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PRIMACOM THREAD 94 - 500 Beiträge pro Seite


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Möchte an dieser Stelle die Gelegenheit nutzen,

um einen neuen Thread zu eröffnen.

Mit der Meldung von eKabel Hessen, die ersten Regionen nun endlich in Betrieb zu nehmen, wird die Diskussion und somit das Interesse unter den Anlegern neuen Auftrieb geben.

Primacom selber wird es allerdings erst dann für den Kurs nutzen, sobald sich die qualitativen, wie auch quantitavien Unterschiede bei den Konkurrenzunternehmen bemerkbar machen.

Meine Meinung.

CB
Nachtrag:

...sofern es Unterschiede in den Netzen geben wird.

Tatsache ist allerdings, dass die meisten westlichen TV-Kabelnetze deutlich älter und schwieriger/teurer aufzurüsten sind, als die neueren Netze in den Neuen Bundesländern.

CB

P.S. Weiss jemand von euch, wer in Mainz-Gonzenheim gerade am Glasfaserkabelverlegen ist?
Primacom verursacht Verkehrs-Chaos im alten Gonsenheim

Hi Cyberbob,
es stimmt: In Mainz-Gonsenheim an der Oberbrücke und in der Mainzer Straße erfolgen zur Zeit "Umbauarbeiten der Primacom"

Gruß Janco

(eigene Erfahrung in den verstopften Straßen um das Rathaus)
Verkehrschaos ist aber nur vorübergehend. Wenn Primacom tatsächlich endlich die Aufrüstung beschleunigt, dann ist das ein sehr positiver und längst überfälliger Schritt.

Im letzten Quartal wurden gerade einmal 7.000 Haushalte aufgerüstet, das ist schlichtweg zu wenig. Im Conference Call hatte eine Analystin auch nach den Internet-Subscriber Targets (Deutschland) fürs Jahresende 2001 gefragt. Daraufhin erweckte Thomason den Eindruck, daß er ziemlich ins Stocken kam und die langsame Aufrüstung herunterspielen mußte. Interessant ist hier der Conference Call etwa ab Minute 48. Es kam auch eine Frage zur DSL-Konkurrenz. Interessant fand ich, daß in den Niederlanden Highspeed-Internet (via Kabel) als Zugpferd beim Kabel betrachtet wird, während Primacom für Deutschland behauptete, daß hier die Broadband-Awareness noch nicht so hoch sein sollte. Kann doch nicht vom Primacom-Management wirklich ernstgemeint sein, denn wenn im Heimatmarkt Deutschland weiter nur langsam aufgerüstet wird, schwimmen Primacom bzgl. Highspeed-Internet die Felle davon (und in 2 Quartalen lassen sich die US-Analysten nicht mehr so leicht einen Bären aufbinden).


Also nochmal: Netzaufrüstung und Fokus endlich auch in Deutschland auf Highspeed-Internet ist ein sehr positiver Schritt, wenn er denn nur erfolgt.
Mit Internet alleine wird man in Zukunft kaum noch Geld verdienen können.

Günstiges Internet kann nur noch dazu dienen, in möglichst viele Haushalte die unternehmenseigene Settopbox zu platzieren, mit der viele weitere entgeltpflichtige Produkte und Services möglich sind, um somit den Gesamtumsatz zu steigern.

Ich sehe keinen Grund, weshalb auch nur ein Primacomkunde beispielsweise das Internetprodukt der Primacom nutzen sollte, wenn er die Wahl zwischen Primacom TV-Kabelmodem und beispielsweise Telekom-DSL hat.

Irgendwann wird die Deutsche Telekom DSL flächendeckend anbieten können.

Dann wird Primacom noch Dutzende von Gummibärchentüten mit ins Paket legen müssen, damit sie ihr Internet verkaufen können.

Ingo

P.S. Primacom hat keine höheren Kurse verdient, wenn ich sehe, dass sie alleine gut 4 Wochen für die Umformulierung der irreführenden bzw. ja sogar widersprüchlichen Texte zu ihrem Internetprodukt auf den Seiten www.primacom.de und www.cixitie.de zum Teil abgeändert haben.

P.S.2 Ist dies nicht ein Grund, dass man sich verarscht fühlt?

P.S.3 Sollte sich bei Primacom nichts entscheidendes ändern, sehen ich als nächstes Kursziel 8,-Euro.

P.S.4 Wahrscheinlich sogar die 8,-Euro von unten.
Primacom spricht bei ihrem Pro-Internettarif die Internet-Vielnutzer an.

Jetzt sagt mir aber bitte einmal, welcher richtige Vielsurfer mit nur einer Volumenrate über eine 1MBit/s-Leitung von nur 1,5GB auskommt?

1,5GB können bei einer solchen Geschwindigkeit schon in gerade mal 3,5 Stunden erreicht werden.

3,5 Stunden, für die der Pro-Kunde stolze ~80,-DM plus Modemmiete plus Kabelanschlussgebühr.

Bei der Deutschen Telekom bekommt man (zumindest bis jetzt) eine unbegrenzte Datenleitung für ungefähr das gleiche Geld.

DIe Geschwindigkeit ist zwar etwas langsamer, aber wer findet im Internet schon genug Internetseiten, die 768KBit/sec und 1024KBit/sec tatsächlich merkbar unterscheiden?

Unklar ist, was mit den Kunden geschieht, die den Begriff "Vielsurfer" auch ernst nehmen und tatsächlich mehr als nur, sagen wir mal 6 Stunden hardcoresurfen.

Aber, vielleicht möchte man seitens Primacom ja auch nur nicht, dass sich die Kunden im Internet aktuellere Kinofilme für umsonst holen, als bei Primacom 6,-DM pro Film bezahlen, den sowieso keiner kennt?!

Es könnte aber auch sein, dass Primacom ihre Internetkunden ja auch nur vor den psychologisch verheerenden Folgen schützen möchte, die Internetprogramme wie beispielsweise Videokonferenzen über Netmeeting verursachen können?!

Die Kunden könnten ja vielleicht sogar gefallen an Videokonferenzen finden, die wiederum tatsächlich die maximal erreichbare Übertragungsgeschwindigkeit erreichen?

80,-DM plus Kabelmodemmiete plus Kabelgrundgebühr für schlappe 4 Stunden bzw. 3,5 Stunden Videokonferenzen pro Monat?!

Dies wird sich zumindest kaum einer meiner Bekannten im Internet gefallen lassen und zu anderen Anbietern wie beispielsweise der Deutschen Telekom wechseln, sofern sie dazu Gelegenheit bekommen.

Vielleicht hofft Primacom ja aber auch nur auf die braven Kabelkunden, die für 80,-DM pro Monat plus Kabelmodemmiete plus Kabelanschlussgrundgebühr nur einmal im Monat ihre Emails abrufen und auf www.wetter.de surfen?

Dann könnte Primacom tatsächlich ein Geschäft machen und ihre horrenden Investitionskosten wieder reinholen.

Schade, dass Primacom immer der Konkurrenz hinterher läuft, als endlich mal Innovation zu beweisen.

Ingo Wolf

P.S. Ob Primacom bei solch einem Geschäftsgebaren noch Kunden halten kann, wenn ein anderer Kabelnetzanbieter den Kabel-Kunden in diversen Primacomregionen ein Angebot macht, ein Alternativ Kabelnetz aufzubauen?

P.S.2 Aber kein Grund zur Besorgnis. Primacom ist unter seinen Kunden so beliebt, dass sie dann auch weiterhin lieber bei Primacom bleiben werden und sich gegen die günstigere Konkurrenz wehren wird.
@Nullgesicht:

Netzaufbau ist wichtig. Aber wozu soll Primacom das Geld ihrer Aktionäre rausschmeisen, wenn sie ihre Produkte durch diese Marketing- und Preisstrategie selber kaputt macht?

Dann wäre es in der Tat besser, dass Primacom sich schnellstmöglich an den meistbietenden verkauft.

Dann bekommen wir vielleicht wenigstens noch ein Taschengeld unserer Investitionen wieder zurück.

Gruß,

Ingo

P.S. Wer kommt alles auf die HV im August?
@cyberbob:
Lese ich in deinen postings den totalen Frust??? ;)
Kopf hoch, es kommen immer wieder bessere Zeiten.

winetrader

P.S.
Leider bin ich zur HV gerade im Urlaub. Schade!
@Cyberbob:

So ganz negativ würde ich die Sache nicht sehen. Im Conference Call wurde angedeutet, daß Primacom wohl einen Vertrag mit Chello schließen wird (zumindest für die Niederlande). Wenn sie das auch für Deutschland machen, erledigt sich das Problem mit der Volumengebühr, denn Chello übernimmt dann den Betrieb der Internet-Plattform und damit auch die Backbone-Kosten. Das Revenue-Sharing bzgl. der monatlichen Chello-Grundgebühr ist dann 60:40, wobei der Kabelnetzbetreiber die 60% bekommt und Chello 40%.

Ich bin sonst der Meinung, daß man mit dem Triple-Play sehr wohl gutes Geld verdienen kann. Bereits die Fernsehversorgung alleine hat eine höchst attraktive Bruttomarge und sorgt für ganz guten Cash-Flow. An den durchschlagenden Erfolg der Settop-Boxen (außer für Digital-TV-Dekodierung) glaube ich nicht, aber ich war auch ein Met@box-Kritiker (vor 1 Jahr) und habe damals dem Unternehmen (aus verschiedenen Gründen) faktisch keine Chance gegeben.


Gruß,

Null
Hi Winetrader und Nullgesicht.

Ich rede hier nicht von besseren Zahlen oder dergleichen.

Es geht hier schlicht und einfach um die Qualität der Entscheider bei Primacom.

Ich selber bin nicht nur frustriert, sondern ich fühle mich im höchsten Maße verarscht.

Mich als Aktionär können die ja verarschen.

Ist mir egal.

Wenn man allerdings versucht, die eigenen Kunden zu veräppeln, dann wird sich dies irgendwann auch auf den Aktienkurs auswirken.

Primacom hat die Strategie möglichst günstige Grundgebühren anzubieten.

Für alles weitere müssen sie ihren Kunden die hauseigene Primacombox andrehen.

Nur über diese Settopbox sind dann auch weitere entgeltpflichtige Services möglich die das sog. TriplePlay bilden: Telefonie, Internet, PayTV.

Wenn man allerdings bei Primacom dies nicht wahrhaben will, dann sitzen die falschen Leute an den falschen Positionen.

Ingo
@Nullgesicht:

Ohne eine dieser Primacomboxen kann Primacom an seinen Kunden so gut wie nichts verdienen, da keine weiteren Services außer dem Grundfernsehpaket bezahlt wird.

Also muss Primacom versuchen, so viele Settopboxen bei den Kunden zu platzieren, um den Umsatz pro Kunde zu maximieren.

Dies geschieht allerdings nur, wenn man Zusatzservices wie etwa Telefonie oder Internet deutlich günstiger anbietet, als es die Konkurrenz tut.

Telefonie wird von Primacom noch nicht angeboten.

Internet schon, allerdings zu nicht marktfähigen Preisen/Konditionen.

Ich versuchte die dafür zuständige Entscheider bei Primacom darauf hinzuweisen.

Als Dank versuchte man mich für dumm zu verkaufen und diesen Mist schön zu reden.

Mir persönlich egal, aber wenn die Kunden dies merken sollten, dann wird

- Primacom seine Produkte nicht verkaufen können

- Auf den Investitionskosten sitzen bleiben

- Viel leichter in Gefahr laufen, noch weitere Regionen von der Konkurrenz überbaut zu bekommen

Ingo

P.S. Metabox wollte an der Box selber verdienen. Ein Kabelnetzbetreiber wie Primacom macht im ersten Schritt sogar Verlust an jeder dieser Settopboxen. Aber ohne diese Boxen, die weitere Services erst ermöglichen, kann der Umsatz und somit der Gewinn nicht gesteigert bzw. erhöht werden.
@Nullgesicht:

Wie du meinst du wohl, kann TriplePlay angeboten werden?

Du brauchst doch dafür eine sog. Settopbox wie etwa die Primacombox, um weitere Services wie Telefonie, PayTV (bzw. Digitales TV) und Internet anzubieten.

Tatsache ist sogar, dass die Qualität der Kabelmodems in den Primacomboxen deutlich besser ist, als bei den reinen Kabelmodems, die Primacom zuerst angeboten hatte.

Mittlerweile bekommt jeder Kunde bei Primacom, der Internet via TV-Kabel haben möchte, gleich die Primacombox hingestellt, denn er könnte ja auch mal darüber digital Fernsehen, einen Wunschfilm bestellen oder später sogar telefonieren.

Dies geht allerdings nur, wenn er eben diese Primacombox von GALAXIS bei sich zu Hause stehen hat.

Doch wie kann man erreichen, dass möglichst viele Kunden solch eine Primacombox bei sich zu Hause stehen haben?

Indem man die Spartenprodukte wie etwa Internet deutlich günstiger als die Konkurrenz anbietet.

Nochmals: Alleine mit Internet kann Primacom keine Gewinne einfahren.

Primacom kann nur versuchen, den Gesamtumsatz über ihren einzigen Vertriebsweg, dem TV-Kabel, deutlich zu erhöhen, um irgendwann an die Gewinnschwelle zu kommen.

Ingo
@Cyberbob

Eine SetTop-Box sehe ich primär als Decoder für Digital-TV, um dieses auf klassischen Fernsehern zu ermöglichen. Für Telefonie+Internet braucht man sie aber nicht. Eigentlich auch nicht zwingend für Digi-TV, ich selber schaue Fernsehen inzwischen via PC (Hauppauge-Karte).

Allein mit der derzeitigen Fokussierung weitgehend nur auf Fernsehdistribution hat Primacom eine EBITDA-Marge von knapp über 40%, die Brutto-Marge liegt bei rund 75% (also ein erträgliches Geschäft, da kann man es verstehen, wenn Preiserhöhungen fürs Kabelfernsehen als völlig ungerechtfertigt bzw. Abzocke kritisiert werden).

Wenn Telefonie erstmal möglich ist und es gelingt, daß möglichst viele Kabelkunden auch ihren Ortsnetzanschluß via Kabel (anstatt von der Telekom) beziehen, sorgt die monatl. Grundgebühr für weiteren, nicht unattraktiven Cash-Flow. Problem im Fall von Primacom ist nur, daß in Deutschland Telefonie voraussichtlich erst in 18 Monaten angeboten soll/kann (siehe Conf. Call), und dann wahrscheinlich auch nur im begrenzten Umfang, da die Netzaufrüstung der Cluster noch viel zu gering ist.

Internet sorgt für weiteren Cash-Flow, setzt aber natürlich ebenfalls eine Aufrüstung voraus (bitte keinesfalls die Großhandelspreise der Telekom für IP-Traffic mit den zugrundeliegenden wahren Kosten gleichsetzen; die werden von der Telekom aus eine Reihe strategischer Überlegungen hochgehalten). Das Volumenlimit bei Primacom zeigt nur, daß Primacom (vermutlich aus Selbstgefälligkeit) wenig verhandelt hat. Cable&Wireless ist wohl der Carrier`s Carrier (?); ich hätte hier Druck gemacht und gedroht, daß ich sie "kicke", wenn sie mir nicht genug entgegen kommen. Ende des Jahres geht z.B. Interoutes pan-Europa Netz in Betrieb [http://www.interoute.com/network.html], aber wenn Primacom einen Deal mit chello schließen sollte, müssen sie sich um den Betrieb der IP-Plattform ohnehin nicht mehr selber kümmern.

Eines der wichtigsten Aspekte bzgl. Internet ist aber, daß es das Mittel zur Kundenbindung ist. In meinem Bekanntenkreis haben mehrere noch Kabelfernsehen von der Telekom, werden dies aber sofort kündigen (und eine Satellitenschüssel aufs Dach montieren), wenn die DSL-Flatrate gekippt werden sollte. Zudem sehe ich das Internet auch als Basis für eCommerce-Dienste. Der Trend geht zweifellos dorthin, daß zukünftig für bestimmenten Content gezahlt wird (allerdings nicht unbedingt so wie T-Online Holtrop sich das vorstellt, der mit T-Online zudem auch das Problem hat, daß er stets überhöhte Großhandelstarife an die eigene Konzernmutter für Carrier-Leistungen zahlen muß).
Hi Nullgesicht,

bei Primacom bekommt man allerdings meines Wissens keine Einzelgeräte mehr.

Jeder Kunde, der zum Beispiel nur Internet haben möchte, bekommt dennoch die Primacombox verpaßt, in der alle weiteren Dienste auch mit reingepackt wurden.

Außerdem war die Qualität der Kabelmodems bei Primacom ziemlich schlecht, was ich bislang davon gehört habe.

Außerdem ist die Wahrscheinlichkeit immens groß, dass die Kunden weitere entgeltpflichtige Zusatzservices nutzen werden, wenn sie das Grundgerät erst mal bei sich zu Hause stehen haben.

Die Volumenbegrenzung auf 1,5GB ist leicht durchschaubar:
Im Internet gibt es unzählige Möglichkeiten, sich kostenlos aktuelle Topspielfilme in diversen Formate runter zu laden.

Der Witz ist, dass diese Filme (meistens DVD-Cracks) aktueller und interessanter sind, als das, was bei Primacom im PayTV läuft.

Klar, dass Primacom das nicht schmeckt.

ZwischenInfo:
Bei einfachem Aufrufen von Internseiten und downloaden von kleinen Tools, ist es tatsächlich schwer, auf mehr als 1,5GB pro Monat zu kommen.
Deutlich mehr als 1,5GB erreicht man erst durch Downloaden von Video- bzw. Musikdateien, als auch über Zusatzdienste wie etwa Netmeeting für Videokonferenzen.

Fazit:
Schnelle Internetanbindungen machen nur für diejenigen Sinn, die auch große Datenpakete via Internet übertragen wollen.
Da Primacom aber selbst im größten (teuersten) Internetpaket nur läppische 1,5GB anbietet (wobei unklar ist, was mit den frechen Surfern geschieht, die sich als Poweruser bezeichnen), ist dies kein Angebot, dass einer Konkurrenz standhalten wird.

Ingo

P.S. Was meinst du wohl, wie teuer bzw. billig die Interconnectionpreise für ein Kabelunternehmen wie Primacom im Laufe der Zeit geworden sind? Lachhaft sage ich!!!
Gerade im letzten Jahr sind die Preise dermaßen gesunken, dass Volumenkosten sicherlich kein Grund sein dürfen, den man als Begründung vorschiebt.

P.S.2 Primacom spielt in dieser Sache nicht mit offenen Karten. Dies wird Primacom irgendwann als Denkzettel zurückbekommen.

P.S.3 Genau dann nämlich, wenn die Kunden zu einem Alternativanbieter wechseln können, der genau das hält, was er verspricht.

P.S.4 Fußnotenunternehmen haben es sehr schwer, enttäuschte Kunden halten zu können.
Nachtrag:

Cyberbob schrieb:

> Mittlerweile bekommt jeder Kunde bei Primacom, der Internet
> via TV-Kabel haben möchte, gleich die Primacombox hingestellt,
> denn er könnte ja auch mal darüber digital Fernsehen, einen
> Wunschfilm bestellen oder später sogar telefonieren.

das mit "später sogar telefonieren" bezweifel ich stark; Primacom weiß doch noch nicht mal, welche Technik sie überhaupt für Telefonie einsetzen wollen (läuft für Deutschland wahrscheinlich auf VoIP hinaus, aber Holland könnte weiterhin circuit-switched sein).
@Nullgesicht:

Welchen Übertragunsstandard (Protokolltyp) man auch immer via TV-Kabel verwenden wird. Eines steht fest:

Telefonieren wird es auch über TV-Kabel geben (vgl. USA).

Mittels der sog. Primacombox (Settopbox von GALAXIS speziell für Primacom konzipiert und produziert), ist TriplePlay möglich.

U.a. kann man mit Hilfe dieser Primacomboxen den Fernsehen/Videorecorder, PC, als auch ein herkömmliches Telefon mit TAE-N bzw. TAE-F Stecker anschließen.

Die Frage ist allerdings, ob Primacom diese Services tatsächlich verkaufen möchte.

Ich jedenfalls würde für eine auf 1,5GB begrenzte Internetanbindung nicht mehr als ~30,-DM inklusive allem zu zahlen.

Dies geht nicht nur mir so, sondern der Mehrheit meiner Internetbekannten und Lesern meiner Internetseiten ebenfalls.

Gruß,

Ingo.....der schon bald mit weiteren Infoseiten starten wird!!!
Hallo Ingo und Nullgesicht,

danke für die Infos, insbes. die Sache mit den Set-Top Boxen von Galaxis wußte ich noch nicht.

Ich denke, daß Primacom möglichst schnell einen Vertrag mit Chello schließen sollte, damit wieder das Volumenlimit wegfällt.

Primacom ist ja primär in den größeren Städten aktiv, und hier nimmt die Konkurrenz der DSL-Anbieter zu. Allerdings kann es wohl gut sein, daß bei den Städten im Osten wg. eines hohen Grades von Glasfaseranschlüssen (OPAL) DSL nur eingeschränkt möglich ist.

Da Primacom keinerlei Mietengelte für die Letze Meile zahlen muß, haben sie prinzipiell einen großen Wettbewerbsvorteil, der eben nur genutzt werden muß.



Aktuelle Meldung von heute {weiß jemand, wer der Partner von NGI ist? QSC?}


http://www.onlinekosten.de/news/artikel.php3?id=5827

NGI geht in die Offensive: NGI-DSL Zugang für 99 DM
Sonntag, den
03.06.01 13:57


aus dem Bereich Provider



Mal etwas anderes: Die NGI AG startet mit einer Altkundenaktion ihren neuen NGI-DSL
Zugang. Zum Pauschalpreis ab 99 DM erhalten bestehende Kunden eine ADSL-Flatrate, sofern
sie bis zum 30. Juni 2001 einen Vertrag abschließen. Die Bandbreite beträgt beim Download
1024 KBit/s und beim Upstream 256 KBit/s. Das Warten soll außerdem ein Ende haben. Folglich
garantiert NGI die Freischaltung des DSL-Anschlusses innerhalb 4 Wochen nach
Auftragseingang, wenn Ihr Wohnort im Ausbauplan von NGI liegt und die Messung ihres
Hausanschlusses positiv ausfällt.

Bei Bestellung wird Ihnen von der Firma NGI eine ausschließlich zur ADSL- Übertragung
dienende Schnittstelle (TAE Buchse) installiert, sowie ein vorkonfiguriertes ADSL-Modem
geliefert. Die Einrichtungszeit des kompletten Dienstes beläuft sich auf nur ca. 25 Tage.

Und auch hier ist - im Gegensatz zur Telekom - die beliebte Fastpath-Option aktiviert. Im
Paket enthalten sind 25 MB Webspace, die NGI-Box und den NGI by call Zugang für
unterwegs, der dann auch per Minutenpreis abgerechnet wird. Ausführliche Informationen,
Verfügbarkeit und die Bestellmöglichkeit erhalten Sie ab 05.06.2001 unter www.ngi-dsl.de.

Unklar ist allerdings noch, ob obiges Angebot wirklich nur für Altkunden gilt oder NGI dieses
Angebot vielleicht auch für Neukunden zugänglich macht. Ferner haben nicht nur bestehende
Kunden diese Mail bekommen, sondern auch Ex-NGI Kunden. Ich selbst habe das Angebot
gleich zwei mal an verschiedene E-Mail Adressen bekommen. Wir werden uns also bis zum
Dienstag gedulden müssen. Einer Pressemitteilung von NGI zu urteilen, kostet der
DSL-Anschluss jedenfalls nach dem 30.06.2001 139 DM monatlich bei einer Laufzeit von 12
Monaten und 159 DM mtl. bei einer Laufzeit von 6 Monaten.

Wollen wir hoffen, dass NGI mit dieser Flatrate besser fährt, da man ja bei dieser Technik keine
Interconnection-Gebühren mehr abführen muss.
(tca)



http://www.ngi-dsl.de/rollout.html
Aachen, Augsburg

Berlin, Bielefeld, Bochum, Bonn, Braunschweig, Bremen

Dortmund, Dresden, Düsseldorf, Duisburg

Essen

Frankfurt

Halle, Hannover, Hamburg

Karlsruhe, Kassel, Kiel, Krefeld, Köln

Leipzig, Leverkusen

Magdeburg, Mannheim, München, Münster

Nürnberg

Oberhausen

Stuttgart

Wiesbaden, Wuppertal









http://scratchy.onlinekosten.de/news/artikel.php3?id=5786


o.tel.o startet Flatrate über DSL und ISDN
Mittwoch, den
30.05.01 12:12


aus den Bereichen Alternative Übertragungsarten, Flatrates,
Provider



Ab 1. Juni bietet o.tel.o zwei eigene Flatrates über DSL und ISDN an. Allerdings muss man
komplett von der Deutschen Telekom zu o.tel.o wechseln, wonach Call-by-Call nur noch
eingeschränkt möglich ist. Preislich liegen beide Anschlüsse in etwa gleich, jedoch unterscheiden
sie sich in ihrer Verfügbarkeit.

In 44 Städten können sowohl ISDN- als auch DSL-Anschlüsse von o.tel.o geschaltet werden.
Doch nicht in jeder Straße, wo ISDN möglich ist, ist auch DSL verfügbar. Ein DSL-Locator soll
in der ersten Juniwoche auf der o.tel.o-Website geschaltet werden, wo dieses überprüft werden
kann.

Der DSL-Anschluss bietet wie T-DSL 768 kbit/s downstrem und 128 kbit/s upstream. Der
o.tel.o DSL-Komfortanschluss kostet monatlich 30,90 Euro (60,44 Mark) und beinhaltet einen
kompletten ISDN-Anschluss mit zwei Sprachleitungen. Die monatliche Grundgebühr für die
Flatrate o.tel.o dsl flat in Höhe von 24,90 Euro (48,70 Mark) muss noch hinzugerechnet
werden, sodass man auf monatliche Fixkosten von 109,14 Mark kommt.

Wo noch kein DSL-Anschluss geschaltet werden kann, kommt man auch für 111,11 Mark über
die ISDN-Flatrate ins Internet. o.tel.o flat schlägt dabei mit monatlich 35,90 Euro (70,21 Mark)
zu Buche, während der ISDN-Anschluss o.tel.o komplett monatlich 20,40 Euro (39,90 Mark)
kostet.
(pgi)
@Java

Der Partner von NGI ist offenbar QSC.

Auszug aus http://www.teltarif.de/arch/2001/kw22/s5329.html :

Das Angebot ist außer dem Preis identisch mit Q-DSL von QSC.
Anscheinend tritt NGI also als Reseller von QSC auf. Nach Ablauf
der Einführungsphase dürfte der Preis von 99 Mark vermutlich auf
109 Mark steigen. QSC selber verlangt 59 Euro (115,40 Mark)
monatlich.
Hi JSK,

ich muss zugeben, dass ich deine Frage/Statement nicht so ganz verstehe, aber in der Branche zeichnen sich folgende Voraussetzungen ab:

In Zukunft werden nur noch diejenigen Unternehmen etwas verdienen können, die

- eine sog. Kernkundenzahl zu verzeichnen haben (~4-5Millionen bei eigenem Content)

- hohe Qualität von Highspeed-Übertragungswege zu den Kunden

und ganz wichtig:

- der Content.

Ich hoffe, dass wir spätestens auf der nächsten HV einiges über letzteren Punkt erfahren können.

Das Beispiel T-Online zeigte es jedenfalls ziemlich deutlich: Viele Highspeed-Kunden ohne den immens wichtigen Content, über den man das eigentliche Geld vedienen kann, ist nicht nur ein Manko, sondern ziemlich verheerend, da man keinerlei Möglichkeit hat, über fehlenden Content weitere Einnahmen zu generieren.

Es stellt sich spätestens hier die Frage nach dem zukünftigen Internet:
Wird es ein kostenloser Service bleiben, bei dem man nur für die Anbindung (Übertragung) zahlen wird oder wird es zukünftig so aussehen, dass die Preise beispielsweise werbefinanziert von den Unternehmen bezahlt wird und die Kunden durch die Nutzung einzelner Services wie etwa das Abholen/Versenden von Emails zu Kasse gebeten werden?

Die gesamte Branche befindet sich im Umbruch. Einige Unternehmen wie etwa die Deutsche Telekom versuchte durch Dumping-Preise die Verbindungskosten derart zu senken, dass sie selbst sogar so großen Verlust machten, dass es ihnen die eigenen Aktionäre mit Kursabschlägen straften.

Für mich ist es allerdings immer noch unverständlich, weshalb ausgerechnet Primacom die eigenen Internetangebote meiner Meinung nach derart unattraktiv gestalten mußte.

Vielleicht bin ich etwas naiv, aber ich denke, dass Kabelnetzbetreiber u.a. über günstigste Nebenprodukte wie etwa günstiges Internet zusätzlich, zahlungskräftige Kunden anwerben könnte.

Das eigentlich Geld wird doch sowieso mit dem Content verdient. Nicht aber am Internet.

Gruß,

Ingo alias CyberBob

P.S. Die Netze in den jeweiligen Regionen sind doch sowieso schon für immens viel Geld aufgerüstet worden. Warum also solch unverständliche Konditionen beim Internet?

P.S.2 Ein Kunde, der erst mal eine Primacombox bei sich zu Hause stehen hätte, der wird sich sehr wahrscheinlich auch mal die weiteren Funktionen anschauen und nutzen.

P.S.3 Habe ich etwas verpaßt und Primacom will gar keine neuen Kunden mehr dazu gewinnen?!
Super Idee, die Führung an UPC abzutreten.

Schon allein aus psychologischen Gründen wird der Primacomkurs mit runtergerissen.

Vielleicht wäre dies der richtige Zeitpunkt zu einem Umdenken innerhalb Primacom?!

In dieser Technologie liegt soviel Potential.

Ich selber kann es einfach nicht verstehen, weshalb Primacom nicht die eigene Stärke erkennt und gezielt ausspielt.

So kann man jedenfalls keine Kunden/Aktionäre für sich gewinnen.

Bin schon gespannt auf die nächste HV.

Hoffe, dass sich wenigstens danach etwas an der Unprofessionalität ändern wird.

Ingo alias CyberBob
Langsam kommt Bewegung auch im deutschen Kabelmarkt.

Die neuen Betreiber aus Amerika und England werden schon in den nächsten Wochen die Werbetrommeln gehörig rühren, so dass auch Primacom etwas davon erfahren wird.

Meine Kursprognose für die nächsten drei Wochen:

~15,- Euro


....wenn kein Mist gebaut wird und die eigenen Trümpfe richtig ausgespielt werden.

Ingo alias CyberBob

http://www.kabelinfo.de
Sorry für mein Deutsch,

sollte natürlich "Langsam kommt Bewegung auch in den deutschen Kabelmarkt"

Werde in den nächsten Tagen wohl etwas weniger Fernsehen und dafür öfters mal ein Buch lesen. *erröt*

Gruß vom Analphabeten,

Ingo ;)

http://www.kabelinfo.de
Zwei Asse sollten noch kommen:

- Demnächst wird auch in den Rhein-Main-Regionen Mainz-Wiesbaden über rückkanalfähige Netze zusätzlicher Umsatz produziert

und

- Aufgrund der schwachen Finanzlage der Merchandiser-Unternehmen wie etwa Kinowelt, etc. dürften man nun auch leichter an die Filmrechte gelangen können.

Dennoch darf man die vorhandenen und zukünftigen Kunden nicht mit Wortspielereien vergraulen, sondern gerade auch über die Nebenprodukte der immens hohen Bandbreite zusärtlichen Anreiz schaffen.

Schließlich will man ja mit dem DigiTV neues Geld einspielen. Aber sicherlich nicht mit schlechteren Internetangeboten als beispielsweise dem mächtigen Telekom-DSL.

