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DAX/DOW/NASDAQ - Charttechnisch (24.KW) - 500 Beiträge pro Seite



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Hallo und schönen Wochenende,

da RR wohl erst morgen den DAX unter die Lupe nimmt, beginne ich schon mal mit dem DOW und der NASDAQ.

Die Charts wie üblich wieder unter: http://www.adv-charttechnik.de

Wegen mehrfacher Einwahlprobleme in w:o kann dieser Betrag durch eine gewisse Entnervung eben schon mal unter falschen Threadtitel ins DAX-board. Sorry.



1) DOW

Wenig Bewegung zeigte der DOW in der vergangenen Woche. Mit einer Wochenperformance von -0,1% bei knapp 250 Pkt Schwankungsbreite konsolisidiert der DOW weiter in einem Wimpel (= kl. symetrisches Dreieck, siehe Kurzfristchart), dessen untere und obere Begrenzungslinien am Montag bei ~10.970 bzw. ~11160 verlaufen werden. Wie zum Wochenbeginn wurde auch am Freitag nachmittag die wichtige 11.000er Marke knapp zum Wochenschlußkurs von 10.977 unterschritten. Wesentliche Bedeutung kommt nun nach unten weiterhin dem -Td 01.00 zu, der aktuell bei ~10.865 verläuft.

Im positiven Falle hält 10.865, besser noch 10.938 (= Wochentief) und es gelingt dem DOW zum Wochenanfang aus dem og. Konsolidierungswimpel nach oben auszubrechen. Die Chancen hierfür stehen nicht schlecht, da solche Konsolidierungsformationen häufiger in, als gegen die Trendrichtung verlassen werden. Ein break der ~11.160 würde dann zumindestens Potential bis 11.350 (akt. Verlaufshoch) bzw. 11.425 (04.00-Hoch), ggf. bis zum ATH bei 11.750 in sich bergen.
Verläß der DOW allerdings den o.g. Konsolidierungswimpel nach unten und unterschreitet dann zügig die 10.865, wäre der Ausbruch aus dem mittelfristigen Abwärtstrendkanal (siehe Charts) zunächst als Fehlsignal zu betrachten.

Erste Abwärts-Kursziele wären dann zunächst der Bereich 10.770/10.650, in dem sowohl die unteren Begrenzung des BB als auch eGD 90 und eGD200 verlaufen und sodann, von übergeordneter Bedeutung, der +Td 03.00 bei 10.300. Ein Bruch dieses Aufwärtstrends würde als zZ negativstes Szenario Abwärtspotential bis in an die untere Begrenzung diese Trendkanals im Bereich 9.000 eröffnen.

Die Volatilität ist weiter unterdurchschnittlich gering, die BB weiter eng und Potential für fat tails ist damit durchaus vorhanden. Die STO(fast) nähert sich nun der überverkauften Zone. MACD(26/12/9) und MOM(20) sind deutlich zurückgekommen; die Dynamikabschwächung des Momentum endete aber zumindestens an der Mittellinie.


Strategie: Planungshorizont short term (= 1-5 Tage):

Spekulativ könnte man knapp ober- bzw. unterhalb der beschriebenen Konsolidierungsformation bei ~11.160 bzw. ~10.970 erste long call- bzw. long put-Positionen erwägen, die dann allerdings intraday verfolgt werden müssen; charttechnisch "saubere" Einstiegsmarken sind aber weiterhin die 10.860 für long puts und 10.300 für long calls zu betrachten.


2)NASDAQ-Compx

Nachdem der Compx vor 3 Wochen mit dem Verlaufshoch bei 2.328 kurzzeitig den langfristigen Aufwärtstrend +Td 01.95 touchiert hatte, gab er anschließend innerhalb von nur 5 Handeltagen 11% ab, um dann exakt am -Td 09.00 zu stoppen, der sich damit als wichtige Unterstützung erwies. Es folgte eine 6-tägige Aufwärtsbewegung bis zum Wochenhoch von 2265 am Donnerstag, bevor am Freitag wieder etwas auf den Wochenschlußkurs von 2215 abgeben wurde.

Im positiven Falle hält nun die Mittellinie des BB bei aktuell 2.182 und es erfolgt von dort aus ein zweiter Test des +Td 01.95 bei zZ 2.330, der zugleich mit der oberen Begrenzung des BB zusammenfällt und damit zum wichtigen Kreuzwiderstand wird.
Würde dieser gebrochen, ergäbe sich noch erhebliches Aufwärtspotential bis zumindestens 2.590 (eGD200).

Im Negativ-Szenario fällt der Kurs unter die o.g. 2.182; erste Zielzonen dieser Abwärtsbewegung wäre dann ~2.040, wo der -Td 07.01, zZ mit der unteren Begrenzung des BB zusammenfällt und eine Kreuzunterstützung bildet. Ein Durchbruch durch die ~2.040 brächte erhebliches Abwärtspotential bis in die Regionen um 1.700 (= Verlaufstief des mittelfristigen Abwärtstrends, und zugleich akt. OK des entsprechenden Abwärtstrendkanales).

Die Volatilität liegt immer noch knapp unter dem 2-jährigen Durchschnitt, hat sich allerdings vom Mai-Tief schon wieder etwas erholt. Die STO(fast) bewegte sich kurzzeitig im überkauften Bereich. Momentum und MACD steigen in ihren Wocheneinstellungen immer noch von ihren April-Tiefstständen an, während die Tages-Mom(20) und -MACD(26/12/9) schon deutlich zurückgekommen sind, wenn sie sich auch über ihren Mittellinien halten konnten.

Zusammenfassend sei darauf hingewiesen, daß beim Compx zur Zeit mit den Bereichen 2.330 (up) und 2.040 (down) die oberen und unteren Begrenzungen des Bollinger Bandes jeweils mit wesentlichen Auf- bzw. Abwärtstrendlinien zu bedeutenden Kreuzwiderständen bzw -unterstützungen zusammenfallen; eine Seitwärtsbewegung innerhalb dieser range dürfte damit kurzfristig das wahrscheinlichste Szenario sein.


Strategie: Planungshorizont short term (= 1-5 Tage):

Die bei 2.164 eingegangene long put Position ist bei 2.186 eng abgesichert. Long put-Positionen könnten spekulativ < ~2.180 eof, spätenstens dann aber < 2.040 eingegangen werden. Weitere long call-Positionen würde ich erst > 2.330 eingehen.

Achtung! Dies sind keine Handlungsvorschläge, sondern nur persönliche Einschätzungen, die ausschließlich der Diskussion und eigenen Meinungsbildung dienen sollen.

good trading

adv
Hallo adventurer,

meine angedachte Möglichkeit eines Anschlußfraktales an die bisher sehr schön vergleichbare Aufwärtsbewegung vom 1998er Tief ist noch voll im Plan. Auch dort folgte nach dem ersten Teil eine entsprechende Konsolidierung mit allmählichem Einschwingen und anschließendem Abheben.

