DAX+0,95 % EUR/USD-0,09 % Gold-0,12 % Öl (Brent)+0,76 %

Der Wahnsinn von Amerika - 500 Beiträge pro Seite (Seite 2)



Beitrag schreiben

Begriffe und/oder Benutzer

 

Intel: Gewinn steigt 2002 um 1,5 Mrd USD durch neue Bilanzregel

Santa Clara (vwd) - Der US-Chiphersteller Intel Corp, Santa Clara, erwartet durch die Anwendung einer neuen Bilanzregel im Jahr 2002 einen Anstieg des Reingewinns um rund 1,5 Mrd USD. Wie aus einem bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereichten Formular hervorgeht, rechnet Intel im vierten Quartal mit Verlusten von 230 Mio USD, die auf Investments zurückgehen. Die wichtigste Änderung durch die neue Bilanzregel (Financial Accounting Standard 142) betrifft die Behandlung von Firmenwertabschreibungen nach US-GAAP. Künftig ist keine kontinuierliche Abschreibung mehr vorgesehen, vielmehr soll der so genannte Goodwill jedes Jahr aufs Neue geprüft werden.

++++++++++

das probiere ich jetzt auch mal beim nächsten kredit!

Alle socken und hosen schätzen lassen und dann gemma fett kredit beantragen :laugh:
.



















US-Leitzins: Bald bei 0 Prozent?

(©BörseGo - http://www.boerse-go.de)

Brian Fabbri von der BNP Paribas geht davon aus, dass die Fed den Leitzins auch auf 0 Prozent senken würde, wenn es nötig sein sollte. Allerdings geht der Analyst nicht von diesem Fall aus. Vielmehr prognostiziert er weitere Senkungen, die allerdings jeweils 25 Basispunkte umfassen werden. Bevor die Fed unter die Marke von einem Prozent senkt, wird sie die Regierung drängen, weitere Stimuluspakete für die Wirtschaft zu verabschieden. Laut Fabbri sei eine Senkung des Steuersatzes das beste Mittel, um der Wirtschaft unter die Arme zu greifen. Direkte Hilfe für Leute, die ihren Arbeitsplatz verloren haben, sei laut Fabbri "eine schöne Idee," würde aber der Wirtschaft wenig helfen. Der Analyst erwartet eine Erholung im zweiten Halbjahr 2002. Die Unternehmen werden reagieren, sobald der Leitzinssatz niedrig genug ist. Die ersten Reaktionen sieht man bei den Autofirmen, die Finanzierungsangebote ohne Zinsen anbieten.



















++++++++++++

ach was ???


:laugh:
08.11.2001 21:48:00: US-Rezession: Auch die FED ist geschockt

Wie heute veröffentlichte Daten und Aufzeichnungen über die Einstellung der Mitglieder der amerikanischen Offenmarktausschusses zur weiteren Wirtschaftsentwicklung auf dem FED-Treffen am 2.Oktober zeigen, waren die Währungshüter schon damals sehr beunruhigt über die weiteren Aussichten und auch uneinig in der Frage, wann die erhoffte Erholung endlich einsetzen werde. Damals senkte man die Zinsen um einen halben Prozentsatz, wie zuletzt auch am Dienstag. Bei der Abstimmung über die 50 BP-Senkung war man aber einhellig der Meinung, daß etwas für die Wirtschaft getan werden müsse und daher stimmte man geschlossen für die Senkung in dieser Höhe, was auch der Markt erwartet hatte. Die Mehrzahl der Währungshüter sei der Ansicht gewesen, die US-Wirtschaft werde sich "irgendwann im Jahre 2002 stufenweise erholen können", dank einer "angebrachten Geld- und aggressiver werdenden Fiskalpolitik", zeigten die Aufzeichungen. Doch seien in den ersten Wochen nach den Terroranschlägen des 11.09. auch die FED-Mitglieder von der Sorge darüber erfaßt gewesen, welche Auswirkungen die Anschläge auf Geschäfts- und Verbrauchervertrauen und Ausgabeverhalten haben würden.

© BörseGo


:kiss:
08.11. 22:30
Renommierter Volkswirt: Sehr schwache Aussichten
--------------------------------------------------------------------------------
(©BörseGo - http://www.boerse-go.de)

Robert Hormats, Volkswirt und stellvertretender Vorsitzender von Goldman Sachs, gab heute seinen Ausblick für die Wirtschaft bekannt: Danach befinde sich die Weltwirtschaft in einem Abwärtstrend, der anhalten werde. Vor allem das vierte Quartal (Q4) werde sehr schwach in den USA ausfallen. Damit erteilte er dem prognostizierten neuen Schwung durch das Weihnachtsgeschäft, auf den viele vertrauen, eine eindeutige Absage. Die Situation in Japan verbessere sich zudem keineswegs.

Die Ausgaben für die Kriegsführung könne der Wirtschaft nach seiner Ansicht nicht helfen. Auch die von der Regierung bereitgestellte Wirtschaftshilfe in Form von Steuersenkungen werde aktuell überbewertet.

Auch seien die Lagerüberhänge keineswegs abgebaut. Die CEO´s der Unternehmen mögen mittelfristig positiv gestimmt sein, langfristig sei die Zukunft sehr ungewiß, erklärte Hormats.
gestern hat die ARD in ihrer Sendung Monitor Satelittenbilder gezeigt die ein Jahr alt waren!

die sahen genau so aus, wie die tollen bilder von den amis, die angeblich die taliban luftwaffe siegreich ausgeschaltet haben.

nur das die bilder einen flugzeugschrottplatz zeigten!!!



:laugh:


amis bombadieren schrottplätze !!!!!!!!!!!!!!


:laugh:
#503 von DolbyDigital5.1


die frühjahrrallye 2001 hatte den abbau der lagerkapazitäten als grund!


:laugh:
DIE WOCHE 46/01, 9. November 2001

TITEL: GLOBALER KRIEG


Die Zerschlagung der Welt


Die Globalisierung versprach das Ende der Not. Nun stellt sich heraus: Sie schafft noch mehr Armut und treibt die Menschheit in immer neue Kriege


VON OLIVER FAHRNI




Schade eigentlich, dass man ihn töten muss. Hätte er eine andere Karriere gewählt, müsste man Osama BinLaden sogleich in dieVerwaltungsräte von ein paar Weltkonzernen berufen – denn keiner globalisiert so gründlich wie er. Sein Geschäftsgebiet ist die ganze Welt. Sein Name: ein Markenzeichen bis in die Slums von Jakarta. Der Firmensitz: irgendwo, jedenfalls fluchtgünstig angelegt. Seine Terror AG: ein globales Netzwerk, kleine Zentrale, kaum lokale Mitarbeiter, multinationale Mannschaft. DasCredo: Grenzen kenne ich nicht, nationale Gesetze heble ich aus, internationale Regeln ignoriere ich.Und menschliche Verluste sind kein Problem, solange mir mein Angebot abgekauft wird. Merkwürdig, wie sich die schärfsten Feinde ähneln. BinLaden, der Globalisierer des Terrors, ist – trotz Koran-Versen – ganz ein Mann unserer Zeit. Sein Massaker an fast 5.000 Menschen ist ein Indiz für die Wucht der Vorgänge, die wir Globalisierung nennen. Ein mildes Wort, wo es doch um den radikalen Umbau der Welt geht. Es suggeriert: Der Globus wächst zusammen, Reisen wird billig, die Kommunikation rasant, und der Wohlstand mehrt sich global. Wir essen Sushi, und in den Favelas von Rio scheppert Madonna. Nun aber keimt der Verdacht, es bahne sich eine große geschichtliche Verwerfung an. Selbst ein so bedächtiger Mann wie Anthony Giddens, Direktor der London School of Economics, beschrieb die Globalisierung schon 1999 als historischen Bruch, der fast alles umstürzen werde, was die in sechs Jahrhunderten gewachsene kapitalistische Ordnung ausmacht. Der Japaner Kenichi Ohmae prophezeite als Erster das Ende des modernen Nationalstaats. Michel Beaud, ein französischer Ökonom, der seit vier Jahren der Globalisierung in einem Tagebuch das Fieber misst, sieht gar das gesamte, 2.000 Jahre alte Wertesystem der westlichen Zivilisation rasch zerfallen. Der Menschheit stehen neue Verteilungskämpfe, verheerende Bürgerkriege und Aufstände ins Haus. Die Sorge macht deutlich, wie unzulänglich die Vorstellung ist, Globalisierung sei nicht mehr als die weltweite Ausdehnung des Marktes. Schon lange ist der Kapitalismus international organisiert. Europas Aufstieg baute auf Sklavenhandel und Sklavenarbeit, auf Kolonialismus, Handel und Migration. Die weltweiten Warenströme sind heute nicht entscheidend höher als vor dem Ersten Weltkrieg. Weit mächtigere Kräfte zertrümmern derzeit die uns bekanntenFormen von Wirtschaft und Gesellschaft. Zum einen die exorbitante Konzentration von Kapital und Macht in Händen von weltweit agierenden Konzernen: In den 90er Jahren sind mehr multinationale Unternehmen entstanden als in dem halben Jahrtausend davor. Die 15 mächtigsten Firmengiganten allein setzen mehr um, als die 60 ärmsten Länder zusammen erwirtschaften. Zu den weltweit 100 größten wirtschaftlichen Einheiten zählen heute 52 Konzerne – aber nur noch 48 Staaten. Der andere umstürzende Faktor ist der Kasino-Kapitalismus, die Entfesselung des spekulativen Finanzkapitals. 360 Billionen Dollar (400 Bio. Euro) gingen 1997 durch die Finanzmärkte – pro Börsen-Sekunde über 8 Milliarden Mark (4,1 Mrd. Euro). Dieses Geld ist auf kurzfristige Gewinne aus – jenseits der realen Wirtschaft: Die ist, alle Waren, Dienstleistungen, Investitionen zusammen, 20-mal kleiner. So fällt eine weitere Illusion der globalen Ökonomie: Im vergangenen Vierteljahrhundert stagnierten die Investitionen in Entwicklungsländern – der Geldabfluss vom armen Süden in den Norden aber wuchs um das Zwölffache. In Wahrheit ist die Globalisierung ein radikaler Epochenbruch: Etwa 200 gewaltige Konzerne, Banken, Investmentfonds und Versicherungen haben sich ihren Volkswirtschaften entzogen – jeder Volkswirtschaft. Sie bilden eine neue Gruppe exterritorialer Unternehmen, die den Großteil ihrer Geschäfte untereinander abwickeln.Eine ungekannte Machtballung. Dieser Vorgang setzte Mitte der 70er Jahre ein. Auf Druck der Konzerne, getrieben von neoliberalen Theoretikern der Chicago-Schule, schleiften die Politiker der Industrienationen Zölle, Sozialstandards, Gewerkschaftsrechte, Kündigungsschutz, Devisenkontrollen, Investitionsvorschriften und Hunderte von Gesetzen, welche die Unternehmen in die Wirtschaft ihrer Staaten einbanden. Die Weltbank, der Internationale Währungsfonds (IWF) und die Welthandelsorganisation (WTO) setzten die Deregulierung international durch. Eine einseitige Entfesselung freilich: Während die meisten Entwicklungsländer gezwungen wurden, sich für das westliche Kapital zu öffnen, hielten Käuferkartelle die Rohstoffpreise niedrig und die Zollschranken für Importe aus der Dritten Welt hoch. Die Zinsknechtschaft gab manchem Land den Rest: Argentinien, potenziell eine reiche Nation, fällt dieser Tage in den Bankrott; seine Schulden liegen viermal höher als seine Exporteinnahmen. Nicht ein großes, globales kapitalistisches System also entstand in der Globalisierung, sondern drei nebeneinander wirtschaftende Systeme: Das erste betreibt die Gruppe exterritorialer Konzerne, in der Mehrzahl von amerikanischem Kapital beherrscht. Seine Kartelle versuchen die Hand auf alle rentablen Stücke der Welt zu legen. Rohstoffe, fruchtbaren Boden, neue Technologien, Wissen, Arbeitskraft.Neuerdings sogar auf das Leben: Sie schicken sich an, in der WTO den Patentschutz auf Gene, Pflanzen, lebende Substanzen zu erzwingen. Setzen sie das durch, müsste eine Indio-Bäuerin Royalties für Medikamente bezahlen, die sie mit ihrem alten Wissen aus Heilpflanzen gewinnt. Lokale Unternehmen aus dem Norden und kleinere Multis betreiben das zweite System. Es hängt stark von den exterritorialen Konzernen ab, zieht seine Profite aber vor allem aus regionalemHandel. Lokale Kleinindustrien, Gewerbe, Bauern in der Peripherie bilden das dritte System – es ist zunehmend von der globalen Wirtschaft abgekoppelt. So zeichnen die Manager der exterritorialen Unternehmen die Weltkarte neu: Um Inseln des Wohlstands (die großen Dienstleistungsmetropolen) gruppieren sich Industriegebiete. Nützliche Produktionszonen, wie die Erdölfelder Nigerias, südostasiatische Manufakturgebiete oder die Hightech-Zentren Indiens, werden in die globale Ökonomie integriert, wachsende Teile der Welt aber – ganze Landstriche Afrikas und nun auch Lateinamerikas – ausgegrenzt. Neue weiße Flecken. Dazwischen, als Pufferzonen, bevölkerungsstarke Nationen – Absatzmärkte und Reservoire der Arbeitskraft. Diese Entwicklung ist politischer Sprengstoff pur. Die jungen Nationen der Dritten Welt, nach der Krise der Tigerstaaten sogar die Südostasiaten, leiden unter dem Bruch ihrer Hoffnung, irgendwann besser zu leben. Das fördert Radikalisierungen. Einen entscheidenden Entwicklungssprung für alle sollte die Globalisierung bringen; jetzt erweist sie sich als harter, selektiver Ausgrenzungsschub. Die Einkommensunterschiede explodieren, zwischen der armen und der reichen Welt, innerhalb der Dritten Welt, aber auch im Norden. Über 1 Milliarde Menschen versuchen mit weniger als 1 Dollar pro Tag zu überleben. Das Gefälle zwischen den reichsten und den ärmsten 20 Prozent lag 1930 bei 30:1 – 1997 stand es schon auf 74:1. Ein Drittel der Amerikaner, ein Fünftel der Europäer verfügt über weniger Geld als vor zehn Jahren. Lange stützten die Tigerstaaten und die aufstrebenden Chinesen die statistische Fiktion vom Glück durch den siegreichen Kapitalismus. UN und Weltbank legten alle Jahre ein Entwicklungsprogramm auf. Dann brach das japanische Bankensystem ein. 1997 schlitterte Thailand in die Krise, löste eine Kettenreaktion über Russland bis nach Brasilien aus. Länder, die als gelehrige Schüler des IWF galten. Jetzt kracht Argentinien zusammen, die Türkei wankt. Schon kursieren bei der Weltbank Katastrophenszenarien. Paul Krugman, ein führender amerikanischer Ökonom, warnt vor der "großen Rezession". Die Stimmung kippt, das Modell wird hinterfragt. Joseph E. Stiglitz, Wirtschafts-Nobelpreisträger 2001 und Ex-Chefökonom der Weltbank, kritisiert: Die Deregulierung der Weltmärkte sei von den reichen Ländern für die reichen Länder konzipiert worden. Es gebe keinen Beweis, sagt Stiglitz, dass die Globalisierung den Wohlstand befördere. Im Gegenteil: "Unter IWF und WTO ist die Verarmung gewachsen." Schlimmer: Unter den Schlägen der Globalisierung zerfallen immer mehr Staaten und Nationen. Im Kalten Krieg konnten sie sich auf die eine oder andere Seite schlagen, was die Regime stabilisierte, die Nationen zusammenschweißte und ihnen Hilfe eintrug. Wie im Kongo brechen nun überall Verteilungskämpfe aus, als ethnische oder religiöse Bürgerkriege getarnt. Wo kein funktionierender Staat mehr die Länder ordnet, privatisieren Kriegsfürsten, Gangs, regionale Gruppen, Söldner den Krieg, oft von exterritorialen Konzernen finanziert, die sich für Diamanten, Uran oder Öl interessieren. Radikal religiöse Bewegungen haben Zulauf von frustrierten Eliten. Um ihre Perspektiven geprellt, greifen sie auf vormoderne Gesellschaftsmodelle zurück. Von Indonesien bis Peru gärt die Revolte gegen den Norden. Millionen von Globalisierungskritikern haben sich in regierungsunabhängigen Organisationen versammelt. Sie finden Kampfgefährten in Europa und Amerika. Nach der Straßenschlacht von Genua steht das nächste Kräftemessen in Ottawa an. Dort tagen vom 16. bis 18. November 20 Industrieländer und die Finanzinstitutionen. Europas Regierungen suchen den Protest abzufedern. Lionel Jospin und Gerhard Schröder versprechen, für eine "Globalisierung mit menschlichem Gesicht" einzutreten. Fraglich, ob sie das überhaupt könnten, wenn sie nur wollten – die Konzerne haben sich dem Einfluss der Politik ein gutes Stück weit entzogen. Doch die Konzern-Manager treibt ein doppeltes Problem um: Zum einen versuchen sie den Crash zu verhindern. Dafür wollen sie den von ihnen entfesselten Raubritter-Kapitalismus mit internationalen Regeln bändigen – eine Art Weltinnenpolitik, aber ohne die Bürger. Zum anderen flirten sie wieder mit dem Staat, weil nur er die Globalisierungsverlierer ruhig stellen kann. Gefragt ist kein europäischer Sozialstaat, sondern ein autoritärer Staat. Beimletzten Management-Forum in Davos nannten sie das "Demokratur". Könnte sein, formuliert der Publizist Robert D. Kaplan, "dass die Demokratie in der Geschichte der Menschheit nur eine kurze Episode war". Bin Laden kam ihnen gerade recht. Die Staaten rüsten auf. Die Globalisierungskritiker, frohlockte das "Wall Street Journal", seien jetzt wohl erledigt.

© DIE WOCHE Zeitungsverlag 2001
Wort für Wort die Wahrheit,die Geduld der Völker geht ihrem
Ende zu.Unser Hochmut die (Affen,Kameltreiber,Faulpelze)unsw.geben die Richtige Würze für die Zukunft.Als billige
Lakaien im Urlaub geschätzt,ansonsten Verachtet.:O
Roland Leuschel


Anlagestrategie in einer Zeit der Extreme

Kaum haben wir den grössten Aktiencrash aller Zeiten (Kapitalvernichtung rund 7.000 Milliarden US-Dollar) hinter uns gebracht, scheinen viele Anleger die Ereignisse vergessen zu haben und spekulieren munter auf einen neuen Bullenmarkt. Der Dax fiel immerhin um rund 60% und der Neue Markt um 90%. In den letzten drei Wochen haben Europas Aktienmärkte nach den Panikverkäufen vom 21. September das grösste Kursfeuerwerk seit 20 Jahren angefacht. Die Anleger glauben an eine rasche V-förmige Erholung der Weltkonjunktur und der Gewinne der Gesellschaften. Ich möchte diesem euphorischen Wein ein paar Tropfen Wasser beigeben :

Wenn der Dax um 60% von 8.300 auf 3.600 eingebrochen ist, dann muss er um 150% steigen, um seine alte Höchstmarke wieder zu erreichen. Beim Neuen Markt müssten die Kurse sogar um 900% steigen, um wieder auf das alte Niveau zu kommen. So sind nun mal die gefühllosen Gesetze der Mathematik. Aus dieser Perspektive relativieren sich die 30 bis 35%igen Kursgewinne.

In der Tat haben die Anschläge vom 11. September vieles verändert, aber der Bärenmarkt wird noch einmal die September Tiefstpunkte testen, und dann werden wir eine echte Bodenbildung bekommen. Auf zwei Füssen steht der neue Bullenmarkt besser und gesünder als auf nur einem. Der Investmentstratege von Morgan Stanley, Joe McAlinden, nannte den Anschlag auf das World Trade Center einen « Wendepunkt zum Guten » und rief seinen Anlegern weltweit zu : « Dieses Ereignis wird das Ende des Bärenmarktes markieren ». Heute wissen wir, dass durch das enorme fiskalische Paket, das die amerikanische Regierung geschnürt hat (120 Milliarden Dollar = 1,2% des BIP der USA), sowie die massiven Zinssenkungen (9 an der Zahl) werden bewirken, dass aus der erwarteten L-förmigen Konjunkturerholung eine V-förmige entstehen wird, die aber einem Strohfeuer ähnelt ; denn das riesige Leistungsbilanzdefizit (3,5% des BIP in den USA), der aussergewöhnliche Kapazitätsüberhang, die negative Sparquote, die exzessive Verschuldung der amerikanischen Privathaushalte, sowie die Verschlechterung der Gewinnmargen der Unternehmen seit 1997 deuten darauf hin, dass nach einem kurzen V-förmigen Aufschwung eine langandauernde Periode langsamen Wachstumsanstiegs folgen wird. Ich gehe davon aus, dass wir mindestens fünf Jahre brauchen werden, bis die alten Gewinnmargen von vor 1997/98 wieder erreicht werden. Der Wall Street Veteran, Barton Biggs von Morgan Stanley, formulierte seine Strategie zu Beginn Oktober wie folgt : « I still believe that there will be a retest of the September lows in one form or another. »

Auch fundamental ist Wall Street nach wie vor zu hoch bewertet und die riesigen in den Bankenkreislauf gepumpten Geldmengen scheinen die Anleger zu verführen, eine neue Blase zu kreieren. Die KGV auf Basis der 2001 Gewinne ist mit 27 bis 28 fast auf dem doppelten Niveau des langfristigen Durchschnitts. Auch das Kurs/Buchwert-Verhältnis liegt weit über 4, und der Markt wäre echt preiswert im Bereich des einfachen Buchwerts. Natürlich schätzen die Analysten enorme Gewinnanstiege für das Jahr 2002 und errechnen damit günstige KGVs, bzw. sie gehen zum Beispiel von einem Gewinnanstieg von 32% in den USA und 16% in Europa aus. Das scheint mir Disneys Wunderland zu sein.

Sie müssen nach wie vor mit Schocks aus der Welt des Terrors rechnen, die das Börsenklima empfindlich stören können. Wenn ich Colin Powells Aussage höre, diesen Krieg noch vor Winterbeginn zu gewinnen, denke ich an die Versprechungen des Generals Westmoreland und Präsident Johnsons während des Vietnam-Krieges. Auch die Erklärungen der Sovietarmee nach dem Einmarsch der Russen im Dezember 1979 in Afghanistan klangen ähnlich optimistisch. Charttechnisch liege ich ganz auf der Linie der gestern veröffentlichten Analyse von Axel Retz, und habe seiner Warnung « die chart- und markttechnischen Warnhinweise im Zuge der jetzigen Rallye zu ignorieren, könnte für den Anleger eine ziemlich kostspielige Angelegenheit werden » nichts hinzuzufügen.

Also bleiben Sie weiterhin vorsichtig und legen Sie Ihren Cash langsam und geduldig in Aktien an. In Zeiten der Unsicherheit wächst die Zahl der Opportunitäten, und warten Sie geduldig auf den Test der am 21.9. erreichten Tiefstpunkte. Auch im Tierreich gilt das Gesetz, die zweite Maus kann genüsslich und in Ruhe den Speck in der Falle geniessen.

Roland Leuschel

24.10.2001
Freitag, 9. November 2001

Potter bringt Schotter
Wall Street unbewegt


Die amerikanischen Aktien wären ja gerne kräftiger gestiegen. Harry Potter und gute Konjunkturdaten jedenfalls sprachen dafür. Gebremst wurde die Party aber von ein paar Gewinnwarnungen. Zum Beispiel von Heinz, denn da drohen die Gewinne "ins Ketchup" zu fallen. Unterm Strich bewegten sich die Märkte kaum vom Fleck.

Der Dow Jones legte am Ende 0,2 Prozent zu auf 9.608 Zählern, die Nasdaq schloss praktisch auf Vortages-Niveau bei 1.828 Zählern.

Das Vertrauen der US-Verbraucher in die Wirtschaftsentwicklung des Landes ist nach der jüngsten Studie der Universität Michigan im November im Vergleich zum Oktober gestiegen. Aus New Yorker Finanzkreisen wurden am Freitag vorläufige Zahlen bekannt. Und demnach stieg der Index im November auf 83,5 nach 82,7 im September. Analysten hatten mit einem Rückgang auf 78,7 Punkte gerechnet.

Eine positive Überraschung brachten auch die Erzeugerpreise in den USA. Diese verzeichneten im Oktober mit minus 1,6 Prozent den stärksten Rückgang seit Erfassung dieses Konjunkturdatums. In den beiden Vormonaten war hier noch ein Anstieg um jeweils 0,4 Prozent verzeichnet worden.

Ein bisschen gezaubert wird an den Börsen neuerdings übrigens auch. Harry Potter ist mit von der Partie in Form der Aktie von AOL Time Warner . Der weltgrößte Medienkonzern als Inhaber der Rechte verdient nämlich gut mit dem kleinen Zauberer, vor allem mit dem Film, der jetzt in die Kinos kommt. Jedenfalls gehen Analysten davon aus, das der Streifen ein absoluter Kassenschlager wird, der mehr einspielen könnte als "Titanic". Der Aktie tut das natürlich gut - sie gewann 1,8 Prozent auf 37,10 US-Dollar.

Nicht so gut sah dagegen die Konkurrenz von Walt Disney aus. Der Medien- und Unterhaltungskonzern hatte am Donnerstagabend einen deutlichen Gewinnrückgang im vierten Quartal bekannt gegeben. Der Gewinn je Aktie werde bei 6 Cents je Aktie liegen nach 15 Cents im Vergleichsquartal des Vorjahres. Analysten hatten einen Gewinn je Anteilschein von 7 Cents erwartet. Und auch für das angelaufene erste Quartal erwarte man einen Gewinneinbruch, lautete die düstere Prognose des Konzerns. Die Aktie legte erstaunlicherweise trotzdem 0,7 Prozent zu auf 18,98 US-Dollar.

Der Ketchup-Hersteller Heinz schraubte ebenfalls die Prognosen zurück. Grund sei die schleppende Nachfrage nach Ketchup in den Restaurants, hieß es von dem Unternehmen. Der Gewinn je Aktie werde jetzt nur noch maximal 60 Cents und nicht - wie zuvor angekündigt - 66 Cents betragen. Die Papiere brachen 6,6 Prozent ein auf 39,87 US-Dollar.

Fester dagegen notierten Öl-Werte. Grund: der gestiegene Rohölpreis. Amerada Hess gewannen 4,7 Prozent auf 61,90 US-Dollar, Conoco 5,2 Prozent auf 26,85 US-Dollar und Exxon Mobil notierten 1,5 Prozent fester bei 40,11 US-Dollar.

++++++


merkt ihr wie die strohhalme immer kleiner werden!

:laugh:
#507 von oktopodius

deine rechtschreibung ist ja noch schlechter als meine! :eek:

ich schreib wenigstens gleich alles klein! :laugh:

;)
@DolbyDigital5.1
#510:D Schäme mcih dafür ganz Stark.solange Du lesen kannst
bin ich stolz auf Dir.lerne Deutsch durch WO und leute
machen so viele Fehler,wird noch etwas Dauern bei mir.:mad:
jetzt mal ganz nüchtern betrachtet!

wir haben die 100 fache geldmenge im markt! :eek:

und dann macht der dow und der s&p schlappe 10-15 prozent! :laugh:


wer verarscht hier eigentlich wenn?

wenn´s so toll wäre, sollten wir 40 prozent höher stehen.

vorallem bei den geilen aussichten. mensch da geht noch was!


:laugh:
"Die Kurse sind noch zu hoch"

Yale-Professor Robert Shiller erwartet zehn Jahre Stagnation beim Dow Jones



WELT am SONNTAG: Herr Shiller, Sie haben voriges Jahr in Ihrem Buch eine lange Stagnation der Kurse angekündigt. Haben sich die Aktien nun auf einem normalen Niveau eingependelt oder sind sie weiterhin zu teuer?

Robert Shiller: Die Kurse sind immer noch zu hoch. Das Kurs/Gewinn-Verhältnis, basierend auf den letzten Schätzungen, liegt für den Standard & Poor`s 500 gegenwärtig bei 37. Das ist ungefähr das Dreifache des historischen Durchschnitts vor 1990. Obwohl es bei den Gewinnen in letzter Zeit einige Verzerrungen gegeben haben mag und auch wenn es vielleicht einige Gründe gibt, warum das Kurs/Gewinn-Verhältnis über dem historischen Durchschnitt liegen kann, gibt es dennoch keine Rechtfertigung für eine derart hohe Bewertung.

WamS: Gegenwärtig liegt der Dow-Jones-Index knapp unter 10.000 Punkten. Wo sehen Sie ihn innerhalb der nächsten fünf bis zehn Jahre?

Shiller: Das ist natürlich schwer vorherzusagen. Aber ich denke, es ist durchaus möglich, dass er in fünf oder sogar zehn Jahren noch genau da steht, wo er auch heute ist.

WamS: Was sollten Anleger tun?

Shiller: Der übliche Rat dieser Tage ist, dass Anleger Kurs halten sollten, sich nicht von zeitweiligen Rückschlägen aus dem Konzept bringen lassen sollten und auf den unvermeidlichen Anstieg der Märkte warten sollten. Ich finde es merkwürdig, dass manche solche Ratschläge geben, ohne überhaupt zu fragen, auf welchem Kurs der Anleger sich denn befindet. Viele Investoren sind viel zu stark in Aktien engagiert, da ihnen gesagt wurde, dass sie auf jeden Fall hervorragend laufen werden. Der Aktienmarkt ist derzeit sehr riskant, und Anleger, die darin stark investiert sind, sollten dieses Engagement zurückfahren. Für sie ist es wirklich höchste Zeit den allgemeinen Rat zu befolgen und in unterschiedliche Anlagemöglichkeiten zu diversifizieren.

:eek:
das erste was man auf der sueddeutschen seite sieht, ist die amiflagge! :laugh:

--------

Bush rät von Einmarsch in Kabul ab

Die USA wollen erst ein breites neues Regierungsbündnis schaffen, ehe Kabul eingenommen werden soll.





US-Präsident George W. Bush erklärte am Rande der UN-Vollversammlung in New York, die USA würden die Nordallianz nicht ermutigen, nach Kabul einzumarschieren. Bush sagte: „Wir werden unsere Freunde ermutigen, nach Süden vorzustoßen ... aber nicht in die Stadt Kabul selbst."

Auch der Außenminister der Allianz, Abdullah Abdullah, sagte in Dschabal-us-Saradsch, es wäre besser, zunächst ein breites politische Bündnis zu schaffen, ehe Kabul erobert werde. „Falls es in Kabul ein politisches Vakuum gibt“, sehe dies allerdings anders aus. „Aber wir würden zunächst die internationale Gemeinschaft konsultieren.“

Abdullah sagte, die USA ließen sich von Pakistan falsch informieren, wenn sie glaubten, die Nordallianz habe in Kabul keine Unterstützung. „Die Amerikaner sind nicht richtig im Bild.“ In Kabul seien Tausende verhaftet worden, weil sie gegen die Taliban seien.

Nordallianz zum Angriff bereit

Die Nordallianz kann nach eigener Aussage jederzeit die Hauptstadt Kabul angreifen. Nordallianz-Sprecher Aschraf Nadeem sagte, nach heftigen Kämpfen sei die Ortschaft Pul-i-Chumri an der wichtigsten Verbindungsstraße nach Kabul eingenommen worden.

Die Truppen der Nordallianz seien nach Süden in die Provinz Bamijan vorgestoßen und stünden nur noch rund zwei Kilometer vor der Provinzhauptstadt. Eine Bestätigung von Taliban-Seite über das Vorrücken der Nordallianz lag nicht vor.

Musharraf und Powell stimmen mit Bush überein

Der pakistanische Militärmachthaber Pervez Musharraf stimmt bezüglich eines Einmarsches in Kabul mit Bush überein. Er äußerte die Befürchtung, dass es bei einem verfrühten Einrücken der Nordallianz in Kabul zu ähnlichen Gräueln gegen die Einwohner kommen könne wie seinerzeit nach dem Abzug der sowjetischen Truppen.

Auch US-Außenminister Colin Powell hatte am Freitag vor einem Einmarsch der Nordallianz in Kabul gewarnt. Die Anwesenheit von Kämpfern der Nordallianz in Kabul könne zu „Schwierigkeiten und vielen Spannungen“ führen, weil die Einwohner der Stadt der Allianz „nicht zwangsläufig wohlgesonnen“ seien, sagte er.

Außerdem gebe es innerhalb des Oppositionsbündnisses Rivalitäten. In der Nordallianz sind mehre Volksgruppen vertreten, unter anderem Usbeken und Tadschiken. Die radikalislamischen Taliban bestehen dagegen im Wesentlichen aus Paschtunen.

(sueddeutsche.de/reuters/AP/dpa)


--------

alleine bekommen die amis garnichts mehr gebacken! :laugh:
unserern ezb-chef haben sie auch gezwungen die zinsen zu senken!

damit der zinsunterschied net so gross ist - sonst würde ja auffallen das amerika eine bananenrepublik ist :laugh:

mich wundert es trotzdem, das der verfluchte dollar so stabil bleibt - bei der ganzen lächerlichkeit der letzten wochen

;)
erinnert ihr euch noch wie die amis im golfkrieg raketen zentimeter genau durch treppenhäuser geschossen haben, damit die raketen im keller explodieren???

und heute:



holen sie das vierzig alte teil namens B-52 raus und hauen im niemandsland alles kurz und klein!

die sind so doff, die amis!
wissen die amis eigentlich was sie da angefangen haben? :mad:

gegen die afghanen hat seit 300 jahren niemand mehr gewonnen! :eek:

aber die cowboys werden es schon richten! ;)

----------------




Geheimdienst-Erkenntnisse
Chemiewaffen-Labors in Afghanistan?



Die US-Geheimdienste haben nach Medienberichten zwei möglicherweise zur Herstellung von Chemiewaffen benutzte Labore in Afghanistan ausfindig gemacht. In einer der beiden Anlagen habe die in Afghanistan operierende El-Kaida- Organisation des Extremisten Osama bin Laden eventuell schon das gefährliche Cyanid-Gas produziert, berichtet die "New York Times".

Bei dem Labor handele es sich um eine primitive Fertigungsanlage in Derunta, einem kleinen Ort nahe der ostafghanischen Stadt Dschalalabad. Bei der anderen verdächtigen Anlage handele es sich um eine Düngemittelfabrik in der von der Nordallianz eroberten Stadt Masar-i-Scharif.

Journalisten hätten beim Geheimdienst CIA, beim Verteidigungsministerium und im Präsidialamt in Washington nachgefragt, weshalb die Anlagen bisher von den Bombardierungen ausgespart worden seien, aber keine Antwort erhalten. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums wollte nicht ausschließen, dass die Extremisten Bin Ladens schon mit Chlorinen und Phosgenen und möglichweise auch mit Cyanid experimentiert hätten.

Pakistans Militärmachthaber Pervez Musharraf zweifelt daran, dass bin Laden im Besitz von Nuklearwaffen ist. Er halte es für möglich, dass Bin Laden über chemische Waffen verfügt, sagte Musharraf vor Journalisten in New York. Allerdings lägen ihm selbst dazu keine Informationen vor.

++++++++++

ein user sagte mir einmal, das die amis die afghanen einfach mit dollars füttern, damit sie sich ergeben! :laugh:

als ob´s so einfach wäre!

die scheissen auf alles, was aus amerika kommt!

:laugh:
London bestätigt
Britische Truppen in Afghanistan



Großbritannien hat erstmals bestätigt, dass britische Soldaten bereits in Afghanistan sind. Verteidigungsminister Geoff Hoon sagte in einem BBC-Interview: "Ich kann mit Sicherheit bestätigen, dass Vertreter der britischen Streitkräfte im Norden Afghanistans zur Verbindung und Unterstützung der Nordallianz eingesetzt sind."

Bisher hatte sich London geweigert, die Präsenz von Bodentruppen in Afghanistan zu bestätigen. Jedoch wird schon seit Wochen darüber spekuliert, dass Mitglieder der britischen Eliteeinheit Special Air Services (SAS) neben den US-Marines bereits in Afghanistan sind.

Die oppositionelle Nordallianz hat nach eigenen Angaben drei weitere afghanische Provinzen erobert. Es handele sich um die nördlichen Provinzen Tachar, Bamian und Badghis, teilten Sprecher der Anti-Taliban-Milizen mit. Tachar sei um die Mittagszeit gefallen, sagte ein ranghoher Offizier der Nordallianz der Nachrichtenagentur dpa. Eine unabhängige Bestätigung dafür gab es aber nicht.

Die Taliban hatten zuvor nach dem Fall der strategisch wichtigen Stadt Masar-i-Scharif den Verlust von drei anderen Provinzen im Norden bestätigt. Die Einheiten hätten sich aus den Hauptstädten der Provinzen Samangan, Jauzjan sowie Sar-i-Pol aus taktischen Gründen zurückgezogen, zitierte die in Pakistan ansässige afghanische Nachrichtenagentur AIP am Sonntag einen Taliban-Sprecher.

Bush will offenes Kabul

US-Präsident George W. Bush sprach sich gegen die Einnahme der afghanischen Hauptstadt Kabul durch die Truppen der Nordallianz ausgesprochen. Es sei wichtig, dass Kabul offen bleibe für alle politischen Kräfte, die an einer Stabilisierung der Lage mitwirken wollen, sagte Bush nach Angaben des n-tv Partnersenders CNN. Die Nordallianz schließt einen Einmarsch nach Kabul dagegen nicht aus.

