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Vontobel bläst Projekt für Internet-Bank ab -
Erste

Zusammenfassung

Konzernrechnung 2000 der Vontobel-Gruppe mit 151
Millionen Franken belastet -

Zürich (AP) Noch vor dem effektiven Start bläst die Vontobel-Gruppe das
Projekt der Internet-Bank unter dem Namen «y-o-u» wieder ab. Kostenrahmen
und Zeithorizont seien nicht realisierbar gewesen, begründete die Bank ihren
Entscheid. Für die 40 betroffenen Mitarbeiter wird eine Beschäftigung innerhalb der Gruppe gesucht.

Das Projekt der Internet-Bank war vor einem Jahr lanciert worden und hatte die Konzernrechnung 2000 der
Vontobel-Gruppe mit 151 Millionen Franken belastet. Der Start der Bank war ursprünglich für diesen Frühling
vorgesehen. Zu den Kosten, die mit der Einstellung der geplanten Internet-Bank verbunden sind, wollte Tony
Reis, Verwaltungsratspräsident von «y-o-u», auf Anfrage keine näheren Angaben machen. Der Entscheid zum
Rückzug sei erst am (gestrigen) Montag gefällt worden und ziehe eine komplexe Abwicklung nach sich, da
mehrere Dutzend Vertragspartner involviert seien. Er wies aber darauf hin, dass der Rückzug das operative
Ergebnis der Vontobel-Gruppe im laufenden Jahr nicht beeinflussen werde.

Vom Entscheid sind laut Reis 40 Mitarbeiter betroffen. Für sie würden nun Einsatzmöglichkeiten innerhalb der
Vontobel-Gruppe, die insgesamt rund 800 Leute beschäftigt, geprüft. Persönlich bedaure er einerseits den
Einstellungsentscheid, da im Projekt nebst Geld auch viel Herzblut, Zeit und Engagement gesteckt habe, sagte
Reis. Werden alle Fakten betrachtet, sei es anderseits ein absolut richtiger Entscheid, das Vorhaben jetzt
abzubrechen. Der frühere Swisscom-Konzernchef Reis, der beauftragt worden war, das «y-o-u» auf die Beine zu
stellen, wird nach eigenen Angaben im Verwaltungsrat der Vontobel Holding AG bleiben.

Die Vontobel-Gruppe ist zu 80 Prozent und Think Tools zu rund 20 Prozent am Projekt beteiligt. Analysten
beurteilten den Entscheid, die Notbremse zu ziehen, als richtig. Das Projekt hätte nicht nur die Konzernrechnung
2000 beeinflusst, sondern auch in den Folgejahren eine hohe Belastung dargestellt. Das Ertragspotenzial sei
dagegen kaum abschätzbar gewesen, hiess es.


siehe auch hier:

28. März 2000


Online Swiss Private Banking - I-D
Media und die Vontobel-Gruppe
gründen e-Bank

Berlin, 28.3.2000 - In einem Joint Venture
wollen die bekannte Schweizer
Bankengruppe Vontobel und die I-D Media
AG (www.i-dmedia.com) eine rechtlich
selbständige e-Bank mit einer Lizenz der
schweizerischen Aufsichtsbehörden
gründen. Mit "Online Swiss Private Banking"
bringt die e-Bank "Information Management"
mit "Money Management" und anderen
wichtigen Komponenten des
Internet-Geschäfts zusammen. So entsteht
ein hocheffizienter Verbund von langjährigem
Know-how im Internetbereich kombiniert mit
Qualität und Umfang der klassischen
Dienstleistungen des gehobenen Private
Banking.

Die I-D Media AG bringt das
internet-bezogene Know-how im Marketing
in das gemeinsame Projekt ein. Das von I-D
Media technologie-getriebene "Information
Management", wird von der
Vontobel-Gruppe mit einem
bank-spezifischen "Money Management"
verbunden.

Als Präsident der e-Bank konnte Tony Reis,
der ehemalige CEO von Swisscom,
(entspricht der Deutschen Telekom)
gewonnen werden. Vizepräsident des
Verwaltungsrates (Aufsichtsrates) ist Dr.
Jörg Fischer, der Chef der
Vontobel-Bankengruppe. Die
Vontobel-Gruppe kontrolliert die e-Bank ab
Projektstadium mit Kapital und Stimmen.

Online-Geschäft in der Bank von
morgen

"Markenzeichen der e-Bank ist die
überdurchschnittliche, gehobene und dank
Internettechnologie bestmöglich
individualisierte Qualität der Dienstleistung",
betont Bernd Kolb, Vorstandsvorsitzender
der I-D Media AG.

Die e-Bank ergänzt das traditionelle
Bankgeschäft um ein neues Geschäftsfeld,
das aus der Entwicklung von Märkten und
Technologie entsteht. Sie antizipiert auch
den Generationenwandel im Verhalten
finanzinteressierter Kunden. Daher
entspricht das Unternehmen weder dem rein
trading-orientierten Ansatz bekannter
Online-Banken noch dem hergebrachten
Retail-Geschäft.

"Es wird im e-Banking des reiferen
Stadiums nicht darum gehen, das Internet
lediglich als weiteren Vertriebskanal für
klassische Produkte und Dienstleistungen
einer Bank zu nutzen. Unternehmerisch
haben wir in der Vontobel-Gruppe daher
bereits die nächste Generation des
Online-Banking im Auge", erläutert Dr. Jörg
Fischer, der Delegierte des
Verwaltungsrates der Vontobel Holding AG.

Für Auskünfte steht Ihnen bei der Vontobel
Holding AG in Zürich Franz Brunner, Leiter
Corporate Communications, zur Verfügung,
Tel. +41-1-283 73 20, Fax: +41-1-283 75 00.


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