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Jeserich - IR - 500 Beiträge pro Seite



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Hallo Wallstreet-Onliner !
Seit kurzem bin ich bei der Jeserich Aktiengesellschaft, Köln (JAG), für den Bereich Investor Relations zuständig. Die JAG hat soeben einen aktuellen Aktionärsbrief ins Netz gestellt (www.j-ag.de).
Viel Spaß beim Lesen.
Edmond Cao-Van-Hoa (e.cao-van-hoa@j-ag.de)
Hallo Herr Cao-Van-Hoa!

Wir begrüßen den legendären PR Profi der RSE AG im Board.

Beste Grüße, Philipp Steinhauer
philippsteinhauer@yahoo.de
Auch ich grüße Sie, Herr Cao-Van-Hoa,

bei der Lektüre des aktuellen Aktionärsbriefes fiel mir auf,
daß man mit sehr viel Phantasie zwischen den vom Vorstand
formulierten Zielen und den von der TAG aufgestellten allge-
meinen Zielen gewisse Parallelen erkennen könnte:

JAG, Ziele:

1) Attraktive Dividenden- und Bezugsrechtspolitik für die
Aktionäre

2) Erzielen von Shareholder Value durch kontinuierliche
Kurssteigerungen der Aktie an der Börse

3) Erzielen eines positiven Cash Flow

4) Wahrung eines angemessenen Verschuldungsgrades

TAG, Allgemeine Ziele:

1) Erzielen eines positiven Cash Flows von Beginn an

2) Attraktive Ausschüttungs- und Bezugsrechtspolitik für die
Aktionäre

3) Erzielen von Shareholder Value durch Kurssteigerungen der
Aktie an der Börse

4) Wahrung eines angemessenen Verschuldungsgrades


Ich hoffe, ich habe die Ziele den richtigen Gesellschaften
zugeordnet und nichts verwechselt.

Grüße,

der_geringste.
Vielen Dank für die nette Begrüßung im Board.
Der Hinweis auf gewisse Parallelen bei den Unternehmenszielen ist richtig. Dies ist aber mit Blick auf die Tätigkeit und das Umfeld der beiden Unternehmen, beides "junge" Immobilien-AGs, auch nicht verwunderlich.
Viele Grüße
Cao-Van-Hoa
Hallo Herr Cao-Van-Hoa,

ihre Antwort auf die Frage des geringsten in allen Ehren,
aber die Startvoraussetzungen der beiden Gesellschaften sind doch wohl unterschiedlich. Bei TAG sitzen unstreitig kapitalkräftige Investoren im Boot, bei JAG dagegen bleibt erstmal abzuwarten.


Deswegen folgende Fragen mit der Bitte um Beantwortung:


1. Warum ist die "grosse" Kapitalerhöhung bislang nicht erfolgt, obwohl diese für das erste Halbjahr 2001 angekündigt war? Hat sich kein geeigneter Großinvestor gefunden bzw. ist ein solcher wieder abgesprungen?


2. Haben weitere Gespräche mit der TAG stattgefunden hinsichtlich einer Beteiligung an der JAG?


3. Wie will die JAG ihr weiteres Wachstum finanzieren, wenn sich die Kapitalerhöhung nicht durchführen läßt, weil sich kein Großinvestor findet?


4. Wo sieht die JAG den Schwerpunkt ihrer zukünftigen Tätigkeit (Logistik- bzw. Gewerbeimmobilien, national und/oder international)?


Viele Grüße
Dr.Tegernsee
http://members.dencity.com/tegernsee
Hallo Dr. Tegernsee,
vielen Dank für Ihre Nachricht.
Zunächst eine kurze Anmerkung zu Ihrem Hinweis, daß TAG und JAG unterschiedliche Startvoraussetzungen haben. Das ist zweifellos richtig, aber unterschiedliche Ausgangspositionen schließen doch ähnliche Zielsetzungen nicht aus.

Ihre Fragen möchte ich wie folgt beantworten:

Zu 1) Kapitalmaßnahmen sind aufgrund des bisher eher turbulenten Geschehens an der Börse und der für Kapitalmaßnahmen daher momentan eher ungünstigen Phase unterblieben; also: "Aufgeschoben ist aber nicht aufgehoben". Ein strategischer Investor ist vorhanden und dieser steht auch weiterhin zur Gesellschaft. Die geplante Kapitalerhöhung um EURO 1,75 Mio. auf EURO 7 Mio. ist noch für dieses Jahr vorgesehen.

Zu 2) Nach meiner Kenntnis ist der Vorstandsvorsitzende der JAG häufiger am Neuen Jungfernstieg.

Zu 3) Das weitere Wachstum kann z.B. durch Objektverkäufe aus dem umfangreichen JAG-Portfolio finanziert werden. Die Kapitalerhöhung würde allerdings ein volumensmäßig größeres und schnelleres Wachstum erleichtern.

Zu 4) Die JAG wird zunächst auf nationaler Ebene tätig sein. Aktivitäten im Ausland sind erst mittelfristig vorgesehen. Bei ihrem Geschäft wird die JAG vor allem die Veredlung von Objekten und Portfolios vorantreiben, da das Wertschöpfungspotential für die JAG dort am größten ist.

Beste Grüße
Edmond Cao-Van-Hoa
Die "Besten Grüße" scheinen salonfähig zu werden...

Beste Grüße,
Imperator Augustus
Aha,
offenbar hat der große Imperator auch ein Gespür für die Sprache der teutonischen Barbaren ;)
Ave unicum,

auch die simple Sprache der teutonischen Barbaren ist mir nicht fremd. Einst hat der römische Feldherr Gaius Marius, ein früherer Konsul aus dem Ritterstand, die Teuten mit seinen Legionen in der Schlacht von Aquae Sextiae im Felde geschlagen. Aus dieser Zeit ist den Herren Roms eine gewisse Leidenschaft für die teutonische Barbarei geblieben.

Heute sind die journalistischen Barbaren an die Stelle der Teutonen getreten. Ob sich die Festspiele von Aquae Vitae wiederholen lassen?

Oderint, dum metuant.

Imperator Augustus
Ave Imperator Augustus,

waren es nicht Dekadenz, Größenwahn und Selbstüberschätzung, die zum Untergang des römischen Imperiums führten.

Quod licet jovi, non licet bovi!

Tirpiz
Ähh, heißt der Thread hier "Jeserch IR" oder
Latein für Anfänger?

@der_geringste

Hast Du trotz des weiten Weges vor, zur Jeserich-HV am 7.8. bzw. am 27.8. zur GAG-HV anzureisen?

Grüße
Dr.Tegernsee
@Doc Tegernsee: Ich bin natürlich wieder auf beiden HV´s.

Gute JAGd!


Beste Grüße, Philipp Steinhauer
philippsteinhauer@yahoo.de
P.S.: Heute morgen in der Bahn bin ich vom Stuhl gekippt als ich den Vordermann das Käseblatt "20 Minuten Köln" lesenen sehe...
Hi Phil,

freut mich, da sehen wir uns im August ja
gleich auf drei HV´s !

Was hast Du denn in diesem Schrottblatt
gelesen?

Grüße
Dr.Tegernsee
Da stand die Sache die auch im TAG Thread diskutiert wird, das selbe wie im Stadtanzeiger.
Gute Nachricht:

Sparta-Moffat verläßt am 7. August auf der HV den Aufsichtsrat der Jeserich und wird ersetzt durch Herrn Dietrich Nill (nicht der Ex-Spartaner !).

Ciao

Art
Art, wieder auf der JAGd nach guten News? Fakt ist aber, dass D. Nill der Vater von Alex Nill ist. Auch sitzt dieser in der von SPARTA und WCM beäugten GIVAG.

Aber was solls, am 7. 8. wird so oder so eine große Party steigen, da sind wie uns doch sicher. ;-)

Beste Grüße, Philipp Steinhauer
philippsteinhauer@yahoo.de
Hai Philipp,

die Givag kann man in der Tat nicht Ernst nehmen, da hier so ziemlich jeder Schmu gelaufen ist, den man sich vorstellen kann (erinnere nur an den Turnaround-Brief).

Dennoch ist Nill das richtige Zeichen, da Moffat die Geschäftsentwicklung der JAG nun wirklich nicht positiv beeinflussen kann und durch das Versagen bei Sparta (kurs deutlich unter Ausgabekurs 1998) und dem damit verbundenen Vertrauensverlust zu einer Belastung für die JAG werden könnte.

Auf jeden Fall bis zum 7. August im "Turm"

Art
Wann kann denn mit dem Erscheinen des Geschäftsberichtes
gerechnet werden?
Der GB steht wohl, habe heute eine druckfrische erste Ausgabe erhalten, sozusagen ein "CvH-Erstling" ;)

Nur soviel sei vorab verraten: was den Informationsgehalt angeht, können sich selbst große Konzerne daran eine Scheibe abschneiden.

Herzliche Grüße nach Hamburg von dieser Stelle,

Gruß Matthias Schrade
Liebe JAGer und w-onliner,
ab heute mittag steht der Geschäftsbericht 2000 im Netz.

Beste Grüße aus Hamburg
E. Cao-Van-Hoa

@Citoyen Auguste
Natürlich wäre es schöner, statt der knappen "besten Grüße" individuelle Grußformeln zu verwenden. Angesichts der wunderbaren Vielfalt (hier tummeln sich neben Imperatoren auch die geringsten) möchte ich bei der kurzen Variante für alle bleiben. Zum Trost an diesem wolkenverhangenen Wochenanfang eine Ausnahme für den Imperator:
Que votre majesté daigne agréer les assurances de ma très respectueuse considération.
Hallo Herr CvH,

Habe kürzlich den Geschäftsbericht 2000 erhalten. Ist
wirklich gut gelungen und trägt deutlich Ihre
"Handschrift". Besonders gut gefällt mir die
Darstellung der einzelnen Standorte als Profitcenter, wo jede Aktionaer die Entwicklung
"seiner" Immobilien verfolgen kann.

Folgende Frage interessiert mich aber doch:

Die JAG unterzieht sich ja gerade einer Due Dilligence,
was sicherlich im Zusammenhang mit der Beteiligung
des (noch) unbekannten Grossinvestors steht. Wann ist
diese abgeschlossen, bereits zur Hauptversammlungam 07.08.?
Wird uns dort schon der Investor präsentiert oder müssen
wir uns noch länger gedulden.

Ich verzichte diesmal auf eine Grußformel

Dr.Tegernsee
http://www.tegernsee.f2s.com

P.S.
Hatte Sie eine schöne Feier in Frankreich?
Frau Bechstein kauft sich ja jeden Donnerstag "Die Bunte" und manchmal blättere ich da so drin rum, besonders bei den Szene Parties im hinteren Teil. In der aktuellen Ausgabe traue ich meinen Augen nicht und lese in einem Bericht über die "Summer Games" in St. Moritz, organisiert von Escada, dass die Jeserich dort mitmischt, offensichtlich mit dem Ziel, MDAX-Analysten auf sich aufmerksam zu machen, die ja traditionell von Escada in das Bergparadies zu diesem Anlass eingeladen werden. Wie heißt es doch so schön: "früh übt sich, wer ein Meister werden will". Interessieren würde mich aber jetzt wirklich, was die Jeserich für einen Preis gestiftet hat...eine kleine Immobilie vielleicht oder Freitickets für die HV in 2 1/2 Wochen in Köln - naja, wir können ja auf der HV mal fragen ?

Beste Grüße

Art Bechstein
Grüß Gott, Dr. Tegernsee,
zunächst einmal Danke für Ihren positiven Kommentar zum Geschäftsbericht.
Wir hoffen, daß die Due Diligence in Kürze abgeschlossen wird. Die Jeserich AG tut alles, um zu einem baldigen Abschluß der Due Diligence beizutragen. Eine Voraussage, ob die Due Diligence bereits zum Termin der Hauptversammlung abgeschlossen sein wird, kann heute aber noch nicht gemacht werden.
Auf der Hauptversammlung wird es sicherlich einige wichtige Informationen geben.

Sonnige Grüße aus Hamburg
E.Cao-Van-Hoa

P.S. Vielen Dank für die Nachfrage zum 14. Juli. Der Tag war reichlich verregnet, dies hat aber niemanden vom Feiern abgehalten.
P.P.S. Sie brauchen sich übrigens nicht einer Grußformel zu enthalten. Ich werde Sie beim verstärkten Auftreten lateinischer Abwandlungen Ihres heimischen Pfuäti mit meinen Kenntnissen des Teutonischen so weit wie möglich unterstützen.
Guten Tag Dr. CaoVanHoa,

auch ich habe den JAG- Geschäftsbericht gelesen. Gut finde ich die Aufstellung der Immobilien. Leider vermisse ich Angaben zur Werthaltigkeit der Aktie. Die Eigenkapitalquote liegt bei 18%. Die Marktkapitalisierung der JAG ist relativ hoch.

