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Die amerikanische Verschuldungsmaschine - 500 Beiträge pro Seite (Seite 7)



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@ danat

Mein nick lautet banolo.

Schön, dass Du versuchst, die KalterKrieg-schiene als Rechtfertigung an den Haaren herbeizuziehen.

Ich entkräfte diese Nummer mit wenigen Worten:
Der Kalte Krieg endete mit Gorbi, noch vor dem letzten Golf-Krieg. Wenn Saddam denn damals auch schon so
ein Schwein war - ohne Frage, er war es - warum hat man ihn nicht damals abgedankt ?


B.


Danke coubert.
@banalo

Im ersten Golf-Krieg gab es nur ein UN-Mandat für die
Befreiung Kuwaits. Eine Absetzung Saddams wäre also
Völkerrechtsbruch gewesen. Hussein hatte im ersten
Golfkrieg die Republikanische Garde weit im rückwärtigen
Gebiet plaziert, währende die weit schlechter ausgerüstete
und weniger motivierte reguläre Armee nach vorne
gestellt wurde. Eine Befreiung des gesamten Iraks wäre
damals auf noch weitaus stärkeren Widerstand gestoßen,
als dies heute der Fall ist. Keine Frage, man hätte
Saddam schon damals absetzen müssen, aber zu fordern,
daß die Amis selbst den schweren Weh nach Bagdad gehen, während
z.B.Deutschland nicht einmal bereit war, überhaupt
Truppen zu senden, ist etwas bigot.
Heute ist es auch genauso völkerrechtswidrig -
und störts die Scheißamis ?

B.
Nein, aber manche Kriegsgegner wechseln ihre Meinung,
was denn nun völkerrechtlich legitim ist, häufiger als
ihre Unterwäsche. Entweder hat der Sicherheitsrat
das Entscheidungsmonopol oder nicht.
@banolo

schau mal, folgendes: Gesetzt der Fall, die Amerikaner verlieren den Krieg. Vielleicht nicht wegen 75000 Body Bags, sondern weil ihnen 2000 schon zuviel sind oder weil der Krieg sich endlos hinzieht und von der eigenen Bevölkerung, den Arabern und dem Rest der Welt immer stärker abgelehnt wird. Im schlimmsten Fall könnte ihnen eine echte militärische Niederlage blühen. Wer in einem Krieg damit nicht rechnet, geht das größte Risiko ein: Er wird leichtsinnig. Genau das, was sich momentan prima entwickelt.

ok, und dann? Du kannst wetten, daß diverse Diktaturen auftrumpfen werden, um sich ein Stück von irgendeinem Kuchen abzuschneiden. Weil in dem Moment ihr gefürchtetster Gegner handlungsunfähig geworden ist. DAS ist das eigentliche Risiko dieses Krieges: Egal, wie er ausgeht, die Gewalttätigkeit wird zunehmen. Scheitern die USA, dann sogar ganz besonders. Ein Amerika, das vernünftig geblieben wäre und mit den UN kooperiert hätte, wäre ein stabilisierender Faktor für die Welt gewesen, die so etwas wahrlich nötig hätte. Die Entwaffnung Saddam Husseins hätte so oder so stattgefunden und höchstwahrscheinlich friedlich. Ein Ergebnis, das nie mehr erreicht werden kann.

Versuche, über das Tagesgeschehen hinauszudenken. Die Tatsache, daß die USA diesen Wahnsinn eröffnet hat, ist nicht mehr zu ändern. Wenn sie den Krieg gewinnen, wird sich niemand so richtig freuen. Wenn sie ihn verlieren, ist die Katastrophe noch größer. Soll etwa die Bundeswehr ausrücken, um im Auftrag der UN irgendwo Krisenherde zu kontrollieren? Was denken sich die Chinesen dann? Schnell mal Taiwan einkassieren? Die Russen? Den Weißrussen und Polen (usw.) die gewissen Tatsachen eröffnen? Ich glaube, man muß das nicht noch weiter erörtern?

Einiges davon kann durchaus passieren und die Body Bags werden dadurch nicht weniger. Ich würde sowas als Dilemma bezeichnen. Deshalb kommt mir so etwas wie Begeisterung beim besten Willen nicht auf, auch wenn man instinktiv hundertmal dazu neigt, auf Rechtsstandpunkten zu bestehen, oder sogar reichlich Zorn da ist.


@danatbank
also das mit Völkerrecht, Konsenspolitik usw. können wir doch in Ruhe vergessen, oder? Ich darf bei der Gelegenheit auch mal daran erinnern, daß es die USA gewesen sind, die sich dem Internationalen Gerichtshof verweigert haben und permanent alle internationalen Kooperationen blockieren, wenn sie ihnen nicht direkt nutzen. Das wird Beispiel machen, und es ist ein verdammt schlechtes.

Schon damals hätten hier überall die Warnlampen angehen sollen. Aber Europa, schlaf halt weiter.
@ landing


Nun, die Entwicklung als Reaktion auf diese US-Schweinerei wird ganz eindeutig sein,
nämlich in der art, dass jeder halbwegs vernünftige Staat schleunigst zusehen wird, dass er ein
Massenvernichtungswaffenprogramm zur Einsatzreife bringt, mit dem er jeder Ami-Stadt auf diesem Planeten derbest in den Arsch treten kann.

Nur ein Staat der mindestens dass Massenvernichtungspotential von Nord-Korea besitz, kann sich einer willkürlichen US-Agression halbweg sicher sein.
Mittelfristig wird auch Deutschland nicht drumherum kommen, sich einige dutzend Topol-M
mit Mehrfachgefechtsköpfen aus Rußland zuzulegen.


Wir sollten uns nicht täuschen lassen, dieser Krieg, als vermutlich erster einer ganzen
geplanten Reihe in der Region richtet sich eigentlich gegen das Kontinentaleuropa und Rußland.
Wer daran nur den Hauch eines Zweifels besitzt, sollte einmal PNAC in die Suchfunktion des Spiegel eingeben und sich informieren.


B.
@landingzone

Ich bin nicht hier, um das Verhalten der USA zu billigen.
M.M. verzetteln und isolieren sich die USA total.
Es geht nur darum, daß der Begriff Völkerrecht mit
UN-Mandat gleichgesetzt wird. Das erübrigt sich schon,
wenn man ansieht, wie der Sicherheitsrat zusammengesetzt
ist. Und warum sind England und Frankreich drin und
Deutschland, Indien und Japan nicht?
Ein weiterer Punkt ist, daß mit Ausnahme mancher
europäischen Staaten alle Länder einzig und allein auf
ihr nationales Wohlergehen bedacht sind, und die
normative Kraft des Faktischen war noch immer stärker
als die faktische Kraft des Normativen war. Um das
UN-Mandat hat sich auch im Kosovo und sonstwo niemand
geschert und auf einmal ist das formale Völkerrecht
das höchste aller Güter. Ganz abgesehen vom Rambo-
Verhalten der Amerikaner ist die ganze Institution
UNO dringend überholungsbedürftig. Geopolitische
Tatsache ist das freie Spiel der Kräfte. Die UNO
ist da schon seit längerem eher eine Schwatzbude.
@ Coubert

Frankreich hat die Abrüstung des Iraks mit friedlichen Mitteln angestrebt.

Jetzt frage ich Dich mal, wieviel Abruestung haette es gegeben, waeren nicht 200000 US-Soldaten am Golf stationiert gewesen? Glaubst Du ernsthaft, dass Saddam auch nur Inspektoren ins Land gelassen haette ohne den Druck der Amerikaner? Der Krieg haette nur mit vollkommener Abruestung des Irak vermieden werden koennen. Die vollkommene Abruestung wurde Dank Frankreich und Russland aber ausgeschlossen, womit eindeutig Frankreich und Russland die Mit-Schuld am Krieg tragen, neben dem Irak selbst natuerlich.

Im jeztige Krieg ist Charta-widrig.

Der jetzige Krieg ist das, was mit “serious consequences” in der 1441 gemeint ist.

Es herrscht Krieg, und es geht um andere Geschmacklosigkeiten als banolos Schreibe. Dasss er keine Sympathien für die Angreifer aufbringt, ist seine Sache. Sicherheitspolitisch steht auch nach meinem Urteil die Sache so, dass man leider, leider hoffen muss, dass das Imperium empfindliche Verluste hinnehmen muss und einer solch imperialen Kriegspolitik die Unterstützung durch die Heimatfront entzogen wird.
Banolo braucht einer höchstgerüsteten Militärnation, die über die schrecklichsten Arsenale verfügt und auch Präventivschläge mit Massenvernichtungswaffen in Betracht zieht, braucht niemand Sympathien entgegenzubringen. Sondern er darf ganz realistisch die Folgen einer solchen Politik fürchten und darf entsprechend auch hoffen, dass ihr kein Erfolg beschieden ist.


Waehrend sich viele andere Teilnehmer hier (auch und gerade Kriegsgegner) von banalos Aeusserungen distanziert haben, unterstuetzt Du ihn auch noch: Lieber banolo, liebert coubert: Ihr seid beide ohne Gewissen, ohne Skrupel, (noch skrupelloser als die Amerikaner, die ihr kritisiert), wenn ihr Freude an toten US-Soldaten empfindet.
Ihr seid vom Charakter her nicht besser als Saddam. Genauso asozial wie Saddam hoechstpersoenlich.


Und es sei daran erinnert, dass die USA als einzige Westmacht wichtige Zusatzprotokolle zu den Genfer Konventionen (Streubombem, Personenminen usw.), nämlich zur Entbarbarisierung des Krieges, konsequent nicht unterzeichnet.

Wenn Dein Freund Saddam einen fairen Kampf vollzieht insbes. a) aufhoert Soldaten in Zivilistenkleidung kaempfen zu lassen b) aufhoert mit Soldaten die sich angeblich ergeben wollen (mit weisser Fahne) und dann auf die US Soldaten schiessen und c) endlich die US POWs menschlich behandelt, dann und erst dann koennen wir hier ueber die Genfer Konventionen diskutieren.


@ banaler

Mein nick lautet banolo.

Aber banalo/banaler/etc. ist irgendwie viel passender. Saddamo, oder Adolfo oder Mussolino waeren auch ganz passend, wenn man Deine menschenverachtenden Ausfuehrungen liest. Kostproben:
Hoffentlich erleben sie ihr 2.tes Vietnam - ich will AmiBlut sehen ! (Beitrag Nr.: 8.970.375 )
zweitens hoffe ich inständig, dass wir in 3 Monaten die 75.000 Body bags mit GI`s vollgemacht haben werden. (Beitrag Nr.: 8.967.035 )
In diesen Sinne in aufrichtiger Hoffnung auf möglichst viele gefüllte US-Bodybags ! (Beitrag Nr.: 8.979.218)




Ist schon witzig, Quellen wie heise usw. liest Du Dir erst gar nicht durch,

Ich habe es versucht, aber ich lese ungern Meldungen auf so niedrigem Niveau. Ich bin intelligent genug, den Unterschied zwischen Nachricht und Meinung zu kennen, und wenn mir Meinung als Nachricht verkauft wird, dann muss ich dankend ablehnen.

verbrüderst dich aber offen im Geiste mit faschistuiden Großmäulern wie Mr. Perle.

Ich habe nicht nicht verbruedert. Ich habe mich noch nie mit irgend jemandem verbruedert. Allerdings habe ich schon haeufig der Meinung anderer Leute zugestimmt. Wenn Zustimmung und Verbruederung fuer Dich identisch ist, dann zeigt das mal wieder Deine Naivitaet.

In diesen Sinne in aufrichtiger Hoffnung auf möglichst viele gefüllte US-Bodybags !

Melde Dich doch freiwillig. Dann kannst Du in der Truppe Deines Freundes Saddam kaempfen.


@ (fast) alle

Im übrigen finde ich Deine Äußerungen absolut niveaulos. Ich würde mich nicht wundern, wenn Deine jetzige ID genauso wie die Vorgänger DerCashProphet, Aldebaran, HelenDuval, Stanissklave gesperrt wird.

banolo, bei aller Berechtigung der Kritik an der Bush-Junta, das geht auch mir zu weit!

Na Gott sei Dank. Ich bin nicht der einzige, der banolos Ausfuehrungen anstoessig findet
@ all
Eigentlich würde es die Diskussion erleichtern wenn alle ihre Identifikation mit der Politik (gemeint sind die offiziellen Vertreter derselben, egal wie vielleicht diese Wahlen zustandegekommen sind) relativieren würden!
Gerade der Umstand, dass wir uns hinter diese stellen (im Sinne von "Nationalstolz" ect. pp.)führt dazu, dass wir schemenhaftes Denken fördern und uns nicht mehr auf den Kern der Dinge konzentrieren können.Die Welt der Politik ist wahrhaftig sehr verwirrend,d. h. jeder wird mit seiner Ansicht wahrscheinlich einmal Recht bekommen (genauso an der Börse). Sollten wir als denkende und handelnde Individuen uns unter dieses politische Mandat subsumieren lassen? Diese uns vorgegebenen Kategorien führen nur dazu uns als Menschen zu entzweien, neue Feindschaften aufzubauen und alte zu verfestigen. In diesem Sinne ist Deutschland für mich nicht die Schröder- und Amerika nicht die Bushadministration. Jede Gruppierung und jeder Einzelne verfolgt seine individuellen Intereassen, die nicht mit denen der anderen Gruppe kongruent sind. Sollen wir uns dem Diktat der Massenversklavung unterstellen oder sollte jeder von uns seine eigene Ansicht der Dinge äußern dürfen, egal wie schrecklich der Andere sie auch empfinden mag? Fest steht für mich, dass keiner umhin kommt seine latenten Gefühle zu überdenken und für sich selbst zu einem relativen Standpunkt zu gelangen. Dies bedeutet für mich, dass ich in Diskussionen Standpunkte beziehen muss. In diesem Sinne kann ich mich der Schwarz- Weissmalerei von G. Bush nur anschliessen, was konkret bedeutet, ebenfalls einen Standpunkt zu beziehen. Die Frage ist nur, wie ich mit "Andersartigkeit" umgehe. Ich denke, dass jeder von uns im Innersten Urinstinkte verspürt, von dem was "falsch, richtig, verabscheuungswürdig, unmenschlich", ect.pp ist. Weiter glaube ich, dass dieses Empfinden kurzum die Seele des Menschseins ausmachen sollte (was sollte uns sonst noch von Tieren unterscheiden?).
Letztendlich bedingt diese Sichtweise natürlich die "Wahrscheinlichkeit u., o. Möglichkeit", die lautet: "wer sich nicht wehrt lebt verkehrt", da für andere nur das Prinzip des "Fressens und Gefressenwerdens" existiert. Was ist also die Natur des Menschen?

Sorry: Hic rhodos, hic salta

entscheidet euch
De disciplina scholarum: Miserrimi quippe est ingenii semper uti inventis et nunquam inveniendis.
Et per aeternam: Homo homini chaotus est!
@sandisk

die Frage, die man sich immer wieder oder besser, nicht mehr stellt: wie redet man mit einer coalition of the killing? Welche Sprache verstehen sie, außer der, in der sie sich mit Saddam gerade unterhalten? Im Prinzip liegt banolo ja nicht einmal so absolut daneben. Für Bush und seine Verbrecherbande kann ich mir kaum eine sinnvollere Lösung vorstellen als ein Kriegsgericht. Muß nicht Nürnberg sein, von mir aus auch in Cincinnati. Auf Worte stehen die nicht. Die warten auf den Henker.

Wenn man von der Werbebranche wäre, würde man es anders formulieren: Mit diesen Styling und DEM Produkt schafft ihr es, daß 75% aller Kunden das Kotzen bekommen, Tendenz: steigend. Entweder ihr ändert die Message und das Produkt, oder ihr seid weg vom Markt. Und zwar für immer.

Alternativen? Nur harte Fakten. Tertium non datur. No way. Kindisch, aber mach was dran.
@banolo,

warum ergehst Du Dich in Ergüssen, wo Du nicht die Mittel hast, die andere haben, um sich in dieser Weise "gerecht" darzustellen? Abgesehen davon, daß Du Dich damit auf ein nicht gerade hohes Niveau begibst, und damit Deinen anderen Ausführungen Kraft nimmst: Es ist einfach, in Kriegszeiten gesprochen, taktisch unklug.
Der gasmaskierte US-Soldat hält z.B. ein Transparent hoch `F*ck France and Germany`, und wird in keiner Weise daran gehindert, der Fotograf kann seelenruhig sein Foto machen, und es wird in der Welt herumgezeigt. Du hast nicht solche protegierenden Mittel und Leute, eher bist Du hier von Sperre bedroht, und das stärkte nur die banale Abgehobenheit der Gegenseite, hier @helmut_kohl. Und gerade der hat`s doch nicht nötig, oder? ;)

@helmut_kohl,

Zustimmung und Verbruederung
Was ist für Dich denn der Unterschied zwischen `Zustimmung` und `geistiger Verbrüderung`?
Du könntest den einfach und wirksam herausstellen, indem Du darlegst, worin du Perle nicht zustimmst... Eine unbegründete Differenzierung ist jedenfalls nur banal.

...Saddam einen fairen Kampf vollzieht insbes. a) aufhoert Soldaten in Zivilistenkleidung kaempfen zu lassen ...
Dann müßten die USA im Umkehrschluß auch auf die Dinge verzichten, über die Saddam nicht verfügt. - Schon banal, einen `fairen` Krieg zu propagieren...

Der jetzige Krieg ist das, was mit “serious consequences” in der 1441 gemeint ist.
Das Problem ist, daß mindestens 4/5 der Welt den USA ihre selbstgewählte Rolle als hehrer Weltpolizist nicht abnimmt - schon mal überlegt, woran das wohl liegt?

Der Krieg haette nur mit vollkommener Abruestung des Irak vermieden werden koennen.
:laugh:
Sorry - vielleicht voreilig, mein Lacher. Man wird sehen, wie sich die USA nach dem Krieg gebärden. Das läßt dann unzweifelhafte Schlüsse auf die wahren Kriegsgründe zu. Verfahren die USA hernach so wie mit den Deutschen nach dem 2. Weltkrieg, und wälzen Kriegsfolgelasten nicht auf andere Länder ab, nehme ich den Lacher GERNE zurück.
Das Problem ist, daß mindestens 4/5 der Welt den USA da was anderes erwartet - ...?

endlich die US POWs menschlich behandelt
Wer hat denn Kriegsgefangene als erster im TV gezeigt? - Das Rumsfeld da einen Tag später im vice-versa-Fall die Genfer Konvention bemüht, ist noch weniger als banal.
Das Problem ist, daß z.B. DESHALB mindestens 4/5 der Welt ... !

DAS Problem ist, daß die USA an andere Maßstäbe anlegen (wollen), die sie selbst nicht willens oder gar in der Lage sind, vorzuleben.
Und es ist erschreckend banal, daß Du voll in diesem, deren Sinne tickst. Das betrifft nicht nur die Politik.

...und wenn mir Meinung als Nachricht verkauft wird, dann muss ich dankend ablehnen
Oje, und das, wo Du in den USA lebst... Du Armer. ;)

@landingzone,

Mit diesen Styling und DEM Produkt schafft ihr es, daß 75% aller Kunden das Kotzen bekommen, Tendenz: steigend. Entweder ihr ändert die Message und das Produkt, oder ihr seid weg vom Markt. Und zwar für immer.
DAS ist sie - die ganz banale Wahrheit.

investival
bimbes aus mulham/idaho

der gringo und du beziehen sich auf 1441. aber unterbrich mich wenn ich was falsches sag; es beziht sich auf die entwaffnung von MVM. der erste schuß aber galt saddam persönlich . ist der enthauptungsschlag durch 1441 gedeckt oder wurde 1441 ladylike hedonic-modifiziert.

ein amerikanisches problem also ???? ist das durch die bibelstunden geeckt. oder schreit hier alles nach der johannes-offenbarung. irlmaier und waltviertler nicht zu vergessen.

und das finale mit dem lindenlied. oder nur die fakturierung auf euro ?? dann wär sofort schluß mit amiland und den anderen willigen.

inv;
vollunterschreib

DUF ..
> waeren nicht 200000 US-Soldaten am Golf stationiert gewesen

Stationierung ist kein Krieg.
Frankreich hat einen Krieg nicht prinzipiell ausgeschlossen.
Frankreich hat (zusammen z.B. mit den Inspektoren) die Ansicht vertreten, die Abrüstung ohne Kreig sie in einem geeigneten Zeitraum möglich.
Und alle Indizien sprechen dafür, dass die USA von allem Anfang an einen Krieg und nichts anderes wollte.

> Der jetzige Krieg ist das, was mit “serious consequences” in der 1441 gemeint ist.
Im Falle von derartigen drastischen Mitteln der Gewaltanwendung ist es selbstverständlich, dass die Gewaltanwendung auch explizit genannt wird.
Die unveränderte Position Frankreichs (keine Automatismus bei der Gewaltanwendung) zeigt klar, dass die Formulierung
"ernsthafte Konsequenzen" bei ihrer Niederlegung gerade das nicht mit einschloss.
Das ist nachvollziehbarerweise auch die fast einhellige Beurteilung von Völkerrechtlern.


>Ihr seid beide ohne Gewissen, ohne Skrupel,
Ich habe klar gezeigt, warum man ein moralisch und politisch eine in jeder Hinsicht legitimes Interesse daran haben kann, dass dieser vom Zaun gebrochene Krieg für die Angreifer opferreich verlaufen wird.
Ich habe die Politik der Südstaaten-Gotteskrieger von Anfang an als verantwortungslos bezeichnet. Und sie werden die Verantwortung für jeden einzelnen, alliierten Soldaten, den sie in diesem Unternehmen verheizen, zu tragen haben. Und natürlich doppelt die Verantowrtung für jeden einzelnen Irakischen Soldaten und Zivilisten.

Es gibt wie dargelegt nicht den allergeringsten Grund, mir Absurditäten wie "... vom Charakter her nicht besser als Saddam. Genauso asozial wie Saddam hoechstpersoenlich" vorzuwerfen.
Aber es scheint im neuen Imperium Mode zu sein, jeden Menschen, der eine abweichende Meinnung vertritt, mit unsinnigen Hasstiraden zu überziehen.

> Wenn Dein Freund Saddam
Ich bin ihm nie begegnet, ich habe ihm nie freundschaftlich die Hand geschüttelt. Ich habee ihn nicht mit den essentiell notwendigen Zuateten für die grässlichsten B&C-Waffen der Welt versorgt. Ich bin nicht der amtierende Verteidigungsminister der USA.
Mit andern Worten: ich bin nicht sein Freund. Und war es nie.

> aufhoert Soldaten in Zivilistenkleidung kaempfen zu lassen
Man nennt dies "Guerilla-Krieg", Widerstand, Partisanenkrieg usw. Eine vollkommen legitime Selbsverteidigung eines angegriffenen Volkes. So schaut die Invasions-Realität halt eben aus aus. "Vive la Resistance".
Die Politiker, Diplomaten und Ex-US-Oberbefehlhaber, die diesen Krieg als einen irgendemöglich zu vermeidenden letzten Notfall erachteten, haben gewusst, was "Krieg" und "Invasion" heisst. Ganz im Gegensatz zu dieser fundamentalistischen, verantwortungslosen Fantastentruppe aus Washington.

> Genfer Konventionen
Interessant ist, dass der einstige Freund Saddams (vgl oben) dieses Wort genau dann in den Mund nimmt, wenn er US-Krieggefangene im Fernshen sieht. Zu den TV-Bildern der irakischen Gefangenen, den Bildern der Kleinbauern in Guantanmo, den massakrierten Talibans ist ihm Dieser Ausdruck nicht in den Sinn gekommen.
Damals hat der Soldatenverheizer das getan, was er am allerbesten kann: arrogant grinsen.



Wie auch immer: irgendwie scheinen das alles den NeoCons nicht durchgetickt werden zu können. Die haben zu viele Kriegs-Games an ihren PCs gespielt oder so.
Und die Sache könnte wirklich schlimmm, ganz schlimm ausgehen:

http://www.heise.de/tp/deutsch/special/irak/14465/1.html
...
"Noch nie in der Geschichte der Kriege sei, so Militärhistoriker, eine Großstadt wie Bagdad militärisch von einer Invasionsarmee erobert worden. Für die Alliierten im Irak gäbe es nur zwei Möglichkeiten, Badgad oder auch Basra zu erobern: Die Städte völlig zu verwüsten oder sie auszuhungern. Basra gilt schon jetzt als militärisches Ziel. Das heißt: Straßenkampf.
...
"Bagdad mit militärischen Mitteln zu beherrschen ist nicht möglich. Es wird zu einem langjährigen Häuserkampf, einem regelrechten terroristischem Kleinkrieg kommen."
...

Hinzuzufügen bleibt: dieser Terrorismus wäre dann legitimer Freiheitskampf. Mit grausligen Folgen für die allierten Soldaten und vor allem für die irakische Zivilbevölkerung. (Übergriffe, Racheakte usw).
Und nie vergessen: die US-Administration hat diesen Krieg von Anfang an und um jeden Preis gewollt.

Und die schrecklichen "Kollateral-Pannen" beginnen schon jetzt:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,242048,00.html
Auch ein Marktplatz sei bei einem Luftangriff getroffen worden. Es habe viele Tote gegeben.


Coubert

"Tod dem Dikator, und Tod den Besatzern"
Auch die NYTimes weiss um das Problem:

Der Spiegel:
"Die "New York Times" macht in einem Leitartikel heute allerdings auch deutlich, dass die Regierung von US-Präsident George W. Bush im Allgemeinen selbst nicht als große Verfechterin internationalen Rechts gilt. "In einem konventionellem Konflikt wie diesem ist es leicht für Washington, durch Hochhalten der Genfer Konvention eigennützig sein Recht geltend zu machen. Washington zeigte sehr viel weniger Weisheit[ mit Blick auf die Gefangenen, die jetzt in Guantanamo festgehalten werden."

.. sehr viel weniger Weisheit...
Noble Sprache für: "hemdsärmelige Dilettanten"

Empört sind die Imperialisten allenfalls, wenn Reichsbürgern ein Unrecht geschieht.

Beim Abschlachten der gefangenen Taliban-Krieger haben sie freundlich zugeschaut. Wie Freund Sharon damals in Sabra-Shatila.

Coubert
WÄHRUNGSREVOLTE

Airbus will den Dollar abschaffen

Der Ton zwischen den konkurrierenden Luftfahrt- und Rüstungskonzernen aus Europa und den USA wird rauer. Der Co-Vorstand des Airbus-Herstellers EADS hat gefordert, die Geschäfte künftig in Euro abzuwickeln: Damit wäre ein Wettbewerbsvorteil des US-Konzerns Boeing dahin.

London - Im Wettbewerb um Aufträge des US-Verteidigungsministeriums ist der deutsch-französische Konzern EADS derzeit ohnehin abgemeldet. Während Boeing vom wachsenden US-Rüstungsgeschäft profitiert, bleibt die europäische EADS vor allem auf das zivile Luftfahrtgeschäft angewiesen. Doch auch in diesem Geschäftsbereich profitiert Boeing derzeit vom schwachen US-Dollar.

AP

Die Geschäfte mit dem Airbus könnten besser sein. EADS hadert mit dem Dollar.


Um die Wettbewerbsnachteile gegenüber Boeing auszugleichen, hat der Co-Vorstandschef von EADS, Philippe Camus, eine Währungsumstellung in der Branche gefordert. "Währungen sind ein Wettbewerbsfaktor und wir wollen Boeing dazu bringen, unsere Währungsstruktur zu übernehmen", sagte Camus der britischen "Financial Times". Ebenso wie der Ölpreis werden auch die Geschäfte der zivilen Luftfahrtbranche bislang in US-Dollar abgerechnet. Die Abwertung des Dollar gegenüber dem Euro kommt Boeing dabei sehr entgegen.

Konzern der "Unwilligen"

Der EADS-Konzern war erst vor drei Jahren durch den Zusammenschluss deutscher, französischer und spanischer Unternehmen gegründet worden mit dem Ziel, ein Gegengewicht zu den US-amerikanischen Konzernen Boeing und Lockheed Martin zu schaffen. Die Hoffnung, als Anbieter auf Augenhöhe mit Boeing einen Teil der Aufträge des amerikanischen Verteidigungsministeriums zu ergattern, ist nach ersten Erfolgen jetzt wieder deutlich abgekühlt.

In den USA wird EADS in erster Linie als deutsch-französischer Konzern und damit als Vertreter der "Unwilligen" wahrgenommen. Damit werde es deutlich schwerer, auf dem US-Markt Fuß zu fassen, hatte Camus in einem Interview mit dem amerikanischen Magazin "Newsweek" eingeräumt.



IM INTERNET

· Krauss-Maffei Wegmann: "Das Klima in den USA wird frostig" (manager-magazin.de)


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@ coubert


Das Problem wird sich mittelfristig von selbst erledigen.
Die Welt verschmäht den wertlosen blutverschmierten Drecksdollar immer offener.

In spätestens 6 Monaten wird der USD wertlos sein.

AU. Burn Baby !
Hohe US-Verschuldung auf allen Ebenen
Dresdner Bank
26. März 2003, 15:45

"Kreditkarte" als US-Konjunkturprogramm ausgereizt
In der vergangenen Woche hatten wir dargelegt, dass selbst ein von den Alliierten erfolgreich geführter Irakkrieg nicht viel an den fundamentalen Trends ändern wird. Ein wesentlicher trendbestimmender Faktor ist die hohe Verschuldung der US-Volkswirtschaft auf allen Ebenen. Die Verschuldung der öffentlichen Haushalte steigt nicht nur durch die Kriegsausgaben in diesem Jahr um mindestens 3,0 - 4,0 % des BIP auf insgesamt 48 % des BIP. Dabei ist nicht so sehr die Höhe der Gesamtverschuldung besorgniserregend, als vielmehr die Anstiegsdynamik sowie die konjunkturpolitisch ineffizienten Ausgaben für Rüstung und Sicherheit. Vom Volumen gewichtiger ist allerdings der private Sektor -Unternehmen und Haushalte. Die Situation der Unternehmen hinsichtlich der Verschuldungsquoten ist wegen der Ertragsschwäche, der Überkapazitäten und Bilanzschönungen sehr angespannt.

Nicht zuletzt wegen des Anteils von fast 70 % des BIP sind die Ausgaben der privaten Haushalte entscheidend. Der Chart zeigt, dass die Verschuldung der privaten Haushalte relativ zu ihrem Vermögen auf ein Rekordniveau gestiegen ist. Der Einbruch der Aktienkurse verringerte das Vermögen in den letzten Jahren. Im Gegenzug erlaubten steigende Immobilienpreise und fallende Zinsen Kreditaufstockungen, was die Verschuldungsquote erhöhte. Die verstärkte private Kreditaufnahme war in den letzten Jahren demnach eine, vielleicht sogar die entscheidende, Konjunkturstütze. Die Erhöhung des Verschuldungsgrads stößt nun jedoch an Grenzen. Eng wird es besonders dann, wenn steigende Immobilienpreise die Aktienkursverluste nicht mehr so stark ausgleichen wie bisher. Es gibt am Immobilienmarkt bereits regionale Überhitzungsanzeichen sowie erste Signale für eine schwächere Nachfrage.

Das heißt, der Preistrend könnte sich sogar umkehren. Die hohe Verschuldung würde dann zu einem Bumerang für die private Nachfrage und die US-Konjunktur. Aber auch ohne den „Worst Case“ einer weiteren Verschlechterung der Vermögenssituation erscheint die „Kreditkarte“ als Konjunkturprogramm ausgereizt. Da auch der Unternehmensbereich und die öffentlichen Haushalte an nachfragelimitierende Schuldengrenzen stoßen, sind die Aussichten für die US-Wirtschaft alles andere als rosig. Schwache Nachfrage bedeutet letztendlich auch deflationäre Trends, da die Unternehmen zu Preiszugeständnissen gezwungen werden. Die USA als hochverschuldete Volkswirtschaft werden versuchen, die Deflation aggressiv zu bekämpfen. Reflationäre Maßnahmen dürften wegen der hohen Verschuldung auf allen Ebenen (sie verringern die relative Verschuldung) populär werden. Nachdem die US-Notenbank mit konventioneller Geldpolitik nicht mehr weiterkommt, wird ein „Plan B“, d.h. unkonventionelle Geldpolitik, wahrscheinlicher. Letztendlich bedeutet dies das Anwerfen der Notenpresse z.B. durch den Aufkauf von Staatsanleihen. Die Zeche wird allerdings nicht allein von den USA gezahlt. Die Auswirkungen sind wegen der in US-Dollar denominierten hohen Auslandsverschuldung der USA globaler Natur.

http://www.aktienmarkt.net/?fn=1&te...03-03-26-364415
Irakische Gegenoffensive rollt

Die schlechten Nachrichten für die Alliierten häufen sich: Das Pentagon zeigte sich "überrascht" vom heftigen Widerstand irakischer Milizen, und nun gibt es erstmals seit Kriegsbeginn Anzeichen für eine irakische Gegenoffensive.


Bagdad - Eine rund 5000 Mann starke Einheit der Republikanischen Garde rollt mit 1000 Fahrzeugen auf die umkämpfte Stadt Nassirija zu, meldeten amerikanische Aufklärer. Offiziere der 1. Expeditionseinheit der Marine-Infanteristen berichteten, die Elite-Einheit von Staatschef Saddam Hussein bewege sich auf zwei Straßen in Richtung der Stadt Nassirija, wo sich die Kriegsparteien seit Tagen heftige Kämpfe liefern.
Mitarbeiter des Pentagon räumten unterdessen ein, die US-Führung sei von der Kampfkraft der irakischen Milizen überrascht worden und habe ihre Taktik für den Marsch auf Bagdad "angepasst": Statt hastig in Richtung der irakischen Hauptstadt vorzustoßen, werde die Invasion verlangsamt, um einzelne irakische Widerstandsnester auszulöschen.

Sandstürme stellen Alliierte vor Probleme



Zum unerwartet heftigen Widerstand der Iraker kommen schwere Sandstürme, die mit Sichtweiten unter zwei Metern und Temperaturen von bis zu 50 Grad den alliierten Soldaten schwer zu schaffen machen. Auch das empfindliche Material wird in Mitleidenschaft gezogen: Die feinen Sandkörner blenden die "elektronischen Augen" von Lenkwaffen, blockieren die Luftfilter von Panzer- und Hubschraubermotoren und können gefährliche Defekte in der Mechanik auslösen. Auch zahlreiche Kampfjets der Kriegskoalition mussten am Boden bleiben, so das Pentagon.


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Na unsere amerikanischen Helden - Sandsturm ließ sich auf dem Reißbrett wohl nicht simulieren, gell ?

Wenn der noch 10 Tage weiterpustet, wird die gesamte Interventionsarmee im Nahkampf ausgelöscht sein.

Hey, ho GI Joe check the flow , pi pa po!

Wie sang doch Madonna noch ? „ die another day „ ?
In Deutschland sagt man : „ Verschiebe nicht auf morgen, was du heute kannst besorgen.“


AU.
@Amerikas_Untergang

:laugh: :laugh: :laugh: nimmst Du Dir da nicht etwas viel vor?

Vielleicht hat es Gott satt, andauernd im Fernsehen von einem Amerikaner blasphemisch verleugnet zu werden. Vielleicht hat er ihnen dafür einen tagelangen Sandsturm und die republikanischen Garden geschickt? Wer weiß das schon so genau?

:cool:


Gibt es das Geheimnis, das hinter jeder Wirklichkeit lauert? Nein. Es gibt kein Geheimnis dahinter, es gibt nur eine Geheimnisproduktion vor der Oberfläche (Eberhart Havekost)

-> Mehr Geschichtsbücher lesen
@ alle

Zitat: Amerikas_Untergang (alias banolo, helenDvual, stansklave, SaddamsBesterFreund) 26.03.03 17:00:37 :

In spätestens 6 Monaten wird der USD wertlos sein.

Also am 26.09.2003 um 17:00 Uhr MEZ werde ich darauf zurueck kommen. Darf ich fragen wievel % Deines Vermoegens Du denn in Dollars geshortet hast, oder verbreitest Du hier nur wieder heisse Luft?


@ Coubert

Frankreich hat einen Krieg nicht prinzipiell ausgeschlossen.

Frankreich hat ein weiteres Ultimatum mit Gewaltandrohung ausgeschlossen.