Ingo

P.S. Wir sehen uns auf der nächsten HV?!

http://www.kabelinfo.de
Aufgrund der Tatsache, daß das Pc-board gerade dabei ist einzuschlafen, könnte man davon ausgehen, daß emotional der Tiefpunkt bei Primacom erreicht sein könnte. ;)
Daß bei Pc im operativen, strategischen Bereich eigentlich alles sehr gut verläuft interessiert wohl niemand mehr.
Liberty ist sich mit der Telekom einig geworden. Das stärkt auch die Pc-aktivitäten. Gleichzeitig gab es heute eine Meldung, daß die Kabelnutzung, in Verbindung mit einer breiteren Nutzung, teurer werden wird. Was will man mehr.
Zwar ist Pc aufgrund seiner (noch) Verluste nicht gerade besonders attraktiv ("value" ist angesagt). Aber auch die Vermögen der Value-Depots werden weniger werden. Denn bei dieser voraussichtlichen deutlichen wirtschaftlichen Abschwächung ändert sich die Sache mit dieser "value" schneller als man denkt!
Man wird die konstante, überraschungsarme, gut berechenbare Entwicklung von Pc noch schätzen lernen!
Wenn die "Riester-Rente" kommt, werden vielleicht einige Profis erkennen, daß gerade eine Pc-aktie sehr gut in diesen verdammt langen Anlagehorizont paßt. ;)
Naja, wenn die Amis alles gekauft haben was Ihnen so vorschwebte, lassen sie vielleicht auch die Kurse wieder laufen.

winetrader
Liberty Media übernimmt Telekom-Kabel und im Primaprimaboard rührt sich nix...
Typisch !

:O
Mal ein perspektivischer Gedanke zur Primacomaktie und deren Entwicklung.

Nach dem Kabelverkauf der Dt.Telekom an die AT&T Tochter machen schon jetzt Gerüchte die Runde über die Erhöhung der Zugangspreise durch den neuen Investor.
Könnte hier nicht auch eine längerfristige Umsatzvermehrungschance für Primacom bestehen?
Außerdem sollte mit dem Ausscheiden der am Kabel und dessen Weiterentwicklung uninteressierten Telekom auch wieder frischer Wind in die Diskussion rund um das Kabel und seine Möglichkeiten kommen, was sicherlich auch Primacom deutlich stärker ins Rampenlicht zurückbringen sollte.
@Krueger Rand

zum Thema höhere Gebühren die unten beigefügte Meldung:



Donnerstag 21. Juni 2001, 15:38 Uhr
ROUNDUP: Telekom verkauft Kabel-TV-Geschäft - höhere Gebühren denkbar

BONN (dpa-AFX) - Die Deutsche Telekom (Frankfurt: 555750.F
- Nachrichten) AG wird ihre restlichen sechs regionalen
Kabel-TV-Gesellschaften an ein britisch-amerikanisches
Konsortium verkaufen.

Die Folgen für die Kunden sind dabei derzeit noch unklar. Der
Geschäftsführer des Verbandes Privater Kabelnetzbetreiber
(ANGA), Peter Charissé, sagte am Donnerstag in einem
dpa-Gespräch in Bonn, auf die Kunden kommen nicht zwangsläufig
höhere Gebühren und kleineres Grundangebot zu. Solche
Befürchtungen seien zwar nicht von der Hand zu weisen, aber klare
Anzeichen dafür gebe es bisher nicht. Branchenkenner gehen bisher
von höheren Preisen und einem vielfältigeren Angebot aus.

Vom Käufer, der Liberty Media Corporation, werden die
Kabel-TV- Regionen
Hamburg/Schleswig-Holstein/Mecklenburg-Vorpommern,
Bremen/Niedersachsen, Rheinland-Pfalz/Saarland,
Berlin/Brandenburg, Sachsen/Sachsen-Anhalt/Thüringen und
Bayern erworben. In den sechs Regionen sind laut Telekom mehr als
10 Millionen Haushalte an das Kabelnetz angeschlossen. Die Telekom hat bisher ihre TV-Kabelnetze in
Hessen, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg verkauft.

MIT ERLÖS SCHULDENABBAU GEPLANT

Mit dem Erlös des Verkaufs - Branchenkenner gehen von rund 5 Milliarden Euro (knapp 10 Mrd DM)
aus - will die Telekom ihre Schulden abbauen. "Mit dem vollständigen Verkauf der sechs regionalen
Kabel-TV-Regionen unterstreicht die Deutsche Telekom die Focussierung auf ihr Kerngeschäft",
unterstrich Vorstandsmitglied Gerd Tenzer am Donnerstag in Bonn nach Unterzeichnung des Vertrages.

Die Unternehmen streben einen endgültigen Vertragsabschluss im Juli 2001 an. Außerdem haben
Liberty Media und Klesch & Company Limited vereinbart, dass Klesch eine Option auf eine Beteiligung
von bis zu 24,9 Prozent eingeräumt wird.

Liberty Media hält zahlreiche Beteiligung im Bereich Fernsehen und Internet in den USA, Europa, Asien
und Südamerika. Liberty Media gehört zum US-Telefon-Konzern AT&T und ist selbst an AOL
(Frankfurt: 886631.F - Nachrichten) Time Warner und dem Medien-Imperium von Rupert Murdoch
beteiligt. Klesch & Company ist eine private Investorengruppe mit Sitz in London.

TELEKOM WILL IN DIESEM JAHR 14 Mrd. EURO ERLÖSEN

Ziel der Telekom ist es, in diesem Jahr durch den Verkauf von Aktivitäten und Immobilien bis zu 14
Milliarden Euro zu erlösen und ihren Schuldenberg entsprechend zu verringern. "Dabei spielt der
Verkauf der Kabelgesellschaften eine große Rolle", sagte Telekom- Sprecher Stephan Broszio.

Die privaten Netzbetreiber wollten nicht, dass sich die Gebühren für das Fernseh-Kerngeschäft
erhöhten, erläuterte ANGA- Geschäftsführer Charissé. Für die Endkunden müsse das derzeitige
Grundangebot, analoges TV, ungeschmälert und zu gleichen Preisen erhalten bleiben. Hier müsse auch
die Konkurrenzsituation zum Satelliten-TV beachtet werden. Höhere Preise seien aus
Wettbewerbssicht nur bei einer echten Mehrleistung begründet. Sonst wäre es eine "vernichtende
Marktstrategie".


Die privaten Netzbetreiber, die zusammen mit der Wohnungswirtschaft für die Hausverkabelung - die
letzten Meter zum Kunden - zuständig seien, hofften aber auf einen schnellen Ausbau der Netze für
Multimedia-Nutzung, betonte Charissé. "Wir wollen den Ausbau mitvollziehen, aber nicht das bisherige
Geschäft verteuern."/DP/aka/
Nettes Hallo in die Runde

Ist euch bei den letzten Meldungen aufgefallen, dass Liberty zu großen Teilen nur die Netzebenen 2 bis 3 kaufen wird?

Eine nicht geringe Anzahl von den direkten Hausanschlüssen, die beim Aufbau mit am teuersten sind, konnten seiten der Deutschen Telekom ja auch gar nicht zum Kauf angeboten werden, da sie in privaten Händen liegen.

Nur der Kabelnetzbetreiber, der alle Netzebenen kontrolliert, kann auch neue Dienste und Services anbieten.

Es ist allerdings sehr fraglich, ob Primacom mit Liberty besser verhandeln kann, als zuvor mit der Deutschen Telekom.

Insgesamt wird die Branche neuen Aufschwung erhalten. Das ist klar.

Aber die Strategie Primacoms, wie beim Börsenstart 1999 angekündigt als einer DER Konsolidierer auf dem deutschen Kabelmarkt auftreten zu können, ist voll in die Hose gegangen.


Primacom wollte u.a. übernehmen:

- Eine TeleColumbus (jetzt: InfoCity.de)

- Netzteile von BOSCH (jetzt: Tenovis)

- EWT/TSS [gehört jetzt UPC]

- Netzteile der Deutschen Telekom (ging in diesen Tagen an Liberty)

Dafür kaufte man sich in den Niederlanden ein. In Regionen, in denen UPC sehr wahrscheinlich aus kartellrechtlichen Gründen nicht in Frage gekommen wäre.

Zufall?

Weiteres auf der nächsten HV...

Gruß,

Ingo
Mich wundert vor allem, dass Primacom auch ohne die früher so großspurig angekündigten Großakquisitionen, dennoch so tief ins Minus geraten konnte.

Dies hat sicherlich nicht nur mit dem Zusammenbruch des gesamten TK-Marktes zu tun.

I.W.
Ich mag diese Sprüche zwar selber nicht, aber für Primacom gilt zur Zeit mehr denn je:

Hopp oder Top

Mal schauen, was sich bis zur HV im August noch tun wird.

Ingo
Immens wichtige Meldung:

Joint Venture zwischen Telekom und KIRCH abgesagt!!!

Jetzt werden wohl nur noch die neuen Kabelnetzbetreiber den immens wichtigen Content anbieten können.

Was aus dem T-Onlinekurs werden soll, entzieht sich meiner Fantasie, da das Internet zukünftig nur noch über Content zu Finanzieren sein wird.

Es war und ist sowieso mehr als nur fraglich, wie man selbst über DSL PayTV bewerkstellig will.

Könnte mir folgendes Szenario sehr gut vorstellen:

Primacom bekommt die östlichen Netzteile in den Räumen Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg von der LibertyMediaGroup verkauft. Als Gegenzug tauscht Primacom beispielsweise die westlichen Rhein-Main-Regionen ein.

Oder: Primacom könnte auch komplett übernommen werden.

D.h., nach der abgeschlossenen Fusion mit UPC Deutschland, ist Primacom sowieso nur noch mit schlappen 48% an der NEW PRIMACOM beteiligt.

CB
Durch den anstehenden Kauf von Liberty werden der Unternehmenskonstruktion AT&T-Liberty-UPC-Primacom die entsprechenden backbones zur Verfügung stehen. Zwar bin ich kein Spezialist, aber dies ist für den zukünftigen content, den zügigen Umbau und die problemlose Durchleitung der Daten auf jeden Fall von großem Vorteil.
Übrigends gehen die Beteiligungen dieser "group" ja auch in die Richtung AOL-Time W..
Hätte ich nicht einen Haufen Pc-aktien in meinem Depot liegen, wodurch ich die aktuelle Entwicklung für uneingeschränkt positiv halte, kann man der Entwicklung der Telekom eigentlich nichts gutes abgewinnen. Die aktuelle Kursentwicklung und die gut formulierten Nachrichten (in Bezug auf die Telekom) zu diesem Thema, sehe ich eigentlich als falsch an. Die unternehmerische, falsche Entscheidung, die UMTS-Lizenzen zu einem viel zu teuren Preis gekauft zu haben, wird hiermit verschleiert.
Scheinbar ist der deutschen Bevölkerung nicht klar, daß ein wichtiges Medium für den zukünftigen Informationsdienst fast komplett in der Hand amerikanischer bzw. englischer Anbieter liegt. Die wissen wie Marktwirtschaft funktioniert und beherrschen eine gute, kostendeckende Preisfindung. Sie sind auch politisch unabhängig.

Gott sei dank sitze ich im Primacom-Boot!! ;)

winetrader
Hi Winetrader,

sehe ich ähnlich.

Nur wer Content über ein geeignetes System anbieten kann, wird in Zukunft auch noch Umsätze und somit Gewinne einfahren können.

Wichtig hierbei ist vor allem die Tatsache, dass die ehemaligen Telekomkabelnetze zu 100% an die neuen Eigentümer übergehen.

Offen ist allerdings, inwiefern Primacom zuküftig mit im Boot sitzen wird.

Ingo
Ich will deinen Text ergänzen:
"Nur wer Content über DAS EIGENE SYSTEM anbieten..."

Meine weitere vielleicht sehr subjektive Meinung:
Ich vermute, daß diesen Investoren die Mehrheitsverhältnisse von Preuss und andere "Dazugehörige" noch etwas quer liegt. Ich verweise dabei auch auf die Verhandlungen mit der Telekom!
Den Amis scheint es sehr wichtig zu sein, daß KEINER reinreden kann.
Preuss hat in der Vergangenheit mehrmals gezeigt, daß er seine notwendigen Prozentsätze zusammenbekommt um entscheidend Einfluß nehmen zu können.
DAS SCHMECKT DIESEN INVESTOREN GAR NICHT.
Dieselbigen sind aber auch perfekte Kapitalisten und beherrschen das "Aktienhandwerk" um einiges besser als "wir".
Ich behaupte nach wie vor, daß zu einem gewünschten Zeitpunkt die Aktie wieder nach oben geholt wird. Sind die aktuellen Bewertungen für deren Einkauf nicht von großem Vorteil?
UPC hat letztes Jahr verdammt viel Geld hinlegen müssen um "seine" notwendigen Anteile in der Hand zu halten. Buchungstechnisch will ich nicht deren tiefrote Bewertungszahl sehen wollen. Ich wette aber auch hier an dieser Stelle, daß diese Zahl wieder schwarz wird. Rabenschwarz!
Vielleicht soll der jetzige Kurs auch Preuss oder andere Investoren in seinem Umfeld entmutigen und zum Verkauf drängen. Man wird es niemals erfahren.
Wie gesagt, nur meine subjektive Meinung!

"Offen ist allerdings, inwiefern Primacom zuküftig mit im Boot sitzen wird."
Die Frage ist wie man Primacom definiert.
Was verstehst du unter Primacom, Cyberbob?
Primacom ist nicht statisch sondern ein Mittel zum Zweck.
Ich gab einmal mein Geld für eine ganz andere Geschäftidee.
Damals nannte sich diese zweckgebundene Gemeinschaft AGFB.
Und schau was daraus geworden ist.
Keiner kann wissen wie sich das heutige Gebilde, welches sich Primacom nennt, in der Zukunft aussehen wird.
Es wird sich zweckgebunden mit den gültigen Möglichkeiten weiterentwickeln.
Für mich persönlich muß diese Entwicklung nur immer im Einklang und Interesse von Herrn Preuss stehen.

winetrader
ANALYSE/MeFiCo: Telekom-Kabelverkauf für Kontroll-Verlust zu billig
Der Verkaufspreis von 500 EUR je Kunde für sechs Kabelgesellschaften durch Deutsche Telekom "ist billig", wenn man bedenkt, dass Telekom die Kontrolle über das Netzwerk verliert, sagt Theo Kitz, Analyst von Merck, Finck & Co (MeFiCo). Auch im Vergleich zu ähnlichen Verkäufen sei es billig. Kitz sieht die Gefahr, dass Liberty Media volle Kontrolle über das Netzwerk ausübt und zusammen mit einem deutschem Partner ein zweiwegefähiges Multimedianetz ausbaut, dass zu einem ernsthaften Konkurrenten für ADSL von Deutscher Telekom werden könnte.


vwd/DJ/22.6.2001/hab/mod/reh

22. Juni 2001, 11:14



winetrader
Winetrader:

Aber wie denkst du über die Mehrheitsbeteilgung von UPC an der NEW PRIMACOM nach Abschluss der Fusion?

Meiner Meinung nach wird sich der UPC-Kurs nicht vor den nächsten zwei-drei Jahren erholen können.

Da aber UPC die Führung bei Primacom übernehmen soll, rechne ich aus anleger-psychologischen Kurseinschätzungen von deutlich unter dem wahren Unternehmenswert, da man immer nur UPC vor Augen hat.

Hinzu kommt noch der Umstand, dass auch bei der NEW PRIMACOM Herr Christian Schwarz-Schilling erster CEO werden soll.

Sorry, aber mit Chr. Schwarz-Schilling verbinde ich spontan nur Sonnenscheinbatterien, GigaBell und TeldaFax.

Andere potentielle Anleger werden wohl ähnliche Einschätzungen haben.

Gruß und schönes WE,

Ingo

P.S. Du kannst nicht auf die HV im August kommen, Winetrader?
Kontrolle der Amis über NEW PRIMACOM:

Auch ich schätze die Amis so ein, dass sie unbedingt die Kontrolle über PRIMACOM bekommen wollen und werden.

Die Frage ist allerdings, ob es den Altaktionären einen Vorteil bescherrt.

Das Beispiel ADVENT/UPC zeigte es in der Vergangenheit ziemlich deutlich:

Sollte UPC oder direkt Liberty an einer weiteren Erhöhung der Mehrheitsbeteiligung Interesse haben, wird man wohl mit PREUSS direkt verhandeln und ausbezahlen.

Die übrigen Aktionäre werden hiervon wohl unberührt bleiben.

CB
Man darf davon ausgehen, daß, wenn der Preis stimmt, auch ein Herr Preuss sich von einem weiteren Teil seiner Aktien trennen wird. Zwar könnte man glauben, daß man als Gründer eine gewisse Verbundenheit hat, aber er ist auch ein sehr guter Geschäftsmann. Emotionen gibt es bei solchen Überlegungen nicht. Nur dürfte die jetzige Preisrange, aufgrund es aktuellen Kurses, restlos indiskutabel sein.
Um bedeutende Mehrheiten zu erhalten kommt man um Preuss tatsächlich nicht herum!!!
In Bezug auf die Mehrheitsbeteiligung von UPC sehe bereits heute alles vorgegeben. Es wurde ja schließlich auch schon die Sitzverteilung in der zukünftigen Vorstandschaft beschlossen.
Die (kapitalbezogene) Mehrheit hat UPC, aber in der Vorstandschaft besteht eine Mehrheit auf der Seite von Primacom. Fand ich übrigends gut ausgehandelt.
Das von mir hier reingestellte vwd-posting eröffnet aber noch weitere interessante Gedankenspiele.
Das Problem z.Zt. ist, daß keiner wissen kann welche weitere Konstellationen momentan angestrebt werden. Tatsache ist nur, daß diese Zusammenschlüsse erst beginnen.
In einer gestrigen Meldung wurde von einem besseren Wettbewerb gesprochen, der jetzt nach dem Verkauf der Telekomnetze stattfinden wird. Diese Aussage verstehe ich nicht. Es ist eigentlich Quatsch. Ein Wettbewerb wie z.B. bei den Mobilfunknetzen kann im Festnetzbereich niemals entstehen!
Dieses statische Momentum, welches auch den Vorteil in dieser Geschäftidee darstellt, wird, durch die offensichtliche Vorgehensweise der ausländischen Investoren, doch nur weiter ausgebaut! Es entsteht eine typische monopolistische Marktstellung.
Powerline oder Satellit kann man vergessen!!! Ich selbst bin auf eine Schüssel angewiesen. Du müßtest mal mein Fernsehbild betrachten wenn es regnet!! Vergiß es!!!
Über bestehendes Kabel zu bauen, wie auch schon hier im board beschrieben, wird niemals durchzuhalten sein. (noch verbunden mit günstigeren Preisen) Nein, diesen Weg kann kein Unternehmen dauerhaft durchhalten. Der content ist viel wichtiger!
Es gibt nur eine Lösung! Den Markt aufteilen. Die Grabenkämpfe werden zur Zeit ausgefechtet. Und meiner Meinung nach liegt die Liberty-UPC-Primacom-group, zumindest in Deutschland ganz weit vorne.
Welche exakte Rolle Primacom zukünftig spielen wird, ist eigentlich egal, denn profitieren werden alle!
Gegenüber Callahan, Bosch u.a. sehe ich Pc wesentlich besser positioniert.
Da bildet sich, übrigends auch unabhängig von Kursverlauf an der Börse, ein interessantes Gebilde, welches, wenn man es genauer unter die Lupe nimmt, schon eine gute Aussage hinsichtlich der zukünftigen Nutzung der Breitbandkabel erkennen läßt.
Die HV werde ich leider nicht besuchen können, denn in dieser Zeit bin ich in meinem Jahresurlaub.
Du darfst aber sicher sein, daß mein Stimmrecht die richtige Person übertragen bekommt! ;)

winetrader
Nachtrag:
In Bezug auf die mögliche zukünftige Nutzung des Kabels:
z.B.
AT&T hat seine Beteiligung an Aol.
Bertelsmanns Breitbandaktivitäten liegt in den Händen der RTL New Media Group. Und Primacom hat auch schon interessante Vorverträge mit RTL.
Kirch und Telekom passen.
.
.
.
Da muß es doch dämmern in Bezug auf content?!
Man sollte öfters in Ruhe im Archiv stöbern und diesen schwachsinnigen Analysten und Researchabteilungen weniger Gehör schenken!

winetrader
Mich würde nur mal interessieren,

welche (neue) Strategie die Deutsche Telekom zukünfitg verfolgen wird.

Stand der Dinge ist, dass die Deutsche Telekom sowohl ihr TV-Kabelnetz zu 100% veräußert und zum anderen auch noch auf eine wichtige Beteiligung an Content (Joint-Venture mit KIRCH) verzichtet.

Wollen dir wirklich allen ernstes in Zukunft hauptsächlich nur noch an Gesprächs-Produkten verdienen wollen?!

Glaube ich irgendwie nicht.

Das klingt in meinen Ohren zu sehr nach kurzsichtiger Beamtenmentalität.

Da muss noch eine Strategie dahinter stecken.

Sollte es tatsächlich nur aus kartellrechtlichen Gründen und/oder der schnellen Möglichkeit die Bilanzen aufzubessern geschehen sein, befürchte ich das nächste Finanzchaos an den deutschen Börsenmärkten, wenn die Deutsche Telekom total absackt.

Gruß,

Ingo

P.S. Der Ausdruck "kurzsichtige Beamtenmentalität" soll mir an dieser Stelle von den vielen fleissigen und wettbewerbsorientier beim Staat arbeitenden Beamten verziehen werden.
Telekom: no content, no Kabel, nur CASH interessiert!
An UMTS wird nicht nur die Telekom zu knabbern haben.
Die Jungs haben keine Strategie mehr, nur noch Schuldenreduzierung ist angesagt...
Daß Kirch nun etwas im Abseits steht ist eine logische Konsequenz.
Denn Kirchs Ungar war technisch nicht mehr auf dem neusten Stand. Von Kirch damals entdeckt hielt Kirch zu lange an ihm fest.
Die jetzige Meldung, daß Kirch seine Technik nun ändern will, beweist, daß in diesen Sektor jetzt Fahrt rein kommt.
Die Vorhut (=UPC) hat Ihre Dienste erfüllt und notwendige und zukünftig wichtige nationale Kooperationen geschlossen. (gerade wichtig für den Content!) Nun wird die Taktik der Amis offensichtlicher. Wetten???
Die weitere Meldung, daß Liberty nun an noch weitere Aufkäufe denkt, unterstreicht meine Meinung. Warum geht nicht UPC an die Kabelfirmen ran? Malone hat was er wollte! Ich wette, daß UPC NIEMALS in Zahlungsschwierigkeiten kommt. "Big brother is watching you!" ;)
Primacom ist durch die Aktionen der vergangenen Wochen automatisch aufgewertet worden.
Ich bin gespannt zu welchen Preisen die weiteren Aufkäufe ablaufen werden. Denn DAMIT "kontrolliere" ich den Wert von Primacom!!
Denn selbst bei dem Mengenrabatt den Telekom geben mußte, verbunden mit der Qualität des Kabels, wurden gemessen an der aktuellen Kapitalisierung, immer noch ein vielfaches/Kunde (Anschluß) bezahlt.
Wenn dann Researchfirmen Primacom auf "verkaufen" stellen, verbunden mit den dazugehörigen Begründungen, erkenne ich erneut die gedankliche Unflexibilität dieser sogenannten Analysten! Wie immer in solchen Aussagen legen sie immer nur den Istzustand zu grunde. Obwohl aufgrund der Nachrichtenlage zeitgleich große strategische Veränderungen ablaufen! Blamabel! Blamabel!! Dies hat nicht mehr mit Handwerk zu tun. Das ist stümperhaft. Börse soll immer die Zukunft bewerten. Aber diese "Handwerker" denken lediglich von 12 Uhr bis Mittag!
"Sorry guys" mußte mal gesagt werden.
Die nächsten Probleme dürften von der politischen Seite kommen. Denn bald wird man erkennen was da abgeht und dann "müssen" diese politischen Marionetten reagieren. Da "wir" z.Zt. einen "Linksdrall" bekommen haben, sehe ich bald politische Äußerungen aufkommen, die regulierend und kontrollierend in diesen Markt einwirken zu wollen. Dann wird Malone und Co. nochmals die Zähne zeigen, denn die Politiker stehen sich nicht mehr dem zahnlosen Tiger Telekom gegenüber sitzen, der zum größten Teil in staatlicher Hand lag.
Tja, das ist eben Privatisierung staatlicher Vermögen unter Berücksichtigung kartellrechtlicher Belange!
Gott sei gedankt, daß ich im Primacom-Boot sitze! :)

winetrader
Eine Meldung, die demnächst kommen könnte:

UPC/Primacom tauschen ihre Vorkaufsrechte an TeleColumbusnetzen gegen die von Liberty neu erworbenen Regionen Sachsen, Sachsen-Anhalt oder dergleichen ein.

Zudem wird man sich auf EINEN Settopbox-Standard einigen, um im Verbund einen Großauftrag für Settopboxen und weiteres Equipment auszuschreiben.

Klingt für mich als die einzig zwingend logische Konsequenz.

Abwarten, was passiert.

Dem Kurs wird es allerdings noch lange nichts nutzen.

Schätze, dass wir erst im nächsten Jahr den nächsten Börsenhipe auf Kabelnetzebetreiber erleben werden.

CB
Warum erwartest Du (Cyberbob) fürs nächste Jahr einen Börsenhype auf Kabelnetzbetreiber?

Meine Einschätzung zu den Märkten ist, daß jetzt auf längere Sicht die Kurse an den Börsen weniger von Hype (heißer Luft) wie in der 2. Hälfte der 90er Jahres bis März 2000 getrieben werden, sondern daß die tatsächlichen Fundamentals die Kurse bestimmen.

Bei Liberty gibt es ja schon hinreichend die Ansicht, daß wohl nur sehr begrenzte Investitionen in die Rückkanalfähigkeit zum Angebot des Triple Plays geplant sind, damit erstmal auf längere Zeit nur ein "Single Play" betrieben werden soll. Sollte dann ohne Triple Play nur eine Erhöhung der Kabelnetzgebühren erfolgen, ist hier eher ein massiver Kundenverlust (Wechsel zu Satellitenempfang) als ein Börsenhype wahrscheinlich.

Dennoch sehe ich den Liberty-Deal als sehr positiv. Wie Du schon richtig ausgeführt hast, kann Primacom die fehlende Netzebene 3 von Liberty erwerben (bzw. Cluster können durch Asset-Tausch konsolidiert werden), was Primacom prinzipiell eine effizientere und schnellere Netzaufrüstung ermöglichen sollte (rein theoretisch). Denn wenn weiterhin nur so langsam wie bisher an der Netzaufrüstung gearbeitet wird, manövriert sich die Company absolut ins Abseits.
Nur ein Nachtrag zur Vermeidung von Mißverständnissen:

Es sollte heißen "Bezüglich Liberty gibt es ja schon hinreichend die Ansicht, ..." anstatt "Bei Liberty ...".
Ich stelle bei dieser Gelegenheit noch 2 Artikel aus dem Wallstreet Journal hier rein:

Der erste zum Thema interaktive Dienste, im Hinblick auf die Diskussion was potenzielle Killer-Applikationen beim Triple-Play sein könnten. (wobei sowas bei Primacom für die nächsten Jahre ohnehin Utopie bleibt, da Primacom sich ja schon bei 1,5 GB Transfervolumen pro Monat "ins Hemd macht").

Der zweite Artikel zum Thema Backbone-(Über-)kapazität. Das ganze trifft natürlich nicht auf das IP-Backbone-Netz der Telekom zu, deren Infrastruktur eher veraltet ist, aber auch in Europa haben viele Player in hochmoderne pan-Europa Backbones investiert. Einige sind schon Hopps gegangen (=Konkurs), da sie ihre Hochkapazitäts-Backbones nicht genug füllen konnten (z.B. Viatel, Iaxis).


The hunt for broadband `killer apps`

By Mark Heinzl
The Wall Street Journal Online
June 14, 2001 5:32 AM PT
They have built the pipes, now where is the traffic?

Broadband carriers that went on a network-building spree in recent
years were fueled by the promise of consumers rushing to a host of
bandwidth-hungry applications. While the carriers correctly anticipated
the Internet becoming a powerful communication tool, various Internet
applications haven`t created as much data traffic as many thought they
would.

Consider Adam Smith, who for years has chatted with friends primarily
through e-mail and instant messaging, since it is convenient and allows
many people to chat simultaneously. "I find it a lot better than
talking on the phone," says the computer-savvy Brampton, Ontario,
high-school student. Because a typical e-mail takes a fraction of the
bandwidth of a phone call, people who use e-mail instead of the phone
are actually causing less network traffic.

Other widely used Internet applications such as static Web pages and
typical e-mail attachments don`t drain much bandwidth either. And
higher-bandwidth applications like video and music streaming and
downloading are growing only in fits and starts because of technology
limitations and legal action taken by content owners to block
widespread pirating of their titles.

So now telecom carriers are on the hunt for broadband "killer apps" to
fill up their fat, often largely empty pipes. Broadband refers to
high-capacity data transmission.

WorldCom Inc.`s long-haul network is utilizing only 33 percent of its
capacity, while Qwest Communications International Inc.`s network is
running at 15 percent, a recent report by Morgan Stanley says. A
WorldCom spokeswoman declines to comment. A Qwest spokesman says the
company doesn`t publicly confirm its utilization rate, but "advances in
technology have allowed us to increase our network capacity
significantly."

Broadwing Inc. [Ed: created as the result of the merger
of IXC Communications and Cincinnati Bell], a Cincinnati broadband
carrier, says just 5 percent of its high-capacity fiber-optic network is
in use. A spokesman notes that carriers must have the capacity in place
before it can be sold and applications can proliferate.

To boost its network utilization, Broadwing has been forming alliances
with upstart broadband content providers. One such arrangement is with
Media Station Inc., a closely held video-game company in Ann Arbor,
Mich. "Video-on-demand gets all the talk, but games are really here
today," says Media Station`s president and chief executive officer, Jim
Maslyn. Customers across the U.S. can buy, rent or subscribe to Media
Station`s video games and other content that is streamed and downloaded
to their hard drives.

Broadwing was "looking for a killer app, and I said I`ve got one," says
Lynn MacConnell, who holds the title "chief instigator" for closely
held San Francisco video-game start-up New Millennium Entertainment
LLC. New Millennium plans to launch later this month a multiplayer
online-game service built on Broadwing`s fiber-optic national network.
New Millennium expects to attract as many as 1.5 million subscribers in
its first year and has engineered its network with plans to provide
glitch-free games to 100,000 users simultaneously. That would hog about
2.6 gigabits (billion bits) per second of bandwidth, says MacConnell.
That is more capacity than some telecom carriers use to link countries
and continents.


Both New Millennium and Media Station share part of their revenue with
Broadwing, which provides network capacity for the companies to
transmit their services.

Another broadband carrier, Williams Communications Group Inc., Tulsa,
Okla., created its Vyvx Broadband Media unit to help boost traffic on
its fiber-optic network. The network`s utilization rate is running "a
little above" 30 percent, and the company is targeting 60 percent by
year end, a spokeswoman says. Under one arrangement with a national
television network, Vyvx director of product development Mark Dunn
says, the company is delivering advertisements and syndicated programs
to various affiliates of the network, which he declined to identify,
around the U.S. The shows travel through the Williams network via a
dedicated link that can handle data at rates of as much as 25 megabits
a second.

Vivx last fall digitally transmitted the film "Bounce" from Tulsa to a
New York theater with a 45 megabits-per-second link. Besides seeking
movie-distribution opportunities, Vivx says it is now in talks about
feeding live events such as music or sports to theater chains around
the U.S. via its fiber-optic network.

One high-bandwidth application with widespread appeal is
videoconferencing. A few years ago, a typical videoconferencing system
could cost as much as $100,000 and was an "executive-boardroom type of
application," says Stacy Saxon, director of video-product marketing for
Polycom Inc., a Milpitas, Calif., maker of videoconferencing equipment.
Typical systems today cost between $5,000 and $18,000, and the quality
has sharply improved, the company says. Polycom has recently added
Procter & Gamble Co., International Business Machines Corp., Microsoft
Corp., Towers Perrin and the U.S. Navy to its list of customers, some
deploying hundreds of systems at a time. Ford Motor Co. uses
videoconferencing to allow its globally dispersed design teams to
collaborate more effectively, Polycom says.

Most videoconferencing systems use traditional corporate networks
running at rates of as much as 500 kilobits a second, but companies are
starting to adopt high-quality Internet-protocol systems that can use
as much as two megabits per second of bandwidth, Saxon says. Seeking to
boost home use of videoconferencing, Polycom is discussing with telecom
carriers possible strategies that take a page from the cellphone
industry by providing low-cost equipment and charging a subscription
rate for required bandwidth, she adds.

Music and video have long been seen as big-bandwidth applications, but
their growth has been hampered by technology limitations and content
owners` legal moves. Though music companies are forcing music-sharing
service Napster to move away from providing free copyrighted music, Web
surfers often tie up their connections for hours at a time with other
popular file-sharing services such as Gnutella, Aimster and DivX.