Schwere US-Angriffe

US-Kampfflugzeuge flogen in der Nacht zum Sonntag erneut schwere Angriffe auf Stellungen der Taliban und die Hauptstadt Kabul. Dabei seien Frontlinien in der nordöstlichen Provinz Takhar und die Luftwaffenbasis Bagram bei Kabul unter Feuer genommen worden.

Bin Laden droht mit Atombombe

Der mutmaßliche Drahtzieher der Terroranschläge in den USA, Osama bin Laden, drohte mit dem Einsatz von Atom- oder Chemiewaffen gegen amerikanische Ziele. Bin Laden erklärte, er sei im Besitz nuklearer und chemischer Waffen.

+++++++++

Bush hat fast schon die Macht die schon einmal jemand hatte!

Viele Millionen Menschen mussten sterben, weil jemand geistig durchgedreht ist.

Und viele noch verrückte sind im gefolgt ohne nachzufragen was das eigentlich soll!

:eek:
Nächstes wichtiges Umkehr-Datum ist der 20/21. Dez. 2001. Langfrist-Investoren sollen Cash und risikofreie Papiere wie T-Bills halten. Der Bär hat den Vorteil. Das Jahr 2001 wird ein “Katastrophenjahr” für den weltweiten Aktienmarkt. 2001 beginnt eine weltweite Rezession, hohe Inflation und hohe Zinsen. Die Ware “Geld” wird verknappt. Aktienanlagen mit geliehenem Geld werden zu zahlreichen Insolvenzen führen. Ziehen Sie sich warm an! Die “sieben mageren Jahre” liegen vor uns. Wir sind in einem langjährigen “Bärenmarkt”. Das Ziel für den DJIA liegt im Jahr 2001 bei “8000” Indexpunkten. Die totale Kapitalisierung der U.S. Aktien war im März 2000 bei US$ 25 Billionen (25000 Milliarden). Heute im September 2001 liegt diese Gesamtsumme bei US$ 16 Billionen (16000 Milliarden), ein Verlust von US$ 9 Billionen (9000 Milliarden) oder 36%. Koinzidierende Zyklen lösen blitzartig heftige Kursschwankungen aus. Der Baissemarkt bleibt noch viele Jahre erhalten. Zwischendurch gibt es kurze Rallies, die jedoch nicht nachhaltig sind. Diese Gelegenheiten benutzt man für Verkäufe.





Diese zyklische Darstellung läßt unschwer erkennen, daß bei 11722 die Spitze erreicht war. Nach dem Naturgesetz liegen mindestens 17 Jahre (Half Cycle) in einem Downtrend. Der komplette Zyklus beträgt 34 Jahre.1982-2016. 1932+55=1987; 1932+89=2021. Bullmarkt 2016-2021.img]http://www.wallstreet-online.de/img/smilies/eek.gif[/img]

Fibonacci-Zahlen sind: 3,5,8,13,21,34,55,89.....




www.evotrade.de

sYr:D
http://faznet.de/IN/INtemplates/faznet/default.asp?tpl=inves…


Gastkommentar
Argumente gegen eine schnelle Wirtschaftserholung
Von Barton M. Biggs, Morgan Stanley Dean Witter



11. Nov. 2001 Was ist mir entgangen? Am Montag haben wir mit den drei unserer Ansicht nach besten Volkswirten von Wall Street gesprochen. Alle drei glaubten wie ein Mann, dass die US-Wirtschaft die Talsohle erreicht, dass fiskal- und geldpolitische Impulse sowohl die Konsum- als auch die Investitionsausgaben beleben werden und dass es zu einer V-förmigen Erholung mit wieder solide ansteigenden Gewinnen kommen wird.

Die US-amerikanischen Verbraucher sind in allerbester Verfassung. Alle drei Volkswirte erwarten im kommenden Jahr einen vorübergehenden Rückgang der Inflation in den USA und Euroland auf circa ein Prozent oder darunter, sehen jedoch kein Deflationsrisiko. Die fiskal- und geldpolitischen Impulse funktionieren, und dieser Konjunkturzyklus macht da keine Ausnahme. In anderen Worten, alles ist in Ordnung, weil die brummende US-Konjunktur die Weltwirtschaft in ein sonnendurchflutetes Reich des Wohlstands führen wird. :laugh:

Kann die Rezession schon vorbei sein?

Ich hoffe, dass sie recht haben, aber ich bin noch nicht ganz überzeugt. Kann auf den längsten und stärksten Aufschwung der Geschichte die kleinste Rezession folgen? Ist es möglich, dass nach dem größten Boom nur ein kleines Plopp und kein lautes Platzen kommt? Kann die Ausgabenblase der US-Verbraucher einfach nicht platzen? Bestehen nicht fast überall umfangreiche überschüssige Kapazitäten? Bilde ich mir das Deflationsrisiko nur ein? Hat sich die Welt seit dem 11. September nicht verändert?

Die „Operation Twist“ der vergangenen Woche hat die Märkte völlig überrascht und zeigt, dass die Behörden wirklich findig sind und noch viele Mittel in petto haben. Aber ist es klug, die Emission von 30-jährigen Schatzanweisungen auszusetzen, wenn die Inflation und die langfristigen Zinsen auf das niedrigste Niveau seit 40 Jahren gefallen sind? Meines Erachtens nicht.

Unterstützung der Verbraucherausgaben übertrieben

Eine weitere Stimulans ist jetzt genutzt worden. Ob es richtig ist, die Ausgaben zu stützen, wenn der Verbrauch bereits so angeheizt und die Sparquote so niedrig ist, ist eine andere Frage. Schumpeter Schule würde sie verneinen, und ich stimme dem zu. Es ist, als ob man dem Abhängigen - hier dem amerikanischen Verbraucher - noch einen Schuss Heroin gäbe, um ihn ohne Entzugserscheinungen über die nächsten paar Tage zu bringen. Das Problem besteht darin, dass der Abhängige letztlich zur vollen Gesundung den langen Prozess der endgültigen Entziehung und Therapie durch machen muss. Eine weitere Dosis der Droge, von der er zunächst erst einmal abhängig wurde, schiebt nur das Unvermeidliche hinaus und kann den endgültigen Entzug noch schmerzhafter machen. Kurzfristig fühlt sich der Abhängige - wie der US-Verbraucher - jedoch hervorragend und fällt in alte Verhaltensmuster zurück.

Fed-Kredite sind mittelfristig kontraproduktiv

Es geht jedoch nicht nur um die Verbraucher. Die Fed versucht, das Platzen der Blase durch weitere umfangreiche Kreditvergabe zu verhindern. Das Problem besteht darin, dass dies zwar kurzfristig funktionieren mag. Auf lange Sicht steigt jedoch die Schuldenlast, und der Anpassungsprozess wird schmerzlicher. Nach Auffassung Schumpeters kommt es auf dem Höhepunkt des Booms zu riesigen Fehlinvestitionen, weil die Unternehmer die künftige Nachfrage falsch einschätzen und weil die Banken und die Märkte in der Euphorie der Blase praktisch alles finanzieren. Damit sich die Wirtschaft wirklich erholen kann, müssen diese Fehlinvestitionen liquidiert werden. Dies ist die „kreative Zerstörung“, die schließlich zur Erholung führt. Ein erneutes Anheizen der Investitionsausgaben durch eine künstliche Senkung der langfristigen Zinsen ist für diese Schule undenkbar - und ich stimme ihren Argumenten zu.

„Jetzt drohen Stürme. Wagen Sie sich nicht zu weit hinaus.“

In der Zwischenzeit können die Liquidität und niedrigere langfristige Zinsen die Börsenrallye noch einige Zeit stützen. Meines Erachtens ist zumindest ein weiteres Testen der Tiefstände vom September zu erwarten. Einer der weltweit besten Investoren, der inzwischen vor allem sein eigenes Geld von London aus verwaltet, sagte in der vergangenen Woche zu mir: „Jetzt drohen Stürme. Wagen Sie sich nicht zu weit hinaus.“
@ Syracus ,

in einem Punkt muß ich Dir widersprechen.

Wie kommst Du darauf, das Geld knapp wird,

hohe Zinsen und Inflation.

Ich sehe eher Deflation auf uns zukommen.

MfG K8


Above is a weekly cycle chart of the S&P 500, aka the Portfolio Sphincters Index. The dotted lines are linear regression projections of the cycles. The secular uptrend is in pink. It`s broken, and it`s too early to know the slope of the downtrend, but not so for the 2 and 4 year cycles in red and blue. Since the index is still contained within the 2 year cycle channel, and the proprietary Ridiculously Long Term Momentum Indicator, also know as the Long term Cycle Stoolicator, is still in an uninterrupted downtrend, the assumption must be we are still in a bear market. Note that the Stoolicator tends to reverse about 6 months ahead of the index. The portfolio sphincters, the Wall Street poodits and strat-ego-ists are wildly bullish. So who`s right? The poodits, or the Stoolicator?

Below is a daily linear regression chart of the Nasdaq. The 10-13 week cycle oscillator is at its highest level since the bear market began. The intraday breakout went through the intermediate downtrend line from the May peak (green), but then reversed and closed on it. The Nas is also well above the long term trend channel extrapolation. Given the extreme extension of the 10-13 week cycle oscillator, Dr. Stool just thinks the market has just gone a little more insane than usual.

The short term oscillator representing the 8, or 13 day cycle turned sharply lower. If it`s an 8 day cycle, we may bounce before heading back within the regression channel projection. Chances are, however, demand is exhausted after the buying frenzy we just witnessed. If so, this will fall apart quickly, and the principle of regression to the mean will reassert itself, very soon, as it always does. Right now that would seem to indicate a retest of the September low or worse. Sill the 10-13 week cycle oscillator hasn`t turned down yet, and until it does, upside surprises are possible.



sYr:D
@kostos,

das sehe nicht ich so kommen, das sieht Evotrade so kommen.

mfg sYr:D
@dolby,

eigentlich sollte das der 2000. und letzte Beitrag sein:


:laugh:

Ansonsten bitte als Umschlag oder Faltblatt im Buch unterbringen :laugh:!

sYr:D
#530 von Syracus

natürlich kommt grenni auf´s titelblatt!

der hat doch das meiste zu verantworten! :D
American Airlines-Maschine stürzt über New York ab
12.11.2001 16:42:00



Wie aktuell bekannt wurde, ist eine Passagiermaschine des Typs A300 von American Airlines während des Starts vom John F. Kennedy International Airport über New York abgestürzt.
Nachdem sich ein Triebwerk in der Luft gelöst hatte, ist das Flugzeug mit 255 Passagieren an Bord in ein Wohngebiet eingeschlagen. Es wurde umgehend die höchste Alarmstufe ausgerufen. Der Stadtteil Queens ist von Rauchschwaden umhüllt, wobei mindestens vier Gebäude in Flammen stehen.

Alle New Yorker Flughäfen, Tunnel und Brücken wurden vorsorglich gesperrt. Der U-Bahn-Verkehr in Queens wurde eingestellt, das UNO-Gebäude evakuiert.

Die Aktie der AMR Corp., der Muttergesellschaft der weltgrößten Fluglinie American Airlines, verliert derzeit 14,51 Prozent auf 15,50 Dollar. Auch die deutsche Lufthansa bricht aktuell um 8,36 Prozent auf 12,38 Euro ein.
Die wichtigste Quelle!

Wiederholt sich die Geschichte

Von Bernd Niquet
Manche Dinge sind wirklich gespenstisch. Andere hingegen eher theoretisch. Bei einigen jedoch vermengen sich das Gespenstische und das Theoretische. Diese nennt man dann Präzedenzfälle. Von einem möchte ich heute berichten.

Normalerweise glauben wir, aus der Geschichte für die Gegenwart lernen zu können. Doch aus vielfältigen Gründen sind derartige Erkenntnissprozesse prinzipiell beschränkt: Weil Geschichte lästig ist, weil Geschichte umfangreich ist und weil Geschichte sich sowieso nicht identisch wiederholt. Doch der Hauptpunkt ist: Weil die Geschichtsschreibung gemeinhin streng selektiv ist und daher die Mannigfaltigkeit des Geschehens stets auf eine wenige und eher gering komplexe Faktoren reduziert.

Der historische Vergleich

Ich habe bereits seit längerer Zeit die These vertreten, dass unsere gegenwärtige wirtschaftliche und börsenmäßige Situation sehr stark an die Periode 1929/1930 erinnert. Eine enorme Überspekulation zerplatzt, und die Weltwirtschaft rutscht (damit) von einem inflationären in ein eher deflationäres Szenario, was jedoch bedeutet: Die "Spielregeln" ändern sich abrupt, obwohl sich alle mit Händen und Füßen dagegen stemmen, dies zu akzeptieren.

Einen Blick auf diese Periode zu werfen, ist daher von großem Nutzen: Doch welches Bild haben wir eigentlich von dieser Zeit? Meine These: Die Menschen wissen von dieser Zeit entweder gar nichts, oder sie haben das folgende Bild im Kopf: Der große Crash 1929 - und danach alles schwarz. Und: Die Krise 1929 ff. ist durch politische Fehler verursacht beziehungsweise verschlimmert worden, die uns heute nicht mehr passieren können. Wir Glücklichen! Denn damals war die Geldpolitik aus den verschiedensten Gründen zu restriktiv. Heute hingegen ist das alles anders.


Lassen Sie sich das bitte auf der Zunge zergehen!

Am Wochenende habe ich einmal ausführlich in alten Zeitschriften gestöbert, konkret im "Berliner Börsen-Courier" der Monate Januar bis März 1930. Ich kann Ihnen nur dringend raten, die folgenden Texte aufmerksam zu lesen. Denn Sie werden aus dem Staunen nicht mehr herauskommen. Kleine Vorbemerkung meinerseits noch dazu: Im Crash 1929 war der Dow Jones Index um etwa 50 Prozent von seinem Top gefallen, hat diese Verluste jedoch bis April 1930 zur Hälfte wieder aufgeholt. Und erst dann kam die große Talfahrt, die letztlich den Dow von 400 Punkten im Spätsommer 1929 beziehungsweise 300 Punkten im April 1930 auf nur noch 41 Punkte im Jahr 1932 fallen ließ:
"Die Reaktion an der New Yorker Börse hat, ohne ein besonderes Ausmaß zu nehmen, den Markt in eine recht günstige technische Position gebracht. Trotz überwiegend ungünstiger Wirtschaftsmeldungen hatten die Baisseangriffe keine nachhaltigen Erfolg, so dass neuerdings ein erheblicher Prozentsatz der Baissiers die Politik gewechselt hat, besonders unter dem Eindruck der Tatsache, dass selbst die sensationellen Warenpreisbewegung (Güterpreise sinken, B.N.) keine Angstverkäufe des Publikums ausgelöst hat."

Die Wirtschaftslage

"Der außerordentlich aufschlussreiche jüngste Bericht des Instituts für Konjunkturforschung, der ohne jede Schönfärberei die augenblickliche Wirtschaftslage widerspiegelt, öffnet gleichzeitig recht weit das Tor der Hoffnung. Die Kraftreserven sind verhältnismäßig stark. Ganz abgesehen davon, dass nicht nur in Deutschland aktionsbereites Kapital mit Spannung auf den Augenblick wartet, in dem es bei äußerst geringem Risiko die besten Chancen für eine gute Verdienstmöglichkeit sieht, ruhen auch im Geldmarkt selbst, wenn man ihn von der Diskontseite her betrachtet, noch allerlei Auftriebsenergien."

"Der Diskont wird gesenkt. Die Wirtschaft wird es auf das freudigste begrüßen, dass die Reichsbank auch diesmal nicht lange mit dem Diskontsatz gewartet hat, nachdem die Bank von England vorangegangen war."


Die Fonds und die Ansprüche der Aktionäre

"Das Börsenjahr 1930 ist noch viel zu jung, um es schon klassifizieren zu können. Aber es hat sich nicht nur an den deutschen Effektenmärkten im ersten Monat seines Lebens so viel versprochen, dass die sehr klein und bescheiden gewordenen Effektenbesitzer in der alten und in der neuen Welt sich das Recht herausnahmen, auch an den Februar des jungen Jahres besondere und wenn möglich sogar noch höhere Ansprüche zu stellen."
"Investment-Käufe. Die Baissepartei argumentiert damit, dass sich der Markt während der kontinuierlichen Aufwärtsbewegung überkauft habe, so dass eine Reaktion fällig sei. Sie übersieht dabei aber, dass die in der Berichtswoche vorgenommenen Käufe größtenteils echte Anlagekäufe waren und die Beobachtung zu machen war, dass die Investmenttrusts stärker kauften, wenn sie es auch sorgfältig zu verbergen suchten."


Die Markttechnik und die Liquiditätshausse

"Die Tendenz der Wallstreet hat eine neue Fragestellung: War der Herbstkrach wirklich das Ende einer langjährigen Hausseperiode oder nur eine starke technische Reaktion infolge erheblich überkaufter Positionen? Die gesamte Kurserholung ist inzwischen derartig gewesen, dass die Indizes die Wettmachung von rund 50 Prozent der Verluste anzeigen. Diese Besserung ging erheblich schneller vor sich als man erwartet hatte. Darüber hinaus hatten die letzten Wochen im Gesamtbild der Börse zweifellos einen haussierenden Charakter."
"Reflexe der Börsenwoche - Der richtige Augenblick. Überall strömten kleine Kapitalien, die verängstigte Kleinbürger aller Nationen vorsorglich im Sparstrumpf zurückgehalten hatten, ans Tageslicht. Aufgrund der Geldverbilligung wird der Anreiz, ins Gewicht fallende Summen den verschiedenen Kreditinstituten zur Verfügung zu stellen, infolge des weiter abgleitenden Zinsfußes immer geringer, und notgedrungen müssen diese Kapitalien, die der Wirtschaft infolge der bekannten konjunkturellen Hemmungen jetzt nur selten nutzbringend zur Verfügung gestellt werden können, einen neuen Wirkungskreis suchen. Zuerst ging, wie gewöhnlich, die Umschichtung wieder am festverzinslichen Markt vor sich, und dieser war erneut der erprobte Schrittmacher für die Übersiedlung auf den Aktienmarkt."

Quintessenz

Wenn man das alles gelesen hat, dann sieht man: Die Sprache hat sich im Zeitablauf zwar manchmal etwas gewandelt, doch die Argumentationen wie die Hoffnungen sind stets die selben: Zinssenkungen kurbeln die Wirtschaft an und führen dazu, dass aufgrund der niedrigen Zinsen, Aktienanlagen im Vergleich zu Zinsanlagen attraktiver werden. Doch eines kann der Aktionär daraus nur sehr schwer erkennen: Ob die elfenbeinartigen Dinge, die er jetzt gerade im Dunkeln leuchten sieht, Perlen sind, die er nur aufzuheben braucht. Oder ob es sich dabei vielmehr um die Zähne des Bären handelt, der nur geduldig darauf gewartet hat, die maximale Anzahl an Schäfchen reißen zu können.
Triebwerkschaden offenbar Ursache des Flugzeugabsturzes

New York - Nach einer ersten Auswertung des Stimmenrekorders halten Ermittler einen Triebwerkschaden für die wahrscheinliche Ursache der Flugzeugkatastrophe in New York mit mehr als 260 Toten. Sabotage oder einen Terroranschlag schlossen die Behörden zwar nicht völlig aus, die Schnellauswertung der "black box", die die Stimmen im Cockpit aufnimmt, habe dafür aber keine Hinweise geliefert, teilte die US-Verkehrssicherheitsbehörde (NTSB) am Dienstag mit.

Einen Tag nach der Katastrophe suchten Rettungskräfte in den Trümmern des Viertels Rockaway Beach im Stadtteil Queens weiter nach fünf Vermissten. An Bord der Maschine waren 260 Menschen. Bis Dienstag wurden nach Angaben des New Yorker Bürgermeister Rudolph Giuliani 262 Tote geborgen. Die Regierung der Dominikanischen Republik, aus der die meisten Opfer stammten, verhängte eine dreitägige Staatstrauer.

Es wurden nach Angaben der Verkehrssicherheitsbehörde keine unbekannten Stimmen oder unerklärlichen Geräusche auf dem Stimmenrekorder festgestellt. Deshalb sei eine "Triebwerks- Katastrophe" des Airbus A300-600 am wahrscheinlichsten. "Alles weist auf einen Unfall hin", sagte die NTSB-Vorsitzende Marion Blakey. "Fremdmaterial" in einem der untersuchten Triebwerke deute darauf hin, dass ein Schwarm Vögel eingesogen worden sein könnte, schrieb das "Wall Street Journal" in seiner Online-Ausgabe. Das Triebwerk habe dann Feuer gefangen.

Der Absturz der American-Airlines-Maschine wird die Versicherungen mindestens eine Milliarde Dollar (2,22 Milliarden Mark/1,13 Milliarden Euro) kosten. Damit erhöhen sich die Flugzeugkatastrophenkosten seit den Terrorattacken vom 11. September auf 7 Milliarden Dollar. Dies berichtete die "New York Times". American Airlines hatte bei den Anschlägen bereits zwei Flugzeuge verloren.

Der Airbus mit der Flugnummer 587 war fast auf den Tag genau zwei Monate nach den Terroranschlägen über Queens, rund 25 Kilometer von Manhattan entfernt, abgestürzt. Nach Angaben Giulianis wurden sechs Häuser völlig zerstört, sechs weitere wurden beschädigt und in Brand gesetzt. "Es fällt mir schwer, das angesichts der Opfer zu sagen, aber es hätte noch viel schlimmer kommen können", sagte Giuliani.

Kurz nach dem Start am Montag hatte sich nach Augenzeugenberichten eine Turbine von der Maschine gelöst. Danach war das Flugzeug in mindestens vier Teile auseinandergebrochen und um 9.17 Uhr (Ortszeit) auf das Wohngebiet abgestürzt. Nähere Aufschlüsse erhofften sich die Experten von einer möglichen Auswertung des Flugdatenrekorders, der zweiten "black box", die aber bis zum Dienstagvormittag noch nicht gefunden war. Der Pilot hatte den Fluglotsen beim Start keine Probleme gemeldet. Deshalb ist die Flugsicherheitsbehörde federführend mit den Ermittlungen befasst, nicht das Bundeskriminalamt FBI.

Die Maschine war vom internationalen Flughafen John F. Kennedy nach Santo Domingo in der Dominikanischen Republik gestartet. An Bord waren 246 Passagiere mit Ticket sowie 5 Kinder, die auf dem Schoß ihrer Eltern saßen, und 9 Besatzungsmitglieder. Etwa 175 der Passagiere stammten aus der Dominikanischen Republik.

Nach der Katastrophe wurde in US-Medien auf frühere Probleme mit dem Triebwerk CF-6 des Herstellers General Electric hingewiesen. Die ehemalige Inspektorin des Transportministeriums, Mary Schiavo, sagte im Fernsehsender CNN, die Zeugenaussagen ließen klar vermuten, dass sich das Triebwerk im Flug gelöst habe. Ähnliche Vorfälle habe es bereits mehrfach gegeben. Die US-Luftfahrtbehörde FAA hatte die Fluglinien in der Vergangenheit mehrmals zur Überprüfung dieser Triebwerke aufgerufen.

Die knapp 20 Jahre alte Unglücksmaschine war nach Angaben von American-Airlines-Chef Donald Carty erst am Tag vor dem Unglückroutinemäßig überprüft worden. Eine intensivere Inspektion habe es am 3. Oktober gegeben, eine Generalüberholung sei im Dezember 1999 vorgenommen worden. Die nächste größere Überprüfung sei für Juli 2002 geplant gewesen.

+++++++++++

ein schwarm vögel! ;)

ein schwarm vögel verursacht einen brand, der in kürze zu löschen ist.
bis ein triebwerk abfällt muss einiges passieren :laugh:
aber dem börsenmarkt soll es recht sein!

muss man jetzt mit versicherungen mitleid haben, wenn sie mal zahlen müssen???
14.11.2001 11:01:00: Greenspan Rede: Karriere eines Bandmusikers

FED Chairman Alan Greenspan hatte die Lacher auf seiner Seite, als er im Rahmen eines Vortrag bei der Houston University auf seine Karriere einging. Die Entwicklung zum einflussreichsten Ökonom der Welt sei mehr oder weniger ein Unfall gewesen so Greenspan. Er war früher Musiker bei einer Band und spielte Saxophon, Klarinette und Flöte. Irgendwann habe er dann begonnen Wirtschaftsbücher zu lesen, bis er erkannte, wo sein wahres Interesse verborgen war. Wäre er damals in der Bibliothek nicht links sondern rechts abgebogen wäre er heute vielleicht Arzt, so Greenspan.

Bezüglich der Produktivität äusserte er keinerlei Besorgnis. Auch wenn die Implementierung zusätzlicher Sicherheitstechnologie Kosten bedeute, so handle es sich doch um einen einmaligen Vorgang. Das Produktivitätswachstum werde auch in Zukunft anhalten, so Greenspan, womit auch die Inflation gezügelt werden dürfte. Ausserdem ist er der Meinung, dass auch weiterhin die Geldpolitik ein adäquates Mittel zur Wirtschaftssteuerung sei.

© BörseGo


:laugh:
SPIEGEL ONLINE - 16. November 2001, 10:35
URL: http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,167872,00.html
Der Markt-Forscher

Bushs Viagra-Paket

Von Carsten Matthäus

Mit seinem 100-Milliarden-Dollar-Programm will Präsident George Bush die US-Wirtschaft anheizen. Den Großteil seiner Steuergeschenke hat er aber für einen exklusiven Kreis guter Freunde reserviert.




Erst Texas, dann Amerika: US-Präsident Bush


Im Schock des Terrors kommen große Zahlen gut an. Zuerst waren es 40 Milliarden Dollar, die Bush den betroffenen Familien und Unternehmen als Soforthilfe zusagte. Dann griff der Präsident in die Vollen und versprach ein 100-Milliarden-Dollar-Programm - für Amerika, für die Wirtschaft.

Das klang entschieden und sehr mächtig. Manager in Europa verneigten sich schnell vor der Tatkraft des Texaners. Für Deutsche-Bank-Chef Rolf E. Breuer beispielsweise war es sofort klar, dass das Konjunkturprogramm "historische Ausmaße" habe und "wirken muss und wirken wird".

Natürlich wirken 100 Milliarden Dollar. Fragt sich nur, wie. Die Organisation Citizens for Tax Justice (CTJ), eine Art amerikanischer Steuerzahlerbund, hat das Milliardenprogramm genauer unter die Lupe genommen und dabei eine interessante Entdeckung gemacht.


Geplante Abschaffung der AMT - die Hauptgewinner

Unternehmen Ersparnis
IBM 1424
Ford 1000
General Motors 833
General Electric 671
Texas Utilities* 608
DaimlerChrysler 600
ChevronTexaco* 572
United Airlines 371
Enron* 254
Phillips Petroleum* 241
American Airlines 184
IMC Global* 155

Quelle: CTJ; * Energiebranche;
in Millionen Dollar


Im Zuge des Konjunkturprogramms will die Bush-Regierung unter anderem die so genannte Alternative Minimum Tax (AMT) abschaffen, eine Mindeststeuer für Unternehmen und Privatpersonen, die ansonsten wegen Steuerschlupflöchern zu wenig an den Staat zu zahlen hätten. Von der Abschaffung der ungeliebten Steuer profitiert vor allem die Mineralöl- und Energiebranche. Ganz vorne dabei sind der CTJ-Studie zufolge zwei Unternehmen mit Hauptsitz in Texas, nämlich die Texas Utilities Company und Chevron Texaco.

Solch eine großzügige Sonderbehandlung der Energieunternehmen hat System. Sowohl Bush als auch sein Vizepräsident Dick Cheney brüsten sich gerne damit, einmal im texanischen Ölgeschäft ihre Dollar verdient zu haben. Cheney soll bei seinem Wechsel in das Vizepräsidentenamt rund 36 Millionen Dollar als Abfindung mitgenommen haben, weil er dafür den Chefsessel des Erdölzulieferers Halliburton in Dallas aufgab. Gemeinsam streiten sie dafür, dass in den Naturreservaten von Alaska nach Öl gebohrt wird - gegen die Mehrheitsmeinung der amerikanischen Bevölkerung. Die Energiebranche, auch das sagt eine Studie der CTJ, ist traditionell der größte Wahlkampffinanzierer und profitierte bisher am stärksten von Steuersenkungen.


Eigennützige Wahlkampfhilfe

Branche Parteifinanzierung Steuersenkung*
Energie 141 Mio. 16,2 Mrd.
Computer 58,6 Mio. 8 Mrd.
Automobil 9,5 Mio. 2,4 Mrd.

Quelle: CTJ, Public Campaign; * in Dollar


Bushs 100-Milliarden-Paket, das unter dem Namen "Stimulus Bill" ständig in den Schlagzeilen ist, wurde bisher nur vom amerikanischen Kongress abgesegnet. Im Senat will die Mehrheit von Demokraten dagegen ein Konjunkturprogramm durchsetzen, das vor allem Kleinverdiener begünstigt. Vizepräsident Cheney hat sich allerdings schon wieder mit Worten in die Diskussion eingeschaltet, die nicht an seinen Vorlieben zweifeln lassen. "Die `Stimulus Bill` muss mit einem guten Programm zur Förderung der inländischen Energieproduktion kombiniert werden", sagte er kürzlich vor der amerikanischen Handelskammer. Seiner Ansicht nach wäre es "extrem töricht" für die Vereinigten Staaten, jetzt nicht die Ölproduktion zu fördern. Außerdem müsse nun, angesichts der neuen weltweiten Risiken, verstärkt in Alaska nach Öl gebohrt werden - Terrorbekämpfung auf texanisch.

Amerikanische Kommentatoren haben wenig übrig für die "Stimulus Bill". Nach Ansicht des "Wall Street Journal" sind die 100 Milliarden nichts als "ökonomisches Viagra" - ein kurzes Aufbäumen der Wirtschaft, begleitet von viel Marketing. Paul Krugman, einer der berühmtesten US-Ökonomen und "New York Times"-Kolumnist, hält das Konjunkturprogramm für blanken Zynismus. Bisher, so sein vernichtendes Urteil, hätten Politiker nur Geschenke für die eigene Klientel in Hilfsprogramme hineingemogelt. Das Bush-Paket dagegen sei einzig und allein für die eigenen Kostgänger geschnürt - mit dem Terror als Entschuldigung.
DIE ZEIT

Wirtschaft 47/2001

"Man will uns für dumm verkaufen"


--------------------------------------------------------------------------------

Die Globalisierung "made in America" lässt allzu viele Verlierer zurück - und stärkt den Fundamentalismus: Arundhati Roy, die indische Schriftstellerin und Aktivistin, im ZEIT-Gespräch

von Jacqueline Hénard (Gesprächsführung)


DIE ZEIT: Ihre Aufsätze über die Zusammenhänge zwischen wirtschaftlicher Machtverteilung und Terrorismus haben im Westen ein derartiges Echo ausgelöst, dass Sie mit einem Mal als die Globalisierungskritikerin erscheinen. Wie gefällt Ihnen diese Rolle?

Arundhati Roy: Ich bin mir nicht sicher, ob ich all diese Aufmerksamkeit verdiene. Ich schreibe die Dinge, wie ich Sie sehe, und erhebe keinen Anspruch auf den Titel "Stimme der Dritten Welt".

ZEIT: Aber warum finden Sie mit Ihrer Stimme so viel Gehör?

Roy: Weil ich eine Schriftstellerin bin. Ich kümmere mich mit meiner literarischen Legitimierung um Anliegen, die nicht literarisch sind. Ich will die Globalisierungsdebatte auf keinen Fall den Ökonomen und Juristen überlassen. Man will die Leute für dumm verkaufen in Fragen, die an die Substanz ihres Lebens reichen: Wasser, Boden, Saatgut. Meine Aufgabe als Schriftstellerin ist es zu sagen: Halt, lasst mich mal genau hinschauen, und dann werde ich mit einfachen Worten erklären, was vor sich geht.

ZEIT: Mancher, der auf der Seite Amerikas und des Westens steht, empfindet diese Worte als verletzend und oberflächlich.

Roy: Sobald Familien und Opfer im Spiel sind, kochen die Gefühle hoch. Für Amerikaner ist die existenzielle Unsicherheit im Alltag ein neues, seltsames Gefühl, während es für viele von uns leider dazugehört. Manche der besten und kritischsten Aufsätze zum Hintergrund der Anschläge vom 11. September sind übrigens von Amerikanern geschrieben worden - aber sie werden nicht gedruckt, sie sind nur im Internet zu finden. Auch meine Aufsätze sind in Amerika nicht veröffentlicht worden. Es gibt viele wunderbare Dinge an Amerika, aber es gibt auch ein großes schwarzes Loch im Nachrichtenfluss.

ZEIT: Bleiben Sie denn bei Ihren Worten, bin Laden sei der brutale Zwilling des amerikanischen Präsidenten, mittelbare Frucht der amerikanischen Außen- und Wirtschaftspolitik?

Roy: Die amerikanischen Hegemonialansprüche haben viele Ressentiments geschaffen. Die Terroristen nutzen sie für ihre Zwecke. Man muss verstehen, woher diese Ressentiments kommen, sonst besteht die Gefahr, dass die Gewalt nur immer weiter eskaliert. In diesem Frühjahr habe ich einen großen Aufsatz über die Privatisierung der indischen Strom- und Wasserversorgung und ihre gesellschaftlichen Folgen geschrieben. Damals, also lange vor den Terroranschlägen, habe ich gesagt, dass die Globalisierung mit dem Erstarken des Fundamentalismus einhergeht. Denn die Globalisierung hat erniedrigende Nebenwirkungen. Nehmen Sie nur die Call-Center, die in Indien sprießen, ein Millionengeschäft, das auf grotesken Lügen fußt: Da sitzen indische Frauen, denen ein amerikanischer Akzent antrainiert wird. Am Telefon müssen sie sich Susi und Jenny nennen und so tun, als säßen sie irgendwo in Amerika. Das logische, hausgemachte Gegenstück dieser Call-Center sind die Trainingscamps der Hindu-Fundamentalisten.

ZEIT: Wenn Amerika die Quelle so vieler Erniedrigungen ist, wie erklären Sie dann, dass die Green-Card-Aktion der deutschen Regierung in Indien ein Flop war? Warum gehen die Softwareingenieure der Dritten Welt lieber nach Amerika?

Roy: Das hat mit Sprache zu tun.

ZEIT: Glauben Sie nicht, dass der amerikanische Traum auch in Indien wirkt?

Roy: Doch, absolut. Aber wer sind die Softwareingenieure? Sie gehören zur Elite. Globalisierung ist kein Ding mit scharfen geografischen Grenzen: Amerika und Europa einerseits und der Dritten Welt andererseits. Auch die Eliten der Dritten Welt träumen von der Globalisierung und kollaborieren nach Kräften.

ZEIT: Was treibt all die Wirtschaftsflüchtlinge, die westwärts durch Europa strömen und manchmal sehr einfacher Herkunft sind, wenn nicht der Traum vom persönlichen Erfolg nach den Spielregeln der Globalisierung?

Roy: Nicht jeder Traum wird Wirklichkeit. Die Menschheit wird nicht geschlossen zum Islam konvertieren, und sie wird sich auch nicht in eine harmonische Masse von Mittelschichtsverbrauchern verwandeln. Die Globalisierung geht mit einem Prozess der Exklusion einher, und die Verlierer stehen am Ende schlechter da.

ZEIT: Wie erklären Sie, dass gerade die vorgeblichen Verlierer die materiellen Begleiterscheinungen der Globalisierung so bereitwillig aufnehmen: Mobiltelefon, Satellitenfernsehen, Coca-Cola?

Roy: In Indien ist vielleicht die Mittelschicht empfänglich dafür. Auf dem Land, wo es um essenzielle Dinge geht wie Wasser- und Stromversorgung, also die Ressourcenverteilung, sieht das ganz anders aus. Ich bin immer wieder erstaunt und beeindruckt, wie genau die Leute wissen, was mit ihnen geschieht und wie ihnen mitgespielt wird. Sie wissen, dass sie den Preis zahlen. Das zeigt auch, was für ein besonderer Ort Indien ist.

ZEIT: Haben Sie nicht den Eindruck, dass Amerika zunehmend sich selbst und sein Auftreten in der Welt selbst infrage stellt?

Roy: Ich weiß nicht, was in Amerika vor sich geht. Aber ich lese Zeitungen und schaue fern. Und die Worte des amerikanischen Präsidenten klingen nicht so, als würde er viel infrage stellen. Oder nehmen Sie einen Mann wie Dan Rather, einen anerkannten Journalisten, der vor der Kamera fragt: "Warum hassen sie uns?" - Und dann gibt er diese Antwort: "Weil sie böse sind, weil sie Verlierer sind. Und wir sind Gewinner."

ZEIT: Kennen Sie Amerika?

Roy: Ich bin da gewesen.

ZEIT: Und nach Ihren Aufsätzen sind Sie nicht eingeladen worden, um dort zu diskutieren?

Roy: Doch, ich sollte eigentlich schon unterwegs sein. Aber ich kann nicht, ich muss zurück nach Indien.

ZEIT: Warum sind Sie eigentlich so pessimistisch, was die Zukunft Afghanistans angeht? Manche Länder haben sich politisch und wirtschaftlich sehr gut von der Befreiung durch die Amerikaner erholt, Frankreich oder Deutschland zum Beispiel ...

Roy: Auch ein paar osteuropäische Länder ... aber es gibt viele Gegenbeispiele. Und Afghanistan, das ist nun einmal eine Weltgegend, in der die Amerikaner sich nicht auskennen.

