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Hermle - Maschinenbauer vom Feinsten - 500 Beiträge pro Seite (Seite 3)

eröffnet am 06.03.01 22:04:25 von
neuester Beitrag 07.02.21 18:20:09 von


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15.05.07 14:14:37
Beitrag Nr. 1.001 ()
so wird das nichts mit einer Konsolidierung;
Hermle schlägt im Umsatzwachstum wieder alle Konkurrenten klar und deutlichM; 31% für einen Maschinenbauer
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15.05.07 15:21:13
Beitrag Nr. 1.002 ()
Na egal, ich hab heute ca. 70% Gewinn innerhalb 4 Monate mitgenommen!

Die Meldung ist trotz Exzellenz anscheinend nicht geeignet den Kurs auf neue Rekorde zu hieven. Ich spekuliere daher auf Konsolidierung bis ca. 62 Euro. Dann bin ich wieder dabei.
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15.05.07 16:04:05
Beitrag Nr. 1.003 ()
der Gewinn sei Dir von Herzen gegönnt;
aber mit Ziel 62 Eur wirst Du den Wiedereinstieg selbst nach Dividendenausschüttung mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit verpassen.

Letztes Jahr sind wir im Umsatz um 24% gestiegen. Das brachte einen überproportionalen Gewinnanstieg um 58%.
Dieses Jahr sieht es bisher vom Umsatz her nach den Q1-Zahlen noch besser aus (+31% ggü. +24% im Q1 2006). Selbst wenn wir nur von einer proportionalen Gewinnsteigerung ausgehen kommen wir auf ca. 6,80 Eur pro Aktie.
62 Eur wären dann ein KGV unter 10.
Ich denke wir sehen eher Kurse von 80 - 90 innerhalb der nächsten Monate. Der Markt wird eine realistische Gewinnerwartung von ca. 7 Eur pro Aktie mit einem KGV von 12 handeln. Macht 84 Eur.

Das Wording von Herrn Hermle ist zu beachten
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16.05.07 17:04:09
Beitrag Nr. 1.004 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.327.021 von obgicou am 15.05.07 16:04:05Das Wording von Herrn Hermle ist zu beachten

was meinst Du mit dieser Aussage?
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16.05.07 17:07:31
Beitrag Nr. 1.005 ()
einen entscheidenden Einfluß auf die Kurschancen der Hermle Aktie hat auch das Umsatzpotential des neuen Maschinentyps.

Im Idealfalle würde dieser, wenn die Branchenkonjunktur wieder nach unten geht, dadurch bedingte Umsatzausfälle ausgleichen, bzw. mindern können.
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17.05.07 15:48:25
Beitrag Nr. 1.006 ()
jo heit is zünfdig...
wir sind über 80 EUR !

schade dass das ausser mir anscheinend keiner mehr life miterlebt, seid wohl alle schon im WE

gruß
me_2
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17.05.07 16:29:50
Beitrag Nr. 1.007 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.358.207 von me_2 am 17.05.07 15:48:25ich beobachte es auch.

Insbesondere auch angesichts des extrem hohen KGV's beim Hauptwettbewerber Gildemeister steige ich noch nicht aus und lasse meine Gewinne laufen.
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17.05.07 16:39:28
Beitrag Nr. 1.008 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.346.508 von Hiberna am 16.05.07 17:04:09bezogsich auf die Quartalsberichte;
Hr. Hermle hat ein bestimmtes Vokabular für bestimmte Situationen;
"gute Chancen" heißen bei ihm so gut wie sicher;
außerdem hat er in diesem Q1 (im Gegensatz zu Q1 2006) nicht von Spitzenkonjunktur gesprochen.
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17.05.07 19:30:28
Beitrag Nr. 1.009 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.358.207 von me_2 am 17.05.07 15:48:25wir erleben es mit noch 3 € dann hab den 100%er
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17.05.07 19:56:39
Beitrag Nr. 1.010 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.362.338 von Maack1 am 17.05.07 19:30:28wir erleben es mit noch 3 €

was soll das bedeuten?
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17.05.07 20:07:31
Beitrag Nr. 1.011 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.362.338 von Maack1 am 17.05.07 19:30:28ach so, Du meinst wahrscheinlich 83 Euro.
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18.05.07 11:17:08
Beitrag Nr. 1.012 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.324.648 von Snart am 15.05.07 14:10:18Bei Hermle rockts aber heute, wurde hier ein Nebenwert neu entdeckt? ;)
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18.05.07 16:40:45
Beitrag Nr. 1.013 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.362.820 von Hiberna am 17.05.07 20:07:31genau der 100% ist nun voll und so nen schönen hatte ich nie seit meinem kauf bei 41,95 war ich nie im minus mit der aktie und sie steigt weiter :D
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18.05.07 17:15:35
Beitrag Nr. 1.014 ()
Ich will ja nicht lästern, da die Firma wirklich gut ist.

Aber wir haben charttechnisch sämtliche Aufwärtstrends nach oben durchbrochen. Für meine Begriffe ist das eine Fahnenstange. Man weiß zwar nicht, wie weit die noch geht, aber irgendwann ist sie zu Ende!
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18.05.07 17:42:16
Beitrag Nr. 1.015 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.375.357 von Azotobacter am 18.05.07 17:15:35
Du hast völlig recht;

1. gibt es irgendwann eine Korrektur
2. weiß niemand wann (kann auch leicht auf 100 und mehr gehen)
3. sollte man daher mit SL arbeiten, aber einem weiten
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18.05.07 18:53:58
Beitrag Nr. 1.016 ()
es gibt wieder viele neue Stellenausschreibungen unter http://www.hermle.de/fs_hermle.php?sprache=de&page=88
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18.05.07 20:37:24
Beitrag Nr. 1.017 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.375.357 von Azotobacter am 18.05.07 17:15:35leider ist das so in 3 monaten nen 100%er ist auf der einen seite spitze aber man hat noch 9 monate bis zur steuerfreiheit

und so langsam macht die fahnenstange angst auf der anderen seite wurde das orderbuch heute 2x mit nem block zugestellt und beide mal wurde der 1k riegel komplett rausgekauft
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21.05.07 15:58:10
Beitrag Nr. 1.018 ()
... ich bin raus, das geht mir deutlich zu schnell. Schöner Gewinn, aber ein bischen Wehmut bleibt. Vielleicht kann ich ja doch bald wieder einsteigen. - Tolle Aktie!
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21.05.07 16:38:12
Beitrag Nr. 1.019 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.404.799 von Snart am 21.05.07 15:58:10ich bin auch heute früh zu 85 € raus, die ist fast 7€ ueber den bollinger im moment eigentl. ein short kanditat. das sieht ja fast wie insider handel aus so wie da gekauft wird - denke da kommt was
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21.05.07 16:56:01
Beitrag Nr. 1.020 ()
hab so etwas schon öfters erlebt, eine einfache Überhitzung, denke ich mal.
Da haben welche Torschlusspanik. Bin mit 74 Euro im Schnitt "auch" zu früh raus.
Aber wie gesagt, bei einer Fahnenstange weiß man nie, wann sie zu Ende ist! Da ist man plötzlich mit 20% Minus dabei, ehe man sich versieht!

Jeder, der momentan verkauft hat, hat zwangsläufig einen guten Schnitt gemacht, also nicht traurig sein! :keks:

Bleibt nur noch die Frage, wo man seinen Gewinn investiert!
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21.05.07 17:24:43
Beitrag Nr. 1.021 ()
ich bin noch investiert, allerdings reduziert, weil die Gewichtung im Depot zu hoch gegangen war.
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21.05.07 17:45:53
Beitrag Nr. 1.022 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.405.759 von Azotobacter am 21.05.07 16:56:01tja das ist die frage ich würde gern im maschinenbau bleiben aber ich sitz auch auf extrem cash der in den markt muss

MBH3 raus, esterer raus

was bleibt greifenberger hab ich noch

andere werte wo man rein könnte wären z.b. Renk oder ein schöner rücksetzer in den 70er bereich bei hermle dann wäre ich auch wieder dabei oder ne schumag
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21.05.07 18:22:57
Beitrag Nr. 1.023 ()
Habe mich auch mittlerweile von 2/3 meines Bestandes getrennt. Sukzessive - die ersten bei 68 die letzten bei 90,90.

Satter Gewinn - abzügl. Steuer -

Die verbleibenen 1/3 halte ich noch, da das Jahr bald voll wird.

Insiderhandel vermute ich nicht. Der Quartalsbericht war grundsätzlich nicht schlecht. Aber zwischen den Zeilen ist deutlich zu lesen, dass Hermle an den Kapazitätsgrenzen produziert.

Aufgrund des Basiseffektes gehe ich auch von geringeren Steigerungen in den folgenden Quartalen aus. Unabhängig davon glaube ich, dass Hermle ein im Vergleich zu 2006 nochmals verbessertes Ergebnis hinlegen wird.
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22.05.07 08:15:26
Beitrag Nr. 1.024 ()
"Frankfurt/Main, 22.05. 2007 07:44

Deutsche Werkzeugmaschinenindustrie auf Höhenflug - VDW erhöht Prognose für 2007

Derzeit stimmt einfach alles, gibt Helmut v. Monschaw, Geschäftsführer des VDW, zu Protokoll. Die internationale Werkzeugmaschinennachfrage ist auf Rekordniveau und die deutschen Kunden investieren ebenfalls auf breiter Front in neue Fertigungstechnologie.

Die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie ist sehr dynamisch in das Jahr 2007 gestartet. Der VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken) hat deshalb seine Prognose für die Produktion auf einen Zuwachs von 10 Prozent erhöht. Zu Beginn des Jahres ging die Branche von einem Wachstum um 7 Prozent aus. „Derzeit stimmt einfach alles", gibt Helmut v. Monschaw, Geschäftsführer des VDW, zu Protokoll. „Die internationale Werkzeugmaschinennachfrage ist auf Rekordniveau. Und die deutschen Kunden investieren ebenfalls auf breiter Front in neue Fertigungstechnologie. Ein zweistelliges Produktionswachstum hat unsere Industrie zuletzt 2001 verzeichnet."

Im ersten Quartal 2007 stieg der Auftragseingang im deutschen Werkzeugmaschinenbau insgesamt um 40 Prozent. Die Bestellungen aus dem Inland wuchsen um 32 Prozent; die Auslandsnachfrage legte um 45 Prozent zu. Trotz des bereits sehr hohen Niveaus trieb das Projektgeschäft in einigen außereuropäischen Märkten die Orders weiter nach oben. Historisch betrachtet ist dies das höchste Bestellvolumen, das die Branche jemals in den Büchern hatte.

Das wirkt sich zum einen auf die Kapazitätsauslastung aus. Sie stieg von 90,9 Prozent im Schnitt des vergangenen Jahres auf 92,6 Prozent im ersten Quartal 2007. Zum anderen legte der Auftragsbestand im gleichen Zeitraum von 6,4 auf 7,3 Monate zu. „Größere Engpässe treten mittlerweile bei den Zulieferungen von Lagern und Maschinenbetten auf", erläutert v. Monschaw. Die Kunden müssten deshalb ebenfalls längere Lieferzeiten akzeptieren.

Die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie gehört zu den fünf größten Fachzweigen im Maschinenbau. Sie liefert ihre Produkte in alle Industriezweige und trägt maßgeblich zum Produktivitätsfortschritt in der Industrie bei. Durch ihre Schlüsselstellung in der industriellen Produktion ist ihre Entwicklung ein wichtiger Indikator für die wirtschaftliche Dynamik der gesamten Industrie. Im vergangenen Jahr produzierte die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie Maschinen und Dienstleistungen im Wert von 10,8 Mrd. Euro."

http://www.news-ticker.org/pm.php?news_id=4197852&aktion=nf
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22.05.07 08:49:24
Beitrag Nr. 1.025 ()
für die "Aussteiger";

schaut Euch mal die Diskus-Werke an;
die sind noch nicht so brutal gelaufen wie die anderen Maschinenbauer.
Bringen Jahreszahlen erst im Juli/August.
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22.05.07 17:17:14
Beitrag Nr. 1.026 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.412.725 von obgicou am 22.05.07 08:49:24so langsam ärgert mich das hier 2,5k verschenkt
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22.05.07 17:18:55
Beitrag Nr. 1.027 ()
@all:....da es anscheinend einige gibt -die zu recht auch mal Gewinne mitnehmen- wiederhole ich mich gern mit meiner Empfehlung, dass der schweizer Maschinenbauer Tornos ein langfristig lohnendes Investment darstellen sollte.....die letzten Zahlen waren wie erwartet Top, die noch zum Jahresende bestandene geringe Nettoverschuldung hat sich m.E. nachhaltig in Luft aufgelöst, weiterhin sieht man prall gefüllte Auftragsbücher, den Beginn einer Divizahlung erwarte ich für 2008 und bzgl. der Aktionärsstruktur ist es eigentlich nur eine Frage der Zeit bis die "Übernahmekarte" gespielt wird......ist halt bedauerlich das bis dato nur ein zaghafter Handel in Frankfurt bzw. Berlin erfolgt......

Baltikteam
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22.05.07 17:20:23
Beitrag Nr. 1.028 ()
wer noch investiert ist, könnte eventuell seine Hermle-Position gegen einen Einbruch der Branchenkonjunktur über Verkaufsoptionsscheine des Wettbewerbers Gildemeister absichern. Da sind einige Papiere am Markt.

Ich habe das selbst aber noch nicht gemacht.
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22.05.07 17:24:35
Beitrag Nr. 1.029 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.421.546 von Baltikteam am 22.05.07 17:18:55wiederhole ich mich gern mit meiner Empfehlung, dass der schweizer Maschinenbauer Tornos ein langfristig lohnendes Investment darstellen sollte

da muß man sich wieder in ganz neue Machinentypen reindenken. Es ist schon schwierig genug, das Maschinenprogramm der Berthold Hermle AG einigermaßen zu verstehen.
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22.05.07 18:03:46
Beitrag Nr. 1.030 ()
@ Hiberna:....wenn man in einem Unternehmen investiert ist, sollte man sich schon mit dem "Gesellschaftszweck" befassen, nur sehe ich persönlich nicht (mehr) die Notwendigkeit, die beispielsweise von Tornos hergestellten Drehmaschinen bis zum letzten Zahnrad zu studieren. (gleiches gilt auch für Hermle)....
....an erster Stelle standen und stehen bei mir immer die fundamentalen Daten / Fakten und die Zukunftsaussichten eines Unternehmens!....
(....hätte auch gar nicht mehr die Zeit alle Produkte der Unternehmen in denen wir investiert sind unter die Lupe zu nehmen!).....

Baltikteam
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23.05.07 19:47:43
Beitrag Nr. 1.031 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.412.725 von obgicou am 22.05.07 08:49:24bin jetzt bei hermle zur hälfte raus und hab die 2. hälfte
per sl abgesichert. ich glaube jedoch, dass wir die 100€
noch sehen werden. aber hermle ist jetzt konsolidierungsbedürftig!

habe mal eine erste position bei dem spezialmachinenbauer
SCHUMAG aufgebaut. der ist gerade erst charttechnisch aus-
gebrochen und nahezu unbekannt.
hat charttechnisch noch mindestens 25% potential nach oben.
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23.05.07 20:44:40
Beitrag Nr. 1.032 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.422.250 von Baltikteam am 22.05.07 18:03:46an erster Stelle standen und stehen bei mir immer die fundamentalen Daten / Fakten und die Zukunftsaussichten eines Unternehmens!

ja, aber für die Beurteilung der Zukunftsaussichten eines Unternehmens ist es notwendig, die Produkte eines Unternehmens etwas zu verstehen.
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24.05.07 10:13:17
Beitrag Nr. 1.033 ()
Freier Fall heute!
Mal sehen, wo das zum Stillstand kommt, die nächsten Tage!
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24.05.07 11:58:22
Beitrag Nr. 1.034 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.446.835 von Azotobacter am 24.05.07 10:13:17Jupp, das geht gewaltig nach unten. Weiss jemand, warum?

Unsere Fundamentaldatenanhänger haben dafür sicher eine "fundamental" begründete Ursache: Die letzten Maschinen aus Nougat geschnitzt, irgendwo ist das Schild "made in Taiwan" unter der Lackierung wieer aufgetaucht, oder was?
:confused:
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24.05.07 12:49:20
Beitrag Nr. 1.035 ()
Nö Du, die sind einfach in eine Fahnenstange gelaufen. Und wenn da einer seine 1000 Stück loswerden will, dann taucht halt der Kurs ab.
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24.05.07 17:43:20
Beitrag Nr. 1.036 ()
ich bin wieder dabei hab mal das erste drittel wieder zurückgekauft heute
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31.05.07 10:06:14
Beitrag Nr. 1.037 ()
... weiss jemand, warum die seit Tagen wieder absemmeln? Der Dax steigt und steigt, Hermle fällt und fällt. Was wissen die, was ich nicht weiß?:confused:
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31.05.07 17:21:53
Beitrag Nr. 1.038 ()
Es gibt keine Neuigkeiten. Hermle sind auch ohne Neuigkeiten die Tage zuvor explodiert. Jetzt nehmen vermutlich einige Gewinne mit (habe ich auch schon) und warten wieder auf einen guten Einstiegskurs. Heute morgen wäre einer gewesen. Leider habe ich den verpasst.
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31.05.07 17:32:25
Beitrag Nr. 1.039 ()
es gibt Neuigkeiten zu dem neu vorgestellten Maschinentyp unter http://www.innovaris.de/index.php?17
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31.05.07 19:00:14
Beitrag Nr. 1.040 ()
o.k. ich korrigiere, keine negativen Nachrichten.

Noch kurz etwas Kurshistorie

10.05: 71,40
17.05: 81,45
24.05: 85,20
heute: 81,00 ?

Immerhin Anstieg seit 21 Tagen ca. 13 %, dass hat der Dax die letzten 21 Tage nicht geschafft.
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31.05.07 20:27:37
Beitrag Nr. 1.041 ()
"Tatsächlich könnte die Entwicklung, so auch der Eindruck des Verfassers nach dem auf der Hausausstellung gesehenen, einen ähnlichen Meilenstein in der Fertigungstechnologie darstellen wie einst der Laser - und damit eine echte Evolution."

Scope/05-2007, Fertigungstechnik, Seite 2
http://www.innovaris.de/index.php?17

---------------------------------------------------------------------

ich kann nicht beurteilen, ob die vorgenannte Feststellung richtig ist.

Wenn ja, dann könnte die Neuentwicklung einen kursunterstützenden Effekt haben auf die Hermle-Aktie.
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31.05.07 22:44:40
Beitrag Nr. 1.042 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.563.364 von Hiberna am 31.05.07 20:27:37Da dürften aber zuerst Investitionen auf Hermle zukommen!
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31.05.07 22:56:12
Beitrag Nr. 1.043 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.565.453 von Azotobacter am 31.05.07 22:44:40Da dürften aber zuerst Investitionen auf Hermle zukommen!

welche Investitionen meinst Du denn?
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01.06.07 01:24:56
Beitrag Nr. 1.044 ()
Auftragseingang April 2007 – VDMA erhöht Produktionsprognose von vier auf neun Prozent
31.05.2007 – Der Auftragseingang im deutschen Maschinen- und Anlagenbau lag im April 2007 um real 12 Prozent über dem Ergebnis des Vorjahres, teilte der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) am Donnerstag in Frankfurt mit.


Das Inlandsgeschäft stieg um 18 Prozent. Bei der Auslandsnachfrage gab es ein Plus von neun Prozent im Vergleich zum Vorjahresniveau.

In dem von kurzfristigen Schwankungen weniger beeinflussten Dreimonatsvergleich Februar 2007 bis April 2007 ergibt sich insgesamt ein Zuwachs von 21 Prozent im Vorjahresvergleich, bei den Inlandsaufträgen ein Plus von 20 Prozent und bei den Auslandsaufträgen ein Plus von 22 Prozent.

