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Insider nutzen Erholung zum Ausstieg - 500 Beiträge pro Seite



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In dem Maße, wie sich der technologielastige Nasdaq-Composite-Index von Anfang April bis vor wenigen Tagen erholt hat, haben Insider Aktien ihrer Unternehmen verkauft. Es scheint als trauten die Führungsetagen dem Aufschwung nicht. Das analysiert das Wall Street Journal in seiner Online-Ausgabe.

Als Insider werden Mitglieder des oberen Managements und die Mitglieder der Verwaltungsräte bezeichnet. Die Transaktionen in Wertpapieren ihrer Unternehmen unterliegen strengen Regularien und Meldepflichten, die über das hinausgehen, was seit Anfang März für die Insider am deutschen Neuen Markt gilt. Doch mancher Beobachter hält selbst die amerikanischen Vorschriften noch für zu lasch.

Im April waren die Insiderverkäufe 37 Mal umfangreicher als die Käufe. Im März lag das Verhältnis bei lediglich 16. Da befanden sich Technologieaktien noch in einer Korrekturphase, bevor sie am 4. April ihr letztes zyklisches Tief ausbildeten! und dann - beflügelt durch Zinsschritte der amerikanischen Notenbank - bis zum 22. Mai um mehr als 40% zulegten. Beobachter sehen klare Parallelen zum Januar, als mit dem Zwischenspurt an der
amerikanischen Technologiebörse Nasdaq schon einmal in diesem Jahr die Verkäufe von Insidern absolut und im Verhältnis zu den Käufen in die Höhe schnellten.

Beobachter schätzen ! das Insider-Sentiment insgesamt vergleichsweise neutral mit einem leichten pessimistischen Einschlag ein. Im Technologiesektor sei es im April aber wieder sehr viel pessimistischer geworden. Es hat den Eindruck, als glaubten die Manager von Technologiefirmen selbst nicht an einen
anhaltenden Aufschwung.

Anhaltend starke Verkäufe und unregelmäßige kleinere Käufe kö! nnen ein schlechtes Zeichen sein, meint Richard Zandi. Der Analyst, der für die Deutsche Banc Alex Brown 11 Internet-Gesellschaften verfolgt, hat in diesem Jahr nur 6 Meldungen über Insiderkäufe bei diesen Unternehmen gesehen. Dem stehen 26 Verkaufsmeldungen gegenüber. Das Wall Street Jounal zitiert ihn mit den Worten: "Wenn ich mit diesen Unternehmen spreche, erzählen die mir eine Stunde lang, wie toll sie sind. Warum kauft dann keiner?"
Kann man auch anders sehen. Die brauchen Bares, um im kommenden Aufschwung handlungsfähig zu sein. :-))
Handlungsfähig zu sein, setzt voraus das man an sein eigenes
Unternehmen glaubt. Die vorgelegten Insiderverkäufe deuten
aber auf etwas anderes hin. Insider haben generell ein
viel besseres Wissen über ihr Unternehmen als wir externen
Marktteilnehmer. Keiner weiß besser über seinen Laden
bescheid als der Eigner selbst. Er erfährt als erster von
negativen bevorstehen Auftragseinbrüchen oder ähnliches.
Mich macht das alles sehr stutzig, ich wäre mit Neuengagements
jetzt sehr vorsichtig. Ich glaube nicht an einen Aufschwung,
denn wenn sich die Inhaber von dreiviertel der am Markt
befindlichen Firmen von Ihren Aktien trennen, dann muß
das jetzige Niveau sehr hoch sein. Die Zinssenkungen haben Ihre
Wirkung getan auf die Börse, aber dieses Niveau wird sich
nur dauerhaft halten, geschweige noch weiter steigen können
wenn die Unternehmensgewinne weiter steigen werden. Es sieht
aber nicht danach aus, sonst würden die Eigner nicht Ihre
Anteile verkaufen.
ja mein lieber tandil, so kann man das auch sehen,
aber daran glaube ich ehrlich gesagt nicht mehr

nichts hat sich seit dem letzten going down seit april geändert, ausser
dass alle schon wieder an unendliche kurse glauben? oder träumen sie?
na wenn die Fundamentals nicht stimmen kann nixx bei rauskommen.

