Finanzexperten fordern strengere Regeln für den Neuen Markt / - 500 Beiträge pro Seite

eröffnet am 20.12.00 13:01:29 von
neuester Beitrag 13.12.01 19:21:23 von


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20.12.00 13:01:29
Presse: DAI und Finanzexperten fordern strengere Regeln für den Neuen Markt

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Der Chef des Deutschen Aktieninstituts (DAI), Rüdiger von Rosen, hat in einem Gespräch mit dem Wirtschaftsmagazin "FOCUS-MONEY" zusammen mit anderen Finanzexperten deutlich strengere Regeln für den Neuen Markt gefordert. Dies berichtet das Wirtschaftsmagazin in einer vorab am Mittwoch in München veröffentlichten Meldung. Nur dann habe der Neue Markt , der zuletzt rund zwei Drittel seines Wertes einbüßte, wieder eine Chance, das verlorene Vertrauen zurück zu gewinnen. In einem Round-Table-Gespräch hätten neben von Rosen, Lother Mark, Vorstandsvorsitzender der Gontard & Metallbank und Alfred Möckel, Vorstand des Online-Brokers Consors , die Deutsche Börse aufgefordert, zügig tätig zu werden. Die Experten plädierten nach Angaben des Magazins vor allem für längere Lock up-Fristen und eine Ankündigung bei Aktienverkäufen von Management und Altaktionären. DAI-Vorstand von Rosen forderte zudem: "Die Einhaltung der schärferen Regeln muss aber überprüft werden." Zudem müssten konsequente Sanktionen bei Verstößen erfolgen, verlangten die Teilnehmer. /ep/so/av
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12.12.01 18:50:30
SEC verlangt von Unternehmen volle Transparenz bei Bilanzierung
Washington (vwd) - Die US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) hat an der Börse notierte Unternehmen am Mittwoch aufgefordert, Anlegern die Einzelheiten ihrer Bilanzierungstaktiken offen zu legen. Die Anleger verdienen und fordern vollständige Transparenz bei der Bilanzierung, wie die SEC in einer Anhörung des Enron-Falls vor dem House Committee on Financial Services darlegte. Die Geschäftsberichte sollten Informationen darüber enthalten, welche Buchführungsvorschriften die Unternehmen wählen und wie sie diese anwenden.



Die SEC erwäge zudem vom nächsten Jahr an neue Vorschriften, die von den Gesellschaften detaillierte Informationen vor allem zu denjenigen Bilanzierungsschritten verlangten, die das Management für kritisch halte. Hierzu zählten auch Regeln, die schwierige, subjektive Beurteilungen nach sich zögen.


vwd/DJ/12.12.2001/mi/nas

12. Dezember 2001, 17:53
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13.12.01 19:21:23
Insiderhandel soll EU-weit schärfer bekämpft werden
Brüssel (vwd) - Insiderhandel und Marktmanipulationen sollen in der Europäischen Union (EU) künftig gleichermaßen schärfer verfolgt werden. Die EU-Finanzminister verständigten sich am Donnerstag in Brüssel im Grunde auf eine entsprechende EU-Richtlinie. So sollen beispielsweise Emittenten von Wertpapieren verpflichtet werden, kursrelevante Informationen offen zu legen. Außerdem soll eine Aufsichtsbehörde über die Anwendung der Vorschriften wachen.



In Deutschland soll dies die Bundesaufsicht für Wertpapierhandel übernehmen, wie es bei Diplomaten hieß. Ferner sollen Sanktionen bei der Verbreitung falscher, irreführender oder marktmanipulierender Informationen vorgeschrieben werden.



Die Richtlinie soll zum ersten Mal auf Basis der Vorschläge der Expertengruppe um den früheren EWI-Präsidenten Alexandre Lamfalussy verabschiedet werden, damit sie schneller in Krafttreten kann. Die Bestimmungen zu ihrer Ausführung unterlägen dabei nicht mehr der Mitbestimmung des Europäischen Parlaments. Offen ist wie die Abgeordneten reagieren werden. Zwar dürfte das EP die Verschärfung grundsätzlich mittragen, eher unwahrscheinlich ist aber, ob es auf das Mitspracherecht bei den Ausführungsbestimmungen verzichten wird. Bei Insiderhandel profitieren Anleger von nicht öffentlichen Informationen. +++ Dirk Müller-Thederan


vwd/13.12.2001/dmt/cv


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