet-Investmenthaus./FP/aw
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26.01.01 09:35:02
Donnerstag, 25.01.2001, 17:04

Softbank gründet Investmentfonds für Gentechnik-Aktien

TOKIO (dpa-AFX) - Der japanische Internet-Investor Softbank Corp. will einen 120 Mio. USD-Investmentfonds auflegen, in dem Aktien von jungen Unternehmen aus dem Bereich Gen-Technologie enthalten sein sollen. In einer am Donnerstag in Tokio veröffentlichten Mitteilung heißt es weiter, das Geldinstitut wolle eine Niederlassung gründen, die den Fonds betreuen werde. In einem erste Schritt plane die Softbank, Aktien von US-amerikanischen und europäischen Life-Science-Unternehmen in den Fonds aufzunehmen./jkr/as/av
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26.01.01 22:09:30
Zwischenstand nach der vierten Handelswoche im neuen Jahrtausend beim internationalen Musterdepotwettbewerb 2001, der inoffiziellen Weltmeisterschaft der Börsengurus:


1. Gigaguru +75,0%

2. Merrill Lynch (u.a. Henry Blodget) +3,5%

3. Fuchs Ede +0,6%

4. Der Aktionär (u.a. Bernd Förtsch) -2,1%





Musterdepot von Gigaguru:

Aktie Performance

CMGI +6%
InfoSpace -27%
Internet Capital Group +81%
Hikari Tsushin +86%
Jafco +43%
NBC Internet +32%
Softbank +98%
Starnet +221%
Travelocity.com +107%
Ventro +104%


Musterdepot von Merrill Lynch (u.a. Henry Blodget):

Adobe -7%
Cisco Systems -4%
DST/ 74,7 Euro -12%
EMC/ 75,2 Euro +13%
Cadence +2%
Nortel Networks +21%
Pivotal -21%
Sanmina +18%
Solectron +14%
Sun Microsystems +11%


Musterdepot von Fuchs Ede:

Articon Integralis -10%
Cisco Systems -4%
Commerce One +13%
Dell Computer +55%
Inktomi -15%
InfoSpace -27%
Siemens +11%
Sun Microsystems +11%
TV-Loonland +29%
Vignette -58%


Musterdepot von Der Aktionär (u.a. Bernd Förtsch):

Articon Integralis -10%
CE Consumer Electronics -6%
Commerce One 13%
IDEC Pharmaceuticals -7%
Medarex -25%
Parsytec -9%
Peoplesoft +14%
Qualcomm -9%
Thiel Logistics +19%
Vertex Pharmaceuticals -1%



Konkurrenzdepots:

Casanova19 +59,2%
kly +33,1%
fsch +19,5
kirschrother_lump +14,8%
Schmutzbuckel +14,8
Fra Diabolo +13,8%
BurningByte -3,9%
Biologica -4,1%


Gigaguru
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26.01.01 22:35:46
Gratuliere Gigaguru,
nach der Apocalypse im letzten Jahr gönne ich Dir diesen virtuellen Zwischenerfolg.

Bewundere Deine Hartnäckigkeit und hoffe mit Dir, dass bei Starnet alles glattgeht.

Grüßend,
long rider
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29.01.01 23:36:12
Die letzte Bastion ist gefallen: Mein einiger im Minus liegender Depotwert hat heute phantastische Zahlen gemeldet und ist nachbörslich bereits um rund 25% gestiegen!

Gigaguru


January 29, 2001 4:42pm

InfoSpace tops 4Q forecasts

By Sergio G. Non ZDII

InfoSpace (Nasdaq: INSP) topped analyst estimates in the fourth quarter.

After market close Monday, the provider of Internet portal services reported fourth quarter net income of $12.6 million, or 4 cents per share, excluding special charges. Twenty analysts surveyed by earnings tracking firm First Call predicted a profit of a penny per share for InfoSpace`s December quarter.

Shares of InfoSpace traded at $7 in afterhours activity on the Island ECN, immediately following the earnings report. InfoSpace fell 9 cents to $6 in Monday`s regular trading ahead of the release of quarterly results.

Including goodwill writedowns and one-time charges, InfoSpace lost $97 million, or 31 cents per share.

Fourth quarter revenue increased 125 percent year-over-year to $66.1 million. The company in a news release extolled its wireless growth.

"InfoSpace continues to expand its relationships and deliver value to wireless carriers proven by the significant revenue growth in our wireless business and the more than 1.5 million wireless subscribers," said Naveen Jain, who recently resumed his roles as chairman and CEO. "InfoSpace will continue to relentlessly execute and rapidly innovate to consistently provide wireless carriers worldwide with exceptional service and unique products needed to be successful in this space."

For the full year, InfoSpace earned $46.2 million, or 14 cents per share, excluding special charges. Including all expenses, InfoSpace lost $279.2 million on 2000 revenue of $214.6 million.
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01.02.01 13:27:37
Ich möchte im folgenden einmal zu dem gelegentlich erhobenen Vorwurf Stellung nehmen, man würde vornehmlich Vermögen vernichten, wenn man sich an den von mir vorgestellten Musterdepots orientiert – abgesehen davon, dass dies nicht der Sinn des Musterdepotwettbewerbs zwischen Fuchs Ede und mir sein soll und ich zudem zu keinem Zeitpunkt jemandem nahegelegt habe, meine Depots auch nur teilweise nachzuvollziehen; es soll vielmehr gezeigt werden, dass man auch mit einem konsequenten Value-Investor-Ansatz ohne jegliches Trading, ohne Depotumschichtungen und bei fortwährend voller Investiertheit überdurchschnittlich hohe Renditen erzielen kann. Ich werde die Unhaltbarkeit des – allerdings überwiegend von intellektuell weniger anspruchsvollen Usern erhobenen – Vorwurfs mittels einer Performanceberechnung belegen. Zuvor möchte ich daran erinnern, dass der Musterdepotwettbewerb zwischen Fuchs Ede und mir bereits seit Anfang 1999 läuft, wobei sich jeweils unterschiedliche Mitstreiter an den jeweiligen Jahreswettbewerben beteiligt haben. Es wurde von uns jeweils zu Beginn eines Jahres ein Musterdepot mit 10 gleich gewichteten Werten vorgestellt, das während des gesamten Jahres unverändert bleiben musste. Gegen Ende des jeweiligen Jahres wurde die für den Ausgang des Wettbewerbs ausschlaggebende Performance berechnet. Im Prinzip läuft dieser Wettbewerb darauf hinaus, dass man sein Depot lediglich einmal pro Jahr umstellen darf, und zwar zum jeweiligen Jahresende. Es ist somit auch möglich, die Performance zu berechnen, die unter Ausschluss jeglichen Tradings und lediglich einer Depotumschichtung pro Jahr zum jeweiligen Jahresende auf längere Sicht erreicht wird. Hier die bisher erzielten Ergebnisse:

Musterdepotwettbewerb 1999 Thread: Börsenspiel: Musterdepots von Gigaguru, Fuchs Ede & friends!:

Gigaguru +125%
Fuchs Ede +50%
Makkaroni +135%

(im Jahr 1999 nahm ich mit diesem Depot übrigens auch an einem anderen Musterdepotwettbewerb mit insgesamt 21 Musterdepots teil – einschließlich Platow Brief, Prior Börse, Neuer Markt Inside usw. http://212.227.96.198/gsc2000/Musterdepots/Statistiken/1999_… – und belegte Platz 4, obwohl ich als einziger Teilnehmer nicht traden durfte!)

Musterdepotwettbewerb 2000 Thread: Internationaler Jahr2000-Musterdepot-Wettbewerb: Gigaguru - Fuchs Ede - Steve Harmon!:

Gigaguru -83,8%
Fuchs Ede -80,4%
Steve Harmon -82,2%

Musterdepotwettbewerb 2001 Thread: Die Jahrtausend-Depots - Musterdepotwettbewerb 2001: Gigaguru - Fuchs Ede! (Zwischenstand nach den ersten vier Handelswochen):

Gigaguru +75,0%
Fuchs Ede +0,61%
Merrill Lynch (u.a. Henry Blodget) +3,5%
Der Aktionär (u.a. Bernd Förtsch) –2,1%

Sollten die Depotwerte meines diesjährigen Musterdepots Ende 2001 im Durchschnitt lediglich 10% (!) ihrer historischen Höchststände wieder erreichen, hätte ich das Anfangskapital von 100.000 Euro zu Beginn des Jahres 1999 innerhalb von nur drei Jahren bereits mehr als verdoppelt, würden sie hingegen 25% ihrer historischen Höchststände erreichen, hätte ich das Anfangskapital in diesem Zeitraum bereits mehr als verfünffacht (!), und zwar ohne jegliches Trading, ohne Depotumschichtungen (mit Ausnahme einer Umschichtung pro Jahr zum jeweiligen Jahresende), ohne die Verwendung von Optionsscheinen und trotz des Crash-Jahres 2000 – jedenfalls bezogen auf Technologiewerte und insbesondere Internetwerte – sowie des Umstands, immer zu 100% investiert gewesen zu sein! Ich gehe übrigens davon aus, dass meine Depotwerte zum Ende des Jahres 2001 im Durchschnitt mehr als 25% ihrer historischen Höchststände wieder erreichen werden. Einige liegen jetzt bereits über dieser Marke, wie etwa Travelocity.com (mehr als 50% des Höchststands) oder Jafco (mehr als ein Drittel). Ende 2001 werden einige Werte vermutlich sogar neue Allzeithochs markieren, so dass ich dann – trotz des Einbruchs in 2000 – sogar mehr als eine Verfünffachung in drei Jahren erzielt haben könnte.

Gigaguru
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01.02.01 21:06:31
Aus 100000€ Anfang 1999 wurden Ende 1999:

225000€(125% Wertsteigerung)



Aus 225000€ Anfang 2000 wurden Ende 2000:

38250€(83% Wertminderung)



Aus 38250€ Anfang 2001 wurden bis 01.02.2001:

66938€(75% Wertsteigerung)


=Gesamtperformance seit Anfang 1999: -23,1%


Es interessiert niemanden, ob Deine Werte möglicherweise 20%, 10% oder 100% der Höchstkurse wieder erreichen werden, sondern es interessieren die Fakten. Und die Fakten sind nun mal so, dass Du eine Performance von -23,1% seit Anfang 1999 erwirtschaftet hast. Und das ist auf jeden Fall mehr als lächerlich, da jeder xbeliebige Fonds besser ist, und selbst der NASDAQ-Composite-Index immer noch knapp 20% höher liegt als Anfang 1999. Hätte ich eine annähernd so katastrophale Performance wie Du, hätte ich das Thema Aktien schon lange beendet und würde mich nicht als Boardkasper bei Wallstreet-Online verdingen.


Ich bin selbst Träger der Doktorwürde(zwar nicht im Kasperlefach VWL), aber ich entschuldige mich bei allen Doktoren für die miserable Vorstellung des Herrn Dr.Gigaguru, der seiner Gilde wirklich keine Ehre gemacht hat.
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04.02.01 11:49:09
Zwischenstand nach der fünften Handelswoche im neuen Jahrtausend beim internationalen Musterdepotwettbewerb 2001, der inoffiziellen Weltmeisterschaft der Börsengurus (Thread: Die Jahrtausend-Depots - Musterdepotwettbewerb 2001: Gigaguru - Fuchs Ede!):

1. Gigaguru +59,5%

2. Merrill Lynch (u.a. Henry Blodget) -1,5%

3. Der Aktionär (u.a. Bernd Förtsch) -7,5%

4. Fuchs Ede -7,7%


Konkurrenzdepots:

Casanova19 +48,3%
kly +23,7%
fsch +10,5
Schmutzbuckel +3,7%
Fra Diabolo +3,5%
kirschrother_lump +1,4%
BurningByte -6,4%
Biologica -9,1%


Hier sind 48 weitere Musterdepots aufgeführt, die den gleichen Regeln unterliegen:

http://www.redmailorder.com/boerse/mag2001.htm


Gigaguru
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04.02.01 14:41:10
Wenn Du schon mit Deinem Depot hausieren gehst, dann darfst Du meines nicht vergessen:



Körschgen-Jahresdepot +53%


abrufbar unter Börsenspiele/Jahresdepot. Alles dokumentiert.
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05.02.01 15:13:08
Gigaguru, danke fürs rechnen.

Nicht auf Körschgen hören - er ist nur traurig das er nicht dabei ist - warum sollte er sonst so mit seinem Depot hausieren gehen.

Ich würde ihn nicht hier aufnehmen!