Hoffentlich schaut sich der Dow das auch an, damit er weiß wo`s langgeht ;-)

Gruß, Tradie
9-Monats-Chart:
http://people.freenet.de/oschultze/dax0806.gif

Erneut verbrachte der DAX eine weitere Woche in dem Seitwärtstrend zwischen 6000 und 6300 Punkten, nun schon die siebte Woche in Folge. Dabei kam es in der ersten Wochenhälfte zu dem erwarteten Anstieg, wobei allerdings die obere Trendkanalbegrenzung bei 6300 Punkten knapp verfehlt wurde. Ausgehend vom Wochenhoch bei 6278 setzte eine schwache Gegenbewegung ein, die im Wochenvergleich ein Plus von gut 60 Punkten übrig ließ.
Daher ist aus charttechnischer Sicht auch weiterhin nur die altbekannte Erkenntnis zu wiederholen: Mit größeren Bewegungen ist erst nach einem Verlassen des bekannten Seitwärtstrends zu rechnen.
Bemerkenswert noch die Bedeutung der Abwärtstrendlinie, die sich bereits mit den Hochpunkten von November und Januar herauskristallisierte (im Chart gestrichelt blau eingezeichnet): Nach dem Scheitern im Mai prallte der DAX auch in der vergangenen Woche, sogar gleich zweimal, an dieser Linie nach unten ab. Dieser Trendlinie ist nach dieser mehrfachen Bestätigung somit nun eine mindestens so große Bedeutung zuzumessen wie der oberen Trendkanalbegrenzung.
Eine konkrete Prognose für den DAX ist nach wie vor schwer. Das abermalige Scheitern an der Abwärtstrendlinie in Verbindung mit dem Nichterreichen der 6300`er-Marke könnte als Schwäche aufgefasst werden, die in einen weiteren Rückgang bis zu der unteren Begrenzung des Seitwärtstrends bei etwa 6000 Punkten mündet. Andererseits ist das Abprallen an dem exponentiellen GD20, der Mittellinie der Bollinger Bänder, in der zweiten Wochenhälfte auffällig. Hieraus könnte gefolgert werden, dass der DAX lediglich einen weiteren Anlauf unternimmt, um den Ausbruch nach oben zu vollziehen.
Folglich ist zunächst die Entwicklung zu Wochenbeginn zu beobachten. Ein Unterschreiten der 6160 dürfte zu weiter nachgebenden Notierungen in Richtung der Unterstützung bei rund 6000 Punkten führen. Bei anziehenden Kursen ist die Entwicklung im Bereich 6250/6300 zu beachten, da erst ein Ausbruch aus der Seitwärtsrange Aufschluß über die mittelfristige Kursentwicklung gibt.

Für spekulative Optionstrader bestehen weiterhin die long-calls bzw. Bullspreads, abgesichert bei 6150. Bei einem unterschreiten der vorgenannten Marke können, ebenso spekulativ, kurzfristig long-puts oder Bearspreads mit Ziel ~6000 eingegangen werden. Sind aber alles nach wie vor Kurzfrist-Zocks, `ernsthafte` Postionen erst mit Verlassen der Tradingrange.

Zum `zu Ende bringen` der weiteren Positionen der vergangenen Woche (nun übergebe ich wieder an adventurer):
Dow: Das Eröffnen einer long-Position mit Überschreiten der 11030 war nicht toll, am Freitag wieder unter diese Marke zurückgekehrt, ohne zwischenzeitlich spürbar an Terrain zu gewinnen. Daher ist Glattstellung mit geringen Verlusten angebracht, dann weitere Entwicklung abwarten.
Compx: Die spekulative long-Position entwickelte sich annehmbar, auf 2200 nachgezogenes Stop-loss beachten! Der Ausbau von longs über 2330 bleibt weiter bestehen.


Wie immer: Keine Handlungsempfehlung, nur meine persönliche Einschätzung!

Grüße
RR


@adv
Du schreibst zum compx:" Die bei 2.164 eingegangene long put Position ist bei 2.186 eng abgesichert."
Hmm, ist doch hoffentlich nur ein Tippfehler. Long call wäre einleuchtender, nicht nur, weil es sich mit meiner letztwöchigen Strategie deckt und zugleich der Marktenwicklung entgegenkommt, sondern auch, weil eine Put-Absicherung unterhalb des aktuellen Kurses wenig Sinn macht...

@loredda
Mit den Enkeln spielen ist immer eine nette Alternative ;)
Sorry, der Wochen-MACD war etwas abwegig, schrieb ich aber glaube ich auch dazu. Sollte nur meine persönliche Einschätzung zu diesem Zeitpunkt untermauern, dass wohl eher ein Ausbruch nach oben als nach unten erfolgt.
Die Ausbildung des Doppelbodens (auch wenn dieser mit der fast zweimonatigen Seitwärtsbewegung schon fast wieder hinfällig ist) dürfte Dir ja wohl nicht entgangen sein...
Das Hinzuziehen der Fast-Stochastik letzte Woche geschah unter der Berücksichtigung des Seitwärtstrends, war ja auch nicht gerade falsch, immerhin legte der DAX zunächst gut 150 Punkte zu, innerhalb der engen Tradingrange schon eine Menge Holz ;-(
Nee, jeden Mist traden muß man nicht. Deshalb versuche ich ja auch, bei den Optionsstrategien die `spekulativen` zu erwähnen - das sind halt die, die man nicht eine Woche unbeobachtet ruhen lassen kann. Vielleicht sollte ich das in der Analyse auch noch deutlicher rausbringen, ist aber schwer + nervig, nach vielen Wochen in denen nix passiert ist, hat man schon seine Schwierigkeiten, sich den Analysetext aus den Fingern zu saugen :-(


P.S.: Bin die Woche über in einer Art Kurzurlaub, erst nächstes WE wieder `on board`
@RR: Thx für das aufmerksame Lesen, ist natürlich wirklich ein Tippfehler und sollte korrekt heißen:

Strategie Compx: Planungshorizont short term (= 1-5 Tage):

Die bei 2.164 eingegangene long call Position ist bei 2.186 eng abgesichert. Long put-Positionen könnten spekulativ < ~2.180 eof, spätenstens dann aber < 2.040 eingegangen werden. Weitere long call-Positionen würde ich erst > 2.330 eingehen.