Arundhati Roy wurde um 1960 in Indien als Tochter syrischer Christen geboren. Die Schriftstellerin ("Der Gott der kleinen Dinge") erregte Aufsehen, als sie kürzlich Osama bin Laden einen "Zwilling des amerikanischen Präsidenten" nannte
da zeigt rumsfield (oder wie der heisst) bilder von elitesoldaten auf pferden!!!

:laugh: köstlich :laugh:
US/Realeinkommen Oktober +0,2 Prozent gegenüber Vormonat

Washington (vwd) - Die Realeinkommen in den USA sind im Oktober im Vergleich zum Vormonat um 0,2 Prozent gestiegen. Wie das US-Arbeitsministerium am Freitag weiter mitteilte, wurde der September-Wert auf plus 0,1 Prozent revidiert. Vorläufige Zahlen waren zunächst von einem gegenüber dem Vormonat unveränderten Niveau ausgegangen. Das durchschnittliche Wocheneinkommen betrug den Angaben zufolge im Oktober saison- und inflationsbereinigt 274,08 USD.

+++++++++

US/Verbraucherpreise Oktober -0,3 (PROG: -0,2) Proz gg Vm

Washington (vwd) - Die Verbraucherpreise in den USA sind im Oktober um 0,3 Prozent gegenüber dem Vormonat und damit etwas stärker als erwartet gesunken. Im Vorfeld der Veröffentlichung der Daten hatten Ökonomen einen Rückgang um 0,2 Prozent prognostiziert. Wie das US-Arbeitsministerium am Freitag weiter mitteilte, wurde die Zunahme im September mit 0,4 Prozent bestätigt. Für die um Energie- und Nahrungsmittel bereinigte Kernrate wurde wie im Vormonat ein Anstieg von 0,2 Prozent gemeldet. Hier waren die Experten durchschnittlich von plus 0,1 Prozent ausgegangen. Im Jahresvergleich wiesen die Verbraucherpreise in der Gesamt- und Kernrate Steigerungsraten von 2,1 bzw 2,6 Prozent auf. Im Vormonat waren jeweils Zunahmen von 2,6 Prozent auf Jahressicht verzeichnet worden. Das Arbeitsministerium begründete den ersten Rückgang der Verbraucherpreise seit drei Monaten mit dem stärksten monatlichen Fall der Energiepreise seit 1986. Diese fielen um 6,3 Prozent gegenüber September; u.a. lagen dabei die Preise für Benzin und Erdgas um 10,7 bzw 6,8 Prozent unter ihrem Vormonatsniveau. Preissteigerungen um durchschnittlich 0,5 Prozent wurden dagegen bei Lebensmitteln verzeichnet. Insgesamt zeigten die Zahlen, so Analysten, dass die Inflationsgefahren nach und nach abklingen würden. Deflationsrisiken bestünden zurzeit trotz der offensichtlichen Rezession nicht. Mit Blick auf die Finanzmärkte hieß es, die Inflationsdaten würden im Schatten der Veröffentlichung der Oktober-Zahlen zur Industrieproduktion und Kapazitätsauslastung stehen. Diese werden um 15.15 Uhr MEZ von der US-Notenbank bekannt gegeben.

++++++++++++

und dann noch konjunkturpakte in billionen höhe – junge dann knallt amerika wieder ganz nach oben !

:laugh:
Die Vereinigten Staaten drohen in die Liquiditätsfalle zu tappen

Von Robert von Heusinger

Alan Greenspan ist unermüdlich. Zehnmal hat der Chef der US-Notenbank in diesem Jahr die Zinsen gesenkt, von 6,5 Prozent im Januar auf 2 Prozent - sie sind jetzt so niedrig wie seit 40 Jahren nicht mehr. Man muss schon Historiker sein, um eine Periode ähnlich drastischer Zinssenkungen zu finden. Es waren die Jahre der Weltwirtschaftskrise 1929 bis 1931, in denen die US-Notenbank den Zinssatz im gleichen Ausmaß nach unten gedrückt hat. Ist Greenspans Manöver reiner Aktionismus, wie die zunehmende Zahl seiner Kritiker meint? Oder steht es um die US-Wirtschaft tatsächlich so schlecht? Letzteres ist der Fall. Nicht Inflation, sondern Deflation heißt heute das Problem - die Preise fallen. Und da helfen nur Zinssenkungen. ;)

Die Terminsätze an den Finanzmärkten legen längst ein weiteres Abrutschen der Zinsen auf 1,5 Prozent nahe. Einige Volkswirte, etwa von der Investmentbank Credit Suisse First Boston, prophezeien gar einen US-Zins von einem Prozent. Gewiss ist nur, dass die Notenbank bei null Prozent aufhören muss. :laugh:

Null Prozent Zinsen, das gibt`s doch gar nicht? Doch, in Japan. Dort verlangt die Notenbank seit Frühjahr 1999 keine Zinsen mehr - ohne Erfolg. Die Wirtschaft schrumpft, und es herrscht Deflation. Die Ohnmacht der Geldpolitik ist es, die die Gilde der modernen Ökonomen schreckt. Den USA drohen "japanische Verhältnisse". Das ist Greenspans Sorge, die den Zinssenkungsmarathon erklärt.

Denn wie Japan Anfang der neunziger Jahre haben die USA heute mit den Folgen der geplatzten Blase an den Aktienmärkten und der hohen Verschuldung der privaten Haushalte und Unternehmen zu kämpfen. Zudem leiden sie unter dem drastischen Kapazitätsabbau, der Folge fehlgeleiteter Investitionen ist. Japan ist im Laufe der Krise in die Liquiditätsfalle getappt. Ihr möchte Greenspan unter allen Umständen ausweichen. Dieses einst von John Maynard Keynes thematisierte Phänomen verschwand in den siebziger Jahren nach dem Ölpreisschock und hoher Inflation aus den volkswirtschaftlichen Lehrbüchern. Seit Ende der neunziger Jahre feiert die Liquiditätsfalle dank Japans Malaise ihre Wiederauferstehung in den akademischen Zirkeln.

Als Liquiditätsfalle bezeichnet man den Zustand, in dem die Geldpolitik weder reale noch nominale Zinssätze beeinflussen kann. Selbst wenn die Notenbank immer mehr Geld in die Wirtschaft pumpt, zieht die Nachfrage nicht an. Die Unternehmen investieren nicht, die Verbraucher konsumieren nicht. Wachstumsraten und Preise sinken. Fällt die Inflationsrate unter null und verharrt dort, herrscht Deflation. Das heißt, die Konsumenten haben allen Grund, ihren Konsum in die Zukunft zu verlegen, denn die Preise der Güter werden immer günstiger. :laugh:

Für alle, die verschuldet sind, ist Deflation Gift, erhöht sie doch Jahr für Jahr die Schulden. Firmen können ihre Kredite nicht mehr zurückzahlen, und schließlich gehen die Banken wegen zu vieler fauler Kredite pleite. So kann der Niedergang der japanischen Wirtschaft skizziert werden, der nach dem Platzen der Blase 1989 einsetzte. Das Problem, vor dem die japanischen Notenbanker stehen, lautet: Wie erzeuge ich Inflation? Denn erst dann lohnt es sich, heute Geld auszugeben, weil die Verbraucher höhere Preise befürchten müssen; erst dann lohnen sich Investitionen, da die Firmen auf höhere Preise hoffen. Die Notenbanker müssen die Erwartungen der Wirtschaftsteilnehmer ändern.

Genau das versucht Greenspan. Von Japan hat er gelernt, dass er nicht zögern darf und Deflation verhindern muss. Greenspan nutzt die noch positive Inflationsrate, um die Realzinsen durch nominale Zinssenkungen zu drücken. Das ist fast alles, was Notenbanken tun können. Sinkende Realzinsen haben drei Effekte: Erstens rechnen sich jetzt Investitionen, die vorher unprofitabel waren. Je kurzfristiger eine Volkswirtschaft finanziert ist, desto größer der Effekt der Zinspolitik. Dann verbilligen sich zweitens nicht nur die Raten für neue, sondern auch für bestehende Konsumkredite oder Hypotheken. Dadurch haben die Konsumenten mehr Geld in der Tasche. Drittens können über nachgebende Zinsen Aktien- und Immobilienmarkt stabilisiert oder sogar stimuliert werden, was die Vermögen der Privaten erhöht und ebenfalls ihre Kauflust steigern dürfte.

Mit dem jüngsten Zinsschritt hat die US-Notenbank sogar negative Realzinsen in Höhe von 0,6 Prozent am kurzen Ende erzeugt. Die Inflationsrate liegt bei 2,6 Prozent, der Notenbankzins bei 2 Prozent. Das ist sehr aggressiv, denn es bestraft das Halten von Geld. Alle, die ihr Geld nicht ausgeben oder investieren, sondern auf dem Konto parken, verlieren totsicher. Selbst diese Strafe könnte für die Konsumverweigerer aber noch zu gering sein. Denn die amerikanischen Haushalte haben gerade erst wieder begonnen, etwas auf die hohe Kante zu legen. Zudem hat sich ihr Aktien- und Immobilienvermögen seit März vergangenen Jahres um rund 30 Prozent verringert. Das ist nicht der Stoff für einen neuen Kaufrausch. Die Unternehmen wissen um die Gemütslage der Verbraucher und verzichten deshalb auf Investitionen, negativer Realzins hin oder her. Alles hängt von den Erwartungen über die künftige Inflationsrate ab. Diese aber tendieren weiter nach unten.

Greenspan wird die Zinsen also weiter senken müssen. Doch sein Spielraum ist fast ausgeschöpft. Springt die Konjunktur nicht bald an, sitzt auch er in der Liquiditätsfalle. Hat die Notenbank erst einmal die Kontrolle über die Inflationserwartungen verloren, ist guter Rat teuer. In Japan haben die klassischen Keynesianischen Konjunkturprogramme, die jetzt auch die Regierung Bush plant, kläglich versagt. Der letzte, radikale Ausweg lautet dann Reflationierung der Wirtschaft: Die Notenbank würde unbegrenzt Aktien, Anleihen und Immobilien von den Privaten kaufen, bis auch der Letzte einsieht, dass Geld im Überfluss in der Wirtschaft ist und es zur Inflation kommen muss. Gleichzeitig sollte sie sich verpflichten, nichts gegen die erwünschte Inflation zu unternehmen, damit die Erwartungen sich tatsächlich ändern.

Noch ist die US-Wirtschaft nicht in einer solch miserablen Lage. Vielleicht wirkt Greenspans Arznei ja doch. Zinssenkungen stimulieren die Konjunktur immer zeitverzögert, lediglich der Zeitraum ist strittig. Sind es mehr als vier Quartale, liefe die expansive Geldpolitik der US-Notenbank Gefahr, im kommenden Jahr hohe Inflation zu provozieren.

Dieses Risiko nimmt Greenspan in Kauf, ahnt er doch, dass der längste und exzessivste Wirtschaftsboom in der Geschichte der USA nicht von der kürzesten und mildesten Rezession abgelöst werden dürfte. Zu hohe Inflation ist allemal besser als Deflation. Inflation können Notenbanken mit restriktiver Geldpolitik bekämpfen, das haben sie oft genug bewiesen.

Da es sehr schwierig ist, sich aus der Liquiditätsfalle zu befreien, müssen die Notenbanken alles tun, um gar nicht erst hineinzugeraten. Das verlangt aber genügend Spielraum für kräftige Zinssenkungen. Wird eine zu niedrige Inflationsrate angestrebt - wie im Fall der Europäischen Zentralbank (EZB), die die Inflation unter zwei Prozent halten will -, sind die Zinssätze der Notenbank in guten Zeiten oft zu niedrig, um einen ausreichenden Puffer für einen Nachfrageschock á la US-Wirtschaft zu bieten. Das ist die Lehre, die die EZB aus der Debatte um die Liquiditätsfalle ziehen sollte.

Ein symmetrisches Inflationsziel, wie es die Bank of England verfolgt, ist die richtige Antwort. Das heißt, die EZB dürfte nicht mehr, aber auch nicht weniger Inflation als 2,5 oder 3 Prozent anstreben. Sonst könnte auch sie eines Tages in der Liquiditätsfalle zappeln.

++++++++++++

einige punkte habe ich in meinem eingangsposting schon angesprochen! schön das jetzt auch profis das einsehen! :laugh:
was heisst uneingeschränkte solidarität eigentlich???

in jedem verdammten neuwagen sind mindestens 4 dosenhalter drin!

was soll man als europäer noch alles über sich ergehen lassen?


:laugh:
p.s. für das lager in unserer firma (das heisst jetzt logistikzentrum) ist ein neuer stapler gekommen.

er das ding hat eine vertiefung für trinkflaschen!

nicht zu glauben, oder?


:laugh:
ok - der markt steigt ! :rolleyes:

-----------------------


Die Deflationäre Depression beginnt

Es ist nun gut 15 Jahre her, als mich nach einem Vortrag der alte Fuchs, Chart-Champ und heutiger boerse.de-Kolumnist Hans-Dieter Schulz kritisch angesprochen hat und zum ersten Mal das berüchtigte D-Wort gebrauchte. Er fragte. "Warum sprechen Sie eigentlich immer von Inflation? Denken Sie doch auch mal über die Möglichkeit einer Deflation nach!" Lern- und wissbegierig wie ich war, ließ ich mir das nicht zwei Mal sagen.

Was ist überhaupt eine Deflation und vor allem: Woher kommt sie?

Eine Deflation sind auf breiter Front fallende Preise. Die Wirtschaftsgeschichte ist voller solcher Erscheinungen, wie ich alsbald herausfand. Zunächst war da die Weltwirtschaftkrise, in der die deutschen Lebenshaltungskosten zwischen 1929 und 1933 um fast ein Viertel nachgaben. In anderen Ländern war es ähnlich. War dies eine Abirrung, ein Phänomen, das aus der weltweit grassierenden Wirtschaftskrise resultierte? Obendrein "monetär" zu erklären, also mit einem starken Rückgang der "Geldmenge" um ein gutes Drittel wie es mein alter Lehrer Milton Friedman in seiner "Monetary History of the United States" so ausführlich dargelegt hatte (1963)? Es schien nahe zu liegen, und die Kausalkette: Weniger Geld = fallende Preise beeindruckte durch ihre Simplizität. Doch dann stieß ich auf immer mehr Material, das mich stutzig machte. In den USA war es 1920/22 zu einer scharfen, kurzen Deflation ohne nennenswerten Rückgang der Geldmenge, gekommen, in England Mitte der Zwanziger Jahre nach der Rückkehr zur Goldparität der Vorkriegszeit nicht minder.

Immer gab es also andere Ursachen (Kriege, Nachkriegszeiten, Outside-Schocks, Edelmetallmangel) und das Bild wurde nicht klarer.

Zurück daher zum statistisch verlässlichen Friedman. In seinen Tabellen entdeckte ich, dass die US-Deflation der Großen Krise nicht durch das Geld, das im Publikum vorhanden war, die Deflation verursacht haben konnte. Es war zwischen dem Crash-Monat Oktober 1929 von 3,8 Milliarden Dollar auf 5,5 Milliarden Dollar im März 1933 gestiegen ("Currency held by the Public"). Was in der gleichen Zeit allerdings völlig zusammenbrach waren die "Demand" und die "Time Deposits". Sie fielen im gleichen Zeitraum von 24,4 bzw. 19,9 auf 13,5 bzw. 10,9 Milliarden Dollar. Die Krise war also keine "monetäre" im strengen Sinn des Wortes, sondern es war eine Kreditkrise: Das Publikum hatte schlicht abgehoben und weniger Guthaben bei den Banken unterhalten, die ab September 1930 ohnehin in Kaskaden untergegangen waren. Also ist zu fragen, ob nicht mangelndes Vertrauen und vor allem mangelnde Kreditnahme- und Kreditvergabebereitschaft als Deflationsursache anzusehen sei. Die Antwort lautet: Ja. Deflation kommt nicht aus irgendeinem "Money Stock", den es im heutigen Kreditgeldsystem (ohne Gold als Basis) ohnehin längst nicht mehr gibt, auch nicht aus Hortungen", obwohl so etwas durchaus die Kaufbereitschaft hinauszögert, was auch ökonomisch sinnvoll ist, weil jedermann später billiger kaufen kann und Warten also Zinsen bringt.

Die Deflation ist ein Kreditphänomen!

Wer bereits verschuldet ist, muss, um bei Fälligkeit liquide zu sein, in sich zusammen ziehenden, also zunächst rezessiven Märkten, notfalls zu immer tieferen Preisen Absatz suchen, was die Konkurrenz ebenfalls zu Preisnachlässen veranlasst Und wer bisher mit Hilfe von Kredit gekauft hat (Investitionen, Häuser, Autos) hält sich zurück, was ebenfalls nicht zur Stabilisierung des Preisniveaus beitragen kann. Die Börsen mögen, getrieben von kurzfristiger "Liquidität", dargestellt durch die Verwandlung längerfristiger Fälligkeiten in "ready cash at hand", noch ein interessantes Eigenleben entwickeln, doch jede "neue Hausse" wird sich à la longue nur als Korrektur in einem anstehenden langen, langen Abwärtstrend entpuppen. Auch in der Baisse kann gutes Geld verdient werden, zumal die Aufwärts-Hikes mit großer Wucht daherkommen. Am Ende aber werden alle Kurse wieder dort landen, wo sie vor dem Start der Aktienmanie hergekommen sind und - ähnlich den Titeln der New Economy - in etwa dort landen, wo düster steht: 10 Prozent des All Time Highs.

Buyers, beware!

Von Dr. Paul C. Martin, Zürich

19.11.2001 boerse.de
#217 von Hirse 19.11.01 17:29:49 Beitrag Nr.:4.919.251 Posting versenden 4919251
@Dolby: Ich glaube, daß Bush die Saudis an der Nudel hat. Vor dem 11.9. war der Ölpreis auf 28 und die Lagerbestände auf Tiefkursen bei ca. 305 Mio Barrel, mittlerweile sind sie bei gut 500 und das Ziel sind über 700 Mio, der Preis wird aber trotz Nachfrage der Amis immer schwächer. Würde mich nicht wundern, wenn die Saudis einem deal zugestimmt haben, jetzt deren Wirtschaft zu retten durch billiges Öl und das auch aus Eigeninteresse zu tun, da sie griße Teile ihres Geldes in den USA abgelegt haben. Ist aber nur eine `Verschwörungstheorie`. Mich stören die massiven longs der COT im ÖL, die wären bei einem solchen Verfall eigentlich von sehr short kommend erst langsam auf neutral gewechselt-sind sie aber nicht, sind schon länger sehr stark long in Öl-Futures.
KZ bleibet bare für mich zunäcgst 15 Dollar.

Gruß
Hirse


---------------

muss man mal nachforschen !

wenn das ding stimmt, .... :mad:
Hi Dolby,

hast du doch glatt die vielen Rechtschreibfehler mitkopiert;)

Ich muß mal schauen, inwieweit ich die von mir aus dem Gedächtnis notierten Zahlen nachvollziehen kann mit Quellen. Die 500 aktuell kamen vor ein paar tagen als WO-Nachricht, die 300/305 waren im August der Stand der Lagervorräte.

Wenn ich was finde, poste ich es hier.

Gruß
Hirse
Roland Leuschel


Anlagestrategie in einer Zeit der Extreme


Kaum haben wir den grössten Aktiencrash aller Zeiten (Kapitalvernichtung rund 7.000 Milliarden US-Dollar) hinter uns gebracht, scheinen viele Anleger die Ereignisse vergessen zu haben und spekulieren munter auf einen neuen Bullenmarkt. Der Dax fiel immerhin um rund 60% und der Neue Markt um 90%. In den letzten drei Wochen haben Europas Aktienmärkte nach den Panikverkäufen vom 21. September das grösste Kursfeuerwerk seit 20 Jahren angefacht. Die Anleger glauben an eine rasche V-förmige Erholung der Weltkonjunktur und der Gewinne der Gesellschaften. Ich möchte diesem euphorischen Wein ein paar Tropfen Wasser beigeben :

Wenn der Dax um 60% von 8.300 auf 3.600 eingebrochen ist, dann muss er um 150% steigen, um seine alte Höchstmarke wieder zu erreichen. Beim Neuen Markt müssten die Kurse sogar um 900% steigen, um wieder auf das alte Niveau zu kommen. So sind nun mal die gefühllosen Gesetze der Mathematik. Aus dieser Perspektive relativieren sich die 30 bis 35%igen Kursgewinne.

In der Tat haben die Anschläge vom 11. September vieles verändert, aber der Bärenmarkt wird noch einmal die September Tiefstpunkte testen, und dann werden wir eine echte Bodenbildung bekommen. Auf zwei Füssen steht der neue Bullenmarkt besser und gesünder als auf nur einem. Der Investmentstratege von Morgan Stanley, Joe McAlinden, nannte den Anschlag auf das World Trade Center einen « Wendepunkt zum Guten » und rief seinen Anlegern weltweit zu : « Dieses Ereignis wird das Ende des Bärenmarktes markieren ». Heute wissen wir, dass durch das enorme fiskalische Paket, das die amerikanische Regierung geschnürt hat (120 Milliarden Dollar = 1,2% des BIP der USA), sowie die massiven Zinssenkungen (9 an der Zahl) werden bewirken, dass aus der erwarteten L-förmigen Konjunkturerholung eine V-förmige entstehen wird, die aber einem Strohfeuer ähnelt ; denn das riesige Leistungsbilanzdefizit (3,5% des BIP in den USA), der aussergewöhnliche Kapazitätsüberhang, die negative Sparquote, die exzessive Verschuldung der amerikanischen Privathaushalte, sowie die Verschlechterung der Gewinnmargen der Unternehmen seit 1997 deuten darauf hin, dass nach einem kurzen V-förmigen Aufschwung eine langandauernde Periode langsamen Wachstumsanstiegs folgen wird. Ich gehe davon aus, dass wir mindestens fünf Jahre brauchen werden, bis die alten Gewinnmargen von vor 1997/98 wieder erreicht werden. Der Wall Street Veteran, Barton Biggs von Morgan Stanley, formulierte seine Strategie zu Beginn Oktober wie folgt : « I still believe that there will be a retest of the September lows in one form or another. »

Auch fundamental ist Wall Street nach wie vor zu hoch bewertet und die riesigen in den Bankenkreislauf gepumpten Geldmengen scheinen die Anleger zu verführen, eine neue Blase zu kreieren. Die KGV auf Basis der 2001 Gewinne ist mit 27 bis 28 fast auf dem doppelten Niveau des langfristigen Durchschnitts. Auch das Kurs/Buchwert-Verhältnis liegt weit über 4, und der Markt wäre echt preiswert im Bereich des einfachen Buchwerts. Natürlich schätzen die Analysten enorme Gewinnanstiege für das Jahr 2002 und errechnen damit günstige KGVs, bzw. sie gehen zum Beispiel von einem Gewinnanstieg von 32% in den USA und 16% in Europa aus. Das scheint mir Disneys Wunderland zu sein. :laugh:

Sie müssen nach wie vor mit Schocks aus der Welt des Terrors rechnen, die das Börsenklima empfindlich stören können. Wenn ich Colin Powells Aussage höre, diesen Krieg noch vor Winterbeginn zu gewinnen, denke ich an die Versprechungen des Generals Westmoreland und Präsident Johnsons während des Vietnam-Krieges. Auch die Erklärungen der Sovietarmee nach dem Einmarsch der Russen im Dezember 1979 in Afghanistan klangen ähnlich optimistisch. Charttechnisch liege ich ganz auf der Linie der gestern veröffentlichten Analyse von Axel Retz, und habe seiner Warnung « die chart- und markttechnischen Warnhinweise im Zuge der jetzigen Rallye zu ignorieren, könnte für den Anleger eine ziemlich kostspielige Angelegenheit werden » nichts hinzuzufügen.

Also bleiben Sie weiterhin vorsichtig und legen Sie Ihren Cash langsam und geduldig in Aktien an. In Zeiten der Unsicherheit wächst die Zahl der Opportunitäten, und warten Sie geduldig auf den Test der am 21.9. erreichten Tiefstpunkte. Auch im Tierreich gilt das Gesetz, die zweite Maus kann genüsslich und in Ruhe den Speck in der Falle geniessen. :eek:

Roland Leuschel

24.10.2001
läuft doch gut singha ? :rolleyes:

--------------------------------------------


Liquiditätsanstieg ist nicht die Ursache

Von Bernd Niquet

Es ist wirklich erstaunlich: Da leben wir nun bereits seit mehr als 50 Jahren in einer Marktwirtschaft, und trotzdem haben die meisten Menschen den wesentlichen Unterschied zwischen Marktwirtschaft und Sozialismus in seinen Grundstrukturen noch immer nicht verstanden: Eine Marktwirtschaft wird durch Preissignale gesteuert, eine sozialistische Volkswirtschaft hingegen durch Mengenvorgaben.

Gäbe es in einer Marktwirtschaft tatsächlich so etwas wie eine Liquiditätshausse, dann müsste der Nikkei-Index derzeit anstelle von 10.000 Punkten mindestens 100.000 Punkte ausweisen. Will sagen: Der Anstieg der Liquidität, die wir weltweit derzeit beobachten, ist der Reflex, nicht jedoch die Ursache der gegenwärtigen Kurssteigerungen am Aktienmarkt. Denn hierfür ist etwas völlig anderes verantwortlich:

Die wirklichen Ursachen der Aktienhausse

Die Grundfrage, die sich jeder, der das Wort "Liquiditätshausse" in den Mund nimmt, stellen muss, ist die folgende: Wie kommen die Anleger eigentlich in den Besitz der gestiegenen Liquidität? Da es sicherlich unstrittig ist, dass diese nicht vom Himmel fällt (oder etwa doch?), bleiben zwei Wege übrig:
Fall 1: Die Zentralbank kauft festverzinsliche Wertpapiere aus dem Markt (Offenmarktgeschäfte).
Fall 2: Die Zentralbank vergibt höhere Kredite (Diskontgeschäfte).


Agiert die Zentralbank offensiv am offenen Markt (Fall 1) und kauft Papiere, dann macht das im Vergleich zum normalen Handel nur einen Unterschied: Das Geld, welches der Verkäufer der Bonds erhält, kommt nun nicht von einem privaten Bondkäufer, sondern von der Notenbank. Kurssteigernd am Aktienmarkt kann diese Maßnahme daher nur dann sein, wenn man annimmt, dass der potentielle private Bondkäufer, der nun durch die Notenbank "ersetzt" wird, aus exakt diesem Grunde mit seinem Geld an den Aktienmarkt herantritt. Doch warum er das tun sollte, bleibt natürlich unerfindlich.

Vergibt die Notenbank mehr Kredite (Fall 2), dann steigt die Liquidität ebenfalls an. Doch wann werden die Banken, die diese Kredite bei der Notenbank aufnehmen (beziehungsweise die Privaten, die diese bei den Geschäftsbanken aufnehmen), dieses Geld am Aktienmarkt anlegen? Sie werden es exakt dann tun, wenn ihre Ertragserwartungen die Zinskosten übersteigen. Es ist also nicht das Mengensignal, sondern das Preis- beziehungsweise Preiserwartungssignal, welches die Käufe am Aktienmarkt verursacht. Konkret: Die Kredite werden überhaupt erst dann aufgenommen, wenn das Preis- und Erwartungsgefüge das Signal dafür gibt.

Ohne Ertragserwartungen läuft nichts

Halten wir also fest: Senkt die Notenbank die Zinsen, dann werden sich bei gleichbleibender (oder steigender) Erwartungshaltung die Kreditaufnahmen zum Aktienkauf erhöhen. Doch was ist, wenn die Ertragserwartungen ebenfalls sinken? Dann sind wir beim Fall Japan: Wenn die Ertragserwartungen negativ sind, dann wird niemand selbst bei einem Zinssatz von annähernd null einen Kredit zum Aktienkauf nachfragen. Die Liquidität könnte daher bis ins Unendliche steigen - und niemand würde auch nur einen neuen Aktienkauf tätigen.
An dieser Stelle wird natürlich sofort ersichtlich, warum derartige Gedanken kein akademisches Glasperlenspiel, sondern für jeden Investor eigentlich lebensnotwendig sind: Führt nämlich die expansive Notenbankpolitik nicht kurz- bis mittelfristig zu einer Erholung der Wirtschaft und damit zu einer Stabilisierung oder sogar zu einem Steigen der Ertragserwartungen, dann werden selbst bei deutlich ansteigender Liquiditätsentwicklung die Aktien beginnen, wieder zu sinken.

Das böse Erwachen

Die Aktien steigen derzeit also nicht aufgrund der anschwellenden Liquidität, sondern aufgrund eines Anstieges im Optimismus hinsichtlich der Ertragserwartungen. Konkret: Weil die Marktteilnehmer glauben, dass die Zinssenkungen die Wirtschaft schnell wieder aus der Talsohle herausführen. Erweist sich dieser Optimismus als berechtigt, dann wird der Kursaufschwung Bestand haben. Erweist er sich jedoch als unberechtigt, so wird es eine herbe Enttäuschung und deutlich sinkende Kurse geben. Mit der Liquidität jedoch hat das alles nichts, aber auch gar nichts zu tun. Die US-Industrie hat das bereits begriffen. Denn im 13. Monat in Folge ist die Industrieproduktion in den USA jetzt gefallen. Das ist der höchste Wert seit der Weltwirtschaftskrise der 30er Jahre, in der es 15. Mal hintereinander einen Rückgang gab. Denn warum produzieren, wenn die Ertragserwartungen rückläufig sind? Die US-Industrie hat also bereits begriffen. Nur an der Börse träumt man noch den Traum der Liquidität. Doch dies war, ist und wird immer nur ein Traum bleiben. Und es wird kein frohes Aufwachen geben.

+++++++++++++++++

und dem dow fehlen ca. 15 prozent vom top.
das macht die sache so pervers!

;)
USA stecken in Rezession
Jetzt ist es offiziell: Die USA sind in einer Rezession, und zwar schon seit März.


Von Victor Breu, New York

Es sind sechs Wirtschaftsprofessoren, die das Komitee zur Datierung der Wirtschaftszyklen bilden, einen Ausschuss des National Bureau of Economic Research. Die sechs Herren kommen nur dann zu einer Sitzung zusammen, wenn sie sicher sind, anschliessend mitteilen zu können, eine Rezession habe begonnen oder geendet. Sie treffen sich also höchst selten. Dafür ist ihr Urteil offiziell.

10 Jahre Aufschwung
Gestern Freitag geschah das Historische, zwar erst nach Redaktionsschluss dieser Ausgabe, aber das "Wall Street Journal" hatte bereits zuvor Wind bekommen. Das Komitee erklärte, die USA steckten in einer Rezession. Begonnen habe sie im März 2001. Damit hat die letzte Expansionsphase der US-Wirtschaft auf den Monat genau zehn Jahre gedauert - so lange wie noch nie. Der letzte Rekord hatte acht Jahre und zehn Monate betragen (Februar 1961 bis Dezember 1969), ein durchschnittlicher Aufschwungzyklus seit dem Zweiten Weltkrieg nur vier Jahre angehalten.

Dass die Rezession schon im März begann, mag erstaunen. Schliesslich wuchs das Bruttoinlandprodukt (BIP) der USA noch bis Ende Juni. Doch die Konjunkturpäpste fällen ihren Entscheid nicht auf Grund von Quartalszahlen des BIP. Sie schauen auf die monatlichen Ziffern von vier Richtgrössen: Beschäftigung, Privateinkommen, Industrieproduktion sowie Gross- und Detailhandel. Die letzten beiden begannen bereits im letzten Herbst zu fallen. Bei der Beschäftigung - sie gilt als wichtigster Indikator - trat die Wende zum Schlechten im März ein. Die realen Einkommen hingegen verhalten sich bisher nicht rezessionskonform, gehen sie doch noch nicht zurück.

Die letzte offizielle Rezession dauerte drei Quartale, von Juli 1990 bis März 1991. Auch diesmal, so glauben Ökonomen, könnte die Wende nach neun Monaten geschafft sein. Das Komitee jedenfalls hat die Rezession genau zum Zeitpunkt ausgerufen, als erste Anzeichen einer Besserung aufschimmern: Bei Beschäftigung und Konsumentenvertrauen sind die Zahlen seit zwei Wochen wieder positiv.


DIW warnt vor weltweiter Wirtschaftskrise
Forscher: Dramatische Verschlechterung möglich / Hoffen auf schnelle Belebung der US-Konjunktur
Matthias Loke

BERLIN, 23. November. Führende deutsche Wirtschaftsforscher haben vor der Möglichkeit einer weltweiten Wirtschaftskrise gewarnt. Nachdem es die starken Konjunkturabschwünge in den Wirtschaftsblöcken USA, Japan und Europa gegeben habe, hänge nun alles davon ab, wie die amerikanische Wirtschaft auf die Zinssenkungen und Konjunkturpakete reagiere, betonten die Forscher in einer Umfrage der "Berliner Zeitung".
"Wir müssen befürchten, dass es im kommenden Jahr eine Weltwirtschaftskrise geben kann", sagte Konjunkturchef Gustav-Adolf Horn vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin. Ob es dazu komme, werde sich im vierten Quartal entscheiden. Es würde sich dann aber nicht um eine Depression wie in den 30er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts handeln, sondern um eine weltweite Rezession dergestalt, dass in allen großen Wirtschaftsräumen das Wachstum rückläufig sein würde, erklärte Horn. Die USA steckten unzweifelhaft in der Rezession, Japan ohnehin seit längerem und nun befinde sich auch Südamerika in der Krise. Europa weise noch geringes Wachstum auf.

Verunsicherte Verbraucher

Er hoffe zugleich, dass die Konjunktur in den USA im ersten Quartal kommenden Jahres wieder anspringt, sagte Horn. Mit den Zinssenkungen und Konjunkturprogrammen sei dort dafür alles getan worden. Die Frage sei nur, wie tief die Verunsicherung der Verbraucher und Investoren wirklich sei. Zur deutschen Wirtschaft sagte Horn, es sei sehr wahrscheinlich, dass Deutschland im vierten Quartal in die Rezession abrutscht. Zur Belebung der Konjunktur plädierte Horn erneut dafür, den nächsten Teil der Steuerreform vorzuziehen.

Ullrich Heilemann vom Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) warnte vor einer "dramatischen weltweiten Verschlechterung der Konjunkturlage". Ein solches Szenario könne nicht ausgeschlossen werden. Alle großen Wirtschaftsblöcke steckten in einer Krise. Es sei bemerkenswert, wie "synchron die Abschwächungen in den USA und in Europa verlaufen" seien.

Nach Auffassung von Heilemann handle es sich derzeit um Konjunktur-Krisen. "Wenn wir allerdings in einem halben Jahr immer noch auf dem gleichen Stand sind und sich nichts verbessert hat, dann müssen wir uns wohl mit dem Gedanken einer weltweiten Wirtschaftskrise vertraut machen." Während es in den USA "sehr entschlossene Reaktionen" auf die Konjunktureinbrüche gegeben habe, seien sie in Europa und Deutschland "eher verhalten" ausgefallen. "Das macht mir schon Kummer", sagte Heilemann: "Die Politik legt sich zu sehr auf die ruhige Hand zurück." Wenn sich die Lage weiter eintrüben sollte, müsse man gewappnet sein, mit öffentlichen Ausgaben und Investitionen etwas für die Konjunktur zu tun.

Konjunkturchefs anderer Institute zeigten sich weniger pessimistisch. Wolfgang Nierhaus vom ifo-Institut in München wie Joachim Scheide vom Kieler Institut für Weltwirtschaft sagten übereinstimmend, dass "rein technisch" das Jahr 2001 weltweit ein RezessionsJahr sei. Nach der Definition des Internationalen Währungsfonds herrscht Rezession, wenn das weltweite Wachstum unter 2,5 Prozent liegt. In diesem Jahr wird ein Wert von um die zwei Prozent erwartet. Dennoch gingen beide Forscher von einer bald wieder anziehenden Konjunktur in den USA und etwas später nachfolgend in Europa aus. Nierhaus betonte, es gebe Anzeichen, dass der "amerikanische Verbraucher robuster als gedacht" sei. Es sei schon überraschend, dass der US-Einzelhandel im Oktober ein plus von sieben Prozent geschafft habe. Scheide betonte, vielleicht sei dies "schon der Beginn der Wende".

Udo Ludwig vom Institut für Wirtschaftforschung Halle (IWH) setzt darauf, dass die "expansive Geld- und Fiskalpolitik in den USA" Wirkung zeigen werde. Zudem sei der Ölpreis niedrig, der Krieg in Afghanistan habe sich nicht ausgeweitet. "Damit ist ein Großteil der Verunsicherung aus den Märkten."

++++++++++++

jetzt steigt es nur noch, weil jeder denkt, das man in der rezession kaufen muss.

seit 1929 hat man ja einiges verdienen können:



wenn es jetzt wieder mit 20 prozent pro quartal wächst (sollte ein leichtes sein) muss der chart steil nach oben gehen.

dann wird endlich dieses kursziel von 36.000 punkten im dow realität. (ich hab vergessen wer das buch geschrieben hat, es waren auf jeden fall amis - soviel ist klar)

ich schick gleich am montag mein geld Bestens nach amerika. ich will jetzt auch 200 prozent machen, nachdem der dow schon 10.000 prozent hingelegt hat!!!

:laugh:
dann mach ich halt wieder alleine weiter :cry:

-----------

23. November 2001, www.spiegel.de

Fahndung

Wilde Spekulationen um Bin Laden

Hält sich Osama Bin Laden in einer Höhle versteckt? US-Fahndern soll der Aufenthaltsort des Terrorchefs angeblich bekannt sein.