Frankreich hat (zusammen z.B. mit den Inspektoren) die Ansicht vertreten, die Abrüstung ohne Kreig sie in einem geeigneten Zeitraum möglich.

Frankreich kann vieles vertreten, aber solange es die Abruestung dann wieder torpediert, weil Gewaltandrohung keine Option ist, koennen sie ihre Ansicht fuer sich behalten.

Im Falle von derartigen drastischen Mitteln der Gewaltanwendung ist es elbstverständlich, dass die Gewaltanwendung auch explizit genannt wird. Die unveränderte Position Frankreichs (keine Automatismus bei der Gewaltanwendung) zeigt klar, dass die Formulierung "ernsthafte Konsequenzen" bei ihrer Niederlegung gerade das nicht mit einschloss. Das ist nachvollziehbarerweise auch die fast einhellige Beurteilung von Völkerrechtlern.

Es ist mir ehrlich gesagt vollkommen egal was “serious consequences” denn gemeint hat. Von mir aus kann serious consequences bedeutet haben “wir schliessen Irak von der naechsten Fussball-WM aus” oder “wir bescheissen Euch mit Watte”. Vollkommen egal was die Quassel-Diplomaten bei der UN nun alles reininterpretieren wollen.
Solange serious consequences nicht Krieg bedeutet, erinnert mich mich die UN ziemlich genau an die “Volksfront von Judaea” aus dem Film “Das Leben des Brian”. Die haben auch mit Resolutionen versucht das Roemische Reich zum Sturz zu bringen.

Ich habe die Politik der Südstaaten-Gotteskrieger von Anfang an als verantwortungslos bezeichnet. Und sie werden die Verantwortung für jeden einzelnen, alliierten Soldaten, den sie in diesem Unternehmen verheizen, zu tragen haben. Und natürlich doppelt die Verantowrtung für jeden einzelnen Irakischen Soldaten und Zivilisten.

Selbst die Leute in den Suedstaaten sind nicht so geschmacklos wie banolo. Selbst der groesste War-hawk wuerde keine persoenliche Freude an den Toten des Gegners empfinden, so wie banolo es tut.

Aber es scheint im neuen Imperium Mode zu sein, jeden Menschen, der eine abweichende Meinnung vertritt, mit unsinnigen Hasstiraden zu überziehen.

Die Hasstiraden gegen die Amerikaner (ie Andersdenkende aus dt. Sicht) kommen von Saddam, seinen Soehnen und anderen Freunden des Terror-Regimes, banolo eingeschlossen. Ich dulde ausdruecklich die Meinung von z.B. danatbank, und habe ihm nie mit Hasstiraden ueberzogen.

Und die schrecklichen "Kollateral-Pannen" beginnen schon jetzt:

Die “Pannen” koennten zum grossen Teil vermieden werden, wuerde Saddam nicht militaerische Ziele direct in Wohngebieten errichten wuerde.


@ investival

Dann müßten die USA im Umkehrschluß auch auf die Dinge verzichten, über die Saddam nicht verfügt. - Schon banal, einen `fairen` Krieg zu propagieren...

Du verwechselst “fair” mit “chancengleich”. Ich meine mit fair die Einhaltung der Haager Landkriegsordnung und Genfer Konventionen. Darin steht nicht, dass ein staerkerer Gegner freiwillig auf seine ueberlegene Waffentechnologie verzichten muss, auch wenn das fuer einen Pisa-leseschwachen Deutschen so aussieht.

Wer hat denn Kriegsgefangene als erster im TV gezeigt? - Das Rumsfeld da einen Tag später im vice-versa-Fall die Genfer Konvention bemüht, ist noch weniger als banal.

Im amerikanischen TV wurden Kriegsgefangene gezeigt. Kein Zweifel. Es ist aber ein Unterschied zwischen Kriegsgefangenen Taliban/Iraker, die beim Essen oder beim Verladen gezeigt werden (wahrlich kein sonderlich grosser Einschnitt in die Menschenwuerde), und den amerikanischen Soldaten, die beim Verhoer gefilmt werden, mit einer Kamera 50 Zentimeter vorm Gesicht.
Aber: Wie immer wird ja mit zweierlei Massen gemessen. Gegen die grossen Schweine wie Saddam demonstriert das linke Pack in Deutschland natuerlich nicht, denn Schweinereien sind erlaubt, solange sie von Feinden der USA begangen werden.

...und wenn mir Meinung als Nachricht verkauft wird, dann muss ich dankend ablehnen
Oje, und das, wo Du in den USA lebst... Du Armer.


Amerikanische Medien sind im moment wohl etwas neutraler als die Deutschen. Der Spiegel vermeldet, dass in Basrah das Wasser knapp wird, aber laesst die Tatsache, dass Saddams Handlanger das Wasser abgestellt haben, mal so unter den Tisch fallen.
Der Spiegel berichtet, dass Amerikaner ohne Beweise behaupten, dass amerikanische POW hingerichtet wurden:
In der vergangenen Nacht nun der unbewiesene Vorwurf aus US-Kreisen, zu finden in der "New York Times": Sieben Amerikaner seien offenbar von ihren Häschern hingerichtet worden ":
Aha! Und die Kopfschuss-Wunden zaehlen also nicht? Trotz abgehoertem Gespraech und den Kopfschusswunden aus den TV-Bildern - ziemlich eindeutige Beweise fuer meinen Geschmack - haben die US-Medien die Meldung sehr vorsichtig formuliert.
Anders ausgedrueckt: Ich lese sowohl dt. als auch US-Medien und mir ist in den US-Medien bisher kein Ernst zu nehmender bias augefallen. Lies einfach mal US Zeitungen (NYTimes, WSJ) und zeige mir wo Du bias siehst. Bis dahin: HALT DIE KLAPPE und spar Dir Deine Bias-Vorwuerfe.
@ helmchen

SaddamsBesterFreund war einzig und allein euer Propagandaminister Adolf Rumsfeld – in solche Kreise habe ich mich nie begeben.


< Frankreich hat ein weiteres Ultimatum mit Gewaltandrohung ausgeschlossen.

Falsch ! der Satz ging weiter !
Chirack nahezu wortwörtlich „ Wir werden eine Krieglegitimierende Resolution mit einem Votum
Behindern – Achtung jetzt kommts ! – solange die Inspektoren sichtbare Fortschritte erzielen,
und eine Fortführung der Inspektionen für sinnvoll erachten.



< Amerikanische Medien sind im moment wohl etwas neutraler als die Deutschen.


:laugh: :laugh: :laugh: :laugh: :laugh: :laugh: :laugh: :laugh: :laugh: :laugh: :laugh: :laugh:



AU.

Danke, setzen sechs !
habe soeben von irakischen Truppenverbänden gehört welche angeblich schon bis auf 100 KM an Washington vorgestossen sind. Amerika soll befreit werden...


:laugh: :laugh: :laugh: :laugh: :laugh: :laugh:

AU.
zitat:
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Original erstellt von Ibykus
Irakischer Kampfverband bewegt sich auf US-Truppen zu

Bagdad (dpa) - Anscheinend bewegt sich ein irakischer Kampfverband von Bagdad aus auf US-Einheiten in der Nähe von Nadschaf zu. Das berichtet CNN. Weiter heißt es, der Konvoi umfasse rund 1000 zum Teil gepanzerte Fahrzeuge. Es sei nicht ausgeschlossen, dass es noch in der Nacht zu Angriffen komme, sagte ein CNN-Reporter, der die 7. US- Kavallerie begleitet. Die Einheit steht etwa 150 Kilometer südlich von Bagdad zwischen Nadschaf und Kerbela. Zu der Kolonne gehören den Angaben zufolge auch Panzer sowjetischer Bauart.

© WELT.de
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Immer drauf... die Amis und Engländer habens redlich verdient !:laugh: :laugh: :laugh: :laugh: :laugh: :laugh:


Au.
Lieber SaddamsBesterFreund, (alias Banano, Schimpanso, Slobodano) wenn Du Dich so eloquent ausdruecken koenntest, vielleicht wuerden wir Dich dann etwas ernster nehmen:

Thema: Wielange läßt sich das amerikanische und britische Volk noch verapplen? [Thread-Nr.: 713117]
#2 von spicault 26.03.03 23:10:47 Beitrag Nr.: 9.000.105


Strange.... the hate of the Germans for an American president who intends to do for the Iraqis what the Americans once did for the Germans - liberate them from a tyrannical regime.

For the Germans, WW II is not associated in their minds with heroism and liberation, but with their own suffering through Allied bombing, with humiliation and defeat.

However, for the chief victims of Nazi oppression, the Jews and the Poles, the Allied victory in WW II meant liberation from Nazi tyranny, and they thank the Americans now by supporting them in Iraq. They understand what this war is all about.

The other great victims of WW II, the Russians, would also be doing the same, were it not for the legacy of 70 years of Communism, and the iron grip it still has on their minds.

Every year 10, 000 Iraqis disappear in the prisons and torture chambers of Saddam Hussein. That is more than 100,000 since the beginning of UN sanctions. The Germans do not want to know about this grisly hecatomb and prefer to wallow in their own self-pity and cultivate their old hates and grievances. The enemy of humanity is not Saddam Hussein but Bush and the nation he leads. His accomplice in crime is Tony Blair. "Die Anglo-Amerikaner sind wieder da!"

Anyone who doubts the reality of the Germans` age-old, mindless anti-Americanism needs only to read the postings on this board, as well as those on other German websites. Here you encounter, for example, old accusations of American duplicity and treachery with regard to the First World War. The Americans are supposed to have organized the sinking of the Lusitania in order to create a pretext for intervention. Their main motive for entering the war was the recovery of the war loans they had granted to France and England. At the time these countries were threatened with defeat by Germany, the Americans intervened to save their European investments.

For the German revanchists and America-haters, the American participation in World War I was the origin of all the misfortunes that befell Germany and the world in later years. If we are to believe some Germans, the Americans were also responsible for Hitler and the holocaust.

And this intervention occurred under under the presidency of Woodrow Wilson, an idealist and proponent of universal values, and a two-faced, double-dealing hypocrite in the mould of George W. Bush.

And scattered around these websites you can find modern versions of the age-old international Jewish conspiracy. Here you can read how the Jews (Wolfowitz, Cheney etc.) in the Bush Administration are plotting to conquer and enslave the world. An idea that has been around in Germany for a long time. The "Jewish Connection" - the link between certain Jewish members (Morganthau and others) of the Roosevelt Adminstration and world Jewry - was a constant theme of Nazi propaganda.

The Germans have always loved conspiracy theories, and they are among the most fervent believers in the "Krieg für Öl" myth. In fact, this myth was first invented by German propagandists under Hitler, as pointed out by Dan Diver in his book "Feinbild Amerika". Then as now, the Americans and the British were accused of waging an imperialist war for economic interests and to assuage their "greed for oil".

It does not occur to any of the German pacifists and appeasers, however, that if American policy with regard to Iraq was dictated by an overriding interest in Iraqi oil, America would long ago have made peace with Saddam and signed lucrative oil contracts with the Iraqis, exactly as the French have done. To imagine that the Americans would spend hundreds of billions of dollars and squander the lives of hundreds of soldiers in a war for Iraqi oil that they could obtain by peaceful means is absurb.

But there is no reasoning with German pacifists, for whom anti-Americanism is a religious calling. Christian Stroeble, the German Green Party MP, declared on television that an Iraqi war, in which hundreds of thousands would be killed, could not be justified by cheaper oil, while at the same time Green Party spokesmen warned that this war must be avoided at all costs, because it would lead to higher oil prices, and this would be detrimental to the world economy, especially the economies of the developing countries. Contradictory and incoherent? Don`t tell a German pacifist that. The rules of logic no not apply when you have the whole world behind you, and the whole world knows that the Americans want that oil and are prepared to kill millions to get it.

German television channels are suddenly using words that one is used to hearing in other contexts. The bombing of Baghdad by Allied forces is being referred to as a "holocaust", implying a moral equivalence between the murder of 6 million Jews and the bombing of a city designed to eliminate a brutal tyrant`s apparatus of power. Pop stars and film directors who publicly protest the war in Iraq are being praised for their "Zivilcourage", as if it required much courage, for a celebrity, to stage an event that in the modern world inevitably translates into thousands of dollars on his or her bank account. Thus we are meant to believe that the publicity-grabbing antics of a Mike Moore or a member of the Kelly family are as selfless, noble and brave as the Nazi-defying, Jew-saving activities of an Oscar Schindler.

Documentaries on German television purport to demonstrate, with arcane arguments and convoluted reasoning, that the US sows discord and foments war all over the world in order to profit from arms sales. Other documentaries demonstrate that it is the Americans`s desire for world domination that dictates their foreign policy. And still other documentaries demonstrate, for those who did not already know, that all members of the US Senate and Congress are in the pay of economic interest groups. No idea is too outlandish, no slander is too vile, no insult is too vulgar, as long as it serves to demonize the USA.

On German television we are living a revision of history thanks to the Iraqi war. Vladimir Putin is no longer a mass murderer and oppressor of the Chechen people. Since joining France and Germany in the coalition of the unwilling he has undergone a transformation into an apostle of peace, a hero to be admired by all Germans. In a documentary authored by Peter Scholl-Latour we learn that the Australian military intervention in East Timor - which was sanctioned by the UN and which prevented a genocide - was motivated by - can you guess? - greed for the oil, which is plentiful in that region. Funny. Before the Australians allied themselves to America in the war against Saddam Hussein the German media sang their praised for their intervention in East Timor.

Once again, the Germans have allowed themselves to be caught up in a collective hysteria, abandoned reason and common sense. Above all, they have lost any sense of morality. Once again, they are on the wrong side of history. Iraq will be liberated by brave American soldiers, while the Germans and French have cowered, criticised, and lent moral support to the tyrant Saddam Hussein.

Germans do not want to learn from their own history. Instead they run around parrotting worn-out slogans like "Krieg ist keine Lösung" or "Krieg ist immer ein Versagen". They love to compare Bush with Hitler, thus diffaming the president of a democratic country who has already liberated Afghanistan from the medieval tyranny of the Taliban.

Do not Iraqis deserve the same freedom and the same prosperity that the Germans now enjoy thanks to American military power?
@helmut_kohl,

Ich meine mit fair die Einhaltung der Haager Landkriegsordnung und Genfer Konventionen
Abgesehen davon, daß sich die USA - mit ihrem gottgegebenen moralischen Anspruch, die Welt zu retten (den der Irak nicht hat) - eben als erste in diesem Krieg nicht an die Genfer Konventionen hielten: Du kannst nicht mal einem `Pisa-leseschwachen Deutschen` erzählen, daß sich gerade die USA an internationales Recht halten bzw. halten wollen - Stichworte für einen gedächtnisschwachen Ami: Kyoto, Den Haag. Und Rumsfeld hat eindrucksvoll bestätigt, daß internationales Recht nur im Sinne der USA zu gelten hat, und von dieser banalen Großkotzigkeit hat die Welt langsam wirklich die Nase voll, zu RECHT.

Du mußt einfach mal kapieren, daß hehre Ansprüche nur mit VORBILDfunktion glaubhaft und eindrucksvoll sein können - und exakt da hapert es bei den USA und, vor allem, bei der US-Administration.

Wie immer wird ja mit zweierlei Massen gemessen
`Wie immer` - EBEN! Diese Kritik an "uns" ist z.T. durchaus berechtigt - aber von wem kommt sie? - Sie kommt eben von jenen, die das selbst praktizieren, und oft genug als erste. Und Fakt bleibt in diesem Fall, die Amis haben gegen die Konventionen verstoßen, und gerade Rumsfeld, gerade der, mahnt einen Tag später dieselben an. Das der Irak dann einen drauf setzte, ist nur verwerflich, aber der hat eben auch nicht diesen Anspruch.

@h_k, so geht`s einfach nicht, schon gar nicht, wenn man sich als "Retter der Welt" aufspielt bzw. aufspielen will. Erstmal, bitte, die eigene Nase putzen, bevor man anderen an die Nase faßt!

Tatsache, dass Saddams Handlanger das Wasser abgestellt haben
`Tatsache` - woher weißt Du? - Also, ich werde den Deubel tun, und mich mit Dir auf eine "Medien-(Zitat-)schlacht" einlassen, wo ich Dir ebenso xx Meldungen "anders herum" präsentieren könnte - sorry: ICH werde für sowas nicht bezahlt.
Nur soviel: Immerhin wird inzwischen auch von britischen Propagandaexperten eingeräumt, daß a) Propaganda (auch) eigens betrieben wird, und b) die eigene Seite da zzt. erhebliche Defizite aufweist - was mich in meinem `Bias` allein schon bestätigt.
Du kannst es aber auch selbst nachvollziehen, in dem Du die Meldungen angelsächsich(dominiert)er Medien der ersten 2, 3 Kriegstage mit denen vergleichst, die hernach publiziert wurden.
Ich schließe eine gewisse Lernfähigkeit angelsächsicher Medien natürlich nicht aus, und sehe auch eine gewisse Differenziertheit, eher indes in GB als in USA. Nur sind sie per se keinen Deut `neutraler` als andere. Da muß es sich um ein Wahrnehmungsdefizit handeln, was selbst Pisa nicht erfassen könnte, :D

Ich lese sowohl dt. als auch US-Medien
Wann arbeitest Du eigentlich für Dein Geld? Oder gönnst Du Dir keine Freizeit? Solltest Du - einfach mal, um mal selbst ein paar Runden nachzudenken, um vom Schmalspurdenken wegzukommen.
Und auch, damit Dir Deine Anmaßungen erspart bleiben, wirkt einfach nur arm, ehrlich!

investival
Ich lese sowohl dt. als auch US-Medien
Meine Antwort darauf ist im Kontext mit dem von @h_k erweckten Eindruck der Allwissenheit zu sehen, was impliziert, daß er den ganzen Tag nur Medien `liest`.
Natürlich kann das Lesen internationaler Medien zum Job gehören - darum geht es per se also nicht.

investival
> Frankreich hat ein weiteres Ultimatum mit Gewaltandrohung ausgeschlossen.

Für den damaligen Zeitpunkt. Es wäre ein Automatismus gewesen. Was die USA als "Beweise" betrachten, ist hinlänglich bekannt. Frankreich war klar, dass die USA mit allen Mitteln einen völkerrechtlich legitmierten Angriffskrieg für den März 2003 befördern wollten.

> weil Gewaltandrohung keine Option ist
Nochmals für Leute, die keine französischen Medien lesen: Frankreich hat die Gewaltandrohung nicht prinzipiell für alle Zeiten ausgeschlossen. Es hat im wesentlichen den Standpunkt der Cherf-Inspektoren übernommen.

> Solange serious consequences nicht Krieg bedeutet ...
Wenn es so wäre (was Völkerrechtler ja in ¨berwiegender Mehrheit bestreiten), dann ist kein Zeitpunkt genannt. Dieser muss begreiflicherweise vom UN-Sicherheitsrat (und nicht von der US-Administration) festgelegt werden (vgl Position Frankreichs). Wäre er das worden, hätten die Mitglieder die Resolution nicht angenommen.
Ergo unzweideutig: illegaler Angriffskrieg. So ist das halt.
Das sind ja genau die Gründe, warum die USA jeden Trick versuchten, die Legitimation (explizite Kriegsresolution) zu erhalten.

> die Hasstiraden gegen die Amerikaner
Hasstiraden von mir? Link please.
Für die Administration habe ich freilich nicht die geringsten Sympathien übrig. Ich sehe die Folgen dieser illegalen Kriegs- und Imperialpolitk mit wachsender Sorge.
Man kann nur hoffen, dass ihr kein Erolg beschieden ist.
Dazu wird es leider schmerzliche Opfer auf Seiten der Aliierten brauchen. Man halte sich bitte an diejenigen, die ihnen den Befehl zu diesem Angriffskrieg erteilt haben.

> Die “Pannen” koennten zum grossen Teil vermieden werden, wuerde Saddam nicht militaerische Ziele direct in Wohngebieten errichten wuerde.
Schau, Junge, es herrscht Krieg und Hölle. Nicht Video-Game. Ein Volk (und nicht nur ein Regime) verteidigt sich gegen einen übermächtigen Angreifer. Dies alles haben kampferprobte Realisten und Pragmatiker befürchtet und vorausgesehen.

Nur Leute, die diesen Krieg um jeden Preis wollten (die US-Administration), haben sich blind für diese Probleme gestellt.
Offensichtlich sind die Truppen überhaupt nicht darauf vorbereitet worden, welch dreckiger Kampf zwischen Soldaten, Paramiltärs, irreguläre Truppen und Partisanen und Zivilisten ihnen bevorsteht.
Was sind das eigentlich für Tagträumer, die die armen Gis in dieses Feld schicken?

Sollen sie doch selber gehen, die Schurken:



Die Meldung von morgen:
U.S. Forms Own U.N.
http://www.theonion.com/onion3911/us_forms_own_un.html

WASHINGTON, DC—Frustrated with the United Nations` "consistent, blatant regard for the will of its 188 member nations," the U.S. announced Monday the formation of its own international governing body, the U.S.U.N.

"The U.N. has repeatedly demonstrated an inability to act decisively in carrying out actions the U.S. government deems necessary," U.S.U.N. Secretary General Colin Powell said. "Every time we tried to get something accomplished, it inevitably got bogged down in procedural policies, bureaucratic formalities, and Security Council votes."

"I predict the U.S.U.N. will be extremely influential in world politics in the coming decades," Powell continued. "In fact, you can count on it."

The new organization will be based in Houston, where a $400 million U.S.U.N. Building is currently under construction. The U.S.U.N. Charter, ratified unanimously by delegates in a four-minute vote Monday, sets forth the mission of the organization as "the proliferation of peace and international economic, social, and humanitarian progress through deference to the U.S."

"The U.S.U.N. resembles the original in almost every way, right down to all the flags outside our headquarters," said Condoleezza Rice, a U.S. delegate to the U.S.U.N. "This organization will carry out peacekeeping missions all over the world, but, unlike the U.N., these missions will not be compromised by the threat of opposition by lesser nations."

In its first act, the U.S.U.N. Security Council unanimously backed a resolution to liberate Iraq`s people and natural resources from the rule of Saddam Hussein.

"We gave the old U.N. a go for I don`t know how many years, but it just wasn`t working," said Dick Cheney, a U.S. delegate to the U.S.U.N. "Really, I have no idea what we were doing sacrificing all that power and autonomy in exchange for a couple of lousy troops from New Zealand."

Added Cheney: "I can`t tell you how much easier it is to achieve consensus when you don`t have to worry about dissent."

Cheney, along with Rice, Donald Rumsfeld, Tom Ridge, and George W. Bush, make up the five permanent members of the 15-person U.S.U.N. Security Council.

"The five Security Council members have veto power to block U.S.U.N. resolutions for military action," Rumsfeld said. "Not that anyone would, but it`s nice to have, nonetheless."

According to Powell, in spite of the fact that delegates hail from every corner of the U.S., General Assembly meetings have been refreshingly free of rancor.

"We`ve got Bill Frist from Tennessee, Tom DeLay from Texas, and Dennis Hastert from way up in Illinois," U.S.U.N. delegate Rick Santorum said. "Despite the diverse backgrounds of the delegates, cooperation has not been a problem—unlike at some outmoded, gridlocked international peacekeeping bodies I could name."

The official U.S.U.N. language is English. The official religion is Christianity."


Mein Gegen-Vorschlag: die US-Administration soll die "United Rogue Nations" gründen. Mit N-Korea, Irak, Kuba und alle den andern zusammen, die die Zusatzprotokolle zur Entbarbarisierung des Krieges auch nicht unterzeichnen wollen (Streubomben, Personenminen usw.).


Coubert
@ helmi



VORAUSSCHAUENDE PERSONALPOLITIK

Cheneys Ex-Firma im Irak-Fieber

Halliburton ist sich offenbar sehr sicher, vom Wiederaufbau im Irak zu profitieren. Schon vor Kriegsbeginn schaltete der frühere Arbeitgeber von US-Vize-Präsident Cheney im großen Stil Personalanzeigen für Jobs im Mittleren Osten.



New York - Am neunten Februar - mehr als einen Monat, bevor die ersten US-Raketen in Bagdad einschlugen - tauchte in der "Chicago Tribune" ein umfangreiches Stellenangebot auf. Die Halliburton-Tochter KBR Government Operation suchte Spezialisten für den Bau von Kraftwerken, für Wasseraufbereitung, Löscharbeiten, Projekt-Management und für dutzende weitere Sonderbereiche im Mittleren Osten. Auch Stellen in der Wäscherei, Versorgung, Sicherheit, sowie im Flug- und Wetterdienst bot KBR an. Das Unternehmen richtet sich offenbar auf einen längeren Aufenthalt ein.

Halliburton wies direkte Zusammenhänge zum Irak-Krieg zurück. In der Anzeige gehe es nicht um Mitarbeiter für einen speziellen Job, sagte Konzernsprecherin Wendy Hall gegenüber "CNNMoney". Der Konzern mit Sitz in Houston gehört allerdings zu jenen Unternehmen, die vom Irak-Krieg massiv profitieren könnten. Neben vier weiteren Konkurrenten hat sich auch Halliburton nach Medienberichten für den 900 Millionen Dollar schweren Wiederaufbau-Kontrakt der US-Entwicklungsbehörde USAID beworben.

Das Aufbauprogramm sieht vor allem die Rekonstruktion der Infrastruktur vor. Nicht enthalten ist hingegen die Wiederherstellung und Modernisierung der irakischen Erdölindustrie. Nach einer Studie des Baker Institutes wird es 18 Monate dauern und fünf Milliarden Dollar kosten bis die Ölfelder auf dem Förderstand von vor 1991 sind. Auch bei der Vergabe dieses Geschäfts wird Halliburton mitpokern, zumal der Konzern weltweit als der Marktführer im Bau und Betrieb von Gas- und Ölanlagen gilt. Der ärgste Konkurrent, der französische Schlumberger-Konzern hat kaum Chancen, zumal die US-Regierung nach Presseberichten ohnehin US-Unternehmen bei der Vergabe jeglicher Aufbauverträge bevorzugt.

Ein umfassendes Engagement von Halliburton könnte die US-Regierung in Erklärungsnot bringen. US-Vizepräsident Dick Cheney leitete den Konzern, ehe er im Jahr 2000 nach Washington ging. Vom Krieg profitiert Halliburton indes schon jetzt. Die US-Army hat die Tochter KBR mit der Überprüfung und Löschung von Ölquellen-Bränden im Irak beauftragt. Zumindest die Anwerbung der Feuerwehrleute hat sich schon ausgezahlt.


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Helmi, was langweiltst du mich mit Tschetschenien ?
Klar lief und läuft auch da ein Völkermord, keine Frage und ich wünsche den dortigen Besatzern genauso viel Glück wie euren Meuchelmördern – so what ?

Mann könnte natürlich die Frage stellen, warum Rußland dort so draufkloppt –
Ich verrat es dir weil die USA diese Region direkt an Rußlands schwacher Südflanke
Erdölreich obendrein, kurzerhand zum US-Interessengebiet erklärt haben .
Deshalb statuieren die Russen dort ein Exemple, um den USA ihre Grenzen aufzuzeigen.

Wiedereinmal muß die Bevölkerung leiden.

Ist übrigens interessant, beide Kriege finden ihre Auslöser/Berechtigung in einem jeweils
Von der eigenen Regierung/Geheimdienst inszenierten Terroranschlag.
Somit ist auch hier bewiesen, dass die Junta mit der Marionette namens Bush in der Hauptrolle
Nicht sonderlich originell sind, lediglich Nachmacher und das ganze ein bschen dicker aufgezogen – Hollywood eben.


Ach helmi, nochwas zu deinen tollen US-Medien, FoxTv und wie sie alle heißen.
Ich erinnere mich, dass das Pentagon bereits am zweiten Kriegstag die Stadt UMM Kassr oder so,
als eingenommen gemeldet hat. Am dritten tag auch, am vierten dann aber wirklich,
und am fünften tag sollte dann wirklich schluß sein mit „ Rauchende Colts „ usw.
Heute haben wir den 9. Kriegstag – glaube ich - und wenn ich heute morgen die Radionachrichten
Richtig rekapituliere, sind in der Nacht aus Basra kommend einige dutzend irakische Panzer
Zur unterstützung der dort widerstand leistenden soldaten eingetroffen.
Ähnlich sieht die wirkliche, jetzt aber ganz echte Wahrheit presented bei pentagon in bezug auf basra aus.


Nun ja, aber du wirst dir das schon irgendwie zurechtbiegen, wie bei den hedonics eben.



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NACHKRIEGSORDNUNG

Angst vor den Schiiten

Von Markus Deggerich

Die Alliierten hatten auf Aufstände in der schiitisch dominierten Zivilbevölkerung des Irak gehofft. Doch die trauen nach Jahrzehnten der Unterdrückung niemandem mehr und planen für sich selbst. Das lässt nichts Gutes ahnen für eine Nachkriegsordnung.


Berlin - Die US-Soldaten im Süden des Irak reiben sich nicht nur wegen des Wüstensandes die Augen. Einen freundlichen Empfang durch die Zivilbevölkerung hatte man dort erwartet, gerne auch einen umfassenden Aufstand der Menschen gegen Saddams Kämpfer. Doch der Kampf um die Städte auf dem Weg nach Bagdad gestaltet sich schwierig und Meldungen von revoltierenden Zivilisten gegen Saddams Soldaten sind nur vereinzelt zu hören.
Das kann zum einen daran liegen, dass Saddams Unterdrückungsapparat immer noch funktioniert. Nach Angaben der Oppositionsgruppe Sciri, die irakische Schiiten vertritt und im Iran ihren Sitz hat, sind in Basra sieben Mitglieder der regierenden Baath-Partei hingerichtet worden, weil sie ihren militärischen Pflichten angeblich nicht ausreichend nachgekommen seien. Der Befehl zu den Exekutionen sei von Saddams Cousin, Hassan Ali al-Madschid, erteilt worden. Er ist Saddams Militärführer im Süden und den Menschen in brutalster Erinnerung. Er hatte bereits 1988 den Chemiewaffen-Angriff auf die Kurdenstadt Halabdscha befohlen und den Aufstand der irakischen Schiiten gegen Saddam im Golfkrieg 1991 niedergemetzelt.

Schiiten als Opfer

Doch so gerne die unterdrückte schiitische Mehrheit im Irak Saddam loswerden wollen, so sehr mißtrauen sie den USA. Von George Bush senior fühlten sie sich 1991 im Stich gelassen, nachdem er sie zum Aufstand anstachelte und dann tatenlos zusah, wie Saddams Republikanische Garde rund 100.000 Rebellen ermordete. Die größte schiitische Oppositionsgruppe im Irak hat bereits angekündigt, nach dem Sturz von Saddam Hussein eine amerikanische Besatzungsmacht zu bekämpfen. "Die Kräfte der Koalition sind uns so lange willkommen, so lange sie dem Volk helfen, die Diktatur von Saddam Hussein zu beenden. Falls sie unser Land besetzen oder kolonialisieren wollen, werden sich die Iraker wehren", sagte der Führer der Gruppierung Oberster Rat für die Islamische Revolution in Irak, Ajatollah Mohammed Bakir al-Hakim, in Teheran.


Hakim bekräftigte, dass sich der Widerstand in diesem Fall auch in Waffengewalt zeigen werde. Ihm zufolge traf seine Gruppierung jüngst mit anderen Oppositionsgruppen zusammen. Man sei übereingekommen, dass eine künftige irakische Regierung alle ethnischen und religiösen Gruppen Iraks umfassen müsse und alle anderen Vorgaben von außen zurückweisen werde. Er kündigte zudem an, die Verträge der jetzigen Regierung zur Ölförderung und Öllieferungen zu annullieren, falls dies im Interesse des irakischen Volkes liege. Töne, die die USA nicht gerne hören. Ende Januar hatte al-Hakim gar noch angekündigt, "Gottes Herrschaft auf Erden" errichten zu wollen. Seine Organisation ist die stärkste oppositionelle Kraft im mehrheitlich von schiitischen Muslimen bewohnten Südirak.

Das sind Ankündigungen, die nicht nur den USA, sondern auch einigen arabischen Nachbarn Probleme bereiten. Kurz vor Beginn des Irak-Krieges warnte der ägyptische Präsident Husni Mubarak vor der Machtübernahme durch die irakischen Schiiten. Die arabische Welt, die sich mehrheitlich zum sunnitischen Islam bekennt, verbindet mit dem Schiitentum eine religiöse Tradition, die im Iran dominiert. Der Konflikt zwischen Sunniten und Schiiten ist alt. Im Streit um die Nachfolge Mohammeds trennten sich im 7. Jahrhundert die Schiiten von den Sunniten. Die Sunniten, die 90 Prozent der Muslime ausmachen, erkennen als Nachfolger des Propheten auch ernannte oder gewählte Führer an. Die Schiiten dagegen folgen dem Erbprinzip. Sie folgen der "Schia", "Anhänger Ali Bin Abi Talibs". Ali war der Schwiegersohn Mohammeds und für die Schiiten damit der rechtmäßige Nachfolger des Propheten. Die iranische Revolution und die Machtübernahme durch den Ayatollah und die Schiiten schreckten die westliche Welt auf.

Die arabischen Machthaber fürchten nun, dass der schiitische Iran mit irakischen Schiiten als Brückenkopf in Mesopotamien seinen Einfluss auf die Golfregion ausweiten könnte. Dort nämlich sind große schiitische Minderheiten beheimatet; im Irak stellen sie sogar die absolute Mehrheit der Bevölkerung, sind aber bisher nicht an der Macht beteiligt.

Stirnrunzeln in der arabischen Welt

Die arabischen Führer, die USA und Europa stützten genau deshalb in den 80er Jahren die Diktatur Saddams und seinen Krieg gegen den schiitischen Iran. Sie nahmen den sunnitischen Militärdiktator in Kauf, um die Übernahme der Macht durch die irakischen Schiiten zu verhindern und den Einfluss Irans einzudämmen. Das Bild eines neuen Irak, in dem den Schiiten und den Kurden eine stärkere politische Bedeutung zukommt, erschreckt einige Herrscher am Golf und in der Türkei. Doch die werden nach Jahrzehnten der Unterdrückung genau darauf pochen.

Sollten die Forderungen der Kurden nach größerer Autonomie erfüllt werden, fürchten die Türkei, Iran und Syrien eine Vorbildwirkung für die kurdischen Minderheiten in ihren Ländern. Auch ein Machtgewinn der Schiiten würde außerhalb Irans mit Skepsis beobachtet. Nur zehn Prozent der 1,2 Milliarden Muslime weltweit sind Schiiten - aber ihr Einfluss würde ungleich stärker wachsen.

Zersplitterung und Rachefeldzüge

Der Kampf um die Macht in einer Nachkriegsregierung und Rachefeldzüge sieht der Oppositionspolitiker Hamid al-Bajati als die größte Bedrohung für einen Demokratisierungsprozess im Irak. Die Versöhnung zwischen Schiiten und Sunniten ist eine der herausragenden Anforderungen an eine künftige Regierung - und fast aussichtslos. Ebenso wird erwartet, dass politische Gruppierungen wieder auferstehen, die mit dem Regime Saddam Husseins verschwanden, darunter kommunistische, liberale und eben auch islamische Parteien. Doch die Schiiten betrachten sich bereits jetzt als die natürlichen Erben des Irak. Eine schiitische Oppositionsgruppe hat die irakischen Soldaten aufgerufen, ihre Waffen niederzulegen. Andernfalls würden die Soldaten nach der Befreiung des Landes vor Gericht gestellt werden, drohte der Führer des Hohen Rates für die islamische Revolution im Irak, Ajatollah Mohammed Bakir al-Hakim, aus seinem Teheraner Exil - ganz so als sei er schon der neue Herrscher.




Nun kämpfen Bushs und Blairs Truppen auf dem Weg nach Bagdad vor Nadschaf und Kerbala. Nadschaf ist die "Stadt des Wissens", sie beherbergt die Grabstätte Alis, und damit eines der größten Heiligtümer der Schiiten. In Kerbala liegt Alis Sohn Hussein begraben, von den Schiiten als "Prinz der Märtyrer" verehrt. Der Sprecher der schiitischen Oppositionsgruppe erklärte bereits, die schiitische Opposition werde nicht an der Seite der Briten und Amerikaner kämpfen. Die Standpunkte lägen zu weit auseinander. Das ist nur ein Vorgeschmack darauf, was noch kommen könnte: Nach dem Irak-Krieg ist vor dem Irak-Konflikt.