Eigendlich sollte das aber auch jedem klar sein, zumal ich in der Vorwochen-Analyse (23.KW) schon schrieb, daß man ein Überschreiten der Mittellinie des BB bei 2164 hochspekulativ auf einen erneuten Test des Bereichs 2.275/2.300 nutzen könnte. Intraday wurde dieses long-Kursziel dann ja bis auf 10 Pkt. sogar erreicht. ;)

Aber wie gesagt noch mal Danke für die Achtsamkeit. Als kleine Anekdote sei erwähnt, daß ich hier vor Monaten mal bei einem Kursziel wegen eines Zahlendrehers 2.410 statt 2.140 geschrieben hatte; damals wurde der thread x-tausendmal aufgerufen, aber keiner hatte es bemerkt oder, schlimmer noch, für nötig empfunden, mal darauf hinzuweisen. :( .

Schönes Wochenende

adv
wie wäre es mit mongolischen tippsen? wäre doch wohl absetzbar!

http://people.freenet.de/loredhachart/dax1.png

die freitagskerze ist zwar kein sauberer shooting star, weil shootingstars unten in der literatur ohne unteren docht dargestellt sind, aber die idee hinter der aktuellen kerze ist dem des shootingstars bestimmt ähnlich. shooting stars im dax waren in der letzten zeit aussagekräftig für den nächsten zeitraum. unterstützt wird dies für mich noch dadurch, daß die kerze eine punktlandung am trendkanal gemacht hat und dann zurückkam. der einstieg lag aber meines erachtens am freitag.

nachdem in dieser woche der cccp noch ansteht in amerika und andere opulente wirtschaftsdaten und am freitag noch der verfallstermin, könnte eine investition in knabberszeugs und in möhren genauso spannend werden wie in den dax.

schließlich erwartet jeder, daß der verfallstermin schwächer abschließt und daß der sommer noch einmal tiefpunkte sieht. warum sollte man sich der mehrheit jetzt anschließen?

mal sehn, was das haus arthur uns für mondüberraschungen anbietet!
Moin Moin!
Nach einiger Zeit mal wieder etwas Senf. Die vergangene Woche stand fuer mich im Zeichen der Deutschen Telekom. Der abgewickelte Tausch von Telekom-Aktien gegen Voicestream/Powertel-Anteile hat verschiedene Auswirkungen. Die Aktienanzahl erhoeht sich um ca 1.2 Mrd. Stueck ist nur das hervorstechende Ergebnis der Transaktion. Letztlich erhoeht sich dadurch auch der Free Float der Telekom. Ein Konsortium soll die abfließenden Telekomanteile aufnehmen und so den Druck aus den USA abmildern. Tatsaechlich hat in den letzten Tagen der Umsatz in der Telekom leicht 2-3x zugenommen. Es scheint also Rueckfluesse zu geben, allerdings nicht nur aus der Uebernahme. Auch die MSCI-Umstellung auf Free Float noch vor dem Abschluß der Transaktion fuehrt zu Abgabedruck. Durch Free Float Gewichtung verliert die Telekom an Gewicht in den Indices, da ein Großteil der Anteile noch beim Bund/KfW liegen und nicht frei handelbar sind. Positiv ist allerdings, daß die Telekom nun schon im Eurostoxx und ab naechste Woche Freitag im DAX durch die de facto Kapitalerhoehung hoeher gewichtet werden. Im DAX hat die Telekom derzeit eine Gewichtung von annaehernd 9%, durch die Aufstockung von ca. 3 Mrd. auf 4,2 Mrd Anteile sollte hier die Gewichtung massiv nach oben korrigiert werden. Theoretisch sollten also Funds, die den Index nachbilden, T-Aktien kaufen muessen, um den DAX oder den Eurostoxx korrekt abzubilden. Problem ist nur die Kappungsgrenze im DAX stimmt nicht mit den Beschraenkungen vieler Funds zusammen. Bei Funds liegt oftmals die Obergrenze fuer Einzelinvestments bei 10% des Fundvolumens, im DAX liegt die Kappungsgrenze bei 15%. D.h. die Gewichtung der Telekom wird also im DAX hoeher gewichtet sein, als sie in den Fonds dargestellt werden kann. Der Effekt der Kaeufe sollte also geringer ausfallen, als zunaechst erwartet, zumal auch viele institutionelle Anleger derzeit eher Telcos untergewichten. Die Nachricht der Woche war allerdings die vorgesehene Mammutemission von ca. 10 Mrd. Euro neuer Telekomanleihen, Laufzeiten voraussichtlich 3, 5 und 10 Jahre. Durch das bessere Boersenklima waren die Swapsspreads in der Vergangenheit massiv reingelaufen, die Verschuldung fuer die Telekom sollte also trotz inzwischen gestiegener Zinsen nicht wesentlich teurer sein. Erleichterung machte sich breit, da es keine Wandelanleihe geben sollte, diese haette ueber Hedgetransaktionen mehr Druck auf den Kurs gegeben. So werden aber die Anleihen mit einem Renditeaufschlag von 20-25 Basispunkten zu bestehenden Titeln begeben. Da auch noch eine Vodafoneanleihe in der nahen Zukunft ansteht, weiteten sich die Swapspreads natuerlich sofort wieder aus. Die Telekomanleihen verfuegen aber ueber ein besonderes Feature, wie es auch schon die France Telekom und glaube ich KPN nutzen, bei einer Herabstufung der Bonitaet, die in der naechsten Zeit ansteht, wird sich der Koupon um 50 Basispunkte vergroeßern. Es entstehen somit hoehere Kapitalkosten, aber durch das guenstigere Swapniveau kann die Telekom das auch teilweise kompensieren.
Eine andere Story gab es in einer der letzten Ausgaben der „Actienboerse“ von Hans Bernecker. Die US-Energiekrise und Ansaetze zur Behebung umfassen auch den massiven Neubau von Kraftwerken, fossilen und nuklearen Typs. Egal wie man dazu steht, das Auftragsvolumen waere gigantisch, Bernecker sprach von 7-9 Billionen Dollar fuer 1400-1900 Kraftwerke ueber 12-15 Jahre. Nun bin ich kein Experte fuer Energieerzeugung, auch hoert sich das fuer mich an, als ob die Amis in der Vergangenheit kaum Strom erzeugt haetten. Aber selbst wenn das Volumen nur die Haelfte oder ein Viertel betragen wuerde, waeren die Auswirkungen auf die Konjunktur in den USA und die Infrastrukturunternehmen nicht von der Hand zu weisen Die eingesetzte Kommission wird sicherlich die Ergebnisse und moegliche Loesungsansaetze praesentieren, nur sollte man dann mit den Auswirkungen schon vertraut sein. Die Finanzierung der Projekte sollte privat erfolgen und auch neuen Unternehmen den Zutritt zum Markt gewaehrleisten. Fuer mich waere es interessant nicht die Betreiber sich anzusehen, sondern die Unternehmen, die die Kraftwerke erstellen. Auch einige deutsche Unternehmen sind dabei, als groeßtes Unternehmen sei nur mal Siemens genannt. Genauere Daten sollten aber aus dem Berneckerbrief entnommen werden. Interessant waere fuer mich aber auch der Kapitalbedarf aus dem Programm. Das Volumen waere groeßer, als alles bisher Dagewesene, die jap. Konjunkturprogramme wuerden wie Zwerge dagegen aussehen und die Reaganaera wuerde auch klar mit dem Ruestungsprogramm an Volumen den Kuerzeren ziehen. Es sieht nach einem sehr großen, langfristigen Konjunkturprogramm aus, neben der Steuersenkungen und den kurzfristigeren FED-Entscheidungen, mueßte man die Zukunft des moeglichen Wachstums dort noch rosiger malen als bisher. Die Outperformance gegenueber Europa waere fuer lange Zeit gesichert im Wachstum. Es treten aber noch einige „Nebeneffekte“ auf. Das Volumen privatfinaziert hoert sich gut an, aber dafuer muß das Kapital bereitgestellt werden und woher soll dieses kommen? Es wird sich sicherlich nicht nur auf die USA beschraenken. Der Kapitalbedarf der privaten Wirtschaft wuerde weltweit gedeckt werden. Die Auswirkungen auf die Zinsen wuerden auf der Hand liegen. Mit sinkenden Zinsen oder nur Zinsen auf derzeitigem Niveau sollte man dann nicht mehr rechnen. Da es sich auch um private Schuldner handeln wird, waere der Kapitalmarkt sicherlich ueber Anleiheemissionen angezapft werden. Dagegen sollten die Telekomemissionen nur Kleingeld darstellen und dort hat die BIZ schon vor zu großen Risiken in den Bilanzen der Banken gewarnt! Also waeren auch die Auswirkungen groeßer. Die folgende Blase an den Aktienmaerkten waere wohl auch etwas groeßer, aber nicht gleich die Dollarzeichen in die Augen bekommen!
Der massive Kapitalbedarf sollte also eher zu einer starken Ausweitung der Swapspreads langfristig fuehren, Telcoswapspreads weiteten sich im Zuge von UMTS auch massiv aus, je nach Schuldner um Prozentpunkte!
Das gesamte Zinsniveau waere betroffen, Staatsanleihen wieder mal der vermeindlich sichere Hafen. Eine steilere Zinskurve auf der Swapkurve waere das Mindeste, was sich diesem Risiko jetzt schon zeigen sollte. Als Privatanleger wuerde ich zumindest aber auf eine langfristige Outperformance der US-Aktienmaerkte setzen gegen den europaeischen Maerkten. Immobilienfinazierungen wuerde ich auch nicht auf die lange Bank schieben wollen. Die Auswirkungen auf den Wechselkurs waeren eine andere Spielwiese. Durch massive Kapitalinflows in den Dollar zur Finazierung und Auftragsvergabe waere die Leistungsbilanz sicherlich nicht schnell ausgeglichen! Die Attraktivitaet der Finazierung kann nur durch Renditeaufschlaege erzielt werden, somit sollten sich auch die Renditedifferenzen zwischen den USA und Euroland ausweiten. Der Dollar sollte durch das erwartete Wachstum positiv aber durch den Kapitalbedarf massiv negativ beeinflußt werden. Aehnliche negative Auswirkungen fuer Europa und den Euro koennte nur eine starke Osterweiterung der EU mitsichbringen, vielleicht auch noch die anstehende Trichet-Zeit an der EZB-Spitze (kleiner Scherz!).
Naja, ist ja bislang alles eher Zukunftsmusik, ob es denn so kommen wuerde...die positvere Startposition fuer die USA sind fuer mich aber unuebersehbar. Energieinfrastrukur, Bauwirtschaft eher Gewinner, alternative Energien sicherlich Gewinner, aber sehr teuer von den Bewertungsmaßstaeben. Großer Verlierer die Umwelt, der Gipfel in Rio und das unterzeichnete Programm eine Farce. Vor dem Hintergrund vielleicht Unternehmen, die Verschmutzung jeglicher Art reduzieren, eine gute Alternative. Auch Muellunternehmungen fuer Sondermuell in den USA vielleicht nicht uninteressant. Wenn es denn so kommen wuerde, sollte man vielleicht noch genauer darauf eingehen, bislang bleibt es ein Gedankenspielchen.
Frohes Handeln!
Nordlicht