But the bandwidth that such applications consume will be limited for
the foreseeable future, analysts say. Though inter-city fiber-optic
networks supply abundant bandwidth, "the weakest link is still the last
mile," says Douglas Shapiro, an analyst with Banc of America Securities
in New York, referring to the lack of high-speed Internet connections
in most people`s homes.

Eventually, there will be "enormous demand for bandwidth," but cable
and satellite companies are formidable obstacles to telecom-delivered
applications, Shapiro says. For example, several cable companies are
rolling out movies-on-demand services. Internet delivery of movies is
emerging, but "I`m not sure how many people want to watch a movie on
their PC," Shapiro says. Although there are gadgets that allow the
transfer of desktop video to a television, he adds, "in this nation of
blinking 12 o`clocks on VCRs, I don`t know how many people want to link
their PCs to their TVs."


http://www.broadwing.com
http://www.wilcom.com
http://www.qwest.com" target="_blank" rel="nofollow">http://www.qwest.com


http://interactive.wsj.com/fr/emailthis/retrieve.cgi?id=SB99…


June 18, 2001



Page One Feature
How the Fiber Barons Plunged
The U.S. Into a Telecom Glut
By REBECCA BLUMENSTEIN
Staff Reporter of THE WALL STREET JOURNAL


DENVER -- As he rushed to lace America with fiber-optic cable, James
Crowe wasn`t the sort to let anything stand in his way -- not the Rocky
Mountains and certainly not his crosstown rival, Joseph Nacchio.

By 1999, when Mr. Crowe`s Level 3 Communications Inc. started digging a
line connecting Denver and Salt Lake City, Mr. Nacchio`s Qwest
Communications International Inc. had already threaded its own cable
through the most direct route, a seven-mile railway passage through the
granite of the Continental Divide. Undeterred, Level 3 swerved an extra
70 miles through southern Wyoming, installing fiber at a blistering
19-mile-per-day pace.


But now, Level 3 has hit a wall even Mr. Crowe may have trouble
overcoming. The company`s original ambition -- to build history`s
largest, most advanced fiber-optic network to carry exploding amounts
of Internet traffic -- is now part of one of the biggest gluts the
country has ever seen.

All told, about 39 million miles of fiber-optic cable stretch
underneath U.S. railroad beds, corn fields, natural-gas lines and
roads, enough to circle the earth 1,566 times. Companies racing to
build or expand nationwide networks laid some $90 billion of fiber
during the past four years. Merrill Lynch & Co. estimates that only
2.6% of the capacity is actually in use. Much of it may remain dark
forever.

The fiber glut underlies much of the uncertainty plaguing the telecom
sector -- and has even spilled over into the economy at large. Billions
of dollars in shareholder value have evaporated in some of the biggest
owners of fiber networks, including Global Crossing Ltd., Williams
Communications Group Inc. and Genuity Inc. Many are struggling with
massive debt: On Friday, 360networks Inc. said it was delaying a $10.9
million interest payment while it studies ways to preserve cash (see
article).

The carnage has spread to suppliers such as fiber-maker Corning Inc.
and Lucent Technologies Inc. Also on Friday, Nortel Networks Corp.,
which makes gear for the Internet and telecom sectors, predicted a
staggering $19.2 billion loss for the second quarter (see article).


Level 3, meanwhile, is fast retrenching. Its stock is off 94% from its
high, and executives are expected Monday to announce plans to lay off
as much as 20% of the work force, among other cost-cutting moves. The
company`s game plan: live off its stockpile of cash -- some of it
raised from Omaha construction magnate Walter Scott Jr., a close friend
of investor Warren Buffett -- until competitors die off and demand
returns.

"The shake-out that is occurring is good for Level 3 in the long term,
although it is awfully hard to convince someone who is sitting in a
dentist`s chair being drilled that this is a good thing," says Mr.
Crowe. "It hurts."

Level 3`s troubles represent an even bigger threat to the economy than
the first round of the dot-com meltdown because the telecom companies
involved are so much bigger. As a group, telecoms have gorged on some
$650 billion in debt and are now failing in record numbers for the
industry. The debacle is shaping up to be one of the biggest financial
fiascoes ever, with losses to investors expected to approach the $150
billion government cleanup of the savings-and-loan industry a decade
ago. And as more companies recognize the depth of their problems, the
damage is likely to get worse.

To understand the origins of the mess, it helps to take a close look at
two of the industry`s pioneers, Qwest and Level 3. Located just miles
apart in the Rocky Mountain foothills, each sprang from the ambitions
of an old-style Western billionaire. Each dazzled investors early on
with visions of rapidly expanding demand for telecommunications
bandwidth, only to run into difficulties when Internet usage didn`t
soar as expected. But in the end, only one of the companies would
figure out a way to shelter itself against the coming storm.

It has been said that the fiber glut bears a striking resemblance to
the overbuilding of the railroads in the late 1800s. So perhaps it`s
fitting that one of the first to launch a nationwide network to compete
with the long-distance companies was Philip Anschutz, a Denver railroad
and mining baron whose net worth last year was put by Forbes Magazine
at $18 billion.

By the mid-1990s, when Mr. Anschutz turned his attention to the
industry, most of the nation`s fiber was owned by AT&T Corp., Sprint
Corp. and MCI, along with a few upstarts. The hair-thin strands of
superclear glass carry infrared light generated by tiny lasers that
blink on and off billions of times per second, in a code that transmits
voice calls or data traffic. Fiber dramatically increased the number of
calls that could be handled at one time, making it far cheaper to use
than coaxial cable, which is made of copper wire encased in plastic and
aluminum.

Mr. Anschutz first became intrigued with the business through his
ownership of Southern Pacific Rail Corp., which had a construction
subsidiary that installed fiber along railroad tracks for other
customers. When he sold Southern Pacific to Union Pacific Corp. in
1996, he retained the subsidiary, SP Telecom.

Laying fiber isn`t technically difficult. Networks are built by burying
plastic pipes, or conduits, in the ground and then literally blowing
the fibers through with compressed air. One recurring problem is
obtaining the right-of-way from property owners. It was there that Mr.
Anschutz seized on his advantage: SP Telecom was already armed with the
go-ahead to build along much of the nation`s railroad tracks. He
decided to build a newfangled network specifically designed to carry
increasing amounts of data traffic -- with the goal of renting space to
other telecommunications companies that needed long-distance capacity.
In industry lingo, he would become a carrier`s carrier.


Mr. Anschutz called the company Qwest and in January 1997 hired Mr.
Nacchio, an engineer by training who was then head of AT&T`s huge
consumer unit, to bring it public. A compulsive workaholic who once
finished the New York City marathon with a badly bleeding foot, the
51-year-old Mr. Nacchio left his family in New Jersey and commuted to
the Denver headquarters, routinely working until 11 at night.

When Mr. Nacchio took over Qwest, he immediately bumped up the plan to
build a 13,000-mile U.S. network to 18,500 miles. It looked like a
financial stretch at first. Qwest had $150 million in seed money from
Mr. Anschutz, but the rest came slowly. After a two-week road show in
March 1997, Mr. Nacchio secured $300 million in debt at a relatively
stiff 11.875% interest rate. Three months later, Qwest went public,
raising $318 million.

But before long, business took off. As one of the first entrants to the
market, Qwest was able to reel in some early telecom clients. GTE
Corp., Frontier Corp. and WorldCom Inc. bought about half the fibers on
Qwest`s network for about $3.6 billion, enough to cover about 90% of
the cost of building its entire network. Within six months, Qwest`s
stock price had doubled.

The success wasn`t lost on one of Qwest`s board members, a telecom
visionary in his own right named Jim Crowe. A former WorldCom chairman,
Mr. Crowe was fixed for life financially and testing out retirement.

But he was growing antsy and wanted back in the game. He had long toyed
with the idea of setting up a long-distance fiber network himself. And
he had a billionaire of his own to back him up: Mr. Scott, his former
boss at Peter Kiewit & Sons, the closely held Omaha construction giant.

Mr. Scott was receptive to the idea. At a 1995 gathering in Ireland of
executives close to Mr. Buffett, Mr. Scott had been dazzled by a talk
by Bill Gates. The Microsoft Corp. chairman told the audience that the
Internet "was radically going to change the world," Mr. Scott recalls.
And Mr. Crowe already had a stellar track record: A few years earlier,
he had built a Kiewit telecom spin-off, MFS Communications, and sold it
to WorldCom for $14 billion.

So in 1997, Mr. Crowe told Mr. Anschutz that he was planning to leave
the Qwest board at the end of the year. "I said that I might start a
company and it might be competitive," says Mr. Crowe.

The move, when it came, caught Mr. Nacchio by surprise. He says he knew
Mr. Crowe was drumming up a plan but believed he would focus on the
local-phone business. "Jim asked me, `What is the best place to locate
a company?` I said Denver," says Mr. Nacchio. "I didn`t know he was
going to be a direct competitor. If I`d known that, I would have said
Pennsylvania."

Mr. Crowe started Level 3 with $3 billion from Kiewit and a select
group of investors, including Mr. Scott, who became Level 3`s chairman.
Instead of having an IPO, Level 3 simply took over a tracking stock
held by Kiewit and was listed on the Nasdaq in April of 1998. He
located the company in Broomfield -- just 14 miles from Qwest`s Denver
headquarters -- a spot Mr. Crowe says he picked after a national study
about where high-tech talent wanted to live.

The 51-year-old Mr. Crowe, an imposing figure who could pass for a
high-school football coach, started with plans for an ambitious global
network. He broke ground for a 16,000-mile U.S. route in Schulenberg,
Texas, in July 1998, and then drew up plans for a 4,750-mile network in
Europe. Tapping an Omaha connection, Union Pacific head Richard
Davidson, Mr. Crowe got permission to build on the railroad`s lines for
some of its routes. Before long, the company was working in 20
different time zones, with 250 crews digging at once in North America
alone.

The Sniping Begins

The sniping between Qwest and Level 3 started almost immediately. A
clearly hurt Mr. Nacchio groused that Mr. Crowe was pursuing a "copycat
strategy" and openly wondered whether his rival had unfairly gained
insights during his time on the Qwest board. "At the end of the day, I
have always questioned why he would join," he says. "I`ll bet you he
learned something being on our board."

Mr. Crowe, who insists he was up-front at all times with Messrs.
Anschutz and Nacchio, retorted that Level 3`s network would be a
technological leap beyond Qwest`s. Level 3`s innovation was to lay 12
conduits in each leg of the network, against Qwest`s two. Only one
might have any fiber blown through it at first, with the rest to come
as demand warranted. Since one of the biggest costs in laying networks
was the digging, Level 3 figured it could save money in the long run by
doing it just once. It would also be able to adapt quickly as new kinds
of fiber became available.

"Qwest is a fine company and I like Joe. However, we have a big
disagreement," says Mr. Crowe. "Our goal is not simply to deploy one
generation but to build an entirely new model that assumes technology
will change quickly, and at times, unpredictably."

Mr. Crowe quickly attracted an almost cult-like following with his
theories of how the Internet would revolutionize the stodgy world of
communications. One of his best-known principles, and one of the main
reasons he built such a large network, was known as disruptive pricing
-- using low prices to stimulate Internet demand. "For every one
percent you drop price, you get a greater than one percent increase in
demand," Mr. Crowe said again and again.

He also had little patience for vertically integrated companies that
try to do it all. Instead, he argued, communications would eventually
drift toward a high-tech model, where each of the most successful
companies carves out its own niche.

Investors ate it up, especially in Omaha, where the Peter Kiewit name
was legend. Generations of engineers had already become wealthy through
an employee stock ownership plan, and when Level 3 was spun off, the
workers` paper profits soared. The fact that Mr. Scott sits on the
board of Berkshire Hathaway Inc., and Berkshire`s legendary leader, Mr.
Buffett, keeps his offices on the 14th floor of Kiewit Plaza, only
added to the allure. "A lot of people thought this was the next coming,
the next Berkshire Hathaway. They loaded all their assets in," says
Marc LeFebvre, a stock broker in the Omaha office of Dain Rauscher Inc.
who, along with his father, once worked at Kiewit.

By February 2001, Level 3 had managed to raise $13 billion, enough to
finance building its entire network and -- according to its plans --
keep it going until it achieved profitability. Derek Scarth, an equity
analyst with Berger Funds, remembers Mr. Crowe`s pitch boiled down to
this: "If you build it, they will come."

But it wasn`t customers who came so much as it was competitors, lured
by the easy availability of funding. J.P. Morgan and McKinsey & Co.
figure at least 50 companies, offering a range of Internet backbone
services, joined the gold rush by the end of 2000.

"There was a time in 1998 and 1999 where we were getting five offerings
a week, just in telecom," says Brian Hayward, head of telecom investing
for Invesco Capital Management Inc. The pile of prospectuses on his
floor was two feet high.

Mr. Nacchio marvels at how easily the money flowed. In the fall of
1998, he remembers coming up with a second round of financing in a
10-minute call with bankers while driving to his son`s soccer game.
"Before the game was over, we had subscribed for a billion bucks at
8.9% interest," says Mr. Nacchio. "To me, we had arrived."

Once the big dig was set in motion, it was hard for any one player to
scale back. Each had raised money by promising investors a new
fiber-optic network, and each felt compelled to forge ahead to get
revenue flowing as soon as possible. Mr. Crowe, who watched competitors
creep up behind him much as he had crept up on Qwest, consoled himself
with the conviction that his network would be superior. And he and all
the others stood firm in the belief that Internet traffic -- whether
e-mail, or pay-per-view movies or the frenetic transactions of day
traders -- would soon be gushing so fast that it would engulf all their
pipelines and more.

Major Miscalculations

In retrospect, the executives -- and Wall Street -- made some major
miscalculations. Too many companies focused on the easy part of
building a network: the long-distance loops that cut mostly through
rural areas. Too little money went into widening the pipes that run
into homes and offices, an extremely expensive undertaking complicated
by the fact that the Baby Bells already own such "last-mile"
connections. With high-speed access slow to reach businesses and
consumers, development of the sort of "killer applications" that might
spur new usage dwindled.

Some analysts tried to sound a warning. In October 1998, an Internet
researcher at AT&T Labs named Andrew M. Odlyzko published a paper
debunking the widely held view that Internet traffic was doubling every
three months. Mr. Odlyzko laid out an argument that in fact Internet
use was doubling only once a year. "It was an extremely convenient
myth," says Mr. Odlyzko. "Every entrepreneur who was getting financing
could quote it."

With the flood of investment money continuing unabated, few in the
business paid him any heed. But Mr. Nacchio was starting to get
rattled. With so many new entrants, he figured, life as a carrier`s
carrier might get tough. The entire wholesale market, Mr. Nacchio
calculated, was roughly $9 billion a year. "There wasn`t enough revenue
to go around," he says. So Mr. Nacchio began converting Qwest into a
retail company instead, acquiring LCI Communications, which made Qwest
into the nation`s fourth-largest long-distance company.

In June 1999, he dropped a bombshell by making a bid for U S West, the
Denver-based Baby Bell. Coming as it did in the midst of America`s
Internet euphoria, the move stunned investors, who wondered why Qwest
would buy such a traditional, slow-growing company. Mr. Nacchio even
had trouble persuading Mr. Anschutz that the move was justified. "All I
knew is that we were not going to succeed by being a one-trick pony,"
says Mr. Nacchio.

Whatever the justification, the stock market wasn`t buying it. Qwest`s
shares plunged, but the $35 billion deal still went through. Mr. Crowe,
for the time being, was looking brilliant. Level 3 stock surpassed $130
per share in March 2000. Dangling fat stock options, Level 3 poached
Qwest employees, sometimes driving Mr. Nacchio to distraction.

Even though Level 3 was still more than a year away from completing its
network, it managed to grab headlines. In October 1999, the company
snagged a key piece of America Online`s business from WorldCom.
Analysts estimated that Level 3 undercut WorldCom`s price by 50%. Mr.
Crowe`s theory of disruptive pricing was having an impact.

But Mr. Nacchio had some disruptions of his own in mind. Angered by the
defections and worried about market share, the executive ordered his
sales teams not to lose any contracts to competitors. The project,
code-named "Operation Clean Sweep," turned the tide back in Qwest`s
favor.

It also kicked off a deflationary spiral the likes of which few
industries have ever seen. In the wholesale market -- the business of
selling network space to other phone and Internet companies -- prices
are expected to plunge at least 60% this year.

It`s even worse for so-called "dark fiber," which hasn`t yet been
connected to the expensive electronic equipment needed to make it
usable. A major brokerage house, say, that wanted to purchase its own
strand of fiber could pick it up for $1,200 a mile, down from as much
as $5,000 in 1997, according to Qwest.

Such sales are becoming increasingly rare, however, because few
companies are in a position to invest in the equipment needed to
connect the fiber into a network. That equipment, including the
ultra-fast switches called routers, costs many times more than the
fiber itself.

The pricing collapse, combined with the bursting of the Internet
bubble, has left the fiber industry gasping for air -- and Mr. Nacchio
looking like a genius.

Saved by the Baby Bell

Thanks to the constant trickle of money from plain-vanilla local phone
service, Qwest is projecting revenue of as much as $21.7 billion this
year, up from $19 billion in 2000. It lost $81 million last year and
won`t be profitable anytime soon, but its stock price has been holding
steady lately at around $33 on the New York Stock Exchange. That`s down
48% from its high but still well above the initial offering price,
adjusted for a split, of $5.50.

Life isn`t so easy for Mr. Crowe. After trading as high as $130 in
March of last year, the company`s stock closed Friday on the Nasdaq
Stock Market at $7.62, off 34 cents, or 4.3%. By some estimates,
investors in the Omaha area alone have suffered paper losses of as much
as $20 billion, leading to plenty of grumbling around town.

Tom Dowd, an Omaha attorney, is kicking himself for not selling his
Level 3 shares earlier, but he still has faith the situation will
improve. "Walter Scott has his reputation on the line with all these
people getting it in the teeth," he says. "He doesn`t want his legacy
to be a foul ball."

It will take some doing to turn Level 3 back into a hit. Due to some
environmental problems in California -- the digging was disrupted
temporarily by regulators when a trout turned up dead near the route --
the network isn`t quite finished. Of the 96 fibers in Level 3`s first
conduit, only two are currently lit.

And, despite winning high-profile customers such as Yahoo Inc. and XO
Communications Inc., Level 3 recently lowered its projection of
communications revenue for this year to as little as $1.4 billion from
$1.7 billion. In 2000, the company reported a net loss of $1.45 billion
on revenue of $1.18 billion, including $200 million in revenue from
mining operations.

Some acquaintances have noticed that Mr. Crowe seems more subdued these
days. But in public the executive remains the picture of confidence. He
stresses that the company still has $4 billion in cash and says it will
emerge from the shakeout.

"A year ago we were in a hothouse environment where every plant,
regardless of its strength, prospered," he says. "Now, we are outside
in the cold world. It is a better environment, as painful as it is."

Write to Rebecca Blumenstein at rebecca.blumenstein@wsj.com

Liberty Media - UPC - Primacom ......

© DER SPIEGEL 26/2001 - 25. Juni 2001

A U F S T E I G E R

"Reicher schlechter Kerl"

Ein Amerikaner wird zur Schlüsselfigur im deutschen TV-Geschäft: Für rund zehn Milliarden Mark will John Malone den größten Teil des Kabelnetzes der Telekom übernehmen. Damit kontrolliert er den Zugang für zehn Millionen Haushalte. Kritiker fürchten: Ein neues Monopol entsteht.

Ob geschäftlich oder privat - Malone liebt die Größe. Viel Macht, viel Geld, viel Spaß. Und ein Schuss Wahnsinn ist auch dabei.
Seine Ranch, auf die er von seinem Bürohaus in einem Vorort von Denver blicken kann, umfasst viele Quadratkilometer. Malone, 60, ist der größte Landbesitzer im US-Staat Colorado. Oft ist er aber auch mit seiner Frau und sechs preisgekrönten Möpsen in einem überdimensionalen Wohnmobil unterwegs, das für 750 000 Dollar ganz nach seinen persönlichen Vorlieben gestaltet wurde. Für einen schnellen Segeltörn steht die 25-Meter-Yacht "Liberty" zur Verfügung.

Beruflich dirigiert er ein Imperium, das zu den größten privaten Besitztümern des Landes zählt. Seine Vermögensverwaltungsfirma Liberty Media, bei der rund 60 Mitarbeiter beschäftigt sind, hat sich vor allem auf Medien-Beteiligungen spezialisiert. So gehören ihm etwa 4 Prozent am weltgrößten Medienkonzern AOL Time Warner, 18 Prozent an Rupert Murdochs News Corporation, 43 Prozent am Einkaufskanal QVC, 49 Prozent am Dokumentationskanal Discovery Channel. An der Börse ist sein Unternehmen fast 100 Milliarden Mark wert. Seit dem vergangenen Donnerstag mischt der Milliardär auch in Deutschland ganz oben mit: Nach einer öffentlichen Erklärung der Deutschen Telekom ist er auf bestem Wege, einen wichtigen Zugang zu zehn Millionen Wohnungen zu kontrollieren - die Netze des Kabelfernsehens. Der Großinvestor aus Colorado könnte damit das Freizeitverhalten von vielen nachhaltig verändern. Denn wer über den Transportweg verfügt, hat Einfluss auf das, was transportiert wird.

Malone wird, wenn der Deal mit der Telekom zustande kommt, künftig TV-Programme ganz neu vermarkten: in kleinen Paketen, mit Zusatzangeboten, gegen höhere Preise. Er wird Telefondienste und digitale Fernsehangebote kombinieren, Internet-Dienste und Pay-TV-Angebote puschen. Und das alles über das bislang rückständige TV-Kabelnetz, das jetzt mit Milliardeninvestitionen aufgerüstet werden soll. Nur so werden Malones Firmen die hohen Kosten zurückverdienen können.

"Ein neuer Spieler ist im Markt", sagt Dieter Hahn, zweiter Mann im Imperium des TV- und Medienunternehmers Leo Kirch: "Wir haben es mit komplett anderen Wettbewerbsbedingungen zu tun."

Es komme zu "dramatischen Veränderungen im Medienmarkt", glaubt auch Medienberater Kai Flatau, lange Zeit Justiziar beim Pay-TV-Sender Premiere. Und der Berliner Medienwächter Hans Hege fordert bereits mehr Aufmerksamkeit durch die Politik: "Was da jetzt passiert, ist nicht ohne. Die Fernsehkabel sind so wichtig wie die Deutsche Bahn." Immerhin sind in das einst staatliche Kabelnetz seit dem Start im Jahr 1983 rund 20 Milliarden Mark an öffentlichen Geldern geflossen.

Aufsteiger Malone wuchs in Milford im US-Staat Connecticut auf, als Sohn eines General-Electric-Managers. Als Kind reparierte er Radios und verkaufte sie teuer weiter, später studierte er Maschinenbau und Wirtschaft. Nach Stationen bei der Telefonfirma AT&T, der Unternehmensberatung McKinsey und dem Elektronikkonzern General Instruments stieg er Anfang der siebziger Jahre als privater Investor ins TV-Kabelgeschäft ein.

Mit harten Methoden brachte er die Firma Tele-Communications nach oben und verkabelte das ländliche Amerika. Aus dieser Zeit stammt der Spruch des damaligen Senators Al Gore, Malone sei der "Darth Vader der Datenbahnen", benannt nach dem Bösewicht der "Star Wars"-Filme. Vor zwei Jahren verkaufte Malone dann sein Kabelimperium TCI für 54 Milliarden Dollar an den Telefonriesen AT&T, seinen früheren Arbeitgeber. "Ich bin lieber ein guter als ein schlechter Kerl", sagt Malone, "aber ich bin lieber ein reicher schlechter Kerl als ein armer guter Kerl."

Als Idol nennt er den Wall-Street-Investor Warren Buffet, als Motto den Satz: "Unsere Tür ist immer offen für Geschäfte." Der Mann beherrscht die Kunst, andere auszutricksen und sei es durch permanentes Schweigen. "Malone konnte sitzen, ruhig und grässlich still, stundenlang, vor allem wenn er mit jemandem verhandelte, der etwas hatte, was er wollte," heißt es in einem Buch über seine frühen Jahre.

Rund zehn Milliarden Mark hat sich Malones Firma Liberty Media den jüngsten Vorstoß in Deutschland kosten lassen, die hundertprozentige Übernahme der Kabelnetze der Telekom in sechs Großregionen. Damit ist der Zugang zu zehn Millionen Haushalten verbunden. Nur Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Hessen sind nicht dabei, hier hat die Telekom schon vor Monaten andere Investoren gefunden.

Auch der nächste Deal Malones ist nahezu perfekt, die Verträge sind zumindest aufgesetzt. Demnach übernehmen seine Firmen Liberty Media und UPC zusammen mit dem ebenfalls in Denver sitzenden Investor Callahan ein weiteres großes Kabelnetz mit 2,2 Millionen Haushalten, und zwar von der Deutschen Bank.

Das Finanzinstitut hatte - in Erwartung eines lukrativen Weiterverkaufs - rund 2,2 Milliarden Mark in Firmen wie Tele Columbus und Smatcom investiert, zum Schluss jedoch war Vorstandssprecher Rolf Breuer das Engagement leid. Nun erhält er voraussichtlich 2,3 Milliarden Mark von dem US-Konsortium.

Am Zuge sind die Spezialisten aus Denver. "Wir werden so schnell wie möglich damit beginnen, das Kabel aufzurüsten", sagt Liberty-Media-Chef Robert ("Bob") Bennett. Europachefin Miranda Curtis begab sich bereits auf Good-will-Tour bei Fernsehmanagern, um für eine möglichst enge Kooperation zu werben.

Vor allem aber werden die Amerikaner ihre eigenen TV-Programme und Internet-Dienste einsetzen wollen. "Liberty denkt an eigene Programme", sagt Jürgen Doetz, Vorstand der ProSiebenSat.1 Media AG. Die Amerikaner haben mit chello.com praktischerweise sogar einen eigenen Internet-Dienst zur Hand.

Nur rund ein Drittel der Kanäle muss, so will es der Rundfunkstaatsvertrag, für öffentlich-rechtliche und regionale Programme reserviert sein ("Must-Carry"). Die Mehrzahl der Kabelplätze darf Malone mit Angeboten bestücken, die ihm ins Konzept passen.

Was auf die Deutschen zukommt, zeigt das Beispiel Tele Columbus. Vor allem in Ostdeutschland und Berlin hat die Kabelfirma, die demnächst in Malones Besitz übergeht, über eine halbe Million Haushalte technisch auf den neuesten Stand gebracht. Wie ein Feldherr steckt Manager Dietmar Schickel auf seiner großen Landkarte das Terrain ab. Bunte Fähnchen in Rostock, Berlin oder im brandenburgischen Henningsdorf markieren ganze Wohnblöcke, in denen die bunte Kabelwelt schon Realität ist.

Rund 12 000 Mieter der Berliner Wohnbaugesellschaft WIR können etwa an ihrem TV-Bildschirm nachschauen, wer unten am Hauseingang geklingelt hat, wenn entsprechende Kameras installiert sind.

Auch können sie den Internet-Dienst Infocity von Tele Columbus bestellen, mit dem Kinotrailer zum aktuellen Filmprogramm im Originaltempo auf den Bildschirm gebracht werden. Und ein weiteres Angebot sieht Video-Telefonkonferenzen vor, vorausgesetzt, eine kleine Kamera und ein Mikrofon sind an den Computer angeschlossen.

Gespannt wartet Schickel auf die Ergebnisse eines Pilottests in Magdeburg. Dabei geht es ums Telefonieren via Internet und Fernsehen: Die Telefonschnur wird einfach in die TV-Buchse gesteckt, und schon kann über das Fernsehkabelnetz telefoniert werden - zum Pauschalpreis, ohne den Gebührenzähler.

Internet, Telefon, Digital-TV und die Überwachungskameras am Hauseingang wollen die Tele-Columbus-Manager künftig im Gesamtpaket anbieten - zu einem Preis von rund 100 Mark. Nötig ist nur ein Zusatzgerät zum TV-Apparat ("Decoder").

Einen Vorgeschmack auf die Medienwelt der Zukunft lieferte bereits die ostdeutsche Messestadt Leipzig. Dort waren bei 800 Kunden der Kabelfirma Primacom - inzwischen auch ein Teil des Malone-Kosmos - plötzlich die Kanäle ProSieben, Vox und RTL II aus dem Grundangebot verschwunden. Wer weiter die beliebte ProSieben-Serie "Die Simpsons" sehen wollte, sollte nach den Plänen der Kabelmanager einen neuen Digital-Decoder bestellen - für zusätzlich fünf Mark im Monat.

Die Zuschauer protestierten, die Sender klagten wegen "Urheberrechtsverletzung". Das Landgericht gab den TV-Chefs schließlich Recht. Diese Vorgehensweise verdeutliche, "dass Primacom bereits heute als Kabelnetzbetreiber nur sehr bedingt auf die Fernsehsender Rücksicht nehmen muss", schrieb die Anwaltskanzlei Nörr Stiefenhofer Lutz im Auftrag von Kirchs ProSiebenSat.1 Media AG dem Kartellamt.

Durch den "verbesserten und langfristigen Zugriff auf TV-Inhalte ihres Mehrheitsgesellschafters UPC bzw. Liberty Media" werde die Marktposition von Primacom deutlich gestärkt, argumentieren Kirchs Anwälte, die Firma werde "in die Lage versetzt, freie Kabelkapazitäten vermehrt durch eigene Inhalte zu füllen".

Das Horrorszenario, das die Kirch-Leute gern malen: Malone besitzt die wertvollen Kabelstränge und spielt auf ihnen vornehmlich seine eigenen Programme ab.

Die Antwort der Malone-Leute: Sie würden mehr Wettbewerb in den Markt bringen, bisher sei es doch schließlich Kirch gewesen, der über die meisten TV-Rechte verfüge und dank enger Beziehung zur Telekom auch das Kabel dominiert habe.

Aus den vielen Filmen, Serien, Sportübertragungen und Dokumentationen der Sender wollen die Malone-Manager neue attraktive Angebote für ihre Kunden bündeln. Auch das Pay-TV will Malone puschen, denn über seine große Beteiligung an Murdochs News Corporation gehört ihm indirekt auch ein Stück von Kirchs Pay-TV Premiere World. Im Herbst 1999 war Murdoch seinem Freund Kirch zur Hilfe geeilt und hatte gegen Zahlung von 2,9 Milliarden Mark einen Anteil von 24 Prozent an dem kriselnden Unternehmen Premiere World erworben.

Kirchs Produkt sei doch "sexy", sagt Peter Bogner, Deutschland-Beauftragter von Malones Kabelfirma UPC, der Münchner habe "es nur nicht geschafft, daraus ein funktionierendes Geschäft zu machen".

Kirch wird derartige Sprüche nicht lieben, auch die anderen TV-Größen in Deutschland schauen eher besorgt in die Zukunft. Der Cowboy aus den USA ist ihnen suspekt.

Eine Art Generalstabsplan zur Eroberung des deutschen Markts sieht die ARD. In einem Schreiben an das Bundeskartellamt, verfasst von der Kanzlei Haver & Mailänder in Stuttgart, wird vor einem "weltweit agierenden Konzern" gewarnt, der bei Technik und Medieninhalten "über erhebliche und weit gestreute Interessen verfügt".

Diese Woche wollen die öffentlich-rechtlichen ARD und ZDF sogar zusammen mit dem Erzfeind, dem Verband der privaten Sender VPRT, ein gemeinsames Papier präsentieren. Motto: Alle sollen Zugang zum Kabel haben. "Wenn es ums Eingemachte geht, fallen die ideologischen Hürden weg", so Verbandschef Doetz.

Man müsse sich fragen, "ob hier nicht ein altes Monopol durch ein neues ersetzt wird", sagt Norbert Schneider, Chef der nordrhein-westfälischen Landesmedienanstalt. Er und seine Kollegen aus den anderen Ländern sind übereingekommen, vor dem Kartellamt gegen zu viel Liberty zu kämpfen.

Von der Politik aber haben die Kritiker diesmal wahrscheinlich wenig zu erwarten. Sowohl SPD-Ministerpräsident Wolfgang Clement als auch CSU-Regent Edmund Stoiber geben sich gelassen.

"Wir haben seit vielen Jahren auf einen Ausbau des Fernsehkabels gedrängt", sagt der bayerische Staatsminister Erwin Huber (CSU), "jetzt wo endlich der Startschuss gefallen ist, können wir den neuen Anbietern nicht gleich wieder Fesseln anlegen." Natürlich stellten sich bei einem so starken Markt-Player wie Malone "auch kartellrechtliche Fragen", das sei aber Sache der Wettbewerbsbehörden, nicht der Politik, erklärt der CSU-Mann.