Das modernste, was sie Militärtechnologie zu bieten hat, soll ihn aufspüren: Osama Bin Laden

Washington - Abtrünnige Taliban-Vertreter sollen der Uno das Versteck Bin Ladens schon in der vergangenen Woche verraten haben. Er halte sich in einer Höhle im Süden des Landes auf. Die Vereinten Nationen hätten dies dann dem US-Geheimdienst CIA mitgeteilt, berichtet das ARD-Magazin "Brisant", das sich auf zuverlässige Quellen in Pakistan und Deutschland beruft. Warum Bin Laden allerdings noch nicht festgenommen wurde, ist unklar. Bin Laden soll sein Versteck, eine unterirdische Anlage, in den 80er Jahren zu einem großen Teil mitfinanziert haben. Aber auch andere Medien berichten mit wilden Spekulationen über die Suche nach Bin Laden. Wie die britische Zeitung "Daily Telegraph" schreibt, fuhr Bin Laden aus der Stadt Dschalalabad mit einem Konvoi von hundert Lastwagen und gepanzerten Fahrzeugen zum al-Qaida-Stützpunkt in Tora Bora in den nahe gelegenen Weißen Bergen. Augenzeugen haben die Flucht beobachtet: "Ich sah Osama im sechsten oder siebten Lastwagen. Hinter ihm waren 100 bis 200 andere Wagen. Am Ende des Konvois fuhren fünf bewaffnete Fahrzeuge", berichtet der 27-jährige Babrak Khan, dessen Freund Lala Agha die Angaben bestätigt. "Er stieg aus seinem Fahrzeug aus und gab seinen Kämpfern 40 Minuten lang Befehle, 60 bewaffnete Söldner bewachten ihn." Die Schilderungen der Zeugen, schreibt die Zeitung, seien die detailliertesten über den Aufenthalt Bin Ladens seit dem Fall Kabuls in der vergangenen Woche. Babrak habe keine Zweifel gehabt, dass es sich um den al-Qaida-Führer gehandelt habe.

Hightech am Hindukusch

Bei der Suche nach Bin Laden setzen die Amerikaner immer mehr Hightech-Geräte ein - das Modernste, was die Militärtechnologie zu bieten hat. Elitesoldaten durchkämmen die unwirtlichen Gegenden mit Nachtsichtgeräten, die bei Mondlicht 300 Meter weit blicken lassen, mit Wärmekameras, die jeden Atemzug registrieren und Sensoren, die selbst unter meterhohem Fels noch Vibrationen entdecken. Scanner können schwächste Magnetfelder von Waffen aufzeichnen, die 30 Meter tief in Tunnelanlagen versteckt sind. Auch eine Glühbirne in einem unterirdischen Versteck oder die Atemluft, die aus einem Tunneleingang dringt, kann den Mitgliedern der Terrororganisation al-Qaida zum Verhängnis werden. Dabei richten die US-Aufklärungsflugzeuge und Sondereinheiten ihr Augenmerk vor allem auf Höhlen und andere mögliche Verstecke.

Verführerische 25 Millionen Dollar

In einer solchen Situation kommen die Berichte von Augenzeugen, die Bin Laden gesehen haben wollen - wie Babrak und sein Freund Agha - wie gerufen. "Wir brauchen nur einen Einzigen, der mit dem Finger in die richtige Richtung zeigt", sagt US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld. Washington baut darauf, dass die ausgelobten 25 Millionen Dollar Kopfgeld für Bin Laden für viele so verführerisch sein werden, dass sie den Terroristenführer verraten, sobald sie ihn entdecken. :laugh:

"Keine Echtzeithinweise"

"Es gibt immer mehr Leute dort, die sich diese Belohnung einstecken wollen", frohlockt Rumsfeld-Stellvertreter Paul Wolfowitz. Derzeit konzentriert sich die Suche auf die Region um Dschalalabad. Hunderte von Hinweisen sollen bereits eingegangen sein. "Wenn wir ihn kriegen wollen, müssen wir aber wissen, wo er in diesem Moment ist, nicht, wo er gestern war oder letzte Woche. Und das fehlt uns noch, Echtzeit-Information", sagte ein ehemaliger Antiterror-Spezialist des Außenministeriums, Paul Bremer, der Zeitung "USA Today". Der Raum, in dem sich Bin Laden in Afghanistan frei bewegen kann, wird durch den Vormarsch der Nordallianz immer enger. Viele der mehr als 10.000 US-Bomben, die seit Anfang Oktober auf Afghanistan niedergingen, haben Bunker und Verstecke des al-Qaida-Netzwerks zerstört. Dennoch bezweifeln Afghanistan-Kenner nach wie vor die Erfolgsaussichten der Jagd auf Bin Laden. Der frühere afghanische Rebellenkommandeur Ghulam Mohammed, der jahrelang im Grenzgebiet zu Pakistan lebte, meint, die fliehenden al-Qaida-Kämpfer könnten auf Tausenden Pfaden die Grenze nach Pakistan überqueren und ins Ausland abtauchen. Die zerklüftete Bergregion bot den Rebellen schon während der sowjetischen Invasion Schutz vor den Eliteeinheiten der Roten Armee, so der Kriegsveteran. Der Zugang zu den Bergverstecken ist laut Mohammed für Uneingeweihte äußerst tückisch. Unendlich viele Pfade winden sich entlang der Bergkette, sich nähernde Feinde können mühelos schon aus weiter Ferne erspäht werden.

Live-Bilder von Bin Laden

So ganz unrealistisch ist das erklärte Ziel der US-Streitkräfte jedoch nicht. Im vergangenen Jahr haben amerikanische Spionageflugzeuge Bin Laden in al-Qaida-Lagern in Afghanistan entdeckt und Live-Bilder in die USA übertragen. Weil die unbemannten Flugzeuge vom Typ Predator nicht mit Waffen ausgestattet und keine US-Bomber in der Nähe waren, sei ein Angriff jedoch unmöglich gewesen, berichtet das "Wall Street Journal". Bin Laden, den die Amerikaner hinter den Terroranschlägen vom 11. September vermuten, ist seit den Bombenanschlägen auf zwei US-Botschaften 1998 in Afrika mit über 200 Todesopfer im Visier des amerikanischen Geheimdienstes (CIA). Die Drohnen seien im Frühjahr 2000 erstmals eingesetzt worden, berichtet die Zeitung unter Berufung auf Regierungsbeamte. Die US-Regierung wollte nach den verhinderten Anschlägen in den USA zum Jahreswechsel 1999/2000 mehr über die Aktivitäten in den Terrorlagern von al-Qaida in Erfahrung bringen. Die Einsätze seien jedoch von Auseinandersetzungen über die Bewaffnung der Drohnen, die Finanzierung der Missionen und die Kommandostruktur für etwaige Angriffe überschattet gewesen. Sie wurden nach zwei Monaten gestoppt. In den CIA-Büros in Langley im US-Bundesstaat Virginia sei auf den Videobildern mehrmals ein großer Mann mit Turban gesehen worden, der sich mit einer Entourage von zahlreichen Sicherheitsleuten bewegte :laugh: . Die CIA-Experten seien überzeugt, dass es sich um Bin Laden handelte, berichtete das "Wall Street Journal". Die knapp zehn Meter langen Drohnen vom Typ Predator, die mit hoch auflösenden Kameras Bilder aus 8000 Metern Höhe machen, wurden nach den Terroranschlägen erneut über Afghanistan eingesetzt. Sie sind inzwischen mit Hellfire-Raketen ausgestattet. Dass US-Soldaten Bin Laden lebend stellen, gilt praktisch als ausgeschlossen. "Wir werden ihn nicht fragen, ob er sich ergeben will", sagte ein Armeeoffizier der Zeitschrift "Time". Die US-Truppen haben Schießbefehl, ebenso wie Bin Ladens engste Vertraute: Der Terroristenchef, berichteten arabische Zeitungen, habe präzise Instruktionen gegeben, sollte er den Amerikanern in die Hände fallen. Für den Fall bittet Bin Laden erschossen zu werden.

+++++++++++++

1. nachtsichtgeräte haben Förster seit jahrzehnten ;)
2. bekommen amis eigentlich mal was alleine hin ?
3. sie vermuten immer noch, ob es bin laden war ? :eek:
4. bin laden lässt sich erschiessen oder tötet sich selbst. in den nachrichten kommt dann die meldung, das amerika bin laden erschossen hat und der dow jones geht entweder 10 prozent in die höhe oder tiefe.wer weiss das schon?
SPIEGEL ONLINE - 23. November 2001

Windows XP

Katastrophale Verkaufszahlen


Microsofts neues Betriebssystem Windows XP hat beste Chancen, ein Ladenhüter zu werden. In den ersten Wochen nach der Einführung brachen die US-Einzelhandelsverkäufe drastisch ein.

Windows XP: Gute Chancen, zum Ladenhüter zu werden

Redmond - Windows XP hat sich in der zweiten und dritten Woche nach seiner Markteinführung deutlich schlechter verkauft als in der Startphase. Vom 25. bis zum 27. Oktober verkaufte der US-Einzelhandel 260.000 XP-Kopien. In den darauf folgenden sieben Tagen brach der Absatz des Betriebssystems um 40 Prozent auf 155.000 Kopien ein. In der Woche vom 5. bis zum 11. November fiel die Zahl der verkauften Kopien um weitere 51 Prozent. Dies sagte Steve Koenig, Analyst beim Marktforschungsinstitut NPD Intelect dem "Boston Globe".

Es ist nicht ungewöhnlich, dass der Verkauf von Softwareprodukten nach dem ersten Einführungs-Tamtam zunächst zurückgeht. Im Falle von XP sei der Einbruch jedoch schneller und deutlicher erfolgt als normalerweise üblich, so Koenig. Die Ladenverkäufe werden nach Ansicht des Analysten durch zwei Faktoren gedrückt. Zum einen sei die schlechte wirtschaftliche Entwicklung schuld. Zum anderen habe Microsofts Entscheidung, XP einen Monat vor dem offiziellen Einzelhandels-Verkaufsstart bereits vorinstalliert auf PCs auszuliefern, den Absatz gebremst.

Nach Angaben von NPD Intelect hatte Microsoft bei der Einführung des Betriebssystems Windows 98 in der ersten Verkaufswoche 300.000 Kopien abgesetzt. In der Folgewoche fielen die Verkäufe um 18 Prozent, in der dritten Woche um 54 Prozent.

+++++++++

1. die wirtschaftliche entwicklung sollte doch durch XP besser werden ! :rolleyes:
2. ein vorverkauf bremmst also die nachfrage? warum verkaufen sich dann andere sachen nach jahren immer noch?
3. ich kauf kein XP
US-Kreditmärkte warten auf Signale für US-Konjunkturerholung


New York, 24. Nov (Reuters) - Die amerikanischen Kreditmärkte warten in der neuen Woche nach Darstellung von Analysten auf weitere Signale für eine beginnende Erholung der Konjunktur in den USA.

Vor allem die anstehenden Daten zum Verbrauchervertrauen, das Beige Book der US-Notenbank Fed und die Wachstumszahlen für das dritte Quartal würden von den Anlegern mit großer Spannung erwartet. Nach der überraschend kräftigen Steigerung der Einzelhandelsumsätze im Oktober um 7,1 Prozent, dem seit mittlerweile vier Wochen anhaltenden Rückgang der Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe, weitgehend abgebauten Lagerbeständen der Industrie und fallenden Ölpreisen hofften die Investoren auf eine Bestätigung der Erholungstendenz. Allerdings schwinden den Analysten zufolge dabei auch die Hoffnungen auf eine weitere Lockerung der Geldpolitik der Fed. Unter den Marktteilnehmern mache sich mehr und mehr das Gefühl breit, dass die US-Notenbank ihren Lockerungszyklus beendet haben könnte und schon bei ihrem nächsten turnusmäßigen Zinstreffen am 11. Dezember die Zinsen unverändert lassen könnte :cry: . Manche schlössen sogar nicht mehr aus, dass die Notenbank bei wieder lebhafterer Aktivität der Wirtschaft die Zinsen im neuen Jahr wieder anheben könnte :D . Im bisherigen Jahresverlauf hat die Fed ihren maßgeblichen Zielsatz für Tagesgeld um insgesamt 4,5 Prozentpunkte auf 2,0 Prozent reduziert.

Im Mittelpunkt des Interesses der Anleger wird den Analysten zufolge die erste Schätzung des US-Wachstums im dritten Quartal stehen. Die Daten werden für nächsten Freitag erwartet und dürften nach Prognosen von Analysten einen Rückgang der gesamtwirtschaftlichen Leistung um 0,9 Prozent nach einem Minus von 0,4 Prozent im zweiten Jahresviertel aufweisen. "Nur wenige dürften von einem Abschwung überrascht sein", sagte Kelly Tonkin, Volkswirtin bei Lehman Brothers. Trotz der konjunkturellen Abkühlung haben sich die amerikanischen Verbraucher aber bislang resistent gezeigt. Aufschluss über das Verhalten der amerikanischen Konsumenten wird nach Darstellung der Analysten der am Dienstag anstehende November-Index des Verbrauchervertrauens des Wirtschaftsforschungsinstituts Conference Board geben. Von Reuters befragte Analysten erwarten im Schnitt einen Anstieg des Indexes auf 87,9 von 85,5 Punkten im Oktober. Im Vormonat war der Index überraschend stark auf 85,5 von 97,0 Punkten eingebrochen. Der von der Universität Michigan errechnete Index für November hatte ein leichtes Plus auf 83,5 von 82,7 Punkten im Vormonat aufgewiesen. Von dem für Mittwoch angekündigten Konjunkturbericht der Fed, dem Beige Book, erhoffen sich die Marktteilnehmer den Analysten zufolge eine Bestätigung der jüngsten Erholungssignale. Das Beige Book wird turnusmäßig von einer der zwölf regionalen Federal Reserve Banks erstellt und erfasst die konjunkturelle Entwicklung in den vergangenen sechs Wochen. Allerdings gibt es den Analysten zufolge auch Stimmen, die davor warnen, die ersten Signale einer Belebung überzubewerten. So habe der Präsident der Federal Reserve Bank von San Francisco, Robert Parry, die Hoffnungen auf eine rasche Belebung gedämpft, indem er auf die weiterhin unsicheren Perspektiven hingewiesen habe. Noch könne man über Zeitpunkt und Ausmaß einer Konjunkturerholung nichts sagen, hatte Parry gewarnt. Sollten die im Wochenverlauf anstehenden Daten allerdings ermutigend ausfallen, dürften die Treasuries nach Einschätzung von Analysten die seit rund zwei Wochen anhaltende Talfahrt fortsetzen. Überwiegend seien die Renditen bereits jetzt wieder auf das Niveau von vor dem 11. September zurückgefallen. Am Freitag waren die richtungweisenden zehnjährigen US-Notes mit 99-29/32 Zählern um 12/32 Stellen niedriger aus dem Markt gegangen und rentierten auf diesem Niveau mit 5,011 Prozent. Die 30-jährigen Bonds verloren 10/32 auf 99-30/32 Punkte bei einer Rendite von 5,379 Prozent.

++++++++++

es steigt bei sinkenden zinsen und es wird bei steigenden zinsen steigen!!! :D

anders kann das amerikanische system nicht funktionieren! immer rauf :D
Ein neuer russischer Aufschwung Energie

Genossen, vor nur wenigen Jahren hätte es keiner von uns geglaubt: Kapitalismus im westlichen Stil - zumindest ansatzweise - hat schon acht russische Öl-Milliardäre hervorgebracht. Obgleich durchaus riskant, könnte der russische Aktienmarkt der größte Nutznießer aus der sich festigenden Beziehung zwischen Russland und Amerika werden...

New York City - 13. November 2001 - Stalin würde sich dabei im Grabe umdrehen: Der russische Präsident Vladimir Putin hat Reitstunden genommen, damit er bei seinem Besuch beim amerikanischen Präsidenten George W. Bush auf dessen Ranch in Texas guten Eindruck machen kann. Aber es ist nicht nur Putin, der sich um eine engere Anbindung an den Westen bemüht. Die Bush Administration ist sehnlichst daran interessiert, Putin entgegenzukommen. Denn jede Seite hat etwas, was die andere Seite braucht.

Putin wünscht sich die Mitgliedschaft seines Landes in der Welthandelsorganisation (World Trade Organization / WTO) und, überraschenderweise, vielleicht sogar in der Nato. Bush seinerseits ist daran interessiert, daß russische Ölgesellschaften Fortschritte in deren Ölbohrungen machen, um Amerikas Abhängigkeit von der OPEC zu vermindern. Einige Beobachter behaupten sogar, daß der Krieg gegen Afghanistan tatsächlich gar kein Krieg gegen den Terrorismus sei, sondern ein Mittel für die Vereinigten Staaten, ihren Bestrebungen nach russischem Öl Nachdruck zu verleihen.

Konspirative Theorien

Stan Goff, ein pensionierter Soldat der U.S.-amerikanischen Eliteeinheiten und heute ein bekannter Autor, behauptet sogar, daß die Vereinigten Staaten schon lange vor den terroristischen Attacken militärische Aktivitäten in AFGHANISTAN GEPLANT hätten. Goff zufolge wären die Vereinigten Staaten und Deutschland ebenso an einer „systematischen Kampagne zur Destabilisierung Yugoslaviens“ beteiligt gewesen. All dies wäre in der Absicht geschehen, einen sicheren Zugang für zukünftige Öl-Pipelines von Russland nach Westeuropa zu gewährleisten.

Befürworter verschiedener konspirativer Theorien behaupten oft, daß der Welt das ÖL AUSGINGE. In Anbetracht der gegenwärtigen Fördermengen und der nachgewiesenen Erdölreserven hatte die Welt im Jahre 1989 noch Ölvorräte für weitere 43 Jahre. Heute liegt die Zahl unter 40, befindet sich aber dennoch deutlich über dem Wert aus dem Jahre 1979 von 27 Jahren.
Nur wenige Menschen glauben, daß die Regierungen in Europa und die Vereinigten Staaten böse militärische und politische Absichten haben könnten. Einige angesehene Analysten stimmen mit Goff jedoch darin überein, daß die Position der OPEC auf den Weltölmärkten in den kommenden Jahren mehr Gewicht bekommen könnte. Charlie Maxwell, ein hochangesehener Energie-Analyst bei dem institutionellen Broker-Haus Weeden & Company und seit langem ein Freund von Thieme Associates, vertritt die Ansicht, derzufolge Nicht-OPEC-Öl im Zeitraum 2005 bis 2007 erschöpft sein könnte. Danach könnten die energiehungrigen Volkswirtschaften dieser Welt Maxwell zufolge vom Wohlwollen des OPEC-Kartells abhängig sein. Die „Wildcard“ in jedermann´s Vorhersage ist Russland.

Die Staaten der früheren Sowjetunion, einschließlich Russland, besitzen nachgewiesene 65 Mrd. Barrels an Ölreserven, ungefähr 6% der gesamten Weltölreserven. Das hört sich im Vergleich zu den Erdölreserven des Mittleren Ostens, welche zwei Drittel der gesamten weltweiten Ölreserven ausmachen, gering an. Jedoch glaubt Mikhail Khodorkovsky, Chairman von Russlands zweitgrößter Energiegesellschaft, daß sein Land genügend unentdeckte Ölreserven hat, um die Welt für die nächsten 70 Jahre versorgen zu können. Andere schätzen die Zahl auf 30 bis 40 Jahre. Allerdings bezweifelt niemand, daß es genug ist, um die weltweite Abhängigkeit vom Mittleren Osten wesentlich zu reduzieren.



Der Markt weiß immer Bescheid

Interessanterweise ist der Preis für Rohöl von ungefähr 30 $ pro Barrel in den Tagen unmittelbar nach dem 11. Sept. auf heute unter 22 $ gefallen. Das Standardargument dabei ist, daß schwache Volkswirtschaften ihre Nachfrage reduzieren würden. Demgegenüber hat die angespannte Lage im Mittleren Osten im Jahre 1990 die Ölpreise in den Himmel schießen lassen, obwohl die Vereinigten Staaten am Rande einer Rezession standen. Warum ist es diesmal anders? Vielleicht sagen uns die Märkte, daß ein gewichtiger neuer Wettbewerber der OPEC im Begriff ist, in das Marktgeschehen einzugreifen.

Während also die Präsidenten Putin und Bush durch Texas reiten, diskutieren sie vielleicht gerade darüber, wie man noch mehr Öl aus der russichen Erde in die westlichen Volkswirtschaften pumpen kann. Wenn dieses Vorhaben Erfolg hat, so könnte sich heute eine kleine Investition in russische Aktien, insbesondere in die der russischen Ölindustrie, im wahrsten Sinne des Wortes in Zukunft als echte Ölquelle heraustellen.

Quelle: the-viewpoint.com
russische ölaktien hatte ich vor zwei jahren mit gutem gewinn verkauft!

man soll doch die gewinne laufen lassen ! :cry:

tatneft (ok - kein öl) und lukoil waren es.
:eek: :rolleyes: :eek: :rolleyes: :eek: :rolleyes: :eek: :rolleyes: :eek: :rolleyes: :eek: :rolleyes: :eek: :rolleyes: :eek: :rolleyes: :eek: :rolleyes: :eek: :rolleyes: :eek: :rolleyes: :eek: :rolleyes: :eek: :rolleyes: :eek: :rolleyes: :eek: :rolleyes: :eek: :rolleyes: :eek: :rolleyes: :eek: :rolleyes: :eek: :rolleyes: :eek: :rolleyes:

"Was wußten die Insider?"

Was weiß die CIA über den 11. September? Daß selbst der frühere Bundesminister Andreas von Bülow über diese Frage nicht im „Spiegel“ oder „Stern“ nachdenken darf, sondern bei KONKRET ein Refugium findet, spricht Bände über die Lage der Nation. Mit ihm sprach Jürgen Elsässer

konkret: Beim Terroranschlag auf das World Trade Center ist noch vieles nicht aufgeklärt. So gab es vor dem 11. September Warnungen sowohl des französischen Geheimdienstes als auch des Mossad. Trotzdem reagierten die US-amerikanischen Behörden völlig unvorbereitet: keine erhöhte Sicherheitsstufe auf den Flughäfen, eine völlig verschlafene und unprofessionelle Reaktion der Luftraumüberwachung und der Flugabwehr.

von Bülowas merkwürdige ist, daß die Amerikaner bis zur Tat völlig ahnungslos waren, und hinterher keine 48 Stunden brauchten, um der Weltöffenlichkeit den Täter zu präsentieren: Bin Laden und sein sagenumwobenes Terrornetz Al Qaida. Was die Warnungen etwa des Mossad anging, würde man schon gerne wissen, was die gewußt haben und was sie weitergegeben haben. Das muß nicht immer dasselbe sein. Zum Beispiel beim Selbstmordattentat islamistischer Täter auf eine US-Kaserne in Beirut Anfang der achtziger Jahre: Der Mossad wußte im voraus den genauen LKW-Typ samt Farbe, den die Täter später benutzten. An die CIA weitergegeben haben sie aber nur die Warnung im allgemeinen, ohne diese Details.

Warum?

Begründet wird diese Zurückhaltung bei Geheimdiensten mit dem Quellenschutz: Gibt man die Details preis, sind Rückschlüsse auf den oder die Informanten möglich. Daneben spielen die Geheimdienste, auch die westlichen, natürlich oft gegeneinander, ein bisweilen bizzarres Machtspiel.

Also wußte die CIA vielleicht auch diesmal gar nicht soviel?

Das will ich damit nicht gesagt haben. Denken Sie etwa zurück an den ersten Anschlag auf das World Trade Center im Jahre 1993. Damals wurde ja die ganze islamistische Bande geschnappt, die die Akion durchgeführt hatte. Inzwischen hat sich herausgestellt, daß die Kameraden schon lange vorher von CIA und FBI unterwandert waren. Der Bombenbastler war ein Agent Provocateur des FBI, dessen Führungsoffizier versprochen hatte, die zur Explosion notwendigen Chemikalien rechtzeitig gegen harmlose auszutauschen, so daß die Täter zwar hätten in die Falle gelockt werden können, Schaden jedoch vermieden worden wäre. Doch das Versprechen wurde seitens des FBI nicht eingehalten. 1000 Verletzte und einige Tote waren die Folge. Noch eine Seltsamkeit: Die Mitglieder der Terrorgruppe hatten eigentlich Einreiseverbot in die USA gehabt, standen auf einer Liste des FBI und des State Department. Doch die CIA sorgte dafür, daß dieses Verbot umgangen wurde.

Das Grauen des 11. September ist ein GAU der amerikanischen Dienste. Insgesamt gibt es 26 an der Zahl, und sie stehen in Konkurrenz zueinander. Man kann sich schon vorstellen, daß Nicht-Zyniker an diesem Wirrwarr und Chaos verzweifeln. Wer seinem Staat Terroranschläge vermeiden helfen will, findet sich in einem Sumpf sondersgleichen wieder.

Also jeder gegen jeden, und die Terroristen profitieren davon?

Die entscheidende Frage ist doch: Wer sind die Terroristen? Der frühere Chef einer strategischen Einheit zur Bekämpfung der obersten Ebene des internationalen Drogenhandels sagte in einer Congress-Anhörung, er sei in seiner 30 jährigen Tätigkeit für die Drug enforcement Agency auf keinen größeren Fall erlebt, bei dem ihm nicht die CIA die Zügel aus der Hand genommen hätte.

Aber am 11. September ging es nicht um ein Drogendelikt.

Bin Laden ist ein Produkt der CIA, geschaffen zunächst im Kampf gegen die Sowjetunion. Es ging dabei nicht nur um die Abwehr der sowjetischen Intervention in Afghanistan. Es ging um die Destabilisierung der UdSSR über ihre Teilstaaten mit muslimischer Bevölkerung. Noch bevor die Kommunisten 1978 in Afghanistan an die Macht kamen, hatte die CIA Unruhen in Afghanistan unterstützt. Die Zentralregierung wurde nicht Herr der Lage. Die Kommunisten kamen ans Ruder, scheiterten ebenfalls und holten die sowjetischen Truppen ins Land. Damit waren sie in die Falle gelaufen, die der damalige US-Sicherheitsberater Brzezinski sich ausgedacht hatte und mit deren Hilfe er ihnen ein russisches Vietnam bereiten wollte. Nun wurden in einer Aktion, die die CIA zusammen mit den saudischen und pakistanischen Geheimdiensten ins Werk setzte und bei der die Finanzierung durch den Drogenhandel eine große Rolle spielte, rund Hundertausend Freiheitskämpfer aus den muslimischen Ländern Nordafrikas und des Nahen Ostens als Söldner zum Kampf gegen die gottlosen Sowjets angeworben. Freiheitskämpfer in Anführungszeichen. In Wirklichkeit handelt es sich um die Taugenichtse und Raufbolde der gesamten islamischen Welt. Wo immer ein schwarzes Schaf der Familie oder des Dorfes nicht gut tat, lockte der Ruf der Mudjahedin an den Hindukusch - wo man sich gegen Öl- und Drogengeld nützlich machen konnte. Die Taliban selbst wurden aus den koranstrengen Waisenhäusern Pakistans angeheuert. Osama bin Laden war einer der Organisatoren des fundamentalistischen Werbefeldzuges, wobei ihm durchaus gestattet war, seine rund 10.000 Söldner aus militant antiwestlichen, anti-amerikanischen Kreisen anzulocken. Teile dieser Truppe wurde eigens in CIA Lagern für spezielle Aufgaben trainiert. Es handelt sich folglich eher um Desparados als um hochreligiösen Leute. So wie wenn wir die Radaubrüder unserer Fußballstadien zum heiligen Kampf gegen den Islam heranziehen würden. Doch für die Hirnwäsche des westlichen Publikums mit dem Ziel, den neuen Feind Islamismus im Sinne des "Clash of Civilisations" einzuhämmern, sind sie bestens geeignet.

Sie waren beim Einmarsch der Sowjets in Afghanistan Mitglied der Bundesregierung. Wie hat das Kabinett Schmidt über die Sache diskutiert?

Kaum. Ich erinnere mich nur, daß Washington mächtig Druck auf uns ausübte, wegen Afghanistan die Olympischen Spiele in Moskau zu boykottieren. Wie stark der Druck war, zeigt auch eine andere Episode: Anfang der achtziger Jahre drückte der amerikanische Viersterne-General und Nato-Oberbefehlshaber Haig mit aller Macht darauf, jedes noch so kleine nationale Manöver als Teil seiner großen Nato-Herbst-Manöver deklarieren zu können. So kam es, daß an einem Wochenende alles in allem von Norwegen bis zur Türkei rund eine satte Million Nato-Soldaten von West Richtung Ost in Bewegung war. Als Staatssekretär erlaubte ich mir anzumerken, dass ich dies für problematisch hielte, zumal westlicherseits alle Warnlampen angingen, sollte der Warschauer Pakt uns ost-west-laufend ein ähnliches Szenario bieten. Die kleine Kritik fand ein weltweites Echo, in den USA und bis nach Hawaii. Als ich kurz darauf dem Weißen Haus einen Besuch abzustatten hatte, lief mir scheinbar zufällig Brzezinski über den Weg mit der Frage: "Are You the guy talking about manouvres in Europe?" Aus heutiger Sicht zündelte der Mann schon damals von der europäische wie der asiatischen Seite. Das geopolitische Spiel findet derzeit seine Fortsetzung in der Nato-Erweiterung bei gleichzeitigem Aufbau von militärischen Positionen in den selbständigen asiatischen Nachfolgestaaten der Sowjetunion. Ich entsinne mich im Übrigen, dass anlässlich der Kontakte zwischen SPD und KPdSU die Sowjets mehrfach deutlich machten, daß sie lieber heute als morgen aus Afghanistan abziehen würden, jedoch das zu erwartenden Sicherheitschaos der sich bekämpfenden afghanischen und pakistanischen War- und Drogenlords fürchteten. Sie versuchten, die USA zu einem gemeinsamen Vorgehen zu gewinnen. Doch Washington blieb taub auf diesem Ohr.

Hatte nicht auch der BND seinen Anteil an der Afghanistan-Operation der CIA?

Höchstens als Sekundant. Die Deutschen entwickeln zuweilen sentimentale Bindungen zu den leidgeprüften Völkerschaften der Region. Bei Jürgen Todenhöfer, dem inoffiziellen Afghanistan-Emissär der CDU, kann ich mir durchaus vorstellen, daß er gemeinsam mit den Mudjahedin am Lagerfeuer saß und Freiheitslieder sang. Die verdeckten Operateure der CIA verfolgen knallhart ihre verdeckten, demokratisch nicht legitimierten Ziele ihres Landes. Als die CIA einst den 30.000 kurdischen Kämpfern gegen Saddam Hussein nach jahrzehntelanger verdeckter Nutzung im Interesse des schahregierten Iran den Geld- bzw. Drogenhahn zudrehte und Führer und Mannschaften der Vernichtung durch den Diktator preisgab, meinte Henry Kissinger, der Vorgänger Brzezinskis, man solle doch bitte verdeckte Operationen nicht mit Missionsarbeit verwechseln.

Zurück zum 11.9. Mir scheint bemerkenswert, daß Präsident Bush am Tattag nicht nach New York kommen wollte - aus Angst, auch auf ihn bzw. die Airforce One sei ein Attentat geplant. William Safire ist in der "New York Times" vom 15. September der Sache nachgegangen und hat von Informationen berichtet, wonach die Terroristen die Geheimcodes der US-Regierung geknackt hatten und deswegen die Drohung glaubhaft schien. Safire schlußfolgert, daß "die Terroristen einen Maulwurf im Weißen Haus haben könnten - oder Informanten im Geheimdienst, in FBI, FAA (Flugüberwachung) oder der CIA".

Das ist durchaus möglich. Noch interessanter scheint mir die Interpretation eines britischen Flugingenieurs zu sein, der behauptet, die Linienmaschinen seien am 11. September nicht gekidnappt, sondern über eine Hintertüre in den Bordcomputern unter Ausschaltung der Piloten vom Boden aus in die Ziele gesteuert worden. :eek:

Das Gegenteil ließe sich leicht beweisen, wenn die Ermittlungsbehörden die Auswertung der Flugschreiber und Voice-Recorder der Flugzeuge drei und vier - die eine ist ins Pentagon gesteuert worden, die andere abgestürzt - veröffentlichen würde. Aber das passiert nicht. :eek:

Es gibt eine Reihe ungeklärter Abstürze an der amerikanische Ostküste, etwa die Swissair-Maschine oder die Egypt Air. Für die Version des britischen Flugingenieurs könnte auch sprechen, daß die angeblichen Flugzeugentführer offensichtlich gar nicht in der Lage waren, eine Maschine zu steuern. Zeitungen aus Florida berichten, daß die Flugausbildung dieser Leute vollkommen gescheitert sei. Über einen der Verdächtigten sagte die Flugschule, nach 600 Flugstunden hätte man ihm noch nicht einmal eine Cessna anvertrauen können. Über einen anderen hieß es, er sei so dumm, dass Zweifel aufgekommen seien, ob er überhaupt ein Auto zu steuern in der Lage sei.

Dabei muß man bedenken, daß zumindest Maschine Nummer drei ein außerordentlich kompliziertes Flugmanöver durchgeführt hat.

Sie steuerte zunächst das Weiße Haus in Washington an und änderte dann mit einem 270-Grad-Looping kurz über die Telegrafenleitungen hinweg ihren Kurs aufs Pentagon. Das erfordert Können und viel Flugerfahrung. Im übrigen mache ich mir die Theorie des britischen Flugingenieurs ja nicht zu eigen. Ich behaupte nur, daß die Zweifel und Fragen, die er und andere formulieren, öffentlich debattiert und fachmännisch untersucht werden müssen.

Auch bei den Insidergeschäften werden keine Fragen mehr gestellt.

In der Tat. In der Woche vor dem Anschlag stieg der Umsatz mit Aktien, die später infolge der Ereignisse im Kurs drastisch abstürzen sollten, um 1200 Prozent. Die Aktien wurden zum Kurs vor dem Ereignis teuer verkauft, sollten jedoch einige Zeit danach erst übereignet werden. Man konnte sich so als Verkäufer nachträglich zum Crashkurs eindecken und die Differenz als Gewinn einstreichen. Es handelte sich um Aktien der beiden Fluggesellschaften aber auch der im World Trade Center mit je 22 Stockwerken beherbergten Finanzinstitute wie Morgan Stanley und Merryll-Lynch. Außerdem kauften diese Insider amerikanische Staatsanleihen im Wert von 5 Milliarden Dollar in der Erwartung, daß auf Grund der nationalen Katastrophe der Wert steil ansteigen werde. Wer waren die Insider und über welche Kanäle gelangten sie zu ihrer Kenntnis? Und wo sind die Erkenntnisse der amerikanischen Finanzfahnder, die routinemäßig auffällige Spekulationen auf künftige Terrorereignisse zur Gewinnung von Hinweisen auf Attentate erfasst?

Bush senior arbeitet über die Carlyle Group, eine internationale Anlagefirma, für die Bin Laden-Familie in Saudi Arabien. "Die Vorstellung, daß der Vater des Präsident, auch er ein ehemaliger Präsident, Geschäfte mit einer Firma macht, die vom FBI wegen der Terroranschläge am 11. Sepember untersucht wird, ist schrecklich", schrieb die die US-amerikanische Anti-Korruptions NGO "Judicial Watch".

Bush senior ist ein alter CIA-Mann. Er war Direktor der Agency 1976/77. Bekannt sind seine Verbindungen zum panamesischen Präsidenten Noriega, der auf seinem Staatsgebiet den Drogenhandel nach Amerika und die Landung von Flugzeugen voller Drogengeld zum Zwecke der internationalen Geldwäsche erlaubte. Seine jährlichen 200.000 Extra- Dollars aus CIA-Quellen überstiegen eine Zeitlang das Gehalt selbst des US-Präsidenten.

Es gibt Berichte, daß der Krieg gegen Afghanistan keine Reaktion der USA auf den Terror vom 11.9. ist, sondern bereits vorher geplant war. "Evidence suggests, that Washingon had planned to move against Bin Laden in the summer", schrieb der britische "Guardian".

Eine amerikanische Öl- und Gasgesellschaft will seit Jahren Öl aus dem Kaspischen Becken über eine milliardenschwere Pipeline durch Afghanistan zum indischen Ozean transportieren. Die CIA hoffte die Taliban zum Schutz der Investition nutzen zu können und zugleich die Trasse über das Territorium des "Rüpelstaates" Iran verhindern zu können. Möglicherweise führt ja der Krieg jetzt zu einer neuen Regierung in Kabul, die dem Vorhaben aufgeschlossen gegenübersteht. Alles in Allem kann man davon ausgehen, daß die strategischen Köpfe der CIA in aller Regel den geopolitischen Vorstellungen folgen, die der bereits erwähnte Brzezinski in "Die einzige Weltmacht" niedergeschrieben hat. Dieses Buch ist zusammen mit Huntingtons "Clash of Civilisations" die Blaupause für die verdeckte, letztlich maßgebende US-Außenpolitik der nächsten Jahre und Jahrzehnte: Brzezinski überprüft die wichtigsten Staaten der Reihe nach, wer sich zum Gegner der US-Dominanz aufwerfen könnte. Es werden Ansätze gesucht, wie diese potentiellen Gegner geschwächt werden können - er sieht das Ganze als Schachspiel, in dem die Hauptfiguren als Staaten gegeneinander gesetzt werden, und innerhalb der Staaten oft ethnische Minderheiten als Bauern Verwendung finden. Man fördert die Scharfmacher unter den Führern von Minderheiten, desavouiert die Friedfertigen, schürt die Leidenschaften, vermittelt Waffen, finanziert über Drogen. Sollte die jeweilige Zentralregierung sich dann gezwungen sehen zur Erhaltung des Landfriedens etwas robuster vorzugehen, folgt die öffentliche Anklage wegen Verletzung der Menschenrechte. Brzezinski ist wie besessen von der Frage nach der Beherrschung des eurasischen Raums zwischen Atlantik und Pazifik, für ihn der Schlüssel zur globalen Dominanz. Und da der Mensch, fehlbar wie er nun einmal ist, hassen will und muß, bietet der Harvard-Professor Huntington den Islam als neuen Gegner des Westens, dem er das orthodoxe Christentum Osteuropas gleich zuordnet.