Aufgrund des Ordereingangs erhöht der VDMA seine Prognose für 2007 von vier auf neun Prozent. „Für die ersten drei Monate des Jahres stehen bereits 12,4 Prozent Zuwachs in den Büchern", erklärte VDMA-Präsident Dr. Dieter Brucklacher. „Insbesondere das Auslandsgeschäft legte deutlich kräftiger zu als noch zur Jahreswende erwartet. Das Inlandsgeschäft bleibt auf Expansionspfad. Die Auftragsbestände reichen nun für ein knappes halbes Jahr", betonte Brucklacher.

Sollte die neue Prognose Realität werden, kumuliert sich für die inzwischen vierjährige Wachstumsperiode 2004 bis 2007 die Zunahme der Maschinenproduktion auf preisbereinigt knapp 30 Prozent. Eine ähnliche Dynamik hatte es zuletzt im Zeitraum 1967 bis 1970 gegeben (plus 32 Prozent).


Ist dieses Mal alles anders? Oder der Konjunkturzyklus nur länger?
(Hoffentlich!)

Gruesse, StefanR
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01.06.07 12:17:17
Beitrag Nr. 1.045 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.565.597 von Hiberna am 31.05.07 22:56:12Produktionskapazitäten
Avatar
01.06.07 12:46:39
Beitrag Nr. 1.046 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.571.289 von Azotobacter am 01.06.07 12:17:17Produktionskapazitäten

ich hatte den Eindruck, daß Hermle schon vorsorglich mehr Produktionskapazität vorgehalten hatte. Ich vermute, daß da keine größeren Investitionen erforderlich sind.

Schwieriger ist bei einer Umsatzausweitung die Bereitstellung von personellen Kapazitäten, die aber keine Investitionen benötigen.

Viel der Umsatzausweitung kann erst mal realisiert werden über eine verlängerte Arbeitszeit und eine verlängerte Maschinenlaufzeit sowie einen erhöhten Fremdfertigungsanteil.
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01.06.07 15:25:13
Beitrag Nr. 1.047 ()
"Dossier Maschinenbauer geben sich euphorisch
Glänzende Stimmung im deutschen Maschinen- und Anlagenbau: Nach einem erneuten Anstieg des Auftragseingangs im April um real 12 Prozent hat der Branchenverband seine Prognose mehr als verdoppelt.

In diesem Jahr soll das Umsatzplus nun nicht mehr wie bisher erwartet vier, sondern neun Prozent betragen Damit geht es der Branche so gut wie seit Jahrzehnten nicht.

"Für die ersten drei Monate des Jahres stehen bereits 12,4 Prozent Zuwachs in den Büchern", sagte VDMA-Präsident Dieter Brucklacher am Donnerstag. "Insbesondere das Auslandsgeschäft legte deutlich kräftiger zu als noch zur Jahreswende erwartet." Auch das Inlandsgeschäft bleibe auf Wachstumskurs.

Beste Entwicklung seit über 35 Jahren

Drei von vier Maschinen deutscher Hersteller gehen ins Ausland

"Die Auftragsbestände reichen nun für ein knappes halbes Jahr", sagte Brucklacher. Sollte die neue Prognose Realität werden, könnte das Wachstum in der Branche den Angaben zufolge fast an den Spitzenwert aus dem Zeitraum 1967 bis 1970 herankommen. Damals legte die Maschinenproduktion preisbereinigt um 32 Prozent zu. Diesmal könnten es knapp 30 Prozent werden.

Die Auslastung der Maschinenbau-Industrie sei mit 93 Prozent sogar auf dem höchsten jemals gemessenen Niveau, sagte VDMA-Chefökonom Ralph Wiechers. Er berichtete, dass sich einige Konjunktur-Annahmen weit besser als im Herbst erwartet entwickelt hätten. So sei der Auftragseingang im Februar und März zweistellig gewachsen. Außerdem gebe es bei den Inlandsaufträgen inzwischen dieselben Zuwächse wie bei den Auslands-Ordern.

"Das ist wirklich eine neue Entwicklung: Das Inland steht dem Ausland in nichts mehr nach", sagte Wiechers. Gleichwohl verkaufe die Branche noch immer 70 Prozent ihrer Produkte ins Ausland.

Keine Vorhersage über Arbeitsplätze

Anzeichen für einen beginnenden Abschwung gebe es in seiner Branche nach wie vor keine, sagte der VDMA-Experte. "Im Gegenteil: Der Aufschwung ist insgesamt breiter geworden und hat viel mehr Unternehmen erreicht, als dies in früheren Konjunkturzyklen der Fall war." Auch deshalb habe die Branche den Schock der Mehrwertsteuererhöhung zu Jahresbeginn gut weggesteckt. "In der Automobilindustrie, die ja unser wichtigster Abnehmer ist, gibt es zwar eine etwas verhaltenere Nachfrage. Andere Bereiche haben das aber mehr als kompensiert."

Eine Beschäftigungsprognose für 2007 gab der Verband nicht ab. Dies sei wegen einer neuen Abgrenzung in der Statistik schwierig, hieß es zur Begründung. Im Februar waren 795.000 Menschen in der Branche beschäftigt. Das waren 10.000 mehr als Ende 2006. Der starke Euro macht der exportorientierten Branche laut VDMA zunehmend zu schaffen. Drei von vier Maschinen "made in Germany" werden ins Ausland geliefert. Deutschland, die USA und Japan seien die führenden Maschinenbaunationen der Welt, der Euro habe gerade im Vergleich zu Dollar und Yen zugelegt. "Bei dieser Troika wirken sich Wechselkursveränderungen zu Lasten eines Partners aus", sagte der Chefvolkswirt.

FTD.de, 31.05.2007

http://www.ftd.de/unternehmen/industrie/206995.html?mode=pri…
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04.06.07 19:17:23
Beitrag Nr. 1.048 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.574.628 von Hiberna am 01.06.07 15:25:13Der Geschäftsbericht 2006 steht als Download zur Verfügung (wie lange schon ist mir nicht bekannt)
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06.06.07 18:41:43
Beitrag Nr. 1.049 ()
bin seit heute wieder voll investiert in hermle auf gehts
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06.06.07 20:18:11
Beitrag Nr. 1.050 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.670.409 von Maack1 am 06.06.07 18:41:43Ich hab leider gestern zugegriffen! zu 72,50 Euro.

Dachte eigentlich nicht, dass die Unterstützung bei 72 fällt.

Naja, grundsätzlich ein solider Wert, kann eigentlich nichts schiefgehen!
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07.06.07 08:50:25
Beitrag Nr. 1.051 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.672.258 von Azotobacter am 06.06.07 20:18:11mein erster rückkauf war auch um 80 bin nun mit nem 75er schnitt dabei und fühle mich sehr wohl
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07.06.07 10:07:22
Beitrag Nr. 1.052 ()
in den letzten drei Monaten war überdurchschnittlich viel Liquidität in der Hermle-Aktie.

Da hat ein hoher Anteil der Vorzüge den Besitzer gewechselt.
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07.06.07 11:21:45
Beitrag Nr. 1.053 ()
Hallo!

Bin heute bei 69,00 rein. Ein bißchen spät, aber immerhin. Nun hoffe ich, dass es in der nächsten Woche keinen Rutsch gibt.

Gruß

kalabaw
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07.06.07 12:57:59
Beitrag Nr. 1.054 ()
Mir erscheint der Wert nicht besonders günstig bewertet. Die Branche befindet sich in einem zyklischen Hoch. EPS in diesem Jahr vielleicht 5 bis 6 € je Aktie (der positive einmalige Steuereffekt des vergangenen GJ entfällt), KGV mithin zwischen 12 und 14. Kann nicht erkennen, was daran attraktiv sein soll, zumal man für 2008 mit rückläufigen Ergebnissen rechnen muss. Hat schon seinen Grund, dass der Kurs seit der Bilanz-PK (23.5. !) in der Spitze um ca. 30 % gefallen ist.
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07.06.07 13:42:28
Beitrag Nr. 1.055 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.683.010 von Joschka Schröder am 07.06.07 12:57:59Deine Argumentation ergibt schon in einer gewissen Weise Sinn.

Andererseits ist bei einer Salzgitter-Aktie in der in der Vergangenheit ebenfalls sehr zyklischen Stahlbranche bei einem Salzgitter-Kurs von z.Bsp. 30 Euro auch so argumentiert worden wie bei Dir bezüglich Hermle. Heute steht die Salzgitter-Aktie in der Nähe von 140 Euro. Salzgitter war meine beste Anlage, die ich je in meinem Depot hatte. Jetzt bin ich aber nicht mehr in Salzgitter investiert.

Damit will ich nicht sagen, daß bei Hermle die Bäume in den Himmel wachsen werden. Es macht aber Sinn, bei der Hermle-Aktie die Gewinne laufen zu lassen und noch investiert zu bleiben.

Ich weiß allerdings nicht, ob man als Privatanleger in der Lage ist, rechtzeitig zu erkennen, wann die Branchenkonjunktur umkippt. Die betreffenden Statistiken des Verbandes der Werkzeugmaschinenbauer scheinen nur Verbandsmitgliedern zugänglich zu sein.

Man kann die Meinung haben, daß Hermle zu hoch bewertet sei. Im Vergleich zum KGV des Hauptwettbewerbers Gildemeister hat die Hermle-Aktie aber noch Aufholpotential.

Hermle hat bekanntlich sehr viel Liquidität in den Büchern. Per Ende 2006 betrug diese ca. 45 Millionen Euro und somit ca. 9 Euro pro Aktie. Hermle spricht zwar wieder bei der Dividende davon, daß ein Bonus ausgeschüttet wird zum zweiten Jahr in Folge. Ich könnte mir aber vorstellen, daß angesichts der üppigen Liquidität in Zukunft das Ergebnis dauerhaft voll ausgeschüttet wird.

Ich beobachte die Hermle-Aktie bereits seit 1994. Ich war nicht immer, aber über lange Zeiträume in Hermle investiert und bin es auch jetzt noch. Die Hermle-Geschäftsführung hat in dieser Zeit eine hervorragende Leistung vollbracht und wird dies wahrscheinlich auch in Zukunft tun. Diese Leistung spiegelt sich im Langfristchart im Aktienkurs wieder, auch im Vergleich zum Langfrist-Chart von Gildemeister.

Kursphantasie könnte aus der neu entwickelten Maschine kommen. Deren Potential kann ich allerdings nicht beurteilen.
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07.06.07 15:23:16
Beitrag Nr. 1.056 ()
warum investiert Hermle in Kapazitätserweiterung, wenn man damit rechnet, dass kurzfristig die Umsätze einbrechen? - Dann könnte man doch eher versuchen, dass über längere Lieferzeiten abzufangen. Ich bin mittlerweile wieder teilinvestiert und schaue mir die Sache mal an. Steigen die Kurse ist es gut, fallen sie, dann kann ich noch mal nachlegen. Die Bewertung halte ich auch nicht für niedrig, das Abwärtspotential ist meiner Meinung nach aber einigermaßen begrenzt - und nur zuzusehen macht auch keinen Spaß

So what?
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07.06.07 15:35:28
Beitrag Nr. 1.057 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.683.687 von Hiberna am 07.06.07 13:42:28Hi Hiberna,

hier trifft man sich wieder. Du hast mit SLZ besser gedealt als ich.
Dein Put OS bei 25 € war zwar rausgeworfenes Geld. Wenn man dann aber die Aktien behält, dann hat es sich trotzdem mehr als gelohnt.
Ich war leider zu früh raus.

In vielen Threads finde ich Vergleiche zu SLZ. Meistens von denen, die nicht investiert waren.
Leider hinkt der Vergleich, wie fast immer. Der Stahleffekt mit einem riesigen > operating leverage < lässt sich nicht auf den Maschinenbau oder andere Branchen übertragen.

Außerdem ist SLZ vom KGV noch immer preiswerter, als viele andere hochgelobte Werte.
Vielleicht sollten die mal einen Split machen. 1 zu 5 oder 10.
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07.06.07 16:22:17
Beitrag Nr. 1.058 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.685.106 von Snart am 07.06.07 15:23:16warum investiert Hermle in Kapazitätserweiterung, wenn man damit rechnet, dass kurzfristig die Umsätze einbrechen?

ich habe nicht den Eindruck, daß Hermle die Kapazität zu hoch ausbaut. Ich muß aber den neuen Geschäftsbericht erst noch lesen.
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07.06.07 16:59:49
Beitrag Nr. 1.059 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.685.106 von Snart am 07.06.07 15:23:16wo steht denn geschrieben, dass man kurzfristig mit einbrechenden Umsätzen rechnet ...
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07.06.07 17:16:19
Beitrag Nr. 1.060 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.685.287 von MIRU am 07.06.07 15:35:28Hallo MIRU,

bist Du in Hermle investiert?
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08.06.07 12:49:23
Beitrag Nr. 1.061 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.688.543 von Hiberna am 07.06.07 17:16:19Noch nicht. Ich warte die Kursentwicklung noch etwas ab.
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08.06.07 15:46:23
Beitrag Nr. 1.062 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.702.988 von MIRU am 08.06.07 12:49:23Den letzten beißen die Hunde.
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10.06.07 16:22:56
Beitrag Nr. 1.063 ()
im Geschäftsbericht sind mir die folgenden Punkte aufgefallen:

der Auftragsbestand Ende 2006 hat sich laut Seite 16 gegenüber dem Vorjahresende etwa verdoppelt. Dies ist eine gute Ausgangssituation, um in 2007 wieder ein gutes Ergebnis erzielen zu können. Ende 2006 dürfte aufgrund der guten Branchenkonjunktur zudem der Preisdruck niedriger gewesen sein als Ende 2005.

Einen von einem User in diesem Thread befürchteten zu hohen Kapazitätsaufbau konnte ich aus den Angaben im Geschäftsbericht nicht erkennen. Ich vermute, daß Hermle in der Vergangenheit vorausschauend etwas freie Kapazität geschaffen hatte, was in der jetzigen Situation der Vollbeschäftigung ein Vorteil ist.

Die Personalaufwandsquote ist gemessen an der Gesamtleistung laut Seite 17 von 23.9 auf 21.7 Prozent zurückgegangen. Diese Quote ist angesichts der Tatsache, daß Hermle im Gegensatz zu anderen Werkzeugmaschinenbauern einen hohen Eigenfertigungsgrad hat, erstaunlich niedrig und zeigt auch, daß eine Standortverlagerung in Billiglohnländer nicht erforderlich ist.

In Billiglohnländern dürfte der jetzige Qualitätsstandard der Hermle-Maschinen nicht erreichbar sein. Auf Seite 12 im Geschäftsbericht steht, daß Hermle der Anbieter mit dem höchsten Qualitäts- und Produktivitätsanspruch sei.

Laut Seite 18 hat es einen einmaligen positiven Effekt gegeben aus der Einbuchung von Ansprüchen auf Körperschaftssteuerrückerstattung in Höhe von 2 Millionen Euro.

Laut Seite 19 gingen die Investitionen zurück in 2006, weil Hermle sich voll auf die optimale Nutzung der bestehenden Anlagen konzentrieren wollte. Hermle scheint in Zeiten von geringerer Beschäftigung Umstellungen und Kapazitätsaufbau vorzunehmen, weil dann die dadurch verursachten Beeinträchtigungen des Ausstoßvolumens verkraftet werden können.

Hermle hat sich in 2006 durch die Einführung des neuen Maschinentyps C50 für die Bearbeitung von schwereren Werkstücken einen größeren bearbeiteten Markt geschaffen. Vielleicht ist dies der Grund dafür, daß Hermle bei der Zunahme des Auftragseingangs mit 39.8 Prozent eine höhere Steigerungsrate erzielte als der Branchendurchschnitt. Die Mitarbeiteranzahl stieg übrigens stichtagsbezogen nur um 7.7 Prozent in 2006.

Laut Seite 20 erhöhte sich die Mitarbeiteranzahl im Auslandsvertrieb von 37 auf 59 Personen, was einer Steigerungsrate in Höhe von 59 Prozent entspricht.

Die Ausbildungsquote entspricht 10.5 Prozent der Belegschaft laut Seite 21.

Die Ansparmöglichkeiten auf den Gleitzeitkonten wurden ausgebaut laut Seite 23.

Die Gesamtleistung je Mitarbeiter betrug 281 Tsd. EUR in 2006 laut Seite 23.

Die Mitarbeiter erhielten einen Bonus in Höhe von 70 Prozent eines Monatsgehaltes laut Seite 23 zuzüglich eines Sonderbonusses.

Laut Seite 24 ist der Nachbau der Hermle-Maschinen nur schwer möglich.

Laut Seite 52 sind 1 Mio Euro an Entwicklungskosten aus der Entwicklung von neuen Werkzeugmaschinenprodukten im Anlagevermögen ausgewiesen. Ich denke, daß Hermle da sehr konservativ bilanziert hat und viel mehr an Entwicklungskosten hätte aktivieren können.

Im nächsten Jahr, wenn wie geplant die Fertigung der von Innovaris entwickelten neuen Maschine startet, stehen den von Innovaris verursachten Entwicklungskosten auch Umsätze und Deckungsbeiträge gegenüber.

Die Erläuterung des Finanzergebnisses auf Seite 60 ist für mich nicht verständlich. Es gibt dabei sowohl einen Sonderertrag > 3 Millionen Euro als auch einen Sonderaufwand > 3.5 Millionen Euro. Kann sich jemand vorstellen, was da passiert ist?
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17.06.07 23:45:44
Beitrag Nr. 1.064 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.773.038 von Hiberna am 10.06.07 16:22:56Die Frage wegen Seite 60 ist gut (3,2 MEUR Erträge aus Dividenden, denen im Wesentlichen 3,7 MEUR an Zinsen gegenüberstehen - wenn ich die Tabellen-Legende lese).

Buchungstechnisch stelle ich mir derartige Positionen wie einen Aktienkauf auf Kreditbasis vor. Von den Aktien erhält die Gesellschaft Dividenden, denen die Zinsen für den aufgenommenen Kredit gegenüberstehen.

Aus dem Geschäftsbericht wird mir vor allem die große Höhe der Positionen nicht klar.

Der Anlagenspiegel des Konzerns auf Seite 50 zeigt nur neue Ausleihungen (an verbundene Unternehmen oder ähnliches) in Höhe von 1 MEUR. Auf AG-Basis zeigt die Bilanz auf Seite 70 einen 2 MEUR Anstieg der Finanzanlagen von 4,8 auf 6,9 MEUR. Unterschiede zwischen Konzern- zu AG-Bilanz treten wegen des Konsolidierungskreises auf.

Aber - wenn Hermle 2 MEUR Wertpapiere auf Kredit gekauft hätte, wäre das buchungstechnisch lediglich eine Bilanzverlängerung, die definitiv nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung auftaucht.

Damit Dividenden von 3,3 MEUR anfallen, ist bei einer angenommenen Dividendenrendite von 2,5 % ein Wertpapierposten von etwa 130 MEUR notwendig. Ebenso auf der Kreditzinsseite. Für 3,8 MEUR Zinsen kann man bei 6 Prozent Zinssatz auf eine Kredithöhe von über 60 MEUR schliessen.

In den Anlagenspiegeln kommen diese dramatischen Bilanzveränderungen im Vergleich 1.1.06 zu 31.12.06 nicht heraus. Bliebe die Möglichkeit, dass unterjährig dieser Wertpapierbatzen gekauft und wieder verkauft wurde und die Dividenden/Zinsen in der Periode zwischen Kauf und Verkauf anfielen. Das scheidet aber aus, weil (ich müsste mich sehr täuschen) diese beiden grossen Positionen in den Zugängen und Abgängen auftauchen müssten, also nicht einfach verrechnet und nicht ausgewiesen werden können.
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18.06.07 08:20:48
Beitrag Nr. 1.065 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.987.958 von buffettismyhero am 17.06.07 23:45:44Das scheidet aber aus, weil (ich müsste mich sehr täuschen) diese beiden grossen Positionen in den Zugängen und Abgängen auftauchen müssten, also nicht einfach verrechnet und nicht ausgewiesen werden können.

