DAX-0,06 % EUR/USD+0,15 % Gold-0,22 % Öl (Brent)-0,68 %

Immobilien-AGs - 500 Beiträge pro Seite



Beitrag schreiben

Begriffe und/oder Benutzer

 

Hallo Wallstreet-Onliner !
Seit kurzem bin ich bei der Jeserich Aktiengesellschaft, Köln (JAG), für den Bereich Investor Relations zuständig. Die JAG hat soeben einen aktuellen Aktionärsbrief ins Netz gestellt (www.j-ag.de).
Viel Spaß beim Lesen.
Edmond Cao-Van-Hoa (e.cao-van-hoa@j-ag.de)
Hallo EvH,

da hast Du aber bestimmt einiges zu tun. Nach der letzten
HV und dem folgenden Kursverlauf wird für dieses Jahr bestimmt
eine Menge erwartet. Zumal auch die vorläufigen Zahlen nicht
nach Jubelschreien aussehen. Aber schöne Objekte habt ihr
schon, auch in guten Lagen, wenn man die rechtsrheinischen
mal außen vor lässt.

Viel Erfolg!

So far...Loonax
Wer wird wohl die nächsten 20 Stück kaufen?
Diese Spannung kann man ja kaum noch aushalten!
Ich glaube fast, optionskaktus, dass du ein Zyniker bist. Ich weiß überhaupt nicht, warum jemand die teuren Stücke kauft, wenn die jungen Aktien nur 60 % der alten kosten. Wer hat denn eine Idee?
Heute wurden in Berlin gerade mal 1000 St. umgesetzt.
Warum? Givag steigt gewaltig. Da kommt noch was!

AG: Beteiligung an der GIVAG AG

Wie soeben auf der Hauptversammlung der GIVAG AG bekannt gegeben wurde, hat die Kölner Jeserich AG (JAG) 3.782.205 Aktien, entsprechend einem Anteil von 31,85 Prozent, der GIVAG erworben und damit einen wichtigen Schritt zur Erweiterung ihrer Aktivitäten im Immobiliensektor gemacht. Die GIVAG ist eine vor allem in Nordrhein-Westfalen tätige Wohnungsgesellschaft mit rund 4.100 Wohnungen und einer Bilanzsumme von ca. 228 Mio. Euro.

Weiter geht aus einer Pressemitteilung auf der Homepage der JAG hervor, dass die GIVAG innerhalb der JAG-Unternehmensgruppe als Bestandshalter fungieren soll. Gemeinsam wollen JAG und GIVAG die Wohnungsbestände optimieren und das vorhandene Entwicklungspotential nutzen. Mit der Beteiligung an der GIVAG positioniert sich die auf die Vermietung, Entwicklung und Vermarktung von Gewerbe- und Logistikimmobilien und Spezialimmobilien spezialisierte Jeserich AG in einem weiteren Segment der Immobilienwirtschaft.

Nach Aussage des Jeserich-Vorstands Dr. Dix auf der GIVAG-Hauptversammlung soll die Beteiligung durch außerbörsliche Zukäufe auf über 50 Prozent erhöht werden. Nähere Informationen zur GIVAG AG und der vorgesehenen Kooperation werden dem in Bälde erscheinenden detaillierten HV-Bericht von GSC Research zu entnehmen sein, darüber hinaus findet sich in unserem Archiv zu beiden Gesellschaften umfangreiches Material.
Jeserich +35% ( 2,85bB ) in Berlin. Da muß wohl ein
Fehler vorliegen.
* 2002: Steigerungen des operativen Ergebnisses und erhöhte Risikovorsorge
* Erstes Halbjahr 2003: Erfolg beim Aufbau der JAG-Unternehmensgruppe

Die Hauptversammlung der Jeserich AG (JAG) fand am 25. Juli 2003 in Köln statt. Der Vorstand berichtete über ein von drastisch verschlechterten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die gesamte deutsche Immobilienwirtschaft geprägtes Geschäftsjahr 2002. Vor diesem anhaltend schwierigen Hintergrund ist es der JAG unter ihrem Jahres-Motto "Chancen in der Krise" gelungen, ihre Kernaktivitäten (die Bestandshaltung und Veredlung von alten Industrie- und Gewerbehöfen sowie die Akquisition, Optimierung und Veräußerung von Gewerbe- und Logistik-Immobilien) weiter auszubauen und ihren Umsatz sowie ihr operatives Ergebnis kräftig zu steigern.