Könnten Sie mir das ungefähre NAV (oder eine andere Richtgröße, z.B.Versicherungswert) der JAG nennen?
Vielen Dank !

Mit freundlichem Gruß aus der selben Stadt

unicum
Offenbar werden von Ihnen Fragen meinerseits nicht beantwortet. Das finde ich schade und kann ich nicht nachvollziehen, da sie sachlich gestellt sind.
Wenn inhaltliche Fragen ausschließlich nach ihrem "Genehmheitsgrad" beantwortet werden, kann man allerdings daraus auch eine gewisse Antwort ableiten ;)
Mit IR-Arbeit hat das dann aber nicht mehr viel zu tun. Übrigens bin ich Aktionär.
Gruß unicum
Liebe Leser,
@alle: Wenn meinerseits keine umgehende Antwort auf Fragen erfolgt, dann liegt das allein daran, daß ich ein paar Tage nicht hier hereingeschaut habe. Also bitte keine Mutmaßungen, ob ich manche Frager besonders lieb habe und andere nicht.
@unicum: Ich halte es für sinnvoll, das Ergebnis der Due Diligence abzuwarten, um eine fundierte Aussage zum NAV zu treffen. Der Versicherungswert beläuft sich auf rd. DM 250 Mio. (Neuwert). Ich unterscheide nicht zwischen bequemen und unbequemen Fragen und auch nicht zwischen Aktionären und Nicht-Aktionären. Also: Weiterfragen und etwas mehr Geduld haben !
@Art Bechstein: Die Kosten für die Summer Games waren minimal. Es wurde ein Flyer produziert und es fielen Kosten für An- und Abreise der Teilnehmer an. Ich halte es für sinnvoll, auch einmal in einem etwas außergewöhnlichen Rahmen Flagge zu zeigen und nützliche Kontakte zu knüpfen.
Beste Grüße
E.Cao-Van-Hoa
Ola Edmond,

wie schaut`s denn mit Doc Ristow aus? Steigt der bei Euch ein? ;)

Gruß
@ CvH
Also mit den verschiedensten Grußformeln habe ich eigentlich kein Problem. Die Zeiten, wo ich gemütlich mit der Tegernseebahn durch das Tegernseer Tal fahren konnte, und mit einem "Pfuati" immer richtig lag, sind ja schon
lange vorbei.

Mittlerweile musste ich mich ja schon an das Ostdeutsche
"Tschüssi" sowie das Hamburger "Moin, Moin" gewöhnen. Ich werde aber auch keine Schwierigkeiten haben, das
Kölner "Tschüß" in meinen Wortschatz zu integrieren.

@ Trip
HV der JAG abwarten!

Tschüß
Dr.Tegernsee
Dr.Tegernsee

dat kölner Tschüss muß sein, aber auch am Tegernsee isses ja nich so schlecht.
Wat is nu mit dä Ristow los? ;)
Folgendes war heute bei www.gsc-research.de
zu finden.

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Interviews: Interview Blum/Dr. Dix/Cao-van-Hoa (Jeserich AG)
Die Jeserich AG aus Köln ist eine Immobiliengesellschaft mit dem Fokus auf die Betsandhaltung von Logistikimmobilien sowie die Veredelung von Industrieobjekten. Detaillierte Informationen zum Geschäft der Jeserich AG sind in der umfassenden Studie von GSC Research aus dem Frühjahr 2001 nachzulesen, in der die Gesellschaft im Einzelnen beleuchtet und vorstellt wurde.

Philipp Steinhauer sprach für GSC Research mit den beiden Vorständen Herr Blum und Herr Dr. Dix sowie dem IR-Manager Herr Dr. Cao-Van-Hoa über die Perspektiven der Gesellschaft.

Blum: „In fünf Jahren werden wir die MDAX-Kriterien erfüllen“

GSC Research: Die Jeserich AG kann über eine 140jährige Geschichte zurückblicken. Können Sie uns etwas über die Meilensteine der Gesellschaft verraten?

Blum: Die Jeserich AG ist nicht seit 140 Jahren im Besitz unserer Familie gewesen, sie wurde erst Ende der 60er Jahre von meinem Großvater erworben. Die Geschichte kennen wir größtenteils auch nur aus Dokumentationen, die uns damals übergeben wurden. Das ursprüngliche Geschäftsfeld war der Straßenbau in Berlin, in Charlottenburg hatte die Gesellschaft ein Riesenwerk. In Hamburg war die Jeserich GmbH als Tochter unter anderem in der Herstellung von Teerpappen, Grundierungsmittel und Schiffslacke tätig. Auch die Jacobi-Kirche wurde mit Jeserich-Lacken angestrichen.

Nachdem unsere Familie ins Unternehmen eintrat, wurde die ganze Produktion bis Anfang der 70er Jahre dann eingestellt und die Liegenschaften im Besitz der Gesellschaft vermietet, vor allem an produzierende Unternehmen. In der Folge war die Gesellschaft als Bestandshalter aktiv, was sich bis zum vierten Quartal 2000 nicht geändert hat. Seitdem hat ein Strategiewechsel stattgefunden, im Vordergrund steht nunmehr neben dem bisherigen Geschäft der Handel.

GSC Research: Warum haben Sie sich für diesen Strategiewechsel entschieden?

Blum: Wir haben gemerkt, dass man als Bestandshalter sehr geduldig sein und alt werden muss, um knackige Erträge zu erwirtschaften. Jetzt konzentrieren wir uns neben dem Bestandshaltergeschäft auch auf den Handel mit Immobilien. Wir erwerben ältere Industrieimmobilien, ehemalige Gewerbehöfe, die wir mit sehr viel Grips und Geschmack attraktiv gestalten wollen und einer neuen Nutzung zuführen. Anschließend wollen wir sie dann veräußern. Das Bestandhaltergeschäft ist im Bereich der Logistikimmobilien angesiedelt. Natürlich ist das Risiko hier höher. Wenn da ein Mieter ausfällt, sind direkt erhebliche Leerstände zu verzeichnen. Momentan ist es aber in Deutschland so, dass Logistikimmobilien eine Mangelware darstellen.

GSC Research: Was für Mieter haben Sie bei den Logistikimmobilien?

Blum: In Berlin haben wir zum Beispiel das Distributionscenter der Firma Kühne. Von dort aus werden die ganzen norddeutschen Burger King Filialen mit Ketchup und Mayonese und was da noch so auf den Burgern drauf ist beliefert. Ansonsten sind unsere Mieter beispielsweise mittelständige Speditionen. Wir sind auch nicht unbedingt darauf fokussiert, Großkunden wie Danzas zu gewinnen.

Dr. Dix: Ich bin viele Jahre operativ in Logistikunternehmen tätig gewesen, auch in Aufsichtsräten von Speditionen. Daher weiß ich, dass viele der deutschen Logistikunternehmen rote Zahlen schreiben. Wenn man als Logistikunternehmen großen Kunden gegenüber tätig ist, wird man mit „open book“-Kalkulationen konfrontiert und muss mit ganz kleinen Margen vorlieb nehmen. Deswegen bemühen wir uns weniger um die großen Unternehmen, sondern eher um den gesunden Mittelstand. Wir haben von etwa 180 Mietverhältnissen, davon mindestens 60 bis 70 Prozent logistiknahe Unternehmen. Das sind meistens lokale Unternehmen mit langfristigen Mieterträgen.

GSC Research: Den Logistikimmobilien Bestand wollen Sie langfristig halten?

Blum: Bei unserer Firma ist auf jedem Objekt ein Preisschild. Grundsätzlich bleiben jedoch die Logistikimmobilien im Bestand, die Industrieimmobilien werden nach Veredelung veräußert. Für den Erwerb von neuen Beständen brauchen wir nun Kapital, da Refurbishment-Maßnahmen von Banken anders finanziert werden als Immobilien, die permanente Mieterträge bringen.

Wir sind aber keine reinen Projektentwickler. Unsere Grundstücke haben immer eine Größe von 10.000 qm aufwärts und verfügen über eine relativ gute Mietersubstanz, die über die Jahre gewachsen ist. Diese Mieter haben sich nicht immer darüber Gedanken gemacht, ob die Grundstücke vom logistischen Ablauf her optimiert sind. Das versuchen wir nun auf den Grundstücken zu machen, hierdurch werden auch Gebäude frei, die neuen Aktivitäten zugeführt werden können. Nur ganz selten erwerben wir Objekte ohne Mieterträge.

GSC Research: Wer betreibt diese Umgestaltung der Nutzungsflächen?

Blum: Wir machen alles mit Projektpartnern in den Städten, in denen wir tätig sind. Man braucht da ein bisschen Lokalkolorit, um bei den Ämtern und der Politik weiterzukommen. Bei der derzeitigen Größe wäre es unsinnig, eine eigene Projektentwicklung zu betreiben, die wäre gar nicht ausgelastet.

GSC Research: In welchem Verhältnis wird Ihr Bestandhaltungsgeschäft zu den Industrieimmobilien stehen?

Blum: Langfristig werden wir wohl 60 Prozent der Bestände im Logistikbereich halten. Das kann sich aber schnell ändern.

GSC Research: Der Vorstand der Jeserich AG wurde jetzt erweitert. Unter welcher Prämisse geschah das?

Blum: Das geschah vor allem unter der Prämisse des KonTraG - wir haben gesagt, dass wir einen Controller brauchen. Dieser Prozess ist noch nicht abgeschlossen. Herr Dr. Dix als ehemaliger Vorstand der börsennotierten Markt und Kühlhallen AG hat in den letzten Monaten viele Aufgaben außerhalb des Controllings erledigt. Derzeit sind wir halt alle noch Mädchen für alles. Die Ausrichtung geht dahin, dass Herr Dr. Dix Finanzvorstand und Herr Bohn für das operative Geschäft zuständig ist, ich selber kümmere mich um die Strategie und die Beteiligungen der Gesellschaft.

GSC Research: Herr Bohn sitzt im fernen Hamburg. Ist dies nicht etwas weit ab vom Firmensitz?

Blum: Herr Bohn sollte normalerweise nie im Büro zu erreichen, sondern immer auf Industriegrundstücken sein. Wenn Herr Bohn in seinem Büro in Hamburg sitzt, dann macht er etwas falsch.

GSC Research: Herr Dr. Cao-Van-Hoa, Sie sind seit Anfang 2001 bei der Jeserich AG für Investor Relations zuständig. Ist das nicht eine recht kleine Aufgabe für den ehemaligen Vorstandsassistenten der RSE AG?

Dr. Cao-Van-Hoa: Ich glaube, dass dies keine kleine Aufgabe ist. Bei der Jeserich AG gibt es eine Menge zu tun. Wie Herr Blum auch sagte, alle sind für alles da, und ich nehme neben dem IR-Bereich auch einige andere Aufgaben war.

Blum: Bevor Herr Dr. Cao-Van-Hoa bei uns angefangen hat, ist nie auch nur ein einziger Presseartikel über uns erschienen – bis auf den HV-Bericht von GSC natürlich. Ein Unternehmen, über das noch nie geschrieben wurde, macht entweder alles falsch oder alles richtig.

GSC Research: Wo setzen Sie Ihren Schwerpunkt bei der IR-Arbeit, derzeit ist der Streubesitz ja sehr gering.

Dr. Cao-Van-Hoa: Zum einen informieren wir die bereits vorhandenen Aktionäre, auch wollen wir uns trotz des geringen Freefloats einen gewissen Namen machen und öffentlich präsent sein. Da muss ein „Schneeballsystem“ in Gang gebracht werden. Auch im Vorgriff auf die Kapitalerhöhung.

GSC Research: Sie haben vor kurzem erstmals einen Aktionärsbrief herausgegeben. Wollen Sie dies nun regelmäßig machen?

Dr. Cao-Van-Hoa: Es ist vorgesehen, dass wir dies nun regelmäßig machen. Unser Ziel ist es, möglichst transparent Risiken und Chancen darzulegen. Das könnte aber auch über Quartalsberichte geschehen.

GSC Research: Können Sie etwas zur Kapitalerhöhung sagen? Hier ist inzwischen eine Verzögerung aufgetreten.

