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Hermle - Maschinenbauer vom Feinsten - 500 Beiträge pro Seite (Seite 2)

eröffnet am 06.03.01 22:04:25 von
neuester Beitrag 07.02.21 18:20:09 von


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31.05.04 18:25:27
Beitrag Nr. 501 ()
@Balitikteam,

trotz der Hilfe der SPD gelingt es dem Herrn Kapitza nicht, Gildemeister zu sanieren. Die Westdeutsche Landesbank beteiligt sich mit ihrem bisherigen Anteil von 6.75 Prozent an der Kapitalerhöhung.

Bei 60 Millionen Euro aus der Kapitalaufstockung steuert die SPD also im Juni 2004 nochmals 4 Millionen Euro bei. Ich dachte, daß auch das Bundesland Nordrhein-Westfalen eine knappe Haushaltslage hat.

Die SPD meint, daß es zu den staatlichen Aufgaben gehört, sich an einem maroden Werkzeugmaschinenbauer zu beteiligen. Ich hoffe, daß die CDU in Nordrhein-Westfalen endlich mal aufwacht und solches Finanzierungsgebaren anprangert. In den südlichen Bundesländern kann die CDU schließlich auch Wahlen gewinnen, ohne daß konkursreife und sogar sich im Konkurs befindliche Unternehmen von der jeweiligen Landesregierung am Leben erhalten werden. Wahrscheinlich wäre Gildemeister ohne SPD-Unterstützung schon vor vielen Jahren pleite gegangen.

Auch die EU-Wettbewerbsbehörde könnte solche Finanzierungen verbieten. Diese scheint sich aber mehr auf die großen Fälle von Finanzierungsmißbrauch zu konzentrieren.

Vielleicht erstattet mal jemand eine Anzeige, wenn die Kontrollbehörden und die Parteien ihren Job nicht erledigen.

Bei einer Nettoverschuldung in Höhe von 311 Millionen Euro (ohne die Berücksichtigung von Wechselverbindlichkeiten von 31 Millionen Euro) bringt auch eine Kapitalerhöhung mit einem Liquiditätszufluß von 60 Millionen Euro noch keine finanzielle Rettung für Gildemeister.
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31.05.04 18:58:54
Beitrag Nr. 502 ()
naja, da tuen sich SPD und CDU/CSU nicht viel.
Schau mal nach Bayern...

Gruß Niko
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31.05.04 19:10:44
Beitrag Nr. 503 ()
@ Hiberna:....ob nun die Sozis oder die Kirchengänger, die Parteien sollten grundsätzlich von der Wirtschaft bzw. der Unternehmenspolitik einzelner Gesellschaften die Finger lassen.......politische Eingriffe sind noch nie wirklich geglückt, zumal die großen Parteien derzeit selbt keine Führungsstärke vorweisen, und Deutschland von einer finanziellen Krise in die nächste schaufeln !......dies nur mal so am Rande!

Baltikteam
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31.05.04 21:21:42
Beitrag Nr. 504 ()
@BigNick, Beitrag Nr. 502:

Das Land Bayern hat den Fräsmaschinen-Hersteller Deckel pleite gehen lassen, womit ich meine, daß der bayerische Staat dieses Unternehmen nicht gerettet hat. Dann hat die ebenfalls bayerische Maho die Firma Deckel übernommen, woraus Deckel-Maho geworden ist.

Später ist die bayerische Deckel-Maho pleite gegangen und nicht vom bayerischen Staat gerettet worden.

Der Drehmaschinenhersteller Gildemeister aber wurde von seiner Landesregierung gerettet und hat die bayerische Deckel-Maho (Fräsmaschinen) aufgekauft.

Als vor ein paar Jahren die baden-württembergische Traub (Drehmaschinenhersteller) pleite ging, hat Gildemeister ebenfalls Interesse an einer Übernahme angemeldet. Ich denke, daß Traub dann durch die Index-Werke übernommen worden ist ohne staatliche Zuschüsse.

Die nordrheinwestfälische Landesregierung möchte den größten Werkzeugmaschinenhersteller der Welt in ihrem Land haben und unterstützt Gildemeister. Vielleicht macht Gildemeister inzwischen auch den höchsten Umsatz der Welt. Doch es ist nicht Aufgabe der Landesregierung von Nordrhein-Westfalen, Gildemeister Vorteile gegenüber anderen Werkzeugmaschinen-Herstellern zu verschaffen, die ihren Standort in südlichen Regionen von Deutschland haben. Es gibt Zeiten, in welchen eine Landesregierung in einem anderen Bundesland ein härterer Wettbewerber sein kann als die Japaner.

Der älteste Geschäftsbericht von Hermle, den ich habe ist von 1994. Damals hatte Hermle Bankverbindlichkeiten von 28 Millionen DM in den Büchern und einen Bilanzverlust von 46 Millionen DM. Hermle mußte sich durch eine privatwirtschaftliche Lösung retten ohne Unterstützung der Landesregierung. Jetzt hatte Hermle liquide Mittel in Höhe von 33 Mio. Euro am Ende von 2003, Gildemeister hatte eine Nettoverschuldung in Höhe von 311 Mio. Euro. Mit der hohen Verschuldung folgt Gildemeister dem Beispiel der SPD-regierten Bundesländer.

Sicher haben die CDU und die CSU auch Fehler begangen bei der Unterstützung von finanziell angeschlagenen Firmen. Im Werkzeugmaschinen-Bereich aber scheinen sie sich herausgehalten zu haben.

Die Vergangenheit können wir nicht mehr ändern. Aber jetzt in der Gegenwart sollte eigentlich die Einsicht vorherrschen, daß das Eingehen von zusätzlichen Beteiligungen an Werkzeugmaschinenherstellern nicht zu den wichtigen Aufgaben einer Landesregierung gehört.

Vielleicht hat die SPD-Landesregierung Angst, daß ohne ihre Beteiligung an der Kapitalerhöhung bei Gildemeister die Kapitalerhöhung nicht gezeichnet wird und daß dann dem Steuerzahler hohe Abschreibungen zugemutet werden müssen.
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01.06.04 15:36:57
Beitrag Nr. 505 ()
Die SPD fordert in ihrem Parteiprogramm den demokratischen Sozialismus in Deutschland.


Im Duden wird Sozialismus wie folgt definiert:

"Sozialismus (lat.-fr.) der; -:1. (ohne Plural) (nach Karl Marx dem Kommunismus vorausgehende) Entwicklungsstufe, die auf gesellschaftlichen oder staatlichen Besitz der Produktionsmittel u. eine gerechte Verteilung der Güter an alle Mitglieder der Gemeinschaft hinziehlt. 2. (Plural selten) politische Richtung, Bewegung, die den gesellschaftlichen Besitz der Produktionsmittel u. die Kontrolle der Warenproduktion u. -verteilung verficht.
Duden - Das Fremdwörterbuch, Dudenverlag Mannheim Wien Zürich 1990"


Die SPD macht nichts anderes, als die Produktionmittel in staatlichen Besitz zu bringen.

Die DDR hat diesen Pennern noch nicht gereicht.
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05.06.04 07:18:05
Beitrag Nr. 506 ()
Analysen - Nebenwerte

04.06.2004
Berthold Hermle für Risikofreudige
Fuchsbriefe

Die Aktie von Berthold Hermle (ISIN DE0006052830/ WKN 605283) ist ein attraktiver Nebenwert für risikofreudige Anleger, so die Experten von "Fuchsbriefe".

Das Unternehmen gehöre mit einem Börsenwert von lediglich 23 Mio. Euro zu den Nebenwerten unter den Maschinenbauaktien. Das Papier sei fundamental günstig, was auch an der geringen Größe liege. Würden die Gewinne wieder auf Niveaus steigen, wie es Berthold Hermle in den 90er Jahren gewöhnt gewesen sei, stehe auch höheren Kursen nichts im Wege. Immerhin: Einige Beobachter würden das KGV für 2005 nicht auf 11,6 sondern auf sehr geringe 7,3 schätzen.

Wer bereit ist, das Risiko eines kleines Nebenwertes zu schultern, sollte (in Stuttgart, limitiert) zwischen 20 und 23 Euro kaufen, so die Experten von "Fuchsbriefe". Das Stopp-loss-Limit sollte mindestens bei 18 Euro liegen.


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Der Börsenwert ist aber von den Fuchsbriefen nicht richtig errechnet, weil dabei nur die Vorzüge berücksichtigt werden. Die Stämme müßten auch einbezogen werden.
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05.06.04 07:22:53
Beitrag Nr. 507 ()
"Der Börsenwert ist aber von den Fuchsbriefen nicht richtig errechnet, weil dabei nur die Vorzüge berücksichtigt werden. Die Stämme müßten auch einbezogen werden."


Ich liebe Experten.
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06.06.04 18:05:40
Beitrag Nr. 508 ()
Maschinenbau erhält ein Fünftel mehr Aufträge

28. Mai 2004 10:55

Bei fast gleich starkem Anstieg im In- und Ausland haben die deutschen Maschinenbauer deutlich mehr Orders erhalten als vor einem Jahr. Der Branchenverband VDMA nennt den Zuwachs «beachtlich».



Die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer haben im April 19 Prozent mehr Aufträge erhalten als im Vorjahresmonat. Das teilte der Branchenverband VDMA am Freitag in Frankfurt am Main mit. Demnach zog das Inlandsgeschäft im Jahresvergleich um 20 Prozent an. Der Wert der Orders aus dem Ausland habe um 19 Prozent über dem Vorjahresniveau gelegen, hieß es weiter.
Auch im für Schwankungen weniger anfälligen Dreimonatsvergleich sei ein deutlicher Zuwachs gemessen worden, teilte der VDMA weiter mit. Insgesamt habe sich für die Monate von Februar bis April ein Plus von 21 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ergeben. Zugleich habe die Auslandsnachfrage um 25 Prozent zugelegt. Die Bestellungen aus dem Inland seien hingegen nur um 14 Prozent gestiegen.

«Die Inlandsbestellungen standen im April offenbar weiter unter dem Motto `Nachholbedarf`», kommentierte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers die Zahlen. Im Auslandsgeschäft seien zuletzt zwar Großaufträge ausgeblieben, die in den zurückliegenden Monaten für Auftrieb gesorgt hätten. «Doch auch ohne diese Sondereffekte ist der Zuwachs beachtlich», sagte Wiechers weiter. Die Entwicklung stelle somit «eine gute Basis für die Produktionstätigkeit der nächsten Monate» dar. (nz)

Quelle:http://www.netzeitung.de/wirtschaft/wirtschaftspolitik/28846…

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Vielleicht wirkt sich das auch positiv auf den Werkzeugmaschinenmarkt aus. Die Konjunktur des allgemeinen Maschinenbaus und diejenige des Werkzeugmaschinenbaus verlaufen allerdings nicht gleichläufig.
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06.06.04 18:14:34
Beitrag Nr. 509 ()
Wachstumsmotor springt an
Der Maschinenbau-Verband korrigiert seine Prognose für dieses Jahr deutlich nach oben
von Manfred Fischer

Gute Laune ist nicht verboten. Im Jammertal der deutschen Wirtschaft hält sich eine wichtige Branche auch in schweren Zeiten fern von Depression: der Maschinenbau. Wenn, wie geplant, der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) in der nächsten oder übernächsten Woche seine Wachstumsprognose korrigiert, dann nach oben. Während ringsherum das von den Wirtschaftsforschern offiziell verkündete Wachstumsziel von 1,7 beziehungsweise 1,6 Prozent in diesem Jahr mindestens angezweifelt, bisweilen auch um 0,1 oder 0,2 Prozentpunkte nach unten korrigiert wurde, hielten die Maschinenbauer eisern an ihrer schon im September 2003 geäußerten Erwartung fest, die Produktion werde in diesem Jahr um zwei Prozent zulegen nach einem Rückgang von einem Prozent im vergangenen Jahr.


Doch jetzt ist die Zahl überholt, sie wird erhöht, und zwar kräftig: "Wenn wir korrigieren, dann nicht nur um einen halben Prozentpunkt nach oben", sagt VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers.


Die Branche befindet sich in einem überraschend kräftigen Nachfrageboom. Im April stiegen sowohl die Aufträge aus dem Inland als auch aus dem Ausland um jeweils rund 20 Prozent. Damit hat sich der schon in den drei Monaten zuvor spürbare Aufwärtstrend noch verstärkt. Für den Zeitraum Februar bis April meldet der VDMA ein Auftragsplus aus dem Inland von 20 Prozent und aus dem Ausland von 19 Prozent. Der positive Trend ging nach ersten Erkenntnissen aus den Unternehmen auch im Mai weiter.


So hat beispielsweise im Mai die Druckmaschinenmesse Drupa in Düsseldorf bei den einschlägigen Herstellern für neuen Schwung gesorgt. Bernhard Schreier, Vorstandsvorsitzender des Weltmarktführers Heidelberger Druckmaschinen, etwa sieht durch das rege Interesse auf der Messe für seine Produkte die "Branchenaussichten für die nächsten Monate verbessert".


Auch China spielt für die deutschen Hersteller eine tragende Rolle: "Dort verkaufen wir mehr Bagger als in Europa und den USA zusammen", sagt Joachim Schmid vom Verband der Baumaschinenindustrie.


Besonders erfreulich ist für VDMA-Volkswirt Wiechers, "dass besonders viele Großaufträge hereinkommen. Die Investoren sind bereit, auch große Projekte durchzuziehen, nicht nur im Ausland, sondern auch in Deutschland."


Die Großprojekte sind meist von langer Hand geplant und zeigen deutlich wachsende Zuversicht in die Dauerhaftigkeit des Aufschwungs. Die Maschinenbauer ermutigt nicht nur die Höhe der Auftragswelle, sondern auch die Breite der Bestellflut. Von den 37 statistisch fein säuberlich getrennten Untergruppen des Maschinenbaus - von Abfalltechnik bis zu Werkzeugmaschinen - liegen derzeit 30 mehr oder weniger deutlich im Plus.


Das Wohlergehen der Branche ist wichtig für den Rest der Wirtschaft: Der Maschinenbau ist das Herzstück der deutschen Industrie und Motor jedes durch Investitionen getriebenen, nachhaltigen Konjunkturaufschwungs. In den meist mittelständischen Unternehmen arbeiten 860 000 Menschen, die zusammen einen Umsatz von 133 Milliarden Euro im Jahr erwirtschaften, 70 Prozent davon im Export. Im Ganzen sind die deutschen Maschinenbauer glimpflich durch die vergangenen drei Jahre der Krise gekommen. Zwar gab es tiefe Einbrüche und schmerzliche Verluste, etwa die Pleite des Oberhausener Maschinenbaukonglomerats Babcock Borsig - doch im Ganzen behielten die Unternehmen die Nase über Wasser. Im ersten schweren Jahr 2001 half der aufgelaufene Auftragsbestand, in den beiden Flautejahren 2002 und 2003 retteten sich viele Unternehmen mit dem vergleichsweise stabilen Export über die Runden.


Wenn jetzt auch das Inland bei der Stange bleibt, kann nicht mehr viel passieren.


Artikel erschienen am 6. Juni 2004

Quelle:http://www.wams.de/data/2004/06/06/287536.html
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07.06.04 12:51:03
Beitrag Nr. 510 ()
Maschinenbau verdoppelt Wachstumsprognose

07. Jun 10:59

Die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer hoffen auf ein Plus von vier Prozent in diesem Jahr. VDMA-Chef Klingelnberg bleibt aber wegen der schwachen Binnennachfrage und dem hohen Ölpreis vorsichtig.

Die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer rechnet damit, ihren Ausstoß in diesem Jahr um vier Prozent gegenüber 2003 zu steigern. Das teilte der Branchenverband VDMA am Montag in Frankfurt am Main mit. Bislang waren die Volkswirte des Verbandes von einem Produktionsplus von zwei Prozent ausgegangen. Noch am Wochenende hatten Medien spekuliert, der VDMA werde seine Jahresprognose auf drei Prozent anheben.
Vor allem wegen der starken Nachfrage aus dem Ausland habe der VDMA seine Prognose erhöht, hieß es weiter. Dabei spielt der Wechselkurs des Euro zum Dollar offenbar nicht die befürchtete negative Rolle: «Unsere weltweiten Kunden kommen trotz der wechselkursbedingten Verteuerung unserer Produkte nicht um den deutschen Maschinenbau herum», sagte VDMA-Präsident Diether Klingelnberg. Vielmehr gehe die Strategie auf, «hochwertige, maßgeschneiderte Lösungen anzubieten». Im vergangenen Jahr wurde rund 70 Prozent der Produktion der deutschen Branche exportiert.

Auch die Nachfrage im Binnenland entwickle sich erfreulich, sagte Klingelnberg weiter. Hier stammten die Order allerdings vor allem aus Betrieben, die wiederum hauptsächlich für den Export produzierten. «Ein Wachstum von eineinhalb Prozent im Inland reicht nicht aus, um einen Investitionsboom auszulösen», warnte der Verbandschef. Zudem werde die Nachfrage aus Deutschland selbst vor allem von Nachholeffekten geprägt: Viele Unternehmen seien nach Jahren rückläufiger Investitionen in Ausrüstungen inzwischen zu Bestellungen gezwungen.

Gleichwohl würden auf dem deutschen Binnenmarkt «die Bäume nicht in den Himmel wachsen», betonte Klingelnberg mit Blick auf die nach wie vor verhaltene Nachfrage der deutschen Konsumenten. Grundsätzlich bestehe innerhalb seines Verbandes «ein großes Maß an Skepsis» über die weitere wirtschaftliche Entwicklung. «Die Sensibilität ist hoch gegenüber externen Schocks wie der aktuellen Ölpreissteigerung», sagte Klingelnberg weiter. (nz)
http://www.netzeitung.de/wirtschaft/wirtschaftspolitik/28979…
Quelle:
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08.06.04 07:08:52
Beitrag Nr. 511 ()
Werkzeugmaschinen-Hersteller legt positive Zahlen vor

Fertigungsstätte im Ausland ist für Hermle kein Tabu mehr


Dietmar Hermle, Vorstandssprecher der Hermle AG, Gosheim, zieht erstmals eine Fertigungsstätte im Ausland in Betracht. Immer mehr unserer Kunden fertigen in Osteuropa, der Service verlagert sich ebenfalls, da wäre dies nur folgerichtig, sagte der Vorstandschef bei der Präsentation der Jahreszahlen für 2003. Hermle betonte, dass keine Arbeitsplätze verlagert werden sollen. Die Pläne, die bislang noch nicht konkretisiert wurden, sollen den heimischen Standort stärken, hieß es. Die Rahmenbedingungen im Inland würden Investitionen eher erschweren.

Das Jahr 2003 hat der Fräsmaschinen-Spezialist positiv abgeschlossen. Der Umsatz legte um 6 % auf 123,9 Mio. Euro zu. Der Jahresüberschuss erreichte 8,9 Mio. Euro nach knapp 10 Mio. Euro im Vorjahr, was einer Netto-Rendite von 7 % entspricht.

Nicht zufrieden zeigte sich der Vorstandschef mit dem Verlauf des Auslandsgeschäfts: In den USA, den GUS-Ländern und China habe es Rückgänge gegeben. Das China-Geschäft komme aufgrund der schleppenden Erteilung von Ausfuhrgenehmigungen nicht in Gang. Beim US-Geschäft hätten die politischen Verstimmungen zwischen den beiden Regierungen zu weniger Aufträgen geführt. tv

Quelle:http://www.industrienet.de/O/125/Y/83849/VI/30216046/default…
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11.06.04 18:46:01
Beitrag Nr. 512 ()
»Wir müssen uns alle bewegen«

»Standortsicherung mit hoher Eigenkapitalquote und fl exiblen Arbeitszeiten«

Mehr europäisch und global, sehr realistisch und sachlich-nüchtern sieht Vorstandssprecher Dietmar Hermle, Berthold Hermle AG, Gosheim, die eigene Situation und die der Branche: Mehr Fachmessen, weniger Standortvorteile und wachsende Globalisierung haben ihn seine lokalpatriotische Einstellung modifi zieren lassen. Gleich geblieben sind dagegen die positiven Zukunfts-Perspektiven der Hermle AG

Dietmar Hermle, Vorstandssprecher Berthold Hermle AG, Gosheim







maschine+werkzeug: Die EMO als Hoffnungsträger der Werkzeugmaschinenbranche ist Vergangenheit, die Zukunft bringt weitere Messen im kaum positiv veränderten Konjunkturrahmen. Mit welchen Ideen und Produkten treiben Sie Ihr Unternehmen voran?
Dietmar Hermle: Ja, es gibt leider eine Vielzahl von Messen, und die Metav in München, auf die Sie hier anspielen, ist sicher ein gelungener Versuch in die richtige Richtung - aber leider wieder eine mehr. Es gibt zu viele Messen, auch im Ausland, bei denen wir dabei sein müssen, und ich denke an die immensen Kosten und Probleme. Welche Messe aber die Überflüssige ist, entscheiden nicht wir Werkzeugmaschinenhersteller: Darüber stimmen Kunden und Besucher ab - und zwar mit den Füßen.

Wir sehen ohnehin, dass wir auf Messen immer weniger konkrete Aufträge generieren, immer mehr repräsentieren und unsere Neuentwicklungen präsentieren. Die Kunden schätzen dies, bestätigen und akzeptieren auch die Technik - aber warten lieber noch ab, statt gleich zu kaufen. Das Geld für Investitionen wäre da, aber die allgemeine Situation kennt leider kaum Sicherheit und führt zur Zurückhaltung. Besonders Mittelständler sind hier zögerlich. Sie wissen nicht, ob sie demnächst noch am Standort Deutschland produzieren - oder sonstwo. Dazu kommt die bedauerliche restriktive Zurückhaltung der Banken bei der Finanzierung als weitere Erschwernis. Unternehmerisch orientierte, visionäre und kreative Banker, die auch die Zukunft im Blick haben und nicht nur Zahlen, sind heute nur schwer zu fi nden.

In dieser Situation stehen wir als Hermle AG heute dennoch verhältnismäßig gut da: Gut aufgestellt und mit zukunftssicheren, innovativen Spitzenmaschinen - aber zu wenige greifen darauf zu. Wir, die Hermle AG, stehen das deswegen unbeschadet durch, weil wir über eine überdurchschnittliche Eigenkapitaldecke verfügen. Sie wissen, dass das nicht überall in der Branche und im Mittelstand so ist - und auch bei uns nicht immer so war.

In welche Richtung tendieren denn die technischen Anforderungen der Kunden - und wie reagieren Sie darauf?
Technisch gesehen geht das Kundenverlangen nach Maschinen mit immer höherer Präzision und höherem Verfügbarkeits- und Automationsgrad. Wir stärken unseren Kunden den Rücken für höhere Produktivität. Sie wollen mit immer weniger Personal immer länger - am besten rund um die Uhr - immer mehr und möglichst automatisch produzieren können. Dabei wird die Ausfallsicherheit, die Verfügbarkeit und für den Fall des Ausfalls der Service immer wichtiger, auch wenn uns das ein Mehr an Kosten bringt, die hauptsächlich wir schultern müssen. Der Service ist aber ein immer gewichtigeres Verkaufs-Argument, auf das wir keinesfalls verzichten können und wollen. In den Service vor allem investieren wir. Und Kunden-Schulungen gehören dabei genauso dazu wie eine Service-Hotline. Als Bestandteil unseres »Paketes« wird neben der Hardware »Maschine« die Dienstleistung und der Service immer wichtiger. Auch deswegen bauen wir ja derzeit ein großzügiges Service-Center. Und investieren Millionen.