Dein Erklärungsansatz könnte Sinn ergeben.

solche Wertpapiere könnten aber im Umlaufvermögen zu- und abgegangen sein ohne Ausweis im Anlagespiegel. Darauf deutet auch hin, daß auf Seite 60 von Finanzanlagen der Kategorie "zur Veräußerung verfügbar" gesprochen wird.
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18.06.07 09:32:19
Beitrag Nr. 1.066 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.989.868 von Hiberna am 18.06.07 08:20:48Dann müsste aber nun entsprechend Cash auf dem Konto sein!
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18.06.07 09:52:42
Beitrag Nr. 1.067 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.990.718 von Azotobacter am 18.06.07 09:32:19Dann müsste aber nun entsprechend Cash auf dem Konto sein!

das braucht nicht der Fall zu sein. Der Ausweis in der Gewinn- und Verlustrechnung legt den Verdacht nahe, daß Wertpapiere mit Kredit gekauft worden waren.
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21.06.07 13:21:58
Beitrag Nr. 1.068 ()
21.06.2007 - 12:04 Uhr
Berthold Hermle für risikobereite Anleger
Kulmbach (aktiencheck.de AG) - Die Experten vom Anlegermagazin "Der Aktionär" raten risikobereiten Anlegern, bei der Aktie von Berthold Hermle (ISIN DE0006052830/ WKN 605283, VZ), auf einen baldigen Ausbruch über das Allzeithoch bei 94,40 Euro zu spekulieren.

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Das schwäbische Unternehmen habe im vergangenen Geschäftsjahr den Konzernüberschuss um 58,2 Prozent auf 26,3 Mio. Euro verbessert. Wegen dieser hervorragenden Gewinnentwicklung werde im Juli zusätzlich zur regulären Dividende von 0,85 Euro ein Sonderbonus von 3,20 Euro je Vorzugsaktie ausgeschüttet.

Aus charttechnischer Sicht habe die Vorzugsaktie von Berthold Hermle, obwohl Börsianer schon seit Längerem vom Boom im Maschinenbau wissen würden, bis Mitte März dieses Jahres in einem seitwärts gerichteten Trend verharrt. Im Anschluss sei der längst überfällige Kursanstieg gefolgt. Dieser sei von überdurchschnittlich hohen Börsenumsätzen begleitet gewesen, was positiv zu interpretieren sei.

Die Berhold Hermle-Aktie habe zuletzt nach einer heftigen Korrektur ihren aufwärts gerichteten Trend zurückerobert. Im Rahmen der jüngsten Kurserholung sei auch die 38-Tage-Linie bei 75 Euro nach oben durchbrochen worden. Ferner sei davon auszugehen, dass der MACD in Kürze ein Kaufsignal generieren dürfte.

Nach Meinung der Experten von "Der Aktionär" könnten risikobereite Anleger bei der Berthold Hermle-Aktie auf einen baldigen Ausbruch über das All-Time-High bei 94,40 Euro spekulieren. Das Kursziel sehe man bei 100 Euro. Zur Absicherung sollte ein Stoppkurs bei 66 Euro platziert werden. (Ausgabe 26) (21.06.2007/ac/a/nw) Analyse-Datum: 21.06.2007


Quelle: Finanzen.net
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29.06.07 09:41:50
Beitrag Nr. 1.069 ()
Auf der HV gibt es bestimmt eine Indikation für den Geschäftsverlauf der ersten 5 Monate.
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02.07.07 13:26:05
Beitrag Nr. 1.070 ()
Montag, 2. Juli 2007
Großanlagen gefragt
Maschinenbau boomt

Die kräftige Nachfrage aus dem Ausland hat den deutschen Maschinen- und Anlagenbauern im Mai erneut ein sattes Plus bei den Auftragseingängen beschert. Im zuletzt ebenfalls boomenden Inlandsgeschäft schwächte sich das Wachstum allerdings ab.

Insgesamt seien 18 Prozent mehr Bestellungen als im Vorjahresmonat eingegangen, teilte der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) am Montag mit. Die Nachfrage aus dem Ausland nach Maschinen und Anlagen "Made in Germany" habe um 27 Prozent zugelegt, während das Plus im Inland zwei Prozent betragen habe. In dem vom kurzfristigen Schwankungen weniger beeinflussten Drei-Monatszeitraum von März bis Mai hätten die Kunden insgesamt 18 Prozent mehr bestellt als vor einem Jahr.

Dem VDMA zufolge profitierten die Hersteller unter anderem von mehreren Aufträgen über Großanlagen für ausländische Unternehmen. Aber auch ohne den Großanlagenbau habe das Plus der Auslandsorder über 20 Prozent betragen, sagte VDMA-Konjunkturexperte Olaf Wortmann. Im Ausland seien vor allem Maschinen für die Bekleidungs- und Ledertechnik, Anlagen zum Bau von Aufzügen oder zur Herstellung von Werkzeugmaschinen gefragt.

Das schwächere Wachstum im Inland begründete der Verband vor allem mit dem hohen Vorjahreswert. Die Nachfrage ziehe aber auch in Deutschland weiter kontinuierlich an, wovon unter anderem die Hersteller von Baustoffmaschinen und Antriebstechnik-Firmen profitierten. Der seit Jahren boomenden Maschinenbau erwartet 2007 sein vierte Wachstumsjahr in Folge.
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03.07.07 08:01:34
Beitrag Nr. 1.071 ()
"Maschinenbau bricht alle Rekorde

In den Fabriken der deutschen Maschinenbauunternehmen laufen die Bänder auf Hochtouren. Mit 93,2 Prozent im März war die Auslastung bereits auf ein Rekordhoch seit Beginn der statistischen Aufzeichnung im Jahr 1960 gestiegen. Im Mai bescherte die riesige Nachfrage aus dem Ausland den Unternehmen insgesamt ein reales Auftragsplus von 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) am Montag in Frankfurt mitteilte. Aus dem Ausland kamen 27 Prozent mehr Bestellungen.

Für den weiteren Jahresverlauf rechnen die Unternehmen mit weiter kräftigem Wachstum: Ende Mai hatte der Verband seine Prognose für das Produktionswachstum 2007 bereits von 4 auf 9 Prozent erhöht. Sollte es aber im aktuellen Tempo weitergehen, könnte am Jahresende sogar eine deutlich zweistellige Zuwachsrate in der Statistik stehen.

„Das Auslandsgeschäft ist erstaunlich robust“, sagte VDMA-Konjunkturexperte Olaf Wortmann. Auch das auf den ersten Blick eher magere Plus von nur 2 Prozent bei den Inlandsaufträgen deutet keineswegs auf eine Abschwächung hin. Im Mai 2006 hatte die Branche das bisher zweithöchste Ergebnis verbuchen können. „Die Messlatte liegt also relativ hoch“, erklärte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers.

Deutlicher wird das rasante Wachstum daher beim Blick auf den Vergleich der drei Monate von März bis Ende Mai. Danach legten die Aufträge gegenüber 2006 um 18 Prozent zu, im Inland betrug das Plus 13 Prozent und im Ausland 21 Prozent. Vor allem in Europa sind deutsche Maschinen derzeit stark gefragt. Die Exporte nach Frankreich wachsen sogar stärker als die nach China, während der größte Wachstumsmarkt USA sich etwas langsamer entwickelt.

Auf Rang vier und fünf der Exportrangliste folgen die EU-Länder Italien und Großbritannien. Nach wie vor gut läuft das Geschäft für die deutschen Maschinenbauer auch in Asien und in den arabischen Staaten.

Der anhaltende Boom bereitet der Branche allerdings zunehmend Probleme. Es werde immer schwieriger, qualifizierte Ingenieure und Facharbeiter zu bekommen, erklärte Wortmann. Inzwischen würden bereits 13 Prozent der Firmen unter Personalmangel leiden, obwohl sie händeringend nach neuen Mitarbeitern suchten.

Da auch für 2008 kein Ende des Wachstums absehbar sei, werde die Branche daher voraussichtlich noch mehr als die bisher 10.000 neuen Arbeitsplätze schaffen, hatte bereits vergangene Woche der im Oktober scheidende VDMA-Präsident Dieter Brucklacher erklärt.

Wortmann wies aber auch darauf hin, dass der Boom nicht alle Unternehmen erfasst habe. Rund 8 Prozent der Firmen würden über fehlende Aufträge klagen, erklärte er. Es gebe aber immer bestimmte Fachzweige, die von einem Aufschwung weniger profitieren als andere.

Von Klaus Dieter Oehler"

http://www.haz.de/newsroom/wirtschaft/zentral/wirtschaft/art…
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03.07.07 09:46:40
Beitrag Nr. 1.072 ()
Da ist was dran,

Siemens stellt zum Teil über 60 Jährige ein, da sonst niemand zu bekommen ist!

Ist wie bei den Stahlkochern! Die haben 2 Jahre vorm Boom alle Kochtöpfe an die Chinesen verscherbelt/verschenkt.

Und die hochgelobten Konzernchefs haben in den Jahren vorm Boom die Ausbildung eingestellt. Jetzt haben sie keinen Stahl und keine Leute zum Bearbeiten!
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03.07.07 11:09:37
Beitrag Nr. 1.073 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 30.464.225 von Azotobacter am 03.07.07 09:46:40Und die hochgelobten Konzernchefs haben in den Jahren vorm Boom die Ausbildung eingestellt. Jetzt haben sie keinen Stahl und keine Leute zum Bearbeiten!

nein, die Ausbildung ist nicht eingestellt worden.
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03.07.07 20:30:09
Beitrag Nr. 1.074 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 30.465.904 von Hiberna am 03.07.07 11:09:37http://www.produktion.de/article/1e33cc6b35b.html


... in einem muß ich Herrn Kaputze widersprechen : Größe ist nicht
immer entscheidend, der schnelle "frißt" den langsamen.

Guten Appetit, Stefan R
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03.07.07 21:26:54
Beitrag Nr. 1.075 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 30.476.143 von StefanR am 03.07.07 20:30:09Wenn sich die beiden Herren da mal nicht täuschen!
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07.07.07 10:38:56
Beitrag Nr. 1.076 ()
"Gesamtmetall: Offene Stellen immer schwerer zu besetzen
vom 07. Juli 2007

Gesamtmetall: Offene Stellen immer schwerer zu besetzen

Der konjunkturelle Aufschwung macht die Wiederbesetzung von offenen Stellen in der Metall- und Elektroindustrie immer schwieriger. Die Hauptgeschäftsführerin des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall, Heike Kunstmann, sagte der Chemnitzer «Freien Presse» (Samstagausgabe) laut Vorabbericht, die Stellen in der Automobilindustrie blieben mittlerweile 19 Tage länger unbesetzt als vor zwei Jahren.

Chemnitz (ddp.djn). Der konjunkturelle Aufschwung macht die Wiederbesetzung von offenen Stellen in der Metall- und Elektroindustrie immer schwieriger. Die Hauptgeschäftsführerin des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall, Heike Kunstmann, sagte der Chemnitzer «Freien Presse» (Samstagausgabe) laut Vorabbericht, die Stellen in der Automobilindustrie blieben mittlerweile 19 Tage und damit 50 Prozent länger unbesetzt als vor zwei Jahren. Im Maschinenbau seien 2005 durchschnittlich 45 Tage nötig gewesen, um einen neuen Beschäftigten zu finden. Inzwischen dauere die Neubesetzung 72 Tage."

http://www.markenpost.de/print_Gesamtmetall-Offene-Stellen-i…
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11.07.07 18:36:28
Beitrag Nr. 1.077 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 30.535.165 von Hiberna am 07.07.07 10:38:56hallo,

war heut jemand auf der HV??

noch was anderes, ich hab mir heute (am stichtag zur dividendenzahlung??) einige hermle aktien ins depot gelegt.

ich bin doch damit noch div berechtigt oder?

wann wird exdividende gehandelt?heute schon o erst (ab) morgen?(wenn ja wielange?

wie läuft das mit der dividendenzahlung?wird das aufs tagesgeld überwiesen oder in aktien ausgezahlt?

danke für antworten

grüße
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11.07.07 20:21:41
Beitrag Nr. 1.078 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 30.636.659 von tobilero am 11.07.07 18:36:28@tobilero:....scheinst noch nie eine Divi kassiert zu haben!.....wenn die gekauften Aktien am HV-Tag im Depot sind bzw. gekauft worden, bekommst du auch die Divi ausgezahlt (selbst wenn die HV als solche schon vorbei sein sollte!)...morgen ist ex-Tag, d.h. der erste gestellte Kurs ist mit herausgerechneter Dividende....der Abzug ist aber nur in den aller seltensten Fällen deckungsgleich mit der gezahlten Divi!.....die Gewinnausschüttung gibt´s selbstverständlich in Cash bzw. als Kontogutschrift!...kannst dafür ja weitere Hermle-Vorzüge kaufen!....

Baltikteam
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11.07.07 20:39:51
Beitrag Nr. 1.079 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 30.639.263 von Baltikteam am 11.07.07 20:21:41hallo baltikteam,

danke für deine antwort.

nein, bisher habe ich noch nie div bekommen. ich habe die letzten jahre aktien nur getradet und habe mich bisher nie erkundigt wie das mit der dividende genau abläuft bzw. ich "wusste" wie es abläuft,allerdings nicht hundertprozentig.

also müsste der kurs morgen bei ca 78,22 eröffnen?(4,6% div.)

bis wann bekommt man die gutschrift ca?gleich am nächsten tag, sprich morgen?
oder muss ich den wert nach der hv ert noch weiter halten?gibts da eine frist?
soweit ich weiss nicht,oder?

danke u grüße
Avatar
11.07.07 23:53:26
Beitrag Nr. 1.080 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 30.639.699 von tobilero am 11.07.07 20:39:51Nein, da ja Hermle mit der Dividende auch die Körperschaftsteuer von zusätzlich 25% auf den Bruttobetrag abführen muß. Die mindert das Eigenkapital der Firma auch noch!
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11.07.07 23:58:04
Beitrag Nr. 1.081 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 30.639.699 von tobilero am 11.07.07 20:39:51....die Gutschrift der Divi kann bis zu 3 Tage dauern (zumindest war es bei mir die längste "Wartezeit"; üblicherweise geht´s schneller!.....eine Haltedauer der Aktien nach der HV (bloß weil die Divi deinem Konto noch nicht gut geschrieben wurde) brauchst du nicht einhalten!....da gibt es keinerlei Fristen!......

Baltikteam
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12.07.07 08:51:28
Beitrag Nr. 1.082 ()
Hermle-Hauptversammlung beschließt erhöhten Bonus



Hermle-Hauptversammlung beschließt erhöhten Bonus Grundlage: Guter Geschäftsverlauf 2006
Wachstum in den ersten fünf Monaten 2007 fortgesetzt




Gosheim, 11. Juli 2007 - Die Hauptversammlung der Ma-schinenfabrik Berthold Hermle AG hat heute beschlossen, zusätzlich zur unveränderten Dividende von 0,80 Euro je Stammaktie und 0,85 Euro je Vorzugsaktie einen erhöhten Sonderbonus von 3,20 Euro (Vj. 2,20) auszuschütten. Damit wird dem außergewöhnlich guten Geschäftsverlauf im Jahr 2006 Rechnung getragen, in dem Hermle konzernweit ein Umsatzplus von 24 % auf 193,3 Mio. Euro (Vj. 156,1) erzielte. Der Gewinn nahm um 58 % auf 26,3 Mio. Euro (Vj. 16,6) zu.

Auch im laufenden Jahr hat sich der Werkzeug-maschinenhersteller bisher gut entwickelt: In den ersten fünf Monaten 2007 stieg der Auftragseingang getrieben von der anhaltend hohen Nachfrage in Deutschland weiter und legte konzernweit um 30 % auf 117,1 Mio. Euro zu (Vj. 90,0). Beim Konzern-umsatz betrug das Plus sogar 32 % auf 87,6 Mio. Euro (Vj. 66,4), wobei die Steigerung zu etwa gleichen Teilen aus dem In- und Auslandsgeschäft kam.
In der Folge verbesserte sich auch die Ertragslage.
Der Auftragsbestand belief sich zum Stichtag 31. Mai 2007 auf 91,2 Mio. Euro und lag damit nochmals höher als per Ende 2006 mit 61,7 Mio. Euro.
Vor diesem Hintergrund erwartet Hermle, den Konzernumsatz im Gesamtjahr 2007 nochmals zu steigern
:):):)
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12.07.07 09:10:40
Beitrag Nr. 1.083 ()
Das mit der Steuer ist natürlich Quatsch...

Die Steuern müssen gezahlt werden, egal obs Dividende gibt oder nicht. Der wirklich wahre Abschlag besträgt 4,05 Euro.

Heute erstmal doppelt soviel runter, das kommt davon, wenn zuviele Kleinanleger meinen, es sei eine furchtbar rentable Idee kurz vor der Dividende zu kaufen...

De Fünfmonatszahlen waren aber TOP.

Gruß Niko
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12.07.07 09:52:09
Beitrag Nr. 1.084 ()
bei dieser Auftragslage wäre Hermle selbst dann vollst beschäftigt, wenn alle Mitarbeiter in diesem Jahr den Urlaub ausfallen ließen und durcharbeiten würden.

Das ist eine komfortable Situation bei Preisverhandlungen mit den Kunden.
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14.07.07 12:13:09
Beitrag Nr. 1.085 ()
Baden-Württembergs Maschinenbau wächst weiter
12.07.2007 | Autor: Stéphane Itasse

Stuttgart (si) – Das Wachstum im Baden-Württembergischen Maschinenbau geht weiter: Für 2007 rechnet die Branche mit einem Umsatzplus von 10%, wie Dr. Thomas Lindner, Vorsitzender des VDMA Baden-Württemberg, am Donnerstag in Stuttgart berichtete. Auch für 2008 stehen die Zeichen auf Wachstum, wie die jüngste Konjunkturumfrage des Verbands ergeben habe .

Insgesamt 85% der Unternehmen, die sich an der Umfrage beteiligt haben, bezeichnen ihre aktuelle Auftragssituation als gut oder sehr gut. Für die kommenden Monate gehen 73% von einem unverändert guten Auftragseingang aus, 22% erwarten sogar eine weitere Verbesserung. Die Zahlen des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg deuten ebenfalls auf Wachstum – von Januar bis Mai 2007 habe die Branche 15,9% mehr akquiriert als im gleichen Vorjahreszeitraum.
Im Maschinenbau stehen die Zeichen stehen auch für 2008 auf Wachstum

Damit stehen die Zeichen bis ins Jahr 2008 hinein auf Wachstum. „Das wäre das sechste Wachstumsjahr in Folge, so etwas hatten wir seit 40 Jahren nicht mehr“, schwärmte der VDMA-Landesvorsitzende, „das bedeutet schon fast ein neues Lebensgefühl.“ Vor allem die Werkzeugmaschinenbauer könnten überdurchschnittlich zulegen, aber auch die Hersteller von Bau- und Baustoffmaschinen, Fördertechnik und Verfahrenstechnik.


Als Wachstumsbremse erweist sich dabei der Mangel an Facharbeitern und Ingenieuren. „Für die Betriebe wird es immer schwieriger, geeignete Mitarbeiter zu finden“, klagte Lindner. In den meisten Arbeitsagenturen gebe es im Bereich Metallerzeuger und -Bearbeiter weniger Arbeitslose als Stellenangebote, und den 499 arbeitslosen Ingenieuren im Ländle stünden 1041 Stellenangebote offen. Dennoch hätten im ersten Halbjahr 66% der Unternehmen ihre Mitarbeiterzahl aufgestockt und nur 4% Personal abgebaut. Das entspreche 3000 neu geschaffenen Stellen.
Personalakquisition wird immer schwieriger

Skeptisch zeigte sich der VDMA-Landesvorsitzende, ob es den Maschinenbauern gelingen werde, weiterhin Personal aufzubauen. Zwar wollten dies 61% der befragten Unternehmen, doch bereits 78% meldeten jetzt schon offene Stellen, vor allem für Ingenieure (46%), aber auch für Facharbeiter (38%). „Wir schätzen, dass im gesamten Maschinen- und Anlagenbau in Baden-Württemberg 4000 Positionen vakant sind“, erläuterte Lindner.