P.S. Aus Langeweile diesmal nicht ueber den DAX, OI-Marken sind ganz klar 6000 und 6400 als Junistrikes. US-Daten naechste Woche mit Importpreisen, Beige Book, PPI, CPI und vielen anderen Freunden besonders interessant ab Mittwoch.
Hallo Nordlicht,

da hast Du wieder einmal ein hochinteressantes Segment angesprochen. Die Lücke zwischen Angebotskapazitäten und Nachfrage in der Energieinfrastruktur wird aber sicher nur durch Erhöhung der Investitionsrenditen geschlossen werden können und bilden damit einen weiteren Baustein in den Inflationsbefürchtungen für die US-Wirtschaft. Wie auch immer man den Reifegrad des derzeitigen Abschwungs beurteilt, der Markt zeigt sich derzeit ja darüber unentschlossen, für mich heißt es "stay €uro". Davon abgesehen ist ein Investment in dem von Dir angesprochenen Bereich wirklich überlegenswert!

Gruß
Wilfried
Die Momentum-Level für den Xetra-DAX für Mo, 11.06.01 :

up:

6793/6772 ++
6728/6718 +
6617/6609 +
6543/6538 +
6371/6362 ++
6246/6247 +


down:

6116/6090 +++
5964/5962 +
5908/5885 ++
5790/5784 +
5672/5658 ++
5430/5413 +


+, ++, +++ = Kreuz-, Triple-, Vierfach-Unterstützung/-Widerstand


Der Seitwärtsrange der letzten Wochen entsprechend ist die Verteilung schön symetrisch.


adv
Moin Nordlicht!
Ein gutes Thema, das mit der Energiekrise in Amerika.
Als Treibsatz für die Wirtschaft könnte das Billionen-Programm aber wohl nur funktionieren, wenn sich der Dollar auf hohen Niveau stabilisiert, oder? Gegen einen weiterhin so starken Dollar spricht m.E. aber das hohe Außenhandelsdefizit, die rückläufige Industrieproduktion sowie die hohe Verschuldung von Unternehmen und Verbrauchern in Amiland.

Und selbst wenn die Initialzündung für den neuen Wirtschaftsaufschwung kommt, könnte das Energieprogramm immer noch soviel Kapital binden, dass weite Teile des Aktienmarktes nicht davon profitieren.