Welche Kontakte zwischen Bin Laden und der CIA gibt es aus der jüngeren Vergangenheit?

"Le Figaro" meint, Bin Laden habe sich noch im Juli diesen Jahres mit dem CIA-Chef in Dubai getroffen. Der CIA-Mann habe sich in seinem Bekanntenkreise dieses Treffens berühmt.

Wenn Sie auf die Rolle der CIA und anderer westlicher Dienste in den 11. September hinweisen, werden Sie sicherlich mit dem Vorwurf konfrontiert, Verschörungstheorien anzuhängen.

Nicht ich bin derjenige, der eine Verschwörungstheorie vertritt. Vielmehr müssen diejenigen sich den Vorwurf gefallen lassen, die ohne stichhaltige Beweise - jedenfalls wurden bisher keine vorgelegt - eine Bin Laden-Verschwörung am Werke sehen. Dabei werden wieder die Medien zur Desinformation genutzt. Zum Beispiel las man in der "New York Times", Bin Laden habe in einer Erklärung die Attentate begrüßt, die Täter als "Helden" gelobt. Die Äußerung wurde von einem in Afghanistan lebenden Palästinenser übermittelt, der weitergab, was ein Freund aus der Umgebung Bin Ladens über dessen Reaktion gehört haben wollte. Zur gleichen Zeit übersetzte der "Bonner Generalanzeiger" die von BBC übermittelte Erklärung Bin Ladens, in der er den Tod Unschuldiger am 11.9. bedauerte. Wieso wählt die New York Times die mit hoher Wahrscheinlichkeit verfälschte Nachricht?

Ich behaupte jedenfalls nicht, daß ich Antworten hätte auf Fragen, die in den Medien nicht gestellt werden mit der Folge daß die Verantwortlichen sich zu überzeugenden Antworten nicht veranlasst sehen. Stattdessen werden Bilder vermittelt, die den im Sandsturm reitenden Bin Laden zeigen, den apokalyptischen Reiter, den unberechenbaren, hinterhältigen, grausamen neuen Feind!

Warum reagieren die Medien, auch in Deutschland, wie gleichgeschaltet?

Lediglich Frankreich scheint einigermaßen dem Hysterismus und der uneingeschränkten Gefolgschaft zu trotzen. In der Politik wie in den Medien. Die Wellen der Gleichschaltung habe ich nun schon mehrfach erlebt. Bei der Neutronenwaffe hatte es noch nicht geklappt. Doch anlässlich der Nachrüstung von 100 Mittelstreckenraketen wurde die Gleichschaltung handgreiflich. Dann bei der Unterdrückung jeder Wortmeldung über den angeblich schnellen Weg zu den blühenden Landschaften. Mit am schlimmsten habe ich die Manipulation aus Anlaß des Golfkrieges empfunden, wo Sadam Hussein nach massiver Aufrüstung durch den Westen u.a. in die Falle der amerikanischen Botschafterin lief, die ihm zugesichert hatte, dass Grenzstreitigkeiten mit Kuweit die USA nicht kümmerten. Beim Krieg der Sterne unter Reagan und jetzt wieder Bush zeichnet sich dieselbe Tendenz auch in unserer Presselandschaft ab.

Sie haben das Phänomen zutreffend beschriebend, aber noch nicht erklärt.

Von einem Informanten in den USA weiß ich, daß in den größeren Redaktionen und Nachrichtenagenturen eine Person des Vertrauens der CIA sitzt, die in der Lage ist, kritische Sachen im Zweifelsfall vom Transportband der Nachrichten zu nehmen oder das Totschweigen zu veranlassen. Ob der BND ähnliche Macht hat, weiß ich nicht. Die maßgeblichen Medienzaren der USA sitzen in Beratungsgremien der Gehiemdienste. Die CIA hilft ausländischen Journalisten und Nachrichtenagenturen mit Geld auf die Sprünge. Im Übrigen stehen Journalisten oft im Klientelverhältnis zu den Diensten. Die heiße Story wird von dort herausgereicht zur angemessenen Verbreitung. Verläßt der Journalist den Mainstream, bleiben die Lieferungen aus. Bleibt er jedoch auf Kurs, wird er zu Hintergrundgesprächen und Konferenzen eingeladen, oft an den schönsten Orten der Welt, in den besten Hotels, mit prominenten Gesprächspartnern. Wer als "Defense Intellectual" gilt, hat ein schönes Leben und exklusive Informationen - von Korruption will da keiner sprechen. Aber der Unterschied zu einem Journalisten, der etwa in Frankfurt-Bockenheim an seinem Schreibtisch sitzt und täglich auf sich gestellt seine Informationen zusammensuchen muß, ist beträchtlich.

Ein weiteres kommt hinzu: Die wichtigste Aufgabe der Geheimdienste ist die Täuschung der Öffentlichkeit. Der eigentlichen Kausalkette soll niemand auf die Schliche kommen. Einen Bergstamm in Burma mit 30.000 Mann zum Kampf gegen den Vietcong zu gewinnen, das ist nicht schwer, dazu reicht es, Geld und Waffen bereitzustellen. Viel schwieriger ist es, das Ganze so zu drehen, daß der Dienst nicht selbst als Verursacher und Aufraggeber in Erscheinung tritt. Also dirigiert und finanziert die CIA über raffinierte Umwege. Die mittelamerikanischen Contras bekamen Waffen und Geld über Drogenhändler, die im Gegenzug geschützt vor Strafverfolgung ihre Ware in den USA oder Europa absetzen konnten. Die Wäsche des eingenommenen Drogengeldes wird gedeckt, damit der geheime Kreislauf funktioniert. Alles wird so verwickelt arrangiert, daß jeder für verrückt erklärt werden kann, der die wirklichen Zusammenhänge erahnt oder darstellt. Umso kommoder ist die Welt eingerichtet für Journalisten, die auf dem Schoß der Geheimdienstleute sitzen und auf die Desinformation zum Füllen ihrer Spalten warten.

Sie waren Staatssekretär und Minister. Wie reagieren die Sozialdemokrate ihrer Generation - Leute wie Bahr und Schmidt - auf ihre Recherchen?

Da gibt es keine Reaktion. Wer meine Analyse für richtig hält, müsste auf Gegenkurs gehen. Wer sie für falsch hält, müsste argumentieren können.

Aus: KONKRET 12/2001

:eek: :rolleyes: :eek: :rolleyes: :eek: :rolleyes: :eek: :rolleyes: :eek: :rolleyes: :eek: :rolleyes: :eek: :rolleyes: :eek: :rolleyes: :eek: :rolleyes: :eek: :rolleyes: :eek: :rolleyes: :eek: :rolleyes: :eek: :rolleyes: :eek: :rolleyes: :eek: :rolleyes: :eek: :rolleyes: :eek: :rolleyes: :eek: :rolleyes: :eek: :rolleyes: :eek: :rolleyes:
Laut einer aktuellen dpa-Meldung befinden sich unter den Opfern des Jumbolino-Absturzes gestern abend bei Zürich auch der Vize-Bürgermeister von Jerusalem, sowie der US-Popstar Melanie Thornton (letzter Song: READY TO FLY...).

Nach dem Absturz des Airbus über NY Queens und dieser neuerlichen Katastrofe fällt es mir immer schwerer, an die Macht des Zufalls zu glauben. Ich glaube eher, dass hier andere Mächte mitwirken.

Livetrader
Als ob sich ein paar Herren die Welt untereinander aufgeteilt hätten... hmmm...

Ehrlich gesagt, es war doch noch nie anders. Wenn man in hohen Positionen sitzt, hat man das Bedürfnis die Wirkung seiner Macht zu spüren.

Ehrlich gesagt: Die ganze Weltwirtschaft ist doch nur ein grossen Strategiespiel mit Millionen von Mitspielern. Der Witz ist nur, dass es nie jemand gewinnen können wird, weil es zu viele Elemente im Spiel gibt, und weil ein Menschenleben nicht lang genug dauert um ein wirtschaftliches Imperium zu vollenden. Sobald es weitervererbt wird, fehlt dem Nachfolger des nötige Talent, um es weiterhin schneller wachsen zu lassen als die Restwirtschaft.

Wer weiss, ob es nicht ein paar Elemente gibt die im Spiel mogeln, oder gar Spielzüge machen, die für die meisten Mitspieler unsichtbar sind.

Für die meisten Menschen bleiben die Züge der wichtigsten Schnürchenzieher unsichtbar. Man kriegt als Börsianer jedoch ein Gefühl dafür. Daran gewöhnt man sich leider. Man kann die Züge der grossen nicht beeinflussen, man kann nur davon profitieren. (wenn man die Strategie errät)

Die mystischen Erklärungen halte ich für übertrieben. Sie gehören dem Bereich des Okkultismus an.
Genauso übertrieben finde ich das Zeug mit der 23.

Depotmaster
26.11.2001 US-Einzelhandel ist zufrieden

Das traditionell umsatzstärkste Wochenende in den USA, Thanks-Giving, verlief ersten Berechnungen zu Folge positiv. So erwartet der amerikanische Finanzminister Paul O´Neill eine Erholung der US-Wirtschaft. Am Freitag nach Thanks-Giving sind die Eizelhandelsumsätze wohl um vier Prozent gestiegen. Mit aggressiven Preisnachlässen werden die Verbraucher in die Konsumtempel gelockt. Der Verbraucher ist das Zünglein an der Waage für ein Anziehen der Konjunktur. Seine Ausgaben tragen zu 2/3 zum Wachstum des Bruttoinlandsprodukt bei. Zwanzig Zinssenkungen nützen nichts, wenn der Verbraucher diese nicht aufnimmt. Doch die ersten Anzeichen sind positiv.

:rolleyes: :eek:

gutes weihnachtsgeschäft mit gewinnwarnungen im januar

:rolleyes: :eek:
NBER: USA bereits seit März 2001 in der Rezession
26.11.2001 16:49:00


Nach einer offiziellen Erklärung des National Bureau of Economic Research (NBER) rutschte die schwache US-Wirtschaft bereits Anfang März 2001 in eine Rezession. Die Anschläge vom 11. September haben die wirtschaftliche Lage hierbei lediglich noch weiter verschlechtert.
"Im März 2001, als die Rezession begann, war der Höhepunkt erreicht", so Ben Bernanke, Mitglied des Business Cycle Dating Committee der NBER.

Bernanke zufolge wird sich die US-Wirtschaft wahrscheinlich bis Juli 2002 erholt haben. Hierauf deuten Informationen über vorherige Rezessionen hin.

++++++++++

häääää. ???

wat jetzt ???
Schwung

Neue Woche, neues Glück: Der Dow Jones nimmt einen neuen Anlauf zum Sprung über die 10.000 Punkte-Marke. Ganze 40 Punkte fehlen dem Blue Chip-Index noch für den Aufstieg in fünfstellige Sphären. Helfen könnte den amerikanischen Börsen ein überraschend positives Einkaufswochenende. Die konjunkturelle Lage scheint inzwischen wieder in einem freundlicheren Licht. Das sehen wohl auch die Börsianer so, die vorbörslichen Futures sprechen für ein freundlichen Wochenstart. Thomas Hoch

Ausgeruht und mit neuem Schwung können die amerikanischen Börsianer in die letzte November-Woche gehen. Hinter den meisten liegt ein langes Feiertagswochenende, das viele Amerikaner zum Einkaufen genutzt haben. Der traditionell umsatzstärkste Verkaufstag des Jahres, der Freitag nach Thanksgiving, hat den Einzelhändlern überraschend hohe Umsätze in die Kassen gespült. Von Kaufzurückhaltung war jedenfalls nichts zu spüren. Das ist Wasser auf die Mühlen der Konjunkturoptimisten. Nach einer Reihe überraschend positiver Konjunkturdaten scheint der konjunkturelle Wendepunkte plötzlich wieder in Reichweite.

Vom robusten Konsum profitiert vor allem der Einzelhandel. Wal Mart konnte am Freitag einen Rekordumsatz vermelden. Das sollte sich zum Wochenstart auch in den Aktienkursen des größten Einzelhändlers und seiner Konkurrenten niederschlagen. Schon am Freitag hatte der Branchen-Teilindex über dem Marktdurchschnitt zugelegt.

Europas Technologietitel bringen US-Werten Schwung

Gute Startbedingungen besitzen auch die Technologiewerte zum Börsenauftakt. Die europäischen Pendants legten am Montag einen erfreulichen Auftakt hin und liefern damit Anschubhilfe. Außerdem sorgt Intel, die Nummer eins der Chipbranche, mit einer technischen Innovation für Aufmerksamkeit. Im vorbörslichen Handel macht sich die Nachricht mit leichten Kurszuwächsen schon bemerkbar. Im vorbörslichen Minus liegt dagegen der Telekommunikationsausrüster Lucent Technologies, nachdem die Investmentbank Morgan Stanley das Unternehmen heruntergestuft hatte.

Die politische Entwicklung lässt die Börsen nicht los. Die mit den USA verbündete Nordallianz hat inzwischen auch die afghanische Stadt Kundus unter Kontrolle gebracht, der Ring um die Taliban und den vermuteten Aufenthaltsort des Führers der Terrororganisation El Kaida, Osama bin Laden, zieht sich immer enger. Diese Nachrichten dürften von den US-Aktienmärkten positiv aufgenommen werden.


Die US-Börsen kommen gestärkt aus dem langen Wochenende. Gute Verkaufszahlen aus dem Einzelhandel und die militärischen Fortschritte in Afghanistan sprechen für einen freundlichen Börsenstart. Vor allem die Einzelhändler und Technologieaktien dürfen auf Kursgewinne hoffen.

sharper.de

:laugh: ich würde gerne mal wieder gewinne sehen :laugh: statt immer nur kursgewinne :laugh:
GUTE US-KONSUMLAUNE wirkt ansteckend


Die US-Verbraucher haben mit ihren Einkaufswagen über die Chancen der US-Wirtschaft abgestimmt. Und die sind offenbar gar nicht so schlecht. Am Tag nach Thanksgiving, dem traditionell umsatzstärksten Einkaufstag in den USA, stieg der Umsatz im Vorjahresvergleich um vier Prozent. Diese überraschende Steigerung ist ein neuerliches Beispiel für den robusten US-Konsum. Die US-Wirtschaft und damit auch die Aktienmärkten können inzwischen wieder optimistischer in die Zukunft schauen. Damit hatte keiner gerechnet. Nach den Terroranschlägen vom 11. September und der darauf folgenden Entlassungswelle in den Unternehmen, da waren sich die Beobachter einig, würden die Amerikaner weniger konsumieren. Die ersten Daten zum Konsumentenvertrauen sprachen dafür. Doch schon der erstaunliche Umsatzanstieg im Einzelhandel im Oktober um sieben Prozent im Vormonatsvergleich vermittelte ein anderes Bild. Das erfährt nun eine Bestätigung durch die Umsatzzahlen vom vergangenen Freitag. Den Tag nach Thanksgiving nutzen die Amerikaner traditionell für ein verlängertes Wochenende – und zum Einkaufen. In diesem Jahr mehr denn je, wie die ersten Verkaufszahlen belegen. Vier Prozent Plus gegenüber dem Vorjahr sind eine deutliche Sprache: Von wegen Konsumzurückhaltung. US-Finanzminister Paul O’Neill hat denn auch allen Grund zum Optimismus: Nachdem sich der Konsum schnell wieder stabilisiert hat, hofft O’Neill auf eine schnelle Erholung der US-Wirtschaft im kommenden Jahr. Konjunkturprogramm und Zinssenkungen scheinen zu wirken – und dies, obwohl das geplante 100 Milliarden Dollar-Paket noch im Parteienstreit fest hängt. Die Stütze der US-Wirtschaft scheint doch zu halten. Der Konsum präsentiert sich robust. Das macht berechtigte Hoffnungen, dass Amerika seine Wirtschaftskrise schnell überwinden kann. Von der schnell wiedergenesenen Konsumlaune profitieren vor allem die großen Einzelhändler wie Wal-Mart und Home Depot, die Rekordumsätze vermelden können. Doch insgesamt wird der Aktienmarkt und der Dollar durch die Verbraucher gestützt. Für den Börsenstart an den US-Märkten sind das erfreuliche Voraussetzungen.


© 2001 sharper.de

++++++++++

:rolleyes:
heute wird im tv darüber geredet, das die zinsen in den usa auf bis NULL ( 0000 ) gesenkt werden können!



:laugh: :D
Die Lokomotive heisst immer noch USA

Von den USA als globalem Wachstumsmotor zu sprechen, gehört schon beinahe zu den Gemeinplätzen. Dass die amerikanische Volkswirtschaft rein auf Grund ihrer Grösse und ihrer Rolle als internationaler Handelspartner einen bedeutenden Einfluss auf das Wachstum in anderen Ländern haben soll, scheint plausibel. Ein Team des Internationalen Währungsfonds (IMF) hat sich die Mühe gemacht, diesen Einfluss zu quantifizieren. Die statistischen Resultate bestätigen die Intuition: Im Zeitraum von 1980 bis 1998 hat das Wachstum der US-Wirtschaft einen starken positiven Einfluss auf die Zuwachsraten der übrigen Volkswirtschaften ausgeübt. Gemäss den IMF-Ökonomen hat jede Steigerung des amerikanischen Bruttoinlandprodukts (BIP) eine praktisch gleich starke Ausdehnung des BIP in allen anderen Ländern - industrialisierte Welt wie Entwicklungsländer - nach sich gezogen. Der geschätzte Einfluss einer Veränderung des US-BIP erweist sich dabei für die einzelnen Länder als wichtiger als das Geschehen in der gesamten restlichen Welt, was auf das grosse Gewicht der USA als globaler Handelspartner zurückgeführt wird. Vor diesem Hintergrund verblassen auch die beiden anderen Mitglieder der weltwirtschaftlichen Triade, die EU und - vor allem - Japan: Während im Falle der EU immerhin ein Effekt von 0,65 gemessen wurde (d. h. ein 1%iges Wirtschaftswachstum in der EU hat in den restlichen Ländern der Welt ein zusätzliches Wachstum von 0,65 Prozentpunkten induziert), scheint das Wachstum der japanischen Volkswirtschaft zumindest im Durchschnitt keine Bedeutung für das wirtschaftliche Gedeihen der übrigen Welt gehabt zu haben. Gerade im Fall Nippons wird dieser Einfluss in der Statistik aber vielleicht auch dadurch verschleiert, dass sich das Land während der letzten zwei Jahrzehnte oft gegenläufig zu Amerika und zum Rest der Welt entwickelt hat.

:laugh: äpfel mit bananen vergleichen und der banane vorwerfen, das die etwas krumm gewachsen ist :laugh:
Index des Verbrauchervertrauens November 82,2 (PROG: 86,1)

Washington (vwd) - Die Stimmung unter den US-Verbrauchern hat sich im November noch einmal deutlich eingetrübt. Wie das Conference Board am Dienstag mitteilte, fiel der Index des Verbrauchervertrauens vor allem angesichts der schlechteren Situation auf dem Arbeitsmarkt auf 82,2 nach revidiert 85,3 (vorläufig: 85,5) im Oktober. Von vwd befragte Analysten hatten im Durchschnitt mit einem Anstieg auf 86,1 gerechnet. Der Index für die Erwartungen wurde mit 74,6 (Vormonat revidiert: 70,7; vorläufig: 70,8) angegeben, der Index für die Einschätzung der gegenwärtigen Situation fiel auf 93,5 (Vormonat revidiert: 107,2; vorläufig: 107,6).

+++++++++++++++

die leut sind froh das sie noch ins geschäft dürfen
Die Zinswende in Amerika ist offenbar vollzogen

Drastische Verschiebung am Anleihemarkt / Wirtschaft schon seit März in der Rezession


dri. NEW YORK, 26. November. Der dramatische Kursverfall, den amerikanische Staatsanleihen (Treasuries) in den zurückliegenden zweieinhalb Wochen erlitten haben, ist offenbar der Auftakt für eine nachhaltige Zinswende. Das National Bureau of Economic Research (NBER) erklärte zwar am Montag regierungsamtlich, daß sich Amerika schon seit März dieses Jahres in der Rezession befindet. An den Finanzmärkten setzt sich aber zunehmend die Sicht durch, daß es sich nur um eine milde Rezession handelt, der schon bald ein Konjunkturaufschwung folgen wird. Im Terminhandel mit Tagesgeld wird jetzt nicht nur unterstellt, daß keine weiteren Zinssenkungen mehr folgen werden. Bis Ende nächsten Jahres wird sogar schon ein Leitzinsniveau von 3,5 Prozent vorweggenommen, was sich mit aktuell 2 Prozent vergleicht.

Die Ökonomen großer Wall-Street-Häuser warnen freilich, daß der plötzliche Zinspessimismus angesichts der freundlichen Inflationsperspektiven überzogen sei. Die Gefahr sei sogar groß, daß die vom Markt vollzogene Zinswende die Geldpolitik der amerikanischen Zentralbank (Fed) konterkariere. Die langfristigen Renditen sind fast schon wieder auf dem Niveau von Ende 2000 angekommen, obwohl die Fed seither den Leitzins von 6,5 Prozent auf 2 Prozent zurückgenommen hat. Seit dem Zinstief vom 7. November sind die Renditen der Staatsanleihen (Treasuries) fast über das gesamte Laufzeitenspektrum hinweg um 80 bis 90 Basispunkte angestiegen, was für einen solchen kurzen Zeitraum einer tektonischen Verschiebung gleichkommt. Die Rendite der Staatsanleihe mit 10 Jahren Laufzeit erreichte am vergangenen Freitag erstmals seit Monaten wieder die Marke von 5 Prozent, was sich mit einem Tief von 4,18 Prozent vor knapp drei Wochen vergleicht.

Mit dieser Zinswende sprechen die amerikanischen Finanzmärkte wieder eine gemeinsame Sprache. In den Wochen zuvor hatte nur der Aktienmarkt eine konjunkturelle Wende vorweggenommen, während die Zinsmärkte noch eine gegenteilige Sicht pflegten. Dem Umstand, daß das NBER, ein Gremium von Universitätsprofessoren, das regierungsamtlich die Konjunkturzyklen bestimmt, am Montag offiziell erklärte, daß Amerika schon seit März in der Rezession ist, mißt die Wall Street offenbar kein größeres Gewicht bei. Der Blick des NBER ist in die Vergangenheit gerichtet. Das NBER hatte beispielsweise im April 1991 erklärt, daß Amerika im Juli 1990 in die Rezession abgeglitten war. Später kamen die Professoren zu dem Schluß, daß der Aufschwung schon wieder im März 1991 einsetzte, also einen Monat bevor sie offiziell die Rezession angekündigt hatten.

Der Fokus der Märkte lag am Montag vielmehr auf den Einzelhandelsumsätzen zum Start der Weihnachtssaison. Der "Black Friday", der Tag nach dem Thanksgiving-Feiertag, normalerweise einer der fünf umsatzstärksten Tage des Jahres, hat nach Angaben des Scheckverrechners Telecheck Services auf vergleichbarer Verkaufsfläche einen Umsatzanstieg von 2,4 Prozent beschert. Die Einzelhandelskette Wal-Mart hat zudem am Freitag einen rekordhohen Tagesumsatz von 1,25 Milliarden Dollar in den amerikanischen Filialen erzielt. Dies sind weitere Anzeichen dafür, daß die Konsumbereitschaft der Amerikaner wieder zunimmt.

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.11.2001, Nr. 276 / Seite 29

+++++++++++++++++++

wie passt der schluss mit dem tollen verbrauchervertrauen zusammen ? :rolleyes:
und ich dachte immer, wenn der index steigt, steigt das verbrauchervertrauen :cry:
Dow Jones: Intel bekräftigt Quartalsausblick

Das schwache Verbrauchervertrauen sorgt dennoch für Abschläge bei den Standardwerten


Schwache Zahlen zum Verbrauchervertrauen sorgen für einen Einbruch im frühen Handel, gute Nachrichten von Intel beleben die Kurse am Abend wieder, wenn auch nur vorübergehend. Der Dow Jones verliert bis eine halbe Stunde vor Börsenschluss 127 Punkte oder 1,3 Prozent auf 9.855 Zähler.

Die US-Bürger bleiben in ihrem Konsumverhalten weiter kritisch. Das Verbrauchervertrauen ist im November auf einen Stand von 82,2 Punkte abgesackt. Volkswirte haben mit einem leichten Anstieg auf 86,1 Punkte gerechnet. Das zeigt, dass die Konsumenten nach dem 11. September nachhaltig verunsichert sind. Aber es gibt auch ein positives Signal: Zwar zeigt die Befragung, dass die aktuelle Situation sehr pessimistisch eingeschätzt wird. Doch die Erwartungshaltung der Amerikaner hat sich seit Oktober deutlich gebessert. Das lässt darauf hoffen, dass man sich das Konsumverhalten nicht dauerhaft verändert.

Der Schub nach oben kommt von Intel. Der Chiphersteller bekräftigt anlässlich eines Analystentreffens seine Prognose für das vierte Quartal. Gleichzeitig gibt die Unternehmensführung zu bedenken, dass bis zum Jahresende noch eine bestimmte Unsicherheit bestehen bleibt. Die Anleger steigen dennoch massiv ein. Die Aktie steigt um 2,4 Prozent auf 32,63 Dollar. Dass die Meldung Breitenwirkung hat, zeigt der Philadelphia-Semiconductor-Index, der 1,3 Prozent zulegt.

Energieversorger und Versicherer gehören am Dienstag mehrheitlich zu den Gewinnern, Fluggesellschaften und Pharmawerte stehen auf der Verliererseite. Auch Einzelhandelstitel geben ab, da sich weiterhin abzeichnet, dass dieses Jahr das Weihnachtsgeschäft deutlich unter dem Vorjahr bleiben wird. Dazu kommt, dass Kmart einen Umsatzrückgang im dritten Quartal bekannt gibt.

+++++++++

die zweite überschrift kapier ich nicht ! ;)

intel ist mit dem 34 fachen des umsatzes bewertet !!!

kann man eine gewinnwarnung schöner umschreiben als intel ???

:laugh:
USA: Keine "Blockbuster-Umsätze" zu Weihnachten


Washington (vwd) - Die Stimmung unter den US-Verbrauchern hat sich im November noch einmal deutlich eingetrübt. Wie das Conference Board am Dienstag mitteilte, fiel der Index des Verbrauchervertrauens im Oktober um gut drei Zähler auf nur noch 82,2 Punkte. Von vwd befragte Analysten hatten dagegen im Durchschnitt mit einem Anstieg auf 86,1 gerechnet. Grund für den Vertrauensverlust dürfte die schlechte Lage auf dem Arbeitsmarkt sein. Für die Zukunft zeigen sich die US-Bürger hingegen optimistischer. Der entsprechende Index stieg deutlich. An den Aktienmärkten führten die Meldungen zu Kursrückgängen.


Keine Wende vor Jahresende


Lynn Franco vom Conference Board verwies darauf, dass eine Trendwende beim Verbrauchervertrauen nicht vor Jahresende erfolgen werde. Auch dürften die Einzelhändler zu Weihnachten nicht mit einem "Blockbuster"-Umsatz rechnen. In einer Sonderumfrage hierzu ermittelte der Conference Board, dass die US-Verbraucher in diesem Jahr im Durchschnitt 462 USD für Weihnachtsgeschenke ausgeben wollen. Im vergangenen Jahr beliefen sich die Ausgaben fürs Fest noch auf 490 USD.

Der Anstieg der Erwartungskomponente ließ Analysten allerdings zuversichtlicher in die Zukunft schauen. Der Indikator misst die Einschätzung der Verbraucher für die kommenden sechs Monate. Er stieg um knapp 4 Zähler auf 74,6 Punkte. Die Zunahme signalisiere, dass die Verbraucher nur eine kurze Rezession erwarteten, hieß es.

Schlechte Stimmung könnte weitere Zinssenkung stützen

Die unterschiedliche Entwicklung des Conference-Board-Index zum Index der Uni Michigan, der im November gestiegen war, begründeten die Experten damit, dass das Conference Board die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt stärker gewichte. Darüber hinaus wurde die Einschätzung geäußert, dass die Entwicklung der Stimmungsindizes eine weitere Senkung der Fed-Zinsen um 25 Basispunkte am 11. Dezember wahrscheinlicher mache.


Die internationalen Aktienmärkte reagierten auf das gesunkene Verbrauchervertrauen in den USA mit zum Teil deutlichen Abschlägen. Der DAX verlor bis um 17.10 Uhr 2,3 Prozent bzw 118 Punkte und rutschte damit unter die 5.000-Punkte-Marke. Schlimmer traf es den Nemax-50, der um 4,4 Prozent bzw knapp 60 Punkte auf 1.270 Zähler nachgab. An den US-Märkten gab der aus 30 Industriewerten gebildete Dow-Jones-Index um 0,8 Prozent auf 9.887,40 Punkte nach. Der breitere S&P-500-Index verlor 0,9 Prozent auf 1.146,38 Zähler. (Foto: Walmart)

+++ Benjamin Krieger

++++++++++++

die deutschen nehmen sich das amerikanische verbrauchervertrauen viel zu viel zu herzen !

:laugh:
wieder eine depotleiche die das maul aufmacht

---------------

US-Börsen am Abend schwächer - Dell bekräftigt Prognose



Der pessimistische Ausblick der US-Notenbank im "Beige Book" zur wirtschaftlichen Lage Amerikas führt die Börsen am Abend weiter nach unten. Die wichtigen US-Indizes schließen auf Tagestiefstkursen. Die Fed geht davon aus, dass die konjunkturelle Abschwächung noch eine Weile anhält. Das macht zumindest eine weitere Zinssenkung im Dezember wahrscheinlich. Der Computerhersteller Dell bekräftigt am Abend seine Umsatz- und Gewinnprognose für das laufende Jahr. Dem Kurs hilft das aber zumindest am Mittwoch nicht mehr.

Autor: Thorsten Sauter, 22:16 28.11.01

+++++++++++

was heisst bekräftigt ?

:laugh:
28.11.2001 14:48:00: Konsumentenvertrauen: Widersprüchliche Daten

Gestern verursachte der viel beachtete Conference Board Bericht zu Konsumentenvertrauen, der überraschenderweise fiel für Verunsicherung (BoerseGo berichtete). So würde sich immer mehr die Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes bemerkbar machen.

In der wöchentlichen weniger beachteten Befragung durch ABC News ergibt sich jedoch ein etwas anderes Bild. Der Indexstand fiel in der Vorwoche von -5 auf -2 (Range:+100 bis -100), die Prozentzahl der Befragten mit einer guten Meinung von der Wirtschaftsentwicklung nahm um 1% auf 36% zu. Der Kaufklima Paramenter erhöhte sich von 45% auf 48%. Sogar 63% der Befragten bezeichneten ihre persönliche finanzielle Situation als exzellent oder gut, in der Vorwoche waren es noch 62% der Befragten.

© BörseGo

++++++++++++++

liegt die mehrheit nicht meistens daneben ?
US-Immobilienblase vor dem Platzen.

Der "Eigenheim-Boom", mit dem die Konsumausgaben gestützt wurden, und der selbst durch eine der größten Finanzblasen der letzten 100 Jahre in Gang gehalten wurde, steht vor dem Absturz. Der Eigenheimmarkt war einer der wenigen Sektoren der US-Wirtschaft, der noch nicht kollabiert war, und sein Bedarf an Stahl, Holz, Zement, Glas etc. stützte noch in begrenztem Umfang die entsprechenden Sektoren der US-Wirtschaft. Eigenheime dienten auch als Finanzwerte, die bei der Finanzierung von Konsumausgaben als Sicherheit genutzt wurden. Dieser Prozeß scheint aufzuhören. Die Konsequenzen sind enorm: Ein Platzen der Eigenheimblase würde die Hausbesitzer treffen, und zu einem Verfall der Immobilienwerte und einem dramatischen Anstieg der Hypothekenpleiten führen. Besonders würde es die Bundeshypothekenbanken Federal National Mortgage Association ("Fannie Mae" ) und Federal Home Loan Mortgage Corp. ("Freddie Mac" ) treffen, die bei Immobiliengeschäften Wertpapiere in Höhe von mehreren Bio. Dollar ausgegeben haben, um ein großes Volumen der Eigenheimkäufe - und die Inflation des Wohneigentums seit 1993 - zu ermöglichen. Wie der Immobilien-Berater Meyers Group berichtete, sind die Verkäufe von Eigenheimen in Kalifornien im 3. Quartal gegenüber dem gleichen Quartal 2000 um 30% gefallen. Dieser Rückgang im führenden Eigenheimmarkt der USA ist enorm. Im gleichen Zeitraum gingen die Eigenheimverkäufe in Washington (D.C.) um 35%, in Philadelphia um 19%, und in Baltimore um 31% zurück. Nach Angaben des US-Handelsministeriums fielen die Verkäufe von älteren Eigenheimen im September um 12%. Der "Wohnungsmarkt-Index" der Nationalen Vereinigung der Eigenheimbauer (NAHB) erlebte im Oktober den stärksten monatlichen Rückgang seit 1985, als der Index geschaffen wurde. Im Halbjahresbericht über die Zukunftsaussichten, der am 14.11. veröffentlicht wurde, erklärte die NAHB, der US-Wohnungsmarkt werde sich im 4. Quartal in allen Bereichen verschlechtern. Sie erwartet, daß die Zahl der Baubeginne gegenüber dem 3. Quartal um mehr als 33%, und die Verkäufe älterer Eigenheime um mehr als 21% zurückgehen werden. Die Verkäufe von Neubauten werden voraussichtlich um 20% schrumpfen. Von Januar 1993 bis Mai 2001 explodierte der "mittlere Preis" (der genauer ist als der bloße Durchschnittspreis) für ein neues Eigenheim in den USA von 121500$ auf 179400$ - ein Anstieg um 47,7%. Der starke Verfall der Eigenheimpreise zeigt sich daran, daß dieser mittlere Preis eines Eigenheims seither (bis September) von 179400$ auf 162400$ gefallen ist - aufs Jahr hochgerechnet ist das ein Preisrückgang um 37,9%! Von 1990 bis zum Ende des zweiten Quartals 2001 stieg das Volumen der ausstehenden Hypothekenschulden von 2,53 Bio.$ auf 5,14 Bio. Dollar. Ein Teil dieses Anstiegs diente dazu, die rund 1 Mio. neuen Eigenheime zu finanzieren, die jährlich auf den Markt kommen und verkauft werden; der größte Teil diente jedoch dazu, den Preisanstieg der durch Hypotheken finanzierten Käufe von neuen und älteren Eigenheimen abzudecken. Dementsprechend betrug die Gesamtsumme der Wertpapiere, die bei Wohnimmobiliengeschäften von Fannie Mae und Freddie Mac etc. ausgegeben wurden, am Ende des 2. Quartals 2001 inkl. der Hypothekenschulden auf US-Eigenheime insgesamt 10,4 Bio. Dollar. Dieser riesige Schuldenberg hängt ganz von der Entwicklung des US-Wohnungsmarktes ab. Die wichtigsten Finanziers, Fannie Mae und der Vorstand der Federal Reserve, reagieren panisch auf die jetzt einsetzende Krise. Die Fed hat dieses Jahr die Zinsen insgesamt zehnmal gesenkt, wodurch auch die Hypothekenzinsen immer weiter - auf zuletzt 6,46%, den tiefsten Stand in 25 Jahren - gefallen sind. Dies hat eine Refinanzierungswelle ausgelöst, bei der die Hypothekenschuldner die niedrigeren Zinsen nutzen. Seit dem 11.9. haben 1 Mio. Amerikaner einen Antrag auf Refinanzierung ihrer Hypotheken gestellt - sechsmal soviele wie im Vergleichszeitraum 2000. Durch die so erzeugte neue Runde von Hypothekenkrediten wurde der Hypothekenmarkt bisher noch aufrechterhalten.

WASHINGTON INSIDER Deutsche Ausgabe Vol. 11, Nr. 48 , 29. November 2001

++++++++++++++++++

ich muss mal schauen wann ich auf die bewertungen von den holzhütten hingewiesen habe!

das war glaube ich ziemlich am anfang dieses threads - und selbst da war es schon ein alter hut

aber die amis sind ja immer schlauer - jetzt aber geht´s an die letzte bastion.