Gruß
kirschrother_lump
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05.02.01 22:22:34
Hi,

habe diesen Thread erst heute entdeckt und finde ihn einfach genial! Viel Glück mit Euren Depots!

Und insgeheim gibt mir natürlich GG`s Argumentation, dass alle Depotwerte, die letztes Jahr geschlachtet wurden, vielleicht wieder auf 25 % ihrer Höchststände kommen, die Hoffnung, dass mein eigenes Realtime-Langfrist-Depot (u.a. ARBA, BVSN, CMRC, FECC, FIRE, Nordasia.com etc.) dieses Jahr seine beste Performance hinlegt (;-) Leider sieht`s seit Jahrebeginn nicht danach aus... ;-(

mfg loewe
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09.02.01 14:40:44
ftd.de, Fr, 9.2.2001, 13:14
Studie: Internet steht am Anfang

Nach einer Studie der Hamburger Unternehmensberatung Putz & Partner wird das Internet zum wichtigsten Umsatzträger und Erfolgsfaktor für Unternehmen.

"Die Firmen, die im Internet aktiv sind, generieren bereits 17 Prozent ihres Umsatzes in Form der elektronischen Geschäftsabwicklung", sagte Matthias Richter, Autor der Studie, am Freitag in Hamburg. "Bis zum Jahr 2003 rechnen die Unternehmen mit einer Verdopplung auf 30 Prozent." Putz & Partner hat für die Studie die Angaben von rund 350 Unternehmen ausgewertet, die bereits das Internet nutzen, und bezeichnet die Untersuchung als repräsentativ.

Danach investieren die deutschen Unternehmen knapp zwei Prozent ihres Umsatzes in die Entwicklung des e-Business, besonders in Marketing, Service und Vertrieb. War die Investition erfolgreich, so hat sie sich bereits nach zwei Jahren amortisiert. Kleine Unternehmen holen ihre Investitionen am schnellsten wieder herein und erzielen den höchsten Nutzen daraus, gemessen an zusätzlichen Erträgen oder gesparten Kosten.

Nachholbedarf beim Mittelstand

"Das e-Business, die Abwicklung aller wesentlichen Geschäftsprozesse eines Unternehmens über das Internet, wird künftig zur Selbstverständlichkeit", sagte Richter. Gleichzeitig wachsen die Unternehmen der alten und neuen Wirtschaft zusammen. Die Studie habe ergeben, dass Internet-Investitionen in Service, Logistik und Vertrieb am Erfolg versprechendsten seien.

Zudem habe sich herausgestellt, dass besonders bei den Unternehmen des Mittelstandes mit 250 bis 2500 Beschäftigten ein großer Nachholbedarf bei der Entwicklung des e-Business bestehe. "Das Internet ist zu einem entscheidenden Wachstums- und Wettbewerbsfaktor geworden", sagte Richter. "Die großen Verlierer werden diejenigen sein, die nicht spätestens jetzt das Internet systematisch in ihre Geschäftsprozesse mit einbeziehen."
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09.02.01 18:00:35
Der Nasdaq-Index notiert aktuell bei 2500 Punkten und damit mehr als 50% unter dem historischen Höchststand (5133 Punkten im März vergangenen Jahres). Die 2500-Punkte-Marke wurde erstmals im Januar des Jahres 1999 erreicht. Der Index fiel dann auf etwa 2250 Punkte zurück, pendelte längere Zeit um die 2500 Punkte herum, ehe sich im August 1999, kurz vor Beginn eines steilen Aufwärtstrends, die 2500 Punkte-Marke als Unterstützung erwies.



In einer ähnlichen Situation wie in der ersten Hälfte des Jahres 1999 befindet sich der Index derzeit: Der Tiefpunkt lag Anfang diesen Jahres bei 2250 Punkten. Nach einer Zwischenerholung könnte der Index jetzt noch einmal auf dieses Niveau fallen. Es würde daraufhin ein charttechnisch sauberes Doppel-Bottom ausgebildet. Der Nasdaq-Index könnte dann eine Rallye beginnen und bis auf 2800 Punkte steigen, um schließlich noch einmal die Unterstützung bei 2500 Punkten zu testen. Die Bodenbildung wäre abgeschlossen und es könnte ein Aufwärtstrend einsetzen, der zunächst bis auf 3000 Punkte (100-Tage-Linie, Widerstand vom Dezember 2000) und schließlich auf 3400 bis 3500 Punkte gehen würde (hier verläuft die 200-Tage-Linie und der sich seit Anfang des Jahres 2000 herausgebildet habende mittelfristige Abwärtstrend, zudem liegt hier eine Widerstandslinie, die aus einer ehemaligen Unterstützung vom April 2000 und einem Widerstand vom Oktober 2000 resultiert). Sollte dieser massive Widerstand nachhaltig überwunden werden, sind in der zweiten Jahreshälfte 2001 neue Höchststände möglich.

Eine Überschreitung des Widerstands bei 3500 Punkten ist deshalb wahrscheinlich, weil sich bereits in Kürze die Erkenntnis durchsetzen wird, dass die wirtschaftliche Entwicklung in den USA lediglich eine konjunkturelle Delle durchmacht, die aufgrund weiter sinkender Zinsen sowie – durch die neue US-Administration eingeleiteten – massiven Steuersenkungen und großdimensionierten Ausgabenprogrammen überwunden werden kann. Demzufolge wird das weiterhin hohe Potenzialwachstum (inflationsneutrales Wachstum infolge eine Steigerung der Arbeitsproduktivität) auch wieder in steigenden Unternehmensgewinnen und dynamischeren Umsatzzuwächsen bei gleichzeitig niedriger Inflation zum Ausdruck kommen. Dies wird dann die Basis für eine lange anhaltende Liquiditätshausse darstellen!

Gigaguru
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09.02.01 21:32:17
Zwischenstand nach der vierten Handelswoche im neuen Jahrtausend beim internationalen Musterdepotwettbewerb 2001, der inoffiziellen Weltmeisterschaft der Börsengurus (Thread: Die Jahrtausend-Depots - Musterdepotwettbewerb 2001: Gigaguru - Fuchs Ede!):


1. Gigaguru +52,5%

2. Der Aktionär (u.a. Bernd Förtsch) -10,9%

3. Merrill Lynch (u.a. Henry Blodget) -15,4%

4. Fuchs Ede -17,8%



Konkurrenzdepots:

Casanova19 +39,2%
kly +18,0%
fsch -1,7%
Fra Diabolo -2,5%
kirschrother_lump -4,8%
BurningByte -8,6%
Schmutzbuckel -8,6%
Biologica -15,4%


Hier sind 48 weitere Musterdepots aufgeführt, die den gleichen Regeln unterliegen:

http://www.redmailorder.com/boerse/mag2001.htm


Gigaguru
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09.02.01 21:39:56
Korrektur: ...nach der sechsten Handelswoche ...