Hubers etwas leichtfüßiges Credo: "Wenn die Zuschauer dadurch neue Programme bekommen, habe ich nichts dagegen, da sag ich `Grüß Gott`."

FRANK HORNIG, HANS-JÜRGEN JAKOBS, MARCEL ROSENBACH
© DER SPIEGEL 26/2001
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,141495,00.html
Typisch für unseren (Zitat eines "Galliers" in Bezug auf Leuna)BANANENSTAAT!!
Wenn ein monopolitisches Unternehmen jahrelang eine Blockadepolitik betreibt, wenn Landesmedienanstalten Angst um ihre monopolistische Stellung haben, Landesmediengesetze deren Stellung schützen bzw. stärken, wenn ein Privatunternehmen jahrelang seine Marktstellung gnadenlos ausnützt und die Leute über den Tisch zieht...
Ja, wenn der "Klüngel" sich einig ist und dabei gut verdient, ja dann ist die Welt in Ordnung.
Aber wehe wenn...
Wenn sich die Politik dem zu sehr in den Weg stellt,wird sie von dem Texaner ordentlich die Ohren gewaschen bekommen.
Jetzt aber so tun als wäre das so überraschend, daß ist doch schon "hinterfurzig"!
Wie werden wir doch über die Nachrichtenpolitik manipuliert und zu deren Gunsten monövriert.
Durch bei dem aktuell sich abzeichnenden Linksruck in unserem Land, lasse ich mir lieber von einem reinen Kapitalist etwas vorschwätzen, als von diesen einheimischen, pseudosozialen, doch eigentlichen faulen Linken, die nur Angst um Ihre Posten haben.
Wer glaubt z.Zt. eine unbeeinflußte Nachrichtlage zu haben, der irrt.

winetrader
Hi Winetrader,

kaum gab es Speukaltionen um die technische Möglichkeit einer gezielten Programmauswahl und schon wurde eine allgemeine GEZ-Gebühr erwogen.

Mittels digitaler Programmpakate zieht das Argument "man könne ja schließlich auch die Öffentlich-Rechtlichen Sender sehen" nicht mehr.

Ich denke, dass sich auch in diesem Bereich noch einiges tun und verändern wird.

Spätestens, wenn die Fernsehzuschauer in Deutschland auch wirklich nur noch das geliefert bekommen, was sie tatsächlich auch bestellt haben.

Ob sich dann noch die Mehrheit der Deutschen für die Öffentlich-Rechtlichen entscheiden wird, ist mehr als fraglich angesichts der stolzen Gebühren von knapp 30,-DM monatlich.

Aber meckert kaum jemand.

Wie denn auch? Jeder, der die technische Möglichkeit zum Empfang hat, muss, ob er will oder nicht, GEZ-Gebühren entrichten.

Die Frage, die aber uns Aktionäre interessiert ist, was werden wir aus den TV-Kabelnetzverkäufen haben?

Wird man die PRIMACOM-Altaktionäre ausbezahlen oder werden wir mit strukturschwachen Regionen abgespeist?

Eigentlich dürfte es spätestens jetzt klar sein:

Das ganze war von langer Hand geplant!!!

Die amerikaner wollten auf dem deutschen Markt Fuß fassen.

Genau das, was die Deutsche Telekom die ganze Zeit wehemment verhindern wollte.

Aber jetzt ist es dann doch passiert.

Und dann auch noch für einen Witzbetrag.

Noch vor gut zwei Jahren wollte die Deutsche Telekom an die 20 Milliarden Euro für ihre Kabelnetze. Zudem wollte man sich ein Mitspracherecht aufheben.

Jetzt wird alles für ca. 10 Milliarden Mark zu 100% ohne Mitsprache verkauft.

Nicht nur irgend ein Medium. Nein, ein Medium, dass aufgrund der hohen Bandbreite die meisten Services und Produkte ermöglicht.

CB
Artikel aus "Die Welt" vom 26.06.2001 (www.welt.de)

Liberty wird nicht zwangsläufig die Freiheit im Kabelnetz gefährden

Von Lutz Frühbrodt

Bedeutet zu viel Liberty weniger Freiheit? Der US-amerikanische Vermögensverwalter Liberty Media will für rund 10,5 Mrd. DM in sechs Großregionen das TV-Kabelnetz der Telekom erwerben. Und jetzt obendrein auch noch das Kabelnetz der Deutsche-Bank-Tochter Telecolumbus kaufen, wie es in Medienberichten heißt. Damit würde Liberty nicht nur weite Teile des überregionalen Kern-Kabelnetzes beherrschen, sondern auch einen Großteil der "letzten Meile" zu den Haushalten. Denn über ihre Tochtergesellschaften UPC/Primacom verfügt Liberty bereits über den Zugang zu einer Millionen Endkunden, mit Telecolumbus kämen weitere 1,7 Millionen Haushalte hinzu.
Die Marktstrategie von Liberty zielt ganz offensichtlich darauf ab, das gesamte Kabelnetz unter eigene Regie zu bringen. Oder - wenn man so will - eigene Kontrolle. Und wer die Übertragungswege kontrolliert, bestimmt möglicherweise auch bald bei den Inhalten, wo`s langgeht. Oder nicht? Wird also nicht nur ein altes durch ein neues Monopol ersetzt? Sind womöglich auch publizistische Vielfalt und Meinungsfreiheit in Gefahr? Schnell sind die Medien bei der Hand, den Liberty-Lenker John Malone nicht nur als rauhbeinigen Cowboy-Typen aus Denver hochzustilisieren, sondern auch als potenziellen Citizen Kane zu brandmarken. Denn über erste Sparringsübungen mit Primacom scheint Malone bereits ausgetestet zu haben, wie weit er gehen kann, bestimmte TV-Sender einfach von seiner technischen Kabelplattform zu kicken. Dies lässt nichts Gutes erahnen.

Festzuhalten bleibt zunächst jedoch: Die Europäische Kommission hat die Deutsche Telekom schon seit 1998 wiederholt unter Druck gesetzt, ihr Kabelnetz-Monopol aufzugeben. Die Telekom ist dem Drängen aus Brüssel nur widerwillig nachgekommen und hat bis zuletzt versucht, sich bei den Verkäufen wenigstens eine Sperrminorität zu sichern. Dass Liberty dies nicht zugelassen hat, ist insofern positiv zu bewerten, als so die Chancen grundsätzlich besser stehen, dass das TV-Kabel auch für Sprachtelefonie und superschnelle Internetzugänge aufgerüstet wird. Denn die Telekom hätte kaum Interesse daran, sich selbst eine Konkurrenz zu ihrem Monopol im Telefon-Ortsnetz und bei ihrer DSL-Technologie für Breitband-Übertragungen heranzuzüchten.

Die Voraussetzung für mehr Wettbewerb im Ortsnetz und bei den Breitband-Technologien wäre allerdings, dass sich Liberty tatsächlich auch bereit zeigte, die notwendigen 15 bis 20 Mrd. DM zur technischen Aufrüstung zu investieren. Liberty-Chef Malone dürfte zwar die Preise für den reinen Kabelanschluss erhöhen - wohl aber in erster Linie, um seine Monopolstellung auszukosten. Hier hätte das Bundeskartellamt noch gewisse Eingriffsmöglichkeiten.

Zudem sind die Margen bei Telefon und Internet zu gering, um als unwiderstehlicher Investitionsanreiz zu wirken. Liberty wird zumindest also anfänglich stärker auf Inhalte und dabei besonders auf Pay-TV-Angebote setzen. Dies wird sicher zu mehr Wettbewerb führen. Sollte Medienmogul Malone jedoch Anwandlungen bekommen, andere Anbieter nicht auf seine technische Plattform zu lassen, werden mit Sicherheit die Landesmedienanstalten einschreiten. Auch dies hat das Beispiel Primacom gezeigt. In letzter Instanz wird sich aber auch der Zuschauer nicht immer das bieten lassen, was er vorgesetzt bekommt. Das hat die jüngere Fernsehgeschichte der Bundesrepublik Deutschland schon mehrfach in erfreulicher Weise gezeigt.


MfG DanShare
@cyberbob
Diesen Auszug aus deinem posting verstehe ich nicht!

"Die Frage, die aber uns Aktionäre interessiert ist, was werden wir aus den TV-Kabelnetzverkäufen haben?
Wird man die PRIMACOM-Altaktionäre ausbezahlen oder werden wir mit strukturschwachen Regionen abgespeist?"

Wenn die Telekom vor einem Jahr 20 Mrd. haben wollte, war es ihr gutes Recht! Aber kaufen wollte es keiner!
Z.Zt laufen alle notwenige deals ab. Die Karten werden jetzt verteilt und für die nächste Zukunft wohl kaum verändert.
Die Wertigkeit des Kabels, die wir Aktionäre in unseren Aktienkursen sehen möchten, wird zukünftig, wie auch schon in der Vergangenheit von der Nutzung bzw. dem möglichen/tatsächlichen Ertrag berechnet werden.
Ich könnte mir aber auch gut vorstellen, daß wenn alle deals gelaufen sind, der PC-Kurs plötzlich wieder steigt.
Denn man wird zum weiteren Ausbau auch Kredite benötigen. Dafür braucht man eine Sicherheit. Malone wird das bestimmt nicht alles aus Amerika finanzieren wollen. Unsere deutschen Banken wollen da doch auch was mitverdienen, oder?? Also hoch mit der Bewertung. Und zwar meine ich nicht die Kapitalierung von Primacom sondern die allgemeine Anschlußbewertung außerhalb des Börsenmarktes. Denn dieser Wert gibt die Kreditlinie an. Nicht die blödsinnige Marktkap.!
Als Unterstützung könnte ich wetten, daß "die" den Kurs zu gegebener Zeit wieder laufen lassen. Denn UPCs Kreditlinie würde sich erhöhen und keiner mehr von einer Finanzschwäche sprechen.
Die Tatsache, daß sogar der Telekomdeal zu einem wesentlich höheren Preis/Anschluß über die Bühne ging, gemessen an der Marktkap. der börsennotierten Primacom, bestätigt nur einmal mehr den Herdentrieb und die Analystenabhängigkeit der Börsianer.
(Wir sind nun mal in einem Bullenmarkt und da kann das nun einmal nicht sein! Die Charttechnik, der allgemeine Trend, Branchenrotation.... = als Begründung.
So ist die Börse und das war auch shcon früher so!)

Zurück zu deinem obigen Text möchte ich eine Gegenfrage stellen:
Wenn in Zukunft ein Investor sich an dem vielleicht lukrativen Kabelgeschäft in Deutschland beteiligen möchte, wo kann der da so richtig investieren?

In Bezug auf "Abspeisung in strukturschwache Regionen" finde ich nicht deinen Gedankengang.
Primacom, im Besitz der Netzebene 4, hat ganz exakt seine Position im Markt.

Wenn die Telekom tatsächlich zu einem "Witzbetrag" verkauft hat, dann haben doch WIR (PC-aktionäre)einen Vorteil. Problem liegt bei den Telekomaktionären.
Wenn du Primacomaktienbesitzer bist, dann bist du nun ein Deutscher, der im Interesse von Malone, UPC etc. denkt.
Der einzige Deutsche, der in diesem sich nun abzeichnenden marktbeherrschenden Geflecht noch Einfluß nehmen kann ist Herr Preuss!

winetrader
Wenn die Deutsche Bank tatsächlich Ihre Preisvorstellung realisieren könnte, dann ergäbe sich ein Preis von ca. 2000 DM / Anschluß!
Wieder einmal in Bezug gesetzt zur aktuellen Kapitalisierung der Primacomanschlüsse...
Diese große Diskrepanz zwischen dem am Markt tatsächlich bezahlten Preis/Anschluß zu den börsenbewerteten Pc-Anschlüssen ist doch wirklich nicht mehr zu übersehen.
"Heee, Herr Malone, wenn Sie den DB-Preis bezahlen, dann dürfen Sie auch mal bei mir vorbeischauen!" ;)

Und wenn ich mir die aktuellen Analysteneinstufungen zu Primacom anschaue, dann weiß ich nicht ob ich weinen oder vor lachen in die Hose machen soll.
Der Gipfel wäre eine Abstufung der Pc-aktie von der DB-researchabteilung! Das wäre dann wohl der Oberhammer!! :)


winetrader

,der gerade mal ein bißchen Zeit hat. Bei dieser Hitze!
> Die Wertigkeit des Kabels, die wir Aktionäre in
> unseren Aktienkursen sehen möchten, wird
> zukünftig, wie auch schon in der Vergangenheit
> von der Nutzung bzw. dem möglichen/tatsächlichen
> Ertrag berechnet werden.

absolut zutreffend, genau das ist es, was
ich vor einiger Zeit mit Fair-Value meinte

> Als Unterstützung könnte ich wetten, daß "die"
> den Kurs zu gegebener Zeit wieder laufen lassen.

an Verschwörungstheorien glaube ich hier weniger, für
den Kursverfall bei Primacom gab es viele handfeste Gründe.
Primacom hat wg. des Doppellistings (NM + Nasdaq)
vergleichsweise gute Analysten-Coverage. Wenn eine
Investmentbank hier eine Unterbewertung sieht und mit
ihren Fonds massiv auflädt, dann können das die anderen
auch mit den von Winetrader so gerne angeführten
"Taschenspielertricks" nur schwer verhindern.


Im nächsten Conference Call werden wieder unerbittlich
Fragen aus Reihen der Analysten kommen, z.B.
von Rebecca Winnington-Ingram, wie sich die Internet-
Subscriber Targets fürs Jahresende und nächste Jahr
verändern, wie die Targets für die Netzaufrüstung sind,
wann Telefonie eingeführt werden soll usw. usw.
Genau dies Fragen determinieren den Fair-Value aus
Investment-Sicht.

Für eine Steigerung des Aktienkurs reicht es nicht aus,
dass immer nur in BigSister/Kabelmedia-Manier vom Triple Play
geschwafelt wird. Der Markt möchte sehen, daß Primacom
hier auch tatsächlich vorankommt, und zwar so wie
es viele Kabelnetzbetreiber im Ausland erfolgreich
vorexerzieren. Ich sehe bei Primacom nach wie vor
nicht, daß das Management überhaupt einen Plan hat,
auf was es für die Zukunft ankommt.

Hier was zur aktuellen Situation in den USA:


http://www.xdsl.com/content/xdsltoday/tcperspective/CableIsK…
Eine Frage an Winetrader: Wie kommst Du auf ca. 2000 DM/Anschluss bezüglich des Preises für TeleColumbus?

In dem von Janco geposteten SPIEGEL-Artikel wurde ein voraussichtlicher Kaufpreis von 2,3 Mrd. DEM [nicht Euro!] genannt, wobei die Anzahl Haushalte auf 2,2 Millionen beziffert wurde. Damit enspricht dies einem Preis von 956 DM/Haushalt bzw. 489 Euro/Haushalt).


Zur Bewertung von Primacom (man muß hier auch die Kreditaufnahme berücksichtigen):

http://messages.yahoo.com/bbs?.mm=FN&action=m&board=16004087…

Re: Relationship between ADRs and
shares
by: localinput
06/07/01 03:11 am
Msg: 413 of 426

Presently, PCAG is valued at roughly EUR 700 per home passed. That price will probably
be used as the basis for the merger between them and UPC Germany.

Local





++++++++++++++
Bei dieser Gelegenheit:

http://www.heise.de/newsticker/data/jk-26.06.01-002/

Meldung vom 26.06.2001 15:35


Nach dem Goldrausch - die TV-Sender und
das Internet

Noch vor einem Jahr galt das Internet als die neue Goldader der
Medienbranche. Nach dem Platzen der Internet-Blase an der Börse ist
auch bei den TV-Konzernen Ernüchterung eingekehrt, wie am heutigen
Dienstag beim Medienforum NRW in Köln deutlich wurde. Noch immer
melden die TV-Sender, die mit großen Investitionen auf den Internet-Zug
aufgesprungen sind, enorme Steigerungsraten bei den Page Impressions.
Doch trotz anhaltend steil zunehmender Online-Nutzung haben sich die
Erlöse für die Anbieter nicht gleichermaßen positiv entwickelt, wie Stefan
Groß-Selbeck, Geschäftsführer der ProSieben Digital Media GmbH,
einräumte.

Nur teilweise erfüllt haben sich danach die Hoffnungen, die auf
Online-Werbung oder E-Commerce gesetzt wurden, da große
Handelsketten wie Otto oder Karstadt selbst im Internet aktiv seien. Als
"Silberstreifen am Horizont" sieht Groß-Selbeck die "cross-mediale
Verwertung" – dabei wird das Internet gemeinsam mit dem TV-Programm
an Kunden vermarktet. In der Zukunft wird beim
ProSieben-SAT.1-Konzern (Kirch) vor allem auf Allianzen im
E-Commerce-Bereich sowie auf Dienste für das Handy gesetzt. Künftig
werden Nutzer für "Premium-Dienste" im Internet auch zahlen müssen.

Optimismus verbreitete dagegen Thomas Hesse von der RTL Newmedia,
der Online-Tochter von Deutschlands größtem TV-Konzern RTL. "Das
Engagement (im Internet) bei RTL ist ungebrochen", sagte Hesse, dessen
zu Bertelsmann gehörende Firma in fünf Jahren rund 500 Millionen Mark in
das Netz investiert. RTL, das auch im Internet Marktführer ist, setzt nach
Hesses Worten ebenfalls auf Cross-Media. Daneben baut man auf den
Ausbau der Breitbandkabelnetze in Deutschland, die künftig digital eine
Vielzahl von TV-Kanälen zusammen mit Internet und Telefon viel schneller
und interaktiver ins Haus bringen sollen.


Hesse rechnet aber für dieses Jahr nicht mit mehr als 100.000 Haushalten,
die diese neuen Dienste in Deutschland erproben können. "Es kommt nicht
über Nacht, aber in kleinen stetigen Schritten." Der US-Konzern Callahan,
der zusammen mit dem ebenfalls amerikanischen Konzern Liberty Media
für Milliarden von Mark das Kabelnetz der Deutschen Telekom gekauft
hat, will im September mit seinen Breitbanddiensten in NRW beginnen. Ob
und in welchem Maß diese neuen digitalen Dienste von den Verbrauchern
angenommen werden, gilt als ungewiss. Die Menschen müssten auf diese
neue Technik vorbereitet werden, sagte Bertold Heil von der
Unternehmensberatung PricewaterHouseCoopers. "Es ist nicht
ausreichend, den Leuten die neue Technik einfach hinzustellen."


Anmerkung: PriceWaterHouse leidet hier unter Realitätsverlust. Die Mehrheit aller Teenager hat heutzutage bereits einen PC, und wenn es nur zum Gamen ist. In Deutschland wird förmlich nach Breitband-Zugängen geschrien. Primacom bräuchte nicht einmal Werbung durchführen, sondern müßte nur ein gutes Produkt liefern, was es aber eben nicht bei Primacom gibt. Wenn in den USA Cablemodem-Zugänge zu Primacom-Konditonen verkauft würden {Stichwort: Trafficlimit 1,5 GB}, würden den US-Cablecoms die Kunden in Scharen davonlaufen.

Trotz weiterhin guter Wachstumschancen beurteilt auch die
nordrhein-westfälische Landesregierung die Aussichten der Branche eher
nüchtern. Statt der viel zitierten "digitalen Revolution" müsse man wohl eher
von einer "digitalen Evolution" sprechen, meinte Miriam Meckel,
Medien-Professorin und Staatssekretärin in Düsseldorf. Und auch das TV,
das manche schon zur totgesagten "Old Economy" zählten, ist längst nicht
abgeschrieben: "Das Fernsehen bleibt auf längere Sicht Leitmedium",
prophezeite Meckel. (Thomas Maier, dpa) / (jk/c`t)
@ java_developer
Glaubst du andere haben keine Kredite?
Etwas zu Krediten:
Kredit ist nicht gleich Kredit!!

Da dieses Geld größtenteils nicht in irgendeine Software, die übermorgen kopiert und dadurch schnell an Wert verliert oder in eine Art Privatentnahme eines gößenwahnsinnigen Geschäftsführer bzw. Großaktionär gepumpt wird; oder in irgendwelche andere verbrennenden Bereiche Verwendung findet, sondern entweder neue Anschlüsse (werterhöhend) oder zum Ausbau bestehender Netze verwendet wird (werterhöhend)läuft bilanztechnisch zu einer sich erhöhenden Passiva gleichzeitig auch eine Erhöhung der Aktiva vonstatten. Das Geld schafft Werte im Unternehmen und läuft bewertungstechnisch eher neutral.
Schau erst wie die Kredite verwendet werden.

Auszug aus NET-BUSINESS:

UNTERNEHMEN 26.06.2001 11:12 Uhr

Deutsche Bank verhandelt über Verkauf von Tele Columbus

Die Deutsche Bank AG verhandelt einem Zeitungsbericht zufolge über den Verkauf ihrer Kabelfernseh-Tochter Tele Columbus GmbH. Der Kaufpreis könne sich auf bis zu zwei Milliarden Dollar (rund 4,5 Milliarden Mark) belaufen, berichtet das "Wall Street Journal Europe" unter Berufung auf verhandlungsnahe Kreise. Die Gespräche befänden sich allerdings noch in einer frühen Phase. In den Kreisen werde deshalb auch nicht mit einem Abschluss vor August gerechnet. Kaufinteressenten sind dem Bericht zufolge die Liberty Media Group, Callahan Associates International und NTL. Die Deutsche Bank kommentierte den Bericht nicht.

Liberty Media hat sich bereits mit der Deutschen Telekom AG über den Kauf der sechs noch nicht veräußerten Kabelgesellschaften des Telefonkonzerns geeinigt. Nach Angaben aus Unternehmenskreisen beträgt der Kaufpreis 5,5 Milliarden Euro.

winetrader
@ Nullgesicht:
Selbstverständlich kann man einen Fair-Value berechnen!
Nur wenn es ums Geld geht, ums bezahlen-kaufen, dann bleibe ich konsequent. Wäre alles immer fair, gäbe es keinen der mehr und der Andere der weniger verdient. ;)
Beim "Pulver" gibt es nun mal keine Fairness!! Und Börsenkurse sind Tauschkurse und keine Bewertungskennzahlen!

Ich will auch keine Verschwörung beschreiben wollen. Nein, Verschwörung ist nicht das richtige Wort. Selbst Manipulation hat einen zu negativen Charakter! Beeinflußend, korrigierend wären bessere Worte, die das beschreiben was ich versuche darzustellen.
"Manipulierend" im absolut negativen Sinne, könnte man das Vorgehen der Telekom in diesem Akt bezeichnen!
Gäbe es diese Verschwörung, dann hätte sie letztes Jahr bei den UPC-aufkäufen zum Tragen kommen müssen. Nein, der grundsätzliche Markt kann sehr wahrscheinlich nicht dauerhaft manipuliert werden. Aber man kann schon, ohne gesetzeswidrig zu handeln, in einen so kleinen Wert einwirken. Vielleicht ist das Wort "Taschenspielertricks" ebenfalls zu hart formuliert.

Ich gebe dir Recht, daß Pc scheinbar im operativen Geschäft etwas mehr zulegen könnte.
Leider habe ich keinen Primacomanschluß und deshalb fehlt mir da etwas das Gefühl.
Aber vielleicht lag es auch an der Blockadepolitik der Telekom, an den unklaren gesetzlichen Vorgaben, der enge Arbeitsmarkt an qualifizierten Personen... Sind das nicht auch mögliche Gründe sich mit dem weiteren Ausbau zurück zuhalten? Muß das doch immer knappe Geld erst für strategische Investionen ausgegeben werden?

Ich gebe dir aber recht, daß, sobald eine Klarheit im Markt besteht, der Umbau/Aufrüstung brummen MUSS!!
Aber irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, daß wir dem gerade in den letzen Tagen viel näher gekommen sind. Und wenn sich die richtigen "Personen" einbringen, der Hammer auch fliegen kann. Denn schließlich will doch jeder, der in so ein Projekt investiert, möglichst schnell Rendite sehen! Das gilt für den Aktionär, den Direktinvestor, den Angestellten und Arbeiter einer Firma, den Banken...
Ich hoffe nur, daß Politik und Justiz, denn diese Gruppierungen können mit Worten wie Wirtschaftlichkeit, Rentabilität, Produktivität... nichts anfangen, nicht weitere Hemmnisse aufbauen werden.
So liberal, wie viele glauben, geht es bei uns in Deutschland leider nicht zu.
Wo ist denn der Ausbau am besten fortgeschritten?
Dort wo die (großen) Investition durch Politik und gesetzliche Vorgaben nicht gefährdet werden!!

Grundsätzlich:
Das aktuelle PC-Kursniveau ist durch nichts was im operativen Geschäft der Primacom geschieht gerechtfertigt!!
Denn solange man für sogar die kleinste regionale Kabelgesellschaft, die niemals content, Service oder andere Dienste anzubieten in der Lage wäre; die niemals ihr Kabel auf einen vergleichbaren Ausnutzungsgrad bringen kann (aufgrund der zu geringen Zahl an Anschlüssen), die nicht nur keinen Plan sondern nicht mal ein Management für deren Kabelanschlüsse besitzen zu den aktuellen Preisen (ca. 1000 DM / Anschluß!!cash!!) aufgekauft, sehe ich Primacom als restlos unterbewertet und somit die Kurse als Kaufkurse an. Die am freien Markt immer wieder bezahlten Preise sind mit Sicherheit nicht restlos überbewertet. Da wurden im Vorfeld genaustens darüber nachgedacht und gerechnet. Und diese Rechnungen, die Fachleute der Branche durchgeführt haben, werden in meinen Überlegungen immer einen höheren Stellenwert besitzen, als diese „fantastischen“ Bewertungen der Analysten. Der Preis (ca. 1000 DM / Anschluß) ist auch nicht einmalig, wie Börsengänge oder einzelne Firmenübernahmen, sondern seit geraumer Zeit feste Realität im Kabelmarkt!
Deshalb braucht kein Analyst nach einem fair value "zu suchen", ich will sagen "errechnen".
Wenn diese Analysten Primacom bewerten wollen, müßten sie zuerst mal die marktübliche Preise heranziehen.
Keiner kann Primacom bzw. deren Aktivitäten oder deren möglichen operativen Schwächen für den aktuellen Kurs verantwortlich machen.
Das aktuelle Kursniveau ist im Verhältnis zu den außerbörslichen Preisen so tief, da müßten die Jungs anstatt Kabel zu verbuddeln an gleicher Stelle Gold suchen wollen! :)
Diese immer wieder in diesem board diesbezüglich formulierten Äußerungen/Rechtfertigungen kommen bestimmt nur aus Frust. Das wäre absolut verständlich!

Ich gebe zu, daß ich Analysten nicht sehr hoch einschätze! Sie sind meist praxisfremd, dadurch auch zu realitätsnah/visionslos, zu zukunftfixiert/träumerhaft, weiterhin zu sehr unter Erfolgsdruck, nicht unabhängig, manipulierbar, ...

Sagt man:
Der Kurs spiegelt die allgemeine Verfassung des Marktes. "Ja!"
Generelles Desinteresse an NM-Werten. "Ja!"
Die Pattsituation durch Preuss ist nicht nach dem Geschmack ausländischer Investoren?! "Vielleicht auch ja!"
Als das einzige börsennotierte Kabelunternehmen wird keine ausreichende Aufmerksamkeit geschenkt. "Ja!"
Andere Branchen sind interessanter. "Ja!"
Branchenrotation. "Ja!"
...
Ja, mit dieser Art von Rechtfertigungen kann ich gut leben.

Zuletzt:
Gäbe es keinen Preuss und Co. wäre Primacom ein klassischer Übernahmekandidat! Da gingen ca. 1,5 Mio deutsche Anschlüsse tatsächlich für "einen Apfel und ein Ei" über den Tisch!!! Und „wir“ Aktionäre hätten ein Übernahmeangebot auf dem Tisch, welches mit Sicherheit deutlich „under value“ wäre. ;)


winetrader
> Glaubst du andere haben keine Kredite?

@Winetrader:

mein Hinweis zu den Krediten sollte nicht negativ gemeint sein. Was ich ausdrücken wollte war, dass man -- wenn man Primacom auf aktuellem Niveau kauft -- eben nicht das ganze Unternehmen für nur 150 Mio Euro bekommt, sondern dass hier die Kreditaufnahme berücksichtigt werden muss. Primacom hat unter allen europäischen Kabelnetzbetreibern sogar mit die solideste Finanzstruktur.

Allerdings kann hier ein Vergleich leicht hinken, denn Unternehmen wie Telewest oder NTL haben die Investitionen in den Netzausbau bereits hinter sich, während sie Primacom noch vor sich hat. Zudem sind NTL und Telewest mit ihren Telefonie+Internet-Produkten sehr erfolgreich (vergleich doch mal selber mit Primacom; wobei in Grossbritannien übrigens Schmalband-Full-Flatrates bei BT, Freeserve oder AOL heutzutage nur 15 Pfund/Monat kosten, also die Konkurrenz aus Sicht der Kabelnetzbetreiber härter ist als in Deutschland). Bei Primacom sehe ich entsprechend ein um so höheres Risiko für die Aktionäre, je später die Netzaufrüstung durchgeführt wird.



Den WSJ-Originalartikel mit der geschätzten Kaufpreisangabe für Telecolumbus habe ich inzwischen lokalisiert:
http://public.wsj.com/sn/y/SB993500251697495448.html

es ist natürlich ein Unterschied, ob man als Grossaktionär (Unternehmen) einen hohen Kaufpreis bezahlt und dann volle Management-Kontrolle hat, oder ob man als Aktionär einen hohen Preis bezahlt und praktisch keinen Einfluss auf die Geschäftsführung nehmen kann.
Date: Tue, 26 Jun 2001 10:07:03 +0100
To: xxx@xxx.yyy
From: xxx<xxx@mxp.com>
Subject: Re: Cable is killing DSL in the USA




Give it another 6 months or so.

Telewest seem to be heavily promoting broadband with fixed ads on their
bills advertising "the internet 10 x faster for £25", with "blueyonder
broadband internet for the reduced price of £25 per month" it then
offers a
phone number and a URL. The advert is clearly placed about two spaces
below the `Amount due` section of the television bill!

NTL is also planning to roll out broadband across ex-cwc franchises
over
the coming year. ex-cwc being the only company not to have broadband in
most (any?) of their core franchises like NTL/telewest, `cable` will
surely
therefore see take up increase massively, especially when NTL sort out
the
London network which I believe they`re proposing to spend hundreds of
millions on.
@java_developer

Ich sah deine Äußerungen nicht negativ.
Ich denke die von dir beschriebenen Unternehmen scheinen wirklich die Technik schon weiter ausgebaut zu haben und scheinen auch die Kunden bereits überzeugt zu haben.
Deren wirtschaftliches Umfeld ist schon für längere Zeit wesentlich stabiler. Die bekamen keine Bremsklötze vorgeschmissen.
Bestimmt hätte aber auch Primacom schon längst einen Zahn zulegen können, denn ganz grundlos kann die in diesem board immer wieder auftauchende Kritik auch nicht sein.
Hoffen wir, daß mit der nun rasant fortschreitende Marktbereinigung gleichzeitig das Kabel weiter schnell ausgebaut und parallel die dazugehörigen Dienste angeboten werden. Ich bin mir da sicher, daß Primacom für den Bereich Content als Dreh- und Angelpunkt für den Deutschland genutzt werden wird.
Die bestehenden Beteiligungen und bereits bestehenden Vorverträge mit entsprechenden datenfüllenden Unternehmen müssen auch nun bald umgesetzt werden.
Wenn da jetzt mal richtig "drive" rein kommt, werden die dann entstehende Ertrags- und Umsatzzahlen für sich sprechen.
"Wir" müssen uns aber darauf einstellen, daß noch viel Mist aus dem NM verschwinden muß und diese Bereinigung grundsätzlich kursdämpfend sich auswirkt.
Aber:
Egal wie die Konjunktur sich weiter entwickelt, egal wieviel Unternehmen am NM die Insolvenz beantragen werden, egal was in Amerika passiert, egal wie bei Valuewerten die Gewinne wegbrechen werden, egal wieviele Computer demnächst benötigt werden, egal wie die Telekom mit ihrem Schuldenberg zurechtkommt, Primacom wird in konstanter, jedoch wenig spektakulär seine Sache weiter führen.
Egal wie der Kurs steht.

winetrader

P.S.
Da hab` ich doch in meiner Freizeit dem board mal wieder Leben eingehaucht! gell? ;)
Ist doch blöd wenn man nur bei Kurssteigerung postet. Und die jüngsten Geschehnisse brachten wieder mehr Klarheit in das deutsche Kabelgeschäft. Es gibt doch nun so viele Möglichkeiten...
Wo bleiben die etwas flexibel denkenden Analysten?! ;)
@java_developer:
Im "Preisvergleich" lege ich nicht NTL o.ä zu Grunde
sondern vergleiche die kleinen regionalen Kabelbetreiber, die fast täglich über den Tisch gehen. Übrigens müssen hier noch einige Strukturen verändert werden! Wird aber nun relativ schnell vonstatten gehen.
Wie kann man als Deutsche Bank mit dem schlechteren Ausbau von Telecolumbus einen Preis von 2000 DM / Anschluß rechtfertigen?
Ich sehe für Aktionäre unter der obigen Betrachtung keine Gefahr! Selbst wenn Pc nichts machen würde, muß ein neuer Investor erst mal entsprechendes Bares hinlegen. Und dies wäre auf jeden Fall einiges mehr als die Marktkap.!
Wer unter Emmisionspreis rein ist, hat, meiner Meinung nach, 0,0% Risiko!!!
Wer aktuell einsammelt wird, unabhängig wie der Kurs in der nächsten Zeit weiterläuft, am Ende auf jeden Fall einen verdammt guten Schnitt machen. Nur Zeit und Geduld sollte er mitbringen. Aber irgendwann wird ein neues Spiel gespielt und dann wird man sich fragen: "Warum habe ich nicht zu den damaligen Preis...?"

winetrader
Wo ist eigentlich Kabelmedia/Big Sister? Manche ihrer Postings fand ich ganz informativ, auch wenn diverse Pushversuche an der Grenze der Seriosität einzuordnen waren.

