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Amnis Systems rechnet mit 100% Wachstum für die kommenden Jahre - 500 Beiträge pro Seite



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Amnis Systems, die Streaming-Video-Lösungen für breitbandige Unternehmensnetzwerke anbieten, sind sowohl in den USA als auch in Europa noch relativ unbekannt. Was auch damit zusammenhängen mag, dass die Geschäfte noch bis vor kurzem unter dem Firmennamen Optivison geführt wurden. Die Fusion mit Amnis soll den Zugriff auf neues (Börsen-)Kapital zur Ausweitung der Geschäftsaktivitäten ermöglichen.

„Man vergleicht unsere Produkte oft mit dem Realplayer von Realnetworks oder dem Mediaplayer von Microsoft. Diese laufen jedoch über das Internet, während wir hauptsächlich für interne Breitbandnetzwerke, wie sie Unternehmen oder Behörden nutzen, produzieren“, so der Vorstandsvorsitzende von Amnis, Michael Liccardo, gegenüber w:o. Bis ins Jahr 2004 wird es nach Meinung von Liccardo ungefähr noch dauern, bis ausreichend Endnutzer über Breitbandzugang ins Internet verfügen, um es auch für Amnis wirklich interessant zu machen.

Doch bis dahin will man längst schwarze Zahlen schreiben. „Für 2001 erwarten wir einen Umsatz von ungefähr 7 Mio.$ bei einem gleichzeitigen Verlust von ca. 3 Mio.$. Ende 2002 werden wir dann voraussichtlich den Breakeven erreichen“, so Liccardo weiter. Das Amnis-Management geht dabei von einer Wachstumsrate des Umsatzes von 80% bis 100% in den kommenden Jahren aus. Zunächst einmal wird man 10 Mio.$ aus einer Finanzierungsrunde erhalten: „Diese Kapitalspritze nutzen wir, um unsere Vertriebs- und Marketingaktivitäten auszubauen, außerdem entwickeln wir Produkte, die auf dem Übertragungsstandard der nächsten Generation beruhen.“

Die Liste der Kunden und Partner liest sich gut. Mit Oracle und Cisco vertreibt Amnis Produkte, und zu den Kunden gehören u.a. Verizon, Lucent und US West. Weshalb Liccardo auch sagt, dass sie vom Platzen der Internet-Blase nicht betroffen seien: „Wir sind kein Dot-com-Unternehmen, unsere Kunden und deren Kunden sind keine Dot-com-Unternehmen“, betont er. Die fast ausschließliche Ausrichtung auf den Unternehmensmarkt führe zudem dazu, dass man die allgemeine Schwäche der US-Wirtschaft nicht in so großem Ausmaß zu spüren bekomme wie viele andere US-Firmen.

Liccardo gibt sich – natürlich – optimistisch: „Wir sind auf einem großen Wachstumsmarkt führend und verfügen über eine breite Kundenbasis. Für die Zukunft hoffen wir, uns für eine Aufnahme in die Nasdaq zu qualifizieren.“ Dass die geringe Marktkapitalisierung Amnis für größere Unternehmen, die z.B. an der Amnis-Technologie interessiert sind, zu einem leichten Übernahmeziel macht, kann er aber nicht abstreiten.




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