Gigaguru
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09.02.01 21:48:09
Wie geht es eigentlich Bernecker, dem ahnunglose Börsenbriefherausgeber, der zu dämlich gewesen sein soll, Infomatec und CMGI zu analysieren ?


Für alle die, die wirklich Geld verdienen wollen:
Thread: Avanex(AVNX) neue JDS Uniphase: 100% Chance
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12.02.01 03:41:14
Moin @ll

fast wäre ich der 4000. Leser gewesen, was für mich als rote Laterne wenigstens ein kleiner Trost gewesen wäre.

Das Jahr ist aber noch jung...

Hoffnungsvoll verbleibt


Biologica
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16.02.01 21:02:42
Zwischenstand nach der siebten Handelswoche im neuen Jahrtausend beim internationalen Musterdepotwettbewerb 2001, der inoffiziellen Weltmeisterschaft der Börsengurus (Thread: Die Jahrtausend-Depots - Musterdepotwettbewerb 2001: Gigaguru - Fuchs Ede!):


1. Gigaguru +55,6%

2. Der Aktionär (u.a. Bernd Förtsch) -14,7%

3. Merrill Lynch (u.a. Henry Blodget) -19,1%

4. Fuchs Ede -20,4%



Konkurrenzdepots:

Casanova19 +38,0%
kly +20,3%
Fra Diabolo -8,3%
kirschrother_lump -8,7%
BurningByte -10,7%
fsch -10,9%
Schmutzbuckel -13,1%
Biologica -18,1%


Hier sind 48 weitere Musterdepots aufgeführt, die den gleichen Regeln unterliegen:

http://www.redmailorder.com/boerse/mag2001.htm


Gigaguru
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17.02.01 11:20:01
Im folgenden der Chart des Internetindexes ISDEX:



Im ISDEX sind derzeit folgende 50 Werte enthalten:

24/7 Media, Aether Technologies, Allaire, Amazon.com, America Online, Ameritrade Holding, Ariba, At Home, Broadcom, Broadvision, Check Point Software, Cisco Systems, CMGI, CNET Networks, DoubleClick, E*Trade Group, EarthLink, Ebay, Etoys, Exodus Communications, Goto.com, Homestore.com, I2 Technologies, InfoSpace, Inktomi, Internet Security Systems Inc., Juniper Networks, Liberate Technologies, Marchfirst, Net2Phone, Phone.com, Portal Software, Priceline.com, PSINet, Realnetworks, RSA, S1 Corp., Scient, Sportsline USA, Starmedia, Sycamore Networks, Terra Networks, Tibco Software, Ticketmaster Online, Verisign, VerticalNet, Vignette, WebMD, Wireless Facs, Yahoo


Ein weiterer Internetindex ist der Dow Jones Composite Internet Index:



Dieser Index enthält derzeit folgende 40 Werte:

Akamai, Amazon.com, Ameritrade Holding, Ariba, Art Technology Group, At Home, Bea Systems, Broadvision, Check Point Software, CheckFree, CMGI, CNET Networks, Commerce One, Covad Communications, Digital Island, DoubleClick, E*Trade Group, EarthLink, Ebay, Etoys, Exodus Communications, Freemarkets, Homestore.com, I2 Technologies, InfoSpace, Inktomi, Internet Capital Group, MP3.com, Portal Software, Priceline.com, PSINet, Realnetworks, Tibco Software, Ticketmaster Online, Verisign, VerticalNet, Vignette, WebMD, Webvan Group, Yahoo


Performance wichtiger Technologieindizes seit Jahresanfang:

Nemax All Share -13%
Nasdaq Composite -2%
Internetindex ISDEX -5%
DJ Composite Internet Index -12%


Gigaguru
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19.02.01 08:53:09
ein Beitrag von Giga-Vollidiot-Guru vom 23.06.1999 in w-o:

" Ich habe vor etwa einem Jahr Aktien von CMGI gekauft und bin derzeit mit 450% im Plus. Mein Ziel ist es, in zwei Jahren mit 10000% im Plus zu liegen. Der Aktienkurs hätte sich dann innerhalb von nur drei Jahren verhundertfacht! "

Klar, wenn es nicht so gelaufen ist mit dem Depot kannst du jedes Jahr wieder neu beginnen, und schon wird aus einem Wert der von 100 auf 1 gefallen ist und im neuen Jahr auf 2 steigt, ein Gewinn von 100%. Trotzdem sind immer noch 98% des Geldes weg!

Wenn ich mal schlecht gelaunt bin, schau ich mir die alten Threads von dir und den anderen w-o Dumpfbacken an und gleich gehts mir wieder viel besser!

Giga-Depp, ich gönne dir deine 100% Gewinn dieses Jahr! :D
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23.02.01 00:59:31
@Schlafmütze

...und das gibt dir also das Recht, Giga
beleidigen zu dürfen?

Du Pissflitsche
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24.02.01 09:18:02
Zwischenstand nach der achten Handelswoche im neuen Jahrtausend beim internationalen Musterdepotwettbewerb 2001, der inoffiziellen Weltmeisterschaft der Börsengurus (Thread: Die Jahrtausend-Depots - Musterdepotwettbewerb 2001: Gigaguru - Fuchs Ede!):


1. Gigaguru +28,3%

2. Der Aktionär (u.a. Bernd Förtsch) -26,6%

3. Fuchs Ede -29,1%

4. Merrill Lynch (u.a. Henry Blodget) -29,9%


Als Benchmark einige wichtige Technologieindizes:

Nemax All Share -23%
Nasdaq Composite -8% (zum Ende des Handels in den USA; um 20 Uhr: -12%)
Internetindex ISDEX -17%
DJ Composite Internet Index -23%


Konkurrenzdepots:

Casanova19 +24,0%
kly +5,1%
BurningByte -14,4%
Fra Diabolo -21,0%
kirschrother_lump -23,2%
Schmutzbuckel -26,4%
fsch -26,7%
Biologica -29,7%


Hier sind 48 weitere Musterdepots aufgeführt, die den gleichen Regeln unterliegen:

http://www.redmailorder.com/boerse/mag2001.htm


Gigaguru
Avatar
24.02.01 09:19:16
Noch eine Frage an Fra Diabolo!