@Winetrader

"Fair Value" ist ein Thema für sich. Wenn Primacom so weiter macht wie bisher, wird die Aufrüstung der Netze frühestens 2012 vollendet werden, vorausgesetzt dies kann überhaupt noch finanziert werden. Wenn es wirklich gut läuft, kann dann bis 2015 ein Marktanteil von 30% bei Telefonieanschlüssen+Internet erreicht werden. Zinse das auf den heutigen Zeitpunkt mit 8% ab und Du hast die Erklärung, wieso man bei Primacom noch immer nicht von einer Unterbewertung sprechen kann. Wenn Du ein stabiles Renteneinkommen willst, kauf Bundesschatzbriefe oder investiere in Dividentitel anstatt in eine Company mit sub-par Management.


Mir sieht es auch aus, als ob das Schiff bereits in eine finanzielle Schlagseite gekommen ist. Indizien wie das "sinnvolle" Volumenlimit für die Breitbandanschlüsse, was sonst die namhaften Kabelplayer weltweit nicht machen, weisen ganz eindeutig darauf hin.

Cheers,

Arbitrage
nochmal ein Nachtrag: 30% Marktanteil bis 2015 ist eigentlich viel zu optimistisch. 20% wäre realistischer.
Hi AB.Trage,

die Kosten für Datenvolumen sind die geringsten Kosten bei der ganzen Sache.

Primacom ist selber Prodvider und Carrier zugleich.

Primacom müßte, wenn sie ihre Internetprodukte wirklich an den Mann bringen wollten, ganz andere Konditionen herausbringen.

Die Frage, die zur Volumenbegrenzung führte, muss anders gestellt werden:

Wie bekommt überhaupt als Normal-, ja selbst als Vielsurfer auf deutlich über 1,5GB Datenvolumen pro Monat?

Indem man sich beispielsweise die aktuellsten Spielfilme kostenlos oder aber von anderen Unternehmen aus dem Internet besorgt.

Das schmeckt einem Unternehmen wie Primacom natürlich überhaupt nicht, da sie mit ihren derzeitigen Moviepaketen dagegen ganz alt aussieht.

Gerade mal PREMIERE könnte da mithalten, aber die machen selbst bei ihren derzeitigen Preisen einen immensen Verlust.

Ich schätze mal, dass Primacom, nichts gegen Surfer unternehmen wird, die allein aus massiven Internetsurfen, Online-Gaming und/oder Videotelefonie das Datenvolumen übersteigen.

Aber auf alle Fälle hat Primacom mit der unlängst eingeführten Datenlimitierung die Möglichkeit, die ganzen Moviefans gezielt herauszupicken und die Verträge zu kündigen.

Bei meinen Bewertungen kann ich nur von mir und meinen Bekannten mit Highspeed-Internetanschluss ausgehen:

Ich kenne keinen, der für gut 80,-DM plus Modemmiete plus Kabelgrundgebühr das derzeitige Primacomangebot annehmen würde, wenn er die Alternative zu einem unlimitierten Anbieter in seiner Region hätte.

Nur Zufall, dass gerade in der Region Leipzig die Deutsche Telekom Probleme hat, flächendeckend T-DSL anzubieten?

Auf alle Fälle hat Primacom in der Startregion nicht die eigenen Stärken erkannt und genutzt, um sich selber in ein besseres Bild zu rücken und die Konkurrenz alt aussehen zu lassen.

CB
Mal ne dumme Frage: Wo bekommt Du im Web die neusten Spielfilme??? Also wenn ich mal bei Gnutella suche, dann gibt es sicherlich manche StarTrek Voyager folgen als .asf-File. Hab bisher aber noch keine downgeloaded, auch wenn es prinzipiell reizvoll wäre, die Sachen in Originalsprache anzuschauen. Für die Video-Files dürfte aber, wie auch schon bei MP3-Files, erst recht gelten, dass sie häufig incomplete sind, ganz zu schweigen von der Qualität. Diese kann man wohl kaum mit Fullscreen-Fernsehen vergleichen, deshalb würde ich Video-On-Demand (sofern die Konditionen attraktiv sind) ganz klar bevorzugen.


Wie man deutlich über 1,5 GB kommt?
- wenn auch Familienmitglieder das Netz nutzen wollen
- wenn man moderne Seiten mit Flash-Animationen besucht, die (insbesondere wenn optimiert für Breitband) leicht mehrere Megabytes umfassen können
- indem man gelegentlich einige MP3s downlädt
- wenn die Kinder via Internet moderne Online-Games spielen möchten (ist nicht gerade das eine Killerapplikation für Breitband-Anschlüsse?)
- ...oder Demos/Previews von neuen Spielen downloaden wollen
- indem man als Börsianer das Web zum Research nutzt und als Trader Marktentwicklungen live verfolgt
- wenn man notwendige Service-Packs downlädt (aus Sicherheitsgründen oft unumgänglich), oder gar sein Linux-System aktualisiert
- wenn man einfach unbekümmert das Netz erkunden möchte, ohne sich ständig zu sorgen, ob der Besuch einer unbekannten Site zuviel Traffic verursacht

Kurzum, bei einem Transferlimit (insbesondere wenn es so niedrig ist) hat man stets nur Unruhe (oder vielleicht Streit) in der Familie. Und das Netz kann kaum entspannt genutzt werden.

Ich selber wäre auch bereit, etwas mehr als 80DM/Monat zu zahlen, aber der unlimited access ist essentielle Voraussetzung (schon als Versicherung, damit ich keine überhöhte Abrechnung fürchten muss). In einem früheren Posting hatte ich es ja schon mal erwähnt. Digi-/Pay-TV ist Luxus, ohne Flatrate-Internet würde ich beim Digi-TV als erstes Abstriche machen.

Gruß,

Null
> ohne Flatrate-Internet würde ich beim Digi-TV als erstes Abstriche machen

nicht nur das, wohl auch ne Satellitenschüssel aufs Dach montieren
@A.B.Trage:
Die Wirtschaft ist dynamischer als irgendein Abzinsungsfaktor!
Dieses immer wieder zu sehende statische Denken läßt sich eigentlich nicht mit Aktieninvestments vereinbaren.
Statisches Denken funktioniert besser bei Bundesschätzchen. ;)

Ich hoffe doch, daß sich, durch die besser werdende Marktsituation, der Kabelausbau auch dynamischer fortsetzen wird. Die Preissituation wird sich ebenfalls anpassen.
In diesen Worten liegt selbstverständlich ein gewisses Vertrauen. Sollte man aber auch gegenüber einem Unternehmen haben wenn man sich, bei vorangegangenen gründlichen Überlegungen, entschieden hat, durch einen Aktienkauf zu beteiligen. Auch oder gerade in schlechten Börsentagen!! (außer offensichtliches Fehlverhalten im Unternehmen)
Das hat auch nichts mit pushen oder Naivität zu tun!!

Zu deiner Empfehlung:
Nenn mir Dividendentitel (entsprechend risikoarm natürlich!), die über, sagen wir mal, 3-5(-10) Jahre eine wirklich gute durchschnittliche Nettorendite einfahren werden? Aber nicht mit der Vergangenheit argumentieren. (Aktienanlage ist ein Investment in die Zukunft gedacht!)
Voraussetzung aber (leider):
50% Einkommenssteuer, Quellensteuerpflichtig.
Dein Vorschlag sollte inflationsbereinigt, nach Steuer bei ca. 5 % liegen.
Vielen dank im Voraus

Klar sind Bundesschätzchen besser zum Schlafen, aber in meinen Fall vernichten sie mein Nettovermögen!
Aktienkauf unter dem Gesichtspunkt der Dividendenrendite ist eine klassische Fehlinvestition!!!!
Deshalb habe ich auch ein Problem mit denen z.Zt. definierten value-Werten, bzw. dividendenstarken Werte.
1. Value, in Form von Gewinnen, wird schnell rasant kleiner wenn die gesamte Wirtschaft sich im Rückwärtsgang befindet.
2. Meist hohe firmeneigene, unrentable, unproduktive Wirtschaftsgüter (value im Vermögen) errechnen dann auch eine schlechte Vermögensrendite.
3. Dieses passive Vermögen wird dann steuerneutral aktiviert und der dividendenorientierte Aktionär kommt nicht in den gewünschten Genuß.
4.Dividendenauszahlungen sind einkommenssteuerpflichtig (beim Aktionär), hemmen aber ein steuergünstiges Unternehmenswachstum. Reinvestiert würde der erwirtschaftete Profit steuergünstiger, vorausgesetzt sinnvoll eingesetzt, produktiv werden, also eine wesentlich höhere (Unternehmens-)Dynamik verursachen. Diese Unternehmensdynamik wird früher oder später sich im Aktienkurs wiederspiegeln. Beim dann möglichen Verkauf , Spekulationsfrist eingehalten, kann dieses Vermögen steuerneutral in Privatvermögen eingetauscht werden.
(Bin auch selbstständig! Würde ich jeden Gewinn versteuert dem Unternehmen entziehen (=Dividendenauszahlung einer AG),wäre ich schon weg vom Markt! Jedoch sinnvoll reinvestiert kann man zu einem gewissen Grad Steuer sparen und weiteres Betriebsvermögen bilden. Bei einer möglichen Gesamtbetriebsauflösung /-veräußerung könnte, durch einen geminderten Steuersatz, das angeschaffte Vermögen in steurgünstiger Privatbesitz übergehen.....)

Unter diesen Gesichtspunkten hat Primacom schon so seine Vorteile.
Weiterhin:
Sind die meisten Kabelanschlüsse einmal gelegt, ein gewisser Teil bezahlt, also die Neuinvestitionen fallen anteilig und die Reinvestionen und Instanthaltungskosten steigen (Reperatur- und Serviceleistungen (="peanuts"! ;)) ergibt sich, gemessen an den konstanten Einnahmen, eine andere Kosten-Ertagsgewichtung, die sich schnell zu einer potenzierenden Dynamik in Richtung Gewinnzone ausbildet. (auch wieder nichts mit der Abzinsung)
Deshalb ist es auch wichtig mit der richtigen Dynamik zu wachsen. Nicht zu schnell und nicht zu langsam.
Nicht nur Anschlüsse, Nutzungsmöglichkeiten und Marktanteile sollte man in die Überlegungen einbeziehen. Zeit, Geduld und timing sind für ein gutes Investieren auch sehr wichtig. Die überhitzte Vorgehensweise, falsche Investments und das falsche timing bei eigentlich guten Investitionen, aber leider der breite Markt noch nicht so weit war, führte bei vielen NM-werten zu einer Schieflage, die der Anleger jetzt teuer bezahlen!

Letztendlich muß jeder, der für seine Rente vorsorgen will, sich ziemlich intensiv damit befassen. Und einen gewissen Grad an Risiko mit einbauen, damit er eine vielleicht etwas überdurchschnittliche Rendite im Alter einzfahren kann! Gerade unter diesem Gesichtspunkt und für diesen Zweck sehe ich Primacom für ein wirklich geeignetes Investment an!!!
Primacom ist das Salz in der Suppe. Ohne aber die Suppe zu versalzen!!!

Grundsätzlich:
Ich befürchte, daß diejenigen an der Riesterrente wirklich gut verdienen, die die notwendige Produkte zuspielen werden. Nicht der Anleger!

winetrader

P.S.
Da ich öfters schon falsch verstanden wurde:
Ich schreibe gerne provokativ aber habe immer ein Lächeln im Gesicht. Also nicht alles toternst nehmen. ;)
Hi Nullgesicht,

jeder, der sich ein wenig besser als die Normalsurfer im Internet auskennt, der weiß auch, wie und wo man sich die aktuellsten Filme in topqualität runterladen kann.

Es gibt so viele Möglichkeiten. Gnutella und etc. kannst du vergessen. Wenn du Pecht hast, ist die liefernde Person schon wieder draußen, noch bevor du den Anfang laden konntest.

Ist eigentlich ja auch egal. Entscheidend ist, dass Primacom aus meiner Sicht die Sympathie und das Ansehen zu verspielen riskiert.

Es ist nicht allein damit getan, dass man auf eine fehlende Konkurrenz oder aber auf schlechtere Konkurrenz verweist (sofern sie denn tatsächlich schlechter sein sollte).

Es geht hier um die Frage, ob Primacom innovativ und zukunftsweisend arbeitet.

.....und genau daran zweifel ich schon seit geraumer Zeit.

Es scheint wohl jedem klar zu sein, dass nun die Amis den deutschen Kabelmarkt aufräumen werden. Egal, ob sie sich nun Liberty oder UPC nennen. Dahinter steht u.a. AT&T und Malone.

Spätestens jetzt dürfte es ebenfalls jedem klar sein, weshalb ausgerechnet Primacom den riskanten Schritt wagen mußte, die Sympathie der eigenen Kunden zu verlieren, indem sie die interessantesten privaten Kabelsender in kostenpflichtige Digitalpakete reinpackte (in Leipzig) und dafür eine Ohrfeige bekam.

Ich habe ganz einfach die Befüchtung, dass Primacom als Vorreiterunternehmen dieses Verbundes ohne Rücksicht verschliessen wird, um den amerikanische Großinvestoren den Weg vorzubereiten.

Den Amis ist es, mit verlaub gesagt, sch...-egal, ob Primacom dabei draufgeht oder nicht.

Wenn`s schief läuft, werden die Netze einfach an eine andere Tochter veräußert und unter neuen Namen weiter gemacht.

Damit hätte man sich wahrscheinlich sogar auf sehr leichte Weise der lästigen deutschen Aktionäre entlastet.

Einen Herrn Preuß als Einzelperson könnte man immer noch vergleichsweise billig herauskaufen, ohne dass der Rest der Aktionäre etwas davon mitbekommt.

Ich möchte an dieser Stelle nur noch mal kurz an eine AGFB erinnern, die einmal sehr wichtig war, um das Ziel zu erreichen.

Doch als man eine AGFB nicht mehr brauchte, ließ man sie seelenruhig über den Jordan gehen, ohne dass eine Primacom dort mal in irgendeiner Weise geholfen hätte.

AGFB-Aktien wurden an Banken verliehen, um die damalige AGFB vor dem finanziellen Konkurs zu retten, ohne dass man die Aktionäre davon unterrichtete.

Doch wofür sind geliehene Aktien gut?

Der Leihende möchte kurzzeitige Kursgewinne mitnehmen und wieder aussteigen.

Leider nehmen solche Aktionen eine Menge der Dynamik weg.

Dies war nur ein Beispiel, weshalb ich zur Objektivität ermahnen möchte.

Die nächsten Punkte werde ich auf der HV ansprechen.

Ich hoffe, dass sich danach etwas bei Primacom bewegen wird und einige Personen ihren Hut nehmen werden.

CB

P.S.2 Nullgesicht: Schau mal in mIRC rein oder aber in Private-Communities wie etwa www.easynews.com. Dort gibt es nichts, was es nicht gibt.
At Winetrader ;)
Daß die das nicht verstanden haben....

UPC verhandelt mit John Malone über Fusion seiner deutschen Netze mit Primacom


AMSTERDAM (dpa-AFX) - Der niederländische Kabelnetzbetreiber UPC (United Pan-Europe Communications NV) verhandelt mit Liberty Media-Chef John Malone über eine Fusion von sechs seiner deutschen Kabelnetze mit Primacom. Das sagte Paul `t Hoen, Aufsichtsratsmitglied von Primacom der in Amsterdam erscheinende niederländische Zeitung "Het Financieele Dagblad" (Freitagausgabe). UPC hält 52 Prozent an Primacom.
"Ich gehe davon aus, dass Primacom und Malones Kabelnetze in Deutschland zusammengelegt werden", sagte `t Hoen. Malone wolle den Coup wiederholen, den er bereits in den USA gelandet hatte. Dort habe er Kabelunternehmen zusammengekauft, um sie als Paket wieder zu verkaufen./FX/fn/bz

AH ;)

Fakten , Fakten, Fakten
Hi AH,

dann werden wir in den nächsten Wochen bzw. Monate ja erfahren, welches Unternehmen, welche Regionen zugeteilt bekommen wird.

Allein aus kartellrechtlichen Gründen wird es wohl keine UPC oder Liberty sein, die ganz Deutschland betreiben wird.

(auch wenn alle in einem Boot sitzen, der Schein eines Wettbewerbs nach Außen muss gewart werden, will man sich nicht dem Risiko ein aussetzen, von den Behörden in die Suppe gespuckt zu bekommen)

CB

P.S. UPC hält noch keine 52% an Primacom. Erst wenn auf der nächsten HV die Mehrheit zur Fusion zustimmt, wird UPC 52% an der NEW PRIMACOM halten.
Soviel Zeit sollte sein!!!
@cyberbob:
Dein vorletztes posting ist sehr schwach!
Sorry, aber ich will dir mit meinen folgenden Ausführungen nicht zu Nahe treten. Doch zu deinem Text muss man diverse Dinge ergänzen:
1.
Primacom hat keine riskante Schritte vorgenommen um seine Sympathie zu verspielen, sondern das Problem der nur in Deutschland geltenden Landesmediengesetze angepackt!
Ich sehe auch keine Notwendigkeit, daß Primacom Sympathie für ihr Geschäft benötigt!
Denn es werden hier in Deutschland europäische Vorgaben NICHT IN NATIONALES RECHT UMGESETZT! Das ist "Klüngelwirtschaft im Bananenstaat“ um bestehende Strukturen zu erhalten und zu finanzieren.
2.
Nun Cyberbob, wenn ich da dein letztes posting lese kann ich nicht verstehen, was du eigentlich willst?
Den Nutzen zum Nulltarif und Pc-gewinne so schnell wie möglich?!
Man muß sich vor Augen halten, daß die Nutzung des Internets und des mobilen Telefons in der Vergangenheit stark subventioniert wurde!!! Aber irgendwann muß man doch auch etwas verdienen.
Wenn ein Kabelanbieter kostenlos Daten durchs Netz laufen lassen muß (Urteil Leipzig), der Anbieter einen Nutzen hat ohne zu bezahlen, dann kann er, der Netzbetreiber, seine notwendigen Erträge nur auf der anderen Seite, beim Nutzer/Konsument der kostenlosen Daten wieder holen! Insofern er wirtschaftlich arbeiten will!
Programmanbieter sollten durch Ihren Inhalt die Kosten einholen und auch bestrebt sein schnell auf digitales Fernsehen umzusteigen! (Sonst haben wir 2050 noch analoges Fernsehen) Dadurch entstehen dann auch ganz neue (digitale) Anbietermodelle. Denn der Programmgestalter beginnt dann seinen ganzen Gehirnschmalz einzusetzen, um die „bandbreite“ an technischen Möglichkeiten zu nutzen, denn man will ader Nutzer will den Mehrpreis auch gerechtfertigt sehen, oder?
Aus Wettbewerbsgründen (=Kundenvorteil), wäre die Kostenrechnung auf die Programmanbieterseite zu schieben besser, da dort mehr Wettbewerb besteht. Im Kabelmarkt steht der Nutzer gegenüber seinem regionalen Kabelbetreiber in einer höheren Abhängigkeit. Den Programmanbieter kann er „wegswitchen“ oder kündigen und zahlt dann auch keine weiteren Kosten. (Die Zahlungsmodelle werden viel flexibler und datenbezogener.)
Der Rechtsstreit war/ist provokativ dient aber der inhaltlichen Sache.
Einer muß für diese neuen Dienste (Bereitstellung von einem hochleistungsfähigen Kabel) bezahlen. Dieses Medium wird in unseren Alltag integriert werden und durch keine andere Technik ersetzbar sein.
Warum sprichst du als Aktionär dann von „Ohrfeige“??
3.
So leicht kann man sich doch nicht deutsche Aktionäre entledigen?! Überdenke diese Aussage.
4.
So, nun zum Thema AGFB und deiner Aussage: „über den Jordan gehen lassen“:
Dieses Unternehmen war eigentlich als reine Beteiligungsgesellschaft ohne operatives Geschäft gedacht! Das war der Urgedanke wofür ich mein Geld hinlegte.
Damals fürchteten die Banken, daß diese in Amerika durchaus übliche Unternehmensform, das ureigenste Geschäft der Banken angreift.
Man erkannte, daß die deutsche Wirtschaft sehr stark von der Bankenlandschaft dominiert wird.
Die AGFB wurde von den Banken verpflichtet ein operatives Geschäft aufzubauen. (=Bananenstaat, denn damit war eine äußerst progressive Vermögensbeteiligung verhindert und die Banken konnten in dem Markt ihren Geschäften weitergehen.
Peanuts-Kopper gab zuerst keine Kredite. Später kaufte diese Bank TeleColumbus!)
Es gab in den ganz frühen Anfängen andere immer wieder querschlagende Einflüsse. Diverse Investoren wollten möglichst günstig an den „Kuchen“. Auch im damaligen Management war ein Problem. Ich nenne es mal „Labonte“. Weitere Ausführung diesbezüglich kann ich leider nicht machen.
Es gab möglicherweise dadurch auch sehr suspekte Übernahmeangebote von Scheinfirmen....
Diese Übernahmeangebote sind letztendlich nicht geglückt! (obwohl damals der Kurs der AGFB deutlich unter NENNWERT lag!!!)
Später gab es weitere Schwierigkeit, ich sage nur mal „Stadt Essen“.
Der anfängliche Weg der AGFB war verdammt holprig. Für mich persönlich aber auch ein Indiz, daß diese Firma scheinbar für diverse Investoren sehr, sehr interessant war und man mit jedem Mittel versuchte günstig an den Kuchen zu kommen.
5.
Damals mußte man dann Aktien verleihen um an „Pulver“ zu kommen!!! AGFB stand finanziell wirklich auf der Kippe. Da gab es noch nicht die Umsätze und die doch sehr gradlinige Entwicklung wie heute.
6.
Muß man Aktionäre vor Aktienverleihungen unterrichten? War es die AGFB oder eine Bank? Ich weiß es nicht.
Das Verleihen dient der Liquidität. Für den zu zahlenden Preis ist es das gute Recht, daß der Leihende damit Geld verdient. Was denkt du wieviel Aktien von Banken verliehen werden?
7.
Wie stellst du dir das Herauskaufen von Herrn Preuss vor? Erkläre mir mal wie das vonstatten gehen soll??
zu 4.
Man lies die AGFB nicht „über den Jordan gehen“!!! Sorry, aber das ist wirklich Quatsch!
Ich erinnere mich noch sehr gut an die damaligen postings, gerade von Big Sister! Gruß an dieser Stelle!
Man diskutierte damals sehr intensiv wie doch der Tausch über die Bühne gehen soll. Es wurden die phantastischsten Rechenbeispiele aufgestellt und meiner Meinung nach auch eine große Zocke eingeläutet. Das lies sich die Kulmbacher Gruppe nicht nehmen!
Damals postete ich, daß der Umtauschkurs bilanztechnisch ermittelt wird und dann fest steht. Er hat nichts, aber auch gar nichts mit den Börsenkursen zu tun. Ich erinnere mich an die darauffolgenden Antworten. Schade das es kein Archiv gibt. Oder vielleicht doch??
AGFB WURDE AUF DIE PRIMACOM VERSCHMOLZEN IM VERHÄLTNIS 4:1! Was willst du dann mit „fallen gelassen und Über den Jorden gehen“?
Primacoms Emmisionskurs ist von so vielen Spezialisten errechnet worden und in keinstre Weise mit der Erstnotiz vieler am NM gelisteten Klitschen vergleichbar, die im verschlossen Kämmerlein der Emmisionsbanken vom Himmer her phantasiert wurden.
Durch die Verschmelzung und dem NASDAQ-listing waren so viele Prüfungsspezialisten durch das Unternehmen gerannt, daß man getrost den den Kurs von 30 Euro / Aktie als absolut realistischen Wert akzeptiern kann.
8.
Leider muß ich sagen, daß dein letztes posting nicht von „Objektivität“ geprägt ist.
Insofern du dir auf der HV Luft verschaffen möchtest, dann überlege genau was du auf den Tisch bringen willst.

Fragen hinsichtlich dem zeitlichen und technischen Auf- und Ausbau und andere bereits erwähnte Themen/Kritiken sind o.k.. Vielleicht auch die Frage warum es nicht schneller geht. Ursache der Gründe, objektiv Hinterfragen. Aber bezogen auf den Inhalt deines letzten postings kann ich nur sagen „Vorsicht!“ mit gewissen eher unterstellenden Äußerungen, sonst verbrennst du dir die Finger.

@alterhaase2001
Der daraus entstehende Mehrwert der Pc-aktie wird scheinbar von der Börse nicht erkannt.
Es fehlt wohl an der Weitsichtigkeit. Das kommt davon wenn man sich immer nur charts, Zinsen und Anal-ystenkommentare anschaut. Es fehlt an Gehirnschmalz. Dies ist keine Kritik, sondern eine Feststellung. Das war schon immer so an der Börse. Daraus entstehen die Trendzyklen und die sichtbare optische Bestätigungen der „Chartisten“.
Aber wehe man wird wieder bullish! Dann hauen alle positven Entwicklungen auf einmal in die Argumentation dieser Anal-ysten um den Kursanstieg zu rechtfertigen. Wetten??

winetrader
Hi Winetrader,

deine sachliche Darstellung gefällt mir sehr.Wer sich bei der HV blamieren möchte (auch rechtlich gesehen an der Grenze!)) ...

Na, ja....Wenn die Konstellation für die Blinden klar wäre, dann würden sie verstehen was das heißt (für PRIMACOM incl. CHELLO)) Zugang zu 12 Millionen Anschlüße/18 Mio. Haushalte at once zu haben. Der Spiegel und Focus haben es bereits verstanden (NTV zitert bereit!).

In the meantime, Malone spielt weiter.

Weiter:

Liberty konkretisiert seine Investitionspläne für das Kabelnetz
Begrenzter Bandbreitenausbau / Mögliche Preiserhöhungen / Amerikaner sehen sich auf Kirch angewiesen

theu. BERLIN, 29. Juni. Der amerikanische Medienkonzern Liberty Media will langfristig einen Euro-Betrag in zweistelliger Milliardenhöhe in die Modernisierung des deutschen Breitbandkabelnetzes stecken. Im Gespräch mit dieser Zeitung nannte der Chief Executive Officer von Liberty, Robert R. Bennett, erstmals Zahlen zum Investitionsplan für das Kabelnetz, die er allerdings als "grobe Schätzwerte" bezeichnete. Demnach wollen die Amerikaner über einen Zeitraum von rund 20 Jahren hinweg jährlich etwa 500 Millionen bis 1 Milliarde Euro investieren. Miranda Curtis, die das Geschäft von Liberty außerhalb der Vereinigten Staaten leitet, betonte ebenfalls, daß ihr Unternehmen das Engagement als langfristiges Investment sehe: "Wir erwarten nicht schon nach 2 Jahren große Gewinne." Erfahrungen in anderen Märkten zeigten, daß nach frühestens 5 Jahren erkennbar werde, ob ein Engagement Aussicht auf Erfolg habe. Liberty hat sich vergangene Woche mit der Deutschen Telekom auf ein Eckpunktepapier verständigt, wonach Liberty dem Bonner Telekommunikationshaus sechs der neun deutschen Kabelregionalnetze abkauft (F.A.Z. vom 22. Juni).

Mit einem endgültigen Abschluß rechnet Bennett in der zweiten Julihälfte, die Entscheidung der Kartellbehörden über das Geschäft sei im Oktober oder November zu erwarten. Daß es am Veto der Wettbewerbsbehörden scheitert, wird bei Liberty nicht ausgeschlossen. Im Falle eines erfolgreichen Abschlusses würde Liberty die Kabelversorgung von 10 Millionen der insgesamt knapp 18 Millionen Haushalte im heutigen Telekom-Netz kontrollieren. Weitere Regionalnetze gingen an die Investmentgesellschaft Callahan und ein Konsortium um die britische Kabelgesellschaft NTL.

Ob die Kosten für den Empfang der heute im Kabel verfügbaren Programme höher werden, ließ Bennett offen. Es sei zu früh, um dies sagen zu können. Allerdings unterstrich er: "Wir sind hier, um Geld zu verdienen." Auch zur Frage, ob alle heute verfügbaren Programme auch künftig eingespeist werden, äußerte er sich nicht. Callahan hat dagegen bereits zugesichert, die Preise nicht nach oben zu setzen und keine Programme aus dem analogen Netz zu nehmen. Liberty will seine Angebote voraussichtlich Ende 2002 auf den Markt bringen.

Wieviel der Medienkonzern aus Colorado wann investiert, ist laut Bennett auch davon abhängig, wieweit es gelingt, die laufenden Einnahmen aus dem Kabelnetz zu steigern. Derzeit erzielen die sechs Regionalnetze einen jährlichen Mittelzufluß von 250 Millionen Euro. Liberty geht davon aus, bei den Ausbau-Investitionen ohne Zufuhr von eigenen Mitteln auskommen zu können. Die Aufwendungen sollen über die Aufnahme von Fremdkapital finanziert, die Zinsen aus dem Cash-flow gezahlt werden.

Liberty will das komplette Netz innerhalb von zwei Jahren mit einem sogenannten Rückkanal ausstatten, der für interaktive Nutzungen wie Internet, interaktives Fernsehen und Telefonie notwendig ist. Allerdings ist aus Kostengründen zunächst nicht vorgesehen, die Bandbreite bis auf 862 Megahertz zu erweitern, wie dies Callahan und E-Kabel (NTL) angekündigt haben. Statt dessen ist vorläufig eine Erweiterung auf 500 Megahertz vorgesehen. Damit sei je nach Anzahl der Nutzer ein Internetzugang möglich, dessen Geschwindigkeit mit der der digitalen Telefonleitung (DSL) der Telekom konkurrieren könne, sagte Bennett. Bei 862 Megahertz wäre dagegen eine mehrfache Übertragungsgeschwindigkeit möglich. Das Angebot einer elektronischen Videothek (Video on Demand) - die individuelle Auswahl von Programmen am Bildschirm - sei angesichts der Bandbreitenbeschränkung zunächst nicht vorgesehen, sagte er weiter. Auch fehlt es Liberty offenbar noch an den notwendigen hochwertigen Programmen.

Um im Fernsehbereich ein erfolgversprechendes Angebot machen zu können, sieht sich Liberty auf externe Inhalte angewiesen: "Wir haben nicht wie etwa AOL Time Warner eine riesige Inhalte-Bibliothek, aus der wir schöpfen können", sagte Bennett. Er sieht die Rolle von Liberty als die eines "Einzelhändlers", der Programme einkauft, zu Paketen bündelt und vertreibt. Ohne die Inhalte der Kirch-Gruppe, dem wichtigsten Inhaber von Programmen in Deutschland, wird Liberty dabei nach eigener Einschätzung nicht auskommen. Allerdings sind die Gespräche offenbar noch in einem frühen Stadium. Mit dem stellvertretenden Vorsitzenden von Kirch, Dieter Hahn, hat sich Bennett bislang einmal getroffen. Weitere Gespräche über die künftige Zusammenarbeit hat er unter anderem mit RTL-Chef Gerhard Zeiler, dem Stellvertretenden Vorstandschef der RTL Group, Ewald Walgenbach, und dem ARD-Vorsitzenden Fritz Pleitgen geführt.