;) das muss das weihnachstgeschäft einfach gut werden ;) wenn die eigene bude eben mal so 30 prozent an wert verliert ;)
Beige Book

US-Wirtschaftsaktivität weiter schwach


Washington, 28. Nov (Reuters) - Die Konjunkturentwicklung in den USA ist der US-Notenbank Fed zufolge im Zeitraum Oktober bis Mitte November weiterhin schwach geblieben. In den meisten Regionen seien mehr Anzeichen für eine weitere Abschwächung als für eine Erholung festzustellen, heißt es in dem am Mittwoch in Washington veröffentlichten Konjunkturbericht "Beige Book" der Fed. Der Arbeitsmarkt schwäche sich ebenfalls weiter ab, wobei die Löhne stetig geblieben seien oder sogar abgenommen hätten. Dagegen seien die Preise im Oktober/November generell stabil geblieben. Der Bericht wird Turnusmäßig von jeweils einer der zwölf Federal-Reserve-Banken der USA erstellt, diesmal von der Fed in Richmond auf Basis von Daten bis zum 19. November. Er dient der Notenbank beim nächsten Treffen des für die Geldpolitik zuständigen Offenmarktausschusses (FOMC) am 11. Dezember als eine der Grundlagen für ihre Zinsentscheidung. Eine weitere Zinssenkung um 25 Basispunkte wird an den Finanzmärkten nicht ausgeschlossen. In diesem Jahr hat die Fed die Leitzinsen bereits um 450 Basispunkte auf 2,00 Prozent im Schlüsselzins gesenkt.
Datum: 28.11. 20:04 Analystenkonferenz: Ciena schockiert die Märkte


Nach einem relativ enttäuschend verlaufenen Conference Call befinden sich die Aktien des optische Netze Unternehmen Ciena augenblicklich unter Druck. Die Analysten von der CS First Boston, die dem Call beigewohnt hatten, erklärten, daß man sich im Hause Ciena sehr vorsichtig zu den kurzfristigen Aussichten geäußert habe.

Im Telekommunikationsbereich solle von anhaltender Nachfrageschwäche ausgegangen werden, was das Unternehmen bei Umsatz und Gewinn treffen werde, eventuell eine Umsatz- und Gewinnwarnung ausgesprochen werden müßte. Ciena sei aber davon überzeugt, gegenüber den Konkurrenten wie Nortel und Lucent strategische Vorteile zu haben. Die Analysten von der CSFB gehen dennoch davon aus, daß die Aktie in der nächsten Zeit eher schwach performen werde.

Zuletzt verloren die Aktien bei regem Handelsvolumen fast 9% an Wert, auch Konkurrenten wie JDS Uniphase (-6,58%), Juniper Networks (-5,44%) und Brocade Communications (-8,92%) wurden in den Abwärtsstrudel gerissen.

© Godmode-Trader.de

+++++++++

aus sternen werden kometen
28.11.2001 23:00:00: Marktanalyst: Nasdaq wird bald wieder steigen!

Trotz des deutlichen Rückschlags an der Nasdaq im heutigen Handel bleibt der Marktbeobachter Steve Massocca, President von Pacific Growth Equities bullisch bezüglich des Aufwärtspotenzials der Märkte.

"Wir hatten einen steilen Anstieg und erholen uns nun ein wenig. Doch glaube ich, daß die Aufwärtsbewegung noch nicht am Ende ist. Wenn die überkaufte Situation im Markt erst einmal verarbeitet ist, werden wir weiter zulegen können. So lange die Zinsen derart niedrig sind, wird Geld in die Aktienmärkte fließen", erläuterte er seine Einschätzung.

© BörseGo

:laugh: die erde ist eine scheibe :laugh:
ACHTUNG ACHTUNG ACHTUNG ACHTUNG ACHTUNG ACHTUNG

[/url]

ACHTUNG ACHTUNG ACHTUNG ACHTUNG ACHTUNG ACHTUNG

drei jahre und die linie zeigt nach unten !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! :eek:




DAS SIND DIE DINGER MIT DENEN MAN SICH DIE NÄCHSTEN FÜNF BIS ZEHN JAHRE BESCHÄFTIGEN SOLLTE





DAS SIND DIE DINGER MIT DENEN MAN SICH DIE NÄCHSTEN FÜNF BIS ZEHN JAHRE BESCHÄFTIGEN SOLLTE





dem dümmsten bulle sollte langsam auffallen, das die 10 jahreslinien kommen.

und die lage sieht net gut aus - kein buy on bad news :cry:

tagesgeld und ab und an ein zock bzw. os reicht locker aus :cool:

aber manche wissen´s immer besser

:laugh: Thread: Ihr könnt bedenkenlos Long gehen! :laugh:


Mittwoch, 28. November 2001
Insolvenzplan vorgelegt
Chiquita beantragt Konkurs

Chiquita Brands International hat Konkurs beantragt. Wie der zahlungsunfähige US-Lebensmittelkonzern am Mittwoch bekannt gab, wurde einem Bundesgericht in Cincinnati ein Insolvenzplan vorgelegt.

Der Plan sieht Unternehmensangaben zufolge vor, die Schuldenlast des Konzerns von insgesamt 949 Mio. Dollar um gut 700 Mio. Dollar zu reduzieren. Zudem sollen dadurch die künftigen jährlichen Zinszahlungen um ca. 60 Mio. Dollar verringert werden.

Eine Sprecherin des als Bananenlieferant bekannt gewordenen Konzerns sagte, das Unternehmen wolle binnen drei bis vier Monaten wieder aus dem beantragten Gläubigerschutz entlassen werden. Weiter hieß es, die Tochterfirmen von Chiquita arbeiteten als unabhängige juristische Einheiten ununterbrochen weiter. Deren Gläubiger seien nicht von dem vorgelegten Insolvenzplan betroffen. Lieferungen an Kunden liefen ebenso wie Zahlungen an Lieferanten normal weiter.

Das traditionsreiche 131 Jahre alte Unternehmen hatte sich im Oktober mit seinen Gläubigern über einen Sanierungsplan verständigt. Dieser sieht vor, dass die Gläubiger auf Forderungen verzichten und dem Unternehmen einen Großteil der Schulden und der aufgelaufenen Zinsen erlassen. Dafür sollen sie im Gegenzug knapp 88 Prozent der Unternehmensanteile erhalten.

Chiquita hatte bereits im Januar 2001 eine Umstrukturierung seiner Anleihen angekündigt. Zuvor hatte das Unternehmen im Zusammenhang mit einem acht Jahre dauernden Streit mit der Europäischen Union um Bananen-Importe einen Verlust von über 1,5 Mrd. Dollar verbuchen müssen.
Ronald Gehrt
Wer soll das glauben?

Dieser Tage ist zu hören, dass die momentane, rezessive Tendenz nur sehr kurze Zeit anhalten soll. Neben dem Faktor der scheinbar endlosen Liquidität ist diese Behauptung das einzige Argument, mit dem die seit dem 21. September anhaltende Rallye untermauert wird. Da muss die Frage erlaubt sein, woher diese Zuversicht, die den Anlegern mittlerweile wie eine definitive Tatsache verkauft wird, stammt. Um die volkswirtschaftlichen Lehrbücher zu bemühen:

Grundsätzlich ging man von einer Zyklusdauer von Boom zu Baisse und retour von vier Jahren aus. Doch immer wieder hat sich gezeigt, dass nicht nur eine kluge Notenbankpolitik, sondern auch externe Ereignisse geeignet waren, diesen Rhythmus zu durchbrechen: Die Ölkrise 1973/74, die "Wende" 1982, der Mauerfall 1989, der Golfkrieg 1990/91.

Von unwesentlichen Unterbrechungen abgesehen, dauerte die jüngste Phase des Wachstums 20 Jahre. Ungewöhnlich lange also. Wie kann man da ernsthaft behaupten, dass wir jetzt nur vor einer kurzen Rezession stehen? Die Erfahrung lehrt doch, dass der tatsächliche Zeitpunkt einer Wende, ob zum Guten oder Schlechten, wegen der vielfältigen, externen Einflüsse nicht auf dem Reißbrett prognostizierbar ist! Und:

Diejenigen, die heute von einem unbedeutenden "Rezessiönchen" sprechen, sind dieselben, die sich noch vor Wochen durch die kategorische Verneinung jedweder Rezessionsgefahr disqualifiziert hatten. Wer will diesen Zweckoptimisten glauben?

Ich erwarte, dass gerade dadurch das Gegenteil erreicht wird. Denn wer sich weigert, der Realität ins Auge zu blicken, hat auch keinen Anlass, die erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um der Gefahr entgegen zu wirken. Doch will ich mich dadurch nicht als Pessimist verstanden wissen. Denn das Pulverfass, auf dem die Rallye der Aktienmärkte ruht, birgt herausragende Gewinnchancen auf der Put-Seite. Perspektiven, die mich höchst optimistisch stimmen!

Mit besten Wünschen Ihr

Ronald Gehrt
Roland Leuschel
Die Blase ist tot! Es lebe die Blase!

In Anlehnung an den Spruch "Le roi est mort, vive le roi!" ist der Beobachter geneigt zu sagen: Die Finanzblase an den Börsen ist geplatzt, es lebe die neue Blase! Der "Hohepriester der Finanzblasen", Alan Greenspan kann also wieder mit Genugtuung auf sein neues Werk schauen. Kaum platzte die unter seiner genialen Regie entstandene grösste Börsenblase der Geschichte (rund 7000 Milliarden Dollar Kapitalvernichtung ... 70% des BSP der USA vor 2000) macht er sich ans Werk eine neue Blase zu kreieren um die Folgen einer Kapitalvernichtung, nämlich eine Wirtschaftsrezession, zu vermeiden. Und prompt hat er wieder viel Erfolg. Auf der einen Seite jubeln die Investmentbanken und deren Gurus, an der Spitze hat sich dieses Mal Ralph Acampora vom Prudential Securities hervorgetan, und das Anlegermagazin Euro am Sonntag titelte in seiner Ausgabe vom 11.11. in fetten Buchstaben "GELD GIBT`S JETZT UMSONST": Über Amerika wird ein Füllhorn ausgeschüttet. Und der Mann am Füllhorn heisst Alan Greenspan. Geld kostet de facto nichts mehr! In einem weiteren Artikel erhält Alan noch einen neuen Titel "Herr der milden Gaben". Assistiert wird Ralph Acampora unter anderem von der "Staranalystin" (FAZ) von Goldman Sachs, Abby Cohen. Sie sieht einen fairen Wert" der Standard & Poors 500 bei 1.300/1.425 (1.150) und Dow Jones von 11.300 bis 12.400 (9.980), das wären rund 25% mehr als derzeit. Aber auch in Europa ist der Optimismus wieder in Mode, und am 20.11. titelte Die Welt, deren Börsenteil bemerkenswert mit Grafiken illustriert und für den Aktionär bereichernd geworden ist: "DAX NIMMT KURS AUF 6.000 PUNKTE" Untertitel "Seit dem Terrorcrash sind die Aktien um mehr als 35% gestiegen".

Bleiben Sie weiterhin geduldig und gelassen, und legen Sie Ihren Cash, wie in meiner letzten Kolumne vom 24.10. "Anlagestrategie zu einer Zeit der Extreme" empfohlen, langsam und geduldig in Aktien an, und warten Sie auf den Test der am 21.9. erreichten Tiefstpunkte. Sie müssen also wie einst Odysseus Ihre Ohren mit Watte verstopfen, um das Sirenengebrüll der Investmentbanken und einiger Gurus nicht zu hören. Letzten Endes, und ich wiederhole diesen Satz, so oft ich nur kann, entscheiden die Gewinne der Unternehmen den Börsenkurs, und nur wenn die Aktien preisgünstig sind sollte der Anleger zugreifen, und das sind sie nicht. Die Gewinne hängen letztenendes auch von der Konjunktur ab, und da hat die Vergangenheit bewiesen, dass einem starken Börsencrash wie 1929 eine Rezession folgt. Und der jetzige Börsencrash war gigantischer in seinem Ausmass als 1929.

In dieser Woche veröffentlichte ein Gremium von 6 Ökonomen, das angesehene National Bureau of Economic Research (NBER), das die Statistiken Amerikas auswertet: "Amerika befindet sich seit März in einer Rezession. Die Industrieproduktion sei bereits im Herbst 2000 eingebrochen." Wie ein verspäteter Aprilscherz erscheint die Erklärung der renommierten MIT Professors, Rüdiger "Irving" Dornbusch, der noch im Dezember erklärte: "Die Angst vor einer Rezession ist typisch europäisch, aber unbegründet. Streichen Sie deshalb des Wort Rezession einfach aus Ihrem Sprachschatz. Es wird sie in den USA nicht geben." Aber auch in Europa gibt es kleinere Dornbuschs, wie zum Beispiel der Volkswirt der Dresdner Bank, Klaus Friedrich, der noch Mitte September erklärte: "Es droht keine Rezession." In seiner Begründung konnte man dann lesen: "Wir beobachten im Moment überall in den USA eine Welle spontaner Vertrauenskundgebungen in den "American Way of Life". Verkäufer von US Fahnen haben Hochkonjunktur ... Die Geldpolitik wird so viel Liquidität wie nötig zur Verfügung stellen." Inzwischen befindet sich auch Deutschland in einer Rezession und eine Rückkehr zu den hohen Wachstumsraten der vergangenen Jahre zeichnet sich vorerst nicht ab. Eine Konjunkturerholung könnte erst im Jahre 2003 realistisch werden. Seltsam, dass in Deutschland Ökonomen wie auch Politiker das R-Wort, das heisst Rezession, vermeiden. Ihnen sei zugerufen: Eine Rezession ist eine Rezession, und wer nicht den Mut hat das auszusprechen, hat keinen Realitätssinn, das fängt übrigens auch mit R an.

Es gibt einen Super-Optimisten, der nicht zuletzt durch seine Kolumnen in der FAZ jeden Montag die Möglichkeit hat, den Realisten eins auszuwischen und seinen Optimismus zu predigen, Heiko Thieme. Ich vermute, dass Anleger die in Thieme Fonds International angelegt haben, und der laut Statistik derselben FAZ unter 356 internationalen Aktienfonds mit -56,42% in den letzten 62 Wochen an Platz 351 rangiert, jetzt den Sinn des Bibelwortes aus Matthäus 7-16 und 20 " An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen" verstehen. :laugh:

Die Federal Reserve wird die Zinsen weiter senken, und die EZB wird ihr folgen auch wenn das Geldmengenwachstum mit rund 7% erheblich über der Zielzone von 4,5 liegt. Es dürfte aber eine Falschmeldung sein, wonach Alan Greenspan einen Grossteil der amerikanischen Hubschrauber für den Ernstfall reserviert haben soll, um Dollarnoten über die amerikanischen Städte abwerfen zu können. Der Plan soll daran gescheitert sein, dass diese Hubschrauber in Afghanistan und später im Irak gebraucht werden. Fazit: Bleiben Sie ruhig und warten Sie auf Opportunitäten. Denken Sie daran, dass selbst ein Mann wie John Tempelton kürzlich erklärte, er würde sein Geld in US Staatsanleihen anlegen (15%),"das ist mehr als man in den kommenden Jahren von einem durchschnittlichen Aktienportfolio erwarten kann", und er fügte hinzu, "wer allerdings einen langen Atem hat dem empfehle ich ein gemischtes Depot, die Hälfte Aktien die andere Renten".

Roland Leuschel

29.11.2001

:laugh:
Die Börse wettet auf die Konjunkturwende

Von Holger Steltzner
Die Börsen wackeln wieder. Der zuvor feste Glaube an eine schnelle Konjunkturerholung weicht nun der Sorge über eine vielleicht doch lange und tiefe Rezession. Die Furcht der Anleger vor einem Frühstart der Börse ist verständlich und gesund zugleich. Verständlich, weil heute noch niemand weiß, ob tatsächlich schon im Frühjahr oder Sommer 2002 die Konjunkturwende kommen wird. Gesund, weil die Aktienkurse viel zu schnell und kräftig gestiegen sind. Besonders übertriebene Kurswetten gab es wieder einmal an den Technologiebörsen. Entsprechend groß ist hier die Rückschlagsgefahr.

In den vergangenen Rezessionsphasen haben die Aktien- und Anleihemärkte den bevorstehenden Aufschwung frühzeitig erahnt. Häufig drehten bereits auf der Talsohle der Rezession die Kurse. Erst ein halbes Jahr nach dem Börsenaufschwung schlug sich die Wirtschaftswende in den Konjunkturstatistiken der Volkswirte nieder. Und mit schöner Regelmäßigkeit haben in der Vergangenheit führende Wissenschaftler in den Vereinigten Staaten erst dann die Rezession amtlich verkündet, wenn der nachfolgende Aufschwung schon vor der Tür stand. Ähnlich verläßliche Signale senden die Märkte auch im umgekehrten Fall aus. Lange bevor rund um den Globus die drohenden Folgen einer gleichzeitigen Rezession in Amerika, Europa und Asien öffentlich diskutiert worden sind, drückte an den Börsen das Schreckgespenst einer drohenden Rezession auf die Stimmung und die Kurse.

Natürlich können die Märkte auch irren. Das haben wir mehr als einmal erlebt. Spekulative Übertreibungen an der Börse sind ja das Salz in der Suppe. Das gilt nicht nur für die Aktienmärkte. Auch die Anleihemärkte sind nicht gegen Übertreibungen gefeit. Denn so wie an den Börsen schon überschwenglich der noch nicht sichtbare Aufschwung gefeiert worden ist, so spekulativ sind die jüngsten Wetten an den Kapitalmärkten auf eine nachhaltige Zinswende und baldige Leitzinserhöhungen der Notenbanken, was zu einem außergewöhnlich starken und schnellen Renditeanstieg geführt hat. Es kann nicht geleugnet werden: Die kräftigen Börsengewinne in den zurückliegenden zwei Monaten könnten sich auch als Frühstart entpuppen. Doch erscheint ein Rutsch unter die Tiefstkurse vom 21. September unwahrscheinlich, als es zu panikartigen Verkäufen infolge der Terroranschläge auf Amerika vom 11. September kam. Aller Voraussicht nach wird es in den kommenden Wochen eine Zitterpartie an den Börsen geben, mit weiter fallenden Kursen im Zuge einer neuen Welle von erschreckend schlechten Ertragsmeldungen von Unternehmen. Danach aber dürfte es unter kräftigen Schwankungen wieder bergauf gehen. :eek:

Die Konjunkturhoffnungen stützen sich vor allem auf die kräftigen Zinssenkungen der Notenbanken und den drastisch gesunkenen Ölpreis. Die konzertierten Zinssenkungsrunden der Notenbanken in Amerika und Europa sind mehr als nur Beruhigungsmittel für aufgeregte Börsianer. Mit der üblichen Zeitverzögerung von bis zu einem Jahr stimuliert billiges Geld die Realwirtschaft. Das wird auch in diesem Konjunkturzyklus so sein. Dank der Notenbanken sind die Geldmarktzinsen außergewöhnlich niedrig und die Zinskurven über alle Laufzeiten hinweg bis zum langen Marktende steil. Zudem beschleunigt sich in Amerika und Europa das Geldmengenwachstum, auch mit Blick auf drohende Deflationsgefahren. Entgegen den vorherrschenden Erwartungen an den Geldterminmärkten könnten die Notenbanken in Amerika und Europa ihre Leitzinsen sogar noch weiter senken, solange keine Inflationsgefahren in Sicht sind.

In absehbarer Zeit wird das billige Geld zu einem Nachfrageschub der Verbraucher und neuen Investitionen der Unternehmen führen. Schon heute nutzen in Amerika die Hauseigentümer die Gunst der Stunde und schulden ihre Hypotheken zu günstigen Konditionen um. Ähnlich stimulierend ist der Preisverfall für Rohöl, der die Energiekosten für Unternehmen und Privathaushalte sofort merklich senkt. Die Kaufkraft steigt, es kann mehr Geld für den Konsum ausgegeben oder anderweitig investiert werden.

Global betrachtet, ist der niedrige Ölpreis in dieser kritischen Situation der Weltwirtschaft ein großes Glück, er wirkt wie eine kraftvolle Konjunkturspritze. Wahrscheinlich entfaltet der Ölpreis sogar eine mächtigere Wirkung als das geplante, aber umstrittene amerikanische Konjunkturpaket. Hinzu kommt, daß auch die Unternehmen entschlossen gegensteuern. Unrentable Geschäftsbereiche werden auf den Prüfstand gestellt, die Lager geräumt, Überkapazitäten abgebaut und die Kosten drastisch gesenkt. Natürlich schmälert dies zusätzlich zur Wirtschaftsflaute zunächst die ohnehin mageren Ergebnisse. Aber nur die Gesundschrumpfung macht fit für den folgenden Aufschwung. Auch die Erfolge in Afghanistan geben Anlaß zur Hoffnung. Die Gefahr abermaliger Terroranschläge ist zwar nicht gebannt. Doch sie ist geringer geworden, weil Usama Bin Ladin und seine Spießgesellen auf der Flucht sind und um ihr Leben rennen.

Es gibt gute Gründe für einen zuversichtlichen Wirtschaftsausblick für das zweite Halbjahr 2002. Und es gibt ähnlich gute Argumente für eine nur maßvolle Kurswende an den Finanzmärkten. Aktien sind alles andere als billig, trotz der kräftigen Kursverluste seit dem Platzen der großen Spekulationsblase im März 2000. Die Kurs-Gewinn-Verhältnisse der Börsenindizes liegen immer noch deutlich über ihren historischen Durchschnittswerten. Im Vergleich zu den Renditen an den Anleihemärkten sind die meisten Aktien nach wie vor zu teuer. Alle Anleger wissen heute, daß die großen Börsengewinne der achtziger und neunziger Jahre maßlos übertrieben waren. Die Folge waren schmerzhafte Verluste für die meisten Investoren. Der Schreck über diese dramatischen Verluste sitzt vielen Anlegern noch in den Knochen. Sie sollten sich davor hüten, abermals unrealistischen Traumrenditen hinterherzujagen. Jährliche Gewinne von 20 Prozent oder mehr werden von der Börse nicht verschenkt. Auf Dauer können Aktienkurse nicht stärker als das Wirtschaftswachstum steigen, weil die Unternehmenserträge insgesamt nicht schneller als die Wirtschaftsleistung und die Teuerung wachsen.

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.11.2001, Nr. 279 / Seite 17

+++++++++++++++++

alles falsch !

ausser dem schlusswort


die häuser sind aufgebläht (siehe weiter hinten) und was, wenn der ölpreis wieder auf die angestrebten 25 dollar steigt?

sinkende zinsen sind gut für den markt sagt er. und das bald die wirtschaft mit üblichen 20 prozent pro quartal steigen wird! und das bei zinsen unter 2 prozent :laugh: :D

das die läger geleert werden höre ich seit der frühjahrrallye 2001 :laugh:

welche erfolge gibt es den in afghanistan ? das land wurde dreimal umgepflügt, sämtliche flugzeugfriedhöfe wurden vernichtet und als erfolgreiche einsätze verkauft und ausserdem geht man davon aus, das Bin Laden hinter den anschlägen vom 11. Sept. steht :laugh: :D :p
Der Fall des Energiehändlers Enron ist Spätfolge der Nasdaq-Spekulationsblase

Von Analysten gehätschelt, von Anlegern begehrt / In besseren Zeiten 65 Milliarden Dollar wert

dri. NEW YORK, 29. November. Der Absturz des amerikanischen Energiehändlers Enron Corp., der wahrscheinlich die größte Unternehmensinsolvenz in der amerikanischen Geschichte nach sich ziehen wird, ist eine Spätfolge der Spekulationsblase an der Wall Street. Die Aktie von Enron wird zwar an der New York Stock Exchange und nicht an der Nasdaq gehandelt. Das Unternehmen galt aber in den Jahren 1999 und 2000 als einer der populärsten Vertreter der "New Economy".

Mit seiner Energiehandelsplattform Enron Online hatte sich Enron zu einem führenden B2B-Unternehmen (Business-to-Business) aufgeschwungen. Phantasie verlieh zudem der Aufbau einer Datenautobahn für die Telekommunikation. Enron lockte sogar mit der Vision, daß es einen Handel mit Breitbandkapazitäten etablieren wollte. Vor diesem Hintergrund gab es kaum ein Wall-Street-Haus, das die Aktie von Enron nicht ganz oben auf der Empfehlungsliste stehen hatte. Diese Nähe der Analysten dürfte ein Grund dafür sein, daß die Wall Street die Talfahrt des Unternehmens bis zuletzt nicht wahrhaben wollte.

Ihren Höhepunkt hatte die Aktie von Enron im August vergangenen Jahres erreicht, also fünf Monate nachdem die Nasdaq ihr Rekordhoch verbucht hatte. Der Aktienkurs von Enron war seinerzeit bis auf gut 90 Dollar gestiegen, was dem Unternehmen eine Marktkapitalisierung von 65 Milliarden Dollar gab. Zu den Großaktionären zählten vor allem Wachstumsfonds wie die Fonds der Janus-Familie. Inzwischen wird die Aktie für nicht einmal mehr 50 Cent gehandelt. Dies reflektiert die Erwartung, daß die Aktionäre bei einer Insolvenz völlig leer ausgehen werden.

Enron zeigte zuletzt zwar Vermögenswerte von 61 Milliarden Dollar. Die Werthaltigkeit dieser Aktiva wird aber ganz wesentlich davon abhängen, ob es Enron nach einem Antrag auf Gläubigerschutz gelingen wird, das Kerngeschäft, den Handel mit Gas und Elektrizität, fortzuführen. Und hier sind erhebliche Zweifel angebracht. Zweifel an der Liquidität und finanziellen Solidität von Enron haben schon in den zurückliegenden Wochen dazu geführt, daß die Handelspartner Enron als Gegenpartei vermieden. Der Marktanteil im Strom- und Gashandel dürfte zuletzt nur mehr bei 10 bis 15 Prozent gelegen haben, schätzen Analysten.

Widersprüchlich sind nach wie vor die Angaben über die Höhe der finanziellen Verpflichtungen des Unternehmens. In der Bilanz zeigte Enron zuletzt Finanzschulden von gut 13 Milliarden Dollar. Daneben ist von außerbilanziellen Verpflichtungen von bis zu 10 Milliarden Dollar die Rede. Die ausstehenden Anleihen von Enron werden nur mehr für 15 bis 25 Prozent ihres Nominalwertes gehandelt, seit am Mittwoch die Ratingagenturen Enron zur Junk-Bond-Adresse herabstuften und die Fusion mit Dynegy scheiterte.

Unter den Banken scheinen J.P. Morgan Chase und Citigroup die größten Summen im Feuer stehen zu haben. Bei J.P. Morgan heißt es, daß das Gesamtrisiko 900 Millionen Dollar betrage, wovon 500 Millionen Dollar nicht besichert seien. Das Engagement der Citigroup ist angeblich ähnlich hoch. Im Energiehandel liegen die Risiken der Gegenparteien bei maximal 100 Millionen Dollar, sagt Merrill-Lynch-Analyst Steven Fleishmann. Hierbei sei freilich ein Netting, also ein Aufrechnen aller Forderungen und Verbindlichkeiten, unterstellt, was vielleicht nicht in jedem Fall gelinge.

Sollte Enron in der Tat vor dem Konkursgericht landen, wäre es die größte Insolvenz, die Amerika jemals gesehen hat. Bisher hat Texaco diesen Rekord inne, das 1987 mit Aktiva in Höhe von 36 Milliarden Dollar Gläubigerschutz suchte. Der Fall Enron wirft in jedem Fall einen weiteren Schatten auf die Ratingagenturen. Sie hätten, so der vielerorts erhobene Vorwurf, die Reißleine schon viel früher ziehen müssen. Standard & Poor`s, Moody`s und Fitch IBCA hatten die Bonität von Enron alle am Mittwoch binnen zweier Stunden auf Junk-Bond-Status zurückgestuft, nachdem sich abgezeichnet hatte, daß die Übernahme von Enron durch Dynegy nicht zustande kommen würde. Vor drei Wochen hatten die Investmentbanken noch bei Moody`s darum geworben, daß die Agentur Enron weiterhin als "Investment Grade" einstuft. Als Moody`s dann Enron in der Tat mit einem neuen Investment-Grade-Rating versah, kam auch der Durchbruch in den Gesprächen von Enron und Dynegy.

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.11.2001, Nr. 279 / Seite 31
Von Silberhemden und Putschisten: Nazis und Neonazis in den Vereinigten Staaten

Von Milzbrand bis Antisemitismus: Amerikas Neonazis
Jüngste Hinweise zum modus operandi bei der Versendung der tödlichen Milzbrandbriefe, die in den Vereinigten Staaten nach wie vor Angst und Schrecken verbreiten, legen den Verdacht nahe, daß die Absender dieser Briefe Zugang zu Einrichtungen des amerikanischen Biowaffen-Forschungsprogramms hatten. Sollten tatsächlich Regierungsangestellte verantwortlich sein, etwa Forscher, die sich dann zur Erfindung des Drittmittel-Beschaffungsterrorismus beglückwünschen könnten, wäre das ein ebenso bizarrer wie düsterer politischer Treppenwitz. "Zugang zum amerikanischen Biowaffenprogramm" läßt indes auch an eine andere Vermutung denken, die westliche Medien zeitweise nur hinter vorgehaltener Hand zu artikulieren wagten: was, wenn die Angreifer amerikanische Neonazis wären?

Wer die heutige extremistische, häufig sogar bewaffnete Rechte in den Vereinigten Staaten "Neonazis" nennt, folgt einer bequemen sprachlichen Konvention. Politisch-moralisch geht es ihm um die möglichst vollständige Diskreditierung der rassistischen "Christian Identity"-Fundamentalisten, Prediger gegen "ZOG" (das "Zionist Occupational Government", die jüdischen Besatzer, gemeint sind die Vereinten Nationen), Mitglieder von Milizen, Ku-Klux-Klan-Ritter und vergleichbarer Soziopathen. Was könnte schließlich sichtbarer stigmatisieren als der Vergleich mit Adolf Hitlers NSDAP und deren Erben?

Funktional trifft das "Neonazi"-Stigma durchaus die Rolle, die diese Leute gerne spielen würden; historisch aber irritiert das "Neo-": Kann man von einem Gebiet, das nichts den Nazis und deren europäischen Schwesterorganisationen Vergleichbares erlebt hat, sagen, es gebe dort Neonazis? In Europa ist wenig bekannt, daß während der "Großen Zeit" des Faschismus nicht allein heimatverbundene Italoamerikaner und die Angehörigen deutsch-amerikanischer Freundschaftsorganisationen, überwiegend mit Sitz in New York, profaschistische und nazifreundliche Propaganda in Umlauf brachten. Studien amerikanischer Politsoziologen und Publizisten von Morris Schonbach, Ende der fünfziger Jahre, bis Martin A. Lee, dessen soeben erschienenes Buch "The Beast Reawakens" den besten aktuellen Überblick über den weltweiten militanten Rechtsextremismus seit dem Zweiten Weltkrieg bietet, haben gezeigt, daß es durchaus einen genuin amerikanischen Faschismus gegeben hat und weiterhin gibt.

Die wirtschaftlichen, sozialen und politischen Engpässe der Depressionszeit und des New Deal brachten in den Vereinigten Staaten einen "bodenständigen" Rechtsextremismus hervor, der in Sachen Rassenwahn, Chauvinismus und Antisemitismus den Vergleich mit seinen europäischen Cousins nicht zu scheuen brauchte. Vor dem Hintergrund verelendeter Armeen von Wanderarbeitslosen, bankrotten Farmern und ruinierten Kleineigentümern nahm damals ein zunächst ländlicher protestantischer Fundamentalismus Gestalt an, dem schließlich Prediger- und Hetzerfiguren wie J. Frank Norris oder Gerald Winrod entwuchsen. Des letzteren "Defenders of the Christian Faith", 1925 gegründet, taten sich besonders als rabiate Antisemiten hervor.

Winrod selbst erklärte 1933, ihm sei jetzt klargeworden, daß alles Leid im Amerika der Gegenwart von den Machenschaften des "jüdischen Bolschewismus" herrühre. 1930 schuf ein gewisser Allen Zoll eine schlagkräftige Quasi-SA mit Namen "American Patriots" und erhielt dabei wortmächtige Unterstützung von der seinerzeit in Faschistenkreisen äußerst umtriebigen Chicagoer Demagogin Elizabeth Dilling, die 1934 den Klassiker sozialstaatsfeindlicher Anti-New-Deal-Literatur, "The Red Network", schrieb. Ganz wie die deutsche SA sahen auch amerikanische Faschistentruppen ihre wichtigste Aufgabe in der gewaltsamen Zerschlagung der Arbeiterbewegung und der Gewerkschaften. Gruppen wie die "Industrial Defense Association" Edward Hunters oder die "Paul Reveres", die Colonel Edwin M. Haley mit Unterstützung der emsigen Mrs. Dilling gründete, nannten sich "Nationalisten" und suchten ihren Hauptfeind auf der Seite der gewerkschaftsnahen Linken.

Silberhemden und Putschisten.

Der am meisten aufsehenerregende Agitator dieser Periode war wohl der Publizist William Dudley Pelley, der in großen Mengen von Zeitschriften und Zeitungen mit Titeln wie "The Galilean", "Liberation" und "The Roll Call" sowie in seinem berühmten Buch "No More Hunger!" für ein Programm des autoritär-ständischen Staats warb, das seine im Wortsinn national-sozialistischen Züge stolz zur Schau stellte.

Pelley beließ es nicht bei Worten. Nach eigenen Angaben war es Hitlers Machtübernahme, die ihm die Idee zur Gründung einer eigenen Kampf- und Einsatztruppe eingab. Pelleys "Silberhemden" hatten zu ihren besten Zeiten angeblich 20 000 Mitglieder, verkamen aber schließlich, wie das mit rechten Sekten im Mutterland des fordistischen und nachfordistischen Kapitalismus seither glücklicherweise immer wieder geschah, zu reinen Spendensammel- und Bereicherungsmaschinen für die Organisationsleitung.

Immerhin wirkte die mögliche Massenbasis derartiger Truppen und Kabalen Mitte der dreißiger Jahre auf Zeitzeugen so beeindruckend, daß das "Current History Magazine" der "New York Times" 1933 vermuten konnte: "Das neue Amerika wird nicht sozialistisch noch kapitalistisch im alten Sinn, sondern faschistisch sein." Allerdings schien der amerikanische Faschismus trotz seiner Massenbasis die Unterstützung wirtschaftlich Mächtiger entbehren zu müssen, sosehr er sich auch durch Prügelorgien gegen Gewerkschaftsversammlungen bei den Reichen anbiederte. Nur wenige, meistens etwas verschrobene Erzkapitalisten und Wall-Street-Hasardeure, setzten auf das braune Pferd; darunter der schillernde Gerald MacGuire, der in den Dreißigern, eben von einer Europa-Reise heimgekehrt, wo ihn deutsche und italienische Faschisten beeindruckt hatten, zusammen mit einigen schwerreichen Gesinnungsgenossen dem pensionierten Major General der Marine Smedley Butler die Leitung eines putschistischen Freikorps antrug, das Amerika vor dem Sozialismus retten sollte. Butler verriet die Möchtegern-Geldgeber der amerikanischen Machtergreifung an die Kongreßabgeordneten McCormack und Dickstein; im November 1934 wurde eine parlamentarische Untersuchungskommission eingesetzt und der Spuk im Keim erstickt.

Von mit dem New Deal unzufriedenen Polizeioffizieren bis zum Flieger-As Colonel Charles Lindbergh reichte die Personalpalette derer, die von realitätsfernen Spinnern zum "amerikanischen Führer" ausersehen waren. Spätestens der Eintritt der Vereinigten Staaten in den Zweiten Weltkrieg versetzte diesen Bestrebungen, die nun alles andere als patriotisch aussahen, einen Schlag, von dem sich viele nicht mehr erholten. Das Schicksal des Wortführers der Hochmoderne in der anglophonen Lyrik, des Mussolini-Anhängers und Radiopropagandisten für die Achse, Ezra Pound, der nach dem Krieg nur durch Fürsprache prominenter Freunde und Schüler dem elektrischen Stuhl wegen Hochverrats entging, steht exemplarisch für die gesellschaftliche Marginalisierung des amerikanischen Vorkriegsfaschismus durch den Mainstream der Kriegs- und ersten Nachkriegsjahre.

Religiöse Rassisten.

Leute wie der intellektuelle Faschist Francis Parker Yockey, der während der fünfziger und sechziger Jahre einen gewissen Ruhm als Autor des antisemitischen Machwerks "Imperium" genoß, mußten sich überwiegend als Einzelkämpfer durchs Meinungsgestrüpp schlagen. Während aber die offen politische Ausdrucksform rechtsextremen Ressentiments sich nach dem Krieg meistens in die sicheren Bahnen eines gleichsam sterilisierten und homogenisierten offiziellen Antikommunismus lenken ließ, der nur während der McCarthy-Zeit in den Fünfzigern und in der Anti-Studentenbewegungshysterie der sechziger Jahre gewalttätig wurde, nahm der amerikanische Faschismus unter der Hand seine liebste Verpuppungsform an: die religiöse.

Seit der Entstehung der kleinen Sekte des "Britischen Israelismus" in den siebziger Jahren des neunzehnten Jahrhunderts, die ihrem Namen zum Trotz keineswegs projüdisch, sondern scharf antisemitisch war, haben bizarre rassistische Wahngebilde den rechten Rand der amerikanischen Gesellschaft mit ihren ideologischen Schlagadern durchzogen. Der "Britischer Israelismus"-Abkömmling "Christian Identity" lehrt, nur weiße "Arier" seien wahre Kinder Israels, während die Juden und Schwarzen "Söhne Satans", "Kinder Kains" oder halbmenschliche Abkömmlinge von Adams Kopulation mit der Schlange Lilith seien. Rechte Terrorgruppen wie "The Order" oder die "White Aryan Resistance" vertraten und vertreten solches Zeug ebenso ernsthaft wie Himmlers SS ans ausgehöhlte Erdinnere, an den Schatz von Thule und die blonde Zukunftsrasse glaubte. Gruppen wie diese sind dabei nur die Spitze eines Eisbergs frömmelnder Breitenunterstützung für rechte Milizen und antisemitische Prediger seitens ultrakonservativer Farmer und verelendeter Weißer in Staaten wie Montana und Arizona.