Bei gerade einmal 2% Arbeitslosigkeit in Baden-Württemberg könnten Arbeitsagenturen könnten jedoch nur noch Fachkräfte vermitteln, die andernorts entlassen wurden. „Vor diesem Hintergrund können wir froh sein, wenn es uns gelingt, in diesem Jahr zumindest 5000 Arbeitsplätze zu schaffen“, sagte der VDMA-Landesvorsitzende. Bei Überstunden, Leiharbeit und Outsourcing sei mittlerweile die Grenze erreicht, der Produktionsanstieg könne damit nicht mehr bewältigt werden.
VDMA übt Kritik an Unternehmenssteuerreform

Nicht mit Kritik sparte Lindner auch bei der Unternehmenssteuerreform. „Wahrscheinlich hätten die meisten Unternehmen lieber gar keine Unternehmenssteuerreform als diese“, sagte er auf Anfrage von MM Maschinenmarkt. Die Veränderung der Abschreibungsregeln werde zwar die positive Entwicklung nicht komplett abbrechen, aber sicherlich negativ beeinflussen. Konkret lasse sich das aber kaum messen.
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14.07.07 15:49:10
Beitrag Nr. 1.086 ()
Nicht mit Kritik sparte Lindner auch bei der Unternehmenssteuerreform. „Wahrscheinlich hätten die meisten Unternehmen lieber gar keine Unternehmenssteuerreform als diese“, sagte er auf Anfrage von MM Maschinenmarkt. Die Veränderung der Abschreibungsregeln werde zwar die positive Entwicklung nicht komplett abbrechen, aber sicherlich negativ beeinflussen. Konkret lasse sich das aber kaum messen.


Wie ich anderorts bereits vermutet habe.

Wenn man noch die "Ansichten" unseres Innenministers hinzurechnet, bleibt nur ein Fazit: Auf dem freien Arbeitsmarkt würde jeder Aufschwung an den Politikern spurlos vorübergehen!

Deshalb mein Rat an die Bundeskanzlerin:
Machen Sie es wie Hermle, und umgeben Sie Sich mit qualifizierten Menschen!
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26.07.07 10:17:22
Beitrag Nr. 1.087 ()
VDMA: Maschinen- und Anlagenbauer wollen Betriebe am Standort Deutschland weiter ausbauen
25.07.2007 – Über drei Viertel der deutschen Maschinenbauunternehmen wollen ihre Betriebe am Standort Deutschland weiter ausbauen. Die Zukunftsperspektive der Branche wird von 72 Prozent der Befragten positiv bewertet. Dies ergab eine Umfrage im Rahmen der Studie „Motivatoren und Demotivatoren für Unternehmen im deutschen Maschinen- und Anlagenbau“, die im Auftrag der IMPULS-Stiftung des VDMA vom Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre der Universität Würzburg durchgeführt wurde.
Ideen, Innovationskraft und F&E-Aktivitäten sind Triebfedern für das Wachstum der Branche
Kündigungsschutz, Gewerkschaftsmacht und staatliche Bürokratie sind die größten Demotivatoren

Über vierhundert Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus wurden über ihre langfristigen Motive und Hindernisse für unternehmerisches Tun befragt. Die stärksten Top-Demotivatoren sind die ausufernden staatlichen Regulierungen sowie die deutsche Steuergesetzgebung. Die Top-Motivatoren für die unternehmerische Tätigkeit sind die Umsetzung eigener Ideen und das Erkennen von Marktlücken, die Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern und deren Familien sowie die Unabhängigkeit und Selbstverwirklichung.
Ideen, Innovationskraft und F&E-Aktivitäten sind Triebfedern für das Wachstum der Branche

Vor allem die eigenen Ideen im Unternehmen werden im Maschinen- und Anlagenbau als Wachstumsmotor genannt. Top-Wachstumstriebfedern sind außerdem die Innovationsfähigkeit der Branche sowie das Ausmaß der F&E-Aktivitäten. Die Marktbedingungen sind für die meisten Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau zur Zeit außerordentlich gut und schneiden im direkten Vergleich mit den staatlichen Regulierungen erheblich besser ab. Dies erklärt auch, warum so viele Unternehmer in den nächsten fünf Jahren weiterhin hier in Deutschland wachsen wollen.

„Die Betriebe schätzen die Innovationskraft des Maschinen- und Anlagenbaus, das innovative Klima der Branche, das enge Netzwerk mit Forschungs- und Ausbildungseinrichtungen und die qualifizierten und motivierten Mitarbeiter", erklärte VDMA-Präsident Dr. Dieter Brucklacher anlässlich der Vorstellung der IMPULS-Studie am Mittwoch in Frankfurt. „Die Unternehmer sehen sich stark in der Verantwortung für ihre Mitarbeiter und das regionale Umfeld. Sie wollen weiter am Standort investieren, Arbeitsplätze sichern und neue schaffen", betonte Brucklacher. „Das ist sehr erfreulich, zumal der VDMA, aber auch ich persönlich, seit Jahren für den Standort Deutschland mit seinen großen Vorteilen kämpfen. Vor allem brauchen wir aber noch viel mehr Unternehmer, die sich engagieren, die Risiken eingehen, die sich nicht allein an kurzfristiger Ertragssteigerung orientieren, sondern die Arbeitsplätze schaffen und den Menschen in unserem Land eine Perspektive geben."
Kündigungsschutz, Gewerkschaftsmacht und staatliche Bürokratie sind die größten Demotivatoren

Nur 22 Prozent der Befragten fühlen sich von der deutschen Gesellschaft und dem deutschen Staat zum Unternehmertum motiviert. „Es ist ein deutliches Signal, dass die staatlichen Rahmenbedingungen in Deutschland von Unternehmern als ungeeignet empfunden werden", berichtet Prof. Dr. Norbert Berthold, Universität Würzburg, der die Studie durchführte. „Im Zentrum der Kritik stehen dabei in erster Linie die Arbeitsmarkt-Bedingungen. Die Top-Demotivatoren in diesem Bereich sind die Ausgestaltung des Kündigungsschutzes, die gesetzlich festgeschriebene Macht der Gewerkschaften sowie die Unübersichtlichkeit der staatlichen Regelungen." Der Kündigungsschutz sei das Haupthindernis unter den staatlichen Regulierungen. „Die Angst, Neueingestellte in der nächsten Krise wieder entlassen zu müssen, wird als ein erhebliches Wachstumshindernis empfunden", so Berthold. Hier sei eine Deregulierung unerlässlich. Es müsse die Regel und nicht die Ausnahme sein, dass Unternehmer ihre Beschäftigten auch wieder entlassen könnten, wenn sie diese nicht mehr benötigten.

Die Gewerkschaftsmacht wird von den Unternehmern als weiteres zentrales Wachstumshemmnis genannt. Der Flächentarifvertrag müsse reformiert werden, wolle man auch stagnierenden und langsamer wachsenden Unternehmen wieder die Möglichkeit zu schnellerem Wachstum geben, so die Studie.

Statt unübersichtlicher staatlicher Regelungen wünschen sich die Unternehmer zur Stärkung ihrer Wettbewerbsfähigkeit einen einfachen und stabilen Rechtsrahmen, der transparent und verlässlich sein müsse. Der bürokratische Aufwand sollte so gering wie möglich gehalten werden. Die hohe Steuer- und Abgabenlast demotiviere insbesondere schnell wachsende Unternehmen und Gründer. In erster Linie sind den Unternehmern dabei die hohen Sozialabgaben ein Dorn im Auge. Durch sie werde Arbeit zu teuer. Dies behindere - flankiert durch den rigiden Kündigungsschutz - die Möglichkeit zu Einstellungen und damit zu weiterem Wachstum, so die Ergebnisse der Studie.

„Durchgreifende arbeitsmarktpolitische Reformen bleiben unverändert notwendig", so VDMA Präsident Brucklacher. „Wir müssen uns heute strukturell so positionieren, dass wir künftige konjunkturelle Schwächephasen besser durchstehen können und bei Arbeitslosigkeit, sozialer Sicherheit und öffentlichen Finanzen nicht wieder auf die schlechten Werte zurückfallen, die wir gerade erst überwunden haben."



Herr Hermle meinte ja, daß die Ersatzinvestitionen im Maschinenbau in Deutschland größtenteils vollzogen seien.
Umso besser, daß 75% der befragten Unternehmen in Deutschland Erweiterungsinvestitionen planen. Der weitergehenden exzellenten Branchenkonjunktur dürfte zumindest bis Jahresende nichts entgegenstehen.
Im Vergleich zu Gildemeister und anderen Maschinenbauunternehmen hat Hermle noch ein erhebliches Aufholpotential der Aktie.

Gruesse, StefanR
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27.07.07 20:57:23
Beitrag Nr. 1.088 ()
Firmen freuen sich über Aufträge ohne Ende
Von Ulf Sommer

Handelsblatt, 27.07.07


Viel Licht und kaum Schatten offenbart ein Blick auf Deutschlands Top-Branchen. Nach dem starken ersten Halbjahr lassen sich keine Schwächezeichen bis weit in das Jahr 2008 erkennen. Zumindest eine kräftige Delle hatten alle Branchen zu Jahresbeginn noch prognostiziert.



Wenn die Maschinenbauer überhaupt etwas zu klagen haben, dass über den Mangel an Arbeitsplätzen.


Maschinenbau und Elektroindustrie: So stehen für den deutschen Maschinenbau die Chancen gut, im laufenden Jahr um neun und nicht, wie noch im Frühjahr gedacht, um vier Prozent zu wachsen: Mit knapp 95 Prozent ist Deutschlands Vorzeigebranche so stark ausgelastet wie noch nie. Dabei sind es längst nicht mehr in erster Linie Chinesen, die Produkte „made in Germany“ ordern, sondern die großen europäischen Nachbarn. Frankreich drängte China gerade bei den Bestellungen auf Platz drei zurück. Die meisten Ausfuhren gehen in die USA. Sollte die Wachstumsprognose in Erfüllung gehen, hat die Branche ihre Produktion binnen vier Jahren um ein Drittel gesteigert.

Wenn die Unternehmen überhaupt etwas zu klagen haben, dann über den Mangel an Arbeitskräften. So würde die Branche gerne 20 000 Stellen besetzen. Bei der starken Nachfrage seien sogar 30 000 möglich – „wenn die Arbeitskräfte denn zur Verfügung stünden“, wie Branchenverbandspräsident Dieter Brucklacher betonte. Insgesamt beschäftigt der Schlüsselsektor knapp 900 000 Menschen. Weder der Verband noch Bankhäuser, wie die auf den Mittelstand spezialisierte IKB Deutsche Industriebank, vermögen einen Abschwung zu erkennen. Auch 2008 wird sich das Wachstum fortsetzen.

Daran gemessen, schauen die Zahlen in der zweiten großen Boombranche fast bescheiden aus. Die Elektroindustrie will bislang immer noch nicht ihre Wachstumsprognose von fünf bis sechs Prozent für das Gesamtjahr erhöhen. Kleine Einschränkung: Branchenhauptgeschäftsführer Gotthard Graß spricht inzwischen vom „unteren Rand“, wenn er auf die Prognose angesprochen wird.

Chemie: Traditionell konservativ gibt sich zum Jahresbeginn stets die Chemieindustrie. Deshalb gehört es fast zur Tradition, mit steigenden Temperaturen die Latte höher zu legen. Inzwischen rechnet die Branche damit, dass die Umsätze 2007 um 7,5 und die Produktion um 3,5 bis vier Prozent zulegen werden. Nach einem kleinen Stimmungstief zum Jahreswechsel herrscht längst wieder Optimismus. Womit anfangs niemand gerechnet hatte: Schwächen im wichtigen Amerikageschäft gleichen die großen Schwellenländer mehr als aus


Gruesse, StefanR
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30.07.07 08:42:59
Beitrag Nr. 1.089 ()
es gibt eine lange, detailierte Entwicklungsstudie zum neu entwickelten Maschinentyp Alchemy unter http://www.hermle.de/upload/links/1186l_C%2040%20Alchemy.pdf
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31.07.07 11:27:38
Beitrag Nr. 1.090 ()
Maschinenbau brummt dank Exporten
Großanlagen gefragt.
Um 21 Prozent sind die Order im Juni im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen. Die deutschen Maschinenbauer verzeichnen vor allem eine deutliche Nachfrage nach ihren Produkten im Ausland, die Branche brummt.



Maschinenbau aus Deutschland ist weiterhin im Ausland sehr beliebt,
Das Wachstum auf dem heimischen Markt schwächte sich jedoch weiter ab. Insgesamt seien die Order im Juni gegenüber dem Vorjahresmonat um real 21 Prozent gestiegen, teilte der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) mit.

Die Nachfrage aus dem Ausland habe um 26 Prozent zugelegt, während die Bestellungen aus dem Inland um zwölf Prozent stiegen. Der Verband bekräftigte, dass die Branche ihr Produktionsvolumen in diesem Jahr voraussichtlich um neun Prozent erhöhen wird.


Großanlagen sind gefragt

„Im Juni selbst sorgten Bestellungen von Großanlagen aus dem Ausland für Rückenwind“, sagte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers. Dass sich die Inlandsnachfrage weniger dynamisch entwickelte könne daran liegen, dass die über Jahre angelaufenen Investitionsrückstände in zahlreichen Firmen weitgehend aufgeholt sein dürften.

Noch im April hatte das Inlandsgeschäft um 18 Prozent zugelegt, im Mai waren es 13 Prozent.


Gruesse, StefanR
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31.07.07 15:58:14
Beitrag Nr. 1.091 ()
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02.08.07 09:27:27
Beitrag Nr. 1.092 ()
Bielefeld. Die weltweite Werkzeugmaschinennachfrage entwickelt sich weiterhin dynamisch. GILDEMEISTER setzte seinen Wachstumskurs auch im zweiten Quartal fort: Auftragseingang, Umsatz und Ertrag konnten planmäßig gesteigert werden. Zum Halbjahr erreichte der Auftragseingang 857,8 Mio Euro (+21%); der Umsatz erhöhte sich auf 709,2 Mio Euro (+20%). Die Ertragslage verbesserte sich erneut: Das EBITDA betrug 60,4 Mio Euro (Vorjahr: 46,3 Mio Euro), das EBIT erreichte 45,7 Mio Euro (Vorjahr: 31,0 Mio Euro). Das EBT stieg auf 30,4 Mio Euro (Vorjahr: 12,5 Mio Euro). Zum 30. Juni 2007 weist der Konzern einen Jahresüberschuss von 16,7 Mio Euro aus (Vorjahr: 6,3 Mio Euro).

GILDEMEISTER geht davon aus, dass sich die gute Geschäftsentwicklung auch in der zweiten Jahreshälfte weiter fortsetzt. Besondere Impulse erwarten wir von der EMO 2007 (17.- 22. September) in Hannover, der weltweit bedeutendsten Messe für Werkzeugmaschinen. Für das Gesamtjahr wollen wir nunmehr einen Auftragseingang von über 1,6 Mrd Euro erzielen. Ausgehend von unserem guten Auftragsbestand und einem „EMO-Effekt“ planen wir, den Umsatz auf über 1,4 Mrd Euro zu steigern. Für das Geschäftsjahr 2007 erwarten wir beim EBT und beim Jahresüberschuss eine deutliche Steigerung im zweistelligen Prozentbereich. Wir planen für das laufende Jahr eine weitere Erhöhung der Dividende.

Der Umsatz übertraf im zweiten Quartal mit 388,9 Mio Euro (+21%) wie geplant den Wert der ersten drei Monate (320,3 Mio Euro). Im ersten Halbjahr erreichte der Umsatz 709,2 Mio Euro und lag damit 20% über dem Vorjahreswert (591,4 Mio Euro). Die Inlandsumsätze stiegen um 17% auf 313,3 Mio Euro. Die Auslandsumsätze nahmen um 22% auf 395,9 Mio Euro zu. Die Exportquote betrug 56% (Vorjahreszeitraum: 55%).

Der Auftragseingang stieg im zweiten Quartal um 20% auf 441,7 Mio Euro (Vorjahreswert: 368,0 Mio Euro). Insgesamt erhöhte sich der Auftragseingang im ersten Halbjahr auf 857,8 Mio Euro und lag damit um 21% bzw. 150,6 Mio Euro über dem Vorjahreszeitraum (707,2 Mio Euro). Die Bestellungen aus dem Inland nahmen um 23% auf 386,1 Mio Euro zu (Vorjahr: 312,7 Mio Euro). Die Aufträge aus dem Ausland erhöhten sich um 20% auf 471,7 Mio Euro (Vorjahr: 394,5 Mio Euro). Der Auslandsanteil betrug 55% (Vorjahr: 56%).

Der Auftragseingang lag im ersten Halbjahr über unseren Planungen; er resultierte aus der erhöhten Nachfrage in den europäischen Märkten sowie in Deutschland und Asien. Unsere innovativen Produkte, die weltweit ausgerichteten Marketingaktivitäten und die erfolgreiche Teilnahme an den internationalen Branchenmessen haben wesentlich zum gestiegenen Auftragseingang beigetragen. Wir konnten zusätzlich Aufträge auf 36 Messen und Hausausstellungen abschließen.

Am 30. Juni 2007 betrug der Auftragsbestand im Konzern 595,3 Mio Euro (+33%).

Die Ertragslage verbesserte sich erneut. Das EBITDA und das EBIT erhöhten sich im zweiten Quartal planmäßig im Vergleich zum ersten Quartal und auch gegenüber den vergleichbaren Vorjahreswerten. Das EBITDA betrug 36,3 Mio Euro (Vorjahr: 28,2 Mio Euro). Das EBIT stieg auf 29,3 Mio Euro (Vorjahr: 20,6 Mio Euro).

Zum Halbjahr betrug das EBITDA 60,4 Mio Euro (Vorjahr: 46,3 Mio Euro), das EBIT erreichte 45,7 Mio Euro (Vorjahr: 31,0 Mio Euro). Das EBT stieg auf 30,4 Mio Euro (Vorjahr: 12,5 Mio Euro). Nach Steuern weist GILDEMEISTER einen Jahresüberschuss von 16,7 Mio Euro aus (Vorjahr: 6,3 Mio Euro).

Die GILDEMEISTER-Aktie entwickelte sich auch im zweiten Quartal besser als der SDAX. Nach einem Kurs von 13,84 Euro am 2. April 2007 erreichte die Aktie ihr „All-Time-High“ von 16,58 Euro (31.07.2007). Sie schloss zum Ende des zweiten Quartals mit 14,49 Euro (29.06.2007). Die Entwicklung seit Jahresbeginn entspricht einer Steigerung von 47%. Der SDAX stieg im gleichen Zeitraum um 14%. Derzeit liegt der Kurs bei 16,18 Euro (01.08.2007).

Am 30. Juni 2007 waren 5.719 Mitarbeiter, davon 163 Auszubildende, bei GILDEMEISTER beschäftigt (31.03.2007: 5.647). Im Vergleich zum ersten Quartal hat sich die Anzahl der Mitarbeiter um 72 erhöht. Der Personalaufbau erfolgte sowohl im Segment „Werkzeugmaschinen“ als auch bei den „Services“; ein Großteil der Mitarbeiter wurde in Europa eingestellt. Am Ende des ersten Halbjahres arbeiteten 3.386 Mitarbeiter (59%) bei unseren inländischen und 2.333 Mitarbeiter (41%) bei den ausländischen Gesellschaften. Der Personalaufwand belief sich auf 177,8 Mio Euro (Vorjahreszeitraum: 155,1 Mio Euro). Die Personalquote verringerte sich auf 24,2% (Vorjahreszeitraum: 25,3%).