Am 22.01.2001 schriebst Du folgendes: „Gigaguru, wenn ich Deine Werte so rennen sehe, da kommen mir mit meinem Schnarchtütendepot natürlich die Tränen... jedoch denke ich, dass meins in eher `mauen` Börsenphasen diabolisch gut performen wird.“ Offenbar wolltest Du damit – ohne es explizit auszuführen – auch zum Ausdruck bringen, dass mein Depot in diesen mauen Phasen wohl vergleichsweise stärker ins Schlingern kommen würde. Seinerzeit verzeichnetest Du eine Performance von +12,5%, während ich bei +59,1% lag. Aktuell befinden wir uns vermutlich in der von Dir angesprochenen „mauen Börsenphase“, Du liegst mit -21% im Minus, während ich ein Plus von +28,3% zu verzeichnen habe. Wie ist das aus Deiner Sicht zu erklären? Es gibt a sich nur zwei denkbare Erklärungen: Entweder Deine These stimmt nicht oder wir befinden uns noch gar nicht in einer „mauen Börsenphase“! Allerdings wäre in letzterem Falle dann die Titulierung „mau“ erklärungsbedürftig. Meinst Du damit etwa einen Nasdaq-Absturz auf 1000 Punkte? Warum sollte Dein Depot dann aber plötzlich diabolisch gut performen, während es das bei über 2000 Punkten nicht tut? Ich hoffe, Du weißt auf diese zum Teil hypothetischen Fragen eine aussagekräftige Antwort!

Gigaguru
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24.02.01 13:10:37
Hey wenn ich mich nicht verzählt habe bin ja mit -14,4%
glatt auf den dritten Platz aufgestiegen.
In dieser Phase stützen besonders meine stockkonservativen
Nestle,Beiersdorf und Pfizer mein Depot.
Na ja sind ja grad mal 8 Wochen rum und keiner weiss im Moment
anscheinend den Markt so genau einzuschätzen.
Bin selber vorsichtig optimistisch.

Bis bald
BB
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27.02.01 20:06:27
Im folgenden eine Analyse zu meinem Musterdepotwert Softbank:


Softbank Corp. - neues Jahr, neues Glück

Die Softbank startet von positiven Nachrichten geweckt ins neue Jahr

Inhalt:

Yahoo Japan verdreifacht Vorsteuer-Gewinn Anfang
Auch die Tochter Softbank Investment meldet gute Ergebnisse
Softbank legt Biotech Fonds auf
Cisco erweitert Zusammenarbeit mit der Softbank
Softbank will in den Versicherungsbereich
Fazit


Wer behauptet, dass die ersten 5 Tage eines Börsenjahres den Trend des gesamten Jahres bestimmen liegt falsch. Zumindest für die Softbank scheint diese Bauernregel nicht zuzutreffen. Hatte das Unternehmen die ersten Tage des Jahres 2001 mit Verlusten begonnen, die in ihrem Ausmaß stark an das vorhergegangene Jahr erinnerten, so haben die letzten Wochen gezeigt, dass diese Verluste bis auf neue 53-Monatstiefs womöglich nur den letzten Ausverkauf vor einem Aufschwung darstellten. Seit dem Tief bei 29 Euro stiegen die Aktien fast ohne Pausen, oft in zweistelligen Prozentschritten, um nicht weniger als 160% auf über 75 Euro um die zwei Rallywochen dann am Freitag mit einem Rückschlag von fast 10% zu beenden. Wo liegen die Ursachen des Kursfeuerwerks?


1. Yahoo Japan verdreifacht Vorsteuer-Gewinn

Schon am 16. Januar meldete die Softbanktochter Yahoo! Japan Corp. ihre Geschäftszahlen für das letzte Quartal im Jahr 2000. Der Ableger des amerikanischen Portalbetreibers Yahoo! Inc., konnte, da man aufgrund steigender Marketingaktivitäten japanischer Firmen deutliche Umsatzsteigerungen im Werbebereich verzeichnete, den Vorsteuer-Gewinn gegenüber dem Vorjahresquartal von 584,4 Mio. auf 1,5 Mrd. Yen steigern. Auch die Umsätze konnten mit einem Anstieg von 1,6 Mrd. auf 3,7 Mrd. Yen mehr als verdoppelt werden.

Da der Bereich Onlinewerbung in Japan laut dem Morgan Stanley Analyst Dean Witter innerhalb der nächsten 5 Jahre auf 353 Mrd. Yen ansteigen soll und Yahoo Japan als das am besten geführte, vermarktete und positionierte Unternehmen im Bereich der Onlinewerbung gilt, sind die Aussichten des Unternehmens durchaus positiv. Diese Marktführung der Suchmaschine ist mit täglichen Besucherzahlen von 142 Mio. - elf mal soviel wie der Konkurrent Lycos Japan - wohl auch gesichert.


2. Auch die Tochter Softbank Investment meldet gute Ergebnisse

Etwa eine Woche nach der Bekanntgabe der guten Yahoo! Japan Zahlen berichtete auch eine andere Tochtergesellschaft der Softbank Corp. von einem guten vierten Quartal 2000. Die erst kürzlich an der Nasdaq Japan gelistete Softbank Investment - eines der Kernunternehmen in Softbanks Unternehmensnetzwerk - generierte zwischen Oktober und Dezember 2000 einen Gewinn von 7.19 Mrd. Yen gegenüber vergleichsweise wenigen 516 Mio. Yen Gewinn aus dem Vorjahresquartal. Große Teile der Gewinne sind durch Beteiligungsverkäufe bei amerikanischen Internetunternehmen entstanden. Man hatte diese verkauft, da man sich in Zukunft vermehrt auf den asiatischen Bereich konzentrieren will.

Softbank Investment verwaltet insgesamt 9 Fonds mit etwa 350 Beteiligungen und einem Anlage-Volumen von 220 Mrd. Yen. Die meisten dieser Beteiligungen sind nicht an der Börsen notierte Internetstartups die früh oder später einen Börsengang anstreben. Um einen fairen Wert für diese IPOs zu erzielen muss sich jedoch die Börsenstimmung gegenüber Internetunternehmen nachhaltig wenden.