Sehr langfristig sehe ich auch noch die Gefahr, dass der Öl-Freund Bush noch kurz vor Einführung der Brennstoffzelle die Weichen für die Zukunft verstellt, und Amerika für dieses Jahrhundert in eine gigantische Fehlinvestition in fossile Energieträger und AKWs abgleitet.
Hi Wilfried, hi Chartjunkie!
Ich stimme Wilfried vollkommen bei, wenn er die Erhoehung der Investitionsrendite als Moeglichkeit der Sanierung des US-Energieproblems darstellt. Die damit verbundene Inflationserhoehung wird auch durch die hoeheren Refinanzierungskosten der Energiewirtschaft noch neben der Erhoehung der Investitionsrendite erfolgen. Das ist auch genau der Grund, warum ich auf die Zinsen langfristig nicht sehr positiv zu sprechen bin. Die langfristige Auswirkung auf den Euro, naja da bin ich mir noch unsicher. Die Probleme mit der Leistungsbilanz und dem dann sicherlich nicht besser werdenden Defizit, die geringe Sparquote und die dann sich erhoehende Verschuldung der Privatwirtschaft sind sicherlich keine bullishen Argumente fuer den Dollar. Allerdings ist die Frage, ob nicht das abnehmende Staatsdefizit, die Effekte aus der Steuersenkung und die hoeheren Renditen mit besseren Wachstumsaussichten gekoppelt eher dem Dollar einen positiven Unterton verleihen koennten. Derzeit neige ich zu Variante zwei. Letztlich wird auch das Wachstum im Energiebereich den verwandten Branchen und verbundenen Branchen Beine machen, insofern sehe ich die Einwaende von Chartjunkie nicht ganz. Sicherlich werden aber dadurch andere Bereiche vernachlaessigt werden, Bereiche, die vielleicht heute noch stark im Vordergrund stehen. Ob jetzt aber das Problem durch die Brennstoffzelle oder fossile Kraftwerke herkoemmlicher Art oder gar AKWs geloest wird, ist glaube ich fuer die Wirtschaft eher zweitrangig. Gut finden wuerde ich auch eine verstaerkte Foerderung alternativer Energien, Bush hatte sowas in seiner letzten Rede zur Energiekrise auch schon angedeutet. Das Bewertungsniveau der Aktien der alternativen Energien ist mir nur etwas hoch, als daß ich da schon investieren moechte. Derzeit herrscht ja ein wahrer Hype darum, jede Bank bringt das eigene Zertifikat zu alternativen Energie und viele Medien berichten darueber. Dann ist der Zug oft schon zu weit aus dem Bahnhof gefahren und es gaebe bessere Alternativen mit weniger Risiko. Zu Beginn der 90er hatten wir eine aehnliche Begeisterung fuer Biotech, kurz darauf war Biotech fuer einige Jahre totes Kapital.
Frohes Handeln!
Nordlicht
erstamal: dank am alle für die orientierung!

und nicht, daß sich adv wieder über unaufmerksame leser beschweren muß: bisher stande zwo `+` für doppelt etc :-)
@AVt. ;) Ja, ja - wenn immer die Nomenklaturen geändert werden - aber Du hast Recht, simply is the best, in der alten Form spare ich mir das Tippen etlicher Kreuzchen. ;)

Für den Freund der BB mal ein interessanter Artikel über klassische Bollinger Bänder versus flexible, dh anstelle des MA je nach up- oder down-trend ein MA+(MOM*(HH-MA)) bzw. MA+(MOM*(MA-LL)):
ttp://www.neiu.edu/~agkanali/Research/boll01.html. Könnte man mal mit herum experimentieren. Als Momentum verwenden sie das von Mr.Chande (CMO).

@loredda: Die Mongolen - ein Hirtenvolk zwischen Tradition und Moderne, gut das es Akku-betriebene Laptops gibt. ;) ;)

Gruß und schönen Tach

adv

PS: Habt ihr in jüngster Zeit auch immer Probleme hier postings abzuschicken - klappt bei mir meist erst nach dem x-Versuch. (Gut das es Strg-C gibt).
du hast dir einen echten kuß verdient. ich bin gerade voller entnervung auf freenet umgestiegen, um herauszufinden, ob es an der telekom, an wallstreetonline oder an meiner mistkrücke liegt.

I shall report!
http://www.wallstreet-online.de/ws/community/board/thread.ph…

mr. kerze stefan salomon sieht auch einen shootingstar.

@ adv

ich bin wieder der telekom. auch bei freenet habe ich navigationsschwierigkeiten. w:o lehnt eine urheberschaft ab. bliebe noch mal eine nachfrage bei der telekom. oder es ist die verhaßte mißkrücke von computer.
@loredda: Gleiche Schwierigkeiten auch via Einwahl Arcor, Viag, Mobilcom. Bleibt nur w:o als Quelle der Ärgers übrig.
ich hätte gedacht, daß man lauere kurse bis mittwochmorgen um 9.45 sieht. woher die fehleinschätzung? es fehlten einfach die versprochenen mondphasen! und für axel und beaa noch etwas schweres.
@adv: thx! ich nutz die bollingerbänder, um die hist. _kurs_volatilität bzgl mittlerem verlauf am aktuellen stand zu sehen, darum gefällt mir das unmittelbare einsetzen des momentums auf anhieb eigentlich weniger (vielleicht blick ich das jetzt auch nicht richtig), da gefällt mir die variante von RR besser: er nimmt - glaub ich - exponentiell gleitende durchschnitte. trotzdem bevorzuge ich die ganz klassische einstellung - und mit vergnügen deine momentum (je mehr kreuze, um so lieber).

@loredda: ja, das ist schwer - zuerst dachte ich, es sei ... und dann viel mir ein, wie die chartfigur heißt. es ist ein fugur oder?
wenn´s katzerl so bleibt wie´s ist, paßt es gut zu den anderen kerzln!
schade, daß rr in urlaub gegangen ist. ansonsten täte er uns auf punkt und komma genau erklären, wies in dieser woche weitergeht.

aber nicht hadern. meistens kommt er ganz stark zurück!

das kerzl hat sich kaum bewegt. und somit könnte das timing bis mittwoch 9 uhr 45 noch hinkommen!
hallo daxler,

dank für eure arbeit. zu den hier diskutierten shooting stars: meiner erfahrung nach ist der dax da kein
rechter markt dafür, in den letzten 7 Jahren sieht die bilanz nämlich so aus:

Kriterium shooting star oder zumindestens long upper shadow (>=2/3), body über vortagsbody, im aufwärtstrend oder
in seitwärts/abwärtsphasen wenigstens einige tage lang up: 5 sehr gute, 7 mäßige, 23 fehlsignale. Da macht dieses pattern
damit im dax nur als zusatzinfo brauchbar, es läßt sich aber kein system darauf aufbauen.