Ausblick:

GILDEMEISTER setzt im Geschäftsjahr 2007 seinen Wachstumskurs fort. Mit der Erschließung neuer Absatzmärkte insbesondere in Osteuropa werden wir unsere globale Präsenz weiter ausbauen. Wir werden die weltweite Servicekapazität verstärken und die Kundenbindung intensivieren. GILDEMEISTER wird zukünftig seine Marktstellung in dem Bereich der Automation verstärken. Mit der Übernahme der WKZ Werkzeugmaschinen GmbH (01.07.2007), die zur DMG Automation GmbH umfirmiert wird, gehört ein Spezialist für Integrationslösungen mit Robotern für die Automatisierung von Werkzeugmaschinen zum Konzern. Ab der EMO 2007 bieten wir unseren Kunden Automatisierungslösungen aus einer Hand an. Des Weiteren sind wir mit unseren Komponenten, Teilsystemen und kompletten Solaranlagen im Bereich der regenerativen Energien verstärkt tätig. Anfang Juli haben wir den ersten Großauftrag über 150 SunCarrier im Wert von rund 31,5 Mio Euro abgeschlossen; ein weiterer Großauftrag über rund 31,5 Mio Euro folgte Ende Juli.

Das zweite Halbjahr 2007 steht für GILDEMEISTER im Zeichen der EMO. Diese weltweit bedeutendste Messe für Werkzeugmaschinen hat für die Branche eine zukunftsweisende Bedeutung. Für GILDEMEISTER bietet die EMO ein ideales Forum, sein Produktprogramm mit allen Innovationen einem breiten Fachpublikum zu zeigen. Wir werden 70 Exponate, davon 14 Weltneuheiten, präsentieren. Im Jahr 2007 sind wir auf insgesamt 56 internationalen Messen und Hausausstellungen vertreten.

Im Geschäftsjahr 2007 wollen wir nunmehr aufgrund des guten ersten Halbjahres und unserer weiteren Planungen einen Auftragseingang von über 1,6 Mrd Euro erzielen. Ausgehend von unserem guten Auftragsbestand und dem zu erwartenden „EMO-Effekt“ planen wir, den Umsatz auf über 1,4 Mrd Euro zu steigern. Für das Geschäftsjahr 2007 erwarten wir beim EBT und beim Jahresüberschuss eine deutliche Steigerung im zweistelligen Prozentbereich. Wir planen für das laufende Jahr eine weitere Erhöhung der Dividende.

GILDEMEISTER Aktiengesellschaft
Der Vorstand



Starke Zahlen von Gildemeister, und ein sehr zuversichtlicher Ausblick für den Rest des Jahres.
Interessant ist der gleichbleibend starke Auftragseingang im 1.HJ, und der stark gestiegene Auftragsbestand.
Die alle 2 Jahre stattfindende EMO sollte im September weiteren Schwung im Auftragseingang bringen.
Alles in allem eine gute Benchmark, die traditionell durch Hermle
wieder geschlagen wird.

Gruesse, StefanR


















Der Konzernzwischenabschluss der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Der Zwischenbericht ist nicht testiert.

Hinweis: Den vollständigen Zwischenbericht zum 1. Halbjahr 2007 übermitteln wir Ihnen gerne auf Anfrage. Aktuelles Bildmaterial finden Sie unter www.gildemeister.com/pressebilder.htm.

Disclaimer | Hinweis zu den zukunftsbezogenen Aussagen

Ansprechpartner: Tanja Figge, Nadja Lüdke
Telefon: (0 52 05) 74-30 01
Telefax: (0 52 05) 74-30 81
E-Mail: tanja.figge@gildemeister.com
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06.08.07 09:06:29
Beitrag Nr. 1.093 ()
"Boom im Maschinenbau
Der Dauer-Boom im deutschen Maschinenbau erstaunt selbst Experten.Frankfurt/Main (dpa) - Der andauernde Boom im deutschen Maschinenbau hat zu den l�ngsten Lieferzeiten seit 16 Jahren gef�hrt. Kunden mussten im Schnitt Ende Juni 6,3 Monate auf eine Maschine oder Anlage warten, berichtet das Magazin �Euro am Sonntag� unter Berufung auf Zahlen des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) in Frankfurt.
In Einzelf�llen gebe es Wartezeiten auf bestimmte Anlagen und Maschinen von einem Jahr. Noch im Februar habe die durchschnittliche Lieferdauer bei 5,9 Monaten gelegen, im Juni 2006 bei 5,3 Monaten. Die Branche erlebt derzeit wegen der starken Nachfrage aus Europa, Asien und den erd�lexportierenden Staaten den st�rksten Aufschwung seit den 60er Jahren.

Der VDMA klagt seit l�ngerem �ber Ingenieurmangel und Engp�sse in der Produktion. Dem Bericht zufolge betr�gt die derzeitige Auslastung im Branchendurchschnitt 91,8 Prozent. �Das ist deutlich mehr als dauerhaft angemessen�, sagte VDMA-Konjunkturexperte Olaf Wortmann dem Blatt. Als betriebswirtschaftlich sinnvoll gelte beim VDMA eine Quote von 88 Prozent. In zahlreichen Firmen gebe es keine freien Kapazit�ten mehr.

Die deutsche Schl�sselbranche bewertet die langen Lieferzeiten insgesamt als gutes Zeichen. �Die Auftragsb�cher sind voll, wir haben einen Auftragsbestand von sechs Monaten�, sagte VDMA-Pr�sident Dieter Brucklacher k�rzlich der dpa. �Deshalb wird 2008 weiteres Wachstum anstehen.� F�r dieses Jahr rechnet der Verband im vierten Wachstumsjahr in Folge mit einem Produktionsplus von neun Prozent. Wegen des Aufschwungs will die Branche mit 885�000 Mitarbeitern bis Jahresende 20�000 neue Stellen schaffen.

(05.08.2007)"

http://www.general-anzeiger-bonn.de/print.php?k=news&itemid=…
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12.08.07 09:36:59
Beitrag Nr. 1.094 ()
es ist erstaunlich, wie stabil sich die Hermle-Aktie angesichts des allgemeinen Kursverfalls an der Börse in den letzten Tagen gehalten hat.

Auch die Aktie des Wettbewerbers Gildemeister hat einen hohen Kursabsturz erlitten.
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12.08.07 15:54:32
Beitrag Nr. 1.095 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 31.127.910 von Hiberna am 12.08.07 09:36:59diese aktie werde ich halten auch wenn ich die nächsten wochen wohl nicht on sein werde
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12.08.07 22:57:19
Beitrag Nr. 1.096 ()
@Hiberna
Ich habe vor ein paar Tagen meine Position komplett verkauft. Ich denke Hermle wird sich dem Abwärtstrend nicht ganz entziehen können und ggf. braucht man das Geld für andere Schnäppchen!

Bei Gildemeister könnte das hohe Fremdkapital ein Grund für den Abverkauf sein. Fremdkaptial könnte künftig schwieriger zu bekommen sein und teurer werden.
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13.08.07 09:08:37
Beitrag Nr. 1.097 ()
Charttechniker: das is doch n symmetrisches Dreieck, oder ??
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13.08.07 12:17:35
Beitrag Nr. 1.098 ()
3.08.2007
Nachfrageboom im deutschen Werkzeugmaschinenbau

Nach einem starken ersten Halbjahr für die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie erhöht der VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken) zum zweiten Mal in diesem Jahr seine Produktionsprognose. "Wir rechnen nunmehr mit einem Produktionsanstieg von 15 Prozent für 2007", berichtet Helmut v. Monschaw, Geschäftsführer des VDW. "Die anhaltend hohe Dynamik der Werkzeugmaschinenbestellungen im ersten und zweiten Quartal dieses Jahres sowie ein geschätztes Produktionswachstum von mindestens 15 Prozent im ersten Halbjahr lassen diese optimistische Erwartung zu", erklärt er weiter. Im ersten Halbjahr 2007 stieg der Auftragseingang im deutschen Werkzeugmaschinenbau um insgesamt 40 Prozent. Die Bestellungen aus dem Inland wuchsen um 31 Prozent; die Auslandsnachfrage legte um 45 Prozent zu. Besonders kräftig schlugen die Bestellungen aus Ländern außerhalb des Euro-Raums zu Buche. So wuchsen die Auftragseingänge beispielsweise aus Japan, Russland und Indien weit überproportional. Der Nachfrageboom stützt sich auf einen breiten Kundenkreis. Die Firmen produzieren mit Volldampf. Die Kapazitätsauslastung legte abermals von 92,6 im März auf 94,5 Prozent im Juni zu. Der Auftragsbestand hingegen blieb mit 7,3 Monaten im gleichen Zeitraum konstant. "Das zeigt, dass die deutschen Hersteller auch bei Auftragsspitzen mithalten können", erläutert v. Monschaw. Ursächlich dafür sei, dass die Produktionsabläufe in der Vergangenheit deutlich optimiert worden seien.


Wie schon erwähnt, war Gildemeister wohl wegen der hohen Fremdkapitalquote schwach geworden, wegen der >Auftragseingänge
sicherlich nicht.

Gruesse, StefanR
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14.08.07 08:24:14
Beitrag Nr. 1.099 ()
"Metallindustrie sieht anhaltenden Aufschwung

Die Finanzmärkte schwanken, doch die Volkswirte der exportstarken Metallbranche geben sich unverändert zuversichtlich. Sie rechnen mit 70.000 neuen Jobs. Der Fachkräfte-Mangel sei mittlerweile dramatisch, sagt Verbands-Chef Brucklacher WELT ONLINE.

Die deutsche Metall- und Elektroindustrie rechnet in den kommenden zwölf Monaten mit dem Aufbau von rund 70000 Arbeitsplätzen. Das Konjunkturhoch in der Branche sei kräftiger, als viele Experten bislang vermuteten, heißt es im aktuellen Konjunkturbericht des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall.

„Anzeichen dafür, dass der Aufschwung in absehbarer Zeit zu Ende geht, gibt es nicht“, schreiben die Volkswirte des Verbands ungeachtet der jüngsten schweren Turbulenzen an den Finanzmärkten. Seit dem Tiefpunkt im April 2006 wurden in der Branche rund 73.000 neue Mitarbeiter eingestellt. In den nächsten zwölf Monaten könnte es Neueinstellungen in ähnlicher Größenordnung geben, heißt es.

Allein im Maschinenbau werden in diesem Jahr 30.000 neue Arbeitsplätze geschaffen – dreimal soviel wie ursprünglich vom Branchenverband VDMA erwartet. „Die Unternehmen würden noch mehr aufbauen“, sagte VDMA-Präsident Dieter Brucklacher WELT ONLINE. Aber es fehle an geeigneten Bewerbern. Der Fachkräftemangel sei mittlerweile dramatisch.

Darüber klagt auch Gesamtmetall. Die Produktion werde nicht durch Auftragsmangel, sondern durch Knappheiten auf der Angebotsseite behindert: „Ingenieur- und Facharbeitermangel, aus allen Nähten platzende Kapazitäten und fehlendes Material“. Dies dürfte auch der Grund für das etwas langsamere Wachstum im zweiten Quartal gewesen sein, vermuten die Gesamtmetall-Experten. Während die Produktion im ersten Quartal um 2,5 Prozent zulegte, war es im zweiten nur noch ein Prozent. „Dabei dürfte es sich aber nur um eine Atempause auf dem Weg nach oben handeln.“

Auch das Wachstumstempo der Wirtschaft insgesamt dürfte sich im zweiten Quartal leicht gedrosselt haben, vermuten Volkswirte. Sie rechnen mit einem Plus des Bruttoinlandsprodukts von 0,4 Prozent. Im ersten Quartal war die Wirtschaft noch um 0,5 Prozent gewachsen. Die Industrie trat im Frühjahr auf der Stelle und die erbrachten Bauleistungen waren sogar rückläufig, hieß es zur Erklärung. Zu Jahresbeginn hatten die deutschen Bauunternehmen wegen der ungewöhnlich milden Witterung noch kräftig zugelegt. Die Unternehmen bauten außerdem nach Ansicht der Experten die Bestände in ihren Lagern wieder ab, die sie im ersten Quartal noch kräftig gefüllt hatten.

Dafür dürfte aber der private Konsum die Delle durch die Mehrwertsteuererhöhung zu Jahresbeginn überwunden haben und wieder stärker zum Wachstum beitragen. Eine erste Schätzung für das Wirtschaftswachstum im ersten Halbjahr gibt das Statistische Bundesamt am Dienstag bekannt.

Ein erhebliches Risiko für das Wachstum sehen die Experten in der US-Hypothekenkrise. In der Folge mussten mittlerweile auch europäische Geldhäuser Fonds einfrieren. Sollten die Banken weniger Kredite vergeben oder ihre Konditionen verschärfen, könnte dies die Investitionen dämpfen und die Konjunktur bremsen. In den aktuellen Daten sind die jüngsten Turbulenzen an den Geldmärkten aber noch nicht erkennbar.
Artikel vom 13. August 2007"

http://nachrichten.aol.de/Wirtschaft/Metallindustrie-sieht-a…
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18.08.07 10:26:58
Beitrag Nr. 1.100 ()
"IW-Chef Hüther: Hypothekenkrise lässt deutsche Wirtschaft kalt

Chefvolkswirte optimistisch»
Ohne Folgen für die deutsche Wirtschaft bleibt nach Einschätzung von Michael Hüther, Chef des Instituts der deutschen Wirtschaft, die aktuelle Immobilienkrise in den USA. Das berichtet die WirtschaftsWoche in ihrer jüngsten Ausgabe.

Die Krise werde noch bis Herbst anhalten, aber die Wirtschaft kaum beeinflussen, sagte Hüther der WirtschaftsWoche. Ähnlich äußerten sich auch die Chefvolkswirte von Postbank, Commerzbank und Union Investment.

IW-Chef Hüther: „Die Turbulenzen an den Finanzmärkten können sich bis in den Herbst reinziehen. In dieser Krise steht aber eine Brandmauer zwischen den Banken und dem Rest der Wirtschaft“, so Hüther. „Unsere Unternehmen sind hervorragend positioniert und machen gute Gewinne, im Maschinenbau etwa gibt es einen Nachfrageboom mit Wartezeiten wie in den Siebzigerjahren. Dazu kommt: Der Aufschwung ist nicht nur konjunkturell, sondern auch strukturell verankert, weil die Unternehmen mit ihrem Leistungsspektrum genau das bedienen, was auf den Weltmärkten gefordert und gewünscht ist.“

Marco Bargel, Chefvolkswirt der Postbank, ist ebenfalls optimistisch. „Die Finanzierungskonditionen für Unternehmen sind immer noch sehr günstig. Ohnehin ist der Kreditbedarf der deutschen Wirtschaft aktuell eher gering, da ein Großteil der Investitionen aus den laufenden Erträgen finanziert werden kann.“

David F. Milleker, Chefvolkswirt von Union Investment, hält die deutsche Wirtschaft aufgrund des geringen Kreditbedarfs für robust. „Die deutsche Konjunktur steht auf einem ausgesprochen soliden Fundament. Die Kreditnachfrage der Unternehmen (ohne Banken und Versicherungen) zeigt, dass die deutlich gestiegenen Investitionen in der Summe noch immer aus dem laufenden Cash-Flow finanziert werden können. Der Kreditbedarf ist dementsprechend sehr gering. Von daher droht hier kein abrupter Rückzug, wie er für Rezessionsphasen typisch ist. Zudem profitieren die deutschen Unternehmen derzeit noch in besonderer Weise von Märkten, in denen keine Verspannungen festzustellen sind.“

Jörg Krämer, Chefvolkswirt der Commerzbank, sieht „keine direkten Auswirkungen“ auf die deutsche Wirtschaft. „Die Unternehmen haben ihren Schuldenstand deutlich gesenkt, sie verdienen so gut, dass sie kaum Außenfinanzierungsbedarf haben. Außerdem hat es in Deutschland keinen Immobilienboom gegeben, der die Konsumenten dazu verleitet hätte, sich zu stark zu verschulden. Die deutsche Wirtschaft wird also von den Folgen der Subprime-Krise höchstens indirekt getroffen, nämlich über geringeres Wachstum in den USA.“
[18.08.2007]
Aus der WirtschaftsWoche 34/2007."

http://www.wiwo.de/pswiwo/fn/ww2/sfn/buildww/id/125/id/29730…
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30.08.07 10:09:36
Beitrag Nr. 1.101 ()
Hermle im 1. Halbjahr 2007 mit fast 30 % Umsatzplus
Betriebsergebnis durch gute Auslastung von 9,6 Mio. Euro auf 19,3 Mio. Euro erhöht
Auch im Gesamtjahr Zuwachs erwartet







Gosheim, 30. August 2007 - Nach dem guten Start im ersten Quartal konnte die Maschinenfabrik Berthold Hermle AG im ersten Halbjahr 2007 weiter wachsen. Gestützt auf ein positives konjunkturelles Umfeld stieg der Auftragseingang von Januar bis Juni 2007 konzernweit um 25,6 % auf 137,7 Mio. Euro (Vj. 109,6). Dabei erhöhte sich der Bestelleingang im Inland um 36,4 % auf 71,9 Mio. Euro und im Ausland um 15,6 % auf 65,8 Mio. Euro. Gefragt waren vor allem hochwertige Bearbeitungszentren und individuelle Automatisierungslösungen. Der Auftragsbestand des schwäbischen Werkzeugmaschinenspezialisten kletterte zum Stichtag 30. Juni 2007 auf 91,8 Mio. Euro und lag damit nochmals deutlich über dem Wert zum Jahresende 2006 von 61,7 Mio. Euro.

Basierend auf der guten Nachfrage nahm der Konzern-umsatz im Berichtszeitraum um 29,5 % auf 107,5 Mio. Euro (Vj. 83,0) zu. Hiervon entfielen 58,4 Mio. Euro auf das In- und 49,1 Mio. Euro auf das Ausland. Der Umsatzanteil, der außerhalb Deutschlands erzielt wurde, betrug damit 46 % (Vj. 48 %).

Die Ertragslage von Hermle verbesserte sich durch das Umsatzplus und die Vollauslastung im ersten Halbjahr 2007 ebenfalls. Im Berichtszeitraum stieg das Betriebsergebnis konzernweit von 9,6 Mio. Euro auf 19,3 Mio. Euro. Das Ergebnis der gewöhnlichen Ge-schäftstätigkeit legte von 9,9 Mio. Euro auf 19,7 Mio. Euro zu, und der Periodenüberschuss kletterte von 6,4 Mio. Euro auf 12,4 Mio. Euro. Hieraus errechnet sich ein Er-gebnis von 2,47 Euro je Stamm- (Vj. 1,27) und von 2,49 Euro je Vorzugsaktie (Vj. 1,30).

Zum 30. Juni 2007 erhöhte sich die Zahl der Mitarbeiter in der Hermle-Unternehmensgruppe gegenüber dem Vorjahresstichtag um 52 Personen auf 718 Beschäftigte. Neueinstellungen gab es vor allem in den Bereichen Service und Montage sowie im Ausland.

Für das Gesamtjahr 2007 erwartet Hermle ebenfalls ein Umsatzplus, sofern sich die bei einigen Zulieferern entstandene Engpasssituation nicht weiter verschärft. Die im ersten Halbjahr 2007 überproportionale Ergebnisentwicklung dürfte sich im weiteren Jahresverlauf normalisieren, da die Kapazitäten von Hermle seit Mitte 2006 voll ausgelastet sind.

Um den nachhaltig hohen Bedarf an Hermle-Werkzeug¬maschinen zu decken, erweitert das Unternehmen derzeit seine Kapazitäten, unter anderem in den Bereichen Blech- und Teilefertigung. Hier lag auch im ersten Halbjahr 2007 der Schwerpunkt der Sachinvestitionen, die sich auf 3,0 Mio. Euro beliefen (Vj. 2,2). Darüber hinaus ist im weiteren Jahresverlauf ein zusätzlicher russischer Stützpunkt in St. Petersburg geplant.
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30.08.07 10:48:05
Beitrag Nr. 1.102 ()
Ein so gutes Ergebnis hatte ich nicht erwartet. Das sind phantastisch gute Zahlen.

Herme hat seine Firmenpolitik grundlegend geändert. Nun ist zum ersten Male innerjährlich eine Ergebniszahl veröffentlicht worden.

Ich denke, daß die Dividende angesichts der üppigen Ausstattung mit Finanzmitteln nach dem exzellenten Halbjahresergebnis zumindest beibehalten, wenn nicht gar erhöht wird.
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30.08.07 11:46:46
Beitrag Nr. 1.103 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 31.339.183 von Hiberna am 30.08.07 10:48:05Müssen sie nicht jetzt umfangreicher publizieren?

auch wenn der Umsatz im 2. Halbjahr nicht mehr steigt, das Plus bisher können wir getrost auf das letztjährige Ergebnis draufschlagen.