Die letzten Jahre waren für viele Werkzeugmaschinenhersteller sicher nicht leicht. Wie und mit welchen Maßnahmen hat die Hermle AG die Herausforderungen dieser Zeit gemeistert?
Dass die Kaufbereitschaft auch zyklisch zurückgegangen ist, war absehbar. Wir hatten das vorausgesehen und erwartet. Wir fangen alles mit Flexibilität auch bei der Arbeitszeit auf, ohne einen wertvollen Mitarbeiter freizusetzen, nach dem wir später händeringend wieder suchen müssen. Zu unserer Flexibilität und Anpassungsfähigkeit gehört auch, dass unsere Mitarbeiter sich in dieser Hinsicht auf die Unternehmensführung verlassen können - und wir uns auf sie. An uns, bei unserem einvernehmlichen Arbeitszeitmodell, geht die derzeitige Arbeitszeit-Diskussion glatt vorbei, weil wir je nach Bedarf 43 Stunden, oder aber auch nur 32 Stunden arbeiten können.

Wie beurteilen Sie die neuen Märkte für die Werkzeugmaschinenhersteller, beispielsweise in den EU-Beitrittsländern. Haben die hoch leistungsfähigen Qualitäts-Werkzeugmaschinen »made in Germany« dort überhaupt eine Chance?
Da gibt es sicher neue, auch technische Herausforderungen in den neuen Märkten und Ländern, wo wir noch nicht mit so qualifiziertem Bedienungspersonal rechnen können wie in Deutschland und sich die Technik entsprechend anpassen muss. Auch die logistischen Herausforderungen werden größer. In Ländern mit viel Wachstum wollen wir gerne dabei sein und mitwachsen. Wir können heutzutage einfach nicht mehr nur darauf beharren, Maschinen nur in Deutschland zu produzieren, wenn die Kunden-Cluster anderswo in Europa sitzen. Die Zeit der deutschen Eitelkeit ist vergangen, wo wir Deutschland als einziges Herstellerland und Lieferquelle betrachtet haben, aus der sich gefälligst die Welt bedienen und kaufen soll. Wir leben heute bekanntlich in eine globalisierten Welt.

In Ihrem Wettbewerbsumfeld nutzen schon einige Unternehmen kostengünstige Zulieferstrukturen im »nahen Osten«. Denken Sie auch darüber nach? Und wie stehen Sie generell zum Standort »D« und seiner Zukunft?
Grundsätzlich stehe ich zum Standort Deutschland - er war in der Vergangenheit gut und richtig, vielleicht auch in Zukunft, vielleicht auch nur in Teilbereichen. Das wird sich zeigen. Hier hängt viel von der Politik und den Tarifpartnern ab. Ein Werkzeugmaschinenhersteller muss seinen Kunden jederzeit zur Seite stehen - auch wenn er dazu nachziehen muss. Auch wir werden wohl zwangsläufig anderswo in Europa einen Produktionsstandort aufbauen müssen. Nicht um Arbeitsplätze auszulagern, sondern um die hier bestehenden aufrechterhalten zu können, den hiesigen Standort zu stabilisieren, zu stärken und zu erhalten. Insofern muss ich frühere Aussagen wohl etwas revidieren: Die Maxime »Wir schaffen am richtigen Standort die richtigen Maschinen« muss angepasst werden und gilt wohl nur noch für Teilbereiche. Unsere hoch effektiven Fertigungsanlagen würden allerdings überall zu ähnlichen Kosten arbeiten. Sie auszulagern wäre daher Unsinn. Insbesondere personal- und lohnintensive Arbeiten könnten aber durchaus auch in EU-Beitrittsländer verschoben werden, wo sich die hier gefertigten Präzisionsteile beispielsweise kostengünstiger montieren lassen. Das hat mit »Republikfl ucht« und »Patriotismus « absolut nichts zu tun, sondern ist schlicht europäisch und wirtschaftliches Verhalten, das uns auch am heimischen Standort nützt und ihn stützt.

Verantwortungsbewusste Unternehmer reagieren nicht nur, sondern handeln vor allem vorausschauend. Wie sehen Sie unter diesem Gesichtspunkt die nächsten fünf Jahre?
Wir werden wie immer innovative Maschinen entwickeln und anbieten, genau zugeschnitten auf Kundenwunsch und Kundenbedarf und mit dem Ohr am Markt. Ausbildung, Schulung und Service für diese Maschinen schreiben wir dabei auch zukünftig groß, bauen sie aus und bauen darauf. So werden wir den jetzigen Stand die nächsten fünf Jahre auf dem derzeitigen Niveau und am gleichen Standort halten können. Unser Bestreben geht dahin, den Standort zu stärken und stabil zu halten - größeres Wachstum aber sehe ich derzeit nur woanders.

Wie bisher werden wir unsere Mitarbeiter weiter qualifizieren. Das war, ist und bleibt unsere Strategie. Mit unserer Ausbildungsquote von mehr als 13 Prozent beweisen wir das. Da schreckt uns auch eine »Ausbildungsabgabe« nicht, die ohnehin nur die Falschen trifft. Die Qualifi kation müsste meiner Meinung nach allerdings schon viel früher, schon in der Schulausbildung einsetzen, wenn wir jungen Menschen auch für die Zukunft die Chance geben wollen, noch in Deutschland ihr Geld zu verdienen. Das würde sicher dem Standort Deutschland gut tun - und den Menschen.

Vermeiden will ich in jedem Fall, dass wir wieder in die schlimme Situation kommen wie etwa 1991 bis 1993, als wir Mitarbeiter freisetzen mussten. Das will ich nicht noch einmal erleben. Ich tue deswegen alles, um den heutigen Stand des Unternehmens Hermle AG zu stabil zu halten und immer vor Mannschaft und Mitarbeitern aufrecht dastehen zu können.

Quelle:http://www.maschinewerkzeug.de/
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24.06.04 16:52:09
Beitrag Nr. 513 ()
GILDEMEISTER erwartet Steigerung beim Auftragseingang


Montag, 21. Juni 2004 17:27


Der Maschinenbaukonzern GILDEMEISTER AG verbuchte auf der so eben zu Ende gegangenen Branchenmesse METAV einen Auftragseingang in Höhe von 24,3 Mio. Euro. Konzernangaben zufolge erzielte man im Rahmen der Fachmesse mit insgesamt 124 verkauften Maschinen einen guten Erfolg, wobei man auf der METAV für das Nachmessegeschäft weitere 2.200 Angebote erhielt.

Angesichts der guten Auftragsentwicklung geht GILDEMEISTER für das erste Halbjahr von einer Steigerung beim Auftragseingang von 10 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum aus. Des Weiteren sieht sich der Konzern in seinen Geschäftserwartungen für das laufende Fiskaljahr bestätigt. Für das zweite Quartal erwartet GILDEMEISTER außerdem einen Auftragseingang, der deutlich über dem Niveau des guten ersten Quartals (241 Mio. Euro) liegen wird.

Quelle:http://www.teletrader.com/_news/newsdetail.asp?ID=1581689&su…

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Da dürfte es meiner Meinung nach auch bei Hermle einen guten Auftragseingang geben.
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24.06.04 16:54:37
Beitrag Nr. 514 ()
24.06.2004 13:48

Rosige Zukunft für Maschinenbauer

Die Chancen für die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer auf einen nachhaltigen Aufschwung sind weiter gestiegen. Der Branchenverband VDMA hält die Krise der vergangenen Jahre für endgültig überwunden.


Kommen jetzt sieben fetten Jahre für MAN, Gildemeister, IWKA und Co? Wenn es nach dem Verband deutscher Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) geht, gibt es daran wenig Zweifel. "Die Unternehmen sind gut aufgestellt und werden 2010 noch besser dastehen als heute", so der scheidende VDMA-Präsident Diether Klingelnberg zu dpa.

Erst kürzlich wurde die Prognose für die Produktionssteigerung deutlich angehoben. Statt um nur zwei Prozent soll die Produktion der 6 000 Branchenunternehmen dieses Jahr um vier Prozent wachsen. Allerdings setzt der VDMA da weniger auf Wachstum im eigenen Land. "Die Säule des Aufschwungs liegt außerhalb Deutschlands". Das gilt besonders für die Maschinenbauer.

Aushängeschild der deutschen Industrie
Mit seinen rund 6.000 Unternehmen und über 900.000 Beschäftigten gehört der Maschinenbau zu den Aushängeschildern der deutschen Industrie. Seine Exportquote von 69,4 Prozent im Jahr 2002 ist weltweit unerreicht. Viele kleinere mittelständische Firmen sind in ihrem Geschäftsbereich Weltmarktführer, so zum Beispiel bei Textilmaschinen, Waagen oder Pumpen.

Wesentlichen Anteil an der günstigen VDMA-Prognose hat die Entwicklung in China und Osteuropa. China ist mittlerweile zum größten Werkzeugmaschinenmarkt der Welt herangewachsen. Mit einem Exportvolumen von rund 6,2 Milliarden Euro im vergangenen Jahr ist China nach den USA und Frankreich inzwischen drittwichtigstes Ausfuhrland des deutschen Maschinenbaus geworden. Im ersten Quartal 2004 stiegen die Exporte in die Volksrepublik noch einmal um 17 Prozent an.

Auch die EU-Erweiterung verschafft dem deutschen Anlagen- und Maschinenbau einen starken Wachstumsschub. Exporte nach Tschechien und die Slowakei stiegen im ersten Quartal 2004 um 25 Prozent. Ausfuhren nach Polen legten um 23 Prozent zu. "Diese Staaten industrialisieren sich, bauen weiterhin auf und profitieren von Produktionsverlagerungen", meint VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers.

Quelle:http://boerse.ard.de/content.jsp?go=meldung&key=dokument_592…

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Der Werkzeugmaschinenbau hat allerdings eine eigene Konjunktur, die sich etwas von der Konjunktur des allgemeinen Maschinenbaus abkoppelt.
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25.06.04 01:02:43
Beitrag Nr. 515 ()
Ich habe mir den Geschäftsbericht des Wettbewerbers Agie Charmilles angeguckt. Dieser hat in 2003 einen Umsatz in Höhe von 878 Mio. Schweizer Franken erzielt, davon 173 Mio. Franken mit Fräsmaschinen. Somit ist die Fräsmaschinentochter Mikron in etwa so groß wie Hermle.

Die Hauptproduktgruppe von Agie Charmilles ist die Elektroerosion, deren Hauptkundengruppe wie bei Hermle auch der Werkzeug- und Formenbau ist. Mikron könnte im Export durch die Benutzung des Vertriebsnetzes von Agie Charmilles etwas Vorteile erzielen gegenüber Hermle. Andererseits könnte es auch Reibereien geben zwischen den Produktgruppen Funkenerosion und Fräsen, wenn der Kunde beide Technologien für die gleiche Aufgabe verwenden kann.

Die Entscheidungswege bei Mikron dürften etwas kompliziert sein, weil es über Mikron eine Holding bei Agie Charmilles und darüber nochmals eine Holding bei Georg Fischer gibt. Da müssen wahrscheinlich ebenfalls wie bei Gildemeister große Wasserköpfe in der Verwaltung bezahlt werden.

Hermle kann da viel schneller im Markt agieren unter anderem auch deshalb, weil sie bei ihren Entscheidungen nicht die Banken um Genehmigung nachfragen müssen. Agie Charmilles hat Finanzmittel aufgenommen. Die Zinsaufwandsquote beträgt 1.4 Prozent.

Das Gruppenergebnis nach Minderheitenanteilen hat einen Wert von minus 50 Millionen Franken bei Agie Charmilles. Im Vorjahr wurde ein Gewinn von 0.8 Millionen Franken erzielt.
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26.06.04 19:57:00
Beitrag Nr. 516 ()
Beim Lesen der Kundenzeitschrift insights Mai 2004 (kann aus dem Internet herunter geladen werden) ist mir auf Seite 8 oben aufgefallen, daß Hermle in 2004 bei über 40 Fachmessen und Ausstellungen vertreten sein wird.

Die Anzahl der Messen des Vorjahres kann nicht mehr eingesehen werden auf der Homepage von Hermle. Ich könnte mir aber vorstellen, daß die Anzahl der Messeteilnahmen in 2004 ein Vielfaches des Levels der Vorjahre darstellt.

Hermle scheint seine Vertriebsaktivitäten gewaltig zu intensivieren in 2004. Wenn ich mich richtig erinnere, war vor ein paar Jahren schon einmal ein einzelnes Jahr mit außergewöhnlich vielen Messeauftritten dabei.

Außerdem wird laut Kundenzeitschrift der Vertrieb in Österreich ab 01. Juli in die eigene Hand genommen.
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28.06.04 14:47:11
Beitrag Nr. 517 ()
Deutsche Hersteller können ihren technologischen Vorsprung gegenüber den neuen Konkurrenten noch halten

China holt bei Werkzeugmaschinen auf

Von Wolfgang Gillmann, Handelsblatt

Der Wirtschaftsboom in China hat das Land nicht nur zu einem der wichtigsten Märkte des Maschinenbaus werden lassen, chinesische Unternehmen sind auch bedeutende Anbieter geworden.

DÜSSELDORF. „China ist weltweit der viertgrößte Maschinenhersteller“, sagte der Präsident des Fachverbandes VDMA, Diether Klingelnberg, auf einer Veranstaltung des Verbandes zum Thema „China als Wettbewerber des deutschen Maschinenbaus“. Er sieht aber mittelfristig keine Gefahr für die deutsche Werkzeugmaschinen-Industrie, wenn sie weiter auf die eigene Innovationsfähigkeit vertraue.

Bisher versorgen die chinesischen Unternehmen angesichts der hohen Nachfrage vor allem den heimischen Markt. Doch Joachim Ihrcke, Geschäftsführer der Unternehmensberatung Droege & Comp, der eine Studie zum Werkzeugmaschinenmarkt präsentierte, erwartet, dass bei einem Nachlassen des Wachstums der chinesischen Wirtschaft die Unternehmen den Export verstärken werden. Er sieht schon jetzt, dass viele privatisierte chinesische Hersteller angesichts der bestehenden Überkapazitäten den Export als Alternative zum Binnenmarkt suchen. Noch halten die deutschen Hersteller mit einem Anteil von 21 Prozent am Weltmarkt für Werkzeugmaschinen einen großen Vorsprung vor den Chinesen, die es bisher lediglich auf 8 Prozent bringen. Bisher bieten die Chinesen vor allem Kopien an und haben wenig eigene Entwicklungen vorzuweisen. „Wir haben in China bereits Wettbewerber, die als Nachbauten unsere Verpackungsmaschinen anbieten“, bestätigt Gunther Reinhardt, Vorstand Technik und Marketing beim Maschinenbauer IWKA. Dies wird in China offensichtlich nicht als Verstoß gesehen. „Die Leute haben ein anderes Wertesystem. Lernen durch Nachahmen gilt als positiv“, sagt Reinhardt. Klingelnberg sieht China deshalb als den kritischsten Markt für Produktpiraterie.

Unternehmensberater Ihrcke erwartet, dass sich die Chinesen auf das untere Segment des Werkzeugmaschinenmarktes konzentrieren werden. In zehn Jahren könnten sie rund ein Drittel dieses Segmentes des Weltmarktes bestreiten. Denn hier werde meist über den Preis verkauft, wo die Asiaten einen großen Vorteil haben. Im mittleren Segment erwartet er verstärkte Kooperationsbemühungen der Chinesen, um vom Transfer vom Know how der Deutschen zu profitieren.

Für den Markt der Bearbeitungszentren und Hochtechnologiemaschinen, die deutsche Hersteller vor allem anbieten, sieht Ihrcke aber in den nächsten fünf Jahren keine Gefahr. China fehle die Spitzentechnologie, die Managementerfahrung und auch die Erfahrung für den weltweiten Export. „Die Chinesen haben noch keine eigenen Entwicklungen. Das ist noch ihre Schwäche“, sagt Ekrem R. Sirman, Geschäftsführer der Werkzeugmaschinenfabrik Waldrich Coburg.

Doch das könnte sich ändern. Rund sieben Millionen Studenten studieren in 460 technischen Hochschulen Chinas Ingenieurwissenschaften, zahlreiche Studenten holen sich ihr Wissen auch im Ausland. Noch hat China nach Einschätzung von Eberhard Abele von der Technischen Universität Darmstadt einen Forschungsrückstand im Werkzeugmaschinenbau von fünf bis zehn Jahren. „Dieser wird sich in den nächsten Jahren aber deutlich verringern.“


HANDELSBLATT, Donnerstag, 24. Juni 2004, 07:22 Uhr
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29.06.04 10:02:32
Beitrag Nr. 518 ()
DGAP-Ad hoc: Gildemeister AG deutsch

GILDEMEISTER beschließt Unternehmensanleihe

Ad-hoc-Mitteilung übermittelt durch die DGAP. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.

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Bielefeld. Der Vorstand der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft hat die Begebung einer festverzinslichen Anleihe mit einem Volumen von rd. 175 Mio EUR beschlossen. Geplant ist eine Laufzeit von sieben Jahren. Die Roadshow zur Ansprache von internationalen Investoren beginnt in den nächsten Tagen. Mit den zufließenden Mitteln sollen die kurzfristigen Kredite weitestgehend abgelöst werden. Nach der erfolgreich platzierten Kapitalerhöhung soll nunmehr mit einer Unternehmensanleihe die Finanzstruktur der Gesellschaft weiter optimiert werden. Die Agenturen Moody`s und Standard & Poor`s bereiten das Rating der Anleihe vor. Des weiteren soll ein syndizierter Kredit in Höhe von 140 Mio EUR mit einer Laufzeit von drei Jahren prolongiert werden. Beide Maßnahmen dienen dem Ziel, die Finanzausstattung weiter zu stärken, die finanzielle Flexibilität zu erhöhen sowie die Struktur der Unternehmensfinanzierung von GILDEMEISTER zu verbessern. Als Konsortialführer sind die HypoVereinsbank und die WestLB mandatiert. GILDEMEISTER Aktiengesellschaft Der Vorstand
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29.06.04 11:16:13
Beitrag Nr. 519 ()
Maschinenbauer im Mai erneut mit hohem Auftragsplus
Dienstag 29 Juni, 2004 10:03 CET

Frankfurt (Reuters) - Dank hoher Auslandsnachfrage hat sich der seit Monaten anhaltende Aufschwung im deutschen Maschinen- und Anlagenbau auch im Mai fortgesetzt.
Insgesamt sei der Auftragseingang im Mai im Vergleich zum Vorjahresmonat um 23 Prozent gestiegen, teilte der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) am Dienstag in Frankfurt mit. Die Auftragseingänge aus dem Inland legten den Angaben nach um vier Prozent zu, die Auslandsnachfrage stieg um 34 Prozent.

Im Dreimonatsvergleich März bis Mai sei der Auftragseingang gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 26 Prozent gestiegen, hieß es weiter. Die Bestellungen aus dem Inland hätten sich in diesem Zeitraum um 17 Prozent und aus dem Ausland um 32 Prozent erhöht.

Während bei den Auslandsaufträgen Großanlagen das Bestellvolumen in die Höhe getrieben hätten, hinke der Aufschwung im Euro-Raum noch hinterher, sagte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers. Die Bestellungen aus dem Euro-Raum bewegten sich unverändert auf dem niedrigem Vorjahresniveau.

Quelle:http://www.reuters.de/newsPackageArticle.jhtml?type=topNews&…
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07.07.04 13:52:32
Beitrag Nr. 520 ()
GILDEMEISTER nutzt Kapitalmarkt zur Langfrist-Finanzierung
07.07.2004 (08:45)

Die GILDEMEISTER Aktiengesellschaft begibt eine festverzinsliche Anleihe mit einem Volumen von rd. 175 Mio Euro. Die Anleihe hat eine Laufzeit von sieben Jahren. Sie wurde von den Ratingagenturen Moody`s und Standard & Poor`s mit B2 / B- eingestuft. Mit dem Rating wurde der nachrangigen Struktur der Anleihe Rechnung getragen. Die Roadshow zur Ansprache von internationalen Investoren hat begonnen. Die Transaktion soll voraussichtlich Mitte Juli abgeschlossen sein. Die Konsortialführer HypoVereinsbank und WestLB sind mit der Platzierung der Anleihe beauftragt.

Zur Optimierung der Finanzstruktur nimmt GILDEMEISTER am Kapitalmarkt sowohl Eigen- als auch Fremdkapital auf. Nach der jüngst erfolgreich durchgeführten Kapitalerhöhung verbessert das Unternehmen die Struktur seiner Unternehmensfinanzierung weiter. Zeitgleich zur Anleihe soll ein syndizierter Kredit in Höhe von 140 Mio Euro mit einer Laufzeit von drei Jahren prolongiert werden. Beide Maßnahmen dienen dem Ziel, die Finanzausstattung des Unternehmens zu stärken, die finanzielle Flexibilität zu erhöhen sowie die Struktur der Unternehmensfinanzierung zu verbessern.

GILDEMEISTER konnte im ersten Halbjahr 2004 seine positive Geschäftsentwicklung fortsetzen und eine Steigerung des Auftragseingangs um über 10% im Vergleich zum Vorjahr erzielen. Damit hat GILDEMEISTER im zweiten Quartal mit einem Auftragseingang abgeschlossen, der deutlich über dem Niveau des ersten Quartals (241,0 Mio Euro) liegt. Die aktuellen Zahlen zum Geschäftsverlauf veröffentlicht GILDEMEISTER am 5. August 2004.

http://www.financial.de/newsroom/news_d/22748.html
Quelle:
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07.07.04 13:55:18
Beitrag Nr. 521 ()
Ich kann in diesem Jahr nicht die Hauptversammlung von Hermle besuchen.

Ich hoffe, dass jemand in diesem Thread über die Hauptversammlung berichten wird.
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09.07.04 12:59:51
Beitrag Nr. 522 ()
Nachrichten: Hermle-Auftragseingang steigt per Ende Mai 2004 um 10 Prozent

Die Maschinenfabrik Berthold Hermle AG erhielt in den ersten fünf Monaten 2004 rund 10 % mehr neue Bestellungen als im entsprechenden Vorjahreszeitraum: Der Auftragseingang stieg konzernweit von 48,1 Mio. Euro auf 52,5 Mio. Euro. Dabei legten die Ordereingänge aus dem Ausland mit einem Plus von 12 % leicht überproportional zu. Der Konzernumsatz des Werkzeugmaschinenspezialisten erhöhte sich von Januar bis Ende Mai 2004um 5 % auf 44,7 Mio. Euro (Vj. 42,5).

Auf dieser Basis war das Unternehmen trotz des unverändert harten Wettbewerbs wieder in der Lage, im Berichtszeitraum ein solides, positives Ergebnis zu erzielen. Für das Gesamtjahr 2004 bleibt Vorstandssprecher Dietmar Hermle aber nach wie vor skeptisch. "Wir sind trotz des bislang ordentlichen Verlaufs vorsichtig und prognostizieren weiterhin eine leichte Verbesserung der Geschäftsentwicklung" erklärte Hermle auf der heutigen Hauptversammlung des Unternehmens in Gosheim. Im Branchenumfeld und bei den Kunden überwiegen laut Hermle noch immer zurückhaltende Stimmen. Grund seien Unsicherheiten durch fehlende Impulse, der Reformstau und die zunehmend restriktive Kreditvergabe der Banken.