Liberty setzt im Fernsehbereich vor allem auf das Bezahlfernsehen. Daß der einzige deutsche Bezahlfernsehsender Premiere World seit zehn Jahren hohe Verluste einfährt, schreckt Bennett nicht ab. Er führt dies einerseits darauf zurück, daß der Abonnementkanal der Kirch-Gruppe zu teuer sei. Außerdem hätten die Kabelnetzgesellschaften bisher "keinen großen Anreiz gehabt, das Programm aktiv zu vermarkten". Dies dürfte wohl so zu verstehen sein, daß Liberty künftig an den Einnahmen von Premiere beteiligt werden möchte.
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.06.2001, Nr. 149 / Seite 16
das haut mich aus den Socken...


> Liberty will das komplette Netz innerhalb von zwei Jahren
> mit einem sogenannten Rückkanal ausstatten, der für interaktive
> Nutzungen wie Internet, interaktives Fernsehen und Telefonie
> notwendig ist. Allerdings ist aus Kostengründen zunächst nicht
> vorgesehen, die Bandbreite bis auf 862 Megahertz zu erweitern, wie dies Callahan und E-Kabel (NTL) angekündigt haben.
> Damit sei je nach Anzahl der Nutzer ein Internetzugang
> möglich, dessen Geschwindigkeit mit der der digitalen Telefonleitung (DSL) der Telekom konkurrieren könne, sagte Bennett. Bei
> 862 Megahertz wäre dagegen eine mehrfache Übertragungsgeschwindigkeit möglich.

LOL LOL LOL!!!

Ohne Umrüstung des Netzes in eine HFC-Architektur kann kein Internet (mit Rückkanal via Cable) sowie Telefonie realisiert werden. Nur one-way Internet mit Rückkanal übers Telefonnetz der Telekom, wohlgemerkt zum Minutentakt.

Wenn aber eine HFC-Architektur aufgebaut wird, was das Verlegen von Glasfaserringen erfordert, dann macht es kostenmäßig überhaupt keinen Unterschied, ob das Netz dann mit mit 500 oder 862 MHZ Bandbreite betrieben wird. Denn die bestimmenden Kosten sind die Erdarbeiten (für das Verlegen der Fiber Ducts, das weiß jeder, der sich mit der Matiere auskennt).

Im Klartext: Von Liberty ist innerhalb der nächsten 2 Jahre keine rückkanalfähige Aufrüstung geplant. Sondern nur ein Upgrade der Verstärker, um ein paar mehr Kanäle für die Fernsehdistribution zu haben.



> Liberty setzt im Fernsehbereich vor allem auf das Bezahlfernsehen

genau das will Liberty, sie haben Pay-TV Träume. Ein schneller Ausbau für Internet+Telefonie ist dagegen nicht geplant, denn er würde den Netzumbau zur HFC-Architekur erfordern (wobei die Bandbreite dann automatisch 862 Mhz wäre).


Die Strategie von Liberty (inkl. Primacom) ist jetzt wohl klar. Kursziel (Primacom): 4 Euro.
im Artikel steht es sogar im Klartext:

> Demnach wollen die Amerikaner über einen Zeitraum von
> rund 20 Jahren hinweg jährlich etwa 500 Millionen bis
> 1 Milliarde Euro investieren.

und diese Investitionssummen sollen wohl via den Pay-TV Angeboten sowie deutlichen Gebührenerhöhungen für die Fernseh-Grundpakete eingefahren werden. Der Plan wird in dieser Form scheitern. Das weiß die Telekom, weshalb sie an Liberty und nicht an Compere verkauft hat (was ehemalige Klesch-Leute sind). Die Telekom wird somit beim DSL, der Plattform für alle zukünftigen interaktiven Angebote, praktisch keine ernstzunehmende Konkurrenz haben.

Und die Sache zeigt auch, daß die Schätzung für die Fertigstellung des Netzausbaus bei Primacom absolut realistisch ist, bei bestehendem Tempo frühestens 2012-2015.


Krisenmanager
ich muß nochmal posten, denn der Artikel hat mir wirklich die Sprache verschlagen. Jetzt wundert mich nicht mehr, wieso die Telekom auf die Sperrminorität verzichtet hat.

Hier noch 2 Zitate aus dem Artikel:

> Ob die Kosten für den Empfang der heute im Kabel verfügbaren
> Programme höher werden, ließ Bennett offen. (...)

> Wieviel der Medienkonzern aus Colorado wann investiert,
> ist laut Bennett auch davon abhängig, wieweit es gelingt,
> die laufenden Einnahmen aus dem Kabelnetz zu steigern.

> Liberty geht davon aus, bei den Ausbau-Investitionen
> ohne Zufuhr von eigenen Mitteln auskommen zu können.


was für Joker. Die GEZ erhöht schon ständig die Gebühren
fürs staatliche Pay-TV (= öffentlich rechtliche Programme),
und Primacom Schwarz-Schilling macht nicht die geringste
Lobby-Arbeit dagegen. Jede Mark, die die GEZ für Staats-
fernsehen erhöht, senkt das Potential der Kabelnetzbetreiber,
die Gebühren zu erhöhen.

Die einzige Chance der Kabelnetzbetreiber liegt im Triple Play,
nur so wird man die Kunden langfristig an sich binden können.

Wird es hingegen in den nächsten Jahren dank schleppender
Aufrüstung einzig nur ein Single Play geben (also weiterhin nur Fernsehen),
und das sind offenbar die Pläne, dann wird bereits eine Gebührenerhöhung
für das Grundprogramm bzw. eine Reduktion desselben zu einer Massen-
Abwanderung von Kunden zum Satellitenempfang führen.

Und alterhaase2001 (also known as Big Sister/Kabelmedia) versucht
weiterhin damit zu pushen, daß Chello an 12 Millionen Anschlüssen verfügbar ist.
Bis es soweit ist, werden noch viele Jahre, sogar sehr viele Jahre vergehen,
weil Primacom bisher nicht mit Engagement die Netzaufrüstung durchführen wollte und
es bei Liberty wohl auch nicht viel anders aussehen wird.


Krisenmanager
@Krisenmanager

you are a Volksmusik-Fan der das American game nicht verstanden hat.

Sorry for your `brain`

Alter Haase
Immer wieder wird im Primacom-thread der langsame Aus- bzw. Umbau der Kabelnetze bemängelt.
Der zukünftige Erfolg bzw. Mißerfolg von Primacom wird ebenfalls davon abhängig gemacht!
In einem meiner letzten postings habe ich mich diesbezüglich eher für eine "just in time" Strategie ausgesprochen und die unbedingte Notwendigkeit so schnell wie möglich alle möglichen Dienste anbieten zu müssen angezweifelt. Das posting von alterhaase 2001, wer auch immer er sein mag, zeigt, daß scheinbar Malone auch langsamer wie im board gewünscht das Netz umrüsten wird.
Dies hat letztendlich sogar dem armen Krisenmanager die Sprache verschlagen.
Gott sei Dank tippen wir unsere Texte noch ins board! ;)

ICH EMPFEHLE DIE WOCHENENDAUSGABE DER F.T.D. ZU LESEN.

Die oft schon so sehr als Vorbild herangezogenen ausländischen Kabelanbieter, wie zum Beispiel NTL oder BSkyB werden im Artikel "Briten verlieren Lust am Digitalfernsehen" erwähnt. Wie die Überschrift schon sagt, verlieren diese Anbieter immer mehr Abonnenten.
Transferiert man diese Erkenntnisse auf Deutschland, ein Land das in dieser Technik gerade England noch um einige Jahre hinterher läuft, (in anderen Technologien ja auch=Bananenstaat) scheint die weitere Vorgehensweise von Malone doch gar nicht so weit her geholt. Ich kann mir auch gut vorstellen, daß die Profis um Malone mit den Erfahrungen aus anderen Märkten genau wissen wann was zu tun ist. Denn Murdoch hat scheinbar auf dem englischen Markt zu schnell geschossen und zu viel Geld zu früh investiert.
Der Markt muß reif sein, Krisenmanager.
Dann mit der verfügbaren besten Technik das Produkt anbieten!
Denn was nützt es wenn man alles reinpackt was technisch möglich ist, aber wie z.B. in England lediglich 4% der Abonnenten den Fernseher zum e-mailen nutzen oder nur 2% ins Internet gehen? Die politischen Rahmenbedingungen, die technischen Geräte und der Wille des Kunden müssen vorhanden sein.
Die Technik, die nicht genutzt wird, bindet Kapital, eine geringe Ausnutzung erhöht die Kosten und schnell kommt man in Schieflage.
Nein, die Vorgehensweise von Malone ist absolut zu befürworten, obwohl einige Technikfreaks und eine kleine, sich aktiv mit den Möglichkeiten befassende Userzahl enttäuscht zurücklehnt und keine Worte findet.
Aber die Masse besteht aus vielen anderen Charakteren, die den Willen verspüren müssen eine neue Technik, aber auch die damit verbundenen Kosten, nutzen zu wollen. Vergegenwärtigt man sich die aktuelle Diskussionen in unserer Gesellschaft was diese Thematik angeht, schein mir der Zeitrahmen von 10 - 20 Jahren als durchaus gerechtfertigt. Denn schließlich will sogar der Gesetzgeber erst zu dieser Zeit völlig auf digitales Fernsehen umschalten. Da sollte sich unser Showspieler Schröder sein immer wieder erwähntes Vorbild T.Blair anschauen. Dem geht es nicht schnell genug obwohl dort 2006 anvisiert ist.

Malone investiert zuerst strategisch sehr sinnvoll. Eine hohe Zahl an Anschlüssen zu haben scheint das Gebot der Stunde zu sein. Das wichtigste Kriterium für den zukünftigen Erfolg. Eine gute Netz-Infrastruktur ist eine weitere Voraussetzung kostengünstig im Markt agieren zu können. Märkte aufgrund der Größe und anderen Querbeteiligungen zu beherrschen eine weitere notwendige Stärke um mit anderen Netzanbieter in den Wettbewerb zu gehen.
Aber dafür müssen erst mal alle deals über die Bühne gehen!

Auf jeden Fall werden viele neue Dienste kommen und mit jeder weiteren Möglichkeit, und einer sich ändernden Gesellschaft, das Breitbandkabel zu einem großen wirtschaftlichen Erfolg führen!!
Eben eine gute Rentenanlage! ;)


winetrader

P.S.
Sorry, Krisenmanger, wenn man in einem Bananenstaat lebt der sich immer nur bremsend der Wirtschaft in den Weg stellt, muß man solche fast abwertende Strategien von ausländischen Investoren akzeptieren. ;)
@winetrader
Es wird noch viel passieren.....



Strippenzieher
Die Amerikaner verändern den deutschen Kabelmarkt


Die im Internet niedergelegte "Company Mission" der Firma Liberty besteht
aus einem einzigen Satz: Man wolle mit dem Besitz so arbeiten, dass der
höchstmögliche Aktienwert erzielt wird :):):):). Ob eine Firma nun mit Melonen,
Medikamenten oder - wie in diesem Fall - mit Medien handelt, ist bei einer
solchen Philosophie zweitrangig: Hauptsache, der Shareholder Value stimmt.
Dazu soll nun der größte Teil des deutschen Breitbandkabelnetzes beitragen:
Zusammen mit dem Investmentunternehmen Klesch will die amerikanische Liberty
Media die Herrschaft über die Kabelnetze in 13 deutschen Bundesländern
übernehmen. Die Deutsche Telekom zieht sich - wie auch in den anderen
Regionen - auf eine offenbar recht stille Minderheitenrolle zurück (epd
15/01).

Sollte das Geschäft mit Klesch/Liberty über die bisherige
"Absichtserklärung" hinaus gedeihen, bliebe Erstaunliches festzustellen: Der
überregionale deutsche Breitbandkabelmarkt wäre in Zukunft fast so
übersichtlich wie bisher. Neben Klesch/Liberty gäbe es dann nur noch den
Eigentümer Callahan (Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg) und die
ebenfalls mit Klesch-Geld gestartete hessische eKabel, bei der nun die
amerikanisch-britische NTL größter neuer Gesellschafter ist.


Ob das die Politik so gewollt hat?
Von der belebenden Konkurrenz der Kabel-Regionen, die anfangs verheißen war,
ist nicht mehr viel übrig geblieben. Vielleicht schrumpft der Wettbewerb
weiter, hat doch Callahan die baden-württembergischen Anlagen entgegen
früherer Zusagen noch gar nicht bezahlt und in Nordrhein-Westfalen einen
holprigen Start hingelegt - das Technik-Konsortium konnte erst im zweiten
Anlauf benannt werden (epd 14/01).
Jedenfalls zeichnet sich ab, dass das deutsche Breitbandkabelnetz und damit
die wichtigste Infrastruktur für die Rundfunkverbreitung künftig von wenigen
US-Konzernen dominiert wird. Dass dies die Politik so gewollt hat, als sie
die Telekom zum Verkauf der Netze drängte, ist unwahrscheinlich.
Krokodilstränen sollte sie aber nicht vergießen: Wer Globalisierung und
Deregulierung predigt, darf sich nicht darüber wundern, wenn am Ende der
Bewerber mit der größten Brieftasche genommen wird. Unbeteiligt ist die
Politik an dem Kabel-Geschäft ohnehin nicht, ist der Bund doch weiterhin
größter Telekom-Einzelaktionär.

Die d-box wird wohl keine Rolle mehr spielen
Klar muss allen Beobachtern sein: Unter den neuen Mehrheitsbesitzern wird
sich die Struktur des deutschen Kabelmarkts ändern. Nicht alle Konsequenzen
werden so erfreulich sein wie der nun endlich zu erwartende Ausbau der
Anlagen hin zu einem interaktiven Netz, mit dem man fernsehen, telefonieren
und im Internet surfen kann. Das verständliche Ziel der Kabelbesitzer, für
ihre gewaltigen Investitionen belohnt zu werden, lässt auch dies erwarten:
l Manche vernünftigen Strukturen werden sich auflösen, etwa die Trennung
zwischen Technik- und Programm-Betrieb.

l Einige Regionen könnten beim Ausbau ins Hintertreffen geraten, weil die
neuen Kabeleigentümer nicht mehr der Daseinsvorsorge, sondern der
Gewinnmaximierung verpflichtet sind: In Ballungsräumen lassen sich die
Milliardeninvestitionen schneller refinanzieren als auf dem flachen Land.

l Es wird zu Konzentrationsbewegungen kommen, vor allem bei den örtlichen
Netzgesellschaften, die von den Libertys und Callahans die Programme
beziehen und den Haushalten liefern.

l Und es dürfte einen Lieblingsfeind weniger geben, nämlich Leo Kirch als
Entwickler der d-box.

Dieser Digitaldecoder, gern als Inbegriff eines in sich geschlossenen
Empfangssystems kritisiert, wird in der Kabelzukunft wohl keine große Rolle
mehr spielen. Wohin man auch hört in der Branche: Die neuen
Kabelnetzbetreiber in Nordrhein-Westfalen und Hessen werden kaum die d-box
für ihre Haushalte wählen. Zum Teil ist Kirch selbst schuld daran, hat er es
doch in vielen Jahren nicht geschafft, ein technisch zufrieden stellendes
Gerät zu entwickeln. Sogar aus dem ZDF, bislang eher wohlwollend
aufgetreten, wurde neulich Kritik an der d-box laut (epd 6/01).

Die Marktchancen für den Münchner Decoder schwinden just in einem Moment, da
Kirch sein System öffnet. Sei es wegen Kirchs Verpflichtungen gegenüber der
EU im Murdoch-Verfahren (epd 24/2000), sei es wegen politischer Initiativen
wie der derzeitigen EU-Richtlinien-Debatte, sei es wegen kartellrechtlicher
Bedenken gegenüber einer Technik-Kooperation Kirch/Telekom, sei es wegen
schlichter Profitüberlegungen - Kirch will sich dem offenen Standard MHP
nicht verschließen und offenbar auch den bislang abgelehnten Zauberschlüssel
in sein Kästchen stecken lassen, nämlich ein "Conditional Access Modul".

Noch freilich ist die d-box der maßgebliche Digitaldecoder auf dem deutschen
Fernsehmarkt: Ohne ihn lassen sich weder Premiere World noch das
Telekom-Programmpaket MediaVision empfangen. Zumindest das Premiere-Geschäft
bleibt Kirch erhalten: Die neuen Besitzer der Kabelnetze mussten sich
gegenüber dem Verkäufer Telekom verpflichten, das Kirchsche
Bezahlfernsehpaket langfristig weiter einzuspeisen. Die Box, die das dann
tut, könnten die neuen Kabelbetreiber von Motorola oder einer anderen Firma
aus Amerika mitbringen.


Die neuen Eigentümer blieben bislang von Regulierungsdebatten verschont
Auf diese neuen, bislang nicht benannten Geräte wird sich die
medienpolitische Diskussion in nächster Zeit konzentrieren müssen. Bislang
wurde über die Infrastrukturpläne der neuen Kabelbesitzer öffentlich wenig
geredet. Vor lauter Dankbarkeit über die frischen Kabelinvestitionen dächten
die Länderpolitiker derzeit gar nicht ans Regulieren, meint ein Beobachter.
Jedenfalls bleibt abzuwarten, ob die neuen Netzbetreiber mit ihren Decodern
ihren Markt abzuschotten trachten und wie sie mit den Fernsehprogrammen
umgehen. Da könnte sich manche Überraschung einstellen, zumal die neuen
amerikanischen Besitzer sich weder mit den deutschen Gesetzen noch mit der
eigentümlichen deutschen Kabelstruktur besonders gut auskennen, wie immer
wieder beobachtet wird.
Diese Aufteilung zwischen einer Großhändler-Etage - der nun von den
Amerikanern übernommenen Netzebene 3 - und den Einzelhändlern der Netzebene
4 wird sich zum Teil wohl auflösen. Macht diese Trennung, die in den
Gründertagen des Kabels aus eher politischen Gründen zu Stande kam,
überhaupt noch Sinn? Ja, sagen selbstredend die Einzelhändler, nur wir haben
den Sachverstand und kennen uns vor Ort aus.

Aber leider haben nicht alle das nötige Geld. Das gilt nicht für die großen
Netzebene-4-Betreiber wie Tele Columbus oder PrimaCom, sondern
beispielsweise für die mittelständischen Elektrofirmen, die Strippen in ein
paar Häuser gezogen haben. Von solchen Kleinbetreibern gibt es viele: Allein
in Hessen tummeln sich 750 Unternehmen auf der Ebene 4. Dass die Kleinen mit
dem kapitalverschlingenden Ausbau des Netzes überfordert sind, liegt nahe.
Selbst wenn das Geld noch für die Erweiterung des Kanalreigens genügen
sollte - mit dem kostspieligeren Einbau eines Rückkanals sind diese Firmen
oft überfordert.


Konzentrationstendenzen auf den unteren Netzetagen
Vermutlich werden sich viele dieser kleineren Unternehmen in die Hände der
neuen amerikanischen Kabelnetzbetreiber begeben. Vom hessischen Käufer
eKabel ist bereits zu hören, dass man sich mit den örtlichen
Anlagenbesitzern gar nicht lang herumschlagen will, sondern gleich die
Wohnungswirtschaft anspricht. Die Telekom trat in Berlin offenbar ähnlich
aggressiv auf, als sie noch - das war bis vor acht Tagen - erwarten konnte,
dass sie das Hauptstadtnetz behalten würde.
Verteilungskämpfe sind an der Tagesordnung. So will Callahan in
Nordrhein-Westfalen die örtlichen Netzbetreiber offenbar deutlich schwächer
an den Erlösen beteiligen als deren bisheriger Vertragspartner Telekom. Auch
Kundenbeziehungen stehen zur Debatte: Um dieses wertvolle Gut ringen alle
Kabelunternehmen.

Der Konzentrationsprozess in der Netzbranche wird auch vor den Größeren
nicht Halt machen. Ein Zeichen hat die Telekom selbst gesetzt:
Klesch/Liberty darf die Telekom-Firmen für die Digitalfernseh-Infrastruktur
(MSG) und für die Netzebene 4 (DeTeKS) gleich mit übernehmen. Schon ist von
Fusionsbestrebungen zwischen den großen Netzebene-4-Betreibern EWT/TSS und
PrimaCom zu hören; ohnehin haben die beiden deutschen Unternehmen als
gemeinsamen Gesellschafter die niederländische UPC (epd 27/2000). Um den
Faden weiterzustricken: An der UPC-Mutter UnitedGlobalCom hat der neue große
Deutschland-Spieler Liberty soeben seinen Anteil erhöht.


Liberty: Kabel- und Programmunternehmen in einem
So werden sich die Netzebenen verflechten, wie auch Technik- und
Programmbetrieb zusammenrücken. Auch dafür ist Liberty ein gutes Beispiel:
Die weltweit tätige Firma - Noch-Tochter des US-Telekommunikationskonzerns
AT&T - ist nicht nur im Kabelgeschäft tätig, sondern hält auch Beteiligungen
an Programmunternehmen wie Murdochs News Corporation, am bisherigen Time
Warner, an Discovery Channel, an Multithématiques und am Einkaufssender QVC
- um nur jene Senderfirmen zu nennen, die in Deutschland engagiert sind. Ein
solcher Kabelnetzbetreiber wird geneigt sein, seine eigenen Programme bei
der Einspeisung zu bevorzugen.
Auf die Zugangswächter der Landesmedienanstalten und auf die Kartellbehörden
kommt also viel Arbeit zu. Dass sie nun Amerikanern und deren deutschen
Statthaltern gegenübersitzen, macht die Verhandlungen weniger berechenbar
als zu Zeiten, in denen sie es mit vertrauten Gesichtern zu tun hatten. Der
mächtige Liberty-Chef John Malone wird beispielsweise von der "Times" als
ein Mann beschrieben, der "teuflisch komplizierte Geschäfte" ausheckt.

Die Medienordnung wird von den Launen des Kapitalmarkts abhängig
Zudem bringen es die Zeiten mit sich, dass die Medienordnung zunehmend von
den Launen des Kapitalmarkts abhängig wird. Wäre die Telekom-Aktie in diesen
Tagen nicht so tief gefallen - das Unternehmen hätte wohl kaum so schnell
die Absichtserklärung für das Kabelgeschäft mit Klesch/Liberty
unterschrieben und dabei bisherige Einnahmeerwartungen und Strategien über
den Haufen geworfen. Vom einen auf den anderen Tag vergessen war die
Telekom-Absicht, das Netz getrennt nach Regionen zu verkaufen und die
Berliner Anlagen zu behalten. Dabei hat die Telekom in der Hauptstadt große
Vorarbeiten geleistet: Knapp die Hälfte des Netzes ist dort schon ausgebaut.

Die Unwägbarkeiten des Marktes könnten sich freilich auch gegen die neuen
Kabelherren wenden. Ob sie wirklich ihre Milliarden-Investitionen wieder
hereinspielen werden, bleibt ungewiss. Zwar gewinnen sie mit dem
zweitdichtesten deutschen Kommunikationsnetz ein wertvolles Eigentum. Für
den Rundfunkempfang bleibt aber der ASTRA-Satellit ein ernst zu nehmender
Wettbewerber.

Und das angeblich so aussichtsreiche Multimedia-Geschäft? Dort könnte sogar
der Mobilfunk - Stichwort UMTS - zur Konkurrenz werden. Zumindest muss das
TV-Breitband dem noch dichteren Fernsprechnetz Telefon- und Internetkunden
abnehmen. Das wird schwer, sind doch heute schon Festnetz-Telefongespräche
überaus billig. Zudem zieht die Telekom in das Telefonnetz ebenfalls breite
Bahnen ein, rüstet es mit der neuen T-DSL-Technik für Multimedia-Anwendungen
auf. "Noch nie wurde eine zukunftsorientierte Technik so schnell in einem
Markt eingeführt", teilte die Telekom vor kurzem triumphierend mit. Es
klingt so, als könnte sie den Abschied vom Fernsehkabel verschmerzen.
Egal was und wie es kommt.
Die Tatsache, daß diese Thematik aufgrund der eigenen Dramatik vielleicht noch wesentlich weiter im Vordergrund der Gesellschaft diskutiert werden wird, noch viele news produzieren wird, müßte den Kurs von Primacom wieder etwas beflügeln.
"Wir" sehen es doch täglich.
Man redet über die kleinste NM-Klitsche.
Eine Aktie wie Primacom, die durch ihre Geschäftstätigkeit mit im Geschehen sitzt, strategisch sogar auf einer guten Position, mit einer gesunden Geschäfts- u. Geldpolitik, wird dann auch vielleicht von einigen "Spezialisten" entdeckt werden und aus ihrem Schneewittchenschlaf heraus geholt. ;)

winetrader

P.S.
Was macht eigentlich Bosch??
nein, die Pläne von Liberty hatten mir eigentlich nicht die Sprache verschlagen. Das war nur schlecht ausgedrückt. Zutreffend ist aber, daß sie mich doch sehr überrascht hatten. Von der Malone-Truppe hatte ich mir eigentlich mehr versprochen. Aber es wundert mich nicht, wenn deren Strategie - dank der zweifellosen Erfolge in der Vergangenheit - immer noch von alten Denkstrukturen geprägt ist. Vielleicht wird eben gerade aufgrund der Erfolge in der Vergangenheit an inzwischen überkommenen Denkstrukturen festgehalten.

Unter alten Denkstrukturen verstehe ich Ansätze, die für die nächsten Jahre noch immer dem klassischen Fernseher zentrale Bedeutung zukommen lassen. Dies ist schon seit Jahren nur ein Wunschtraum der (Unterhaltungs-)Industrie, und es wird auch ein Wunschtraum bleiben.

Daß in Großbritannien die Nachfrage nach dem klassischen Digital (Pay-)TV stagniert und der Take-up in den Niederlanden langsamer als erwartet verläuft, ist keine Überraschung und bestätigt meine Sicht. Die Nachfrage nach Breitband-Internet ist dagegen in Großbritannien und den Niederlanden so hoch wie nie zuvor. Aufgrund meiner UK-Kontakte ("Channel-Checks") weiß ich, daß die britischen User sehnsüchtig darauf warten, daß sie etwa bei Telewest einen blueyonder-CableModem-Zugang bekommen. Keine überraschung ist dagegen, daß die ürsprünglichen Pläne von Telewest, nämlich das Angebot von "walled garden Internet", nur eine sehr verhaltene Resonanz bei den Kunden hervorriefen. Proprietäre Angebote wie Email on TV kommen zu spät und wer als Anbieter auch heute noch darauf setzt, wird nur unnötig Geld in den Sand setzen.

Kundenorientierung und Innovation ist gefragt, wer dies als Anbieter nicht sieht, wird sein Unternehmen in ein Disaster stürzen. Primacom ist dank verfehlter Strategie bereits auf dem besten Weg dorthin, und schon seit langem gibt der Markt mir recht


Krisenmanager


P.S.:


(1) das Budget der Konsumenten ist begrenzt. Jede Mark, die die GEZ erhöht, senkt das Potential der Kabelnetzbetreiber, die eigenen Gebühren zu erhöhen. Und Primacom- Schwarz-Schilling schläft munter weiter..
http://www.heise.de/newsticker/data/wst-01.07.01-002/


(2) Zum Nachdenken (entspricht ein solches Angebot den Kundenwünschen?)
Surfing With AOLTV
http://www.nytimes.com/2001/01/18/technology/18STAT.html?pag…
> 2) Zum Nachdenken (entspricht ein solches Angebot den Kundenwünschen?)
> Surfing With AOLTV
> http://www.nytimes.com/2001/01/18/technology/18STAT.html?pag…

da die nytimes eine User-Registrierung verlangt, stell ich mal den kompletten Artikel hier rein.

Quizfrage: Ist bei sowas ein Erfolg oder eher ein Flop nicht geradezu prädestiniert? Und im Fall Primacom hofft man, mit solchen Fernseher-zentrierten Angeboten in einigen Jahren (derzeit geht es ja zum Glück für die Primacom-Aktionäre angesichts der unzureichenden Netzaufrüstung gar nicht) noch Märkte erschließen zu wollen...


January 18, 2001

STATE OF THE ART

Surfing With AOLTV

By DAVID POGUE

THE desire to combine everyday machines into a single all-purpose
gadget must be one of the most basic human instincts, right up there
with finding food, seeking shelter and avoiding eye contact in
elevators. How else to explain the clock radio, the toaster oven and
the Flowbee vacuum-haircutting tool?

America Online has recently given in to this often misguided instinct
and created another appliance that combines television with the
Internet. Its new set- top box, called AOLTV, is in the same category
as Microsoft`s WebTV, which delivers a compromised but inexpensive
version of the Internet to ordinary television sets.

WebTV sales have been consistent, year in and year out. Consistently
lousy, that is. But AOL had several reasons to believe that it could do
better. For one, it has 26 million members, each already familiar with
AOL`s features. And AOL has massive media marketing muscle, which will
become even more frightening now that its merger with Time Warner has
been approved.

AOL also has a killer idea, a feature so ingenious that it alone could
have made AOLTV succeed where WebTV failed: the ability to chat with
fellow viewers, thus endowing the solitary act of watching television
with the communal joy of watching movies in a theater. You and your
cyberpals could play along with quiz shows, critique the stars` outfits
on awards shows and triple the fun of shows like "Survivor," especially
during commercials.

Alas, somewhere between the whiteboard and the assembly line, most of
AOL`s good ideas wound up lost in the circuitry of an overpriced,
undertested product that gives mediocrity a bad name.

The black metal box itself, manufactured by Philips, costs $250. If
you`re not already an AOL member, an AOLTV account is $25 per month and
lets you connect to the service only from your television, but you can
also check your e- mail via a Web site. If you already have an AOL
account, adding AOLTV service lets your computer and television get
online simultaneously - but brings your monthly charges to a steep $37.


The setup takes about three hours if you`re technically adept. Part of
the problem is that after interviewing you on screen about your cable
box, ZIP code and so on, the box dials a local number, updates itself
with new software, restarts and then forgets everything you`ve typed.
You have to answer all the questions again. At least it`s good practice
learning to type on the awkward wireless keyboard, which resembles a
prop from "Honey, I Shrunk the Computer."

To begin your Internet and channel surfing, you can begin with the
AOLTV program guide, a scrolling TV listings grid that shows what`s on,
now and for the next three days. By pressing arrow keys to move the
cursor and pressing the Enter key to click, you can use the grid to
change your television`s channel, set up a reminder - "Show`s about to
start!` - that will pop up at the appropriate time, or even program
your VCR to tape a show.

Unfortunately, the AOLTV box isn`t smart enough to detect which
channels you actually receive, so you wind up having to scroll through
dozens of premium channels you may not get. Apparently, nobody at AOL
realized that a program grid that lists shows you can`t actually watch
is a recipe for frustration. (To the contrary, Carlos Silva, vice
president of AOLTV, sees it as a marketing opportunity for AOL`s
partners to "upsell" you to more expensive cable or satellite
packages.)

The Menu key summons a list of AOL`s more familiar offerings, like
Chat, Buddy List, Instant Messaging, Mail and You`ve Got Pictures.
Using these features makes the AOLTV`s modem dial, tying up a phone
line just as though you`re using AOL on a PC. (Cable modems and D.S.L.
connections don`t work with AOLTV.)

The most popular features, like Chat and Mail, make the television
picture shrink to one-fifth of its usual size, cowering in the
upper-right corner of the screen. An AOL ad occupies an equivalent
space to its left (which makes some television advertisers livid -
they`re paying for the air time, but America Online freeloads with ads
of its own).

What`s left for your e-mail is the lower-right quadrant of the screen.
You feel as though you`re reading it through the wrong end of a
telescope, not that AOLTV e-mail is anything to write home about.
Despite the fact that the AOLTV box contains a hard drive, you can`t
receive pictures or other attachments (or even read the e-mail notes to
which they`re attached). Worst of all, there`s no address book. AOL
evidently assumes that its customers have photographic memories for
Internet e- mail addresses.

A Go To key lets you type any Web page address, but as AOLTV`s own help
screen understates it, "Many Web pages will not look good and may be
difficult to use on your television." Furthermore, when you`re viewing Web
pages, the TV picture disappears. So much for the benefits of TV-Internet
convergence, like being able to read a more detailed account of a television
news story you`re watching.

The juiciest feature ought to be the chat function. When you press the
Chat key, you`re conveniently deposited in a chat room named for the
show you`re watching. You`re all set to begin discussing the show with
the rest of the AOL universe.