3. Softbank legt Biotech Fonds auf

Mit einem Volumen von 120 Mio. US$$ wird die Softbank einen neuen Fond auflegen, der hauptsächlich in Unternehmen des Biotech-Sektors investieren wird. In einer Mitteilung gab die Softbank zu verlauten, dass man erst einmal Aktien von US-amerikanischen und europäischen Life-Science-Unternehmen in den Fond aufnehmen wird, auf längere Sicht sollen Investitionen aber auch im asiatischen Bereich stattfinden. Bei der Auflage des neuen Fond hat die im Jahr 2000 erworbene Aozora Bank, welche ehemals unter dem Namen Nippon Credit Bank vor der Pleite stand, eine der ersten Aufgaben. So wird auch sie sich voraussichtlich an dem geplanten Fond beteiligen.


4. Cisco erweitert Zusammenarbeit mit der Softbank

Man hatte sich die letzten Monate immer mehr gesorgt, dass die Softbank die in der Vergangenheit so stark gezeigte Investmentstrategie aufgrund von Finanzproblemen nicht durchhalten kann. Gegen Ende 2000 wurden mehrere Jointventures abgesagt und Analysten zweifelten schon länger an, ob die Softbank auch zukünftig wie bisher wöchentlich neue Startupgründungen oder Beteiligungen bekannt geben kann. Der finanzielle Spielraum glich dem von früher nicht annähernd, denn die veräußerten Beteiligungen brachten in dem schlechten Börsenumfeld der letzten Monate kaum die erhofften Einnahmen.

Verständlich ist also das sich das Kursfeuerwerk der Softbankaktien seit dem 25. Januar noch verstärkte, denn niemand weniger als Cisco Systems gab an diesem Tag bekannt, dem Problem der Softbank, mit einer großen Summe an Neuinvestments Abhilfe zu schaffen. Der weltgrößte Internetausrüster wird sich mit 1,65% an der Softbank beteiligen und obendrein 1 Mrd. US.$ für einen neuen Investmentfond mit der Softbank zur Verfügung stellen. Der Preis der Beteiligung soll sich auf 23,3 Mrd. Yen (fast 220 Mio. Euro) belaufen und die Beteiligung soll die Beziehungen der beiden Unternehmen weiter verstärken. Pro Aktie entspricht dies einem Preis von 4197 Yen. Die Softbank will die neuen Geldmittel hauptsächlich für die Investitionen in den Bereich der drahtlosen Breitband-Kommunikation investieren.

Das sich Cisco Systems immer mehr auf den asiatischen Markt ausweiten will, war bekannt. So gaben die Verantwortlichen von Cisco auch die hervorragenden Aussichten für das Wirtschaftswachstum in Asien als Grund an, wie oben angesprochen mit der Softbank Corp. ein Investmentunternehmen für Internetinfrastruktur in Asien zu errichten. Vor allem für Investments in Breitband- und Mobilfunk-Unternehmen will Cisco in den nächsten Jahren 1.05 Mrd. US$ locker machen.

Da die Softbank Japans führendes Internet-Investmenthaus und Cisco Systems Weltmarktführer bei der Ausrüstung von Netzwerken zur Datenübertragung ist, sind die Voraussetzung für den Fond perfekt. Die Erfahrung beider Investoren stellt eine hervorragende Voraussetzung für eine erfolgreiche Beratung und den Aufbau kleiner Internet-Unternehmen dar - eine Symbiose mit Sinn.


5. Softbank will in den Versicherungsbereich

Des weiteren wurden in der letzten Woche Gerüchte bekannt, dass die Tochter Softbank Finance Co. in den Internetversicherungsbereich einsteigen will. So sei man mit Yamato Mutual Life Insurance in Gesprächen um zusammen eine Tochterfirma zu gründen, die den bankrotten Internetversicherer Taisho Life Insurance übernehmen soll. Man will den Finanzbereich soweit ausbauen, dass er langsam aber sicher alles im Bereich Finanzindustrie anzubieten hat. Die Analysten des japanisch-amerikanischen Analystenhaus Nikko Salomon Smith Barney sehen den möglichen Schritt in den Versicherungsmarkt sehr positiv und hoben das Kursziel für die Softbank-Aktien von 7840 Yen auf 9,500 Yen in zwölf Monaten an.

Mittlerweile sind die Übernahmepläne aber wieder verworfen. So hat die Softbank bekannt gegeben, dass der geplante Verkauf gescheitert sei und man keinerlei Interesse mehr habe, da die Bedingungen des Deals nicht annehmbar waren.


Fazit:

Die Softbank hat die letzten Wochen so manchen Kritikern gezeigt, dass ihre Aussichten doch nicht so schlecht sind wie man behauptete. Die Probleme des letzten Jahres resultierten vor allem aus dem schlechten Börsenumfeld. IPOs konnten nicht plaziert werden, die Beteiligungsgewinne schwanden mit dem starken Fall der Internetaktien in der Welt und auch der Softbankkurs selber wurde vor lauter Pessimismus von einem Hoch bei 550 Euro bis auf günstige 30 Euro nieder gehandelt. Beurteilt man aber die ersten Wochen diesen Jahres, so kann man sagen, dass es doch nicht so schlecht um Internetaktien - vor allem aus Asien - steht, wie man vermutete. Die führenden chinesischen Portale berichteten von Ergebnissen die über den Erwartungen der Analysten lagen, in Indien wächst die Kundenzahl der drei größten Internetanbieter unerwartet stark und auch die Softbanktöchter Yahoo Japan und Softbank Investment haben das vierte Quartal 2000 ohne Gewinneinbrüche überstanden.

Ebenfalls der Angst, dass das Geld für Neuinvestments ausgehen könnte wurde in den letzten Wochen Absage erteilt, denn mit den Plänen einer Neueröffnung von zwei Investment Fonds ist gesichert, dass man auch weiterhin in neue Technologieunternehmen investiert. Gerade der Fond mit Cisco Systems ist sehr vielversprechend, denn die Verbindung der Erfahrung beider Unternehmen ist eine perfekte Voraussetzung für eine gute Anlage der 1.05 Mrd. US$ von Cisco. Mit dem Biotech Fond, der vor allem in europäische Unternehmen investieren soll, bewegt sich die Softbank allerdings in ziemlich neuem Gewässer, was dieses Investment sehr riskant macht.

