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Dubiose Aktienkäufe vor Fusionsbekanntgabe



Der am Neuen Markt notierte Fernsehproduzent United Visions wird von der Werbeagentur Scholz&Friends übernommen. Das gaben beide Unternehmen am Freitagmorgen bekannt. Die neue Scholz&Friends AG soll weiter am Neuen Markt gehandelt werden, Firmensitze sind Hamburg und Berlin.

Händler berichteten im Zusammenhang mit der Fusion von ungewöhnlichen Kursbewegungen. So hätten am Donnerstag außerordentlich große Kaufaufträge für United Visions vorgelegen, die die Aktie um 14 Prozent anspringen ließen. Kurz vor Börsenschluss hatte United Visions dann "fortgeschrittene Fusionsverhandlungen" vermeldet und am Freitagmorgen die Bestätigung nachgelegt. Nach dieser zweiten Ad-hoc-Mitteilung wurde offenbar ein Großteil der am Vortag erworbenen Aktien wieder verkauft, so dass der Kurs am Freitagvormittag deutlich nachgab.

Das Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel (BaWe) hat eine Prüfung eingeleitet, erwartet ein Ergebnis aber frühestens in einigen Tagen.

Die international operierende Werbeagentur Scholz&Friends betreut derzeit Etats von insgesamt rund einer Mrd. Euro und erzielte 2000 einen Honorarumsatz von 140 Mio. Euro. United Visions kam zuletzt auf Erlöse von 14 Mio. Euro.


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