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MONATELANGER KRIEG

Das unterschätzte Worst-Case-Szenario

Schlechtes Wetter, chaotischer Nachschub und ein überraschend hartnäckiger Feind: Der Krieg im Irak könnte noch Monate dauern und eine massive Verstärkung der alliierten Truppen erfordern, befürchten ranghohe US-Offiziere.



Washington - Die Invasionstruppen dehnen sich wegen ihres schnellen Vormarsches auf Bagdad mittlerweile auf einer Strecke von rund 500 Kilometern. Der Nachschub ist mangelhaft und die Luftunterstützung begrenzt, da die meisten Kampfjets und Helikopter am Boden bleiben mussten. Der Sandsturm der vergangenen Tage war der heftigste im Irak seit Jahrzehnten und bereitet nicht nur den Luftstreitkräften, sondern auch den Bodentruppen Schwierigkeiten.
Wie die "Washington Post" berichtet, macht sich unter Militärs mittlerweile Ernüchterung breit. Da die Türkei sich als Ausgangspunkt einer alliierten Offensive im Nordirak verweigert hatte, musste die 4. Infanteriedivision der USA einen Umweg über Kuweit nehmen. Auf der Ankunft dieser Einheit ruhen dem Bericht zufolge die Hoffnungen zahlreicher US-Militärs, doch werde es noch gut einen Monat dauern, ehe die Division ihr schweres Gerät in Stellung gebracht hat und in den Krieg eingreifen kann. Andere Einheiten, wie etwa das 3. gepanzerte Kavallerie-Regiment und die 1. Kavallerie-Division, brauchen nach Angaben von Mitarbeitern des Pentagon noch mehrere Monate, ehe sie ihr Material von ihren Heimatbasen an den Golf geschafft haben.




Unterdessen leiden die Truppen an der Front, insbesondere die 3. Infanterie-Division, laut "Washington Post" unter chaotischen Verhältnissen bei der Versorgung. Selbst Wasser und Lebensmittel werden langsam knapp, meldet die Zeitung unter Berufung auf Armee-Angehörige. Auf der Straße von Kuweit in Richtung Front habe sich mittlerweile ein veritabler Stau gebildet, der regelmäßig durch kleinere Angriffe irakischer Truppen durcheinander gewirbelt wird. Das Nachschub-System ähnle zeitweise "einem Haufen Jungs, die irgendwo herumfahren", sagte ein Offizier.

Die Rücksichtnahme auf die Zivilbevölkerung kompliziert die Dinge zusätzlich: Um Milizionäre und irreguläre Kämpfer im Südirak auszuschalten, könne man zwar problemlos eine belagerte Großstadt von der Versorgung abschneiden, erklärte ein Armeesprecher gegenüber der "Washington Post". Dann aber müsse man mehrere hunderttausend Menschen mit Lebensmitteln und medizinischer Hilfe versorgen, und jeder Lkw verschärfe die Logistik-Probleme zusätzlich.

Hinzu kommt, dass der Widerstand der irakischen Truppen offenbar weit zäher ist, als die Alliierten erwartet hatten. Ein Offizier sprach gegenüber der "Washington Post" bereits von "Worst-Case-Szenarien", die vor dem Krieg zwar existiert hätten, aber von niemandem ernst genommen worden seien. Allerdings basierten die Kriegspläne der Briten und Amerikaner zu einem guten Teil auf der Annahme, dass der Widerstand der Iraker schnell zusammenbrechen und die Bevölkerung die Invasoren als Befreier empfangen würde. Beides blieb bisher aus.




Ein weiterer wichtiger Faktor beim Marsch auf Bagdad ist die Effektivität alliierter Luftangriffe. Die Situation für die Kampfpiloten ist eine völlig andere als vor zwölf Jahren. Im Golfkrieg von 1991 konnten die amerikanischen Bomber große Teile der irakischen Panzer- und Artillerieeinheiten in der offenen Wüste vernichten. Vor Bagdad aber erstreckt sich das ebenso dicht besiedelte wie bewachsene Euphrat-Tal, das den Verteidigern wesentlich bessere Deckung bietet.

Die Schlacht um Bagdad wird nach Ansicht von Beobachtern erst mit der Ankunft der 4. Infanterie-Division der USA beginnen, also frühestens im April - es sei denn, die 3. Infanterie-Division besiegt die Republikanische Garde Saddam Husseins vorher allein. Das aber halten manche US-Militärplaner offenbar für unwahrscheinlich. "Das ist ihr Revier ", sagte ein Offizier der "Washington Post" über die "Medina-Division" der Republikanischen Garde. "Sie haben wahrscheinlich ihr ganzes Leben lang nichts anderes geübt als die Verteidigung Bagdads."


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Helmi, glaubt ihr amis eigentlich immernoch, die ersehnten retter zu sein ?
Ganz ehrlich, ich denke wir sind den ersten 45000 bodybags näher, als mancher
Ahnt.



Ich freu mich schon auf deine hilflose argumentation, wenn eure 101. Airborne ersteinmal aufgerieben ist,
noch andere einheiten heftigste verluste einstecken mußte, und eure soldateska mit eingekniffenem schwanz
fliehen muß, wie damls aus nam.
Vermutlich – nein ganz sicher wirst du dann so einen unsinn vertreten wie „ wir haben den krieg nur verloren,
wir das alte europa damals gegen den krieg war „ . Nun ja, die US-Paranoia wird keine grenzen kennen.



AU.
Einer für helmi !

Kofi Annan: "Mr. Powell, welchen Beweis haben Sie, dass der Irak Massenvernichtungswaffen besitzt?" Colin Powell: "Wir haben die Quittungen aufgehoben."


B:laugh:
@ helmut_kohl

hast du das Buch "Ein Imperium verfällt" von Chalmers Johnson gelesen?

Deine Meinung zu diesem Buch würde mich doch sehr interessieren.
@helmut_kohl / #3015:

>an American president who intends to do for the Iraqis what the Americans once did for the Germans ...<
Nochmal die Frage aus #3002 an Dich, wegen Deiner ignorierenden Wahrnehmungsschwäche:
Das Problem ist, daß mindestens 4/5 der Welt den USA ihre selbstgewählte Rolle als hehrer Weltpolizist nicht abnimmt - schon mal überlegt, woran das wohl liegt?

"Euer" Problem ist Eure (namentlich die Bush-Administration betreffend) VÖLLIG abhanden gekommene Fähigkeit Kritik zu verstehen geschweige denn anzunehmen, und Selbstkritik auch nur zu üben.

investival
Nachdem klar ist, das nicht die Bundesrepublik, sondern die USA international voellig isoliert sind, bahnt sich die Entschaerfung auch des Wirtschaftlichen "Boykotts" der Friedensbewegten Laender durch die USA auf breiter Front an:

Deutschland wird in den naechsten Jahren eine enorme Friedensdividende einfahren und solche Vollidioten wie der Chefredakteur der Wirtschaftswoche und US-hoerige Kriegstreiber Baron ( der den voelkerrechtswidrigen Angriffskrieg gutheisst und die deutsche Orientierung am Voelkerrecht nur als gefahr fuer das Wirtschaftswachstum sieht)werden bald als Sruecheklopfer und gnadenlose Opportunisten dastehen... :D



DER SPIEGEL 13/2003 - 24. März 2003
URL: http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,242094,00.html




Deutsch-amerikanischer Handel

Knallhart ins Abseits

Nie waren Deutschland und die USA wirtschaftlich enger verbunden als heute. Doch die anhaltende politische Eiszeit zwischen beiden Regierungen droht eine der größten Wirtschaftsallianzen der Welt nachhaltig zu gefährden. Dafür öffnen sich neue, überraschende Geschäftsfelder in Nahost.


AP

Abgesperrte Wall Street: "Wir halten den Kopf hin, die Deutschen halten sich raus"


Es sollte ein großer Tag für die deutsch-amerikanische Freundschaft werden. Führende Repräsentanten von US-Unternehmen waren eingeladen. Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber wollte eine eindringliche Rede halten, in der es um Gemeinsamkeiten und natürlich die ökonomische Bedeutung beider Staaten füreinander gehen sollte. Immerhin feierte man den 100. Geburtstag der Amerikanischen Handelskammer in Deutschland.

Der Kaisersaal der Münchner Residenz war für den anschließenden Staatsempfang aufs Feinste herausgeputzt. Aber dann kam doch alles ein bisschen anders am vergangenen Mittwoch.

Der CSU-Chef musste den Termin kurzfristig um zwei Stunden verschieben, weil Bundespräsident Johannes Rau die Polit-Spitzen zum Krisengespräch über den Irak-Einmarsch nach Berlin bat. Einige der Teilnehmer des Münchner Beziehungsgipfels sagten daraufhin gleich ganz ab. Und selbst beim Büfett machten sich die Industrieführer rar.


DER SPIEGEL


Topmanager wie Siemens-Chef Heinrich von Pierer oder BMW-Boss Helmut Panke, die in den USA Milliardenbeträge investiert haben, ließen sich gar nicht blicken. Andere, wie der Ex-Bertelsmann-Vorstand Mark Wössner oder Rainer Hertrich, Co-Chef des deutsch-französischen Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS, warteten, bis Stoiber im Turbotempo seine Rede heruntergenuschelt hatte, und ergriffen danach eiligst die Flucht.

War es Ignoranz? Wurden Deutschlands Unternehmensführer von der schlichten Angst beherrscht, in unsicheren Zeiten eigentlich nur das Falsche sagen zu können? Statt die US-Manager zu charmieren, um immer häufiger auftretende Zwistigkeiten auszuräumen, tauchten sie lieber ab. Das könnte sich bald rächen.

Schnell werde es "in Amerika heißen: Wir halten den Kopf hin, und die Deutschen halten sich raus. Das wird nicht ohne Folgen für die Wirtschaft bleiben", fürchtet Sigrid Zirbel, Referentin für internationale Märkte beim Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI).

Der Chef der Deutsch-Amerikanischen Handelskammer in New York, Werner Walbröl, preist zwar einen gemeinsamen Wirtschaftsraum, der "wirklich was hermacht", aber "ob das so bleibt, ist sehr fraglich", sagt der Lobbyist. Anton Börner, Präsident des Bundesverbandes des Deutschen Groß- und Außenhandels, sieht gar "gravierende Spannungen", die das hiesige Wirtschaftswachstum bedrohen können. "Es ist ein Umsatzminus von zehn Prozent im Handel mit den USA zu befürchten. Das würde das Wachstum des Außenhandels um ein Prozent drücken und für die deutsche Wirtschaft insgesamt 0,33 Prozent weniger Wachstum bedeuten", orakelt Börner.

Schon heute hetzen Moderatoren regionaler US-Rundfunksender gegen deutsche Produkte und stacheln ihre Hörer zu antideutschen Parolen an. Die Website "germanystinks.com", die offen "Don`t buy German" propagiert und auf der Besucher neue Namen für den "deutsch klingenden `Hamburger`" vorschlagen sollen, brach zeitweise wegen des Andrangs zusammen. Selbst die US-Boulevardgazette "New York Post" des australoamerikanischen Medien-Tycoons Rupert Murdoch ruft martialisch zum "War on weasel wares" auf und offeriert mehrseitig US-Alternativen zu deutschen Bieren.

Deutsch-amerikanische Vereinigungen wie die "Atlantik-Brücke" versuchen fast rührend gegenzusteuern. In der "New York Times" schalteten sie eine ganzseitige Anzeige, um das Image der Deutschen wenigstens einigermaßen zurechtzurücken: "Heute, da die Welt sich gegen Terrorismus und Verbreitung von Massenvernichtungswaffen wehren muss, bekräftigen wir die Verbundenheit mit den Vereinigten Staaten."


DER SPIEGEL


Doch auch US-Politiker machen mittlerweile unverblümt Stimmung gegen die Deutschen. Der US-Kongressabgeordnete Robert Wexler sieht einen "tiefen Riss" in den Wirtschaftsbeziehungen, der "nicht so schnell zu beheben" sei. Andere Abgeordnete fabulieren, deutsche Unternehmensführer müssten sich jetzt "sehr große Sorgen machen", und räumen ein, Aktien deutscher Unternehmen verkauft zu haben.

Auch die Erhöhung von Einfuhrzöllen sowie eine "moralische Auftragsvergabe" bei öffentlichen Ausschreibungen wird laut gefordert. Die Botschaft ist immer die gleiche: Deutschland soll büßen. Patriotische Amerikaner wollen die Marken der Drückeberger zurückdrängen, um die Regierungen indirekt zu mehr Bündnistreue zu erziehen. "Am Ende trifft es eine Biermarke genauso wie eine Automarke", glaubt Verbandschef Börner.

Über konkrete Ausfälle und gekappte Verträge klagen bislang zwar eher kleine deutsche Unternehmen. Im Gegenzug rufen allenfalls mal französische Gastronomen in Hamburg zum Coca-Cola-Boykott auf und schenken in ihren Restaurants nur noch Afri-Cola aus. Aber die Warnungen werden lauter.

So sagt der ehemalige außenpolitische Berater von Altkanzler Helmut Kohl, Horst Teltschik, der neuerdings als Statthalter für den US-Luftfahrt- und -Rüstungsriesen Boeing in Deutschland fungiert, seine Kollegen sollten die antideutsche Stimmung in den USA nicht unterschätzen. "Praktisch das gesamte Geschäft, das mit US-Staatsaufträgen zu tun hat", weiß der Ex-BMW-Manager und Gastgeber der Münchner Sicherheitskonferenz, "ist schon jetzt zum Erliegen gekommen."

Je länger die transatlantische Beziehungskrise anhält, desto gravierender könnten seiner Ansicht nach auch die Folgen für die deutsche Industrie sein. "Die Amerikaner sind da knallhart." Freilich kommt Teltschik als Repräsentant eines US-Konzerns die schlechte Stimmung nicht ungelegen.

Für beide Seiten steht viel auf dem Spiel: Rund 2000 Firmen mit US-Kapital residieren in Deutschland und beschäftigen ungefähr 800 000 Mitarbeiter. Mit 540 Milliarden Euro erwirtschaften sie mehr als jedes andere Land für die USA. Immerhin 14 Prozent tragen die deutschen Töchter zum Gesamtumsatz amerikanischer Unternehmen bei. Bis zum Jahr 2000 hielten die USA mit rund 61 Milliarden Euro 22 Prozent aller ausländischen Direktinvestitionen in Deutschland.



Umgekehrt sichern etwa 3000 Firmen mit deutschem Kapital bislang einer Million Menschen in den USA ihren Arbeitsplatz. 217 Milliarden Euro und damit über ein Drittel aller Direktinvestitionen hatte Deutschland bis zum Jahr 2000 in die USA transferiert. Damit bilden beide Länder eine der größten Wirtschaftsallianzen der Welt.

Auch beim Handel untereinander nehmen beide Partner eine Spitzenstellung ein. Deutschland exportierte im vergangenen Jahr Waren im Wert von mehr als 66 Milliarden Euro in die USA und importierte von dort im selben Zeitraum Produkte für über 40 Milliarden Euro. Mehr als zehn Prozent aller Ausfuhren aus Deutschland gehen in die Neue Welt. Nur Frankreich bezieht noch mehr Güter aus Deutschland.

In öffentlichen Statements spielen die Industriebosse das Risiko eines drohenden Boykotts ihrer Produkte und Dienstleistungen in den USA noch herunter. "Wir erwarten keine größeren negativen Auswirkungen", bekannte EADS-Manager Hertrich erst kürzlich. In den USA hingegen reagieren deutsche Unternehmen angesichts der amerikanischen Drohgebärden immer nervöser.

Nach einer Umfrage der Deutsch-Amerikanischen Handelskammer äußern sich zehn Prozent der 415 befragten Firmen "besorgt" über den Zustand der aktuellen Beziehungen, 40 Prozent beklagen "spürbare Beunruhigung" innerhalb der einheimischen Belegschaft und bei US-Geschäftspartnern.

So haben sich einige der 5200 SAP-Mitarbeiter in den USA an ihre Walldorfer Zentrale gewandt und gefragt, wie sie mit dem Streit umgehen sollen. "Wir versorgen die Kollegen dann per E-Mail mit Argumenten fürs deutsche Nein zum Irak-Krieg", sagt SAP-Sprecher Herbert Heitmann.

Dass diese Differenzen die künftige Geschäftsentwicklung beeinträchtigen könnten, halten die SAP-Manager durchaus für möglich. Nachdem auch in den USA die Mehrheit der Großunternehmen bereits mit SAP-Software arbeitet, sollte nun der Bereich der öffentlichen Verwaltung erschlossen werden. Bisher ist SAP gut im Geschäft mit den US-Behörden - auch in sicherheitsrelevanten Bereichen ("Über einige Kunden dürfen wir nicht mal reden").

So gehören unter anderem die Nasa und das Verteidigungsministerium zu den SAP-Kunden. Die Uno arbeitet ebenfalls mit SAP-Software. "Im Public Sector", so ein SAP-Manager, "könnte es jetzt aber schwieriger werden, die von uns erwarteten Zuwachsraten einzuhalten."

In heller Aufruhr ist bereits der EADS-Ableger Eurocopter, seit sich am 12. März bei einer Anhörung im US-Kongress Manager von US-Konkurrenten wie Bell massiv über den hohen Marktanteil des Unternehmens in den Vereinigten Staaten beklagten. Statt ihr Gerät bei der deutschfranzösischen Gemeinschaftsfirma zu ordern, protestierten die US-Bosse, sollten öffentliche Auftraggeber wie Kommunen oder die Bundesstaaten Hubschrauber für Zoll, Polizei, den Küstenschutz oder die Drogenfahndung gefälligst bei einheimischen Herstellern ordern. "Die wittern richtig Morgenluft", kommentiert eine Eurocopter-Sprecherin die Kampagne der Konkurrenz. "Dabei haben wir bei kleineren Hubschraubern schlichtweg das größere und bessere Angebot."

Nicht nur Luftfahrt- und Waffenschmieden wie EADS, Diehl oder Rheinmetall sind für politisch motivierte Kampagnen aus den USA anfällig. Auch in der großen Siemens-Familie gibt es Töchter und Ableger, die schon bald vom Bannstrahl erboster US-Kunden und -Auftraggeber getroffen werden könnten.

Ausgerechnet jetzt, wo die deutsch-amerikanischen Beziehungen auf einem historischen Tiefpunkt angelangt sind, will die Mobilfunksparte des Konzerns ein jahrelanges Versäumnis aufholen und den US-Markt mit einer neuen Generation von Handys überschwemmen. "Ich kann den Kollegen dabei nur viel Glück wünschen", höhnt ein hoher Manager eines Konkurrenten, "die Dinger könnten dort schon bald megaout sein."

Enttäuschung droht auch Ulrich Schumacher, Boss der ehemaligen Siemens-Halbleitersparte Infineon. Noch vor gut einem Jahr hatte er sich mächtig gefreut, mit seinen Chips das Pentagon zu erobern. "So ein Auftrag hat Signalwirkung", feierte er damals die Bestellung, die zwar nur 13 Millionen Euro brachte, aber ungleich mehr Prestige. Seit Wochen wartet der forsche Firmenchef schon auf einen Anschlussauftrag - bislang vergebens.

Doch der Dissens zwischen Berlin und Washington sorgt nicht in allen Exportabteilungen für gedrückte Stimmung. Wer im Nahen und Mittleren Osten derzeit als deutscher Handelsreisender Umsatz machen will, hat beste Karten, mögliche Einbußen aus dem Amerika-Geschäft zu kompensieren.

"Auf Grund des amerikanischen Vorgehens gegen den Irak haben sich die Aufträge an deutsche Firmen in den letzten Monaten massiv verstärkt", beobachtet Peter Heinz, Vorstandssprecher der auf Handelsfinanzierung spezialisierten Arab Bank in Frankfurt am Main. Besonders aus Saudi-Arabien kämen derzeit viele Anfragen.

Allein im vergangenen Jahr verkauften die Deutschen den Saudis Waren im Wert von 3,4 Milliarden Euro - ein Plus von 14 Prozent. Hingegen sackten die Exporte der amerikanischen Konkurrenz im wichtigsten Wüstenstaat 2002 um 20 Prozent auf 4,8 Milliarden Euro ab.

"Es gibt hier derzeit eine große Neuorientierung Richtung Deutschland", sagt Manfred Rothgänger, Delegierter der Deutschen Wirtschaft in Saudi-Arabien.

Rothgängers Kollegen in den Vereinigten Arabischen Emiraten bestätigen das deutschlandfreundliche Klima. Schröders Politik wirke "wie eine Exportförderung", sagt Jürgen Friedrich von der Handelskammer in Dubai. Die Widerstände gegen Bushs Politik bekommt Friedrichs Truppe hautnah mit. Es kämen bereits "Anfragen von lokalen Firmen, die wissen wollen, ob ein bestimmtes amerikanisches Produkt auch durch eine deutsche Firma geliefert werden kann".

Den mit Abstand spektakulärsten Krisengewinn verzeichnet jedoch das deutsche Gesundheitswesen. Seit den Terroranschlägen im Jahr 2001 boomt vor allem eines: der Tourismus reicher Kranker aus den Golfstaaten.

Noch vor zwei Jahren kontrollierten die Amerikaner in der Region einen Weltmarktanteil von 68 Prozent. Inzwischen kämpfen alle US-Kliniken mit massiven Einbrüchen.

Egal, ob Krankenhäuser in München oder Hamburg, jetzt kommen die Araber in Scharen nach Deutschland - allein über 6000 im vergangenen Jahr. "Seit dem 11. September 2001 verzeichnen wir eine Umsatzsteigerung von über 300 Prozent", freut sich Reiseunternehmer Mustafa Öntülmüs, der mit seiner Firma German Health ausländische Privatpatienten in deutsche Nobelspitäler bringt.


Damit noch mehr Scheichs kommen, schreibt Öntülmüs` Partner Lufthansa regelmäßig arabische Inhaber der Senator-Card an und informiert sie über das Angebot der Fürther Firma. Dort ist man offensichtlich überzeugt, dass das Krisengeschäft noch lange blüht. "Unseren Personalbestand haben wir bereits verdoppelt", sagt Öntülmüs.

BEAT BALZLI, DINAH DECKSTEIN, KLAUS-PETER KERBUSK, JANKO TIETZ


Zum Thema:

In SPIEGEL ONLINE: · Boykott gegen US-Produkte: "Wir kriegen sie nur über das Geld" (22.03.2003)
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,241645,00.html

· Fondsmanager: Abschied von US-Aktien (25.03.2003)
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,241987,00.html
@ jb83

hast du das Buch "Ein Imperium verfällt" von Chalmers Johnson gelesen?

Nein habe ich nicht. Hoert isch auch nicht sehr interessant an.


@ SaddamsBesterFreund

Ich verrat es dir weil die USA diese Region direkt an Rußlands schwacher Südflanke
Erdölreich obendrein, kurzerhand zum US-Interessengebiet erklärt haben .
Deshalb statuieren die Russen dort ein Exemple, um den USA ihre Grenzen aufzuzeigen.


Alles Klar! An der Barbarei in Chechnya sind also auch die Amerikaner schuld. Und Hitler wollte sicher auch nur ein Exempel statuieren, und deswegen sind die USA wohl auch Schuld an allen deutschen Nazi-Verbrechen.

Ganz ehrlich, ich denke wir sind den ersten 45000 bodybags näher, als mancher
Ahnt.


Genau! 24 Tote Amerikaner in 8 Tagen. Bleiben nur noch 44976. Wenn Dein Freund Saddam in dem Tempo weitermacht, dann braucht es nur noch 41 Jahre bis dahin. Aber vielleicht geht’s ja schneller, wenn Saddam zu Deinem Entzeucken noch ein paar POW hinrichtet.


@ Coubert

Es mag für Schreibtischler unglaublich tönen, aber Kopfschüsse kommen im Krieg mitten im Kampf vor.

Aha! Und Zufaellig haben alle Kopfschusswunden, und zufaellig haben dann die Iraker per Funkspruch von Hinrichtungen gesprochen, obwohl die Kopfschuesse ja alle in Kampfhandlung passiert sind. Alles klar! Es mag ja sogar Leute geben, die noch nicht vom Holocaust ueberzeugt sind.

Jedenfalls wurden bis jetzt noch keine Kämpfer containerweise massakriert wie in Afghanistan.

Wurden sie in Afghanistan auch nicht. Jedenfalls nicht von Amerikanern.

> weil Gewaltandrohung keine Option ist
Nochmals für Leute, die keine französischen Medien lesen: Frankreich hat die Gewaltandrohung nicht prinzipiell für alle Zeiten ausgeschlossen. Es hat im wesentlichen den Standpunkt der Cherf-Inspektoren übernommen.


Tatsache ist, dass die Inspektoren nicht im Iraq waren um Waffen zu finden, sondern die Zerstoerung zu ueberwachen. Interessanterweise hat Blix ja gestern indirect zugegeben, dass der Iraq WMD hat:
"If the Iraqis were to use any chemical weapons, then I think the public opinion around the world would immediately turn against Iraq, and they would say, as well, that the invasion was justified."
Komischerweise hat er naemlich nicht gesagt, “Die Iraker haben keine WMD, weil wir ja keine gefunden haben”
Nachdem also anscheinend selbst fuer Blix klar war und ist, dass der Iraq WMD hat, warum also Inspektionen? 200 Inspektoren haetten 100 Jahre gebraucht um den Iraq grundlegend zu durchkaemmen um nach Waffen zu suchen, von denen jeder weiss, dass sie existieren. Selbst Blix wusste es. Warum also nicht dem Irak 1 Woche Zeit geben, diese Waffen raus zu ruecken? Kann ja nicht lange dauern.
Und die Antwort darauf ist: Die Franzosen haetten die Inspektoren gerne noch 100 Jahre weiter suchen lassen. So lange reichen naemlich Iraq’s Oelreserven!

Schau, Junge, es herrscht Krieg und Hölle. Nicht Video-Game. Ein Volk (und nicht nur ein Regime) verteidigt sich gegen einen übermächtigen Angreifer. Dies alles haben kampferprobte Realisten und Pragmatiker befürchtet und vorausgesehen.

Schau, Junge, wir koennen uns wohl alle darauf einigen, dass Saddam absichtlich Militaereinheiten nahe an Zivilisten legt. Seine Strategie ist, dass mit Toten in der Zivilbevoelkerung und den Fernsehbildern in den ach so neutralen Medien der internationale Widerstand gegen den Krieg waechst. Und wenn nicht genug Zivilisten durch amerikanische Bomben sterben, dann wird Saddam sicherlich auch die eine oder andere irakische Bombe zuenden. Wer ist dann Schuld an den Toten in der Zivilbevoelkerung? Zum grossen Teil Saddam selbst.


@ investival

Du kannst nicht mal einem `Pisa-leseschwachen Deutschen` erzählen, daß sich gerade die USA an internationales Recht halten bzw. halten wollen - Stichworte für einen gedächtnisschwachen Ami: Kyoto, Den Haag. Und Rumsfeld hat eindrucksvoll bestätigt, daß internationales Recht nur im Sinne der USA zu gelten hat, und von dieser banalen Großkotzigkeit hat die Welt langsam wirklich die Nase voll, zu RECHT.

Immerhin siehst Du, lieber investival, ja inzwischen ein, dass Du lese-schwach bist. Kyoto und Den Haag sind kein internationales Recht, sondern einfach nur Vertraege, die die USA fuer nicht sinnvoll hielten und deshalb nicht unterschrieben haben. Ich habe gestern ein Kredikarten-Angebot bekommen, und es nicht unterschrieben, und guess what?!: Ich habe deshalb auch kein international Recht gebrochen, weil eine weitere Kredikarte fuer mich genauso unsinnig und unbrauchbar ist wie die Vertraege von Den Haag und Kyoto.

Ich schließe eine gewisse Lernfähigkeit angelsächsicher Medien natürlich nicht aus, und sehe auch eine gewisse Differenziertheit, eher indes in GB als in USA. Nur sind sie per se keinen Deut `neutraler` als andere. Da muß es sich um ein Wahrnehmungsdefizit handeln, was selbst Pisa nicht erfassen könnte,

Naja, natuerlich. Wir haben ja schon gehoert, dass in den dt. Medien die Bombardierung Baghdads als Holocaust bezeichnen, und wem das immer noch nicht neutral genug ist, der kann laut Spiegel (http://www.spiegel.de/netzwelt/politik/0,1518,242093,00.html… dann noch neutralere Medien aufsuchen wie zum Beispiel “World Socialist Web Site”. Neutraler geht’s nimmer. Und wer ganz neutrale Berichterstattung ueber die DDR haben wollte, der hat auch immer brav Schmuddel-Ede geschaut.
Um deshalb mal auf die 4/5 der Weltbevoelkerung zurueckzukommen, die gegen die USA sind: Die interessieren mich nicht, weil sie dumm sind und/oder verdummt worden sind. Weil sie entweder keine Geschichte gelernt haben, oder die Geschichte so umdichten wollen wie es ihnen passt. Siehe banano mit seiner Theorie ueber Chechnya.
Weil sie unmenschlich sind und die 100-Tausende von Toten durch Saddam in Kauf nehmen, aber gegen 150 Tote Zivilisten im Golfkrieg demonstrieren. Weil sie, die Demonstranten, so daemlich sind und sich fuer einen verrueckten Massenmoerder wie Hussein und seine Handlanger und Chef-Waffenlieferanten Putin (seines Zeichens selbst Massenmoerder) und Chirac instrumentalisieren lassen. Die Leute wollen verarscht werden, allen voran SaddamsBesterFreund, investival, coubert und wie sia alle heissen.
Helmut, schade das man dir das Gehirn operativ entfernt hat,
dein letztes Posting ist so ziemlich das dümmste was ich je gelesen habe, ich meine den Teil @ investival

da erübrigt sich ja bald wirklich jede Diskussion, denn merke, wer mit Narren disktutiert kann sich nur selbst zum Narren machen!

Solche Menschen wie du sind es, die uns immer wieder in den Untergang führen, wahrscheinlich dieses Mal final-

gottseidank, dann muß man sich über solch Verblendung wenigstens nicht mehr ärgern!

Falls jetzt gleich irgendetwas von inhaltsleer oder so kommt, macht das nichts, jeder Wissen-liebende kann sich hier durch Dutzende Threads klicken, die dein Gestammel sofort entlarven würden als das was es wirklich ist-
das blutleerste Nachgeplapper amerikanischer Medien welches jemals auf der Welt existiert hat!
Christian Stroeble, the German Green Party MP, declared on television that an Iraqi war, in which hundreds of thousands would be killed, could not be justified by cheaper oil, while at the same time Green Party spokesmen warned that this war must be avoided at all costs, because it would lead to higher oil prices, and this would be detrimental to the world economy

Ströbele hat versucht, ein Paradox auszudrücken: Wer auf Raubzug nach billigem Öl geht, wird unter Umständen überhaupt keines mehr bekommen. Wer den Wüstensturm säht, kann einen Orkan ernten. Last but not least: Wer zum Schwert greift, wird durch das Schwert umkommen.
Putins Verhalten ist nicht viel annehmbarer als das von Bush. Die Tolerierung des Tschetschenienkrieges seitens des Westens war eine der Maßnahmen im Rahmen des "Antiterror"-Regimes. Was die Neokonservativen in Wirklichkeit ausdrücken wollen: Der Versuch des Einforderns von Kumpanei unter Kriminellen hat doch bei Putin gut geklappt, warum nur wollen die Deutschen denn nicht mitmachen?


Der schaurige Kosename des Krieges "iraqi freedom", die ultimative Begründung der Ölritter
Schiiten als Opfer
(...) Doch so gerne die unterdrückte schiitische Mehrheit im Irak Saddam loswerden wollen, so sehr mißtrauen sie den USA. Von George Bush senior fühlten sie sich 1991 im Stich gelassen, nachdem er sie zum Aufstand anstachelte und dann tatenlos zusah, wie Saddams Republikanische Garde rund 100.000 Rebellen ermordete. Die größte schiitische Oppositionsgruppe in Irak hat bereits angekündigt, nach dem Sturz von Saddam Hussein eine amerikanische Besatzungsmacht zu bekämpfen. "Die Kräfte der Koalition sind uns so lange willkommen, so lange sie dem Volk helfen, die Diktatur von Saddam Hussein zu beenden. Falls sie unser Land besetzen oder kolonialisieren wollen, werden sich die Iraker wehren", sagte der Führer der Gruppierung Oberster Rat für die Islamische Revolution in Irak, Ajatollah Mohammed Bekir el Hakim, in Teheran. (...)
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,242159,00.html


Wer schützt uns vor den Langsamdenkern der NYTimes?
Columnist Page: Thomas L. Friedman
(...) Have we been able to explain why some Iraqi forces are putting up such a fierce fight?
... hier kommen tausend Vermutungen, hauptsächlich dummes Zeug - dann hat er die erlösende Idee: Or is this happening because even Iraqis who detest Saddam love their homeland and hate the idea of a U.S. occupation — and these Iraqis are ready to resist a foreign occupier, even one that claims to be a liberator? Knowing the answer is critical for how we reconstruct Iraq. It is not at all unusual for Arabs to detest both their own dictator and a foreign occupier. (See encyclopedia for Israel, invasion of Lebanon, 1982.) http://www.nytimes.com/2003/03/26/opinion/26FRIE.html

Die USA hätten gerne die Handlungsfreiheit der Russen in Grosny, müssen Massaker aber dummerweise begründen. Das ist der Nachteil der Moralwaffe. Kann zu Kopfschmerzen und langen NYTimes-Artikeln führen. Die vorgebliche moralische Vormachtstellung ist noch vor der militärischen am Zerbrechen. Einfacher hat es die Regierung. Sie bleibt banal und nutzt ihre Vormachtstellung in abstrusem Gefasel: "Gott ist mit uns" oder: "Es ist für uns eine Kleinigkeit, wenn die Welt aus Uneinsichtigkeit gegen uns ist". Sowas wächst an jedem Bush.


Die historischen Kreuzfahrer haben unter einem ähnlichen Motto ähnliche (un)vorstellbare Schlächtereien verübt. Auch damals wurde das Lied von der Freiheit gesungen: Die "Befreiung" Jerusalems. Das Drehbuch der Geschichte muß niemals neu geschrieben werden. Alles vorproduziert seit Jahrhunderten, serienreif.
Man kann nicht einmal ausschließen, daß sich die schießbudenreifen Neokonservativen bei den Sowjetkommunisten bedient haben: Die bekannte Parole: Freiheit, Frieden und Fortschritt eignete sich damals wie heute bestens, wenn Unterdrückung und Terror "moralisch" begründet wurden. Genauso nahe liegt die Erkenntnis, daß die Anhänger von Militarismus und Totalitarismus aller Jahrhunderte und jeder ideologischen Provenienz die gleiche Sprache sprechen und das identische Bedürfnis zum Verspritzen von Moralinsäure haben. Woran man sie, nebenbei, ziemlich einfach erkennen kann.


Das mit dem Glauben ist so eine Sache. Die bibelfesten Amerikaner und ihre britischen Vasallen haben nicht nur vergessen, wer sie sind und was sie tun, sondern auch, wo sie sind:
"Intensifying military actions, killing civilians and attacking holy sites in Iraq will increase hostility and therefore extremism in the region," Foreign Minister Kamal Kharrazi said, according to the official IRNA news agency.
"The world does not see that America and Britain are going to bring peace and democracy for Iraqis by hitting them with heavy bombs," Kharrazi added.

http://biz.yahoo.com/rm/030327/iraq_iran_1.html


@Coubert
Jedenfalls wurden bis jetzt noch keine Kämpfer containerweise massakriert wie in Afghanistan.
Das Massaker von Dasht-i-Laili. Die USA haben wegen der Austrahlung im Fernsehen protestiert. Sie protestieren überhaupt gerne, denn es gibt zwei Arten von Recht. Wird jeweils auf unterschiedliche Gruppen angewandt. Eines für die Völker da draußen (das Völkerrecht), eines für die USA: im wesentlichen die nukleare Präventivdoktrin gegen die o.g. Völker, also der Freibrief für Mord. Viel mehr ist nicht, es sei denn, es läßt sich zufällig die Moralwaffe mit dem Völkerrecht laden. So hat man das beste aus beiden Abteilungen. Schlau, nicht? In der Zwischenzeit initieren sie Massenerschießungen, um sich nicht die Finger schmutzig zu machen, und schieben das Ganze ihren Vasallen, diesmal der Nordallianz in die Schuhe. Auch schlau.[/i]http://www.uni-kassel.de/fb10/frieden/regionen/Afghanistan/m…
entschuldige helmi, aber die art und weise, wie du hier argumentierst, bzw. argumente und ausführungen verdrehst, ist der us-politik sehr ähnlich.
ihr verhaltet euch beide wie eine angeschossene wildsau.
sorry, aber ich werde hier nur noch vermeindliche erfolgsmeldungen reinstellen, und mit den anderen teilnehmern diskutieren.

wenn du deinen argumentativen amoklauf gut findest, so ist das dein problem, und zeigt nur die verzweiflung
deiner position.


