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Agiplan Technosoft: Kleine Emission, große Pläne - 500 Beiträge pro Seite


ISIN: DE0005870356 | WKN: 587035

Neuigkeiten zur agiplan Technosoft Aktie


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Sie sehen sich als führender Technologie-Dienstleister im wachsenden Markt für Gebäude-Management-Lösungen. Vor diesem Hintergrund ist die Emission der Agiplan Technosoft recht klein. 1,8 Millionen Stückaktien können vom 12. bis 16. März in einer Preisspanne von 5,50 bis 7,50€ gezeichnet werden. Die Erstnotiz im Geregelten Markt mit Teilnahme am Kleinwertesegment Smax ist für den 20. März geplant.

Unternehmen
Die Agiplan Technosoft AG ist durch zahlreiche Verschmelzungen und Umwandlungen aus der 1980 gegründeten Technosoft Ingenieurgesellschaft für angewandte Datenverarbeitung mbH entstanden. Die Gesellschaft sieht sich als Technologie-Dienstleister für das Gebäude-Management. Hauptgeschäftstätigkeit ist die Entwicklung und der Vertrieb von Software-Lösungen. Darüber hinaus tritt Agiplan als Berater auf. Die Produkte und Dienstleistungen der Gesellschaft finden in den Bereichen Industrie, Banken, Versicherungen, Dienstleistungsunternehmen sowie in Teilbereichen der öffentlichen Hand ihre Anwendung.

Als Referenzkunden nennt Agiplan Technosoft unter anderen die Universitäten Dortmund und Düsseldorf, DaimlerChrysler, ThyssenKrupp, Lufthansa Systems, DeTeMobil, die Commerzbank, die Deutsche Börse AG, Audi, BMG Entertainment, den Flughafen Frankfurt, RWE, Hugo Boss, E.On, Schering sowie die Verwaltung des Deutschen Bundestages und die Universitätskliniken Frankfurt/Main und Wuppertal.

Zum Ende des vergangenen Geschäftsjahres beschäftigte das Unternehmen 55 Mitarbeiter.

Geschäftszahlen
Im vergangenen Geschäftsjahr hat Agiplan Technosoft einen Umsatz von rund 9,5 Mio.DM erzielt, was einem Zuwachs von 8,4% gegenüber dem Vorjahr ausmacht. Das Vorsteuer-Ergebnis lag nach IAS im vergangenen Jahr bei rund 1,4 Mio.DM. Als Gewinn wurden rund 999.000 DM ausgewiesen. Zur positiven IAS-Bilanz trugen nicht näher benannte „andere aktivierte Eigenleistungen“ in Höhe von rund 1,45 Mio.DM bei. Nach HGB musste Agiplan Technosoft für das Geschäftsjahr 2000 einen Verlust von rund 130.000 DM ausweisen. Im Geschäftsjahr 1999 lag der Gewinn nach HGB bei rund 850.000 DM. Das Ergebnis des vergangenen Jahres wurde Gesellschaftsangaben zufolge hauptsächlich durch außerordentliche Aufwendungen in Höhe von rund 395.000 DM belastet. Diese Kosten seien durch die Vorbereitungen des Börsenganges sowie Messen und Marketing und den Ausbau des Vertriebs entstanden, heißt es.

Marktumfeld
Studien bescheinigen dem deutschen Markt für Facility-Management ein derzeitiges Marktvolumen von 50 Mrd.€. Der Gesamtmarkt stehe dabei noch am Anfang und ist derzeit durch einen Konzentrationsprozess auf wenige führende Anbieter gekennzeichnet. Agiplan sieht sich im Markt als Anbieter ganzheitlicher Lösungen gut positioniert. Wettbewerber gibt es für die Gesellschaft eigenen Angaben zufolge lediglich in einzelnen Geschäftsbereichen. Ein Komplettanbieter sei nicht bekannt, heißt es.

Marktschutzvereinbarung/Streubesitz
Die Altaktionäre haben sich zu einer 24-monatigen Haltefrist verpflichtet und liegen damit deutlich über dem von der Deutschen Börse geforderten Minimum von sechs Monaten. Das Emissionsvolumen wird zu 100% aus einer Barkapitalerhöhung bestritten. Die Alteigentümer stellen lediglich die Platzierungsreserve von 200.000 Aktien. Bei vollständiger Ausübung der Reserve gibt die Siepe AG 149.999 Stücke ab. Rüdiger Burkat, Vorstandsvorsitzender der Gesellschaft gibt 50.001 Aktien ab. Die Siepe AG wird auch nach Ausübung der Mehrzuteilungsoption mit 50% plus eine Aktie die Mehrheit an der Agiplan Technosoft halten.

Der Streubesitz wird bei 30% liegen. Nach Ausübung der Platzierungsreserve, werden 33,34% der Gesellschaftsanteile frei handelbar sein.

Verwendung des Emissionserlöses
Das aus dem Börsengang zufließende Kapital soll hauptsächlich für nationale und internationale Akquisitionen genutzt werden. Dabei richtet Agiplan Technosoft den Fokus auf die Bereiche Consulting und Software. Akquiriert werden sollen Gesellschaftsangaben zufolge bereits etablierte Unternehmen, die mit ihren Produkten Renditen erwirtschaften und deren Marktzugang und Kundenpotenzial zusätzliche Vertriebs-Chancen für Agiplan eröffnen. Ein Teil des Emissionserlöses soll darüber hinaus in den Ausbau der eigenen Produktpalette investiert werden.

Bewertung
Die Liste der Referenzkunden beeindruckt. Dennoch ist Agiplan – wie alle anderen Software-Entwickler auch – einem sehr kurzlebigen Produktzyklus unterworfen. Die Profitabilität wurde lediglich durch das bei börsennotierten Unternehmen beliebte Bilanzierungsverfahren IAS erreicht – durch „andere aktivierte Eigenleistungen“. Um einen langfristigen Verbleib in der Gewinnzone zu erreichen und sich auf dem jungen Markt der Gebäude-Management-Dienstleistungen durchzusetzen, ist eine schnelle Internationalisierung vonnöten. Das will Agiplan vornehmlich durch Akquisitionen mit dem an der Börse eingesammelten Kapital erreichen. Ohne Berücksichtigung der Emissionskosten liegt der maximale Erlös bei 13,5 Mio.€. Große Sprünge kann man damit wahrlich nicht machen – vor allem, wenn man bedenkt, dass auch der große nordamerikanische Markt im Suchscheinwerfer der Verantwortlichen liegt. Gut zu wissen: Die Altaktionäre scheinen vom Erfolg überzeugt zu sein und haben sich verpflichtet, ihre Aktien zwei Jahre lang nicht zu veräußern.

Steckbrief
Wertpapierkennnummer : 587 035
Branche : Software für Gebäude-Management
Börsensegment : Geregelter Markt mit Teilnahme am Kleinwertesegment Smax
Bookbuildingspanne : 5,50 bis 7,50€
Zeichnungsfrist : 12. bis 16. März 2001
Erstnotiz : 20. März 2001
Emissionsvolumen inkl. Mehrzuteilung / Erlös : Zwei Millionen Stückaktien / 15 Mio.€
Marktkapitalisierung : 45 Mio. € (am oberen Rand der Bookbuildingspanne)
Konsortium : Kling Jelko (Leader), Stadtsparkasse Dortmund (Selling Agent)
Internet : http://www.boerse.technosoft.de




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