Mich wundert nur, warum der Kurs das nicht honoriert.
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30.08.07 11:54:36
Beitrag Nr. 1.104 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 31.340.007 von Azotobacter am 30.08.07 11:46:46Müssen sie nicht jetzt umfangreicher publizieren?

ich kenne mich nicht mit diesen Anforderungen aus.

auch wenn der Umsatz im 2. Halbjahr nicht mehr steigt, das Plus bisher können wir getrost auf das letztjährige Ergebnis draufschlagen.

das sehe ich auch so.

Ich könnte mir vorstellen, daß der Umsatz des zweiten Halbjahres 2007 auch noch etwas ansteigt gegenüber Vorjahr. Die Kapazitätsausweitung könnte zu wirken beginnen und Preiserhöhungen könnten durchgeführt worden sein. Vielleicht kann auch vermehrter Fremdbezug gegenüber Eigenfertigung noch etwas wirken.
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11.09.07 14:24:16
Beitrag Nr. 1.105 ()
Handelsblatt 11.9.07

Maschinenbau als Stütze
Von Frank Wiebe

In Japan lief die Börse heute zunächst etwas lahm. Aber dann kamen Zahlen zum Auftragseingang im Maschinenbau und haben die Kurse beflügelt. Im Juli sind die Zahlen sprunghaft gestiegen. Das war zwar noch vor dem richtigen Ausbruch der Finanzkrise. Trotzdem ist es ein sehr gutes Zeichen.

Der Maschinenbau ist ein guter Indikator für die gesamte Wirtschaft: Wenn er viele Aufträge bekommt, heißt das, dass viele Firmen investieren. Und der japanische Maschinenbau ist vom Volumen her weltweit führend - dicht gefolgt von den deutschen Unternehmen, die oft noch etwas spezialisierter sind. Das heißt aber: Die japanischen Zahlen sind auch für Deutschland ein gutes Zeichen. Schließlich lebt die deutsche Volkswirtschaft von ihren Ingenieuren und nicht von ihren Bankern. Nur zeichnet sich das selten direkt in den Börsenkursen ab. Aber es gilt eben auch: Deutschland lebt von seinen Mittelständlern und nicht von den Großkonzernen.

Wir haben also Chancen, dass die Konjunktur erst einmal intakt bleibt und damit auch die Binnennachfrage einigermaßen läuft. Und das ist am Ende auch wieder gut für die Börsenkurse, auch wenn im Dax im Moment die schwachen Banktitel mehr auffallen.

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Daß die Aufträge in Japan stark angestiegen sind, hängt teilweise vielleicht auch mit der Yen-Schwäche Juli/August zusammen.
Dennoch ist es ein gutes Zeichen für Hermle, wenn der Maschinenbau weltweit weiter gut läuft.
Das exzellente Halbjahresergebnis ist typischerweise kursmäßig und pressemäßig untergegangen.
Hermle spricht neuerdings von nachhaltiger Nachfrage nach deren Maschinen, insbesondere der größeren Bearbeitungszentren.
Diese bedürfen zukünftig auch eines erhöhten Serviceaufwands, was umsatzstabilisierend fürs Hermle-Geschäft sein wird.
Der Ausbau des Vertriebsnetzes in Osteuropa, und in Petersburg ist zukunftsweisend. Hier hat Hermle in Bezug auf den Wettbewerb sicher Nachholbedarf. In Rußland boomt momentan die Automobilindustrie, viele ausländische und inländische Automobilfirmen erweitern ihre Kapazitäten stark.
Bei abgeschwächtemn Weltwirtschaftswachstum dürfte Rußland wegen seines Rohstoffreichtums weniger betroffen sein.

Die im September beginnende EMO (findet alle 2 Jahre statt) wird den Auftragseingang weiter stützen.
Gildemeister hat in vergangenen Jahren oft besondere EMO-Preise gemacht, und damit Hermle die Suppe etwas versalzen. Bei nahezu Vollauslastung dürfte dieser Wettbewerber derartige Preisaktionen nicht nötig haben.
Das Euro-Yen-Wechselkursverhältnis hat sich wieder etwas entspannt, so daß die starken japanischen Wettbewerber keinen Währungsvorteil mehr haben.
Über 50% der Werkzeugmaschinen werden in die Automobilindustrie und zu deren Zulieferer geliefert. Die Automobilindustrie und die Mobilität in den Schwellenländerstaaten wird weiter zunehmen.
Die zunehmend erlahmende US-Autonachfrage sollte sich kurzfristig unter o.g. Aspekten nicht negativ auf die Aussichten des Werkzeugmaschinenbaus auswirken.

Anhand des 1.HJ und des Ausblicks schätze ich ein EPS von ca. 7,2 für 2007. Wenn man Hermle unter Vergleich zu Gildemeister ein konservatives KGV von 12 zugesteht (Abschlag wg. Vorzugsaktien und dürftiger IR), ergäbe sich ein Kursziel von 86 Euro.

Von einer Gewinnausschüttung um die 6 Euro könnte man bei o.g. EPS ebenfalls ausgehen, da Hermle relativ geringe Investitionskosten hat. Falls meine zugegebenermaßen hohe Dividendenschätzung zutrifft, ergibt sich auf aktuellem Kursniveau (75 Euro) eine attraktive (einmalige?) Dividendenrendite von 8%.

Gibt es statements zu meiner "gewagten" Prognose?

Gruesse, StefanR
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11.09.07 15:01:06
Beitrag Nr. 1.106 ()
Über 50% der Werkzeugmaschinen werden in die Automobilindustrie und zu deren Zulieferer geliefert.

dies trifft für den Gesamtmarkt der Werkzeugmaschinen zu, nicht aber für die Produkte von Hermle.

Die Autombilfirmen und deren Zulieferer verwenden Maschinen, die in großen Serien produzieren. Hermle-Maschinen werden hingegen überwiegend eingesetzt zur Herstellung von kleinen Serien oder gar zur Fertigung von Einzelstücken.

Im Segment des von Hermle belieferten Marktes sind die Schwankungen im Auftragseingang viel heftiger als in der Automobilindustrie und bei deren Zulieferen.

Das von Dir für 2007 erwartete Ergebnis in Höhe von 7.2 Euro pro Aktie halte ich für erreichbar, nachdem im ersten Halbjahr das Ergebnis pro Aktie schon um 1.19 Euro über dem Vorjahreswert gelegen hat. Deine Prognose würde eine Steigerung von 36 Prozent bedeuten gegenüber dem Vorjahr.

Ich weiß allerdings nicht, ob in 2007 erhöhte Messekosten anfallen angesichts der EMO. Ich könnte mir vorstellen, daß die EMO teurer ist als andere Messen, daß aber im EMO-Jahr Hermle auch in Deutschland in weniger Messen ausstellt.

Es ist gut, daß jemand mal den Mut gehabt hat, seine Ergebnisschätzung in diesen Thread hier reinzustellen.

Entscheidend wird sein, wie sich die Hermle-Ergebnisse in den Folgejahren entwickeln werden. Dazu kann angesichts der hohen Schwankungen im Auftragseingang noch keine Prognose erstellt werden.

Ich vermute mal, daß die Entwicklungskosten bei der Beteiligung Innovaris bis jetzt größtenteils in die Kosten gegangen sind. Wenn nun da beim Verkaufsstart der neuen Innovaris-Maschine in 2007 positive Ergebnisbeiträge anfallen, dürfte dies gewinnstützend sein.
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11.09.07 23:13:51
Beitrag Nr. 1.107 ()
Werkzeugmaschinen
Werkzeugmaschinenbauer erhöhen Absatzprognose
11.09.2007 | Redakteur/Autor: Stéphane Itasse

Hannover (si) - Eine Woche vor Eröffnung der EMO Hannover 2007, der Weltleitmesse für die Metallbearbeitung, erwartet der VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken) deutlich bessere Geschäfts. Helmut von Monschaw, Geschäftsführer des VDW, sagte in Hannover: „Wir haben unsere Produktionsprognose gerade auf 15% angehoben.“

Helmut v. Monschaw, Geschäftsführer des VDW, erwartet von der EMO Hannover 2007 weitere Impulse für die boomende Branche.
Helmut v. Monschaw, Geschäftsführer des VDW, erwartet von der EMO Hannover 2007 weitere Impulse für die boomende Branche.
Mit 12,4 Mrd. Euro Produktionsvolumen bricht der deutsche Werkzeugmaschinenbau abermals Rekorde. Im ersten Halbjahr 2007 setzten die deutschen Ausfuhren ihren steilen Aufwärtskurs mit 16% Zuwachs fort. In 13 der 15 wichtigsten Märkte stiegen die Lieferungen zweistellig.

China kauft 30% mehr deutsche Werkzeugmaschinen

Das Geschäft mit dem wichtigsten Markt China hat im ersten Halbjahr mit einem Zuwachs von 30% abermals geboomt. Der Rückgang deutscher Lieferungen in den zweitgrößten Markt USA um 15% ist hingegen überzeichnet. „Deutsche Hersteller haben ihre Produktion in den USA angesichts des schwachen Dollarkurses kräftig ausgeweitet. Außerdem gehen viele Lieferungen an US-amerikanische Kunden nunmehr in das NAFTA-Land Mexiko, wohin sie ihre Fertigung verlagert haben“, erläutert von Monschaw.

Shootingstar unter den wichtigsten Märkten war Russland. Innerhalb von nur sieben Jahren habe sich das Land von Platz 23 unter die Top Fünf vorgearbeitet. Die Nachfrage aller wichtigen Inlandskunden bleibt ebenfalls robust. Hoher Ersatzbedarf, gute Kapazitätsauslastung, höhere Erträge bei den Abnehmern sowie die noch günstigen Abschreibungsbedingungen im laufenden Jahr stimulieren die Investitionstätigkeit in der Industrie.

Weltwirtschaftliches Umfeld für Werkzeugmaschinen günstig

Auch das weltwirtschaftliche Umfeld ist günstig wie selten. 2006 befand sich die Weltwerkzeugmaschinenproduktion mit einem Zuwachs von 10% auf 47,3 Mrd. Euro bereits im dritten Aufschwungjahr. Alles deute darauf hin, dass sich dies fortsetzt. Der VDW erwartet im laufenden Jahr ein Produktionswachstum von abermals 10%.

Die Verfassung der Weltwirtschaft ist ausschlaggebend für den Erfolg der EMO Hannover 2007, heißt es. Vom 17. bis 22. September präsentieren 2100 Aussteller aus 42 Ländern auf 180000 m² Nettoausstellungsfläche ihre Produkte für die industrielle Fertigung. Das sind rund 5% mehr Aussteller und 12% mehr belegte Fläche als 2005. Zuletzt zog die EMO Hannover 160000 Fachbesucher aus über 80 Ländern an.
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13.09.07 07:59:46
Beitrag Nr. 1.108 ()
" Gegenhalter
Mit Gegenhalter schlanke Werkstücke auf Bearbeitungszentren auch stirnseitig bearbeiten
12.09.2007 | Redakteur/Autor: Bernhard Kuttkat

Speziell für die Bearbeitung langer, schlanker Werkstücke, die eine Stirnseitenabstützung benötigen, hat Hermle einen neuartigen automatischen Gegenhalter entwickelt. Turbinenschaufeln, medizintechnische Werkstücke, Werkzeuge oder Werkzeughalter sind mit diesem Gegenhalter laut Angaben in sehr genauen Fertigungstoleranzen herstellbar.

Das Außergewöhnliche oder der Clou an diesem Gegenhalter ist die – über das NC-Programm automatisch schwenkbare – mitlaufende Spitze, die für die Stirnseitenbearbeitung um 90° geschwenkt werden kann. Dies ermöglicht zusätzlich zu der 5-achsigen Umfangsbearbeitung auch eine Stirnseitenbearbeitung und gewährleistet eine Fertigbearbeitung, ohne umzuspannen.

Spitze des Gegenhalters über NC-Programm automatisch schwenkbar

Der Gegenhalter wird seitlich neben die Tischplatte auf den NC-Schwenkrundtisch eines Fünf-Achsen-Bearbeitungszentrums C 30 U oder C 40 U adaptiert. Er kann, um das Werkstück zu fixieren, die mitlaufende Spitze automatisch innerhalb eines Verfahrweges von 220 mm auf das Werkstück absenken und somit eine optimale Abstützung gewährleisten, wird erläutert.

Es können Werkstücke bis zu einer Länge von 420 mm bei einem Störkreisdurchmesser von maximal 420 mm gespannt und bearbeitet werden. Der Durchmesser ist laut Hersteller allerdings nicht relevant, weil meist nur schlanke Werkstücke eine Abstützung benötigen.

Fünf-Achs-Bearbeitung auch mit größeren Werkstücken möglich

Wird der Gegenhalter abgeschwenkt, können auch größere, sperrige Werkstücke konventionell 5-achsig bearbeitet werden. Somit schränkt sich der Benutzer nicht ein, sondern schafft sich ein vollwertiges Fünf-Achsen-Bearbeitungszentrum höchster Genauigkeit mit der automatischen Gegenhalteroption.

Für das Ein- und Ausbringen der Rohlinge oder fertigen Werkstücke kann das Hermle Handlingsystem HS 30 oder ein Hermle Robotersystem an das Bearbeitungszentrum adaptiert werden. Das gewährleistet lange mannlose Maschinenlaufzeiten im Zwei- oder Drei-Schicht Betrieb."

http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/…
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18.09.07 12:47:10
Beitrag Nr. 1.109 ()
"Werkzeugmaschinen

„Ich habe noch nie erlebt, dass so viel gekauft wird“

Montage bei Gildemeister in Bielefeld
17. September 2007
Die Emo ist die größte Messe für die Hersteller von Werkzeugmaschinen. Sie findet alle zwei Jahre statt und öffnet an diesem Montag in Hannover ihre Tore. In einer Woche präsentieren sich die 2100 Aussteller aus 42 Ländern dem Fachpublikum. Erwartet werden rund 200.000 Besucher, deutlich mehr als 2005 mit 160.000 Gästen. Selten ist das Umfeld für die Messe so günstig gewesen. Die exportorientierte Branche verzeichnet hohe Wachstumsraten.Rüdiger Kapitza, Vorstandsvorsitzender der Gildemeister AG, ist zuversichtlich, dass sich das Wachstum fortsetzt. Und er ist optimistisch, was die Entwicklung des Unternehmens angeht.

Herr Kapitza, Sie strahlen so?

Die Stimmung ist bei mir durchweg positiv. Die Geschäfte im Werkzeugmaschinenbau laufen gut. Wir partizipieren an einer florierenden Konjunktur und das weltweit.

Haben Sie etwas Derartiges im Umfeld der Werkzeugmaschinenbaumesse Emo schon einmal beobachtet?

Ich bin schon ein "alter Hase" in dieser Branche. Ich habe noch nie erlebt, dass vor einer Messe wie dieser so viel gekauft worden ist. Normalerweise beruhigt sich das Geschäft zwei, drei Monate vorher. Doch dieses Mal ist die Nachfrage aus dem In- und Ausland gleichermaßen stark.

Und die Messe setzt noch einmal etwas obendrauf?

Ein Mitarbeiter montiert den Spindelkasten einer Vertikal-Drehmaschine

Für Gildemeister erwarte ich einen zusätzlichen Schub. Wir haben hohe Erwartungen und erhoffen uns Aufträge von mindestens 100 Millionen Euro allein in der Emo-Woche. Es werden viele Kunden zu uns kommen, die entweder in Endverhandlungen eintreten oder direkt Verträge unterzeichnen werden. Vor zwei Jahren, auf der letzten Messe, hatten wir ein Ordervolumen von mehr als 80 Millionen Euro.

Das würde Ihnen reichlich Arbeit sichern?

Es wird uns vor allem einen tieferen Blick in das nächste Jahr und mehr Prognosesicherheit geben. Denn der Auftragseingang wird im nächsten Jahr umsatzwirksam. Es ist auch ein Zeichen der Nachhaltigkeit. Nach der langen Zeit der Enthaltsamkeit zwischen 2002 und 2004 geht es seit zwei Jahren bergauf, was sich im nächsten Jahr fortsetzen wird. Der Investitionsstau löst sich immer noch auf.

Was sind die Trends auf der Emo?

Ein Trend ist die Automatisierung von Werkzeugmaschinen mit Robotern. Zudem verlangen vor allem kleine und mittelständische Unternehmen Maschinen, die sieben Tage in der Woche rund um die Uhr laufen. Diesen Service mit dem Angebot "24/7" stellt Gildemeister auf der Emo vor. An diesem Montag präsentieren wir erstmals unser neues Maschinendesign, das ergonomisch konzipiert, anwenderfreundlich und übersichtlich ist. Auch das ist wichtig, weil so die Menschen produktiver arbeiten können.

. . . vor allem mit mehr Elektronik?

Unsere Maschinen sind noch stärker mit Software und Elektronik ausgestattet, was den Dauereinsatz ermöglicht, die Flexibilität wird erhöht und die Produktivität damit gesteigert. Von den rund 50 Millionen Euro Entwicklungskosten im Jahr 2007 sind 10 Prozent in die Software geflossen. Ich rechne damit, dass wir allein von unserer neuen Maschinen-Generation rund 100 Stück schon auf der Messe verkaufen werden und damit ein Viertel des geplanten Auftragsvolumens erzielen.

Die Leute ordern allen Ernstes die Maschine gleich nach dem ersten Hinschauen, sie überdenken nicht erst die Entscheidung über eine Investition zwischen 150 000 Euro und einer halben Million Euro?

Es sind meist mittelständische Unternehmen, die uns kennen und Vertrauen in unsere Technologie haben. Bei den Maschinen stellt sich nur vielen die Frage, ob sie diese zwei oder drei Monate früher oder später geliefert bekommen sollen.

Innovationen hin, Innovationen her. Muss der Aufschwung nicht bald wieder auslaufen?

Der Aufschwung wird noch eine geraume Zeit anhalten, alleine schon, weil noch eine Menge aufzuholen ist. Alle Märkte sind im Moment in Form. Fernost und Europa laufen sehr gut, Amerika ist stabil. Nicht zu vergessen Osteuropa: Allein in diesem Jahr kommt von dort eine Nachfrage im Volumen von 3,3 Milliarden Euro, das sind rund 7 Prozent des weltweiten Verbrauchs. Und das Wachstum hat dort gerade erst begonnen. Ermüdungserscheinungen sehe ich nicht. Nach 2007 wird es auch 2008 noch einmal nach oben gehen, und selbst 2009 wird gut laufen.

. . . damit es dann zum jähen Einbruch kommt?

Das geht in der Regel langsam vonstatten; die Stimmung im Werkzeugmaschinenbau kühlt sich nicht plötzlich ab. Abzusehen ist das aber heute nicht.

Lässt es sich in einem solchen Umfeld besser mit der Konkurrenz leben?

Der Wettbewerb steht immer im Fokus. Vor allem die japanischen Anbieter, die technologisch mit den Westeuropäern vergleichbar sind. Die müssen wir ernst nehmen. Gildemeister wird in diesem Jahr den Abstand zu den Japanern vergrößern und schneller wachsen, obwohl wir auf der Wechselkursseite angesichts der Dollar- und Yen-Schwäche klare Nachteile haben. Das aber können wir durch werthaltigere Technologien und effizientere Produkte kompensieren, wodurch höhere Preise durchsetzbar sind.

Aber die Chinesen stehen schon seit Jahren vor der Tür?

Noch ist keiner von ihnen unter den Top Ten als Anbieter für spanende Werkzeugmaschinen. Die Chinesen entwickeln sich weiter. Das wird aber länger dauern, als viele erwarten. Das Angebot von Maschinen ist auch eine Frage von Kundenbeziehungen und vor allem von Dienstleistungsangeboten vor Ort. Da haben die Chinesen Defizite. Top-Innovationen aus China werden wir zumindest auf dieser Emo nicht sehen.

Formiert sich die Branche mit weiteren Übernahmen neu?

