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Nasdaq bricht wegen Cisco erneut ein - 2.000 Punkte unterschritten - 500 Beiträge pro Seite



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Ein schwarzer Tag für die US-Börsen. Der US-Technologie-Index Nasdaq Composite fällt bereits kurz nach Handelsbeginn unter die Marke von 2.000 Punkten. Das letzte Mal, dass der Index so niedrig gehandelt wurde, ist über zwei Jahre her. Die Börse wird von den schlechten Nachrichten um den Netzwerk-Hersteller Cisco Systems in die Tiefe gerissen.

Der Nasdaq Composite schießt am Montag mit einem Minus von 129 Zählern bzw. 6,3% bei 1.925 Punkten. Das letzte Mal, dass die Nasdaq nicht nur unter den 2.000 Punkten handelte, sondern dort auch schloss, war am 14. Dezember 1998. Mit ihrem momentanen Stand liegt sie 60% unter ihrem Hoch vom 10. März 2000 und rutscht prozentual tiefer als bei ihrem Einbruch von 1973-1974, als der Index 59,9% verlor.

Tageschart Nasdaq Composite

Verursacht wird das Debakel durch die schwachen Wachstumsaussichten und die Entlassungswelle in der amerikanischen Technologie-Branche. Schon am Freitag vergangener Woche kündigte Cisco 8.000 Entlassungen an und begründet dies mit dem Rückgang bei den Ausgaben seiner Kunden, der wohl länger als nur die nächsten zwei Quartale andauern wird. Diese Entwicklung weise nicht nur auf eine Verlangsamung der amerikanischen Wirtschaft, sonder auch auf ein sinkendes Wirtschaftswachstums in Europa hin. Denn dort macht Cisco besonders viele Umsätze. Bis zum Abend verliert Cisco 7,9% und steht bei 19$.

Nach diesen Nachrichten senken Analystenhäuser wie Credit Suisse First Boston und Merrill Lynch ihre Gewinn-Prognosen für das führende Netzwerk-Unternehmen. Das wiederum zieht den gesamten Technologie-Sektor in Mitleidenschaft und drückt massiv auf die Stimmung an den Börsen. Nach Meinung eines Fonds-Verwalters bei Evergreen-Institutional-Asset-Management befinden sich Firmen und Anleger momentan in selbsterfüllenden Prophezeihung. Es scheint, als ob Anleger bereits mit dem Durchbruch unter die Marke von 2.000 Punkten gerechnet haben. Auf Grund der sich häufenden Gewinnwarnungen sieht es auch so aus, als ob sie sich mit dem Wiedereinstieg in den Markt Zeit lassen wollten.

Auch andere Unternehmen, die sich auf Netzwerk-Zubehör spezialisieren, nehmen am Montag herbe Verluste hin. Ciena gibt 13,3% ab und notiert als eines der Schlusslichter der Nasdaq100 knapp über 56$. Nortel Networks ist um 7,9% leichter und steht bei 16,48$. Junipers Verlust beträgt 6,6%.

Zum Wochenanfang ist Ericsson der klare Verlierer an der Nasdaq100. Der weltweit führende Hersteller von Handy-Netzwerken bringt eine Gewinnwarnung für das 1. Quartal. Schuld am Einbruch aller Unternehmensbereiche sei die schlechte Konjunkturlage. Die Aktie fällt um 25%. Auch Motorola, die Nummer zwei auf dem Handy-Markt, kann sich nach dieser Nachricht dem Abwärtssog nicht entziehen und verliert 3%.




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