Blum: Wir hatten recht energische Ziele, indem wir gesagt haben, wir machen in diesem Jahr zwei Kapitalerhöhungen. Das war aber einerseits nicht dringend notwendig, auf der anderen Seite hatten wir eine sehr turbulente Börse. Wir haben die Zeit genutzt, einen Investor für eine größere Beteiligung an der Jeserich AG zu finden. Mit dieser Gesellschaft haben wir vereinbart, dass wir eine Due Dilligence erstellen lassen, welche im Prinzip schon dem entspricht, was wir brauchen, um einen Segmentwechsel in den Amtlichen Handel durchzuführen.

Bei einer 140 jährigen Geschichte wird bei einer Due Dilligence auch 140 Jahre zurückgeforscht, das ist ein Werk von 240 Seiten - ohne Anlagen. Diese stellt nun das Fundament für die Zukunft dar, welches nun bei Bedarf einfach erweitert werden kann. Die meiste Arbeit haben wir hierfür nun hinter uns, so dass wir uns wieder voll auf das operative Geschäft konzentrieren können.

GSC Research: Wer hat die Due Dilligence durchgeführt?

Blum: Die Bank, die die Kapitalerhöhung begleiten wird, ist die HypoVereinsbank. Diese hat Arthur Andersen beauftragt, die Due Dilligence durchzuführen, weil die in Berlin ein hochkompetentes Immobilien-Team haben. Hier haben wir für die Zukunft einen hochkarätigen Sparring-Partner gewonnen.

Der Bezugsrechtshandel wird voraussichtlich vom 7. bis zum 21 September stattfinden. Dann müssen wir erst einmal die Kapitalerhöhung und den Eintritt dieses Partners im Markt wirken lassen. Wir müssen beweisen, dass wir in der Lage sind, die versprochenen Erträge zu erwirtschaften.

Wenn dann der Jahresabschluss 2001 fertiggestellt ist, könnte ich mir vorstellen, dass wir im nächsten Jahr vor der Sommerpause nochmals eine Kapitalerhöhung durchführen, verbunden mit einem Wechsel in den Amtlichen Handel. Diese Kapitalerhöhung soll dann auch dazu dienen, den Freefloat zu erhöhen.

GSC Research: Warum haben Sie sich von der Stadtsparkasse Köln getrennt und sind nun bei der HypoVereinsbank?

Blum: Bei der Stadtsparkasse Köln war ein Freund unseres Hauses tätig, Herr Dr. Issels. Da Herr Dr. Issels die Stadtsparkasse verlassen hat, war für uns das Corporate Finance Geschäft nicht mehr mit der Klasse besetzt wie vorher, und für mich ist das beste grade gut genug. Wir haben dann den Tipp bekommen, uns bei der HypoVereinsbank vorzustellen. Bei der zweiten Kapitalerhöhung werden wir die Stadtsparkasse Köln wohl wieder im Boot haben, da wir ein regionales Unternehmen sind. Auch die niederländische Kempen Bank hat Interesse, dabei Selling Partner zu sein.

Dr. Dix: Die Jeserich AG ist eigentlich erst drei bis fünf Jahre jung und Herr Blum hat die große Weisheit besessen, von Anfang an professionelle Strukturen aufzubauen. Wir wissen, welche Schritte als nächstes gegangen werden müssen, und dies tun wir mit Bedacht, wir wollen keinen Wildwuchs. Uns ist es auch geläufig, was man machen muss, um auf den Radarschirm der internationalen Analysten zu kommen.

Aber auch die Stadtsparkasse Köln ist nach wie vor ein ganz wichtiger und exzellenter Geschäftspartner, der uns weiter begleitet. Immerhin ist ja die Fremdfinanzierung größtenteils durch die Stadtsparkasse Köln geschehen. Heute sind wir noch eine kleine unbekannte Immobilien AG mit dem Bewusstsein, dass man Erfolge produzieren muss, um Glaubwürdigkeit zu schaffen.

GSC Research: Wir die zweite Kapitalerhöhung ohne Bezugsrechte sein?

Blum: Auch bei der zweiten Kapitalerhöhung wird es einen Bezugsrechtshandel geben. Es ist sehr schwierig, Frau Lieschen Müller eine Jeserich-Aktie anzudienen. In Deutschland ist die Immobilien AG als Anlagemöglichkeit noch nicht einmal bei jedem Aktionär bekannt. Dabei gibt es gerade im MDAX sehr gesunde Unternehmen, die unter ihrem Net Asset Value gehandelt werden und man ohne Probleme Stückzahlen handeln kann.

In größerem Umfang wird dies in der näheren Zukunft bei der Jeserich AG nicht möglich sein, dafür sind die Chancen aber größer als bei den MDAX-Firmen. Wir versuchen auch, von vermögenden Unternehmern Immobilien zu erwerben, welche sich dann bei Kapitalerhöhungen an der Jeserich AG beteiligen. Auf diesem Weg gewinnen wir Aktionäre, die unser Geschäftsmodell verstehen und indirekt weiter an ihrer Immobilie beteiligt bleiben.

GSC Research: Gibt es in diese Richtung schon Gespräche?

Blum: Hier führen wir mit zwei Interessenten Gespräche. Bei einer Gesellschaft in unserer Größe wird eine Bank immer verlangen, dass im Falle der Nichtplatzierung die nicht gezeichneten Stücke übernommen werden. Wir versuchen so, die Sicherheit für die Bank über einen Investorenklub bereitzustellen.

GSC Research: Streben Sie mit dem Wechsel in den Amtlichen Handel auch die Aufnahme in einen Index an?

Blum: Wenn wir in den SMAX wechseln, dann müsste zumindest von der IR-Seite genauestens kommuniziert werden, dass Quartalsberichte bei einer Immobiliengesellschaft ganz anders als bei einem produzierenden Unternehmen aussehen. Wir wollen natürlich immer zum ersten Januar einkaufen und zum 31. Dezember verkaufen. Wenn man dann in zwei Quartalsberichten keine Performance bringt, könnte man abgestraft werden. Ich sähe uns dann eher lieber als einen Highflyer im Freiverkehr und eine schöne solide Firma im Amtlichen Handel, um dann irgendwann meinen Wunschtraum des MDAX zu erfüllen.

GSC Research: In welcher Weise wird sich dieses angesprochene Unternehmen an Ihnen beteiligen?

Blum: Das geschieht über meine Bezugsrechte.

GSC Research: Sie waren jetzt bei den „Summer Games“ von Escada präsent. Warum?

Blum: Bei dieser Veranstaltung wurden unter anderem Analysten und Freunde des Hauses eingeladen, für uns war das eine Möglichkeit, die Jeserich AG einem anderen Kreis zu präsentieren. Bis auf den Flug nach Zürich und die Herstellung eines Flyers sind auch keine Kosten für die Jeserich AG entstanden. Das eine oder andere könnte sich hier ergeben, es gab auch mittlerweile eine Rückmeldung. Im großen und ganzen war das Wochenende aber mehr Fun als harte Arbeit.

GSC Research: Bleiben wir bei der Schweiz. Bei ihnen ist die Schweizer SGA im Aktionärskreis aktiv, gleichzeitig möchten Stimmen wissen, dass der angesprochene neue Großaktionär die TAG Tegernsee AG ist. Der Wechsel Ihres Wirtschaftsprüfers sowie die Tegernseebahn en miniature in Ihrem Arbeitszimmer sprechen ja auch nicht dagegen und deren Aufsichtsratsvorsitzender Herr Ristow hat sich ja schon einmal recht positiv über Sie geäußert (siehe Interview TAG)...

Blum: Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ich hierzu momentan nichts sagen möchte.

GSC Research: Herr Dr. Ristow verfügt bekanntlich auch über allerbeste Kontakte in die Schweiz, wie zuletzt auf der Generalversammlung der Feldschlösschen AG zu sehen war (siehe GV-Bericht Feldschlösschen). Gibt es Überlegungen, in der Schweiz aktiv zu werden?

Blum: Die Feldschlösschen-Hürlimann AG, welche neuerdings Real Estate Group heißt, ist die Perle in der Schweiz.

GSC Research: Tatsächlich? Als die Perle in der Schweiz wurde uns aber bisher in Deutschland immer die Maag verkauft.

Blum: Die Gesellschaft hat nochmals viel mehr Potential als die Maag und ist ein wirkliches Juwel. Die Schweiz ist ein Markt, der mir sehr liegt, aber der Markt ist schwierig, auch wenn sich die Schweiz für Ausländer geöffnet hat. Für uns liegen unsere Hausaufgaben aber erst mal in Deutschland, und der Markt ist hier nicht in Kürze abgegrast.

Momentan gibt es zu Aktivitäten in der Schweiz keine Überlegungen, wir wollen uns erst mal als rein deutsche Immobilien AG positionieren. Und ich bin auch der festen Überzeugung, dass in ein paar Jahren auch Ostdeutschland interessant sein könnte. Auch wenn wir uns als Europäer verstehen - ich bin in der Schweiz und in Frankreich aufgewachsen - wollen wir uns erst mal in Deutschland positionieren.

GSC Research: Ist das erste ostdeutsche Projekt die AIG in Stendal? Dort sind Sie schließlich privat beteiligt. Inwieweit ist die Jeserich AG in die Neupositionierung dieser Gesellschaft im Zusammenhang mit dem Erwerb des Börsenmantels der Fahr AG involviert?

Blum: Das Engagement zielte schon darauf ab, dass dies zur Jeserich AG passt. Es gibt aber Phasen, wo man sich an Gesellschaften mit einem größeren Risiko besser privat beteiligen sollte. Mit der Jeserich AG haben wir Schritte vor, die uns keine Fauxpas erlauben, deswegen habe ich mich sozusagen als Schutzwall dort privat beteiligt. Das wird sicherlich nicht immer so bleiben.

Der Hintergedanke ist, dass der AIG eines der größten zusammenhängenden Industriegelände von Europa gehört. Dort wird in naher Zukunft ein Zellstoffwerk errichtet, später kommt dann noch eine neuartige Müllerverbrennungsanlage hinzu. In der Spitze werden dort während des Baus 3.000 Menschen arbeiten. Und für diese Menschen muss dort Logistik entstehen.

Nun haben die Hauptaktionäre der AIG von der SPARTA den Börsenmantel Fahr AG erworben, in den die AIG eingebracht werden soll. Gleichzeitig hat die Fahr AG von der Deutz AG die Wedag AG gekauft (nicht zu verwechseln mit der börsennotierten ehemaligen Wedag AG, heute pre-IPO AG). Über diesen Erwerb hat die Jeserich AG Zugriff auf die hochinteressanten Gewerbeliegenschaften der Deutz AG, welche ihren derzeitigen Standort aufgeben wird. Das Gesamtgelände ist 175.000 qm groß. Davon wollen wir uns die Filetstücke sichern, derzeit sprechen wir über 10.000 qm.

GSC Research: Was soll hiermit geschehen?

Blum: Da sollen vor allem Logistikimmobilien entstehen, aber auch Büros.

GSC Research: Die Jeserich AG wird also die AIG-Aktien von Ihnen kaufen, was dann sicherlich auch fürstlich entlohnt wird.

Blum: Dafür wird ganz stringent eine Due Dilligence bei der neuen Fahr AG durchgeführt. Die Aktien werden dann entweder von mir im Zuge einer Sachkapitalerhöhung eingebracht oder ich veräußere sie, um dann das Geld für eine Kapitalerhöhung zu haben. Denn es ist ja schon ein wenig witzig, dass ich bei der jetzigen Kapitalerhöhung nicht mitziehe, bei der danach, welche voraussichtlich teuerer wird, jedoch wieder dabei bin. Auf jeden Fall ist es so, dass ich eine ganze Zeit versuchen werde, dass meine Beteiligung an der Jeserich 50 Prozent plus one golden Share beträgt.

GSC Research: Bei der Fahr AG werden Sie aber auch das Problem des geringen Freefloats haben.

Blum: Die Fahr AG ist für uns dann vor allem eine Grundstücksreserve, und in Stendal kann man sich dumm und dämlich entwickeln. Im Laufe der Zeit wird die Gesellschaft als neue Industriebeteiligungsholding ihren Freefloat erhöhen.

GSC Research: Was ist mit der Beteiligung der Jeserich AG an der Bauwerk AG geschehen?

Blum: Das ist ein Beispiel für den eben geschilderten Fall, wo der „Schutzwall Blum“ im Einsatz war. Die Bauwerk-Beteiligung ist eingegangen worden weil sie mit der Meridian Spa einen Vertrag vorzuweisen hatte, die deren Expansion begleitete. Hierfür sollten sie reichlich entlohnt werden, und Bauwerk hat diese Aufgabe auch sehr gut gemacht.