::
AUSBLICK: WAS DIESER SOMMER BRINGT (Artikel /im Netz seit MEZ 7.01 Uhr 01.06.01/)


Heute vor Boersenbeginn werden die Arbeitsmarktdaten fuer den
Monat Mai veroeffentlicht. Es wird ein Anstieg der
Arbeitslosenquote von 4,5% auf 4,6% erwartet. Doch was passiert,
wenn die Arbeitslosenzahlen tatsaechlich ein schwarzes Bild von
der Wirtschaft malen?

Meiner Ansicht nach werden die Zahlen kaum eine Bedeutung haben,
obwohl die Boerse dieser Zahl grosse Aufmerksamkeit widmet. Denn
in der derzeitigen Boersenstimmung kann der Arbeitsmarkt nur als
ein Mosaiksteinchen gesehen werden. Faellt die Quote hoeher aus
als erwartet, so wird der Markt auf eine weitere Zinssenkung
durch Alan Greenspan hoffen und die Kurse werden sich berappeln.
Fallt die Quote im Rahmen oder niedriger aus (was ich nicht
glaube), so wird die Boerse sich ueber die erfolgreiche
Bekaempfung der Rezession freuen und die Kurse werden ebenfalls
ein wenig steigen.

Fakt jedoch ist, dass der Arbeitsmarkt nun langsam uner Druck
geraet. Fakt ist auch, dass die US-Wirtschaft in den letzten
Monaten durch den noch immer starken Konsum der privaten
Haushalte aufgefangen wurde. Die privaten Haushalte haben trotz
der Konjunkturabschwaechung keine Angst vor dem Verlust des
Arbeitsplatzes haben muessen, oder fuehlten sich zumindest
sicher, schnell wieder einen neuen zu finden. Es trat keine
Hamstermentalitaet auf, wie ueblicherweise vor und waehren
Rezessionen.

Nun jedoch daemmert es auch den privaten Haushalten, dass der
Arbeitsmarkt auf absehbare Zeit nicht mehr so freizuegig neue
Jobs verteilen wird, wie dies in den vergangenen acht Jahren der
Fall war. Nun beginnen die privaten Haushalte, die eigenen
Konsumausgaben etwas zurueck zu schrauben. Dieser Effekt geht
einher mit den Verlusten an der Boerse, die rund 80% der US-
Haushalte durch eigene Spekulationen oder auch durch Fonds
erlitten haben.

Einen fliegenden Start zur naechsten Hausse kann es daher gar
nicht geben. Vielmehr wirken die Zinssenkungen von Alan Greenspan
dem sich selbst verstaerkenden Abwaertsstrudel entgegen und
fangen einiges an Hamstermentalitaet auf.

Ich erwarte daher, dass Alan den US-Leitzins im Laufe des Sommers
/ Herbst noch um weitere 0,5% in ein oder zwei Teilschritten
senken wird, um in der Wartezeit auf die Wirkung der
Zinssenkungen zwischenzeitlich nochmals psychologische
Aufbauarbeit zu leisten.

Nach den letzten Monaten sollte uns eines klar sein: Die
Quartalsergebnisse des laufenden Quartals werden keinen Grund zur
Freude geben. Nachdem Unternehmen ihre Prognosen in den
vergangenen Monaten mehrfach nach unten korrigiert haben koennen
wir nun bestenfalls das Erreichen der Prognosen erwarten. Viele
jedoch werden von der Konjunkturabschwaechung staerker getroffen
sein, als befuerchtet und werden daher die Stimmung eintrueben.

Wichtiger als die aktuellen Ergebnisse sind fuer uns jedoch die
Ausblicke, die die Unternehmenschefs geben werden. Ich werde mich
diesmal mehr denn je in die Conference Calls einwaehlen, um die
genauen Formulierungen ueber die Geschaeftsaussichten zu hoeren.
Natuerlich werde ich Sie im iWatch darueber informieren.