So erhöhten sich die Umsatzerlöse um rd. 20% auf 19,5 Mio. € und das Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) um 30% auf 7,4 Mio. €. Insbesondere die Erlöse aus Objektverkäufen konnten trotz der Konjunkturflaute weiter gesteigert werden, nämlich um +59% auf 14,5 Mio. €. Die weiterhin schlechte gesamtwirtschaftliche Lage und die damit verbundenen Veränderungen im Segment Gewerbeimmobilien erforderten allerdings Risikovorsorgemaßnahmen für den Objektbestand, die sich in Form von Sonderabschreibungen deutlich auf das Jahresergebnis der JAG niederschlugen:


in Mio. Euro
2002 2001 Veränderung
Umsatzerlöse 19,5 16,3 + 19,6%
(dav. Mieterlöse) 5,0 7,2 - 30,5%
(dav. Objektverkäufe) 14,5 9,1 + 59,3%
EBITDA 7,4 5,7 + 29,8%
AfA Sach- u. Finanzanlagen 6,7 1,1 +509%
Erg.d.gew.Geschäftstätigkeit - 1,8 2,0 - 190%
Jahresergebnis - 2,0 0,7 - 385%
Bilanzsumme 60,4 62,9 - 3,9%
Eigenkapitalquote 18,5% 20,9%


Oliver Blum, Vorstandssprecher der JAG, bezeichnete 2002 zwar als "ein Jahr der herben Rückschläge", allerdings habe sich die JAG gut behaupten können. Angesichts der erreichten Steigerungen beim Umsatz und beim operativen Ergebnis zeigte sich Blum zuversichtlich für die weitere Entwicklung und Leistungsfähigkeit der Gesellschaft: Die JAG habe bewiesen, dass sie Wachstumspotentiale auch in Krisenzeiten identifizieren und nutzen kann, so Blum, und es sei ihr gelungen, ihre Aktivitäten erfolgreich zu diversifizieren.

So ist die JAG Anfang 2003 über ihre neugegründete Tochtergesellschaft JAG Service GmbH in das Wachstumssegment mit speziellen Dienstleistungen rund um die Gewerbeimmobilie eingestiegen. Im Juni erfolgte ein weiterer bedeutender Schritt zum Aufbau einer JAG-Unternehmensgruppe, als die Jeserich AG ein 31%iges Aktienpaket an der GIVAG (Gesellschaft für Immobilien- und Vermögensanlagen AG, Hilden) erwarb. Die GIVAG ist eine mit Schwerpunkt in Nordrhein-Westfalen tätige Wohnungsgesellschaft und besitzt rund 4.100 Wohnungen. Ihre Bilanzsumme übersteigt die der Jeserich AG um mehr als das dreifache. Inzwischen hat die JAG ihren Anteil an der GIVAG weiter ausgebaut. "Unser Ziel haben wir erreicht", so Blum, denn die JAG habe den von ihr im Vorjahr angekündigten Aufbau einer JAG-Unternehmensgruppe mit Aktivitäten in ausgewählten deutschen Immobilien-Marktsegmenten zügig vorantreiben können.

Nach der bereits angelaufenen operativen Integration der GIVAG in den JAG-Unternehmens-verbund, einer Prioritätsaufgabe für das zweite Halbjahr 2003, der er sich persönlich annehme, so Blum, soll der JAG-Unternehmensverbund ab 2004 auch durch zusätzliche Aktivitäten im Bereich der Spezialimmobilien erweitert werden. Dort sollen auf Basis der sog." Private Public Partnerships" die Leistungsbereiche Bestandshaltung und Refurbishment für öffentliche Immobilien wie Schulen, Kindergärten und im Langfristhorizont auch Haftanstalten aufgebaut werden.
Die Aktionäre honorierten auf der Hauptversammlung die trotz des schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umfelds erreichten operativen Ergebnisse und das Unternehmenswachstum der JAG sowie die anspruchsvolle strategische Ausrichtung des Unternehmens: Sämtliche Punkte der Tagesordnung wurden mit großer Mehrheit verabschiedet.