Sie wird in einen Konzentrationsprozess eintreten. Allein im spanenden Werkzeugmaschinenbau haben die 15 größten Anbieter einen Marktanteil von 46 Prozent. Da wird die Konzentrationskurve noch stark steigen. Die Globalisierung setzt sich fort, zumal kleine Unternehmen vor der Frage der Finanzierungsmöglichkeiten stehen.

. . . wobei Gildemeister mitmischen wird?

Ein klares Nein! Wir machen keine Akquisitionen. Wir wachsen aus eigener Kraft und nehmen nach dem erfolgten Aufbau der Produktion in China nun Indien verstärkt ins Visier. Auch Amerika müssen wir im Auge behalten; dort wäre ein Montagestandort denkbar.

Und im Inland: Sie platzen aus allen Nähten. Hat Gildemeister im Gegensatz zur Branche Personal aufgebaut?

Wir haben im vergangenen Jahr fast 300 neue Mitarbeiter eingestellt. Dieses Jahr kommen noch einmal 200 zu der Gesamtbelegschaft von rund 5500 Mitarbeitern hinzu. Nächstes Jahr werden wir sicherlich bis zu 100 neue Arbeitsplätze schaffen.

Die Gewinne sprudeln wieder. Gerade erst haben Sie die Prognose erhöht. Der Umsatz soll um mindestens 6 Prozent auf mehr als 1,4 Milliarden Euro steigen, der Gewinn vor Steuern mit einer zweistelligen Rate wachsen. Müssen Sie nicht dennoch das Tempo erhöhen?

Wenn die Emo uns den erwarteten Schub im Auftragseingang bringt, werden wir die Prognose anlässlich der Bekanntgabe unserer Zahlen für das dritte Quartal leicht anheben. 2008 wird die Dynamik aufgrund des bisher erreichten hohen Niveaus nicht ganz so stark ausfallen. In diesem Jahr werden wir im Ertrag deutlich schneller wachsen als im Umsatz. Das nehmen wir uns auch für 2008 vor. Die Ertragsdynamik wird sich fortsetzen.

Ist das auch eine gute Kunde für den Aktionär?

Die Dividende von zuletzt 0,20 Euro wird erhöht. Wie hoch sie ausfallen wird, das ist derzeit verfrüht zu sagen. Aber grundsätzlich werden wir auch künftig etwas für die Ausschüttung tun müssen - selbst wenn der Aktionär bereits an den Aktienkursgewinnen sehr gut partizipiert hat. Die Dividende soll zunehmend ertragsorientierter werden.

Das klingt verhalten?

Der Wert des Unternehmens ist immer noch nicht dort, wo wir ihn haben wollen. Wir machen in diesem Jahr keine Kapitalerhöhung und finanzieren das kräftige Wachstum aus eigenen Mitteln. Und es ist auch nicht das Ziel, im nächsten Jahr das Kapital aufzustocken. Wir führen im Gegenzug die Verschuldung gegenüber den Banken dieses Jahr von 216 Millionen Euro auf weniger als 200 Millionen Euro zurück. Der Kreditabbau wird sich bei weiterem Wachstum fortsetzen. Das unterstützen unsere Aktionäre.

Das Interview führte Rüdiger Köhn.

Text: F.A.Z., 17.09.2007, Nr. 216 / Seite 16

http://www.faz.net/s/RubD16E1F55D21144C4AE3F9DDF52B6E1D9/Doc…
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24.09.07 11:52:27
Beitrag Nr. 1.110 ()
"Beschäftigungsboom in Metallindustrie: 19.000 neue Jobs im Juli
Die Metall- und Elektro-Industrie in Deutschland erlebt einen Beschäftigungsboom wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Allein im Juli wurden in der Branche 19.000 neue Stellen geschaffen, wie der Arbeitgeberverband Gesamtmetall am Sonntag in Berlin mitteilte. Einen solchen Anstieg innerhalb eines Monats habe es lange nicht gegeben.

Bemerkenswert sei, dass die Firmen trotz eines vorübergehend zurückgehenden Auftragseingangs im Juli kräftig eingestellt hätten. Allerdings sei das Fachkräftepotenzial weitgehend ausgeschöpft. "Die Firmen haben immer mehr Schwierigkeiten, auf dem Arbeitsmarkt fündig zu werden", betonte Gesamtmetall. Schon heute melde jedes siebte Unternehmen Produktionsstörungen aufgrund von Arbeitskräftemangel.

AUSBILDUNGSMARKT EBENFALLS POSITIV

Im Vergleich zum Juli des vergangenen Jahres habe sich die Beschäftigtenzahl um 2,6 Prozent auf nun insgesamt 3,48 Millionen erhöht. Seit der Beschäftigungswende im April 2006 hätten Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie 103.000 reguläre, sozialversicherungspflichtige Stellen geschaffen. Zeitarbeitnehmer seien dabei nicht eingerechnet. Einen besonders hohen Zuwachs verzeichneten Gießereien, Hersteller von Büromaschinen sowie die Datenverarbeitung. Leichte Rückgänge habe es dagegen im Automobil- sowie im Luft- und Raumfahrzeugbau gegeben.

Auf dem Ausbildungsmarkt der Metall- und Elektroindustrie zeichneten sich ebenfalls positive Nachrichten ab. "Ein Rekord im Ausbildungsjahr 2007 wird immer wahrscheinlicher." Im vergangenen Jahr sei mit 67.800 neuen Ausbildungsplätzen der zweithöchste Wert nach 2001 (71.900) erreicht worden."

http://www.ftd.de/unternehmen/industrie/253695.html?mode=pri…
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24.09.07 12:40:32
Beitrag Nr. 1.111 ()
estnoten durch Aussteller und Besucher
Zum Abschluss der EMO Hannover 2007

Weltleitmesse der Metallbearbeitung generiert Milliardenaufträge
Mehr Besucher trotz kürzerer Messedauer


Strahlende Gesichter, wohin man blickt. Nach sechs Tagen ging die EMO Hannover 2007 am Samstag mit Bestnoten zuende: Mehr Aussteller, mehr Besucher, mehr Internationalität. "Und dies alles bei einer um zwei Tagen kürzeren Messedauer", freut sich Dr. Detlev Elsinghorst, Generalkommissar der EMO Hannover 2007.

Über 166 000 Besucher kamen zwischen dem 17. und 22. September nach Hannover, um Maschinen zu kaufen, Aufträge zu erteilen und sich über Neuheiten in der Metallbearbeitung zu informieren. Das waren 4 Prozent mehr als bei der Vorveranstaltung vor zwei Jahren als die Messe noch acht Tage dauerte. Schon die Ausstellerzahl lag mit insgesamt 2 118 Ausstellern aus 42 Ländern um 5 Prozent und die belegte Fläche mit 180 000 Nettoquadratmetern um 12 Prozent über dem Ergebnis der Vorveranstaltung.

Bereits in den ersten beiden Tagen äußerten sich die Aussteller geradezu begeistert. Dr. Marc Fleckenstein, Leiter Produktmanagement der Fette GmbH, Schwarzenbek: "Die Messe ist ein Traum." Michael Jochem, Leiter Vertrieb Werkzeugmaschinen bei Bosch Rexroth, ergänzt: "Unser Stand wird sehr gut besucht und wir führen ausgezeichnete Gespräche."



Auftragsbücher sind prall gefüllt

Die EMO Hannover 2007 hat dem internationalen Werkzeugmaschinengeschäft einen deutlichen Schub versetzt. Laut Ausstellerbefragung haben die Aussteller durch die EMO ein Auftragsvolumen von mehr als 4 Mrd. Euro generiert. Über die Hälfte der Aussteller erwartet darüber hinaus weitere positive Auswirkungen auf das Deutschland- und das Europageschäft.

Stellvertretend für viele: "Gildemeister konnte einen zusätzlichen Schub im Auftragseingang realisieren", berichtet Dr. Rüdiger Kapitza, Vorstandsvorsitzender beim größten EMO-Aussteller Gildemeister. "Gegenüber der letzten EMO konnten wir den Auftragseingang verdoppeln", zeigt sich auch Gerhard Glanz von der österreichischen EMCO Maier Gruppe sehr zufrieden. Und schließlich Dieter Kollmar, Geschäftsführer bei EMAG in Salach: "Bei den Aufträgen, die auf der Messe geschrieben wurden, konnten wir eine enorme Steigerung gegenüber 2005 verzeichnen."

Entsprechend positiv fiel das Urteil der EMO-Aussteller aus. Über zwei Drittel sind mehr als zufrieden mit der Messe. Dr. Klaus Finkenwirth, Geschäftsführer Liebherr Verzahntechnik in Kempten: "Das ist die beste Messe, die ich je erlebt habe." Dazu trägt auch bei, dass die Aussteller alle ihre wichtigen Zielgruppen in der Industrie besonders gut erreicht haben, allen voran die Automobilindustrie und ihre Zulieferer, den Maschinenbau und die ganze Bandbreite der Metallbe- und -verarbeitung.

EMO Hannover untermauert weltweite Spitzenstellung

Andere wichtige Kennzahlen für die Spitzenstellung der EMO Hannover zeigen ebenfalls nach oben: So ist die Internationalität der EMO-Besucher weiter gestiegen. Über 37 Prozent der Fachbesucher kamen aus dem Ausland, aus mehr als 80 Ländern. Ähnlich wie die europäische Werkzeugmaschinennachfrage hat sich der Besucherstrom aus Westeuropa besonders dynamisch entwickelt, speziell aus der Schweiz, Frankreich, Italien, Schweden und Österreich. Die größten Besucherkontingente aus Übersee reisten aus Indien und den USA an.

Der Anteil der Führungskräfte ist auf fast 60 Prozent gestiegen. "Alle wichtigen Entscheider sind da", bestätigt Ruben Baranowski, Managing Director bei Iscar Germany. Deutlich mehr Fachbesucher als noch vor zwei Jahren verfügen über Entscheidungskompetenz für den Maschinenkauf.

Einmal mehr hat sich die herausragende Stellung der EMO Hannover als Forum für die Akquisition von Neukunden bei den Ausstellern gefestigt. Über ein Drittel der Besucher waren zum ersten Mal auf einer EMO Hannover. "Dieses Jahr haben wir Interessenten, die wir vorher nicht kannten und die möglicherweise noch auf der EMO abschließen wollen. Das ist ein Novum und wäre eine tolle Sache", sagt Friedrich Herdan, Geschäftsführer Lasco Umformtechnik in Coburg.

Konkrete technische Lösungen erwartet

Die internationalen Fachbesucher erwarten, dass ihnen die EMO technische Lösungen zur Erhöhung ihrer Wettbewerbsfähigkeit bietet. "Besucher, die in diesem Jahr maßgeblich auch Neukontakte waren, fragten ganz gezielt nach ganzheitlichen Lösungsansätzen" stellt Dr. Roland Ruppel, Geschäftsführer bei Zimmer + Kreim in Brensbach fest.

Als das wichtigste Innovationsforum für die Metallbearbeitung zeigt die EMO Hannover 2007 zahlreiche Innovationen, die im Vergleich zur Vorveranstaltung Marktreife erreicht haben. Ein Thema, das in vielen neuen Detaillösungen anschaulich wird, ist die Optimierung der Nebenzeiten. Viele Werkzeugmaschinenhersteller haben z. B. die Werkzeugwechselzeiten noch einmal erheblich minimiert, oder sie können den Einrichtprozess im Vorfeld simulieren. Damit werden die Maschinenstundensätze stark reduziert.

Ein weiteres Thema ist im Kommen, die Integration der Steuerungstechnik in den Fertigungsprozess. Gemeinsam mit den Softwaresystemhäusern haben die Werkzeugmaschinenhersteller ihre Entwicklungen für den produktiven Kundeneinsatz vorgestellt. Diese Produkte helfen, den Fertigungsprozess hinsichtlich ausgewählter Kriterien wie Fertigungszeit oder Oberflächengüte zu optimieren.

Einen Megatrend griff auch das internationale technische Symposium "Intelligenter Leichtbau" auf. Hochkarätige Experten diskutierten die verschiedenen Aspekte des innovativen Leichtbaus auf Kundenseite und aus Sicht der Anbieter von Produktionstechnik. Dazu Christian Rau von der Kyocera Fineceramics GmbH in Esslingen: "Sehr positiv ist der hohe Informationsgehalt der einzelnen Vorträge in kurzer prägnanter Form. Wir können einige Ideen aus der Präsentation für unseren Bereich mitnehmen, was ich als überaus nützlich einstufe."



Nachwuchsaktionen wieder sehr gefragt

Sehr gefragt war die EMO Hannover auch in diesem Jahr wieder bei jungen Menschen als Schaufenster für Technik. "Wir mussten aufgrund unserer Kapazitäten einen Anmeldestopp verhängen, obwohl das Interesse noch sehr viel größer war", sagt Peter Bole, verantwortlich für den Jugendsonderstand. Rund 10 000 Schülerinnen und Schüler aus Berufs- und allgemeinbildenden Schulen nutzten die EMO, um sich über Berufsmöglichkeiten und Karrierechancen im Werkzeugmaschinenbau zu informieren. 24 Kooperationspartner zeigten auf dem Jugendsonderstand in Halle 25, was moderne Metallbearbeitung heute ausmacht von der Maschinentechnik über die Steuerungstechnik bis hin zur Softwareentwicklung und Automatisierung. Beratungsangebote von Dienstleistern und öffentlichen Institutionen wie der Internetplattform www.karriere-im-maschinenbau.org, dem Bundesministerium für Bildung und Forschung und der Bundesagentur für Arbeit oder der Industrie- und Handelskammern rundeten das Informationspaket ab.

Bestnoten für die EMO Hannover 2007

Besondere Ehre seitens der Politik hat die EMO Hannover in diesem Jahr dadurch erfahren, dass Bundespräsident Horst Köhler die Messe offiziell eröffnet hat. Das haben die EMO-Aussteller als starke Unterstützung für die Bedeutung der Fertigungstechnik und des industriellen Mittelstandes sehr positiv gewertet. Dr. Dieter Kress, Geschäftsführender Gesellschafter der Mapal Dr. Kress KG, Aalen: "Wir danken Bundespräsident Horst Köhler für seinen Hinweis auf die Bedeutung der Branche im Grußwort zur Messeeröffnung."

"Bei dieser EMO hat einfach alles gestimmt", resümiert Dr. Detlev Elsinghorst. "Die Weltkonjunktur brummt. Die Aussteller sind superzufrieden. Die Besucher zeigten sich in Kauflaune. Die Messe hat ihren Ruf als größte und wichtigste Plattform für die Metallbearbeitung einmal mehr gefestigt und ist im Ansehen bei Ausstellern und Besuchern noch einmal gestiegen."

Die nächste EMO findet vom 05. bis 10. Oktober 2009 in Mailand statt.
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24.09.07 12:49:11
Beitrag Nr. 1.112 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 31.720.087 von Snart am 24.09.07 12:40:32passenderweise hat Dein Beitrag mit den exzellenten EMO-Ergebnissen die Nr. 1111 in diesem Diskussionsforum.
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24.09.07 12:56:22
Beitrag Nr. 1.113 ()
24.09.2007 - 12:00 Uhr

Das SDAX-Unternehmen bezifferte den Auftragseingang auf der am Samstag in Hannover zu Ende gegangenen EMO mit 162,6 Mio EUR und 526 verkauften Maschinen. Gildemeister habe damit den in der Unternehmensgeschichte bisher höchsten Messe-Auftragseingang verzeichnet. Ebenso bedeutend seien die 9.108 auf der EMO neu ausgelösten Angebote für das Nachmessegeschäft und für das Geschäftsjahr 2008 gewesen.
Der Vorstandsvorsitzende Rüdiger Kapitza hatte bereits Mitte September im Gespräch mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" eine Prognoseerhöhung für den Fall einer für Gildemeister erfolgreich verlaufenden Werkzeugmaschinenbau-Messe in Aussicht gestellt.

Webseite: http://www.gildemeister.com


Gildemeister ist praktisch auf alltime-hoch, Hermle ca. 20% unter
ihrem Höchstkurs. Da sollte noch was drin sein!.
Grüsse, StefanR
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24.09.07 13:15:30
Beitrag Nr. 1.114 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 31.720.324 von StefanR am 24.09.07 12:56:22Gildemeister ist praktisch auf alltime-hoch, Hermle ca. 20% unter
ihrem Höchstkurs. Da sollte noch was drin sein!.


diese Meinung habe ich auch.

Die Hermle-Aktie ist beim KGV wesentlich niedriger bewertet als Gildemeister. Zur Zeit haben aber gute Nachrichten nur wenig oder gar keine Auswirkung auf die Aktienkurse der betroffenen Unternehmen zu haben.
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25.09.07 09:42:38
Beitrag Nr. 1.115 ()
Neues Automationssystem -
Das modulare Robotersystem RS 2
Das Thema Automation ist in aller Munde und weit mehr als nur ein bloßer Modebegriff. Wir selbst haben uns vom Maschinen- zum Prozessanbieter entwickelt, weil wir das entscheidende Kriterium für automatisierte Effizienz in der Einbeziehung der gesamten Umgebung und Peripherie sehen. Und so endet das, was mit wirtschaftlichen Palettenwechsel- und intelligenten Handling¬syste¬men beginnt, bei hochmodernen Roboterlösungen. Eine Ma-schine zu einer flexiblen Fertigungszelle auszubauen, dazu sind wir längst in der Lage.

Das modulare Robotersystem RS 2 für
vollautomatisches Be- und Entladen von
Paletten und Werkstücken
Ein Roboter vor eine Maschine zu platzieren ist kein großer Aufwand und auch technisch nicht gerade anspruchsvoll. Müssen aber Arbeitsprozesse zwischen Maschine und Roboter realisiert oder sogar mehrere Maschinen mit einem Roboter verknüpft werden, so gehört schon ein gewisses Know-how dazu. Die Hermle Tochtergesellschaft, Hermle-Leibinger Systemtechnik GmbH beschäftig sich schon seit über 9 Jahren mit der Automatisierung von Bearbeitungszentren und kann mit stolz auf zahlreiche Produktionsanlagen bei Endkunden zurückblicken.
Ihr neuester Coup ist das Robotersystem RS 2, welches im Standard ein 5-Achsen Bearbeitungszentrum mit einem Roboter verknüpft und ein Schwerlastregal als Werkstückspeicher anbietet. Das Robotersystem ist als Plattform entwickelt und kundenindividuell erweiterbar. Es wird hakenfertig vor dem BAZ platziert und über ein ausgeklügeltes Türsystem zum BAZ hin abgesichert oder freigegeben. Somit kann, sowohl das Robotersystem RS 2 als auch das BAZ manuell bedient werden, ohne den automatischen Ablauf der jeweils anderen Einheit (BAZ) zu unterbrechen. Ausbaubar ist das System um verschiedenste Schwerlastregale, sowohl für Werkstücke oder auch für unterschiedlichste Palettengrößen. Über automatisch austauschbare Greifer/Doppelgreifer, kann der Roboter verschiedenste Rohlinge / Werkstücke / Paletten be- und entladen.
Das Robotersystem ist so ausgelegt das es nicht nur eine, sondern bis zu drei integrierte Maschinen bedienen kann. Wobei die Modularität im Bereich der Speicher gewährleistet bleibt.
Als Kombianlage ausgelegt, können in einer Zelle sowohl unterschiedlichste Palettengrößen wie auch Werkstücke direkt über das aktive Greifersystem be- und entladen werden. Dies ermöglicht höchstmögliche Flexibilität im Teilespektrum (lange Spindellaufzeiten) und optimale Auslastung im Drei-Schicht Betrieb auch über das Wochenende (Mannarme/Mannlose Fertigung).