Jedoch wurden dann von den Banken der Meridian Spa die Mittel gekürzt, so dass die Expansionspläne nicht mehr verfolgt werden konnte. Hiermit war ein sehr wichtiger Partner für Bauwerk weg. Das Risiko für die Jeserich AG war nun, dass sie an einer Gesellschaft ohne solide Auftragslage beteiligt wäre. Deswegen habe ich die Beteiligung der Jeserich AG privat erworben. Hierdurch ist der Jeserich AG kein Schaden entstanden. Die Bauwerk AG wurde jetzt schlank gefahren, immerhin sind dort hochkompetente Leute, auf die wir auch noch Zugriff haben.

GSC Research: War dieses Risiko eines Ausfalls eines einzigen Kunden nicht vorher schon ersichtlich?

Blum: Im Nachhinein war es ersichtlich. Man hätte von der Meridian Spa eine Due Dilligence anfordern sollen. Die Geschichte war eine Lehre für uns.

GSC Research: An der Meridian soll die SPARTA Beteiligungen AG beteiligt sein. Diese ist auch an der Jeserich AG beteiligt, hat aber angekündigt, dass sie sich von ihren Beteiligungen trennen möchte. Gilt das auch für Ihre Gesellschaft?

Blum: Die SPARTA AG ist derzeit noch an uns beteiligt, aber bis Ende September wird dies nicht mehr der Fall sein. Es gibt mehrere neue Aktionäre, die der Gesellschaft auch einen gewissen Input bringen. Das ist einmal Herr Krass, Großaktionär der Centrotec AG, einen Teil der Aktien haben wir an meinen näheren Bekanntenkreis umplatziert, aber auch die Wedag AG wird Aktien erwerben. Aber hier nur als Parkposition, so dass wir ganz in Ruhe Aktionäre finden können.

GSC Research: Könnte man nicht über diese Aktien den Freefloat erhöhen?

Blum: Durchaus.

GSC Research: Die Jeserich AG selber hat sich ebenfalls im Beteiligungsgeschäft positioniert. Hier verfügen Sie über Positionen in HBAG, GIVAG sowie SPARTA-Aktien.

Blum: Das ist richtig. Die SPARTA Beteiligung ist kaum der Rede wert, dass sind 1.125 Stück. Ich dachte damals bei einem Kurs von 19 Euro, dass dieser günstig ist. Viel interessanter ist die Position von 60.000 HBAG Aktien. Dort sehen wir Chancen als MDAX-Unternehmen, auch ist dies ein Weg, mit der HBAG oder deren Töchter ins Gespräch zu kommen. Bei der GIVAG erwirtschaften wir eine hervorragende Dividendenrendite. Wir sind davon überzeugt, dass der innere Wert der Gesellschaft bei vier Euro liegt.

GSC Research: Immer mehr Firmen weisen ihren Nettoinventarwert (NAV) aus. Wie sieht es hier mit der Jeserich AG aus?

Dr. Dix: Der NAV ist gar kein Geheimnis, in der Bilanz können Sie das Sachanlagevermögen finden, und wenn Sie die Umsatzerlöse mit 10 bis 14 multiplizieren, dann haben Sie eine Größe, wo der Verkehrswert liegen könnte. Abzüglich Schulden natürlich. Man kommt dann sicherlich zu einer Schlussfolgerung, dass wir derzeit an der Börse über dem NAV gehandelt werden. Gena
Hallo Dr. Tegernsee,
vielen Dank, daß Sie auf das GSC-Interview aufmerksam gemacht haben. Ich hoffe, Sie nehmen mir nicht alle Arbeit ab. Damit nähren Sie natürlich auch Gerüchte, Sie seien für JAG tätig. Aber glücklicherweise erkennt man ja an Ihrem Namen, daß dies nicht der Fall ist. Obwohl ein Doppelname doch einen gewissen Reiz hat: Dr. Tegernsee-Jag. Wäre das etwas für Sie ? Von Namen, die aus drei Teilen bestehen, rate ich übrigens ab.
Beste Grüße
E.Cao-Van-Hoa

Dear Trip,
es handelt sich nur noch um Tage, bis die Endfassung der DD steht.
Gruß aus Hamburg
E.Cao-Van-Hoa
Übrigens, das vollständige Interview ist auf unserer Seite nachzulesen, da fehlten ein paar Zeilen ;)

Gruß Matthias
Hier die fehlenden Zeilen, die überigens auch bei GSC-Research am frühen Abend gefehlt haben ;) :

"...Genaue Zahlen wollen wir dann nach der Due Dilligence veröffentlichen.

Solange die Objekte nicht fungibel sind, ist der NAV auch nur eine theoretische Größe. Ich sehe es als eine Verschrobenheit des Marktes an, dass man heute interessante Firmen unterhalb ihres NAVs erwerben kann. Auch deshalb wollen wir Kapital haben, um Schnäppchen zu erwerben. Wichtig ist hierbei die absolute Steigerung des NAV pro Aktie. Profit is the name of the game.

Blum: Wir haben im Geschäftsbericht eine Liste aufgeführt, wo jedes Objekt als Profit Center aufgeführt ist. Ich denke, dass wir im nächsten Jahr sicherlich auch die Konditionen der Transaktionen aufführen können. Und dafür brauchen wir uns auch nicht zu schämen.

GSC Research: Herr Blum, wo sehen Sie die Jeserich AG in fünf Jahren?

Blum: Wenn die Konjunktur in Deutschland nicht vollkommen einbricht, sehe ich die Jeserich AG in fünf Jahren mit einem Immobilienportfolio mit einer halben bis dreiviertel Milliarde DM Bestand, und sie wird zumindest die Aufnahmekriterien für den MDAX erreichen.

GSC Research: Wir danken Ihnen für dieses Gespräch und wünschen der Jeserich AG alles Gute für die Zukunft.

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02.08.2001 17:09 Redakteur: ps "




MfG

sparplan_b
Na Herr Doktor, wieder den ganzen TAG auf der JAGd nach heissen News?

Wer kommt denn alles zur Jeserich HV am Dienstag?

Beste Grüße, Philipp Steinhauer
philippsteinhauer@yahoo.de
Hey! Spielverderber - genau DIESE Zeilen hätten doch jetzt zum Besuch bei uns verleitet :(

Ich könnte ja jetzt behaupten, "die haben wir extra weggelassen, damit ich das nachher so hier schreiben kann" ;), aber die technischen Krims-Krams-Probleme sind ja nicht ungewöhnlich....

Na, die nächsten beiden Interviews, die in Kürze kommen, sind wohl ohnehin dann kostenpflichtig, da muss dann halt geblecht werden :D

Nix für ungut,

Gruß Matthias

P.S.: nur für den Fall dass die Ironie nicht verstanden wurde, die erste Zeile war nur Spaß.
@ECvH:

das mit dem Dreifach-Namen kann ich nur unterstützen, das ist wirklich ein "bißchen" schwierig - ich fürchte jedes mal wieder, da die Reihenfolge peinlicherweise durcheinander zu bringen ;)

Übrigens, nur aus rein privater Neugier: kam das durch irgendwelche innerfamiliären Heiraten zustande, so wie z.B. Maier-Mohns (Frau Maier hatte Herrn Mohns geheiratet, unseren ehemaligen Pfarrer, und sich irgendwie nicht dem Namen unterwerfen wollen :D) oder die seelige Ex-Justiz-Ministerin Leuthäuser-Schnarrenberger.... also bei Ihnen vielleicht durch die Heirat der "Frau van-Hoa" mit "Herrn Cao" oder so?

aber das nur so am Rande, befehle mich selbst zurück zum Thema JAG-Aktie ;)

Grüße nach Hamburg,

Matthias
Liebe JA(e)Ger,
es ist immer Zeit zum JAGen, sonst wäre der Tag (ganz klein geschrieben) ja langweilig.
@Dr. Tegernsee und Matthias Schrade: Ich dachte, es sei Absicht gewesen, die Leser durch die fehlenden Zeilen auf die GSC-Seite zu lenken und habe mir daher den Hinweis "Bitte lesen Sie auf ... nach" erspart. Es beruhigt mich, daß hier ein technisches Problem der Grund war. Wo wären wir ohne die Technik heute?
@Matthias Schrade: Es handelt sich um einen vietnamesischen Namen. Diese bestehen meist aus drei Teilen, zuerst kommt der Familienname, dann ein oder zwei persönliche Namen. Also ganz ähnlich wie DimpflmayerJosef oder TegernseeLudwig.
@Philipp Steinhauer: Es handelt sich um einen kleinen Teilnehmerkreis. Namen werden aus Gründen des Datenschutzes nicht genannt.
Gruß aus Hamburg
E.Cao-Van-Hoa
War das nun ein schöner Tag oder wer hat den Weg zur HV gefunden?
Den Weg zur HV hat jeder gefunden der wollte, die JAG HV Einladung kann man wohl zu den besten Einladungen in diesem Jahr zählen (gute Karte, Anreise per ÖPNV und Auto gut erklärt, Fotos des Veranstaltungsort, Hinweis auf Hotelreservierung, etc.). Dies hat vorbildfunktion!

Beste Grüße, Philipp Steinhauer
philippsteinhauer@yahoo.de

P.S.: Von der HV wird nichts verraten...
@Philipp: Du meinst wohl noch nichts verraten, wer sollte sonst noch Deinen Bericht lesen ;)

Gruß Matthias
Die HV war erste Klasse, insbesondere die After-HV-Party!

Wie lange ging es denn noch?

Und wer machte eigentlich den Vorschlag, die JAG-Shirts auf
der TAG-HV zu tragen??
Ja, die Veranstaltung war eine "runde Sache".

Der Vorschlag stammte von mir, war aber ein Scherz ;-)
Liebe wallstreet-onliner und JÄGer,
der Bericht über das erste Halbjahr 2001 steht bei der JAG-page im Netz. Auch die Pressemitteilung zur HV ist dort abrufbar.
Beste Grüße aus Hamburg
E.Cao-Van-Hoa
@ Philipp Steinhauer

Hi! Du scheinst ja auf der Jeserich-HV gewesen zu sein. Stimmt es, daß gegen die Kapitalmaßnahmen, die beschlossen werden sollten, Widerspruch zu Protokoll gegeben wurde? Habe sowas läuten hören. Berichte doch mal bitte. Würde mich interessieren.
das war eine richtige panne-aktion, die sich allerdings mehr gegen sparta richtete als gegen die jeserich. der olaf kriewald (ehemaliger vorstand der cyberradio ag, hh)und sein damaliger vorstandskollege ziehen als rächer durch die lande und bombardieren offensichtlich sparta beteiligungen mit solchen lapalien. es ist widerspruch zu 3 top`s zu protokoll gegeben worden (kapitalmaßnahmen) und eine anfechtungsklage ist angekündigt worden. aussichten auf erfolg natürlich gleich null, was der anwesende herr freitag in bester manier dem anwesenden herrn kriewald auch deutlich gemacht hat. herr moffat (sparta), ebenfalls anwesend, hat auch die absichten dieses herrn sogleich deutlich gemacht. ein wehmutstropfen auf einer rundrum gelungenen veranstaltung.

ciao

art
Hallo JÄGer und wallstreet-onliner,
der HV Bericht von Philipp Steinhauer ist bei gsc-research nachzulesen (www.gsc-research.de). Über die HV hat auch die Immobilien Zeitung (www.immobilien-zeitung.de) berichtet.
Viel Spaß beim Lesen !

Beste Grüße aus dem verregneten Hamburg
E. Cao-Van-Hoa
Guten TAG!

Die Jeserich HV war wohl eine der angesagtesten Hauptversammlungen in diesem Jahr, ähnlich wie die TAG HV im Frühjahr. Da denkt man (nicht nur wegen Herr Blums schöner Verwandschaft) immer gern zurück...

Gestern war ich in Frechen bei Köln. Zufällig bin ich dort bei einem Objekt der JAG vorbeigefahren, welches auch im GB aufgeführt ist. Der Schriftzug "JAG" mit dem Logo war über ein Banner prominent platziert. In Sachen Corporate Identity im Immobilienbereich ist die Jeserich AG sicherlich Vorreiter.


Beste Grüße, Philipp Steinhauer
philippsteinhauer@yahoo.de
Hi Phil,

kann Dir 100% zustimmen, ist mir auch aufgefallen!!!!

Habe übrigens schon mein JAG-Shirt eingeweiht. Hat
mich (leider) noch keiner auf der Strasse angesprochen,
was den JAG sei.

Aber bei der TAG-HV werden wir ja gemäß Deinem Vorschlag alle damit anrücken...