Kennen Sie die Lieblingsausrede der US-CEOs? "Umsatzrueckgang
wegen nachlassender Nachfrage in Europa". Diese Ausrede wird
immer dann zu Hilfe genommen, wenn die anderen Argumente nicht
mehr glaubhaft sind. In meiner Sprache heisst das jedoch: äDer
europaeische Markt ist wesentlich selektiver in der
Produktauswahl und unterliegt einem staerkeren Wettbewerb, als
wir dies gewohnt sind. In Zeiten, wo nicht mehr Geschwindigkeit
(1998 bis 2000) Kaufargumente sind, sondern Nutzbarkeit und
Preis, zeigt sich, dass unser Produkt gar nicht benoetigt wird
oder aber dass Wettbewerber ein viel solideres Produkt zum
gleichen Preis anbieten koennen".

Es ist nicht schwer, in einer Hausse irgendeine Bude zum Erfolg
zu fuehren. In der aktuellen Marktlage trennt sich die Spreu vom
Weizen. Der europaeische Markt ist meiner Erfahrung nach ein
besserer Indikator fuer ein Guetesiegel eines Produktes, als der
amerikanische. SUN Microsystems (SUNW) wird also meiner
Einschaetzung nach so schnell nicht ueber die aktuelle Warnung
hinwegkommen.

Mit einem KGV 02e von 37 bei ruecklaeufiger Umsatzentwicklung und
keinem Gewinnwachstum sollte der Kurs wohl noch ein wenig weiter
zurueck kommen. Gut, die Zeiten der Kurshalbierungen sind vorbei.
Wenn sich SUN Micro jedoch mittelfristig auf ein KGV von 25 bis
30 einstellt, dann sind das immer noch ueber 20% Kursrisiko.

So, nun habe ich mich genug ueber die aktuelle Lage ausgelassen.
Schauen wir etwas konkreter auf die naechsten Tage: Am heutigen
Freitag koennte sich der Markt noch ein wenig weiter berappeln,
da der Aufprall von gestern auf der mittelfristigen
Aufwaertstrendlinie nicht nur eine Eintagsfliege darstellen kann.

Gestern haben unter anderem Fondmanager ihre Portfolios etwas
verschoenert (Windowdressing zum Monatsende). Diese um sich
greifende schlechte Angewohnheit wird auch von Vorgesetzten nicht
gerne gesehen und Fondmanager muessen dazu uebergehen, das
Windowdressing in den naechsten Monat hinueber zu ziehen, um eine
nachhaltige Entscheidung vorzutaeuschen: äSieh mal Chef, am 31.
ist mit dieses Unternehmen positiv aufgefallen und ich habe
umgehend grosse Aktienpakete gekauft. Das war nicht wegen des
Monatsendes, sonder, wie Sie sehen, habe ich auch nach dem
Monatswechsel diese tolle Aktie weiter eingekauft..."

Somit erwarte ich heute noch ein wenig weiter ansteigende Kurse.
Vor der Gewinnwarnungssaison sollte jedoch das Aufwaertspotential
der Boerse begrenzt sein, denn man weiss ja nie, wer als
naechstes seine Investoren enttaeuscht. Damit befinden wir uns
wieder in der alten Tradingrange zwischen 2.000 und 2.200 mit der
Moeglichkeit einzelner temporaeren Uebertreibungen in beide
Richtungen.

(-;______________________________________________;-)

Hausmeister Krause
Interressant wäre zu wissen, wer von welchem Unternehmen Aktien verkauft hat und welche Branche überwiegend davon betroffen ist, dann lassen sich noch konkretere Schlüsse ziehen. Ist das irgendwo ersichtlich???

Ich finde auch, nachdem bereits einige Tech-Unternehmen gut gelaufen sind und in dieser unsicheren Zeit eine Üertreibung mit zu hohen KGV´s nicht so schnell wiederkehrt, müsste es eigentlich noch mal bergab gehen.

Denn nach Zinsen sind wahrhaftig noch andere Dinge nötig um langfristig und "auf breiter Front" wieder steigende Kurse zu sehen.

