Aufruf an Neuer Markt Verantwortliche zur Verschärfung der Regeln - 500 Beiträge pro Seite



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Tatsache ist: Während der Nemax sich geviertel hat, hat sich der Nasdaq "nur" halbiert. Dies läßt auf hausgemachte Probleme schließen. Die bisherigen Regelverschärfungen kamen immer zu spät und waren fast immer zu lasch.

Wir fordern deswegen von den Verantwortlichen

- Eine Meldepflicht von Insiderverkäufen drei Tage vor Kauf und nicht drei Tage danach

- Ein Delisting von Unternehmen, die unter zwei Euro notieren (dann wären wir auch mal rigider als die USA)

- eine Verlängerung der Lock Up Fristen für Altaktionäre auf 18 Monate (dadurch könnte ein Abzocken von Kleinanlegern drastisch erschwert werden)


Falls Ihr noch andere Forderungen habt, könnt Ihr die gerne ergänzen.


Primary Markets
Product Development
Aktiensegmente (Neuer Markt, SMAX) Jan Altmann Deutsche Börse AG
Primary Markets
60485 Frankfurt am Main
Tel.: 0 69-21 01-59 50
Fax: 0 69-21 01-39 61
E-Mail: Jan.Altmann@deutsche-boerse.com

Primary Markets
Product Development
Aktiensegmente (Neuer Markt, SMAX) Nicole Geißler Deutsche Börse AG
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60485 Frankfurt am Main
Tel.: 0 69-21 01-49 36
Fax: 0 69-21 01-39 61
E-Mail: Nicole.Geissler@deutsche-boerse.com

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Aktiensegmente (Neuer Markt, SMAX) Karin Gregorius Deutsche Börse AG
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60485 Frankfurt am Main
Tel.: 0 69-21 01-53 03
Fax: 0 69-21 01-39 61
E-Mail: Karin.Gregorius@deutsche-boerse.com

Wie wäre es also, wenn jeder von uns sein Anliegen, natürlich in höflicher Form, an diese drei Herrschaften schickt.

Motto: Wir sind das (Anleger-)Volk und fordern Veränderungen.
Zusätzlich sollte man noch Offenlegen, wie es jetzt die SEC plant, wie eine Bank bei der Erstellung einer Analyse mit dem entsprechenden Unternehmen verbandelt ist. Kurzum also Interessenverstrickungen offenlegen.
Börse muss am Neuen Markt ausmisten

Von Annegret Loges
Unaufhaltsam strebt der Neue Markt immer neuen Tiefstständen zu. Der Nemax 50 droht unter den Startwert von 1000 Punkten zu fallen. Jetzt muss die Deutsche Börse hart durchgreifen, fordert Aktionärsschützer Marc Tüngler.


aus Spiegel online

Absturz und kein Ende: Der Neue Markt


Düsseldorf - "Das Vertrauen der Anleger kann nur durch eine ganz klare Linie zurückgewonnen werden", sagt Marc Tüngler, Sprecher der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW). "Wenn der Nemax unter 1000 Punkte geht, wird es zu einer Kurzschlussreaktion kommen."

Am Morgen hatten die 50 großen Werte des Neuen Marktes die charttechnische Widerstandslinie von 1250 Punkten durchbrochen und notierten kurzzeitig bei ihrem neuen Jahrestief von 1212 Zählern. Bereits am Donnerstag hatte der Nemax mehr als fünf Prozent verloren. Analysten von Staud Research halten es nicht mehr für ausgeschlossen, dass der Index auf ein dreistelliges Niveau rutschen wird.

"Es wäre eine nette PR-Geschichte, den Nemax jetzt einzustampfen", sagt Tüngler. "Sicherlich wäre es für die Unternehmen günstiger, die nicht die schwarzen Schafe sind." Sollte der Index unter seinen Startwert fallen, würden diese Unternehmen zumindest intensiv darüber nachdenken, den Neuen Markt zu verlassen. Sonst würden sie mit runtergezogen.

"Das Problem ist aber eigentlich ein ganz anderes", urteilt der DSW-Mann. Der Neue Markt brauche endlich neue Regeln. "Wenn ein Vorstand 10.000 Euro zahlen muss, weil er seinen Bericht zu spät abliefert, da lacht er drüber." Die Börse müsse sich jetzt überlegen, wen sie aus dem Nemax rauskickt. "EM.TV zum Beispiel, die ziehen doch das Ganze nach unten."

Die Börse sollte die Besetzung des Indizes viel häufiger überprüfen und Papiere ausschließen, wenn sie komplett abstürzen, sagt Tüngler. Er schlägt ein neues Premium-Segment mit nur noch 30 Werten vor, analog zum Dax. "Das wäre ein klares Signal für die Anleger."
Da fragt man sich als Anleger, was alles noch passieren muß, damit die Börse handelt.

Als es mit dem Neuen Markt bergauf ging, haben sie sich a la Schröder mit den Erfolgen gebrüstet. Deshalb müssen Sie sich jetzt genauso wie der Kanzler gefallen lassen, dass Sie für den Abstieg auch verantwortlich sind
Kennst du Thread: Neuer Markt - Auswege aus der Misere


Was genau ist das für eine Aktion?