Da die Softbank in fast allen Bereichen des Internets sehr hohe Marktanteile hat, sind die langfristigen Chancen enorm. Im Portalbereich ist die Stelllung Yahoo!s kaum zu überbieten, der wichtige Bereich der Internetinfrastruktur wird, nachdem man im Dezember bei Korea Thrunet eingestiegen ist, durch eine ausgiebige Kooperation mit Cisco System nun noch weiter ausgebaut und im Bereich der Finanzen will man jetzt sogar bis in den Internetversicherungsbereich vordringen.

Trotz allem bleibt die Softbank ein sehr riskantes Investment. Sollte der Rebound bei Internetaktien nur von kurzer Dauer sein und wieder schlechte Stimmung gegenüber Technologietiteln eintreten, so wird die Softbank wieder überproportionalen Schaden davon tragen. Außerdem ist eine langfristig gute Gewinnsituation immer noch nicht gesichert, denn fast jedes der vielen Internetinvestments läuft Gefahr nicht profitabel unterzugehen.


Kurs (26.01.00):6910 Yen (63,87 Euro)
Marktkapitalisierung: 2,2 Bio. Yen (ca. 20,35 Mrd. Euro)
Handelsplätze: Tokio, diverse deutsche Börsen
Börsenkürzel: WKN 891624; Stockcode: 9984


Florian Schulz, Redakteur
florian.schulz@em-research.de
© Emerging Markets Research, 29.01.01

http://www.em-research.de
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27.02.01 20:41:37
Im folgenden eine Analyse zu meinem Musterdepotwert Jafco:


Analyse: JAFCO Co. Ltd.

Teilhaben am neuen Japan


Die Börse und gerade der Technologiebereich hat es so an sich, dass Schlagwörter wahre Kurssprünge verursachen können. Dies konnte man zum Beispiel sehr gut an dem Unwort B2B (also Business-to-Business) sehen. Ausgelöst wurde dieser Hype damals als die B2B Aktien an der Nasdaq sprunghaft anstiegen. Erst Schritt für Schritt zogen die anderen Weltregionen nach.

Ein anderes Gewerbe das ein ähnliches Phänomen erlebte, war der Venture Capital Bereich. Nachdem an der Nasdaq die Aktien von Firmen wie CMGI oder der Internet Capital Group extremen Kurskapriolen mit meist positiven Vorzeichen unterworfen wurden, kamen fast gleichzeitig auf der ganzen Welt Unternehmen auf die Idee ein Venture Capitalist zu werden. Einige gingen sogar so weit den Firmennamen zu ändern (z.B. 1&1 zu United Internet). Aber nicht nur in Europa und den USA fand die Idee des Wagniskapital Anhänger sondern auch in Asien und besonders Japan sprang man auf den Zug auf. Einer der Hauptprofiteure war zum Beispiel die Softbank Corp. (siehe Analyse), die sich sehr klar und ausschließlich auf den Internetbereich konzentriert.

Doch Ende November wurde eine neue Aktie in Deutschland notiert. Ein alter Hase beim Venture Capital und dazu noch aus dem in Sachen Internet unterentwickelten Land Japan - die JAFCO Co. Ltd.

Inhalt:

Der Markt
JAFCO Co., Ltd
Venture Capital
Funds
Regionen
Konkurrenten
Finanzielle Lage
Analysten
Fazit


Der Markt

Doch hinter jedem Hype steht trotz aller Übertreibungen immer ein fundamentaler Grund für das Anspringen. Im Falle des B2Bs waren es die Schätzungen der Analysten, wie viel Umsatz über diese Plattformen generiert werden wird. Bei den Venture Capital Firmen bemerkte man, dass diese Firmen überproportional von dem Aktienanstieg profitierten.

Doch warum ist man jetzt erst auf diese Firmen aufmerksam geworden, obwohl sie zum Teil schon jahrelang an der Börse auf niedrigem Niveau vor sich herumdümpelten. Es gibt hierfür zwei Hauptgründe, die sich perfekt ergänzen und sich damit gegenseitig hochpushten.

Zum einen ist entscheidend, dass wir im letzten Jahrzehnt unglaubliche Fortschritte in der Forschung gemacht haben. Dies kann man nicht nur auf den boomenden Internetbereich beziehen, sondern auch auf die Biotechnologie oder die Umwelttechnologie. Dadurch, dass aber gerade in Amerika staatliche Stellen Anfang der Neunziger ihre Forschungsetats vermehrt zusammenstrichen, wurden privatfinanzierte Projekte immer wichtiger.

Doch um diesen Personen - anfangs vor allem Privatleute - einen betriebswirtschaftlichen Grund zu geben in diese Firmen zu investieren, brauchte es mehr als die damals üblichen Übernahmen durch größere Unternehmen oder Börsengänge unter extrem schwierigen Bedingungen.

Genau hier setzte und setzt immer noch der zweite Grund ein. Man schaffte es - zuerst in den USA - Börsensegmente zu schaffen, die es kleinen verlustträchtigen Unternehmen erlaubte sich Kapital kostengünstig über die Börse zu beschaffen. Jedoch half dies nicht nur den Unternehmen bei weiteren Kapitalspritzen sondern auch den Venture Capitalisten, die nun ihre Beteiligungen an der Börse vergolden konnten. Dies ist wörtlich gemeint, denn die Bewertung bei einem Börsengang ist meist zehnmal höher als der eigentliche Kaufpreis.

Man kann also sagen, dass der extreme technologische Fortschritt gepaart mit einem liberalisierten Börsenmarkt eine geradezu perfekte Mischung für den Venture Capital (VC) Markt ist. Doch dies merkten nicht nur die oben genannten Firmen sondern auch viel andere.

So kam es, dass der VC Markt im Februar/ März geradezu von Geld überschwemmt wurde, weil jeder meinte, er könne dort sein Geld problemlos verzehnfachen. Doch die Realität sieht anders aus und nur ein geringer Prozentteil der Beteiligungen wird auch wirklich eine "zweite Intershop".

Wo sind die VC Märkte am meisten ausgebildet und wo bieten sich die besten Chancen? Man kann ganz klar sagen: Je länger es ein Wachstumssegment in der jeweiligen Region gibt desto professioneller und öfter gibt es VC Unternehmen und VC Fonds. An vorderster Stelle ist hier mit Abstand Amerika mit der Nasdaq zu nennen.

