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PONGS & ZAHN AG stärkt erneut Eigenmittel durch Ausübung von Optionsscheinen - 500 Beiträge pro Seite


ISIN: DE0006954001 | WKN: 695400 | Symbol: PUZ
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29.09.17
München
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Die PONGS & ZAHN AG hat am Wochenende die weitere vorzeitige Ausübung von Optionsscheinen der Wertpapierkennummer 695409 bekannt gegeben. Zwischen November 2000 und dem 7. März 2001 wurden insgesamt weitere 20.000 Optionsscheine mit einem Bezug von 100.000 Inhaber-Stückaktien der PONGS & ZAHN AG zum Optionspreis von je Euro 12,50 vorzeitig ausgeübt.

Der Gesellschaft sind durch diese Maßnahme weitere 1,25 Mio. Euro an frischen Eigenmitteln zugeflossen.

Es ist anzunehmen, daß die vorzeitige Ausübung einmal mehr durch den Großaktionär der Gesellschaft erfolgte und dem Zweck dient, die Eigenmittel der Gesellschaft zu stärken. Hierbei zahlte der Erwerber der neuen Aktien 12,50 Euro je Aktie oder ca. 50% oberhalb des Börsenkurses. Für die Inhaber von PONGS-Aktien bedeutet dies eine Erhöhung des Eigenkapitals pro Aktie, ein Vorgang, der auf dem deutschen Kurszettel relativ selten vorkommt.

Die neue Aktienzahl beträgt nunmehr 3.875.000, das neue gezeichnete Kapital 23,25 Mio. Euro (Nennwert pro Aktie 6 Euro).

Das Eigenkapital der Gesellschaft betrug am 30.9.2000 DM 61,2 Mio. Seither wurden insgesamt 360.000 neue Aktien aus der vorzeitigen Ausübung von Optionsscheinen zu je 12,50 Euro (oder DM 24,45 DM) erworben. Der Zufluß an Eigenmitteln betrug dabei 8,8 Mio. DM, so daß - selbst wenn man von einem nur ausgeglichenen Ergebnis des 4. Quartals ausgeht - das Eigenkapital auf ca. 70,0 Mio. DM angestiegen ist. Pro Aktie macht dies ca. 9,24 Euro, also ca. 12,7% mehr als der aktuelle Aktienkurs. Da die Gesellschaft von einem positiven Geschäftsverlauf ausgeht und im 4. Quartal somit Gewinn angefallen sein dürften, ist dieser Wert als Untergrenze zu interpretieren, der tatsächliche Wert dürfte höher liegen. Die endgültigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2000 werden Ende April, der Geschäftsbericht Mitte Mai erwartet.

Aufgrund des hohen Mittelzuflusses an die Gesellschaft durch die Erhöhung des Eigenkapitals (Ausübung von Optionsscheinen) und die Aufnahme von Fremdkapital (Begebung einer Optionsanleihe im Volumen von 10 Mio. Euro) gehe ich davon aus, daß die Gesellschaft aktiv an einer weiteren Übernahme arbeitet, die noch in diesem Jahr erfolgen dürfte.

Grüße

Peer Share
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Hallo Peer,
dein hamburger Brötchengeber, ist der noch beruflich tätig,
oder machen da jetzt erst mal alle Urlaub, bis das Börsenklima besser wird (also bis 2003/2004)?
@PeerShare:
> Für die Inhaber von PONGS-Aktien bedeutet dies eine Erhöhung des Eigenkapitals pro Aktie, ein Vorgang, der auf dem deutschen Kurszettel relativ selten vorkommt.

Die Erhöhung des Eigenkapitals pro Aktie ist ein völlig normaler Vorgang, der auf dem deutschen und auf jedem anderen Kurszettel täglich vorkommt, und zwar immer dann

- wenn ein Unternehmen Gewinne thesauriert
- wenn eine Kapitalerhöhung zu Kursen über dem Buchwert durchgeführt wird, was für 99% der Kapitalerhöhungen gelten dürfte
- wenn eine Akquisition mit Fremdkapital finanziert wird

Zu Pongs & Zahn: Mir kommt das sehr spanisch vor, dass hier irgendein anonymer Wohltäter Geld an die Firma verschenkt. Irgendwas ist da faul. Was bedeutet eigentlich "vorzeitig ausgeübt"? Vielleicht "eine Woche vor dem Pflicht-Ausübungstermin"?
Sie haben natürlich Recht mit Ihren Aussagen Herr Mandrella, aber Sie wissen wie ich es gemeint habe:

Der Gesellschaft wird von extern Geld zugeführt und zwar zu Konditionen, die 50% oberhalb des Börsenkurses liegen und - hier werden Sie mir kaum widersprechen - dies ist ein Vorgang, der relativ selten auf dem deutschen Kurszettel vorkommt. Bitte verzeihen Sie mir meine nicht im Detail ausgeführte Aussage.

Der Fälligkeitstermin der Optionsscheine, die jetzt vorzeitig ausgeübt wurden, liegt im November 2004. Einen "Pflicht-Ausübungstermin" gibt es nicht, da ein Optionsschein lediglich ein Recht, und keine Pflicht darstellt.

Grüße

Peer Share
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@Mandrella:

- Kennen Sie andere Unternehmen, die Kapitalerhöhungen oberhalb des Buchwertes durchführen und deren Kurs gleichzeitig unterhalb des Buchwertes pro Aktie liegt?