Au.
@ landingzone, sehr guter Beitrag!

Vor allem das mit dem Jahrhunderte alten Drehbuch und Jerusalem ist sehr aussagekräftig!

Immer fielen Menschen in Kriegen für gute, gerechte Sachen-


wer würde schon für etwas ungerechtes sein Leben opfern?
@helmut_kohl,

mein letzter Versuch mit Dir - (auch) mir wird die Diskussion mit solch einem Fachidioten außerhalb seines Fachs doch zu banal [*g*]:

einfach nur Vertraege
...wie ein Kreditkartenvertrag, :laugh:
Es wurde m.W. noch kein Kreditkartenvertrag als Staatenbund, also auf Basis internationalisierten Rechts, formuliert - kläre mich auf...
Kyoto und Den Haag fußen darauf, und die USA haben da nichts `gebrochen` - insofern wäre(!) es natürlich nicht korrekt, ohne weiteres(!) von `nicht daran halten` zu sprechen. Aber - wie ich in #3016 ja hinzu fügte - OK, Deine sinnübergreifende Wahrnehmungsschwäche, sorry! - sie wollen sich nicht daran halten. Sonst hätten sie ja wohl unterschrieben!

unsinnig und unbrauchbar ... die Vertraege von Den Haag und Kyoto
Seine Meinung sollte man in so einem Fall begründen - also: Warum?

Wir haben ja schon gehoert ...
Trotz offenkundiger Wahrnehmungsschwäche sollte Dir in Deinem (ich nehme an: eher jungen) Leben (-trotzdem) doch schon wenigstens folgendes klar sein: Nur weil einem eine Quelle nicht paßt, erzählt sie DESHALB noch lange kein Scheiß - et vice versa.

4/5 der Weltbevoelkerung zurueckzukommen, die gegen die USA sind: Die interessieren mich nicht, weil sie dumm sind ... Weil sie entweder keine Geschichte gelernt haben...
So hat in der Geschichte schon mal jemand, den Du ja in Deiner Beliebigkeit öfter zitierst, getönt.
[Im übrigen beantwortet das nicht meine 2x gestellte Frage]
- btw: Gerade weil sie `dumm` sind, sollten sie Dich (und Deinesgleichen) vielleicht doch interessieren.
Auch wäre es bei Deiner(/Eurer) Schlauheit nur angemessen, mal zu eruieren, warum 4/5 `dumm` sind`...

Die Leute wollen verarscht werden
Es gibt aber auch welche, die sich nicht verarschen lassen (wollen). Und DAS sind die, mit denen Du doch haderst.
Mann, halt an Dich, und geh` mal in Dich!

investival
`mal zu eruieren, warum 4/5 `dumm` sind`...`
Sag` bitte nicht, `weil sie keine Geschichte gelernt haben`... [:cry:]
@sittin bull inv

da wird ein Programm abgespult, das uralt ist. Das interessante ist, daß es immer wieder funktioniert. Völlig losgelöst von Geschlecht, Alter, Nationalität, Bildung etc. Insektenhaft. Ähnlich ausgeprägte Phänomene findet man an der Börse. Die Vorstellung vom freien Willen scheint mir nicht so ganz zu stimmen. Ich weiß nicht, was das ist.
Das ist wohl so, Kantianer wie ich bringt es zum schieren verzweifeln...


Übrigens sieht auch Hans Dollinger das so, "Schwarzbuch der Weltgeschichte" zeigt eindrucksvoll, wie es immer wieder und wieder passierte, seit Knappheitswirtschaft eingeführt wurde...


Übrigens ist das Buch mehr als man eigentlich verkrfaten kann, so lange man noch einen Funken Menschlichkeit besitzt...


ich weiß nicht ob ich je die Kraft finden werde, es komplett zu lesen!

Das Buch beinhaltet eine sehr interessante Auflistung von Verfolgung und Ausrottung, Blutbädern und Massakern innerhalb und außerhalb der bekannten oder bereits vergessenen Kriege der Menschheitsgeschichte - an kaum einer der sonst gepriesenen Herrscherfiguren der Geschichte bleibt der Heiligenschein noch wirklich hängen. Selbst Fortgeschrittene in Dingen der Kriegsgeschichte werden noch dies und jenes finden, was ihnen unbekannt war.
Das Buch leidet allein unter dem Manko mangelnder Aktualität, da es bereits 1973 erstmalig erschienen ist. Nur im Vorwort der aktuellen Ausgabe wird stichwortartig auf Geschehnisse der letzten dreißig Jahre eingegangen. Dies betrifft auch den Bereich von Verfolgung und Unterdrückung im Sowjetstaat, da diese Erkenntnisse erst mit dem Fall des Eisernen Vorhangs und der (teilweisen) Öffnung der ehemaligen sowjetischen Archive Ende der 80er Jahre des 20. Jh. ans Licht der Öffentlichkeit traten. Will man jedoch nur einen allgemeinen Blick auf die Kehrseite der Zivilisation werfen, ohne Anspruch auf neueste Forschungen, ist dieses Buch uneingeschränkt zu empfehlen
Große US-Truppenverlegungen von BRD nach Irak
von blockit - 27.03.2003 23:59

Heute hat das Pentagon angekündigt, seine Truppen im Irak von um weitere 120.000 aufzustocken. Zu den Einheiten, die kurzfristig in den Irak verlegt werden sollen, gehört auch die in Deutschland stationierte "1rst Armoured Division" (1. Panzerdivision).






Die 13.000 Soldaten der Division sind derzeit verteilt auf Kasernen an folgenden Standorten:

Bad Kreuznach, Rose Barracks (Hauptquartier, Instandhaltungsbrigade)
Friedberg/Giessen (Panzerbrigade)
Baumholder (Mechanisierte Infantriebrigade, Divisionsartillerie)
Hanau (Luftunterstützungsbrigade)

eine weitere Brigade der Division ist in Fort Riley, Kansas, stationiert.



Die 1. Panzerdivision war im 2. Golfkrieg u.a. am Abschlachten der aus Kuwait flüchtenden irakischen Armee beteiligt ("Death Trail"), bei dem es mehrere zehntausend tote Soldaten und Zivilisten gab. [Kriegsverbrechen]
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Nochmal 120.000 ...sind die Verluste so hoch...hört sich aus Seiten USA aber eigentlich ganz anders an.
Läuft doch alles so gut.
:laugh:



AU.:D
ach Gott, hier sind Rassisten unterwegs. Tief eingefressene Vorurteile werden ausgelebt. Die NSDAP hätte ihre Freude an diesem faschistoiden, pseudointellektuellen Antiamerikanismus.
Die Sendung mit der Maus zur aktuellen politischen Lage


Das ist der Herr Bush

Das ist der Herr Bush. Sieht eigentlich ganz nett aus. Isser aber nicht.
Is´n Massenmörder. Muss er auch sein. Der Herr Bush ist nämlich aus Texas, und war dort Gouverneur. Und wenn in Texas jemand umgebracht wird, hängt man den nächstbesten Neger auf. So einfach ist das. Sowas macht der Herr Bush natürlich nicht selber, dazu hat er seine Leute. Da hat er Richter und Geschworene, die den Neger verurteilen. Und Ärzte, die spritzen dem Neger dann Gift. Ganz sauber, und Bäume braucht man dann auch nicht. Die gibt´s in Texas nämlich gar nicht mehr. Macht aber nichts, dafür hat Texas ja Bohrtürme.
Der Herr Bush ist jetzt Präsident von Amerika. Ob er gewählt worden ist, weiß man noch nicht, weil die Stimmen noch nicht alle gezählt worden sind. Is ihm aber auch egal. Der Herr Bush hat da nämlich auch seine Leute dafür. Im obersten Gericht. Die hat sein Vater da ´reingebracht. Und die entscheiden sowas. Deshalb ist Herr Bush Präsident, und wohnt jetzt in Washington.
Da ist ihm aber langweilig, weil man in Washington keine Neger hängen darf. Das ist aber nicht so schlimm. Da wirft der Herr Bush einfach ein paar Bomben auf den Saddam. Das hat sein Vater auch schon so gemacht, wenn ihm langweilig war. Der Herr Bush macht überhaupt alles so, wie sein Vater, nur schlechter.
Und wie´s mit dem Herrn Bush weitergeht, das erfahrt ihr beim nächsten Mal.
Herr Bush und Herr bin Laden
Das... God bless America... ist der Herr Bush. Schaut ziemlich grantig aus. Isser auch, weil ihm der Herr Bin Laden seinen Turm umgeworfen hat. Das war gar nicht nett, da waren nämlich noch Leute drin. Deshalb macht der Herr Bush jetzt Krieg gegen den Herrn Bin Laden. Und weil der Herr Bush nicht so helle ist, redet er jetzt ziemlich dummes Zeug. So von `Kreuzzug` und `Krieg ´Gut gegen Böse´` und von Plakaten aus Texas, wo man die Verbrecher am liebsten gleich tot haben will. Dabei ist das doch dem Herrn Bin Laden sein Text.
Macht aber nichts, weil der Herr Bush ja sowieso nur vorliest, was man ihm aufschreibt, und da werden halt mal die Zettel vertauscht.
Jetzt wirft der Herr Bush jedenfalls erst mal Bomben auf Afghanistan. Macht aber nichts, da ist eh schon alles kaputt, weil in Afghanistan seit 30 Jahren Krieg ist.
In Afghanistan regieren gerade die Taliban. Das heißt auf Deutsch `Schuljunge`, kann aber nicht sein. Die Taliban können nämlich weder lesen noch schreiben. Ist aber auch egal, weil die sowieso alle Bücher verbrennen - außer dem Koran, und den können sie auswendig. Außerdem gibt´s in Afghanistan keine Fernseher mehr, kein Radio, und auch keine Musikinstrumente. Kein Wunder, dass dem Herrn Bush die Musik von den Taliban nicht gefällt.
Das... Allah hu akbar... ist der Herr Bin Laden. Er hat sich schon mal vorsorglich einen Verband um den Kopf gemacht, falls ihm da ´was drauf fällt. Wär´ aber nicht so schlimm, weil der Herr Bin Laden eh so redet als ob ihm da schon mal ´was draufgefallen ist. Der Herr Bin Laden hat so einen wilden Bart, weil´s in Afghanistan auch keine Rasierapparate gibt. Man könnte sich jetzt sowieso nicht rasieren, weil der Herr Bush den Strom abgeschaltet hat.
Macht aber nichts, weil damit hat der Herr Bin Laden nämlich gerechnet.
Der Herr Bin Laden kennt die Amis nämlich ganz gut. Schließlich haben die dem eine Menge beigebracht. Damals war das ja auch noch ok, denn damals ging das ja gegen die Russkis. Die waren nämlich damals die Bösen. Jetzt sind sie die Guten, und der Herr Bin Laden ist der Böse. Ist ihm aber egal, für ihn ist der Herr Bush der Böse.
Und wer beim nächsten Krieg der Böse ist, dass erfahrt ihr ein anderes Mal.
Der Saddam und die Massenvernichtungswaffen
Das ist der Saddam. Schaut aus wie ein durchgeknallter Sonntagsjäger.
Isser aber nicht. Is ein blutrünstiger Diktator. Muss er auch sein, weil´s in der Gegend nur blutrünstige Diktatoren gibt. Da gibt´s die Mullahs im Iran.
Die schicken Kinder in den Krieg, und verstecken ihre Frauen unter Tischdecken.
Dann gibt´s die Scheichs in Saudi Arabien. Die verkaufen Öl an die Amis... und finanzieren von dem Geld Terroristen. Und ihre Frauen verstecken sie auch. Und die anderen Herrscher in der Gegend sind auch nicht ganz koscher.
Der Saddam ist schon lang ein Schurke. Macht aber nichts, weil zuerst war er ja unser Schurke. Da hat er für uns gegen die Mullahs Krieg geführt, mit seinen Kindern. Hat aber nicht gereicht, da hat ihm der Herr Rumsfeld noch Giftgas geliefert. Das hat der Saddam dann gegen seine eigenen Leute eingesetzt.
Macht aber nichts, dafür hat ihm der Herr Rumsfeld noch Biowaffen geschenkt.
Das hat sich der Herr Rumsfeld alles gemerkt, weil man ja immer was brauchen kann, was man einem Schurken anhängen kann.
Irgendwann war der Saddam dann pleite, obwohl er den Krieg nicht gewonnen hat. Das wollte er dann alles mit Öl bezahlen. Ging aber nicht. Der Ölpreis war nämlich im Keller. Dorthin haben ihn die Kuwaitis gebracht. Deshalb war der Saddam sauer, und hat einfach Kuwait besetzt. Das hat dem Herrn Bush seinem Vater nicht gefallen, deshalb hat der den Saddam da wieder ´rausgeworfen.
Dem Herrn Bush sein Vater mag nämlich keine Verlierer.
Dem Herrn Bush sein Vater ist dann aber abgewählt worden, bevor er mit dem Krieg gegen den Saddam richtig fertig geworden ist. Stattdessen ist dann der Herr Clinton Präsident gewesen. Der hat nicht richtig gegen den Saddam kämpfen wollen, wenn ihm langweilig war. Macht aber nichts, dafür hat er sich lieber von der Monica den Schwanz lutschen lassen.
Jetzt ist der Herr Bush Präsident, und weil ihm wieder langweilig ist, will er endlich den Saddam loswerden. Der Herr Bush hat nämlich keine Praktikantin.
Leider kann der Herr Bush nicht einfach sagen, dass ihm der Saddam einen Turm umgeworfen hat. Macht aber nichts, weil der Herr Bush dann einfach sagt, man soll sich einfach vorstellen, der Saddam würde einen Turm umwerfen wollen.
Das ist dann noch viel schlimmer, weil der Saddam Massenvernichtungswaffen hat. Der Herr Bush muss das wissen, denn die hat der Saddam ja von seinen Leuten gekriegt.
Der Herr Bush sagt, Demokratien horten keine Massenvernichtungswaffen. Er sagt auch, Demokratien greifen keine anderen Staaten an. Dabei hat er selbst die meisten Massenvernichtungswaffen, und will den Irak angreifen. Macht aber nichts, weil dem Herrn Bush sein Staat ja auch keine Demokratie ist.
Sonst wär der Herr Bush ja dort nicht Präsident.
Der Saddam sagt aber, dass er gar keine Massenvernichtungswaffen mehr hat.
Die haben ihm die Waffeninspektoren alle schon weggenommen. Und überhaupt darf er sie ja auch nicht mehr auf die eigenen Leute werfen wenn ihm langweilig ist, da macht das ja gar keinen Spaß. Der Saddam hat nämlich auch keine Praktikantin. Aber weil der Saddam ein Schurke ist, weiß der Herr Bush, dass er lügt. Deshalb sagt der Herr Bush, dass er jetzt nicht mehr länger warten will.
Wann dem Herrn Bush der Geduldsfaden mit dem Saddam reißt und die beiden sich mit Sand und Förmchen bewerfen, und wer der Herr Rumsfeld ist, das erfahrt ihr ein anderes Mal.
Eine Brezel, vom dümmsten US-Präsidenten aller Zeiten gegessen, und die 3jährige Baisse wäre beendet.

Börse kann so einfach sein.:laugh:
Es scheint so, als ob die Iraker mehr menschlichen Nachschub ins Land kriegen, als die ganze gottverdammte drecks US-Armee je aufzubieten in der Lage wäre :laugh:

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RÜCKKEHR DER EXIL-IRAKER

Für vier Dinar in den Krieg

Von Matthias Gebauer, Amman

Seit der Krieg im Irak tobt, kehren aus dem Nachbarland Jordanien Tausende Exil-Iraker in ihre Heimat zurück. Viele von ihnen wollen sich den verhassten Amerikanern mit dem Gewehr entgegen stellen. Dafür geben sie ihre Existenz in Jordanien auf und riskieren ihr Leben.


Matthias Gebauer / SPIEGEL ONLINE

Auf in den Krieg: Jordanische Exil-Iraker


Amman - Vor dem Tod hat al-Khaladi keine Angst. "Ich kann sterben", sagt der Seemann mit dem von der Sonne gegerbten Gesicht und der schwarzen Wollmütze. "Jeder Iraker kann das und muss das auch." Seit Tagen hat der 35-jährige Iraker aus dem seit Tagen umkämpften Hafenort Umm Kasr Gott in seinen Gebeten angebettelt. Nun wolle er mit dem Gewehr gegen die Amerikaner in den Krieg ziehen. "Endlich ist der Moment gekommen, endlich geht es los", sagt der Mann, ballt die linke Faust in der Luft und zieht kräftig an seiner Zigarette.
Al-Khaldi ist an diesem Vormittag in der jordanischen Hauptstadt Amman nicht allein mit seinem Wunsch. Er und 50 andere Exil-Iraker haben sich an einem verstaubten Busbahnhof der Stadt versammelt. Nun warten sie auf ihren Transport. Alle von ihnen haben nur ein Ziel: Zurück in den Irak, wo seit mehreren Tagen der Krieg gegen den Diktator Saddam Hussein tobt. Vier jordanische Dinar kostet die Fahrt mit dem klapprigen MAN-Bus, umgerechnet etwa sechs Euro. Vier Stunden später wollen die Exil-Iraker an der Grenze nahe al-Ruweisched sein. Von da aus fahren sie weiter, die meisten erst mal in Richtung Nasarija. Dort würden sie die irakische Armee unterstützen, sagen sie.

Hinter der Grenze an die Waffen

Der Schiit Sabher ist 30 Jahre alt und kommt aus der Nähe der südirakischen Stadt Basra. Seit zwei Jahren lebt er schon in Jordanien. Nun aber hält er es nicht mehr aus. Er will für den Dschihad, den "Heiligen Krieg", zurück in sein Heimatland. "Die Prediger und Gelehrten haben uns aufgerufen, dass wir gegen die Amerikaner kämpfen sollen", erzählt er und sitzt dabei ganz ruhig im abgewetzten Bussessel. "An der Grenze", so hofft er, "werden wir von anderen Irakern abgeholt und dann schnell mit Waffen versorgt.

Wie die meisten gibt auch er sich kämpferisch. Das sei die Pflicht eines jeden Irakers in diesen Tagen. "Wir Iraker können mit Waffen besser umgehen als mit Büchern, das werden die USA noch merken."


Matthias Gebauer / SPIEGEL ONLINE

Irakischer Seemann al-Khaladi: "Ich kann sterben"


Mit Männern wie Sabher und al-Khaladi machen die Busunternehmer in Amman gegenwärtig ein gutes Geschäft. Jeden Tag gehen mehrere Busse in Richtung Grenze. Daneben machten sie viele Exil-Iraker mit Sammeltaxis oder über Syrien auf den Weg in ihre Heimat. Die jordanische Regierung zählte allein in den letzten Tagen mehr als 6000 Iraker, die über den Landweg in ihr Land zurückkehrten. Fast scherzhaft sagte der Premierminister Ali Abul Ragheb, dass zurzeit mehr Menschen Jordanien verließen, als irakische Flüchtlinge in den Wüstenstaat kämen.

Büros für die Kämpfer

Nahe dem Busbahnhof finden sich in Amman gleich mehrer Büros, die Reisen ins Kriegsgebiet organisieren. Sie chartern die Busse und werben mit Zetteln an den Fenstern um Kunden. In Wirklichkeit seien viel mehr Menschen in den Irak zurückgekehrt, berichtet einer der Busunternehmer. So viele Iraker seien in ihr Land gegangen, dass man in Amman kaum noch welche von ihnen finden könne, sagt er. "Sie wollen und müssen alle gegen die feigen Besetzer aus den USA kämpfen und werden dabei erfolgreich sein." Auch er werde gehen, wenn keine Kunden mehr in die Heimat wollten.

Im Bus in Richtung Kriegsgebiet sitzen jedoch nicht nur kampfbereite Männer. Auch die 24-jährige Abir will zurück nach Bagdad. Dort bangt die Familie der 24-jährigen Ägypterin seit den ersten Bomben um ihr Leben. "Ich habe sie seit den ersten Angriffen nicht mehr gesprochen", sagt die Frau mit dem Schleier, "nun halte ich es nicht mehr aus". Als sie ihr Nachbar kurz auf Arabisch anweist, fügt Abir noch hinzu, dass sie zur Not auch mit allen möglichen Mitteln gegen die Amerikaner kämpfen will und wendet ihr Gesicht wieder ab. Kurz darauf erhalten die Männer im Bus eine kurze Anweisung, ballen ihre Fäuste in der Luft und rufen Kampfparolen.

Propaganda oder wahre Ziele?

Medienträchtige Sprüche und echte Emotion sind an diesem Morgen in Amman nur schwer auseinander zu halten. Auf Nachfrage bieten die Männer immer wieder schablonenartige Durchhalteparolen und antiamerikanischen Sprüche an. Oft aber wirken die Worte wie Hülsen. Eine für viele Iraker zutreffende Einstellung bringt der Schiit Sabher jedoch auf den Punkt. Momentan komme an erster Stelle der Irak, dann erst der Diktator Saddam Hussein. "Wir kämpfen für einen freien Irak ohne die USA", sagt er und die anderen Männer nicken.


Matthias Gebauer / SPIEGEL ONLINE

Exil-Iraker Ahmed, Mustafa: Nach Bagdad, der Familie helfen


Das Überleben des Saddam-Regimes ist nicht das Ziel der Freizeit-Kämpfer. Selbst wenn der Diktator durch die alliierten Truppen gestürzt wird, würde er weiter für einen unabhängigen Irak kämpfen, betont Sabher. "Wir werden die USA nie in unserem Land akzeptieren." Natürlich habe Saddam die Menschen im Land erniedrigt und alle Macht an sich gerissen, sagt der Mann aus Basra. Gleichzeitig jedoch sei der Diktator immer ein Garant für die Unabhängigkeit des Landes gewesen. "Man muss sich doch nur in Jordanien umsehen und erkennt, wie sehr sich die Regierung den USA beugt und ihnen jeden Wunsch erfüllt", schimpft er.

Andrang reißt nicht ab

Mit im Bus sitzen auch die beiden 16-jährigen Mustafa und Ahmed. Erst vor acht Tagen seien sie aus dem Irak vor den Bomben geflüchtet, berichten sie. "Wir wollen nicht mit Waffen kämpfen", sagt Ahmed, dem die Angst vor den kommenden Stunden aus dem Gesicht spricht. Er will lediglich seiner Familie in Bagdad beim Überleben helfen, sagt er. In Amman, mehrere hundert Kilometer entfernt von seinen Verwandten, habe er es einfach nicht mehr ausgehalten und sich nun zur Rückreise entschlossen. Auch sie fügen hastig hinzu, dass sie keine Angst hätten. Schließlich seien sie ja Iraker.

Ob die Exil-Iraker ihr Ziel erreichen, ist ungewiss. Schon der Weg nach Bagdad oder Nasarija ist mehr als gefährlich. Mehrere Fahrzeuge auf der Straße von der jordanisch-irakischen Grenze wurden bereits aus der Luft angegriffen. Aus diesem Grund wollen die jordanischen Busfahrer auch nur noch bis zur Grenze fahren. Bis vor wenigen Tagen fuhren die Busse nach Bagdad noch nach Fahrplan. Nun aber drehen sie an der Grenze um.




Die Exil-Iraker jedoch scheint die Gefahr bei der Rückkehr in die Kampfzone nicht zu schrecken. Als der erste Bus an diesem Morgen langsam vom Busbahnhof rollt, haben sich an der Station schon wieder mehrere Menschen eingefunden. Heute würden sicherlich noch weitere Busse in Richtung Irak aufbrechen, meint auch der irakische Busunternehmer. Bis er ebenfalls in den Irak zurückkehrt, kann es also noch ein bisschen dauern.

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@ coubert

In deinem abschließenden Schlachtruf, welchen Diktator meinste denn Bush oder den Saddam ?


AU,
@frutta
Schön, dass Du Dich zu Wort gemeldet hast.

> Interessanterweise hat Blix
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,242385,00.html
genau das gesagt, was Sache ist:
"Nichts hätte die USA vom Krieg abgebracht"
Er fügte hinzu: "Es hätte eine Chance gegeben, das Problem friedlich zu lösen."
Zu Glück gab es keinen UN-Blankocheck für diesen imperialen Angriffskrieg.


> einfach nur Vertraege, die die USA ... nicht unterschrieben haben.
Die Unterschrift spielt doch keine Rolle: Genfer Konventionen, UN-Charta sind unterschrieben und werden nicht beachtet.
Warum tritt die US-Gottesstreitmacht (trademark GWBjr) nicht einfach aus der UN aus und kündet die Genfer Konventionen, wenn sie die Verträge nicht mehr beachten will?

> Es mag ja sogar Leute geben, die noch nicht vom Holocaust ueberzeugt sind.
Das sind dann halt ebenso unkritische Opfer einer Propaganda
"Blairs Hinrichtungs-Propaganda"
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,242371,00.html

> Seine Strategie [Saddam] ist, dass mit Toten in der Zivilbevoelkerung
Das Imperium ist bereit, zivile Opfer in Kauf zu nehmen, um seine kolonialen Absichten zu verwirlichen (was h_k vor einigen Wochen ausdrücklich gebilligt hat), Saddam nimmt solche Opfer in Kauf, um den Irak zu verteidigen.
Beides Verbrecher. Sag` ich ja schon lange.

Die Relitätsferne der Imperialisten tritt immer deutlicher zu Tage:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,242349,00.html
Seit der Krieg im Irak tobt, kehren aus dem Nachbarland Jordanien Tausende Exil-Iraker in ihre Heimat zurück. Viele von ihnen wollen sich den verhassten Amerikanern mit dem Gewehr entgegen stellen. Dafür geben sie ihre Existenz in Jordanien auf und riskieren ihr Leben.


Mn darf sich aufrichtig wünschen, dass die Sache schlimm ausgeht und allen Beteiligten das politische Genick bricht: Saddam, Bush, Blair, Aznar, Barroso usw.
Dann wird für es lange Zeit nirgends mehr politische Unterstützung für solche verbrecherische Ideen mehr geben oder nur zu einem Bestechungs-$-Preis, den sich die Schuldennation No.1 nicht leisten kann.
Ab dann können das die US-NeoCons alleine durchzuziehen versuchen. "USA vs. World": die USA befreit die Welt von der Welt oder so.



Mal Frage an alle: warum ist bei US-Amerikanern in den ach so neutralen Medien immer von "Patrioten" die Rede und nie wie bei allen andern in der Welt von "Nationalisten"?

Aktuell: eine der grössten Kriegsgurgeln und Berater des US-Angriffsministeriums geht bereits jetzt aus der Schusslinie (gleichzeitig müssen 100`000 GIs mehr in die Schusslinien rein, ohne persönlichen Profit allerdings. Den gibt`s für die Mitglieder des Regimes und ihre Freunde) :
http://www.heise.de/tp/deutsch/special/irak/14483/1.html
"Richard Perle, Chefstratege des Irak-Krieges, tritt überraschend wegen seiner Verstrickung mit Firmen zurück,
die vom Heimatschutz und Krieg profitieren"



Vielleicht wird der Chef der Truppe mal dorthin demissioniert, wohin schon Carrero Blanco (einst auch ein Mann von Gottes Gnaden) 1973 hingesegelt ist:






Coubert
mit wachsender Hoffnung auf ein Ende mit Schrecken anstelle eines Schreckens ohne Ende: der geplanten Bekriegung weiterer 60 "Schurkenstaaten".
Die Fantasten suchen nach Worten:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,242380,00.html
"Von den US-Truppen sei nicht erwartet worden, dass auf irakischer Seite Partisanen kämpfen und Guerilla-Taktiken anwenden, sagte Wallace weiter. "Der Feind, gegen den wir kämpfen, ist anders als der, gegen den wir in unseren Kriegsszenarien angetreten sind."

Coubert
religiöse Eiferer, Inquisitoren, Faschisten usw. sehen alles schwarz-weiß.
Der Saddam Fan Club, der hier schreibt, in welche Kategorie ist der einzuordnen ? Einseitige scheinheilige moralische Entrüstung gehört immer dazu. Wahr sind nur die eigenen Vorurteile. Selten habe ich soviele Lügen gelesen. Kann man mit Haß für den Frieden eintreten ?
> Der Saddam Fan Club, der hier schreibt
Wer hat wo auch nur ein ein gutes Wort über diesen Mann verloren?

Link please

Coubert
Hier wird selbst der Inquisiter frutta Schwierigkeiten haben Saddamisten zu finden.

Aber die US-Generäle sind begeistert: Huch, viel stärker, als wir gedacht haben blablabla ... Betonung auf gedacht. So sieht also ein Dach aus.
Eure Haßtiraden gegen Bush entlarven Euch. Wer ein so einseitiges Bild malt, dem kann man nicht glauben, daß er für den Frieden eintritt. Gegen Saddam habe ich nichts vergleichbares gefunden in euren Absonderungen. Eure Beiträge strotzen vor Lügen. Keine sachliche Information sondern Propaganda. Eine ausgewogene Kritik ja, aber nicht einseitiger Haß. Ihr seid nicht für den Frieden, sondern für Saddam und gegen Bush.
Hat mal einer von euch etwas in Sachen Tschetschenien geschrieben ?
Schau doch ganz einfach einmal in posting 3020,
Herr und Meister.

Auch wenn wir uns in diesem thread um die USA kümmern
( siehe thread.titel )

AU.
Es wird auch eine Zeit nach Bush geben, so oder so.

Amerika wird sich eines Tages besinnen, Deutschland + Frankreich dankbar sein für seine Anti-Kriegshaltung.

Vielleicht wird eine andere, bessere und vor allem demokratisch gewählte Regierung sich dazu entschliessen, Bush anzuklagen.

Dann wird Amerika wieder von Allen geliebt und es braucht keine 10fach- Sicherheitsvorkehrungen mehr.

Dann werden auch die Börsen wieder boomen.
@frutta

Du bist ein typischer Fall von schlage den Boten, wenn Dir die Botschaft nicht paßt. Die simple Botschaft ist, daß die Invasion bereits jetzt gescheitert ist und daß sämtliche offiziell genannten Ansprüche, v.a. die "Befreiung" des irakischen Volkes in einem "chirurgischen Blitzkrieg" zu einer maßlosen Perversion ausgeartet ist.

Die Propagandaschlacht hat Saddam schon gewonnen. Beim Rest hat er gute Karten, aufgrund der amerikanischen Selbstüberheblichkeit und ihrer Führung, die mit Schaum vorm Mund redet und denkt.

Ich habe von Anfang an gesagt, daß die USA in eine Falle geraten und eine Niederlage riskieren, wenn sie auf die absehbare Weise vorgehen. Du wirst sehen, wie schnell es zur Tatsache werden kann. Das alles war von Anfang an abzusehen.

Komm, sprich mir das erste Gebot der internationalen Diplomatie nach: Du sollst nicht fremde Länder unter fadenscheinigen Begründungen mit einem blutigen und völkerrechtswidrigen Krieg überziehen.

Das gilt dann noch mehr, wenn Du bereits gelernt hast, wie es enden kann (Vietnam, Libanon, Somalia).
ich habe bis jetzt kein Wort darüber geschrieben, was ich von diesem Krieg halte, sondern nur eure unsachliche und einseitige Propaganda kritisiert.
Jetzt etwas zum Bildchen von AU. Rruuums.
Ich gehe davon aus, daß von euch keiner bisher in einem Land mit einem Regime á la Saddam gelebt hat. Als es hierzulande so ähnlich zuging, ward ihr wohl noch nicht geboren. Jedenfalls können wir ja annehmen, Du AU würdest in einer Stadt im Südirak leben als unterdrückter Schiite. Damit du jubelfähig wärst, nehmen wir an Jordanien, militärisch stark, würde mit UNO Mandat und mit Unterstützung der Franzosen (weil die Franzosen auf das Irak Öl scharf sind) Krieg gegen den Irak führen und deine Stadt angreifen. Die Stadt wird von Saddam treuen Verbänden verteidigt. Du wärst heilfroh, wenn dich die Jordanier von dem Saddam Regime befreien würden. Du würdest wissen, daß bei der kleinsten Sympathiekundgebung für die Jordanier, deinen Kindern die Köpfe abgeschnitten, deine Frau vergewaltigt und zu Tode gefoltert und am Ende auch du an die Reihe kämst mit Folter und Mord. Würdest Du da in Jubel über die angreifenden Jordanier ausbrechen? Nein, du würdest nicht einmal deinem Nachbarn, von deinen Gedanken erzählen, denn er könnte ein Spitzel des Regimes sein. Das sind so Sachen, die ich verurteile. Gedankenlos irgend ein Unsinn dahermüllen. Die Dinge sind nie schwarz oder weiß. Man muß im Stande sein, zu differenzieren, wenn man eine vernünftige Diskussion führen will. In diesem Thread wird aber nur eine einseite Hetze gegen eine Seite vorgetragen und das meiste ist gelogen. Und nur gegen diese Art der Diskussion wende ich mich. Wenn ihr gegen diesen Krieg seit, respektiere ich eure Meinung. Ich habe diesen Thread gelesen, wegen der Überschrift bezgl der Verschuldung in den USA. Weil die Verschuldungsprobleme der USA m.E. unlösbar sind. Allerdings wird man die Schuld an diesem Problem kaum Bush allein in die Schuhe schieben können, sondern der Hauptschuldige ist Greenspan und auch die Clinton Regierung ist nicht ohne Schuld. Deswegen habe ich hier gelesen und bin erschrocken über die Unsachlichkeit der Diskussion.
frutta
@frutta
> Eure Haßtiraden gegen Bush entlarven Euch.
1) Es gibt kein "Eure". Jeder vertritt seine Meinung mit seinen Argumenten. Wenn Du Dich auseinandersetzen willst, dann sag doch einfach klar, wer gemeint ist und worauf es sich bezieht. Das hilft ungemein in einer Diskussion. (Das gilt insbesondere, wenn "Lügen" behauptet werden.)
2) Wo bleibt der Link zum Beweis für meine "Saddam-Freundschaft"? Oder bin ich mit "Eure" nicht gemeint? Oder bin ich in diesem Fall nicht mitgemeint?

> Gegen Saddam habe ich nichts vergleichbares gefunden
Ich habe ihn ein Verbrecher genannt. Für die Menschen im Irak ist er eine Tragödie. Aber deswegen möchte ich nicht, dass daraus ein noch grössere Tragödie wird. Das Regime der Iraker ist Sache der Iraker.

> Eure Beiträge strotzen vor Lügen.
Ich habe doch schon gefragt: Wo sind meine Lügen?

Saddam ist ein Dikator der übelsten Sorte, sein Regime eine grauslige Schreckensherrschaft. Ich wünschte mir, die Iraker hätten ihn schon lange gestürzt und ihm den Prozess gemacht.
Is das jetzt ok? Habe ich damit etwas gesagt, worüber sich die aller, allermeisten Leute nicht schon eh einig wären?
Und darf ich jetzt wieder über diejenigen Fundamentalisten schreiben, die meiner Meinung nach auf hemdsärmelige Weise abenteuerliche und gefährliche Dinge für viele, viele Menschen ausserhalb Iraks unternehmen?