Ausser acht lassen darf man jedoch nicht die liquiden Mittel der Institutionellen, die werden durch Sparpläne etc. ständig mehr und müssen auch irgendwann irgendwo hin!

Stay long - sleep well - Bye Chartfire
Da is er ja endlich wieder unser Candle68. Von ihm steht nämlich noch ne Antwort aus bezüglich Singulus! Da hat er nämlich einen ganz schönen Unfug vom Stapel gelassen. Wäre schön, wenn er hier falsche Aussagen erst mal wieder richtig stellen würde, bevor er hier wieder neues vom Stapel läßt!
Wenn Du behauptest, daß dreiviertel der sich am Markt befindlichen Firmen sich von ihren Aktien trennen, dann sag uns doch bitte auch, in welchem Zeitraum dies geschehen sein soll und präzesiere mal genauer, welchen Markt Du denn meinest!

Antianalyst,

(der immer noch auf eine Antwort wartet bezüglich Singulus und nun auch bzgl. Inhaberverkäufe)
@ Antianalyst

Dein Name gefällt mir, Dein Schreibstiel nicht. Ich habe
keine falschen Aussagen gemacht. Mit dem Preisverfall
bei den Rohlingen, das dürfte wohl keiner bestreiten.
Und Singulus wird als Hersteller von den Produktionsanlagen
der Cd´s damit logischerweise indirekt betroffen. Wenn
Du hier schon solche Spitzwindigkeiten losläst, dann
schreib doch erst mal selbst wenigstens einen Thead.
Von anderen Usern würdest Du für so einen Einwurf
überhaupt kein Statement kriegen. Da Du nur andere
kritisierst, und hier noch nie selbst mal was zu
beigetragen hast, vermute ich das Du zu der Gruppe
der frustrierten Anleger gehörst, die hier versuchen
Ihren Frust abzulassen. Es mag schon schwer sein ein
Verlierer zu sein, aber dafür darf man nicht anderen
die Schuld geben, oder andere friendly User attaktieren.
Habe von einem anderen User interessanten Link bekommen zu einer
Webseite wo Insidertransaktionen veröffentlicht werden:


http://display.neuermarkt.com/internet/nmcom/nmcom_dd.nsf/ma… Meldepflichtige Wertapiergeschäfte von Insidern des Neuen Marktes

Trotzdem, ich weiß nicht ob ich richtig liege, aber ich
habe den Verdacht das viele z.B. Insiderkäufe dazu
benutzt werden um die Kurse nach oben zu pushen. So
wie früher regelmäßig die AdHoc Mitteilungen die heute
ja nicht mehr so die Wirkung haben wie früher. Denke
das Spiel heute läuft so:

Der Insider kauft eine (für ihn) kleine Menge Stück Aktien
seiner Firma, aufgrund der Veröffentlichung steigt der
Kurs, und dann verkauft er an einem Tag sein gesamtes
großes Aktienpaket. Man darf nicht vergessen das die
Regeln hier immer noch zu lasch sind im Gegensatz zu
den USA. Hier braucht der Insider erst am Tag des
Verkaufes seinen Verkauf melden. Also morgens alles
verkaufen, und nachmittags Mitteilung machen. In USA
muß der Verkauf vorher angemeldet werden, d.h. die
Kleinanleger erfahren es vor dem großen Verkauf und
können noch reagieren. Bei uns könnt Ihr nicht mehr
so früh reagieren. Ihr müßt mit ansehen wie der Kurs
an einem Tag einen gewaltigen Schritt Richtung Süden
macht.

Bin ja generell ein Gegner von so genannten Wachstums-
werten. Aber wenn es schon unbedingt sein muß, dann
NASDAQ und nicht Neuer Markt.
@candle68
Zu Singulus hab ich in dem entsprechenden Thread noch mal Stellung genommen. Wer will kann das dort nachlesen (User: Candle68, Titel: Nemax50...).
An dieser Stelle möchte ich Dich aber schon noch mal bitten zu der Verkaufsgeschichte Stellung zu nehmen (Quellenangabe, ansonsten Zeitraum und betroffene Aktien, Index oder worauf sich diese Angabe auch immer beziehen soll!

Antianalyst


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