Köln, den 25. Juli 2003
Immobilien Zeitung

29. Juli 2003





Jeserich AG baut trotz schwachem Ergebnis Aktivitäten weiter aus

Die in Köln-Ehrenfeld ansässige Immobiliengesellschaft Jeserich AG (JAG) hat im vergangenen Geschäftsjahr die Umsatzerlöse um 20% auf 19,5 Mio. EUR steigern können. Das EBITDA wuchs auf Grund verbesserter Verkaufsergebnisse um 30% auf 7,4 Mio. EUR. Das Jahresergebnis der AG fiel dennoch negativ aus. Hohe Risikovorsorgeaufwendungen von 6,7 Mio. EUR führten zu einem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von -1,8 Mio. EUR (2001: +2 Mio. EUR). Die weitere Entwicklung der auf Veredelung alter Industrie- und Gewerbehöfe sowie den Handel mit Gewerbe- und Logistikobjekten spezialisierten AG sieht der Vorstand positiv. Anfang 2003 sei man in das Geschäft mit Dienstleistungen für Gewerbeimmobilien eingestiegen; im Juni wurden dann 31% der Wohnungsgesellschaft Givag AG, Hilden, übernommen. 2004 werde man Aktivitäten in der Bestandhaltung und dem Refurbishment von Spezialimmobilien der öffentlichen Hand einsteigen.
Nix los hier???
Wer ausser mir glaubt, dass der Jeserich-Vorstand den Kurs floaten lässt, um den Givag-Aktionären ein Aktientausch anzubieten? Basis EUR 1.00 - 1.20?? Meinungen?? :rolleyes:
#10 Waterkant

Kurs von 1,15 Euro in Berlin erreicht!




Nebenwerte Journal

11. Jahrgang, Nr. 9 vom 4. September 2003


Geschäftsjahr 2002 als "reinigendes Gewitter" schafft Voraussetzungen für den Aufbau einer Unternehmensgruppe

> von Olaf Brandes

Über die heilende Kraft von Wechselbädern wusste schon der gute alte Pfarrer Sebastian Kneipp zu einer Zeit zu berichten, in der die Jeserich AG ungefähr gegründet wurde. An diesen Umstand wird sich vermutlich der jetzige Jeserich-Vorstand erinnert fühlen, wenn er das Geschäftsjahr 2002 und den Beginn des Geschäftsjahres 2003 Revue passieren lässt. 2002 war ein schlechtes Jahr, weil in einem katastrophalen gesamtwirtschaftlichen Umfeld auch in der Jeserich Werte vernichtet wurden, 2002 war ein gutes Jahr, weil der Vorstand in der Krise die Chance sah, zu günstigen Konditionen eine Mehrheitsbeteiligung an der im Wohnungsbereich tätigen GIVAG AG vorzubereiten, die Mitte 2003 umgesetzt wurde. Schritt der Vorstand in der vorjährigen Hauptversammlung noch mit mutigen Ergebnisprognosen voraus, so watete er danach durch das kalte Wasser rückläufiger Konjunktur und musste als Reaktion darauf das Verkaufsprogramm vorziehen, um die Objekte des Umlaufvermögens vor noch weiteren Wertverlusten zu bewahren. Aber betrachten wir das vergangene Jahr der Reihe nach.

