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3Com kämpft mit Allzeittief - 500 Beiträge pro Seite



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Acht Monate Abwärtstrend hat der Netzwerkspezialist 3Com hinter sich. Von über 20$ ist er dabei auf 4,50$ gefallen – ein Minus von fast 80 Prozent. Ob aus fundamentaler Sicht die heute Quartalsergebnisse, die heute nach Börsenschluss veröffentlicht werden, neue Perspektiven für die Aktie zeigen, darf angezweifelt werden. Denn 3Com machte in den vergangenen Monaten nur durch Umsatz- und Gewinnwarnungen auf sich aufmerksam. Auch aus technischer Sicht ist es nicht besonders gut um die 3Com-Anteile bestellt.

Der achtmonatige Abwärtstrend lässt sich durch eine Trendlinie beschreiben. Diese Abwärtstrendgerade (grün) notiert aktuell bei 5,60$. Die Aktie sendet ein positives Signal, wenn die Trendlinie durchbrochen wird.

Allerdings befindet sich genau an dieser Stelle auch eine horizontale Widerstandslinie. Der Bereich stellt damit einen so genannten Kreuzwiderstand dar, der schwer zu überwinden ist. Weitere Hindernisse werfen sich bei 6,60$ und bei 7,25$ in den Weg. Die einzige und damit auch immens wichtige Unterstützung ist beim Allzeittief von 4,43$ zu erkennen. Sollte dieser Bereich fallen, ist ein weiterer Kurseinbruch zu befürchten. Und dann helfen keine Unterstützungen mehr.



Der Kursverlauf seit April deutet jedoch auf eine interessante charttechnische Formation hin. Eventuell bildet sich nämlich eine Doppel-Bottom-Formation (auch als W-Formation bezeichnet) aus. Durch die beiden roten Halbkreise sind die Ansätze der Formation dokumentiert. Ein Doppel-Bottom tritt als Trendumkehr-Formation auf, d.h. der seit Oktober bestehende Abwärtstrend wäre beendet und ein neuer Aufwärtstrend könnte beginnen. Allerdings ist die Formation noch nicht vollendet und so gilt es den Bruch der Nackenlinie (bei 7,25$) abzuwarten.

Einen Strich durch die Rechnung macht uns aber die Markttechnik. Sie gibt sich vermehrt pessimistisch. Der 200-Tage-Durchschnitt, der 21er-AMA und der Aroon signalisieren eine Abwärtsphase. Hinzu kommt das Verkaufssignal im MACD. In der überkauften Zone generiert der schnell oszillierende ProjectionOscillator ein Kaufsignal. Die Umsätze legten in den vergangenen zwei Monaten eine abnehmende Tendenz an den Tag - ein moderat positives Zeichen. Der jüngste Abschwung wurde also nur durch einen kleinen Teil des Marktes getragen.



Auf dem Kurzfristchart ist ferner ein zweimonatiger Abwärtstrend (gelb) illustriert. Dieser verläuft derzeit bei 5,40$ und markiert dort einen Widerstand. Ferner zeigt sich auch auf diesem Chart der fallende Trend im Volumen.

Fazit: Aus technischer Sicht sind von der Aktie keine Luftsprünge zu erwarten. Positive Signale ergeben sich beim Bruch der kurz- und mittelfristigen Abwärtsgeraden. Unter keinen Umständen dürfen die 3Com-Papiere auf neue Allzeittiefstände fallen.

Die Analyse basiert auf den Kursen des Wertes an der Heimatbörse. Bei ausländischen Werten ist die Analyse auf die in Deutschland gehandelten Wertpapiere übertragbar, da sich die Wertentwicklung an dem Basiswert orientiert. Durch Währungsschwankungen sowie eine geringere Liquidität kann es jedoch zu Abweichungen kommen. Die Analyse wurde nach bestem Wissen erstellt, mögliche Irrtümer und Datenfehler können aber nicht ausgeschlossen werden. Zudem wollen wir damit keine Kauf- oder Verkaufempfehlungen geben und äußern nur unsere weitestgehend subjektive Meinung zu der momentanen charttechnischen Situation einer Aktie.






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