Coubert
so jetzt habe ich noch wunschgemäß # 3020 gelesen. Ich hätte mir eigentlich denken können, daß die USA auch am Völkermord in Tschetschenien schuld sind. Ich vermute, daß sie auch am Konflikt zwischen Indien und Pakistan, am Ausbruch des Vesuvs, und an der Arbeitslosigkeit in Deutschland schuld sind. Vor allem natürlich Bush. Bush ist einfach an allem schuld. Am ersten und zweiten Weltkrieg, am Untergang der Titanic, am Waldsterben, an den hohen Steuern in Deutschland, an der Überschwemmung an Oder, Elbe usw., an der hohen Ehescheidungsrate, am schlechten Fernsehprogramm, an eurem schlechten Thread. Einfach an allem. Punkt und aus.
na bitte Coubert, wird ja schon besser. Natürlich könnte man über deine Meinung streiten, daß es die Welt nichts angeht, wenn Saddam seine Landsleute mit Giftgas angreift usw. Hätte man dann nicht auch in Jugoslawien Milosevic in Ruhe weitermorden lassen sollen. Die Europäer hätten es sicher so gemacht, wenn es Clinton nicht zu bunt geworden wäre. Und im Kosowo, ohne Uno Mandat ? Alles nicht so einfach.
frutta
In Vergessenheit gerät so manches:

1. Der Irak wurde angegriffen wegen angeblich versteckter Massenvernichtungswaffen und nicht wegen Saddam Hussein, der sein Volk quält

2. Nicht Clinton wollte damals den Krieg gegen Serbien, sondern Außenministerin Allbright. Auch dieser Krieg wäre vermeidbar gewesen.

3. Der Krieg gg Serbien wurde zwar ohne Mandat begonnen, aber im Nachhinein durch die UNO legitimiert
@ investival

...wie ein Kreditkartenvertrag,
Es wurde m.W. noch kein Kreditkartenvertrag als Staatenbund, also auf Basis internationalisierten Rechts, formuliert - kläre mich auf...


Ich schreibe hier nicht ueber Kreditkartenvertraege zwischen Staaten. Ich habe nur fuer die lese-schwachen und geistig retardierten Teilnehmer hier im Thread zu erklaeren versucht, dass das Nicht-Unterzeichnen eines Vertrages kein Vertragsbruch ist.

Kyoto und Den Haag fußen darauf, und die USA haben da nichts `gebrochen` - insofern wäre(!) es natürlich nicht korrekt, ohne weiteres(!) von `nicht daran halten` zu sprechen.

Koennen wir es noch etwas komplizierter ausdruecken?

sie wollen sich nicht daran halten. Sonst hätten sie ja wohl unterschrieben!

GENAU! Du hast es erfasst. Sie wollen sich nicht daran halten. So wie ich auch keinen Knebelvertrag unterschreiben wuerde. Und ich wieder hole mich: Das nicht-unterschrieben eines Vertrages ist kein Vertragsbruch. Das nicht-einhalten-wollen des Vertrags (als Grund fuers nicht-unterschreiben) ist kein Vertragsbruch.

unsinnig und unbrauchbar ... die Vertraege von Den Haag und Kyoto
Seine Meinung sollte man in so einem Fall begründen - also: Warum?


Den Haag wuerde ich aus US-Sicht nie unterschreiben. Den Grund koennt Ihr hier alle im Board bei Euch selbst ablesen: Blinder Hass und Neid auf Amerikaner, wie von SaddamsBesterFreund und anderen Bazillen hier im Thread mit schoener Regelmaessigkeit demonstriert wird. Wenn ich als US-Praesident Angst haben muss, als Kriegsverbrecher vor ein laecherliches Tribunal in Den Haag gezogen werden muss, nicht weil ich Kriegsverbrecher bin, sondern weil irgendein Europaeer durch anti-Amerikanismus eine Wahl gewinnen will, dann wuerde ich so handeln wie die USA.

@ M. Maus-Gehirn

Vielleicht wird eine andere, bessere und vor allem demokratisch gewählte Regierung sich dazu entschliessen, Bush anzuklagen.

Bush wurde demokratisch gewaehlt.

@ Coubert

> Eure Beiträge strotzen vor Lügen.
Ich habe doch schon gefragt: Wo sind meine Lügen?


Ach? Und was ist das:

Coubert 28.03.03 14:22:33 Beitrag Nr.: 9.018.094 9018094
Die Unterschrift spielt doch keine Rolle: Genfer Konventionen, UN-Charta sind unterschrieben und werden nicht beachtet.


Erstens haben die Amerikaner keine Genfer Konventionen verletzt. Nur die Iraker tun das regelmaessig.
Zweitens ist der Krieg die Umsetztung der “serious consequences” aus der 1441.

Aber, liebe Freunde, Ihr koennt ja versuchen eine UN-Resolution gegen die Amerikaner zu verabschieden. D:D:D:D:D: (Mal schauen ob jemand ein Veto einlegt :D:D:D:D:D)
Wie waer’s mit ner Resolution fuer mehr Sonnenschein?


Allgemein erinnert mich das Gequassel der UN irgendwie an den Film “Life of Brian”. Der folgende Dialog koennte direct aus dem UN security council stamen:

FRANCIS:
Why are you always on about women, Stan?
STAN:
I want to be one.
REG:
What?
STAN:
I want to be a woman. From now on, I want you all to call me `Loretta`.
REG:
What?!
LORETTA:
It`s my right as a man.
JUDITH:
Well, why do you want to be Loretta, Stan?
LORETTA:
I want to have babies.
REG:
You want to have babies?!
LORETTA:
It`s every man`s right to have babies if he wants them.
REG:
But... you can`t have babies.
LORETTA:
Don`t you oppress me.
REG:
I`m not oppressing you, Stan. You haven`t got a womb! Where`s the foetus going to gestate?! You going to keep it in a box?!
LORETTA:
[crying]
JUDITH:
Here! I-- I`ve got an idea. Suppose you agree that he can`t actually have babies, not having a womb, which is nobody`s fault, not even the Romans`, but that he can have the right to have babies.
FRANCIS:
Good idea, Judith. We shall fight the oppressors for your right to have babies, brother. Sister. Sorry.
REG:
What`s the point?
FRANCIS:
What?
REG:
What`s the point of fighting for his right to have babies when he can`t have babies?!
FRANCIS:
It is symbolic of our struggle against oppression.
REG:
Symbolic of his struggle against reality.

----------------------

Der UN-Security Council hat dann auch einstimmig beschlossen (ohne Veto von Russland und Frankreich), dass Stan/Loretta das Recht hat eine Frau zu sein. Und wieder ist ein Tag und Millionen von Stuergeldern sinnvoll angelegt worden.
@frutta

>na bitte Coubert, wird ja schon besser.

Leider, frutta, wird bei Dir nichts besser:
>>Eure Beiträge strotzen vor Lügen.
>Ich habe doch schon gefragt: Wo sind meine Lügen?

Ein bisschen beleidigen ("Saddam-Fan" ), ein bisschen der Lüge bezichtigen, und natürlich jeden Nachweis schuldig bleiben.
Zum drittenmal: WO HABE ICH GELOGEN?

> Natürlich könnte man über deine Meinung streiten, daß es die Welt nichts angeht, wenn Saddam seine Landsleute mit Giftgas angreift usw.

Das habe ich nicht gesagt.
Hinweis: die Position damals der heute kriegstreibenden Kräfte ist hinlänglich bekannt und historisch erforscht: Wegschauen und weiter freundschaftliche Kontakte pflegen.
Die mit über einem Jahrzehnt Verspätung eintreffende moralische Entrüstung als Kriegsgrund ist unglaubwürdig.

Coubert
> Erstens haben die Amerikaner keine Genfer Konventionen verletzt.
Guantanamo. Taliban-Massaker.

> Zweitens ist der Krieg die Umsetztung der “serious consequences” aus der 1441.
Und genau diese Umsetzung hat der Sicherheitsrat nicht beschlossen, sondern die imperialen Angreifer eigenmächtig entschieden. Nebst Zeitpunkt.
Aber danke für das Argument.


>>Ich habe doch schon gefragt: Wo sind meine Lügen?
> Ach? Und was ist das:

Meine Position hinsichtlich Guantanamo/Genfer Konv. deckt sich mit der des Internationalen Roten Kreuzes, hinsichtlich der UN-Charta mit der der weit überwiegenden Zahl von Völkerrechtlern.

Und da will man mir "Lüge", wirklich "Lüge" vorwerfen?
Dünne, sehr dünne Bretter werden da gebohrt.

Coubert
Wenn die Front nicht bald Fortschritte macht, dann wird die Heimfront brenzlig für die Administration:

Die Happy-Few-Kriegsgewinnler:
"Contracts to Rebuild Iraq Go to Chosen Few"
http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/articles/A39489-2003Mar…
"The administration has made potential use of shortcuts and exceptions that let it put literally billions of taxpayer dollars in the hands of selected contractors," said Charles Tiefer, a law professor at the University of Baltimore

Milliarden von Steuergeldern in die Taschen von ein paar ausgewählten Firmen. Texas-Style pur.
Gewinne die Wahlen, bereichere die Freunde.

Die Gewinne der andern erholen sich nicht:
"Profits take a powder
Earnings -- remember them? -- are looking weak for the first quarter."
http://money.cnn.com/2003/03/27/markets/earnings/index.htm
Für den Durchschnitts-Steuerzahler bleibt weinger als nichts:
"War Spurs Fears of Another Recession
Some Economists Discount Worries"
http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/articles/A39638-2003Mar…

Harter, andauernder Widerstand im Irak - und die von der Justiz eingesetzte US-Administration wird kurz nach Saddam am gleichen Ort landen: auf dem Müllhaufen der Geschichte (trademark Rumms!feld).

Coubert
übrigens ihr Völkerrechtler. Der Krieg von 1991 wurde nie beendet. Es wurde nur ein Waffenstillstand vereinbart unter der Bedingung einiger Resolutionen. Da der Irak sich an diese Resolutionen nicht gehalten hat, ist der Waffemstillstand beendet.
Für mich hat die Uno im Irak, wie auch an anderen Orten, total versagt. Es sieht auf unserer Welt schlimm aus. Aber ohne die USA wäre es noch viel, viel schlimmer.
Jetzt wird auch noch behauptet der Jugo Krieg hätte friedlich gelöst werden können. Mickey Mouse hat das geschrieben. Das ist der Hammer. Er legt auch Wert darauf, daß nicht Clinton, sondern Albright für das amerikanische Eingreifen verantwortlich war. Also Clinton war der Präsident und er entscheidet. Da wurde in Bosnien jahrelang "friedlich" gemordet, vergewaltigt. Die Truppen der Europäer haben dabei sogar zugesehen, ohne einzugreifen. Europa war vor seiner Haustür jahrelang nicht in der Lage, die Sache in Ordnung zu bringen. Was ist das für eine Scheinheiligkeit.Ist ja egal was passiert, ob noch ein paar Hunderttausend Leute draufgehen. Hauptsache es ist Frieden. Für mich ist Frieden, wenn keine Gewalt angewendet wird. Frieden ist doch nicht irgend eine Formalität.
Mickey Mouse zweifelt auch daran, daß der Irak Massenvernichtungswaffen besitzt. Ich zweifle nicht daran, daß die Inspektoren noch Jahre suchen könnten, ohne was zu finden, bin aber sicher, daß der Irak jede Menge hat.
Coubert dieser Thread strotzt vor Lügen. Da wurden haarsträubende Dinge behauptet. Es sind über 3000 Beiträge. Soll ich den Blödsinn nochmal lesen um zu untersuchen, ob auch du daran beteiligt bist. Ich habe nicht geschrieben, Coubert hat gelogen.
frutta
also Coubert, das ist doch eine Lüge. Du schiebst das Taliban Massaker den USA in die Schuhe, als ob du dabeigewesen wärst und es gesehen hättest.
Dann die Sache mit den Aufträgen. Ist für dich alles wahr, was in einer Zeitung steht ? Wahrscheinlich nur, wenn es in dein Weltbild passt. Die Zeitungsfritzen saugen sich doch vieles aus den Fingern um ihre Auflage zu halten. Die W.P. ist als politisch einseitig bekannt. Was soll eigentlich heute in so einem Vertrag drinstehen ? Im übrigen bin ich der Meinung, daß die USA am Ende das Recht hat, amerikanische Firmen zu bevorzugen. Oder meinst du, sie sollten die Aufträge den Franzosen geben. Aber das sind jetzt doch alles ungelegte Eier.
Aber deine Vorurteile werden befriedigt, das ist die Hauptsache. Worte sind verräterisch. Du schreibst Texal Style. Offenbar leidest du unter dem Vorurteil, daß es in Texas immer unehrlich zugeht. Texas, Texaner, das ist für dich negativ belegt. Solche Cliches finden sich hier ständig. Das ist das Niveau dieses Threads.
frutta
@frutta

Das Massaker von Dasht-i-Laili als "Taliban-Massaker" zu bezeichnen, kennzeichnet Deine Art, mit den Dingen umzugehen. Es war ein Massaker an Kriegsgefangenen. Wenn die USA, unter deren Ausicht die Gefangenentransporte (wie überhaupt alles, was in der Region geschah) stattfanden, nichts damit zu tun hatten und unverantwortlich sind, dann sind Eichmann und Hitler auch nicht verantwortlich für die Morde an den europäischen Juden. Lächerlich wird es, wenn ein Land so agiert, das auch noch versucht, einen moralisierenden Propagandakrieg zu führen und in einem fort von Freiheit und Gerechtigkeit faselt. Dazu waren nicht einmal die Nazis dumm genug.

Die Serbien-Geschichte als Rechtfertigung der US-Invasion im Irak rauszuholen, ist ein ähnlicher Propagandatrick. Es hat nichts, aber auch gar nichts miteinander zu tun.

Im übrigen gebe ich Dir recht, daß die EU in Sachen Serbien keine sinnvolle Rolle gespielt hat. Das Versagen der Niederländer bei Srebrenica ist eine Schande, die auf dem Gewissen der Europäer für alle Zeiten lastet. So wie es später im Kosovo-Krieg gelaufen ist, war es ebenfalls ein gravierender Fehler, weil es einen gefährlichen Präzedenzfall geschaffen hat: Die scheinbare Rechtfertigung von Übergriffen ohne klare Vereinbarungen innerhalb der Staatengemeinschaft. Es hat tatsächlich den Boden freigemacht für beliebige Angriffe der USA auf Länder, die ihnen aus irgendeinem Grunde im Wege sind. Die Begründung mag in einem Fall richtig gewesen sein, im nächsten und im übernächsten Fall kann sie dann beliebig gewählt werden.

Der Krieg gegen den Irak war einer der UNO. Ohne die UN waren weder ein Waffenstillstand zu beenden, nocb neue Kriegshandlungen zu beginnen. Die UN sind in ihrer heutigen Form sicherlich nicht der Idealzustand. Will man sie reformieren, ist aber wiederum der Wille der Staatengemeinschaft notwendig. Die USA haben sich aber zu der UN-Charta verpflichtet und ihr Bruch ist eine offene Verhöhnung der UN und des internationalen Rechts, so wie sie es seit geraumer Zeit vorführen. Dieser Krieg ist illegal und illegitim. Es liegt kein Kriegsgrund vor, denn der Irak hat nicht die geringesten Anstalten zu feindseligen Handlungen gegenüber den USA getroffen. Es liegt auch kein Beweis für die behaupteten Massenvernichtungswaffen vor und im Zweifel liegt die Vermutung nahe, daß eine Abrüstung auf einem wesentlich weniger gefährlichen Weg und v.a. auf einem konsensualen innerhalb der UN zu erreichen gewesen wäre.

Im Gegenteil, es gibt seit über 10 Jahren feindseligen Handlungen der Briten und Amerikaner gegen den Irak. Die Flugverbotszonen sind durch kein UN-Mandat gedeckt. Mit dem faktischen Aushungern des irakischen Volkes und dem Verweigern von Medikamentenlieferungen wurde sogar die UN in diesen Dreck hineingezogen. Es gibt für keinen der genannten Angriffsgründe einen Nachweis. Die USA wissen es. Inzwischen heißt der Krieg deshalb "iraqi freedom" und wie inzwischen zu sehen ist, ist selbst die darin verkündete These ein Hohn. Sie werden dafür bezahlen.

Mitläufer und Kriegspropagandisten wie Du haben es zu verantworten, wenn dieser Krieg ausufert und unter Umständen den gesamten Nahen und Mittleren destabilisiert. Es kommt hinzu: Nichts davon war nicht von Anfang an absehbar gewesen. Aber die Kriegsfanatiker wollten es nicht sehen. Euch ist Gewalt nicht das letzte, sondern das allerliebste Mittel. Weil Ihr glaubt, damit ist irgend etwas zu gewinnen. Das ist aber nur in Ausnahmefällen der Fall. Clausewitz sprach von den "Friktionen des Krieges". Deswegen ist es für die Verständigen das letzte Mittel. Für die, die es als Aggressoren anwenden, kann er zum Verhängnis werden. Ich denke, dazu wird es kommen.
@frutta
> als ob du dabeigewesen wärst und es gesehen hättest.
Darf ich daraus schliessen, dass Du dabei warst und es mit eigenen Augen geshen hast, als die Kurden im Irak vergast wurden?
Oder hast Du eher nur darüber gelesen, die Quellen verglichen usw. und bist daher jetzt auch ein Lügner?

> Texas, Texaner, das ist für dich negativ belegt
Nein.
Ich habe in früheren Postings einfach darauf hingewiesen, dass in Texas die Methode "mit Spenden Wahlen gewinnen, dann die Spender mit öffentlichen Aufträgen belohnen" eine regelrechte Tradition hat. Das wird jetzt auf Bundesebene imitiert.

> Im übrigen bin ich der Meinung, daß die USA am Ende das Recht hat, amerikanische Firmen zu bevorzugen.
Es geht hier um die Bevorzugung ausgesuchter US-amerikanischer Firmen, die allerbeste Kontakte zu der Administration haben (z.B. Cheyney/Halliburton). Das war dem Link deutlich zu entnehmen.

> Die W.P. ist als politisch einseitig bekannt.
???????
Wie wär`s wenn Du mal Deine Ansichten/Meinungen/Einschätzungen mit irgendwelchen Links/Fakten/anderen Meinungen usw. versuchst zu untermauern?

> Das ist das Niveau dieses Threads.
Such Dir doch einfach einen bessern.

Coubert
> übrigens ihr Völkerrechtler. Der Krieg von 1991 wurde nie beendet. Es wurde nur ein Waffenstillstand vereinbart unter der Bedingung einiger Resolutionen. Da der Irak sich an diese Resolutionen nicht gehalten hat, ist der Waffemstillstand beendet.

Zunächst: Wer ist jetzt wieder genau "ihr Vökerrechtler"?

Jedenfalls: eine völkerrechtlich vollkommen neue Position. Nicht mal die angreifenden Parteien berufen sich auf ein solches Konstrukt.

1991 gab es ein Mandat zur Befreiung Kuwaits mit Beschluss des Sicherheitsrates. Der Krieg wurde gestoppt, als das Ziel erreicht war. Die jetzige, äusserst risikoreiche Militäraktion haben weitsichtige Pragmatiker vermieden. Nicht aus Freundschaft zu Saddam oder Baath-Partei.


Coubert
@landingzone

>Es war ein Massaker an Kriegsgefangenen. Wenn die USA, unter deren Ausicht die Gefangenentransporte (wie überhaupt alles, was in der Region geschah) stattfanden

Analog:
Angenommen, die Hinrichtungen von allierten Soldaten im Irak wäre zu beweisen, dann könnte sich die irakische Armee mit den gelichen Argument darauf berufen, es wären irreguläre Partisanen gewesen, die die Hinrichtungen vorgenommen hätten und dass darum die irakische Armeeführung keine Schuld trifft.


Coubert
landingzone, das sind wieder, die für dich und die anderen Propagandisten typischen Haßtiraden und Lügen. Wer die USA nicht haßt,ist halt ein Kriegstreiber. So einfach ist das für dich.
Ja, ja, die friedliebenden Europäer haben halt versagt in Bosnien. Wer dann weitere Greuel verhindert hat, das verschweigst du, weil es die USA waren.
Daß in Afghanistan ein Menschenleben nicht viel gilt und daß diese Nordallianz, die noch eine Rechnung mit den Taliban offen hatten, genauso schlimm sind, wie die Taliban, ist jedem klar. Aber ohne jeden Beweis zu behaupten die USA seien für die Morde an den gefangenen Taliban verantwortlich, pasßt zu dir und deinesgleichen. Dafür gibt es nicht den Hauch eines Beweises und ist deshalb eine Lüge.
Zu den Massenvernichtungswaffen im Irak. 1998 haben sie die Inspektoren hinausgeworfen, die damals riesige Mengen chemische Waffen entdeckt hatten. Nach den Uno Resolutionen muß der Irak beweisen, daß er diese Schweinereien vernichtet hat. Wo sind diese Dinge geblieben ? Nach deiner Ansicht liegt die Vermutung nahe, daß nichts mehr da ist. Und die Erde ist eine Scheibe. Noch ein paar Jahre und Saddam besitzt Atomwaffen und die dazugehörigen Raketen. Glaubst du, daß wieder Inspektoren im Irak gewesen wären, ohne den Aufmarsch der USA ?
Die Überwachung der Flugsverbotszonen ist durch die Uno gedeckt. Hier geht es um die Verhinderung von Gewalt vor allem gegen die Kurden. Die Gewalttaten Saddams scheinen dir gleichgültig zu sein.
Der Irak hat immer Geld , wenn es um Rüstungsgüter geht. Nur für Lebensmittel und Medikamente ist nichts da. Am Hunger und der Not im Irak ist allein die irakische Regierung schuld.
Die Greuel die Saddams Schergen an der Bevölkerung begehen, siehst du nicht, oder verdrängst du. Oder leugnest du sie vielleicht sogar ? Scholl Latour sagte vor kurzem, daß es im Irak kaum eine Familie gibt, die nicht ein von Saddams Geheimpolizei gefoltertes und ermordetes Familienmitglied hat. Plötzlich verschwindet jemand und eines Tages liegt er in einem Plastiksack tot und verstümmelt vor der Tür. Auf diesem Auge bist du blind. Der Haß gegen die USA, den man jetzt als Haß auf Bush ausgibt, hat dir und deinesgleichen das Gehirn vernebelt.
Das Wort zum zweiten Kriegssonntag:

Der erste Pulverdampf hat sich ein wenig verzogen. Die Angriffsmaschine, bei der "alles planmässig" verläuft, hat den ersten Halt beschlossen. Man hat geballert. Jetzt wird nachgedacht.

Die Iraker hassen ihre Regierung, aber verteidigen ihr Land gegen die selbsternannten "Befreier". Saddam wird zum Helden, der Kampf gegen die imperialen Kräfte zur Legende. "United we stand"

Die realisttischen Szenarien haben erschreckende Dimensionen:
http://www.heise.de/tp/deutsch/special/irak/14465/1.html
"Für die Alliierten im Irak gäbe es nur zwei Möglichkeiten, Badgad oder auch Basra zu erobern: Die Städte völlig zu verwüsten oder sie auszuhungern."

Der Kleinkrieg könnte dann jahrelang Guerilla-mässig weitergehen, auch wenn die eingebetteten Sportübertragungen nach Vorstellungen der US-Administration sich neue Stadien sucht (60 Schurkenstaaten):
http://www.heise.de/tp/deutsch/special/irak/14486/1.html
Die USA versuchen mit ihren medialen Bündnispartnern in den weltweit operierenden Fernsehstationen die Berichterstattung vom Krieg gegen den Irak so aufzuziehen, wie normalerweise große Sportereignisse im Fernsehen dargeboten werden.

Unter solchen Bedingungen wird es keine guten Möglichkeiten für die humanitären Hilfskräfte (die wahren Helden der Kriegsgebiete: mein tiefer Respekt) geben.


Coubert,
hoffend und wünschend, dass dieser Krieg den Haupakteuren das politische Genick bricht.
coubert,
diese pauschale Behauptung, in Texas sei es Tradition, mit Spenden Wahlen zu gewinnen, das passt zu dir und deinen Methoden. Dir ist anscheinend nicht bekannt, daß in den USA alle Beteiligten ihren Wahlkampf mit Spenden finanzieren, ohne Ausnahme. Ich behaupte nicht, daß mir das gefällt.Für dich ist das etwas speziell texanisches, weil gerade ein Texaner, den du haßt, Präsident ist. Mit Spenden kann man nur die Wahlwerbung finanzieren. Das tun alle. Daß große Spender dabei auch ihre Vorteile haben werden, glaube ich dir gerne. Aber nicht nur in Texas sondern überall. Warum in die Ferne schweifen, wennd das Schlechte liegt so nah. Wenn es um Wahlbetrug geht, gibt es bei uns auch sehr schöne Beispiele.
Die Sache mit dem Waffenstillstand, ist die Meinung von einigen Wissenschaftlern. Die Wissenschaftler kommen kaum zu Wort und sind sich auch nicht einig. Wie immer bei Juristen. Es zeigt nur, daß die völkerrechtliche Lage nicht so klar ist, wie viele behaupten. Für mich ist sowieso viel wichtiger, ob es klug ist oder nicht, jetzt diesen Krieg zu führen. Das ist die eigentliche Frage. Das kann keiner von uns wirklich wissen. Die Zukunft wird es zeigen. Darüber ohne Vorurteile zu diskutieren, das für und wider abzuwägen, wäre eine sinnvolle Diskussion. Das hat hier nie stattgefunden. Für euch war von vornherein alles klar. Hier der Verbrecher Bush und dort der arme rechtswidrig angegriffene Saddam.
Was hast du an meiner Meinung bezüglich der WP auszusetzen. Ist dir nicht bekannt, daß fast alle Zeitungen eine politische Richtung haben und entsprechend einseitig berichten und auch kräftig lügen. So auch die WP. In einer Diskussion kann man sich so die Zitate um die Ohren schlagen. Die einen zitieren die Zeitungen ihrer Richtung und die anderen die der anderen Richtung. Du suchst dir die Zitate zusammen, die zu deiner vorgefaßten Meinung passen und präsentierst sie hier als die Wahrheit. Ich lehne soetwas ab. Besser wäre es du würdest unvoreingenommen selber denken.
Ich soll mir einen besseren Thread suchen ? Damit ihr hier ungestört weithetzen könnt ? Eine andere Meinung, das nervt euch.
futtta
Amerikanische Truppen mit Versorgungsproblemen

http://www.nzz.ch/2003/03/29/al/page-newzzDDVDCUXK-12.html

"... Der Krieg im Irak entwickelt sich immer weniger nach den Vorstellungen von Präsident Bush und der amerikanischen Militärstrategen..."

... nicht nach den Vorstellungen ...

Und dieser Iraki wollte seine Befreiung gar nicht mehr abwarten:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,242660,00.html
Selbstmordattentäter tötet fünf US-Soldaten
Irak sei auf verschiedene Arten Krieg vorbereitet. Zehntausende Freiwillige seien bereit, als Selbstmordattentäter in den Kampf zu ziehen.


Die Bilder beginnen auszuschauen wie in Palästina. .

@frutta
> Damit ihr hier ungestört ...
Du störst nicht im geringsten.
>dort der arme rechtswidrig angegriffene Saddam.
Immer noch nichts begriffen. Ich geb`s auf.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,242613,00.html
"4000 verletzte und 425 getötete Zivilisten
Genaue Opferzahlen werden zurückgehalten. Aus dem US-Staabsquartier in Doga in Qatar erfuhr die Nachrichtenagentur AP dennoch bedrückende Zahlen."


Wir stehen am Anfang. In Vietnam waren es am Ende 1-2 Millionen Tote, um zu verhindern, dass ... erinnert sich jemand, was es war?.

Coubert
Noch wg. Resolution 1441 und den "ernsthaften Konsequenzen":
http://www.sueddeutsche.de/index.php?url=ausland/politik/605…

UN-Resolution 1441
Die Arbeitsgrundlage der Waffeninspekteure
Am 8. November 2002 einigte sich der Sicherheitsrat auf die Resolution 1441. Die USA hatten gefordert, dem Irak in der Resolution bereits einen Krieg anzudrohen.
Darauf hatte sich der Sicherheitsrat aber nicht einigen können. Statt dessen
wurden dem Irak in der Resolution "ernsthafte Konsequenzen" angekündigt, falls bis zum 27. Januar nicht geklärt sein sollte, dass der Irak keine Massenvernichtungswaffen besitzt.


Damit ist klar, dass der Sicherheits nur auf der Grundlage 1441 diesen Krieg nicht authorisiert hat. Eine weitere, kriegsnotwendige Resolution gab es nicht.

Wäre es anders, wäre jedes Land der Welt (ab dem 27. Januar?) berechtigt gewesen, nach eigenem Gutdünken den Irak anzugreifen. Absurd.

Coubert
Heil Bush!

@Helmut Kohl ist einer der widerlicher perversen Menschheitsbeglücker! Wer wie ein Papagei die zionistisch-imperialische Kriegspropaganda nachplappert, ist einfach naiv und obendrein noch reaktionär. Kampf den Neoliberalisten, den Todfeind der Menschheit!

@Coubert,
es darf nicht sein, daß nationales Recht internationales Recht bricht. Es darf nicht sein, daß der Stärkere bestimmt, was Recht ist. Es darf nicht sein, daß die USA bestimmen kann, was Gut und Böse ist.

Instrumente der US-Weltdiktatur!

IWF, Weltbank und WTC sind fast rein amerikanische Instrumente, die letztlich zur US-Weltherrschaft führen. Angebliche Massenvernichtungswaffen im Irak sind nur propagandistisches Blendwerk, um diesen Ölraubkrieg zu kaschieren.
Der Widerstand der Irakis ist weitaus größer, als die Kriegspropagandisten des Pentagons wahrhaben wollen.
Nach dem Motto, daß nicht sein kann, was nicht sein darf, zimmert sich die politische und militärische Führung der faschistoiden Bush-Junta derzeit eine Erklärung für das – wie sie es nennen – „bizarre“ Verhalten der irakischen Verteidiger, die auf breiter Front den Angriffen der Invasoren mit heftigem und entschlossenem Widerstand begegnen.


Die imperialistischen Yankees haben bewußt einen Popanz aufgebaut, um der Weltöffentlichkeit Sand in den Augen zu streuen, denn das US-Militärbudget 2003 beträgt 365 Milliarden Dollar. Zum Vergleich: Der Irak gibt lediglich 1,8 Milliarden Dollar 2003 aus.

Es ist nicht mutig und fair, wenn man aus 20 Kilometer Höhe (feige wie die Yankees eben sind) die irakischen Zivilisten mit Bomben und Raketen angreift. Eine Demokratisierung der irakischen Bevölkerung kann man jedenfalls nicht mit Bomben herbeiführen. Es ist unglaublich, mit welchem Zynismus die US-Militärstrategen zivile Opfer bei den Irakern einkalkulieren. Für billiges Öl geht die US-Verbrecherbande buchstäblich über Leichen.

Wie im Krieg gegen Ex-Jugoslawien werden billigend Krankenhäuser, belebte Marktplätze und Krankenwagen bombardiert. Der jüngste barbarische Akt der US-Army hat 55 Irakis buchstäblich in Stücke zerrissen. Darunter waren mal wieder viele Frauen und Kinder. Die angeblichen US-Präzisionswaffen verfehlen immer häufiger ihr Ziel. Machen wir uns nichts vor, den sogenannten Präzisionskrieg der US-Army gibt es nicht. Nur noch verblendete zionistisch/imperialistische Kriegstreiber behaupten das Gegenteil. Diese menschenverachtende Brut gehört bekämpft!

Ich habe keinen Bock, unter einer US-Weltdiktatur mit Todesstrafe und Welt-Stasi zu leben.
Der mutige Kampf des irakischen Volkes ist bewundernswert!

Wie die ach so guten Amis auf einmal hysterisch schreien, weil die ach so bösen Iraker zurückschießen, wo man ihnen doch gesagt hat, daß sie mit Blumen und Blasmusik empfangen würden. Na so was! Schon jetzt kommt es zu Guerilla-Aktionen. In Zukunft werden wohl überall in der Welt amerikanische (imperialistische) Einrichtungen Zielscheibe von Angriffen werden. Die hungernden Menschen in der sogenannten „Dritten Welt“ werden ihr Schicksal hoffentlich nicht ewig hinnehmen. Der weltweite Kampf gegen den US-Imperialismus und Neoliberalismus ist erst im Anfangsstadium. Auch in den Metropolen sehen wir die häßliche Fratze der neoliberalen Menschheitsbeglücker. Eine wichtige Lehre aus dem jüngsten Ölraubkrieg ist, daß der ungebremste Raubtierkapitalismus a la USA direkt in die Barbarei führt.

Das diktatorische Regime eines Saddam wird sicherlich in einigen Monaten untergehen, aber der antikoloniale/antiimperialistische Kampf der Araber, ja der freiheitsliebenden Völker der gesamten Welt wird allgemein zunehmen.

Eine US-Weltdiktatur mit einer Welt-Stasi brauchen wir nicht! US-Imperialismus und Neoliberalismus sind Zwillingsbrüder, die nur noch mit militanten Mittel bekämpft werden können. Anhänger dieser Ideologie sind die Todfeinde einer gerechten und fairen Welt.
Übrigens: Die US Armee hat zumindest 9000 Body Bags eingekauft. Damit sparen ihre Verwandten wenigstens die Begräbniskosten.


TOD dem US-Imperialismus!


Wir Deutschen haben einen Führer gehabt. Wir brauchen keinen Bushführer.
Wer das Völkerrecht mit Füßen tritt, fördert unfreiwillig den Terrorismus!

Auf die "westlichen Werte", Pseudofreiheiten, Konsumzwang, Ressourcenverschwendung, Umweltvernichtung, weltweite Ausbeutung, Untertanentum und staatliche Volksverdummung kann ich sehr gerne verzichten. Der Kampf gegen den neoliberalen Zeitgeist wird ein äußerst schwieriger Kampf werden.
Werdet Sand im kapitalistischen Getriebe!


Friede den Hütten!
Kampf den Palästen!


Ps. Ich gehöre keiner politischen Partei an und lehne auch doktrinäre Ideologien radikal ab, denn jede Art von Herrschaft ist kritisch zu hinterfragen.


Poetter
Es ist die Stunde der großen Vereinacher:

"Die Bösen sind nicht die Irakis, sondern die amerikanischen Imperialisten und Zionisten!"

Die "Achse des Bösen" in Variation!

Wer glaubt im Ernst, dass es ohne die USA und Israel um die Welt besser stände als mit ihnen?

Ich stimme vielem zu in der Frage des Verhältnisses von Recht und Macht, wende mich aber gegen neue Stereotypen. Es gab bisher immer dominierende Mächte und die meisten waren eher schlimmer als die jetzigen! Ist eine Welt, die von China oder Russland dominiert wird, eine bessere?

Die Konsequenz ist eine mühselige: Es ist der Versuch, den Einfluß, den man eventuell hat, mäßigend im Dialog geltend zu machen, der Verzicht darauf, große und radikale Worte zu schwingen!
@frutta, schon wieder falsch geraten. Ich bin immer noch kein Saddamist und kein Antiamerikanist und kein Propagandist, sondern heute mal Zakaria-Nilist und al-Ahramist. So heißen Zeitungen, deren Kommentator einigermaßen klar im Kopf sind.


"Das Erdbeben kommt!"

Die Europäer sollten nicht nur reden, sondern endlich den Krieg stoppen, fordern mehrere Kommentatoren in der arabischen Presse und fragen erbost: "Was ist das Ziel eures chaotischen Schreiens?" Lob kommt dagegen von der Hisbollah: Der Papst würde sich mutig gegen die Amerikaner wenden und ein neues Zeitalter des Rechts begründen.

Unter der warnenden Überschrift "Das Erdbeben kommt!" holt Zakaria Nil in der ägyptischen Zeitung "al-Ahram" zu einem Rundumschlag aus und greift mit scharfen Worten auch die Europäer an. "Es ist offensichtlich, dass die Staaten der europäischen Union nichts anderes können als reden. Und so kommt es, dass sie keinerlei Rolle beim Aufhalten der amerikanisch-britischen Kriegsmaschinerie im Irak spielen. Nicht anders bei der Liga arabischer Staaten: man benutzt keine stärkeren Mittel als Erklärungen und Appelle; und so kann der irakische Präsident - möge Gott ihm verzeihen - die Araber in ihrem Dilemma um sich sammeln."

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,242673,00.html


so wird es leider sein. Im übrigen gestehe ich Dir zu, daß Du noch nie von dem Massaker in Afghanistan gehört hast. Du kannst aber gerne ein bisschen googlen und z.B. nach "dasht-i-laili massaker" oder "mazar massaker" oder "mazar massacre" suchen. Damit Du weißt, wie unsere brüderlichen Freunde vorgehen und damit Du den Hauch einer Vorstellung bekommst. Deine restlichen Unterstellungen kannst Du Dir sparen. Wir wissen alle, wer und was Saddam ist.