Strategieanpassung erforderlich
Im Geschäftsjahr 2001 hatte die Jeserich AG ihr Immobilienvermögen neu sortiert, in Bestandsobjekte sowie Handelsobjekte eingeteilt und entsprechend dem Anlage- bzw. Umlaufvermögen zugeordnet. Die im Umlaufvermögen bilanzierten 10 Immobilien und Grundstücke im Buchwert von Euro 15.2 Mio. sowie das 2002 erworbene Objekt am Hamburger Pferdemarkt wurden im Rahmen einer notwendigen Strategieanpassung bis Mitte 2003 komplett verkauft, um einen Wertverfall zu vermeiden. Die schneller als geplant vorangetriebene Buy-and-Sell-Strategie, die bei Jeserich unter dem Arbeitstitel "Aufspüren -Veredeln -Veräußern" läuft, leitete jedoch auch einen Schwerpunktwechsel in der ursprünglichen Ausrichtung der Drei-Säulen-Strategie ein. So soll zunächst die risikoreichere Neuprojektentwicklung zu Gunsten der Bestandshaltung und Bestandsentwicklung zurückgefahren werden. In diesem Zusammenhang hat der für den Bereich Vermietung und Vermarktung zuständige Vorstand Klaus-Dieter Bohn neben Hamburg nun auch ein Büro in der Kölner Zentrale bezogen, um "näher am Mieter zu sein" und die Vor- und Nachvermietung zu optimieren. Dies sei die beste Versicherung gegen drohende Mietausfälle, erklärte Bohn. Neben der Vollvermietung des @-Hauses in Köln- Ehrenfeld steht ebenso die Vorvermietung des Hamburger Objektes an der Ottenser Straße im Vordergrund. Dieser attraktive Wohn- und Gewerbestandort soll in den nächsten Jahren mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von ca. Euro 5 Mio. aus dem Bestand entwickelt werden.


Unternehmensdaten

Jeserich AG
Widdersdorfer Str. 190, 50825 Köln
Telefon (0221) 54961.0
Internet: www.j-ag.de
ISIN DE0006216005
7 Mio. Stückaktien, AK Euro 7 Mio.
letzte HV am 25.07.2003
Börsen: Berlin, Stuttgart (Freiverkehr)
Kurs am 22.04.2003:
Euro 2,10 (Stg) 1,65 (Bln), 2,85 / 1,11 T
Börsenwert: Euro 14.7 Mio. / 11.6 Mio.
Streubesitz ca. 15 %

Risikovorsorge im Mittelpunkt
2002 war auch für die Immobilienbranche ein Jahr, dass zahlreiche Risiken offen legte, die vorher als nicht relevant eingestuft wurden und die sich durch gute operative Ergebnisse verdecken ließen. Auch die Jeserich AG ist hiervon nicht verschont geblieben und musste gleich mehrfach Wertberichtigungen vornehmen. Hervorzuheben ist hierbei insbesondere die außerordentliche Abschreibung auf das schon lange im Portfolio befindliche Konversions- und Revitalisierungsprojekt "Wuppertal-Vohwinkel" in Höhe von Euro 4.5 Mio., die erforderlich wurde, weil die eigene Entwicklungsidee sich als nicht realisierbar erwies. Ein verbleibender Restbuchwert in Höhe von unter Euro 2 Mio. bei einer Grundstücksgröße von 36000 qm verdeutlicht, wie konsequent hier auf den niedrigst anzunehmenden Verkehrswert abgeschrieben wurde. Bei diesem Objektes wird gegenwärtig mit einem Spezialentwickler über einen Komplettverkauf verhandelt, auch um zu vermeiden, dass nach Kündigung einiger Mietverträge per Jahresultimo negative Deckungsbeiträge entstehen. Weiterer Wertkorrekturbedarf betrifft mit Euro 0.90 Mio. die Wertpapiere des Anlagevermögens, da sich die AGIV-Position deutlich negativ entwickelt hat und eine Anpassung des 2.5%igen "Altbestands" an GIVAG-Aktien auf ein Niveau von ca. Euro 0.70 je Aktie erforderlich wurde. Schließlich war eine Wertberichtigung auf Mietforderungen in Höhe von Euro 0.2 Mio. notwendig. Auch bei dem freiwillig veröffentlichten Nettovermögenswertes (NAV) der Jeserich AG berichtigte der Vorstand die Ansätze der "stillen Reserven" im Umfang von ca. Euro 1.8 Mio.. Ein NAV-Ansatz von knapp Euro 2.60 je Aktie scheint nunmehr realistisch zu sein.