The rude truth dawns only after a moment or two of staring at the blank
screen and lamely typing, "Hello?" a couple of times: You`re all alone.
In two weeks of trying, I never found a single other soul in an AOLTV
chat room. It`s the mother of all chicken-and-egg syndromes: At the
moment, there aren`t enough AOLTV members to make this feature work,
but without it, few people will buy AOLTV boxes.

Of course, you can always visit one of AOL`s regular, non-TV-related
chat rooms, and there`s no denying the novelty of watching the usual
teenage banter ("any girls here?" . . . "Instant-message me!!!!")
scrolling up your TV screen.

If these chat rooms are your cup of tea, you`re in luck, because you`ll
find it very difficult to escape them. The two usual exits - the Menu
key and the Go To key - don`t function in populated chat rooms. The
chat box even swallows your attempts to change the channel. Any number
keys you punch on the remote control wind up being typed into the chat
room instead of changing the channel. (The other chatters must have
thought I was some kind of loony as I tried repeatedly to change the
channel. The only thing they saw me say for five minutes was 83 . . .
83 . . . 83.")

As it turns out, the only reliable way to escape from a chat room is to
use the on-screen Exit Chat button, which you can reach with three
keystrokes. (An "Are you sure?" confirmation box often appears at this
point. Unfortunately, there`s no key labeled "No, I clicked `Exit Chat`
just to exercise my index finger.")

AOLTV is a cornerstone of an initiative the company calls AOL Anywhere,
a family of products that bring AOL to pagers, Palm devices and so on.
But AOLTV could have been more than a simple window onto America
Online; in so many ways, it could have capitalized on the potential of
melding the on-screen and online worlds.

For example, the movies listed in the TV guide could be hooked up to
the Internet Movie Database (www.imdb.com), which provides cast lists,
reviews, plot summaries and the like. Similarly, the parental controls
that shield young eyes from mature material on AOL itself could also
apply to television shows. And instead of creating new, utterly empty
chat rooms for popular shows, the Chat button could be hooked up to the
existing, crowded AOL chat rooms for football, "The X-Files" and so on.

Mr. Silva at AOL said that improvements were on the way, including the
option of adding pictures to e- mail, an address book and direct links
to more populous chat rooms. That`s fortunate because some genuinely
good ideas sleep behind the exorbitant pricing, the poorly conceived
software design and the relentless marketing. But for the moment, this
particular branch of AOL Anywhere might be better called AOL Nowhere.
Hallo Krisenmanager,

ja, in Bezug auf den Text "Simonis" kann man froh sein wenn ein ausländischer Investor in einem Bananenstaat wie Deutschland überhaupt investiert!

Mir scheint wir liegen gar nicht so weit auseinander. Nur, deine Person interpretiert alles sehr negativ, ich dagegen sehe im Fortschritt, in der Innovation, in der zukünftigen Entwicklung eher die Chancen.

Betrachtet man den jetzigen Status, ist klar zu erkennen, daß man mit den technischen Möglichkeiten einer Interaktion erst beginnt nachzudenken. Macht es dann Sinn heute schon alles technisch mögliche in die Infrastruktur des Netzes einzubauen, oder mit einem gewissen Abstand zu beobachten was da kommen könnte um im entscheidenden Zeitpunkt die nötigen Umrüstungen vorzunehmen?
Bei dem Weg der beschritten werden wird, werden Systeme wie DSL, powerline oder der Satellit nicht Schritt halten können.
Die zukünftigen Neuentwicklungen werden diese "Mitbewerber" aus dem Rennen werfen, nicht die aktuell schnellste und technisch beste Aufrüstung, die aber leider nicht die Akzeptanz im Markt findet.
Man erkennt aber auch im AOL-text, daß noch einiges praktischer werden muß, damit es eine breite Kundschaft annimmt. Andere dazugehörigen Innovationen werden mit Sicherheit auch bereits stattfinden. Und zwar die Endgeräte. Neue Nutzungen müssen auch in ihrer Bedienbarkeit überzeugen um in die breite Masse einströmen zu können. Wenn verschiedene Branchen da zusammenwachsen wird eine dazugehörige Werbung auch die Märkte dafür eröffnen.
Also, eines ist sicher! ES WIRD WAS KOMMEN!
Es wird spannend werden und ein Wert wie Primacom wird mit Sicherheit davon profitieren.

Warum denn immer so negativ, Krisenmanager?
Warst du am Anfang nicht bullish gegenüber UPC eingestellt??
Warum stehst du Primacom, nachdem sogar UPC im Pc-boot sitzt, immer grundsätzlich negativ gegenüber?

winetrader
Dank Winetrader und AlrerHase2001,

dass ihr Angst um mein Wohlbefinden habt. (Auch juristisch gesehen)

Ich möchte euch aber bei all euren Lobgesängen nur eines aufzeigen:

Schaut euch den Kurs an!!!

Gruß,

CB
Primacom:

Haupteinnahmegeschäft von Primacom sollte niemals das Internet werden. (soweit ich Herrn Hoffmann vor gut zwei Jahren richtig verstanden hatte)

Internet sollte u.a. nur ein Zusatzservice werden, mit dem man neue Kunden gewinnen wollte.

Das Hauptgeschäft sollte mit PayTV betrieben werden.

CB
Wie aber will eine Primacom mit den derzeitigen meiner Meinung nach absolut überteuerten und nicht konkurrenzfähigen Internetprodukte neue Kunden gewinnen?

Wer glaubt hier noch an Kunden, die sich ausschließlich nur für einen Anbieter entscheiden werden, der zwar alle Services wie etwa TV, Internet und Telefonie anbietet, aber zu teureren Preisen?

Glaubt hier auch nur einer, dass Primacom den Test in Leipzig mit den PayTV-Programmpaketen nur für sich austragen und klären wollte?

Spätestens jetzt dürfte es allen klar sein:

Die Amis wollen mittels Unternehmen wie etwa UPC oder Liberty den Deutschen Markt aufräumen.

Der riskante Test einer Primacom in Leipzig war nur Mittel zum Zweck, um diese immens wichtige Frage klären lassen zu können.

Ob eine Primacom dabei draufgeht, da sie damit ihre eigenen Kunden vergrault, kann vollkommen nebensächlich sein, da sie im Worst-Case das Unternehmen sogar noch günstiger bekommen werden.

Dies alles ist meine Annahme und mein Szenario.

Der aktuelle Kursienbruch ist für mich das Indiez, dass es wohl auch den Tatsachen entspricht.

CB

P.S. Sollte ich mich auf der HV blamieren, ist dies meine eigene Angelegenheit und mein gutes Recht, als Aktionär.
Oder wollen wir nur noch blinde Lobgesänge hier veranstalten und dem weiteren Kursverfall zuschauen?

Primacom möchte (muss) in möglichst vielen seiner Kundenhaushalte die eigene Primacombox platzieren.

Dies geht allerdings nur, wenn man beispielsweise über die Nebenprodukte der hohen Bandbreite wie etwa dem Internetzugang, deutlich günstigere Preise und/oder Konditionen anbietet.

Redet also bitte sachlich weiter und versucht nicht, eindeutige Schei...e auch noch schönreden zu wollen.

CB
Nicht nur der Kurs, sondern auch der Umsatz!!!
So etwas nennt man Käuferstreik.
Aber deine Gesundheit würde dir, unabhängig deiner Äußerungen auf der HV, wohl erhalten bleiben. ;)
Schade daß ich in dieser Zeit im Urlaub bin.
Hätte gern mal die Nasen hinter den nicknames gesehen.
Kopf hoch Cyberbob.
Notfalls solltest du in solchen Zeiten einen befristeten Abstand zur Börse finden können. Flieg nach Mallorca! *grins*

Der Kurs reflektiert nicht die Wahrheit oder Tatsachen.
Sondern man versucht immer wieder den Verlauf zu interpretieren.

Ich will auch keine Lobgesänge loswerden, (du solltest mich mal singen hören *würg*) sondern versuche lediglich den entstandenen "Kursfrust" etwas zu egalsieren.

Gruß, dein sich sorgender

winetrader :) :)
Danke Winetrader,

es bringt uns ja auch nicht weiter, wenn wir uns hier im Board verbal zerfleischen.

Also, was können wir tun?

Kurserwartungen abgeben:

Meine Kurserwartungen am Tag der HV (14.August 2001):

max. ~13,- Euro

Gegen Ende des Jahres:

max. ~25,- Euro

CB

P.S. Wer tippt mit?

P.S.2 Kritische Fragen wird man ja wohl auf der HV stellen dürfen, ohne sich gleich eine Fülle von Klagen einzuhandeln? ;)
Nachtrag:

Mit Malle lagst du garnicht mal so falsch, Winetrader.

Dieses Jahr wird es wohl leider nichts mehr werden, da ich mit Arbeit zugeschüttet bin.

Meine Rede werde ich übrigens noch von einem befreundeten Juristen korrekturlesen lassen.

Wird wohl dann doch besser sein, sonst wird meine Freizeit wohl nur noch für juristische Streitigkeiten draufgehen und meine eigentliche Arbeit liegen bleiben.

CB......der gleich seinen Grill anschmeisen wird!!!

P.S. Ich nehme aber weiterhin Grillkohle und nicht meine Aktienpapiere ;)
Deshalb steigt wohl gerade der Kurs?! Sex sells ;)

NEWMEDIA 02.07.2001 14:53 Uhr

Primacom: Medienanstalt ermittelt wegen Pornoverdachts

Die Landesmedienanstalt in Sachsen hat zwei Sendungen im Kabelnetz des Betreibers Primacom in Leipzig wegen Pornografieverdachts beanstandet. Ein entsprechendes Verfahren sei eingeleitet worden, bestätigte ein Sprecher der Anstalt am Montag. PrimaCom soll die Verbreitung des in London lizenzierten Programms "The Adult Channel" untersagt werden. Anstoß genommen wurde außerdem am Programm "Movies & More" des Privatsenders Prima TV Broadcasting GmbH, einer Tochter von Primacom. Beide Sendungen wurden verschlüsselt ausgestrahlt.
Geh nur grillen, Cyber, Ende nächster Woche soll es wieder regnen.

Ich will dir etwas verraten: Du findest mich den ganzen August in Malle. ;)
Jedoch auf der Nordseite. Alcudia.
Würde der Kurs besser stehen könnten wir uns im Port d`Andratx treffen. ;)

Ich hoffe der Kurs kommt in absehbarer Zeit wieder auf ca. 17 Euro. Diese Zahl begründet sich auf rein persönlichen Interessen.

Grundsätzlich wäre ich froh wenn die Kapitalisierung von Pc mit den marktüblichen Kauf- bzw. Verkaufspreisen kleiner Kabelnetzbetreiber in etwa identisch wäre. Das wäre "fair" ;) und entspräche den aktuellen Einschätzungen der heutigen Kabelnetzkäufer.

Kein gesteigertes Interesse habe ich an zu viel Phantasie im Markt. Mit der aktuellen reinigenden Situation kann ich besser leben als mit der euphorischen Phase wo die Bäume der Aktionäre in den Himmel gewachsen waren.
Diese Fehleinschätzung muss erst aufgearbeitet werden. Viele Firmen am NM werden noch gehen müssen. Danach wird erst wieder langsam Vertrauen in den Markt zurückkehren.

Meine Vorstellungen in einen zeitlichen Rahmen zu packen ist sehr schwer. Ich hoffe es geht so schnell wie möglich. Mit einem schönen Plus im Depot lebt es sich leichter! ;)
Ich fürchte aber, daß die Märkte aufgrund der allgemeinen konjunkturellen Lage etwas länger ausatmen werden. Leider.

Stelle ruhig kritische und durchaus provokative Fragen. Insofern inhaltlich alles logisch ist kannst du dich nicht blamieren.
Zumindest die juristische Abteilung der früheren AGFB hätte mit einer fachlich desolaten Darbietung deinerseits auch keine Probleme gehabt. Ein Grinsen oder eine ebenso erheiternde Antwort hättest du aber schon ertragen müssen.
Denn die (AGFB) Jungs leben, wie ich, in einem Weinanbauland und sind ein recht lockerer Verein. ;)

winetrader
Lieber Winetrader,

ich werde auch noch ganz andere Punkte ansprechen...

Aber du wirst sicherlich davon hören. ;)

CB
Einmal etwas abseits von Primacom aber dennoch interessant.

winetrader



NTT, Sharp und DNP entwickeln gemeinsam Glasfaserdienste
Tokio (vwd) - Die Nippon Telegraph & Telephone Corp (NTT), Tokio, Sharp Corp, Osaka, und Dai Nippon Printing Co werden gemeinsam die Möglichkeiten neuer Dienste im Glasfasernetz erforschen. Wie die drei japanischen Unternehmen am Mittwoch mitteilten, werden die Unternehmen für sechs Monate ab Juli ihre Technologien und Inhalte zusammenbringen, um neue Geschäftsmodelle zu entwickeln.


vwd/DJ/4.7.2001/akr/apo

NTT gründet neue Gesellschaft für Breitbanddienste
Tokio (vwd) - Nippon Telegraph & Telephone Corp (NTT), Tokio, hat eine Tochtergesellschaft für Breitbanddienste gegründet. Wie der japanische Telekommunikationskonzern am Freitag mitteilte, will sie damit der wachsenden Nachfrage ihrer Kunden entgegenkommen. Das Unternehmen, das unter dem Namen "NTT-BB" frimiert, befindet sich vollständig im Besitz von NTT. Es startet mit einer Kapitalausstattung von 3,5 Mrd JPY, die eventuell auf 14 Mrd JPY gesteigert werden soll.


vwd/DJ/29.6.2001/ip
UPC und Casema sollen NMa über Preispolitik informieren

Amsterdam (vwd) - Die niederländische Wettbewerbsbehörde NMa hat die Kabelbetreiber United Pan-European Communications NV (UPC) und Casema, eine Tochter der France Telecom SA, Paris, gebeten, ihr Informationen über ihre Preispolitik zugänglich zu machen. Wie die Kommission am Mittwoch mitteilte, wollen diese Unternehmen nach ihr vorliegenden Informationen die Gebühren für ihr Kabel-TV-Paket erhöhen. Der Grund sei angeblich die Einführung neuer Dienste. Beide Kabelbetreiber seien zu einer Stellungnahme aufgefordert worden.


Casema gab bekannt, sie plane de facto die Anhebung ihrer Gebühren um ein bis zwei NLG, um die Einführung des digitalen TV zu finanzieren. Dagegen erklärte der Sprecher von UPC, sein Unternehmen beabsichtige zur Zeit nicht, die Nutzer seiner Dienste stärker zur Kasse zu bitten.


vwd/DJ/4.7.2001/ip

Quelle:http://www.vwd.de/news/unternehmen/236095.html

Ciao Kamischke
Die GoingPublic-Kolumne: Der Wegfall der Goodwill-Abschreibung nach US-GAAP

WOLFRATSHAUSEN (GoingPublic) - Bereits seit über 25 Jahren wettstreiten die beiden Standards US-GAAP und IAS um die weltweite Vorherrschaft unter den Bilanzierungsvorschriften. Jetzt hat das US-GAAP-Board eine neue Runde in diesem Zweikampf eingeläutet: Die regelmäßigen Abschreibungen auf Firmenwerte sollen fallen.
1997 hatte die Deutsche Börse alle Neuer Markt-Unternehmen verpflichtet, einen Konzernabschluss auf Basis internationaler Rechnungslegungsstandards zu erstellen. Damit sollten die Gesellschaften auch für internationale Investoren interessant und vergleichbar gemacht werden. Im Gegensatz zu den heimischen Vorschriften des Handelsgesetzbuches sind IAS und US-GAAP nicht an den mit einem Sicherheitsbedürfnis ausgestatteten Gläubiger des Unternehmens gerichtet, sondern an dessen Aktionäre. Diese wollen über die tatsächliche wirtschaftliche Situation der Gesellschaft informiert werden. So sind z.B. in den internationalen Vorschriften kaum Wahlmöglichkeiten beim Ansatz einer Bilanzposition vorhanden, wogegen im HGB zahlreiche dieser Möglichkeiten genutzt werden können.

Obwohl IAS und US-GAAP in den meisten Punkten sehr gut miteinander vergleichbar sind, kämpfen beide Standards um die internationale Vorherrschaft. So müssen z.B. alle Unternehmen, die an einer amerikanischen Börse eigene Wertpapiere, sei es Aktien oder Anleihen, handeln lassen wollen, einen vollständigen Jahresabschluss nach US-GAAP vorlegen. Dagegen plant die EU-Kommission, ab 2005 allen börsennotierten europäischen Unternehmen die Bilanzierung nach IAS vorzuschreiben. Einen nächsten Schritt in diesem Wettstreit hat jetzt das FASB, das für US-GAAP-Vorschriften zuständige Board, unternommen: Ab dem Geschäftsjahr, das nach dem 15.12.2001 beginnt, soll es keine regelmäßigen Goodwill-Abschreibungen mehr geben.

Ein Goodwill (oder "Firmenwert") entsteht bei der Übernahme eines anderen Unternehmens und wird in der Bilanz als Vermögenswert angesetzt. Dieser Goodwill errechnet sich aus dem Nettowert der übernommenen Vermögensgegenstände abzüglich der übernommenen Schulden ("Purchase Method"). Bisher musste diese Bilanzposition nach US-GAAP über die voraussichtliche Nutzungsdauer, jedoch maximal über 40 Jahre regelmäßig und linear abgeschrieben werden. Diese Regelung zog z.T. deutliche Belastungen der Gewinn- und Verlustrechnung nach sich. So musste z.B. die Primacom AG im Geschäftsjahr 2000 Goodwill-Abschreibungen in Höhe von 53,1 Mio. Euro verbuchen, die zu einem Jahresfehlbetrag von 64,3 Mio. Euro führten. Statt der regelmäßigen Abschreibung sollen individuelle Wertberichtigungen durchgeführt werden, wenn der Marktwert des Goodwills nachhaltig geringer als dessen Buchwert ist.

Welche Auswirkungen hat diese Änderung nun für den Anleger? Zum ersten wird es noch schwieriger, verschiedene Unternehmen auf KGV-Basis miteinander zu vergleichen. Bilanziert ein Vergleichsunternehmen z.B. nach IAS, so muss bei diesem erst die GuV-Position "Abschreibungen" in solche aus Goodwill bzw. aus sonstigen Bilanzpositionen (z.B. Sachanlagen) getrennt werden. Aber damit es ist noch nicht getan: Auch der steuerliche Einfluss dieses Abschreibungsbestandteiles müsste erst noch berechnet und eliminiert werden. Erst dann wären beide Unternehmen auf Nachsteuer-Basis miteinander vergleichbar. Als Alternative bietet sich der Vergleich der Ergebnisgröße EBITDA (Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen, Steuern). Hierbei wird jedoch nicht nur der steuerliche Einfluss, sondern auch der Einfluss des Zinsergebnisses vernachlässigt. So würde ein fremdkapitalfinanziertes Unternehmen mit einer eigenkapitalfinanzierten Gesellschaft gleichgestellt werden, obwohl die erstere Zinsen zahlen muss, die zweite jedoch Zinsen erhält. Weitere Nachteile sind die deutlich schlechtere Prognosesicherheit und die mögliche Willkür der Unternehmen bei der Realisierung etwaiger Verluste.

Natürlich gibt es aber auch Vorteile bei dieser neuen Regelung. So wird die Bilanzposition "Goodwill" deutlich marktgerechter ausgewiesen, und die Gewinn- und Verlustrechnung beschreibt den effektiven Geschäftsverlauf im Berichtszeitraum wesentlich realistischer. Des weiteren ist auch eine Beschleunigung der Marktkonsolidierung durch gesteigerte Akquisitionstätigkeiten vorstellbar.

Ob die Aktien US-GAAP-bilanzierender Unternehmen letztendlich vom Wegfall der Goodwill-Abschreibung profitieren, bleibt abzuwarten. Auf der einen Seite "verbessert" sich die Ertragslage von Unternehmen mit hohen Firmenwert-Positionen schlagartig. Auf der anderen Seiten ist es aber auch nicht auszuschließen, dass sich die Marktteilnehmer aus Angst vor latenten hohen Sonderabschreibungen gerade von diesen Unternehmen abwenden.

Quelle:http://www.gatrixx-finanztreff.de/gatrixx/news.htm?id=100715…

Ciao Kamischke
Nur mal zum Nachdenken:

Die gesamte Internetbranche tendiert nun immer mehr in Richtung kostenpflichtiger Zusatzservices.

Doch welchem Kunde soll man das Internet dann noch schmackhaft machen, wenn er für den Zugang schon alleine einen Batzen Geld bezahlen muss?

Primacom schaffte es bis auf den heutigen Tage nicht, interessante und nützliche Zusatzservices auf die Beine zu stellen, die die derzeitigen Preise tatsächlich rechtfertigen könnten.

Natürlich muss jedes Unternehmen in dieser Branche das Maximum bei seinen Kunden heraus zu holen versuchen.

Hier kommt aber ein ganz entscheidender Punkt hinzu:

Die Hauptregionen von Primacom liegen im Osten!!!

Weiters auf der HV....

CB

P.S. Lieber Kamischke, glaubst wirklich allen ernstes, dass der Kurs einer Primacom in bedeutendem Maße von der Art der Bilanzierung abhäng?
Ist das der Hintergrund, wieso Primacom abschmiert? Primacom ist mit Multikabel in den Niederlanden aktiv (Alkmaar Region), insofern ist Primacom ebenfalls betroffen. Was die holländische Consumentenorganisation sagt, scheint mir an sich ganz vernünftig.




Dutch antitrust body queries cable TV price plans

By Helen Bromige

AMSTERDAM, July 5 (Reuters) - The Dutch competition authority, NMa, said on Thursday it has requested more
information from Dutch cable television companies about their plans to raise basic monthly subscriptions.

The NMa sent a letter earlier this week to United Pan-Europe Communications <UPEC.AS> <UPCOY.O> and France
Telecom-owned Casema <FTE.PA>, asking for more information after the companies said they supported higher tariffs in
order to fund the roll-out of digital services.

"We want to know what they want to do, because together Casema and UPC have almost a monopoly position," NMa
spokesman Richard Matthijsse told Reuters.

Casema has launched a media campaign designed to encourage local and national governments to allow the monthly
fees to be increased, and UPC has said it supports higher rates.

Both companies are in the process of rolling out higher revenue generating digital services, but say those new services
require additional investment in infrastructure and customer equipment.

"EXTRAORDINARILY LOW" CABLE PRICES

UPC said it had not yet received the cartel watchdog`s letter, but said cable fees are too low in the Netherlands
compared with other European countries.

A recent report issued by the Dutch transport and infrastructure ministry also concluded that cable tariffs in the
Netherlands are "extraordinarily low".

Customers in the Netherlands pay on average 12 euros ($10.09) per month for basic cable TV services, at the bottom of
a table of Western European countries, and well below the 33 euros per month customers in Britain pay.

The Netherlands also has one of the highest penetrations, with 95 percent of the population receiving cable TV. Until
some years ago, the cable networks were run by local municipalities.

Consumer organisations oppose attempts to increase the fees, however, saying the increases would unfairly subsidise
new services that the average consumer might not want. "Companies should invest their own cash, and if the customers
like it, then they can raise the prices," a spokesperson for the leading Dutch consumer organisation Consumentenbond
said.


The Netherlands should also not be compared to other European countries, he added.

"When the local governments sold the cable networks to commercial enterprises, these were warned that there would not
be many opportunities to make a profit. However, they took a risk and thought they could make the money from selling
digital services, which has not paid off. But that`s business," he said.

Casema, which has been offering digital cable services since November, has only signed up 34,000 digital customers
out of a total 1.5 million cable clients. It has blamed low basic cable fees for the slow take-up, saying customers are
loath to pay extra for digital services when they already get so many channels so cheaply.

UPC, which is only beginning its digital roll-out, supports Casema`s call for higher fees, but says its services will be
more popular as it will offer e-mail and Web services too. It plans to have 250,000 digital subscribers by the end of the
year. ($1=1.189 Euro)
Märkte gehen - Märkte entstehen!?

winetrader



Freitag, 06. Juli, 23:10 Uhr

NEC und Toshiba setzen auf breitbandkompatible PCs
Die NEC Corp und die Toshiba Corp sowie andere japanische Hersteller wollen in Kürze mit dem Verkauf von breitbandkompatiblen Computern beginnen.

vwd TOKIO. Die Unternehmen setzen auf eine Belebung der Ersatznachfrage, schreibt die Zeitung "Nihon Keizai" (Freitagausgabe). Nachdem nun der relativ preiswerte ADSL-Dienst (Asymmetric Digital Subscriber Line) von Yahoo Japan Corp verfügbar ist, seien die Verbraucher verstärkt an der Nutzung dieses Breitbanddienstes interessiert. Die Computerproduzenten hoffen nun, da sich die Nachfrage allgemein am Inlands-PC-Markt abschwächt, auf Ersatzanschaffungen der Konsumenten.

Im abgelaufenen Haushaltsjahr (31. März) ist der Inlandsabsatz von PCs um 21,7 % auf zwölf Millionen Stück gestiegen. Für dieses Jahr wird eine Zunahme von rund zehn Prozent erwartet. Ende März stand in der Hälfte der japanischen Haushalte ein PC. Nun sei mit einer ähnlichen Entwicklung wie in den USA zu rechnen, heißt es in dem Zeitungsbericht. Dort entfällt der Großteil der PC-Nachfrage auf Ersatzkäufe.


HANDELSBLATT, Freitag, 06. Juli 2001
Hi,

bis zur HV (Ende August), erleben wir noch was.
Positives of course: PC goes West.

oder liest keiner die Newspaper?

AH
Die Jungs sind gut, Winetrader.
Die haben eine kliene Veraenderung eingefuegt unter primacome.de (siehe Termine).

Die HV wird alles aufklaeren

bzw in 2 Wochen wird sich realisieren, was schon laengst gewusst war.


Primacom ist doch DER Konsolidierer des D. Kabelmarktes.

Ciao

AH
Wenn Sie sich jetzt für primaTV entscheiden, erleben Sie mit MOVIES & MORE einen heißen Kinosommer:

Lassen Sie sich zuerst vom Kassenschlager der letzten Kinosaison "Gladiator" ins alte Rom entführen.

Gladiator, USA 2000


Der lange totgesagte Sandalenfilm erlebte letztes Jahr eine beispielloses Comeback. Der renommierte Kultregisseur Ridley Scott ("Alien", "Blade Runner") hat sich noch einmal selbst übertroffen und dieses Meisterwerk geschaffen. Lohn der Arbeit: 5 Oscars bei der diesjährigen Verleihung für den besten Hauptdarsteller (Russell Crowe), die besten Kostüme, die besten Effekte, den besten Sound und den besten Film.

Jetzt können Sie dieses Epos um Macht und Verrat im alten Rom erleben - exklusiv bei primacom.

Vom 1. Juli - 6. September auf den MOVIES & MORE-Kanälen 101 - 115.

Ab August kommen die wahren Cineasten noch einmal zusätzlich auf ihre Kosten, denn dann strahlt primaTV zudem die Originalversion des Monumentalfilms mit deutschen Untertiteln aus.

Viel Spaß all denen, die einen Kabelanschluß der PrimaCom AG anliegen haben.

MfG DanShare
Angebot / Abonnent: ca. 2500 US$!? Unglaublich!!!

winetrader


Comcast bietet für Breitbandsparte von AT&T 58 Mrd USD in Aktien
Philadelphia (vwd) - Comcast Corp, Philadelphia, hat der AT&T Corp, New York, die Fusion mit ihrem Breitbandgeschäft angeboten. Der US-Entwickler und Betreiber von Kabelsystemen und -programmen gab am Sonntagabend (Ortszeit) bekannt, er sei bereit, für die Transaktion 1,05 Mrd neue Aktien mit einem Gesamtwert von 44,5 Mrd USD (auf Basis des Schlusskurses vom Freitag) zu emittieren und zugleich 13,5 Mrd USD Schulden der AT&T-Breitbandsparte zu übernehmen. Nach Einschätzung von Comcast sollte das Board of Directors von AT&T das Angebot prüfen, noch bevor eine Mitteilung bezüglich eines Tracking Stocks für das Breitbandgeschäft an die Aktionäre von AT&T ergehe.



Comcast hat nach eigenen Angaben mit AT&T Gespräche über den jetzt veröffentlichten Vorschlag geführt. Man sei jedoch nicht in der Lage gewesen, die Gespräche fortzuführen. Eine AT&T-Sprecherin bestätigte, dass es derartige Gespräche gegeben habe, sagte jedoch, AT&T habe derzeit keine Pläne zum Verkauf ihres Breitband-Geschäftes einschließlich der Comcast-Transaktion. AT&T werde das Angebot prüfen und umgehend beantworten. Nach dem Vorschlag von Comcast hielten die Aktionäre von AT&T die Mehrheit des Kapitals und der Stimmrechte an dem aus der Transaktion hervorgehenden Unternehmen.



Comcast sei ferner darauf eingerichtet, die von AT&T gehaltenen Anteile an Time Warner Entertainment, Cablevision und Rainbow Media durch Übernahme weiterer Schulden und die Ausgabe weiterer Aktien zu erwerben. Durch das als steuerfrei eingestufte Geschäft entstünde laut Comcast der weltgrößte Breitbandkommunikationsanbieter mit rund 22 Millionen Abonnenten.


vwd/DJ/9.7.2001/rio

9. Juli 2001, 06:28

AT&T Corp: 868400
Noch besser!!!! Unglaublich!
Und in Deutschland verstehen die Jungs nicht den Zusammenhang zwischen AT&T und Primacom! Wetten???
Was sind die Deutschen denn für Luschen!!!

winetrader



Comcast bietet für Breitbandsparte von AT&T ... (zwei)
Das Gebot bewerte jeden Abonnenten des Breitbandangebots von AT&T mit 4.000 USD, ließ Comcast weiter verlauten. AT&T-Aktionäre erhielten so einen "sehr substanziellen Aufschlag" auf den veröffentlichten geschätzten Wert des Breitbandgeschäfts des New Yorker Konzerns. In einem Brief an AT&T-Chairman und Chief Executive C. Michael Armstrong, der in Kopie veröffentlicht wurde, schrieb Comcast: "Unser Gebot bewertet ihr Kern-Breitbandgeschäft mit 58 Mrd USD, was dem 30-fachen EBITDA 2000 oder dem 30-fachen EBITDA des ersten Quartals 2001 auf annualisierter Basis entspricht."



Durch die Kombination mit Comcast erhielten die Aktionäre von AT&T signifikant mehr Wert als durch die geplante Restrukturierung des Konzerns. "Unser Angebot vermeidet nicht nur die Marktrisiken, Kosten und Unsicherheiten, die dem geplanten Börsengang der Breitbandsparte innewohnen. Es bewertet ihr Geschäft auch mit einem signifikanten Aufschlag auf ihre mögliche Marktbewertung." Die Kostenersparnis der Fusion beziffert Comcast bei voller Integration auf wenigstens 1,25 Mrd USD im Jahr. Es gebe ferner ein Potenzial bis zu einer Ersparnis von 2,6 Mrd bis 2,8 Mrd USD jährlich . Zu den Gründen, warum die Gespräche mit AT&T abgebrochen wurden, machte Comcast keine näheren Angaben.



Die von hohen Schulden und flauer Umsatzentwicklung gebeutelte AT&T hatte im vergangenen Herbst die Aufspaltung des Konzerns nach Mobilfunk-, Breitband- und Geschäftsservicegesellschaften angekündigt, wobei das Ferntelefoniegespräch zu einem Tracking Stock des letzteren Bereichs werden sollte. Im Markt hatte sich das Gerücht gehalten, das Kabelfernsehgeschäft (Breitband) könnte von einer anderen Gesellschaft übernommen werden, sobald AT&T die Aktien zum Kauf ausschreiben werde. Nach einem Bericht des "Wall Street Journal" vom März beläuft sich der Wert von AT&T komplett auf 84 Mrd USD. Analysten schätzen den Wert des separierten Breitbandgeschäfts auf 60 Mrd USD.



Comcast und AT&T verfügen bereits über geschäftliche Verbindungen. So erwarb Comcast kürzlich ein Kabelsystem in Baltimore von AT&T für 518 Mio USD in bar. AT&T hat 3,7 Mrd ausstehende Aktien, bei Comcast sind es gegenwärtig etwa 988,7 Mio Titel. In einer Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC vom Mai hatte AT&T verlauten lassen, sie wolle Schulden von etwa 28,4 Mrd USD auf ihre Breitbandsparte übertragen. In dem Schreiben hieß es weiter, die Breitbandsparte habe im vergangenen Jahr auf Basis eines Umsatzes von 8,4 Mrd USD einen Verlust von 5,4 Mrd USD eingefahren. Konzernweit hatte AT&T einen Jahresüberschuss von 3,11 Mrd USD auf Basis eines Umsatzes von 65,98 Mrd USD erwirtschaftet.