Danach folgt Europa mit dem Neuen Markt und dem Nouveau Marché als Teil des EuroNM. Erst in den letzten Monaten stießen die asiatischen Länder wie Hongkong mit dem GEM oder Japan mit dem "Mothers Market" oder der "Nasdaq Japan" (siehe Analyse) dazu.

Dadurch, dass immer mehr Geld über Fonds auch von ganz normalen Leuten in das Geschäft mit Wagniskapital fließt, kommt es immer mehr darauf an, dass man zum einen sehr schnell reagiert und ein extrem gutes und flexibles Management hat. Denn obwohl der Markt überall auf der Welt sehr stark wächst (zum Beispiel in Deutschland wurde dieses Jahr 78% mehr Wagniskapital vergeben als im gleichen Vorjahreszeitraum), erwarten die größeren Player, dass es gerade in Europa bald zu einer Konsolidierung kommen wird. Das hat damit zu tun, dass die milliardenschweren VC Fonds aus Amerika verstärkt in Europa und anderen Weltregionen investieren.


JAFCO Co. Ltd.

Die Japan Associated Finance Co. Ltd. wurde im Jahre 1973 von den Firmen Nomura Securities (dieses Unternehmen kaufte zum Beispiel gerade den Millenium Dome in London und ist ein großer Player im japanischen Finanzmarkt), Nippon Life Insurance Co. und der Sanwa Bank, Ltd. gegründet. JAFCO war von Anfang an darauf ausgerichtet, Wagniskapital an Unternehmen vornehmlich in Japan zu vergeben. Dazu hatte JAFCO ein Startkapital von 500 Mio. Yen. Mit der Zeit kamen noch andere Geschäftsfelder dazu - doch dazu später mehr.

Vierzehn Jahre später beim Börsengang an den japanischen OTC im Juni 1987 betrug das Kapital schon 2,7 Mrd. Yen. Nach weiteren erfolgreichen Jahren, in denen man neue Geschäftsstellen rund um den Globus aufbaute und immer mehr Erfahrung sammelte, wurde im August 1997 der offizielle Name von Japan Associated Finance Co. Ltd in JAFCO Co., Ltd. geändert.

In denen letzten Jahren richtete JAFCO seinen Portfolio immer mehr auf die neuen Technologien aus, wobei ihnen ihre Erfahrung aus den anderen Bereichen sehr hilfreich war.

Zur Zeit hat JAFCO rund 400 Mitarbeiter und das Hauptquartier liegt in der japanischen Hauptstadt Tokio. Der CEO heißt Mitsumasa Murase und die jährliche Hauptversammlung findet für gewöhnlich im Juni statt.

Doch um Ihnen einen besseren Überblick über die Aktivitäten, die Regionen, wo JAFCO tätig ist, und die Geschäftsfelder zu geben, folgt nun eine Zusammenfassung der einzelnen Teile, wobei der Bereich Venture Capital im Mittelpunkt steht.


1. Venture Capital

Venture Capital bedeutet soviel wie Wagniskapital und wird von JAFCO an aussichtsreiche Unternehmen vergeben. Dies kann in sehr unterschiedlichen Größenordungen sein und es kommt sehr oft vor, dass JAFCO nicht nur an einer Finanzierungsrunde des jeweiligen Unternehmens teilnimmt, sondern sich an mehreren beteiligt und damit den Anteil erhöht und dem Unternehmen neues Geld zuführt.

Nach dem Einstieg bei den jeweiligen Unternehmen folgt eine Phase, in der JAFCO versucht seinen Beteiligungen Unterstützung zu geben - meistens in Form von Beratungen, Kontakten und Headhunting.

Kurz vor dem Börsengang wird diese Hilfe noch einmal verstärkt, um das Unternehmen genau für die Emission fit zu machen. Es kann jedoch auch passieren, dass die Beteiligung gar nicht an der Börse verkauft wird, sondern direkt an Firmen aus der jeweiligen Industrie.

Nun wird man Ihnen die einzelnen Stufen beim Venture Capital und die Besonderheiten von JAFCO erklären, um Ihnen so das hochkomplizierte VC Geschäft besser näher zu bringen.


Das Investment

Bevor ich überhaupt eine Beteiligung an einem Unternehmen habe, muss ich diese natürlich erst einmal erwerben. Da dies jedoch nicht so einfach ist wie an der Börse, gehört dazu viel Erfahrung und vor allem die Kontakte um sie aufzuspüren. Man kann aber auch - um die Möglichkeiten zu erhöhen - mehrere Arten des Wagniskapital anbieten. Hier gibt es mehrere Besonderheiten von JAFCO.


a) Die Finanzierungsrunde

Der normale Weg zu Wagniskapital für ein normales Unternehmen ist, dass man eine sog. Finanzierungsrunde macht. Das heißt, man stellt fest für das weitere Wachstum und als Anschubsfinanzierung bräuchte man Geld. Nun sucht man sich die potenziellen Investoren und verhandelt mit ihnen. JAFCO hat hierzu eine Art Einteilung dieser Unternehmen vorgenommen.

1. Gründungsphase

Unternehmen die sich in der Gründungsphase befinden und Geld für die Entwicklung von Technologie oder Diensten brauchen. JAFCO findet sie über ihr ausgedehntes Netzwerk an Universitäten, Vermittlungsleute in größeren Konzernen und die Aufmerksamkeit beim Patentamt (das heißt man sichtet aussichtsreiche Patente). Wenn man diese gefunden hat, hilft man den Beteiligungsfirmen erst mal eine ausreichende Struktur und Organisation zu geben.

2. Die Start-up Phase

Die Frühphase eines Unternehmens beschreibt Unternehmen, die schon ein Produkt haben und stark wachsen. Man investiert hier mit der Möglichkeit, Folgeinvestments zu tätigen. Die Unternehmen werden vor allem im Management unterstützt.

3. Die Wachstumsphase
Unternehmen, die zwar einen Börsengang planen, diesen aber noch nicht so schnell realisieren, stehen auch auf der Liste von JAFCO. Bei einer Beteiligung werden sie mit Beratungen für das Management unterstützt. Das eingesammelte Geld fließt meist in Marketingkampagnen.

4. Pre-IPO