Beantworte die Frage, wie eine Bevölkerung "befreit" werden soll, wenn völlig unglaubwürdige Militäraktionen ohne jedes Mandat außer Deinem eigenen unternommen werden und man sie bei der Gelegenheit tötet. Das habe ich nämlich immer noch nicht verstanden, aber vielleicht ist es für die Stahlhelm-Fraktion auch nicht so wichtig.

Du kannst aber auch die Exiliraker fragen, die zu 99,9% genausowenig Saddamisten sind wie Du oder ich. Wenn Du einen hören willst: Wir haben sogar einen lokal recht bekannten on Board, der sich übrigens im Gegensatz zu mir anfänglich mehrfach explizit für den Krieg ausgesprochen hat: Thread: DER KRIEGSBÄR! Selbst bei diversen Hardlineren kommen, wahrscheinlich repräsentativ, langsam erhebliche Zweifel auf.
Ich muss leider feststelen, das die user hier Null-Ahnung von VWL haben.

Hier ein Schnellkurs von Kurt Tucholsky:

KURZER ABRISS DER NATIONALÖKONOMIE
Nationalökonomie ist, wenn die Leute sich wundern, warum sie kein Geld haben. Das hat mehrere Gründe, die feinsten sind die wissenschaftlichen Gründe, doch können solche durch Notverordnungen aufgehoben werden.
Über die ältere Nationalökonomie kann man ja nur lachen und dürfen wir selbe daher mit Stillschweigen übergehn. Sie regierte von 715 vor Christo bis zum Jahre 1 nach Marx. Seitdem ist die Frage völlig gelöst: die Leute haben zwar immer noch kein Geld, wissen aber wenigstens, warum.
Die Grundlage aller Nationalökonomie ist das sog. >Geld<.
Geld ist weder ein Zahlungsmittel noch ein Tauschmittel, auch ist es keine Fiktion, vor allem aber ist es kein Geld. Für Geld kann man Waren kaufen, weil es Geld ist, und es ist Geld, weil man dafür Waren kaufen kann. Doch ist diese Theorie inzwischen fallen gelassen worden. Woher das Geld kommt, ist unbekannt. Es ist eben da bzw. nicht da - meist nicht da. Das im Umlauf befindliche Papiergeld ist durch den Staat garantiert; dieses vollzieht sich derart, daß jeder Papiergeldbesitzer zur Reichsbank gehen und dort für sein Papier Gold einfordern kann. Das kann er. Die obern Staatsbankbeamten sind gesetzlich verpflichtet, Goldplomben zu tragen, die für das Papiergeld haften. Dieses nennt man Golddeckung.
Der Wohlstand eines Landes beruht auf seiner aktiven und passiven Handelsbilanz, auf seinen innern und äußern Anleihen sowie auf dem Unterschied zwischen dem Giro des Wechselagios und dem Zinsfluß der Lombardkredite; bei Regenwetter ist das umgekehrt. Jeden Morgen wird in den Staatsbanken der sog. >Diskont< ausgewürfelt; es ist den Deutschen neulich gelungen, mit drei Würfeln 20 zu trudeln.

Was die Weltwirtschaft angeht, so ist sie verflochten.
Wenn die Ware den Unternehmer durch Verkauf verlassen hat, so ist sie nichts mehr wert, sondern ein Pofel, dafür hat aber der Unternehmer das Geld, welches Mehrwert genannt wird, obgleich es immer weniger wert ist. Wenn ein Unternehmer sich langweilt, dann ruft er die anderen und dann bilden sie einen Trust, das heißt; sie verpflichten sich, keinesfalls mehr zu produzieren, als sie produzieren können sowie ihre Waren nicht unter Selbstkostenverdienst abzugeben. Daß der Arbeiter für seine Arbeit auch einen Lohn haben muß, ist eine Theorie, die heute allgemein fallengelassen worden ist.

Eine wichtige Rolle im Handel spielt der Export. Export ist, wenn die anderen kaufen sollen, was wir nicht kaufen können; auch ist es unpatriotisch, fremde Waren zu kaufen, daher muß das Ausland einheimische, als deutsche Waren konsumieren, weil wir sonst nicht konkurrenzfähig sind. Wenn der Export andersrum geht, heißt er Import, welches im Plural eine Zigarre ist. Weil billiger Weizen ungesund und lange nicht so bekömmlich ist wie teurer Roggen, haben wir den Schutzzoll, der den Zoll schützt sowie auch die deutsche Landwirtschaft. Die deutsche Landwirtschaft wohnt seit fünfundzwanzig Jahren am Rande des Abgrunds und fühlt sich dort ziemlich wohl. Sie ist verschuldet, weil die Schwerindustrie ihr nichts übrig läßt, und die Schwerindustrie ist nicht auf der Höhe, weil die Landwirtschaft ihr zu viel fortnimmt. Dieses nennt man den Ausgleich der Interessen. Von beiden Institutionen werden hohe Steuern gefordert, und muß der Konsument sie auch bezahlen.
Jede Wirtschaft beruht auf dem Kreditsystem, das heißt auf der irrtümlichen Annahme, der andere werde gepumptes Geld zurückzahlen. Tut er das nicht, so erfolgt eine sog. >Stützungsaktion>, bei der alle, bis auf den Staat, gut verdienen. Solche Pleite erkennt man daran, daß die Bevölkerung aufgefordert wird, Vertrauen zu haben. Weiter hat sie ja dann auch meist nichts mehr.
Wenn die Unternehmer alles Geld im Ausland untergebracht haben, nennt man dieses den Ernst der Lage. Geordnete Staatswesen werden mit einer solchen Lage leicht fertig; das ist bei ihnen nicht so wie in den kleinen Raubstaaten, wo Scharen von Briganten die notleidende Bevölkerung aussaugen. Auch die Aktiengesellschaften sind ein wichtiger Bestandteil der Nationalökonomie. Der Aktionär hat zweierlei wichtige Rechte: er ist der, wo das Geld gibt, und er darf bei der Generalversammlung in die Opposition gehen und etwas zu Protokoll geben, woraus sich der Vorstand einen sog. Sonnabend macht. Die Aktiengesellschaften sind für das Wirtschaftsleben unerläßlich: stellen sie doch die Vorzugsaktien und die Aufsichtsratsstellen her. Denn jede Aktiengesellschaft hat einen Aufsichtsrat, der rät, was er eigentlich beaufsichtigen soll. Die Aktiengesellschaften haftet dem Aufsichtsrat für pünktliche Zahlung der Tantiemen. Diejenigen Ausreden, in denen gesagt ist, warum A.-G. keine Steuern bezahlen kann, werden in einer sogenannten >Bilanz< zusammengestellt.

Die Wirtschaft wäre keine Wirtschaft, wenn wir die Börse nicht hätten. Die Börse dient dazu, einer Reihe aufgeregter Herren den Spielklub und das Restaurant zu ersetzen. Die Börse sieht jeden Mittag die Weltlage an: dies richtet sich nach dem Weitblick der Bankdirektoren, welche jedoch meist nur bis zu ihrer eigenen Nasenspitze sehn. Schreien die Leute auf der Börse außergewöhnlich viel, so nennt man das: die Börse ist fest. In diesem Fall kommt - am nächsten Tage - das Publikum gelaufen und engagiert sich, nachdem bereits das Beste wegverdient ist. Ist die Börse schwach, so ist das Publikum allemal dabei. Dieses nennt man Dienst am Kunden. Die Börse erfüllt eine wirtschaftliche Funktion: ohne sie verbreiteten sich neue Witze wesentlich langsamer.

In der Wirtschaft gibt s auch noch kleinere Angestellte und Arbeiter, doch sind solche von der neuen Theorie längst fallen gelassen worden.
Zusammenfassend kann gesagt werden: die Nationalökonomie ist die Metaphysik des Pokerspielers.
Ich hoffe, Ihnen mit diesen Angaben gedient zu haben, und füge noch hinzu, daß sie so gegeben sind wie alle Waren, Verträge, Zahlungen, Wechselunterschriften und sämtliche anderen Handelsverpflichtungen -: also ohne jedes Obligo.
"US-Verteidigungsminister Rumsfeld wird scharf kritisiert"
http://www.nzz.ch/2003/03/29/al/page-newzzDDVDCUXK-12.html

Gerät der Grinser von Washington unter Friendly Fire?
Werden die US-Amerikanerinnen den Rrummsfeld auch nach dem Enthauptungsschlag noch sexy finden?

Coubert
@frutta,

Gegen Saddam habe ich nichts vergleichbares gefunden in euren Absonderungen
Das der kein Waisenknabe ist, und daß das außerhalb Deiner Sphäre in den Köpfen ist, darfst Du schon annehmen. Dazu bedarf es nicht einer ständigen Wiederholung dieses oder jenen Massakers. Ansonsten würde es für Dich ja überhaupt keinen Sinn machen, hier in eine Diskussion einzutreten, und ich unterstelle Dir da schon eine gewisse Intelligenz, ;)

Ich hatte zuvor bereits ausgeführt, was (imo) DAS Problem in der Auseinandersetzung zwischen Saddam und George ist - wäre schön, wenn wenigstens Du das mal reflektiert hättest. ALLES hier Geschriebene PAUSCHAL als `Haß` zu titulieren, prädestiniert Dich jedenfalls nicht als jemand, der allein zu `sachlicher Information` und `ausgewogener Kritik` fähig ist.

Und da, wo `Haß` denn wirklich zutage tritt, hat er ja seine Gründe (was ihn per se nicht entschuldigt, aber `Haß` ist, wissenschaftlich Fakt, nun mal nicht gottgegeben). Und diese Gründe stehen im Kontext mit der Biographie der Bush-Administration, und zwar im weitesten, auch wirtschaftlichen, Sinne. Das heißt nicht, daß er, wie Du undifferenziert unterstellst, `an allem Schuld hat`, aber er hat - in krassem Widerspruch zu seinem vorgetragenen Anspruch - herzlich wenig getan, um Mißstände, an der z.T. auch er und/oder seine Helfershelfer beteiligt waren/sind, an der Wurzel anzugehen.

Man muß im Stande sein, zu differenzieren
!

Im übrigen bin ich der Meinung, daß die USA am Ende das Recht hat, amerikanische Firmen zu bevorzugen
Sicher - wenn sie das auch selbst (und nicht mit irakischem Öl) bezahlen würden.
Aber... wo bleibt denn da "Deine" hehre Absicht, die `Demokratie im Irak`? Müßte dann nicht vielmehr die irakische Regierung `das Recht` haben? ;)

@helmut_kohl,

...Koennen wir es noch etwas komplizierter ausdruecken?
DU(!) hast in Deiner Antwort in Deinem unpassenden Vergleich von `gebrochen` gesprochen.
ICH hatte gesagt:
Du kannst nicht mal einem `Pisa-leseschwachen Deutschen` erzählen, daß sich gerade die USA an internationales Recht halten bzw. halten wollen
- Wer war da der `Leseschwache`, und hat deshalb verkompliziert, hehe?
[btw: Deine Schlußfolgerung in dem betreffenden Posting ist - schon wissenschaftlich gesehen, *g* - natürlich nicht haltbar. Und das weißt Du AUCH, ;)]

Deine Antwort zu Den Haag zeigt ein gravierendes Problem auf, in das sich die USA hinein manövrieren: Namentlich die Bush-Administration hat ganz offensichtlich kein Vertrauen mehr in internationales Recht. Und fast der gesamte Rest der Welt fragt sich, warum nicht? Was treibt die seit der Machtübernahme dazu an? Weil seither(?) die UNO zu einem `Debattierklub` verkommen ist? OK - da mag was dran sein. Aber wenn diese Kritik von einem kommt, der alle anderen internationalen Vereinbarungen, neuerdings sogar auch die WTO, als für sich letztendlich nicht relevant sieht, und das noch lauthals verkündet - sorry, aber der konterkariert die per se z.T. berechtigte Kritik doch nur.

Und: Wer die politisch-wirtschaftlichen Verflechtungen (ganz neutral ausgedrückt) der Bush-Administration eruiert, MUSS sich doch fragen, ob da nicht was anderes hintersteckt, als die Umsetzung propagierter, vorgeschoben aussehender Ansprüche [@frutta: Die Ansprüche per se sind nicht das Übel!]. Und Fakt ist doch: Die unilaterale Bush-Politik MUSS zwangsläufig den ökonomischen Interessen der USA (und damit natürlich auch denen der Handelspartner) a la longue diametral zuwider laufen. Falls Du das anders siehst, bin ich gespannt auf Deine Antwort, inwieweit diese Politik der "freien" Welt resp. den USA in einer "freien"(!) Welt nützen soll.

@PeterHa,

Ist eine Welt, die von China oder Russland dominiert wird, eine bessere?
Auch Du weißt nicht, was im Zuge einer `Dominanz` von wem auch immer letztendlich passiert. Die Geschichte gibt da jedenfalls nur Anlaß zu Pessimismus. Man kann sicher die Auffassung vertreten, `lieber die USA als...` - aber es kommt dann wirklich auch auf die USA an, auf Anspruch und Wirklichkeit. Und da liegen zzt. WELTEN zwischen, und zwar in mancher Hinsicht.

investival
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,242715,00.html
US-Soldaten sollen nach einem Bericht eines Reporters der "Sunday Times" bei Nasirija mindestens 12 irakische Zivilisten erschossen haben, darunter Frauen und Kinder.
(...)
Der Anblick der getöteten Zivilisten sei "entsetzlich" gewesen, schrieb der Reporter Mark Franchetti, der die US-Soldaten bei ihrem Vormarsch begleitet: "Etwa 15 Fahrzeuge blockierten die Straße. Sie waren durchsiebt mit Einschusslöchern. Einige (...) brannten noch. Inmitten der Wracks zählte ich 12 tote Zivilisten. Alle hatten versucht, diese südliche Stadt über Nacht zu verlassen, wahrscheinlich aus Angst, in US-Hubschrauber-Angriffen oder durch heftigen Artilleriebeschuss getötet zu werden. Ihr Fehler war es gewesen, über eine Brücke zu fliehen, die von entscheidender Bedeutung für die Versorgungslinien der Koalition ist - und in die Arme einer Gruppe zu Tode verängstigter junger amerikanischer Marineinfanteristen zu rennen, die Anweisung hatten, auf alles zu schießen, was sich bewegte."

Franchetti beschreibt "ein kleines Mädchen, nicht älter als fünf, mit einem hübschen Kleid in Orange und Gold, in einem Graben, tot, neben der Leiche eines Mannes, der vielleicht sein Vater war. Sein halber Kopf fehlte." Die US-Soldaten empfänden zum Teil keine Reue über ihr Vorgehen: "Die Iraker sind kranke Leute, und wir sind die Chemotherapie", wurde ein namentlich genannter Unteroffizier zitiert. Er fange an, "dieses Land zu hassen."


Damit existiert schon jetzt das irakische My Lai. Man braucht, glaube ich, bei der Signalwirkung solcher Nachrichten eins nicht weiter zu betonen: Die "Neuordnung" der arabischen Welt dürfte bald anders aussehen, als die US-Reißbrettstrategen sich das gedacht haben.



http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,242702,00.html
Bush lehnt Atempause für alliierte Truppen ab
(...)
Washington - Wie die "Washington Post" berichtet, betonte Bush bei einer Telefonkonferenz mit seinen engsten Beratern, an den bisherigen Plänen für den Irak-Feldzug festzuhalten. Die Strategie, entworfen von Generalstabschef Richard Myers und dem US-Oberbefehlshaber im Irak, Tommy Franks, sieht die schnellstmögliche Vorbereitung einer Offensive gegen die Republikanische Garde Saddam Husseins vor den Toren Bagdads vor, während frische Armeeeinheiten nach und nach im Irak eintreffen.
Mehrere Feldkommandeure haben dagegen laut "Washington Post" in den vergangenen Tagen verlangt, eine Pause im Marsch auf Bagdad einzulegen, um die eigenen Truppen neu zu gruppieren und zu verstärken, die verwundbaren Nachschublinien zu sichern und den Süden des Irak zu befrieden. Diesen Forderungen erteilte die US-Regierung nun eine klare Absage: "Wenn wir sagen, dass wir im Zeitplan liegen, dann liegen wir im Zeitplan", sagte ein Regierungsvertreter der Zeitung. Bush sei mit Rumsfeld einig, dass die US-Armee weiterhin aggressiv auf Bagdad zuhalten solle.
Unterdessen warnte ein deutscher Experte vor dem Eingreifen freiwilliger Zivilisten in die Schlacht um Bagdad. "Hunderte Freiwillige gehen in den Irak, um sich im Kampf gegen Amerikaner und Briten zu opfern. Mit jedem Kriegstag werden es mehr", sagte Udo Steinbach, Leiter des Deutschen Orient-Instituts, der "Bild am Sonntag". "Diese hochmotivierten Kämpfer, die von Zivilisten kaum zu unterscheiden sind, werden zwar nicht den Krieg entscheiden - aber in der Schlacht um Bagdad spielen sie eine wichtige Rolle."


Das ist selbst für mich als ausgewiesenem Gegner amerikanischer Strategiespiele vollkommen überraschend. Die Amerikaner wollen partout nicht erkennen, daß sie bereits nach 2 Wochen sehr ernsthafte Probleme haben und hetzen ihre erschöpfte Soldateska weiter nach vorne. Gegen den zunehmenden Widerstand der Militärs. Das ist Vietnam im Zeitraffer.

All das ist ein Rätsel. Die Schlacht von Hattin vor 800 Jahren kann sich nun tatsächlich wiederholen. Vor Bagdad.
!
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Der nächste Reinfall:
Amerika im Krieg


Das unaufgeforderte Eindringen der Boeings in die Türme des World Trade Center hat Amerika und die westliche Welt in einen kollektiven Schockzustand versetzt. Ungläubig (wir sind eh alles Ungläubige) mussten wir feststellen, dass dies keine geniale Arbeit von Industrial Light&Magic war, und weder Steven Spielberg oder George Lucas bei diesen Impacts hinter der Kamera standen.


Wo waren Bruce Willis, Sylvester Stallone, Clint Eastwood und warum hat niemand John Wayne ausgegraben? Auch Importe wie Arnold Schwarzenegger, Jean-Claude Van Damme oder Jackie Chan hätten doch im letzten Moment auftauchen müssen, um die Vollbärte mit Muskelkraft, einer Magnum oder Karatetritten zurück in die Wüste zu katapultieren.

Kein Hollywood-Held, der die Bösen kickt und die Hauptdarstellerin fickt.
Kein Hollywood Drama, sondern Reality-TV, das diesen Namen wirklich verdient!

Und jetzt steht Amerika und einige Länder, die irgendwann mal einige dumme Verträge unterschrieben haben, um wirtschaftliche Vorteile zu ziehen, vor einem Krieg.

George W. Bush hat es geschafft!
Er hat nach verbalen Pleiten, Pech und Pannen endlich hervorragende Umfrageergebnisse und seinen Krieg.
Der Texaner, der weder Coca von Kakao, noch Terroristen von Touristen, weder Partisan von Parmesan und nicht Hymne von Hymen unterscheiden kann, wird nun sein Kapitel in die Geschichtsbücher mit Blut und Bomben eingravieren.

Amerika schreit nach Rache und zieht in den Krieg. Es wird ein langer, brutaler und teurer Krieg werden, aber am Ende wird kein Lorbeerkranz das Haupt des Siegers zieren.
Die USA sind mächtig! Ihre Waffen intelligenter als ihr Präsident und ihr nationales Bewusstsein noch penetranter als ihre Arroganz der restlichen Welt gegenüber. Der Gegner ist zwar zu allem bereit, aber dessen Mittel im Vergleich eher bescheiden.
Doch die Gotteskrieger sind zu allem bereit, haben in den westlichen Ländern viele Soldaten hinter den feindlichen Linien und nichts zu verlieren. Und ihr Gegner hat einen entscheidenden Nachteil:

Amerika kann keine Kriege gewinnen, nur Niederlagen und Beteiligungen als Siege verkaufen.
Sie glorifizieren ihre Desaster zu Erfolgen für das Überleben der Freiheit (IHRE Freiheit, diesen Planeten und ihre Bewohner auszubeuten) und der Demokratie (immerhin kann in Amerika jeder Schwachmat zur Marionette der Rüstungsindustrie werden).
Nur gibt es für den bevorstehenden Krieg keinen Grund zum Optimismus für die Soldaten unter dem Sternenbanner, oder? Auch wenn die USA ihre kriegerische Vergangenheit mit anderen Augen sehen, so gibt es doch keinen ersichtlichen Grund, die Nase so hoch zu tragen. (Außerdem sieht man bei diesem Blickwinkel nicht die kleinen Leute, die einem gegen das Schienbein treten.)


Bestünde Afghanistan aus riesigen Weideflächen und der Büffel wäre Rohstoff Lieferant und Hauptnahrungsquelle der Taliban, dann hätten die Amis das nötige Know-how für einen überwältigenden Sieg und schon bald säßen die Mujaheddin im Reservat in Kabul und würden ihren Frust im Feuerwasser ertränken.
Der Sieg über die rothäutigen Untermenschen und die Befreiung der Prärie von Unmengen an Büffelkacke ist schon sehr lange her. Was danach kam ist selbst aus neutraler Sicht, wenig bemerkenswert.

Die Vereinigten Staaten griffen erst 1917 in den Krieg ein, als Deutschland schon ziemlich am Arsch war. Dennoch gab es genug auf die Schnauze, dass Hitler den Amis den Krieg erklären musste, damit sie in der Neuauflage des Weltkrieges mitspielten.
Sicher, sie waren damit beschäftigt, ein atomares Versuchsgelände im Pazifik zu finden, aber ohne Adolfs Einladung wären die erst im Feb/März ´45 nach Europa gekommen.

Danach ging es ein bisschen nach Asien, wo sie zuerst in Korea gegen den Kommunismus antraten. Erfolglos, denn Nord-Korea ist im Jahre 2001 immer noch kommunistisch, abgeriegelt und versiegelt.
Aus Saigon sind sie mit vollgeschissenen Hosen geflohen und haben damit die Gräber für 2 Millionen Menschen geschaufelt, nachdem es mit Flächen-Bombardements, Agent Orange und Napalm nicht so recht mit der Verteidigung der Demokratie geklappt hat
. Immerhin gab es den lustigen Gimmick mit dem "friendly fire".
Eine lockere Bezeichnung für die Vernichtung der eigenen Truppen.

Das amerikanische Soldaten bei Spezialeinsätzen den Heldentod sterben, kennen wir ja aus Hollywood. Leider hat sich nicht einmal Oliver Stone bisher an den größten Erfolg der Marines und Ledernacken gewagt. Bei der Operation "Eagle Claw" sollten die Teheraner Geiseln befreit werden. Leider spielte das Wetter und die Hydraulik eines Hubschraubers nicht mit, außerdem kannte ein Pilot nicht den Sicherheitsabstand zu einem anderen Helikopter und schon verreckte diese Aktion im Wüstensand.
Für den ehemaligen Erdnussfarmer Jimmy Carter keine "Peanuts", denn er durfte etwas später den Platz für Ronald Reagan räumen, der die Geiseln befreite, den Vietnamkrieg nachträglich zum glorreichen Sieg erklärte, Tripolis bombardierte und obskure Waffengeschäfte von Iran bis Mittelamerika einleitete.

Den abgekarteten Golfkrieg wollen wir lieber gleich vergessen. Jeder Tote in jedem Krieg ist zuviel, aber die Sinnlosigkeit der "Befreiung von Kuwait" ist für den normalen Verstand kaum noch greifbar.
George Bush sen. faselte damals etwas von einer "neuen Weltordnung". Das hat Adolf Hitler auch getan und ein gewisser George Walker Bush hat auch schon davon gesprochen.
Langsam wissen wir ja, wo die Anwendung dieses Begriffs jedes Mal endet.
"Neue Weltordnung" heißt in diesem Fall u. a., dass Taiwan und Nepal endgültig in chinesischen Besitz übergehen, oder warum wettern die Betonschädel in Peking jetzt nicht gegen die Pläne der USA? Genauso ist es mit Putin. Die Amis können jetzt bombardieren wen und was sie wollen. Hautsache Rasputin kann jetzt endlich die Terrorbanden in "der abtrünnigen" (O-Ton Tagesschau) und nicht "nach Unabhängigkeit strebenden" Kaukasus-Republik ausräuchern.

Wir Deutschen hätten jetzt die einmalige Chance uns Ostpommern, Preußen, Schlesien oder wenigstens das Elsass wiederzuholen. Niemand würde uns aufhalten, solange wir den Amis beistehen und uns von mordenden Banden aus West-Polen bedroht fühlten. Na ja, ich schweife ab. Außerdem würden die feindlichen Truppen schon vor Hamburg und München stehen, bis Scharping seine Kriegserklärung zu Ende vorgetragen hätte.

Zurück zu Amerika: Erinnert sich noch jemand an General Mohamed Farah Aidid?
Der Miliz-Chef sorgt immer noch in Mogadischu für Mord, Terror und Chaos. Er hat gezeigt, wie man die Amerikaner besiegt. Man nehme ein paar Marines gefangen, foltert die zu Tode und schleift ihre Leichen vor laufenden Kameras durch staubige Strassen. Und schon verpisst sich die große Nation mit einem überwältigenden Sieg in Richtung Heimat.


Wer immer noch glaubt, dass die Staaten eine Chance gegen Bin Laden haben, der muss sich nur die kleine Zuckerrohrinsel vor der Küste Floridas anschauen.
Seit Jahrzehnten fidelt dort Castro den Amis vor der Nase herum und scheißt ihnen auf den Kopf.
Attentate, Embargos und Vernichtung der wichtigen Ernten haben den alten Mann nicht gestürzt.
Supermacht gegen Vollbart. Teil 1
Sie werden nicht mal mit einem gebrechlichen Alt-Kommunisten fertig, aber wollen gegen die halbe islamische Welt antreten.


Liebe Amerikaner!

Diesen Krieg werdet ihr nicht gewinnen können. Auch wenn Bin Laden vernichtet werden sollte, so wird das Blut der unschuldigen Frauen und Kinder der Quell sein, aus dem sich die nächste Generation von Gotteskrieger nähren wird.
Vielleicht wird es nach einigen Kämpfen eine ruhige Phase geben, die ihr zum Siegesrausch nutzen könnt, aber die Zahl derer, die bereit sind als lebende Bomben euch Schaden zuzufügen, wird dann unüberschaubar sein.
Denkt um! Ändert eure Weltpolitik.
Unterstützt nicht jeden Diktator, Massenmörder und Geisteskranken, nur weil er eure Interessen vertritt.
Tretet endlich den Israelis in den Arsch und erkennt die Souveränität Palästinas an.
Statt Milliarden jetzt in die Aufrüstung zu pumpen, solltet ihr die Länder, aus denen Bin Laden & Co. ihre Gotteskrieger rekrutieren, wirtschaftlich unterstützen.

Ein Mann, dessen Familie in Frieden und in einem gewissen Wohlstand lebt, bindet sich keine Bomben um den Leib oder steuert Flugzeuge in Wolkenkratzer.
Verteilung statt Vergeltung ist der einzige Weg, um Radikalen den Nährboden zu entziehen.

Und es ist das einzige Manöver, dass Amerika endlich zu einem ehrlichen großen Sieg verhelfen könnte.




R.Schilling
Aus den AUgen, aus dem Sinn:
KABUL - In Afghanistan sind am Samstag zwei US-Elitesoldaten getötet worden. Ein weiteres Mitglied der US-Sondereinheiten wurde verletzt, wie das US-Kontingent der Internationalen Schutztruppe für Afghanistan (ISAF) mitteilte.
....
Ein Polizeisprecher in Kandahar sagte, die USA hätten bei der Offensive B-52-Bomber und Kampfhelikopter eingesetzt. Hunderte afghanischer und US-amerikanischer Soldaten seien zudem nach Sangisak, rund 70 Kilometer nördlich von Kandahar, vorgestossen...
Am Freitag hatte deren Kommandant Mullah Dadullah ausländischen Reportern erklärt, die Taliban würden versuchen, die Macht zurück zu erobern. Im Afghanistan-Krieg waren die Taliban während des massiven Militäreinsatzes der USA von der Macht in Kabul vertrieben worden...


Und hier brennt die Lunte auch schon. Wundert`s jemand, wenn man Länder lauthalsd in die "Achse des Bösen" einreiht und vollmundig von "Präventivschlägen" und "Irrlevanz der UNO" spricht?


Die Krise um Nordkorea eskaliert weiter


Pjongjangs Selbstisolierung nimmt immer unerbittlichere Formen an

Während die Welt gebannt auf den Irak blickt, steigt die Spannung auf der koreanischen Halbinsel unablässig.

Urs Schoettli, Peking

Am vergangenen Mittwoch hat Nordkorea die Sistierung der wöchentlichen Treffen mit Vertretern Südkoreas an der Waffenstillstandslinie in Panmunjom bekannt gegeben. Diese Routine-Begegnungen an der wohl gefährlichsten Grenze der Welt hatten bisher auf der Basis des Waffenstillstands von 1953 stattgefunden. Der Abbruch der Treffen hat weniger unmittelbare militärische Brisanz; seine Bedeutung liegt in der Symbolik. Pjongjang demonstriert den USA wie den Nachbarn, dass das Land sich weiter einigelt und kein Interesse an einem Abbau der Hochspannung hat.

Zur Krise ist es auf der koreanischen Halbinsel seit dem Herbst letzten Jahres gekommen. Es begann mit dem überraschenden Eingeständnis der Nordkoreaner Anfang Oktober, dass sie ein geheimes Programm zur Anreicherung von Uran betrieben. Es folgten die Wiederinbetriebnahme eines gemäss einer Übereinkunft von 1994 abgeschalteten Atomreaktors, die Ausweisung der Inspektoren der Internationalen Atomenergieagentur und der Rückzug vom Vertrag zur Nichtverbreitung von Kernwaffen.

Kriegerische Sprache

Wie bei jedem der früheren Schritte wurde auch die Aufkündigung der Treffen in Panmunjom von kriegerischen Tönen begleitet. Das nordkoreanische Staatsradio liess verlauten, dass man «wegen der Kriegstreibereien der USA auf und im Umfeld der koreanischen Halbinsel keine andere Wahl gehabt» habe. Offensichtlich bezieht sich Pjongjang damit auf die derzeit im Gang befindlichen südkoreanisch-amerikanischen Manöver sowie auf die Entsendung von je 12 B-1- und B-52-Bombern der amerikanischen Luftwaffe zum Vorposten auf Guam.

Der neu gewählte südkoreanische Präsident Roh Moo Hyun sah sich veranlasst, die Vorhaltungen Pjongjangs, dass die Amerikaner den Norden angreifen und «eine zweite Irak-Krise» auslösen würden, als «völlig grundlos» zu bezeichnen. Derweil liess der nordkoreanische Finanzminister Mun Il Bong in Pjongjang verlauten, dass im laufenden Haushalt die Verteidigungsausgaben weiter aufgestockt würden, um das Land «zu einer uneinnehmbaren Festung zu machen».

Bei einem Treffen mit seinem südkoreanischen Amtskollegen Yoon Young Kwan kündigte am letzten Freitag der amerikanische Aussenminister Powell eine «mutige Initiative» an, die er gar mit der Ouverture Nixons gegenüber China Anfang der siebziger Jahre verglich. Powell sicherte Seoul zu, dass Washington durch den Krieg im Irak nicht von Nordkorea abgelenkt werde, und stellte an die Adresse Pjongjangs klar, dass, sobald es sich seiner Verantwortung gegenüber internationalen Übereinkünften bewusst sei, «viel für Nordkorea möglich sei».

Dass sich hinter diesen vagen Andeutungen etwas verbirgt, das Pjongjang aus seiner bisherigen Position der Intransigenz herauszulocken vermag, muss bezweifelt werden. Washington hat einmal mehr Vorbedingungen zur Gesprächsaufnahme gestellt, was Nordkorea rundheraus ablehnt. Zudem scheinen die USA weiterhin nicht dazu bereit zu sein, in bilaterale Verhandlungen mit den Nordkoreanern zu treten, wie dies Pjongjang verlangt.

Auf der Seite Pjongjangs sind die Möglichkeiten, die Spannung weiter anzuheizen, noch lange nicht ausgeschöpft. Nordkorea kann erklären, dass es Kernwaffen baut, es kann Kernwaffentests lancieren, es kann die Testflüge von Langstreckenraketen wieder aufnehmen, und es kann beginnen, Kernwaffen und Kernwaffentechnologie auf dem schwarzen Markt anderen Regime oder gar Terroristen anzubieten. Das Land finanziert auf ähnlichem Wege seit längerem seine Kriegskasse mit dem Verkauf von Raketen.

Kühles Kalkül

Bei der Steigerung seiner Provokationen Washingtons geht Pjongjang mit kühlem Kalkül von zwei Annahmen aus: Zum einen bestehen in der amerikanischen Administration erhebliche Meinungsunterschiede über die richtige Politik gegenüber Nordkorea. Zum zweiten würde sich Washington, so es bestimmte Aktionen Pjongjangs zum Grund für einen militärischen Präventivschlag erklären würde, in die Lage versetzt sehen, inakzeptable Schäden bei seinen beiden ostasiatischen Verbündeten Südkorea und Japan in Kauf nehmen zu müssen.

Allseits hofft man, dass Peking mässigenden Einfluss auf das Regime in Nordkorea ausüben wird. Über die chinesisch-nordkoreanische Grenze hält Pjongjang seine einzige, wirtschaftlich lebenswichtige Verbindung zur Aussenwelt aufrecht, und China hat sich bisher stets geweigert, amerikanische Initiativen zu einem Wirtschaftsboykott Nordkoreas zu unterstützen. Peking will mit Sicherheit weder eine nukleare Eskalation noch gar einen nuklearen Schlagabtausch in seiner unmittelbaren Nachbarschaft. Ohnehin dürfte man in China mit Besorgnis registrieren, dass die Furcht Tokios vor nordkoreanischen Präventivschlägen in Japan den Stimmen, die nach Raketenaufrüstung und einer selbständigen Verteidigungspolitik rufen, Auftrieb gibt. In diese Richtung hat bereits die am Freitag erfolgte Lancierung zweier japanischer Spionagesatelliten gewiesen, die sich der koreanischen Halbinsel annehmen sollen.


Zitate zum Krieg

«Nachdem wir unseren ideologischen Gegner in den verschiedenen Schlachten des Kalten Krieges niedergerungen haben, scheinen zu viele darauf versessen zu sein, die Aussenpolitik als permanenten Kreuzzug für apokalyptische Siege gegen alle Regime zu führen, die unsere Empfindsamkeit verletzen. Aber wenn die Vereinigten Staaten die Hauptkraft für Freiheit und Fortschritt bleiben wollen, dann müssen sie sich in ihrem missionarischen Eifer zügeln, indem sie ihm eine klare Vorstellung von ihren nationalen Interessen entgegensetzen. Sie müssen auf ihren Kopf und ihr Herz hören, wenn sie ihre Pflichten vor der Welt bestimmen.»
Henry A. Kissinger, 1999

Coubert
Aus der FTD vom 31.3.2003
Kolumne: Amerika verliert seinen Nimbus
Von Christoph Keese

Der Irak-Krieg dauert erst zehn Tage, doch durch die ständige Fernsehpräsenz erscheint er dem Publikum länger. Großbritanniens Premier Tony Blair hat Recht, wenn er aufzählt, wie viel in diesen wenigen Tagen erreicht wurde, und der Öffentlichkeit vorhält, durch den Medienkonsum ihr Zeitgefühl zu verlieren.


Noch ist es zu früh für eine Prognose über den Ausgang des Konflikts. Die Alliierten haben weder gewonnen noch verloren, Saddam Hussein ist nicht der moralische oder politische Sieger. Der Krieg kann noch Monate, vielleicht Jahre dauern - ebenso gut kann er schon bald vorbei sein. Auch in Afghanistan sah es in den ersten Kriegswochen nach einem Dauerkonflikt aus, dann aber kam der Durchbruch sehr schnell.