"Bei unseren Kunden", so Hermle weiter, "kommt es daher zu extrem kurzfristigen Investitionsentscheidungen, und entsprechende Aufträge können wir nur durch äußerst flexible Prozesse effizient abwickeln." Hermle selbst hat soeben ein neues Service- und Dienstleistungszentrum am Firmensitz bezogen, für das rund 3 Mio. EUR investiert wurden. Weitere Großprojekte im Inland werden zwar zunächst zurückgestellt, die kontinuierliche Optimierung der Prozesse im gesamten Unternehmen setzt Hermle jedoch fort, wobei ein Investitionsschwerpunkt 2004 auf dem Ausbau und der effizienteren Gestaltung der Blechproduktion liegt.

Mittelfristig wird außerdem der Aufbau eines eigenen Auslandswerkes in einem der neuen EU-Mitgliedsländer erwogen. Dort könnten in Zukunft bestimmte Maschinentypen montiert, nicht jedoch produziert werden. "Denn das können wir hier in Gosheim mit unseren hochwertigen Anlagen und spezialisierten Mitarbeitern zumindest derzeit noch wesentlich besser," erläuterte Hermle.

Auch Vertrieb und Service in Osteuropa will das Unternehmen künftig intensivieren. In den wichtigsten neuen EU-Mitgliedsländern ist geplant, die Kundenbetreuung selbst zu übernehmen und auszubauen. Als Modell dafür dient Österreich, wo Hermle seit 1. Juli 2004 mit einer eigenen Vertriebs- und Servicemannschaft vertreten ist. Die Aktivitäten im Inland werden durch das neue Service- und Dienstleistungszentrum in Gosheim ebenfalls effizienter und kundenfreundlicher. Außerdem wird das Betreuungsnetz in Deutschland weiter verdichtet, um noch näher an die Abnehmer heranzurücken.

Auf der Fachmesse AMB, die im September in Stuttgart stattfindet, wird das Unternehmen eine weitere Maschinenneuheit vorstellen und damit seine technologische Führungsrolle bekräftigen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2003 erzielte Hermle mit 571 Mitarbeitern einen Konzernumsatz von 124 Mio. Euro und einen Jahresüberschuss von 8,9 Mio. Euro. Der heutigen Hauptversammlung schlagen Vorstand und Aufsichtsrat vor, wie im Vorjahr eine Dividende von 0,85 Euro je Vorzugs- und 0,80 Euro je Stammaktie auszuschütten.

Quelle:http://www.gsc-research.de/public/contents/Article.cfm?PosFN…
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11.07.04 14:09:56
Beitrag Nr. 523 ()
Gildemeister-Bond wird mit Rendite von etwa 9,75% ausgestattet

Gildemeister-Bond wird mit Rendite von etwa 9,75% ausgestattet LONDON (Dow Jones)--Die geplante 7-jährige Anleihe der Gildemeister AG, Bielefeld, wird mit einer Rendite von etwa 9,75% ausgestattet. Dies teilte eine der Konsortialbanken am Freitag mit, ohne weitere Details zu nennen. Der Bond hat ein Volumen von 175 Mio EUR. Konsortialführer sind die WestLB und die HypoVereinsbank. Dow Jones Newswires/9.7.2004/jhe/chr

Quelle:http://www.faz.net/IN/INtemplates/faznet/default.asp?tpl=inv…

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bei den bisherigen niedrigen Renditen, die Herr Kapitza für Gildemeister erwirtschaftet hat, dürfte Gildemeister nicht in der Lage sein, mit der Verwendung des Kredits eine Rendite von 9.75 Prozent zu erwirtschaften. Die Landesbank moechte auf Kosten der Anleihe-Zeichner einen Teil ihres eigenen Kredits retten, den sie an Gildemeister gegeben hat.

Dieser hohe Zinssatz von 9.75 % zeigt eben doch, dass Gildemeister unter Führung von Herrn Kapıtza eine sehr niedrige Bonitaet hat.
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11.07.04 15:05:30
Beitrag Nr. 524 ()
zu #522

Gildemeister

Der Anfang vom Ende?



Bänker = gebildeter Gauner.
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12.07.04 19:33:01
Beitrag Nr. 525 ()
@all:.......zur super HV gibt´s seit einigen Tagen auch wieder einen HV-Bericht bei gsc (für alle die nicht selbst teilnehmen konnten).......hier mal kurz das Fazit:

Die Maschinenfabrik Berthold Hermle AG ist ein grundsolides schwäbisches Unternehmen, das sich erfolgreich gegen den Abwärtstrend in der Branche stemmt und trotz aller Widrigkeiten einen respektablen Gewinn ausweist sowie über eine völlig schuldenfreie Bilanz verfügt. Nachdem die Aktie vor einem Jahr noch als wirklich günstig bezeichnet werden konnte, hat der Kurs seither deutlich angezogen. Trotzdem ist das Papier sicherlich noch nicht zu teuer, der DSW-Sprecher sah 40 EUR als fairen Wert an, was vom heutigen Niveau aus fast einer Verdoppelung entsprechen würde. Ob dieser Wert allerdings auf absehbare Zeit erreicht werden kann, ist eher fraglich. So lange an der Börse nur die 1 Million Vorzugsaktien notiert sind und das Handelsvolumen entsprechend gering ist, dürfte das Potenzial für weitere Kurssteigerungen trotz der guten Zahlen eher begrenzt sein.

Missfallen könnte einigen Aktionären auch die sehr direkte Art des Vorstands, seine Meinung zu Politik, Wirtschaft und den Konkurrenten wiederzugeben, was bei den Anwesenden aber offenbar nicht der Fall war.

.........übrigens,die komplette HV-Rede vom VV ist auf der Hermle-Hompage abrufbar.


Grüße
Baltikteam
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17.07.04 07:24:28
Beitrag Nr. 526 ()
Technische Trends auf der METAV Düsseldorf 2004

Auf der METAV, der internationalen Messe für Fertigungstechnik und Automa-tisierung, werden regelmäßig im Zweijahresrhythmus neben zahlreichen am Markt bereits etablierten Lösungen Innovationen und trendweisende Entwick-lungen auf dem Gebiet der Werkzeugmaschinen und Präzisionswerkzeuge präsentiert. Vorrangige Ziele sind Qualitätssteigerung und Kosteneinsparung. Hierbei treten insbesondere die Faktoren Flexibilität, Präzision und Ergonomie in den Vordergrund. Die Werkzeugmaschinen und Präzisionswerkzeuge wer-den diesbezüglich kontinuierlich weiterentwickelt, wie auf der METAV Düssel-dorf 2004 zu sehen war.

Maschinenkonstruktion zeigt Flexibilität
Der Trend zur Komplettbearbeitung hält weiter an. Zunehmend ist die Integra-tion von Drehmaschine und Bearbeitungszentrum zu beobachten. Fräsen, Drehen, Bohren, Schleifen auf ein und der selben Maschine in einer Aufspan-nung sind als Standardlösungen erhältlich. Ein Ende der Verfahrensintegration ist hiermit jedoch bei Weitem nicht erreicht. So sind regelmäßig auf der ME-TAV Maschinen mit neuen Integrationslösungen zu finden, dieses Jahr z.B. Drehen und Laserschweißen.

Um individuelle Bedürfnisse erfüllen zu können, werden zunehmend modular aufgebaute Werkzeugmaschinen angeboten. Einerseits kann damit die Kom-plettierung einer Maschinenkonfiguration auf wenige Wochen reduziert wer-den; andererseits besteht die Möglichkeit einer schnellen Rekonfigurierbarkeit der Maschine für verschiedenste neue Bearbeitungsaufgaben. Diese Modula-rität ist genauso in der Maschinensteuerung in Form von einbaufertigen Funk-tionsmodulen wiederzufinden. Eine dezentralisierte und standardisierte Instal-lationstechnik, wie sie bereits bei verschiedenen Herstellern realisiert wird, erweist sich für die gesamte modulare Bauweise als sehr hilfreich.

Um zunehmend individuelleren Fertigungsbedürfnissen gerecht zu werden, sind die Maschinen mit Werkzeugmagazinen für bis zu 360 Werkzeuge aus-gestattet. Der Vielzahl der Werkzeuge steht eine kurze Werkzeugwechselzeit gegenüber. So werden Span-zu-Span-Zeiten von bis zu 1,2s erreicht. Eine spezielle Lösung ermöglicht sogar Span-zu-Span-Zeiten von 0,5s.

Produktivitätssteigerungen werden durch mehrspindlige Maschinen bei gleich-zeitigem Eingriff mehrerer Werkzeuge an einem Werkstück erreicht. Zur Re-duzierung der Nebenzeiten werden Pick-Up-Systeme eingesetzt, die ein zeit-paralleles Rüsten der Werkzeugmaschine ermöglichen.

Der Weg zu mehr Flexibilität in der Fertigung ist auch bei den Präzisionswerk-zeugen zu erkennen. So werden zunehmend Werkzeuge vorgestellt, die meh-rere Standardwerkzeuge in einem Werkzeug kombinieren. Damit sind z.B. Plan-, Längs-, Innenlängsdrehen ebenso wie Bohren und Senken mit einem einzigen multifunktionellen Werkzeug möglich. Für den Anwender zeichnet sich hierdurch eine universelle und somit einfachere Handhabung ab - und dies bei zunehmend komplexeren Zerspanprozessen. Die kontinuierliche Wei-terentwicklung der Schneid- und Beschichtungswerkstoffe trägt zu dieser Ent-wicklung bei.

Präzision bei der Zerspanung
Die Genauigkeit einer Maschine hängt von ihren Antrieben, Führungen und der Steifigkeiten ab und bestimmt letztendlich die Qualität eines auf der Ma-schine bearbeiteten Werkstücks. Die hohe Leistungsfähigkeit moderner Ma-schinen stellt eine besondere Herausforderung dar. So werden bei Bearbei-tungszentren in den Achsen schon Spitzenwerte von 120m/min Eilgang-geschwindigkeit sowie Beschleunigungen von 3g erreicht.

Um diese Leistungsdaten zu ermöglichen, werden zunehmend Direktantriebe in allen Achsen eingesetzt. Gerade in Hinblick auf ausreichende Dämpfungs-eigenschaften und Steifigkeit werden auch Hybridlösungen aus Parallelkine-matik und Linearantrieb vorgestellt. In einem Bearbeitungszentrum ersetzt die Parallelkinematik bis zu drei konventionelle Achsen, um die Spindel zu führen. In einer Horizontal-Drehmaschine ist zur Führung des Werkzeugrevolvers eine Parallelkinematik integriert.

Eine Beschleunigung der Prozesse darf jedoch nicht zu Lasten der Präzision vorgenommen werden. Während in den vergangenen Jahren der Schwer-punkt beim High Speed Cutting (HSC) lag, wird heute mehr Wert auf High Per-formance Cutting (HPC) gelegt. Nicht die Geschwindigkeit, sondern die Zerspanleistung unter Einhaltung der geforderten Genauigkeiten steht im Vor-dergrund. Entsprechend sind die Anforderung an die Werkzeuge: Weich-schneidend, hohe Zerspanraten, eine Vielzahl von Schneidkanten und lange Standzeiten. Um die Werkzeuge optimal einzusetzen und frühzeitig Schäden zu erfassen, spielt die fertigungsintegrierte Werkzeugüberwachung eine wachsende Rolle.

Auch ist durch die Vermeidung von Umspannfehlern eine genauere Bearbei-tung einzuhalten, so dass die Fünfseitenbearbeitung mehr und mehr Einsatz findet.

Der hohe Stellenwert der Präzision ist auch in der Mikrobearbeitung zu sehen. Sie gewinnt zunehmend an Bedeutung. Hier werden Werkzeuge mit immer kleineren Abmessungen entwickelt. Ein Fräser mit 50µm Durchmesser wurde auf der METAV 2004 Düsseldorf vorgestellt.

Ergonomische Gesichtspunkte bei Werkzeugmaschinen
Moderne Maschinen haben nur noch wenig Ähnlichkeit mit denen aus vergan-genen Zeiten. Farbe und Formgebung sind individuell gestaltet. Wesentlich für den Maschinenbediener ist jedoch vielmehr die Zugänglichkeit zur Maschine sowie die Transparenz der Vorgänge innerhalb der Maschine. Moderne Ma-schinen sind wartungsfreundlich gestaltet, d. h. alle relevanten Elemente sind zentral an einer Stelle, seitlich oder frontal angeordnet. Große Einsichtfenster von drei Seiten und eine freie Sicht auf das Werkstück auch unter Kühl-schmierstoffeinsatz werden gewährleistet. Bei gleichzeitig geringerem Platz-bedarf ist der Arbeitsraum übersichtlich und gut zugänglich aufgebaut. Nicht direkt einsehbare Stellen können via CCD-Kamera auf dem Bildschirm der Maschine beobachtet werden. Auch die Einbindung multimedialer Funktionen ist zu beobachten. Auf diese Weise können Werkzeuge oder Material geor-dert, Warnungen abgesetzt oder direkt weitergeleitet werden. Gleichzeitig wird eine einfache Bedienung der Maschine und ihrer Funktionen, d. h. eine über-sichtliche, intuitiv nutzbare Steuerung angestrebt. Der Trend geht zur intelli-genten, nutzerfreundlichen Maschine.

Neue Konzepte in der Fertigungstechnik
Neben Flexibilität, Präzision und Ergonomie wird auch dem Faktor Umwelt Bedeutung beigemessen. Durch den Verzicht auf Kühlschmierstoffe können Kosten eingespart, der Maschineninnenraum sauber und die Werkstücke frei von Ölrückständen gehalten werden. Diese Vorteile sprechen für die Anwen-dung der Trockenbearbeitung bzw. der Minimalmengenschmierung. Ein neu entwickeltes spezielles Bypasssystem verhindert, dass bei einem schnellen Werkzeugwechsel die Aerosolbildung unterbrochen wird. Unter völligem Ver-zicht auf Kühlschmiermittel werden zwei Trennverfahren vorgestellt. Zum spanlosen Trennen von Rohren wird ein mit zwei Rundmessern ausgestatteter Schneidkopf eingesetzt. Für das spanlose Trennen von runden Werkstücken mit einem Durchmesser bis zu 50 mm werden gepulste Schallwellen genutzt.

Resümee
Die kontinuierliche Weiterentwicklung von Werkzeugmaschinen und Präzisi-onswerkzeugen spiegelt sich in der wirtschaftlichen Beherrschung komplexer Prozesse wider. Diese sind geprägt von den neuen Herausforderungen durch den Einsatz weiterentwickelter Werkstoffe und innovativer Konzepte bei der Gestaltung von Prozessen und Maschinen. Ein weiteres Mal hat die METAV Düsseldorf gezeigt, welches Potenzial auf dem Weltmarkt vorhanden ist und wo sich die Schwerpunkte der Entwicklungen konzentrieren. Die Optimierung bestehender Systeme bildet hierbei den Schwerpunkt. Hervorzuheben sind die Produktivitätserhöhung durch Verfahrensintegrationen und HPC, ebenso wie die intensive Weiterentwicklung an der Leistungsfähigkeit der Werkzeuge, die Reduzierung von Nebenzeiten durch zeitparalleles Rüsten und den Ein-satz von Linearantrieben, Konzepte zur optimierten und einfacheren Handha-bung von Werkzeug und Maschine sowie innovative Verfahren zum trockenen, spanfreien Trennen.



Dipl.-Ing. Tim Jansen
ISF Institut für Spanende Fertigung
Universität Dortmund

Quelle:http://www.vdw.de/web-bin/owa/home_page?p_typ=2&p_typ2=149&p…
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17.07.04 14:14:08
Beitrag Nr. 527 ()
Beim Lesen der Rede des Vorstandsvorsitzenden ist mir wie auch schon im Geschäftsbericht nochmals besonders aufgefallen, daß bei Hermle der Inlandsumsatz in 2003 um 18 Prozent angestiegen ist. Bei Gildemeister hingegen hat der Inlandsumsatz um 3 Prozent abgenommen in 2003.

Die Inlandsumsätze von Gildemeister und von Hermle sind nicht direkt vergleichbar, weil Gildemeister im Gegensatz zu Hermle auch Drehmaschinen herstellt. Als Tendenz scheint man aber schon ableiten zu können, daß Hermle in 2003 Gildemeister im Inland Marktanteile abgenommen hat.

Hermle hebt sich noch in einem wichtigen Punkt von anderen Werkzeugmaschinenherstellern ab. Es gibt Werkzeugmaschinenhersteller, die versuchen, ihre Rendite zu verbessern, indem sie bestimmte Teile in Osteuropa fertigen lassen und die in Osteuropa gefertigten Teile in Deutschland montieren. Im Gegensatz dazu hat der Vorstandsvorsitzende von Hermle schon jetzt geäußert, daß Hermle bei der eventuellen Gründung einer osteuropäischen Tochter den umgekehrten Weg gehen werde. Hermle würde dann die Teile in Schwaben fertigen, diese Teile nach Osteuropa transportieren und in Osteuropa montieren lassen.
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20.07.04 10:03:21
Beitrag Nr. 528 ()
S&P stuft Gildemeister mit "B+" ein


S&P stuft Gildemeister mit "B+" ein FRANKFURT (Dow Jones-VWD)--Standard & Poor`s Ratings Services (S&P) hat das Kreditrating für die Gildemeister AG, Bielefeld, in einer Ersteinschätzung mit "B+" festgelegt. Der Ausblick sei stabil, teilte die Ratingagentur am Montag mit. Durch die Ausgabe der Anleihe von 175 Mio EUR verringere sich das kurzfristige Risiko für die Refinanzierung des Unternehmens. Die Struktur der Fälligkeiten der Schulden sei nun ausgewogener. Dow Jones Newswires/19.7.2004/jhe/cn

Quelle:http://www.faz.net/IN/INtemplates/faznet/default.asp?tpl=inv…
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25.07.04 14:05:42
Beitrag Nr. 529 ()
Euro am Sonntag hat in seiner heutigen Ausgabe auf der Seite 17 ein neues Value Depot veröffentlicht, das 10 Value Aktien mit Phantasie enthält. Darunter ist auch Hermle vertreten.

Das vorjährige Value Depot aus dem August 2003 hat in einem Jahr um rund 40 Prozent an Wert gewonnen.
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26.07.04 11:25:14
Beitrag Nr. 530 ()
zu #529:

Hier bei uns gibt es leider keine Tankstelle usw., die sonntags geöffnet haben und die Euro am Sonntag verkaufen.
Auch der Zeitschriftenladen führt sie nicht.
Hiberna, wäre es evtl. möglich, dass du die Namen aller 10 Valueaktien hier reinstellst? Hermle hatte ich lange Zeit und die Aktie steht bei mir schon wieder seit einigen Wochen auf der Watchlist.

Gruß
freinage

(Mein Nickname hat übrigens nichts mit irgendeiner Anlagestrategie zu tun. Ich schlage beim Namensuchen blind ein Fremdwörterbuch auf, tippe auf eine Reihe und nehme daraus ein Wort.)
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26.07.04 12:36:03
Beitrag Nr. 531 ()
@freinage, Beitrag Nr. 530:

Ahlers
AS Creaton
Bien-Zenker
Burgbad Vz
Einhell Vz
Gerry Weber
Hermle Vz
Jungheinrich Vz
Sto Vz
Westag & Getalit Vz
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26.07.04 12:48:59
Beitrag Nr. 532 ()
Jetzt habe ich den Artikel aus der Euro am Sonntag im Internet gefunden. Hermle ist darin zwar nicht namentlich genannt, ist aber in der Liste der 10 Empfehlungen aufgeführt:

"Strategie: 40 Prozent im Jahr (EuramS)
25.07.2004 10:29:00



Die allgemeine Börsenflaute frustriert die Anleger. Doch abseits der großen Indizes konnte man erstaunliche Renditen erzielen. So legte unser Value-Depot in einem Jahr um rund 40 Prozent zu. Nun wird es Zeit zu wechseln. Die neuen Favoriten.
von Georg Pröbstl

Von wegen Pleitebranche. Bei der Präsentation der Halbjahreszahlen vor wenigen Tagen sorgte Vorstands-Chef Karl Galling für gute Laune bei den Aktionären der Ahlers AG. Während viele Konkurrenten unter der Flaute in der Modebranche stöhnen, verzeichnet der Markenhersteller aus Herford steigende Gewinne. In den ersten sechs Monaten kletterte das Ergebnis um 17 Prozent auf 5,5 Millionen Euro. Dabei verwöhnen das Westfalen ihre Anleger schon seit über zehn Jahren mit schwarzen Zahlen. Und einer hohen Dividende. Die Rendite liegt oft bei über acht Prozent. Trotzdem ist Ahlers an der Börse mit einem Kurs/Gewinn-Verhältnis (KGV) von 10 billig. Profitabel, solide, günstig. Genau das Richtige für Value-Investoren. Und Value ist richtig gut. EURO-Leser, die sich die jeweils zehn Value-Aktien, die wir im Januar 2002 und dann im August 2003 empfohlen haben (siehe Kasten), ins Depot gelegt haben, verbuchen ein Plus von rund 85 Prozent. Der DAX machte im selben Zeitraum ein Minus von über 25 Prozent.

Der Erfolg der Value-Strategie ist beileibe keine Modeerscheinung. Schon 1934 zeigte der US-Börsenmakler und Dozent für Finanzwissenschaft Benjamin Graham, wie lukrativ es ist, auf niedrig bewertete Aktien zu setzen. Dass die Strategie über Jahrzehnte funktioniert, hat einer der Schüler Grahams bewiesen: der legendäre Warren Buffett. Er steigerte den Buchwert seiner Investmentfirma Berkshire Hathaway jährlich im Durchschnitt um 22,2 Prozent. Der marktbreite US-Index S&P 500 brachte es nur auf ein jährliches Plus von 10,4 Prozent.

Wie erkennen Anleger aber, ob eine Aktie niedrig bewertet ist? "Siesollten sich dabei die fundamentalen Kennziffern eines Unternehmens vornehmen", erläutert Heiko Bienek, Analyst und Portfoliomanager bei der Fondsgesellschaft Lupus alpha. Spannend wird es, wenn Firmen im Vergleich zur Konkurrenz oder zum Gesamtmarkt beispielsweise ein niedriges Kurs/Gewinn-Verhältnis oder Kurs/Buchwert-Verhältnis aufweisen. Der Buchwert zeigt die Substanz eines Unternehmens, also beispielsweise Immobilien, Grundstücke oder Maschinen.

Aber nicht überall, wo billig draufsteht, ist value drin. "Unternehmen müssen über mehrere Jahre bewiesen haben, dass sie Gewinne schreiben können", erklärt Georg Geiger, Chef der Value-Holdings. Hightechs, die jeden Cent in die Entwicklung stecken, kommen kaum in Frage. "Value gibt es meist in der Old Economy", weiß Analyst Bienek. Firmen, die lange im Geschäft seien, verfügten in der Regel über viel Eigenkapital. Damit könnten sie auch schwierige Jahre meistern.

Die Eigenkapitalausstattung etwa bei Westag & Getalit würde auch Warren Buffett gefallen. Das Unternehmen aus Westfalen produziert Wohnraumtüren und Laminatböden und steht mit einer Eigenkapitalquote von 63 Prozent auf sicherem Boden. Dies entspricht allein 11,7 Euro je Aktie.