Anwendervorteile im Überblick:
• Vollautomatisches Paletten- und/oder Teilebestücken, d.h. die Anlage ist für flexibles Palettenhandling wie auch für direktes Werkstückhandling projektierbar
• Bis zur flexiblen Fertigungszelle oder zum flexiblen Fertigungssystem ausbaubar
• Kostengünstiger Transport und einfache Aufstellung durch „hakenfertige“ Ausführung der Maschine und auch der Roboterzelle
• 7 Tage die Woche im Mehrschichtbetrieb einsetzbar
• Integrierte Software für flexible Auftragsverwaltung
• Weiterbearbeitung der Werkstücke an der 6. Seite und/oder entgraten, verschleifen, waschen, überwachen, prüfen, testen etc.
• Kundenindividuelle aktive Greifer- und/oder Doppelgreiferlösungen
Bestückung über den Rüstplatz auch
• während
des Fertigungsprozesses (Hauptzeitparallel)
• Kundenindividuelle Werkstück- / Palettenspeicher bis Palettengröße 500 mm
• 6-achsiger Industrieroboter Transportgewicht 150/180/210/240 kg
• Hohe Systemkompetenz durch Hermle als Gesamtsystemanbieter
Die Hermle-Leibinger Systemtechnik GmbH
Die Hermle-Leibinger Systemtechnik GmbH mit Sitz in Tuttlingen wurde 1998 gegründet um Hermle Bearbeitungszentren zu automatisieren. Mit derzeit über 40 Mitarbeitern werden Palettenwechselsysteme, Robotersysteme, Handlingsysteme aber auch kundenindividuelle Turn-key Lösung entwickelt und produziert. Der Endanwender hat den Vorteil der gesamten Systemkompetenz, von der Maschine über die Automatisierungskomponente und die Speichermedien bis zur Schnittstelle und Steuerungstechnik alles aus einer Hand zu bekommen.
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25.09.07 16:52:13
Beitrag Nr. 1.116 ()
die Gildemeister-Aktie schießt heute um 7 Prozent nach oben, während die Hermle-Aktie fällt.
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26.09.07 11:08:59
Beitrag Nr. 1.117 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 31.738.832 von Hiberna am 25.09.07 16:52:13Servus Hiberna

Wir hatten die Diskussion Gildemeister vs. Hermle ja schon öfters. War bislang immer nur in Gildemeister investiert. Bin seit heute erstmals bei Hermle auf der Käuferseite. Gildemeister ist raus.

Gruß
Shortguy
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28.09.07 00:25:02
Beitrag Nr. 1.118 ()
Marketing und Vertrieb
Kommentar
Inlandsorders treiben den Aufschwung
27.09.2007 | Redakteur/Autor: Ken Fouhy

Die deutschen Konjunkturauguren scheinen der anhaltenden Aufbruchstimmung auf den deutschen Messen in den vergangenen Wochen zu misstrauen: Denn die derzeitige Zurückhaltung von IFO, IW, IfW oder HWWI bei der Wachstumsvorhersage für 2008 passt nicht zu der allseits spürbaren Zufriedenheit über die brummende Industrie auf der EMO in Hannover und der Motek in Stuttgart.

Derzeit liegen die Wachstumsprognosen je nach Institut zwischen 1,9 und 2,5% im nächsten Jahr – nach 2,5 bis 3,0% in diesem Jahr. Was die inländische Nachfrage angeht, lagen die Wirtschaftsweisen allerdings richtig: Das Inlandsgeschäft hat sich zum wesentlichen Wachstumsmotor entwickelt.

Vor allem die große Zahl an Besuchern aus Deutschland und dem europäischen Ausland hat der EMO Hannover in diesem Jahr zu Bestwerten verholfen. Trotz einer um zwei Tage verkürzten Laufzeit kamen 166 000 Besucher und damit 4% mehr als bei der EMO im Jahr 2005. Insgesamt sei auf der Messe ein Auftragsvolumen von mehr als 4 Mrd. Euro erzielt worden, ergab die Ausstellerbefragung des Veranstalters Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken.
Click here to find out more!

Ein ähnlich prosperierendes Bild wie die Werkzeugmaschinenindustrie auf der EMO in Hannover bot die Montage- und Handhabungstechnik vergangene Woche auf der Motek in Stuttgart. Durch den Umzug von Sinsheim auf das neue Messegelände am Stuttgarter Flughafen konnte Motek-Veranstalter Paul E. Schall die Nettoausstellungsfläche um 20 000 auf insgesamt 65 000 m² steigern. Inwieweit auch die Besucherzahl gestiegen ist, stand zu Redaktionsschluss noch nicht fest. Sicherlich sind aber deutlich mehr Besucher nach Stuttgart gekommen als zur letzten Motek nach Sinsheim, bei der 29 052 Besucher gezählt worden waren.

Am Mittwoch war der Andrang so hoch, dass die Parkmöglichkeiten an der Messe komplett erschöpft waren. Hier muss die Messe Stuttgart bis zur offiziellen Eröffnung des Messegeländes in drei Wochen erheblich nachbessern. Auf die volle Verfügbarkeit der insgesamt 100 000 m² im nächsten Jahr freut sich Paul Schall schon jetzt. Bis dahin werden die „Kinderkrankheiten“ des neuen Geländes sicherlich überstanden sein.


Gruesse, StefanR
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29.09.07 11:04:06
Beitrag Nr. 1.119 ()
Maschinen
Werkzeugmaschinen
Mazak will mit Innovationen wachsen
18.09.2007 | Redakteur/Autor: Josef-Martin Kraus

Der japanische Maschinenbauer Mazak macht glänzende Geschäfte. Im vergangenen Jahr hat er den Umsatz auf 1,5 Mrd. Euro erhöht. Dazu hat Europa mit einem Anstieg von 37% beigetragen, in Deutschland lag der Zuwachs gar bei 50%. Als Gründe dafür hat Dr. David Jack, Managing Director Mazak Europe, drei Faktoren ausgemacht.

Beim Maschinenbauer Mazak sind der Umsatz und Auftragseingang rapide gestiegen: „Die Geschäfte laufen auf Rekordniveau“, so Dr. David Jack, Managing Director von Mazak Europe. Bild: Kraus
Beim Maschinenbauer Mazak sind der Umsatz und Auftragseingang rapide gestiegen: „Die Geschäfte laufen auf Rekordniveau“, so Dr. David Jack, Managing Director von Mazak Europe.
Für Dr. Jack sind es „die Vielseitigkeit, der Entwicklungsstand und die intelligente Steuerung der Mazak-Werkzeugmaschinen“. Diese Faktoren werden bei den 21 Exponaten am Stand des japanischen Maschinenbauers ins Rampenlicht gerückt, wobei man mit den Entwicklungen Integrex i-150, Integrex E-Ramtec und Hyper-Quadrex 150 Highlights setzt.

Die Integrex-Maschinen stehen für Anwendungsflexibilität beim Zerspanen kleiner Teile und bei der Innenbearbeitung. Mit dem dritten Highlight treibt man die Entwicklung beim CNC-Drehen voran. Diese Innovationen sollen bei Mazak weiteres Wachstum sicherstellen.


Im vergangenen Jahr wurden 70 Mio. Euro in die Maschinenentwicklung investiert. Dabei nimmt die Steuerung eine immer größere Bedeutung ein. Anlass dazu sei der Fachkräftemangel. Eine künftige Maschinensteuerung müsse deshalb über mehr Erfahrungswissen verfügen.

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Je mehr Software und Steuerungsfunktionen bei Werkzeugmaschinen integriert sind, desto höher ist das Servicegeschäft im Nachgang und damit desto robuster/weniger konjunkturempfindlich der Umsatz in den Folgejahren.
Gruesse, StefanR
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02.10.07 13:28:47
Beitrag Nr. 1.120 ()
mich wundert es, dass der Wettbewerber Gildemeister noch keine Kapitalerhoehung durchgefuehrt hat.

Die scheinen noch mit einer laenger anhaltenden positiven Branchenkonjunktur und einem hoeheren Kurs der Gildemeister-Aktie zu rechnen. Ich bin allerdings skeptisch eingestellt gegenueber der Gildemeister-Aktie.
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04.10.07 09:48:54
Beitrag Nr. 1.121 ()
04.10.2007 09:01
Maschinenbau boomt
Trotz des starken Euro läuft das Geschäft der deutschen Maschinen- und Anlagenbauer glänzend. Der Branchenverband VDMA wird deshalb seine Wachstumsprognose für 2007 erneut erhöhen. Gut für Gildemeister, Kuka & Co!


Auf der heutigen Herbstpressekonferenz in Hamburg wird der scheidende Präsident des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA), Dieter Brucklacher, eine gute Nachricht verkünden: Aufgrund der guten Auftragslage wird der VDMA den Jahresausblick nach oben revidieren. Die Produktion soll um elf Prozent wachsen, kündigte Brucklacher im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" an.

Zweite Anhebung der Prognose in diesem Jahr
Damit schraubt der VDMA zum zweiten Mal in diesem Jahr die Prognose nach oben. Bereits im April hatte der Verband den Ausblick von vier Prozent auf neun Prozent heraufgesetzt.

Der Optimismus des VDMA ist gerechtfertigt. In den ersten sieben Monaten des Jahres haben die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer ihre Produktion um über 12 Prozent erhöht. Die Auftragslage ist blendend. Viele Unternehmen arbeiten an der Kapazitätsgrenze. Die Branche befindet sich im vierten Aufschwungsjahr.

Auch für 2008 rechnet der Verband mit einer Fortsetzung des Maschinenbau-Booms. Allerdings werde das Wachstum niedriger ausfallen als 2007.

Maschinen- und Anlagenbauaktien laufen prächtig
Den deutschen Maschinenbau- und Anlagenbau-Aktien dürfte der optimistische Ausblick des VDMA neuen Rückenwind geben. Die meisten von ihnen sind in den letzten Monaten bereits stark gelaufen. So hat sich im MDax der Kurs von Kuka (ehemals IWKA) seit einem Jahr fast verdoppelt, der Bochumer Anlagenbauer Gea hat 73 Prozent und der Getränkeabfüll- und Verpackungsteckungstechnik-Anlagenhersteller Krones 56 Prozent gewonnen. Noch stärker kletterte der Kurs des SDax-Unternehmens Gildemeister. Die Aktie des Maschinenbauers legte um 136 Prozent zu.

Zu heterogen für die Börse?
Laut amtlicher Statistik gibt es in Deutschland rund 6000 Maschinen- und Anlagenbauer. Die meisten sind Mittelständler. Die hohe volkswirtschaftliche Bedeutung spiegelt sich jedoch nicht an der Börse wider. Nach Einschätzung des VDMA sind weniger als 100 Firmen börsennotiert. "Die Heterogenität des Maschinenbaus ist für die Börse nicht gut geeignet", meint Alexandra Hauser, Maschinenbau-Expertin der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW).
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04.10.07 11:27:30
Beitrag Nr. 1.122 ()
Testfrage.

Wie hoch ist die Marktkapitalisierung Hermles?
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04.10.07 13:11:28
Beitrag Nr. 1.123 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 31.839.575 von betterthantherest am 04.10.07 11:27:30@better
In Relation zum zu erwartenden Gewinn 2007 gar nicht so hoch;).
(Du stehst ja eher auf preiswertere Maschinen)
Interessieren würde mich deine Einschätzung zu folgenden Punkten

1. Hermle Alchemy - Innovation oder Luftblase?
2. Zunahme des Service-Umsatzes in der eigenen Firma schon verspürt?

Grüsse, StefanR


Was die fernere Zukunft bringt, weiß keiner.
Handelsblatt 04.10.07
Zweites Wirtschaftswunder für Maschinenbau
Der deutsche Maschinenbau brummt wie seit 40 Jahren nicht mehr: Die Branche hat ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr auf 11 Prozent angehoben und geht auch für 2008 von einem reichlichen Zuwachs. Nicht, dass sich die Maschinenbau-Manager keine Sorgen machten - aber die sind eben nur gering.
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04.10.07 13:54:49
Beitrag Nr. 1.124 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 31.840.979 von StefanR am 04.10.07 13:11:28Nenne mir doch bitte eine Summe.

Natürlich stehe ich auf preiswerte Maschinen. Maschinen, die ihren Preis wert sind.

Um das Potenzial der Alchemy einzuschätzen fehlt mir die Kompetenz.

Und wie wir den erhöhten Serviceaufwand verspüren. Die Reparaturkosten stellen inzwischen einen nicht unerheblicher Kostenblock dar, der einem schon zu denken gibt.

Wie vielleicht bekannt ist, haben wir zuletzt bei Matsuura gekauft.

Würde ich heute meine Leute zwischen Hermle und Matsuura entscheiden lassen, würde Letztere um Längen gewinnen.
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04.10.07 14:09:46
Beitrag Nr. 1.125 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 31.841.580 von betterthantherest am 04.10.07 13:54:49Die Marktkap der Vorzüge ist 78 Mi (20% des Gesamtkap.),
die Stämme sind 80% (Hermle+Leibinger Hauptaktionäre, 80%),
macht schlappe 392 Mio:yawn:)

Grüsse, StefanR
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04.10.07 14:23:58
Beitrag Nr. 1.126 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 31.841.768 von StefanR am 04.10.07 14:09:46Zum gähnen finde ich das nicht.

Ich möchte nicht wissen, wie viele Anleger die Stammaktien einfach so unter den Tisch fallen lassen.

Bei aller Freude über die derzeitige Entwicklung, sollte man sich der tatsächlichen Marktkapitalisierung und den zyklischen Schwankungen im Maschinenbau schon bewusst sein.

Nur mal so am Rande erwähnt.
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05.10.07 14:14:34
Beitrag Nr. 1.127 ()
bei der derzeitigen guten Auftragslage muesste es eigentlich moeglich gewesen sein, Preiserhoehungen durchzusetzen.

Das letzte Quartal ist fuer die Werkzeumaschinenbauer gewoehnlich das Quartal mit der besten Auslastung. In diesem Jahr koennte es fuer die Kunden schwierig sein, die Maschinen noch im laufenden Jahr zu beziehen. Manche Kunden moechten die Maschinen ja aus steuerlichen oder Budget-Gruenden noch im laufenden Jahr beziehen.
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05.10.07 14:21:45
Beitrag Nr. 1.128 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 31.841.580 von betterthantherest am 04.10.07 13:54:49ist das Unternehmen, bei welchem Du taetig bist, im Serienbau, im Werkzeug- und Formenbau oder gar in einem anderen Bereich engagiert?
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05.10.07 21:39:18
Beitrag Nr. 1.129 ()
Wenn man die Entwicklung von Gildemeister sieht könnte es bei Hermle sowohl fundamental als auch im Kurs schon bald wieder einen Schritt nach vorn gehen.

Gruß Niko
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06.10.07 10:51:54
Beitrag Nr. 1.130 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 31.862.258 von Big Nick am 05.10.07 21:39:18Gildemeister ist tatsächlich, sowohl bei der Kursentwicklung, als auch
den jeweiligen Quartalszahlen, im Vorlauf zu Hermle-Kurs- und Fundamentalzahlen.
Das "berüchtigte" Aktionär-Blättchen spricht von einem KGV 2008 von
8 (beim Besprechungskurs von ca. 75), EPSew(2008) wäre damit über 9.
Hermle wird als Schnäppchen bezeichnet.
Unter der Maßgabe, daß der VDMA für 2005 5% Produktionsplus erwartet,
mehr, als ursprünglich für 2007 (4%) angenommen wurde, sowie des EMO-Effekts, der sich erst 2008 produktionstechnisch auswirken wird, sehe ich auch für 2008 ein relativ gesichertes weiteres Wachstum bei
guten Preisniveaus der Werkzeugmaschinenbauer.
Wie schon erwähnt, gibt es im Moment keinen "Preiskampf" mit Gildemeister.
Für Hermle ist der US-Markt auch nicht so wesentlich, wie Deutschland, Europa und BRIC-Länder. Für den vorausblickenden Investor sind somit die Gildemeister-Quartalszahlen am 7.11.07 Richtschnur, bevor am 15.11.07 Hermle mal wieder auf die Gildemeister-Zahlen einen oben drauf legt;).
Bei freundlichen Börsenumfeld können wir dann die Höchstkurse vom Mai mit über 94 Euro fundamental unterlegt toppen.

Grüsse, StefanR
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06.10.07 11:00:57
Beitrag Nr. 1.131 ()
05.10.2007
GILDEMEISTER "buy"
UniCredit Markets & Investment Banking

www.aktiencheck.de

München (aktiencheck.de AG) - Peter Rothenaicher, Equity Analyst von UniCredit Markets & Investment Banking, stuft die Aktie von GILDEMEISTER (ISIN DE0005878003/ WKN 587800) mit dem Rating "buy" ein.

Wie die Analysten berichten würden, erlebe GILDEMEISTER nach wie vor einen Nachfrageboom. Das Unternehmen habe auf der Leitmesse EMO einen Auftragseingang in Höhe von 162,6 Mio. EUR verzeichnen können. Die Erwartungen seien damit klar übertroffen worden.

Es sei davon auszugehen, dass GILDEMEISTER anlässlich der Veröffentlichung der Zahlen für das dritte Quartal am 7. November exzellente Zahlen berichten dürfte. Das ursprünglich vor der EMO erwartete Sommerloch sei ausgeblieben. Die Auftragseingänge würden - auch dank der Orders für den "SunCarrier" - das bereits hohe Niveau des zweiten Quartals erheblich übertreffen. Bei Umsatz und Ergebnis sollte GILDEMEISTER trotz der Ferienzeit annähernd an das Niveau des Vorquartals anschließen.

Im Hinblick auf die weitere Margenentwicklung zeige sich GILDEMEISTER zuversichtlich. Dabei profitiere das Unternehmen von weiteren Preiserhöhungen, die sich im aktuellen Umfeld durchsetzen lassen würden. Die Analysten hätten ihre Umsatz- und Ergebnisprognosen für 2007 und 2008 signifikant angehoben. Neben einer nach wie vor starken Werkzeugmaschinennachfrage werde GILDEMEISTER im nächsten Jahr zum ersten Mal signifikante Umsatz- und Ergebnisbeiträge aus dem Geschäftsfeld Solartechnik realisieren.

Die Analysten der UniCredit Markets & Investment Banking bekräftigen ihr "buy"-Rating für die GILDEMEISTER-Aktie und heben ihr Kursziel von 20,00 EUR auf 23,00 EUR an. (Analyse vom 05.10.2007) (05.10.2007/ac/a/nw)

Die Analysten erhöhen ihre Kursziele bei Gildemeister weiter in schwindelnde Höhen. Interssant sind jedoch die Aussagen zur Preisentwicklung und den Aussichten für 2008.

Grüsse, StefanR
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07.10.07 14:39:57
Beitrag Nr. 1.132 ()
http://www.ftd.de/unternehmen/industrie/:Stahlboom%20Jobs%20…


Wenn die Stahlkocher bis 2010 mit steigender Nachfrage rechnen, geht den Werkzeugmaschinenbauern (Fräsmaschinen und Bearbeitungszentren) die Arbeit auch nicht so schnell aus.
Ein verlängerter Konjunkturzyklus deutet sich weiterhin an.

Grüsse, StefanR
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07.10.07 15:57:28
Beitrag Nr. 1.133 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 31.855.124 von Hiberna am 05.10.07 14:21:45Ich bin nicht "tätig". Ich lasse tätigen. :D

Wir bearbeiten Serienteile, wobei die Stückzahlen permanent nach unten gehen, da größere Lose regelmäßig ins Ausland ausgelagert werden. Es ist deshalb besonders wichtig Rüstkosten so weit als möglich einzusparen. Die Maschinen sollten dreischichtig laufen. Am Besten gleich noch mannlos, um Personalkosten zu sparen (das Geschäft wird zu meinem Bedauern immer härter). Was Hermle in dieser Richtung anbietet konnte uns bisher nicht (sag niemals nie) überzeugen.
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10.10.07 11:07:22
Beitrag Nr. 1.134 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 31.887.461 von betterthantherest am 07.10.07 15:57:28Wir bearbeiten Serienteile, wobei die Stückzahlen permanent nach unten gehen, da größere Lose regelmäßig ins Ausland ausgelagert werden.

die Kunden von Hermle kommen meist aus anderen Branchen, eben nicht aus dem Serienbau.
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10.10.07 15:20:28
Beitrag Nr. 1.135 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 31.922.128 von Hiberna am 10.10.07 11:07:22Wo, außer hier, steht das?
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