Bereits jetzt steht aber fest, dass die Amerikaner mit einem Verlust rechnen muss: Sie verlieren ihren Nimbus als unbezwingbare Supermacht. Frankreichs ehemaliger Außenminister Hubert Védrine hat die USA einmal "Hyperpuissance" genannt, da sie so überwältigend mächtig schienen, dass "Supermacht" als Bezeichnung nicht mehr reichte. Diese Hypermacht reklamierte für sich, zwei große, weit voneinander entfernte Kriege gleichzeitig führen zu können. Sie glaubte, ihre Technik werde Mann-zu-Mann-Kämpfe unnötig machen; ferngesteuerte Drohnen, Präzisionsbomben, unverwundbare Hubschrauber und uranummantelte Panzer würden chirurgische Blitzkriege ermöglichen.



Deutschlands Blitzkrieg als Vorbild


Niemand propagierte diesen Anspruch so laut wie Verteidigungsminister Donald Rumsfeld. Im Mai 2002 empfahl er in einem Grundsatzartikel für "Foreign Affairs" den deutschen Blitzkrieg als militärisches Vorbild: "Deutschlands tödliche Kombination bestand aus schnellen Panzern, motorisierter Infanterie und Artillerie sowie Stukas - alles konzentriert auf einen Abschnitt der gegnerischen Linie. Die Wirkung war vernichtend."


Rumsfeld kündigte damals an, die amerikanische Armee auf Blitzkrieg-Taktik umzustellen - nicht ganz, aber zu wichtigen Teilen. Begeistert schilderte er ein Erlebnis vom Frontbesuch in Afghanistan: Seine Special Forces ritten auf Lasteseln hinter die gegnerischen Linien und dirigierten von dort aus US-Bomber ins Ziel. Mutige Einzelkämpfer auf dem Boden, Hightech in der Luft, kombiniert mit motorisierten Blitzattacken - dieses Szenario aus dem "Foreign Affairs"-Artikel wurde später zur Grundlage der Planung für den Irak-Krieg. Für den Beweis dieser Doktrin setzte Rumsfeld den Nimbus der Unbesiegbarkeit aufs Spiel. Auch wenn der Krieg gerade erst begonnen hat, darf man vermuten, dass dieser Dogmatismus ein Fehler war.


Nur mühsam ließ Rumsfeld sich vor Kriegsbeginn zusätzliche Truppen abringen. Er hielt sie nicht für nötig. Trotz dieser Aufstockung aber blieben es zu wenig. Rumsfeld will ein weitaus größeres Territorium als Kuwait mit dem Bruchteil der Invasionsarmee von 1991 erobern. Außerdem experimentiert sein Pentagon mit neuen Formen der Kriegsführung. Erstmals liegen die Versorgungslager nicht direkt hinter der Front, sondern Hunderte von Kilometern entfernt in Kuwait. Prompt geriet die Nachschublinie unter Beschuss.




Schwere Planungsfehler


Viele Panzer und Lastwagen fahren wegen Spritmangels derzeit auf Reserve, die Lebensmittel der kämpfenden Soldaten sind rationiert. Diese Fehler notdürftig zu beheben, kostet wertvolle Ressourcen: Das US-Heer hat nur etwas mehr als zwei Divisionen im Einsatz. Davon sind drei Brigaden - zahlenmäßig etwa so viel wie eine Division - nur damit beschäftigt, die Verbindung zwischen Kuwait und Nadschaf zu schützen.


Weil Rumsfeld fast jeden denkbaren Partner vergrätzt hat, ist jetzt kaum jemand da, der ihm militärisch helfen kann. Wohl oder übel muss er den Vorstoß auf Bagdad bremsen, bis Verstärkung eintrifft. Das kann Wochen dauern. Vor den Augen der Welt zieht er Truppen von anderen Standorten ab. Dass die USA in der Lage sein könnten, zwei Kriege dieser Größe gleichzeitig zu führen, dürfte schon jetzt als Illusion gelten. Fast alle Flugzeugträger liegen vor Irak. Panzer, Lastwagen, Diesel und sogar warme Mahlzeiten gelten plötzlich als Mangelware. Dadurch entsteht ein gefährliches Vakuum: Jeder Staat der Welt weiß, dass sich Washington im Augenblick um nichts anderes kümmern kann als um Saddam. Das ist ein Freibrief für Abenteurer.



Abschreckung ist eine unverzichtbare politische Größe. Sie verhindert Kriege. Je mächtiger ein Hegemon, desto geringer die Bereitschaft seiner Gegner, sich ihm zu widersetzen. Aus Sicht des Mächtigen funktioniert Abschreckung nach dem Muster von Hackordnungskämpfen im Tierreich: Möglichst vielen Konflikten ausweichen, um eigene Kräfte zu schonen. Aggressive Rivalen jedoch müssen souverän besiegt werden, damit das Rudel sieht, wer der Stärkste ist. Alphatiere leben von ihrem Nimbus. Er sichert ihre Stellung und schützt sie vor zu vielen Kämpfen.


Rumsfeld hätte auf Außenminister Colin Powell hören sollen. Als dieser Generalstabschef war, galt die Powell-Doktrin: Angriffe finden nur mit absolut überlegener Streitmacht statt. Es darf nie ein Zweifel an der eigenen Unbesiegbarkeit aufkommen. Egal, wie der Irak-Krieg ausgeht: Die Welt wird nicht vergessen, wie den Amerikanern nach einer Woche die Puste ausgegangen ist und sie dann unter Zeitdruck Nachschub aus allen Ecken ihres Reiches zusammenkratzen mussten.



© 2003 Financial Times Deutschland

http://www.ftd.de/pw/in/10489315243...l?nv=cd-divnews

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Schöne Kolumne

Egal wie dieser Krieg ausgehen wird, Amerika hat ihn bereits verloren und ist NICHT mehr eine militärische Superweltmacht. Von der eigenen Arroganz überrollt!

Fehlt nur noch der anvisierte Dollarcrash & dieses Land ist schneller bedeutungslos als man sich hier auch nur ansatzweise vorstellen kann.
Gremium: Möglicher Interessenkonflikt von neun Beratern


Weitere Pentagon-Berater unter Verdacht


Richard Perle, zurückgetretener Leiter eines einflussreichen Berater-Ausschusses des Pentagon, ist nach Angaben eines unabhängigen Aufsichtsgremiums nicht das einzige Mitglied mit einem möglichen Interessenkonflikt. Insgesamt neun von 30 Ausschuss- Mitgliedern hätten Verbindungen zu Firmen, die in den vergangenen zwei Jahren Aufträge des Verteidigungsministeriums im Wert von über 72 Milliarden Dollar (66,7 Milliarden Euro) erhielten. Das teilte das Center for Public Integrity teilte am Samstag in Washington mit.


HB/dpa WASHINGTON. Unter ihnen sind die früheren Verteidigungsminister Harold Brown und James Schlesinger sowie Ex-CIA-Chef James Woolsey. Zu den Firmen, für die sie aktiv seien, gehören Boeing, Northrop Grumman, Lockheed Martin und TRW.

Perle, einer der lautstärksten Befürworter des Irak-Krieges, hatte eine Kontroverse über seine Arbeit für das Pleite gegangene Fernmelde-Unternehmen Global Crossing als Rücktrittsgrund genannt.

Das Unternehmen bemüht sich bei der US-Regierung um Grünes Licht für den Verkauf an zwei asiatische Firmen, von denen eine angeblich enge Verbindungen zu China hat. Für den Fall eines Zustandekommens sollen Perle 600 000 Dollar als Belohnung zugesagt worden sein. Perle hat einen Interessenkonflikt bestritten, wollte nach seinen Worten aber das Pentagon in Kriegszeiten nicht belasten.


HANDELSBLATT, Samstag, 29. März 2003, 15:55 Uhr
http://www.handelsblatt.com/hbiwwwangebot/fn/relhbi/sfn/buil…
"Im Bett mit dem Militär"
Der Krieg im US-Fernsehen...
Vor drastischen Bildern schreckt man jedoch bisher zurück - aus Angst vor schlechten Einschaltquoten.

http://www.heise.de/tp/deutsch/special/irak/14493/1.html

Und leider muss man sagen:
Die einzigen Bilder, die den Schrecken des Krieges ("die Desastres de la Guerra") wirklich zeigten, waren die Bilder von Al-Jazeera: die gefangenen GIs und die der Leichen.
Angst, Schrecken, Verstümmelung und Tod.

Coubert
Das Verhalten der US-Medien ist 100% opportunistisch gegenüber Regierungsmaßnahmen. Obwohl es gerade da jede Menge Stoff für Krimis gibt, s. #3082. In der effektiven Gleichschaltung erinnert das sehr an die Propagandaarbeit der Sowjet- und Nazimedien.

Einen entscheidenden Unterschied gibt es allerdings. Das Verhalten orientiert sich maßgeblich an der Erwartungshaltung der Bevölkerung. Ziel der Medien ist es, den Mainstream kommerziell abzuschöpfen, indirekt (wohlwollend gesehen) tritt damit ein Rückkopplungsfaktor auf. Eine Enttäuschung könnte früher oder später aber einen ähnlichen Selbstverstärkungseffekt auf der Gegenseite auslösen. Nicht ohne Widerstand, die großteils sicher nicht gerade regierungskritischen Eigentümer werden nicht daran interessiert sein. In ihrem eigenen kommerziellen Interesse könnten sie aber zu einem bestimmten Zeitpunkt zu einer Wendung gezwungen sein, die in der öffentlichen Wahrnehmung umso heftiger aussehen wird. Das ganze ist also für die Regierung durchaus ein sehr scharfes zweischneidiges Schwert. Kippt die Sache, haben sie verloren, egal wie das Schlachtfeld dasteht.

Es läuft darauf hinaus, daß sie mit allen Mitteln versuchen wird, den Eindruck eines erfolgreichen und gerechten Krieges aufrechtzuerhalten. Das kommt dem Zwang zum Betrug gleich und könnte während der Kriegsführung zu enormen Grausamkeiten führen, z.B. dem Einsatz von illegalen Kampfmitteln durch die USA. Schon die offizielle Bilanz der Gefallenen auf beiden Seiten erinnert fatal an gewisse Bilanzierungspraktiken, in denen bedeutsame Faktoren ausgeblendet werden, die im Kleingedruckten wieder auftauchen. Außerdem verdächtig an B-Movies, bei denen auf mystische Weise kein Schuß der Bösen die Guten treffen kann. Ähnlich seltsam sieht es aus bei der Berechnung der ökonomischen Kosten.


Mark Twain anläßlich des Spanisch-Amerikanischen Krieges: Es gibt zwei Amerikas: Eines, das die Unterdrückten befreit und ein anderes, das das Land der Unterdrückten im Namen der Freiheit okkupiert. (Anm.: Er hat sich geirrt. Es war das gleiche)

Die Begründung damals identisch. Überhaupt, wenn man drüber nachdenkt, Befreiung war in der gesamten Neuzeit die Begründung für Eroberungskriege. Das fing an mit den südamerikanischen Indianern, die von ihrem Unglauben (zusätzlich der Last ihres unwürdigen Lebens) befreit wurden. Napoleon eroberte im Namen von liberté und fraternité halb Euoropa und auf den Schlachtfeldern herrschte unter den Toten sogar égalité. Die Chinesen haben Tibet sehr gründlich befreit. Die Taliban brachten Afghanistan die Freiheit vom Kommunismus, bevor die USA mit der Befreiung von den Taliban dran waren.

Na schön, die amerikanische Volksbefreiungsarmee hat noch 2 Wochen Zeit, um den Krieg zu gewinnen. Danach werden die klimatischen Bedingungen im Südirak so extrem, daß die Schwierigkeiten überhaupt erst anfangen.
@landingzone

> Das Verhalten der US-Medien ist 100% opportunistisch gegenüber Regierungsmaßnahmen.
> In der effektiven Gleichschaltung

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,242773,00.html
Peter Arnett, ein Veteran unter den
Kriegsberichterstattern, erklärte die Strategie des US-Militärs für verfehlt - und das ausgerechnet im irakischen Staatsfernsehen.


http://story.news.yahoo.com/news?tmpl=story&u=/nm/20030331/t…
NBC Fires Peter Arnett Over Iraqi TV Interview
"Peter Arnett will no longer be reporting for NBC News and MSNBC," NBC said in a joint statement with National Geographic (news - web sites), for whom the Pulitzer prize-winning reporter was also working.


"George Bush ist der Präsident....Wenn er will, dass ich mich in Reih und Glied stelle, muss er mir nur sagen wo.

http://www.heise.de/tp/deutsch/special/irak/14432/1.html
Dan Rather, preisgekrönter Journalist und Buchautor, Moderator von CBS Evening News

Nur ein Krieg mit schweren, auch für die gleichgeschalteten Medien unleugbaren Verlusten für die Angreifer wird uns vor weiteren, fürchterlichen Konsequenzen dieser Geisteshaltung bewahren.
Ansonsten werden die Grossstäde der Länder der "Achse des Bösen" und der "Schurkenstaaten" innert wenigen Jahren so verwüstet ausschauen wie Grosny (Tschetschenien), wenn die präventive Strategie Schule macht.



Grosny heute.
Bagdad morgen?

Coubert
Ein Abgrund von Fremdheit
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,242634,00.html
Doch selbst in den besetzten Gebieten bleibt der Umgang eisig. Die Feindseligkeit der Iraker trifft die Amerikaner zutiefst...

Die Amis scheinen von ihrer gütigen Befreiung vollkommen überzeugt.
Sie nehmen an, die Iraker haben vergessen, wer früher ein guter Freund Saddams war, wer ihren Führer ermuntert hat, sich in den Irak/Iran-Krieg zu stürzen, wer gleichzeitig den Gegner auch mit Waffen beliefert hat (Irangate), damit der Krieg länger geht, wer sie 1991 in letzte Jahrhundert gebombt hat, wer sie 1991 zur Revolte ermuntert hat, um sie dann gegen die Schergen Saddams im Stich zu lassen, wer 500`000 irakische Kinder und rund 700`000 Erwachsene mit härtesten Sanktionen vorzeitig ins Himmelreich befördert hat ("Es ist der Preis wert" ), wer seit 12 Monaten der unnachgiebige Kriegstreiber ist, wer ihre Städte jetzt ein zweitenmal in Ruinen verwandelt, wer sie anschliessend unter Militär-Protektorat stellen will, und wer ihr Öl treuhänderisch verwalten möchte.

Ist es möglich, dass die Iraker von der "schönsten Gabe Gottes an die Menschheit" (trademark GWB) bereits ein wenig genug gekostet haben?

Coubert
@Coubert

Verlusten für die Angreifer

wenn ich nur davon überzeugt wäre. Es kann zur totalen Eskalation führen. Stell` Dir mal vor, die Kreuzritter hätten Massenvernichtungswaffen gehabt. Sie wären schnell mal zur Messe gegangen und hätten sie dann eingesetzt. Wenn die Amerikaner unverhofft scheitern, könnte es zu einer Kurzschlußhandlung kommen. "Wir werden auf jeden Fall siegen"...

Besser sie gewinnen ihn pro forma und können dann in Ruhe überlegen, daß sie den Frieden so niemals gewinnen können. So gerechtfertigt der andere Standpunkt ist, aber ich fürchte das eigentlich noch mehr als ihren Sieg. Zu allem Überfluss wohne ich auch noch auf dem gleichen Planeten.
@landingzone

> Besser sie gewinnen ihn pro forma
Genau das meine ich.
Saddam erledigt, aber so hohe, graduell eintretende Verluste, dass niemand mehr sowas wiederholen möchte (und kann).
Insbesondere nicht gegen Staaten, die eine taugliche Luftabwehr haben. (legen sich jetzt alle zu, der Rüstungswettlauf hat schon begonnen)
Hätte der Irak die, dann hätte es der Angreifer sehr schwer. Die könnten die B-52 vom Himmel pflücken.

Und mit den schrecklichen Verlusten hätten alle diejenigen recht bekommen, die auf Krieg als "allerletztes Mittel" bestanden haben.
Und nicht die, die in von Anfang an suchten.
Am Ende wären sie alle weg: Bush, Blair, Aznar, Saddam.
Und kein anderer Politiker würde sich mehr aus dem Fenster lehnen, nur um seine Vasallentreue zu beweisen.

Coubert
"Tod dem Diktator, und Tod den Besatzern"
#1 von DmComeBack 31.03.03 19:42:06 Beitrag Nr.: 9.040.914 9040914
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31. Mär, 2003 15:14 MEZ

US-Haushalt droht der Kollaps


Die Budget-Impulse der Regierung Bush verpuffen wirkungslos - Das Defizit droht zu explodieren -
Nun stellt der Kongress die Rute ins Fenster


Washington - Die US-Regierung hat ein einfaches Rezept zum Abbau des Haushaltsdefizits: mehr Steuersenkungen als Wachstumsanreiz, mehr Arbeitsplätze durch den Konjunkturschub, mehr Steuereinnahmen durch einen Wirtschaftsboom - und das Problem sei gelöst.



Doch nach den zahlreichen Expertenwarnungen hat nun auch die unabhängige Haushaltsbehörde des Kongresses dem Regierungsoptimismus einen Dämpfer verpasst. Mit den Steuersenkungen explodiere das Haushaltsdefizit, selbst wenn die Wirtschaft damit angekurbelt würde, hielten die Statistiker fest. Sie rechnen in den nächsten fünf Jahren mit einem Minus mehr als einer Billion Dollar . Und bestätigten mit einem erstmals angewandten Berechnungs-modell eine alte Binsenwahrheit: ein hohes Defizit ist auf Dauer nicht zu halten und kann nur durch Steuererhöhungen oder Ausgabenkürzungen gesenkt werden.

Regierung ist unbeeindruckt

Die Regierung ist unbeeindruckt. "Das Defizit bewegt sich im Rahmen von drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts", sagte Finanzminister John Snow. "Und es wird sinken."

Die offiziellen Schätzungen für dieses Jahr liegen bei einem Defizit von 304 Mrd. Dollar (283 Mrd. Euro). Doch hat US-Präsident George W. Bush inzwischen 75 Mrd. Dollar für den Krieg beantragt. Was die Besatzung des Irak und der Wiederaufbau kosten werden, steht noch in den Sternen. Das Institut "Council of Foreign Relations" rechnet mit jährlich 20 Mrd. Dollar über einen längeren Zeitraum. Und Senatoren bereiten ein Rettungspaket für die gebeutelte Luftfahrtindustrie im Umfang von drei Mrd. Dollar vor. Ein Defizit von 400 Mrd. Defizit werden im laufenden Haushaltsjahr (30. September) ist deshalb nicht mehr ausgeschlossen.

US-Schulden schon 6,4 Billionen Dollar

Die Gesamtverschuldung der USA liegt bereits bei knapp unter 6,4 Bill. Dollar, der Grenze, die der Kongress gesetzt hat. Das Finanzministerium hat den Kongress bereits dringend ersucht, das Thema auf den Tisch zu legen. Ansonsten könnte die Regierung schon im April vor der Zahlungsunfähigkeit stehen.

Die Senatoren haben jetzt als erste die Notbremse gezogen: sie verabschiedeten einen Haushalt, der nur die Hälfte der von Bush geforderten 726 Mrd. Dollar Steuersenkungen über die nächsten zehn Jahre zulässt. "Wir haben einen unverantwortlichen Haushaltsentwurf etwas verantwortungsbewusster gemacht", meinte der demokratische Minderheitenführer Tom Daschle. Zahlreiche Volkswirte verweisen zudem darauf, dass dass die Steuersenkung, mit der zum großen Teil die Abschaffung der Dividendensteuer finanziert werden soll, vor allem reiche Aktienbesitzer entlastet und die Konjunktur kaum ankurbeln dürfte.

Platzen der Aktienblase

Ohnehin wachsen inzwischen Zweifel an der These, dass allein der Irak-Konflikt Verbraucher und Unternehmen zurückhält und Investitionen und Verbraucherausgaben, sobald der Krieg vorbei ist, wieder kräftig anziehen. "Wenn alle Daten auf dem Tisch liegen, werden wir sehen, dass unser Ausblick wesentlich weniger rosig ist als Ende der 90er Jahre", sagte Harvard-Professor Dale Jorgenson der "New York Times". "Daran werden wir uns gewöhnen müssen."

"Die Auswirkungen des Platzens der Aktienblase haben sich als sehr viel anhaltender herausgestellt als bisher angenommen", meinte der Präsident der New Yorker Notenbank, William McDonough.

Das einflussreiche "Wall Street Journal" hält Bush bei Steuersenkung und Verteidigungsausgaben die Stange. Auch der Kalte Krieg sei nur gewonnen worden, weil Ronald Reagan damals die Steuern senkte und die Verteidigungsausgaben erhöhte, schrieb die Zeitung in einem Leitartikel. Das Verteidigungsbudget liege mit vier Prozent sogar niedriger als damals (1986: 6,2 Prozent). Klar gebe es ein Defizit, aber das werde auch nicht mit einer kleineren Steuersenkung reduziert. "Mit dem Geld, dass bei der Steuersenkung geklaut wird, wollen die Senatoren bloß andere staatliche Projekte finanzieren", schrieb die Zeitung.(APA/dpa)

http://derstandard.at/?id=1256642
Zum Thema Schulden, Altlasten etc. bitte mal den Altria (MO) Kurs angucken :D
Heut` morgen aufgeschnappt von Ulrich Tilgner, Sonderkorresondent (ZDF und andere) in Baghdad:

"Alle grossen US-Stationen sind schon lange weg. Das Pentagon hat offen mit der Bombardierung ihrer Unterkünfte gedroht. Damit sie nicht mit unpassende Bilder der "Befreiung" in die USA übermitteln."
Merke:
Saddams Milizen halten Zivilisten, die abhauen wollen, die Waffe ins Genick, damit sie bleiben.
Das Pentagon denjenigen Zivilisten, die bleiben wollen, damit sie abhauen und nicht Augenzeuge werden.
Interessante Zeiten.

Und auch: zwei US-Ami Fahrzeuge, die gestern in der Türkei (sic) die Überreste einer Präzisionswaffe einsammelten.
Die auf die Autoscheiben geworfenen Empfangsblumen der Bevölkerung (Türken, Kurden?) waren kinderkopfgross und vermutlich aus Granit. Tough Love, würd` ich sagen. Müssen auch dort unglaublich beliebt sein, die Befreier des Nahen Ostens.


Coubert
Schönen guten Tag,

schon länger lese ich hier die Postings aus diesem (meines Erachtens wohl qualitativ überdurchschnittlichen WO-Threads).

Ich hätte da jetzt mal eine ganz pauschale Frage:
"Habt ihr euch schon mal mit alternativen Wirtschaftssysteme beschäftigt?"
Ich meine damit, dass wir den "Kommunismus" erfolglos getestet haben, der "Kapitalismus" hat nicht richtig funktioniert. "Merkantilismus" hats auch net gebracht.
Natürlich ist das jetzt sehr oberflächlich, aber ich würde mich über Ideen und Hinweise sehr freuen.

Vielleicht hat ja jemand gute Bücher zu Empfehlen.

MfG Frank

PS: mein nickname stammt noch aus einer Zeit, in der ich sehr sehr naiv war (im Gegensatz zu jetzt, wo sich das auf nur noch sehr naiv beschränkt.)
Das "chicken game", das die Neocons so gerne spielen wollen, sieht anders aus, als sie es sich gerne vorstellen


(...)
Barry B. Bannister, a capital goods analyst at Legg Mason in Baltimore, is applying historical context to the battles in Iraq. Bannister`s current study of inflation cycles stretches to the year 2015, incorporating analysis that goes back to 1870. (From 2002 to 2015, the American stock market will average a 1.8 percent yearly return vs. 6.9 percent for commodities at the producer level, he says.)

His sense of history regarding the desert sands of Iraq goes back to the seventh century.

"From my knowledge of military history, in the Battle of Badr in the early 7th century A.D., Mohammed established his following by defeating superior forces sent by Meccan chiefs to destroy him," Bannister tells me. "He had been interdicting Mecca-Medina supply lines run by what he believed to be corrupt chiefs."

Mohammed and some of his relatives took advantage of a violent sandstorm "and defeated a force that outnumbered them substantially," Bannister said Wednesday. "You can bet that the talk on the Arab streets will soon be that this sandstorm (in the region) has historical similarities to the Battle of Badr and may impact regional sentiment if this battle drags on beyond the five-week or so (American) plan."

Bannister says in that part of the world, "where little has changed for centuries, the seventh century feels like yesterday."

http://cbs.marketwatch.com/news/print_story.asp?print=1&guid…



(...)
Syria`s role in war

Syria may be willing to play a part in the Iraq conflict, one that may challenge the United States and alarm financial markets. Military intelligence and market research service Stratfor.com says the Middle Eastern nation is willing to make waves.

"Syria has demonstrated strange behavior and an aggressively anti-war stance in recent days -- with officials taking pot shots at Egypt and allegedly allowing busloads of Syrians to head to Iraq to fight against U.S. and British forces," Stratfor, a subscription service headed by author and analyst George Friedman, says. "The country`s most senior mufti called for suicide strikes against allied forces in Iraq, and Syrian President Bashar Assad said in an interview with a Lebanese daily that the country would not wait until it becomes the next U.S. target."

Stratfor acknowledges there is "no evidence to suggest that the Syrian military is about to get involved in the fight in Iraq."

Texas-based fund manager and financial author Joseph Duarte, who tracks Stratfor and other market intelligence services, says the media is ignoring the Syria development, preferring to focus instead on less important matters regarding the Iraq war.

"The major media is focusing on the potential negative sentiment against Defense Secretary Donald Rumsfeld, and in doing so is once again missing a significant set of dynamics which could have devastating effects on the war and global markets," Duarte, of River Willow Capital Management, says from Dallas. "The U.S. is on the verge of facing a major set of potential problems and needs to move its timetable forward on this war and secure Baghdad as soon as possible."

The author of "Successful Energy Sector Investing" tells me Friday that the prospect of a long war introduces scenarios such as Syria that investors have yet to factor into the rally that moved stocks, and the dollar, higher in the conflict`s early going.

"If Syria is starting to stealth its way into the war on the side of Iraq, and al-Qaeda is fighting alongside the Iraqi irregulars as reports seem to indicate, this has the potential to cause major problems for the U.S. and the markets," Duarte says.

"An attack on Israel is a rising possibility. And the U.S. might be forced to use weapons that it had not intended to use, if indeed the worst-case scenario unfolds. The U.S. needs to move fast and end any doubt on who`s going to win this war, or the problems it will face will be disastrous."

http://cbs.marketwatch.com/news/print_story.asp?print=1&guid…




Vielen Dank, Amerika. Deine Weisheit, Deine moralische Kraft und Weisheit und die Deiner devoten Vasallen hat uns schon immer entzückt.
Die internen Absetzbewegungen beginnen:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,242961,00.html

Die "Washington Post" meldet, dass die "Grand Old Party" hinter den Kulissen einflussreiche Mitglieder zum Präsidenten geschickt hat. Sie sollen Bush überzeugen, dass er denkbar schlecht beraten wird vom Falkentrio Rumsfeld, dessen Stellvertreter Paul Wolfowitz und Vizepräsident Dick Cheney. Deren Ratschläge seien falsch, würden amerikanischen Langzeitinteressen eher schaden als nützen und die Zusammenarbeit mit den Verbündeten und den Internationalen Organisationen nur weiter erschweren.
...
Befragt nach den Kriegsopfern antwortet Powell: "Das ist der Preis, den man für einen Krieg zahlen muss. Und der wird nicht von Intellektuellen bezahlt, sondern von wunderbaren jungen Amerikanern, die ihrem Land dienen und an die gute Sache glauben."


Tja, Georgie-Boy, hättest hier mitlesen sollen ....

Coubert
@sittin bull inv

Schwundgeld ist vom Ansazt eine nette Idee. Aber Zinsen als Wurzel alles Übels zu identifizieren, kommt mir doch etwas anachronistisch vor und erinnert mich an die nachweislich fragwürdigen Behauptungen der Goldfreunde. Immerhin ist das Anlegen von Vorräten, um mal in der Gesell-proudhonistischer Diktion zu reden, eines der ältesten Bedürfnisse. Wenn man das den Leuten nicht mehr erlaubt, ist es vor allem eine neue Art von Unterdrückung.

Zweitens wird sich das Bedürfnis nach solchem Prozessen in anderen Kanälen entladen. Die Leute horten dann einfach Edelmetalle, Hühnereier oder sonstwas. Mir leuchtet die ganze Idee nicht ein, was aber an meiner begrenzten Vorstellungskraft und an der Tatsache liegen kann, daß ich mich noch nicht sehr damit auseinandergesetzt habe. Ich kann im übrigen die Befürchtung nicht ganz loswerden, daß die Anti-Zins-Bewegung mittelalterlich-antisemitische Wurzeln hat.

Simple Frage: Wie soll denn bspw. das Kreditrisiko bezahlt werden? Etwas ähnliches ist ja der Zins.

Interessant ist auf der anderen Seite die deutliche Überschneidung mit islamischen Prinzipien. Bei den Moslems ist das Erheben und Zahlen von Zinsen schlichtweg verboten, ungefähr so wie der Alkoholkonsum (was aber einige fortschrittliche Moslems m.W. inzwischen als eine Art historisches Mißverständnis bezeichnen). Ich bin aber ziemlich sicher, daß sie dennoch irgendeinen Weg gefunden haben, um mit der Frage, wie werden Kredite honoriert, umzugehen ;)
@ helmi

Und, rammt sich die us-autoindustrie senkrecht in den boden ?

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01/04/2003 19:09
Chrysler lockt US-Autokäufer mit höheren Anreizen~

Detroit, 01. Apr (Reuters) - Im Kampf um die US-Autokäufer
hat die amerikanische DaimlerChrysler-Tochter Chrysler
ihr Kaufanreizprogramm aufgestockt, um erneut mit dem größeren
Konkurrenten GM gleich zu ziehen.
Die bis Ende April geltenden Bar-Rabatte und zinsgünstigen
Finanzierungen seien die aggressivsten, die Chrysler je geboten
habe, sagte Sprecher Marc Henretta am Dienstag. So sind Kredite
zum Kauf des erfolgreichen Retro-Modells "PT Cruiser" bis zu
fünf Jahren zinsfrei, auf den Kleintransporter "Dodge Ram" gibt
Chrysler 3000 statt 2500 Dollar Rabatt. GM hatte die neue Welle
von Kaufanreizen am Montag losgetreten. Mit den Absatzprogrammen
versuchen die Hersteller ihre Verkaufszahlen trotz des Kriegs im
Irak und der schleppenden Konjunkturerholung auf hohem Niveau zu
halten, beeinträchtigen damit aber ihre Renditen.
Ursprünglich hatte Chrysler versucht, sich aus dem von Ford
und GM angeheizten Preiskampf heraus zu halten. Erst
nach rückläufigen Verkaufszahlen im Weihnachtsgeschäft hatte das
Unternehmen einen Sinneswandel vollzogen und ebenfalls Rabatte
und günstigere Finanzierungen zum Autokauf angeboten. Angesichts
der verbesserten Ertragslage könne sich Chrysler diese leisten,
hatte das Unternehmen zur Begründung erklärt.
axh/akr


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M.
@sittin bull inv

Schwundgeld ist vom Ansazt eine nette Idee. Aber Zinsen als Wurzel alles Übels zu identifizieren, kommt mir doch etwas anachronistisch vor und erinnert mich an die nachweislich fragwürdigen Behauptungen der Goldfreunde. Immerhin ist das Anlegen von Vorräten, um mal in der Gesell-proudhonistischer Diktion zu reden, eines der ältesten Bedürfnisse. Wenn man das den Leuten nicht mehr erlaubt, ist es vor allem eine neue Art von Unterdrückung.

dazu nur kurz:
Bernard Lietaer, von www.holis.de entnommen:
Der erste Mensch, der damit begonnen hat, als Schutz gegen die Unwägbarkeiten der Zukunft eine Menge Güter anzuhäufen, mußte damit automatisch seinen Besitz gegen den Neid und die Bedürfnisse anderer Menschen verteidigen. Wenn eine Gesellschaft Angst vor Knappheit hat, wird sie eine Atmosphäre schaffen, in der die Ängste wohlbegründet sind. Es handelt sich hier um eine sich selbst erfüllende Prophezeiung.

Dazu weiter: Geld ist dasjenige welches, was immer künstlich knapp gewerden halten muss, sonst würde es nicht funktionieren. Matriachalische Gesellschaften kannten keine Knappheit. Schenkungswirtschaften sind heute noch rudimentär vorhanden. Sie funktionieren auch,
wenn auch nicht so effizient wie unsere.
Zwar ist Geld auch die beste Erfindung des Menschen, weil sie Tauschgeschäfte erleichtert und allem einen Wertmaßstab gibt, und damit den Fortschritt maßgebend beeinflußt, gleichzeitig aber auch die schlechteste und antidemokratischte Erfindung, weil immer nur einige wenige profitieren, und alle anderen dafür bezahlen müssen,
diese Umverteilung nimmt über den Zins auch noch jedes Jahr zu...was auch noch zu sozialen Problemen der Individuen und Gesellschaften führt.

Wieso haben wir also Angst vor Knappheit?

Außerdem soll es Gesellschaften gegeben haben, in denen Schwundgeld sehr gut gewirkt haben soll-
die sogenannte Blütezeit des Mittelalters, mit den Brakteaten...

Sehr empfehlenswert u.a. "Karl Walker, Die Geschichte des Geldes", als Volltextversion unter u.g. Link zu finden!

Siehe auch Thread: Geld ist schizophren





Zweitens wird sich das Bedürfnis nach solchem Prozessen in anderen Kanälen entladen. Die Leute horten dann einfach Edelmetalle, Hühnereier oder sonstwas. Mir leuchtet die ganze Idee nicht ein, was aber an meiner begrenzten Vorstellungskraft und an der Tatsache liegen kann, daß ich mich noch nicht sehr damit auseinandergesetzt habe. Ich kann im übrigen die Befürchtung nicht ganz loswerden, daß die Anti-Zins-Bewegung mittelalterlich-antisemitische Wurzeln hat.

Nein. Korrekterweise waren lange Zeit in allen drei Weltreligionen Zins und Wucher verpönt. Nur Juden war es erlaubt, Zinsen von Nichtjuden zu verlangen. Daher der Trend seit den Anfängen des Geldwesen zu Antisemitismus. Was natürlich Quatsch ist, denn nicht die Empfänger sind das Übel, sondern das System selbst. Interessanterweise ist es verpönt, überhaupt nur in solche Richtung nachzudenken.
Erst als die christliche Kirche selber Geldbesitzer wurde, "vergaß" man alte Gebote zum Zins


Simple Frage: Wie soll denn bspw. das Kreditrisiko bezahlt werden? Etwas ähnliches ist ja der Zins.

In der Tat kann man das mit herkömmlichen Erklärungsansätzen nicht verstehen. So weit ich verstanden habe will man aber den Zins nicht abschaffen, sondern den Zinsfuß ins negative legen! Aber auch darüber hat man sich schon seit 70 Jahren ungehört Gedanken gemacht,
ich habe es im Thread: Ideen der Freiwirtschaft- Betrachtung des Geldes... zusammengestellt, wie man sich es vorstellen kann!


Interessant ist auf der anderen Seite die deutliche Überschneidung mit islamischen Prinzipien. Bei den Moslems ist das Erheben und Zahlen von Zinsen schlichtweg verboten, ungefähr so wie der Alkoholkonsum (was aber einige fortschrittliche Moslems m.W. inzwischen als eine Art historisches Mißverständnis bezeichnen). Ich bin aber ziemlich sicher, daß sie dennoch irgendeinen Weg gefunden haben, um mit der Frage, wie werden Kredite honoriert, umzugehen

Logisch! ;) Vielleicht ist deshalb doch der Islam der Hauptfeind der NeoCons?


Und hier noch ein sehr guter Link:

http://userpage.fu-berlin.de/~roehrigw/
Aus der FTD vom 28.3.2003
Irak-Tagebücher: Wie Todeskandidaten zu dankbaren Fedajin werden
Von Silke Mertins, Amman

Ein ehemaliges Mitglied von Saddam Husseins Elitetruppe packt aus. Exekutionskommandos hinter den Reihen kontrollieren Iraks reguläre Armee.

Klicken für größeres Bild
ZoomSilke Mertins
Die Fedajin sind bereit, für Saddam zu sterben", sagt Ali Aboud. "Dafür werden sie trainiert." Sie tragen schwarze Uniformen und schwarze Gesichtsmasken, bekommen Gehälter so hoch wie sonst nur Zwei-Sterne-Generäle, dazu komfortable Unterkünfte und die beste Verpflegung. Ali Aboud kennt die 1995 gegründete Eliteeinheit Fedajin Saddam, die den amerikanischen und britischen Truppen augenblicklich so enorme Schwierigkeiten bereiten, nicht nur vom Hörensagen. Er gehörte selbst dazu.