Auch für Wachstumsphantasie ist gesorgt. Im ersten Quartal kletterte der Umsatz um 4,4 Prozent auf 42,2 Millionen Euro. Das Ergebnis je Aktie lag mit 20 Cent schon fast auf Höhe der 32 Cent vom gesamten Vorjahr. "Das gute Ergebnis ist nicht auf Einmaleffekte zurückzuführen", sagt Felix Huisgen, Investor-Relations-Mann bei Westag & Getalit. Läuft es so weiter, könnte der Jahresgewinn weit über 50 Cent je Aktie liegen.

Derzeit ist es schwer, solche versteckten Perlen zu finden. "Die Börsenkurse sind seit Anfang 2003 stark gestiegen", erklärt Analyst Bienek. Wer jetzt suche, werde vor allem bei Small Caps fündig. "Weil nur wenige Investoren dieses Segment regelmäßig beobachten, bleiben gute Aktien und aussichtsreiche Storys lange verborgen", weiß Investor Geiger.

Das können auch Storys sein, die sich am Anfang gar nicht so gut anhören. Burgbad, ein Hersteller von Badmöbeln, rutschte nach starkem Wachstum in den 90ern vor vier Jahren in die Flaute. 50 Prozent der Belegschaft wurden entlassen. Die Restrukturierung brachte drei Jahre lang Verluste. 2003 schafften die Sauerländer den Turnaround. Jetzt werden höhere Margen erzielt, das Wachstum kommt aus dem Ausland. In drei Jahren soll der Auslandsanteil soll von derzeit 36 Prozent auf 50 Prozent steigen. Die Strategie stimmt. Burgbad legt gegen den Branchentrend zu. In den ersten fünf Monaten kletterten die Erlöse um 3,3 Prozent auf 28,2 Millionen Euro. "Der Juni lief sehr gut. Wir lagen bei Umsatz und Gewinn über Plan", so Vorstands-Chef Karl-Heinz Wennrich gegenüber EURO. Das angestrebte Gewinnziel von drei Millionen Euro oder 0,85 Euro je Aktie in diesem Jahr rückt dabei in greifbare Nähe.

Gute Produkte sind die Voraussetzung für Value. "Sonst kann ein Unternehmen keine Werte schaffen", weiß Bienek. "Vor allem in der Flaute können Firmen mit starken Marken der Konkurrenz Marktanteile abjagen", so Geiger. Dies mache sie unabhängig von Konjunkturzyklen und garantiere längerfristiges Wachstumspotenzial. "Phantasie bei der Umsatz- und Ergebnisentwicklung spielt eine größere Rolle als im letzten Jahr", sagt Bienek. Value plus Phantasie bietet Sto. Das Eigenkaptial je Aktie liegt bei 19,6 Euro. Und Firmenchef Jochen Stotmeister setzt auf Innovationen, wie selbst reinigende Farben. Wegen strenger Grenzwerte und dem allgemein sparsamen Umgang mit Energie sind zudem die schadstoffarmen Wärmedämmsysteme des Unternehmens gefragt.

Wer auf Sto, Ahlers und Co setzt, braucht jedoch Geduld. Oft dauert es, bis Investoren auf die von Analysten wenig beachteten Titel aufmerksam werden. "Anleger müssen manchmal drei bis fünf Jahre warten, bis sie ans Ziel kommen", vertröstet Bienek. Immerhin: Bei Ahlers könnte die Entdeckung unmittelbar bevorstehen. Die Aktie kam Mitte Juli in den Prime Standard der Deutschen Börse. «

Value Depot 2003 129 Prozent in der Spitze

Dass Value richtig Spaß und Gewinne bringen kann, zeigen die zehn Empfehlungen in EURO vom August 2003. Den Top-Performer Euwax wollte vor einem Jahr noch kaum ein Anleger haben. Und das trotz eines KGV von 6,9, einer Dividendenrendite von 5,4 Prozent und einer phantastischen Eigenkapitalquote von knapp 90 Prozent. Seither sind aber viele Anleger auf diesen Value-Zug aufgesprungen - der Kurs der Aktie legte um 122,9 Prozent zu. Inklusive Dividendenzahlung liegt die Rendite gar bei 129,8 Prozent.

Durch den starken Kursanstieg sind viele Kennziffern nun nicht mehr value. Die Euwax hat ebenso wie die meisten anderen Empfehlungen die günstige Bewertung durch das Kursplus abgebaut. Anleger sollten deshalb daran denken, die Gewinne mitzunehmen.

Jungheinrich dagegen bleibt weiter interessant. Vergleichsweise günstig sind auch noch Progresswerk Oberkirch, Turbon und Vossloh. Die einzige Niete im Depot war die Aktie des Computerherstellers Hyrican mit einem Minus von 38,2 Prozent. Wegen schleppender Geschäfte mit dem Ausland halbierte sich der Umsatz des Unternehmens aus Kindelbrück in Thüringen im ersten Quartal. Das Ergebnis vor Steuern fiel sogar um 67 Prozent auf rund 1,1 Millionen Euro.

Es wäre wahrscheinlich schlimmer gekommen, wenn Hyrican beim Kauf vor einem Jahr nicht besonders günstig gewesen wäre. Hohe Substanz und der Kauf einer Aktie unter dem fairen Wert bieten einen Sicherheitspuffer bei einer Fehleinschätzung oder schwachen Börsen. Die Gewinnwarnung bei Hyrican kam spät. Obendrein war Vorstands-Chef Michael Lehmann vielleicht nicht ganz beim operativen Geschäft. Denn als einer der Altaktionäre der Mifa, der Mitteldeutschen Fahrradwerke, war er möglicherweise zu sehr mit dem Börsengang dieses Unternehmens Mitte Mai beschäftigt."

Quelle:http://finanzen.net/news/news_detail.asp?NewsNr=204710
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26.07.04 12:58:48
Beitrag Nr. 533 ()
Positive Entwicklung

Das Geschäft mit Junkbonds blüht

Von Andrea Cünnen, Handelsblatt

In Deutschland hat sich das Emissionsvolumen von hochverzinslichen Unternehmensanleihen verfünffacht. Immer mehr Unternehmen mit vergleichsweiser schlechter Bonitätsbewertung nutzen den Anleihemarkt, um sich zu refinanzieren.

HB FRANKFURT/M. Damit wächst innerhalb des aus Sicht der Investmentbanken insgesamt enttäuschenden Markts für neue Unternehmensanleihen zumindest ein Segment deutlich. In diesem Jahr haben nach Angaben des Informationsdienstes Thomson Financial europäische Unternehmen mit einem schwächeren Rating, das in die Spekulationsklasse fällt, Anleihen über fast elf Mrd. Euro begeben. Damit hat sich das Volumen verdoppelt. Die Emissionen von auf Euro lautenden Unternehmensanleihen mit einem besseren Rating im Investment-Grade brachen dagegen um 45 Prozent auf einen Wert von gut 60 Mrd. Euro ein.

Bei den hochverzinslichen Unternehmensanleihen entwickelt sich der deutsche Markt besonders positiv: Hier stieg das Volumen um mehr als das fünffache auf knapp drei Mrd. Euro. Zu den größten deutschen Emittenten von hochverzinslichen Bonds gehörten der Kabelbetreiber Kabel Deutschland, der Werkzeughersteller Gildemeister, der Waffenhersteller Heckler & Koch, der Automobilzulieferer Schefenacker und der Lackieranlagenbauer Dürr. In Europa gab es große Emissionen von Seat Pagine – dem Anbieter der italienischen Gelben Seiten – und dem britischen Kabelnetzbetreiber NTL.

„Viele Unternehmen und Investoren sehen, dass der Markt für hochverzinsliche Unternehmensanleihen ein ganz normaler Kapitalmarkt ist“, sagt Arnulf Schneider, Direktor im Bereich Anleiheprodukte bei der Deutschen Bank in London. Das etwas anrüchige Image der Junkbonds (Ramschanleihen) hätten die Emissionen mittlerweile verloren.

Dabei wird der Emissionsboom aber auch von den Banken selbst geschürt. „Teils drängen die Banken die Unternehmen dazu, auch den Kapitalmarkt zu nutzen“, gibt Paul Simpkin, Managing Director im Syndikat für hochverzinsliche Unternehmensanleihen der Citigroup in London, zu. „Die Banken sind bei der Kreditvergabe restriktiver geworden und geben die Risiken an den Kapitalmarkt weiter.“ Gerade in Deutschland waren Refinanzierungen über die Banken für die Unternehmen ein „Evergreen“ sagt auch Deutschbanker Schneider. Dabei bekämen die Unternehmen auch weiterhin Kredit von den Banken. Es sei jedoch für die Gesellschaften sinnvoll, ihre Refinanzierung auf eine breitere Basis zu stellen. Simpkin betont ebenfalls, dass die Firmen zum Teil von selbst auf die Idee kämen, den Kapitalmarkt zu nutzen.

Das ist für die Unternehmen allerdings teuer. Denn die Zinskosten einer Anleihe lägen zum Teil deutlich über den Kosten einer Bankfinanzierung, räumt, Schneider ein. Im historischen Vergleich sei die Refinanzierung am Markt für hochverzinsliche Unternehmensanleihen aber immer noch günstig, auch wenn die Renditeaufschläge im Vergleich zu sicheren Bundesanleihen in den vergangenen Wochen gestiegen seien. „Positiv ist für die Unternehmen auch, dass sie bei der Refinanzierung über den Kapitalmarkt flexibler sind, weil sie dort auch langfristig Geld aufnehmen können“, betont Simpkin von der Citigroup. „Bankkredite gibt es im Gegensatz zu Anleihen nicht mit einer Laufzeit von zehn Jahren.“

Die Banken profitieren von den Emissionen nicht nur, weil sie ihr eigenes Kreditrisiko senken, sondern weil sie als Konsortialführer höhere Gebühren bekommen als bei der Kreditvergabe. „Durchschnittlich bekommen die Konsortialführer bei der Begabe von Junkbonds zwei Prozent der Emissionssumme“, schätzt Keith Mullin, Director Global Capital Markets bei Thomsons Financial. Diese Einnahmequelle wird voraussichtlich auch in den kommenden Monaten nicht versiegen. „Wir werden weitere Emissionen in diesem Jahr sehen, wenn auch möglicherweise nicht mehr ganz so viele wie bislang“, glaubt Simpkin. Die noch niedrigen Renditeaufschläge und die Vorteile des Kapitalmarkts sollten weitere Unternehmen zu Emissionen bewegen. Andererseits erlaube die anziehende Konjunktur den Banken wieder mehr Kredite direkt zu vergeben.

Auch Schneider zeigt sich zumindest verhalten optimistisch: „Wir werden keinen Riesen-Schub erleben, aber der Markt wird in zumindest moderatem Tempo weiter wachsen.“

HANDELSBLATT, Montag, 26. Juli 2004, 09:24 Uhr
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26.07.04 14:10:15
Beitrag Nr. 534 ()
zu #533

Der Neue Markt ist tot. Es lebe der Junkbond.

Manche lernen es nie.
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26.07.04 20:39:56
Beitrag Nr. 535 ()
@Hiberna, Beitrag 531:

Vielen Dank für die Namensliste.

freinage
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01.08.04 13:40:52
Beitrag Nr. 536 ()
Euro am Sonntag schreibt heute auf Seite 11, daß der Werkzeugbauer Gildemeister zu den Überlebern einer Branche gehöre, in der in den vergangenen fünf Jahren 70 Prozent der Firmen aufgegeben haben.

Zunächst ist dazu anzumerken, daß Gildemeister kein Werkzeugbauer sondern ein Werkzeugmaschinenbauer ist.

Auch die Aussage, daß 70 Prozent der Anbieter in der Branche von Hermle und von Gildemeister in den letzten fünf Jahren aufgegeben haben sollen, kann ich nicht nachvollziehen. Wenn sich der Prozentsatz auf die letzten 15 Jahre bezieht, dann könnte die Behauptung vielleicht richtig sein. Dabei muß aber noch berücksichtigt werden, daß insolvente Firmen zum Teil von anderen Unternehmen aus der Branche aufgekauft worden sind, so daß es nach solchem Aufgeben eine Weiterführung gegeben hat.
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01.08.04 18:51:16
Beitrag Nr. 537 ()
@da es bei dem Artikel darum gehen dürfte Gildemeister-Aktien zu pushen, sind solche Aussagen nicht auf die Goldwaage zu legen. Bei einem Presseerzeugnis mit der Qualität einer Bild-Zeitung wohl auch nicht anders zu erwarten..
doby
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05.08.04 16:05:25
Beitrag Nr. 538 ()
Gildemeister hat laut heute veröffentlichtem Halbjahresbericht im ersten Halbjahr 15 Prozent mehr Aufträge hereingenommen als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Da dürfte sich der Auftragseingang bei Hermle auch positiv entwickelt haben.
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05.08.04 17:19:25
Beitrag Nr. 539 ()
Was sich bei Hermle nicht gerade positiv entwickelt, ist die Qualität der Maschinen und der Kundenservice.

Beides lässt in letzter Zeit zu wünschen übrig.
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19.08.04 14:43:19
Beitrag Nr. 540 ()
Das Anlegermagazin "Focus Money" empfiehlt derzeit ein Engagement in die Aktien von Berthold Hermle (ISIN DE0006052830/ WKN 605283).

Im Geschäftsjahr 2003 habe der Spezialist für Fräsmaschinen und Bearbeitungszentren eine operative Umsatzrendite von zwölf Prozent erreicht, während die Branche durchschnittlich nur 3,6 Prozent erzielt habe. Der Grund für die hohe Profitabilität liege im Geschäftsbereich Service und Dienstleistungen, welcher mehr als ein Drittel der Umsätze trage.

Die Rendite könnte sich nach Expertenmeinungen demnächst weiter verbessern. Infolge eines neuen Dienstleistungszentrums sollten die Gewinne überproportional anwachsen. Im Schnitt würden Analysten 2004 einen Gewinn von 2,08 Euro je Aktie für realistisch halten - ein Plus von knapp 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Gewinnerwartungen für 2005 würden sich bei 3,03 Euro je Aktie befinden.

Vor diesem Hintergrund rät das Anlegermagazin "Focus Money" zu einem Engagement in die Aktien von Berthold Hermle.
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19.08.04 15:28:00
Beitrag Nr. 541 ()
"Der Grund für die hohe Profitabilität liege im Geschäftsbereich Service und Dienstleistungen..."

Das mit dem Service erleben wir am eigenen Leib, wenn man ständig Monteure im Haus hat, weil irgendetwas kaputt ist.

Unsere nächste Maschine könnte ein Japaner werden. Die sollen nach Angaben der Anwender, mit denen wir bisher gesprochen haben, weitaus zuverlässiger sein.
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19.08.04 19:05:26
Beitrag Nr. 542 ()
@betterthantherest,

was habt Ihr denn für Probleme mit Eurer Hermle-Maschine? Ich hatte bisher den Eindruck, daß die Hermle-Maschinen im Markt einen Ruf als besonders zuverlässige Maschinen haben.

Ich habe unter anderem vor einiger Zeit ein CNC-Userforum gelesen und den Beiträgen entnommen, daß die dort schreibenden Anwender sehr zufrieden waren mit ihren Hermle-Maschinen, während über andere Hersteller doch einiges Negatives berichtet worden ist.
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19.08.04 23:32:25
Beitrag Nr. 543 ()
@Hiberna

Unsere Probleme sind sehr vielfälltig. Wir hatten noch bei jeder neuen Maschine eine Menge an Nachbesserungen und auch im Laufe der Zeit geht ständig etwas kaputt.

Der Service und die Ersatzteile kosten uns Jahr für Jahr eine schöne Stange Geld und das bei Maschinen, die nicht gerade zu den billigsten gehören. Wir haben nur Maschinen von drei verschiedenen Herstellern im Betrieb, mag sein, dass mir deshalb der Vergleich ein wenig fehlen.

Ich weiß nur eins. Ich hätte derzeit ein echtes Problem mit meinen Mitarbeiter, würde ich noch eine Maschine dieses Herstellers kaufen. Die haben einfach keinen Bock mehr auf eine weitere Hermle.

Es ist natürlich nicht auszuschließen, dass andere Hersteller noch schlechtere Ergebnisse abliefern.
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20.08.04 11:08:26
Beitrag Nr. 544 ()
Was ist denn der Grund für den Kursrückgang der letzten Monate? Die Qualität der Maschinen wird`s vermutlich nicht sein, das bemerkt der normale Anleger doch nicht.
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20.08.04 11:20:15
Beitrag Nr. 545 ()
zu #544

Welche Kurse sind denn in den letzten Monaten nicht zurückgegangen?
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22.08.04 11:19:08
Beitrag Nr. 546 ()
Gildemeister hofft auf Sprung in Gewinnzone
Das Zentrum des deutschen Werkzeugmaschinenbaus wird im Allgemeinen im Schwäbischen vermutet. Durchaus zu Recht, denn dort produziert eine Vielzahl mittelständischer Unternehmen Spitzentechnik für die weltweite Investitionsgüterindustrie. Mit der Trumpf GmbH und & Co. KG in Ditzingen bei Stuttgart verfügt die Region über den größten Lasermaschinenhersteller der Welt.

Doch auch weiter im Norden, in der westfälischen Provinz, liegt ein bedeutendes deutsches Werkzeugmaschinenunternehmen. Die Gildemeister AG in Bielefeld beschäftigt 5000 Menschen und ist Weltmarktführer bei Dreh- und Fräsmaschinen. Allein in der ersten Hälfte dieses Jahres erreichte der Gildemeister-Umsatz über 540 Millionen Euro. Für ein Werkzeugmaschinenunternehmen ist das ein sehr beachtlicher Wert. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres lag das Auftragsvolumen noch bei 490 Millionen Euro. Vorstandchef Rüdiger Kapitza plant für dieses Jahr ein Umsatzwachstum von mehr als fünf Prozent.

Das ist ein eher bescheidenes Ziel, legte der Auftragseingang doch im ersten halben Jahr um 15 Prozent zu, verglichen mit dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. "Die Belebung sollte sich im zweiten Halbjahr fortsetzen", sagt Vorstandschef Kapitza, seit 1996 bei Gildemeister im Amt. Er rechnet zwar mit einer leichten Abschwächung des Geschäfts, da die Branche auf eine wichtige Messe im Herbst wartet. Doch soll das die Aussichten für das gesamte Jahr nicht ruinieren.

Vor allem will Gildemeister in diesem Jahr endlich wieder aus den roten Zahlen herauskommen. Der Vorstandschef stellt schon mal einen Gewinn von über einer Million Euro in Aussicht. Auch die Analysten fangen an, wieder Zutrauen in das Unternehmen zu setzen, obwohl sie nur geringe Hoffnung haben, dass schon für dieses Jahr wieder eine Dividende fällig werden könnte. Dirk Lohmann vom Bankhaus HSBC Trinkaus & Burkhardt empfiehlt die Gildemeister-Aktie trotzdem zum Kauf.

Der Erfolg bei Gildemeister ist hart erkämpft. Das Unternehmen ist in den neunziger Jahren durch schwere Krisen gegangen, dabei aber gleichzeitig zu einer Art Sammelstelle der Verzweifelten und Ruinierten aus der Werkzeugmaschinenbranche geworden. So gelang 1994 die Übernahme des Konkurrenten Deckel-Maho, der auch schon ein Zusammenschluss zweier gescheiterter Spitzentechnikunternehmen war. Die Maho AG in Pfronten im Allgäu produzierte Anfang der neunziger Jahr Spitzentechnologie in edlem Design, ging aber in einer Nachfragekrise sang- und klanglos unter.

Damit ist Gildemeister mehr aus Not als aus Planung das geworden, was eine ganze Reihe mittelständischer Unternehmen lange angestrebt hat: ein Zusammenschluss zu einer deutsche Werkzeugmaschinen Aktiengesellschaft, die gegen die mächtigen Japaner auftrumpfen kann.

Auch Gildemeisters amerikanischer Konkurrent, das Unternehmen Giddings & Lewis in Cincinatti, wäre fast noch unter Bielefelder Eigentum geraten. Als das US-Unternehmen in Schwierigkeiten geriet, wurde es vom mächtigen Thyssen-Krupp-Konzern gekauft, der in das Werkzeugmaschinengeschäft diversifizieren wollte. Doch kommt der Großkonzern mit der Feinmechanik nicht gut zurecht und will das Unternehmen über kurz oder lang wieder verkaufen. Doch entsprechende Verhandlungen mit Gildemeister haben nicht zum Erfolg geführt.

So baut Kapitza sein Unternehmen aus eigener Kraft weiter auf. Seit eineinhalb Jahren produziert Gildemeister auch in China. mf

Artikel erschienen am 22. August 2004

Quelle: http://www.wams.de/data/2004/08/22/322481.html
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22.08.04 14:59:12
Beitrag Nr. 547 ()
Die Idioten von Gildemeister verwechseln Umsatz mit Gewinn.

Wenn ich zu jeder Maschine ein paar Tausender dazu gebe, kann ich natürlich erfolgreich verkaufen.

Gildemeister gibt es nur noch, weil die Banken hier schon so viel Geld versenkt haben, dass eine Pleite für diese schon eine arge Peinlichkeit darstellen würde.
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23.08.04 08:52:14
Beitrag Nr. 548 ()
@betterthantherest, Beitrag Nr. 547:

Deine Aussage ist zu 100 Prozent richtig.

@Baltikteam, Beitrag Nr. 540:

ich habe mir jetzt den Artikel über den Maschinenbau in Focus Money, innerhalb wessen die Empfehlung für Hermle ausgesprochen wird, durchgelesen. Dabei wird darauf hingewiesen, daß die Branche des Maschinenbaus vor dem Aufschwung steht und daß der Maschinenbau den zweit-günstigsten Punkte-Score von allen Branchen erhielt bei der Untersuchung von Focus Money.

Dazu ist zu bemerken, daß sich die Konjunktur des Werkzeugmaschinenbaus von der Konjunktur des allgemeinen Maschinenbaus abkoppeln kann, daß insbesondere die Ausschläge nach oben und unten viel heftiger sein können als im allgemeinen Maschinenbau. Ich erwarte, daß Hermle noch vor Monatsende seine Halbjahreszahlen für Umsatz und Auftragseingang berichten wird und zudem einen Ausblick geben wird für den Umsatz des Gesamtjahrs. Dann können wir ein Gefühl dafür bekommen, wie stark der Aufschwung in diesem Jahr bisher schon ist.

In der Empfehlung von Focus Money wird behauptet, daß Hermle deshalb eine operative Umsatzrendite von 12 Prozent erziele bei einem Branchendurchschnitt von 3.6 Prozent, weil der Geschäftsbereich Service und Dienstleistungen zu mehr als einem Drittel zum Umsatz beitrage. Meiner Meinung nach aber liegen die Gründe für die weit überdurchschnittliche Umsatzrendite ganz woanders.

Herr Kapitza, der bei Gildemeister übrigens in 2003 mit Dienstleistungen einen Umsatzanteil in Höhe von 28 Prozent und in 2002 in Höhe von 26 Prozent erzielte, erwirtschaftet mit dem von ihm geführten Unternehmen im Durchschnitt nur Verluste trotz des hohen Dienstleistungsanteils.

Hermle berichtet im Jahresabschluß auch gar nicht den Anteil der Dienstleistungen am Umsatz. Diese Information ist bei Gildemeister doch nur deshalb bekannt, weil Herr Kapitza die Anforderungen an die Segmentberichterstattung nicht erfüllen möchte. An und für sich müßte Herr Kapitza getrennt nach den Segmenten Fräsen und Drehen berichten und nicht getrennt nach den Sparten Maschinen und Dienstleistungen. So kann Herr Kapitza seine eigentlichen Segmentzahlen geheim halten und erhält gleichzeitig vom börsennotierten Wettbewerb, der nur in einem Geschäftsfeld Drehen oder Fräsen tätig ist, die Kennzahlen für ein sehr hilfreiches Benchmarking.