Geb` dir keine Mühe,
ich kopier dein Posting schon dahin ;)


Sittin...
Es ist doch eigentlich ganz praktisch, dass es ein gesondertes Börsensegment für sündhaft teure Schrottaktien gibt.
So weiß der Anleger von vornherein, bei welchen Unternehmen jede Recherche Zeitverschwendung wäre.
Und die Medien haben einen Tummelplatz, wo immer ein Pennystock gerade um > 30% fällt oder steigt.

Die deutsche Börse soll den Neuen Markt so lassen, wie er ist, und nicht versuchen, durch angebliche Verbesserungen die Anleger ein zweites Mal hereinzulegen.
Als mahnendes Beispiel besitzt der Neue Markt einen erheblichen Wert!

Seriösen Untenehmen steht es doch offen, in den SMAX zu wechseln!

ciao
panta rhei
Toll an der Sache ist, dass die für diese Analysen-Eigeninteresseartikel die hier stehen auch noch Kohle von ihren Läden kriegen.



Augen zu und durch, sag ich nur.....
Endlich.
Sie haben uns erhöhrt. Hoffentlich ist es schon nicht zu spät.
Bin ja mal gespannt, ob jetzt wieder so ne halbherzige Reform kommt. Interessant ist ja die Bemerkung, dass das Delisting wahrscheinlich nicht anhand des Kurses (unter 1 Euro) sondern anhand der Marktkapitalisierung erfolgen soll. Sonst müßte man wohl schon bald EM TV oder Werte wie Lycos aus dem Segment werfen. Schaden würden es ihm bestimmt nicht. Na ja, in den Chefetagen der Deutschen Börse sitzt mit Seifert einer der größten Sessepuper Deutschlands. Vor anderthalb Jahren ließen sie sich noch als Helden des Neuen markts feiern, da wurden Reden gehalten, a la der Neue Markt wird bald den Dax überflügeln etc. Dann Anfang 2001 der "große Schnitt" mit den lächerlichen Regeln: Strafen, die in keinem Verhältnis zu den möglichen Schäden stehen, Publitätspflicht von Käufen 3 Tage nach dem getätigten Kauf. Natürlich sind von dieser Regelung Angehörige ausgenommen.
Auch die Publizitätspflicht wurde sofort Spielball von Zockern. Erstens versuchten Manager mit Käufen von 100 Stück (lächerlich) ihre Aktie zu puschen, während ihre Frau wahrscheinlich 50000 Stück gerade verkaufte. Zweitens wurde Insiderhandel weiter betrieben, nun allerdings offen. So kauften einige vorstände vor positiven Nachrichten Aktien.
Die neuen Regeln sind ein Witz.

Warum dürften Vorstände weiterhin Aktien kaufen/verkaufen und müssen dies erst nachträglich bekanntgeben. Was hindert die Deutsche Börse daran, dass wie in den USA die Vorstände dies drei Tage vorher mitteilen müssen?

Was hindert die Deutsche Börse daran, die mickrigen Strafen drastisch zu erhöhen. Strafen müssen weh tun, und eine abschreckende Wirkung erzielen, ansonsten handelt es sich bei den Strafen um Alibimaßnahmen.
Bitte vergeßt den Aufruf. Das ist vergeudete Zeit. Denen ist nicht mehr zu helfen:

heute gibt es bei welt online ein Interview mit Vertretern des Neuen Marktes. Zieht Euch das mal rein. Die deutsche Börse leidet unter Realitätsverlust. Der Vertreter der Börse sagte folgendes:

Riess: Die Deutsche Börse hat seit Beginn des Neuen Markts eine Vorreiterrolle eingenommen. Wir haben Anfang 1997 Quartalsberichte eingeführt und die Rechnungslegung nach IAS oder US-GAAP. Anders als in den USA und vielen anderen Ländern haben wir dabei nicht auf den Gesetzgeber gewartet. Die Deutsche Börse ist auch bei Directors Dealings in Vorlage getreten und hat zum 1. März die nachträgliche Meldepflicht für Aktiengeschäfte von Vorständen und Aufsichtsräten in die privatrechtlichen Regeln aufgenommen. Unser Vertragspartner ist jedoch das Unternehmen, daher können wir auch nur die Organe des Unternehmens verpflichten. Anderen Personen können wir als Börse keine Vorschriften machen. Wir haben mit ihnen keinerlei Geschäftsbeziehungen. Der Gesetzgeber denkt bereits über mögliche Erweiterungen im Rahmen des Vierten Finanzmarktförderungsgesetzes nach - das begrüßen wir.



Ich lach mich ja kaputt. Vorreiterrolle.Die spinnen die von der Deutschen Börse. Da kann man nur noch zynisch reagieren: Macht weiter so Jungs. Man oh man möchte echt wissen, ob der seinen Dünnschiß selber auch glaubt, oder eher seinen Kopf retten will.


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