meine strategie ist momentan einfach: kurzfristig nix, aber mit straddle und längerer laufzeit auf vega spielen,
also auf den ausbruch egal wohin, doch etwas heftiger zu hoffen.

grüße
Hallo,

es könnte ja sein, daß der gewünschte Effekt den Grundtenor auf bullisch zu switchen gelungen ist und in dieser Seitwärtsphase die Initiatoren des Upmoves ihre Engagements schön langsam abgebaut haben.
Außerdem steht dem Nikkei weiteres Ungemach ins Haus - bis deutlich unter 10000 wäre nicht mehr verwunderlich.
Auch beim Dow könnte meine Idee auf das Anschlußfraktal das reine Wunschdenken bleiben.
Die Situationen (Dow-Fraktal 1998/1999 versus 2001) sind halt leider nicht vergleichbar, damals Bullenmarkt jetzt Bärmarktrally. Deswegen bevorzuge ich - nach langer Bezeichnungsabstinenz - statt der W-förmigen Erholung eher den Begriff "bärischer Keil".

Bisher ist das Kursziel dieses Keiles nicht überschritten worden, die alternativ angenommene längere Seitwärtsbewegung im oberen Bereich des Keilkurszieles vor einem möglichen Downmove hat auch stattgefunden.
Hinzu kommen andere Parameter, wie die niedrige Vola, Auslauf wichtiger Zyklen, die in der Vergangenheit immer mit Tiefpunkten zum Zykluswechsel "honoriert" wurden.
Das würde dann eher zu Bogen`s Meinung passen (Dax 5000).
Vielleicht sogar noch tiefer, weil es zwischen Juli und August die reine Zyklenknautschzone gibt (siehe Dieters Link im Framaboard von heute Nacht).

Aber eben kein Handlungsvorschlag, nur meine Meinung.

Gruß, Tradie
geschichte wiederholt sich nicht?

okay, ich gehe davon aus, daß wir heute einen schwarzen krieger kriegen und so warten wir denn auf morgen und die ankunft des vierten schwarzen kriegers. der sollte dann aber am abend eine längere untere lunte haben! sollte der markt heute noch einmal runter kommen, könnte es vielleicht sogar früher gelegenheit geben zum einstieg. über die marken sollte man sich vielleicht noch einmal verständigen.

wenn ich mir die tafel 270 anschaue, dann denke ich, es ist zur zeit eine übertreibungsphase! post telekom und vereinsbank im plus, der rest im minus. oder sind die bewegungen im vorfeld des verfallstermins!
http://people.freenet.de/loredhachart/dax1.png

die 6000 waren des nordlichts marke, wenn ich mich recht entsinne. die täte ich gerne aber nur als intradaytest sehen!

meinungen?
Verengungen und Test wichtiger Marken allerseits, hier mal am Beispiel eines variablen BB (VIDYA):

http://www.adv-charttechnik.de/12-06.gif

an ~6050/6000 dürfte jetzt vieles hängen.

adv
man kommt ja schierig mit dem aktualisieren nicht nach.

so adv, auch du mein brutus. some words about dss!? und die andere einstellung?

danke

weiß noch jemand nicht, daß die futures abgekackt sind? dann weiß er es jetzt!
andererseits, wenn die scheiße jetzt raus, und man weiß, was für eine es ist, könnte man wieder zu denken anfangen! da durch die bank weg rote zahlen (hypo ausgenommen) anstehen!
sollte es aber heute noch der tag des harry belafonte werden, dann aber alles geld von oma genommen und rin in den markt. aber erst den hammer abwarten, bevor du handelst!
@loredda: Der VIDYA ist ein exponentieller GD der über ein Vola-Ratio adjustiert wird. Florek hält da zB einiges von, empfielt aber die Kombi mit Oszillatoren zur Signalgenerierung. Deshalb oben dabei der DSS, das ist ein doppelt geglätterter Stochastik, ist nicht so flatterhaft wie die STO(fast), aber auch sehr schnell.
Experimentiere da gerade mit rum, erscheint mir brauchbar, aber alles noch in Arbeit. Hab ich nur mal wegen der akt. Situation reingestellt.

Tja, kaufen, kaufen, wenn die Amis jetzt noch ihre die Teile rausschmeißen??? Grübele auch, zB über Nokia zum Close??? Wie gesagt, grübele kräftig.

Gruß
auf www.technical-investor.de geht michael riesner von einer false breake-out nach unten aus; also, glatt durch die 6000 und das ganze als bärenfalle. (extra für tradie??). die erste annahme ist richtig und kann mir die interpreatation der aktuellen kerze, die die neigung der marktteilnehmer nach verlassen des marktes ausdrückt, ersparen. auf anzeichen des eintritts der riesner-realtität achten! trotz und gerade deswegen!
for unsere amerikanischen freunde:



eine schulter - kopferl - schulter? immerhin sollen ja die umsätze rückläufig sein, was aktuell eher als positiv gewertet wurde, aber doch typisch für eine solche formation wäre. wobei passiert noch nix is. aber wenns denn kommt, sieht sie bilderbuchmäßig astrein aus! immerhin 250 pünktchen nach unten! für den doktor-schulz´schen doppelboden?
@loredda,

das wäre ja zuviel der Ehre :).

Aber ich bin ja kein einsamer Bär. Insofern wäre es nicht nur meine Falle.
Natürlich kann im Rahmen des Verfallstages immer noch alles möglich sein - deswegen setzt man ja nicht alles auf eine Karte.

Gruß, Tradie
das ist ja beinahe schon wie ein personalisierte webseite!

jetzt schweigen wieder die europäischen börsen! die bewegung des stoxx kommt deswegen zum erliegen und der stoxx wird eine mögliche erholung in amerika nicht mehr nachvollziehen können! also eine tradingmöglichkeit!
also, dear adv, du bist long put beim doe! wenn ich es recht gelesen habe.
@loredda: Stimmt, die 6000 waeren mir willkommen. Allerdings kann ich mir auch gut vorstellen, daß das als Baerenfalle verkommen wird. Solange die 5940 halten, glaube ich kann man unterhalb von 6000 schon mal ein kleines Spielchen nach oben wagen, werde ich zumindest mit Stop auf der vorher beschriebenen Marke tun. Interessant ist auf der 6000 stehen noch gut 50k an Juniputs offen, da werden wohl heute ein paar angebrannt sein.:) Vola heute durch die Decke im DAX, July +1.75-+2.5 Punkte, Dec +1-1.3 Punkte.
Zu der Inflationsrate aus Deutschland muß man wohl nix mehr sagen...
Nordlicht
Hallo,

langsam glaube ich man kann sein Schicksal ganz in die Hände einer höheren Kraft legen...