Außerdem gibt es wahrscheinlich einen sehr großen Freiraum beim Zuordnen zwischen Maschinen und Dienstleistungen.
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29.08.04 16:22:51
Beitrag Nr. 549 ()
Anbei ein Auszug aus dem Artikel in http://www.finanzen.net/news/news_detail.asp?NewsNr=215090:

"Keine Bankschulden, eine Eigenkapitalquote von über 70 Prozent, ein Eigenkapital je Aktie von rund 16 Euro und ein Auslandsanteil am Umsatz von knapp 40 Prozent. So sehen gute Fundamentaldaten aus.

Sie gehören zur Maschinenfabrik Berthold Hermle. Der Hersteller von Fräs- und Bohrmaschinen könnte schon bald zu den Exportchampions gehören. Denn Vorstands-Chef Dietmar Hermle ist mit den Rahmenbedingungen in Deutschland wenig zufrieden. Er prüft deshalb, ob der Aufbau einer Auslandsfertigung die Firma voran bringt. Vorher schon soll die internationale Marktstellung durch eine bessere Vernetzung der ausländischen Niederlassungen und Vertriebspartner verbessert werden.

Bleibt Hermle nur zu wünschen, daß für die Expansion ins Ausland Mitarbeiter mit verständnisvollen Ehefrauen findet."
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30.08.04 08:07:53
Beitrag Nr. 550 ()
Maschinenbau
Das Ende des Nachfragebooms


27. August 2004 Der Nachfrageboom im deutschen Maschinen- und Anlagenbau hat sich im Juli deutlich abgeschwächt. Der zuletzt noch rasante Anstieg der Bestellungen verlangsamte sich kräftig, wobei die Orders aus dem Inland sogar zurückgingen. Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) hält dennoch an seiner Produktionsprognose für 2004 fest.


Die Auftragseingänge lagen im vergangenen Monat insgesamt gerade mal ein Prozent über dem Niveau des Vorjahres, wie der VDMA am Freitag in Frankfurt mitteilte. Nach wie vor kommen die meisten Bestellungen aus dem Ausland, wo im Juli immerhin noch ein Zuwachs von sechs Prozent verzeichnet wurde. Auf dem Heimatmarkt ergab sich dagegen ein Rückgang von acht Prozent. „Wir waren erfolgsverwöhnt, nach vielen Monaten mit zweistelligem Wachstum", sagte der VDMA-Konjunkturexperte Olaf Wortmann.

Der schwache Juli dürfe aber nicht überbewertet werden. Der Rückgang der inländischen Auftragseingänge sei kein Indiz für eine längerfristige Tendenz. „Es gab und gibt noch enorme Nachholeffekte", erläuterte Wortmann. Viele Firmen hatten in der Konjunkturkrise der vergangenen Jahre Investitionen zurückgehalten. Inzwischen kommen sie aber nicht mehr um die Modernisierung ihrer Anlagen herum, wenn sie wettbewerbsfähig bleiben wollen.

Am Ausblick wird nicht gerüttelt

Getrieben durch die starke Auslandsnachfrage waren die Auftragseingänge im Mai um 23 Prozent und im Juni um 17 Prozent gestiegen. Vor diesem Hintergrund hatte der VDMA zuletzt seine Jahres-Prognose angehoben, wonach das Produktionswachstum 2004 mit vier statt der bislang vorausgesagten zwei Prozent erwartet wird. An diesem Ausblick hält der Verband trotz der jüngsten Verlangsamung des Orderanstiegs fest. „Wir haben immer vorausgesagt, daß sich das Wachstum im zweiten Halbjahr abschwächt. Da gibt es keinen Grund, die Prognose zu ändern", sagte Wortmann.

HVB: Das Beste ist vorbei

Im ersten Halbjahr hatte das Produktionswachstum 4,5 Prozent betragen. Die Analysten der Hypovereinsbank beurteilen die Aussichten für den Maschinenbau skeptisch. „Das Beste ist vorbei", schreiben sie in einer Kurzstudie. Das Plus bei den Bestellungen im Juli sei das niedrigste seit Juni 2003 gewesen. Gefahren sehen die Experten vor allem in der hohen Exportquote von annähernd 70 Prozent. „Die beiden größten Auslandsmärkte USA und China zeigen Anzeichen eines verlangsamten Wachstums", warnen sie. Dies dürfte der deutsche Maschinen- und Anlagenbau direkt zu spüren bekommen.

Erst 2003 hatte die Branche ihren Platz als weltgrößter Maschinenbau-Exporteur auf 19,3 (Vorjahr: 18,9) Prozent Marktanteil ausgebaut. Für den von kurzfristigen Schwankungen weniger beeinflußten Dreimonatsvergleich von Mai bis Juli gab der Branchenverband eine Zunahme der Aufträge von insgesamt 13 Prozent bekannt. Auch in diesem größeren Zeitraum liegt die Auslandsnachfrage mit plus 20 Prozent deutlich über der inländischen mit plus einem Prozent. Inzwischen ziehe auch die lange sehr zurückhaltende Nachfrage aus dem Euro-Raum wieder an, sagte Wortmann.

China-Effekt

Besonders großes Interesse besteht derzeit an Papiermaschinen, Textilmaschinen, Werkzeugmaschinen und Hütten- und Walzwerken. „Da macht sich ganz klar der China-Effekt bemerkbar", sagte Wortmann. Auf dem Weg zu einer Industrienation zeigen die Chinesen seit Monaten einen kaum stillbaren Hunger nach Rohstoffen und Investitionsgütern aller Art.

Text: Reuters

Quelle: http://www.faz.net/s/Rub13C90B3A6F1F40798BFD784740221CDC/Doc…
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31.08.04 15:10:35
Beitrag Nr. 551 ()
Hermle: 19 % mehr neue Bestellungen für Hermle im 1. Halbjahr 2004

+ Umsatz steigt um 8 % auf 58 Mio. Euro
+ Moderater Umsatzanstieg und solides Ergebnis im Gesamtjahr 2004 erwartet

Der Werkzeugmaschinenspezialist Maschinenfabrik Berthold Hermle AG verbuchte im ersten Halbjahr 2004 mehr neue Bestellungen als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Konzernweit stieg der Auftragseingang um 19 % auf 69,5 Mio. Euro an (Vj. 58,3). Zuwächse gab es sowohl im Inland als auch im Ausland. Der Auftragsbestand kletterte zum Stichtag 30.06.2004 um fast 36 % auf 35,7 Mio. Euro (Vj. 26,3).

Auch der Konzernumsatz, der mit Verzögerung auf die Auftragslage reagiert, erhöhte sich im Berichtszeitraum, und zwar um 8 % auf 58,1 Mio. Euro (Vj. 53,8). Der Exportanteil betrug rund 40 %. Besonders gefragt waren die Maschinenneuheiten der beiden vergangenen Jahre: dynamische Bearbeitungszentren der Hermle C-Reihe und innovative Universalfräsmaschinen der U-Reihe. Durch die Umsatzausweitung und die hohe Flexibilität des Unternehmens konnte Hermle im Berichtszeitraum wie im Vorjahr einen soliden Gewinn erzielen.

Zur weiteren Erhöhung von Effizienz und Kundenorientierung investierte Hermle im Berichtszeitraum unter anderem in die Umgestaltung der Blechfertigung sowie in ein neues Service- und Dienstleistungszentrum am Standort Gosheim, das zur Jahresmitte bezogen wurde. Insgesamt beliefen sich die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände zum Stichtag 30.06.2004 auf 2,6 Mio. Euro (Vj. 1,2). Die Abschreibungen betrugen 2,4 Mio. Euro (Vj. 2,2).

Ende Juni 2004 beschäftigte Hermle konzernweit 580 Mitarbeiter (Vj. 576). Durch ein individuelles Arbeitszeitsystem ist das Unternehmen in der Lage, schnell auf Auftrags- spitzen zu reagieren und seinen Mitarbeitern solide Arbeitsplätze zu bieten. Die Zahl der Auszubildenden erhöhte sich weiter um acht auf 67 junge Menschen. Damit setzte Hermle die kontinuierliche, langfristig orientierte Personalpolitik fort. Im zweiten Halbjahr wird die Maschinenfabrik Berthold Hermle AG unter anderem ihre Stellung im mittel- und osteuropäischen Raum stärken. Dazu ist der Aufbau eines eigenen Vertriebs in den wichtigsten neuen EU-Mitgliedsländern vorgesehen. Vorbild ist die neue Hermle-Vertriebsmannschaft in Österreich, die ihre Arbeit am 1. Juli 2004 aufgenommen hat. Positive Impulse sind nicht nur von der regionalen Expansion, sondern auch von weiteren Produktneuheiten zu erwarten. Die nächste Innovation wird Hermle auf der Fachmesse AMB vorstellen, die vom 14. bis 18. September in Stuttgart stattfindet.

Für den weiteren Jahresverlauf 2004 bleibt das Unternehmen angesichts der unsicheren konjunkturellen und wirtschaftspolitischen Lage jedoch vorsichtig und erwartet im Gesamtjahr aus heutiger Sicht eine leichte Steigerung des Konzernumsatzes und erneut einen soliden Gewinn.



31.08.2004 09:43
© boerse.de
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31.08.04 17:24:26
Beitrag Nr. 552 ()
Auf der Homepage von Hermle ist unter Börse/Zwischenberichte noch ein zweiseitiger Zwischenbericht per 30.06.04 hinterlegt.

Richtig spannend macht Hermle ja dieses Mal die Einführung der Produktneuheit, die im September auf der AMB erfolgen soll. Bei früheren Einführungen wurde die Art der Produktneuheit im Vorfeld bekannt gegeben.

Der Halbjahresbericht teilt aber nicht mit, welches Produkt neu eingeführt wird im laufenden Monat.
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31.08.04 17:26:41
Beitrag Nr. 553 ()
Hermle: Kaufen

31.08.2004 16:23:55

Die Landesbank Baden-Württemberg bewertet die Aktie des deutschen Maschinenbauers Hermle in der Studie vom 31. August unverändert mit "Kaufen".
Vermehrte Bestellungen aus dem In- sowie Ausland hätten zu einem über den Analysten-Erwartungen liegenden Zuwachs im Auftragseingang geführt. Nach einem verhaltenen ersten Quartal sei es im zweiten Quartal zu einer deutlichen Nachfragebelebung gekommen (+41 % zum Vorjahr). Der Auftragsbestand habe mit 35,7 Mio. Euro zum Halbjahresende um 36 % über dem entsprechenden Vorjahreswert gelegen. Nach Unternehmensangaben konnte das erste Halbjahr mit einem "soliden Gewinn" abgeschlossen werden.

Angesichts der laut Unternehmen nach wie vor unsicheren konjunkturellen und wirtschaftspolitischen Lage rechne Hermle in 2004 mit einem leichten Umsatzzuwachs und einem soliden Gewinnausweis. An ihren bisherigen Schätzungen (Umsatz- bzw. operativer Ergebniszuwachs 2004: +7,4 % bzw. +16,7 %) halten die Analysten weiter fest.

Hermle zähle zu den wachstumsstärksten und profitabelsten Unternehmen in der Werkzeugmaschinenbranche. Trotz eines, durch die deutlich eingeschränkte Marktliquidität der Aktie gerechtfertigten, Bewertungsabschlags scheinen den Analysten die Wachstums- und Ertragsperspektiven von Hermle im derzeitigen Kursniveau nicht ausreichend gewürdigt. Sie empfehlen deshalb die Vorzugsaktie dem langfristigen und dividendenorientierten Anleger weiter zum Kauf.

Quelle: http://www.aktienresearch.de/analysen/analysen_detail.asp?An…
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06.09.04 16:00:39
Beitrag Nr. 554 ()
Weiß jemand, welches neue Maschinenmodell Hermle auf der in Kürze in Stuttgart stattfindenden AMB ausstellen wird?
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13.09.04 19:02:59
Beitrag Nr. 555 ()
morgen beginnt die AMB in Stuttgart. Weiß jemand, welches neue Maschinenmodell Hermle morgen auf den Markt bringen wird?
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15.09.04 07:24:40
Beitrag Nr. 556 ()
dpa - Wirtschaft


Nachhaltige Belebung im Maschinenbau

Stuttgart (dpa) - Die Signale im deutschen Maschinenbau und der Werkzeugmaschinen-Industrie stehen nach Aussagen von Branchenvertretern deutlich auf Wachstum.

Bei der Eröffnung der «Internationalen Ausstellung für Metallbearbeitung» (AMB), erklärten die Werkzeugmaschinenhersteller am Dienstag in Stuttgart, sie rechnen für dieses Jahr mit einem Produktionswachstum von vier Prozent. Im vergangenen Jahr hatten sie Maschinen im Wert von 6,9 Milliarden Euro produziert. 63 Prozent der Produktion werden exportiert. Auf der AMB stellen bis zum 18. September 851 Aussteller aus 25 Ländern ihre Produkte aus.

Mit einem Anteil an der Weltproduktion von 20,8 Prozent ist die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie nach Japan (21,7 Prozent) weiterhin der zweitgrößte Hersteller, mit deutlichem Vorsprung vor Italien und China, sagte Ulrich Hermani, Geschäftsführer des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau in Baden-Württemberg. Weltweit größter Abnehmer von Werkzeugmaschinen ist inzwischen China mit einem Anteil von 18,1 Prozent vor Japan mit 14,1 Prozent und Deutschland mit 12,1 Prozent.

Getragen wird die Erholung weiterhin stark vom Export, aber auch das Inlandsgeschäft belebt sich, sagte Hermani. Der Beschäftigungsabbau im deutschen Maschinenbau ist derzeit zum Stillstand gekommen. Ein großes Problem sei weiterhin der Fachkräftemangel. 65 Prozent der Unternehmen wollten in den nächsten fünf Jahren Ingenieure einstellen.


DPA

14.09.2004 15:15; aktualisiert:14.09.2004 15:15
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19.09.04 20:34:38
Beitrag Nr. 557 ()
Laut http://www.hermle.de/fs_hermle.php?sprache=de&page=88 sucht Hermle gerade eine Menge neuer Mitarbeiter.
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23.09.04 16:48:19
Beitrag Nr. 558 ()
War jemand auf der AMB und kann jemand damit berichten, ob und wenn ja, welche Maschinenneuheit Hermle auf der Messe präsentiert hat?
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29.09.04 07:15:03
Beitrag Nr. 559 ()
Prognose verdoppelt

Hohe Nachfrage nach Werkzeugmaschinen steigert Produktion

Die deutsche Werkzeugmaschinen industrie übertrifft ihre eigenen Geschäftsprognosen. Trotzdem wird es nur einen moderaten Stellenzuwachs geben.

VON AZIZA FREUTEL



Frankfurt a. M. · 28. September · "Wir rechnen für 2004 mit einem Produktionszuwachs von acht Prozent", sagte Carl Martin Welcker, Vorsitzender des Vereins Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW). Zu Jahresbeginn war die Organisation noch von einem Plus von vier Prozent ausgegangen. Die Verdoppelung der Prognose begründete Welcker mit der bisherigen Geschäftsentwicklung.

Im ersten Halbjahr sei die Produktion im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um zehn Prozent gestiegen. Beim Export habe die Branche - deren Maschinen bei der Fertigung vom Handy bis zum Hüftgelenk eingesetzt werden - einen Zuwachs um sechs Prozent verzeichnet. Zudem seien von Januar bis Juni rund ein Viertel mehr Aufträge eingegangen als im ersten Halbjahr 2003. Die Kapazitäten seien zu knapp 90 Prozent ausgelastet. "Wir gehen für 2005 von weiterem Wachstum aus", sagte Welcker. Auch bei der Stellenzahl sei die Talsohle jetzt erreicht. Zurzeit hat die Werkzeugmaschinenindustrie rund 65 700 Beschäftigte und damit 500 weniger als zu Jahresbeginn. Mit einem starken Stellenzuwachs rechnet Welcker aber trotz Aufschwungs nicht.

Daneben stellte er das neue Ausbildungsprogramm vor. Drei Jahre lang unterstützt der VDW pro Mitgliedsunternehmen einen Lehrling in einem technischen Beruf mit 15 000 Euro per annum. Knapp zwei Drittel der 114 VDW-Mitglieder hätten sich schon der Aktion angeschlossen.

Quelle: http://www.fr-aktuell.de/ressorts/wirtschaft_und_boerse/wirt…
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29.09.04 09:40:26
Beitrag Nr. 560 ()
Branche verdoppelt ihre Prognose für das laufende Jahr

Werkzeugmaschinen sind gefragt

Die Geschäfte der deutschen Werkzeugmaschinenbauer laufen „deutlich besser als erwartet“. Deswegen verdoppele der Verband Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) seine Prognose der Branchenproduktion in diesem Jahr von vier auf acht Prozent, verkündete der VDW-Vorsitzende Carl Martin Welcker gestern in Frankfurt.

wb FRANKFURT/M. Das kräftigere Wachstum werde allerdings nur zu einem „sehr moderaten Personalaufbau führen, da die Branche zum einen ihre Belegschaften in der Krise auch nur „moderat abgebaut“ habe – die Beschäftigtenzahl ging seit 2001 von 69 500 auf derzeit 65 400 zurück, das sind etwa 7,4 Prozent der Beschäftigten im gesamten Maschinenbau.

Zum anderen verändere der Werkzeugmaschinenbau seine Struktur. Auch er verlagere im Kielwasser seiner Kunden zunehmend Produktion ins Ausland, und seine Wertschöpfung verringere sich durch steigenden Komponenten-Bezug von Zulieferern außerhalb des Maschinenbaus, zum Beispiel Steuerungen, Sensoren und Antriebe von Elektronik-Herstellern. Immerhin: „Die Beschäftigungskurven dürften die Talsohle erreicht haben“, sagt Welcker. Die Auslastung habe mit 89 Prozent im zweiten Quartal bereits leicht über dem Optimum gelegen. Grund aller Zuversicht ist der kräftig gestiegene Auftragseingang. Bis Ende Juli stieg die Nachfrage insgesamt um 23 Prozent und hielt damit das Wachstumstempo des ersten Halbjahrs. Zum Vergleich: Der Auftragseingang des gesamten deutschen Maschinenbaus, zu dessen Produktionsvolumen der Werkzeugmaschinenbau gut sieben Prozent beiträgt, hatte bis zur Jahresmitte um 18 Prozent zugenommen.

Im Juli machte dann das Inlandsgeschäft der Branche einen Strich durch die Wachstums-Rechnung. Mit einem kleinen Unterschied: Während die Aufträge des Maschinenbaus insgesamt im Juli mit einem Plus von einem Prozent praktisch stagnierten, konnten die Werkzeugmaschinenbauer das Wachstumstempo des ersten Halbjahrs per Saldo bei 23 Prozent halten. Dabei übernahm das Auslandsgeschäft (Auftragsanteil: 60 Prozent) die Lokomotiv-Funktion, während das Inland kräftig zurückfiel.

Auf die Produktion schlug die Nachfrage im ersten Halbjahr noch nicht voll durch, wenngleich die Branche zehn Prozent mehr Werkzeugmaschinen herstellte und gut sechs Prozent mehr exportierte. Abnehmer Nummer eins war China. Das Reich der Mitte schob sich mit einem Import im Wert von 316 Mill. Euro und einem Zuwachs von 42 Prozent an den USA (309 Mill. Euro) vorbei. Dritter war Österreich mit 153 Mill. Euro – 2003 hatte diesen Platz noch Großbritannien mit 201 Mill. Euro belegt. Südkorea war mit einem Plus von 142 Prozent auf 109 Mill Euro. Wachstumssieger.

Mit dem Deutschland-Geschäft soll es ebenfalls wieder bergauf gehen: „Der Maschinenbau als einer unserer großen Abnehmer signalisiert für das laufende Jahr gute Geschäfte. Beim anderen großen Kunden Automobilindustrie werden Investitionen vorrangig von Projekten im Bereich Diesel- und Getriebetechnologien beflügelt“, weist Welcker auf wesentliche Trends hin. Und: „Nach einem gut zweijährigen Investitionsstau bricht sich der Nachholbedarf langsam Bahn.“

HANDELSBLATT, Mittwoch, 29. September 2004, 07:53 Uhr
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01.10.04 08:36:15
Beitrag Nr. 561 ()
Werkzeugmaschinenmarkt USA schließt Hightech-Lücke
Messe IMTS 2004 in Chicago: Deutschlands größter Exportmarkt früherer Zeiten belebt sich wieder - Weltweit verbesserte Auftragslage für Fertigungstechnik
VDI nachrichten, Düsseldorf, 1. 10. 04 -Die steigende Investitionslust in den USA hebt die Stimmung unter den ausländischen Hersteller fertigungstechnischerAnlagen: Lieferten sich Japaner, Koreaner und Taiwaner in der vergangenen Rezession noch heftige Kämpfe auf dem Markt für Standardmaschinen, können sich jetzt auch deutsche Hersteller mit ihren Spezialprodukten über die anziehende Konjunktur freuen.

Positiven Wirtschaftsdaten galt die Hauptaufmerksamkeit auf der International Machine Tool Show (IMTS) in Chicago. Werden die USA wieder zur Lokomotive der Weltkonjunktur? Die Nachrichten aus der Branche lassen jedenfalls hoffen: Der Verband der US-Werkzeugmaschinenbauer AMT meldet, dass der Auftragseingang im 1. Hj. 2004 um 39 % über dem vom Vorjahr lag. Von dem Nachfragebedarf profitieren auch die deutschen Hersteller von Werkzeugmaschinen und Fertigungssystemen: "Die USA treten wieder positiv in Erscheinung", resümierte Carl Martin Welcker, Vorsitzender des deutschen Branchenverbands VDW, am 28. September auf der Herbstkonferenz in Frankfurt. "Sie haben ebenfalls über 50 % mehr Werkzeugmaschinen bestellt als im Vorjahreszeitraum", sagte er und zog damit einen Vergleich zu China, das die USA als wichtigstes Abnehmerland deutscher Technik abgelöst hat.
Seit Ende der 90er Jahre befand sich die US-Fertigung im Niedergang, der "Verbrauch" an Fertigungseinrichtungen stürzte bis zum Juli 2004 um die Hälfte auf nur noch 243 Mio. $. Auf der Messe in Chicago sprach Catherine Powell, Unternehmenssprecherin bei Fanuc, aber von einer Wende: "Wir hatten sogar noch am sonst so schwachen letzten Tag hochkarätige Besucher aus der Automobilindustrie, mit denen wir ganz detaillierte Verkaufsgespräche führten."
Das Ordervolumen lässt sich inzwischen auch an der Produktion ablesen. So meldete am 15. September die Federal Reserve Bank, dass das Fertigungsvolumen in den USA im August um 0,5 % angezogen habe. "Wir sind wieder voll im Wachstum", erläutert David Huether, Chef-Ökonom des AMT. Der Produktionswert sei, nach historisch schweren Einbrüchen in 2002, während des Jahres 2003 nur noch mit 2 %/a gesunken (Dollarbasis). Für 2004 sei moderates Wachstum um allerdings weniger als ebenfalls 2 % vorgezeichnet. Dies bei um etwa 6 % schrumpfendem Marktvolumen (Import: - 4 %).
Obwohl die Werkzeugmaschinenindustrie von der US-Regierung immer noch als "strategisch" eingestuft wird, sind die Felle längst verteilt. Japanische Firmen z. B. haben seit Jahren ihre Transplants etabliert und dominieren bei Standardmaschinen. "Bahnbrechend Neues gab es nicht", sagte Paul Warndorf, Vizepresident des US-Verbandes für Fertigungstechnologien, AMT, am Schlusstag der diesjährigen IMTS. Seiner Einschätzung nach stand die US-Messe diesmal im Zeichen der Umsetzung von Technologien. "Vor zwei Jahren waren Mehrfachwellen noch der Hit, doch heute ist das fast schon gang und gäbe", war seine Einschätzung des Neuigkeitsgehalts 2004.