- Wenn eine Akquisition ausschließlich über Fremdkapital finanziert wird, wieso erhöht sich dann das Eigenkapital pro Aktie? Wenn das Eigenkapital und die Anzahl der Aktien unverändert bleibt, dann verändert sich auch nicht das Eigenkapital pro Aktie.

Grüße

Peer Share
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Die Gretchenfrage lautet wohl: Weshalb wird hier bares Geld verschenkt????

Ich hab die P+Z seit geraumer Zeit auf der Watch-Liste. Aber verschiedene Dinge auch im Zusammenhang mit der Opt.-Anleihe sind nur schwer nachvollziebar.

Sicher scheint nur zu sein: Man braucht dringend EK BZW. EK-Surrogate. Das ist vor dem Hintergrund der Akquisitionsabsicht gut nachvollziehbar. Aber warum diese seltsamen Wege??? - bei denen der Grossaktionär auch noch (freiwillig???) Geld verschenkt?
... da fragt man sich doch, ob der Grossaktionär dadurch nicht vielleicht andere "Vorteile" erhalten hat.

Grüße K1
Der Großaktionär, dem ich persönlich 60% der PONGS-Aktien zuordne (ohne dies im Detail belegen zu können), ist langfristig in dem Unternehmen engagiert und hier als Unternehmer tätig. Ob er der Gesellschaft jetzt die Eigenmittel zukommen läßt oder in 4 Jahren, ist für ihn zweitrangig. Tatsache ist, daß die Gesellschaft jetzt die Mittel benötigt und der Großaktionär begleitet aktiv die operativen Ziele der Gesellschaft und stellt das Eigenkapital zur Verfügung. Weiterhin geht der Großaktionär mit Sicherheit von einer Unterbewertung des Unternehmens aus.

Ein Nachteil entsteht den freien Aktionären durch die Transaktion nicht, im Gegenteil. Sie werden zwar durch die Ausgabe der neuen Aktien in ihrem Gewinn pro Aktie verwässert, der Zufluß der Eigenmittel findet aber oberhalb des Aktienkurses statt, so daß anteilmäßig zusätzliches Eigenkapital zufließt.

Die Motivation des Großaktionärs kann ich mir nur folgt erklären:

Der operative Cash-Flow der Gesellschaft ist positiv, der Cash-Flow aus Investitionstätigkeit ist negativ (aufgrund von Akquisitionen) und um hier einen Ausgleich zu schaffen und die Bilanzrelationen zwischen Eigen- und Fremdkapital einigermaßen im Gleichgewicht zu halten erfolgt hier ein Ausgleich durch die Durchführung von Eigenkapital.

Grüße

Peer Share
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@PeerShare:
> - Kennen Sie andere Unternehmen, die Kapitalerhöhungen oberhalb des Buchwertes durchführen und deren Kurs gleichzeitig unterhalb des Buchwertes pro Aktie liegt?

Nein, auf Anhieb fällt mir keines ein. Es ist eben - gelinde gesagt - ungewöhnlich, dass jemand große Aktienpositionen weit über ihrem Marktwert erwirbt.

> - Wenn eine Akquisition ausschließlich über Fremdkapital finanziert wird, wieso erhöht sich dann das Eigenkapital pro Aktie?

Das Eigenkapital pro Aktie erhöht sich durch die Konsolidierung des Eingenkapitals des akquirierten Unternehmens.
Das stimmt, allerings gilt dies nur für den Konzernabschluß.

Grüße

Peer Share
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Mal ganz dumm gefragt:
Könnte es einen Zusammenhang zu den angekündigten Veränderungen bei centrotec geben?
ciao
panta rhei
@PeerShare:

Die Motivation des Großaktionärs kann ich mir nur folgt erklären:

Der operative Cash-Flow der Gesellschaft ist positiv, der Cash-Flow aus Investitionstätigkeit ist negativ (aufgrund von
Akquisitionen) und um hier einen Ausgleich zu schaffen und die Bilanzrelationen zwischen Eigen- und Fremdkapital einigermaßen
im Gleichgewicht zu halten erfolgt hier ein Ausgleich durch die Durchführung von Eigenkapital.


Klar, das ist eine völlig normale Motivation für eine Kapitalerhöhung. ABER: Warum verzichtet der Großaktionär auf die ihm zustehenden Firmenanteile? Wenn er z.B. eine Kapitalerhöhung zu niedrigeren Kursen (unter Ausschluss des Bezugsrechtes) zeichnen würde, dann könnte er damit der AG genau so viel Eigenkapital zuführen, würde dafür aber eine angemessene Gegenleistung in Form eines höheren Anteils an der Firma erhalten. Warum verschenkt der Großaktionär Geld an die übrigen Aktionäre? Die Erfahrung zeigt, dass an der Börse niemand Geld verschenkt, also muss die Sache irgendeinen Haken haben.

Das stimmt, allerings gilt dies nur für den Konzernabschluß.

Äh, ja. Der Ball ist rund. Das Eigenkapital je Aktie ist das Konzern-Eigenkapital minus den Minderheitsanteilen Konzernfremder. Und?
Tja Herr Mandrella, warum der Großaktionär hier Geld an die Aktionäre verschenkt, darüber kann ich auch nur spekulieren. Tatsache ist aber, daß er es tut und dies kann für die freien Aktionäre primär ja erst einmal nicht schlecht sein.

Grüße

Peer Share
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