Eine mehr oder weniger explizite populäre Mythologie um die Judenweltmacht ZOG und deren Instrumente CIA, FBI und FEMA (Federal Emergency Management Agency), von denen qua Entwaffnung "freier Männer" eine "neue Weltordnung" durchgesetzt und das amerikanische Volk versklavt werden soll, eint "Christian-Identity"-Fanatiker, den 1993 in Waco/Texas getöteten Davidianer-Sektenchef David Koresh, den Führer der Montana-Miliz John Trochman, den prominenten Anwalt Kirk Lyons, der Milizen berät und mit dem Ku-Klux-Klan kungelt, seinen "ersten Offizier" Louis Beam, die Moderatoren rechter Radiosender wie "Radio Free Vermont", den unlängst erschossenen paranoiden Demagogen Bill Cooper (F.A.Z. vom 17. November) und seinen berühmtesten Jünger, den exekutierten Oklahoma-Bombenleger und Massenmörder Timothy McVeigh.

Dieser rechte Rand hat oft genug Verbindungen zu rechten Kräften im Zentrum der Gesellschaft, personell wie ideologisch: Der Iran-Contra-Skandalsoldat Oliver North zum Beispiel, der im Auftrag der CIA dubiose Waffengeschäfte abwickelte und an autoritären bis rechtsradikalen Plänen hoher Regierungskreise für eine Notstandsdiktatur mit Namen "Project Democracy" beteiligt war, wird von den Milizen noch heute als Freiheitsheld verehrt, und einer der bekanntesten rechten Wahnsinnigen der Vereinigten Staaten, der wegen Steuerbetrugs verurteilte Lyndon LaRouche, der laut Enthüllungen des Journalisten Dennis King in seinem inneren Kreis verbreiten läßt, Juden und Briten (!) seien biologisch keine Menschen, war einer der lautstärksten Befürworter und auch realpolitischen Förderer von Reagans SDI-Plänen, deren modernisierte Fassung jetzt wieder diskutiert wird. Der religiöse, antisemitische und waffenfetischistische Untergrund in den Vereinigten Staaten greift offenbar periodisch nach den Sternen; administrative Maßnahmen und Verbote allein reichen gewiß nicht aus, wenn man ihm dabei in den Arm fallen will.

DIETMAR DATH

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.11.2001, Nr. 279 / Seite 47
Von Wolfgang Uchatius



Es wird kalt, in Deutschland und in der Welt. Amerika, Japan und Deutschland stecken zum ersten Mal seit 1974 gleichzeitig in der Rezession. Die Bundesregierung, gerade in der Haushaltsdebatte unter Beschuss, fürchtet um ihren Wahlsieg. Die Institute senken die Wachstumsprognosen, manche Ökonomen sehen gar eine Depression wie nach 1929 voraus. Im Winter fangen die Menschen an zu frieren, in der Rezession bekommen sie Angst, das zeigen Studien vergangener Krisen. Wer optimistisch bleibt, den Aufschwung voraussagt, ist in der Minderheit.

Allerdings in einer Minderheit, die am Ende Recht behalten könnte. Der ökonomische Pessimismus spiegelt zwei tiefe Erschütterungen. Kaum wurde die New Economy ausgerufen, da gingen die ersten Internet-Unternehmen Pleite. Plötzlich glich der Begriff den Hamburger-Schachteln, die als Einziges von so mancher Dotcom-Firma übrig blieben. Sie waren leer. Der zweite Schock war der 11. September. Wer wollte danach behaupten, die Wirtschaft würde keinen Schaden nehmen? Auf einmal scheint alle Zuversicht aus der Welt zu sein. Wer als Wirtschaftsanalytiker etwas auf sich hält, ist jetzt Pessimist. Alles andere ist unmodern.

Unmodern? Das sei dummes Gewäsch, sagen die Kassandras, die meinen, Wirtschaftsforschung habe nichts mit Zeitgeist und alles mit Zahlen zu tun. Wer behaupte, dass die Krise so schlimm nicht werde, möge bitte entsprechende Indizien präsentieren.

Schauen wir also auf die Fakten. Tatsache ist, Deutschland steckt in einer Rezession. Die Frage ist: Wie schwer wird sie sein, wie lange wird sie dauern? Fakt ist weiter, nach Einschätzung etwa der Investmentbank Morgan Stanley: Die Amerikaner haben in den letzten Jahren direkt oder indirekt für über 40 Prozent des weltweiten Wirtschaftswachstums gesorgt. Der Boom in den USA, der längste Aufschwung seit 150 Jahren, hat auch die Gewinne auf der anderen Seite des Atlantiks in die Höhe getrieben. Deshalb irrte Gerhard Schröder, als er den deutschen Aufschwung 2000 als hausgemacht pries. Und deshalb hat er Recht, wenn er jetzt, im Abschwung, sagt, das Schicksal der deutschen Wirtschaft hänge an den Amerikanern.

Genauer, es hängt an den amerikanischen Verbrauchern. Monatelang stützten sie die US-Wirtschaft, trotz der Dotcom-Pleiten. Bis zum 11. September. Nach den Anschlägen brachen die Indizes für das Konsumentenvertrauen ein - und bilden seitdem die Basis für eines der Hauptargumente der Pessimisten: Weil die US-Unternehmen im Internet-Boom ihre Investitionen übertrieben hatten, müssen sie jetzt sparen. Also muss erneut der Konsument her. Dabei übersehen die Pessimisten zwei amerikanische Namen weltweiter Bekanntheit: CNN und Alan Greenspan.

Dass die Terroranschläge und der Krieg in Afghanistan den Konsum lähmen würden, war abzusehen. Statt weiter einzukaufen, saßen die Amerikaner vor dem Fernseher - das ist der "CNN-Effekt", bekannt schon aus dem Golfkrieg. Als damals die Nachrichtensprecher Entwarnung gaben, standen die Leute wieder auf. Das scheint sich erneut abzuzeichnen. Die Taliban sind besiegt, die Regierung hat die Steuern gesenkt, die Aktienkurse steigen. Die Konsumenten kriegen langsam wieder Lust: Der Autoverkauf stieg im Oktober auf ein neues Rekordniveau. :laugh: (bei null-zins-politik kommt die gewinnwarnung halt ein quartal später) :laugh:

"Globalisierung der Stimmung"

Auch deshalb, weil die Verkäufer ihren Kunden zinsfreie Kredite gewähren. Und das liegt an Alan Greenspan. Der Chef der US-Zentralbank hat die Zinsen auf den tiefsten Stand seit 1961 gesenkt. Die Banken geben das an ihre Kunden weiter. Je früher in einer Rezession die Zinsen fallen, desto besser.

Die Geschichte lehrt: Es herrscht ein Zusammenhang zwischen dem Reaktionstempo der Zentralbank und der Schwere einer Wirtschaftskrise. Die glimpflichste der amerikanischen Rezessionen seit dem Krieg war die von 1990/91. Damals senkte Greenspan die Zinsen schon, ehe die Krise richtig begonnen hatte. Das ist ihm auch diesmal gelungen. Im Januar drückte er den Zinsknopf - zwei Monate bevor die Wirtschaft in die Rezession rutschte, die das amerikanische Komitee zur Bestimmung des Konjunkturzyklus gerade offiziell festgestellt hat.

Ein baldiger neuer Aufschwung in den USA ist deshalb wahrscheinlich. Und den bekäme Deutschland schnell zu spüren. Nicht nur, weil dann die Exporte nach Amerika stiegen. Der Weltwährungsfonds hat herausgefunden, dass die US-Wirtschaft gar noch mehr Einfluss hat. Deutsche Unternehmen empfinden sie als so dominant, dass ein besseres Geschäftsklima dort die Luft auch hier wärmt. Die Wirtschaftsweisen nennen das die "Globalisierung der Stimmungen".

Für jene Pessimisten aber, die auch hier lieber auf die Fakten schauen: Auch die sind nicht so schlecht. Stimmt, der Konsum ist schwach, die Anlage- und Bauinvestitionen sind eingebrochen. Aber diese Zahlen messen das Vergangene, sie bestätigen nur die bekannte Rezessionsdiagnose. Wer wissen will, wie lange die Krankheit dauert, muss auf andere Faktoren achten. Vor dem 11. September haben Frühindikatoren bereits eine Erholung der deutschen Wirtschaft angedeutet. Der Terrorschock hat sie verzögert, aber dessen Wirkung lässt nach. Inzwischen sind in Deutschland die Aktienkurse wieder auf das Niveau von Ende August gestiegen. Zumindest die Anleger glauben an den Aufschwung.

Ohnehin haben hier die Unternehmen nicht derart ins Blaue investiert wie in den USA. Noch dazu haben sie im dritten Quartal ihre Lagerbestände massiv reduziert. Und werden deshalb umso mehr produzieren, sobald die Nachfrage steigt. Auch die Europäische Zentralbank hat die Zinsen gesenkt, weit zögerlicher als die amerikanische, aber auch hierzulande sind Kredite jetzt billiger. Wenn nun die Konzerne viele ihrer Mitarbeiter weniger arbeiten lassen, wie es der Kanzler gefordert hat, anstatt einige gar nicht mehr - umso besser. Je weniger Leute ihren Job verlieren, desto schneller steigen die Konsumausgaben.

Um die zusätzlich anzukurbeln, möge man doch bitte nach amerikanischem Vorbild die Steuern senken. Das haben manche Experten empfohlen. Was sie aber übersehen: Die Konjunkturspritze ist schon da, nur kam der Druck nicht von Finanzminister Eichel, der sich heftig gegen noch mehr Schulden wehrt - sondern von den Tankstellen. Die Ölpreise sind weltweit so niedrig wie lange nicht mehr. Weil Öl aber nach wie vor der Sprit ist, der die deutsche Wirtschaft am Laufen hält, sparen Verbraucher wie Unternehmen Milliarden. Die haben sie dann für andere Ausgaben übrig. In den Zeiten der Wissens- und Computerökonomie mag es altmodisch klingen, über Benzin zu reden. Aber der Anstieg der Ölpreise hat Euroland im vergangenen Jahr schätzungsweise nicht weniger als ein Prozent seiner gesamten Wirtschaftsleistung gekostet. Jetzt bleibt Öl erst einmal billig - wenn der Krieg nicht dazwischenfährt. Und die Geschichte lehrt: Auf einen sinkenden Ölpreis folgt kaum die tiefe Rezession.

Pessimisten contra Optimisten: Es ist wahrscheinlicher, dass es bald wieder wärmer wird, in der Welt und in Deutschland.

++++++++++++++++++

falsch !

SCHON VOR dem 11. september hat sich eine abschwächung angedeuten, die dadurch noch verstärkt worden ist!
US/Index Einkaufsmanager Chicago November 41,1 (PROG: 45,6)

Washington (vwd) - Der Verband der Einkaufsmanager in Chicago hat am Freitag einen kräftigen Rückgang des Index der Geschäftstätigkeit auf saisonbereinigt 41,1 Zähler im November gemeldet. Das Index-Minus war deutlich schlechter als erwartet, von vwd befragte Analysten hatten im Durchschnitt einen Rückgang auf nur 45,6 von 46,2 im Vormonat vorhergesagt. Damit ist die wirtschaftliche Aktivität in der Region weiter rückläufig, nachdem der Index den 14. Monat in Folge unter der Marke von 50 Punkten, die auf eine Kontraktion im Verarbeitenden Gewerbe hindeutet, notiert hat. Wie der Verband weiter bekannt gab, belief sich der Index für die Produktion auf 46,7 nach 50,8 im Oktober. Der Index für den Auftragseingang sank auf 41,4 nach 45,3. Für den Beschäftigungsindex wurde ein Rückgang auf 37,2 nach zuvor 42,0 angegeben. Am Montag veröffentlicht der Verband der nationalen Einkaufsmanager (NAPM) für die gesamten USA den November-Index der Einkaufsmanager. Analysten erwarteten dabei zuletzt einen Anstieg auf 42,0 nach 39,8 im Vormonat. Die Zahlen für den Chicago-Index deuten allerdings eher auf einen Rückgang hin.

+++++++++

dieses weihnachtsgeschäft muss das beste der letzten 15 jahre werden, um die aktuellen börsenbewertungen zu rechtfertigen!

:rolleyes:
US-Wirtschaft so schwach wie zuletzt vor zehn Jahren

Washington (vwd) - Die Leistung der US-Wirtschaft ist im dritten Quartal deutlich stärker gesunken als zunächst berechnet. Wie das Handelsministerium am Freitag im Rahmen einer ersten Datenrevision berichtet, fiel das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zwischen Juli und September um annualisiert 1,1 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Von vwd befragte Analysten hatten im Durchschnitt einen BIP-Rückgang von 1,0 Prozent vorhergesagt, nachdem in der ersten Schätzung ein BIP-Minus von 0,4 Prozent berichtet worden war. Im zweiten Quartal war die US-Wirtschaft um 0,3 Prozent gewachsen, im ersten Quartal um 1,3 Prozent. Das US-BIP verzeichnete damit das erste Mal seit 1993 einen Rückgang, das Minus war zudem das größte seit dem zweiten Quartal 1991, als die US-Wirtschaftleistung um zwei Prozent gefallen war. Maßgeblich für die schwache Konjunktur waren vor allem die weiter rückläufigen Investitionen. Diese fielen in erster Revision um annualisiert 10,7 Prozent nach minus 12,1 Prozent im zweiten Quartal des Jahres. Die Investitionen lieferten damit einen negativen "Wachstumsbeitrag" von 1,83 Prozentpunkten. Ebenfalls negativ war der Beitrag des Außenhandels zum Wachstum. Angesichts eines Minus bei den Exporten um 17,7 Prozent (Importe: minus 12,9 Prozent) wurden hier 0,16 Prozentpunkte vom Wachstum abgezogen. Positive Wachstumsbeiträge lieferten dagegen der private und staatliche Konsum. Der private Verbrauch erhöhte sich um 1,1 Prozent (Wachstumsbeitrag: 0,78 Prozentpunkte), die Staatsverbrauch um 0,8 Prozent (Wachstumsbeitrag: 0,14 Prozentpunkte). Allerdings hatten diese beiden BIP-Aggregate im zweiten Quartal mit 2,5 bzw 5,0 Prozent noch deutlich höhere Zuwachsraten aufgewiesen. Die BIP-Zahlen zum dritten Quartal haben damit die scheinbar bevorstehende "technische Rezession" eingeleitet, hieß es auf Seiten von Analysten. Denn kaum ein Konjunkturexperte geht zurzeit davon aus, dass die US-Wirtschaft im vierten Quartal nicht erneut eine rückläufige Leistung aufweisen wird, auch als Folge der Terroranschläge vom 11. September. Damit würde das entsprechende Kriterium für eine "technische Rezession" - zwei Quartale mit sinkendem BIP - erfüllt. Nach dem Urteil des National Bureau of Economic Research (NBER), das in den USA den erreichten Punkt im Konjunkturzyklus offiziell bestimmt, befindet sich die US-Wirtschaft allerdings schon seit März dieses Jahres in der Rezession. Nach NBER-Definition liegt eine Rezession dann vor, wenn "auf breiter Ebene und über mehrere Monate ein signifikanter Rückgang der wirtschaftlichen Aktivität" verzeichnet wird. Diese Bedingung sei nun erfüllt, hatte das NBER zu Beginn der Woche mitgeteilt. Ein Anspringen der US-Konjunktur erwarten die meisten Experten zurzeit erst wieder für das zweite Halbjahr 2002. Zudem wurde nach der Veröffentlichung der BIP-Zahlen darauf verwiesen, dass diese eine Zinssenkung bei der kommenden Sitzung des Offenmarktausschusses (FOMC) der US-Notenbank am 11. Dezember stützen werden. Allgemeinhin wird zurzeit mit einer Senkung der Leitzinsen (Fed Funds Rate) um weitere 25 Basispunkte auf 1,75 Prozent gerechnet.

:rolleyes:
Fredmund Malik

Aufschwung oder Rückgang an den Börsen? Kopernikanische Wende ...


Fast alle glauben aufgrund der Wallstreet-Propaganda, dass der Tiefstpunkt an den Börsen hinter uns liegt und sich der Bullmarket nun fortsetzt - als Vorläufer einer Konjunkturerholung, die für das nächste Jahr erwartet wird. Die technischen Indikatoren für das sogenannte "Bullish Sentiment", also die Einschätzung der Leute - stehen auf Rekordhöhe, obwohl sämtliche anderen Indikatoren trotz der Erholung der letzten Wochen nach unten weisen. Wir haben das, was man eine klassische Divergenz nennt. Diese Konstellation ist zwar keine Garantie, aber doch typisch für zu Ende gehende Bearmarket-Rallies. Entscheidend für die Beurteilung der Finanzmärkte ist die Frage, ob der alte Bullmarket noch lebendig ist, oder ob wir schon in einem säkularen Bearmarket stehen. Das ist die Schlüsselfrage. Je nachdem, welche Meinung man hat, sind alle Daten anders zu interpretieren. Diese Schlüsselfrage kann man aber nicht anhand der Börsenkurse selbst entscheiden, genausowenig, wie Kopernikus das neue Weltbild anhand der Sonnenbewegungen allein schaffen konnte. Auch für ihn ging die Sonne scheinbar ja auf und unter. Meine Auffassung ist, dass der Bullmarket definitiv zu Ende ist, dass wir mehrere Jahre sinkende Börsenkurse vor uns haben, und dass es viele Jahre, wahrscheinlich Jahrzehnte dauern wird, bis die alten Höchstkurse wieder erreicht werden. Der Bearmarket ist noch lange nicht zu Ende; - er hat in Wahrheit noch nicht einmal richtig begonnen. Wie ich fast täglich direkt beobachten kann, wissen nur etwa zwei Prozent der Führungskräfte, was ein Bearmarket ist, und dass es so etwas überhaupt gibt. Die Mehrheit ist auf das Wirtschafts- und Börsenbild der letzten Jahre fixiert. Es kann kaum etwas Falscheres und Gefährlicheres geben. Ich habe auf die Aenderung der Lage mehrfach hingewiesen, unter anderem in meinem Management Letter Januar 2000 (!). Es war damals verständlich, dass viele diese Ueberlegungen nicht verstehen konnten. Wir standen damals am Höhepunkt der Euphorie. Immerhin ist es mir gelungen, einige Leute davon abzuhalten, zu diesem Zeitpunkt noch zu kaufen. Sie können erst jetzt begreifen, welcher Schaden ihnen dadurch erspart geblieben ist.

Noch immer astronomische Überbewertungen

Die Ueberbewertungen sind noch immer gigantisch und sie werden noch grösser, denn obwohl die Kurse bereits deutlich gefallen sind, sind die Gewinne noch stärker zurückgegangen. Was wir in den letzten Monaten erlebt haben, war der grösste Gewinnkollaps, den es je in der US-Wirtschaft gegeben hat. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis ist daher auf historischen Rekordmarken für jene Firmen, die überhaupt noch Gewinne machen. Für die, die Verluste machen, gibt es überhaupt kein P/E-Ratio mehr. Die Risiken sind extrem hoch. Aber die Wallstreet-Industrie rät fröhlich zum Kaufen.

Katastrophale Liquidität

Gleichzeitig ist die Liquidität der US-Unternehmen in einem katastrophalen Zustand. Wer auf das Börsen- und Wirtschaftsbild der letzten Jahre fixiert ist, achtet nicht auf die Liquidität. Ford hat 12 Dollar Schulden für jeden Dollar Eigenkapital; bei Nextel - einem Darling der Wallstreet - steht das Verhältnis bei 23 : 1 . AT&T hat 40 Cents für jeden Dollar Schulden, die noch dieses Jahr zu bezahlen sind; Toys "R" Us hat 19 Cents. Die Liste könnte beliebig fortgesetzt werden. Das Downgrading der Rating Agenturen nimmt kein Ende.

Brisante soziale Lage

Nach meiner Einschätzung gab es noch nie eine so brisante soziale Lage in den USA. Die Ersparnisse von drei Generationen Amerikanern stecken in hochriskanten Papieren. Die meisten haben ihre Aktien oder Investmentfunds im letzten Drittel der Hausse gekauft. Die meisten haben dafür - und für exzessiven Konsum - nicht nur ihre Ersparnisse aufgebraucht, sondern Schulden wie nie zuvor gemacht. Die Altervorsorge ist gefährdet, die Ausbildungsversicherungen sind beliehen, die Häuser sind verschuldet. Daher ist es lächerlich, auf die Consumer Confidence zu schauen. Es geht nicht um "Confidence" sondern um Kaufkraft.

Naive Nachahmung der US-Wirtschaft

Es zeigt sich jetzt die ganze Wahrheit über die amerikanische Wirtschaft. Das behauptete und vielgelobte amerikanische Wirtschaftswunder der letzten Jahre war eine Illusion, die auf falschen Zahlen beruhte. Es gab nie einen US-Boom. Weder stimmen die Gewinne der letzten fünf Jahre, noch die ökonomischen Makrodaten. Schon gar nicht gab es einen Produktivitätsboom. Details, Zahlen und Begründungen können meinem Management-Letter "Schein und Wirklichkeit" vom Dezember 2000 entnommen werden. Nur gewisse US-Consultingfirmen setzen noch immer das Märchen vom amerikanischen Produktivitätswunder in Umlauf, statt die Zahlen gründlich zu studieren. Es ist genauso falsch, wie fast alles, was US-Consultingfirmen in den letzten Jahren verbreitet haben. Leider finden sie zum Schaden einer realistischen Beurteilung auch noch Beachtung in Teilen der Medien. Vielleicht ist das überhaupt das schlimmste an den letzten 5 oder 6 Jahren gewesen: eine unsäglich naive Nachahmung auch der grössten Dummheiten von US-Wirtschaft und US-Management durch die Europäer. Wie ich immer wieder sagte, hätten die Lehren rechtzeitig aus der Japanischen Wirtschaft gezogen werden können. Anstelle dessen hat man die Augen verschlossen und die Tatsachen beschönigt oder gar nicht gesehen. Man hat auf die Regierungsprogramme vertraut und auf die Zinssenkungen durch die Notenbank. Seit 10 Jahren verpufft das alles wirkungslos. Jetzt vertraut man auf die Regierungsprogramme und Zinssenkungen in Amerika und Europa. Es wird genauso wirkungslos bleiben - und in Wahrheit nur die Agonie verlängern.

26.11.2001

:eek:
Hallo DolbyDigital!

Die klugen Investoren werden es lesen, aber was soll man viel dazu antworten. Es sieht alles ziemlich düster aus im Amiland.

Danke für deine Mühe!

mfg
R.
Hallo Dolby Digital,
wo hast Du den Artikel von Fredmund Malik gelesen?
Übrigens liest Du offensichtlich sehr viel. Dank Dir auch für Deine Mühen. Ich werd mal versuchen,etwas beizusteuern. Vieleicht beteiligt sich ja noch der ein oder andere Spezi aus den anderen Threads!?

Bis dahin

NH
Hier die Antwort zum Artikel von W. Uchatius in der Zeit (Posting 586)


Erleichterung

Kommentar zum Artikel D wie Durchstarten

Da war ich doch einigermaßen erleichtert, nach der Lektüre des Artikels
„D wie Durchstarten“ von Wolfgang Uchatius.
Die Zustandsbeschreibung im ersten Satz ist noch düster. „Es wird
kalt, in Deutschland und in der Welt.“
Am Schluss jedoch haben der Leser und die Leserin gelernt, „welche
Wirtschaftsdaten vom schnellen Ende der Rezession in der Welt und in Deutschland
künden“.
Erleichterung, wie gesagt. Ich lebe nämlich „in Deutschland“.
Andere, auf die das nicht zutrifft, müssen erst einmal überprüfen, ob
sie „in der Welt“ zu Hause sind. Die Welt, dazu gehören laut
Uchatius „Amerika, Japan und Deutschland“, die „zum
ersten Mal seit 1974 gleichzeitig in der Rezession (stecken)“.

Amerika, Japan und Deutschland. Das ist überschaubar.
Und das genau ist das Verdienst des Autors, die Welt so zu zeichnen, wie
sie wirklich ist. In ihr gibt es nun mal eine Abfolge von Konjunkturrückgang
und Aufschwung. Und wenn die Menschen in Uganda beispielsweise oder die
in Nicaragua oder Bangladesch so etwas wie Aufschwung überhaupt nicht
kennen, dann gehören sie eben nicht dazu, zu der Welt; zu Deutschland
sowieso nicht. Diese Menschen, diese Länder zu erwähnen in einem Leitartikel
der ZEIT über die Weltwirtschaft mag in Zeiten unsäglicher political correctness,
in denen von Dritter Welt oder sogar von der Einen Welt die Rede war,
noch opportun gewesen sein. Jetzt, da die neue Weltordnung immer mehr
an Kontur gewinnt, ist es höchste Zeit, den Blick auf den real existierenden
Teil dieses Planeten zu richten, auf die Welt und Deutschland eben.
Dabei – auch das lässt Uchatius dankenswerterweise nicht unerwähnt
– können sich in England und Frankreich Lebende noch damit beruhigen,
dass „Euroland“ zusammen mit Deutschland aus der Talsohle
heraustreten wird.
Und das Ende der Wirtschaftsflaute ist sicher, denn „auf einen sinkenden
Ölpreis (den wir aktuell beobachten) folgt kaum eine Rezession.“
Jedenfalls nicht in der Welt und in Deutschland. Die Auswirkungen des
Ölpreises in den Erdöl exportierenden Länder werden (ein Lob der Konsequenz
des Verfassers) ausgeklammert, weil nicht die Weltwirtschaft betreffend.

Indem sie den Ölpreis so erfreulich niedrig halten, zeigen diese Staaten
allerdings, wie man auch als Außenstehender hier in Deutschland und selbst
bei Wolfgang Uchatius Beachtung finden kann.
Zum Schluss möchte ich noch einmal betonen, welch ungeheure Erleichterung
mich überkommt, wenn Journalisten sich so scharfsinnig für mich, die Welt
und für Deutschland einsetzen.



Manfred Stache
2001-12-02

« zurück zum Artikel D wie Durchstarten
gott sei dank lesen hier noch leute mit!

noch ein paar tage und ich hätte aufgehört :(

#592 von newhenry

in germa´s tagesthread´s

sind sau aktuell.


:)
Datum: 03.12. 19:45 Microsoft: Gates sieht "goldenes Zeitalter"

Der Unternehmensgründer von Microsoft, Bill Gates, zeigte sich am Montag optimistisch darüber, daß die Fortschritte bei Software und Technologie in den kommenden zehn Jahren die Produktivität genauso erhöhen würden wie dies auch in den Jahren nach 1990 geschehen sei. Gates erklärte vor Unternehmenslenkern in Madrid, daß der Prozeß der Automatisierung und Computisierung immer weiter fortgesetzt würde und nach immer neueren und intelligenteren Lösungen geforscht werde. Erst letzten Monat stellte Gates den Tablet PC vor, ein Kleincomputer in der Art eines Notebooks. "In der nächsten Dekade wird viel passieren- der Gewinner wird der Verbraucher sein", meinte Bill Gates in Anspielung auf das kommende "digitale Zeitalter". Führende Technologieunternehmen weltweit hätten immense Ausgaben für Forschung und Entwicklung bereit gestellt, dies solle sich langfristig auszahlen. Auch Microsoft werde von seinem Kassenbestand von 30 Milliarden $ etwa 5 Milliarden $ in diesen Bereich investieren. Indessen laufe der Verkauf des neuen Betriebssystems Windows XP etwa vier Mal besser als erwartet. Darüber sei der Microsoft-Chef sehr froh. In Zukunft wolle sich sein Unternehmen weiter auf den Softwaremarkt konzentrieren. Zuletzt konnten Microsoft-Aktien um 1,07% auf 64,9$ gewinnen.

© Godmode-Trader.de

:laugh:
Chip-Absatz legt im Oktober zu
03.12.2001 16:45:00

Wie die Semiconductor Industry Association (SIA) heute mitteilte, legten die weltweiten Halbleiter-Umsätze im Monat Oktober um 2,5 Prozent auf 10,43 Mrd. Dollar zu. Im September lagen die Umsätze noch bei 10,18 Mrd. Dollar. Zwar ist im Vergleich zum Oktober im Jahr 2000 ein deutlicher Rückgang zu erkennen, denn damals lagen die Umsätze noch bei 18,65 Mrd. Dollar, aber da seit langem wieder ein Anstieg der Umsätze zu verzeichnen ist, sind die Analysten optimistisch, dass das Schlimmste überstanden ist. Für das vierte Quartal rechnet die SIA mit einem Wachstum von 4,7 Prozent im Vergleich zum dritten Quartal. Für das Jahr 2002 wird ein Wachstum von 6 Prozent auf 150 Mrd. Dollar erwartet.

-------------------------

US/Bauausgaben Oktober +1,9 (PROG: -0,5) Prozent

Washington (vwd) - Die Bauausgaben in den USA sind im Oktober gegenüber dem Vormonat überraschend um 1,9 Prozent auf eine saisonbereinigte Jahresrate von 863,5 Mrd USD gestiegen. Von vwd befragte Analysten hatten im Vorfeld mit einem Rückgang von 0,5 Prozent gerechnet. Wie das US-Handelsministerium am Montag weiter mitteilte, wurde die Veränderung der Bauausgaben für September auf minus 0,7 Prozent von vorläufig minus 0,4 Prozent revidiert. Die saisonbereinigte Jahresrate betrug demnach im September 847,2 Mrd USD. Analysten bewerten die Daten als Erholungssignal der US-Bauindustrie, die wegen den Auswirkungen der Anschläge vom 11. September zum ersten Mal seit acht Jahren in einem Quartal von Juli bis September Einbußen verzeichnete. Den weiteren Angaben zufolge stiegen die Ausgaben für private Bauten dabei um 1,5 Prozent auf 658,3 Mrd USD, nachdem im September noch ein Minus von 1,7 Prozent gemeldet worden war. Innerhalb dieser Kategorie hätten die Ausgaben für Eigentumswohnungen im Oktober um 1,3 Prozent zugelegt, nachdem die Ausgaben im Vormonat um 2,8 Prozent gesunken waren. Bei der Bautätigkeit der Öffentlichen Hand war den Angaben zufolge ein Plus von 3,4 Prozent zu verzeichnen.

---------------------------------

US/NAPM-Index Verarb. Gewerbe November bei 44,5 (PROG: 42,0)

Washington (vwd) - Der nationale Index der Einkaufsmanager (NAPM-Index) im Verarbeitenden Gewerbe der USA ist im November nach dem starken Rückgang auf 39,8 Punkte im Vormonat wieder auf 44,5 Punkte angestiegen. Von vwd befragte Analysten hatten im Durchschnitt einen Anstieg auf 42,0 Zähler erwartet. Wie die National Association of Purchasing Management (NAPM) am Montag weiter mitteilte, zeigte der Index für die bezahlten Preise einen Rückgang auf 31,6 (Vormonat: 32,5) Punkte. Der Subindex für den Auftragseingang wurde mit 48,8 (38,3) Punkte angegeben. Der Beschäftigungsindex stieg auf 35,7 (35,1) Zähler.

-----------------------------------

US/Persönliche Ausgaben Okt +2,9 (PROG: +2,2) Prozent

Washington (vwd) - Die Ausgaben der US-Verbraucher sind im Oktober überraschend stark um 2,9 Prozent gegenüber dem Vormonat gestiegen. Analysten hatten im Vorfeld mit einem Plus von 2,2 Prozent gerechnet. Dies sei der deutlichste Zuwachs seit 1959, teilte das US-Handelsministerium am Montag weiter mit. Für den September revidierte das Ministerium den zunächst gemeldeten Rückgang um 1,8 Prozent auf einen Rückgang von 1,7 Prozent. Die persönlichen Einkommen zeigten sich den weiteren Angaben zufolge im Oktober unverändert im Vergleich zum Vormonat. Im Vorfeld hatten Analysten hier einen Anstieg um 0,1 Prozent erwartet. Der Wert für September wurde mit gegenüber August unverändert bestätigt. Die Sparquote der US-Haushalte sank auf 0,2 Prozent von revidiert 4,6 (vorläufig: 4,7) Prozent im September. Besonders deutlich legten den Angaben zufolge mit 13,8 Prozent gegenüber dem Vormonat die Ausgaben für langlebige Wirtschaftsgüter wie etwa Automobile zu. Analysten gehen allerdings davon aus, dass trotz der überraschend guten Daten die US-Notenbank bei ihrer nächsten Sitzung die Zinsen zum elften Mal in diesem Jahr senken wird.

++++++++++++

rezession vorbei ! die hauen wieder ihr ganzes geld raus !

sind ja auch nur zwei hochhäuser umgefallen !

unglaublich was der 2/3 ami wieder hinlegt !

oder doch nur ein strohfeuer, weil die menschheit noch am leben ist ? :rolleyes:
US-Verbraucherausgaben im Oktober mit Rekordanstieg

Washington, 03. Dez (Reuters) - Die Ausgaben der US-Verbraucher sind im Oktober trotz stagnierender Einkommen mit einer Rekordrate gestiegen. Saisonbereinigt hätten die Konsumenten auf das Jahr hochgerechnet 7,188 Billionen Dollar ausgegeben und damit 2,9 Prozent mehr als im Vormonat, teilte das Handelsministerium am Montag mit. Dies war der stärkste jemals gemessene monatliche Anstieg. Analysten hatten nach dem Rückgang um 1,7 Prozent im September nur mit einem Plus von 2,4 Prozent gerechnet. Sie führten den Anstieg vor allem auf die stark gestiegene Autonachfrage im Zuge der drastischen Preisabschläge und der Nullzins-Leasingangebote in dieser Branche zurück. Die persönlichen Einkommen blieben den Angaben zufolge dagegen den zweiten Monat in Folge unverändert.

Die Zahlen zeigen, dass die Kaufbereitschaft der US-Verbraucher nach dem starken Ausgabenrückgang in Folge der Anschläge vom 11. September wieder zunimmt, was Analysten zufolge der US-Wirtschaft schon bald wird einen Schub geben könnte. Die Konsumnachfrage macht rund zwei Drittel der wirtschaftlichen Aktivität der USA aus. Die US-Wirtschaft war im dritten Quartal nach den jüngsten Berechnungen der US-Regierung um annualisiert 1,1 Prozent geschrumpft. Volkswirte sehen die USA bereits in einer Rezession.
Bush und Greenspan berieten über Lage der Wirtschaft

Washington, 04. Dez (Reuters) - US-Präsident George Bush und US-Notenbankchef Alan Greenspan haben am Montag über die Lage der vor einer Rezession stehenden US-Wirtschaft beraten. Bush sei daran interessiert gewesen, die Ansichten Greenspans zur Wirtschaft zu hören, sagte der Sprecher des Weißen Hauses, Ari Fleischer, vor Journalisten. "Der Präsident ist tief beunruhigt über die Wirtschaft." Das Treffen beim gemeinsamen Mittagessen sei eines von mehreren und nicht durch ein bestimmtes Ereignis ausgelöst worden, sagte Fleischer. Es war das erste Treffen zwischen Bush und Greenspan, seit das US-Wirtschaftsforschungsinstitut National Bureau of Economic Research letzte Woche erklärt hatte, die US-Wirtschaft befinde sich seit März in einer Rezession.

In einer später gehaltenen Rede wiederholte Greenspan seine Mahnung, dass man den Terrorismus die Errungenschaften der Globalisierung nicht zerstören lassen dürfe. Laut Redetext ging der Notenbankchef dabei weder auf die US-Wirtschaft ein, noch gab er einen geldpolitischen Ausblick.

+++++++++++++

wenn der blinde mit dem tauben eine sache macht !!!!


:laugh:
04.12.2001 06:48:00: Greenspan: Keine Macht dem Terror

In einer Rede vor der George Washington Universität bekräftigte der FED-Chef Alan Greenspan am Montag abend seine strenge Auffassung, daß die Weltwirtschaft durch Freihandel und Kapitalismus bestimmt sein solle. Die Angst vor Terroranschlägen sollte nicht die Macht haben, den weltweiten Prozess hin zu einer globalen kapitalistischen Wirtschaft zu verzögern. In dem man den Globalisierungsprozeß voranbringe, beschreite man einen Weg, den Terrorismus wirksam zu bekämpfen, meinte Greenspan. Greenspan machte keine Andeutungen zur US-Wirtschaftslage oder der Zinspolitik. Nächste Woche wird der US-Offenmarktausschuß erneut zusammen treten um über die elfte Zinssenkung in diesem Jahr zu entscheiden.