Deutsche Firmen mit ihrer speziellen Hightech hatten es in den letzten Jahren schwer auf dem amerikanischen Markt. Doch das ändert sich nun langsam. Nach einer Analyse des Deutschen Branchenverbands VDW ist die heimische Werkzeugmaschinenindustrie aufgrund ihrer stark auf Technologiemaschinen und Projekte ausgerichteten Exportstruktur länger als die internationale Konkurrenz von empfindlichen Nachfrageeinbußen verschont geblieben. Nach Aussage von VDW-Experte Gerhard Hein dominieren daher bei der aktuellen Nachfrage Bearbeitungszentren/Flexible Systeme, Drehzentren, Schleif- und Verzahnmaschinen bzw. die Pressentechnik.
Hein verweist auf die massive Messe-Präsenz aus Japan (Makino, Okuma, Mazak, Mori Seiki mit Standgrößen von jeweils 1200 m2), Korea (Daewoo) und Taiwan in Chicago. Nach der Anzahl (180) waren die deutschen Firmen unter den Ausländern am stärksten vertreten. Danach folgten Schweiz (60) und Taiwan (52). Italien und Spanien standen für Kontingente von 20 bzw. 10 Firmen.
Als künftige Austragungstermine der IMTS stehen fest: 6. bis 13. September 2006, 3. bis 10. September 2008, 8. bis 15. September 2010.H. WEISS/KÄM

Quelle: http://www.vdi-nachrichten.com/vdi_nachrichten/aktuelle_ausg…
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14.10.04 20:26:39
Beitrag Nr. 562 ()
Maschinenbauer peilen Produktionsrekord an
Export treibt Wachstum im laufenden Geschäftsjahr - Jahresprognose angehoben - Ausblick verhalten
von Frank Seidlitz

Düsseldorf - Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau scheint seine jahrelange Krise überwunden zu haben und peilt für das kommende Jahr sogar einen neuen Produktionsrekord an. Bereits im aktuellen Geschäftsjahr hätten viele Unternehmen der mittelständisch geprägten Branche deutlich höhere Auftragsbestände verzeichnen können, sagte der scheidende VDMA-Präsident Diether Klingelnberg vor der Mitgliederversammlung des Branchenverbands in Düsseldorf. "Wir rechnen deshalb jetzt mit einem Wachstum von rund fünf Prozent und liegen damit über unserer Juni-Prognose von vier Prozent."

Nach Aussagen von Klingelnberg sei das im Sommer verkündete Ziel bereits im August erreicht worden. 2003 setzten die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer fast 133 Mrd. Euro um. Bereits für 2005 wird aber mit einem Abflachen der Wachstumszahlen gerechnet. Der VDMA erwartet eine Produktionssteigerung von lediglich drei Prozent.

Klingelnberg sieht die Erholung der Branche auf breiter Front. Von den 36 Fachzweigen im Verband verzeichneten die Hersteller von Papiermaschinen und Antriebstechnik überdurchschnittliche Zuwächse. Erfreuliches Wachstum konnten auch die zuletzt wirtschaftlich gebeutelten Werkzeugmaschinenhersteller akquirieren.

Insgesamt betrachtet konnte die Branche in den ersten acht Monaten die Produktion um vier Prozent steigern, den Auftragseingang sogar um 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die besser gefüllten Orderbücher sorgten auch für eine verbesserte Auslastung der Betriebe. Mittlerweile erreicht sie einen Wert von 85,9 Prozent. Der Umsatz legte um fast sechs Prozent zu.

Klingelnberg, der am Freitag seinen Posten als VDMA-Präsident an seinen bisherigen Vize Dieter Brucklacher übergeben will, erwartet auch wegen der besseren Ertragslage eine Beendigung des Stellenabbaus. Dieser komme zum Stillstand, so der Verbandschef. Im nächsten Jahr rechnet der Branchenverband VDMA allerdings trotz weiter starker Nachfrage vor allem aus dem Ausland mit einem etwas abgeschwächten Wachstum.

"Ein Wachstum auf hohem Niveau", präzisierte der VDMA-Chef. Triebfeder werde zwar erneut der Export sein. Allerdings dürfte die meiste Nachfrage nicht mehr aus China und den USA kommen, sondern vor allem aus dem Nahen und Mittleren Osten sowie Rußland - also Regionen, die über umfangreiche Rohstoffressourcen verfüge. Denn in den USA sei eine nachlassende Konjunktur spürbar und in China zeigten die wirtschaftlichen Bremsmanöver der Regierung Erfolg.

Die Chinesen wollen mit einer restriktiven Kreditvergabe Großinvestitionen einschränken, um ein Überhitzen der Wirtschaft zu vermeiden. China ist der zweitgrößte Importeur deutscher Maschinen und Anlagen.

"Die Wachstumszentren dürften sich tendenziell verschieben, hin zu Ländern, die ihre sprudelnden Rohstoffeinnahmen in moderne Anlagen investieren", sagte Klingelnberg.

Für das Inlandsgeschäft zeichnete er kein klares Bild. Einerseits basiere die jüngste Zunahme der heimischen Aufträge auf Sondereffekten, etwa wegen Engpässen bei der Stahlproduktion. "Gegen ein plötzliches Abreißen der ohnehin schwachen konjunkturellen Erholung spricht jedoch, daß er hierzulande nach langer Konsum- und Investitionskrise unverändert ein gehöriges Maß an aufgestauter Nachfrage geben dürfte", so die Überzeugung Klingelnbergs.

Artikel erschienen am Fr, 15. Oktober 2004

http://www.welt.de/data/2004/10/15/346253.html
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15.10.04 12:10:45
Beitrag Nr. 563 ()
Besonders kräftige Umsatzzuwächse verzeichneten im August die Unternehmen der Metallerzeugung und -bearbeitung mit einem Anstieg um fast 25 Prozent zum Vorjahr.

Quelle: http://www.reuters.de/newsPackageArticle.jhtml?type=economic…
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09.11.04 11:00:48
Beitrag Nr. 564 ()
der Wettbewerber Gildemeister hat in den ersten neun Monaten seinen Auftragseingang um 16 Prozent erhöht.

Da dürfte auch bei Hermle ein ordentliches Plus im Auftragseingang angefallen sein.
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10.11.04 10:52:14
Beitrag Nr. 565 ()
Werkzeugbau im Wandel
Schweizer Unternehmen behaupten sich mit höchster Qualität und Präzision auf dem Weltmarkt
Über 5000 Beschäftigte sind in der Schweiz im Werkzeug- und Formenbau tätig. Viele Unternehmen stehen an der Spitze. Doch Globalisierung und günstigere Konkurrenten üben immer mehr Druck aus.

Urs Walter

«Mindestens 100, eher aber 150 Millionen Franken Umsatz sind nötig, um sich im globalisierten Wettbewerb zu behaupten.» Das erwartet Peter Wirth, bis letzten Sommer Leiter der Mikron. Noch aber ist der Werkzeug- und Formenbau mit im Mittel einem Dutzend Beschäftigten eine typische KMU-Branche und sind die Firmen meist in Familienbesitz, sagte an einer Medienreise Markus Allenspach von Swissmem, dem Dachverband der Maschinenindustrie. Der Weg bis zu Kooperationen dürfte aber weit sein. «Noch kaufen wir den teuren Spezialstahl für die Werkzeuge nicht gemeinsam ein, obwohl er meist vom selben Hersteller stammt», sagt Otto Hofstetter, Leiter der gleichnamigen Firma in Uznach. Die Spezialistin für PET-Verschlüsse und -Flaschen ist mit 170 Angestellten und 45 Mio. Fr. Umsatz bereits eine der Grösseren der Branche.

Druck des Weltmarktes
Die Schöttli AG in Diessenhofen exportiert 90% ihrer Formen für Kunststoffteile in 46 Länder. Technische Spitzenleistung und höchste Zuverlässigkeit der Formen seien unerlässlich, sagt Firmenchef Martin Schöttli. Jetzt baue man eine elektronische Datenbank auf, was das mittelgrosse Unternehmen mit 160 Mitarbeitenden und wohl über 40 Mio. Fr. Umsatz stark fordert. «Es galt, von der Pionierwelt der Formenbauer in die industrielle Phase zu wachsen», sagt Schöttli. Druck zum Strukturwandel kommt vom Weltmarkt. Da Formen und Werkzeuge zu Schweizer Preisen erst für Topanwendungen konkurrenzfähig sind, werden oft immer grössere, weltweit tätige Kunden beliefert. Diese fertigen immer konzentrierter an wenigen Standorten mit hohen Stückzahlen. Das erfordert Servicebereitschaft, Zuverlässigkeit und E-Business Anwendungen. Ferner werden die Zyklen der Produkte immer kürzer, wie Hofstetter sagt.

Qualität und Präzision ist Geld
Erträge erodieren wegen der flauen Konjunktur und der Dollar-Schwäche. Bleiben deshalb Investitionen aus oder genügen die Weiterbildung und die Entwicklung nicht mehr, droht eine Negativspirale. Swiss Made wird jedoch noch immer mit höchster Präzision und Qualität verbunden, betonen die Branchenvertreter. Für die Formen, um die Einführhülsen für Tampons zu spritzen, fordert der Kunde 1/100 mm Genauigkeit, wie Schöttli sagt. Höchste Genauigkeit des Werkzeugs zahlt sich nicht nur beim Endprodukt aus, sondern auch in der Herstellung. Spritzgussmaschinen spucken pro Arbeitstakt von wenigen Sekunden 192 Rohlinge für PET-Flaschen aus, mit minimalsten Toleranzen. «0,1 Gramm PET zu viel bei jedem Rohling kostet den Hersteller mit zehn Maschinen im Jahr 350 Tonnen Kunststoff oder eine halbe Million Franken», rechnet Hofstetter vor. Ohne Berufslehre arbeitet niemand mehr an den teuren Maschinen. Noch gar nicht ausmalen wollen sich die Hersteller, was geschieht, wenn China dank europäischem Know-how und derzeit noch zehnmal tieferen Kosten nicht nur für den Eigenbedarf produziert, sondern exportiert.

Befragt
Wachsen und verlagern
Um weiter zu gedeihen, sollten Formenbauer eher dreimal so viel umsetzen wie Schöttli heute. Wie peilen Sie diese Grösse an?

Es kann sehr wohl sein, dass wir in fünf bis zehn Jahren Kooperationen eingehen. Schon heute treten wir oft mit Maschinenherstellern auf, um unsere Formen mit ihren Werkzeugmaschinen als Systemlösung zu verkaufen.

Weshalb ist Grösse wichtig?

Das fordert der Markt. Unsere Kunden, internationale Grosskonzerne, wachsen und erschliessen neue Märkte. Sie investieren unter anderem in China, wie zum Beispiel die SIG. Jede dort produzierte Verpackung braucht einen Kunststoffverschluss. Die nötigen Werkzeuge sollten vor Ort hergestellt werden mit unserer hohen Qualität. Sind wir nicht präsent, macht es ein lokaler Konkurrent.

Früher arbeiteten bei Schöttli auch Angelernte, heute nur noch ausgebildete Fachleute. Warum?

Das ist überall so, wo in komplexe Maschinen und Betriebsmittel investiert wird. Wem die Grundausbildung fehlt, der kann diese nicht mehr bedienen. (uvw.)

Martin Schöttli Chef und Inhaber der Schöttli AG

http://www.tagblatt.ch/index.jsp?artikel_id=974859&ressort=w…
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12.11.04 10:25:25
Beitrag Nr. 566 ()
Gedämpfter China-Boom sorgt deutsche Firmen nicht
Produktion: "Weiche Landung" der Volkswirtschaft war Thema auf Industriemessen in Schanghai
VDI nachrichten, Schanghai, 12. 11. 04 - Werkzeugmaschinen - in chinesischen Schriftzeichen "Mutter der Maschinen"- sind ein strategisches Gut, um Chinas beschleunigten Marsch in die Industriestaatenliga zu vollenden. Das erfreut zuerst einmal deutsche Werkzeugmaschinenbauer, weil sie ihre Produkte absetzen können, wenn sie damit auch Konkurrenz züchten. Der Boom wird auch 2005 anhalten. Doch der gebremste Ausbau der Automobilindustrie lässt die Nachfrage langsam schrumpfen.

Fest steht für alle Fabrikausrüster, dass China auch nach 2004 ein starker Wachstumsmarkt bleibt, jedoch bei gedrosseltem Tempo. 2005 läuft der jetzige 5-Jahresplan aus; der neue startet zwar gleich 2006, aber wohl - nach den bisherigen Erfahrungen- recht langsam. Ziel der chinesischen Regierung ist sowieso eine "weiche Landung" aus der jetzigen Boom-Phase.
Der chinesische Markt werde auch weiterhin eine Schlüsselrolle spielen, angetrieben von Auto- und Autozulieferindustrie, Schiffbau und Luftfahrt, erklärte Timo Würz, Direktor für Forschung und Technik im deutschen Werkzeugmaschinenverband VDW, im Oktober in Schanghai auf der Messe Metalworking 2004. Parallel fanden auf dem "Shanghai International Expo Centre" (SNIEC) vier Fachmessen statt, die von der Deutschen Messe AG aus ihrer Hannover-Messe-Erfahrung nach China getragen worden waren: Factory Automation Asia 2005, CeMAT Asia, PTC Asia 2004, Energy Asia.

Es ist als könnten die Werkzeugmaschinenbauer im kommenden Jahr erst einmal wieder durchatmen. "Die Geschwindigkeit hat leicht abgebaut", registriert Bernd Hechler, Verkaufsmanager bei Müller Weingarten (Shanghai) Forming Technologies. "Es ist auch gut, dass es jetzt etwas langsamer geht." Langfristig bleibt die Tendenz aus Sicht des Automotive-Spezialisten jedoch positiv. "Auf fünf Jahre bleibt das ein attraktiver Markt für Anlagenlieferanten", meint Hechler.
"Die Kurve wird abflachen", stimmt auch Rüdiger Kapitza zu, Vorstandschef von Gildemeister. "Wir werden geringere Stückzahlen sehen, dafür aber mehr High-Tech."
Manuel Neusch-Frediani, Geschäftsführer der Erwin Junker Holding, spricht bereits von einer Stagnation der Auftragseingänge. "Wir sehen das aber nicht dramatisch. Insgesamt ist es sogar gut, dass es eine Konsolidierung gibt."
Grund für die Verschnaufpause ist vor allem die spürbare Abkühlung im Automobilsektor. Zum einen steuert die chinesische Regierung einer Überhitzung entgegen, zum anderen warten die Verbraucher auf Preissenkungen im Zuge der WTO-Regelungen. "Investitionen werden geschoben", beobachtet Neusch-Frediani. "Aber mittel- bis langfristig bleibt das Wachstum im Werkzeugmaschinenmarkt hier zweistellig." In der nächsten Zeit erwarte man mehr Bestellungen von kleineren Kunden.


Auch Peter Frassmann, stv. Verkaufsdirektor bei den Tuttlinger Chiron-Werken, registriert eine ruhigere Entwicklung. "Im ersten Halbjahr hatten wir durch stärkere Aktivitäten noch 70 % plus bei den Auftragseingängen." In der Autoindustrie lasse sich aber das starke Wachstum der vergangenen Jahre nicht mehr halten.
China ist in den vergangenen Jahren zum größten Abnehmerland für Werkzeugmaschinen aufgestiegen, was sich auch in der Messebeteiligung niederschlug - rund 70 deutsche Hersteller und Zulieferer reisten nach Schanghai, nach Schätzung des Veranstalters der vier Fachmessen neben der Metalworking, der hannoverschen Deutsche Messe AG, kamen rund 50 000 Besucher. Deutschland liegt nach Japan und Taiwan auf dem dritten Platz der Zulieferländer.
Aber nicht nur als Abnehmer, auch als Produzent hat sich China auf einen der vorderen Plätze gekämpft. Der chinesische Markt für Werkzeugmaschinen mit seinen mehr als 2200 heimischen Herstellern - 14 % davon ausländische und Gemeinschaftsunternehmen - ist mehr als zersplittert. Im vergangenen Jahr steigerten die Unternehmen die Produktion um fast 33 % auf 79 Mrd. RMB (7,9 Mrd. €). Damit hat sich China auf Platz vier auf dem weltweiten Werkzeugmaschinenmarkt vorgearbeitet - unter den exportierenden Ländern steht es jedoch nur an zwölfter Stelle.
Auch chinesische Experten wie Shu Zhang, Maschinenbau-Emeritus an der Tongji-Universität in Schanghai, wissen, dass es vor allem bei hochwertigen Maschinen trübe aussieht. Nur wenige Unternehmen haben eine Kapazität von über 1000 Maschinen pro Jahr, und von den 100 Herstellern, die CNC-Maschinen herstellen, haben nur eine Hand voll die Aussicht, sich langfristig international zu etablieren. Gildemeister-Chef Rüdiger Kapitza ist schonungslos: "Hier gibt es viele Maschinen, die bei uns einfach keiner kaufen würde."
Der Umsatz mit CNC-Maschinen in China hat sich in vier Jahren fast verdreifacht. Wurden 1999 Maschinen im Wert von 1,33 Mrd. $ verkauft, waren es 2003 bereits 3,75 Mrd. $. Doch zugleich ist der Marktanteil chinesischer Maschinen von rund 34 % auf unter 28 % deutlich geschrumpft und hängt überdies vom Import von CNC-Steuerungen ab. Sieben von zehn CNC-Maschinen kommen aus dem Ausland.

Doch auch wenn das Segment für komplexe Maschinen fast ausschließlich von ausländischen Wettbewerbern besetzt wird, ist die Stoßrichtung der chinesischen Industrie klar. Langfristig wollen die Hersteller ins High-End-Segment vordringen. China solle ein "supermächtiger Gigant" werden, sagt Xing Min, Präsident der Handelsfirma China National Machine Tool Corp. (CNMTC) und greift dafür auf das Zitat Deng Xiaopings aus dem Jahr 1992 zurück."We must have our own key products, and build up our own brand." Werkzeugmaschinen sind in China eben Chefsache. Erst im April 2004 hat sich Ministerpräsident Wen Jiabao für die Entwicklung lokaler CNC-Maschinen ausgesprochen, um Chinas Produktivkräfte voranzubringen. Shenyang Machine Tool und Dalian Machine Tool gelten sowohl von ihrer Kapazität als Strategie und Markenqualität her als aussichtsreichste Kandidaten. Zusammen setzten sie im vergangenen Jahr 600 Mio. $ um.
Dahinter stehen nicht nur ökonomische Ziele. Die Werkzeugmaschinenbranche gilt auch heute noch in China als zentraler Bestandteil der Verteidigungsindustrie. Sie ist damit wichtig für die nationale Entwicklung und nationale Sicherheit, wie der Geschäftsführer von Shanghai Machine Tool, Liao Ying, klar macht.
Hingegen werden die Ausfuhrbeschränkungen für Werkzeugmaschinenbauer in Deutschland nur noch als lästige Hürde empfunden. "Die Dual-Use-Regeln für China habe sich überholt. Schließlich können Sie nicht nur mit einem Panzer, sondern auch mit einem normalen Auto in die Schlacht fahren", sagt Gildemeister-Chef Rüdiger Kapitza.ANJA FELDMANN/K

http://www.vdi-nachrichten.com/vdi_nachrichten/aktuelle_ausg…
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16.11.04 12:31:19
Beitrag Nr. 567 ()
Es gibt eine neue Kundenzeitschrift unter http://www.hermle.de/upload/links/1101l_INSIGHTS-11-04-DT.pd…
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16.11.04 14:34:21
Beitrag Nr. 568 ()
Der Wettbewerber Gildemeister scheint in der Sparte Fräsmaschinen einen Fertigungs-Standort, und zwar denjenigen in Geretsried, aufzugeben. Laut Seite 12 des 9-Monats-Berichtes von Gildemeister werden dort 120 Arbeitsplätze abgebaut.
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22.11.04 14:52:31
Beitrag Nr. 569 ()
Wie ich bereits früher schrieb, setzen wir in unserem Unternehmen mehrere Hermle-Bearbeitungszentren ein. Da wir bisher noch bei jeder neu ausgelieferten Maschine Startschwierigkeiten hatten und auch während der Einsatzzeit immer wieder Probleme auftauchen, haben wir uns dieses Mal zum Kauf einer Matsuura entschieden.

Bei dieser Entscheidung muss man allerdings auch unser spezifisches Teilespektrum bedenken. Leider sind größere Serien immer weniger zu einträglichen Preisen zu bekommen, daher sind wir mehr und mehr gezwungen kleiner Losgrößen, so rationell wie nur gerade möglich, zu fertigen. Dazu bietet uns die Matsuura, wie wir meinen, die besseren Voraussetzungen. Eine hohe Anzahl an Werkzeugplätzen und ein gut integriertes Werkstückmagazin, sollte es uns möglich machen die Rüstzeiten massiv zu reduzieren, was unserer Wettbewerbsfähigkeit stark zu gute kommen dürfte.

Die von Hermle gebotene Lösung wirkte aufgesetzt und erschien uns weniger vertrauenswürdig.

Wir sind schon sehr gespannt, was die Zuverlässigkeit der neuen Maschine betrifft. Was die gemachten Zusagen beim Service angeht, scheint man bei Matsuura sehr von den eigenen Maschinen überzeugt zu sein.

Wir werden sehen.
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22.11.04 16:58:42
Beitrag Nr. 570 ()
@betterthantherest, Beitrag Nr. 569:

entstanden die in Eurer Firma aufgetretenen Probleme wegen Mehrfachspannbrücken, die von der Firma Albeck bei Hermle zugeliefert wurden oder liefen die Hermle-Maschinen selbst unbefriedigend?

Einerseits hast Du in der Vergangenheit mitgeteilt, daß bei Euch die Vielfachspannbrücke ein wichtiger Entscheidungsfaktor beim Kauf einer Maschine ist. Andererseits schreibst Du jetzt, daß ihr immer mehr kleinere Losgrößen fertigt. Ist das nicht irgendwie ein Widerspruch?

Aufgrund des langen Transportweges von Japan nach Deutschland interessiert mich mal, wie lange denn die Lieferfrist für Eure Matsuura-Maschine ist.

Ich kann noch nicht verstehen, warum Ihr Probleme mit Hermle-Maschinen habt, wo doch gerade Hermle-Maschinen einen Rüf für überdurchschnittliche Zuverlässigkeit haben.
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22.11.04 17:39:36
Beitrag Nr. 571 ()
@better: Danke für deine Meinung :)
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22.11.04 18:25:23
Beitrag Nr. 572 ()
Zur #570

Die Mehrfachspannbrücken tragen durchaus ihren Anteil zu den Problemen bei.

Für mich ist die Grundidee der Albeckbrücke nach wie vor herzlich genial. Für Serien, bei welchen es nicht so sehr auf die Genauigkeit ankommt, sehe ich derzeit keine bessere Lösung.