Grüße
Dr.Tegernsee
Guten TAG Doc, habe leider versehntlich [wer oder was war daran wohl schuld;-)] das falsche Hemd mitgenommen, Größe "s". Damit kann ich mich nun wirklich nicht auf der TAG HV sehen lassen. Lass uns aber den Treff im Vorfeld mit dem Hemd veranstalten, gibt ein schönes Foto ;-)


Beste Grüße, Philipp Steinhauer
philippsteinhauer@yahoo.de
Hai Leute,

anbei mal wieder was inhaltvolles.

Ciao

Art

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Immobilien Zeitung vom 16.08.2001

News
JESERICH AG Kapitalerhöhung und Investitionsprogramm


Die Immobilienaktiengesellschaft Jeserich AG (JAG), Köln, hat im ersten Halbjahr 2001 ihre Erträge aus Objektverkäufen auf knapp 2 Mio. DM steigern können. Dies belegt nach Auffassung des Vorstandes den Erfolg der Neuausrichtung der Gesellschaft.


Die JAG beschränkte sich seit der Aufgabe ihres operativen Geschäfts im Jahr 1975 lange Zeit auf die Verwaltung des eigenen Liegenschaftsvermögens. Seit 1999 wird die Neuausrichtung vorangetrieben, die neben Projektentwicklungsaktivitäten auch die Öffnung für strategische Investoren beinhaltet. Die AG konzentriert sich seit der Bereinigung ihres Portfolios auf zwei Kerngeschäftsfelder: Den Ankauf von renditestarken Logistikimmobilien für den Bestand und die Aufbereitung von Industrieimmobilien für den Weiterverkauf.

Die Bilanzsumme zum 31.12.2000 betrug 108,6 Mio.DM. Auf der Basis der bisher erzielten Erträge und der Projekt-Pipeline rechnet der Vorstand mit einer "überproportionalen Ergebnissteigerung" am Ende des laufenden Geschäftsjahres.

Im Herbst dieses Jahres ist die Aufnahme in den Amtlichen Handel und eine Erhöhung des Free Float geplant. Zur weiteren Expansion wird die JAG eine Kapitalerhöhung von nominal 1,75 Mio. DM auf 7 Mio. DM durchführen. Die Gruppe der Kleinaktionäre hat die Gesellschaft, an der der Vorstandsvorsitzende Oliver Blum 70% hält, dabei zur Zeit noch nicht im Visier.

Die Emissionserlöse aus der Notierung im Amtlichen Handel in Verbindung mit der Kapitalerhöhung fließen in ein Investitionsprogramm mit dem Ziel weiteren Wachstums und einer Steigerung des Unternehmenswertes. Bis 2006 will man jährlich rund 50 Mio. DM mobilisieren. Hiervon sollen insgesamt 40 Mio. DM in die Wertsteigerung und Aufbereitung des Grundbesitzes gesteckt werden, über 80% fließen in ertragsstarke neue Objekte. Schließlich ist geplant, in "Gewinn bringende immobiliennahe Beteiligungen" zu investieren. Auf der Basis dieses Programms verfolgt die JAG ihr selbst gesetztes Ziel, "mittelfristig im deutschen Markt, langfristig auch in ausgewählten europäischen Märkten eine bedeutende Rolle unter den deutschen Immobilien-AGs einzunehmen".
Herr CvH,

wie steht es denn mit der geplanten Kapitalerhöhung?
Laut Aussage Dr.Ristow auf der TAG-HV am 31.08.2001
werde ja immer noch durch die TAG geprüft.

Hat es Anfechtungsklagen gegen die HV-Beschlüsse
gegeben?

Grüße
Dr.Tegernsee
Lieber Dr. Tegernsee,
es ist gut, daß Sie Herrn Dr. Ristow zitieren. Dieser Aussage kann man sich voll anschließen. Auch ich glaube, daß eine so umfangreiche Due Diligence nicht en passant geprüft werden kann.
Anfechtungsklagen hat es bisher nicht gegeben. Die Frist läuft heute um 24:00 ab.
Beste Grüße aus Hamburg
E.Cao-Van-Hoa
Hallo!

Im Gegensatz zu manch anderer Immobiliengesellschaft hat sich der Jeserich Aktienkurs sehr gut halten können. Jetzt sind wir auf die nächsten Meldungen gespannt...


Beste Grüße, Philipp Steinhauer
philippsteinhauer@yahoo.de
liegt wohl hieran...

Quelle[WELT am Sonntag vom 23.9.2001]


...Eine Fortführung der expansiven Strategie wurde von Litz Ristow und dem Vorstand bereits angekündigt. Weitere Beteiligungen oder Übernahmen von wohnwirtschaftlichen und gewerblichen Immobilienbeständen sind in Planung. Für den Bereich Spezialimmobilien, der dem bisher nur das Boarding-Haus zugeordnet, finden derzeit Gespräche mit der Jeserich AG statt, die ihren Fokus in der Revitalisierung alter Industrieflächen und Logistikimmobilien definiert. Eine Due Diligence-Prüfung der Gesellschaft wurde soeben abgeschlossen, so daß mit einer Entscheidung über die Aufnahme der Jeserich AG in den „Ristow-Club“ für die nächsten Monate zu rechnen ist. ....

Grüße


Art
Soso,

dabei soll JAG laut TAG-Aufsichtsratsmitglied X doch
für die TAG völlig uninteressant sein ...
(Phil, ich hoffe Du erinnerst Dich?)

Bestimmt wollte uns da jemand auf den Arm nehmen.
Müßte sie auch, wenn man alle realen Faktoren berücksichtigt. Auch strategisch macht´s für die TAG wenig Sinn.
Ich verweise auf meine Postings. Eine Beteiligung halte ich trotzdem für möglich.
Gruß unicum
Der Kurs bröckelt weiter, die Verkaufsorder häufen sich. Dies wohl auch, weil die angekündigte KE (inkl. Investoreinstieg) auf sich warten läßt.

@ Doc Tegernsee:
Blum hatte zu Philipp gesagt, er möchte so lange wie möglich die Mehrheit halten. Außerdem möchte er die JAG in den MDAX bringen. Beides würde aber unter Beteiligung der TAG nicht möglich sein. Diese muß sich auch fragen lassen, zu welchem Preis man bei JAG einsteigen will. Die Anlegerschaft ist da ja in den letzten Jahren allgemein kritischer geworden (auch beim BV wurde diesbezüglich diverse Kritiken laut, die ich in diesem Fall jedoch nicht nachvollziehen konnte).
Ich würde Herrn Dr. Ristow ja gerne die Germania-Epe als Gewerbegesellschaft vorschlagen (schon weil ich dort Aktionär bin ;) )aber da stöhrt wohl das 10%-Paket der Konkurrenz zu sehr. Und die will es offenbar aus genau diesem Grund nicht hergeben - oder weiß hier jemand mehr ?

Gruß an alle !
Hallo!

Die Jeserich AG ist auf der Expo Real in München vertreten. Vielleicht kommen von dort News?


Beste Grüße, Philipp Steinhauer
philippsteinhauer@yahoo.de
Hallo!

Von der Expo Real gabs keine News. Abet ob mit oder ohne TAG: die Jeserich AG ist eine klar fokuissierte Gesellschaft in einem spannenden Wachstumsmarkt und verfügt über ein äussest erfolgreiches Management. Es ist davon auszugehen, dass man auch in der Zukunft noch einiges von der Jeseich AG höen wird.


Beste Grüße, Philipp Steinhauer
philippsteinhauer@yahoo.de
Auf der Jeserich Homepage ist ein aktueller Artikel aus der Immobilienzeitung abzurufen. Bei mir klappt die Anzeige jedoch nicht.
Wenn ich den Kursverlauf der Jeserich AG sehe, klingt die "klar fokussierte Gesellschaft", das "äußerst erfolgreiche Management", der "spannende Wachstumsmarkt" usw. mehr nach dem berühmten Pfeifen in einem dunklen Wald.

Der Kurs "10 Euro Brief" deutet eher darauf hin, daß die Zukunft der JAG von vielen Marktteilnehmern - trotz der bunten Berichte allerorten - eben nicht uneingeschränkt positiv gewertet wird...

Ich bleibe skeptisch, ob die JAG die hohen Erwartungen mancher Aktionäre erfüllen kann.

Gruß,
AsphaltCowboy

P.S. Auch TAG scheint mir zu gegenwärtigen Kursen alles andere als ein Schnäppchen zu sein.
Hier der Bericht:


31.10.2001

JAG übernimmt AEG-TRO-Areal in Berlin-Köpenick
Die Jeserich AG (JAG), Köln, hat auf der Expo Real eine Vereinbarung zur Übernahme des früheren AEG-Areals (das jetzige Kultur- und Technologiezentrum Rathenau) getroffen. Die exklusive Übernahmeoption für das rund 72.000 qm große Grundstück ist bis Ende März 2002 befristet. Das Areal liegt direkt am Spreeufer im Südosten Berlins. Es enthält mehrere historische Industrieobjekte aus der Gründerzeit, ein Teil wird als Event-Halle genutzt. Im kommenden Jahr wird die Fachhochschule für Technik und Wirtschaft auf das benachbarte Grundstück umziehen. Die JAG plant unter anderem, auf dem AEG-Areal ebenfalls studentische Einrichtungen anzusiedeln.

http://www.immobilienzeitung.de
Oh je, heute - 18 % und ganz knapp über 52-W-Tief! Die Taxe 5/8,50 Euro ist richtig bitter. Warum bricht der Kurs plötzlich so weg? Wissen einige mehr und wollen nun raus aus dieser hochgejubelten Aktie?
Also bei 8 Euro ist JAG sicher nicht mehr "hochgejubelt".

Der Verkaufsdruck dürfte wohl durch Sparta-Restbestände begründet sein, die auf den Markt geschmissen werden.

Mich würde aber interessieren, wie es denn nun mit der
Kapitalerhöhung steht?

Grüße
Dr.Tegernsee
Selbst 8 Euro sind nur mit sehr guten Willen gerechtfertigt. Das sehen wohl auch die zahlreichen Verkaufsorder so.
5 Euro kommt einer realistischeren Bewertung der JAG schon näher.
Klar ist auch, daß die JAG langsam ein Imageproblem bekommt, schließlich wurde viel versprochen.
Man sollte Pferde nicht von Hinten aufzäumen. Diese Mentalität wurde z.B. im GSC-Interview deutlich, wo es darum ging einen "Schneeballeffekt" zu erzeugen.
Es gilt heute mehr den je: Erst das Value, dann der Kurs.
Gruß unicum
Hallo!

Stichwort Kurs: Der Kurs wird vom Markt gemacht, und hier kann man dem Jeserich Managemet keinen Vorwurf machen. Ein Schneballeffekt oder sonst eine andere Aktionärstäuschung zu unterstellen ist vollkommen unfundiert. Grade bei wirklich marktengen Werten wie der Jeserich ist es doch so, dass diese zumindest kurzfristig erheblichen Schwankungen unterwofen sind. Wenn nun tatsächlich die SPARTA AG ihre Bestände auf den Markt wirft, dann liegt das sicherlich nicht an der Werthaltigkeit der Jeserich Aktien sonder vielmehr an der wahrscheinlich prekären Fianzsituation der SPARTA AG.

Stichwort Value: Das Jeserich Managemet kann man als äusserst umtriebig bezeichnen, schaut Euch doch einfach mal die letzten Meldungen an!


Beste Grüße, Philipp Steihauer
philippsteinhauer@yahoo.de
TAG Philipp, wie geht´s ?

Kurse werden immer von den Teilnehmern eines Marktes gemacht.
Man mag Sparda viel vorwerfen, an allem sind sie jedoch auch nicht schuld. Betrachte sie dann doch einfach auch nur als Marktteilnehmer.
Zur Liquiditätslage der Sparda kann ich mich nicht äußern, Sparda war nie auf meiner Watchlist (weshalb ich vielleicht ein etwas unverkrampfteres Verhältnis zu ihr habe als viele andere w:o-Teilnehmer) allerdings verkauft Sparda vergleichbare Beteiligungen z.B. GIVAG meines Wissens zur Zeit nicht (vorallem nicht bei so engen Werten über den Markt! (vorausgesetzt sie sind überhaupt der aktuelle Verkäufer bei JAG).
Bezügl. Werthaltigkeit der JAG: Solange aus Gerüchten zur TAG-Beteiligung noch keine Realitäten geworden sind, halte ich mich bei der Bewertung vorerst an die Fakten (das ist natürlich meine persönliche Vorgehensweise und soll niemanden bevormunden).
Was das Wort "Schneeballeffekt" betrifft, so habe ich diesen Begriff wörtlich Deinem Interview mit Dr CaoVanHoa entnommen, er ist also dort nachlesbar. Ich habe nicht behauptet, daß seitens JAG direkte Kursmanipulationen erfolgten und bin auch ehrlich davon überzeugt, daß diese nicht erfolgten.
JAG ist ja nicht grottenschlecht - nur zu teuer. Diese Meinung vertrat ich schon unmittelbar nach der Veröffentlichung der sehr schönen Studie von Art Bechstein.
Ansonsten grüße ich Dich und alle Taggies von der HV ;)

Gruß aus Hamburg von unicum
Hi unicum,

der Schneeballeffekt bezog sich auf die Öffentlichkeitsarbeit der Jeserich, die sich ja inzwischen recht gut entwickelt hat. Die Jeserich AG hätte ja uch weitermachen können wie bisher, also gar keine Berichterstattung in 140 Jahre Geschichte.