GIVAG-Erwerb mit Hilfe des Großaktionärs
In der Hauptversammlung der JAG Jeserich AG am 25.07.2003 erklärte der Vorstandsvorsitzende Oliver Blum, dass inklusive einiger sich noch in Abwicklung befindlicher Transaktionen eine Mehrheitsbeteiligung an der GIVAG AG (s. NJ 7/03) erworben werden konnte. Die Aktien sind über die Schweizer Bank Hoffmann (einer Tochter der Crédit Suisse) außerbörslich einschließlich aller Kosten zu einem Durchschnittspreis von ca. Euro 0.90 je Aktie gekauft worden. Die Finanzierung dieses Ankaufs wurde über ein Darlehen des Großaktionärs Oliver Blum finanziert, das er provisionsfrei zu exakt den selben Bedingungen - Zinssatz 4% über Eurolibor an die Gesellschaft weitergereicht hat. Dieses besondere Engagement für die Gesellschaft bezeichnete Blum gegenüber den Aktionären als eine Art Dividendenersatz. Die GIVAG verfügt über einen Bestand von 4060 Wohneinheiten, der zu 80 % in Nordrhein-Westfalen liegt und rund 272 500 qm Wohnflächen umfasst. Damit besetzt die Jeserich AG mit der GIVAG die angestrebte Führungsgesellschaft im Bereich Wohnimmobilien, die primär zu einem Bestandshalter ausgebaut werden soll. Parallel zu einigen notwendigen Arrondierungsverkäufen strebt die GIVAG mit Unterstützung von Jeserich einen Bestandsausbau in Nordrhein-Westfalen an. Hierbei soll auch mit namhaften Partnern kooperiert werden; Gespräche seien bereits mit der SK Corpus Immobilienvermittlung GmbH, einer 100%igen Tochter der Corpus Immobiliengruppe, einem Beteiligungsunternehmen u. a. der Stadtsparkassen Köln und Düsseldorf, geführt worden. Eine vollständige Übernahme der GIVAG schließt der Vorstand allein schon aus, um nicht Grunderwerbssteuer zahlen zu müssen, hält jedoch ein Umtauschangebot an die GIVAG-Aktionäre in Jeserich-Aktien zu gegebener Zeit für möglich und sinnvoll.


Ein Blick in das Gebäude der Jeserich AG in der Widdersdorfer Strasse 190 in Köln.


Risikovorsorge führt zum Verlust
Den wiederum äußerst transparenten Geschäftsbericht ist zu entnehmen, dass der Vorstand beim operativen Ergebnis trotz verschlechterter Rahmenbedingungen voll die vorjährigen Prognosen erfüllt hat. Der Umsatz aus Verkauf und Vermietung wuchs kräftig auf Euro 19.5 (16.3) Mio. Die Rohmarge aus den Objektverkäufen betrug bei einem Verkaufserlös von Euro 14.5 Mio. und einem "Objektverbrauch" von -Euro 7.6 Mio. ca. Euro 6.9 Mio. bzw. 47.6 %. Ohne die veräußerten Objekte sanken die Mieterlöse auf Euro 5.0 (7.2) Mio. Die Abschreibungen ließen das EBITDA-Ergebnis von Euro 7.4 (5.7) Mio. auf Euro 1.6 (4.6) Mio. beim EBIT schrumpfen. Der Zinsaufwand und die Wertberichtigungen auf Aktien sowie Steuern führten zu einem Verlustausweis von Euro 1.97 (0.73) Mio. Die hohe Abschreibung von Euro 4.5 Mio. für das Wuppertaler Objekt verhinderte zumindest Steuern auf die Erträge aus den Objektverkäufen. Das negative Ergebnis wurde durch eine Verrechnung mit dem Gewinnvortrag des Vorjahres sowie einer Entnahme aus der Kapitalrücklage ausgeglichen. Das Eigenkapital sank daher auf Euro 11.2 (13.1) Mio., so dass sich die EK-Quote bei einer wenig veränderten Bilanzsumme von Euro 60.4 (63.9) Mio. auf 18.5 (20.9) % stellte. Damit ist die EK-Quote zwar aus dem Zielkorridor der Jeserich AG von 20 % bis 25 % gerutscht, ist aber in diesem Jahr nach einem Abbau von Verbindlichkeiten wieder auf 19.6 % angestiegen.