Es ist halt ein Unterschied, ob man sich wünscht, bestimmte Aufträge zu bekommen und ob man sie dann auch erhält. Es ist tatsächlich so, dass gewisse Arbeiten einfach nicht mehr in Deutschland vergeben werden. Hier sehe ich die größte Schuld in den politischen Rahmenbedingungen. Wenn eine Regierung einfach nicht kapiert, was für die Wirtschaft wichtig und notwendig ist, um konkurrenzfähig zu bleiben, dann gibt es nur noch eine Lösung, wie sie schon viele meiner Kollegen gewählt haben. Die Verlagerung ins Ausland.

Aber noch mal zu den Hermle Maschinen. Wenn wir alle Monteurberichte auf einen Stapel legen, so kommt ein schöner Haufen Papier zusammen. Die daraus resultierenden Kosten sind alles andere als unerheblich.

Meine Vorstellungen von Zuverlässigkeit sehen jedenfalls etwas anders aus. Die Zuverlässigkeit ist mit einer der Gründe, warum wir jetzt ein Konkurrenzprodukt testen wollen.
Die von uns gewählte Maschine scheint sich ganz gut zu verkaufen. Es sind uns mehrere Firmen bekannt, welche zum wiederholten Male diesen Typen ordern.

Hermle zählt für mich nach wie vor zu den führenden Maschinenherstellern in Deutschland. Das heißt aber nicht, dass es nicht auch noch etwas Besseres geben könnte.


Unsere neue Maschine kommt übrigens im April, wobei wir eine, mit einer etwas abweichenden Ausstattung, auch bereits im November hätten bekommen können.
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23.11.04 09:28:11
Beitrag Nr. 573 ()
@betterthantherest,

für mich als Betriebswirt, der nicht mit Werkzeugmaschinen arbeitet, ist es nicht einfach, die Zuverlässigkeit von Hermle-Maschinen zu beurteilen.

Ich habe die Beiträge von anderen Anwendern, die mit Fräsmaschinen arbeiten, gelesen und zwar in www.cnc-arena.de + www.cam-forum.de - das ultimative CNC-...

Ich hatte dabei nicht den Eindruck, daß Hermle ein allgemeines Qualtiätsproblem hat. Ich Gegenteil, die Hermle-Maschinen haben in diesem CNC-Forum eine überdurchschnittlich gute Anerkennung gefunden.

Als Betriebswirt kann ich aber erahnen, daß die Hermle Maschinen gut sein können, weil Hermle in der Lage ist, weit überdurchschnittlich gute Umsatzrenditen zu erzielen. Maschinen, die nichts taugen, lassen sich nicht zu so einem guten Preis verkaufen.

Der Wettbewerber Gildemeister hingegen erzielt in guten Jahren nur geringe oder gar keine Gewinne und erwirtschaftet in Jahren, in welchen die Branche wenig verkauft, Verluste.

Hermle war vor ca. 10 Jahren mal hoch verschuldet. In der Zwischenzeit hat das Unternehmen so viel Gewinne thesauriert, daß Hermle mit den vorhandenen liquiden Mitteln die Vorzugsaktien alle zurück kaufen könnte. Insofern ist man auch nicht auf die Aktionäre angewiesen und gibt nur sehr sparsam Informationen an die Aktionäre heraus. Deshalb ist die Aktie von Hermle auch unterbewertet.
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23.11.04 11:32:48
Beitrag Nr. 574 ()
Sollte der Kurs in schwachen Börsenphasen nochmals 1-2 Euro nachgeben, würde ich zugreifen.
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23.11.04 14:58:56
Beitrag Nr. 575 ()
@Hiberna

Ab April werden wir ja sehen, wer die bessere Maschine baut.

Bei DMG haben wir übrigens erst gar nichts gefunden, was unseren Vorstellungen entsprechen würde.

Wer sich Maschinenbautitel ins Depot legt, sollte sich der starken Schwankungen in dieser Branche bewusst sein. Allerdings hat Hermle, was die Bilanzrelationen angeht, auch eindeutig die besseren Papiere.
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24.11.04 11:21:27
Beitrag Nr. 576 ()
ich bin aus Hermle wieder mal ausgestiegen, nicht wegen erwarteter Qualitätsprobleme, sondern weil ich befürchte, daß der in den letzten Tagen schwache Dollar die Ergebnislage von Hermle beeinträchtigt.
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24.11.04 13:09:16
Beitrag Nr. 577 ()
Bei Comdirect und OnVista wird die Marktkapitalisierung falsch angegeben. Beide gehen von 1 Mio. Aktien aus, wobei es aber 5 Mio. sind.

Daraus ergibt eine Marktkapitalisierung von 110 Mio.

Hermle ist, als zyklischer Wert, damit alles andere als billig.
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24.11.04 17:15:01
Beitrag Nr. 578 ()
Hermle ist, als zyklischer Wert, damit alles andere als billig.
Ich sehe das etwas anders. Hermle hat am zyklischen Tief einen Gewinn erzielt. Mit diesem als Basis, errechnet sich zum jetzigen Kurs ein KGV von ca. 11. Sehr viele zyklische Werte, schreiben am zyklischen Tief fette Verluste, und kommen in solche Schwierigkeiten, dass sie ohne Kapitalerhöhung nicht überleben würden. Hermle hatte aber zyklischen Tief, solche eine Traumbilanz, daß es theoretisch möglich gewesen wäre, die kompletten Gewinne auszuschütten. Daraus kann man eine theoretische Dividendenrendite mit dem Gewinnen zum zyklischen Tief, und zum jetzigen Kurs von fast 10% errechnen :eek:
Das zyklische Tief liegt aber mit Sicherheit weit hinter uns, die Gewinne werden 2004 bereits wieder deutlich höher liegen, 2005 werden sie vermutlich nochmals steigen.
Ich finde die Hermleaktie deshalb unglaublich billig. Das ist sie aber seit Jahren schon. Irgendwann, da bin ich mir sicher, wird sie aber kräftig steigen.

Gruß tt
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24.11.04 17:53:06
Beitrag Nr. 579 ()
#577

hier hätten wir wieder Preisfrage zwischen billig und günstig.

Es gibt sicher BILLIGERE Werte als Hermle, was KGV und KBV etc. angeht.

Angesichts der nicht vorhandenen Verschuldung gibt es aber wohl kaum GÜNSTIGERE zyklische Werte.

MMI
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24.11.04 18:58:32
Beitrag Nr. 580 ()
Die meisten Anleger versuchen Aktien zu kaufen, die fair bewertet sind. Ich suche wenn möglich nach Aktien, die unfair bewertet sind und zwar zu meinen Gunsten.

Hermle weißt zweifelsohne die besten Bilanzrelationen der Branche auf. Der Gewinn konnte tatsächlich auch während einer kritischen Phase gehalten werden.

Trotz allem handelt es sich beim Maschinenbau um ein sehr schwieriges Geschäftsfeld. Auch ein über viele Jahre aufgebauter Ruf kann innerhalb kürzester Zeit ruiniert werden. Die nach wie vor schlechten, politischen Vorgaben in Deutschland können die Konjunktur innerhalb kürzester Zeit abwürgen. Investitionen können sich über Jahre hinauszögern.
usw. usw.

In Anbetracht dieser Risiken, sehe ich einen entsprechenden Risikoabschlag als gerechtfertigt an.

Für meine Verhältnisse dürfte der Kurs gerne noch ein gutes Stück tiefer notieren.
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24.11.04 20:07:16
Beitrag Nr. 581 ()
#580

Hi Better,

Sicher meinst Du die Investitionen der KUNDEN von Hermle!!??
Denn wie im Geschäftsbericht zu lesen, wartet Hermle noch etwas ab, aber nicht endlos. Sollten keine guten Rahmenbedingungen in Deutschland geschaffen werden, will man auch Produktionsstandorte im Ausland aufbauen und somit weiter nach Plan investieren.

P.S: Nun mach aber bloss nicht weiter Werbung für Hermle, ich bin nämlich noch nicht drin;):laugh::laugh::laugh:
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24.11.04 20:47:19
Beitrag Nr. 582 ()
ich denke, daß Hermle beim jetzigen Dollarkurs einen Fertigungsstandort in den USA benötigt. Liquidität für eine solche Investition ist genügend vorhanden.

@thomtrader, Beitrag Nr. 578:

Deine Aussagen sind sehr gut formuliert. Schade, daß Du nicht öfters hier in diesem Thread geschrieben hast. Wenn niemand Beiträge reinsetzt, ist es schwierig, in einem Papier lange auszuhalten.

Etwas verwirrend ist es, daß Hermle im Halbjahresbericht angekündigt hat, daß zur AMB eine neue Maschine vorgestellt wird. Auf der Internet-Seite von Hermle finde ich aber keine Information über eine Maschinenneuheit.
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24.11.04 21:23:23
Beitrag Nr. 583 ()
Wenn niemand Beiträge reinsetzt, ist es schwierig, in einem Papier lange auszuhalten. :eek: :confused:
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25.11.04 11:25:01
Beitrag Nr. 584 ()
so, jetzt bin ich auch drin.:)

Unterbewertung knapp 40 %. Unglaublich so etwas.:cool:

Schönen Tag noch

Hausmeister

P.S:
#582
gut möglich, obwohl Sie da ja auch schon vertreten sind:

5100 West Franklin Drive
Franklin, WI 53132
USA
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25.11.04 12:01:06
Beitrag Nr. 585 ()
@krausehausmeister,

bisher hat Hermle in den USA noch keine Fertigungsstätte. Die US-Tochter ist nur für Verkauf und Service zuständig.
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25.11.04 12:21:08
Beitrag Nr. 586 ()
Zur #581

Hallo Meister,

ja ich meinte die Investitionen der Kunden. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie sehr man durch die äußeren Bedingungen verunsichert werden kann. Da hält man sich mit dem Geldausgeben lieber zurück.


Zur # 582

Ich denke nicht, dass man unbedingt in allen möglichen Ländern einen Produktionsstandort benötigt. Damit handelt man sich schneller Schwierigkeiten ein, als einem lieb sein kann. Sei es bei der Qualität oder ganz banal durch abkupfern.

Die Chinesen sind darin ja Weltmeister. Erst verlangt man von den Unternehmen einen so genannten Technologietransfer und wenn man weiß wie es geht, zieht man eine eigene Fertigung auf.

In dieser Hinsicht halte ich nicht wenige westliche Unternehmen für schön blöd.

Früher brauchte es noch Wirtschaftsspione, während heute alle Informationen gleich frei Haus geliefert werden.
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25.11.04 12:34:19
Beitrag Nr. 587 ()
@betterthantherest, Beitrag Nr. 586:

Ich denke nicht, dass man unbedingt in allen möglichen Ländern einen Produktionsstandort benötigt.

vor zwei Jahren stand der Wechselkurs des Euro zum Dollar noch bei 0.90, heute steht er bei 1.30. Somit ist der Euro um 44 Prozent gegenüber dem Dollar angestiegen. Da dürfte es für deutsche Maschinenbauer nicht leicht sein, in den Dollar-Raum nach China und in die USA zu exportieren.

Ich denke, daß ich irgendwo mal gelesen habe, daß japanische Hersteller auch Fertigungsstätten in den USA errichtet haben. Ich bin mir mit dieser Aussage aber nicht sicher.

Der US-Hersteller Haas hat natürlich einen gewaltigen Wechselkursvorteil gegenüber den deutschen Werkzeugmaschinenbauern, scheint aber bisher noch nicht im Segment der hoher Genauigkeitsanforderung vertreten zu sein, das Hermle bedient.
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25.11.04 15:12:05
Beitrag Nr. 588 ()
Billige Maschinen gibt es wie Sand am Meer.

Lieber sind mir da schon preiswerte Maschinen, die sind nämlich ihren Preis wert.

Rechnet man die vermeintlichen Gewinne, welche durch eine amerikanische Produktion erzielt worden wären in Euro um, so sähe die Sache auch nicht mehr so toll aus.
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25.11.04 18:14:28
Beitrag Nr. 589 ()
Nabend zusammen,

bin der 2., der heute hinzukam :cool::cool::cool:
Wenn ich mir das 2000/2001er Ergebnis ansehe (5,28 E/Aktie), dann denke ich hier liegt eine Chance :laugh:

Hallo Hausmeister,

danke für den Tipp. Sieiescher haast du wieda ma rescht (Hoffe ich) :):):):):):):)
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02.12.04 22:06:42
Beitrag Nr. 590 ()
Hallo Hausmeister, brokerbee, better and all

Meister, Du hast mich jetzt neugierig gemacht...

Ich habe soviel Cash und weiss nicht wohin damit:rolleyes:

Die Hermlezahlen sprechen für sich und die Threadqualität gibt mir nach einem ultrakurzen Überblick den Rest:)

Aber bevor ich mir auch welche gönne habe ich eine Frage:

Was ist am deuschen Maschinenbau und besonders an Hermle so interessant, sind sie besser oder "notwendiger" als die Konkurrenz, haben sie ein Superprodukt?

Normalerweise müssten deren Entwicklungs- und Forschungskosten doch sehr viel Cash fressen...:rolleyes::confused:


Bitte um eine kurze Einführung dazu:)


Gruß
Lemmingway
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04.12.04 08:37:28
Beitrag Nr. 591 ()
Hab den Hermle-Stand auf der Euromold gesehen, war repräsentativ und sehr belagert. Hat mir gut gefallen, sit natürlich auch wieder nur einer von viele Eindrücken.
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04.12.04 09:56:53
Beitrag Nr. 592 ()
Hermle hatte im Halbjahresbericht angekündigt, bei der AMB im September dieses Jahres ein neues Maschinenmodell auf den Markt bringen zu wollen.

Auf der Internet-Seite von Hermle kann man kein neues Maschinenmodell erkennen.

Hast Du bei der Euromold gesehen, ob Hermle eine Maschinenneuheit präsentiert hat?
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04.12.04 10:26:07
Beitrag Nr. 593 ()
Ich habe mich noch ein wenig umgehört und ich kann nur sagen, ich würde mir derzeit keine Hermle Aktien kaufen.
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04.12.04 10:58:37
Beitrag Nr. 594 ()
betterthantherest, was hast Du denn so gehört? Da muß es doch konkrete Tatsachen geben, die Deiner Meinung nach eine Anlage in Hermle nicht attraktiv erscheinen lassen zur Zeit.

Mir war noch aufgefallen, daß Hermle in diesem Jahr sehr viele Service-Mitarbeiter für bestimmte Regionen im Außendienst gesucht hat.

Wenn ich mich richtig erinnere, ist so etwas schon mal im letzten Jahr gemacht worden.

Positiv ist zu vermerken, daß Hermle dieses Jahr eine Unternehmensmeldung mehr berichtet hat, neben Zahlen zum Umsatz und zum Auftragseingang per Halbjahr jetzt diese Zahlen auch per Ende September. Dabei ist der Auftragsbestand per Ende September verglichen mit dem Jahresanfang um 50 Prozent angestiegen.

Ärgerlich ist es aber, daß Hermle eine Maschinenneuheit zur AMB angekündigt hat und nun keine Bemerkung dazu macht, warum diese Maschinenneuheit nicht eingeführt worden ist.

Ich bin zur Zeit nicht in Hermle investiert, weil ich vor den Auswirkungen des schwachen Dollars Angst habe.

Wichtig dürfte dabei aber auch das Verhältnis des Euro zum japanischen Yen sein, auf dessen Entwicklung ich im Moment keinen Zugriff habe.

Ich vermute, daß der Hermle-Kurs in den letzten Tagen angestiegen ist, weil es eine positive Unternehmensanalyse gegeben hat. Der Analyst hat aber nichts Neues von Hermle erfahren und nur allgemeine Überlegungen angestellt.
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04.12.04 11:00:11
Beitrag Nr. 595 ()
26.11.2004
Berthold Hermle noch immer günstig
Fuchsbriefe

Die Experten von "Fuchsbriefe" halten die Aktie von Berthold Hermle (ISIN DE0006052830/ WKN 605283) noch immer für günstig bewertet.

Das Unternehmen sei ein Werkzeugbauer u.a. für Fräsmaschinen. Seit ca. einem Jahr bewege sich der Kurs der Aktie seitwärts. Auf Anfrage der Experten habe das Management keine konkreten Angaben zur Gewinnentwicklung für das aktuelle Geschäftsjahr machen wollen. Immerhin habe das Unternehmen im Juli eine Dividende in Höhe von 0,85 Euro je Aktie ausgeschüttet.

Der Auslandsanteil bei Berthold Hermle liege bei 42%. Somit profitiere die Gesellschaft vom steigenden Export. Nach sechs Monaten hätten die Aufträge um 19%, nach neun Monaten um 13% zugelegt. Die Experten würden für das laufende Fiskaljahr sowie für 2005 einen deutlichen Gewinnanstieg gg. 2003 prognostizieren. Entwickle sich dabei der Gewinn proportional zum Umsatz ergebe sich ein niedriges KGV von 7,4.

Anleger, die den Titel noch nicht im Depot haben, können die Berthold Hermle-Aktie beimischen, so die Experten von "Fuchsbriefe". Eingegangene Positionen sollten bei 20 Euro abgesichert werden.

http://www.aktiencheck.de/analysen/default_an.asp?sub=3&page…
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04.12.04 11:12:07
Beitrag Nr. 596 ()
"Mir war noch aufgefallen, daß Hermle in diesem Jahr sehr viele Service-Mitarbeiter für bestimmte Regionen im Außendienst gesucht hat."

Das sagt doch eigentlich schon alles.

Service Mitarbeiter werden gebraucht, um defekte Maschinen zu reparieren.

Zudem scheint Hermle bei seinen Neuentwicklungen auch nicht immer ein glückliches Händchen zu haben.

Mir erscheint die Hermle Aktie in Anbetracht der bestehenden Risiken im Maschinenbaubereich ganz einfach als zu hoch bewertet.
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04.12.04 12:26:34
Beitrag Nr. 597 ()
@betterthantherest, Beitrag Nr. 596:

Service Mitarbeiter werden gebraucht, um defekte Maschinen zu reparieren.

Dieser Zusammenhang ist nicht zwingend. Service-Mitarbeiter werden auch gebraucht zur Wartung und zur vorbeugenden Instandhaltung.

Die Neueinstellung von Service-Mitarbeitern im Außendienst kann auch noch weitere, andere Gründe haben. Wenn zum Beispiel das vorhandene Netz von Standorten an Service-Mitarbeitern noch dünn ist und die Anfahrtwege zum Kunden lang sind, kann eine Erhöhung der Anzahl an Service-Mitarbeitern dazu führen, daß die Anfahrtzeiten zu den Kunden kürzer werden und die Kunden dadurch eine höhere Maschinenverfügbarkeit erhalten.

Ich würde mir wünschen, daß Du etwas mehr konkrete Fakten bringst und nicht nur allgemeine Vermutungen schreibst.
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04.12.04 13:03:16
Beitrag Nr. 598 ()
Also ich stehe zu meiner Auslegung. Da Hermle dieses Board beobachtet, (man hat mich schon mal über Boardmail kontaktiert) dürfte es ein leichtes sein die Gründe für die zusätzlichen Servicemitarbeiter richtig darzulegen. Falls ich denn falsch liege.

Wenn man sich für eine neue Maschine interessiert, dann bekommt man von den diversen Herstellern Referenzkunden genannt. Diese könnten zwar parteiisch sein, sind es aber meistens nicht. Von diesen Quellen erfährt man so einiges.

Wegen mir braucht sich niemand von einem Kauf der Hermle Aktien abhalten zu lassen. Meine Erkenntnisse müssen sich ja nicht unbedingt auf den Kurs auswirken. Es kann auch gut sein, dass andere Firmen noch viel größere Probelme haben. In diesem Zusammenhang hatte ich ja bereits auf die DMG hingewiesen.
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04.12.04 13:30:13
Beitrag Nr. 599 ()
@betterthantherest, Beitrag Nr. 598:

Von diesen Quellen erfährt man so einiges.

Was hast Du denn von diesen Quellen konkret erfahren?
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04.12.04 14:01:01
Beitrag Nr. 600 ()
z.B. soll Hermle große Probleme mit den Werkzeugspindeln haben, was sich mit unserer Erfahrung decken würde.

Der Start der Produktneuheit "Stangenbearbeitungszentren" dürfte auch nicht gerade glücklich verlaufen sein.

Aus Rücksicht auf meine Quellen möchte ich nicht zu sehr ins Detail gehen.

Frag halt einfach mal bei Hermle nach, was ihnen derzeit Probleme macht. Da würde sich dann auch gleich zeigen, wie ehrlich man mit den Aktionären umgeht.
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04.12.04 17:49:40
Beitrag Nr. 601 ()
@betterthantherest,

Vielleicht ist das richtig, was Du zu den Qualitätsproblemen schreibst. Erstaunlich ist es aber schon, daß ich im CNC-Userforum, in welchem sich viele Anwender mit ihren Erfahrungen austauschen, zu diesen Problemen nichts gefunden habe.

Ich denke, daß ich vor ein paar Jahren mal gelesen habe, daß Hermle seine Spindeln damals bei einem fränkischen Hersteller zugekauft hatte. Später hatte ich dann mal den Eindruck, als ob Hermle eventuell sogar Spindeln selbst fertigt. Ich weiß aber dazu nichts genaues. Ich bin nur ein Betriebswirt und kein Maschinenbauer.

Hermle hat ja vor kurzem 9-Monats-Zahlen veröffentlicht. Ein Anstieg des Auftragsbestands um 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahresende spricht an und für sich auch gegen das Vorhandensein von größeren Qualitätsproblemen.
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04.12.04 19:05:07
Beitrag Nr. 602 ()
so, jetzt muss ich aber doch mal was dazu schreiben.
Servicemitarbeiter werden nicht nur gebraucht, um defekte Geräte zu reparieren, sondern auch, um neue Maschinen/Anlagen zu verkaufen, um diese Maschinen/Anlagen/Geräte vorzuführen, um die Kunden an den geräten zu schulen (Hardwareumgang/Softwareumgang) etc.
Dies sind zumindest die erfahrungen, die ich in der Chemie/Bitoechnologiebranche gesammelt habe.
Die Einstellung der Servicemitarbeiter würde dann Sinn ergeben, da die neuen geräte eben auch betreut werden wollen.

Noch etwas: Ich halte die Stocherei in Insiderinformationen inzwischen nicht mehr für geeignet, die Kursentwicklung von Unternehmen vorauszusagen.
Auch das sind Erfahrungen aus meiner tätigkeit.
Slebst wenn man schon "auf diesen indiderinformationen drauf sitzt", war ich immer überrascht, wie sich der Sachverhalt dann doch anders dargestellt hat.



Ich sehe nach wie vor:
1) Hermle ist stark unterbewertet (Die von mir genannten 40 % zum fair value beziehen sich nur auf die Annahme, hermel könne Umsatz und Gewinn NICHT weiter steigern.
Wenn dieser Gewinn aber gesteigert werden kann, und davon gehe ich bis heute aus, sind weitaus höhere Kurse drin.
2) Hermle hat eine Position der finanziellen Stäre. Die Bilanz glänzt nicht nur an Tonnen von Geld, sondern ist auch in sich schnörkellos und glatt.
3) Hermle erzielt immer noch sehr hohe Renditen. Diese werden nicht erreicht, wenn die Qualität der Produkte miserabel ist.
4) Dividende spielt da eine nur geringe Rolle, aber 3,5 % circa lassen sich doch auch noch sehen.