SPARTA bitte mit "t" und groß!
Deren Jeserich Beteiligung verfügt sicherlich über einen höheren Marktwert als die GIVAG Aktien. Ansonsten haben sie ja scho recht viel verkauft, die angebliche Kernkompetenz wird inzwischen sogar von einer Tochtergesellschaft betrieben.

Beste Grüße, Philipp Steinhauer
philippsteinhauer@yahoo.de

P.S.: Schreib mir bitte ein e-Mail, habe Deine Adresse verlegt.
O.K.: SPARTA - Da sieht man mal, wie wenig ich mich mit dieser Gesellschaft beschäftigt habe (s.u.);)

Scheeballeffekt: Ich habe nichts gegenteiliges behauptet, allerdings habe ich seinerzeit aus dem Kontex schon einen Zusammenhang zum Kurs gezogen, zumal CVH ja für IR zuständig ist und IR wird für den Kurs betrieben. Ich werde Zuhause mal nachlesen, da der Artikel über GSC gerade nicht abrufbar ist. Sollte ich dann einen anderen Eindruck gewonnen haben, werde ich mich diesbezüglich Übermorgen an dieser Stelle korregieren.

Ansonsten: edwardhopper@unicum.de

Gruß unicum
[Quelle; Die WELT]

Jeserich stockt Grundkapital auf sieben Mio. Euro auf
Die neuen Aktien werden zum Stückpreis von zwei Euro angeboten

Die Jeserich AG (JAG), Köln, führt die auf ihrer Hauptversammlung angekündigte Kapitalerhöhung durch. Demnach soll das Grundkapital von nominell 5,25 Mio. Euro auf sieben Mio. Euro aufgestockt werden. Die neuen Aktien werden zum Stückpreis von zwei Euro angeboten. DW
Liebe w-onliner und JAGer,
das Bezugsangebot kann unter www.j-ag.de abgerufen werden. Heute ist auch der neueste Aktionärsbrief dort eingestellt worden.
Beste Grüße aus Hamburg
E.Cao-Van-Hoa
Hallo Herr Cao Van Hoa,

obwohl ich nur eine kleine JAGerin bin und eher der Gruppe der (Flacon-)Sammlerinnen zugerechnet werden kann, erlaube ich mir einige Fragen zum veröffentlichten Bezugsangebot der JAG. Vielleicht sind die Fragen ein bißchen simpel, aber mein Freund sagt immer, daß ich lieber fragen soll, wenn ich etwas nicht verstehe. Da er die folgende Sache auch nicht kapiert hat, frage ich Sie um Rat.

Die jungen Aktien aus der KE wurden - soweit ich dies richtig verstanden habe - von der Bayerischen Hypo- und Vereinsbank AG (BHV) zu einem Preis von je 1 Euro übernommen. Nun werden diese Aktien allen Aktionären im Verhältnis 3:1 zum Preis von 2 Euro je bezogene Aktie angeboten. Die Differenz aus dem Übernahmepreis und dem Plazierungspreis fließt der Gesellschaft zu und kann von der JAG entsprechend dem vorgesehenen Zweck verwendet werden.

Soweit so gut, denn bis hier habe ich auch keine Fragen ;)

Was passiert aber mit den jungen Aktien, die nicht von den Altaktionären bezogen werden? Diese stehen nach obiger Auslegung bei der BHV mit 1 Euro in den Büchern. Dis KE wäre zwar garantiert, allerdings würde die BHV deutlich günstiger zum Zuge kommen als die anderen Aktionäre. Ist dies die Definition des unternehmerischen Risikos seitens der BHV?

Bliebe die BHV in diesem Fall auch weiterhin Aktionär der JAG oder gibt es eine Plazierungsgarantie zu 2 Euro seitens institutioneller Investoren bzw. der Großaktionäre? Falls nicht, würden die vielleicht bereits eingeplanten Mittel aus der KE (zu 2 Euro) fehlen und weitere, bereits eingeplante Projekte verschoben werden... ? Mache ich einen Denkfehler?

Ist es in der Praxis nicht häufig so, daß die beteiligten Banken die Aktien aus einer KE zum späteren Plazierungspreis übernehmen und wegen dieses "Plazierungsrisikos" auch eine saftige Provision von den emittierenden Unternehmen kassieren? Da die Provision ja maßgeblich vom Plazierungspreis (Emissionsvolumen) abhängen dürfte, hatten die Banken früher oft den Anreiz, Aktien zu "Mondpreisen" an die zahlungswilligen ("dummen"?) Kleinaktionäre zu verkaufen...Mein Ex-Freund war lange Zeit in so einer Abteilung und die haben sich echt eine goldene Nase verdient. Meine Kelly-Bag von Hermes erinnert mich heute noch an diese tolle Zeit...

Das Plazierungsrisiko hat man auf Bankenseite sicherlich gerne in Kauf genommen. Ist die gewählte Variante bei der JAG die neueste Mode in der Konsortialbankpraxis, nachdem sich die Stimmung im IPO-Geschäft (bzw. Secondary Placements) auch aus Bankensicht deutlich eingetrübt haben dürfte? Sind die Banken jetzt nicht mehr bereit, diese unternehmerische Risiken zu schultern?

So bleibt die Frage, ob die BHV überhaupt einen Anreiz hat, alle jungen Aktien zu plazieren - zum Nachteil der JAG und zum Nachteil der Altaktionäre. Schließlich könnte sie sich - wenn meine Auslegung des Bezugsangebots zutrifft - ein schönes Stück vom Jeserich-Kuchen zu 1 Euro abschneiden...
Wer würde dann garantieren, daß die Bank diese Aktien nicht zu höheren Kursen über den Markt abverkauft und so ein ständiger Druck auf dem J-Kurs lastet? Schließlich würde jeder Aktienkurs zwischen 1 und 2 Euro bei der BHV zu einem Gewinn führen, während wir freien Aktionäre "in die Röhre" schauen...

Vielen Dank für die Beantwortung meiner Fragen. Hoffen wir, daß die JAG weiterhin so erfolgreich ist und auch der Aktienkurs nach der KE wieder anspringt...Dann kann ich mir irgendwann selbst tolle Handtaschen kaufen, ohne auf meinen Freund angewiesen zu sein.

Viele liebe Grüße nach Jeserich,
Tina M.

P.S. Sehr gute Idee, die Investorenkommunikation auch im WO-Board zu betreiben. Weiter so!
Hallo TinaM
Willkommen bei W:0 ;)
Fragen zu stellen ist immer richtig und dumme Fragen gibt es ja bekanntlich nicht.

Ohne Herrn Dr CVH vorgreifen zu wollen, kann ich Dir mitteilen (ohne das ich etwas von der operativen Abwicklung von KE bankintern verstehe), daß die Abgabe an die betreuende Bank nach meinen Erfahrungen i.d.R. immer zu einem Euro (bei nennwertlosen Stückaktien) erfolgt.
Die BHV ist ferner meines Wissens verpflichtet, die marktgerechte Nachfage zu befriedigen, sie kann sich also nicht aussuchen, Aktien nach ihrer Gunst einzubehalten.
Was eigentlich mit nicht platzierten Aktien passiert weiß ich jedoch aus dem Stehgreif auch nicht, allerdings kann ich mir nicht vorstellen, daß BHV diese sich für 1 Euro unter den Nagel reißen kann.
Der Text zum Bezugsangebot ist jedenfalls standardisiert.
Der Bezugspreis von 2 Euro ist fair, zumal auch eine halbe Dividendenberechtigung besteht.

@ Dr Cao Van Hoa

Schön, daß Sie trotzdem noch dabei sind. Werden Sie auch im nächsten Jahr weiterhin für die JAG tätig sein ?

Das Vertrauen in die JAG hat sicherlich bei einigen Ihrer Aktionäre kräftig Schaden genommen, nachdem man div. Erwartungen bewußt geschürt hat (so war Borkers HV-Auftritt z.B. in jedem Fall völlig überflüssig und reine Reklame daneben: vollmundige Interviews u.a.).
Im aktuellen Aktionärsbrief wird darüber im drittletzen Absatz zu weinig geschrieben. Außerdem stört es mich, daß das Scheitern so suggestiv dargestellt wird, als ob das Interesse an einer Beteiligung an der JAG stets haupts. von der TAG ausging und nicht andersherum, wie jederman weiß.
Dies deutet darauf hin, daß eine kulturelle Trendwende im Umgang mit den Aktionären noch nicht vollzogen wurde.

Ich meine: ehrlich währt am längsten.

Naja, wie gesagt, die KE erachte ich wenigstens als fair - Blum macht ja auch mit (schönen Gruß an dieser Stelle!). Das währe ein guter Neustart.

Gruß aus Hamburg
unicum
Für die Schreibkultur: das letzte "währe" schreibt man tatsächlich "wäre".
Hallo Unicum,

vielen Dank für Deine schnelle Antwort. Herr Cao Van Hoa wird sicherlich im verdienten Wochenende gewesen sein. War übrigens in der Tat nicht so leicht, sich hier bei WO anzumelden. Ich war ganz schön aufgeregt vor`m ersten Mal...

Sei`s drum, es ist ja zum Glück alles gut gegangen.

Viele Grüße,

Tina
Hai Unicum,

mit der Ehrlichkeit ist das so eine Sache. Wenn Borkers bei der JAG HV erscheint, dann ist das ein klares Präjudiz für offensichtliches Interesse, was ja insofern auf Gegenseitigkeit beruht, als Herr Blum m.W. auch bei der TAG HV in München war. Hier steht es also schon mal 1:1.

Auf der Jeserich HV, bzw. auf dem Chill Out danach wurde, was man sehr offensichtlich beobachten konnte, der Due-Dilligence Bericht zur Jeserich übergeben und bestimmt gründlich von der TAG geprüft. Wenn man die Meinung vertritt, dass die Absage von der TAG ausging, dann würde das bedeuten, dass die Gründe für die Absage aufgrund des Due Dilligence Berichtes zustande gekommen sind, denn sonst wäre Mr. Borkers wohl kaum nach Köln gekommen. Wenn das aber so sein sollte, dann muß die TAG ja ein großes As im Ärmel haben oder besser erst in den Ärmel gesteckt bekommen haben, denn auch sonst wäre Borkers wohl kaum für einen ganzen Tag nach Kölle gepilgert. D.h. - folgt man Deiner Theorie - dann kann die TAG frühestens im August 2001 eine (weitaus) bessere Alternative aufgetan haben, da auf der TAG-Hv Ende August noch die baldige Vorstellung einer neuen Führungsgesellschaft angekündigt wurde, mußte man diese entweder bereits gekannt haben oder es sollte zu diesem Zeitpunkt noch die Jeserich sein.

Da die TAG aber noch keine Gesellschaft vorgestellt hat, nährt das allerdings die andere Theorie, dass die Absage doch mehr von Jeserich ausging, weil die Verhandlungen vielleicht zu zäh geführt wurden oder die Vorstellungen bei TAG inakzeptabel für JAG waren o.ä.

TAG ist jetzt unter zeitlichem Zugzwang (wegen der Ankündigung) und muß nun eine Gesellschaft präsentieren, die in jeder Hinsicht der Jeserich "überlegen" ist. Wahrscheinlich wird bei der Alternative zum Beweis dieses Umstandes gerade eine umfangreiche Due-Dilligence durchgeführt, denn die TAG Aktionäre wollen ja schließlich wissen, was sich die TAG da einkauft und wollen das auch vorgerechnet bekommen.

Man darf als als Aktionär beider Gesellschaften gespannt sein, wen man präsentiert, denn auch die Jeserich wird dringend Partner brauchen, um Masse aufzubauen...

Ciao

Art
Das Interesse der TAG an der JAG oder anders gesagt, die gemessen am Börsenkurs hohe Bewertung der JAG habe ich nie verstehen können.