Das ist wie das Programm einer Waschmasschine - irgendwer hat es angworfen und nun spult es ab - zur Zeit ist halt Schleudern angesagt.

Der Dow schleudert also immer noch schön in den Grenzen der
Schiebezone des fraglichen Anschlußfraktals, das vor Eintritt des Dow in den Diamanten (wenn es überhaupt einer war, auch wenn er lange so aussah) in ähnlichen Schwingungen den nötigen Drive für den folgenden Anstieg aufgebaut hat. Somit ist die Wiederholung eines ähnlichen Anstiegs, der dann bei mindesten 12500 landen könnte weiterhin nicht vom Tisch.

Fundamentale Schreckensnachrichten interessieren ja wohl keine Waschmaschine, wäre mir jedenfalls neu ! :).

Bin längst glatt.

Gruß, Tradie
das ist so wahrscheinlich nicht nötig, tradie.

captain picard hat am frühen abend/späten nachmittag bereits geschrieben, daß sich im stundenchart ein morgenstern (kerzenform) gebildet hat! rr weiß von ausverkauften indikatoren zu berichten! aber natürlich wußten das die großen händler alle auch. so hat man gewinne mitgenommen und ist ans sichere ufer gegangen.

werden die heutigen kursbewegungen in amerika dem dax nutzen? sie werden ihm zumindest nicht schaden. und so saugt amerika wieder jede menge kapital an, das dann in europa etwas abgängig ist.

der euro ist nahe der letzten tiefs. ob das und die konjunkturaussichten jetzt unbedingt nahelegt, in euroland sein geld verspielen zu müssen?
@loredda,
das mit dem Geld verspielen in Euroland habe ich jetzt aber nicht ganz verstanden - wenn man glatt ist, kann man kein Geld verspielen, so viel ich weiß, vom Vermehren natürlich ganz zu Schweigen.
@lucia_: thx für die orientierungim statistischen kontext! woher? gruß
@ all!

Nach langer (aktiver) Abstinenz melde ich mich mal wieder mit einer Frage an Euch: Wie geht`s weiter mit DOW und NASDAQ?

Den ganzen Tag über waren die US-Futures dick im Minus, in der letzten Handelsstunde setzt eine Rallye ein, die anscheinend kein Mensch begründen kann. Geht es morgen dann wieder andersrum? Future positiv und die US-Märkte am Ende negativ? Wegen Gewinnmitnahmen?

Ich persönlich gehe eher von einer nachgebenden Wallstreet aus, auf Sicht von mindestens zwei Monaten. Daher bin ich in Puts engagiert.

Wie sieht Ihr das?

Ich bin übrigens kein Chart-Junkie, daher bitte ich um "verständliche Angaben" (bitte nicht mißverstehen!).

Gruss

Wallstreetdoctor
die welttournee des harry belafonte



ein fräglein wäre noch offen. just zum doe!
Meine Einschätzung mal ganz kurz,

Steigende Kurse JA

Vorraussetungen:

1. Weitere Zinssenkungen seitens der FED und/oder der EZB in Aussicht

2. Inflation wird spätestens in Q3 kein Problem mehr sein

3. Die Q2-Zahlen der Unternehmen sind die schlechtesten, die man bekommen wird. Die nächsten Zahlen werden besser in Q3 und Q4 usw. So lange man diese Annahme halten kann, ist die Sache in Ordnung.

4. Kein Krieg

5. Keine Steigerung des Öl-Preises über 30$, siehe auch Punkt 2.

Fazit: Ich erwarte den Break des seit März 2000 herschenden Abwärtstrend nach oben und einen Anstieg des S&P bis auf das Hoch Anfang Februar 2001, analog einen Anstieg des Dax bis in diesen Bereich hinein. Als Zeithorizont denke ich sollte man die Zeit bis Mitte Juli oder 24.07.01 (Fed-Sitzung, letzte Sitzung an der noch mit viel viel viel Phantasie eine Zinssenkung möglich ist)


Danach kommt Welle 5!!!!!!!!!!!!! Die Inflationswelle!

Das Potential nach unten dürfte in S&P ein Stand sein, der von den Lows 1994 einer Rendite von max.10% p.a. entspricht.

Hoffe man weiß, was das heißt. ;)

Kole
Hallo,

charttechnisch ist die Situation in DOW und NASDAQ recht spannend.

Der DOW ist vorgestern aus seinem Konsolidierungsdreieck bei 10.970 nach unten ausgebrochen und hat damit short term ein Verkaufssignal ausgelöst; gestern wurde nun intraday sogar der Abwärtstrend von 01.00 kurzzeitig unterschritten, durch das nachmittägliche reversal aber nicht auf Schlußkursbasis bestätigt.Damit könnte sich das Ganze durchaus als Fehlsignal erweisen.

Der COMPX hat zum dritten Mal innerhalb der akt. Seitwärts-Range eof die Mittellinie seines BB unterschritten, bisher (Mitte und Ende Mai 01) gelang von hier aber immer wieder die Gegenbewegung. Wer Montag <2.180 long put gegangen ist und die kl. Gewinne nicht gestern mitgenommen hat, dürfte wahrscheinlich zum Tagesende ausgestoppt worden sein; zieht der Kurs heut wieder über den eGD20, könnten wir bald erneut die obere BB-Begrenzung wieder sehen.

Habe die Kurzfristcharts eben nochmal aktualisiert: http://www.adv-charttechnik.de

Gruß

adv
Positive Hamari (Kaufsignal)
Ein Positive Hamari entsteht, wenn eine ungewöhnlich lange schwarze Kerze von einer kleinen weißen Kerze gefolgt wird, die mit ihrem gesamten Kerzenkörper innerhalb des Kursbereiches des vorangegangenen schwarzen Kerzenkörpers liegt. Ein Positive Hamari nach einer Abwärtsbewegung ist ein sehr zuverlässiges Kaufsignal. Diese Formation zeigt deutlich die Unentschlossenheit und mögliche Wendebereitschaft der Marktteilnehmer nach einem Tag mit deutlich fallenden Kursen.





aber vorsicht. das kerzerl allein im dax wird nix richten! auch den dow und feierabend beachten! und ganz sauber isses auch nicht.
Hallo AVt,

sowas kannst du mit den vielen chartprogrammen schnell selber machen.
zB mit tradestation und was da nicht vorprogrammiert ist, dann mit easy language
formulieren. manchmal gibt es auch artikel mit statistiken in börsenheften.

die pattern sind immer ganz einfache beziehungen zw. eroeffnung, schluß, hoch und tief
der letzten 1- 3 tage. teure candle extrasoftware wie samurai und sowas brauchst nicht.

die bullish harami sind ziemlich selten, 0 - 2x im jahr, letztes jahr (30. juni) gab es
ein gutes kaufsignal, aber es sind zu wenig signale für große aussagen.