Ausbau der JAG-Gruppe
Mit dem Mehrheitserwerb an der GIVAG nimmt die JAG-Unternehmensgruppe erste Konturen an. Erklärtes Ziel sei nunmehr die Integration der GIVAG in das bestehende Netzwerk von Jeserich. Die Bestandsoptimierung und -erweiterung steht dabei genauso im Vordergrund wie die Ressourcenausnutzung beider Unternehmen. Ziel ist es, die Dividendenfähigkeit der GIVAG wiederherzustellen sowie deren Konsolidierung im Jeserich-Konzern, womit sich die Bilanzsumme der Jeserich-Gruppe (ohne Fremdanteile) schlagartig von derzeit rd. Euro 60 Mio. auf bis zu Euro 290 Mio. erhöhen dürfte. Auch die Aktivitäten des Immobilienservice Providers JAG Service GmbH, der Dienstleistungen rund um die Gewerbeimmobilie anbietet, auch auf andere Objekte. Gesellschaftsrechtlich wurde die JAG Service auf eigene Beine gestellt und das Servicepersonal aus der Jeserich AG übernommen. Die vierte Säule des JAG-Konzerns, der Spezialimmobilienbereich, soll aus Kapazitätsgründen erst 2004 besetzt werden. Auch im Kernbereich der Jeserich AG, dem Geschäft mit Gewerbeimmobilien, sollen offenbar erst niedriger Preise abgewartet werden, bevor es zu konkreten Verhandlungen kommt.


Unser Fazit
Auch wenn 2002 die operativen Ziele der JAG Jeserich AG weitgehend erreicht wurden, lässt sich eine gewisse Enttäuschung nicht verschweigen. Die hohen Abschreibungen belasten zwar nicht die Liquidität, begrenzen aber das künftige Potential. Andererseits ist die konsequente Reaktion auf eine absehbare Fehlentwicklung ebenso zu begrüßen wie die Offenheit gegenüber den Aktionären, die zu einer Anpassung des NAV auf ein schon rezessives Niveau führte. Mit der GIVAG und ihrem stabilen Cashflow aus dem Bestandsgeschäft erschließt sich Jeserich für die Zukunft ein großes Ertragspotential. Im laufenden Jahr dürften nach Abschluss des Verkaufsprogramms die Mieteinnahmen der Jeserich AG allein nicht ausreichen, um einen signifikanten Überschuss zu erwirtschaften, zumal auch das Darlehen zum GIVAG-Erwerb Zinsen kostet. Ab 2004 sollten eine gestärkte GIVAG und eine schlagkräftige JAG Service zur Wertschöpfung im Konzern beitragen können. Daher bieten Kurse unter Euro 2,-- eine gute Gelegenheit zum Einstieg, um am künftigen Wachstum der JAG-Gruppe zu partizipieren. Voraussetzung ist die Umsetzung aller angekündigten Maßnahmen.

O.B.


>>>Internet: http://www.nebenwertejournal.de
Laut Aktionärsbrief der Givag hat diese 3,5 Mio. Jeserich Aktien zum Kurs von 1,00 EUR aus einer Kapitalerhöhung gezeichnet. Angeblich wurde der Wert über ein Gutachten einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft bestimmt. Komischerweise hat die Jeserich AG aber nur vor wenigen Wochen noch selbst einen NAV von über 2,30 EUR ermittelt. Die ganze Geschichte wirkt extrem unglaubwürdig ... :eek:
"Unsere" JAG Perle ist ja wohl etwas out. Genau so wie die Herren Hoa und Steinh.
:laugh:
Manche Dingen regeln sich halt von selbst....
Jeserich AG 0,65 Euro bzahlt in Berlin.
Kurs entspricht dem Givag Kurs.
Der momentane Kurs in Stuttgart spricht für ein Umtauschverhältnis 1,5 Givag Aktien je Jeserich Papier :laugh:
Der GB 2003 ist auf der Jeserich Hoempage zum Download bereit. Vorsicht: Auf das Bild klicken, die Unterzeile führt irrtümlich zum GB 2001 :eek:


Beitrag zu dieser Diskussion schreiben


Es handelt sich hier um eine ältere Diskussion, daher ist das Schreiben in dieser Diskussion nicht mehr möglich. Bitte eröffnen Sie hier eine neue Diskussion.