Die bisher ausgewiesenen Ergebnisse der JAG sind eher marginal, eine nennenswerte Wertsteigerungserwartung kann man nicht haben (evt. in begrenztem Umfang bei einzelnen Immos, aber nicht insgesamt), größere Ertragsphantasie besteht nicht (oder konnte bisher nicht - auch nicht andeutungsweise - vermittelt werden).

Die JAG Aktie war daher für mich völlig uninteressant. Die Kursentwicklung spricht nun auch für eine Bewertung, die sich an den ausgewiesenen Ergebnissen mit üblichen Multiplikatoren orientiert.

Wieso sollte sich TAG an JAG beteiligen? Es stand offenbar nur eine Minderheitsbeteiligung zur Disposition. Das ist aber für TAG unattraktiv, da nicht konsolidierungsfähig. Ertragsphantasie wäre angesichts der evt. erzielbaren KGV´s nicht zu erwarten, eine Verwässerung der TAG Gewinne und stillen Reserven die unerwünschte Folge.

Da verbleibt nur die Aussicht auf Kontakte und die vorher verabredete spätere Mehrheitsübernahme der JAG. Das alles war dann wohl nicht verhandelbar und die Nicht-Beteiligung für beide Seiten das bessere Ergebnis.

Die TAG könnte nach Übernahme der Mehrheit des Bau-Verein HH die REG Mehrheit übernehmen. Davor sollte man jedoch in Dt. noch einen größeren deal mit günstigen Konditionen einbauen.

Wie auch immer, es bleibt spannend.

CU, goldmine
Hai Goldmine !

na, wenn es REG wäre, dann müßte die Entscheidung ja Ende Oktober gefallen sein (**lol**).




Allerdings ist die REG über 4 x höher kapitalisiert als die TAG - glaub, dass ist ein bißerl viel zum Schlucken. Vielleicht plant ja Ristow auch schon den Ausstieg...aber dazu ist es noch ein bißerl früh. Naja, warten wir es ab, wir sind ja auch hier im Thread nur zu Gast.

Ciao

Art
Hi Art !

1) Für mich zeichnete sich schon vor der JAG-HV ab, daß es zu keiner Kernbeteiligung kommen wird (siehe meine Postings). Der Borkers-Auftritt hatte mich jedoch zugegebenermaßen etwas irritiert.

2)Für die Übergabe einer DD wäre dieser Auftritt alles andere als nötig gewesen. Ich vermute, daß Borkers eingeladen wurde. Der Anwesenheit von Blum auf der TAG-HV würde ich nicht übermäßig Bedeutung zuordnen.

3)Auf dieser HV äußerte sich Ristow bereits bezügl. JAG sehr zurückhaltend. Haupt sagte, man habe noch keine weitere FüGes. gefunden.

4) Warum muß sich TAG bei der Suche der anderen FüGes. beeilen? In der HV-Rede v. Haupt ist genau das Gegenteil erwähnt (u.a.FüGes nächstes Jahr).

5)Ich kann mir schon vorstellen, daß es Alternativen zur JAG gibt.

6)Ob JAG oder TAG letzlich abgebrochen haben, ist led. eine Sache der Perspektive. Tatsache ist jedenfalls, daß man sich vernünftigerweise Blum´s Bedingungen nicht fügen konnte.

Es ist eher die Aufgabe der JAG, ihren Aktionären zu erklären, warum man nicht zueinander fand.
Insbesondere die kühne Behauptung, eine Allianz zw. TAG und JAG würde der JAG langf. keine Vorteile ergeben, ist aus Sicht der Gesellschaft nun schwer verständlich, eher vielleicht aus der persönlichen eines größeren Aktionärs.

Ich glaube übrigens auch nicht, daß die REG die Gewerbe-o.Spezial-FühGes. wird.
Ristow´s wirklicher Anteil an der TAG (auch im Verhältnis zu seinem Vermögen) interessiert mich übrigens schon etwas länger. Ich glaube, es ist mittlerweile sehr viel geringer als es von Außen betrachtet den Anschein erweckt.

Gruß unicum
Hallo TinaM, unicum und alle anderen w-onliner,

auch von meiner Seite ein „Willkommen an Board“ an TinaM, verbunden mit der Aufforderung , dieses Forum weiter für Fragen zu nutzen. An unicum meinen Dank für die teilweise Beantwortung von TinaMs Fragen, ich empfinde das übrigens nicht als einen „Vorgriff“ auf meine Antworten (auch wenn TinaM die Fragen an mich richtet, habe ich sie nicht gepachtet). Im Gegenteil, ich denke, daß dieses Forum gut für einen Informationsaustausch geeignet ist und jeder sein Wissen weitergeben sollte. Das nützt allen w-onlinern.


Da unicum bereits einen Teil der Fragen beantwortet hat und die einzelnen Beiträge schon eine Menge Informationen beinhalten, hier noch ein paar Ergänzungen:

@TinaM
1. Für etwaige nicht plazierte Aktien gibt es bei dieser Kapitalerhöhung eine Verpflichtungserklärung der Großaktionäre. Dies ist, soweit ich mit Kapitalerhöhungen vertraut bin, der normale Gang der Dinge, denn die Banken scheuen jegliches Risiko, auf nicht plazierten Paketen sitzen zu bleiben.
Ausnahmen von diesem Usus haben die Banken nur bei ganz großen „Würfen“ gemacht, d.h. bei großen, renommierten Unternehmen und dann, wenn sie die Börsenlage so einschätzten, daß Ihnen die Papiere aus den Händen gerissen wurden. Ich vermute, daß diese Zeiten vorbei sind. Zu den „Mondpreisen“ kann Dir Dein Ex-Freund sicherlich mehr sagen als ich, aber ich glaube, daß die Aktieneuphorie der Jahre bis 1999/2000 auch durch blauäugiges Verhalten von Neuaktionären angeheizt wurde und die Banken die hohe Nachfrage genutzt haben.
2. Ich glaube nicht, daß die Banken und in unserem Falle die HVB ein unternehmerisches Risiko „gern in Kauf genommen“ hätten.
3. Insofern wird die HVB kein Interesse haben, ein Stück am Kuchen zu halten und ggf. später weiterzuverkaufen. Der Druck würde dann nämlich auch die Verkäufe der HVB belasten.
4. Ich würde mich freuen, wenn der JAG-Kurs die Unabhängigkeit von Deinem Ex-Freund beschleunigt. Immerhin finde ich es nobel, daß er Dir auch post eventum noch zu Hermes-Objekten verhilft.

@unicum
1. Ich werde auch im nächsten Jahr für die JAG tätig sein.
2. Ich kann nicht nachvollziehen, wo die JAG „bewußt Erwartungen geschürt hat“. Warum war der „HV-Auftritt“ von Olaf Borkers überflüssig ? Er ist im übrigen nicht "aufgetreten", sondern hat die JAG-HV besucht.
Vollmundige Interviews hat es in Bezug auf das Thema TAG/JAG nicht gegeben. Im GSC-Research-Interview hat Oliver Blum zu den angesprochenen „Stimmen“, die „wissen, dass der angesprochene Großaktionär die TAG Tegernsee AG ist“ wie folgt geantwortet: „Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ich hierzu momentan nichts sagen möchte.“
3. Ich verstehe den drittletzten Absatz des Aktionärsbriefes ganz anders. An einer Verbindung TAG/JAG gab es auf beiden Seiten Interesse. Dies ist auch im Markt so aufgenommen worden. Im Aktionärsbrief wird jetzt den Aktionären der JAG mitgeteilt, was daraus geworden bzw. nicht geworden ist und es wird erläutert, welches die Gründe dafür sind.
4. Mit Blick auf das eben Gesagte denke ich, daß das Vertrauen der Aktionäre in die JAG sicherlich nicht aufgrund der durch die JAG gegebenen Informationen erschüttert wurde. Die Aktionäre haben ein Recht darauf, über die Entwicklung ihrer Gesellschaft informiert zu werden. Ich bin der Meinung, die JAG ist dabei auf dem richtigen Weg.
Die Andeutung, eine „kulturelle Trendwende“ habe nicht stattgefunden, verstehe ich deswegen nicht. Kannst Du sie erläutern ?
Ehrlich währt am längsten ist ein guter Satz. Wenn man böswillig ist, könnte man unterstellen, daß der Satz an dieser Stelle Deines Beitrages suggerieren soll, der Umgang der JAG mit ihren Aktionären entspräche dieser Maxime nicht. Kannst Du auch das erläutern oder war es anders gemeint ? Vielleicht helfen mir diese Erläuterungen weiter und ich kann Deine Gedankengänge dann besser verstehen.

Gruß an alle
E.Cao-Van-Hoa
Sehr geehrte Damen und Herren,

die Jeserich AG führt seit heute eine KE durch. Ich würde hier gern Aktionären ein Geschäft vorschlagen, die die jungen Aktien nicht beziehen wollen oder können.

Ich möchte gern JAG-Aktien haben, aber nicht über den Kauf des Bezugsrechtes an der Börse.
Meine Vorstellungen gehen in folgende Richtung:

Ein Aktionär bezieht die Aktien, mit dem Geld, was ich ihm vorher überweise und verpflichtet sich als Gegenleistung die Aktien an mich zu liefern. Provision für dieses Geschäft sind 10% der Umsatzsumme, d.h. ich möchte 1000 JAG-Aktien beziehen, d.h. der Aktionär müsste aufgrund des BV mindestens 3000 Aktien besitzen, um 1000 beziehen zu können. Der zu zahlende KP liegt bei 2 Euro, dh. Umsatzsumme 2000 Euro, davon 10% macht 200 Euro Provision.

Ich würde mich freuen, wenn sich jemand als Vertragspartner findet.(Es läuft alles natürlich mit Wertpapier-Kaufvertrag und Ausweiskopie)

Kontakt bitte via Boardmail !

Muchos Saludos

el cercado
Hai Cercado !

soll das ein Witz sein ??? Wer würde denn so blöd sein, ein solches Geschäft zu machen und eine Aktie für 0,20 Euro zu verkaufen (10%), wenn er an der Börse 2,85 Euro dafür bekommt (3 x 0,95 Euro bG) ??

Gruß

Art
....die kriegt er doch nur, wenn dafür jemand kauft !!

Was nützen 0,95 E, wenn sie keiner will !

Saludos
el cercado
Hallo Dr. CaoVanHoa !

Vielen Dank für Ihre stets geduldigen Antworten auf meine meißt kritischen Fragen.
Zu

1.:
Prima !

2.:
Ich habe nach erneutem Lesen des Interview´s doch -vor allem vor dem allgemein bekannten Hintergründen- den Eindruck behalten, daß es sich um die TAG handelt. Nicht zuletzt haben Sie in diesem Thread einmal gepostet, Blum halte sich öfters am Neuen Jungfernstieg auf.
Es dürfte dem Vorstand ferner (u.a. als Mitleser) bekannt sein, worüber im Wesentlichen hier spekuliert wurde.
Der HV-Auftritt (bzw das Erscheinen) war deshalb überflüssig, weil man die DD auch postalisch hätte zuschicken können (das ist i.d.R. günstiger). Ich nehme an, Borkers wurde seitens der JAG gebeten (oder "eingeladen" )teilzunehmen.

3.:
Im dritten Absatz des Aktionärsbriefes heißt es, daß im Interesse der Gesellschaft JAG AG die Gespräche abgebrochen wurden. Ich gehe jedoch davon aus, daß diese eher im Interesse des Großaktionärs abgebrochen wurden. Dies ist ein Unterschied. Inwiefern eine Mehrheitsbeteiligung durch die TAG für JAG AG nicht sinnvoll ist, sollte detailiert erläutert werden. Hierzu gab es jedoch kein Wort.

Ich glaube dem JAG-Vorstand war (ebenfalls wie mir)spätestens seit Ende Juli klar, daß es zu keiner Beteiligung kommen wird. Dies meinte ich mit "Ehrlich währt am längsten".

Ich wünsche Ihnen, der JAG und ihren Aktionären alles Gute !

Gruß unicum
Cercado !

na gut, gingen heute zu 0,60 Euro = 1,80 Euro , immer noch ein bißerl mehr als 0,20 Euro ?? AM letzten Tag des BzR-Handels kannst Du wahrscheinlich noch ein wenig sparen **grins** - also abwarten.

Ciao

Art

PS: Jeserich wird damit faktisch bei 3,80 Euro gehandelt + ca. 0,20 Euro Differenz für den evtl. Dividendennachteil
@unicum: am Neuen Jungfernstieg liegt doch auch das Hotel Vier Jahreszeiten, das müsstest Du als Hamburger wissen. Und wenn ein Vorstand einer Immobiliengesellschaft in Hamburg standesgemäss nächtigen will, wohin fällt dann die Wahl? Bingo!