Comcast hatte den Jahresgewinn 2000 mit 2,02 Mrd USD beziffert und den Umsatz mit 8,22 Mrd USD. Comcast äußerte sich "zuversichtlich", dass es keine kartellrechtlichen Hürden für die Transaktion geben werde. Für Montag um 17.30 Uhr MESZ hat Comcast die Presse zu einem Conference Call eingeladen.


vwd/DJ/9.7.2001/rio

9. Juli 2001, 07:13
Na ja, zwischen Comcast und Primacom liegen nun wirklich Welten. Comcast hat seine Netze sehr engagiert ausgebaut und ist inzwischen ein sehr ernstzunehmender Konkurrent der RBOCs (Regional Bells = US Ortsnetzriesen), denn Highspeed-Internet wird zu attraktiven Konditionen angeboten.

Die Strategie von Comcast ist damit anders als die von Primacom, die vorranging eigentlich nur aufs SinglePlay (Fernsehen inkl. der Varianten Digi-TV und Pay-TV) setzen wollen.

Abgesehen davon hat Comcast einen viel besseren Balance Sheet als Primacom, d.h. um Größenordnungen geringes debt/equity. Wie Primacom jetzt noch überhaupt einen Netzausbau finanzieren will, ist mir schleierhaft. Nach dem Multikabel-Kauf (auf Kredit) hat Primacom inzwischen einen Cash-Crunch, so daß der Ausbau in Deutschland gar nicht mehr richtig finanzierbar ist.

Wer ist denn bei Primacom eigentlich für die Strategie verantwortlich?

Paul Thomason? Hans Wolfert? Oder gar Herr Preuß?


Primacom hat zum IPO im Frühjahr 1999 eine Chance bekommen etwas auf die Beine zu stellen, hat aber seitdem kaum was geleistet.

Krisenmanager
http://www.comcastonline.com/howmuch.asp?.=.


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>
> Märkte gehen - Märkte entstehen!?
>

> Freitag, 06. Juli, 23:10 Uhr
> NEC und Toshiba setzen auf breitbandkompatible PCs

> Nachdem nun der relativ preiswerte ADSL-Dienst
> (Asymmetric Digital Subscriber Line) von Yahoo Japan
> Corp verfügbar ist, seien die Verbraucher verstärkt an
> der Nutzung dieses Breitbanddienstes interessiert.



Dazu DSL-Prime, July 5, 2001




Softbank Yahoo Japan 20M lines at $23/month

Buys Tokyo Metallic, 1M lines by December, Annex A Softbank owns over
$2B of Yahoo, the Nippon Credit Bank, much of eTrade, Exodus Asia
Pacific, Asia Global Crossing and NASDAQ Japan, and venture investments
in several hundred companies around the world. They have a $600M
venture pool in Europe, and partnerships with Rupert Murdoch/News Corp,
Microsoft, and Vivendi. Son is no longer almost as rich as Bill Gates,
but still one of the richest men in Japan - and one of the most
courageous.

The pricing makes sense when you consider tomorrow`s costs. DSLAM
+ DSL modem, in large contracts, sell for about $170 or less - over
five years, that`s about $4/month. The other major hardware - big
switches and routers - is plumeting in cost. Dark fiber is available to
most COs, meaning a 622M OC-12 terminating in those DSLAMs costs less
than the typical DS-3 serving today`s CO.

Internet connectivity costs have been going down everywhere, but
Softbank should be getting a remarkable deal from Asian Global
Crossing, even without ownership. AGC has 3 multi-gigabit fibers unused
across the Pacific, as well as multiple lambdas on a fourth. It
connects directly to all East Asia, and supports fiber in Japan itself.
Marginal cost will be very small, and a low price will stimulate demand
from others. If Softbank is successful, within two years it will be
transmitting the majority of Japanese net traffic between it`s own
users in any case.

Tokyo Metallic has a strong operation, headed by Hiroaki
Kobayashi, once president of AT&T Paradyne Japan. They`ve 35,000
customers already, and several hundred thousand DSLAM ports available.
Ambit of Taiwan (already the winner of a million unit order with
Alcatel from Chunghwa) is the announced modem supplier, and a Korean
vendor is the leading contender for the DSLAM contact. Softbank is
considering using Annex A equipment, rather than the Annex C standard
that was designed to work best with Japan`s existing ISDN circuits. If
that`s politically and technically practical, it would eliminate
Centillium`s near monopoly on Japanese chip sales. But Centillium has
production capacity available for the three million Annex C chips if
needed, so there is no reason to expect equipment to be a limiting
factor.

Hundreds of thousands of customers have signed up in the first two
weeks, meaning marketing costs will be close to $0, compared to the
hundreds of dollars each currently being spent by U.S. firms - more
than the equipment cost. Son pointed to Yahoo Japan`s 20M registered
users as a way to find customers "without spending tens of millions of
yen for television advertisements," but the announcement alone was
enough to generate a four month backlog of orders.

Operationally, a million lines in five months is far beyond what
SBC could do, but not much beyond what Korea Telecom accomplished. Like
Korea, most of Japan is urban apartment buildings close to the CO, so
loop distances are short. Tokyo Metallic has moved to mostly customer
self-installs, with a fee to send a technician out, which has sped the
install rates worldwide Softbank will presumably do likewise when
service rolls in Tokyo in August, with plans to be available to 70% on
the population by the end of 2001.

The million by December will be hard to achieve, and profitability
will take years at this price. But Softbank has close ties to Murdoch`s
News Corp and Fox Pictures, as well as Vivendi and Universal, with
content partnerships presumably ready to go as soon as the subscribers
sign on. Softbank`s several hundred investments in Internet companies
will presumably flourish with the growth of broadband. If in fact Son
has ten million lines in a few years, these additional revenue streams
point to profitability. Voice over DSL presumably will also add
revenue, as compression makes it practical even if the limited ADSL
upstream bandwidth.
@Krisenmanager:
Dein Fachchinesisch ist einfach fantastisch.
Deshalb einige Bitten:
1.
Könntest du einem Weinhändler das mal in allgemeinen Worten erklären???
2.
Ich wäre auch dankbar wenn du deine fachlichen, meist technisch bezogene Kritiken umsetzt in eine monetäre Wertminderung, sodaß man am Schluß die entsprechende logische Pc-Wertigkeit erhält.
Ausgehend von diesen 2500-4000 US$ / Abonnent.
(Auf 1000$ auf oder ab kommt es mir nicht an! ;) )

Ich will einfach nur ein Verständnis bekommen, um diesen krassen Wertunterschied zwischen Primacomabonnent und dem amerikanschen Nutzer nachvollziehen zu können.


winetrader
Zu 1:

Für den DSL-Prime Artikel:

CO = Central Office (Ortsnetz-Vermittlungsstelle)
DSLAM (DSL Access Multiplexer, steht in Vermittlungsstelle und führt den Traffic der einzelnen DSL Leitungen zusammen in die Standleitung, via der die Vst. an den IP-Backbone angeschlossen ist.

Dark Fiber = es werden Nutzungsrechte für "nackte Glasfasern" eingekauft, die dann mit eigenem Equipment betrieben werden können

OC-12 = 622 MBps, OC steht für "Optical Carrier", Geschwindigkeitsklassifizierung für Backbone-Standleitungen/Synchronous Optical Network (SONET)



Ansonsten zum DSL-Primeartikel:
Bei der Formatierung ist mir die 2. Headline mit in den 1. Paragraph reingerutscht. Es hätte so aussehen müssen:







DSL Prime - Headlines July 5, 2001


Softbank Yahoo Japan 20M lines at $23/month

Buys Tokyo Metallic, 1M lines by December, Annex A


Softbank owns over $2B of Yahoo, the Nippon Credit Bank, much of
eTrade, Exodus Asia Pacific, Asia Global Crossing and NASDAQ Japan, and
venture investments in several hundred companies around the world. They
have a $600M venture pool in Europe, and partnerships with Rupert
Murdoch/News Corp, Microsoft, and Vivendi. Son is no longer almost as
rich as Bill Gates, but still one of the richest men in Japan - and one
of the most courageous.

(...)
Ich glaube,

den meisten potentiellen Breitbandkunden ist es vollkommen egal, mittels welchem System sie Zugang bekommen.

Entscheidend sind nur zwei Gründe:

- Die Verfügbarkeit

und

- Der Preis

Vom Ansatz her ist die Breitbandtechnologie via TV-Kabel die günstigste, die es meines Wissens gibt. (vgl. Amerika)

DSL-Varianten setzt(e) man in der Regel dort ein, wo man eine garantierte Datenrate benötigt.

Da es meines Wissens keine ATM-Technologie via TV-Kabel gibt, müßte ein Anbieter wie Primacom wenigstens mit Kampfpreisen aufwarten können.

Doch davon sehe ich nichts.

Auch ich wundere mich, wie es Primacom schaffen konnte, sich sich derart zu verschulden, ohne dabei nennenswert an Größe zu gewinnen.

Ein Vergleich mit Amerika zeugt von absoluter Unwissenheit des Marktes.

Die Amis haben ganz andere Kosten- / Einnahmestrukturen, als auch ein komplett anderes Konsumverhalten unter den Kunden.

CB
Zu 2: (PCAG Wertigkeit etc.)

Mein Verständnis ist, daß die Märkte eine Bewertung nicht anhand einer bloßen per-Subscriber Valuation vornehmen. Diese ist nur 1 Metrik unter vielen Bewertungskritierien.

Es spielen so viele Aspekte eine Rolle: Qualität des Managements, Strategie des Unternehmens, Positionierung im Wettbewerb, Finanzierungs des Businessplans, finanzielle Solidität/Zustand der Unternehmens-Bilanz, Verschuldung usw. usw.


Eines der größten Problem was ich bei Primacom sehe, ist daß man offenbar eigentlich nur den Schwerpunkt beim Fernsehen lassen wollte, und nun in eine Lage gekommen ist, wo man einen schnellen Netzausbau wohl faktisch nicht mehr finanzieren kann.
Im DSL-Prime-Artikel zu Yahoo Japan wurde ein wichtiger Punkt aufgegriffen: die Marketing-Kosten, die im Fall von Yahoo Japan sogar 0 sind, da das DSL-Angebot extrem attraktiv ist.

Nehmen wir an, daß Primacom in 10 Jahren mit der Netzaufrüstung weitergekommen ist. Es wird dann einen hohen Marketingaufwand (= sehr hohe Kosten) erfordern, da die Marktanteile für Internet-Breitbanddienste dann bereits verteilt sind.

Genau das resultiert auch in einem Unterschied zur Bewertung der US-Kabelnetze; die US MSOs sind bereits jetzt sehr stark positioniert.


Krisenmanager
PrimaCom: Halten (LB Rheinland-Pfalz)


Die Analysten der Landesbank Rheinland-Pfalz haben PrimaCom mit einem fairen Wert von 11 Euro zum Halten empfohlen.

Das Unternehmen biete Breitbandzugang durch seine Kabelfernsehnetze an. Diese müssten jedoch den Analysten zu Folge durch erhebliche Investitionen aufgerüstet werden. Um das Breitbandgeschäft wirtschaftlich zu machen, müsste der Kundenstamm durch eine Fusion oder eine Übernahme vergrößert werden.

Wegen der hohen Verschuldung halten es die Analysten jedoch für unwahrscheinlich, dass PrimaCom selbst große Akquisitionen wahrnehmen könnte. M&A-Aktivitäten seien die beste Möglichkeit, um die Kostenstruktur zu verbessern.

Analyst: LB Rheinland-Pfalz
WKN der Aktie: 625910
KGV 02e: k.A.
Besprechungskurs: 9,35 Euro
Kursziel: 10,88 Euro
Rating des Analysten: Halten
Hallo Cybermausi,

ganz gleich, ob die Analyse gerechtfertigt ist oder nicht:

In meinen Ohren klingt dieses HALTEN nach einer eindeutigen Verkaufsempfehlung.

Wer bei Primacom von einer fairen Bewertung von deutlich unter 30,-Euro spricht, räumt dem Unternehmen nicht die geringste Chance ein.

Bin schon gespannt, wie sich Primacom auf der HV herausreden wird.

CB
Ich empfehle Primacom zu verkaufen!

Die Organisation ist unfähig.
Das Netz ist nicht entsprechend aufgerüset und ist nicht einmal mit dem technischen der Ex-Telekom-Netze vergleichbar.
Die Abonnenten werden bis eine entsprechende Umrüstung stattgefunden hat, alle überlaufen zu DSL, powerline und Satellitenanbieter.
Der zu erwartende Pc-content wird keine interessieren.
Aus der Cooperation mit UPC bzw. Liberty Media bzw. AT&T ist nichts zu erwarten, weil alle genannten Firmen eh bald Pleite sind und Ihre content-Beteiligungen an siehe oben (Satelittenanbieter und Stromerzeuger) verkaufen werden. Oder die ganze Verbund geht an comcast und die Jungs buddeln die Anschlüsse wieder aus, weil Primacom nicht in der Lage ist die notwendigen Umbaumaßnahmen durchführen zu können.

Es ist somit festgestellt, daß Primacom überflüssig ist und die Rechtfertigung besteht das Kursziel auf 0 Euro zu setzen.

winetrader
hat wintreader CB-pillen geschluckt? ;)


KOmisch in Amerika kostet (per heute der Kabelanschluss ca. 3000 USD); dagegen Primacom umgerechnet:100 USD.....pro Anschluss; haetten wir den US Realismus, wuerde PC heute bei....150 USD liegen ....pro Aktie.

Der Beweis:



Comcast will AT&T-Breitband kaufen

Auch der drittgrößte US-Kabelfernsehkonzern hat sich in die Debatte um die AT&T-Sparten eingebracht. Am Montag wurde bekannt, dass Comcast die Übernahme des AT&T-Breitband-Bereichs plant. Nach dem Scheitern monatelanger Fusionsverhandlungen sei dem führenden amerikanischen Kabel-TV-Betreiber ein Angebot über 44,5 Mrd. Dollar unterbreitet worden, teilte Comcast am Sonntag mit. Der Betrag sei auf der Grundlage des New Yorker Schlusskurses vom vergangenen Freitag ermittelt worden. Die Übernahme der Sparte solle über einen Aktientausch abgewickelt werden. Zu diesem Zweck sollten 1,0525 Mrd. Aktien ausgegeben werden. Darüber hinaus würden die Verbindlichkeiten von AT&T-Breitband in Höhe von 13,5 Mrd. Dollar übernommen. Comcast erhofft sich von einer erfolgreichen Übernahme seinem Ziel, größter Kabelfernseh- und Highspeed-Internet-Anbieter der USA zu werden, ein entscheidendes Stück näher zu kommen.

AT&T teilte unterdessen mit, dass es derzeit keine Pläne zum Verkauf des Breitband-Bereichs gibt. Die Offerte werde jedoch geprüft. Der Kabel-TV-Konzern plant, binnen der nächsten 18 Monate seine vier elementaren Kernbereiche, zu denen auch das Breitband zählt, in getrennte Unternehmen aufzuteilen. Im Rahmen der Umstrukturierung soll die Breitband-Sparte bis Ende dieses Jahres an die Börse gebracht werden.


Comcast: Angebot für AT&T-Breitband-Geschäft im rechtlichen Rahmen
NEW YORK (dpa-AFX) - Das Kaufangebot für die AT&T-Breitbandgeschäfte ist nach den Worten des Comcast-Präsidenten Brian Roberts rechtens. Das Bedingungen des 58 Mio. US-Dollar-Angebots lägen innerhalb der Vorgaben der US-Regulierungsbehörde, sagte Roberts am Montag.
Das Unternehmen wolle die 13,5 Mio. Kabelkunden von AT&T und seine Joint-Veinture-Beteiligungen übernehmen. Dagegen sei es nicht an den Beteiligungen bei Time Warner Entertainment, Cablevision und Rainbow Media interessiert. Das drittgrößte US-Kabelfernsehunternehmen Comcast Corp hatte am Sonntag angeboten, die Breitband-Sparte von AT&T für 58 Mrd. USD zu kaufen und die Schulden zu übernehmen.
Die aktuelle Richtlinie der US-Regulierungsbehörde FCC (Federal Communication Commission), nach der Firmen maximal 30% der US-Kabel-Kunden versorgen dürfen, bewertet Roberts als nicht problematisch. Comcast würde nach den Worten Roberts mit dem Kauf der AT&T-Breitbandoperationen zum drittgrößten Medienkonzern der Welt und zum weltgrößten Breitbandunternehmen aufsteigen./FX/tw/bl/bz
Allmählich nähern wir uns bei Priiiiimacom Kaufkursen, aber das gilt für viele NM-Gesellschaften...


:o :)
In USA gibt es jedenfalls keinen sauteuren Highspeed-Internetzugang mit lächerlicher 1,5GB-Volumenbegrenzung für stolze 80,-DM pro Monat plus Kabelmodemmiete.

Auch laufen dort fast ausschließlich Topfilme im PayTV und nicht nur ein Kinohighlight alle zwei Jahre.

Aber scheinbar möchte Primacom es so......

CB

P.S. Weiss einer von euch, was 1,5GB Datenvolumen auf dem Großkundenmarkt kosten??????
Es ist ein absoluter Witz!!!

P.S.2 Ich kenne einige Internet-Freunde in der Region Wiesbaden, die auf einen schnellen Internetzugang sehnlichst warten. Aber keiner von denen würde auch nur mit dem Gedanken spielen, gut 80,-DM plus Kabelmodemmiete auszugeben, um schlappe 1,5GB oder besser gesagt: 3,5 Studen pro Monat surfen zu können.
Sollte sich bei Primacom nichts entscheidendes ändern und sollten sie zudem tatsächlich in der derzeitigen Finanzlage weitere Netzteile zum Kauf angeboten bekommen, dann halte ich Aktienkurse von deutlich unter 5,-Euro für sehr reralistisch.

Aber dies ist nur meine Meinung.

Wir werden sehen......

CB.....der bei 5,-Euro pro Primacomaktie ein Übernahmeangebot durch AT&T bzw. Liberty/UPC erwartet!!!

P.S. Vielleicht wird Primacom aber auch nur seine westlichen Netzteile gegen ostdeutsche Netze eintauschen, in denen ein Wohnungsleerstand von ~30% herrscht.

P.S.2 Ja dann wäre ich als Aktionär vom Management überzeugt.
http://www.marketwatch.com/news/yhoo/story.asp?source=blq/yh…





Europe watches US cable shifts
Brazen Comcast bid not seen sparking value rethink yet
By Emily Church, CBS.MarketWatch.com
Last Update: 5:40 AM ET July 9, 2001

LONDON (CBS.MW) - If anything, Comcast`s brazen $58 billion bid for
AT&T`s broadband business over the weekend delivered a welcome lift in
sentiment to investors in European cable plays.

Shares in the debt-laden group had been dragged lower amid the turmoil
in the broader telecoms sector even as demand for broadband services is
seen as largely unabated.

Comcast`s unsolicited bid, which it said represented more than $4,000
per subscriber, is likely to prompt a revisiting of valuations in the
U.S. cable industry among the top-tier. See full story on the bid.

Yet it`s too soon to tell whether the implied above-market terms will
carry over to Europe, analysts cautioned. Investors` faith in the
sector has been eroding as the share prices crumble despite the promise
of growth from video, games and audio-rich broadband content.

"People might be slightly less gloomy than they have been in the cable
sector if a large player is willing to pay to become a huge player in
the States," said Merrill Lynch`s Frank Knowles, a high-yield debt
analyst, largely summarizing the response in Europe to the bid.

US active in Europe

Comparisons are difficult as European cable companies aren`t the same
as their U.S. peers, analysts note. Continental companies typically
sport lower, commodity-like valuations in the market for their
"free-TV" services, as compared to the steady stream of fees the U.S.
paid-TV cable companies receive.

Others, such as in the U.K., are further along in upgrades and offer
more services, such as NTL, which offers telephony, Internet and cable
TV services rolled into one, said JP Morgan analyst Rebecca Allen.


Still, U.S. cable players have been active in Europe.

United Pan Europe Communications (UPCOY: news, msgs, alerts) (NL:38908:
news, alerts) , Europe`s biggest broadband and cable company, is
majority-owned by Denver-based UnitedGlobalCom (UCOMA: news, msgs,
alerts) and backed by John Malone`s Liberty Media (LMGA: news, msgs,
alerts) .

UPC shares were down 0.4 percent in Amsterdam in morning trading
Monday.



Microsoft (MSFT: news, msgs, alerts) has a 23.6 percent stake in
Telewest (TWSTY: news, msgs, alerts) (UK:TWT: news, alerts) , which is
the second-largest cable operator in the U.K. with over 4.9 million
homes passed, according to recent data from Merrill Lynch.

Telewest shares were down 0.3 percent in London, holding just above a
52-week low struck on Friday. Shares of NTL (NLI: news, msgs, alerts) ,
the largest operator in the U.K., trade in the U.S.

Telewest and NTL have more demand for Internet services in the U.K.
than they can meet, Robertson Stephens analysts told clients last week.

Emily Church is London bureau chief of CBS.MarketWatch.com.

Telewest and NTL have more demand for Internet services in the U.K.
than they can meet, Robertson Stephens analysts told clients last week.
Mit Internet alleine kann man schon lange nichts mehr verdienen.

Dies war bei den TV-Kabelgesellschaften auch nie das Ziel, sondern nur ein Nebenprodukt der großen Bandbreite, um weitere Kunden zu gewinnen und die Gesamtauslastung des Netzes zu maximieren.

Primacom jedoch tut ihr bestes, um am falschen Ende zu sparen: Am Kunden

Jeder Primacomkunde wird im Zuge der Netzaufrüstungen mit ca. 1.000 - 1.500,-DM subventioniert.

Wieso führt Primacom aber eine lächerliche Begrenzung von 1,5GB ein, wobei das GigaByte auf dem Großkundenmarkt max. 5,-DM kosten wird? (wenn ünberhaupt)

Oder habe ich da etwas falsch verstanden?

CB
@Krisenmamager:
Zitat Krisenmanager:
"Es spielen so viele Aspekte eine Rolle: Qualität des Managements, Strategie des Unternehmens, Positionierung im Wettbewerb, Finanzierungs des Businessplans, finanzielle Solidität/Zustand der Unternehmens-Bilanz, Verschuldung usw. usw"

Qualität der Managements = ?
Strategie des Unternehmens = ?
Positionierung im Wettbewerb = ?
aber:
Finanzierung, solidität der Unternehmensbilanz, Verschuldung sind, bei der Durchsicht des Quartalberichts, nicht nur im Branchenvergleich sehr ordentlich!
Vielleicht, aber auch gerade deshalb, weil man nicht bedingungslos aufrüstet sondern auch auf organisches Wachstum achtet?!

@cyberbob:
Zitat:
"Auch ich wundere mich, wie es Primacom schaffen konnte, sich sich derart zu verschulden, ohne dabei nennenswert an Größe zu gewinnen."

Ich empfehle den Quartlsbericht zu lesen. Denn deine Aussage ist polemisch.

winetrader




winetrader
> Vielleicht, aber auch gerade deshalb, weil man nicht bedingungslos aufrüstet sondern auch auf organisches Wachstum achtet?!

winetrader,

Primacom hat bisher rein auf inorganisches Wachstum gesetzt. Der größte und teuerste Zukauf war Multikabel. Die Kaufsumme betrug 368 Mio. EUR (inklusive zu übernehmender Verbindlichkeiten in Höhe von rund 121,5 Mio EUR).

mehr dazu evt. später.

Krisenmanager
Lieber Winetrader,

sollte hier keine Ironie und/oder Polemik angebracht sein?

Wie sollte ich sonst meine Enttäuschung und Frustration sonst loswerden?

Außerdem bin ich ziemlich empfindlich, wenn man glaubt, mich für dumm verkaufen zu können.

Gruß,

Ingo alias CB
Selbstverständlich sollte man sich Luft machen. Der aktuelle Kursverlauf vieler Aktien rechtfertigt sich nicht aus dem operativen Geschäft der companies.
Auf jeden Fall sollte man richtig ablästern können.
Gerade dafür ist auch so ein board da.
Es sollte auch der gewisse Witz erkennbar sein. ;))
Denn eigentlich sind doch die meisten hier im board eher Primacom-Puristen, oder??

Außer bei Krisenmanager, da komm ich nicht so klar. Früher mal DER UPC-Anhänger, scheint er das Lager gewechselt zu haben. ;)
@Krisenmanager:
Primacom wächst selbstverständlich durch Zukäufe. Dies wird auch aufgrund der deutschen Kabelbetreiberstrukturen weiterhin notwendig werden.
500 Mio Euro sind, innerhalb der verschiedenen Kreditmittel, noch verfügbar.
Aber man achtet dennoch auf den damit verbundenen Kapitaldienst. Dieser ist aus dem operativen Geschäft einwandfrei zu bedienen. Keine freien Kredite müssen zum Bedienen des Kapitaldienstes benutzt werden. UND DAS IST EIN ENTSCHEIDENDER VORTEIL GEGENÜBER VIELEN, VIELN ANDEREN NM-WERTEN!!!!
Die Anschlüsse nehmen vielleicht nicht so schnell zu wie andere es wünschen.
Entsprechend der möglichen Kredite, unter Berücksichtigung der Bedienung der Kredite aus dem operativen Geschäft, wird bewußt agiert. Vielleicht für einige zu langsam!
Aber: Primacom ist kerngesund!

Wenn man sieht was da bei den "Indianern" ;) abgeht!
Wenn man an deren aktuellen Aktionen deutlich erkennt welche zukünftige Gewichtung diese (breitbandigen) Anschlüsse/Abonnenten haben werden, kann ich, bei allen gerechtfertigten oder nicht gerechtfertigten Gründen, nicht erkennen, daß Primacoms Anschlüsse nur das Wert sein sollen, was die Marktkap. ausweist.
Da kann mir jeder erzählen was er will. Mein logischer Verstand, mein allgemeines betriebswirtschaftliche Wissen, meine Erfahrung als Selbstständiger und mein persönlicher Kontakt im Herz der Firma bestätigt mir täglich erneut, daß die aktuelle Entwicklung nichts mit Primacoms operativen Geschäften zu tun.
Für diesen Preisunterschied gibt es keine logische, technische, marktstrategische oder finanzielle Erklärung!
Aus diesem Grund: Primacomskurs=Kaufkurs! LANGFRISTIG!

ABER:
- da zur Zeit möglicherweise der deutsche Anleger wieder auf Sparbuch, Bausparverträge, Lebensversicherung und andere Renteninvestments umsteigt, das kleine Pflänzchen "Deutsche Aktienkultur" mit den Füßen getreten wurde und immer noch zu viele Luschen an der Börse gehandelt werden, die weltpolitische Märkte eher Gegenwind produzieren kann man aufgrund des immer noch bestehenden Abwärtspotenzials auch folgende Empfehlung geben:
"Primacom verkaufen!" KURZFRISTiG :)

Können wir uns auf diesen Nenner einigen, Krisenmanager??
Bitte?? Auf hopp, las EINMAL was positives zu Primacom rüberwachsen! Auf!!! ;) ;)

winetrader,
der mit dem ;) im Gesicht!



winetrader
Mal was anderes:
Was denkt ihr über den Abgang von Malone bei AT&T.
Was könnte das für Pc bedeuten????

winetrader

@Cyberbob:
Sorry, ich will niemand für dumm verkaufen!
Ich respektiere jede Meinung!
Ich habe vielleicht einen zu scharfen Schreibstil.
Könnst du in mein Gesicht schauen, würdest du mir noch einen ausgeben. :)
Moin Winetrader,

ich meinte nicht, dass du mich für dumm verkaufen wolltest, sondern ein Primacommitarbeiter in Bezug auf die Internettarife.

Gruß,

CB.....der zur Zeit leider nichts positives an Primacom erkennen kann!!!
Eine wichtige Frage:

Möchte Primacom nun auch mit dem mittlerweile schon totgesagten Internet zusätzlich Geld verdienen oder besser auch über diesen Weg, neue Kunden gewinnen?

Machen wir uns doch nichts vor:

Mit Internetzugängen kann man zur Zeit kaum noch Gewinne einfahren, ohne sich dem ständig wechselndem Konkurrenzkampf auszusetzen.

Internet ist ein Nebenprodukt der rießigen Bandbreite von TV-Kabelnetzen!!!

Dieses Geschenk sollte man dazu nutzen, um die große Konkurrenz auszustechen und das Hauptgeschäft dort zu machen, wo die Gewinnmargen weitaus größer sind:

Im Digital- und PayTV-Sektor!!!

Doch das scheint man bei Primacom immer noch nicht geschnallt zu haben.

Auf alle Fälle schreckt man potentielle Kunde mit den aktuellen Internettarifen eher ab, als dass man sich neue Kunden sichert.

CB
Wenn man schon allein den Ansatz nicht verstanden hat,

sollte man sich schnellstens einen neuen Job suchen.

CB

P.S. Billiges Internet, um so in möglichst vielen Haushalten die unternehmenseigene Primacombox platzieren zu können, über die die wirklich interessanten und entgeltpflichtigen Zusatzservices ebenfalls möglich sind.

P.S.2 So macht man Geschäfte mit Kunden!!!

P.S.3 Oder will man sich bei Primacom nur mit Deluxe-Kunden umgeben, die jeden Preis zahlen?
Wäre sehr sinnvoll. Vor allem, wenn man die Netze in eher strukturschwachen Regionen Deutschlands (Osten Deutschlands) sein Eigen nennt.

P.S.4 Dies sollte jetzt aber keine Bewertung oder gar Beleidigung gegen unsere ostdeutschen Mitbürger sein.
Wozu braucht denn dann eigentlich noch superschnelles Internet, wenn man es gar nicht richtig ausnutzen kann?

Erzählt mal einem Porschefahrer, er könne zwar bis zu knapp 300Km/h fahren, aber nicht mehr als 500Km pro Monat.

Beides, sowohl die 500Km als als das Datenlimit von 1,5GB dürfte man ohne größere Probleme innerhalb von 3,5 Stunden erreichen können.

Diletantisch ist zudem die ungeklärte Verfahrensweise, was denn nun genau mit diesen schlimmen Kunden geschehen soll, die es so maßlos übertreiben und den Begriff "Profi-User" zu wörtlich verstehen?

Will man sie allen ernstes in die konkurrenzlos teureren Bussines-Tarife drängen???????

50,-DM pro Gigabyte????

Da vergeht jedem Privat-Surfer alle Lust und Laune.....

.....aber die T-Konkurrenz freut sich.

CB
Was nutzen da noch weitere Netzzukäufe,

wenn man schon die vorhandenen Kunden nicht anlocken kann?

Meiner Meinung nach dürfte die Internetprodukte bei den derzeitigen Konditionen nicht mehr als 20,- bzw. im Profitarif 30,-DM kosten.

Das wäre wenigstens eine ernstzunehmen Konkurrenz.

Dann hätte man auch gleich ein Vielfaches an PayTV-Kunden.

Angesichts der Preispolitik muss ich aber davon ausgehen, dass man sich offensichtlich verkalkuliert hat und überhaupt nicht mehr Kunden als schon vorhanden bedienen könnte, da nicht genügend Finanzmittel für die Hardware zur Verfügung steht.

Oder fällt euch eine andere, logische Begründung ein?

Wohin sind denn all die Primacomlemminge verschwunden, die nur rosiges für Primacom sahen bzw. immer noch sehen?

Unfug kann man nicht schönreden.

Und dies ist sicherlich keine Polemik.

CB
Die nächste Konkurrenz (Sat-Internet) steht schon in den Startlöchern!!!

Primacom wird nicht mehr lange diese Preise halten können und nachgeben müssen.

Aber da frage ich mich, weshalb Primacom nicht gleich von Anfang an so verfuhr?

Von Stabilität kann hier jedenfalls keine Rede mehr sein.

CB

P.S. Wenn Primacom wenigstens klipp und klar sagen würde, dass jedes weitere MB bzw. GB einen definitiven Betrag kostet, dann könnte ich (und viele andere Kunden) es wenigstens nachvollziehen.

P.S. Aber bei den derzeitigen Konditionen sieht der Kunden nur: Für lächerliche 1,5GB muss ich stolze 40,-DM bzw. sogar 80,-DM bezahlen.
Da geht doch jeder gleich von vornherein lieber zur Konkurrenz....