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Marktkapitalisierung von Biotech-Firmen - 500 Beiträge pro Seite



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Hallo Biotech-Fans,

wer kann mir weiterhelfen?

Ich suche eine (möglichst deutschsprachige) Seite, auf der man die aktuellen Marktkapitalisierungen aller amerikanischen Biotech-Firmen abrufen kann. Das wäre mir dann eine große Hilfe für meine Investitionen.
Auch Kennzahlen wie KUV würden mich sehr interessieren.

Vielen Dank schonmal.

Tschüß

Murmeltier
KUV ist völlig ungeeignet für Biotechs, glaub mir bitte!
Schau Dir mal die Kennzahlen von IDEC Pharma zB im Verlauf der letzten 5 Jahre an.
Langfristig werden die Biotechs an den KUVs ebenso gemessen werden, wie alle
anderen Aktien auch. Das sollte man aus der Übertreibung bei den Internetwerten
gelernt haben. Nur weil die Biotechs derzeit jedes Bewertungskennzahl sprengen,
heisst das nicht, das ständig neue Bewertungsmodelle erfunden werden müssen.
Man sollte unterscheiden zwischen Unternehmen, die Medikamente entwickeln und solchen,
die "nur" ein Zulieferer sind. Das grösste Potential liegt natürlich bei den
Medikamentenentwicklern, aber auch das grösste Risiko, falls ein Medikament nicht
zugelassen wird. Überschätzt wird meiner Meinung nach, die Verdienstmöglichkeiten
im Antikörperbereich. Denn meistens bekommen die Unternehmen die einen Antikörper
entwickeln nur einen Bruchteil der Einnahmen, die sich mit einem Medikament entwickeln
lassen.
Vielen Dank für die schnellen Antworten.

Was das KUV angeht, stimme ich Guru-Schreck zu. Selbstverständlich haben viele Biotech-Firmen in den nächsten Jahren enorme Umsatzsteigerungen zu vermelden, die das KUV sinken lassen werden - dennoch bin auch ich durch die letzten 1 1/2 Jahre schlauer geworden und gucke bei einem spekulativen Investment sehr genau hin und orientiere mich an greifbaren Kennzahlen und Zukunftsperspektiven.

Murmeltier
Quatsch!
Eine Firma die forscht oder die gar ein Blockbuster durch die Zulassungsmühle gebracht hat, hat kaum Umsätze, dürfte demnach kaum was Wert sein. Wenn sie aber dann in drei Jahren mit einer Umsatzrendite von 30-35 Prozent arbeitet und produziert sie damit grosse Gewinne. Das KUV von IDEC war immer schlecht, demnach wären sie nie ein KAuf gewesen....

Generell ist das KUV eine wenig aussagefähige Größe, sie darf allenfalls in einem Vergleich zwischen Unternehmen der gleichen Kategorie herangezogen werden, als einenvon vielen. Das KUV ist eine Grösse, die eben damals zur Rechtfertigung der irrsinnigen Bewertung der Internetwerte "erfunden" wurde, vorher gab es die gar nicht in der Öffenlichkeit.
Was interessiert mich der Umsatz, wenn ich keinen Gewinn erwirtschafte? Aber das habe ich ja schon nicht dem Trademaster erklären können, der daraufhin ja nur ein Minus von 75 % gemacht hat, trotz prima KUV von CMRC :D

Überschätzt wird meiner Meinung nach, die Verdienstmöglichkeiten
im Antikörperbereich. Denn meistens bekommen die Unternehmen die einen Antikörper
entwickeln nur einen Bruchteil der Einnahmen, die sich mit einem Medikament entwickeln
lassen.

Mir ist nicht ganz klar, was damit gemeint ist. Meinst Du, Firmen die Medikamente auf Antikörperbasis produzieren, schlechter verdienen als solche mit konventionellen Therapien? Das ist definitiv nicht der Fall.
Nur so als Beispiel:
Zwei Werte aus derselben Branche, beides Medikamentenentwickler:
IDPH (IDEC) hat ein hochgerechnetes KUV von 45 und ist ein Liebling der Analysten und der Fondmanager.
QSC hat ein KUV von 2,3 und wird wohl in einem Jahr pleite gehen.
@puhvogel

Wahr wohl ein Missverständnis. Ich meinte Firmen die keine Medikamente entwickeln
sondern sich nur mit Antikörpern beschäftigen.

Bei IDEC hasst du zwar Recht, allerdings sollte beachtet werden, wenn in den nächsten 10 Jahren
viele Medikamente auf den Markt kommen, die sich auf die gleichen Krankheiten konzentrieren,
werden sich die Umsätze auf viele Firmen verteilen. Denn ich glaube nicht, dass die Anzahl der
Krankheiten schneller steigt, als die Summe der zugelassenen Medikamente. Für einige Krankheiten
gibt es zwar noch keine Medikamente, was noch einiges an Verdienstmöglichkeiten zulässt.
Aber wenn man sich anschaut wieviel Krebsmedikamente in der Pipeline sind und wie die entsprechenden
Unternehmen bewertet sind, muss man sich schon die Frage stellen ob die Phantasie doch etwas zu hoch ist.
Ich glaube nicht das es 100 Blockbustermedikamente für die Krebsbehandlung geben wird.
Aber wenn man sich anschaut wieviel Krebsmedikamente in der Pipeline sind und wie die entsprechenden
Unternehmen bewertet sind, muss man sich schon die Frage stellen ob die Phantasie doch etwas zu hoch ist.
Ich glaube nicht das es 100 Blockbustermedikamente für die Krebsbehandlung geben wird.


Zu Anfang des Jahres waren alle AMI-Biotechs mit einer Marktkapitalisierung < 1Mrd USD mit insgesamt 62 Mrd $ bewertet, Amgen mit zwei echten Blockbustern mit satten 72 Mrd $.
Da stimmt etwas nicht mit der Bewertung IMHO, denn irgendwo in der Vielzahl der kleinen Firmen werden sich doch zwei-drei Blockbuster finden lassen(zT sind die schon absehbar, wie bei CVTX)? Und eine Menge dieser kleinen Biotechs würde ich niemals anrühren, da sie erkennbar weiterhin Verluste produzieren werden, zB die ganzen Genomicswerte.

Was die Biotechzuliefererindustrie wie Qiagen, Celera etc angeht, so gebe ich Dir recht, dass sie zB wie die Zulieferindustrie für Telekommunikation bewertet werden müsste, denn dort gibt es keine Monopole, beziehungsweise sind die schnell bei entsprechdem Kapitaleinsatz oder neuen Forschungsergebnissen/Technologiefortschritten schnell knackbar. So sind die Genomics zb jetzt schon totes Kapital, da es zu wenig Gene bei zu vielen Proteinen gibt. Übersetzt bedeutet das, die Regulierung der Gene alleine wird mit Sicherheit nicht alle Krankheiten verhindenr können.
Diese Monopole haben aber die Red Biotechs. Was die Krebstherapien angeht, so geht es darum dass der Riesenmarkt der Chemotherapien Interferontherapien angeknabbert wird.


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