Die TAG residiert übrigens nicht mehr an dieser Adresse.


Beste Grüße, Philipp Steinhauer
philippsteinhauer@yahoo.de
Das weiß ich. Zur damaligen Zeit war das TAG-Kontor jedoch sehr wohl dort, wie Du als Besucher dieser Adresse wissen müsstest;).
Aber ich glaube, das war nicht die Intention Deines Beitrages #93.
Gruß aus Hamburg
welche Experten kaufen eigentlich z.Zt. die alten aktien zu 6-7 Euro, wenn es die frischen Aktien zu Schnäppchen-Preisen von unter 4 Euro gibt bei verhältnismäßig hohem Umsatz ???

Art
Hallo unicum,
danke für Ihre Ausführungen. Ihre meist kritischen Fragen reizen mich maßlos und treiben mich noch in den Wahnsinn. Nein, dies war nur ein Scherz (aber es ist vielleicht besser, auf Ironie hinzuweisen, s. Matthias Schrades Beitrag #40).

Es ist richtig, wenn Sie die Aussage mit dem Neuen Jungfernstieg anführen. Aus der ersehen Sie, wie zurückhaltend ich argumentiert habe. Mein diesbezüglicher Beitrag stammt übrigens vom 18.6.2001.
Das GSC-Interview ist aus meiner Sicht ebenso zurückhaltend in Bezug auf die JAG/TAG-Thematik. Das Interview fand Anfang August statt.

Mich wundert, daß Sie dem Besuch von Herrn Borkers auf der JAG-HV eine solche Bedeutung zumessen (sie sprechen mehrfach von einem „Auftritt“, meiner Ansicht nach ist Herr Borkers nicht in besonderer Weise „aufgetreten“, sondern hat als einer von vielen Gästen der HV beigewohnt) gleichzeitig aber äußern, „der Anwesenheit von Blum auf der TAG-HV“ würden Sie „nicht übermäßig Bedeutung zuordnen“. Möglicherweise war die DD so umfangreich, daß die Portokosten höher zu veranschlagen sind, als von Ihnen vermutet.

Ihre Vermutung, die Verhandlungen seien wohl im Interesse des Großaktionärs abgebrochen worden, muß ich widersprechen. Natürlich spielen die Besitzverhältnisse eine wichtige Rolle, wie Sie aber auch dem Aktionärsbrief entnehmen können, stehen die Gremien der Gesellschaft voll hinter der getroffenen Entscheidung.

Wenn Sie nun vor dem Hintergrund der jetzigen Situation die damaligen Informationen so auslegen wie Sie es tun, muß ich Ihre Sichtweise nolens volens zur Kenntnis zu nehmen. Nachvollziehen kann ich sie aber immer noch nicht.
Nach wie vor sehe ich keine stichhaltigen Argumente für Ihre Meinung, die JAG habe „bewußt Erwartungen geschürt“. Auch Ihre neueste Interpretation, dem JAG-Vorstand sei bereits Ende Juli klar gewesen, daß es zu keiner Beteiligung kommen würde, und Ihre Erläuterung, was Sie dementsprechend mit „Ehrlich währt am längsten“ meinten, ist für mich nicht nachvollziehbar.

Ich bedauere, daß Sie die bisher seitens JAG gemachten Äußerungen derart interpretieren. Hoffentlich legen Sie, falls ich später einmal Fragen gegebenenfalls aus Gründen der Vertraulichkeit nicht beantworte, dies dann nicht als „zugeknöpft“ aus. Ich finde es jedenfalls schade, daß wir an diesem Punkt nicht weiter gekommen sind.

Um Mißverständnissen von vornherein vorzubeugen, möchte schon an dieser Stelle ankündigen, daß die JAG ihre Aktionäre und das interessierte Publikum weiter aktiv informieren wird. Also weiter so (auch mit den kritischen Fragen)!

Für die guten Wünsche danke ich Ihnen und hoffe, daß Sie spätestens mit dem jetzigen Bezugsrechtshandel Aktionär werden. Die KE wurde ja hier als fair bezeichnet, insofern sollten Sie sich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen.


Beste Grüße an alle (einschließlich unicum)
aus dem sonnigen, mediterranen Hamburg
E.Cao-Van-Hoa

P.S.: Lieber Philipp, zum Thema 4 Jahreszeiten: Unsere Vorstände gehen sparsam mit dem Geld der Gesellschaft um, insofern logieren sie nicht in diesem noblem Haus.
Ich hab`s erst jetzt gelesen (Danke an E. Cao-Van-Hoa für den Hinweis):

Zitat Steinhauer: "@unicum: am Neuen Jungfernstieg liegt doch auch das Hotel Vier Jahreszeiten, das müsstest Du als Hamburger wissen. Und wenn ein Vorstand einer Immobiliengesellschaft in Hamburg standesgemäss nächtigen will, wohin fällt dann die Wahl? Bingo!"

Phillipp, Deine Postings werden echt immer besser...:cool:
Ich möchte nicht in eine kleine Immo-Gesellschaft investieren, deren Vorstände im Vier Jahreszeiten asbteigen. Zum Glück ist das bei der Jeserich Ag ja nicht der Fall, wie wir - dank E. Cao-Van-Hoa - jetzt wissen.

Dank Dir wissen wir vielleicht bald sogar exklsuiv, welche S:)cken Herr Blum zu welchem Anzug trägt, welches Auto er fährt und wo er wohnt (z.B. "standesgemäß für einen Immobilien-Vorstand ist eine 20-Zimmer-Villa im Grünen - und so wohnt Herr Blum auch, denn er hat es sich als unser Jeserich Vorstand verdient..." :laugh:

Wer hat denn jetzt recht: Philipp Steinhauer, der vorgibt, alles zu wissen, oder doch Herr Cao-Van-Hoa, der im Zweifel wirklich alles - zumindest aber vieles - weiß? :confused:
@AsphaltCowboy: sag mal, hast Du eigentlich irgendwelche Probleme mit meiner Person? Kannst Du mir bitte die Intention folgender Aussage erläutern?

"Wer hat denn jetzt recht: Philipp Steinhauer, der vorgibt, alles zu wissen, oder doch Herr Cao-Van-Hoa, der im Zweifel wirklich alles - zumindest aber vieles - weiß?"

@CaoVanHoa: danke für die Info, das war aber auch eher ironisch gemeint (wegen der Adresse).


Beste Grüße, Philipp Steinhauer
philippsteinhauer@yahoo.de
Grüß Gott, liebe w-onliner,
heute vormittag habe ich auf die Beiträge von Philipp Steinhauer und AsphaltCowboy geantwortet. Wie ich feststellen muß, ist meine Antwort nach dem Absenden nicht hier im Forum angekommen. Um allen ein schönes Wochenende zu ermöglichen, will ich nun aus dem Gedächtnis die wichtigsten Passagen meines verloren gegangenen Beitrags hier niederschreiben. Mit viel Glück, wenn nämlich der verschwundene Text wieder auftaucht, erscheinen vielleicht zwei Beiträge, die man dann vergleichen kann. Und mit noch mehr Glück stimmen sie einigermaßen überein, ansonsten hätten alle einen Beweis dafür, daß ich zwei Stunden später nicht mehr weiß, was ich zwei Stunden vorher gesagt habe. Ich würde in diesem Fall in die Politik wechseln.
Hier nun meine Kernaussagen:
Um allen ein friedvolles Wochenende zu bescheren, möchte ich zu den Beiträgen von Philipp und AsphaltCowboy Stellung nehmen.
Mit Entsetzen habe ich lesen müssen, ich wüßte alles. Das stimmt. Nicht ganz. Darum bitte ich zur Füllung meiner Informationslücke um die 6 magischen Zahlen 6 aus 49. Leider hat AsphaltCowboy recht, vieles ist doch nicht alles.

Ich bin entzückt, wenn in diesem Forum gelegentlich ironische Passagen auftauchen. Dies erheitert uns alle und wir lockern damit die oft staubige und bierernste Atmosphäre auf. Im übrigen bin ich jeglicher Form von Ironie und Scherzen abgeneigt. (Dies war nicht in dem ursprünglichen Beitrag: Ich hasse alles Lustige und gehe sorgsam mit allen Gerüchten um. Ich fand es beispielweise nicht witzig, vom Vorstand das Bierglas einer Eisenbahngesellschaft geschenkt zu bekommen, aus dem der Vorstand selbst getrunken hatte. Ich will hier auch nicht bestätigen, dass ich zum ersten Male bajuwarisches Bier an einem geheimen Ort in Hamburg getrunken habe. Außerdem war ich noch nie an dem See da unten.)

Ich befürchte, daß Ironie manchmal nicht als solche aufgefaßt wird. Darum habe ich den Hinweis auf das 4 Jahreszeiten gemacht. Stell Dir bitte vor, lieber Philipp, jemand hätte Deinen Beitrag ernst genommen und auch noch einen JAG-Vorstand in 6.800 Metern Entfernung von besagter Karawanenstation erblickt. Dann hätte ich möglicherweise sechs bis elf Beiträge schreiben müssen, um schlimmste Gerüchte zu entkräften. Wie grauenhaft ist erst die Vorstellung, ich hätte gar nicht geantwortet. Dann wäre aufgekommen, ich sei zugehost, nein gehemdt, ach nee: geknöpft. Ach, ich Schelm.

Zurück zu den ernsten Dingen des Lebens. Ich möchte an dieser Stelle meinen Unmut darüber kundtun, daß ich despektierlich als CVH, CaoVanHoa oder E.Cao-Van-Hoa betitelt werden. Das geht so nicht. Wenn ich das selbst tue, ist das eine andere Sache. Wie wir in diesem Forum bereits gelernt haben: „quod licet jovi“, und bovi darf das eben nicht. Also künftig bitte: „Herr Dr.“
Duzen dürfen mich nur diejenigen, die meine Schuhgröße nicht ausposaunen und unkritische Beiträge schreiben, in denen ich lobend erwähnt werde.
Ich hoffe, daß wir alle ein vergnügliches Wochenende haben, das auch den Gaumenfreuden Raum bietet: Canem et circensis, wie der Kinese sagt.
Mit besten Grüßen
E.Cao-Van-Hoa
P.S.: Und wehe, es kommt einer auf die Idee zu behaupten, nicht im 4 Jahreszeiten logierende Vorstände von Immo-AGs seien jetzt Schuld, wenn’s dem Herrn Hiroyoshi Aoki (Herr über 4 Jahreszeiten und Gebieter über Herbstwind und Sandsturm) schlecht geht.
Liebe w-onliner,
dies ist jetzt der 100. Beitrag. Damit habe ich gewonnen und bekomme etwas schönes von euch.
Ich bin der Meinung, daß wir jetzt Schluß machen und einen neuen Schredd oder wie immer das Ding hier heißt eröffnen. Damit bleibt es für die Juhser auch übersichtlich.
Für die breite Zustimmung danke ich und verbleibe
ernsthaft
E.Cao-Van-Hoa
@Herr Dr. E. Cao-Van-Hoa: Tja, jetzt traut sich keiner mehr zu schreiben...

@all: vielleicht schenken wir ihm eine Bahnfahrkarte (die Bahn kennen wir ja) an dem "See da unten"? Im TAG Thread wird ja schließlich auch für eine neue Internetpräsenz gesammlt.

Einen schönen zweiten Advent allen JAeGern und JAGuaren!


Beste Grüße, Philipp Steinhauer
philippsteinhauer@yahoo.de
Hallo liebe w-onliner und JAeGerInnen,
@alle: Ich freue mich natürlich, daß sich außer unicum und Philipp Steinhauer alle an meinen Vorschlag, diesen Thread zu beenden, halten möchten. Ich werde sodann einen neuen Thread eröffnen.
@unicum: Leider bin ich wahrscheinlich schon zu lange in Hamburg, um noch zu merken, daß das Hamburger DU ("Herr Scholl, kannsu mir ma ne Maak leihn") ) nicht allen bekannt ist. Sag mir Deinen Nachnamen und ich werde Sie siezen.
@Philipp: Dank im voraus für die Sammelaktion, aber allein fahre ich da natürlich nicht hin. Soll ich das Kölsch da unten allein trinken (oder wie heißt das Nationalgetränk?). Vorschlag: Im Frühjahr besuchen wir alle (SpenderInnen und Spendennutznießer) den Vorstand der TAG auf historischem Gelände.
Beste Grüße
E.Cao-Van-Hoa


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