Der heute 22-Jährige sieht aus wie viele seiner Altersgenossen: Kapuzenjacke, Turnschuhe, Sonnenbrille, mit Gel gebändigte und nach hinten gekämmte Locken. Ein hübscher, etwas schüchterner Junge. Nie würde man ihn für einen der Fedajin Saddam ("die sich für Saddam opfern") halten, der andere Menschen kaltblütig exekutiert hat.

Mit 17 drängte ihn sein Vater, ein überzeugter Baath-Partei-Funktionär, den Spezialtruppen beizutreten. Nach viereinhalb Jahren hatte er genug gespart, um abzuhauen - über Wege von Schmugglern ins Nachbarland Jordanien. "Ich habe es einfach nicht mehr ausgehalten", sagt er. "Nach Irak kann ich nie mehr zurück." Sein eigener Vater würde ihn umbringen.

Exekutionen in Gefängnissen

Zögernd und abgehackt lässt Ali Aboud sich entlocken, wie er ausgebildet wurde: "Wir bekamen kein reguläres Armeetraining, sondern wurden speziell auf den Straßenkampf vorbereitet", sagt er. Damit sie die Hemmung zu töten überwinden, würden die Fedajin-Rekruten regelmäßig für die Exekutionen in Gefängnissen eingeteilt. "Jeden Mittwoch" war seine Einheit dran, erzählt Ali Aboud. "Beim ersten Mal konnte ich nächtelang nicht schlafen", sagte er. Danach gewöhne man sich daran.

Die Fedajin sind Saddam Husseins Sohn und engstem Vertrauten Kussai unterstellt. Neben der Republikanischen Garde ist diese Elitetruppe Saddams wichtigstes Machtinstrument. "Wir wurden auf Saddam, Gott und Irak eingeschworen, und zwar in dieser Reihenfolge", sagt Ali Aboud.

Rekrutiert würden neben Baathisten aus Saddams Heimatstadt Tikrit, die die höheren Ränge bekleiden, viele zum Tode verurteilte Kriminelle. Wenn man sie vor die Wahl stelle, zu sterben oder Mitglied der mächtigen und gut gestellten Fedajin zu werden, würden sie sich fast immer für letzteres entscheiden. "Sie sind dankbar und äußerst loyal." Zudem seien rund zehn Prozent der 15.000 Mann starken Eliteeinheit palästinensischer Herkunft. Diese Männer gelten ebenfalls als ausgesprochen Saddam-treu, sagt er.

Die Fedajin wurden nicht nur darauf trainiert, gegen oppositionelle Gruppierungen und "Verschwörungen" vorzugehen. Sie werden im Kriegsfall auch den regulären Armee-Einheiten zugeteilt. Mit der Order, auf jeden zu schießen, der sich ergeben will, halten sie sich hinter und um die Truppen auf. "Das haben sie uns gezielt beigebracht", so Ali Aboud. "Die Eroberung Bagdads wird die Amerikaner deshalb viele Opfer kosten."

"Familien der Kommandeure leben bei Präsidentenpalästen"

Dass die "Umzingelung" der Truppen, also die Durchsetzung regulärer Einheiten durch die Fedajin Saddam systematisch betrieben wird, bestätigt der ehemalige Oberst Abdsatar Hussein. "Viele Truppen werden von Fedajin begleitet - als Exekutionskommandos", sagt er und beschreibt sie als "Gruppe von Verrückten". Loyal werden die irakischen Truppen nach Abdsatar Husseins Überzeugung jedoch nicht nur wegen der Fedajin sein. Die Familien der Armeekommandeure lebten auf dem Gelände der Präsidentenpaläste. Das setze die Mehrheit von ihnen ausreichend unter Druck, um Widerstand gegen die alliierten Invasionstruppen zu leisten.

Der 47-jährige Abdsatar Hussein hatte sich im Golfkrieg vor zwölf Jahren den alliierten Truppen ergeben. "Die Amerikaner haben uns damals sehr gut behandelt", sagt er. Aber zu Hause wurde ihm das nie verziehen. "Sie behandelten mich wie einen Verräter." 1995 floh er deshalb aus Bagdad.

Dass Saddam Hussein nach wie vor chemische Waffen besitzt, daran besteht für den ehemaligen Militär kein Zweifel. Üblicherweise gebe es in jeder Devision eine Chemie-Spezialeinheit. Bei der Mehrheit der Waffen handle es sich um mit dem Nervengas VX gefüllte Mörsergranaten. "Die meisten irakischen Soldaten wissen davon nichts. Wenn sie die Order bekommen, ihre Masken aufzusetzen, dann sollen sie denken, es sei der Feind, der diese Waffen einsetzt."

Fedajin Saddam

Schlagkraft Die Stärke der paramilitärischen Spezialtruppe wird auf 20.000 bis 40.000 Mann im Alter von über 16 Jahren geschätzt.

Sonderrolle Die Fedajin unterstehen nicht dem Kommando der Armee, sondern direkt der Staatsführung.
@ Poetter

Wer wie ein Papagei die zionistisch-imperialische Kriegspropaganda nachplappert, ist einfach naiv und obendrein noch reaktionär. Kampf den Neoliberalisten, den Todfeind der Menschheit!

Heil Hi**er auch an Dich zurueck. Ist immer wieder schoen zu sehen, dass die Nazis und Kommies in Deutschland an einem Strang ziehen.


@ Maikaefer

Bist Du es? Banolo, alias Amerikas_Untergang, alias SaddamsBesterFreund, alias SlobodansBesterFreund, alias weiss der Geier?


@ sittin

Du bist Freiwirtschaftler. Definiere das doch mal. So weit ich weiss, basiert Freiwirtschaft auf Schwundgeld, dessen Sinn ich nicht ganz verstehe. Auf der Seite derdritteweg werden jedenfalls ziemlich laecherliche Behauptungen losgelassen:

Wir fordern die Einführung einer Geldumlaufsicherung in Form einer gesetzlichen Gebühr auf zurückgehaltenes Geld, und zwar nur auf Bargeld.

Haha! Und was soll dadurch bewirkt werden? Es befinden sich 635 Mrd Dollar im Umlauf, davon (vorsichtig geschaetzt) die Haelfte im Ausland. Macht etwa 300 Mrd. im Inland, also 3% vom GDP.

Im uebrigen, darf ich mal ganz fundamentale Zweifel am Sinn des Schwundgelds anmelden. Erster Satz der Wohlfahrstoekonomie: Gleichgewichte sind Pareto Effizient. D.h. ohne irgenwelche Externalitaeten sind proportionale Steuern wohlfahrtsmindernd.
Jetzt zeige mir doch mal, wo denn Externalitaeten oder andere Gruende sind, die eine Steuer auf Bargeld begruenden koennten!

Das ganze Konzept der Geldhortung, ist meiner Meinung nach eine versteckte kommunistische Agenda zur Enteignung. Geldknappheit herrscht vielleicht in der Geldboersen der Freiwirte, und deshalb sind sie – aus reinem Neid – fuer die Geld-Steuer.

Boden aus Privatbesitz kann nur noch an die öffentliche Hand verkauft werden. Dieser Gemeinbesitz wird einem öffentlichen Bodenfonds zugeführt, der alle angebotenen Grundstücke aufkauft. Auf diese Grundstücke werden dann keine privaten Eigentumsrechte mehr vergeben, sondern nur noch Nutzungsrechte in Form von Pacht und Erbbaurecht.

Ahhhh! Katze aus dem Sack! Der Gemeinbesitz wird auch Volkseigentum genannt, richtig? Oder Kolchose?

Und noch ein Schmankerl:

Wenn die heutigen leistungslosen Einkünfte aus dem reinen Eigentum an Boden (Bodenrente) wie auch die knappheitsbedingten Wertsteigerungen der Allgemeinheit zugeführt werden, erhöht sich das Angebot an verfügbarem Boden.

Aha! Wenn Deutschland Schwundgeld einfuehrt, dann wachsen wir von 350000 km^2 auf 700000 km^2. Polen sollte schon mal mit dem Aufruesten anfangen! (achtung Ironie!)

Lieber sittin: Interessiert Du Dich eigentlich auch Frei-Physik und Frei-Chemie? So’ne Art transzendentale, ganzheitliche Naturwissenschaft. Ganz ohne Gleichungen, aber mit viel mehr Beachtung fuer die Persoenlichkeitsrechte der Atome. Da werden keine Atome mehr unterdrueckt! Kein Atom muss mehr eine Verbindung eingehen, wenn es nicht will. Und wenn wir so fleissig weiter forschen, dann koennen wir bestimmt innerhalb der naechsten zwei Wochen den Frei-Physik cold fusion reactor bauen. Dann waeren alle Probleme der Welt geloest, genauso wie Schwundgeld fuer die Freiwirtschaftler und “Ausbau der Eurasischen Landbrücke” fuer den Bueso alle Probleme loest.
@frutta

das ist schon wieder ziemlich langweilig. Soldaten sind sich alle gleich, lebendig und als Leich`. In den USA heißt der Abschaum "special forces", "Ledernacken" o.ä. Die Mitglieder dieser Killerkommandos inkl. ihrer Ausbildung sind eines der patriotischen Lieblingsthemen in den allseits beliebten US-Trashmovies.
:yawn:
Aus der FTD vom 2.4.2003
Irak-Tagebücher: Ein irakischer Atomphysiker packt aus
Von Silke Mertins, Amman

Ein geflohener Wissenschaftler berichtet von seiner Arbeit für Saddam.

Klicken für größeres Bild
ZoomSilke Mertins
Drei Mal hat der junge Mann, den ich Abdel nennen soll, das vereinbarte Treffen verschoben. Auch als wir schließlich in der Lobby meines Hotels sitzen, fühlt er sich nicht sicher. Immer wieder sieht er sich um. Abrupt hält er inne, wenn der Kellner kommt, um Tee oder einen neuen Aschenbecher zu bringen. Geflohene Atomphysiker wie er stehen auf der Liste des auch im Ausland operierenden irakischen Geheimdienstes ganz oben.

Abdel hat vorher noch nie mit einem Journalisten gesprochen, sagt er. Er tue es jetzt, "aus patriotischen Gründen", denn das irakische Regime "verschwendet unseren Reichtum". Mit mir ist er nur bereit zu sprechen, weil unser Kontaktmann ihm geschworen hat, dass ich nicht mit dem Regime des Diktators Saddam Hussein sympathisiere. Das irakische Atomprogramm, sagt er, habe nie aufgehört zu existieren.

Sieben Jahre, bis 1999, arbeitete er in der "Gammastrahlen-Abteilung" der irakischen Atomenergie-Organisation 50 Kilometer südöstlich von Bagdad. Seine Aufgabe bestand darin, alternative Materialien für das Programm zu testen - als Ersatz für solche, die wegen des Embargos schwer zu bekommen waren.

Mangelndes Vertrauen

"Wir standen immer unter enormen Zeitdruck", berichtet er. "Den einzelnen Wissenschaftlern wurde nicht vertraut, wir sollten nur wissen, was unser einzelnes Projekt betraf, durften keine Fragen stellen und standen unter ständiger Beobachtung." Wenn die Uno-Inspektoren kamen, hieß die Anweisung: Nie direkt antworten. Nur die für solche Befragungen vom Geheimdienst trainierten Abteilungsleiter hätten mit den Inspektoren sprechen dürfen.

Ähnlich haben auch die Uno-Kontrolleure, die bis 1998 vor Ort gearbeitet haben, das irakische Vorgehen geschildert. Doch überprüfen kann ich Abdels Darstellung nicht. Ich frage ihn nach Einzelheiten. Er schreibt mir die verschiedenen Sorten natürlichen Urans auf ein Blatt Papier. In Tikrit, der Heimat Saddam Husseins, sagt er, habe es eine "elektromagnetische Station" gegeben. Dort sei Uran 235 auf 93 Prozent angereichert worden. Bevor die Inspektoren kamen, um die Station abzurüsten, habe man dieses Material eingekapselt und versteckt oder in mobilen Laboren weggebracht. Unterlagen seien teilweise auf dem Gelände vergraben. "Sie sind sehr gut im Verstecken." Das Regime verfüge auch über abgereichertes radioaktives Material. Zumindest für eine "Dirty Bomb" existiere ausreichend Material und Expertise, ist Abdel überzeugt.

Zusätzlich zu begabten jungen Physikern, Biologen und Chemikern, die direkt für die Waffenprogramme von der Uni Bagdad rekrutiert würden, hätten sich sehr viele Wissenschaftler aus der ehemaligen Sowjetunion und Jugoslawien in Irak aufgehalten, so der 33-Jährige. Abdel ist sicher, dass das Regime in Bagdad im Zweifelsfall Massenvernichtungswaffen einsetzen wird. Er macht auf mich einen glaubwürdigen Eindruck. Doch für die in Irak direkt Betroffenen hoffe ich, das es nicht stimmt.

© 2003 Financial Times Deutschland , © Illustration: FTD

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Helmut-Kohl, ich weiß das es müßig ist, mit dir über so etwas zu diskutieren, die Links waren für jsutformoney gedacht- du wirst es mit deiner Vorbildung nie verstehen können, sel´bst wenn du es ernsthaft versuchen würdest.

Mein Gefühl und mein Verstand sagen mir, dass dort irgendwo die bessere Lösung liegt, wie sie auch immer genau aussehen wird.
Das US-Bundesdefizit nach der bevorzugten Methode von A. Greenspan:

"Budget deficit twice as big with alternate accounting method, report says"
http://www.signonsandiego.com/news/business/20030331-1316-nu…

Nch der von A. Greenspan vertetenen Buchhaltungs-Methode (sinngemäss: erlaubt ein genaueres Bild über die aktuelle Verschuldung) ergäbe:
- für 2002 ein Defizit von $365Mia
- für 2001 ein Defizit von $515Mia

Wobei Treasurs Officials meinen, dass das 2002er-Defizit kaum eine reale Verbesserung gegenüber 2001 darstelle, sondern es sich um einen rein statistischen Effekt handle.

Coubert
>... ist sich sicher, dass das Regime in Bagdad im Zweifelsfall Massenvernichtungswaffen einsetzen wird. Er macht auf mich einen glaubwürdigen Eindruck. Doch für die in Irak direkt Betroffenen hoffe ich, das es nicht stimmt.

Im Falle der USA brauchen wir nicht mehr zu hoffen, dass es nicht stimmt. Dort ist es offizielle Doktrin, im Zweifelsfall Massenvernichtungswaffen im Erstschlag und präventiv einzusetzen.
Und nicht nur, um Land und Leute zu verteidigen. Sondern auch für US-amerikanische Interessen überhaupt.

Coubert
Das goldene Mittelalter - durch zinsfreies Geld

In der Zeit von 1150 bis 1450 gab es in Mitteleuropa eine krisenfreie Zeit, welche durch eine geniale zinsfreie Währung erreicht wurde: Um 1150 begann Erzbischof Wichmann (1110-1192) aus Magdeburg damit, Münzen herauszugeben, welche zweimal im Jahr zum Umtausch aufgerufen wurden. Ziel war es, die Steuern einfach und regelmäßig einzutreiben. Dabei wurden 12 alte Pfennige gegen 9 neue ausgetauscht, die Differenz war Steuer. Um die Münzen schnell und ohne viel Aufwand wieder einschmelzen und umprägen zu können, waren sie nur einseitig geprägt und aus dünnem Blech, daher ihr Name "Brakteaten" (bractes = dünnes Blech). Bald schon breitete sich diese Methode über das ganze Land aus. Das führte dazu, daß sich Geldhortung nicht mehr lohnte. Um dem nächsten Umtausch zu entgehen, wurde Geld zinslos weiterverliehen, da nur der Besitzer der Münzen die Umtauschgebühr zahlen mußte. Damit war Geld wieder reines Tauschmittel, nicht mehr Schatzmittel. Wie gewaltig dieser wirtschaftliche Aufschwung gewesen sein muß, zeigt die Entwicklung der Städte in Deutschland



Nun, nur durch die immer schneller Austauschgeschwindigkeit gieriger Herrscher wurde dieses System gestoppt. Es hat sehr lange recht erfolgreich gearbeitet!
#3101 landingzone
deinen üblen Spruch könnte man auf alle Personengruppen anwenden. Z.B. "Idioten sind sich alle gleich, lebendig und als Leich". Ich lehne es ab. Es zeigt eine üble Gesinnung. Dir sind aber mildernde Umstände sicher, ohne Antrag und Gutachten.
@frutta
Schon wieder ein Schimpfhansel. Habe ich Dich bei der Heldenverehrung gestört? Tut mir leid. Oder hast Du eine andere Erklärung? Ich sehe nämlich in der Praxis keinen Unterschied.

Zu den US-Special Forces sagt "Die Zeit":
"In Zeitungen und im Fernsehen nennt man sie ehrfürchtig „Helden auf Abruf“ oder „Krisen-Rambos“. Es sind staatlich lizenzierte Killer, die nach vollendetem Einsatz ihre „Tötungsraten“ rapportieren."
http://www.zeit.de/2003/07/SAS_Kasten

Etwas relativieren muß man. Die regulären Einheiten sind anscheinend noch schlimmer. Ich bin allerdings nicht sicher, ob Du die aktuellen Nachrichten liest. Ich hoffe, Du beziehst Deine Informationen nicht gerade von Fox-TV.
@sittin bull,
im Laufe des 12. Jahrhunderts ging die kaiserliche Macht zurück und immer mehr lokale Herrscher errichteten lokale Münzstätten, die für sie natürlich sehr lukrativ waren. Mitte des 13. Jahrhunderts gab es ca. 500 verschiedene Münzstätten.Dabei war es üblich die Pfenniggewichte immer weiter herabzusetzen. Deshalb wurden die Pfennige bei größeren Geschäften nicht mehr gezählt, sondern gewogen. Um den Staatsbetrug aufrecht zu erhalten, entwickelte sich dann der miese Trick den Feingehalt des Silbers durch den Zusatz von billigern Metallen zu verringern. Das war viel schwerer zu erkennnen. Der Höhepunkt des Betruges war dann die Einführung der sogenannten Münzverrufung. Die umlaufenden Geldstücke wurden einfach für ungültig erklärt, eingezogen und man erhielt für 4 alte 3 neue Pfennige. Mit diesem Betrug finanzierten Kirche und Adel ihren Luxus. Diese häufigen Münzverrufungen waren aber nur möglich, wenn die Münzbilder deutlich verschieden waren. Deshalb kam man auf den Gedanken, die Münzen nur aus dünnem Silberblech zu prägen und größer zu machen. Diese etwa 5cm großen sogenannten Brakteaden wurden nur einseitig geprägt. Diese Form des Staatsbetrugs ist nichts anderes als die künstliche Einführung einer jährlichen 50 %igen Inflation. Bei einer solchen Geldentwertung versucht natürlich jeder das Geld so schnell wie möglich wieder loszuwerden. Dieser Tatsache schreiben die Anhänger des Schwundgeldes eine wirtschaftsbelebende Wirkung zu. Der Haken an der Sache ist nur, daß eine solche miese Währung automatisch zu Nebenwährungen führt, weil die Verkäufer von Waren dieses Geld einfach nicht mehr annehmen. Das letzte Beispiel dafür war die Zigarettenwährung der Jahre 1945 bis 1948. Für das offizielle Geld bekam man gar nichts mehr. Für Zigaretten bekam man alles. Zigaretten übernahmen die Rolle des Geldes. Ebenso lief es in der Zeit der Münzverrufungen. Da der Handel mit dem Schwundgeld nicht funktionierte, weil man viele Waren nur noch im Tausch gegen ander Waren erhielt, wurde das Münzrecht quasi privatisiert. Viele Fürsten gaben gegen Bezahlung das Münzrecht an Städte. Städte wie Lübeck, Basel, Erfurt, Hamburg und Lüneburg führten den sogenannten ewigen Pfennig, der wieder beidseitig geprägt war, ein. Das geschah so ab ca. 1220. Die Zeit der Brakteaden war relativ kurz, und ist bestimmt nicht für die relativ krisenfeste Zeit verantwortlich. Natürlich ging das Spiel mit der Münzverschlechterung später wieder von vorne los. Die Geschichte des staatlichen Geldes ist eine Geschichte des fortwährenden staatlichen Betruges an den Bürgern.
Gruß frutta
Vor ungefähr 100 Jahren versuchte der italienische Finanzwissenschaftler Amilcare Puviani die Frage zu beantworten, wie eine Regierung möglichst viel Geld aus ihren Untertanen pressen kann, ohne offenen Widerstand zu provozieren. Er machte folgende Vorschläge:
# Erhebe mehr indirekte als direkte Steuern, um so die Steuer im Preis der Waren zu verstecken.
# Finanziere einen wesentlichen Teil der Staatsausgaben durch Kredite, um so die Steuern auf künftige Generationen zu verschieben.
# Fördere die Inflation, denn diese mindert die Staatsschulden.
# Besteuere Schenkungen und Luxusgüter, denn der Empfang oder die Gabe von etwas Besonderem mindert den Ärger über die Steuer.
# Führe "zeitlich befristete" Steuern ein, um eine "Notlage" zu überwinden, wobei allerdings die Ausnahmesituation immer bestehen bleibt und mit ihr die temporäre Steuer.
# Nutze soziale Konflikte durch die Besteuerung von unpopulären Gruppen, wie z. B. den Reichen.
# Drohe mit dem sozialen Zusammenbruch und der Verweigerung von Diensten, auf welche die Regierung ein Monopol hat, falls Steuern verringert werden sollen.
# Treibe die Steuern in kleinen Raten über das ganze Jahr verteilt ein.
# Halte die Steuerzahler in Unwissenheit über die tatsächliche Höhe ihrer Belastung.
# Führe die Haushaltsberatungen im Parlament so, daß kein Normalbürger ihnen folgen kann.
# Verstecke im Haushaltsplan die einzelnen Ausgabepositionen unter wohlklingendenAllgemeinbegriffen wie "Erziehung" oder "Verteidigung", damit Außenstehende nicht die tatsächlichen Bestandteile des Budgets erkennen können.
BEKANNT ?
yo, kannte ich, es wurde perfekt umgesetzt, und wir verteidigen dies auch noch! :p
@sittin bull,
das brauchen wir auch nicht zu klären. Aber wir können sehen, was in Ländern passiert ist, in denen die Kaufkraft des Geldes schnell dahinschwindet. Sie haben alle eins gemeinsam. Ein großer Teil des Handesl findet nicht in der Landeswährung, sondern in irgendeiner Nebenwährung statt, z.B. im Dollar in Südamerika, der DM in Osteuropa und der Türkei. Eine gallopierende Inflation ist besonders für die sozial schwachen sehr nachteilig.
Ein anderes Problem sind die Zinsen. Wenn ich dich richtig verstanden habe, ginge es dir eigentlich darum. Vielleicht sind die Zinsen tatsächlich für diese zyklischen Zusammenbrüche der Wirtschaft verantwortlich. Ich befürchte, wir haben wieder einen vor uns. Nachher werde ich deine Links lesen. Jetzt muß ich weg.
Gruß frutta
die deutsche Verschuldungsmaschine:
-----------------------------------

Der Bundeshaushalt - Eichels Bestätigung

"Anläßlich der Verleihung des Wolfram-Engel-Preises am 29.11.1999 an Philipp Schuller und Peer Ederer für ihre Bilanz der Deutschland AG stellten die beiden Autoren anhand ihrer Berechnungen die Aussage in den Mittelpunkt ihres Vortrags":

Deutschland wird im Jahr 2015 zahlungs- und politikunfähig, weil sich dann die Verschuldung auf knapp 10 Billionen DM erhöht hat.

Eine vernichtende Analyse, die so noch nicht in der Öffentlichkeit wahrgenommen wurde. Und während so mancher im publikum nachdachte, ob die beiden jungen Wirtschaftler nicht überzogen hätten, bestätigte Bundesfinanzminister Hans Eichel in seiner Laudatio diese Zahlen. In einem Anflug von Ehrlichkeit meinte er: Die SPD sei so tief im Keller, daß sie es sich leisten könne, die Wahrheit zu sagen.
Ja, Deutschland werde politikunfähig, wenn wir so weitermachen, räumte Eichel ein...... Er sieht den drohenden Crash, und der kommt nicht erst in der Generation der Urenkel, sondern übermorgen, irgendwann zwischen 2010 und 2015."

Zitat aus Günter Ederer: "Die Sehrnsucht nach einer verlogenen Welt - Unsere Angst vor Freiheit, Markt und Eigenverantwortung", Verlag C. Bertelsmann 2000.
@ sittin bull inv

Helmut-Kohl, ich weiß das es müßig ist, mit dir über so etwas zu diskutieren, die Links waren für jsutformoney gedacht- du wirst es mit deiner Vorbildung nie verstehen können, sel´bst wenn du es ernsthaft versuchen würdest.

So schreibt jemand dem die Argumente ausgehen. Die Frei-Physiker werfen den herkoemmlichen Physikern vor sie haetten “zu viel Bildung” :D. Tatsache ist, dass eine Forderung wie die nach Schwundgeld immer durch ein Modell gestuetzt sein muss. Und ich moechte im Modell mit Ursache und Wirkung sehen koennen, warum wir Schwundgeld brauchen. Bis dahin ist Freiwirtschaft ein Pudding, den man leider nicht an die Wand nageln kann.

In der Zeit von 1150 bis 1450 gab es in Mitteleuropa eine krisenfreie Zeit, welche durch eine geniale zinsfreie Währung erreicht wurde:

Meine Fragen an Dich:
Wie hoch war das Wachstum p.a. in dieser Zeit? Ich will nicht wissen, ob Staedte gewachsen sind (wie sind wohl die Staedte in den USA nach 1900 gewachsen?), sondern ich will harte, nackte Zahlen. % per annum!
Wenn wir mal ab 1450 das Wachstum extrapolieren, wie hoch waere dann das GDP in Deutschland?

Ernst gemeinte Fragen!!!!


@ Coubert

Bitte auch gleich die deutschen Zahlen posten, nach herkoemmlicher Methode und nach Greenspan’s Methode!
@ Josepp

Deutschland wird im Jahr 2015 zahlungs- und politikunfähig, weil sich dann die Verschuldung auf knapp 10 Billionen DM erhöht hat.

Naja, 10 Billionen halte ich fuer etwas uebertrieben. 3.5% Neuverschuldung, 60% Schuldenquote heute, Null-Prozent reales Wachstum und 2% Inflation. Dann haetten wir 2015 etwa 111% Schulden/GDP. Sind eher 3 Bio Euro, und nicht 5 Bio, aber trotzdme schlimm genug.

Politisch wird Deutschland aber auch sonst handlungsunfaehig:

Title: Pensions and the Path to Gerontocracy in Germany
Author: Sinn, Hans-Werner; Uebelmesser, Silke
Author Affiliation: CESifo
Source: European Journal of Political Economy, March 2003, v. 19, iss. 1, pp. 153-58
Publication Date: March 2003
Abstract: An impending demographic crisis in Germany calls for fundamental reforms of the pension system. In a democracy, however, reforms require the support of the majority of the electorate. To determine whether the majority is in favour of reforms of the pension system, we calculate for each year the "indifference age" as the age of the cohort that is not affected by the reform and the "median age" as the age of the politically decisive cohort. Until 2016, a reform can be democratically enforced. After 2016, Germany will be a gerontocracy.
@ Hemut,
ich habs nicht nachgerechnet. Das sind ja die Berechnungen der beiden Preisträger. Obs der Eichel nachgerechnet hat ?
Jedenfalls geht der Krug zum Brunnen bis ..........

Hier noch was:

Die Theorien von Dr. Paul C. Martin:
-------------------------------------------------------------

1. DEBITISMUS.
Wort von "debit" (lat. = schuldet). Grundgedanke: Nicht Geiz und Gier, nicht Profitsucht oder ähnliches treiben die Wirtschaft voran, sondern der auf ihr lastende permanente Schuldendruck. Theorie übrigens von den Bremer Proff. Heinsohn & Steiger zum 1. Mal entdeckt, ihr Buch "Eigentum, Zins und Geld" erklärt alles en detail; allerdings sehr akademisch und umfangreich.

2. TAUSCHTHEORIE.
Die ist Schrott, die Theorie nämlich, auf der alle (!) heutigen ökonomischen Modelle basieren, dass - im Grunde - immer ein Gleichgewicht in der Wirtschaft herrscht, weil die Kosten immer zu Einkommen werden und die dann die mit Hilfe der Kosten hergestellt Produktion vom Markt nehmen. Geld spielt darin sozusagen nur als
"Tauschmittel" eine Rolle, quasi als Vereinfacher des Tausches von Zement in Hühner oder Löhne in BMW-Cabrios.

3. NACHSCHULDNER.
Tatsächlich ist die Wirtschaft nie im Gleichgewicht, ganz einfach, weil Zeit verstreicht, bis die Kosten wieder ins die Firmen zurückkehren können. Diese Zeit kostet Geld (Zins). Aber das Geld dazu ist nirgends in der Wirtschaft vorhanden. Also? Also muss es sich jemand "leihen", so dass wir in einem System leben, das die alten
Schuldner nur erlösen kann, indem immer wieder neue "Nachschuldner" dazu kommen. Fielen sie eines Tages aus, würden alle vorangegangenen Schuldner logischerweise sämtlich pleite gehen.

4. GELDMENGE.
Irrlehre! Es gibt keine Geld"menge", das ist eine Begriffsverwechslung, aus dem Bereich der Güter entlehnt. Es gibt immer nur eine gleich hohe Summe von Guthaben und Schulden bzw. umgekehrt. Und da auf beidem immer Zins liegt, der aber immer wieder durch neue Verschuldung herbeigezaubert werden muss, schreit das System immer nach neuer Nettoneuverschuldung. Oder es geht unter.

5. SCHULDENDRUCK.
Jeder im Kapitalismus (= unsere freie Wirtschaft) ist ein armes Schwein. Selbst wenn er selbst mal gerade schuldenfrei ist, wohnt er doch in einem Haus, das sein Vermieter finanziert hat oder arbeitet in einer Firma, die gerade mit ihrer Bank um neue Kredite feilschen muss.

Das war erstmal das Vorspiel. Und gleich geht`s weiter:

6. NACHFRAGE.
Jeder kann nachfragen; dazu braucht er kein Geld. Es reicht, wen er sagt: "Ich kaufe" - wie er dann das Geld besorgt, ist sein Problem (Wechsel, Konto überziehen, Visa, Geld von Oma leihen usw.). Jeder Nachfrager ist - sub summa aller Nachfrager - also verschuldet, egal ob der einzelne doch gerade flüssig war/ist oder
klamm.

7. INFLATION I.
Jede Nachfrage steigert tendenziell den Preis - es sei denn der Unternehmer ist zu blöd, die Preise anzuheben, wenn der Laden voller Leute ist. Jeden Tag erleben wir also an einzelnen Märkten und in einzelnen Produkten Mini-Inflationen.

8. DEFLATION I.
Nun habe ich also mein Ding, das tendenziell im Preis gestiegen ist. Aber ich habe noch nicht das Geld, um es zu bezahlen. Dazu muss ich mich nun anstrengen und etwas leisten oder produzieren -
also ein Zusatzangebot in die Welt zu schicken. Und das senkt den Preis auf diesem Markt wieder. Also Mini-Deflationen.

9. STABILITÄT.
So besteht die Welt aus lauter kleinen Inflationen und Deflationen - und am Ende bleibt das Preisniveau stabil. Dass das ganze vor dem Hintergrund der permanent benötigten "Zusatzverschuldung" stattfindet, spielt keine Rolle, denn 7 und 8 sind genau das, was damit gemeint war.

Das war`s eigentlich schon: Alles paletti!
Zwar gibt`s niemals Gleichgewicht, weil sich das System immer wieder aus sich heraus vorwärts treibt. Aber es läuft - es sei denn, die Nachschuldner fallen komplett aus. Aber warum sollten sie? Wir alle wollen doch besser leben und da stecken wir schon mal was ins Geschäft (der Unternehmer in seine Firma, wir in unser Ego).

Doch dann!

10. STAAT.
Nun dürfen ja nicht nur wir Schulden machen, sondern auch ein sonderbares Gebilde, das STAAT heisst. Während wir unsere Schulden abarbeiten, für Zins und Tilgung sorgen müssen, juckt den STAAT sowas
überhaupt nicht. Er ist der einzige Schuldner, der auf die Frage nach Zinszahlungen sagen kann: Ach schreiben Sie`s doch dazu.

11. SCHULDENEXPLOSION.
Der Staat darf also seine Schulden "stehen lassen" und damit mahlt der Zinseszins. Bei 7 % verdoppelt sich die
Schuld alle zehn Jahre, bei 10 % alle sieben Jahre, usw. Einfach mal in die Schuldenkurven aller Staaten gucken - sofort ist alles klar. Da ist ein Hochleistungskrimineller am Werk gegen den Baulöwe Jürgen Schneider
usw. Waisenknaben waren und sind.

12. FINALE.
Vom Wiener Baurat und vereidigten Gerichtssachverständigen Dipl.-Ing. (einem unbestechlichen Naturwissenschaftler also) Walter Lüftl. stammt die Formel (hier in Worten, nicht in Zahlen):
Steigen Schulden schneller als das, woraus sie verdient werden können, kommt es in berechenbar endlicher Zeit zum Bankrott. Gilt für Tante-Emma-Länden genauso.
Nur beim Staat ist das, woraus er sich bedienen kann, nur die Wirtschaftsleistung, und wächst die langsamer als die Staatsverschuldung... (vollenden Sie den Satz bitte selbst). Alle Staaten sind hart unterm Wind auf Bankrott-Kurs.

13. INFLATION II.
Die Staatsschulden sind zunächst zusätzliche Nachfrage und deshalb auch so beliebt, weil ins System des "Debitismus" (1) scheinbar passend. Da der Staat aber nicht leistet, fehlt die "Warenmenge", die das Preisniveau wieder senken könnte. Es kommt zur richtigen Inflation:
Immer nur Nachfrage, aber die erlösende Warenmenge erscheint nie. Es gibt demnach nur eine einzige (!) Ursache für Inflation - das ist der STAAT.

14. INFLATIONSENDE.
Das ist - auch bei robuster Staatsnachfrage mit Hilfe immer neuer Schulden - spätestens dann erreicht, wenn die Kosten der Fortsetzung der Inflation ihre Erträge übersteigen. Kurz: Wenn die staatliche Neuverschuldung gerade noch ausreicht, um die inzwischen aufgelaufenen Zinszahlungen zu egalisieren. Dann ist der Zauber weg und selbst bei größten Defiziten (siehe heute Japan) schmiert die Wirtschaft mehr und mehr ab.

15. HYPERINFLATION.
Der Staat kann auch noch die Notenpressen laufen lassen und Geld drucken wie blöd (bei der Notenbank wird`s abgeholt gegen Hinterlegung immer kurzfristigerer Rückzahlungsversprechen), doch auch das endet nach Regel 14: Die deutsche Hyperinflation endete 1923 warum? Weil die Kosten für Papier und Druck höher waren als das, was draufstand. Deshalb sind die letzten "Billionen"-Scheine nur noch ganz klein und bloß einseitig bedruckt.

16. DISINFLATION.
Die Hyper-Infla-Lösung steht diesmal noch aus. Nach der ausschließlich STAATSverschuldeten Normal-Inflation der 70er Jahre kam erst mal die Infla-Kippe (auch durch "Bremsmanöver" der Notenbanken) und dann sanken die Preissteigerungsraten und damit die Zinsen.
Eigentlich sehr schön, nicht? (Aber Achtung: Die alten Schulden sind stehen geblieben, wir sehen sie noch wieder; Schulden verschwinden nie von selbst!).

17. GOLD.
Die Goldhausse der 70er Jahre mit Spitze 1980 bei 850 $ / Unze brach mit Crash (Sachwerte-Crash) und damit war das Thema vorerst zu Ende...

18. BÖRSEN-HAUSSE.
... bis es dann 1982/83 zwanglos in die Finanztitel-Hausse mündete, die mit jeder Menge Möglichkeiten, auf die
Notenbanken zu ziehen richtig flott gemacht wurde, die aber vor allem der