gruß
bin ich jetzt avt oder diskutiert ihr außerbörslich? im märz gab es noch ein hamari an bedeutender stelle°
wenn einer mich direkt was fragt, darf/sollte ich es auch beantworten dürfen?

was ich zu harami schrieb bezog sich aus die klassische definition davon,
1-2 maerz war der erste body nicht besonders lang und der zweite nicht innerhalb
des ersten, sondern 36 pkt tiefer; 22-23 maerz war der zweite fast so groß wie
der erste. ich will nicht unbedingt recht behalten, nur wenn es automatisch
gescannt werden soll, faellt der erste wie der zweite fall raus. die reine form tritt
selten auf.
natuerlich kannt du rein visuell auch aehnliche pattern mitbewerten, nur kannst du
es so nicht verallgemeinern. das visuelle "mit gefuehl" geb ich zu, hat auch seinen
charme. ;)
sieht ja fast aus wie waffenstillstand zwischen bullen & bären. Der ADX ist im DAX - Daychart auf 5-Jahres Tief (charts kann ich von hier leider nicht posten).

@loredda

die moon-charts dauern noch a weng. Hast du die Idee von Erich Florek aus dem TI board?

gruss

arthur
also saubere hamaris (oder haramis?) sind selten im dax-chart, den ich eben auf 2 jahresbasis im schnelldurchlauf mir angeschaut habe. die sauberste figur ist noch die gegenwärtige, die sich heute gebildet hatte!

damit diese figur ihre kraft entfalten kann, wird es wohl oder übel amerikas bedürfen!

und zurück: gerade am tief im märz hatte der markt ebenfalls eine ähnliche figur gebildet.

ps: eigene ideen sind immer eigene ideen! wir kopieren nicht, höchstens zitieren!

gruß
hi loredda, ich kenn nur haramis, vielleicht nach crashs noch harakiris ;)
jeder muß seine eigenen ideen entwickeln, kopieren geht bei traden immer schief.

mit dem gruß der jap. reishaendler

"mo karia makka" (machen sie gewinne? !)
@arthur: Guten Morgen, meinst Du diesen Artikel im ti-board:

"Hallo liebe Experten und versierte Interessenten, ich möchte eine Antwort an ChartTec nutzen, um hier ein weiteres Diskussionsfeld aufzunehmen. Ich stelle mal die Behauptung auf, dass man aus jedem Indikator dieser Welt (ob fundamental, technisch, astrologisch oder esotherisch) mit Hilfe von Handelsregeln (=Interpretationen) ein gutes oder ein schlechtes Instrument (im Sinne der meßbaren Performance) basteln kann.
Wenn die Regeln schlecht sind, dann hilft Ihnen meines Erachtens die beste Parametereinstellung, die innovativste Formel oder der neueste Indikator nicht viel. Mit den simplen Crossover-, Overbought/Oversold- sowie Stop and Reverse-Ansätzen läßt sich meiner Meinung nach nur ein geringer Teil des wirklichen Potentials eines Indikators abschöpfen bzw. darstellen.
In einem Artikel zum Thema "Macht der Handelsregeln (Börse Now, Dez. 2000) hatte ich aufgezeigt, wie man den relativ schlechten Mondzyklus (Kaufe am Tage nach einem Vollmond, verkaufe am Tage nach einem Neumond, quasi Stop-and-Reverse) mit Hilfe der einfachen "Kaufe nach einem Signal nur dann, wenn der höchste Kurs der letzten zwei Tage überschritten wird (vice versa für Verkäufe)"-Zusatzregel verbessern kann. Obwohl spezielle Exits, Take Profits und Stop-Losses fehlten, stiegt die Performance allein durch diese einfache Regel deutlich an.
Da diese Effekte natürlich auch bei allen anderen Indikatoren auftreten (können), stellt sich die Frage, inwieweit herkömmliche und modernere Indikatoren überhaupt zu beurteilen sind, wenn die Regeln größere Auswirkungen auf die Performance haben als eine Parameteroptimierung. Arbeiten wir nicht alle mit völlig verfälschten Instrumenten, wenn dem so ist ? Ist es mehr oder weniger Zufall, wenn ein Indikator gute oder schlechte Performancewerte anzeigt ?
Mich würde mal interessieren, wie die anderen darüber denken und welche Beispiel für Zusatzregeln sich hier noch finden.

MfG Erich Florek, M.T.H.-Midas Trading House (Ireland) plc."

So gesehen könntest Du jeden beliebigen Humbug als Indikator verwenden, wenn Du das eigendliche Handeln danach nur an sinnvolle Randbedingungen bindest.
zB: short entry, wenn Dein Goldfisch schlecht drauf ist (momentum pisci aureus), aber nur, wenn der Kurs vorher schon 2 Tage von hohem Niveau aus am Bröckeln ist. Logisch gesehen, ist das eine Und-Verknüpfung, die glücklicherweise nur ausgelöst wird, wenn die zweite (sinnvolle) Regel auch gilt. Diese wird so wird quasi nach dem Zufallsprinzip (erste unlogische Regel wahr oder unwahr) ausgelöst oder auch nich.

Gruß

adv
Bei dieser Diskussion muß ich schmunzeln. Ich teste nämlich die Qualität von Stops mit der Einstiegsregel "Dartpfeile" (d.h. ich lasse mir die Trades von einer Zufallsfunktion des Computers generieren). Nur so kann ich die Qualität meiner Stops unverfälscht testen. Ich möchte mein Einstiegssystem "Dartpfeile" daher nicht missen.

Erstaunlich übrigens wie gut Zeitstops ("n Tage kein neues Hoch/Tief") funktionieren.

Gruß Statistikfuchs
Morgen allerseits,

Für heute, den 15.6, dem dreifachen Verfallstag(!), die nächsten pot. Momentum-Wendelevel nach unten:

5995/5972 +
5960/5942 +
5900/5884 +
5815/5806 +

Die starke Häufung der Interferenzen zw. den Momenti 3 - 21 ergibt sich zwangsläufig durch das Erreichen der unteren range-Begrenzung der letzten Wochen und hat erhebliche Bedeutung.

Nach oben die nächsten Marken berechnen sich zu:

6088/6092
6174/6181
6258/6255 +

den Rest spare ich mir, da erstmal nicht so wahrscheinlich.

good trading

adv
hallo,

ein frage in die runde: hat jemand die genauen
verfallszeiten (uhrzeit) bei der hand?

gruss
Hi Lucie, nur die Optionen auf DJ Euro Stoxx50 und DJ Stoxx50 an der Eurex verfallen schon 12°°. Gruß
ja, da hat adv wohl recht. und nach 12°° ging`s dann weiter mit dem zerfallen :o bin mal gespannt, was RR dazu murmelt ...


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