Warten wir doch wenigstens ab, bis der Geschäftsbericht des Geschäftsjahres 2004 auf dem Tisch liegt. Ich rechne mit positiven Überraschungen.;)

Gruß

Hausmeister
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04.12.04 20:05:31
Beitrag Nr. 603 ()
@krausehausmeister, Beitrag Nr. 602:

Warten wir doch wenigstens ab, bis der Geschäftsbericht des Geschäftsjahres 2004 auf dem Tisch liegt. Ich rechne mit positiven Überraschungen.

Ich habe Hermle-Aktien jahrelang im Depot gehabt in der Vergangenheit. Es ist sehr, sehr schwierig, immer ein ganzes Jahr lang geduldig zu sein, da Hermle nur einmal im Jahr ein Ergebnis berichtet.

Was ist Deine Meinung zum Einfluß des schwachen US-Dollars auf das Ergebnis von Hermle?
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04.12.04 20:20:52
Beitrag Nr. 604 ()
Siehe auch: http://www.vdi-nachrichten.com/vdi_nachrichten/aktuelle_ausg…
;);););)
Hermle ist ein deutscher Präzisionswerkzeugmaschinenhersteller im Welt-Spitzenbereich. Die CNC-Bearbeitungszentren von Hermle sind High-Tec. Um technisch an der Spitze zu bleiben, ist eine große F&E Abteilung Voraussetzung. Aber der Kunde zahlt auch mehr für Spitzenprodukte, da die höhere Genauigkeit und die Schnelligkeit geldwerte Vorteile bringen. Die Wettbewerber liegen also nicht im Ostblock oder Malaysia, sondern in Japan, Italien, Schweiz und USA. Und das sind bekanntlich auch Hochlohnländer. BMW braucht in DAEWOO ja auch keinen Konkurrenten zu sehen.
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04.12.04 21:07:40
Beitrag Nr. 605 ()
#603

Erstens war der US $ am Anfang 2004 bei rund 1,25.
Bis vor ca. 1 Monat waren wir da auch noch. Insofern erwarte ich für dieses Jahr KEINEN direkten Einfluss des schwachen US $.
Eine andere Frage ist die nach dem indirekten Einfluss, also die Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit der Konkurrenten durch den Währungsvorteil.
Diesen kann ich schlecht abschätzen.

Sollte der US $ weiter schwach gehen und für das Gesamtjahr 2005 bei rund 1,4 notieren, so gibt ein Blick in den Geschäftsbericht etwas mehr Auskunft über die möglichen DIREKTEN Auswirkungen.
Nur 37 % des gesamtumsatzes werden mit dem Ausland getätigt, also China, USA, aber auch Frankreich und andere, die auch in Euro agieren müssen.
Ausserdem liest man, dass das Geschäft in den USA ohnehin durch politische Spannungen im letzten Jahr belastet war, also viel schlimmer sollte es auch mit einem fallenden US $ nicht werden.

Übrigens gibt der Segmentbericht von Hermle (S. 63) Auskunft über die Wertschöpfung von hermle. Der meiste gewinn wird im Inland gemacht.

All das lasse ich jetzt mal unberücksichtigt und nehme an, das das Betriebsergebnis insgesamt um 10 % fällt (ist ja Unsinn, weil siehe oben).
Dann wären es immer noch 12,6 Mio Euro und bei rund 40 % Steuer immer noch 7,6 Mio bei Jahresüberschuss.
Selbst wenn dieser Supergau eintreten würde, wäre Hermle
nach meiner Berechnung immer noch rund 140 Mio Euro wert.
(Derzeit immer noch 116,5 Mio Marktkapitalisierung).
Da ist ein solch großer Puffer drin, dass wirklich nur ein katastrophal schlechtes Ergebnis für BERECHTIGT sinkende Kurse sorgen kann.

Gruß Hausmeister
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05.12.04 10:01:13
Beitrag Nr. 606 ()
@krausehausmeister,

vor zwei Jahren stand der Wechselkurs des Euro zum Dollar noch bei 0.90

Veränderungen des Wechselkurses führen nicht zu sofortigen Veränderungen von Marktanteilen. Auch wenn der Wechselkurs schon am Jahresanfang bei 1.25 stand, erwarte ich, daß die Ergebnislage bei Hermle und Gildemeister wesentlich beeinträchtigt wird durch die Verschiebungen bei den Wechselkursen.

Du schreibst, daß nur 37 Prozent des Umsatzes von Hermle im Export erzielt werden. Dabei muß aber berücksichtigt werden, daß Hermle auch im Inland mit Anbietern im Wettbewerb steht, die durch Änderungen im Wechselkurs begünstigt werden.
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05.12.04 11:24:13
Beitrag Nr. 607 ()
@ Hiberna,

möglicherweise liegst Du nicht falsch mit Deiner Einschätzung. Wieso nimmst Du aber als Referenz den US $ von vor 2 Jahren?

Auf die indirekten Auswirkungen der Währungsveränderungen habe ich aber hingewiesen.

Zitat aus 605:
"Eine andere Frage ist die nach dem indirekten Einfluss, also die Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit der Konkurrenten durch den Währungsvorteil.
Diesen kann ich schlecht abschätzen."

Bleibt also nur abzuwarten ;)

Gruß

Hausmeister
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05.12.04 13:47:02
Beitrag Nr. 608 ()
@Krausehausmeister,

Wieso nimmst Du aber als Referenz den US $ von vor 2 Jahren?

weil ein Hersteller aus dem Dollar-Raum heute bei gleichen Kosten seine Maschine in Deutschland um 44 Prozent billiger abieten kann als vor zwei Jahren. Wenn ein Hersteller aus dem Dollar-Raum seine Maschine im Dollar-Raum zum gleichen Preis wie damals verkauft, ist die Hermle-Maschine im Vergleich zu vor zwei Jahren heute um 44 Prozent teurer.

Bei durchschnittlichen Umsatzrenditen von unter 5 Prozent dürfte die deutsche Werkzeugmaschinenbranche sehr unter der Verschiebung der Wechselkurse leiden, Hermle aufgrund der überdurchschnittlich hohen Umsatzrenditen weniger als die anderen deutschen Werkzeugmaschinenbauer.

Es dürfte nicht leicht sein, einem Chinesen mit Währungsanbindung an den US-Dollar zu erklären, daß er heute beim Kauf einer Nachfolgemaschine 44 Prozent mehr bezahlen soll als vor zwei Jahren.
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05.12.04 19:16:18
Beitrag Nr. 609 ()
#608

all das ist sicher, nein, sogar ganz sicher richtig, bedenke aber, dass der Auftragseingang bei Hermle gestiegen ist.

Du schreibst:
"weil ein Hersteller aus dem Dollar-Raum heute bei gleichen Kosten seine Maschine in Deutschland um 44 Prozent billiger abieten kann als vor zwei Jahren. Wenn ein Hersteller aus dem Dollar-Raum seine Maschine im Dollar-Raum zum gleichen Preis wie damals verkauft, ist die Hermle-Maschine im Vergleich zu vor zwei Jahren heute um 44 Prozent teurer."

Bedenke aber bitte auch, dass ja das Geschäftsjahr 2003 bereits gut für Hermle verlaufen ist. Dieses geschäftsjahr stand ja schon im Zeichen eines niedrigen US-Dollars. Ich meine, das zeigt, dass Hermle mit den bisherigen Währungsverschiebungen umgehen kann.

Ich sehe einfach nicht, wieso es in 2004, bei in etwa gleichem US-Dollar Durchschnittskurs wie 2003, jetzt anders sein sollte.

Schönen Abend

Hausmeister
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05.12.04 19:43:32
Beitrag Nr. 610 ()
Ist quanitativ leider falsch (aus #608):

>> weil ein Hersteller aus dem Dollar-Raum heute bei
>> gleichen Kosten seine Maschine in Deutschland um 44
>> Prozent billiger abieten kann als vor zwei Jahren.
>> Wenn ein Hersteller aus dem Dollar-Raum seine Maschine
>> im Dollar-Raum zum gleichen Preis wie damals verkauft,
>> ist die Hermle-Maschine im Vergleich zu vor zwei
>> Jahren heute um 44 Prozent teurer.

Wenn ein Hersteller aus dem Dollar-Raum heute wegen des Dollarverfall seine Maschine in Deutschland um 44% billiger anbieten kann, so muss der Dollar um 44% gefallen sein. Wenn der Dollar um 44% ggü. dem EUR gefallen ist, so ist der EUR ggü. dem Dollar um 79% gestiegen (einfache Prozentrechnung). Entsprechend muss ein Hersteller aus Deutschland seine Maschine im Dollar-Raum um 79% teurer anbieten, und nicht um 44%. :)
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05.12.04 20:06:27
Beitrag Nr. 611 ()
Ist auch falsch (aus #609):

>> Ich sehe einfach nicht, wieso es in 2004, bei in etwa
>> gleichem US-Dollar Durchschnittskurs wie 2003, jetzt
>> anders sein sollte.

Der Durchschnittskurs des Dollar betrug 2003 rd. 0,87 EUR, in 2004 werden es, wenn der Kurs in den letzten Wochen keine großen Ausschläge mehr durchführt, 0,80 EUR sein. Das sind 8% weniger.

Im Übrigen geht die Diskussion am wesentlichen vorbei. Wenn Hermle im Ausland trotz Wechselkursbelastungen besser als der Branchenschnitt bzw. im Ausland agierende Konkurrenten verkauft, so liegen offenbar deutlich gewichtigere und den Geschäftsverlauf stärker bestimmende Faktoren vor als der Wechselkurs.
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05.12.04 20:43:29
Beitrag Nr. 612 ()
#611

meine Meinung zu Hermle ist "Kaufen", weil hermle deutlichst unterbewertet IST.
Viel mehr gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen.
Ich hatte jetzt in England eine Aktie gekauft namens Belhaven Group, eine hervorragende Brauerei, die nach wie vor stark unterbewertet ist.
Ich hatte die Möglichkeit einkalkuliert, dass die Ergebnisse des Sommerabsatzes schlechter als erwartet hereinkommen, weil der Sommer schlecht war.
Das anzunehmen war nur logisch, schliesslich haben fast alle anderen Getränkehersteller, ob nun Brauerei oder nicht Brauerei auf diese Problematik hingewiesen.
Dann kam der Bericht raus und es zeigte sich, dass Belhaven sehr viel besser als erwartet gelaufen ist und zudem noch die Marge, die ohnehin schon hoch war, nochmals erhöht hat.
Auf solche "Insiderinformationen" verzichte ich gerne in Zukunft.:laugh:
Ich sehe Aktien, die unterbewertet sind, und dann schlage ich zu, wobei ich mich weiterentwickelt habe.
Meine Definition von unterbewertung ist inzwischen eine andere als die geläufige Meinung.

Welche Meinung hast DU zu Hermle?
Bist Du investiert oder willst Du noch investieren oder bist Du gar nicht investiert?

Hausmeister
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06.12.04 09:18:38
Beitrag Nr. 613 ()
@Syrtakihans,

meine Prozentrechnung war nicht ganz richtig.

Man kann aber nicht einfach davon ausgehen, daß Hermle die Beeinträchtigungen aus Wechselkurseffekten einfach übersteht, weil das im letzten und vielleicht auch noch in diesem Jahr gut gegangen ist.

Anpassungen aus Wechselkurseffekten vollziehen sich nicht alle schnell. Das Verschieben von Fertigungs-, Entwicklungs- und Servicekapazitäten zwischen verschiedenen Währungsräumen braucht Zeit zum Entscheiden und auch zum Vollziehen.

Vor allem die jüngste Entwicklung mit dem Springen des Kurses über die 1.30 hat mich aber dazu gebracht, aus der Hermle-Akie auszusteigen
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23.12.04 13:06:16
Beitrag Nr. 614 ()
Squeeze - out auch bei Hermle denkbar?

Die Walter AG - gleiche Branche in Baden Württemberg und den Hermle´s gut bekannt - macht es gem. ad hoc Meldung von heute 23.12.2004 vor.


Weiss jemand mehr?

Sind die auffallend hohen ask Volumina bei Hermle am

Platz Stuttgart ein Indiz?
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24.12.04 18:02:22
Beitrag Nr. 615 ()
Hallo,
ich wünsche allen hier ein Frohes Fest und freue mich auf weitere Diskusionen in diesem Thread im Jahr 2005. :):):)
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14.01.05 21:57:29
Beitrag Nr. 616 ()
Endlich, Hermle hat die 24.- € geknackt. Jetzt kann`s weiter nach oben gehen. Das Umfeld stimmt, der Markt kommt auch in Gang. Dividende winkt.
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17.01.05 11:02:57
Beitrag Nr. 617 ()
Der kurzfristige Abwaertstrend seit Anfang 2004 und der langfristige Abwaertstrend seit 2001 sind jetzt nach oben durchbrochen.
Sollte zudem der Dollar dieses Jahr eine Bear Markt Ralley hinlegen stehen die Chancen gut fuer steigende Hermle Kurse.

Kurrsziel zunaechst das Alltime High bei 30 Euro.
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17.01.05 18:58:29
Beitrag Nr. 618 ()
Anfang März kommen die Zahlen - das gibt bestimmt den
nächsten Kursschub.
Qualität zahlt sich aus.
Kursziel 30 €, warum nicht.
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25.01.05 12:00:34
Beitrag Nr. 619 ()
wenn die Zahlen wie erwartet hereinkommen und es weder böse Überraschungen bei den aktuellen Zahlen noch beim Ausblick gibt, sind 30 Euro zwingend!
Einfach Mathematik!;)

Gruß

Hausmeister
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26.02.05 13:40:17
Beitrag Nr. 620 ()
Hallo HERMLE- Interessenten,

am 24.05. ist in Stuttgart Bilanzpressekonferenz, am 07.07. in Gosheim HV (Wanderschuhe mitbringen !)

Und wann kommen Anfang März Zahlen ?

Gruß, Ser. :)
Avatar
01.03.05 13:24:32
Beitrag Nr. 621 ()
@all:.....die gemeldeten Zahlen sind ja SUPER!....nur das die Divi unverändert bleiben soll, ist nicht gerade eine berauschende Nachricht!.....eine Erhöhung auf 1,00 wäre doch auf Grund der sehr guten Finanzlage absolut kein Problem!

Baltikteam
Avatar
01.03.05 13:32:04
Beitrag Nr. 622 ()
2,70€ Gewinn je Aktie in 2004 :)
Avatar
01.03.05 13:35:25
Beitrag Nr. 623 ()
die Kursreaktion mit plus 4,X % halte ich aber angesichts der guten Zahlen noch für ausbaufähig.;)

Hausmeister
Avatar
08.03.05 15:23:07
Beitrag Nr. 624 ()
Das Ergebnis hat mich nicht wirklich überrascht. Wenn die (Welt-)Konjunktur weiter brummt dann kann ich mir sogar einen 2005er Gewinn von über 4€ pro Aktie vorstellen. Und sollte der Dollar evtl. wieder weiter an Stärke dann schadet es Hermle gewiss nicht.

Gruß tt
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09.03.05 05:57:34
Beitrag Nr. 625 ()
@thomtrader:
die Hoffnung aut ein Gewinn von 4 € in 2005 entbehrt jeder Grundlage. Fakt ist:
-Rückgang der Auftragseingänge im Maschinenbau (s.u.)
-Dollar weitaus schwächer als in Vorjahr
-Rohstoffe (Stahl) und Energie teilweise extrem teurer als im Vorjahr
-Transportkosten (Schiffstransporte, LKW) deutlich teurer als im Vorjahr

Bei einer solchen Faktenlage einen massiven Gewinnanstieg zu prognostizieren ist schon mehr als fahrlässig...



*******************************************
VDMA: Auftragseingang sinkt um 2 %
Der Auftragseingang im deutschen Maschinen- und Anlagenbau ist im Januar preisbereinigt um 2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gesunken. Dies teilte der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) heute in Frankfurt mit. Mit einem Minus von 19 Prozent hat sich erneut das Inlandsgeschäft schwach entwickelt. Die Auslandsnachfrage hat dagegen um 7 Prozent zugenommen.

In dem von kurzfristigen Schwankungen weniger beeinflussten Dreimonatsvergleich (November bis Januar) sind die Auftragseingänge im Vergleich zum Vorjahr um 5 Prozent zurückgegangen. Während bei den Inlandsaufträgen ein Minus von 19 Prozent verbucht wurde, stiegen die Auslandsorders um 4 Prozent.

"Der Rückgang der Inlandsorders lässt sich auch mit den mehrfach beschriebenen Besonderheiten im Vorjahr – Großaufträge und stahlpreisbedingten Vorzieheffekten – nicht mehr erklären", kommentierte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers das Ergebnis. Hoffnungsvoll stimme dagegen die Entwicklung der Auslandsbestellungen. "Sie bleiben eindeutig auf Wachstumskurs und stützen das Gesamtergebnis."
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09.03.05 18:21:51
Beitrag Nr. 626 ()
Ich gebe zu 4€ Gewinn pro Aktie, ist eine sehr optimistische Schätzung, aber ich halte es denoch für möglich das dieser Gewinn erreicht wird.

Begründung:
-Die "Fräsmaschinenkonjunktur" verläuft nicht parallel mit der allgemeinen Konjunktur(Spätzykliker)
-Im Q1 05 haben wir bisher keine signifikant niedrigere Dollarkurse, als im letzen Quartal des letzen Jahres, außerdem gehe ich persönlich wieder von anziehenden Dollarkursen aus(Bitte keine weitere Diskussion zum Dollar hier)
-Es ist durchaus möglich das einer großer Teil der gestiegenen Rohstoffkosten an die Kunden weitergegeben wird, den die Wettbewerber treffen die gestiegenen Rohstoffpreise genauso wie Hermle
-gestiegene Transportkosten durch Schfiffstransporte treffen wiederum die Wettbewerber in etwa gleichem Maß wie Hermle, und können möglicherweise zum Großteil an die Kunden weitergegeben werden.
-ich glaube nicht das die gestiegenen Transportkosten per LKW einen signifikanten Einfluss auf das Ergebnis von Hermle haben.
-Hermle schläft nicht, das Managment wird sicherlich überall nach Kosteneinsparungen suchen, und auf welche finden und realisieren. Hoffentlich gelingt dies besser als bei den Wettbewerbern.

Das alles ändert natürlich nichts daran das meine Prognose aus #624 deutlich mehr optimistisch als konservativ ist. Eine konservative Gewinnprognose ist selbstverständlich deutlich niedriger anzusetzen.

Eines ist jedenfalls sicher: in einen Jahr wissen wir mehr;)

Doby, möchtest du auch eine 2005er Prognose abgeben?
Hälst du Hermleaktien?

Gruß tt
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09.03.05 19:56:38
Beitrag Nr. 627 ()
@thomtrader:
-Meine (optimistische) Prognose 05: 2,8 €
(=Schätzung Zeitschrift Börse Online)
(pessimistische Prognose 2,4 €)
-Derzeit keine Hermle im Depot

doby
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15.03.05 19:41:56
Beitrag Nr. 628 ()
15.03.2005

Hermle: Kaufen (LB Baden-Württemberg)

Die Landesbank Baden-Württemberg bewertet die Aktie des deutschen Maschinenbauers Hermle in einer Studie vom 15. März unverändert mit "Kaufen". Das Kursziel liegt bei 36 Euro.

Den vorläufigen Zahlen zufolge sei der Konzernumsatz 2004 um 15 Prozent auf 142,3 Mio. Euro gewachsen. Damit habe sich Hermle deutlich von der an sich schon positiven Branchenentwicklung (+8 Prozent) abkoppeln können. Ein im vierten Quartal überraschend starkes Auslandsgeschäft habe den über der konservativen Analystenschätzung (133 Mio. Euro) liegenden Umsatzanstieg ermöglicht.

Der Auftragseingang habe um 14 Prozent auf 144,1 Mio. Euro zugenommen. Ein zum Jahresende um 8 Prozent über dem Vorjahr liegender Auftragsbestand dürfte im ersten Quartal 2005 ein weiteres Umsatzwachstum begünstigen. Die Kapazitätsauslastung sei nach Einschätzung der Analysten in 2004 im Vergleich zum Vorjahr von 78 auf 89 Prozent gestiegen. Der Konzernjahresüberschuss habe den vorläufigen Zahlen zufolge somit um über 50 Prozent auf 13,5 Mio. Euro gesteigert werden können.

Für 2005 werde mit einem Produktionsanstieg im deutschen Werkzeugmaschinenbau von 4 Prozent gegenüber dem Vorjahr gerechnet. Das Umsatzwachstum von Hermle dürfte sich in 2005 analog zur prognostizierten Branchenentwicklung basisbedingt abschwächen. Hermle dürfte auf der im Mai anstehenden Bilanzpressekonferenz vor dem Hintergrund der unsicheren konjunkturellen Lage in traditionell konservativer Manier bestenfalls ein leichtes Umsatzplus avisieren.

Für die Geschäftsjahre 2004 und 2005 werde mit einem EPS von 2,08 beziehungsweise 3,03 Euro gerechnet, was einem KGV von 10,1 und 8,7 entspreche.

Quelle: Finanzen.net

---------------------------------------

EPS 2004 = 2,08 muß ein Irrtum sein, gemeint ist wahrscheinlich 2,68
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20.05.05 11:51:04
Beitrag Nr. 629 ()
ich bin mal wieder neu bei Hermle eingestiegen.

Am Dienstag ist Bilanzpressekonferenz. Ich bin mal gespannt, wie hoch die Dividende ausfallen wird.
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20.05.05 13:26:29
Beitrag Nr. 630 ()
@ Hiberna:...schön das du wieder mit an Bord bist!....

......in der Tat sollte über die Höhe der Divi nochmals nachgedacht werden......bei dem ausgew. Gewinn für 2004 ist doch mehr drin, als die wie bis aktl. geplante unveränderte Divizahlung von 0,85 € (lt. Ad-hoc vom 01.03.2005).....

Hier nochmal die bisherige Aussage vom 1. März zur Divi:

....."Der Konzernjahresüberschuss verbesserte sich auf vorläufiger Basis auf gut 13,5 Mio. Euro (Vj. 8,9), woraus sich eine erhöhte Nettomarge von über 9 % errechnet (Vj. 7 %). Damit verfügt das Unternehmen über eine solide Grundlage für die voraussichtlich geplante Ausschüttung einer gegenüber Vorjahr unveränderten Dividende von 0,85 Euro je Vorzugsaktie."......


Baltikteam
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20.05.05 13:48:35
Beitrag Nr. 631 ()
@Baltikteam,

da hatte ich in der Schnelle nicht aufmerksam genug gelesen. Es sieht also nicht nach einer Erhöhung der Dividende aus.

Dann kann ich nur noch hoffen, daß Hermle zusätzliche eigene Aktien zurück gekauft hat.
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20.05.05 21:35:42
Beitrag Nr. 632 ()
Spaichingen

1800 Kunden sehen und staunen
GOSHEIM (sg) Wenn alle Hotels in der Region belegt und die Straßen rund um die Maschinenfabrik Berthold Hermle AG zugeparkt sind, läuft dort - wie vergangene Woche - die traditionelle Hausausstellung. Die Verantwortlichen sind zufrieden: rund 1800 Kunden wurden diesmal von Mittwoch bis Samstag gezählt, 400 mehr als im Vorjahr.

Männer im dunklen Zwirn beherrschten die Szene, Frauen saßen höchstens an Info-Tischen, huschten durch die Gänge oder sorgten für Nachschub in der Cafeteria - Maschinenbau ist Männersache.

Vier Tage lang gaben sich Kunden aus