© BörseGo

++++++++++++++

und wenn´s einen weltkrieg benötigt, gelle easy all !

soll der alte lieber an den zinsen drehen. so gut wie die daten gestern waren, kann der Alte garnicht schnell genug die zinsen erhöhen. :laugh: negative sparrate, ausgaben ohne ende, läger sind leer, ungeheure nachfrage und das alles bei zinsen von 2 prozent

AMERIKA IST DIE WELTMACHT IM SCHWACHSINN. gleich nach unserer regierung. die einigen sich für den krieg, wenn er fast schon vorbei ist

:laugh: :laugh: :laugh:
Intel plant 20 GHz-Prozessor bis 2007

San Jose/Wien (vwd/APA) - Die Intel Corp, Santa Clara, will die Leistung ihrer Prozessoren in den kommenden sechs Jahren deutlich erhöhen. Der Intel-Geschäftsführer für Zentraleuropa, Jürgen Thiel, kündigte am Dienstag in Wien an, dass der weltgrößte Hersteller von Computerprozessoren bis zum Jahr 2006 einen Prozessor mit einer Milliarde Transistoren und einer Taktfrequenz von zehn Gigahertz (GHz) bauen werde. Im Jahr darauf soll dann sogar ein 20 GHz-Prozessor auf den Markt kommen. Der derzeit schnellste Intel-Prozessor verfügt über eine Taktrate von zwei GHz und 42 Millionen Transistoren. Die rasante Entwicklung hat nach Aussage von Thiel zur Folge, dass die Preise selbst für Prozessoren der neuesten Intel-Generation "Pentium 4" (P4) relativ rasch gesunken sind. Nicht zuletzt deshalb sei die Nachfrage nach PCs im Konsumentenbereich nach einem starken Rückgang zu Jahresbeginn zumindest im deutschsprachigen Raum wieder im Steigen.

++++++++++

dann läuft windows endlich !!!

:laugh:
Nach dem Gameboy wird Nintendo die Kids und Junggebliebenen mit einem neuen Objekt der Begierde beglücken. Nach eigenen Angaben hat der japanische Konsolenhersteller in der ersten beiden Wochen nach dem Verkaufsstart in den USA schon mehr als 600.000 seiner neuen Videospielgeräte namens GameCube abgesetzt.


Alptraum für Bill Gates? Nintendos neue Kultkonsole.


Damit handelt es sich um die bestverkaufteste Spielekonsole aller Zeiten. Selbst Konkurrent Sony lag vor Jahresfrist beim Debüt der Playstation2 um 25 Prozent unter den Verkaufszahlen von Nintendo. Bis zum Jahresende rechnet die in Kyoto beheimatete Gesellschaft mit 1,3 Millionen verkauften GameCubes. Insbesondere Microsoft-Chef Bill Gates dürfte angesichts dieser Erfolgsstory im Quadrat springen. Sein Unternehmen hat bislang keine Verkaufszahlen für die Xbox veröffentlicht, die drei Tage vor dem GameCube in den Handel kam. Insider gehen aber davon aus, dass Microsoft bislang lediglich 300.000 Einheiten absetzen konnte. Verschwommen bleiben auch Microsofts Umsatzziele für das Weihnachtgeschäft: Eine Million bis 1,5 Million Geräte sollen in diesem Jahr unter das Spiele-Volk gebracht werden. Anders als Sony und Microsoft setzt Nintendo auf Kinder als Zielgruppe. Der Kaufpreis von 199 US-Dollar beinhaltet zwei Computerspiele und liegt um 30 Prozent unter dem der Xbox und der Playstation2 - ohne Spiele, versteht sich. Überhaupt ist Nintendo, was das Spielesortiment anbelangt, den Konkurrenten um Längen voraus. Digitale Spaßscheiben wie Luigis Mansion, Star Wars oder Rogue Squadron sorgen für das richtige Beiwerk, um den Joystick in Bewegung zu bringen. Anders als bei Japans rezessionsgeplagter Technologiebranche stehen bei Nintendo alle Zeichen auf Wachstum. Zum Traumdebüt der GameCube kommt die Erfolgsstory des Game Boy Advance, der im März auf den Markt kam. Bis zum Ende des laufenden Geschäftsjahres am 31. März will Nintendo 23,5 Millionen Game Boys weltweit verkaufen. Die Halbjahreszahlen untermauern, dass das Geschäft bislang nicht unter den Terroranschlägen vom 11. September leidet. Der Umsatz stieg um 18,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 1,8 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn nach Steuern verbesserte sich um 14,4 Prozent auf 280,2 Millionen Dollar. Für das Gesamtjahr kalkuliert Konzernchef Hiroshi Yamauchi mit einem Nettoergebnis von 650 Millionen Dollar. Die steigenden Nettomargen sprechen ebenso für ein Investment bei Nintendo wie die die erfolgreich lancierten neuen Kultprodukte. Sowohl GameCube als auch der neue Game Boy haben noch ihre beste Zeit vor sich. Deshalb sollte sich auch beim aktuellen 2002er-KGV von 27 noch der Einstieg lohnen.

:rolleyes:
euphorie ( subjektives Wohlbefinden [von Schwerkranken oder Menschen unter dem Einfluß von Drogen]) euphorisch


:laugh:


die welt ist wieder in ordnung!
10:01am 12/05/01 NOV. NAPM SERVICES 51.3 VS. 40.6 IN OCT

NAPM-Service-Index signalisiert überraschend wieder Wachstum

New York, 05. Dez (Reuters) - Der an den Finanzmärkten stark beachtete Service-Index der US-Einkaufsmanager (NAPM) ist im November entgegen der Erwartungen von Analysten deutlich über die Marke von 50 Punkten geschnellt und signalisiert damit wieder Wachstum für die Dienstleistungsunternehmen in den USA. Die Einkaufsmanagervereinigung teilte am Dienstag in New York mit, ihr Gesamtindex für den Dienstleistungssektor sei im November auf 51,3 von 40,6 Punkten im Oktober gestiegen. Von Reuters befragte Analysten hatten dagegen nur ein geringes Plus auf 42,7 Punkte vorausgesagt. Ein Indexstand unter 50 Punkten deutet auf eine wirtschaftliche Kontraktion, über 50 Punkten auf eine Expansion. An den Finanzmärkten kam es zu massiven Kursbewegungen.

"Insgesamt haben die Dienstaleistungsbranchen im November eine Zunahme ihrer Geschäftsaktivitäten nach einem dramatischen Einbruch im Oktober verzeichnet", sagte Ralph Kauffman, Vorsitzender des Dienstleistungsbereichs des NAPM. Der Service-Index signalisiere, dass zumindest die Talsohle erreicht worden sei, sagte Kaufmann. Es gebe sogar einige Anzeichen dafür, dass der US-Dienstleistungsektor wieder zu wachsen beginne.

Die Finanzmärkte reagierten auf das Hochschnellen des Service-Index mit zum Teil heftigen Kursausschlägen. Der Euro sackte bis gegen 17.00 Uhr MEZ um rund einen halben US-Cent auf Kurse um 0,8880 Dollar ab. Dagegen übersprang das US-Börsenbarometer Dow-Jones-Index erstmals seit den Anschlägen am 11. September wieder die wichtige Marke von 10.000 Punkten und notierte mit 10.033 Zählern. Deutliche Einbußen verzeichneten dagegen die Rentenmärkte beiderseits des Atlantiks. Die richtungweisenden zehnjährigen US-Anleihen verloren 1/11/32 auf 101-6/32 Punkte und rentierten mit 4,841 Prozent, während der Bund-Future 1,29 Punkte auf 109,60 Punkte abgab.

+++++++++++++

und das bei 2 prozent zinsen :laugh:
VORSCHAU - Fed-Zinssenkung würde US-Kreditmärkte stützen

New York, 08. Dez (Reuters) - Die Kurse der US- Staatsanleihen könnten sich kommende Woche nach Einschätzung von Analysten erholen, sollte die US-Notenbank Fed am Dienstag erwartungsgemäß zum elften Mal in diesem Jahr die Leitzinsen senken und weitere Zinsschritte andeuten. Den Experten zufolge würden auch schwache Daten zu den US-Einzelhandelsumsätzen im November die Festverzinslichen stützen. Schwache Zahlen würden auf geringe Verbraucherausgaben hindeuten, hieß es. Das wirtschaftliche Wachstum in den USA basiert zu rund zwei Dritteln auf dem privaten Konsum.

Arbeitsmarktdaten vom Freitag signalisierten Händlern zufolge, dass die Fed auch im nächsten Jahr mit ihrer Zinssenkungspolitik fortfahren könnte. Alle 24 am Freitag von Reuters befragten Bond-Händler sagten eine Fed-Zinssenkung am Dienstag voraus. Überwiegend wird ein Schritt um 25 Basispunkte auf dann 1,75 Prozent im Schlüsselzins erwartet. Mehr als die Hälfte der Befragten hatte außerdem eine weitere Reduktion der Zinsen für Januar prognostiziert. In diesem Jahr hat die Fed die Zinsen bisher zehn Mal um insgesamt 4,5 Prozentpunkte zurückgenommen.

Die US-Arbeitslosenquote war im November auf den höchsten Stand seit August 1995 gestiegen. Die Quote kletterte auf 5,7 (Vormonat: 5,4) Prozent. Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft ging um 331.000 zurück, nachdem sie bereits im Oktober um revidiert 468.000 gesunken war. Von Reuters befragte Volkswirte hatten mit einer Erwerbslosenquote von 5,6 Prozent bei einem Stellenrückgang um 189.000 gerechnet.

"Ich denke, die Wirtschaft könnte nicht ganz so robust sein wie es der Bond-Markt einzupreisen scheint", sagte Stuart Hoffman, Chef-Volkswirt von PNC Financial Services in Pittsburgh. Am Freitag waren die US-Treasuries zum dritten Mal in Folge gefallen, nachdem die Anleger einen überraschenden Anstieg der US-Arbeitslosigkeit im November ignoriert hatten. "Im Schnitt werden die Treasuries über die Woche nach diesem Rückschlag zulegen", sagte Hoffman.

Am Donnerstag werden Zahlen zu den Einzelhandelsumsätzen im November veröffentlicht. Von Reuters befragte Volkswirte rechnen im Schnitt mit einem Rückgang der Umsätze im US-Einzelhandel von 2,6 Prozent nach einer Rekordzunahme von 7,1 Prozent im Vormonat. Das Plus im Vormonat war vor allem auf Grund von Autokauf-Finanzierungen zu null Prozent Zinsen zu Stande gekommen. Ohne die volatilen Autoverkäufe haben die Umsätze den Befragten zufolge im November stagniert nach einer Zunahme um ein Prozent im Vormonat. Rückläufige Daten würden Analysten zufolge den US-Festverzinslichen einen Schub geben. "Die Einzelhandelsumsätze oder die Fed können den Markt beflügeln", sagte Analyst Michael Cartine von Thomson IFR in Boston.

Die Kursverluste der Treasuries in der vergangenen Woche erklärten Experten mit einem Rekordanstieg der Verbraucherausgaben im Oktober und unerwarteten Wachstumssignalen aus dem Dienstleistungssektor. "Das war eine dramatische Wendung für die Treasuries," sagte Alan Koepplin, Portfolio-Manager von S.G. Cowen Asset Management. "Nun wird erwartet, dass die wirtschaftliche Erholung kurz bevorsteht." Allerdings sei der Ausverkauf der Staatsanleihen wahrscheinlich übertrieben gewesen. "Sollten wir noch ein paar Daten bekommen, nach denen die US-Wirtschaft sich nicht mitten in einer deutlichen Erholung befindet, könnten die Treasuries zu einer Rally ansetzen", sagte Koepplin.

Das Vertrauen der US-Verbraucher in die Wirtschaftsentwicklung des Landes stieg unterdessen im Dezember kräftiger als von Analysten erwartet. In ihrer jüngsten Studie nannte die Universität von Michigan einen vorläufigen Indexstand von 85,8 Punkten nach 83,9 Zählern im November. Von Reuters befragte Volkswirte hatten im Mittel einen Anstieg auf 84,1 Punkte für den Gesamtindex erwartet. Die US-Staatsanleihen reagierten mit Kursabschlägen.

Was geht im Kopf dieses Mannes vor? :laugh:



Washington (vwd) - Unter Fachleuten gilt als nahezu sicher, dass der Offenmarktausschuss (FOMC) der Federal Reserve am Dienstagabend ein weiteres Mal die Zinsen lockert. Und auch das Ausmaß des erwarteten Zinsschrittes ist kaum Gegenstand langer Diskussionen. So rechnet das Gros der Beobachter am Dienstag mit einer Senkung des Zielsatzes der Fed Funds Rate um 25 Basispunkte auf dann 1,75 Prozent. Der Future-Markt lässt diese Maßnahme mit einer Wahrscheinlichkeit von 90 Prozent erwarten, wobei auch eine aggressivere Stimulierung durch einen stärkeren Schritt nicht ganz ausgeschlossen wird.

Richtet sich der Blick jedoch bis ins kommende Jahr, ist die Einigkeit rasch passe. Nicht wenige Volkswirte gehen davon aus, dass die Fed ihren Leitzins im Frühjahr um weitere 25 Basispunkte auf 1,50 Prozent reduzieren wird, möglicherweise bereits in der Sitzung des FOMC Ende Januar. Allerdings mehren sich die Stimmen, die davor warnen, dass die Notenbank den Bogen auch überspannen und Inflationsgefahren heraufbeschwören könnte. Dies zeigt sich auch in Überlegungen, wann die Zinswende und jener Zeitpunkt erreicht sein könnten, zu dem die Fed einem Überschießen der konjunkturellen Situation mit einem dann wieder steigenden Zielsatz begegnen wird.

Die ökonomischen Daten der abgelaufenen Woche lieferten kein wirklich eindeutiges Bild, wann die konjunkturelle Abschwungphase überwunden ist. Einerseits stieg der NAPM-Index für das Nicht-Verarbeitende Gewerbe überraschend deutlich, und auch das an der Universität Michigan ermittelte Verbrauchervertrauen sorgte für erfreute Reaktionen an den Finanzmärkten. Doch reagierten Analysten verhaltener auf die Daten, denn der Bericht aus Michigan berücksichtigt stärker die Entwicklung an den Aktienmärkten, während das Conference Board dem Arbeitsmarkt ein höheres Gewicht beimisst.

Letzterer aber könnte durchaus negativ auf die Konsumlaune der US-Verbraucher durchschlagen, heißt es. Immerhin befindet sich die Arbeitslosenquote auf einem Sechs-Jahres-Hoch; zugleich waren die in den vergangenen zwei Monaten registrierten Arbeitsplatzverluste so hoch wie schon seit 20 Jahren nicht mehr.

Auch die Oktober-Zahlen des Einzelhandels seien mit Vorsicht zu genießen, urteilen Beobachter. Denn die zuletzt guten Daten waren vor allem auf den Rekordabsatz an Kraftfahrzeugen zurückzuführen, der über günstige Finanzierungskonditionen massiv angekurbelt worden war. Hier werden die Zahlen für November am Donnerstag weiteren Aufschluss geben. Von vwd befragte Analysten rechnen mit einem Umsatzplus ex Kfz von lediglich 0,4 Prozent, nach plus ein Prozent im Vormonat.

Die Diskussion um die weitere Entwicklung der US-Geldpolitik gewinnt aber nicht zuletzt auch dadurch an Fahrt, dass die Unsicherheit über die mittelfristigen politischen Rahmenbedingungen in den vergangenen Tagen eher zu- als abgenommen hat. So häuften sich zuletzt Berichte aus Regierungskreisen, dass die USA ihre Militäraktionen auf weitere Länder ausdehnen könnten, für Beobachter ein Hinweis, dass die Öffentlichkeit mit gezielten Indiskretionen auf weitere Aktionen vorbereitet werden soll. Auch bleibt im Dunkel, inwieweit islamistische Terrorzellen in der Lage sind, erneut zuzuschlagen. Sollte es aber zu neuen Attentaten kommen, dürften sämtliche Szenarien und Prognosen Schnee von gestern sein.

+++ Christian Vits

vwd/11.12.2001/cv/zwi/bai


+++++++++++++

es ist und bleibt ein teufelskreis!

zinsen werden immer billiger - also warum jetzt was kaufen ;)

der unternehmer der bei zinsen von 2,75 prozent gekauft hat, wird jetzt ausgelacht ;) ;) ;)

und die leute sind gott froh wenn man morgen noch in die arbeit darf !
11.12.01 20.00 Uhr Bekanntgabe der Zinsentscheidung
boerse-go.de

Heute ist wieder FOMC Sitzung. Um 20.00 Uhr unserer Zeit wird bekanntgegeben werden, ob die US Notenbank FED den US Leitzins weiter abgesenkt hat. Und im Falle einer Absenkung, wie stark diese ausgefallen ist. Es wird vom Gros der Marktteilnehmer davon ausgegangen, daß der Leitzins um weitere 25 Basispunkte gesenkt werden könnte. Sollte die Fed eine Senkung um 25 Basispunkte durchführen, so fällt die Fed Funds Rate auf einen Tiefststand, der seit den 1950er Jahren nicht mehr zu beobachten war.

"Was wir wissen, ist dass wir einen WENDEPUNKT erreicht haben," so William McDonough, Präsident der Zentralbank von New York

:D
Morgan Stanley Chefökonom:5% BIP-Wachstum?

Der Chefökonom der renommierten Investmentbank Morgan Stanley, Stephen Roach, ist zuversichtlich, dass sich das nun weiter eintrübende Bild der Weltkonjunktur bis Mitte 2002 wieder aufhellen wird. Allerdings sei eine Erholung von diesem Zeitpunkt ab eine Zaghafte, vergleicht man sie mit dem mehrheitlich prognostizierten V-förmigen Verlauf der Wirtschaft.

"Die guten News sind, dass eine solches "globales U" die Inflationsrisiken und Herausforderungen auf die Zentralbanken mindern wird," so Roach.

Das Momentum, dass entstehen wird, wenn die Unternehmen ihre Lager wieder auffüllen, wird im zweiten Halbjahr 2002 jeweils 5 Prozent Wirtschaftswachstum in den USA auslösen. Danach würde aber über das Jahr 2003 hinweg das Wachstum wieder auf 3.6 Prozent abflachen.

Im Vergleich haben V-förmige Erholungsphasen in der Vergangenheit rund 7 Prozent Wachstum generieren können.

Das Weltwirtschaftswachstum werde im Jahr 2003 um 4 Prozent wachsen können, so Roach weiter. Damit solle sich das Wachstum mehr als verdoppeln, vergleicht man die prognostizierten Werte für die Jahre 2001 und 2002.

© BörseGo

+++++++++++++++

die zinsen sind jetzt bei 2 prozent. dat könnte ins auge gehen !

schliesslich brauchen zinssenkungen und somit auch ZINSERHÖHUNGEN mindestens 6-9 monate bis sie wirken ;)

dat wird lustig :laugh:
Um 15:00 hat die US-Zentralbank ihr letztes reguläres Meeting für dieses Jahr begonnen. Eine Zinsentscheidung wird für 20:15 erwartet. Dabei erwarten die Finanzmärkte die 11. Zinssenkung des Jahres und zwar um minus 0,25% auf 1,75%. Dann wären die kurzfristigen Zinsen so tief wie seit den 1950er Jahren nicht mehr.

Doch die größte Aufmerksamkeit wird nicht der Zinssenkung gehören, sondern dem begleitenden Statement. Die letzte Entscheidung begründete die FED mit gestiegener Unsicherheit und Sorgen über einen Verfall der Geschäftsvoraussetzungen sowohl im Inland als auch im Ausland.

Ian Shepherdson, Chefökonom bei High Frequency Economics, glaubt, dass die FED ihre Einschätzung eines mögliches Abwärtsrisikos beibehalten werde. Aber Shepherdson betonte, dass die Märkte ihre Meinung hinsichtlich der Lage der Wirtschaft dramatisch gewandelt hätten und der FED nun mitteilen würden, dass nach der für heute erwarteten Zinssenkung um 25 Basispunkte keine weiteren mehr nötig seien.

Tatsächlich sehe man schon anhand dem langen Ende der Zinstrukturkurve, dass die Inflationsrisiken trotz sinkender Energiepreise und verlangsamten Gehaltszuwächsen steigen würden. So sei die Rendite der 10-jährigen Anleihen seit Beginn des Monat um 35 Basispunkte gestiegen.

© Godmode-Trader.de
11.12.2001 14:01:00: Cisco - zuerst Erholung in Asien ?

Louis McElwain, seines Zeichens Vizepräsident bei Cisco Systems und verantwortlich für den Asienabsatz, sagte, dass Asien, obwohl es die letzte Region war, die von der Rezession getroffen worden sei, wahrscheinlich die erste Region sein werde, die sich wieder erhole.

Bei Cisco habe man den Abschwung erst in den USA, dann in Europa und zuletzt in Asien gesehen. Nun denke man, dass sich Asien zur gleichen Zeit oder sogar schneller erholen werde als die anderen Regionen. Dabei würden die Faktoren, die Asien zur am schnellsten wachsenden Region in den letzten 2 Jahren gemacht hätten, nämlich der Aufbau der Internet Infrastruktur und die Deregulierung des Telekomsektor, wieder ins Gewicht fallen.

Denn die Unternehmen hätten ihre Geschäftspläne und Schlachtpläne nicht vollendet, so McElwain weiter. Sie hätten sich gerade von der Asienkrise erholt gehabt, als die aktuelle Rezession sie getroffen habe.

Über China sagte er, dass während einige Gegenden noch nicht einmal einfache Telefonservices hätten, China nach neuester Technologie fragen würde und vielerorts einige Technikgenerationen überspringen würde.

In Asien hat Cisco im letzten Geschäftsjahr 5% des Gesamtunternehmensumsatzes von $22,29 Mrd. gemacht.

© BörseGo

++++++++++++

also doch japan !

und amerika fängt erst an oder was ???

:laugh:
1,75 Prozent

danke opa :kiss:

komisch das der verbraucher seine tolle 4,5 prozent ersparnisse in einem monat auf null gefahren hat.

ja genau - der 2/3 verbraucher

:rolleyes:
Bush kündigt ABM-Vertrag ! :eek:


begründung: amerika kann mit russland gegen schurkenstaaten reagieren.
http://www.manager-magazin.de/geld/artikel/0,2828,172491,00.…

Rasante Erholung erwartet


Die Goldman-Sachs-Strategin und Mutter aller Börsenbullen sieht bis zu 25 Prozent Kursplus.


New York - Abby Cohen, Chefstrategin beim US-Investmenthaus Goldman Sachs, gibt sich derzeit wie gewohnt optimistisch. Für das Jahr 2002 erwartet sie einen Aufschwung in den US-Aktienindizes von 14 bis 25 Prozent. Steigende Unternehmensgewinne werden den Aufschwung stützen, so Cohen.

Der S&P-500-Index werde Ende 2002 zwischen 1300 und 1425 Punkten notieren, so die Prognose der GS-Analystin. Derzeit notiert der Index bei 1137 Zählern.

Der Dow Jones Industrial Index, der derzeit mit der 10.000 Punkte Marke kämpft, werde Ende 2002 auf 11.300 bis 12.400 Punkte steigen. Wie gut die New Yorker Investmentbanker mit der Politik, der US-Notenbank und den Medien verdrahtet sind, zeigt der mm-Report

:D
http://www.manager-magazin.de/geld/artikel/0,2828,172491,00.…

Rasante Erholung erwartet


Die Goldman-Sachs-Strategin und Mutter aller Börsenbullen sieht bis zu 25 Prozent Kursplus.


New York - Abby Cohen, Chefstrategin beim US-Investmenthaus Goldman Sachs, gibt sich derzeit wie gewohnt optimistisch. Für das Jahr 2002 erwartet sie einen Aufschwung in den US-Aktienindizes von 14 bis 25 Prozent. Steigende Unternehmensgewinne werden den Aufschwung stützen, so Cohen.

Der S&P-500-Index werde Ende 2002 zwischen 1300 und 1425 Punkten notieren, so die Prognose der GS-Analystin. Derzeit notiert der Index bei 1137 Zählern.

Der Dow Jones Industrial Index, der derzeit mit der 10.000 Punkte Marke kämpft, werde Ende 2002 auf 11.300 bis 12.400 Punkte steigen. Wie gut die New Yorker Investmentbanker mit der Politik, der US-Notenbank und den Medien verdrahtet sind, zeigt der mm-Report

:D
Der amerikanische Softwarehersteller Oracle hat mit den heute nach Börsenschluss veröffentlichten Zahlen die Erwartungen der Analysten erfüllen können.

Den Angaben zufolge fiel ein Gewinn je Aktie von 10 Cents oder insgesamt bei 549 Mio. Dollar an. Der Umsatz lag bei 2,4 Mrd. Dollar und damit leicht unter den Schätzungen.

Für die Zukunft gab sich Firmenchef Larry Ellison sehr optimistisch. "Wir haben in einem schlechten Quartal fast 800 Mio. Dollar an operativen Gewinnen erzielt. Sobald die Wirtschaft wieder anzieht werden wir noch mehr verdienen," so Ellison.

Die Aktie reagierte auf diese Meldung mit einem leichten Anstieg.

Quelle: finance-online

:D
Hi Dolby... :)

ich hab zwar keine Ahnung um was es hier geht... aber die Überschrift gefällt mir... :)

...also leiste ich Dir mal etwas Gesellschaft, damit Du hier nicht so allein bist ok? :)
ftd.de, Fr, 14.12.2001, 7:00
Strategie: Abby Cohen setzt auf Tech-Aktien

Die Zeichen der Weltwirtschaft stehen auf Rezession. Dennoch legten die Aktienmärkte in Erwartung eines baldigen Konjunkturaufschwungs zuletzt eine fast atemberaubende Rally hin.

Abby Cohen, Analystin bei Goldman Sachs

Ist damit der Kursspielraum nach oben ausgereizt? Abby Joseph Cohen, Grande Dame an der Wall Street, sagt nein. Sie rechnet mit weiteren Kurssteigerungen.

FTD: Für viele Aktionäre war 2001 ein katastrophales Jahr. Wie fällt Ihr Resümee aus?

Cohen: 2001 war in der Tat ein sehr schlechtes Jahr, geprägt von enttäuschenden Nachrichten aus der Wirtschaft und den schrecklichen Ereignissen des 11. September. Diese beiden Faktoren haben ein schwieriges Umfeld geschaffen. Doch wie wir bereits Ende September sagten, als der Dow Jones Industrial auf dem Jahrestiefstand bei 8200 Punkten notierte, sind in die Kurse sowohl die negativen News aus der Ökonomie als auch die direkten und indirekten Einflüsse der Terroranschläge eingeflossen. An den Finanzmärkten haben wir den Boden möglicherweise bereits gesehen. Und was die Wirtschaft und die Unternehmensgewinne betrifft, so sind wir überzeugt davon, dass wir uns in der ENDPHASE DER BODENBILDUNG befinden.

FTD: Die Analystenzunft wurde wegen ihres übertriebenen Optimismus in den vergangenen zwei Jahren scharf kritisiert. Was lief falsch?

Cohen: ANFANG 2000 haben wir unseren Kunden geraten, den AKTIENANTEIL in ihren Portfolios zu SENKEN. Und noch vor dem Hoch des S&P 500 haben wir empfohlen, etwa Tech- und Telekom-Aktien, die wir für stark überbewertet hielten, dramatisch zu reduzieren. Daraufhin zogen wir uns den Zorn zahlreicher Kunden und auch der US-Medien zu, für die wir nicht optimistisch genug waren. Dieser überschäumende Optimismus im Markt hinderte viele daran, mit Bedacht vorzugehen. Auch wir waren in diesem Jahr zu optimistisch. Unsere 2001er-Prognosen für den S&P 500, die am unteren Ende des Marktdurchschnitts lagen, waren immer noch zu hoch. Zum einen verlor die Ökonomie stärker an Fahrt, als wir uns das ausgemalt hatten. Zum anderen kam es zu den nicht vorhersehbaren Anschlägen am 11. September, was dazu führte, dass sich ein Wiedererstarken der Wirtschaft zeitlich nach hinten verschoben hat.

FTD: Im Frühjahr sagten Sie, die US-Wirtschaft werde nicht in eine Rezession abgleiten - was sich als falsch erwies. Was bedeutet es für Sie, mal nicht Recht zu haben?

Cohen: Erst im November konstatierte das National Bureau of Economic Research, dass die USA in einer Rezession stecken. Interessanterweise wurde in dem offiziellen Bericht angemerkt, dass die Ökonomie wohl nicht von einer Rezession betroffen wäre, hätte es nicht die TERRORANSCHLÄGE gegeben.

FTD: Aber trifft es Sie, wenn Kritik an falschen Prognosen geübt wird?

Cohen: "I call them as I see them" lautet ein Spruch in Amerika, der von den Schiedsrichtern im Sport entlehnt ist. Damit ist gemeint, dass man die Dinge beim Namen nennt, sobald man sie sieht. Genau so versuche ich vorzugehen. Auch wenn wir dieses Jahr zu optimistisch waren, so waren wir in den vielen Jahren davor mit unseren Vorhersagen doch sehr treffsicher. Wir geben stets unser Bestes, können aber nicht ausschließen, auch mal danebenzuliegen. Die Art, wie ich die Kapitalmärkte analysiere, ändere ich nicht.

FTD: Nach wie vor raten Analysten nur sehr selten dazu, Aktien zu verkaufen. Hat die Expertenschaft aus den Erfahrungen der vergangenen Jahre nicht gelernt?

Cohen: Der Enthusiasmus für unreife Firmen ist drastisch zurückgegangen. Man muss in diesem Zusammenhang sehen, dass der S&P 500 auf ungewöhnliche Weise sein Hoch erklomm. Denn die Gipfelstürmung war getragen von wenigen Unternehmen. 60 Prozent der Aktien im S&P 500 wurden bei Erreichen des Gipfels im März 2000 nur mit dem Zwölffachen ihres Gewinns oder günstiger gehandelt. Das heißt: Die meisten Papiere waren recht fair bewertet, wohingegen nur wenige Titel extrem überteuert waren. Analysten wie Investoren haben meines Erachtens gelernt, dass derartige Verzerrungen unhaltbar sind.

FTD: Es heißt, Kapitalmarktstrategen seien nicht mehr so gefragt, weil die großen Trends wie etwa die New Economy fehlten. Vielmehr käme es jetzt auf die Stockpicker an, die auf der Suche nach aussichtsreichen Einzeltiteln sind. Sitzt Ihnen die Angst vor Bedeutungsverlust im Nacken?

Cohen: Jede Zeit der Konfusion oder starker Veränderungen ist ideal für Strategen. Ich bin ausgebucht, denn unsere Kunden suchen nach Orientierung etwa in Bezug auf die Trends in der Wirtschaft und an den Kapitalmärkten. Daher dürfte die Bedeutung von Strategen nicht ab-, sondern zunehmen. Allerdings gehe ich damit konform, dass die sorgfältige Auswahl von Einzelwerten am Ende des Analyseprozesses stehen muss.

FTD: Was können die Anleger tun, um zwischen nützlichen und wertlosen Infos zu unterscheiden?

Cohen: Das ist eine wichtige Frage. Die vergangenen drei bis fünf Jahre haben gezeigt, dass es immer einfacher wird, Informationen bereitzustellen, es aber nicht so leicht ist, Investoren wirklich relevante Einblicke zu eröffnen. Am Kapitalmarkt wimmelt es von Infos, von denen aber viele unbrauchbar sind. Die Anleger müssen unterscheiden lernen und akzeptieren, dass viele Nachrichten möglicherweise oberflächlich sind.

FTD: Der Crash am Aktienmarkt und besonders die Anschläge am 11. September haben dem Vertrauen der Konsumenten arg zugesetzt. Wird es hier in absehbarer Zeit zu einer Erholung kommen?

Cohen: Die Arbeitslosigkeit steigt. Die Gewinne im dritten Quartal waren schlecht, die im Vierten werden noch schlechter ausfallen. Entsprechend getrübt ist das Verbrauchervertrauen. Doch zugleich rechnen die privaten Verbraucher damit, dass das Schlimmste in Kürze überstanden ist, und richten den Fokus auf eine Trendumkehr im Jahr 2002. Die durch niedrige Zinsen gestiegenen Haus- und Autokäufe stimmen zuversichtlich. Es ist weniger das Verbrauchervertrauen, das mir Sorge bereitet, als vielmehr das "CEO-Vertrauen", also das der Manager. Denn die stehen zweifach unter Druck. Zum einen verlangen die Aktionäre nach Abbau von Personal und Lagerbeständen. Zum anderen besitzen zehn Prozent der Haushalte in den USA 90 Prozent der Aktien, die von Haushalten gehalten werden. Das heißt, dass die Manager - sie dürften in diese Gruppe fallen - besonders hart vom Crash betroffen sind. Beides zusammen verringert die Risikobereitschaft der Führungskräfte.

FTD: Sehen Sie nach der jüngsten Rally an den Aktienmärkten weiteres Aufwärtspotenzial?

Cohen: Es ist davon auszugehen, dass sich die GEWINNSITUATION der S&P-500-Firmen ab dem ersten Quartal 2002 stabilisieren wird. Gewinnsteigerungen - vielleicht über zehn Prozent - wird es dann ab Beginn des zweiten Quartals 2002 geben. Hinzu kommt, dass Aktien nach wie vor unter ihren fairen Bewertungsniveaus gehandelt werden. Wir erwarten, dass der S&P 500 bis Ende 2002 auf 1300 bis 1425 Zähler zulegen wird.

FTD: Was ist von der US-Notenbank Federal Reserve noch zu erwarten?

Cohen: Die Fed verfügt über die Flexibilität, die Zinsen zu senken. Vor allem weil die Inflation gering ist. Da sich aber in vielen Branchen eine Stabilisierung abzeichnet, denken wir, dass die Fed die Zinsen vom aktuellen Niveau moderat senken wird.

FTD: Wann ist wieder mit steigenden Zinsen zu rechnen?

Cohen: Gegen Mitte des Jahres 2002, falls sich der Arbeitsmarkt stabilisiert und Zeichen von Erholung zeigt.

FTD: Belastet dies die langfristigen Aussichten für die Aktienmärkte?

Cohen: Seit drei Jahren - und auch jetzt - gehen wir von einem durchschnittlichen Kurszuwachs beim S&P 500, der wesentlichen Benchmark für US-Aktien, in Höhe von acht bis zehn Prozent pro Jahr aus. Wir denken weiterhin, dass das eine gute Schätzung ist.

FTD: Der Aktienanteil in Ihrem Portfolio beträgt 75 Prozent und ist damit so hoch wie noch nie.

Cohen: Tatsächlich haben wir den Bond-Anteil in unserem US-Portfolio von 27 auf 22 Prozent zurückgefahren, womit wir uns aber noch im Mittelfeld unserer normalen Bandbreite zwischen zehn und 45 Prozent bewegen. Die Reduzierung ist vorwiegend darauf zurückzuführen, dass wir überzeugt sind, dass der größte Teil des Renditerückgangs beziehungsweise der Kursgewinne bereits erfolgt ist. Ansonsten halten wir Papiere wie Corporate und Agency Bonds für attraktiv bewertet.

FTD: Welche US-Sektoren werden im Falle einer Fortsetzung der Erholung zu den Gewinnern gehören?

Cohen: Die Auswahl der Titel richtet sich zunehmend nach dem Ausmaß der Gewinnerholung in der zweiten Hälfte 2002. TECH- und Finanzwerte haben wir daher hoch gewichtet.

FTD: Was macht diese Branchen so interessant?

Cohen: ENDE 1999 rieten wir dazu, Tech- und Telekomwerte stark UNTERZUGEWICHTEN. Denn wir waren der Auffassung, dass sich die damaligen Gewinnprognosen als unhaltbar herausstellen werden und dass sich die Aktien auf einem Niveau bewegten, das ein perfektes Umfeld vorausgesetzt hätte. JETZT meinen wir, dass die NACHFRAGE NACH TECHNOLOGIEPRODUKTEN STEIGEN WIRD und Tech-Aktien moderat bewertet sind. Für Telekom-Werte sind wir allerdings weniger enthusiastisch gestimmt. Finanzunternehmen wiederum profitieren von niedrigen Zinsen und einem guten Management. Trotz abnehmenden Wirtschaftswachstums in den vergangenen zwei Jahren erwirtschaften die Banken Gewinne.

FTD: Wie schätzen Sie die Aussichten für europäische Aktien ein?

Cohen: Das größte Risiko für unsere Prognose, dass sich die US-Märkte im zweiten Halbjahr 2002 substanziell erholen werden, stellen die Unwägbarkeiten in den Ländern außerhalb der USA dar. In den USA sind die Wachstumsprognosen bereits merklich und ausreichend nach unten korrigiert worden. Demgegenüber wird es im Rest der Welt in den kommenden Wochen noch zu deutlichen Anpassungen nach unten kommen.

Für US-Aktien sehen meine Kollegen daher WEITAUS GRÖSSERES POTENZIAL als für europäische Papiere.

FTD: Mit dem Ende des Taliban-Regimes ist der Kampf gegen den Terrorismus nicht beendet. Wie wird sich der Anti-Terror-Kampf auf die Entwicklung der Märkte auswirken?

Cohen: Den größten Effekt auf die Finanzmärkte dürften wir gesehen haben. Nach den Terrorakten im September ist die westliche Welt sehr viel aufmerksamer geworden, es wurden zahlreiche Anti-Terror-Maßnahmen eingeleitet. Dies macht weitere Attacken, besonders solche größeren Ausmaßes, unwahrscheinlicher, aber sie sind weiterhin möglich

FTD: Was wünschen Sie sich für 2002?

Cohen: Zunächst einmal Frieden. Außerdem wäre es wünschenswert, wenn man sich wieder seiner Arbeit widmen könnte, ohne befürchten zu müssen, mit Ereignissen, wie wir sie zuletzt erlebt haben, konfrontiert zu werden. New York verlor am 11. September über 4000 Menschen - mehr als bei den Angriffen der Japaner auf Pearl Harbor im Jahr 1941 ums Leben kamen.

Das Interview führte Torsten Engelbrecht, Redakteur der FTD



:D
Hey Dolby, das Interview mit Abby ist doch klasse.

Zumindest hat sie den guten Henry Blodget schon deutlich überlebt.

:laugh:
hi paule :)

das muss an den schönen pullis liegen, die sie immer an hat :D